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WAPPENBFCH

des

A d e l s von Ungarn
sammt den Nebenländern der St. Stephans-Krone.

Nach Originalquellen bearbeitet

von

Gteza C s c r a r h e ö dp N.-TacsMnd,
Msjnr a. I)., Mitgriinder der k. k. heraldischen Gesellschaft, Correspondent der k. k. Central-l-ommission für
Kunst- und historische Denkmale, correspondirendes Mitglied der Magyar Heraldikai 6s Genealogiai Tärsasäg
11ml Ehrenmitglied des Vorarlberger Landesinusenius.

Heft 2 2 - 2 8 .

NÜRNBERG.

VERLAG VON BlUEB UND HASPE.


(E. Küster.)

1891. 1892.
>' t/O0 III Ji ^

STA |40185

N dbj^/ /IfP?
UNGARISCHES ADEL.
525
erwähnt; Ladislaus aber, tritt im Verlaufe des vorigen Rftez. I V . (Taf. 379).
Jahrliundertes, in d. Ctten v. Säros u. Zemplin urk. auf.
(Leg. C. — Siegel des vorstehenden Ladislaus. — W a p p e n : In B. auf gr. Boden in einem n. Nest«
N. J. IX. 586.). ein Pelikan mit d. Schnabel seine Brust ritzend u. mit
d. heraustropfenden Blute drei Jung.; atzend. — Kleinod:
Kücsok. (Taf. S79). Die Schildfigur ohne Roden. — Decken: bs. — rs.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I.. d. d
W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Boden ein r. bekl. Frankfurt, 1. Aug. 1658 für Gregor u. Johann Riicz.
geb. Arm, in d. Faust einen Krnmmsäbel mit g. Parir- (Orig., durch Elemer von Söos).
stange haltend. — Kleinod: Der Arm. — Decken: bg. — rs.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
Wien, 12. Jnly 1694 (kundgemacht: Losoncz, Neograder B&ca, V . (Taf. 379).
Ctt., 22. Sptbr. 1. J.), für Laurenz Räcsflk aliter Kovdcs, Wappen: Geviert et von B. und R. mit s. Mittel-
für seine Ehefrau Sofie Varga u. deren Tochter Anna, schilde, worin auf gr. Roden ein uufapr. Hirsch; dann
sowie i'iir seine Brüder Paul u. Georg. 1 u. 4 zwischen zwei g. Balken die Ruchstaben C. I'.;
Bewohnten noch zu Ende des vorigen Jahrliundertes, 2 u. 3 aus g. Blätterkrone wachsend ein geham Mann
das Neograder Ctt. mit Eisenhelin, in d. erhobenen Rechten einen Krnnun-
Adelszeugnisse v. Seite des Borsoder Ctts, sub d. säbel mit g. l'arirstange. d. Linke in d. Hüfte gestfitzt
1766. haltend. — Kleinod: Zwischen offenem Jf Fluge, der
Adelszeugnisse v. Seite des Neograder Ctts, sub. d. Mann des Schildes. — Decken: bg. — rs.
1783. Adels- und Wappenbrief v. König Franz I., d. d.
(N. J. IX. 536-537). 1795 für Johann u. Martin Räcz.
tOrig.. im Särospataker Museum).
Rftc* I., v. Cialgö. (Taf. 379). NB. Es gab auch ein Geschlecht „Räcz v. Borosjcnö".
Die letzte Riicz v. Borosjenö, ist gegenwärtig die Ehe-
Wappen- Geharnischter gebogener Arm in d. Faust gattin des Jenö Eötvös v. Viisüros-Nameny, auf Väsilros-
ein Soliwert haltend, dessen Spitze durch den Hals eines Nameny.
vom Rumpfe getrennten Schädels gedrungen erscheint.
Sieben bürgisches Adelsgeschlecht, aus d. Gegend v. Kürz. siehe: Külz.
Dezs stammend.
Als erstbekannter Ahnherr, erscheint Peter Räcz v.
Galtfrt, welcher von Ungarn nach Siebenbürgen über- Itftt'zkf'vy. (Taf. 379).
siedelt. Derselbe, auch Abgesandter des Fürsten Stef.
Bäthory bei d. Pforte, erhält sub d. 16. Jnly 158"> die W a p p e n : Greif. — Kleinod: Einhorn, wachsend.
Donation Vadkcrt. (Siegel d. d. 1677 mit Init. des Samuel R., Gerichts-
Sein Sohn Adam I., wird sub d 1. Febr. 1609 mit beisitzer v. Bars).
d. Donation Galgri bedacht, woher dann dns vorstehende Ein Geschlecht „R^tzkövi" domicilirte auch in Sie-
Geschlecht, dieses Prädikat weiter führte. benbürgen.
(Sieirel d. d. 16.. des Johann Riicz v. Galgii. Archiv NB. Johann Rützkevy, siegelt sub d. 1664 wie folgt:
Szendrei. - N. J. IX. 540-544). In gespaltenem Schilde vorne drei Schräglinksbalken,
hinten auf gekr. Dreifelscn ein Kranich mit pfeildnrch-
bohrtem Halse, in d erhobenen Rechten einen runden
K&ez, II. (Taf. 379/. Stein haltend. — Kleinod: Der Kranich.
Wappen: In R. zwischen zwei s. Balken ein g. Greif,
in d. erhobenen Rechten einen Streitkolben haltend. — Itailäk v. Magyiii-Bciij't*. (Taf. 379).
Kleinod: G. Greif wachsend in d. erhobenen Rechten
einen Krnmmsäbcl mit g l'arirstange, in d. gesenkten Wappen, v. 1514: In B. auf g. Roden ein Mann
Linken einen schnurrbärtigen, vom Rumpfe getrennten mit braunem Leibrocke u. Iiosen. r. Kragen, r. Stiefeln,
Türkenschädel beim Schöpfe haltend. — Decken: ig. — rs g. Hute mit S traussenfedern, die Lenden mit einem ££
Adels- u. Wappenbrief v. König Rudolf, d. d. 1578 Säbel umgürtet, — ein Feuergewehr auf d. Achsel hal-
für Peter Riicz. tend: vor ihm. linksgekehrt, ein zweiter Mann, mit r.
Peter Riicz (der vorstehende?) kämpft an d. Seito Kleide, g. Kragen, r. Stiefeln, w. Pelzkalpag mit r Micko
des Stefan Bäthory u. begibt sich in d. Moldau, zum u. nmgiirtetem Krummsäbel, mit d. Händen einen Bogen
Behufe der Wiedereinsetzung des Wojwoden Alexander. sammt Pfeil schussbereit haltend, — eine Wunde in d.
(Coli, llerald., und Adami, Scuta X.). Brust, aus welcher Blut sowie auch aus d. Rücken zu
fiiessen scheint. ~ Kleinod u. Decken: Nicht verliehen.
ICiicz III., v. TttvU. (Taf. 879). Wappen, freiherrl., v. 1744: Geteilt von S. und R.
mit b. 31 ittelsehiM. worin zwei ineinandergewundene,
W a p p e n : In B über gr. Roden scheinbar sprengend s. Schlangen, überhöht v. einer g. Blätterkrone;
ein geharnischter Mann mit Eisenhelin, in der Rechten dann zwei r. Löwen mit d. Vorderpranken einen
einen Krummsäbel mit g. Parirstange, mit der Linken gr. Rlätterkranz gemeinsam haltend. (Schlange u.
die Zügel haltend. — Kleinod: Keines verliehen. — Löwen, für „Pekry von Pekrovina." — Adam Radiik,
Decken: bg. - rs. hatte nämlich zur Ehefrau, Therese Pekry v. Pekrovina.
Adels- u. Wappenbrief v. Georg Riiköczy II., d. d. (1700. 1731); ihr Sohn Stefan, hat zweifellos, gelegent-
Gyulafeherviir, 6 März 1653 für Georg Räcz v. TBvis lich seiner i. J. 1744 erfolgten Erhebung in den Frei-
als Haupterwerber u. für seinen Bruder Johann als Neben- herrnstand, das Pekry-Wappen als Vermehrung aufgenom-
erwerber. men) ; — unten ans d. Seitenrändern ragend je ein gehar-
Zwei Brüder Riicz v. Tövis, dienen gegenwärtig als nischter, gebogener Arm, der rechtsseitige ein Feuer-
k. u. k. (bezw. als k.) Oberoffiziere der Cavallerie, in der gewehr sammt gepflanztem Pnjonet, der linksseitige einen
österr.-ungar. Armee. Krummsäbel mit g l'arirstange haltend, auf dessen Spitze
Diese sollen als Wappenfigur, einen Löwen führen. ein r beturbanter, vom Rumpfe getrennter Türkenschädel
(R. A. Bl'esth. - L. R. Nr. 26 fol. 194). gespiesst erscheint. —
IV. 15. 132

X
526 UNGARISCHER ADEL.

Zwei Helme: I. R. Löwe wachsend, in d. erhobenen Jolsvay (llsvay), Kakas de Kaza, Käpolyay, Loranthily,
Rechten einen gr. Blätterkranz haltend. — Decken: bg. — Paszthoy, Paxy u. Puthnoky.
11. Der Arm, mit d. Säbel wie unten. — Decken: rs. Der ununterbrochene Stammbaum diesos vornehmon
Im Laufe des XVI. Jahrb., v. Ungarn nach Sieben- Geschlechtes, lässt sicli bis Blasius Kiidai zurückführen,
bürgen eingewandertes Geschlecht. welcher um d. Jahr 1*295 lebte.
Adels- u. Wappenbriet' v. König Uläszlö II., d. d. Wappenerweiterung v. König Ferdinand I . , d. d. 4.
Buda, 1Ö14 für die Gebrüder: Valentin, Michael, Stefan April. 1Ö&2 für Mathäus Kiidai.
u. Thomas Radiiak, adeliger Herkunft, für Verdienste im t'reilierrenstand, d. d. Wien, 8. Februar 1782 fiir
Kriege. Gedeon Rdday (geb. 1713, f 1792) u. für d. Sohn gloieheu
Freiherrnstand. d. d. Wien, 1744 für die Gebrüder Namens.
Stefan u. Laurenz Hadsik u. für die Ehefrau des zweit- (L. R. 52. 173).
genannten, Maria Banffy. tirafenstand. d. d. Pressburg, 18. Xovbr. 1790 für
(L. B. Transs. IX. 600. - N. J. IX. i>46 - 548 n. die beiden Vorstehenden, sowie für d. Söhne des Gedeon
848-849. — M. X. Zsebk., 1888. I. 405 - 406). junior (wio oben). Paul u. Gedeon.
(L. R. 55. 45. — N. J. IX. 548-554. — M. N.
KndaUovicli. (Taf. 380). Zsebk , I. 1888. 202 -204. — A Rathold Nemzetseg
czimere, Torul, I. 1890. 2 4 - 3 0 . — Vergl. auch den Ar-
W a p p e n : tiespalten; vorne in B. auf n. Meeres- tikel Rathold in diesem Werke).
wellen, zur Pfalstelle ein n. Schiltanker, hinten in iff auf
gr. Boden ein doppelschwänziger g. Löwe, in d. erhobe- lCiuleizk) v. Itiidctz. (Taf. 380).
nen Rechten einen Kmmmsäbel mit g. Parirstange hal-
tend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken: W a p p e n : In vou R. und B. gcspaltenom Schilde
tte- - r s eine schrägaufwärts gestellte hölzerne Grabschaufel mit a.
Adels- u. Wappenbrief v. König Josef I., d. d. Wien, Beschläge. — Kleinod: Drei rwb. Straussenfedern. —
12. September 1705 fiir Nikolaus Radakovicli als Haupt- Decken: bw. — Schildhalter: Je ein geharu. Manu mit
erwerber n für seine Kinder: Vincenz, Maria u. Katharina Sturmhaube sammt r. Federn und ningiirtetom Schwerte,
als Xebenerwerber. in d. Ledigen eine Lanze haltend.
Bekannt ist noch ein anderes gleichnamiges Ge- (Gritzner &lax , Grafenalbum. — Siegel des Marschalls
schlecht, welches mit Martin Radäkovich samuit seiner Gf. Radetzky).
Ehefrau Helena Delich ec., v. König Ferd. III., sab d. NB. Siobmacher, Böhmischer Adel (l\ 87. Taf. 52)
1. März 1638 in d. Adelstand erhoben, und dessen Adels- blasonirt ein Graf Radotzky - Wappen wio folgt: In von
brief, zu Ujk£r, Oedenburger Ott, im gleichen Jahre R. und G. gespaltenem Schilde vorne eine pfalweise ge-
kundgemacht wurde. stellte g. Grabschaufel, hinten ein einwärtsgekehrter,
(R. A, BPestii, L. R. Nr. I fol. 224). geharn. geb. Arm, in d. Faust ein Schwert mit g. Parir-
stange haltend. — Zwei Helme: I. Wie oben. — Decken:
Rädu*. (Taf. 380). rg. — II. Der Arm. — Decken: bg.
Was für eine Kewandtniss es immer mit diesem vorstehen-
W a p p e n : In durch einen Wellenbalken von B. und den Wappen gegeben haben mag oder gibt, eines ist urkundl.
6 . scliräggeteiltem Schilde oben ein aufspringendes w. jedenfalls festgestellt, dass das Eingangs hier blasonirte
Einhorn, uaten drei schräg hintereinandergereihte r. Ro- Wappen, das .Stammwappen der Radetzky gewesen ist
sen. — Kleinod: G. Greif wachsend, in d. erhobenen und auch zugleich jenes gräfliche Wappen, mit welchem
Rechten einen gr. Blätterzweig haltend. — Decken: der Marschall, Josef Wenzel Graf Radetzky, stets gesie-
rs. — bg. gelt hat.
Adels- und Wappenbrief d. d. circa 1744 fiir die Die Radetzky v. Radetz (auch Radecky, Radizky,
Geschlechter Keresztury u. Rädas. Hradecky) — stammen aus Iiadec (Hradeck) iin Berauner
Das bei N. J., auf pag. 793 irrthümlich als „Rudas" Kreise und wurden zum alten Adel des Königsreichs Böh-
angeführte Geschlecht, gehört hierher. men gezählt.
(Adami, Scuta Gent, tomo V,). Als ältest bekannter Ahnherr, erscheint Johann v.
Radec genannt, welcher unter König Johann d. Luxem-
burger, im Winter v. 1328—1329 die Kreuzfahrt gegen
Itäriiij v. Itädu. (Taf. 380). d. Litthauer mitmachte.
S t a m m w a p p e n : Siehe das Wappen des GenuB Peter Eusebius, wird als erster Freiherr von Radetzky
Rathold. vorgeführt. Sein Sohn Wenzl Leopold, Herr auf Hradeck,
Wappen, freiherrl.: Wie das gräfliche. wird sub d. Wien, 27. Sptbr. 1764 v. Kaiserin Maria
Wappen, gräfl.: In von R. und B. gespaltenem Theresia, in den erbl. österr.- u. im selben Jahre, auch
Schilde vorne ein einwärts aufspringendes w. Einhorn mit in den böhmischen Grafenstand erhoben.
d. Vorderläufen eine bestengelte w. Lilie haltend; hin- Dessen Sohn Josef Wenzl, geb. 1766, t 5- Jänner
ten aus gr. Boden sich erhebend ein Lindenstamm mit 1858 war der berühmte österr. Feldmarschall, welcher sub
einem beblätterten Zweige, welcher mit einer flugbereiten d. 1827 — Gesotz Art. 41 — das ungar. Indigenat er-
w. Taube besteckt erscheint, die im Schnabel einen Oel- hielt. Denselben überlebten: der Sohn Theodor, k. k. Käm-
zweig hält u. in d. obern rechten SchildeBecko v. einer merer u. General und Friederike (f 1866), Gattin des
linksgekehrten g. Mondessichel, in d. linken Ecke v. ei- Graf Karl Wenckheim. Der genannte, nunmehr gleichfalls
nem secliEstrahligen g. Sterne begleitet erscheint. — Drei verstorbene Theodor, hatte einen Sohn, welcher in den 60er
Helme: I Zwischen je einer g. Weizenähre ein gepflock- Jahren, im k. k. Theresianum erzogen wurde und gegen-
ter, gr. beblätterter Weinrebenstock mit vier g. Früch- wärtig in der k. u. k. Armee, als Offizier dienen dürfte.
ten. — Decken: rs. — II. Zwischen offenem, rechts r.,
links b. Fluge, das Einhorn des Schildes wachsend. — KAdl-tzy. (Taf. 380).
Decken: rs. — bs. — III. Zwischen je einem Lorbeer-
zweige, ein Lindenblatt (für Rathold). — Decken: bs. W a p p e n : In von It. und B. gospaltenem Schilds
Uradel de Genere Rathol'l, einer Abstammung mit d. vorne ein beiderseits von je einer g. Weizengarbe be-
Elefänthy?, Feledy, Gyulaffy do Kaza, Gyulaffy de Räthöt, gleiteter w. Balken (auch Wellenbalken); hinten auf w. Drei-
UNGARISCHER ADEL. 527

felsen eine g. haarige, r. gekl. Jungfrau, in d. erhobenen abwärtsstrebendes gr. Banner. — Kleinod: Wechselweise
Rcchtcn eine g. Sonne haltend. von S. und Gr. geteilte Hürner. — Decken: grs — grg.
(bemaltes Wappen des Bisehofes Stefan Radetius, Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
d. d. 1582. Siehe Turul, 1891). I P. 47 - Siegel d. d. 1751 für Markus Radicsics.
1579 mit voller Umschr. des Stuf. Radetins, Bischof v. Stefan v. Radicsics, tritt 1816 als Stulrichter des
Erlau u. Statthalter. Ibränyi Arch.). Bücser Ctts urk. auf. Hierher gehört auch Eugen T.
Stefan Radecz (Radetius, Radetius. Radez), — früher Radicsics, (1891) Vorstand des Knnstgewerbe-Museums
Vorstand der kön. ung. Kammer u. Weizner Bischof, zu Hl'esth. Derselbe ist vermalt mit einer Tochter des
von lfi69 an begonnen aber, Bischof v. Erlan und zu- ehemaligen k. Justizministers, B. Horväth und Vater
gleich (v. 1574—1583 oder —1587) kön. Statthalter, mehrerer Kinder.
wurde •. König Ferdinand 1., sub d. Wien, 31. Jänner (L. R. 42. Pag. 116).
1560 in d. ungar. Adelstand erhoben, und erliegt der be-
treffende Orig. Adelsbrief, im Raaber Otts Archive.
(Pray, Hierarehia I. 219. - N. J. IX. 564). Kadi, I. (Taf. 380).
W a p p e n : In von R. und B. geteiltem Schilde
Kadi«'.*. I. (Taf. 880). oben auf gr. Hitgel eine unterhalb v. zwei sechsstrahligen
Wappen: Auf einer Blätterkrone ein geharn.. ge- g. Sternen begleitete, r. gew., w. Taube im .Schnabel
bogener Arm, in d. Faust drei Weizenähren haltend. — einen gr. Oelzweig; unten ein gekrönter, doppelschwän-
Kleinod: Die Schildfigur. ziger g. Löwe, in d erhobenen Rechten einen Krumm-
Hierher dürfte wohl gehören: Andreas Radics, 1664 säbel mit g. Parirstauge haltend. — Kleinod: Der Löwe
Ablegat des Gömörer Otts, — vielleicht eine und die- wachsend. — Decken: bg. — rs.
selbe Persönlichkeit mit demjenigen Andreas, welcher sub Adels- n. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1714
d. Kaschau, 16M4 wie vorstehend blasonirt siegelt und I kundgemacht: Päpa. Veszprimcr Ott, 13. August 1714)
welcher wieder idemtisch sein könnte mit einem dritten für Samuel Radi als Haupturwerber u. für seine Ehefrau
Andreas Radics, den wir v. 1682—1683 als Hauptmann Maria Magdalena Seidesdorferin sowie für den Sohn Jo-
von Munkdcs antreffen. Dagegen mag jener Andreas R , hann als Nebenerwerber.
Oberst, welcher i. J. 1707 von Seite des Franz Räköczy (Orig., in d. Bibliothek d. reform. Collegiums De-
(in Abwesenheit des Franz Berthötby), zum General- brezin. Durch Hofrath Joh. v. Szabü).
Commandant von Oberungarn ernannt wurde, — ein
Anderer gewesen sein. Kadi, II. iTaf. 380).
(Siegel d. d. Kaschau, 1664 mit voller Umschrift des
Andreas Radics. — Szirmay, C. Zemplin. not. hist. 190. W a p p e n : In B. auf gr. Boden oin doppelschwän-
192. — N. J. IX. 555. — Lehüczky T., Beregvm. mgr.). ziger g. Löwe, in d erhobenen Rechten einen Oelzweig
haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend, hier gekrönt
Itadii-s. II. (Taf. 380). und einen Krummsäbel mit g. l'arirstauge haltend. —
Decken: rs. — bg.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden in g. Neste ein Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 29.
Pelikan mit d. Schnabel seine Brust ritzend und mit d. April 1720 für Paul Radi.
heranstropfenden Blute drei Junge atzend. — Kleinod: (Nach d. Orig.. im Raaber Ctts A. — Coli. Herald.
Zwischen Hörnern ein Kranich, in d. erhobenen Rechten Nr. 422). .
einen runden Stein haltend.
Heveser Adelsgeschlecht, muthmasslich (wie alle Itu<l<~» v. M x e n l - M r l o n . (Taf. 380).
.Radics1*', aus Kroatien stammend.
Paul v. Radics, tritt J785 als Oberstuhlrichter des W a p p e n : In B. auf gr. Dreiberge ein doppel-
vorstehend genannten Ctts auf; sein gleichnamiger Sohn, schwänziger g. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen
erscheint ebendort, i. J. 1816 al3 Geschworncr, 1828 aber, sechsstrahligen g. Stern haltend. - Kleinod: Der Löwe
ebenfalls als Oberstuhlrichter aufgeführt. wachsend, hier einen Krummsäbel mit g. Parirstauge
(N. J. IX. 554). Stange haltend. — Decken: bg. — rs.
(Siegel mit voller Umschrift der Familie Radö de
Szent-Märton).
ICudicli III., aliter Pctrovich. (Taf. 380). Die Radö de Magyar-Gyero-Monostor, ein nunmehr
W a p p e n : InS. auf gr. Dreiberge ein r. gekl. Mann erloschenes, uradeliges siebenbürgisclies Geschlecht, wel-
mit Pelzkalpag sammt r. Sacke, g. Gürtel und hohen g. ches mit den Herrn und Freiherrn v. Kemeny, den Gye-
Stiefeln, in d. von sich gestreckten Rechten eineTnrnier- rüffy, Mikola u. Kabos. eine und dieselbe Abstammung
lanze haltend auf deren Spitze ein vom Rumpfe ge- nnd* zweifellos anch das gleiche Wappen hatte (Vergl. :
trennter, schnurrbärtiger Türkenschädel gespiesst er- Kabos, Kemeny u. Mikola in diesem Werke), — gehören
scheint, d. Linke in d. Ilüfte gestützt. — Kleinod: G. nicht hierher. Dagegen dürften wohl als die Stammväter
Löwe wachsend, in d. erhobenen Rechten einen Krnram- des hier in Behandlung stehenden Geschlechtes jene Radö
säbel mit gespiesstem Türkenschädel haltend. — zu betrachten sein, welche mit Andreas nnd mit seiner
Decken: rs. Ehefrau Margarethe Süa'y. v. König Ferd. II., sub d.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold II., d. d. Wien, 8. Maj 11135 (kundgemacht: Biharer Ctt, 5. Dzbr.
1791 für d. Geschlecht Radich (Radisch) aliter Petrovich. 1636) in den Adelsstand erhoben wurden.
Ein Nachkomme war Franz v. Radich. zu l'esth Die Radö de Szent-Marton, domiciliren nnn seit ge-
wohnhaft (f 1836), welcher die Söhne: Josef, Peter, raumer Zeit, in d. Ctten v. (Jeden bürg u. Eisenburg.
Franz n. Paul hatte. Der vorstehende Josef, zeugte den Josef Radö v. Szent Marton (f 1816), erscheint als
AknsiuB (geb. 1839;, welcher 1861 nrk. aultritt. Stuhlrichter des Oedenburger; sein Sohn Lndwig, um
(N. J. IX. 555-556). 1832, 1842 in d. gleichen Eigenschaft, in demselben
Ctte.
ItadivKicN. (Taf. 380). Der gegenwärtige Obergespan des Eisenburgcr Ctts,
(auch k. k Kämmerer) v. Radö, ist ebenfalls ein Sprosse
W a p p e n : In S. ein v. links wagrecht aufgelegtes, des vorstehenden Geschlechtes.
mit einem sechsstrahligen g. Sterne belegtes, zweizipfliges, (N. J. IX. 557).
528 UNGARISCHER ADEL.

Riidfa-z} . (Taf. 881). geben ein v. einer mit d. Hörnern nach aufwärts
strebenden s. Mondessichel u. dann v. einem sechsstrah-
W a p p e n : In von B. nnd R. scliräglinksgeteiltcm ligen g. Sterne überhöhter, aut' g. Krone ruhender, ge-
Schilde aus gr. Dreiberge wachsend ein von zwei sechs- harnischter, gebogener Arm, in d. Fanst uinen Asf: mit
strahligon g. Sternen in d. obern Schildesecken begleite- dürren Zweigen haltend. — Kleinod: Die v. dem Storno
ter w. Windhund mit r. Halsband, dessen .'<rust v. einem überhöhte Mondessichel. — Decken: rs. — rg.
Schwerte mit g. Parirstange v. vorne durchbohrt er- iL R.).
scheint. - Kleinod: Zwischen offenem, rechts von G. Uradeliges n. angesehenes Geschlecht des Zülyomor
und B„ links von B. und S geteiltem Fluge, die Schild- Ctts, dessen erster bekannter Ahnherr, .lurk (Georg), im
lignr. — Decken: bg. — rs. Anfange des XIII. Jahrb., urkundl. auftritt — Name u.
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. Prädikat, werden v. dem Stauunguto Kadväny im Zölyomor
1766 iür Josef Ragyöeiy aliter Rädüczy. Ctte geführt.
(Coli. Herald. Nr. 241). Freiherrenstand (ungar.), d. d. Eisenerz, S Oktober
1875 für Anton v. Radvänszky, Obergespan v. Zölyom u.
ItiMlonfSciirh v. Kadoj. (Taf. 381). Tnröcz, sammt seinen Kindern Johann n. Maria u. für
Geza n. Bela v. Rudviinszky, Söhne seines + Bruders
W a p p e n , freiherrl.: Geviertet von R. und B.; 1. n. Albert. — Bela Freiherr v. liadvänszky (geb. 1M49), k. k.
4 ein g. Löwe in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel Kämmerer u. Obergespan des Zülvomer Ctts, Mitglied
mit g. Parirstange haltend; 2 u. 3 auf r. Felsen über des ung. Oberhauses und der Akademie d. Wissenschaf-
scheinbar fiiessendem Bache, eine Burgruine. — Schild - ten, ist als der eigentliche Begründer der herald genoal.
halter: Je ein g. lireif. Gesellschaft zu Bl'esth — deren erster Präses er ist —
Altes serbisches Geschlecht. anzusehen Derselbe gab ancli mehrere Werko i. Druck
Freiherrenstaud. v. König Franz I., d. d. Wien, heraus, schätzbare Beiträge /.ur Culturgeschichte unseres
21. Febr. 1823 fiir Demeter Radossevich, k. k. General. Landes.
Er war geboren i. J. 17Ö7 zu Medak u. starb am (L. R. 68. 191. — N. J. IX. 5 5 9 - 575. - Cscrgheö
8. Juni 1835. nachdem er sich früher, mit Antonia v. Fr., Tab. Gen. Nob. Fam. Ilung. Cent. I. 409 413 Mscr.
Rndnväk vermählt hatte. im N. 31. BPest. - M. N. Zsebk., 1888. I. 407 • 408).
Ein Nachkomme des ebengenannten Demeter, ist Theo-
dor Freiherr v. Radossevich, k. k..Major, welcher geboren ltadvftiiji. I. (Taf. 381).
i. J. 1830, mit seiner Ehefrau Elisabeth Freiin Auibrnzy
v. Seden, die Kinder: Leonie, Theodor n. Ludwig zeugte W a p p e n : Auf einem Dreibcrgo, ein aufspringendes
u. zu Remete, am 20. Oktober 186ö verstarb. Ross. — Kleinod: Das Ross. wachsend.
(L R. 64. 918. — ii. N. Zsebk. I., 406). (Siegel d. d. 1613 mit Initialen des Jacob Radvänyi).

Kudovanovits. (Taf. 381). Itadväuyi. II. (Taf. 381).


W a p p e n : In von t j und G. geviertetem Schilde W a p p e n : Auf einem Dreiberge ein linksgekehrter
1 u. 4 ein von zwei sechsstrahligen g. Sternen überhöh- Mann, welcher sich mit erhobenen Armen gegen einen
ter s. Anker; 2 u. 3 ans gr. Boden sich erhebend, drei anspringenden Löwen scheinbar zu wehren trachtet. —
gr. bestengelte, gr. beblätterte r. Rosen. — Kleinod: Kleinod: Mann wachsend, in d. erhobenen Rechten einen
Zwischen offenem, rechts von & und S , links von G. Streitkolben, d. Linke in d Hüfte gestützt haltend.
und B. geteiltem Fluge ein geharn. gebogener Arm, in Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir es hier mit
d. Fanst drei Rosen wie im Schilde haltend. — Decken: dem alten Geschlechte „Radvänyi v. Radviiny u. Legend"
# s . — rg. zu thun haben, welches aus Radväny im Abaujcr Ctte
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1795 stammend (aber auch in andern Ctten vorkommend;, bereits
für Thomas Badovanovits. im XIV. Jh., urk. auftritt.
(Adami, Scuta Gent Tomo X.). (Siegel d. d. 1700 mit Init. des Franz R. — Vergl.
N. J. IX. 575-577).
Kadv&nrzy d e K e i i e h e . (Taf. 381).
Hadvünyi, III, (Taf. 381).
W a p p e n : In B. aus gr. Boden linksseitig empor-
ragend ein r. bekl., schräggerichteter gebogener Arm mit W a p p e n : In B. aus g. Blätterkrone wachsend ein
g. Aermelaufschlage. in d. Faust einen Pfeil knapp unter g. Löwe in d. erhobenen Kc-chten einen Krummsäbel mit
d. Flitsch schräglinksgerichtet haltend. — Kleinod: Der g. Parirstange, in der Linken eine g. Blätterkronc hal-
Arm. — Decken: rg. tend. — Kleinod: Die Schildfigur. — Decken: bg.
Adels- u. Wappenbrief v. König Rudolf, d. d. Prag, Es wurde ein Geschlecht Radvänyi, i. J. 1022 in d.
21. July 1579 (kundgemacht: Szathmär, 1580; für Mar- Adelstand erhoben u. der betreffende Wappenbrief, im
tin Radnänczy de Keoche u. fiir seine Söhe Stefan u. Neutraer Ctte publicirt
Gregor. (Siegel mit Initialen des Gabriel v. Radvänyi).
(Orig., Ctts A. Beregh. Durch Elemer v. Söos).
ICAdy, I. v. I Viu-li udlitl va. (Taf. 381).
KadvfuiNikj v. Itadviiii)- u. SsijöUuza. (Taf. 381).
W a p p o n : Von einem sechsstrahligen Sterno und v.
W a p p e n , adel.: In S. auf gekr. gr. Hügel ein v. einer linksgokohrten Mondeesichel überhöhter, anf einem
einer mit d. Hörnern nach aufwärts strebenden s. Mon- Hügel stehender Pfau, dessen Hals v. links v. einem go-
dessichel und v. einem sechsstrahligen g. Storno über- flitschten Pfeile durchbohrt erscheint n. welcher in d er-
höhter, geharn., gebogener Arm, in d. Faust einen dürren hobenen Rechten ein kurzes Schwert hält. — Kleinod:
Zweig haltend. — Kleinod: Der Arm mit d. Zweige. — Die Schildfigur, oliuo Hügel.
Decken: bs. (richtiger gs.j. [Siegel d. d .Szerednye, 20. April 1685 mit Initialen
(Burgstailer, Coli. Insign. Nob. Fam. Hung.). (L. R. D. J. E. Z. E. F.) des Ladislaus Kädy].
Wappen, freiherrl., v. 1875: In It. v. einem ge- NB. N. J. (IX. 578), blasonirt wio folgt: Kranich
flügelten, Bich in d. Schwanz beissenden gr. Drachen um- mit pfeildurchbohrtem HalBO, anf einer Krono stehend,
UNGARISCHES ADEL. 529

überhöht einer Mondessichel n. von einem sechsstrahli- in d. Faust eine Schreibfedcr oder einen Palrazweig
gen Sterne. — Kleinod: Geharnischter Arm, einen Säbel haltend.
haltend. (Siegel d. d. 1732 mit Init. des Sigismund Ragälyi
Altes Geschlecht des Liptauer Ctts, noch unlängst v. Ragüly. — Archiv des Josef v. Csoma).
(oder aber bis zum Augenblicke) begütert auf Ivaclino- Diese vorstehende Variante, gibt schon mehr zu beden-
falva. ken, da der Taufnamo „Sigismund" wiederholt im Stamm-
Ladislaus Iiädy v. Ivachnofalva, tritt sub d. 20. April baume der Ragälyi vorkömmt.
1685 zu Szerednye bei Ungvär, urk. auf; Alexius, i. J. Es ist naheliegend, dass wir es hier mit zwei (oder drei)
170-1; Ubald Ii. y. J., erscheint 1862 als Archivar des verschiedenen Geschlechtern Ragälyi zu thun haben
Liptauer Ctts. und kann nur Eines vollkommen sicher gestellt werden,
Ein Mitglied des vorstehenden Geschlechtes, über- dass die Ragälyi v. Kis-Csolth, wie ich soeben durch
siedelte in d. Hevescr Ctt. meinen gelehrten Freund Josef v. Csoma (also zum zwei-
(N. J. IX. 578 u. 819). tenmal bestätigt) erfahre, den geharnischten (oder stuff-
bekleideten) Mann im Wappen führen.
Rtaly II., v. T l r a d . (Taf. 381). Uradel aus Ragäly im Gömörer Ctte stammend, wo-
her dieses Geschlecht auch seinen Namen sowie das erste
W a p p e n : In Ii. über gr. Boden auf w. Rosse Prädikat genommen, und welche Ortschaft bereits im
scheinbar sprengend ein geharn. Mann mit Eisenhelm, in Jahre 1394 (und mutlimasslich noch früher) bis zur jüng-
d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. l'arir- sten Zeit, im Besitze der Ragälyi war oder annoch ist.
stange haltend, dessen Spitze durch den Hals eines vom Sie kamen oder kommen noch gegenwärtig, auch in
Rumpfe getrennten, schnurrbärtigen Tiirkenschädels ge- d. Ctten v. Gümör. Borsod, Abauj u. Torna vor.
Btossen erscheint. — Kleinod: Keines verliehen. — Decken: (N. J. IX. 579-58-1 - Vergl. auch: Csänki. Ma-
bg. — rs. gyorsz. tört. füldr., RPesth, 189U ec.j.
Adels- u. Wappenbrief v. Georg Rüküczy L, d. d. Gr.
Wardein, 18. Oktb. 1632 (kundgemacht: 163S Riharer ItagA. (Taf. 382).
Ctt?), für Johann Iiädy, fiir s. Stiefsohn N. Becskereky
u. für d. Bruder Stefan Iiädy. W a p p e n : In B. ein mit einem offenen "]"' Fluge
Mutlimasslich erloschenes Geschlecht. bestecktes r. Herz. — Kleinod: Offener, rechts mit eiuer
Johann Iiädy, ein Nachkomme d. obigen Adelserwer- linksgekehrten s. Mondessichel, links mit einem suchs-
bers, tritt i. d. Jahren 1653-1667 urkund. auf; sein strahligen g. Sterne belegter f f Flug. — Decken:
Sohn, mag jener Samuel Iiädy gewesen sein, welcher bg. — rs.
1687 zu Debrezin genannt erscheint. NB. Es kömmt auch nur ein halber Flug vor.
(N. J. IX. 578-579). Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1714
für Johann RagO.
Raell, siehe: Rholl. (Leg. C.).

Kal'anirtcsz. (Taf. 381). K u g j o r i ) . siehe: R&ddezy.

Wappen: In geteiltem Schilde oben ein Greif Raliolrzay, siehe: Roliolrzy.


wachsend in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit
Parirstange in d. vorgestreckten Unken einen sechs-
strahligen Stern haltend-, unten drei (2, 1) Rosen. — Kais/, v. Kassa. (Taf. 382).
Kleinod: Der Greif. . Wappon: In S. ein r. Schrägbalken belegt mit einem
Emerich Rafanidesz (Raphanides), tritt zuReginn des n. Hirschen, welcher einer spitzen Felsengruppe über
XVII. Jalirli., als Eheherr der Sofie v. Berki auf; Johann einem geschmälerten Wellenbalken (Flusse) zuzustreben
Raphanides, erscheint sub d. 1697 urk. aufgeführt und scheint; hinter d. Schrägbalken, zwei gr. Balken, der
vor demselben, i. J. 1666. Andreas, als Reamter der obere belegt mit einer s. Mondessichel, der untere mit
Arvacr Herrschaft; Samuel Rafanidesz, geb. 1773, stu- einem sechsstraliligen g Sterne. — Kleinod: G. Greif
dirte 1792 in Jena. wachsend, mit d. Vorderpranken drei gr bestengelte, gr.
Dieses Geschlecht, scheint erloschen zu sein. beblätterte w. Lilien haltend. — Decken: bg. — rs.
(Siegel d. d. 1697 des obigen Johann Rafanidesz, Adels- u. Wappenbrief seit „v. Kassa", v. König
Post. Mgr. l'scgien. — N. J. IX. 579). Mathias II., d. d. 12. Oktober 16U9 für Johann Raisz,
welcher zu Beginn des XVII. Jahrb., bei der Kammer
Rag&lyi v. Ragäly Kfet-*oIth. (Taf 382). diente. Ein Johann Iiaysz, welcher wie oben siegelt, tritt
1664 urkundl. auf.
W a p p e n : Doppelschwänziger Löwe. — Kleinod: Die Nachkommen des Adelscrwerbers Johann, be-
Der Löwe wachsend. wohnten das Zipser Ctt u. waren noch in d. fiOor Jaluen
(Siegel d. d. 1682 u. 16S3 mit voller Dmscliriit des dieses Jahrliundertes, dortselbst anzutreffen.
„Johannes Ragälyi de Ii. K." Archiv des Dr. Johann (N. J. IX. 585-588).
Szendrei.) — Die gleicho lilasonirung, finden wir in Magya-
rorszäg csal, (IX. Pag. 584) vor. Dagegen bringt uns
Gabriel Daniel de Vargyas, in seinem Famihenbucho KajakovH-li. (Taf. 382).
(Mscr., d. d. 1888), folgendes „Ragälyi de Rägaly et
Kiscsolth"-Wappen: In R. auf gr. Boden ein geharn. Wappen: In mit zwei g. Raiken belegtem b. Schilde
Mann mit Eisenhelm sammt r. Feder, gr. Unterkleide, r. über gr. Boden aus welchem eine w. Lilie ragt anf w.
Hosen und f t Stiefeln, in d. erhobenen Rechton eine w. Rosse scheinbar reitend ein geharn. Mann mit Eisen-
Streitaxt haltend, d. Linke in d. Hüfte gestützt. — Klei- helm sammt r. Straussenfedern, in d. erhobenen Rechten
nod: Der Mann wachsend. — Decken: rs. — bs. ein Schwert, mit d. Linken die r. Ziigcl haltend. —
Noch ist mir ein drittes Wappon „Ragälyi ••Ra- Kleinod Zwischen je zwei und g. Straussenfedern ein
gäly" bekannt, wie fulgt: Kranich anf n. Boden stehend, pl'alweise emporragender. geharn. geb. Arm, in d.
in d. erhobenen Rechton einen runden Stein, im Schnabel Faust ein Schwert mit g. Parirstange haltend. — Decken:
eine Schrcibfeder haltend. — Kleinod: Gebogener Arm, bg. — rs.
IV. 15. 133
530 UNGARISCHER ADEL.

Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., für Mar- fraglich geworden, trotzdem sie sich in altern Zeiten
kus Rajakovicb. „de Ii euere LipovmSk" geschrieben haben.
(Adaini. Scuta Gent. Tonio X.). Im Uebrigen sollen, mit diesem jedenfalls uralten,
ans dem Neutraer Ctte stammenden Adelsgeschlechte, diu
Lipovniczky, Kürossy, Komsek, Berencsy, ilolbenyi nnd
Kajt-siiu. (Taf. 382). Ujfalussy de Szeptencz-Ujfaln, einen gemeinsamen Stamm-
vater und ancli ein gleiches Wappen (wie sub a.) blaso-
Wappen: In B. auf einem aus gr. Ufigel sich er- nirti gehabt haben.
hobenden gr. belanbten Baume gegencinandergokelirt Adam Rajcsünyi, der gelehrte vaterländische Reichs-
stehend, zwei r. gew. w. Tauben. — Kleinod: Drei gr. Archivar des vorigen Jahrhunderies, war ein bekannter,
bestengelte, gr. beblätterte w. Lilien. — Decken: bg. rs. äusserst geschickter Copist von alten Urkunden, Siegeln ec.
Adels- u. Wappenbrief T. König Leopold I., d. d. Es haben also alle sein Geschlecht angehende nnd
Wien, 2. April 1659 (kundgemacht: Trentsehin, 1660) für insbesondere die ältesten bezüglichen Angaben, nur mit
Johann liajchan, für seine Ehefran Justine Simsialka und äusserster Vorsicht aufgenommen zu werden, da mit Recht
für d. Kinder: Nikolaus, Johann, Elias, Barbara, Katha- vermutet wird, dass mehrere dersolben, im Interesse des
rina u. Elisabet. Ansehens der Familie, gefälscht worden.
Trentschiner Adelsgeschlecht. Von zweifelhaftem Werte erscheint demnach auch,
Emericb, tritt zu Kis-Divinka, Stefan zu Lietava- der oben erwähnte Stammvater Koros oder Korus, wel-
Lncska, Daniel zu Zolna und Nikolaus Rajcsan, sub. d cher gar nicht existirt haben dürfte, — die ganzo (mut-
1748 in der Stadt Trentsehin urk. auf. masslich erfundene) Jagd- nnd Lebensrettungsgeschichte,
Josef seu., Josef der jüngere, sowie Johann Rajcsän, sowie das darauf bezügliche Wappen.
erscheinen 1803 auf Sztrecsnü.
8chliesslichst zn bemerken: dass auch die oben ge-
Ein Zweig des Adelsgeschlechtes Gyurcsänszky, nannten Kürossy, hie und da, mit dem Diväks-Wappen
führte gleichfalls den Namen „Rajcsän". gesiegelt haben. (Siehe: Suppl.).
(Leg. C. - N. J. IX. 588). (Rudnay und Tagänyi, Rajcsanyi czimer Kürdeshez.
Turul, 1887. 112-117. - N. J. IX. 589 - 5 9 3 . - Dr.
Rajcsftnyi T . RAJI-SNIIJ. (Taf. 882;. Jean Szendrei, Coli, de Bagues, Paris, 1889 Pag. 141).

W a p p e n : In B. ein auf gr. Boden liegender, r. Rujeczk;. (Taf. 382).


gekl. Mann mit g. Gürtel, neben dessen Haupte eine g.
Krone zu ruhen scheint und dessen rechter Arm von einem, W a p p e n : Greif, mit d. Linken einen Krummsäbel
vor einem belaubten Baume Btehenden Ü Bären erfasst beim Griffe, mit d. Rechten d. blanke Klinge oberhalb
nnd aufwärts gezogen wird. Hinter dem liegenden .tianne, d. Linken fassend. — Kleinod: DieSchilddgur wachsend.
ein v. einem sechsstrahligen s. Sterne überhöhter ande- Turöczer Adelsgeschlecht, Martin Rajeczky, tritt i.
rer Hann, mit w. Leibrocke, r. Hose, Pelzkalpag mit r. J. 1682, Johann v. Rajeczky, sub d. 1722 nrk. auf.
Sacke und f f Stiefeln, welcher mit den Händen beider (Siegel d. d. 1682 mit voller Umschrift des vor-
Arme, einen Krummsäbel mit g- Parirstauge gegen den stehenden Martin R.).
Bären zu erheben trachtet. — Kleinod: Der Mann wach-
send, hier in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel Rajkovic-Ii, I . (Taf. 382).
haltend, dessen Spitze dnreh einen blntenden Bärenschädel W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein doppelschwän-
gedrungen ist. — Decken: bg. — rs. ziger Löwe, in d. erhobenen Rechten einen gr. Blätter-
(Burgstaller, Coli. Insign. nnd viele Siegel;, zweig haltend. — Kleinod: Geharn. geb. Arm in d. Fanst
Korus, (1130) Ubergespan v. Zala, - Sohn der Büd einen Krnmmsübel i.iit g. Parirstauge haltend, dessen
(1082 ein a n g e b l i c h e r directer Vorfahre der Rajcsanyi, Spitze mit einem sechsstrahligen g. oternu besteckt er-
soll den nachmaligen König Stefan II. v. Ungarn, auf scheint. — Decken: rs. — bg.
einer Jagd, aus den Tatzen eines Bären errettet haben. Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1718
Seine Nachkommen, nahmen zur Erinnerung, das vor- für Johann Rajkovicli.
stehend blasonirte Wappen auf. (Coli. Herald. Nr. 529).
So berichtet Magyarorsz. csal. (IX. 588 u. 589).
Ks ist indessen erwiesen, dass dieses Rajcsünyi-Wap- RaJko«U*g, I I . (Taf. 382).
pen, nicht früher, als erst im XVIII Jh., in dieser
Form auftritt, nnd dürfte Adam Rajcsanyi, Geschworner des W a p p e n : Unter einer erniederten, gestürzten w.
Neutraer Ctts, der Erste gewesen sein, welcher dasselbe Spitze, welche mit einer mit d. Hörnern nach auf-
a l s o aufgenommen hat (R. A. BPesth, Fam. Selmeczy, wärtsstrebenden b. Mondessichel belegt erscheint, gespal-
läse. I. Nr. 48). Ebenso bekannt ist es aber auch, dass ten von B. und Gr.; vorne ein schräggerichteter Pfeil
wieder dieselben Rajcsanyi, im XVII. Jh. (und mutmass- mit d. Spitze nach abwärts, hinten ein schräglinksgcrich-
lich auch früher), sich des folgenden Wappens bedient teter Kruinmsäbel mit g. Parirstauge. — Kleinod: Geharn.
haben: Ein von einer Mondessichel und vor einem Sterne geb. Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parir-
überhöhter, neben einem belaubten Baume stehender, oder stauge haltend. — Decken: bg. — grs.
schreitender Bär. (R. A. BPesth, Petrüczy Arch. — Archiv Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
Szendrei). 1751. L
Dies wäre also genan dasselbe Wappen, wie es vom Genus (N. J. IX. 594).
Diväk und von den Abkömmlingen desselben, (bei steter
fallwciser Aufrechthaltung der „Urfigur*1 und nur hie und Itajky v. Rajk. (Taf. 382).
da, mit einigen nebensächlichen Abweichungen), — als W a p p e n : In B. ein linksgekelirter, aus d. Mitte
von den: Uesznäk, Bossänyi. Csermendy, Divfcky, Jökütliy, des rechtsseitigen Schildesrandes ragender menschl. Arm,
Majthenyi, Motesiczky, Ujfulussy ec., geführt wurde nnd auf dessen Hand ein einwärtsgekehrter, iiugbereiter Rabe. —
bezw. noch geführt wird. Kleinod: Der Rabe. — Decken: bs.
EB ist daher die Möglichkeit nicht völlig ausge- Uradel desZalaer Ctts, anch noch gegenwärtig dort-
schlossen, dass die liajcsdnyi, vom Genus Diväk ihre Ab- selbst, sowie in andern Ctton vorkommend.
stammung hergeleitet und ist so, der Genus LipovnOk (Verschiedono Siegel. — Gemaltes Wappen. — N. J.
Nexus (S. Hazai okmänytär, VI. 266: Nyitrai Katl., 281) IX. 594-595).
IEB ADEL. 531

KB. Fejferväry Carol., (I. I. Mscr., im Nat. Mus. einen Krummsäbel) haltend. — Kleinod: Der Adler.
BPesth), verzeichnet ein „Bajkj--Wappen-, wie folgt: In Decken: rs.
S. drei r. Sparren — Kleinod: Offener Flug. (Gemaltes Wappen d. d. 2. Oktober 1661 des Franz
Es wird wiederholt daran!' hingewiesen, dass der ge- Georg Biiköczy. Siehe: Bruderschaftsbuch der Mariani-
nannte Antor, vollkommen unzuverlässig ist. schen Congregation. Mscr. mit eingemalten Wappen, im
Besitze der Gymnasial-Bibliothek zu Ungvär. — lieieheiiau,
Itujiuuu. (Taf. 382). nennt dieses Wappen (Siebenbürger Adel, Pag. 10) das
„gebesserte" v. 1593 womit er wohl das gebesserte v. J.
Wappen: Doppelschwänziger Löwe, mit Krummsäbel 1597 gemeint haben mochte. NB. Der Adler, kömmt auch
in d. erhobenen Hechten. — Kleinod: Flugbereite Taube, ohne Bad auf gr. Dreiberge stehend vor, so auf einem
einen Oelzweig im Schnabel haltend. Siegel d. d. 1607 des Sigismund und anf einer Münze
Adelsgeschli cht der Ctte v. Trentscliin, Bars u. Neutra, d. d. 1657 des Georg II.
anch Hajmann, Bejmann, am häufigsten aber .ßaymunns" Wappen c): In von B. und B. geteiltem Schilde
geschrieben, — welches auch ein ungar. Doppelprädikat auf einem auf gr. Dreiberge stehenden sechsspeichigen
führte, an das ich mich jedoch nicht mehr genau erinnere. Wagenrade stehend ein gekr. Jj Adler, in d. Beeilten
1626 tritt Paul Bajmann urkdl. auf. einen Krummsäbel haltend. — Kleinod: Der Adler. —
Johann Bajmann, erscheint 1661 als Notar des Trent- Decken: rg. — bg.
schincr Otts aufgeführt; Peter, 1715 als Ablegat v. Schwert und Bad, scheinen erst später in das Bii-
Trentscliin u. 1716 u. 1725 als Obernotar (dann Vicege- köczy-Wappen gekommen zu sein, als -Besserung''. —
span) des eben genannten Cttes. Das geteilte Wappen, wie hier sub c) blasonirt und re-
Josef u. dessen Sohn Johann, werden 1803 u. 1837 prodneirt, wurde auch nach d. Erhebung in d. Grafen-
auf Hanzlikfalva angetroffen. und in d. Fürstenstand, von den Mitgliedern des Ge-
(ßajcsdnyi Ad., Siegelcopien. Mscr., im E.A.B Pest. — schlechtes ßäküczy geführt.
N. J. IX. 595. - Siegel d. d. 1725 des obigen Peter). (Gemalte Wappen. Siehe: Historische Bildergallerie
zu BPestli. — Siegel d. d. 1637 u. 1648 des Georg I.,
d. d. 1657 des Franz I., und Münze des Georg II.
KajziHT. (Taf. 383). Baköesy)
W a p p e n : Geviertet von G. und B. mit einer vom Hochberiilimtes und glänzendes Geschlecht, dessen
Fussrande bis zur Teilung aufsteigenden b. Spitze mit Name, vom XVI.— bis zum XVIII. Jahrhundert, auf je-
eingebogenen Seitenrändern, worin ein geharn. geb. Arm, dem Blatte der vaterländischen Geschichte sich verzeich-
in d. Kaust einen gr. Blätterkranz haltend; dann 1 u. 4 net befindet und welches in direkter Beihenfolge, von Vater
ein anfspr. ££ Boss; 2 u. 3 ein s. Löwe mit d. Vorder- auf Sohu, dem Lande Siebenbürgen, vier regierende Für-
pranken zwei bestengelte, beblätterte w. Hosen haltend. - sten gab. als: Sigismund (geb. 1Ö44 f 1603), Georg I.,
Kleinod: Der Löwe, wachsend. Decken: — rs. (geb. 1630 f 1648), Georg II. (geb. 1621 f 1660; und
Adels- u. Wappenbrief v König Leopold II., d. d. Franz (geb. 1645 f 1696). Dieser Letztere, am 8.
1790 für Bernhard Bajzner, Prutokellist. Febr. 1U45 zum Fürsten v. Siebenb. erwählt, gelangte
jedoch nimmer zur wirklichen Begiernng.
(L. B Nr. 55 P. 198).
Die ßäküczy, sollen vom Genus ttogäth-ßadvdn (ßad-
van et Bogathj ihre uraltadelige Abstammung, gemeinsam
Kttfzner, siehe: Rekuier. mit den Morvay, Körtvelyessy, Czekey, Mönoky u. Isepy
abgeleitet haben.
Rakittievics v. Toplicza. (Taf. 383). Blasius Biiköczy, tritt bereits 1334 unter diesem
Namen auf; Johann aber, i. J. 1440 u. Elisabet Bdküczy,
W a p p e n : In geviertetem Schilde 1 in B. ein ein- i. J. 1443.
wärtsgekehrter g. Adler; 2 u. 3 in S. über gr. Boden Sie erscheinen im Uebrigen, schon seit d. XIII. Jahrh.
auf w. Bosse scheinbar reitend ein b. gekl. Mann in d. mit Besitz in Körtvelyes, Arnes, Morva, ec. im Zempliner
erhobenen Hechten einen Krummsähel mit g. Parirstange, Ctt.
mit d. Linken d. Zügel haltend; 4 in B. auf gr. Boden Prädikat v. „Felsü-Vadiisz", v. Sigismund liäköczy,
ein v. einem sechsstrahligeu g. Sterne u. von einer s. sub d. 1517 aufgenommen.
Mondessichel überhöhter, geziunter w. Festungsthurm mit Freilierrenstand (ohne Wappenverleiliung), sammt
offenem Thore. — Kleinod: Zwischen offenem 0 Fluge roter Siegelwachefreiheit, v. König Bndolf, d. d. Prag,
ein b. gekl. Mann mit Kalpag wachsend, in d. erho- 28. Aug. 1588 für Sigmund Bdküczy.
benen Bechten einen Krnmmsäbel mit g. Parirstange. d. (L. B. Nr. III. fol. 507).
Linke in d. Hüfte gestützt haltend.— Decken: rg. - bs. Erneuerter u. erweiterter Wappenbrief v. König ßu-
Adels- u. Wappenbriet sammt d. Verleihung des dolf, d. d. 27. Maj 1597 für Sigismund Bdküczy.
Prädikates „Toplicza" d. d. 1791 für Miksa Bakittievics. iOrij. im Vörösvärer Archiv).
(L. Ii. Nr. 55 P. 884). Freiherrenstand, sub d. 1607 für Ludwig ßäküczy.
Polnisches Indigenat, d. d. Warschau, 23. Juni 1654
Räktfczy, i . v . Riiköcr. n. F c l s o - Yariäsz. v. Johann Casimir, König v Polen.
(Taf. 383). Ungar. Grafenstand, fiir Franz Bdküczy. Fürst v.
Siebenbürgen, v. Kaiser Leopold I.. d. d. Eberstorff, 14.
Wappen a): Gekrönter n. Adler mit abwärts ge- Sptb. 1664 u. für d. Nachkommen beider Linien.
senktem Kopfe, — auf einem auf n. Boden stehenden Erbobergespanschaft v. Sdros, für Franz ßäküczy, v.
sechsspeichigen Wagenrade stehend. Kaiser Leopold I., d. d. Wien, 30. July 1666.
(Siegel mit voller Umschrift des Johann Biiköczy, Fürstenstand dos heil. röm. ßeiches, v. Kaiser Fer-
sowie d d. 1635 des Andreas Biiköczy und d. d. 1638 dinand, d. d. Linz, 16. Dezbr. 1645 lür Georg I. Bdköczy
soiner Wittwe Elisabeth Leövey. — B. A. BPesth, und u. seine Nachkommen beiderlei Geschlechtes.
Jos. v. Csoma-Archiv). Im Mannesstamme erloschen zu la Chapella St. Denis
W a p p e n b): In B. auf einem aus gr. Dreiberge bei Paris, im Juni 175ü mit Georg; gänzlich erloschen,
hervorbrechenden Wagenrade stehend ein gekrönter (auch Paris, am 3. July 1780 mit Josefa Sarolta ßäküczy.
ungekrönter) natürlicher (auch stylisirter) Adler, ind. (Thaly Kaiman. A. Biiköczy häz utolsö tagjairol 6a
erhobenen Beeilten oin Seh wert mit g. Parirstange (auch Kihaldsdrol. Turul, II. 1884.3. 89 - 9 6 . — Az utolsü Biiköczy
532 UNGARISCHER ADEL.

herczeg halälärol. Tnrnl, 1835. IV. 87—88. — Vom sel- Spitze nach abwärts, d. Linke in d. Hüft« gestützt,
ben Verfasser: II. Räköczy Ferencz itjusäga. — N. J. haltend.
IX. 5m7 - 607. — Dr. Csänki Desö, Magyarorsz. tört. Nach Nagy Ivan, dürften die verschiedenen Geschlech-
földr. RPesth. 1890.— Dr. Jean Szendrei. Colleetion, de ter Räkossy oder Räkosi, insgesammt, siebcnbürgischer
Bagnes de Madame de Tarnöczy. Paris, 1889. Pag. 340). Abstammung gewesen sein, — bezw. sein. Feuycs E.,
zählt indessen ein gleichnamiges Goschlecht, dem Adel
Räköczy, II. t . Rükörz. (Taf. 388). des Zalaer Otts bei.
Michael Räkosi, endete 1655 sein Loben zu Klausen-
W|a p p e n: In B. ein pfalweise anfgericbteter r. burg. auf d. Scheiterhaufen.
Krebs. - Kleinod: üeliarn., geb. Arm in d. Faust einen Die Räkosi v. Aranvos-Räkos, scheinen erloschen zu
Krummsäbel mit g. Parirstange haltend, dessen Spitze sein, während die Räkosi •. lllyefalva, noch in d. Mitte
dnrch den Hals eines schnurrbärtigen, vom Rumpfe ge- dieses Jahrliundertes urk. auftreten.
trennten Tlirkenscbädels gedrungen erscheint. — Decken: (Siegel d. d. 1688 des Paul u. Siegol d. d. 1 6 . . des
bg. - rs. Peter. - N. J. IX. 610-611).
(Viele Siegel des XVII. u. XVIII. Jahrh.).
Aus d. Orte Räköcz im Zölyomer Hunter) Ctte ltakovicki. (Taf. 383).
stammendes, altes Geschlecht, gegenwärtig (oder noch
vor kurzer Zeit), in d. Ctten v. Honth u. Neograd ange- W a p p e n : Doppelscliwänziger gekrönter Löwo mit
sessen den Vorderpranken ein Beil haltend. — in d. rechten
Johann Räküczy, tritt um 1630; Paul, im Jahre 1672 Oberecke begleitet v. einem seclisstraligen Sterne, in d.
urk. auf. linken Ecke v. einer Sonno. — Kleinod: Zwischen je
In d. Adelsmatrikel des Neograder Ctts, d. d. 1684, einem belaubten Blätterzweige eine Strausscnleder, hior
erscheint Stefan Räköczy aufgeiührt und ebendort, i. J. u. dort bcsteckt mit je einem sechsstruliligen Sterne.
1709 die Wittwe des Mathias Räköczy. — 1755 wurden Erloschenes Adelsgeschlecht. Georg Rakoviczky (Ra-
unter d. zweifellos Adeligen desselben Ctts aufgenommen; kowicki, Rachoviczky), tritt 16*28, 1646, 1649 als Kam-
Franz, Anton, Stefan u. Andreas v. Räküczy. merrath auf; Methodius Rakoveczky (ob aus dem vor-
Johann Räköczy, tritt 1861 als Obernotar d. Pesther stehenden Geschlecht» stammend ist mir nicht bekannt),
Ctts auf; Alexander aber, in demselben Jahre, als Ober- erscheint v. 1687—1689 als Bischof v. Munkäcs.
stulrichter v. Honth u. Grundbesitzer auf Räköczy. (Siegel d. d. Pressburg, 1646 mit voller Umschrift
Georg Räküczy, siegelt sub d. 1606 wie folgt: Ge- des Georg v. Rakowicki. — N. J. IX. 611).
harn. gebogener Arm, in d. Fanst einen Krummsäbel
haltend (Arväer Schlossarchiv, Nicol. jun v. Kubinyische ftukovKzky v. Xugy-Käkö, Keleiuonialvu u.
Sammlung'. — Ganz dasselbe Wappen, finden wir auf Nagjr-Selmee». (Taf. 383).
einem silbernen vergoldeten Recher mit folgender Um-
schrift: Räküczy György esinältatta. löOO.' (Siehe: A W a p p e n , erweitertes v. 1563: Ueber w. Schildes-
magyar. tört. ötvösmii kiäR. lajstroma. Poharak, billi- fusse worin ein scheinhar rechtsschreitender r. Krebs, —
komok ec. Pag. 47. 153). — Obwohl wir nun, in Magyarosz. in R. aus g. Rlätterkrono wachsend ein geharn. Mann
csal., keinen Georg antreffen, der um diese Zeit herum mit Eisenhelm und drei g. Straussenfedern, in d. Rech-
gelebt, so ist es dennoch zweifellos, daBS diese beiden ten ein Schwert mit g. Parirstange schräge, in d. Linken
soeben blasonirten Wappen, einem MitgUede des Ge- einen gr. Palmzweig schräglinks an d. Leib gedrückt
schlechtes Räküczy II. de Räköcz angehörten, bezw., dass haltend; oben eine aufgehende g. Sonne und ein sechs-
das ebengenannte Geschlecht, zeitweise auch das Helm- strahliger g, Stern; neben d. geharn. Mann, aus d. Krone
kleinod als Schildfigur geführt hat. Bich aus- u. abwärts neigend, je eine gr. bestengelte, gr.
(N. J. IX. 607-609.1. beblätterte w. Lilie. — Kleinod: Die Schildfigur. —
Decken: bg. — rs.
Itükoczy siehe: Parcsetlcs v. Räköcz. (Verschiedene Siegel u. gemalte Wappen. — Burg-
staller, ColL).
Itstkolubszky v. ltakolub. (Taf. 383). W a p p e n , freiherrliclies, v. 1812: Schild wie vor-
stehend, jedoch ohne Krone, ohne Lilien u. ohne Stern
W a p p e n : Ueber einem Schildesfusse worin ein wag- u. Mond. — Drei Helme: I. Drei rgr. Straussenfedern. —
recht aufliegender Krebs, — auf einer Blätterkrone stehend II. Der Mann des Schildes. — III. Wie I. — Decken:
ein Löwe, welcher mit d. erhobenen rechten Vorderpranke rg. — rs.
ein Schwert mit Parirstange sich duTch den Rachen zu (Nach d. Orig.).
stossen scheint. - Kleinod: Der Löwe des Schildes. Uradcliges u. vornehmes Geschlecht des Turöczer
Altes Donationalgeschlecht des Trentschiner Ctts, Ctts. dann später (wie auch nocli gegenwärtig) in andern
auch Rakolupszky geschrieben, — welches Namen sammt Ctten, alB in Liptau, Zölyom, Arva, Honth, Szathmär,
Prädikat, vom Orte Rakolub oder Rakalub hergeleitet Heves ec., vorkommend.
hat. - Im Jahre lh82 tritt Ladislaus Rakolubszky ur- Als erstbekannte Ahnherren erscheinen die Gebrüder:
kundl. auf; Emerich aber, Geschworner des Trentschiner Martin u. Ladislaus, welche sub d. 1245 die Ortschaft
Ctts, i J. 1657 und Johann, sub d. 1675. Rakov oder Zanasan als kön. Donation erhalton; die
Klara Rakolubszky, eTBcheint 1711 als die Ehefrau ununterbrochene Stammreihe bis auf dio Gegenwart, be-
des Laurenz Hodossy nnd 1726 als diejenige des Adam ginnt jedoch erst mit Mathias, Vicegespan v. Turöcz,
Pfcchy. (Mathias Matjasovich de Rakov et Kis-Jeszen), welcher
NB. Rajcsänyi (Siegelcopien), führt einen Bären vor, um 1496 gestorben sein dürfte.
mit abwärtshängender Halskette, was auf Irrthum beruht. Restätigung der uraltadoligen Abstammung und Wap-
(Siegel d. d. 1675 des Johann. - N. J. IX. 609;. penvermehrung („ex Ado dignu enim nonnullorum fidelium
nostrorum relatione compertum hubemus vos ex antiqua
Kükosy. (Taf. 383). et de patria optime merita familia originom, stciuma-
que ducere") v. König Ferdinand L, d. d. 1563 für Georg
W a p p e n : Reiter, eine Lanze schräggerichtet hal- Rakovszky do Räkö ist Kis-Jeszen.
tend. - Kleinod: Zwischen offenem Fluge ein ungar. Das bezügliche Orig.-Document, welches im Familion-
gekl. Mann in d. Rechten einen geflitschten Pfeil mit d. archive erliegt, ist mir vom Augenschein unbekannt;
UNGARISCHES ADEL. 533
«loch scheint es, dass diese Wappenvermehrnng, in d. Wappen, a): Mann, in d. Rechten einen Speer, in
Ritter mit den Lilien (welch letztere, hänfig ancli fort- d. Linken einen vom Rumpfe getrennten, schnurrbärtigen
gelassen erscheinen) bestanden hat und dass das Ur- Türkenschädel beim Schöpfe haltend. — Kleinod: Geharn.
wappen der Rakovszky, der Krebs gewesen ist. Ueber- geb. Arm, mit Krummsäbel.
haupt finden wir auch bei noch andern Geschlechtern, Dieses Wappen, welches wieder derselbe Georg, sub
wo das „Riik" (was so viel heisst als Krebs) vor- d. 1691 bentitzt, wurde mir erst nachträglich bekannt
kömmt, dieses Thier im Wappen auftreten (also halb- nnd ist eine — zu diesen Zeiten in Ungarn nicht Belten
redende Wappen), — so bei den Feja de Nagy-liükö (die gebräuchlich gewesene - „Znsammenziehung" der beiden
sich eine Zeit hindurch auch „Rüki'ivszky" schrieben), Ramocsahäzy-Kleinod-Varianten, bei Hinweglassung der
so bei den Lchoczky de Nagy-Räkü, den Rüköczy, II. v. Rü- eigentlichen Schildfigur, des Pelikans.
kücz. den Rakolubszky, wie nicht minder bei den Szirmay Wie zu vermutben, mit Stefan Ramocsahüzy de Ra-
nnd Külos de Szirma, beide als v. dem, 1241 t Raak ab- mocsahüza, stellvertr. Viceirespan v. Szabolcs, i. J. 1748
stammend. Ob zwischen allen Diesen .'oder doch zwischen erloschenes, uradeliges Gesuhlecht welches d. Namen von
Einigen derselben;, auch ein genealogischer Zusammen- d. Ortschalt Ramocsahüza im obengenannten Ctte herge-
hang bestand, ist mir unbekannt. nommen hat nnd ehedem „Rainocsay" hiess.
Das Wappen „Rakovszky" wie oben blasonirt, wnrde Peter Ramocsa de Zeretva ( zweifellos ein Ahnherr der
zur Erinnerung an den, i. J. 1707 ermorderten Ge- späteren Ramocsahüzy de Rumoesahüza), tritt 1379 im
sandten Melchior Rükovszky, im Vereine mit den Wap- Zempliner Ctte urk. auf: Michael Ramocsay de Ramocsa-
pen „Okolicsünyi" u. „Revay", in dasjenige des Tnröczer hüza, lebti. J. 1486. — li46 erscheinen die Ramocsahüzy
Ctts tibertragen, wie das letztere noch bis zur Gegen- auf Pu8Zta Iväntelke. 1449 in Sz&thmür und 1460 in
wart geführt wird. Berkesz, Szabolcser Comitat, sowie sie auch im Zempliner
(Gesetz Art. 216 d. d. 1715). Ctte Grundbesitz hatten.
Verschiedene Prädikate, wurden von Seite einzelner (N. J. IX. 6«0 - 631. — Szirmav, C. Zemplin. not.
Linien der Rükovszky, verschieden geführt. (Vergl. N.J. top. 296, 315 und Siathmär värm. I. 131. 132, II. 64.
IX. Pag. 621). 127. - Dr. Csänki Desö, Magyarorsz. Tört. földr. BPesth,
Freiherrenstand, v. König Franz I., d. d. Sptbr. 1812 1890. Pag. 540. 840. — Bndai, Polg. lex. — Lehöczky,
für Martin Räkovszky de Nagy-Räkü, geb. Nagy-Rükö Stemmat, II. 334 ec.).
1755, t Dees in Siebenbürgen, 25. April 1828 als k. k.
General n. Ritter deB Milit-Maria-Theresien Ordens. Mit
dem genannten Erwerber, erlosch diese, freiherrliche Linie. R&it t . Lilwen-Aukcr. (Tai'. 384).
(N. J. IX. 611-621 n. 849. — Wurzbach Const. Dr.
v., Biogr. Lex.). Wappen: In B. auf gr. Dreiberge zwei v. drei
sechsstrahligen g. Sternen überhöhte g. Löwen, einen
B. Anker gemeinsam zwischen sich haltend. — Zwei
K a k s ä n y i v. R u i t s » . (Taf. 383). Helme: I. Zwischen offenem fl: Fluge, der Anker. —
Wappen: In B. auf g. Blatterkrone ein geharn., Decken: bg. — II. Der Löwe, hier gekrönt u. in d.
geb., in d. beiden Schildesoberecken v. je einem sechs- erhobenen Rechten drei gekreuzte Pfeile haltend. —
strahligen Sterne (anch von Mond nnd Stern oder gar Decken: rs.
nicht) begleiteter Arm, in d. Fanst einen Krnmmsäbel Adels- u. Wappenbrief v. König Josef I., d. d. 1710
mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: Der Arm. — für Johann-Jacob Rün v. Löwen-Anker.
Decken: bg. (Coli. Herald. Nr. 731).
Uradel des Turüczer Ctts, einst Rekse, dann Raksay
wie auch Raksänszky u. Lipovszky geheissen, — mit Rauat-h, siehe: Raiiiiach.
Mekse, Sohn des Rekse, sub d. 1280 bereits urk. auftre-
tend und noch in den 60Jahren (oder noch gegenwärtig)
im oben genannten Ctte erscheinend, wie auch in Honth, R&iifty. (Taf. 384).
Pressbnrg; vordem auch in Ugocsa, Neograd u. Abauj. W a p p e n : In von B. und # geviertetem Schilde
Es muss dieses Geschlecht, früher ein anderes Wap- 1 u. 4 auf w. Dreifelsen ein aufspringender g. Hirsch;
pen geführt haben und ist das hier vorgeführte, nnn im 2 u. 3 ein schräger w. Wellenbalken. — Kleinod: Der
Gebrauche stehende, als viel später aufgenommenes Chab- Hirsch, wachsend. — Decken: bg. — JJ s.
lon-Wappen anzusehen. Adels- u. Wappenbrief d. d. 1790 mit zugleicher
fRajcsanyi Ad., Siegel-Copien. Mscr., im R. A. Umänderung des Namens „Ranfft" in „Ränffi."
BPesth. — Regestrum de Turücz. — Engel Monnm. U. — 1844 treten zwei Josef v. Ränffi. als Beamte der
N. J. IX. 621-628 n. 849-50). kön. ung. Hofkanzlei anf.
(L. R. Nr. 55 Pag. 230).
Kaiuoesahsizy v. ItaiuocNUli&zu. (Taf. 384).
Wappen, a): In B. auf gr. Boden in g. Neste ein HaphaiiitleN, siehe: Kafltnldesi.
Pelikan mit d. Schnabel seine Brust ritzend u. mit d,
heraustropfenden Blnte drei Junge atzend. — Kleinod: Happach. (Taf. 384).
R. bekl. Mann mit g. Gürtel u. Pelzkalpag wachsend, in
d. erhobenen Rechten den Stumpf eines KrummBäbelB W a p p e n : In S. ein r. Schrägbalken. — Kleinod:
mit Parirstauge, in d. Linken einen schnnrrbärtigen, vom Offener Flug, gezeichnet wie d. Schild. — Decken: rs.
Kampfe getrennten Türkenschädel beim Schöpfe haltend. — Freiherrlicbea, nunmehr mutmasslich erloschenes,
Decken: rs. — bg. ausländisches Geschlecht, welches in Ungarn (XVII. Jb.)
So siegelt, snb d. Klein-Vardein, Szabolcser Ott, so- auch Grundbesitz hatte.
wie sub d. Küllö, 1704 Georg Ramocsahüzy v. Ra- Ung. Indigenat, d. d. 1687 — Gesetz Art. 28 —
mocsahüta. Derselbe, führt jedoch hie n. da auch einen für Ernst Rappach.
geharnischten Arm mit Krummsäbel als Kleinod. Anch (Eingemaltes Wappen d. d. Witteberg, 23. Juny 1603
Kajcsanyi Ad., führt in seinen Siegelcopien (Mscr. des Christuphurus Liber Baro a Rappach. Siehe: Liber
im R. A. BPesth) dieses letztvorgeführte Kleinod und amicorum des Martinas Weiginanns, Wappenalbum in d.
nicht den wachsenden Mann an. Bibl. des ref. Lycaenms zu M. Kzigeth).
IV. 15. 133
534 UNGARISCHER ADEL.

R * « k a y v. R ä s k a . (Taf. 384). (N. J. I X . 384—338. — Dr. ("sänki Dezsö, Mag.var-


orsz. tört. földr. BPesth, 1890. Pag. 379, 540 cc.' —
S t a m m w a p p e n : Vergl. d. Artikel Guthkeled im A. Guthkeled nemzotseg czimore. Turul, 1891. I.).
Sappl.
W a p p e n v. 1496: In B. ein in d. rechten Schildes- Ra*ik<i. (Taf. 384).
oberecke T. einer linksgokehrten Mondessichel, in d. lin-
ken Ecke v. einem sechsstraliligen g. Sterne begleiteter, W a p p e n : In von B. und R. geteiltem Sohild«
pfalweise und links gerichteter w. Wolfskieler, mit drei oben ein w. Greif wachsend in d. erhobenen Rechton
naeh aufwärts gebogenen w. Zähnen. — Kleinod: Dio einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend, unten ein
Schildfigur, wagrecht gestellt. — Decken: bg. sechsstraliligers. Stern. — Kleinod: Zwischen offenem
Wappenbestätigung v. König Wladisiaus IL, d. d. Flage, der Steril. — Decken: bs. — rs.
Ofen, in fest b. l-'rancisci confessoris, 1496 für Georg, Adels- n. Wappenbrief v. König Franz I., d d. Wien,
Michael u Johann Räska als Nebenerworber. Siehe: 21. Jänner 18J5 ikuudgemacht: Veszprimer Ctt, 13. Juni
Bnthkay, Haupterwerber. 1. J.) für Martin Raskü, pens. Major.
(Nach d. ürig.'L (Orig., Ctt A. Weissenburg).
W a p p e n , b): Geteilt: oben ein flugbereiter Vogel
(im Neste mit drei Jungen?) im Schnabel einen Ring Itasii. (Taf. 384).
iialtei.d, unten fünfmal rechts seitengespitzt.
[Siegel d. d. 1511 mit Init. desBaläs Käskai. Siehe: W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein ffc Bär in d.
Dr. Csünki Desö. Harminczhat pecsetes oklcvel 1511 bol. erhobenen Rechten einen Krummsähel mit g. Parirstange,
Turul, V. 1887 "2. Pag. 53. — Genau so siegelt Caspar in d. Linken eine beblätterte Traubcnfrucht haltend. —
Räskay, sub d. 10. Oktb. 1521. (Siehe: R. A. BPesth, Kleinod: Geharnischter gebogener Arm, in d. Faust cinon
25638 und Georg Räskay, am 2'2. Aug. 1522J. Krammsäbel haltend. — Decken: r.< — bg.
NB. Bei allen diesen Siegeln, kann s i c h e r nur be- Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand I I , d d.
stimmt werden: a) der Vogel als solcher, und b) die Linz, 3. Sptbr. ikmidg.: Szabolcser Ctt, 1654) für Georg
Seitenspitzen. Die Gattnng des Vogels, der Ring im Kasü. für seine Ehefrau Katharine Xyakö u. für d. Kin-
Schnabel, das Nest u. die .langen, sind der Undeutlich- der: Georg, Katharina. Elisabeth, Jadith a. Anna.
keit halber, nicht zu präcisiren. Szabolcser Adelsgeschlccht.
Ludwig v. Rasü. tritt 1847 als Stulrichter des ge-
W a p p e n , c): Flugbereiter Vogel, im Schnabel einen nannten Ctts aaf.
steinbesetzten Ring haltend. (Siegel des vorstehenden Ludwig. — Fßnyes E., Geogr.
(Siegel d. d. 1647 mit Init. des Stefan Räskai, Be- cc. — Szabolcser Ctts Arch.).
sitzer auf Barabäs, bei Kduony im Bereger Ctt. Ctts.
A. Ungvär).
NB. Das Stammwappen der Räskai war: In R o t h R a s z l a v ü ' z a y v . . l l u g y a r - R a a z l a v i c z a . (Taf. 384).
drei w. Seitenspitzen. Die verliehene b l a u e Schild- W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Hügel ein rechts
tinktur, v. J. 1496 fiir die Käskav cc.. dürfte wohl v. einem sechsstrahligen g. Sterne, links v. einer B. Mon-
nur als Unterscheidung von andern, vom Genus Gut- dessichel überhöhter, geharn. geb. Arm. in d. Faust einen
keled abgestammten Geschlechtern verliehen worden Krummsäbel, mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: Der
3ein.
Arm. — Deckon: bg. — rs.
Woher der Vogel (vereint mit dem Stammwappen Altes Geschlecht des Säroser Ütts, noch gegenwärtig
wie auch ohne Stammwappen, also selbständig geführt), (oder bis vor Knrzom), im Besitze v. „Kaszlavicz"
gekommen, sind wir heute noch nicht in der Lage an- im genannten Ctte. welche Ortschaft, das vorstehende
eben zu können. Sicher ist es nur, dass derselbe, von
S [itgliedern v e r s c h i e d e n e r Linien der Räksay geführt
wurde. Man vergleiche übrigens, den Stammbaum die-
Geschlecht, nebst Gerält, Abrän u. Läpos, seit d. Mitte
des XV. Jh., (bezw. seit 1427) inne hatte.
ses Geschlechtes, bei Nagy Iv. (IX. 035—636) mit den Andreas, Sohn des Stefan, tritt 1466 anf F. Kaszla-
hier vorstehenden Wappen- und Siegel-Daten. — Andreas vicz u. Abränfalva nrk. auf: Josef Kaszlaviczky, erscheint
und Nikolaus, Söhne des Johann Räskay v. Räska, neh- i. J. 1828 als Oberstulrichtor v. Säros.
men den Namen und das Wappen ihrer Mutter, Marga- NB. Auch dicBes Geschlecht, muss einstmals ein ande-
retha Soös de Sovär, als „Sota de Räska- auf and sie- res Wappen geführt haben.
gelt der Erstgenannte, sub d. 1592 mit einer aus einer (Siegel d. d. 1656 mit Init. des Stefan Kaszlaviczky
Blätterkrone wachsenden gehörnten Jungfrau, mit in d. v. Raszlavicza. — Fejerväry Carol., Wapponmscr. im
Hüften gestemmten Armen. Vergl.: Soüs de Sövär. Nat. Mus. BPesth. - N. J. IX. (»89-642).

Uradeliges Geschlecht aus Nagy- und Kis-Räska im


Rasztöcxky alilcr »emieni. (Taf. 884).
Zempliner Ctte stammend, woher es seinen Namen u. das
Prädikat herleitend, bereits mit Loränd I. (1340), Sohn W a p p e n : In B. aus gekr. gr. Dreiberge wachsend
des Vitas, unter diesem Namen anftritt und nocli i. J. ein g. Greif, in d. erhobenen Rechten eine gr. bestengelto,
1478 auf Räska urkundlich genannt erscheint. Die Räs- gr. beblätterte r. Rose haltend. — Kleinod: Der Greif. —
kay, welche im Jahre 1691 mit Stefan dieses Namens, Decken: bg. — rs.
erloschen sein dürften, leiten ihre zweifellose Dcscendenz Adels- n. Wappenbriof v. König Ferdinand IL, d. d.
vom Genus Guthkeled ab, gemeinsam mit d. Geschlech- 25. Febr. 1625 (kundgemacht: Trontschin, Trontschinor
tern: Amade, Bachkay, Bäthory de Somlyö, (Bogdäny?), Ctt, 1. J.) für Georg Domicni aliter Rasztöczkv.
Buthkay, Chatäry, (Czibäk de l'alotu ?), Darrtczy do (L. C.).
Dercgnyö, Dorog do Dob, Güthy, Jakcs do Kusalv.
Kis-Varday, Kfin de Rosäly, Mälczav, Marczalthüi, Mark'y,
Maröthy, Urszäg de Güth, Rosäly, Sändor do Buthka, RatcHicN. (Taf. 385).
Tegzes de Anarcs, (Vas do Gyalu?), Zalay de Csatär,
W a p p e n : In B. auf gr. Bodon oin in d. rechten
Zelemery, Zokoli de Kis-Värda, u. m. a.
Oborecke v. einem Bochstrahligon Sterne, in d. linken lOcko v.
Johann Käskay, tritt 1474 als Viccgespan v. Ungvär einer Mondessichol bogloitotnr, r. bckl. Mann mit hohen
auf und erscheint das vorstehende Geschlecht, 1480 auch g. Stiefeln, Kalpag u. umgilrtoter Säbelscheide, in d. er-
im Szabolcser Ctt. hobenen Rechten einen Krummsäbel mit Parirstange hal-
UNGARISCHER ADEL. 535

tend, die Linke in d. Hüfte gestützt. — Kleinod: Der Räthonyi v. XagJ - Räthony u. AdorJ&n.
Mann wachsend. — Decken: rs. — bg. (Taf. 38">).
(Siegel d. d. 1778 des Alezander Ratesics, Geschwor-
ner des Zalader Ctts. — Gemaltes Todtenwappen). Wappen, a): In B. aus g. Blättorkronc ragend, drei
gr. bestengelte r. Rosen. — Kleinod: Zwischen offenem
±t Finge ein geharn. geb. Arm, in d. Faust ein Schwert
Rath, I. (Taf. 385). haltend, dessen Spitze mit einem schnarrbärtigen, vom
W a p p e n : In von R. und S.? gespaltenem Schilde Rumpfe getrennten Türkenschädel besteckt erscheint. —
•orne ein mit zwei w. Lilien belegter r. Raiken, hinten Decken: bg. — rs.V
anf spitzem Dreifelsen ein aufspringender Hirsch. — (Siegel d. d. Szathm:ir, 1715 mit Init., des Georg
Kleinod: Der Hirsch wachsend. - Decken: bg. — rs. Räthonyi).
(Nach der sehr unverständlichen Blasonirang von NB. Dies scheint zweifellos das r i c h t i g e Wappen der
N. J.). Räthonyi v. Nagy-Rüthony, der vorstehende Siegler Georg
Adels- n. Wappenbrief v, König Rudolf, d. d. Prag, aber, eine und dieselbe Persönlichkeit mit jenem Georg
1. April 1599 {kundgemacht: Pressburger Ctt, feria sec. gewesen zu sein, welcher Elisabeth Szathinäri-Kiraly znr
proz. post fest, beatae Elisabethae viduae 1000) für Ehefrau gehabt nud als dessen Vater, Franz III., genannt
Valentin u. Martin Rath, in Anbetracht erworbener Ver- erscheint, der im Jahre 1697 nrk. auftritt. (Vcrgl. N. J.
dienste vor d. feinde, sowie für d. Ehefrau des Erstge- IX. 652). Dagegen dürfte jenes Wappen, welches Magyarorsz.
nannten, Rosina Mauroch sammt Töchtern Sulie n. Anna csal. anf Pag. 653 seines IX. Bandes aufführt, falsch —
nnd für d. Ehefrau des obigen Martin, Rosina Ruder- oder aber, einem von dem hier in Behandlung stehenden,
atorfer. gänzlich verschiedenen Geschlechte angehört haben.
Pressburger Adelsgeschlecht, dessen eingehende Ge- Wir wollen dasselbe indessen. der Vollständigkeit
nealogie bis zur jüngsten Zeit (bezw. bis 1845) in Magya- halber, hier wie folgt blasoniren: In einer Spitze mit
rorsz. csal.. veröffentlicht wurde. eingebogenen Seitenrändern, welche beiderseits v. je einem
(N. J. IX. 642 - 644). Adler begleitet erscheint, — über n. Boden auf einem
Rosse scheinbar sprengend ein Ilasar, in d. erhobenen
Rechten einen Krummsäbel. mit d. Linken d. Zügel hal-
Rath. II. (Taf. 385). tend. — Kleinod: Zwischen offenem Fluge, der llusnr.
Altes Geschlecht der Ctte v. Szatlunar u. Ugocsa,
W a p p e n : Gevicrtct; 1 u. 4 in von f f und S. ge- ursprünglich ans Räthony im Krasznaer Ctte stammend, wo-
teiltem Felde eine Lilie in verwechselten Tinkturen; selbst dasselbe, bis zum XIV. Jh., erbgesessen gewesen ist.
2 u. 3 dnreh eine g. Blätterkrone gesteckt, in B. zwei
Uber einen Krummsäbel mit g. Parirstauge gekreuzte, Stefan Räthonyi, tritt am 1380 in Räthony auf.
gerade Säbel auf gr. Dreiberge. — Kleinod: Zwischen Derselbe hatte die Söhne: Thomas u. Benedikt, welche
offenem Fluge ein gekr., s. Löwe wachsend, in d. erhobenen 1413 nrk. genannt erscheinen. Waren auch seit 1487 in
Rechten die Lilien der Felder 1 n. 4 haltend. — Decken: Adoijän. Szathmärer Ctt, begütert.
# s . - bg. <N. .1 IX. 644-65." und 850. - Dr. Csänki Desö,
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1792 Magyarorsz. tört földr. BPesth, 1890;.
für Augustin Kath.
(Adami. Scuta Gent., Torno X.). Rüth; v. Rät Ii. (Taf. 385).
W a p p e n : Auf n. Boden gegen einen mit Früchten
Genna Rathold. (Taf. 885). u. Blättern behangenen Rebenstuck anspringend, ein Bock,
d. Hals v. vorne durchbohrt v. einem getlitschtcn Pfeile. —
W a p p e n : In R. ein g. Lindcnblatt. — Kloinod: Kleinod: Der Bock wachsend.-
Das Lindenblatt, besteckt mit einem Pfauenbusche. — Aus Kis- und Nagy-Räth (Rüd) im Ungvärer Ctte
Decken: rg. stammendes, altes, mutlnnasslich erloschenes Geschlecht,
(Siegel d. d. 1347 mit voller Umschrift des Oliverus. welches auch in d. Ctten v. Bereg u. Ugocsa anzu-
Sohn des Mathias, Sohn des Roland de Genere Rathold. treffen war,
Nach d. Orig., siehe: Rajcsanyi Ad. Siegclcopien. Mscr., Baläs liiitbv (Räatliy) de Rath, tritt 1391 als liomo
im S. A. BPesth). regius des Beregur, Michael aber, in gleicher Eigenschaft
Vom vorstehenden Genns. welches bereits zu Beginn u. in demselben Ctte, i. J. 14.V1 arkuudl. auf.
des XIII. Jabrhundcrtes in Ungarn urkundl. aaltretend, — Im Jahre 1630 erscheint Sigismund de 1,'üth. mit
nach den Chronisten, aus Italien eingewandert, nach meiner der Ehefrau Magdalena Hanffy v. Nagv-Mihäly und tref-
eigenen Meinung aber (worauf der .Lindentypus* sowie fen wir sub d. 11198 Georj: v. Räty, als Vicegespan des
der Name weisen würden), in Deutschland seinen allerersten Ungvärer und wieder einen Georg (denselben V; v. 1712—
Ursprang gehabt haben (woselbst, auch noch sab d. Augs- 1714 als ersten Yicegespan v. Ugocsa an, sowie Gregor
burg, 1488 ein sicherer Erhart Ratdolt urk. genannt er- Räthy. sub d. 1717 als Vicegespan v. Bereg.
scheint ec.), und dann erst nach Italien eingewandert Sigmund Räthy (der obige?) siegelt i. J. 1686 mit
sein dürfte, — leiteten (bezw. leiten) ihren Ursprung ab. die einem Hirschen, welcher irrthiimlich. wohl aus dem .Bocke-
Geschlechter: Elefsintliy ?, Feledy, Gyulaffy de Kaza, Gyu- entstanden gewesen sein durfte.
laffy de Räthüth. Jolsvay (Ilsvay), Rakas de Kaza, Käpo- (Siegel d. d. 169S mit init. des obigen Georg v.
lyay (de Kapla. Kaplyay), Loräntffy de Serke. Päsztrthy, Räthy. — Lehöczky T., Beregvarin. Mnnogr. — N. J.
Paxy de Pükos. Putnoky, Rsiday und Thary. IX. 653. — Dr. Os'änkv Dezsö. Magvarorsz. tört. földr.
Diese, welche alle u. ausnahmslos, den Lindenblatt- BPesth, 1890 .
typus, vom XIII. Jahrhundert an begonnen, ununter-
brochen in ihrenWappen führten (bezw. führen), sind mit Rii11ta.v. siehe: Ruttknj.
Ausnahme der Putnoky und der nunmehr im Grafenstande
blühenden Räday, erloschen. Nicolaus, tritt 1255; der Ruthay. (Tat. 385..
Palatin Roland, sub d. 1255, sein Sohn Mathias aber,
i. J. 1281 urkundlich auf. W a p p e n : In B. über gr. Boden auf w, Rosse mit
(A. Rathold Nemzetseg Czimere. Turul, 1890. I. gr. Decke scheinbar reitend, ein Mann mit g Rocke a.
24—30 mit reichen Literaturverwcisenl. Stiefeln, r. Hose, Pelzkalpag mit r. Sacke und gr. Gürtel,
536 UNGARISCHER ADEL.

in d. erhobenen Rechten einen Krummaäbel mit g. Parir- v. der genannten Veste vertreibt u. sub d. 1603 die Bai-
stange, mit d. Linken d. Zügel haltend. — Kleinod: Der zen schlägt.
Hann des Schildes wachsend, hier mit d. Linken einen Am 7. Sptbr. 1604 erhält Melchior Rätky, in Boiner
Tom Rnmpfe getrennten, schnurrbärtigen Türkenschädel Eigenschaft als Obercapitän des Körinender Districtes,
beim Schöpfe haltend. — Decken: bg. — rs. eine königl. Donation. Es erhalten ferner: Melchior v.
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. Rätky (der Vorstehende VI Vice General an den Kiuiisaer
July 1769 für Peter Bätkay. Grenzen, am 6. July 1620 und Daniel v. Rätky, Mit-
Gömörer Adelsgeschlecht. Hierher gehört: Paul v. unturzeicliner des Szathinürcr Friedensvertrages (dieser
Bätkay, in F. Regmecz wohnhaft, i. J. 1886 Geschwor- am 1. Oktober 172J), königl. Donationen. — Georg II.,
ner. v. 1839—1842 aber, Oberstulrichter des Abaujer Otts. Rätky, Oberst des Franz ßäküczy. tritt 1707 (in gleicher
Stelan Bätkai (ob aus dem vorstehenden Geschlechte ist Eigenschaft), in französische Dienste.
mir unbekannt), tritt v. 1488-1490 als Vicegespan v. Die noch gegenwärtig jenseits d. Donau (Oedenburg,
Abauj, urk. auf. Eisonburg ec.) blühenden Barthodeiszky de Rätk et
(Coli. Herald. Nr. 118. — Bartholomaeides. Not. C. Salamonfa, nrspriinglich uns Böhmen stammend u. ein
Gömör. 145. — Dr. Csänki Dezaö, 31. Tört. földr., 1890. von dem jetzigen, gänzlich verschiedenes Wappen einBt
Pag. 231). führend (vergl.: „Barthodeiszky" in diesem Werke, sowie
im Supplemente), erhielten v. König Josef IL. sub d.
Oktb. 1782 einen neuen Wappenbrief, worin ausdrücklich
Ratk». (Taf. 885). hervorgehoben erscheint, dass in Ansehung, dass das Ge-
schlecht „Bätky de Salamonfa" im Maimesstamme er-
W a p p e n : In B. aus gekr. gr. Hügel wachsend ein loschen, — Name, Prädikat, Grundbesitz u. Wappen (wie
doppelschwänziger g. Löwe, in d. erhobenen üechten hier sub a.) blasonirt), auf das Geschlecht liarthodeiszky
einen Krün,msäbel mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: übergehen. Es dürfte sich der betreffende Passns des Di-
Zwischen rechts von B. und G., links von S und B. plomes, jedoch nur auf eine Linie bezogen haben, da ein
geteilten Hörnern, ein fl: Bär wachsend. — Decken: Geschlecht Bätky de Salamonfa, welches sich vom Ein-
rs. — rb. gangs erwähnten Melchior ableitet, noch gegenwärtig in
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1716 Oesterreich-Ungarn blüht, namentlich mit dem derk. k. Ge-
für Martin Batkö. neralen Alexander ß. v. S„ dem kön. Rath im Wiener Beichs-
Gömörer Adelsgeschlecht. Martin Batkö, tritt v. archivo, Emil, sowie mit Alfred Bätky v. Salamonfa, ec.
1835—1849 als Notar des genannten Ctts auf.
(CoU. Herald. Nr. 469). (WuTzbach Dr. C. v., Biogr. Lex. XXV. 1 9 - 2 1 . —
N. J IX. 655. - Barthodeiszky Arch. — Geneal.
Taschenb. Brünn, 1882. Pag. 407—408).
RutköTBEky. (Taf. 885).
Rulold, siehe: Genus Railioltl.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r gekl Mann Rütoiiyi. siehe: R ä t h o n y i .
mit Pelzkalpag sammt r. Sacke und hohen g. Stiefeln,
in d. erhobenen Bechten drei Weizenähren, in d. Linken Rattkar v. Nagj-Tliäbor. (Taf. 386).
eine b. Traubenfrucht haltend. — Kleinod: Doppelschwän- Wappen, freiherrl : Geviertet von R. und JJ mit
ze ger Löwe wachsend, in d. erhobenen Beeilten ein Pflug-
«isen haltend. — Decken: bg. — rs. b. Mittelschilde, worin ein Ziehbrunnen ans w. Backstei-
nen, mit einem Holzamper; dann 1 u. 4 ein dreimal ge-
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl IIL, d. d. 21. zinnter w. Thurm mit offenem gewölbtem Thore und je drei
Oktober 1714 (kundgemacht: Neutraer Ctt, feria quarta (2, 1) Schiossscharten; 2 n. 3 ein g Greif, in d. erhobe-
post Dominicam P. Penthccostea) für Stefan Batkovszky nen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange haltend. —
mit d. Söhnen Johann u. Michael. Kleinod: Der Greif wachsend, hier gekrönt. — Decken:
Adelsgeschlecht d. Ctte v. Neutra u. Gran. rsttgr. — ösbsJJ.
Adelszeugniss v. Neutraer Ctt, d. d. 22. Febr. 1826 Altes, aus Kroatien stammendes Adelsgeschlecht, im
(kundgemacht: Graner Ctt, 21. März 18331 für Paul Mannesstamme erloschen mit Josef oder mit seinem Bru-
Batkovszky, Beamter des Erzbischofs v. Gran. der Johann, beide Grafen Rattkay v. Nagy ThtVbor, welche
Hierher gehört auch der k. k. Bittmeister Stefan 1750 noch lebten.
von Batkovszky (und nicht •jBakovszky", wie von ver- Donation auf d. Burg N. Täbor u. auf Gyürketincz,
schiedenen Seiten her, bisher wiederholt angegeben wurde), v. Johann Corvinus, sab d. 1002 für Paul Battkay.
welcher i. J. 1779 bei Halberschwerdt, den Heldentod Bekräftigung dieser Donation, v. König Uläazlü II.,
fand. sub d. 1504.
(N. J. IX. 654- 655. — Wurzbach Const. Dr. v., Der vorstehende Paul, Hauptmann des Johann Cor-
Biogr. Lex.). vinus, starb i. J. 1503, u. wurde zu Lepoglova begraben.
Freiherren stand, d.d. 1559 für Peter Battkay v. Nagy-
Ratky v. Xalamoul'a. (Taf. 385). Thäbor.
(L. B. Nr. I. fol. 172).
W a p p e n : In B. auf g.Blätterkrone ein geharnisch- (irafenatand, sub d. 1687 für Sigismund B. v. N. T.,
ter, linksgekehrter, im gebogenen Gelenke mit fünf Pfauen- Oberst.
federn besteckter Arm, in d. Faust einen Streitkolben Georg Freiherr Battkay (BAtlikay v. Nagy-Thäbor),
haltend. — Kleinod: Die Pfauenfedern. — Decken: bg.? Domherr v. Agram, tritt als Geschichtsschreiber anf und
Wird auch geführt: In B. auf g. Blätterkrone zwei gab i. J. 1652 ein Werk i. Druck heraus.
geharnischte, auswärtBgekebrte, gebogene, an d. Ver- Erscheint auch: Batthkay, Räthkay, Rätkay ge-
dniguiigssteile d. Oberarme mit fünf Straussenfedera schrieben.
besteckte Arme, je einen Pfeil in d. Faust haltend. (Gemaltes Wappen d. d. 1649 mit eigenhändiger
Altes ungarisches Adelsgeschlecht, welches seinen Unterschrift des GeorgiuB, Lector Zagrabien. et Can. de
Namen vom Praedium Rätk im Zalader. sein Prädikat Nagy-Thabor. Zicby-Album, Wappemnscr., aus d. XVI.
aber, von Salamonfa im Oedenburger Ctte hergeleitet hat. u. XVII. Jh., im Besitzo des Gf. Eugen Zichy. — N. J.
Als eTstbekannter Ahnherr erscheint Melchior Bätky IX. 655—659. — Figurengrabstein ohne Wappen, des
genannt, 1591 und auch noch i. J. 1600 Capitfin v. Kis- Peter Rätkay, in der Kirche v. Dnbica in Kroatien
Komärom, welcher im letzgenannten Jahre, die Türken XVI. oder Anfang dee XVII. Jb.!.
UNGARISCHES ADEL. 537
Rallkay, siehe: Ratkay. 1743 f 20.0ktob. 1817), wird alB der Gründer der ungar.
Linie dieses Geschlechtes angesehen, welche noch gegen-
Ratuit d e SoucheN. (Taf. 386). wärtig in Siebenbürgen domicilirt.
(Zacharias Rartsch, wie oben. — Viele Siegel. —
W a p p e n : Geviert et mit Mittelschild, darin?; dann M. N. Zsebk. I. 1888. 518-519).
1 n. '1 ein Adler; 2 n. 3 drei ? Straussenfedern.
(Nach der mangelhaften Blasonirung von N.J. X. 318
weshalb nur mit Vorsicht aufzunehmen). Ranch v. JSyök. (Taf. 386).
Stammen aus La Rochelle u. waren v. altem, wenn W a p p e n : in B. auf gr. Boden ein laubumgürteter,
auch kleinem Adel. — In Mähren, besass die Familie die laubbekränzter wilder Manu in d. erhob. Rechten ein zur
Horrschaften Jaispitz, Hosting u. Platsch im Znaimer Hallte abgebrochenes Schwert beim Griffe gefasst mit d.
Kreise. Die lauge geglaubte Sage, der Vater des Feld- Spitze nach abwärts senkend, d. Linke in d. Hüfte ge-
marschalls Souches sei ein Pustetenbäcker gewesen, hat stützt. — Kleinod: Der Muiin wachsend. — Decken: bg.
sich später als ganz unbegründet erwiesen. Dieses, in Gemaltes Wappen. - Rajcsänji, Wppmscr.).
der zweiten Hälfte des XVII. Jh. erloschene Geschlecht, W a p p e n , freiherrl.: Gevi>-rtet von U. nnd W. mit
ist nicht zu verwechseln mit den aus dem Bourbonnais d. Stammwappen wie vorstehend als Mittelschild u. mit
stammenden „de la Suuchc de Saint Angustiu." Die einer eingepfropften r. Spitze mit eingebogenen Seiten-
dritte Tochter des Karl Josef Graf v. Souches, Maria rändern, worin ein Pelikan im Neste, mit d. Schnabel
Antonia (geb. 1683 f 1750), war vermalt mit Leopold seine Rrust ritzend u. mit d. heraustropfenden Rlute drei
Graf Pülfl'y v. Erdöd. f 1720. Junge atzend; dann 1 u. 4 ein r. Greif, zwischen den
Ungar. Indigenat d d. 1649 — Gesetz Art. 101 — Vorderkrallen eine v einer fiinl blättrigen g. besamten r.
für Ludwig (Ratuit; de Souches, k. k. Oberst. Rose überhöhte w. Säule haltend; 2 u 3 in mit einem
Graf Ludwig de Souches, tritt 1664 ec. als Oberst, tt Balken belegten Felde, ein beblätterter Rohrkolben. - -
Kämmerer u. Geh. Rath anf. Drei Helme: I. Der Greil' wachsend. — Decken: rg. —
(Siehe die Genealogie dieses Geschlechtes: Zedier, II Zum Stammwappen. — Decken: bg — III. Doppel-
Universal-Lexicon, 38. P. 1003 ff. — Herald. - geneal. schwänziger g. Löwe wachsend, in d. erhobenen Rechten
Zeitschr. 6. 1873. III. 115--116. — N. J. X. 318. einen g. Streitkolben haltend. — Decken: JJs.— Schild-
„Souches"). halter: Zwei Bracken mit r. Halsband sammt g. Schnalle.
(Marsovszkv, Wappcnrnscr, im Nat Mus. BPesth).
Räly. siehe: Kfclhy. Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand I., im
XVI. Jh.
Külz. (Taf. 386). Freiherrenstand (ungar.) d. d. Wien, C. April 1763
für Paul v. Rauch, Oberst.
W a p p e n : Unter einem r. SchildeBhaupte welches In Kroatien domicilircndes Geschlecht.
mit einer g. Rose zwischen zwei s. Lilien belegt erscheint, Levin Freiherr v. Rauch (geb. 1819 f Aug. 1890),
in W., der Kopf u. llals eines # Rosses. — Kleinod: k. k. w. geh. Rath, St Stefans-Ordensritter u. Mitglied
Rechts von G. und R., links von t f und W. geteilte d. ung. Magnatentafel, war Ranus v. Kroatien-Slavonien
Hörner. — Decken: rg. — flw. u. Dalmatien. Aus seiner Ehe mit Antonie Gräfin Ser-
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. inage. entsprang der Sohn Göza.
1762. (L. R. 47. 5.— M.N. Zsebk., I. 408-409.).
(Coli. Herald. Nr. 541).
Itauuacker v. Jtauuack. (Taf. 386).
R u t e , siebe: K u c « .
W a p p e n : Geteilt und oben gespalten; vorne in B.
Rützkttvy, siehe: Raezkeovi. auf gr. Boden ein dreimal gezinnter w. Thurm mit offe-
nem Thore, hinten in R. ein doppelschw. gekr. g. Löwe
in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
Rauber v. PJankeuHlelu u. Marlstetteu. stange, in d. vorgestreckten Linken eine g. ROBB hal-
(Taf. 386).
tend; unten in S. auf n. Wellen ein v. einer g. Sonne
W a p p e n : in von W. und R. geviertetem Schilde und von einer 8. Mondessichel überhöhtes hölzernes Boot,
1 u. 4 ein einwärtsgekehrter, g. gew., t t Stier mit g. mit drei Masten und eben so vielen Segeln u. Wimpeln. —
Nasenringe und Flammenzungen aus Nase u. Ohren; 2 u. Kleinod: Zwischen offenem, rechts von W. und R., links
3 ein ß w , geschachter Schrägbalken. — Drei Helme: von R. und G. geteiltem Fluge, der Löwe wachsend. —
I. Der Stier des ersten Feldes. — Decken: Jfw. — II. Decken: bs. — rg.
W. gekl., gelbhaariger Engel mit r. Leibgürtel u. blossen Adels- u. Wappenbrief d. d. 15. Novbr. 1790 (kund-
Armen, mit d. Rechten eine g. Trompete zu d. Lippen gemacht: Krassöer Ctt, 14. Dezbr. 1807) für Wenzl
führend, d. Linke in d. Hüfte gestützt. — Decken: Raunach (oder auch „Kaunacher") v. Raunach.
|:s. — rw. — III. Flügel, gezeichnet wie dss dritte (L. R. Nr. 55 Pag. 364).
J eld. — Decken: rw.
NB. Zacharias Bartsch (Steiermärkisches Wappenbuch JCavaNz w. Aranyiuer». (Taf. 886).
d. d. 1561), bringt den Stierrumpf links gewendet und 2
Schräglinksbalken. Der mittlere Helm mit d. Engel, ist W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein gr. gekleideter
dort noch nicht vorhanden. Mann mit fr Pelzkalpag u. hohen Stiefeln, in d. er-
Uradel aus Kärnthen, dessen Stammbaum, ununter- hobenen Rechten ein Feuergewehr beim Mittelscliafte ge-
brochen biB zum Jahre 1370 hinaufreicht. fasst haltend, die Lin.ce in d. Hüfte gestützt. — Kleinod:
Rfreiherrenstand, d. d. Hagenau, 24. Dezember 1616 Gr. bekleideter gebogener, mit dem Gewehre bewaffneter
für Leonhard Rauber. Arm. — Decken: rs. — bg.
Wappenerweiterung (der mittlere Helm), d. d. 12. Adels- u. Wappenbrief v. Georg Räköczy I I , d. d.
April 1681 sammt Bekräftigung des alten Freiberren- 1. August 1U58 für MathäuB Ravasz v. Aranymezö v. der
standes für Veit Christof u. Otto Frhn. v. Rauber. Garde des reg. Fürsten, sammt Genossen.
Nikolaus Freiherr Rauber v. P. u. K. (geb. 14. März (R. A. BPesth).
IV. 15. 133
538 UNGARISCHER ADEL.

Räzgha. (Taf. 386°). Provisor. — Gemaltes Wappen. — Ctts A. Neutra, Pr. 75.
fol 230. Pr. 70. fol. 159, Pr. 79. fol. 114. Pr. 80. toi.
Wappon: Auf schrSgomBoden liegender Wolf, dessen 250. Pr. 82. fol 102 ec.).
Hals •. links oberhalb v. einem geflitschten l'feile durch-
bohrt erscheint. R c d c y . siehe: R h e d e ) .
Treutschiner Adelsgeschlecht, vormals (1748, 1755,
1768) oder aber auch noch zur liegen wart, in d. Ort- R e d l v. Rot (entlausen u. Ratiztiiia. (Taf, 387).
schaften Adam.'icz, Velcsicz cc., vorkommend. W a p p e n , adol.: In von B. und S. geviortetem
Der ref. Prediger Kiizglia. welcher i. J. 1849 als Schilde I i . 4 aus der Spaltung ragend ein g. Adler,
Opfer der Revolution, zu Pressbarg hingerichtet wurde, 2 n. 3 ein r. Balken. — Zwei Helme: I. G. Adler. —
war gleichfalls ein Mitglied des vorstehenden Geschlechtes. Decken: bg. — II. S. Löwe wachsend, mit Krummsäbel. —
Das oben blasonirte Wappen, ist mit Vorsicht auf- Decken: rs.
zunehmen. vAdami, Scuta X.).
(Rajcsänyi Ad., Siegel l'opien im R. A. BPesth. — W a p p e n , freiherrl.: Geviertet mit von B. und Si
N. J. IX. 665;. gespaltenem Mittelschilde, worin vorne aus d. Spaltung
ragend ein halber g. Adler, hinten ein r. Balken; dann
RFCÜCI«. siehe: R e c z e n . 1 von B. und Ö. geteilt; oben aus d. Teilung wachsend
ein linksgekehrter doppelschwänziger g. Löwe, unten eine
Recttey v. B i e s e . (Taf. 386'. g. besamte, st'chsblättrigc r. Kose; 2 u. 3 in B. aus n.
Wolken einwärtsragend eiu nackter gebogener Arm, in d.
W a p p e n : In geviortetem Schilde 1 n. 4 ein ge- Faust ein g. Füllhorn gestürzt haltend, aus welchem
harn. Mann mit Eisenhelm, mit d. Linken einen Speer Gold- n. Silbermiinzen zn fallen sdi inen; 4 in R eiu g.
schulternd, d. Rechte in d. Hüfte gestützt; 2 u. 3 ein Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g.
linkBgekehrter, geflügelter Drache. — Kleinod: Zwischen Parirstange haltend. — Drei Heimo: I. S. Löwe wach-
offenem Fluge der Mann wachsend. send, in d. erhobenen Rechten einen KrumniBäbel mit g.
Das vorstehende Geschlecht, soll nazh Kövary (Er- Parirstange haltend. — Decken: rs. — II. G. Adler
delv nev. csal. 219) auch „Boer* geheissen und v. Sig- wachsend. — Decken: bg. — rs — III Zwischen rechts
mund Bütliory den Adel erhalten haben. von R. und fj., links von B. und G. geteilten Hörnern
Stefan R&csey, tritt 1707 urk. auf. deren Mundlöcher mit je drei g. Weizenähren besteckt
Ein Nachkomme des vorstehenden Geschlechtes, war erscheinen, die Rose des Schildes. — Decken: rs. Schild-
Adam Recsey v. Reese lüohn des Josef, des Samuel des halter: Je ein w. Ross.
1750 f Stefan) geb. Särd in Siebb, 1775 welcher in Adelstand (österr.), mit _v. Pottenhausen" v. König
Folge des Maria Theresieu Ordens in den Freiherrenstand Maria Theresia, d. d. Wien, 17. Maj 1759 für Josef Redl,
erhoben, za Wien, am 26. Oktb. 1852 als Feldzeugmoister, k. Kamnierrath u. Direktor der Krongüter.
Regimentsinhaber ec. verstarb. Adelstand iangar.), v. König Maria Theresia, d. d.
Er war früher, auch Capitän-Lieutnaut der adel. ung. Wien, 15. April 1765 für d. Vorstehenden.
Leibgarde and vom 3. Oktb. 1848 an, durch kurze Zeit K. Donation in. Prädikat) „Rasztina" im Bäcsor
hindurch, angar. Ministerpräsident gewesen. Ctt, sab. d. 9. Dezember 1780 für Franz (Sohn des
(Undeutlich ausgeprägtes Siegel, welches mit Vor- obigen Josef), Hofrath cc.
sicht aufzunehmen ist. — N. J. IX. 666. — Siehe auch: Freiherrenstand d. d. Wien, 11. März 1808 für
Wnrzbach Const. Dr. v., Biegr. Lex. und Odescalchi und Emerich-Franz u. Ludwig-Ferdinand Redl von Rotten-
Csergheö, Gedenkblätter der kön. ung. adel. Leibgarde. hausen n. Rasztina.
Mscr., im k. ung. Gardearchive, Wien). (L. R. 62. 273. - M. N. Zsebk, I. BPesth 1888.
409-411. — N. J. IX. 671—673;.
Recsky v. Recbk. (Taf. 386;.
Redl, II. (Taf. 387).
W a p p e n : Linksgekehrter (auch gekrönter; Adler.
W a p p e n : In B. ein links oben v. einem seclis-
Altes Geschlecht d. Ctte v. Hoves and Külsö-Szülnok,
vom Orte Recsk im hier zuerst genannten Ctte, Namen straligen g. Sterne begleiteter, r. bekl., geb. Ann, in d.
u. Prädikat ableitend. Faust drei g. Weizenähren haltend. — Kleinod: Zwischen
Nikolans Recsky, wird 1447 als Ablegat v. Heves offenem f f Fluge, der Arm. — Decken: bg. — rg.
genannt; Stefan Recsky, wird in gleicher Eigenschaft, Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold II., d. d.
von Seite des Borsoder Ctts zum Iläkoser Landtag ent- 1790 für Franz Redl.
sendet. Georg Recsky, tritt 1082 urk. auf. (Adami, Scata Gent. Tomo X.).
... .• »
Erscheinen im XV. Jahrb., aach im Gömörer Ctte.
(Siegel dd. 1692 mit voller Umschrift des Georg and Redmeczy. (Taf. 387).
d. d. 1697 mit Init. des Johann Reeski. — N. J. IX. W a p p e u : In B. auf gr. Bodeu in n. Neste ein
667-668). links v. einer s. Mondessichel rechts v. einem sechsstraligen
g. Sterne begleiteter Polikan mit d. Schnabel seine Brust
Recxes. (Taf. 386.,. ritzend n. mit d. horaastropfendon Blute drei Junge
atzend. — Kleinod: Die Schildfigur, ohne Boden. —
W a p p e n : In R. auf n. Wellen eine in d. linken Decken: bs. — rs.
Oberecke v. einem sechsstrahligen Sterne begleitete Ente. — Adels- u. Wapponbriof v. König Ferdinand III., d.d.
Kleinod: Die Ente. — Decken: rs. Wien, 4. Maj 16.>1 (kundg.: Kaschau, Abaujer Ctt,
NB. Redendes Wappen. 10. Maj 1740) fiir Mihael Redmetzi, fiir seine Ehefrau
Mutmasslich erloschenes Geschlecht. Dorothea Hzokolia u. für d. Sohn Martin.
Sophie Csergheö de Nemes-Tacskiind, tritt in d. Das Biebnnbiirgische Geschlecht „Rodineczi do Szek"
Jahren 1649, 1651, 1654. 1657, 1659 u 1672 als Wittwe welches iin XVII. Jahrh., mit Johann, v. 1711—1715
des Stefan Reczes urk. auf. Sie war in erster Ehe ver- mit. Martin, Vicegospan des Dobokaer Ctts urk. auftritt,
mält gewesen, mit Georg SzölösBy' do Elefant. scheint anderer Abstammung gewesen zu sein.
'Siegel d. d. T'okav. 1WW mit Init. de» Paul RAcies, /Leg! C. dmpli E. v. Boos. - N. J. IX. 673).
UNGARISCHER ADEL. 539

R e d Witz. (Taf. 387). Adels- u. Wappenbrief r. König Franz I., d. d. 17915


für Andreas u. Jacob Behorovszky.
W a p p e n : In von W. und B. siebenmal geteiltem Nikolaus v. Behorovszky, tritt vor d. J. 1848 ur-
Sehilde ein r. Schrägbalken mit ein- nnd abwärts ge- kundl. aut.
bogenen Seitenrändern. — Kleinod: W. Einhornrnmpf. — (L. B.)
Decken: bw.
Uradeligcs nnd vornehmos, vormals reichsunmittel- K e i m a u . siehe: I l u j i u a n .
baros deutsches Adelsgeschlecht, in Baiern begütert.
Erich von Bedwitz, tnrnirt 938 n. 942 zu Iiottenbnrg; ein
andrer dieses Namens nnd Geschlechtes, erscheint 1485 anf Reisner. (Taf. 387).
dem Tnrnire zn Heilbron.
W a p p e n : In von G. und R. geriertetom Schilde
Von besonderem Interesse ist uns Nikolaus von Bed- 1 u. 4 ein scheinbar fliegender ff. Adler in d. Krallen
witz, Deutschordensritter, welcher früher als Capitän, einen Oelzweig haltend; 2 u. 3 ein in d. obern linken
dann aber id. i. von 1430-1435) als Banns von Szöröny (bezw. rechten) Schildesoberecke v. einem Bechsstraligen
urkundlich auftritt und welcher sich in einem eigenhän- g. Sterne begleitetes, einwärts aufspringendes w. Einhorn \
digen Briefe vom 18. July 1430 wie folgt unterschreibt: in d. vom Fussrande aufsteigenden w. Spitze, ein ge-
„Frater Nikolaus de Badewitz, Ordinis mariae Virginia stütztes, mit r. lioseu gefülltes g. Füllhorn. — Kleinod:
doinus iorosolimitani Preceptor, ceterorum fratrum predicti Zwischen offenom Fluge ein a. Löwe wachsend, in d. er-
Ordinis in Begnum Ilungarie missorum Banus Zewrinien- hobenen Rechten einen Krummaäbel mit g. Parirstango
sis, nec non l'amararum monete regalis Cibiniensis Cornea." haltend. — Decken: Jlg.-rs.
Ausführliches über das Loben und Wirken dieses
Adels- u. Wappenbriei v. König Leopold II., d. d.
Nikolaus, dessen Namen wir, dem damaligen Gebrauche
1791 für Caspar Reisner.
gemäss, bald Bedwitz oder Keddvitz, liadwycz oder Rade-
(Adami, Scuta Gent. Tom. X ) .
witz ec., geschrieben vorfinden, siehe: Pesthy Frigyes,
A Szördnyi Bänsdg. I. Pag. 276-279. II. Pag. 24 ec.
Reissuer. siehe: Rajsuer.
Vergl. auch: Liber Bcgius XV. 465, XVI. 13.
Wigandus von Bedwitz, Fürst-Bischof v. Bamberg, Reittiuaj er. (Taf. 3871.
stirbt am 20. Maj des Jahres 1556.
Alexander, ein Sohn des Georg Carl, Beichs- W a p p e n : In von B. und S. geviertetem .^childo
freiherren v. Bedwitz (vormal. k. k. Cavallerie-Offizier) 1 u 4 aut gr Dreiberge ein g. Löwe mit d. Vorder-
und der Petronella Dcssewily de Csernek et Tarkeö, ein mit Blumen gefülltes g. Füllhorn stürzend; 2 u. " ms rg.
machte in seiner Eigenschaft als 1848 49er Honved Schach wachsend ein £JF BOBS. — Kleinod: /.wischen
Husaren-Oberoifizier verschiedene Schlachten und Gefechte offenem, rechts von G. und B.. links von # und S. ge-
mit. Er war in erster Ehe vermält mit Georgine E"reiin teiltem Fluge, der Löwe des Schildes wachsend. — Decken:
Vfecsey v. Hajniicskeö und verheiratet« sich nach dem bg. Ös.
Ableben seiner ersten Gattin, wieder, mit Mathilde Gräfin
Adels- und Wappenbrief v. König Franz I.. d. d.
von Preysing-Lichtenegg aus Baiern. In Folge der Er-
1795 für Josef Reittuiaycr.
werbung der Güter Bozos, Sziirthe und Tegliis, wurde
(Leg. C.).
Baron Alexander Bedwitz Grossgrundbesitzer, nachdem er
sich bereits früher, das ungarische Staatsbürgerrecht er- Re)l*x, siehe: Raisz.
worben hatte und domicilirt derselbe gegenwärtig in
Szürthe. Er ist auch Mitglied der geologischen ßeichs- K c m c l i l i a / ; v. G i i r a h u u r z . Taf. 387).
anstalt. zu Wien.
Aus der besagten ersten Ehe. war entsprossen die W a p p e n : In von R. und B. gespaltenem Scliildo
Tochter Karola. Dame du aacre coeur zu BPesth: aus der ein v. Bieben (2, 2, 2. 1) g. Bienen überhöhter g.
aweiten Ehe aber, der Sohn Karl, gegenwärtig k. k. Hu- Bienenkorb. — Drei Helme: I. Drei bgb. Strauasen-
sarenlieutcnant der Reserve und Concipist im Kön. ung. federn. — II. B bekleideter gebogener Arm, in d. Faust
Honvedministorium, Alexander junior, k. k. Reserve-Lieu- einen Krumiusäbel mit g PariraUnge haltend. — III. Drei
tenant und Mario, Pensionärin des saerd coeur zu BPesth rgr. Straussenfedern - Decken: bg-rg — Schildlialtor :
+ und begraben i. J. 1885 cbcndortselbst. zwei a u B w ä r t s s c h a n e i i d e g. Löwen. — Wahlspruch: (mit
(Typaren u. Siegel. - Nürnberger Turnirbuch. Mscr. g. Lettern auf b. Bande,: Fidelitate
vom XVI. J h , mit eingemalten Wappen, im Besitze der Adels- u. Wappenbrief mit Umänderung des ererbten
Gymnasialbibliothek v. Miskolcz, gegenwärtig in Aufbe- Namens in „Bemekhilzy u. mit d. Donation u dem Prä-
wahrung bei Dr. Joh. Szendrei. — Portrait mit Wappen dikate „v. Gurahoucz-, d. d 20. .länn-r 1821 für die
(Kupferstich), des obigen Fürstbischofes Wigandus. — Pesther Bürger u Geschwister: Karl, Josef u. Johann
Beck-Widmanstetter, Oeber Archive in Kärntben. Bam- Bemold.
berger Akten - Siehe auch: Gothaer geneal. Taschen- Freiherrenstand österr.), v. Kaiser Kranz Josof I., d. d.
bücher der freiherrl. Häuser. - NB. Es existirt ein von Lukas 27. Juli 1854 für Josef BemekhÄzy v. Gurahoucz (geb.
Kranach gemaltes Rodwitz-Familien-Portrait.) 18031, welcher als letzter männli-her Agnate der frei-
lierrlichen Linie, als Dr Juris nnd d. Philosophie, Trnch-
lleer, siehe: Rex. aesa u Hofrath, am 28. Dezember 1861 zu Wien ver-
starb. Seine Gattin, war Josefa Freiin Dietrich von Landsee,
Reliorovszk.v. (Taf. 387;. aus welcher Ehe. der 1862 verstorbene Solm Otto, sowie
die 1848geborneTochter Anna Josefa entsprossen waren;
W a p p e n : In B auf gr. Dreiberge ein doppel- Letztere, die Ehefrau des Gustav Dürfeid von Welt u.
schwänziger g. Löwe in d. erhobenen Beeilten einen Lauenburg.
Krummsäbel mit g. Parirstango, in d. gesenkten Linken lM. N. Zsebk. I. 138Ö.I.
f ' •
einen schnurrbärtigen, vom Rumpfe getrennten Türken-
•chädel boim Schopfehaltend. — Kleinod: B. gekl. Mann Reüaud, (Taf.'387}.
wachsend, mit g. Gürtel und 1t Kalpag, in d. Beeilten
einen Säbel, in d. Linken eineu Türkenschädel haltend. — W a p p e n : Geviertet mit Mittelschild, darin zwei
Decken: hg. ab- und- aüswärtsgckehrte. von einem Fuchakopfe über-
540 UNGARISCHER ADEL.

liBhte Fucbsläufe; dann 1 u. 4 durch ein Kreuz geviertet j Repetzky genannt, welcher 1684 in Xcograd auftretend,
2 u. 3 ein aufspringender Löwe. vor dem Jahre 1711 verstirbt.
Wie zu Termuthen, französischen UrsprnngeB und frei- Sein Sohn Sigmund, erscheint gleichfalls in letztge-
lerrlichen Standes, nunmehr hei uns wohl schon er- nanntem Ctte, sub. d. 1720, 1730, 1735.
loschen. Samuel H L , Repetzky, ein direkter Nachkomme,
Ung. Indigenat d. d. 1715— Gesetz-Art. 135 — für stirbt i. J. 1841; Paul Repetzky aber, i. J. 1846.
Franz Renaud. (N. J. IX. 678 - 679.)
(Rajcsänyi Ad.. Siegelcopien. Mscr., im R.A. BPesth.)
ReKktf. (Taf. 388).
Rendel. (Taf. 387).
W a p p e n : In B. aus gekröntem Hügel wachsend ein
W a p p e n : In Ton R. undB. schräggeteiltem Schilde n. Hirsch, im Maule einen gr. Blätterzweig haltend. —
aus gekr. gr. Dreiberge wachsend ein doppelschwänziger, Kleinod: G. Löwe wachsend, ind erhobenen Rechten drei
gekrönter g. Löwe in d. erhobenen Rechten einen Krumm- w Lilien an gr. Stengeln haltend. — Decken: bg. - rs.
säbel mit g. Parirstange, in d. vorgestreckten Linken Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand I I I , d. d.
einen sechsstrahligen g. Stern haltend. — Kleinod: Zwi- Wien, 20. April 1640 (kundgemacht: Zcmplin, Zempliner
schen offenem JJ Fluge, der Löwe wachsend. — Decken: Comitat, 5. Dezember 1640) für Johaun llesko als Huupt-
ig. — bg. erwerber u. für Gregor, Emerich, Johaun u. Stefan Hesko
Adels- u. Wappenbrief v. König Josef IL, d. d. 1791 als Xebenerwerber.
für Josef Rendel. (Leg. C. Ctt. A. Zcmplin.)
(Adami, Scuta Gent, tomo X.)

Renkowezy. (Taf. 387). JU<-Htt-»:uHcI. (Taf. 388).

W a p p e n : In B. über n. Wellen scheinbar fliegend W a p p e n : Zwei aufspringende Löwen, der links-


eine r. gew. w. Taube, im Schnabel einen gr. Blätterkranz seitige überhöht v. einem scchsstraligen Sterne, welche
hatend. - Kleinod: DoppelBchw. G Löwe in d. erhobenen gemeinsam, ein rechts abflatterndes Bauner m.t d. Vorder-
Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, in d. vor- pranken halten.
gestreckten Linken eine Lanze haltend, auf deren Spitze Adelsgeschlecht aus I'ressburg u. Neutra, dann auch
ein mit Turban bedeckter, yom Rumpfe getrennter, schnurr- in andern Ctten, wie in Komorn u. Pesth ec., ver-
bärtiger Türkenschädel gespiesst erscheint. — Decken: breitet
bg. — rs. Adelstand v. König Rudolf zwischen d. Jahren 1570
Adels- u. Wappenbrief v. König Mathias, d. d. Wien, -1604.
2. April 1618 für Nicolaus Renkovczky, für seine Ehe- Als erstbekannte Ahnherren, erscheinen: Moses u.
frau " Barbara Zalay n. für d Kinder Georg, Johann, Caspar Resö-Ensel, in d. Mitte dus XVII. Jh., und
Nicolaus, Martin. Catharina, Elislbet u. Barbara. wird der Stammbaum, von Seite des Moses (1640 Ge-
schworner v. Vajkaszfik), bis zur Mitte dieses Jahrhun-
(Nach d. Orig.).
dertes, ununterbrochen fortgeführt.
Rei>üK*y. (Taf. 38S|. (N. J. IX. 679 684;.

W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein gr. gekl. Mann Regie. siehe: R r z .


mit r. Leibgürtel. Pelzkalpag sammt r. Sacke u. JJ
Adlerfedern, sowie mit einem r. Bandelier, in d. Rechten Besiege*. (Taf. 388).
eine g. Krone, d. Linke auf d. g. Griff eines JJ Krumm-
aäbels gestützt haltend. — Kleinod: Pelikan im Neste, W a p p e n : In R. ein nach links aufspringender n.
mit d. Schnabel seine Brust ritzend und mit d. heraus- Wolf, im Rachen deB nach rückwärts gewendeten Kopfes
köpfenden Blute drei Junge atzend. — Decken: bg.—rs. einen Knochen haltend. — Kleinod: Die Schildfigur,hier
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. auf allen Vieren stehend. - Decken: rw.
Wien, 10. März 1632 (kundgemacht: Zipser Ctt., 5. Juny AdelB- u. Wappenbrief r. König Sigismund, d. d.
1. J.) für Michael Repässy. Znaym, Mähren, feria sexta prox. post festum Anunciationig
Szabolcser Adelsgeschlecht, noch vor kurzer Zeit, oder b Mariae Virginis, 1421 für Georg Reszegei, Hofdiener
aber noch bis zur Gegenwart, mit Grundbesitz dortselbst des Kanzlers Emerich Pälöczi.
domicilirend Hierher gehört: Michael von Repässy, 1846 Oliverus, Sohn des Peter und Peter Rezegei, treten
Major und Wachtmeister der kön. ung. adel. Leibgarde, 1298 vor d. Grossardeiner Capitel urk. auf.
1848 Husaren Oberst, endlich Revolutionsgeneral, welcher Das vorstehende Geschlecht, erscheint sub d. 1465
i. J. 1849 zu Szegedin verstarb. auf Reszege u. Börveje im Szathmärer, 1480 aber im
Es gibt verschiedene Geschlechter dieses Namens Biliarer Ctte.
in Ungarn. (Orig., im gräfl. Käroliyschen Archive. Das Facsi-
(Orig., im Besitze der Farn. Repässy in Nyiregyhäza, mile, im Kärolyi-Codex. — Feier, Cod. Dipl. VI. vol. 2.
Szabolcser Ctt. — Siehe auch: OdeBcalchi und C'Bergheö, Pag. 163).
Gedenkblätter der kön. ung. adel. Leibgarde. Mscr. imk.
ung. Gardearchive, Wien). K 6 t e > . I. (Taf. 388).

Repetzky. (Taf. 388). W a p p e n : Aus n. Boden sich erhebend, ein befruch-


teter n. belaubter RebeuBtock. —Kleinod: Adler wachsend.
W a p p e n : In B. auf g. Blätterkrone ein gebogener (Siegel d. d. l'azdics, Zempliner Ctt, 1707 mit Ini-
Arm, in der Faust einen Krummsäbel mit Parirstange tialen des Johann R^tliey).
haltend. — Kleinod: Der Arm. In BarabftB bei Käszony, Bereger Ctt, tritt Peter
Adels- u. Wappenbrief (erneuert) v. König Leo- Rethey, anb d. 1088 als Besitzer urk. auf; möglich, dase
pold I , für Samuel Repetzky u. für seine Söhne. der vorstehende Johann, zu demselben Geschlechte ge-
Wie zu vermuthen, von Kroatien her, in d. Neograder hörte.
Ctt eingewandertes Geschlecht. Georg Retoy, siegelt i. J. 1707 mit einem gekrönten
AIB erstbekannter Ahnherr in Ungarn, wird SamuelI., Adler. Es ist die Vermutbung naheliegend, daBB dieser
UNGARISCHES ADEL. 541
Georg, eines Stammes mit dem oben erwähnten Sieg- Umschr. des Franz uud d. d. 1785 des Simon Frhrn. v.
ler Johann geweson nnd dass derselbe, das Kleinod Revay. — Gemalte Wappen.)
seines Stamm Wappens als Schildflgnr gebrauchte, wie es Wappen, gräfl.: In R. aus gekr gr. Dreiberge wach-
in der nngar. Heraldik nicht selten verkam. send der Wolf wie vorstehend, hier begleitet v. Mondes-
(Siehe anch: Lehoczky T., Beregvärm. Monogr.). sichel n. Stern nnd drei w. Rosen haltend. — Kleinod:
Der Wolf. — Decken: rg. - Schildhalter: Je ein w.
Retey, II. (Taf. 888). gekl. Engel mit r. Achselschärpe.
NB. Gritzner Max, Grafen-Albnm) gibt an, dass dieses
Wappen: Sechsspeichiges Wagenrad. — Kleinod: Wappen, am 5. 1. 1804 gelegentlich d. Verleihung des
Mann wachsend in d. erhobenen 1.echten eine Streitaxt ung. Grafenstandes verliehen wurde.
haltend, d. Linke in d. Halte gestätzt. Aus d Szeremer Ctt. stammender Uradel, dessen Ahn-
Es treten nrknndlich anf: l-'ranz Retey, sab d. Erlau, herr Jakab Conies, im Anlange des XIII. Jh., urknndl.
1706 und Johann Retey, Euruczen Oberst, i. J. 1708. auftritt.
(Siegel mit voller Umschrift des vorstehenden Franz Wappenerneuerung v. König Ludwig II., d. d. 1521.
sowie des vorstehenden Johann Retey). K. Donation auf Süklabina im Turdczer Ctte. sub d.
NB. Das mehrspeichige Wagenrad als Schildllgar — in 1527 für Franz Revay.
d. nngar. Heraldik nur selten selbstständig geführt — war Neue Donation auf d. Burg Szklabiua, sub d. 1559.
das Wappen des Genus KAtä nnd einer Anzahl Ge- K. Donation auf d. Burg Blatnieza, sub d. 1560 für
schlechter welche von dem genannten Genus ihre Ab- d. obigen Franz.
stammung abgeleitet. Freiherrenstand. d. d. Uedenburg, 1635 fiir Ladislaus,
Stefan, Andreas, Johann u Nikolaus, Sühne deB Martin
R e t e y . III. (Taf. 388). v. der tiebosztoer Linie. (L. R. 8 103).
GrBfenstand, in d. 2. Hälfte des XVIII. Jh., fiir Franz
W a p p e n : In B. über gr. Boden auf f t Rosse, mit Frhr. y. Revay, k. k. Kämmerer.
eingelegter Lanze scheinbar gegen einen Mann auf w. Diese freiberrlichcu, sowie grälliehen Linien sind er-
Rosse i Türke) einwärtssprengend, welch'Letzterer gleich- loschen.
falls eine Lanze vorzuhalten scheint ein r. gekl Mann Freiherrenstand d. d. 1556 für Franz, Michael, Lau-
mit hohen g. Stiefeln nnd Pelzkalpag. — Kleinod: R. renz u. Johann Revay.
gekl Mann mit Pelzkalpag sammt r. Sacke, in d er- Grafenstand, d. d. 17. Juni 1723 für Peter Frhr. v.
hobenen Rechten ein Schwert haltend, d. Linke in d. Revay.
Hüfte gestützt. - Decken: bg. - rs Diese gräfliche Linie erlosch gänzlich, i. J. 1853.
Solle Retey (ob aus dem vorstehenden Geschlechte Blühen im P'reiherrenstanrie und im einfachen Adel-
stammend ist mir anbekannt), tritt im XVIL Jh, als die stande
Ehefrau des Franz Bnly: Judith Retey, zur selben (N. J. IX. 690- 721 u. 852. — M. N. Zsebk., 1888
Zeit, als Gattin des Martin Tornallyay anf. I. 411—413. — Dr. Jean Szendrei, Collection deBagues
(Siegel d. d. 1742 mit Init. des Ladislaus v. Retey . de Mad de Taraöczy. Paris, 1889. Pag. 169, 230).
R6Y«KZ v . K i ü l U l u d . (Taf. 388).
K e l j v. JKetliy, siehe: €iuzdu de Ret».
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein doppelschwän-
Rettegi v. K i « - R u d a k . (Taf. 388). ziger g. Löwe mit d. Vorderpranken ein Schwert mit g.
ParirBtange pfalweise haltend, dessen Spitze durch den
W a p p e n : in B. auf gr. Boden ein geharn. Mann Hals eines mit einem w. Turbane bedeckten, schnurr-
mit Eisenhelm, in d. erhobenen Rechten (oder Linken) bärtigen, vom Rumpfe getrennten Türkenschädels ge-
einen Krummsäbel, mit d. verstümmelten Linken (oder drungen erscheint. — Kleinod: Der Löwe wachsend. —
Rechten) ein r. Banner an d. Leib drückend. Decken: bg. — rs.
Aus Retteg in Siebenbürgen stammendes, dann auch Adelsgeschlecht der Ctte v. Szatbmär Ung. a. Zemplin.
in Kis-Budak, Dobokaer Ctt, vorkommendes altes Ge- Urban R6v6sz, tritt 1583 nrk. auf: Yalentin, i. J.
schlecht. 1859.
Valentin (Balint) de Retheg (Rettegi), tritt in d. Es gibt verschiedene Geschlechter dieses Namens,
ersten Hälfte des XIV. Jh., auf; Stefan I., Rettegi aber, welche verschiedene Wappen führen.
zu Beginn des XV. Jahrhundertes auf. (N. J. IX. 721-724).
Ladislaus Rettegi v. Kis-Budak, erscheint v. 1848
—1849 als Vicegespan des Koloser Ctts, nachdem er Revirzky v. Revisiiye. (Taf. 889).
früher, Stnblricbter v. Doboka gewesen war. W a p p e n , adeliges: In B. über gr. Boden auf w.
(N. J. IX. 684-690 und 851). Rosse sprengend welches mit einer g. bordürten r. Decke
überworfen erscheint, ein geharnischter, bespornter Mann
mit Eisenheline und drei r. Stranssenfedern, in der mit
R6vwy v. Nuklubiua u. Hlutuicza. (Taf. 388). einem Eisenhandschuhe versehenen Rechten einen Krumm-
W a p p e n , alteB: In B. ans g. Blätterkrone wach- säbel mit g. Parirstauge, mit d. Linken die j ± Zügel
send ein n. Wolf, mit d. Vorderläufen drei gr. bestengelte, haltend. — Der Reiter ist in der obem rechten Scbildes-
rwr. Kosen haltend. — Kleinod: Der Wolf wachsend. — ecke v. einem sechsstrahligen g. Sterne, in der linken
Decken: bs. Oberecke v. einer linksgekehrten s. Mondessichel begleitet
[Siegel mit Umschrift (bezw. mit Initialen) d. d. 1549 (kömmt anch in umgekehrter Ordnung vor). — Kleinod:
des Franz de R6vay, sowie Siegeld d.l596n. d.d. 1629.— Drei g. besaamte r. Rosen an gr. Stengeln, mit je zwei
Siehe auch: Rajcs:inyi, Siegelcopien Mscr. im R. A. gr. Blättern. — Decken: bs.
BPesth. — Die Tinkturen sind hier ergänzt, bezw. dem (Viele Siegel n. gemalte Wappen;.
Ireiherrl. Wappen entnommen nnd dürften mutmasslich ganz W a p p e n , freiherrliches, v. 1770: Wie oben; der
(oder doch theilweise) die richtigen sein], Mann ohne Straussenfedern.
NB. Als Kleinod, wurden ancli drei Straussenfedern (L. R. 48. 492),
benützt. Vergl. auch: Magyarorsz. csal. IX. 693. Wappen. treiherrliches v. 1773: Schild wie
Wappen, freiherrliches: Wie vorstehend. oben; der Reiter hier mit geschlossenem Visire, die
(M. N. Zsebk., I. 1888.411. — Siegel d. d. 1637 mit Gestirne in v« wechselter Reihenfolge. — Zwei
IV. 15. 133
542 UNGARISCHER ADEL.

Zwei Helme: I. Wie oben. — Decken: bg — II. Drei Kesegei, siehe: Reaxgey.
wbw. Straussenfedern. — Decken: bs. — Schildhalter: Je
ein auswärtsschauender g. Löwe. . Orig, Cap. A. Lelesz).
W a p p e n , gräfliches v. 1825: Dar Schild wie vor- Etliedci v. H i ü - i i l i e i l r . (Taf. 389. 390).
stehend. ist rot; der Reiter hier anf gr. Dreiberge und mit
weissen Helmfedern Kleinod: Drei w. Rosen. — W a p p o n , v. 1466: In B. zwei doppelschwänzigo r.
Decken: rs — Schildhalter: Wie oben. Löwen einen g. beäugten grauen Widderkopf mit beiden
Vorderpranknn an der Stirn u. hintern Kopfseite gemein-
(L. R. 65. 83 ; .
sam vor d. Mitte des Leibes haltend. — Kleinod und
Uradeliges und vornehmes Geschlecht des Arvväe Ctts,
Decken: Kein« verliehen
ans Revisnye stammend, nunmehr im einfachen Adels-
stände (bezw. auch iui Freiherrenstande), in mehreren Wappenbrief v. König Mathias, d. d. Dirtsgyör, 6. Fe-
andern Ctten blühend. Als erstbekannter Ahnherr, er- bruar 1466 für Johann de Naghrede, Bartholomäus und
scheint Hotimer, welcher in der zweiten Hälfte des XIII. Nikolaus de Zcntinartonrhedc. Demeter. Magnus u. Peter
Jahrhunderts lebte. Gleicher Abstammung sollen sein: v. Plcskocz.
die Furiän, Dc-dinszky, Matejecz cc. (Orig., Arcli. Rhedei im .Xational-Museum BPesth. —
Freiherrenatand. *d. d. Wien. 6. Novbr. 1770 für Karl- S. auch: A Nemcs Ks Grrtf Rh dei-Csal;id Egvik Czimere.
Emerich Reviczky v. Revisnye. Diese freiherrl. Linie ist ec. Turul, 18*6. II 83 8t .
erloschen. So siegelt sub d. 3. März 14«9 .Johann Rhudey, Vice-
Freiherrenstand, von K. Josef I , d. d. 28 Novbr. wajwode v SSinbb. H.A. BPesth 29527).
1773 — sainmt Bestätigung u. Vermehrung des alten Als urkundlich erwiesen vom Genus Aba abstam-
Wappens, für Johann Reviczky v. Revisnye, k. k General- mond, dürtteu die lihedei — zum Mindesten eine Zeit
feldwachtmeister. Diese Linie erlosch in Mannesstamme, lang. — ein Balken (ljezw. getlieiltes) Wappen oder
mit einem kön. ung. Honred-Oberlieutnant Baron Reviczky, aber ein Adlor-Wappen 'ähnlich wio die vom gleichen
in den 70er Jahren, welcher eine oder mehrere) Töchter ersten Ahnherren abstammenden: B-rthöthy Hedry, Kec-
binterliess. zer, Segnyey, Sirokay, Somosy ec.) geführt u. erst später,
Grafonstand, v. König l-'ranz I., d. d. Wien, 9. Sptbr. andere, in keinem Zusammenhange mit d. Genus Aha-
1825 für Adam Reviczky v. Revisnye. Staatsminister ec. Wappentypen stehende Blasos aufgenommen haben; das
Diese Linie erlosch am 1. Oktober 1S86 zu Genua, mit vorstehende Wappen v 1466 aber, wurde wohl nur einzig
Alexius Jusef Graf Reviczky v. Revisnye geb. 1849), ein u. allein von denjenigen Persönlichkeiten n. ihren directcn
Sohn des Grafenstanderwerbers Adam und der Sidonie Nachkommen geführt, denen das<s>-lbe (zweifellos in ganz
Baronin Szumlanszka. Aus der vorstehenden Ehe stammte neuer, d i. vom Stammvappen abweichender Conccption)
auch die 1838 gob. Tochter Ada. Klosterfrau der Saleri- verliehen worden war.
anerinnen in Wien, welche noch am Leben zu sein scheint. W a p p e n b): Anf n. Boden ein aufspringender oder
(N. J. IX. 7 2 4 - 7 4 0 . - M. N. Zsebk. I. Bl'esth. auch schreitender Löwe — Kleinod: Zwischen offenem
1888. 4 6 9 - 4 7 0 ) . Fluge, der Löwe wachsend.
(Siegel d. d. 1606 mit voller .Umschrift des Franz
Rhedei, Obergespan v. Neutra. — Arvner ^chlossarchiv,
H e y m a n n , siehe: K a j i n u u Xicol. v. Kubinyische Samml. 1.
NB. Es käme hier die Frage aufzuwerfen, ob der
K i t a v. K e m c s k d t . Tat'. 389;. Referent (Nicol. v. Kubinyi), auf den ihm zu Gebote
gestandenen gewesenen undeutlich ausgeprägten J| Siegeln,
W a p p e n : In B. aufgr. Boden zwischen g. Aehren nicht etwa einen Säbel wie Bub c.), übersehen hat?
stehend ein Mann mit r. Leibrocke, b. Hosen, g. Stiefeln. W a p p e n , c i : In B. auf gr. Boden ein doppel-
tX Pelzkalpag mit gr. Sacke, in d. erhobenen Rechten schwänziger, gekrönter g. Löwe, mit d. Rechten einen
eine bestengclte, beblätterte b. Tranbenfrucht, in d. gleich- Krummsäbel mit g. Parirstange sich durch d. Rachen
falls erhobenen Linken ein Weizenbündel haltend. — stossend. — Decken: J f g . — r s -
Kleinod: Der Mann wachsend. - Decken: bg. — rs. (Adami, Scuta Gent. tom. X. — Dasselbe Wappen,
Adels- u. Wappenbrief sammt der Donation Nemeskut, welches wir auf verschiedenen Siegeln des XVII. Jh . im
v. König Leopold 1.. d. d. Wien. 24. Oktober 1696. Reichsarchive BPosth antreffen, entspricht (nach M. Nemz.
Dieses Geschlecht, bewohnte u. bewohnt annoch, d. Zsebk., 1. P. 205) dem, dem Franz Rhedei u. seinem
Ortschaft Csejthe im Xcutraer Ctte. Sohne Franz. i. J. 1659 verliehenen Grafen-Wappen, all wo
(Nach d. Orig.). der Löwe jedoch (aus Versehen?! ungekrönt blaaonirt
erscheint).
Kii, (Taf. 389;. NB. Den Löwen 'auf einigen Rhedei-Wappen) betreffend,
meldet Andreas Komüromy iTurnl 1883p, dass der-
W a p p e n : In S. ein nach links gekehrter, vom Halse selbe, 1. Text des v. König Ferdinand IL sub d.
getrennter Mohrenkopf mit g. Stirnbinde u. mit einem Wien, 13. Juni 1659 dem Franz Rhedei v. Huszth
oberhalb der Stirnseitu befestigten g. Federbusche. — (gew. Fürst v. Siebenbürgen, Obergespan v. Bihar u. Mar-
Kleinod: Der Mohrenkopf sammt Rumpf, wachsend. — maros) u. seinem Sohne Franz verliehenen Grafenstanda-
Decken: (und s?). diplomes, vom Wappon dos sogenannten alten oder Szcnt-
Wappenbrief v. König Sigismund, d. d. Constanz, jöbi Franz Rhedei übernommen worden u. somit (wenn
24. März 1415 für Dominik Rez sammt d. Sohne Nico- auch vielleihht v. seinen dirocten Nachkommen), doch von
laus als Nebenerwerber. Siehe: Baröcz de Mellethc, — keiner andern Linie geführt worden war.
Haupterwerber. Entgegen dieser Hohauptung, hebt Turul (1886. II.
Ein Geschlecht Rtz (Reez) de Kärlö, tritt im XV. p. 84) hervor, dasa auch gegenwärtig noch, der Löwe in
J b . im liorsoder Ctte urkundl anf. Im XVII. Jh., kömmt d. Ilh&doi-Wappen (u. keineswegs der Schwan), v. Ab-
ebenfalls ein gleichnamiges Geschlecht im Trentschiner kömmlingen dieses Geschlechtes geführt wird. — Sicher
Ctte vor. dessen Adel i. J. 1612 dortselbst kundgemacht ist hier nur ein Moment, dass der Obergespan Franz (wio
wurde wir es ja hier sub b) gesehen, bereits lange vor d. Er-
(Orig.. im Nat. Mus BPesth). hebung in d. Grafenstand, d. i. bereits i. J. 1606 ein
Löwenwappen geführt, hat.
R 6 s . siehe:. S i e ö c » . W a p p e n d): Ein Schwan. — Kleinod: Geharniach-
UNGARISCHER ADEL. 543

ter, pfalwcise gestellter, Arm, in d. Fanst ein Schwert Rhedei. gewesener reg. Fürst v. Siebbonbürgen u. für
mit Parirstange aufrecht haltend. dessen Sohn Franz.
(Siegel d. d. 1634 mit voller Umschrift. — Ibränyi- (L R. 12. Nr. 225).
sches Archiv, zu Jenke bei Ungviir). Diese Linie, erlosch mit dem Erwerber, zu Huszth.
W a p p e n , e): Der Schwan wie vorstehend, hier auf am 11. Maj 1667.
einem Hügel stehend. — Kleinod: Dor Arm mit d. Grafenstand, d. d. Wien, 13. November 1744 für
Schwerte, hier mit d. Ellbogen auf d. Helmkrone gestützt Josef. Ladislaus u. Johann. Michael, Paul u. Sigmund.
und begleitet v. einem sechsstrahligon Sterne. Grafenstand, d. d. Wien, 18 Oktober 1808 für Lud-
(Siegel d. d. 1837 mit Init. des Michael Rhedei v. wig Rhedei v. Kis-Rh6de, k. k. Kämmerer a. stellvertr.
Kis-Rhede, Oberstuhlrichter v. Zemplin. — Ilorväth v. Obergespan, + 1831.
Pälöcz Arch.}. (L. R 62. Nr. 1099).
W a p p e n , f ) : Wie vorstehend, doch ohno Stern; das Dieses uralte, historische und vornehme Geschlecht,
Gelenk des Kleinodarmes besteckt mit einer Spitze [nach welches aus dem Heveser Ctte stammt und mit Franz
Komäroiny A. (Turul 1883) „oiu Pfeil"] welche spora- Rhedei ( f 1621) zu Beginn des XVII. Jh., nach Sieben-
disch, bei einzelnen Rhddoi-Wappen auftritt. bürgen kam, blüht nunmohr im einfachen Adels- und in
einer Linie, iui Grafenstande.
(Wappen der Julia Rhedei. — Siehe: Oetvösmii Die i. J. 1659 und 1808 in d. Grafenstand erhoben
Kiäll. lajstr. l'oharak, Asztalkeszletok, lf>.—Ebenso siegelt gewesenen Linien, sind gänzlich erloschen.
Paul Rhedei, sub d. 1695). Franz Rhedei der ältere, war, wie bereits hier be-
W a p p e n , g): Geteilt; oben das Helmkleinod wie rührt, von 1657—1638 regierender Fürst v. Siebenbürgen.
vorstehend, unten dor Schwan. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Mikö
(Wappen der Julia Grätin Rhedei. — Siehe: Ocstvösmü. Kis-Rhede v. Szent-Mürton-Rhede, welcher zu Ende des
Kiäll. lajstr. Poharak, asztalkeszletok. 1'ag. 21). XIII. Jahrhuudertes lebto.
(Turul, 1883. I. - Ibid., 1886. II. 8 3 - 8 1 , 186i
NB. Nichts anderes, als die Anwendung des in Un-
IV. 3. - und VIII. 189U. IL 83 - 8 6 . — Dr. Osänki
garn hie und da auftretenden Gebrauches, Schildfigur und
Desö. Magyarorsz. tört. földr. BPesth, 1890. Pag. 26, Üi.
Helmkleinod als einheitliche Schildesvorstellung zusam-
117 ec. — M. N. Zsebk.. 1888. I. 204-206. N. J. IX.
menzuziehen.
742-750).
Es soll der .Schwan'', nach Einigen u. insbesondere
nach Komäromy ;s. Turul, wie oben), die eigentliche u.
älteste Wappenfigur der Rhedei (u. z. ein weisser Schwan in K i i o H . 1. (Taf. 390).
grünem Felde) gewesen sein, wie auch alte Wappen-
ringo den vermeintlichen Erweiss liefern: wogegen ein W a p p e n : In von G. und geteiltem Schilde oben
anderer Autor, wie schon oben erwähnt, unbedingt d. zwei sechsstruhlige r Sterne, unten eine mit d. Hörnern
Löwen die Priorität u. die wichtigere Rolle einzuräumen nach aufwärts strebende g. Mundessichel. Kleinod: Flügel,
sich bestrebt. gezeichnet wie d Schild. — Decken: ftg.
W a p p e n , gräfl.. v. J. 1744: Geviertet von B. und (Leg. C . k k Adelsarchiv, Wien).
R. mit b. Mittelschilde, darin auf gr. Dreiberge ein u. Die Vorfahren der Rull, kommen unter d. Geschlech-
Schwan; dann 1. ein aus brennendem Scheiterhaufen tern der Reichsstadt Strasburg zu suchen; indessen treffen
Bich erbebender Phönix; 2 u. 3 ein geharnischter, gebogener, wir lianns Roll, bereits v. 1467—1471 als liürgermeister
aus d. Spaltung ragender Arm, in d. Faust einen Krnmin- v. Wiener-Neustaul an.
säbel mit Parirstange haltend; 4 doppelschwänziger, ge- Derselbe wurde sub d. Aachen, Sonntag Misericor-
krönter. g. Löwe, mit d. Rechten einen Säbel mit diae i486 v. Kaiser Friedrich IV., in d. Stand der
Parirstange sich durch die Brust zu stossen scheinend. — rittermiissigui Kdelleute des h. rüm. Reichs und d. Erb-
Drei Helme: I. Der Phönix. — Decken: bg. — II. Der lande erhoben, und ihm das alte Wappen (wie oben)
Arm. — Decken: bs. — III. Der Schwan. — Decken: rs. bestätigt.
[Nach d. Orig.-Dipl., siehe: M. N. Zsebk. I. 205. — Dieses Johanns (..Joannes roll de argetina") Khefrau,
Reichenau (Gr. Siebmacher, Siebb. Adel, IV. 12. I. Taf. war Anna, welche M71, die aseesiüis diii, an Wiener
12), bringt ein Graf Rhfdei-Wappen, welches in grossem Neustadt verstarb, wie auf dorn im Dome der genannten
Ganzen mit d. vorstehenden Bloson übereinstimmend, Stadt noch bis zur liegenwart erhalten gebliebenen Grab-
mitfolgcndo Abweichungen aufweisst: Feld und Helm- stein (mit dem völlig gleichen Wappen wie obeuj zu er-
kleinod I. enthalten einen Adler u. Keinen Phönix; sehen ist.
die bewaffneten Arme von Feld 2 u. 3, sind rechts- fSiehe auch: Herald, geucal. Zeitschr. Adler., Wien,
gekehrt: der Löwe von Feld 4), hält in d. erhobe- I. 1873. III. 3 4i.
nen Rechten ein Schwert, ohne Ktwas damit zu durch- Wolf u. Renedikt die Rollen, Gebrüder, bitteu subd.
stechen. Es beruhen diese Differenzen auf Irrthum, wie wir 1541 um Coiiflnuuiion des obigen Wappens sowie um Adcls-
ja wissen, dass es im Interesse dor Wissenschaft geboten freiheit und wird ihnen diese Bitte, i J. 1543 gewährt.
erscheint, alle Reichenauschen Berichte, nnr mit der Derselbe Benedict, war 1555 Stadtrichter, in d. Jahren
grössten Vorsicht aufzunehmen. | 1565 u. IÖI'IO aber, liürgermeister v. Wiener-Neustadt.
W a p p e n , gräfliches v. J. 180 S: Geviertet von R. tHöheiins Chronik v. Wiener-Neustadt).
und B. mit g. Mittelschilde wie oben; dann 1.) wie oben; Nagy Jvän. führt dieses Geschlecht (IX. 750-751),
2) eine Mittagssonne; 3) der Arm wie oben; 4) Der Löwe unter den „Rholl v Udvarnok" an uud scheinen diese
wie oben. — Kleinod: Keines verliehen. Decken (Man- Letztem auch wirklich Abkömmlinge der vorstehend be-
tel): bw. — Schildhalter: Je ein g. gewaitneter Adler, handelten ,Rholl* gewesen zu sein. I>as völlig verschie-
mit riickwäits gewendetem Kopfe. - Wahlspruch: „Fa- dene Wappen der .Rholl v. Udvarnok* welches auch auf
man Extenderc Facti* Hoc Virtutis Opus.' dem Grabsteine zu Gölluicz-Banya, des 1746 f Antonius
(L. R. 62. 1099). Rholl (Rhael de Udvaruuk vorzufinden, hatten diese
Wappenbriof d. d. 1466 für Johann, Bartholome», Letztern. erst sub d. 1601 v. König Itndolf erhalten
Nicolaus ec., (Siehe oben). (Siehe: „Rholl v. Udvarnok"); dagegen führte Wolf
Donation auf Bndogfalva. v. König Mathias, d. d. 1473 Roll, Kammergraf zu Kremmen, mich sab d. 1560
für Georg Redei. das ganz gleiche Wappen wie oben blasunirt, hier
Grafenstand, d. d. Wien, 13. Juni 1659 für Franz jedoch mit offenem Fluge 'Siehe. Wescerle und die
544 UNGARISCHER ADEL.

Bergwerksmünzen des Wolf Rholl sammt Wappon, sowie RiRlcr. (Taf. 390).
Aich. Közlemenyek, BPesth, 1886. XIV. Pag. 96).
W a p p e n : In B. auf einem spitzen w. Dreifelsen ein v.
einer aufgehenden g. Sonne nnd v. einer s. Mondessicliel
Rholl, II. x. tdvarnok. Taf. 390). begleiteter Kranich, in d. erhobenen Rechten einen Stein,
W a p p e n : Uebcr r. Schiidesfusse (mit einer einge- im Schnabel eine Schreibfeder haltend. — Kleinod: Der
pfropften b. Spitze) welcher mit drei g Lilien belegt er- Kranich. — Decken: bs. — bg.
scheint, in Ii. ein b. Pelikan, mit d. Schnabel seine Brust Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold II., d. d.
ritzend. — Kleinod: Der Pelikan, die Flügel hier belegt 1790 für Franz Uiglor.
mit je einer g. Lilie. — Decken: bg. (Leg. C.).
NB. Es kommen Varianten Tor.
Adels- u. Wappenbrief v. König Rndolf. d. d. 1601. Rigö v. Aiagypalak. (Taf. 390).
Die Rholl v. Udvarnek, treten in d. Ctten v. Abanj,
Gömer n. Saros, sowie (im Beginne dieses Jahrhunderts), Wappen: In B. ein linksgekehrter, gebogener gehar-
anch in Zpmplin mit Grundbesitz auf. Sie scheinen mit nischter Ann in der Fanst einen Krummsäbel haltend dessen
den hier vorgeführten Rholl I. in verwandtschaftlicher Ver- Spitze durch den Hals eines vom Rumpfe getrennten, schnur-
bindung gestanden zn sein. Katharina Rholl v. Udvar- bärtigen, mit einem Eisenhelme bedeckten Schädels ge-
nok, wird 1821 als Ehefrau des Paul v. Batta genannt; Vilma stossen erscheint. — Kleinod: Keines verliehen. — Decken:
Shell v. U. (t 1861) vermalte sich 1834 mit Josef bg. — rs.
Freiherrn Ghillänvi v. Lacz. — Ebenso treften wir Adels- u. Wappenbrief v. Michael Apaffy, Fürst v.
Clara Rliolly de Udvarnok an (geb. 18()9 f 1870), als Siebenbürgen, d. d. 12. Dezember 1670 (kundgemacht:
Ehefrau des Theodor Graf Csäky it 1855), k. k. Kämmerer. Szigeth, Märmaroser Comitat, 6. Januar 1671) für Wolf
Erscheinen auch: Rhael, Rhaell, Rholly, Roll ge- Rigö v. Nagypatak als Haupterwerbcr u. für Simon,
schrieben. Ladislaus u. Andreas Rigß als Nebenerwerber.
(Leg. C. im Familienarchive. - Grabstein mit Wappen Ein gleichnamiges Geschlecht, kam (und kömmt
des Antonius Rhael, d. d. 7. April 1746 in Göllnitz- annocli) im Göinörer Ctte vor.
Banya. — Siegel d. d. Radväny, 1765 des Anton Rhaell. (R. A. BPesth. — Bartlioloinaeides, C. Gümör., Pag.
Bonis Archiv. — Eingehendere 'gem-al. Daten über dieses
Geschlecht, siehe: Soös de Sovär Klemer, Geschichte des
Geschlechtes Soös. Mscr. im Familienbesitze). R i m a n 6 i - z y v. Salumonf'u. (Taf. 890).

Ribiczey v. Ribirze. (Taf. 890). W a p p e n : Geviertet von R. und W. mit eingescho-


bener b Spitze mit eingebogenen Seitenrändern, worin
W a p p o n : Fingbereiter Vogel auf einer aus d. ein geharnischter gebogener Arm, welcher in d. Fanst
nntern Schildesrande sich erhebenden, beblätterten Rose drei Weizenähren hält; dann 1 n 4 ein einwärtsgekehrter,
stehend, im Schnabel eine mit 'd. Hörnern nach rechts doppelschwänziger, gekrönter g Löwe in d. erhobenen
strebende Mondessichel haltend. — Kleinod: Löwe wach- Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend;
send, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit 2 u. 3 ans d. Spaltung ragend ein r. gew., gekr. j j Adler.
Parirstauge haltend. — Zwei Helme: I. Der Adler stehend u. links Behauend.
Altes Gesehlecht des Zäränder Ctts, bereits i. J. 1461 — Decken: bg. — II. Der Löwe. — Decken: rs.
dortselbst nrkundl. auftretend nnd auch' in Oberungare Ein gleichnamiges Geschlecht, tritt zu Beginn dieses
vorkommend. Jahrhundertes, mit Grundbesitz in Mftlcza, Zempliner
Albert R. v. R.. 1603 Obergespan des vorgenannten Ctt auf.
Ctts. wird anf Befehl des Basta geköpft. Ladislaus K. Therese v. Rimanüczy, erscheint 1770: Adam Rima-
v. R„ tritt im J. 1705 als Vicegespan desselben Ctts; nüczy (Sohn des Josef u. Enkel des Stefan), am 1780;
Daniel, 1792 als Landtagsabgeordnetcr und Franz R, v. der k. k. Major Anton Rimanüczy v. Salamönfalva end-
R., im Jahre 1848 als Grundbesitzer, wieder im selben lich, Bub d. 1819 aufgeführt.
Ctte auf. (Verschiedene Siegel. — X. J. IX. 752—753).
(Siegel d. d. 1705 mit voller Umschrift des obigen
Ladislaus. — N. J. IX. 751). Riuiaazwiubatky. (Taf. 390j.
R i r h t h a u s e n v. Chaos, siehe: Chaos. W a p p e n : In R. auf gr. Dreiberge ein g. Greif in
d. erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange. in
Riczkö. (Taf. 890). d. linken ein verziertes (so!) Feuergewehr haltend. — Klei-
nod: Keines verliehen. — Decken: rg.
W a p p e n : In B auf gr. Hügel ein doppelschwän- Adels- u. Wappenbrief v. König Maximilian L, d. d.
ziger g. Löwe in d. erhobenen Rechten ein Schwert mit Wien, 8. Maj 1565 für Andreas Rimaszombathy (agilis)
g. Parirstauge, in d. Linken einen gr. Blätterkranz hal- nnd für dessen Sohn Stefan.
tend. — Decken: bg. — rs. Adelsgeschlecht d. Ctte v. Szabolcs u. Zemplin.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. Stefan Rimaszombathy. tritt 1639 als ref. Prediger v. S.
Pressburg, 2. November 1687 für Paul Riczko als Haupt- A. Ujhely, Martin aber, 1684 gleichfalls als Prediger, in
erwerber u. für seinen Brnder Michael als Nebenerwerber. Taczal, Zempliner Ctt anf.
Dieses Geschlecht, führte irrthiimlich auch folgendes (Leg. C. — Szirmay. C. Zemplin. not. top. 116.150.
Wappen: In B. auf gr. Dreiberge ein aufspringendes w. Ö54).
Einh orn. — Kleinod: Das Einhorn wachsend. — Docken:
bg. — rs. — Dasselbe Wappen, mit voller Umschrift,
gebrauchte Lorenz v. Riczkö, Beamter des Ungher Ctts, R i m a y , I . v. K i u i a n. AUMUtatregova. (Taf. 390).
auf mehrere Siegeln des XVIII. Jh., welcher erwiesen, W a p p e n : In B. ein SchifTanker. — Kleinod: Drei
aus dem obigen Geschlechte stammte. Straussenfedern.
Wurde auch „Hhriczkö" geschrieben und kam (bezw. Erloschenes Geschlecht, welches mit d. zweiten Hälfte
kommt annoeb) in d. Ctten von Ungvär u. Zcmplin vor. des XVI. Jh., im N'eograder Ctte aufzutreten beginnt. —
'.Leg. C. Ctt. A. Unghv&r.) Georg literatus Rimay. erscheint 1586 nrk. genannt.
UNGARISCHES ADEL. 545
Johann Bimay. um 1564 in Neograd oder Nentra hobenen Bechten einen mit einem r. Steine besteckten g.
geboren und 1631 verstorben, hat seinen Namen als Bing haltend. — Decken: f f g . — bg.
Schriftsteller n Staatsmann verewigt. Adels u. Wappenbrief v König Karl III., d d.
Dorselbo dürfte zu AlsA-Sztregova begraben worden 1712 für Michael-Andreas Kinghoffer.
sein. Mit seiner Tochter Maria, vermält mit Gabriel v. (Coli. Herald., Nr. 706).
Dülö. erlosch dieses Geschlecht gänzlich.
(Verschiedene Siegel. — Gemaltes Wappen in der ItiKkoviea. (Taf. 391).
luther. Kirche zu Sztregova. — N. J. IX. 753-754).
W a p p e n : In von S. und B. geviertetem Scliildo
1 u. 4 aus d. Scitenrande einwärts ragend ein nackter
Itiiuay, II. (Taf. 300). Menschenarm eine doppelköpfige gr. Schlange mit d. Hand
W a p p e n : Von der Mitte der beiden Schildesränder beim Halse gefasst haltend, welch' letztere sich mehrfach
aufsteigende .Spitze, welche mit einem scchsstraligen Sterne um den Arm zu winden scheint; 2 u. 3 vor einem g. An-
belegt, sowie rechts oben v. einer linksgekehrten Mondes- dreaskreuz..- ein einwärtsgekehrter g. Löwe, in d. erhobe-
sichel, links oberhalb v einem Sterne begleitet wird — nen Bechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange hal-
Kleinod: Mann wachsend, in d. erhobenen Beeilten ein tend. — Kleinod: Zwischen Hörnern, rechts silbern, links
Schwert mit Parirstange pfalweise haltend, auf dessen golden, der Löwo des Schildes wachsend. — Decken:
Spitze ein vom Rumpfe getrennter, schnurrbärtiger Tiir- rs. — bg.
kenschädel gespiesst erscheint, d. Linke in d. Hüfte Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1792
gestützt. für Josel Biskovics.
_ Zweifellos, ein von dem vorstehenden völlig ver- (Adarai, Scuta Gent. X.).
schiedenes Geschlecht, wie es denn überhaupt, mehrere
Familien Bimay, verschiedener Abstammung gegeben hat. Kitler, I. (.Taf. 391).
(Siegel d. d. 1694 mit Init. des Johann Bimay, Jud- W a p p e n : Dnrcli einen b. Iialken welcher mit
lium des Bereger Ctts). drei g. Eicheln belegt erscheint, schräglinks geteilt
von S. und G.; oben ein gegen eine linksgekehrte
Jtiniiiy, siehe: KraKziia;. r Mondessichel und gegen einen sechsstraligen r. Stern
fliegende, r. gew. w. Taube, unten auf gr. Dreiberge ein
RiutlNinaul. (Taf. 391). Mann mit b. Leibrocke und f l Stiefeln, in d. erhobenen
Bechten einen Kruramsäbel mit Parirstange, d. Linke in
W a p p e n , freiherrl: Iii geviertetem Schilde 1 in B. d. Hüfte gestützt haltend. — Kleinod: Zwischen offenem
ein g. gew. Ochsonrumpf (Ochsenkopl) mit g. Nasenring; t t Fluge, der Mann wachsend. — Decken: rs. — bg.
4 wie 1, in verwechselten Tinkturen: 2 n. 3 in B. drei (2,1) g. Adels- n Wappenbrief v. König Franz I , d. d. 1798
Kronen. • Drei Helme: I. Ochsenrumpf wie im Felde 1.— für Jacob Bitter.
Decken: t f g . — IL OfTener, jo mit drei (2, 1) g. Kro- (Adami, Scnta Gent. Tomo X.).
nen belegter i t Flug. — Decken: bg. — III. dchaen-
rumpl', gezeichnet wie im Felde 4. — Decken: rs. K i l l e r . II. v. Zülionv. (Taf. 391).
(Bartsch Zacharias, Steiermärkisches Wappenbuch
aus dem XVL Jahrb.). W a p p e n , freiherrl.: Geteilt; oben in G. an d. lin-
W a p p e n , gräfl.: Wie oben jedoch von S. u. B. ge- ken Schiidesrand gelehnt eine graue Wolke aus welcher
viertet mit g. Mittelschilde, darin ein aufrechter ff. Bär ein f f bekleideter gebogener Arm ragend, in d. Fuust
mit g. Halsring sammt Kette. einen braunen, abwärts u. schräglinks gerichteten Hirten-
Steyrischer Uradel, mit Heinrich Bindsmaul, bereits stab haltend,- unten in B. drei (2, 1) sechsstra-
um lliiS auftretend. lige g. Sterne. - Drei Helme: I. Zwischen offenem #
Ungar, indigenat, d. d. 1631 — Gesetz Art 85. — Fluge ein sechsstraligcr g. Stern. — Decken: £jg. —
(Dipl. Ausfert. d d 30. Dczb. 1681, für Albert. II. Geharnischter, vorwärts gekehrter Bitter wachsend,
Wolf, KriBtof u. Ludwig Bindsmaul. mit aufgeschlagenem Visir, in der Rechten den :ft Schaft
Siebcnbürüisches Indigenat, d. d. 1838 für Adalbert eines unter s. Lanzenspitze nach links abflatterudcn von
(Bäla) Gral' Bindsmaul. B. und W. geteilten RannerB haltend, die Linke in dio
B6la Graf Bindsmaul, geh 1800 f 1873 zn .Tobbägy- Hüfte gestützt. — Decken: bg. — III. Zwischen offenom,
fälva, war vermält mit Emilie Petrichevieh-Horviith, Stern- beiderseits mit einem sechsstraligen g. Sterne belegten b.
krenzoTdensdame. Ihre Tochter Etelka (geb. 1833). ver- Fluge, ein g. Stern. — Decken: bg. — Schildhalter: Jo
malte sich i. J. 1859 mit Dionysius Gral' L:iz;ir v. Szär- ein g. Greif. — Wahlspruch: Per rectam viam.
hegy, welcher i. J. 1881 verstarb. Adels- u. Wappenbrief (ungar.) mit dem Prädikate
Die Grafen Bindsmaul, kommen auch in Mähren n. „v. Z.ihony" d. d. 1830.
Belgien vor. Ritterstand (österr), v. Kaiser Franz Josef I , d. d.
RFreiberrenstand, d. d. 7. März 1(32-2 für Rupert v. Wien, 14. April 1855 liir Hector Bitter v. Zähony, Guts-
Bindsmaul bcaitzer n. Präses der Handelskammer zu Göitz, als Bit-
BGralenstand, d d. 28. Dezb. 1665 für seine Söhne: ter des Ordens d. eisernen Krone III. Classe.
Wolf-Bnpert n Johann Otto und liir d. Geschwisterkind Freiherrnstand * österr.), v. Kaiser Franz JoBef I.,
Wolf Albert, — alle Freiherrn v. Bindsmaul. d. d. Triest, 19. März 1869 (Dipl. d. d. Wien, 12. Maj
(M. N. Zsebk. I. 18s8 - L. B. Arm I. 79. Conc. 1869) für den vorstehenden Hektor.
Exp. 207. — siehe auch: Gritzner M., Grafenalbum). Dieses Geschlecht, besitzt das Gut Zähony im Sza-
bolcser Comitate.
(Nach d. Orig. Conceptcn des k. k. Adels-Arcliives,
ItiiigliofTcr. (Taf. 391). Wien. — N. Gr. Sielinacher. — M. N. Zebk., I.
521—522).
W a p p e n : In von f f und B. geviertetem Schilde
1 u. 4 ein doppelscliwfinciger g. Löwe; 2 n. 3 ein mit Jtobuz. (Taf. 391).
einem r Steine besteckter g. Bing; in s. .Mittelschilde,
auf gr. Boden, ein r. bedachtes llnus. — Kleinod: Zwi- W a p p e n : In B. auf gr. Boden zwischen zwei JJ
schen offenem iff Fluge ein g. Löwe wachsend, in d. cr- Adlerflügeln ein au freigestelltes Schwert mit g. Parir-
IV. 15. 133
546 UNGARISCHER ADEL.

stangc. dessen Spitze durch d. Hals eines vom Rumpfe Derselbe wurde von 1800— 1805 in der Wicner-Neu-
etrennten, schnurrbärtigen, mit einem w. Turbane be- städter-Akademie erzogen, trat im letztgenannten Jahro
geckten Tiirkenschädels gedrungen erscheint. — Kleinod: als Fähnrich zu Lusignan Ini'tr. ein, kam am 20. Xovb.
Zwischen n. Ilirschstangeu anf gr. Zweiberge, das Schwert desselben Jahres, als Lieutenant /.um St. Georger Grenz-
des Schildes. — Decken: rg. — bg. Regimcnte, wird 1S09 Oberlieut. und 1813 Hauptmann
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. im Generalstabe, endlich 1839 Oberst im Infanterie-Rgte
1661 für Benedikt u. Michael Roboz. Dom Mignel Nr. 39 Er zeichnete sich in diversen Fcld-
Adelsgeschlecht v. jenseits d Donau, 'in d. Ctten v. zügen, Schlachten u. tiefechten wiederholt aus und starb
Fejer, Somogy ec.. anzutreffen gewesen, oder noch gegen- als k. k. Feldmarschalllieutciiant, zu Frankfurt a. M., am
wärtig dort domlcilirend. 29. July 1845.
Paul, tritt i. J. 1734; Gabriel. 1S67, Kmerich von (Lcitner Theodor. Wiener-Neustädter-Akademio. 1852
Roboz aber, in d. Mitte dieses Jahrhunderts urkdl. auf. I. 406. - Fam. Ber.).
(Stahlstich. Ex libris. — N. J. IX. 757).

RorhiUIvay. (Taf. 391). ltogfiidorr, Frlirn. v. JIwIlcuburK. (Taf. 891).


W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Boden ein r. bekl. W a p p e n , altes: In W. auf gr Droibcrgc ein auf-
geb. Arm, in d. Faust ein rw. geteiltes Banner haltend. — schreitender gekrönter r. Löwe.
Kleinod: Zwischen offenem :| f Fluge ein w. Einhorn
wachsend. — Decken: bg. — rs. W a p p e n , vermehrtes: Von B. und 8. geviertet; 1 u.
4 eine g. Ziuiieiimaucr mit Scbiessscharten. besteckt mit
Adels- u Wappenbrief d. d. 1718 für Michael Roch- einem sechsstraligen g Sterne (fiir Wiblhaus, wegen
falvay. Margarethe, letzt. Erbtochter dieses Geschlechtes, Gat-
Gömörer Adelsgeschlecht, auch im Zemplincr Comi- tin des 1506 f Caspar Rugondor.); 2 u 3 das Stamm-
tate s. Z. vorkommend oder noch gegenwärtig dort an- wappen. Kleinod: Zwischen mit Zinueuschuitt von B.
zutreffen. und G. geteilten Hörnern deren Mundstücke mit. je einer,
(Coli. Ilerald. Nr. 526). u. deren Aussensciten mit je fünf n. Plauen federn be-
steckt erscheinen, ein gekrönter r. Löwe wachsend. —
ESodirzky v. Nipp und [ t u i l i r z k y v. Kipp u. Decken: bg. — rs.? — (Nach einem v. Albrecht Dürer, sei-
lVcit-liMcllttirg. (Taf. 391). nen Bekannten Wolf u. Wilhelm Herrn v. Rogendorl', im
J. 1520 in grossartigem Massstabe auf Holz zum Schnitte
W a p p e n , adeliges: Ueber gr. Schildesl'uss (Boden), gerissenen Wappen. Ein Abdruck dieser herrlichen Ar-
gespalten v. R. undB.: vorne ein geharn Manu mit Eisen- beit ist (einzig u. allein nur) im Germanischen Museum
helm sammt Straussenfedern in d. erhobenen Rechten eine zu Nürnberg vorhanden. Diircr, malte um dieselbe Zeit
Hellebarde: hinten ein g. Löwe, mit d. Vorderpranken auch das Portrait des liier erstgenannten Rogendorf. —
ein mehrspeichiges Wagenrad zu Boden stellend. — Siehe v. Eye, 420. — u. Grenser A., Albrecht Diircr in
Kleinod: Drei wrw. Straussenicdcrn. — Decken: bg. — rs. seinem Verhältnisse zur Heraldik;.
(Nach d. Orig.).
W a p p e n , freiherrliches: In von S. und B. gevier- W a p p o n , gräfliches: Geviertet wie vorstehend mit
tetem Schilde 1. ein b. Adler; 2. ein g. Löwe in d. er- b. Mittelschilde, worin ein r. Adler, die Brust belegt mit
hobenen Rechten ein Schwert mit g. l'arirstange haltend; einem w. Balken. — Drei Helme: I. Zwischen Hörnern
3. auf einem sechsspeichigen g. Wagenrad« stehend ein wie vorstehend, ein seclisstraliger g Stern. — Decken:
n. Falke; 4. anf einem Felsengcbirge stehend eino melir- bg. — II. Der Adler des Mittelschildes, hier gekrönt. —
zinnige Burg. — Zwei Helme: I. Der Falke ohne Rad. Ducken: bg. — rs. — III. Der Löwe der Felder 2 n. 3
II. Der Löwe wachsend. — Decken: Beiderseits bg. — wachsend. — Decken: rs.
Schildhalter: Je ein geharn. Mann, mit d Ledigen eine (Siegel. — Gemaltes Wappen nach einer aufgeschwor-
Lanze haltend. nen Ahnenprobej.
(Nach d. Orig). Steyrischer Uradel aus Marburg stammend, nament-
Altes polnisches Geschlecht ans Rudicza stammend, lich durch Caspar, unter Kaiser Friedrich III. zu hohem
auch Rudiczky u. Rucziczky geschrieben vorkommend. Ansehen gelangt. Dieses Geschlecht, steht bereits seit
Georg III. (Sohn des Georg II.), siedelt sich in Ungarn Jahrhunderten in Verbindung mit Ungarn. Georg Rogen-
an. Er war vermält mit Catharina Csontosh. dorf, tritt 1525 als Abgesandter des Erzherzogs Ferdi-
Ungar. Adelstand init „v. Sipp" d. d. 16. April (nach nand, beim König Ludwig IL, von Ungarn anf. Wilhelm
N. J. d. d. 26. April) 1811 (kundgemacht: Krassö, Rogeudorf, vertritt den EII. Ferdinand, am 12. Dezbr.
2. Dezbr. 1312) für Andreas (nach N. J. fiir Adam) 15:20, bei der „Per Procura" Heirath des Letztgenannten,
Rodiczky, Oberst im St. Georger Grenz-Regimcnte, wel- mit der ungar. königlichen Prinzessin Maria. Derselbe
cher als Feldmarschalllieutenant und Ritter des Leopold- Rogendorf, bei'eligt 1541 den Sturm, auf das von den
urdens verstarb. Derselbe, als der Begründer der ungar. Türken besetzte Bnda. Karl Ludwig Rogendorf (geb.
Linie dieses Geschlechtes angesehen, hatte die Söhne 1685) nimmt Anna Carolina, Tochter des Graf Nikolaus
Josef und Karl, der erstcre geb. 19. Dezb. 1784, der Piilffy zur Ehefrau. — Robert-Desidcrius Deodat Gral' v.
andere am 27. Jänner 1786 (nach Wurzbach, i. J. 1787) Rogendorf, Freiherr v. Mollcnburg (geb. Agram, 1833)
— beide in Zsupanek im Banate. ist Besitzer v. Rogendorl im Torontaler Ctte u. vermält
Josef, vermält mit einer Freiin von Neumann, erzeugte mit Irene Diviin v. l'ade.
den Sohn Rudolf, welcher mit der Gattin, Florentinc von Freiherrnstand, d. d. Worms, 81. Mai 1521 fiir Wil-
Bartossägh, der Vater des Dr. Engen von Rodiczky wurde, helm Rogendorl' mit s. Geschwistern.
welcher gegenwärtig, als k. k. Truchsess nnd Direktor Grafenstand, d. d. 16. April 1686 (nach Andern d. d.
der landw. Akademie zu Kaschau domicilirt. 1587) für Johann Kristian u. Karl Johann.
Karl, vermält mit Helene v. Itzstein, wurde als (Kneschke, Deutsche Üral'ciihänser ec. IL 802—804. —
Theresien-Ritter, i. J. 1815 mit „v. Weichselburg" in den Sitzungsberichte der kais. Akademie der Wissenschaften.
österr., am 12. Maj 1820 von K. Franz I. in d. ungar. Wien, VII. 3. 519—620 mit einem Siegel v. J. 1531
Freiherrenstand erhoben (nach Wurzbach, am 20. Oktb. (p. 559). — Ueber die Freilierrn u. Grafen v. l.'ogondorf
18191 und biuterlicss nur zwei Töchter, mit denen dio v. J. Bergmann. — Dr. Jean Szcmlrci, Collection do
freiherrliche Linie der Rodiczky erlosch. Bagues, ec. - M. N. Zsebk. I. 522-523).
[UNGARISCHER ADEL. 547

RoguIirH. (Taf. 301). Sohn, dürfte der bekannte ungar. Reichsratbsabgcordnete


Gedeon v. R. sein, welcher mit einer geb. v. Lünyay ver-
W a p p o n : In von G. und R. geviertctcm Schilde mält ist. Sein Vetter, der k. k. Oberst Rohonczy v. F. P.,
1 u. 4 ein mit einem Krummsäbel mit g. l'arirstange war vormals Flügeladjutant des Kaisers Franz Josef I.
belegter b. Schräglinksbalkcn; 2 u. 3 ein s. I.üwo in d. Dieser ist vermält mit einer Freiiu von Kress.
erhobenen Rcchten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, NB. Es tritt am 22. .Tuly 1396, Anna, Tochter des
in d. Linken eine r. Roso haltend. — Kleinod: Gekr. fT Johann Ostffv de Asszonyfalva, als Ehefrau des Andreas
Adler. — Decken: bg. — rs. Rohonczy, (Solln des Heinrich do Rohoncz de Genere
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1796 Hederi, urkundl. auf. Derselbe Andreas, erscheint auch
für Lazarus, Theodor, Damian u. Athanasius Rogulics. noch i. J. 14U0 genannt.
Ein Edelmann dieses Namens, diente noch vor einigen Stammen die Rohonczy v. Felsö-Pulya, in Wirklich-
Decennien, als Obcrolfizier in einem k. k. l'hlanen- keit von diesen vorstehenden Rohonczy ab, so ist wohl
kein Zweifel mehr vorhanden, dass diese Ersteren ihr
Wappen (wie auch gegenwärtig geführt) im Wege der eben
genannten OstlFyschen Tochter, von d i e s e m Geschlechto
JSoholt-sy. (Taf. 392). übernommen, bezw. gegen das angeerbte „Heder-Wappen"
eingetauscht haben
W a p p e n : In geteiltem Schilde oben ein Balken, Die grosse Achnlichkeit (bezw. Gleichheit in der
unten ledig. — Kleinod: Laughaarige, hervorbrechende, Hauptfigur), des Wappens „Rohonczy de Felsö Pulya",
gekrönte Jungfrau, deren Hals beiderseits mit jo einem mit den Wappen der vom Genus Osl abstammenden Ge-
Flügel besteckt erscheint. schlechter, wurde von mir schon früher, an anderer Stelle
Die Koholczy (Rahoesai, Raholczy, Raholcsay, l!a- gebührend hervorgehoben.
hocha, Roliolczay ec.), von der gleichnamigen Burg im (R. A. BPesth. — Regesten des Emerich Nagy de
Posegaer (nach Andern im Köröser) Ctte, welche sie im Alsö-Szopor. — Gemalte Wappen u. Siegel. — N. J.
Jahre 1357 als kön. Donation erhielten, ihren Namen ab- IX. 759;.
leitend, hatten einen gemeinsamen Ahnherren mit Kont
liädor und mit den von dein Letztgenannten entsprossenen
ESohr v . K ö h r a i i . (Taf. 392).
Ujlaky; führten anch dat völlig gleiche Wappen u. waren
Kroatischer oder siiilslavischcr Abstammung. W a p p e n : In von R. und B. gespaltenem Schilde
Nikolaus, söhn des l.eukns (Lewkes), Nikolaus Sohn vorne ein an d. Spaltung pfalweise gelehnter zweilätziger
des Ladislaus und Stefan, Sohn des Lcukus, treten 1-102 w. Turnierkragen; hinten zwei w. Balken, überlegt mit
urk. auf und siegeln mit dem Wappen, wie hier oben einein besteugelteu u. beblätterten g. Rohrkolben. — Zwei
blasonirt. Helme: 1. Doppclschwäuzigcr Löwe wachsend, mit d. er-
(Vergl. Szäzadok, III. 1870. Märzheft, P. 147-1-18. hobenen Rechten einen b. Stern haltend. — Decken:
Anm. 7). rs. — Fünf g. Rohrkolben. — Decken: bg.
Magister Gregoriiis, Sohn des Stei'an de Rohocha, Adels- u. Wappenbrief d. d. 1762 fiir Stefan-Bene-
tritt 1420 urk. auf. dikt Rohr v liohrau
(R. A. BPesth. 32767). (Adami, Scuta Gent. X).
Lenkus, Nikolaus und Gregor Roliolczay, erscheinen
sub d. 9. Sptbr. 1426. Diese (sowie der vorstehende Rollt*. (Taf. 3921.
Gregor) siegeln mit dem Hclmkleiuodo wie oben, und
ohne Schild. W a p p o n : Gcvicrtct; 1 in S. auf gr. Boden ein b.
(R. A. BPesth, 32708. — Siehe auch: Botka Tiva- gekl Mann mit Stiefeln. Säbelscheide u. Kalpag, in
dar, Kont Miklos uädor teves sarjadeka a budaväri em- d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel haltend, d. Linke
lektäblän. Szäzadok. III. 1870. Mbzheft, Pag. 139-154 in d. Hüfte gestützt; 2 in R. drei w. Wcllenbalken; 3 in
und vergl.: Artikel und Wappen „Ujlaky, I." in die- B auf gr. llügcl ein gekr. g. Löwe, mit Säbel in d. er-
sem Werke). hobenen Hechten; 4 in S. auf gr. Boden ein v. einer b.
Mondessichel u. von einem sechsstraligen b. Sterne be-
I t o h o n r s } v. F e l s ö - P u l y a . (Taf. 392). gleiteter n. Apfelbaum. — Kleinod: Geharn. geb. Arm, in
d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. —
W a p p e n : In B auf gekr gr. Dreibcrge eine g. Decken: bg. — rs.
Adlerkralle sammt aufwärtsstrebenden JJ Federn. — Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1801
Kleinod: Gekr. JJ Adler mit rückwürtsgewendetcm Kopfe, für Johann Roits aus Veszprim.
in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir- (L. C.).
stange haltend. — Decken: bg. — rs
Angesehenes Adclsgeschlecht von jenseits der Donau, ftökay. (Taf. 392).
nun auch im Banato (Török-Becso) begütert.
Rohonczai Ugrin Mester, tritt 1375-, Rohonrzai Ste- W a p p e n : Gespalten, vorne geteilt; 1 in R. ciu
fan 1407 und Vicoban Stefan Rohonczi, Gespan v. Körös, Kranich in d. erhobenen Rechten einen runden Stein hal-
i. J. 1423 urk. auf. Es ist mir nicht bekannt, ob einer tend; 2 in B. der Kopf u. Hals eines g. Löwen;
dieser Vorgenannten und wer von ihnen, mit den llolion- 3 in R. zwischen je zwei w. Balken, ein sechsstraliger
czy de Fclsö-Pnlya in verwandtschaftlicher Verbindung g. Stern. — Kleinod: Zwei pfalweise emporragende Löwen-
gestanden ist. pranken, je ein Schwert mit g. Parirstango haltend. —
Dagegen gehören folgende Persönlichkeiten hierher, Decken: rg. — bs.
als: Stefan v. Rohonczy, 1640 Domherr v. Gran, Abt Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
v. Szalavär ec, 1051 Propst v. Pressburg, welcher i. J. 1761.
1652 verstirbt-. Johann v. Rohonczy (geh 1775), zuerst (Adami, Scuta Gent. X.).
Ablegat des Vcszprimer Ctts, gestorben 1842 als k. k.
Hofrath; dessen Sohn Ignasz (geb. 1802), Viccgcspan v. Kokon. (Taf. 392).
Pressburg und Ablegat, dann (18'Jl) gleichfalls Hofrath;
endlich, Leopold Rohonczy v. Felsö-Pnlya, 1818,-9 Hon- W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Hügel ein beiderseits
vid-Oberst, welcher 1861 in Festh verstarb. Dessen v. einem schräge- bezw. schräglinks n. mit d. Mund
UNGARISCHER AI)Kl.
548

stücko nach abwärts gerichteten Blasinstrumente? beglei- Zwischen offenem :| | Flugo ein geharn. Manu wachsend
teter r. bekl., geb. Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit Eiseiihelm summt drei rwgr. Stranssenfedern, in d.
mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: Dio Schild - erhobenen Beeilten einen Krummsäbel mit g. Parirstange,
fignr. — Decken: bg. — rs d. Linke in d. Hüfte gestützt haltend. — Decken:
bs. — rg.
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d.
Wien, 1656 (kundgemacht: Göncz, Abnujer Ctt, 1657) Adols- und Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1798
für Georg Bösa.
für Stofan Eokon. (Adami, Scuta Gent. X.).
(Orig., im Oberungar. Museum Kascbau, durch Josef

T. Csoma). KOSH, siehe: Jtözn,

Roll, siehe: Rholl. Jtosiir. siehe: Jtoeiir.

K o l l s b e r g , siehe: P u t z v. Uollsperg. Jtosäly. (Taf. 392).

Römer. (Taf. 892). W a p p e n , a): Zwei gedrückte linke, zwischen zwei


W a p p e n : In B. auf gr. Hügel ein v. einer links- gedrückten rechten Seitenspitzen.
gekehrten s. Mondessichel und v. einem sechsstraligen g. (Siegel d. d. 1358 des Georg de Bos;\]y. Archiv des
Sterne überhöhter Kranich, in d. erhobenen Bechten einen Jos. v. Csoma).
runden Stein haltend — Kleinod: Doppelschwänziger g. W a p p e n , b): Drei über einander gereihte, mit d.
Löwe wachsend, in d. Bechten ein zweigipfliges, nach Spitzen nach aufwärts gebogene n. Wolfzähne, umgeben
links rückwärts abflatterndes r. Banner haltend. — Decken: v. einer in d. Schwanz sich beissenden Schlange.
bg. — rs. (Rajcsdnyi Ad.. Sicgclcopion. Mscr., im RA. BPesth).
Andreas v. Börner, tritt i. J. 1726 inEör, I.Tiigv:irer Das vorstehende Geschlecht, dürfte ein minder be-
Ctt, urkundlich auf. Ein Nachkomme oder doch Ver- kannter Zweig der Kun do Bosiily gewesen sein, welch
wandter desselben, dürfte wohl Stefan Börner v. Kis- Letztere, als urkundlich erwiesen vom Genus Guthkeled
Enyiczke gewesen sein, geb. Nagy-Siiros 1788 f Wien, abstammend, einen gemeinsamen Stammältesten und ein
1842 — als Sohn eines Bechtsanwaltes zu S. A. Ujhely, — gleiches Wnppcn — dem llaupttypus nach — geführt, mit
welcher seinen Namen als Chemiker und Erlinder der den: Amade, Anarcsy (oder auch Tegzea de Anarcsj, Bachkay,
Bomerschen Zündzeuge bekannt gemacht hat. Er war Bäthory de Somlyö. Bogdänyi?, Buthkay, Chatäry, Czi-
vermält, mit einer Baronesse Langen. bak de l'alota?, Daröczy de Deregnyö, Doby, Gütliy,
i Siegel des Andreas v. Börner. — Wnrzbach Const., Jakcs do Kusaly, lvis-Viirday, Mrilczay, Marczalthöi,
Dr. v. Biogr. Lex. — Wappen auf einem Oelportrait). Marky, Mari'ithy, Ors/.äg de Güth. Raskay, Silndör,
Szentmariay ?, Vas de Gyalu?, Zalay de Csat&r, Zele-
K o m b i n j i , siehe: Akoiuer aliter K o m h ü u j i . mery, Zokoli de Kis-Viirda, u. m. a.
(Siehe auch d. Artikel „Genus Guthkelod" in diesem
ISoiiiij v. Z o n b o r . (Taf. 392). Werke sowie Bumy, III. 229 und Szirmay, not. Szatlnnär
vmegye esmertctesc. II. 233).
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein doppelscliwän-
ziger g. Löwe, in d. erhobenen Bechten einen Krumm- I t o s e i i t h a l , siehe: l ' t t h r v. I t o s e i i t h a l .
säbel mit g Parirstange haltend. — Kleinod: R gew.
w. Taube, im Schnabel einen gr. Oelzweig haltend. —
Decken: bg. — rs. JEoseiif'ekl, siehe: («ekekeliiiN v. JKoseuf'cId.
Die Rönay de Ungv;ir i vormals Burthneri, sind ein
vor wenigen Jahren geadeltes Geschlecht. ltoskovüiiyi v. Koskovftny. (Taf. 393).
(Gemaltes Todtenwappen, d. d. 1890).
W a p p e n , a): Oberhalbe nackte Menschengestalt,
Konyva, siehe: Csoutos. mit Hirschstaiigen an Stelle der Arme.
[Siegel d d. 1474, 1477 u. 1482 des Vicegespanes
Rösa, I. (Taf. 392). Nicolaus Bo8kov:inyi. Archiv des Jos v. Csoma. Nb. Der
rechtsseitige erhobene Arm (bezw. die rechtsseitige Hirscb-
W a p p e n : Geviertet; 1 u. 4 in von B und G. stange), ist unvollkommen abgedrückt).
schräggetciltem Felde eine Boso in verwechselten Tink- W a p p e n , b): Meerweib, in d. erhob. Bechten eine
turen; 2 u. 3 in B. ein aufspr w. Einhorn. - Kleinod: Hirschstange (oder einen dürren Zweig) in d. gleichfalls
Halboffener, wechselweise von B. und G geteilter Flug, erhobenen Linken eine Kngel (oder einen Apfel) haltend.
belegt mit einer Boso in verwechselten Tinkturen. — (Undeutlich ausgeprägtes Siegel d.d. 1639 des Stefan
Kleinod: rg. — bs Boskovanyi).
Adels- u. Wappenbrief v König M. Theresia, d. d. W a p p e n , c): Aus einer Krone wachsend eine nackte
1756 für Stelan Rosa. Menschengestalt mit erhobenem rechten Arme, in d gleich-
(Coli. Herald. Nr. 147). falls erhobenen Linken eine mit einem dürren Zweigo be-
steckte Kugel haltend.
RAsn, I I . (Taf. 392). (•-iegol d. <1. 1639 des Stefan).
W a p p e n , d): In B. droi (auch gewellte) w. Schräg-
W a p p e n : Geviertet von B. und B. mit einer bis linksbalken. — Kleinod: Mann mit Kalpag, in d. erhobe-
znr Teilung reichenden w. .-pitze, worin ein gr. Wcllcn- nen Bechten eine Ilirschatange (oder einen dürren Zwoig),
balken; dann 1 u. 4 ein v. einer aufgehenden g Sonne und v. d. Linke in d. lliilte gostiitzt haltend.
einer a. Mondessichel überhöhtes einwärtsauispringemlcs (Siegel vom XVIII. Jh.;.
w. Lamm im Manie eins gr besti-ngeltu, gr beblätterte W a p p o n , o<: In B. drei gewellt» (auch nicht ge-
r. Boso haltend; 2 u. 3 auf gr Dreiberge ein v. zwei g. wellte Sehriigbalkcn. — Kleinod: Der Mann wie vor-
Sternen überhöhter g. Löwe, in d. erhobenen Bechten stehend, hier nackt
einen Krummsäbel mit g. Parirstangu haltend. — Kleinod: (Siegel vom XVIII. Jh.).
UNGARISCHES ADEL. 549

Die Ur- and Haupttypen bei den Wappen der Ros- Wie wir es oben gesehen, hat dieses Geschlecht,
kovänyi und Dobay de Nagy-Doba, scheinen gewesen zu zwei völlig verschiedene Wappen geführt.
sein: Menschengestalt. Hirscbstange u die Schräg- bezw. (Tört. tär 1882 u. 1884 Jahrg. — Rozsnyay David
Schräglinks-) Balken; denn anch die Dobay siegeln im csalädja und A. Rozsnyayak csalädfäja. Turul. II. 1884.
XVII. u. XVIII Jh. (sowie vermutlich auch schon viel IV. 170-171. - N. J IX. 768-769J.
früher) wie hier sub a c blasonirt.
Meiner Ausicht nach, verhält es sich mit der Ros- K O S » } » ; , II. (Taf. 393).
kovänyi-Doba.v- (bezw. auch mit d. Tekule-) Wappenfrage
wie folgt: Die Stamm wappen-S c h i l dfigur, waren die Schräg- Wappen: Aus einem in's Visir gestellten Rost-
(oder Schräglinks-) Raiken; die K1 e i n o d iigur aber, war die helme wachsend ein nackter Mann, in den Händen
nackte Menschengestalt mit d. Ilirscbstangen an Armes3telle. der von sich gestreckten Arme, je eiue Hirschstange
In Folge der Kleinudsiegelperiode, wurde das urspriing- haltend.
Rche Kleinod, eine Zeitlang Schildügur u. kehrte niun (Siegel d. d. Alsü-RäkoB, 1698 des Andreas Rosnyay).
dann erst später wieder, zur Urschildfigur, den Schräg-
balken zurück. Itosiiyay, siehe: KozM»yay.
(Vergl. auch den Artikel u. das Wappen I >obay I. v.
Nagy-Doba in diesem Werke u. im Supplemente). Kosuyai, siehe: Koziiny u. Itu/,siijii).
Dradeliges und angesehenes Geschlecht des Säroser
Ctts, vom Genus Tekule seine Abstammung herleitend J&osos v. S/.eniliirülj -SalKUljü. (Taf. 393).
und noch gegenwärtig auf dorn gleichnamigen Stammgute
erbgesesaen. W a p p e n : In R auf gr. Roden "in aufspringender
Tomas, Lcde und Martin, Söhne des Tekule, erhalten Hirssh, welcher v. einem Pleile v. links im Halse ge-
-v. König Ladislaus I V , sub d. 1*278 Donationen auf truffen erscheint. - Kleinod: Geharn. geb. Arm
Pt-termezü. Kozormezö und Hosszumezü im Säroser l'tto. in d. Faust einen Krummsäbel mit Parirstange haltend,
Vom Genus Tekule, stammen noch ferners ab: dessen Klinge beiderseits v einem sechsstrahligen g.
die f Ruzinkay, Dobay, j Feketo, Gombos. f Mocsolay, Sterne begleitet ist. — Decken: bg. — rs.
t Nyomürkay, + Olsaviczay, f Pankotay, Ratvay, f Sal- Adelsgeschlecht der Ctte v. Veszprim, Zala u. Komorn,
göy, btrüs alitcr Balpataky, Szentjryörgyi, t Tamäsfal- vom Orte Szentkiräly-Szabadja iiu erstgenannten Ctto,
vay. t Ternyey, Usx. u. Vincze de Doba. das Prädikat herleitend.
Es theilen die Roskovänyi i. J. 1337 und werden Michael Rosos von Sz. K Sz , tritt 1752; Paul Rosos
dieselben, 146(1 anch in K(>rcs, Abaujer Ctt angetroffen. von Sz. K. Sz., v. 1790-1810 als Bischof v. Veszprim
Thomas R'iskovänyi, tritt- 1469 als Viccgcspau v. urk. auf.
Zeniplin urk. auf. Augustin von Roskovänyi igeb Szena, (Siegel des vorstehenden Paul, durch J. v. Csoma. —
7. Dezb. 1807), Dr. d. Theologie und Philosofie, 1830 N. J. IX. 770).
Domherr v. Erlau, 1850 Rischof v. Waizon, v. 1850 bis
zur Gegenwart, Bischof v. Neutra, gab viele gelehrte I t o s l y v. B a r k t e i . (Taf. 393).
Werke i. Druck heraus.
(FejCr, Cod. Dipl. VIII. Vol. 4. P. 258. Theilnngs- Wappen: In B. auf gr. Boden ein ind. obern linken
brief. — Wagner, Dipl. 289. — Dr. Csänki Dezsö, Ma- und in d. untern rechten Schildesecke v. je einem sechs-
gyuTorsz. tört. földr. BPesth, 1890. Pag. 231. 325 379 straligen g. Sterne begleitetes, aufspringendes w. Einhorn. —
cc. - N. J. IX. 765-768 — Wurzbach Const. Dr. v. Kleinod: Das Einhorn wachsend. — Decken: rs. — ^ s .
Biogr. Lex. ec.). NB. Das Einhorn, kömmt auch auf gr. Dreiberge vor
und in d. beiden obern Schihleseckcn bvgleitet v. einem
sechsstraligen g. Sterne und v. einer s. Mondessichel.
Kosucr. sielio: Roszuer. Altes und bekannteres Adelsgeschlecht d. Ctte v.
Eisenburg Stulweissenburg, B6kes, Pcsth ec.
I t o s u y n y , I . v. Maros-Jan» Hilter üzäbü. Dionysius de genere liusd (Rosd), tritt 1221 urk.
(Taf. 393;. auf; desgleichen erscheint Dionysins Tuch do genere liusd,
sub d 1237 aufgeführt und Michael de genere Rusd,
Wappen, v. 1582: In R. (bezw. in R.) ein um einen i. J. 1320.
Anker sich windender Delphin. — Kleinod: Die Schild- (Rcgcstr. do Värad ec. — Fejer, Cod. Dipl. IV. I.
figur. - Dcckcn: rs. 97 und VIR. II. -69).
(Nach d. Orig., blasonirt i. Turul, VI. 1888. 1. 27). Die Rusty de Barköcz, deren Zusammenhang mit d.
W a p p e n , b): In R. in einem aus Achrcn verfertig- vorstehend genannten Persönlichkeiten mir uubekannt,
ten Neste ein Pelikan mit d. Schnabel seine Brust führen indessen ihren Stammbaum, nur bis zur Mitte des
ritzend und mit d. heraustropfenden Rlute drei Junge XV. Jh. zurück.
atzend. Neuer Wappenbrief, d. d. 31. Oktbr. 1632 (kundge-
(N. J. IX. 768 und Rajcsänyi Ad., Siegelcopicn im macht: Eisenburger Ctt, 30. Maj 1633) für Nikolaus Rosty,
R. A. BPesth. Mscr). mit d. Verwandten Peter u. Michael.
Annoch bei Marosväsärhely domicilirendcs sieben- Das Prädikat ,Barkücz", wird nach d. gleichnamigen
biirgisches Geschlecht, welches gegen Endo des XVI. Donation, seit circa 1695 geführt.
Jahrliundertes dortselbst aulzutreten beginnt, und mit (Siegel d. d. 1701 mit init. des Adam Rosty. —
David I., Itosnay, v. Stefan Roeskay, sub d. Warschau, N. J. IX. 771 779. — Csergheö Fr., Tab. Uen. Nob.
3. Dzbr. 1582 einen Adels- n. Wappenbrief erhält, für Fam. Hung. Cent. I. 421—423. Mscr., im Nat. Mus.
erworbene Verdienste in Siebenbürgen und in Polen. Hl'esth).
David II.. (Sohn des Stefan und Enkel des David I. Ros-
nvay alitcT Szabö) — „der letzte türkische Student" war B o s s n e r v. K o s e u u e k . (Taf. 393).
zu Apaffys Zeiten Dollmetsch, von 1678—1682 aber in
Gefangenschaft des genannten Fürsten und starb zu Fo- W a p p e n , adeliges: In von S. und R. geviertetem
garas, um 4. März 1718. Schilde 1 u. 4 ein einwärtsgekehrter, doppelschwänziger,
Ein Teil seiner Unterlassenen Manuscripte, erliegt gekrönter g. Löwe; 2 u. 3 ein oberhalb v. zwei, unten
im Nationalmuseum RPesth. von einer w. Rose begleiteter w. Sparren. — Kleinod:
IV. 15. 133
550 UNGARISCHER ADEL.

Zwischen offenem, von W. und R wechselweise geteiltem Adels- n. Wappenbrief (ungar.-siebb.) d d. 12. Dezbr.
Finge, der Löwe wachsend. — Decken: rs 1649.
(Gemaltes Wappen. — Aufgeschoreue Dontsch-Ordens- Adelsbestätigung d. d. 23. Juni 1832
Ritterprobe des Freiherrn v. Königbrnnn). In Klausenbnrg u. Dezs in Siebenbürgen vorkommend.
W a p p e n , freiherrl.: Geviertet mit g. Mittelschilde, Karl Roth v. Telegd, tritt 1837 als Stadtvorstand;
darin unter einem gr. Laubkranze, drei (1 2) J.| Kugeln; I'anl als Cassicr, n 184:") als Waisenpräses zu Dezs auf.
dann 1 u. 2 in B ein einwärts gekehrter g. Löwo; 2 n. (Leg. C. - N. J. IX. 781. - Geueul. Taschenb. d.
3 in R. eine aufsteigende w. i-pitzc mit eingebogenen adel. Häuser. Brünn, III. B.).
Seitenrändern, jeder Platz belegt mit einer Rose in
verwechselten Tinkturen. — Drei Helme: 1. Zwischen je K o l l i . III. l . K i n i l j T u I v » . (Taf- 394).
einer b. Straussenl'eder ein Bannerschaft, besteckt mit
einer mit d. Hörnern nach aufwärts strebenden g Mon- W a p p e n : In B. sechs (3, 2, 1) w. Lilien — Klei-
dessichel und darunter, mit einem abtlatternden Ross- nod: Gekr. doppelschw. g. Löwe wachsend, in d. erhobe-
schweife. — Decken: bg. — II Zwischen offenem, rechts nen Rechten vier gekreuzte Pfeile haltend. — Decken bs.
von S. und R„ links von B. und G. geteiltem Fluge, ein NB. Die Lilien, erscheinen auch abweichend ordinirt,
g. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit der Kleinodlöwe anch nngekrönt nnd nur drei Pfeile
Parirstange haltend. — Decken, bg. — rs - III. Zwi- haltend.
schen je einer r Stranssenfeder. ein g. Adler. Decken: Begütertes Geschlecht des Zölyomer Ctts, nacli Eini-
rs. — Wahlspruch: Ilonori Et Virtnti. gen. einen gemeinsamen Ursprung mit den ROtli de Pon-
iL. R. Öi. 28). gyelök theilend ivergl. Roth do Pongyelök), — im Manns-
Ans Boseneck in Krain stammendes, nunmehr in stamme erloschen i. .1. 1782 mit Thomas gänzlich aber
Ungarn im Freiherrenstaude blühendes Geschlecht (in dieser Linie), mit dessen Tochter Johanna Roth v.
Adelstaud, d d. 21. Jänner 16:10 fiir Verdienste im Kiräl.vinlva, Ehefrau des Josef Graf Teleky du iSzek,
Kriege, gegen den Erbfeind. welch*) i. .1. 181:! verstarb. Es scheinen imu-ssen noch
Freiherrenstand, (österr.), v. Kaiser Franz I.. d. d. andere Linien dieses Geschlechtes existirt zu haben,
24. März 1811 fiir Josef Rosner v Roseneck. Oberst- da Anton Roth v. Kirälyfalva, noch i. J. 1845 als Sena-
lientenant, als Ritter des Maria-Theresien-Ordens. tor der siebb. Stadt Torda auftritt.
Freiherrenstand (ungar.), d d. Wien, 23 July 1817. Die Rötli v. Kirälyfalva, dürften auch mit dem aus
(N. J. IX 771-779. - M.N. Zsebk, I. 415-416). Deutschland eingewandert, gewesenen u. angesehenen Ge-
schleclite Ruth v. Rathenfels in Verwaiidscliaft gestanden
sein, welch' Letzteres in Kremnicz, hervorragendere Stel-
Jtötli. I. v. I ' o n g j e l ö k . (Taf. 394). len bekleidete.
Eva (1755) Tochter des Adam (1731) ROtli v. Kiräly-
W a p p e n : In B. auf gr. Dreiberge gegen eine gekr.
falva. vermalte sich mit Gabriel Prönay v. Töth-Prona
w. Sänle anspringend, ein w. Einhorn und ein doppel-
n. Blatnicza, welcher sub d. 1782 in d. Freiherrenstand
schwänziger gekr. g Löwe. — Kleinod: Zwischen offenem
erhoben, da3 Wappen seiner Ehefrau (Roth v. Kirälyfalva)
fl: Fluge der Löwe wachsend, hier in d. erhobenen Rech-
als „Vermehrung" des eigeueu Stamniwappcns. in das 2.
ten vier geflitschte, gekreuzte Pfeile haltend — Decken:
n. 3. Feld aufnahm.
bg. - rg.
NB. Die Pfeile (3 und 4) kommen anch bei den Roth Grääu Alexander Teleky, stellte auf d. Goldschmiede-
de Telegd und beim Kleinode der Röth de Kirälyfalva kunstausstellung zu BPesth, im Jahre 1884 zwei vergoldete
vor; hier übrigens (mit Ausnahme des Fluges) — ganz silberne Pokale ans, einer aus d. Ende des XVII. Jh.,
dieselbe Kleinodfigur, als wie bei den Roth de I'ongvelök. mit d. Wappen sammt Init., des Georg, der andere, mit
(Vergl : R6th de Telegd und Röth de Kirälyfalva). den Wappen des 1782 + Thomas ROtli v. Kirälyfalva u.
seiner Ehefrau, Barbara Vatthay de Battlia (f 1784) —
Adelsgeschlecht der Ctte v. Säros, Giimör, Kis- ihren Grosseltern mütterlicherseits.
Honth. Oedenburg u. Weszprim.
(Siegel d. d. 1699 mit Init. des Johann Röth v.
Nagy Ivan (IX 78Ü) hält einen gemeinsamen Ur-
Kirälyfalva. A niagyar tört. ötvösmü Kiällitäs lajs-
sprung mit den Roth de Kirälyfalva. für nicht ausge-
rtroma. BPesth. 1884. Poharak ec. Pag. 19 u 20. —
schlossen (Vergl.: Roth, III v Kirälyfalva). — worauf
Gemaltes Wappen des Adam Röth de Kirälyfalva. —
auch das gemeinsame Helmkleinod weisen würde, welches
N. J. IX. 779-780. - Vergl. auch den Artikel „Prönay").
dem eben genannten Autor damals noch nicht bekannt
war.
Donation auf Pongyelök im Gfimörer Comitate, für Kolli. IV. (Taf. 394).
Michael Roth, welcher 1677 iu Jena studirt hatte, spä-
ter als Ilichter v. Eperies auftritt nnd i. .1 1706 (wäh- W a p p e n : Geteilt; oben in G. ein gekr. Jj Adler;
rend d. Riiköczyschen Wirrem als Vicegespan v. Säros unten in von R. und gr. geteiltem Felde ein schrägge-
thätig war. ä teilt es Schwert mit g. Parirstange nnd dahinter gekreuzt,
ein schräglinksgerichtcter gr Lorbeerzweig, überhöht v.
Sigmund u. Michael Roth v. I'ongyelOk, treten, der
einem achtstraligen g. Sterne, welcher mit einem Reichs-
Erstere in d. Jahren 1744 u. 1750 der Andere im letzt-
apfel sammt Kreuz belegt erscheint. — Kleinod: Drei
genannten Jahre, als Grundbesitzer zu Tälya im Zcinpli-
rggr. Strausscnfedcrn. - Decken: rg. - grg.
ner Ctte anf.
Alexander Rüth v. Pongyelök, Obernotar des Oeden- Die Namen der beiden Generale Roth und Philippo-
burger Ctts, stirbt 1860. vics, sind aus der Kriegsgeschichte resp. aus d. Ge-
(Siegel des obigen .Sigismund. — N. J. IX. 780 — schichte der ungar. Revolutionsjahre 1818 u. 1849 ge-
781. — Eingehendes über die neuere Genealogie, siehe: nügend bekunnt. Derselbe General Röth, hatte, so mir
Gcneal. Taschenbuch der adel. Hänser. Brünn, L). recht erinnerlich ist, don ung. Adel besessen und eiu Sohn
desselben, dürfte wohl jener Karl von Röth gewesen sein,
welcher sich am 5. Oktober 1859 mit Georgina Grüliii
Kittli, II. v. T e l e g d . (Taf. 394). Pälffy ab Krdöd vermalte, und als k. k. Generalmajor
uud Landwehr-Brigadier, am 20. Sptbr. 1879 verstarb.
W a p p e n : In B. ein geharn. geb. Arm, in d. Faust (Gemaltes Wappen, nach dem Orig).
drei gekreuzte Pfeile haltend. — Kleinod: Die Scliild-
figur. — Decken: bs. Kolipiir, siehe: Hnrit'xw (Suppl).
UNGARISCHER ADEL. 551

Kollal. (Taf. 394). auch als Kleinod; hatte jedoch, mit dem vorstehend
behandelten vornehmen Geschleclite Rottenhann, nichts
W a p p e n : Durch ein s. Kreuz von R. geviertet. — gemein.
Kleinod: Zwischen offenem r. Fluge, ein s. Kreuz. — (Die Wappenmiinzc über d. obigen Paul sowie ein-
Decken: rs. — Schildträger: Je ein g. Lindwurm. gehendere Daten über denselben, siehe: Arcli. Közlcmen-
(Tyroff, Neues adeliges Wappenbuch, 1791). nyek, XIV. BPesth, 1886).
NB. Dio Kreuze, erscheinen uucli golden, der Flug
schwarz tingirt, die Decken rotgolden.
Aus Steiermark stammendes, später auch in Nie- JiottenHteln v. K r c l i t k ö v c s d . (Taf. 394).
derüsterreich und in Mähren vorkommendes Geschlecht, W a p p e n : In B. ein doppclschwänziger g. Löwe, in
welches bereits in d. Mitte des XV. Jahrhnndertes. im d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
erstgenannten Lande urk. auftritt und dortselbst bis zu stange haltend. — Kleinod: W. Phönix, aus brennendem
seinem Erlöschen, das Erblandsilberkäinmereramtinne hatte. Scheiterhaufen sich erhebend. — Decken bg.
Jörg Rottal, erscheint schon sub d. 1525 als Frei- Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, für d.
herr aufgeführt. Geschwister Rotteustein.
Ungar. Indigenat d. d. 1622 — Gesetz-Art. 79 — Grundbesitzendes Adelsgeschlecht ans il. llevcser Ctto.
für Johann, Freiherr (dann Graf) v. Rottal. — Maria Tliürzü Max Friedrich Rottensteiu, welcher i. J. 16*8 urk.
de Bethlenfalva, tritt i. J. lull als Khefrau des Johann auftritt, siegelt bereits mit d obigen Wappen.
Jacob Rottal auf. Sub d. Hi.'i8 werden genannt: Johann Michael v. Rottenstein, erscheint sub d. 1770 als
und Adreas Rottal (Gebrüder), Susanna Rottal, Ehe- Notar der Distriktualtafel jenseits der Donau aufgeführt.
frau des Julius v. I-'inta und Katharina Iiottal. Gattin des Paul, Solin des.losefv Uottenstein. erscheint v. IS43
Franz v. Sandor. — 1849 als Stuhlrichter des Heveser Ctts.
Grafenstand, d. d 12. Dezbr. 1641 für Johann und • Siegel d. d I68S mit Init. des obigen Max Friedr.—
Andreas Freiherren (und Gebrüder i v. Kottal, welche beide, N J. IX. 782).
ohne Nachkommen verstarben.
Grafenstand, d. d 17 . . fiir Johann Josef Baron
Rottal, welcher gleichfalls ohne Descendenz verstarb. J S o x c r , I. (Taf. 391).
Grafeustand, in d Mitte des XVIII. Jh., liir Franz W a p p e n : In von H. und G. gespaltenem Schild«
Anton Iiottal. vorne ein pfalweise gestellter s Anker, hinten ein Kra-
Dieser hiuterliess nur Töchter und so erlosch das nich in d. erhobenen Rechtcn einen Stein haltend. —
grälliche Geschlecht Kottal, im Jahre 1762 im Maunes- Decken hg. • rs.
stamme. Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III , d . d . Press-
Erscheint auch: Rothai und Rotal geschrieben. burg, l.Jnly 1712 (kundgemacht: Kesraark,Zips,6.Oktr.
l'cber das Wirken des Johann Graf Rottal, siehe: 1 J ) für Paul Roxcr, Senator v Kesinark.
Wnrzbach Const. l)r. v., Iliogr. Lex. AUes erloschenes Zipser Geschlecht, welches jedoch
(Szent bciied Conv. Pr. J. Pag. 4(18. - Zedier Uni- erst später (von Neuem?) in den Adelstand erhoben wurde.
versal Lexicon. Bd. XXXII. Hiibner Job. Gen. Tab. Enterich Iioxer, tritt 1545 u. 1558 urk. auf: Daniel,
Leipzig, 1728. - N. J. IX. 781 und 852). i. J. 1674.
(Leg. C. Ctt. A. Zips. - N. J. IX. 782).
Kottenhain!. (Taf. 394).
W a p p o n : In W . ein v. einem rechsstrahligen r. B o x e r , II. (Taf. 394).
Sterne überhöhter, gewellter r. Schrägbalken. — Kleinod: W a p p e n : In B. aus gr Boden ragend drei spitze
R. Hahn. — Decken: rw. w. Felsen. - Kleinod: u. Greif wachsend, in d. er-
Altes fränkiscehes Adelsgeschlocbt. welches seinen hobenen Rechten einen Krummsäbel haltend. — Decken:
Ursprung bis zum XII. Jahrhunderte zurückführend, sich rs. — bg.
im XV11I Säculum auch Grundbesitz in BOhmen erwarb. Adels- u. Wappenbrief v. König Karl I I I , d. d. Wien,
Die Rottenhann (oder aucli „Rothenhabii"), blühten in 8 März 1717 (kundgemacht: I.eutschau, Zipser Ctt, 26.
vielen Linien, u erhielt eine derselben. — die llauptlinie Okt 1717« fiir l'uiil Roxer als Nebenerwerber. Siehe:
zu Merzbach — sub d. 25. Jänner U188 das ungarische Hensch, Haupterwerber.
Indigenat. (Leg. C. Ctt. A. Zips).
Freiherrenstand, d. d. 8. Dezbr. 1771.
Grafenstand, d. d. 8. Dezbr 1774.
Das Helmkleinod dieses annoch im Auslande vor- Jtoiär. (Taf. 394'.
kommenden Geschlechtes, i.-t ein redendes; Rotenhahn
(Kottenhain!) = roter Halm W a p p e n : In R. ein g. Löwe, in d. erhobenen
Rechten einen Krummsäbel mit g Parirstange haltend. —
(Nürnberger Codex. Mscr. vom XVI. Jh.. mit einge-
Kleind: Der Löwe wachsend. — Decken: rg.
malten Wappen, im liesitzc der Gymnasial Bibl. v Mis-
kolcz; nun bei Dr. Joh. Szendrei. — Tyroff, neues adel. Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
Wappenwerk. 1791. — Hoheneck. — Grässcr u. Czikann, 1751.
Oestcrr. Encvkl. Wien, 1835. 8. IV. B. 42Ö. - Kneschke, (Adami, Scuta Gent, 'l'oin. X).
VII. f>94).
Es existirte unter d. Adel v. SolmeczbAnya, ein Ge- ItiÜKNa. (Taf. 394).
schlecht „Kubigal" und kömmt dieser Name auch unter
d. nngar. Studenten v. Wittenberg vor. Paul Rubigal, W a p p e n : In B. auf gr. Boden zwei gegeneinander
(1574) besass die Mautli zu Selmeczbänya und war Kam- gekehrte g. Löwen, mit d. erhobenen Linken (Rechten)
mergraf. eine g. Blätterkrone gemcinsuhaitlich emporhaltcnd, welche
Diese Familie. — nunmehr wie es scheint erloschen mit zwei gr. Palmzweigen besteckt erscheint. — Klei-
— war gleichfalls deutsrhen Ursprunges u soll einstmals nod : Manu wachsend, in d. erhobenen Rechten eine zwei-
„Rottenhalin* geheissen haben, woraus dann die latinisirte zipüige, nach links abflatternde r. V Fahne beim Mittelschafte
Uebersetzung ,Rubigall* entstand. Sie führte in gevierte- gefasst haltend. - Decken: bg. — rs.
tem Schilde je einen Hahn u. einen Hirschen und den Hahn Adels- u. Wappenbrief v. König Fcrdinaud III., d. d.
552 UNGARISCHER ADEL.

Pressburg, 13. Dezember 1637 (kundgemacht: Szcpsi, gekelirten Mondessiclu-I und v. einem sechsstraligen Sterne
Abaujer Ctt, 18. Mai 1638) für Michael Rözsa. überhöhter Mann in d. Bechten einen Krnmmsäbel. mit d.
(Kurpona.v J., Abauj m. monogr. II. 325). Linken die Zügel haltend. - Kleinod: Doppelschwän/.iger
Ein erwiesener Zusammenbang ist mir nicht bekannt. Löwe in d. erhobenen Itechten einen Krummsäbel haltend,
auf dessen Spitze ein Türkcnschädol gespiesst erscheint.
ltrizNU. siehe: Rösa. Noch ist mir endlich ein viertes Wappen „Bozgonyi"
bekannt, von Kicol. von Kubinyi jun., aus d. Arvaer Ctto,
Jtozgony i. I. v. Itozgoii). (Taf. 394). als undeutliches Exemplar /.ugescndot, als: Durch
einen Schrngbalken geteilt-, oben ein Löwe in d. Bechten
W a p p e n : In B. ein w. Schwan, in Schnabel eine g. ein Schwert in d. Linken einen Tiirkenschädel haltend;
Lilie? haltend. — Kleinod: Die Schildfigur, ohne Lilie. unten aus einer Krone wachsend ein Adler, Pelikan oder
Decken: b. (und s?). Schwan, begleitet von ? — Kleinod: Der Löwe wachsend.
(Nagy Jv., IX. 788, nach einer beglaubigten alten (Siehe auch: N. J. IX. 788- 789).
Malerei, durch Gustav Wenczel. Wie zu vermuthen, nach
einem Wappenbrief v. König Sigismund).
R o m a y , I. (Taf. 395).
So siegelt auch Simon Bozgonvi, sub d. 1409 (S.
Wagner, Dec. III.) und sub d. 1411 (S Nydry, Vezerf. W a p p e n: In B. auf gr. Boden ein Löwo in d. er-
V. 47) sowie (hier auch complet, d. i. mit d. Helmkleinod hobenen Bechten einen Streitkolben, in d. von sich ge-
wie oben blasonirt) sub d. 1412 derselbe Comes Simon streckten Linken ein v. drei Nägeln durchbohrtes r. Herz
d. Bozgon. wie bei BajcsAnyi Ad. (Siegelcopien, Mscr im haltend. — Kleinod: Der Löwo wachsend. — Decken:
R. A.Bl'esth) zu sehen. Das Wappen des Sebastian Roz- bg. — rs.
gonyi, erscheint im Ehrenspiegel (pag. 642) veröffentlicht.
Der bereits wiederholt erwähnte Wappenfabeldichter Fe- Adels- und Wappenbrief v. König Leopold 1., d. d.
jörväry Carol., (Mscr. im Nat. Mus. BPesth), führt uns Wien, 5. April 165!) (kundgemacht: Fiilek, Neograder Ctt,
dagegen sub „Simon Bozgonvi de Eadem, d. d. 1411" 7. Aug. 1. J.), für Johann Iioznay als llaupterwerberund
eine mit einem Flügel besteckte g. Krone vor. für dessen Bruder Martin sammt Ehefrau Marie Pethü,
sowie für d. dritten Brnder Paul, als Nebenerwerber.
NB. Das „vermehrte* Bozgonyi-Wappen, wird im Dieses Geschlecht, welches bald Bosnay, bald Roznav,
Supplemente publicirt werden. nnd Bozsnyay geschrieben, ans der Stadt Hozsnyö (Rosenau)
Uradcliches, historisch berühmtes u. vornehmes Ge- entsprossen sein dürfte, tritt mit Nachkommen der vor-
schlecht, als dessen Ahne und Begründer, Benold nador stehenden A(leiserWerber i. d. Jahren 1681, 1687. 1690
(Sohn des llenold de villa Bozytli 1221, 1240) genannt im Neograder und in diesem Jahrhunderte, im Abaujer
erscheint, welcher v. 1259—1291 urkundlich auftritt. Ctto nnf. Adelszeugnis vom Neograder Ctt, d. d. 1844.
Von den Nachkommen des Vorgenannten, erhält ein Zweig
die Ortschaft Bozgony im Abaujer Ctte und nimmt dann (Nach d. Orig., N. J. IX. 789-790'.
im Verlaufe des XIV.'Jahrhundertes, den Namen Bozgonyi
auf. Im Mannesstamme erloschen mit Stefan VII., wel- ItozsMj-aj-, II (Taf. 39f>).
cher im Jahre 1513 verstarb. Der grösste Tlieil seiner
ansehnlichen Besitzungen (darunter sechs Burgen), über- W a p p e n : In B. aus g. Blätterkrone ragend drei
ging mit kön. Conseus d. d. 1519, auf seinen Schwieger- g. Weizenähren, in d. obern rechten Schildesecke v. einem
sohn Andreas Büthory. sechsstraligen Sterne, in d. obern linken Ecke v. einer s.
Dieses hervorragende Geschlecht, welches bereits im Mondessichel begleitet. — Kleinod: Flugbereite Taube,
XIII. Jahrhunderte, mit Grundbesitz auch in Zemplin im Schnabel drei Weizenähren haltend. — Decken: rg.
(Visnyö, Varannö) und Szabolcs auftritt, hatte sub d. 1410 - bs.
neue Donationen auf Bozgony ec. erhalten, stand 1347 im (Siegel d. d. 1810 mit Initialen des Samuel v. Bozs-
Besitze von bzepsi in Abanj, erhält auch 1411 eine k. nyay, des äussern Bathes d. Stadt Debrezin Mitglied).
Donation auf Farnos in lieves und wird noch ferner, im Adels u. Wappenbrief v. König Leopold I. (kundge-
XV. ,1h , mit Besitzungen in: Biliar, Borsod, Gömür, Neo- macht: Zempliner Ctt, 1666) lür . . . , Bozsnyay. Ein
grad ec. angetroffen. erwiesener Zusammenhang, ist mir unbekannt.
(Pör Aiital, Benold Niidor es ivadf ka. Turul, VII.
1889. 3: 114-118. — Ueber mehrere Siegel des Benold Ü o Z N u j a ) ' , siehe: Jtosnyay.
niidor, siehe: Hazai okmiinytiir, VII. 43. - Dr. Csanki
Dezsö, Magynrorsz. tört. földr. — BPesth, 1890. Pag. 46, Jiotlli v. Ciadöcr.. (Taf. 395).
83, 84. 158, 191, 231, 325, 499, 639 ec. — N. J. IX.
783—788). W a p p e n : Mann, in d. erhobenen Rechten ein Schwert
mit Parirstange. die Linke in d. Hüfto gestützt haltend.
K o / . g o n j i, II. (Taf. 395). — Kleinod: Pelikan im Neste mit d. Schnabel seine Brust
ritzend und mit d. heraustroplenden Blute drei Junge
W a p p e n : Pelikan im Neste mit d. Schnabel seine atzend.
Brust ritzend, und mit d. heraustropfenden Blute drei Adelsgeschlecht des W'eissenburger Ctts, auch ander-
Junge atzend. wärts vorkommend.
(Viele Siegel d. d. 1640 ec., des Johann Bozgoni. Georg Boeth „civis civil. Brassoviens." und seine
Archiv der Fam. Ibrünyi, im Ungviircr Ctt). Ehefrau Cathariua, erscheinen bereits am 19. März 1496
Dieses Siegel, bez. auch der vorstehende Johann Boz- als .Mitglieder der Bruderschaft „Sancti Spiritus de
onyi, dürfte wohl demjenigen adeligen gleichnamigen Urbe", aufgeführt.
S eschlechte aus Zemplin zuzuzählen sein, welches noch
i. J. 1756 mit Gabriel u. Josef, auf Tölcsva im genannten
Adam Bötli, Gerichts Beisitzer des K»monier-, tritt
i. J 1720; Alexander Rötth, sub d. 1744 als Yicogespan
Ctte, sowie auch noch in diesem Jahrhunderte, ebendort des Weissenburger-; Ignaz Büttli, i. J. 1756 als Stnlil-
genannt erscheint. richtor des gleichen nml Johann Büth v. Gadücz, 1806
Einem dritten Gesclilechto Bozgonyi gehörte zweifel- als Gnscliworner, — wieder des Komoiier Ctts, urk. auf.
los Georg Bozgoni an, welcher auf seinem Siegel d. d. (Siegel d. obigen Adam, lgnacz u. Johann Höttli. -
1669 mit Initialen, folgendes Wappen aufweist: Jeher n. Siehe nuch: Momimoiita Vaticana llungariao. BPostli, 1889.
Boden auf einem Bosse scheinbar sprengend ein v. einer links- l'ag. 47).
UNGARISCHES ADEL. 553

JUctttky v. E*ft«d. (Taf. 895). (L. R. Nr. 08. Pag. 445. — Geschnitztes Wappen).
W a p p o n : Greif auf einem Dreiberge, in d. erho- Adelsgeschlecht dc>8 Bäcs-Bodroger Ctts, imManneB-
benen Rechten ein Schwert mit Parirstange haltend. — stamme erloschen zu Breitensee, am 12 Oktober 1885 mit
Kleinod: Der Greif, wachsend. Josef Freiherr Rudics v. Almas (geb. 1829), Sohn des
Dieses Geschlecht, anch Röthy geschrieben, dürfte .Tosef I., k. k. Kämmerer, ec.
sein Prädikat vom Orte Ecsed im Honther Ctte herge- Adclstand v. König M. Theresia, d. d. 1756 für
leitet haben und tritt bereits zn Ende des XVI. Jahr- Kristof Rudics.
liundertes mit Grundbesitz im Neograder Ctte mit Urban I. Freiherreustand (österr.), v. Kaiser Franz Josef I.,
Heöthy auf, welcher Katharina, Tochter des Andreas d. d. 1856 für Josef Rudics v. Almäs (geb. 1791), k. k.
Ragyüczy zur Elielrau hatte. Sein Sohn Urban II., dessen Kämmerer u. Obergespan.
Gattin Sofia Mocsäry, gleichfalls aus d Neograder Ctte Ungar. Freiherrenstand, d. d. Schöllbrunn, 3. Juni
stammte, diente unter Georg Räköczy I.. und war General 1874 für d. vorstehenden Josef.
v. Kaschau u. Obercapitän v. Kövär in Siebenbürgen. (M. X. Zsebk., I. BPesth, 1888. 470-471. — N. J.
IX. 793-794).
Derselbe lebte in d. Jahren, v. 1642— lt>45 u. ver-
fasst sub d. 1Ö4Ö sein Testament. Er war in Sieben-
bürgen sowie auch in Ungarn (Ecsedi begütert und er- Kiuliiaj v. Itndua II. »ivek-ITjttilu. (Taf. 395).
losch sein Geschlecht im Munnesstammo, mit seinem Sohne W a p p e n : In R. neben und vor einem aus gr Roden
Stefan, wclcher vor 1655 verstarb. sich erhebenden belaubten Baume schreitend welcher v.
(Siegel d. d. 1644 u. 1645 mit voller Umschrift des einem sechsstraligen g. Sterne und v. einer s. Mondes-
Urban II. Reöthy. — Szalärdy Sir. Krön. 227. — Ku- sichel überhöht erscheint, ein n. Rär. — Kleinod: Der
binyi-Vahot IV. 93-99. — N. J. IX. 791—792). Bär wachsend. — Decken: bg. — rs.
Geineinsam mit den Racskädy, Iitszndk, Bossiinyi,
Jtmkcs V. Kulllli. (Taf. 896). Csermendy, Diveky, Jöküthy, Jlajthenyi, Motesiczky,
Rudnyäuszky, Ujfalussy u. Zämbokrethy (eine Linie),
Wappen: In R. auf g. Blätterkrone ein v. einem vom Genus Divek abstammendes, uradeliges u. vor-
sechsstraligen g. Sterne und v. einer s. Mondessichel über- nehmes Geschlecht, welchem der Fürst-Primas v. Ungarn,
höhter # Flügel. — Kleinod: Der Flügel. — Decken: bg. Alexander v. Rudnay entstammte, der, geb. Nyitra-Szent-
So siegelt sub d. 1653 Blasius Rötkes v. Sulfl'a. keveszt, 4. Oktb. 1760, die Basilika v. Gran erbaute und
_ Das Wappen dieses Geschlechtes, erinnert lebhaft an am 13. Sptb. 1831 verstarb.
dasjenige, der vom Genus Osl abstammenden: Kanisay, Das vorstehende Geschlecht war noch vor kurzer Zeit
Ostil'y. Viczay ec., wie nicht minder auch, an das Wappen (oder aber ist noch gegenwärtig) begütert, in d. Ctten
der Rolionczy v. Felsö-Pulya. v. Neutra u. I'esth. — Vergl. auch den Artikel „Rud-
(Rajcsänyi, Siegelcopien. Mscr., im R. A. BPesth). nyänaky" in diesem Werke.
(N. J. IX. 794-797). — Csergheö Fr., Tab. Gen Nob.
Itiibcr. (Taf. 395). Ilung. Fam. Cent. I. 425 -427. Mscr. im Nat.-Mus. BPesth).
W a p p e n : Fingbereiter Engel in d. erhobenen Rech- Ruriiiyiiiissk}- v. »ezser. (Taf. 395).
ten ein Kreuz, in d. Linken ein aufgeschlagenes Buch
haltend, Wappen: In B. neben einem aus gr. Boden sich
(Siegel d d. 16.11 mit Initialen u. bischöü. Insignien erhebenden belaubten Baumo schreitend welcher rechts v.
des Paul Ruber. Arvaer Schlossarchiv, Xicol jun. v. einein seehsstrahligen g Sterne, links v. einer s. Slondes-
Kubinyische Sammlung). sichel überhöht erscheint, ein n. Bär. — Zwischen
otl'ciiom, rechts von B. und G., links vou B. und S. ge-
teiltem Fluge, der Bär wachsend. — Decken: bg. — bs.
ItiibiKall, siehe: Itofteiiliniiii. W a p p e n , frciherrl.: Wie oben. — Schildhalter: Jo
ein Meerweib.
Knbiut v. Serteu; . (Taf. 395). Gemeinsam mit den Racskiidy v. Bacskafalva, Besz-
W a p p e n : In von ü. und G. getoiltem Schilde oben mik, Bossänyi, Csermendy, Diveky, Jökutliy v. Zomorl'alvu,
aus d. Teilung wachsend ein doppelschwänziger g. Löwe Majthenyi, Motesiczky, liudnay. Ujfalussy v. Divek Ujl'alu,
in d, erhobenen Rechten einen Krümmsäbel mit g. Parir- Ujfalussy v. Tökes-Ujlalu und Zämbokrethy (eine Linie),
stange haltend, unten ein r. gew., fl Adler. — Kleinod: vom Genus Divek abstammendes Geschlecht, mit wclch
Der Löwe. — Decken: bg. — rs. Genannten, die Rudnyüuszky auch ein und dasselbe Wap-
Es treten Mehrere dieses Xanieus u. Geschlechtes in pen theilen.
diesem Jahrhunderte urk. auf. Dagegen ist die Stammesverwandschaft mit den Kosz-
(Gemaltes Wappen). tolänyi, Prileszky, Turcsänyi v. Turcsstny und Väly v.
Väly u. Csoltisz. noch immer nicht urk. erwiesen, bezw.
was die Turscanyi betrifft, nur die Abstammung weib-
JSutlifs v. A l m ä l . (Taf. 395). licherseits vom Genus Divek festgestellt.
Wappen, adel.: Unter einem b. Schildeshaupte welches (Turul, 1887. III. I'ag. 114).
mit einer aufgehenden g. Sonno und einer s. Mondcs- Jene wurde vielmehr auf d. Heimlichkeit der Wapppeu
sichel belegt erscheint, — in G. über gr. Roden auf basirt. Möglich indess.dass anch die Kosztohinyi, Prileszky
oinem falben Rosse scheinbar sprengend ein Mann mitr. u. Väly, weiblicherseits vom Genus Devek abstamm-
Leibrocko und Mente. b. Hosen, r. gefüttertem Pelzkalpag ten und dass auf diese Weise, das bekannto „Bären-
und hohen g. Stiefeln, in d. erhobenen Rechten einen wappen", dann später aufgenommen wurde.
Krummsäbel mit g. Parirstange, mit d. Linken die Zügel Andreas de Rudnü (1373- 1414) ein Nachkomme des
haltend. — Kleinod: Geharn., geb. Arm, in d. Faust Akur de Genere Divek (XIII. Jh.) wird als der Stamm-
einen Krummsäbel wie im Schilde haltend. — Decken: vater der Geschlechter Rudnay u. Rudnränszky betrachtet.
rg. - rs. Freiherrenstand. d. d. Wien, 3. Dezbr 1773 für Josef-
(Coli. Herald, Nr. 274). Johann Rudnyänszky do Dezser, Ritter d. gold Sporens,
W a p p e n , frciherrl.: Wie vorstehend. — Schild- mit d. Kindern: Anton, JoBef, Alexius, lgnacz, Georg,
halter • Je ein auswärtsschauender g. Löwe. — Wahl- Karl, Paul. Johann, Maria-Auna, Rosa, Josefa, Franciska,
spruch; Pro Rege et Lege. Theresia, Christina u. Elisabet.
IV. 15. 133
554 UNGARISCHER ADEL.

Blüht im einfachen Adels- und im Freiherrcnstande. K i i p p r c f l i l v. V l r t a o l o g . (Taf. 396).


(L. R. 50. 80. - N. J. IX. 797-810. - II. N.
Zsebk., I. 41(3-418). W a p p e n : Unter einem mit sieben sechsstrahligen
s. Sternen belegten, geschmälerten w. Balken welcher v.
drei g. Rosen überhöht erscheint, in B. auf gr. Drei-
ltiikawiii» v. Widovgrsul. (Taf. 395). berge ein aufspr. w. Einhorn. — Kleinod: Krauich, in d.
erhob. Hechten einen runden Stein haltend. — Decken:
W a p p e n , freiherrl. v. 1844: Geviertet mit r. Mittel- bg. — bs.
schilde. darin ein s. geharnischter Mann mit Eisenhelm
Adels- u. Wappenbrief d. d. 18'18 für Johann Rnpp-
sammt offenem Visire, in jeder Faust eine Lanze schräg-
rcclit. Zuckerfabrikant.
gerichtet lialteud: dann 1. in B. auf u. Felsen eine Burg-
Ocdenburger Geschlecht, welches sich in d. Mitte
ruine ; 2. in S auf gr. Hügel eine Kanone: 3. in G. eine
dieses Jalirhundertes, mit Grossindustrie bofasst hat. Im
mit d. Hörnern nach aufwärts strebende b. Mondessichel,
Jahre 1790, tritt Auton Ruppreclit, als Bergrath auf.
überhöht von zwei mit Moudessichcln und 4-T BOM-
Zwei Brüder linpprecht, dienten noch vor wenigen Deccn-
schweifen besteckten, gekreuzten Schäften; 4. in B. über
nien, als Stabsoffiziere in der österr. CavaMcrie
einem Fluss eine auf drei Steinsänlen ruhende Brücke,
woranf ein s. Löwe schreitend. — Kleinod: Zwischen (Marsovszky, Mappenmscr. im Nat. Mus. Bl'esth).
offenem ^ Fluge ein geharnischter gebogener Arm, in d.
Faust ein Schwert mit g. Parirstange haltend. — Decken: KIIHNH. (Taf. 396).
rs. — bs.
W a p p e n : In B. ein rechts oberhalb v. einem sechs-
Bosnischen Ursprunges, später auch in d. Herzogovina strahligen g Sterne, links oben v einer s. Mondessichel
sowie in Dalmatien u. Kroatien auftretend.
begleiteter, r. bekl., geb. Arm. in d Faust einen Krumm-
Adelstand , österr.), d. d. Wien, 19. Jänner 1800 für säbel mit g. Parirstange haltend.
Georg Rukavina.
Jacob Hussa, erhält einen Adelsbrief, welchen sein
Freiherrenstand, d. d. Wien, 29 July 1841 für den
Sohn Peter Johann, i. J. 1582 zu Zemplin publiciren lässt.
obigen Georg, als k. k. Feldmarschalllieutuaut.
Szirmay (C. Zempl not. top.), führt ein gleichnamiges
Freiherrenstand (u-jgar.), d. d. Wien, 17. Mai 1844
Geschlecht, unter d. Adel des Zempliner Ctts au.
für Georg, als F. Z. M.
(Siegel d. d 1694 mit Init des Peter linssa. Stnhl-
(L. R. 67. 420. - M. N. Zsebk., I..418 - 429).
richtcr des F.isenburger Ctts.1!.

Hu i n j v . K i n n ii. Kiibii-OuroKxI». (Taf. 396). Bwslca. (Taf. 396).


W a p p e n , a): G. verzierter s. Deckelbecher. W a p p e n : Löwe, in d. erhobenen Rechten drei be-
(Siegel d. d. 1666 mit Init. der Ladisl. Rumy. Ebenso stengelte Rosen haltend. — Kleinod: Die Schildfigur
blasonirt dieses Wappen, Franz v. (.'serglieö. Siehe: Tab. wachsend.
Gen. ec.). NB- Der Löwe, hier nur e i n e bcstengelte u. be-
W a p p e n , b): In R. ein v. einen sechsstrahligen g. blätterte Rose haltend, kömmt auch schreitend vor, vor
Sterne überhöhter, geharn.. geb. Arm. in d. Faust einen einem aus n. Boden ragenden Strauche.
g. verzierten s. Deckelbccher haltend. — Kleinod: Die Caspar Ruszkay, tritt 1665; Ladislaus u. Knierich,
Schildtigur. — Decken: rg Täblabirn v. Bereg, erscheinen 1814 urk. genannt.
(Rajcsänyi Ad., Siegelcopien. Wappcnmsc., im R. A. Dürfte dem Adel des Bereger Ctts angehört haben.
BPesth. — Gemaltes Wappen). (Verschiedene Siegel;.
NB. Das Wappen „Rumy," kömmt auch qnadrirt vor,
mit dem Wappen wie sub b blasonirt. im 4. Felde. KiiNzkörz.v. (Taf. 396).
Ansonsten, ist diese Blasonirnng, in Magyarorsz csal.
IX. 822, unverständlich. — Zweifellos haben die Rumy W a p p o n : N. Pelikan im Neste, in beiden obern
ehedem ein anderes Wappen geführt nnd erst viel später, Schildesecken v. je einem sechsstrahligen Sterne begleitet,
als Erinnerung an die bekannten Rumy-Pokale, d i e s e s mit dem Schnabel seine Brnst ritzend u. mit dem heraus-
Wappenbild (bezw. anch nur als Vermehrung) anfgenommen. tropfenden Blute drei Junge atzend. — Kleinod: Gehar-
• Uradel des Eisenburger Ctt, welcher mit dem Ahn- nischter gebogener Arm, in d. Faust einen Krummsäbel
herren DoroszlA (Dnruslans), v König Andreas III., die haltend.
Ortschaft Rum, sub d. 12SI2 erhielt. Bereger Adelsgeschlecht, bereits 1649 im Besitze
Das vorstehe Geschlecht, ist erst vor Kurzem im von Ruskücz.
Mannesstamme erloschen. (Siegel d. d. 1755 u. 1779 mit Initialen des Andreas
(Csergheö Fr., Tab. Gen. Nob. Fam. Hung. Cent. I. v. Ruszköczy. — Siehe auch: Lehüczky T . , Bcregvärm.
429-439. - N. J. IX. 8 1 7 - 822). Monogr.).

KnniIN. (Taf. 396). KIIIIH'U)'. ( T a f . 396).

W a p p e n : In von B. und W. gespaltenem Schilde W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Hügel ein r. bekl. geb.
über gr. bchildesfusse vorne ein cinwärtsgekehrtcr g. Löwe Arm, in d. Fanst cino mit drei Lilien besteckte w. Hon-
in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir- kelvasc haltend. — Kleinod: Die lleukelvase. — Decken:
stange haltend; hinten ein Mann mit b. Lcibrocko und rs. — bg.
Mente, r. Hosen, r. Gürtel, hohen g. Stiefeln nnd r. Kal- Eva Nagy v. Uermeny, tritt mit Endo des vorigen
pag, in d. erhobenen Rcchtcn einen Krummsäbel mit g. Jahrhunderts, als Ehefrau des Mathias Rnthönyi auf;
Parirstange, d. Linke in d. Hüfte gestützt haltend. — Andreas ltutlienyi, erscheint 1788 als Gcrichtsbcamter im
Kleinod: Zwischen einem b. und einem r. Fliigol ein g. Noograder Ctte genannt.
Löwe wachsend, in d. erhobenen Rechten einen Krumm- (Adami, Scuta Gent. X.).
säbel mit g. Parirstange haltend. — Decken: bg. — rs.
Adels- und Wappenbrief v. Köllig M. Theresia, d. d. It ii II Uli) v . Also- n n d I'cIkü-KII 11 kii i r a d V . K e -
1751. d e e s e . (Taf. 396).
(Adami, Scuta Gent. X.). W a p p o n , altos: Greif, auf einer Blättorkrone
UNGARISCHER ADEL. 555

stehend. — Kleinod: Geharnischter, pfalweise gestellter Ein gleiches Wappen, erhalten v. König Ferdinand IT.,
Arm, in d. Fanst einen Krummsäbel mit Parirstange sub d. Wien, 8. Maj 1635 (kundgemacht: Biliarer Ctt
haltend. 5. Dezbr. 1626) — Michael Säary im Vereine mit seinen
(Siegel d. d. 1600 mit Initialen des Johann Rutthka). Briideen Franz, Georg n. Martin und mit Andreas Radö
W a p p e n , vermehrtes: In von B. nnd R. gevierte- sammt d Ehefrau Margarethe Säary.
tem Schilde 1 u. 4 ein einwärts aufspringender Greif, Die log. Copic, erliegt im Zempliner Ctts Archive.
2 n. 3 ein aufspringendes w. Kinhorn. — Kleinod: Adler, (Siehe auch: X. J. X. 8—4).
im Schnabol einen Oelzweig haltend. — Decken: rs. — hg.
W a p p e n , freiherrliches: Geviertet von B. mit Ä Säary. III. (Taf. 397).
Mittelschilde, worin ein pfalweise gestellter s. Anker;
dann 1 u. 4 ein einwärtsgekehrter g. Greif; 2 u. 8 ein W a p p o n : Pelikan mit d. Schnabel seine Brnst
mit einem sechsspeicliigen s. Wagelirado belegter r. Bal- ritzend u. mit d. heraustropfenden Blute drei Junge
ken. darunter ein r gew. Taube, im Schnabel einen Oel- atzend. — Kleinod: Zwischen offenem Fluge ein gehar-
zweig haltend: Zwei Ilcliue: I. gekr. t t Adler. — nischter gebogener Arm, in d. Faust einen Krummsäbel
Decken: bg. — II. Doppelschwänziger, gekr. g. Löwe haltend.
wachsend. — Decken: rs Gleichnamige Geschlechter, traten oder treten noch
(Adami, Scuta Gent. X.). gegenwärtig, auch in d. Ctten v. liaab, Pesth, Szathmär,
Uradeliges Geschlecht aus Rutka im Turöczer Ctte Veszprim u Trentsehin auf.
stammend, welches seinen Stammbaum bis zum XIII. Jh. i Siegel d. d. 16 . mit Init. des Lazarus Säary. —
zurückfährt und von welchem auch die Cseh, Szuluics, Vergl. auch. X. J. X. 3 - 4).
Korda, Szckerka u. Lamos abstammen sollen.
Donation auf Also- u. Felsö-Rutka. v. König Bela IV., •SarliN ab I l a r l e n e r k . (Taf. 397).
im XIII. Jh.
Wappenbekräftigung v. König Mathias II., d. d. W a p p e n : Von je einem cinwärtsgckelirtcii, ans
S. Maj 1()09. einer Blätterkrone wachsenden Hirschen begleitete Spitze,
Freiherrenstand, sub d. 170$ für Stefan linttkav v. worin auf einer Krone ein Kranich, welcher in d. erhobe-
Felsö-Ruttka u. Roznäcz (1688 Vicegespan v. Trentsehin, nen Rechten einen runden Stein hält. — Kleinod: Zwi-
1696 Kammerrath) und für d. Sohn Josef. schen Hörnern deren Mundlöcher je mit. einem sechsstra-
Diese, freiherrliche Linie, scheint mit Therese, ligen Sterne besteckt erscheinen, eine llugbereite Taube,
Tochter des vorstehenden Freiherrn Josef u. Gattin des im Schnabel einen Oelzweig haltend.
Johann Reväy erloschen zn sein. (Siegel des Jacob Sachs ab Harteueck).
KB. Nach Magyarorsz. csal, soll im 1. u. 4. Felde Die Sachs v. Hartenek. auch „Zabanius" genannt,
des sub 1609 bekräftigten Wappens derlintkay, ein Leo- gehörten den sächsisuhcn Adelsgeschlechtern von Sieben-
pard und kein Greif verliehen und das im genannten bürgen an.
Werke bildlich reproducirtc Wappen mit den Greifen, Schon 1383 tritt Jacob Sachs als Coines do Cibinio
nacli einem alten „fehlerhaften" Siegel wiedergegeben auf; Johann Sachs aber, gleichfalls in Siebenbürgen, sub
worden sein; welche Bemerkung jedoch insoferne nicht d. 1446.
richtig sein dürfte, als wir es ja gesehen haben, dass das Es ist mir nicht bekannt, ob diese Beiden, einer
Stammwappen der Ruttkay, ein Greif gewesen ist. und derselben Abstammung gewesen waren, mit dorn hier
(N. J. IX. 823-839). in Behandlung stehenden i ieschlechte.
Johann Zabaiiius Sachs (geb. 1633) Sohn des Eper-
jeser Professors Isak Zabanius. beginnt seine öffentliche
Ilziniarz. (Taf. 396). Laufbahn als Distrikts-Notar der sächsischen Nation, im
Jahre 1691; wird in dieser Eigenschaft mit einer Mission
W a p p o n : In B. auf gr. Boden ein v. drei sechs- nach Wien betraut, 1695 zum Uiiterki'migsrichtor, 1698
strahligen g. Sternen überhöhter Kranich, in d. erhobenen aber zum Rath ernannt und mit d. Namen „Sachs ab
Rechten einen runden Stein haltend — Kleinod: Offener Hartenek" in d. Ritterstand des h. röm. lieiches erhoben.
£): Flug. — Decken: rs. — bg. Am 12. 10. des Jahres 1697 zum Substitut des
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. Königsrichtcrs designirt, wird derselbe am 5.8. 1699 zum
1718 für Josef Anton Rzimarz. Nationsgrafen auf ein Jahr gewählt und am 3. 8. 1701
(Coli. Herald. Nr. 523). (mit Rescript) auf Lebenszeit bestätigt.
Am 3. 12. 1703 endete er sein Leben auf dem Blut-
M a r y , I. (Taf. 397). gerüste. Seine Ehefrau, war Elisabct Fejes auch „Haupt"
genannt.
W a p p e n : InB. auf gr. Boden ein n.Bär, in d. er-
hobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange (Vergl. auch: N. J. X. 4 - 5 u Siebm. Siebb. Adel).
haltend. — Kleinod: Ii. gew. Ilugb. w. Taube, im Schna-
bel einen gr. Oelzweig haltend. - Deckeu: rs. — bg. NaebHCubeiiii. siehe: SuleriiiN v. SiieliNCiilieiiii.
(Siegel d. d. 163. mit Umschr. des Math. Ssiari do
Ger. . . . — Gemaltes Wappen). Sadaiiyi. siehe: Xsadänyl.
Kafliirylh. (Taf. 397).
N a a r y , II. (Taf. 897).
W a p p e n : In B. auf g. Blätterkrone pfalweise ge-
W a p p e n : In B. auf gr. Buden ein doppelschwän- stellt ein in der obern rechten Scliildesccke v. einer g.
ziger g. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krumm- Mondessichel in der linken Obereeke v. einem achtstrah-
säbel mit g. Parirstange haltend. - Kleinod: R. bekl. ligen g. Sterne begleiteter g. Adlerfuss sauimt )4 Flü-
geb. Arm mit g. Aufschlage, in d. Faust einen Krumm- gel. — Kleinod: Zwei b. Straussenfedern. — Deckeu: bg.
säbel haltend. - Decken, bg. - rs. (Eingemaltes Wappen d. d. 27. Oktober 1602 mit
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. eigenhändiger Unterschrift des Michael Saffaryth, im Liber
Wien, 7. April 1666 (kundgemacht: Kis-Viirda, Szabol- amicorum (gemaltes Wappen-Album aus d. Beginne des
cser Ctt, 1. J.) für Peter Säari. XVII. Jh.) in d. Bibliothek des ref. Licaenms zu M.-
(Leg. C. Ctt. A. Biliar/. Szigeth).
556 UNGAllISCilEU ADEL.

Ein Znsammenhang mit dein Geschlecht« „Sapbarics", Nifcgby. IV. (Taf. 397).
ans welchem Bernhard als Hanpterwerber, sowie Georg
n. Stefan dieses Namens, sammt Georg Zalathnok als W a p p e n : In einer Spitze welche rechts v. einen.
Nebenerwerber, v. König Ludwig II. sub d. 1517 einen Adler, links v. einem Anker begleitet erscheint ein Kra-
Adels-u. Wappenbrief erhielten lOrig. im Ctt A. Baab)— nich, in d. erhobenen Beeilten ein Hufeisen haltend. —
ist zu vermutheu. — Die Saffarith (Sapharics , sind er- Kleinod: Der Kranich.
loschen. (Siegel d d. 1768 des Emerich Siigliy, Gesellwornor
(Vergl. N. J. X. 51.). des Zalaer Ctts. - N. J X. Pag. 7).

Nägoriy v . KEUICM-NAgod. (Taf. 397).


Sagau, siehe: Lubkowit-z.
W a p p e n : In B. ein Pelikan im Neste mit d. Schna-
bel seine Brust ritzend u. mit d. horaustropfenden Blute
NAgby I., v . S ä g h u . C s u k a r - l ' ä h a . (Taf. 897). drei Jungo atzend. — Kleinod: Gobnm. geb. Arm, in d.
Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. —
W a p p e n : In B. aus einer g. Blätterkrone schräge Decken: rg. — bg.
hervorragend ein geliarn. Arm, in d. laust einen Stab
Aua Neines-Siigod im Zalaer Ctte stammendes, nun-
zwischen einer Kornähre und einer Traubenfrucht hal-
mehr im Prcssburgcr Ctte domicilirendes Geschlecht.
tend. — Kleinod: Die Schildilgur. — Decken: rs. — bg.
Stefan Siigody, tritt 1770 n. 1787 als Kamerai-
Es gab oder gibt noch gegenwärtig, verschiedene Beamter; Alexander Sügody aber, 1863 als Vicobürger-
Geschlechter dieses Namens, in d. Ctten v. Eisenburg, meister d. Stadt Pesth auf.
Oedenburg. Pressbnrg, Zala u. Heves und treten meh-
Hierher gehört auch Johann v. Siigody, gegenwärtig
rere Mitglieder, unter diesem Namen, bereits im XV. .Iii.
k. k. Oberstlicutennut in 1'eiiBion, welcher v. 1869—1873
auf. Eine Verbindung unter einander, gelang mir jedoch
bei der kön. ung. Leibgarde diente und Bich dann mit
bis heute noch nicht festzustellen.
einer geb. von Hnszür vermalte. Seine Schwester, war
Dieses vorstehende Geschlecht, dürfte dem Prädikate die Gemalin des t k. k. Generals Freiherrn Bauber v.
nach zu schliessen, aus d. Eisenbnrgcr Ctte seine Ab- Plankenstein u. Karlstetten.
stammung herleiten.
(Fam. Ber. — N. J. X. 10).
(N. J. X. 6 - 9 f.).
SajgA. I. (Taf. 397).
S ü g h y I I . , v . I>ormtin<lliii7.a. (Taf. 397).
W a p p e n : In B. über r. Boden auf oinem w. Bosse
W a p p e n : InB. über gr Boden auf einem mit einer scheinbar sprengend ein b. gekl. Mann mit Kalpag nud
r. Decke überworfenen w. Bosse scheinbar reitend ein hohen g. Stiefeln, in d. erhobenen Bechten einen Krumm-
Mann mit g verschnürtem r. Leibrocke u. Hosen, gr. säbel mit g. Parirstange, in d. gesenkten Linken einen
gefüttertem n. Leopardenfelle, br. Felxkalpag mit g. Forgö schnurrbärtigen, vom Bumpfe getrennten Türkenschädel
und g. Stiefeln, in der erhobenen Bechten ein g. Scepter, beim Schopfo haltend. — Kleinod: Der Mann wachsend,
mit d. Linken d Zügel haltend. — Drei Helme: I. Der hier in d. Hechten einen g. Schlüssel, in d. Linken ein
Mann des Schildes, wachsend. — Decken: bg — II. Zwi- rw. geteiltes, nach links nbfiatterndes Barier haltend. —
schen je einem gr Lorbeerzweige ein geliarn. geb. Arm, Decken: rs. — bg.
in d. Faust einen Krumi.isäbel mit g. Parirstange hal- Adels- u. Wappenbrief v König Mu.hias II., d. d.
tend, auf dessen Spitze ein schnurrbärtiger, vom Bumpfe Wien, 5 1. 1609 für Johann SajgcJ.
getrennter Tiirkenschädel gespiesst erscheint. — Decken: Ein anderes Geschlecht dieses Namens, erhält mit
hg. - rs — III. W. Boss wachsend. — Decken: rs. — Franz und Genossen, v. Seite des Michael A paffy, Fst v.
Schildhalter: Tiger und Löwe. Siebenbürgen, sub d. Gyulafehervar, 4 März 1670 einen
Das Prädikat, wird vom Orte Dormündhäza im He- Adelsbrief, welcher als Orig., im Baaber Ctts Archire
veser Ctte abgeleitet. erliegt.
Michael Säghy v. Dorinändliiiza, 1760 Vicegespan v. Andreas v. Sajgü, erscheint noch vor Kurzem, als
Heves, 1768 Beisitzer der k. Tafel, 1770 k. Bath, dann Gutsbesitzer im Klausenburger Ctt.
auch St. Stefans-Ordensritter und 1787 Septemvir, wird (Orig., Ctt A. Szabolcs).
1790 in d. Freiherrenstand erhoben.
Diese, freiherrliche Linie, erlosch im Mannesstamme S a i g ö , II. (Taf. 397).
mit Ignacz, Sohn des vorstehenden Michael.
Dieselbe Linie, besass auch die Güter Ersed n. Biin- W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein doppelscliwäu-
hiiza in Szathmär, welche dann an die Faiuilio Keglevich ziger g Löwe, in d. erhobenen Beeilten einen Krumm-
übergingen. säbel mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: B. bekl.
(L. B. Nr. 55. P. 316. — N. J. X. 9 - 1 0 . — Mar- geb. Arm, mit Krummsäbel in d. Faust. — Decken:
sovszky, Wappenmscr. Nat. Mus. BPcstb). bg. — rs.
Adels- und Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
1712 für Goorg u. Stefan Saigö.
Nfigiiy, III. (Taf. 397). Benedikt von Sojgh<'>, (ob aus d. vorstehenden Go-
schlechto, ist mir unbekannt), tritt 1760 als Abt v. Panon-
W a p p e n : In B. auf g. Blätterkrone ein r ? gekl. halom anf.
Mann mit Pelzkalpag und umgürtetem Säbel, in d. er- (Adami, Scuta Gent, toino XI.).
hobenen Bechten einen Speer, d. Linke in d. Hüfte ge-
stützt haltend. Naint-Uiientin K i g o l . (Taf. 398).
Ueber die Persönlichkeiten der Siigliy aus dem Oeden-
burger Ctte, siehe: N. J. X. 6 7. W a p p e n : In B. drei überoinandergeroihto g. Amei-
Documcnte über das Adelsgeschlecht Siigliy ans d. sen. — Schildhalter: Jo ein g. Löwo.
PresBburger Ctte, erliegen im Beschs Archive BPesth. In Oesterreich blühendes Grafengcschlecht, auch Bigot
(Siegel d. d. 1745 mit Init. des Daniel v. Siigliy, do St. Quentin geschrieben, nicht zu verwechseln mit den
Obsrstuhlrichtcr des Oedeuburgcr Ctts). Bigot do Morogues.
UNGARISCHES ADEL. 557

Siebenbürgischcs Indigenat, d. d. 1846 l'iir Franz Ktiliiiuou, II. (Taf. 398).


Ludwig Graf v. Saint - Quentin-Rigot, k. k. Feldmar-
BcbaRlicutunant. W a p p e n : Unter einer Spitze mit eingebogenen Sei-
(Hachenhausen A., Wappenallabet). tenrändern welche beiderseits von je einer Lilie begleitet
erscheint, ein Löwe. — Kleinod: Zwischen offenem
Fluge, ein Einhorn wachsend.
SiUitovics v. TordiU-sit u . K&löcz. (Taf. 898).
Es gab oder gibt noch gegenwärtig, verschiedene
W a p p e n : In R. auf gr. Dreiberge eine r. gew. w. Geschlechter „Salamon".
Taube, im Sclinabel einen gr. Oelzweig haltend. — Klei- (Siegel. — Vergl. auch: N. J. X. 15).
nod: Die Taube. — Decken: bg. — rs.
Donation auf Tordacs und Kälöes, snb d. 16!'9 für Nal» 11K} v. Toi-tlu u. X a g y - E n y e d . (Taf. 898).
Mathias I. Sajnovics, früher Obernotar v. Raab, dann
Vorstand der Distriktualtafel v. G lins, welcher i. J. 1729 Wappen: In B. auf gr. Boden ein Kranich, in d.
verstarb, nachdem er früher ein selten grosses Vermögen, erhobenen Rechten oinen runden Stein haltend. — Kleinod:
insbesondere in Liegenschaften, sich erworben hatto, na- Der Kranich. - Decken: bg. — rs.
mentlich im Wcissenburger Ctte, mehr als 20,000 Joch Ugocsaer Adelsgeschlecht, aus Sal.-ink im genannten
Felder. Ctte stammend.
Im Mannesstammc erloschen, mit Mathias II. (Enkel Georg Saltfnki, erscheint 1629 als Rector v. Patak;
des obigen Mathias I.) i. J. 1782. Johann aber, 1670 als Pfarrer von S. A Ujhely ec.
(N. J. X. 1 0 - 12. — Csergheö Fr., Ilistoria Tab. Ein Zweig des vorstehenden Geschlechtes, übersiedelte
Distr. Transdanub., ec.) mit Johann nach Siebenbürgen u. erhielt am 25. Aug.
1619 eine Donation auf Torda. Sein Urenkel Gabriel
Salu v. K u l a k . (Taf. 398). (f 177H , führt schon das Prädikat „N.-Enyed".
(Siegel d. d. 1714 mit Iriit. des Moses falänki v.
W a p p e n : In von und R. schräglinksgeteiltem Nagy-Enyed, Notar des Relsö-Szoluoker Ctts und Siegel
Schilde auf gr. Dreiberge eine g. Eule, im Schnabel eino d. d. 1778 des (iabricl. — N. J. X. 15—17).
Schreibfeder wagrecht haltend. — Kleinod: R bekl. geb.
Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g. l'arirstange
haltend. — Decken: — rg. Kaiberk v. Petrin. (Taf. 398).
Adels- u. Wappcnbricf v. König Leopold II., d. d. W a p p e n : In von R. und R. gevlerti-tem Schilde
1790 für Michael II. Sala. 1 u. 4 eine Burg, 2 u. 3 auf n. Wellen ein Schiit. —
Szekler Adelsgeschlecht, noch vor kurzer Zeit, oder Kleinod: Zwischen offenem i f Fluge, drei gr. hestengclte,
aber bis zur Gegenwart blühend. gr. beblätterte r. Rosen. — Decken: bg. — rs.V
(Adami, Scuta Gent, tomo XL - N. J , X. 12—13. Aradcr Adelsgeschlecht, als dessen erstbekannter Ahn-
— Köväry, Erdely nev. csal. 220). herr, Matäus Salbck genannt erscheint, 1733 Salzcominissär
im Hunyader Ctt. Er starb i. J. 1735 am 23. Sptbr,
Siliniiion I., v. A l a p . (Taf. 398 j. und hinterlicss, aus seiner Khe mit Katharina von Rar-
W appeu: In R. auf gr. Dreiberg ein gekr. g. Löwe köczy, fünf Söhne und zwei Töchter.
in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. l'arir- Der älteste dieser, Jacob I., pflanzte das Geschlccht
stange haltend, dessen Spitze durch d. blutenden Hals bis auf die Neuzeit fort, während die vier andern Brüder
eines vom Rumpfe getrennten, schnurrbärtigen Türken- sich sämmtlich dem geistlichen Stande widmeten. So
schädels gestossen erscheint. — Kleinod: Der Löwe wach- wurde Michael, glcichwie sein älterer Bruder I-'ranz, Je-
send. - Decken: bg. suit; Mathias, tit. Bischof und Karl, welcher i. J. 1787
verstarb, Bischof v. Zips
(Fam. Her.). (N. J. X. 17-18. — P. Lucas a S. Nicoiao. Hoch-
W a p p e n . I'reiherrl.: Wie oben; der Löwe, hier un- verdiente Ehrengedächtniss des edl. geb. Hrn Hru Mathaei
gekrönt; die Tinkturen des Schildes roth, diejenigen der Salbeck etc. Ofen 1736).
Decken rothgolden.
Uradel des Weissenburger Ctts, seit d. XIII. Jh.,
bis zur Gegenwart im Besitze des Gutes Alap. KnlgovieK. (Taf. 398i.
Nach d. zeitweil. Verlusto dieser genannten Besitzung, W a p p e n : Geharn. geb. Arm eine Schlange unter d.
welcher in die Zeit der Türkenkriege fiel, begann sich Kopfe gelässt haltend, welche sich um den Vorderarm
dieses Geschlecht „v. Salamonfalva* zu schreiben n. nahm zu ringeln scheint. — Kleinod: Vogel, einen geflitschten
erst mit der Wiedergewinnung des Gutes AIup, d. i. zu Pfeil mit d. Spitze nach abwärts pfalwcise gerichtet im
Beginn des X VIII. Jh., das l'rädikat „v. Alap" wieder auf. Schnabel haltend.
Die ältesten Urkunden derSalamon, reichen bis zum (Siegel d. d. Eperies, 2. April 1708 mit Init. des
Jahre 1263 zurück. Andreas Salgovicz).
Kreiherrenstand (ungar.) d. d. 1". April 1816 für
Michael Salamon v. Alap, k. k. Oberstlieutnant, als Ritter
des Maria-Theresien-Ordens. Kuigoiics. siehe: Kalos; aliter Kalgoties.
Derselbe war geboren i. J. 1762 u. starb 1840, nach-
dem er mit seiner Ehefrau, Franciska vonKliegl. mehrere Sulliauscii (Taf. 398).
Töchter u. den Sohn Oskar gezeugt hatte, deren Nach-
kommen noch gegenwärtig leben. W a p p e n , v. 1816: In geteiltem Schilde oben in
Blüht im einfachen Adels- u. im Freiherrenstandc. G. ein linksgekehrter, hervorbrechender r. Greif dessen
Besitz: Alap im Weissenburger u. Dunaföldviir im Rachen v. links oberhalb v. einem geflitschten Pfeile
Tolnaer Ctte. durchbohrt erscheint; unten siebenmal geteilt von B.
(N. J. X. 13—15. — Die Genealogien der adeligen und W. — Kleinod: Zwischen offenem und wechselweise,
und d. frciherrl. Linien bis auf d. Gegenwart, siehe: Ge- oben mit zwei roten, unten mit zwei blauen Balken, von
neal. Taschenbuch der adeligen Häuser. Brünn, 1882. G. und S. geteiltem Fluge, der Greif des Schildes. —
446—448 und M. N. Zsebk., I. 188*. 5 2 3 - 524. - Vergl. Decken: bs. — rg. — Walspruch: Arte et Marte.
auch: llirtenfeld Dr. v., Der Militär-Maria-Theresien- (Marsovszky, Wappenmscr. im R. A. BPesth, nach
orden ec.). d. Liber Regina >.
IV. 15. 133
558 UNGARISCHER ADEL.

W a p p e n , freiherrl., r. 1836: In von G. und B. Lehöczky T , (Beregvm. Monogr.) führt ein Geschlecht
geviertetem Schilde 1 n. 4 der Greif wie oben, hier ge- „Schall" unter d. Adel des Bereger Ctts auf.
flügelt. nnd wachsend: 2 u 3 vier w. Balken. — Drei (Siegel. - N. J. X 20).
Helme: I. Halboffener, mit d. Schildligur der Felder
2 u. 3 belegter # Fing. — Decken: bs. — II. Der NAH} a . (Taf. 399).
Greif der Felder 1 n. 4. — Decken: bs. — rg. —
III. Sieben, bwrgrwb. Stranssenfcdern. — Decken: rg. — W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein Leopard, init
Walspruch: Wie oben. den Vordertatzeii jo ein zweiziptliges, nach rückwärts ab-
(Quellen: Wie oben). flatterndes, r. Fähnlein haltend.— Kleinod: R. bekl. geb.
NB. Das reichstreiherrliche Wappen, weicht in Xeben- Arm, in d. Faust einen Krnuimsäbcl mit g. Parirstange
momenten von dem vorstehend blasonirtcn ungarischen haltend. — Decken: bg. — rs.
Barons - Wappen ab und führt auch nur zwei Helme, wio Adels u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d.
hier vorstehend, die Helme II. und III.; — auch diese, 1651 fiir Peter. Johann u. Benedikt Süllya.
mit einigen Abweichungen. (Vergl. 11. K. Zsebk., 1888. (Adami, Scuta Gent, torno XL).
I. P. 419...
Uraltes mährisches Geschlecht, dann in Böhmen, end- NAI iii-aiiMibuL'K. (Taf. 399).
lich in Ungarn ansässig. W a p p o n : In von R. und S. geviertetem Schilde
Der Name kömmt auch: Solhaz. Solhanzr, Selhauz 1 u. 4 zwei aufgerichtete auswärtsgekehrte, s. Salme
geschrieben vor. begleitet von 8 (1. 3, 3, 1) freischwebendeu s. Kreuzlein;
Eonrad v. Salhausen, liegt begraben in d. Kirche v. 2 u. 3 ein r. Greif, mit den Vorderkrallen einen rück-
Klosterbruck, bei Znaim; Anna Salhansen, in d. Kirche wärtssclianenden u. Hasen haltend. — Zwei Holme: 1. Die
zu Walkirze; Friedrich v. Salhansen (.1582) neben d. St. Salme, mit d. Köpfen gestützt auf einem w. gestülpten r.
Aloysi-Altar, in Zahoran bei I.eituieritz. Hut. — II. l'er Greif wachsend. — Allo Decken: rs.
BFreiherrenstand, d. d. Wien, 18. März li>62 (bezw. Hervorragendes (in einer Linio auch im Fürstenstande
d. d. 1517). blühendes) österr. Grafengeschlecht.
Ungar. Indigenat, d. d. 1816 für Leopold Freiherr v. Ungar. Indigenat, d. d. 1563 — Gesetz Art. 77 —
Salhansen, k. k. Kämmerer ec. lur Julius und Nikolaus Grafen v. Salm-.Neuburg: d. d.
Ungar. Freiherrenstand, d. d. Wien, 25. Febr. 1836 1687 - Gesetz Art 27 — für Karl Otto Salm und d. d.
für d. vorstehenden Leopold, als k. k. Generalmajor. 17H4 _ (;esetz Art. 46 — l'ür Anton Graf v. Salm nnd
Seine Nachkommen, domiciliren in Ungarn. für seine Söhne: Franz Xav., und Karl.
(S: Die Freiherren v. Salhausen zur Zeit ihrer An- Der obige Nikolaus, wurde i. J. 1561 zum Obergespan
sässigkeit in Böhmen. Aus der Geschichte der Stadt v. Trentschin ernannt u. war lf>79 Oberstor Feldhaupt-
Bensen im nördlichen Böhmen. Herald, gencal. Zeitschr.
mann; Julius, tritt 1574 u. 1578 als Grenzregnlirungs-
Adler, 4. 1872. IL — M. N. Zsebk., I. 1888. 419—420j.
Commissär in Ungarn anf.
S a l l a - Z l s e r a . (Taf. 398/. (Siegel d. d. lf)86 des Jul. Com. a Salmis. — Mau-
rice. — Rajcsänyi, Siogelcopien. — Spener, XIII. —
W a p p e n , altes: Geteilt; oben in G. ein entwur-
Hoheneck, 11. 240).
zelter, gr. belaubter Waiden- oder Sahlen - Baum; unten
von S. und B. fünfmal gespalten. — Kleinod: Nackte Naliueu. (Taf. 399).
Jungfrau wachsend, an Stelle d. Arme, einen silbernen u.
einen roten Flügel. — Decken: grg. — rs. — Wahl- W a p p e n : Gespalten, hinten geteilt; vorne in B.
spruch: .Mihi sunt pro fructibus arma". auf gekr. gr. Dreiberge ein v. einem sechsstraligen g. Sterne
W a p p e n , gräfl.: In von G. und S geviertetem überhöhter, r. bekl., geb. Arm in d. Faust eine Schreib-
Schilde 1 u. 4 ein gr. belanbter, entwurzelter Baum, feder haltend; hinten, oben in G. ein gekr. JJ Adler;
2 n. 3 drei r. Pfäle. Zwei Helme: I. Zweimal gekr. unten in R. zwei w. Schräglinksbalken. — Kleinod: R.
fl: Doppeladler. — Decken: f f g . — II. Wie oben. — gew., flugb w. Taube, im Schnabel einen gr. Oelzweig
Decken: rg. haltend. - Decken : bg. — ftg
Gritzner M.. Grafenalbnm). Altes siebb.-sächsisches Geschlecht.
Bäthischer Uradel, dessen Stammhans, das nunmehr Valentin Salinen, tritt als Königsrichter v. Nagy-
in Buinen liegende Castell v. Soglio, im btlndten'schen senki nrk. auf.
Gotteshausbunde war. Samuel Stofan Salmen, erhält am ll.Novb. 1814 den
Dieses Geschlecht, teilt sich gegenwärtig in zehn ungar. Adel, welcher am 17. Novbr 1842 kundgemacht
Linien. wurde.
Freiherrnstand, d.d. 1639 für Rudolf Andreas v. Salis, Franz Josef von Salmen (Sohn des Samuel - Stefan),
Ritter (Stifter der Linie Salis-Zizers, t 1668;, Oberst - wird am 6. 2. 1846 zum Graf der Sächsischen Nation
lieutnant in spanischen Diensten. erwählt, am 12. 7. 1. J., bestätigt nnd um 28. 8. insral-
R- und erbl. Grafenstand, d. d. Wien, 26. Aug. 1694. lirt. Derselbe, 1850 mit dem Ritterkreuze des Leopold-
Ungar. Indigenat, d. d. 1830 — Gesetz Art. 16 — Ordens decorirt, wird 1852 Rath des Obersten Gerichts-
für Rudolf Graf v. Salis-Zizers, k. k. General, Ritter dos hofes, sub d. Wien, 6. April 1854 in den österr. Frei-
Maria-Theresien-Ordcns u. Regimentsinhaber. herrenstand erhoben und stirbt am 24. März des Jahres
[Salzburgische Landtafel (Die gemalten Landtafeln im 1875.
Landhaussaale zu Salzburg). — Siehe auch-. N. J. X. 20]. Blüht im Freiherrenstando.
(M. N. Zsebk., I. BPesth, 1888. P. 624 - 525. —
HAU. (Taf. 399). Siehe auch N. J. X. 21. — Reichenau, Siobb. Adel).
W a p p e n : In B. anf gr. Boden ein g. Löwe, in d.
erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange Nainarjay. (Taf. 399).
haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. — Docken:
bg. — rs. W a p p o n : In B. auf gr. Dreibcrgo ein geharn. geb.
Adelsgeschlecht von jenseits der Donau. Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange
Jobann v. Sali, tritt 1608 n. 1613 als .Stuhlrichter haltend. — Kleinod: W. Einhorn wachsond. — Decken:
des Eisenburger Ctts urk. auf ; Stefan Sali, i. J. 1670 als bg. — rs.
Gutsbesitzer des genannten Ctts. Adels- und Wappenbriof v. König Leopold I . , d. d.
UNGARISCHER ADEL. 559

Wion, 29. Aug. 1672 (kundgemacht: Eisenbnrger Ctt) für 1 u. 4 auf gr. Boden ein einwärts aufspringender g. Löwe
Johann Samarjay, fiir seine Ehefran Anna Geistner, für in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
s. Kinder Adam, Ladislaus, Eva n. Katharina, ferner für stange haltend; 2 u. 3 aus gr. Hügel sich erhebend ein
B. Schwager Georg Horväth n. fiir dessen Kinder: Martin, gepflockter, beblätterter Robenstock mit g. Früchten. —
Franz n. Helene. Kleinod: Der Löwe wachsend, in d. erhobenen Rechten
Als erstbekannter Ahnherr erscheint Matthäus Sa- einen Krummsäbel, in d. vorgestreckten Linken einen
marjay aufgeführt, ref. Prediger, welcher i. J. 1585 lebte. Aesculapstab haltend. — Decken: rg. — bg.
Von seinen drei Söhnen, pflanzte der jüngste, Johann Adels- u. Wappenbrief v. König Franz L, d. d. 18(10
(geb. 1385) das Geschlecht bis auf die neueste Zeit fort. für Emanuel Sämphir aliter Samphirovics.
Johann IV. Samarjaj, ein Ur-Ur-L'r-Enkel des obigen (Adami, Scuta Gent, tomo XI;.
Johann, lässt sich sub d. 9. Sept. 1805 ein AdelszeugniBS
von Seite des Gömörer Ctts ausstellen, welches zu Ko-
morn, am 17. April 1806 kundgemacht wurde üamuel, siehe: Knlrzer aliter Samuel.
Mehrere dieses Geschlechtes, zeichneten sich als Schrift-
steller aus. S ä n d o r I . v . Knill k a . (Taf. 399).
(N J. X. 22 - 2 5 . - Magyar In'.k. I. 398-399).
W a p p e n : In R ein v. einer linksgekehrten s. Mon-
dessichel und v. einrm sechsstraligen g. Sterne überhöhter,
Niiuibokröly I., v. >jitrn-SAiiiborot. (Taf. 399). pfalweise gestellter w. Wolfskiefer mit drei nach links
W a p p e n : In R.zwei gegeneinander gekehrte Sicliel- strebenden und aufwärts gebogenen Zähnen. — Kleinod:
(oder auch gekreuzte Sensen-) Bisen, besteckt mit drei Der Kiefer, wagrecht aufgelegt. — Decken: bg.
bestengelten, beblätterten g. Eicheln und begleitet v. Vom Genus Guthkeled abstammendes, mutmasslich
einem scchsstraligen g. Sterne und v. einer B. Mondes- bereits erloschenes Geschlecht.
sichel. — Kleinod: Die drei Eicheln. — Decken: rg. Wappenbestätigung v. König Wladislaus I L , d. d.
(Anf Holz gemaltes Wappen aus d. XVII. Jh. — Ofen, 1496 für Ladislaus sowie für Georg u. Anton Sändor
Siegel d. d. Siimbokret, 1576 mit Umschrift des Georg v. Buthka, als Nebenerwerber. Siehe: Buthykay I., Haupt-
Sämbokrethy de Eadem und Siegel d d. 1577 mit Init. erwerber.
des Paul Sämbokrethy. Vice Judl. des Neutraer Ctts.) (Nach d Orig.)
Uradeliges Geschlocht aus Säinhokret im Neutraer
Comitate, auch Sämbokrethy und ^sämbokrethy geschrieben. Sändor, II. v. Sxlavnirza n. I t a j n a (Taf. 399).
Der erstbekannto Ahnherr soll zu Zei_g n des Königs
Karl I. gelebt und gegen Csäk Mate gefochten haben. W a p p e n , adeliges: In B. gegen einen ans gr. Boden
Dieser, soll dio zwei Senseneisen als Wapponligur er- sich erhebenden, schroHen w. Felsen anspringend ein v.
halten haben. links v. einem geilitschten Pfeile im Halse durchbohrter
(Siehe Uber diese Wappensage: Budai Ferenz, Hist. Hirsch, im Maule drei gr. bestengelte, gr. beblättert'} r.
Lex., III. 217. - Bei M. Notitia IV. 42). Rosen haltend. — Kleinod: Der Hirsch, wachsend. —
Justina Sämbokrethy v. Nyitra-Sämboreth (f vor 1690), Decken: bg. — rs.
tritt am 3. 12. 1675 sowie auch noch in d. Jahren (Siegel d d. 1649 u. 1651 mit Init. des Nicolaus
78, 79 als Ehefrau des Stefan III. Csergheö de Nemes- Sändor v. Szlavnicza. NB. EB kommen auch nebensäch-
Tacskänd <1654 - 22. 2. 97) urk. anf. liche Abweichungen vor. Die Tinkturen, ergeben sich aus
Nach Nagy Ivän (X. 251 sollen sich die Sämbo- dem freiherrl. Wappen b) und aus d. gräfl. Wappen.
krethy in 2 Linien geteilt haben, als in diejenige mit W a p p e n , freiherrl , v. 1706: Aehnlich wie vor-
dem Prädikate r v. Nagy-Sämbokreth et Divek Ujfalu" stehend.
nnd in die andere .de Kis-Sämbokreth". (Siegel d. d. 22. Febr. 1713 des Caspar Baron Sändor
Balthasar Ujfalussy v. DIvek-Ujfalu, nimmt die Erb- von Sz. — Vergl. auch: M. N. Zsebk., I. 471).
tochter des Peter Sämbokrethy, Ursula, zur Ehefrau W a p p o n , freiherrliches, v. 1 7 . . : InB. aus gekrön-
und erhält mit ihr einen Teil v. Sämbokrdt. Die Söhne tem gr. Hügel wachsend ein im Halse v. links unten v.
Tomas und Ambrosius, führten bereits den Namen „Säm - einem s. geilitschten Pfeile durchbohrter s. Hirsch, im
bokrethy de Divek-lljfalu* und scheinen das Divek-Wap- Maule eine gr. bcstengclte, gr. beblätterte, g. besamte r.
pen fortgeführt zu haben. Dio Nachkommen d i e s e r Rose haltend. — Kleinod: Der Hirsch. — Decken:
Sämbokrethy - Linie, stammen demnach allerdings vom rs. — bs.
Genus Divek ab. (Gemaltes Wappen. — Archiv Bornemissza v. Adäm-
(N. J. X. 2 5 - 2 9 ) . földe).
W a p p e n , gräfliches: In B. aus gekröntem gr. Hügel
Sftinbokrdty, I I . (Taf. 399). wachsend ein n. Hirsch mit v. links unterhalb in d Brust
eingedrungenem s. Pfeile, im Maule ein gr. TauBendkraut
W a p p e n : I n B . gegen einen auB gr. Boden sich (dictamnus- haltend. — Drei Helme: I G. Adlerkralle
erhebenden Felsen anspringend ein v. einer linksgekchrten sammt f f Flügel (fiir Viczay). — Decken: rs. — II. Der
Mondessichel und v. einem sechsstraligen Sterne über- Hirsch. — Decken: rs. — bs. — III. wie I. — Decken:
höhter Hirsch mit pfeildurchbohrtem Halse. — Kleinod: bs. — Schildhatter: Je ein gekr. t t Adler.
Der Hirsch dcB Schildes, hier auch drei bestengclte, be- (NB. Auch die gräfliche Linie führte den Hirsch, hie
blätterte r. Rosen haltend. — Decken: bg. — rs und da auch mit einer r. Rose im Maule).
Das vorstehende Wappen, welches auch i. J. 1881 Altes, aus d. Trentschiner Ctte stammendes Geschlecht,
von Emil v. Sämbokrethy, Vice-Gespan, geführt wurde, welches sub d. 1456 eine, neue k. Donation auf Szlavnicza
dürfte demjenigen gleichnamigen Gescblechte angehören, im genannten Ctte erhält.
welches vor wenigen Jahren, einen neuen Adels- sammt Freiherrenstand mit: „liber bärö in Lakäcsi", d. d.
Wappenbrief von K. Franz Jos., I. erhielt. Wien, 25. Juli 1706 für Alexander Sändor v. Szlavnicza.
(Gemaltes Wappen). Diese Linie ist erloschen.
Freiherrenstand, d. d. 1 7 . . für Menyi-rt Sändor v.
Siiiiiithir. (Taf. 399). Szlavnicza.
Grafenstand, d. d. Wien, 27. Aug. 1787 fiir Anton
Wappon: In von R. und B. geviertetem Schilde Freiherr Sändor v. Szlavnicza, k. k. Kämmerer u. Hof-
560 UNGARISCHER ADEL.

rath sowie Bitter des St. Stefans-Ordens, ec. — Er war krenzto s. Pfeile haltend, der mittlere mit d. Mutigen
vermält mit Ester Grälin v. Viezay. (L. R. 54. 68). Spitze nach aufwärts.
Im Mannesstamme erloschen aiu 28.2. '878 mit dem Erloschenes Adelsgeschlecht des Gömörer Ctts.
berühmten Sportsmann Moricz (geb. am 23. Mai 180ö\ Kön. Donation auf Harkäcs u. Lyukva iin Gömörer
k. k. Kämmerer u Bitter des gold. Sporens. Ans seiner, Ctto, sub d 1-168 im Vereine mit dem verwandten Go-
am 8. Februar 1835 mit Leontine Fürstin v. Metternich schlechte (Ieös.
geschlossenen Ehe, entspross Pauline (geb. 1836), StKO Im selben Jahre, treffen wir die Siinkfulvi auch auf
u. Palastdame, Ehefrau des Fürsten Richard Metternich- Siinkfalva an.
Winneburg. Adels- u Wappenbrief v. König Mathias, d. d. Bnda,
(Siehe auch: N. J. X. 3 1 — 4 0 . — Adami, Scuta feria secunda proxima post lest um beati Martini episcopi
Gent, torno XI). et confessoria (16. Novb.) 148!) für Anton do Siinkfalva,
Propst v. Pressburg u. für seine Verwandten: Thomas,
Nikolaus u. Franz Ileus (Hews), Valentin do Heren u.
Siiutlor. I I I . v. Xagyiiiagiini. (Taf. 400).
Johann do Lazö, Archidiacon u Domherr v Sieben-
W a p p e n : In B. aus gekr. gr. llügel wachsend ein bürgen.
gr. bekl. Mann mit Kalpag. in d. erhobenen Rechton einen Der obige Anton Siinkfulvi, zeichnete sich wiederholt
Krummsäbel mit g. Parirstange. in d. Linken drei g. in verschiedenen Missionen aus.
Weizeuähren haltend. — Kleinod: Die Schildfigur, ohne (Nach d. Orig , im Reichsarchivo BPesth. — Siehe
Hügel — Decken: bg. — rs. auch. Nagv Gvula, Lazöi Jiinos cziinere. Turul, VIII.
Adels- u Wappenbrief v. Michael Apaffy, Fst v. Sie- 1800. 4. 208 — 210. — Dr. Csänki Dezsö, Magvarorsx.
benbürgen. d. d. Burg l-'ogaras. 21. Mürz 16!>0 (kundge- tört. földr. BPesth. 1890. Pag. 154, 158).
macht B. Szölnok, 1. Sptbr 1. J ) , für Michael Sändor
v. Nagymaguru u. für s Söhne Isidor u. Gabriel.
Michael Sändor v. Nagymagura. tritt um 1837 urk. auf. Säulliii. I. v . K l a - C M p e i A n y . (Taf. 400).
(B. A. BPesth).
W a p p e n : In von R. nnd Ii geteiltem Schilde oben
aus d. Theilung wachsend ein g. Greif in d. erhobenen
NAiidor, I V . (Taf. 400). Bechten eine g. Krone, in d Linken eineil gr. Palmzweig
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r bekl. geb. haltend; unten aus gr Boden sich erhebend drei gr. bo-
Arm, in d. Faust einen Krnmmsäbel mit g. Parirstange stengelte, gr. beblätterte g. besamte r. Bosen. — Kleinod:
haltend. — Kleinod: Der Arm. — Decken: bg. ~ rs. Der Greif. Decken: bg. — rs
Adels- u Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. Adelsgeschlecht des Biliarer Ctts, wie es scheint aus
Wien, 9. April 1701 für Stefan 8ändor, für d. Sohn Sa- Turücz stammend, u auch in andern Comitaten urk. auf-
muel u. für d. Brüder: Johann u. Alexander. tretend.
(Orig., Ctt. A. Marmaros). Adels- u Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d.
8. Maj 1629 für Paul Säntha v Kis-Csepcsäny.
Nicoluus Säntha, siegelt sub d. Ungvär, 1688 mit
SAiidor, V . v . Bai-rza. (Taf. 4"0). einem liuksgekehrten gebogenen Anno, welcher in d. Faust
W a p p e n : In B. auf g Ülätterkrone ein r. bekl. drei bestengelte Bosen hält: Franz Sänta wieder, siegelt
geb. Arm, in d. Faust eine Streitaxt schräglinks gerichtet 1692 mit einem Greif, welcher einen Palmzweig hält,
haltend. — Kleinod: Drei Weizenähreu. — Decken: während Benjamin Säntha, Judlium des Ungvärer Ctts,
bg. — rs. sub d. Ungvär, 1782 nnd Georg Sänta, 1847 zweiter
Hierher gehört: Andreas Siindor v. Barcza, 1854 Vicegespan des Biliarer Ctts, ein Wappen wie oben bla-
k. k. Hauptmann. 1856 Gerichtspräses, 1861 königl. Com- sonirt aufweisen.
missär des Szabolcser Ctts, f 1871 Alle diese vorstehend Genannten, scheinen ein und
Ladislaus v. Sändor (möglicher Weise, gleichfalls zu demselben Geschlechte (Säntha v. Kis - Csepcsän.v) ange-
demselben Geschlechte gehörig), siegelt wie folgt: In B. ein hört und die obengenannten: Nicolaus u. Franz Säntha,
geharn. geb. Arm, in d. Faust ein Schwert haltend, auf nur einzelne Theile ihres angestammt gewesenen Wappens
dessen Spitze ein vom Bnmpfe getrennter, schnurrbärtiger geführt zu haben.
Türkenschädel gespiesst erscheint. — Kleinod: Drei be- Der Greif des g e t e i 11- e n Sä nta-WappcnB (siehe: oben),
stcngelte. beblätterte n. Lilien. kömmt übrigens auch stehend oder schreitend vor.
(Siegel d. d. Erlau, 1705 des Ladislaus Sändor). (Siegel d. d. 1732 u. 1847 mit Init. des Benjamin
u. des Georg Santo. — Siehe auch: N. J. X. 50—51).

SAndor, VI. (Taf. 400).


KAnta, II. (Taf. 400).
W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Hügel ein g. Löwo
in d. erhob. Bechten einen Krummsäbel mit g. Parir- W a p p e n : In B. unter einem aus gr. Boden sich
stange, in d. vorgestreckten Linken einen gr. Laubkranz erhebenden Platanenbanm, ein nncli links gekehrter, auf-
haltend. — Kleinod: Zwischen offenem |.f Fluge ein rechter I i Iiär, zwischen d. vorgestreckten Vordertatzen
Schwert, dessen Spitze durch einen gr. Lorbeerkranz ge- eine g. Krone haltend. — Kleinod: Die I'latano. —
steckt erscheint — Decken; rs. — bg. Decken: bg. — rs.
Adels u. Wappenbrief (erneuert; v. König Karl III. Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
d. d. 1717 für Johann Sändor. Ebersdorf. 14. Sptb 1701 (kmidgcinacht: Posther Ctt,
(L. B.). 25. Sptb. 1702) für Franz Santa, für seine Ehefrau Judith
Ueber die verschiedenen Geschlechter dieses Namens, Körös, für d Kinder: Franz u. Judith, u. für d. Stief-
siehe: N. J. X. 4 3 - 4 9 . tochter Katharinc Birö.
Gleichnamige Geschlechter, kamen oder kommen noch
NfuikfUlvi v . N A n k l i i l v a . (Taf. 400). gegenwärtig in d. Ctton v. Grün, Hoves, Hont u. Szatli-
niär vor.
W a p p e n : In B. aus d. linken Seitenrando ragend (Leg. C. Ctt A. Pcsth. Durch Hofr. v. Szabö. —
ein g. bekl. geb. Arm, in d. Faust drei geflitschtc, ge- N. J. X. 50—51).
UNGARISCHER ADEL. 561

SäiilMj. (Taf. 400;. straligen g. Sterne, unten v. einer mit d. Hörnern


nach links strebenden g. Mondessichel begleiteter s. Schräg-
W a p p e n : In B. auf spitzem Dreifels ein g. Greif, balken; 2 u. 3 anf gr. Dreiberge ein f j : bedachtes w.
in d. erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange Giebelhaus mit geschlossenem Thore u. Fenstern. —
haltend. - Kleinod: Zwischen Hörnern ein doppelschwän- Kleinod: Der Adler. — Decken: JJg. — rs. — Schild-
ziger g. Löwe wachsend, in d. erhobenen Rechten einen halter: Rechts ein Mann in Tiroler Landestracht über d.
Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — Decken: Schulter ein Feuergewehr am Riemen gehängt, dessen Lanf
bg. — rs. von der erhobenen Linken gefasst zn werden scheint; links
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d. ein Mann in s. verschnürten b. Kleidern, s. bespornten
Wien, 2. September 1054 (kundgemacht: Grosswardein, t t Stiefeln, 0 Kalpag mit fl: Federn, bs. Gürtel woran
Biliarer Comitat, 7. September 1655) für Stefan Santa;. ein Stahlsübel u eine s. gestickte r. Säbeltasche befestigt
(Leg. C. Ctt. A. Bihar.) Bind, die Linke in d. Hüfte gestützt.
Italienischen Ursprunges, bereits im XV. Jh. mit Grund-
SAutliuk), siehe: JablAnczy. besitz auf Sardagna, in Süd-Tyrol, bei Tricut.
Adelstand mit Bestätigung des alten Wappens, d. d.
1. Oktob. 1579.
Sapliaries. siehe: Nallhrytb.
Freiherrenstand, d. d. Wien, 3. Sptb 1826 für Jo-
hann Sardagna (ungar. Linie).
Naponara. (Taf. 400). Ungar. Indigenat, d. d. 1836 — Gesetz Art. 47 —
für Johann Sardagna v. Meanberg u. Hohenstein, k. k.
W a p p e n : Auf einem Drcibcrge eine Festung mit
Hauptmann.
zwei gezinnton Thürmen, zwei Schiessscharten und einem
Derselbe Johann (geb. 1796 am 13. Dezbr zu Inns-
offenen gewölbten Thore. — Mit Spitzen bordürt.
bruck, t 1S69 am 13. Maj zu Kaschaui. k. k. Major, war
Mutmasslich erloschenes, italienisches Adelsgeschlecht.
vermält mit Franziska Wirkner v. Torda. Seine direkten
Ungar Indigenat, d. d. 1687 — Gesetz Art. 28 —
Nachkommen, bewohnen noch.'gegcnwärtig, das Alianjer Ctt.
für Philipp Saponara, kais. Heerführer.
(M. N. Zsebk., 1. BPesth, 1888. 5 2 5 - 526 ).
(Siegel d. d. Säros-Patak, 1681 mit voller Umschr.
des Freiherrn Philipp v. Saponara1.
Marlirzlcj- V. Itui-Uöczu. (Taf. 401).
Sappl. (Taf. 400).
W a p p e n : In mit einem b. Balken belegten g. Schilde
W a p p e n : In von R. und G. geviertetem Schilde 1 eine g. Blätterkrouc, welche von links unterhalb v. einem
auf gr. Hügel ein Pelikan im Neste mit d. Schnabel seine geflitschten Pfeile schräg durchstossen erscheint. — Klei-
Brust ritzend und mit d. heraustropfenden Blute drei nod: Drei von dem Pfeile, von links, wagrecht durch-
Junge atzend; 2 u. 3 ans gr. Boden sich erhebend ein bohrte, bgr. Straussenfedern. — Decken: bg. — rs.
gr. belaubter Baum; 4 ein b. bekl. geb. Arm, in d. Fanst Sollen eine n. dieselbe Abstammung haben mit dem
einen Krnmmsäbel mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: polnischen Geschlechte Paprocius (S. Paprocii Orbis Po-
Der Arm. — Decken: rs. — grg. loniae. II. 580) und domicilirten im Xeutraer Ctte. Später
Adels- und Wappenbrief v. König Leopold II., d. d. auch in Krassü auftretend, erhält Johann Sarficzky, sub
1791 für Johann Sappl. d. 2. Aug. 1829 die Ortschaft Barbücza als k. Donation.
(L. R. Nr. 55. P. 525.) (N. J. X. 53 -54;.

8Apy. (Taf. 400). S&rlca. (Taf. 401).


W a p p e n : In geviertetem Schilde I n . 4 inB. aul'gr. W a p p e n : In geteiltem Schilde oben in R. ein Löwe
Boden ein einwärtsgekehrter w. Schwan; 2 n. 3 von R. wachsend, unten ein bw. Schach. — Kleinod: Der Löwe,
und G. geweckt. hier ein rückwärts abilatterndeB r. Banner haltend. —
Szabolcser Adelsgeschlecht. Decken: rg. — bs.
Johann Siipy, erhält Bub d. 1746 und 1762 AdeiB- Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
zeugnisse von Seite des Szatbmärcr Ctts. 1751 für Stefan S.irics.
(Siegel.) (Adami, Scuta Gent, tomo XI. i
SäfäiKly v. Särüiid. (Taf. 400).
Sarlta. (Taf. 401).
W a p p e n : I n B . ein g. Löwe, in d. erhobenen Rech-
ten einen Krummsäbel mit Parirstange haltend. — W a p p e n : In B. anf gr. Boden ein r. gekleideter
Kleinod: KcineB verliehen? Mann mit Kalpag und hohen g. Stiefeln, in der er-
Erloschenes altes Geschlecht des Biliarer Ctts, wel- hobenen Rechten fünf g. Weizenähren haltend, die Linke
ches mit Michael, Balthasar n. Emerich Särändi, i. J. in die Hüfte gestützt. — Kleinod: W. Lamm wachsend. —
1552 aul'Säründ im genannten Ctte urkundl. auftritt und Decken: rs. — bg.
mit Nikolaus u. Johann dieses Namens, am 5. Juni 1605 Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I.. d. d.
einen Adelsbrief erhält, welcher im selben Jahre, in Bihar Wien, 15. September 1680 für Peter Sarka als Hanpt-
kundgemacht wurde. erwerber u. für seine Söhne Johann u. Andreas Sarka so-
(Siegel d. d. 1709 des Daniel v. SärAndy, aus Dcbre- wie für den Verwandten Johann Sarka als Nebenerwerber.
zin. — N. J. X. 52). (R. A. BPesth. - L. R. Nr. I. fol. 101.)

N a r d a g n a v . M e a n b e r g u . H o h e n s t e i n . (Taf. 401). Nftrhsiii)' I., v . Ä k o s l i A z a . (Taf. 401).


W a p p e n : Geviertet vonB. nnd R. mit von G. und W a p p e n : In B. aus g. Blätterkronc wachsend eine
R. geteiltem Mittelschilde, worin oben ein gekrönter Ü gekrönte nackte Jungfran mit langen g. Haaren, in d.
Adler, unten ein n. Felsen, v. weichein ein Fluss herab- erhobenen Linken einen r.-g. Apfel emporhebend worein
znfliessen scheint; dann 1 u. 4 ein oben v. einem aclit- eine gr Schlange zu beissen scheint, welche die Jungfrau
IV. 15. 141
562 UNGARISCHER ADEL.

zu umgeben scheint. — Kleinod: Dio Schildfignr, ohne SÄrkttzy II., v. Xagj-Homti. (Taf. 101).
Schlange. — Decken: bg.
I Prachtsiegel d. d. 1520 und ein anderes d. d. 152.) Wappen: In R. auf gr. Boden ein aufspringender
des Comes Ambrosius Särkäny. — Siehe aucli: llujcsänyi, n. Wolf, in d. erhobenen Rechten einon Krummsäbel mit
Siegel-Copien. Mscr. im RA. RPesth). g. Parirstange haltend. — Kleinod: Der Wolf wachsend. —
NB. Die Schiauge, kömmt sporadisch (als Drache) Docken: bg. — rs.
auch um d. Schild gelegt ror. Adels- u Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d.
NB. Dieses Wappen, dessen Tinkturen ich nach dor Wien, 10. Sptb. 1628 (kundgemacht: Szent-Antal, Hon-
Erinnerung hier wiedergebo, wurde (so viel icli mich zu ther Ctt) für Michael Särközy, für seine Ehefrau Katha-
entsinnen glaube1, im XV. Jh., v. König Sigismund verliehen rine Miskolczy u. für die Kinder: Anna, Susanna u.
u.eiistirt der Orig.-Wappenbrief. noch gegenwärtig in einem Michael.
unserer Privat-Archive, vielleicht in demjenigen des Ba- Mit d. gleichen Siegel (mit Initialen), siegelt sub d.
rons Mednyänszky: eine getreue l'opio aber, bei Ivan 1824 Michael Särközy do Nagy-liorsa.
von Nagy. in Horpäcs, — also selbstredend, dem Sieb- (Nach d. Orig.)
macher („Der Adel von Ungarn"), nicht mehr zugänglich.
Altes, aus d. Zalaer Ctte stammendes Geschlecht, als
dessen erster Ahuhcrr, Ladislaus genannt erscheint, wel- SärkOzy III., aliter Forray. (Taf. 401).
cher 1453 lebte.
1480 kaufen die Särkäny v. Akoshäza, die Puszta W a p p o n : InB. aufgr. Hoden gegeneinander gekehrt
Szekely im Pesther Ctt, von den Fejeregyhäzi und Göde je ein g. Greif, mit d. Vorderkrallen eine Lanze gemeinsam
do Eresztveny u. verpfänden dieselbe wieder, au Johann haltend auf dessen Spitze ein schnurrbärtiger, mit Turban be-
BGth v. Big na, i. J. 1489. deckter, vom Rumpfe getrennter Tiirkenschädol gcBpiesst
Den lilanzpuukt des vorstehenden Geschlechtes, bildet erscheint. — Kleinod: Zwischen offenem J^; Fluge, die
Ambrosius i Enkel des obigen Ladislaus , — schon 1505 Lanze mit d. Türkenkopfc. — Decken: rs. — bg.
Capitäu u. Obergespan v. Pressbnrg, 1520 Obergespan v. Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1714
Zala ec., welcher im letztgenannten .Jahre, aucii das Ba- für Johann u. Martin Särközy aliter Forray.
ronat erhalten haben soll. Er fiel 1526 in d. Schlacht Von deui vorstehenden Martin stammte das zuerst in
beiMoliäcs. Im Mannesstamme erloschen (nach d J. 1655) den Freiherren- dann in den Grafenstand erhobene Ge-
mit Stefan III, oder mit seinem einzigen Sohne Kranz. schlecht „Forray" ab, welches im Mauncsstamme mit Graf
(N. J. X. 55 —59. — Dr. Csänki Dezsö, Magyarorsz. Ivän Forray, i. J. 1852, gänzlich aber, mit Gräfin Julie
tört. földr. BPesth, 1890. P. 40). Forray, Ehefrau des Grafen Leopold Nädasdy, am 22. Aug.
1863 erlosch.
Särkäny, II. (Taf. 401). Vergl. auch das Wappen (u. den Artikel/ . Forray "
in diesem Werke.
W a p p e n , a): Geringelte Schlange. — Kleinod: (Coli, llerald. Nr. 653. - N. J. X. 67.)
Taube, im Schnabel einen Oelzweig haltend.
Siegel d. d. Patak, 1751 des David Särkäny. —
Archiv des J. v. Csoma). KärmasfiKliy v . SarmaB&gh. (Taf. 401).
W a p p e n v. 1756: Gespalten, hinten geteilt; 1.) in
R. drei (.2, 1) je aus einem gr. Hügel sicli erhebende W a p p e n : Auf einer Blätterkronc zwischen einem
Weizenähren: 2.) in B. ein g. Drache; 3.) in S. aus grü- offenen, von zwei sechsstraligen Sternen überhöhten Fluge,
nem Dreibergo sich erhebend ein gepflockter, befruchteter ein Federbusch. — Kleinod: Die Schildfigur ohne
u. belaubter Rebenstock. — Kleinod: Der Drache. — Sterne.
Decken: rg. — bs. Altes, nunmehr mutmasslich erloschenes Geschlecht
Adels- u. Wappeubrief v. König M. Theresia, d. d. aus Siebenbürgen, welches d. Namen u. das Prädikat,
Wien, 6. Sptbr 1756 (kundgemacht: Miskolcz, Borsoder v. Sarinasägh in Bclsü-Szolnok, hergeleitet hat. Dasselbe
Ctt, 21. Januar 1757) für Michael Särkäny, für seine tritt bereits 1454 u. 1457 auf Sarmasägh, Szigeth, Oläli-
Ehefrau Susaune Fodor u. für die Kinder: Michael, Da- und Magyar-Kövasd, Reniete, Töth-Korond ec. auf.
vid, Susanna u. Anna. Anton Sarmasäghy v. Sarmasägh, erscheint 1486 als
Es ist nicht unmöglich, dass der obige Siegler David Wojwode V.Siebenbürgen und stirbt i. J. 1502; Nicolaus
Särkäny, eine und dieselbe Persönlichkeit gewesen ist mit Sarmasäghi, wird 1505 als Ablegat von Belsö - Szölnok
demjenigen David, welcher, wie soeben vermeldet wurde, genannt.
am 6. öptb 1756 im Vereine mit seinem Vater Michael, Um 1680 lebt Adam Sarmasägi, und um 1753 treffen
mit einem Wappenbriefe bedacht wurde. wir Kristine S. an, als Ehefrau des Freiherren Adam
1847 tritt Franz Särkäny, zu Gcdöcz im Komorner Honter.
Ctte urk. auf. Ob Stefan SarniaBäghi, welcher sich des Prädikates
(Orig, Ctt A. Borsod.) „v. Kövosd" bediento und um 1836 als Gerichtsbeisitzer
auftritt, als hierher gehörig zu betrachten ist, kann
SärkOzy, I. v . XURJ -Bi-gäuy. (Taf. 401). ich mit Sicherheit nicht angeben.
(Rajcsänyi Ad., Siegel Cop. Mscr., im R. A. BPesth. —
W a p p e n : In B. gegen einen aus gr. Boden sich er- N. J. X. 68—70. — Siegel der Elisabeth Sarmasäghy. —
hebenden gepflockten Rcbenstock anspringend, ein w. Dr. Csänki Dezsö, Magyarorsz. tört. földr. BPesth, 1890.
Bock. — Kleinod: Doppelschw., g. Löwe wachsend, mit Pag. 576).
d. Vorderpranken drei bestengelte Eicheln haltend. —
Decken: bg. — rs.
Adels- u. Wappenbrief (erneuert) v König Rudolf II., Sariiörxay, I. (Taf. 401).
d. d. 1583 (kundgemacht: Bereger Ctt, 1584) für Puul
Särközi v. Nagy-Begäny. W a p p o n : In R. auf gr. Droiberge ein Pelikan mit
Es scheint sich das vorstehende Geschlecht, später d. Schnabel seine Rrust ritzend u. mit d. herausköpfen-
auch „BOgänyi v. Nagy-Begäny" geschrieben zu haben. — den Blute drei Junge atzend. — Kleinod: Dio Schildiigur
Vergl.: „BGgänyi" in diesem Werke. ohne Dreiborg. — Decken: bg. — rs.
vOrig., im Ober. Ung. Museum zu Kaschau. — Durch Adels- u. Wappeubrief v. König Rudolf II., d. d.
Jos. v. Csoma.) Prag, 25. Juni 1591 (kundgemacht: l'ressburger Ctt,
UNGARISCHER ADEL. 563

1593) fiir Ambrosius Sarnowczay (so!) nnd für seine Schwe- einen geilitschten Pfeil schräglinksgerichtet, mit d, Linken
stern Barbara u. Susanna. einen Holzköcher haltend. — Kleinod: Kranich, im Schna-
Erloschenes Geschlecht. bel eine sich scheinbar krümmende Schlange. in d. erho-
(Orig., Nat. Uns. BPesth). benen Rechten einen Palmzweig haltend. — Decken: f f g .
Adels- u Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1722
Saruöciay, II. v. Naruo. (Taf. 402). für Michael Särosi.
(Coli. Herald. Nr. 347).
W a p p e n : In R. auf gr. Dreiberge ein g Löwe, in
d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir- Kärputuky v. Särpatak. (Taf. 403.1.
stange haltend. ~ Kleinod: Pelikan im Neste, mit d.
Schnabel seine Brust ritzend und mit d. heranstropfenden W a p p e n : Vogel auf einer Laubkrone, im Schnabel
Blute drei Junge atzend. — Decken: bg. — rs. eine bcstengelte Rose haltend. — Kleinod: Die Schild-
Adels-n. Wappenbrief (erneuert) T.König Ferdinand III., figur.
d.d. Pressburg, 9.Haj 1Ü55 (kundgemacht: ZOlyom, Zölyomer Siebenbürgisches Adelsgeschlecht, welches den Ge-
Ctt, 17. July 1. J., nnd Szcnt-Antal, Honther Ctt, 9. Dezbr schlechtsnamen, von Särpatak in Marospatak hergeleitet
1698) fiir Georg Sarnöczay, fiir seine Ehefrau Ursula hat. Im L'cbrigen hiessen dieselben früher, „Nagy r.
Timeth u. für d. Söhne Stefan n. Andreas. Särpatak v
Honther Adelsgeschlecht, als dessen erstbekannter Von den Söhnen des Nikolaus Nagy v. Särpatak, er-
Ahnherr, Sebastian v. Sarnöczay genannt erscheint, welcher hielt der jüngere, Johann, unter Veränderung seines Ge-
i. J. 1650 bereits nicht mehr am Leben war. schlcchtsnamens in .Keresztes" den Grafenstand. Dieses,
Susanna Sarnöczay de Sarau, schon 1690 —1713 als neu begründete Geschlecht, erlosch in der dritten Gene-
zweite Gattin des Stefan III. Csergheö de Nemes-Tacs- ration im Maunesstamm und endlich (im vorigen Jahr-
ksind (1U54 t 1698) urk. auftreteud, vermalte sicli zum hunderte; gänzlich. iVcrgl. „Kereszt.es-, Suppl.). Der
zwoitenmale, mit Paul von KelI6 und starb nach d. Jahre ältere Sohn, Martin, lührte und pllanzte den Namen
1747. Sic war eine Tochter des Georg Sarnöczay de „Särpataki' bis auf die neuere Zeit fort, wälirend ein
Saraö und der Eva Marczibänvi de Puchü et Csöka. Seitenzweig, den Namen .Nagy v. Särpatak" beibehielt.
(Orig, Ctt BPesth - N. J. X. 70-71. - Archiv (Siegel d. d. Nagybänya, 1696 des Johann Särpa-
der Familie Csergheö). taky. - N. J. X. 74-751.

Bftrouy, I. v. Kis-Säros. (Taf. 402). Siiriuly. (Taf. 402).


W a p p e n : Aus dem obern Schildcsrande nach ab- W a p p e n : Flugberciter Vogel. — Kleinod: Geb.
wärts ragend ein Arm, dessen Fanst einen Krummsäbel Arm, eiuen Krummsäbel mit Parirstange haltend.
mit Parirstange, durch den Hals eines Löwen zu stossen Altes Adelsgeschlecht.
scheint. Andreas Sarudy, erscheint 1550 als Notar des Sa-
Aus Kis - Siiros im Küküllöer Ctte, Siebenbürgen, roser Ctts.
stammendes Adelsgeschlecht. Jenes Geschlecht Sarudy, welches im Vereine mit Mi-
Ein Vorfahre dürfte jener Ladislaus Säros.v gewesen chael Dobos, v. König Fordinand III., sub d. Wien.
sein, welcher 1447 als Ablegat des Zäränder Otts, in 12. Juli 1654 einen Adelsbrief erhielt (vergl.: „Dobosi
Buda urk. auftritt. führte ein anderes Wappen.
Johann Särossy (1691—1696), war Deputirter des Kü- (Siegel mit Init. des Stefan Sarudy).
küllöer Ctts.
Dieses Geschlecht, soll zu Ende des vorigen Jahr- Särvärj. (Taf. 402).
hunderts erloschen sein.
(Siegel d. d. 1700 mit Init. des Johann Särossy v. Wappon: In von G. und B. gespaltenem Schilde
Kis-Säros. — Kovachich, Vestigia Comitiorum. 268. — vorne ein einwärtsgekehrter f f Adler, hinten vier g. Schräg-
Fäbiän, Arad värmegye. 31. 33. 34. 36. 38. - N. J. X. balken. — Kleinod: G. Greif wachsend, mit d. Vorder-
73 - 74). krallen ein r. Banner haltend. — Deckeu: bg. — rs.
Adels- u. Wappenbrief V.König Ferdinand II., d. d.
rtMMMjr, II. v. Nugy-NfiroH. (Taf. 402). 1622 (kundgemacht: Ujker, Oedcnburger Ctt, ier. sec.
prox. ante fest, beati Thomae apostoli) für Stefan Särvary.
W a p p e n : In B. je aus einem Dreiberge ragend eine Die Ehefrau dieses Stefan, soll Anna Szily gewesen sein.
bestengelte, beblätterte Rose: darüber, in d. beiden Schil- Gleichnamige Geschlechter, kamen und kommen noch
desobcreckcn, je ein scchsstraligcr Stern. — Kleinod: Ge- gegenwärtig, in verschiedenen Ctten vor.
krönter Mann, in d. gesenkten Rechten drei gekreuzte (N. J. X. 76-78).
Pfeile, in d. Linken cineu Speer haltend.
Aus d. Saroser Ctte stammendes Adelsgeschlecht, Sas, I. iTaf. 402).
welches einstmals auch im Besitze v. Enyiczkc gestan-
den war. Wappen: In B. ein r. bekl gebogener Arm, in d.
Martin Särossy, (ob zu d. Vorstehenden gehörig, ist Faust einen Krummsäbel mit g Parirstange haltend. —
inir unbekannt), wurde am 22. März 1687 anf Befehl des Kleinod: Zwischen offenem f f Fluge, der Arm. —
Generals Caraffa, zu Eperjes geköpft; Sebastian Särossy, Decken: bg. — rs
erscheint 1682 als Schlosspräfect v. Munkäcs. Adels- und Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
(Siegel d. d. Säros, 1699 mit Init. des Sebastiau Sä- Pressburg, 27. Maj 1662 (kundgemacht: Alsö-S/.tregova.
rossy de Säros. — Lehoczkv T., Beregvm. Monogr. — Neograder Ctt, 1662 und Miskölcz, Borsoder Ctt, 14. März
N. J. X. 72 -73). 1741J für Andreas und für s. Bruder Michael Sas sowie für
Peter Debreczeni.
K&ru.HN»-, III. (Taf. 402). Ein gleichnamiges Geschlecht, war in Losoncz, Neo-
grader Ctt angesessen, aus welchem Andreas, 1684 an
Wappen: In B aus einem aus gr. Boden Bich er- der adeligen Insurrection Theil nimmt. Derselbe hatte
hebenden gr. belaubten Baum wachsend ein geharn Mann einen Sohn Paul, welcher 1717 auftritt
mit Eisenhelm sammt r. Straussenfedern, in d. Rechten (Orig., Ctt A. Borsod. — N. J. X. 79).
564 UNGARISCH ER ADEL.

Saa. I I . (Tat'. 402). wie vorstehend nnd mit einem eingeschobenen r. ? Pfale,
welcher oben n. unten. mit je drei, ans einem JJ Drei-
W a p p e n : InB. über gr. Boden anf einem w.Rone berge sich erhöhenden Kleeblättern belegt erscheint; dann
scheinbar sprengend ein r. gekl. Hann mit l'elzkalpag. in 1 u. 2 in S. drei Schräghaiken; 3 u. 4 in S.? ein
d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir- ein einwärts gekehrter r. V Löwe
stange, mit d. Linken die Zügel haltend. — Kleinod: Spragidiothek. der k. k. herald, Gesellsch. Wien.
# Flügel. — Decken: bg. — rs. NB. Die Tinkturen, — sind hier mit Vorsicht aufzunehmen).
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold 1 , d. d. Reichs- u. Erbl. (irafenstand sammt Vereinigung des
Wien. 17. März 1701 ikundgemacht: Pesth, Festher Ctt, Wappens der f von Lindegg, d. d. 12 1. 1628 für Carl
80. Maj 1. J.), für Georg Sas nnd für seinen gleichnami- Freiherr v. Sanran, k. k. Kämm. u. kais. Ruth.
gen Sohn. Reichs- u. Erbl. Gralenstand, d. d. Wien, 17. 1. 1636
Mir unbekannt, ob der Erwerber und dessen Nach- für die Gebrüder Ehrenreich n. Erasmus.
kommen, das hier blasonirte, oder aber ein anderes Wap- Reichs- u. Erbl. (.irafenstand, d. d. I'ressb. 5. 1. 1638.
pen verliehen erhalten hatten. l'ngar. Indigenat, d. d. 1802 — Gesetz Art. 32 —
Lehöczky T. (Bereg värm. monogr.), führt ein Ge- für Franz Graf Sanran (geb. 1760 f 1832; k. k. Minister.
schlecht „Sas" unter d. Adel des Bereger Ctts auf. Derselbe erhält k. Donationen auf Merczidorf u. Zsadäny
(Siegel d. d. 1819 des Josef Sas). im Temeser Ctte.
liu Mannsstanunc erloschen mit Mario Zeno Vincenz
Nasütnji. (Taf- 402). Graf Sauran, Freiherr auf Ligist u. Wolkenstein, k. k.
Kämmerer n. Oberst - Erblandmarschall in Stoyormark,
W a p p e n : InB. auf n. Wellen zwischen Rohrkolben, Landstand in Oesterreich u. Steyermark, welcher geb. am
ein w. Schwan. — Kleinod: Zwischen offenem tt Fluge, 9 Juli 1792 n. 1815 vermält mit Gabriele Gräfin llunyady
ein pt'alweise abgestelltes Schwert. — Decken: bg. — rs. v. Kethely, am 28. Ang. 1S-16 verstarb.
Adels- n. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d. i Kheinach Ulrich Kreih. v., Stammbuch aus den Jah-
Pressburg. 7. April 1655 für Martin Sasiny und für dessen ren 1618—1631 in d. Bibliothek der k. k. herald. Ge-
Brüder: Stefan n. Paul. sellsch. — Eingemaltes Wappen d. d. 2. Febr. 1619 des
Zempliner Adelsgeschlecht, welches dortselbst, in Christof Frlir. v. Sauran. — Vergl. auch: St. ChriBtofori
BänOcz begütert gewesen. am Arlberg Brudersch. Buch, I. Mscr. im k. k. Haus- Hof-
(Leg. C. Ctt. A. Ungvär. — Szirmay, C. Zemplin u. Staats-Archive).
not. top. 116. 870).
Maurer. (Taf. 403).
Kiiska v. Gyula. (Taf. 402).
W a p p e n : Gekrönter Eberkopf. — Kleinod: Der
W a p p e n : In G. auf gr. Boden unter gr. belaubtem Eberkopi, pfalweise gestellt.
Baume schreitend, ein Eber. — Kleinod: Drei Straussen- Laurenz Saurer, tritt bereits 1514 urk. auf; Friedrich
federn. Saurer (Egregius), geb. 1514 stirbt i. J. 1575 nnd wird
Michael Säska v. Gyula, war bis zum Jahre 1848 in Rudobänya begraben.
Stadtrath von N. Enycd:' seine Söhne: Alexander n. Ju- (R. A. BPesth, D. 0. 25557. — Wappengrabstein
lius, treten als Grundbesitzer v. Maros-Gerse auf. des vorstehenden Friedrich Sanrcr).
(Siegel d. d. 1885 mit Initialen des Ladislaus Säska
T. Gyula (t 1S56 ans Debrezin. — Siehe auch: Elench. Sa usIiit v. Säronilierk. (Taf. 403).
nobil. Ctt. Bihar, d. d. 1847).
W a p p e n a): InB. hinter einem Felsen ein w. gekl.
SÄNka, siehe: IMujtfs. Mann mit f f Kalpag (Bergknappe), in d. Rechten einen
Schlägel, in d. Linken oin Stemmeisen haltend. — Klei-
nod: Der Mann wachsend, in d. Rechten eine Schreib-
SiiMYÜry. (Taf. 402). feder, in d. Linken einen Stein haltend. — Decken:
W a p p e n : In gespaltenem Schilde vorne ein mit bg. — rs.
einer Rose belegter und von je einer Iioso begleiteter I Coli. Herald. Nr. 408).
Schrägbalken, hinten in schräggeviertetem Schilde oben W a p p e n , vermehrtes: Geviertet mit Mittelschild,
u. nuten je zwei Balken, vorne u. hinten je ein Vogel. — worin das Kleinod des Wappens a) wachsend; dann 1 u. 4
Zwei Helme: I. Hörner, die Mundlöcher mit Blättern be- wie bei ai, der Bergmann hier jedoch kuieend und ein-
steckt. — II. Offener Flug. wärtsgekohrt; 2 n. 3 auf einem Dreiberge ein doppel-
Nicht zu verwechseln mit dem erloschenen alten Ge- schwänziger, einwärtsgekehrter Löwe, mit d. Vorder-
schlechte Sasväry v. Sasvär, welches mit den Szirmay, pranken drei bestengelte u. beblätterte Rosen haltend. —
eine gemeinsame Abstammung gehabt haben soll. Zwei Helme: I. Wie bei a). — II. Der Löwe wachsend.
(Siegel d. d. 174. mit Init. des Franz Säsväry). (Mehrere Siegel d. d. Mnnkäcs, 1769 mit Init des
Anton Sauska v. Somberg (so!), kön. Cominissär).
Saiiran. (Taf. 403). Das (leschlccht Sauska (Zauskaj von Säromberk (oder
auch Somberg) wie behauptet wird, ans Kroatien stam-
W a p p e n , altes: In von R und G. gespaltenem mend, domicilirte (oder domicilirt annocli) im Baranyaer
Schilde vorne eine bis zum Oberrande reichende Spitzo Ctte und ist noch gegenwärtig im Besitze von Somberg.
mit eingebogenen Seitenrändern, hinten eiu gekr. | j Eu- Michael Sauska (Zauska;, erhält sub d. 1719 einen
lenrumpf. Wappenbrief.
(Fugger, Ehrenspiegel. V. XLI). Johann Krauz Sauska von Somberg, tritt bereits 1728
W a p p e n , freiberrliches: In von R. nnd 0 . gevier- als Kammerrath auf; Anton Sauska (der Siegler?), i. J.
tetem Schilde 1 u. 4 eine s.Spitze, 2 u. 3 der (gekrönte?) 1765 als Ablegat des Baranyaer Ctts cc.
Enlenrumpf. - Zwei Heimo: I. R. Flügel, belogt mit einer (N. .1. X. 81).
linken B. Spitze. — Decken: rs. — II FF Federbusch,
bestreut mit s. Lindenblättern. — Decken: ±|s. Navoyen. (Taf. 403).
(Zacharias Bartsch, Steierm. Wappenbucli d. d. 1567).
W a p p e n , gräfliches: Geviertet mit d. Mittelschildo W a p p e n : Durch ein w. Kreuz von It. geviertet.
UNGARISCHER ADEL. 565
NB. Dag vermehrte, sehr coinplicirto Wappen, ist offenem ff Finge ein mit einem sechsstrahligen Sterno
auch im Belvedere zn Wien, wiederholt zn sehen. besteckter, fünfmal von W. und Ii. schrfiggeteilter, hoher,
Ungar Indigenat, d. d. 1715 - Gesetz Art. 180 — Bpitzer Hut. — Decken: rs. — bg.
für Engen Herzog von Savoyen, Präses des Hofkriegs- Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
rathes. oberster Militär-Commandant ec. 1753 für Josef Scharlach
(Hoheneck, II. 254). Der vorstehende Adelserwerber Josef, tritt 1760 und
1770 als Kameralbeamter in d. Zips auf. Karl Schar-
S e ha !!<;<> I sc Ii (Schaafgotüiche) genannt Nemper- lach, erscheint 1760 als Domherr von Eisenburg genannt,
IVey von u. zu H j n u s l u. OreMfenstefn, Frei- dann 1770 als Domherr v. Baab, endlich, als Abt v.
herren v. l'raehenberg. (Taf. 403). Pankota.
Wappen: Geviertet mit von W. nnd B. geviertetem lach Hierher gehört auch Michael, Sohn des Josef Schar-
(geb. Kaschau, 1763), welcher sich als Hauptmann
Mittclscliilde, darin 1 u. 4 vier r. Pfäle, 2 n. 8 ein gekr. und dann als Oberst der k. k. Armee, wiederholt vor
g. Greif, zwischen d. Vorderkrallen einen rautenartig ge- dem Feinde auszeichnete und am 12. Maj 1833 zu Press-
formten w.Stein haltend; dann 1 u. 4 ein fl" Adler, die burg verstarb.
Brust belegt mit einer mit d. Hörnern nach aufwärts
strebenden und mit einem w. Kreuzchen besteckten s. (Coli. Herald Nr. 244. — N. J. X. 84 - 8 5 ; .
Mondessichel: 2 u. 8 von B. und W. geschacht — Drei
Helme: Schirmbrett. gezeichnet wie Feld I u. besteckt SchUrfl'ciihcrg. (Taf. 403).
mit n. Pfauenfedern - Decken: JJg. — II. Unter einem
gr. Tannenbaume scheinbar links schreitend ein w.Schaf mit Pfauenbusch. -: In
W a p p e n B. eine g. Blätterkrone. — Kleinod:
Decken: bg. - Schildhalter: Je ein g.
r. Halsbande und g. Schelle. — Decken: rs. — III. Der Löwe
Greif des Mittelschildes wachsend oder auch stehend. —
Decken: bg. — Sehildhalter: Je ein g. Greif. Dieses Wappen, blieb stets unverändert; hier u da,
findet man kleine Verschiedenheiten, beim Kleinode;
Oesterr. Geschlecht, annoch im Gralenstaude dort- der Pfanenspiegel, erscheint nähinlich in dein St Christo-
selbst blühend. l'ori Bruderschaltsbuche (40. 2.) in drei kleine liuschen
Erbl. Böhm. Gfstd, d. d. Wien, 6. Oktb. 1700 geteilt, vou d. jeder, ans je einer auf den drei Blättern d.
Bestätigung nebst Wappcnbesserung, d. d. Wien, Helmkron • befindlichen Kugel herausragt.
15. Apl 17n8 (für d. schlesische Linie).
Erbl. Böhm. Gfstd, d. d. Wien, 15. Dezb 1703 (für Uradel.
d. böhmische Linie). Ueber den Ursprung dieses Geschlechtes, schwebt
noch immer I >unkel, da die verschiedenen Ansichten einiger
Ungar. Indigenat d. d. 1650 — Gesetz Art. 133 — Genealogen, historisch kritischer Begründung entbehrun.
für Kristof-Leopold Freiherr v. Schaffgotscli. Die Buinen des Stammschlosses Schärffenberg, liegen in
Alle männlichen Mitglieder der schlesiscben Linie Unterkrain. Der erste bekannte Schedenberg. ist Wil-
führen den Erbnamen Gotthardt u. alle weiblichen den helm 1291 u. 1297>.
Erbnamen Hedwig. Erscheinen auch „Schaafifgotsche"
geschrieben. Ungar. Indigenat. d. d. 1681 — Gesetz Art 82 —
(Gemaltes Wappen auf einem Pokale, im Besitze der für Friedrich Scherffcnberg.
k . k . Stemkreuzordensdamo v. Szereday - Königsbrunn in Erbl. bölim. Grafenstand, sob d. Wien, 18. Febr 1717.
Wien. — Geätztes Wappen auf einem Pokalo, im Besitze erloschen Die Schärftcnberg (auch „Scharfenberg" geschrieben)
im Mannesstamme, am 15. 9. 1847.
des K. v. Chcrnel, in Giins. — Verschiedene Siegel ans
d. Sphragidiothek der k. k. herald. Gesellsch.). (Schönleben J. L. Dr. v., Geuealogiu Gallenbergiana
u. Herald. geneaL Zeltschrift .Adler" I. II. — Genealogie
des uralten löbl. HerreiigeBchhichtes der Schaufenberg auf
Schalleuberg. (Taf. 403). Hohcnwang u. Spilberg. — Hoheneck, II. 290).
W a p p e n : Geviertet mit g. Mittelschilde, darin aus
einer r. Zinnenmauer wachsend ein doppelschwänziger, ge- Schedel, siehe: Sedel.
krönter r. Löwe; dann 1 u. 4 inS. ein einwärtsgekehrter,
gekr. t t Adler; 2 u. 3 geteilt; oben in B auf einer g.
Laubkrone eine gekr. w. Gans mit g. Halskroue, nuten Scheiter. (Taf. 403..
siebenmal geteilt von W. und B. — (Dieselbe Vorstellung W a p p e n : In geviertetem Schilde 1 u. 4 in G auB d.
kömmt im vermehrten Wappen der Grafen Sinzendorf Spaltung ragend ein tt Adler: 2 ein einwärts aufsprin-
vorl. — Drei Helme: I. Der Adler. - Decken: tts. — gender Hirsch; 8 neben einem Bache äsend, ein w. Lamm. —
II. Der Löwo des Mittelschildes. — Decken: rg - III. Die Kleinod: Fünf tfgbwr. Straussenfedern. — Decken:
Gans. — Decken: rs. NB. Es kommen auch fünf Helme vor. bg. - TB.
— Schildhalter: Je ein gekr., doppelschw, r. Löwe. Ungar. Indigenat, d. d. 1687 — Gesetz Art. 29 —
Oosterreichisches Adelsgeschlecht. für Johann Bichard SchelTcr.
Freiherrenstand, d. d. 1636. (Adiuni, Scuta Gent, tomo XI).
BGrafenstand, d. d. Wien, 5. Apl 1666,
Ungar. Indigenat, d. d. 1687 — Gesetz Art. 28 — Schenk. (Taf. 404).
mit Dipl. Ausfert. d. d. 25. Juni 1688, für KriBtof-Theo-
domar und Dietmar RGrafen von Schallenberg. W a p p e n : In von B. uni B. geteiltem Schilde oben
August Graf v. Schallenberg (geb. 1803), k. k. Oberst, auf gr. Boden eine v. links v. einem g. gefiitschten Pfeile
war vermält mit Sidonie Tallinn de Vizek. im Halse durchbohrte, g. gew. w. Gans, unten in B. auf
Die Beichsgrafen 3challenberg, fiihron auch den Titel: n. Wellen ,in einem hölzernen Boote scheinbar rudernd
Freiherren v. Lultenberg u. Biberstein. ein v. einem g. Kometen überhöhter r. (lila) gekl. Mann
(Gemalte Wappen u. Siegel. — Hoheneck, II. 216). mit t t Hute. — Kleinod: G. Greif wachsend in d. erho-
benen Bechten einen Krummsäbel, in d. vorgestreckten
S c h a r l a c h . (Taf. 403). Linken ein flammendes r. Herz haltend. — Decken:
bg. — rs.
Wappen: In von S. und B. geviertetem Schilde (Adaini, Scuta Gent, tomo XI).
1 u. 4 aus gr. Dreiberge ragend drei rbr. Straussenfedern,
2 u. 8 ein Bechsstraliliger g. Stern — Kleinod: Zwischen SrherUVnberg, siehe: Srhitrilfenberg.
IV. 15. 142
566 UNGARISCHER ADEL.

Schirl. (Taf. 404). Thcresien-Ritter u. k. k. Generalfoldzeugmeister (Urenkel


des Arnold Schiann), welcher mit Josefa Grüfln Keglevich
W a p p e n : In von R. und B. gespaltenem Schilde v. Buzim vermält, am 21. September 1825 nls letzter
vorne ein w. Schrägbalkcn, hinten ein doppelschw. g. männlicher Agnate verstarb.
Löwe. — Kleinod: JJ Flug. — Decken: bw. — f l g . Ungar. Indigenat, fiir Denselben, d. d. 1802 — Ge-
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. setz Art. 34 —.
168? für Johann Schirl. Die letzto Erbtochter Josefa, Besitzerin v. Besanecz
Blühten oder blühen noch gegenwärtig, mit d. Prä- in Kroatien, war vermiilt mit Franz Xav. Baron Ottenfels.
dikate .v Schirndorf*, in Oesterreich.
(Adami, Scuta Gent. Tomo XI).
SchltM'lila v. Wuchehrd. (Taf. 404).
S c h l r m e r , I . v. Hrassb. (Taf. 401). W a p p o n : In R. aus einer w. Zinnenmauor wach-
send, ein n. Wolf. — Kleinod: Drei rwr. Straussen-
W a p p e n : In B. ein beiderseits v. je einem acht- federn. — Decken: rs
stelligen g. Sterne begleitetes, schräggerichtetes Schwert Annocli in Oesterreich blühendes, ursprünglich böh-
mit g. Parirstange. - Kleinod: Hervorbrechender g. misches Adelsgeschlecht, welches mit den Schlechte v.
Löwe, ein Schwert mit d. Vorderpranken schräggerichtet Hrochow, eine gemeinsame Abstammung hat, und in den
haltend. — Der Drachenorden. — Decken: Aussen bg., ersten Dccennien dieses Jahrhundertes, in den österr. Frei-
innen fj's. herrenstand erhoben wurde.
Adels- u. Wappenbrief v. König Wladislaus. d. d. Ungar. Indigenat, d. d. 1827 — Gesetz Art. 42 —
Buda, fer. sex prox. ante fest. B. Antonii confessoria, für Franz Freiherr v. Sclileehta, k. k. Oberst, welcher
1507 für Johann Schirmer v. Brassovia. i. J. 1831 verstarb.
Margarethe Schirmer v Nagyszeben, welche dasselbe (Siegel und gemalte Wappen. — Siehe auch: Wurz-
Wappen führte wie vorstehend, nur ohne Kleinod und mit bach Const. Dr. v , Biogr. Lex. XXIX. 65 - 6 8 ) .
bs. Decken (,vergl. Haller-Codex), tritt als die Ehefrau
des Peter Kaller urk. auf, welcher geb. i. J. 15(0, am
12. Dezbr 1570 verstarb, nachdem er sich zum zweiten- S c h l l k T. Bastiane u . W e i s s k i r r h c n . (Taf. 404).
male, mit Katharina Kemeny vormält hatte.
(Orig., Bibl. desSiebb. Mus. Vereines. - Turul, IV. SVappen: Geviertet von B. und R., mit s. Mittel-
1886. Pag. 70, Stammtafel). Schilde, darin zwei gekrünto, aufspringende r. Löwen, mit
d. Vorderpranken eine r. Säule gemeinsam haltend; dann
1 n. 4 ein gekr. g. Löwe, eine r. bedachte w. Kirche mit
S c h i r n i e r , II. (Taf. 404). r. bedachtem Thurme vor d. Mitte des Leibes haltend;
W a p p e n : In B. ein w. Schild, welcher mit einer 2 u. 3 eine von zwei (1, 1) s Ringen begleitete nnd mit
schneckenartig gewundenen gekr. Schlange belegt er- einem r. Ringe belegte w. Spitzo mit eingebogenen Sei-
scheint. — Kleinod: W. Flügel, belegt mit d. Schlange tenrändern. — Drei Helme: I. Zwischen halboffenem, mit
des Schildes. — Decken: f f g einem g. Schrägbalken belegten und mit fallenden g. Lin-
Adels- n. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. denblättern bestreuten ±f Fluge, der Löwe mit d. Kirche,
Wien, 1. Aug. 1626 (kundgemacht: Göncz, Abaujer Ctt, wachsend. • - Decken: bg. — II. Gekr. g. Löwe, sitzend. —
26. März 1628) für Johann Schirmer (von adeligen Eltern Decken: bg. —rs. — III. Flügel, gezeichnet wie Feld III.
ans der Schweiz geboren), fiir seine Ehefrau Susanna — Decken: rs.
Schmitin u. für d. Sohn Johann. NB. Das ältere Wappen, ist ohne Mittelschild, alle
(Orig., Ctt A. Abauj-Torna). Felder sind hier rot und die Pranken der Löwen, ledig.
Angesehenes Grafengeschlecht aus Böhmen, welches
bereits im XV. Jarhundertc, in d. Geschichte unseres
Schimm. (Taf. 404). Landes vorkömmt, mit Caspar, welcher 1440 verstarb.
W a p p e n , a): In S. eine aufrechte Wolfsangel (dop- Stefan Scblik, fällt in d. Schlacht bei Mohäcs, i. J.
pelter WTidorhaken.i, dessen oberer, rechts gewandter Haken 1526; Leopold Sclilik, kämpft als kais. General, gegen
nach abwärts n. der untere, links gewandte, nach auf- Rilknezy, zu Beginn des XVIII. Jarhundertes.
wärts steht. — Kleinod: G. gekrönter Wolf, wachsend. — RGrafenstand, v. Kaiser Sigismund, d. d. Prag,
Decken: rs. 1. Xovb. 1437.
W a p p e n , freiherrliches: Geviertet mit r. Mittel- Kaisorl. Bestätigung, d. d. Wien, 19. Oktbr 1626
schilde, in welchem drei (2, 1) s. Lindenblätter; dann 1 und d. d. Regensburg, 24. Sptbr 1641.
von R. und S. geschachtet u. belegt mit einem g. gewaff- Ungar. Indigenat, d. d. 1687 — Gesetz-Art. 28 —
neten, g. gekrönten, fl" Adler; 2 in B. ein aus d. linken für Franz-Josef und für Leopold Schlik.
Seitenrande wachsender, w. bekleideter, gebogener Arm (Gritzner M., Grafenalbum. — Teleky, Hunyadiak
mit g. eingefasstem r. Aufschlage, in der blossen Faust Kora. I. 482 ec. - Istvänffy, 1685. 85. 405. — Engl,
einen Degen mit g. Parirstange haltend, anf dessen V. 188. ec.).
Klinge der r. (blutige) Buchstabe D (auf Dubiza hindeu-
tend); 3 in B. aus dem untern Scliildesrande wachsend
eine dreizinnige grane Quadernmauer, überhöht v. einer SvhmerxiuK. (Taf. 404).
feurigen Bombe; 4 geschachtet wie 1, nnd belegt mit W a p p e n : Gospalten von G. und R. mit droi (2, 1)
einem g. Löwenkopf. — Drei Helme: I. Zwischen wech- Lilien in verwechselten Tinkturen. — Kleinod: Sieben
selweise von R. und S. geteiltem, offenem Fluge, die Lin- (3,1.3) unter g. Lanzenspitzen abflatterndo, zweizipflige,
denblätter. — Decken: rs. — 2. Der Adler. — Decken: von G. über R geteilte Banner. — Decken: rg.
f f g . — 3. Der Arm. - Decken: b3. Pommcrschor Uradel, mit Bernhard v. Schmerzing,
Wappenbesserung u. rote Siegelwachsfreibeit, v. Kai- 1558 die nnunterbrochene Stammreihe beginnend, auch
ser Ferdinand II., d. d. Wien, 15. Dezember 1622 für in Schlesien angesessen sowie in Sachsen u. Rouss-Sehloitz.
Arnold Schiann, Licentiat d Rechte, knrtrier. Rath n. RFreihorrnstand, d. d. 15. M&rz 1706 für Hannibal
Hofgerichtsdirector. Hermann v. Schmerzing, später k. poln. u. chursächsischer
Freiherrnstand, d d. Wien, 6. April 1758 nebst Kammerherr, Oberhofmeister n. Amtshauptmann.
Wappenbesserung, für Gebhard Moritz v. Schiann, f als Ungar. Indigenat, d. d. 1827 - Gesetz Art. 42 —
UNGARISCHER ADEL. 567

für Anton Baron Schmcrtzing, k. k. Kämmeror and Ritt- Adels- und Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
meister. 18. Maj 1721 für Dominik Schmidt.
Soine Nackkommen, domiciliren anf ihren Gütern im (Coli. Herald. Nr. 414).
Nentraer Ctte.
NR. Tyroff (II. 21), führt das Schmerzing-Wappen Schmidt, siehe: Schmitth.
als von R. nnd S. gespalten vor.
(N. Gr. Siehmacher. — M. N. Zsebk., I. 1888.
421-422). Sclimikcl. (Taf. 405).
W a p p e n : In von R. und G. geviertetem Schilde
Sehmiftk. (Taf. 404). 1 u. 4 eine g. Sonne. 2 u. 3 ein Adler. — Kleinod:
Zwischen offenem fl: Fluge, eine g. Sonne. — Docken:
W a p p e n : In R. ein geharn. geb. Arm, in d. Fanst bg. — rs
eine Schreibfeder haltend. — Kleinod: Der Arm. — Adels- u. Wappenbrief v. König Josef I., d. d. 1709
Decken: bg. — rs. für Johann Josef Schmikel.
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1722 (Adami, Scuta Gent, toino XI. und Coli. Herald.
für Georg Schmiäk. Nr. 739).
(ColL Herald. Nr. 370).
SchmilliHr. (Taf. 405).
S e h m l e d e g g v. Sär-I.niläuj. (Taf 404).
Wappen: In W. unter einem mit zwei sechsstra-
W a p p e n , adeliges: Gegen eine Spitze mit einge- ligen g Sternen belegten b Schildeshaupte auf gr. Rodon
bogenen Seitenrändern beiderseits anspringend in welcher ein r bekl. Mann mit Pelzkalpag sammt r. Sacke, g.
aas gekr. Dreiberge drei bcBtengelte u. beblätterte Rosen, Gürtel, hohen g Stiefeln und umgürtetcr J} Säbelscheide,
je ein Greif. — Kleinod: Zwischen Hörnern der Greif in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
wachsend, hier in d. erhobenen Rechten eine bcstengelte, stange. d.Linke in d. Hiifte gestützt haltend. Kleinod:
beblätterte Rose haltend. Zwischen offenem f f Elnff° e i n e r- B,!W- w - Taubo, im
(Siegel d. d. 9. 1. 168(j des Thomas v. Smidek). Schnabel eine gr bcstengelte, gr. beblätterte r. Rose hal-
W a p p e n , freiherrliches: Wie das gräfliche. tend. — Dccken: rs. — bg.
W a p p e n , gräfliches: Geviertet von nnd R. mit Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
gr. Mittelschilde worin drei gr. bestengelte r. Rosen; 1767.
dann 1 u. 4 ein g. Greif; 2 n. 3 aas gr. Roden sich er- (L. R.).
hebend, ein bcfrnchhtetcr Palmbamn. - Drei Helme:
I. Zwischen je einem blossen Säbel, der l'almbanni. —
Decken: rs. — II. Zwischen j.J: Hörnern der Greif wach- Schmillh. (Taf. 405).
send, hier in d. erhobenen Rochten eine gr. bestcugelte, * W a p p e n : Durch einen t i Balken welcher mit eiuom
gr. beblätterte, r. Rose haltend. — Docken: rs. — ^ g. — doppelschwänzigen, gekrönten, schreitenden g. Löwen be-
III. Wie I. — Decken: # g legt erscheint, welcher in d erhobenen Rechten einon g.
AusKremnicz stammendes Geschlecht, einst „Messer- Ring hält, schräggetcilt von R. und B.; darunter, ein
schmidt" gehcis8cn. oben goldner, mit einer b., unten weisser, mit einer r.
Rekräft des alten Adels, sab d. 1675 für Jeremias Lilie bolegter, schmälerer Schräglinksbalken. — Kleinod:
Messerschmidt v. Schmiedegg. Der Löwe des Schildes wachsend, hier den Ring zwischen
Freiherrenstand, für dessen Sohn Theodor Thomas d. Vorderpranken haltend. — Decken: rs. — bg.
Leopold, (f 17251 d. d. Wien, 30. März 1689. Adols- u. Wappenbrief v. König Karl III., d.d. 1736
iL. R. 19. 440|. für d. Gebrüder: Goorg, Johann u Franz Schmitth.
Derselbe, war später Obergespan v. Z.Myom u. Ritter (Coli. Herald. Nr. 307).
des gold. Sporens.
Grafenstand, d. d. Wien, 7. Febr 1738 für Friedrich Schmitth, siehe: Schmidt.
Freiherr v. Schmidegg, Sohn des Theodor Thomas Leopold.
Er erwarb Siir-Ladäny, im Woissenburger Ctte.
(L. R 38. 28. - M. N. Zsebk. 1. P. 206-207. — Schnee. (Taf. 405).
N. J. X. — Siehe anch: Marsovszky, Wappemuscr., im W a p p e n : In R. auf gekr. spitzem w. Dreifclsen ein
Nat. Mos. BPesth). von zwei sechsstraligen g. Sternen überhöhter Löwe, in
d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g- Parir-
S c h m i d t , I. (Taf. 404). stange haltend. — Kleinod: Mann mit b. Leibrocke, r.
Hosen, g. Gürtel und I'elzkalpag mit r. Sacke, in d. er-
W a p p e n : In B. gegen einen aas n. Wellen Bich hobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange
erhebenden Dreifelsen anspringend, ein Hirsch.— Kleinod: haltend, d. Linke in d. Hüfte gestützt — Decken:
Der Hirsch wachsend, hier mit d. Vorderlänfen eine Tran- bs. - bg.
benfrucht haltend. — Decken: bg. — rs. Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
Adels- u. Wappeubrief v. König Karl III., d. d. 1712 Pressburg, 28. Oktob. 1741 (kundgemacht: (P:ipa, Vesz-,
für Johann Schmidt. primer Ctt, 15. Jänner 1742) für Bernhard Schnee, liir
(Coli. Herald. Nr. 709). seine Ehefrau Tcrcse Luchner und für B. Kinder Johann
n. Maria, in Anbetracht der erworbenen milit Verdienste
S c h m i d t , II. (Taf. 405). des genannten Haupterwerbers Bernhard u. seines f Vaters
Franz.
W a p p e n : In vou R. und B. geteiltem Schilde oben Ladislaus!., der Sohn des vorstehenden Johann, über-
aus d. Teilung ragend eine bestengelto, beblätterte g. siedelt vom Veszprimer Ctt nach Szathmär, nimmt vom
Tnlpe, unten zwei von zwei sechsstraligen g. Sternen über- erstgenannten Ctte ein Adelszeugniss heraus u. lässt das-
höhte w. Wellenbalken. — Kleinod: R. bekl. geb. Arm, selbe. 1792 in Csongrad, 1799 in Hoves u. 1832 in Neo-
in d. Faust einen mit oinem r. Steine besteckten g. Ring grad pubUciren.
haltend. — Decken: bw. — rg. (Adami, Scuta Gent, tomo XI. — N. J. X. 95—96).
568 UNGARISCHER ADEL.

Sohueobcrger. (Taf. 405). Adels- und Wappenbrief T. König Karl III., d. d.


1718 für Leopold-Karl Schorn.
W a p p e n : In B. anf gr. Zweiberge ein linksgekehrter (L. C.).
Strauss. im Schnabel ein Hufeisen haltend. Kleinod:
Storch, in d. erhobenen Linken einen gr. Zweig haltend. — Schiiirmitun. (Tafel 405).
Decken: rs. — bg.
Adels u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. W a p p e n: In B. gegen eine mit einer w. Lilie be-
1717 für Melchior Schneberger. stockte, auf gr. Boden anfstehendo w. Sänlo beiderseits
(Coli. Herald. Nr. 555.). anspringend, jo ein g. Löwe. — Kleinod: Storch, im
Schnabel eine n. Schlange haltend. — Decken: bg. bs.
Schneider. (Taf. 405). Adels- und Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
Februar 1760 für Ignacz Schöffmann.
W a p p e n : In B. anf gr. Hügel eine aufrechte Wei- (L. R. Nr. 45. P. 258).
lengarbe. — Kleinod: Nackte Jnngfrau wachsend in d.
Hechten eine Sichel, in d. Linken drei goldene Weizen- Schimborn (Taf. 405).
Shren haltend. — Decken: bg — rs.
Adels- n. Wappenbrief t. König Leopold L , d. d. W a p p e n : Sehräggeviertet mit r. Mittelschild, darin
1681 für Georg Schneider. auf spitzein w. Dreifelson ein doppolschwänzigor, gekr. g.
(L. C.) Löwe schreitend; dann oben in einer gestürzten g. Spitze
eine mit dem gekr. kais. Doppeladler (sammt Nimbus,
Sehobel. (Taf. 405). Schwert u. Reichsapfel) belegte g. Scheibe; unten in einor
von Hermelin und W., gespaltenen eingepfropften Spitze,
Wappen: In geviertetem Schilde 1 in R. ein doppel- welche mit dem österr. Stammwappen (in R. ein w. Balken)
schwänziger g Löwe in d. erhobenen Rechten eine Schreib- belegt erscheint, vorne anf g. bordiirtein, 'mit vier g.
feder haltend; 2 in B. auf gr. Boden eine von je einem Quasten besteckten Polster, ein Reichsapfel, hinten ein
achtstelligen Sterne begleitete, mit einer Kugel besteckto mit zwei r. Balken belegter, gekr. b. Löwe; dann vorne
w. Säule, auf welcher eine r. gew. w. Taube steht mit geteilt von R. und j j ; oben drei (2, 1) w. Schildlein, unten,
einem Oelzweige im Schnabel; S in Gr. ein aufspringen- drei (2,1 Ig. Weizengarben (für Puchheim >; hinten geteilt von
der Hirsch; 4. unter b. Schildhaupte, welches mit einer B. nndG ; oben ein von drei (2,1) s. Wecken begleiteter w.
w. Kose zwischen zwei g. Sternen belegt erscheint, über Balken, nnten ein laufender £f Wolf (für Wollsthal i. - Sieben
gr. Schildesfnss (Boden) gespalten von W. und R.; vorne Helme: I. Der Reichsapfel mit d. Polster. — II. G. Weizen-
ein einwärts aufspringender doppelschwänziger r. Löwe in garbe. — III. G. haarige, gekr. Jungfran wachsend, mit w.
der erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir- Halskragen und mit von R. und W. gespaltenem Kleide, mit
stange haltend, hinten ein aufspringendes w. Einhorn; jedem Arme einen gestürzten Fisch haltend. — IV. Vor-
dazwischen, unten, eine g. Laubkrone. — Zwei Helme: wärts gekehlter, gekr. g. Löwe, zwischen mit Spitzen
I. Zwischen offenem, rechts b., links r., hier mit einem von K. über W. geteilten Hörnern, welche beiderseits besteckt
g. Sterne, dort mit einer s. Mondcssicliel belegtem Finge, erscheinen, mit je drei g. Aepfeln mit f f Butzen. — V. Hor-
ein v. links oberhalb im Halse v. einem geüitschten ner, gezeichnet wie das liintero Fell oben. — VI. Der schrei-
Pfeile durchbohrtes, wachsendes, w. Einhorn. — Decken: tende f f Wolf. - - VII. Der b. Löwe mit den zwei r. Balken. —
rg. — II. Zwischen rechts von G. und E., links von B. Schildhalter: Je ein auswärts schauender, gekr. g. Löwe
und W., geteilten Hörnern, eine Jungfran mit wallenden, der rechtsseitige ein Banner mit dein kais. 4? Doppel-
gr. bekränzten Haaren, b. Ober- und r. Unterkleide, mit adler in Gold, der linksseitige ein Banner mit d. österr.
d. gesenkten Rechten eine w. Säule mit g. Capitäl an d. Stammwappen haltend. — Decken: bis (incl.) zum 4ten
Leib drückend. — Decken: bs. Helme rs, dann bs.
Sächsisches Geschlecht, aus Brassö in Siebenbürgen, VornehmeB Gral'engeschlecht, dessen sogenannte öster-
nnnmehr auch in Ungarn ansässig. reichische Linie, i. J. 1801 mit Eugen Graf Schönborn
Adels- und Wappenbrief (angeblich > d. d. 8. Febr. erloschen ist und welches mit Beginn des vorigen Jahr-
1678. — K. Maria Theresia, verleiht um d. Jahr 1745 dem hunderts nach Ungarn kam.
Johann Schobel (so!) einen (erneuerten?) Wappenbrief R. und erbl. Grafenstand, d. d. Aug. 1701..
mit d. vorstehenden Wappen. Es steht zu vermuthen, Ungar. Indigenat d. d. 1715. — Gesetz, Art. 133 —
dass die Schubein u Schobel, ein und dasselbe Geschlecht für Karl Friedrich Graf Schönborn, welcher einen Teil
gewesen, bezw. sind. der Räkoczyschen Güter erhält.
(Adami, Scuta Gent. XI. - N. J. X 06-97). Kön. Donation d. d. 1726 fiir Lothar Franz Graf
v. Schönborn, Erzbischof v. Mainz ec. t 1728.
Schömberg. (Taf. 405.) Ungar. Indigenat, d. d. 1741. — Gesetz Art. 69 —
fiir d. Nachkommen des f Anselm Franz Graf v. Schön-
W a p p e n : Linksgekehrter Greif. born-Buchheim u Wolfsthal und für s. Bruder Franz-
Georg Schömberg, infulirtcr Probst zu Pressburg ec., Erwin sammt Descendcnz. — Donationsbekräftignng sab
stirbt i. J. 1486. d. 1790/1. - Die Grafen Schönborn, bekloiden die erbl.
(Grabstein mit Tartschenschild des obigen Georg, in Obergcspanswürdo v. Bereg.
d. Domkirche zu I'ressburg. Siehe: Henszlmann, Cs. (Hoheneck, II. 382. — N. J. X. 98-100. - M. N.
müemlekek P. 157. — Histor. Cap. Poson. — Fraknrti, Zsebk., I. 1888. 208 209).
Vitez elete).
Schttnbolcx (Taf. 406).
Schorn. (Taf. 405/.
W a p p e n : Unter g. Schildoshaupte welches mit einem
W ap p c n: In B. auf einer w. Kugel eine nackte Jungfrau wachsenden JJ Adler belegt erscheint, in R. nntcr oinem,
mit d. erhobenen Rechten ein rotes Tnch über Kopf und v. jo einem w. Ankerkreuzc begleiteten w. Sparren
Unterleib wehen lassend, in d. seitwärtsgcstreckten Linken auf gr. Boden ein Qnadcrnthnrm, wolchcr v. einor mit d.
eine w. Kugel haltend. — Kleinod: Nicht verliehen. — Hörnern nach abwärts strebenden s. Sichel überhöbt
Decken: rs. — bg wird. — Zwei Holme: I. offener, beiderseits mit einem
UNGARISCHER ADEL. 569

s. Aiikorkrouzo belegter fl: Fing. — Decken: f f g . — (Magyar I'lutarkuss. HI. 241—253. — Adami, Scuta
II. Drei rwr. Straussenfedern. — Decken: rs. Gent. Tomo XI.).
Adels- nnd Wappenbrief v. König Leopold II., d. d.
1790 fiir Franz Christof Schönliolcz. NchrUfl v. .Wuuushcrg (Taf. 406).
(Adami, Scuta Gent. Tomo XI.),
Wappen: freiherrliches; Geviertet mit r. Mittelschilde,
Krlittiileben (Taf. 406). worin ein mit L. I. belegter w. Haiken; dann 1 u. 4 in
G. aus d. Spaltung ragend der kaiserl. J| Adlor mit
W a p p e n : In von R. und R. geteiltem Schilde oben Krone und Sceptcr; 2 ) in R. ein w. gekleidetes Berg-
ein doppelschwänziger g. Löwe schreitend in d. erhobenen männlein in d Rechten einen Hammer, in der Linkon
Rechten einen Rergmannshammer haltend, unten Uber spitzem Bergeisen u. Schlegel haltend; 3.) in R. auf gr. Hügel
w. Felsgesteiue, der Hammer, gekreuzt mit einem Schlägel; ein aufsteigender JJ Rock. — Drei Helme: 1. Der Rock
die Kreuzung beiderseits begleitet v. je einer w. Lilie. — wachsend. — Decken: rg. — 2. Dor Doppeladler. —
Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken: rs. — bg. Decken: ttg. — 3. Der Bergmann wachsend. — Decken: rs.
Adels- u. Wappenhrief v. König Rudolf, d. d. Frag, Aus Eisenerz u Stadt Stever stammend.
1599 (Kundgemacht: Eperjes. Säroser Ctt., 16081 für Adels- n Wappeubrief v. Kaiser Ferdinand III., d.
Michael Schönleben, für seine Kliefrau Margarethe Wencz- d. Linz, 16. Juli 1646 für Gottlieb Scliröll'l (Sohn des
lin und für d. Söhne: Georg u. Michael. Abraham Schröfl, Ober-Yorgeber in Eisenerz u. der Eli-
(Orig. l'ap. A. Jäszö, durch J. v. Csoma;. sabeth Mann aus Stadt Steyer; vorhin Rathsmann u.
Dieses, zweiffcllos aus Deutschland stammende Ge- Rürgermeister zu Steyer, nachhin kaiserl Rath u. Eisen-
schlecht, scheint bereits früher schon adelige Rechte ge- Obmann.
nossen zu haben, da Friedrich v. Schönleben, sub d. Prädikat „v. Mannsberg1' 'nach dem Aussterben des
Leipzig. 10. Sptber 1583 urk. auftritt. (ieschlechtes Mann) v Kaiser Ferdinand III., d. d. Press-
(Stammbuch der Hardwich v. Hassel, Mscrpt d. d. burg 27. April li>5;> für d. Vorstehenden.
1573-1606 mit eingemalten Wappen, im Resitzo derk. k. Ritterstand v. Kaiser Leopold I , d. d Wien 20. Mai
herald. Gcsellscli. Adler in Wien. Fol. 29j. 1662 summt Wappenbesserung für d Vorstehenden.
Michael v. Schönleben (m. p ), führt 1606 das gleiche Freiherrnstand v. Kaiser Leopold I., d. d. 1698 für
Wappen wie vorstehend blasonirt. Carl Gottlieb Schröfl von Mannsberg, nied östcr. Rogirungs-
iLiber amicorum des Martinus Waigmanus. Mscr. rath (Solln des Johaun Maximilian n. Enkel des Adels-
vom XVII Jh., mit eingemalten Wappen, in d. Bibliothek erwerbers).
des ref. Collegiums zu M. Szigetln. Ungar. Indigenat d. d. 18U2 — Gesetz Art. 34 —
Georg Schönleben, Vicenotär v. Eperjes, siegelt sub für igmiz Freiherr Seliröü v. Mannsberg.
d. 1683 wieder mit d. gleichen Wappen. i>ammlung des Const v. Reichenau;.
(Siegel mit voller Umschrift. Siehe auch: Ungar.
Revue, 1885 Oktobr.-Novbr. Heft — Dr. J. L. von Schön- Nrliubiinj- (Taf. 406 .
leben, erscheint als Verfasser der „(iencalogia Gallen-
bergiaua" aufgeführt. Wappen: In von B. und G. geviertetem Schilde 1
u. 4 eine in d. linken Oberecke v. einem sechsstrahligen
g. Stern begleitete, anf gr. Roden stehende Kirche mit
Sehttnvteln siehe: Frey v. ScliiVnsleiii. r. Thurme und r. Dache; 2 u. 3 aus d. Spaltung rügend
ein r. gew. JJ Adler. — Kleinod: Zwischen rechts von
Mehriati (Taf. 406). W. und B., links von tJ und G. geteilten Hörnern, auf
W a p p o n : In B. auf gr. Boden ein doppelschwänziger gr. Hügel, eine r. gew. w. Taube, im Schnabel einen gl.
g. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit Blätter/.weig haltend. - Decken: bs. — ä g .
g. Parirstange haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. — Adels- und Wappeubrief v. König Franz I. d. d.
Decken: bg. — rs. 26. Juli 1792 für Johann Schubäny.
Adels- und Wappenbrief v. König Josef I , d. d. Wien, (Leg. C.)
10. März 1709 für Chrissof Sclirantz.
(Coli. Herald. Xr. 740). Kchudo (Taf. 406;.
Wappen: Geviertet von B. und R. mit d. ungar.
Nchraud (Taf. 406). Landeswappen als Mittolschild; dann 1 u. 4 eineinw gek.
W a p p e n : In W. auf gr. Boden eine Jungfrau mit geharn. geb. Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g.
r. Kleide und b. Tuche, mit beiden Händen einen mit Parirstange haltend; 2 u. 3 ein w. Wellenbalken. —
einer Schlange umringelten Stab gegen eine linksgekehrte, Kleinod: Der Arm des dritten Feldes. — Decken: bg.-rs,
mehrköplige gr. Hydra hebend; zu den Füssen der Jung- Adels u. Wappcnbricf v. König Leopold I., d. d.
frau, ein ruhender Hirsch. — Kleinod: Gekr. g. Löwe 1703. für Paul Scliudü.
wachsend, mit d. Vorderpranken eine g. Krone haltend; IColl. Herald. Nr. 765).
davor, ein schräggestellter Merkurstabl. — Decken:
bs. — rs, SchucHtcr, siehe: KchuHter.
Adels- und Wappenbrief v. Kaiser Franz I., d. d.
1797 für Franz Schraud Schult-/.. (Taf. 406).
Derselbe, 1761 von bürgerlichen Eltern in Pesth ge-
boren, widmet sich dorn ärztlichen Stande, wird in Wien Wappen: In von R. und R. geviertetem Schilde
romovirt und nach einander, zum prakt. Arzte in Szego- 1 u. 4 auf gr. Boden eine in d. obern linken Schildesecko
Sin, Csanäd u. Csongräd ernannt. Im Jahre 1791 be-
kämpft er die in Syrmien ausgebrochene Pest und gab
v. einem sechsstraligen g. Sterne begleitete, r. gew. w.
Taube, im Schnabel einen gr. Oelzweig, in d. erhobenen
auch ein Werk i. Druck heraus, unter d. Titel „Historia Rechten einc-n mit einem r. Steine besteckten g. Ring
pestis Syrmiensis." Im Jahre 1802 zum Oberarzt ernannt, haltend; 2 u. 3 ein geharn. geb. Arm, in d. Faust einen
starb Franz v. Schraud am 18. März 1806 zu Eisenburg. Krummsädel mit g. Parirstange haltend. — Kleinod : Zwi-
Maria v. Schraud, tritt 1860 als die Kliefrau des Johann schen rechts von B. und W., links von B. n. W., geteil-
Pethö v. Alsö-Szätha auf. ten Hörnern, — deren Mundlöcher rechts mit einem wb.,
143
IV. 15.
570 UNGARISCHER ADEL.

links mit einem rw. Fähnlein besteckt erscheinen, die I jetzt Nr. 9), F. M. L. u. Comandirender v Siebenbürgen.
Tanbe ohne Oelzweig. — Decken: bs. — rs. Mit ihm erlosch dio freiherrl Linie dieses Geschlechtes.
Adels u Wappenbrief v. König Leopold II., d. d. (Leg. C.).
1790 fiir Johann Schnlcz (Sulcz).
Der Erwerber Johann Ignacz (geb. 1746 f 1815),
Nehmler. (Taf. 406).
war vermält mit Elisabeth Bukowszky von Stolzenberg
und pflanzte sein Geschlecht, welches uunmehr dem Er- W a p p e n : Geteilt, unten gespalten; 1.) in R. zwi-
löschen nahe ist, bis zur Gegenwart fort. schen drei (2, 1) s. Münzen eine kleinere Goldmünze;
Diese Familie, soll von den t Grafen von Schulz 2.) in f f ein w. Pelikan mit seinen Jungen; 8) in B. auf
ihre Abstammung herleiten, kam auch zu Zeiten der einer w. geflügelten b. Kngel eine nackte Jungfrau, einen
Regierung des Königs Ferdinand V. um Erhebung (bezw. r. Schleier über dem Haupte haltend. — Kleinod: Der
um Anerkennung) des Grafenstaudes ein, welcher Ritte Pelikan ohne Junge. Decken: rs. — bs.
jedoch nicht willfart wurde. Adels- und Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
(Adami, Scuta Gent tomo XII.—Siehe anch: Geneal. 28. Oktbr. 1741 für die Gebrüder: Ignaz u. Karl
Taschenbuch die Adeligen Häuser, Brünn, II und V.). Schuster.
(Leg. C ) .
Schallte v. T ö r ö k - K a u i s a . (Taf. 406).
W a p p e n : In von G. und B. geteiltem Schilde oben S e l m s ! CI-NCII i l x . (Taf. 407).
ein f f Adler wachsend, unten eine von drei sechsstraligen W a p p e n : In durch einen mit drei scheinbar lau-
g. Sternen überhöhte s. Mondessichel, mit nach aufwärts fenden f f Ebern belegten g. lialkeu von R und S. schräg-
strebenden Hörnern. — Kleinod: Der Adler, hier ein von geteiltem Schilde oben ein gekr. j f Adler, unten auf gr.
R. und W. geteiltes, nach links abllatterndes Banner mit d. Dreiberge einwärtsgekehrt ein gr. gekl. Mann mit gr.
Schnabel haltend. - Decken: rs. — bg. Iiute, g. Stiefeln uud g. Gürtel, einen Pfeil aus einem
Adelsgeschlecht des Torontalcr Ctts, gegenwärtig in Bogen abzuschiessen scheinend Kleinod: Zwischen
Török-Kanisa domicilirend. offenem f f Fluge, der Mann wachsend. — Decken:
Emil Schulpe v. Török-Kanisa. k. k. Rittmeister grs. — bg.
(1890) ist vermält mit Mathilde (geb. 183U). Tochter des Adels- nnd Wappenbrief v. König Leopold II., d. d.
Freiherrn Nyäry v. Nyiiregylniza und der Josefa Kubinyi 1791 für Alois Schusterschicz.
v. Felsö Kubiny v. Xagy-Olaszi. (Adami. Scuta Gent, tomo XI.).
(Farn. Ber.) '

Schuuiaiika (Taf. 406). Scliiicz. (Taf. 407).


W a p p e n : In B. anf gr. Boden ein g. Greif, in d.
W r appen: In durch einen g. Balken von R. uud B.
erhobenen Rechten drei gekreuzte Pfeile haltend. —
geteiltem Schilde oben zwischen einer g. Sonne und einer
Kleinod: Der Greif wachsend. — Decken: bg. — rs.
s. Mondessiehel wachsend ein geharn. Mann mit Eisen-
Adels- u Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
helm in der erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g.
Wien, 16. Juni 1694 (Kundgemacht: Somarja, Pressburger
Parirstange, in d. seitwärtsgestreckten Rechten einen
Ctt., 4 Oktbr. 1. J.) fiir Stefan Schücz n. für seine aus
schnurrbärtigen, vom Rumpfe getrennten Tiirkcnschädel d. Ehe mit Julia Peteruädy stammenden Kinder: Stefan
beim Schöpfe haltend; unten auf schroffem Felsgesteinc n. Mathias. Der Adelserwerbcr Stefan, befand sich 1663
eine beiderseits v. je einem sechsstraligen g. Sterne be- in türk. Gefangenschaft
gleitete w. Burg, mit drei r. bedachten Thürmen. —
Dieses Geschlecht, bewohnte noch vor kurzer Zeit
Kleinod: Geharn. geb. Arm. in der Faust einen Krumm-
oder aber bewohnt noch gegenwärtig, das Pressburger Ctt.
säbel mit g. Parirstange haltend. — Decken: rs - bg.
(Burgstaller. Coli. Insign. — X. J. X. 104-106).
Adels- und Wappenbrief von König Leopold II., d. d,
1791 für Paul Schumanka.
(Leg. C.) Schüret-. (Taf. 407).
W a p p e n : In R. ein mit drei hintereinander gereih-
S e h u s t e k h v. H e r v e . (Taf. 406).
ten r. Traubenfriichten belegter, an den Ausseuseiten v. je
W a p p e n freiherrl. v. 1797: Geviertet mit r. Mittel- einem aufsteigenden Staare begleiteter, s. Schrägbalken. —
schild. darin drei (2, 1) g. Lilien; dann 1 n. 4 in G., Kleinod: Geschlossener f f Flug, belegt mit einem g.
aus dem mittleren eines gekrönten gr. Dreiberges ragend Balken, in welchem drei hintereinander gereihten s. Rosen. —
drei w. Straussenfedern; 2. u, 8 in S. ein r. balken. — Decken: rs. - bg.
Drei Helme: I. Zwischen b. Hörnern eine g. Lilie. — Adels- u. Wappenbrief v. König Loopold I., d. d. Wien,
Decken: bg. — II. f f Doppeladler. — Decken: bg. — rs. — 25. August 1686 für Michael Schiircr u. für seine Ehe-
III. Vier s. Straussenfedern. - Decken : rs. — Schildhalter. frau Rosa Schroyvogcl.
Je ein auswiirtsschanender g. Greif. (L. R ).
W a p p e n v. 1801: Wie oben, mit folgenden Ab-
weichungen: Mittelschild blau, Feld 1 u. 4 roth und 8 Krhwaclihrtiu. (Taf. 407).
Straussenfedern. die sich auch beim Helme III., wieder-
holen. — Schildhalter: Je ein auswärts schauender g. W a p p o n : Geviertet von R. und R. mit b. Mittel-
Löwe. schildo,darin auf w. Dreifelsen in g. Neste ein Pelikan
Freiherrenstand (österr.) mit dem Prädikate „v Hervö" mit d. Schnabel seino Brust ritzend n. mit d. licraus-
v. Kaiser Franz II., d d. 29. April 1797 für Emanncl tropfonden Bluto drei Jnngo atzend; dann 1 u. 4 ein sechs-
v. Schustekli, Oberstlieutencnt bei Chevauzlegers, als straligcr g. Stern; 2 n. 3 zwei w. Balken. — Drei Helme:
Ritter des M. T. Ordens. — I. Zwischen offenein f f Fluge, der Stern der Felder 1
Freiherrnstand fungar.) v. König Franz I., d. d. 1801. u. 2. — Decken: bg. — II. Der Pelikan des Mittel-
Der Freiherrenstandeswerbcr, war am 17. Maj 1752 zu schildcs. - Docken: bg. — rs. — III. Sieben bwrgrwb.
Szegedin geboren und starb zu Hermannstadt, am 2. 6.1827 iStraussonfedern. — Decken: rs. — Schildhalter: Je ein
als geh. Rath, zweiter Inhaber des Dragoner Rgts. Nr. 1 Löwe.
UNGARISCHER ADEL. 571
Josef Freiherr v. .Schwachheim, erhSlt 1767 den ung. (Siegel u gemalte Wappen. — Adolf Berger, fürstl.
Grafenstand Schwarzenberger Archivs Director: „Das fürstliche Haus
Dieses, zweifellos bereits erloschene Grafengeschlecht, Schwarzenberg " — Siehe auch: Abstammung des fürstl.
erscheint 1787 n. 1810 unter d. indiginirten ungar. Ge- Hauses Schwarzenberg mütterlicherseits v. d. Grafen
schlechtern. v. Habsburg-Laufenbnrg. — Herald, geneal. Zcitscbr,
(L. R. F. 697. — Marsowszkv, Wappenmsr. im Xat. Wien, 7. 1871 I.).
Mus. BPesth).
Nehweidler. (Taf. 407).
Nrhwartuer (Taf. 407).
Wappen: In G. ans gekr. gr. Hügel wachsend ein W a p p e n : Gegen eine b. Spitze mit eigebogenen
4} gokl. Mann mit g. Schnüren nnd g. Gürtel, in d. er- Seitenrändern aufspringend in welcher drei (2, 1/ von
hobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, einem w. Patriarchenkreuze überhöhte, sechsstraligo g.
in d. seitwärts gehaltenen Linken eiu Ü Buch haltend. — Sterne, in W. auf gr. Boden rechts ein g Greif, links
Kleinod: Die Schildfigur, ohne Hügel. — Decken: £fg. ein g. Löwe, je in der erhobenen Rechten einen Krumm-
säbel mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: Nackte
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I , d.d 1800 Jungfrau, einen r. Schleier über d. Hanpte wehen lassend. —
für Martin Schwartner. Professor der Diplomatik an der Decken: bg. rs.
Pesther Universität, erster Custos der Universitäts-Biblio-
tbek, täblabirö des Pesther Ctt, ec. Adels- und Wappenbrief v König Leopold I.. d. d.
(Adami, genta Gent. XI.). 1695 fiir Jakob-Anton u Christian-Gabriel Schweidlcr.
(Coli. Herald. Nr. 778.).
Nrliwarluor, siehe: Nvartuer.
Nebwertuer. (Taf. 4Ü7).
Neb war Iz. (Taf. 407). Wappen: In von R. und B. geteiltem Schilde vor
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein Mohr mit r. einem bis zur Theilung reichenden spitzen w. Felsen
Lendenschntz, in d. erhobenen Rechten einen Krumm- schräg u. mit d Spitze nach abwärts gestellt, ein Schwert
säbel mit g. Parirstange, d. Linke in d. Hüfte gestützt mit g. Parirstange. - Kleinod: Zwischen rechts von W.
hsltend. — Kleinod: Zwischen offenem, rechts von G. und und R.. links von W. und B. geteilten Hörnern, das
44, links von R. und S. geteiltem Fluge, der Mohr Schwert, hier pfalweise nnd mit d. Spitze nach aufwärts
wachsend. — Decken: 4tg — rs.? gerichtet. — Decken: rs. - bs.
Adelsgeschlecht des Pressburger Ctts. Adels- und Wappenbrief v. König Frauz I., d. d.
(Bnrgstaller, Coli. Insign. — N. J. X. 107). Wien, 16. Juli, 1795 für Franz Schwertner.
Dieses Geschlecht, stammt aus d. Trentschiner Ctte
und wurde (oder wird; auch „Swertner- geschrieben. Als
Nrhwarlz, siehe: Nvarcz, Stammort erscheint Nimnicz u. Driethoma genannt. Der
Vater des vorstehend angeführten Adelserwerbers war Frauz
Nchwarzcuborg. (Taf. 407). Kristof, geb. zu Frankfurt a. M., welcher -16 Jahre im
W a p p e n : Geviertet mit Mittelschild, letzterer ge- Ciirrassier Rgte Birkenfeld, zuletzt als Oberoffizier go-
spalten: vorne in R. auf 4t Dreiberge ein w. Zinnen- gedient hatte.
tliurm (Schwarzenberg); hinten inB. drei (ä, 1) g. Korn- (N. J. X. 109-110.).
garben (wegen Klegau, nicht Postelberg, wie zuweilen
angegeben wird); dann 1 in S. vier b. Ffäle (Seinsheim); Nchylra v. Khreiiheiiu. (Taf. 407).
2 in S. drei emporstehende r. Spitzen (Herzoge in Franken;
3 in S. ein schräggelegter, brennender 44 Ast (Freih. v. W a p p e n , In von Gr. und G. geviertetem Schilde
Brandis in d. Schweiz); 4 in G ein v. Rumpfe getrenn- 1 u. 4 ein gestürztos, blumcngefülltes g. Füllborn; 2 u.
ter, schnurrbärtiger Tiirkenschädel, darauf ein 44' Rabe 3 ein gr. Lorbeerkranz.
mit g. llalsbaude , mit d. linken Kralle auf d. Halse Angesehenes, aus Oestcrreichisch-Schlesien stammen-
stehend, mit d. Rechten das linke Auge des Türkenkopfes des Geschlecht, bereits früher im Adelstande blühend.
auskratzend — (nach d. Beschreibung im kais. Majestäts- Ungar. Indigenat, v. König Ferdinand V., d. d. 1840
brief v. 8. Februar 1688, wegen d. Wiedereroberung v. — Gesetz Art. 52 — für Jakob Sitra (dort s o geschrieben)
Raab, am 29. März 1598 durch Adolf Freiherr v. Sehwar- ab Ehrenheini, vormals Lieutenant bei den Chevauxlegcrs.
zenborg). — Fünf Helme: 1. S Infel mit drei aufsteigen- Derselbe war vermält mit Cäeilie (geb 1805 f 1871)
den r.Spitzen iSnlz). — Decken: rs. - II Mannesrunipf Tochter des Grafen Emerich Cs.iky von Koresztszegh u.
(das „Heidemännlein") von S. und B. gestreift mit g. Adorjän und der Maria Gräfin F.-iy v. Fay und starb i.
Schnur- und Kncbelbarte, das Haupt bedeckt mit einem J. 1852.
hohen, b gestülpten, b. und w. gestreiften Hnte, ober- Dieser Ehe sind entsprossen: Emerica (geb. 1833) ver-
halb besteckt mit drei bwb. Straussenfedern i Seinsheim; — mält mit Rudolf Graf Leutrum zu Ertingen; 2.) Stefan
Decken: bs. — III. Zwischen je drei 44g- Fahnen an 44 g- (geb. 1836) Ministerialrat)! im k. ung. Iloudvcdministorium,
Stangen ein Fürstenhut. darauf der Türkcnschädel mit d. vermält mit Biry, Tochter des Kolmoman Antunovics von
Raben. — Decken: 44g- — IV. Siebenmal von S und B. und auf Almas und der Barbara von Redl. Tochter:
abwechselnd geteilte, beiderseits mit je vier (auch in Helene, Marie Cäeilie. - 3.) Franz .'geb. 1837 f 1890) ver-
den Mundlöchern) Pfauenfedern besteckte Hörner. — mält mit Ferdinande, Tochter des Ferdinand Grafen
Decken: bs. — V. Der brennende 4t Ast. — (Brandis). — Sztäray v. Nagy-Mihäly uud der Gabriele Freiin Vtcsey
Decken: 4t s - v. Hsjnäcskeö. mit den Kindern: Ferdinnnd, geb. 1876
Uradeliges, hoch angesehenes, in Böhmen begütertes und Maria Ella.
u. domicilirendes Fürstengeschlecht. (Fam. Ber.).
Ungar. Indigenat, d. d. 1659 — Gesetz Art. 131 —
für Johann Adolf Graf v. Schwarzenberg, k. k geh. Rath Scilovsy.kj v. Kagy-K6r. (Taf. 407).
u. Kammerherr, Ritter d. d. Vlieses - von welchem
dieseB heute im Fürstenstaud blühende Geschlecht ab- W a p p e n : Geteilt, oben gespalten: vorne in R. ein
stammt. von zwei b. Flügeln begleitetes und von drei (1, 2)
572 UNGARISCHER ADEL.

sechsstraligen g. Sternen überhöhtes, w. Passionskrenz; g. Parirstange haltend, unten drei w. Pfäle. — Kleinod:
hinten in B. auf zackigem w. Felsgesteine eine r gew. Der Arm. — Decken: rs. — bs.
w. Taube, ir.i Schnabel eine r. Bose haltend; unten in Adels- und Wappenbrief d. d. 1747 für Ladislaus
S., ein von dem atralenumgebenen Auge Gottes über- Sculteti.
höhtes. flammendes r. Herz. — Kleinod: Zwischen offe- Ueber dio Familien Scultety, schrieb Schwartner ein
nem i| Fluge die Taube, besteckt mit oinem sechsstra- Werk, betitelt: „De Scultotiis".
ligen g. Sterne. — Decken: bs. — rs. (L. B. Nr. 40. 1'. 716. — Vergl. auch: N. J. X.
Johann Scitovsxky, geb. Bela in Abauj. am 1. Xovb. 112-114).
1785, bis zum J. 1827 Bischof v. liosnyö, 1838 Bischof von
Fünfkirchen, wird am 21. July 1849 zum Erzbischof v. Gran NelHislinni v. Kemelc-l'ogäuyest. (Taf. 408).
u. Primas v. Ungarn ernannt nnd 1853 zum Cardinalen.
Er erhielt im Vereine mit seinem Xeffen, die kön. W a p p e n : Geviertet mit g. Mittelschilde, darin ein
Donation „Xagy-Ker- sowie eiuen Adelsbrief mit dem obi- n. Strauss mit oinem Fusse auf einom Felson stehend, im
gen Wappen, uud starb am 19. Oktober 1860. Schnabel einen g. Bing haltend; dann 1.) in B. ein ent-
Dieses Geschlecht, blüht im Neograder l'tte. laubter Felbcrbanin; 2.) geteilt; oben in R. ein s. Kreuz,
(Török J., Magvarorsziig Primasai. Pcsth, 18.">0. — unten in W. ein r. Balken; 3.) in B. ein gekr., einwärts-
N. J. X. 111). gekehrter, doppelschwänziger g Löwe; 4 ) in B. ein gekr.,
oinwärtsgekehrter, g. Greif. — Zwei Helme: 1. Gekr. g.
Scolari, siehe: Ozoray. Greif wachsend, einen Krummsäbel mit g Parirstange
haltend. — Decken: rg. — II. Gekrönter g. Löwe, mit
Krummsäbel. — Decken: hg.
Mcopek. (Taf. 407). Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand V., d. d.
W a p p e n : In B. ein mit einer g. besamten r. Bose be- Wien, 4. Januar 18:!8 für Josef Sebastiani, Gerichtstafel-
legtes w. Ankerkreuz. — Kleinod: Zwischen offenem, rechts beisitzer des Krassoer i'omitats u. Gutsbesitzer zu Beniete.
von W. und B., links von W. und B., geteiltem Fluge, Sic erhielten dortselbst auch eine k. Donation auf
ein Anker — Decken: bs. — rs. Remete u. Pog:inyest.
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. Blühen in Oesterreich-Ungarn.
28. Oktbr 1741 für l'ranz Scopek, Batli u. Notar der k. |L. B. — N. J. X. 114 nnd Suppl 351—352. —
Freistadt Pesth. Geneal. Tasehenb. d. adel. Häuser, V.).
(Coli. Herald. Nr. 205).
Sebe. (Taf. 408).
RedMty, I. v. Alrt-Lehota. (Taf. 408). W a p p e n : In durch einen geschmälerten g. Balken
von B. geteiltem Schilde oben von jo einem sechsstraligen
W a p p e n : In geviertetem Schilde 1 u. 4 ein Anker; g. Sterne begleitet, das Auge Gottes, unten auf gekr. gr.
2 u. 3 ein Balken. - Kleinod: Flugbcreite Taube, im Hügel ein r. bekl. geb. Arm, in d. Faust eine Schreib-
Schnabel einen Oelzweig haltend. l'eder haltend. — Kleinod: Der Arm.— Decken: bg. — rs.
(Siegel d. d. 1612 mit Init. des Martin Sculteti v. Gömörer Adelsgeschlecht.
Lehota). Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
Der Name .Scultety". kömmt v. Scultetus her und 1714 für Peter Sebo.
tritt bereits im J. 1423 mit Gregor, in d. Zips anf. Der genannte Adelscrwerber. hatte einen Sohn Mi-
Familien Scultety (verschiedener Abstammung), gab chael , welcher mit Maria Anna Battlia de Vatta vermält
oder gibt es noch gegenwärtig, in Gömör, Wieselburg, war und aus welcher Ehe, liieliror.? Kinder entsprangen.
Oedenburg, Neutra. Pressburg, Weissenburg, Trentscliin, Michael Sehe, 1760 subst. Vicegespan des Borsoder
Zölyom ec. Ctts. siegelt mit einem auf gekr. Hügel ruhenden Arme,
Das oben blasonirte Wappen, gehört demjenigen Ge- welcher in d. Faust ein Schwert hält; die Schildflgur,
schlechte Scultety an, welches die Ortschaft Alsö-Lehota auch als Kleinod.
im Zölyomer Ctte besessen hat oder noch gegenwärtig Dioses Geschlecht, auch „Zsebo" geschrieben, tritt
besitzt noch in diesem Jarhunderte auf.
Jacob Scultety do Also-Lehota, führt (abusive?) einen (L. C - N. J. X. 114-115).
Löwen in blaneui Felde.
(Vergl. auch: N. J. X. 112 ec). Kcbcs v. Zilali. (Taf. 408).
Beultety, II. v. S z o j i o r . (Tat 4u8;. W a p p e n : In B. auf gr. Boden /.wischen zwei tt
Adlerfliigcln, ein pfalweise aufgerichteter gciiitschtcr Pfeil.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Löwe, in d. — Kleinod: Die Schildflgur ohne Boden. — I lecken: bg.
erhobenen Bechten drei w. Schreibfedern haltend. — Klei- Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III, als Fürst
nod: Der Löwe wachsend. — Decken: bg. — rs. v. Siebenbürgen, d. d. Wien, 7. September 1715 (kund-
Adels- n. Wappenbrief d. d. 1741 für Johann Scultety. gemacht: Nagy-Enycd, 17. Februar 1716) für Andreas
Während mir das vorstehende Wappen, als dem Ge- Sebes aliter Ziiahi. Professor am ret. Collegium in Fehervilr
schlechte „Scultety de S/.opur" angehörig gemeldet wurde, als Haupterwerbcr n. für dio Vorwandton seines Vaters:
wird von anderer Seite her behauptet, dass die Scultety Stefan, Andreas, Johann n. Franz (in Zilah wohnhaft),
de Szopor, ein Wappen wie hier sub III. blasonirt er- als Nebenerwerber.
scheint, geführt haben und führen. Ladislaus Sebes de Zilali, diente vor vielen Dccen-
Eine Klärung der Sachlage (Bowio der Scultf ty-Wap- nien, als Major bei der kön. ung. adel. Leibgarde; ein
penfra^en überhaupt;, wäre liir das Supplement erwünscht. anderer dieses Namens, in den 60er und 70er Jahren, als
(L. P. Nr. 39. Fol. 142. — Vergl. im Uobrigen Oberol'fiziur bei den Husaren, bezw. auch im kais. mexika-
auch: N. J. X. 112-114). nischen Heere.
(Stabistich. - Siehe auch: N. J. X. 115).
N c u l U t y , III. (Taf. 408).
ScbCHlylu. I. v. Szigclli. (Taf. 408).
W a p p e n : In von B. und B. geteiltem Schilde oben
ein geharn geb. Arm in d. Faust einen Krummsäbel mit W a p p e n : In B. auf gr, Boden ein iin Halse v. drei
UNGARISCHES ADEL. 573

geflitscbten Pfeilen durchbohrter Kranich. — Kleinod: g. Parirstange. in d. gesenkten Linken einen schnurrbär-
Geharn. geb. Arm, in d. Fanst einen Krummsäbel mit g. tigen, vom Ii umpfe getrennten Türkenscliädel beim Schöpfe
Parirstange haltend. — Decken: bg. — rs. haltend. — Decken: bg. — rs.
Adols- n. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. Adels- n. Wappenbrief v. König Josef I , d. d. Wien,
Wien, 5. Aug. 16.">9 (kundgemacht: Zemplin, Zempliuer SO. Januar 1707 für Georg Sebök.
Ctt, 3. Febr 16(10) fiir Michael Sebestyen, fiir seine Ehe- Adelsgeschlecht des Gömürer Ctts.
frau Elisabeth Cseli u. fiir d. Söhne Michael u. Johann. (Leg. C.)
1725 am 2f>. Dezember, wurde derselbe Wappenbrief,
dem Biliarer Ctte vorgewiesen.
a e a u i « . (Taf. 408).
Michael II., (Sohn des obigen Adelserwerbers Mi-
chael I.), hatte wieder einen Sohn, Albert genannt, wel- W a p p e n : Geteilt, oben gespalten; vorne in B. ein
cher sich in Gyula, (Bekeser Ctt), niederlässt und eben- oben wie unten v. einem g. Lilienkreu/.o begleiteter, mit
dort, i. J. 1750 verstarb. zwei r. Rosen belegter w. lialkcn; hinten in R. auf gr.
Sein Sohn Mathias I., fgeb. 1747 f 1830) Oberrichter Boden ein gekrönter w. Löwe mit Strcitkolben in d. er-
v. Uvula, pflanzte sein Geschlecht, bis auf die jüngste hobenen Rechten, die Krone besteckt mit drei w-r-gr.
Zeit fort. Straussenfedern; unten in G. über w. Pelsgcstein schein-
(Nach d. Orig., N. J. X. 118—119). bar fliegend, ein u. Adler. — Kleinod: Zwischen f f Hör-
nern, der Löwe wachsend. — Decken: bg. — rs.
§ e b e t l ) « n , II. (.Taf. 408). Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold II., d. d.
1790 für Jakob Seczanäsz, bereits 1787 kön. ung. Statt-
W a p p e n : In B. gegen einen gr. Hügel beiderseits halterei-Sekretär.
aufspringend welcher mit einer flugb. w. Taube besteckt (Adami, Scuta Gent, tomo XI).
erscheint welche im Schnabel einen gr. Oelzweig hält, je
ein doppelschwänziger g. Löwe. - Kleinod: Doppel-
schwänziger g. Löwe wachsend in d. erhobenen Rechten Neezujuex v . H e l d e n l e i d . (Taf. 409«.
einen Krummsäbel mit g. Parirstange, in d. Linken einen
W a p p e n : In von Gr. u. W. geviertetem Schilde
gr. Blätterkranz haltend. — Decken: bg. — rs.
1 u. 4 ein r. Türkenbund mit g. Stulpe und Reiherfedern;
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
2 u. 3 ein scheinbar links auffliegender f f Adler. —
Wien, 20. Sptbr 16S5 (kundgemacht: Pöstyen, Neutraer
Kleinod; f f Adler. — Decken: grg. — rs.
Ctt), für d. schon früher adoligen Georg Sebestyen n. für
Adels- u. Wappenbrief v König M. Theresia, d. d.
seine Geschwister Stefan n. Elisabeth.
1763 fiir Georg Seczujäcz v. Heldcnfeld.
(Fam. Ber).
Dio Nachkommen des vorstehenden Adelserwerbers,
dienten zumeist als < iberofliziere, in der k. k. Armee. So
Sebesf.reii. III. v . Fiiiu-sal. (Taf. 408). Georg, der 1846 als Grenzer-Hauptmann auftritt und sein
W a p p e n : In von B. und S. geteiltem Schilde oben Sohn" Arsenius, k. k. Grenzer-Oberstlieutenant, welcher
ein gold. X., unten auf gr. Dreiberge ein r. bekl. geb. Arm, als Ritter des M. Thcresicn Ordens, 1767 in den üsterr.
in d. Faust drei gekreuzte Pfeile haltend. — Kleinod: Freiherrnstand erhoben wurde und i. J 1814 verstarb.
Geschlossener f t Flug. — Decken: bg — rs. (L. R. Nr. 46 P. 225. - Hirtcnfeld Dr., Der Maria-
Adels- n. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. Theresien-Orden ec.).
Wien, 14 Febr 1748 (kundgemacht: Udvarhelyszek, 29.
July 1. J.,) für Johann Sebestyen v. Fancsal. fiir seine Model. ((Taf. 4fi9;.
Ehefrau SaraFerenczi und fiir d. Kinder: Michael, l'eter,
Josef, Johann, Anna n. Susanua. W a p p e n : InB. auf n. Wellen zwischen Rohrkolben,
Anton Sebestyen v. Fancsal, tritt v. 1794 — 1815; ein w. Schwan. — Kleinod: Leopard wachsend, in d. er-
Josef, i. J. 1794 auf. hobenen Rechten drei gekreuzte Pfeile haltend. — Decken:
(R. A. BPesth. - N. J. X. 120). rs. — bg.
Adels- u. Wappenbriet v. König Karl I I I , d. d. 11.
Sptbr 1719 für Michael Scdcl oder auch Schcdel geschrieben.
Neb». (Taf. 408). Mitglieder eines Geschlechtes „Schüdl", treten v.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r. gekl. Mann 1601-1651 als Bürger des Pressburger Ctts auf.
mit g. Gürtel, umgürteter Säbelscheide, Pelzkalpag und (Coli. Herald. Nr. 384. - N. J. X. 121- 122).
hohen g. Stiefeln, in d. erhobenen Rechten einen Krumm-
säbel mit g. Parirstange, in d. gesenkten Linken einen S e d l n l U k y v. C h * I U U . (Taf. 409).
schnurrbärtigen. vom Rumpfe getrennten Tiirkenschädel
beim Schöpfe haltend. — Kleinod: Zwischen rechts von W a p p e n : In R. ein s Wurfeisen mit Bart. —
W. u. R., links von G. und R. geteilten Hörnern der Kleiuod: Pfauenwedel, durch wclc.hen das Wurfeisen des
Mann wachsend, liier die Linke in d. Hüfte gestützt. — Schildes von links wagrecht gesteckt erscheint. —
Docken: bg. — rs. Decken: rs.
AdelB- n. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d. Schlesisch-mährisches Grafengeschlecht, von den Odro-
Wien, Sptbr 1650 für Jacob Sebö u. für seine Brüder wans abstammend, und das Wappen, mit mehreren andern
Georg, Johann n. Gregor. Geschlechtern gleicher Provenienz, teilend. Wenzl u. Al-
Ein gleichnamiges Geschlecht, zählte oder zählt noch bert Gebrüder Sedlnitzky, treten v. 1546 - 1 5 5 6 als Be-
gegenwärtig, zum Adel des Raaber Ctts. sitzer der Herrschaft Arva auf und fungirte der hier Erst-
(Nach d. Orig. — F6nyes E. Geogr.). genannte, bis 1057 auch als Obergespan von Arva, worauf
Franz Tburzö ihm folgte.
Kebük. (Taf. 408). Victor Freiherr v. Widmann, Sohn des Baron Anton
W., nnd der Maria Leopoldine. Tochter des l e t z t e n Grafen
Wappen: In B. in n. Wasser stehend ein fingbe- Sedlnitzky. erhielt sub d. 9. Dezb. 1870 (Dipl. v. 5. März
reiter Kranich, in d. erhobenen Rechten einen runden g. 1871) den Grafenstand, unter dem Namen Widman-Sedl-
Stein haltend. — Kleinod: Doppelschwänziger g. Löwe nitzky.
wachsend in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit (Ledebur, II. 42. — A. Peter, Die Wappen der Be-
IV. 15. 133

»
574 UNGARISCHER ADEL.

sitzer v. Rosswald u. Fiillstcin in der mährischen En- genat erhielt, sich am 2. Dezember 1833 mit Franziska
elave. — Wnrzbach Const. Dr. v., Biogr. Lex. XXXIII.— Gräfin Külnoky von Küröspatak vermalte und wieder
E. k. Haus- Hof- u. Staats-Archiv). sieben Kinder erzeugte.
Das einzige überlebende Kind ist Franz Karl Xaver,
üeeberg, siehe: Wankel v. Seeberg. geboren am 20. Dezember 1834.
Seiner im J. 1879 mit Elina Sigmond von Alsi')-
St'otlial V. Schillt n . A l t e n b e r g . (Taf. 409). Szeiitmibalyfulva und Kis-Euyed eingegangenen Ehe, ont-
sprangen dio Kinder: Kran/., Elina uud Elsa. Der obige
"Wappen: In B. zwischen zwei Felsen auf welchen Franz Xaver, ist Grossgrundbesitzer und Präsident des
je eine Burg, eine g. haarige nackte Jungfrau (Göttin Häromszeker Coinitats-I 'ferdeausschusses.
Fortuna* in einer g. Muschel stehend, welche sich auf n. (Nach Orig. - Documentcn des Archives der Familie
Meereswellen zu wiegen scheint, mit d. erhobenen Rechten von Seethal zu Schütt. — Siehe auch den Artikel „Ma-
nnd der gesenkten Linken, ein aufwärts wehendes r. Tuch thachich" in diesem Werke).
haltend. — Kleinod: Die Jungfrau wachsend. — Decken:
bg. — rs. Ncgcsvitry. (Taf. 109).
Dieses alte und angesehene, annoch in Siebenbürgen
blühende Geschlecht, stammt ursprünglich aus Kroatien W a p p e n : in B. ein geharnischter gebogener Arm,
und führte den Namen Mathachich. (XVI. Jh.). in d. Faust drei gr. hestengelte, gr. beblätterte r. Rosen
Der erste bekannte Stammvater, Petrus Mathachich, haltend. — Kleinod: Der Ann. — Decken: rs. — bg.
war des Niklas Zrfnyi Grafen v. Szigethv.tr Unterfeldherr Adelsgeschlecht des Pesther Ctts.
und Anführer des Kroatischen Adels („Comitis Zerini Stefan v. Segesväry, tritt v. 1822—1836 als Ge-
vicecapitaneus, ec.*). schworner des genannten Ctts. urk. auf.
Derselbe erscheint am 25. Juni ltii'7 vor den kroati- (Siegel u. gemaltes Wappen vom XVII. Jh., mit
schen Ständen in Agram, und lässt sein Adelsdiploin ver- Init. des Stefan Segesväry. — X. J. X. 123,.
öffentlichen.
Er hinterRess zwei Söhne, als: Johann „capitaneus Mehner. (Taf. 409).
in Bertisvarina" und Gregor, Kriegszahlamtsverwalter der
kroat Meeresgrenzen. Erstcrer hatte eine Bedokovich de Wappen: Durch einen mit drei w. Rosen belegten r.
Komor zur Ehefrau, wärend der Andere, mit Ester, Toch- Raiken, schräggeteilt von B ; oben u. unten, auf gr. Boden
ter des Herrn Jobst von Gall zu Gallenstein u. der Mag- je ein Leopard, hier drei Pfeile, dort einen Pfeil haltend.
dalena v. Ranber vermalt war. Nachdem Ester kinderlos — Kleinod: Zwischen rochts drei von W. uud R., links
gestorben war. ging Gregor eine zweite Ehe ein, mit drei von G. und R. geteilten Fahnen ein Leopard wach-
Felicitas Freiiu von Juritsch. Diese wurde die Stamm- send. mit d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel sich
mutter des vorstehenden Geschlechtes. durch den Rachen zu stossen scheinend. — Decken:
Der Adels- und Wappenbrief der Mathachich, welcher bg. — rs.
denselben noch v. Kaiser Rudolf H. wegen der vor d. Pressburger Adelsgeschlecht, nunmehr auch ander-
Erbfeinde d. Christenheit (d. Türken) bewiesenen Tapfer- wärts blühend.
keit verliehen war, wurde am 1. Maj 1624 v. Kaiser Fer- Als erstbekanntci' Ahnherr, erscheint Josef Segner
dinand II., mit dem Rechte von vier Ahnen aufs neue genannt, we{cher im J. 1606 auftritt.
confirmirt und obenerwähnte zwei Rrüder, (nachdem Gre- Seine Söhne: Michael u. Balthasar, erhalten sub d.
gor, die Herrschaft Zobelsberg vom Hofkriegsraths-Vice- 1641 einen Adels- u. Wappeubrief.
präsidenten Erasmus von Dietrichstein erstanden hatte) — (N. J. X. 123-124).
als rittermässige Edelleuto mit dem Ehrenworte und dem
Prädicate „von u. zum Schutt" in den Reichsritterstand
erhoben. S e g u y e y v. L ä p t e - I ' a t n k . (Taf. 409).
Der eine der bereits genannten Rrüder, Gregor, kaufte W a p p e n , altes: Adler. — Kleinod: Drei Straussen-
die Herrschaft Faistenberg und später Altenberg, und federn.
wurde 1 Landmaunschaftsbuch d. d. 1635 in d. Matrikel (Siegel d. d. 1632 mit Init. des Valentin Segniei und
der Kraiuerischen Herrn- und Landstände eingetragen, d. d. Lapispatak, 6. Juni 1645 mit Init. des Johann
nachdem sein Brnder Johann, kinderlos gestorben war. Segniei Ibr.invisches Archiv).
Dieser Gregor, erzeugte aus seiner bereits gemeldeten Wappen v. 1606 des Nikolaus Segnyey: In B. ein
zweiten Ehe, mit Felicitas Baronin Juritsch v. Strugg, r. Balken worin auf gr. Boden vor einem Reiterschwarme
den Sohn Max Albrecht, der am S.Jänner 1673 1 Diplom mit Lanzen (und eiuem r. Banner) ein b. gckl. Mann auf
v. Kaiser Leopold, aus besonderer Gnade, den Namen w. Rosse, (Ungar), welcher mit seiner Lanze einen vor
rMatbachich* ablegt und denjenigen „von Seethal zu einem andern Reiterschwarme (mit b. Fahim sammt links-
Schütt und Attenberg*1 sowie auch das oben blasonirte gekehrter Mondessichelj auf grauem Rosse scheinbar
Wappen neu aufnimmt. sprengenden, gleichfalls b. gekl. Mann zu durchbohren
Max Albrecht, zeugt«: den Sohn Franz Albrccht, kais- scheint; im obern Felde, eine Festung mit r. bedachten
Hofrath, der mit Maria Regina Freiin Mordax zu Porten- Häusern und Ringmauern, auf welch" letzteren, links-
dorf „die schöne Krainerin" genannt — zwei Söhne hatte, seitig, ein Mann mit w. Loibrocko, r. Hosen, hohen g.
als: Seyfried u. Franz Leopold. Stiefeln (Ungar), welcher mit Krummsäbel in d. erhobenen
Seyfried, entsagte zu Gunsten seines Rruders dem Rechten, mit einem auf d. Rücken liegenden, r. gekl.
Majorate und Franz Leopold, wurde Vater von siebon Mann mit w. Turban, welcher gleichfalls einen Krumm-
Söhnen, von denen der älteste, Franz Anton hiess. Dieser säbel hebt (Türke) zu kämpfen scheint; im untern Feldo,
hatte nur einen Sohn, Johann Baptist Peter Paul Niko- auf gr. Boden, vor einer befestigten Stadt (Eperies), auf
laus (geb. in Laibach, 1767), General in der österr. Arraeo, w. Rosse ein Mann mit b. Loibrocko, g. Stiefeln und
der sich von 178.")—1816 im türkischen u. französischen Kriege Helm, einon Krummsäbel halb gesenkt in d. Rechten hal-
vielfach auszeichnete, worüber die im Familien-Archive tend ; zu soinmi Füssen, zwoi Männer (deutsch gokloidot),
aufbewahrten Zeugnisse, glänzende Beweise liefern. General scheinbar gutödtet liegend; ein Dritter, dessen Säbol
von Seethal, liinterliess zwei Kinder, als: Karolino Eleo- u. Hut am Roden liegen, (scheinbar) nm Gnade bittend,
nore, vermältu Freiin Kemeny von Gyerü - Monostor und dein Roiter entgegenlaufend. — Kleinod: Geharnischter
Job. Bapt. Wolfg. Karl, der das Siubenbürgische Iudi- Mann mit Eisenhelm uud Stulphiuidschubon wachsend, in
UNGARISCHER ADEL. 575

d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel nnd g. Parir- SC'IIyey nliter Horvatb. (Taf. 409).
stango, in d. seitwärtsgestrcckten Linken einen schnur-
bärtigen, vom Rumpfe getrennten Türkenschädel beim Wappen: In B. anf gr. Boden zwischen je einem
Schöpfe haltend. — Decken: bg — rs. auf- und einwärtsgebogonen Lorbeerzweige ein r. gekl.
(Orig. im gräü. Kürolyischen Archive). Mann mit r. Hute, g. Gürtel nnd umgehängtem Krnnim-
NB. Es ist selbstverständlich, dass dieses Wappen, säbel, die Rechte seitwärts streckend, d. Linke in d.
welches als ein Unicnm seiner Art — wio es nämlich Hüfte gestützt. — Kleinod: Der Mann zwischen den
n i c h t hätto sein sollen — anzusehen ist, nicht en detail Lorbeerzweigen, wachsend. - Decken : bg. — rs.
getreu rcproducirt werden konute. Adels- und Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
Die Scgnyey v. Lüpispatak, stammen vom Genus Aba l'ressburg, 1687 (Kundgemacht: Pressbnrg, 1. J ) für
ab, und leiten Namen und Prädikat, von den gleich- Sigismund Horväth aliter Sellycy.
namigen Ortschaften im Säroser Ctte ab. Nikolaus I., Das vorstehende Geschlecht, dürfte seinen ersten
(1846) Sohn des Bodon, schreibt sich bereits „de Zsegnye. — Namen vom Orte Sellye im l'ressbnrger Ctte genommen
Nikolaus III.. Sohn des Sigmund IL, Segnyey de haben. Es gab oder gibt anuoch, verschiedene Geschlech-
Läpis-Patak,-,erhält von Seite des Stefan lioeskay, sub d. ter dieses Namens.
1. May lüOii einen Wappenbrief mit zugleicher Verleihung (Orig. Conv. A. Jägzn, durch J. v. Csoma. — Vorgl.
der Magarten würde. (s. oben). Derselbe tritt 1004 als anch N. J. X. 128-129).
Befehlshaber v. Kaschau. 1008 als llajdukenkapitän und
auch als Gesandter des Gabriol liiithory auf und wird Sembery I. v. Keniber n. DerzNi'iiye. (Taf. 410).
1611 ermordet. Seine Linie, erlosch mit seiner Tochter.
Ueber die Besitzverhältnisse der Seguyey in Abauj Wappen- Aufspringendes Einhorn, mit den Vorder-
nnd Saros, siehe: Csänkv. M. tört. l'üldr. 229, 321. länfen drei gefiitschte, gekreuzte Pfeile haltend. — Klei-
(N. J. X. 124-128). nod: Die Scliildligur wachsend. —
Dieses nralte Geschlecht, stand noch vor kurzer
Zeit (oder aber steht noch gegenwärtig!, im Bcsitzo
Seilern v. A»i»iuig. (.Taf. 409). der Ortschaften Felsö- und Alsn-Sember (Zsember; und
W a p p e n : Geviertet von G. und R. mit b. Mittel- Derzsenye, im Honther Ctte.
schilde, darin ein gekr. doppclsclnvänziger g. Löwe: dann Michael (,'omes, tritt bereits 1310 urk. auf Zsern-
1 n. 4 ein gekr 4t Adler; 2 u. 3 zwei gekreuzte ber auf.
Schwerter mit g. Parirstangen. — Drei llclme: 1. Sieben 1320 theilen sich die Zweige dieses Geschlechtes, i. d.
wfl wbrwg Straussenfedern. — Deckon: bg. — II. Gekr. Besitze v. Zsember.
t t Adler. — Decken: 4t w - — bw. — III. Zwischen Balthasar Sembery auf Alsö-Zsember. erscheint v.
rechts von 44 UQd W., links von G. und B. geteilten 1845—1849 als Oberstuhlrichter des Honther Ctts.
HOrnern, - die Schwerter. — Decken: rw. — Schild- (Siegel d. d. 1067 mit Init. des Franz Sembery v.
halter: Gekr. 4t Adler und gekr. g. Löwe. Sember. — N. J. X. 129-132).
NB. Es kommen auch nur 2 Heimo vor, nur 3
Straussenfedern und der Adler sowie der Löwe, ungekrönt. Sembery. II. v. »Vlsit-Szüd. (Taf. 410),
Reichs- und erbl. Grafenstand, d. d. Wien, 5. Novbr. W a p p e n : InB, auf gr. Boden scheinbar schreitend,
1712. ein doppelschwäuzigcr g. Löwe. — Kleinod: Der Löwo
Anerkennung als bölim. Grfstd., d. d. Wien 3. Oktbr. wachsend. — Decken: bg. — rs.
1746. (Gemaltes Wappen. •- Siegel d. d. 1699 des Samuel
Ungar. Indigonat, d. d. 1715 — Gesetz Art. 133 — Sembery de Felsö-Szüd.).
für Johann Friedrich Graf v. Seilern, Hofrath u. Vice- Angesehenes Geschlecht des Honthor Ctts, welches
kanzler. v. Bernardus Osch v. Schönbcrg, Kammergraf (1660),
Blühen im Grafenstande, in Oestorreich. seine Abstammung herleiten soll. Dessen Sohn, soll Johann I
(Hoheneck, II. 415.). gewesen sein (1604). von welchem die ununterbrochene
NB. Nagy Jvän (X. 128), führt dieses Geschlecht Stammreihe, bis zur jüngsten Zeit abgeleitet wird.
irrthümlich, unter d. Namen „Seibern" auf. Samuel I. Sembery, ein Enkel des vorstehenden
Johann I.. geb. 1651 f 1736) erwirbt die <»rtschaft Felsö-
Belebe}-. (Taf. 409). Szüd in Hont cc., worauf dann das vorstehende Ge-
schlecht, auch noch dieses l'rädikat bleibend aufnahm.
W a p p o n : In von G. und B. geviertetem Schilde (N. J. X. 188-135.).
1 u. 4 ein einwärtsgekehrter, gekr. 4t Adler; 2 u. 3 ein
gegen einen w. Felsbloek (welcher mit einem beblätterten Semringer. (Taf. 410).
jungen Baume besteckt erscheint) — anspringender w.
Bock. — Zwei Helme: I. Zwischen offenem, rechts von W a p p e n : Doppelscliwänziger Löwe in d. erhobenen
G. u. B., links von G. und R. geteiltem Finge, der Bock Rechten einen Lorbeerkranz haltend, d. Liuko auf eine
wachsend. — Decken: bg. — II. Geharn. Mann wachsend, Steinpirainide gelegt; darunter, eine Laubkrone.
mit Eiscnhelm und r. Straussenfedern, in der erhobenen Mathias Semringer (Semringen) am 16. 2. 1676 zum
Rechten ein Schwert pfalweise haltend, d. Linke in d. Graf der Sächsischen Nation bestätigt, stirbt am 3.4.1680.
Hüfte gestützt. - Decken: rs. (Verschiedene Siegel).
Adels- nnd Wappenbrief d. d. 1665.
(Leg. C.). Semsey de Seiuse. (Taf. 410).

Selyeby. (Taf. 409). Wappen: In von W. und B. geteiltem Schilde ein


aufspringender Hirsch mit g. Patriarchenkreuze zwischen
W a p p e n : Kranich, in d. erhobenen Rechten einen dem g. Geweihe, zwischen d. Vorderläufen eine ovale
runden Stein haltend. Scheibo haltend. — Kleinod: Der Hirsch wachsend. —
Ein Geschlecht .Sellyeby," kam oder kömmt noch Decken: bw.
gegenwärtig, unter d. Adel des Zempliner Ctts vor. Uradeliges vornehmes Geschlecht aus Seinse, bei
(Siegel d. d. 1616 mit Init. des Martin v. Solycbi. — Kascliau im Abanjer Ctte stammend, welches noch gegen-
Szirmay, C. Zemplin. not. top. 117). wärtig im Besitze der genannten Ortschaft, als ersten
576 UNGARISCHER ADEL.

Ahnherren, einen sichern Frank aufliilirt, welcher von Ebenso siegolt snb d. 6. July 1651 Stefan Seredy, „Supr.
1280-1-290 lebte. Comes Ctt. Krasznae". — Das gleiche Wappen, d.d. 1566
Jns gladii, v. König Sigismund, snb d. 1897 liir findet sicli auf einer Seredy-Gedenk-Kapello vor. (Siehe:
Johann II., Semsev de Semse. Arcli. Ert. 1889) sowie auf dor Schmalseite der Tumba
Wappenbrief mit Bestätigung der altadeligen Her- des 1557 t Georg Seredy, zu Bartfeld; der Arm, hier links-
kunft, v. König Sigismund, d. d. 1401 für den vorstehen- gekehrt. — Clara Seredy, siegolt mit dem Arme auf
den Johann II. Unterlagskrono und mit drei ungeflitschten Pfeilen. •
(Fejer, Cod. dipl. X. 4. 67. — N J. X. 185-142 NB. DieSer£dy-Wappenfrage, harrt noch d e r defini-
u. Suppl 352—356. — Viele Siegel u. gemalto Wappen. tiven Lösung, ob nämlich die Pfeile (waB leicht möglich),
— leber d. Besitzverhältnisse des vorstehenden Ge- erst n a c h t r ä g l i c h , ans den Badspeichcn eitstanden
schlechtes, in d. Ctten v. Abauj, Borsod, Siiros. Pilis u. sind, oder, ob wir den umgekehrten Fall vor uns haben.
Zemplin, siehe. Dr. Csiinki Dezsö, Magyarorsz. tört. földr. Jedenfalls war dir Pfeiltypns der beliobtero u. häufigere
Tag. 19, 191. 232. 326, 380 ec.). bei diesem GeBcblechto, sowie überhaupt, das Badwappen,
(ganz gleich wie bei den Abkömmlingen de Genero Käta),
Senkiiciy. (Taf. 410). von der Mitte des XVI. Jahrhunderts an begonnen, nicht
mehr bei den Seredy vorkömmt.
W a p p e n : Geviertet mit Mittelschild, darin der
Dieses Geschlecht (nicht zu verwechseln mit den
Doppeladler: dann 1 u. 4 ein einw. aufspr. Einhorn;
„Szeredy"), dürfte Beinen Namen vom Orte Sercd im
2 u. 3 ein Patriarchenkreuz. — Kleinod: Das Einhorn
Weissenbnrger Ctte hergenommen haben nnd gelangte
wachsend.
im XVI. Jahrhunderte, durch Georg u. Caspar 1 (Söhne
(Siegel d. d. Käsmark, 1662 mit lnit. des Mathias
des Nikolaus I), — insbesondere aber durch den oben
Senkviczy).
genannten jiingern Bruder, zu hohen Elisen nnd Ansehen.
S e n n ) ' « } ' v. K i s - Z s e i m j e . (Taf. 410). Derselbe Caspar, ein Getreuer des Königs Ferdinand I.,
sowie oberster Feldhauptmann von Oberungarn, zeichnet
W a p p e n , a): Aus einer Blätterkrone wachsend ein sich in wiederholten militär. Aktionen, als: 1528 bei Likava
Hirsch. u. Trentscliin, 1530 bei Krlau ec, aus, erhielt namhafte
(Siegel d. d. 1590 mit lnit. des Alexander Sennyey, Donationen in Abauj, Zemplin, Borsod er., wie nicht
Praefectus bonorum des Franz Niidasdy.). minder auch im Pressbnrger Ctte. und starb am 1. Märx
W a p p e n , v. 1605: Adler. — Kleinod: Wachsender 1550 Sein Grabstein, befindet sich noch gegenwärtig,
Hirsch. in Sanct-Geurgen.
(Siegel mit completen Initialen des Franz Sennyey). Sein älterer Bruder Georg, tritt als Capitän v. Ka-
Wappen, freiherrl.: Wie vorstehend: das Feld blau, scliau und Obergespan v. Siiros urk auf. Auch er zeich-
der Adler g. gewaffnet und f f . der Hirsch naturfarbig, net sich vor dem Feinde aus, stirbt i J. 1557 und wurde,
die Decken blansilbern, - welche Tinkturen, wohl auch wie schon gemeldet, in Bartfeld begraben.
für das vorstehende Adelswappen gelten dürften. Dieser Georg, IIIUSS auch den Grafenstand erhalten gehabt
(M. N. Zsebk.. 1888. I. 422.). haben, da der (ohne Angabe des Taufnamens) unterschrie-
Wappen, gräfliches: In G. ein linksgekebrter JJ bene „Graf Seredy" (siehe oben), kein Anderer wie er
Adler. — Drei Helme: I. G. Greif wachsend, in d. er- gewesen sein konnte.
hobenen Bechten einen Krummsäbel mit g. Parirtange Dass diejenigen Seredy, -welche zuerst mit Stefan
haltend. — Decken: ttg. — 11. Zum Stammwappen. — dieses Namens), mit Goorg Biiköczy, i. J. 1630 nach
Decken: rs. — III. Doppelschwiinziger g Löwe wachsend, Siebenbürgen kamen, einer und derselben Abstammung
in der erhobenen Bechten einen Krummsäbel mit g. Parir- gewesen sind mit den hier früher Behandelten, ist
stange haltend. — Decken: t f g . — Schildhalter: Je ein nunmehr, durch das gloiche Wappen dieses Stefan (siehe
geharn. Bitter mit Stahlhelm. obenj, bewiesen. — Xagy Jvän (X 154—156) sowio Turul
(L. B. 47. 682). (II. 1884 Pag. 9 ), haben demnach in diesem Sinne
Aus dem Eisenburger Ctte stammendi-s. vornehmes richtig gestellt zu werden. Der vorstehende Stefan, wurde
Geschlecht, welches häufig mit den gänzlich verschiedenen, am 28. Jänner 1649 von Seite des Georg Riiküczy IL,
nunmehr erloschenen Segnyey de Genere Aba (siebe oben) in den Froiherrenstand erhoben und schrieb sich diese
verwechselt wurde, welch1 letzteres, gleichfalls den ein- Linie, „de Görcsön." Sein Enkel Peter, führte auch den
fachen Adler, als Schildfigur aufgenommen und geführt Titel „biirfi do Xagyfalva."
hatte. (N. J. X. 151-156.).
Freiherrenstand, v. König Budolf, d. d. 1606 für
Pankratius v. Sennyey.
Seredy, II. (Taf. 410).
Grafenstand, d. d. Wien 27. Jänner 1767 für Emerich
Freiherr v. Sennyey, k. k. Kämmerer u. Cavalerie-Oberst W a p p e n : Ans n. Boden sich erhebend, zwei be-
u. für seino Kinder Emerich u. Barbara. stengelte, beblätterte Bosen. — Kleinod: Mann wachsend
Diese, gräfliche Linie, erlosch mit den Kindern des in d. erhobenen Bechten einen Krummsäbel mit Parir-
rcrworbora stange , in d. gleichfalls erhobenen Linken, drei Bosen
(N. J. X. 142-150. - M. N. Zebk. I. 1888. 422 haltend.
-423). NB. Es kommen Varianten vor.
(Siegel d. d. 1682-1683 mit lnit. des Johann und
Seredy u n d Seredy v . GOresAn. (Taf. 410). Siegel d. d. Bartfeld, 1708 mit lnit. (doBselbon?) Johann
Seredy).
W a p p e n , a): Sechsspeicliiges Wagenrad,
(Siegel d. d. 9. April 1522 mit lnit. des Peter und
Siegel d. d. Rcgecz, 20. März 1553 mit lnit. des Georg Sei-CK«li. (Taf. 410).
Ser.-dyi. W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein beblätterter, be-
Wappen, b.): Geharn. geb. Arm in der Faust drei fruchteter Bebenstock, worauf beiderseits, ja ein Staar. —
geflitschte Pfeile haltend, der mittlere, mit d. Spitze Kleinod: Der Bebenstock, bcsteckt mit drei (.1,2) Staaron. —
DÜCII aufwärts Docken: bg. - rs.
'Siegel d d. 24. Oktober 1549 des „Gröf Adols- und Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1715
. . .Scrödy, Supr. Comes;" — hier alle Spitzen nach abwärts. für Stefan Seregeli.
UNGARISCHER ADEL. 577

Wie zu vermuthen, im Neutraer Ctte domicilireud. Sermuge (Kerniaugrs), dünn v. Sionisi^dvilr


Maria v. Scregeli, tritt im genannten Ctte, als Ehelrau ii. Jledvcdgrad. (Taf. 411).
des Alexander Kubinvi auf.
(Coli. Herald. Nr. 612.). W a p p e n , altes In G. auf gr. Boden scheinbar
äsend ein ff Hirsch. -- Kleinod: Hervorbrechender f f
Seröiiy i v. Itis-Stieiij. (Taf. 411). Hirsch. • Decken: f f « . — Schildhalter: Je ein w.
Windspiel. — Walspruch: Nulli nocius edit ut vivat.
Wappen, a): Gespalten, hinten geteilt; vorne in R. (Nach Orig. biegolabdrücken im gräfl. Sermagischen
eine pfalweise gestellte, einwärtsgekehrte, mehrmals ge- Arcli., auf llofrein bei Cilli).
ringelte, hr.-g. Schlange; hinten geteilt; oben in R. ein Wappen, freiherrl.: Geviertet von Ii. und R. mit
geflügeltes gekröntes, einwärts aufspringendes w. Ross; dem Stammwappen als Mittclschild; dann 1 u. 4 drei
unten unter g. Schildeshaupte, ledig rot. — Kleinod: Das 12, 1) mit d. Spitzen nach abwärts gerichtete s. Dolche
Ross wachsend. — Decken: rg. — bw. init g. Parirstangen, überhöht von drei (2. 1) s. Münzen
(Gemaltes Wappen des Paul Serenyi de fiis-Screny.— (spanische Rosellas); 2 u. 3 eine überhalbe, armlose g.
Zichy-Albnin, Wappenmscr., des XVI. n. XVII. Jh., im Jungfrau (für Cikulini). — Zwei Helme: I. Drei rsr.
Besitze des Grafen Bugen Zichy.). Straussenfedern. — Decken: f f g . - II. W. Wind
Wappen, gräfliches v. 1656: Gespalten, hinten ge- wachsend, mit g. eingefasstem, g. beringtem r. Hals-
teilt; vorne in W. eine pfalweise gestellte, mehrmals bande. — Deckeu: rs. — Hinter dem Schilde, je ein drei-
geringelte ggr., gekrönte Schlange; hinten durch eiuen mal von G. u. f f horizontal geteiltes lianner, auf dem
bw. geweckten Balken von 1!. geteilt: oben das gell. Ross erstenf| Streifen rechts ein gold A. links ein gold M.—
wie vorstehend, unten ledig. - Kleinod: Wie oben. — Wahlspruch: Arte et Marte. - Schildhalter: Je ein ans-
Decken: bw. wärtsschauender Wind, mit g. bordürtem und g. beringtem
r. Halsbande.
(Nach dem Orig. Diplome).
Altes Geschlecht, dessen Ursprung nicht mit Sicher- (Nach d freiherrl. Diplome, im Kam. Arcli.).
heit angegeben werden kann. W a p p e n , gräfliches, d. d. 1749: Wie das freiherr-
Adels- und Wappenbrief v. König Ludwig II , d. d. liche, mit folgenden Unterschieden: Die drei Dolche der
1518 für den, laut Dipl. Text schon früher adeligen Franz Felder 1 u 4 erscheinen (1, 2) zwischen d. (2, I) silb.
(Uteratus) v. Kis-Sereny, mit seinen Geschwistern: Münzen gestellt. Die Decken, sind hier beim ersten
Franz *), Johann, Nikolaus, Stefan, Kathariuo u. Helene Helme roth-golden. beim zweiten, blausilbi-rn.
Banner. Walspruch uud Scbiidhalter, wie vorstehend.
Freiherrenstaud iungar.). d. d. Prag, 25. Juni 1596,
für Michael Serieny (soi v. Kis-Seri&ny (Enkel des obigen NB. Die beiden Banner, erscheinen auch als Be-
Franz 1.), Kapitän v. Szcndrü u. Fülek. gleitung des Windspieles, bezw. des Kleinodos II. —
Grafenstand (erbl. böhm.-mähr.), d. d. Wien 7. April (L. R. 41. 496).
1656 für Gabriel (Bruder des vorstehenden Michael) Das im Fam. Archive erliegende Orig. (erbländische?)
Serenyi v. Kis-Sereny, welcher die Güter Nen-Swietlau, Grafcndiplom, d. d. Wien, 9. 12 1749 soll das Wappen,
Millotitz. Kunewaldt. Zlin u. Lamnitz erworben hatte. genau wie das freibcrrlicho siehe oben) enthalten, und
Seitdem ist die Familie auch in Mähren u. Oesterreich weicht demnach, wenn auch nur nebensächlich, vom Ser-
ansässig. magc-Grafen Wappen des liber regius ab.
Altes und vornehmes, ursprünglich burgundisches Ge-
Johann Gabriel Graf Serenyi v. Kis-Sereny, der schlecht, welches nach Orig Stiftsbriefen, im XIV. Jahr-
Sohn des vorstehenden Gnbriel, errichtete ein Fideicoinmiss. hunderte, in der Franche Oomte domicilirte. Franz S.,
(M. N. Zsebk, 1888. 1. 209-211. - L. Ii. 5. 225). Exgouvernenr v. Besancon, hielt 1674 die belagerte Stadt
B., gegen Ludwig XIV: als jedoch, 1679 die Franche
S e r e n , I. (Taf 411). Comte an Frankreich verloren ging, verlies sein Sohn
Peter I., zugleich mit den Kaiserlichen, seine Vaterstadt,
W a p p o n : Greif, in d. erhobenen Rechten ein Schwert, l'eter Iii. (Hin Sohn des Peter I.), Baualtalelasossor n.
im Schnabel einen Ring haltend. königl. Comissär der Militärgrenze, erhielt sub d. 1764 —
Nagy Jvfin (X. 161, 162), führt ein Geschlecht Seres Gesetz Art. 47 — das ungar Indigenat.
v. Izsep an, welches bereits im XV. Jahrh. urk. auftritt. Freiherrcnstand, v. König Karl VI., d. d. Wien,
In Siebenbürgen, erscheint Stefan Seres, sub d. 1603 23. Aug. 1723 für Peter II v. Sermago (geb. Besancon,
zu Klauscnbnrg genannt. Derselbe lebt auch noch i. J. 16. 12. 1688 t 4. 11. i746/ Kön. Comissär der Milit.
1630. Grenze u. Banaltafelasessor.
(Siegel d. d. 1678 mit Init. des Stefan Seres). Nach M. N. Zsebk, wurde Peter Troylus, am 9. Dczb.
1720 in d. Freiherrenst. erhoben.
Grafenstand, v. Kaiserin M. Theresia, d. d. Wien,
Seren, II. (Taf. 411). 9 12 1749 fiir Peter III. Trovllns Freiherr v. Sermage
(geb. 8. Juni 1722 f 16. Apl. 1779), k. k. Kämmerer,
W a p p e n : In R. über gr. Boden anf einem w. General und I.andstand von Steyermark. Dio Prädikate,
Rosse scheinbar reitend ein r. gekl. Mann mit Pelzkalpag rühren von der 1746 erloschenen gräflichen Familie Ciku-
sammt r. Sacke und hohen g. Stiefeln, in der erhobenen lini v. Szomzsedvär her. Veigl. auch: „Cikulini" in diesem
Rechten einen Krummsäbel dessen Spitze durch einen Werke.
schnurrbärtigen, vom Rumpfe getrennten Türkenschädel
gestossen erscheint, mit d. Linken die Zügel haltend. — (L. R 41. 496. - N. J. X. - M. N. Zsebk. 1888.
Kleinod: Geharn. geb. Arm, in der Faust ein Schwert I. 211- 214. — Archiv der Grafen v. Sermage, inllofrain
mit gcspicssten Türkonschädel haltend. — Decken: bei Cilli, Steyermark).
rg. — bg.
(Gemaltes Wappen n. Siogel, d. d. Borsod, 1706 mit KerpiliiiK vormals Qiit'iidl. (Taf. 411).
Init. des Georg Seres.). W a p p e n : In R. auf gr. Dreiberge 'aus welchem
beiderseits je drei gr. bestengeltc, gr. beblätterte r. Rosen
ragen), ein in d. linken l lberecke von drei schräglinks ge-
*) Dieser Franz, wird wohl ein Sohn (und nicht ein stellten. sechsstrahligen g. Sternen und dann von einer
Bruder) des Franz I. gewesen sein. s. Mondessichel begleiteter, geharnischter Mann mit Eisen-
145
IV. 15.
578 UNGARISCHER ADEL.

heim, in d. erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parir- Adam u. Ladislaus Sey, übersiedeln in d. Tolnacr
stange haltend, mit d. gesenkten Linken einen länglichen, Ctt und weisen sub d. 1753 ihren Adol dortselbst aus.
spitz zulaufenden Schild zu Boden stellend. — Kleinod: Dieso Linie, ist erloschen.
Mann (Priester) wachsend, mit langen g. Haaren, einem Gabriel Sey, erhält am 7. 1. 1745 ein Adelszeugniss
j t 'L'alare uni 2 w. Mosestäfelchen, in d. erhobenen Rechten von Seite des Eisenburger Ctts. Derselbe tritt 1754 bo-
einen gr. Lorbeerkranz, in d. gleichfalls erhobenen Linken reits im Baranyer Ctte auf und pflanzte sein Geschlecht,
einen mit drei Jt Straussenfedern besteckten g. Behälter bis auf die jüngste Zeit fort.
haltend. Decken: bg. — rs. (Siehe auch Fdnyea, Komärom vrtrm. 160. — N. J.
«.Nach d. Orig - Burgstaller, Coli. Insign., weicht X. 168-170).
in einem Nebenmomente ab).
Adels- u. Wappenbrief v. König Johann, d. d. 4 Maj NhuUovicM. (Taf. 411).
1530 für Johann Qnendel, in Ansehung der erworbenen
milit. Verdienste seines Sohnes Michael. W a p p o n : Geviertet von B. und G. mit w. Mittel-
Lanrenz. Bruder des Miterwerbers Michael, studirte schilde. darin über einer t t Schlange ein von einem links-
1519 in Wittenberg und starb 1572 in Leibicz, Zipser gekehrten, feuerspeienden gr. Drachen überhöhter r. Spar-
Ctt, als evang. Priester ren; dann 1 u. 4 hinter drei (bezw. 4) scchsstraligen g.
Johann, Sohn des obigen Michael, lässt sich in Oeden- Sternen, ein einwärtsgekohrter g. Löwe; 2 n. 3 ein oiu-
burg nieder n. tritt dortselbst, i. J. 1023 als Stadtrichter wärtsgekehrter, r. gew. t t Adler. — Kleinod: Geharn.
auf. Er gründete die Oedcnbnrger Linie, welche v. König Mann mit Eisenhelm sammt r Straussenfedern wachsend,
Ferdinand IL, unter d. Namen „Serpilins" i. J. 1630 in d. erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange,
einen neuen Wappenbrief erhält. d. Linko in d. Hüfte gestützt haltend. — Decken: bs.—tfg.
Ebenso erhält die Zipser Linie, sub d. Leutschau, Adels- u. Wappenbriet v. König Franz I., d. d. 1795
2. July 1646 ein Adelszeugniss, welches für Johann Ser- für Mathias, n. Johann Shuttovics (Sznchevics aliter Shuttej).
pilins jun. ausgefertigt wnrde. (Adami Scuta Gent, tomo XI).
Dieses Geschlecht, erlosch gänzlich, mit Samuel Ser-
pilins, welcher 1761 zu Pressburg verstarb.
(N. J. X. 165 166). Nibrik v. Ovar u. Karvaxkciitl. (Taf. 412).
Wappen v. 1471: In von B. nnd W. geteiltem
Sessy. (Taf. 411). Schilde ein gekrönter, aufrechtstohcnder, vorwärtsschauen-
der r. Löwe mit menschlichem Antlitzo, mit d. vor d.
W a p p e n : In B. auf gr. Hügel ein g. Greif, in d. Brust gekreuzten Pranken je ein Schwert mit g. Parir-
erhob. Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange stange, hier schräge-, dort schräglinksgoriehtet haltend.—
haltend. — Kleinod: B. gekl. Mann wachsend, in d. er- Kleinod: Die beiden Schwerter des Schildes. — Decken: rs.
hobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange, d. Linko (Nach d. Orig.).
in d. Hülte gestützt haltend. — Decken: bg. — rs.
Adels- u. Wappenbrief d. d. Wien, 23. Febr., 1633 W a p p e n , gegenwärtig geführtes: InB. zwei gegen
für Michael Sessv. einander gekehrto, gekrönte, doppelschwiinzige Löwen, je
(Leg. C. Ctt A. Zemplin). in d. erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstango
haltend, auf dessen Spitze, ein Tiirkenschädel gespiesst
erscheint. — Kleinod: Löwe wachsend, mit Schwert in
Kexlay. (Taf. 411).
d. erhobenen Rechten. - Decken: bg.?
W a p p e n : In B. auf n. Wellen ein im Halse pfeil- (Franciscus Csergheö, Tab. Gen. ec.).
durchbohrter, t t 8 0W > w - Schwan. — Kleinod: Mit einer W a p p e n , c): Wio b.), die Schwerter jedoch ohne
Lanzenspitze zwischen zwei Pfeilen besteckte, v. einem Tiirkenköpfe und die beiden Löwen, mit d. ledigen Pranken
gr. Laubkranze umgebene, g. Weizengarbe. — Decken: eine g. Blätterkrone gemeinsam haltend. — Kleinod: Die
bg. — rs. Schildfigur.
Adels- u. Wappenbrief d. d. Wien, 18. Sptbr 1698 (Kajcsänyi Ad., Sicgelcopien. Mscr., im R. A. BPesth).
(kundgemacht: Käszon, Bereger Ctt, März 1699) für Uraltes nnd angesehenes Geschlecht des Eisenburger
Franz Sextay, für seine Ehefrau Maria Szabö und fiir d Ctts, welches das Stammgnt Szarvaskend bei Körmend,
Söhne: Samuel, Gabriel u. Franz. im genannten Comitate, annoch besitzt oder vor kurzer
(Leg. C. Ctt A. Ungvär). Zeit noch besessen hat.
Frau/, von Csergheö, dessen handschrftl. geneal.
Sey. (Taf. 411). Werke, wir bereits so viele wichtige Angaben verdanken,
welche sich nachträglich als docnmentarisch richtig heraus-
W a p p e n : In von B. und W. geviertetem Schilde gestellt haben, nennt als erstbekaunten Ahnherren, den
1 u. 4 eine vierblättrige r. Rose, 2 u. 3 ein einwärtsge- Peter (1471, 1475), Campestris Generalis, l'apitaneus
kehrter Greif, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel Regni unter König Mathias Corvinus, mit seinen beiden
mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: Geharn, geb. Brüdern Ladislaus und Sigismund (1471, 1505) — Alle,
A m , in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstango Sibrik de Ovar.
haltend. — Decken: bw. — rs. Es sind dies wohl Dieselben, welche v. König Mathias,
Die Sey , sollen aus Nagy-Sfe (Gross - Scheibing) im aub d. 1471 im Vereine mit Benedikt, Sohn des Ulricus
Eisenburger Ctte stammen — woher auch ihr Name — de Syra, einen erneuerten Wappenbrief wio sub a.) blaso-
und treten dann später (oder noch gegenwärtig), im Ba- nirt erhielten, wolcher s. Z., als Orig., bei f IvAn v. l'aur
ranyaer Ctte urk. auf. erlag.
Sie sollen v. König Sigismund, sub d. 1418 einen Der genannte Peter, erzeugte den Ladisias, Thomas
Wappenbrief erhalten haben (jedenfalls mit einem andern und Osvald I., welch" Letzterer, mit seiner Ehefrau, Vo-
Bilde als wie vorstehend, da es dazumalen noch keine ronica Zerdalielyi (1508, 15321, den Ladislaus II. zeugte,
„riuadrirten" Schilder gab),— welcher i. J. 1738, gelegent- VicogoBpan des Eisenburger Ctts, welcher mit Ursula Josa
lich der Adelsconscribirung, dem Eisenburger Ctte vorge- do Sävoly (1508, 79; sich vormälto. Sein Sohn Oswald IL,
zeigt wurde. hatte zwei Frauon, als: Eva Petliö do Gerso und Susanna
Ausser in Nagy-S6u, besass dieses Geschlecht, auch Lörinczlalvy. — Nikolaus und Peter, hiosson die beiden
Grundbesitz in Unyom, Herahüza u. Balogfa. Sülino des Oswald n. war Peter vermält mit Gertrud
UNGARISCHER ADEL. 579

Väghy, welche später, eine zweite Ehe mit Johann Nyeky Altes angesehenes Geschlecht, aus Szentmihiilyfalva
einging ec. ec. in Aranyos-Szek, Siebenbürgen, stammend.
(N. J. X 171-175. — Csergheü Fr., Tab. Gen. ec. Als erstbekanuter Ahnherr, erscheint Dionysias, Sohn
Cent. I. 447-451). des Gregor v. Zentmihälyfalva. sub d. 23. Dezember 1394
im Freiheitsbrief des Königs Sigismund erwähnt, in wel-
SicUiugeu. (Taf. 412). cher Urkunde, das von König Andreas III. sub d. 1291
den Aranyosszeker Szeklern verliehen gewesene Diplom,
W a p p e n : In r. bordürtem # Schilde fünf (2, 1, 2) ernannt wird.
s. Kugeln. Kleinod: tX gew.. hervorbrechender g. Das vorstehende Geschlecht, tritt urkundlich, auch
Schwan, d. Rücken besteckt mit drei r. Kugeln, welche unter dem Namen „Literatus de Zentmihälyfalva" auf.
wieder, je mit drei JJ Hahnenfedern besteckt erscheinen. So erscheint Nicolaus Literatus de Zentmihälyfalva,
— Dccken: - Schildhaltcr: Je ein Schwan in einem Schriftstücke d d. 18. Sptbr 1538 erwähnt, in
NR. Der hervorbrechende Schwan, erscheint hie u. welchem die Aranyosszeker Szeklur, gegen d. Stadt Tel-
da aucli gekrönt, die r. Kugeln aber, als Granatäpfel mit wincz, bei König Johann Szapolya ihr Recht suchen.
fl: Ratzen, — die Decken, rw. blasonirt. Petrus Literatus de Zentmihälyfalva, wird 1566 vom
Schwäbischer Uradel. dessen Stammsitz, das heutige Landtage, als Richter zu den Szeklern delegirt. Derselbe,
Pfarrdorf Sickingeu im RadiBchen. erhält in seiner Eigenschaft als Capitän dor Festung
RFreiherrciistand. d. d. 1. Fcbr 1628 für Schweit- Ujvär, vom Könige Johann Sigismund Szapolya II., sub
hard v. Sickingen zu Sickingeu. d. 6. Maj 1568 eine Donation auf Ilagymäs, im Tor-
Ungar. Indigenat (angeblich) d. d. 10. März 1711 daer Ctte.
(ohne Gesetz Art.) für Fcrdinaud-IIerman Sickingcn. (L. R. Joanuis II. de Annis l."i08—69. Pag. 73.
RGrafenstand, d. d. Wien, 5. März 1773 (mit dem 74. 75).
Privilegium „de non usu") für Carl Anton Rfreiherr v. Der Familienname „Sigmond", kömmt bekannt, zum
Sickingcn. ersten Male, in einer Urkunde vom 20. Oktober 1589 vor.
NB. Das Wappen, wurde zu dieser Gelegenheit, mit Die directe Abstammung von der Familie Zentmihäly-
d. Hermelinmantel gebessert. falva vbezw. von dem Literatus de Zentmihälyfalva), ist
Ung. Iudigenat, d. d. 1792 — Gesetz Art. 22 - für auch aus sichern Prozessakten, d. d. 1568 zur Geniige
Wilhelm u. Johann (irafen Sickingen. festgestellt.
Wilhelm Gf. Sickingen war in erster Ehe vermält mit iGyulafehervüri Kptln, Litora Cent. Nr. 41).
Grälin Mario von Hunyady und hintcrlicsB 2 Sühne und Wann diu beiden Prädikate dieses Geschlechtes zuerst
3 Töchtor. Er starb i. J. 1855. aufgenommen wurden, ist nicht bekannt; nur so viel war
(Neuer gr. Siebmachcr, Der Adel in Raden. P. 37. zu eruiren, dass das Prädikat „v. Zentmihälyfalva " so-
Taf. 23. - Dr. Jean Szendrei, Catalogue de Bagues ec. wie das hier vorstehende Wappen, bereits i. J. 1568 von
Paris, 118 -148). Seite des Peter benützt wurden
Die Sigmond, sind gegenwärtig in Klausenburg soss-
Sic*». (Taf. 412). liaft und haben viel für die industrielle Entwicklung v.
Siebenbürgen gethau. Hierher gehört, aucli Desidcrius,
W a p p e n : Durch einen w. Ralken welcher mit drei Reicbstagsabgeordneter (1891) und Akos v. Sigmond,
g. besamten r. Rosen belogt erscheint, geteilt von B.; Liedercouipositcur
oben auf gr. Dreiberge ein g. Greif in d. erhobenen Rech- (Kam. Ber)
ten einen Krummsäbel mit g. Parirstange in d. vorge-
streckten Linken drei gr. bestengelte, gr. beblätterte r,
Rosen haltend; unten auf gr. Hügel, ein umschwärmter Nigmwndil> v. I j l i e l j . (Taf. 412).
g. Bienenkorb. - Kleinod: Der Greif des oberen Feldes W a p p e n : In B. ein g. Greif, in d. erhobenen Rech-
wachsend, zwischen rechts von G. und B., links von R. ten drei g. Weizenähren haltend. — Kleinod: Der Greif
nnd S. getoiltem, halboffenem Fluge. - Deckeu: bg.—rs. wachsend. — Deckcn: bg.
Adels- n. Wappenbrief v. König Franz I., d. d 1798 Adels- u. Wappenbrief v. König Max II., d. d. Wien»
für Ludwig Siess 22. Fcbr 1576 kundgemacht: Treutschin, 1578), für Ni-
(Leg. 0.). kolaus Sigmondffy v. Ujhely und für s. Brüder: Adam,
Georg und Johann.
Miglicr (Sigerus). (Taf. 412). lOrig.. Nat. Mus. BPesth).
W a p p e n : Auf gekr. Roden ein geharn. geb. Ann,
in d. unterhalb v. einer Rose begleiteten Faust einen Nigray v. Fei Mi- u . Alsif-Surän;-. (Taf. 412).
Krummsäbel mit Parirstange haltend, dessen Spitze durch
einen aus beblätterten Rosen zusammengestellten Kranz Wappen, adeliges: Geviertet von R. und H.; 1 u. 4 ein
gestossen erscheint. — Kleinod: Die Scliildligur. einwärts aufspringendes w. Einhorn; 2 u. 3 ein einwärts
aufspringender, doppelschwänziger g. Löwe. — Kleinod:
Altes, nun bereits erloschenes, Biebenbürgisches Ge- Zwischen offenem f{ Fluge ein Schwert, dessen Spitze
schlecht. Anna Sigher, war dio Ehefrau des Paul Mä- mit einer Krone besteckt ist. — Decken: rs. — bg.
riüssy (t 1587). NB. Die Schildfiguren, kommen sämmtlich auch rechts-
Ein Geschlecht Siger (Cbygcr), tritt in d. Mitte des gekehrt. der Löwe, einfachgeschwänzt vor. — Die Tink-
XY. Jarhundertes auch im Rorsoder Ctte auf. turen . wurden dem ältesten Freiherrnwappen Sigray ent-
(Siegel d. d. 1692 des Andreas uud Siegel d. d. 1695 nommen c. dürften, aus naheliegenden Gründen, richtig sein.
des Johann Sigerus, Senator v. Kronstadt. — l'sergheö- (Siegel d. d. 1655 des Johann und d. d. 1663 des
Csoma Alte Grabdenkmäler aus Ungarn. BPesth, 1890. Math. Sigray).
Pag. Ii7). W a p p e n , freiherrliches, v. 1724: Geviertet wie vor-
Sigmund v. A1M6 - SzentmiliuIyl'ALTU u. Kis- stehend, mit b. Mittelschilde, welcher v. einem gekrönten,
Knycd. Taf. 412). sich in d. Schwanz beissenden, n. Drachen umgeben er-
scheint u. worin zwei r. bekleidete, oberhalb sich kreu-
W a p p e n : In R. auf einem Stechhelmc ein geharn. zende Arme, je eine g. Korelle pfalweise in d. Faust hal-
gebogener Arm in d. Faust einen Palmzweig haltend, tend, welche v. einer linksgekohrten Mondessichel u. von
welchen eine n. Schlange mehrfach zu umringein scheint. einem sechsstrahligen g. Sterne überhöht erscheinen (Wap-
580 UNGARISCHER ADEL.

pcn der Freiherrn Naddnyi v. Körösnadäny, für Sofie Nillobod. (Taf. 413).
Freiin v. Nadänyi, Mutter des .losef Sigray >. — Zwei
Helme: 1. Zwischen offenem 4-i Finge ein mit d. Knaule W a p p e n : In von W. nnd B. gespaltenem Schilde
der g. Parirstange auf d. Helmkrone jifalweise gestelltes vorne auf gr. Dreiberge ein g. gew., linksgokohrter fl:
Schwert, dessen Spitze durch eino g. Blätterkrone gestossen Adler; 2 u. 3 auf gr. Dreiberge ein g. Löwo, in d. er-
erscheint. — Decken: rs. — II. Gekrönter g. Greif wach- hobenen Bechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange
send, mit d. Vorderkrallen eine brennende Bombe hal- haltend. — Kleinod: Löwo mit Krummsäbel wachsend. —
tend. Decken: bg. — Schildhalter: Je ein w. ßracko Decken: bg. — rs.
mit g. Halsband. -- Wahlspruch: i'andore et Fidelitute. NB. Es kommen Variaten vor.
W a p p e n , freiherrl., v. 1728: Schild, wio vorstehend. Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
— Drei Helme: I. n III. Je ein doppelschwänziger g. 1759 für Andreas De Sillobod n. fiir seine Söhne Johann
Löwe wachsend, der rechtsseitige in d. rechten Vorder- u. Michael.
pranke eine Pistole, der linksseitige in d. Linken einen (Leg. C.).
Streitkolben haltend. — IL Wie vorstehend, I.. —
Decken: rs. — bg. — Kein Wahlspruch. Sil/.I. (Taf. 413).
W a p p e n , gräfliches, v. 178Ü: Wie das freiherrl.
Wappen v. 1724 mit Vermehrung eines dritten, mittleren W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Greif, im
Helmes, mit d. completen Figur des Mittelschildes. — Schnabel einen gr beblätterten Zweig haltend. — Kleinod:
Decken: rs. — bg. - Wahlspruch: Wie oben. Zwischen offenem Fluge, der Greif wachsend. — Decken:
(L. B. 51. 210). bg. — rs
Aelteres Geschlecht, dessen l'rsprung noch nicht aufge- Adols- u. Wappenbrief v. König Karl III., d d. 1713
klärt ist. — Die Abstammung von den nradeligen nunmehr für Johann-Paul Silzl.
„Zsegrai", deren Wappen, ein Hirsch, noch heute in d. alters- Ein Geschlecht .Silcz", mit dem gleichen Wappen
grauen Kirche v. Zsegra im Zipser Ctt., zu sehen u. welche wie hier, kömmt in d. ersten Decennien dieses Jarhun-
Provenienz, auch von Seite Nagy Ivans (X. 177) hervorge- dertes, sowie anch noch später, im Szabolcser Ctte vor.
hoben erscheint, entbehrt jeder Begründung. Also siegelt, sub d. 18U9 Stefan, Stuhlrichter n. Ludwig
(Vergl.: Poücs de Zsegra in diesem Werke). v. bzilcz, i. J. 1812 Oberstuhlrichter des genannten Ctts.
Als erster bekannter Ahnherr erscheint vielmehr Jo- (Coli. Herald Nr. 664. - N. J. X. 185).
hann Sigray, Burghanptmann v. Somfa, welcher sub d.
1647 eine Donation auf Snräny erhält. Er war vormält Kimäiidy, I. v. V r a t l s t j e . (Taf. 413).
mit Anna Maria v. Almässy, u. starb i. J. 1657.
Freiherrenstand, d. d. Laxenbnrg, 26. Maj 1724 für W a p p e n : Aus n. Wollen wachsend ein v. links
Jose:' Sigray, Bitter des gold. Sporens n. Hofrath ec. unterhalb im Halso v. oinem geflitschten Pfeile durch-
(geb. 1678 f 1739) u. für seine in d. Ehe mit Magdalena bohrter Hirsch.
Gössinger erzeugten Söhne- Karl u. Ludwig. Peter Symändy und seine Ehefrau Anna Palasthy,
Freiherrenstand, d d. Wien, 10. Dezember 1728 für erscheinen bereits i. J. 1551 auf Vratistya im Neutraer
Johann Sigray. Bitter des gold. Sporens u. Kamnierrath Ctte.
(Bruder des obigen Josef) sowie für den Sohn Ladislaus Donation auf Vratistya, sub d. 1588 für Peter I.
des verstorbenen Bruders Franz. (1559), oder für dessen Sohn Peter II. Siniiindy.
Grafenstand, d. d. Wien, 21. April 1780 für Karl Ein gleichnamiges Geschlecht, tritt 1688 in Horenics,
Freiherr v. Sigray. (Sohn des obigen Josef) königl. Batli Trentschincr Ctt auf.
u. Obergespan v. Somogy sowie für die Kinder: Jakob, Hierhor gehört fernere: Stefan VI. Siniiindy v. Vratistya,
Josef, Magdalena (vermalte Freiin Sigm Kerekes) Antonia v. 1640 —1658 (nach N. J. X. 186 von 1635—1651) tit.
u. Juliauna. Bischof v. Siebenbürgen und von 1645 an begonnen, zu-
Graf Karl Sigray, geb. 1711! t 1800 war dreimal ver- gleich auch Probst v. Lelesz (früher Probst v. Csoma),
mält gewesen, als: mit Sofie Bossänyi, Catharina Cziräky welcher den grossen Altar der Leleszor Kircho erbaute.
und mit Sofie Svctics de Neines-Siigod, mit welch' dritter Erscheint auch „Syniäudy" geschrieben.
Gattin, er sein Geschlecht bis zur Gegenwart fortge- (Siegel d. d. 1649 mit Umschrift und geistl. Insignien
pflanzt hat. des vorstehenden Stefan Siniiindy. — Nätafalussy u. I.en-
Ueber die Grafen „Sigrav-Saint-Marsan", siehe: M. ner, Dio Probsteien v. Jaszö u. Lolesz. Würzburg u. Wien,
N. Zebk., I. 215. 1882. Pag. 45. — N. J. X. 1 8 5 - 1 8 6 und 416).
(fsergheii Fr., Tab. Gen. Xob. Fam. Hung. Cent. I.
451 454. — N. J. X. 1 7 7 - 181. - M. X. Zsebk. I Niniiimlj-, II. v . V ü r a d . (Taf. 413).
1888. 214 - 215).
W a p p e n : In B. auf gr. Dreibergo ein doppelschwän-
S i k ö v , HAI Au. (Taf. 412). ziger g. Löwo, in d. erhobenen Bechten ein Schwert mit
g. Parirstange haltend. — Kleinod: Der Löwo, hier drei
W a p p e n : In B. auf gr. Boden eine r. gew. w.Taube, gr. bestengelto, gr. beblätterte r. Bosen haltend. —
im Schnabel einen Lorbeerzweig haltend. Decken: bg.
.Szekler Adelsgeschlecht aus ILiromszek. welches mit Adols- u. Wappenbrief v. König Budolf, d. d. Prag,
Peter u. Stefan Sikö, sub d. 25. April 1660 einen Adels- 29. März 1602 (kundgemneht: Viirad, Biliarer Ctt, 1604)
brief erhielt. für Stefan Simandy v. Viirad, für s. Vater Johann u. für
Nikolaus Sikö v. Bölön, 1845 zn München diplomirt, d. Sohn IHes.
soB ein hervorragender Aquarellmaler gewesen sein. (B. A. BPesth).
iN. J. X. 182—183).
Bimuj. (Taf. 413).
SilMdjr. (Taf. 413).
W a p p e n : In von R. und B. geteiltem Schildo oben
W a p p e n : Aus d. linken Seitenrande ragend oin Arm zwei gegeneinandergekehrto, r. gew. w. Tauben mit d.
sammt Hand, einen sechsstrahligen Stern haltend. — Schnäbeln je einen g. Oelzweig haltend; unten ein« r.
Kleinod: Stern. bedaebto Kircho. — Kleinod: Offener JJ Flug. — Decken:
(Siegel d. d. 1629 mit Umschrift des Georg SiladiJ. rg. — bs.
UNGARISCHER ADEL. &81

Adels- und Wappenbrief v. König II. Theresia, d. d. Simon. I. (Taf. 413!.


Wien, 26. Maj 1760 ikundgemacht: Belsö-Szülnok 6. Oktb.
1. J.) für d. Verwandten Lukas u. Salamon Simai, Han- W a p p e n : In R. auf gr. Boden ein n. Leopard, in
delsleute armenischer Herknnft, aus Szormos-l'jvär in Sie- d. erhobenen Rechten drei gr. bestengelte, gr. beblätterte
benbürgen. w. Rosen haltend. - Kleinod: Gebogener Löwenfuss, in
Ein Zweig dieses Geschlechtes, übersiedelt in d. Be- d. Kralle einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend.
keser Ctt, nnd wurde auch der Adel der Gebrüder: Sa- — Decken: bg.—bs.
lamon, Kajetan, Nikolaus. Anton, Ignaz u. Kristof, sub Adels- u Wappenbrief v. König Ferdinand IL. d. d.
d. 1X25 im genannten Ctte publicirt. Pressburg, 12. Maj 1630 (kundgemacht: Torna. Tornaer
(Adami, Scuta Gent. tom. XI. — X. J. X. 186 — Ctt, 1630) für Michael Simon (agilis; mit seinen Ver-
188). wandten Miskolczy.
(Orig. bei Georg v. Simon, in Debrecziu).
BlmeonovfM. (Taf. 41B).
Simon aliter Knrliftcs)'. siehe: Simon;i v.
W a p p e n : In von W. und lj. gespaltenem Schilde Vilmiir.
vorne ein aus d. Spaltung ragender, gekr. f f Adler in d.
Kralle einen gr. Kranz haltend, hinten ein beiderseits v. Simon. II. (Taf. 413).
je einem scchsstraligen g. Sterne begleiteter w. Balken.
— Kleinod: G. Greif wachsend, in d. erhobenen Rechten W a p p e n : In S. auf gr. Roden ein Mann mit b.
einen Krummsäbel mit g. Parirstauge haltend, dessen Leibrucke, r. Hosen, f j Hute, g. Stiefeln und umgehäng-
Spitze durch einen schnurrbärtigen, vom Rumpfe getrenn- tem f f Krummsäbel. in d. gesenkten Rechten eine be-
ten Tiirkenschädel gedrungen erscheint. — Decken: ff3. blätterte u. befruchtete Weinrebe, in d. erhobenen Linken
-bg eine Weizengarbe haltend. — Kleinod: R. gew., iingbe-
Adels u. Vi appenbrief v. König M. Theresia, d. d. reite, w. Taube, im Schnabel einen gr. Oelzweig haltend.
1760 für Philipp Simeonovics — Decken: bg.—rs.
(Coli. Herald. No. 105;. Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d.d.
Wien, 14, Aug. löüO (kundgemacht: ArdiJ, Bereger Ctt.,
Kim ig. (Taf. 418). 1. J.) für Johann Simon, fiir seine Ehefrau Anna Mark
u. für seine Blutsverwandten: Michael, Gregor u. Johann
W a p p e n : Geviertet von B. und R.. mit einer bis Simon.
zur Teilung reichenden, eingepfropften s. Spitze init ein- (Orig., Ctt A. Bereg).
gebogenen Seitenrändcru. worin aus gekr. gr. Dreibergo
wachsend ein b. Löwe mit w. Halsbande, init d. Vorder- Simon. III. (Taf. 413).
prauken ein blumengefülltes g. Füllhorn stürzend; dann
1 u. 4 auf gr. Boden ein einwärts aufspringendes g. Ross W a p p e n : Iu B. auf gr. Hügel ein doppelschwän-
mit r. Decke: 2 u. 3 zwischen zwei geschmälerten w. ziger Löwe, in d. erhobenen Rechten drei Weizenähren
Balken mit Wolkcnsclmitt, ein scheinbar laufender w. haltend. — Kleinod: Kranich, iu d. erhobenen Rechten
Wind. — Kleinod: Zwischen offenem, wie Feld 2 u. 3 eine beblätterte Traubenfrucht haltend. — Decken: bg.
geteiltem Fluge ein b. gekl. Mann wachsend mit Pelz- —rs.
kalpag und r. Sacke, in d. erhobenen Rechten einen Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
Krummsäbel mit Parirstange, d. Linke in d. Hüfte ge- Laxenburg, 25. Juni 1697 für Stefan Simon, mit seinen
stützt haltend. - Decken: bs. rs. Brüdern: Johann. Panl u. Franz.
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1798 Adelsgeschlecht des Raaber Ctts.
für Peter Simig. Adelszeugniss vom genannten Ctte, d. d. 8. July
Josef Simigh, tritt 1812 im Tolnaer Ctte auf; Karl 1846 für Andreas u. Michael Simon, Bewohner v. Szop.
Simigb, erscheint 1846 als k. k. Cuirassier-Uflizier ge- (N. J. X. 196-197. — Gemaltes Wappen).
nannt.
(L. R.) Simon IV., v. I>i-<-stulvu. (Taf. 414).

Nim« v. Kis-S61 j mos 11. Fnmftd. (Taf. 413). W a p p e n : In B. ein geharn. geb. Arm in d. Faust
eine Streitaxt haltend, auf welcher rechts seitwärts, ein
W a p p e n : In B. ein geharnischter, gebogener, in d. vom Rumpfe getrennter, schnurrbärtiger Tiirkenschädel
rechten Uberecke v. einer linksgekehrten s. Mondessichel, gespiesst, und dessen Stiel, links, von einer Mondessichel
in d. linken Ecke v. einem sechsstraligen g. Sterne be- beseitet erscheint. — Kleinod: DieSchildligur. — Decken:
gleiteter Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Pa- bs.- rs.
rirstange haltend. — Kleinod- Kranich, in d. erhobenen Siebenbiirgisches Adelsgeschlecht, von Dezsfulva im
Rechten einen runden Stein haltend. — Decken: bg.—rs. Kiiküllöer Ctte das Prädikat herleitend.
KB. N. J. X. 191), bringt den Arm des Schildes Michael Simon v. Dezsfalva tritt 1708 als Rath u.
auf einer auf gr. Boden ruhenden Blätterkrone und als Registrator der siebb Hofkanzlci in Wien auf; Johann
Helmkleinod, die Schildlignr. aber, 1847 als Stulrichter v. Belsö-Sznlnok, ec.
Altes Szekler Adelsgeschlecht., auch „Syrnü-' ge- (Siegel d. d. 1701 mit Init. dieses Michael. — Siehe
schrieben. auch: Hevenesi, Mss. tomo XXV. — N. J. X. 197—198).
Neue Donationen auf Kis-Solymos u. Beta in Sieben-
bürgen, v. König Johann IL, sub d. 16. Maj 1570 für Simon V., v. BethlenfiUva. (Taf. 414).
Franz I. u. für seine Söhne: Lucas, Michael, Benedict,
Paul u. Ladislaus. W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Löwe in d.
Von diesen vorgenannten Söhnen, setzt Benedict, erhobenen Beeilten einen Krummsäbel mit g. Parirstange,
dieses Geschlecht bis auf d. Gegenwart fort. in d. vorgestreckten Linken eine Schreibfeder haltend. —
A delszeugniss v. Udvarhelyszek, d. d. 11. Febr. 1833 Kleinod: Die Schildligur wachsend. — Decken: bg.-bs.
(kundgemacht: Krassüer Ctt, 29. April 1. J.) für Georg Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
Simö. Wien, 26. 1. 1761 (kundgemacht: Csik-Szek. 18. July
(Turul, V. 1887. 1. 36-38. - N. J. X. 191 - 193) 1763; fiir Franz Simon v. Bethlenfalva, für seine Frau
IV. 15. 146
582 •UNGARISCHES ADEL. 582

Judith Märtonffy, fiir seine Söhno: Andreas, Michael, Jo- sein. Im Jahre 1808 erhält Johann Simonffy v. Nemet-
hann u. Franz u. für d. Töchter: Sara, Rebekka u. Bar- Ujfalu, ein Adolszeugniss v. Seito des Biliarer Ctts.
bara. (Gemaltes Wappen. — N. J. X. und Suppl. 199
Das Prädikat, auch „Betlehemtalva^ geschrieben, -200).
scheint vom gleichnamigen Orte in Udvarhelvszek, Sie-
benbürgen, geführt worden zu seiu, bezw. annoch geführt fUmonoTles, I. (Taf. 414).
zu werden.
(R. A. BPesth, Arm. Gy. F. 40).
W a p p e n : In B. drei g. Schrägbalken. — Kleinod:
Zwischen offenem, wechselweise von B. und G. geteiltem
Siuioucliirh. (Taf. 414). Fluge, ein sechsstraliger g. Steril. — Decken: bg.
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1794
W a p p e n : In B. aus gekr. gr. Hügel wachsend für Johann Simonovics.
eine r gekl. Jnngfrau in d. von sich gestreckten Rechten (Adami, Scuta Gent. XI.).
einen gr. Lorbeerkranz, d. Linke in d. Hüfte gestützt
haltend. — Kleinod: G. Greif wachsend, mit dem Lor-
beerkranze des Schildes in d. Rechten. — Decken: bg. Sluionovics, II. (Taf. 414).
—rs.
W a p p e n : In von B. und R. gespaltenem Schilde
König Leopold I., verleiht snb d. Wien, 24. Jänner vorno auf einer g. Kugel ein Kranich in d. erhobenen
1086 dem Paul Simonchich, einen Adelsbrief. Rechten einen w. Stein haltend; hinten ein Löwe, mit
Thomas, Stefan, Johann u. Michael Simonchich, er- Krummsäbel in d. erhobenen Rechten. — Kleinod: Der
scheinen i. J. 1755 unter d. Adel des Trentschiner Ctts. Löwe, wachsend. — Decken: bg.—rs.
Johann v. Simonchich, tritt v. 1836—1841 als Viee- Adels- und Wappenbrief v. König M. Theresia.
gespan des Pesther Ctts anf. (Adami, Scuta Gent XI.)
(L. C. - N. J. X. 198).

Niiuoiit'ulvay. (Taf. 414). Million)! I . , v. Siiuony u. V u r s ü n y . (Taf. 414).

W a p p e n : In B. auf gr. Boden eiu g. Greif in d. W a p p e n : In B hinter einem Pfluge aus gr. Boden
erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, sich erhebend ein beblätterter, befruchteter, gepflockter
Weinrebeustock, worauf gegen einander gekehrt sitzend,
in d. vorgestreckten Linken eine w. Lilie haltend. — zwei Starre. — Kleinod: Die Staare, je auf einer anB-
Kleinod-. Der Greif wachsend. — Decken: bg.-rs. und abwärts geneigten Rebe — Decken: bg.—rs.
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
NB. An Stelle der Vögel, kommen im Schilde wie
1742 für Menyhert Simonfalvay. beim K'einode. auch s. Lilien vor.
(Leg. C.)
Dass die Simonyi de Varsäny, ursprünglich ein an-
deres Wappen geführt haben müssen, ist selbstverständ-
Simonfl>, I. T. Maros-Väsärlicly. (Taf. 414). lich.
Uradel des Barser Ctts, als dessen erster Ahnherr,
W a p p e n : In B. ein geharn. geb. Arm, in d. Faust Comes Simon de Wossian (1260), genannt erscheint.
einen Krummsäbel mit Parirstange haltend. — Kleinod: Felician, erhält i. J. 1441 das jus gladii; sein Sohn
Flugbereite Taube, im Schnabel einen Oelzweig haltend. Benedict, schrieb sich .Simonyi aliter de Vassäny."
— Decken: rs.—bg. Johann Simonyi, tritt 1560 als Viccgespan v. Bars
Siebenbürgisches Adelsgeschlecht. auf.
Als erstbekannter Ahnherr, erscheint Michael Simonffy Franz v. Csergheö, weicht wiederholt (Von Nagy
genannt, welcher Katharina Mikö zur Ehefrau hatte. Jvnn) ab, die Genealogie dieses tieschlechtes betreffend.
Ein Nachkomme ist auch Georg S. v. M.-V. ge- (Rajcsänyi Ad.. Siegel-Cop., im R. A. BPesth. — Ge-
wesen, kön. ung. adel. Leibgarde, dann Rittmeister und maltes Todtenwappen. — N. J. X. 202 -208. — Cser-
Adjutant des Generals Davidovics, — welcher gegen die gheö Fr., Tab. Gen. Nob. Fam. Hung. Cent. L 455—464.
Franzosen focht. Dessen einziger Sohn Karl (anch als — Dr. Jean Szendrei, Catalogue ec. de la collection de
rKoloman" aufgeführt), geb. 1834, war ein bekannter bagues de Madame de TarnOczy. Paris, 1889 P. 112).
Liederkomponist und gehörte keineswegs dem Gescblechte
.Simonffy v. Nemet-Ujfalu" an.
(X. J. X. und Suppl. 356 — 357. — Gemaltes Wap- Simonyi II., v. Vitezvär. (Taf. 414).
pen).
W a p p e n : In von R. und G. geteiltem Schilde oben
aus der Teilung wachsend ein geharn. Mann mit Eisen-
Simon!!} II., r. Xöiuetiijliilu. (Taf. 414). helm sammt r. Straussenfedern in d. erhobenen Rechten
einen Krummsäbel mit g. Parirstange in d. gleichfalls
W a p p e n : In B auf gr. Boden ein g. Löwe, in d. erhobenen Linken einen von d. Schnittfläche des Halses
erhobenen Rechten einen Krümmsäbel mit g. Parirstange blutenden, schnurrbärtigen Tiirkenschädel beim Schöpfe
haltend. — Kleinod: R. gekl. Mann wachsend, in d. er- haltend; unten auf gr. Boden ein r. Löwe. — Kleinod:
hobenen Rechten einen Krummsäbel, d. Linke in d. Hüfte t t Adler. — Decken: rg. — Schildhalter: Je ein geharn.
gestützt haltend. — Decken: bg. —rs. Mann.
Adelszeugniss von Seito des Biliarer Ctts, d. d. 1808 Stammen aus d. Wieselburger Ctte u. hiesseu früher:
für Johann Simonffy v. Nemetnjfalu. „Simon aliter Barbäcsy".
Bewohner des Biliarer Ctts. Benedikt Simon aliter Barbäcsy, erhält sub d. 24.
Aus Xeinet-Ujfalu im Somogyer Ctte stammend und Dezbr. 1637 im Vereine mit seinem Sohne Johann einen
seit geraumer Zeit, bereits im Biliarer Ctte domicilirend. Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand HL, welcher
Samuel S. v. N.-U., geb. zn Debreczin, 12. Oktob. im folgenden Jahre, zn Szombathely, Eisenburger Ctt,
1754 f 1821 war 1809 Oberst der Dobreczincr Insurrcc- publicirt wurde.
tion, dann Oberriclit.T dortselbst. Sein Enkel dürfte wohl Freilierrenstand (österr.) v. Kaiser Franz I., d. d.
der bekannte Bürgermeister der genannten Stadt (1890/ Wien, 24. April 1804 fiir Josef Simon, k. k. Rittmeister
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des 6. Hnsaren-Rgts., als Ritter des Maria-Theresien-, SiiHeiidorf. (Taf. 415).
Ordens, mit ungleicher Umänderung des ererbten Namens
in „Simonyi". W a p p e n , altes: In von R. und B. geteiltem Schilde
Freihorrenstand (ungar.), v. König Franz L, d. d. drei (1, 2) w. Steinwürfel. — Kleinod: Wechselweise von
Wien, 3. Febrnar 1815 für d. vorstehenden Josef. R. und R. geteilte, mit d. Schildflgur belegte Hörner. —
Der Freiherrenstanderwerber Josef, welcher seinen Decken: bs. —rs.
Namen, durch wiederholte Rravouren vor dem Feinde, i Hoheneck, II. 431).
unsterblich gemacht hat. war geboren zu N.-Källö, am W a p p e n , gräfliches: Geviertet, mit d. Stamm-
18. Febr. 1777 und starb zu Arad, i. J. 1837 nachdem wappen (wie vorstehend) als Mittelschild, hier das obere
er noch früher, die Charge eines k. k. Obersten erreicht Feld belegt mit d. deutschen Kaiserkrone: dann 1 u. 4
hatte. siebenmal geteilt von G. über R. (auch in R. vier g.
Diese (freiherrliche) Linie, ist dem Erlöschen nahe. Raiken); 2 u. 3 in drei Felder geteilt; 1) in W. ein f f
Die adelige Linie, domicilirte noch vor kurzer Zeit (oder Adler; 2) in R. auf g. Blätterkrone eine w. Gans; 3) fünf-
lebt noch gegenwärtig), zu Temesvdr. mal gestreift von W. über R. (kömmt auch im Wappen
(Nach d. Orig., im Ctt A. Szabolcs. — M. N. Zsebk., der Grafen Schallenberg vor). — Fünf Helme: I. Halb-
I. 421 — 425. - L. R. 63. 712. — N. J. X. 193 — offener, von R. und W. geteilter Flug. — Decken: bs. —
196 ec.) II. Zwischen wechselweise von R. und R. geteilten Hör-
nern ein mit einem Rlättergewächse besteckter g. Pokal.
— Decken: bs. — III. G. bordürtes r. Kissen mit vier
S i u a v. I l o d o s u . K i z d i a . (Taf. 414). g. Quasten, belegt mit d. deutschen Kaiserkrone. —
Decken: b s . - b r . — IV. Gekrönte w. Gans. — Decken:
W a p p e n : Durch eine b. Spitze in der aus Heeres- br. — V. Gekr. t t Adler. — Decken: br.
wellen ragend ein geklüftetcr spitzer Fels welcher ober- Erloschenes österr. RGrafengeschlecht, auch „Zinzen-
halb v. einer s. Moudessichol begleitet wird, von G. dorfJ geschrieben, — im Rcsitze der Krbschatznieisters-
und R. gespalten; vorne aus d. Spaltung ragend ein würde gestanden.
r. gew. t t Adler, hinten ans d. Spaltung wachsend Ungar. Indigcnat, d. d. 1655 — Gesetz Art. 119 —
ein g. Löwo in d. erhobenen Rechten drei gr. bestengelte, für Christof, d. d. 1659 — Gesetz Art. 131. 133 — für
gr. beblätterte w. Rosen haltend. — Drei Helme: I. # Ludwig, Johann u. Albert, dann für Rudolf u. Friedrich
Doppoladler. — Decken: J}g. — II. Drei rwr. Straussen- und d. d. 1662 — Gesetz Art 54 — für Johann-Karl. —
federn. — Decken: ffg.—rs. — III. Der Löwe, hier ei- alle Rcichsgrafen v. Sinzendorf.
nen Krummsäbel halteud. — Decken: rs. — Schildhalter: Philipp-Ludwig RGraf von Sinzonlorf, 172: > Cardinal,
Je ein n. Löwe. — Walspruch: Scrvare intaminatum. tritt auch als Bischof v. Raab auf.
Mit Georg Simon Sina, Handelsherr aus Serajevo, (Hoheneck, B. II. 421, 431, 448, 84").
nach Ungarn eingewandertes Geschlecht.
Ungar. Adelstand, d. d. 3. April 1818. S i n k » v. S i n k » . (Taf. 415).
Ungar. Freiherrenstand, d. d. Wien, 26. July 1832.
Oesterr. Freiherrenstand, d. d. Wien, 8. März 1838. W a p p e n : In ß. ein doppelschwänziger g. Löwo, in
Incolat in Böhmen. Mähren u. Schlesien, sub d. 1836. d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
Nagy Ivän (X. 208), führt an, dass das vorstehende stange haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. —
Geschlecht, mit den Prädikaten „v. Hodos u. Kizdia", im Decken: rs.—bg.
Jahre 1828 in den ungar. Freiherrenstand erhoben wor- Ein gleichnamiges Geschlecht, tritt mit Michael,
den sei. Stuhlrichter, i. J. 1715 im Hunyader Ctte auf und noch
Im Mannesstarame erloschen mit Simon Georg Frei- früher, d. i. im Jahre 1671 mit Katharina, Ehefrau des
herr v. Sina (Enkel des Simon I.), im Jahre 187 . Peter Noptsa jun.
(N. gr. Siebmacher. — N. J. X. 208—210). (Siegel u. gemaltes Wappen. — N. J. X. 213).

M l p e k y v. 1'akH. (Taf. 415).


Siuny. (Taf. 414).
W a p p e n : In B. ein g. Greif, in d. erhobenen Rech-
W a p p e n : In R. auf gr. Roden eine in. d. obern ten einen Krummsäbel mit g l'arirstange haltend. —
rechten Schildesecke v. einer aufgehenden g. Sonne, in Kleinod: Stern. Sonne u. Mondessichel. — Decken: bg.
d. linken Oberecke v. einer s. Mondessichel begleitete, Mutmasslich aus Alsrt-Sipek im Hontlier Ctte stam-
unten mit einer oblongen beschriebenen Gedenktafel be- mendes Geschlecht auch „Sipeky aliter Paxy" geschrie-
legte, w. Pyramide, welche von einer gekrönten g. Schlange ben, dann auch im Neutraer sowie insbesondere wie : uch
umringelt erscheint, die im Rachen ein offenes Buch hält. jetzt), im Pressburger Ctte vorkommend
— Kleinod: Zwischen offenem f f Fluge ein r. bekl., geb. Franz Sipeky. tritt 1551 als Stulrlchter des Honther
Arm, in d. Faust eine Schreibfedcr haltend. — Decken : Ctts auf.
bg.—rs. Adels- u. Wappeubrief i erneuerter) v. König Rudolf,
Aus d. Biliarer Ctte stammend, dann auch ander- d. d. Prag. 16. Oktober 1579 (kundgemacht: Neutraer
wärts vorkommend. Ctt, fcr. 5. prox. post fest. Nativitatis R. M. V. proxima
Als erstlickannter Ahnherr erscheint Samuel Sinay praeteritum 1 82) für Thomas Sipeki aliter Paxi u. für
genannt, geb. 1698 zu H.-Ragoss, woselbst derselbe als seine Ehefrau Katharina Eöttheöveny.
Richter funetionirte. Derselbe zeichnet sich 1744 u. 1758 Derselbe Thomas hatte, nachdem er seine Niederlas-
als adeliger Insurgent aus. Sein Sohn Nikolaus, war ein sung im Neutraer Ctte bewerkstelliget, sub d. 1572 die
hervorragender Gelehrter u. Professor sowie Superinten- Resitzungen Dojcs u. l'nin erworben.
dent zu Debreczin. Kr war gleichfalls zu H.-Bagoss. i. Wieder von demselben Thomas, lässt sich dio unun-
J. 1730 geboren, stndirto auch zu Oxford ec., u. starb i. terbrochene Stammreihe, bis auf die jüngste Zeit ableiten.
J. 1808, nachdem er sub d. 1783 v. Seite des Kaisers Jo- Das Gut AlsO-Lücz im I'ressburger Ctt, war noch
sef uud i. J. 1791 (von neuem) von K. Leopold II., einen vor kurzer Zeit (oder ist noch gegenwärtige, im Besitze
Adelsbrief erhalten hatte. Er pflanzte sein Geschlecht, dieses Gecchlechtes.
bis auf die jüngste Zeit fort (Viele Siegel u. gemalte Wappeu. — N. J. X. 214
(Coli. Herald. - X. J. X. 210-213). -218).
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Sipos. I. (Taf. 415). vorstehenden Sebastian), hatte fünf Söhne; von diesen,
stammten dio Geschlechter Syriiiicnsis und Szulyovszky
W a p p o n : In B. auf gr. Dreiberge ein aufspringen- ab, welcho auch ein gemeinsames Wappen führen. Vergl.
der Bock. — Kleinod: Der Bock wachsend. — Dccken: auch „Szulyovszky".
bg.—rs. (N. J. X. 225-233).
Adelsgeschlecht der Ctte v. Szabolcs n. Bokes.
Adels- u. Wappenbrief v. König Mathias I I . d. d. Sirokay v. Siroka. (Taf. 415).
4. April 1613 für Georg Sipos, welcher sein Geschlecht,
bis auf die jüngste Zeit fortpflanzte. Stamm w a p p o n : Siehe Genus Aba. (Suppl.)
(N. J. X. 219-220). W a p p e n , späteres: Aus einer Blattei kröne wach-
send ein Adler, im Schnabel einen Kranz haltend.
S i p o » , II. (Taf. 415). Uradel de Genero Aba, einer Abstumniung und bezw.
auch eines Wappens) mit den erloschen: Bäthory do
W a p p e n : In B. aut gr. Blätterkrone ein geharn. Gagy, Cliyrke, Fricliy, Gagyi, Koinpolthy, Lüpispataky,
geb. Arm in d. Faust ein Schwert ptalweise haltend, auf Segnyey, Solymossy «. Somosy; sowie mit den annoch
dessen Spitze ein schnurrhäitiger, mit einem Turbano blühenden: Berthöty, Hedry. Keczer n. Vendeghy.
bedeckter Türkenseh&del gespiesst erscheint. Der Ursprung des Geschlechtsiiamcns „äirokay", liisst
Gleichnamige Geschlechter, treten in d Ctten von sich bis zu dem Jahre 1330 zurückführen, zu welch be-
Gömör. Heves. Neograd, sowie auch in Siebenbürgen auf. sagter Zeit, Comes Peter deGcnereAba und dessen sechs
Vergl im Uebrigen: N. J. X. 218. 220. Söhne, mit Palatin Wilhelm Drugeth einen Tauch ein-
(Siegel d d. 1703 mit lnit). gehen und für die Burg Szaliincz sammt Zugehör, die
Dörfer: Pertoldt, Hedrychfalva und Syroka im Säroscr
Ctte tauschen.
S i r ä k y v. S i r n k . (.Taf. 415.)
Die Nachkommen von zweien dieser sechs Söhne,
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Löwe, in d. nahmen den Namen „Sirokay" auf. Diese zwei Linien
erhobenen Ri-chtm einen Krummsäbel mit g. I'arirstango starben, nicht lange Zeit nach ihrer Gründung, u. z. die
haltend. - Kleiuod: Geharnischter gebogener Arm, in ältere in der fiinltcn, die jüngere in der vierteil Genera-
d. Faust einen Krummsäbel haltend. — Decken: bg.- rs. tion aus. mit den letzten Jahren des XV. Jarliundcrtes.
Altes Geschlecht des Ilonther Ctts. aus Sirak im ge- Die Sirokay, erscheinen 1427 auch auf Kis-Vitez in
nannten Ctte seine Abstammung herleitend. Säros u. erhalten im Vereine mit den Frichy, Hedry und
Tomas, Sohn des Martin, tritt bereits 1424 urk. auf ; Bertliöthy, v. König Ladislaus V., sub d. 1454 neue Do-
1512 erscheint (ieorg Siräky genannt. nationen auf: Siroka, Fries, Hedricli, Bertold Szent-Ke-
Benjamin Siräky, stirbt um d. Jahr 1810. reszt, Harapkö, Vitfcl, Kis-Vitez u. Korlätvägds, — alles
Die Siräky v. Zuthor in Siebenbürgen, sind anderer im obgenannteii Ctte.
Abstammung. Eines der letzten Mitglieder dieses Geschlech-
(N. J. X. 220-223). tes, war Ladislaus Sirokay, bereits i. J. 1474 Bi-
schof v. Nicopolis, Domherr und Sulfragan des Bischofs
SircliU'h v. Hi»-Zsira. (Taf. 415.) v. Erlau, welcher am 24. Jänner des Jahres 1487 ver-
starb. Er wurdo in Siroka begraben, woselbst sein Denk-
W a p p e n : In B. aus g. Blätterkrone wachsend ein mal mit der ganzen Figur n. dem Familienwappen (wie
doppclsdiwänziger g. Löwe, in d. erhobenen Bechten ei- üben blasonirt) geschmückt, noch heute wohlerhalten vor-
nen Krummsäbel mit g. l'arirstange haltend. — Kleinod: zufinden ist.
der Löwe. — Decken: bs.—rs. (Csergheö u. Csoma, Alte Grabdenkmäler aus Un-
N. J. (916; blasonirt einen auf gr. Felde aufsprin- garn. BPesth, 1890 Pag. 51—56. — Dr. Csänki Dezsö,
genden, doppelschw. g. Löwen in Silber: sonst wie hier. Magvarorsz. tört. földr. I. 1890. Pag. 320. — N, J. X.
Treutschiner Adelsgeschlecht aus Szkala-Ujfalu, ur- 2 3 2 - 238).
sprünglich aus Scyrzic in Polen stammend.
Als ältestbekaun terStammvater in Ungarn, erscheint Siskuvits v. AlmiH u. GiWlre. (Taf. 414 u. 415).
Simon Horväth aliter Sirrhich aufgeführt, welcher Anna
Wrscbieliich (1563) zur Ehefrau hatte. Georg Sirchich W a p p e n , adeliges: In B. auf gr. Boden einein
i.1563;, dessen Sohn, war mit Susanna Sändor v. Szlav- d. beiden Schildesoberecken v. je einer fünfblättrigen r.
nieza vermält. Bose begleitete, gezinnte Bncksteiumauer mit zwei gc-
(Siegel d. d. Trentscliin, 1681 mit lnit. des Stefan zinnten Thürmen nnd einem gewölbten Thore mit geöff-
und ein anderes Siegel vom selben Datum, mit lnit. des netem linken Flügel, unter welchem ein r. bekl. geb.
Caspar tirchich. — Gemaltes Wappen. — N. J. X. 223 Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit Parirstange hal-
—225 u. 914—916;. tend. — Kleinod: Der Arm. — Docken: bg.—rs.
'Siegel d. d. 3. 1. 1720 mit lnit. des Anton Sisko-
Siriuiensis v. K a r o w ••. Szulö. (Taf. 415). vics, Notar der k. Tafel).
W a p p e n , freiherrl : In geviertetem Schilde 1 u. 4
W a p p e n : In B. ans gr. Boden ragend drei v. einer das Stammwappen, doch ohne Begleitung (Bosen) und
g. Mittagssonne überhöhte, spitze br. Berge. — Kleinod: mit nur einem Tliurme. welcher mit einem g. Kreuzlein
Die Sonne. — Decken: bg.—rs. besteckt erscheint; 2) iu B. ans gezahntem w. Schildes-
Als erstbekannter Ahnherr, erscheint Sebastian Bor- fusse wachsend ein g. Löwe, in d. erhobenen Rechten ei-
nemissza (Absternius genannt, aus Syrmien (woher dann nen vom Bumpfe getrennten, schnurrbärtigen Tiirken-
auch der Name „Sjrmiensis"), welcher, zuerst ein Ge- schädel haltend (und keinen Säbel); 3) in S. drei (2. 1)
treuer des Königs Johann, später au d. Seite des Königs r. Bosen. — Zwei Helme: I. Olfener Jt Flug. — Decken:
Ferdinand I. steht, endlich (1549) als Kameralrath, zu bs. — II. Geharn. Mann mit Eisenhelm wachsend, in d.
Pressburg aultritt. erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange, d.
Derselbe, erwarb i. J. 1554 unter K. Ferdinand, die Linke in d. Hüfte gestützt haltend. — Decken: rg.
Güter Sznlyö, Hradna ec. im Treutschiner Ctt. (Marsovszky, Wappcnmscr. im B. A. BPesth).
Theodosius Sirmiensis de Karom et Szulyö, 1593 W a p p e n , gräfl., v. 1775: In B. dio Figur dos Fel-
Vicegespan v. Trentscliin, 1624 Vicepalatin (ein Sohn des des 1) wie vorstehend, in d. beiden Obcrccken begleitet
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v. je einer r. Rose. — Drei Helme: I. Wie d. Kleinod 2.) eine Burg aus w. Backsteinen, mit zwei, je dreimal
des Helmes II., des freiherrl. Wappens. — Decken: grs. gezinuten Thiirmen und einem gewölbten o denen Thore mit
— II. Zwei verschlungene gr. Lorbeerzweige. — Decken: aufgezogenem Fallgitter; 3.) ein über einen Krummsäbel
bg. — III. Dio Schildligur des Feldes II., des freiherrl. gekreuztes Schwert mit g. Parirstange: 4.) ein von drei
Wappens. — Decken: rs. — Schildhalter: Je ein Leopard. (1, 2) sechsstrahligen g. Sternen überhöhter w. Wellen-
— Wahlspruch: Virtute et Labore. balken iFluss); in d. eingepfropften Spitze, eine g. Weizen-
(L. R. Nr. 50. Pag. 190). garbe. — Drei Helme: I. Der Löwe des Feldes I. —
Wappen, griifl, v. 1783: Wie vorstehend, jedoch Decken: rs. — II. Zwischen offenem f f Fluge ein b.
mit beiderseits geschlossenen Thorflügeln n. ohne Arm. bekl. geb. Arm mit r. Aufschlage.. in d. Faust einen
— Schildhalter und Wahlspruch, wie vorstehend. Krummsäbel mit g. Parirstange haltend, dessen Spitze
L. R. Nr. 52. Pag. 446). durch einen schnurrbärtigen, vom Rumpfe getrennten Tür-
Adelsgeschlecht des Raranyaer Ctts. — Anton Siskovics kenschädel gestossen erscheint. — Decken: rs. — bg. —
(vergl. oben), Notar der k. Tafel, tritt bereits am 3. 1. III. Die Burg. — Decken: bg.
1720 urk. auf; Anton Siskovics (derselbe-') erscheint 1760 Aus Bosnien stammendes Geschlecht, dann später
genannt. nach Kroatien eingewandert. — Thomas Siwkovics. tritt
Freiherrenstand, d. d. 1756 (1760) fiir Josef v. 1. J. 1486 urk. auf.
Siskovics, geb. Szegedin, 1719 f als k. k. Feldzeugmeister, Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. Wien
zn Prag, am 4. Febr. 1783 14. Sptb. 1804 für Johann Sivkovich, k. k. General.
Grafenstand, d. d. 1775 für den vorstehenden Josef. Freiherrenstand, v. König Ferdinand V., d. d. Wien,
Grafenstand, d. d. 1783 fiir Enterich Siskovich. 2. Novb. 183K fiir den Vorstehenden.
Dieses Geschlecht, erhielt die Donationen: Gödre Der Adels- (bezw. Freiherrenstand-) Erwerber Johann,
uud Almas im Baranyaer Ctte Josef Siskovics v. Gödre geb. am 25. Febr. zu Kerstinyäcz, + zu Görz, am 19. März
n. Almäs, war bis zum Jahre 1849 Hofrath u. Ober- 1857 als Feldmarsehalllieutenant, war vermält mit Wal-
gespan v. Veröcze. burga Josefa v. Paunovicli. Der einzige Sohn Philipp,
(N. J. X. 283-284), (geb. 18391 dient als Stabsoffizier, bei den k. k. Landes-
schützen.
SlHMiii. (Taf. 416). (L. R. 66. 731. — M.N. Zsebk., 18S8. I. 424 - 425).
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein Mann mit g. Kkarieza v. Katkoez. (Taf. 416).
Rocke und eisernem Brustharnisch, r. Hosen, hohen f f
Stiefeln, Pelzkalpag mit r. Sacke und w. Reiherfedern, Wappen: In B. nuf gekr. gr. Boden ein w. bekl.
in der erhobenen Rechten drei geflitschte s. Pfeile in d. geb. Arm, in der Faust einen unterhalb v. einer s. Mondes-
gleichfalls erhobenen Linken einen g. Streitkol ben haltend. sichel begleiteten Kmminsäbel mit g. Parirstange haltend.
— Kleinod: Der Mann wachsend. — Decken: bg. — rs. — Kleinod: Von vier (2, 1, 1) Bienen begleiteter abge-
Adels- und Wappenbrief i erneuert) v. König 31. storbener Baumstamm. — Decken: bg. — rs.
Theresia, d. d. 1744. Adelsgeschlecht des Pressburger Ctts.
KarlSissay, erscheint 1787 als Vicegospan v. Komorn Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand I., d. d.
u. Gran; David, tritt 1816 als Sohn des Johann Sissav 1564 für das Geschlecht Skaricza, richtiger, „Lubunchich
und der Theresia Rcllesus urk. auf. v. Ratköcz."
(Coli. Herald. Nr. 127. - N. J. X. 234-235,. Matäus Skaricza. tritt 15~8 auf: (labriel Skaricza
(geb. 1749 f 1816) gründet das evangel. Skaricza-Convict
Miss» k . (Taf. 416). zn Pressburg.
(Burgstaller, Coli. Insigu. — N, J. X, 241).
W a p p e n : Durch einen r. Balken welcher mit einem
Krummsäbel sammt g. Parirstange belegt erscheint, NkcuderlicM. (Taf. 416).
schräglinksgetcilt von G; oben ein r. gew. f f Adler,
unten, parallel mit dem Balken laufend, sieben i4. 3i gr. Wappen: Geteilt, oben gespalten; vorne in G. ein
Blltter. — Kleinod: R. gekl. Manu mit g. Gürtel u. r. gew. f f Adler; hinten iu lt. anf spitzem w. Felsgesteine
Eisenhelm, iu der erhobenen Rechten einen Kruiuinsiibel, ein gezinnter w. Thurm mit offenem Tliore u. Schiess-
d. Linke in d. Hüfte gestützt haltend. — Decken: f f g . scharten ; unten in Gr. ein mit einer s. .Mondessichel
— rs. zwischen zwei sechsstrahligen g. Sternen belebter, mit jo
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I , d. d. 1800 einem gesclimäleiten. gewellten w. Wcllcnbalken bordiirter
für Kmerich Sissak. b. Balken. — Kleinod: Zwischen je einem gr. Lorbeer-
(Adami, Scuta Gent XI.). zweige, der Adler. — Deckeu: bs. — rs.
AÜels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1792
Sissiiiiji, siehe: Ha«l>>iiiiilnil-.Si*säiiji. für Josef Skenderlics.
Sitra. siehe: Nelijlrn v. Khrcuhciiu. (L. C.j.

Sivün. (Taf. 416). Nkerletz v. l.uiuuitza. (Taf. 416).


W a p p e n : In W. auf gr. Dreibergo zwei von einem W a p p e n , adeliges, der ung'ir. Linie: Wie das frei-
achtstrahiigen b. Sterne überhöhte, gekreuzte Turnir- herrliche, jedoch ohne Schildhalte.'.
lauzen, mit unter g. Spitzen abllatternden. zweizipfligen r. (Viele Siegel).
Bannern. — Kleinod: Die Lanzen, ohne Stern. — Decken: Wappen, erneuertes, d. d. 1765 der Kroatischen
rs. — bs. Linie: In geviertetem Schilde 1 u. 4 iu B, ein mit zwei
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. scheinbar fliegenden Lerchen belegter s. Schrägbalkeu;
1751 für Galatheas Sivün. 2 u. 3 vou S. uud R. geschacht. — Kleinod: Zwischen
(L. C..i offenem f f Fluge, eine anfliegende Lerche. — Decken:
Mivkuviril. (Taf. 416). bs. — rs.
(L. R. Nr. 47. P. 850).
W a p p e n , freiherrl.: In von R. und R. geviertem W a p p e n , freilierrliches: Geteilt; oben in von H.
Schilde 1.) ein doppelschwänziger g. Löwe mit d. Vor- gespaltenem Felde zwei gtgeneinander gekehrte g. Löwen
derpranken eine Lanze vor d. Mitte des Leibes haltend; mit d. erhobenen Rechten (.Linken) je einen Krummsäbel
IV. 15. 147
•UNGARISCHES ADEL. 586

mit g. Parirstange haltend; unten in R. auf gr. Hiigel u. kreisförmig mit sieben f f Adlcrfodern besteckten
ein geharnischter gebogener Arm in d. Paust einen ovalen Spiegel. — Drei Helme: I. u. III. Gekr. g. Greif
Krummsäbel mit g. Parirstange haltend, dessen Spitze wachsend. — II. Der Spiegel. — Decken: f f s . — bg, —
durch d. lials eines vom Rumpfe getrennten Mohren-, Wahlspruch: Salus moa salus patriae.
schiidels gedrungen erscheint. — Kleinod: R gewaffnete, Altes schlesisch - mährisches Geschlecht, von Skrbcn
flugbereite w. Taube, im Schnabel einen fünfbl., gr. Oel- bei Ulmiitz seinen Namen ableitend
zweig haltend. — Decken: bg. — rs. —Schildhalter: Je Freiherrenstand (böhmischeri, d d. Wien, 25. Novb.
ein g. Lowe. 1658
(M. N. Zsebk., I. 526). Als Begründer der ungar. Linie, ist Filipp Freiherr
Altes Geschlecht aus d. Agramer Ctte, welches sich v. Skrbcnsky anzusehen (geb. 1789 am 18. July 1S76),
im XV1I1. Jh., in eine kroatische u. eine ungarische dessen Kinder zweiter Eho (v. Grüiin Franziska Erdödy)
Linie schied. sich in Ungarn bleibend niedergelassen haben. — Grund-
WappeneriK-uerung, d. d. 17dü für Johann Skerletz, besitz: Horöez u. Dulö Ujfalu im Trentschiner Ctt.
Stadt Rath v. Agram (kroat Linie). (Die Wappen in den schlcsischen Landtalelbiichern.
Ereiherrenstand, üsterr., r. Kaiser Franz Josef I , d il. Ruch 32 Herald. Gen. Zeitschrift Adler. — M. N. Zsebk.
22. Aug. 1857 (Dipl.-Ausfert., d d. Wien, Iii. Novb. 1857) I. BPesth. 1888. 527-528. — Wurzbach Const., Dr. v.
für Karl Skerletz r. Lomnitza, k. k. Kümmerer u. Statt- Biogr. Lex. ec.}.
lialtereirath zu Oedenburg.
Derselbe, war geboren zu Szent-Kirüly im Eisen- Nkublü-s. (Taf. 417).
burger Ctte, am 25. Aug. 1793 u. starb zu Uedenburg,
am 10. Sptb. 1803. W a p p e n : In geteiltem Schilde oben ein Mann in
Aus seiner Ehe mit Malvine v. Hesz, waren entsprossen: d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit Parirstange
der Sohn Karl Wilhelm igeb. 18:10). vermalt mit Sara haltend dessen Spitze mit einem schnurrbärtigen, vom
Freiin Hrabovszky v. Hrabova und die Tochter Stefanie Rumpfe getrennten Türkenschädel besteckt erscheint;
(geb. 1840i. vermält mit Freiherrn Friedr. Willi. v. unten auf n. Boden ciuo Burg. — Kleinod: Der Maun
Mühlwerth-Gästner, k. k Oberstl. wachsend.
Franz v. Csergheö. leitet dieses Geschlecht, in un- NB. Noch ist mir ein anderes „Skublics-" Wappen
unterbrochener Reihenfolge, v. Ambrosius Skalig do bekannt, wie folgt: In gespaltenem Schilde vorne auf
Verona ec. ab, dessen Sohn Antouius-Bcrnardus Skalig einem Dreiberge eine gekr. Säule, hinten auf g. Blätter-
etiam Skarleez dictus, Catliatina Komogoy zur Ehefrau krone ein geharn., geb. Arm, in der Faust einen Krumm-
hatte. Als Sohn dieser Heiden, erscheint Johannes dictus säbel mit gespiesstem Türkenkopfo haltend. — Zwei
Skarleez de genere Skaligiorum genannt. Wieder sein Helme: I. Zwischen offenem Fluge, die gekr. Säule. —
Sohn Nikolaus, tritt schon mit dem Namen „Skerlecz" II. Der Mann wie sub a) blasonirt.
auf (1400). (Sphragidiothek der k. k. herald. Gesellsch.).
iM N. Zsebk., I. 1S88 526-527. — Csergheö Fr., Adelsgeschlecht des Zalaer Ctts, bereits 1650 mit
Tab. Gen. Nob. Farn. Hung. Cent. I. 567—370. — N. J. Michael Skublics, urk. siultretend.
X. 243 - 244). Alois Skublics, erscheint 1816 als Stuhlrichter, 1830
als Obernotar des Zalaer Ctts.
Skolouii-N. (Taf. 416). (N. J. X. 254j.
W a p p e n : In R. auf gr. DreibeTge ein Kranich im
Schnabel einen g. Ring, in d. erhobenen Rechten einen SknlU'l y. siehe: Nrultely.
runden Stein haltend. — Kleinod: Je zwei links uud
zwei rechts geneigte, sich kreuzende gr. Lorbeerzweige. — S l a v j , siehe: Kzlävy.
Decken: bw.
Kobek, siehe: Szitbek.
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1795
für Josef Skolonics.
(Adami, Scuta Gent Tomo XI). Bodfc». (Taf. 417).
W a p p e n : In B. auf gr. Hügel ein r. bekl. geb.
S k r a b A k v. Ztiszknl. (Taf. 416). Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange
W a p p e n : In H. ein g. gew. f f Adler. — Kleinod: haltend. — Kleinod: Der Arm, hier drei r. gefl, mit d.
G. Löwe wachsend, in der erhobenen Rechten einen Spitzen nach abwärts gekehrte, gekreuzte Peile haltend.
Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — Decken: bg. — Decken: bw. — rw.
— rs. Adels-u. Wappenbrief d. d. 1714 für Peter u. Anton
Altes Geschlecht des Arvaer ctts, noch gegenwärtig Sodics.
(oder bis noch vor kurzer Zeit) im ReBitze des Stamm- (Adami, Scuta Gent.).
gutes Zaszkal.
Dieses Geschlecht, soll früher „Zäszkalicza'1 ge- Nöky v. Totk-Kök. (Taf. 417).
lieissen haben. Nikolaus Zuszkulicza, tritt 1350, 1355,
1357; Johaun, Sohn des Michael Zäszkalicza, i. J. 1426 W a p p o n : Iii B. auf gr Roden (Dreiberge) ein dop-
urk. auf. elschwänziger (einfach geschwänzter) in d. obern rechten
Sub d. 1583 erscheinen: Johann, Georg. Peter, Mathias S childesecke v. einem sechsstrahligen g. Sterne begleiteter
(anch nicht begleiteter; g. Löwo, in d. erhobenen Rechten
u. Andreas, unter d. Namen „Skrabiik v. Zäszkalicza."
Kamen oder kommen noch gegenwärtig, in d. Ctten einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — Kleinod:
v. Arad, Zcmplin, Neogräd, Säros ec. vor. Zwischen offenem f f Fluge ein geharn. geb. Arm, in d.
(N. J. X. 244-251 u. Suppl. 358). Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. —
Decken: bg. — rs.
K k r b e n » k y v. Ili-istio. (Taf. 416). NR. Als Kleinod, erscheint zuweilen auch die Schild-
figur wachsend.
W a p p e n : In W. ein f f Pfal, beiderseits begleitet Altes Geschlecht des Nentraer Ctts., welches Namen
v. einem auf g. Rlätter-Kroue stehenden, g. umrahmten n. Prädikat, vom Orte Ti'it-Sök (Soök) hergeleitet hat.
•UNGARISCHES ADEL. 587

Als ältest bekannter Stammvater, erscheint Johann 14. Febr. 1550 für Emerich, Michael. Mateus n. Peter
Soöky aufgeführt, welcher zu Beginn des XIV. Jh. lebt. Süldos v. Runya, im Vereine mit mehreren Mitgliedern
Sein Sohn Peter, tritt 1372 urk. auf. Im J. 1404 werden der Geschlechter: Hanvay, Darvas, Nagyszäju, Szkärosi,
genannt: Stefan u, Michael, Söhne des Johann Sfioky. Kerepeczi ec, — auf Runya, Hanva. ec. cc. ec.
Kamen oder kommen noch gegenwärtig, auch im Franz Süldos v. Runya. tritt 1831 im Szabolcser
Neograder, wie im Abaujer Ctte vor. Ctte als Obersteuereinnehmer auf. Das vorstehende Ge-
(X. J. X. 256—2'JOj. schlecht, war noch vor kurzer Zeit erbgesessen, oder be-
sitzt noch gegenwärtig das Stainmgut Runya im Gömö-
NOIH-IMIVU. ( T a f . 417).
rer Ctte.
N J. X. 261 266 u 017. — Dr. Csänki Deaö.
W a p p e n : Geviertet mit b. llittelscliilde, darin Tört. földr. I. 1890. 158.271. — Siehe auch: Himt-
gegen einen gezinnten w. Thurm mit offenem Thore Päzmän, im Suppl.)
beiderseits anspringend je ein g. Löwe. Der Tlinrni,
erscheint pfuhveise überhöht v. einem gleichschenkligen
r. Dreiecke, dann v, einer s. Mondessichel und endlich S o l d e s , II. (Taf. 417).
v. einem r. Ballen: dann 1.) in G. das r Kreuz des
milit. Ordens v. St. Jacob; 2.) in B. ein mit drei kleinern, W a p p e n : In von G. undB. geteiltem Schilde oben
gezinnten w. Thürmen. besteckter, grösserer w. Thurm aus d. Teilung wachsend eiu t t Adler im Schnabel ein
mit geschlossenem gewölbtem Thore u. einein vierkantigen r. Herz haltend, unten auf gr. Dreiborge in g. Neste eiu
offenen Fenster, aus welchem ein geharn., geb. Ann ragt, rechts v. einer s .Mondessichel links v. einem sechs-
der in d. blossen Faust ein Krucilix hält; 3) in R. ein strahligen g. Sterne begleiteter Pelikan mit d. Schnabel
w. Ochsenkopf; 4.) in G. ein lilienendiges, wechselweise seine Brust ritzend u. mit d. heraustropfeuden Blute drei
von W . und t t gespaltenes, bezw., von t t ""d W. ge- Junge atzend. — Kleinod: Von einem achtstrahligen g.
teiltes Kreuz (das Kreuz der heil. Inquisition). — Zwei Sterne überhöhte, gebogene g. Adlerkralle sammt t t
Helme: I. Fünf g. r. w. b. g. Straussenfedern. — Federn — Decken: bg — rs. — Gekr., sich in d. Schwanz
Decken: rg. — II Zwischen b. Hörnern ein pfnlweise beisseiide gr. Schlange.
gestellter, geharn. geb. Arm, in d. Faust ein Schwert Adels- u. Wappenbrief d. d. 1563 für Benedict
mit g. Parirstange haltend. — Decken: bs. Soldos
Ungar. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1724 (Leg. C.).
für Michael Baron Sola-Pilva.
iL. R. 34. fol. 471 — Marsovszkv. Wappenmscr.. im
Nat. Mus. BPesth). Nollösz. I. (Taf. 417).

Kolilyösj. (Taf. 417). W a p p e n : In B. auf gr. Dreiberge ein r. bekl. geb.


Arm, in d. Faust drei g Weizenähreu haltend. — Klei-
W a p p e n : Löwe, mit der erhobenen Rechten ein nod: Der Arm. — Decken: bg. — rs.
Schwert Bich durch den Rachen stossend. — Kleinod: Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d.
Die Schildligur wachsend. Wien, Febr. 1642 für Peter Soltisz (so!) und für s.
Kam (oder kömmt noch gegenwärtig), unter d. Adel Bruder Johann.
des Zeinplincr Ctts vor. (Orig., Ctt. A. Ungvär. Acta Iurid. Polit., d. d. 1725
(Siegel d. d. 1577 mit voller Umschrift des Johann fasc. 126. Actor. Nr. 54 .
Soklyössy. — Szirmay, C. Zemplin, not. top. 117).

Kultlos v. ISuiija. (Taf. 417). N o l l « » , II. (Taf 417).

W a p p e n : In B. aus gekr. gr. Dreiberge wachsend W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Nest, darin
ein in der rechten Oberecke v. einem sechsstrahligen g. ein w. Pelikan mit dem Schnahcl S'-ine Brust ritzend u.
Sterne in d. linken Ecke v. einer B. Mondsichel begleiteter mit dem hcraustropfenden Ii Inte drei Junge atzend. —
w. Bock, mit d. Vorderläufen eine Weinrebe haltend. — Kleinod: W. Einhorn wachsend, mit den Vorderlinfen
Kleinod: Mit d Hörnern nach aufwärts strebende, mit drei Rosen an gr. Stengeln mit gr. Blättern haltend. —
einem scchsstraliligen g. Sterne beduckte s. Mondessichel. Decken: bg. — rs.
— Decken : bg. — rs. (Siegel).
(Gem. Wappen). Adels u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d.d.
NB. Der Bock, erscheint auch gegen einen gefleckten 27. Juli 1648 (kundgemacht: Szabolcser Ctt, 1649) fiir
Rebenstock anspringend u. ohne Gestirne. (Siegel d. d. Johann Soltesz als Hanpterwerber u. liir seine Ehcfran
1075 des Nikol. und d. d. 1680 des Michael Söldes); Helene Szabü sammt d. Kindern: Stefan. Gregor n. Anna
als Kleinod aber, kömmt sporadisch auch ein Stern sowie für die Brüder der erstgenannten Stefan u. Gregor,
a l l e i n vor. als Nebenerwerben
Gemeinsam mit dem Hanvay, Darvaa v. Ilanva, Ein erwiesener Znsammenhang, ist mir unbekannt.
Siindor. Szkürosy u. Nagyszäjü, vom Genus Hunt-l'äz- (Elcnch. pers. ec. Nobil. Ctt Szabolcs. I. Mscr. Durch
niiin abstammendes, (bezw. auch das gleiche Wappen Holrath v. Szabü).
führendes) uradeliges Geschlecht des Gömörer Ctts.
Die Söldos von Rnnya, erscheinen 1424 auch auf
Farkasfalva u. Rükusz im Zipzer Ctte; 1427 auf Felsö- S o l t o w , III. (Taf. 417).
Falu , Forrö, Filier, Runya, Raas, Prüzsa, Püly&nfalva
u. Repäs in Gümör. W a p p e n: In B. über gr. Boden auf t t Rosse
Andreas Süldos v. Runya. tritt 1466 am Hofe des scheinbar reitend ein r. gekl. Mann mit r. Kalpag sammt
Königs Mathias und 1477 als zweiter Vicegespan des Federu, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit
Borsoder Ctts auf. Parirstange. mit d. Linken dieZiigel haltend. — Kleinod:
Tomas Saldos v. Rnnya, erscheint 1470 als Grund- Zwischen je einem von G. und R. geteilten, schrägrechts-
besitzer im Gömörer Ctte. aufgeführt. gestellten und einem von W. nnd B. geteilten, schräg-
Neue Donationen v. König Ferdinand L , sub d. linksgestellten Banner, ein geharn. geb. Arm, in der
568 •UNGARISCHES ADEL. 69

Fangt einen v. einer s. Mondessichel überhöhten Krumm- einer Schlange umwunden erscheint. — Dieses Wappen,
säbel haltend. — Decken: bg. — rs. gehört jedoch nicht dem vorstehenden GeBchlcchto an.
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. (X. J. X. 207—270).
Fressburg. 21. Oktbr. 1714 für Johann Soltesz.
Der Erwerber Johann I.. vermält mit einer geb. von Kölyom, (Taf. 418).
Szent-Miklössy, zeugte den Sohn Johann I I , welcher eine
geb. von Vattay zur Kliefrau hatte. — Ihr Sohn Johann III., W a p p e n : Geharnischter, gebogener, v. links unten
Vicegespan von Torna, vermalte sich mit Susanna, Eholly im obern Teile pfeildurchbohrter Arm, in d. Faust zwei
von Udvarnok. Diesem Bündnisse entsprangen dio bei- geflitschto Pfeile haltend. — Kleinod: Drei bestcngelte,
den Söhne: a) Gabriel I , Stuhlrichter iu Torna, mit der beblätterte, natürliche Lilien.
noch lebenden Gattin Veronica von Pipoly, und b) Jo- (Siegel d. d. 1823 des Michael Sölyom, Bewohner
hann IV., Vicegespan in Torna, mit d. Ehefrau Therese von von Gr.-Wardein).
Gombos, welche Beide, kinderlos verstarben.
Dagegen pflanzte Gabriel I., das Geschlecht, mit Horn. (Taf. 418).
seinem Sohne Gabriel II., Oberstuhlrichter, fort. Dieser,
vermält mit Marie Melczer von Kelleines, hat neun W a p p e n : In von B und B geteiltem Schilde oben
lebende Kinder, als: 1. Marie vermälte Julius v. Farkas, ein v. einer liuksgekelirten s. Mondessichel u. von einem
2. Johann V.. 8. Stefan, 4. Gabriel III., 5. Josef, 6. Ale- scchsstraliligen g. Sterne begleiteter g. Greif mit (1. vor-
xander-Ludwig. 7. Vilnia, verrn. mit Dr. Bela v. Ilänczely, gestreckten Linken den g. Grill', mit d. Bechten die
8. Bosa. 9. Klara. blosse Klinge eines Schwertes haltend; unten aus gr.
Orig., im Bes. des Gabr. v. Soltesz in Hidveg-Ardn, Dreiberge ragend, drei gr. bestengelte, gr. beblätterte
Tornaer Ctt). w. Lilien. — Kleinod: Der Greif wachsend, dio Spitze
des Schwertes hier durch ein r. Herz gestossen. Decken:
bg — rs.
Sol> m e s y , I . (Taf. 417). Adels- nnd Wappenbrief v. König Rudolf, d. d. Prag,
9. Maj 1591 (knndgemacht: Baaber Ctt, fer. sext. prox.
post fest, sanetissimi corporis 1593 und Gönez, Abaujer
W a p p e n : Aus einer Blätterkrone wachsend ein Ctt, 6. Maj 1002) für Laurenz Soin. für seine Ehefrau
linksgekehrter Adler. — Kleinod: Die Schildflgur. Katharina u. für seinen Bruder Johann.
(Die Schildfigur, wurde bestimmt, nach d. auf d. ,Orig, Cap. A. Grosswardein).
Aussenseite des Thurmcs der Solymoser Kircho bei Gyön-
gyös, im lieveser Ctte, befindlichen Wappenschild: die
Kleinodflgur, nach einem defecten Grabsteine, in dersel- Soiuhory v. » n g j a r • Xacj1 • N o i u b o r . (Taf. 418).
ben Kirche. — Local-Aufnahme u. Bericht, durch Jos.
v. Csoma). W a p p e n : Iu B aus g. Blätterkrone ragend drei
Uradeliges Geschlecht des Heveser Ctts, eine gemein- gr. besteiigelte, gr. beblätterte w. Lilien. — Kleinod:
same Abstammung u. bezw. auch ein gleiches Wappen Die Schildfigur. — Decken: bg-rs.
teilend, mit den: f Bäthory de Gagy, Herrin'thy, f Bu- (Siegel d. d. 1492 auf einem Documcnte im Archive
darntry, t Chirke, Frichi, f Gagyi, Keczer, f Kompolthy, der Familie Sombory. - Siegel d. d. 1585, im Siebb.
f Läpispataky, t Segnycy, t Sirokay, t Somosy u. Ven- Museum. — Siegel d. d. 1Ö09. — Siegel d. d. 17Ö4).
deghy, — alle de Gc-nere Aba. NB. Dieses Wappen, wird von den Sombory v.
Die Solymosy. standen, was ihre Besitzverhältnisse M.-N.-Sombor, noch gegenwärtig geführt. — Es sind
betraf, den Kompolthy am nächsten und sollen, nach indessen, auch drei Straussenfedern (im Schilde u. beim
Einigen, zn Ende des XIV. oder zu Beginn des XV. Jahr- Kleinode) im Gebrauch gestanden gewesen, wie zwei, aus
hundert», nach Kandrai Kalos (Bene vära) vor dem verschiedenen Zeitperioden stammende Siegel beweisen,
Jahre 1430 mit Ladislaus Solymosy erloschen sein. Die welclio sich bei mir befinden. Auch Gabriel Daniel do
Kirche von Erlau, erbte die Besitzungen. Vargyas. führt in seinem Familienbuche (Mscrpt) — beim
Artikel .Sombory de Magyar-Nagy-Sombor-1, — drei aus
(Fejer, Cod. Dipl. X. 7. 277). einem gekr. Dreiberge ragende w. Straussenfedern vor,
hier überhöht v. einem Heimo. — Wenngleich diese
„Straussenfedern" auf einigen Sombory-Wappen und Sie-
S o l j m o s s y II., Xagy-VArtul. (Taf. 417). gelu. zweifellos, aus Unverständniss (erst nachträglich),
aus d. ursprünglichen Lilien entstanden sind, so waren
W a p p e n : Einhorn, ans einer Blätterkrone wach- sie nichtsdestoweniger, bei dem vorstehenden Geschleckte
send. — Kleinod: Hie Schildflgur. im Gebrauche und kann demnach ihr Vorkommen, nicht
(Siegel d. d. 1655, mit voller Umschrift des Peter ignorirt werden. Nagy Ivän, blasonirtin Magarorsz. csal.(917)
Solymossy). gleichfalls drei Straussenfedern im Schilde u. als Kleinod.
Szathmärer Adelsgeschlecht, welches den Eigennamen, Uradeliges und vornehmes siebcnbiirgisches Geschlecht,
von der Puszta Solymos im Biliarer Ctte, — woher welches Namen u. Prädikat, von dem in Koloser Ctte
dasselbe ursprünglich stammte, abgeleitet hat. liegenden Staiiiiiiguto Magyar-Nagy-8ombor herleitet.
Die Solymossy, führten indessen, zu verschiedenen Die ununterbrochene Stammreihe bis zur Gegenwart,
Zeiten, verschiedene Prädikate, als: „v. Fugy, v. Oer- beginnt mit Nikolaus, als dessen Sohn, Johann (1438)
vend- ec. — genannt erscheint.
1572 tritt Anna Bayänhäzy, als Wittwe des Johann Es sind die Sombory (Zsombory), indessen, noch viel
Solymossy urk. auf; ebenso, i. J. 1584 Peter Solymossy. altern Ursprunges.
Peter (der andere), Sohn des Stefan Solymossy de (N. J. X. 2 7 0 - 2 8 2 u. 917).
Oervend, schrieb sich bereits -de Nagy-Värad."
Derselbe, tritt v. 1638— 1G57 auf und war dio her- Soniliory, siehe: Zomboi-y it. /.soiiilior).
vorragendste Gestalt seines Geschlechtes.
Als Wappen der Solymossy, blasonirt Nagy Ivän: Noini. (Taf. 418).
In Blau ein Löwe, welcher in d. erhobenen Kochten einen
Krummsäbel hält. — Kleinod: Geharnischter Arm in d. W a p p e n : In Bchräggeviertctcm Schildo vier (1, 2,
Faust einen Krummsäbel haltend, dessen Klinge mit 1) Lilien.
70
UNGARISCHER ADEL.

Erloschenes altes Geschlecht, welches seinen Namen, .Somogyi II. (Taf. 418;.
vom Orte Soin im Somogyer Ctte hergenommen haben
dürfte. W nppen: In B. auf gr. Boden ein g. Löwe, iu d.
Johann u. Michael Somi, erscheinen 1447 nrk. ge- erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. I 'arirstango
nannt; Josef Somi (Somi Jözsa), tritt 1495 als Temeser haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken:
Ran auf u. wird später, zum Obergespan v. Biliar u. bg - rs.
Bäcs ernannt Er war auch Vormund der Kinder des (Siegel d. d. 1817 des Johann v. Somogyi, Gesellwor-
Stefan Szapolyay und kämpfte noch i. J. 1508 gegen d. ner der Stadt Debreczin).
Türken. In Folge seiner Vermälung mit Wartha Imreffy Adels- u. Wappenbrief v. König Rudolf, d. d. Prag,
v. Zerdahely, de Genere GyBr, erwarb er auch ansehnliche 26. November 1587 (kundgemacht: Szabolcsor Ctt, 1583)
Besitzungen in Siebenbürgen. Von dieser seiner Frau, für Georg Somogyi als Haupterwerber u. für seine Ehe-
dürfte er auch die Lilien deB Genus-Györ-Wappens über- frau Margarethe sowie fiir die Töchter Anna n. Elisabeth,
nommen haben. wie nicht minder, fiir Ambrosius Somogyi sammt den
Sein Sohn Caspar, wird sub d. 1519 aufgeführt. Söhnen Mathias u. Peter und d. Enkel Martin.
Derselbe, hatte zwei Töchter, mit deren Ableben, Eine erwiesene Abstammung des Sieglcrs v. den
dieses Geschlecht gänzlich erlosch. Adelserwerbern, ist uns unbekannt.
(Siegel d. d 1497 des Somi Jözsa. S. Nyfiry Alb., (Elencli. Pcrs. ec. Nobil. C'ottus Sabolcs. Durch
Herald. VI. 50. — N. J. X. 282-283). Hofr. v. Szabo).

Somody'. (Taf. 418). Somofc,-} i III., v. Holl As. (Taf, 418).


W a p p e n : Doppelschwänziger Löwe, iu d. erhobenen W a p p e n : In R. auf gr. Dreiberge ein # Rabe,
Rechten drei gellitschtc, gekreuzte Pfeile haltend. — im Schnabel eine gr bestengelte, gr. beblätterte r. ?
Kleinod: Die Schildfignr, wachsend. Rose haltend. — Kleinod: G. Löwe wachsend, in d.
Johann v. Somody, tritt 1034 im l'aaber Ctte auf. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange
Ein gleichnamiges Geschlecht, kam oder kommt noch haltend. — Decken: bg. — rs.
gegenwärtig, unter d. Adel des Zempliner Cttes, sowie Hierher teilt Nagy Iv:in (Magyarorsz. csal X. 294)
um 1770 mit Grundbesitz auf Biidok im Dobokaer den Ambrosius Somogyi („Simigianna") ein, welcher 1590,
Ctte vor. 16U6 als Notar v. Relsö-Szölnok genannt wird und dio
Es sei übrigens bemerkt: dass anch der Xamo Geschichte seiner Zeit geschrieben hat, welche Arbeit,
„Somogyi", nicht Belten als „Somody" geschrieben er- in d. zweiten Abtheilung von ..Scriptores rerum Transylv
scheint. (1800-18401 i. Druck erschien.
1604 lebt Bartol. Somogyi, von Seite der Notablen
(Siegel. — Siehe auch: N. J. X. 284). — von Siebenbürgen, an Paul Nyiiry gesendet; 1791 tritt
Emerich Somogyi v. Hollos, als Ablegat v. Szäszväros auf.
üemedy, siehe: Noiuogji. .Siegel d. d. 1783 des Andreas Somogyi v. Hollos).
Somogj i I., v. nergli u. KnrcHa. (Taf. 418).
S o m o g y i , IV. (Taf. 413).
W a p p e n : In durch einen Balken schriiggcteiltcm
Schilde, ein doppelschwänziger gekr. Löwe. — Kleinod: W a p p e n : In B. aus gr. Dreiberge wachsend ein
Adler, wachsend. Ilirsch. - Kleinod: Der Hirsch. — Decken: bg. — rs.
Unbekannten Ursprunges, mutmasslich aus d. Somo- Adels- u. Wappenbrief v. König Mathias IL, d. d.
gyer Ctte stammend. 10. März 1613 ikundgemacht: Weissenburger Ctt., 10.
Hierher könnte, möglicherweise, Franz Somogyi ge- Juni 1. J.), für Stefan Somogyi.
hört haben, wolcher mit d. Prädikate „v. Endrid" 1526 (Orig., Ctt A. Weisseiiburg, durch Vincenz von
urk. auftritt. 8alamon>.
Georg Somogyi v. Dergli (1581), welcher mit seiner
Ehefrau. Elisabeth Amadü, die Besitzungen Sipos- u. S o m o c y i . V. v. H c g g y e » . (Taf. 41H).
Egyhiiz-Karesa im Pressburger Ctte erhält, wird als Be-
gründer dieses Geschlechtes angesehen. Wappen, adeliges: Gespalten; vorno in lt. auf gr.
Derselbe wurde in Sipos- Karcsa begraben (woselbst Iliigel ein Krauich in d. erhobenen Rechten eiuen Stein;
sein Figurengrabstein sammt Wappen zu sehen ist) und hinten in R. auf gr. Boden ein g. Löwe, in d. erhobenen
pflanzte sein Geschlecht, bis auf dio neuere Zeit fort. Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstauge haltend.
Freiherrenstand. d. d. Linz, 18. Juni 1014 für Ma- Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken: bg. — rs.
thias Somogyi de Karcsa (L. Ii. G 473j. (Leg C., R. A. BPesth).
In Magyarorsz. csal. (X. 280.) erscheinen als die Wappen, grälliches: Wie vorstehend; der Löwe
letzten, directe vom obigen Zweige abstammenden Sprossen, hier jedoch doppelschwänzig u. gekrönt. — Scliildhaltcr:
dio Gebrüder Franz. k. k. General, und Nikolaus (Söhne Je ein riickwärtsschauemler Leopard.
des Adam) aufgeführt, welche sich, nach der genannten (L. R. 63. 895).
Quelle, „de Medgyes" geschrieben haben und die mutmass- Adels u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d.
lichen Stammväter d, später in d. Grafeustund erhobe- Wien, 8. Sptbr. 1620 für Paul Somogyi v. Moggyes u.
nen Somogyi do Meggyes gewesen sein sollen. fiir s. Bruder Georg. Dieser Adelsbrief, wurde 1629 in
Diese Angabe beruht jedoch auf Irrthum, indem dio Grosswardein, sowie auch anderwärts publicirt.
Grafen Somogyi de Meggyes, erst im Jahre 1620 in den Gratenstand, v. König Franz I , d. d. Wien, 17. Juli
Adelstand erhoben wurden , bereits zu dieser Zeit, — 1816 für Josef, Johann Nep., Maria u. Amalia, Kinder
mit d. Prädikate „v. Megyes". des Johann Somogyi v. Meggyes n. der Kristine Györy
Dass dieso Somogyi de Meggyes, abwechselnd, auch v. Radvany.
die Prädikate „v. Derg u. Karcsa" führten, ändert wohl Im Mannesstammc erloschen, am 25. Juni 1881 mit
nichts an der Thatsachc. dass wir es hier, mit zwei Johann Nep. Graf Somogyi v. Meggyes, k. k. Kämmerer,
gänzlich verschiedenen Geschlechtern zu thun haben. geb. 1801.
(Arch. közl. I. 130. — N. J. X. 284-288 n. Der einzige noch gegenwärtig lebende Sprosse, ist
918. — Vergl. auch: Somogyi V., v. Meggyes). Helene Grälin Somogyi v. Moggyes StKOD. (geb. 1830),
IV. 15. 147
590 •UNGARISCHES ADEL. 590

Ehefrau des Grafen Julius von Wallis, t . k. Kämmerer Jnni 1806 aber bis zu seinem, am 20. Febr. 1822 erfolg-
u. Major a. D. ten Ableben, Bischof v. Steinamanger, soll (nach N. .1.)
NB. Das vorstehende Geschlecht, führte abwechselnd gleichfalls das Prädikat „v Perlak" geführt haben. Der-
(mit welchem Rechte ist mir nicht bekannt) auch die selbe benützte jedoch, so viel mir erinnerlich, das Somogyi-
Prädikate „v. Dergh und v Karcsa". Wappen mit dein „Phönix1 wio hier sub Somogyi IX.
(M. X. Zsebk., I- BPesth, 18S8. 473-474. - N. blasonirt.
J. X. 284 - 288. — Vergl. auch: Somogyi I. v. Derg u. Es ist demnach die Möglichkeit nicht nur allein nicht
Karcsa.!. ausgeschlossen, sondern beinuhe sicher, dass Nagy Ivan
(nach welchem ich hier referirte) das hier blasonirte
Wappen sammt Dipl. Daten, nur auf guten Glanben hin,
Somogyi VI., v. GyKngyttg. (Taf. 418). den „Somogyi de Perlak" zugeteilt hat. Ich werde,
sobald ich völlig positive Beweise habe, diesen vermeint-
W a p p e n : I n B . auf gr. Hügel ein Mann mit r. lichen Fehler richtig stellen.
Leibrocke, b. Hosen, gr. Mantel, hohen g Stiefeln, w.
Bandelier und "fj. Hute mit drei Reiherfedern, in d. erho- (N. J. X. 292-294. - Vergl. auch: Somogyi,IX.).
benen Rechten drei geliitschte Pfeile, in d. Iiand der in
d. Hüfte gestützten Linken, einen vom Rumple getrennten Somogyi, VIII. (Taf. 419).
Türkenschädel beim Schöpfe haltend. — Kleinod: Die
Schildfigur wachsend. — Decken: bg. — rs. W a p p e n : In von Gr. nnd R. geteiltem Schilde oben
Adels- u. Wappenbrief (erneuert) v. König Ferdinand ein v. zwei sechsstrahligen g. Sternen begleiteter, b. bekl.
III., d. d. Wien. 10. Jannar 1633 (kundgemacht: Lo- geb. Arm in d. Fanst einen geflitschten Pfeil mit d. Spitze
soncz, Neograder Ctt, 25. Maj 1637). nach abwärts haltend, unten zwei w. Balken. — Kleinod:
Die Adelserwerber: Johann, Unterkapitäu v. Neu- Offener f t Flug Decken: bg — rs.
grad. Thomas, Unterkapitän v. Dregely (Söhne des Egi- Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I , d. d.
diusi, sowie Franz, Sohn des Johaun, — alle „Nagy v. Wien, 9. Febr., 1667 (kundgemacht: Papa, Ves/.primer
Gyöngyös", hatten bereits im Vereine mit ihrem Vater, Ctt.. d. J ), für Michael Somogyi aliter Dobran, für seine
von Seite des Königs Rudolf, einen erneuerten Adels- Ehefrau Snsanna Dobscha u. für s. Kinder: Georg, Franz,
u. Wappenbrief erhalten. Judith u. Katharina. — Siehe: Czippan (Suppl.), —
Frauz Nagy v. Gyöngyös (1742—59) ein directer Haupterwerber.
Urenkel des obigen Egidius, nimmt, unter Beibehal- (Nach d. Orig., durch J. v. Csoma.)
tung des alten Prädikates, den Namen „Somogyi" auf n.
pflanzte das Geschlecht .Somogyi de Gyöngyös" bis anf
die Gegenwart fort. Somogyi, IX. (Taf. 419).
Adelszeugniss vom Somogyer Ctt, (kundgemacht:
Raaber Ctt, 6. Maj 1754) sub d. 5. Januar 1742 für W a p p e n : In B. aus den Flammen eines brennenden
Franz Somogyi v. Gyöngyös. Scheiterhaufens sich erhebend u. einer g. Sonne zustre-
Adelszeugniss vom Raaber Ctt, d, d. 30. April 1765 bend, ein Phönix. — Kleinod: Die Schildfigur, ohne
für Anton, Sohn des vorstehenden Frauz Somogyi v. Sonne. — Decken: bg. — rs.
Gyöngyös. Dieses Adelszeugniss, wurde am 7. Febr. 1792 Es ist wahrscheinlich, dass wir es liier, mit dem Go-
im Pesther Ctt, für Josef u. Anton 11. Somogyi kund- schlechte „Somogyi de Perlak" zu thun haben, und dass
gemacht. demnach auch der 1822 t Bischof Loopold Somogyi de
Sie lassen dieses Adclszcngniss, am 29. April 1S03 Perlak, hierher gehört hat.
im Neograder Ctte pnbliciren. In diesem Falle (welcher indess noch nicht zur Ge-
(N. J. X. 288-291 und 918). nüge erwiesen ist) würde dann, das Wappen (sammt
Dipl. Text) Somogyi VII., einem andern Geschlecht
Somogyi angehören.
S o m o g y i VII., v. F e r l u k . (Taf. 419). (Siegel d. d. 1717 mit voller Umschrift des Rathes
des Hofkammer, Johann v. Somogyi. — Gemaltes Todten-
W a p p e n : In B. aus gr. Boden wachsend ein von wappen — Vergl. auch: Somogyi VII.).
drei sechsstrahligen g. Sternen überhöhter, baarliäuptiger
Mann mit r. Rocke u. einer umgehängten Tasche, in d.
erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstango, Somogyi, siehe: Somoily.
in d. Linken einen schnurbärtigen Türkenschädel beim
Schöpfe haltend. — Kleinod: Zwei mit ihren Schälten SomoNkcöy v. Somoskeft. (Taf. 419).
gekreuzte Banner, das rechtsseitige blau, das linksseitige
rot. — Decken: rs. — bg. W a p p e n : Iu B. gegen einen Bpitzen braunen Fel-
[Nicht vollkommen verständliche Blasonirnng (nach sen (oder auch ohne Felsen) anspringend ein w. Ein-
Nagy Ivan), nach einer in d. Bibl. der ung. Akad. erlie- horn. — Kleinod: Das Einhorn wachsend. — Docken:
genden Leg. Copiej. bg. — rs.
Mutmasslich ans Perlak im Zalacr Ctte stammendes Aus Soinosujfalu (Somoskcö) im Neograder Ctte
Adelsgeschlecht. stammendes, anch in andern Ctten als: in Hoves, Kiilsö-
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., Szi'ilnok, Hont, Gömör, Abanj-Torna, Bihar, ec. anzu-
d. d. Wien, 13. Dezb. 1642 (kundgemacht: l'etnehäza, treilen gewesenes, oder noch gegenwärtig vorkommendes
Szabolcser Ctt, fer. tert. prox. post fest. nat. B. M. V.) Geschlecht.
für Stefan Somogyi u. für seine Ehefrau Agnes Rudnik. Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
Adelszeugniss v. Seite des Neograder Ctts, d. d. 1694 (kundgemacht: Hcveser u. Külsö-SzAlnokcr Ctt, 16.
1686 für Stefan II., Sohn des vorstehenden Adelscrwer- Oktbr. 1696) für Muthiius Somoskeövy u. für a. Bruder
bers Stefan I. Franz.
Erscheinen auch „Somody" geschrieben und kamen Adelszeugniss vom Ilevesor Ctte, d. d. 1. Dzb. 1779
auch in d. Ctten v. Ugocsa u. Arud vor. für Stefan, Sohn des Andreas Somoskeövy, welcher auch
Alexander Somogyi v. Perlak, tritt i. J. 1848 als den Namen „RccBki" führte.
Stahlrichter des A rader Ctts anf. t Adelszeugniss vom Neograder Ctt, d. d. 9. Juni 1780
Leopold Somogyi, Domherr v. Dodenburg, vom 15. für Martin, Bruder dos vorstehenden Stcfau.
•UNGARISCHES ADEL. 591

Adelszcugniss vom Neograder Ctt, d d. 24. April G. Löwe wachsend, in d. erhobenen Rechten drei gr. be-
1798 für d. Gebrüder: Franz, Einwohner v. Biliar, u. stengelte, gr beblätterte w. Lilien haltend. — Decken:
Michael, Einwohner v. Szathnnir. Franz Soiuoskeö.r, bg. - rs.
fällt Jü86 bei der Wiedereinnahme von Rnda. Hierher gehören: Josef v. Somossv ( f 1873), königl.
(Gemaltes Todtenwappen. — N. J. X. 294-297. — Rath, Sohn des bekannten f Theologie-Professors, Jo-
Wnrzbach Const. Dr. v., Biogr. Lex. ec.). hann v. Somossy.
(Siegel).
Somosv I., v Somos. (Taf. 419). NR. Ein Geschlecht „Somosy v. Somos - . zu wel-
chem auch Michael gehörte, 1847 Archivar des Hajdu-
W a p p e n : Adler. kendistriktes (Siegler;, erhielt sub d Szabolcs. 0. Aug.
(Siegel des XIV. Jh. — Siegel d. d 1377 des Faul, 1799 sowie am 20. Sptb 1830 Adclsbestätiguugeu.
Sohn des Johann. Siehe: Nagy Gyula, Sztäray Codex — Dieses Geschlecht, führte ein Wappeu wie vorstehend
Siegel d. d. 1380 des Johann de Somos. R. A. Rl'esth, blasonirt, mit einem Greifen als Kleinod, welcher in d.
24487). erhobenen Rechteu einen geflitschten Pfeil hält.
NB. Dio meisten dieser Siegel sind, was die unter
ston l'articcn betrifft, defect. ( i o i n s s i c h v. Käi-<l. (Taf. 419).
Uradeligcs abgestorbenes Geschlecht des Siiroser Ctts,
Namen u. l'rädikat vom Orte Somos im genannten Ctte W a p p e n , adeliges: In R. auf g. gekröntem gr.
herleitend, die gemeinsame Abstammung aber, vom Geuus Hügel ein doppelschwänziger n. Löwe, in der erhobenen
Aba, (bezw. auch ein gleiches Wappen) teilend mit den: Rechten drei r. geflitschte. gekreuzte, mit den s. Spitzen
t Räthory du Gagy, Berthüthy, f Budamery, f Chyrke, nach abwärts gerichtete Pfeile haltend. - Kleinod: Der
f Frichi, f Gagyi, Kcczer, t Kompolthy, t Lüpispataky, Löwe wachsend. Hecken: rs. - bg.
f Segnyey, -j- Sirokay, t Sölymossy u. Vendeghy. W a p p e u , gräil. v. 1813 u. 1845- Wie vorstehend;
Als erstbekannter Ahnherr, erscheint Beter (Ispan das gräil. Wappen v. 1813, jedoch mit je einen riiek-
Comes) genannt, dessen ältester Sohn, Comcs Gcorgins wärtsschaueiidcn g. Löwen als Schildhalter
(1280) sich bereits „de Somos" (Somus) nannte. Ursprünglich aus Kroatien stammendes Geschlecht,
Des Comcs Peter jüngster Sohn Johann, gründete dessen Stammbaum bis Nikolaus Soinssich zurückzuführen
das Geschlecht Budamery, welches mit den Töchtern des ist, welcher vor d. Mitte des XVII. Jh., als Hauptmann
Peter de Budam£r (1394;, gänzlich erlosch. v. Csakathurn. urkundl. auftritt.
Die Soniusy (nach der Burg Köszcgh im Säroser Wappenbrief, v. König Karl III., d. d. 171Ö für
Ctte, nuch „Köszoghy" genannt gewesen;, erhalten sub Pankratz, Peter u. Mathias v. Somssich, Sühne des vor-
d. 1380 neue k. Donationen auf: Szednicze, Miklösvägäsa, stehenden Nikolaus.
Szopotnieza, Sinioiiliiiza, Felsö-Ladna u. Rus/.in. Königl. Donation, (u. Prädikat) auf Särd, für Anton
Im J. 1427, treten sie mit Grundbesitz in: Magyar- v. Somssich (geb. 1089 f 1779) sub. d. 21. Septbr. 1741.
falu, Somos, Lemes, Abos, Licsera, Abräny, Laszszü, Freiherrenstand, d. d. Wien, 11. Dezember 1812 für
Luzsiin, Yaspatak. Frankvägäsa, Nyires, Karäcsony, Johann von Soinssich.
Margonya, Lacsa, Ujfalu, Peklen, Radoma, Peterfalva, (L. R. 63. 510).
Keresztcs u. Long im Säroser Ctte auf. Grafenstand, d. d. Wien, 9. April 1813 für d.
Neue k. Douatinnen, v. König Sigismund, sub d. 14S5 Obigen.
für die Geschlechter- Läpispataki, Zsegnyey u. Köszegi (L. R. 63 527;.
(aliter Somosi), auf Rurg Makovicza, Burg Köszeg (jetzt Grafenstaud. d. d. Wien, 3. Maj 1845 für I'ankratz
Somos) ec. Somssich v. Särd.
König Ladislaus V., erklärt snb. d. 1453 dio Anna, Rlübt im einfachen Adels- u. im Grafenstande.
Tochter des Johann de Somos, als zur mäunl, Erbfolge (L. R. 67. 563. — N. J. X. 299-304. — M. N.
berechtiget. Zsebk., I. 1888. 216 -219.)
Andreas Somosi, Sohn des Nicolaus (1343) nimmt
für seine Nachkommen, nach erfolgtem Erlöschen des Ge- Nouuvusteiii. siehe: <'oiiriul v . Soiiiieiisli'iii.
schlechtes Budamery, den eben genannten Namen auf
Die Soinosy de'Somos, erloschen in d. Mitte des XV.
Jahrliundertes. SÖOH, I . V. SövAr. 'Taf. 419).
(N. J. X. 2 9 7 - 2 9 9 . — Dr. Csänki Dezsö, Magyar-
orsz, tört. földr. BPesth, 1890. P. 371 ec.). W a p p e n , a ) : In R. eine aus g. Rlätterkronehervor-
brechende. g. haarige, g. gehörnte nackte Jungfrau. —
Nonrom) I I . , v . Somos u. t ' x e r l f M . (Taf. 419). Kleinod: Die Schildfigur. — Decken: rb.
(N'ach d. Orig. d. d. 6. März 1418 im Archive des
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r. ? gekl. Mann Geschlechtes Söos de Sövär. Deponirt. im Nat. Mus.
mit Pelzkalpag, g. Gürtel sammt einer daran bel'estigten BPesth).
Säbelscheide u. hohen g. Stiefeln, in d. erhobenen Rech- W a p p e n , b): In R. ein g. Löwe mit d. erhobenen
ten einen Krummsäbel haltend. — Kleinod: Der Mann Rechten den Flitsch eines g. Pfeiles fassend, welcher mit
wachsend. — Becken: bg. rs. seiner s. Spitze durch beide (bluttriefende) Augen gedrun-
Adelsgeschlecht d. Ctte v. Bereg u. Szabolcs. gen erscheint. — Kleinod: Der Löwe des Schildes, hier
Donation auf Oläh-Csertesz, im Bereger Ctte. auf drei Füssen stehend. — Decken: bg. — Der Drachen-
Hierher gehört: Franz Somosy v. Somos u. ( sertisz, orden. d. Rücken belegt mit einem r. Kreuze.
täblabirö v. Szabolcs u Senator v. Debreczin u. sein (Nach d. Orig., d. d. 19. März 1418 im freilierrl.
Bruder Franz. Vecseyschen Arcli. Das Facsimile, siehe: Turul, 1885.
(Siegel der beiden vorst. Brüder). III. 107. 1.).
W a p p e n , c): In R. aus g. Krone wachsend eine
NOIUONIS) III. (Taf. 419).
armlose g. gehörnte Jungfrau mit langen g. Haaren. —
Kleinod: Die Schildfigur. — Decken: bg. — graugold, —
W a p p e n : In B. auf gr. Boden in g. Neste ein im Texte differirend.
Pelikan mit d. Schnabel seine Brust ritzend und mit d. (Nach d. Orig.. d. d. 1569, im Archive des Ge-
heraustropfenden Blute drei Junge atzend. — Kleinod: schlechtes Suos de Sövär. Nat. Mus. RPesth).
592 •UNGARISCHES ADEL. 592

W a p p e n , il): In von E. und R. gespaltenem Schilde Zeitschr. Adler. Wien, 1S71. 8. I. 8 2 - 8 3 u. 9. 9 1 - 9 2 .


vorne die Figur des Wappens c) hier mit in d. Hüften — A Söväri Söos casläd czimere. Turul 1885. 3. 1 1 4 -
gestemmten Annen; hinten der Löwe des Wappens a) 119. — Bnnyitav Vinczo, Miczbän es a Bocskay, Söos
(hie u. da auch einen Krummsäbel in der erhobenen stb. Csalädok szärmazäsa. Turul, VII. 1889. I. 30 - 33.
Rechten haltend). — Der v. einem scchtsstraliligen g. — Söos Eleindr, Miczbän eredeto. Tnrnl 8. 1890.43- 45.
Sterne überhöhte Drachenorden. — Zwei Helme: I. Die — Dr. Karäcsonvi Jänos, Meso o vagy valosäg V Turul,
Figur des vorderen Feldes, wachsend. - Decken: rg. - 8. 1890. 120-125. — N. J X. 304 811. — Dr. Csänki
IL G. verzierter, mit einem g. Kreuze besteckter b. Dczsö, Magyarorsz. tört. földr. I. 1890 320, 380. —
Reichsapfel. — Decken: bg. Eödöntly-Yotivstein in der r. k. Pfarrkirche zu Vinna-
Es ist dieses Wappen, welches einzig und allein, banka).
bereits seit geraumer Zeit, von den Süos de Sövär be-
nützt wird, — als eine im Laufe der späteren Jahre er- S ö o s v. Kitakit.
folgte „Zusammcnziehung" der Wappen a) und b) anzu-
sehen u. siegelt mit demselben bereits Georg Söos do W a p p e n .ältestes: In R. drei rechte w. Scitcnspitzcn.
Sövär sub d. 1670. — Dass die Figur (die Jungfrau) des — Kleinod: Geschlossener, wie d. Schild gezeichneter
am 6. März 14IS erteilten Wappens, hier im rechten Flug. - Decken: rw.
Felde erscheint, also an vornehmerer Stelle, — der am (Csergheö, A Guthkeled Nemzetsdg czimere. Turul,
19. März des gleichen Jahres verliehene Löwe aber, links- IX. 1893. I. 9 - 1 5 ) .
seitig . hat seine vollkommene Begründung, als das W a p p e n , späteres: Wie Söos de Süvar, a.)
eigentliche Stammwappen der Söos de Sövär, wie es (Siegel d. d. 1038 des Gabriel n. Siegel d. d. Räska,
deutlich im Diplome d. d. 6. März 1418 zu lesen ist, die 25. Aug. 1725 mit In. des Goorg Söos do Räska, Assessor
J u n g f r a u , nicht aber der Löwe gewesen ist. des Zempliner Ctt«).
Dieser dürfte, was die S6os betrifft, nur von einzelnen Vom Genus Guthkeled abstammendes, nunmehr er-
Mitgliedern, u. dann auchnnr sporadisch benützt worden sein. loschenes Geschlecht.
Wir kennen nur einen einzigen Fall einer solchen Verwend- Margerethe, Erbtochter des Peter Söos de Sövar
ung u. auch dieser datirt aus einer sehr späten Zeit. Johannes (15081. vermälte sich mit Johann Räskai do Genere
Söos de Sövär, siegelt nämlich sub d. 25. Aug. 1726 mit Gnthkeled, welcher für sich und seine Nachkommen, den
einem Löwen mit schräggehalteuem, gefiitsclitem Pfeile, Namen „Söos do Räska** und das Wappen der Söos de
wie dieser, auf den meisten, (vom herald. Gesichtspunkte Sövär aufnahm.
aus gesehen, berüchtigten) Bocskay-Miitizen abgebildet er- (Vergl. Söos do Sövär nnd Räskay do Räska).
scheint.
(Berenyi Arch.i. Srios II. v. I ' o l l ä r . (Taf. 419).
Uradeliges und vornehmes Geschlecht de Genere Boxa
— angeblich vom Comes Simon Miczbün das Herkommen W a p p e n : Drei, hinter einem Jagdhorne gekreuzte
leitend — und einer Abstammung, mit den f Agdcsy, Speere. — Kleinod: Die Schildligur.
f Bocskay, f Cliapy. t Szechy v. Galszech, + Zrittey (Siegel d. d. 1624 und d. d. 162S mit Umschr. des
(Szürthey) n. Zerdalielyi. Stefan Söos de Polthür.).
Georg (ein angeblicher Sohn des schon erwähnten Uradeliges erloschenes Geschlecht des Neograder
Miczb:in) erwirbt 1285 Sövär im Säroser Ctte n. wird, als Ctts, welches auch in d. Cttn v. Hontli u. Zülyom ge-
der erste Ahnherr der Süos de Sövär angesehen. Er er- blüht hat. Das Prädikat, wurde vom Orto Poltär im
hält i. J. 1237 anch eine Donation in Polen. König hier erstgenannten Ctte geführt.
Ladislaus, bestätigt sub d. Iü88 die Donation Sövär u. Als erstbekannter Ahnherr, erscheint Tomas, welcher
gibt die Erlaubniss, zum Baue der Bnrg Sövär, ec. ec. den Sohn Phillip de Poltär zeugte, 1 2 8 4 - 1295.
Die Söos de Sövär, — welche in mehreren Linien, Dieser Philipp, hatte zwei Söhne, als Peter de Poltär
noch gegenwärtig blühen, — besas3en ausserdem noch, (1838) u. Tumpns. — Peter, zeugte den Jacob, dessen
im Säroser Ctte (ganz oder teilweise; die Ortschaften: Sohn Stefan (1409), bereits .Söos" genannt, das Ge-
Boltafalva, Zsebefalva, Csalänos, Gyiilvesz. Sz I.äszlü, schlecht Söos de Poltär fortpflanzte.
Bisztra, Meggyes, Pälvägäsa, Hanusfalva, Ujfaln. Peter- Catharina, Ehefrau des Michael Csergheö de Tlias-
vagäsa, Hcrmanvägüsa, Söpatak, Deine, Girält, Long, känd und Tochter des Stefan Luka du Lukanyenye und
Margonya ec. ec. ec.; im Zempliuer Ctte, Tcilo von den der Sofie Söos de Poltär, verpfändet i. J. 1586 im Vereine
Burgen Czeke n. Kövesd, Kis- u. Nagy-Kövcsd, Szerdaliely, mit der genannten Sofie Söos, Gutsantheile in Litvarcz,
Bisztra, Porupka cc. ec. Honther Ctt, an Lazarus Pasca u. Josof Palästhy.
Wappenbrief v. König Sigismund, d. d. Constanz, (S. Bened. Conv. Prot. G. Pag. 150).
6. März 1418 (Dominica Laetarc) für Nicolaus, Sohn des Sophia Süos du Poltär, Wittwe des Stefan Luka,
Ladislaus Söos v. Sövär, für d. Verwandten Simon u. La- verpfändet i. J. 1580 ihro Gutsantheile in Lnka-Palojta
dislaus Söhne des Johunn n. für Peter, Sohn des Georg u. Luka-Nyenye, an ihren Schwiegersohn Michael Cser-
Söos v. Sövär. gheö de Tacskäml.
(S. Bened. Conv. Prot. G. fol. 151).
Wappenbrief v. König Sigismund, d. d. Constanz,
Die vorstehende Solle Söos, vermalte sich zum
19. März 1418 lür Ladislaus Söos v. Sövar, für seine
zweitcumale. mit Puter Horväthy.
Söhne Johann n. Nikolaus Bacsküi für Simon Sohn des
Johann Söos für Peter Sohn des Georg Söos v. Sövar ec., Johann Söos de Poltär. Vicegospan v. Hont, stirbt
als Nebenerwerber. — Siehe: Cliapy, — Hauptcrwerbcr. 1596 an seinen, bei Keresztes erhaltenen Wunden.
Enphrosina Söos de Poltär (1628). war in erster Ehe
Wappenbrief v. König Maximilian, d. d. Pressburg, vermält mit Andreas Geczy do Garauis/.egh. I h r e Kinder,
15. Oktober 1509 für Stefan Söos de Sovär, mit seinen beerbten den Oheim nnd letzten Süos de Poltär, Stefan
Verwandten. (1636—49) und so mag auch diu Schildfigur dieses vor-
(Nach den Orig. Documenten des Archivs der stehenden Geschlechtes, auf die Geezy überkommen sein.
Söos de Sövär. im Nat. Mus. BPesth. — NB. Die (N. J. X. 8 1 1 - 3 1 3 ) .
Familiengeschichte, mit reichen Illustrationen ec., ver-
fasst vom k. Oberstlieutenannt Eleiner Söos de Sövär, S ö o s , III. (Taf. 420).
ist als Mariuscript halb vollendet. — Sieb« auch: Cser-
gheö G., Wapponsage der Söos du Sövär. Herald, geneal. Wappen: III B. aus gr. Boden iiigend ein gr.
UNGARISCHER ADEL. 593

belaubter Raum, auf dessen Gipfel gegeneinandergekehrt Sacke und hohen goldenen Stiefeln, in d. erhobenen Rech-
sitzend je ein n. Vogel — Kleinod: X. Kranich, im ren drei geflitschte, gekreuzte Pfeile haltend. — Kleinod:
Schnabel einen gr. Blätterzweig haltend. — Decken: R bekl. Arm, in der Faust einen Bogen haltend. -—
bg. — rs. Decken: rs. — bg.
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d. Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1717
Wien, s'J. Mai 1642 (kundgemacht: Petnehäza, Szabolcscr für Georg Szabd und Peter Söos.
Ctt, 1654) für Andreas Söos als Ilaupterwerber u. l'iir (Coli. Herald. Nr. 594).
seine Ehefrau Helene Szentcs sowie lür (seinen Sohn?) NB. Noch ein Geschlecht dieses Namens ist bekannt,
Andreas Söos sammt Ehefrau Elisabeth u. den Söhnen: welches mit Georg Söos, Domherrn v. Zips, einen Adcls-
Johann und Stefan als Nebenerwerber. u. Wappenbrief erhielt, welcher am 22. Januar 1660 im
(Leg. C. Ctt A. Biliar.). Zipser Ctt publicirt wurde.

Sdos. IV. (Tafel 420). Sorger. (Taf. 420).


W a p p e n : In R. auf gr. Boden ein Mann mit weit-
ärmligem Kettenpauzerhcmde, r. Hosen. Eisenhelm mit W a p p e n : In B. anf gr. Boden ein Leopard, in d.
drei r. Straussenfeiiern, hohen g. Stiefeln und g. be- erhobenen Rechten ein Hufeisen haltend. — Kleinod: R.
schlagener f f Säbelscheide welche an einem Baudelier gekl. Mann mit w. Gürtel und Pelzkalpag sammt r. Sacke,
befestiget erscheint, in d. erhobenen Rechten einen Krumm- in der erhobenen Rechten drei g. Weizenähren, d. Linke
säbel haltend, d. Linke in die Hüfte gestützt — Kleinod: in d. Hüfte gestützt haltend. — Decken: bg. — rs.
R. bekl. geb. Ann mit g. Aufschlage, in d. Faust einen Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
Krummsäbel mit g. Parirstange haltend, dessen Spitze 21. Aug. 1669 (kundgemacht: Kaschau, Abaujer Ctt, 8.
mit einem schnurrbärtigen, v. der Schnittfläche des Halses März 1660) fiir Johann Sorger u. lür s. Sohn gleichen
blutenden Türkenschädel besteckt erscheint. — Decken: Namens.
bg. - rs. (Leg. C. R. A. BPesthi.
Adels- und Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
Ebersdorlf. 20. Sptbr. 169S (kundg: Szaboli-s, 11. Febr. Soro. (Taf. 420).
1699) Mir Paul Szokolany, Jacob Thöt u. Johann Söos.
(Orig. Cap. A. Lelcsz.) W a p p e n : in geviertetem Schilde 1.) in S. aus gr.
Boden sich erbebend ein mit einem Kreuze besteckter, gr.
Söos. V. (Taf. 4*0). belaubter Baum; 2.) in R. ein g. ? Adler; 3.) in R eine
gekrönte Warte, mit drei runden Schiesslöchern; 4.) in R.
W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Hiigel ein f f bekl. scchs (2, 2, 2i Kugeln; darunter, drei g. Sterne.
geb. Arm, iu der Hand eine offene Bibel mit w. Blättern Ungar. Indigenat, d. d. 1791 — Gesetz Art. 72 —
und r. Schnitte haltend, worin in gold. Lettern zu lesen: für Johann Graf Soro, welcher i. J. 1758 als k. k. Oberst-
IE-IIO-V-A. — Kleinod: It. gew., flugb. w. Taube, im lieutenant das M. Theresia-Kreuz erhalten hatte.
Schnabel einen gr. Oelzweig haltend. — Decken: bg. Derselbo, erwarb sub d 11. Sptbr. 1801 die Ortschaft
— rs. Szatumik im Krassöer Ctte, im Wege einer kön. Dona-
Adels- und Wappenbrief v. König Leopold 1., als tion, welche am 20. Sptb. 1805 im genannten Ctte
Fst v. Siebenbürgen, d. d. Wien, 24. Novbr. 1702 (kund- ublicirt wurde nnd erbaute in den I.ugoser Wein-
gemacht: Gyulafehf-rviir. 3. April, 1703) für Franz Söos, ergen eine Kapelle. Er war geboren zu Ofen, 173'J
ref. Priester in Klausenbnrg. als ein Sohn des 1760 f kais. Feldmarschalllieutenants
Franz Söos, geb. 1670 in I'.elsü Szolnok, studirto Sebastian Graf Soro und starb, gleichfalls als F II L., zu
auf ausländischen Akademieen, wurde dann Prester zu Lugos im Banate, am 15. Febr. 1809 — womit sein Ge-
Klausenburg und endlich Superintendent. Er starb i. J. schlecht erlosch
1720 uud hintcrliess mehrere Leichenreden. (N. J. X. 315. — Siehe: Griztner, Grafenalbum und
kR. A. BPesth. - N. J. X. 314). vergl: 'Wurzbach Const., Dr. v. Biogr. Lex. ec.).

S ö o s . VI. (Taf. 420). S o l c r i n s v. Nui-lisciilieiiu. (Taf. 420).

W a p p e n : In B. auf gr. Boden zwei gegen drei g. W a p p e n : Geteilt; oben in S. aus der Tcilungs-
Weizenähren gekehrte, r. gew. w. Tauben. — Kleinod: linie wachsend ein geharnischter Mann in der Rechten
Die Schildligur, ohne Boden. - Decken: rs. — bg. ein Schwert mit g. Parirstange, in der Linken einen mit
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl I I I , d. d. zwei abwärts gekreuzten Schwertern belegten, uvalen r. Schild
1713 fiir Martin u. Stefan Söos. haltend: unten in R. drei in Drcieckform mit den Stielen
(Coli. Herald. Nr. 665). in der Mitte zusammentreffende gr. Liudenbliittcr. —
Kleinod: Der Mann. — Decken: bs. — rg.
S ö o s . VII. (Taf. 420). Adels- u. Wappenbrief ;sicbenb. ungar.) mit dem
Prädikate ,.v. Sachsenheim- d. d. 28. Mai 1791 für
W a p p e n : In B. auf gekr. gr IIiigel ein r. bekl. Johann .Michael Sotcrius, f 1794 als kön. siebenb. Guber-
geb. Arm. in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parir- nialrath.
stange haltend. — Kleinod: Der Arm. — Decken: bg. Die Sotcrius, ursprünglich „Schochter- oder „Schüch-
— rs. tert", sind eine alte siebenbürgisch-säi-hsische Familie aus
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. dem Dorfe Stein, im vormaligen sächsischen Stuhle Reps
Wien. 18. Novbr. 1714 für Johann Söos, für seine Ehe- stammend.
frau Barbara Parlaghi u. für d. Sohn Stefan. Johann — Gottlieb und Samuel Soterins, treten gleich-
(.Orig., Cap. A Lelesz. — Leg. C., Ctt A. Zemplin). falls zu Ende des XV11I. Jahrhunderts in Siebenbürgen
auf und wieder (ein anderer'!1) Samuel, i. J. 1815. Diese
S ö o s . VIII. (Taf. 420). führten, so viel bekannt, kein Prädikat.
(Kövdri Erdely nev. csal. 267. — Geneal. Taschenb.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r. gekl. Mann d. Adel Häuser. Brünn. 1881. 486. — Wurzbach Const.
mit b. Gürtel sammt f f Krummsäbel, Pelzkalpag mit r. Dr. v. Biogr. Lex. XXX. 31 31).
IV. 15 149
594 •UNGARISCHES ADEL. 594

Kouclies. siehe: ltatuit de Smielics. Franz v. Söter (der vorstehende?), erscheint, bereits
im XVII Jh., als Besitzer auf Tupio-Süp im I'esther Ctt,
Söväry. (Tat1. 420). n. 16^9 als zweiter. 1692 sowie von 1696-1702 als erster
Viccgcspan des vorgenannten Ctts. Zur Zeit der Biiköczy-
W a p p e n : Iu U. auf gr. Boden ein g. Löwe, in d. schen Wirren, treffen wir ihn, uls Capitän v. J:\sz-
erhobenen Bechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange Kfm an.
haltend. — Kleinod: Der Löwe, wachsend. — Decken: Thomas Sötir (mutmasslich der Bruder des vor-
bg. — rs. stehenden Franz), tritt als Hauptmann unter Biiköczy,
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. i. J. 1708 auf.
1635 für Johann Sövary als Nebenerwerber. Kommen annoch, in d. Ctten v. Pressburg n. Wiesel-
(Leg. C. Ctt A. Zemplin). burg vor.
(Orig. Ctt A. Bereg. - N. J. X. 321 - 322).
Söviirj-. siehe: Tarc-zaly aliler S ö v ü r y .

Sttrtti, I. (Taf. 4201. NUvvii) l i ä z } u n t e r I i i s . (Taf. 421).


W a p p e n : Mann, in d. erhobenen Rechten einon
W a p p e n : In B. über gr. Boden auf w Bosse Stroitkolben haltend, d. Linke in d. Hüfte gestiizt. —
scheinbar sprengend ein r. gekl. Mann mit Pelzkalpag Kleinod: Der Alann wachsend.
und hohen g. Stiefeln, in d. Bechten ein wr ? Banner
Erloschenes Geschlecht des Neograder Ctts.
haltend, dessen Spitze mit einem Tiirckensehädel besteckt
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
erscheint. — Kleinod: Geharn. Alann mit Eisenhelm 13. März 1666 für Laurons Söveuyhäzy aliter Kis, für
wachsend, in d. erhobenen Bechten ein wr. ? geteiltes seine Ehefrau , für s. Söhne Johann u. Laurenz, fiir d.
Banner, d. Linke in d. Hüfte gestützt haltend. — Decken: Haupterwerbers Bruder Lucas und für d. Verwandten
bg. — rs Stefan, Beide. Sövönyhi'izy". Der Wappenbrief, wurde im
Adels- u. Wappenbrief r. König Leopold I., d. d. Neograder Ctte kundgemacht. — Treten auch noch nach d.
20. April 1687 (kundgemacht: Neutraer Ctt) für Michael Mitte des XVII. Jh. auf.
Sörös, Standartenträger bei den Reitern, für seiue Ehe- (N. J. X. 822—8.3).
frau Jndith MSszäros, fiir die Kinder: Elisabet u. Anna
u. für die Geschwister des Haupterwerbcrs, als: l'aul,
Stefan, Anna, Katarina u. Jnstiua. $I>i'i<'zay v. K o r o i u p a . (Taf. 421).
Kamen oder Kommen noch gegenwärtig, in d. Ctten
v. Pesth. Csongrad. Neutra, Pressburg ec. vor. W a p p e n : In B. ein Kranich im Schnabel u. um
(N. J. X. 319-821 u 919;. d. llals einen g. Bing (oder eine g. Kette), in d. er-
hobenen Bechten ein Hufeisen haltend. — Kleinod: Der
Kranich. — Decken: bg.
Soriis. II. (Taf. 420). Uradeliges Geschlccht des I'ressburger Ctts, v. den
W a p p e n : Iu B. auf gr. Hügel eine r. gew. w. Ortschaften Spiicza u. Korompa im genannten Ctte, den
Taube, im Schnabel einen Oelzweig haltend. — Kleinod: Geschlechtsnamen sowie das Prädikat herleitend.
Geharn. geb. Arm, in d Faust ein Weizenbündel haltend. Als erstbekannter Aliuher, erscheint Comes Geth de
— Decken: bg. — rs. Spiicza aufgetührt, welcher zu Ende des XIII. Jahr-
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. hunderts lebte.
5. Dezb. 1722 für Michael Sörös. Donationen auf Alsö- u. Felsö-Korompa sowie auf
(Coli. Herald. Nr. 848j. Spiicza, v. König Mathias I., für Johann Caspar u.
Balthasar Spaczay.
Erloschen i. J. 1751 mit Paul Späczay v. Korompa,
S ö r ö s . III. (Taf. 421).
Domherr v Gran n. tit. Bischof.
W a p p e n : In von B. und B. gespaltenen Schilde (X. J. X. 823-828 u. 919).
vorne eine v. einer w. Lilie überhöhte und mit zwei n. Hirsch-
stangen besteckte g. Blätterkrone; hinten auf spitzem Kpaimocclii. (Taf. 421).
gr. Dreiberge eine r. gew. w. Taube, im Schnabel einen W a p p e n : In B. sieben (3,4) g. Würfel, der ersto
gr. Oelzweig haltend. — Kleinod: Zwischen offenem, u. dritte besteckt mit je zwei sich auswärts neigenden g.
rechts von W. und R., links von B. und W. geteiltem Eoggcnäliren; zwei gleiche Achren, aus d. Schildes!usse
Fluge, ein doppelschw. g. Löwe wachsend. — Decken: sich erhebend — Kleinod: Zwischen offenem f f Fluge
rs. — bs. ein mit d. Knaufe auf d. Hclinkrono pfalweise gestelltes
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1792 Schwert mit g. Parirstange. — Decken: bg. — Schild-
für Stefan Sörös. haltor. Je ein geharn. Alann mit Eiscnhelm sammt offe-
(Adanii, Scuta Gent. Tomo X.). nem Visire nnd r. Straussenfedern.
Ursprünglich italienisches Geschlecht aus Spannocliia
Sötör v. TApio-SAp. (Taf. 421). in Siena, Ende des XVIII. Jh., nach Oesterreich einge-
wandert.
W a p p e n : In von B. u. R. geteiltem Schilde oben Freiherrenstand 'österr), d. d. 1795.
ein doppelschwänziger g. Löwe schreitend in d. erhobenen
Rechten ein Schwert mit g. Parirstange haltend; unten, Ungar. Grafeustand, d. d. Wien, 25. Febr. 1825 fiir
drei (2,1) w. Lilien. — Kleinod: Kranich, in d. erhobenen Leopold.
Rechten einen runden Stein haltend. — Decken: bs. - rs. Ungar. Indigenat, (1. d. 1827 — Gesetz Art. 42 —
für Leopold Gral' Spannochi, k. k. Kümmerer n. Obcrst-
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. lieut.
15. Jänner 1659 (kundgemacht: Szölnok, Hevesur Ctt, (L. It. 65. 51. — M. N. Zsebk., 1888. I. 2 1 9 - 2 2 0 . -
J4.Maj I.J.; für Franz Söter, für seine Ehefrau Urssla Pap, Gritznor AI., Grafonalbum).
für d. Stiefsohn Franz Szeredy mit d. Ehefrau Katharina
Repäs, für den Bruder Michael Böter mit der Ehefrau SpAnyi. (Taf. 421).
Ursula Eördeögb, u. mit den Söhnen: Thomas, Johann,
Franz u. Benedikt Söter. W a p p e n: In B. ein Pelikan im Neste mit d. Schnabel s.
•UNGARISCHES ADEL. 595

Brust ritzend u. mit d. heraustropfenden Rluto drei Junge Emerich u. Stefan Spech, lassen ihren Adel im Ara-
atzend. — Kleinod: DieSchildflgur. — Decken: hs. — rs. der Ctte publiciren.
Ein Geschlecht „Spänyik" aliter Spänyi, gehörte dem (Adami, Scuta Gent.).
Adel des Trentschiner Ctts an und tritt 1690 in Kis-
Cserna. 17_'8 in Noosova, im genannten Ctte auf. Indes-
sen, treffen wir bereits sub d 1017 Kristine Pälffy im Spfegeliteld (Mälz. v.). (Taf. 421. 422).
Komorner Ctte un, als Wittwe des Andreas Spänyi. Wappen, v. 16S9: In S. gegen ein aus spitzem r.
1803 erscheinen, gelegentlich d. Adelsconscribirnng Dreiberge t welcher mit einer w. Lilie belegt erscheint;
im Trentschiner Ctte. Andreas, Josef u. Anton Sp:inyi; ragendes w. Patriarehenkreuz anspringend, je ein gekr.
1837 werden auf Drsköcz genannt: Andreas n. Anton g. Greif. — Zwei Helme: 1. Vier w, r. g. fr Straussen-
Spilnyi ec. federn. - Decken: rg. — II. Der linksstehende Greif
(Siegel. - N. J. X. 328). des fchildts. das Patriarchenkreuz mit d. Vorderpranken
haltend. — Decken: rs.
Nimiijul. (Taf. 421). (L. R.).
W a p p o n , freihorrliches: In f f eine mit einer r.
W a p p e n : In B. auf gr. Hiigel oin doppelschw. g. Lilie belegte, bis zur Mitte reichende, abgestutzte w.
Löwe, in d. erhobenen Rechten drei gr. bestengelte, gr. Spitze auf welcher die kais. H.iuskrone gestellt erscheint,
beblätterte w. Litten haltend. — Kleinod: Burg. — die mit einem s. Patriarchcnkreuze besteckt ist; dagegen
Decken: bg. — rs. beiderseits anspringend, jo eiu g. Greif. — Drei Helme:
Stefan Spanyol 'ob dem vorstehenden Geschlechte I. G. Greif wuchsend, mit d. Vorderprauken einen vier-
angehörig ist mir nicht bekannt), war geb. zu Martonos. eckigen goldnmrahmten Spiegel haltend. — Decken:
Er geräth 1552 gelegentlich der Verteidigung v Temes- flg. — II. Sieben w, r, w, g, fr, g, f f , Straussenfe-
v:\r, in türkische (u-fangenschaft, aas welcher sicli der- dern. — Decken: frg. - frs — III. G. Greil' wucli-
selbe, auf wunderbare Weise, wieder befreit. seud, das Patriarehenkreuz haltend. — Decken: frs.
(Gemaltes Wappen. Gyöngyöser Album. Blatt. 7. Die Brüder: Johann .Matz, Hofdicucr des Erzherzoges
d d. 1IJ73. — Istväuffy, Rist, uud Forgäch Fr, Com- Carl v. Steiermark und Christof, in österr. Militärdien-
mentarii). sten. erhalten sub d. Glan, 29. Xobr. 1583 vom genann-
ten Erzherzoge, einen Wappenbrief.
SpAtii). (Taf. 421). Oesterr. Adelstand, sub d. 10. Maj 1020 und 20.
Sptbr. 1626.
Wappen, a): In B. ein doppelschwänziger g. Löwe, Ritterstand mit „v. Spiegulfeid- sub d. 2. Novb.
in d. Linken drei r. Rosen haltend. — Kleinod: Der 1629. -
Löwe wachsend. — Decken: bg. Ung. Indignität (mit dem Wappen wie sub a) bla-
(Gemaltes Wappen n. Siegel d. d 11. Aug. 1700 des sonirt d. d. 1689 für Job. Jak.
Gabriel Spätay, Domherr v. Neutra). Freihcrrenstand, d. d. 1. Juli 1765 für Franz Xaver
W a p p e n , b): In von R. ued R. gespaltenem Schilde Mätz v. Spiegelfeld.
vorne aus gr. Dreiberg ragend ein gr. belaubter Baum In Oesterreich, unter d. Namen .Freiherren v. Spie-
um dessen Stamm eine n. Schlange mehrfach geringelt gelfeld" blühendes Geschlecht.
erscheint, hinten auf gr. Dreiberge, der Löwe des Stamm- (Gemaltes Wappen).
wappens.
(Gemaltes Wappon u. Siegel d. d. 1704 u. 1707
mit geistl. lndiguien des Gabriel Spätay, als Abt v. Sl»iclenlH'rg v. Hailiisliilva. (Taf. 422).
Jänosi.
Johann Späthay (ob zum vorstehenden Gcschlechto W a p p e n : In fr ein linksaufspringender g. Löwe,
gehörig ist mir nicht bekannt), hatte eine Tochter, welche dessen Hals v einer gekr. Schlange mehrlach umringelt
dio Ehefrau des Nikolaus Süos do Sovär (1353) war. erscheint. — Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken: fr g.
(Vergl. auch N. J. X. 305). Zipser Adelsgeschlecht, auch anderwärts vorkommend.
Adels- u Wappenbrief d. d. Prug, 20. Oktober 1615
für Samuel Spillemberger, Arzt zu Leutschau. Sollen
Spct'li. I. (Taf. 421). aus Westfalen stammen uud bewohnten d. Ctte v. Zips
u. Leutschan.
W a p p o n : In von R. und R. guviertetem Schilde David (ein Sohn des Adelscrwerbers), erscheint gleich-
1) ein g. l'assionskrenz; 2 u. 3 ein achtstrahligcr g. falls ais Arzt zu Leutschau u. Lichter, im J. 1672.
Stern; 4) ein doppelschw. g. Löwe, in d. erhobenen Rech- Stanislaus Spielenbcrg, tritt 1688 auf; ein anderer David,
ten einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — kommt i. J 17.">0 vor.
Kleinod: /wischen offenem fr Fluge, der Löwe wach- Schrieben sich auch „Spielenberger" u. führten hie u.
send. — Decken: rg. — bs. da den Wahlspruch: „Dum Spiro Spero',.
Adels- und Wappeubrief v. König M. Theresia, d. d. (.Leg. C. — Sieho auch: Arch., Ert. 1888. April
Wien, 175-1 (kundgemacht: Miskolcz, RorsoderCtt, 1. J.) Heft.' - N. J. X. 329;.
für d. Gebrüder Ueorg u. Andreas Spech.
(Orig., Conv. Arch. Jäszö, durch J. v. Csoma).
Nltinolii. (Taf. 422).
Npcch, II. (Taf. 421).
W a p p e n : In durch einen in drei Reihen von
W a p p o n : In geviertetem Schilde 1) in R. zwei W. und R. geschachten Raiken von G. geteiltem Schilde,
aufwärtsgerichtetc, gekreuzte g. Schaufeln: 2) in G. aus d. oben eine gesenkte rote Dornspitze. — Kleinod: Hervor-
Spaltung ragend ein r. gew. f f Adler; 3) in S. ein einwärts brechender, gekr. fr Adler. — Decken: rg.
aufspr. n. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Streit- Rei Maurice, kömmt ein vermehrtes Spinola-Wappen
kolben haltend; 4) in lt. eine g. Weizenähre. — Kleinod : vor. Die Marquis Spinola, sind italienischen Ursprunges
Der Löwe des Feldes 3 — Decken: rg, — frg und mutmasslich, bereits erloschen.
Adels- u. Wappenbrief v. Köuig Franz I., d. d. 1793 Ungar. Indigenat, d. d. 1681. — Gesetz Art. 82 —
für Johann Spech für Julius Spinola.
596 •UNGARISCHESADEL. 596

(Nach dem in Farben emailirten Wappen, anf der mengefülltes g. Füllhorn. — Kleinod: Zwischen offenem
Orig. Toison Herolds-Collane in der k. k. .Schatzkammer t t Fluge, das Füllhorn. — Docken: rs — bg.
zn Wien). Adelsgeschlecht, d. Ctto v. Bihar u. Bekcs
Adels- u. Wappenbrief v. König M Theresia, d. d.
Kplenji v. Miliiiltl. (Taf. 422). 8. Oktbr. 1765 (kundg.: Biliarer Ctt, 8. Jänner 1766) für
Johann Stäche, Apotheker zu Grosswardein n. 1766 Rich-
Wappen: In B. anf gr. Boden ein n. Bär. mit d. ter der genannten Stadt.
Vordertatzen ein beschriebenes offenes Buch haltend. — (Coli. Ilerald. No. 158. — N. J. X. 354-356).
Kleinod: Zwischen wechselweise von G. und B. geteilten
Hörnern ein Wasservogel, welcher auf einem auliiegendeu Stalily. (Taf. 422).
Fische stehend, diesem mit d. Schnabel die Stirnseite
aufzuhacken erscheint. — Decken: bg. — rs. W a p p e n : In durch einen, mit einer g. Mittags-
Angeblich ans Tirol stammendes Geschlecht, welches sonne zwischen zwei sechsstrahligen g. Sternen belegten
seit d. XVI. Jabrhnnderte in l'ngarn, einst treu zur r. Balken, von B. und W. geteiltem Schilde, oben in
Reformation gehalten hat. einem w. Schrägbalken oin schräggerichteter v. einer
Die ununterbrochene Stammreihe, beginnt mit Jakob gr. Schlange nmringelter Stab, unten über gr. Boden
Splenyi (vormals .Neuszel"). welcher als evang. Priester, auf braunem Rosse mit r Decke scheinbar sprengend
um 1640 herum lebte. ein b. bekl. Mann mit Pelzkalpag sammt r. Sacke, in
Adels- u. Wappenbrief d.d. 1655 für Illes, Jeremias d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
u. Jacob, Söhne des vorstehenden Jakob I. stange , mit d. Linken die Zügel haltend. - Kleinod:
Freiherrenstand mit d. Prädikate „v. Mihäld" d. d. G. Greif wachsend, in d. erhobenen Hechten den schlau-
Wien, 2. Febr. 1735 für Gabriel Splenyi. Reiter-Oberst genumwundenen Stab haltend. — Decken: bs. — rg.
u. für seine Kinder: Ladislaus-Ignäcz, Franz-Josef, Ga- Im XVII. Jh., aus Donan-Eschingen nach Ungarn
briel-Anton, Maria, Sofia n. Eva. eingewandertes Geschlecht.
(L. R. 37. 342. - M. N. Zsebk.. BPesth, 1888. I. Georg Stahl (III.), ein Sohn des Georg IL, und En-
425—428. - X. J. X. 331- 339 u. 919). kel des eingewanderten Georg I.. - war geboren zu
Pestli, i J. 1755 nnd wurde vom K. Franz, sub d. 1797
SpAner. (Taf. 4*22). mit zuglcicher Umänderung seines ererbten Geschlechts-
nainens in „Stülily", in d. nngar. Adclstand erhoben.
W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Dreiberge, das mit Er war ein hervorragender Arzt, sowie sich auch
einem Palmbanme besteckte nngar. Laudeswappen, ersterer sein Vater n. Grossvater, diesem Bernte gewidmet hatten.
belegt mit einer wagrecht gerichteten Steiusäule. — Ebenso erwählten, der Sohn (des Georg I I I ) , Ignacz
Kleinod: Der Palmbaum mit d. Säule. — Decken: und der Enkel (Sohn des Ignacz) Georg IV. den ärzt-
bg. — rs. lichen Strnd — also fünf Generationen in ununterbro-
Adelsgeschlecht des Zipser Ctts, nunmehr vornehm- chener Reihenfolge, welche einem u. demselben Berufe
lich in Abauj vorkommend. gefolgt waren.
Adels- u. Wappenbrief d. d. 1702 (kundg.: Gömörer (Coli. Herald, u. Adami, Scuta. — X. J. X. 356-368. —
Ctt, 1. J., u. Zipser Ctt 1725) für Anton Spöner, Ober- Wurzbach Const. Dr. v. Biog. Lex. ec.).
notar v. Kesmark, auch mehrmals Abgeordneter des
Landtages. Stalner. (Taf. 422;.
(N. J. X. 839-341).
W a p p e n : In von G. nnd R. geteiltem Schilde oben
S r e l c r v. Nzimda. (Taf. 422). ein r. gew. tt Adler, unten auf g. Blätterkrone ein
geharn. geh Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g.
W a p p e n : In B. ans gr. Dreiberge sich erbebend drei Parirstange haltend. — Kleinod: Zwischen offenem,
v. einer linksgekehrten s. Mondessichel u. von einer un- rechts von t t G., links von W. nnd R. geteiltem
tergehenden g. Sonne überhöhte, gr. bestengelto, gr. be- Fluge, der Arm. — Decken: rs- — t t ff*
blätterte w. Lilien, die mittelste besteckt mit einer Adels- n. Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
Taube. — Kleinod: Die Lilien ohne Taube. — Decken: Wien, 12. Febr. 1714 für Martin Mainer u Genossen.
rs. — bg. (Nach d. Orig., im Raaber Ctts Arch , Coli. Herald.
Adels- u. Wappenbrief mit d. Prädikate „v. Beszterczo" Nr. 639).
v. König Maximilian, d. d. Wien, 22. März 1569
(kundg.: Xeutraer Ctt. 1570) für d. Gebrüder Johann, Sfainleiu v. Saali'iiKlt'iii. (Taf. 422).
Caspar u Melchior Sehretter.
Die Sreter (Schrötter, Schretter : dann rSchretter do W a p p e n , freiherrl. v. 1817: In geteiltem Schilde
Novizolio") waren schon vor der Adelstandverleihung v. oben in B. ein wachsender w gekl. Mann mit Vordcr-
1509 in Ungarn (den Bergstädten] ansässig, sollen früher scliurz nnd hohem spitzem Hnto (Berg-Knappe), in d.
das Prädikat „v. Wohgemuthsheim- geführt haben, nnd erhobenen Rechten einen Berghunimcr d. Linke in d.
nahmen dann, bei Ablegung des frühem Prädikates, auf Hüfte gestützt haltend; unten sechzehiimal von t t und
Grund einer erfolgten k. Donation, dasjenige „v. Szanda" W. gcschacht. — Kleinod: Aus t j w. Wulst wachsend ein
bleibend auf. g. Greif, in d. erhobenen Rechten einen sechsstrahligen g.
Sie kamen ( u. kommen bezw annoch) in d. Ctten v. Stern haltend. — Decken: t t w - — Schildlialter : Jo ein
Zülyom. Neograd ec., vor. g. Greif, mit d. Sterne in d. Rechten.
(N. J. X. 342-354 u. 919j. (Nach d. ung. Orig. Dipl. d. d. Wien, 22. Aug.
1817. - L. R 64. 59).
Stach«. (Taf. 422;. W a p p e n , gräll. wie vorstehend, mit folgenden
Veränderungen: Der Bergmann erscheint liier geklei-
W a p p e n : In von W. und B. gespaltenem Schilde det und ohne Vordcrschurz, dergl. Mütze n. gelbbraune
vorne auf einer, auf n Wellen liegenden, gelliigeltcn b. IIoso; der Stern, kömmt bei il. Schildhaltern nicht vor.
Kugel stehend eine nackte Jungirau einen r. Schleier (Grit/.ner 31., Grafenalbuin;.
über d Ilanpt wallen lassend iGöttin Fortuna); hintan Bayerischen Ursprunges.
ein v. einem breitendigen g. Kreuzlein überhöhtes, blu- Freiherrenstand (bayur.) d. d. 28. Sptbr. 1815.
UNGARISCHER ADEL. 597

Ungar. Indigenat. d. d. 1827 — Gesetz Art. 89 — ein v. einer g. Sonne und v. einer s. Mondessichel über-
für Ednard Raren Stainlein (sammt Nachkommen), k. höhter, r. gekl. Mann mit gr. Gürtel, hohen g. Stiefeln,
bayer. Gesandter in Wien. Pelzkalpag mit r. Sacke n. umgürtetem Krummsäbel, in
Grafeustand (bayor.), d. d. 28. (30.) Maj 1830 für d. erhobenen Rechten einen Stab, in d. gleichfalls erho-
d. Verstehenden. benen Linken einen r. gesiegelten w. Brief haltend. —
Erlauhniss zur Führung des Grafentitels in Ungarn, Kleinod: Der .Mann wachsend, in d. Rechten eine Wei-
d. d. 1841 für die Wittwo des obigen Ednard, geb. Freiin zengarbe, in d. gesenkten Linken einen f f Riemen hal-
Susanna Rosa Heilenbach de Faczola u. für die Kinder: tend. -- Decken: bg. — r.s.
Solia-Caroline Louiso (geb. 1818 + 1886). Ludwig-Karl- Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
Georg-Cornelius (geb. 1819 t 1867), Malvina (geb. 1822 1720 für Martin Stankovics.
f 1878) Leontine u. (»tto-Ludwig-Oskar. Hierher gehören: Josef, 1774 Reamter in Selmecz-
Otto Ludwig Oskar Graf Stainlein v. Saalenstein Bänya n. Katalin, v. 1782-1804 Ehefrau des Josef
(geb. 1830| war noch vor kurzer Zeit oder ist noch ge- Mocsüry.
gegenwärtig begütert, in Folsö-Szemercd, Honther Ctt. (Coli. Herald. Xo. 446).
(M. N. Zsebk. I. 18S8. 220-221).
Staukovit-K. II. (Taf. 423).
NlimeiovifH, siehe: Ktanoievics.
Slaiiislavü-s. (Taf. 422). W a p p e n : Gespalten, hinten geteilt; 1) in G. ein
r. gew. f f Adler; 2, in B. ein v. einer g. Mittagssonne
W a p p e n : Durch einen w. Balken, welcher mit den überhöhter, gekr. gr. Hügel; 8) in R. über einem w.
lat. f f Ruchstaben P. I{. E. F. (Pro Rege Et Fide) be- Welleubalkeu iFlussi und gr. Boden, zwei v. einer Sichel
legt erscheint, — scbräglinks geteilt von B. und R.; mit g. Handhabe überhöhte g. .Weizengarben. Klei-
oben in der linken Schildesecke ein sochsstraliger g. nod: Zwischen oirenem ff Fluge ein g. Löwe wachsend,
Stern; nnten anf einem g. Rosse scheinbar sprengend ein in d. erhobenen Rechten einen Kminmsäbei mit g. Pa-
geharn. Mann sammt Eisenhelra mit r. Straussenfedern, rirstange, in d. vorgestreckten Linken drei g. Weizen-
in d. erhobenen Rechten ein nach rückwärts abilatterndes ähren haltend. — Decken: f f g . — bg.
g . Banner, mit d. Linken die Zügel haltend. — Kleinod:
eharn. geb. Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g.
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d.
1792 lür Johann Staukovich.
Parirstange haltend. — Decken: bg. — rs. (Adami, Scuta Gent., Tomo XI).
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
1746 fiir Nicolaus Stanislavich, im Vereine mit seineu Nlankwvirs, siehe: S/.taukovics.
Geschwistern.
Der Adelserwerber Nikolaus, früher tit. Bischof v.
Nicopolis, dann , (d. i. von 1789) Bischof v. Csamid, Slanajevit-N. (Taf. 423).
starb i. J. 1749. W a p p e n : In B. auf gr. Dreiberge ein Kranich, in
Johann u. Georg Stanislavich, lassen sub d. 1771 d. erhobenen einen runden Stein haltend. — Kleinod:
ihren Adel im ATader Ctte publiciren. Der Kranich. — Decken: rs. — bs.
(Coli. Herald. Xo. 121. — Pray, Hierarcliia. 11.340). Adels- u. Wappenbrief d. d. 1751 für Arsenius
Stanojevics.
NlauisMauIjcvicli. (Taf. 422). (L. R. 42. 102).

W a p p e n : In von B. und W. geviertetem Schilde SlaiiNilli. siehe: Ilurväl Ii - Stanslth.


1 u. 4 ein einwärts aufspr. g. Löwe in d. erhobenen
Rechten ein Schwert mit g. Parirstange: 2 u. 3 ein Ktarheiuberg. (Taf. 423).
einw. gek. f f Rabe, im Schnabel zwei l'almzweige hal-
tend. — Kleinod: Der Löwe des Feldes 4, wachsend. — Wappen, vermehrtes, altes. grSfi.: Geviertet mit
Decken: bg. — ffs. von W. und II. geteiltem Mittelschilde, worin oben ein
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. wachsender b. Panther, mit Flammensangen aus Rachen
1763 für Theodor Stanissauljevich u. Ohren; dann 1; von W. und R. gespalten; 2) in von
(Coli. Herald. No. 42). 11. und W. fünfmal geteiltem Felde ein b. Sparren (auch
mit eingebogenen Seitenrändem); 3) in R. ein pfalweise
gestürzter (auch schräg gerichteten s. Anker mit g.
SlanissavlcvUli. (Taf. 423 . Spitzen und g. Ring; 4) in G. eine gekrönte, mehrmals ge-
krümmte (auch schräglinksgerichtete) f f Schlange. —
W a p p o n : In von B. und G. geviertetem Schilde Drei Helme- I. Wechselweise von W and R. geteilte,
1 n. 4 zwei v. einem breitendigen g. Kreuzlein überhöhte, kreuzweise n. schräge mit einem g. Rande sammt zwei
mit d. Ellbogen gegeneinander gekehrte, pfalweise ge- Schleifen zusaiuuiengeknüfte Hörner. — Denken: rs. —
stellte, geharnischte, gebogene Arme je in d. l aust einen II Der Panther, hier gekrönt, d. Rücken besteckt mit
Krummsäbel haltend; 2 u. 3 gegen zwei in ihrer Mitte einem fünfmal (auch sechsmal) gespitzten Kamm mit
gekreuzte Lauzen anspringend, je ein r. Löwe. — Klei- eben so vielen Pfauenspiegeln. - Decken: bs. — III.
nod: R. Löwe, mit d. Vorderpranken eine Lanze vor d. Geschlossener, wie Feld 2) gezeichneter Flug. — De-
Mitte des Leibes haltend. - Decken: bs. - rg. ckcD • rs*
Adels- u. Wappenbrief v. König Franzi., d. d. 1<92 (Rajcsanyi Ad, Wappemnscr. im RA BPesth .
fiir Demeter n. Georg Stanissavlevicb. Wappen, später vermehrtes, grlfl.: Wie vorstehend,
(Adami, Scuta Gent., Tomo XI). mit folgenden Aeuderungen: Der Panther, hält hier in d.
erhobenen Rechten einen lorbeerumwuudenen Degeii, in d.
Slaukovit-K. I. (Taf. 423). gesenkten Linken einem vom Rumpfe getrennten Tür-
kenschädel beim Schöpfe; im unteren Felde, zeigt sich
Wappen: In R. über gr. Schildesfuss (Boden), der von der Kais. Krone überhöhte Buchstabe L. Der
worin w. Kühe, Ziegen u. Lämmer scheinbar weiden (!!), Anker des Feldes 3., ist nicht gestürzt u. schräge ge-
am Fusso eines hohen w. Felsens anf welchem eine w. richtet — Kleinod: Hinter fünf gespiegelten Pfauenfe-
Burg mit gewölbtem Thore und r. bedachtem Thurme,
150
IV. 15.
598 •UNGARISCHES ADEL. 598

dem die alte Bastei der Stadt Wien, u. aus derselben NB. Es hatte bereits ein sicherer Andreas Steini-
wachsend, der Panther wie vorstehend; dahinter, der nicher, von Seite des Königs Karl III., i. .1. 1738 oin
Gipfel des St. Stefansthnrmes, mit dem neu aufhaben- gleiches Wappon mit dem Unterschiede erhalten gehabt,
den spanischen Kreuze und dem scheinbar herabfallenden dass auch der Löwe des Schildes drei Waizonähren n.
Otomanisehen Mond- u. Stemzeichon. keinen Pfeil hält.
Dieses Wappen (mit dem höchst unheraldischen (Siehe: Adami, Scuta ec.).
Kleinode», wurde dem berühmten Befreier von Wien,
Ernst Biidiger, sub d. Wien, 28. Novb. 1686 verliehen Ntclik. (Taf. 423).
und ging dann, nach Erlöschen seiner Linie, auf seinen
Schwiegersohn. Franz Anton Graf Starhemberg über. Es W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein Strauss, in d.
ist dasjenige, der i ausser der fürstlichen Linie) einzig erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange
noch blühenden Linie zu Eschelberg, u. z. des von Josef haltend. — Kleinod: R. bekl. Mann mit Pelzkalpag
Franz Xaver (t 1774) abstammenden Zweiges. sammt r. Sacke, in d. erhobenen Rechten einen Krumm-
Gritzner (Grafenalbum), blasonirt ähnlich. säbel mit g Parirstange, d. Linke in d. Hüfte gestützt
Die Fürsten v. Starhemberg, führen ein gleiches haltend. — Decken: hg. rs.
Wappen wie vorstehend, im Felde I. jedoch, der obere Adelsgeschlecht des Wieselburger Ctts.
Teil der St. Stefans Kirche aus d. Bastei ragend, wie Franz Stelik. tritt v. 1825—1830 als Vicegespan des
beim vorst. Kleinode, der Thurm aber, auch mit dem, eben genannten Ctts auf.
v. dem Doppelkreuze überhöhten Doppeladler besteckt.— Erscheint nach „StehHk" geschrieben.
Fürstenhut ü. Fürstenmantel. (Spl-agidiothek der k. k. herald. Gesellsoh., Wien).
(S. auch: Hoheneck, II. 504 u 501 allwo zweierlei
Starhemberg-Wappen gegeben erscheinen). Meltosel v. Kni>in. (Taf. 423).
Aus Steyermark stammendes, uradeliges Geschlecht,
welches i. J. 14ü7 den Freiherren- am 3. März 1034 den W a p p e n : Iu W. aus einer dreizinnigen Mauer
B.-Grafen und (in einer Linie) am 13. Novb. 1703 den wachsend ein Mohr mit einer abllatternden, zweizipfligen
R.-Fiirstenstand erhielt. r. Stirnbiude, die Arme in d. Hüften gestützt — Klei-
Ungar. Indigenat, d. d. 1(555 — Gesetz Art. 110 — nod: Der Mohr. - Decken: ttw.
für Johann Bichard. NB. Die Mauer, erscheint auch fortgelassen, die
Ungar. Indigenat. d. d. 1723 — Gesetz Art. 123 — Decken, auch blau-golden tingirt.
für Thomas Gundakar Guido, Konrad. Maxmilian, Guu- Adelsgeschlecht des Heveser Ctts. Michael Steösel
dakar n. Franz Josef, Alle, Grafen v. Starhemberg. de Bapin, erscheint i. J. 1682; Christof Steöszel de Ra-
Sind im Neutraer Ctte begütert. pin (t 18. Juni 1754) 1712 als subst. Vicegespan v. He-
(Hoheneck, wie oben. — Oelportrait mit Wappen, ves u. Kiilsö-Szölnok urk. genannt; JosefS. v. B. (t 1815)
in d. Bildergallerie zum Kremsinünster. — Maurice. — tritt von 1798 bis zu seinem Ableben, als Oberkapitäu v.
M. N. Zsebk.. 1. 1888. 221-z22. — Siehe auch: Die Jiiszkün auf. Derselbe, pflantzte mit seiner Ehefrau, einer
Pfarre Bildstein bei bregeuz u. des Feldmarschalls geb. v. Majliitb, sein Geschlecht, bis auf die Gegenwart
Maximilian Josef Graten v. Starhemberg (f 10891 Stif- fort.
tung u. Grabmal. Mitthlg. der k. k. Central-Com- [Gemaltes Wappen des obigen Christof. — Gyön-
mission für Kunst u. Erhaltung der Baudenkmale. XII. gyöscr Album, im Besitze der Franciskaner zu Gyüngyüs.
L. 1. 1807). Blatt 30. — N. J. X. 365. 919. — Siegel d. d. 1682
mit lnit. (M. S. D. E.) des Michael Steössel],
KU'Hiuiits. (Taf. 423).
W a p p e n : In B. durch einen Fluss scheinbar SK'iiäu d e K a g j v ü r a d . (Taf. 423).
auf w. Rosse schwimmend ein gr. gekl. Mann mit
hohen g. Stiefeln und ff. Kalpag, in d. erhobenen Rech- W a p p e n : In B. auf g. Blättorkrone ein g. Löwe,
ten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, mit d. Liuken iu d erhobenen Bechten einen Krummsäbel mit g. Pa-
die Zügel nnd ein r. Banner haltend. — Kleinod: Der rirstange haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. —
Mann wachsend. — Decken: grs. — rg. Decken: bg. — rs.
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. Adelsgeschlecht der Ctte v. Biliar u. Zemplin.
1020 für Paul Steffanits. Franz Stcpiin, tritt 1646 als Kapitän v. Tokay auf.
(Adami, Scuta Gent., Tomo XI). Dieses Geschlecht, welches mit Josef, i. J. 1862 im
Zempliner Ctte auftritt, war noch vor kurzer Zeit (oder
Sleiliuiovit», siehe: SU'iiliHiiovics. ist noch gegenwärtig) begütert in Mark u. Bsiska im
genannten Ctto. .
Steiiiburg, siehe: Fiblncr v. Stelnbnrg. (Gemaltes Wappen. Familienbuch. — N. J. X.
365-366).
Stelnivber. (Taf. 423).
W a p p e n : In von B. und S. geteiltem Schilde ein KU'i>Iiuuovic». (Taf. 428).
von G. und B. geteilter g. Löwe, iu d. erhobenen Bech-
ten einen geilitschteu Pfeil schräglinks gerichtet haltend. W a p p e n : Geteilt, unten gespalten; 1) in S. über
— Kleinod: G. Löwe wachsend, mit drei Weizenähren gr. Boden auf einem Rosso mit r. Decke gegen drei
in d. erhob. Bechten. — Decken: rg. — bs. Rohrkolben scheinbar reitend ein Mann mit b. Bocke,
NB. Diese Tingirung, ist gegen alle Regeln der gr. Monte, g. Gürtel und f f Hute, in d. erhobenen
Heraldik; der Löwe hätte in v e r w e c h s e l t e n Tink- Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, mit d.
turen, d. i. von S. und B. dargestellt werden sollen. Linken die Ziigcl haltend; 2) in G. auf einer b.
Adels- nnd Wappenbrief v. König M., Theresia, d. Kugid, dio Göttin Fortuna, einen r. Schleier über d.
d. Pressburg, 28. Oktober 1741 (kundgemacht: Patak, Haupt wehen lassend; 3) in B. auf gr. Dreiberge ein
Zcmpliner, Ctt, 20. Sptbr. 1742 n. Miskolcz, Borsoder v. einer g. Sonne und v. einer s. Momlossichel begleite-
Ctt, G. July 1765; für Franz Steinicher. ter g. Löwo, mit d. Vorderpranken einen s Anker vor
(Orig., Ctt A. Borsod). d. Mitte des Loibes haltend. — Kleinod: Zwischen olfe-
•UNGARISCHES ADEL. 599
nem "4|. Fluge der Mann wachsend, hier in d. Rechten Ntelluer v. .UnkkoN-IIetyr. (Taf. 424).
einen Streitkolben, d. Linke in d. Hütte gestützt hal- W a p p e n , adel.: Unter einer r. Spitze mit eingebo-
tend — Decken: bs. — bg. genen Seitenrändern gegen welche je ein einwärts-ge-
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1797 kehrter g. Greif aufspringt, — in B. aus gr. Boden
für Iiasilins Stephanovics. sich erhebend eine v. einem sechsstraligen g. Sterne
Ein anderes Geschlecht dürlte jenes gewesen sein tiberhöhte, spitze w. Felsengruppe. — Kleinod: R. gew.,
(oder sein;, welches am 11. Jnly 1780 init Johann Ste- t } Adler wachsend. — Decken: bg. — rs.
phanovics , von Seite des Fressburger Ctts, ei» Adels- Adels- u. Wappeubrief v. König Ferdinand III., d.
zcuguiss erhält, welches am 15. Oktbr. 1781 im Krassöer d. Pressburg, 1. April 1655 (kundgemacht: Oedenburger
Ctte kundgemacht wurde. Ctt, 20. März. 1656 u. Pesth, Pesther Ctt, 8. Maj 1737)
(L. C). für Johann Stettner, für seine Ehefrau Rosa Henfnagel,
für d. Kinder: Rosa, I'uul, Stefan, Johann, Friedrich u.
Slcrc/,. (Taf. 424). Maria und für d. Rrüder Georg.
(Leg. C. Ctt. A. Pesth, Actor. I'olit. läse. I.).
W a p p e n : In von W. uud B. geteiltem Schilde auf Freiherrenstand österr.), v. Kaiser Frauz Josef I.,
gr. Roden ein Kranich, in d. erhobenen Rechten einen d. d. Wien, 1. Oktober 1853 für Matcus Stettner v.
runden Stein haltend. — Kleinod: Der Kranich. — De- Makkos-Hetye, k. k. Hofrath der bestandeuen k. ung.
cken: rs — bg Hofkanzlei, uls Ritter des St. Stefans-Ordens.
Adels- u Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1718 Adelsgeschlecht, d. Ctte v. Pesth, Oedenburg u.
für Teolil Stercz. Weszprim.
(Coli. Herald. Nr. 516). Die freiherrliche Linie, scheint erloschen zu sein.
(Nach d. Orig. Concepten des k. k. Adelsarchives,
Stcriiu-us/.U.v. (Taf. 424). Wien. - N. J. X. 369-379;.
W a p p e n : In R. auf g. Rlättcrkrone stehend ein Stibor, richtiger Mtiliorlri. (Taf. 424).
ganz in R. gekl. Mann mit g. Gürtel, Pelskalpag sammt Wappen, a) Iu R. zwischen zwei auswärtsgekehrteu
r. Sacke uud g. Stiefeln, iu d. erhobenen Rechten einen g. Mondessicheln. ein unten abgebrochenes Schwert mit
Krummsäbel mit g l'arirstange haltend, d. Linke in d, g. Parirstange, oder auch, eiu freischwebendes Krenz-
Hüfte gestützt. — Kleiuod: Zwischen einem fr Fluge ein g. lein. — Kleiuod: Ein aus zwei übcrciuaiidergekchrten,
Löwe wachsend, in d. erhobenen Rechten einen Krummsä- mit d. Hörnern nach autwärls strebenden g. Mondes-
bel haltend. — Decken: bg. — rs. sicheln hervorbrechender, feuerspeiender Drachenkopf sammt
Pressburger Adelsgeschlecht. . Hals. — Decken: rg?
Andreas Stermenszky, erhält vor d. Jahre 1/88 eine (Siegel d. d. 1395 des Siebb. Wojwoden Stibor v.
Donation auf Szäsz im genannten Ctte; Caspar Ster- Stiboricz. nach Wagner, Coli, geneal. dec. I. — Siegel
menszky, tritt 1759 als ord. Iudex nobil., des vorstehenden d. d. 1S97. In Nyäry Vezerf. IV. 34., fehlt der Drachen-
C'tts auf kopf u. erscheinen als Schildhalter, zwei Engel;.
(Siegel mit Init. des Caspar. - Gemaltes Wappen. W a p p e n : b ) : Iu geviertetem Schilde 1 u. 4 das
— Rel. M. Not nova. Huug. II. 234). Stainmwappeii wie vorstehend, 2 u. 3 der Drachenkopf,
einwärtsgekehrt
Niemberg. (Tat 424;. (Siegel d. d. 1410 des Johaun Stibor, Rischof v.
Erlau. — S. Wagner, Coli., wie oben;.
W a p p e n : In R. ein achtstraligcr g. Stern. — Wappen, c.i: Wie vorstehend, mit folgenden Unter-
Kleinod: Aus halbgeschlossenem b. Fluge brechend, der schieden : Die beiden Mondessicheln der Felder 1 u. 2
Stern. — Decken: bg. . , . werden (bei Hinweglassung des Schwertes; v. einem
NR. Der halbgeschlossene 1-lug, wird lue und da, Krcuzlein überhöht; der feuerspeiende Drachenkopf, er-
auch vorne blau, hinten gülden tingert.gemeldet, was scheint aus einer Scheibe (so! i wachsend u. reehtsgekehrt.
aber nicht richtig ist. I'aprockiego Polski, bringt als (Rajcsauyi Ad, Siegelcopien im R. A. Rl'esth, nach
Schildfigur der Freiherren v. Stemberg, einen seeüs- Siegeln d. d 1410 desselben Rischofcs Jobann).
NR. Die Tincturen des Stammwappens, sowie das
s t r a l i g e n Stern und als Kleinod, einen Flauenbusch Schwert als solches, basiren auf d. Bericht v. Const.
was gleichfalls, unrichtig zu sein scheint, da Albertus Reichenau (Siebb. Adel), wonach sich Dersolbe, auf das
de Sternberg, bereits sub d. 1520. (siehe das Siegel mit Wappeu „Ostoja" beruft, Der „quadrirte" Schild, wie
voller Umschrift, im Ii. A. RPeith), mit dem genauen, sub b.) und c.) vorgeführt, ist eiue Zusamnionzichnng
completen Wappen wie oben blasonirt, siegelt. (bezw. Vierung) des Stammwappen mit dem Kleinode,
Dio Sternberg, gehören überhaupt zu jenen Geschlech- wie wir, analogen Fällen, in d. ung. Heraldik u. ins-
tern, welche ihr ererbtes Blason, niemals vesandert haben. besondere, bei Siegeln der höhern Geistlichkeit, schon
In Rühmen, Mähren u. Oesterreich domicilircndes, wiederholt u. auch in dem vorliegenden Werke begegnet
altes vornehmes Geschlecht. , .... sind (Vergl.auch: Csergheö-Csoina, Alte Grabdenkmäler
Bestätigung des alteu Grafenstaudes, d. d. Wien, in Ungarn. BPesth, 1890. Pag. 6ÖU.79;. — Das Schwert
24. 2. 1661.
Bestätigung ^ Erblande,
für d. Reich- und d. ,, || , d.i d.
i zwischen den Halbmonden, wurde wiederholt auch als
Wien, 26. July 1662. „Kreuzlein' (was auch das Richtige zu sein scheint) —
oder als „Krone-1, die beiden Gegenstände des Kleinodes
aber, bald als „Mondessicheln'', als „Scheiben", ja sogar
B E S ^ ^ ä ^ T d . Wien, 8. Novb. 1719 als „Jagdhörner", — in Wort u. Rild beschrieben. Keines-
für d. Hanns Sternbcrg-Rudelsdort. falls" herrscht hier noch die erwünschte Klarheit.
Ungar. Grafenstand (nach Gritznur), d. d. Wien, 16.
Von den Ostoja, aus Polen stammendes Geschlecht,
" , U l > Mitglieder des vorstehenden Geschlechtes, erscheinen mit dem Prcssburger Obergespan Stybor v. Styboricz,
in frühem Jahrhunderten, auch iu Ungarn. bereits mit Ende des XIV. Jh., iu Ungarn auftretend.
(Gritzner M., Grafeiialbmu. - Viele Siegel;. Seine Rrüder Peter u. Andreas, legen 1389 den
Unterthaneneid in Ofen ab.
Der vorgemeldete Andreas, schreibt sich sub d.
Nlcrubeiiu, siehe: C'iech v. Ktcrnheini.
600 •UNGARISCHES ADEL. 600

1386: „Nos A ndrens Podczesje de Stibor/.iz, Capitaneus Helme: I u. III. Drei rsr. Straussenfedern. — Decken:
Trenchin nee non Dominus castri Uhronycz*. rs. — II. Die Taube wio oben. — Decken: bg. — Schild-
Der älteste Bruder Stibor, erhält im Vereine mit halter: Je ein geharnischter, schwertnmgürtetcr Mann,
seinen Brüdern Andreas u. Nikolaus, i. .1. 1388 die Burg mit r. befederten Helme und umgehängtem Säbol mit g.
Beczkö oder Bolondöcz, wird darin 1301 bestätigt und Parirstange.
tritt bereits 1396 wie auch noch i. d. Jahren 1412. 1414 NB. Noch ist mir folgendes Stipsicz-Wappen bekannt:
als Wojwode v. Siebenbürgen auf. Dersolbe, schrieb sich Unter r. Schildeshaupte und einem w. Balkon, ersterer
sub d. 1410: „Stiborus Vojvoda Trans.vlvanus Trichinii, belegt mit der ung. St. Stofanskrone, — in B. auf gr.
Bistriciae, et Nitriae Comes, totinsque terrae Povaziae seu Boden ein doppclscbw. Löwe in d. erhobenen Beeilten
Vaganae Dominus." einen Säbel, in d. Linken ein I'atriarchenkrenz haltend.
Dieses Geschlecht, erlosch i. J. 1434 mit dem Sohne Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
des vorstehend aufgeführten Wojwoden, welcher 1412 als 3. Sptl>. 1662 für Georg Stipsicz.
Oberstkammerdiener genannt erscheint. Freiherrenstand (österr.), v. Kaiser Franz, d. d.
(N. J. X. 370-872). 18. März 1S06 für Josef Stipsicz (geb. Oedonburg, 15. 8.
1755 f 16. Sptb. 1831).
Ungar. Freiherrenstand, d. d. Wien, 9. Febr. 1821
SliellU'l. (Taf. 424). für Josef (derselbe), k. k. General der Cavallcric, Comman-
W a p p e n : In von G. und B. geviertetem Schilde deur des St. Stefans-Ordens. — Donation anf Ternova im
1 u. 4 unter mit zwei nebeneinander gereihten g. Sternen Arader Ctte. sub d. 1820 für d. Vorstehenden.
belegtem r. Schildeshaupte auf gr. Dreiberge einwärts- Josef Philipp Stipsicz Freiherr v Ternova, ein Sohn
gekehrt, hier eine r. gew., auffliegende w. Taube, dort des 1847 f Freiherren Josef II (und Enkel des Frcihorrcn-
eiu Kranich, in d. erhobenen Reckten einen runden Stein standerwerbers Josef I.), ist vermält mit Sarolte Reviczky
haltend; 2 u. 3 über gr.Schildesfuss (Boden) ein v. drei v. Revisnye und Vater eines Sohuos.
scbräglinks übereinander gereihten, r. besamten w. Rosen Karl Stefan Freiherr v. Stipsicz (gob. 1847), der
überhöhter w. Wellenbalken (Fluss). - Kleinod: Zwischen jüngere Bruder des Josef-Philipp, war vor mehreren
offenem Fluge welcher rechts von G. und R., links von B. Jahren noch unvermält.
und W. geteilt, — hier mit einem sechsstraligen Sterne, Von der adeligen Linie dieses Geschlechtes, starb
dort mit einer Rose (beiderseits, in verwechselten Tink- Ferdinand, i. J. 1820.
turen) belegt erscheint, ein breitendiges g. Kreuz. — (L. R. 64. 532. - M. N. Zsebk. I. BPesth, 1888.
Decken: rg. — bw. 429. — Vergl. auch: Wnrzbach Const. Dr. v., Biogr.
Adels- n. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. Lex. XXXIX 5 3 - 5 6 - N. J. X. 373—374).
1765.
(Adami, Scuta Gent.). Stockliaiunieru. (Taf. 424).

Stift. (Taf. 424). W a p p e n : Geviertet mit g. Mittelschilde, worin ein


r. Stierkopf mit g. Nasenring; dann 1.) in S. ein gekr.,
W a p p e n : In von G. und S. gespaltenem Schilde fliegender t t Adler; 2.) in G. ein t t Schrägbalken;
vorne ein ans d. Spaltung ragender, r. gew. Adler, 3.) in B. auf t t Rosse ein r. gekl. baarhäuptiger Mann,
hinten eine v einem w. Tatzenkreuze überhöhte, unten v. in der erhobenen Rechten einen Streithammer haltend;
je einem fiinfstraligen b. Sterne begleitete, gestürzte b. 4.) in S. zwei b. Falken, der eine auf braunen Eisen-
Spitze. — Schildhalter: Je ein Löwe. stabe liegend, aus welchen, links unten ein trockener
Uesterreicliisclies Adelsgeschlecht, im Mannesstamme . Ast, worauf dor andere Falke. — Drei Helme: I. Der
erloschen (mit Theodor Baron Stiit, Enkel des Freiherren-
standerwerbers Andreas Josef?) oder aber dem Erlöschen
f dler, stehend. — II. Der Stierkopf. — III. Wachsendes
(auch radschlagendes) t t Ross. — Decken: tt 8 - — ttS-
nahe. Angeblich aus Nürnberg stammendes Geschlecht,dessen
Andreas Josef Stift, geb. Röschitz in N. Oe., 1760 erstbekannter Ahnherr Johann (gob. 1459), im J. 1523
(als Sohn bürgerl. Eltern), f Schönbrunn, 16. Juni 1836 gestorben sein soll. Sein Sohn Leonhard (1485 f 1Ö50),
erreicht 1784 die Doctorenwürde, wird 1796 Hofarzt, Sekretär des K. Karl V., soll am 10. März 1524 den Adel
1798 wirkl. Leibarzt des Kaisers Franz, — 1802 aber erhalten haben.
Hofrath und i. J. 1813 wirkl. Staats- u. Conferenz-
Rath. Die Gebrüder Johann (geb. 1530) und Alexander
Stockbammer. Söhne des vorstehenden Leonhard, erhiel-
Freihcrrenstaiid •österr.) v. Kaiser Franz I., d. d. ten am 10. Novb. lf>78 den ritterinässigen Adelstand.
27. Aug. (Ausfertigung vom 4. Oktb.) 1814 für d. vor-
stehenden Andreas Josef. Franz, (ein Sohn des Johann-Adam Stockbammer),
Ungar. Indigenat d. d. 1827 — Gesetz Art. 40 — der Phil. u. Mcdicin Doctor. k. k. Hofarzt cc., wird sub
für Andreas Josef Stift. d. 23. Aug. 1701 v. Kaiser Leopold I., in d. Ritterstand
erhoben. Sein Sohn Josef-Anton, erhält am 10. März
(Viele Siegel. — Siehe auch Wurzbach Const. Dr. v. 1734 v. Kaiser Karl VI., den R. Freiherrenstand.
Biogr. Lex. XXXIX.).
Erbl n. österr. Grafenstand d. d. Wien 15. 1. 1777
für Josef Edl v. Stockhammern, k. k. Mundschenk.
Stii>Mi<-z v. Ternova. (Taf. 424;. Ungar. Indigenat, d. d. 1791 — Gesetz Art. 73 —
fiir Josef Johaun Graf Stockhammern.
W a p p e n ; adeliges: In B. auf gr. Boden ein doppcl- Erloschen zu Hütteldorf bei Wien, am 8. Aug. 1858
schwänziger g. Löwe in d. erhobenen Rechten einen mit Herman-Ludwig Gf. St , Enkel des Grafcnstander-
Krummsäbel mit g. Parirstange, in d. Linken eine r. ge- werbers, Josef Johann.
waffnete w. Taube mit gr. Oelzweige im Schnabel hal- Sie besasson bedeutende Güter, in d. Ctten von Bekcs,
tend. — Kleinod: Die Taube. — Decken: bg. — rs. Csongräd und Csauiid.
(N. J. X. 374). Erscheinen richtiger „Stockhammern" (und nicht
W a p p e n , freiherrliches, v. 1821: Von II. und B. Stockhammer) geschrieben.
geteilt; oben die ungar. St. Stefauskrono, unten der Die Blasonirong, ist in iliron Detnils, mit Vorsicht
Löwe des Stammwappens, hier in der Linken eine gr. aufzunehmen.
bestengelte, gr beblätterte w. Lilio haltend. — Drei (Sicho auch: N. J. X. 374—875).
UNGARISCHER ADEL. 601

Mtognr. (Taf. 424). (Nach d. Orig. Concepten des k. k. Adelsarchives


Wien. - M. N. Zsebk., I. 1888. 529-530).
W a p p e n : InB. auf gr. Boden zwei gegen einander
anfspr., doppelscliwänzige g. Löwen. — Kleinod: Taube, Stoleaevleli. (Taf. 425).
im Schnabel drei Kornähren haltend. — Decken: bg.
— rs. W a p p e n : Durch einen von G. und f f gcschachten
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. Pfal gespalten, hinten geteilt; 1.)[In Ii. eine pfalweise
Wien. 5. März 1660 (kundg.: Pressburger Ctt, 6. Sptb., gerichtete Sclavenkette; 2.) in R. ein wachsender g. Löwe,
1. J.) für Andreas Stogar, fiir seine Ehefrau Catharina, in der erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange
für d. Kinder: Georg, Catharinau. Elisabeth, für Michael haltend; S.) in B. drei i2, 1) byzantinische Münzen. —
Stogiir aliter Gaszapy u. für dessen Ehefrau Catharina, Kleinod: Rechts von S. uud R., liuks von f f und G. ge-
mit d. Kindern: Faul, Georg u. Jakob. teilte Horner. — Decken: f f g . — rs.
(Log. C. Ctt. A. Pressburg.). Adels- n. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
1760 für Stefan u. Johann Stojcsevich.
Ntoj&uuvitM, I. (Taf. 425). (Coli. Herald. Xr. 24).
W a p p e n : Geteilt, oben gespalten; 1.) in R. eine
SlojUn. siehe: Sztojkn.
aus n. Wolken brechende g. MorgenBonuc; 2) in B. aus
n. Wolken links hervorkommend, ein Blitzstrahl: 3 ) in
Stopftu 2. ( I V . 425).
W . auf n. Wellen ein mit drei r. bewimpelten Masten
versehenes Segclschiif. — Kleinod: B. Banner. — Decken: W a p p e n : In geviertetem Schilde 1.) in S. ein r.
rg. — bs. gew., gekr. tf Adler; 2.) in B. auf gr. Drciberge eine
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1792 von zwei sechsstrahligen g. Sternen überhöhte, r. gew.,
für Philipp Stojanovits. w. Taube, im Schnabel einen gr. Blätterzweig haltend;
(Adami, Scuta Gent, tomo XI.) 3.) in R. ein doppelschwänziger. gekr., g. Löwe; 4.i in
S. ein gekr. gr. Dreiberg, überhöht v. drei r. Raiken. —
KtojftnovifM, II. (Taf. 425). Kleinod: Drei wrb. Straussenfedern. — Deckeu: f f s .
- bs.
W a p p e n : Iu B. eine von d. beiden .Schildesrändern Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
aufsteigende g. Spitze mit eingebogenen Seitenräudcrn, 11. July 1722 fiir Johann stopani.
darin aus gekr gr. Dreiberge wachsend ein b. gekl. (L. C.;.
Mann mit g. Gürtel u. Pelzkalpag, in d. erhobenen
Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, d. Linke StOfflnger. (Taf. 425).
in d. Hüfte gestützt haltend: gegen d. Spitze anspringend,
je ein s. Löwe, einen s. Anker vor d. Mitte des Leibes W a p p e n : Unter g. Schildcshaupte welches mit
haltend. - - Kleinod: S. Löwe wachsend, in d. erhobenen einer wagrecht aufliegenden Turnirlanze (deren Spitze
Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — durch einen gr. Blätterkranz gestossen erscheint; — be-
Decken: bg. — rs. legt ist, gespalten von W. und B ; vorne ans g. Blätter-
Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1797 krone ragend eine mit einem sechsstrahligen b. Sterne
für Georg Stojanovics. besteckte n. Hirschstange, hinten auf gr. Dreiberge ein
(L. C.). w. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit
g. Parirstange haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend,
Klojitiiovic» III., v. LacranA». (Taf. 425). mit den Vorderpranken die Hirschstange des vordorn
Feldes haltend. — Decken: bs.
W a p p e n , freiherrl.: In B. über gr. Boden auf Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1801
einem grauen Rosse sprengend welches r. gezäumt u. für Michael u. Mathias Stöffinger.
mit r. Sattel- sowie g bordiirter r. Decke versehen er- (Adami, Scuta Gent, tomo XI.J
scheint, ein in d. beiden Schildoberecken v. je eiuem
sechsstrahligen g. Sterne begleiteter, geharnischter .Mann gtttlir. (Taf. 425).
mit Eisenhelm sammt drei r. Straussenfedern, mit beiden
Fäusten der erhobenen Arme, einen Speer in d. Rachen W a p p e n : In von G. und B. goviertetom Schilde
eines am Rücken liegenden, g.-gr. Drachens zu stosseu 1 n. 4 ein aus d. Spaltnng ragender, r. gew., f f Adler;
scheinend. — Kleinod: Zwischen offenem, rechts von S. 2.) ein hoher spitzer Fels; 3.) ein einw. aufspr. w. Bracko,
und B., links von G. nnd B. geteiltem Fluge ein ge- mit g. Halsband. — In der Mitte, ein mit einem Fische
bogener geharnischter Arm, in d. Faust einen Krumm- (Störe) belegter w. Wellenbalken (Flnss). — Kleinod:
säbel mit g. Parirstange haltend. — Decken: bs. - bg. Zwischen einem n. Geweihe, ein sechsstrahliger g. Stern.
— Schildhalter: Je ein g. l.öwe. — Wahlspruch mit g. — Decken: f f g . — bs.
Lettern, anf b. Bande: Avide Et Fide. Sächsisches Geschlecht aus Siebenbürgen.
Ursprünglich serbisches Geschlecht. Adels- u. Wappenbrief v. König Franz I , d. d.
Adelsbrief u. Kön. Donation auf Laczunäs, imTemcser 1802 fiir Franz Stöhr, Concipist bei der k. nng. Hof-
Ctte, v. König Ferd. V., d. d. 1835 für Johann Stojano- canzlei. Johann Nep. Stöhr, erscheint bereits i. J. 1796
vics. Die Publieation, erfolgte am 24. August 1. J., im als Sekretär bei d. siebb. Kammer genannt.
Krassöer Ctt. (N. J. X. 377—378. — Adami, Scuta.)
Freiherrenstand (österr.), v. Kaiser Franz Josef I.,
d. d. Wien, 6. März lÖüO (Dipl. Ausfert., Wien, 15. Maj SU-iiuKH«'iiltHrg, siehe: A r » v. Nlritiissoiiburg.
18(10) fiir den Obigen.
Der Frcihcrrnstanderwerber Johann, geb. 1793 j Strebel. (Taf. 425).
18Ö3) erzeugte mit seiner Ehefrau. Eulalia Plavsicz, den
Solm' M lad eil (geb. 1829 f 1S66) welcher vermält mit W a p p e n : In von G. undB. schräggoteiltem Schilde
Constanze Freiin von Millutinowie-Milvosky von Woichsel- vorne drei w. Wellenbalken, hinten auf gr. Boden ein
burg, der Vater der Söhne: Johann, Georg u. Jv:in t f Löwe in d. erhobenen Rechten einen mit w. Rosen
wurde. besteckten gr. Blätterkranz haltend, mit der Linken ein
151
IV. 15.
602 •UNGARISCHES ADEL. 602

Schwort mit g. Parirstange zn Boden senkend. — Klei- von einom sochsstrahligcn g. Sterne iiberhöhto w. Burg,
nod: Der Löwe wachsend. — Decken: bw. — f f g . mit r. bedachtem Thurine und offenem Tliore. — Klei-
Adels- n. Wappenbrief v. König Leopold IL, d. d. nod: R. gew. f f Adler. — Decken: rw. — bw.
1790 fiir Josef Strebel (3tröbl), Notar des Syrmier Ctts. Adels- n. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
(L. B, Nr. 55. Pag. 832). August, 1766 fiir Sigmund Strobel, Giiterdirector, Archi-
var ec, des Fürston Bntthyäny.
Streit. (Taf. 425). (Coli. Herald. Nr. 159.)

W a p p e n : In geteiltem Sehilde oben in von W. und Strobl, III. (Taf. 426).


B. schräglinks geteiltem Felde vorne ein n. Löwe in d.
erhobenen Bechten einen Krummsäbel haltend, unten ein W a p p e n : In von G. und f f geviertetem Schilde
über einem Streitkolben gekrenzter Krummsäbel; unten in 1 u. 4 ein gr. Löwo in d. erhobenen Bechten einen Krumm-
R., ein gr. Dreiberg. — Kleinod: N. Löwe wachsend, in säbel mit g. Parirstange haltend; 2 u. 3 ein aufspr. g.
in'd. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir- Boss. — Kleinod: Zwischen rechts von G und Gr., links
stange haltend. • Decken: rs. — bs. von :jf und G. geteilten Hörnern, der Löwe wachsend. —
Adels- u Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1797 Decken: grg. — flg.
für Johann-Heinrich Streit. Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold II., d. d.
(L. K.). Wien, 14. Novb. 1791 für Martin Strobl, kön. Statlialterei-
Consipist und für s. Bruder Josef, Salz-Perceptor in Tar-
Strigner. (Taf. 425). kiiuy. deren Vater, 5IJ Jahre teils beim k. k. Militär, teils
bei der Kammer gedient hatte.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein Kranich, in d. (Orig., Ctt. A. Ungvürj.
erhobenen einen runden Stein haltend. — Kleinod: B.
bekl. geb. Arm, in d. Faust eine Schreibfeder haltend. — Strttbl. siehe: Strebel.
Decken: rs. — bg.
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1718 Stoltenberg. (Taf. 426).
für Andreas Strigner.
Gömörer Adelsgeschlecht. W a p p e n , altes und gräfl., a.): In f f ein gestürz-
(Adami, Scata Gent, tomo XI.). ter Anker mit g. Tauenden. — Kleinod: Sechs (3, 3)
liier w., dort f f Straussenfedern. — Decken: ffs.
Strilieb. (Taf. 425). •Aehnlii'h. blasonirt Gritzner. — Die dort vorzufin-
dende Bemerkung, wegen „Tauende" u. „Zopf" beruht
W a p p e n : In von B. und B. gespaltenem Schilde auf Irrthum).
vorne drei durch eine g. BKitterkrone gesteckte Weizen- Wappen, vermehrtes: In von i f nndG. quadrirtem
ühren; hinten ein b. gekl. Mann mit g. Gürtel und daran Schilde 1 u. 4 das Stammwappen wie vorstehend, 2 u. 3
befestigtem f j . Krummsäbel, fl: Kalpag und hohen g. ein f f Wurm. — Zwei Heimo: I. Zum Stammwappen. —
Stiefeln, mit beiden Händen einen Pfeil aus einem Bogen Decken: f f s . — II. Sechs (3, 3) hier g., dort t t Straus-
abzuschiessen scheinend. — Kleinod: Der Mann wachsend. senfedern. — Decken: f f g .
— Decken: bg. — rs. (Siehe auch: Bartsch Zacliar., Steierm. Wappenb. v.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. J. 1567).
1790 für Anton n. Peter Strilich. W a p p e n , grälliches, b.): (Juadrirt von f f und G.
(Adami, Scuta Gent. XL). mit r. Mittelschilde, darin ein gestürzter s. Anker mit
drei s. Strichen und g. Tauende i fiir Aukerstein); dann 1 n.
Stringer. (Taf. 425). 4 das Stammwappen wie oben; 2 u. 3 ein f f Wurm (für
Wurmberg). — Drei Helme: I. Wie vorstehend, doch in
W a p p e n : In W. ein oben von zwei gr. Dreiblättern, verwechselten Tincturen. — Decken: tfw. — II. Die
unten v. einem dritten solchen Dreiblatte begleiteter, er- Figur des Stamm Wappens auf rw. Wulst, darauf, eine
niedrigter r. Sparren. — Kleinod: Zwischen offenem, mit sechs wrwrwr. Straussenfedern besteckte g. Krone.—
rechts w., links r. Fluge, das Dreiblatt. — Docken: Decken: rw. — III. J_f Drache. — Decken: f f g .
rs. — grs. Uradeliges u. vornehmes, nnnmehr im Grafenstande
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. blühendes, Steiermärkisches Geschlecht.
28. Oktober 1741 für Peter Stringer. Albreclit II., verleiht im Vereine mit seiner Gattin
(L. Ii. Nr. 39. fol. 210). Johanna geb. Gräfin v. l'firt, sub d. 4. Febr. 1347 dem
Ulrich v. Stubenberg, ein „goldein Poschl'1 auf d. Helm,
Strubel, I . (Taf. 42G;. — ein Kleinod, das den Habsburgern wegeu l'firt gehörte.
Dies ist die älteste bekannte Wappenbesserung, eines
W a p p e n : In von B. und B. geteiltem Schilde ein österr. Bcgentcn.
auf gr. Boden aufspr. n. Hirsch, mit nach rückwärts ge- Nach der stattgehabten Vormiilung (1432] des Leu-
wendetem Kopfe. — Kleinod: Zwischen offenem f f Fluge, told v. Stubenberg mit d. Erbtochter Agnes v. Pettau,
der Hirsch wachsend. — Decken: rs. — bs. nahmen die Descendentcn, das vermohrto Wappen (b) auf.
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. Die noch lebenden Stubenberg der Karpfenberger Linie,
1741 für Johann Strobel u. für den gleichnamigen Bru- führon das Stainuiwappeu (a« fort.
dersohn. Ungar. Indigenat, d. d. 1655 Gesetz Art. 119 —
(L. R. Nr. 39. 715). für Wolf u. Johauii-Williolm Frcilicrrn v. Stubenbcrg.
Sind gegenwärtig, auch in Ungarn, Szekelyhid, be-
S t r o b e l , II. (Taf. 426). gütert.
(St. Christofen am Arlperg Bruedersch. Buoch.
W a p p e n : Iu von R. n. B. geviertetem Schilde l u . Wppmscr., im Haus-Hof u. Staatsarch. Wien, Bl. 22. —
4 ein über gr. Dreiberge scheinbar aufliegender, einer auf- Bcck-Widuianiistettcr, über Archivo in Kärntheu 85. —
gehenden g. Sonne zustrebender n. Adler; 2 u. 3 auf w. Oelportrait mit Wappon, i. d. Bildorgnllcrie zu Kreras-
Dreifelsen eine v. einer liuksgekchrteu s. Mondessichel u. mllnster).
UNGARISCHER ADEL. 603
Stimulier. (Taf. 426). (Leg. C. Ctt. A. Ungvär. Act. Polit. Nr. 54. fasc. 126
d. d. 1725. — Szirmay, C. Zemplin not. top. 117;.
W a p p e n : In R. ein dreimal (zweimal nacli oben n.
einmal nach nnten), gebrochener w. Raiken belegt mit Stiiriuaiiu. (Taf. 426;.
drei auffliegenden r. Amseln. Der Raiken wird oben v. W a p p e u : Mann auf n. Boden stehend, in d. er-
einem g. Sterne, unten r. einem wagrecht aufliegenden hobenen Rechten einen Krummsäbel, d. Linke in d. Hüfte
Krummsäbel, dessen Spitze nach rechts gewendet ist, be- gestützt haltend. — Kleinod: Zwischen offenem Fluge,
gleitet. — Kleiuod: Geschlossener, vorne blauer, hinten zwei gekreuzte Schlägel.
roter Flug, belegt mit einem sechsstraligen g. Sterne. N. Sturman, tritt bereits i. J. 1697 als Cnterkapitän
— Decken: bg. — rs. v. Tokay auf.
Adels- u. Wappeubrief v. König Karl III., d. d. In Zemplin, erscheinen die Sturman als Grund-Be-
28. Oktober 1741 ITlr Georg Stummer, der sich als sitzer, zu Beginn unseres Jarhunderts.
Huszaren-OiTizier. in vielen Feldzügen ausgezeichnet. (Siegel mit Init Arch. Csoma. — N. J. X 387).
Dieses Geschlecht, im Honther u. Pressburger Ctte
begütert, führt seit neuerer Zeit, den Kamen „Ipolyi"
oder „Jpolyi-Stummer." Stürgh zu Ilalbeiiraiii. (Taf. 426).
Arnold v. Ipolyi-Stummer, geb. 20. Oktober 1823 zuerst Wappen, a): Geviertet; 1. u. 4 von f f und G.
Bischof v. Neusohl, dann Bischof v. Grosswardein. k. k. geteilt; darin auf gr. Boden (Dreiberge) ein r. gew.
w. Geh. Rath, Direktions-Mitglicd der ungar. Akad. d. flugb. Storch in verwechselten Tinkturen, im Schnabel
Wissenschaften, ec., starb am 2. Dzbr. 1886 zu Gross- eiuen g. Ring haltend; 2 u. 3 in w. Rauchwerk ein r.
wardein uud war einer der verdienstvollsten Gelehrten Pfal. — Kleinod: Der Storch mit d. Ringe, (auch halb-
unseres Vaterlandes. kreisförmig) geteilt von G. und f f . — Decken : f|g.
(Nach d. Orig. - Geneal. Taschcnb. d. adel. Häuser, Wappeu. gräfl.: Schild, wie vorstehend. — Drei
Brünn, 1882. VII. Pag. 496-499. - N.J. X. 382 -386). Helme: I. Zwischen offenem, von f f und G. geteiltem
Fluge, der Storch des Feldes I., ohne Dreiberg De-
Stnimrieh. (Taf. 426). cken : f f g . — 11. Zwischen rechts von f f und G., links von
R. und W. schräge, bezw. schrä^links geteilten Hörnern,
W a p p e n : In R. auf gr. Hiigel ein v. einer links ein mit einem g Krönlein besteckter, wie Feld II. ge-
gekehrten s. Mondessichel u. von einem sechsstraligen g. zeichneter, hoher, spitzer Hut mit f f Stülp. — Decken:
Sterne begleiteter Storch , in d. erhobenen Rechten einen tlg- — rs. — III. Drei wrw. Straussenfedern. — De-
ruuden Stein haltend. — Kleiuod: Der Storch. — Decken: cken: rs.
bg. — rs. Als erstbekaunter Ahnherr erscheint Hanns Stiirgkh
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d.d. genannt, welcher circa 148" zu Donaustauf, bei Hegens-
Wien, 15. July 1682 (kundgemacht: Steinaulanger, Eisen- berg, iu Buiern lebte.
burger Ctt, 30. Slaj 1633) für Thomas Stuparicli u. für Von seinen beiden Söhnen, Jörg und Ulbrich, welche
seine Rrüder: Stefan, Andreas, u. Peter. um d. Jahr 1509 nach Steiermark kamen, kaufte der
Dieses Geschlecht, auch ,,8ztuparich", u. „Ztuparieh" Erstgenannte, laut Urbar, d. d. 1532 die Herrschaft
feschricben, war oder ist noch gegenwärtig begütert, in Plankenwart bei Gratz. vom Freiherren Andrä Ungnad
cn Cttn v. Eisenburg, Trentschin u. Bars. und erhielt v. Kaiser Karl V., sub d. 6. Maj 1546 die
Paul v. Sztuparich, tritt 1748 in Xemes-Mitiz auf; Freiheit, mit rotem Wachs siegeln zu dürfen.
Stefan u. Johann, erscheinen i. J. 1768 iu Dresköez; Die beiden Söhne des vorstehenden Jörg, als: Georg
Stefan, Peter, Franz u. Florian Sztnparich, 1837 gleich- und Christof, gründeten zwei Linien. Während die
falls im genannten Orte. ältere, mit den Enkeln des Gründers erlosch, pflanzte
(Leg. C. — N. J. X. 879). Christof, sein Geschlecht bis auf dio jüngste Zeit fort.
Freiherrenstaud mit d. Prädikate „v. Plankenwart"
d. d. Ii'. Rai 1638 für Hanns Christof (Sohn des Chri-
Stur. (Taf. 426). stof I.i, sammt seinen 4 Schwestern.
Grafenstand, d. d. 5. Jnly 1710 für Franz-Rernhard
W a p p e n : In von G. und S. geviertetem Schilde Freiherr v. Stiirgkh. zugleich mit seinem Rrüder Georg-
1 u. 4 ein r. gekl. Mann mit w. Gürtel, # Stiefeln u. Christol', — Reido, Söhne des Hanns-Christof.
Pelzkalpag mit r. Sacke, iu der erhobenen Rechten zwei Reichsgrafeustand. Wappenbesserung und l'alatinat
Palmzweige haltend die Linke in d. Rüfte gestützt; 2 in der Primogenitur, d. d. 4. Nvbr. 1721. —
u. 3 aus gr. Roden sich erhebend ein Raumstamm mit Landstandschaften: 1703 iu Kärntheu u. Görz, 1704
rechts abgestorbenen, links grünenden Zweigen. — Kleinod: in Krain, 1720 in Tirol, Nieder- uud Obcrösterreich;
Dor Mann wachsend. — Decken: rg. — bs. 1725 in Böhmen u. Mähren.
Adels- u. Wappeubrief v. König Franz 1., d. d. 1792 Ungar. Indigenat, d. d. 1729 — Gesetz Art. —
für Josef Stur. 47 - für Georg-Christof u. Johann-Christof Stiirgkh.
(Adami, Scuta Gent, tomo XI.). (Reck-Widmanstetterscher Stammbaum, nach d. Orig.
Akten des gräfl. Stiirgh'schen Archives. — Bartsch Za-
charias. Steinmärkisches Wappenb. vom XVI. Jh.).
Stiirleez aliler NientmiklAu}. (Taf. 426).
.Stürmer. (Taf. 426;.
W a p p e n : In D. auf je einem beblätterten Zweigo
eines sich aus gr. Roden erhebenden Raumstummes gegen Wappen, frciherrl.: In R. ein nach aufwärts gebogener
einander gekehrt stehend, je ein Staar. — Kleinod: Ein g. Raiken. welcher oben v. einem ungekrönten, g. verzierten
Staar. — Decken: bg. — rs. s. Rosthelme, unten von zwei andern solchen Helmen be-
Adols- u. 'Wappeubrief v. König Leopold I., d. d. gleitet erscheint. - Drei Helme: I. Gekr. g. Löwe wach-
Pressburg, 25. July 1662 für Peter Bturlecz aliter Szent- send. — II. Gekr. f f Adler wachsend. — III. Mondessichel,
miklossy, adeliger Abstammung, sowie für s. Söhne: mit nach aufwärts strebenden Hörnern, — besteckt mit
Stefan, Victor. Johann u. Paul. zwei brillantirten Sorgatsch-Rcihern (oder Tschalcnks),
Adelsgeschlecht des Zcmpliner Ctts, auch „Szent- wie sie der Grossherr allein, bei feierlichen Gelegenheiten,
miklössy- (ohne „Sturlecz") genannt. auf dem Turban trägt. — Alle Decken: rg. — Schild-
604 •UNGARISCHES ADEL. 604

halter: Je ein geharnischter Msnn mit Eisenhelm sammt Ctt, 19. Novb. 1. J.) fiir Paul Suba, fiir seine Ehefran
r. Stranssenfcdern und mit abhängender Wehr. Magdalcne Söos, für die Kinder: Stofan, Johann, Puul,
NB. Das gräfliche Wappen ist, was den Schild be- Georg u. Elisabeth, sowie für d. Enkel Georg, Michael
trifft, dem vorstehenden vollkommen gleich und differirt u. Peter.
bloss in den Helmkleinoden. (Orig., Ctt A. Bereg, durch Klemer von Söos).
Angeblich aus Nürnberg stammendes Geschlecht,
welches sich im vorigen Jahrhunderte in Oesterreich SubU-li, I. v. P e r u « . (Taf 427).
(Wien) niederlieis.
Adels- u. Ritterstand, v. Kaiser Franz I., d. d. Wappen: Unten geteilter Flug, überhöht v. einer
Wien, 12. Juni 1801 für Ignacz Laurenz (Sohn des Josef Lilio und in d. beiden Schildesobcrocken begleitet v. jo
Adam) Stürmer, k. k. Hofrath, dann auch Gesandter bei einem sechsstraligcn Sterne.
der h. Pforte. (Siegel d. d. 18. oktb. 1494 des Christoforus Subith
Freiherreustand, d. d. Wien, 17. Maj, (nach Andorn, do Permi. R. A. BPesth, 34545).
am 27. Maj) 1S18 für den Vorstehenden. NB. Die Tinkturen, dürften (analoge d. Zrinyi-Stamm-
Ungar. Indigenat, d. d. 24. Novb. 1820 (bezw. d. d. wappen-Tinkturen) gewesen sein, als: rotes Feld, gol-
1827) für den Vorstehenden. dener Flug, goldene Sterne und w. Lilie.
Grafenstand, d. d. Wien, 9. Novb. (Dipl. Ansfert. Bis zum Erhalte der Kön. Donation, auf d. Burg u.
d. d. Wien, 27. Dzb.) 1842 für Bartholomäus Freiherr v. Graischait Brebir in Kroatien, führten die nachmaligen
Stürmer, k. k. geh. Rath, Internuntius bei der hohen Grafen v. Brebir. den Namen „Subich". Sio hatten diesen
Pforte ec., ältester Sohn des obigen Ignaz Laurenz. Besitz, bereits im Jahre 1222 inne, mit welchem Zeit-
Die gräfliche Linie, erlusch mit d. oben genannten punkte, auch ihre historische Laufbahn beginnt, n. ist es
Erwerber, die freiherrliche aber, später. wahrscheinlich, dass ihnen, diese erwähnte Donation, im
(Gemalte Wappen u. Siegel. — Siehe auch: N. J. X. eben besagten Jahre erteilt wurde.
887—389. — Dr. Jean Szendrei, Catalogue cc, de la Paul Brebiri, welcher sich sub d. 1303 „Banns der
colletion de bagues de Madamo Gustave de Tamöczy. Kroaten u. Herr von Bosnien11 schrieb und 1312 verstarb,
Paris, 1S89. Pag. 240). hatte vier Söhne, als: Mladen II. (1322), Georg (f 1380)
Paul n. Gregor.
Ktvrtiiik. (Taf. 427). Während Minden II., oliue Nachkommen verstarb,
die Linie des Georg bald erlosch, (ircgor aber, ohne
W a p p e n : In von G und B. geviertetem Schilde — Descendenz geblieben zu sein scheint, wurde Paul, der
die Kreuzung belegt mit einem g. Leopardenkopfe — Stammvater des nachmaligen, berühmten Geschlechtes der
1.) ein mit einer einw. gek. Eule besteckter, hoher, spitzer, Zrinyi.
w. Fels; 2.) auf gr. Boden eine Festung mit einem tiirk. Paul v. Brebir, Sohn des Banus Paul, siegelt sab d.
Wartthnrme anf dessen spitz zulaufenden r. Dache, eino 1322 (mit Umschrift 1 mit einem offenen Fluge als Schild-
mit d. Hörnern nach aufwärts strebende s. Mondessichel; nnd mit einem gekr. Adler als Kleinodfignr.
3.) Drei (1, 2) w. Lilien; 4.) ein doppelschwänziger r. („Sigillum Pauli Secundi Coinitis Tragusji." — Siehe:
Löwe, zwischen d. Vorderpranken eine brennende liombe Salamon Fr., wie unten, Pag. 205).
haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken: Paul Brebiri. welcher am 23. März 1340 (und ver-
rg. — bs. mutlilicli auch i. J. 13451 noch am Leben war, Btarb vor
Oesterreicbischcs Adelsgeschlecht. dem Jahre 1347. Mit ihm erlosch der Name (wenn anch
Freiherrenstand, v. Kaiser Franz I-, d. d. 4. Ang. nicht das Geschlecht) „Brebir "
1814 für August (I.) Stvrtnik, k. k. Generalmajor und Es ist zweifellos (worauf übrigens auch das Wappen
Artillerie-Brigadier, als Ritter des Marien - Theresien- weist), dass die hier behandelten Subich (Subitth, Subics)
Ordens. de Peraa, zu welchen auch Christoforus gehörte, welcher,
Ungar. Indigenat, d. d. 1836 — Gesetz-Art. 47 — wie oben blasonirt, sub d. 18. Oktober 1494 mit dem von
für den Vorstehenden. d. Lilie überhöhten Adlcrflnge siegelt, ebenso der gleichen
Er war geboren zu Wittingen in Böhmen. 1755 und Abstammung gewesen sind mit den nachmaligen Grafen
starb als k. k. Feldmarschalllieutenant und Hilitär-Com- v. Brebir, als wio die Zrinyi und die nun gleichfalls or-
mandant in Ofen in dieser Stadt, am 24. Oktober 1841. loschenen Mclith de Brebir, welche Beide, gleichfalls wie-
August I. Freiherr v. Stvrtnik, war vermält mit der, ursprünglich dasselbo Wappen d. i. den Fing ge-
Katharina Freiin v. lläering. u pflanzte sein Geschlecht führt hatten. (Vergl auch die Artikel n. Wappen: Mclith
bis auf die Gegenwart fort. u. Zrinyi).
(Wurzbacli Const. Dr. v.. Biogr. Lex. ec ). Nagy Jvän (Magyarorsz. csal. X. 390) berichtot, dass
noch gegenwärtig ein Geschlecht Suvich (so!) im Varas-
Subii, I. (Taf. 427;. diuer Ctte existirt, welches die Prädikate „v. Brebir u.
Vinodol führt.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r. gew. Storch, (Salamou Ferencz, Az alsö Zrinyiek Pcsth, 13<>5).
in d. erhobenen Rechten drei s. Fische gekrenzt haltend.
— Kleinod : Der Storch. Decken: bg. — rs. Knbit-Ii II., v. N a g y - K o l o n . (Taf. 427).
Adels- u. Wappenbrief v, König Ferdinand II., d. d.
Oedenbnrg. 15. Juni 1622 (kundg: Szolnok?) für Tomas W a p p e n : In B. anf gr. Hügel ein doppclschw. g.
Suba, für seine Ehefrau Agneto Chyeöke u. für d. Sohn Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g.
Andreas. Parirstange haltend. — Kleinod: Zwischen rechts von G.
(Orig., Ctt A. Abauj-Torna). und B., links von R. und S. geteilten Hörnern, der Löwe
wachsend, hier in d. erhobenen Rechten einen gr. Ool-
Kulm, II. (Taf. 427). zweig haltend. — Decken: bg. — rs.
Adelsgcschlccht, der Ctte v. Borsod n. Heves.
W a p p e n : In R. auf gr. I.Ireiberge ein aufspr. w. Paul Subic/. v. Kolon, tritt 1672 urk. auf; Franz
Widder. — Kleinod: Der Widder wachsend. — Deckcn: Subich, wird 1760von Seite des Ileveser Ctts, zur Kön.
bg. — r3. ung. Leibgarde entsendet; Georg Snbich, erscheint v.
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II. d. d. 1839 - 42 als Honorar Notar dos Ileveser Ctts.
Oedenburg, 29. Januar 1635 (kundgemacht: Ardö, Bereger (Adami, Scuta Gent Tomo. XII. — N. J. X. 390).
UNGARISCHER ADEL. 605

Ku<lürori<-H-<ijajii. (Taf. 427). Kuliiijri}. (Taf. 427).


W a p p e n; Iu R. ein mit einer b. Rose belegter w. W a p p e n : In B. ein doppelschwänziger g. Löwe, in
Ffal. — Kleinod: Rechts von R. und S., links von G. d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
nnd B. geteiltes, rechts, bezw. links abflatterndes stange haltend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. —
Banner. — Decken: rs. — bg. Decken: bg — rs.
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d, Adels- n. Wappenbrief r. König Leopold I . , d. d.
1751. Wien, 25. July 1659 kundgemacht: Trentschiner Ctt,
(L. R. Nr. 42 P. 125.) sabbato prox. ante Dnicarn Oculi für Mätäus Suhajdy,
für seine Ehefrau Snsanna Urbanovics. lür die Söhno
Sugli. (Taf. 427.1. Johann u. Michael sowie für Johann Rybarik u. Johann
Szvma.
W a p p e n : Iu W. auf einem b. Dreiecke stehend ein Der vorstellende Matäus, evang. Priester im Trent-
wilder Mann mit laubumgilrteten Lenden u. Laubkrone, schiner Ctt, tritt 1073 zum kath. Glauben über, convertirt
in d. erhobenen Rechten die untere, in d. von sieh ge- dann noch einmal u, erscheint 1078 als evang. Priester,
streckten I.inken die obere Hälfte eines entzweigebrochenen zu Szügv, im Neograder Ctte.
Krummsäbels mit Parirstange haltend. — Kleinod: Zwi- Adelszengniss v. Seite des Trentschiner Ctts, snb d.
schen offenem Jf Fluge, eine g. Sonne. Decken: rs. — bg. 27. Sptb. 1731 u 12. Aug. 1781.
Ein Zweig dieses Geschlechtes, erscheint im vorigen
Adels- n. Wappenbrief v. König Franz L, d. d. 1801
Jh., anch im Eisi-nburger Ctt.
für Georg Sugh.
Georg Suhajdy, lebt 1863 in Ofen. Derselbe hatte
Georg Sugh, tritt 1835 als Rechtsanwalt in Kroatien
zwei Söhne, mit Namen Georg u. Sigmund.
auf.
(N. J. X. 895-398).
(Adami, Scuta Gent. Tomo XII.;
Siijmiszky. (Taf. 427)
SütgliA v. liitiKsü. (Taf. 427).
W a p p e n : InB. aus gekr. gr. Dreiberge ragend drei
W a p p e n : Gebogener Arm die Ii and besteckt mit v. einer linksgekehrten s Mondessichel und v. einem
einem Vogel, welcher im Schnabel einen Blätterzweig sechsstraligen g. Sterne überhöhte g. Weizeniihren. -
hält. Kleinod: R. gew., flugb. w. Taube, im Schnabel drei
Aus d. Zempliner Ctto stammendes Adelsgeschleeht, Weizeniihren haltend. — Decken • bg — rs.
noch zn Beginn dieses Jarhundertes, auf Kazsu • -Kasuh" • Adels- u. Wappenbrief v.König Ferdinand III., n-d.
sowie auf Szomotor erbgesessen. Wien, 29. April 1031 (kundgemacht: Trentschiner Ctt,
Peter Sughö, erscheint bereits i. J. 16S1 urk. ge- feria 3. post fest. b. Francisci conl'. 16321 für Georg,
nannt; Stefan Snghö, zu Ende des vorigen Jarhundertes, Michael. Johann, Melchior u. Samuel Sojansiky.
Ein Zweig dieses Geschlechtes, tritt in den 30er Jah- Adelsgeschlecht aus Suja in Trentschiner Ctte, noch
ren auch im Neutraer Ctte auf. 1736 sowie 1745, 1768, 1837 im genannten Orte ange-
(A magyar. tört. ütvösmü-Kiiill. lajstr. Evöeszközök sessen erscheinend.
asztalra vafok. XVII—XIX. sziizad. Pag. 3. — N. J. X. Anton Snjänszky geb. l'esth 1815;, Pfarrer in l'esth
391—392). u. Propst, hat. sich als Schriftsteller einen Namen er-
worben. Kr war ein Sohn des Anton 1„ welcher als
Nulmytlii. (Taf. 427;. Rechtsanwalt zu Pesth. im Jare 18:19 verstarb
(Günther u. Grimm. — N. J. X. 398 - 399).
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein u, Löwe in d.
erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, Kiiky v. F e i * » - u. AlMÖ-Kauk. (Taf. 427).
in d. Linken drei Weizenähren haltend. — Kleinod: f f
Rabe. — Decken: bg. — rs. W a p p e n : In B. ein aurspringender Wolf, ein w.
Lamm im Hachen haltend. - Kleinod: Diu Sehildiigiir
Adels- n. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. wachsend, oder auch anfspringend. Decken: bg. — rs.
12. Aug. 1701 (kundgemacht: Losoncz, Neograder Ctt, Uradeliges Adelsgegchlecht ans Siebenbürgen welches
2ti. März 1708) für .iohann Suhayda. für s.Söhne Johann Namen u Prädikat, vom Orte Suk (Zsuk; im Koloscr
Mathias u. Paul n für s. Bruder Stefan Suhayda. Ctte hergeleitet hat.
Der vorstehende Johann, diärlte eine u. dieselbe Per- Albert u. Demeter Suky, — die Begründer der beiden
sönlichkeit mit jenem Johann Suhayda gewesen sein, Hauptlinien. — treten vor dem Jahre 1332 urk. anf.
welcher 1083 noch ein Getreuer Tököly s , später zum Erloschen ain II. März 1792 mit Ladislaus Suky
Katholicismus übergetreten sein soll. v. Suk. welcher in der Gruft der uuit. Kirche zu Klausen-
Adclszcugniss v. Seite des Bi'keser Ctts, d d. 10. burg begraben wurde. Derselbe war unvermiilt.
Dezb., 1720 für Johann II. (Sohn des Johann I.) Suhajda. (Vargvasi Daniel Gabor, A Vargy. Daniel Csalüd.
Adelszcugniss vom Bekeser Ctt, d. d. 15. Juni 181 ö 1888. Mscr. im Fam. Bes. - N. J. X. 399 - 402.;
'kundgemacht: lleveser Ctt., 24 Sptb. 1. J.) für Stefan,
Caspar u. Emerich (sammt Söhnen) Enkel des vorstehenden S i l i n , siehe: Su-hult-z.
Johann II.
Adelszengniss vom Hevcser Ctt, d. d. 4. Febr. 1824 S u l y o k v . L e k r a e u . Alsd-Üi»i|Mir. (Taf. 428).
für d. Gebrüder: Stefan, Emerich u. Adam Suhayda.
Adelszcugniss vom Gömörer Ctt, d. d. 1. Feb. 1787 W a p p e n a): Auf einer Blätterkrone, zwei gekreuzte
lür Paul n. Josef Suhayda. Schlägel. — (Grabsteinwappen).
Adelszcugniss vom Pesther Ctt, d. d. 9. Dezb. 1841 W a p p e n b): Zwei gekreuzte Streitkolben.
für Paul III. Suhayda. (Rajcsanyi Ad., Wappenmscr. im R. A. BPesth. —
Es wurden auch v. Seite der Ctte Kis-Hont u. Arad. Siegel d. d. 1652 mit Umschrift des Stefan Sulyokl.
im Verlaufe dieses Jarhundertes. Adelszeugnisse, für das l'radeliges Geschlecht des Szatiimärer Ctts, welches
vorstehende Geschlecht ausgegeben. die Ortschaft Lekcse, v. König Andreas II., als Donation
(N. J. X. 892—395). erhalten haben soll.
IV. 15. 152
606 •UNGARISCHES ADEL. 606

Die Sulyok, dürften ursprünglich in B:ies-Bodrog Trentscliin auf und erschien auch unter d. Adel des Zemp-
domieilirt haben. Georg S., tritt H47 als Ablegat des liner Ctts aufgeführt.
genannten Ctts auf. Ein anderer Gaorg, erscheint 1528 (Der Orig. Adelsbrief, erlag s. Z.. bei + Nicol v.
als Bischof v. Füm'kirchen. Szemere. — N. J. X. 311. — Szirmay, C. Zemplin, not.
Ein Zweig dieses Geschlechtes, übersiedelte nach top. 117.)
Siebenbürgen u. führte das Prädikat „v. Alsö-Szopor."
Hierher geliört: Emerich Sulyok, löTii Kanzler des Susxliik. (Taf. 428).
Kristof Bäthory u. Besitzer zu Doboka.
lX. J. X. 402—40S — Adatoka Sulyok csakid liem- W a p p e n : In geviertetem Schilde 1. u. 4 in W . ein
zedikrendöhez. Turul, IV. 1880 I. 41—42). einwärts gekehrter n. Leopard iu d. erhobenen Bechten
einen Streitkolben haltend; 2 u. 3 in von B. und Gr. ge-
teiltem Felde oben aus d. Teilung wachsend ein r. gekl.
Snplaliik}'. (Taf. 428). Manu mit f f Kalpag in d. erhobenen Bechten einen
W a p p e n : In geviertetem Schilde 1.) in B. ein ge- Krummsäbel mit g. I'arirsrange die Linke in d. II Ufte
harn. geb. Arm in der Faust einen Krummsäbel mit g. gestützt haltend; unten zwei w. Wellenbalken (Flüsse). —
Parirstange haltend, auf dessen Spitze ein mit einem w. Kleinod: Zwischen oll'enem, rechts von W. und Ii., links
Turban bedeckter, vom Bumpfe getrennter Tiirkenschädel von 13. und G. geteiltem Fluge ein r. bekl. geb. Arm, in
gespiesst erscheint; 2.) in Gr. zwischen zwei geschmälerten d. Fanst einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. —
w. Balken vor einem gr. belaubten Baume liegend ein g. Decken: rs. — bg.
Löwe: 3 ) in B. auf gr. Boden einwärts gekehrt, eine w. (Coli. Herald. Nr. 115).
Kuh: 4.) in lt. eine pl'alweise gerichteteSclavenkette mit
gebrochenen lland- u. Fussschellen, halbkreisförmig Nullit! v. T c r c b e « . (Taf. 428).
begleitet von lu i. je von 1.4.) g. Münzen. — Kleinod:
Der Arm des Feldes 1. - Decken: rs. — bs. W a p p e n : InB. auf gr. Droibergo ein g. Löwe, in d.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I I . , d. d. erhobenen Beeilten einen Krummsäbel mit g. Parirstange
1791 für Markus Michaclvevich Suplaiszky. haltend. — Kleinod: Sechsstrahliger g. Stern. — Decken:
(L. B. Nr. 55 P. 745). hg. — rs.
(Siegel d. d. 1817 des Michael Sutlia v. Tercbes aus
Debrezin, welcher in d. Adelsliste des Biliarer Ctts vor-
Surüuyl. (Taf. 428). geführt erscheint).
W a p p e n : In von B. und B. gespaltenem Schilde Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand I . , d. d.
einwärts aufspringend ein Löwe u. ein w. Einhorn. — 1504 i kundgemacht im Zeinpliner Ctte) für Johann Sutlia.
Vor einem f f Adlerüügel ein geharn geb. A r m i n d. Eino erwiesene Abstammung des Sieglers vom obigen
Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — Adelscrwerber, ist mir unbekannt.
Decken: rs. — bg. Ein Geschlecht Sutha v. Ladmöcz aus d. Zemplincr
Ctte, erscheint bereits im XVI. Jh. genannt.
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 171S
(Vergl. auch: N. J. X . 411).
für Martin Suräny.
(Coli. Herald Nr. 492).
Sutorla. (Taf. 428).
HusanL (Taf. 42S).
W a p p e n : Einhorn.
W a p p e n : Geteilt, oben gespalten; 1.) in W . zwei Ein gleichnamiges Geschlecht, (auch „Szutorisz* ge-
übereinander gereihte, scheinbar laufende f f Windhunde schrieben.!, lässt mit Johann, seinen Wappenbrief sub^d.
mit g. Halsbändern sammt Ringen: 2.) in Ii. ein von G. 1679 im Treutschiner Ctte publiciren.
und f f geschachter Sparren; 3.j in B. auf n. Wellen ein (Siegel mit Umschrift des Martin Sutoris. — X. J.
Holzboot mit drei bewimpelten Masten, darin, zwischen X. 411).
zwei r. gekl., ein b. gekl. Mann, allo mit f f Hüten n.
rndernd. — Kleinod: Et. Löwe wachsend, in d. erhobenen Sürnegi. (Taf. 428).
Bechten einen Krummsäbel mit g. Parirstangu haltend. —
Decken: rg. — bs. W a p p e n : In B. auf gr. Boden gegon einander auf-
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. springend, ein w. Einhorn und ein g. Löwe. — Kleinod :
1741. R. bekl. geb. Arm. in d. Faust einen f f Fliigel und
(Adami, Scuta Gent, tomo XII). einen Krummsäbel haltend. — Decken: rs. — bg.
Zalaer Adclsgcsclilccht.
Suskovit-M v . ) I e d v i n . (Taf. 428;. Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1716
für Michael Sümegi.
W a p p e n : In geviertetem Schilde 1 u. 4 in B. auf iLeg. C.)
gr. Dreiberg ein doppelschwänziger gekr., g. Löwe mit
beiden Vorderpranken einen r. l'feil haltend; 2. u. 3 in S t i l » I., a l i l e r F i i b s i c l i . (Taf. 428).
von B. und W. gespaltenem Schilde eine Lilie in ver-
wechselten Tinkturen. — Kleinod: Der Löwe wachsend, W a p p o n : In B. auf gekröntem gr. lliigcl, ein r.
mit d. rechten Vorderpranke einen r. Pfeil aus d. von d. bekleideter gebogener Arm, in der Faust drei g. Weizen-
Linken gespannten b. Sehne eines Uogens abzuschiessen iihren und eine gr. Traube haltend. - Kleinod: lt. be-
scheinend. — Decken: bg. — rs. seiteter gebogener Arm, in der Faust einen Krummsäbel
Adels- u. Wappenbrief v. König Rudolf, d. d. Prag, mit g. Parirstange haltend. — Decken: hg. — rs.
5 Sptbr. 159a für Paul Suskovics (Snskovity; aus Kro- Adels- u. Wappenbrief v. König Loopold 1., d. d.
atien, — welcher von adeligen Eltern stammend, am k. Hofe Wien, 26. Januar 1700 für Johann Sütö aliter Fabsich
als Sekretär diente — für dessen Sohn Stefan, für als Haupterwerbor u. für seine Söhne: Georg, Johann,
die Verwandten väterlicherseits, als: Georgu. Lukas und Michael u. Stefan als .Nebenerwerber.
für Margaretha, Helene u. Ursula. (R. A. BPesth. — L. B. Nr. I. fol. 202. — Adami,
Ein Geschlecht „Suskovici", tritt i. J. 1000 in Scuta Gent.).
•UNGARISCHES ADEL. 607

Sülü. II. (Taf. .428). spärlich erhaltenen deutschen Urkunden, zuweilen auch
.v. Schwobcndorf-, bis sich schliesslich, die Namcnsform
W a p p e n : In S. auf gr. Dreiberge ein geharn. geb. „Svapy" u. endlich „Sväby" consolidirte.
Arm in d. Faust einen Krummsäbel haltend, dessen Spitze Dieses uralte u. angesehene Geschlecht, besass die Ort-
durch einen vom Rumpfe getrennten v. der Schnittfläche schaft Svop (heute Sväbücz), bis z.Jahre 1578. Zur besagteu
des Halses blutenden Türkenschädel gestossen erscheint. Zeit, verpfändete es den eben genannten Besitz um 5000 (dul-
— Kleinod: Der Arm. — Decken: rs. den an Gregor Horväth-Stansith, d. Sohn des getreuen Ge-
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 1738 nossen Niuklas Zrinvis. Auch weitem ansehnlichen Güter-
für Georg Siitü. besitz hatten die Sväby im Zipser Ctte inne, bis ins
(L. R. Nr. 3«. Fol. 98}. XV. u. XVI. Jahrhundert. Die Nachkommen d« s I'aul,
teilten 1414 ihre Besitzungen zn Sväbücz, Tütfalu,
Kiiti», III. (Taf 429). Reichwald, Busson, Körtvelyes, Lupuak, Helivägäsa,
Lesnicz cc; 1480 traten sie auch iu Sz. Lörincz u. Szent-
Wappen: Gespalten, hinten geteilt: 1.) in 8. ein györgy urk. auf.
geharn. Manu mit Eigenheim sammt r. Straussenfedern Im Jahre 1508 verlieh Anton Sväby, den Kar-
uud umgürtetetiin Schwerte, in d. Hechten ein abüattcrn- thäusern im Tliale St. Anton, seinen Besitz zu Xagy-
des r. Banner haltend, d. Linke in d. Hüfte gestützt; Kis-Lessuicz u. Körtvciyes, um damit, für seine Vorfah-
2.) in R. ein g. Greif wachsend, in d. erhobenen Hechten rcu u. Nachkommen Messen gelesen werden.
einen Türkenschädel beim Schöpfe gvfasst haltend: 3 ) in Die Glieder dieses — einst auch in Säros u. Zempliii,
B. eiu schräggestellter s. Anker. — Kleinod: Geschlossener, später sogar auch in Siebenbürgen — verzweigt gewesenen
mit d. Anker belegter b. Flug. — Decken- rg. -- bs. Geschlechtes, bekleideten durch alle Jarhunderte hindurch,
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. öffentliche Aemter iu d. Zips. Der i. J. 1017 znin Capi-
1750 für Johann Sütö. täu der adeligen Insurrectioii des genannten Cttes er-
Gleichnamige Geschlechter, kamen oder kommen noch wählte Valentin, bliub auf dem Felde der Ehre; Moyses,
gegenwärtig, in d. Ctten v. Heves, Szabolcs, Ugocsa, Bars fiel 173S als Hauptmann, bei Hochkirch; Alexander
ec. vor. Sväby. 1793 bei Manbeugc.
iL. R. Nr. 44 P. 220.) Gegenwärtig, ist der einstig so bedeutend gewesene
Grundbesitz, beinahe gänzlich zusammengeschmolzen u.
stellen die Mitglieder dieses (ieschlechtes. zumeist in
fSviibj' v. Svfiböcx u. Töllifalu. (Taf. 429). öffentlichen Diensten. Es existiren drei Hauptlinieu,
Wappen, a): In B. auf gr. Boden ein wilder Mann welche sich bereits im XVI. Jahrhunderte auseinander-
mit lanbbekränztem Scheitel u. gleichem Lendenschutz, in gezweigt hatten, als diejenige des Balthasar, des Anton
d. Rechten einen gr. belaubten entwurzelten Baum, d. u. des Adam.
Linke in d. Hüfte gestützt haltend. — Kleinod: Der Friedrich v. Sväby. Archivar des Zipser Ctts, hat
Mann wachsend. — Decken: rg. — bs. sich als tüchtiger Localiiistoriker hervorgethan u. mehrere
schätzbare Arbeiten i. Druck veröffentlicht. Derselbe ist
(Ex libris.l. auch ein eifriger Förderer des Siebmacherischen Unter-
W a p p e n , b): In B. aus gr. Dreiberge wachsend nehmens in Ungarn.
der wilde Manu wie vorstehend, in d. erhobenen Rechten (Fam. Ber., nach d. Orig. Documenten des Archivcs
einen beblätterten Zweig, d. Linke in d. Hüfte gestützt Sväbby. — Csoma Josef, Schwabowsky Gvörgy sirküve.
haltend. — Kleinod: Der Mann. — Decken: bs? — Turul,IX. 18911. 15—16. — Dr. Csänki Desö, Magyarorsz.
Wahlspruch: Hinc labor hinc merces. tört. földr. 1890. I. 275. — N. J. X. 414 u. 920).
(Siegel, gemalte Wappen u. Grabsteine).
Mit diesem vorstehenden Wappen b ) , siegeln auf Üivtirex. (Taf. 429;.
einer Urkunde d. d. 1510 Anton u. Heinrieh Sväby und
kommt das gleiche Wappen wieder vor, aul" dem Grab- Wappen: In durch einen, mit vier r. Ballen belegten
steine d. d. 1583 zu Krigh, in Zips. des Melchior Thluk w. Balken von B. schräggeteiltcm Schilde oben drei
de Tessinovccz (Ahnherren der heutigen Dräveczky), als (2,11 sechsstrahlige g. Sterne, unten eiu schrägaul'gelegter
der Erbauerin dieses Monumentes, d. i. der Gattin des gr. Lorbncrzwcig. — Kleinod: Zwischen zwei b. Straussen-
genannten Melchior, — Anna Sväby zugehörig. Auch der federn eine mit einem Bechsstrahligen g. Sterne belegte
Figurengrabstein des Georg Svabvoski zu Töthfalu v. J. g. Weizengarbe. — Decken: bw — rw.
1697 weist das gleiche Wappen auf, (doch ohne Wahl- Adels n. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. Wien,
spruch), sowie mehrere Mitglieder, der von einem gemein- 10. Novb 1810 für Anton ävarcz, Salinenaufseher u. für
sammen Stammvater abstammenden Görgey deGörgö, in d. Bruder Josef.
frühern Zeiten, auf Siegeln u. Grabsteinen (Vergl.: Siebm., (Urig. Ctt A. Marmaros.)
Suppl.), gleichfalls, wiederholt, den ans einem Dreiberge
(oder aus einer Krone) wachsenden Mann führten. —
Dieser Typus, muss auch unbedingt der ältere gewesen ü i a r n , siehe: Krliwart-z,
sein, nicht aber, die hier sub a.) blasonirte, gegenwärtig Kitirilier, siehe: Krliwiirlner.
wie schon seit geraumerer Zeit, von Seite der Sväby wie
auch der Görgey geführte ganze Figur, welche dem Style SvuHtleN. (Taf. 429).
der alten (gutem Wappenperiode, n i c h t entspricht.
Der ältest bekannte Ahnherr des (ieschlechtes Sväby. Wappen: In G. auf einem schräge-aufliegenden
ist jener Detricli, welcher mit seinem Bruder Leonhard, entlaubten Bauinaste stehend eine iu d. oberen rechten
1203 v. Seite des Königs Stefan V.. die Donation Tütli- Schildesecke v. einer liuKsgekehrten s. Mondessichel, in
inlu (zwischen Töthpataka u. Bela gelegen) erhielt. Als d. linkeu Oberecke v. einem sechsstrahligen g. Sterne
des Ersteren Sohn Arnold, der auch den kinderlosen begleitete, r. gew. w. Taube, im Schnabel eine g. Blätter-
Leonhard beerbte, i. J. 1294 für das durch ihn erbaute krone haltend. - Kleinod: Geharn. geb. Arm. in d. Faust
u. vom Könige übernommene Schloss Palocsa, die Be- einen Krummsäb.l mit g. Parirstange haltend, auf dessen
sitzung Svop vom König Andreas III., erhielt, benannte Spitze ein Türkenschädel gespiesst erscheint. — Decken: bg.
sich dieses Geschlecht, nunmehr „de Svop" später oft Bekannt sind zwei Geschcchter dieses Namens, als:
auch, mit der slavischen Endung „Svabovski", — in die Svastics v. Bocsär, von jenseits d. Donau, in Somogy,
608 UNGARISCHER ADEL»

Oedenburg, Eisenbnrg n. Tolna, dotnicilircnd, und die Szabö III., v. Vajda. (Taf. 129).
Svastics de Caecaen. aus d. Raaber Ctt.
W a p p e n : In R . Uber gr. Roden auf einem w. ROBSO
(Siegel d. d. 1855 des Ludwig v. Svastics, aus Pees.
sprengend ein M:inn mit r. Kleidern, g Stiefeln und ff
— N. J. X. 415 u. 920).
Kalpag. in dtr erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit
g. l'arirstange. mit der Linken dio Zügel haltend: —
Svertnor. siehe: ücliwcrliiep. vor den Hufen des Rossos. der Rumpf eines g. gekleideten
Türken. — Kleinod: Schwert zur Pfalstcllo, darauf ge-
üyiuaiulf. siehe: SinuiiKlj-, spiesst. ein blutender Tiirkenkopf mit Turban. — Decken:
bg- - rs
S j m . siehe: Sibrik. Adels- u. Wappeubrief v König Mathias, d. d. Prag,
Sjttra, siehe: Sclijttru. 21. August 1616 (kundg.: Zemplin, Zempliner Comitat,
5. September Iöl7) für Gregor Szabö v. Vajda u. für
Szabadhegyi v. Csallökttz-ttegycres. (Taf. 429). seine Ehefrau Elisabeth Fekete, sowie für die Kinder:
Paul. Andreas u. Dorothea n. für d. Rrüder Valentin.
W a p p e n : In B. Uber gr. Roden auf w. Rosse (Leg. C. Ctt, A. fiorsod).
sprengend, welch' letzteres mit einer r. 1 »ecke iiberworfen
erscheint, ein Wann mit w. I.eibrocke, r. Hose, hohen g. Szabö IV., v. Ilalkiinj. (Taf. 429).
Sporenstiefeln u. pelzbesctzter r. Kucsiua mit drei |"
Adlerfedern, in d. erhobenen Rechten einen Kmnuusäbel W a p p o n : In B. auf gr. Bodon ein Mann mit r.
mit g. Parirstange dessen Spitze durch einen v. der Leibrocke, w. Hosen, g. Gürtel sammt ft Säbelscheide,
Schnittfläche des Halses blutenden Tfirkenachfidela ge- Pelzkalpag mit Federn u. hohen g. Stiefeln, in d. er-
stossen erscheint, mit der Linken die f f Zügel haltend. hobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange
— Kleinod: R. bekleideter, seliriiggorichtetor Vorderarm haltend, d. Linke in d. Hiiite gestützt. — Kleinod: Ge-
aus der Helmkronc ragend, in der Paust einen Krumm- harn. geh Arm, einen Streitkolben in der Faust haltend.
säbel mit g. Parirstange haltend. - Decken: bg. — rs. — Decken: rs.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold 1., d. d. Adels- u. Wappeubrief v. König Ferd. II., d. d.
Pressburg, 14. November 1086 für Johann Szabadhegyi 29. Novb. 1022 für Johann Szabö.
als Hanpterwerber u. für seinen Sohn Ferdinand sowie (Fam. Der.).
für Caspar Kleri als Nebenerwerber.
Adelsgeschlecht der Ctte v. Kölnern u. Veszprim,
auch anderwärts vorkommend. Szabö, V. (Taf. 429).
(Orig. im Familienarchive. — N. J. X. 419). W a p p e n : In R. auf gr. Roden ein doppelschwänziger
g. Löwe, in d. erhobem-u Rechten ein Schwert mit g.
Szabay, vormals Szabö. (Taf. 429). Parirstange haltend. — Kleinod: Offener, von R. und R.
geteilter Flug. — Decken • bg - rs.
W a p p e n : Unter mit einem, mit einer aufgehenden Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d.d.
g. Sonne belegten b. Schildeshaupte, in mit sechs r. Wien. 24. Februar 102:! (kundgemacht: Torna, Tornaer
Fäden belegtem w. Felde eine bis zur Sonne aufsteigende b. Ctt, 1628) für Andreas Szabö als Hanpterwerber u. für
Spitze mit eingebogenen Seitenrändern, darin auf w. seine Rrüder Stefan u. Johann als Nebenerwerber.
Wellen ein w. Schwan, im Schnabel einen beblätterten (Leg. C. Ctts. A. Biliar.).
Rohrkolben haltend. — Kleinod: Zwischen offenem b.
Fluge, der Schwan hervorbrechend. — Decken: bg. — rs.
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold II., d. d. Szabö VI., aliter «sorväsi. (Taf. 430).
1791 für Georg u. Peter, Gebrüder Szabay, vormals Szabö. W a p p e n : In R. auf gr. Roden ein g, Löwe in d.
(L. E. Nr. 55. P. 551). erhobenen Rechteil einen Krummsäbel mit g. Parirstange,
in der Linken einen gr. Rlätti-rzweig haltend. — Kleinod:
Szabö I., v. Szokl? 6. (Taf. 429). Der Löwe wachsend. - Decken: bg. — rs.
Adels- u. Wappeubrief v. König Ferdinand II., d. d.
W a p p e n : In R. aus g. Flammen ragend ein g. 17. Nov. 1626 (kundgemacht: Rorsodcr Ctt) für Johann
Hirsch, mit d. rechten Yorderlaufe ein Schwert mit g. Chiorväsy, für seine Ehefrau Sara Jeney. für die Kinder:
Parirstange haltend. — Kleinod: Der Hirsch. — Decken: Stefan, Euphrosina u. Judith, dann für die Geschwister
rg. — bs. des erstgenannten Erwerbers, als: Daniel. Caspar, Susanna
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand I., d, d. u. Katharina, sowie für seinen Schwager Johann Alapy.
Wien, 4. Dezb. 1SJ63 für: N. Zabö de Sokliö u. für s.
Bruder Karl. Thomas Csorviissv, ein Vorfahre des hier zuerst ge-
Erloschenes Adelsgeschlecht. nannten Johann, erhält bereits, sub d. Szeben. 5. April
'Nach d. Orig.) 1621 von Seite des Gabriel Hätliory, eine adeligo Curie
in Rütor, Szabolcser Ctt, als Pfand
Stefan Szabö v. Csorväs, erscheint i. J. 1847 unter
Sv.abö, siehe: Igaz. d. Adel des Rökeser Ctts.
(N. J. X. -123-424).
Szaliö, II., v. KerewtAr. (Taf. 429).

W a p p e n : In B. aus einer aus grünem Boden sich Szabö VII., v. Kcgyed. (Taf. 430).
erhebenden Baumgruppe scheinbar schreitend ein Hirsch.
— Kleinod: Nicht verliehen. — Decken: bg. W a p p e n : Iii R. aus gekr. gr. Dreiberge ragend
Adels u. Wappeubrief v. Stefan Rüthory. König v. drei, in d. beiden Schildesoberecken v. je einem sechs-
Polen u. Fst. v Siebenbürgen, d. d. 10. Febr. 1085 (kund- straliligen g. Sterne begleitete, gr. beblätterte w. Lilien.
gemacht: Relsö-Szölnok, 19. 1. 1587; für Tobias Szabö — Kleinod: Geharn. geb. Arm, in der Faust einen
v. Keresztür. Krummsäbel mit g. Parirstango haltend. — Decken:
(R. A. BPesth.) bg. — rs.
UNGARISCHER ADEL. 609

Adels- n. Wappenbrief v. König Ferdinand, d. d. d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend.
W i e n , 25. Sptbr. 1628 für Andreas Szabö sammt d. — Decken: bg. — rs.
Söhnen Panl u. Peter. Adels- u. Wappenbrief (erneuert) v. König Ferdinand
Kamen in d. Cttn v. Pressbarg, Neutra u. Wiesel- III., d. d. Wien. 14. Maj 1637 (kundgemacht: Sempcz,
burg vor. Pressburger Ctt 1. J.) fiir Peter Szabö v. Sziklös,
Stefan (Paul Stefan') Szabö (geh 1686) übersiedelt Capitän. iu Würdigung mannigfacher Verdienste im Kriege
nach Negyed im Neutraer Ctt. u. im Frieden n. weil die alten Familiendocumente im
Derselbe, weist 1754 seinen Adel vor d. .Neutraer Verlaufe der Tfirkenkriege iu Verlust geratheu waren.
Ctte aus. Der Adelserwerber Peter, war vermält mit Chatharina
Seine Nachkommen, schrieben sich fortab ,.Szabö v. v. Nagy und zeugte den Sohn Stefan, welcher Helene v.
Negyed". — Bela Szabö v. Negyed (geb. 18U8j, lässt sei- Arany-Koväcs zur Ehefrau hatte. Stefan, zeugte den
nen Adel sub. d. 1842 in d. Adelsliste des Wieselburger Peter II , (auf Czaköb.iza im Raaber Ctt), mit der Gattin
Ctts eintragen. Helene v Pt-nzvaltö und dieser den l'etcr III., (gleich-
Eduard u. Adolf Szabö de Negyed, kämpfen 1848 u. falls auf Czakohäya), welcher v. 1722—1782 urk. auftritt,
1849 als Oberoffiziere in d Reiben der Bouved-Armee. u. mit Mariana v. Derenchen (1735-17701 vermält war.
(N. J. X. 480 - 4 8 8 ) . Dieser Ehe war entsprossen: Michael (1752—1818 anf
Czaki'di:iza . als dessen Ehefrau, Rebekka Juliana v. Gyopay
(1757-1838; genannt wird. Peter IV., ein Sohn der
Szaliö aliler Attya, siehe: t'zeeze. vorstehend Genannten, tritt v. 1782- 1867 urk. auf und
war Vicc-Gespan u. Grussgrundbesitzer des Raaber Ctts.
Szabö VIII. (Taf. 430). Mit seiner Frau, Johanna v Morö , zeugte er den Sohn
W a p p e n : In R. auf gr. Boden ein aufrecht stehen- Colomann (1813 -1833) Obergespan des Raaber Ctts n.
der n. Bär. mit d. beiden Vordertatzen einen mit einem Ritter des Leopold-Ordens, welcher sich mit Maria v.
r. Steine besteckten g. Ring emporhebend. — Kleinod: Kopächy igeb. 1S24> vermälte.
Der Bär wachsend. - Decken: bs. (! i Ludwig Constantin Szabö de Sziklös (gob. 1849), k.
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. n. k. Kämmerer und Commandecr des Ordens vom heil.
Wien, 6. Januar 1633 (.kundgemacht: Tornaer Ctt, Grabe (eiu Solm desColoman), ist gegenwältig aufPeter-
25. Mnj 1. J.) für Ladislaus Szabö. fiir seine Ehefrau h:iza u Merges im llaaber Ctte begütert. Aus seiner
Helene Csiszär und für d. Geschwister Hartiu u. Stefan. Ehe mit Antonie Christine Perczel do Ilonyhiid, entsprang
(Orig., Ctt A. Bereg). der am 18. April 1883 geborne Sohn Coloman Ladislaus
Ludwig.
(Nach d. Orig , im Fam. Besitz. — Archiv des Ge-
Szabö IX. (Taf. 430;. schlechtes Szabö v. Sziklös. — N. J. X. 435).
W a p p e n : In B. anf gr. Boden ein aufspr. w. Ein-
horn. — Kleinod: Das Einhorn wachsend. — Decken: Szabö XIII., aliter K e r e u z e g l . (Taf. 430).
t f g - — rs- W a p p e n : In R. über gr. Boden auf f f Rosse
Adels- n. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d.d. sprengend ein w. gekleideter Mann mit hohen g. Stie-
Wien, 12. Januar 1633 (kundgemacht: Torna, Tornacr feln, f f Pelzkalpag u. umgürtet ein vergoldeten Säbel,
Ctt, 1634) für Paul Szabö (agilis) u. fiir seine Ehefrau in d. erhobenen Rechten den Schuft einer schräglinks ge-
Judith Borböly. neigten. unter g. I.anzenspitzc nach links abflattcruden
(Orig. Ctt. A. Szabolcs). zweiziplligen r. Fahne, mit d. Linken die Zügel haltend.
— Kleinod: Zwei mit ihren Schaftenden gekreuzte r.
Szabö X . (Taf. 430). Fahnen. — Decken: bg. — rs.
Adels- u. Wappenbrief v. Georg Räköczy II., d. d.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Greif, in d. Segesvar, 15. Juni 1650 (kundgemacht: Grosswardein,
erhobenen Rechten ein Schwert mit g. Parirstange hal- Biliarer Ctt, 17. Mai 1650; lür Johann Szabö aliter
tand. — Kleinod: Der Greif wachsend. - Decken :bg—rs. Keresszegi als Hauptcrwerber u. fiir seine Ehefrau Elisa-
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand I I , d. d. beth Ilcgediis als Nebenerwcrberin.
Wien, 20. Maj 1634 für Michael szabö, für seino Ehe- (Leg. C. Ctt. A Biliar.).
frau Agathe Körössi u. für d. Kinder Andreas, Stefan u. NB. Nagy Jvän (Magyarorsz. csal. X. 428), führt ein
Elisabet. gleichnamiges Geschlecht, als aus d. Rorsoder Ctte
(Leg. C. Ctt A. Ungv:ir. Act. Iurid. Polit. d. d. stammend an, dessen eine (Szathmäror) Linie, i. J. 1850
1725 läse. 126. Actor. Nr. 54 ) den Namen „Keresztszeghy- aufgenommen hat. Indessen
ist es wohl zwcilellos iluss dieses Borsoder n. Szath-
Szabö, XI. (Taf. 430). märer Geschlecht, von dem obigen Erwerber Johann, seine
Abstammung hurgeleitet hat.
W a p p e n : In R. auf gr. Boden ein doppelschwänziger
g. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen geraden Säbel Szabö X I V . , v. Sziinlö. (Taf. 430;.
mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: Der Löwe W a p p e n : In B. auf g. Blätterkrone ein geharn.
wachsend. — Decken: bg. — rs. geb. Arm, in d. Faust eineu Krummsäbel mit g. Parirstange
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. haltend. — Kleinod: Pelikan mit d.Schnabel seine Brust
Wien, 1635 (kundgemacht: Torna, Tornaer Ctt, 1630) ritzend u. mit d. heraustropfenden Blute drei Junge
für Johann Szabö u. für seine Brüder: Peter, Andreas, atzend. — Decken: bg. — rs.
Stefan u. Georg. Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d.
(Nach d. Orig.) 21. Febr. 1652 fiir Martin Szabö. k. k. Lieutenant, für
erworbene Verdienste vor d. Feinde. — Kundgemacht: für
Szabtf X I I . , v. Sziklös. (Taf. 430). Martin Szabö aus Sziintö. im Abaujer Ctt.
Adelsgeschlecht d. Ctte v. Gömör u. Neograd.
W a p p e n : In B. ein g. gew., gekr. f f Adler, in d. Franz Szabö v. Szäntö. erscheint noch i. J. 1864
Kochten ein Schwert mit g. Parirstange haltend. r genannt, als in Mucsinv wohnend. Derselbe war ein
Kleinod: R. bekl.. geb. Arm mit g. Acrmelauischlage, in
315
IV. 15.
6-610 UNGARISCHER ADEL.

Sohn des andern Franz (1828—32), welcher als Stuhl - Ctte. für seine Ehefrau Agatho Böza u. für d. Kinder:
richter, im Neograder Ctte anftritt. Martin, Caspar, Georg u. Katharina.
(X. J. X. 436 — 489). Andreas Szabö. ein Enkel des obigen Adelserwerbers
Georg, erscheint, gelegentlich d. Adelsconscribirung dos
Szabö XV., v. » A r Ifta. (Tat'. 430). Jahres 1684 als adeliger Insurgent aufgeführt.
Karl Szabö v. Szfichöuy, tritt 1842 in Becske, Neo-
W a p p e n : In B. anf gr. Boden ein Mann mit r. grader Ctt, urk. auf.
Leibrocke, g. Gürtel mit angehängter f f Säbelscheide, (N. J. X. 439-441).
f f Hosen, buspornten. hohen g. Stiefeln und it Kalpag
mit r. Sacke, in d. erhobenen Bechten eineu Krummsäbel
mit g Parirstange, d. Linke in d. Hüfte gestützt haltend. Szabü. siehe: Szt>|iNi aliler Ss.abü.
— Kleinod: G. Löwe wachsend, mit Krummsäbel iu d.
erhobenen Bechten. - Decken: bg. - rs. Szabü X X . . v. B a i l a s r t l c . (Taf. 431).
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d. W a p p e n : In B. auf gr. Dreiberge eine Taube? im
Wien, 22. Maj 1652 (kundgemacht: Torna, Tornaer Ctt, Schnabel einen Bing haltend. — Kleinod: Die Schidligur.
30. Sptbr. 1. J.) fiir Adam Szabö v Bartt'a. — Decken: bg — rs?
\Orig., bei Julius v. Szabü, iu Miskolcz). Heveser Adelsgeschlecht
Adels- n. Wappenbrief v. König Leopold 1., d. d.
Szabö, X V I , (Taf. 430). Laxenburg. 1. Maj 1677 (kuudg: Neograder Ctt. 31. Maj
1. J.) für Lukas Szabö v. Battaszek, für seinen Sohn
Wappen: In B. aus gekr gr. Hügel wachsend ein Andreas und für den Schwiegersohn Johann Nagy v.
Mann mit r. Leibrocke und f f Kalpag. in d. erhobenen Györ.
Bechten einen Krummsäbel mit g Parirstange. d. Linke Johann Nagy v. Battaszek, tritt 1828 im Heveser
in d. Hüfte gestützt haltend. — Kleinod: Der Alaun des Ctte auf.
Schildes. — Decken: rg. — bw. (N. J. X. 421 und Sappl. 358.).
Adels- u. Wappenbrief d d. 1654 für Peter Szabü.
(Leg. C.). Szabü, X X I . , -I>ec*i. (Taf. 431).
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Löwe, in d.
Szabü. XVII. iTaf. 430). erhobenen Bechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange
haltend. — Kleinod: /wischen zwei beblätterten Aesten,
W a p p e n : In B. auf gr. Hiigcl ein w. Strauss, im eine beblätterte, befruchtete u. gepflockte Weinrebe. —
Schnabel eine g. Blätterkrone haltend. — Kleinod: G. Decken: rs. — bg.
Greif wachsend in der erhobenen Bechten ein g. Sceptcr, Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
in d. gesenkten Linken eine g. Krone haltend. — Decken:
bg. - rs. 1686 für Johann Szabü-lK-csi.
(Coli. Herald. X. 826.)
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
14. April 1660 für Johann Szabö, für seinen Sohn Andreas
u. fiir seinen Bruder Stefan sammt dessen Kindern: Szabri, X X I I . , uliler SjärAdy. (Taf. 431).
Johann u. Anna.
(Nach d. Orig). W a p p e n : In B. anf gekr. gr. Dreiberge eine r. gew.,
flugb. w. Taube. — Kleinod: Die Taube. — Decken:
bg. - rs.
.Szabö XVIII., v. O Gyalla. (Taf. 431). Adels- n. Wappenbrief v. König Leopold I., Fürst v.
Siebb.. d. d. Wien, 20. März 1698 für Michael Szabö
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein gekrönter g. aliter Nyürädi u. für s. Söhne Michael n. Stefan.
Greif, in d. erhobenen Bechten einen Krummsäbel mit g.
Parirstange haltend. — Kleinod: Der Greif, wachsend.— (Defectes Orig., im B. A. BPesth.)
Decken: bg. — rs.
Adels u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. Szabü, XXIII. (Taf. 431).
1661 für Stefan Szabö, Festungskommandant, als Haupt- W a p p e n : In Gr. ein g. gewallueter f f Adler auf
erwerber u. für seine Söhne: Stefan, Johann u. Mathäus
als Nebenerwerber. dein Bücken eines n. Hasen stehend u. mit dem Schnabel,
der Stirnseite des Letzteren zuzustreben scheinend. —
(Aliance-Wappensiegel d. d. 1886 der Amalia v. Szabö Kleinod: N. Adler, ilugbereit. - Decken: rs. — bg.
geb. Demetzky r. Török-Szent-Miklös — Familien- [Eingemaltes Wappen d. d. 6. Juni 1 6 . . sammt
bericht;.
eigenhändiger Unterschrift des Georg Xabü, im Liber
amicorum (Stammbuch v. Anfange des XVII. Jh.) in d.
Szabö XIX., v. Szei-Nt-ny. (Taf. 4SI). Bibliothek des ruf. Licacums M-Szigeth. — Siehe auch
das v. Br. Mcdnydnszky iin Turul besprochene Album
W a p p e n : In von R. und B. gespaltenem Schilde mit eingemalten Wappen.]
vorne aus der Spaltung ragend ein b. bekl., geb. Arm
in d. Faust ein w. Patriarchen krenz haltend; hinten ein Szabü X X I V . (Taf. 431).
v. einer linksgekehrten s. Mondessichel u. von einem
sechsstrahligen g. Sterne überhöhter, mit Turban ver- W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r. gekl. Manu
sehener, vom Bumpfe getrennter Tiirkenkopf. — Kleinod: mit hohen g. Stiefeln u. .) | Kalpag mit Rcihorfoderii, in
G. Greif wachsend in d. erhobenen Bechten einen Krumiii- d. erhobenen Rechten ein g Scepter. d. Linke in d.
säbel mit g. Parirstange, in d. Linken einen gr. Blätter- Hüfte gestützt haltend; rechts vom Manne, mit dem
zweig haltend. — Decken: bg. — rs. Schaltende iu d. Boden gesteckt, cino zweiziflige r. Fahne.
Adels- u. Wappenbriel' v. König Leopold I., d. d. — Kleinod: R. bekleideter gebogener Arm mit g. Aufschlage
Wien, 8. Oktbr. 1067 Ikundgemacht: fer. 4. prox poBt und g. Knöpfen, -- begleitet von Sonne, Stern u. Mond,
Domin. 2. Adv. 1069 in d. Ctten v. Heves u. Külsö- — in der Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange
.Szölnok; fiir Georg Szabö aus Szecseny im Neograder haltend. — Decken: bg. — rs.
•UNGARISCHES ADEL. 611

Adels- u. Wappenbrief v. König Josef I., d.d. Wien, Szabö, X X X . (Taf. -132).
30. März 1706 für Johann Szabö als Haupterwerber n.
für seine Ehefrau Susanna Horväth sowie für die Kinder: W a p p e n : In von B. und G. gespaltenem Schilde
vorne unter einem aus gr. Boden sich erhebenden. gr.
Michael. Katharina u. Elisabeth als Nebenerwerber.
belaubten Baume ein einwärtsgekehrter w. Elefant; hinten
(Leg. C.l.
ein nackter Mohr mit rw. abflatternder Stirnbinde uud
bw. gestreiftem Lendenschurz, mit beiden Händen einen
Saal»». X X V . (Taf. 431;. Bogen spannend. — Kleinod: Die Figur des vorderen
Feldes rechtsgekehrt u. ohne Boden. - Deckeu: bw. - f f g .
W a p p e n : In R. auf gr. Boden ein baarliäuptiger Adels u. Wappeubriei v. König Leopold II., d d.
Mann (Janitschare) mit r. Rocke, g. Hosen, JJ Stiefeln 1790 für Michael Szabö, Fiscal des Csamider Ctts.
und einem Köcher, — in der erhobenen Rechten einen (L. R. Nr. 55. Pag. 302».
Krummsäbel mit g. Parirstange haltend, die Linke in die
Hüfte gestützt. — Kleinod: Der Mann wachsend. —
Decken: bg. rs. Szabö X X X I . , v. Slirö. (Taf. 432).
Adels- u. Wappenbrief v König Josef I., d. d. Wien, W a p p e n : In von W. und B. geviertetem Schilde
10. Juni 1709 fiir Andreas Szabö als Haupterwerber u. 1.) ein auffliegender n. Adler; 2.) drei übereinander ge-
für seine Ehefrau Kathariue Tötli sowie für die Kinder: reihte g. Kronen; 3.) aus gr. lliigel ragend eine be-
Andreas. Michael, Franz, Katharina u. Anna, als Neben- stengelte Lilie zwischen zwei Kornähren; 4.) auf gekr.
orwerber gr. Dreiberge, ein r. bekl. geb. Arm, in d Faust ein
(R. A. BPesth, L. R. arm. I. fol. 283 u. Coli. Herald. rückwärts abflatterndes, zweizipfliges r. Banner haltend. —
Nr. 741.» Kleinod: f i Doppeladler. — Decken: bg. — rs.
Wie zu vermutheu, aus Siirö im BarserCtte stamm-
Szabö. XXVI. (Taf. 431;. endes Geschlecht, auch Szabö-S.irö geschrieben. Kömint
seit dem Julire 1812 iu d. Adelslisten des Bekcser Cttes
W a p p e n : In B. eine g. Weizengarbe. — Kleinod: vor, gegenwärtig aber im Pesther Ctt.
G. Greif wachsend, mit d. Vorderkrallen eine g. Weizen- i Siegel d. d. 1790 des Georg Szabö v. Särö. — N.
garbe haltend. — Deckeu: bg. — rs. J. 43:.).
Adels- u. Wappenbrief d. d. 1714 für Georg u.
Kristian Szabö. Szabö, X X X I I . v. B e w e u y ö . (Taf. 432).
(Leg. C).
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein Bär in der er-
Szaltö. X X V I I . (Taf. 431). hobenen Rechten eine Sichel, iu d. gesenkten Linken eine
Traubenfrucht haltend. — Kleinod: Korngarbo. - Decken:
bg. — rs.
W a p p e n : In B. über gr. Boden auf grauem Rosse Adelsgeschlecht aus dem Hevcser Comitate, auch
mit g. Decke scheinbar sprengend ein Mann mit g. Iiockc, gegenwärtig dortselbst noch begütert. Gregor Szabö v.
r. Hosen, Pelzkalpag mit r. Sacke, g. Stiefeln und um- Bessenyö, erscheint als Cassier des k. k. l'landhauses und
gürteter Säbelscheide, in d. erhobenen Rechten eiueu f am 2. Juni 1824.
Krummsäbel mit Parirstauge, mit d. Linken die g. Zügel
haltend. — Kleinod: Der Manu wachsend, hier mit gr. (Siegel aus d. XVIII. Jh., mit voller Umschrift. —
Leibgürtel nnd d. Linke in die Hüfte gestützt. — N. J. X. 423).
Decken: bg. - rs.
Adels- n. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. S z a b ö X X X I I I . v. B o a c s o u A i l . (Taf. 432).
1741 für Stefan u. Franz Szabö.
W a p p e n , a): In B. auf gr. Hiigel ein r. gekl.
(Adami. Scuta Gent, tomo Xll.)
Mann mit g. Gürtel sammt f f Säbelscheide, Pelzkalpag
mit r. Sacke u. hohen g. Stiefeln, iu d. erhobenen Rech-
Szabö, X X V I I I . (Taf. 431). ten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, d. Linke iu d.
Hüfte gestützt haltend. — Kleinod: G. Löwe wachsend,
W a p p e n : In von B. und W. geteiltem Schilde einen Krummsäbel in d. erhobeneu Rechten haltend. —
oben ein laufendes w. Ross, unten vier r. Schrägbalken. Decken: bg. — rs.
— Kleinod: Baarhäuptiger Mann mit b. Leibrocke und W a p p o n , bj: In gespaltenem Schilde vorne in G.
r. Hosen, in d. Rechten eine r. Rose haltend. — Decken: ein Mann mit b. Leibrocke, b. Hosen, w. Pelzkalpag mit
bs. - rs. r. Sacke, über d. Schulter gehängtem Bandelier sammt
Eine gleiche Schildfigur führt Josef von Szabö, 1820 Säbelscheide u. hohen g. Stiefeln, in der erhobenen Rech-
Gutsbesitzer zu Ujfehertu. Als Kleinod, benützt derselbe ten einen Krummsäbel haltend, die Linke in die Hüfte
vier (2, 2) Rosen. gestützt (für Szabö;; hinten, ein wr. Schach (für Maj-
Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d. lath). — Kleinod: G. Greif wachsend, iu d. erhobenen
1756 für Michael Szabö. Rechten einen siebenblättrigcn g. Zweig haltend. — (für
(Coli. Herald. Nr. 151.) Melczer v. Kellemes). - Decken: rs. bg.
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand V., d. d.
S z a b ö X X I X . , v. X e m c w - T ö l l i . (Taf. 431). Wien, 13. 1. 1813 ikundg: Pesther L'tt, 18. März 1. J.)
für Josef Szabö, Capitän v. Kis-Kün, mit seinen Kindern:
W a p p e n : Lowe mit Krummsäbel. — Kleinod: Ge- Ladislaus-Karl. Alexander Josef, Ladislaus-Josef, Emerich-
Anton, Josef. Lucia-Maria u. Maria-Christine.
bogener Arm mit Krummsäbel.
(Nach Ber.)
Aus d Zalacr Ctte stammendes Geschlecht
Adelszcugniss vom Zahler Ctte, d d. 18. März 1764
für Johann Szibö v. Nemes-Töth, auf N-Toth. Köbölküt Szabö. siehe: V e n d £ g l aliter Szabö.
ec. Sein Sohn Martin, übersiedelt in das Szatlnnärer Ctt.
Stefan Szabö v. Nemes-Töth, stirbt am 8. Novb. des SzacNvai v. I.i-rzttilva a . KszU'lnrk. (Taf. 432).
Jahres 1861. W a p p e n : InB. auf gr. Dreiberge ein geharn. geb.
(N. J. Suppl, 358 - 359).
612 UNGARISCHER ADEL.

Arm, in d. Fanst einen Krummsäbel mit g. Parirstange MzakadAty v. KzakadiU. (Taf. 432).
haltend. — Kleinod: G. Löwe wachsend, in d. erhobenen W a p p e n : Ans d. oberen linkenSchildoseckeragend
Rechten drei geilitschte, gekrenzte Pfeile haltend. — ein geharn. geb. Arm. in d. Faust ein Schwert mit Parir-
Decken: bg. — rs. stange pfalweise haltend.
Altes, aus Szacsva in Häromszek stammendes Szek- Szuthniiirer Adelsgeschlecht, noch zu Beginn unseres
ler Geschlecht, dessen Vorfahre Gregor Szacsvai, bereits Jarlinudertes. auf Derzs n. Kiintor-JünoBi im genannten
im XV. Jh. an der Schlacht •. Sz. Jmre Teil nimmt. Ctte anzutreffen gewesen.
Indessen, lässt sich die ununterbrochene Staminreihe, Georg Szakadiity, tritt im XIV. Jh. urk. auf.
nur bis Michael zurückfuhren, weicher als l'apitän des Thomas, ein Urenkel des vorstehenden Georg, ficht
Gabriel Bethlen, sub d. 1628 eine Donation auf Szacsva 1448 unter Johann Hunyady u. erhält im J. 1455 eine
erhält. neue Bekräftigung auf Szakadüt ec., v. Seite des Königs
Derselbe soll zu gleicher Zeit, als Wappen, einen g. Ladislaus.
Löwen mit Krummsäbel in b. Felde erhalten haben. :-tefan. tritt 1683: Peter Szakadiity, i. J. 16.. als
(Hodor. K., nach Fam. Her.) Dagegen blasonirt Köväry Iusassor des Ungvürer Ctts auf.
(Erdely es. 226) wie hier oben, sowie auch Adam Szacs- Sigmund Szakadiity, lässt seinen Adel, sub d. 1820
vay T. Esztelnek. 1S06 Oberstuhlrichter v. Biliar u. im Arader Ctt publiciren.
Stefan Szacsray v. Esztelnek, Steuereinnehmer v. Biliar,
(dieser bereits i J. 1773) wie hier Eingangs vorgeführt, ••Siegel d. d. 168:'. mit Init. des Stefan Szakadiity.
siegeln. — Verschiedene andere Siegel. — Szirmay, Szathmiir
vm. II. 81. 88 ec. - X. J. X. 453-454.)
Die beiden Enkel des hier erwähnten Michael I.,
als: Georg u. Andreas, gründeten die Linien _v. Leoz- NzakAI v. VArad. (Taf. 432).
falva und v. Esztelnek". Vor diesem Zeitpunkte, führte
dieses Geschlecht, das Prädikat „v. Szacsvai". — Emerich W a p p e n : In B. über gr. Boden auf w. Rosse schein-
Szacsvai (Sohn des Josef 1S48'9 Ablegat des Biliarer bar reitend ein r. gekl. Mann mit uiugürteter g. Säbel-
Ctts, wurde 1849 als politischer Verbrecher, hingerichtet. scheide. iu d. erhobenen Rechten eine mit zwei Fahnen
,N. J. X. 448-451 u 921). besteckte Lanze, in d. erhobenen Linken einen Krumm-
säbel haltend, am' dessen Spitze ein vom Rumpfe ge-
SzAdec-zky v. SzAdcccrae. (Taf. 482). trennter Türke nschädel gespiesst erscheint. — Kleinod:
Nicht verliehen. -• Decken - rg — bs.
W appen: In B. auf g. Blätterkrone ein in d. obereu Adels- u. Wappenbrief v. Georg Räköczy II., d. d.
rechten Schildesecke v. einer linksgekehrten Mondessichel, Szekelyhid, 20. Dzbr. 1658 tkuudg: Biharer Ctt, 8. Apl.
in d. linken Oberecke v. einem sechsstrahligen g. Sterne 1659) für Johann Szukiil sammt d. Ehefrau Judith
begleiteter, geharnischter gebogener Arm. in d. Faust Csiallayi und d. Söhnen Stefan u. Johann.
einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — Klei- Adelszcuguiss vom Biharer Ctt, d. d. 1796.
nod : Der bewaffnete Arm, hier die Spitze des Säbels Kamen oder kommen noch gegenwärtig, auch in d.
besteckt mit einem schnurrbärtigen Türkenschädel. — Ctten von Abauj, Bokes u. .Szathmiir vor.
Decken: bg. — rs. (N. J. X. 454-450).
Altes Adelsgeschlecht des Trentschiner Ctts, noch
gegenwärtig »oder noch bis vor kurzer Zeit) im Rcsitze H i a k m ä r } , I. (Taf. 432;.
des alten Stammgutes Szädecsue, im genannten Ctt — W a p p e n : Durch eine Schräglinksteilung und einen
später auch in Neutra, Neograd ec., vorkommend, wo- b. Schrägbalken welcher mit einem schreitenden g. Löwen
selbst es im vorigen, sowie in diesem Jarhunderte, Adels- belegt erscheint, — schräggeviertet von R. undB; l . u . 4
zeugnisse erhielt. eine g. Lilie, 2 u. S eine g. Rose.
Hierher gehört auch, der bekannte tüchtige Historiker, (Der Löwe, wurde 1492 als Vermehrung verliehen).
Dr. Ludwig Sziideczky v. Szddecsne. Wappenbrief v. König Mathias 1., d. d. 1492.
(Verschiedene Siegel. — Siegel d. d. 1786 des Cas- Altes erloschenes Geschlecht.
par. - N. J. X. 451 452). Georg Szakmäry (geb. Kaschau), zuerst Rischof v.
Sziijliely (Taf. 432). Fiinfkirchen. v. 1521 Erzbischuf v. Gran n. Primas v.
Ungarn, stirbt am 7. April 1524.
W a p p e n : Durch einen w. Balken welcher mit Er adaptirte die St. Michaels Kirche v. Kaschau.
einem geharn., geb. Arm belegt erscheint der in d. Faust (Relief-Wappen in Stein, d. d. 1494 nun im Stiegen-
einen Krummsäbel mit g. Parirstange hält, — geteilt hause des Stadthauses von Kaschau. — Schmitt, Archi Eppi
von R. und Gr. — Kleinod: Der Arm — Decken: bg. Strigonienscs. II. 31. — Budai Hist. Folg. lex. III. 276).
— rs.
Heinrich Szäjbely, Dr. d. Theol., tritt um 1838 als N z n k m i r } ' , siehe: V e n s c y .
Domherr v. Pressburg, vom J. 1852 aber, als Domherr
SzakmAry, II. (Taf. 433).
v. Gran auf Friedrich Sz:ijb£iy, erscheint um 1838 u.
auch noch später, als Rechtsanwalt zu Pesth. W a p p e n : InR. aus gr. Dreiberge ragend eine nach
(N. J. X. 452.) rechts und eine zweite nach links geneigte, v. einem
sechsstraligen g, Sterne überhöhte bebliitterto u. befruch-
NzakAcs. (Taf. 432). tete Weinrebe. — Kleinod: Pelikan im Neste, mit d.
Schnabel seine Rrust ritzend u. mit d horaustropfenden
W a p p e n : In R. auf gr. Roden ein g. gew. t\- Rlute drei Junge atzend. — Decken: bg—rs.
Adler. - Kleinod: Drei wgr. Straussenfedern. — Decken:
rs. - bg. Adels- n. Wappenbrief v. Köllig Karl III., d. d.
1712 für David und Andreas Szakmäry.
Adels- n. Wappenbrief d. d. Wien, 25. Febr. 1625
(kundgemacht: Rodon, Rorsoder Ctt. 21. Jänner 1626)für (Coli. Herald. Xo. 711).
Peter, Sohn des Martin Szakacz u. für d.Brüder: Franz,
Stefan, Michael u. Georg. NxakinArjr, III. (Taf. 433).
Ueber die verschiedenen Geschlechter „Szakäcs," W u p p e n : In R. über gr. Boden auf w. Rosse mit
siehe: N. J. X. 453). r. Satteldecke scheinbar sprengend ein Mann mit r. Lcib-
(Leg. C. Ctt. A. Borsod.. rocko und r. Hosen, pclzbesetztem r. Kalpag und hohen
UNGARISCHES ADEL. 613
g. Sporenstiefcln, in d. erhobenen Hechten einen Krumm- Szalay, i v . (Taf. 433).
säbel mit g. Parirstange, mit d. Linken die Zügel hal-
tend. — Kleinod: Geharnischter gebogener Arm, in d. W a p p e n : In B. ein gekr. g. Löwe. — Kleinod:
Paust einen Säbel haltend. — Decken: bg. — rs. Der Löwe wachsend. — Decken; bg. — rs.
Adels- n. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 5. Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d.
Dezember 1722 lür Stefan u. Andreas Szakmäry. 1635 für d. Gebrüder: Johann, Andreas u. Jakob Szalay.
Dieses, aus Siebenbürgen stammende Geschlecht, ist Ans Csicsö im Zalaer Ctte stammendes Goschleclit,
gegenwärtig im Barser Ctte begütert. von welchem ein Zweig, in d. Weissenburgcr Ctt über-
(N. J. X. 456—457. — Geneal. Taschenb. der adel. siedelte.
Häuser. Brünn, 1872. 499). Peter, Johann, Stefan u. Georg, orschoinen 1744 auf
Särkercsztur; Michael, Georg, Josef u. Stefan, traten 1768
gleichfalls noch im Weissenbnrger Ctte auf. Michael
Szaluuäry, IV. (Taf. 433). Szalay, wird 1744 als Bowohner von Csicsö genannt.
W a p p e n : In B. ans g. Blätterkrono ragend drei (X. J. X. 464-465).
gr. bestengelte, gr. beblätterte r. Bosen. - Kleinod: W.
Einhorn wachsend, d. Horn besteckt mit einer beblätter- S z a l a y , V. (Taf. 433).
ten r. Traubenfrucht. — Decken: bg. — grs. W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Dreiberge eine r. gew.
Adels- n. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1797 w. Taube, im Schnabel einen gr. Blätterzweig haltend. —
für Johann Szakmäry. Kleinod: G. Löwe wachsend, in d. erhobenen Bechten
Also siegelt (derselbe?) Johann Szakmäry, bereits einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. — Decken:
i. J. 1747. bg. — rs.
(Adami, Scuta Gent, tomo XII.) Aus Tärkäny im Grauer Ctte stammendes Geschlecht,
welches v. König Ferdinand III., i. J. 16 . . einen Adels-
Kzfikouyi. (Taf. 433). nnd Wappenbrief erhielt.
Dasselbe übersiedelt später in d. Pesther Ctt, nud
W a p p e n : In von R. und B. geviertetem Schilde 1 lässt seinen Adelsbrief am 19. März 1816 dortselbst
u. 4 ein geharn. Arm in d. Fanst einen Krummsäbei mit publiciren
. Parirstange haltend: 2 u. 3 eine linksgekehrte s. Mon- Ein Vorfahre dieser Szalay, war Georg, Vicecapitän
S essichel. — Kleinod: Zwischen offenem, rechts von G.
und B., links von R. und S. geteiltem Finge, der Arm. —
der Festung Pressburg.
Dio ununterbrochene Stammreihe, lässt sich bis Jo-
Decken: rs, — bs. hann I. zurückführen, welcher im XVII. Jh. auftritt.
Adels- n. Wappenbrief v. König Karl HI., d. d. 1713 Von diesem Geschlechte, haben Bich dio meisten männ-
für Johann Szäkony aliter Bognär. lichen Mitglieder, teils als Gelehrte, teils als hohe Staats-
(Coli. Herald., Nr. 666. — Vergl. auch N. J. X. 459). beamte ec.. ausgezeichnet.
So Peter geb. 1763 f 1825), kön. ung. Statthalterci-
Szalay I. v. K e r e c a e u . (Taf. 483). Sekretär, welcher drei umfangreiche Werko im Manus-
cripte hinterliess, die gegenwärtig im Nat.-Mns. BPesth
W a p p e n : In B. ein doppelscliwänziger g. Löwe in erliegen, sowie eine werthvolle Münzen- n. Medaillen -
d. erhobenen Beeilten einen Krummsäbel mit g. Parir- Sammlung, die durch Professor Werzerle beschrieben
stange, in d. gesenkten Linken einen schnurrbärtigen, wurde; so Ladislaus (geb. 1-1. April 1818), ord. .Mitglied
vom Rumpfe getrennten Türkenschädel beim Schopfelial- d. ungar. Akademie d. Wissenschaften und Abgeordneter,
tend. — Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken: im Jahre 1848/49 auch Gesandter Ungarns beim Frank-
bg. — rs. furter Parlamente. — welcher als Publicist nnd als einer
Aus Kerecstay im Zalaer Ctte stammendes Adels- der hervorragendsten Geschichtsschreiber unseres Vater-
geschlccht, als dessen eTstbekannter Ahnherr, Johann Nagy landes, seinen Namen unsterblich gemacht hat. Sein
v. Kerecseny, i. J. 1537 genannt erscheint, welcher von älterer Bruder August (gob. 1811 f 1878), sowie sein
seinem Verwandten Johann Zalay v. Kerecsöny, im be- gegenwärtig noch lebender Ilrnder Stefan (geb. 1820),
sagton Jahre, znm Miterben gemacht wird. beide K. llofräthe, wurden gleich ihm, mit dem Ritter-
(Adami, Scuta. — N. J. X. 462). kreuze des St. Stefans-Ordens ausgezeichnet, wonach also
dieses Geschlecht, dreimal das statutengemässu Recht
Szalay, II. (Taf. 433). hatte, in den Freiherrenstand erhoben zu werden.
Peter III. v. Szalay, kön. ung. Sektions-Rath im
W a p p e n : In t f auf gr, Boden ein aufspr. w. Ein- Handels-Minsterium, ist ein Sohn des vorstehenden Stefan
horn. — Kleinod: Das Einhorn wachsend. — Decken: u. bekannt als eifriger Förderer der schönen Künste n.
l>g. — fl:w. Wissenschaften.
Adels- n. Wapponbrief (erneuert) v. König Mathias, (N. J. X. 462-464).
d. d. Wien, 10. 1. 1618 (kundg.: Zemplin, April, 1. J.)
für Thomas Szalay, für seine Ehefrau Judith, für d. Sohn Szalay, VI. (Taf. 483).
Georg sowie für Franz Szentkereszty. Wappen: In B. aus gekr. gr. Dreiberge wachsend
(Orig., bei Tomas v. Szalay, Notar des Bereger Ctts). ein n. Hirsch.
Hierher gehört Johann Szalay, 1649 Propst v. Stuhl-
Hzalay, III. (Taf. 433). weissenburg u. Sanct Adalbert, Domherr zu Raab.
(Gemaltes Wappen mit eigenhändiger Unterschrift
W a p p o n : In B. anf gr. Dreiberge eine r. gew. w. des obigen Johann Szalay. Siehe: Zichy - Album, Wap-
Taube, im Schnabel einen gr. Blätterzweig haltend. — penmscr., vom XVI.—XVII. Jh., im Besitze des Grafen
Kleinod: Dio Taube. - Decken: bg.„— rs. Eugen Zichy).
Adels- u. Wappenbrief d. d. Odenburg, 21. Oktbr.
1625 (knndgcmacht: Sz. Marton, fer. quart. prox. ante fest, Ssalay, VII. (Taf. 433).
beator. Fabiani et Sebast. Martyr.) für Paul Szalay, für
•eine Ehefrau Judith Barbaricz u. für die Söhne Johnnn Wappen: In B. auf dem gT. Ausläufer eines aus
u. David. d. Boden ragenden abgestorbenen Baumstammes sitzend
eine r. gew., flugbereite w. Taube, im Schnabel einen gr.
(Leg. C. Ctts. A. Zemplin).
154
IV. 15.
I
6-614 UNGARISCHER ADEL.

Oelzweig haltend. — Kleinod: Die Schildflgur, olino Arm in d. Faust einon Krummsäbel mit g. Parirstange
Boden. — Decken: bg. — rs. haltend auf dessen Spitze ein gr. Blätterkranz gespiosst
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. erscheint; 2 u. 3 in G. ein f f Adler, in jeder Kralle cino
1670 für Nikolaus Szalay. Pistole haltend, — die Brust belegt mit einer g. Lilie. —
Stefan Szalay, weist diesen Adolsbrief, i. J. 1726 Kleinod: Der Arm. — Decken: bw. — f f g .
dem Neograder Ctte vor. Adels- u. Wappenbrief V.König Franz 1., d. d. 1801
Hierher gehört auch der andere Stefan, Täblabirö fiir Jacob Szaller.
des Neograder Ctts, welcher um 1842 verstarb. (Adami, Scuta Gent, tomo XII).
(N. J. X. 465).
SzAIlics. (Taf. 434;.
Szalay. VIII. (Taf. 483).
W a p p e n : Geteilt, oben gespalten; 1) in W. ein v.
W a p p e n : In B. auf gr. Boden iu g. Neste ein Pe- einem scchsstrahligen r. Sterne überhöhter, r. gew. f f
likan mit d. Schnabel seine Brust ritzend u. mit d. heraus- Stierkopf; 2) in B. ein g. Balken welcher oben von zwei
tropfenden Blute drei Junge atzend. - Kleinod: B. bekl. g Bauten, unten v. einer solchen Raute bcglcitot erscheint;
geb. Arm, iu d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parir- 3) in G. ein mit sieben (1, 2, 1, 2, 1) w. Lilien belogter,
stange haltend. — Decken: bg. - rs. breiter b. Pfal. — Kleinod: liechts von W. und f f , links
Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d. von G. nnd R. geteilte, je mit einem sechsstraligen r.
Wien, 8. März 1601 [kundgemacht: Kouiorn, Komorner Sterne (in d. Mundlöchern) besteckte Horner. — Decken:
Ctt, 1. J.. u. tiede, Pesther Ctt, 4. Aug. 1708) für Andreas f f w . - bg.
Szalay, für seine Ehefrau Anna Kiss, für d. Söhne Paul Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
u. Johann sowie endlich, für d. Bruder Georg, mit d. 1763 für Anton Sziillics.
Söhnen: Johann u. Stefan. (L. lt Nr. 46. P. 209).
Pesther Adelsgeschlecht.
Hierher gehört: Michael v. Szalay, 1798Stuhlrichter.
Sxallopuk. (Taf. 431).
(Leg. C. Ctt. A. Pesth).
W a p p o n : In B. unter einer g. Mittagssonne ein v.
Szalay, I X . (Taf. 434). oinem f f Adler überhöhtor, aus gr. Boden sich erheben-
der, hoher w. Fels. — Kleinod: Zwischen offenem f f
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein rechts oben v. Fluge ein g. Löwe wachsend, mit beiden Vorderpranken
einem g. Sterne links v. einer s. Mondessichel begl., r. ein Schwert mit g. Parirstange pfal weise haltend. —
gekl. Mann mit g. Gürtel sammt f f Säbelscheide, Pelz- Decken: bg. — rs.
kalpag mit r. Sacke und hohen g. Stiefeln, in d. erhobe- Adelsgeschlecht des Veröczer Ctts, welches v. König
nen Bechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange, d. Maria Theresia, sub d. Febr. 1747 oinen Adels- n. Wap-
Linke in d. Hüfte gestützt haltend. — Kleinod: W.Ein- penbrief erhielt.
horn wachsend. Decken: bg. — rs. Johann v. Szallopek, dorn vorstehenden Geschlechte
Adelsgeschlecht des Wieselburger Ctts. angehörig, tritt als k. Rath, 1835 aber, als Vicegespan
Franz v. Szalay, tritt 1799; Josef v. Szalay, 1816 v. Veröcze und v. 1832—1836 sowie in d. Jahren 1843—
als Judex Nobilium des vorstehend genannten Ctts urk. auf. 1S44 als lieichstagsabgeordneter auf. Ebenso, erscheint
(Gemaltes Wappen. - N. J. X. 468;. Ludwig Szallopek. i. J. 1847 als Abgeordneter und 1848
als erster Vicegespan.
Erscheint auch Szalopek (mit nur einem „1") ge-
Szalkay. (Taf. 434).
schrieben.
W a p p e n : In geteiltem Schilde oben ein gekr. Adler (Coli. Herald. Nr. 286. — N. J. X. 472).
wachsend, unten eine Lilie.
NB. Der Adler kömmt auch ungekrönt vor. Szalinitsy. (Taf. 434).
Dieses Geschlecht, trat in d. Ctten v. Maraina-
ros, Szathmär u. Zemplin urk. anf (Fenyes, Magyarorsz. W a p p e n : In von G. und B. geviertetem Schilde
Geogr. ec. - Szirmay, C. Zemplin. not. top. 116). 1 u. 4 aus d. Spaltung ragend ein r. gew. f f Adler;
Als hervorragendster Sprosse, hat Ladislaus Szalkay 2 u. 3 auf n. Wellen ein r. bewimpeltes Segelboot. —
(de Zalka, Zalkanus, Szalka, Szalkän) genannt zu werden, Kleinod: Zwischen offenem f f Fluge ein geharn. geb.
welcher nach Szirmay) im Orte Miltö-Szalka, Szath- Arm, in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange
märer Ctt, als Sohn eines verarmten Adeligen (welcher haltend. — Decken: f f g . — bs.
das Schneiderhandwerk betrieben haben soll) geboren, Adels- u. Wapponbrief v. König Leopold II., d. d.
zuerst Bischof v. Waitzen, dann aber (v. 1524; Erzbischof 1791 für Franz Strohmayer, dann Szalmüsy.
v. Gran wird und 15^6 in d. Schlacht bei Mohacs fällt. (Coli. Herald. 129).
Als seine Brüder, erscheinen aufgeführt: Martin, welcher
1527 die Festung Erlan für König Johann vertheidigt u.
Baläs, Capitän v. Szarvaskö. Sutltf. (Taf. 434.)
(Siegel d. d. 1525 des Lad. Szalkay, Erzbischof v. W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Hügel eine r. gew.,
Gran n. Primas v. Ungarn. B. A. BPesth. — Török J., flugb. w. Taub«, im Schnabel eine gr. bostengelto, gr.
Magyarorszäg Primäsai. Pesth, 1850. Pag. 297. — N. J. beblätterte r. Blume haltend. — Kleinod: Doppolschw.
X. 470-471). g. Löwe wachsend in d. erhobenen Rechton einen Krumm-
säbel mit g. Parirstange, in d. Linken drei g. Weizen-
Szalk&r, siehe: H o l l o . ähron haltend. — Docken: rs.—bg.
Adels- n. Wappenbrief v. König Karl III., d. d.
Szaller. (Taf. 434). 1718 für Johann Szalö.
Ein gleichnamiges Geschlecht, jedoch mit zwei „1"
W a p p e n : In geviertetem Schilde 1 u. 4 in B. auf geschrieben sowie mit d. Prädikato „von K. - Poliiny"
gekr. gr. Dreiberge ein v. einer aufgehenden g. Sonne trat (oder tritt noch gegenwärtig) in Siobenbürgon auf.
und v. einer s. Mondessichel überhöhter, geharn. geb. (Coli. Herald. No. 508. — N. J. X. 473.)
UNGARISCHER ADEL. 615

Szaloiitay. (Taf. 434.} Mzäp&ry v . l l u r a x z o i n b a l . N i e e h y - K x i g e t u.


Nz&piir. (Taf. 434.)
W a p p e n : Greif, in d. erhobenen Rechten einen
Krummsäbel mit Parirstange haltend. — Kleinod: Der W a p p e n : In B. aus gekröntem w. Dreifelsen eine
Greif wachsend. rechts v. einer linksgekehrteu s. Mondessichel links v.
Adelsgeschlecht des Neograder Ctts. — Johann v. Sza- einem g. Sterne begleitete (oder auch nicht begleitete)
lontay, tritt 17U5 als Stuhlrichter des genannten Ctts w. gekleidete, g. haarige Jungfrau mit r. Gürtel wach-
auf und stirbt nach d. Jahre 1709; Ladislaus v. Sza- send, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g.
lontay, erscheint sub d. 1734 u. 1755 urk. aufgeführt. Parirstange, in d. Linken drei gr. bestengelte, gr. beblät-
Aloxander Szalonthay v. Szalontha (ob aus d. vorstehen- terte r. Rosen haltend. — Kleinod: Dio Schildfigur. —
den Geschlechte stammend ist mir unbekannt), — war Decken: rs. —bg.
Oberstlieutenant in Diensten der vereinigten niederlän- (Siegel d. d. 1671 mit voller Umschrift des Peter
dischen Generalstaaten und hatte auch Grundbesitz in Szäpäry V. — RajcBäuyi, Wappenmscr.)
der Nähe von Nymwegen. Er siedelte am Ende des ver- W a p p e n , gräfliches: Wie vorstehend.
gangenen Jahrhnndorts. als Getreuer d. Prinzen von Die Szäpäry (.Szäpäry, Zapari, Czäpäry ec. ec.) leiten
Oranien, nach England. Seine Tochter Alitta Caroline, ihren Geschlechtsnamen sowie das eine Prädikat, vom
vermälte sich am 27. Sptb. 1786 mit Franz Steven Carol Orte Szäpär im Wesprimer l'tte ab u. stehen noch gegen-
Philip van der Hoose, .Major u. Chef des Rgtsstabes in wärtig im Besitze dieses Gutes
englischen Diensten. Nachkommen dieser Ehe, leben noch Sie kommen, im XVI. Jh., auch als „Zapäry de Al-
gegenwärtig in Holland. 8ük" vor.
(Siegel d. d. 1708 mit Init. des Johann Szalontay. Als erstbekannter Ahnherr dieses vornehmen Ge-
— N. J. X. 418-414.) schlechtes, erscheint Georg Szäpäry, welcher bereits um
d. Jahr 1550 auftritt. Derselbe war mit Anna Asszony-
falvy vermält u. liess sich auf Asszonyfalva im Raaber
Nzaim, siehe: Ziuni. Ctt nieder. Sein Sohn Stefan, um l.'iöü geboren, tritt
zuerst 1583 nrk. auf und hatte Anna, eine Tochter des
S z a n i s z l ö v . T o r d a . (Taf. 484.) l'aul Fäbiän zur Ehefrau. Er starb um d. Jahr 1625.
Von seinen Kindern, vermälte sich der Sohn Andreas,
mit Anna Csäth, Tochter eines reichen Raaber Bürgers.
W a p p o n : In B. übor gr. Dreiberge anf w. Rosse — Andreas, starb als k Kammerrath, um 1650, wor-
scheinbar sprengend ein in d. beiden Schildosoberecken v. auf der Soliu Poter, das Haupt der Familie wurdo.
je einem Bechsstraligen g Sterne begleiteter, r. gekl. Dieser, nach Nagylv. (X.481) vermält mit Sofie Egrcsdy,
Mann mit Pelzkucsma sammt r. Sacke und hohen g. wurdo 1690 in den Freihcrrenstand erhoben, mit d. Titel
Stiefeln, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit „Erbherr auf Muraszoinbat".
g. Parirstange, mit d. Linken die Zügel haltend. —
Lange Zeit in Gefangenschaft der Türken, dann
Decken: rs.—bg.
Vicegespan v. Wieselbnrg, Ritter des gold. Sporens, ec.,
Erscheinen noch zu Beginn dieses Jarhundertcs, im war or es welcher die Herrschaft Muraszumbath erwarb
Tordaer Ctte, Siobb. — Sigmund Szaniszlö, tritt um 1831 und der eigentliche Begründer des nachmaligen Glanzes
als Senator der Stadt Torda urk. auf. der Familie wurde.
(Siegel d. d. 169') des Sigmund Szaniszlö, Vico- Grafenstaud, d. d. Wien, 28. Dezb. 1722 für die Ge-
gespan des Tordaer Ctts. — N. J. X. 476—477 u. 921.) brüder: Nikolaus u. Peter Freiherrn v. Szäpäry und für
Stefan, Sohn des vorstehenden Nikolaus, für Josef Adam,
K z ä u l h u y . (Taf. 434.) Peter Ignaz u. Maria Theresia Elisabet, Kinder des vorst.
Peter.
W a p p e n : Greif, in d. erhobenen Rechten einen (N. J. X. 479-185. — Dr. Szombathy Ignäcz, Szä-
Krummsäbel haltend. — Kleinod: Der Greif wachsend. päry vagy Szäpäry? Turul. VI. 1888. 1. 3 1 - 3 5 ec. —
Ein gleichnamiges, nunmehr erloschenes Geschlecht, L. R. 34. 150. — 41. Nernz. Zsebk. I. BPesth, 1888.223
stand einstmals im Besitze des Ortes Szänti'i im Neo- - 227. - Csergheö Fr., Tab. Gen. Nob. Kam. Hang.
grader l'tt u. kam auch in Zemplin vor. Cent. I. 175-176. Mscr. im Nat. Mus. BPesth.)
Oswald Szäntay, tritt 1505 als Ablegat des Neo-
grader Ctts urk. anf; Peter, erscheint 1539 genannt. y.
(Siegel d. d. 1633 mit Init. des Georg Szänthay. — Nzwpolyu? v , S z e p e » . (Taf. 435;.
Siehe auch: N. J. X. 477-478).
W a p p e n , a): InB. aus gr. Dreiberge wachsend ein
in d. rechten Obereckc v. einor schräge abwärts gerich-
NzAnyi. (Taf. 434.) teten s. Mondessichel in d. linken Untercekc v. einem
sechsstraligen (seltener v. einem achtstraligen) g. Sterne
W a p p e n : Unter b.Schildeshanpto welches mit drei begleiteter Wolf.
(1, 2) sechsstraligen g. Sternen belegt erscheint, in W .
gegen drei ans gr. Boden ragende, gr. bestengelte, gr. NB. Sporadisch, erscheint der Wolf auch nur von der
beblätterte w. Blumen (Vergissmeinnicht) anspringend je Mondessichel allein begleitet.
ein r. Greif. — Kleinod: Dio Schildügur ohno Boden. — [Siegel d. d. 2. Febr. 1462 sowio d. d. 1464 u. 1496
Docken: rs.—bg. des Emerich Szapolyay. — Grabsteinwappen d. d. 1493
Adols- u. Wappenbrief v. König 'Leopold II., d. d. des Emerich Szapolyay. Siehe: Arch. Ert. X. 4. 1890
Pressburg, 1790 (kundgemacht: Fünfkirchen, 1791) für Oktbr.-Heft, Pag. 342 — 345. — Urabsteinwappen d. d.
Franz Szänyi und für Josef Szänyi vormals Koch. 1499 des Palatines Stefan Szapolyay. Arch. Ert. X . 2.
Aus Torna im Tornaer Ctte stammendes Geschlecht. 1890. April-Heft, Pag. 133—136. — Gemaltes Wappen
Ein Sprosso desselben, war Franz Szänyi (geb. Torna, in d. Domkirche zu Kaschau. _ Siehe: CBoma Josef, A
1740 f 1810), welcher im J. 1801 Bischof v. Rosenau Kassai Dom Szentseghäzän levö czimerek. Turul, VII.
wurde. 1889. I. Pag. 2 1 - 2 6 . — So siegelt auch Johann I. sub
(Orig. Conv. A. Jäszö, durch Jos v. Csoma. — N. d. 1522 als Wojwode v. Siebb., sowie (1524) sein Sohn
Georg.]
J. X. 478—479.)
6-616 UNGARISCHER ADEL.

W a p p e n , b): In B . ? ein aufspringendes, g. gew. braucht gewesene, war jedenfalls dasjenige mit dem
w. Einhorn. W o l f e , weshalb ich auch geneigt bin, d i e s e m dio
(Siegel d. d. 1495 des Stefan Szapulyay. — Grab- Priorität einzuräumen, obwohl die gegenteilige Behaup-
steinwappen des Emerieli n. Stefan Sz., wie oben; da- tung in Magyarorsz. csal. (X. 491), welcho das E i n h o r n
neben. zugleich auch das Wolfs-Wappen selbstständig als das Stammwappen der Szapolyay hinstellen möchte,
verwendet. — Nach Schoenvisner, führte König Johann 1., gleichfalls einiges für sich hat. insbesondere das schon
auch einen gespaltenen Schild; vorne mit dem Wolfe wie (hier oben) hervorgehobene Moment, gelegentlich der
oben, hinten mit d. Einhorne wie vorstehend). Wappenerweiterung des Geschlechtes Tornallyay.
Die genanen Tinkturen des Einhornes > weiss und Schliesslichst, nochmals zur erstcren Annahme zurück-
golden gewalfnet), erfahren wir aus einer, sub d. 1518 v. kehrend, sei auch d e r Umstand notirt, duss wir nicht nur
König Uläszlö, den .Tornallyay" verliehenen Wappenerwei- allein in allen g o v i e r t e n Wappen der Szapolyay, son-
tung ..mit dem g. gew., w. Einhorne der Szapolyay (Vergl., dern auch auf dem bereits wiederholt erwähnten Grab-
den Artikel „Tornallyay" in diesem Werkel. - Das Ein- steine des Emerich, das Wolf-Motiv stets an E h r e n -
horn. erscheint dortselbst auch begleitet von Stern u. s t o l l e antreffen, nicht aber das Einhorn.
Mond, welche Begleitung, bei den Einhorntypcn der Die Vergangenheit dieses Geschlechtes, ist beinahe
Szapolyay, mir sonst noch niemals vorgekommen ist. gänzlich unbekannt. Dasselbe dürfte, nach den Angaben
Möglich, dass diese erst gelegentlich der Vierung, defini- von Jstviinlt'y (Lib. IX. XIII. Pag. 138), welche die meiste
tive (ans Schönheitsgründen) fortgelassen wurde, da das Glaubwürdigkeit (unter allen andern vielen) lür sich
Wolfswappen, ohnedies bereits damit versehen war. haben, aus dem Posegaer Ctte gestammt sein, da es er-
Ob das Einheitswappen mit dem Einhorne, auch ur- wiesen iBt. dass die Szapolyay anch Grundbesitz in
sprünglich r o t h tingirt gewesen, ist schwer zn bestimmen, llorostyän, im eben genannten Ctto hatten (M. tört. tär.
da diese Tinktnr (welche ebenso gut vorerst auch blau II. 191).
ewesen sein mochte) — gelegentlich der Vereinigung mit Als erstbokannter Ahnherr erscheint Johann genannt.
S em bereits b l a u tingirten Wolfswappen, aus Oppertunitäts-
gründen, n a c h t r ä g l i c h , in Roth verwandelt worden
Seine Enkel, Emerich u. Stefan (vergl. oben), waren
beide, Palatine. — Johann I.. (geb. 1487), der älteste
sein konnte. Sohn des vorstehenden Stefan, tritt 1511 als Wojwode v.
W a p p e n , c): In von R. und B. geviertetem Schilde Siebenbürgen auf. vernichtet 1514 die Aufrührer unter
1 u. 4 das g. gew. w. Einhorn: 2 u. 3 der Wolf wie sub Dösa, wird 1518 Rath des Königs Ludwig II. und (von
a) blasonirt. — Kleinod: Das Einhorn wachsend. — einem Tlieile) i. J. 1526 zum K ö n i g e v. U n g a r n er-
Decken: rs. wählt. 1538 wird derselbe, Herr von ganz Siebenbürgen
[Gemaltes Wappen mit voRer Umschrift des Johann und des dritten Theiles von Ungarn, unter Beibehaltung
. 1540) und des Georg (f 1526) Szapolyay, anf einer des Königs-Titels. Er starb am 22. 7. 1540, nachdem
S lastafel in der Markusfalver Kirche.
KB. Der Wolf, kömmt hier (ausnahmsweise) auf-
er sich früher, mit Isabella, Tochter doB Königs Sigmund
v. Polen vermält hatte. Mit seinem Sohne Johann Sig-
springend; die Gestirne (wieder ausnahmsweise), in den mund, welcher den Titel als gewählter König geführt hat,
beiden obern Schildesecken placirt war. Von diesen un- erlosch dieses, kaum aufgeblühte Geschlecht, am 14. 8.
bedeutenden Varianten abgesehen, siegelt wie vorstehend, 1471.
Stefan Szapolyay, sub. d. 1494. — Das gleiche Wappen, Die Szapolyay, seit 1465 Erbgrafen v. Zips, treten
benützt: Johann Szapolyay, als König v. Ungarn. (Fedc- mit Grundbesitz auf: 1459 in Borsod, 1487 in Abauj,
les serleg. A magyur tört. ötvösmü Kiäll. lajstr. Asztal- 1494, 95 inNcograd: wie auch in Szabolcs, Külsö-Szölnok,
keszletek a XV., XVII. es. XVIII. szäzadbol. Pag. 24. 7). Torna, Säros, in d. Zips, in Ungh, Trentsehin, lllyrien ec.
— Auf dem Grabsteine des 1499 f Palatinos Stefan (N. J. X. 486—491 ec. Dr. Csänki Dezsö. Magyarorsz.
(vergl. oben), erscheint wieder, ganz dasselbe geviertete tört. földr BPesth, 1890. P. 118. 191. 232. 243. 275.
Wappen, doch (ausnahmsweise) alle Figuren einwärtsge- 372. 407. 500. 541. 674).
kehrtj. — Dasselbe Wappen, führt endlich anch König
Johann Szapolyay, auf seinem Siegelringe n. 1527 auf dem
kön. Geheimsiegel (Jäszay, A magvar nemzet napjai amo- Szuragevics. (Taf. 485).
häesi vesz utän. Pag. 2). W a p p e n : Geteilt; oben in von W . und R. gespal-
NB. Auf der hier erwähnten Glastafel der Markus- tenem Felde zwei Löwon in verwechselten Tinkturen, jo
falver Kirche, werden wir zum erBtenmale bekannt, mit einen Krummsäbel mit g. Parirstange kreuzend, unten
den Gesammt-Tinkturen des Schildes, mit dem Helm- ein rechts v. einem einwärts aufspriugendon w. Einhorne
kleinode und den Decken-Tincturen. wonach wir nun also, links v. einem schräggerichtctcn gespannten Bogen sammt
das coinplete, erweiterte Szapolyay-Wappen besitzen, wie gefl. Pfeile begleiteter g. Sparren; darunter, auf gr. Bo-
dasselbe, von den berühmtesten Mitgliedern dieses Ge- den , ein v. einer linkBgokehrten s. Mondessichel über-
schlechtes geführt wurde. höhter, vom Rumpfe getrennter, schnurrbärtiger Türkcn-
Wie BO es kommen konnte, dass die Szapolyay, scliädel. — Kleinod: Flugb. n. Adler. — Decken:
früher, d. i. vor Erlangung des gevierteten Wappens, rs. — bg.
welches (nach Magyarorsz. csal. X. 491), möglicherweise, Adels- n. Wappenbrief v. König Franz I., d. d. 1793
dem Emerich oder etwa seinem Bruder Stefan, v. Seite des fiir JoBef n. Johann Szarasevics.
Königs Uläszlö II., vor 1492 verliehen worden sein (Adami, Scuta Gent. tom. XII.)
mochte, — zwei von einander gänzlich unabhängige u.
verschiedene Wappen führen konnten, dies ist uns bis Nziirnz, I. (Taf. 435).
heute unbekannt geblieben. Möglich, dass Dieselben, beide
Wappen, rechtskräftig vom Landesherren verlichou er- W a p p e n , adel: Zwoi mit eingclogtcii Lanzen gogen
halten hatten, wie z. B. die Petnehäzy, Soös ec. (vergl. diese einander scheinbar sprongende Reiter. — Kloinod: Mann
Artikel; möglich aber auch, dass nur ein Abusus hier mit Kucsma wachsend, in d. erhobenen Rechten oinon
obgewaltet und dass eine dieser beiden Wappen (viol- Krummsäbel, d. Linke in d. Hüfte gestützt haltend.
leicht dasjenige mit dem Einhorne), von irgend einer nns (Siegel d. d. 1678 und 1681 mit Init. des Georg
noch unbekannten Ahnfrau, vielleicht von der Mutter der Szärazi.
beiden Palatine Emerich n. Stefan (vergl. Arch. Ert. X. W a p p o n , froiliorrl.: In von R. und G. geviertotem
4. 1890. Pag. 345) übernommen worden war. Schilde, über gr. Boden, 1 n. 4, auf w. ROSBO mit. b. Decke
Das (bis heute; bekannt ältere, und viel häufiger ge- scheinbar einwärts sprengend ein geharn. Mann mit
UNGARISCHER ADEL. 617

Eigenheim sammt b. Straussenfedern, eine Turnirstange David Szarukän, erscheint um d. Jahr 1815 als Stadt-
nach vorwärts gerichtet haltend; 2 n. 8 ein b. bekl. Mann rath v. Szamosujvär.
mit brannem Pelzkalpag sammt b. Sacke nnd hohen r. Eine Linie zog nach Biliar, woselbst (d. i. in Gross-
Stiefeln, in d. gesenkten Linken einen geflitschten w. Pfeil wardein«, Gregor Szarukän, vor d. Jahre 1848 genannt
schräglinks gerichtet haltend, d. Linke in d. Iinfte ge- wird.
stützt. — Zwei Helme I. Zwischen t t Hörnern der Mann
mit d. Lanze wachsend, hier d. Linke in d. Hüfte ge- (Adami, Scuta Gent, tomo XII. — X. J. X. 495).
stützt. — Decken: rs. — II. Zwischen offenemff Fluge,
der Mann der Felder 2 u. 3 wachsend. — Decken: rg.
ttziirka, siehe: Z a r k a .
(Marsovszky, Wappenmscr. im Nat. Mus. BPesth,
nach L. lt. Nr. 36).
Nach Nagy Ivän (X. 492), mochte der kön. Personal S z a r v a d y v. B o t h ä z . (Taf. 435).
Georg Szäraz, welchcr mit dem vorstehend blasonirten W a p p e n : In B. aus g. Blätterkrone wachsend
Wappen, i. J. 1731 in den Freiherrenstand erhoben wurde, (auch auf gr. Boden aufspringend) ein n. Hirsch. —
ein Nachkomme (wenn nicht gar derSohnj jenes Peter Szäraz Kleinod: Der Hirsch wachsend. — Decken: bg. — rs.
gewesen sein, welcher wie hier isub. „Szäraz 1I.U) vor- (Siegel d. d. 1724 deB Johann u. ein andores Siegel,
geführt, i. J. 1719 einen Adels- u. Wappenbrief erhielt. des Michael Szarvady).
Verschiedene Momente, lassen dicBe Annahme voll- W a p p e n , b): Adler auf einem Tische stehend, wel-
kommen unglaubwürdig erscheinen und ist es gegen- cher aus n. Boden ragend, beiderseits unterhalb v. je
teilig zweifellos, dass jener Georg Szäraz, welcher wie einem sechsstraligen Sterne begleitet erscheint. — Klei-
hier sub a) blasonirt, bereits in den Jahren 1678 u. nod: Adler.
1681 urk. auftritt, ein Vorfahre (der Vater?) des nach- (Mehrere Siegel mit lnit.).
maligen Freiherrn Georg gewesen ist. Dafür sprechen Aus Bothäz im Elansenbnrger Ctte, Siebenbürgen,
auch die Wappen a) nnd b). stammendes Adelsgeschlecht, welches v. Georg Bäköczy L,
eine Donation erhielt.
Die ununterbrochene Stammreihe bis auf die Neuzeit,
Kacftrax. I I . (Taf. 435). beginnt mit Johann 1., 1722 Comitats-Notar in Klauseu-
W a p p e n : In B. über gr. Boden auf w. Bosse mit burg, v. 1785 — 37 Vicegespan von Doboka, welcher mit
gr. Decke scheinbar reitend ein r. bekl. Mann mit Pelz- Christine Betteghy vermält war.
kalpag sammt r. Sacke und hohen g. Stiefeln, in d. er- Daniel nnd Samuel Szarvady v. Bothäz, treton vor
hobenen Bechten ein nach rückwärts abflatterndes, rw. 1848 als Beamte in Dezsväros, Siebenbürgen auf.
geteiltes Banner, mit d. Linken die Zügel haltend. — Ob die hier vorgeführten Wappen, beide diesem Ge-
Kleinod: KeineB verliehen. — Decken: rs. — bg. schlecht)' angehörten, bin ich nicht in der Lage, mit voll-
kommener Sicherheit angeben zu können. Dieselben wurden
Adels- u. Wappenbrief v. König Karl III., d. d. 23. mir, als den „Szarvady de Bothäz" angehörig, gemeldet
Sptb. 1719 für Peter Szäraz. u. ist es nebstbei bekannt, dass es beim Adel von Sieben-
(Coli. Herald., Xr. 396. — Vergl. auch den Artikel bürgen (u. sporadisch auch bei jenem v. Ungarn) nicht
„Szäraz I.") selten vorkam, dass ein u. dasselbe Geschlecht, ver-
schiedene Wappen, landesherrlich verliehen erhielt.
SzärcM.idi. (Taf. 435). Indessen, könnte das Wappon bi, auch dem Ge-
schlechte „Szarvady v. Pele-Szarvad " angehört haben.
W a p p e n : In B. aus d. untern Schildesrande wach- (X. J. X. 195-4971.
send ein geharnischtes linksgekehrtes Kind mit langen g.
Haaren und einer mit drei rwb. Straussenfedern versehe-
Szarvasy v. Rioiulhlva. (Taf. 435, 436).
nen Eisenhaube um welcho (in Wulstformj eine w. Binde
mit nach rechts abliattemdcn langen Enden gewunden W a p p e n , a): In B. auf gr. Boden ein Hirsch im
ist; in d. erhobenen Bechten ein Schwert mit s. Maule eine Traubenfrucht haltend, — d. Hals v. links
Parirstange haltend dessen unteres Ende u. Griff r. tin- unten durchbohrt v. einem geflitschten Pfeile. — Kleinod:
girt (blutbefleckt?) erscheinen, die Linke (gleich der Bech- Der Hirsch wachsend. — Decken: bg. — rs.
ten eisenbehandschuht), geballt auf d. Brust gelegt. — (Siegel des Generals Szarvasy).
Kleinod: Die Schildfigur. — Decken: br.
W a p p e n , b): In von B. undB. gespaltenem Schilde
Adels- u. Wappenbrief v. König Ladislaus V., d. d. übergr.SchildcsfussefBodenJvorne ein Mann mitg. verschnür-
Buda, feria sccunda proxima post lestum beati Gregor» tem w. ? Bocke, gr.? Hosen hohen g. ? Stiefeln und f f Kal-
pape 1456 für Stefan u. Johann, Söhne des Paul deZar- pag in d. erhobenen Linken einen Krummsäbel mit Parir-
chaad, Enkel des Haupterwerbers Nikolaus de Disznüs. stange haltend auf dessen Spitze ein vom Bumpfe ge-
Dieses Nikolaus v. Disznös Tochter, war die Gattin trennter, schnurrbärtiger Tiirkenschädel gespiesst erscheint,
des Paul Szärcsädi u. Mutter der obengenannten Stefan d. Linke in d. Hüfte gestützt: hinten, der Hirsch wie
u. Johann. vorstehend, doch ohne Traube und d. Hals v. links ober-
(Orig. im Kubinyischen Archive; — publ.: Turul, V. halb durchbohrt.
1887. 2. p. 6 6 - 6 8 ) . (N. J. X. 498).

Nzaruk&u. (Taf. 435). S z ä x z I., v . A l b t e . (Taf. 436.)


W a p p e n : In von W. nnd B. geteiltem Schilde oben W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein g. Löwo in d.
ein r. Löwe wachsend mit d. Vorderpranken fünf Pfauen- erhobenen Beeilten einen Krummsäbel mit g. Parirstange,
federn haltend, unten eine mit einem g. Kreuzlein be- in der vorgestreckten Linken einen gr. Blätterkranz hal-
stockte g. Blätterkrone. — Kleinod: Pfauenspiegel. — tend. — Kleinod: Keines verliehen. — Decken: Ohne
Decken: rs. — bs. Farbenangabe.
Armenisches Geschlecht aus Szamosujvär. welches i. Adels- n. Wappenbrief v. Georg Bäköczy II., d. d.
J. 1760 einen Adels- u. Wappenbrief v. König M. The- Szamosujvär. 5. April 1651 für Stefan Szäsz v. Albis.
resia erhält. (B. A. BPesth. - L. B. 26. fol. 340.)
IV. 15. 155
618 UNGARISCHES ADEL.

Ss&M, II. (Taf. 436.) (N. J. VI. 244-245 und X. 566-567. — Dr. Jean
Szendrei, Coli, de Ragues ec., Pag. 172.)
W a p p e n : In R. anf gr. Roden ein g. Löwe in d.
erhobenen Rechten einen Krnmmsäbel mit g. Parirstange, Kzatliui&ry. (Taf. 436).
in d. vorgestreckten Linken eine g. Lanbkrone haltend.
— Kleinod: Der Löwe wachsend. — Decken: bg.—rs. W a p p e n : In von R. und R. guviertetom Schilde
Ursprünglich ans Közep-Szölnok stammendes, dann 1 u. 4 auf gekr. gr. Dreiberge ein geharn. geb. Arm in
in d. Ctten v. Rekes, Arad, Biliar a. Szatlimär auftreten- d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend
des Geschlecht, als dessen erstbekannter Ahnherr, Stefan dossen Klinge von einer linksgekehrten s. Mondessichel
genannt erscheint, welcher im J. 1740 urk. auftritt. und v. einem sechsstraligen g. Sterne begleitet orscheint;
Adelscertificat v. Seite des Közep-Szölnoker Ctts, 2u. 3 ein v. einer Mittagssonne überhöhter, aus Flammen
d. d. 25. Novb. 1791 für Michael, Sohn des obigen Ste- ragender Phönix. — Kleinod: Zwischen offenem fl: Fluge,
fan und d. d. 27. Juni 1806 für Georg. der Arm mit d. Säbel. — Decken: rs. — bg.
IN. J. X. 499-500). Adels- u. VVappenbrief v. König Franz 1., <L d. 1792
für Stephan Szathmäry.
NzÜNzy v. A p a ) . (Taf. 436.) (Adami, Scuta Gent. tom. XII.).
W a p p e n : In H. auf gr. Roden ein doppelschwän- Kzaiva v. Z i l a h . (Taf. 436).
ziger g. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krumm-
säbel mit g. Parirstange haltend. — Kleinod: R. bekl., W a p p e n : In B. auf gr. Roden ein Kranich, in d.
geb. Arm in d. Faust einen Krummsäbel mit g. Parir- erhobenen Rechten einen rundon Stoin haltend. — Klei-
stange haltend, dessen Spitze durch einen schnurrbärtigen, nod : R. bekl. pfeildurchbohrter, geb. Arm, einen Krumm-
vom Rumpfe getrennten Türkenkopf gedrungen erscheint. säbel mit g. Parirstange in d. Faust haltend. — Decken:
— Decken: rs. bg. — rs.?
Pressburger Adelsgeschlecht, einstmals „Sziisz" ge- Aus Griechenland stammendes, — mit dem gleich-
heissen. falls siebenbürgischen Goschlechto „Szäva v. Gogäny-
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. Värallya", nicht verwandtes Geschlecht.
12. Dezbr. 1631 (kuudgemacht: Tornaer Ctt, 1632) für Adels- u. Wappenbrief v. König Leopold I., d. d.
Stefan Szäsz. für s. Sohn Johann n. iür d. Verwandten Laxenburg, 25. Maj 1699 (kundgemacht: Krasznaer Ctt,
Nikolans Szekely. 25. Febr. 1700) für Paul Szäva aus Zilah, für seine Ehe-
Aloys Szäszy v. Apay, tritt v. 1832—1840, Julius frau Eva Bikafalvi, für d. Söhne Samnel n. Paal, für
aber im J. 1861, Beide als Stulrichter des Pressburger seine Rrüder Georg, sammt d. Ehefrau Anna Szöke und
Ctts auf. Andreas mit d. Ehefrau Elisabet Rerbe — Stefan u.
(N. J. X. 504-506.) Michael.
Sie bewohnten (oder bewohnon noch gegenwärtig) die
SzMtlinifiry-Kiriily. (Taf. 436.) Ortschaften Zilah u. Somlyö in Siebenbürgen u. traten
noch vor Knrzem, auch im Krasznaer Ctte auf.
W a p p e n : In B. ein doppelschwänziger g. Löwe Michael Szäva, welcher seit 1689 Oborgespan v.
zwischen den Vorderpranken einen sechsstraligen g. Stern Zäränd, i. J. 1729 verstarb, nachdem or früher in d. Frei-
haltend, im Genicke scheinbar gefasst v. einem v. d. herrenstand erhoben worden war, gehörte dem Geschlechts
linken Oberecke kommenden, geharnischten, gebogenen Szäva v. Gogäny-Värallya an.
Arme. — Kleinod: Die Schildfigur wachsend. — Decken:
bg. — rs. (Vergl. und corrigire: N. J. X. 511-517 n. 921—923).
NB. Dieser Typus ist selten u. originell.
(Nach verschiedenen Siegeln u. gemalten Wappen.) Siäzad). (Taf. 436).
NR. Es ezistirt bei einem jtlitgliede dieses Geschlech- W a p p e n : Doppelschwänziger Löwe mit Seh wert. —
tes, ein Original-Wappenbrief (vom XV. oder XVI. Jarh.), Kleinod: Der Löwe wachsend.
oder eine legalisirte Copie. Die dort enthaltene Wappenbe- Franz Szäzady, tritt 1647, 1649 urk. anf.
schreibung, soll von dor vorstehenden Rlasonirung insoferne
abweichen, als der Löwe des Schildes, dort in jeder Vorder- (Siegel d. d. 1645 mit (teilweise unlesbarer) Umschrift.
pranke je einen Stern hält u. als der Arm welcher den Löwen — N. J. X. 516. 517.).
im Genicke zu fassen scheint, rot bekleidet ist. Als Kleinod, Kbiszkö, siehe: Z b i s k t f .
soll eine mit den Hörnern nach aufwärts strebende s.
Mondessichel erscheinen, welche mit einem sechsstraligen
g. Sterne besteckt ist; also gleich dem Kleinode der mei- Szöi'hL'iiyi I., v. S / e c s e n j . (Taf. 436).
sten, vom Genus Hunt-Püzman abstammenden Geschlechter. W a p p e n : In geteiltem Schilde oben ein gekrönter
Nähere Daten über diesen Wappenbrief, wären für das Löwe wachsend, unten zwei Raiken. — Kleinod: Der
Supplement erwünscht. Löwe.
Angesehenes Geschlecht des Gömörer Ctts, dann (wie [Kleinod-Siegel d. d. 1352 des ComeB Thomas, Judex
gegenwärtig) anch in andern Ctten, wie in Heves, Hor- Curiae, nach Rajcsänyi Adam, Orig. Siegelcopien im R. A.
sod ec vorkommend. Erscheinen insbesondere im XVII. RPesth.—Anderes Kleinod-Siegel, desselben Thomas Zecheni.
Jh., auch nur allein „Szathmäry" (ohne Kiräly) geschrie- nach Nyäry, Herald. Vezerf. VI. 52. — Wappenschild
ben jnnd zeichneten sich Mehrere als Schriftsteller wie (Siegel) d. d. 1353 mit voller Umschrift desselben Thomas.
als höhere Comitatsbeamte aus. Siehe: Rajcsänyi, wie oben. — Schildfigur (Siegel in
Im Uebrigen, ist „Szathmäri" richtiger nur als das „freier" Einfassung d. d.1399 des Judex Curiao Comes Frank
Prädikat, — „Kiräly" aber, als der eigentliche Familien- de Zechen].
name anzusehen. Die Tinktnren des Szdchenyi-Wappens, dürfton, wie
Nagy Ivän, geht mit den Personalien, nur bis Niko- mit Grund zn vermnthen, denjenigen dos Gerßb-Wappens,
laus Szathmäri Kiräly zurück, welcher 1619 im Gömörer gleich gewesen sein. (Vergl. „üereb", in diesem Worke
Ctte urk. auftritt; es ist indessen zweifellos, dasB dieses und Farkas •. Harinna, im Suppl.)
Geschlecht, viel älterer Provenienz ist. Das reichhaltige Uradeliges Gesohlocht des Neograder Comitates, auch
Archiv, befindet sich im Fam. Res. „de Köchen" geschrieben, welches Namen n. Prädikat,
•UNGARISCHES ADEL. 619

vom Orte Szecseny des genannten Comitates hergeleitet Die Szechenyi, sollen einstmals „Sartorius" geheissen
nnd mit Johann (Sohn des Ladislaus III.;, Benediktiner- haben.
Priester, welcher 1474 noch lebte, erloschen sein soll. — (Csergheö Fr., Tab. Gen. Xob. Fam. Hung. Mscrpt.
Dasselbe stammte, gemeinsam mit den f Gereb de Vingärd im Nat. Mus. BPesth. Cent. 1. 479 - 481. - A. Sze-
und den f Parkas de Harinna, vom Genus Kacsit-B ab chenyi csahid sirboltja Czenken. Bud. Közl. 1869. 245. —
u. führte mit diesen, anch ein gleiches Wappen. Nagy Hiirom Szechenyi. Pesti hirlap, 1843. 231. - N. J. X.
Ivän, führt als erBten Ahnherren, einen sichern Parkas 517-525).
mester an, (1257), dessen älterer Sohn Thomas, 1319
Obergospan v. Arad, dann Obergespan von Bars ec., Woj-
wode v. Siebenbürgen, — sein Geschlecht bis zn dessen Szdchy I . , v. K i u i n - S z e e h u. Felatt-Lindva.
ErlÖBClicn fortpflanzte. (Taf. 436, 437).
Im Jahre 1405, 1411 halten die Szechenyi, die Ort- Wappen, altes: Beiderseits gekrönter Doppeladler.
schaft Pata im lieveser Ctte i. Pfand. [Verschiedene Siegel d. d. 1355 u. 1358 des Jud.
Ladislaus, Sohn des Ladislaus, deB Wojwoden Frank, Cur., Comes Nicolaus de Szäch. (B. A. BPesth 5813,
des Konye bän, verpfändet snb d. 1455 an Michael Or- 4683 ec.). Eben so siegeln: i. J 1419 Johann, n. sub d.
szäg u. Albert Losonczi, um den Preis von 4U.000 fl. dio 1440, 1449 der Primas v. Ungarn, Dionysias Szech],
Hälfte der Stadt Gyünyjüs, sowie Szäszberek, Szaholcs, Wappen, grälliches: Der Adler wie vorstehend;
Szentivän, Fokorö, ec., im Heveser Ctte. darunter eine Laubkrone.
1411 standen sie i. Besitz der Burgen: Hollökeü, Salgö (In Holz gerissenes Wappen der Maria Szecliy, auf
u. Somoskeö in Neograd. — Ladislaus. Sohn des Ladislaus, dem Titelblatte des Buches: „Päzmäny Peter imädsägos
erhält i. J. 1439 v. König Albert, die Stadt Szecseny, könyve" welches auf Unkosten der Maria Szecliy, 1605
Bowie die Hälfte von Almäs, Sztracin u. Farkasfalva, im eben herauskam. Ganz klein, erscheint die Krone unter d.
genannten Ctte. Derselbe Ladislaus, besass im Jahre 1455 Adler, auf einem Szechy-Siegel d. d. 1625 und auf einem
auch die Ortschaften : Ujväros, Endrefalva, Felfalu, Dolyän, andern Siegel d. d. 1654 mit lnit. der Marie Szecliy).
Gecz, Bimöcz, Varsäny, Csitär, Keresztür, Sipek. Dräh,
Varbök ec., in Neograd. Im Jahre 1454 tritt dieses Ge- Gemeinsam mit den Geschlechtern: Balogli de t'icsa,
schlecht, auch in Käposztäs-Mej-yer u. Szäszhalom (Pesther Derencsenyi ee., vom Genus Balogh abstammend und mit
Ctt) mit Grundbesitz auf, nachdem es sub d. 1425 kün. diesen auch ein gleiches Wappen teilend, den Doppel-
Donationen auf Barätöny, Hegye u. Hangonfö in Gömör, adler (mit welchem auch der Gömörer Vicegespan Nicol.
erhalten hatte. Balogi, schon sub d. 1345 siegelt), welche Wappenfigor,
vordem, in der Heraldik von Ungarn, nirgends angetroffen
(N. J. XII. 343-345. — Dr. Csänki Dezsö, Magyar- wird.
orsz. tört földr. BPesth, 1«90. Pag. 47. 84. 85.
119. 158). Dio Szecliy (Zechi, Zeeclii, Szecsi), treten bereits im
XIII. Jh. auf u. teilen sich bald, in d. Linie „v. Felsö-
Lindva- jenseits d. Donau) und in diejenige von „Bi-
Szechenyi II,, 1. Siirvär u. I'elsü-Videk. maszech" iu Gömör, ec.
(Taf. 436). Paltatine, oberste Bichter des Landes, Obergespäne
u. hohe geistliche u. sonstige weltliche Würdenträger,
W a p p e n , altes: In B. einer, gew., flugb., w.Taube zälte dieses uralte nnd hervorragonde Geschlecht, zu den
auf gr. Dreibergo, im Schnabel einen gr. Blätterkranz, Seinen. Dionys III. Szecliy, von der Lindvaer Linie
in d. erhobenen Bechten drei bestengelte gr. Mohnköpfo (t 1465), war Krzbischof v. Gran u. Primas v. Ungarn.
Grafenstand v. König Ferdinand, sub d. Wien 28. April
haltend. 1645 für Dyonisius IV., (Sohn des Georg, des Thomas)
(Gemaltes Wappen des Georg Szechenyi, Bischof v. Szecliy v. Bimaszech.
Wesprim (1592—1695). Siehe: Kichy-Album, Mscr. mit
XB. Es erscheint keine Wappenbeschreibung im
eingemalten Wappen, der XVI. u. XVII. Jh., im Besitze Diplome.
dos Gf. Eugen Zichy. — Turul, I. 1888 ec.). Im Mannesstamme erloschen mit Peter (SohH des
W a p p e n , gräfliches: Geviertet von B. und B. mit vorstehenden Grafen Dionysius IV.) im Jahre 1685.
g. Mittelsehilde, darin auf gr. Hügel eine r. gew., flugb., Ueber d. hervorragende Gestalt der Marie Szecliy,
w.Taube, im Schnabel einen grünen Blätterkranz haltend; welche nach einander vermält mit: Adam Betblen, Ste-
dann 1 u. 4 aus gr. Dreiberge sich erhebend ein w. fan Kün und dem Palatine Franz Wesseleny, — vor d.
Patriarchenkreuz; 2 u. 3 über gekr. gr.Hügel einer auf- 20. July 1679 verstarb und anf eigenen Wunsch, in der
gehenden g. Sonne zustrebend, ein scheinbar fliegender n. Jesuiten- (heutigen Pfarr-; Kircho zu Güns begraben wurde,
Adler. — Wahlspruch: Sie Deus pro nobis quis contra nos. berichtet eingehend, Dr. Ignaz Acsädy. Die Szecliy, be-
(Adami, Scuta Gent. ec.). sassen die Burg Balog und die Stadt (Bima)- Szecs, er-
Wie zu vermutheu, aus d. Neograder Ctte stammen- halten 1317 kön. Donationen auf Göd, dzöd, Keszö im
des Geschlecht, als dessen Ahnherren, wir Michael (um Pesther und auf Nütics u. Uzsa im Neograder Ctte; tre-
1550) verzeichnet finden, Supremns Capitaneus ec., dessen ten v. 1427—1431 mit Grundbesitz in Barätony, Szent-
Sohn Adam (bei Nagy Iv., „Martin" genannt), mit Sara Simon, Bönapataka, Szutor, Doböcza, Teliany, im Gömö-
Bäan, die Söhne Georg u. Laurenz zeugte, von welch rer Ctte auf; 1471 in Gaborjan, Töthfalu, Boldogasszony-
Letzterem, dieses illustro Geschlecht, bis zum heutigen falva in Biliar u. erhielten im selben Jahre, Donationen,
Tage fortgepflanzt wurde. im Pesther Ctt.
Der erste BogrUnder dos Glanzes, war der vorstehende (N. J. X. 528—535. — Dr. Acsädy Ignäcz, Szecliy
Georg, welcher als Primas von Ungarn, am 18. Febr. 1695 Maria 1610-1679. BPesth, 1884. Magyar, tört. eletrajzok.
verstarb. Er erwarb aach (nebst vielen andern), die Güter III. — Dr. Csänki Dezsö, Magyarorsz. tört. földr. BPesth,
Särvär u. Felso-Videk. 1890. Pag. 47. 119. 158. 639.)
Grafenstand, d. d. Wien, 30. März 1697 für Georg
Szöchönyi u. für seine, aus d. Ehe mit Helene Moröcz geb. Nzechy, II. v. « ü l - S x e i h . (Taf. 437).
Kinder: Sigmund, Jnliana u. Judit.
Stefan Graf Szechenyi, („der grösste Ungar"), war W a p p e n , v. 1418: In B. ein g. Löwe welcher mit
geboren am 21. Sptb. 1791 u. starb am 8. April 1860 zu d. erhobenen Bechten den Flitscb eines g. Pfeiles za
Döbling, bei Wien. fassen scheint, dessen s. Spitze durch beide Angen ge-
6-620 UNGARISCHER ADEL.

drangen ist. — Kleinod: Der Löwe. — Decken: bg. — Adels- u. Wappenbrief v. König M. Theresia, d. d.
Der Dracbenorden. 1755 für Johann Szecsy.
Gemeinsam mit den Agöesy, Roeskay. Chapy, Soös Es gab auch ein Geschlecht Szecsy v. Szilägy-Sccs.
Szerdahelyi nnd Sziirthey. vom Genus Hoxa abstammendes Dasselbe tritt iin XV. Jh. anf u. ist nniimolir erloschen.
Geschlecht, mit welch Genannten, dasselbe, v. König Sigis- (L. R. Nr. 43. P. 656).
mund. sub d. Constanz, 19. März 141S aucli ein gleiches
Wappen (wie oben blasonirt' erhält. In dem genannten
Wappenbriefe, erscheinen von dem vorstehenden lieschleehte, S s ö c n c u V. T e m e r i n . (Taf. 437).
die Söhne des Zölyomer Cornea Szeclii Gäl erwähnt, W a p p e n , adeliges: Li von B. und R. geviertetem
als: Peter, Erzpriester v.']Zemplin, Georg u. Jakob sowio Schilde 1 u. 4 ein g. r-chrägbalken; 2 u. 3 auf spitzem
Michael Szi-chi, Pfarrer.
w. Dreifelsen ein geharn., geb. Arm, in d. Faust einen
Dieses Geschlecht, wird bereits 1376 urk. genannt Krummsäbel mit g. l'arirstange haltend. — Kleinod:
mit Gallus Sohn des Stefan, Obergespan v. Zemplin, (wie Zwischen offenem, rechts mit einem schräglinken, links
vorstehend gemeldet) u. tritt dasselbe schon i. J. 1402 mit mit einem schrägrechteu g. Raiken belegten Flugo, eino
Grundbesitz auf Felsö-Szech, in Zemplin auf. w. Rose. — Decken: bg. — rs.
Die Szechy v. Giilszecli. erscheinen 1424 aufMiklös- (L. R. Nr. 46. Pag. 486).
vägäsa u. Szedlicze im Säroser Ctte, sowie (im gleichen
Ctte! auch auf: Megyes, Lacsa, Kadväny, Kercsztes- W a p p e n , gräfliches: Schild, wie vorstehend. —
Komli'S. Karäcsonymezö, Vaspatak, Räbapatak, Petics- Drei Helme: I. Der Arm. — Decken: bg. — II. Offener
häza, Margonya, Long, Laszczü, Ferenczvagäsa. Luzsän, b. Flug, beiderseits belegt mit einem g. SchräglinkB-
Valykvägäsa, Nyires, Girält, Pesztrecz. Mätevägäsa. (bozw. Schrägrechts-) Raiken. — Decken: bg. — rs. —
III. Der Arm. — Decken: rs.
1487 verpfänden sie ihre Gutsantheile in Szecs, Ko-
häny, Gerenda, Tarnöka, Zebegnyii, Telina, Karäd, Ke- Ursprünglich aus Kroatien stammendes Geschlecht.
replye, Szög, Agärd, Damücz. fiel. Dobra u. Dorgrt im Adels- u. Wappenbrief d. d. 21. Juni 1763 für Ma-
Zempliner. sowie aufSzelmencz imUngvärer Ctte, an dio thias u. Alexandor Szecson.
Tärczay, nachdem sie bereits, sub d. 1478 andere An- Grafenstand, d.d. Wien, 5. July 1S11 für den obigen
theile auf Szelmencz, den Semsey i. Pfand gegeben Alexander, welcher als Geheimer Rath u. Ritter des St.
hatten. StefansordeiiB ec. i. J. 1813 verstarb.
Nikolaus Szechy v. Gälszech, tritt 1449 auf; Johann, Rliihen im Grafenstande.
im J. 1488. Stefan Szechy v. Gälszech, war 1522 Stu- (L. R. 63. 147. — N. I. X. 535 - 537. — M. N.
dent in Wittenberg. Mit demselben oder bald nach ihm, Zsebk. I. 233—235).
dürfte dieses Geschlecht erloschen sein, da jede weitere
Spur aufhört.
(Orig. im freiherrl. Vecseyschen Archive. Das Fac- S i e i - s ö d ) v. Saecüttd. (Taf. 437).
simile. siehe: Turnl, 1885. III. 107.— Dr. Csänki Dezsö, W a p p e n : In mit drei Zinnen, von W . und R.
Magyarorsz. tört. földr. I. RPesth, 1890. Pag. 827. 380. schräglinksgeteiltem Schilde, oben u. unten eine g. be-
407 ec. ec. — N. J. IV. 8 1 8 - 8 1 9 ) .
samte Rose in verwechselten Tinkturen. — Kleinod: Ofto-
ner, rechts w., links r., je mit einer g. besamten Rose
fiMehy, III. (Taf. 437). in verwechselten Tinkturen belegter Flug. — 1 "ecken: rw.
Uradeliges Geschlecht das Eisenburger Ctts, noch
W a p p e n : In R. auf gr. Hügel ein in d. rechten
gegenwärtig (oder aber bis noch vor kurzer Zeit; im Ee-
Oberecke v. einer linksgekehrten g. Mondessichel in d.
sitze des Stammgntes in Egyhäzas-Szecsöd.
linken Oberecke v. einem sechsstraligen g. Sterne beglei-
teter Kranich, in d. erhobenen Rechten einen runden Stein Als erstbekanuter Ahnherr, erscheint Stefan I. ge-
haltend. — Kleinod: Geharnischter, gebogener, mit einem nannt, Sohn des Csörnök v. Csörötnök (Churnnk de Chur-
Stulphandschuh versehener Arm, in d. Faust einen gera- nuke), welcher v. König Andreas II., i. J. 1205 die Ort-
den Säbel mit g. Parirstange haltend. — Decken: bg. rs. schaft Spccsb'd (Lapsa) im Eiscnburgcr Ctte an d. Raab,
Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand II., d. d. als Donation erhält, wonach dann dieses Geschlecht, den
Wien. 4. July 1627 (kundgemacht: Szendro, Rorsoder Ctt, Namen „Szecsody" aufnahm.
17. Maj 1628) für Georg Szechy, für seine Rrüder: Paul, Adels- u. Wappenbrief (erneuert) v. König Sigismund,
AndreaB, Laurenz u. Peter u. für Susaniia Pochy. d. d. 1418 tür Demeter I., sowio für David, Johann IV.,
Zempliner Adelsgeschlecht, welchem Emerich-Augustin und für Stefan V.. Sohn des Paul Szecsüdy.
Szöchy angehörte (geb. 6. März 1852), Mitgl. d. ung. Erscheint in älteren Zeiten, auch „de Zechcwd" nnd
Akad.. welcher mehrere gelehrte Werke i. Druck ver- „de Zechend" geschrieben.
öffentlichte. (Orig. im Familienarchive. — N. J. X. 538—546).
Sie waren auch in Rodrog-Kecresztür angesessen.
[Orig., Conv. A. Lelesz. - Szirmay, C. Zempl. not. Hiedlleiky. (Taf. 437).
top. 116. 117. — Magyar Irök, cltr. gyöjt. I. 538. —
Nagy Ivän (X. 535), hat nach Pag. 923 richtig gestellt W a p p o n : In von G. und R. geviertetem Schilde
zu werdenj. 1 u. 4 ein einwärts aufspringendes f f Ross uin dessen
Hals an g. Schnur ein g. Posthorn gehängt erscheint;
Satecsj, IV. (Taf. 437). 2 u. 3 auf gr. Hügel ein Pelikan im Neste, mit d. Schna-
bel seine Rrust ritzend n. mit d. hcraustropfenden Rluto
W a p p e n : In von R. nnd R. geteiltem Schilde oben drei Junge atzend. — Kleinod: Geharn., geb. Arm, in d.
ein geharn. Mann mit Eisennelm wachsend in d. erhobe- Fanst einon Krummsäbel mit g. l'arirstange haltend. —
nen Rechten einen Krurnmsäbcl mit g. Parirstange, in d. Decken: frg. — bs.
erhobeuen Linken ein r. gebundenes Ruch haltend; unten
Adels- u. Wapponbrief v. König Franz I., d. d. 1793
drei w. Schrägbalken. — Kleinod: Zwei bei d. Überarmen
für Josef u. Andreas Szeilliczky.
gekreuzte Arme, der erstere geharnischt, rechtsgekehrt u.
in d. Faust einen Krummsäbel. der andere r. bekl., links- (Adumi. Scuta Gent, tomo XII).
gekehrt u. einen gr. Palmzweig haltend. — Decken:
bs. — rs. S i e i l l n i f i k } , siehe: S e i l l i i i z k ) .
UNGARISCHER ADEL. 621

Szcdmäky. (Tai'. 437). wesen. Seine Nachkommen, die nun im einfachen Adel-
stande unter d. Namen Szegedy und im Freiherranstande
W a p p e n : In R. anf gr. Boden ein doppelschwän- als Szegedy-Ensch blühen, nannten sich vormals anch
ziger g. Löwe. in d. erhobenen Rechten drei geflitschto, „Szegedy v. Acsäd".
gekreuzte Pfeile haltend. — Kleinod: Zwischen offenem (N. J. X. 547 - 550. — M. N. Zsebk. I. BPesth,
f f Finge ein Pelikan mit d. Schnabel seine Rrust ritzend 188S. 528-529).
n. mit d. hcranstropl'endon Blnte drei Junge atzend. —
Decken: rs. — bg.
Adels- u. Wappenbrief T.König Karl III., d. d. Wien, MECgcrty, III. (Taf. 438).
24. Febr. 1717 (kundgemacht: Tvrnau, Pressburger Ctt,
23. Oktbr. 1. J.) fiir Michael Szedmäky, fiir seine Ehe- W a p p e n : In B. auf gekr. gr. Hügel zwei gegen
frau Helene Krulovicz u. für .loset u. Franz Szedmüky. einander aufspringende Löwen, eine gr. bestengelte, gr.
1603 erscheint ein Vorfahre dieses Geschlechtes, Mi- beblätterte r. Rose gemeinsam haltend. — Kleinod: Die
chael Szedmäky, als Gefangener der Türken. Schildligur ohne Hiigel. — Decken: bg. — rs.
Ein dritter Michael, wird 17f>0 gelegentlich derAdels- (Gemaltes Wappen des Bischofes Franz Leonhard
«onscribimng des Trentschiner Ctts, erwähnt. Szegedy. — Siehe: Liber Congregationis Thaumaturgis
Im Jahre 1826 tritt Johann Szedmäky auf, als Ge- S. Antonii du Padua, ec. Mscrpt mit eiugemalteu Wappen,
schworner des Pressburger Ctts. im Archive der Franziskaner zu Gyöngyös).
NB. Dieses Wappen, wurde auch wie folgt geführt:
(Leg. C. — N. J. X. 546).
Auf einem Dreibergu zwei gegen einander aufspringende
Löwen, ein Patriarchenkreuz gemeinsam haltend.
S s e g e d ? . I. (Taf. 487). (Siegel d. d. 1608 u. 1669 des Bischofes Franz Sze-
W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein r. gekl. Mann gedy).
mit eisernem Brustharnisch, hohen f f Stiefeln und Eiscu- Franz Leonhard Szegedy, v. 1662 — 1663 Rischof v.
helme, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel hal- Siebenbürgen, v. 1663 — 1669 Bischof v. Waitzen. v. 23.
tend auf dessen Spitze ein schnurrbärtiger, vom Rumpfe Sptbr 1669 — 1675 Bischof v. Erlau, stirbt am 12. Sptbr
getrennter Tiirkenschädel gespiesst erscheint, d. Linke in 1675. Er war auch Obergespan v. lievesu. Külsö-Szölnok,
d. Hüfte gestützt. — Kleinod und Dcckentinkturen: Nicht kais. Rath uud Kanzler.
verliehen. (P. P. B. Garns, Series Episcoporutn. 1873. 368).
Adels- u. Wappenbrief v. König Rudolf, d. d. Prag,
24. Juni 1600 (kundgemacht: Göncz, Abaujer Ctt, 6. Maj Mxegedy, IV. iTaf. 438).
1602) für Georg Szegedi, fiir seine Mutter Dorothea, für
seine Ehefrau Sara nnd für s. Rruder Nicolaus. W a p p e n : In B. auf gr. Boden ein Pelikan mit d.
Nagy Ivan iMagyarorsz. csal. X. f>51) ist, den auf Schnabel seine Brust ritzend u. mit d. heraustropfenden
Bischof Franz Szegedy bezüglichen Absatz betreffend, im Blute drei Junge atzend. — Kleinod: Die Schildligur
Sinne des Artikels „Szegedy 111." dieses Werkes, richtig ohne Boden. — Decken: rs. — bg.
zu stellen. Adels- u. Wappenbrief v. König Ferdinand III., d. d.
(Leg. C. Ctt. A. Biliar). Wien 1649 (kundgemacht: Saroser Ctt, 1650) lür die
schon früher adeligen Johann u. Alexander Szegedy.
(Orig., Conv. Arcli. Jäszö, durch J. v. Csoma).
Nzegedy. II. v. !IIezit-Sz«f;cd und Nzegedy-
Kusch. (Taf. 437).
Mzegesdy.
W a p p e n , adeliges: In B. über gr. Hügel ein v.
einem gr. Blätterkranze überhöhter, r. gew., scheinbar Das Wappen dieses aus dem Honther Ctte stammen-
fliegender f f Adler in d. Rechteil ein g. Scepter, in d. den Geschlechtes, welches mit dein erstbekanuten Ahn-
Linken ein Schwert mit g. Parirstange schräge u. mit d. herren Caspar I., um d. Jahr 1630 urk. auftritt nnd
Spitze nach abwärts gerichtet haltend. — Kleinod: Die auch noch nach d. Mitte d Dreissiger Jahre dieses Jalir-
Schildfignr. ohne Hiigel. — Decken: bg. — rs. hundertes, im genannten Ctte angetroffen wird, ist von
(Viele Siegel u. gemalte Wappen). Seite Ivans v. Nagy, in Magyarorsz. csal. (X. 5531 völlig
W a p p e n , freiherrl.: Geteilt; oben in R. ein gekr. unverständlich blasonirt worden.
br. Adler in d Rechten ein g. Scepter in d. Linken
einen Krummsäbel mit g. Parirstange nach abwärts ge- S z c g l i y d e Xereclieii. siehe: Aiulriisj d e X o v i i k y .
richtet haltend; unten durch einen w. Halkcn schräg (Suppl.)
geteilt von R. und B.; oben ein aufwärtsschreitcnder,
doppelscliw., g. Löwe, unten in g. Neste ein Pelikan mit Szeglii-Kis. (Taf. 438).
seinen Jungen (Ensch). — Zwei Helme: 1. Der Adler.—
Decken: bg. - Der Löwe wachsend. — Decken: rg. W a p p e n : In B. ein g. Löwe in d. erhobenen Rech-
In den Ctten v. Eisenburg, Zala u. Veszprim vor- ten einen Krummsäbel, in d. gesenkten Linken einen vom
kommendes, bekannteres Geschlecht, nach Einigen^ aus Rumpfe getrennten, schnurrbärtigen Türkenschädel beim
dem Szabolcser Ctte stammend, was abor nicht richtig zu Schopl'o haltend. — Kleinod: Geharn.? geb. Arm, in d.
sein scheint. Faust einen Krummsäbel haltend. — Decken: bg. — rs.?
Adels- n. Wappenbrief mit „v. Mezö-Szeged" d. d. Ursprünglich aus d. Zempliner Ctte stammendes, dann
з. April 1646 für Franz Szegedy, Oberrichter der Stadt auch in Ungh und Borsod vorkommendes Donationalgu-
Kaschau, wolcher unter demselben Datnm,, auch eine k. aclilecht, dessen richtiger Name „Kia" gewesen ist.
Donation auf Inke im Somogyer Ctte erhält. Als erstbekannter Ahnherr, erscheint Johann aufge-
Kön. Donationen l'iir dessen Sohn Paul, auf Kövesüt führt, welcher um d. Jahr 1680 gelebt hat.
и. Acsäd im Eisenburger- und auf Eötvös im Zalaer Ctte. Stefan, Sohn dieses Johann, tritt in Kis-Geöcz im
Froilierrenstand sammt Wappenbesserung u. Erlaub- Ungvärer Ctt auf. Er erhält von Seite des Zempliner
niss zur Führung des Namens „Szegedy-Ensch" r. Kaiser Ctts ein Adelszcugniss, welches am 30. Dezbr 1732 im
Franz Josef I . , d. d. 27. Fobr. 1874 (Dipl. v. 31. July Ungvärer Ctte kundgemacht wurde.
l. J.) für Emerich Szegedy v. Mezö-Szcged. Vom letztgenannten Ctte, erhalten am 3. April 1753
Der erstbekannto Ahnherr, ist der obige Franz ge- auch Franz, Gabriel u. Karl-Franz ein Adelszeugniss.
IV. 15. 156
6-822 UNGARISCHER ADEL.

Kommen in den 30er Jahren (oder anch noch später) als Banus von Kroatien-Dalmaticn ec., aufgeführt er-
anch im Borsoder Ctte vor. scheint u. 1448 verstarb. Soiu Sohn, war Jakob I., wel-
(N. J. X. 5 5 3 - 5 5 4 ) . cher 1480 Statthalter v. Steiermark wurde. Dorselbe er-
hält v. Kaiser Maximilian, die Burg Ormosd.
S z o g l i ö . (Taf. 438). Von seinon beiden Söhnen, orscheint dor ältero, be-
reits 1505 als Freiherr aufgeführt; der jüngore, Lucas,
W a p p e n : I n B . ein aufspringender Hirsch. — Klei- war gleichfalls Statthalter v. Steiermark und wurdo sub
nod : Mann wachsend, in d. erhobenen Rechten (ein ?) d. 1565 Landstand dortselbst. Er war auch kais.
haltend, d. Linke in d. Hüfte gestützt. Rath, starb am 8. Febr. 1575 u. wurdo zu Ormosd be-
Ueber die verschiedenen ticschlechter dieses Namens, graben.
welche insbesondere in d. Ctten v. Borsod n. tiömör an- Erloschen mit Friedrich (Enkel des vorstehenden Lu-
zutreffen waren oder sind, siehe: N. J. X. 556—559). cas u. Sohn dos Michael Szekoly v. Kevend liber baro
in Ormosd) — im Jahru 1614.
S z e g u e r siehe: N i ' g u c r . Dio Freiherren v. Szekcly. welche sich auch, „Herron
zu Friedau" schrieben, besasson in Steiermark, dio Güter:
Nzeili: (Taf. 438). Ankcrstoin, Friedau, Kag, Gayofzeu, Platzerhof, ein Gut
in Polsterau u. ein Hans zu Leibnitz
W a p p o n : In von t t und W. geviertetem Schilde (N. J. X. 559 - 562. — Schmutz Carl, Histor -topogr.
1 u. 4 drei (2, 1) g. Weizengarben; 2 u. 3 ein gr. Bal- Lexicon v. Steiermark. Graz, 1888. IV. 418.)
ken. — Kleinod: Doppelschwänziger, gekr., g. Löwe, in
d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parir-
stange haltend. — Decken: £}g. — rs. üzikel; I I . , v . Siiiit'iijf'ulvii. (Taf. 438.)
Hauptmann Szeitf de Aränyos-Telek. diente iu der
ersten Hälfte der 60er Jahre, beim 39. Lin.-Inf.-Rgte W a p p e n , a): Einhorn aus einer Krono wachsond,
Dom Miguel. mit beiden Yorderläufen einen lorbeerumwundonou Stab
(Adami, Scuta Gent, tomo XII.) schräglinksgerichtet haltend. — Kleinod: DieSchildligur.
(Siegel d. d. 1600 des Moses Szekely v. Simenyfalva.
S z e k e l y I . , v . K e v e u i l u . ÖriuoMil. (Taf. 438.) — Reichenau, Siebb. Adel. Pag. 8 Taf. 8.)
W a p p e n , b): Zwei gegen einander aufspringende
W a p p e n , a): In d. beiden Schildesoberecken v. je doppelscliwänzige Löwen, eiu Schwert mit Parirstange
einem sechsstraligen Sterne begleiteter, aus einem Drei- mit d. gesenkten Rechten (bezw. Linken) gemeinsam hal-
berge wachsender Wolf. — Kleinod: Geschlossener, mit tend, dessen Spitze beiderseits, zuerst v. je einem sechs-
einem Sterne belegter Fing. straligen Sterne, dann v. einer einwärts gekehrten Mon-
NB. Die Schildtinktur, dürfte blau, der Dreiberg dessichel begleitet wird und durch eine Blätterkrone ge-
grün, der Flugtt, die Decken aber, dürften bg. gewesen sein. stossen erscheint.
(Siegel d. d. 1519 des Johann Zekel de Kevend, Propst (Wappen auf der einzigen (in Klausenburg geschla-
v. Gran und d. d. 1601 mit Init. des Michael Zekelli de genen. schwach vergoldeten) Münze des ..Moises Zekel
Kevend, Herr auf Ormosd u. Crapina, Supremus Capi- de Simenfalva, Vajwoda Transilvanie ec.", 1603.)
taneus der Burg ec., Szatbnuir, ec. — Siegel d. d. 1608 Szekler Geschlecht aus dem Udvarhelyer Stuhle, des-
mit Init. des Friedrich Zekel.) sen erstbekannter Ahnherr Moses, weil er einem Manne
W a p p e n , b): In von B. und R. gespaltenem die Ohren abgeschnitten hatte, nach Polen geflüchtet
Schilde vorne über einem g. Balken ein aus gr. Drei- war, allwo er sich abentheuernd herumtrieb
berge wachsendes Lamm, hinten ein g. Doppeladler. Später wieder ine Vaterland zurückgekehrt, zeich-
(Wappen des Jacob I.. nach Fugger, Ehrenspiegel V. nete er sich