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Phoenix Crowe

Beruf: Professioneller und krimineller „bookhound“ für private Sammler.

Alter: 62 (wirkt eher wie Mitte 50)

Aussehen:

Echter Name: Herodes „Hero“


Herzlieb

Echter Auftraggeber: Der Sammler


und kalifornische Holzbaron Clovis
Rasmussen II.

Angeblicher Auftraggeber: The


Library of Congress, Special Branch
Stolen National Heritage

Hintergrund

Der Mann, der sich Phoenix Crowe nennt, ist wieder einmal unterwegs für einen seiner wichtigsten
Auftraggeber. Der Holzbaron Clovis Rasmussen II. aus San Francisco ist steinreich. Wenn es zum
Fällen geschützter Wälder voller Mammutbäume geht, ist er genauso skrupellos wie in seiner
Leidenschaft: Dem Sammeln von „Totholz“ – wertvoller Manuskripte. Wie immer, wenn er seinen
bookhound Phoenix Crowe losgelassen hat, spielen zwei Dinge auch diesmal keine Rolle: Das Geld
und das Gesetz.

Crowe hat selbst einmal in Kalifornien gelebt. Er stammt aus einer sehr gebildeten, aber verarmten
jüdischen Familie, die um 1830 aus Deutschland nach Amerika ausgewandert war. Sein Großvater
Samuel Herzlieb war in Heidelberg Bibliothekar und publizierender Mystiker gewesen, bevor er
zunächst nach New York ging. Auf Initiative der Großmutter folgte die verarmte Familie dem
kalifornischen Goldrausch von 1849, wo die intellektuell veranlagten Herzliebs aber ebenso gücklos
blieben. Crowes Vater Hesiod Herzlieb war eine zeitlang ein leidlich erfolgreicher Autor historischer
Romane und Sachbücher zu historischen und grenzwissenschaftlichen Themen, ging aber irgendwann
entmutigt nach New York „zurück“, wo einige Verbliebene des Herzlieb-Clans inzwischen einen
florierenden Handel mit Übersee-Antiquitäten aufgezogen hatten. In diesem Umfeld wuchs „Hero“
Herzlieb auf – immer traumatisiert davon, zum „Bittsteller“-Teil der Familie zu gehören. Und mit dem
Druck seines großen Spitznamens „Hero“, denn sein Vater hatte immer den Traum, dass es die dritte
Generation der Familie endlich schaffen sollte, in Amerika zu Wohlstand und Reichtum zu kommen.

Alles sollte sich ändern, als eines Tages vor mehr als 20 Jahren ein Spross der New Yorker Rockefeller-
Familie bei den Antiquitätenhändlern anfragte, ob sie eine Originalausgabe eines obskuren Buchs
„People of the Monolith“ von Justin Geoffrey für ihn aufstöbern könnten, die im Großen Krieg in
Rumänien verschollen ging. Er stellte viel Geld in Aussicht und würde „keine Fragen“ stellen, wenn
das Objekt erst einmal gefunden wäre. Den erfolgreichen Antiquitätenhändlern schien die Aufgabe
monetär sehr interessant – aber gleichzeitig zu fremd und potenziell rufschädigend. Daher boten die
den Auftrag „Hero“ Herzlieb an, dem Sprössling des „bookish branch“ der Familie. Auch wenn sie 79
Prozent des Honorars einbehalten würden: Seitdem ist die 21 seine Lieblingszahl. Denn als er mit
dem Buch in der Tasche und Blut an den Händen aus Europa zurückkam, brach ein neues Leben für
ihn an. Sein Leben als bookhound, Verbrecher, Hochstapler und Kenner der Szene. Sein Leben als
Phoenix Crowe.

Die Investigation

Crowe ist ein sehr gut bezahlter Agent in einer haarigen Branche. Er bereitet seine Missionen daher
minutiös und sehr professionell vor.

Um sich in die von Dekan Fallon anberaumte Untersuchung der Vorfälle an der Miskatonic
hineinzudrängeln, hat Crowe einen ausgeklügelten Plan ausgeheckt. Er wird vorgeben, von der The
Library of Congress, Special Branch Stolen National Heritage, geschickt zu sein, also sozusagen von
der Nationalbibliothek, um nach den seltsamen Vorfällen in Arkham nach dem Rechten zu sehen –
und die Dokumente, die „von nationalem Interesse“ sind, aus den Klauen von Kriminellen zu
befreien. Gerade bei Letztem muss Crowe sich ein Schmunzeln verkneifen.

Zur Sicherheit hat Crowe an der Library of Congress den Zuständigen der Special Branch ausfindig
gemacht: James E. Horner. Um eventuellen telefonischen Nachfragen vorzubeugen, hat er Horner im
Café der Bibliothek etwas in den Kaffee gegossen, was ihn für die nächsten zehn Tage ausschaltet.

Crowe hat sich auch ein Auftragsschreiben der Library gefälscht oder fälschen lassen (ich mache noch
einen Handout dazu mit dem Logo etc.)

Ausrüstung

 Sehr kleine, verdeckt getragene Pistole


 Scharfer, babylonisch verzierter Brieföffner
 Fake Auftragsschreiben
 Kamera mit Blitz
 Lupe
 Handspiegel
 Hörrohr
 Fotokatalog „Handschriften des 17. Und 18. Jh.“
 Geschichtsbuch über die Hexenprozesse von Arkham
 Verkleidung A: Polizist (mit Schnurrbart)
 Verkleidung B: englischer Adliger (mit Monokel, Vollbart etc.)
 Jüdische Gebetskleidung (Kippa, Gebetsriemen/Teffilin, Stoffgürtel (Gartl)
 Cash. Jede Menge Cash.