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Der Leitfaden

zum
Erstellen sowie
Betreuen und Begutachten einer Diplomarbeit

am
Fachhochschul-Fachhochschulstudiengang
„Militärische Führung“
an der Theresianischen Militärakademie

für
Diplomanden und Betreuer/Begutachter einer
Diplomarbeit

von
ObstdhmfD Dr. Andreas STEIGER, MSc

WIENER NEUSTADT, im September 2010


Vorwort
Die Basis dieses Schulungsbehelfes ist der Leitfaden zum Erstellen, sowie Betreuen und
Begutachten wissenschaftlichen Arbeiten am Fachhochschul-Bachelorstudiengang
Militärische Führung (FH-BaStg MilFü), welcher von ObstdhmfD MMag. Dr. SLANIC
Reinhard, MSc verfasst wurde. Deshalb ist dieser Leitfaden bzw. dessen Inhalt nahezu
ident. Oberst SLANIC sei für die Bemühungen beim Erstellen deshalb gedankt!
Vorliegender Leitfaden wendet sich an die Diplomanden und Betreuer/Begutachter
einer Diplomarbeit am Fachhochschul-Diplomstudiengang „Militärische Führung“ (FH-
Stg „MilFü“).
Der Leitfaden kann eine intensive Beschäftigung mit fachspezifischer
wissenschaftlicher Literatur und deren üblichen Gepflogenheiten jedoch nicht ersetzen.
Denn 'wissenschaftliches Schreiben' wird letztendlich nur durch bewusste
Auseinandersetzung mit der Fachliteratur erlernt. Es unterliegt zwar Regeln, durch die
ein klar definierter Rahmen abgesteckt wird, bleibt aber immer eine Frage des
jeweiligen Fachbereichs und des persönlichen Stils. Dieser Stil kann nur durch
Erfahrung ausgebildet werden.
Der vorliegende Leitfaden ist wie eine wissenschaftliche Arbeit aufgebaut.

Sämtliche Begriffe sind im Sinne der Gender Richtlinie


geschlechtsneutral zu verwenden!

Die Phasen zum Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit, die Kriterien und Methoden
wurden gemäß Rößl, D. (2008): Die Diplomarbeit in der Betriebswirtschaftslehre, 4.,
neu bearbeitete Aufl., Wien und Karmasin, M. / Ribing, R.(2007): Die Gestaltung
wissenschaftlicher Arbeiten, 2., aktualisierte Aufl., Wien dargestellt. Der vorliegende
Leitfaden ergänzt die Richtlinie für die Erstellung, Betreuung und Begutachtung einer
Diplomarbeit (RiLDA) am FH-DiplStg „MilFü“.

In diesem Sinne wünsche ich den Diplomanden bei der Erstellung und den Lehrkörper
bei der Betreuung und Begutachtung viel Erfolg!

Dr. STEIGER, ObstdhmfD

Seite 2
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG .................................................................................................................................. 7

1.1 DIE PROBLEMSTELLUNG IN DER PROBLEMLANDSCHAFT ........................................................... 7


1.2 DIE ZIELSETZUNG DER ARBEIT.................................................................................................. 7
1.3 DER ARGUMENTATIONSGANG ................................................................................................... 7

2 DER ABLAUF DER BEARBEITUNG .......................................................................................... 8

2.1 DIE TYPEN WISSENSCHAFTLICHER ARBEITEN ........................................................................... 8


2.1.1 Proseminararbeit ................................................................................................................. 8
2.1.2 Seminararbeit....................................................................................................................... 8
2.1.3 Arten der Diplomarbeiten .................................................................................................... 8
2.1.4 Das Diplomandenseminar und die Disposition ................................................................... 9
2.2 DIE FRAGENGENERIERUNG (VORBEREITUNGSPHASE) ............................................................... 9
2.3 DIE VORSELEKTIONSPHASE ..................................................................................................... 11
2.4 DIE KONZEPTIONSPHASE ......................................................................................................... 12
2.5 DIE BEARBEITUNGSPHASE ....................................................................................................... 13
2.6 DIE KORREKTURPHASE ........................................................................................................... 14
2.7 DIE BETREUUNG...................................................................................................................... 15

3 DIE QUALITÄTSKRITERIEN FÜR DIE AUSARBEITUNG ................................................. 16

3.1 DIE WISSENSCHAFTLICHE ARBEITSWEISE ................................................................................ 16


3.2 DIE PRAXISRELEVANTEN KRITERIEN ....................................................................................... 16
3.3 DIE FORMALEN KRITERIEN ...................................................................................................... 16
3.4 DIE QUELLENANGABEN ........................................................................................................... 17
3.5 DIE SPRACHREGELN ................................................................................................................ 18
3.6 DIE PRÄSENTATION EINER WISSENSCHAFTLICHEN ARBEIT...................................................... 18
3.7 DAS ERGEBNIS DER DIPLOMARBEIT................................................................................... 19
3.8 DIE BEGUTACHTUNG UND DIE BEWERTUNG ............................................................................ 19

4 DIE FORMALE GESTALTUNG................................................................................................. 20

4.1 DIE EINZELNEN TEILE EINER WISSENSCHAFTLICHEN ARBEIT .................................................. 20


4.1.1 Sperrvermerk ..................................................................................................................... 21
4.1.2 Titelblatt............................................................................................................................. 22
4.1.3 Vorwort .............................................................................................................................. 22
4.1.4 Inhaltsverzeichnis .............................................................................................................. 23
4.1.5 Abbildungsverzeichnis ....................................................................................................... 23
4.1.6 Abkürzungsverzeichnis....................................................................................................... 23
4.1.7 Einleitung........................................................................................................................... 24
4.1.8 Hauptkapitel....................................................................................................................... 24
4.1.9 Schlussbetrachtung ............................................................................................................ 25

Seite 3
4.1.10 Literaturverzeichnis ...................................................................................................... 25
4.1.11 Anhang .......................................................................................................................... 25
4.1.12 Ehrenwörtliche Erklärung............................................................................................. 25
4.1.13 Kurzzusammenfassung und Summary ........................................................................... 25
4.2 DIE FORMALE UMSETZUNG DES ARGUMENTATIONSGANGES ................................................... 26
4.3 DIE PAGINIERUNG ................................................................................................................... 26
4.4 DIE ANMERKUNGEN ZUM TEXT IN DER FUßNOTE .................................................................... 27
4.5 DIE ABBILDUNGEN .................................................................................................................. 27
4.6 DIE AUFZÄHLUNGEN ............................................................................................................... 28
4.7 FORMALE ANFORDERUNGEN ................................................................................................... 28

5 DIE ZITIERREGELN UND DIE QUELLENANGABEN ......................................................... 29

5.1 DIE GRUNDLAGEN DES ZITIERENS ........................................................................................... 29


5.2 DAS BELEGEN VON LITERATUR ............................................................................................... 31
5.3 DIREKTES ZITAT (WÖRTLICHES ZITIEREN) ............................................................................. 34
5.4 INDIREKTES ZITAT (SINNGEMÄßES ZITIEREN).......................................................................... 35
5.5 DAS ZITIEREN VON RECHTSVORSCHRIFTEN ............................................................................ 36

6 GESTALTUNG UND FORMATIERUNG DES TEXTES......................................................... 38

6.1 FORMAT .................................................................................................................................. 38


6.2 SCHRIFTART ............................................................................................................................ 38
6.3 FORM DER ABGABE ................................................................................................................. 38
6.4 ABSTRACT ............................................................................................................................... 39

7 SCHLUSSBETRACHTUNG ........................................................................................................ 40

8 LITERATURVERZEICHNIS ...................................................................................................... 41

9 ANHANG ........................................................................................................................................ 42

TITELBLATT BEI EINER EDA, ETDA, EDA BEI MTDA (MUSTER) ........................................................ 43
TITELBLATT DES GEMEINSAMEN BANDES BEI DER MTDA ................................................................... 44
GLIEDERUNG DES GEMEINSAMEN BANDES BEI DER MTDA................................................................... 45

10 EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG ....................................................................................... 46

11 KURZZUSAMMENFASSUNG/SUMMARY.............................................................................. 47

Seite 4
Abbildungsverzeichnis

ABBILDUNG 1: GRUNDTYPEN VERSCHIEDENER FRAGESTELLUNGEN .......................................................... 10


ABBILDUNG 2: VERSCHIEDENE ERKENNTNISQUELLEN ............................................................................... 11
ABBILDUNG 3: TEXTSEITEN, PAGINIERUNG UND INHALTSVERZEICHNIS..................................................... 28
ABBILDUNG 4: WISSENSCHAFTLICHE QUELLEN NACH ART DER VERÖFFENTLICHUNG .............................. 32

[Anmerkung: Abbildungs- und Tabellenverzeichnis sind nur erforderlich, wenn sie dem
Leser ein zusätzliches Service bieten, d.h., wenn zu erwarten ist, dass ein Leser /eine
Leserin nach einer bestimmten Tabelle bzw. Abbildung sucht.]

Seite 5
Abkürzungsverzeichnis

BGBl. Bundesgesetzblatt
FH-DiplStg „MilFü“ Fachhochschul-Diplomstudiengang „Militärische Führung“
HDG Heeresdisziplinargesetz
VBl. Verlautbarungsblatt

[Anmerkung: Ein Abkürzungsverzeichnis ist nur erforderlich, wenn Abkürzungen


vorkommen, die nicht geläufig sind und die nicht in unmittelbarer Nähe zu ihrer
Verwendung erläutert werden.]

Seite 6
1 Einleitung

1.1 Die Problemstellung in der Problemlandschaft


Die Studierenden sollen in den geforderten wissenschaftlichen Arbeiten eine
Problemstellung in ihrer Berufslandschaft mit einer zentralen Fragestellung eingrenzen
und auf der Basis forschungsleitender Fragen einen Erkenntnisgewinn wissenschaftlich
erarbeiten.

1.2 Die Zielsetzung der Arbeit


Ziel der folgenden Ausführungen ist es daher, eine erste Annäherung zu erleichtern, auf
welche aufbauend, sich eine persönliche Arbeitsweise entwickeln sollte. Der folgende
kurze Abriss kann das Thema nur in groben Umrissen abhandeln. Zur Klärung
grundlegender Vorgehensweisen wie auch von Detailfragen sind der/die Betreuer/in
oder der/die Studiengangsleiter/in zu konsultieren. Folgende Fragen werden in
vorliegender Arbeit beantwortet:
Wie ist der Ablauf der Bearbeitung?
Welche Qualitätskriterien sind zu beachten?
Welche formale Gestaltung ist gefordert?
Welche Zitierregeln und Quellenangaben gibt es und wie sind sie anzuwenden?
Welche Vorgaben zur Gestaltung und Formatierung sind einzuhalten?

1.3 Der Argumentationsgang


Die Studierenden legen innerhalb des gewählten Themas ihre Ziele selbstständig fest
und recherchieren die benötigten Informationen in eigener Verantwortung. Der FH-
DiplStg „MilFü“ stellt durch Betreuung der Arbeiten sicher, dass die gesteckten Ziele
innerhalb der vorgeschriebenen Rahmenbedingungen sinnvoll zu erreichen sind und die
Studierenden bei der Bearbeitung ihres Themas ausreichend unterstützt werden.

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2 Der Ablauf der Bearbeitung

Dieses Kapitel gibt einleitend einen Überblick über die am FH-DiplStg „MilFü“ zu
verfassenden wissenschaftlichen Arbeiten und legt anschließend den gesamten Prozess
der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit dar.

2.1 Die Typen wissenschaftlicher Arbeiten


Die Studierenden erstellen im Laufe ihres Studiums Proseminar- und Seminararbeiten
und als Abschluss eine Diplomarbeit.

2.1.1 Proseminararbeit
Ein Proseminar ist eine schriftliche Einzelarbeit im Ausmaß von sieben Textseiten
(Einleitung, Hauptkapitel, Schlussbetrachtung).

2.1.2 Seminararbeit
Eine Seminararbeit ist eine schriftliche Einzelarbeit im Ausmaß von zehn Textseiten
(Einleitung, Hauptkapitel, Schlussbetrachtung) abzufassen.

2.1.3 Arten der Diplomarbeiten

Ein Diplomand bearbeitet selbständig ein


(1) Diplomarbeit
Einzelarbeit Diplomarbeitsthema. Die Betreuung wird durch
(EDA)
einen Betreuer vorgenommen.
Ein umfassendes Thema wird durch mehrere
Diplomanden bearbeitet, wobei entsprechend
des Erkenntnisfortschrittes sich eigenständig
verfasste Teile mit gemeinsam erarbeiteten
Teamdiplom
(2) Einbändige Teilen abwechseln. Der Koordinator ist
-arbeiten
arbeitsteilige gleichzeitig der Betreuer und steuert das
(TDA)
TDA (ETDA) Arbeitspensum der einzelnen Diplomanden. Im
Inhaltsverzeichnis und am Beginn der
individuell erarbeiteten Teile (Kapiteln) sind die
Beiträge des jeweiligen Diplomanden durch
Beifügen der Familiennamen ersichtlich.

Seite 8
Ein umfassendes Thema lässt sich in individuell
zu bearbeitende Arbeiten (EDA) gliedern, wobei
in einem gemeinsamen Band vor allem auf
wesentliche Inhalte, deren Interdependenzen
(3) Mehrbändige und weiterführende Folgerungen eingegangen
TDA (MTDA) wird. Die Betreuung der MTDA kann durch
mehrere Betreuer erfolgen. Der Koordinator
steuert vor allem in der Vorselektionsphase und
betreut sowie begutachtet den gemeinsamen
Band.

Eine EDA und eine EDA bei der MTDA ist im Ausmaß von 70 Textseiten („Kern“ der
Arbeit: Einleitung, Abhandlung/Hauptkapitel, Schlussbetrachtung) zu verfassen.
Bei der Abfassung einer ETDA von zwei bis drei Diplomanden erhöht sich der
Textumfang in Analogie auf 140 bzw. 210 Seiten.
Bei der Abfassung des gemeinsamen Bandes bei einer MTDA wird für jeden
Diplomanden für den Teil „Abhandlung“ ein Textumfang im Ausmaß von 15 Seiten
festgelegt.

2.1.4 Das Diplomandenseminar und die Disposition


Das Diplomandenseminar (LV 0076) wird im 7. Semester durchgeführt und gliedert sich in
drei Teile/Blöcke.
Im 3. Teil des Diplomandenseminares ist eine schriftliche Disposition als Einzelarbeit im
Ausmaß von sieben Textseiten (Problemdarstellung, Zielsetzung und Argumentationsgang)
zu verfassen. Dieser sind eine Quellenangabe und ein Zeitplan beizulegen. Eine
Präsentation mit einer Reflexion schließt die Konzeptionsphase ab. Daraus resultiert die
Benotung des Diplomandenseminars. Die verfasste Disposition ist Grundlage für die
Erstellung der Diplomarbeit.

2.2 Die Fragengenerierung (Vorbereitungsphase)


Zentraler Inhalt dieser Phase sind die Themenfindung, der Literaturüberblick und die
Entwicklung der Fragestellung.
Auf der Basis vorgegebener Arbeitsthemen erfolgt die Zuteilung der Betreuer/in /
Begutachter/in sowie die Zuordnung der Studierenden nach Interessenschwerpunkten.

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Zum jeweiligen Thema ist als erster Schritt eine Forschungsfrage zu konkretisieren.
Diese muss präzise und wirklich als Frage formuliert sein. Zu dieser Frage können auch
Unterfragen formuliert werden. In der folgenden Abbildung sind Grundtypen
verschiedener Fragestellungen dargestellt. Der Fragenfindung dienlich sein sollten u.a.
Inputs aus Lehrveranstaltungen, einschlägige Fachliteratur etc.

Fragetyp Leitfrage Beispiel

Was ist der Fall? Wie sieht die „Realität aus? Wie hat sich die Arbeitskräftemobilität in der
Beschreibung (oder auch: Sieht die Realität wirklich so EU seit 1990 verändert?
aus?)

Warum hat sich die Arbeitskräftemobilität in


Erklärung Warum ist etwas der Fall? der EU seit 1990 in bestimmter Art und
Weise (nicht) verändert?

Wie wird sich die künftige


Wie wird etwas künftig aussehen? Welche
Prognose Arbeitskräftemobilität in der EU verändern?
Veränderungen werden eintreten?

Wie kann die Arbeitskräftemobilität in der


Welche Maßnahmen sind geeignet, um ein
Gestaltung EU gefördert werden?
bestimmtes Ziel zu erreichen?

Wie sind die Maßnahmen der EU bezüglich


Wie ist ein bestimmter Zustand vor dem
der Arbeitskräftemobilität im Hinblick auf
Kritik/Bewertung Hintergrund explizit genannter Kriterien zu
bewerten? Chancengleichheit zu bewerten?

Abbildung 1: Grundtypen verschiedener Fragestellungen1


Ob eine Fragestellung bewältigbar ist, ist erst mit der Konzepterstellung erkennbar.
Fehlendes Grundwissen, fehlende Erkenntnisquellen oder kein gesicherter Zugang zum
Forschungsfeld können u.a. zu einem Verwerfen der Fragestellung führen. Deshalb
sollten bereits im Vorfeld mehrere Fragestellungen zur Auswahl parat stehen. Die
Fragestellung muss eingegrenzt sein und soll einen bewältigbaren Ausschnitt in der
Problemlandschaft abdecken. Z.B. Wie beeinflusst die Lebensform Familie die
Führungsfähigkeit einer militärischen Führungskraft? Ungeeignete Fragen sind solche,
die über eine reine Zusammenfassung oder Zusammenstellung von Literatur zu einem
Gebiet nicht hinausgehen. Z.B. Welche Maßnahmen zur Steigerung der

1
Vgl. Karmasin/Ribig (2007), S. 23
Seite 10
Leistungsmotivation von Soldaten kennt die Literatur? Ebenfalls ungeeignet sind
Fragen, die auf eine reine Beschreibung hinaus laufen. Die Arbeit darf sich nicht auf
(historische) Dokumentationen beschränken.

2.3 Die Vorselektionsphase


In dieser Phase müssen die verschieden gefassten Fragestellungen idealerweise auf nur
ein oder maximal zwei forschungsleitende Fragen eingegrenzt werden. Hierzu sollte zu
jeder Fragestellung ein erster Literaturüberblick mittels einer gezielten
Literaturrecherche2 geschaffen werden. In folgender Abbildung sind verschiedene
Erkenntnisquellen dargestellt.

Dokumente im Aufsätze in Öffentliche


Internet Sammelbänden Verlautbarungen

Broschüren
Alltagsgespräche
Diplomarbeiten, Quelle Zeitungen
Dissertationen,
Habilitationen Geschäftsberichte

Statistisches
Monografien Material Interviews
Aufsätze in
Zeitschriften

Abbildung 2: Verschiedene Erkenntnisquellen3

Eine günstige Literaturbasis ist gegeben, wenn es etwa 15 aktuelle Beiträge in


wissenschaftlichen Zeitschriften gibt, welche dem Kern der Forschungsfrage

2
Vgl. Rössl (2008), S. 86.
3
Vgl. Karmasin/Ribig (2007), S. 69.
Seite 11
zugerechnet werden können. Gibt es kaum Literatur, so könnte die Fragestellung zu
komplex sein. Gibt es wiederum eine Unmenge von Literatur, so könnten
Sondierungsprobleme auftreten und sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.
Um Gedanken, Aspekte, Konzepte, Argumentationsschritte etc. identifizieren zu können
und somit die Eingrenzung der Fragestellungen zu unterstützen, sollten folgende
Schritte gemacht werden:
o Problemlandschaft analysieren: Worum geht es? In welche Bestandteile kann
das Problem zerlegt werden? Verlangen die Bestandteile deutlich
unterschiedliche Arbeitsschritte (andere Literatur? andere Methode? etc.)? Was
sind die zentralen Begriffe der Fragestellung?
o Literatur sichten: Welche Erkenntnisse gibt es bereits zu diesem Problem?
o Aspekte schlagwortartig zusammenstellen.
Diesen Schritten folgernd muss zu jeder Forschungsfrage eine vorläufige Konzeption
gemacht werden und die Anforderungen der Forschungsfrage analysiert werden. Welche
Anforderungen stellt die Fragestellung an die Methode (z.B. Eigene Datenerhebung
erforderlich?)?

2.4 Die Konzeptionsphase


Das Ergebnis dieser Phase ist die Disposition, also der verschriftlichte Arbeitsplan für
eine wissenschaftliche Arbeit. Hierzu sind zu/r gewählten Forschungsfrage/n eine
Grobgliederung zu erstellen. Dabei ist den Überlegungen zum Inhalt und Planung
größtes Augenmerk zu schenken.

Die Problemstellung in der Problemlandschaft muss klar formuliert und abgegrenzt


sein. Die Zielsetzung der bevorstehenden Arbeit in Form einer/zwei
forschungsleitenden/r Fragestellung/en ist auszuformulieren und unmissverständlich
darzulegen. Aus dieser/n wird die methodische Vorgangsweise nachvollziehbar
erläutert. Die quantitative (Sichtbarmachen von generellen Mustern) oder qualitative
Forschungsfrage (innere Logik und die Entwicklungsdynamik) sind ableitbar und
bestimmen die weitere Vorgangsweise im Rahmen der empirischen Sozialforschung.
Die Durchführbarkeit empirischer Studien muss gegeben sein.

Seite 12
Der Argumentationsgang muss nachvollziehbar sein. Die geplanten Hauptkapitel sind
verständlich dargestellt und der geforderte Inhalt skizziert. Die forschungsleitende/n
Frage/n sind dem/n Hauptkapitel/n unmissverständlich zugeordnet, um der
nachfolgenden Argumentation zu dienen. Die Aussagenkategorien der einzelnen
Hauptkapitel sind festgelegt (theoretische, pragmatisch-normative oder deskriptive
Aussagen). Ein Beitrag zur Zielerreichung ist absehbar, dem Argumentationsgang
liegt/liegen die forschungsleitende/n Fragestellung/en zugrunde und dieser ist
nachvollziehbar beschrieben. Die Ergebnisse der Literatursuche sind als korrekter und
einheitlicher Quellenbeleg alphabetisch im Vollbeleg aufgelistet. Der Zeitplan muss
strukturiert sein. Als Anhalt gelten 70 % für die Bearbeitungsphase und 30 % für die
Korrekturphase.

2.5 Die Bearbeitungsphase


In dieser Phase wird die Disposition realisiert. Je besser der Zeitplan umso mehr
Qualität hat die zu erstellende Rohfassung. Es sind der Argumentationsgang
abzuarbeiten, Literaturrecherchen durchzuführen und der Forschungsprozess
abzuschließen. Es sollen Aufzeichnungen (Exzerpte, Mind Mapping) geführt werden
und der Arbeitsfortschritt in Form von Fortschrittsgesprächen mit dem Betreuer
kommunizieren werden. Die Rohfassung muss erstellt und in nicht gebundener Form
abgegeben werden.

In der Einleitung wird das Endprodukt der Konzeptionsphase wiedergegeben. Die


Problemstellung in der Problemlandschaft ist klar formuliert und abgegrenzt. Die
Zielsetzung der Arbeit in Form einer zentralen Forschungsfrage ist ausformuliert. Aus
der zentralen Forschungsfrage systematisch abgeleitete/n (forschungsleitende/n)
Fragestellung/en ist/sind unmissverständlich dargelegt. Aus der/den
forschungsleitende/n Frage/n wird/werden die methodische/n Vorgangsweise/n
nachvollziehbar erläutert. Der kurz dargestellte Argumentationsgang muss klar zum
Ausdruck bringen, welche Fragen in welchem Hauptkapitel mit welcher
wissenschaftlichen Methode beantwortet werden sollen. Hierzu ist speziell anzumerken,
ob eine quantitative (Sichtbarmachen von generellen Mustern) oder eine qualitative
Forschungsfrage (innere Logik und die Entwicklungsdynamik) beantwortet werden soll.

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In der Abhandlung muss der in der Disposition erarbeitete logische
Argumentationsgang vertieft werden. Die weitere Vorgangsweise wird durch die
empirische Sozialforschung bestimmt. Dem Argumentationsgang liegt/liegen die
forschungsleitende/n Fragestellung/en zugrunde und muss logisch (klar, folgerichtig,
untermauert, ohne Widersprüche) und nachvollziehbar erarbeitet sein. Jedes
Hauptkapitel hat dabei eine eindeutig zugewiesene Aufgabe im Rahmen der
Argumentationsführung (Beitrag zur Zielerreichung). Die Aussagen/Ergebnisse müssen
in nachfolgende Kapitel einfließen. Wesentliche Begriffe müssen klar definiert und
eingeführt sein. Grafiken, Tabellen, Abbildungen und/oder Diagramme dürfen keine
isolierten Fakten darstellen ('Seitenräuber') sondern sollen die Gedankenführung und
Strukturierung erleichtern. Absätze geben den Gedankengängen einen
nachvollziehbaren Rahmen.

Die Beantwortung der Forschungsfrage/n ist/sind plausibel dargestellt. Ausführungen


werden begründet und fremdes Gedankengut ist hinlänglich belegt. Informationsumfang
ist auf Problemdarstellung bezogen. Fremdsprachige Literatur wird verwendet. Eigene
Gedanken fließen in die Arbeit mit ein. Der Kapitelaufbau und die Kapitelüberleitung
erleichtern die Nachvollziehbarkeit der Argumentation. Es dürfen keine themenfremden
Passagen aufscheinen. Die eindeutige und vollständige Behandlung des Themas mit
wissenschaftlichem Anspruchsniveau muss erkennbar sein.

In der Schlussbetrachtung müssen eine Zusammenfassung sowie der Ausblick und/oder


praktische Konsequenzen umfassende Antwort auf die forschungsleitende/n Frage/n
geben. Die Erkenntnisse, eventuell notwendige Impulse für eine weitere Behandlung
des Themas sollen aufgezeigt werden. Wichtige Aussagen in der Abhandlung werden
u.U. nochmals kritisch gewürdigt.

2.6 Die Korrekturphase


In der Korrekturphase muss eine kritische Reflexion seitens des/r Betreuer/s/in erfolgen
und eine notwendige Überarbeitung der, aus Sicht des Verfassers, endgültigen
Rohfassung der wissenschaftlichen Arbeit vollzogen sowie eine eventuelle
Fehlerkorrektur (Rechtschreibung, Satzbau etc.) selbstständig von den Studierenden
durchgeführt werden.

Seite 14
2.7 Die Betreuung
Alle Studierende am FH-DiplStg „MilFü“ werden beim Erstellen einer
wissenschaftlichen Arbeit im vorgesehenen Rahmen durch einen Betreuer/einer
Betreuerin begleitet. Die Aufgaben des Betreuers/der Betreuerin im Rahmen dieser
Betreuungszeit umfassen:
o Unterstützung für die Eingrenzung des Themas und die Entwicklung der
Disposition und daraus folgernd die Rohfassung;
o Unterstützung von Recherche und Erstellung der Ausarbeitung;
o Freigabe der Rohfassung;
o Bewertung und Beurteilung der fertigen Ausarbeitungen gemäß
Beurteilungskriterien4.

4
Vgl. RiLDA (2010) idgF.
Seite 15
3 Die Qualitätskriterien für die Ausarbeitung

Eine hochwertige wissenschaftliche Arbeit ist übersichtlich, klar gegliedert, folgerichtig


und flüssig zu lesen. Sie legt die richtigen Schwerpunkte, vermeidet Ausschweifungen
und vermittelt von einer klar umgrenzten Problemstellung/zentralen Forschungsfrage
ein stimmiges Gesamtbild, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben. In einer
hochwertigen Arbeit werden nur Fachausdrücke benutzt, die zur Beschreibung des
Sachverhalts wirklich nötig sind. Unbekannte Fachausdrücke werden definiert und
erläutert, bevor sie benutzt werden.

3.1 Die wissenschaftliche Arbeitsweise


Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehören zumindest die Erfassung von
Problembereichen, die Beschaffung von und der Umgang mit Literatur, die
Strukturierung von Themen und die Formulierung von Forschungsfragen und
gegebenenfalls die Durchführung empirischer Untersuchungen sowie die schriftliche
Formulierung der Arbeit und deren formale Gestaltung (Zitate, Verzeichnisse, etc.).

Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet vor allem verantwortlich zu arbeiten. Dazu


gehören Ehrlichkeit, Objektivität, klare Begriffsverwendung, Vollständigkeit,
Übersichtlichkeit, Allgemeingültigkeit (in definierten Grenzen) und Überprüfbarkeit.

3.2 Die praxisrelevanten Kriterien


Die wissenschaftliche Arbeit hat Relevanz für die Erfordernisse des Berufsfeldes. Die
gewonnenen Erkenntnisse dienen als künftiges Veränderungspotenzial und die
Folgerungen hinsichtlich einer künftigen Realisierung sind darzulegen. Diese Kriterien
sind im Argumentationsgang und in der Schlussbetrachtung zu berücksichtigen.

3.3 Die formalen Kriterien


Die Formulierung der Ober- und Unterpunkte muss unmissverständlich auf den Inhalt
des Kapitels hinweisen (keine Auflistung von Begriffen à la Lexika). Die Gliederung
der Arbeit ist optisch übersichtlich. Die Gliederungsebenen sind richtig zu wählen und

Seite 16
haben eine inhaltliche Logik. Der Seitenaufbau (Kopf- und Fußzeile, Seitenformat und
Nummerierung, Fußnoten), der Seitenumfang sowie die Schriftformate (Schriftart,
Schriftgröße, Zeichenabstände, Überschriften) sind einheitlich und entsprechen den
Vorgaben. Absätze (keine Zeilenumbrüche) sind eindeutig erkennbar und geben den
Gedankengängen einen nachvollziehbaren Rahmen. Der Einzug bei
Listen/Grafiken/Tabellen/Diagramme ist einheitlich.

Die Gliederung der Arbeit ist übersichtlich und lässt eine klare Struktur erkennen. Es
gibt in jeder Gliederungsebene mindestens zwei Unterkapitel.

Literaturangaben im Literaturverzeichnis sind in Aktualität und Umfang angemessen


und beziehen sich auf einschlägige Autoren. Das Abbildungsverzeichnis entspricht den
Seiten in der Abhandlung. Die aufgelisteten Abkürzungen im Abkürzungsverzeichnis
finden sich in der Arbeit wieder und entsprechen den gültigen Normen. Im Anhang ist
jenes Material zu finden, auf das im Argumentationsgang Bezug genommen wird und
der Nachvollziehbarkeit dient (z.B. statistische Auswertung, Fragebogen,
Transkriptionen etc.).

3.4 Die Quellenangaben


Im Text muss ein korrekter und einheitlicher Quellenbeleg mittels Fußnote (bei
Grafiken, Tabellen, Abbildungen und/oder Diagramme, wörtlichem Zitat, sinngemäßer
Wiedergabe) als Kurzbeleg angeführt sein (Kurzbeleg bei Primär- und Sekundärliteratur
sowie sekundäres Zitieren, jedoch als Vollbeleg bei „Grauer Literatur“).

Das Literaturverzeichnis beinhaltet alphabetisch aufgelistete Vollbelege, welche korrekt


ausgeführt sind und sich als Kurzbelege in den Fußnoten wiederfinden.

Die Grafiken, Tabellen, Abbildungen und/oder Diagramme müssen informativ,


beschriftet, lesbar, mit Quellenangaben versehen und als Abbildung formatiert sein.

Seite 17
3.5 Die Sprachregeln
Die Rechtschreibung (Groß-/Kleinschreibung, Schärfungen, Dehnungen,
Zeichensetzung), der Satzbau (Syntax und Grammatik) und die Semantik (Bedeutung
von Zeichen) müssen den Regeln der deutschen Sprache entsprechen.
Der Sprachstil muss durch knappe, präzise und verständliche Formulierungen sowie
korrekte Wiedergabe von Gedanken einheitlich und flüssig sein. Jeder Satz sagt, was er
sagen soll. Formulierungen wie „ich“, „man“, „wir“ müssen vermieden werden.
Gender Mainstreaming im Rahmen einer geschlechtergerechten Sprache ist mittlerweile
internationaler Standard und Grundprinzip beim Verfassen wissenschaftlicher Texte.
Sollen beide Geschlechter angesprochen werden, so ist mittels Paarform in Kurzform zu
verfahren. (z.B. Soldat/in, Offizier/in, Leiter/in, Ausbilder/in, Ausbildner/in,
Betreuer/in, Student/in, Berufsoffiziersanwärter/in etc.). Der Autor muss im Vorwort
(wenn gefordert) oder in der Einleitung darlegen, an wen die verfasste Arbeit gerichtet
ist. Danach hat sich auch die geschlechtergerechte Sprache in der Arbeit zu richten.
Nicht zulässig ist die synonyme Verwendung der maskulinen Form für beide
Geschlechter.

3.6 Die Präsentation einer wissenschaftlichen Arbeit


Die Konzeptionsphase wird mit der Präsentation der Disposition, im 3. Teil des
Diplomandenseminars, abgeschlossen. Auf folgende Begutachtungskriterien wird
besonderer Wert gelegt:5
o Inhaltliche Leistung: systematische und verständliche Gliederung und Aufbau
(Zielformulierung, Primär- und Sekundärpunkte, Zusammenfassung); inhaltliche
Kriterien beschränken sich auf das Wesentliche.
o materiell-rhetorische Leistung: Motivation (Anfang, Verlauf, Ende); Sprache,
Artikulation, Anschaulichkeit, Eindringlichkeit.

5
Vgl. Rossig/Prätsch (2006), S. 190f.
Seite 18
o formal-rhetorische Leistung: Sicherheit, Ausdruck, Stil und Satzbau, freies
Sprechen, Sprechtempo, Vokalisation und Artikulation, Intonation und
Modulation (incl. Lautstärke).
o Visualisierung/Medieneinsatz: Lesbarkeit, Gestaltungselemente, Attraktivität.
o Hilfsmittel zur Darbietung: Blickkontakt zur Zielgruppe ('ansprechen');
Zeigestift/Zeigestab/Laser-Pointer (visuellen Bezug auf die Präsentation
herstellen); Chart-/Folienwechsel (Chart/Folie nur so lange stehen lassen, wie
sie auch behandelt werden); Abdeck- bzw. Überlegtechnik zur Erhöhung der
Aufmerksamkeit; manuelles Markieren während der Präsentation.

3.7 Das Ergebnis der Diplomarbeit


Die Diplomarbeit umfasst zwei unterschiedliche Bewertungsbereiche:
o Die wissenschaftliche Bearbeitung von der Fragengenerierung bis zur
Konzeptionsphase am FH-DiplStg „MilFü“ wird im Diplomandenseminar durch
den Betreuer begleitet. Die Benotung des Diplomandenseminars erfolgt durch
eine schriftlich verfasste Disposition und durch eine Präsentation.
o Die Erstellung der schriftlichen Fassung der Diplomarbeit erfolgt in der
Bearbeitungs- bis zur Korrekturphase. Diese werden durch die Betreuer / die
Betreuerin begleitet und findet ihren Abschluss in der Bewertung der
fertiggestellten, gebunden abgegebenen Arbeit, welche in die
Begutachtungsphase (durch den/die Betreuer/in) überleitet.

3.8 Die Begutachtung und die Bewertung


Die Bewertung und Begutachtung der Diplomarbeit hat sich an den
Begutachtungskriterien 6 zu orientieren.

6
Vgl. RiLDA (2010) idgF.

Seite 19
4 Die formale Gestaltung

Die wissenschaftliche Arbeit muss in eine klare Struktur von Argumentationsschritten


gebracht werden. Hierzu werden die einzelnen Teile einer wissenschaftlichen Arbeit
und die Entwicklung eines logischen Argumentationsganges dargestellt. In weiterer
Folge geht es um die formale Umsetzung des Argumentationsganges.

4.1 Die einzelnen Teile einer wissenschaftlichen Arbeit


Die vorangestellten Elemente sind Titelblatt, Inhaltsverzeichnis sowie Abbildungs- und
Abkürzungsverzeichnis. Die Servicekapitel am Anfang der Arbeit sind das Vorwort und
die Einleitung und am Ende die Schlussbetrachtung und der Anhang. Die Hauptkapitel
mit den Subkapiteln sind der Darstellung des Argumentationsganges gewidmet. Die
nachgestellten Elemente sind das Literaturverzeichnis und das Verzeichnis des
Anhanges. Alle Elemente/Hauptkapitel sind mit einer neuen Seite zu beginnen und die
folgende Reihenfolge ist einzuhalten. (Die mit * gekennzeichneten
Elemente/Hauptkapitel sind Bestandteile einer Proseminar- oder Seminararbeit.)
Eine EDA, ETDA und eine EDA bei einer MTDA gliedert sich in folgende Teile:

Sperrvermerk Ausschluss der Benützung der


abgelieferten Arbeit
Titelblatt* Angaben zur Arbeit, zum Verfasser /
zur Verfasserin und zur
Lehrveranstaltung
Vorwort für persönliche Rahmenbedingungen
der Arbeit und ist verpflichtender
Bestandteil der Diplomarbeit
Inhaltsverzeichnis* Übersicht über den Inhalt der Arbeit
Abbildungsverzeichnis Abbildungen, Grafiken, Diagramme,
Tabellen ab drei Darstellungen
Abkürzungsverzeichnis Verwendung fachspezifischer
Abkürzungen
Einleitung* Problemlandschaft, Zielsetzung der
Arbeit und Gang der Argumentation

Seite 20
Abhandlung/Hauptkapitel* die in der Einleitung dargestellte
Problemstellung inhaltlich
aufgearbeitet
Schlussbetrachtung* Überblicksbetrachtung, praktischen
Konsequenzen und Ausblick
Literaturverzeichnis* gesamte für die Erstellung des Textes
verwendete Literatur
Anhang Materialien, die die Ausführungen
des Textes ergänzen
Ehrenwörtliche Erklärung persönliche Erklärung, dass die
Arbeit selbstständig verfasst und
keine anderen als die in der Arbeit
angegebenen Hilfsmittel verwendet
wurden
Kurzzusammenfassung/Summary geraffter Überblick über die Arbeit in
deutscher und englischer Sprache

Die Gliederung des Gemeinsamen Bandes einer MTDA ist im Anhang dargestellt.
.

4.1.1 Sperrvermerk
Eine wissenschaftliche Arbeit sollte sich der öffentlichen Kritik stellen und zur
Kumulation des Wissens ihrer Zeit beitragen, eine Sperrung daher nur in besonderen
Fällen vorgenommen werden. Eine begründete Sperrung läge beispielsweise vor, wenn
die Arbeit vertrauliche Daten eines kooperierenden Unternehmens oder persönliche
Daten von Informationsgeber/innen enthielte. In solchen Fällen könnte die Arbeit mit
einem Sperrvermerk versehen werden. Eine andere Möglichkeit wäre die Verfremdung

Seite 21
oder Anonymisierung, sodass für die Lesenden die informationsgebenden Unternehmen
oder Personen nicht mehr ersichtlich sind. Diese Vorgangsweise sollte angewandt
werden, wenn die Aussagekraft der Arbeit darunter nicht leidet.

Ob eine Arbeit zu sperren ist, muss nach Erstellen der Disposition feststehen und die
Sperrung ist mit Abgabe der Disposition mittels Formblatt7 zu beantragen.
Entsprechend der Akkreditierungsrichtlinie8 des Fachhochschulrates kann eine Arbeit
maximal fünf Jahre gesperrt werden. Der Sperrvermerk wird als erste Seite, noch vor
dem Titelblatt, in die Diplomarbeit eingebunden.

4.1.2 Titelblatt
Das Titelblatt9 enthält alle Informationen, welche die Arbeit in thematischer,
institutioneller, personeller und zeitlicher Hinsicht definieren:
o Sachtitel und evtl. Untertitel der Arbeit
o Art der Arbeit (Proseminar-, Seminar-, Diplomarbeit, etc.)
o Titel der Lehrveranstaltung
o Institution (Fachhochschulstudiengang Militärische Führung)
o Namen Betreuer/in (eingereicht bei …)
o Name Verfasser/in (vorgelegt von …)
o Ort der Institution und Datum der Abgabe (Wiener Neustadt, Juli 2010)
Logo und spezifische Elemente des Erscheinungsbildes (z.B. Jg., WaGtgS, TherMilAk,
FH-Stg „MilFü“) werden nicht auf das Titelblatt übernommen. Der Titel einer
wissenschaftlichen Arbeit sollte das behandelte Themenfeld treffend bezeichnen.

4.1.3 Vorwort
Im Vorwort werden die persönlichen Rahmenbedingungen der Arbeit angesprochen:

7
Vgl. RiLDA (2010), idgF.
8
Vgl. FHR (2006), S. 11.
9
Vgl. Anhangverzeichnis.
Seite 22
o Motivation zur Behandlung des Themas bzw. Schilderung der Themenfindung;
o persönlicher Bezug zum Thema;
o Klärung und Verortung des eigenen Standpunktes;
o persönliche Stellungnahmen;
o eventuelle Danksagung.

4.1.4 Inhaltsverzeichnis
Das Inhaltsverzeichnis erschließt die Arbeit. Die Gliederung soll den Lesenden ein
schnelles Zurechtfinden ermöglichen und gibt einen ersten Eindruck von der
Argumentationsstruktur der Arbeit. Das Inhaltsverzeichnis umfasst alle
Gliederungsteile, die ihm folgen. Titelblatt, Sperrvermerk, Abbildungs- und
Abkürzungsverzeichnis werden nicht angeführt.10 Die Gliederungspunkte müssen
kategorientreu sein, d.h. gleichrangige Unterbegriffe müssen sich auf einen Oberbegriff
zurückführen lassen. Ein Beispiel gibt das Inhaltsverzeichnis dieses Leitfadens.

4.1.5 Abbildungsverzeichnis
Für die in die Arbeit aufgenommenen Darstellungen wie Abbildungen, Grafiken,
Diagramme, Tabellen muss ab drei Darstellungen ein Abbildungsverzeichnis angelegt
werden. In diesem werden die nummerierten Abbildungen mit Titel und Seitenzahl
angeführt.

4.1.6 Abkürzungsverzeichnis
Bei Verwendung fachspezifischer Abkürzungen muss ein Abkürzungsverzeichnis
erstellt werden. Abkürzungen des allgemeinen Sprachgebrauchs („usw.“, „etc.“, „bzw.“,
„USA“), welche im Rechtschreibwörterbuch angegeben sind, werden nicht
ausgewiesen. Werden Abkürzungen verwendet, so müssen diese stets gebraucht werden.
Am Satzanfang und in Kapitelüberschriften dürfen jedoch niemals Abkürzungen stehen.

10
Vgl. Kapitel 4.7 Formale Anforderungen, S. 28
Seite 23
Auf keinen Fall dürfen Abkürzungen den Lesefluss und die Verständlichkeit
beeinträchtigen. Daher ist es unzulässig, selbst erdachte Abkürzungen zu verwenden.
Abkürzungen müssen trotz Abkürzungsverzeichnis bei der erstmaligen Erwähnung im
Fließtext erläutert werden.

4.1.7 Einleitung
Die Einleitung muss die Problemstellung in der Problemlandschaft, die Zielsetzung der
Arbeit und den Gang der Argumentation verdeutlichen und diese müssen auch in
Subkapiteln explizit angesprochen werden. Der Leser soll eine erste Orientierung
bekommen. Es muss deutlich erkennbar sein, auf welche Frage die Arbeit eine Antwort
zu geben versucht und es müssen die einzelnen Argumentationsschritte und ihren
logischen Zusammenhang erläutert werden. Hierzu sind die Abfolge der Hauptkapitel
und die Aufgabe jedes Hauptkapitels für die Zielerreichung darzulegen.

4.1.8 Hauptkapitel
Im Hauptteil wird die in der Einleitung dargestellte Problemstellung inhaltlich
aufgearbeitet. Jedes Hauptkapitel hat eine eindeutig zugewiesene Aufgabe im Rahmen
der Argumentationsführung. Diese müssen einen Beitrag zur Zielerreichung leisten und
Aussagen müssen in nachfolgende Kapitel einfließen. Dabei ist auf einen gut
gegliederten und nachvollziehbaren Argumentationsstrang („roter Faden“) zu achten.
Was auch immer zur Beantwortung der Forschungsfrage dient, muss in der Arbeit
entwickelt, in die Arbeit eingebracht (Literatur) oder zumindest durch entsprechende
Verweisungen/Begründungen plausibel gemacht werden. Plausibel zu machen sind z.B.
Stichproben, Entscheidungen bezüglich der Erhebungsmethode, etc. Der Hauptteil
umfasst im Einzelnen zumeist:
o Aufarbeitung und kritische Interpretation der relevanten wissenschaftlichen
Literatur;
o Erläuterung und Begründung der angewandten Methodik/des
Untersuchungsdesigns/der aufgestellten Arbeitshypothesen;
o Durchführung des Forschungsvorhabens;
o Auswertung und Darstellung der Ergebnisse;
o Bewertung und Interpretation der Ergebnisse mit Rückkoppelung auf die
eingangs aufgearbeitete Literatur und die gestellte/n forschungsleitende/n
Frage/n.

Seite 24
4.1.9 Schlussbetrachtung
In einer Überblicksbetrachtung sind die jeweiligen Ergebnisse der/des Hauptkapitel/s
einzubauen und darzulegen, wie diese Resultate in die darauf folgenden
Argumentationsschritte eingeflossen sind. Mit einem Ausblick soll gezeigt werden, was
das Erreichte für die Weiterentwicklung des Wissens zum Problembereich bedeutet und
mit den praktischen Konsequenzen richtet sich der Autor an die Entscheidungsträger im
Berufsfeld.

4.1.10 Literaturverzeichnis
Das Literaturverzeichnis ist zentraler Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit. Es
inkludiert die gesamte, für die Erstellung des Textes verwendete, Literatur, also alles,
worauf direkt und indirekt Bezug genommen wird.

4.1.11 Anhang
Im Anhang werden Materialien, die die Ausführungen des Textes ergänzen oder auf die
im Textverlauf an unterschiedlichen Stellen mehrmals verwiesen wird, präsentiert. Dies
sind beispielsweise umfangreiche Tabellen, Fragebögen, Interviewprotokolle,
Gesetzestexte, Software-Quellcodes, Testdokumentationen. Die im Anhang
befindlichen Darstellungen sind nicht in das vorangestellte Abbildungsverzeichnis
aufzunehmen. Der Anhang wird mit einem eigenen Verzeichnis vom übrigen Text
getrennt. In diesem Verzeichnis sollte sich eine Inhaltsübersicht über den Anhang
befinden. Der Anhang selbst wird üblicherweise nicht paginiert (mit keinen
Seitenzahlen versehen), da die Ziffern bei einigen wiedergegebenen Dokumenten
(Fragebogen, Originalformulare, Karten, Skizzen usw.) missverständlich interpretiert
werden könnten.

4.1.12 Ehrenwörtliche Erklärung


Der Diplomarbeit ist eine persönliche Erklärung beizufügen, aus der hervorgeht, dass
die Arbeit selbstständig verfasst wurde und keine anderen als die in der Arbeit
angegebenen Hilfsmittel verwendet wurden.

4.1.13 Kurzzusammenfassung und Summary


Kurzzusammenfassung und Summary machen sowohl in deutscher als auch in
englischer Sprache die Relevanz der Arbeit sowie die innovativen Gedankengänge
ersichtlich. Alleiniges Ziel der Kurzzusammenfassung/Summary ist es, in einem Absatz

Seite 25
einen gerafften Überblick über die Arbeit zu geben, sodass die Lesenden entscheiden
können, ob die vorliegende Arbeit für das eigene Forschungsvorhaben relevant ist oder
nicht. Die Kurzzusammenfassung/Summary enthält zudem zentrale Schlagwörter, die
das Thema der Arbeit treffend umreißen, um eine spätere Indexierung in einer
bibliografischen Referenzdatei zu erleichtern. Der Umfang von jeweils 13 Zeilen darf
nicht überschritten werden. Kurzzusammenfassung und Summary und müssen auf einer
Seite abgedruckt werden.

4.2 Die formale Umsetzung des Argumentationsganges


Die Arbeit ist so zu gliedern, dass für die Leser/innen ein inhaltlich logischer Aufbau
erkennbar wird. Eine Arbeit gliedert sich in Hauptkapitel (1. Ebene) und Subkapitel (2.,
3. und 4. Ebene). Zur Gliederung werden arabische Ziffern verwendet. Die Gliederung
sollte vier Ebenen nicht überschreiten.
1. Ebene: 1.
2. Ebene: 1.1
3. Ebene: 1.1.1
4. Ebene: 1.1.1.1
Eine hierarchisch untergeordnete Gliederungsstufe kann nur dann eingesetzt werden,
wenn mindestens zwei Kategorien zu besetzen sind. So ist beispielsweise die
Gliederung
4.3.2
4.3.2.1
4.3.3
nicht sinnvoll, da auf der vierten Ebene nur ein Unterpunkt vorkommt.

4.3 Die Paginierung


Jede wissenschaftliche Arbeit muss paginiert werden, d.h. mit Seitenzahlen versehen
sein. Das Titelblatt weist zwar keine Seitenzahl auf, wird aber im Weiteren mitgezählt.
Die Paginierung hat eine durchgehende Nummerierung mit arabischen Zahlen. Sie setzt
erst mit der Einleitung ein, bezieht aber alle vorangehenden Seiten wie Sperrvermerk,
Titelblatt, Vorwort, Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis sowie Inhaltsverzeichnis
in die Zählung mit ein und endet mit dem Verzeichnis des Anhanges. Anhang,

Seite 26
Ehrenwörtliche Erklärung und Kurzzusammenfassung/Summary werden demgegenüber
weder paginiert noch mitgezählt.

4.4 Die Anmerkungen zum Text in der Fußnote


Nicht zum Argumentationsstrang gehörige Hinweise und Erläuterungen werden in
sogenannten Anmerkungen gemacht. Anmerkungen haben Text ergänzende und Text
erweiternde Funktionen. Sie enthalten Textteile, die zwar von Bedeutung sind, den
Lesefluss im regulären Text aber stören würden. Der Text muss allerdings auch ohne
die Fußnote verständlich bleiben.
Anmerkungen können sein:
o ergänzende bzw. weiterführende Literatur;
o ergänzende Informationen (Beispiele);
o erläuternde Fakten (Zahlenmaterial);
o Einordnung des Textes in die Fachdiskussion;
o Argumentationshintergrund;
o Hinweise auf Forschungsgeschichte;
o vergleichende, bestärkende oder widersprüchliche Argumente der Fachliteratur;
o spezielle Vergleiche (Zahlenmaterial);
o Klärung von Begriffen;
o Anmerkungen des Verfassers / der Verfasserin der wissenschaftlichen Arbeit;
o Übersetzung fremdsprachiger Textstellen.
Anmerkungen gehören ausnahmslos in die Fußnote und enden mit einem Punkt.

4.5 Die Abbildungen


Der Begriff „Abbildungen“ umfasst sowohl Tabellen, Abbildungen, Diagramme als
auch Grafiken. Abbildungen enthalten verdichtete Information und sollen die
Verständlichkeit des Textes unterstützen. Alle Abbildungen müssen einzelnen
Textpassagen zugeordnet werden können. Dies erfolgt mittels Hinweisen wie: ‚Die
Detailergebnisse sind in Abb. 9 ersichtlich‘ oder ‚(s. hierzu Abb. 5)‘. Abbildungen (vor
allem Tabellen) von großem Umfang bzw. solche, die für mehrere Abschnitte der Arbeit
relevant sind, sollten in den Anhang gestellt werden. Abbildungen sind mit einer
Nummer sowie einem aussagekräftigen Titel unterhalb der Darstellung zu versehen und
mittels Fußnote und Kurzbeleg nachzuweisen. Die Nummerierung wird durchlaufend
geführt und ist im Abbildungsverzeichnis aufgelistet.

Seite 27
Stammen die Daten aus einer von dem/r Verfasser/in durchgeführten Erhebung, wird
dies mit ‚Eigene Ausarbeitung‘ oder ‚Ausarbeitung durch den Verfasser‘ mittels
Fußnote belegt. Wird in der (Kapitel-)Einleitung darauf hingewiesen, dass alle nicht mit
einer Quellenangabe gekennzeichneten Darstellungen von der Verfasserin/dem
Verfasser stammen, kann auf diesen Verweis verzichtet werden.

4.6 Die Aufzählungen


Aufzählungen sind keinesfalls Ersatz für argumentierenden, ausformulierten Text,
sondern haben erklärende, zusammenfassende und illustrierende Funktion. Sie sollten
jeweils eingerückt bzw. typografisch hervorgehoben und mit einem Aufzählungszeichen
versehen werden.

4.7 Formale Anforderungen


In folgender Abbildung werden alle Elemente und Hauptkapitel zusammengefasst und
soll einen Bezug mit den geforderten Textseiten, der Paginierung sowie dem
Inhaltsverzeichnis herstellen.
vorangestellte Elemente Gliederung des Textteiles nachgestellte Elemente

Kurzzusammenfassung und Summary


Schlussbetrachtung

Ehrenwörtliche Erklärung
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Anhangverzeichnis
Abhandlung
Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Sperrvermerk

Titelblatt

Anhang
Vorwort

geforderte Textseiten
Paginierung
Elemente/Hauptkapitel im Inhaltsverzeichnis

Abbildung 3: Textseiten, Paginierung und Inhaltsverzeichnis

Seite 28
Die geforderten Textseiten11 beziehen sich auf Einleitung, Hauptteil und
Schlussbetrachtung. Die Paginierung12 beginnt mit dem Titelblatt und endet mit dem
Anhangverzeichnis. Die Seitennummerierung am Titelblatt sollte nicht ersichtlich sein.
Im Inhaltsverzeichnis sind die Gliederung des Textteiles, das Literaturverzeichnis und
das Anhangverzeichnis mit der Seitennummerierung abgebildet.

5 Die Zitierregeln und die Quellenangaben

Zitate vernetzen den wissenschaftlichen Diskurs. Sie ermöglichen verschiedenste


Hinweise, lassen eine affirmative Unterstützung von Argumenten zu und können den
Forschungsstand dokumentieren. Zugleich dienen sie als Service für die Leser/innen,
indem sie auf ergänzende und weiterführende Literatur hinweisen. Nicht zuletzt
präsentieren sich die Verfasser/innen einer wissenschaftlichen Arbeit in ihren Zitaten,
denn sie belegen damit ihre gründliche Lektüre und lassen sich auf dem Hintergrund
verschiedenster Wissenschaftszweige verorten. Das Gewicht, das einer Arbeit innerhalb
der 'Scientific Community' beigemessen wird, beruht nicht selten auf der richtigen und
transparenten Verwendung von Zitaten.

5.1 Die Grundlagen des Zitierens


Grundsätzlich sind alle Quellen und Literaturarten, die in irgendeiner Form
veröffentlicht wurden (Monografie, Zeitschrift, Zeitung, Report, Geschäftsbericht, ...)
und überprüfbar sind, zitierbar.

Zitierbar ist nicht gleich zitierwürdig. Letzteres zu überprüfen bleibt Aufgabe der
Verfasserin/des Verfassers. Bei Zeitungen, Magazinen, Internet und Ähnlichem ist die

11
Vgl. Kapitel 2.1 Die Typen wissenschaftlicher Arbeiten, S. 8.
12
Vgl. Kapitel 4.3 Die Paginierung, S. 26.
Seite 29
Qualität der Quelle sehr genau zu berücksichtigen. Es können aber auch von der
Verfasserin/dem Verfasser eingeholte Auskünfte oder geführte Interviews zitiert
werden. Nicht zitiert werden müssen Allgemeinwissen, allgemein übliche Begriffe und
allgemein bekannte mathematische Formeln.

In allen Fällen ist auf korrektes Belegen zu achten. Eigene Überlegungen und
Erkenntnisse sollen und können nicht zitiert werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass
durch bloßes Umformulieren (Änderung des Satzaufbaus, Ersatz einzelner Begriffe
durch neue gleichbedeutende) noch keine Originalität vorliegt. Auch solche
Übernahmen sind daher zu belegen.
Vier zentrale Kriterien sind beim Zitieren zu beachten:
o Eindeutig: Für jede Aussage im Text muss einwandfrei festgestellt werden
können, ob sie von der Autorin/dem Autor selbst stammt oder einer fremden
Quelle entnommen wurde.
o Quellengetreu: Zitate müssen quellengetreu übernommen werden.
o Belegbar: Alle Zitate müssen so nachgewiesen werden, dass sie eindeutig
identifizierbar und mit angemessenem Rechercheaufwand wieder auffindbar
sind.
o Kontextkonform: Zitate sind kontextkonform zu verwenden, d.h. zitierte
Textstellen dürfen nicht aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen
werden.

Über Umfang und Häufigkeit von Zitaten gibt es keine allgemeinen Vorschriften.
Ausschlaggebend sind die Erfordernisse des zu erstellenden Textes. Zitate sind kein
Ersatz für eigene Kreativität und Argumentation.

Bei der Diplomarbeit wird die modifizierte amerikanische Zitierweise angewandt. Bei
dieser Zitierweise wird die Quelle wie bei der Harvard-Methode in einer knappen, auf
die verschiedenen Quellentypen möglichst parallel anwendbaren Form angegeben, der
Quellenbeleg allerdings in die Fußnote gestellt. In der Fußnote werden nur
Familienname/n des/der Urheber/s, Erscheinungsjahr und Seite/n der zitierten Stelle
angegeben.

Seite 30
Beispiel:
im Text:
„… spielt das Zitat wörtlicher Textpassagen keine so große Rolle …"87;
in der Fußnote:
87
Grieb (1999), S. 109.
im Literaturverzeichnis findet sich der vollständige Quellenbeleg:
Grieb, W. (1999): Schreibtipps für Diplomanden und Doktoranden; Berlin, Offenbach.

Vorteile:
Die Quellenangaben sind in den Fußnoten, der Lesefluss wird nicht gestört.
Schreibarbeit und Fehlerquellen werden minimiert. Der/Die Leser/in hat während des
Lesens die zentralen Informationen (Wer hat diese Aussage wann getätigt?). Die
Handhabung ist einfach. Ob Aufsatz, Beitrag im Sammelwerk, Buch, etc., die Form der
Quellenangabe ist immer gleich. Auch „sonstige Quellen“ (Prospekte, Gespräche, etc.)
können in einer dieser Struktur angenäherten Weise belegt werden.

Nachteil:
Es entsteht ein oft umfangreicher Fußnotenapparat, der - im Normalfall aber leicht
bewältigbare - Formatierungsprobleme (z.B. Verschiebungen des Seitenumbruchs bei
Überarbeitungen) mit sich bringen kann. Diese Form der Quellenangabe in den
Fußnoten erfüllt die Anforderungen an die Lesbarkeit, gleichzeitig werden aufgrund
ihrer Einfachheit Fehlerquellen minimiert.

5.2 Das Belegen von Literatur


Ob die verwendete Literatur wissenschaftlich richtig und inhaltlich relevant ist, könnten
folgende Kriterien dienlich sein:
Indizien für eine wissenschaftliche Arbeit sind:
o korrekte Zitierweise,
o ausführliche Quellenangaben,
o erkennbare Wissenschaftlichkeit in der Argumentation,
o wissenschaftlich durchgeführte Empirie.
Indizien für eine niveauvolle wissenschaftliche Arbeit sind:

Seite 31
o anerkannter Verlag und Quellen,
o der Einblick über die Entstehungsgeschichte, Auseinandersetzung etc. im
Vorwort,
o Äußerungen anerkannter Wissenschaftler im Geleitwort,
o Artikel in einem Sammelband namhafter Herausgeber.

In folgender Tabelle sind die wissenschaftlichen Quellen nach der Veröffentlichung


abgebildet. Unter Grauer Literatur werden Quellen verstanden, die nicht oder nur
schwer nachvollziehbar sind. Während Primär- und Sekundärliteratur in einem Verlag
publiziert und auf Bibliotheken einsehbar sind, können Zitate aus nicht veröffentlichen
Manuskripten nicht einwandfrei nachvollzogen werden. Zitate aus Grauer Literatur
können verwendet werden, z.B. zur Illustration oder Ergänzung, jedoch niemals zur
Untermauerung eigener wissenschaftlicher Argumentation.

Primärliteratur Sekundärliteratur Graue Literatur

Skripten, Haus- und


Lexika und
(Pro-)Seminararbeiten;
Enzyklopädien;
Monografien, Lehrbücher;
unveröffentlichte
Zeitschriftenartikel ohne
Aufsätze in Fachjournalen; Manuskripte, Protokolle u.
Aufsatzcharakter;
Working Papers;
Aufsätze in Sammelbänden;
Kommentare zu Originalen;
Broschüren,
Gesetze/Verordnungen/ Flugblätter,
Diplomarbeiten;
Novellierungen; Plakate;
Masterthesen;
Vorschriften (z.B. DVBH). Dienstbehelfe;
Bachelorarbeiten.
Merkblätter.

Internetadressen,
Dissertationen und Habilitationen Funk und
Fernsehen

Abbildung 4: Wissenschaftliche Quellen nach Art der Veröffentlichung

Das Buch:
Name/n, V/n. (Jahr): Titel des Buches, ev. Auflage, Ort/e.
Slanic, R. (2005): Basiskompetenzen in der militärischen Hochschulausbildung
Österreichs, Bd. 1, 3. Aufl., Klagenfurt/Wien.

Seite 32
Das Buch in einer Schriftenreihe ohne Herausgeber:
Name/n, V/n. (Jahr): Titel, in: Titel der Schriftenreihe, Bd., ev. Auflage, Ort/e.
Slanic, R. (2008): Nachhaltigkeit: Die Symbiose von Lernen und Wirklichkeit, in:
Armis et Litteris, Bd. 19, Wien.

Das Buch in einer Schriftenreihe mit Herausgeber:


Name/n, V/n. (Jahr): Titel, in: Titel der Schriftenreihe, hrsg. von Name/n, V/n., Bd., ev.
Auflage, Ort/e.
Slanic, R. (2008): Nachhaltigkeit: Die Symbiose von Lernen und Wirklichkeit, in:
Armis et Litteris, hrsg. von BMLV/FH-DiplStg „MilFü“, Bd. 19, Wien.

Der Beitrag im Sammelwerk:


Name/n, V/n. (Jahr): Titel des Beitrages, in: Name/n, V/n. des/r Herausgeber/s (Hrsg.):
Titel des Sammelwerkes, ev. Auflage, Ort/e, S.-S.
Slanic, R. (2008): Nachhaltigkeit: Die Symbiose von Lernen und Wirklichkeit, in:
BMLV/FH-DiplStg „MilFü“: 10 Jahre Fachhochschul-Studiengang „Militärische
Führung“, Wien, S. 100-111.

Der Aufsatz in einem Fachjournal:


Name/n, V/n. (Jahr): Titel des Beitrages, in: Zeitschrift, Jg./Nr./S.-S.
Slanic, R. (2001): Eine Besonderheit im Bildungsbereich: 5 Jahre Fachhochschul-
Diplomstudiengang „Militärische Führung“, in: Truppendienst, 2001/5/S. 430-436.

Bachelorarbeiten/Diplomarbeiten/Dissertationen:
Name/n, V/n. (Jahr): Titel der Arbeit, Hinweis auf das Studienfach,
Bachelorarbeit/Diplomarbeit/Dissertation, FH/Universität, Ort.
Slanic, R. (2005): Basiskompetenzen in der militärischen Hochschulausbildung
Österreichs, Publizistik, Diss., Klagenfurt.

Vorschriften:
Herausgeber (Jahr): Titel, Art, GZ, Ort.
BMLVS (2008): Taktische Zeichen, DVBH, GZ S93011/1-Vor/2008 Wien.

Seite 33
Online-Datenbank:
Name/n, V/n. (Jahr): Titel der Arbeit, Hinweis auf das Studienfach,
Bachelorarbeit/Diplomarbeit/Dissertation, FH/Universität, Ort, bezogen unter URL,
[Zugriffsdatum].
Slanic, R. (2005): Basiskompetenzen in der militärischen Hochschulausbildung
Österreichs, Publizistik, Diss., Klagenfurt, S. 177-219, bezogen unter
http://global.umi.com/w3/w3sydow/diss/index.htm, [09.08.2007].

Slanic, R. (2001): Eine Besonderheit im Bildungsbereich: 5 Jahre Fachhochschul-


Diplomstudiengang „Militärische Führung“, in: Truppendienst, 2001/5/ S. 430-436,
bezogen unter http://global.umi.com/w3/w3sydow/diss/index.htm, [09.08.2002].

Werden im Literaturverzeichnis ein Autor/Herausgeber mit mehreren Werken aus


demselben Jahr aufgelistet, so sind die Jahreszahlen mit arabischen Buchstaben nach
Anfangsbuchstabe des Titels alphabetisch aufsteigend, zu ergänzen.

Wunderer, R. (1991a): Kooperation. Gestaltungsprinzipien und Steuerung der


Zusammenarbeit zwischen Organisationseinheiten. Stuttgart.

Wunderer, R. (1991b): Managementrolle Führender, in: Staehle, W. (Hrsg.): Handbuch


Management. Die 24 Rollen der exzellenten Führungskraft. Wiesbaden, S. 363-382.

Wunderer, R. (1991c): Personalmarketing, in: Die Unternehmung, 45, (2), S. 435-443.

5.3 Direktes Zitat (Wörtliches Zitieren)


Ausführungen des Autors werden wortwörtlich übernommen. Die wörtlichen Zitate sind
nur dann gerechtfertigt, wenn bewusst das wörtliche Zitat aufgrund seiner Aussagekraft
gewählt wird, weil der Gedanke besonders prägnant bzw. originell formuliert wurde.
o wörtliche Zitate beginnen und enden mit Anführungszeichen,
o sind in kursiver Schrift darzustellen,
o sind in den Fließtext einzubauen und mit einer Fußnote zu versehen.
o Auslassungen werden durch drei Punkte (…) angezeigt.

Quellenverweis in Fußnote:
Jedes Zitat muss überprüfbar und einwandfrei nachvollziehbar sein.

Seite 34
Slanic hat dazu treffend formuliert: „Zitieren ist wie in einem Prozess etwas unter
Beweis stellen.“7 Demnach ist einwandfreies Zitieren Ausdruck wissenschaftlicher
Sorgfalt …
Kurzbeleg:
7
Slanic (1993b), S. 255.
Vollbeleg:
Slanic, R. (1993b): Politik und Massenkommunikation im ÖBH, Wien/Berlin.

AUSNAHME: Vollbeleg in Fußnote bei „Grauer Literatur“


Webseite allgemein:
FN
Vgl. Adresse der Seite [Tag des Zugriffes].
2
Vgl. http://www.kommerz.at/stellungnahmen [25.06.2009].

Wissenschaftliche Artikel und Dokumente aus dem Internet:


FN
Vgl. Name, V.: Titel/Untertitel, Online im www unter URL:
Adresse der Seite [Tag des Zugriffes].
7
Vgl. Newton, R.: Measuring the Size and Growth of the Web, bezogen unter
http://www.derstandard.at/kosovo [11.10.2006].

Artikel aus Zeitungen:


4
Vgl. o. V.: USA vor Rückzug, in: Kurier vom 04.12.2001, S. 3.

Radio- und Fernsehbeiträgen:


13
Kanzler Schüssel im Mittagsjournal auf Ö3 vom 18.07.2001.

5.4 Indirektes Zitat (sinngemäßes Zitieren)


Ausführungen des Autors werden sinngemäß übernommen. Die sinngemäß
übernommenen Ausführungen werden im Text mit einer Fußnote versehen und der
Kurzbeleg in der Fußnotenzeile wird mit Vgl. eingeleitet.

Quellenverweis in Fußnote:

Seite 35
Jedes Zitat muss überprüfbar und einwandfrei nachvollziehbar sein. Dieses Vorgehen
kann mit der Beweisführung in einem Prozess verglichen werden.7 Einwandfreies
Zitieren ist auch Ausdruck wissenschaftlicher Sorgfalt …
Kurzbeleg:
7
Vgl. Slanic (1993b), S. 255.
Vollbeleg:
Slanic, R. (1993b): Politik und Massenkommunikation im ÖBH, Wien.

Sekundärzitate
Diese sind prinzipiell zu vermeiden. Wenn sie trotzdem verwendet werden, wird aus der
Sekundärquelle das Original zitiert. Die Angabe der Sekundärquelle folgt mit dem
Zusatz zit. nach.
Kurzbeleg:
FN
Vgl. Originalautor(en) (Jahr), Seite (zit. nach: Autor(en) der Sekundärquelle (Jahr),
Seite).
52
Vgl. Kleinhaus (1988), S.323f (zit. nach: Frantischek (1994), S. 22).
Vollbeleg:
Kleinhans, J.(1988): Regeln der Organisation, Berlin/New York, zit. nach: Frantischek,
K.(1994): Was heißt hier Organisation?, in: Bauer, M. (1994):
Organisationsentwicklung, Wien u.a., S. 20-54.

5.5 Das Zitieren von Rechtsvorschriften


Beispiel:
Ein Aktivierungsverbot für nicht entgeltlich erworbene unkörperliche Wirtschaftsgüter
findet sich im österreichischen Einkommensteuerrecht erstmals im § 4 Abs 1 des
Einkommensteuergesetzes 1988 (im Folgenden: EStG 1988)1.
Kurzbeleg:
1
BGBl. 400/1988 idF BGBl I 52/2009.
Vollbeleg:
BGBl. (Bundesgesetzblatt) 400 (die Nummer des Gesetzesblattes der ersten
Kundmachung)/1988 (Jahr) idF (in der Fassung) BGBl I (Gesetze werden seit 1.1.1997
im ersten Teil des Bundsgesetzblattes kundgemacht, daher: I; Verordnungen werden im

Seite 36
zweiten Teil kundgemacht, daher: II) 52/2009. Sie finden die entsprechenden Angaben
im RIS unter: „Gesamte Rechtsvorschrift zum heutigen Tag anzeigen“
Abkürzungsverzeichnis
BGBl. = Bundesgesetzblatt
Beispiel:
Der Fachhochschul-Bachelorstudiengang Militärische Führung dauert gem. § 2 Abs. 2
sechs Semester.
Kurzbeleg:
2
BGBl. II Nr. 145/2009
Vollbeleg:
BGBl. II Nr. 145/2009: Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung und
Sport über die Auswahl und Ausbildung zur Truppenoffizierin und zum Truppenoffizier
(Truppenoffiziersausbildungsverordnung 2009 – TOV 2009). Angeordnet aufgrund der
§§ 26 bis 31 und 149 Abs. 5 des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979, BGBl. Nr. 333,
zuletzt geändert durch die Bundesgesetze BGBl. I Nr. 147/2008 und BGBl. I Nr.
3/2009.
Abkürzungsverzeichnis
BGBl. = Bundesgesetzblatt

Seite 37
6 Gestaltung und Formatierung des Textes

Durch den Einsatz elektronischer Textverarbeitungsprogramme vereinfacht sich die


Gestaltung der äußeren Form wissenschaftlicher Arbeiten. Voraussetzung für den
effizienten Einsatz dieser Hilfsmittel ist insbesondere deren konsequente Nutzung zur
Erstellung von Formatvorlagen (für Fließtext, Absätze, Gliederungsebenen, Fußnoten,
Darstellungen) und Verzeichnissen (Inhalts-, Darstellungs-, Literaturverzeichnis).

6.1 Format
Die wissenschaftliche Arbeit ist im Format A4–Hochformat, einseitig, Satzspiegel
150x247 mm (Seitenränder - oben: 2,5 cm; unten: 2,5 cm; links: 3,5 cm; rechts: 2,5 cm)
abzufassen.

6.2 Schriftart
Text: Times New Roman, Schriftgrad 12 pt, Zeilenabstand 1,5 Zeilen, Blocksatz. Es ist
das Dezimalklassifikationssystem zu verwenden.
Fußnoten: Times New Roman, Schriftgrad 10 pt
Beschriftung von Abbildungen: Times New Roman, Schriftgrad 10 pt
Überschriften:
Überschrift 1: Arial, Schriftgrad 16 pt (fett)
Überschrift 2: Arial, Schriftgrad 14 pt (kursiv, fett)
Überschrift 3: Arial 12 pt (fett)
Überschrift 4: Arial 12 pt (normal)

6.3 Form der Abgabe

Die Diplomarbeit muss in 4-facher Ausfertigung, in Leinen schwarz mit hartem Deckel
gebunden werden.
Binden der EDA oder der EDA bei der MTDA:
Am Buchrücken sind der FAMILIENNAME (in Großbuchstaben) und der Titel
(Kurztitel) (in Kleinbuchstaben) in Goldprägung, Schriftgröße mindestens
8 mm, Schriftart Times News Roman und 5 cm von unten anzubringen.

Seite 38
Binden der ETDA und MTDA:
Diese ist vierfach in Form eines gebundenen Exemplars in Leinen schwarz mit
hartem Deckel einzureichen. Am Buchrücken der TDA haben die
FAMILIENNAMEN (in Großbuchstaben) und der Titel (Kurztitel) (in
Kleinbuchstaben) in Goldprägung, Schriftgröße mindestens 8 mm, Schriftart
Times News Roman und 5 cm von unten angebracht zu werden.
Sollte es aufgrund der Anzahl der zu verwendeten Buchstaben nicht zur
Nennung der FAMILIENNAMEN und des Kurztitels auf den Buchrücken
kommen, so hat das Nennen des Titels (Kurztitels) Priorität.

Die Diplomarbeit ist auch in elektronischer Form auf CD-ROM, In unverschlüsselten


Adobe PDF- und Microsoft Word 2003 Dokumentformat abzugeben.
EDA bzw. ETDA auf einer CD und Abstract;
MTDA: EDA und gemeinsamer Band je auf einer CD und Abstract

6.4 Abstract

Um die bearbeiteten Themen in einem Kontext zusammenführen zu können und eine


eventuelle Veröffentlichung zu ermöglichen, wird von allen Diplomanden die
Erstellung eines Abstracts ihrer DA in deutscher Sprache gefordert. Diese Art der
Zusammenfassung ist nicht Bestandteil der gebundenen DA. Sie ist jedoch gemeinsam
mit dieser auf CD abzugeben. Das Abstract stellt eine inhaltlich detaillierte
Zusammenfassung mit den gewonnenen Erkenntnissen dar. Das Ausmaß dieses
Abstracts soll zwischen drei bis fünf DIN A4-Seiten, Schriftgrad 12 pt, umfassen und
insbesondere folgende Inhalte aufweisen: Problembereich, Forschungsfragen,
Ansatz/Theorie/Modell, (Hypo-) These(n), Art der Datenerhebung und –auswertung,
Verifikation oder Falsifikation der (Hypo-)These(n), Erklärung/Erkenntnisse, Resümee.

Seite 39
7 Schlussbetrachtung

[In der Schlussbetrachtung müssen eine Zusammenfassung sowie der Ausblick und/oder
praktische Konsequenzen umfassende Antwort auf die forschungsleitende/n Frage/n
geben. Die Erkenntnisse, eventuell notwendige Impulse für eine weitere Behandlung
des Themas sollen aufgezeigt werden. Wichtige Aussagen in der Abhandlung werden
u. U. nochmals kritisch gewürdigt.]

Seite 40
8 Literaturverzeichnis

Fachhochschulrat (2006): Richtlinie des Fachhochschulrates für die Akkreditierung von


Bachelor-, Master- und Diplomstudiengängen, Version 1.1, bezogen unter:
http://www.fhr.ac.at/fhr_inhalt/00_dokumente/AR_29092006_Vers1.1.pdf [20. 11.
2007].

Karmasin, M. / Ribing, R. (2007): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 2. Aufl.,


Wien.

Rossig, E. / Prätsch, J. (2006): Wissenschaftliche Arbeiten: Leitfaden für Haus- und


Seminararbeiten, Bachelor- und Masterthesis, Diplom- und Magisterarbeiten,
Dissertationen, 6. erw. Aufl., Weyhe.

Rössl, D. (2008): Die Diplomarbeit in der Betriebswirtschaftslehre: Ein Leitfaden, 4.


neu bearb. Aufl., Wien.

Seite 41
9 Anhang

Verzeichnis
Titelblatt bei einer EDA, ETDA und EDA bei einer MTDA
Titelblatt des gemeinsamen Bandes bei der MTDA
Gliederung des gemeinsamen Bandes bei der MTDA

Seite 42
Titelblatt bei einer EDA, ETDA, EDA bei MTDA (Muster)
Einflüsse auf die soldatische Identität durch gesellschaftliche Bedingungen

Diplomarbeit

zur Erlangung des akademischen Grades


„ Magister/Magistra für militärische Führung (FH) “

am
Fachhochschul-Diplomstudiengang
„Militärische Führung“
an der Theresianischen Militärakademie
im Jahrgang JAHRGANGSNAME

eingereicht bei
Dgrd Titel Vorname FAMILIENNAME

von
Fhr Max MUSTERMANN
[Bei einer ETDA Betreuer alphabethisch geordnet nach FAMILIENNAMEN]

WIENER NEUSTADT, im Juni 20XX

Seite 43
Titelblatt des gemeinsamen Bandes bei der MTDA
Kampf im bebauten Gebiet

Gemeinsamer Band

zur Erlangung des akademischen Grades


„ Magister/Magistra für militärische Führung (FH) “

am
Fachhochschul-Diplomstudiengang
„Militärische Führung“
an der Theresianischen Militärakademie
im Jahrgang JAHRGANGSNAME

eingereicht bei
Dgrd Titel Vorname FISCHER
von
Fhr Max MUSTERMANN

eingereicht bei
Dgrd Titel Vorname JURIST
von
Fhr Martina MUSTERFRAU

eingereicht bei
Dgrd Titel Vorname STRATEGE
von
Fhr Mans GLÜCK

WIENER NEUSTADT, im Juni 20XX

Seite 44
Gliederung des gemeinsamen Bandes bei der MTDA

2. Teil der MTDA (Gemeinsames Erstellen der Beiträge durch die Diplomanden)

Sperrvermerk

Titelblatt des gemeinsamen Bandes

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung

Abhandlung beinhaltet die in der EDA gewonnenen Erkenntnisse, welche in die


Hauptkapitel einfließen. Die Verfasser der EDA haben die Interdependenzen mit den
Inhalten der anderen EDA herbeizuführen. Es sind die Gemeinsamkeiten, Unterschiede
und Einflüsse mit/auf andere Erkenntnisse abzuleiten.

Schlussbetrachtung: Diese reflektiert die erarbeiteten Interdepenzen.

Literaturverzeichnis

Unterteilung in:

Im gemeinsamen Band verwendete Quellen/Literatur

Vertiefendes Quellen/Literaturverzeichnis: Sämtliche Quellen/Literatur, die bei den


einzelnen Diplomarbeiten verwendet wurden.

Anhang

Ehrenwörtliche Erklärungen

Kurzzusammenfassung/Summary

Seite 45
10 Ehrenwörtliche Erklärung

Hiermit erkläre ich ehrenwörtlich, dass ich die vorliegende Diplomarbeit eigenständig
verfasst und die mit ihr unmittelbar verbundenen Arbeiten selbst durchgeführt habe. Die
in der Schrift verwendete Literatur sowie das Ausmaß der mir im gesamten
Arbeitsvorgang gewährten Unterstützung sind ausnahmslos angegeben. Die Arbeit ist
noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt worden und verletzt in keiner Weise
die Rechte Dritter. Die in Papierform vorliegende gebundene Arbeit ist mit der digitalen
Variante ident.

Wiener Neustadt, Monat Jahr

________________________________________
(Max MUSTERMANN, Fhr)

Seite 46
11 Kurzzusammenfassung/Summary

[Eine Verknüpfung der Hauptüberschriften ist auf einer Seite in Form einer
Kurzzusammenfassung und in einem Summary (Kurzzusammenfassung in Englisch) im
Umfang von jeweils max. 13 Zeilen anzuführen. Diese beiden Zusammenfassungen
sind verpflichtende Bestandteile der Diplomarbeit.]

Seite 47