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Krit.Bericht-Figaro Titelei 14.05.

2007 15:13 Uhr Seite 3

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Kritische Berichte
SERIE II . WERKGRUPPE 5

BAND 16: LE NOZZE DI FIGARO


(LUDWIG FINSCHER)
VORGELEGT VON ULRICH LEISINGER

BÄRENREITER KASSEL . BASEL . LONDON . NEW YORK . PRAG

2007
Krit.Bericht-Figaro Titelei 14.05.2007 15:13 Uhr Seite 4

Die Editionsarbeiten an der „Neuen Mozart-Ausgabe“ werden gefördert durch:


Stadt Augsburg, Stadt Salzburg, Land Salzburg, Stadt Wien.
Komitee für Salzburger Kulturschätze.
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften,
vertreten durch die Akademie der Wissenschaften und der Literatur . Mainz,
aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Bonn/Berlin,
und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Wien.
Die Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg dankt außerdem
dem Packard Humanities Institute (Los Altos, California) für großzügige Förderung der
Redaktionsarbeiten an diesem Kritischen Bericht.

Editionsleitung:
Dietrich Berke . Wolfgang Rehm
Redaktion: Wolfgang Rehm
EDV-Satz: Wolfgang Rehm und Holger M. Stüwe
Notensatz: Edition Litmus (Helmut Schmidinger), Wels
_______________________________________________________________________________________

Alle Rechte vorbehalten / 2007 / Printed in Austria


© 2007 Bärenreiter-Verlag Karl Vötterle GmbH & Co. KG Kassel
Vervielfältigungen jeglicher Art sind gesetzlich verboten.
Kritischer Bericht zu BA 4565
ISMN M-006-54665-7 (Leinen)
ISMN M-006-54664-0 (Kartoniert)
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 5

INHALT

Abkürzungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

I. Quellen
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Autographes Quellenmaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Abschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Textbücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
Dokumente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Anhang
1. Für die Edition und den Kritischen Bericht nicht herangezogene Quellen . . . . . . 97
2. Editionsrelevante Einzelquellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
3. Die wissenschaftlichen Vorgänger-Ausgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104

II. Bemerkungen zu den Quellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105


Sinfonia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
Atto primo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
Atto secondo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
Atto terzo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
Atto quarto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205
A n h a n g . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 246

III. Fassungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258

IV. Die wichtigsten Varianten in den Hauptüberlieferungszweigen . . . . . . . . . . . . . . . 271

V. Bemerkungen zum Libretto


1. Gesangstext . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281
2. Akt- und Szenenangaben sowie szenische Anweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 289
An h ang (zu „V./1. und „V./2.“) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312
3. Textincipits wichtiger deutschsprachiger Übersetzungen bis 1800 . . . . . . . . . . 314

VI. Konkordanz der Zählungen von geschlossenen Nummern und Szenen . . . . . . . . . 321

Wasserzeichen-Abbildungen ......................................... 325

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Notenanhang
A. Striche und Änderungen von Mozarts Hand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330
B. No. 14 Terzetto (Notation der Singstimmen im Autograph und im
Direktionsexemplar) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 340
C. Aria No. 28: Rekonstruktionsversuch der Uraufführungsfassung 1786 . . . . . . . . . 352
D. Varianten aus den Quellen B bis M . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358

Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden ....................... 408

Nachbemerkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419

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ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

a. a. O. = am angegebenen Ort gen von Ulrich Konrad


Abt. = Abteilung (VIII, Kassel etc. 2006),
Akk. = Akkolade Taschenbuch-Ausgabe
Albrecht = Otto E. Albrecht, A Census (Bände I-VIII), Kassel etc.
of Autograph Music Manu- und München 2005
scripts of European Com- Bd., Bde. = Band, Bände
posers in American Libra- Bg. = Bogen, Bögen
ries, Philadelphia 1953 Bl., Bll. = Blatt, Blätter
AMA = Alte Mozart-Ausgabe: Bls. (Hbls.) = Bläser (Holzbläser)
Wolfgang Amadeus Mo- bzw. = beziehungsweise
zart’s Werke. Kritisch
durchgesehene Gesammt- ca. = circa
ausgabe, 24 Serien, Leipzig CHER. = Cherubino
1876-1907 Cl. = Clarino(i)
AMA-Rev. = Revisionsbericht zu AMA Clar. = Clarinetto(i)
Serie V. Nr. 1-21 (Revisor cm = Zentimeter
für Le nozze di Figaro: Cont. = Continuo
Franz Wüllner bei Über- Cor. = Corno(i)
nahme der Edition von Cor. di B. = Corno(i) di Bassetto
Julius Rietz 1869)
ANT. = Antonio D. CUR. = Don Curzio
Auft. = Auftakt d. h. = das heißt
DME = Digitale Mozart-Edition
B. = Basso(i) dt. = deutsch
BARB. = Barbarina
BART. = Bartolo Edge2001 = Dexter Edge, Mozart’s
BAS. = Basilio Viennese Copyists, Phil.
Bauer- = Mozart. Briefe und Auf- Diss. University of Southern
Deutsch zeichnungen. Gesamtaus- California, Los Angeles/CA
gabe, gesammelt (und erläu- 2001 (insbesondere S. 1416
tert) von Wilhelm A. Bauer bis 1742)
und Otto Erich Deutsch entspr. = entsprechend
(vier Textbände = Bauer- etc. = etcetera
Deutsch I-IV, Kassel etc. ev. = eventuell
1962/63), auf Grund deren
Vorarbeiten erläutert von f., ff. = folgend, folgende
Joseph Heinz Eibl (zwei Fag. = Fagotto(i)
Kommentarbände = Eibl V FIG. = Figaro
und VI, Kassel etc. 1971), Fl. = Flauto(i)
Register, zusammengestellt
von Joseph Heinz Eibl (= gestr. = gestrichen
Eibl VII, Kassel etc. 1975), Gleissner- = Thematisches Verzeichnis
Einführung und Ergänzun- Verz. des 1800 an J. A. André ge-

7
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(Gleissner- langten Mozart-Nachlasses hochgestellte Ziffern 1, 2, 3,


Verz.) von Franz Gleissner, Offen- 3a (= Auflage 1947 mit Sup-
bach um 1800 (Manuskript) plement) und 6 bezeichnet.

Haber- = Gertraut Haberkamp, Die LA C. = La Contessa


kampED Erstdrucke der Werke von LLA = Leo Liepmannssohn Berlin
Wolfgang Amadeus Mozart. (Antiquariat)
Zwei Bände: Bibliographie. li. = links (Pianoforte)
Textband und Bildband
(= Musikbibliographische MARC. = Marcellina
Arbeiten, herausgegeben von MJb = Mozart-Jahrbuch (1950 ff.)
Rudolf Elvers, Band 10/I
und II), Tutzing 1986 NMA = Neue Mozart-Ausgabe,
Hbls. = Holzbläser Kassel etc. 1955-2007
Hrsg., hrsg. = Herausgeber, No., Nr. = Nummer(n)
herausgegeben
o. ä. = oder ähnliche(s)
IL C. = Il Conte Ob. = Oboe(i)
ital. = italienisch orig. = original(e)

Kat. = Katalog Pfte. = Pianoforte


KleinWAM = Wolfgang Amadeus Mozart.
Autographe und Abschriften. r (hoch- = recto (Vorderseite)
Katalog bearbeitet von Hans- gestellt)
Günter Klein (= Staats- re. = rechts (Pianoforte)
bibliothek Preußischer Rec. = Recitativo
Kulturbesitz. Kataloge der
Musikabteilung, heraus- S. = Seite(n)
gegeben von Rudolf Elvers. SartoriLI = Claudio Sartori, I libretti
Erste Reihe: Handschriften, italiani a stampa dalle
Band 6, Wolfgang Amadeus origini al 1800. Catalogo
Mozart), Kassel 1982 analitico con 16 indici,
KonradMS = Ulrich Konrad, Mozarts 7 Bände, Cuneo 1990-1994
Schaffensweise. Studien zu Sc. = Scena
den Werkautographen, Sgst. = Singstimme(n)
Skizzen und Entwürfen, Skb = Skizzenblatt
Göttingen 1992 Sp. = Spalte
Korr., korr. = Korrektur, korrigiert Sopr. = Soprano
Krit. = Kritischer (Bericht) Stacc. = Staccato
KV = Köchel-Verzeichnis: Str. = Streicher
Ludwig Rittter von Köchel, SUS. = Susanna
Chronologisch-thematisches
Verzeichnis sämtlicher Ton- T. = Takte
werke W. A. Mozarts. Die Ten. = Tenore
Auflagen werden durch Timp. = Timpani

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TS = total span (= Gesamtspanne W.-A. Mozart. Sa vie


der Rastrierung) musicale et son œuvre,
TysonEV = Wolfgang Amadeus Mozart: 5 Bände (Werknummern),
Le Nozze di Figaro. Eight Paris 1912, 21936 (Bände
variant versions, 1/2), 1936-1946 (Bände 3-5)
herausgegeben von Alan Wz. = Wasserzeichen
Tyson, Oxford 1989
Tyson1987 = Alan Tyson, Mozart. Studies z. B. zum Beispiel
=
of the Autograph Scores, Ziegler- Wolfgang Amadeus Mozart.
=
Cambridge/MA und London WAM Autographenverzeichnis.
1987 (insbesondere Kapitel Bearbeitet von Frank Ziegler
10 und 18) (= Deutsche Staatsbibliothek.
Tyson1988 = Alan Tyson, The 1786 Handschrifteninventare,
Prague Version of Mozart’s herausgegeben von Hans-
‘Le nozze di Figaro’, in: Erich Teitge. Band 12),
Music & Letters 69 (1988), Berlin 1990
No. 3, S. 321-333. ZifferHob = Österreichische National-
TysonWK = Neue Mozart-Ausgabe, bibliothek. Katalog des
Serie X, Werkgruppe 33, Archivs für Photogramme
Abteilung 2: Wasserzeichen- musikalischer Meister-
Katalog von Alan Tyson. handschriften Widmung
Zwei Bände: Abbildungen Anthony van Hoboken,
und Textband, Kassel etc. Teil 1, bearbeitet von Agnes
1992 Ziffer, Wien 1967
(= Museion III/3)
urspr. = ursprünglich
z. T. = zum Teil
v (hoch- = verso (Rückseite)
gestellt) 4tel = Viertel
V. = Violino(i) 8tel = Achtel
Va. = Viola(e) 16tel = Sechzehntel
Vc. = Violoncello(i) 32stel = Zweiunddreißigstel
Verz. = Verzeichnis (usw.)
vgl. = vergleiche
VMC = Viennese Mozart-Copyist z. B. c–d–e = Tonfolge
(nach Edge2001) z. B. c+e+g = Zusammenklang

Warbur- = The Librettos of Mozart’s


tonLMO Operas [in Faksimile],
herausgegeben von
Ernest Warburton, 7 Bände, Grundsätzlich gilt für diesen Kritischen
New York 1992 Bericht, daß bei transponierenden
Instrumenten die notierte und nicht die
WSF = Théodore de Wyzewa/ erklingende Tonhöhe angegeben wird.
George de Saint Foix, [Fortsetzung auf der folgenden Seite]

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Typographische Hinweise: Die Indexziffern bei Quellen-Sigla und für die Anmerkungen ha-
ben im Haupttext denselben Schriftgrad. Für die Abkürzungen von Rollenbezeichnungen wer-
den sowohl Versalien („FIG.“) als auch gemischte Schrift („Fig.“) verwendet; vgl. auch S. 27,
Anmerkung 18.

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V O R BE M E R K U N G E N

Zu den Qu ellen

Wohl für keines der nach Umfang und Bedeutung großen Werke Wolfgang Amadeus
Mozarts hat sich die Quellenlage und die Forschungssituation in der unbeabsichtigt langen
Zeitspanne zwischen dem Erscheinen des Notenbandes im Jahre 1973 und der Vorlage des
zugehörigen Kritischen Berichts so grundlegend verbessert wie für Le nozze di Figaro.
Der hier vorgelegte Kritische Bericht profitiert einerseits davon, daß seit 1979/80 die im Zwei-
ten Weltkrieg aus der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek nach Schlesien ausgelagerten
Bestände – darunter Atto terzo und Atto quarto von Le nozze di Figaro – der Forschung in der
Biblioteka JagielloĔska in Kraków uneingeschränkt wieder zur Verfügung stehen, andererseits
aber auch davon, daß wesentliche Teile des Originalstimmensatzes, die auf den Karteikarten
der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek Wien nicht verzeichnet sind,
1993 von Dexter Edge als Bestandteil des dortigen „Opern-Archivs“ ermittelt werden konn-
ten (unsere Quelle C); hierüber hat Edge am 4. November 1995 bei der Jahrestagung der
American Musicological Society in New York erstmals referiert1. Ein vorläufiger Bericht über
seine Funde und Erkenntnisse liegt im Kapitel „Le nozze di Figaro“ seiner wahrhaft erschöp-
fenden Studie Mozart’s Viennese Copyists vor2. Des weiteren hat Alan Tyson (1926-2000) bei
der Suche nach den ältesten Quellen zum Figaro bereits 1981 gezeigt, daß die zum Opern-
Archiv gehörende Partiturabschrift (unsere Quelle B1) noch einen Teil aus Atto secondo des
Direktionsexemplars der Uraufführung von 1786 enthält. Edge konnte schließlich nachweisen,
daß auch Atto terzo und Atto quarto des Direktionsexemplars erhalten geblieben sind; die bei-
den Bände befinden sich gleichfalls in der Österreichischen Nationalbibliothek Wien, aller-
dings nicht mehr im Opern-Archiv, sondern unter den aus dem Wiener Kärntnerthor-Theater
übernommenen Beständen (unsere Quelle B2). Zu verzeichnen sind in den letzten Jahren zu-
dem Besitzerwechsel bei einigen autographen Quellen, die von der Originalpartitur abgesplit-
tert sind oder ihr als Skizzen und Entwürfe nie fest angehört haben. Mit einer einzigen Aus-
nahme ist der Verbleib aller Skizzen und Entwürfe zu Le nozze di Figaro aus den Verstei-
gerungen der Sammlung August André bei Leo Liepmannssohn Berlin 1929 (Auktion 55)
und 1932 (Auktion 62) geklärt3.
Die nunmehr zugänglichen Originalquellen bieten verbindliche – aus der Sicht von 1973 zum
Teil durchaus überraschende – Lösungen für einige bei Vorlage der Teilbände offene Fragen,
etwa die „eher skurrile“ Numerierung des Zitats aus der Figaro-Cavatine „Se vuol ballare
signor Contino“ (No. 3) im zweiten Akt als No. 11½ (Teilband 1, S. XVII), die Gestaltung
des Schlusses von Atto terzo (No. 23) und die – wie es lange schien4 – nur durch das Text-
buch Wien 1786 (unsere Quelle N1) dokumentierte Ariette „Voi che intendete“ des Cheru-

1 Dexter Edge, The Original Performance Material and Score for Mozart’s Le nozze di Figaro (American
Musicological Society. Annual Meeting New York 1995: Abstracts, S. 77-78).
2 Edge2001, dort S. 1416-1742. Eine weitergehende Auswertung hat er ausdrücklich angekündigt: University of
Chicago Press (in Vorbereitung).
3 Allein das Original des 1929 versteigerten ersten Entwurfs zu den Schlußtakten der Figaro-Cavatina = No. 3
(Teilband 2: Anhang III/2, S. 628) bleibt bis heute verschollen; vgl. dazu auch Quelle Aa, S. 63-64.
4 Tyson1987, S. 314-316.

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bino vor dem Finale der Oper (No. 29). – Der Originalstimmensatz (unsere Quelle C: Quel-
lengruppe 1) liefert den Beleg dafür, daß von einer einheitlichen Wiener Fassung von 1786
überhaupt nicht gesprochen werden kann; vielmehr war das Werk verschiedenen Revisionen
und Kürzungen unterworfen, die nur zum Teil auch durch andere Quellen dokumentiert sind5.
Schließlich sei an dieser Stelle auch auf den Exkurs mit neuen Überlegungen zur Überliefe-
rung des Autographs vor 1850 hingewiesen6.
Nicht weniger gravierend sind die Umwälzungen, die die sekundäre Quellenüberlieferung
betreffen: Die Beliebtheit des Werkes im deutschen Sprachgebiet und das vergleichsweise
späte Erscheinen des für die Rezeption maßgeblichen Simrock-Partiturdrucks (um 1818/1819,
unsere Quelle S2) – zu diesem Zeitpunkt waren die übrigen „großen“ Opern längst im Druck
weit verbreitet – führen zu einer besonders breiten Sekundärüberlieferung, aus der nur die
ausschließlich mit Übersetzungen versehenen Kopien verhältnismäßig rasch ausgeschaltet
werden können.
Der Wert einiger Abschriften, die von der älteren Mozart-Forschung als zentral angesehen
wurden, wird sowohl durch das Wiederauffinden der Originalquellen als auch durch jüngere
Forschungen relativiert. Hierzu gehört einerseits die Donaueschinger Partiturkopie (unsere
Quelle I; seit 1999 in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe)7. Wie Alan Tyson überzeu-
gend darlegen konnte, stellt diese Kopie nur einen, und nicht einmal den vollständigsten
Repräsentanten der Prager Fassung von 1786/1787 dar, die ihrerseits gerade in den ins
Gewicht fallenden Änderungen schwerlich durch Mozart autorisiert sein dürfte8. Neben einer
von Tyson benannten Partiturkopie aus København (unsere Quelle H) kann nunmehr auch
eine bislang unbeachtet gebliebene, leider gleichfalls unvollständige Handschrift in der Stadt-
bibliothek Leipzig, Musikbibliothek (unsere Quelle J) als Textzeuge für die Prager Fassung
herangezogen werden.
Im Quellenwert herabgestuft wurde hingegen die Partiturkopie im Conservatorio Statale di
Musica „Luigi Cherubini“ Firenze, Biblioteca (unsere Quelle L), die von Alfred Einstein
noch als wichtigster Textzeuge für die Wiener Fassung von 1789 angesehen worden war, da
sie als einzige Partiturabschrift die beiden Ersatzstücke „Un moto di gioia“ KV 579 (No.
13a) und „Al desio di chi t’adora“ KV 577 (No. 28a) an entsprechender Stelle der Kopie ent-
hält. Alan Tyson und Dexter Edge konnten aber zeigen, daß diese Kopie überhaupt erst im
ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts angefertigt worden ist9. Als wichtigste Quelle für die
Wiener Aufführungen von 1789 wird daher im Rahmen dieses Berichts außer dem unvoll-
ständig überlieferten Originalstimmensatz in Quelle C (dort Quellengruppe 1) eine in der
Quellenkartei der NMA zwar verzeichnete, bislang aber weitgehend unausgewertete Hand-
schrift aus der Privatmusikaliensammlung der sächsischen Könige in der Sächsischen Lan-
desbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (unsere Quelle K), herangezogen,
die zweifelsfrei vor 1794 anzusetzen ist.

5 Vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 258-270.


6 Vgl. Abschnitt I. Quellen, S. 53-56.
7 Diese war von Siegfried Anheißer suggestiv und wortreich, aber darum noch lange nicht zutreffend für „die Ur-
fassung“ der Oper in Anspruch genommen worden: Die unbekannte Urfassung von Mozarts Figaro, in: Zeit-
schrift für Musikwissenschaft 15 (1933, Heft 7/April), S. 301-317.
8 Vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 267-269, und Tyson1988, S. 321-333.
9 Vgl. Tyson1987, S. 294-295, und Edge2001, S. 1532 ff.

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Schließlich sind noch in jüngster Zeit wertvolle, zuvor nirgends dokumentierte Quellen ans
Licht getreten. Hierzu gehört beispielsweise eine Partiturkopie des Figaro aus der Werkstatt
des Wiener Hoftheaterkopisten Wenzel Sukowaty, die am 21. Mai 2004 bei Sotheby’s Lon-
don versteigert worden ist und sich heute in der Juilliard School of Music New York befindet
(unsere Quelle O13).

Zu Var ian ten und Fassung en

Es ist das Verdienst Alan Tysons, durch akribischen Vergleich sekundärer Quellen herausge-
stellt zu haben, daß die Werkfassung zu den Nozze di Figaro weit weniger einheitlich ist, als
es das Autograph und die mit ihm weitgehend übereinstimmende Partiturausgabe von Sim-
rock, die für das 19. Jahrhundert bis zum Erscheinen der in die AMA (Serie V/Band 17) im
November 1879 übernommenen Figaro-Edition von Julius Rietz (Leipzig 1869)10 maßgeb-
lich war, vermuten ließen. In einer kritischen Edition hat Tyson acht dieser Varianten 1989 im
Druck vorgelegt (= TysonEV). Zweifellos sind seit der Prager Fassung von 1786/87 immer
wieder Änderungen ohne Mozarts Wissen und Autorisation vorgenommen worden, um das
Werk an lokale Aufführungsbedingungen anzupassen. Eine beträchtliche Zahl von Varianten
findet sich aber schon in zuverlässigen alten Abschriften und wird überdies durch das Auffüh-
rungsmaterial des Hoftheaters Wien gestützt, sodaß trotz des Fehlens autographer Quellen da-
von auszugehen ist, daß sie aller Wahrscheinlichkeit nach auf Mozart selbst zurückgehen11.
Zu den Varianten gehören Änderungen in Zusammenhang mit den Wiener Aufführungen von
1789/1791, die deutlich über den bekannten Austausch der Nummern 13 und 28 durch Neu-
kompositionen (KV 579 und KV 577) hinausgehen12. Der im Rahmen der NMA ungewöhn-
lich umfangreiche Notenanhang zu einem Kritischen Bericht (S. 330-407) ist Ergebnis einer kri-
tischen Prüfung der Quellen; er verdankt wichtige Anregungen den bereits genannten Arbei-
ten von Alan Tyson und Dexter Edge.
Als Ergebnis der nunmehr möglichen Scheidung autorisierter Werkfassungen sei überblicks-
artig folgendes vorweggenommen13:

Fassungen Wien 1786


1. Le nozze di Figaro wurde am 1. Mai 1786 im Wiener Hoftheater nicht in der vom Kompo-
nisten ursprünglich geplanten und spätestens am 29. April 1786, dem Tag des Eintrags in das
Verzeichnüß aller meiner Werke, abgeschlossenen Form aufgeführt. Vielmehr wurden noch
n a c h dem Druck des Textbuches und v o r der Premiere kurzfristig Änderungen, meist
Kürzungen, vorgenommen. Das bekannte Exemplar des Librettos mit handschriftlichen Ein-
tragungen aus der Sammlung Albert Schatz in der Library of Congress Washington/D.C., das

10 Vgl. Abschnitt I. Quellen, S. 104: Die wissenschaftlichen Vorgänger-Ausgaben.


11 Im Einzelfall besteht durchaus die Möglichkeit, daß eine Änderung aus der Not geboren und vom Komponisten
selbst nicht unbedingt als Verbesserung angesehen wurde. Hierzu gehören einige kurzfristig vorgenommene Än-
derungen und Striche vor und im Zuge der ersten Wiener Aufführungen (vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen,
S. 258-262).
12 Vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 263-266.
13 Für Einzelheiten sei auf die entsprechenden Abschnitte in diesem Kritischen Bericht verwiesen.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 14

seit 1992 auch im Faksimile vorliegt14, dürfte ein recht getreues Bild von der Premieren-
fassung bieten.
2. Die Niederschrift der Oper in separaten Faszikeln machte die Herauslösung einzelner musi-
kalischer Nummern und gegebenenfalls deren Austausch leicht. Zu zwei vor der Urauf-
führung gestrichenen Nummern fehlen daher heute die Autographe; ihre einstmalige Existenz
kann aber nicht nur aus dem Textdruck erschlossen werden, sondern zum Teil sind die Sätze
auch durch Querverweise, die im Arbeitsstadium in die autographe Partitur eingetragen wur-
den, nachgewiesen. Die Arietta „Voi che intendete“, eine gekürzte Wiederaufnahme von
„Voi che sapete che cosa è amor“ (No. 12), kann aufgrund der Sekundär-Überlieferung re-
konstruiert werden und ist im Notenanhang D/9 wiedergegeben (dort S. 405-407).
3. Ausschließlich in den Originalstimmen zu finden sind Partien für obligate Flöte und Fagott
in der Arie der Marcellina „Il capro e la capretta“ (No. 25); da die Arie kurioserweise
n a c h dieser Änderung eliminiert wurde, ist sie in dieser Fassung möglicherweise bis heute
noch nicht erklungen.
4. Im Zuge der ersten Figaro-Aufführungen 1786 ergab sich die Notwendigkeit für korrigie-
rende Eingriffe; die 16tägige Spielpause zwischen der dritten Aufführung am 8. Mai 1786
und der vierten Aufführung am 24. Mai 1786 wird Mozart Zeit gegeben haben, die aus seiner
Sicht erforderlichen oder von anderen verlangten Änderungen vorzunehmen. Diese Neufas-
sungen sollten die ursprünglichen ersetzen15.
5. In anderen Fällen scheint Mozart nicht an einen Ersatz, sondern eher an Alternativen
gedacht zu haben. Dies steht für das Ende von Atto terzo zu vermuten, für das Mozart nach
heutigem Wissensstand16 nur für die ersten drei Aufführungen Tänzer heranziehen konnte.
Diese – wohl auch von Mozart bevorzugte – Fassung mit dem Ballo (Fandango) ist im Haupt-
text der NMA wiedergegeben. Mehrere frühe Quellen verzichten auf ihn und begnügen sich
mit einer geringfügigen Korrektur, um den harmonischen Anschluß des Rezitativs des Grafen
„Andate amici!“ (No. 23, T. 176-185) in C-dur statt D-dur im unmittelbaren Anschluß an
T. 132 herzustellen17. Die Lösung des Hoftheaters Wien, das heißt wohl Mozarts, für ein Akt-
ende ohne Ballo ist ausschließlich im Originalstimmensatz und (mit Abstrichen) in der Direk-
tionspartitur dokumentiert. Während die zeitgenössischen Kopien nur den Fandango aus-
lassen, greift Mozart radikaler ein: Er wahrt den festlichen Charakter durch eine Neugestal-
tung der Marcia, die zunächst durch Auslassungen gekürzt wird, um erst nach dem Rezitativ
des Grafen zu Ende geführt zu werden. Hiermit schließt der dritte Akt, ohne daß der Chor
„Costanti amanti“ noch einmal aufgenommen wird.
6. Ein wichtiges Anliegen bei den Revisionen in der Premieren-Saison war es offenbar, das
lange Stück18, das bei den ersten Aufführungen durch die vom Publikum geforderten Wieder-
holungen noch zusätzlich gedehnt wurde, zu straffen. Kürzungen innerhalb einzelner Num-

14 WarburtonLMO, Band 3, S. 3-103.


15 Dies gilt beispielsweise für die verfeinerte Instrumentierung der Susanna-Arie „Deh vieni non tardar“ (No. 28)
und für einen größeren Abschnitt aus dem Sextett „Riconosci in questo amplesso“ (No. 19).
16 Vgl. Edge2001, S. 1549.
17 Vgl. TysonEV, Nr. 7, S. 39-40.
18 Da Ponte hatte diese Gefahr in einer „captatio benevolentiae“ im Vorwort zum Textdruck (siehe Abschnitt
I. Quellen, S. 95-96) bereits angesprochen.

14
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mern betreffen das Duettino „Via resti servita, madama brillante“ (No. 5) von 74 auf 45
Takte sowie das Duettino „Aprite presto aprite“ (No. 15) von 54 auf 44 Takte19; in beiden
Fällen ist die vergleichsweise häufig auch separat überlieferte kürzere Variante durch Aus-
lassung redundanter Taktgruppen aus der längeren hervorgegangen. Zu No. 15 gibt es alter-
nativ ein den Handlungsverlauf straffendes Secco-Rezitativ, auf das bereits Karl-Heinz
Köhler 1968 in seinen Figaro-Miscellen aufmerksam gemacht hatte20.
7. Als Radikal-Lösung sind im Zuge der Kürzungen einige Nummern – wenigstens zeitweise
– vollständig entfallen. Hierzu gehören: Bartolos „La vendetta, oh la vendetta!“ (No. 4),
Marcellinas „Il capro e la capretta“ (No. 25), der Abschnitt „Conoscete signor Figaro“ im
Finale von Atto secondo (No. 16: T. 398-466), wahrscheinlich auch das Duettino „Via resti
servita, madama brillante“ (No. 5), Cherubinos „Non so più cosa son, cosa faccio“ (No. 6)
und Basilios „In quegl’anni, in cui val poco“ (No. 26)21. Die Materialien des Opern-Archivs
(Quellen B1+2 und C) weisen einzelne kürzende Detaileingriffe in den geschlossenen Num-
mern und massive Eingriffe in den Rezitativen auf; allerdings kann deren Chronologie und
damit auch deren Autorisation nicht durchweg bestimmt werden22.
8. An der relativen Höhe der Singstimmen der Gräfin und der Susanna in den größeren
Ensembles hat Mozart noch nachträglich gearbeitet, ohne daß in jedem Fall eine verbindliche
Lösung erkennbar ist. Im Notenanhang B (S. 340-351) werden daher die wichtigsten Varian-
ten der Singstimmen von No. 14 (Terzetto) zur Kenntnis gebracht.

Wiener Fassungen 1789/1791


Zur Wiener Fassung von 1789, die – wahrscheinlich in mehreren Stadien der Revision – bis
zum 9. Februar 1791 gespielt wurde, läßt sich auf Grund der verbesserten Quellenlage fol-
gendes festmachen:
1. Entgegen Angaben in der älteren Literatur, die ohne Detailprüfung im Vorwort zur NMA-
Edition wiedergegeben sind23, kann kein Exemplar eines Wiener Textdrucks von 1789 nach-
gewiesen werden; angesichts der auffällig starken Überlieferung des Librettos von 1786 ist es
vielmehr fraglich, ob 1789 überhaupt ein neues Textbuch ausgegeben worden ist24.
2. Susannas „Deh vieni non tardar“ (No. 28) ist in Atto quarto durch „Al desio di chi t’adora“
KV 577 (No. 28a) ersetzt, „Venite inginocchiatevi“ (No. 13) in Atto secondo durch „Un moto
di gioia“ KV 579 (No. 13a). Dexter Edge weist mit Recht auf den unterschiedlichen Wasser-
zeichenbefund dieser beiden Einlagen im Originalstimmensatz (Quelle C) hin und erwägt, daß

19 Merkwürdigerweise ist diese Variante bei TysonEV nicht wiedergegeben, obgleich sie – ebenso wie die kürzere
Fassung des Duettino „Via resti servita, madama brillante“ (No. 5: TysonEV, Nr. 1, S. 1-7) – an den Anschluß-
stellen Abänderungen erfordert (vollständiger Abdruck: AMA Serie V/No. 17, S. 403-406).
20 In: MJb 1968/70, S. 119-131, dort insbesondere S. 126-131.
21 Zu einer ästhetischen Wertung dieser Kürzung vgl. Edge2001, S. 1603 ff. Zu Strichen und zeitweiligen Kürzun-
gen, die im Autograph und in den originalen Aufführungsmaterialien zu unterschiedlichen Zeiten vorgenommen
wurden, vgl. Abschnitt III. Fassungen, S. 258-270.
22 Vgl. dazu die Einzelnachweise in Abschnitt IV. Die wichtigsten Varianten in den Hauptüberlieferungszweigen,
S. 271-280.
23 In: Teilband 1, S. XII und XV.
24 Vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 93 (dort nach Quelle N8 den Exkurs: Wien 1789).

15
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die Arietta „Un moto di gioia“ (No. 13a) erst anläßlich einer späteren Aufführung der Wieder-
aufnahme hinzugekommen ist, wohingegen das Rondò „Al desio di chi t’adora“ (No. 28a)
1789 mit Rücksicht auf den Stimmcharakter der Ferrarese del Bene von Anfang an eingeplant
war25.
3. Die Materialien des Hoftheaters Wien belegen auch Eingriffe in die Arien des Grafen
„Vedrò mentre io sospiro“ (in No. 18) und der Gräfin „Dove sono i bei momenti“ (in No. 20).
Während die höhere Variante der Grafen-Arie im Prinzip zwar seit langem bekannt ist26, hat
erst Tyson auf die beiden abweichenden Abschnitte von acht bzw. zwölf Takten im Allegro-
Teil der Contessa-Arie hingewiesen27. Tysons Annahme, daß beide Neufassungen auf Mozart
zurückgehen, wird für „Dove sono i bei momenti“ durch die Hoftheaterkopien gestützt; „Vedrò
mentre io sospiro“ wurde dort zu unterschiedlichen Zeitpunkten mehrfach verändert, wobei die
Überklebungen von 1789/1791 verlorengegangen sind, sodaß weitere Quellen Wiener Prove-
nienz herangezogen werden müssen. Die Tatsache, daß in mehreren späten Kopien beide Fas-
sungen, die ursprüngliche und die spätere, nacheinander enthalten sind, spricht dafür, daß sie
als Alternativen zu gelten haben, um unterschiedlichen Stimmcharakteren gerecht zu werden.
4. Schließlich hat Dexter Edge noch auf die Vorwegnahme der für die Ersatznummer „Al
desio di chi t’adora“ (No. 28a) benötigten Corni di Bassetto in Figaros „Aprite un po’
quegl’occhi“ (No. 27) hingewiesen, die dort 1789 die Klarinetten ersetzt haben28.
Die Änderungen gegenüber der vertrauten Werkfassung betreffen also nicht nur zwei, son-
dern insgesamt fünf Nummern der Oper. Die Rekonstruktion einer separaten Wiener Fassung
1789/1791 für Wissenschaft und Praxis erscheint also zum Greifen nahe. Diese höchst reiz-
volle Aufgabe geht aber über den hier vorgelegten Bericht hinaus und kann erst im Zuge der
Digitalen Mozart Edition (DME) weiter verfolgt werden.

Z u r Au fg a b e n ste l lu n g

Dieser Kritische Bericht dient in erster Linie dazu, die überfällige Darstellung der 1973 ge-
troffenen Editionsentscheidungen nachzuliefern.
Die damalige Überlegung, der Edition von Atto terzo und Atto quarto die Ausgabe von Georg
Schünemann (Leipzig 1941) zugrundelegen, die als letzte nachweislich auf Mozarts Original
beruht, erweist sich auch im Nachhinein als vertretbar. Der Quellenvergleich zeigt nämlich,
daß Georg Schünemann dem Autograph getreu gefolgt und nur aus guten, in seinem Revisi-
onsbericht angeführten Gründen davon abgewichen ist, wohingegen selbst die besten Sekun-
därquellen, einschließlich des Originalstimmensatzes, oftmals so nachlässig hinsichtlich der
Wiedergabe von Artikulation und Dynamik sind, daß Mozarts Intentionen nicht durchweg aus
ihnen rekonstruierbar sind. Da Schünemann sehr sparsam mit der analogen Hinzufügung von
Artikulationsangaben umgegangen ist, kann die nach den Editionsrichtlinien der NMA erfor-

25 Vgl. dazu Edge2001, S. 1687-1688.


26 Michael und Christopher Raeburn, Mozart Manuscripts in Florence, in: Music & Letters 40 (1959), No. 4,
S. 334-340.
27 Tyson1987, S. 319-321.
28 Edge2001, S. 1505.

16
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derliche Differenzierung zwischen Original und Ergänzung29 nun im Detail nachgeholt wer-
den30. Die bisherigen kritischen Ausgaben haben allerdings auch die breiten Fermaten, die
Mozart gelegentlich über mehrere Noten und Pausen setzt, normalisiert und gegebenenfalls
durch mehrere Fermaten ersetzt. Einzig die von Georg Schünemann häufig, aber dann doch
nicht systematisch vorgenommene Tilgung von Artikulationsbögen bei Melismen, deren
Noten zusammengebalkt sind, weicht im Grundsatz von den Editionsprinzipien der NMA ab
(hierin erweisen sich im Nachhinein Hermann Abert/Rudolf Gerber31 als vorlagengetreuer).
Diese – letztlich nicht-essentiellen – Unterschiede (da sie nur auf das Erscheinungsbild, nicht
aber auf die Realisierung Einfluß haben) werden im Abschnitt II. Bemerkungen zu den
Quellen (dort ab S. 169) bei den einzelnen Nummern in Atto terzo/Atto quarto im einzelnen
nachgereicht. Als problematisch erweisen sich hingegen die szenischen Anweisungen: Bei
Abert/Gerber sind sie auf ein Minimum reduziert, Schünemann hingegen stand kriegsbedingt
kein Exemplar des Originaltextdrucks von 1786 zur Verfügung, sodaß er sich zur Ergänzung
der spärlichen Angaben in der Originalpartitur mit sekundärem Material behelfen mußte und
dabei auf eine Kennzeichnung verzichtet hat32.
Analog zu den beiden anderen Da-Ponte-Opern (Don Giovanni KV 527 und Così fan tutte
KV 588), für die die Originalstimmensätze der Wiener Aufführungen ebenfalls erst n a c h
Vorlage der jeweiligen Notenbände bekannt geworden sind, wird auch im Fall des Kritischen
Berichtes zu KV 492 keine vollständige Aufzählung ihrer Lesartenunterschiede geboten. Edi-
tionsgrundlage bildete nach den Richtlinien der NMA das Autograph; die Frage nach der Be-
deutung der originalen Aufführungsmaterialien und die mit ihnen verbundenen Chancen und
Risiken bei der Texterstellung sind erst in jüngerer Zeit Gegenstand der Mozart-Forschung
geworden. Unser Bericht trägt aber der geänderten Situation durch eine eingehende Beschrei-
bung der dem Autograph nahestehenden Quellen Rechnung. Auch wurde die quellenbezo-
gene Sekundärliteratur, soweit sie bis zum Redaktionsschluß (31. März 2007) bekannt gewor-
den ist, an Ort und Stelle konsequent angeführt; die wichtigsten Darstellungen werden hier im
Anschluß mitgeteilt (S. 19-20).
Bei Vorlage der beiden Teilbände im Jahr 1973 war noch nicht zu erkennen, daß die Original-
quellen im dritten und vierten Akt eine – nicht in allen Details logische, aber praktikable –
Zählung der Szenen und Arien aufweisen, die von der in unserer Ausgabe verwendeten ab-
weicht. Wichtigste Unterschiede sind die separate, an sich ungewöhnliche Zählung von
No. 20 („E Susanna non vien!“ – „Dove sono i bei momenti“) als No. 20 und No. 21, was of-
fenbar durch Auslassung einer ursprünglichen No. 20 (Cherubinos „Che così brami“) moti-
viert ist; hierdurch erhöhen sich die nachfolgenden Nummern. Des weiteren werden dort die
in der NMA als No. 23 (Finale: „Ecco la marcia, andiamo“) zusammengefaßten Teilsätze
separat gezählt: No. 24 Marcia (= NMA No. 23, T. 1-60), No. 25 Coro (Allegretto = NMA
No. 23, T. 61-131) – Ballo (Andante: NMA No. 23, T. 132-175) – Recitativo (= NMA No. 23,

29 Vgl. dazu die entsprechenden Angaben in Teilband 1, S. VI.


30 Vgl dazu Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 169-245, sowie Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 412-417.
31 Vgl. Abschnitt I. Quellen, S. 104: Die wissenschaftlichen Vorgänger-Ausgaben.
32 Vgl. dazu Abschnitt V. Bemerkungen zum Libretto, dort 2. Akt- und Szenenangaben sowie szenische Anwei-
sungen, S. 289-314.

17
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T. 176-185), No. 26 Coro (Allegretto = NMA No. 23, T. 186 bis 229). In der Folge erhöhen
sich alle Nummern von Atto quarto um drei, sodaß – bei Streichung von Cherubinos voran-
gehender Arietta „Voi che intendete“ – das Opern-Finale die No. 32 (= NMA No. 29) bildet33.
Auf eine Einsicht der in Privatbesitz befindlichen Skizzen und Entwürfe sowie auf ausführ-
liche Einzelbemerkungen zu ihnen konnte immer dann verzichtet werden, wenn sie in der
Maßstäbe setzenden Edition von Ulrich Konrad (NMA X/30/3: Skizzen) behandelt sind.
Abschließend sei darauf hingewiesen, daß die Arbeit durch den – rezeptionsgeschichtlich
eigentlich erfreulichen – Umstand erschwert wurde, daß viele Quellen über längere Zeiträume
benutzt (der Originalstimmensatz aus Quelle C beispielsweise von 1786 bis mindestens 1897)
und dabei unterschiedlichen Modifikationen unterworfen worden waren. In vielen Fällen ist
eine saubere Trennung und eindeutige Interpretation der Altersschichten nicht möglich; durch
die Eingriffe sind oftmals Teile des ursprünglichen Informationsgehalts unwiederbringlich
verloren gegangen.
Die meisten Quellen konnten zwar nach und nach vor Ort eingesehen werden, adäquate Xero-
kopien zur Nachbearbeitung standen aber nicht immer zur Verfügung.

Es ist uns eine angenehme Pflicht, allen Besitzern von Quellen oder Quellenkopien für Ein-
sicht in ihre Bestände zu danken. Wegen der besonderen Bedeutung für die Edition seien
explizit angeführt: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit
Mendelssohn-Archiv (Helmut Hell); Conservatorio Statale di Musica „Luigi Cherubini“ Fi-
renze, Biblioteca; Biblioteka JagielloĔska Kraków, Musikabteilung (Agnieszka Mietelska-
Cipierska); Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden; Stadt-
bibliothek Leipzig, Musikbibliothek; The British Library London, Music Collections (Nicolas
Bell); Bibliothèque nationale de France Paris, Département de la Musique; Bibliotheca Mo-
zartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg (Geneviève Geffray); Library of
Congress Washington/D.C., Music Division; Österreichische Nationalbibliothek Wien, Mu-
siksammlung (Günter Brosche und Thomas Leibnitz); Archiv der Gesellschaft der Musik-
freunde in Wien (Otto Biba).
Unser Dank gilt auch folgenden Personen, die die langwierige Arbeit am Kritischen Bericht
in unterschiedlichen Stadien in kollegialer Weise gefördert haben: Rudolph Angermüller
(Salzburg), Dietrich Berke (Zierenberg/Kassel), Anke Bödeker (Salzburg, jetzt Erlangen),
Irene Brandenburg (Thurnau), Gerhard Croll (Salzburg), Dexter Edge (Cambridge/MA), Rein-
hard Eisendle (Wien), Wolfram Enßlin (Leipzig), Faye Ferguson (St. Margarethen-Vi-
gaun/Salzburg), Sir John Eliot Gardiner (Ashmore, Salisbury), Jane Gottlieb (New York/NY),
Christoph Großpietsch (Salzburg), Milada Jonášová (Praha), Ulrich Konrad (Würzburg),
Armin Raab (Köln), Stephen Roe (London), Roland Schmid-Hensel (Berlin), Johanna Senigl
(Salzburg), Holger M. Stüwe (Salzburg), Andrew Talle (Baltimore), Rigbie Turner (New

33 Aus der ursprünglichen Zählung des Finales als No. 33 und zusätzlich der wie üblich ungezählten Sinfonia erge-
ben sich jene „Pezzi di Musica. 34.“, die Mozart im Verzeichnüß aller meiner Werke beim Eintrag von KV 492
vermerkt hat. – In diesem Zusammenhang sei auf den Abschnitt VI. Konkordanz der Zählung von Szenen und
Nummern (S. 321-324) verwiesen.

18
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 19

York), Ernest Warburton†, James Webster (Ithaca/NY), Christoph Wolff (Cambridge/MA),


Alfred Whittaker (Dublin). Schließlich seien Anja Morgenstern (Leipzig), Jochen Reutter
(Wien) und Neal Zaslaw (Ithaca/NY) für ihre Unterstützung mit besonderem Dank bedacht.

Wolfenbüttel und Salzburg, 31. März 2007 Ludwig Finscher und Ulrich Leisinger

L iteratur nach 1973 in Au swahl

Aufgenommen in alphabetischer Anordnung werden nur größere Darstellungen und quellen-


bezogene Literatur, soweit sie nicht bereits in den Anmerkungen der Vorbemerkungen behan-
delt sind; ausgespart bleiben Beiträge zum Verhältnis Beaumarchais – Da Ponte, analytische
Beobachtungen zu einzelnen Nummern und sozialgeschichtliche Studien. Weitere Literatur
zu einzelnen Quellen und Aufführungen ist in den entsprechenden Abschnitten vermerkt34.

Wye Jamison Allanbrook, Rhythmic Gesture in Mozart. Le Nozze di Figaro & Don Giovanni, Chicago
und London 1983.
Rudolph Angermüller, Figaro. Mit einem Beitrag von Wolfgang Pütz: „Le Nozze di Figaro auf dem
Theater“, München 1986 (mit ausführlicher Bibliographie).
Marco Beghelli, La precoce fortuna delle ‚Nozze di Figaro’ in Italia, in: Mozart: Gli orientamenti della
critica moderna. Atti del convegno internazionale Cremona, 24-26 Novembre 1991, hrsg. von Giacomo
Fornari, Lucca 1994, S. 179-224.
Tim Carter, W. A. Mozart: Le nozze di Figaro, Cambridge 1987.
Attila Csampai und Dietmar Holland (Hrsg.), Wolfgang Amadeus Mozart: Die Hochzeit des Figaro.
Texte, Materialien, Kommentare, Reinbek bei Hamburg 1982.
Malcolm S. Cole, Mozart and Two Theaters in Josephinian Vienna, in: Opera in Context: Essays on
Historical Staging from the Late Renaissance to the Time of Puccini, hrsg. von Mark A. Radice,
Portland/OR 1998, S. 111-145.
Will Crutchfield, The Prosodic Appoggiatura in the Music of Mozart and his Contemporaries, in:
Journal of the American Musicological Society 42 (1989), S. 229-274.
Mary Du Mont, The Mozart-Da Ponte Operas. An Annotated Bibliography, Westport/CT und London
2000.
Ludwig Finscher, Zur Edition von „Le nozze di Figaro“, in: Neue Mozart-Ausgabe. Bericht über die
Mitarbeitertagung in Kassel, 29.-30. Mai 1981, hrsg. von der Editionsleitung: Dietrich Berke, Wolfgang
Plath, Wolfgang Rehm, Redaktion: Dorothee Hanemann, Privatdruck (Kassel) 1984, S. 44-45.
ʊ, Verlorengegangene Selbstverständlichkeiten, in: Musica 36 (1982), S. 19-23.
ʊ, Le nozze di Figaro, in: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters [...], hrsg. von Carl Dahlhaus [...],
Band 4, München-Zürich 1991, S. 306-314.
Albert Gier, Das Libretto. Theorie und Geschichte einer musikoliterarischen Gattung, Darmstadt 1998,
besonders S. 116-122: Le Nozze di Figaro.

34 Siehe im Abkürzungsverzeichnis (S. 7-9) auch Edge2001, KonradMS, TysonEV, Tyson1987, Tyson1988 und
WarburtonLMO.

19
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 20

Daniela Goldin Folena, Artikel Da Ponte, Lorenzo, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart [...],
Zweite neubearbeitete Auflage, hrsg. von Ludwig Finscher, Personenteil 5, Kassel etc. und Stutt-
gart/Weimar 2001, Spalten 417-425.
Daniel Heartz, Constructing „Le nozze di Figaro“, in: Journal of the Royal Musical Association 112
(1987), S. 77-98.
ʊ, Mozart’s Operas. Edited, with contributing essays, by Thomas Bauman, Berkeley/CA 1990.
Sheila Hodges, Lorenzo da Ponte: The Life and Times of Mozart’s Librettist, London und New York
1985.
Mary Hunter und James Webster, Opera Buffa in Mozart’s Vienna, Cambridge und New York 1997.
Ulrich Konrad (Hrsg.), Skizzen (NMA X/30/3), Kassel etc. 1998.
Konrad Küster, Lorenzo Da Ponte’s Viennese Librettos, in: Music in Eighteenth-Century Austria, hrsg.
von David Wyn Jones, Cambridge 1996, S. 221-231.
Stefan Kunze, Mozarts Opern, Stuttgart 1984, insbesondere Kapitel 4: Le nozze di Figaro. Comedia per
musica: Auftakt und Vollendung, S. 222-318.
Dorothea Link, The National Court-Theatre in Mozart’s Vienna: Sources and Documents 1783-1792,
New York 1998.
Helga Lühning, Die Rondo-Arie im späten 18. Jahrhundert. Dramatischer Gehalt und musikalischer
Bau, in: Die frühdeutsche Oper und ihre Beziehungen zu Italien, England und Frankreich: Mozart und
die Oper seiner Zeit, hrsg. von Constantin Floros, Hans Joachim Marx und Peter Petersen, Laaber 1981
(= Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 5), S. 219-246.
John Platoff, ‚Non tardar amato bene’. Completed – but not by Mozart, in: The Musical Times 132
(1991), S. 557-560.
ʊ, A new history for Martín’s ‚Una cosa rara’, in: Journal of Musicology 12 (1994), S. 95-115.
VƟra Ptáþková (Hrsg.), Mozarts Opern für Prag, Praha 1991 (2. erweiterte Ausgabe).
Frederick Neumann, Improper Appoggiaturas in the Neue Mozart Ausgabe, in: Journal of Musicology
10 (1992), No. 4, S. 505-521.
John A. Rice, Rondò vocali di Salieri e Mozart per Adriana Ferrarese, in: I vicini di Mozart, Vol. I: Il
teatro musicale tra Sette e Ottocento, hrsg. von Maria Teresa Muraro, Firenze 1989, S. 185-209.
Wolfgang Ruf, Die Rezeption von Mozart’s „Le Nozze di Figaro“ bei den Zeitgenossen (= Beihefte zum
Archiv für Musikwissenschaft 16), Wiesbaden 1977.
Jürgen Schaarwächter, Fragen an den Kompositionsprozeß und die Dramaturgie von Mozarts „Le nozze
di Figaro“, in: Die Musikforschung 48 (1995), Heft 2, S. 144-153.
Andrew Steptoe, The Mozart-Da Ponte Operas: The Cultural and Musical Background to Le nozze di
Figaro, Don Giovanni, and Così fan tutte, Oxford 1988.
Alan Tyson, Le nozze di Figaro: Lessons from the Autograph Score, in: The Musical Times 122 (1981),
S. 456-461; Wiederabdruck in Tyson1987, Kapitel 10, S. 114-124.
ʊ, Some Problems in the Text of Le nozze di Figaro. Did Mozart Have a Hand in Them?, in: Journal of
the Royal Musical Association 112/1 (1986/87), S. 99-131. Wiederabdruck in Tyson1987, Kapitel 18,
S. 290-327.

20
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 21

Le nozze di Figaro
KV 492; WSF IV 489; AMA Serie 5 Nr. 17

I. Quellen

ÜBERSICHT
( Die Bibliotheks-Signaturen sind dem jeweiligen Haupteintrag zu entnehmen.)

Autographes Quellenmaterial
A: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendels-
sohn-Archiv, und Biblioteka JagielloĔska Kraków, Musikabteilung: S. 22-56
A1-8: Autographe Teilquellen: S. 57-62
Aa-k: Skizzen, Entwürfe und Fragmente: S. 62-70
Abschriften
B1-3: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung: S. 70-75
C: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung: S. 75-79
D: Biblioteca Estense Universitaria di Modena, Sezione Musicale: S. 79-80
E1+2: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendels-
sohn-Archiv: S. 80-81
F: The British Library London, Music Collections: S. 81-82
G1-6: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung: S. 82-83
H: Det Kongelige Bibliotek København: S. 84
I: Badische Landesbibliothek Karlsruhe, ehemals Fürstlich Fürstenbergische Hofbiblio-
thek Donaueschingen: S. 84-85
J: Stadtbibliothek Leipzig, Musikbibliothek: S. 86
K: Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden: S. 87
L: Conservatorio Statale di Musica „Luigi Cherubini“ Firenze, Biblioteca: S. 88-89
M1+2: Országos Széchényi Könyvtár Budapest: S. 89-90
Textbücher
N1-12: 1786-1791 bzw. Wien 1798: S. 90-94
D o k u m e n t e (S. 95-97)
Anhang
1. Für die Edition und den Kritischen Bericht nicht herangezogene Quellen
a) Abschriften mit italienischem Gesangstext (O1-17 ): S. 97-100
b) Abschriften mit deutschem Gesangstext (P1-11): S. 100-101
c) Abschriften mit französischem Gesangstext (Q1-2): S. 101-102
d) Klavierauszüge (R1-3): S. 102
e) Partiturdrucke (S1+2): S. 103
2. Editionsrelevante Einzelquellen (T1-3): S. 104
3 . Die wissenschaftlichen Vorgänger-Ausgaben: S. 104

21
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 22

Autographes Quellenmaterial

A: Partitur, Sinfonia, Atto primo und Atto secondo (= Teil 1): Staatsbibliothek zu Berlin –
Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, sowie Atto terzo und
Atto quarto mit Harmoniestimmen-Particellen zu No. 16, 19, 23 in der „falschen“ Folge
19, 23, 16 (= Teil 2): Biblioteka JagielloĔska Kraków, Musikabteilung (früher: Preußische
Staatsbibliothek Berlin), jeweils Signatur: Mus. ms. autogr. W. A. Mozart 4921
Teil 1 umfaßt 163 Blätter mit 322 beschriebenen und vier leeren Seiten: S. 1-164, S. 167-216
und S. 219-330 (zu den fehlenden Seiten „[165/166]“ und „[217/218]“ vgl. Anmerkung 4).
Ca. 32 bis 32,5 x 24 cm (No. 11: 31,5 x 22,7 cm) quer, durchweg 12zeilig rastriert.
Teil 2 umfaßt 139 Blätter mit 268 beschrieben und zehn leeren Seiten: S. 1-82 und S. 85-279
(zu den fehlenden Seiten „[83/84]“ vgl. Anmerkung 4).
Ca. 31 x 21,7 cm quer, durchweg 12zeilig rastriert2.
Das Autograph enthält auch folgende, nicht von Mozart geschriebene Teile:
1. Rezitativ „Dunque voi non aprite?“ vor No. 15: Kopistenhand (S. 216 in Teil 1).
2. Alternativer Schluß des Rezitatives „Cosa mi narri“ vor No. 21: von derselben Kopisten-
hand (S. 82 in Teil 2; vgl. dazu auch Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 192-193,
dort Bemerkung zu T. 10-12 mit Notenanhang A/4, S. 335).
3. Rezitativ „Tutto è disposto“ aus No. 27: von anderer Kopistenhand (S. 175/176 in Teil 2);
zum gesondert überlieferten Autograph dieses Accompagnato vgl. Quelle A2, S. 57.
Im Autograph fehlen:
1. Rezitativ „Perfida, e in quella forma meco mentia?“ vor No. 29.
2. Harmoniestimmen-Particell zu No. 29 (zum gesondert überlieferten Original vgl. Quelle
A3, S. 58).

1 Zur Beschreibung des Autographs von Teil 1 vgl. ZieglerWAM, S. 16-19, und Karl-Heinz Köhler, Mozarts
Kompositionsweise – Beobachtungen am Figaro-Autograph, in: MJb 1967, S. 31-45. Für die folgende Beschrei-
bung des ersten Teils konnten auch Aufzeichnungen von Wolfgang Plath, der den Berliner Teil des Autographs
im Juli 1981 eingesehen hat, verwendet werden. – Zur „falschen“ Anordnung der drei Harmoniestimmen-Parti-
celle in Teil 2 vgl. Inhalt, S. 36: „255/256“ bis „279/280“, und Zu den einzelnen Nummern, S. 52-53.
Die ältere Literatur zu Anlage und Zustand des Autographs bis zum Ankauf durch die damalige Königliche
Bibliothek zu Berlin umfaßt:
T[heodor] U[hlig], Aus der Original-Partitur zu „Figaro’s Hochzeit“, in: Neue Zeitschrift für Musik 35 (1851),
Nr. 7 (15. Aug. 1851) und 8 (22. Aug. 1851), S. 65-66 und S. 77-79; wieder veröffentlicht in: Theodor Uhlig, Mu-
sikalische Schriften, hrsg. von Ludwig Frankenstein, Regensburg (ohne Jahr), S. 115-122.
Otto Jahn, W. A. Mozart, Dritter Teil, Leipzig 1858, S. 446, und Notenbeilage II.
Otto Leßmann, Zur Geschichte der Originalhandschrift von Figaros Hochzeit, in: Allgemeine Musikzeitung 28
(1901), Nr. 50, S. 811-812, und Nr. 51, S. 831-833.
Rudolph Genée, Mozarts Partitur der „Hochzeit des Figaro“, in: Mittheilungen für die Mozart-Gemeinde in
Berlin, hrsg. von Rudolph Genée, Zwölftes Heft (Oktober 1901), S. 66-69.
2 In Teilband 1 der NMA sind folgende Seiten des Autographs in Faksimile wiedergegeben: S. 12 (Sinfonia:
T. 129-134 mit vier gestrichenen Takten [= skizzierter Halbschluß und Beginn eines langsamen Mittelteils] auf
S. XXIII; S. 93 (Beginn von No. 6: T. 1-7) auf S. XXIV; S. 159 (No. 11: T. 1-9) auf S. XXVI; S. 227 (Beginn
von No. 16: T. 1-8) auf S. XXVII.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 23

Zu Mozarts originaler Blattzählung, zu Seitenzählungen und jüngeren Foliierungen, zur La-


genordnung und zu den Wasserzeichen vgl. Inhalt (S. 26-37), zu den Papieren und ihren
Wasserzeichen auch hier weiter unten: „DIE PAPIERE“ (S. 24-25).
Einzelne Seiten, in erster Linie erste oder letzte Seiten einzelner Faszikel, sind nachgedunkelt
oder geringfügig verschmutzt (vgl. dazu die Hinweise Zu den einzelnen Nummern, S. 37-53,
dort vereinzelt entsprechende Bemerkungen an Ort und Stelle).
Zum Zeitpunkt des Besitzübergangs an die Königliche Bibliothek zu Berlin (1901) befand
sich das Autograph nach Genée3 in zwei gehefteten Teilbänden:
Band 1: Sinfonia, Atto primo und Atto secondo (= Teil 1).
Band 2: Atto terzo und Atto quarto mit Harmoniestimmen-Particellen zu No. 16, 19 und 23
(= Teil 2); zur „falschen“ Reihenfolge der Particelle vgl. aber S. 36 bzw. S. 52-53.
Von beiden Bänden sind rotmarmorierte, dünne Papp-Einbände aus der Zeit um 1800 erhalten;
ein sternförmig ausgeschnittenes, verziertes weißes Titelschild auf ihrem jeweiligen Vorderdeckel
ist mit Tinte (in Band 2 sehr verwaschen) beschriftet: Original = Partitur / Zu / Figaro’s Hoch-
zeit / 1. & 2. Act. / v. Mozart. bzw. Figaros Hochzeit. / Dritter und Vierter Akt / Von Mozart.
Nur Band 1 (Berlin) weist auf dem Titelschild unten links den Besitzvermerk Poss. Volkmar
Schurig, / in / Dresden. auf. Nachträglich hinzugefügt sind: in der Mitte oben jeweils die Ak-
zessionsnummer der Berliner Bibliothek M 1901.409 [Tinte], unten jeweils die Köchel-Num-
mer 492 [Bleistift]4.
Die jeweils erste Notenseite beider Bände enthält auf Mitte in rot den ovalen Bibliotheks-
stempel: Ex / Bibl. Regia / Berolin.
Band 1 (Berlin) wurde im Juli 1964 restauriert, dabei in einen blauen, goldgeprägten Saffian-
Ganzlederband mit den Deckelmaßen 32,5 x 24,5 cm sehr eng eingebunden und in einen
stabilen blauen Pappschuber gelegt. (Aus dem beiliegenden Restaurierungsbericht von Hilde-
gard Gensel ist zu entnehmen, daß der Buchblock gelockert, Vor- und Nachsatzpapiere aus
gelbem bzw. hellblauem Büttenpapier eingebracht, einige Seiten am unteren und vorderen
Rand, das heißt am Falz, mit Japanpapier verstärkt wurden und Teil 1 den genannten Leder-
einband bekommen hat.)
Das Rückenschild lautet: MOZART / LE NOZZE DI FIGARO / AKT I. II. / PART. / MS.
AUTOGR. [vgl. dazu aber unten den letzten Absatz vor „DIE PAPIERE“].
Mit Teil 2 (Kraków) wird verwahrt: eine wahrscheinlich im Auftrag von Fritz Simrock5 für
die gesamte Handschrift angefertigte kostbare, mit rotem Leder bezogene, einem Folianten
nachgebildete, deshalb auch einen gerundeten „Rücken“ aufweisende Holzschatulle mit drei-
seitigem Farbschnitt in Gold (Außenmaße: 39 x 28 x 8 cm, Innenmaße 35,5 x 25 x 6,5 cm).
Die Schatulle hat vorne ein Schloß, das noch vorhanden, aber nicht mehr recht schließbar ist

3 A. a. O., S. 66-67.
4 Im vorderen Innendeckel des alten Bandes 1 (dort auf Mitte) von verschiedenen Händen Bleistiftvermerke:
„S. 165/66 fehlen / S. 217/18 [dito]“ mit der Datierung „10/12 [19]31[Kürzel]“, dazu oben links: 4 [Bleistift] und
[Tinte] II / Mus. ms. autogr. Mozart W. A. / M.-Z. Vitrine 7; auf der letzten Notenseite (= S. 280) in Band 2
(= Teil 2) von Bibliothekarshand (vielleicht Georg Schünemann) Bleistiftvermerk: „Durchgesehen und ausge-
bessert / 1. u. 2. XII. 39.“; dieser Vermerk auch auf dem hinterem Innendeckel von Band 1. Daneben gibt es noch
Bleistiftvermerke im vorderen Innendeckel von Band 2: „S. 83/4 fehlen“ und „10/12 [19]31[Kürzel]“ = Datie-
rung wie oben.
5 Vgl. dazu weiter unten Exkurs: Zur Überlieferung des Autographs, S. 53-56.

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(Schlüssel wohl abhanden gekommen). Die Goldprägung auf der Vorderseite der Schatulle
hat den Wortlaut: AUTOGRAPH / VON / MOZART’S FIGARO, das Rückenschild entspre-
chend. Die Holzteile des Rückens sind blau gestrichen, alle Blindteile sind mit Goldpapier
überklebt, die Innenseite ist mit weißem Stoff beschlagen. In krassem Kontrast zur kostbaren
Schatulle ist die Signatur der Berliner Bibliothek Mozart / Aut. K. 492 auf einem brief-
markengroßen, doppelt-rotgerandeten, am Rand beschädigten Etikett (oben und unten mit 17,
rechts und links mit 12 Zähnen) auf der Vorderseite der Schatulle vermerkt.
Im Zuge der Vorbereitung für die vom Bärenreiter-Verlag Kassel und vom Deutschem Verlag
für Musik Leipzig im Hinblick auf das Mozart-Jahr 1991 geplante, jedoch nicht zustande
gekommene Faksimile-Ausgabe wurde Teil 2 der Handschrift 1988 in Doppelblätter oder, wo
diese bereits zerfallen waren, in Einzelblätter zerlegt.
Im Rahmen der Reihe Mozart Operas in Facsimile, besorgt durch The Packard Humanities
Institute Los Altos/CA, erscheint das gesamte Figaro-Autograph als Faksimile; für die digi-
tale Verfilmung seiner beiden Teile (Berlin und Kraków) ist in Berlin die 1964 erfolgte Bin-
dung von Teil 1 zeitweise gelöst worden. In Kraków wird Teil 2 (Einband, Lagen und Einzel-
blätter) bis zur Entscheidung, ob und wie neu gebunden werden soll, in einer neuen beigen
Schatulle verwahrt.

DIE PAPIERE6 (in der Abfolge von TysonWK):


Die Blätter sind durch spätere Trimmung fast einheitlich auf ca. 31 bis 31,5 x 22,5 bis 23 cm
beschnitten, wenn nicht anders angegeben7.
1) Ein Blatt (TS8 188 bis 189– ): S. 175/176 (in: Teil 2/Atto quarto), Kopistenhand.
Verwendung: Wien, seit 1784/85; fast ausschließlich im Klavierkonzert C-dur KV 467 sowie
in der Kantate Davide penitente KV 469.
Wz.: TysonWK Nr. 62 (siehe die Abbildungen auf S. 325); die Identität des Papiers ist durch
die charakteristische Rastrierung (nach links überstehende oberste Notenlinie im 1. System)
gesichert.
2) 16 Blätter (TS 183 bis 183,5): S. 25-52, 131-134 (in: Teil 1/Atto primo)
Verwendung: Wien, seit 1783; zum Beispiel im Opernfragment Lo sposo deluso KV 430
(424a).
Wz.: TysonWK Nr. 66 (siehe die Abbildungen auf S. 325)

3) 21 Blätter (TS 183 ): S. 65-80, 95-104, 201-216 (in: Teil 1/Atto secondo)
Verwendung: Wien 1784/1785; zum Beispiel im Quartett für Sopran, Tenor und zwei Bässe
„Dite almeno, in che mancai“ KV 479 (datiert: 5. November 1785) und in der Es-dur-Sonate
für Klavier und Violine KV 481 (datiert: 12. Dezember 1785).
Wz.: TysonWK Nr. 74 (siehe die Abbildungen auf S. 326)9

6 Vgl. dazu auch Edge2001, S. 1431-1436.


7 Die Blätter wurden am oberen Rand nachträglich glatt beschnitten, sodaß die Maße für aufeinanderfolgende
Blätter in der Höhe um mehr als einen Zentimeter variieren können.
8 Zur „TS“ = „Total Span“ vgl. TysonWK, Textband, S. X.
9 Derselbe Wasserzeichentypus findet sich auch im unvollständig überlieferten Partiturentwurf zu No. 6 (vgl.
Quelle Ab, S. 64-65).

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4) 12 Blätter (TS 185): S. 143-158 (in: Teil 1/Atto primo) <> S. 219-226 (in: Teil 1/Atto se-
condo)
Verwendung: Wien 1785; vor allem im Klavierquartett g-moll KV 478 (datiert: 16. Oktober
1785).
Wz.: TysonWK Nr. 77 (siehe die Abbildungen auf S. 326)
5) Vier Blätter (TS 183,5 bis 185): S. 315-322 (in: Teil 1/Atto secondo)
Verwendung: Wien, seit Herbst 1785; zum Beispiel in: Maurerische Trauermusik KV 477/
479a (datiert: nach dem 10. November 1785).
Wz.: TysonWK Nr. 78 (siehe die Abbildungen auf S. 326)10
6a) 68 Blätter (TS 188): S. 53-64, 81-92, 105-130 (in: Teil 1/Atto primo) <> S. 227-314 (in:
Teil 1/Atto secondo)
Verwendung: Wien, seit 1785; zum Beispiel im Es-dur-Klaviertrio KV 498 (datiert: 5. Au-
gust 1786).
Wz.: TysonWK Nr. 79 (siehe die Abbildungen auf S. 327)
6b) Ein Blatt (TS 182,5): S. 131/132 (in: Teil 2/Atto quarto)
Verwendung: Wien 1786[?], nur No. 24.
Wz.: wie 6a)
7) 34 Blätter (TS 184,5 bis 186,5): S. 135-142 (in: Tei1 1/Atto primo) <> S. 167-174,
183/184, 197-200, 323-330 (in: Teil 1/Atto secondo) <> S. 1-12, 15/16, 41-60, 63/64, 99-102
(in: Teil 2/Atto terzo)
Verwendung: Wien, seit Ende 1785; zum Beispiel in: Der Schauspieldirektor KV 486 (da-
tiert: 3. Februar 1786), Idomeneo KV 366 (Revision März 1786).
Wz.: TysonWK Nr. 80 (siehe die Abbildungen auf S. 327)

8a) 113 Blätter (TS 186 bis 187 ): S. 1-24 (in Teil 1/Sinfonia) <> S. 159-164, 175-182 (in:
Teil 1/Atto secondo) <> S. 17-38, 65-80, 93-98, 103-130 (in: Teil 2/Atto terzo) <> S. 137-142,
145-174, 177-190, 215-222, 231-254 (in: Teil 2/Atto quarto), S. 255-280 (in Teil 2: Harmo-
niestimmen-Particelle zu No. 16, 19, 23)
Verwendung: Wien 1785/86; vor allem in: Le nozze di Figaro.
Wz.: TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)11
8b) 27 Bll. (TS 182 bis 183+ ): S. 93/94 (in: Teil 1/Atto primo) <> S. 185-196 (in: Teil 1/Atto
secondo) <> S. 13/14, 39/40, 61/62, 81/82, 85-92 (in: Teil 2/Atto terzo) <> S. 133-136,
143/144, 191-214, 223-230 (in: Teil 2/Atto quarto)
Verwendung: Wien 1785/86; ausschließlich in: Le nozze di Figaro.
Wz.: wie 8a)12

10 Derselbe Wasserzeichentypus findet sich auch im originalen Klavierauszug mit obligater Violine zu No. 6 (vgl.
Quelle A6, S. 60-61).
11 Derselbe Wasserzeichentypus findet sich auch in folgenden autographen Materialien zu Le nozze di Figaro:
a) Harmoniestimmen-Particell zu No. 29 (vgl. Quelle A3, S. 58).
b) Melodieskizze zu No. 18 und Melodieskizze zu No. 20 (vgl. Quelle Af, S. 67).
c) Accompagnato-Rezitativ „Tutto è disposto“ aus No. 27 (vgl. Quelle A2, S. 57).
d) Entwurf einer Ersatzkomposition zu No. 15 sowie Melodieskizze zu No. 28 (vgl. Quelle Ad, S. 66).
e) Entwurf zur Frühfassung von No. 28 (vgl. Quelle Aj, S. 69).
12 Derselbe Wasserzeichentypus findet sich auch in der Skizze zu No. 21 (vgl. Quelle Ag, S. 68).

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 26

Inhalt

Zur Spalte Lagenordnung: Als Folge der gelösten Bindung in Kraków Ende der 1980er Jahre
sind die Lagen in Teil 2 (Atto terzo und Atto quarto mit Harmoniestimmen-Particellen zu No.
19, 23 und 16 in dieser „falschen“ Folge), wie auf S. 23 bereits erwähnt, zum großen Teil in
(heute auf Fälzel aufgeklebte) Einzelblätter zerfallen. Deshalb verzeichnen S. 32-37 den sta-
tus quo, d. h., die zerfallenen, jedoch auf Grund der Wasserzeichen deutlich zu erkennenden
Lagen werden gestrichelt dargestellt. – Wie Alan Tyson dargelegt hat13, läßt sich im Auto-
graph von Le nozze di Figaro der Übergang von zwei ineinandergelegten Doppelbättern
(Standard der in Wien entstandenen Arbeitspartituren Mozarts bis 1785) zu einfachen Dop-
pelblättern (Standard ab 1786) beobachten.
Zur Spalte Paginierung: Das Autograph ist sehr früh – möglicherweise v o r seiner von Mo-
zart selbst vorgenommenen Anordnung14 – mit fettem, aber auch normalem und teilweise
dunklerem Rotstift jeweils links bzw. rechts oben paginiert: Teil 1: 1 bis 330, Teil 2: 1 bis
280. Darüber hinaus ist das gesamte Autograph jeweils links bzw. rechts unten zusätzlich,
und zwar zum geringeren Teil mit Rot-, zum größeren Teil mit Bleistift durchpaginiert: 1 bis
588, die Harmoniestimmen-Particelle in Teil 2: 1 bis 26 (vgl. dazu aber Anmerkung 32 auf
S. 36). In Teil 1 und in den Harmoniestimmen-Particellen (am Schluß von Teil 2) ist diese
zweite Paginierung allerdings nicht immer eindeutig zu erkennen. Fehlende Seitenzählung
und Abweichungen zwischen den beiden Paginierungen werden an Ort und Stelle vermerkt,
ebenso Binnen-Paginierungen15.
Zur Spalte Foliierungen: Sie enthält (mit gelegentlichen Hinweisen auf Besonderheiten und
Korrekturen) Mozarts originale, in der Regel mit Tinte angebrachte Blatt-Zählung: jeweils
neu von Lage/Nummer zu Lage/Nummer, die Rezitative teilweise gesondert gezählt, so zum
Beispiel in Atto secondo: 1 bis 4 = S. 167-174 (zwei ineinandergelegte Doppelblätter), 5 =
S. 183/184 (Einzelblatt) sowie 6 und 7 = S. 197-200 (ein Doppelblatt) oder in Atto terzo und
Atto quarto: „ 3_1 “ etc. bzw. „ 4_1 “ etc.16
Zur Spalte Wz.: Die arabischen Ziffern in dieser Spalte beziehen sich auf TysonWK; siehe
dazu die Abbildungen auf S. 325-328 und vgl. weiter oben (S. 24-25) die näheren Angaben
zu den Wasserzeichen.

13 Vgl. seinen Beitrag A Feature of the Structure of Mozart’s Autograph Scores, in: Festschrift Wolfgang Rehm
zum 60. Geburtstag am 3. September 1989, hrsg. von Dietrich Berke und Harald Heckmann, Kassel etc. 1989,
S. 95 bis 105.
14 Darauf deutet hin, daß die Paginierung bei einzelnen, dann wohl von Mozart herausgeschnittenen bzw. heraus-
genommenen Blättern springt: von S. 164 zu S. 167 (fehlendes Blatt „[165/166]“) sowie von S. 216 zu S. 219
(fehlendes Blatt „[217/218]“) in Atto primo oder von S. 82 zu S. 85 (fehlendes Blatt „[83/84]“) in Atto terzo.
15 Wohl erst im Zusammenhang mit der im Jahr 1988 in Kraków erfolgten Einband-Lösung von Teil 2 ist dort auf
den rechten Seiten ( jeweils unten links) von Bibliothekarshand eine zusätzliche Bleistift-Foliierung 1 bis 139
angebracht worden.
16 Vgl. dazu auch Anmerkung 25 auf S. 32.

26
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Lagen- Pagi- Foliie- Szenen/Nummern und Rezitative nach NMA Wz.


ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

[Sinfonia und Atto primo]

1/2 1 Sinfonia (Presto) 82


3/4 2
5/6 3
7/8 4
9/10 5
11/12 6
13/14 7
15/16 8
17/18 9
19/20 10 [Dieses Blatt liegt verkehrt; vgl. Zu den einzelnen Nummern, S. 37.]
21/22 11
23/24 12 [S. 24 leer]
25/26 1 SCENA I17: No. 1 Duettino „Cinque... dieci... venti... (Susan- 66
27/28 2 na, Figaro)
29/30 3 [No. 1 endet auf S. 35; das folgende Rezitativ ist auf S. 36 notiert.]
31/32 4
33/34 5
35/36 6 Recitativo „Cosa stai misurando“ (Sus., Fig.) 18 [ S. 37 leer]
37/3819 7 No. 2 Duettino „Se a caso madama la notte ti chiama“
39/40 8 (Susanna, Figaro)
41/42 9 [Das Duettino beginnt auf S. 38 und endet auf S. 49.]
43/44 10
45/46 11
47/48 12
49/50 13 Recitativo „Or bene; ascolta, e taci!“ (Susanna, Figaro) –
51/52 14 SCENA II: Recitativo „Bravo signor padrone!...“ (Figaro)
[Beide ineinander übergehende Rez. sind auf S. 50-52 oben notiert.]

17 Im Verzeichnis der Szenen und Nummern in Teilband 1, S. [3]-[4] (auch in Teilband 2, S. [IV]), sind gelegentlich
Szenen zusammengezogen; sie werden in der Tabelle Inhalt in der Regel aufgelöst, weshalb sich im weiteren
Verlauf (auch S. 37 ff.: Zu den einzelnen Nummern) gegenüber dem genannten Verzeichnis neu eingefügte Text-
incipits ergeben. – Zu der ab Atto terzo von der NMA abweichenden Szenen-(und Nummern-)Zählung in den
relevanten Quellen vgl. Abschnitt VI. Konkordanz der Zählung von Szenen und geschlossenenen Nummern,
S. 321-324.
18 Die im Abkürzungsverzeichnis (S. 7-9) in Versalien aufgeführten Abkürzungen für die Rollenbezeichnungen
werden (wenn aus Platzgründen erforderlich) auch hier und weiterhin, jedoch in normaler Type, angewendet.
19 Auf S. 38-45 sind die zunächst falsch geschriebenen Rotstift-Zahlen links bzw. rechts oben teilweise durch
Überschreiben und zusätzliche Neuschrift korrigiert; ähnliche Korrekturen auch im weiteren Verlauf beider Teile
werden in der Regel nicht mehr erwähnt.

27
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Lagen- Pagi- Foliie- Szenen/Nummern und Rezitative nach NMA Wz.


ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

53/54 15 No. 3 Cavatina „Se vuol ballare signor Contino“ (Figaro) 79


55/56 16 [Die Cavatina endet auf S. 63.]
57/58 17
59/60 18
61/62 19 [Zum Doppelbl. „61-64“ vgl. Zu den einzelnen Nummern, S. 39.]
63/64 20 SCENA III: Recitativo „Ed aspettaste il giorno fissato a le
sue nozze“ (Bart., Marc.) [Das Rezitativ ist auf S. 64 notiert.]
65/66 21 No. 4 Aria „La vendetta, oh la vendetta!“ (Bartolo) 74
67/68 22
69/70 23
71/72 24
73/74 25
75/76 26
77/78 27
79/80 28 SCENA IV: Rec. „Tutto ancor non ho perso“ (Marc., Sus.)
81/82 29 No. 5 Duettino „Via resti servita, madama brillante“ (Su- 79
83/84 30 sanna, Marcellina)
85/86 31 [Rezitativ „Tutto ancor non ho perso“ auf S. 79 (S. 80 urspr. leer); dann
87/88 32 No. 5 auf S. 80 bzw. S. 81-90 notiert; vgl. dazu Abschnitt II. Bemerkun-
89/90 33 gen zu den Quellen, S. 120-122.]
91/92 34 SCENA V: Rec. „Va’ là, vecchia pedante“ (Sus., Cher.)
93/94 35 No. 6 Aria „Non so più cosa son, cosa faccio“ (Cher.) 82
[Bl. 93/94 ev. Ersatz für Bl. 1 eines Bogens mit Wz. 74; siehe Bl. 95/96.]
95/96 36 [Die Arie endet mit S. 103, auf der sich sofort das Rezitativ „Ah son 74
97/98 37 perduto!“ anschließt: T. 100 =1.]
99/100 38
101/102 39
103/104 40 SCENA VI: Rec. „Ah son perduto!“ (Cher., Sus., Il C., Bas.)
105/106 41 SCENA VII: Rec. „Susanna, il ciel vi salva:“ (Detti e Bas.) 79
[Übergang der beiden Szenen bzw. Rez. in zweiter Akk. von S. 105.]
107/108 42 No. 7 Terzetto „Cosa sento! tosto andate“ (Susanna, Ba-
109/110 43 silio, Il Conte)
111/112 44 [Das Terzett endet auf S. 131.]
113/114 45
115/116 46
117/118 47
119/120 48
121/122 49

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Lagen- Pagi- Foliie- Szenen/Nummern und Rezitative nach NMA Wz.


ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

123/124 50 (79)
125/126 51
127/128 52
129/130 53
131/132 54 Rec. „Basilio, in traccia tosto [...]“ (Il C., Sus., Cher., Bas.) 66
133/134 55 SCENA VIII: No. 8 Coro „Giovani lieti fiori spargete“
135/136 56 [Das Rez. „Basilio [...]“ ist auf S. 132, No. 8 auf S. 133-136 notiert.] 80
137/138 57 Recitativo „Cos’è questa commedia?“ (Il C., Fig., Sus.)
139/140 58 [Das Rez. endet auf S. 138/3. Akk.; es folgen:] – No. 9 Coro – Re-
141/142 59 citativo „Evviva!“ (Tutti) [No. 9: S. 138/4. bis S. 140/1. Akk.;
Rezitativ: S. 140 (2. Hälfte) bis S. 142. Zur Einteilung von S. 133 bis 142
und zur Notation von No. 9 vgl. Abschnitt II. Bemerkungen zu den
Quellen, S. 131.]
143/144 60 No. 10 Aria „Non più andrai farfallone amoroso“ (Figaro) 77
145/146 61
147/148 62
149/150 63
151/152 64
153/154 65
155/156 66
157/158 67

[Atto secondo]20

159/160 [–] SCENA I: No. 11 Cavatina „Porgi amor qualche ristoro“ 82


161/162 [–] (La Contessa)
163/164 [–]
[–] [165/166] [–] [Blatt „[165/166]“ 21 nach der Rotstiftung-Paginierung (von Mozart?) [82]
entfernt: Stumpf vorhanden; vgl. Zu den einzelnen Nummern, S. 42.]
167/168 1+ Recitativo „Vieni, cara Susanna“ (La C., Sus., Fig.) 80
169/170 2+ [Zu T. 88-99 auf S. 171 vgl. Zu den einzelnen Nummern, S. 39 und S. 42.]
171/172 3+ SCENA II: Recitativo „Quanto duolmi, Susanna“ (La Con-
173/174 4+ tessa, Susanna, Cherubino [Rezitativ: S. 172-173; S. 174 leer.]
175/176 [–] No. 12 Arietta „Voi che sapete che cosa è amor“ (Cher.) 82
177/178 [–]
179/180 [–]
181/182 [–] [S. 182 leer]

20 In Atto secondo sind in der Spalte Foliierungen Bleistift-Ziffern durch nachgestelltes „+“ gekennzeichnet.
21 Wohl urspr. ein Doppelblatt zusammen mit „159/160“. Die zweite durchlaufende Paginierung (vgl. oben die ein-
leitenden Sätze auf S. 26) überspringt „[165/166]“ ebenfalls. – Vgl. zu S. 164 auch Zu den einzelnen Nummern,
S. 42 (Anmerkung 41).

29
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Lagen- Pagi- Foliie- Szenen/Nummern und Rezitative nach NMA Wz.


ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

183/184 5+ Recitativo „Bravo! che bella voce!“ (La C., Sus., Cher.) 80
185/186 1 No. 13 Aria „Venite inginocchiatevi“ (Susanna) 82
187/188 2
189/190 3
191/192 4
193/194 5
195/196 6
197/198 6+ Recitativo „Quante buffonerie!“ (La C., Sus., Cher., [Il C.]) 80
199/200 7+ SCENA III: Recitativo „Che novità!“ (Il Conte, La Contessa)
[Beide Rezitative gehen in der 4. Akkolade von S. 199 ineinander über.]
201/202 1 No. 14 Terzetto „Susanna or via sortite“ (Susanna, La 74
203/204 2 Contessa, Il Conte)
205/206 3
207/208 4
209/210 5
211/212 6
213/214 7
215/216 8 Recitativo „Dunque voi non aprite?“ (Il Conte, La Cont.)
[Das Rezitativ ist auf S. 216 von Kopistenhand notiert.]
[–] [217/218] [–] [Zu diesem fehlenden, wohl nach der Rotstift-Paginierung (von Mozart?) [–]
herausgenommenen Rezitativ-Einzelblatt22 und zu seinem Inhalt vgl. Zu
den einzelnen Nummern, S. 44, Anmerkung 45.
219/220 9+ SCENA IV: No. 15 Duettino „Aprite presto aprite“ (Sus., 77
221/222 10+ Cher.) [No. 15 endet auf S. 223 oben, dann folgt auf zwei Akkoladen:]
223/224 11+ Recitativo „Oh guarda il demonietto!“ (Susanna)
225/226 12+ SCENA V: Recitativo „Tutto è come il lasciai“ (Il Conte, La
Contessa) [Das Rezitativ ist auf S. 224-225 notiert.] [S. 226 leer]
227/228 123 SCENA VI-XI: No. 16 Finale „Esci omai garzon malnato“ 79
229/230 2 (Susanna, La Contessa, Marcellina, Basilio, Il Conte, An-
231/232 3 tonio, Bartolo, Figaro) [Szenenangaben VI-XI: vgl. Zu den einzel-
233/234 4 nen Nummern, S. 44-45.]
235/236 5
237/238 624
239/240 7
241/242 8

22 Die zweite durchlaufende Paginierung (vgl. oben die einleitenden Sätze auf S. 26) überspringt „[217/218]“ ebenso.
23 Ab hier bis S. 267 bzw. Folio 20r zusätzliche Paginierung (1 bis 40) auf den Seitenrändern etwa jeweils auf Hö-
he des 11. System; diese Paginierung überspringt die unbeschriebene S. „259“ (siehe dort) und fährt auf S. „260“
mit „33“ fort.
24 Folio-Ziffer links neben verkleckster „6“, die auf S. 236 einen Abdruck hinterlassen hat, mit Bleistift wiederholt.

30
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ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

243/244 9 (79)
245/246 10
247/248 11
249/250 12
251/252 13
253/254 14
255/256 15
257/258 16 [Auf S. 258 sind T. 275-285 notiert; vgl. die nachfolgende Bemerkung.]
259/260 [–] [Am unteren Rand von S. 259 großer Tintenfleck, weshalb die Seite leer
261/262 17 geblieben, mehrfach durchstrichen und von fremder Hand mit dem Ver-
263/264 18 merk Volti Subito versehen ist; S. 260 setzt mit T. 286 fort.]
265/266 19
267/268 20
269/270 21
271/272 22 [Die zweite Paginierung (vgl. die einleitenden Sätze auf S. 26) über-
273/274 23 springt ohne ersichtlichen Grund „272“, fährt also mit „273“ fort, weicht
275/276 24 deshalb ab hier bis zum Aktschluß von der Rotstift-Paginierung ab und
277/278 25 endet in Atto terzo mit „331“ statt mit „330“; vgl. auch Anmerkung 23).]
279/280 26
281/282 27
283/284 28
285/286 29
287/288 30
289/290 31
291/292 32
293/294 33
295/296 34
297/298 35
299/300 36
301/302 37
303/304 38
305/306 39
307/308 40
309/310 41
311/312 42
313/314 43
315/316 44 78
317/318 45
319/320 46
321/322 47

31
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ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

323/324 48 [Die Rotstift-Paginierung (vgl. dazu oben S. 26) von S. 324 bzw. S. 329 80
325/326 49 lautet irrtümlich „225“ bzw. „ 229“ und ist von Bibliothekarshand mit
327/328 50 Bleistift korr.]
329/330 51

[Atto terzo]25

1/226 _1 SCENA I-II: Recitativo „Che imbarazzo è mai questo!“ 80


3+
3/4 _2 + (Il Conte, La Contessa, Susanna) [S. 4 leer]
3
[Übergang Scena I zu II auf S. 1/letzte Akk. (T. 14: „Vi fatti core“) . ]
5/6 1 No. 17 Duettino „Crudel! perchè finora“ (Sus., Il C.)
7/8 2
9/10 3
11/12 4
13/14 5 [S. 14 leer] 82
_3 Recitativo „E perchè fosti meco“ (Il C., Sus., Fig.)
15/16 3+
80
SCENA III: Recitativo „Ehi, Susanna, ove vai?“ (Fig., Sus.)
[Beide Rezitative sind auf S. 15 notiert.] [S. 16 leer]
17/18 127 SCENA IV: No. 18 Recitativo istrumentato ed Aria 82
19/20 2 Conte) „Hai già vinta la causa!“ – „Vedrò mentre io
21/22 3 sospiro“ (Il Conte)
23/24 4 [Das Rezitativ ist auf S. 17-23, die Arie auf S. 25-38 notiert; S. 24 leer]
25/26 1
27/28 2
29/30 3
31/32 4
33/34 5
35/36 6
37/38 7 [S. 38: T. 105-108; vgl. dazu II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 180.]

25 In Atto terzo und quarto foliiert Mozart die Rezitative teilweise wie folgt: „ 31_ “ etc. (in Atto terzo kennzeichnet
nachgestelltes „+“ in der Spalte Foliierungen Bleistift, der teilweise ins Bläuliche geht; vgl. auch die Anmer-
kungen 22 auf S. 30 und 30 auf S. 34). – Zur Darstellung der Lagenordnung in Teil 2 (Atto terzo und Atto quar-
to) vgl. oben S. 26, und zu Abweichungen in der Szenenzählung beider Akte zwischen Quelle A/Teil 2 und
NMA vgl. Abschnitt VI. Konkordanz der Zählung von Szenen und geschlossenen Nummern, S. 321-324.
26 Die zweite durchlaufende Paginierung beginnt (kaum zu erkennen) in Atto terzo auf einer rechten[!] Seite mit
„332“ und endet auf der letzten (linken) Seite von Atto quarto mit „588“; sie springt zudem von „369“ (= S. 38)
auf „372“ (= S. 39), also ungerade Zahlen ab hier auf verso, gerade auf recto, bis dann in Atto quarto von „504“
(= S. 172) zu „506“ (= S. 173) gesprungen wird. Vgl. auch die Anmerkungen 29 auf S. 33 und 32 auf S. 36.
27 Mozarts Folio-Ziffern 1 bis 4 mit leicht rötlicher Tinte; 3 und 4 sind dünn (später?) durchgestrichen.

32
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ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

_4
39/40 3
+ SCENA V: Recitativo „È decisa la lite“ (Don Curzio, Mar- (82)
cellina, Figaro, Il Conte, Bartolo)28
41/42 1 No. 19 Sestetto „Riconosci in questo amplesso“ (Susanna, 80
43/44 2 Marcellina, Don Curzio, Il Conte, Bartolo, Figaro)
45/46 3
47/48 4
49/50 5
51/52 6
53/54 7
55/56 8
57/58 9
59/60 10 [S. 60 leer]
_5 +
61/62 3 SCENA VI: Recitativo „Eccovi, oh caro amico“ (Marc., Bart., 82
Sus., Fig.) [Auf S. 61 und S. 62 oben (T. 17-29) notiert.]
_6
63/64 3+ SCENA VII: Recitativo „Andiam, andiam, bel paggio“ (Bar- 80
barina, Cherubino) [Auf S. 62 unten drei, auf S. 63 oben eine Akko-
lade notiert; zur Sequenz S. 63 ff. und zur urspr. Fortsetzung vgl. Ab-
schnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 188.] [S. 64 leer]
65/66 1 SCENA VIII: No. 20 Rec. istrumentato ed Aria „E Susanna 82
67/68 2 non vien!“ – „Dove sono i bei momenti“ (La Contessa)
69/70 3 [Das Rezitativ ist auf S. 65-67; die Arie auf S. 68-79 notiert.]
71/72 4
73/74 5
75/76 6
77/78 7
79/80 8 [S. 80 leer.]
81/82 _7 SCENA IX-X: Recitativi „Io vi dico signor“ (Ant., Il C.) –
3+
„Cosa mi narri“ (La C., Sus.) [Eine Kopistenhand, die mit jener
von S. „216“ (vgl. oben in: Atto secondo) identisch ist, hat den Schluß
von „Cosa mi narri“ verändert; zum urspr. Schluß siehe Notenanhang
A/4, S. 335.]
[–] [83/84] [–] [Fehlendes, wohl nach der Seitenzählung (von Mozart?) herausgenomme- [–]
nes Rezitativ-Blatt „83/84“29; zu seinem möglichen Inhalt vgl. Zu den
einzelnen Nummern, S. 47-48.]

28 Die Blätter 37/38 und 39/40 weisen zwar dasselbe Wasserzeichen (82) auf, haben jedoch eine andere Papier-
qualität und sind unterschiedlich rastriert, haben also keinesfalls ein Doppelblatt gebildet.
29 Die zweite durchlaufende Paginierung (vgl. oben die einleitenden Sätze auf S. 26) überspringt das Blatt eben-
falls, das in dieser Paginierung die Seitenzahlen „[416/417]“ gehabt haben muß.

33
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 34

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ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
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85/86 [–] No. 21 Duettino „Che soave zeffiretto“ (Susanna, La Con- 82


87/88 [–] tessa)
89/90 [–] [No. 21 endet auf S. 91 mit T. 62, daran schließt sich unmittelbar an:]
91/92 [–] Recitativo „Piegato è il foglio...“ (Susanna, La Contessa)
93/94 SCENA XI: Coro „Ricevete, oh padroncina“ (Soprano I,II)
95/96
97/98 [S. 98 leer]
_8
99/100 3+ [SCENA XI]-SCENA XIV: Recitativo „Queste sono, mada- 80
101/102 _93 + ma“ – „Eh! cospettaccio“ – „Signor... se trattenete“ (Bar-
barina, La Contessa, Susanna, Antonio, Il C., Cher., Fig.)
103/104 1 No. 23 [Finale] „Ecco la marcia, andiamo“ (Susanna, Il C., 82
105/106 2 Figaro; Coro [Soli: Due Donne = Soprani]
107/108 3
109/110 4
111/112 5
113/114 6
115/116 7
117/118 8
119/120 9
121/122 10
123/124 11
125/126 12
127/128 13
129/130 14 [S. 130 leer]

[Atto quarto] 30
131/132 1_4 * SCENA I: No. 24 Cavatina „L’ho perduta... me meschina“ 79
(Barbarina)
133/134 _24 * SCENA II-III: Recitativo „Barbarina cos’ hai?“ (Fig., Barb., 82
135/136 _3 * Marc.) – „Madre! Figlio!“ (Fig., Barb., Marc.)
4 SCENA IV: Recitativo „Presto avvertiam Susanna“ (Marc.)
[1. Rez.: S. 133-135/2. Akk., 2. Rez.: S. 135/3.-5. Akk.] [S. 136 leer.]
137/138 1 No. 25 Aria „Il capro e la capretta“ (Marcellina)
139/140 2
141/142 3
_4 *
143/144 4 SCENA V-VII: Recitativo „Nel padiglione a manca“ (Barb.)
– „È Barbarina...“ (Fig., Bas., Bart.) – „Ha i diavoli nel
corpo“ (Bas., Bart.)

30 In Atto quarto hat Mozart die (zum großen Teil korrigierte) Rezitativ-Foliierung mit Rotstift angebracht, was in
der Spalte Foliierungen durch nachgestelltes „*“ gekennzeichnet ist.

34
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 35

Lagen- Pagi- Foliie- Szenen/Nummern und Rezitative nach NMA Wz.


ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

145/146 1 No. 26 Aria „In quegl’anni, in cui val poco“ (Basilio) (82)
147/148 2
149/150 3
151/152 4
153/154 5
155/156 6
157/158 7
159/160 8
161/162 _5 * SCENA IX-X: Recitativo „Signora, ella mi disse“ (Susan-
4
na, Marcellina, La Contessa, Figaro)31 [S. 162 leer.]
163/164 1 No. 28 Recitativo istrumentato ed Aria „Giunse alfin il
165/166 2 momento“ – „Deh vieni non tardar“ (Susanna)
167/168 3 [Das Rezitativ ist auf S. 163/164, die Arie auf S. 165-172 notiert; zu ihr
169/170 4 siehe Notenanhang C, S. 352-357.]
171/172 5
173/174 [–] SCENA VIII: No. 27 Rec. istrumentato ed Aria „Tutto è
175/176 [–] disposto“ – „Aprite un po’ quegl’occhi“ (Figaro) [Das Rez. 62
ist von Kopistenhand notiert; vgl. Zu den einzelnen Nummern, S. 51.]
177/178 1 [Die Arie beginn mit S. 177 und endet mit S. 190.] 82
179/180 2
181/182 3
183/184 4
185/186 5
187/188 6 [Zum fehlenden Rezitativ „Perfida, e in quella forma meco mentia?“ vgl.
189/190 7 Zu den einzelnen Nummern, S. 52.]
191/192 1 No. 29 Finale „Pian pianin le andrò più presso“ (Tutti)
193/194 2 [Scena XI-XIV nicht bezeichnet; vgl. auch Abschnitt VI. Konkordanz der
195/196 3 Zählungen von geschlossenen Nummern und Szenen, S. 324.]
197/198 4
199/200 5
201/202 6
203/204 7
205/206 8
207/208 9
209/210 10
211/212 11
213/214 12

31 Zur abweichenden Reihenfolge von No. 28 und 27 in den Szenen VIII-X vgl. Zu den einzelnen Nummern, S. 51.

35
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 36

Lagen- Pagi- Foliie- Szenen/Nummern und Rezitative nach NMA Wz.


ordnung nierung rungen [Bemerkungen]
______________________________________________________________________________________________

215/216 13 (82)
217/218 14
219/220 15
221/222 16
223/224 17
225/226 18
227/228 19
229/230 20
231/232 21
233/234 22
235/236 23
237/238 24
239/240 25
241/242 26
243/244 27
245/246 28
247/248 29
249/250 30
251/252 31
253/254 32 [S. 254 leer]

[Harmoniestimmen-Particelle]32

255/256 1 1) No. 19 Sestetto 82


257/258 2 Fl. I,II; Ob. I,II; Cor. I,II; Fag. I,II [S. 255-260]
259/260 3
261/262 [–] 2) No. 23 [Finale]: Cl. I,II und Timp. T. 61-229
263/264 [–] 3) No. 16 Finale [irrtümlich als No. „26“ bezeichnet]
265/266 [–] a) Fag. I,II: T. 467-604 auf S. 263 bis S. 264/Systeme 1 und 2
267/268 [–] b) Fag. I,II; Clar. I,II: T. 605-687 auf S. 264/Systeme 3-12 und T. 688 bis
269/270 [–] 696 auf S. 265/Systeme 1-2 und c) Fl. I,II; Ob. I,II; Clar. I,II; Cor.I,II;
271/272 [–] Fag. I,II; Cl. I,II, Timp. T. 697-939 auf S. 265/Systeme 3-12 bis S. 279.
273/274 [–] Bei der Haupt-Paginierung haben die Bll. zu c) teilweise falsch gelegen,
275/276 [–] was später z. T. mit helleren (hier kursivierten) Rotstift-Ziffern richtig
277/278 [–] gestellt wurde: S. 265 f.: T. 697-722 [ab S. 266 jeweils 1. und 12. System
279/280 [–] leer], S. 267-274 = neu S. 271 und [272]-[278]: T. 788-930, S. 275 bis
278 = neu S. 267-270: T. 723-787, S. 279: T. 931-939 [S. 280 leer]

32 Ab hier beginnt die zweite Paginierung (vgl. dazu die einleitenden Sätze auf S. 26) erneut mit 1 und endet mit
26, jedoch in folgender (vermeintlich richtiger Nummern-)Ordnung: 1 bis 6 = 255-260 (No. 19), 25 und 26 =
261 und 262 (No. 23) sowie 7 bis 23 = 263-279 (No. 26 = recte No. 16); 24 = 280 (leer).

36
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 37

Zu den Harmoniestimmen-Particellen vgl. auch Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen,


dort die entspr. Einzelbemerkungen in No. 16 (S. 158-168, ab T. 467), No. 19 (S. 182-187)
und No. 23 (S. 239-245, ab T. 335).

Zu den einzelnen Nummern 33

Sinfonia
S. 1:
Am oberen Rand auf Mitte: Sinfonia .

S. 17-24:
Die beiden Lagen stellen sich zur Zeit wie folgt dar: Alle Blätter sind möglicherweise v o r
der Bibliotheksbindung von 1964 (vgl. oben S. 23) auf Fälzel aufgeklebt und erst dann in die
auf S. 27 dargestellte Lagenordnung gebracht worden. Nach Bl. 6 (= S. 11/12)34 sind wohl
deshalb heute keine Spuren eines herausgeschnittenen Blatts oder gar Bogens mehr zu erken-
nen, wie sie von Julius Rietz bei der Arbeit an seiner Figaro-Edition noch wahrgenommen
werden konnten, wenn er im Vorwort zu seiner 1869 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig
erschienenen Ausgabe35 auf S. [IV] im Zusammenhang mit dem langsamen d-moll-Mittelteil
(siehe Notenanhang A/1, S. 330) schreibt: „[...] die Spuren eines herausgeschnittenen Blattes
oder Bogens lassen vermuthen, dass MOZART den Satz wenigstens angelegt, wenn auch nicht
fertig instrumentirt hatte“ [folgt Notenbeispiel]36. – Auch Blatt 10 (S. 19/20) war schon sehr
früh, bestimmt aber v o r der Rotstift-Paginierung, verkehrt gelegt und dementsprechend 19
auf „recto“ rechts oben (= verso mit T. 233 bis 246) bzw. 20 auf „verso“ links oben (= recto
mit T. 220-232) gesetzt worden, Mozarts Folio-Ziffer 10 steht jedoch korrekt auf „recto“ (von
Bibliothekarshand ist mit den richtigen Seitenzahlen in Blei- und Rotstift mehrfach auf die
verkehrte Blatt-Lage hingewiesen worden)37.
Erster Arbeitsgang mit gelblich brauner, zweiter mit dunkelbrauner Tinte; beide Arbeitsgänge
teilweise sehr stark ineinander verzahnt.

33 Attacca- und sonstige Voraus- und Schlußvermerke am Ende einer geschlossenen Nummer oder eines Rezitativs
werden in der Regel hier nicht aufgeführt; sie sind aber durchweg im Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen,
(S. 105-245) jeweils an Ort und Stelle verzeichnet.
34 Zu S. 12 siehe im Teilband 1 das Faksimile auf S. XXIII.
35 Vgl. Die wissenschaftlichen Vorgänger-Ausgaben, S. 104.
36 Vgl. auch AMA-Rev., S. 78.
37 Diese Bemerkungen gehen im wesentlichen auf Beobachtungen zurück, die Dietrich Berke in dankenswerter
Weise im Januar 2005 in Berlin gemacht hat.

37
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 38

ATTO PRIMO

Scena I-II

N o . 1 D u e t t i n o 38
S. 25:
Am oberen Rand links: Atto I mo., auf Mitte: Duettino.[korr. aus Duetto] aus Scena I. / Su-
sanna e figaro.
Fremdaufschriften:
Links oben unterhalb der originalen Akt-Bezeichnung mit Rotstift No 1 [N vertikal leicht
durchstrichen]; zwischen Tempo- und originaler Satzbezeichnung [Duettino] vielleicht von
einem Sukowaty-Kopisten: / Le Nozze di Figaro. / [wohl derselbe Schreiber, der den Kopf-
titel Le nozze di Figaro in Quelle A4 = No. 13a (KV 579) eingetragen hat (vgl. dazu das Fak-
simile in Teilband 1 auf S. XXVIII)].
Am unteren Rand zu Ende der Akkolade unterhalb des letzten Seiten-Taktstrichs mit leicht
bräunlicher Tinte: drei[?]
Erster Arbeitsgang mit feiner Feder und fast schwarzer Tinte, zweiter mit breiterer Feder und
grauer Tinte.
R e c i t a t i v o „Cosa stai misurando“
Durchgehend mit dunkler Tinte (szenische Anweisungen mit grauer Tinte).

No. 2 Duettino
S. 38:
Am oberen Rand auf Mitte: Duettino.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links vor der Tempobezeichnung mit Rotstift: No 2. [N vertikal leicht durch-
strichen].
Erster Arbeitsgang mit schwarzer, zweiter mit grauer Tinte.
R e c i t a t i v o „Or bene; ascolta, e taci!“ – „Bravo signor padrone!...“
S. 51:
Auf Mitte der 5. Akkolade nach T. 40 im oberen System: Scena II. (im unteren System Cont.-
Notation T. 41).

38 Die durchweg in Quelle A ab hier eingetragene deutsche Textunterlegung geht wohl auf zwei verschiedene, mit
unterschiedlicher Tinte (rötlich und schwarz) arbeitende Hände zurück (siehe dazu in Teilband 1 die Faksimile-
Abbildungen auf S. XXIV und XXVII); sie ist entweder unterhalb des italienischen Textes, aus Platzgründen
aber auch oberhalb des betreffenden Systems bzw. unterhalb der jeweiligen Akkolade angebracht. Wenn die
Übersetzung im folgenden auch unerwähnt bleibt, so sei zu ihr doch verwiesen auf den Exkurs: Zur Überliefe-
rung des Autographs (S. 53-56) und auf Abschnitt V. Bemerkungen zum Libretto, dort S. 314-320: 3. Textincipits
wichtiger deutschsprachiger Übersetzungen bis 1800.

38
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 39

No. 3 Cavatina
S. 53:
Am oberen Rand links: Atto 1m:o, auf Mitte: Cavatina. / figaro. / Scena II.; am oberen Rand
links Verschmutzung oder durch Beschnitt nicht mehr erkennbarer Vermerk.
Fremdaufschriften:
Nach dem Akt-Vermerk mit Rotstift: 3 [zufällig auf derselben Höhe Bleistift-„Schlagzei-
chen“ in Dreiecksform und nach starkem Doppelstrich (in Form eines verdickten ! ) über
Taktstrich 8/9: 11_12 (beides mit Rotstift), was sich auf die Wiederholung von T. 9 bis 20 in Atto
secondo/Scena I bezieht (nach dem Rezitativ „Vieni, cara Susanna“, in: Teilband 1, S. 172);
vgl. weiter unten, S. 42, und Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 116, Bemerkun-
gen zu T. 8/9 und T. 20, sowie S. 136, Bemerkung zu T. 88-99)].
Am rechten Rand in Höhe des 5. Systems Verschmutzung.
S. 61-64:
Da der Schluß von No. 3 in erster Niederschrift auf recto eines seit 1929 verschollenen oder in
unbekanntem Privatbesitz befindlichen Einzelblatts enthalten ist39, muß davon ausgegangen
werden, daß Mozart ein ganzes Doppelblatt ausgetauscht hat: Er notierte T. 91 bis 131 neu
und schloß auf S. 64 das Rezitativ „Ed aspettaste il giorno fissato a le sue nozze“ an40.
Erster Arbeitsgang mit dunkelgrauer, zweiter mit schwarzer Tinte.

Sc e n a I I I
R e c i t a t i v o „Ed aspettaste il giorno fissato a le sue nozze“
S. 64:
Am oberen Rand auf Mitte: Scena III. / Bartolo, e Marcellina con un contratto in mano.
Durchweg mit dunkelbrauner Tinte.
No. 4 Aria
S. 65:
Am oberen Rand links: Atto I m:o, auf Mitte: Aria di Bartolo., etwas weiter rechts: scena III.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links nach der Tempobezeichnung mit Rotstift: 4.
Erster Arbeitsgang mit bräunlicher, zweiter mit schwarzer Tinte.

Sc e n a I V
R e c i t a t i v o „Tutto ancor non ho perso“
S. 79:
Im ersten (leeren) System auf Mitte: Scena IV., im zweiten (leeren) System: Marcellina, poi
Susan–a.
Durchweg mit schwarzer Tinte.

39 Vgl. dazu Quelle Aa , S. 63-64, mit Anhang III/2 in Teilband 2, S. 628.


40 Siehe zu No. 3 auch Notenanhang A/2, S. 331, mit Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 116: Bemer-
kung zu T. 2-4 etc.

39
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 40

No. 5 Duettino
S. 81:
Am oberen Rand ganz links: Atto 1m:o, danach ausgestrichene Tempobezeichnung All :o [vgl.
dazu auch Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 120 f.] und anschließend ausgekratz-
te Rotstift-Nummer 5; auf Mitte: Duettino / Susan–a, e marcellina. [e nach Susan–a, später ein-
gefügt], etwas weiter rechts: scena IV.
S. 80 (mit nachgetragenen Takten 1 und 2):
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links mit Rotstift: 5.
Erster Arbeitsgang mit grauer, zweiter mit schwarzer Tinte.

Sc e n a V
R e c i t a t i v o „Va’ là, vecchia pedante“
S. 91:
Am oberen Rand auf Mitte: Scena V. / Susan–a e poi Cherubino:
Durchweg mit dunkelbrauner Tinte.

No. 6 Aria
S. 93:
Am oberen Rand ganz links: Atto I m:o, auf Mitte: Aria, darunter im ersten (leeren) System: di
Cherubino, etwas weiter rechts auf Höhe der Satzbezeichnung: scena V.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links nach dem Akt-Vermerk mit Tinte ein Kreuz (+) und: 6
Erster Arbeitsgang mit dunkler Tinte und breiter Feder, zweiter mit blasserer Tinte und feiner
Feder.

S c e n a V I - V II
R e c i t a t i v o „Ah son perduto!“ – „Susanna, il ciel vi salvi“
S. 103:
Am rechten Rand auf Höhe des 9. Systems nach T. 100=1: Scena VI / Cherubino, Susan–a, /
e poi il Conte
Zu Beginn mit schwarzer Tinte und feiner Feder (wie zweiter Arbeitsgang in No. 6), ab
S. 104 mit blasser Tinte.
S. 105:
In der 2. Akkolade zwischen T. 38/39 im Bereich des Sgst.-Systems: Scena VII / Detti, e
Basilio

40
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 41

No. 7 Terzetto
S. 107:
Am oberen Rand links: Atto I m:o, auf Mitte: Terzetto, etwas weiter rechts: Scena VII.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links nach der Tempobezeichnung mit Rotstift: 7.
Erster Arbeitsgang mit schwarzer, zweiter mit gelblich-brauner Tinte.
R e c i t a t i v o „Basilio, in traccia tosto di Figaro volate“
Durchweg mit dunkler Tinte.

Sc e n a V I I I
No. 8 Coro
S. 133:
Am oberen Rand auf Mitte: Coro., darüber etwas weiter rechts: scena VIII
Erster Arbeitsgang mit grauer bis schwarzer, zweiter mit gelblich-brauner Tinte; einige Kor-
rekturen mit deutlich breiterer Feder; ab T. 17 durchweg mit gelblich-brauner Tinte.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links vor der Tempobezeichnung mit Rotstift: 8
R e c i t a t i v o „Cos’ è questa commedia?“
Durchweg mit gelblich-brauner Tinte.

No. 9 Coro
S. 138:
Auf Mitte des siebten (leeren) Systems dieser Seite: Coro. und links über der ersten Akkolade
(T. 1-10) mit vier Chor-Systemen und Vc./B.-System: /: gl’ Istrumenti Come prima:/
Fremdaufschrift:
Am linken Seitenrand vor der Bezeichnung Canto zum ersten Akkoladensystem mit Rotstift:
9. und oberhalb dieser Bezeichnung der auf die Instrumentierung bezogene, später (wohl zeit-
gleich mit der deutschen Textunterlegung) eingetragene Vermerk Wie oben
R e c i t a t i v o „Evviva!“
No. 9 und Rezitativ durchweg mit hellbrauner Tinte.

No. 10 Aria
S. 143:
Am oberen Rand links: Atto I m o , auf Mitte: Aria. / figaro., etwas weiter rechts: Scena VIII.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand oberhalb von T. 1 mit Rotstift: 10.
Erster Arbeitsgang teils mit bräunlicher, teils mit schwärzlicher Tinte; zweiter Arbeitsgang
mit gelblich-brauner Tinte.

41
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 42

ATTO SECONDO

Scena I
No. 11 Cavatina
Binio S. 159 ff: Da das letzte Blatt „[165/166]“ herausgeschnitten ist und auch an den Origi-
nalstimmen an dieser Stelle Änderungen vorgenommen worden sind, könnte während des
Kompositionsprozesses eine Änderung in der Anlage der ersten Szene von Atto secondo statt-
gefunden haben41.
S. 159:
Am oberen Rand auf Mitte (zweite Zeile im ersten leeren System): Atto II. / [nächste Zeile
später:] Scena I / La Contessa sola., gefolgt von Cavatina, das, nach oben versetzt, in das ge-
nannte System geschrieben ist.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links mit Rotstift: 11
Erster Arbeitsgang mit dunkler, teils grauer, zweiter mit blasser bräunlicher Tinte.
R e c i t a t i v o „Vieni, cara Susanna“
S. 167:
Am oberen Rand links: dopo la Cavatina della Contessa [= No. 11; Unterstreichung vorne
und hinten nach oben gezogen], auf Mitte im 1./2. (leeren) System und (2. Zeile) im Zwi-
schenraum: Atto 2 d:o / Scena I. / La Contessa e [e gestrichen und stattdessen Semikolon ge-
setzt] poi Susan–a. e poi Figaro:
Durchweg mit brauner, kräftiger Tinte.
S. 171:
Oben links im ersten (leeren) System von fremder Hand mit Rotstift: #112_1 [vgl. weiter oben
S. 39: Bemerkung zu S. 53, und Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 136, Bemer-
kung zu T. 88-99].

Scena II
R e c i t a t i v o „Quanto duolmi, Susanna“
S. 172:
Im ersten (leeren) System auf Mitte: Scena II., im zweiten (leeren) System auf Mitte: La Con-
tessa, Susan–a, poi Cherubino.

No. 12 Arietta
S. 175:
Am oberen Rand links (im Raum der Stimmenbezeichnungen): Atto 2d:o ; auf Mitte der Ak-
kolade: Arietta di Cherubino:, rechts daneben (Tinte etwas dunkler): Scena II.

41 Am unteren Rand von S. 164 hat Georg Schünemann mit feinem Bleistift vermerkt: „(Seite 165, 166 fehlt – /
Schü[Kürzel] es fehlt aber [mit entsprechendem Zeichen darüber eingefügt: „tatsächlich“] nichts“) [d. h. keine
Musik]. – Vgl. dazu ausführlich, aber ohne konkretes Ergebnis, Edge2001, S. 1585-1589.

42
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 43

Fremdaufschrift:
Oberhalb der Akkolade (T. 2) mit Rotstift: 12
Erster Arbeitsgang mit kräftig-brauner, zweiter mit blasserer Tinte.
R e c i t a t i v o „Bravo! che bella voce!“
S. 183:
Am oberen Rand links: /:dopo L’arietta di Cherubino:/ [= No. 12]
Durchweg mit gelblich-brauner Tinte.

N o . 1 3 A r i a 42
S. 185:
Am oberen Rand links: Atto 2d:o, auf Mitte: /Aria di Susan–a /, rechts daneben: Scena II.
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand links (nach Aktbezeichnung) mit Rotstift: 13, darauf folgt mit Tinte43: //Se il
Conte viene :/
Erster Arbeitsgang mit graubrauner, zweiter mit blasserer Tinte.
R e c i t a t i v o „Quante buffonerie!“
S. 197:
Am oberen Rand ganz links: dopo l’aria di Susan–a. [= No. 13]

Scena III
R e c i t a t i v o „Che novità!“
S. 199:
Auf Mitte der 4. Akkolade nach Doppelstrich (T. 59): Scena / III: / La contessa ed il / Conte
Durchweg mit brauner, kräftiger Tinte.

N o . 1 4 T e r z e t t o 44
S. 201:
Am oberen Rand ganz links: Atto 2 d:o, auf Mitte: Terzetto. / La Contessa, Susan–a ed il Conte.,
rechts daneben Scena III. [III. aus II. korr.]
Fremdaufschrift:
Über der Tempobezeichnung (oberhalb der Akkolade) mit Rotstift: 14
Erster Arbeitsgang mit bräunlicher (und ab T. 61 mit recht dunkler) Tinte, zweiter mit blas-
serer Tinte.

42 Zur Ersatzkomposition für die Wiener Aufführungen 1789/1791 („Un moto di gioia“ KV 579) vgl. Quelle A4,
S. 58-59, und Teilband 2, S. 597-601 (Partitur), sowie Quelle A7, S. 61-62, und Teilband 2, S. 624-627
(Klavierauszug).
43 Vgl. dazu den entsprechenden Eintrag auf der ersten (in Teilband 1 auf S. XXVIII faksimilierten) Seite von No.
13a „Un moto di gioia“ KV 579: Quelle A4, S. 58-59.
44 Siehe auch Notenanhang B, S. 340-351.

43
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 44

R e c i t a t i v o „Dunque voi non aprite?“ [Kopistenhand]


S. 216:
Am oberen Rand ganz links: /:dopo il Terzetto:/ [= No. 14]
Durchweg mit blasser Tinte.

Scena IV
N o . 1 5 D u e t t i n o 45
S. 219:
Am oberen Rand ganz links: Atto 2 d:o, auf Mitte: Duettino. / Susan–a, e Cherubino., rechts da-
neben: Scena IV. [urspr. III.; gestrichen und IV. gesetzt]
Fremdaufschrift:
Nach der Tempobezeichnung (oberhalb der Akkolade) mit Rotstift: 15
Erster Arbeitsgang mit dunkelgrauer, zweiter mit bräunlicher Tinte.
R e c i t a t i v o „Oh guarda il demonietto!“
S. 223:
Rezitativ direkt an No. 15 (ohne Angabe zur Szene) angeschlossen.
S. 224:
Auf Mitte und zwischen den beiden ersten (leeren) Systemen: Scena V. / La Contessa, il
Conte.
Durchweg mit brauner, kräftiger Tinte.

Scena VI-XI
N o . 1 6 F i n a l e „Esci omai garzon malnato“
S. 227:
Am oberen Rand ganz links: Atto 2 d:o, auf Mitte: Finale. / La Contessa, il Conte., rechts
daneben, aber nach oben versetzt: Scena VI. [VI. aus V. korr.]
Fremdaufschrift:
Links über T. 2 der Akkolade mit Rotstift: 16
S. 240:
Im rechten Rand der Seite (nach T. 120) zwischen 7./8. System: Scena VII.
S. 245:
Oberhalb der Akkolade beim Übergang zum Allegro (T. 167): Scena VIII.
S. 264:
Oberhalb der Akkolade beim Übergang zum Allegro (T. 328): Scena IX.

45 Das fehlende Blatt mit S. „[217/218]“ könnte die autographe Niederschrift zum Rezitativ „Dunque voi non apri-
te?“ (21 Takte) und die alternative Rezitativfassung für No. 15 „Aprite presto aprite“ (25 Takte: siehe Noten-
anhang D/3, S. 360-361) enthalten haben. Nach Entfernung des Blatts wurde das Rezitativ „Dunque voi non
aprite“ offenbar (von Kopistenhand auf der bis dahin leeren S. 216) neu notiert.

44
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 45

S. 279:
Oberhalb der Akkolade beim Übergang zum Allegro (T. 467): Scena X.
S. 307:
Oberhalb der Akkolade beim Übergang zum Allegro assai (T. 696/697): Scena XI. ed ultima.
Erster Arbeitsgang bis T. 125 mit schwarzer, zweiter mit bräunlicher Tinte; T. 126 ff.: erster
Arbeitsgang mit brauner, fast schwarzer, zweiter mit bräunlich-gelber Tinte; ab S. 307 durch-
weg mit dunkler Tinte, jedoch bei Neuansatz T. 808-813 mit sehr blasser Tinte notiert, wes-
halb mit dunklerer Tinte nachgezogen und mit ihr fortgefahren wurde.
Zum Harmoniestimmen-Particell (Bläser/Pauken) dieser Nummer siehe bei Quelle A/Teil 2
(Atto terzo und Atto quarto), S. 53.

ATTO TERZO

S c e n a I - I I I 46
R e c i t a t i v o „Che imbarazzo è mai questo!“ – „Via fatti core“
S. 1:
Am oberen Rand auf Mitte: Atto III., darunter in den beiden ersten (leeren) Systemen: scena
I. / Il Conte solo che passeggia Ɛ:; am rechten Rand auf Höhe des 9. Systems: Scena II. / Il
sudetto. La Contess: / e la Susan–a. in fon[do abgeschnitten].
Durchweg mit mittelbrauner Tinte.

No. 17 Duettino
S. 5:
Am oberen Rand ganz links: Atto 3.[hochgestelles zo abgeschnitten]; auf Mitte: Duettino, dar-
unter im ersten (leeren) System: Susan–a, ed il Conte; etwas weiter rechts auf Höhe der
Satzbezeichnung Scena I. [recte: II]
Fremdaufschrift:
Zwischen Akt- und Nummernbezeichnung mit Rotstift: 17.
Erster Arbeitsgang mit hellbrauner, zweiter mit etwas blasserer Tinte.
R e c i t a t i v o „E perchè fosti meco“ – „Ehi, Susanna, ove vai?“
S. 15:
Am oberen Rand ganz links die abgeschnittene Aktbezeichnung, von der nur noch Mozarts
Unterstreichung zu sehen ist.
Am Ende der 4. Akkolade: Scena III. / fig., Susan–a, e subito il Conte
Durchweg mit mittelbrauner Tinte.

46 Zu Abweichungen in der Szenenzählung von Atto terzo und Atto quarto zwischen Quelle A/Teil 2 und NMA
vgl. Abschnitt VI. Konkordanz der Zählung von Szenen und geschlossenen Nummern, S. 321-324.

45
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 46

Scena IV
N o . 1 8 R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o e d A r i a 47
Das erste Blatt der Lage S. 17-24 = Bl. 1-4 ist am linken Rand beschädigt.
S. 17:
Am oberen Rand ganz links: Atto 3: [hochgestelltes zo fast vollständig abgeschnitten], auf
Mitte: Recitativo Istromentato / del Conte., rechts daneben: Scena III.
Fremdaufschrift:
Nach Aktbezeichnung mit Rotstift: 18.
Erster Arbeitsgang mit hellbrauner, zweiter mit sehr blasser Tinte.

Scena V
R e c i t a t i v o „È decisa la lite“
S. 39:
Am oberen Rand ganz links (stark beschnitten): Dopo l’aria del Conte. [= No. 18], auf Mitte:
Scena IV., darunter im ersten (leeren) System: Il Conte, Marcellina, D: Curzio, figaro: e Bar-
tolo:
Durchweg mit mittelbrauner Tinte.

N o . 1 9 S e s t e t t o 48
S. 41:
Am oberen Rand ganz links: Atto 3: [hochgestelltes zo beschnitten], auf Mitte: Sestetto.,
rechts daneben: Scena III. [leicht beschnitten; recte: IV.].
Erster Arbeitsgang mit gräulicher, zweiter mit bräunlicher Tinte; nachträgliche Korrekturen
schwarzer Tinte.

Scena VI
R e c i t a t i v o „Eccovi, oh caro amico“
S. 61:
Am oberen Rand ganz links die vollkommen abgeschnittene Aktbezeichnung, von der nur
noch Mozarts Unterstreichung zu sehen ist, auf Mitte im ersten (leeren) System: Scena V.,
darunter: Susanna, marcellina, figaro e Bartolo:

47 Zur Aria: eine spätere Fassung ihres zweiten Teils und eine alternative Schlußkadenz sind im Notenanhang
D/4/a) und D/4/b), S. 362-380 bzw. S. 381-382, wiedergegeben.
48 Zum gesondert notierten Harmoniestimmen-Particell, auf das in der ersten Akkolade (S. 41) im 4. und 5. System
mit dem Vermerk /Die blasinstrumenten auf dem extra blatt.:/ verwiesen ist, vgl. weiter unten S. 52. – Zum
urspr. Bläsersatz von T. 88-124 siehe auch Notenanhang A/3, S. 331-334.

46
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:12 Uhr Seite 47

Scena VII
R e c i t a t i v o „Andiam, andiam, bel paggio“
S. 62:
In der Seitenmitte auf Mitte des 6. Systems: Scena VI. / Barbarina, Cherubino.
Beide Rezitative (Szenen VI und VII) durchweg mit mittelbrauner Tinte.

Scena VIII
No. 20 Recitativo istrumentato ed Aria
S. 65:
Am oberen Rand ganz links: Atto 3zo [leicht beschnitten], auf Mitte: Scena VII., darunter im
ersten (leeren) System mit blasserer Tinte: Recitativo Istromentato della Contessa.
Fremdaufschrift:
Rechts neben der Aktbezeichnung mit Rotstift: 21 [1 leicht verwischt].
Rezitativ durchweg mit hellbrauner Tinte.
S. 68:
Am oberen Rand auf Mitte: Aria [über Rasur von urspr. Eintrag Rondò].
Erster Arbeitsgang der Arie mit hellbrauner, zweiter mit dunklerer Tinte.

Scena IX
R e c i t a t i v o „Io vi dico signor“
S. 81:
Auf Mitte der (leeren) Systeme 1/2: Scena VIII. / il Conte, ed Antonio.
Durchweg mit dunkelbrauner Tinte.

Scena X
R e c i t a t i v o „Cosa mi narri“ 49
S. 81:
Auf Mitte der (leeren) Systeme 9/10: Scena IX. / La Contessa, e Susan–a.
Mit etwas blasserer Tinte als zuvor.
Zwischen dem Einzelblatt „81/82“ mit dem zuvor genannten Rezitativ fehlt ein weiteres Ein-
zelblatt („[83/84]“)50, auf dem dann die wohl sehr knapp gehaltene Ariette des Cherubino „Se

49 Der urspr. Schluß des Rezitativs, den ein Kopist nach unbekannter Vorlage verändert hat, ist im Notenanhang
A/4 auf S. 335 wiedergegeben; vgl. auch Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 192.
50 Georg Schünemann weist auf diesen Tatbestand hin, wenn er auf S. 82 von Quelle A/Teil 2 links unten vor bzw.
im 10. System mit Bleistift schreibt: „fehlt Seite 83, 84.“ (vgl. dazu auch die Anmerkungen 4 auf S. 23 und 41
auf S. 42 sowie 1 auf S. 22).

47
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 48

così brami“ notiert worden sein mag; vgl. dazu näheres in den Abschnitten III. Fassungen,
S. 260, und V. Bemerkungen zum Libretto, dort S. 312-314: Anhang (zu „V./1.“ und „V./2.“).

N o . 2 1 D u e t t i n o „Che soave zeffiretto“


S. 85:
Am oberen Rand ganz links: Atto III., auf Mitte: Scena IX., darunter zwischen 1./2. System:
Duettino., darunter im zweiten (leeren) System mit blasserer Tinte: Susan–a e la Contessa.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links nach der Aktbezeichnung mit Rotstift: 22. [leicht durchgestrichen]
Erster Arbeitsgang mit mittelbrauner, zweiter mit etwas blasserer Tinte.
R e c i t a t i v o „Piegato è il foglio...“
S. 92:
Fremdaufschrift:
Links unterhalb des siebten Systems mit Bleistift [ jüngere Hand]: Susanna La Con., worauf
im Rand mit einem Pfeil verwiesen ist.
Durchweg mit mittelbrauner Tinte.

Scena XI-XIV
No. 22 Coro
S. 93:
Am oberen Rand ganz links: Atto 3: zo [zo leicht abgeschnitten], auf Mitte: Coro:, weiter
rechts: Scena X:
Fremdaufschrift:
Über T. 1 mit Rotstift: 23.
Erster Arbeitsgang mit hellbrauner, zweiter mit etwas dunklerer Tinte.
R e c i t a t i v o „Queste sono, madama“ – „Eh! cospettaccio!“ 51 – „Signor... se trattenete“
S. 99:
Am oberen Rand auf Mitte (stark beschnitten): Scena X [möglicher weiterer Text völlig abge-
schnitten]; in 5. Akkolade (Systeme 9/10) nach 1. 4tel T. 17: Scena XI. / I detti, il Conte, / ed
Antonio.52
S. 100:
6. Akkolade (Systeme 11 und 12) nach 1. 4tel T. 44: Scena XII. / i detti. figaro.
Durchweg mit mittelbrauner Tinte.

51 Zum Textincipit vgl. Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 414; siehe auch Notenanhang A/5,
S. 335.
52 Zur Taktzählung des Rezitativs ab T. 17 vgl. Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 196-197 (Bemerkung
zu T. 17-19).

48
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 49

N o . 2 3 F i n a l e 53
S. 103:
Am oberen Rand links: /io non impugno mai quel che non sò. [davor nachträglich dopo ein-
gefügt], daran anschließend mit größeren Abständen: Marcia. [später, aber jedenfalls von
Mozart], Atto III. und Scena XII.
Fremdaufschrift:
Am linken Rand vor dem oberen System mit Rotstift: 24
Erster Arbeitsgang T. 1-60 mit hellbrauner, zweiter mit blasserer Tinte.
S. 111:
Am oberen Rand ganz links: Atto 3z:o; auf Mitte: Coro:, rechts daneben: Scena XIV.
Fremdaufschrift:
Am linken Rand vor dem oberen System mit Rotstift: 25
Erster Arbeitsgang (T. 61-185) mit hellbrauner, zweiter Arbeitsgang mit blasserer Tinte.
S. 126:
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand ganz links mit Rotstift: 26 [gestrichen].
T. 186-229 durchweg mit hellbrauner Tinte.

ATTO QUARTO

Scena I
No. 24 Cavatina
S. 131:
Am oberen Rand auf Mitte: Atto IV. und daneben Cavatina. [beides beschnitten], darunter:
Barbarina Sola.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links (über T. 1) mit Rotstift: 27. [7 überschreibt zunächst gesetzte 5].
Erster Arbeitsgang mit dunkler, fast schwarzer, zweiter mit dunkelbrauner Tinte.

Scena II-III
R e c i t a t i v o „Barbarina cos’ hai?“ – „Madre! Figlio“
S. 133:
Am oberen Rand ganz links: /: dopo la Cavatina di Barbarina:/ [= No. 24], auf Mitte: Atto
IV., darunter im ersten (leeren) System: Scena I., darunter im zweiten (leeren) System:
Barbarina, figaro, e Marcellina.

53 Zum gesondert notierten Harmoniestimmen-Particell (Trompeten/Pauken) ab T. 61 vgl. weiter unten, S. 52.

49
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 50

S. 134:
Auf Mitte der 3. Akkolade zwischen T. 32/33 im oberen System und zwischen den beiden
Systemen: Scena II. / Marcellina, e figaro

Scena IV
R e c i t a t i v o „Presto avvertiam Susanna“
S. 135:
Auf Mitte der (leeren) Systeme 5 und 6: Scena III. / Marcellina sola:
Durchweg mit dunkler, fast schwarzer Tinte.

No. 25 Aria
S. 137:
Am oberen Rand ganz links: Atto 4 t:o [stark beschnitten], auf Mitte: Aria di Marcellina, da-
neben: scena III.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links nach Aktbezeichnung mit Rotstift: 28 [ebenfalls stark beschnitten und
8 aus 6 korr.; vgl. dazu auch Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 208: Recitativo in
Scena IV, Bemerkung zu T. 11.]
Durchweg in flüchtiger Schrift mit hellbrauner Tinte (auch die zahlreichen Detailkorrek-
turen).

Scena V-VII
R e c i t a t i v o „Nel padiglione a manca“ – „È Barbarina... chi va là?“ – „Ha i diavoli
nel corpo“
S. 143:
Am oberen Rand ganz links (stark beschnitten): dopo l’aria di Marcellina. [= No. 25], auf
Mitte: Scena IV. [stark beschnitten] / Barbarina Sola.
Auf Mitte der 4. Akkolade nach 1. 4tel T. 15: Scena V. / figaro, poi basilio, / Bartolo, e trup-
po di / lavoratori. [Zeile 1 im 7., Zeilen 3/4 im 8. System].

No. 26 Aria
S. 145:
Am oberen Rand ganz links: Atto 4 t:o, auf Mitte mit blasserer Tinte: Aria di Basilio., daneben
(etwas nach unten versetzt): Scena VI.
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand zwischen Akt- und Nummernbezeichnung mit Rotstift: 29., rechts mit
Tinte54: /: e han vinto ancora:/
Erster Arbeitsgang mit gräulicher, zweiter mit hellbrauner Tinte.

54 Von derselben Hand wie bei ähnlichen Eintragungen in No. 13, No. 13a und No. 28.

50
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 51

Vorbemerkung: Die übliche, auch in der NMA gegebene Reihenfolge der drei Szenen VIII bis
X mit Rezitativ und zwei Nummern (27: Figaro und 28: Susanna) ist im Autograph vor der
durchlaufenden Paginierung „falsch“ gelegt worden, was der Tabelle Inhalt auf S. 35 zu ent-
nehmen ist (dort S. „161-190“), entspricht jedoch den übrigen relevanten Quellen (B-M und
N1) und auch der fortlaufenden Rotstift-Numerierung für No. 27 und 28 in Quelle A: 30 und
3155. Die folgenden Hinweise sind deshalb in der herkömmlichen Reihung dieses Szenen-
und Nummernblocks aus Atto quarto gehalten.

Scena VIII
N o . 2 7 R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o [Kopistenhand: S. 173-176] e d A r i a
S. 173/174:
Dieses erste Blatt der Lage „173-176“ war wohl zunächst leer geblieben, ist von Mozart nicht
foliiert, und trägt am oberen Rand von S. 174 seinen (stark beschnittenen) Vermerk: Manca il
Recitativo istromentato di figaro avanti l’aria N: 30., worauf eine fremde Hand mit Bleistift
aprite un po eingetragen hat.
Der Kopist hat mit stark gelblich gefärbter Tinte geschrieben und für T. 13-23 das einge-
schobene Einzelblatt „175/176“ verwendet. Mozarts gesonderte Niederschrift des Accom-
pagnatos: Quelle A2, S. 57.
S. 177:
Am oberen Rand ganz links (stark beschnitten): Atto 4 t:o [to fast vollständig abgeschnitten],
auf Mitte im ersten (leeren) System: Aria di figaro, rechts daneben und etwas nach unten
versetzt: Scena VII.
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links nach der Aktbezeichnung mit Rotstift: 30.
Durchweg mit hellbrauner, teils sehr blasser Tinte.

Scena IX
R e c i t a t i v o „Signora, ella mi disse“
S. 161:
Am oberen Rand auf Mitte: Scena VIII. / Susan–a, la Contessa, Marcellina.
Durchweg mit dunkler Tinte.

N o . 2 8 R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o e d A r i a 56
S. 163:
Am oberen Rand ganz links: Atto 4 t:o, auf Mitte: scena IX., daneben von fremder Hand:
/:diamogli la mercè de dubbi suoi://

55 Teilweise auch korr.: 29 zu 31 im Vermerk auf No. 28 am Ende des Rezitativs „Signora, elle mi disse“, wozu
auf Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 218, zu verweisen ist.
56 Zur Arie aus No. 28 siehe auch im Notenanhang A/6, S. 335-336, sowie C, S. 352-357.

51
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 52

Fremdaufschrift:
Am oberen Rand links zwischen Tempobezeichnung und Szenenbezeichnung mit Rotstift: N 31
Durchweg mit dunkelgrauer Tinte.

Scena XI-XIV
R e c i t a t i v o „Perfida, e in quelle forma meco mentia?“
Das Rezitativ ist bei durchgängiger Paginierung (mit S. 190 endet No. 28, mit S. 191 beginnt
No. 29) in Quelle A nicht enthalten. Auf einem sich an S. 190 anschließenden Einzel- oder
Doppelblatt könnte auf recto dieses Rezitativ, auf verso die ursprünglich als No. 32 gezählte
12taktige Reprise von „Voi che sapete, che cosa è amor“ [No. 12] mit dem Text „Voi che
intendete“ gestanden haben (vgl. Notenanhang D/9, S. 405-407). Bei ihrer Kanzellierung
wurde möglicherweise versehentlich auch das Rezitativ entfernt.

N o . 2 9 F i n a l e 57
S. 191:
Am oberen Rand auf Mitte: finale.
Erster Arbeitsgang mit mittelbrauner, zweiter mit blasser Tinte, Neuansatz auf S. 203 ab
T. 55 mit spitzerer Feder und dunklerer Tinte, Orchesterstimmen ab S. 215 (T. 123) in
hellbrauner Tinte, ab S. 229 (T. 275) durchweg mit bräunlicher Tinte, jedoch später blasser
werdend, ab S. 241 (T. 381) erster Arbeitsgang mit gräulich-brauner, zweiter mit gelblicher
Tinte.

H a r m o n i e s t i m m e n - P a r t i c e l l e 58
1) Particell zu No. 19
S. 255:
Am oberen Rand ganz links (stark beschnitten): Atto 3 zo 19, auf Mitte: Sestetto., etwas weiter
rechts: scena III.
2) Particell zu No. 23
S. 261:
Am oberen Rand ganz links: abgeschnittene Aktbezeichnung, von der nur noch Mozarts
Unterstreichung zu sehen ist, anschließend: /dopo la Marcia :/ und N:o 25., dann Coro. und
auf Mitte Scena XIV.
Fremdaufschrift:
Rechts über dem Ende der Akkolade mit Bleistift: (N. 23 Chor) / III. Akt [dieselbe Hand,
deren verschiedene Eintragungen in Quelle A weiter oben, S. 23 (Anmerkung 4), beschrieben
ist, also wohl Georg Schünemann, vgl. auch die Bemerkung zu S. 264.]

57 Siehe Notenanhang A/7, S. 337-339; zum Harmoniestimmen-Particell vgl. Quelle A3, S. 58.
58 In ihrer „falschen“ Abfolge; vgl. dazu Inhalt, S. 36: „255/256“ bis „279/280“.

52
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 53

3) Particell zu No. 16
S. 263:
Am oberen Rand links (leicht beschnitten): Scena X. und N:o 26: [recte: „16“]
S. 264:
Am linken Rand: Pag: 35: [Verweis auf Hauptpartitur: Teil 1, S. 297 = fol. „35“, T. 605 ff.],
darunter Georg Schünemann: ad pag. 279 / II. Act. [Bleistift]
S. 265:
Am Ende der ersten Akkolade: scena XI ed ultima / Pag: 40. [Verweis auf Hauptpartitur: Teil
1, S. 307 = fol. „40“, T. 697 ff.]

E x k u r s : Z u r Ü b e r l i e f e r u n g d e s A u t o g r a p h s 59

Die Originalpartitur von Le nozze di Figaro ist – im wesentlichen in dem Zustand, wie sie
heute in Berlin und in Kraków verwahrt wird60 – 1901 aus dem Nachlaß des Musikverlegers
Fritz Simrock an die Königliche Bibliothek in Berlin gelangt.61 Sein Vater Peter Joseph
Simrock (1792-1868) hatte die Handschrift (um 1861) von Volkmar Schurig, damals in Preß-
burg, erworben62, der auf dem Titelschild zu Band 1 den oben bereits zitierten Besitzvermerk
Poss. Volkmar Schurig, / in / Dresden. angebracht hatte. Der Verbleib des Autographs war bis
zur Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch selbst Fachleuten unbekannt. Als einzige der „großen“
Opern (neben der Entführung aus dem Serail KV 384) ist das Autograph nicht von Constanze
an Johann Anton André gelangt63, was nur heißen kann, daß sich die Handschrift schon
1799/1800 nicht mehr in ihrem Besitz befunden hat. Diese Annahme wird durch das Fehlen
jeglicher Eintragungen von der Hand Georg Nikolaus Nissens indirekt bestätigt.
Theodor Uhlig veröffentlichte erstmals 1851 einen Artikel über das Autograph in zwei Fort-
setzungen der Neuen Zeitschrift für Musik 64 und wies mit Notenbeispielen auf Besonderhei-

59 Für Bausteine zur unten vorgelegten Indizienkette und vielfältige Anregungen bin ich Christoph Großpietsch
(Salzburg), Neal Zaslaw (Ithaca/NY), Alfred Whittaker (Dublin) und Christoph Wolff (Cambridge/MA) zu Dank
verpflichtet.
60 Vgl. dazu aber weiter oben, S. 23-24.
61 Die Handschrift war nach Rudolph Genée, a. a. O. (siehe Anmerkung 1 auf S. 22), S. 66-67, in zwei Teilbände
geheftet, als sie aus dem Nachlaß Simrock an die Königliche Bibliothek in Berlin gelangte.
62 Laut Constantin von Wurzbach, Mozart-Buch, Wien 1869, S. 159, wurde das Autograph Ende 1860 in der Augs-
burger Allgemeinen Zeitung wie folgt zum Verkauf ausgeschrieben: „Die Original=Partitur zu Figaros Hoch-
zeit (Le nozze di Figaro) von Mozart ist zu verkaufen. Etwaige Angebote wolle man bis Ende Februar 1861 in
frankirten Zuschriften an den Unterzeichneten gelangen lassen, Pressburg (in Ungarn) Nonnebahn 82, Volkmar
Schurig.“; KV1 nennt als Besitzer noch „Volkmar Schurig, Musiklehrer in Pressburg (1861)“.
63 Die Angabe „édition d’après le manuscrit original“ auf Andrés Stimmenausgabe der Sinfonia (Offenbach am
Main um 1805, Plattennummer 2165) erweist sich als irreführend; siehe dazu Quelle T2, S. 104.
64 Vgl. Anmerkung 1 auf S. 22.

53
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 54

ten der Handschrift hin, ohne allerdings ihren Standort preiszugeben. In der Folge wandte
sich der Wiener Autographensammler Aloys Fuchs mit der Bitte um Aufschluß an die Redak-
tion der Zeitschrift, der Uhlig dann in einem weiteren Beitrag die Geschichte der Original-
partitur zu „Figaro’s Hochzeit“ mitteilte65. Uhlig zitiert dort ein mit „Dresden, im Mai 1852.“
datiertes Schreiben von Volkmar Schurig (damals Kantor in Aue), in dem es heißt66:
„Ein Schauspieler, Namens S c h i c k e d a n z , erstand die Partitur in der Auktion des Mozart’schen
Nachlasses (Ende 1791). Mit einer umherziehenden Schauspielertruppe, deren Director er gewesen
sein soll, kam er und mit ihm die Partitur auch nach Schneeberg (ein Städtchen im sächsischen
Erzgebirge). In S c h n e e b e r g bestand und blühete damals eine Concertgesellschaft, welche schon
200 große Musikwerke besaß und auch die fragliche Partitur zu Figaro’s Hochzeit käuflich an sich
brachte (ums Jahr 1800). Nach Auflösung der Concertgesellschaft (1810) wurde das bedeutende
Archiv derselben bei einigen ehemaligen Vorständen untergebracht, wo denn auch die fragliche
Partitur längere Zeit und gänzlich unbeachtet verblieben. Später wurde mit Zustimmung der noch
lebenden ehemaligen Mitglieder jener Concertgesellschaft ein Theil des Archivs, worunter auch die
fragliche Partitur, theils verkauft, theils verschenkt. Auf diese Weise gelangte die Partitur in die Hand
des Lehrers M ü l l e r in Schneeberg, dem sie später mein Vater, der Cantor S c h u r i g in Aue (bei
Schneeberg), wieder abkaufte. Seit vier Jahren besitze ich die Partitur als ein Geschenk von meinem
Vater und hier in Dresden ist dieselbe von vielen musikalischen Autoritäten eingesehen und für un-
zweifelhaft ächt befunden worden. Hr. D. R o b . S c h u m a n n erzählte mir, daß er längst schon ge-
wußt habe, wie in einer erzgebirgischen Stadt die Originalpartitur einer Mozart’schen Oper sich be-
finden müsse, daß er von Zwickau (seiner Vaterstadt) aus Erkundigungen darnach angestellt habe
[vor 1828], diese jedoch erfolglos geblieben seien [...]“67
Die scheinbar präzise Provenienzkette Schickedanz – Konzertgesellschaft Schneeberg – Leh-
rer Müller in Schneeberg – Kantor Schurig in Aue – sein Sohn Volkmar Schurig ist dann
ohne weitere Prüfung in die Literatur eingegangen68. Die Lebensdaten von (Jakob Wilhelm)
Volkmar Schurig (1822-1899), zunächst in verschiedenen Funktionen als Kirchenmusiker in
Dresden, dann von 1856 bis 1861 Organist und Kantor in Pest tätig, ehe er nach Dresden
zurückkehrte und dort unter anderem von 1873 bis 1893 als Annenorganist gewirkt hat, und
seines Vaters Adolf Wilhelm Schurig (1797 in Großröhrsdorf geboren, am 6. Juni 1861 in
Aue gestorben) können ohne Schwierigkeiten ermittelt werden69. Im Jahr 1810, als die Kon-
zertgesellschaft in Schneeberg aufgelöst worden ist (siehe oben), war Adolf Wilhelm Schurig
allerdings erst 13 Jahre alt, sodaß er im Zusammenhang mit dem Erwerb der Handschrift auf

65 In: Neue Zeitschrift für Musik 36 (1852), S. 261; eine englische Übersetzung dieser Mitteilung findet sich in:
Dwight’s Journal of Music. A Paper of Art and Literature 2 (1852/53), Nr. 7 (20. November 1852), S. 50.
66 Hervorhebungen original.
67 Ironie der Geschichte: Schumanns Bruder Carl (1801-1849) hat jahrzehntelang als Buchdrucker und Verleger in
Schneeberg gelebt.
1-6
68 Siehe z. B. KV ; Ziegler-WAM, S. 18; Edge2001, S. 1462, und dort auch den Beginn von Kapitel 8: Mozarts
Estate, S. 998 ff.
69 Siehe Reinhard Vollhardt, Geschichte der Cantoren und Organisten von den Städten im Königreich Sachsen,
Reprint der Ausgabe 1899 mit Ergänzungen und Registern von Hans-Joachim Schulze, Leipzig 1978, S. 9, 82
und 395*. Zu (Jacob Wilhelm) Volkmar Schurig siehe auch Hugo Riemann, Musiklexikon, 5. Auflage, Berlin
1900, S. 1035; der erste Vorname wird dort abweichend mit „Julius“ angegeben.

54
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 55

mündliche Mitteilungen des Vorbesitzers, des/eines Lehrers Müllers aus Schneeberg, zu dem
bislang keine biographischen Details bekannt sind, angewiesen war. Daß der „Lehrer
Müller“ die Handschrift aus dem Besitz der Konzertgesellschaft übernommen hat, ist kaum zu
bezweifeln, ebenso wenig die Angabe, daß die Handschrift „längere Zeit […] gänzlich unbe-
achtet verblieben“ sei. Die Formulierung „theils verkauft, theils verschenkt“ weckt allerdings
leichte Zweifel, ob der Besitzübergang von der Konzertgesellschaft in Schneeberg auf den
Lehrer Müller rechtmäßig erfolgt ist, und auch die Aktivitäten der Konzertgesellschaft selbst
bleiben weitgehend im Dunklen70. Gänzlich unklar bleibt nach Schurigs Bericht die Vorge-
schichte der Handschrift bis 1800, denn von einer „Auction des Mozart’schen Nachlasses
(Ende 1791)“ kann ebenso wenig die Rede sein, wie eine Schauspielertruppe Schickedanz
nachzuweisen ist.
Der Name Schickedanz läßt jedoch unmittelbar an Emanuel Schikaneder71 denken, und eine
Verwechslung mit dem im an Sachsen angrenzenden Franken nicht ungebräuchlichen Namen
Schickedanz scheint nicht ausgeschlossen. Tatsächlich hat Schikaneder bald nach Mozarts Tod,
am 28. Dezember 1792, in Wien eine Aufführung von Figaros Hochzeit mit deutschem Text in
der Fassung von Karl Ludwig Giesecke (1761-1833), Mitglied seiner Schauspielertruppe, ge-
geben72. Daß hierzu Mozarts Autograph zur Verfügung gestanden haben könnte, ist zunächst
nicht grundsätzlich auszuschließen. Die verlockende Annahme, die von fremder Hand vorge-
nommene deutsche Textunterlegung im Autograph könnte bei dieser Gelegenheit angefertigt
worden sein, erweist sich jedoch deshalb als hinfällig73, da es sich hier nämlich um eine Misch-
fassung handelt: Sie greift weitgehend auf die seit 1788 kursierende und seit 1796 durch den
bei Simrock erschienenen Klavierauszug von Christian Gottlob Neefe weitverbreitete Text-
fassung von Knigge zurück, berücksichtigt aber auch andere Vorlagen, offenbar selbst noch
die Wiener Fassung von 1798, was einer Zuweisung an Giesecke widerspricht. Giesecke hatte
bereits 1788 in Graz, ehe er zu Schikaneders Truppe stieß, eine eigene Textfassung erstellt74.
Die deutsche Textunterlegung im Autograph wird daher wohl erst – zwischen 1800 und 1810
– in Schneeberg erfolgt sein. Daß sie im Hinblick auf eine Aufführung erfolgt ist, ergibt sich
aus dem von einem der Schreiber des Textes vorgenommenen Eingriff (Dal-Segno-Vermerk)
in der Cavatina der Barbarina „L’ho perduta... me meschina“ (No. 24)75.

70 Eine frühe Partiturabschrift der Zauberflöte KV 620 aus dem Besitz der Konzertgesellschaft befindet sich in der
Musikbibliothek der Columbia University NewYork/NY; Hinweis von Christoph Wolff (Cambridge/MA).
71 Freundlicher Hinweis von Neal Zaslaw (Ithaca/NY).
72 Vgl. Anke Sonnek, Emanuel Schikaneder. Theaterprinzipal, Schauspieler und Stückeschreiber (= Schriftenreihe
der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg 11), Kassel etc. 1999, S. 100; ein Ankündigungszettel findet
sich in einer entsprechenden Sammlung aus dem Besitz von Aloys Fuchs (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußi-
scher Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, Signatur: 4 o Dm 866 ).
73 Eine Handschriftenprobe Gieseckes aus dem Jahr 1800 liegt im Stammbuch Otto Hat(t)wig in der Wiener Stadt-
und Landesbibliothek vor (Signatur: Ia 45935); ein Exemplar des Librettos zur Zauberflöte KV 620 (Wien 1791:
Ignaz Alberti) mit Eintragungen Gieseckes befindet sich in der Österreichischen Nationalbibliothek Wien, Musik-
sammlung (Signatur: 685928-A). Diese Handschriftenproben helfen – wie zu erwarten stand – bei der Ermittlung
der Schreiber im Zusammenhang mit der deutschen Textunterlegung im Autograph des Figaro nicht weiter.
74 Vgl. Libretto Graz 1788 (Quelle N8, S. 93) und Abschnitt V. Bemerkungen zum Libretto, dort 3. Textincipits
wichtiger deutschsprachiger Übersetzungen bis 1800, S. 314-320.
75 Vgl. Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 206 (dort die Bemerkungen zu T. 9/10 und zu T. 36).

55
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 56

Trotz auch heute noch unvermeidlicher Lücken in der Beweisführung dürfte Karl Ludwig
Giesecke das „missing link“ in der Überlieferung der Originalpartitur von Le nozze di Figaro
gewesen sein. Der Spielplan der Truppe Schikaneders im fraglichen Zeitraum (1791-1806) ist
im Detail bekannt76; Spielpausen haben selbst bei Feiertagen nie mehr als fünf Tage gedauert,
sodaß eine Reise von Schikaneders Truppe nach Schneeberg auszuschließen, dort jedoch
merkwürdigerweise Giesecke im Oktober 1801 nachzuweisen ist77. Ziel seines Besuchs in
Schneeberg waren keine schauspielerischen Aktivitäten, sondern die Intensivierung seiner
mineralogischen und geographischen Forschungen. Zu diesem Zweck traf Giesecke unter
anderem mit dem seinerzeit berühmten Geologen Abraham Christoph Werner (1749-1817) in
Freiberg und mit dem Mineninspektor C. A. Hoffmann zusammen. Giesecke kam – was seine
Gesprächspartner nicht wissen konnten – allerdings nicht als seriöser Wissenschaftler in
Schneeberg an; vielmals war er heimlich aus Wien abgereist und hatte dort erhebliche Schul-
den hinterlassen78. Wäre es angesichts von Gieseckes finanzieller Notlage nicht denkbar, daß
er bei seiner Abreise das Autograph von Le nozze di Figaro, das sich nach dem Gesagten
spätestens seit 1792 bei Schikaneder befunden haben mag und um 1800 bereits einen
erkennbaren Sammlerwert besaß, an sich gebracht hat? In Schneeberg könnte er das Auto-
graph veräußert haben, um seine Reisekasse aufzubessern, wofür spricht, daß die Handschrift
– wie auch Robert Schumanns zitierte Bemerkung erkennen läßt – in Schneeberg als Hand-
schrift Mozarts bekannt war und Volkmar Schurig explizit von ihrem Ankauf durch die Kon-
zertgesellschaft gesprochen hat.
Die Provenienzkette wäre dann mit den nötigen Fragezeichen zu präzisieren: Schikaneder?
(nachweisbar 1792?) – Giesecke? (nachweisbar 1801?) – Konzertgesellschaft Schneeberg
(1801 bis ca. 1810) – „Lehrer Müller“ in Schneeberg – Adolf Wilhelm Schurig in Aue (vor
1848) – sein Sohn Volkmar Schurig (1848) – Peter Joseph Simrock (1863) – sein Sohn
Friedrich August (Fritz) Simrock (1868) – Königliche Bibliothek zu Berlin (1901).

76 Vgl. Anke Sonnek, a. a. O., passim.


77 Zu Gieseckes faszinierendem Lebensweg und seinem Wandel vom Schauspieler zum Mineralienhändler, Grön-
landforscher und Professor der Mineralogie in Dublin vgl. Alfred Whittaker, Karl Ludwig Giesecke: His Life,
Performance and Achievements, in: Mitteilungen der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft 146
(2001), S. 451-479. Für den Hinweis auf diesen Artikel bin ich Christoph Großpietsch (Salzburg) sehr verbunden.
78 Er blieb unter anderem seinem Hauswirt eine ganze Jahresmiete schuldig; vgl. Whittaker, a. a. O., S. 454, und
die dort genannte Literatur.

56
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 57

AUTOGRAPHE TEILQUELLEN

A1: Alternativ-Fassung von T. 64-66 (1. Hälfte) des Rezitativs „Queste sono, madama“ –
„Eh! cospettaccio!“ – „Signor... se trattenete“ in Atto terzo/Scena XI-XIII, Národní
muzeum – ýeské muzeum hudby Praha, Signatur: TrB 54979
Zweizeiliger Ausschnitt, Format: ca. 16 x 3,5 cm quer.
Wz. auf Grund der Aufbewahrungsart und der geringen Höhe des Streifens (vgl. nächsten Ab-
satz) nicht zu ermitteln.
Das autographe Bruchstück ohne Provenienz-Nachweis ist zwischen zwei durchsichtige
Kunststoffplatten eingeschweißt und mit Druck-Lettern ober- und unterhalb der beiden Zeilen
versehen: RUKOPIS W. A. MOZARTA [„Handschrift W. A. Mozarts“] bzw. ÚRYVEK Z
OPERY FIGAROVA SVATBA [„Ausschnitt aus der Oper Figaros Hochzeit“]. Die Funktion
dieses Rezitativ-Ausschnitts bleibt unklar: Quelle A selbst weist zwar auf S. 101 (Teil 2) in
der Mitte von T. 65 Akkoladenwechsel (5./6. Akkolade) auf, doch fehlen dort mit T. 66
(6. Akkolade) Spuren einer abgelösten Überklebung.

A2: Partitur des Rezitativs „Tutto è disposto“ in: No. 27 Recitativo istrumentato ed Aria
(Figaro), Stanford University, Music Library (Memorial Library of Music) Stanford/CA,
Signatur: MLM 78280
Ein Doppelblatt mit drei beschriebenen Seiten, S. 4 leer.
31,5 x 23 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)
Bl. [1r ]:
Am oberen Rand links: Atto 4 t:o, auf Mitte: Scena VII. / figaro solo: [zweite Zeile im ersten
leeren System].
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand links nach der Aktbezeichnung mit Blaustift: 30, auf Mitte rechts von der
originalen Szenenbezeichnung ebenfalls mit Blaustift [in Stempelform]:VII 81
In der unteren rechten Ecke mit Rotstift: 14 [siehe auch die folgende Bemerkung].
Bl. [2r ]:
Fremdaufschrift:
In der unteren rechten Ecke mit Rotstift: 15
Durchweg mit bräunlich-grauer Tinte.

79 Vgl. Edge2001, S. 1647 (Figure 9.25), und siehe Notenanhang A/5, S. 335 (Faksimile und Übertragung).
80 Vgl. Nathan van Patten, Catalogue of the Memorial Library of Music, Stanford/CA 1950, S. 193, sowie Daniel
N. Leeson, Mozart Manuscripts in the San Francisco Bay Area: A Checklist, in: Mozart Society of America
Newsletter IV/1 (27. Januar 2000), S. 5-10 (mit vollständiger Faksimilierung auf S. 8-10).
Provenienz: Johann Anton André – Carl August André – LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 23 – Paul Gottschalk
(nachweislich 1948) – George T. Keating – Stanford University, Memorial Library (nachweislich 1950; vgl.
Albrecht, S. 201, Nr. 1291).
81 Zu den Numerierungen mit Blaustift auf Autographen, die aus dem Besitz von Johann Anton André an Carl
August André übergegangen sind, siehe die Beschreibung des Harmoniestimmen-Particells zu No. 29 (Quelle
A3, S. 58) und vor allem den Abschnitt Skizzen, Entwürfe und Fragmente, dort besonders S. 62-63.

57
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 58

A3: Harmoniestimmen-Particell für No. 29 Finale „Pian pianin le andrò più presso“ (T. 335
bis 521), amerikanischer Privatbesitz, seit Februar 2006 als Depositum in: The Juilliard
School New York/NY82
Drei Doppelblätter mit 10 beschriebenen Seiten, Bl. 1 (S. 1 und 2) leer. Die Blätter sind
jeweils unten rechts mit Rotstift von 1 bis 6 foliiert.
Ca. 30,8 x 22,7 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)

Bl. 1r:
Auf der ursprüglich leeren Seite ist am oberen Rand in der Mitte mit Blaustift die Ziffer I an-
gebracht; darunter folgen, etwas nach links versetzt, im Bereich der Systeme 2 bis 8 mit sehr
blassem Bleistift Angaben im Hinblick auf die Zuordnung der über Johann Anton André an
Carl August André gelangten Figaro-Skizzen und -Entwürfe, die mit I. bis VIII. numeriert,
mit Ausnahme hinzugefügter Seitenzahlen aber nicht mehr zu entziffern sind (siehe dazu im
einzelnen die Ausführungen zu: Skizzen, Entwürfe und Fragmente, dort besonders S. 62-63).
In der unteren linken Ecke mit Blaustift Ziffer 2. und am rechten Rand 1100 (aus 1000 korri-
giert); Bedeutung unklar (vielleicht ein Schätzpreis).

Bl. 2r:
Am oberen Rand nach der Tempobezeichnung bis zur Mitte: /:Gente gente à l’avrai à
l’arm i:/ [Abstand] 4 t:o Atto. finale.
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand nach finale. weiter rechts mit Blaustift: I. und in der rechten oberen Ecke
mit Bleistift: N. 37; am unteren Rand auf Mitte: zur Oper Figaro.
Mit dunkel- bzw. mittelbrauner Tinte.

Ersatzkompositionen für die Wiener Aufführungen 1789/1791


A4: Partitur von No. 13a Arietta „Un moto di gioia“ KV 579 (Susanna), Staatsbibliothek zu
Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, Signatur:
Mus. ms. autogr. W. A. Mozart (zu KV 492) KV 579 83
Zwei Doppelblätter mit acht beschriebenen Seiten, 31,5 x 23 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 99, ein Bogen B (siehe die Abbildungen auf S. 328)
Das Autograph ist in einem weinroten Pappumschlag des 20. Jahrhunderts eingebunden.

82 Provenienz: Johann Anton André – Carl August André – LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 18 – Paul Gottschalk –
Otto Kallir (nachweislich 1953; vgl. Albrecht, S. 201, Nr. 1292) – Galerie St. Etienne (nachweislich 1960) –
Sotheby’s London 7. Dezember 2001 Nr. 128 – Bruce Kovner. – In KV6, S. 540 f., wohl irrtümlich zweimal
angeführt: „1) Ouverture, Particell der Blasinstrumente: heute?“ und „9) Finale Nr. 28, Particell der Blasin-
strumente und Pauken [...]“; die Bläserstimmen zur Ouvertüre (Sinfonia) sind in Quelle A/Teil 1 jedenfalls voll-
ständig enthalten.
83 Vgl. Ziegler-WAM, S. 21.
Provenienz: Ferdinand Mendheim (nachweislich 1860: KV1) – Archivrat Friedländer – dessen Witwe –
Königliche Bibliothek Berlin (zwischen 1878 und 1891). – Die folgende Handschriftenbeschreibung verwendet
auch Aufzeichnungen von Wolfgang Plath, der das Autograph am 4. August 1981 in Berlin eingesehen hat.

58
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 59

Bl. [1r ]84:


Am oberen Rand rechts mit dunkelbrauner Tinte: di Wolfgango Amadeo Mozart [mit manu-
propria-Kürzel].
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand links mit brauner Tinte: /e pur n’hò paura/ 85, darunter im ersten (leeren) Sy-
stem mit brauner Tinte (aber von anderer Hand): No 13. Atto 2do; zwischen erstem Eintrag am
oberen Rand links und Mozarts Namenszug rechts auf Mitte von fremder Hand mit brauner
Tinte: Le nozze di Figaro [wohl vom selben Schreiber, der denselben Kopftitel zu No. 1 auf
S. 25 angebracht hat; vgl. weiter oben S. 38 und das in den Anmerkungen 43 und 84 zitierte
Faksimile].
Erster Arbeitsgang mit blaßbrauner Tinte, zweiter Arbeitsgang mit schwarzer Tinte, Gesangs-
text ab T. 7 gelblich-braun; die Tempo- und Besetzungsangaben (außer Susanna.) in schwarzer
Tinte.
Die beiden Hornstimmen sind nachträglich hinzugefügt worden; vgl. dazu Abschnitt II.
Bemerkungen zu den Quellen, S. 246.
Das Autograph der Ersatzkomposition für No. 28, das Rondò „Al desio di chi t’adora“ KV
577 (No. 28a), ist nicht nachweisbar; vgl. aber im folgenden Quelle A5 und die Skizze auf
S. 70: Quelle Ak.

A5: Kadenz zu No. 28a Rondò „Al desio ti chi t’adora“ KV 577 (Susanna), von Mozart im
Klavierauszug eines Wiener Berufskopisten eingetragen, The British Library London,
Music Collections, Signatur: MS. Add. 14396, fol. 15-2186
Der Klavierauszug von No. 28a umfaßt sieben Blätter (gezählt mit „15“ bis „21“) im Format
31,5 x 22,5 cm (quer) und bildet den Teil eines Konvoluts aus dem Besitz von Vincent No-
vello. Von den vier ineinandergelegten Doppelblättern wurde nach Blatt 18 ein Blatt entfernt:
Blattstumpf vorhanden, jedoch kein Textverlust. Das Konvolut enthält Autographe unter-
schiedlicher Autoren (Mozart, Beethoven, Neukomm, Mendelssohn) in unterschiedlichem
Format, teils eingeklebt, teils aber auch eingeheftet. Der moderne Halblederband ist mit MU-
SICAL / AUTOGRAPHS / PRESENTED / BY / V. NOVELLO / BRIT: MUS. / ADDITIONAL /
MS. 14,396 beschriftet.
Anlage des Klavierauszugs:
Rechte Hand im Violinschlüssel mit Singstimme im Sopranschlüssel, jeweils 4., 8. und 12.
System leer.
Bll. 15r-16r: Recitativo istrumentato; ohne Satzüberschrift; Vorsatz auf Bl. 15r: Susanna / All:
assai vivace
Bll. 16v-21v: Aria; ohne Satzüberschrift; Vorsatz auf Bl. 16v: Susanna / Cembalo / Larghetto

84 Siehe das Faksimile in Teilband 1 auf S. XXVIII.


85 Dieselbe Hand, die in Quelle A/Teil 1 auf S. 185 zu Beginn von No. 13 „Venite inginocchiatevi“ die Schlußwor-
te des vorangegangenen Rezitativs („Se il Conte viene“) angebracht hat; vgl. dazu weiter oben S. 43.
86 Provenienz: Constanze Mozart – Vincent Novello (1829) – The British Library (1843); vgl. Augustus Hughes-
Hughes, Catalogue of Manuscript Music in the British Museum, Band 2: Secular Vocal Music, London 1908,
S. 309.

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Die letzte Akkolade auf Bl. 21v ist mit T. 115-166 nur zu etwas mehr als einem Drittel be-
schrieben. Mozarts autographe Kadenz schließt auf dieser Seite im 9. System ohne jegliche
Beischrift an.
Wz.: TysonWK Nr. 73 (siehe die Abbildungen auf S. 326)
Eintragungen und Vermerke auf einzelnen Seiten des Klavierauszugs:
Auf Bl. 15r Kopftitel von Kopistenhand: Giunse al fin momento / Recitvo Al desio di chi
t’adora: / Rondeau / Le Nozze di Figaro. Del SigƐre Mozar[t]
Unten echts Kopiervermerk: Lausch und Bogenangabe: 3½
Am rechten Rand von Bl. 15r, der ersten Notenseite, Echtheitsvermerk von Vincent Novello:
„This Manuscript is the identical Copy from which Mozart / used to accompany his wife,
when she sang this beautiful composition. / He also wrote a little cadence for her, which is
still to be found in / his own hand-writing at the end of the song. / Madame Mozart was so
kind as to present me with this very / interesting M.S. when I had the gratification of visiting
her at / Saltzburgh, in August 1829. V. Novello.“, und am unteren Rand derselben Seite hat
Novello dann vermerkt: „I have the pleasure of presenting this interesting Manuscript for
presentation in / the Musical Library of the British Museum / Vincent Novello. / 4 Craven Hill
Bayswater / July 27th 1843“
Auf Bl. 21v unterhalb der autographen Kadenz auf Höhe der Systeme 10/11 Echtheitsvermerk
von Constanze Mozart: „questa é la Scritura di Mio defonto Marito Mozart / chi ha fato per
Me e chi il Signor Novello averà la bona grazie di prendere da me. Constanza / Nissen /
Salisburgo il 3. Augusto / 1829.
Zu einzelnen Korrekturen, die möglicherweise zum Teil von Mozart selbst stammen, siehe
Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, S. 249.

K lav ier auszü ge einz eln er Nu mme rn


A6: No. 6 Aria „Non so più cosa son, cosa faccio“ mit obligater Violine (Cherubino), The
Pierpont Morgan Library New York/NY, The Dannie and Hettie Heineman Collection,
Signatur: Heineman MS 157 [Deposit: 1962, übergegangen in die Bibliothek: 1977]87
Ein Doppelblatt mit vier beschriebenen Seiten ohne Foliierung bzw. Paginierung, eingelegt in
zwei weiße Papiermappen; ca. 30,7 x 21,9 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 78 (siehe die Abbildungen auf S. 326)
Bl. [1r ]:
Am oberen Rand links: Atto I:mo, auf Mitte: Aria di Cherubino. [Abstand] Scena V.
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand rechts (Georg Nikolaus Nissens Hand nachgebildet; siehe Bl. [2r]) mit
schwarzer Tinte: Mozarts Handschrift., am rechten Rand zwischen 4./5. System Franz Gleiss-

87 Vgl. J. Rigbie Turner, Mozart Manuscripts in the Pierpont Morgan Library: A Checklist, in: Mozart Society of
America Newsletter I/2 (27. August 1997), S. 4-9, insbesondere S. 6-7 mit Faksimile von (auch in Teilband 1 auf
S. XXV wiedergegebenem) Bl. [1r] auf S. 7.
Provenienz: Johann Anton André – Julius André – LLA 62 (9. Dezember 1932), Nr. 23 – Dannie N. Heinemann
(nach KV3 nachweislich 1937; vgl. Albrecht, S. 201, Nr. 1289) – The Pierpont Morgan Library.

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ner mit brauner Tinte: 257. [= Gleissner-Verz.], um 257. später runde Bleistiftklammern ge-
setzt; in der linken unteren Ecke mit grünem Bleistift von fremder Hand: 8
Bl. [2r ]:
Fremdaufschrift:
Am oberen Rand rechts Georg Nikolaus Nissen mit dunkelbrauner Tinte: Mozarts Hand-
schrift
Durchweg mit dunkler Tinte.

A7: No. 13a Arietta „Un moto di gioia“ KV 579 (Susanna), Archiv der Gesellschaft der
Musikfreunde in Wien, Signatur: A 163 [olim: Album Wimpffen I, Nr. 11]88
Ein wohl infolge Postversands sowohl vertikal als auch horizontal gefaltetes Blatt mit zwei
beschriebenen Seiten; 27,8 x 21,2 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 99 (siehe die Abbildungen auf S. 328), Quadrant 1a oder 1b.
Das Blatt, das erstmals in KV2 (S. 534) erwähnt wird, war in ein Album des Vorbesitzers
Graf Wimpffen mit einer großen Reihe von Musikautographen eingeklebt89, worauf der all-
seitige Beschnitt ebenso hinweist wie ein Knick von 0,4 cm Breite am (von recto aus gese-
hen) linken Rand. Die Familie Wimpffen hat das Mozart-Blatt „Von Hrn. von Henigstein“
erhalten, wie dieser laut KV 2 (auf verso nach dem Schluß im verbleibenden leeren Raum der
letzten Akkolade) von fremder Hand vorgenommene, später aber entfernte (heute am Original
nicht mehr sichtbare) Eintrag gelautet hat.
Die erwähnte zweimalige Faltung des Blatts ist im wesentlichen ohne Textverlust geblieben
(vgl. aber Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen. S. 253); allerdings ist auf verso nach
dem Schlußstrich die vertikale Faltung vom unteren Rand nach oben mit einem schmalen,
sich nach oben verjüngenden Papierstreifen von ca. 4,5 cm überklebt worden, und auf recto

88 Vgl. Otto Biba, Musikautographe von W. A. Mozart im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, in:
Collectanea Mozartiana, hrsg. zum 75jährigen Bestehen der Mozartgemeinde Wien, Tutzing 1988, S. 193-200
(insbesondere S. 198). – Siehe auch die Faksimile-Ausgabe des Blatts in Mappe, Wien [1982], und das Faksimi-
le seiner Recto-Seite in Teilband 1 auf S. XXIX; dort ist im Gegensatz zur genannten Faksimile-Ausgabe die
links oben vor der Tempobezeichnung eingestempelte Signatur A 163 abgeschnitten. (Im Mikrofilm bei der
NMA-Editionsleitung Salzburg ist auf verso unten rechts noch die alte Signatur des Wimpffen-Albums, nämlich
Wpf I/11, zu erkennen [vgl. dazu Biba, a. a. O., S. 194]; sie fehlt aber bereits in der Faksimile-Ausgabe von 1982
und ist auch 2005 am Original selbst nicht mehr auszumachen.)
89 Vgl. dazu auch KV6, S. 653: Autograph, dort Abschnitt b).
Provenienz: „Herr von Henigstein“ – Maria Anna Cäcilie Henriette Gräfin Wimpffen, geb. Eskeles (vor 1853,
wahrscheinlich bereits vor 1843) – deren Tochter Maria Freifrau von Gagern, geb. von Wimpffen (1862) – deren
Bruder Victor Graf Wimpffen, Kainberg bei Graz (KV2, S. 534: „in Wien [1867 K.] ) – Archiv der Gesellschaft
der Musikfreunde in Wien (1898). – Zur Familie Henigstein (auch Hönigstein bzw. Henikstein) vgl. Johann Fer-
dinand Edler von Schönfeld, Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag, Faksimile-Nachdruck der Ausgabe
Wien 1796, hrsg. von Otto Biba, München und Salzburg 1976, S. 26-28, sowie Abbé Maximilian Stadler. Seine
Materialien zur Geschichte der Musik unter den österreichischen Regenten, hrsg. und kommentiert von Karl
Wagner (= Schriftenreihe der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg 6, Kassel etc. o. J. [1974]), dort
S. 163. Zum Autographenalbum Wimpffen vgl. Alexander Weinmann, Ein neuer Fund zu Aloys Fuchs, in:
Wiener Figaro 46 (1979), S. 20-26 (vor allem S. 22-23), sowie Otto Erich Deutsch, Eine vergessene Beethoven-
Komposition, in: Philobiblion 5 (1932), S. 173-174.

61
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 62

ist am unteren Rand ein auf volle Breite, sich von links nach rechts von 0,8 cm auf 0,3 cm
verjüngender, leicht angedunkelter Streifen optisch wahrzunehmen.
Durchweg mit dunkler Tinte.

E int r a g u n g e n i n M o z a r t s e i g e n h än d i g em W er k v er zei ch n i s90


A8/Į: [KV 492] Den 29te: n Aprill. [1786] / Le Nozze di figaro. opera buffa. in 4 Atti. – Pezzi
di Musica. 34. Attori. / Signore. storace, laschi, mandini, Bussani, e Nan–ina gottlieb. –
Sig: ri Benucci, mandini, occhely, e Bussani. –
[Gegenüber in Klaviernotation Anfang der Sinfonia, bezeichnet als Ouverture (T. 1-7);
vgl. Bauer-Deutsch III, Nr. 593, S. 537.]

A8/ȕ: [KV 577] _______ [im Jullius. 1789] / Ein Rondò in meine Oper figaro für Madm:o
ferarese del bene. – / 2 violini, viole, 2 corni di Bassetto, 2 fagotti, 2 corni, e Bassi.
[Gegenüber in Klaviernotation Anfang des Rondos (T. 1-2); vgl. Bauer-Deutsch IV, Nr.
1108, S. 96.]

S ki z z e n , E n t w ü r f e u n d Fr a g m e n t e 91
Zu Le nozze di Figaro ist reicheres Werkstatt-Material als zu Mozarts übrigen vollendeten
Opern der Wiener Zeit erhalten geblieben92. Eine kurze Beschreibung der im Besitz von Carl
August André verbliebenen Figaro-Entwürfe bot Heinrich Henkel93. Sie wurden zuvor so-
wohl in der Partitur-Ausgabe von Julius Rietz (Leipzig 1869) als auch dann nach ihr im
AMA-Rev. (1883) ausgewertet und zum Teil übertragen94.
Wie im Zusammenhang mit dem Harmoniestimmen-Particell zu No. 29 (Quelle A3, S. 58)
festgehalten, weist die sonst leere erste Seite dieser Handschrift eine Übersicht über die bei

90 Vgl. dazu NMA X/33/Abt. 1: Mozart. Eigenhändiges Werkverzeichnis (Albi Rosenthal/Alan Tyson). KV 579 ist
dort nicht eingetragen.
91 Vgl. auch Abschnitt II. Bemerkungen zu den Quellen, dort Anhang: III. Skizzen, Entwürfe und Fragmente, S. 254
bis 257. – Auf die Beschreibung der Tintenfarbe wird im folgenden immer dann verzichtet, wenn in NMA
X/30/3: Skizzen (Ulrich Konrad) entsprechende Angaben gemacht sind.
92 Vgl. hierzu ausführlich KonradMS, passim (insbesondere S. 170-174).
93 Der hundertjährige Jubiläumstag von W. A. Mozart’s Oper „Figaro“, in: Didaskalia. Unterhaltungsblatt des
Frankfurter Journals, Jahrgang 1886, Nr. 100 (30. April), S. 398-399, und daran anknüpfend in seinem Beitrag
Ueber Mozartsche Manuskripte, in: Mittheilungen für die Mozart-Gemeinde in Berlin 1 (1898), Fünftes Heft,
S. 156-163 (insbesondere S. 162).
Eine Abschrift der Entwürfe von der Hand des Jahn-Kopisten B enthält der Sammelband mit der Signatur Mus.
ms. 15 157: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv; vgl.
hierzu KleinWAM, S. 209-211.
94 Die Entwürfe sind, als ob sie bis dahin unbekannt gewesen wären, ausführlich dargestellt auch bei Rudolph
Genée, Die ersten Entwürfe Mozarts zu „Figaros Hochzeit“ (Nach den vorhandenen Handschriften mitgetheilt),
in: Mittheilungen für die Mozart-Gemeinde in Berlin, Dreizehntes Heft (Februar 1902), S. 83-91 mit Beilage
einer Übertragung der Entwürfe.

62
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 63

Johann Anton André vorhandenen Bruchstücke zu den Nozze di Figaro auf, die jedoch mit
Ausnahme der römischen Ordnungsziffern I bis VIII von der Hand Carl August Andrés und
der beigefügten Seitenzahlen nicht mehr zu entziffern ist. Fast alle Nummern lassen sich
durch entsprechende Verweise auf den Quellen selbst sicher identifizieren:
I: Harmoniestimmen-Particell zu No. 29 (Quelle A3, S. 58)
II (oder VIII?): heute verschollenere Entwurf zum Schluß von No. 3 (Quelle Aa, S. 63-64)
III: Bruchstücke eines Entwurfs zu No. 6 (Quelle Ab, aus ihr nur Teil 1, S. 64; Teil 2 wohl
nicht über André gegangen)
IV: Entwurf (Beginn) einer Ersatzkomposition für No. 15 und Melodieskizze zur endgültigen
Fassung von No. 28 (Quelle Ad, S. 66)
V: Entwurf zu einer Frühfassung von No. 28 (Quelle Aj, S. 69, nur Teil 1)
VI: Entwurf zu No. 21 mit vorangehendem Rezitativschluß (Quelle Ag, S. 68)
VII:Partitur des Rezitativs „Tutto è disposto“ (Quelle A2, S. 57)
Denkbar wäre, daß die fehlende achte Nummer (II oder VIII: zwei Seiten, die nicht notwen-
digerweise voll beschrieben sein mußten) ursprünglich für die ein- bis dreistimmige Verlaufs-
skizze zu No. 28a (Quelle Ak, S. 70) vergeben worden war. Die Authentizität der Quelle ist
durch Heinrich Henkel bestätigt (vgl. dort), sie scheint jedoch nicht in den LLA-Versteige-
rungen 55 und 62 auf. Eine vorzeitige Abgabe von Carl August André an seinen Neffen
Gustav Adolf André könnte auch erklären, warum Henkel in seinem oben (Anmerkung 93)
zitierten Aufsatz UeberMozartsche Manuskripte nur von „7 Abtheilungen“ spricht.
Der Klavierauszug zu No. 6 Aria „Non so più cosa son, cosa faccio“ (Quelle A6, S. 60 f.)
weist keine Blaustift-Nummer auf. Da die Handschrift im Gleissner-Verzeichnis separat
geführt ist (Nr. 253), dürfte sie im Verlagshaus André stets gesondert aufbewahrt worden
sein, was auch daraus zu entnehmen ist, daß sie nicht mit den übrigen Quellen zu den Nozze
di Figaro im Oktober 1929 (LLA 55), sondern erst im Dezember 1932 (LLA 62, Nr. 23) an-
geboten worden war.
Die Skizzen, Entwürfe und Fragmente werden im folgenden in der Reihenfolge der NMA-
Nummern mitgeteilt. Enthält eine Quelle Skizzen oder Entwürfe zu mehreren Nummern, so
wird das Blatt unter der der Genese nach ältesten eingeordnet.

Detailskizze zur Sinfonia [Teilband 2, S. 628 = Anhang III/1]: siehe bei Quelle Ad

Aa: Ein Blatt, verschollen oder in unbekanntem Privatbesitz [KonradMS †Skb 1785IJ]95
Entwurf zum Schluß von No. 3 [besser bezeichnet als:] Erste, nicht vollständig ausgeführte
Niederschrift des Schlusses von No. 3 [Teilband 2, S. 628 = Anhang III/2]
Ein Blatt mit zwei beschriebenen Seiten (verso: siehe den letzten Absatz zu „Aa“), Format
wohl 32 x 23 cm quer.
Wz.: wohl TysonWK Nr. 79 (vgl. Quelle A und siehe die Abbildungen auf S. 327)

95 Vgl. LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 19, sowie KonradMS, S. 171-172 und S. 255.
Provenienz: Johann Anton André – Carl August André – LLA 55 – „Dziatzko, Wriezen“ (vgl. dazu KV3,
S. 622); eine Anfrage (August 2004) an das Stadtarchiv Wriezen/Oder zur Identität des Besitzers und zum Ver-
bleib seiner Sammlung blieb unbeantwortet.

63
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 64

Mozart hat später in Quelle A ein Doppelblatt ausgetauscht (S. 61-64), um die erste Nieder-
schrift zu ersetzen (vgl. dazu weiter oben, S. 28 und S. 39). Der Grund dafür ist angesichts
der minimalen Differenzen zwischen erster Niederschrift und endgültiger Ausführung nicht
ersichtlich, und der Eintrag in LLA 55 (siehe Anmerkung 95) gibt zudem keinen Hinweis auf
irgendwelche Beschädigungen oder Tintenflecke, die die Weiterverwendung des Blatts aus-
geschlossen hätten.
Die Rückseite des Blatts enthält die autographe Niederschrift zweier Arie scocesi [KV6
desunt]: „Roslin Castle“ und „Queen Mary’s Lamentation“ [vgl. Krit. Bericht zu NMA III/8:
Lieder (Ernst August Ballin), S. 42, und Konrad MS, S. 255: Sk 1785a; siehe NMA X/31/4:
Nachträge (Ulrich Konrad)].

Ab: Eine in drei Teile zerlegte, unvollständig überlieferte Handschrift, The British Library
London, Music Collections, Signatur: Zweig 57 96, und Bibliothèque nationale de France
Paris, Département de la Musique, Signatur: Ms. 249 97
Zwei Bruchstücke eines Entwurfs [besser bezeichnet als:] Bruchstückhaft überlieferter Ent-
wurf zu No. 6 [Teilband 2, S. 629 f. = Anhang III/3].
Teil 1: Zweig 57
Ein Doppelblatt (wohl äußerer Bogen eines Binios), 32 x 23,5 bzw. 23,7 cm quer, 12zeilig
rastriert und von fremder Hand mit 1 und 2 foliiert.
Wz.: TysonWK Nr. 74 (siehe die Abbildungen auf S. 326)
Į) T. 1-15 auf Bl. 1r/v (Lücke: verlorenes Doppelblatt)98, ȕ) T. 44 bis [62] auf Bl. 2r/v 99

Bl. 1r:
Am oberen Rand links: Atto 1mo., auf Mitte: Aria / di cherubino. [Abstand] Scena V.

96 Provenienz: Johann Anton André – Carl August André – LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 20 – Stefan Zweig –
Stefan Zweigs Erben – The British Library (seit 1986, zuvor dort als Dauerleihgabe).
97 Provenienz: Aloys Fuchs (vor 1853) – Carl August André – „Mademoiselle Pelarsarat“[?] – Charles Malherbe
– Bibliothèque du Conservatoire national de Musique Paris – Bibliothèque nationale de France Paris,
Département de la Musique (seit 1964). Dieser Teil der Handschrift ist offenbar nicht über die Familie André
überliefert, sondern (wie der Echtheitsvermerk von Aloys Fuchs vermuten läßt) frühzeitig abgesplittert.
98 Ein autographes Manuskript (Querformat) entsprechenden Umfangs ist in KV3 als Nr. 15 unter KV 109g
verzeichnet (S. 834): „28 Takte auf der Vorder- und Rückseite eines aus einem größeren Musikstück ausge-
schnittenen schmalen Streifens“ mit Provenienz: Mozarts Schwester Maria Anna (Nannerl) – Heinrich Joseph
Bärmann (1829) – Henrici-Auktion 80 (29./30. November 1922; Nr. 448); der Provenienzgang über Mozarts
Schwester und die Diskrepanz zwischen dem fehlenden Doppelblatt und einem „Streifen“ macht eine Identität
der beiden Manuskripte allerdings eher unwahrscheinlich.
99 Zur Beschreibung von Bl. 2 vgl. NMA X/30/3: Skizzen (Ulrich Konrad, im folgenden: „NMA X/30/3“), dort
Krit. Bericht zu Nr. 69 = Skb 1785ț (1) auf S. 37.
Faksimile der ersten Notenseite (Bl. 1r ) in: LLA 55, Tafel XI; vgl. auch The British Library: Stefan Zweig Series
of Concerts, Lectures and Exhibitions, April-May 1987, London 1987, insbesondere S. 18, und The British
Library. Stefan Zweig Collection. Catalogue of the Music Manuscripts, hrsg. von Arthur Searle, London 1999,
S. 75, sowie Plates LX und LXI mit Faksimilierung von Bl. 1r und Bl. 2v.

64
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 65

Fremdaufschriften:
Am oberen Rand rechts Nissen mit dunkler Tinte: Mozarts Handschrift, unten rechts mit Rot-
stift: 8 und auf Bl. 2r an derselben Stelle und ebenfalls mit bräunlichem Rotstift: 9; auf Bl. 1r
zwischen Aria etc. und Szenenbezeichnung mit Rotstift: III
Teil 2: Ms. 249
Ein Blatt (senkrecht gefalzt, ohne Textverlust) mit zwei beschriebenen Seiten, 29 x 22 cm
quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 74 (siehe die Abbildungen auf S. 326)
Ȗ) T. [63]-[82]
Fremdaufschriften:
Auf recto am oberen Rand links: Fragment [Charles Malherbe?], rechts: Seiten-Ziffer 1; am
unteren Rand rechts: Mozarts Hand. / Aloys Fuchs [mit manu-propria-Kürzel], auf Mitte
oberhalb des CHER.-Systems (in Höhe von T. [68 f.]) Stempel der Bibliothèque du Conser-
vatoire, ebenso, wenn auch beschädigt, auf verso in T. [79] des CHER.-Systems100.
Auf verso am oberen Rand links Seiten-Ziffer 2, am unteren Rand links [wohl Malherbe mit
Bleistift?]: pres. de M elle Pelarsarat [„l“ überschreibt einen anderen Buchstaben], am unteren
Rand rechts [wohl ebenfalls Malherbe mit Tinte]: Handschrift des Mozart [darunter ge-
schwungene Klammer].
Manuskriptteile 1 und 2 durchweg mit brauner Tinte.

Ac: Streifen, Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung, Signatur: Mus. Hs.


41.184 101
Einstimmige Verlaufsskizze zu No. 11; vgl. T. 18-49 in der Endfassung.
Der einseitig beschriebene Streifen im Querformat (31,3 x 5,9 cm) umfaßt drei Systeme
(verso nur rastriert); der Rest des Blattes wurde abgetrennt, weshalb ein Wasserzeichen nicht
erkennbar ist.
Fremdaufschriften:
Recto: zwischen 2./3. System: Mozart’s Handschrift [Ferenc Erkel?]
Verso: vgl. NMA X/30/3: Skizzen (Ulrich Konrad), Krit. Bericht, S. 38: Provenienz- und
Geschenk-Hinweise sowie eine verwischte Notennotiz (dazu Bibliotheksstempel mit
Signatur).

100 Das Fehlen einer Foliierung mit bräunlichem Rotstift läßt vermuten, daß das Blatt aus Mozarts Nachlaß nie an
Johann Anton André gelangt ist.
101 Vgl. Ulrich Konrad, Neuentdecktes und wiederaufgefundenes Werkstattmaterial Wolfgang Amadeus Mozarts.
Erster Nachtrag zum Katalog der Skizzen und Entwürfe, in: MJb 1995, Salzburg 1995, S. 1-28 (insbesondere
S. 18-19), und danach: NMA X/30/3, dort Nr. 71 = Skb 1785Ȟ mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 38.
Provenienz: Johann Anton André [ ?] – Ferenc Erkel (1810-1893) – Julius Erkel (1842-1909) – Albert Metz
(Juni 1908) – Österreichische Nationalbibliothek Wien (seit 1992).

65
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Ad: Ein Blatt, Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg,
Signatur: KV 492102
Recto: Entwurf (Beginn) einer Ersatzkomposition für No. 15 [Teilband 2, S. 631 = Anhang
III/4], Reinschrift auf den Systemen 1-6, Systeme 7-12 leer.
Wz.: TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)
Verso: Melodieskizze [besser bezeichnet als:] Einstimmige Verlaufsskizze zur endgültigen
Fassung von No. 28 (Aria) [Teilband 2, S. 641 = Anhang III/12] auf dem 1.-3. System (vgl. in
der Endfassung T. 7-48) sowie Detailskizze [besser bezeichnet als:] Mehrstimmige Aus-
schnittsskizze zur Sinfonia [Teilband 2, S. 628 = Anhang III/1] auf dem 4. System.

Recto:
Am oberen Rand links: Atto 2do, auf Mitte: Scena III. [Abstand] /invece del Duetto di Susan–a
e Cherubino./
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand auf Mitte zwischen originaler Szenenangabe und Hinweis auf das Duett
(No. 15) in radiertem Blaustift: IV. [auch IV und VIII oben links und rechts zur Mitte, jedoch
fast vollständig radiert]; in der rechten unteren Ecke mit bräunlichem Rotstift: 10

Verso:
Mozarts Berechnungen unten rechts (im 11./12. System) stehen mit Le nozze di Figaro in
keinem offenkundigen Zusammenhang.
Fremdaufschrift:
Ein radierter Eintrag am oberen Rand links ist nicht mehr zu entziffern.

Ae: Ein Blatt, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit


Mendelssohn-Archiv, Signatur: Mus. ms. autogr. W. A. Mozart zu: 492103
Recto: Skizze [besser bezeichnet als:] Mehrstimmige Ausschnittskizze zu No. 16, T. 803 ff.
[Teilband 2, S. 632-633 = Anhang III/5: Faksimile und Übertragung].
Verso: leer
Ein an den Rändern (vor allem links und unten) stark beschnittenes Blatt mit einer beschrie-
benen Seite, 26,5 x 20 cm quer, 12zeilig rastriert; Mozart hat das Blatt vielleicht wegen eines
Rastrierungsfehlers auf der Rückseite im Vorhinein für Notizen ausgesondert.
Die Skizze weicht in T. [1]-[41] erheblich von der Endfassung [§ T. 803-840] ab.
Wz.: TysonWK Nr. 80 (siehe die Abbildungen auf S. 327)

102 Vgl. NMA X/30/3, dort Nr. 64 = Skb 1785į mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 35.
Provenienz: Johann Anton André – Carl August André – LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 21 – Paul Gottschalk
(vgl. Albrecht, S. 201, Nr. 1290; in KV3, S. 622 irrtümlich: „jetzt Rochester Univ., New York“) – Rudolf Kallir
(vgl. MJb 1956, Salzburg 1957, S. 88-99) – Albi Rosenthal – Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg
(1995).
103 Vgl. NMA X/30/3, dort Nr. 65 = Skb 1785İ mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 35-36.
Provenienz: Aloys Fuchs[ ?] – Auktion Weber, Berlin (15. Januar 1889: zusammen mit Skizzen zu mehreren
anderen Mozart-Opern) – Königliche Bibliothek Berlin.

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Recto:
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand auf Mitte mit Bleistift: 1889.401 (Akzessionsnummer der Königlichen Bi-
bliothek Berlin), rechts oben von Aloys Fuchs: 13; unten auf Mitte der ovale Bibliotheks-
stempel (rot).

Melodieskizze zu No. 18 (Aria) [Teilband 2, S. 634 = Anhang III/6]: siehe bei Quelle Af.

Af: Ein Blatt, Biblioteca Estense Universitaria di Modena, Sezione Musicale, Collezione
Campori104
Recto: Melodieskizze [besser bezeichnet als:] Einstimmige Verlaufsskizze zu No. 20, in der
Endfassung vgl. T. 1-25 (Andante), davon deutlich abweichend, bzw. zu T. 52-64 (Allegro),
anfangs weitgehend übereinstimmend [Teilband 2, S. 634 = Anhang III/7] sowie Me-
lodiekizze [besser bezeichnet als:] Verlaufsskizze zu No. 18, in der Endfassung vgl. T. 1 bis
80, geringfügige Modifikationen aufweisend [Teilband 2, S. 634 = Anhang III/6].
Verso: leer
Ein allseitig beschnittenes Blatt mit einer beschriebenen Seite; 27,9 x 21 cm quer, 12zeilig
rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)

Recto:
Fremdaufschriften:
Am oberen Rand links: 8. [Aloys Fuchs?], auf Mitte: Dove sono, i bei momento. [Abstand]
nozze di Figaro [beides möglicherweise von der Hand von W. A. Mozart Sohn].
Unten ( jeweils in bzw. zwischen den leeren Systemen 10-12) links: Manuscritto di W A
Mozart. / attestato da me W A Mozart / figlio. bzw. rechts: Autentico io sotto scritto, che
questo e / Carattere di Wolfg. Amadeo Mozart. / Aloisio Fuchs [mit manu-propria-Kürzel] /
Proprietario d’una Raccolta / Autografie Musicali. / Viene [V überschreibt W] 22. Mese
Octobr: 1839.
Unten links runder Bibliotheksstempel.

Verso:
Fremdaufschrift:
In der unteren Ecke links: [f]r CM. [wohl Aloys Fuchs; Ziffer vor der Währungseinheit ausra-
diert]; auf den beiden leeren Systemen 11 und 12 links und auf Mitte jeweils der bereits
genannte Bibliotheksstempel.

104 Vgl. NMA X/30/3, dort Nr. 66 = Skb 1785ȗ mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 36.
Provenienz: Constanze Mozart [ ?] – W. A. Mozart Sohn – Aloys Fuchs oder unbekannter Privatbesitz (vor
1839) – Giuseppe [ ?] Campori – Biblioteca Estense Modena.

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Ag: Ein Blatt, Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, Sig-
natur: KV 492105
Entwurf zu No. 21 mit vorangehenden Rezitativschluß [Teilband 2, S. 635-637 = Anhang
III/8]
Recto: Dreitaktiger (von der endgültigen Fassung auch textlich abweichender) Schluß des
Rezitativs „Cosa mi narri“ sowie vollständiger Partitur-Entwurf T. [1]-[10].
Verso: Mehrstimmige Verlaufsskizze T. [1] ff., in der Endfassung vgl. T. 11-61.
Ein Blatt mit zwei beschriebenen Seiten, 32 x 23 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)
Recto:
Am oberen Rand links: /:Dopo il Duettino :/
Fremdaufschriften:
Links vor der Rezitativ-Akkolade und in der rechten oberen Ecke Nissen mit dunkler Tinte
jeweils: N. 23 / N. 20.; am oberen Rand auf Mitte ebenfalls Nissen mit dunkler Tinte: N. 23.
Figaro’s Hochzeit. [Unterstreichung mit Blaustift von anderer Hand], davor, etwas nach
unten versetzt mit Blaustift: VI.; in der unteren Ecke rechts mit orange-ähnlichem Rotstift: 18
[dieselbe Bleistiftziffer überschreibend].

Ah: Ein Blatt, amerikanischer Privatbesitz (Depositum: The Pierpont Morgan Library New
York)106
Recto: Skizze [besser bezeichnet als:] Mehrstimmige Verlaufsskizze zu No. 23, in der End-
fassung vgl. T. 1-22, davon rhythmisch abweichend [Teilband 2, S. 637 = Anhang III/9].
Verso: leer
Ein am oberen Rand beschnittenes Blatt mit einer beschriebenen Seite, 29 x 17 cm, 9 von urspr.
12 Systemen.
Wz.: TysonWK nicht ermittelt
Fremdaufschriften recto:
Im Raum der leeren Systeme 6-9: Eigene Handschrift des unsterblichen Mozarts, die ich von
dessen hinterlassenen Wittwe / zum [ein Wort gestrichen, wohl: „ewigen“] Andenken erhalten
habe. / Anno 1807 im August, da ich in Wien ihre Bekan–tschaft machte. / Carl Angelus
Winkhler [unter dem Namenszug geschwungene Klammer, weiter rechts folgt dann Zuwei-

105 Vgl. NMA X/30/3, dort Nr. 70 = Skb 1785Ȝ mit Beschreibung im Krit.Bericht auf S. 37.
Provenienz: Johann Anton André – Carl August André – LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 22 – Stefan Zweig
(nachweislich 1937) – Germaine Schnitzer (bis 18. August 1937) – Internationale Stiftung Mozarteum
Salzburg.
106 Vgl. NMA X/30/3, dort Nr. 67 = Skb 1785Ș mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 36.
Provenienz: Constanze Mozart – Carl Angelus Winkhler (1807) – Sammlung Baronin Therese Liebieg, Wien –
Artaria Wien, Versteigerungs-Katalog vom 22. März 1934, Nr. 637 – „Herr Koch“ [recte: Wilhelm Kummer?],
Wien – Pablo Casals (1876-1973) – Casals Schwiegersohn Eugene George Istomin (1925-2003). – Zu Carl
Angelus von Winkhler (1786-1844) und seiner Betätigung für verschiedene Wiener Musikverleger in den
1820er und 1830er Jahren, insbesondere seiner Mitwirkung am Projekt der Diabelli-Variationen, vgl. Das Werk
Beethovens. Thematisch-bibliographisches Verzeichnis seiner sämtlichen vollendeten Kompositionen von
Georg Kinsky, hrsg. von Hans Halm, München und Duisburg 1955, S. 328, 339, 340 und 351.

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sung und Besitzvermerk?]: Hochzeit des Figaro. / Finale des III. Aktes / Wien 26. 3. 1934
WilhKum[m]er [mit Manu-propria-Kürzel].

Ai: Ein Blatt, amerikanischer Privatbesitz (Mikrofilm bei der NMA-Editionsleitung)107


Recto: Melodieskizze [besser bezeichnet als:] Einstimmige Verlaufsskizze zu einer Frühfas-
sung von No. 28 (Aria), in der Endfassung vgl. T. 1-25 [Teilband 2, S. 638 = Anhang III/10].
Ein Blatt mit einer beschriebenen Seite, Format und Wz. unbekannt.

Aj: In zwei Teile zerlegte, aus vier Blättern bestehende Handschrift, deutscher bzw. amerika-
nischer Privatbesitz ( jeweils zwei Blätter)
Entwurf zu derselben „Frühfassung“ von No. 28 (Recitativo istrumentato108 ed Aria), teil-
weise mit anderem Text [Teilband 2, S. 638-641 = Anhang III/11].
Teil 1 (KonradMS: Skb 1785µ/1): Recitativo „Giunse il momento alfine“ und Aria „Non tar-
dar, amato bene“, T. 1-7, unbekannter deutscher Privatbesitz109.
Zwei Blätter mit vier beschriebenen Seiten, ca. 30 x 22 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: wohl TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)
Bl. [1r ]:
Auf Mitte des ersten (leeren) Systems: Scena con Rondò.
Teil 2 (KonradMS: Skb 1785µ/2), amerikanischer Privatbesitz, Santa Barbara/CA110
Zwei Blätter mit vier beschriebenen Seiten, ca. 30 x 22 cm quer, 12zeilig rastriert.
Wz.: wohl TysonWK Nr. 82 (siehe die Abbildungen auf S. 327)
Melodieskizze [besser bezeichnet als:] Einstimmige Verlaufsskizze zur endgültigen Fassung
von No. 28 (Aria) [Teilband 2, S. 641 = Anhang III/12]: vgl. Quelle Ad (verso).

107 Vgl. NMA X/30/3, dort Nr. 68 = Skb 1785ș mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 36 f.
Provenienz: Günter Mecklenburg (nachweislich 1956) – Versteigerung Erasmus-Haus Basel 2004.
108 Zum Rezitativ siehe als Vorstufe die Melodieskizze (Quelle Ai ) .
109 Provenienz: Johann Anton André – Carl August André – LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 24 – Robert Haas,
Rheinfelden (nachweislich 1933) – Amalie Haas (nachweislich 1935) – Stargardt, Auktion 652 (19. September
1992), Nr. 490 – [?] – Stargardt, Katalog 678 und Moirandat Company AG Auktion 5 (Basel, 11. Oktober
2003), Nr. 208.
Eine Faksimile-Ausgabe von Teil 1 (Privatdruck, hrsg. von Amalie Haas) ist laut ZifferHob, S. 269 (Bemer-
kung zu Nr. 1608), 1935 in Rheinfelden erschienen; einziges bekanntes Exemplar: Österreichische Nationalbib-
liothek Wien, Musiksammlung, Signatur: MS 56.554 Ph.
110 Vgl. Alfred Ebert, Die erste Fassung der Susannen-Arie im 4. Akt der Hochzeit des Figaro, in: Mitteilungen der
Mozartgemeinde Berlin 3 (1910), Heft 8, S. 207-219 (mit Faksimile der ersten Notenseite in der Beilage). Vgl.
auch Daniel N. Leeson, A Mozart Autograph in America, in: Mozart Society of American Newsletter 2/2
(August 1998), S. 6-7 (mit Faksimilierung).
Provenienz: Johann Anton André? – Aloys Fuchs, Wien – Franz Niemeczek (nachweislich 1839) – Arthur
Richter, München (nachweislich 1910) – C. G. Boerner Leipzig Auktion 118 (7. Juni 1913), Nr. 424, und dann
Katalog 26 (o. J.), Nr. 355 – LLA 55 (12. Oktober 1929), Nr. 24 – W. Westley Manning, London – Sotheby’s
London (24./25. Januar 1955), Nr. 325 – Günther Mecklenburg, Marburg/Lahn (?) – Bernard Loliée, Paris –
Sotheby’s London (11. Oktober 1961) – Maurice Lehmann, Paris (nachweislich 1963) – Sotheby’s London (17.
Mai 1990), Nr.176 – David Karpeles, Santa Barbara/CA. (Laut LLA 55 befand sich das Blatt nach 1910
zeitweilig auch „auf dem Berliner und Leipziger Autographenmarkt“.)

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Ak: Ein Blatt, Library of Congress Washington/D.C., Music Division, John Davis Batchelder
Collection111
Recto: Ein- bis dreistimmige Verlaufsskizze zu No. 28a KV 577, in der Endfassung vgl. T. 1
bis 29.
Verso: leer
Ein allseitig beschnittenes Blatt mit einer beschriebenen Seite, 28 x 21 cm quer, 10zeilig
rastriert.
Wz.: nicht ermittelt112
Fremdaufschriften recto:
Am oberen Rand rechts Nissen: Mozarts Handschrift, davor × und mit Bezug darauf unten:
× Der Schreiber [darunter eingefügt: von] “Mozarts Handschrift” ist nach Aussage / von
Heinrich Henkel = Etatsrath Niessen[!] der zweite Gemahl von / Constanze Mozart / Adolf
André [dazu von unbekannter Hand mit Bleistift eine teilweise interlineare Text-Wiederho-
lung].
Auf der leeren Verso-Seite am unteren Rand Akzessionsnummer mit Bleistift: 2-92-
209.34 [?]

Abschriften

Das hier zusammengestellte Quellenmaterial stammt aus der Zeit zwischen der Erstauffüh-
rung der Oper 1786 und dem Erscheinen des Simrock-Drucks 1818/1819 (Quelle S2) und
umfaßt in Auswahl Musikhandschriften, Noten- und Textdrucke. Ausführlich und mit An-
spruch auf Vollständigkeit beschrieben werden nur die frühen und dem Autograph bzw. dem
Direktionsexemplar der k. k. Hoftheater Wien nahestehenden Quellen (B1-3 bis M1 + 2 ), wobei
die Handschriften nach Überlieferungszweigen zusammengefaßt sind (Quellen B1-3 und C:
Materialien der k. k. Hoftheater Wien, Quellen D bis G: Abschriften der Wiener Fassung von
1786, Quellen H bis J: Abschriften der Prager Fassung von 1786/87, Quellen K und L: Ab-
schriften der Wiener Fassungen 1789/1791) sowie die zu Mozarts Lebzeiten erschienenen
Textbücher (Quellen N1-12). Spätere oder dem Autograph nach heutigem Wissensstand nicht
nahestehende Abschriften wurden nur aufgenommen, wenn sie die vollständige Oper oder
größere Teile daraus enthalten (Quellen O1-17: Abschriften mit italienischem Gesangstext,
Quellen P1-11: Abschriften mit deutschem Gesangstext, Quellen Q1-2: Abschriften mit franzö-
sischem Gesangstext). Abschriften von Einzelnummern und Bearbeitungen jedweder Art (mit
Ausnahme wichtiger Klavierauszüge bis 1800 = Quellen R1-3) können schon aus Umfangs-
gründen nicht angeführt werden; die wenigen Abschriften oder Drucke von Einzelnummern,
die für die Edition oder den Kritischen Bericht relevant waren, sind unter dem Siglum „T“

111 Vgl. NMA X/30/3, dort Nr. 88 = Skb 1789Į mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 46.
Provenienz: Johann August André[?] oder Carl August André[?] – Gustav Adolf André – Gabriel Wells – John
Davis Batchelder – Library of Congress.
112 Vgl. Janet K. Page und Dexter Edge, A newly uncovered autograph sketch for Mozart’s ‘Al desio di chi t’adora’
K. 577, in: The Musical Times 132 (1991), S. 601-606, dort S. 604: „The paper shows a fragmentary watermark
resembling a battle-axe“, und auch TysonWK: Textband, S. XII, Nr. 14.

70
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zusammengefaßt. Für hier nicht näher beschriebene Quellen sei auf die Mozart-Quellendaten-
bank der NMA-Editionsleitung Salzburg (www.nma.at)113 und auf die Verzeichnung der
Musikdrucke sowie der Musikhandschriften nach 1600 durch RISM verwiesen.
Die Beschreibung, vor allem die der Quellen B bis M, geht zwar über das übliche Maß in Kri-
tischen Berichten der NMA hinaus, rechtfertigt sich jedoch sowohl aus einer inzwischen ver-
änderten Einstellung zu solchem Material als auch aus ihrem Wert für die Edition, vor allem
für den Notenanhang D dieses Kritischen Berichts (S. 358-407).

a) Quellen B 1-3 u n d C (Wien 1786)114

Die Quellen B1+2 und C stellen Reste des Direktionsexemplars und des originalen Auffüh-
rungsmaterials der k. k. Hoftheater Wien dar. Sie standen der Forschung bei Erscheinen der
beiden Teilbände teils nicht zur Verfügung, teils war ihr Quellenwert noch nicht bekannt.

B1: Band 2 (Atto secondo) = Teil 1 des Direktionsexemplars der k. k. Hoftheater115 [Teil 2:
Quelle B2], enthalten in einer vierbändigen Partiturkopie, Österreichische Nationalbiblio-
thek Wien, Musiksammlung, Signatur: O. A. 295116
Diese vierbändige Handschrift im Querformat ist nach Papier und Schriftbefund – und unter
Verwendung älteren Materials – im wesentlichen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
entstanden117, lediglich ein großer Teil ihres Bandes 2 mit No. 11-15 und den dazugehörigen
Rezitativen aus Atto secondo ist in die Zeit der Uraufführung von Le nozze di Figaro zu ver
legen und deshalb als Quelle B1 zu bezeichnen118.
Band 2 von O. A. 295 umfaßt (mit der später eingefügten No. 16, dem Finale von Atto se-
condo) insgesamt 192 Blätter im Format 31 x 23 cm quer; der Titel auf Bl. [5]r lautet: Le
Nozze di Figaro / Atto Secondo (darunter geschwungene Klammer)119.

113 Diese wird auch nach Abschluß der Neuen Mozart-Ausgabe (2007) dann von der Internationalen Stiftung
Mozarteum Salzburg zur Online-Nutzung bereit gestellt.
114 Für Überlassung von Aufzeichnungen zu den Quellen danke ich der NMA-Editionsleitung.
115 Zur Bezeichnung Direktionsexemplar vgl. KV6, S. 542.
116 Band 1 mit Atto primo des Direktionsexemplars ist nicht erhalten. Zur Signatur O. A. 295 gehören zwei Souf-
flier-Partituren in jeweils zwei Bänden, die eine mit deutschem Text (um 1800), die andere mit italienischem
Text (19. Jahrhundert); sie bleiben hier unberücksichtigt. – Vgl. auch Quelle C (Quellengruppen 1 und 2).
117 Hierauf scheint ein Datierungsvermerk auf der ersten (leeren) Seite von Band 1 („30 t Juli 1818“) hinzuweisen.
118 Vgl. dazu Tyson1987, S. 295: Quelle „(9)“, vor allem aber Edge2001, S. 1469-1483: „The original performing
score of Figaro (OA 295 and KT 315)“, worauf unsere Beschreibung der Quellen B1+2 fußt.
119 Eine spätere Einlage in kleinerem Format (vgl. Edge2001, S. 1472: „written on paper from ca. 1805-1810“) mit
Rezitativen für Atto primo/Scena VI bildet das erste Faszikel des Bandes und bleibt hier unberücksichtigt.

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Inhalt und Anlage von Teil 1 (= Quelle B1)


NMA orig. Lage Bll. Schreiber121 Foliierung
No. 120
___________________________________________________________________________
[Atto secondo]
No. 11 11 [–] 13 Sukowaty 16 [5]v-10v
Scena I: Recitativo Sukowaty 16 11r-15r
[„Se vuol ballare“] 11_12
Scena II: Recitativo Sukowaty 16 16r-17r
No. 12 12 2/2 Sukowaty 16 18r-25v
Recitativo Sukowaty 16 27r-28r122
No. 13 13 3/2 [Bl. 30r] 7 Sukowaty 16 28v-40r
Recitativo 4/2 [Bl. 41r] Sukowaty 16 40v-43r
Scena III: Recitativo
No. 14 14 5/2 14 VMC 4a 45r-58v
Recitativo [–] 7 VMC 4a 60r-60v123
No. 15124 15 [gestr.] Sukowaty 16 61r-67r
Scena IV: 2 Sukowaty 16 unpaginiert;
No.15/Recitativo125 dann „68“
Recitativo 1 Sukowaty 16 etc.
Scena V: Recitativo. Sukowaty 16

B2: Zwei Bände (Atto terzo und Atto quarto) = Teil 2 des Direktionsexemplars der k. k.
Hoftheater (Teil 1: Quelle B1), enthalten in dem aus 13 Bänden bestehenden Partiturko-
pien-Material: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung, Signatur: KT
315126

120 Die originale Numerierung wurde allem Anschein nach im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts mit Rotstift korr.
(also z. B. „11“ zu „10“): das Werk war um diese Zeit um insgesamt sieben Nummern gekürzt worden.
121 Bezeichnung und Identifizierung nach Edge2001, S. 1472-1476.
122 Auf Bl. 26 ist eine radikal gekürzte Fassung des Rezitativs „Bravo! che bella voce!“ notiert (vgl. Edge2001,
S. 1472: „probably from the production in 1807“); am Ende dieser Fassung (= Bl. 26v) ist Ende des 2ten Aktes
vermerkt.
123 Bl. 59 ist Einlage (wohl 1807) mit gekürzter Fassung der Rezitative unter Auslassung des Terzetts (No. 14).
124 Zu den Kürzungen in No. 15 vgl. Abschnitt IV. Die wichtigsten Varianten in den Hauptüberlieferungszweigen,
S. 274, und siehe Notenanhang D/2/a) sowie D/2/b), S. 359.
125 Zur Rezitativ-Fassung vgl. Abschnitt III. Fassungen, S. 261, und siehe Notenanhang D/3, S. 360-361.
126 Vgl. Tyson1987, S. 295: Quelle „(10)“, und Edge2001 (wie Anmerkung 118). Zur Signatur KT 315 gehören:
eine vollständige Partiturkopie in sechs Bänden mit deutschem Gesangstext (Fassung: Wien 1798) = Quelle B3,
die in Einzelfällen vergleichend herangezogen wird, dazu eine Partiturkopie von Atto primo mit italienischem
Gesangstext aus dem frühen 19. Jahrhundert sowie ein Ballett-Pasticcio in vier Bänden, die beide unberück-
sichtigt bleiben. Eine durchgängige Bandzählung ist nicht vorhanden, ein Teil der Quellen ist nicht paginiert.
(Die älteren Bandzählungen der Teilquellen ähneln sich, unterscheiden sich aber in geringfügigen orthographi-

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Teil 2 des Direktionsexemplars enthält nachträgliche Änderungen und Einlagen127; die


beiden Bände umfassen 112 bzw. 97 Blätter, Format: 31 x 22,5 cm quer128.
Titel auf Einband 1: L: iiii [korr. zu iii] / Le Nozze di Figaro / Atto 3zo und Numerierung 34.
Titelseite auf Bl. 1r: Le Nozze di Figaro / Atto Terzo
Titel auf Einband 2: L: v [korr. zu iv] / Le Nozze di Figaro / Atto 4to
Titelseite auf Bl. 1r: Le Nozze di Figaro / Atto Quarto
Inhalt und Anlage der Handschrift129
NMA orig. No. Lage Bll. Schreiber Foliierung
______________________________________________________________________________________________

[Atto terzo]
Scena I-II: Recitativo
1/3 12 Sukowaty 17 1v-3v
No. 17 17 4r-11v
Scena II-III: Recitativo 12r/v
No. 18: 18 2/3+3/3 10+8 Sukowaty 15
a) Rec. istrumentato 13r-17v
b) Aria 17v-30v130
Scena V: Recitativo 4/3 12 VMC 4a 31r-32v131
No. 19 19 33r-42v
5/3 8 VMC 4a 43r-48v
Scena VI: Recitativo 49r-50r
Scena VII: Recitativo 50r/v
No. 20: 6/3 13 Sukowaty 16
a) Rec. istrumentato 20 51r-53r
b) Aria 21 53r-59v
62r-68v132
Scena IX: Recitativo 7/3 8 Sukowaty 17 69r
Scena X: Recitativo 69v
No. 21 22 Sukowaty 17 70r-76r

schen Details, so daß die Zusammengehörigkeit der Bände auch äußerlich deutlich wird.) – Eine knappe Be-
schreibung liefert Dorothea Link in ihrer Ausgabe Arias for Nancy Storace. Mozart’s First Susanna, in: Recent
Researches in the Music of the Classical Era 66, Middleton/WIS 2002, S. 118-119.
127 So z. B. die Abänderung des Rezitativschlusses vor No. 17, um eine Aufführung dieses Duettinos von Susanna
und Il Conte („Crudel! perchè finora“) in h-moll zu ermöglichen.
128 Faksimile von Bl. 33r mit dem Beginn von No. 19: siehe Edge2001, S. 1480 (Figure 9.9).
129 Vgl. auch Edge2001 (wie Anmerkung 118).
130 Bl. 29 ist Einlageblatt (wohl nach 1791) und enthält auf verso T. 105-109 (recto leer); vgl. TysonEV, No. 5, und
Notenanhang D/4/b), S. 381-382.
131 Am Ende des Rezitativs vor No. 19 Verweis auf Bläser: N:B il resto degli strumenti da Fiato / si trova alla fine
dell‘opera; der Vermerk ist am Beginn von No. 19 (Bl. 33r) nochmals wiederholt.
132 Bl. 55 in der Zählung versehentlich übersprungen (kein Textverlust), Bll. 60/61 [60r leer] und 64/65 sind Ein-
lagen mit der späteren Fassung (wohl 1789); vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 265-266, und siehe Noten-
anhang D/5/a) und D/5/b), S. 383-386.

73
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 74

NMA orig. No. Lage Bll. Schreiber Foliierung


______________________________________________________________________________________________

Recitativo 76r/v
No. 22 23 8/3 8 VMC 4a 77r-80v
Scena XI-XII: Rec. [–] 4 84r-86v133
Scena XIII-XIV:
No. 23134 24[-26] VMC 4a135 88r-92v
93r/v
108r-112v
[Atto quarto]
No. 24 27 1/4 14 Sukowaty 7[?] 1v-3r
Scena II-III: Rec. 3v-5v
Scena IV: Recitativo 5v-6r
No. 25 28 6v-11v136
Scena V-VII:
Recitativi 13r-14v137
No. 26 [29] [2/4]138 [?] [?] [?]
3/4 6 Sukowaty 16 15r-20r
No. 27 30: 4/4 12 Sukowaty 17 21r-31v
Scena IX-X: Recitativo 32r/v
No. 28 31. 5/4 [7] Sukowaty 15 33r-39r
Scena XI: Recitativo 39v
No. 29 32 6 Lagen: 58 [siehe weiter] 40r-97r139
T. 1-73 6/4 12 Sukowaty 5 40r-51v
T. 74-122 7/8 7 Sukowaty 5 52r-58v
T. 123-237 8/8 11 Lage 8/8 bis 59r-69v
T. 238-360 9/8 11 11/4: Schreiber 70r-80v
T. 361-478 10/4 12 nicht er- 81r-92v
T. 479-521 11/4 5 mittelt 93r-97r

133 Bll. 81-83 und Bl. 87 spätere Ersatzkopie oder Einlage (wohl 1807), Bll. 83v und 87r leer.
134 No. 23 ist in Quelle B2 sowohl in der Fassung von Quelle A/Teil 2 als auch in einer veränderten Version (ohne
Fandango) überliefert, letztere durch Einlage der (in der Spalte Foliierung nicht aufgeführten Bll. 103-107); vgl.
dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 261-262, und siehe Notenanhang D/6, S. 389-401. – Die in der Spalte
Foliierung ebenfalls fehlenden Bll. 94-102 sind eine spätere Einlage mit Coro, T. 186-229.
135 Schreiber der Einlage mit veränderter Fassung (vgl. die vorige Anmerkung): „Sukowaty 15“.
136 Mit Vermerk: bleibt aus (Bl. 10: Einlageblatt).
137 Bl. 12 (verso leer): spätere Einlage mit Kürzung der Szenenfolge (wohl 1807).
138 Offenbar zufälliger Verlust einer Lage mit Beginn (T. 1-94) von No. 26, auf Grund der Anlage von Quelle B2
vermutlich zehn Bll., d. h. fünf Doppelblätter. Der Verlust scheint bereits vor 1798 eingetreten zu sein, denn
auch bei der Partitur mit deutschsprachiger Textunterlegung fehlt die entsprechende Lage (siehe unten S. 75:
Quelle B3, in der in das Arienfragment kein Text eingetragen ist). Die Lagenzählung bei Edge2001, S. 1476
(Table 9.10a), weicht ab hier von der originalen ab, da sie die verlorengegangene Lage nicht einbezieht.
139 Bl. 97r: Fine dell’Opera (Bl. 97v leer).

74
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 75

B3: Sechs Bände mit deutschem Text (Wien 1798), enthalten in dem aus 13 Bänden beste-
henden Partiturkopien-Material, Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksamm-
lung, Signatur: KT 315140
Sechs graue Pappbände im Format 32,5 x 23 cm quer, jeweils oben rechts mit alter Zählung: 87.,
teilweise zusätzliche Numerierung: No 4 (in Band 1 = L: I. abweichend unten rechts: Nro III).
Deutscher Gesangstext: nach Adolph von Knigge, ohne Rezitative. Erste Aufführung dieser
Fassung im Kärntnerthortheater am 10. Juli 1798141. Die Dialogtexte auf kleinerem Papier
(Wz.: Posthorn in Wappenschild; „Eggersdorf“[ ?] in Kurrentschrift) wurden möglicherweise
erst im 19. Jahrhundert eingelegt. An der Kopiatur sind auffallend viele Schreiber beteiligt,
was wohl auf eine kurzfristige Erstellung der Abschrift deutet. Der Befund von No. 5 bzw.
No. 26 zeigt, daß die Kopie ohne Text in Auftrag gegeben worden ist, so daß der deutsche
Text anschließend ohne Platzprobleme zwischen den Systemen eingefügt werden konnte.
Verschiedene Wz., jeweils nach Schreibern wechselnd, so zum Beispiel:
1) Tre lune (102/14); Armbrust und „REAL“ (erstes Auftreten in Band 1, Faszikel 1/1)
2) Tre lune (schlanke Form); bekrönter Adler und „GFS“ (erstes Auftreten in Band 2, Faszi-
kel 7/1)
3) Mondsichel (erstes Auftreten in Band 3, Faszikel 8/1)
4) „PV / C“ (erstes Auftreten in Band 2, Faszikel 9/1)
Einbandtitel in L: I. [Band 1]: Die Hochzeit des Figaro., wohl erst nachträglich: Le Nozze di
Figaro. / Atto I.mo; oben rechts Numerierung: 34; Titelseite: Le Nozze di Figaro / Comedia
per Musica / in Quattro Atti // Del Sigre WolfgƐ: Ama: Mozart.
Inhalt:
Band 1 [= L: I.]: Sinfonia und No. 1-4
Band 2 [= L: II mit Atto I.mo]: No. 5-10; auf Einband oben rechts: No 4
Band 3 [= L: III mit II.do]: No. 11, No 112_1 und No. 12-15
Band 4 [= L IV. mit Atto II.do]: No. 16
Band 5 [= L V mit Atto IIIto.]: No. 17-23
Band 6 [= L VI, Atto Quarto.]: No. 24, 25, 27, 28a und 29; No. 26 unvollständig, dann
zusätzlich als spätere Einlage mit italienischem Gesangstext.

C: Stimmenmaterial, Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung (Hofopern-


archiv), Signatur: O. A. 295 (vgl. auch Quellen B1+2)
Zwölf Schachteln mit Stimmen aus der Zeit von 1786 bis 1894, weder numeriert noch foliiert,
so daß keine feste Zuordnung zu den Schachteln besteht und nur mit Mühe ein Überblick über
den Bestand zu erlangen ist. Auf den Originalstimmensatz (= Quellengruppe 1) hat 1995
erstmals Dexter Edge hingewiesen142 und ihn dann in Edge2001 (S. 1483-1515) ausgewertet.

140 Vgl. Tyson1987, S. 295: Quelle „(10)“. – Die Kopiatur der sechs Bände ist nach dem seinerzeit noch vollstän-
digerem Direktionsexemplar der k. k. Hoftheater erfolgt; vgl. dazu Quellen B1+2 (vgl. auch Anmerkung 126 auf
S. 72-73).
141 Vgl. Annals of Opera 1597-1940. Compiled from the original sources by Alfred Loewenberg, Totowa/NY
3/1978, Sp. 426. – Vgl. auch Albert Joseph Weltner, Mozart’s Werke und die Wiener Hof-Theater. Statistisches
und Hístorisches nebst einem Anhange Mozart betreffende Dichtungen, Wien 1896, S. 14-15.
142 Vgl. Anmerkung 1 in Vorbemerkungen, S. 11.

75
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 76

Im folgenden werden die Stimmen bis 1800 (= Quellengruppe 1 bzw. 2) ausführlich, die übri-
gen Bestandteile des Materials am Ende dieses Abschnitts unter Quellengruppe Į etc. kurz
beschrieben (S. 78-79).
Quellengruppe 1: Originalstimmensatz für die Wiener Aufführung von 1786
Format: überwiegend 24 x 32,5 cm hoch, die Erstkopien der Violinen und Viola etwas brei-
ter: 26 x 33 cm.
Dieser Stimmensatz ist als ältester des Bestandes erkennbar143. Seine drei Erstkopien sind
wie üblich auf stärkerem Papier habsburgischer Provenienz kopiert, seine Dubletten auf den
für Wien typischen norditalienischen Papieren144.
Die meisten Stimmen weisen die Nummern-Ziffer 34 auf, die mit der ursprünglichen Zuord-
nung zum Hofopernarchiv in Verbindung steht; sie wurde generell, im einzelnen aber in höchst
unterschiedlicher Weise zu „4“ geändert145, später jedoch überwiegend zurückkorrigiert.
Die Stimmen sind in der Regel aktweise kopiert und dann geheftet worden. Die Titelseiten
lauten sinngemäß: Le Nozze di Figaro / [Stimmenbezeichnungen in italienischer Sprache] /
[ebenso Aktbezeichnung]. Die meisten Stimmen enthalten Einlagen, die mit den Aufführun-
gen von 1789/1791 in Verbindung stehen, doch sind diese nicht vollständig erhalten ge-
blieben. Die Streicherstimmen wurden im 19. Jahrhundert mit Blaustift numeriert, dabei den
damals vorhandenen jüngeren Kopien nachgeordnet und im Verlauf des 19. Jahrhunderts suk-
zessive ausgesondert.
Im einzelnen sind vorhanden:
Stimme orig. Bezeichnung Nummer Schachtel Bemerkung
___________________________________________________________________________
Fl. I Flauto Primo [I] 12 Fl.-St. No. 25 als Ein-
lagebl. (siehe Noten-
anhang D/7, S. 402-403)
Fag. I,II Fagotti [I] 12
Cor. I Corno Primo [–] 12 Beilage: Cor. di Bassetto
II zu No. 27 (siehe No-
tenanhang D/8, S. 404)
Cor. II Corno 2do [–] 12
Cl. I Clarino Primo [–] 12
Cl. II Clarino 2do [–] 12
Timp. Tympani [–] 12 äußerer Bg.: späterer Er-
satz

143 Zu seiner Bedeutung für die Edition vgl. auch Abschnitt III. Fassungen, S. 259-260, und siehe Notenanhang
D/2/a) und D/2/b), S. 359, sowie Notenanhang D/6-9, S. 389-407.
144 Edge2001, S. 1492, vermutet, daß es sich bei den Erstkopien um Arbeitsexemplare handelt, die bereits während
der Probenphase oder wegen der längeren Haltbarkeit auf stärkerem Papier angefertigt worden sind; in
letzterem Fall konnten sie bei der Anfertigung weiterer Abschriften leichter, d. h. als sofort zu identifizierende
Stammkopien dienen.
145 Die Nummern-Ziffer „4“ begegnet auch in Band 2 der deutschsprachigen Partitur des Bestandes KT 315 (vgl.
Quelle B3).

76
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 77

Stimme orig. Bezeichnung Nummer Schachtel Bemerkung


___________________________________________________________________________
V. I Violino Primo 6 [korr. aus „7“] 11 Erstkopie mit Vermerk:
Herr Ant: Wranitzk˝ 146
V. I Violino Imo 5. 4 letztes Blatt: späterer
Ersatz
V. I Violino Primo 6 11 [–]
V. II Violino 2do 5. 5 Erstkopie: Bl. 1 mit Stim-
menbezeichnung späte-
rer Ersatz
V. II Violino Secondo 6 [urspr. „11“] 5 mit hs. Aufführungsda-
ten auf der Titelseite
V. II Violino Secondo 7 [urspr. „ III“] 12 [–]
Va. Viola 3 [korr. aus „3“] 11 Erstkopie, mit Zeitanga-
ben und Vermerk: Hu-
berschil [?]
B. Basso 4 [urspr. „3“] 8 Erstkopie
urspr. „Basso“, später
„Cello 3“; fehlt letztes
Bl. mit No. 29 ab T. 470
B. Basso 2 12 [–]
Es fehlen demnach aus dem ursprünglichen Bestand: Fl. II, Ob. I und II, Clar. I und II sowie
eine Dublette zur Va.147

Quellengruppe 2: Stimmen für Wiener Aufführungen seit 1798


Diese Stimmen sind einheitlich auf braunem Papier im Hochformat 23 x 29 cm notiert, die
Textmarken deutsch gehalten, Atto primo und Atto secondo als „1. Akt“ sowie Atto terzo und
Atto quarto als „2. Akt“ zusammengefaßt. An der Herstellung waren wenigstens vier Schrei-
ber beteiligt. Die Stimmen weisen auf der Titelseite (die zumeist mit dem Umschlag verklebt
ist) weder den Operntitel noch den Namen des Komponisten, sondern nur eine Stimmenbe-
zeichnung auf. Dieser Umschlag besteht bei den Streichern gewöhnlich aus graublauer Pappe
und ist am Rücken mit Leinen verstärkt, während die älteren Umschläge der Bläser grüngelb
marmoriert sind. Die Titelschildchen lauten in der Regel: Figaro’s Hochzeit, darunter eine
standardisierte Stimmenbezeichnung. Bei einigen Stimmen stammt der äußere Bogen aus
späterer Zeit, ersetzt also wohl ein verschlissenes Original. Die Stimmen dürften unmittelbar
nach dem Originalstimmensatz (= Quellengruppe 1) angefertigt worden sein und können damit,
wenn auch nur bedingt, Aufschluß über verschollene Stimmen aus diesem Satz geben.

146 Auf der letzten Seite Aufstellung für Kopiatur: 23 Parti; vgl. dazu Edge2001, S. 1514.
147 Zur Identifizierung der Schreiber und der Wasserzeichentypen der für die Kopiatur verwendeten Papiere vgl.
Edge2001, S. 1486-1488 (Table 9.11a), und S. 1489-1490 (Table 9.11b); leider fehlen dort Angaben zu den
Numerierungen auf den Titelblättern, was eine Identifizierung der Dubletten erschwert.

77
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 78

Im einzelnen sind vorhanden:


Quellengruppe Į
Stimme orig. Bezeichnung Nummer Schachtel Bemerkung
___________________________________________________________________________
Fl. I Flauto 1mo [–] 10 [–]
Fl. II Flauto 2do [–] 10 [–]
Ob. I Oboe 1mo [–] 10 [–]
Ob. II Oboe 2do [–] 10 [–]
Clar. I Clarinetto 1do [–] 10 Beilage: Cor. di Bassetto
(drei Bll.) für Nro 25
Rondo = No. 28a
Clar. II Clarinetto 2do [–] 10 [–]
Fag. II148 Fagotto 2do [–] 10 [–]
Cor. I Corno 1mo [–] 10 [–]
Cor. II Corno 2do [–] 10 [–]
Trba. I Tromba 1mo [–] 10 [–]
Trba. II Tromba 2do [–] 10 [–]
Timp. Timpani [–] 10 [–]
V. I [–] 1. [Blaustift] 3 originale Titelseite fehlt
V. I Violino Primo 2. [Blaustift] 3 originaleTitelseite über-
klebt149
V. I Violino Primo 3. [Blaustift] 3 originale Titelseite über-
klebt
V. I Violino 1mo / No.1 4. [Blaustift] 4 originaleTitelseite fehlt
V. II Violino 2do / No.1 1. [Blaustift] 4 [–]
V. II Violino 2do / No.2 2. [Blaustift] 4 [–]
V. II Violino 2do / No: 3 3. [Blaustift] 5 [–]
V. II Violino 2do / No: 4 4. [Blaustift] 5 originale Titelseite fehlt
Va. Viola / No 2 1. [Blaustift] 6 [–]
Va. Viola / No 2 [sic] 2. [Blaustift] 6 [–]
B. Basso No 1 Cello 1. [Blaustift] 7 italienische Rezitative
[nach 1857 eingeheftet]
Es fehlen offenbar eine oder zwei Basso-Stimme(n).
Die meisten Stimmen sind durch Angaben der Blattzahl in italienischer Sprache gekenn-
zeichnet.

Quellengruppe ȕ: vollständige Rollenstimmen mit italienischem Text aus der Zeit um 1857.

Quellengruppe Ȗ: spätere vokale Einzelstimmen, möglicherweise vor allem aus dem Jahr
1867.

148 Die Stimme Fag. I ist abgesplittert und befindet sich heute in österreichischem Privatbesitz; vgl. den Krit.
Bericht zu NMA II/5/12: Die Entführung aus dem Serail (Faye Ferguson), S. 63: Quelle B3. Die Editionsleitung
der NMA dankt dem Besitzer für die Übermittlung einer Kopie.
149 Daher hier und bei der folgenden V. I originale Bezeichnung als Kopftitel.

78
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 79

Quellengruppe į: hochformatige späte Stimmen, wohl nicht vor 1867.

Quellengruppe İ: Rollenbücher in deutscher Sprache, um 1894.

Quellengruppe ȗ: spätere Instrumentalstimmen, nicht vor 1838.

Quellengruppe Ș: diverse Bruchstücke und (transponierte) Einzelnummern in Kopien des 19.


Jahrhunderts (Schachtel 9).
Unklar bleibt die Zuordnung folgender Stimme:
Basso (Blaustift: 3.), möglicherweise zur Quellengruppe 2 gehörig.

b) Quellen D bis G

Bei diesen Quellen handelt es sich um Abschriften, die die Wiener Fassung von 1786
widerspiegeln. Sie stimmen untereinander, abgesehen von geringfügigen Schreibfehlern und
nachträglichen Veränderungen, die mit Mozart nichts zu tun haben, überein, und im Ver-
gleich zeigen sie eine bis in das Seiten-Layout reichende Übereinstimmung150.
Für diesen Kritischen Bericht wird im allgemeinen der Abschrift aus Modena (Quelle D) der
Vorzug gegeben, da sie die einzig vollständige, von Berufskopisten angefertigte Handschrift
dieser Quellengruppe darstellt.

D: Partiturkopie mit vier Harmoniestimmen-Particellen Wiener Provenienz aus der Zeit um


1786, Biblioteca Estense Universitaria di Modena, Sezione Musicale, Signatur: F. 791 (1-2)
Zwei querformatige Bände (150 bzw. 149 Blätter; 102 bzw. 108 Blätter sowie 32 Blätter:
Harmoniestimmen-Particelle zu No. 16, 19, 23 und 29); Maße nicht ermittelt151.
Wasserzeichen:
1) drei Halbmonde mit „REAL“ und „CS / C“ (vgl. TysonWK Nr. 78; siehe die Abbildungen
auf S. 326)
2) drei Halbmonde mit „REAL“ und „GF“ unter Baldachin (vgl. TysonWK Nr. 55; siehe die
Abbildungen auf S. 325)
3) drei Halbmonde mit „REAL“ und Armbrust mit „MA“ (vgl. TysonWK Nr. 80; siehe die
Abbildungen auf S. 327)

150 Einzig die separat geschriebenen Faszikel aus der Privatmusikaliensammlung Josephs II. (= Quellen G1-6, S. 82
bis 83) weichen hiervon ab: Offenbar sollten dort Faszikel mit eigener Titelseite und unbeschriebener letzter
Seite geschaffen werden (vgl. dort).
151 Für eine knappe Beschreibung der Handschrift vgl. Pio Lodi, Catalogo delle opere musicali [....] Città di Mode-
na Biblioteca Estense, Parma 1923, S. 130, sowie Edge2001, S. 1536-1537, wonach die folgenden Angabem zu
den Wasserzeichen entnommen sind.

79
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 80

Die Handschrift wird von Alan Tyson auf 1786 bis spätestens 1788 datiert152, befand sich im
Besitz von Maximilian Franz von Österreich (1756-1801), Kurfürst zu Köln, dem jüngsten
Sohn von Kaiserin Maria Theresia, und ist wohl 1794 nach Modena gelangt153.
Der Titel der Handschrift lautet: Le Nozze di Figaro / Comedia per Musica / in Quattro Atti /
Rappresentata nel Teatro di Corte / a Vienna L’Anno 1786. / La Musica: è del Siglre WolfgƐ:
Ama: Mozart; die Zwischentitel lauten: Le Nozze di Figaro / Atto Secundo [darunter ge-
schweifte Klammer; Bl. 151r] bzw. Le Nozze di Figaro / Atto Terzo. [darunter geschweifte
Klammer; Bl. 300r] bzw. Le Nozze di Figaro / Atto Quarto. [Bl. 402r].
Die meisten Nummern ohne Kopftitel, die sich jedoch aus den Vorausvermerken ergeben154.

E1: Unvollständig überlieferte Partiturkopie (Atto primo und Atto secondo, ohne Harmo-
niestimmen-Particell zu No. 16) böhmischer Herkunft aus der Zeit zwischen 1787 und
1790, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Men-
delssohn-Archiv, Signatur: K.-H./M 3056
Quelle E1 besteht aus zwei von ursprünglich wohl vier Bänden (147 bzw. 157 Blätter). Band-
titel: Le Nozze di Figaro / Potstam[!] / Atto Primo. Die Titelseite zu Atto primo lautet: Le /
Nozze di Figaro / Comedia per Musica / Tratta dal Francese / in quattro Atti / Rappresentata
nel Teatro di Praga l’Anno 1787. / La Musica è del Signor Volfgango Mozart.; die Titelseite
zu Atto secondo lautet nur: Le Nozze di Figaro: / Atto II do
Format: 30 x 24 cm quer, 12 zeilig rastriert.
Wz.: „M“ (doppelstrichig) und undeutliches „G“ (oder Mondsichel?)
Die Handschrift wurde von zwei Schreibern angefertigt (Schreiber 1: Sinfonia und Atto pri-
mo, No. 1-6; Schreiber 2: Atto primo, No. 7-10, sowie Atto secondo)155; Atto terzo und Atto
quarto sind offenbar erst in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verlorengegangen.

152 Vgl. Tyson1987, S. 293: Quelle „(1)“.


153 Vgl. hierzu Juliane Riepe, Eine neue Quelle zum Repertoire der Bonner Hofkapelle im späten 18. Jahrhundert,
in: Archiv für Musikwissenschaft 60 (2003), S. 97-114, insbesondere S. 101, dort Anmerkung 14. Ob die
Handschrift zuvor für die deutschsprachigen Aufführungen in Bonn und Köln 1789 und für den Klavierauszug
(Quelle R3: S. 102) von Christian Gottlieb Neefe (dessen Erscheinungsjahr 1796 schließt das prinzipiell nicht
aus) zur Verfügung stand, bleibt ungewiß (vgl. auch Quelle O12: S. 99).
154 Die Handschrift hat im Nachhinein geringfügige und sicherlich nicht durch Mozart autorisierte Eingriffe erfah-
en: In Atto primo ist der Übergang zu Scena VI modifiziert, um dem Grafen (anstelle von Cherubino) den Vor-
trag der hier eingeschobenen No. 12 „Voi che sapete“ in einem von anderer Hand notierten Arrangement für
Singstimme, Violoncello und Baß zu ermöglichen. Des weiteren sollte Atto secondo offenbar vor T. 328 beendet
(oder erheblich gekürzt) werden, weswegen der Abschluß des Abschnitts „Susanna, son morta“ (T. 167-327)
um drei, sicherlich nicht authentische Takte erweitert ist. Schließlich ist die Rolle der Barbarina (mit entspre-
chenden Auslassungen in den in Frage kommenden Rezitativen sowie der Streichung von No. 24) vollständig
eliminiert. Die dafür notwendigen Eingriffe sind erstmals im Textbuch Monza 1787 bezeugt (Quelle N4).
155 Vgl. Tyson1987, S. 294: Quelle „(3)“. – Zu dieser Quelle vgl. auch Georg Thouret, Katalog der Musiksammlung
auf der Königl. Hausbibliothek im Schlosse zu Berlin, Leipzig 1895, S. 141. Thouret gibt keinen Hinweis, ob
die Partitur damals schon unvollständig war, jedoch läßt die Formulierung „soweit sie die Kriegswirren über-
standen hat“ bei Karl-Heinz-Köhler (Figaro-Miscellen: Einige dramaturgische Mitteilungen zur Quellensitua-
tion, in: MJb 1968/70, Salzburg 1970, S. 119-131, dort S. 120) vermuten, daß die Kopie bis 1942/43 noch voll-
ständig gewesen ist (vgl. auch die folgende Anmerkung).

80
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 81

Im Rahmen der Mozart-Forschung wurde die Handschrift erstmals 1927/28 von Stefan Stras-
ser ausgewertet156.

E2: Unvollständig überliefertes Stimmenmaterial (Berlin 1790), Staatsbibliothek zu Berlin –


Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, Signatur: K.-H./M
3057 (vgl. auch Quelle E1)
Das Stimmenmaterial157 besteht aus ungezählten, unvollständigen Rollenstimmen in Einzel-
faszikeln und aus einem weitgehend vollständigen Satz Instrumentalstimmen. Letztere stam-
men im wesentlichen von einer, die Vokalstimmen von einer anderen Schreiberhand.
Format: 23 x 32 cm hoch
Folgende Wasserzeichen sind erkennbar:
1) Bruchstücke von Buchstaben, möglicherweise „LS“
2) unterteiltes Wappen mit gekreuzten Schwertern und Bruchstücke von Buchstaben
Folgende Rollenstimmen sind vorhanden:
1) Il Conte: No. 14 und 18.
2) La Contessa: Rezitative; No. 11, 14, 16, 20, 21, 23, 29.
3) Susanna: Rezitative, einschließlich der Rezitativ-Fassung von No. 15: „Aprite presto
aprite“; No. 2, 7, 14, 16, 19, 21, 28, 29.
4) Figaro: Rezitative; No. 1, 2, 10, 27.
5) Marcellina: Rezitative; No. 16, 25, 29.
6) Coro: No. 8 (zwei Exemplare).
Rollenstimmen für Cherubino, Bartolo, Basilio, Don Curzio, Barbarina und Antonio fehlen.
Folgende Instrumentalstimmen sind vorhanden: je zwei Fl., Ob., Clar., Fag., Cor., Trbe.;
Timp.; V. I, V. II (zwei Ex.), [Va. fehlt] und B.
Das gesamte Stimmenmaterial läßt sich den Aufführungen in Berlin und Potsdam von 1790
(Erstaufführung in Berlin am 14. September 1790) zuordnen: Die Stimme Violino I trägt den
Vermerk „Mon. Vachon“ 158, die Stimme Oboe I das Datum „d. 10t Decbr [17]90“.

F: Vollständige Partiturkopie in zwei querformatigen Bänden angeblich Wiener Provenienz


(wohl um 1787), The British Library London, Music Collections, Signatur: Add. MS
16055 (Atto primo und Atto secondo) und 16056 (Atto terzo und Atto quarto) 159
Eine originale Titelseite fehlt und ist im frühen 19. Jahrhundert durch eine Neuschrift ersetzt
worden: Le Nozze di Figaro / o sia / La folle giernata / Comedia per Musica / Tiratta dal
Francese / in quattro Atti / La Musica à del Signor Wolffgango Mozart.160

156 Stefan Strasser, Susanna und die Gräfin, in: Zeitschrift für Musikwissenschaft 10 (1927/28), S. 208-216, insbe-
sondere S. 211-212 (dort kein Hinweis auf die mögliche Unvollständigkeit der Quelle).
157 Vgl. den Katalog Thouret (wie Anmerkung 155), S. 141, Nr. 3057.
158 Pierre Vachon († 1803) war von ca. 1787 bis ca. 1797 Konzertmeister der Berliner Hofkapelle; vgl. Christoph
Henzel, Quellentexte zur Berliner Musikgeschichte im 18. Jahrhundert, Wilhelmshaven 1999, S. 204.
159 Vgl. Tyson1987, S. 293-294: Quelle „(2)“, und Edge2001, S. 1537-1543.– Zu dieser Quelle vgl. auch Augustus
Hughes-Hughes, Catalogue of Manuscript Music in the British Museum, Band 2: Secular Vocal Music, London
1908, S. 354.
160 Die merkwürdigen orthographischen Fehler können schwerlich Domenico Dragonetti, einem gebürtigen Italie-
ner, unterlaufen sein.

81
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 82

Wz.: drei Halbmonde und „REAL“ und „MA“ unter Armbrust (vgl. TysonWK Nr. 86; siehe
die Abbildungen auf S. 327)
Die Handschrift stammt überwiegend von der Hand eines Schreibers (allem Anschein nach
aber keines Berufskopisten) und ist mit dem Nachlaß des bekannten Kontrabassisten Dome-
nico Dragonetti (1763-1846) über Vincent Novello an das British Museum in London ge-
langt; weitere Vorbesitzer sind nicht bekannt.
Die Zwischentitel lauten: Le Nozze di Figaro / Atto Secondo. [Bl. 148r ], Le Nozze di Figaro /
Atto Terzo. [Band 2: Bl. 1r ] und Le Nozze di Figaro / Atto Quarto. [Band 2: Bl. 102r ].

G1-6: Partiturkopien einzelner Nummern Wiener Provenienz (aus der Kopiatur-Werkstatt des
Wenzel Sukowaty, Wien), vielleicht zufällig erhaltener Rest einer vollständigeren
Abschrift aus der Privatmusikaliensammlung Josephs II., Österreichische Nationalbi-
bliothek Wien, Musiksammlung, Signaturen: S.m. 4155-4160
Format: jeweils 30 x 22 cm quer, 12zeilig rastriert; die Trimmung, die zu Textverlusten am
oberen Rand führte, ist möglicherweise erst im 20. Jahrhundert erfolgt161. Die Abschriften
weisen jeweils in der oberen rechten Ecke die Zuordnungsnummer 17 auf; darüber hinaus
sind die Faszikel mit Blaustiftnummern versehen, nämlich 14 in S.m. 4160, gefolgt von 16 in:
S.m. 4158 bzw. 17 in S.m. 4157 bzw. 18 in S.m. 4155 bzw. 19 in S.m. 4159. Wenn diese
Nummern sich ausschließlich auf Le nozze di Figaro beziehen sollten, müßte die Sammlung
ursprünglich wenigstens zwei Drittel des Gesamtwerks umfaßt haben. Gegen diese Annahme
spricht aber, daß die Nummern keinerlei Hinweise darauf geben, wie sie in den Gesamtver-
lauf einzuordnen wären, und es ist deshalb nicht auszuschließen, daß es sich um eine Auswahl
von Favoritstücken handelt. Die Kopisten waren des Italienischen nicht mächtig, was zum Teil
zu absurden Entstellungen geführt hat162. Der Hauptschreiber (Sukowaty 16) ist auch einer
der Hauptschreiber des Direktionsexemplars (= Quellen B1+2). Schrift und Wasserzeichenbe-
fund deuten auf zeitliche Nähe zu den ersten Wiener Aufführungen von 1786.

Im einzelnen sind – in der Reihenfolge des Handlungsverlaufs – folgende Faszikel erhalten:

G1: Signatur: S.m. 4155


No. 10 Aria: 16 Blätter (letzte Seite leer), jeweils 12zeilig rastriert.
Titelseite: Le Nozze di Figaro / Aria //: Non più andrai :/ Del Sigre Mozart
Wz.: drei Halbmonde mit „REAL“ und „RGA“ unter Baldachin (vgl. TysonWK Nr. 87; siehe
die Abbildungen auf S. 328)
Schreiber: Sukowaty 3

G2: Signatur: S.m. 4156


No. 13 Aria: 14 Blätter (letzte Seite leer)
Titelseite: Le Nozze di Figaro / Aria / venite inginocchiatevi / Del Sigre Amadeo Mozart

161 Die Handschriften sind erstmals – mit Angabe der Schreiber und Wasserzeichen – bei Edge2001, S. 1515-1527,
beschrieben.
162 Zum Beispiel in No. 10, T. 4-5 und 34-35: „giardino“ statt „girando“, in No. 16, T. 492-493: „garvofani“ statt
„garofani“.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 83

Folgende Wasserzeichen sind erkennbar:


1) drei Halbmonde mit „REAL“ und „MA“ unter Armbrust (vgl. TysonWK Nr. 86; siehe die
Abbildungen auf S. 327)
2) drei Halbmonde mit „REAL“ und „CS“ [doppelstrichig] / „C“ (ähnlich TysonWK Nr. 61)
3) drei Halbmonde mit „REAL“ und „RGA“ unter Baldachin (vgl. TysonWK Nr. 87; siehe
die Abbildungen auf S. 328)
Schreiber: Sukowaty 16 (wie S.m. 4157 und S.m. 4158), dassselbe Rastral wie S.m. 4158

G3: Signatur: S.m. 4158


No. 14 Terzetto: 16 Blätter (letzte Seite leer)
Titelseite: Le Nozze di Figaro / Terzetto / Del Sigl: Amade Mozart
Wz.: drei Halbmonde mit „REAL“ und „RGA“ unter Baldachin (vgl. TysonWK Nr. 87; wie
G1 = S.m. 4155)
Schreiber: Sukoway 16, dasselbe Rastral wie S.m. 4156

G4: Signatur: S.m. 4160


No. 16 Finale: 94 Blätter (letzte Seite leer)
Titelseite: Le Nozze di Figaro / Finale / Del Sigl: Amade Mozart
Folgende Wasserzeichen sind erkennbar:
1) drei Halbmonde mit „REAL“ und „RGA“ unter Baldachin (vgl. TysonWK Nr. 87; wie G1
= S.m. 4155)
2) drei Halbmonde mit „REAL“ und „CS“ [doppelstrichig] / „C“ (ähnlich TysonWK Nr. 61)
3) drei Halbmonde mit „REAL“ und „GF“ unter Baldachin (ähnlich TysonWK Nr. 55)
Schreiber: Sukowaty 11

G5: Signatur: S.m. 4157


No. 17 Duettino: 10 Blätter (letzte Seite leer)
Titelseite: Le Nozze di Figaro / Duetto //.crudel! perche finora./ Del Siglre Amadeo Mozart
Wz.: drei Halbmonde mit „REAL“ und „MA“ unter Armbrust (vgl. TysonWK Nr. 86; siehe
die Abbildungen auf S. 327)
Schreiber: Sukowaty 16

G6: Signatur: S.m. 4159


No. 19 Sestetto: 19 Blätter (letzte Seite leer)
Wz.: „REAL“ unter Wappen mit drei liegenden Halbmonden und „RGA“ unter Baldachin
(wohl wie TysonWK Nr. 87; siehe die Abbildungen auf S. 328)
Titelseite: Le Nozze di Figaro. / Sestetto. //:Riconosci in questo amplesso:/
Ein Bläser-Particell ist nicht vorhanden.
Schreiber: Sukowaty 16, dasselbe Rastral wie S.m. 4156

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 84

c) Quellen H bis J

Bei dieser vor allem im Hinblick auf die Rezeptionsgeschichte interessanten Gruppe handelt
es sich um Abschriften der Prager Fassung 1786/1787 böhmischer Provenienz163. Keine der
Quellen ist in ihrem ursprünglichen Zustand überliefert: Sie sind unvollständig oder im 19.
Jahrhundert nach anderen Quellen „normalisiert“.

H: Partiturkopie Prager Provenienz, Det Kongelige Bibliotek København, Signatur: C I, 280


mu 7502.0131
Die Handschrift besteht aus drei unpaginierten Bänden (Atto primo, Atto secondo, Atto
terzo/Atto quarto). Format, Anzahl der Blätter und Wasserzeichen nicht ermittelt.
Titel zu Band 1: DoublƐ:[unterschlängelt] / Figaro. / 1ster Act.
Die Titelseite zu Band 1, auf der oben links und in der Mitte Bibliotheksstempel angebracht
sind, lautet: Le Nozze di Figaro / Comedia per Musica / in quattro atti / La Musica del SigƐ:
Wolfgl: AmadƐ: Mozart.
Die weiteren Bandtitel bzw. Innentitel lauten:
Figaro / 2. Act bzw. Le Nozze di Figaro. / Atto Secondo.
DoublƐ: / Figaro / 3. 4. Act. bzw. Atto terzo [auf erster Notenseite]
Le Nozze di Figaro. / Atto 4:to [darunter geschwungene Klammer]
Die Handschrift weist erhebliche Gebrauchsspuren auf, die geschlossenen Nummern sind
häufig mit dänischem Zweittext versehen und die Rezitative fast ausnahmslos Ersatzkopien
aus dem 19. Jahrhundert164. Der Vermerk „DoublƐ:“ dürfte darauf hinweisen, daß dem Hof-
theater ein weiteres Exemplar der Oper (nicht notwendigerweise eine Handschrift) gehört hat.
Die vorgenommenen Änderungen zielen im wesentlichen darauf ab, die Varianten der Prager
Fassung an die – durch den Simrock-Druck von 1818/1819 (Quelle S2: S. 103) – repräsentier-
te „Normalfassung“ anzugleichen.

I: Unvollständig überlieferte Partiturkopie Prager Herkunft (Atto primo und Atto secondo)
aus dem Jahr 1786 oder 1787165, Badische Landesbibliothek Karlsruhe, Signatur: Donau-
eschingen Mus. ms. 1393, Tasche 1
Zwei Bände (133 und 146 Blätter); Format: ca. 29 x 22,5 cm quer, 10- und 12zeilig rastriert.
Wz.: bekröntes „B“
Titel auf der jeweils ersten leeren (unrastrierten) Seite: Le Nozze di Figaro / Comedia per
Musica / in quattro Atti / La Musica del SigƐ: re VolfgƐ: AmadƐ: Mozart. bzw. Le Nozze / di
Figaro./ Atto Secondo.
Beide Bände weisen auf der Titelseite unten rechts den Bibliotheksstempel auf: FÜRSTLICH
FÜRSTENBERGISCHE HOFBIBLIOTHEK DONAUESCHINGEN.

163 Vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 267-269.


164 Die originalen Rezitative wurden wohl bei der dänischen Singspielfassung entfernt und erst in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder substituiert. – Aufführungen in dänischer Sprache sind bei Rudolph
Angermüller (vgl. oben S. 19 in: Vorbemerkungen), S. 90-91, erst für die Jahre 1838 und 1842 nachgewiesen;
vgl. aber Loewenberg, a. a. O. (wie Anmerkung 141), Sp. 427-428: 9. Januar 1821, was mit dem Schriftbefund
eher korrespondiert.
165 Vgl. Tyson1987, S. 294: Quelle „(5)“, und Tyson1988, S. 321-333.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 85

Die Kopiatur erfolgte aktweise durch zwei Hauptschreiber166.


Erste Aufführung in Donaueschingen am 23. September 1787167.
Die Handschrift ist mit der Fürstlich-Fürstenbergischen Musiksammlung 1999 an die Badi-
sche Landesbibliothek Karlsruhe gelangt168.
Jeweils Pappeinband mit kronenförmigem Titelschild: Figaros Hochzeit. / in 4 Aufzügen /
Erster Aufzug. [Zweiter Aufzug] / Von / Mozart [die beiden letzten nur auf dem Schild von
Band 1 in sonnenartiger Umrahmung], jeweils unten rechts Provenienzhinweis F. F.
Folgende Seiten des Manuskripts sind faksimiliert in:
Blatt 76v aus Band 1 mit Beginn der Cavatina „Signora mia garbata“ [statt des Duettino
„Via resti servita, madama brillante“, in: Tyson1988, S. 324.
Bl. 82r aus Band 1: Atto primo, Scena VI: Übergang von NMA S. 93 zu S. 103 unter
Auslassung von No. 6, in: Tyson1988, S. 325.
Bl. 35v aus Band 2: Atto secondo, Scena II, Recitativo „Quante lepidezze“ [statt Recitativo
„Quante buffonerie“], in: Tyson (ebenda), S. 332.
Die Donaueschinger Rollenstimmen mit deutschen Gesangstext (es fehlen dort Marcellina
und Cherubino) und die Instrumentalstimmen169 sind als lokale Einrichtung nur von rezep-
tionsgeschichtlichem Wert170 und bleiben hier deshalb unberücksichtigt171.

166 Laut Tyson1988, S. 323, sind die beiden Hauptschreiber auch in der sogenannten Donebauerschen Handschrift
des Don Giovanni (KonservatoĜ v Praze, hudební archiv Praha, Signatur: 1 C 276/1-4) nachgewiesen. Vgl. zu
dieser Quelle den Krit. Bericht zu NMA II/5/17: Don Giovanni (Wolfgang Rehm), S. 32-39, wo es jedoch
unterblieben ist, die Verbindung zur Quelle I von Le nozze di Figaro herzustellen.
167 Zum Theaterzettel siehe Württembergisches Landesmuseum Stuttgart, Baden und Württemberg im Zeitalter
Napoleons, Ausstellungskatalog [Band I/2], Stuttgart 1987, S. 896.
168 Vgl. „… Liebhaber und Beschützer der Musik“. Die neu erworbene Musikaliensammlung der Fürsten zu Für-
stenberg in der Badischen Landesbibliothek, Katalog der Ausstellung in der Badischen Landesbibliothek vom
20. September bis 25. November 2000, Karlsruhe 2000, insbesondere S. 102-104, sowie dort auch die Beiträge
von Manfred Schuler, Die Musikalien der Fürsten zu Fürstenberg. Untersuchungen zu Genese und Bestand der
neu erworbenen Sammlung, S. 15-20, und von Manfred Hermann Schmid, Mozart und der Fürstlich Fürsten-
bergische Hof in Donaueschingen, S. 21-36.
169 Signaturen: Mus. ms. 1393, Tasche 3 bzw. Mus. ms. 1393, Taschen 4 und 5.
170 Manfred Schuler, Die Aufführung von Mozarts „Le nozze di Figaro“ in Donaueschingen 1787: Ein Beitrag zur
Rezeptionsgeschichte, in: Archiv für Musikwissenschaft 45 (1988), Heft 2, S. 111-131; derselbe, Das Donaue-
schinger Aufführungsmaterial von Mozarts „Le Nozze di Figaro“, in: Florilegium Musicologicum. Hellmut Fe-
derhofer zum 75. Geburtstag, hrsg. von Christoph-Hellmut Mahling (Mainzer Studien zur Musikwissenschaft
21), Tutzing 1988, S. 375-388.
171 In Tyson1988, S. 332-333, wird auf Diskrepanzen zwischen den Lesarten der Singstimmen in der Partitur und
in den Rollenstimmen aufmerksam gemacht, die nicht durch die deutsche Textierung allein erklärt werden
können und gerade in der Frage der relativen Lage der Stimmen von Susanna und La Contessa mehr Fragen
aufwerfen als Antworten bieten. Zu den lokalen Auszierungen vgl. Ludwig Finscher, Verlorengegangene
Selbstverständlichkeiten, in: Musica 36 (1982), S. 19-23, sowie Karin und Eugen Ott, Handbuch der
Verzierungskunst in der Musik, Band 3: Die Vokalmusik in der Zeit Mozarts, München 1998, S. 218-261, vor
allem S. 231-239 (zur Arie „Vedrò mentre io sospiro“ in No. 18) und S. 240-248 (zur Arie „Dove sono i bei
momenti“ in No. 20 und S. 259 (zur Schlußkadenz der Arie „Deh vieni non tardar“ in No. 28). – Vgl. auch
Abschnitt III. Fassungen, S. 267.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 86

J: Unvollständig überlieferte Partiturkopie in zwei (von ursprünglich drei) Bänden böh-


mischer Provenienz (Atto terzo fehlt); Stadtbibliothek Leipzig, Musikbibliothek, Signa-
tur: PM 3016 (früher: Musikbibliothek Peters Leipzig)
Band 1: Atto primo und Atto secondo (143 und 155 Blätter bzw. 19 Blätter: Harmoniestim-
men-Particell zu No. 16), insgesamt 635 Seiten (S. 636 leer).
Band 2: Atto quarto (121 Blätter bzw. 22 Blätter: Harmoniestimmen-Particelle zu No. 19, 23
und 29), insgesamt 286 Seiten.
Das Papier ist bräunlich getönt; Format: 32 x 24 cm quer, überwiegend 12zeilig rastriert.
Wz.: Stern und „CN“ (keine Konkordanz in TysonWK; vgl. aber für ähnliche Papiere Ty-
sonWK Nr. 107).
Die Titelseite lautet: Le Nozze di Figaro / Comedia per Musica / in Quattro Atti // La Musica
è del Volfg: Amad: Mozart. Die Bandtitel zu Atto secondo und Atto quarto lauten: Le Nozze
di Figaro / Atto II do [Band 1: S. 287] bzw. Le Nozze di Figaro / Atto IV:to [Band 2: S. 1].
Die Handschrift wurde im wesentlichen von einem (böhmischen?) Kopisten angefertigt. Sie
steht der Prager Überlieferung nahe und enthielt ursprünglich gekürzte Fassungen von vier
Nummern (No. 5, 7, 14, 15), deren längere Originalfassungen im 19. Jahrhundert durch Einla-
gen und Überklebungen wieder hergestellt worden sind. No. 6 fehlte zunächst völlig und ist erst
im 19. Jahrhundert nach Scena VI in Atto primo eingelegt worden; dasselbe gilt für No. 28a,
das in einer Kopie desselben Schreibers aus dem 19. Jahrhundert in Band 2 unmittelbar nach
No. 28 seinen Platz gefunden hat172.
Über die Herkunft der Handschrift vor ihrer Erwerbung durch die Musikbibliothek Peters
Leipzig, ist nichts bekannt 173; seit dem Jahre 2004 ist sie nicht mehr zugänglich.

d) Quellen K und L

Die Fassungen der Wiener Aufführungen von 1789/1791 werden zwar zunächst durch das
Direktionsexemplar [Quellen B1+2, S. 71-74] und den Originalstimmensatz [= Quellengruppe 1
in Quelle C, S. 76-77] dokumentiert174. Da diese beiden Quellen, wie oben ausgeführt, unvoll-
ständig und durch langjährigen Gebrauch kontaminiert sind, waren eine Reihe von direkt (in
Einzelfällen wohl nur mittelbar) auf die Kopiaturwerkstatt des Wiener Hoftheaters unter
Wenzel Sukowaty zurückgehende Quellen als Ergänzung heranzuziehen. Abweichend von
entsprechenden Kopien zu Don Giovanni KV 527 und Così fan tutte KV 588 ist die Herkunft
aus der Werkstatt Sukowaty auf den Figaro-Abschriften nicht vermerkt175, und wenn die
bekannte Florentiner Handschrift (= Quelle L) auch nicht als wichtigster Überlieferungsträger

172 Offenbar nachträglich sind in Analogie zu No. 20 (Recitativo istrumentato ed Aria) bei No. 27 und 28 Rezitativ
und Arie jeweils separat gezählt, so daß sich die Gesamtzahl der Nummern in Quelle J auf 34 erhöht.
173 Das Wasserzeichen der Ersatznummer No. 28a (bekröntes Lilienschild mit angehängter Vierermarke, undeutli-
che Buchstaben) hilft für die Lokalisierung nicht weiter, doch sind ähnliche Wasserzeichen für die Papiermühle
Kirchberg/Böhmen nachgewiesen.
174 Vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 263-266.
175 Zu einer Ausnahme vgl. Quelle O4 auf S. 98.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 87

anzusehen ist, enthält sie nach derzeitigem Kenntnisstand doch als einzige alle Revisionen
und Ersatzstücke.

K: Partiturkopie mit vier Harmoniestimmen-Particellen Wiener Provenienz (Kopiatur-Werk-


statt Sukowaty) aus der Zeit zwischen 1789 und 1793, Sächsische Landesbibliothek –
Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Signatur: Mus. 3972-F-49
Die Handschrift besteht aus einem einzigen und damit sehr umfangreichen grünen Halb-
lederband (166, 161, 105 und 121 Blätter sowie 36 Blätter Harmoniestimmen-Particelle zu
No. 16, 19, 23 und 29).
Der Rückentitel lautet: LE NOZZE DI FIGARO / DI / MOZART. Die Ausstattung des Bandes
weist auf die Privat-Musikaliensammlung des sächsischen Königs Friedrich August III.
Handschriftliche Eintragungen, die aber leicht vom ursprünglichen Notentext zu unterschei-
den sind, stehen mit einer Verwendung der Partitur bei der Einrichtung des Pasticcios Gli
amanti folletti (Dresden 1794) in Zusammenhang176. Aus dem Premierendatum 14. Januar
1794 ergibt sich für Quelle K ein Terminus post quem non177. An der Herstellung der sehr
sorgfältigen und nahezu fehlerfreien Kopie waren verhältnismäßig wenige Schreiber beteiligt.
Papier: ca. 32 x 24 cm quer, überwiegend 12zeilig rastriert.
Folgende Wasserzeichen sind erkennbar:
1) drei einander berührende, breite Halbmonde, Wappen, undeutliche Buchstaben, vielleicht
„FI“
2) drei kleine Halbmonde, großes Wappen und „MAV“
3) drei Halbmonde, Armbrust und „REAL“
4) drei kleine Halbmonde, ohne Gegenmarke
5) Wappen, darunter „GL“
Die Titelseite lautet: Le Nozze di Figaro / Comedia per Musica / in Quattro Atti / Rappre-
sentata nel Teatro di Corte / a Vienna L’Anno 1786. / La Musica è del Siglre WolfgƐ o Amado
Mozart.; die Zwischentitel lauten: Le Nozze di Figaro / Atto Secondo. [S. 323]; Le nozze di
Figaro / Atto 3zo [S. 655]; Le Nozze di Figaro / Atto Quarto [S. 865].
In vielen Nummern fehlt der Kopftitel, der sich aber in der Regel aus dem jeweiligen
Vorausvermerk ergibt; die Duettini sind durchweg als Duetto bezeichnet.

176 Vgl. hierzu Ortrun Landmann, Die Dresdner italienische Oper zwischen Hasse und Weber. Ein Daten- und
Quellenverzeichnis für die Jahre 1765-1817, Dresden 1976, S. 19, Nr. 14; dieselbe, Gli Amanti folletti – ein
Dresdner Mozart-Pasticcio, in: Kongreßbericht zum VII. Internationalen Gewandhaus-Symposium. Wolfgang
Amadeus Mozart. Forschung und Praxis im Dienst von Leben, Werk, Interpretation und Rezeption anläßlich
der Gewandhaus-Festtage in Leipzig vom 3. bis 6. Oktober 1991 (= Dokumente zur Gewandhausgeschichte 9),
Leipzig 1993, S. 157-168. Zwei von Quelle K abhängige Partiturkopien Dresdner Provenienz (Signaturen: Mus.
3972-F-520 und Mus. 3972-F-158) sind ohne besonderen Quellenwert.
177 Ein Nachweis des Ankaufsdatums in den „extra-ordinairen“ Ausgaben des Königshauses steht noch aus. Zu
den Beziehungen des sächsischen Hofes zum Wiener Hof (die Mutter des sächsischen Königs war
habsburgische Prinzessin) im fraglichen Zeitraum vgl. Annegret Rosenmüller, Die Überlieferung der Clavier-
konzerte in der Königlichen Privatmusikaliensammlung zu Dresden im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts
(Schriften zur mitteldeutschen Musikgeschichte 5), Eisenach 2002, S. 112-122.

87
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 88

L: Partiturkopie, dazu umfangreiches Stimmenmaterial, Wiener Provenienz (vielleicht


Kopiatur-Werkstatt Wenzel Sukowaty) aus der Zeit um 1803 bis 1806, Conservatorio
Statale di Musica „Luigi Cherubini“ Firenze, Biblioteca, Signatur: F. P. T. 262 [= Fondo
Pitti Teatro (olim: A 262)]
Die Partitur umfaßt vier Bände (178, 203, 107 und 123 Blätter sowie sechs Blätter Harmonie-
stimmen-Particelle nur zu No. 16, 29 und 23), die aktweise in rot-marmoriertem Pappeinband
mit szenischem Bild gebunden sind. Format: ca. 29 x 22 cm quer, zumeist 12zeilig rastriert;
Wz.: nicht ermittelt
Der Bandtitel lautet: LE NOZZE DI FIGARO / Atto I[-IV] / Del Sigre Mozart.; die Titelseite zu
Band 1 lautet: Partitura. / Le Nozze di Figaro. / Atto Primo. / Del Sigre Mozart. / Lausch178;
die Titelseiten der weiteren Bände lauten: Partitura. / Le Nozze di Figaro. / Atto Secondo. /
Del Sigre Mozart. bzw. Le Nozze di Figaro / Atto 3zo / Del Sigre Mozart bzw. Le Nozze di
Figaro / Atto Quarto / Del Sigre Mozart 179
An der Herstellung der Handschrift waren wohl wenigstens sieben Schreiber beteiligt.
Nach einer Notiz in Band 1 der Partiturkopie befinden sich in der Bibliothek unter derselben
Signatur zusätzlich folgende Instrumental- und Vokalstimmen:
Atto 1° parti cavate z 19. Strumentati. ·
· 38
19. Cantanti. z
Atto 2°. parti cavate 16. Strumentati.
–––––––––––––––––––––––––––––––––
Atto 3° parti cavate z 19. Strumentati. ·
· 38
19. Cantanti. z
Atto 4° parti cavate z 18. Strumentati. ·
· 28
10. Cantanti. z
–––––––––––––––––––––––––––––––––
pezzi attaccati z
1° Nr. 16 ·
· 28
2° Nr. 12 z
Auf den entsprechenden Bibliotheks-Karteikarten sind abweichend 72 Vokalstimmen und 85
Instrumentalstimmen (Signatur einmal angegeben als: A II 176-187) bzw. 67 Vokalstimmen
und 120 Instrumentalstimmen (Signatur: F. P. T. 262) verzeichnet. Die Stimmen konnten
nicht eingesehen werden. Nach persönlicher Mitteilung von Dexter Edge handelt es sich nicht
um Stimmenmaterial, das bei der Aufführung von 1788 benutzt worden war, sondern um
Materialien des frühen 19. Jahrhunderts180. Zusätzlich vorhanden ist in der Bibliothek eine
Sammelhandschrift (Signatur: D II 384), die in Partitur No. 13, 20 und 28 überliefert.

178 Die Richtigkeit der Zuweisung an den Kopiaturbetrieb Lausch wird von Edge2001, S. 1533-1534, bezweifelt,
doch ist nicht recht erkennbar, in welcher Absicht der Name nachträglich hinzugefügt worden sein sollte. Als
Zutat aus späterer Zeit (vielleicht frühes 20. Jahrhundert) ist die Bleistifterläuterung „copista / del tempo di
Mozart“ erkennbar.
179 Vgl. Tyson1987, S. 294-295: Quelle „(6)“, und Edge2001, S. 1532-1536. Zur Handschrift vgl. auch Riccardo
Gandolfi, Carlo Cordara und Arnaldo Bonaventura, Catalogo delle opere musicali teoriche e pratiche di autori
vissuti sino ai primi decenni del secolo XIX. Biblioteca del Conservatorio di Musica Firenze, Parma 1929,
S. 186.
180 Vgl. auch Edge2001, S. 1535.

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In diesen Materialien aus Florenz sind somit sowohl die ursprünglichen Fassungen von 1786
als auch die Revision von 1789/1791 dokumentiert. Einzig die ursprüngliche Fassung der
Almaviva-Arie aus No. 18 ist allem Anschein nach nicht mehr greifbar.
In der Partiturkopie sind die Ersatznummern von 1789 an den entsprechenden Stellen einge-
rückt, weshalb Alfred Einstein der Handschrift besonderen Quellenwert für die Rekonstruk-
tion einer Fassung Wien 1789/1791 einräumte181. Forschungen von Alan Tyson belegen aber,
daß die Kopie erst nach 1800 angefertigt worden ist. Da ältere, zugleich textlich zuverläs-
sigere Abschriften der Werkfassung von 1789 vorliegen (z. B. die Dresdner Kopie = Quelle
K, mit Abstrichen auch die Quellen B1+2 und C1), bedarf die Handschrift L im Rahmen der
NMA keiner ins Detail gehenden Darstellung.

M1: Unvollständig überlieferte Partiturkopie (nur Atto terzo und Atto quarto) Wiener Pro-
venienz (Kopiatur-Werkstatt Wenzel Sukowaty) aus der ersten Hälfte des Jahres 1789,
Országos Széchényi Könyvtár Budapest, Signatur: Ms. mus. OK-11/a-3 182
Beide Akte (116 und 134 Blätter) sind in einem Pappband mit dem Außentitel (wohl um
1805) Die Hochzeit des Figaro / 3ter und 4ter Akt zusammengebunden. Format und Schreiber
nicht ermittelt. Der erste Band mit Atto primo und Atto secondo ist bereits vor 1805 verlorenge-
gangen und durch eine Abschrift mit deutschem Text ersetzt (Signatur: Ms. mus. OK-11/a-1/2);
zur selben Zeit ist die Unterlegung des deutschen Texts in Atto terzo und Atto quarto erfolgt.
Folgende Wasserzeichen sind bei Bartha und Somfai beschrieben:
1) drei Halbmonde mit „REAL“ und „AV“ unter Krone (vgl. TysonWK Nr. 88; siehe die
Abbildungen auf S. 328)
2) drei Halbmonde und „CS“ / „C“ unter Baldachin (vgl. TysonWK Nr. 101; siehe die Abbil-
dung auf S. 328)
3) drei Halbmonde und „GBR Kiesling“ [auch „G Kiesling“]

M2: Unvollständig überlieferte, gemeinsam mit Quelle M1 verwahrte Stimmen Wiener Her-
kunft, Országos Széchényi Könyvtár Budapest, Signatur: OK-11/b
Vorhanden sind nur Teile der Rollenbücher (Figaro unvollständig; Marcellina, Antonio und
Barbarina fehlen). Die Instrumentalstimmen wurden in Esterháza nach Quelle M1 angefertigt
(teils um 1788/ 1790, teils 1805) und bleiben hier unberücksichtigt (vgl. auch Quelle P5).
Die von Tyson erstmals, dann erneut von Edge beschriebenen Diskrepanzen zwischen Parti-
tur und Stimmen183 erklären sich daraus, daß die Ausschrift der Stimmen nicht nach dem
Direktionsexemplar des Wiener Hoftheaters (Quellen B1+2) angefertigt worden ist, sondern

181 Vgl. KV3a, S. 624 und S. 1017.


182 Vgl. Tyson1987, S. 294: Quelle „(4)“ mit Faksimiles auf S. 313-314. – Quellenbeschreibung bei Dénes Bartha
und László Somfai, Haydn als Opernkapellmeister: Die Haydn-Dokumente der Esterházy-Opernsammlung, Bu-
dapest und Mainz 1960, S. 367-368; eine ausführliche Beschreibung bietet auch Edge2001, S. 1527-1533. Für
freundliche Hinweise sei Frau Christine Siegert, Köln, gedankt.
183 Vgl. Tyson1987, S. 315-316 (mit Faksimile von Bl. 9r aus dem Rollenbuch für Cherubino mit der Arietta „Voi
che intendete“ auf S. 316), und Edge2001, S. 1597-1598.

89
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 90

daß die Kopiatur der Vokalstimmen aus praktischen Gründen nach den Originalstimmen
erfolgt ist (vgl. Quelle C). Der Budapester Stimmensatz kann damit, wenn auch nur teilweise,
als Ersatzquelle für die in Quelle C1 fehlenden Vokalstimmen dienen; hiervon wird im Noten-
anhang D/9 (S. 405-407) für die Rekonstruktion der ursprünglichen Cherubino-Arietta „Voi
che intendete“ Gebrauch gemacht.

T e x t b ü c h e r 184

N1: Libretto-Erstdruck Wien 1786185 – SartoriLI No. 16737


[Titel:] LE NOZZE / DI FIGARO. / COMEDIA PER MUSICA / TRATTA DAL FRAN-
CESE / IN QUATTRO ATTI. / DA RAPPRESENTARSI / NEL TEATRO DI CORTE /
L’ANNO 1786. / IN VIENNA, / PRESSO GIUSEPPE NOB. DE KURZBEK, / STAM-
PATORE DI S, M, I, R,
Hochformat (8o), 100 Seiten: S. [I] Titel (siehe das linke Faksimile in Teilband 1 auf
S. XXX), S. [II] ATTORI. mit Angabe über Handlungsort, Textdichter und Komponist (siehe
das mittlere Faksimile in Teilband 1 auf S. XXX), S. [1]-[2] „Il tempo prescritto“ (Lorenzo
Da Ponte)186, S. 3-24: ATTO PRIMO. (S. [3]: siehe das rechte Faksimile in Teilband 1,
S. XXX), S. 25-56: ATTO SECONDO., S. 57-78: ATTO TERZO., S. 79-99: ATTO QUARTO.,
S. [100]: leer.
Exemplare:187
a) Library of Congress Washington/D.C., Signatur: ML 48. S6826 (olim: Schatz 6286) mit
handschriftlichen Eintragungen188, danach vollständiges Faksimile in: WarburtonLMO 3,
S. 3-103189
b) Conservatorio Statale di Musica „Luigi Cherubini“ Firenze, Biblioteca, Signatur: F V 839190
c) Biblioteca del Burcardo Roma, Signatur: 3.37.2.19
d) Newberry Library Chicago/IL, Signatur: Case V 4609.447, vol. 1191

184 Aus der Zeit bis 1791 (Quellen N1 bis N11) und Wien 1798 (Quelle N12).
185 Die Textbücher N1 und N2 sind nachgewiesen durch Franz Hadamowsky, Die Wiener Hoftheater (Staatsthea-
ter) 1776-1966. Verzeichnis der aufgeführten Stücke mit Bestandsnachweis und täglichem Spielplan.Teil I:
1776-1810, Wien 1966 (= Museion. Veröffentlichungen der Österreichischen Nationalbibliothek), S. 92: „(Dr
(ital. u deutsch) W:Logenm. 1786.)“
186 Siehe weiter unten: Dokumente, S. 95.
187 SartoriLI, Band 5, Aggiunte, zu No. 16737: „Anche in A-W“ [= Stadt- und Landesbibliothek Wien], Verwechs-
lung wohl mit dem deutschem Libretto, Wien 1786 (= Quelle N2; zwei Exemplare unter der Signatur
A. 13.604).
188 Vgl. Vorwort in Teilband 1, S. XX. – Zur Auswertung siehe Abschnitt V. Bemerkungen zum Libretto, dort
Anhang (zu „V/1“ und „V/2“), S. 312-314.
189 Vgl. Library of Congress. Catalogue of Opera Librettos Printed Before 1800, hrsg. von Oscar George Theodore
Sonneck, Volume 1: Title Catalogue, Washington 1914, S. 807.
190 Die Musiknummern sind in diesem Exemplar nachträglich mit einem Strich von den Rezitativen abgetrennt;
No. 17 („Crudel! perchè finora“) ist handschriftlich gestrichen.
191 Vgl. Bibliographic Inventory to the Early Music in the Newbery Library, hrsg. von Donald William Krummel,
Boston 1977, S. 221, Nr. 3947. Das Exemplar ist wohl identisch mit dem im National Union Catalogue, Pre-

90
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 91

e) Privatsammlung James J. Fuld New York/NY192


f ) Národní muzeum – Muzeum þeské hudby, hudební archiv Praha, Signatur: B 7176

N2: Libretto-Druck Wien 1786 – Deutsche Prosa-Übersetzung


[Titel:] Die / Hochzeit des Figaro. / Ein / Schauspiel in Musik / in 4. Aufzügen / aus dem
Französischen herausgezogen. / Aufgeführet / in dem k. k. Nazionalhoftheater. / Im Jahre
1786. / Wien, / bei Joseph Edlen v. Kurzbeck, k. k. / Hofbuchdrucker, Groß= und Buch-
händler.
Hochformat (8o), 104 Seiten (mit fehlerhafter Paginierung): S. [1] Titel, S. [2] Personen. mit
Angaben über Textdichter und Komponist [Angabe über den Handlungsort fehlt], S. [3]-[4]
Vorrede. [Lorenzo Da Ponte]193; S. [3]-23: Erster Aufzug., S. 24-55: Zweyter Aufzug., S. 59
[recte: 56] bis 79: Dritter Aufzug., S. 80-101: Vierter Aufzug., S. [102]: leer.
Exemplare: Stadt- und Landesbibliothek Wien, Signatur: A 13.604 (zwei Exemplare, davon
eines im Mozarthaus Vienna, Domgasse 5 [ehemals Figarohaus], ausgestellt); nach dem „II.
Exemplar“, in dem der Titel überklebt ist, vollständiges Faksimile in: WarburtonLMO 4,
S. 289-391.

N3: Libretto-Druck Prag 1786 – SartoriLI No. 16736


[Titel]: LE NOZZE / DI FIGARO, / O SIA / LA FOLLE GIORNATA. / COMEDIA PER
MUSICA / TRATTA DAL FRANCESE / IN QUATTRO ATTI. / DA RAPPRESENTARSI /
Nei Teatri di Praga / l’Anno 1786. / Preso Giuseppe Emanuele Diesbach.
S. 1 Titelseite, S. 2 ATTORI.; S. 3-103: Libretto-Text; S. 104 leer194.
Verwendetes Exemplar:
Stadt- und Landesbibliothek Wien, Signatur: A 82551195

N4: Libretto-Druck Monza 1787 – SartoriLI No. 16738


[Titel:] LE NOZZE / DI FIGARO / COMMEDIA PER MUSICA / DA RAPPRESENTARSI /
NEL TEATRO DI MONZA / L’Autunno dell’anno 1787. / DEDICATA / Alle LL.AA.RR. /
IL SERENISSIMO ARCIDUCA / FERDINANDO / Principe Reale d’Ungheria, e Boemia,
Arciduca d’Austria, / Duca di Borgogna, e di Lorena ec. / Cesareo Reale / Luogo Tenente,
Governatore, e Capitano / Generale nella Lombardia Austriaca, / E LA / SERENISSIMA

1956 Imprints, Band 399, Hansell 1975, S. 11, irrtümlich unter der Signatur US-Wc Case V 4609.447.v.1 ange-
zeigten Exemplar.
192 Vgl. James J. Fuld, The Book of World-Famous Libretti: the Musical Theater from 1598 to Today, New York
1984, S. 222 (mit Faksimile der Titelseite).
193 Siehe weiter unten: Dokumente, S. 95-96.
194 Faksimile der Titelseite bei Tyson1987, S. 298 (nach Exemplar in: Národní muzeum – Muzeum þeské hudby,
hudební archiv Praha).
195 Zu weiteren Exemplaren italienischsprachiger Libretti siehe stets bei SartoriLI unter der jeweils angegebenen
Nummer.

91
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 92

ARCIDUCHESSA / MARIA RICCIARDA / BEATRICE D’ESTE / PRINCIPESSA DI MO-


DENA. / IN MILANO / Apresso Gio. Batista Bianchi Regio Stampatore / Colla Permissione.
Verwendetes Exemplar:
Conservatorio Statale di Musica „Luigi Cherubini“ Firenze, Biblioteca, Signatur: F VI 4900

N5: Libretto-Druck Donaueschingen 1787 – Deutsche Singspielfassung


[Titel]: Der / Lustige Tag / oder / Die / Hochzeit des Figaro. / Ein / Singspiel / in vier Auf-
zuegen. / Aus dem Französischen des Hrn. von Beau= / marchais in das Italienische, und aus
diesem / in das Deutsche für das Fürstlich Fürsten= / bergische Hoftheater übersetzt. / Die
Musik ist von dem berühmten / Hrn. Mozart, Kapellmeistern in Wien. / Gedruckt zu Do-
naueschingen 1787.
S. 1 Titelseite, S. 2 Personen; S. 3-51: nur die geschlossenen Nummern196; S. 52 leer.
Exemplare:
a) Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek Donaueschingen, Signatur: UB 3g197
b) Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Signatur: Tb 62412 [unvollständig: es
fehlen die ersten drei Blätter]

N6: Libretto-Druck Firenze 1788 – SartoriLI No. 16739


[Titel]: Le NOZZE / DI FIGARO / O SIA / LA FOLLE GIORNATA / DRAMMA PER
MUSICA / DA RAPPRESENTARSI / NEL REGIO TEATRO / DI VIA DELLA PERGOLA /
LA PRIMAVERA DEL MDCCLXXXVIII. / SOTTO LA PROTEZ. DELL’ A.R. / DI /
PIETRO LEOPOLDO / ARCIDUCA D'AUSTRIA / PRINCIPE REALE D’ UNGHERIA e
DI BOEMIA / GRAN-DUCA DI TOSCANA / ec. ec. ec. / IN FIRENZE MDCCLXXXVIII. /
Nella Stamp. Albizziniana da S.M. in Campo / Con licenza de’ Superiori
[Mit:] Balli di Antonio Berti: IL DISSOLUTO
68 S.
Verwendetes Exemplar:
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-
Archiv, Signatur: Tm 1133

N7: Libretto-Druck Frankfurt/Main 1788 – Deutsche Singspielfassung


[Titel]: Arien und Gesänge / aus der / Hochzeit des Figaro. / Eine Operette / in vier Aufzügen. /
Die Musik ist von Herrn Mozart. / Frankfurt 1788.
S. 1 Titelseite, S. 2 Singende Personen; S. 3-35: nur die geschlossenen Nummern; S. 36: leer.
Verwendetes Exemplar: Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Signatur: Mus.
Hs. Opern 384 (25)

196 Faksimile der Titelseite bei Tyson1987, S. 298.


197 Das Exemplar wurde 1999 nicht an die Badische Landesbibliothek Karlsruhe verkauft und offenbar auch nicht
anderweitig veräußert. Vgl. den in Anmerkung 168 nachgewiesenen Katalog, dort S. 104 (Eintrag: B 6 ) .

92
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 93

N8: Libretto-Druck Graz 1788 – Deutsche Singspielfassung


[Titel]: Der närrische Tag, / oder die / lustige Hochzeit / des Figaro. / Ein Singspiel in vier
Aufzügen / nach / dem französischen des Beaumarchais fürs deutsche / Theater bearbeitet /
von / Johann Georg Karl Giesecke / Schauspieler. / Die Musik ist von Herrn Kapellmeister /
Wolfgang Mozart. / Grätz, gedruckt bey Andreas Leykam 1788.
S. 1 Titelseite, S. 2 Personen; S. 3-66: Text mit Dialogen.
Exemplar: Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg, Sammlung Proske, Signatur: Mus. tx.
123.

Exkurs: Wien 1789


Ein Wiener Druck von 1789, wie er im Vorwort (Teilband 1, S. XII, linke Spalte unten)
genannt wird, ist nicht nachweisbar: Hier handelt es sich insofern um ein Mißverständnis, als
der als Referenzquelle wohl mittelbar herangezogene Leopold von Sonnleithner in seinen
Mozartiana III nicht über ein Exemplar berichtet (wie seit KV3 irrtümlich angenommen
wird), sondern seine Leser gerade um Mithilfe beim Nachweis eines Exemplars bittet198.

Exkurs: Passau 1789 – Deutsche Singspielfassung


Obgleich gegenwärtig nur zwei Exemplare eines Textdrucks von 1793 nachweisbar sind199,
hat Antoine-Élisée Cherbuliez darauf verwiesen, daß diese wohl textgleich mit dem Text-
druck zur Aufführung von 1789 sein dürften200.

N9: Libretto-Druck Köln 1789 – Deutsche Singspielfassung


[Titel]: Die / Hochzeit / des / Figaro. / Eine Operette / in vier Aufzügen. / Nach dem Ita-
liänischen frei bearbeitet / von / C. A. Vulpius. / Die Musik ist von Mozart. / Köln am Rheine
1789. / Gedruckt und verlegt in der Langenschen Buchhandlung.
S. 1 Titelseite, S. 2 Personen; S. 3-92: Text mit Dialogen.
Exemplar: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Theatersammlung, Signatur: 845000-A Th.
133 (4)

198 Vgl. dazu Recensionen und Mittheilungen über Theater und Musik 11 (1865), Nr. 46 (18. November 1865),
S. 721-723, hier S. 721: „Es wäre daher sehr erwünscht, auch von der ‚Hochzeit des Figaro’ den Urtext von
1786, wie auch die wahrscheinlich 1789 erschienene zweite Auflage aufzufinden, und es ergeht hiermit die Auf-
forderung und Bitte um gefällige Mittheilung derselben zur Einsicht und Abschrift.“; vgl. hierzu auch
Edge2001, S. 1691-1692.
199 Library of Congress Washington/D.C., Signatur: ML 48. S6860 (olim Schatz 6860); Stadt- und Landesbiblio-
thek Wien, Signatur: A 15594.
200 Antoine-Élisée Cherbuliez, Zwei Passauer handschriftliche Klavierauszüge von Mozarts ‚Figaro’ und ‚Don
Juan der Schwelger’ 1789, in: Bericht über die Tagung der Internationalen Stiftung Mozarteum 1931, Leipzig
1932, S. 150-157.

93
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 94

N10: Libretto-Druck Berlin/Potsdam 1790; italienisch mit deutscher Prosa-Übersetzung –


SartoriLI, No. 16740
[Titel:] LE NOZZE / DI FIGARO / O SIA / LA FOLLE GIORNATA. / COMEDIA PER
MUSICA / TRATTA DAL FRANCESE / IN QUATTRO ATTI, / DA RAPPRESENTARSI /
NE’ PICCOLI TEATRI / DI / S. M. IL RÈ DI PRUSSIA / MESSO IN MUSICA / DAL /
SIGN. WOLFGANGO MOZART / MAESTRO DI CAPELLA. / CON LICENZA DI SUA
MAESTÀ. / BERLINO, 1790. / PRESSO HAUDE E SPENER. [bzw.] Figaro’s Hochzeit /
oder / der tolle Tag. / Ein musikalisches Lustspiel nach dem Französischen / in vier Aufzü-
gen, / welches / auf den kleinen Schloßtheatern / Sr. Maj. des Königs von Preußen / auf-
geführt werden soll. / In Musik gesetzt / vom / Herrn Kapellmeister / Wolfgang Mozart. / Mit
Königl. allergnädigstem Privilegio. / Berlin, / bey Haude und Spener, / Buchhändlern auf der
Schloßfreyheit neben der Wer= / derschen Mühle.
S. 1 leer, S. 2 italienische Titelseite, S. 3 deutsche Titelseite; S. 4-165: italienischer Text mit
Rezitativen auf den geraden, deutscher Text mit Dialogen auf den ungeraden Seiten; S. 166:
leer.
Exemplare:
a) Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-
Archiv, Signatur: Mus. Tm 1120-3 201
b ) Library of Congress Washington/D.C., Signatur: Schatz 6827

N11: Libretto-Druck Hamburg 1791 – Deutsche Singspielfassung


[Titel]: Gesänge aus dem Singspiele Figaro’s Heyrath, in vier Aufzügen, aus dem Italie-
nischen übersetzt vom Freyherrn von Knigge. In Musik gesetzt von Mozart, Hamburg: Jo-
hann Matthias Michaelsen, 1791.
S. 1 Titelseite, S. 2 Personen; S. 3-56: Text mit Dialogen.
Exemplare:
a) Library of Congress Washington/D.C., Signatur: Schatz 11396
b) The British Library London, Music Collections, Signatur: Hirsch iv. 1384

N12: Libretto-Druck Wien 1798 – Deutsche Singspielfassung


[Titel:] Die / Hochzeit des Figaro. / Ein Singspiel / in vier Aufzügen. / Mit Beybehaltung der
Musik von Mozart. / Aus dem Italienischen übersetzt. / Für das kaiserl. königl. Hoftheater. /
Wien, 1798. / Auf Kosten und in Verlag bey Johann Baptist / Wallishausser, Buchhändler am
Kohlmarkt.
S. 1 Titelseite, S. 2 Personen; S. 3-102: Text mit Dialogen
Exemplare:
a) Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung, Signatur: 1724-A.M. Tb.
b) ebenda, Theatersammlung, Signatur: 239.751-A.Th.

201 Faksimile des Doppeltitels in: Wolfgang Amadeus Mozart. Componiern – meine einzige freude und Paßion.
Autographe und frühe Drucke aus dem Besitz der Berliner Staatsbibliotheken. Eine Ausstellung zum 200.
Todestag des Komponisten vom 5. Dezember 1991 bis zum 8. Februar 1992 in Berlin, Wiesbaden 1991, S. 108.

94
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 95

Dokumente

1) Vorwort Lorenzo Da Pontes


a) Italienische Version (in: Quelle N1):
[S. 3] Il tempo prescritto dall’uso alle drammatiche rappresentazioni, un certo dato numero di
personaggi comunemente praticato nelle medesime; ed alcune altre prudenti viste, e conve-
nienze dovute ai costumi, al loco, e agli spettatori, furono le cagioni per cui non ho fatto una
traduzione di questa eccellente comedia, ma una imitazione piuttosto, o vogliamo dire un
estratto.
Per questo sono stato costretto a ridurre a undeci attori i sedeci che la compongono, due de’
quali si possono eseguire da uno stesso soggetto, e a ommettere, oltre un intiero atto di quella,
molte graziosissime scene, e molti bei motti, e saletti ond’è sparsa, in loco di che ho dovuto
sostituire canzonette, arie, cori, ed altri pensieri, e parole di musica suscettibili, cose che dalla
sola poesia, e non mai dalla prosa sì somministrano. Ad onta però di tutto lo studio, e di tutta
la diligenza e cura [S. 4] avuta dal maestro di Cappella, e da me per esser brevi, l’opera non
sarà delle più corte che si sieno esposte sul nostro teatro, al che speriamo che basti di scusa la
varietà delle fila onde è tessuta l’azione di questo dramma, la vastità e grandezza del
medesimo, la moltiplicità de’ pezzi musicali, che si son dovuti fare, per non tener di sover-
chio oziosi gli attori, per scemare la noja, e monotonia dei lunghi recitativi, per esprimere
tratto tratto con diversi colori le diverse passioni che vi campeggiano, e il desiderio nostro
particolarmente di offerire un quasi nuovo genere di spettacolo ad un Pubblico di gusto sì
raffinato, e di sì giudizioso intendimento.
Il Poeta.

b) Deutsche Version (in: Quelle N2):


[S. 3] Vorrede.
Die für dramatische Vorstellungen von dem Gebrauche vorgeschriebene Zeit, eine gewisse
bestimmte, in denselben allgemein gewöhnliche Zahl der vorstellenden Personen, und einige
andere kluge, in Rücksicht der guten Sitten, des Ortes und der Zuschauer nöthige Beobach-
tungen, sind die Ursache gewesen, warum ich dieses vortrefliche Lustspiel nicht übersetzet,
sondern nachgeahmet, oder vielmehr nur einen Auszug davon gemacht habe. Daher war ich
gezwungen, die Zahl der sechzehn agirenden Personen, aus denen es bestehet, für deren zwo
eine genug thun kann, nur auf eilfe zurück[zu]führen, nebst diesem einen ganzen Aufzug,
manchen sehr artigen Auftritt, viele schöne anmuthige Scherze, und witzige Gedanken, die
darinn verstreuet waren, auszulassen, und dafür Lieder, Arien, Chöre, und andere Gedanken,
und für die Musik schikliche Wörter anzubringen: was uns die gebundene allein, nicht aber
die ungebundene Rede an die Hand giebt.
[S. 4] Ungeachtet aber, daß sowohl ich als der Kapellmeister keine Mühe geschonet, und mit
allem Fleiße und Sorgfalt gesuchet haben, dieses Schauspiel so kurz als möglich zu machen;
so wird es doch nicht eines der kürzesten seyn, die auf unserem Theater aufgeführet worden.
Darinn, hoffen wir, wird uns genugsam entschuldigen die Verschiedenheit der Fäden, welche
die Handlung dieses Schauspiels durchweben, das Neue und die Grösse desselben, die Viel-
fältigkeit und Verschiedenheit der musikalischen Stüke, die man hineinbringen mußte, um
nicht leider oft die Akteurs unthätig zu lassen, um den Eckel und die Einförmigkeit der

95
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 96

langen Rezitativen zu vermeiden, um verschiedene Leidenschaften, die da vorkommen, mit


verschiedenen Farben auszudrüken, besonders aber wegen der fast neuen Art des Schau-
spieles, so wir diesem gnädigsten, verehrungswürdigsten Publiko zu geben wünschten.
[Der Dichter]

2) Theaterzettel der Uraufführung: Wien, 1. Mai 1786


Neues Singspiel. / Im kaiserl. königl. National = Hof = Theater / wird heute Montag den 1ten
May 1786 aufgeführt: / (zum erstenmal) / LE NOZZE / DI FIGARO. / Die Hochzeit des
Figaro. / Ein italiänisches Singspiel in vier Aufzügen. / Die Musik ist vom Herrn
Kapellmeister Mozart. / Die Bücher sind italiänisch und deutsch jedes für 20 kr. beym
Logenmeister zu haben. / Der Anfang ist um halb 7 Uhr.
Format: 41,5 x 33 cm quer
Exemplar: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Theatersammlung, Signatur: A 773.042-D
[olim: Rara Ü 262]202

3) Besetzungszettel
Im Vorwort zu seiner Figaro-Edition (Leipzig 1941) gibt Georg Schünemann den „Zettel der
Uraufführung“ ohne Quellenangabe203 wie folgt wieder:

Oggi [1. maggio 1786] per la prima volta


LE NOZZE DI FIGARO
ossia la folle giornata
Dramma giocoso in quattro atti. Parole del Sign. Abbate da Ponte,
musica del Sign: Amadeo Mozart.
Personaggi:
Il conte di Almaviva Sign. Mandini
La contessa di Almaviva Signora Laschi
Susanna, sua cameriera e promessa sposa di Signora Storace
Figaro, cameriere del Conte Sign. Benucci
Cherubino, paggio del Conte Signora Bussani
Marcellina Signora Mandini
Basilio, maestro di musica · Sign. Occhelly
z
Don Curzio, giudice
Bartolo, medico di Seviglia Sign. Bussani

202 Faksimile: Mozart und seine Welt in zeitgenössischen Bildern = NMA X/32 (Otto Erich Deutsch), Nr. 410 auf
S. 198, sowie Faksimile in Originalgröße und Kommentar in: W. A. Mozart: Portfolio of a Genius, hrsg. von
Neal Zaslaw, Stockbridge 1991, Faszikel XIV. – Entgegen der Legende zum Faksimile bei Robert Bory, Wolf-
gang Amadeus Mozart. Sein Leben und Werk in Bildern, Genf 1936, S. 136, befindet sich nach Mitteilung von
Otto Biba (17. September 2006) kein Exemplar im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
203 Schünemanns Vorlage konnte nicht ermittelt werden; sie ist auch nicht enthalten in einer Sammelmappe mit
Theaterzetteln aus dem Besitz von Aloys Fuchs in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz,
Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, Signatur: 4 o Dm 866 Rara (für entsprechende Bemühungen geht
mein Dank an Roland Schmidt-Hensel, Berlin).

96
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 97

Antonio, giardiniere del Conte e zio di Susanna Sign. Bussani


Barberina[sic], sua figlia Signora Nanina Gottlieb
Contadini e contadine. – Convitati, cacciatori. – Servitori.
La scena si finge nel castello del conte di Almaviva.

ANHANG

Die in dieser Auswahl zunächst zusammengefaßten Quellen bis etwa 1820 überliefern ent-
weder das ganze Werk oder größere Abschnitte daraus. Die Abschriften sind nach der jeweili-
gen Hauptsprache des Gesangstextes den Siglen „O“ (italienisch), „P“ (deutsch) und „Q“
(französisch) zugewiesen und werden innerhalb der Signaturengruppe alphabetisch nach
Fundorten angeführt.
Hierauf folgen handschriftliche und gedruckte Klavierauszüge bis 1796 (Siglum „R“), frühe
Druckausgaben (Siglum „S“), wichtige und editionsrelevante Einzelabschriften (Siglum „T“)
sowie die wissenschaftlichen Vorgänger-Ausgaben.

1. Für die Edition und den Kritischen Bericht nicht herangezogene Quellen
a) Abschriften mit italienischem Gesangstext204
O1: Partiturkopie Wiener Provenienz aus der Zeit um 1800, Staatsbibliothek zu Berlin –
Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, Signatur: Mus. ms.
15 150
Zwei querformatige Bände. Die Handschrift bestand ursprünglich aus Einzelfaszikeln für jede
der geschlossenen Nummern unter Auslassung der Secchi, die nachträglich eingefügt worden
sind205.

O2: Partiturkopie aus der Zeit um 1800 (vielleicht Wiener Provenienz), Boston University
Boston/MA, Signatur: Albert Spalding Collection Box 52 206
Zwei marmorierte Pappbände mit Lederrücken im Querformat. Die separat notierten Harmo-
niestimmen-Particelle fehlen (ebenso No. 15).

O3: Unvollständig überlieferte Partiturkopie in drei Bänden (Atto quarto fehlt) aus der Zeit
um 1802/1803 mit italienischem und deutschem Gesangstext, Moravské zemské
muzeum oddƟlení dƟjin hudby Brno, Signatur: A 17970 [olim: A 339]207

204 Zusätzliche (spätere) fremdsprachliche Textunterlegungen werden gegebenenfalls an Ort und Stelle verzeichnet.
205 Vgl. KleinWAM, S. 172-173, sowie Tyson1987, S. 296: Quelle „(13)“.
206 Über die Provenienz der Kopie vor ihrem Ankauf durch Albert Spalding (1888-1953) ist nichts bekannt.
207 Vgl. Tyson1987, S. 295: Quelle „(12)“.

97
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 98

O4: Partiturkopie Wiener Provenienz aus der Zeit zwischen 1800 und 1815, Sächsische
Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Musikabteilung, Signa-
tur: Mus. 3872-F-521
Vier querformatige Bände ohne Harmoniestimmen-Particelle.
Erste Dresdner Aufführung mit italienischem Text am 11. März 1815208.

O5: Unvollständige Partiturkopie (im wesentlichen Ensemble-Nummern mit Sopran, ohne Re-
zitative) aus der Zeit bis 1795, Wiener Provenienz (Kopiatur-Werkstatt Wenzel Sukowa-
ty), Universitätsbibliothek Eichstätt, Sammlung Raymond Schlecht, Signatur: Esl VI 67
Diese querformatige Kopie in einem Band besteht aus zehn Einzelfaszikeln (in einigen von
ihnen ist die sonst in Figaro-Kopien nicht anzutreffende Sukowaty-Adresse in Wien einge-
tragen) mit folgenden Nummern: 28a, 28, 16, 7, 1, 2, 23 (nur Marcia, T. 1-60), 5, 20 und 16.

O6: Partiturkopie aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, Conservatorio Statale di
Musica „Luigi Cherubini“ Firenze, Biblioteca, Signatur: B 180 209
Vier querformatige Bände; die separat notierten Harmoniestimmen-Particelle fehlen.

O7: Partiturkopie (vier querformatige Bände) Wiener Provenienz aus dem späten 18. Jahr-
hundert (wohl Kopiatur-Werkstatt Wenzel Sukowaty), Fürstlich Oettingen-Wallerstein-
sche Bibliothek Harburg (Depositum in: Universitäts- und Stadtbibliothek Augsburg),
Signatur: HR 4 1/2 4° 580 [olim: 113].

O8: Partiturkopie (drei querformatige Bände) aus der Zeit um 1805/06, The British Library
London, Music Collections, Signatur: R.M. 22. i. 3-5 210

O9: Partiturkopie (vier querformatige Bände) aus der Zeit bis 1793, Bayerische Staats-
bibliothek München, Musikabteilung, Signatur: St th 39 211

O10: Partiturkopie um 1814, Conservatorio di Musica „San Pietro a Majella“ Napoli, Signa-
tur: 29.4.28.29 212

208 Zuvor bereits auf deutsch am 30. April 1795 (durch die Bondinische Truppe?); vgl. Landmann (wie Anmerkung
176 auf S. 87), und Angermüller (vgl. S. 19 in: Vorbemerkungen), S. 90.
209 Provenienz: Bernardo Marchesini – Abramo Basevi (1818-1885). Allem Anschein nach ist im Konservatorium
Florenz unter der Signatur D.I. 419-422 eine weitere Kopie (Partitur in vier Bänden?) vorhanden, die aber nicht
eingesehen werden konnte.
210 Provenienz: Royal Music Library. – Nachweis: British Museum. Catalogue of the King’s Music Library, hrsg.
von William Barclay Squire, Part II: The Miscellaneous Manuscripts, London 1929, S. 135, und vgl. auch Ty-
son1987, S. 295: Quelle „(7)“ mit Faksimilierung von zwei Seiten auf S. 322.
211 Provenienz: Hoftheater München; erste Aufführung am 15. Januar 1794.
212 Nachweis: Guido Gasperini und Franca Gallo, Catalogo delle opere musicali del Conservatorio di Musica San
Pietro a Majella di Napoli, Parma 1934, S. 262.

98
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 99

O11: Unvollständig überlieferte Rollenstimmen, Roudnicka Lobkowicka sbírka, zámek Nela-


hozeves (The Lobkowicz Collections, Nelahozeves Castle) Nelahozeves/CZ (früher:
Národní muzeum – Muzeum þeské hudby, hudební archiv Praha, Archiv Lobkowitz),
Signatur: X De 11
Die Stimmen enthalten Sängernamen, die mit Aufführungen in Prag in Verbindung stehen: Il
Conte: „Sig r Vogel“, La Contessa: „Principessa Teresa“, Susanna: „Mad lle Adamberger“,
später „Mad lle Walterskirchen“, Figaro: „Sig r Bassi“, Bartolo: „Il Principe di Lobkowitz“,
Antonio: „Sig r Verri“; bei Basilio ist der Name gestrichen, die übrigen Rollenstimmen fehlen.

O12: Partiturkopie (vier querformatige Bände), datiert 1796 (Kopiatur-Werkstatt Simrock


Bonn), aus dem Besitz von Graf Franz Walsegg-Stuppach, Stadtarchiv Neunkirchen/
Niederösterreich, ohne Signatur213

O13: Partiturkopie (drei querformatige Bände), nach 1789 aus der Kopiatur-Werkstatt Suko-
waty in Wien, amerikanischer Privatbesitz (wie Quelle A3, S. 58), seit Februar 2006 als
Depositum in: The Juilliard School New York, ohne Signatur214

O14: Partiturkopie, mutmaßlich Wiener Provenienz (vielleicht um 1790), Thurn und Taxis’-
sche Hofbibliothek Regensburg (Depositum: Universitätsbibliothek Regensburg), Sig-
natur: Mozart 23/I,VIII 215
Drei querformatige Bände mit unvollständigen Harmoniestimmen-Particellen.

O15: Unvollständige Partiturkopie (Einzelnummern, ohne Rezitative) aus der Zeit vor 1800,
Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, Signatur:
Rara 492/2-32 (passim)216
Diese Kopie besteht aus 16 Einzelfaszikeln mit folgenden Nummern: 1, 2, 5, 6, 7, 11, 12, 13,
14, 17, 20, 21, 24, 25, 28 und 28a; trotz unterschiedlicher Entstehungszeit der Faszikel ergibt
sich ihre Zusammengehörigkeit aus einem durchlaufenden Wasserschaden am oberen Rand.

O16: Stimmenkopie (32 Stimmen in Querformat) um 1800, Fürst von Waldburg zu Wolfegg
und Waldsee, Wolfegg/Württemberg, Musikarchiv, Signatur: K 5 Nr. 7

213 Provenienz: Franz Anton Graf Walsegg. – Freundlicher Hinweis von Walther Brauneis, Wien.
214 Diese Handschrift, die am 21. Mai 2004 bei Sotheby’s London versteigert wurde, ist identisch mit einer Kopie,
die Wolfgang Plath am 7. Oktober 1981 bei der Firma Hünerbein Köln eingesehen und beschrieben hat.
215 Nachweis: Gertraut Haberkamp, Die Musikhandschriften der Fürst-Thurn-und-Taxis-Hofbibliothek Regens-
burg. Thematischer Katalog: Mit einer Geschichte des Musikalienbestandes von Hugo Angerer (Kataloge
Bayerischer Musiksammlungen 6), München 1981, S. 162.
216 Provenienz: „Comtesse de Paumgarten Veuve“ bzw. „Comtesse de Paumgarten Douairiere“ (diese Besitzer-
vermerke tragen mehrere Faszikel). Die Kopie von No. 28a („Al desio di chi t’adora“ KV 577 mit einem
anderweitig nicht überlieferten, aber schwerlich von Mozarts stammenden Accompagnato-Rezitativ „Or che
farò infelice“) wird unter der Signatur Rara 577/3 aufbewahrt.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 100

O17: Partiturkopie (vier querformatige Bände), wohl böhmischer Herkunft (nach 1800),
Library of Congress Washington/D.C., Signatur: M1500.M84 N 55 case217

b) Abschriften mit deutschem Gesangstext

P1: Partiturkopie (vier querformatige Bände) Wiener Provenienz aus der Zeit um 1800,
Istituto musicale „Gaetano Donizetti“, Biblioteca, Bergamo, Signatur: 627/10551

P2: Unvollständige Partiturkopie (nur Atto secondo erhalten) aus dem ersten Drittel des 19.
Jahrhunderts, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit
Mendelssohn-Archiv, Signatur: Mus. ms. 15150/2 218

P3: Unvollständige Partiturkopie Wiener Provenienz (nur Sinfonia, No. 1-7 und 17-18 erhal-
ten) aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer
Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, Signatur: Mus. ms. 15150/3219

P4: Partiturkopie aus der Zeit um 1803, Moravské zemské muzeum oddƟlení dƟjin hudby
Brno, Signatur: A 17037 a-d
Vier Bände (ohne Secchi)220.

P5: Unvollständige Partiturkopie (nur Atto terzo und Atto quarto erhalten) aus der Zeit um
1805, Budapest, Országos Széchényi Könyvtár, Signatur: Ms. mus. OK-11/a-1/2
Zu dieser Handschrift, die für Aufführungen am Hofe des Fürsten Esterházy hergestellt
wurde, siehe oben unter Quelle M1, S. 89.

P6: Unvollständige Partiturkopie (nur Atto primo und Atto secondo erhalten) aus dem ersten
Drittel des 19. Jahrhunderts, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitäts-
bibliothek Dresden, Signatur: Mus. 3972-F-534 221
Drei querformatige Bände; Dialoge nachträglich mit italienischem Gesangstext.

217 Über die Provenienz der zuverlässigen Handschrift vor dem Erwerb durch die Library of Congress (1924) ist
nichts bekannt.
218 Provenienz: Königliche Theaterbibliothek Berlin – Königliche Bibliothek Berlin (1866); vgl. KleinWAM,
S. 173.
219 Provenienz: Artaria-Sammlung (Nr. 89) – Königliche Bibliothek Berlin (1901); vgl. KleinWAM, S. 173.
220 Vgl. Tyson1987, S. 295: Quelle „(11)“.
221 Provenienz: Sammlung Exner Zittau (dazu gehört wahrscheinlich Signatur: Mus. 3972-F-533 mit neun Rollen-,
vier Chor- und 20 Instrumental-Stimmen).

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P7: Stimmenkopie Frankfurt am Main 1788 sowie Particell um 1795, Stadt- und Universi-
tätsbibliothek Frankfurt am Main, Signatur: Mus. Hs. Opern 384 (1-25) 222

P8: Partiturkopie (vier querformatige Bände) um 1800, University of Western Ontario Lon-
don (Ontario), Signatur: MZ 156 223

P9: Partiturkopie (drei querformatige Bände) um 1793, Thüringisches Hauptstaatsarchiv


Weimar (ehemals Thüringische Landesbibliothek Weimar), Signatur: HMA 3887 a-c 224

P10: Süddeutsche Partiturkopie um 1802, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart,


Signatur: HB XVII 456a-d 225
Vier hochformatige Bände (ohne Secchi und ohne No. 15; nachträglich deutsche Dialogtexte
eingelegt, die geschlossenen Nummern zweifach textiert).

P11: Partiturkopie (vier Bände) aus der Zeit um 1800, Kungliga teaterns bibliotek Stock-
holm. Signatur: Div. Part. 19

c) Abschriften mit französischem Gesangstext

Q1: Aufführungsmaterial der ersten Pariser Aufführung (20. März 1793), Bibliothèque-
Musée de l’Opéra Paris, Signatur: ms. A 348
1) Partitur in vier Bänden
2) Soufflierpartitur
3) zwei Blätter Chorstimmen
4) 12 Vokalstimmen
5) 22 Chorstimmen
6) 16 Orchesterstimmen226

222 Vgl. Thematischer Katalog der Opernsammlung in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
(Signaturengruppe Mus Hs Opern), bearbeitet und beschrieben von Robert Didion und Joachim Schlichte,
Frankfurt 1990, S. 180-182.
223 Vgl. Studies in Music from the University of Western Ontario 4/4 (1991), S. 100-102.
224 Provenienz: Theaterarchiv Weimar. – Nachweis: Karl-Heinz Köhler, Die Rezeption der Mozart-Opern unter
Goethes Theaterleitung im Jahrzehnt nach dem Tode des Komponisten, in: MJb 1991, Kassel etc. 1992, S. 231
bis 236, insbesondere S. 232-233.
225 Vgl. Reiner Nägele, Die Rezeption der Mozart-Opern am Stuttgarter Hof 1790 bis 1810, in: Mozart-Studien 5,
hrsg. von Manfred Hermann Schmid, Tutzing 1995, S. 159-166; siehe auch Abschnitt III. Fassungen, S. 270.
226 Vgl. Théodore de Lajarte, Bibliothèque Musicale du Théâtre de l’opéra. Catalogue, Paris 1878, Band 2, S. 3:
Nr. CCCXXVII.

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Q2: Partiturkopie, Bibliothèque nationale de France Paris, Département de la Musique,


Signatur: L 10675 (1-4) 227
Vier Bände (Dialoge nach Beaumarchais statt der Rezitative).

d) Klavierauszüge

R1: Handschriftlicher Klavierauszug (vier Bände) von Johann Baptist Kucharz (Jan KĜtitel
KuchaĜ), Prag um 1786
Dieser in mehreren Abschriften erhaltene Klavierauszug gibt die Wiener Fassung von 1786
ohne Kürzungen und Auslassungen wieder 228.
Eingesehenes Exemplar: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Musiksammlung, Signa-
tur: 16566

R2: Handschriftlicher Klavierauszug (unvollständig überliefert) von Vincenz Maschek, Prag


um 1786
Eine Kopie der Maschekschen Einrichtung von Atto primo befindet findet sich in der Staats-
bibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
(Signatur: Mus. ms. 15150/14). Eine Kopie von Atto terzo ohne Gesangstext, teilweise sogar
ohne Vokalstimmen in: Národní muzeum – Muzeum þeské hudby, hudební archiv Praha
(Signatur: XXXIII-D-272). Eine Kopie von Atto secondo ist nicht bekannt, eine Abschrift von
Atto quarto wurde laut Zettelkatalog der Preußischen Staatsbibliothek Berlin zusammen mit
Atto primo verwahrt, ist aber offenbar Kriegsverlust.

R3: Klavierauszug von Christian Gottlieb Neefe (RISM A/I/6: M 4343-4345), gedruckt bei
Simrock in Bonn 1796, Platten-Nr. 28229
Der Druck enthält als Anhang eine Klavierfassung zu „Al desio di chi t’adora“ KV 577; ihm
gehen u. a. Klavierauszug-Drucke voraus: bei Rellstab (Berlin 1790; nicht in RISM, Exem-
plar: The British Library London, Music Collections, Signatur: G. 537. h.) und bei Imbault
(Paris 1793; RISM A/I/6: M 4421) 230.

227 Provenienz: Bibliothèque du Conservatoire Paris mit Vermerk „Donné à l’Opéra en 1794“.
228 Zu Jan KĜtitel KuchaĜ (1751-1829) und seinem Arrangement vgl. auch Mozarts Opern für Prag, hrsg. von Vera
Ptácková, Prag 1991, S. 80 (Tomislav Volek).
229 Vgl. HaberkampED, Textband, S. 257-261, und Bildband, S. 221-224.
230 Vgl. James J. Fuld, The Book of World-Famous Music. Classical Popular and Folk, New York 1966, S. 293.

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e) Partitur-Drucke

S1a: Erstdruck (RISM A/I/6: M 4339), Magasin de Musique Paris um 1808231


Zwei hochformatige Bände, Plattendruck mit Plattenummer: 366. Die geschlossenen Num-
mern sind italienisch und französisch textiert.
[Titel:] Le Nozze di Figaro / Dramma Giocoso in Quattro Atti / Messo in Musica / dal Signor /
W. A. Mozart / Prix 48.f / Propriété des Editeurs. [daneben:] Déposé à la Bibliothèque
Impériale. / à Paris / Au Magasin de Musique, Rue de Richelieu, N.o 76. / vis-à-vis la Rue de
Ménars et en face le Petit Dunkerque. / 366 [recte: 566]
Eingesehene Exemplare:
1) Conservatoire royal de musique Bruxelles, Signatur: 2218 (Impressum: Chez M.me Duhan
& C.ie)
2) Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Signatur: Mus.
3972-F-527 (Impressum: chez SIEBER)
3) Cox Library of Music, Cornell University Ithaca/NY, Signatur: M1500.M93.N9++.1790
[recte: 1808]

S1b: Titelauflage (RISM A/I/6: M 4338), J. Frey Paris um 1821


Eingesehenes Exemplar: Conservatoire royal de musique Bruxelles, Signatur: 2219

S1c: Titelauflage (RISM A/I/6: M 4340), Richault Paris um 1825


Eingesehenes Exemplar: Bibliothèque Royale Albert 1er Bruxelles, Signatur: Fétis 2593 Mus. C

S2: Partiturdruck (RISM A/I/6: M 4342), Simrock Bonn 1818/1819 232


Zwei hochformatige Bände; Plattendruck mit Plattennummer: 1603; alle geschlossenen Num-
mern sind italienisch, französisch und deutsch textiert, die Rezitative nur mit italienischem
Text versehen.
[Titel:] Le Nozze di Figaro / Dramma giocoso in quattro atti / Messo in Musica / dal Signore /
W. A. Mozart. / Prezzo 70 Francs. / Bonna e Colonia / presso N. Simrock. / 1603.
Eingesehenes Exemplar: Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum
Salzburg, Signatur: Rara 492/34
Die Ausgabe von François-Henri-Joseph Castil-Blaze (RISM M 4341 und MM 4341, Paris
um 1822) ist eine Bearbeitung und hat deshalb keinen Quellenwert.

231 Zur Datierung 1808 vgl. Anik Devriès und François Lesure, Dictionnaire des éditeurs de musique français 1:
Des origines à environ 1820, Genf 1979, S. 117. Die Ausgabe kann nicht vor 1807 erschienen sein, da die Liste
der Akteure mit der Besetzungsliste des Pariser italienisch-französischen Librettos von 1807 übereinstimmt
(freundliche Mitteilung von Carol A. Travis, Glen Head/NY). Es gibt (entgegen KV3-6) keine Anzeichen dafür,
daß es bereits um 1795 eine Ausgabe bei Imbault gegeben hat; vielleicht liegt hier eine Verwechslung mit dem
Klavierauszug RISM A/I/6: M 4421 vor.
232 Vgl. Otto Erich Deutsch, Musikverlagsnummern. Eine Auswahl von 40 datierten Listen. 1710-1900, Berlin 1961
(Zweite, verbesserte und erste deutsche Ausgabe), S. 26.

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2 . E d i t i o n sr e l ev an t e E i n zel q u el l en 233

T1: Partiturabschrift von Recitativo istrumentato „Giunse alfin il momento“ [aus No. 28] und
Rondò „Al desio di chi t’adora“ KV 577 (No. 28a) aus dem Nachlaß von Heinrich
Henkel, Hessische Landesbibliothek Fulda, Signatur: M 302
23 Blätter im Querformat; auf S. 1 Datierung der Komposition: „Jul. 1789“ (wohl von Georg
Nikolaus Nissens Hand). Die Handschrift selbst kann nicht vor 1796 entstanden sein (Grün-
dungsjahr des k. k. Hoftheatral-Musikalien-Verlages).

T2: Stimmendruck der Sinfonia bei Johann Anton André Offenbach am Main (RISM A/I/6:
M 4359), Platten-Nr. 2265 (um 1805)
Unvollständiges Exemplar (nur V. I): Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung
Mozarteum Salzburg, Signatur: Rara 492/64b

T3: Erstdruck des Klavierauszugs zu No. 13a „Un moto di gioia“ KV 579 in: Oeuvres
complettes V, Leipzig 1799, S. 78-80234.
Eingesehenes Exemplar (1. Abzug): Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mo-
zarteum Salzburg, ohne Signatur.

3. Die wissenschaftlichen Vorgänger-Ausgaben

a) Le Nozze di Figaro. Dramma giocoso in quattro atti. Die Hochzeit des Figaro. Komische
Oper in vier Acten. Hrsg. von Julius Rietz (Vorwort datiert: Dresden im November 1869),
Leipzig: Breitkopf & Härtel, Verlags-Nummer 11578.

b) AMA Serie V Nr. 17 [November 1879/Revisor: Franz Wüllner; Revisionbericht: 1883,


S. 78-89]. Edition: Übernahme der Ausgabe zu a). – Die Ausgabe enthält im Anhang No. 13a,
No. 28a und die kürzere Fassung von No. 15.

c) Figaro’s Hochzeit / Le Nozze di Figaro. Komische Oper in 4 Akten von Lorenzo da Ponte.
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach dem in der Preußischen Staatsbibliothek befind-
lichen Autograph revidiert und mit Einführung versehen von Hermann Abert. [Revisions-
bericht von Rudolf Gerber], Leipzig und Wien o. J.: Eulenburg (um 1900).

d) W. A. Mozart. Die Hochzeit des Figaro / Le Nozze di Figaro. Komische Oper in 4 Akten /
Dramma giocoso in quattro atti. Deutsche Bearbeitung nach der Überlieferung und dem
Urtext von Georg Schünemann. Unter Mitwirkung von Kurt Soldan [Vorwort datiert: Berlin
im Sommer 1941] Leipzig: Edition Peters, Verlags-Nummer: 11462.

233 Zu den zahlreichen Einzeldrucken (einschließlich Bearbeitungen) des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts
siehe RISM A/I/6: M 4343-4501, und RISM A/I/13: MM 4343-4501a.
234 Vgl. HaberkampED, Textband, S. 409-415, und Bildband, S. 379-384, sowie Krit. Bericht zu NMA III/8: Lieder
(Ernst-August Ballin), S. 28-33.

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II. Bemerkungen zu den Quellen

Als Redaktionsvorlage für die NMA-Edition von 1973 diente für Sinfonia, Atto primo und
Atto secondo Quelle A/Teil 1 (Ausnahme: Harmoniestimmen-Particell No. 16, T. 467-939)1.
Für Atto terzo und Atto quarto mußte auf die älteren Ausgaben, in erster Linie auf die von
Georg Schünemann herausgegebene Partitur bei C. F. Peters (Leipzig 1941), zurückgegriffen
werden. Da heute Mozarts Handschrift wieder vollständig zur Verfügung steht, konnte mit
den neuen Teilquellen (A1+3) für diesen Kritischen Bericht das überlieferte und zugängliche
autographe Quellenmaterial in seiner Summe herangezogen werden2.
Lesarten der Quelle A/Teil 2, die sich auf die im Notenteil gebotene Textgestalt von Atto
terzo und Atto quarto (und des Harmoniestimmen-Particells zu No. 16) lediglich als Korrek-
tiv in Form typographischer Differenzierung auswirken, sind durch einen Stern (*) in Spalte 2
(„System“) vor der jeweiligen (ersten) Stimmenbezeichnung gekennzeichnet, gelegentlich
auch in Spalte 3 („Bemerkung“), wenn es sich etwa um eine Tempobezeichnung handelt. Die
sich daraus für den NMA-Notentext ergebenden typographischen Konsequenzen (kursiv statt
gerade, klein statt groß, gestrichelt statt durchgezogen etc.)3 verstehen sich von selbst und
werden nicht eigens als Korrekturanweisung formuliert. So bedeutet beispielsweise eine auf
Atto terzo, Atto quarto und das Harmoniestimmen-Particell zu No. 16 bezogene Bemerkung
der Form „ohne f“ (in Quelle A/Teil 2), daß im gedruckten NMA-Text das Zeichen kursiv zu
lesen ist. Bei Lesarten, die im Notentext der NMA Tilgung oder Hinzufügung von Zeichen
notwendig machen, wird dagegen ohne Kennzeichnung durch einen Stern auf die Berich-
tigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden verwiesen (S. 412-417). Die in der Redaktions-
vorlage von 1973 fehlenden originalen Bögen bei zusammengebalkten Melismen in den
Singstimmen werden (teilweise zusammengefaßt) aufgeführt, jedoch nicht mit Stern verse-
hen. Für die originalen Angaben zur Szene und zu den szenischen Anweisungen in Atto terzo
und Atto quarto ist der Abschnitt V. Bemerkungen zum Libretto (dort 2. Akt- und Szenen-
angaben sowie szenische Anweisungen, S. 297-312) heranzuziehen.
Für Sinfonia, Atto primo und Atto secondo wurde 1973 zwischen Staccato-Punkt und -Strich
nach den damaligen Gepflogenheiten der NMA differenziert. Für Atto terzo und Atto quarto
ist die NMA 1973 in dieser Hinsicht getreu der Ausgabe von Georg Schünemann (1941)
gefolgt, der – entgegen Mozarts Praxis in Le nozze di Figaro – fast ausschließlich Staccato-
Punkte gesetzt hat. Die nunmehr mögliche Differenzierung kann in diesem Abschnitt (Be-
merkungen zum Autograph) aus naheliegenden Gründen ebenso nicht nachgeholt werden wie
für Sinfonia und die beiden ersten Akte auch nicht detailliert darüber berichtet werden kann,
welche Staccato-Punkte dort aus heutiger Sicht eher als Striche zu lesen wären.
In der NMA stillschweigend aufgelöste, durch Vermerke wie unis:, ColB:, col I m:o violino,
8— oder ähnlich angezeigte Parallelführungen, aber auch sonstige Abkürzungen im Noten-

1 Vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 22-53 (Quelle A/Teile 1 und 2).


2 Autograph nicht dokumentiert sind folgende Werkteile (vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 22): Rezitativ „Dunque
voi non aprite?“ vor No. 15 (vgl. S. 44); alternativer Schluß des Rezitativs „Cosa mi narri“ vor No. 21 (vgl.
S. 47); Rezitativ „Perfida, e in quella forma meco mentia?“ vor No. 29 (vgl. S. 52); Entwurf zum Schluß von
No. 3 (vgl. S. 58 und 254-255). Für den Krit. Bericht wurden hier jeweils die Quellen B1+2, D und K und im Falle
des Entwurfs zum Schluß von No. 3 eine Kopie aus dem 19. Jahrhundert zum Vergleich herangezogen.
3 Vgl. dazu Teilband 1, S. VI: Zur Edition, und S. XXI-XXII: Zur Editionstechnik.

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bzw. Gesangstext (z. B. Cd, ,d und d, ¯ bzw. –:–) werden im folgenden in der Regel nicht ver-
zeichnet, ebenso Kopistenzeichen (z. B. /,|, ×, +, Ziffern usw.) oder Kustoden, auch nicht
über den Taktstrich hinaus geltende Notenwerte (die in der NMA „ausnotiert“ und mit Halte-
bogen versehen sind). Ähnliches gilt für die bei homophoner Führung in Frage kommenden
Abschnitte der Ensemble-Nummern, in denen der Gesangstext zumeist nur einer Singstimme
unterlegt ist.
Bei den dynamischen Bezeichnungen werden Schreibweisen wie for:, pia:, cres. etc. in f, p,
cresc. etc. vereinheitlicht bzw. orthographisch normalisiert, z. B. cre-scen-do statt cres-cen-do.
Bei den auf einem System mit doppelter Behalsung unisono geführten Bläser-Paaren wird bei
der a 2-Übertragung in der NMA fehlende Artikulation bei einem der beiden Instrumente
nicht verzeichnet; gleiches gilt für Doppelgriffe in den Streichern, die in den Quellen übli-
cherweise zwei- oder mehrfach behalst, in der NMA in der Regel an einen Hals gesetzt sind.
Mozarts geringfügige Verlängerungen der Systeme am Akkoladenende werden nur vermerkt,
wenn im Zusammenhang mit einer Korrektur o. ä. darauf einzugehen ist.
Im Zuge der späteren deutschen Textunterlegung wurden des öfteren Einzelnoten zu Melis-
men zusammengezogen oder in kürzere Notenwerte aufgespalten. Diese Eingriffe werden nur
dann vermerkt, wenn durch die Überschreibung die Lesbarkeit von Mozarts Niederschrift
soweit beeinträchtigt ist, daß Mißverständnisse nicht auszuschließen sind.
Die Systeme der Rezitative sind stets paarweise mit Akkoladenklammern versehen. In den
geschlossenen Nummern enthält jede Seite, von wenigen Ausnahmen abgesehen (z. B. in No.
15, 24 und 25), eine Akkolade; Leersysteme werden an Ort und Stelle verzeichnet.
Wenn nicht anders angegeben, sind in allen autographen Quellen Eintragungen (ob original
oder von ausdrücklich als solcher bezeichneten fremden Hand) mit Tinte vorgenommen.
Von den zahlreichen Tintenflecken werden nur jene verzeichnet, die den Notentext selbst in
Mitleidenschaft gezogen haben.
Im Verzeichnis der Szenen und Nummern (vgl. Teilband 1, S. [3] und [4], sowie Teilband 2,
vor S. 341) sind einige Szenen zusammengezogen, die im folgenden (wie schon in Abschnitt
I. Quellen, S. 21 ff.) in der Regel einzeln angesprochen bzw. behandelt werden.

S i n f o n i a4
[Quelle A/Teil 1: S. 1-23; S. 24 leer.]

Tempobezeichnung Presto mit bzw. ohne Punkt oberhalb der Akkolade bzw. über dem
Vc./B.-System; in Quelle A8 ist, davon abweichend, All :o assai. verzeichnet.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole: [ein System],
flautti [„fl“ überschreibt anderen Ansatz, zwei Systeme], oboe [überschreibt offenbar anderen
Ansatz, ein System mit doppeltem Violinschlüssel], Clarinetti / in A. [ein System mit dop-
peltem Violinschlüssel], Corni / in D [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], fagotti [ein
System], Clarini / in D [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], timpany / in D [ein Sy-
stem], Bassi [ein System].

4 In Quelle A8/Į [Incipit]: Ouverture; vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 62. – Vgl. auch Teilband 2: Anhang III/1,
S. 628, mit den dazugehörigen Bemerkungen in diesem Krit. Bericht auf S. 254.

106
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Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

– Fl. I, Ob., V. II Systemvorzeichnung: jeweils cis”–fis”


Fag., Vc./B. Systemvorzeichnung: jeweils cis–fis
1 Cl., Vc./B. jeweils zunächst ?; gestrichen und anschließend z gesetzt (letz-
teres in allen anderen Systemen und auch in Quelle A8/Į).
7, 12 Vc./B. Bezeichnungen Violoncelli bzw. tutti: (m weiteren Verlauf in
der Regel nicht mehr verzeichnet)
9 Ob. jeweils zunächst Ansatz wie im Vortakt (, ); ausgewischt und
darauf ² für 2. 4tel sowie davor doppelt behalstes d” (C ) gesetzt.
Vc./B. für B. wie im Vortakt zunächst: B (darunter leichter Wischer);
dann Notation von C (d ) und ² A mit heller Tinte, wobei urspr.
A mit ² überschrieben worden ist.
10 Vc./B. anB für B. wie in T. 9 leichter Wischer nach unten; dann aber
keine Korr.
11 Ob. I Verwischung an 4tel-Note fis”: wohl keine Korr.
12 Fl. I zunächst möglicherweise fis’’’; ausgewischt und Neunotation.
Clar., Cor. zwischen beiden Systemen leichte Verwischung: keine Korr.
21 V. I ! zur 4. Note verwischt: keine Korr. (V. II: unis.)
Vc./B. die drei letzten Notenköpfe mit dunklerer Tinte nachgezogen
und mit derselben Tinte } über vorletzter Note eingefügt
22-23 Vc./B. ein Bg. über beide Takte; NMA gleicht an V. I und an T. 5-6 an
(Va.: col Basso)
29 Timp. ohne f (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 408)
V. II, Va. f statt ff wie in V. I und Vc./B. vielleicht mit Absicht: in Va.
unterhalb von Vermerk ColB ausdrücklich f gesetzt (siehe auch
Bls.); vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 408.
35, 37, 39 V. II jeweils ohne Augmentationspunkt zu d” bzw. e’ bzw. d’ (, )
43 Cl. I ¤ aus C korr. (Cl. II bereits im ersten Ansatz korrekt ¤)
46 Clar. I letzte Note wohl anders angesetzt: nach unten reichende tiefe
Rasur; dann Neunotation.
49 Fl. I zunächst wohl Coi oboe; dann oboe mit bis in T. 50 reichendes
Violini überschrieben (T. 49 in Fl. II: unis.).
77 Vc./B. f zunächst bereits zu Taktbeginn; ausgewischt und zu C (g) neu
gesetzt.
78/79 V. I Bg. endet zunächst mit der letzten Note T. 78; dann weitergezo-
gen.
79 Ob. Verwischung links oberhalb von f: wohl keine Korr.
84 Clar. II 2. Note ohne } (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 408)
90/91 Clar. II ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 408)
92 Clar. II } zur 2. Note überschreibt vielleicht ! (vgl. Fl., Ob.)

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 108

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

95-97 V. I Bg. wegen Wechsels der Behalsungsrichtung zwischen T. 96/97


geteilt (V. II: in 8tava); vgl. aber Kontext.
101 Fag. I Beischrift: 1 fagotto
102 Fag. I 2. Takthälfte urspr. analog Va.; ausgewischt und darauf Neu-
notation.
103 Va. aus , korr. (Hals stark durchstrichen)
104 V. I Kopf der 1. Note verdickt: Korr. aus C oder tieferem Ansatz
106 V. I mit , (h’) angesetzt, darüber x; ausgewischt und Neunotation,
x jedoch nicht wiederholt (V. II: in 8tava).
107 V. II am Taktende Verwischung: wohl keine Korr.
112 Fag. I urspr. 1. Note e’; gestrichen mit Bg. zur 1./2. Note und bei Neu-
notation von a (, ) Bg. nochmals gezogen.
120-126 – in diesen Takten verschiedene Tintenflecke und Verwischungen
im mittleren Drittel der Akkolade (5.-8. System): keine Korr.
124, 126, V. I die jeweils letzten beiden Noten urspr. in umgekehrter Folge
128 notiert (also a’–cis” etc.); dann korr.
124/125 Clar. von späterer Hand (Bleistift) Hinweis auf Quintsprünge in
parallelen Terzen: jeweils Striche von Note zu Note mit 5
darüber bzw. darunter 5.
125 Clar. II } überschreibt vielleicht !
125 etc. V. II, Va. die dynamischen Zeichen f und p zur jeweils abgekürzten (in der
NMA aufgelösten) Notation ,d ,d oder auch ¤ d sind bei ,d ,d zwar
getrennt, jedoch (wie bei Mozart durchaus üblich) vor der Note
plaziert.
125/126 Ob. I Haltebg. und Ganzenote T. 126 durch Verwischung in
Mitleidenschaft gezogen (vgl. dazu die Bemerkung zu T. 120-
126); Ganzenote anschließend mit dunklerer Tinte wiederholt.
127 Clar. I zunächst } ; ausgewischt und dann y gesetzt.
d (in NMA analog der Vortakte zu ,d ,d mit f
132 V. II ¤ mit fp statt ¤
bzw. p aufgelöst)
135 – die in Anmerkung auf S. 15 von Teilband 1 angesprochene
Skizze mit drei Überleitungstakten sowie dem Beginn eines
langsamen d-moll-Mittelteils (ein Takt) ist im Notenanhang A/1
auf S. 330 wiedergegeben; siehe dazu das Faksimile in Teilband
1, S. XXIII, und vgl. dort S. XVIII (unter „IV/e/1“)6.

5 Zur Kennzeichnung von Satzparallelen durch spätere Hand (Bleistift) vgl. in dieser Nummer auch die Bemerkung
zu T. 206 sowie die Bemerkungen in No. 4 (zu T. 19 und T. 21-22), in No. 27 (zu T. 17-18 und T. 69), in No. 29
(zu T. 25-26, T. 69, T. 135-136, T. 143 und zu T. 195).
6 Wie dort in Anmerkung 48 angedeutet, ist die von Alfred Einstein in KV3, S. 830 (Anmerkung), vorgeschlagene
Identifizierung des seinerzeit verschollen geglaubten d-moll-„Fragment[s], vermutlich zu einer Oper [KV1-3
Anh. 101], mit dem Andante con moto [...], das ursprünglich als Mittelsatz das Allegro der ‚Figaro‘-Ouvertüre

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 109

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

139-155 – nicht ausnotiert, sondern nach T. 138 jeweils in den Systemen


V. I bzw. Vc./B. Dacapo 17 täkt. bzw. DaCapo 17 täckt vermerkt:
Hinweis auf die Wiederholung von T. 1-17 als T. 139-155.
159/160 Ob. I wohl später gesetzten Zweitaktbg. in NMA aufgelöst (vgl. dazu
T. 161 etc., T. 20/21 Fl. I oder T. 216 etc. V. I und T. 218/219 Va.)
171 V. II doppelt behalste , aus C korr.
181 V. I B eingetragen (ohne fp); NMA folgt T. 173 (beide V.-Stimmen
aus Quelle C bestätigen diese naheliegende Entscheidung, zu
der aber auf Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbän-
den, S. 408, zu verweisen ist).
188 Clar. II Verwischung unterhalb der Note: urspr. vielleicht als a’ ange-
setzt
189 Ob. ohne p (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 408)
192 Ob. I 2. Note zu hoch angesetzt und gleich nach unten deutlich zu d”
korr.
V. I oberhalb des 3. 4tels im Rand Verwischung, die von einem
klein ausgefallenen f ausgeht (vielleicht Federprobe).
198/199, Cor. ab 2. 4tel im jeweils erstgenannten Takt urspr.: , .|¤ mit Hal-
200/201, tebg.; dann Neunotation (dabei ist für 2. 4tel T. 198 bzw. für je-
202/203 weils 3. 4tel T. 200 und 202 , zu C ausgefüllt), jedoch Haltebg.
nur T. 198/199 gestrichen.
206 Fl. von derselben Hand (Bleistift), die schon in der Bemerkung zu
T. 124/125 angesprochen worden war, ist in derselben Weise
auf Terzen in Quintsprüngen hingewiesen.
V. II 1. Takthälfte (,d): Hilfslinien zur oberen Note wohl nachträglich
und direkt auf der oberen Rastral-Linie eingefügt, d. h. g” zu a”
korr.
207 Clar. I 1. Note verdickt: vielleicht zu tief angesetzt
214 Fag. I Beischrift: 1 fagotto solo (ähnliche Angaben im Bls.-Satz wer-
den im weiteren Verlauf in der Regel nicht mehr verzeichnet)
218 Fag. I Wischer unterhalb von } zur 2. Note, die vielleicht zunächst als
a angesetzt war.
222 V. II vorletzte Note wohl zu hoch angesetzt und deshalb verdickt
232 Ob. I 1. Note möglicherweise als C angesetzt und unmittelbar daneben
zu , korr., was im Bild eine verdickte , ergeben hat.
244/245 Ob. jeweils ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 408)

unterbrach“, nicht zutreffend: KV1-3 Anh. 101 entspricht vielmehr, wie Wolfgang Plath nachgewiesen hat
(in: Festschrift Otto Erich Deutsch zum 80. Geburtstag, Kassel etc. 1963, S. 138-140, den zeitweise separat über-
lieferten Blättern mit T. 12-75 von Nr. 7a der Thamos-Musik KV 345/336a (NMA II/6/1: Harald Heckmann).

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 110

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

252-265 – nach Taktstrich 251/252 und vor Taktstrich 264/265 auf den
beiden in Frage kommenden Seiten (= S. 21/22) durch die ganze
Akkolade sehr engmaschige kurze Striche eingefügt sowie
ober- und unterhalb der Akkolade Bg. und b = / = is-Vermerk
angebracht: Hinweis für die Wiederholung dieses Abschnitts als
T. 266-279.
252 (266) Fl. I als 4tel-Note d’’’ angesetzt; ausgewischt und daneben Neunota-
tion; ohne Haltebg. zum Folgetakt = T. 253 (267), wozu auf Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 408, zu
verweisen ist (dort die Bemerkung zu Takt 252/253, 266/267).
255 (269), Clar. bis in das darunterliegende System reichende Verwischung vor
256 (270) 3. bzw. vor 4. 4tel: vielleicht jeweils anderer Ansatz
256 (270) Vc./B. zu Taktbeginn ausgewischte , (fis); dann Neunotation der
ersten Takthälfte.
259 (273) Clar. auf Verwischung: wohl zunächst irrtümlich wie Ob. notiert
262 (276) Fl. II 1.-4. Note auf Verwischung: urspr. vielleicht eine Oktave tiefer
angesetzt
Ob. 1. Takthälfte: Köpfe der vier Noten mit dunklerer Tinte über-
schrieben
263 (277) V. I Nachschlagsnoten als 16tel notiert; vgl. aber T. 281 und die fol-
gende Bemerkung (V. II: unis.)
Vc./B. x mit Nachschlagsnoten später und mit hellerer Tinte eingetra-
gen: die Balken der Nachschlagsnoten stark verdickt, aber als
32stel-Balken zu erkennen.
284-289 Vc./B. zunächst jeweils ,d ,d|¤ d etc.; dann in T. 284 ,d ,d (doppelt be-
halst) sowie C C C C dazu notiert; im Folgetakt ebenfalls 4tel-
Noten zu ¤ d gesetzt und nach Einfügung von „ד über Takt-
strich 284/285 unterhalb des Systems (d. h. am unteren Seiten-
rand = S. 23) die Anweisung ×|violoncelli haben lauter achtel—
und die Contra-Bassi Viertl Noten. eingetragen.
294 – nach dem Schlußstrich rechts etwas unterhalb des 12. Systems
(Vc./B.) Taktzähler: 294; ebenfalls nach dem Schlußstrich ist im
rechten Rand auf Höhe des 8. bis 10. Systems Attacca / Subito il /
Duettino / di Susan–a e / figaro. vermerkt.

110
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:13 Uhr Seite 111

ATTO PRIMO

Scena I-II
N o . 1 D u e t t i n o „Cinque... dieci... venti...“ (Susanna, Figaro)
[Quelle A/Teil 1: S. 25-35; S. 35 mit T. 85-88 nur zur Hälfte beschrieben.]

Tempobezeichnung Allegro: oberhalb der Akkolade.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [zwei Systeme], 2 Corni / in g [ein System mit doppeltem
Violinschlüssel], 2 fagotti. [ein System], Susanna: [zweites „s“ korr.], figaro:, Bassi. [ein
System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

4 V. II unterhalb 1. Note Verwischung: vielleicht wie im Vortakt ange-


setzt (2.-4. 4tel jeweils durch Faulenzer [´] abgekürzt)
11 Ob. II 1. Takthälfte: urspr. vielleicht , (g’); ausgewischt und Neuno-
tation.
Fag. an 3. Note leichte Verwischung: wohl keine Korr.
V. II Bg. zunächst nur zur 1.-8. Note; weitergezogen bis zur Zielnote
(vgl. V. I).
11, 13 Va. jeweils 1.-3. Note: urspr. einen Ton tiefer (wohl im
Baßschlüssel gedacht); auf Rasur Neunotation.
18 Fl., Ob. Seitenbeginn (= S. 27): zunächst paarweise jeweils in den Syste-
men von Fl. I bzw. Fl. II eingetragen; 2.-4. 4tel für Fl. II sowie
Ob. I,II gestrichen und dann im jeweiligen System Neunotation:
Fl. II für 2.-4. 4tel sowie Ob. für den ganzen Takt.
22/23 V. I 4. bzw. 1./2. 4tel: möglicherweise zunächst wie T. 21/22; stark
verwischt und Neunotation.
26 Va. urspr. Ganztaktbg.; ausgewischt und neu von (vielleicht erst
später) eingefügter 1. Note bis zur 3. Note gezogen.
30 Fag. 1. Note nachträglich (da zum zweiten Arbeitsstadium gehörend)
als einzeln stehendes 8tel ohne Bg.-Fortsetzung von T. 29, mit
dem col Basso der Vortakte endet (NMA setzt entspr. Bg. A– d)
33 Ob. II 2. Takthälfte: urspr. , (fis’); ausgewischt und Neunotation.
34/35 V. I Seitenwechsel (= S. 28/29): letztes 4tel T. 34 bzw. 1. 4tel T. 35
teilweise auf Verwischung: wohl anderer Ansatz
41 Cor. I ¤ auf sehr leichter Verwischung: wohl keine Korr.
43 Fag. Seitenbeginn (= S. 30): urspr. (in Fortsetzung von T. 35) ColB:;
ausgewischt und darüber Neunotation.
51 Fag. I urspr. mfp; dann p ausgewischt und analog Fl. I sowie Ob. I zur
5. Note gesetzt.
V. I,II jeweils zu Taktbeginn mfp (vgl. aber Kontext)
52 V. II 2. Takthälfte: zunächst wie T. 50 , (cis’)

111
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 112

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

58-59 FIG. Seitenwechsel (= S. 31/32): urspr. vielleicht wie T. 56-57; nach


Tilgung von A in 1. Hälfte T. 58 Neunotation von ² ¬ (¬ kommt
auf getilgter A zu stehen) und g (a) mit Silbe „or“; den urspr.
weiteren Gesangstext „si mio core“ zum selben Notentext nach
Rasur mit „è più bello“ überschrieben. Infolge von Rasur in
T. 59 Fehlstelle, die auch auf T. 58 (letzter Takt von recto)
durchschlägt.
65 FIG. 4. 4tel: ! zwischen beiden Noten überschreibt vielleicht urspr.
als letzte Note gesetztes h
65, 66 Ob. jeweils urspr. beide Stimmen im System Ob. I; dort ausgewischt
und darüber Neunotation für Ob. I (in T. 65 Bg. eher bis zur
3. Note gezogen) und Notation im System Ob. II.
67 Fl. II 2. Takthälfte: A leicht verwischt; vielleicht Ansatz wie Ob. I
(vgl. aber die folgende Bemerkung).
Ob., Fag., Cor. jeweils 2. Takthälfte: urspr. A; dann Neunotation (A nur in Cor.
gestrichen).
V. I letzte Note aus c” korr.
V. II 2./3. Note aus fis’[?]–c’ korr.
Va. 2. Hälfte: nach ColB: T. 64 bis 1. Hälfte T. 67 urspr. wohl eine
Oktave höher angesetzt mit Haltebg. zum Folgetakt (Seiten-
wechsel = S. 32/33); nach Rasur Neunotation, dabei den bereits
gezogenen Haltebg. übernommen, jedoch auf S. 33 (zu T. 68)
nicht fortgesetzt.
68 Ob. I zunächst Bg. zur 1./2. Note bzw. zur 5./6. Note; dann jeweils
weitergezogen.
FIG. 2. Note ohne } (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 408)
70 FIG. 5. Note wohl aus a korr. (vgl. Taktbeginn); nach der letzten
Note
breitere Verwischung, die bis 1. Note von Vc./B. reicht: wohl
keine Korr.
75 Ob. mit Stacc.-Punkten (Ob. II: unis.); vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 408.
V. II Verwischungen vor 2. und nach 3. Note
79 Fag. ohne Stacc.-Punkte (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 408)
80-82 SUS., FIG. teilweise rhythmische Korr.: g g zu g. i
84 Ob. I urspr. wie Ob. II; mit dunkler Tinte überschrieben und Haltebg.
T. 83/84 gezogen.
88 Ob. I 2./3. Note: urspr. wie Fl. II; ausgewischt und überschrieben.
– nach dem Schlußstrich unterhalb der Akkolade von fremder
Hand mit Rotstift Taktzähler: 88

112
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 113

R e c i t a t i v o „Cosa stai misurando“ (Susanna, Figaro)


[Quelle A/Teil 1: S. 36 mit fünf Akkoladen, von denen die letzte nur gut zur Hälfte beschrie-
ben ist, 11./12. System leer; S. 37 leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

5 FIG. nach 1. Takthälfte Akkoladenwechsel: in der neuen Akkolade


überschreibt Baß- urspr. gesetzten Sopranschlüssel
8 SUS. Gesangstext: zur 2.-5. Note urspr. „non la voglio.“; mit gelblich-
brauner Tinte gestrichen und mit heller Tinte über dem System
wie in Quelle N1„te la dono[.]“ eingetragen.
19 – nach Notationsende (ohne Taktstrich) auf Mitte der beiden Sy-
steme Vermerk: Attacca subito il Duettino

N o . 2 D u e t t i n o „Se a caso madama“ (Susanna, Figaro)


[Quelle A/Teil 1: S. 38-49; S. 49 mit T. 138-144 etwa zur Hälfte beschrieben.]

Tempobezeichnung All :o oberhalb der Akkolade und über dem Vc./B.-System.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [zwei Systeme], 2 Corni in / B alti [ein System mit doppeltem
Violinschlüssel], 2 fagotti [ein System], Susan–a, figaro., Bassi. [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fl. II, Ob. II Systemvorzeichnung: jeweils es”–b’


Fag., FIG. Systemvorzeichnung: jeweils b–es
Va. Systemvorzeichnung: es’–b
Vc./B. Systemvorzeichnung: es–b
4 V. II an 3. Note Verwischung: wohl keine Korr.
5-6 Fag. I ab 2. 4tel T. 5 urspr. wie FIG.; verwischt, in T. 5 mit ² über-
schrieben und in T. 6 B gesetzt.
9 Va. zu Taktbeginn C (b) angesetzt; mehrfach gestrichen und auf
Taktmitte Neunotation.
15 Fl. I 1. 4tel: vor ² verwischte (wohl zu früh gesetzte) ²
20 V. II p steht unterhalb von Faulenzer [´] für 2. 4tel: Plazierung besser
wie V. I, d. h. hier zur vorletzten Note (vgl. auch T. 68 und Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 408).
40 Va. urspr. C (d’) und ² ; d’ gestrichen und Neunotation des Takts.
44 Va. 2. Note verdickt: keine Korr.
55 SUS. 1. Note verdickt: keine Korr.
82 Bls., Str. jeweils 2. 4tel: ² mit r statt ¬ ¬ mit r (in Vc./B. r zum
1. 4tel); vgl. auch die Bemerkung zu T. 82-84.
FIG. 1. Note stark verdickt: urspr. vielleicht , mit r; dann erweiterte
Neunotation.

113
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 114

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

82-83 – Bezeichnungen: Recit: jeweils über 1.-3. und 10. sowie 11. Sy-
stem, Rec: jeweils zwischen 4./5., 6./7. und 8./9. System und
Recitativo: über dem 12. System.
82-84 V. I,II jeweils über dem System zunächst Großfermate von 2. 4tel
T. 82 bis ² ¬ in T. 84: Rasuren deutlich zu erkennen (vgl. auch
die zweite Bemerkung zu T. 82)
93 SUS. 2. 4tel: urspr. g. i ; Augmentationspunkt gestrichen und Fähn-
chen an 2. Note korr.
93-95 V. II 2. 4tel T. 93/1. 4tel T. 94 bzw. T. 95 urspr.:

bzw.
f

jeweils auf Rasur Neunotation.


94 V. I 2. Note ohne Stacc.-Strich (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 408)
96 V. I,II, Va. jeweils 2. 4tel: urspr. C ; ausgewischt und bei Neunotation (teil-
weise durch Überschreiben von ² mit ¬) r gesetzt (vgl. auch die
folgende Bemerkung).
SUS. 2. 4tel: urspr. ² ; zu ¬ mit r und ¬ (die ² überschreibt) geändert
(vgl. auch die vorige Bemerkung).
105 FIG. Gesangstext: 3.-5. Buchstabe von „dubbi“ stark verdickt, aber
wohl keine Korr.
107 FIG. 2. 4tel aus g g korr.
108 Fl. I Verwischung zwischen ² und as”: wohl als d” angesetzt
V. I zu Taktbeginn zunächst b angesetzt; deutlich gestrichen und mit
d’ fortgefahren.
Vc./B. , überschreibt zunächst gesetzte C
109 Fl. II 1. Note urspr. g” (vgl. Fl. I); gestrichen und Neunotation.
113-116 Ob. I jeweils ein Bg. zu T. 113 und zu T. 114-116 (vgl. aber Fl. I und
T. 121-123)
116 Fl. I 2. Note links mit verdickten Hilfslinien: eher keine Korr.
116-119 Vc./B. jeweils sf (statt sfp); vgl. aber Cor. und T. 108-111 sowie zu
T. 116-119 Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbän-
den, S. 409.
119 FIG. 1. 4tel: E mit Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 409)
121 FIG. 1. Note stark verdickt: urspr. vielleicht zu tief angesetzt
129 SUS. 2./3. Note ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 409)

114
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 115

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

130-131 Fag. I zunächst irrtümlich im 8. System (Cor.); mit Artikulation ge-


strichen, jeweils B für Cor. in beiden Takten gesetzt und im
darunterliegenden Fag.-System zum bereits (mit Artikulation)
notierten Fag. II eingetragen, Artikulation dabei nicht wieder-
holt (zu beiden Fag. vgl. Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 409, dort die Bemerkung zu T. 131).
134 Ob. I auf verwischtem anderen Ansatz: vielleicht b’
135-136 SUS. Gesangstext: „discaccia“ auf Rasur eingetragen
144 – nach dem Schlußstrich unterhalb der Akkolade von fremder
Hand mit Rotstift Taktzähler: 144

R e c i t a t i v o „Or bene; ascolta, e taci!“ (Susanna, Figaro) – S c e n a I I „Bravo


signor padrone!...“ (Figaro)
[Quelle A/Teil 1: S. 50 und 51 mit jeweils sechs Akkoladen sowie S. 52 mit einer Akkolade,
d. h. dort 3.-12. System leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

7 SUS. Gesangstext: erster Buchstabe von „nè“ unter 3. Note verdickt;


überschreibt wohl anderen Ansatz.
27, 31 FIG. jeweils nach Akkoladenwechsel (T. 26/27 und T. 30/31) über-
schreibt Baß- zunächst gesetzten Sopranschlüssel
40/41 – nur einfacher Taktstrich vor Szenenwechsel; in T. 41 im oberen
System (Sgst.): Scena II. (vgl. auch Abschnitt I. Quellen, S. 38).
52 FIG. 1. Note ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 409)
54 – nur Doppelstrich; danach Segue la / Cavatina / di figaro: ver-
merkt.

N o . 3 C a v a t i n a „Se vuol ballare signor Contino“ (Figaro)


[Quelle A/Teil 1: S. 53-63; jeweils 1./2. und 12. System leer.]

Tempobezeichnung Allegretto ober- bzw. (mit Punkt) unterhalb der Akkolade.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 oboe: [zwei Systeme], 2 / Corni / in f [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti.
[ein System], figaro:, Bassi. [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1, 104 Va. · Spielanweisung: pizzicati bzw. pizzicati:


2, 105 Vc./B. z

115
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 116

Takt System Bemerkung


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2-4, 6-8, Cor., Str., FIG. jeweils Neunotation auf tiefen Rasuren, unter denen jedoch die
105-107, jeweils erste Niederschrift zu erkennen ist; die beiden acht-
109-111 taktigen Perioden (T. 1-8 und T. 104-111) sind in ihrer mitei-
nander übereinstimmenden urspr. Fassung im Notenanhang A/2,
S. 331, wiedergegeben (vgl. auch die übernächste Bemerkung).
Auf S. 54 schlagen die Korr. von recto (= S. 53 mit T. 1-8)
teilweise durch, jedoch kein Textverlust.
8/9 V. I die Rotstift-Eintragung über dem System (verdickter Doppelstrich
in Form eines ! und 11_12 bezieht sich auf die Wiederholung von
T. 9-20 in Atto secondo/Scena I, Recitativo: T. 88-99 (vgl.
S. 136, dort die entspr. Bemerkung, und vgl. hier auch die Bemer-
kung zu T. 20).
10-11 FIG. urspr. wohl g–e–a|f; Neunotation auf deutlicher Rasur bzw.
Verwischung (beides beeinträchtigt den Gesangstext).
20 V. I oberhalb des Systems zu Taktbeginn von fremder Hand mit Rot-
stift: Fine (vgl. die Bemerkung zu T. 8/9)
21-30, V. I,II jeweils Bg. bis zur Zielnote im Folgetakt eindeutig nur in
56-63 T. 21/22 und T. 58/59 ( jeweils V. I) gezogen
22 Ob. I 1. Note am folgenden 8tel-Balken
24 Vc./B. Stacc.-Strich zur 1. Note (vgl. aber Kontext und auch die Be-
merkung zu T. 34, 38)
25 Vc./B. ohne Stacc.-Striche (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 409)
26 Fag. I Bg. wegen Platzmangels vielleicht nur zur 1./2. Note fast im
8tel-Balken gezogen. (Fag. II: Ganztaktbg.)
28 Fag. I Bg. nur zur 1./2. Note; in den Vortakten jedoch deutlich Ganz-
taktbg. (vgl. aber die vorige Bemerkung)
29 Cor. jeweils ohne Augmentationspunkt
31-32 FIG. Gesangstext: „se vuol veni[re]“ auf Rasur; erste Version nicht
mehr lesbar.
34, 38 Va. zur jeweils 1. Note Stacc.-Punkt; vgl. aber Kontext und auch die
Bemerkungen zu T. 24 sowie zu T. 81, 85.
42 Cor. sf statt f (vgl. aber Kontext)
V. I 1. Note überschreibt anderen, dann verwischten Ansatz: viel-
leicht , (c’).
43 FIG. Gesangstext: „Sa=“ überschreibt anderen Ansatz
47 Va. bereits wie T. 48; auf Verwischung Neunotation.
48 V. II wie T. 47 fortgefahren; verwischt und darüber Neunotation.
53-54 Ob. II jeweils ein Bg. zu T. 53 bzw. T. 54 (vgl. aber Ob. I)
54 Fag. I 3. Note auf Verwischung: möglicherweise aus f’ korr.
55 Ob., Va. Seitenbeginn (= S. 58): daher Ob. I und Va. zunächst in den fal-
schen Systemen notiert, vor der Akkolade Stimmenbezeichnun-

116
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Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(55) (Ob., Va.) gen: oboe 1m: a zum 3. System, Viole: zum 4. System, oboe 2 d:a
zum 5. System; in T. 59 wieder richtig gestellt: Viole: über
3. System und oboe I m:a über 4. System.
57-58 Ob. II urspr. C ² ²|¬ g ( jeweils a’); verwischt und Neunotation mit
Überschreibung im 1. 4tel T. 58.
63 – große (in Vc./B. fehlende) r zu ² ² ; vgl. dazu Berichtigungen
und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 409.
63/64 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel; unter-
halb des (leeren) 12. Systems mit Rotstift Taktzähler: 36 (statt
korrekt „63“)7.
64 – Tempobezeichnung Presto: ober- und unterhalb der Akkolade
bzw. Presto. jeweils zwischen 4./5. und 7./8. System der Ak-
kolade.
71 V. I urspr. Ganztaktbg.; gestrichen und Stacc. zur 1. und Bg. zur
2./3. Note gesetzt.
81, 85 Ob. I zur jeweils 1. Note Stacc.-Punkt; vgl. aber Kontext.
88-90, V. I jeweils 2. 4tel aus C korr. (V. II in T. 88-90: unis.)
96-98
90-91 FIG. Gesangstext: die mittleren Buchstaben von „rovescierò“ auf
Verwischung
92 V. I 1. 4tel: b” aus , korr.
100, 101 V. I jeweils 1. 4tel aus C korr. (in T. 103 gleich TUUV notiert); V. II
in T. 100-103: unis.
103/104 – nur einfacher Taktstrich vor Taktwechsel; unterhalb des 12. (lee-
ren) Systems Taktzähler: 140 (statt „40“, gezählt ab T. 63, oder
„104“ gezählt ab Satzbeginn; vgl. dazu Anmerkung 7).
117 V. I,II jeweils 1./2. Note urspr. mit Bg. (vgl. FIG.); durch Rasur getilgt.
120 ff. – siehe Teilband 2, S. 628, Anhang III: 2. Entwurf zum Schluß von
No. 3 (vgl. Quelle Aa in Abschnitt I. Quellen, S. 58, mit den da-
zugehörigen Bemerkungen in diesem Krit. Bericht auf S. 254 f.)
122 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel
123 – Tempobezeichnung Presto: ober- und unterhalb der Akkolade,
zusätzlich (ohne Doppelpunkt) zwischen 4./5. und 6./7. System
der Akkolade.
Str. die in NMA jeweils ergänzte, d. h. kursiv gesetzte Spielanwei-
sung coll’arco ist im Entwurf zum Schluß von No. 3 enthalten
(vgl. die Bemerkung zu T. 120 ff. und vgl. auch Str. T. 20 f.)

7 Auf die absichtlich irreführende Taktzählung hier und im weiteren Verlauf von No. 3 und auch in einigen anderen
Nummern hat erstmals hingewiesen: Karl-Heinz Köhler, Figaro-Miscellen: einige dramaturgische Mitteilungen
zur Quellensituation, in: MJb 1968/70, S. 119-131, insbesondere S. 119; dort geht Köhler davon aus, daß Mozart
diese „Fallen“ für den Kopisten selbst gestellt hat, was durchaus möglich ist, wenn auch die entspr. „falschen“
Taktzahlen nicht immer von seiner Hand stammen.

117
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 118

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

127 V. II von Taktstrich 127/128 ausgehende und nach links unten zum
Va.-System reichende Verwischung: wohl keine Korr.
131 – nach dem Schlußstrich unter dem (leeren) 12. System von
fremder Hand mit Rotstift Taktzähler: 82 (statt „28“, gezählt ab
T. 104; vgl. dazu Anmerkung 7 auf S. 117).

R e c i t a t i v o „Ed aspettaste il giorno fissato a le sue nozze“ (Bartolo, Marcellina)


[Quelle A/Teil 1: S. 64; sechs Akkoladen, die letzte nur mit T. 21 und 22 beschrieben.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

18, 19 Cont. im ersten Takt Tintenverklecksung rechts oberhalb von ¤ , im


zweiten ¤ verwischt: wohl keine Korr.
22 Cont. nur Doppelstrich, nach dem zwischen den beiden Systemen
Segue L’aria di Bartolo: vermerkt ist.

N o . 4 A r i a „La vendetta, oh la vendetta!“ (Bartolo)


[Quelle A/Teil 1: S. 65-78; Akkolade auf der letzten Seite, die mit T. 78 beginnt, nicht voll
beschrieben.]

Tempobezeichnung Allegro: bzw. All :o oberhalb der Akkolade bzw. über dem System BART.
und unterhalb der Akkolade.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 Corni [ein Sy-
stem mit doppeltem Violinschlüssel], 2 Clarini [ein System mit doppeltem Violinschlüssel],
timpany, 2 fagotti [ein System], Bartolo., Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fl. I, Ob., Systemvorzeichnung: jeweils cis”–fis”


V. II
Vc./B. Systemvorzeichnung: cis–fis
1 Va. s f statt f (vgl. aber Kontext)
Vc./B. f nachgezogen
1-3 V. I die zunächst wohl zu blasse Notation mit dunklerer Tinte über-
schrieben (V. II: unis.)
4 Ob. I 2. Note zunächst d”; gestrichen und Neunotation.
Fag. nach Tenorschlüssel Systemvorzeichnung cis’–fis
5, 6 Vc./B. f bzw. p auf Verwischung bzw. nachgezogen (letzteres auch Bg.)
9 Fl. I zunächst mit , (fis”) angesetzt; gestrichen und Neunotation.
9-13 Vc./B. dynamische Zeichen und teilweise auch Bg. nachgezogen

118
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 119

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

10 V. II 1. 4tel zunächst wohl wie T. 9 in der oberen Oktave; auf Ver-


wischung Neunotation.
13 V. I, Vc./B. jeweils letztes 8tel: urspr. 16tel-Triole; bei der rhythmischen
Korr. Triolenziffer gestrichen (in Fl. I gleich korrekt notiert;
Va.: col Basso).
17 V. I letzte Note: , überschreibt C
20, 21-22 Va., BART. Quintparallelen von späterer Hand (Bleistift) mit Strichen ange-
zeigt
20-22 Vc./B. den sehr flachen (vom deutschen Text teilweise überschriebe-
nen) Bg. zur Verdeutlichung wohl von fremder Hand unterhalb
der Akkolade wiederholt
27 Vc./B. ¤ überschreibt C
32 BART. urspr. h–h; gestrichen und Neunotation (vgl. Vc./B.)
34 Vc./B. 2. 4tel: zunächst C (e); verwischt und ² gesetzt.
44 Ob. I,II 3. 4tel: h’ und gis’; NMA gleicht an Fag. und Va. an (vgl. dazu
aber Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 409).
47, 48 V. I jeweils Bg. zunächst nur zur 16tel-Triole; dann bis zur 1. Note
des jeweiligen Folgetakts gezogen (T. 49: neue Seite = S. 70).
49 Fag. II 2. Note überschreibt zunächst angesetztes a
52, 55 V. I,II jeweils zunächst Halbtaktbg.; mit Ganztaktbg. überschrieben.
58-59 Ob. II Bg. nur zu T. 58 (vgl. aber Va. und auch die folgende Bemer-
kung)
Va. Bg. zunächst nur zu T. 58, dann zur 1. Note T. 59 weiter ge-
zogen.
63 V. I zu Taktbeginn Verwischung: vielleicht 1. Triole mit e’ angesetzt
65-66 Fl. I Bg. nur zu 2.-4. Note T. 65 (vgl. aber Fl. II und Ob.)
67 Vc./B. 1. Note: , überschreibt vielleicht C
72 Ob., Fag., Cor., r uneinheitlich plaziert: im System BART. zu , ; in den anderen
Str., BART. Stimmen in der Regel zu A , aber auch (z. B. in V. I) schon
früher angesetzt.
Cor. , in Cor. I stark verdickt: beide Stimmen aus C korr.; dabei
eingetragene ² in Cor. I überschrieben.
V. I zunächst wohl mit C begonnen; stark verwischt und anschlie-
ßend , eingetragen.
74, 81 Fl. I, Ob., jeweils Bg. nicht eindeutig von 1.-3. Note, was aber in T. 76 der
V. I,II, Vc./B. Fall ist ( jeweils Fl. II, V. II: unis., jeweils Fag., Va.: col Basso)
93 Va. 1. Note zunächst fis; gestrichen und Neunotation.
94, 96 V. II jeweils Ganztaktbg.; NMA gleicht an Kontext an.
95 V. I jeweils untere Note urspr. a’; bei Korr. durch verlängerten Hals
überschrieben (möglicherweise so auch 1. 4tel in T. 97).
98 V. II, Va. jeweils Ganztaktbg.; NMA gleicht an Kontext an.

119
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 120

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

100-101 V. I 2. Bg. zunächst nur zur Triole in 2. Hälfte T. 100; dann wei-
tergezogen (V. II: unis.); vgl. auch Kontext.
104 – unterhalb der Akkolade zum Schlußstrich Taktzähler 401 (statt
„104“; vgl. dazu Anmerkung 7 auf S. 117)

Scena IV
R e c i t a t i v o „Tutto ancor non ho perso“ (Marcellina, Susanna)
[Quelle A/Teil 1: S. 79; vier Akkoladen, im 1. bzw. 2. System Szenen- bzw. Personenbe-
zeichnung, 11./12. System leer und urspr. auch S. 80 leer 8.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

3 MARC. nach 5. Note urspr. ² ; ausgewischt und ¬ gesetzt.


14 – nur einfacher Taktstrich, nach dem etwas tiefer, d. h. in Höhe
des 10./11. Systems, V. S: / attacca il / Duettino vermerkt ist.

N o . 5 D u e t t i n o „Via resti servita, madama brillante“ (Susanna, Marcellina)


[Quelle A/Teil 1: S. 80-90; letzte Seite mit T. 68-74 nicht ganz bis zum Schluß beschrieben.]
Die beiden Anfangstakte 1 und 2 sind später auf der urspr. leeren S. 80 notiert (diese Seite
dann von anderer Hand mit Bleistift großflächig gestrichen), weshalb hier an erster Stelle der
urspr. Beginn (S. 81: T. [1] =3), an zweiter der endgültige (S. 80: T. 1-2) behandelt wird9.
S. 81:
Tempobezeichnung All :o oberhalb der Akkolade sowie über den Systemen SUS. und Vc./B.
(später jeweils stark durchstrichen).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], 2 Viole [ein Sy-
stem], 2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [urspr. vor dem 6. System, dann auf Mitte vor 6./7.
System], 2 Corni / in A. [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti [ein System],
Susan–a, marcellina, Bassi. [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fl. II Systemvorzeichnung: cis”–gis”–fis”


Ob. I, V. I Systemvorzeichnung: jeweils fis”–gis”–cis”
Ob. II Systemvorzeichnung: gis”–cis”–fis”
Va. Systemvorzeichnung: fis’–gis’–cis’
MARC. Systemvorzeichnung: gis”–cis”–fis”
Vc./B. Systemvorzeichnung: gis–cis–fis

8 Vgl. dazu den Beginn von No. 5.


9 Vgl. auch Abschnitt I. Quellen, S. 40 (dort bei No. 5), sowie Teilband 1, S. XVIII (dort: „IV/e/3“).

120
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 121

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

[1] =3 – jeweils z; in den Systemen V. I, V. II, SUS., MARC. und Vc./B.


wohl aus ? korr. (vgl. dazu aber unten bei „S. 80“ die Bemer-
kung zu T. 15=1).
V. II 1. 4tel: urspr. 8tel-Triole a–cis’–e’ nach Rasur überschrieben;
2.-4. 4tel: jeweils Faulenzer [´].
V. I,II, Vc./B. jeweils urspr. p (als pia:) zu Taktbeginn im Zuge der Notation
von T. 1 und 2 (S. 80) durch weitflächige (teilweise wohl mit
Absicht auch jeweils z in V. und Va. beschädigende) Rasur ge-
tilgt
Vc./B. , (A) auf Rasur von , (a)
Va. ColB: nach , (so auch in T. [3] =6)
S. 80:
Tempobezeichnung Allo bzw. All :o ober- bzw. unterhalb der Akkolade.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 / Violini [zwei Systeme], Viole [ein Sy-
stem], 2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [zwei Systeme], 2 corni / in A [ein System mit dop-
peltem Violinschlüssel], 2 fagotti [ein System], Susan–a, Marcellina, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

15=1 – jeweils ? ; vgl. dazu oben bei „S. 81“ die erste Bemerkung zu
T. [1] = 3 sowie Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 409.
2 Vc./B. nach Taktstrich Kustos für A (vgl. dazu bei „S. 81“: T. [1] =3,
dort die Bemerkung zu Vc./B.)
14, 15 MARC. jeweils 1. Note aus cis” bzw. a’ korr.
15 SUS. 1. Note aus cis” korr.
20 Fag. II ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 409)
SUS. leichte Verwischung vor 3. Note
21 V. I 1. Note überschreibt zunächst angesetztes e’
Va. 1. Takthälfte urspr. C ² ; , überschreibt dann C , während ² un-
verändert geblieben und für col-Basso-Führung in der 2. Takt-
hälfte gültig geblieben ist.
30/31, SUS. jeweils urspr.:
49/50

i me ri ti!

Pausen und Silbe „i“ in T. 30 und 49 (nicht aber 8tel-Note h’)


durch Rasur getilgt; in T. 30 (nicht aber in T. 49) B gesetzt und
Gesangstext jeweils überschrieben.

121
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 122

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

36 Fl. II zunächst cis” (¤); verwischt und Neunotation (vgl. die folgende
Bemerkung).
Ob. urspr. umgekehrt eingetragen (a’ in I und cis” in II); dann leicht
verwischt und Neunotation (vgl. die vorige Bemerkung).
36-37 Cor. jeweils ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 409)
37 Cor. I zunächst ¤ (c”) auf Taktmitte; gestrichen und Neunotation.
Fag. II 2. Takthälfte: urspr. , (d’); ausgewischt, darauf Augmentations-
punkt und anschließend C (d’) gesetzt.
39 Vc./B. f bereits zur 3. Note (vgl. aber Kontext)
44 – Übergang beim Strich T. 17-43 (vgl. dazu Abschnitt IV. Die
wichtigsten Varianten in den Hauptüberlieferungszweigen, S. 272):
siehe Notenanhang D/1, S. 358.
48-52 Fl. II ab 4. 4tel T. 48 zunächst wie Ob. I; überschrieben.
51 MARC. 2. Takthälfte: A überschreibt urspr. gesetzte und teilweise ver-
wischte ²
54 MARC. bereits nach 2. 4tel gezogenen Taktstrich gestrichen
59 SUS. 3. 4tel auf Verwischung: urspr. Version nicht zu erkennen, aber
vielleicht analog 2. 4tel angesetzt.
62 MARC. 2. Note urspr. h’; gestrichen und Neunotation.
66 Fag. jeweils urspr. C (Fag. II vielleicht aus a); stark gestrichen und
Neunotation.
Vc./B. 4./5. Note auf Verwischung eines anderen, nicht mehr eindeutig
zu lesenden Ansatzes: 4. Note vielleicht eine Terz höher, wäh-
rend an 5. Note verwischtes 8tel-Fähnchen zu erkennen ist (vgl.
Sgst.)
67/68 Fl. II Seitenwechsel (= S. 89/90): ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichti-
gungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 409)
69 Fl. I,II 1. 4tel: cis’’’ und a”; NMA konjiziert nach AMA, Abert/Gerber
und Georg Schünemann 1941 zu Einklang a”; vgl. zu Fl. I aber
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 409.
74 – nach dem Schlußstrich unterhalb der Akkolade Taktzähler: 744
(darunter von fremder Hand mit Rotstift 74; vgl. dazu Anmer-
kung 7 auf S. 117).

Scena V
R e c i t a t i v o „Va’ là, vecchia pedante“ (Susanna, Cherubino)10
[Quelle A/Teil 1: S. 91-92; auf S. 91 sechs Akkoladen, auf S. 92 fünf, von denen die letzte
nur zur Hälfte beschrieben ist; 11./12. System leer.]

10 Vgl. dazu Abschnitt IV. Die wichtigsten Varianten in den Hauptüberlieferungszweigen, S. 272 (Anmerkung 11).

122
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 123

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

10 – Taktstrich zunächst nach 2. 4tel, da beim Akkoladenwechsel zu-


vor die 2. Hälfte T. 9 irrtümlich als Taktbeginn interpretiert ist;
gestrichen und korrekt gesetzt.
20 CHER. Gesangstext: urspr. „quanto“; „d“ überschreibt „t“ (siehe Quelle
N1)
29 CHER. beim Einsatz nach Sopranschlüssel: ¬ g |; Pause und Taktstrich
gestrichen, g zu i korr. sowie in der Notation fortgefahren.
30 Cont. urspr. wohl , ; verwischt und überschrieben.
35 – Taktstrich bereits nach 2. 4tel gezogen; dann in Cont. wohl ¤
(f ) eingetragen, Taktstrich gestrichen und ¤ zu , korr. sowie
neuen Taktstrich mit Überbindung korrekt gezogen (Akkolade
endet mit 1. Hälfte T. 36).
36 SUS. Gesangstext: falscher (gleichfalls mit „d“ beginnender) Ansatz
zur 3./4. Note gestrichen und darunter „debbo“ eingetragen.
41 Cont. zunächst , ; ausgewischt und Neunotation.
42 – nur Doppelstrich, nach dem Segue L’aria di Cherubino. ver-
merkt ist.

N o . 6 A r i a „Non so più cosa son, cosa faccio“ (Cherubino)11


[Quelle A/Teil 1: S. 93-103; jeweils 1. und 12. System leer; zum Übergang zu Scena VI auf
S. 103 vgl. S. 40 und unten S. 125.]

Tempobezeichnung All :o vivace: oberhalb der Akkolade.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 / Violini [zwei Systeme], 2 / Viole [ein Sy-
stem], 2 Clarinetti [zwei Systeme], 2 Corni in / Ey [ein System mit doppeltem Violin-
schlüssel], 2 fagotti [zwei Systeme], Cherubino, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fag. Systemvorzeichnung: b–es–as bzw. es–b–as


V. II Systemvorzeichnung: es”–as”–b’
CHER. Systemvorzeichnung: b’–as’–es”
Vc./B. Systemvorzeichnung: b–as–es
1 V. I,II Spielanweisung con sordini. einmal auf Mitte der beiden Sy-
steme; diese Anweisung ist möglicherweise auch auf Va. zu be-
ziehen: siehe Teilband 2, Anhang III/3, S. 629.
2 V. II vorletzte Note auf Verwischung: urspr. wohl b (vgl. 2. Note)
3 Cor. doppelt behalste , (d”) auf ausgewischtem anderen Ansatz:
vielleicht für II urspr. g’

11 Vgl. auch Teilband 2: Anhang II/1, S. 618-624, sowie Anhang III/3, S. 629-630, mit den jeweils dazugehörigen
Bemerkungen in diesem Krit. Bericht auf S. 251-252 sowie auf S. 255.

123
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 124

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

4 CHER. 2./3. Note auf verwischtem und sofort korr. anderen Ansatz
5, 41 V. I jeweils urspr. d’ statt f’ (T. 41: 2. Takthälfte durch Faulenzer [´]
abgekürzt); gestrichen und Neunotation (vgl. die folgende Be-
merkung).
V. II jeweils urspr. f’ statt d’ (T. 41: 2. Takthälfte durch Faulenzer
[´], der anderen Ansatz zudeckt, abgekürzt; überschrieben (vgl.
die vorige Bemerkung).
6 Va. I 2. Note urspr. ebenfalls es’; ausgewischt und Neunotation.
8 CHER. 1. 4tel: urspr. C (es”), das bei Korr. zu E (mit Bg.) überschrie-
ben worden ist; die beiden letzten Noten verdickt: wohl keine
Korr.
13 Vc./B. letzte Note urspr. c; mit } zum anschließend notierten A über-
schrieben.
15 Fag. I Bg. bereits mit 1. Note angesetzt (vgl. aber Clar. II)
16 – Seitenbeginn (= S. 95): Akkoladenklammer irrtümlich mit er-
stem (leerem) System begonnen; gestrichen und mit zweitem
System neu angesetzt.
18 Fag. II beide Noten zugelaufen bzw. verdickt: keine Korr.
20 Vc./B. vor 2. Note Verwischung: vielleicht wiederholtes Akzidens
26-28 Va. durchweg Verwischungen: } wohl schon zu ¤ in T. 26 gesetzt,
dann durch Vergrößerung des Notenkopfs und Verwischung
ungültig gemacht (vgl. Vc./B.) und zu ¤ in T. 27 gesetzt, dabei
urspr. Haltebg. T. 26/27 verwischt und als Artikulationsbg. neu
gezogen; in T. 28 dann schließlich y vor leicht verwischtem ¤
eingefügt.
36-37 Vc./B. Bg. nachgezogen, da urspr. vielleicht Bg. zu jedem Takt.
37 V. I aus ¤ korr.
39 Clar. II 1. Note: , überschreibt C
CHER. Verwischung nach 2. Note: urspr. vielleicht , (vgl. Bls.)
45 Fag. II vor 1. Note anderen Ansatz verwischt
Vc./B. urspr. wohl nur f; dann zu mf erweitert.
45-46 Fag. Seitenwechsel (= S. 98/99): Bg. jeweils nicht bis 1. 4tel T. 46
gezogen (vgl. aber T. 48-49)
46-100 CHER. Gesangstext mit dunklerer Tinte nachgezogen, teilweise auch
der Notentext (was auch für Vc./B. gilt).
59 Va. vor 5. Note Verwischung: wohl anderer Ansatz
60 Fag. nach 2. Note irrtümlich gesetztes ² gestrichen
67, 68 Clar. jeweils Ganztaktbg. (Clar. II vielleicht nur wegen Wechsels der
Behalsungsrichtung); NMA folgt Fag. und Parallelstelle T. 86
bis 87, d. h. setzt Bg. zu beiden Takten.
68 Clar. II 2. Note: urspr. als C angesetzt; verwischt und , notiert.
70 V. II 1. Note urspr. as’; überschrieben.

124
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 125

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

72 CHER. nach C (es’) überschreibt ² urspr. gesetzte Ganzenote f’


Vc./B. zu Taktbeginn gestrichene bzw. verwischte C (es); vgl. die vori-
ge Bemerkung.
80 V. II letzte Note urspr. f’; ausgewischt und Neunotation.
86, 87 Clar. II, Fag. II jeweils Ganztaktbg.; NMA folgt Clar. I und Fag. I, d. h. setzt
Bg. zu jeweils beiden Takten (vgl. auch T. 67, 68).
91 Vc./B. r zunächst nur unter , ² gesetzt; dann zu ¬ weitergezogen.
91/92 – bei Tempowechsel nur einfacher Taktstrich; die zu Ende von
T. 91 angesetzte Tempobezeichnung Adagio: mit dunkler Tinte
über dem CHER.-System und (doppelt unterstrichen bzw. ohne
Doppelpunkt) unterhalb der Akkolade, dazu in verschiedener
Schreibweise (und nur oberhalb der Akkolade unterstrichen)
sechs weitere Mal in hellerer Tinte angebracht.
93, 94 Vc./B. jeweils 1. 4tel: zunächst eine Oktave höher; gestrichen und Neu-
notation.
95 V. II, Va. über A ausgewischte r
95/96 – vor Tempowechsel nur einfacher Taktstrich; die zu Ende von
T. 95 angesetzte Tempobezeichnung Primo tempo mit dunkler
Tinte über dem CHER.-System und unterhalb der Akkolade, da-
zu in hellerer Tinte noch weitere sechs Mal angebracht.
98 CHER., Vc./B. jeweils große r zu C ² bzw. zum ganzen Takt (vgl. dazu Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 409)
100 – unterhalb des leeren 12. Systems in Höhe des bis zum 8. Akko-
laden-System gezogenen Doppelstrichs von fremder Hand mit
Rotstift Taktzähler: 100 (vgl. auch die erste Bemerkung zum
nachfolgenden Rezitativ).

Scena VI
R e c i t a t i v o „Ah son perduto!“ (Cherubino, Susanna, Il Conte) – S c e n a V I I
[Recitativo] „Susanna, il ciel vi salvi“ (Detti e Basilio)
[Quelle A/Teil 1: S. 103-106; auf S. 103 Übergang von No. 6 zu Rezitativ: 100=1, auf S. 104
bis 106 je sechs Akkoladen.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

100=1 CHER. über dem System Rec: (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 409); nach dem Takt, mit dem die
Seite endet, im rechten Rand: Scena VI / Cherubino / Susan–a, /
e poi il Conte (vgl. auch Abschnitt I. Quellen, S. 40).
2 Sgst., Cont. wegen Seitenwechsels (= S. 103/104) fehlt auch die Systemvor-
zeichnung.

125
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 126

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

23 Vc./B. urspr. c (¤) angesetzt; gestrichen und Neunotation.


34 – unmittelbar nach letzter Note von SUS. zu früh gesetzten Takt-
strich gestrichen und anschließend gleich neu gezogen
35 IL C. 4./5. Note verdickt: vielleicht aus a–a korr.
36 IL C. 1./2. Note zunächst vielleicht h–h (vgl. letzte Note im Vortakt);
fast bis zur Unleserlichkeit verwischt und Neunotation.
37/38 – vor Szenenwechsel nur einfacher Taktstrich; zwischen den bei-
den Takten im Bereich des Sgst.-Systems: Scena VII / Detti, e
Basilio (vgl. auch Abschnitt I. Quellen, S. 40).
49 SUS. 1.-4. Note verdickt: urspr. einen Ton zu tief angesetzt; über-
schrieben.
59, 60 – jeweils Taktstrich bereits nach 2. 4tel; gestrichen und noch vor
Eintrag Vc./B. korrekt gezogen.
65 Cont. vor 2. Note Verwischung: anderer Ansatz oder getilgtes Akzi-
dens
77 SUS. die beiden letzten Noten urspr. d”–e”; gestrichen und Neunota-
tion.
83 – nach Doppelstrich attacca il Terzetto. vermerkt

N o . 7 T e r z e t t o „Cosa sento! tosto andate“ (Susanna, Basilio, Il Conte)


[Quelle A/Teil 1: S. 107-131.]

Tempobezeichnung All :o assai: in leicht variierenden Schreibweisen oberhalb der Akkolade,


zwischen den beiden Ob.-Systemen und über dem Vc./B.-System.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: [zwei Violinen: zwei Systeme], [Viole: ein
System], 2 oboe [„2“ durch Überschreibung stark verdickt, zwei Systeme], 2 clarinetti / in B
[ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 / Corni / in B 12 [ein System mit doppeltem
Violinschlüssel], 2 / fagotti: [ein System], Susanna, Basilio, Il Conte, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Ob. II, V. II Systemvorzeichnung: jeweils es”–b’


Fag., Vc./B. Systemvorzeichnung: jeweils es–B
BAS. Systemvorzeichnung: es”–b’
IL C. Systemvorzeichnung: es–b
4-5 Fag. II urspr. irrtümlich im System SUS., und zwar mit Bg.; gestrichen
und dann im Fag.-System (ohne Bg.) nachgetragen.

12 Zu der in Quelle A/Teil 1 (und in den anderen Quellen) fehlenden Angabe zur Stimmlage (in Siy alto oder
basso) vgl. die Bezeichnung Corni in B alti in No. 2, S. 113.

126
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 127

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

13-14 IL C., Vc./B. zunächst:


15

[an ] da te, e scac cia te il se du tor.

durch Rasur der Pausen und Überschreiben (IL C.: T. 14) sowie
Überschreiben und zusätzliche Neunotation (Vc./B.: T. 13-14)
korr.
14 Va. 1. Takthälfte: urspr. eingetragenes b’ (,¯ ) gestrichen und Neuno-
tation
16 BAS. am Taktende Rasur: möglicherweise zunächst wie Vc./B. (aber
ohne ! )
27 IL C. 1. Note auf Verwischung: vielleicht als g (f ) angesetzt
32 IL C. Gesangstext: Endsilbe von „[scac-]ciate“ verkleckst
37 Va. urspr. wie Fag. I (mit sehr hoch gesetztem Artikulationsbg.); auf
starker Verwischung dann Neunotation, wobei der Artikula-
tionsbg. offensichtlich zu Haltebg. g–g ( , C ) umgedeutet und sf
eindeutig mit f überschrieben worden ist (vgl. dazu Berichtigun-
gen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 409).
38-41 V. I Bg.-Setzung nicht ganz eindeutig, d. h. Ende von Bg. T. 38 bis
1. Note T. 40 kann mit letzter Note T. 39 und Beginn von Bg.
T. 40-41 mit 1. Note T. 40 gelesen werden: NMA-Interpretation
aber sehr wahrscheinlich.
47 Ob. I zwischen 1./2. Note Verwischung
52 Clar. 3. 4tel: Akzidenzien (} und ! ) so ineinander verzahnt, daß Korr.
für Clar. II angenommen werden könnte, was aber wohl nicht
der Fall ist; im 4. 4tel von Clar. I ist ein offenbar falsch gesetz-
tes } verwischt.
IL C. Bg. bis 3. Note (vgl. aber BAS.)
52, 55, V. I, Vc./B. jeweils zunächst mit Stacc. (Punkte in T. 52/V. I, sonst Striche);
79, 82, mit Ganztaktbg. überschrieben.
173, 196,
199
54, 80 Vc./B. jeweils urspr. C ² C ² (vgl. den jeweils vorhergehenden Takt);
durch Überschreiben und Streichung korr. sowie Bg. gezogen.
54, 81, 198 V. II, Va. jeweils urspr. Stacc.-Punkte zu den drei letzten Noten; mit Bg.-
Fortsetzung überschrieben.
55 V. I, Vc./B. jeweils zuerst Stacc.-Striche; mit Ganztaktbg. überschrieben.
62 – Seitenende (= S. 113): unterhalb der Akkolade zum Taktstrich
von fremder Hand mit Bleistift Taktzähler: 62

127
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 128

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

63-64 Clar. I Bg. zunächst nur bis 1. Note T. 64; dann weitergezogen.
65 Clar. zu Taktbeginn ausgewischtes p
73 BAS. Gesangstext: urspr. „tarti“; Silbe „ti“ gestrichen und „vi“ dar-
unter gesetzt (vgl. die folgende Bemerkung).
IL C. Gesangstext: urspr. „tarvi“; „v“ mit „t“ überschrieben (vgl. die
vorige Bemerkung).
74 BAS. urspr. C ² C ² ; Noten überschrieben und Pausen gestrichen; Ge-
sangstext: urspr. wohl wie IL C., dann verwischt bzw. Rasur und
überschrieben.
79 V. II Bg. bis 1. Note T. 80, zu der aber Stacc. gesetzt ist.
81 Ob. II Seitenbeginn (= S. 116): zunächst im System Ob. I; ausgestri-
chen und im System Ob. II eingetragen (dort nach und unterhalb
der 1. Note kleine Verwischungen).
Clar. I zunächst zu 2. Note gesetztes } mit ! überschrieben (vgl. Fag. I)
82 Ob. I Korr. an 2./3. Note
90 Ob. I 2. 4tel: urspr. C (es”); verwischt und mit ² überschrieben.
93 Va. 1. Note als g angesetzt; ausgewischt und Neunotation.
97 V. II, Va. urspr. b’ bzw. d’ ( jeweils ,d ); überschrieben.
102 IL C. Korr. an 1. Takthälfte: vielleicht mit C ¬ angesetzt; verwischt
und Neunotation.
115/116 Fag. I urspr. irrtümlich Haltebg.; mit Artikulationsbg. überschrieben.
119 Va. urspr. als c’ (¤) angesetzt; verwischt und (noch bevor 8tel-
Strich darübergesetzt) zu a korr.
119-121 Fag. I urspr. es’–e’–f’ (vgl. Clar. I); gestrichen und Neunotation.
121 – Bezeichnung Recitativo (mit Punkt oder Doppelpunkt) oberhalb
der Akkolade, zwischen 6./7. und über IL C.-System, dazu auch
Recit: zwischen 2./3., über 4. und 9. sowie über Vc./B.-System.
122 Fag. II urspr. im System SUS. mit Haltebg. zu T. 123; ausgewischt
(nicht jedoch A) und im darüberliegenden Fag.-System einge-
tragen.
124 Va. nach 3. 4tel deutlicher Rastrierfehler
126-127 V. I Bg. nur zur 2. Hälfte T. 126; NMA gleicht an V. II und Va. an.
129 – Bezeichnung in tempo oberhalb der Akkolade, dazu auch über
5., 7. und 8. System.
131 V. II rötlich verkleckst: keine Korr.
132 V. II nach 2. Note urspr. ² ; gestrichen und A gesetzt.
147, 151 V. II recto (= S. 123) bzw. verso (= S. 124): in 2. bzw. 1. Takthälfte
durchschlagender Papierfehler
155 Ob. I,II jeweils 2. Takthälfte: urspr. A; bei Fortsetzung der Notation
Pause nicht gestrichen oder überschrieben.
BAS. zu Taktbeginn Verklecksung; darüber A gesetzt.
158 V. II nach letzter Note Verwischung

128
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 129

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

165-166 Va. wegen Seitenwechsels (= S. 125/126) Bg. taktweise gesetzt (vgl.


aber T. 161-164)
172 V. II überflüssiges y zur 5. Note verwischt
174 Ob. II urspr. es”–c” (, , ); überschrieben bzw. gestrichen.
175 V. II Bg. mit 1. Note angesetzt; NMA gleicht an V. I an.
BAS. 2./3. Note irrtümlich mit Bg. (vgl. V. I)
Vc./B. 2. Note verwischt und deshalb zur Verdeutlichung groß über-
schrieben
178 V. I mit Stacc. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 409)
184-185 V. I, Va. wegen Seitenwechsels (= S. 127/128) Bg. nur taktweise gezogen
(wenn auch Zweitaktbg. ansatzweise zu erkennen ist); vgl.
T. 188-189.
186-187 Va. wegen Wechsels in der Behalsungsrichtung Bg. taktweise ge-
zogen; NMA folgt Kontext.
188/189 Cor. jeweils ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 409)
190 V. I 1. Note einzeln behalst
201 IL C. 1. Note aus B korr.
201, 202 Va. ein Bg. über beide Takte; NMA gleicht an V. I an (vgl. auch die
folgende Bemerkung).
201-203, Vc./B. jeweils ein Bg. zu drei Takten (zwischen T. 204/205 allerdings
204-206 Seitenwechsel = S. 129/130); NMA gleicht an V. I und Va. an
(V. II: unis.)
212 SUS. letzte Note urspr. a’; überschrieben.
221 – unterhalb der Akkolade zum Schlußstrich von fremder Hand mit
Rotstift Taktzähler: 221

R e c i t a t i v o „Basilio, in traccia tosto di Figaro volate“ (Il Conte, Susanna, Cherubino,


Basilio)
[Quelle A/Teil 1: S. 132; sechs Akkoladen, die letzte nicht ganz voll beschrieben.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

7 IL C. vor dem Einsatz überschreibt Baßschlüssel zunächst gesetzten


Sopranschlüssel
24 – nur Doppelstrich, nach dem Segue Coro: vermerkt ist.

129
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 130

N o . 8 C o r o „Giovani liete fiori spargete“ 13


[Quelle A/Teil 1: S. 133-136.]

Tempobezeichnung All :o oberhalb der Akkolade.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 flauti [zwei Systeme], 2 corni / in g [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti
[ein System], Canto, Alto, Tenore, Basso, Bassi. [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fl. I Systemvorzeichnung ! verkleckst: keine Korr.


Va. Altschlüssel überschreibt Violinschlüssel
4 Vc./B. Notation verdickt: keine Korr.
5 Cor. zum Taktbeginn redundantes f
5-6 V. I dynamische Bezeichnungen ( p und f ) verdickt gesetzt, wenn
auch im ersten Arbeitsgang eingetragen (V. II: in 8tava:).
9 Coro vor dem Taktstrich 8/9 unterhalb von jedem Chorsystem nach
unten versetzt wohl von fremder Hand: Ɛ Ɛ (ebenfalls zu Beginn
von T. 11 auf neuer Seite [= 134]): Hinweis für die Wiederho-
lung von T. 9 ff. aus No. 8 als No. 9 (vgl. auch weiter unten).
11 V. I: Halbtaktbg., II: Ganztaktbg.; NMA folgt II (vgl. auch T. 3).
12 Fag. mit 2. Takthälfte beginnt ColB, zu dem f gesetzt ist; NMA über-
nimmt cresc. von Vc./B.
15 Sopr. 2. Note auf Verwischung: urspr. wohl g (also mit 8tel-Fähn-
chen)
17 V. II wohl aus fis’–a’–a’–g’–h’–h’ korr.
22 Fl. I Bg. bis 4. Note gezogen (vgl. aber V. I)
Va. mit Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 409)
23 Fl. I Ganztaktbg. und zusätzlich Bg. zur 4.-6. Note (vgl. aber Fl. II
und V. I)
Va. Ganztaktbg. (vgl. aber Fl. II und V. I)
28 Sopr., Alto, jeweils redundantes f zu Taktbeginn; in Sopr. auch vor 3. Note
Ten., Basso (dort aber verwischt und gestrichen).
34 Sopr. 1. Note aus g’ korr.
36 V. II Bg. urspr. zu 1.-3. Note; dann bis 5. Note weiter gezogen.
40 – nach Schlußstrich unterhalb der Akkolade von fremder Hand
Taktzähler: 40
nach Schlußstrich im Raum des 6./7. Systems Vermerk: Wen–
dieser Chor das 2 t:e mal / gesungen wird, so bleiben die / instru-
menten wie das 1t:e Mal. (vgl. unten bei No. 9, S. 131)

13 Mit No. 8 beginnt eine kurzfristige, in Quelle A/Teil 1 einmalige Kopisten- (oder Stich-)Seiteneinteilung jeweils
unterhalb der Akkolade: 2 bis 8, am Ende des folgenden Rezitativs: 11, in No. 9: 12 bis 16, am Ende des letzten
Rezitativs in Atto primo: 19 und in No. 10: 20 bis 24 (letzte Ziffer unterhalb von Taktstrich 24/25).

130
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 131

R e c i t a t i v o „Cos’è questa commedia?“ (Il Conte, Figaro, Susanna)


[Quelle A/Teil 1: S. 137 mit sechs Akkoladen und S. 138 mit drei Akkoladen, von denen die
letzte nur T. 35 enthält; vgl. auch Beginn bei No. 9.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

12 FIG. y erst zur 7. Note gesetzt: in NMA zur 5. Note vorgezogen


15 FIG. Gesangstext: Verwischung bei 2. Note: keine Korr.
19 IL C. drittletzte Note: urspr. ´ i; Pause und Hals gestrichen und 8tel-
Fähnchen nach oben gezogen.
26 Tutti Gesangstext: „Evviva“ auf Verwischung: keine Korr.
35 – nur Doppelstrich

N o . 9 C o r o „Giovani liete fiori spargete“


[Quelle A/Teil 1: S. 138-140; auf S. 138 nach leerem 7. System, in dem auf Mitte Coro. ein-
getragen ist, eine Akkolade zu fünf Systemen, auf S. 139 zwei gleiche Akkoladen und 1. bzw.
7. System leer, auf S. 140 eine nur mit T. 30-32 beschriebene Akkolade zu fünf Systemen.]

Ohne Tempobezeichnung, aber oberhalb der Akkolade auf S. 138 /:gl’Istrumenti Come pri-
ma :/ vermerkt (vgl. oben bei No. 8, S. 130).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Canto [darüber von fremder Hand Hinweis
auf die Instrumentation: Wie oben], Alto, tenore, Basso, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

5-10 Sopr., Alto rötliche Verwischung in beiden Systemen, am stärksten und


ausgedehntesten T. 5-7; in T. 5 ist 1. Note im System Sopr.
(Canto) als a’ (vgl. T. 4) angesetzt und in T. 7 ist am Taktende
im System Alto ein überflüssiges, als 4tel nach oben behalstes
fis’ eingefügt (Alto ohne Gesangstext)
11 Alto 1. Takthälfte: C ¬ (vgl. aber Kontext)
14 Basso 2.-4. Note mit Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 409)
23 Basso 1./2. Note auf Verwischung: wohl keine Korr.
31 Vc./B. 2. Note urspr. H; überschrieben.
32 – nur Doppelstrich und ohne r (bei der ersten Notation des Chors
= No. 8 jeweils r zum Schlußstrich)

R e c i t a t i v o „Evviva!“ (Figaro, Susanna, Basilio, Cherubino, Il Conte)


[Quelle A/Teil 1: S. 140-142; S. 140 mit zwei Akkoladen nach leerem 7. System, ebenso 12.
System leer; S. 141 mit fünf Akkoladen und 1. sowie 12. System leer; S. 142 mit einer nicht
voll beschriebenen Akkolade, dort 1. sowie 4.-12. System leer.]

131
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 132

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

11 CHER. Gesangstext: „man“ zur letzten Note gestrichen und über dem
System wiederholt
18 SUS./FIG. SUS. im oberen, FIG. im unteren System (hier über der Cont.-
Note) mit hellerer Tinte eingetragen sowie mit Rollenbezeich-
nungen Sus und fig: versehen.
28 – nur Doppelstrich, nach dem Segue [„g“ aus „q“ korr.] L’aria di
figaro. vermerkt ist.

N o . 1 0 A r i a „Non più andrai farfallone amoroso“ (Figaro)14


[Quelle A/Teil 1: S. 143-158.]

Tempobezeichnung Vivace von fremder Hand15 ober- und unterhalb der Akkolade (vgl. dazu
Teilband 1, S. XVIII, dort: „IV/e/5“).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 flauti [ flauti überschreibt oboe, zwei Systeme], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violin-
schlüssel], 2 Corni / in C [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 / fagotti [ein Sy-
stem], 2 Clarini [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], Timpany, figaro., Bassi. [ein
System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1 V. II 5. Note verwischt: keine Korr.


2, 4 V. I jeweils 4. 4tel aus g ¬ korr.
3 FIG. 3. Note auf Rasur: vielleicht als g angesetzt
3, 5 Ob. II · jeweils ohne Stacc.-Striche (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
5 Cor. II z gänzungen zu den Teilbänden, S. 409)
5-7, Str. jeweils Bg.-Setzung urspr. zum Teil kürzergliedrig, und zwar
35-37, vorwiegend:
39-41,
81-83,
85-87
jeweils nach Rasur Bg. neu gezogen oder verlängert.
6, 10 FIG., Vc./B. jeweils 3. und 6. Note aus c’ bzw. e’ korr.
7 Vc./B. Kopf der 1. Note stark verdickt: zugelaufen oder aus , korr.;
nach 2. Note Verwischung.

14 Das Thema dieser Arie wird im Finale (No. 24) des Don Giovanni KV 527 zitiert (T. 161-200) und liegt auch
No. 1 der Fünf Kontretänze KV 609 zugrunde: siehe NMA II/5/17, S. 405, und NMA IV/13/Abt. 1: Band 2,
S. 203.
15 Möglicherweise derselbe Schreiber wie bei den Text-Stichworten auf Bl. 1r von No. 13a (KV 579); siehe das
Faksimile in Teilband 1 auf S. XXVIII.

132
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 133

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(7) FIG., Vc./B. jeweils 2. Note infolge durchschlagender Korr. von T. 6 (recto =
S. 143) beschädigt (vgl. die Bemerkung zu T. 6, 10)
8 FIG. 3. Note infolge durchschlagender Korr. von T. 6 (recto = S. 143)
beschädigt (vgl. die Bemerkung zu T. 6, 10)
13 Cor. 2./3. 4tel auf Verwischung: anderer Ansatz
18 FIG. zu Taktbeginn unterhalb des Systems leichte Verwischung:
keine Korr.
22 V. I 3. 4tel: urspr. mit 16tel-Vorschlag a”; gestrichen und x gesetzt.
24 V. I 2. Takthälfte (,d) wohl aus a” korr.: Kopf für c’’’ steht über dem
nicht gestrichenem Kopf a”.
26-30, V. I jeweils Halbtaktbg.: vielleicht nur wegen Wechsels der Behal-
69-76 sungsrichtung unterteilt
31 V. II 4. 4tel: E mit Stacc.-Strichen (vgl. aber Kontext)
33 Vc./B. an 3. Note Verwischung: keine Korr.
36 FIG. 4. Note aus g korr.
36, 40 Vc./B. jeweils Korr. an 1. Note
36, 40, FIG. Gesangstext: wegen Korr. der Bg.-Setzung im Vc./B.-System
82, 86 (vgl. die Bemerkung zu T. 5-7 etc.) teilweise durch Rasur be-
schädigt
41 FIG. Gesangstext: Verwischung am Taktende
43 V. II nach 1. 4tel vielleicht mit „8tava“ begonnen; ausgewischt und
dann unis: eingetragen.
44 Fl. II 2. bis 4.(?) 4tel urspr. colla parte mit Fl. I: Faulenzer [´ ´] als Fort-
setzung von unis: in T. 43; dann ab 2. 4tel mit E ,d ausnotiert.
Ob., Cor. 2.-4. 4tel: urspr. ² A ; mit Neunotation überschrieben.
V. I 2.-4. 4tel: ohne ² A (V. II: Faulenzer [´]); vgl. dazu Berichtigun-
gen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 409.
44-45 Fag. urspr. ColB.|Faulenzer [´]; in T. 44 mit Neunotation und in
T. 45 Faulenzer [´] mit ColB: überschrieben.
57 Ob. jeweils urspr. , ; ausgewischt und davor Neunotation.
V. II, Va. r über , ² (vgl. aber V. I und Vc./B.)
57, 77 Vc./B. jeweils 2. 4tel: r ober- und unterhalb des Systems (in T. 57
unterhalb des Systems verschmiert)
60 V. II Ganztaktbg.; NMA gleicht an V. I an.
61 Fl. II 1. bzw. 2. 4tel urspr. wohl wie Fl. I; nach Durchstreichung bzw.
Verwischung Neunotation (Ob.: coi Flauti).
76 V. I f schon zu Beginn von T. 75 plaziert; gestrichen, dann crescen-
do eingetragen und f zu Beginn von T. 76 erneut gesetzt.
78 V. II, Va. am Taktende starke vertikale Verklecksung: keine Korr., son-
dern Abdruck von T. 86 auf der nächsten Seite (= S. 155); vgl.
die dazugehörige Bemerkung.

133
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 134

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

85 Ob. jeweils Bg. bis zur letzten Note (vgl. aber T. 9)


Fag. 4. 4tel auf Verwischung
86 V. II, Va. großer Tintenfleck durch beide Systeme vor 1. Note, die entspr.
weiter rechts gesetzt ist: kein Textverlust (vgl. die Bemerkung
zu T. 78)
95 Cor. 4. 4tel auf leichter Verwischung
113-115 Fl. I ab 2. Note T. 113 urspr. eine Oktave tiefer; gestrichen und Neu-
notation.
115 – unterhalb der Akkolade Vermerk: Fine dell’ Atto 1m: o ; nach dem
Schlußstrich auf Höhe des Vc./B.-Systems Taktzähler: 115

ATTO SECONDO

Scena I
N o . 1 1 C a v a t i n a „Porgi amor qualche ristoro“ (La Contessa)16
[Quelle A/Teil 1: S. 159-164, S. 16417 mit T. 47-51 nur zu zwei Dritteln beschrieben; jeweils
1. und 12. System leer.]

Tempobezeichnung Larghetto unterhalb der Akkolade von fremder Hand mit Rotstift nach-
getragen (vgl. dazu die Anmerkung in Teilband 1 auf S. 161).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 clarinetti / in B. [zwei Systeme], 2 / Corni / in Ey [ein System mit doppeltem Violinschlüs-
sel], 2 fagotti [zwei Systeme], Contessa, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fag. I Systemvorzeichnung: es–b–as


Fag. II Systemvorzeichnung: b–es–as
V. II Systemvorzeichnung: es”–as’–b’
LA C. Systemvorzeichnung: b’–as’–es”
Vc./B. Systemvorzeichnung: b–es–as
4 V. I 1./2. Note: zunächst vielleicht g”–f”; ausgewischt und über-
schrieben.
Vc./B. 1. 4tel: g ¬ auf Verwischung

16 Eine 1973 noch unbekannte Verlaufsskizze zu No. 11 ist in NMA X/30/3: Skizzen (Ulrich Konrad) als Nr. 71 =
Skb 1785Ȟ (Faksimile und Ubertragung) mit Beschreibung im Krit. Bericht auf S. 38 mitgeteilt; vgl. dazu Ab-
schnitt I. Quellen, S. 65 (Quelle Ac).
17 Am unteren Rand von S. 164 hat Georg Schünemann mit feinem Bleistift vermerkt: „(Seite 165, 166 fehlt / Schü
[Kürzel] es fehlt aber [mit entspr. Zeichen darüber eingefügt: tatsächlich] nichts)“, [d. h. keine Musik]; vgl. auch
Abschnitt I. Quellen, S. 23, Anmerkung 4.

134
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 135

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

15 Cor. jeweils 1. Note urspr. einzeln behalstes g; bei der dann folgen-
den Notation des 1. 4tels (behalste 16tel an einem Balken) in
Cor. II das zu i korr. g nicht mit dem Balken verbunden.
16/17 Cor. jeweils irrtümlich gesetzter Haltebg. (vgl. T. 15/16)
24 Vc./B. 1. 4tel: anderer Ansatz (d als g mit folgender ¬); ausgewischt
und Neunotation.
25-26 Cor. zunächst irrtümlich in das System Fag. I eingetragen (T. 26: C
statt g); ausgewischt, jeweils B gesetzt und im darüberliegen-
den System (Cor.) nochmals notiert.
26 Clar. I 4. 8tel: den zu den drei Hauptnoten gesetzten Bg. nach vorne
zur Vorschlagsnote verlängert
37 Va. Seitenende (= S. 162): letzten Bg. bis zum Taktstrich, d. h. zu
T. 38 (auf nächster Seite) weisend, gezogen.
40 Vc./B. 2. Note: urspr. eine Oktave tiefer; ausgewischt und überschrieben.
43 LA C. 2. 4tel: urspr. plazierte ² ausgewischt und mit ¬ überschrieben.
44 Clar. II wie in Clar. I und Cor. auf Taktmitte urspr. , (e”); verwischt
und Neunotation.
Cor. II Verlängerung und damit auch Verdickung der oberen Hilfslinie:
wohl keine Korr.
51 – nach dem Schlußstrich rechts unterhalb des 11. Systems
(Vc./B.) Taktzähler: 51 (darunter Bg. = Fermate ohne Punkt)

R e c i t a t i v o „Vieni, cara Susanna“ (La Contessa, Susanna, Figaro)


[Quelle A/Teil 1: S. 167-171; auf S. 167 fünf Akkoladen (1./2. System leer), auf S. 168 und
169 je sechs, auf S. 170 drei Akkoladen, d. h. dort 7.-12. System leer; auf S. 171 eine
Akkolade zu zehn Systemen (d. h. 1. und 12. System leer): vgl. dazu im folgenden die Bemer-
kung zu T. 88-99.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

14/15 · – jeweils vor Taktwechsel nur einfacher Taktstrich


21/22 z
27 Cont. nach Seitenwechsel (= S. 167/168) ! wiederholt (vgl. dazu Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 409)
45 FIG. Baßschlüssel überschreibt Ansatz zu Sopranschlüssel
49 FIG. 1. Note aus i korr.
61 FIG. Gesangstext: Verwischung an „i[vi]“ bis in das Cont.-System:
wohl keine Korr.
68 FIG. 4. 4tel: leichte Verwischung unterhalb von ! vor 2. Note: viel-
leicht Korr.
77 FIG. Gesangstext: möglicherweise Korr. an „sorpreso“, von dessen
erstem „r“ Verwischung bis in das Cont.-System geht.

135
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 136

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

87 – Seitenende (= S. 170): ohne Doppelstrich und Taktvorzeichnung


[34]; letztere dann auf der Folgeseite (mit Systemvorzeichnung y)
zu Beginn von T. 88 in den Systemen FIG. und Vc./B. gesetzt
(vgl. auch die folgende Bemerkung).
88-99 – in der auf S. 171 eingerichteten und (von der Rollenbezeich-
nung fig: vor dem 9. System abgesehen) ohne Stimmenvorsatz
gebliebenen 10zeiligen Akkolade sind nur die beiden unteren
Systeme (FIG. und Vc./B.) ausnotiert, die anderen Systeme, von
den Taktstrichen abgesehen, jedoch leer geblieben. Die in NMA
gegebene Kleinstich-Notation von Cor., V. und Va. ergibt sich
eindeutig aus der von anderer Hand mit Rotstift zu Seitenbeginn
(= S. 171) über T. 88 eingetragenen Nummer 112_1 die mit entspr.
Einträgen von derselben Hand bei No. 3 korrespondiert (vgl.
S. 116: Bemerkungen zu T. 8/9 und zu T. 20)18.
99 FIG., Vc./B. diesen nur mit Doppelstrich endenden Takt hat Mozart aus
Platzgründen auf von eigener Hand in den rechten Seitenrand
(= S. 171) verlängerten Systemen notiert

R e c i t a t i v o „Quanto duolmi, Susanna“ (La Contessa, Susanna, Cherubino)


[Quelle A/Teil 1: S. 172-173; auf jeder Seite fünf Akkoladen, die auf S. 173 jedoch nicht
durchweg beschrieben sind (wozu auf die folgenden Bemerkungen ab T. 17-18 zu verweisen
ist), jeweils 1./2. System ohne Notation und S. 174 leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

3 LA C. Gesangstext zur 5. Note: „del“ aus „dal“ korr.


13 CHER. Hälse und Fähnchen der beiden letzten Noten stark verdickt:
wohl aus g g korr.
17-18 – Mozart hat SUS. erst nachträglich nachäffen lassen („Ah sì...
certo...“), obwohl die Textzeile in Quelle N1 enthalten ist: er
fügt nach 3. 4tel in T. 17 ober- und unterhalb der Akkolade „ד
ein, wiederholt dieses Zeichen dann vor den beiden Systemen
der nachträglichen Notation T. 17/4. 4tel bis T. 18/1.-3. 4tel auf
der letzten Akkolade der Folgeseite (S. 173) und beendet diese
nicht weiter beschriebene Akkolade in beiden Systemen mit Ɛ
für „etc.“
20 SUS. 3. 4tel: letzte Note zuerst wohl yg; gestrichen und anschließend
Neunotation.

18 In den übrigen editionsrelevanten Quellen B bis M sind die Takte durchweg ausgeschrieben.

136
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 137

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

22-25 – urspr.
[La C.] Sus:
*) +)

[l’au ]tor? guar da te: e gli hà due brac cia di ros sor sul la fac cia.
[Cont.]

La Con: 25 Cher:

Pren di la mia chi tar ra, e l’ac com pag na.

*) c”–c” aus h’–h’ korr.


+) Fähnchen der drittletzten Note stark verdickt

gestrichen und anschließend auf zwei Akkoladen neu notiert,


allerdings enthält die 2. Akkolade nur das 1. 4tel der Sgst. mit
Wechselschlüssel für Cher: [2. System völlig leer].
29 – nur Doppelstrich; danach Segue L’arietta di Cherubino ver-
merkt, worauf in neuer Zeile von fremder Hand mit Rotstift
folgt: No 12 („N“ leicht durchstrichen).

N o . 1 2 A r i e t t a „Voi che sapete che cosa è amor“ (Cherubino)


[Quelle A/Teil 1: S. 175-181, letzte Seite mit T. 72-79 nur gut zu zwei Dritteln beschrieben;
S. 182 leer.]

Tempobezeichnung Andante von fremder Hand (die nicht identisch ist mit jener in No. 11)
unterhalb der Akkolade nachgetragen (vgl. dazu die Anmerkung in Teilband 1 auf S. 175).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
1 flauto, 1 oboe, 1 Clarinetto [„Clari“ überschreibt anderen, sehr stark ausgewischten und des-
halb nicht mehr lesbaren Ansatz] / in B, 1 fagotto, 2 Corni in Ey [ein System mit doppeltem Vio-
linschlüssel], [zwei leere Systeme durch die ganze Nummer], Cherubino:, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Ob., V. I Systemvorzeichnung: jeweils es”–b’


Fag. Systemvorzeichnung: es–B
Va. Systemvorzeichnung: es’–b
CHER. Systemvorzeichnung: b’–es’
Vc./B. Systemvorzeichnung: es–b

137
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 138

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

1 Str. jeweils Spielanweisung: pizzicati bzw. pizzicati:


10 CHER. 2. 4tel: vor C ausgewischte g (f’); vgl. T. 9.
12 – diesen Takt hat Mozart in allen Stimmen auf von eigener Hand
in den rechten Rand verlängerten Systemen notiert
14 CHER. 3. Note zunächst f”; gestrichen und Neunotation.
23 CHER. Gesangstext: Verwischung vor „ridi[rò]“; wohl keine Korr.
48 Ob. I 1. 8tel: urspr. ¬ ; überschrieben und den mit 2. Note begonnenen
Bg. nach vorne gezogen.
49 Va. 1. Note vor bereits gesetzte ¬ plaziert: der Bg. zur Fl. überschreibt
dann eine zweite ¬ (urspr. also wohl ¬ ¬ E )
Vc./B. 1. Note überschreibt urspr. gesetzte ¬
57 V. II Wischer vor 1. Note: wohl keine Korr.
58 Ob. Bg. zwischen 1./2. Note angesetzt, aber wohl gemeint wie in
NMA.
Vc./B. urspr. C E mit Bg.; dann 1. 4tel zu g und ¬ korr. und Bg. ge-
strichen.
59 V. II 5. Note aus g’ korr.
59, 61 Vc./B. jeweils urspr. Ganztaktbg.; gestrichen und in T. 61 darüber vier
Punkte (vielleicht zur Verdeutlichung) gesetzt.
60 Vc./B. zunächst , (es); nach Verwischung und Streichung Neunotation.
65-68 Hbls. bereits in T. 63-65 eingetragen; gestrichen und anschließend Neu-
notation, dabei T. 66-67 Clar. irrtümlich nicht transponierend
(also einen Ton zu tief ) eingetragen und deshalb überschrieben.
75 Clar. , (a) auf anderem ausgewischten Ansatz
79 – nach Schlußstrich rechts unterhalb des Vc./B.-Systems wohl
von fremder Hand Taktzähler: 79.

R e c i t a t i v o „Bravo! che bella voce!“ (La Contessa, Susanna, Cherubino)


[Quelle A/Teil 1: S. 183 mit fünf Akkoladen (1. und 12. System leer) sowie S. 184 mit einer
Akkolade (3.-12. System leer.)]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

12 SUS. nach vorletzter Note (Augmentations-[?])Punkt; unter letzter


Note Verwischung: keine Korr.
13 SUS. Gesangstext: zur 1. Note urspr. „mai“ unterlegt; gestrichen und
dann „poi“ gesetzt.
17 LA C. Gesangstext: nach „gente“ überschreibt Ausrufungs- zunächst
gesetztes Fragezeichen
25 – nur Doppelstrich; unterhalb des Cont.-Systems Vermerk: Segue
L’aria di Susanna., worauf zwischen 3./4. System und in neuer
Zeile von fremder Hand mit Rotstift N. 13. folgt.

138
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 139

N o . 1 3 A r i a „Venite inginocchiatevi“ (Susanna)


[Quelle A/Teil 1: S. 185-196; jeweils 1. und 12. System leer.]
Tempobezeichnung Allegretto oberhalb des Systems von SUS.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 Corni / in g
[ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti, Susan–a, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

11 – Seitenbeginn (= S. 186): Akkoladenklammer zunächst mit er-


stem (leeren) System angesetzt und bis zum 12. System geführt,
dann mit 2. System neu begonnen und mit 11. System beendet
(vgl. auch die entspr. Bemerkungen im folgenden).
12 Fag. I Ganztaktbg.; NMA gleicht an V. I und spätere Parallelstellen an
(hier in Fag. I dieselbe Behalsungsrichtung, in V. I Behalsung
jedoch zwischen 1./2. und 3./4. gebrochen).
14 Fag. I 1. Note (einzeln behalst) überschreibt ¬
20-21 Fl. I Bg. wegen Seitenwechsels (= S. 186/187) unterteilt; NMA folgt
T. 16-17 (vgl. auch die folgende Bemerkung sowie die Bemer-
kungen zu T. 54/55 etc.)
21 Fl. I Bg. bis 1. Note T. 22; NMA folgt Fl. II.
21, 31, – jeweils Seitenbeginn (= S. 187, 188, 191, 192, 193): Akkoladen-
61, 72, klammer zunächst mit erstem (leeren) System angesetzt, gestri-
82 chen und dann mit 2. System neu begonnen (vgl. auch die Be-
merkungen zu T. 11 und zu T. 50).
23-26 Ob. I mit hellerer Tinte zunächst im System Fl. II; dort gestrichen, je-
weils B gesetzt und im richtigen System wiederholt.
30 Ob. II ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 410)
SUS. 1. Note aus h’ korr.
31 Fl. II zunächst irrtümlich eingetragene Notation Ob. ausgewischt und
dann B gesetzt
32-34 Ob. I je ein Bg. zu T. 32/33 und T. 34; NMA gleicht an Fag. an.
33 V. I,II jeweils 1.-4. Note ohne Stacc.-Punkte (vgl. dazu Berichtigungen
und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410)
37 Fag. I zunächst Ganztaktbg.; dann zur letzten Note von T. 36 vorgezo-
gen.
38 Fag. I Notation teilweise auf Verwischung: wohl keine Korr. (vgl. aber
die Bemerkung zu T. 12: hier „Parallelstelle“, d. h. zwei Bg.
statt Ganztakt-Bg.)
45 Ob. I 1./2. Note ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 410)
45/46 Cor. I ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 410)

139
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 140

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

46 V. I, Vc./B. jeweils f bereits vor Taktstrich 45/46 gesetzt


49 SUS. Gesangstext: „qui non“ zur 3./4. Note auf Verwischung
50 – Seitenbeginn (= S. 190): Akkoladenklammer angesetzt mit er-
stem (leeren) System: für V. I vorgesehen, Taktstriche bis Ende
der Seite gezogen und auch den zum ersten Arbeitsgang gehö-
renden T. 52 ausnotiert; dann ganzes System gestrichen (nicht
jedoch den Beginn der Klammer) und T. 50-60 im richtigen
V. I-System notiert.
52-53 Va. Bg. über Taktstrich nicht mit letzter Note T. 52 angesetzt, son-
dern nur zur 1./2. Note T. 53 gezogen (vgl. aber Kontext)
54 SUS. nach 1. 8tel urspr. i i (a’–a’); dann 2. Note und 16tel-Strich im
Hals der 1. Note ausgewischt.
54-55, Fag. jeweils Bg. taktweise gezogen (vgl. die Bemerkung zu T. 12
58-59 und Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410)
56 V. II Bg. von T. 55 nicht deutlich bis 2. Note gezogen (vgl. aber Va.
und Kontext)
61 Fl. I zu Taktbeginn redundantes p ausgewischt
64 Ob. Ansatz zu ¬ TUV (c”–e”–a”) ausgewischt
64-65 Fl. I urspr. C (e”) ²|B; Pausen mit Neunotation überschrieben, dabei
Korr. an 2./3. Note T. 64.
65 Fl. I Korr. an 2. Note
72 Ob. I Stacc.-Strich zur 1. Note; da singulär, nicht in NMA übernom-
men.
73 Va. I } zur 4. Note verkleckst: wohl keine Korr.
76 V. I Bg. in der Mitte geknickt: zunächst nur zur 2./3. oder zur 1./2.
Note; dann verbunden.
76-79 Vc. Bg. jeweils zur 2.-4. Note, also nicht bis Zielnote gezogen (vgl.
aber Fag. und Va.)
77 V. II vor 3. Note anderer, dann ausgewischter Ansatz.
79 SUS. 2./3. Note urspr. a’–a’; überschrieben.
Vc. mfp auf Verwischung: wohl keine Korr.
81/82 Ob. I Seitenwechsel (= S. 192/193): Haltebg. in T. 81 zwar nicht an-
gesetzt, jedoch auf der neuen Seite zu T. 82 gezogen (vgl. dazu
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410).
87/88 V. I Bg. zunächst nur zu T. 87 gezogen; dann bis 2. Note T. 88 ver-
längert.
93 Vc./B. sf statt f (vgl. aber Kontext)
94 SUS. zunächst: g g ¬ g; dann 8tel-Balken, der Fähnchen zu den No-
ten überschreibt, zur 1./2. Note gezogen, ¬ gestrichen und Hälse
nach oben neu gezogen.
96, 100 Vc./B. jeweils urspr. fp; mehrfach gestrichen.

140
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 141

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

104 V. II 1. 4tel urspr. E ; 8tel-Fähnchen zur 1. Note gesetzt, 2. Note ge-


strichen und dann C notiert.
106 V. I sf zur 1. Note, mit der dann auch Bg. beginnt; NMA gleicht an
T. 102 an.
114 Fl. I Bg. beginnt mit 1. Note; NMA gleicht an T. 116 an (vgl. dort
auch Ob. I).
118 – nur Doppelstrich (ohne r); nach Akkoladenende am rechten
Rand von fremder Hand Taktzähler: 118 (etwas unterhalb des
11. Systems plaziert).

Scena II
R e c i t a t i v o „Quante buffonerie!“ (La Contessa, Susanna, Cherubino, Il Conte)
[Quelle A/Teil 1: S. 197-200 (mit Recitativo in Scena III); jeweils sechs Akkoladen.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

51 IL C. Baßschlüssel überschreibt Ansatz zu Sopranschlüssel


53 IL C. Gesangstext „e à“ auf Verwischung
58 LA C. 2./3. Note des 2. 4tels, mit dem die Akkolade endet, notiert Mo-
zart auf eigenhändig in den rechten Rand verlängertem System.
59 – nur Doppelstrich vor Beginn von Scena III, die in der Mitte der
4. Akkolade (S. 199) im Bereich der beiden Systeme wie folgt
angezeigt ist: Scena / III: / La Contessa ed il / Conte (vgl. auch
Abschnitt I. Quellen, S. 43).

Scena III
R e c i t a t i v o „Che novità!“ (Il Conte, La Contessa)
[Quelle A/Teil 1: siehe Recitativo der Scena II.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

9-10 LA C. ab 2. Hälfte T. 9 urspr.:


¬ g g g| ¬ g
è il fo-glio che

dann korr. zu:


¬ g g i i|
è il fo-glio che

dabei den urspr. (durch beide Systeme) gezogenen Taktstrich


gestrichen und nach „che“ in der korr. Version von T. 9 neu ge-
zogen

141
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 142

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

10 IL C. abgekürzte Rollenbezeichnung aus il Cot[?] zu il Con: korr.


16, 17 Sgst. abgekürzte Rollenbezeichungen Il Cont. und La Cont. von an-
derer Hand nachgetragen
28 – nach dem Doppelstrich attacca subito il Terzetto: vermerkt, dar-
unter (im letzten System der Seite = S. 200) von fremder Hand
mit Rotstift: 14

N o . 1 4 T e r z e t t o „Susanna or via sortite“ (Susanna, La Contessa, Il Conte)


[Quelle A/Teil 1: S. 201-215; letzte Seite mit T. 140-146 nur gut zur Hälfte beschrieben.]

Tempobezeichnung All :o [nachträglich mit etwas hellerer Tinte erweitert durch:] spiritoso:
oberhalb der Akkolade.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 oboe [zwei Systeme], 2 Corni / in C [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti
[zwei Systeme], Contessa, Susan–a, Il Conte, Bassi. [ein System].
Zur Anordnung der Stimmen LA C. und SUS. in den Quellen A/Teil 1, B1 und in der sonstigen
Überlieferung siehe Notenanhang B, S. 340-351, dort mit IL C. Die folgenden Einzelbemer-
kungen berücksichtigen aus Quelle A/Teil 1 auch Detailkorrekturen in den Systemen der bei-
den Frauenstimmen, teilen aber nicht ihre später vorgenommenen Neuzuordnungen mit, die
somit dem zitierten Notenanhang zu entnehmen sind (vgl. auch entsprechende Bemerkungen
bei No. 16).
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

[29]=1 Ob. jeweils 3. 4tel: ohne Bg. zur x-Figur (vgl. dazu Berichtigungen
und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410)
1, 3, Vc./B. jeweils aus , . korr. (Fag.: col Basso)
5, 7
22 Fag. I urspr. Faulenzer [´]: Fortsetzung von ColB in T. 19; dann Nota-
tion.
24 Fag. I Bg. wohl schon mit 1. Note angesetzt (vgl. aber V. II)
26 Ob. I redundantes } zur 2. Note gestrichen
27 V. I letzte Note verkleckst: keine Korr.
28 LA C. am Kopf der 4tel-Note möglicherweise Korr.
30-35 Fag. I jeweils Zweitaktbg. bereits mit 1. Note T. 30, 32, 34 angesetzt;
NMA gleicht an T. 92-93 und T. 96-97 an (vgl. auch Va. T. 30
bis 31 und die Bemerkung zu T. 94-95).
31 Va. an y vor 1. Note Verwischung: zunächst vielleicht }
32 LA C. ohne y zur 1. Note (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 410)
32-33 Vc. jeweils Bg. zum 2. 4tel T. 32 bis 1. 4tel T. 33 sowie zum 2./3.
4tel T. 33 (vgl. aber Kontext)

142
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 143

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

34 Fag. I, Vc. f bereits zur 1. Note


36-38 SUS. 3. 4tel in T. 36 überschreibt zunächst gesetzte ² , und die beiden
Folgetakte sind auf Rasur notiert
37 V. I urspr. C C C mit Bg.; dann Korr. zu g ¬ g ¬ g ¬ mit Staccato-
Strichen sowie Bg. gestrichen.
LA C. g (a’) sehr tief angesetzt oder vielleicht aus g’ korr.
45 Vc./B. 2. Note sehr tief angesetzt oder möglicherweise aus d’ korr.
46-49 V. I,II jeweils 1. 4tel ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 410)
50 V. I Verwischung vor 1. Note
51-53 LA C. Gesangstext: Silbe „rà“ bereits zur 1. Note T. 51 gesetzt, Bg.
aber nur bis letzte Note T. 52 gezogen; NMA gleicht an T. 115
bis 117 bzw. an T. 130-132 an (zur Textunterlegung vgl. Berich-
tigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410).
55 SUS. 1. Note auf Rasur
56 IL C. an 1. Note Verwischung: keine Korr.
59/60 V. I leicht ausgewischter Haltebg. in der oberen Linie (zu einem
dann nicht notierten d” im Folgetakt)
61 V. II 2./3. 4tel: ,¯ aus C¯ korr.
69 Ob. I das bereits gesetzte sfp für Va. (im darüber liegenden System)
nimmt nach unten so viel Platz ein, daß 1. Note unmittelbar
nach Taktstrich 68/69 zu plazieren war.
69/70 Cor. jeweils ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 410)
70 Fag. II deutlicher Rastrierungsfehler zwischen 1./2. Note
73 V. I Verwischung am 3. 4tel: wohl keine Korr.
81 V. II Verwischung zwischen 1./2. 4tel: keine Korr.
87 V. I verwischtes y vor zugelaufener 1. Note: keine Korr.
92 Va. an 1. Note Verwischung: keine Korr.
94 Va. neben 2. Note Verwischung: keine Korr.
LA C. letzte Note aus h’ korr.
94-95 Fag. I Bg. beginnt bereits mit 1. Note T. 94 (vgl. aber Kontext)
95 Ob. I 1. Note urspr. eine Oktave tiefer; ausgestrichen bzw. Rasur und
Neunotation.
96 V. I 2./3. Note möglicherweise korr.
LA C. letzte Note: urspr. d”; gestrichen und Neunotation.
96/97 Ob. jeweils auf (teilweise durchgehender) Rasur
97 Fag. I 2./3. Note urspr. wohl es’–c’; ausgewischt und Neunotation.
98-99 Fag. I wegen Wechsels in der Behalsungsrichtung Bg. zur 2./3. Note
T. 98 und Ganztaktbg. T. 99 (vgl. aber Kontext)

143
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 144

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

102, 104 LA C. jeweils 2. Note aus g’ korr.


104 V. I Verwischung nach letzter Note: urspr. vielleicht nochmals g”
gesetzt
LA C. 3. 4tel: urspr. ² ; nach Rasur Neunotation.
IL C. 1./2. 4tel: ² ² auf Rasur; Textwort „un“ zum 3. 4tel verlaufen
und deshalb nahezu unleserlich.
107 V. II auf ausgewischtem anderen Ansatz notiert: urspr. vielleicht pa-
rallele Terzen zu V. I
108 V. II Kopf der 2. Note sehr hoch angesetzt, jedoch ist eindeutig d”
gemeint.
110 V. I breite Verwischung von 1. Hauptnote (mit Vorschlagsnote)
nach links oben
110-113, Ob. II, Fag. II jeweils fp zur 1. Note (vgl. aber T. 46-49)
125-128
113 LA C. 3. Note auf Verwischung
113-116 SUS. Gesangstext: ab „qui“ T. 113 bis einschließlich T. 116 auf Ver-
wischung; wohl wie LA C. sowie IL C. und entspr. rhythmisiert
(vgl. die Bemerkung zu T. 115-117).
114-115 Ob. I Bg. bis 1. Note T. 115 gezogen (vgl. aber Fag. I und Va.)
115 V. I 1. 4tel: urspr. wohl g ; Fähnchen ausgewischt
115-117 LA C. Bg. mit 4. Note T. 115 angesetzt und bis letzte Note T. 116
gezogen; dann zusätzlich Bg. von später zu f” gesetztem h” bis
zu c’’’ T. 117 hinzugefügt (vgl. die Bemerkungen zu T. 116-117
etc. und zu T. 130-132, aber auch zu T. 113-116).
116-117 · LA C. jeweils h”–c”’ separat nach oben behalst.
z
131-132
119 V. II , . auf Verwischung: wohl keine Korr.
121 Cor. · jeweils ² ² ² statt B (vgl. aber Kontext)
123 Vc./B. z
121-123 – jeweils Recit: in T. 121-122 über System IL C., in T. 122 über
System LA C. und in T. 123 über System SUS.; die breite r
nicht zu den Systemen der Sgst.; in Vc./B. ober- und unterhalb
des Systems große r von Ende T. 122 bis zweite ² in T. 123
(vgl. dazu die vorige Bemerkung bei „123“).
122-123 LA C. · urspr. zu den Textworten „Giudizio!“ bzw. „O[h,] cielo[!]“ ande-
z
123-124 SUS. rer Notentext in höherer Lage, der nach Rasur überschrieben ist.
123 SUS. ohne f (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 410, und die vorige Bemerkung)
124 LA C. Textwort „con“ unter C (ohne f ) statt unter ¬ g (vgl. dazu Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410).
IL C. ohne f (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 410)

144
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 145

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

126 IL C. 1. Note aus g korr. und anschließend Verwischung


128 Fag. I mit fp zur 1. Note (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 410)
Cor. mit p zum 2. 4tel (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 410)
SUS. Gesangstext: zur letzten Note urspr. „schi=“; gestrichen und an-
schließend „quì“ gesetzt.
IL C. 3. 4tel: ohne ¬ ; möglicherweise aber weit nach oben versetzter
Augmentationspunkt im Anschluß an 4tel-Note d’ (zu „¬“ vgl.
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410).
130-132 LA C. jeweils ein Bg. zu T. 130 bzw. zu T. 131-132; NMA gleicht an
T. 115-117 an (vgl. aber die Bemerkung dort).
133 IL C. 3. 4tel: Note c’ verwischt: urspr. anderer Ansatz (möglicher-
weise f )
139 IL C. 1. Note aus C korr.
146 Vc./B. C (c) stark verdickt: urspr. wohl , ; mit Korr. dann die zweite ²
(etwas nach unten versetzt) nachgetragen.
146 – nach Schlußstrich unterhalb der Akkolade zum Vc./B.-System
Taktzähler: 146

R e c i t a t i v o „Dunque voi non aprite?“ (Il Conte, La Contessa)


[Quelle A/Teil 1: S. 216, sechs Akkoladen von Kopistenhand19.]
NMA folgt Georg Schünemann 1941. Für den Krit. Bericht wurden zum Vergleich die
Quellen B1 (Bl. 60r/v), D (Bl. 204r/v) und K (S. 439-440) herangezogen.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

3 IL C. Gesangstext: „scia“ zur 4. Note überschreibt mit dunkler Tinte


anderen Ansatz
7 Cont. nach Akkoladenwechsel ! wiederholt (vgl. dazu Berichtigungen
und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410)
8 IL C. letzte Note aus 8tel korr.
8-10 Cont. in den Quellen B1, D und K jeweils mit Haltebg. fis-fis
9 IL C. 1. Note in den Quellen B1, D und K ohne !
11 IL C. g g ¬ i i g i i, also nur drei Viertel im z-Takt; NMA über-
nimmt für 3./4. 4tel die Konjektur von Georg Schünemann 1941
(so bereits in den Quellen B1, D und K).

19 Vgl. dazu in Teilband 1 die Anmerkung auf S. 213, und in diesem Krit. Bericht Abschnitt I. Quellen, S. 30 und
S. 44 mit Anmerkung 45 (bei S. „215/216“) sowie „[217/218]“).

145
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 146

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

14 LA C. beginnt mit ¬ g g, also mit überzähligem 8tel; NMA übernimmt


die Konjektur von Georg Schünemann 1941. So bereits in den
Quellen B1, D und K.
14-15 Cont. in den Quellen B1, D und K jeweils mit Haltebg. e–e
15 LA C. 1. Note überschreibt möglicherweise urspr. angesetzten Noten-
kopf c”
20 Cont. 4. 4tel: urspr. d; ausgewischt und überschrieben.
21 – nur Doppelstrich; danach Vermerk: segue scena IV / Duettino di
Susana / e Cherubino; daneben Seitenzahl 219. von nochmals
anderer Hand.

Scena IV
N o . 1 5 D u e t t i n o „Aprite presto aprite“ (Susanna, Cherubino)20
[Quelle A/Teil 1: S. 219-223; auf jeder Seite zwei Akkoladen, auf der letzten = S. 223 eine
Akkolade, die mit T. 51-54 nur zu zwei Dritteln beschrieben ist21.]

Tempobezeichnung All :o assai oberhalb der Akkolade bzw. All :o assai: über dem System
Vc./B.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
Susan–a, Cherubino, Bassi [ein System].
In dieser Nummer sind die Takte von sehr viel späterer Hand (wohl von Georg Schünemann
1941) mit Bleistift gezählt: T. 1-6 zwischen den beiden Gesangssystemen, ab T. 7 unterhalb
des Vc./B.-Systems.

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

8 Vc. 7. Note urspr. als c’ angesetzt; überschrieben.


11 CHER. ² ¬ stark verdickt: keine Korr.
11 etc. V. II, Va. Bg.-Setzung bei ¬ TUV bzw. ¬ C g sehr häufig bis 1. Note des
Folgetakts (in T. 12 und 35, jeweils Seitenende = S. 219 und
221, bzw. T. 32 und 44, jeweils Akkoladenende, Bg. bis zum
Taktstrich); NMA folgt Kontext (vgl. im weiteren Verlauf auch
die entspr. Einzelbemerkungen).

20 Eine wahrscheinlich authentische Alternativfassung als Secco-Rezitativ ist nach Quelle B1 im Notenanhang
D/3), S. 360-361, wiedergegeben. Vgl. auch Teilband 2: Anhang III/4, S. 631, mit der dazugehörigen Bemer-
kung auf S. 255 dieses Krit. Berichts.
21 Ein Blatt mit S. „[217/218]“ fehlt in Quelle A/Teil 1 (vgl. Anmerkung 19 auf S. 145): Es könnte das vorangehen-
de Rezitativ und die in Anmerkung 20 genannte alternative Rezitativ-Fassung von No. 15 enthalten haben.

146
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 147

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

13 Va. 2.-4. Note mit Stacc.-Punkten (vgl. dazu Berichtigungen und


Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410)
13-16, – über der Akkolade sind jeweils zu Beginn bzw. am Ende von
28-29, anderer Hand Rotstift-Klammern angebracht, mit denen die
37-40 Streichung dieser Partien angezeigt wird: siehe dazu Notenan-
hang D/2/a) und D/2/b), S. 359 (vgl. auch das Vorwort in Teil-
band 1, S. XIX, dort: „IV/e/12“).
19 V. I · jeweils letzte Note verdickt: vielleicht zu tief angesetzt
20 V. II z
23 V. I,II, Va. Taktstrich in V. I zu früh, d. h. vor Notation der letzten Note
gezogen; dann Taktstrich mit Auswölbung nach rechts zu V. I,II
neu gesetzt, in V. II letzte Note mit verdicktem ! (anderer An-
satz?) und in Va. letzte ¬ nachgetragen.
27 V. I 2. Note urspr. fis’; verwischt und Neunotation.
V. II 1. Note fis’; NMA folgt mit d’ AMA, Abert/Gerber und Georg
Schünemann 1941 (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 410).
Bg. bis 1. Note des Folgetakts gezogen, zu der dann Stacc. fehlt
(vgl. Va.)
28 CHER., Vc./B. 1. Buchstabe von „m’uccide“ und die letzten Buchstaben von
Violoncell: auf großflächige Verwischung gesetzt.
29 CHER. 2.-4. 4tel: urspr. ² A ; bei Neunotation die Pausen nicht getilgt.
Vc. 1.-4. Note ohne Stacc.-Punkte (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410)
34 Vc./B. Bg. bis zur 1. Note des Folgetakts gezogen (vgl. aber Kontext
und die Bemerkung zu T. 11 etc.)
36 SUS. 3. Note nicht doppelt behalst
36 V. II, Va. · jeweils Bg. bis 1. Note des Folgetakts gezogen, zu der dann
z
51 Va. Stacc. fehlt (vgl. aber Kontext).
37 SUS. 1. Note nicht doppelt behalst
46 CHER. in der szenischen Anweisung überschreibt 4./5. Buchstabe in
„scioglie“ anderen Ansatz
54 – nach dem Schlußstrich unterhalb des Vc./B.-Systems wohl von
fremder Hand Taktzähler: 54

R e c i t a t i v o „Oh guarda il demonietto!“ (Susanna)


[Quelle A/Teil 1: S. 223; zwei Akkoladen nach Schluß von No. 15, nach dem ein System leer
geblieben ist, und auch das letzte (12.) System der Seite ist leer.]

147
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 148

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

1-4 – urspr.:
Sus:

*)
oh il pic ciol De mo nio! io cre do ch’ab bia un fol let to nel
[Cont.]

ven tre: Co me fug ge! è già un mi glio lon

*) Text in T. 1 bis „Demonio“ über erster Textierung mit Bleistift.

im oberen System (SUS.) T. 1 (4. 4tel) bis T. 3 (1. 4tel) gestri-


chen, in T. 1 über dem System neuen Text („[oh] guarda il de-
monietto“) mit Bleistift eingetragen; Notation mit Textunter-
legung von letzter Note T. 1 bis 2. Note T. 3 mit Rotstift gestri-
chen, ebenso im unteren System (Cont.) gehaltene Ganze- (bzw.
Halbe-) Note(n) H und durch gehaltene Ganze- (bzw. Halbe-)
Note(n) g ersetzt (dort T. 1-4).
NMA folgt für T. 1 bis T. 2 (1. 4tel) den Quellen E und F;
Quelle B1 wie Quelle A. Siehe auch den dreitaktigen Übergang
zu diesem Rezitativ, wenn No. 15 durch die Rezitativ-Fassung
ersetzt wird: siehe Notenanhang D/3 auf S. 360-361 (mit diesem
Übergang auf S. 361).
Vgl. dazu in Teilband 1 die Anmerkung auf S. 220 mit dem
Verweis auf das Vorwort, dort: „IV/e/13“ (S. XIX).
7 – nur Doppelstrich

Scena V
R e c i t a t i v o „Tutto è come il lasciai“ (Il Conte, La Contessa)
[Quelle A/Teil 1: S. 224 mit fünf Akkoladen (1./2. System leer) sowie S. 225 mit zwei
Akkoladen (1./2. und 7.-12. System leer).]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

6 IL C. Baßschlüssel überschreibt Ansatz zu Sopranschlüssel; 2./3. Note


vielleicht aus c’ korr.
10 IL C. Baßschlüssel überschreibt Ansatz zu Sopranschlüssel

148
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 149

Takt System Bemerkung


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25 IL C. letzte Note verdickt: möglicherweise aus c’ korr.


29 – nur Doppelstrich; danach Vermerk: segue scena VI. / finale

S c e n a V I [ - X I ] 22
N o . 1 6 F i n a l e „Esci omai garzon malnato“ (Susanna, La Contessa, Marcellina,
Basilio, Il Conte, Antonio, Bartolo, Figaro)
[Quelle A/Teil 1: Partitur S. 227-33023; Teil 2: Harmoniestimmen-Particell ab T. 46724 auf
S. 263-279, S. 280 dort leer.]
Tempobezeichnung Allo. von fremder Hand unterhalb der Akkolade (vgl. dazu Berichtigun-
gen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 410).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 oboe [zwei Systeme], 2 clarinetti / in B [ein System mit doppeltem Violinschlüssel],
2 Corni / in Ey [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagottj: [zwei Systeme], Con-
tessa, Il Conte, Bassi. [ein System].
Die weiteren Tempobezeichnungen sowie Veränderungen in der Partituranordnung und bei
den Stimmenbezeichnungen im Verlauf von No. 16 werden in der folgenden Tabelle an Ort
und Stelle verzeichnet.
In den Takten 191 bis 696 tauscht Mozart seine urspr. Notation der beiden hohen Frauen-
stimmen (SUS. und LA C.) 25 in einem weiteren Arbeitsgang teilweise aus, worüber in den
folgenden Bemerkungen im einzelnen berichtet wird; vgl. dazu erstmals S. 152 (Bemerkung
zu T. 191-195), aber auch die entsprechende Vorbemerkung bei No. 14.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Ob. I Systemvorzeichnung: b’–as’–es”


Fag. I Systemvorzeichnung: b–es–as

22 Scena VII: T. 121 (Teilband 1, S. 233), Scena VIII: T. 167 (S. 236), Scena IX: T. 328 (S. 253), Scena X: T. 467
(S. 270), Scena XI ed ultima: T. 697 (S. 305).
23 S. 259 leer, gestrichen und von fremder Hand mit Vermerk Volti Subito: versehen; am unteren Rand rechts
großer Tintenfleck, der das Überspringen der Seite veranlaßt haben mag. Da es sich bei S. 259/260 um das erste
Blatt eines Doppelbogens handelt, bleibt unklar, warum Mozart nicht den ganzen Bogen (S. 259/260 und
S. 265/266) ausgetauscht hat.
24 Vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, dort Inhalt, S. 36, und Zu den einzelnen Nummern, S. 53. – Bei den ab T. 467
integrierten Einzelbemerkungen zum Particell sind in der Spalte „System“ die Stimmenbezeichnungen immer
dann an erster Stelle mit „*“ gekennzeichnet, wenn im Particell fehlende dynamische Zeichen, Bg. etc. in NMA
„normal“ wiedergegeben werden mußten, da für die Edition 1973 Teil 2 von Quelle A nicht zur Verfügung
stand; vgl. dazu den grundsätzlichen Hinweis in der Einleitung zu diesem Abschnitt (II. Bemerkungen zu den
Quellen), S. 105.
25 Anordnung ihrer Systeme in Quelle A: LA C., SUS.; vgl. dazu auch oben bei den Stimmenbezeichnungen. Ab
T. 697 sind die beiden Sgst. in Quelle A dann in die Folge SUS./LA C. gebracht (vgl. die entsprechende Bemer-
kung dort auf S. 163).

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 150

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(–) Fag. II Systemvorzeichnung: es–b–as


V. II Systemvorzeichnung: as’–es”–b’
Va. Systemvorzeichnung: es’–b–as
LA C. Systemvorzeichnung: b’–as’–es”
IL C. Systemvorzeichnung: as–b–es
Vc./B. Systemvorzeichnung: es–as–b
5 Vc./B. p zur 2. Note (vgl. aber Kontext und T. 72, wo p eindeutig zur
1. Note plaziert ist).
8 V. I 1. Note: vom unteren Teil des Halses reicht Verwischung bis in
das System von V. II; wohl keine Korr.
9 Fag. Seitenbeginn (= S. 228): urspr. jeweils ColB vermerkt; gestri-
chen und dann hier und in T. 10 B gesetzt; in T. 11 jeweils nach
A erneut ColB eingetragen.
11 V. I ohne } zur vorletzten Note (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 410)
12 Ob. II 2. Takthälfte: zunächst Bg. 1./2. Note, dann Bg. 1.-4. Note dar-
über gezogen.
14 Ob. I verdickte 4tel-Note b”: vielleicht anders angesetzt (Ob. II: unis.)
19 Clar. II unterhalb des Haltebg. zum Folgetakt Papierfehler
V. I ² überschreibt urspr. gesetzte A
22 V. I 4. 4tel: mittlere und untere Note auf Verwischung eines mögli-
chen anderen Ansatzes
23 IL C. unterhalb von } zur 1. Note Papierfehler oder Verschmutzung:
keine Korr.
25 Cor. Verwischung zu Taktbeginn: keine Korr.
31 IL C. 2. Note zunächst g; ausgewischt und Neunotation.
34 Fag. II Stacc.-Punkt über 1. Note; nicht in NMA übernommen.
V. I 4. 4tel: urspr. ² ; gestrichen und Neunotation.
41-42 – verwischter Tintenklecks von unten links (Ob.-System) nach
oben rechts (Va.-System).
43 V. I 1. Bg. mit 2. Note angesetzt; NMA folgt T. 41 (V. II: unis.)
44 Clar. ausgewischtes p vor C
Va. I ,d verkleckst
49/50 Cor. großer Tintenfleck, der p in T. 50 überdeckt.
52 V. I 1. 4tel: angesetzte Ausnotierung der 16tel-Noten verwischt und
dann C¯ darüber gesetzt; auch C¯ für 2. 4tel noch auf der Verwi-
schung.
56 V. I 2. Takthälfte: A auf Verwischung
56, 59 Clar., Cor. jeweils 2. Takthälfte: urspr. A, die durch die Neunotation mit ²
überschrieben ist.
72 Fag. I 2. Takthälfte: urspr. A ; ausgewischt und Neunotation.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 151

Takt System Bemerkung


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76 Va. Wischer vor 1. Note, der bis in das darunter liegende System
(Ob. I) reicht: keine Korr.
77 Clar. II 1. 4tel: } möglicherweise aus y korr. oder zunächst zu Clar. I ge-
setzt ( jedenfalls ist } sehr stark verdickt)
100 Clar. p auf verwischtem anderen Ansatz
Vc./B. anderen Ansatz fast bis zur Unleserlichkeit getilgt (Rasur):
urspr. vielleicht C (es)
103 LA C. 1. 4tel: zunächst als E ausnotiert; verwischt und überschrieben.
104 LA C. Gesangstext: „sia“ urspr. als Diphthong zusammen unter 1./2.
Note; „a“ gestrichen und zur 3. Note neu gesetzt.
112 Fag. II Bg. verdickt: keine Korr.
120 – Ende der Seite (= S. 240): Scena VII. am rechten Rand in Höhe
zwischen 7./8. System (vgl. auch Abschnitt I. Quellen, S. 44)
121 – Seitenbeginn (= S. 241): wegen teilweiser Neueinteilung der
Partitur (fortan nur ein Fag.-System) Neubezeichnung der Sy-
steme 8-11 vor der Akkoladenklammer: 2 fagotti: [ein System],
Contessa [Systemvorzeichnung: a’–b’–es”], Susan–a [System-
vorzeichnung: b’–es”], Il Conte [Systemvorzeichnung: a–b–es].
Fag. nach 1. 4tel urspr. ColB; ausgewischt und darauf ² A gesetzt.
122 Cor. Vermerk / 2 Corni in B: eingetragen26
125/126 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel; unter-
halb der Akkolade nach der Tempobezeichnung (vgl. die entspr.
Bemerkung bei T. 126) von fremder Hand Taktzähler: 125.
126 Ob. II, V. I Systemvorzeichnung: jeweils es”–b’–a’
Va. Systemvorzeichnung: es’–b–a
Fag. Systemvorzeichnung: b–es–a
Vc./B. Systemvorzeichnung: B–es–A
– Tempobezeichnung Andante di molto. oberhalb der Akkolade
bzw. Molto Andante. unterhalb der Akkolade sowie (aber ohne
Punkt) über dem SUS.-System
140 SUS. 3. Note fehlt: Papierfehler
140, 162 V. II jeweils Bg. mit 2. Note angesetzt (T. 162: auch bei Ob. I); vgl.
aber Kontext.
143 Va. 2. Note aus es’ korr.
145 V. I 1. Note einzeln behalst (vgl. aber T. 147 und 149)
145-146 Fag. I ein Bg. über beide Takte (vgl. aber Kontext)
147 LA C. 16tel-Note aus b’ korr.
148 LA C. 2. Note aus c” korr.
150/151 Vc./B. Haltebg. auf großem hellbraunen Fleck

26 Zu der in Quelle A/Teil 1 (und in den anderen Quellen) fehlenden Angabe zur Stimmlage (in Siy alto oder
basso) vgl. die Bezeichnung Corni in B alti in No. 2, S. 113.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 152

Takt System Bemerkung


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152/153 Va. I ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu


den Teilbänden, S. 411)
166/167 – nur einfacher Taktstrich vor Takt-, Tempo- und Szenenwechsel
– oberhalb der Akkolade: Scena VIII. (vgl. auch Abschnitt I. Quel-
len, S. 44); unterhalb der Akkolade links von der Tempobe-
zeichnung (vgl. die erste Bemerkung zu T. 167) wohl von
Mozarts Hand Taktzähler: 41 (gezählt ab T. 125).
– über 4. und 5. System Neubezeichnungen: 2 flauti und 2 oboe
(„2“ zu „oboe“ überschreibt anderen Ansatz)
167 – Tempobezeichnung All :o ober- und unterhalb der Akkolade so-
wie über dem System LA C.
V. I 1. Note einzeln behalst (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 411)
SUS., IL C., das jeweils später eingetragene Taktzeichen (z) überschreibt das
Vc./B. bereits notierte und dann nach dem Taktzeichen wiederholte b’
bzw. B (C )
169 Va. 1. Note aus f’ korr.
178/179 Clar. II ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 411)
183 Ob. I 6./7. Note ohne Stacc.-Punkte (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 411)
V. II 1. 4tel: ² überschreibt ausgewischtes f’
187, 199 V. II jeweils f schon zur 1. Note (vgl. aber Kontext)
189 Ob. II 1. Note stark verdickt: vielleicht aus , korr.
191-195 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-
menen Stimmtausch dann in T. 191 durch Beischriften Sus:
bzw. La Con: über 1. bzw. 2. Sgst.-System (LA C. bzw. SUS.)
angezeigt (vgl. die folgende und die Bemerkung zu T. 207).
195 Ob. I zunächst einzeln zur 1./2. und 3.-5. Note gezogene Bg. zusam-
mengefügt
196 LA C. über dem System Beischrift La Con: (vgl. die Bemerkungen zu
T. 191-195 und zu T. 207)
197 Fag. I Bg. stark verdickt, aber wohl keine Korr.
199-201 Fl., Ob. jeweils Notation auf urspr. gesetzter B
207 SUS. über dem System Beischrift Sus: (vgl. die Bemerkungen zu
T. 191-195 und zu T. 196)
208 SUS. 1. Note verdickt: wohl keine Korr.
209-210, Fl. Bg. nur zu 3./4. 4tel Fl. I in T. 225 (vgl. dazu Berichtigungen
224-225 und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 411, dort die Bemer-
kungen zu T. 209-210 und T. 224-225).

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 153

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

212/213 Ob. urspr.:

ausgewischt und überschrieben.


214 LA C. nach 2. 4tel Verwischung: keine Korr.
217/218 Ob. zu I zusätzlich (und irrtümlich) sehr kurzer Haltebg. unterhalb
vom Artikulationsbg.
232 LA C. 1. Note aus C korr.
Vc./B. strichförmiges Zeichen über 2. Note: im Kontext kein Stacc.
233 Ob. Verwischung zwischen 2. 4tel-Note und A : keine Korr.
238 Fag. II ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 411)
241 V. I urspr. C E C E ; jeweils 8tel-Balken verwischt und neu zur je-
weils 1./2. Note gezogen sowie 2. Takthälfte zur Verdeutlichung
nach oben behalst.
246 Fl. I zunächst wohl T. 244 wiederholt; ausgewischt und Neunotation,
jedoch ohne y zur 4tel-Note (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 411)
246-253 SUS., LA C. ab 4. 4tel T. 246 urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den
später vorgenommenen Stimmtausch dann zum 4. 4tel T. 246
durch Beischriften Sus: bzw. La Con: über dem 1. bzw. 2. Sgst.-
System (LA C. bzw. SUS.) angezeigt, den jeweiligen Gesangs-
text mit Hilfe von Streichung, Umwidmung bzw. Neuschrift
entspr. zugeordnet (vgl. die Bemerkung zu T. 255).
248 Clar. urspr. wie die Vortakte, d. h. B für II sowie im 4. 4tel für I E
(vielleicht es”–b’); für II dann A ² gesetzt, wobei letztere B
überschreibt, während im 4. 4tel E ausgewischt und Neunota-
tion für beide Clar. erfolgt ist.
251 Clar. y zu , in I auf Verwischung
253 Fag. 4tel-Note ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 411)
255 SUS., LA C. mit Beischriften La Con: bzw. Sus: (vgl. auch die Bemerkung
zu T. 246-253)
256 Fl. I Ganztaktbg. (vgl. aber Fag. I und T. 260)
256, 260 V. I jeweils Bg. zu E in 1. und 3. 4tel; NMA gleicht an Fl. I (T. 260)
bzw. an Fag. I an.
259 IL C. 3. Note aus g korr.
263 V. II 2. Note (g’) vielleicht als as’ (ohne y) oder zu hoch angesetzt

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 154

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

263-271 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-


menen Stimmtausch dann in T. 263 durch Beischriften Sus.
bzw. La Con: über 1. bzw. 2. Sgst.-System (LA C. bzw. SUS.)
angezeigt (vgl. auch die Bemerkungen zu T. 279 und zu T. 287).
265 V. I 2.-4. Note urspr. eine Oktave tiefer und dann mit Neunotation
überschrieben (vgl. die folgende Bemerkung); 5.-8. Note über-
schreibt Faulenzer [´].
266 V. I 1.-4. Note urspr. eine Oktave tiefer; mit Neunotation über-
schrieben (vgl. die vorige Bemerkung).
269 Vc./B. , . überschreibt offensichtlich zuerst gesetzte B
270 Fl. II 7./8. Note ohne Stacc.-Punkte (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 411)
Va. I 3. Note ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 411)
Va. II aus Platzmangel ohne Artikulation (vgl. dazu Berichtigungen
und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 411)
270-271 Vc./B. mehrfacher Papierfehler, durch den die Rastrierung teilweise
unterbrochen ist: kein Textverlust.
272 IL C. 1. Note wohl aus C korr.
272-273 IL C. Gesangstext: „pia“ bereits bei letzter Note T. 272 angesetzt, dort
zu „vi“ korr. und zur 1. Note T. 273 neu geschrieben.
275 V. I 1. Note ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 411)
275, 276 V. II jeweils 2. Takthälfte: 1.-3. Note korr.; zur Verdeutlichung über
dem System Beischriften e h e h bzw. d h d h gesetzt.
279 LA C. über dem System Beischrift La Con: (vgl. die Bemerkungen zu
T. 263-271 und zu T. 287)
285 – am Seitenende (= S. 258) rechts unten von fremder Hand „Zwi-
schentaktzähler“: 119. (gezählt ab T. 167) und darunter mit Rot-
stift: 42; beide Eintragungen stehen möglicherweise mit der frei
gebliebenen S. 259 (vgl. Anmerkung 23 auf S. 149 und Ab-
schnitt I. Quellen, S. 31) im Zusammenhang, doch scheint die
Taktzahl 42 entgegen der sonst üblichen Praxis auf das Ab-
schnittsende bei T. 327/328 vorauszuweisen.
287 SUS. über dem System Beischrift Sus: (vgl. die Bemerkungen zu T. 263
bis 271 und zu T. 279)
290 Vc./B. mit redundantem f
304 Fl. I ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 411)
Clar. I, Fag. I jeweils Bg. erst rechts von der 1. Note begonnen (vgl. aber Kon-
text)
306 V. I Bg. zunächst zur 1./2. Note; dann Ganztaktbg. gezogen.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 155

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

307-326 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-


menen Stimmtausch dann in T. 307 durch Beischriften Sus:
bzw. La Con: über 1. bzw. 2. System (LA C. bzw. SUS.) an-
gezeigt (vgl. auch den zweiten Abschnitt in der Bemerkung zu
T. 328). Im Gesangstext T. 311-312 etc. „conoscermi“ und
„conoscerla“ in verschiedener Weise korr.: Überschreiben bzw.
Durchstreichen und Neuschrift.
313 Fag. urspr. wie T. 311; ausgewischt und überschrieben.
V. I 1. Note auf Verwischung: urspr. vielleicht mit , angesetzt
316 Fl. möglichen anderen Ansatz großflächig ausgewischt und darauf
notiert; Haltebg. T. 316/317 nur zu II gezogen, d. h. fehlt zu I
(vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 411).
V. I letzte Note urspr. es’; überschrieben.
317, 324 Fl. II jeweils 1./2.Note ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 411)
317/318 Clar. II wohl irrtümlich gesetzten Haltebg. (vgl. Clar. I) nicht in NMA
übernommen
318 Va. 1. Note aus C korr.
321 Vc./B. je ein Bg. zur 1.-3. und 4./5. Note; vgl. aber Kontext (Fag.: col
Basso).
322 Sgst. LA C. und IL C.: jeweils p bereits zum letzten 4tel des Vortakts
gesetzt; NMA folgt dem Kontext.
327/328 – nur einfacher Taktstrich vor Szenen- und Taktwechsel; unter-
halb der Akkolade wohl von fremder Hand Taktzähler: 161 (ge-
zählt ab T. 167).
328 – Tempobezeichnung Allo: von fremder Hand unterhalb der Ak-
kolade (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 411); oberhalb der Akkolade: Scena IX. (vgl. auch
Abschnitt I. Quellen, S. 44).
neue Stimmenbezeichnungen zum 6.-12. System:
nach Vermerk Clarinetti tacent. über dem 6. System folgt in
diesem System selbst: 2 Corni / in g, 7. System: 2 fagotti: [Sy-
stemvorzeichnung: e–H–fis], 8.-12. System: Contessa, Susan–a
[beide Systemvorzeichnungen: h’–e”–fis’], Il Conte [System-
vorzeichnung: e–H–fis], figaro [Systemvorzeichnung: fis].
333 Vc./B. urspr. ² ; ausgewischt und mit ¬ überschrieben.
347 Fl. jeweils 1. Note auf Verwischung, die bis in das darüberliegende
Va.-System reicht: keine Korr.
358 Fl., Fag. jeweils Bg. nur zu den 32steln; NMA gleicht an V. I,II und Va.
an.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 156

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(358) V. II 32stel überschreiben zunächst eingetragenes unis: (d. h. urspr.


eine Oktave höher)
369-395 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-
menen Stimmtausch dann in T. 369 durch Beischriften Sus:
bzw. La con: über 1. bzw. 2. System (LA C. bzw. SUS.) ange-
zeigt (vgl. auch die Bemerkungen zu T. 406 und zu T. 407).
375-376 V. II, Va. jeweils ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 411)
389 V. I,II, Va. jeweils f bereits zur 1. Note; NMA gleicht an T. 383 an.
Vc./B. f erst zur 3. Note; NMA gleicht an T. 383 an.
397 – Seitenende (= S. 269): außer bei V. I,II nur einfacher Taktstrich
vor Takt- und Tempowechsel
398 – Seitenbeginn (= S. 270): Tempobezeichnung Andante: oberhalb
der Akkolade und über dem Vc./B.-System; unterhalb der
Akkolade von fremder Hand Taktzähler: 70 (gezählt ab T. 328).
Cor. vor der Akkoladenklammer zum System in c
398-400 V. I, IL C. urspr.:

Andante: 400
' ' ' '
p
f

Co no sce te Sig nor fi ga ro

teilweise Rasur, dann Neunotation (vgl. auch die folgende Be-


merkung)
399 Vc./B. 2. Note urspr. d; nach Rasur dann Neunotation (vgl. die vorige
Bemerkung)
406 SUS. mit Beischrift Sus: (vgl. auch die Bemerkung zu T. 369-395 und
die folgende Bemerkung)
407 LA C. mit Beischrift La con: (vgl. auch die Bemerkung zu T. 369-395
und die vorige Bemerkung)
409 IL C. 8tel-Note f verdickt und folgende ¬ verwischt: wohl keine Korr.
409-410 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-
menen Stimmtausch dann in T. 409 durch Beischriften Sus:
bzw. La Con über 1. bzw. 2. Sgst.-System (LA C. bzw. SUS.) an-
gezeigt (vgl. auch die folgende Bemerkung).
411, 412 SUS., LA C. mit Beischrift Sus: bzw. La con: (vgl. auch die vorige Bemer-
kung)

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 157

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

411-413 SUS., LA C. urspr.:

Sus: 413

e nol de sti a Don Ba si lio...


La con:

per re car lo...

teilweise Rasur, dann Neunotation (vgl. auch die folgende Be-


merkung).
412, 416 Vc./B. jeweils 2. Note urspr. a; nach Rasur dann Neunotation (vgl. die
vorige und die Bemerkung zu T. 415-417).
415 – großer Tintenfleck zwischen 4./5. System
Vc./B. alle drei Noten an einem Balken (vgl. aber Kontext)
415-417 SUS., LA C. urspr.:

h a g a

e non sai dal Da me ri no...


?

che sta se ra nel giar di no...

teilweise Rasur und Verwischung; dann darauf Neunotation mit


der hier wiedergegebenen Beischrift Mozarts.
417 Fl. jeweils großflächige Verwischung vor a.-c (möglicherweise an-
derer Ansatz)
422 Vc./B. 2.-4. Note: 32stel statt 64stel (Fag.: col Basso); Bg. über vor-
letzter Note abgebrochen, dann aber sofort wieder angesetzt.
425 Vc./B. , aus C korr.
427 – neue Seite (= S. 274): am linken Rand vor 5. System von frem-
der Hand mit Bleistift NB (als Ligatur); weiter unten nicht zu
entziffernder weiterer Bleistift-Vermerk von fremder Hand.
427-467 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-
menen Stimmtausch dann in T. 427 bzw. T. 437/438 durch Bei-
schriften Sus: bzw. La Con über 1. bzw. 2. Sgst.-System (LA C.
bzw. SUS.) angezeigt (vgl. auch die Bemerkung zu T. 468/469).
429-430 Fag. ein Bg. von 2. Note T. 429 bis letzte Note T. 430 (vgl. aber Va.)
432 V. II Verwischung an 1./2. Note

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 158

Takt System Bemerkung


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433, 435 IL C. jeweils letzte Note verdickt: vielleicht zu tief angesetzt oder aus
c’ korr.
442 V. I 4. Note ohne Stacc.-Strich (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 411)
443 FIG. 1.-3. Note: urspr. vielleicht e–g–e
445-446 Va. ab 2. 4tel T. 445 urspr. ²|B ; bei Neunotation ² in T. 445 über-
schrieben.
446, 452 Cor. Tinten- oder Rußfleck wohl zunächst in T. 452 (S. 277 = recto),
der dann einen Abdruck in T. 446 (S. 276 = verso) hinterlassen
hat.
449 Vc. ohne 1. Note, d. h. nur , (für B) gesetzt, über dem System aber
Beischrift Violoncelli (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 411)
450, 452, LA C. jeweils 1./2. Note: urspr. g . ; nach Rasur Neunotation.
458, 460
452, 456, SUS., LA C. Gesangstext: jeweils die Possesivpronomina „miei“ und „lor“
460, 464, beim Stimmtausch irrtümlich nicht korr. (vgl. die Bemerkung zu
466 T. 427-467)
454 V. II zunächst Bg. zur 1./2. Note; dann bis Taktende verlängert.
456 V. II 1./2. Note verkleckst: keine Korr.
461 V. I Verwischung am 1. 4tel: wohl keine Korr.
466/467 – nur einfacher Taktstrich vor Takt-, Tempo- und Szenenwechsel;
unterhalb der Akkolade vor Taktstrich wohl von fremder Hand
Taktzähler: 69 (gezählt von T. 398).
467 Sgst., Vc./B. z mit Systemvorzeichnung b’ bzw. b später eingetragen, wobei
das y jeweils die bereits gesetzte, anschließend dann wiederholte
4tel-Note überschreibt.
– Tempobezeichnung All :o molto: oberhalb der Akkolade;
darüber: Scena X. (vgl. auch Abschnitt I. Quellen, S. 45).
V. I zwischen z und Systemvorzeichnung b’ Verwischung, die von
All :o darüber ausgeht.
467-468 Fag. über dem System /fagotti sind extra geschrieben. (vgl. die fol-
gende Bemerkung)
467-604 Fag. im Harmoniestimmen-Particell zu No. 16 (Quelle A/Teil 2, S. 263
bis 264) auf zwei Systemen notiert: S. 263 mit sechs Akkoladen
und auf S. 264 nur eine Akkolade; vor der 1. Akkolade auf S. 263:
fagotti 27
468/469 Sgst. über jedem der fünf Systeme Rollenbezeichnungen neu einge-
tragen: Contessa:, Susan–a, Conte, figaro, Antonio

27 Zu den ab hier einsetzenden Einzelbemerkungen zum Harmoniestimmen-Particell sei vermerkt, daß dort von
Mozart in paarig notierten Bls. nur einfach gesetzter Augmentationspunkt in Folgen wie , C . g (oder ähnlich)
nicht verzeichnet wird.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 159

Takt System Bemerkung


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469 Sgst. in den fünf Systemen jeweils Schlüssel und Systemvorzeich-


nung b’ bzw. B eingetragen
Vc./B. 1. Note urspr. f; überschrieben und deshalb stark verdickt.
475 *Fag. ohne f
Va. 1. Note urspr. einzeln behalst; dann Balken vorgezogen.
475-501 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-
menen Stimmtausch dann in T. 475 durch Beischriften Sus:
bzw. La Con: über 1. bzw. 2. Sgst.-System (LA C. bzw. SUS.)
angezeigt (vgl. auch die Bemerkung zu T. 507).
476 FIG. urspr. wie IL C.; ausgewischt und überschrieben, dabei auch die
beiden letzten Noten von T. 475 verwischt: dort aber keine
Korr.
483 Fag. II unterhalb des Notenkopfs ein Punkt: wohl kein Stacc.
492 V. I ein Bg. zur 1. Takthälfte: TUV ´ ; mit 2. Note nochmals neu an-
gesetzt und weiter stark verdickt.
494, 495 Vc./B. gestrichenes p bzw. f zur 2. bzw. 1. Note
495 Fag. II a statt f (siehe Ob. II); vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 411.
Va. Beginn von cresc. verwischt: keine Korr.
507 SUS. mit Beischrift Sus: (vgl. die Bemerkung zu T. 475-501)
510 *Fag. ohne f
515 V. I 2. 4tel: Faulenzer [´] überschreibt vielleicht entspr. ausnotierten
Ansatz und ist großflächig verwischt.
517 V. I 4. 4tel: Cd. (g’) überschreibt a’
FIG. aus ² , C (a) korr., d. h. ² gestrichen sowie a verwischt und g
(C ) neu notiert.
521 *Fag. ohne f
525, 527 V. I jeweils 1. 4tel: zunächst f”; gestrichen und Neunotation.
528-641 SUS., LA C. urspr. in umgekehrter Anordnung notiert; den später vorgenom-
menen Stimmtausch dann in T. 528 durch Beischriften Sus:
bzw. La Con: über 1. bzw. 2. Sgst.-System (LA C. bzw. SUS.)
angezeigt (vgl. die Bemerkung zu T. 582-583, aber auch die
Bemerkungen zu T. 644 und zu T. 646).
533 Fag. I 2./3. Note mit Stacc.-Strichen (Fag. II durch Faulenzer abge-
kürzt); nicht in NMA zu übernehmen (vgl. Vc./B.)
537 Vc./B. 2. Note urspr. als B angesetzt; überschrieben.
538 FIG. zunächst im System ANT. eingetragen; dort verwischt und im
richtigen System wiederholt.
547 Fag. II mit Ganztaktbg.; nicht in NMA zu übernehmen (vgl. Fl. II, Ob. II).
549 Fag. I 2. Takthälfte: es’ (mit y) angesetzt; ausgewischt und davor Neu-
notation.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 160

Takt System Bemerkung


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(549) FIG. 2. Takthälfte: urspr. C ¬ g ; Pause gestrichen und zur 1. Note


Augmentationspunkt gesetzt.
549, 551, *Fag. jeweils ohne f
556
556, 558 Vc./B. f bzw. p überschreiben anderen Ansatz
561 V. I 4. 4tel: Cd. stark verdickt: urspr. es’; deshalb über dem System
durch Beischrift c verdeutlicht.
563 SUS. 1. Note überschreibt anderen Ansatz; vielleicht ¬
565 Vc./B. f verwischt: keine Korr.
566 V. I Ganztaktbg. (vgl. aber Kontext)
567 V. II fp (urspr. nicht getrennt) offenbar zu spät plaziert: Verwischung
unter 2.-6. Note läßt noch f erkennen.
569 *Fag. ohne f
582-583 SUS., LA C. urspr.:

giu sto ciel! fi ni rà?

jeweils gestrichen und Neunotation.


583 V. II zwischen 3./4. 4tel (Cd. Cd.) Verwischung eines anderen Ansatzes
583/584 Fl. II ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 412)
585/586 Fag. wegen Seitenwechsels (= S. 294/295) zwischen den beiden Tak-
ten jeweils Bg. geteilt (vgl. aber Kontext)
594 Fag. II a statt f, was Oktavparallelen zu Fl. I ergibt; NMA folgt der
Konjektur von Georg Schünemann 1941.
596 *Fag. I ohne }
597 Fl. I verwischter Tintenfleck nach 1. Note
603 – Vermerk colla voce ad libitum oberhalb der Akkolade und über
dem Vc./B.-System; abweichend (ad libitum colla voce) zwi-
schen 2./3. System.
604 – am Abschnittsende ausnahmsweise kein Taktzähler
604/605 – Seitenwechsel (= S. 296/297): nur einfacher Taktstrich vor Takt-
und Tempowechsel (so auch in Fag.: im Harmoniestimmen-Par-
ticell endet mit T. 604 die 1. Akkolade auf S. 264; vgl. dazu die
Bemerkung zu T. 467-604).
605 – in allen Systemen Taktvorzeichnung [ 68] gesetzt, zusätzlich die er-
forderlichen Systemvorzeichnungen (zu Abweichungen vgl. im
folgenden).

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 161

Takt System Bemerkung


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(605) (–) Die beiden Hbls.-Paare Fl. und Ob. ab T. 605 jeweils auf einem
System mit doppeltem Violinschlüssel, aber ohne Stimmenbe-
zeichnungen; nur vor dem Cor.-System (in dem der doppelte
Violinschlüssel wiederholt ist): in Ey ; zu den beiden anderen
Hbls.-Paaren Clar. und Fag. vgl. die Bemerkung zu T. 605-696).
– Tempobezeichnung Andante. ober- bzw. Andante unterhalb der
Akkolade; im Harmoniestimmen-Particell zwischen beiden Sy-
stemen (vgl. dazu die Bemerkung zu T. 605-696) Andante:
Fl., V. II Systemvorzeichnung: jeweils es”–b’
Va. mit wiederholtem Altschlüssel
SUS. Systemvorzeichnung: es”–b’
IL C., Vc./B. Systemvorzeichnung: jeweils es–b
FIG. Systemvorzeichnung: b–es; Gesangstext: „piè“ zu früh (d. h.
unterhalb von System- und Taktvorzeichnung und damit wohl
vor der Entscheidung zu Takt- und Tempowechsel) gesetzt; des-
halb anschließend vor der Note wiederholt.
605-696 Clar., Fag. Harmoniestimmen-Particell (Quelle A/Teil 2, S. 264-265):
S. 264 mit fünf Akkoladen (= 2.-6. Akkolade) und auf S. 265
eine (= 1.) Akkolade; vor der 1. Akkolade auf S. 264: clarinetti /
in B [ein System mit doppeltem Violinschlüssel] und 2 fagotti
[ein System, in dem b–es vorgezeichnet sind].
611 – im 3.-5. System der Akkolade (Va., Ob., Cor.) von oben nach
unten helle Verwischung; zudem schlägt ein Tintenfleck von
S. 298 (recto: T. 615) durch (vgl. die Bemerkung zu T. 615).
613-615 *Fag. II ohne Bg.
615 – im 3.-5. System schmaler, aber kräftiger Tintenfleck von oben
nach unten.
615-617, Ob. jeweils urspr. in Oktavierung zu Fl. sowie mit Bg. zu I in
623-625 T. 615-616 und in T. 623-624; dann gestrichen (vgl. Clar. im
Harmoniestimmen-Particell).
615-617, *Clar. II jeweils ohne Bg.
623-625
617-619 IL C. offensichtlich hier urspr. T. 618-620 (also einen Takt früher)
eingetragen; nach Rasur der drei Takte darauf Neunotation von
T. 617-619 und Fortsetzung mit T. 620.
621-623 *Fag. II ohne Bg.
627 V. II 1. Takthälfte auf Verwischung
Va. I 2. Note urspr. als e’ angesetzt (vgl. Vc./B.)
628 Vc./B. cresc. mit 2. Note angesetzt (vgl. aber Kontext)
629 *Clar., Fag. jeweils ohne f
631 *Clar. ohne p
Va. ohne p (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 412)

161
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 162

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

631-632 *Clar. II, Fag. I jeweils ohne Bg.


633 Fag. fp getrennt (vgl. aber Kontext)
Fag. II urspr. C . C . (hier mit Haltebg. zu T. 634); dann 1. Note zu ,
(ohne Augmentationspunkt) korr., jedoch zur 2. Note den Hals
nicht gestrichen.
ANT. 1. Note verdickt und davor Verwischung
634/635, *Fag. jeweils ohne Haltebg.
636/637
635, 637 SUS. jeweils 2./3. Note: b’–b’; Konjektur in NMA nach T. 639 (und
auch nach AMA sowie Abert/Gerber und Georg Schünemann
1941).
638/639 Cor. I ohne Haltebg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 412)
639/640 *Clar. II, Fag. jeweils ohne Bg.
*Clar., Fag. jeweils ohne cresc., aber mit f in T. 639; NMA folgt dem Kon-
text.
641 bzw. Ob. jeweils im unteren Teil des Systems kleines Loch (S. 301/302),
649/650 durch das dann ein Fleck von S. 300 bzw. 303 durchscheint.
642-643 FIG. zunächst andere Version: vielleicht: ² ¬ C .|C ; nach Rasur und
großflächiger Verwischung Neunotation.
644 LA C. mit Beischrift La Con: (vgl. die Bemerkung zu T. 528-641)
645 SUS. Einsatz zunächst schon hier vorgesehen: Notation wie im Folge-
takt (ohne Gesangstext); dann Rasur.
Vc./B. 2. Takthälfte: urspr. ².; gestrichen und Neunotation.
646 SUS. mit Beischrift Sus: (vgl. die erste Bemerkung zu T. 645 und die
Bemerkungen zu T. 528-641 sowie zu T. 644).
648 FIG. zu Taktbeginn überschreibt ² ausgewischtes } und vor 1. Note
ist ¬ mit } überschrieben
649/650 Fag. I mit Bg.; da er in Fag. II und in Vc./B. nicht gesetzt ist, nicht in
NMA zu übernehmen.
651 *Fag. ohne f
654 Sgst. ab diesem Takt (bis einschließlich T. 696) ist das erste der fünf
Systeme (vgl. dazu die Bemerkung zu T. 468/469) leer geblie-
ben (vgl. auch die folgende Bemerkung)
660, 661 LA C., SUS. jeweils über dem System die Beischriften La Con: bzw. Sus:
(vgl. die vorige Bemerkung)
665-667 Clar., Fag. Dynamik nur einmal zwischen die beiden Systeme gesetzt, und
zwar cresc. statt crescendo und f schon zu Beginn von T. 667.
666/667 *Clar. ohne Haltebg.
670 *Fag. jeweils ohne }
674 SUS. 1. Note überschreibt ¬

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 163

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

681 V. I 1. Takthälfte urspr. C g (vielleicht g”–b”); 2. Note gestrichen


und nach 1. Note Augmentationspunkt gesetzt.
681, 687 Vc./B. jeweils f überschreibt anderes (nicht mehr erkennbares) Zeichen
685/686 *Clar. I ohne Bg.
*Fag. I jeweils ohne Artikulationsbg.
Fag. II ein Bg. zu beiden Takten (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 412)
687 Vc./B. 1. Takthälfte: C .; NMA gleicht an T. 691 an.
688-690, Clar. I, Fag. I jeweils Bg. zu T. 689 und zu T. 690 bzw. zu T. 693 (in Clar. I
692-694 wie in NMA schon mit T. 692 begonnen) und zu T. 694
*Clar. II, Fag. II jeweils ohne Bg., in T. 694 auch *Fag. I ohne Bg. (vgl. die
vorige Bemerkung)
688-696 Fag. im Tenorschlüssel (Baßschlüssel wieder zu Beginn von T. 697
gesetzt)
690 *Clar. I, Fag. I jeweils 1. Note ohne }
694 LA C. 2. Note urspr. c”; gestrichen und Neunotation.
694/695 Cor. II irrtümlich ebenfalls Haltebg. gesetzt
696 Ob., Cor. jeweils 1. Takthälfte: C ¬ ; Clar., Fag. im Harmoniestimmen-Par-
ticell g ¬ ¬ (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 412).
– am Abschnittsende ausnahmsweise keine Taktzähler
696/697 – nur einfacher Taktstrich vor Tempo-, Takt- und Szenenwechsel
(so auch im Harmoniestimmen-Particell); oberhalb der Akkola-
de: Scena XI. ed ultima. (vgl. auch Abschnitt I. Quellen, S. 45).
Im Harmoniestimmen-Particell (Quelle A/Teil 2, S. 265; vgl.
die Bemerkung zu T. 605-696) nach T. 696 = Akkoladenende:
scena XI ed ultima
697 – mit diesem Takt auf Seitenmitte (= S. 307) neue Partitureintei-
lung, und zwar: 1.-3. sowie 12. System: [Violini: zwei Syste-
me], [Viola: ein System], [Bassi: ein System]; im 4. System
Vermerk: alle blasInstrumenten sind auf dem Extra blatt. (vgl.
dazu die Bemerkung zu T. 697-939); 5./6. System zunächst leer
und mit 7. System in der Folge La Con:, Sus: und Marc.: begon-
nen, dann diese Bezeichnungen verwischt und ab 5. System neu
bezeichnet: Sus: [davor La Cont: in T. 696 gestrichen], La Con:
[davor Sus: in T. 696 gestrichen], Marc:, Basilio [Tenorschlüs-
sel überschreibt urspr. für MARC. gesetzten Sopranschlüssel],
Bartolo, il Conte, figaro; teilweise Systemvorzeichnungen über-
schrieben und verändert sowie in den Systemen BAS., BART.
und Vc./B. die in Mitleidenschaft gezogene Taktvorzeichnung z
zur Verdeutlichung wiederholt.
Tempobezeichnung All :o assai oberhalb der Akkolade und über
dem Vc./B.-System

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 164

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(697) V. I in der Systemvorzeichnung as’ auf leichter Verwischung


V. II Systemvorzeichnung: es”–as’–b’; Akkord durchweg als , . (vgl.
aber V. I)
Va. ohne Systemvorzeichnung
MARC. Systemvorzeichnung: es”–b’–as”
BAS. Systemvorzeichnung: urspr. Vorzeichnung im Sopranschlüssel
unklar korr.
BART. Systemvorzeichnung: wohl es–b–as (auf Korr.)
IL C. Systemvorzeichnung: es–b–as
FIG. Systemvorzeichnung: b–es–as
Vc./B. Systemvorzeichnung: es–b–as
697-939 – Harmoniestimmen-Particell (Quelle A/Teil 2, S. 265-297): auf
S. 265 eine Akkolade zu zehn Systemen (1. Akkolade: Clar./
Fag. T. 688-696) und auf S. 266 bis 29728 mit jeweils einer
Akkolade zu zehn Systemen notiert ( jeweils 1. und 12. System
leer).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen (S. 265): 2 flauti
[zwei Systeme], 2 oboe [zwei Systeme], 2 clarinetti [ein System
mit doppeltem Violinschlüssel], 2 Corni / in Ey [ein System mit
doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti [zwei Systeme], 2 clarini /
in Ey [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], timpany. [ein
System].
– Tempobezeichnung All :o assai ober- bzw. All :o assai: unterhalb
der Akkolade
Fl. II, Ob. II Systemvorzeichnung: jeweils es”–as”–b
Fag. I Systemvorzeichnung: es–b–as
Fag. II Systemvorzeichnung: b–es–as
*Bls., Timp. jeweils ohne f
697-698 Cl. wie Timp. rhythmisiert (vgl. aber T. 701-702)
701 V. II zunächst unis vermerkt; gestrichen und Neunotation.
703 BAS. leichte Verwischung vor 1. Note: keine Korr.
707-708 *Clar. II ohne Bg.
IL C. Gesangstext: zunächst „consolarmi“ unterlegt; gestrichen und
„vendicarmi“ über dem System eingetragen.
709-710 Fag. II Bg. nur zu T. 710 gezogen (vgl. aber Fag. I)
*Clar. II ohne Bg.
711 SUS. 2. Note aus b’ korr.
711-712 *Clar. I, Fag. I jeweils ohne Bg.
713 *Fl., Cl., Timp.· jeweils ohne f (T. 716 Ob.: coi Flauti)
716 *Fl., Cor., z
Cl., Timp.

28 Zur teilweise „falschen“ Seitenfolge vgl. Abschnitt I. Quellen, dort bei Inhalt, S. 36.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 165

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(716) Va. 1. Note aus C korr.


719 *Fl., Cor. jeweils ohne f (Ob.: coi Flauti)
724 *Fl., Ob., Clar. jeweils ohne f
733-734 *Clar. I ein Bg. über beide Takte; NMA gleicht an Kontext an.
*Clar. ·II ohne Haltebg.
736/737 *Ob. I ohne Haltebg.
743 Vc./B. 2. Note zunächst wohl als g angesetzt; ausgewischt und Neuno-
tation.
755 Vc./B. Bg. erst mit 2. Note angesetzt; NMA folgt dem Kontext.
757-758 *Fag. I ohne Artikulationsbg.
759-760 Clar. I, Fag. I jeweils Artikulationsbg. nicht bis T. 760 gezogen
759, 760 *Clar. II jeweils ohne Artikulationsbg.
765 Fag. I letzte Note: as statt c’; NMA gleicht an Va. an.
V. I auf großflächiger Tintenverklecksung notiert
773-774, V. I, Va. Bg.-Setzung wegen teilweise wechselnder Behalsungsrichtung
777-778 sehr unterschiedlich (V. II: durchweg unis.): taktweise in V. I,
zu allen 8tel-Noten bzw. zu den beiden 4tel-Noten in Va. ( je-
weils T. 773-774), taktweise in Va. bzw. zu 1.-4. sowie zu 5.-8.
und 1. bis 6. Note in V. I (T. 777-778).
775 Va. · jeweils Bg. nur zur 2./3. Note; NMA folgt dem Kontext (V. II:
776 V. I, Va. z unis.)
781 *Bls. jeweils ohne f
781-782 Cor. über zunächst gesetzte Faulenzer [´ ´] notiert (vgl. die beiden
Bemerkungen zu T. 783-785)
782 *Fl., Ob., jeweils ohne y zur 2. Note
Clar., Fag.
782/783 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel (auch im Harmonie-
stimmen-Particell)
783 – Tempobezeichnung Più Allegro ober- bzw. Più Allegro: unter-
halb der Akkolade; im Harmoniestimmen-Particell Piu allo von
späterer Hand mit Bleistift (vgl. die Bemerkung zu T. 907/908).
*Cl., Timp. jeweils ohne f
783-785 Clar. II zunächst „a 2“ (also doppelt behalst); dann Clar. II dazu notiert,
allerdings ohne die Hälse und Balken für II zu streichen; 1. 4tel
T. 783 stark verdickt: vielleicht Korr.
Cor. urspr. Clar. II eingetragen; ausgewischt und darüber Neunota-
tion.
786-787 *Clar. I · jeweils ohne Bg.
786-788 *Fl. II, Clar. II
787-788 *Ob. I, Fag. I z
788 *Clar. I
789 Clar. I 2. Note aus C korr.
Vc./B. f überschreibt anderen Ansatz

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 166

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

792-793 *Clar. I · jeweils ohne Bg.


792-794 *Clar. II z
793-794 *Fag. I
796 V. I 2. Note verdickt: urspr. wohl anders angesetzt
799 BART. unter 1. Note Tintenfleck
799 etc. Sgst. Gesangstext: „li ha“ bzw. „ci ha“ teilweise falsch zugeordnet;
dann überschrieben bzw. auch über dem System richtig wieder-
holt.
801 Cor. II 1. Note auf Verwischung: vielleicht anderer Ansatz
803 Vc./B. 1. Note aus C korr. (vgl. Sgst.)
803 ff. – vgl. Teilband 2: Anhang III/5, S. 632-633, und weiter unten in
diesem Abschnitt, S. 255.
804-805, Vc./B. jeweils vielleicht nachgezogen
809-810
806, 811 SUS. jeweils 2. Note: urspr. d”; gestrichen und Neunotation.
813-814 Clar. II urspr. eine Terz höher; ausgewischt und Neunotation.
814-815 *Clar. I ohne Artikulationsbg.
821 Fl. vermeintlich „falsche“ Pausenzahl 5 später in I von anderer
Hand durch vorgestellte 7 korr.
Cl. wie letztes 4tel im Vortakt (also eine Terz höher); NMA über-
nimmt die auf AMA und Abert/Gerber zurückgehende Konjek-
tur von Georg Schünemann 1941.
827 *Fag. ohne p
828 V. I Einsatz wie T. 830 schon hier; ausgewischt und B gesetzt.
828 Cor. I eine Terz höher (also g”) angesetzt; ausgewischt und über-
schrieben.
829 *Cor. jeweils ohne Bg.
833 *Ob., Fag., Cor. jeweils ohne p
834-835 Fl. II verdickte Notation überschreibt möglicherweise falschen Ansatz
g”–g”–as” (vgl. Clar. I)
836 MARC. 1. Note auf Tintenverklecksung
FIG., Vc./B. große Tintenverklecksung in beiden Systemen, die in Vc./B. A
und 1. Note überdeckt, aber noch erkennen läßt
837 Vc./B. 1. Note verkleckst und in 2. Takthälfte urspr. , (es); letzteres
gestrichen bzw. auch verwischt und über die 1. Rastral-Linie
dann A gesetzt.
837-839 Sgst., Vc./B. großflächige Korr. in diesen Stimmen (ausgenommen SUS., LA
C. und FIG. T. 839): urspr. Version nicht erkennbar
842 Fl. I Vier- und Zweitakt-Pausenzeichen (für T. 842-847) auf Verwi-
schung (dazu an dritter StelleB für T. 848 und über dem Sy-
stem, wie in allen anderen Systemen, Pausenzahl 7)
844/845 Va. ausgewischter (Halte-)Bg. über Taktstrich
853 MARC. Verwischung nach jeder Note: urspr. wohl anderer Ansatz

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 167

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

855 *Clar. jeweils ohne Bg.


Cor. jeweils , , mit Haltebg. statt ¤
V. I je ein Bg. zur 1./2. und 3./4. Note; NMA gleicht an V. II an.
855/856 *Cor. II ohne Haltebg. (vgl. aber die Bemerkung zu T. 855 Cor.)
856 – oberhalb der Akkolade Verweiszeichen ż × , das sich dann auch
im Harmoniestimmen-Particell zum Taktstrich 856/857 über der
Akkolade (später eingetragen) wiederfindet: Dort sind dann nach-
träglich, und nachdem Mozart durch Bogen und Anweisung bis
ober- und unterhalb der Akkolade die Wiederholung von T. 857/2.
Hälfte bis T. 866/1. Hälfte als T. 866/2. Hälfte bis T. 875/1. Hälf-
te gefordert hatte, zur Verdeutlichung vor 2. Hälfte von T. 857
und nach 1. Hälfte von T. 866 in jedem System „ ||:“ bzw. „:||“
gesetzt, während T. 866=875 mit bräunlicher Tinte auf in den
rechten Rand von Hand gezogenen Systemen jeweils mit A und
nachfolgendem Taktstrich ausgefüllt worden ist.
857 *Cl., Timp. jeweils ohne f
858 Vc./B. zu Taktbeginn „falsche“ Note , (as)
861 BAS. letzte Note: urspr. b’; überschrieben.
864, 873 BART. jeweils zunächst: , . C (wie die anderen Sgst.); 2. Note zu ,
korr., jedoch den Augmentationspunkt nach 1. Note nicht gestri-
chen.
865, 874 BART., IL C. jeweils zunächst: C ² C ² ; auf Rasur Neunotation.
869 BAS. ² auf Tintenfleck
875 V. II zunächst nach 1. 4tel unis: gesetzt; gestrichen und Neunotation
für 2.-4. 4tel.
SUS. 4tel aus b’ korr.
876 V. II 1. Takthälfte: A verdickt, d. h. überschreibt vielleicht urspr. ge-
setzte ²
879 SUS. Gesangstext: „Cer[to]“ überschreibt anderen Ansatz
MARC., BAS., 2. 4tel überschreibt ² (vgl. T. 877-878)
BART., IL C.
881-883 V. I Bg. nicht bis 1. Note T. 883 gezogen (vgl. dazu Berichtigungen
und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 412)
882 Vc./B. 1. Note überschreibt wohl angesetztes as
888, 896 MARC. Gesangstext: „ci“ überschreibt anderen Ansatz („li“)
890 Vc./B. 1. Note auf Tintenfleck, der von der gegenüberliegenden Seite
(= S. 327) herrührt (vgl. die Bemerkung zu T. 896).
891, 892 *Bls., Timp. jeweils ohne f
892 Fl. II urspr. , . C (f”–as” mit Bg.); gestrichen und Neunotation.
*Clar. II ohne Ganztaktbg.
Cl. jeweils 1. Takthälfte aus C ² korr.

167
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 168

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

896 Vc./B. 1. Note überschreibt urspr. gesetztes und großflächig ausge-


wischtes B (vgl. dazu die Bemerkung zu T. 890)
897 Fag. II 1. Note aus es korr. (vgl. Fag. I)
897/898, *Cor. II jeweils ohne Haltebg.
905/906
899 *Clar. II · jeweils ohne Bg.
900 *Clar. I z
SUS. 1. Note verdickt: vielleicht aus C korr.
902 Ob. I Korr. an 2. Note (, überschreibt C ), auf die Verwischung folgt:
urspr. vielleicht C C C C
907/908 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel (auch im Harmonie-
stimmen-Particell); Tempobezeichnung Prestissimo: mit jeweils
rötlicher Tinte oberhalb der Akkolade und über dem FIG.-Sy-
stem sowie im Particell ebenfalls oberhalb der Akkolade, jedoch
dort mit Bleistift von späterer Hand und mit vollem T. 907
beginnend (vgl. die Bemerkung zu T. 783).
908 *Cl. ohne p
909 Hbls. jeweils crescendo später angesetzt
909/910, Fag. I wegen Wechsels der Behalsungsrichtung jeweils Ganztaktb.
917/918 (Fag. II: unis.); vgl. aber Kontext.
911, 919 *Cor., Cl., jeweils ohne f
Timp.
915 MARC. 2. Takthälfte urspr. wie SUS. (LA C.: con SUS.); Gesangstext
ausgewischt und auf NoteA gesetzt.
915/916 *Cl. ohne Dynamik (sf | p)
917 Hbls. cresc. (nicht crescendo) beginnt erst mit 3. Note ( jeweils II:
unis., Clar.: colli Oboi); vgl. aber Kontext.
924-927 IL C. zunächst eine Oktave tiefer; gestrichen und Neunotation.
930/931 *Fl., Ob. jeweils ohne Haltebg.
939 – nach Schlußstrich im rechten Rand auf Höhe des 11./12. Sy-
stems: fine del / 2do / Atto; weiter unten Taktzähler: 243 („3“
überschreibt zunächst gesetzte „2“; gezählt von T. 697).

168
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 169

ATTO TERZO

Vorbemerkung: Zur Verwendung des Sterns (*) als Hinweis auf notwendige typographische
Differenzierung siehe oben, S. 105 (vgl. auch in No. 16, Bemerkungen ab T. 475).

Scena I-III

R e c i t a t i v o „Che imbarazzo è mai questo!“ (Il Conte, La Contessa, Susanna)


[Quelle A/Teil 2: S. 1-3; auf S. 1 fünf Akkoladen (d. h. Systeme 1 und 2 leer), auf S. 2 sechs
Akkoladen, auf S. 3 zwei Akkoladen (d. h. Systeme 5-12 leer); S. 4 leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

2 IL C. über der 3. Note bräunlicher (Papier-)Fleck; 4. 4tel: 1. Note ver-


dickt, aber nicht korr.
6 IL C. am Akkoladenende nach links oben verwischter Tintenfleck, der
die letzten drei Noten und die letzte Silbe von „potrebbe“ in
Mitleidenschaft gezogen hat.
13 – Akkoladenende: nur einfacher Taktstrich, danach im rechten
Rand: Scena II. / Il sudetto. La Contess: / e la Susan–a. in fon[do]
19 LA C. Gesangstext: „dir“ zur letzten Note verdickt, aber keine Korr.
22 *IL C. 2. Note ohne y
24 IL C. oberhalb von ¬ Tintenfleck
26 *IL C. 1. Note ohne y
28 *IL C. 1. und 4. Note ohne y
31 *Cont. Akkoladenbeginn: y zu ¤
35 *SUS. 1. Note ohne y
36 Cont. Akkoladenbeginn: Haltebg. stark verdickt
38 IL C. 1. 4tel: g g („voi“) statt C („voi“)29
39 *SUS. 1. Note ohne y; 4. Note verkleckst, aber eindeutig b’ (g).
40 *Cont. Akkoladenbeginn: ! zu ¤ wiederholt
41 IL C. 2. Note möglicherweise aus g korr.
41/42 Cont. Haltebg. stark verdickt
42 SUS. 3.-5. Note teilweise verkleckst: keine Korr.
43 *SUS. 1. Note ohne !
IL C. auf Verwischung: urspr. vielleicht anderer Ansatz
44 Cont. aus , korr.
48 – nur Doppelstrich; danach im Rest der Akkolade Vermerk: attac-
ca subito il Duetto de Susan–a e figaro [Rollenbezeichnung ge-
strichen, „e“ zu „ed“ korr. und darüber gesetzt:] il Conte. [„Con-
te“ schon im rechten Rand]; darunter von fremder Hand mit Rot-
stift: 17

29 Vgl. dazu Vorwort zu NMA II/5/9: Il re pastore (Pierluigi Petrobelli und Wolfgang Rehm), S. XV (vgl. auch
No. 17, T. 25, IL C.: „ra-i“ auf gg).

169
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 170

N o . 1 7 D u e t t i n o „Crudel! perchè finora“ (Susanna, Il Conte)


[Quelle A/Teil 2: S. 5-13 ( jeweils 1. und 12. System leer), S. 13 mit T. 70-72 nur knapp zur
Hälfte beschrieben; S. 14 leer.]

Tempobezeichnung Andante: ober- unterhalb der Akkolade.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 flauti [zwei Systeme], 2 Corni / in A [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti:,
Susan–a, Il Conte, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– – Taktvorzeichnung urspr. wohl jeweils z; zu ? verändert (in Fl. I


überschreibt ? irrtümlich gesetzte Systemvorzeichnung fis”).
1 *V. I, Bls. jeweils ohne f
8, 9 *V. I jeweils ohne Stacc.
9 Fl. jeweils mit Ganztaktbg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 412)
12, 17 SUS. jeweils E mit Bg.30 (ebenso in T. 34, 46, 47, 52, 55, 57, 59, 62, 64)
21/22 *Cor. jeweils ohne Haltebg.
23-24 SUS. urspr. falsche, jedoch nicht eindeutig zu erkennende Rhythmi-
sierung vor und nach den Einwürfen „sì!“ bzw. „no!“ mit röt-
licher Tinte korr.
23-25 *Fag. II jeweils ohne Bg.
25 Vc./B. 1. Note aus C korr.
26 – Seitenbeginn (= S. 8): Akkoladenklammer irrtümlich mit erstem
(leerem) System begonnen; korr., wobei der dann richtige Be-
ginn der Klammer in NMA nach Georg Schünemann 1941 fälsch-
lich als Fortsetzung des Artikulationsbg. V. I von T. 25 interpre-
tiert worden ist (vgl. zu letzterem Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 412, dort die Bemerkung zu T. 25-26).
25-27 SUS. jeweils T.c mit Bg.
26 Fag. jeweils 1. 4tel auf Verwischung: vielleicht anderer Ansatz
28 Bls., V. I,II, jeweils , und ² ¬ mit großer r darüber, gefolgt von einzeln
Va. stehender ¬ (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 412, und die beiden folgenden Bemerkungen).
IL C. in 2. Takthälfte große r über ² ¬ (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 412, sowie die vorige und
die folgende Bemerkung)
Vc./B. statt , A mit r über A (so NMA nach Georg Schünemann
1941) zunächst C ² A mit r über A ; dann ² A zu ² ² ¬ ¬ korr.,
wobei die vorletzte Pause ( ¬ ) die urspr. zweite (A ) überschreibt

30 Zu den originalen Melismenbg. in den Sgst. von Atto terzo und Atto quarto vgl. die Einleitung zu diesem
Abschnitt (Bemerkungen zu den Quellen), S. 105.

170
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 171

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(28) (Vc./B.) (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,


S. 412, und die beiden vorigen Bemerkungen).
28/29 – nur einfacher Taktstrich vor Tonartenwechsel
29 Fl. II, V. II Systemvorzeichnung: jeweils cis”–gis”–fis”
IL C. Systemvorzeichnung (schon zu Beginn von T. 28): cis–gis–fis
Vc./B. Systemvorzeichnung: gis– cis–fis
*V. I,II jeweils 3. Note ohne Stacc.-Strich
29-31 IL C. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 33, 54, 56, 58, 59, 62, 64)
30 *Va. 4. Note ohne Stacc.-Strich
*Vc./B. ohne Bg.
31 V. p in I erst zur 2., in II erst zur 3. Note (vgl. aber T. 56, jedoch
dort auch die Bemerkung zu V. I)
32 Vc./B. 1. Takthälfte urspr. , ; gestrichen und Neunotation.
33, 34 *V. II jeweils 3. Note ohne Stacc.
34 – Seitenbeginn (= S. 9): Akkoladenklammer irrtümlich mit erstem
(leerem) System begonnen; dann entspr. korr.
V. I 2. Bg. erst mit 4. Note angesetzt (vgl. aber Fl. I und T. 33)
35 V. I 3. Note aus h’ korr.
Vc./B. 1. Note: zunächst a; gestrichen und Neunotation.
36 *Fag. I, V. I 3. bzw. 4. Note ohne Stacc.-Strich
37 *Fag. I ohne Bg.
V. II urspr. Takt mit , angesetzt; ausgewischt und davor Neunota-
tion.
37, 39, 41 V. I wegen Wechsels der Behalsungsrichtung jeweils Halbtaktbg. (in
T. 39, 41 Fag. I bzw. T. 41 Fl. I aber Ganztaktbg.)
38-39 Vc./B. jeweils Ganztaktbg.; T. 36-37 und 40-41 aber wie NMA.
38, 40 *Fag. I, V. I jeweils 5. Note ohne Stacc.-Strich
41 Va. in Taktmitte verwischte , (wohl fis’); davor Neunotation.
42 Fag. I 4tel-Note verdickt, d. h. wohl korr.
Va. 2.-4. Note auf Verwischung: wohl keine Korr.
45 *V. II 2. Note ohne Stacc.-Strich
45-48 Vc./B. ab 2. 4tel T. 45 im Tenorschlüssel notiert (Beischrift T. 45: Vio-
loncelli); Baßschlüssel in T. 48 vor 2. Takthälfte (Beischrift:
Bassi, d. h. nicht Tutti Bassi).
48-50 Fl. I jeweils Bg. T. 48/49 und T. 50; in Fl. II bzw. Fag. I aber wie NMA.
*Fag. II ohne Bg.
51 *V. I,II jeweils 2. Note ohne Stacc.-Strich
51-53 Vc./B. ab 2. Note T. 51 im Tenorschlüssel (Beischrift T. 51: Violonc:);
Baßschlüssel zu Beginn von T. 54 gesetzt (Beischrift: Bassi).
53 V. I 1. Note aus C korr.
54 *V. I,II jeweils 4. Note ohne Stacc.-Strich
*V. II nur sf statt sfp

171
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:14 Uhr Seite 172

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

55 Fag.· jeweils Bg. erst ab 2. Note (vgl. aber Fl. T. 54)


*Va. 4. Note ohne Stacc.-Strich
56 V. I p zwischen 1./2. Note
57 *Fag. I ohne Bg.
58, 59 *Fl. I jeweils ohne sfp
*V. II jeweils 3. Note ohne Stacc.-Strich
59 IL C. Bg. zu 3.-6. Note bei 4. Note aus Platzgründen unterbrochen
und nach dieser Note fortgeführt
60 Vc./B. 1. Note urspr. a; gestrichen und Neunotation.
61 V. II Taktbeginn: untere Note (e’) aus C korr. (nach , fehlt Augmen-
tationspunkt; vgl. aber V. I)
61, 63 Vc./B. jeweils sf urspr. zur 2. Note ( jeweils auch Bg. dort begonnen);
gestrichen und zur 1. Note wiederholt (dabei Bg. nach vorne ge-
zogen).
61, 63, 64 *Fag. II jeweils ohne Bg.
61-68 Fag. im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn von
T. 69 gesetzt)
63 V. II Taktbeginn: nach , (e’) fehlt Augmentationspunkt
SUS. 1. Note aus cis” korr.
65 *Va. I,II jeweils 1. Note ohne Stacc.-Strich
65-67 Vc./B. urspr. crescendo| p | f (zu C = A); gestrichen, in T. 65 auch die
zunächst gesetzte Abschlußnote A und dann Neunotation: ,d (a).
66/67 Fl. I schon gezogenen Taktstrich gestrichen, um ¬ unterzubringen;
dann neuen Taktstrich gesetzt.
67 *V. I,II jeweils 1. Note ohne Stacc.-Strich
SUS. 1. Note aus a’ korr.
69 Cor. I 2./3. Note: urspr. e’–e’; gestrichen und Neunotation.
Vc./B. Bg. zur 2.-4. Note; gestrichen.
69, 70 *Va. · jeweils 1. Note ohne Stacc.-Strich
70 *V. I z
70-71 V. I urspr.:
71

gestrichen und im darüberliegenden leeren System Neunotation.


71 *Fl. I,II jeweils 4. 4tel: x-Figur ohne Bg.
72 Cor. II 2. 4tel: Hals nach unten verdickt, so daß ein Notenkopf e’ vor-
getäuscht zu sein scheint.
– rechts neben Fermate zum Doppelstrich unterhalb des Vc./B.-
Systems wohl von Mozarts Hand Taktzähler: 72

172
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 173

R e c i t a t i v o „E perchè fosti meco“ (Il Conte, Susanna, Figaro)


[Quelle A/Teil 2: S. 15 mit vier Akkoladen (11. und 12. System leer); S. 16 leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

2, 10 *IL C. jeweils 1. Note ohne !


3 IL C. vom Baßschlüssel nach unten bis in das Cont.-System Wischer
5 SUS. Akkoladenbeginn: Sopranschlüssel überschreibt zunächst ge-
setzten Baßschlüssel
8 IL C. vorletzte Note aus a korr.
15/16 – nur einfacher Taktstrich, danach: scena III. / fig, susan–a, e su-
bito il Conte (die 2. Zeile in den rechten Rand reichend)
18 – nur einfacher Taktstrich, danach (zumeist im rechten Rand):
Segue Recitativo / istrumentato del / Conte ed / Aria; darunter
von fremder Hand mit Rotstift: 18

S c e n a I V 31

N o . 1 8 R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o 32 e d A r i a „Hai già vinta la


causa!“ – „Vedrò mentre io sospiro“ (Il Conte)
[Quelle A/Teil 2: S. 17-23 (Recitativo istrumentato), letzte Seite mit T. 37-40 nur zur Hälfte
beschrieben, S. 24 leer; S. 25-38 (Aria), letzte Seite mit den nachgetragenen Takten 105 bis
108 (vgl. dazu die Bemerkung zu T. 105 ff. der Arie) nur zur Hälfte beschrieben.]
Re c ita tivo i st r u m e n t a t o ( S. 17-23)
Die für Mozart in nicht sehr typischem Schriftzug gehaltene Tempobezeichnung Maestoso
ober- und unterhalb der Akkolade zum Str.-Einsatz 33.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 oboe [zwei Systeme], 2 Corni / in D [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti
[zwei Systeme], [zwei unbezeichnete, im Rezitativ leer mitgeführte Systeme], Il Conte, Bassi:
[ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1 – Tempobezeichnung Maestoso zum Str.-Einsatz, d. h. mit ¬. be-


ginnend (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 412)

31 Zu der mit Scena IV in NMA von Quelle A/Teil 2 abweichenden Szenenzählung in Atto terzo vgl. Abschnitt
VI. Konkordanz der Zählung von Szenen und geschlossenen Nummern, S. 321-324.
32 Vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 412.
33 Entgegen den Angaben in älteren kritischen Ausgaben (Julius Rietz, AMA, Georg Schünemann 1941) aber ganz
eindeutig von Mozarts Hand, was auch für die gleichermaßen wenig typischen Schriftzüge in T. 5 (Presto), T. 14
(Andante) und T. 17 (Primo tempo) gilt.

173
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 174

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

1, 2 Str. jeweils an einem Balken, d. h. 1. Note nicht wie in NMA abge-


trennt (T. 2 in V. II, letztes 16tel: untere Note gesondert nach
unten behalst)
3/4 *V. I ohne Bg. (vgl. aber V. II, Va. und Vc./B.)
4/5 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel
4, 13 Str., IL C. jeweils große r über beide Pausen; in T. 13 auch in den Bls.
(vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 412)
5 – Tempobezeichnung Presto: bzw. Presto ober- bzw. unterhalb
der Akkolade
7 Vc./B. 1. Note aus e korr.
11 Ob. II a’ (i) überschreibt anderen Ansatz: möglicherweise cis” (vgl.
die folgende Bemerkung)
12 Ob. II 2. Pause (¬.) überschreibt anderen Ansatz (vgl. die vorige Be-
merkung)
12, 13 *Ob. I, V. I,II, jeweils ohne ! zu nach dem Taktstrich wiederholten fis”/fis bzw.
Vc./B. cis’’’/cis” (Fag., Va.: col Basso)
13 – Seitenende (= S. 18): nur einfacher Taktstrich vor Tempowech-
sel
14 – Tempobezeichnung Andante bzw. Andante: oberhalb der Akko-
lade bzw. über dem Vc./B.-System
16 *Vc./B. 3. Note ohne ! (vgl. aber T. 15)
16/17 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel
17 – Tempobezeichnung Primo tempo (nicht Tempo primo) ober-
und unterhalb der Akkolade (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 412)
Ob. II 1. 4tel: als fis” (ohne ! ) angesetzt; gestrichen und Neunotation.
18 V. I 1. Note mit Stacc.-Strich (vgl. aber Kontext)
[21-23] V. I, IL C., Notation auf mehr als der Hälfte der Seite (= S. 20) urspr.:
Vc./B.

e poi v'è An to nio che a un in cog ni to fi ga ro ri cu sa di

174
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 175

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

([21-23]) (V. I, IL C.,


Vc./B.)
24

da re u na ni po te in Ma tri mo nio.

in den anderen Systemen nur Taktstriche; kanzelliert, später


auch von anderer Hand mit Rotstift senkrechter Begrenzungs-
strich gesetzt.
21 *V. I ohne ! zu , , das jedoch nach Seitenwechsel (= S. 20/21) in T. 22
zur übergebundenen ¤ gesetzt ist.
24-28 Fag. im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn von
T. 33 gesetzt)
25 Fag. I Notenkopf mit Tinte vollgelaufen
25, 27 *Ob. I, Fag., jeweils fis” bzw. fis’ ohne !
V. I,II, Va.
33 Ob. II Ganztaktbg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 412)
*Fag. I ohne Ganztaktbg. (wohl wegen Platzmangels)
36 *Vc./B. 2. Note ohne !
37 Fag. II Ganztaktbg., der in *Fag. I fehlt (vgl. aber Va.)
*V. I 1. Note ohne p
37, 38 *Cor. ohne cresc. bzw. f
38 *Ob. ohne f
40 Ob. I urspr. wie Ob. II; dann verwischt und überschrieben (vgl. auch
die folgende Bemerkung).
40-[41] – zunächst hier vollen Kadenzschluß vorgesehen, da Vc./B. urspr.
die Notation ² C |C [d] ² A || zeigt; ist dann zu A ² C |, A ||
korr. und in V. II, Va., Ob. I,II das urspr. ² C | zu A ² C | (zu
Ob. I auch die Bemerkung zu T. 40). In allen Systemen den
Raum von T. [41] kanzelliert; nach dem Doppelstrich in heller
Tinte über dem Sgst.-System Segue L’Aria del Conte. vermerkt,
wozu nach der Kanzellierung darunter und auch im 1. System
mit dunklerer Tinte der „korrigierende“ Vermerk Attacca in Ca-
denza L’aria del Conte erfolgt ist (post correcturam nur einfa-
cher Taktstrich).

175
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 176

A ria (S. 25-38)34


Tempobezeichnung All :o Maestoso: oberhalb der Akkolade und über dem System von IL C.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen (zum Teil durch Beschädigung bei Bindung
am jeweiligen Anfang nicht mehr zu erkennen; „Verlust“ eckig geklammert): Violini [zwei
Systeme], Viole [ein System], [2 f]lauti [zwei Systeme], 2 oboe [ein System], [2] Corni / in D
[ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti [ein System], 2 Clarini / in D [ein
System mit doppeltem Violinschlüssel], [Ty]mpany / in D, Il Conte:, Bassi [ein System].
Eine spätere Fassung des zweiten Teils der Arie (Wien 1789/1791) ist im Notenanhang D/4/a),
S. 362-380, wiedergegeben, dort auch eine alternative Schlußkadenz: D/4/b), S. 381-382.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fl. I, Ob., Systemvorzeichnung: jeweils cis”–fis”


V. II
Vc./B. Systemvorzeichnung: cis–fis
1 *– jeweils ohne f
V. I 1. Artikulationsbg. vorne zu spät angesetzt, aber fast bis zur
4tel-Note d” gezogen.
Vc./B. Artikulationsbg. bis zur Zielnote im Folgetakt gezogen (Fag.,
Va.: ColB:); vgl. aber Fl. I und V. I (Fl. II, V. II: unis:) und zu
Fl. I,II die folgende Bemerkung.
1 bzw. Ob. bzw. urspr. Ob. T. 1 (C ² A) im System Fl. II bzw. Fl. T. 1-2 (doppelt
1-3 Fl. behalst = unis.) und wohl auch T. 3 im System Fl. I eingetragen. Im
System Fl. II 1. 4tel T. 1 (Ob.) ausgewischt, mit verdickter 4tel-
Note d’’’ für Fl. II überschrieben, in der 2. Takthälfte mit unis.-
Vermerk A überschrieben und in T. 3 mit Fl. II fortgefahren, nach-
dem 2. Takthälfte (, ) in T. 3 (Fl.) ausgewischt und mit d’’’ (, ) für
Fl. I überschrieben worden war (in T. 1-2 Fl. I: urspr. Doppelbe-
halsung nicht getilgt und im System Ob. T. 1 etc. korrekt notiert).
3 *Ob. I ohne Bg.
Fag. I möglicherweise aus C korr.
5, 6 *Fl. II, Fag. II jeweils ohne Artikulationsbg.
5, 12 *Fl. I, Fag. I jeweils 1. Note ohne }
7 – cresc. (das in *Va. und *Timp. fehlt) teilweise etwas später an-
gesetzt, doch ist die Plazierung wie in NMA gemeint.
Ob. II 3./4. 4tel urspr. C C (g’–e’); ausgewischt und Neunotation durch
Überschreiben (vgl. Fag. II).
8 Fl. I, V. I, jeweils 4. 4tel: Bg. bis zur Zielnote im Folgetakt; vgl. aber Fl.
Vc./B. und V. I in T. 1 (V. II: unis.) und dort Bemerkung zu Vc./B. (in
T. 8 Fl. II und V. II: unis. sowie Fag., Va.: col Basso).
9 Fag. 3. 4tel: C ; NMA ändert entspr. Fl. zu g ¬ und folgt damit AMA,
Abert/Gerber sowie Georg Schünemann 1941 (vgl. dazu aber
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413).

34 Vgl. auch Teilband 2: Anhang III/6, S. 634, mit S. 256 in diesem Krit. Bericht.

176
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 177

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

10 *Ob. I · ohne Artikulationsbg.


11-13 *Fag. z
12 *Fl. I 1. Note ohne }
13 V. I Bg. zunächst nur zu G ; weitergezogen.
14 *Cor. fp statt sfp
14-15 *Fag., Vc./B. jeweils ohne Bg.; vgl. Kontext.
17-18 *Va. ohne Bg. von letzter Note T. 17 zur 1. Note T. 18
19 *Ob. I, Fag. jeweils ohne p
19-20 Fl. II mit Bg. h’–c” (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 413)
19, 23 *Fag. I jeweils ohne Bg.
20, 22 Vc./B. die jeweils urspr. Rhythmisierung C ² C ² durch Überschreiben
zu g¬ g ¬ g ¬ g ¬ korr.
21 V. II 2. Note auf Verwischung, die bis in das Va.-System reicht: viel-
leicht 1. 4tel zunächst als e’ angesetzt.
21-22 *Fl. I ohne Bg. gis”–a” ; in T. 22 Bg. dann ab 1. Note angesetzt (vgl.
dazu T. 19-20).
23 Ob. I vor 1. Note gestrichenes }
23-24 Ob. I ein Bg. zu beiden Takten (vgl. Fag. I, wo allerdings nur zu T. 24
Bg. gezogen ist)
24 *V. I 2. Note ohne Stacc.-Strich
*V. II 2. und 5. Note ohne Stacc.-Striche
Va. 3.-5. Note und ¬ auf breitflächiger Verwischung, die bis in das
2. bzw. 4. System (V. II bzw. Fl. I) reicht: urspr. höherer
Ansatz.
*Vc./B. 2. Note ohne } und 3. Note ohne !
25 *Ob. ohne p
Ob., Fag. jeweils Bg. mit 2. Note angesetzt (vgl. aber Kontext)
26 Cor. jeweils ¤ statt , , mit Haltebg. (vgl. den Folgetakt und T. 30)
Cl. A mit sehr heller Tinte eingetragen; davor Verwischung, die
von cresc. im darüberliegenden System (Fag.) ausgeht.
26, 27, 30 *Fag. I jeweils ohne Artikulationsbg.
26, 30 Fl. jeweils p bereits zur 1. Note (Fl. II in T. 26 wie NMA)
Ob. jeweils p unmittelbar an f bzw. sf anschließend
*Cor. ohne cresc.
V. I jeweils p bereits zur 1. Note (V. II ab T. 26: in 8tava); vgl. aber
Kontext.
27 Fag. nicht eindeutig erkennbare Korr.
27, 31 Va. 2. Artikulationsbg. schon mit 3. Note angesetzt (vgl. aber V. I,II)
*Vc./B. jeweils ohne f zu Taktbeginn
27, 31, 32 IL C. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 60, 64, 65, 91, 92)
28 *V. I 2. 4tel ohne Stacc.-Punkte (V. II ab T. 26: in 8tava)

177
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 178

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

29 *Vc./B. zur Triole f statt sf


30-32 IL C. für die Unterlegung des Gesangstexts ergibt sich folgendes Bild:

30

ve drò che un ben ch'in van de sio ei pos se der

Mozart streicht den Gesangstext von „che un“ bis „desio“ eben-
so in T. 32 „ei posseder“, korr. mit dunklerer Tinte in T. 30 das
3. 4tel zu C (nachdem er g g gestrichen bzw. verwischt hatte),
spaltet die drittletzte Note in T. 31 ab (g) und ändert das 2. 4tel
( g g) in T. 32 ebenfalls mit dunklerer Tinte zu E (mit Bg.);
dann setzt er den leicht veränderten Gesangstext über das System
(vgl. zu T. 31 Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbän-
den, S. 413).
31 *Vc./B. 1. Takthälfte: ohne f zur 1. Note (,d), mit der erst crescendo endet.
33 V. I 1. 4tel: mit Stacc.-Strich (vgl. aber Kontext)
33 bzw. 35 *Fag. ohne p und Artikulation in Fag. I bzw. Fag. II
33-35 Fag. im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder vor T. 43 gesetzt)
34 *Vc./B. 1. Note ohne y
35 Ob., Cor. vom Ob.-System ausgehende Verwischung: eher keine Korr.
*Ob. II ohne Artikulation
37-40 V. I, Va. Bg.-Setzung nicht einheitlich bis zur jeweiligen Zielnote, jedoch
ohne Zweifel so gemeint (V. II: in 8tava).
38 Va. 2.-4. Note anders angesetzt: vielleicht cis’–e’–d’; ausgewischt
und überschrieben.
41 V. II 1. Note irrtümlich cis” (T. 37-40: in 8tava mit V. I)
Va. 2.-8. Note korr. aus a’ (TUV ,d ); verwischt und überschrieben.
43 V. I 1. Note: urspr. eine Oktave tiefer; gestrichen und Neunotation.
43/44, V. I jeweils letzte/1. Note: urspr. mit (dann gestrichenem) Bg.
45/46
47 Timp. r verwischt; letzte ¬ entweder vergessen oder dem Wischer
zum Opfer gefallen.
47/48 – nur einfacher Taktstrich; Tempobezeichnung all :o assai: ober-
halb der Akkolade bzw. All :o assai: über dem IL C.-System ( je-
weils auftaktig)
V. I,II, Va. leichte Verwischungen in den drei Systemen: keine Korr.
51 *Cl., Timp. jeweils ohne f
52 Va. Bg. gleich nach 1. Note angesetzt (vgl. aber V. I,II)
54, 57 *Cor., Cl. jeweils ohne Stacc.-Striche
55-56 V. I Bg. im 2. Takt kurz unterbrochen: offenbar zunächst nur zu
T. 55 gesetzt und dann weitergezogen.

178
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 179

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

58/59 *Fl. I ohne Haltebg.


63/64 *Fl. I ohne Artikulationsbg.
63/64 Cor. urspr.:

verwischt und jeweils B eingetragen.


68 Ob. II letzte Note überschreibt urspr. gesetzte ²
70 V. II cresc. bereits mit 1. Note angesetzt (vgl. dazu Berichtigungen
und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413)
73 Va. 1. Note anders angesetzt: vielleicht schon als a’; ausgewischt
und Neunotation.
73/74 *Fl. ohne Artikulations- bzw. Haltebg. zum 4./1. 4tel
*Ob. I bzw. Ob. ohne Bg. zur 2./3. Note bzw. ohne Bg. zum 4./1. 4tel
Fag. aus Platzgründen Bg. nur zu Fag. II in T. 73 gezogen (vgl. aber
T. 69/70 und T. 71/72)
*V. II ohne Bg. zur x-Figur T. 73 bis 1. Note T. 74
83 *IL C., Vc./B. jeweils 1. Note ohne !
84 *Cor., Cl., jeweils ohne Stacc.-Striche
V. I,II
*Ob., Cl., Timp. jeweils ohne f
85/86 *Fag. jeweils ohne Bg. (vgl. aber T. 58/59)
88 IL C. Gesangstext: „forse ancor“ gestrichen; darunter erneut gesetzt.
90 Fag. Bg. erst mit 2. Note angesetzt (vgl. aber Vc./B.)
V. II 1. Note möglicherweise aus C korr.
93 V. II bzw. V. I jeweils Bg. nur zur x-Figur (vgl. aber Kontext)
94 Va. 7. Note aus a’ korr.
97 *V. II ohne cresc.
Vc./B. cresc. mit 2. Note angesetzt (vgl. aber Kontext)
100 Va. 2. Note verdickt: keine Korr.
*Vc./B. ohne f
101 *V. II 5.-8. Note ohne Stacc.-Punkte
105 ff. IL C., Vc./B. Kadenz urspr.:
[106] = 109
105 tr 111

[giubi ] lar. e giu bi lar mi fà.

[Fortsetzung der Bemerkung auf der folgenden Seite]

179
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 180

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(105 ff.) (Il C., Vc./B.) [siehe zu dieser Bemerkung das Notenbeispiel auf der vorigen Seite]
T. 105 gestrichen (auch die in diesem Takt leer gebliebenen Sy-
steme 1-10), mehrfach „vi“ (fremde Hand) und „ד sowie zum
Taktstrich ober- und unterhalb der Akkolade waagrecht durch-
strichenen Kreis gesetzt; dann nach Schluß der Arie auf S. 38
„erweiterte“ Kadenz = T. 105-108 mit Wiederholung der ge-
nannten Zeichen notiert und dort nach Taktstrich 108 in den Sy-
stemen IL C. und Vc./B. „Ɛ:“ (= etc.-Zeichen) angebracht. In
T. [106 f.] = T. 109 f. Gesangstext (siehe im Notenbeispiel) ge-
strichen, über dem System „lar ņ ņ mi“ eingetragen und in
T. [106] = T. 109 letzte Note an den 8tel-Balken gehängt sowie
Bg. zu den vier 8tel-Noten gezogen (vgl. auch die Bemerkung
zu T. 109).
107/108 *Fl. I ohne Bg. zu , |, (cis’’’–d’’’)
109 IL C. 2. Takthälfte: TUUV mit Bg.
110 V. II ,d ,d auf Verwischung: keine Korr.
Va. ¤d auf leichter Verwischung
115 Ob. 1. Note in I bzw. 3. Note in II vielleicht aus C korr.
115-117 V. I jeweils 4. 4tel urspr.:

Vorschlagsnote gestrichen, Rhythmus geschärft, x gesetzt sowie


teilweise auch Bg. wiederholt, wenn der erste durch x über-
schrieben war.
116 *Fl. I x-Figur ohne Bg. (Fl. II: unis.)
119-120 V. I i C C |, (d’) jeweils doppelt behalst; V. II: unis // (vgl. dazu
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413)
120 – nach Schlußstrich im rechten Rand etwas unterhalb des Vc./B.-
Systems von Mozarts Hand Taktzähler: 120

180
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 181

Scena V

R e c i t a t i v o „È decisa la lite“ (Don Curzio, Marcellina, Figaro, Il Conte, Bartolo)


[Quelle A/Teil 2: S. 39-40; auf S. 39 fünf Akkoladen (1./2. System leer), auf S. 40 sechs Ak-
koladen, die letzte nicht voll beschrieben.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1 D. CUR. „on“ und „C“ in der Rollenbezeichnung „Don Curz:“ stark über-
schrieben, aber keine Korr.
5 MARC. 2. Note wohl aus g’ korr.
Cont. 1. Note aus C korr.
8 IL C. 2. Note auf Verwischung: urspr. möglicherweise i i (b–b)
11 BART. Baßschlüssel überschreibt zunächst gesetzten Tenorschlüssel
14-15 D. CUR. in T. 14 unterlegt Mozart nach Quelle N1 den dortigen MARC.-
Gesangstext „io t’ho“ (bis „duri“ in T. 15), vergißt aber, ihn
MARC. zuzuweisen; NMA folgt AMA und Abert/Gerber (vgl.
auch Vorwort in Teilband 1, S. XIX-XX unter „IV/e/16“).
15 Cont. nach 1. Takthälfte Akkoladenwechsel: deshalb , y, (mit Halte-
bg.) statt ¤ notiert
15-17 FIG. Gesangstext mit breiter Feder eingetragen, weshalb er nicht ein-
fach zu lesen ist.
16 *FIG. 1. Note ohne y
19-20 FIG. Gesangstext: zunächst „dieci“ zur letzten Note T. 19 (Seiten-
ende = S. 39); dann „ci“ mit „=“ überschrieben und dann auf
neuer Seite (= S. 40) in T. 20 wiederholt.
25 – Taktstrich zu früh, d. h. schon nach 7. Note gezogen; gestrichen
und weiter notiert.
26-27 FIG. Korr. an letzter Note T. 26 (vor der ein Akzidens gestrichen ist)
und in 1. Hälfte T. 27: dort nach 2. bzw. 3. Note des dann gülti-
gen Notentexts zunächst notierte c’ (g) bzw. c’ und yb (g g)
gestrichen.
26, 28 *FIG. jeweils 1. Note ohne !
34 *Cont. nach Akkoladenwechsel ! wiederholt
36 FIG. der durch die Vertonung ¬ g g g (mit unterlegtem „Ba-li-a...“)
entstandene falsche Wortakzent ist in Quelle N3 und den hier-
von abhängigen Quellen der Prager Fassung durch Neutextie-
rung „nu-tri-ce“ eliminiert. In Quelle B2 (Band 3, Bl. 32v) von
fremder Hand mit Rotstift korr. zu ² g g (mit unterlegtem „Ba-
lia“).
37 IL C. aus Platzgründen im Cont.-System und damit korrekt im Baß-
schlüssel notiert
38 Cont. nach Taktstrich (vgl. die folgende Bemerkung) Kustos für f,
doch schließt No. 19 mit F an.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 182

Takt System Bemerkung


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(38) – nur einfacher Taktstrich, nach dem attacca subito il Sestetto.


vermerkt ist; rechts darunter von fremder Hand mit Rotstift: 19

N o . 1 9 S e s t e t t o „Riconosci in questo amplesso“ (Susanna, Marcellina, Don


Curzio, Il Conte, Bartolo, Figaro)
[Quelle A/Teil 2: S. 41-59; auf S. 59 sind T. 134-135 nachgetragen, vgl. dazu die Bemerkung
zu T. 133; S. 60 leer; Harmoniestimmen-Particell35: S. 255-260 mit jeweils zwei Akkoladen
auf S. 255-259 bzw. einer Akkolade auf S. 260.]
Hauptpartitur
Tempobezeichnung *Andante unterhalb der Akkolade von fremder Hand.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
[zwei leere, zu Beginn ausschließlich mit z versehene Systeme, zwischen denen in T. 1-2
/Die blas Instrumenten auf dem extra blatt.:/ vermerkt ist], Susan–a, Marcellina, Don Curzio,
[I]l Conte [„I“ wegen Papierbeschädigung nicht mehr zu erkennen], Bartolo, figaro, Bassi.
[ein System].
Harmoniestimmen-Particell
Tempobezeichnung *Andante oberhalb der Akkolade beim ersten Einsatz (T. 5) von fremder
Hand.
Particellanordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [ein System
mit doppeltem Violinschlüssel], 2 Corni / in f [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], [2]
fagotti [zwei Systeme].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– IL C. Baßschlüssel überschreibt zunächst gesetzten Violinschlüssel


1 Vc./B. f statt sf (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 413)
5-6 Fag. II zunächst im System von Fag. I eingetragen; gestrichen und im
darunterliegenden Fag. II-System nochmals notiert.
8, 16/17 *Ob. II jeweils ohne Bg.
18 Fag. I Bg. nur zu 1./2. Note (vgl. aber Kontext)
20 Va. Kopf der 2. Note zugelaufen: keine Korr.
21 MARC. E mit Bg. (ebenso in T. 34, 37, 55, 57, 78, 79)
23 – cresc. bzw. crescendo (Vc./B.) überwiegend früher angesetzt, in
V. I aber deutlich wie in NMA.
*Ob. jeweils ohne Bg.

35 Vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, dort Inhalt, S. 36, und Zu den einzelnen Nummern, S. 52. – Einzelbemerkungen
zum Harmoniestimmen-Particell sind im folgenden integriert.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 183

Takt System Bemerkung


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24 Bls. f jeweils zum 1. 4tel; in den Str. aber wie in NMA.


*Fl., Ob. jeweils 2. Takthälfte: ohne Stacc.-Striche
*Ob. jeweils ohne Bg. zur x-Figur
25, 27 *V. I die jeweils letzten drei Noten ohne Stacc.-Punkte
28 V. I 2. Note vielleicht aus C korr.
31 SUS. 1. Note aus c” korr.
32 SUS. urspr. 1. Note d” (C .) mit e” (g) überschrieben; in Notation fort-
gefahren und Bg. zur 1./2. Note (g C ) gezogen.
33 *Cor. ohne p
35, 38, 39 *Ob. II jeweils ohne Bg.
36 D. CUR. E mit Bg.
37 *Fl. I 1. Note ohne }
V. II in 1. Takthälfte leichte Verwischung: keine Korr.
38 V. II 2. Note urspr. e’; ausgewischt und Neunotation.
39 *Fl. I ohne Bg.
IL C. 4.-7. Note leicht verdickt: keine Korr.
43 V. I,II, Va. jeweils urspr. fp zu Taktbeginn; gestrichen und cresc. eingetragen.
44 *Fag. ohne f
Fag. I Verwischung in 2. Takthälfte: urspr. 1. Note vielleicht eine Terz
höher; ausgewischt und Neunotation.
V. II 1. 4tel: urspr. wohl g’–fis’–g’ (M ); dann als 1. Note } h’ davor
gesetzt, Balken korr., aber den mit g’ begonnenen Bg. nicht
nach vorne gezogen (vgl. die folgende Bemerkung).
Va. Bg. beginnt wegen Balkenbruchs zwischen 1./2. Note erst mit
der 2. Note (vgl. aber T. 46).
44, 46 V. I jeweils Artikulationsbg. fast bis 1. Note des Folgetakts gezogen
45/46 FIG. szenische Anweisung bereits in T. 43/44 eingetragen
45, 46, 47 *Ob. II jeweils ohne Artikulationsbg. (vgl. zu T. 46 [Ob. II, Fag. II] Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413)
50, 51 Vc./B. ein Bg. über beide Takte (vgl. aber die Folgetakte)
52 V. II 1./2. Note: urspr. wohl anders angesetzt; verwischt und über-
schrieben (als urspr. 1. Note ist c’ noch zu erkennen).
55-57 SUS. urspr. hier schon Einsatz mit 2. 4tel T. 55, und zwar:

*)

*) kein Gesangstext unterlegt


auf tiefer Rasur B in T. 55 eingetragen sowie Neunotation T. 56
bis 57 (mit Gesangstext) und auf neuer Seite (= S. 48) mit T. 58
fortgefahren.

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 184

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

58 IL C. 2. 4tel: urspr. C (c’); gestrichen und im unteren Teil des Systems


² eingetragen.
59 *Fag. ohne p
60-61 D. CUR. urspr.:
61

8
il de sti no glie la fà

gestrichen und Neunotation (mit Gesangstext im System über


dem ersten gestrichenen Text)
63 MARC. Gesangstext: das stark verdickte „quel“ überschreibt vielleicht
anderen Ansatz
65 *Va. ohne Bg. (vgl. aber Fl. I)
66/67, Ob. I, Fag. jeweils Bg. nicht durchweg eindeutig bis zum Folgetakt
69/70 gezogen (vgl. auch die Bemerkung zu T. 66/67 etc. Ob. II)
66-67, Vc./B. jeweils Tenorschlüssel vor 2. Note T. 66 bzw. T. 69 mit Bei-
69-70 schrift Violoncelli und Baßschlüssel vor 2. Note T. 67 bzw.
T. 70 mit Beischrift Bassi (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 413, dort die Bemerkungen zu
T. 66 und T. 69 bzw. zu T. 67 und T. 70).
66/67, 67, *Ob. II jeweils ohne Bg. (vgl. auch die Bemerkung zu T. 66/67, 69/70
69/70, 70 Ob. I, Fag.)
67 IL C. 2. Note aus g korr.
*Vc./B. 2./3. Note ohne Bg. (Va.: ColB:)
72 V. I,II jeweils 1. Note einzeln behalst (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413)
74 Cor. 1. 4tel: jeweils verdickt, d. h. vielleicht als , angesetzt.
78, 79 *V. I,II jeweils ohne Stacc.-Punkte (vgl. die folgende Bemerkung)
80 *V. II 1. Note ohne Stacc.-Punkt (vgl. die vorige Bemerkung)
80-82 *Vc./B. ab 5. Note T. 80 ohne Stacc.-Punkte
81 *V. II, Va. jeweils ohne Stacc.-Punkte
Va. 1. Note vielleicht aus e korr.; 2. Note aus a korr.
82 V. I 2. Note verdickt: urspr. zu hoch angesetzt
Va. 2. Takthälfte urspr.:

auf Rasur Neunotation, aber Bg. nur zu E gezogen (vgl. dazu


Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413).

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 185

Takt System Bemerkung


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84 Ob. I 2. Note aus C korr.


Bls. jeweils cresc. nicht deutlich zu Taktbeginn (vgl. aber Kontext)
88-124 Bls. der Bls.-Satz ist im Harmoniestimmen-Particell stark korr.; zu
seiner urspr. Version siehe Notenanhang A/3, S. 331-334.
89 *Fl. I ohne p
*Ob. I, Fag. I nach Korr. (vgl. die Bemerkung zu T. 88-124) 2. 4tel ohne p
Va. 3. Note aus a korr.
89-90 Ob. auch in Hauptpartitur eingetragen, allerdings doppelt behalst
(also a 2), während im für die Edition maßgeblichen Harmonie-
stimmen-Particell der Notentext für Ob. I nach oben behalst ist
und für Ob. II jeweils B eingetragen sind.
90 *Va., Vc./B. jeweils 5.-8. Note ohne Stacc.-Punkte (Verwischung an diesen
Noten in Va. ohne Bedeutung)
90-91 *V. I jeweils ohne Stacc.-Punkte (V. II in T. 90: unis.)
91 Vc./B. 2. Note urspr. g; gestrichen und Neunotation.
*Vc./B. 1.-4. Note ohne Stacc.-Punkte
92 *V. I ohne Stacc.-Punkte
*Fag. letzte Note ohne p
93 Bls. f erst zu Beginn von T. 94 gesetzt (vgl. aber Str.)
101-103 D. CUR. Gesangstext gestrichen; mit gelblicher Tinte über dem System
„all’ira, al dispetto che m’agita il petto“ gesetzt; dann die urspr.
und gestrichene Lesart „Al fiero tormento di questo momento“
nochmals darunter geschrieben (vgl. die Bemerkung zu T. 104
bis 105).
102 *Vc./B. ohne pp
103 MARC. Bg. zur 1.-3. Note; wegen Textunterlegung nicht in NMA zu
übernehmen.
104-105 SUS., MARC. jeweils Gesangstext: „contento“ gestrichen und über den Syste-
men „diletto“ eingetragen; dort dann ebenfalls gestrichen und
„contento“ erneut unterhalb der Systeme wiederholt (vgl. die Be-
merkung zu T. 101-103).
106 MARC. 1./2. Note mit Bg.; wegen Textunterlegung nicht in NMA zu
übernehmen.
107 D. CUR. letzte Note anders angesetzt: vielleicht als f’; ausgewischt und
davor Neunotation.
110 V. I Bg. (wie auch in V. II) mit 1. Note begonnen (vgl. dazu Berich-
tigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413)
*Vc./B. ohne Bg. (vgl. aber Va.)
111, 113, Vc./B. jeweils 4. 4tel: aus C korr.
115
111-114 *V. I jeweils ohne Stacc.-Striche (V. II: unis.)
112 etc. *Bls. jeweils ohne p [nächstes dynamisches Zeichen in T. 130: f ]

185
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 186

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

113 SUS. 1. 4tel: anderer Ansatz, von dem noch ! zu erkennen ist; mit
Neunotation überschrieben.
113-114 *Vc./B. jeweils ohne Stacc.-Striche (Va.: col Basso)
113, 115, V. I jeweils ohne f (V. II: unis.)
119
118, 122 SUS. jeweils TUUV bzw. E E mit Bg.
119 SUS., MARC. jeweils letzte Note aus f’ korr.
119/120 BART. letzte/1. Note aus a–a korr.
119, 123 *SUS. jeweils 2. Note ohne }
123 *Cor. II ohne Bg.
SUS., BART. letzte Note: urspr. f’ bzw. b’; gestrichen und Neunotation.
MARC. letzte Note aus f’ korr.
124 *V. I,II, Va. jeweils ohne p
MARC., BART. 1. Note urspr. f’ bzw. a; gestrichen und Neunotation.
125 IL C. 2. und 4. 4tel: urspr. jeweils zusammengebalkt (E ); dann mit
nach oben gerichteten 8tel-Fähnchen und Durchstreichung der
beiden Balken korr.
126 Va. 1. Note auf Verwischung: keine Korr.
MARC. 2. 4tel: urspr. nochmals f’ (C ), das mit ² überschrieben ist; letz-
te Note aus e’ korr.
D. CUR. 4. 4tel: urspr. zusammengebalkt, dann mit g g überschrieben.
126/127 BART. letzte/1. Note: urspr. b–a; gestrichen und Neunotation.
127 MARC. 1. Note: urspr. f’; gestrichen und Neunotation.
D. CUR., IL C. jeweils E in 1. Takthälfte mit Bg.
FIG. aus B korr.
128 *Ob. I ohne Bg.
*V. II letzte Note ohne Stacc.-Strich
128, 133 D. CUR. jeweils 2. 4tel: urspr. zusammengebalkt (E ); dann mit nach oben
gerichteten 8tel-Fähnchen und Durchstreichung des Balken korr.
132 *Bls. jeweils ohne p
IL C. 2. 4tel: urspr. g g; dann zusammengebalkt.
132/133, Fag. I jeweils mit Haltebg. d’–d’ bzw. c’–c’ (vgl. dazu Berichtigungen
133/134 und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413)
133 D. CUR. 2. 4tel: urspr. E ; gestrichen sowie 1. Note nach oben einzeln
behalst und Neunotation der 2. Note als g (b).
– am Taktende in der Akkolade viermal „ד gesetzt (über 1., 3., 6.
und unter 12. System), dazu ober- und unterhalb der Akkolade
„vi“ (fremde Hand mit Rotstift); auf der Folgeseite (= S. 133)
mit Wiederholung des viermaligen „ד sowie „de“ (fremde
Hand mit Rotstift zu Akkoladenbeginn oben und unten) T. 134
und 135 notiert (im Harmoniestimmen-Particell sind die beiden
Takte integriert).

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Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 187

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

134 *Bls. jeweils ohne f


138 *Fl., V. I,II jeweils x-Figur ohne Bg. (Ob.: coi Flauti)
140 – nach dem Schlußstrich unterhalb der Akkolade von Mozarts
Hand Taktzähler: 140

Scena VI

R e c i t a t i v o „Eccovi, oh caro amico“ (Marcellina, Bartolo, Susanna, Figaro)


[Quelle A/Teil 2: S. 61-62; auf S. 61 fünf Akkoladen (1. und 12. System leer), auf S. 62 eine
mit T. 17-19 gut zur Hälfte beschriebene Akkolade zu fünf Systemen; vgl. die Bemerkung zu
T. 17 und die Vorbemerkung zum nachfolgenden Rezitativ.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1 MARC. 3. Note: zunächst f”; gestrichen und Neunotation.


4, 5 – wegen Akkoladenwechsels in der Mitte von T. 3 jeweils Takt-
strich zunächst nach 2. 4tel gezogen; gestrichen und noch vor
Eintrag von Cont. korrekt gesetzt.
7 Cont. zur 1. Note Bezifferung „} 42 “ (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 413)
12 FIG. 2. Note aus g korr. (vgl. dazu die folgende Bemerkung)
SUS. vor 1. Note überzählige ´; eine fremde Hand (vielleicht
Abert/Gerber oder Georg Schünemann) hat die vier Zählzeiten
von T. 12 (unter Nichtberücksichtigung von ´ ) durch Striche
über dem Sgst.-System angezeigt.
15 Cont. ohne r (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 413)
16 Sgst. auf einem System: in NMA wegen T. 17-19 aus Einteilungs-
gründen schon in Partiturform.
17 – zu den Sgst.-Systemen der Akkolade mit T. 17-19 Rollenbe-
zeichnungen: Sus:, Mar:, Bart:, fig:; Tempobezeichnung An-
dante: und a tempo: oberhalb der Akkolade bzw. Andante über
dem Cont.-System.
MARC. 5. Note: 16tel-Durchstreichung im Fähnchen überschreibt viel-
leicht bereits gesetzten Notenkopf (f’)
18 SUS., MARC., jeweils 4. 4tel: E mit Bg.
BART.
Cont. die vier Noten der 2. Takthälfte zusammengebalkt
*Cont. 7./8. Note jeweils ohne }
19 – nur Doppelstrich

187
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 188

Scena VII

R e c i t a t i v o „Andiam, andiam, bel paggio“ (Barbarina, Cherubino)


[Quelle A/Teil 2: S. 62 (nach der fünfsystemigen Akkolade des vorhergehenden Rezitativs)
mit drei Akkoladen und S. 63 mit einer Akkolade (3.-12. System dort leer); S. 64 leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

8 *CHER. letzte Note ohne y


10 *BARB. 1. und 2. Note ohne y
12 *BARB. 1. Note ohne y
16 Cont. vermutlich wegen Anschluß der urspr. als No. 20 vorgesehenen
Cherubino-Arietta „Se così brami“ 2. Note mit Bezifferung
„y3“ darunter, d. h. das Secco endet in c-moll36 (vgl. dazu Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413).
– nur Doppelstrich, nach dem im oberen Teil des rechten Randes
vermerkt ist: segue l’arietta di / Cherubino. / [von fremder
Hand mit Rotstift:] 20 [gestrichen, dann neu angesetzt:] /: dopo
l’arietta / di cherubino viene / scena 7m:a ņ ch’è / un Recitativo
istrumen= / tato, con aria della / Contessa :/ [in neuer Zeile von
fremder Hand mit Rotstift: 21, gestrichen].

Scena VIII

N o . 2 0 R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o 37 e d A r i a „E Susanna non vien!“


– „Dove sono i bei momenti“ (La Contessa) 38
[Quelle A/Teil 2: S. 65-67 (Recitativo istrumentato) mit je zwei Akkoladen, von denen die
zweite auf S. 67 mit T. 25 nur zu einem Viertel beschrieben ist (S. 65, 1. und 12. System, und
S. 66-67, jeweils 6. und 12. System leer); S. 68-79 (Aria), auf S. 79 sind T. 73-79 notiert
( jeweils Systeme 1 und 12 leer); S. 80 leer.]

R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o (S. 65-67)
Tempobezeichnung Andante bzw. Andante: zum Str.-Einsatz ober- und unterhalb der Akko-
lade.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
La Contessa, Bassi [ein System].

36 So auch in Quelle B2; vgl. dazu Edge2001, S. 1593-1595 (mit Faksimile aus Quelle B2). Entgegen der dort
geäußerten Meinung ist nach der Kadenz in c-moll für die gestrichene Arietta „Se così brami“ durchaus B-dur
(die Tonart von „Voi che sapete che cosa è amor“ ) denkbar und wahrscheinlicher als ein Stück in As-dur.
37 Vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413.
38 Zur in NMA mit No. 20 von Quelle A/Teil 2 abweichenden Zählung der geschlossenen Nummern vgl. Abschnitt
VI. Konkordanz der Zählung von Szenen und geschlossenen Nummern, S. 323-324.

188
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 189

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

1 – Tempobezeichnung Andante zum Str.-Einsatz, d. h. mit ¬ begin-


nend (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 413).
3 Vc./B. 2. Note: urspr. vermutlich ebenfalls , ; ausgewischt und über-
schrieben (denkbar wäre auch: urspr. ¤ ; korr. zu , C mit Hal-
tebg. und ² ).
6 *Va. I,II jeweils ohne Bg.
8 – Tempobezeichnung allegretto zwischen 1./2. System bzw. Alle-
gretto: unterhalb der Akkolade
8-9 V. I · jeweils Bg. nicht immer eindeutig bis zur Zielnote gezogen,
9 V. II z aber ohne Zweifel so gemeint.
9/10 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel (vgl. aber die fol-
gende Bemerkung)
10 *– ohne Tempobezeichnung Andante
13 LA C. letzte Note: zunächst g’; gestrichen und Neunotation.
14 *Vc./B. 1. Note ohne !
15 LA C. Korr. im 3. 4tel: vom Gesangstext „stato“ zu C . i (b’–a’) Silbe
„to“ gestrichen; gleich anschließend neu und weiter rechts bereits
i (b’) gesetzt, das dann aber gestrichen und als 1. Note des 4.
4tels wiederholt worden ist.
16 – Akkoladenbeginn: Klammer mit (leerem) System 6 angesetzt;
gestrichen und mit System 7 erneut begonnen.
17 Str. jeweils 1. Note am folgenden Balken
19 LA C. Gesangstext: letzter Buchstabe von „gelosia“ aus „e“ korr.
21 *V. II letzte Note ohne Stacc.-Strich
24 LA C. 1. Note aus f” korr.
25 *Vc./B. ohne Bg. (vgl. aber V. I,II und Va.)
– nach Doppelstrich im Va.-System: Segue L’Aria [steht auf
Rasur von Rondò] della Contessa:

A ria (S. 68-79)


Tempobezeichnung Andantino39 über dem System von LA C.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 / oboe [zwei Systeme], 2 corni / in C [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti
[zwei Systeme], La Contessa., [Vc./B.: ein System].
Satzbezeichnung Aria (S. 68) steht auf Rasur von Rondò (vgl. auch die letzte Bemerkung von
Recitativo istrumentato).
Spätere Fassungen von T. 36 ff. und von T. 84 ff. (Wien 1789?) sind im Notenanhang D/5/a)
und D/5/b), S. 383-388, wiedergegeben.

39 Vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 413.

189
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 190

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

2-3 Fag. I Bg. zunächst nur zu E in T. 2; dann bis zur Zielnote im Fol-
getakt weitergezogen.
2, 4 LA C. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 7, 10, 12, 31, 38, 40, 43, 46,
48, 54, 57-59, 77-79, 81, 83, 87, 91)
6 Vc./B. 2. Note: urspr. G; gestrichen und Neunotation.
6, 15 LA C. jeweils G mit Bg. (ebenso in T. 16, 21, 28, 30, 32, 35)
8, 44 *Ob. I jeweils ohne beide Artikulationsbg.
13, 14 LA C. jeweils a.-c mit Bg. (ebenso in T. 35, 49, 50)
13, 49 Vc./B. jeweils zunächst e–g; gestrichen und Neunotation bzw. Über-
schreibung.
18 *Vc./B. ohne Stacc.-Punkte
20 Vc./B. zusammengebalkt (vgl. aber Va. und T. 23)
22 Va. urspr. g ¬ ² ; 2.-4. Note überschreiben dann die beiden Pausen.
29, 33 LA C. jeweils T.c mit Bg.
31 *V. II, Va. II jeweils 1. Note ohne !
33 (mit V. I urspr.:
Auft.)

gestrichen, im darüberliegenden ersten (leeren) System Neuno-


tation (mit Ganztaktbg.) und in den beiden folgenden Takten
fortgefahren, aber wieder verwischt (vgl. die Bemerkung zu
T. 33/34).
33 Fag. I Ganztaktbg. (vgl. aber V. I,II und Va.)
Vc./B. urspr. T.c g mit Bg. zur 1./2. Note; 2. 4tel (wie in NMA) mit G
erweitert, Balken, aber nicht *Bg. gezogen.
33/34 V. I,II, Va. wohl erst nach der in Bemerkung zu T. 33 (mit Auftakt) be-
schriebenen Korr. in V. I jeweils 1. 4tel T. 34 aus ¬ g zu E
korr. und Stacc.-Strich zur 2. Note gesetzt (in V. I den 2. Bg.
aus der Fassung ante correcturam nicht weitergezogen, sondern
von letzter Note T. 33 zur 1. Note T. 34 zusätzlich Bg. gezogen;
in V. II ist der 2. Bg. T. 33 zur 1. Note T. 34 verlängert, in Va.
der Haltebg. eingefügt).
36 – r jeweils zwar sehr breit gezogen, aber wie in NMA, d. h. nicht
über ganzen Takt gemeint.
46/47 Ob. I Bg. nur zu E in T. 46 (vgl. aber Kontext).
51 *V. II, Va. jeweils ohne r
V. I,II, Va. jeweils nach 2. Note Augmentationspunkt vergessen
*LA C., Vc./B. jeweils ohne Bg.
– Seitenende (= S. 72): nur einfacher Taktstrich vor Tempo- und
Taktwechsel

190
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 191

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

52 – Tempobezeichnung All :o (sehr schwach) über dem System LA C.


LA C. 1.-3. 4tel: große r über A ² (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 414)
56 LA C. Vorschlagsnote als g notiert (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 414)
56-57 V. II Bg. nicht mit 2. Note T. 56 angesetzt, sondern nur zu T. 57 ge-
zogen (vgl. aber V. I)
60-63 LA C. urspr.:
63

cor l'in gra to cor.

gestrichen und im (leeren) 12. System Neunotation


Vc./B. urspr. Lesart (dazu vgl. die vorige Bemerkung), die nach Rasur
überschrieben ist, nicht zu rekonstruieren; in T. 63 zunächst f zur
2. Takthälfte (,d); gestrichen und zur 1. Hälfte (ebenfalls ,d) wie-
derholt.
68 Cor. 1. Takthälfte: urspr. ¬ TUV ; überschrieben.
71-73 LA C. urspr. Gesangstext unterlegt:

nel lan gui re a man do o gnor.

gestrichen und darüber „Ah se almen la mia co[-]“ geschrieben


(vgl. auch die Bemerkung zu T. 80).
72/[80] – zum Taktstrich mehrfach das Verweiszeichen „ “ gesetzt und
nach Abschluß der Arie auf der noch leeren S. 79 T. 73-79 no-
tiert, am Beginn mit mehrfacher Wiederholung von „ “ und am
Schluß mit „Ɛ:“ (etc.-Zeichen) in nahezu allen Systemen; da-
nach in Ob. und Fag. jeweils Anschlußnote zu T. [73] = 80, die
bereits nach dem Einschub notiert, dort aber gestrichen und/oder
verwischt worden war.
75 *Fag. ohne p
76-77 Va. Bg. nicht mit 2. Note T. 76 angesetzt (vgl. aber V. I,II) und in
T. 77 den Bg. nur zur 1./2. Note gezogen (vgl. aber Kontext)
79 Va. Bg. nur zur 2./3. Note gezogen (vgl. aber Kontext)
80 LA C. 1. Note urspr. c” (letzte Note vor Einschub); gestrichen und
Neunotation, dabei im Gesangstext „[og-]nor“ mit „cor“ über-
schrieben (vgl. auch die Bemerkung zu T. 71-73).
82 Ob. II 1. Note aus C korr.

191
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 192

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

83 Ob., Cor. jeweils 1. Takthälfte: urspr. A ; bei Neunotation teilweise durch


² überschrieben.
90 LA C. 1. Note verdickt: vielleicht zunächst anders angesetzt
97-98 LA C. ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 414)
101 V. I 1. Takthälfte: Kopf von ,¯ verdickt, d. h. vielleicht aus C¯ korr.
110 Ob. I 1. Note aus C korr.
– nach Schlußstrich unterhalb des Vc./B.-Systems von fremder
Hand Taktzähler: 110.

Scena IX
R e c i t a t i v o „Io vi dico signor“ (Antonio, Il Conte)
[Quelle A/Teil 2: auf S. 81 drei Akkoladen (1./2. System dort leer), vgl. auch das nachfol-
gende Rezitativ.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

3-4 ANT. Gesangstext: „Capello“ auf Verwischung desselben Worts


6 Cont. ¤ stark verdickt: keine Korr.
9 *ANT. letzte Note ohne y
10 *ANT. 1. Note nach neuem Einsatz ohne y
12 – nur Doppelstrich

Scena X
R e c i t a t i v o „Cosa mi narri“ (La Contessa, Susanna)
[Quelle A/Teil 2: S. 81 mit einer Akkolade (davor zwei leere Systeme, die auf das vor-
hergehende Rezitativ folgen, vgl. dort) und S. 82 mit zwei Akkoladen und einer anschlie-
ßenden Kopisten-Notation; vgl. die Bemerkung zu T. 10-12.]40
Für den in Quelle A/Teil 2 nicht erhaltenen Schluß (T. 10-13) wurden für den Krit. Bericht
zum Vergleich die Quellen B2 (Band 3, Bl. 69v), D (Bl. 363v) und K (S. 791-792) heran-
gezogen.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

4 LA C. 1./2. Note: urspr. c”–a’; ausgewischt und überschrieben.


7 *LA C. 1. Note ohne y
10-12 – der urspr. zweitaktige Rezitativ-Schluß, im Notenanhang A/4
auf S. 335 mitgeteilt, ist mit Rotstift von fremder Hand mehrfach
gestrichen (und unterhalb der Akkolade zum ersten gestrichenen

40 Zu den in Quelle A/Teil 2 fehlenden S. „[83/84]“ vgl. Abschnitt I. Quellen, S. 33 und S. 47-48.

192
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 193

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(10-12) (–) Takt mit Kreuz im Kreis versehen); den viertaktigen neuen
Schluß (so in NMA) hat eine Kopistenhand, die mit jener auf
S. 216 der Quelle A/Teil 1 identisch ist, auf den beiden fol-
genden, jeweils nur knapp zur Hälfte beschriebenen Akkoladen
von S. 82 (5./6. und 7./8. System, 9.-12. System leer) notiert und
mit langem Verweis-Strich die Einfügung nach T. 9 angezeigt.
Nach dem urspr. Schluß, d. h. am Ende der 2. Akkolade von
S. 82: Segue Duettino / di Susan–a e Contessa: / [fremde Hand mit
Rotstift:] 22 (vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 48: entspr. Bemer-
kung zu „S. 85“) und zwischen 5./6. System der Seite: /Dopo il
Duettino manca ancora il piccolo Recitativo: (möglicherweise
brach die Niederschrift von No. 21 zunächst mit T. 61/62 ab,
ohne daß das Rezitativ „Piegato è il foglio...“ gefolgt wäre).
Beide Vermerke von derselben Hand mit Rotstift gestrichen, die
Mozarts urspr. Rezitativ-Schluß ungültig gemacht hat.
12 LA C. 4. 4tel: in den Quellen B2, D und K ¬ i i statt g g (vgl. dazu
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 414)
13 LA C. 2. Note verdickt (d. h. urspr. wohl einen Ton tiefer) und vor-
letzte Note ohne y
– wie Mozart den urspr. Schluß, so beendet auch der Kopist das
Rezitativ nur mit Doppelstrich und vermerkt danach: Attaca
de l[!] Duettino (so auch sinngemäß die Quellen B2, D und K).

N o . 2 1 D u e t t i n o „Che soave zeffiretto“ (Susanna, La Contessa)


[Quelle A/Teil 2: S. 85-91 ( jeweils 1./2 und 11./12. System leer); auf S. 91 Übergang zum
nachfolgenden Rezitativ (vgl. dort).]
Tempobezeichnung Allegretto. oberhalb der Akkolade und (mit Doppelpunkt) über dem Sy-
stem Vc./B.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 violini [zwei Systeme], 2 / viole [ein Sy-
stem], 1 oboe, 1 fagotto, Susan–a, La Contessa, [Vc./B.: ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Ob., V. II, Systemvorzeichnung: jeweils es”–b’


SUS.
Fag. Systemvorzeichnung: es–b
LA C. Systemvorzeichnung: es’–b’
Vc./B. Systemvorzeichnung: b–es
2 SUS. szenische Anweisung bereits in T. 1 eingetragen
5 LA C. 1./2. Note: urspr. wohl g g ; verwischt und darauf 8tel-Balken
gezogen.

193
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 194

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

5, 6 LA C. · jeweils E bzw. TUV mit Bg. (in T. 5 reicht erster Bg. fast bis
z
9, 41 SUS. zur 3. Note)
11 LA C. ausgewischter Bg. zur 2./3. Note
12, 18 LA C. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 19, 23, 24, 30, 34, 41, 42, 46,
50, 53)
15 SUS. E mit Bg., der fast bis zur 3. Note gezogen ist.
16, 27 SUS. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 28, 32, 34, 40, 43, 44, 47, 50, 53)
20 LA C. 1.-5. Note mit Bg.
21 Ob., Fag. Seitenende (= S. 86): jeweils Bg. bis zum Taktstrich gezogen,
aber wohl kaum bis 1. Note T. 22 gemeint.
22 Vc./B. 1. Note: urspr. d; gestrichen und Neunotation.
23 Vc./B. 2. Note: urspr. d; ausgewischt und Neunotation.
25 Fag. 2./3. Note auf verwischtem anderen Ansatz
LA C. nach 1. Note urspr. Augmentationspunkt; ausgewischt.
28 Fag. Ganztaktbg. (vgl. aber Ob., in der jedoch die Behalsungsrich-
tung der beiden Takthälften wechselt)
31-32 Vc./B. wegen Seitenwechsels (= S. 87/88) Bg. taktweise gesetzt (vgl.
aber T. 29-30)
36, 52 *V. I 1. Note ohne } (V. II: unis.)
43 Fag. c’ überschreibt vielleicht zunächst angesetztes g
49 V. I 4. Note aus es’ korr.
50 Vc./B. 2. Note: urspr. wohl B; ausgewischt und Neunotation.
55 LA C. Wischer vor 1. Note: wohl keine Korr.
56-59 Vc./B. urspr.:

gestrichen und im darunter liegenden (leeren) 11. System Neu-


notation.
61 Vc./B. 2. Note ohne Augmentationspunkt
61-62 – Seitenbeginn (= S. 91): zwischen den beiden Takten nur einfa-
cher Taktstrich; in Ob., Fag., V. und Va. nach 1. Hälfte von
T. 62 Doppelstrich sowie in den Sgst. und Cont. nur einfacher
Taktstrich (und keine Systemvorzeichnung); oberhalb des Sy-
stems SUS. in T. 62=1: Rec. (in T. 2 über dem System LA C. mit
Doppelpunkt wiederholt). Nach dem Doppelstrich unterhalb des
Va.-Systems von fremder Hand Taktzähler: 62 (vgl. zum Über-
gang von Schluß No. 21 zum folgenden Rezitativ Berichtigun-
gen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 414, dort die
Bemerkung zu T. 62=1).
62[=1] *LA C. ohne ² A

194
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 195

R e c i t a t i v o „Piegato è il foglio...“ (Susanna, La Contessa)


[Quelle A/Teil 2: S. 91 im Anschluß an No. 21 (T. 1-4 auf drei Systemen) und S. 92, dort
zwei Akkoladen mit T. 5-11, 2. Akkolade nur zur Hälfte beschrieben.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

[62=]1 SUS. zur 1. Rezitativ-Note y wiederholt


Vc./B. nach Taktvorzeichnung (z) zu früh gesetztes y ausgewischt
6-7 LA C. Gesangstext: „rimandate il sigillo“ als Zitat unterstrichen (vgl. da-
zu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 414)
11 – nur Doppelstrich, nach dem vermerkt ist: Segue scena X. Coro.
(von fremder Hand mit Rotstift:) 23.

S c e n a X I - X I V 41

N o . 2 2 C o r o „Ricevete, oh padroncina“ (Soprano I,II)


[Quelle A/Teil 2: S. 93-97, letzte Seite mit T. 36-37 nur knapp zu einem Drittel beschrieben;
S. 98 leer.]
Tempobezeichnung Grazioso oberhalb der Akkolade und (mit Punkt) über dem Vc./B.-
System.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: [Violini: zwei Systeme], [Viole: ein System],
1 flauto solo [ein System], [bis T. 26 leer gebliebenes (5.) System, auf Mitte von 4./5. System
urspr. die Bezeichnung 2 flauti, gestrichen], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violinschlüs-
sel], 2 Corni / in g, [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 1 fagotto Solo [ein System],
[bis zum Schluß leer gebliebenes (9.) System, auf Mitte von 8./9. System urspr. die Bezeich-
nung 2 fagotti, gestrichen], Soprani [davor Klammer; zwei Systeme], [Bassi: ein System].
In den urspr. für Fl. II und Fag. II vorgesehenen Systemen (5. und 9.) Violin- bzw. Baßschlüs-
sel sowie System- und Taktvorzeichnung [ 68 ] eingetragen, dann aber gestrichen; in beiden Sy-
stemen überwiegend jeweils B eingetragen (vgl. aber auch die Bemerkung zu T. 27 bis 37).
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1-2 V. I ein Bg. bis 2. Note T. 2 und dort Bg. zur 2. Takthälfte (vgl. aber
Fl. und Fag. sowie T. 9-10)
3 *Ob. I ohne p
7, 8 *Vc./B. jeweils ohne Bg. (Va.: col Basso)
7 *Ob. ohne p
11 Ob. I mit p (vgl. aber T. 3 und Ob. II T. 7 )
14-16 Sopr. I,II jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 20-22, 24-26, 28, 32)
16 Sopr. II von 1./2. Note geht Wischer nach unten: wohl keine Korr.
*Vc./B. ohne Bg. (vgl. aber Va.)
22 *V. I 4. Note ohne }

41 Wechsel zu Scena XII und zu Scena XIII im Rezitativ „Queste sono, madama“ (T. 17 bzw. T. 44), zu Scena
XIV in No. 23 (T. 11-12); vgl. dazu die entsprechenden Bemerkungen auf den nächsten Seiten.

195
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 196

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(22) V. II 1.-3. Note auf verwischtem anderen Ansatz


25 Vc./B. 1. Note aus C korr.
27 V. II Bg. nur zur 1.-3. Note, da 2. Takthälfte mit Faulenzer [´] ab-
gekürzt (vgl. aber die vorhergehenden Takte).
27-37 Ob. nach Seitenwechsel (= S. 95/96) zwischen T. 26/27 bis zum
Schluß der Nummer wohl aus Versehen im „leeren“ 5. System
(Fl. II: siehe oben) notiert und im darunter liegenden (6.)
System deshalb durchweg // eingetragen, dabei bereits gesetzte
B in T. 27 und 28 überschrieben.
32 *Fag., V. I,II jeweils letzte Note ohne Stacc.-Strich
35/36 *Ob. II Seitenwechsel (= S. 96/97): ohne Artikulationsbg.
37 – nach Schlußstrich unterhalb des Vc./B.-Systems von Mozarts
Hand Taktzähler: 37

R e c i t a t i v o „Queste sono, madama“ (Barbarina, La Contessa, Susanna, Antonio, Il


Conte, Cherubino, Figaro)
[Quelle A/Teil 2: S. 99-102; auf S. 99-101 jeweils sechs Akkoladen, auf S. 102 zwei Akko-
laden, d. h. dort 5.-12. System leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1 BARB. durch den letzten Buchstaben der abgekürzten Rollenbezeich-


nung Barb: senkrechter Strich
2 BARB. Gesangstext: urspr. „ch’il“; zu „che il“ korr.
13, 21 *LA C. · jeweils 1. Note ohne y
17 *SUS. z
17 – Szenenwechsel nach 2. Note der Sgst. (SUS.) im Bereich der
Akkolade angezeigt durch: Scena XI. / I detti, il Conte, / ed
Antonio. (vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 48); danach beginnt
Sgst. (ANT.) mit 3. 4tel.
17-19 – metrisch unregelmäßig notiert, d. h. Mozart schiebt (wie auch
sonst gelegentlich zu beobachten) einen im Cont. metrisch un-
vollständigen) 64-Takt als „T. 18“ ein42:
17 Ant:
[Sus.]
*)
Scena XI

[natu ] ra le. Eh! co spet tac cio! è


[Cont.]

*) Vgl. dazu die Bemerkung zum Szenenwechsel in T. 17.

42 Vgl. z. B. NMA II/5/18: Così fan tutte (Faye Ferguson und Wolfgang Rehm), S. 369: im Rezitativ vor No. 23,
dort T. 57 (vgl. aber auch den Abschluß dieses Figaro-Rezitativs).

196
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 197

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(17-19) (–) 18
La Con: Sus:
19

que sti l'uf fi cia le. oh stel le! (ma lan

Georg Schünemann hat 1941 AMA und Abert/Gerber falsch


interpretiert und T. 17 (Szenenwechsel!) zum vollen Takt aufge-
füllt (g g ² A), dann den ANT.-Einsatz volltaktig begonnen, die
Folge-Notation bis letztes 4tel im Notenbeispiel oben (SUS.:
„Malan-“) als T. 18 und 19 eingeteilt und ist (wie auch NMA)
mit T. 20 fortgefahren. Ernst Märzendorfers Konjektur für die
NMA, die im Vorwort zu Teilband 1 auf S. XX unter „IV/e/22“
begründet ist, kommt Mozarts Original ganz ohne Zweifel am
nächsten. Dessen Übernahme hat gegenüber der NMA (wie
auch gegenüber AMA und Abert/Gerber) eine Taktverschie-
bung zur Folge (20=19 etc.), die jedoch bei den weiteren Einzel-
bemerkungen aus naheliegenden Gründen nicht zur Anwendung
kommen kann.
25, 26 *LA C. 8. bzw. 1. Note ohne y
25-26 LA C. Wasserflecken im System (von Vorderseite = S. 99): deshalb ist
1. Note T. 26 „ausgeblichen“, aber noch zu erkennen.
25, 26 *LA C. 8. bzw. 1. Note ohne y
25-26 LA C. Wasserflecken im System (von Vorderseite = S. 99): deshalb ist
1. Note T. 26 „ausgeblichen“, aber noch zu erkennen.
33 *BARB. 1. Note ohne y
39 ANT. Baßschlüssel überschreibt zunächst gesetzten Tenorschlüssel
40 *ANT. letzte Note ohne y
43, 44 *IL C. jeweils 1. Note ohne y
44 – Szenenwechsel nach 1. Takthälfte der Sgst. (IL C.) im oberen
System und zwischen den beiden Systemen angezeigt durch:
Scena XII. / i detti. figaro. (vgl. dazu Abschnitt I. Quellen,
S. 48); danach beginnt Sgst. (FIG.) mit 2. Takthälfte.
45 FIG. vorletzte Note möglicherweise aus g korr.
50 *FIG. 1. Note ohne y
55 – zwischen beiden Takthälften Akkoladenwechsel: zunächst Takt-
strich nach 4. 4tel (also mit „auftaktigem“ ANT.-Einsatz im jetzi-
gen T. 56) gezogen und im Cont. , ! , notiert; Taktstrich gestri-
chen, dann korrekt nach 2. 4tel der Akkolade (= Ende von T. 55)
gezogen und im Cont. ! , im neuen T. 56 zu ¤ korr.
56 ANT. 1. Note aus e korr. (vgl. auch die vorige Bemerkung)

197
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 198

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

58 FIG. Gesangstext: „o di“ zu den beiden letzten Noten auf breit-


flächiger Verwischung, die einen möglicherweise urspr. anderen
Ansatz nicht erkennen läßt.
64-65 ANT. Gesangstext: „t“ von „intende“ stark verdickt: überschreibt viel-
leicht „d“
64-66 – eine Alternativ-Fassung dieser Takte ist im Notenanhang A/5
auf S. 335 in Faksimile und Übertragung wiedergegeben (vgl.
dazu Abschnitt I. Quellen, S. 57, dort Quelle A1).
69-71 – Taktstrich wegen Seitenwechsels (= S. 101/102) in der Mitte
von T. 69 und T. 70 irrtümlich jeweils nach 2. 4tel gezogen;
gestrichen bzw. verwischt und korrekt gesetzt.
71-72 FIG. größerer Wasserfleck: kein Textverlust
76 – ohne Taktstrich und bereits Anschlußnote g (C ) mit Textsilbe
„so“ für FIG. (zu Beginn von No. 23 wiederholt) bzw. g (C ) für
Cont. (das ausgewischt ist); daran schließt sich an: /:s’ode la
Marcia / da lontano.:/ [und mit neuer Zeile in hellerer Tinte:]
/:eseguita il Recitativo / nella Marcia:/ [auf neuer Zeile von
fremder Hand mit Rotstift:] 24; zum Doppelstrich in NMA vgl.
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 414.
Im Cont. folgt nach übergebundener , (f ) urspr. noch C (g);
dann aber ausgewischt.

N o . 2 3 F i n a l e 43 „Ecco la marcia, andiamo“ (Susanna, La Contessa, Il Conte,


Figaro, Coro [Soli: Due Donne = Soprani])
[Quelle A/Teil 2: S. 103-129 (S. 110 mit T. 55-60 sowie S. 125 mit T. 183-185 jeweils nur
gut zur Hälfte beschrieben), S. 130 leer; Harmoniestimmen-Particell44 (Cl., Timp. T. 61-229):
S. 261-262 mit sechs Akkoladen auf S. 261 und einer Akkolade auf S. 262, dort 3.-12. Sy-
stem leer.]
Hauptpartitur
Satzbezeichnung Marcia: über der Akkolade auf S. 103 (vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 49).
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: [Violini: zwei Systeme], [Viole: ein System],
2 flauti [zwei Systeme], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 Corni [ein
System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti [ein System], 2 clarini / in c [ein System mit
doppeltem Violinschlüssel], timpany / in c, figaro: [bis T. 22 auf diesem System im Wechsel
auch SUS., IL C., LA C. notiert], Bassi. [ein System].

43 No. 23 ist in Quelle A/Teil 2 nicht als „Finale“ bezeichnet, weswegen auf Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 414, zu verweisen ist. Die Nummer wird nach den Quellen B2 und C ohne Fandango im No-
tenanhang D/6, S. 389-401, wiedergegeben; vgl. dazu Abschnitt III. Fassungen, S. 261-262.
44 Vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, dort Inhalt, S. 36, und Zu den einzelnen Nummern, S. 52. – Einzelbemerkungen
zum Particell sind ab T. 61 ff. integriert.

198
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 199

H a r m o n i e s t i m m e n - P a r t i c e l l (ab T. 61)
Particellanordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Clarini / in c [ein System mit doppeltem
Violinschlüssel], timpany / in C
Zu der in die NMA nicht übernommenen Zählung der Teilsätze von No. 23 als „24“ bis „26“
in den Quellen vgl. Abschnitt VI. Konkordanz der Zählung von Szenen und geschlossenen
Nummern, S. 323, dem auch die Szenenangaben aus Quelle A/Teil 2 entnommen werden kön-
nen, sowie die Bemerkungen zu T. 61 und T. 186.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

2 Cor., V. I,II die Gruppe ´. i T.c jeweils an einem Balken, was für die Mar-
cia (also bis einschließlich T. 60) durchweg gilt.
8 Vc./B. Wischer (der bis in das FIG.-System reicht) vor letzter Note:
wohl aus e korr.
10 *Ob. II urspr. B; dann Neunotation, ohne allerdingsB zu streichen.
*Ob. 4. 4tel: ohne p
*Ob. II 4. 4tel: ohne }
Vc./B. 1. Note aus C korr. (*2. Note ohne } )
10/11 Fl. II der Abkürzungsvermerk col 2: do Violino in T. 8-9 (der inklusive
1. Hälfte T. 11 gilt) schließt selbstverständlich den jeweils un-
teren Ton der beiden Doppelgriffe in V. II aus (vgl. auch die
Bemerkung zu T. 11-13).
11-12 – über dem System von Timp. vermerkt: /Scena XIII:/ (vgl. dazu
aber Abschnitt I. Quellen, S. 49)
11-13 Fl. die Abkürzungsvermerke col 1m:o Violino bzw. col 2: do Violino in
T. 8-9 sind zunächst (wie in T. 9-12 bzw. in T. 9-10) mit Faulen-
zer [´] auch in T. 13 bzw. T. 11-13 fortgesetzt, dann aber mit der
jeweiligen Notation überschrieben (vgl. auch die Bemerkung zu
T. 10/11).
13 *Fag. ohne p
19 *Ob. II ohne Bg.
20/21 *Ob. II ohne Haltebg.
21 Ob. I letzte Note verdickt, wohl weil die 2. Rastrallinie nachgezogen ist.
22 Ob. unter oberer Rastrallinie Verdickung: vielleicht getilgte B
22-23 Fl., V. I,II, un poco cresendo beginnt durchweg mit T. 23 (Fl.: coi V. I,II);
Vc./B. vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 414 (dort die Bemerkung zu T. 22).
*Fag., Cor., jeweils ohne Dynamik (vgl. auch die vorige Bemerkung)
Cl., Va.
23-28, Fag. jeweils im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn
37-42 von T. 29 bzw. T. 43 gesetzt)
28 – Seitenbeginn (= S. 107): Neueinteilung der Partitur mit Stimmen-
bezeichnungen zum 4.-11. System: flautti [zwei Systeme], 2 /
oboe [ein System], 2 corni [ein System], 2 fagotti [ein System],
2 clarini [ein System], timpany, 2 clarinetti / in C [ein System].

199
Krit.Bericht-Figaro5-200 14.05.2007 17:15 Uhr Seite 200

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

29-35 Ob. in T. 29 zunächst jeweils 1. 4tel eingetragen, dann mit „c“ von
coi flauti überschrieben (zum Taktstrich 29/30 B an Mittel-
Linie gehängt) und diese Abkürzungsangabe durch mehrfaches
// bis einschließlich T. 35 fortgeführt (ab 2. Hälfte T. 32 colla-
parte-Führung mit V. I,II); in T. 30 und 32 dann 2. Takthälfte
( jedoch ohne ¬.) mit g” statt mit c’” eingetragen (in T. 33 auch
1. 4tel) und in T. 33-35 ² A|B|A gesetzt sowie in T. 35 die
2. Takthälfte ausnotiert.
33 *Clar. jeweils ohne Bg.
34 Cl. II, Timp. verwischt, aber wohl keine Korr.
37 Va. 1. und 5. Note: urspr. jeweils a’; gestrichen und Neunotation.
39-41, Ob. ab 2. 4tel T. 39 bis 3. 4tel T. 41 bzw. 2. Hälfte T. 42 bis ein-
42-50 schließlich 1. Hälfte T. 50 zunächst Pausen gesetzt; dann colla-
parte-Anweisungen eingefügt (col 1mo / col 2do // Violino bzw.
coi flautti oder coi Violini), die aber die Pausen nur zum Teil
überschreiben (in T. 48 jeweils , notiert und erst dann coi Vio-
lini vermerkt).
40 Vc./B. 1. Note nach links unten verwischt: keine Korr.
50 V. I 1. Note aus C korr.
60 – Schlußstrich mit r , obwohl danach zwischen 10./11. System
Anweisung Attaca subito il Coro: folgt (vgl. dazu Berichtigun-
gen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 414). Nach dem
Doppelstrich unterhalb der Akkolade von fremder Hand
Taktzähler: 60
61 – Seitenbeginn (= S. 111): Neueinteilung der Partitur mit Stim-
menbezeichnungen ab 4. System: 2 flautti [ein System mit dop-
peltem Violinschlüssel], 2 oboe [ein System mit doppeltem Vio-
linschlüssel], 2 corni / in C [ein System mit doppeltem Violin-
schlüssel], 2 fagotti [ein System], Canto, alto, tenore, Basso.,
Bassi [ein System].
– Tempobezeichnung Allegretto oberhalb der Akkolade und (mit
Doppelpunkt) über dem Vc./B.-System; im Harmoniestimmen-
Particell ebenfalls Allegretto: (zwischen den beiden Systemen
der 1. Akkolade).
– auf Höhe des 1. Systems im linken Seitenrand von fremder
Hand mit Rotstift: 25
62, 74, 82 *V. I jeweils 3./4. Note ohne Stacc.-Punkte
62-93, Fag. jeweils im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn
106-116 von T. 94 bzw. T. 117 gesetzt); in T. 106 überschreibt Tenor-
urspr. gesetzten Baßschlüssel.
63, 75 *Vc./B. jeweils 3./4. Note ohne Stacc.-Punkte
63, 75, 79 *V. I jeweils letzte Note ohne Stacc.-Strich
67 V. I Bg. zunächst nur zur 1.-3. Note, dann weitergezogen.

200
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 201

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

69 *V. I vorletzte Note ohne }


*Fag. I ohne Bg. (Platzgrund)
69/70 V. I Taktstrich auf Verwischung: keine Korr.
71 Cl. B verwischt
72 Cl. 1. 4tel: ¬ stark verdickt, aber wohl keine Korr.
V. II 1.-4. Note auf Verwischung: vielleicht anderer Ansatz
73 – Besetzungsvermerk Due Don–e [davor nach rechts geöffnete
Klammer] zwischen den beiden Sgst.-Systemen
78, 79 Sgst. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 95, 99, 110, 111, 114, 115)
81 Fl. I urspr. e’’’; ausgewischt und Hals nach oben zu c’’’ (d. h. Fl. II
wird „a 2“); vgl. T. 73.
82 Fag. Verwischung zu Taktbeginn: wohl anderer Ansatz
83 *Fag. II ohne Bg.
84, 92, V. II jeweils Ganztaktbg. (vgl. aber T. 88 und 108)
106
87 V. I Bg. nur bis 3. Note (vgl. aber T. 91 und die Bemerkung zu
T. 67)
93 Cor. 2. 4tel urspr. ² ; gestrichen und Neunotation.
*Vc./B. ohne Stacc.-Punkte (Va.: col Basso)
95 Vc./B. urspr. eine Oktave höher; gestrichen und Neunotation.
96-97, *Fl. II jeweils ohne Artikulation
100-101
97 V. I letzte Note: urspr. d”; gestrichen und Neunotation.
101 *Fag. 3. 8tel ohne Stacc.-Strich
*V. II 5. Note ohne Stacc.-Strich
102, 104 *Cor. jeweils letzte Note ohne Stacc.-Strich
103 Fl. I 5./6. Note mit Stacc.-Strich (vgl. aber Str.)
107 Fl. I Notation auf breitflächiger Verwischung: zunächst also anderer
Ansatz (vielleicht wie dann T. 110)
*Fl. I, Cor. I, jeweils 3. Note ohne Stacc.-Strich
V. I
111, 115 *V. I jeweils 5. Note ohne Stacc.-Strich
113 Ob. nach 1. 8tel T. 113 urspr. anders (wohl wie Cor.) fortgefahren;
ausgewischt und Neunotation.
Cor. II 1. Note als C (d. h. nicht an 8tel-Balken)
117 Cl., Timp. jeweils f zur 1. Note (vgl. aber Kontext und die Bemerkung zu
T. 206)
Vc./B. 4./5. Note urspr. jeweils mit Stacc.-Strich; gestrichen.
118-119 *Fl. II ohne Haltebg.
119 Sopr. letzte Note verdickt: möglicherweise aus d” korr.
121 Ten. letzte Note aus c” korr.

201
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 202

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

126, 202 Fl. II jeweils 1. 4tel: Notenkopf kaum zu erkennen, aber ohne Zweifel
c’’’ gemeint.
131 Cor. 1. 4tel urspr. wie T. 126; ausgewischt und überschrieben.
131/132 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel (ebenso im
Harmoniestimmen-Particell); unterhalb der Akkolade am Ende
von T. 131 von fremder Hand Taktzähler: 71 (gezählt ab T. 61).
132 – Tempobezeichnung Andante: zwischen 1./2. System und unter-
halb der Akkolade sowie (ohne Doppelpunkt und Unterstrei-
chung) zwischen den beiden Systemen des Harmoniestimmen-
Particells
Cor. I „3“ von Taktvorzeichnung [34] überschreibt bereits gesetztes C (c”)
– vom 1. Chorsystem an ist (nach unten gehend) vermerkt: fine /
del / Coro: [die vier Chorsysteme = 8.-11. System bis T. 153
leer und jeweils ohne B]
133 Cl., Timp. nach Pausenzahl 42 in jedem der beiden Systeme und folgen-
dem Taktstrich ist im rechten Seitenrand Recitativo tacent ver-
merkt
134, 135, *V. I,II jeweils 3. 4tel: x-Figur ohne Bg.
142, 143
137-138 *Vc./B. ohne Stacc.-Punkte
138 *Fl. I ohne p
139 Vc./B. 5. Note aus d korr.
140 – figaro balla oberhalb der Akkolade schon in T. 139 angesetzt
Fag. I Bg. sowohl ober- als auch unterhalb der x-Figur
142 Ob. I Taktbeginn: ¬ überschreibt zunächst gesetzte ²
*Ob. I ohne p
145 Va. 5. Note c”; Georg Schünemann hat 1941 nach AMA sowie
Abert/Gerber zu a’ konjiziert, doch wird mit der originalen Les-
art c” die Parallele zu Vc./B. vermieden (vgl. dazu Berichtigun-
gen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 414)
151 – figuranti: (oberhalb der Akkolade, also zu V. I) erst zu T. 152
gesetzt; vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 414)
153 *V. I 2./3. 4tel ohne Stacc.-Punke (V. II: unis.)
154 *Fl. I ohne x (vgl. aber V. I; V. II: unis.)
Fag. I 2./3. 4tel: urspr. e’–d’; ausgewischt und ² ² gesetzt.
IL C. szenische Anweisung (mit il conte beginnend) bereits in T. 150
bis 154 eingetragen

202
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 203

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

156 Va. zur 1./2. Note Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 414)
156, 157 *Fl. I jeweils 3. 4tel: x-Figur ohne Bg.
160-172 Fag. I im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn von
T. 173 gesetzt)
161 FIG. letzte Note möglicherweise aus g korr.
162 Fag. I 1. 4tel: anderer Ansatz (vielleicht wie T. 161); ausgewischt und
darauf Neunotation.
162-163 FIG. Gesangstext: mit ² in T. 162 der endgültigen Fassung beginnend
und mit 6. Note in T. 163 endend zunächst eingetragen: „ed era
sigillato d’una spilla“; gestrichen und in T. 162/letzte Note bis
1./2. Note T. 164 Text über die Noten gesetzt.
166 Fl. I 2. Note möglicherweise aus C korr.
168 *Fl. I ohne x (vgl. aber V. I; V. II: unis.)
174/175 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel;
unterhalb der Akkolade zum Taktstrich von fremder Hand
Taktzähler: 43. (gezählt ab T. 132).
175 – Tempobezeichnung Maestoso oberhalb der Akkolade und über
dem Vc./B.-System.
176 – Recitativo. zwischen 1./2. System und mit Einsatz der Sgst. be-
ginnend (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 414)
IL C. letzte Note: urspr. a; gestrichen und Neunotation.
178 *IL C. 1. Note ohne !
IL C. Gesangstext: urspr. „nutiale“; „t“ zu „z“ korr., aber dann das
ganze Wort gestrichen und über dem System korrekt wiederholt.
179 IL C. Gesangstext: zur 5. Note stark verdicktes „pa“: vielleicht über-
schreibt „p“ zunächst gesetztes „b“
185 Fl., Ob., Str. 2. Takthälfte: in Fl. und Ob. sowie Vc./B. (Va.: col Basso) , zu
C korr. und ² gesetzt., in V. I,II obere Note aus , korr.
– nach dem Doppelstrich Vermerk: Attacca subito il Coro; un-
terhalb der Akkolade vor dem Doppelstrich von fremder Hand
Taktzähler 11. (gezählt von T. 175).
186 – Seitenbeginn (= S. 126): neue Partitureinteilung mit Stimmenbe-
zeichnungen ab 4. System: 2 flautti [ein System mit doppeltem
Violinschlüssel], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violin-
schlüssel], 2 corni [ein System mit doppeltem Violinschlüssel],
2 fagotti [ein System], Canto, alto, tenore, Basso, Bassi [ein
System]. Tempobezeichnung Allegretto oberhalb der Akkolade
und (unterstrichen) zwischen den Systemen Fag. und Canto.

203
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 204

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(186) Cl., Timp. 5. Akkolade (auf S. 261 in Quelle A/Teil 2) beginnt jeweils mit
(wohl für das Rezitativ T. 176-185 bestimmtem) z, das gestri-
chen ist; daran schließt sich nochmalige Akkoladenklammer an
und dann doppelter Violinschlüssel im 1. und Baßschlüssel im 2.
System, gefolgt von Taktvorzeichnung [24] und Pausenzahl 3; Tem-
pobezeichnung Allegretto nicht wiederholt.
– auf Höhe des 1. Systems im linken Seitenrand von fremder
Hand mit Rotstift: 26; später wieder durchgestrichen.
186-205 Fag. im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn von
T. 206 gesetzt)
187 *Fl. I 3./4. Note ohne Stacc.-Punkte
*Cor. II ohne Bg.
188 *Fl. I, Cor. I jeweils letzte Note ohne Stacc.-Strich
190 Fl. I 2. 4tel: urspr. ² ; gestrichen und Neunotation, bei der ² von ¬
überschrieben worden ist.
190-191 Fag. urspr.:

[?]
*)

*) Vgl. die Bemerkung zu T. 186-205.

ausgewischt und Neunotation.


191, 192 Sgst. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 196, 198-200, 203, 204)
193 V. II Ganztaktbg. (vgl. aber T. 189 und T. 201 sowie früher: Bemer-
kung zu T. 84 etc.)
195 Va. aus g ¬ g ¬ korr.
196 *Ob., Fag. jeweils 3./4. Note ohne Stacc.-Punkte
*Va. 3./4. Note ohne Stacc.-Punkte
Sopr. letzte Note aus c” korr.
196, 198 *V. I jeweils 3./4. Note ohne Stacc.-Punkte
197 V. II 1. bzw. 3. Note: urspr. e’ bzw. g’; bei Änderung 1.-4. Note ver-
wischt und Neunotation.
198 *Fl. II 4. 8tel: ohne ¬
*Fl., Ob., Fag. jeweils ohne Stacc.-Punkte (3./4. bzw. 3. Note)
198-199 *Vc./B. ab 3. Note T. 198 ohne Stacc.-Punkte
199 *Va. 1. Note ohne Stacc.-Punkt
200 *Fl. I, V. I jeweils letzte Note ohne Stacc.-Strich
202 Basso 2. Note urspr. c’; ausgewischt und Neunotation.
204 Ob. Verwischung an C . (vielleicht urspr. jeweils , )

204
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 205

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

206 Fag., Cor., Cl., jeweils f zur 1. Note (vgl. aber Kontext und die Bemerkung zu
Timp. T. 117)
210 Ten. 2. Note aus c” korr.
223 Vc./B. 2. 4tel wie 1. 4tel rhythmisiert (Fag. und Va.: col Basso); Georg
Schünemann hat 1941 nach AMA und Abert/Gerber konjiziert
(vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 414).
228-229 Cl. II e’–e’–e’ (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 414)
229 – unterhalb der Akkolade zum Schlußstrich von fremder Hand
Taktzähler: 44. (gezählt ab T. 185)
*– ohne Vermerk Fine dell’Atto terzo

ATTO QUARTO

Scena I
N o . 2 4 C a v a t i n a „L’ho perduta... me meschina“ (Barbarina)
[Quelle A/Teil 2: S. 131-132; auf beiden Seiten je zwei Akkoladen, die zweite auf S. 132
nicht voll beschrieben; jeweils 6. sowie 12. System leer.]

*Ohne Tempobezeichnung Andante


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: 2 Violini [zwei Systeme], 2 / Viole [ein Sy-
stem], Barbarina, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– V. II, BARB. Systemvorzeichnung: jeweils es”–b’–des”–as’


Vc./B. Systemvorzeichnung: es–b–des–as
1 V. I,II Spielanweisung Con sordini zwischen den beiden Systemen
Vc./B. Spielanweisung: pizzicati
3 V. I letzte Note auf Verwischung: vielleicht aus f” korr.
4, 5 V. II jeweils Bg. zur 1.-3. und 4.-6. Note (4.-6 Note in T. 4 durch
Faulenzer [´] abgekürzt, darunter jedoch Bg. gezogen); vgl. aber
T. 1-3.
7, 9 *V. II jeweils 1. Note ohne }
8 V. I 3. Note urspr. as”; ausgewischt und überschrieben.
*Va. 2. Note ohne }
9 V. I 2. Takthälfte urspr. ² ¬ (vgl. V. II); dann durch Überschreiben
und Neunotation zunächst zu ¬ ¬ g und schließlich zu ¬ E korr.

205
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 206

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

9/10 – später von fremder Hand mit schwarzer Tinte Dal-segno-„Zopf“


von oben nach unten auf den Taktstrich in allen Systemen ge-
setzt (vgl. dazu die Bemerkungen zu T. 23 und T. 36)
10, 11 BARB. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 17, 19-22, 25, 27-30)
Gesangstext: „mesch=“ (Akkoladenende); „ch“ gestrichen und
in T. 11 mit „=china“ fortgefahren.
13 V. II Ganztaktbg. (vgl. aber T. 5)
14 *V. II 2. Note ohne }
15 *V. I letzte Note ohne y
19 *Vc./B. ohne Spielanweisung coll’arco
22 *V. II letzte Note ohne Stacc.-Strich
23 – später von fremder Hand mit schwarzer Tinte Fine in jedes Sy-
stem eingetragen; von derselben Hand auch r gesetzt, und
zwar in V. I zu ² ¬ , in V. II zunächst über 2. Takthälfte, ver-
wischt und über ¬ wiederholt, in Va. zu ¬ sowie bei BARB. und
Vc./B. zu ¬ ² (vgl. dazu insgesamt die Bemerkungen zu T. 9/10
und T. 36).
24/25 BARB. letzte Note/1. Note: urspr. f”/e” (g|C ); ausgewischt und über-
schrieben.
27 *V. I 3. Note ohne Stacc.-Strich
29 *V. II ohne Bg.
30 *V. I,II jeweils 3. und 6. Note ohne Stacc.-Strich
35 BARB. Bg. zur 1./2. Note (nicht in NMA zu übernehmen) und große r
über den ganzen Takt (vgl. zur Fermate Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 414)
35/36 – nur einfacher Taktstrich
36 – endet wie in NMA wiedergegeben, jedoch im BARB.-System z
wohl erst später eingefügt, da sich C unmittelbar, d. h. viel frü-
her als in den anderen Systemen anschließt; danach zwischen
3./4. System der Akkolade attac[c]a Recitativo: vermerkt. Eine
fremde Hand hat später im Zuge der deutschen Textunterlegung
mit schwarzer Tinte den Takt mit Pausen aufgefüllt und für V. I
bzw. BARB. ¬ ¬ E bzw. g g (c”–c”, für BARB. mit deutschem
Text „unglück-“) eingetragen, worauf durch alle Systeme der
Dal-Segno-„Zopf“ auf dem später gezogenen Doppelstrich folgt
(vgl. dazu die Bemerkungen zu T. 9/10 und 23). Offenbar sollte
in der deutschsprachigen Fassung T. 11-23 wiederholt werden45.

45 Zur deutschen Textunterlegung vgl. Abschnitt I. Quellen, S. 38 (Anmerkung 38), S. 55 (Exkurs: Zur Überlie-
ferung des Autographs), sowie Abschnitt V. Bemerkungen zum Libretto, dort 3. Textincipits wichtiger deutsch-
sprachiger Übersetzungen bis 1800, S. 314-320.

206
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 207

S c e n a I I - I I I 46
R e c i t a t i v o „Barbarina cos’hai?“ (Figaro, Barbarina, Marcellina) – „Madre! Figlio!“
(Figaro, Marcellina)
[Quelle A/Teil 2: S. 133-135; auf der 1. Seite fünf Akkoladen (1./2. System leer), auf der
2. Seite sechs und auf der 3. Seite zwei Akkoladen, von der die zweite mit T. 49 und 50 nur
zur Hälfte beschrieben ist (danach 5./6. System leer); vgl. auch die Vorbemerkung zur folgen-
den Szene.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1 Cont. urspr. ¤ ; dann zu A , geändert.


4 Cont. in der Taktmitte Akkoladenwechsel, weshalb , , (mit Haltebg.)
statt ¤ notiert und zu Beginn der neuen Akkolade y zu , gesetzt ist.
9 BARB. 1./2. Note auf ausgewischtem anderen Ansatz
10 BARB. vor und nach 1. Note kleiner runder Tintenfleck: ohne Bedeutung
14 – Taktstrich (irrtümlich?) nach 3. 4tel gezogen, die folgenden vier
Noten in der Sgst. (FIG.) zunächst vielleicht als 8tel notiert,
dann jeweils mit weiterem Fähnchen versehen sowie Taktstrich
gestrichen und korrekt gezogen.
16 BARB. 3. Note (C ): urspr. g g (offenbar ohne Elision bei „-chè il“);
ausgewischt und dazwischen Neunotation.
27 Cont. nach Akkoladenwechsel ! wiederholt
32 – nur einfacher Taktstrich, nach dem im Bereich der beiden Sy-
steme eingetragen ist: Scena II. / Marcellina, e figaro (vgl. auch
Abschnitt I. Quellen, S. 50).
33 Cont. mit Bezifferung „!3“ (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 415)
45 *MARC. 1. Note ohne y
50 – nur Doppelstrich

Scena IV
R e c i t a t i v o „Presto avvertiam Susanna“ (Marcellina)
[Quelle A/Teil 2: S. 135, drei Akkoladen im Anschluß an das vorhergehende Rezitativ (vgl.
dort die Vorbemerkung); S. 136 leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

2 *MARC. 1. Note ohne y


4 Cont. in der Taktmitte Akkoladenwechsel, weshalb , , (mit Haltebg.)
statt ¤ notiert ist.

46 Zu der in NMA gegenüber Quelle A/Teil 2 abweichenden Szenenzählung in Atto quarto vgl. Abschnitt VI. Kon-
kordanz der Zählung von Szenen und geschlossenenen Nummern, S. 323-324.

207
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 208

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

11 – nur Doppelstrich, nach dem (bis in den rechten Seitenrand rei-


chend) segue l’aria di Marcellina. vermerkt ist; darunter von
fremder Hand mit Rotstift: 28 („8“ überschreibt zunächst
gesetzte „6“).

N o . 2 5 A r i a „Il capro e la capretta“ (Marcellina)


[Quelle A/Teil 2: S. 137-142; bis S. 141 je zwei Akkoladen auf einer Seite sowie jeweils 6.
und 12. System leer, auf S. 142 eine Akkolade sowie 1. bzw. 7.-12. System leer.]
Tempobezeichnung Tempo di Menuetto: oberhalb der Akkolade, nachdem zwischen 1./2. Sy-
stem gesetztes Andante ausgestrichen worden war.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
Marcellina, Bassi [ein System].
Die in Quelle A/Teil 2 nicht enthaltenen nachkomponierten Obligat-Partien für Flauto und
Fagotto sind im Notenanhang D/7 auf S. 402-403 nach Quelle C (vgl. Abschnitt III. Fassun-
gen, S. 260) wiedergegeben.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1 Va. 2. Note für Va. II irrtümlich auch nach oben behalst


2, 14, 38 Va. jeweils 2.-4. Note ohne Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 415)
6 V. II 1. 4tel: unterhalb von T.c ausgewischter Bg.
8-9 V. II Stacc.-Striche statt Stacc.-Punkte
10 Va. 2./3. Note mit Bg. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 415)
11 *V. I 3. 4tel: x-Figur ohne Bg. (V. II: unis.)
13 V. II Bg. zunächst nur zur 1./2. Note, dann zusätzlichen Bg. zur 2./3.
Note gezogen.
14, 17 MARC. jeweils T.c mit Bg. (ebenso in T. 18, 25, 26, 29, 30, 38, 41, 42,
46, 48)
18 V. I 1./2. Note zunächst mit Bg.; dann ungültig gemacht.
Vc./B. Notenkopf sehr klein und zugelaufen: keine Korr.
19 V. I jeweils Bg. zum 2. und 3. 4tel; vgl. aber V. II und T. 43.
22 *V. II letzte Note ohne Stacc.-Punkt
25 *Vc./B. ohne Stacc.-Punkte (vgl. auch die folgende Bemerkung)
26, 29, 30 *Str. jeweils ohne Stacc.-Punkte
27 Vc./B. urspr. E ,d (g–g–a); gestrichen und Neunotation.
32-34 *Vc./B. jeweils ohne Artikulationsbg. über den Taktstrich
35 MARC. jeweils Bg. zur 1./2. und 3./4. Note
38 Va. vorletzte Note aus h korr.
40 V. I 3. 4tel urspr. ² ; bei Neunotation ² mit ¬ überschrieben.

208
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 209

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

43 V. II 2./3. 4tel wegen Wechsels der Behalsungsrichtung jeweils Bg.


zur 1.-4./5.-8. Note (vgl. aber V. I)
46, 48 *V. II jeweils 3. Note ohne Stacc.-Strich
49 MARC. 3.-5. Note: zunächst c’’ und vielleicht g’–a’; ausgewischt und (teil-
weise überschreibende) Neunotation.
51 MARC. 4. 8tel: G mit Bg.
52/53 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel; unter-
halb der Akkolade von fremder Hand Taktzähler: 52
53 – Tempobezeichnung All :o, oberhalb der Akkolade und in ihrem
3. System (Va.) angebracht, erst mit 2. 4tel einsetzend (vgl. dazu
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415).
V. I zwischen z und C Verwischung: urspr. vielleicht , angesetzt
Str. 2.-4. 4tel: ² ² ¬ ¬ mit großer r zur 1.-3. Pause (vgl. dazu
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415)
MARC. 1. Note aus C korr.; große r zu , (aus C korr.) und ² ¬ (vgl. dazu
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415).
54 *V. I 1. und 3. Note ohne } (V. II: in 8tava)
54-60 Vc., B. Trennung von Vc. und B. vielleicht im zweiten Anlauf vorge-
nommen (Beischrift Violoncelli am Ende von T. 53 und Beginn
von T. 54 über dem System)
57 V. I 2./3. 4tel: Bg. nur zu den 16teln im 2. 4tel (V. II: in 8tava); vgl.
dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415.
Va. irrtümlich mit Ganztaktbg. (nicht in NMA zu übernehmen)
63 *Vc./B. 6. Note ohne }
Vc./B. 5.-8. Note leicht verwischt: keine Korr.
65 V. I Bg. zunächst zur 2.-8. Note; zur 6.-8. Note gestrichen, dort
Stacc.-Punkte gesetzt und Bg. zur 2.-5. Note neu gezogen.
*Vc. 4. Note ohne !
66 V. II Bg. wegen Seitenwechsels (= S. 140/141) nicht bis 1. Note T. 67
gezogen
69 MARC. nach 1. Note Augmentationspunkt vergessen
70 Va. 2.-4. Note: vielleicht aus g (d’) und ¬ A korr.
72 MARC. 2. 4tel auf Verwischung: möglicherweise Korr. aus tieferer Lage
73 MARC. sehr weit über dem System liegender Bg. zur 2./3. und Stacc.-
Strich zur 4. Note; beides nicht in NMA zu übernehmen.
75-76, Vc. jeweils im Tenorschlüssel und mit Beischrift Violoncelli (Baß-
79-80 schlüssel dann wieder zu Beginn von T. 77 bzw. T. 81 gesetzt,
wo dann jeweils nur Beischrift Bassi [nicht Tutti Bassi] ange-
bracht worden ist).
76, 80 MARC. jeweils 4. 4tel: E mit Bg.
77 *Va., Vc./B. jeweils 1. Note ohne }

209
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 210

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

77-78 MARC. ab 2. Hälfte T. 77 auf breitflächiger (wohl durch Wasser hervor-


gerufener) Verwischung
79 Va. zu Taktbeginn im System starke Tintenverklecksung (darunter
wohl anderer, aber nicht mehr erkennbarer Ansatz); dann weiter
notiert.
81 *V. I 1. Note ohne Stacc.-Strich
82 MARC. verlängerte Hälse der 1./2. Note überschreiben urspr. für g’–a’
gesetzte Köpfe
87 Str. cresc. nicht ganz einheitlich plaziert: in V. II und Va. zum
2. 4tel, in Vc./B. dagegen schon mit letzter Note T. 86 begin-
nend (in V. I zum Taktbeginn).
88 *MARC. ohne ² A
91 *Va. 4./5. und 9./10. Note ohne Stacc.-Punkte
93 – unterhalb der Akkolade zum Schlußstrich von fremder Hand
Taktzähler: 41.

Scena V-VII
R e c i t a t i v o „Nel padiglione a manca“ – „È Barbarina...“ – „Ha i diavoli nel corpo“
(Barbarina, Figaro, Basilio, Bartolo)
[Quelle A/Teil 2: S. 143-144 mit je sechs Akkoladen.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

13 BARB. Gesangstext: „im[-porta]“ auf Verwischung: keine Korr.


15 – nach 1. 4tel im Bereich beider Systeme: Scena V. / figaro, poi
Basilio, / Bartolo, e truppa di / lavoratori (vgl. auch Abschnitt
I. Quellen, S. 50)
Cont. wegen der szenischen Anweisung (vgl. vorige Bemerkung) , ,
(mit Haltebg.) statt ¤ notiert
17 BART. Baßschlüssel überschreibt angefangenen Tenorschlüssel
19 BART. 3. Note stark verdickt, aber wohl nicht korr.
25 *BAS. 1. Note ohne y
31/32 – nur einfacher Taktstrich; danach im Bereich der beiden
Systeme: scena VI [nächste Zeile:] /Basilio e Bartolo:/
44 – nur Doppelstrich, nach dem im rechten (teilweise eingerissenen
und durch Wasser beschädigten) Seitenrand vermerkt ist: segue
/ l’aria / di / Basilio; darüber von fremder Hand mit Rotstift: 29
am Fuß der Seite (= S. 144): dopo l’aria di Basilio viene scena
7m:a ch’è un Recitativo Istromentato con aria di figaro. (= NMA

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 211

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(44) (–) No. 27)47, daran anschließend von fremder Hand mit Rotstift:
30, die von derselben Hand urspr. gesetzte 29 überschreibt.

N o . 2 6 A r i a „In quegl’anni, in cui val poco“ (Basilio)


[Quelle A/Teil 2: S. 145-160; S. 160 mit T. 133-138 nicht voll beschrieben; jeweils 12. Sy-
stem leer.]

Tempobezeichnung Andante: oberhalb der Akkolade48 und über dem BAS.-System.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: flauto [nachträglich und außerhalb der mit
dem 2. System begonnenen Akkoladenklammer, ab S. 146 jedoch dann zusätzlich mit der
zunächst jeweils zum 2. bis 11. System gezogenen Akkoladenklammer verbunden], 2 Violini
[zwei Systeme], Viole [ein System], 2 clarinetti / in B [zwei Systeme], 2 Corni / in B 49 [ein
System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti [zwei Systeme], Basilio, Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Fl. in dem nachträglich in die Partitur aufgenommenen System


fehlt ? (vgl. auch die folgende Bemerkung)
Str., BAS. urspr. z; später zu ? korr. (so in den Bläsern von Anfang an ge-
setzt)
Fag. I Systemvorzeichnung: es–B
V. II Systemvorzeichnung: es”–b’
Vc./B. Systemvorzeichnung: b–es
1 *Clar., Fag., jeweils ohne f
Cor.
4 Vc./B. urspr. ¤ (f ); ausgewischt und Neunotation.
5 BAS. Gesangstext: 4. Buchstabe von „quegl’“ überschreibt „l“ (also
zunächst „quell’“)
5/6 Va. im System vor, auf und nach dem Taktstrich leichte Tintenver-
wischung: keine Korr.
7 V. II drittletzte Note: Kopf verdickt, da wohl zu tief angesetzt.
8 *Fl. ohne p
Vc./B. nach Seitenwechsel (= S. 145/146) mit redundantem p
9 V. II leichte Verwischung nach 2. Note: keine Korr.
11 BAS. 2.-4. 4tel auf breitflächiger (wohl durch Wasserschaden hervor-
gerufener) Verwischung: keine Korr.

47 Zur abweichenden Reihenfolge von No. 27 und 28 in Quelle A/Teil 2 vgl. I. Quellen, S. 35 und 51.
48 Teilweise im (zunächst) leeren ersten System, auf dem dann Fl. notiert worden ist (vgl. im folgenden).
49 Zu der in Quelle A/Teil 2 (und in den anderen Quellen) fehlenden Angabe zur Stimmlage (in Siy alto oder
basso) vgl. die Bezeichnung Corni in B alti in No. 2, S. 113.

211
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 212

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

14 Clar. I zwischen 1./2. Note Wischer und 2. Note: urspr. vielleicht mit
Notenkopf g” angesetzt
Clar. II 1. Note (, ) überschreibt anderen (bis in das darüberliegende Sy-
stem reichenden) ausgewischten Ansatz
15-17 BAS. urspr.:

* 16

8
che col

T. 15: vorletzte (mit „*“ bezeichnete) Note gestrichen und


Neunotation sowie nach Seitenwechsel (= S. 146/147) auf S. 147
die urspr. Version von T. 16-17/2. 4tel mit den leeren anderen
Systemen der Akkolade (das Fl.-System ausgenommen) gestri-
chen; mit T. 16 fortgefahren und dann in der üblichen Weise die
volle Partitur notiert.
23 – Seitenbeginn (= S. 148): im 1. sowie im 5.-12. System deutli-
cher Rastrierfehler
23-24 V. II Notenköpfe der Triolen sehr bewußt rund und klein gehalten
(diese Notationseigentümlichkeit ist auch im weiteren Verlauf
von Atto quarto gelegentlich festzustellen)
24-25 *Fag. jeweils ohne Bg.
26 *V. I 1. Note ohne y
27-28 V. I Bg. T. 27 oberhalb 1. Note angesetzt, bis über den Taktstrich
geführt und in T. 28 gleich anschließend Bg. zur 1./2. Note ge-
setzt; in NMA zusammengezogen.
28-29 *Vc./B. ohne Bg.
29 V. I cresc. beginnt erst mit 3. 4tel
V. II cresc. beginnt bereits mit 2. Note (in Vc./B. wie in NMA pla-
ziert)
30 Fag. II an 2./3. Note korr.: 2. Note auf Verwischung (urspr. wohl a),
Hals der 3. Note verdickt.
30-31 *Fl. ohne dynamische Bezeichnungen: p f |p f
31-32 *Clar. jeweils ohne Bg. zur letzten Note T. 31 bis 1. Note T. 32
32 V. I 2. Takthälfte: ein Bg. (vgl. aber Kontext)
35-36 Clar. I Verwischungen: keine Korr.
38 *Fl. ohne p
38, 40 *Fl. jeweils ohne Stacc.-Punkte
*V. I,II jeweils 2. Takthälfte ohne Stacc.-Punkte
40 Va. 2. Takthälfte auf Verwischung: wohl keine Korr.
41 *Fl. ohne r
41/42 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel; unter-
halb der Akkolade von fremder Hand Taktzähler: 41.

212
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 213

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

42 – Tempobezeichnung (bereits jeweils im Vortakt angesetzt) Tem-


po di Menuetto. im 1. System (Fl.) sowie tempo di Menuetto:
über dem BAS.-System
43 V. I 1. Note verdickt: keine Korr.
48 BAS. E mit Bg. (ebenso in T. 73, 86, 93, 103, 105)
50, 51 *Vc./B. ohne Stacc.-Punkte
52 Fag. I , . zugelaufen: keine Korr.
54 Fl. Bg. ist durch Beschnitt des oberen Seitenrands in Mitleiden-
schaft gezogen
58, 60 *Fl. jeweils ohne sf
65 Va. zunächst wie T. 64: Korr. durch Überschreiben
66-67 Clar. II mit Bg. über den Taktstrich (vgl. aber Fag. II)
67 V. I unterhalb der 1. Note Verwischung: keine Korr.
69 *Vc./B. fp (statt sfp)
70 Clar. I, Cor. jeweils Bg. bis Zielnote in T. 71; vgl. aber Kontext (Clar. II:
unis:).
71 Clar. I p urspr. zur 2. Note; dort verwischt und zur 1. Note gesetzt
(Clar. II: unis.)
71-73 Clar. I Bg. von T. 71 bis 1. Note T. 72, dann Bg. ab 2. Note über Takt-
strich hinaus (Seitenwechsel = S. 153/154), auf der Folgeseite
Artikulation dann aber volltaktig begonnen (Clar. II: unis.); vgl.
Kontext, der jedoch nicht immer ganz eindeutig ist.
72 Fl. I Bg. erst mit 2. Note angesetzt (vgl. aber T. 70)
73 Clar. I zur 2. Note urspr. gesetztes } verwischt und y darüber plaziert
(Clar. II: unis.); Bg. bis 1. Note T. 74 gezogen (vgl. aber Kontext)
Fag. Bg. erst ab 2. Note (vgl. aber Kontext)
74 Fl. Bg. bis zur 1. Note T. 75 gezogen (vgl. aber Kontext)
75 *V. I ohne p
76, 77, 78 *Vc./B. jeweils ohne Stacc.-Punkte
76, 78 *Fl. jeweils ohne f und ohne Stacc.-Punkte
78 V. II ,¯. aus C¯. korr.
79 Clar. 1. 4tel: jeweils C (vgl. aber Kontext)
84-85 Fag. I ein Bg. über beide Takte (Fag. II: unis.); vgl. aber Kontext.
86 Vc./B. urspr. r über , ; gestrichen und auch durch Tintenverklecksung
ungültig gemacht.
90 Vc./B. urspr. C C ² (vgl. BAS.); 2. Note gestrichen und durch ² ersetzt.
91 *Fag. II 2. Note ohne y
91-92 *Vc./B. ohne Haltebg.
94, 95 *Vc./B. jeweils ohne Stacc.-Punkte
95 V. I 1. Note mit Stacc.-Strich (vgl. aber Kontext)
*Va. ohne p

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 214

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

96 *Fl., Clar., jeweils ohne f


Fag.
98 Fl. an 1. Note unten Verwischung: vielleicht mit b’ angesetzt
*Clar. II, Fag., jeweils ohne p
Cor.
101/102 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel; unter-
halb der Akkolade von fremder Hand Taktzähler: 60. (gezählt
von T. 41).
102 – Tempobezeichnung all :o zwischen 1./2. sowie über 4., 6., 8. und
9. System bzw. All :o über BAS.-System
103 V. II 5. Note aus d’ korr.
106, 107 V. II 2. Takthälfte bzw. 3. 4tel anders angesetzt (möglicherweise wie
V. I); verwischt und überschrieben.
111 Cor. I 2. Note ausgelaufen: keine Korr.
121 *Fl., V. I jeweils ohne Bg.
122 Fl. Bg. bereits mit 1. Note angesetzt (vgl. aber T. 125)
Vc./B. f (hier for:) überschreibt Co[?]
123 BAS. Gesangstext: „fug“ auf breiter, aber leichter Verwischung, die
auch den Bg. in Vc./B. (vgl. die folgende Bemerkung) in Mitlei-
denschaft gezogen hat.
123, 124 Vc./B. ein Bg. über beide Takte; durch Verwischung am Ende von
T. 123 leicht getrennt (vgl. T. 126, 127)
125 Vc./B. f bereits zur 1. Note (vgl. aber Kontext)
126 V. II 1. Takthälfte (,d = e”): Kopf vielleicht aus C korr.
135 *Fl. ohne Bg.
135/136 *Cor. I ohne Haltebg.
138 – nach Schlußstrich unterhalb der Akkolade von fremder Hand
Taktzähler: 37. (gezählt von T. 102)

Scena VIII
N o . 2 7 R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o 50 e d A r i a „Tutto è disposto“ –
„Aprite un po’ quegl’occhi“ (Figaro)51
[Quelle A2 (Recitativo istrumentato): drei Seiten52, die ersten beiden mit je zwei Akkoladen
(1. und 7. bzw. 6. und 12. System leer), die letzte Seite mit einer Akkolade, dort 6.-12. Sy-
stem leer. – Quelle A/Teil 2: S. 173-176 (Recitativo: Kopist)53, jeweils zwei Akkoladen mit

50 Vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415.


51 Zur abweichenden Reihenfolge von No. 27 und 28 in Quelle A/Teil 2 vgl. Abschnitt I. Quellen, S. 35 und 51.
52 Ein Doppelblatt, dessen letzte Seite unbeschrieben ist; vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 57.
53 Am oberen Rand der (urspr. leeren) S. 174 hat Mozart vermerkt: manca il Recitativo istrumentato di figaro
avanti l’Aria, von fremder Hand mit N: 30 Aprite un po fortgeführt.

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 215

leerem 1. bzw. 12. System auf jeder Seite, sowie S. 177-190 (Aria), die letzte Seite mit T. 85
bis 88 nur zur Hälfte beschrieben; jeweils 1. und 12. System leer.]
R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o (Quelle A2)
T. 3: Tempobezeichnung and t:e oberhalb der Akkolade bzw. andante: unterhalb der Akkolade.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
figaro:, Bassi.[ein System]54.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

2/3 – nur einfacher Taktstrich vor Tempobezeichnung


3, 4 Str. jeweils Stacc. eher Striche
4 FIG. Gesangstext: vor „è“ gestrichener anderer Ansatz
6 Vc./B. Bg. gleich nach 1. Note angesetzt (vgl. aber Kontext)
8 FIG. 1. Note ohne ! (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 415)
10 V. I, FIG. jeweils 1. Note ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
gen zu den Teilbänden, S. 415)
11 Vc./B. 2./3. Note auf Verwischung: vielleicht anderer Ansatz
13, 16, 19 Str. jeweils 1. Note, die in NMA einzelstehend wiedergegeben ist
(i), an den folgenden Balken gehängt.
17-19 V. I,II teilweise Bg. jeweils bis zur Zielnote gezogen (vgl. dazu Berich-
tigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415)
18, 19 Va. · jeweils 1. Note ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
18, 20 Vc./B. z
gen zu den Teilbänden, S. 415)
20 V. I,II
23 – nach Doppelstrich zwischen 3./4. System der nicht voll be-
schriebenen Akkolade auf S. [4]: attacca subito L’aria di
figaro:

A ria (Quelle A/Teil 2, S. 177-190)


*Ohne Tempobezeichnung Moderato
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini. [zwei Systeme], Viole [ein System],
2 clarinetti / in B [zwei Systeme], 2 Corni / in Ey [ein System mit doppeltem Violinschlüs-
sel], 2 fagotti: [zwei Systeme], figaro:, Bassi [ein System].
Die in Quelle A/Teil 2 nicht enthaltenen Partien für Corno di Bassetto I,II (statt Clarinetto
I,II) sind im Notenanhang D/8, S. 404, nach Quelle C (vgl. Abschnitt III. Fassungen, S. 266)
wiedergegeben.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– – jeweils z gesetzt, jedoch in V. und Va. (und vielleicht auch in


Cor.) zu ? korr.; allerdings ist die Durchstreichung dort leicht ver-

54 Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen in der in Quelle A/Teil 2 eingetragenen Kopisten-Abschrift:


Violini [zwei Systeme], Viola, Figaro., Basso. [ein System].

215
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 216

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(–) (–) wischt und deshalb wohl ungültig gemacht, zumal in den anderen
Systemen das urspr. z geblieben ist (im System FIG. fehlt die
Taktvorzeichnung). Zwischen 3./4. System unterhalb der System-
vorzeichnungen Reste einer nicht mehr erkennbaren Eintragung.
Fag. I, Vc./B. Systemvorzeichnung: jeweils es–b–as
Fag. II, FIG. Systemvorzeichnung: jeweils b–es–as
V. II Systemvorzeichnung: es”–as’–b’
Va. Systemvorzeichnung: es’–as–b
1-3 *V. II · jeweils ohne Stacc.-Punkte
2, 3 *V. I z
6-7 *V. I,II
3 Vc./B. 2. Takthälfte: unterhalb von A Verwischung, die bis in das (lee-
re) 12. System reicht: keine Korr.
11 FIG. 3. 4tel: a (C ) verdickt; da } zu hoch (also für h) steht, urspr. wohl
irrtümlich einen Ton höher angesetzt.
4. 4tel: g g auf wäßriger Verwischung
11-12 Clar. I Bg. bis letzte Note T. 12 gezogen, weshalb 3./4. Note ohne
Stacc.-Punkte geblieben sind.
V. I Bg. wegen Wechsels der Behalsungsrichtung beim Taktstrich
unterteilt (V. II: unis.); vgl. aber Va. und Vc./B.
12, 13 *Vc./B. jeweils ohne Stacc.-Punkte (Fag.: col Basso)
15 Cor. unterhalb von A kleiner Tintenklecks: keine Korr.
Vc./B. 1. Takthälfte: urspr. C C ; 2. Note gestrichen und 1. Note mit ,
überschrieben.
16-17 *Vc./B. ohne Haltebg.
17 Cor. kleiner Tintenklecks zu Taktbeginn
*V. I 6. Note ohne Stacc.-Strich
17-18 Fag. I, FIG. Quintparallelen von späterer Hand durch Striche sowie Bei-
schrift 5 angezeigt
19 *V. I 1. Note ohne Stacc.-Strich
FIG. 2. Note wohl aus C korr.
22 V. II die letzten vier Noten urspr. nach unten behalst; wohl wegen der
Bg.-Setzung zum ganzen Takt ausgewischt und darauf Neuno-
tation.
23 V. I 2. Note urspr. d”; gestrichen und Neunotation.
23-24 *Cor. I ohne Haltebg. (Seitenwechsel: S. 179/180)
25 Cor. 1. 4tel: urspr. wie 2.-4. 4tel; g in Cor. II und dann Cor. I,II neu
notiert.
26 Vc./B. Spielanweisung: pizzicati
31, 33 FIG. jeweils 3. 4tel (T.c )mit Bg.
34 *V. I 3. Note ohne }
*Vc./B. ohne Spielanweisung coll’arco

216
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Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

34-37 FIG. jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 45, 62-65, 73, 77)
35, 36 V. I jeweils 4./5. 8tel: x über g (g”) mit Bg. zu a” (vgl. aber T. 34
und T. 37 sowie dann T. 62-65).
36 Va. 2. Takthälfte: urspr. wie Vc./B. (in 8tava); 1. sowie 3./4. Note
gestrichen und überschrieben.
37 *Vc./B. 2./3. Note ohne Bg. sowie 4.-6. Note ohne Stacc.-Punkte
38 V. I,II jeweils 1. 4tel: g ´ i (vgl. aber Kontext und T. 66, 67)
40 Clar. I 1. Takthälfte urspr. b’ (, ); ausgewischt und Neunotation.
Fag. 1. Takthälfte am Ende von S. 182 zusammen im System Fag. I
notiert (vgl. dazu weiter unten die Bemerkung zu FIG.); in
2. Takthälfte zu Beginn von S. 183 wieder auf zwei Systemen,
wobei zunächst Fag. II in System Fag. I miteingetragen, aber
dort dann gestrichen worden war.
V. I 2. Takthälfte (,d.) trotz Seitenwechsels zwischen den beiden
Takthälften irrtümlich noch hier notiert; gestrichen und auf der
nächsten Seite (= S. 183) wiederholt.
FIG. 1. Takthälfte urspr.:
3 3

sen ton non sen ton pie

gestrichen und im darüberliegenden System (Fag. II) gültige


Fassung eingetragen.
41 Cor. I,II urspr. mit C (c” bzw. e’) angesetzt; ausgewischt und Neuno-
tation.
43 V. I Verwischung an p, jedoch nicht korr.
44 Va. Bg. bereits mit 2. Note T. 43 angesetzt (vgl. aber Kontext und
T. 71-72)
48-49 Clar. I Seitenwechsel (= S. 183/184): Haltebg. in T. 48 nicht angesetzt,
aber in T. 49 „fortgeführt“.
49 *Fag. ohne p
Vc./B. 1. Takthälfte: ,d (B) auf ausgewischtem anderen Ansatz
53 Bls., Str. jeweils cresc. und f etwas später angesetzt
54 Vc./B. Verwischung nach 1. Note: keine Korr.
62 *Vc./B. ohne p
63-65 *V. I ohne Stacc.-Punkte; vgl. auch die folgende Bemerkung.
64, 65 Vc./B. jeweils Bg. zu lang, d. h. zur 2.-4. Note; in T. 64 aber drei
Stacc.-Punkte gesetzt (vgl. die Vortakte), während in T. 65 zur
4./5. Note Stacc.-Punkte stehen und dann ein mißglückter bzw.
zu früh angesetzter Bg. folgt.

217
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 218

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

66 Cor. überschreibt ausgewischten anderen Ansatz: Cor. I oder II urspr.


g’ (in T. 67 Verwischung vor Notation: vielleicht Fortsetzung von
ausgewischtem Ansatz in T. 66)
68 V. I 1. Takthälfte: f’ (Id.) zu hoch, d. h. als g’, angesetzt und deshalb
Notenkopf davor korrekt wiederholt.
68/69 Cor. jeweils irrtümlich Haltebg.; in T. 69 (Seitenende = S. 187) kein
Ansatz zu Haltebg., die aber auf der neuen Seite (= S. 188)
jeweils zu ¤ „fortgeführt“ sind.
69 Clar. 1. Takthälfte: Quintsprünge in parallelen Terzen von späterer
Hand mit Strich angezeigt
V. II 3. 4tel: bei abgekürzter Notation Augmentationspunkt vergessen
(also Cd statt Cd.)
73 Clar. I 1. Note zunächst klingend (also einen Ton tiefer) notiert; über-
schrieben.
75 *Va. ohne Bg.
85 V. I unterhalb von ² gestrichenes (redundantes) f
86 Clar. I 2. Note auf verwischtem anderen Ansatz
88 – nach Schlußstrich unterhalb der Akkolade von fremder Hand
Taktzähler: 88

Scena IX-X
R e c i t a t i v o „Signora, ella mi disse“ (Susanna, Marcellina, La Contessa, Figaro)
[Quelle A/Teil 2: S. 161 mit fünf Akkoladen, 11./12. System leer; S. 162 leer.]
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

7 – nach 1. 4tel im Bereich der beiden Systeme: scena IX / /i


sudetti; figaro / in disparte:/ (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415, dort die Bemerkung
zu S. 507, T. 7).
Vc./B. wegen szenischer Anweisung (vgl. die vorige Bemerkung) , ,
(mit Haltebg.) statt ¤ notiert
14 *SUS. 1. Note ohne y
SUS. 3. Note aus b’ korr.
21 – nur Doppelstrich, nach dem vermerkt ist: Segue Recit: / istru-
mentato. / Con Rondò di / Susan–a: [= NMA No. 28] / [fremde
Hand mit Rotstift:] 29 [ausgewischt und auf neuer Zeile wohl
von derselben Hand:] 31.

218
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 219

N o . 2 8 R e c i t a t i v o i s t r u m e n t a t o 55 e d A r i a „Giunse alfin il momen-


to“ – „Deh vieni non tardar“ (Susanna)
[Quelle A/Teil 2: S. 163-164 (Recitativo istrumentato), jeweils zwei Akkoladen auf beiden
Seiten (die zweite auf S. 164 mit T. 21-24 nicht voll beschrieben) und jeweils 6. und 12. Sy-
stem leer; S. 165-172 (Aria), letzte Seite mit T. 48-50 nur zur Hälfte beschrieben, jeweils 1./2.
sowie 11./12. System leer.]
R ec i tat ivo i s tru men t ato ( S. 163-164)
Tempobezeichnung Allo: [nachträglich mit heller Tinte zu vivace assai erweitert] oberhalb der
Akkolade und über dem Vc./B.-System.
Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
Susan–a., Bassi [ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

14 *V. I ohne Bg.


19 SUS. 1. 4tel: T.c mit Bg.
21 *V. II ohne Bg. und letzte Note ohne y
23 *SUS. 1. Note ohne y
24 – nur Doppelstrich, nach dem attacca subito l’aria vermerkt ist.

A r ia 56 ( S. 165-172)
*Ohne Tempobezeichnung Andante (deshalb nicht in Notenanhang C, S. 352)
Partituranordnung und Stimnmenbezeichnungen: Violini [zwei Systeme], Viole [ein System],
1 oboe, 1 fagotto, 1 flauto [dunklere Tinte], Susan–a, Bassi: [ein System].
Zu No. 28 insgesamt sei auf das NMA-Vorwort verwiesen (dort unter „IV/e/26“: S. XX bis
XXI), auf den Entwurf einer Frühfassung mit Melodieskizze sowie auf die Melodieskizze zur
endgültigen Fassung in Teilband 2 (dort S. 638-641), und es scheint an dieser Stelle auch
durchaus angebracht, Julius Rietz mit Worten von 1869 aus seiner ersten wissenschaftlichen
Ausgabe von KV 492 zu Wort kommen zu lassen (dort Vorwort, S. X), nachzulesen zudem in
AMA-Rev. auf S. 87: „Es scheint Mozart viel Mühe gemacht zu haben, die Arie so zu gestal-
ten und abzurunden, bis sie die unvergleichliche Vollendung in Form und Inhalt erhielt, in
der wir sie kennen; namentlich am Schluss, den er noch in der Partiturausarbeitung auf bei
ihm ganz ungewöhnliche Weise vielfach verändert, erweitert und dann wieder gekürzt hat, bis
er ihn befriedigte.“ (Siehe dazu auch Notenanhang A/6, S. 335-336.)
Die „Rosenarie“ selbst in der Form zu rekonstruieren, wie sie bei der Uraufführung 1786
erklungen sein dürfte, läßt sich heute auf Grund von Quelle A/Teil 2 und Quelle C (Quellen-
gruppe 1: Originalstimmensatz) 57 versuchen: Das Ergebnis ist im Notenanhang C wiederge-
geben (S. 352-357); dafür waren heranzuziehen:

55 Vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 415.


56 Die Satzbezeichnung fehlt, ihre Wiedergabe in gerader Type auf S. 509 (Teilband 2) ist jedoch durch den oben
mitgeteilten Vermerk am Ende des Rezitativs gedeckt (in Notenanhang C, S. 352, ohne Satzbezeichnung).
57 Im folgenden als „Quelle C1“ bezeichnet.

219
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 220

a) Quelle A/Teil 2, S. 165-172,


b) Quelle C1: Flauto in Stimme „Flauto I“, Fagotto in Stimme „Fagotto I“, Violino I und Vio-
lino II in mehreren Kopien (vgl. dazu auch Abschnitt I. Quellen, S. 77).
Alle Kopien der beiden Violinen aus Quelle C1 enthalten in T. 1-31 sowie T. 48-49 zunächst
die Uraufführungs-, sprich die ursprüngliche Fassung ( jeweils C ¬ C ¬ in ihrer rhythmischen
Gestalt), doch ist die endgültige Fassung ( jeweils C g C g in ihrer rhythmischen Gestalt)
dann auf Einzelblätter neu notiert. Diese Blätter sind teils aufgeklebt, teils fest mit der ur-
sprünglichen Notation vernäht, aber heute wenigstens soweit wieder gelöst, daß unser Rekon-
struktionsversuch auch hier auf sicheren Füßen steht.
In den Stimmen Flauto und Fagotto aus Quelle C1 ist zunächst gleichfalls die Uraufführungs-
fassung notiert und dann nachträglich durch Überschreiben, teilweise auf tiefen Rasuren, in
die endgültige Fassung überführt worden. Da die endgültige Fassung wesentlich weniger Pau-
sentakte aufweist, ist der Schriftduktus der Revision sehr gedrängt und reicht teilweise in
handschriftlicher Verlängerung des jeweiligen Rastrals in den rechten Seitenrand hinein. Die
beiden Schreiber können auch durch abweichende Noten- und Pausenformen (vor allem im
Hinblick auf punktierte Halbenote und auf 4tel- sowie 8tel-Note) eindeutig voneinander
unterschieden werden, was auch für die Ziffern von Pausentaktzählern gilt.
Da keine der Oboen-Stimmen aus Quelle C1 erhalten ist (vgl. dazu Abschnitt I. Quellen, S. 76
bis 77), war die Stimme Oboe für den Rekonstruktionsversuch zu erschließen, was mit Hilfe
von Quelle A/Teil 2 und darüber hinaus in Analogie zu Flauto und Fagotto aus Quelle C1
weitgehend möglich gewesen ist.
Über alle Einzelheiten in den Quellen A/Teil 2 und C1, vor allen Dingen im Hinblick auf die
beiden Fassungen, legt die folgenden Tabelle detailliert Rechenschaft ab, doch werden gele-
gentliche Notationsvarianten aus Quelle C1 nicht verzeichnet. Bei den Einzelbemerkungen
zur Quelle A (hier jeweils ohne Appendix „Teil 2“) werden Änderungen, die deutlich zur (in
der Regel mit hellbrauner Tinte vorgenommenen) Revision für die endgültige Fassung gehö-
ren (das heißt nach Fertigung der Quelle C1-Stimmen in ihrer ursprünglichen, der Urauf-
führungsfassung), in der „Takt“-Spalte durch nachgestelltes „+“ gekennzeichnet (bei mehre-
ren Taktangaben nach der letzten gesetzt).
Takt System Quelle Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

1-31, V. I,II A, C1 zur jeweils urspr. Fassung (C ¬ C ¬) siehe in der Regel


48-49 Notenanhang C, aber auch die entspr. Einzelbemerkun-
gen in dieser Tabelle; zur Revision in Quelle C1 vgl.
hier weiter oben den Absatz zu ihren V. I,II-Kopien.
1 (Auft.) Ob., Fag. · A jeweils ohne p (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzun-
4 Fl. z
gen zu den Teilbänden, S. 415; in Notenanhang C nicht
6, 7 Str. ergänzt.)
1+ V. I A für die endgültige Fassung im 3. und 6. 8el jeweils ¬
durchstrichen und im darüberliegenden (leeren) System
an der betreffenden Stelle g (a’) und g (f’) notiert.
1+ V. II A für die endgültige Fassung im 3. 8tel ¬ doppelt durchstri-
chen und davor g (f’) gesetzt sowie im 6. 8tel ¬ über-
schrieben.

220
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 221

Takt System Quelle Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

1 Vc./B. A Spielanweisung: pizzicati (Va.: col Basso); so in beiden


Stimmen in Quelle C.
2 V. II A 1. Takthälfte: urspr. Faulenzer [´] als Fortsetzung der 2.
Hälfte von T. 1 vor der Revision des Vortakts, später
endgültige Fassung eingetragen; 2. Takthälfte: urspr.
C ¬ und später g (g’) oberhalb von ¬ eingetragen (vgl.
auch die folgende Bemerkung).
2+ V. II A für die endgültige Fassung 1. Takthälfte ausnotiert, in
der 2. Takthälfte g (g’) oberhalb von ¬ eingetragen.
2-7, 9-11, V. I A jeweils 3. und 6. 8tel (in T. 48 nur 6. 8tel): die endgül-
14-31, 48, tige Fassung überschreibt teilweise ¬ bzw. ist darüber-
49+ gesetzt (in T. 2 und 7 sind im 3. 8tel ¬ weder getilgt
noch überschrieben, sondern g davor bzw. darüberge-
setzt, in T. 3 im 3. 8tel ¬ doppelt durchstrichen und g
danach eingetragen).
3-6, 10, V. II A jeweils 3. und 6. 8tel (in T. 48 nur 6. 8tel): die end-
11, 48, 49+ gültige Fassung überschreibt ¬
4-5 Fl. A urspr. B |² ¬ ; bei Neunotation in T. 4 B zu Augmenta-
tionspunkt nach , umgedeutet und ² ¬ in T. 5 gestrichen.
5 Ob. A letzte Note verdickt: aus e” korr.
Fag. A 2. Takthälfte auf Verwischung: urspr. wohl g’–e’–c’.
7 V. II A zunächst unis: eingetragen, das urspr. bis 1. Hälfte T. 8
zu gelten hatte (vgl. auch die zweite Bemerkung zu
T. 8+).
7-17 Fag. C1 siehe am Fuß der Seite den Faksimile-Ausschnitt aus
der Fag.-Stimme; dazu folgende Interpretation, auf die
in Kurzform bei weiteren ähnlichen Fällen zurückzu-
greifen ist:
Für T. 7-11 in der unteren Zeile vom (Haupt-)Schreiber
(= 1) urspr. Pausentakte eingetragen; nach Rasur fügt
(Revisions-)Schreiber (= 2) am Ende der oberen Zeile ei-
[Fortsetzung der Bemerkung auf S. 222]

221
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 222

Takt System Quelle Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(7-17) (Fag.) (C1) [Fortsetzung der Bemerkung von S. 221]


ne Doppeltaktpause „7/8“ auf handschriftlich verlän-
gertem Rastral ein, notiert in der unteren Zeile T. 9-11,
wobei die erste Hälfte des von Schreiber 1 notierten
Takts 12 der Rasur zum Opfer gefallen war, weshalb
² ¬ neu gesetzt werden mußte.
Für T. 14-17 in der unteren Zeile urspr. wie bei T. 7 bis
11 Pausentakte; nach Rasur dann Neunotation mit
einem Pausentakt am Zeilenende und aus ähnlichen
Gründen wie im ersten Fall notwendig gewordene Neu-
notation der 2. Hälfte von T. 13 mit ² ¬ (vgl. auch die
Bemerkung zu T. 9-10, 15-16+).
8+ V. I A 3. 8tel: g (f’) der endgültigen Fassung oberhalb von ¬
gesetzt
8+ V. II A 3. 8tel: für die endgültige Fassung g (a) eingetragen
8 SUS. A T.c mit Bg. (ebenso in T. 12, 27, 28, 39, 43 und danach
durchweg so in Notenanhang C)
8, 12 V. I,II, Va. A
-
2. bzw. 1. Takthälfte: jeweils T¬V (so in Notenanhang
C); vgl. auch die folgende Bemerkung.
8, 12+ V. I, V. I,II A jeweils 2. Takthälfte: g überschreibt für die endgültige
Fassung ¬ (vgl. auch die vorige Bemerkung)
9+ V. II A endgültige Fassung überschreibt urspr. gesetztes unis:
9-10, Ob., Fag. A jeweils Nachnotation für die endgültige Fassung (vgl.
15-16+ auch die Bemerkung zu T. 7-17: Fag. bzw. zu T. 15: Ob.)
10 – A Seitenbeginn (= S. 166): im linken Rand Stimmenbe-
zeichnungen für Bls. wiederholt: oboe, fagotto, flauto
( jedes dieser drei Systeme dann mit entspr. Schlüssel-
vorsatz); vgl. auch die Bemerkungen zu T. 27, 40, 48.
Ob. A urspr. B (bei der Nachnotation, vgl. die Bemerkung zu
T. 9-10, 15-16+, nicht getilgt)
SUS. A jeweils E mit Bg. (ebenso in T. 16, 21, 22, 28, 31, 34,
35 und danach durchweg so in Notenanhang C)
13+ V. I A 3. 8tel bei Notation der endgültigen Fassung zunächst
f’, das gestrichen und zu a’ korr. ist; 6. 8tel in Analogie
wohl auch als f’ angesetzt, verwischt und dann a’ ein-
getragen.
13+ V. II A wohl im Zuge der Korr. in V. I (vgl. die vorige Bemer-
kung) überschreibt die endgültige Fassung wohl zu-
nächst eingetragenes unis:, das bis 1. Hälfte T. 14 zu
gelten hatte (vgl. auch die folgende Bemerkung).
14+ V. II A 2. Takthälfte: für die endgültige Fassung ist im 6. 8tel ¬
mit g (b) überschrieben (vgl. die vorige Bemerkung).

222
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 223

Takt System Quelle Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

15 Ob. A wegen Wechsels in der Behalsungsrichtung jeweils Bg.


zur 1./2. und 3.-5. Note (vgl. aber Fag. und vor allem
die Bemerkung zu T. 9-10, 15-16+)
Fag. A 2. und 4. Note urspr. A; 2. Note gestrichen und Neu-
notation, 4. Note überschrieben.
15+ V. II A die Nachnotation der endgültigen Fassung ersetzt zu-
nächst auf Taktmitte eingetragenen und nur ansatz-
weise überschriebenen Faulenzer [´]
16-17 SUS.,Vc./B. A urspr:

fin chè l'a ria è an cor bru na e il mon do

gestrichen und im darüber- bzw. darunterliegendem


(leeren) System Neunotation.
19+ V. II A für die endgültige Fassung 3.-6. 8tel ausnotiert, nach-
dem zu Taktbeginn urspr. für den ganzen Takt gel-
tendes unis eingetragen worden war.
23, 29-30+ Bls. · A jeweils Nachnotation für die endgültige Fassung (vgl.
26-27+ Fl., Ob. z auch die beiden folgenden Bemerkungen)
34+ Fag.
23-36 Fl. C1 endgültige Fassung von Schreiber 2 über die ausradier-
te Notation von Schreiber 1 eingetragen, und zwar:
Am Ende der Zeile mit urspr. T. 19-23 im Raum einer
Dreitaktpause (T. 20-23) zunächst eine Zweitaktpause
(T. 21/22), dann Notat T. 23.
In der Folgezeile im Raum für Pausen und Notat von
T. 29/30 zunächst Zweitaktpause (T. 24/25), Notat
T. 26-27, Eintaktpause (T. 28), Notat T. 29-30 und zum
Zeilenschluß Sechstaktpause (T. 31-36). T. 29/30, die
Mozart bereits für Uraufführungsfassung notiert hatte,
wird Schreiber 1 wohl auf Mitte von Zeile „T. 24-36“
plaziert haben.
Fag. C1 endgültige Fassung von Schreiber 2 über die ausradier-
te Notation von Schreiber 1 eingetragen, und zwar:
Zunächst am Ende der Zeile T. 18-20 auf hs. verlänger-
tem Rastral Einfügung einer Zweitaktpause (T. 21/ 22),
dann auf der urspr. mit T. 21 begonnenen Folgezeile,
die in der Uraufführungsfassung wohl nur vier Takte ent-
halten haben wird, Notat T. 23, Fünftaktpause (T. 24 bis

223
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 224

Takt System Quelle Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(23-26) (Fag.) (C1) bis 28), Notat T. 29-30, Dreitaktpause (T. 31-33),
schließlich Notat T. 34-36 (1. Hälfte). Neben Mehrtakt-
pausen am Beginn der Zeile und vor T. 35 wird Schrei-
ber 1 auf Mitte der Zeile in Analogie zu Fl. (siehe die
vorige Bemerkung) T. 29/30 plaziert haben.
24+ V. II A für die endgültige Fassung überschreibt in 1. Takthälfte
g (e’) im 3. 8tel zunächst gesetztes unis, das für den
ganzen Takt gelten sollte und noch für 1./2. 8tel gilt,
während die 2. Takthälfte für die endgültige Fassung
nachnotiert ist.
26 Ob. A leichte Verwischung an ² (keine Korr.; vgl. auch die
Bemerkung zu T. 26-27)
26+ V. II A die Notation der endgültigen Fassung überschreibt teil-
weise zunächst eingetragenes unis:
27 – A Seitenbeginn (= S. 168): im linken Rand Stimmenbe-
zeichnungen für Bls. wiederholt: oboe, fagotto, flauto
(vgl. auch die Bemerkungen zu T. 10, 40, 48).
Fl. A Notenkopf stark verdickt, aber wohl keine Korr. (vgl.
auch die Bemerkung zu T. 23 etc.+, Bls. etc.)
28 SUS. A 1. Hauptnote urspr. g ; dann aber zu g. korr. und 1./2.
Note mit Balken verbunden (T.c mit Bg.).
30 Vc./B. A 2. Note auf leichter Verwischung (eher keine Korr.
oder vielleicht urspr. c)
31+ V. II A die Nachnotation der endgültigen Fassung überschreibt
zu Taktbeginn zunächst gesetztes unis
35 Fag. A Augmentationspunkt vergessen
SUS. A 3./4. Note urspr. g g; dann zu E (mit Bg.) korr.
36 SUS. A 1. Takthälfte urspr. wohl als f’–a’–f’ (C G ) mit Textun-
terlegung „[a-]sco-se“ angesetzt; dann die beiden 16tel-
Noten mit Silbe „se“ gestrichen, 2. 16tel-Note vielleicht
als Augmentationspunkt zur 1. Note (C ) umgedeutet, 2.
Takthälfte notiert und dort zu c’ Silbe „se“ wiederholt.
37 *Fl. A ohne Stacc.-Punkte (in Notenanhang C nicht ergänzt)
38 Bls., V. I,II, A jeweils große r teilweise schon mit g angesetzt
Va.
Vc./B. A 1. Takthälfte: große r zu C ¬ statt normale r zu ¬ (vgl.
dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbän-
den, S. 416)
39 – A der nach diesem Takt auf S. 169-170 des Autographs
zunächst notierte und dann gestrichene Entwurf für den
Arien-Schluß ist im Notenanhang A/6, S. 335 f., wie-
dergegeben (vgl. auch die Bemerkung zu T. 40-41: Str.)

224
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 225

Takt System Quelle Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(39) SUS. A jeweils G mit Bg. (so auch in Notenanhang C)


39-42 Fl. C1 am Ende der Zeile mit T. 37-42 der Uraufführungsfas-
sung notiert Schreiber 2 auf ausradierter Mehrtaktpause
und teilweise auf hs. in den rechten Rand verlängertem
Rastral die Takte T. 39 bis 42 der endültigen Fassung
(vgl. auch die Bemerkung zu T. 40-42+)
Fag. C1 am Ende der Zeile mit T. 37-41 der Uraufführungsfas-
sung notiert Schreiber 2 auf ausradierter Mehrtaktpause
die Takte 39 bis 41 der engültigen Fassung und fährt
auf der Folgezeile (= neue Seite) mit g (d’) ¬ ¬ statt ² ¬ zu
Beginn von T. 42 fort; 2. Takthälfte und Folgenotat
dort dann wie Uraufführungs- und zugleich endgültige
Fassung (vgl. auch die Bemerkung zu T. 40 bis 42+ und
zu T. 42)
40 – A Seitenbeginn (= S. 171): im linken Rand Stimmenbe-
zeichnungen für Bls. wiederholt: oboe, fagotto, flauto
(vgl. auch die Bemerkungen zu T. 10, 27, 48).
Fl. A irrtümlich wie Fag. angesetzt; ausgewischt und über-
schrieben.
V. II A 4. 8tel aus a’ korr.
40-41 SUS. A urspr. , .|C g (f”–f” übergebunden und f’); verwischt,
nar ___ di
gestrichen sowie Neunotation mit hellerer Tinte, aber
kein Bg. über T. 40 bis 1. Note T. 41 (vgl. dazu Berich-
tigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416).
Str. A jeweils urspr. g [wie NMA] ¬ ¬ ² ¬|² ¬; bei Neuno-
tation in der Regel ² mit g oder ¬ überschrieben und
zusätzlich benötigte ¬ eingefügt (g ¬ ¬).
42 Fag. A 1. Hälfte zunächst ² ¬ ; bei Nachnotation für die endgül-
tige Fassung (g: f’) ² aber nicht mit ¬ überschrieben.
42/43 Fag., V. I, A NMA folgt der divergierenden Bg.-Setzung im Auto-
Va. graph
46 Bls. A Setzung von Pausen- und r wie in Notenanhang C
Str. A jeweils r r nicht immer präzise gesetzt, aber wohl ge-
meint, wie in Notenanhang C dargestellt (vgl. dazu Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416,
dort die Bemerkungen zu Str. und zu V. I,II, Va.).
SUS. A urspr. r zur 1. Note; dann verlängert, jedoch nicht bis
zur 3. Note (siehe dazu Notenanhang C und vgl. auch
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 416).

225
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 226

Takt System Quelle Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

47-48+ Fl. A Nachnotation für die endgültige Fassung; in 2. Hälfte


von T. 48 wird dabei B der Uraufführungsfassung mit ¬
überschrieben.
Ob. A bis 1. Hälfte T. 48 Nachnotation für die endgültige Fas-
sung, wobei g (f”) ² der Uraufführungsfassung über-
schreibt und eine zusätzlich ¬ eingefügt ist.
Fag. A Nachnotation für die endgültige Fassung, wobei ² in der
2. Takthälfte B der Uraufführungsfassung überschreibt.
47-48 Fl., Fag. C1 die Übertragung von Mozarts Nachnotation für die end-
gültige Fassung (vgl. dazu die beiden vorangehenden
Bemerkungen) ist zunächst wohl erfolgt, dann aber
wieder ausradiert worden; die anschließende Revision
beider Pausentakte, die wohl im Zusammenhang mit
zeitweiser Hinzufügung zusätzlicher r stand, gehört
nicht in die Zeit der Uraufführung.
48 – A Seitenbeginn (= S. 172): im linken Rand Stimmenbe-
zeichnungen für Bls. wiederholt: oboe, fagotto, flauto
(vgl. auch die Bemerkungen zu T. 10, 27, 40).
50 – A unterhalb des Schlußstrichs im (leeren) 11. System von
fremder Hand Taktzähler: 50.; am Ende der Seite von
anderer fremder Hand ober- und unterhalb des 11. Sy-
stems: Siegue Recitativo / Istrumentato. (als Verweis
auf die hier irrtümlich nachgebundene No. 27; vgl. Ab-
schnitt I. Quellen, S. 35 und 51).

Scena XI
R e c i t a t i v o „Perfida, e in quella forma meco mentia?“ (Figaro, Cherubino, La Con-
tessa)
[Quelle A/Teil 2: fehlt.]
Der Verbleib der autographen Niederschrift ist nicht bekannt (vgl. dazu Abschnitt I. Quellen,
S. 35 bzw. 52).
Als Hauptquelle für das Rezitativ ist Quelle B2 anzusehen, doch basiert NMA auf Georg
Schünemann 1941. Für den Krit. Bericht wurden zum Vergleich die Quellen B2 (Band 4, Bl.
39v), D. (Bl. 450v) und K (S. 791-792) herangezogen.
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

2-3 FIG. Gesangstext in den Quellen B2, D und K: „s’io vegli, e dorma“
(vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 416)
3 FIG. 1. Note in den Quellen ohne y (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416)

226
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:31 Uhr Seite 227

Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

(3) CHER. die Textmarke zur Vokalise lautet in den wichtigsten Quellen
(etwa in B2, D und K) „La la la la la la la lera“ und stimmt in
dieser Form mit dem Versmaß von No. 12 („Voi che sapete che
cosa è amor“) überein; vgl. dazu auch Abschnitt V. Bemerkun-
gen zum Libretto, dort 1. Zum Gesangstext, S. 288, sowie Berich-
tigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416.
Die in Quelle A/Teil 2 nicht enthaltene CHER.-Arietta „Voi che intendete“ ist im Notenan-
hang D/9, S. 405-407, als Rekonstruktion nach den Quellen C und M2 wiedergegeben (vgl.
die Abschnitte III. Fassungen, S. 260, und IV. Die wichtigsten Varianten in den Hauptüber-
lieferungszweigen, S. 280).

Scena XII-XIV
N o . 2 9 F i n a l e „Pian pianin le andrò più presso“ (Susanna, La Contessa, Barbarina,
Cherubino, Marcellina, Basilio, Il Conte, Antonio, Figaro)
[Quelle A/Teil 2: S. 191-253, S. 254 leer; Quelle A3 (Harmoniestimmen-Particell): Hbls. und
Cor. T. 335-447 auf fünf Seiten (zwei Akkoladen auf S. 1-4, auf S. 5 eine Akkolade mit
T. 439-447, Systeme 7-12 auf dieser Seite leer) sowie Bls. und Timpani T. 448-521 auf sechs
Seiten (die letzte mit T. 516-521 nur zur Hälfte beschrieben und auf diesen sechs Seiten
jeweils 1. System leer)58.]

Tempobezeichnung Andante: über dem Vc./B.-System.


Partituranordnung und Stimmenbezeichnungen in Quelle A/Teil 2: 2 Violini [zwei Systeme],
Viole [ein System], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 corni / in D [ein
System mit doppeltem Violinschlüssel], 2 fagotti [ein System], Sus:, La con:, Cher:, il con:,
fig: [von Unterstreichung der Rollenbezeichnung il con: bis in die Bezeichnung fig: leichte
Verwischung], [Vc./B.: ein System].
Takt System Bemerkung
______________________________________________________________________________________________

– Ob., V. II Systemvorzeichnung: jeweils cis”–fis”


LA C. Systemvorzeichnung: cis”–fis’
FIG. Systemvorzeichnung: cis–fis
1 *Ob., Fag., Cor. jeweils ohne f
2, 22 *V. I,II jeweils ohne p zur 2. Takthälfte
3 *Ob., Fag. II jeweils ohne Bg.
3-4 Fag. im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn von
T. 6 gesetzt)
3, 11, CHER. jeweils G mit Bg.
15, 17
4 V. I zu den drei letzten Noten urspr. Portato-Bg.; stark verwischt.

58 Vgl. zu Quelle A3 Abschnitt I. Quellen, S. 58. – Einzelbemerkungen zum Particell sind ab T. 335 integriert.

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Takt System Bemerkung


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5 LA C. A zu Taktbeginn: später von anderer Hand mit heller Tinte zu ²


korr.
Vc./B. mit Bg. zu T. 6 (zwischen den beiden Takten Seitenwechsel =
S. 191/192); vgl. aber Va. (also nicht in NMA zu übernehmen).
6 *Fag. I ohne y
Str. cresc. teilweise später angesetzt (vgl. aber Bls.)
7 *V. I 8. Note ohne Stacc.-Punkt (1. Note getrennt behalst; vgl. aber
T. 8)
9 *Ob. II · jeweils ohne Bg.
10 *Fag. II z
V. II Bg. beginnt mit 2. Note (vgl. aber Folgetakt)
CHER. vorletzte Note urspr. h’, deshalb zur letzten Note ! ; beides ge-
strichen und vorletzte Note (mit ! ) neu notiert.
12 V. I 4. 4tel: anderer Ansatz verwischt
13 Cor. jeweils 2. Takthälfte: urspr. C g mit Haltebg. zu T. 14; dann
jeweils g ausgewischt und zu C Augmentationspunkt gesetzt.
V. I, Va. jeweils 4. 8tel: zunächst f; in V. I gestrichen und p in gleicher
Höhe über dem System plaziert, in Va. verwischt, worauf ColB:
folgt.
13-14 *Ob. II, Fag. II jeweils ohne Stacc.-Punkte
Fag. ab 2. Note T. 13 im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder
zu Beginn von T. 15 gesetzt)
Vc./B. jeweils Bg. nicht deutlich bis zur Zielnote C (a) gezogen
14-15 V. I wegen Seitenwechsels (= S. 193/194) 3. Bg. nicht bis 1. Note
T. 15 gezogen (vgl. aber T. 16-17)
14-17 V. I jeweils Vorschlagsnote: i (durchstrichenes g)
15, 18, 19 V. I,II jeweils cresc. erst zur 1. 32stel-Gruppe gesetzt (vgl. aber Kon-
text)
16 Fag. urspr. A zu Taktbeginn; ausgestrichen und B auf Taktmitte ge-
setzt.
16/17 V. I zum Taktstrich über dem System von fremder Hand: N:o sowie
zwischen 1. und 2. Hälfte T. 16 vertikaler Strich oberhalb des
Systems (Verweiszeichen von ungeklärter Bedeutung)
16-17 Vc./B. ein Bg. von 5. Note T. 16 bis 2. Note T. 17 (vgl. aber Ob.)
17 V. I 2. Bg. endet mit letzter 32stel (vgl. aber T. 16)
Va. Bg. zu , in T. 18 zunächst zu kurz, dann deutlich verlängert.
18 Fag. jeweils 1. Note einzeln behalst
LA C. Augmentationspunkt nach vorletzter Note vergessen
20 Bls., V. I,II, jeweils cresc. etwas später angesetzt (vgl. aber Vc./B.: dort
Va. deutlich zum 3. 4tel)
LA C. 9. Note aus a’ korr.

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Takt System Bemerkung


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(20) V. I 2. 4tel: zwischen 3./4. Note Papier- bzw. Rastrierfehler, weshalb


die beiden oberen Systemlinien dick nachgezogen sind.
23 *Ob. II, Fag. II jeweils ohne Bg.
23, 36 IL C. jeweils G mit Bg.
24 V. I p und 2. 4tel teilweise verkleckst bzw. verwischt: wohl eher kei-
ne Korr.
25 *V. I,II jeweils 1. 4tel: ohne sfp
25-26 Va., Vc./B. Quintparallelen von späterer Hand mit Strich angezeigt
26 *Fag. II ohne Artikulationsbg.
*Va. 4. Note ohne Stacc.-Strich
27 *V. II 1. Note ohne }
V. II Verwischung vor 3. Note: wohl keine Korr.
Vc./B. 5./6. Note auf Verwischung
27, 28 V. I jeweils 1. Takthälfte: Bg. stets bis zur 16tel-Zielnote gezogen
(vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 416)
28 *Ob. II 2./3. Note ohne Bg.
29 Bls., Str. jeweils cresc. etwas später angesetzt
Ob. I 2. Note kollidiert mit f zu Va.: keine Korr.
*Ob. II die beiden letzten Noten ohne Stacc.-Punkte
30 CHER. Tc mit Bg.
V. II, Va. der jeweilige Bg. reicht nicht bis zur Zielnote (vgl. aber T. 31,
V. I)
31 *V. II ohne Bg.
*Va. ohne ! zur 2. Note
32 *Ob., Cor. jeweils ohne p
CHER. Gesangstext: „e“ in „ve’“ stark verdickt bzw. korr.
33 *Vc./B. ohne cresc.
34 *V. II 7. Note ohne Stacc.-Punkt
34, 35 *V. I · jeweils 2. Takthälfte: ohne Stacc.-Punkte
35 *V. II, Va. z
35 V. I,II jeweils Bg. nur zur 1. Takthälfte (vgl. dazu Berichtigungen und
Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416)
– zu Taktbeginn im 2.-4. Sgst.-System vertikaler Wischer: keine
Korr.
CHER. nach 1. Note Verwischung, die bis in die angrenzenden Systeme
(LA C. und IL C.) reicht: wohl keine Korr.
35-37 Fag. im Tenorschlüssel (Baßschlüssel dann wieder zu Beginn von
T. 39 gesetzt)
36 *Ob., Fag. jeweils 2.-4. 4tel ohne Bg.
Sgst. jeweils G mit Bg.
SUS. zwischen den beiden letzten Noten verwischter anderer Ansatz

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 230

Takt System Bemerkung


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37 SUS. nach 1. 4tel im System heller brauner Fleck, der auf der Rück-
seite (= S. 200) durchschlägt und von dem nach oben und nach
unten leichte Verwischungen ausgehen.
37 *V. I,II · jeweils 2. Takthälfte: ohne Stacc.-Punkte
38 *V. II, Va. z
39 *Ob. ohne p
Va. je ein Bg. zu 1.-3. und zu 4. bis letzter Note (vgl. aber V. I,II und
Fag.)
40-46 Sgst. --
jeweils G bzw. ac mit Bg.
42 Vc./B. } zur 4. Note überschreibt zunächst gesetztes !
42, 45 V. I, SUS., jeweils cresc. etwas später angesetzt
LA C., IL C.
Vc./B. cresc. bereits zur 4. Note (in T. 45 auch FIG.)
43 V. I 3. 4tel: ein Bg.; 4. 4tel: mit Bg. statt Stacc.-Punkte (vgl. aber
Kontext und auch T. 46, jedoch mit Bemerkung dort zu V. I,II)
V. II 2. Takthälfte: je ein Bg. zur 1.-3. und zur 4.-6. Note (vgl. aber
T. 46, jedoch mit Bemerkung dort zu V. I,II)
*Va. 1./2. Note ohne Artikulationsbg.; 2. Takthälfte ohne Stacc.-
Punkte
IL C. Gesangstext zu den drei letzten Noten: zunächst „curiosi“; ge-
strichen und darüber „temeri=“ gesetzt.
*Vc./B. 2. Takthälfte: ohne Stacc.-Punkte (Fag.: col Basso)
43, 46 LA C. jeweils 1./2. Note mit Bg. (vgl. aber Gesangstext)
44 Fag. nach 1. 4tel zunächst ColB: vermerkt; verwischt und überschrie-
ben.
45 SUS. 1. Note: am Fähnchen Tinte zusammengelaufen; keine Korr.
Vc./B. Kopf der 2. Note auf starker Verwischung
46 *V. I,II jeweils 4. 4tel: ohne Artikulation
*Va., Vc./B. 2. Takthälfte ohne Stacc.-Punkte (Fag.: col Basso)
*SUS. 1. Note ohne }
Vc./B. f leicht verwischt: keine Korr.
*Vc./B. 2. Takthälfte ohne Stacc.-Punkte (Fag.: col Basso)
47 LA C. 2. 4tel: ¬ überschreibt zunächst gesetzte ²
Vc./B. 4. 4tel (g ¬) auf von der Rückseite (= S. 202) durchschlagendem
Tintenfleck (vgl. die folgende Bemerkung)
48 Vc./B. Tintenfleck zwischen 2./3. Note verdeckt ¬ im 2. 4tel (vgl. die
vorige Bemerkung)
49 LA C. Gesangstext: zur 2.-4. Note urspr. „colla sua“ gesetzt; mit Ab-
kürzung für Text bis T. 50 (–:–) überschrieben.
FIG. Tintenfleck (und Kopistenzeichen) im Bereich der 2. Note: keine
Korr.
50 FIG. zunächst „/parte/“; gestrichen und dahinter „/si ritira./“ gesetzt.
50/51 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel

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Takt System Bemerkung


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51 – Tempobezeichnung con un pò più di motto. oberhalb der Akko-


lade sowie über 4. und 12. System (im letzteren Fall un pò spä-
ter eingefügt, dort auch mit Doppelpunkt nach motto); vgl. dazu
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416.
– jeweils (ausgenommen Cor.) Systemvorzeichnung: in der
entspr. Lage entweder fis–c oder umgekehrt
Fag. I nach 1. 4tel zunächst ColB: eingetragen; ausgewischt und über-
schrieben.
*Fag. I, V. I jeweils letzte Note ohne Stacc.-Punkt
52 – Seitenbeginn (= S. 203): Neueinteilung der Partitur mit Stimmen-
bezeichnungen zum 4.-11. System: 2 flautti [ein System],
2 oboe [ein System], 2 corni [ein System], 2 fagotti [ein System],
Susan–a, La Contessa, il Conte, figaro:
*V. I 3. Note ohne Stacc.-Punkt
55 Vc./B. Bg. nicht deutlich bis zur letzten Note gezogen (vgl. aber Va.)
56 *V. I,II jeweils 4. 4tel: ohne Stacc.-Punkte; V. II: vorletzte Note ohne }
LA C. 3./4. Note: zusätzlich zum Haltebg. e”–e” in Neuansatz ein Bg.
bis zur nachfolgenden Note g” (also zu C G ) gezogen
57, 58, 63 FIG. jeweils G bzw. T.c mit Bg.
60 V. I 2./3. 4tel: notiert C . (a”) übergebunden: C g (vgl. aber Ob. I und
T. 85)
61 *V. II 3. 4tel: 2. Note ohne }
63 V. I 4. 4tel: zunächst wohl C (a’); gestrichen und davor g und
danach ¬ gesetzt.
64 V. II das zur 4. Note vergessene ! nachgetragen (! auch zur 6. und 12.
Note gesetzt); die zwei letzten 16tel-Noten reichen über den be-
reits gezogenen Taktstrich 64/65 hinaus, weshalb in T. 65 dann
noch ein gesonderter System-Taktstrich nach gis’ gezogen ist.
66 IL C. letzte Note aus g korr.
66, 74, 77 IL C. jeweils Tc mit Bg.
67 *Fl. II 2./3. Note ohne Bg.
Vc./B. leichte Verwischung an Balken zur 1.-3. Note
68 *V. I 7./8. Note ohne Stacc.-Punkte
*V. II jeweils ohne Stacc.-Punkte
69 Va., FIG. zwischen 4./5. bzw. 2./3. Note von späterer Hand Strich mit
Beischrift 5 als Hinweis auf Quintparallelen
69, 71 SUS. · jeweils T.c mit Bg.
70, 72 IL C. z
70 FIG. nach ² Verwischung: 2. 4tel vielleicht anders angesetzt
70, 76 SUS. jeweils G mit Bg.
72 *V. I 2. 4tel: beide Noten ohne Stacc.-Striche (vgl. aber T. 70)

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 232

Takt System Bemerkung


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73 Fl. II 2. Note kollidiert mit dynamischer Bezeichnung (cresc.) und


Bg. zu Va.
73, 76 SUS. jeweils G (4./5. Note) mit Bg.
76 *Fl. I aus Platzmangel ohne Bg. (vgl. aber T. 73)
V. II zu jedem 4tel Bg. (vgl. aber T. 73)
LA C. 1. Note: urspr. fis’ (ohne Augmentationspunkt); verwischt und
gestrichen sowie Neunotation.
FIG. 1. Note: urspr. d (ohne Augmentationspunkt); verwischt und Neu-
notation.
78 *V. I vorletzte Note ohne }
V. II 2. 4tel: je ein Bg. zur 1./2. und 3./4. Note (vgl. aber Kontext)
79 Ob. I nach 2. Note irrtümlich Augmentationspunkt
*Fag. II ohne }
V. I f urspr. zu Beginn von T. 80; dort gestrichen und zur letzten
Note T. 79 neu gesetzt.
83 *Ob. II ohne Bg. (vgl. aber Ob. I)
84 *Fag. ohne p
LA C. E mit Bg.
86 Str. crescendo mit Taktende (letztem 8tel) angesetzt (dann Seiten-
wechsel = S. 208/209) und bis in T. 87 reichend (vgl. dazu Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416)
87 *Fl. I ohne Bg. (wegen Platzmangels)
*Ob. ohne p
V. II Ganztaktbg., der allerdings erst mit 3. Note angesetzt ist (vgl. da-
zu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416)
88 V. I Bg. erst mit 2. Note begonnen (vgl. aber Ob. I)
89 V. II jeweils ein Bg. zur 2.-4. und 6.-8. Note (vgl. aber V. I)
90 *Ob. ohne p
IL C. irrtümlich Augmentationspunkt nach 7. Note
91 V. I 2.-4. 4tel urspr.:

dann 3./4. 4tel korr. zu:

dann für 2.-4. 4tel über dem System in einem eigens von Hand
gezogenen kurzen System mit hellerer Tinte die durchgehende
16tel-Version notiert ( jedoch p nicht wiederholt).

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 233

Takt System Bemerkung


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92 IL C. 4. 4tel: irrtümlich ¬ statt ²


92, 94 *Ob. II jeweils ohne Bg.
93 Fag. das wie in NMA plazierte p sollte analog Str. zum 4. 4tel T. 92
vorgezogen werden (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 416)
V. II 1./2. 4tel zunächst analog 1. Notenbeispiel in der Bemerkung zu
T. 91 notiert, dann erweitert wie im 2. Notenbeispiel der genann-
ten Bemerkung ( jedoch keine „erläuternde“ Nachnotation)
LA C. urspr. A ² ¬ eingetragen, also Einsatz wohl schon hier vorgese-
hen; gestrichen und B gesetzt.
94 *Fag. I ohne Bg.
96 IL C. Gesangstext: „gg“ von „leggere“ auf Verwischung
97 *Cor. ohne p
97-100 Fag. ab 2. Hälfte T. 97 bis 1. 4tel T. 100 im Tenorschlüssel (Baß-
schlüssel dann wieder in T. 100 nach 1. 4tel gesetzt)
98 *Fl. I 2.-4. Note wegen Platzmangels ohne Bg.
Cor. 2. Takthälfte: urspr. ,d; gestrichen und Neunotation.
99 *V. II 2. Takthälfte ohne Bg.
SUS. (LA C.) Gesangstext: „camina“ teilweise auf Rasur bzw. Verwischung
eines anderen Textansatzes (vielleicht „comincia“) geschrieben;
vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden,
S. 416, dort die Bemerkung zu T. 98, 99/SUS., LA C.
100 Cor. 2. Takthälfte: ,d auf verwischtem anderen Ansatz
103 *Fl. ohne p
Cor. über dem System /Corni in Ey vermerkt
104 V. I 2. Takthälfte: urspr. vielleicht d”– !dis” (C C )
*V. II 4./5. Note ohne Stacc.-Punkte
107 – mit Beginn einer neuen Seite (= S. 213) zum 10./11. System
Rollenbezeichnungen: Susan–a bzw. figaro; die Systeme 8/9 (seit
T. 52 SUS. und LA C.) bleiben bis T. 274 leer.
Vc./B. Verwischung nach 3. Note: keine Korr.
108/109 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel; unter-
halb der Akkolade zum Taktstrich von fremder Hand Taktzäh-
ler: 108
109 – Tempobezeichnung Larghetto oberhalb der Akkolade bzw. Lar-
ghetto: über dem FIG.-System; oberhalb des 5. Systems59 einge-
tragen: 2 clarinetti in B. [doppelter Violinschlüssel] und zwi-
schen 5./6. System: /2 oboe tacen t:/

59 Bisher Ob.; nach 1. 4tel Doppelstrich gezogen, und da mit Clar. sofort weiter notiert worden ist, fehlen ² ² für
2. und 3. 4tel Ob. (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416).

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 234

Takt System Bemerkung


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(109) *Clar. ohne p


Fag., Vc./B. Systemvorzeichnung: jeweils es–b–as
Va. Systemvorzeichnung: es’–as–b
FIG. Systemvorzeichnung: b–es–as
111 *Fl. ohne p
*Fag. II ohne Bg.
115 Fl. urspr. C ² ² ; gestrichen und jeweils C mit , . überschrieben.
118 Cor. p urspr. zu Taktbeginn gesetzt; verwischt und B eingetragen.
120/121 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel
121 – Tempobezeichnung All :o di molto: ober- und unterhalb der Ak-
kolade (im letzteren Fall ohne Doppelpunkt); zum 5.-7. System
abweichend molto All :o bzw. molto all:o ( jeweils schon am Ende
von T. 120 angesetzt).
123, 124 *V. II jeweils ohne sfp
124 FIG. vorletzte Note: Hals geht durch verdickten Punkt im oberen Sy-
stem-Zwischenraum (urspr. vielleicht g)
129 V. II im 3. 4tel Tintenklecks, auf dem Haltebg. zu T. 130 gezogen ist.
135-136 V. II, Va., Quintparalellen von späterer Hand jeweils durch Strich ange-
Vc./B. zeigt
136 Va. 1. Note vielleicht aus C korr.
139 Va. 3./4. Note: urspr. es’–g’; verwischt und Neunotation.
143 Clar. jeweils 1./2. Note: Quintsprünge in parallelen Terzen von spä-
terer Hand durch Strich angezeigt
145 *Vc./B. ohne p
147 V. I,II · jeweils Bg. bis 1. Note in T. 148 bzw. in T. 149 (vgl. aber Kon-
148 Vc./B. z text)
150, 151 Clar. I jeweils Bg. bis 1. Note des Folgetakts (vgl. aber Str., doch ist in
V. I der Bg. T. 150 ebenfalls bis T. 151 gezogen).
157, 160 *Fl. II · jeweils ohne Bg.
157/158, *Clar. II jeweils ohne Bg. (vgl. dazu aber Berichtigungen und Ergänzun-
160/161 gen zu den Teilbänden, S. 416).
160 Va. urspr. wohl , .; Augmentationspunkt ausgewischt und 3. 4tel no-
tiert sowie Ganztaktbg. gezogen.
169-174 Clar. irrtümlich klingend notiert und deshalb über dem System Korr.-
Vermerk Einen ton höher gesetzt sowie zur weiteren Verdeutli-
chung über alle Takte auch langen Bg. oder Klammer gezogen.
174 *Fl., Fag. jeweils ohne p
174, 179 Bls., Vc./B. jeweils cresc. mit Taktbeginn angesetzt (vgl. aber V. I,II und Va.)
175 Fl. urspr. jeweils C .; überschrieben.
179 *Clar. ohne p

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 235

Takt System Bemerkung


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181-189, Cor. jeweils zunächst irrtümlich und ohne Artikulation sowie teil-
191-192, weise auch ohne Dynamik in das (leere) 8. System eingetragen
227-233, (T. 181 bzw. T. 192 jeweils mit 2. 4tel beginnend, T. 261 mit
247-250, 1. 4tel endend); gestrichen und im richtigen System vollständige
253-261 Neunotation.
182-183 Clar., Cor. Bg. jeweils taktweise (vgl. aber V. I,II und T. 227-228)
183 FIG. Gesangstext: „vostri“ überschreibt „piedi“
186 *V. II 2. Note ohne }
190 *Vc./B. ohne p
193 Vc./B. urspr. B; bei Neunotation B mit ² (3. 4tel) überschrieben.
195 FIG. G mit Bg.
195-196 Fag., Vc./B. (an sich zulässige) Einklangparallelen von späterer Hand durch
Strich angezeigt
*Cor. I ohne Haltebg. (vgl. aber T. 203-204)
197 SUS. · jeweils E mit Bg.
z
199, FIG.
205-207
200 *Fl. ohne p
202 Vc./B. 1. Note urspr. d; verwischt und überschrieben.
202-203 *Fl. II ohne Bg.
203/204, FIG. jeweils Gesangstext: urspr. „furor“; gestrichen und darüber „ca-
206/207 lor“ gesetzt.
204 FIG. TUV mit Bg.
204/205 Vc./B. Bg. zunächst nicht bis zur Zielnote; dann weitergezogen (vgl.
auch die Bemerkung zu T. 205-208).
204-208 Fag. jeweils Bg. nur in T. 205/206 deutlich bis zur Zielnote
205-208 Vc./B. jeweils zunächst Ganztaktbg.; leicht verwischt und Bg. wie
NMA T. 205-207 mit hellerer Tinte neu gezogen und in T. 208
2. Note zur Verdeutlichung mit Stacc.-Strich versehen (der aber
als singulär nicht in NMA zu übernehmen ist).
209 V. II, Va., jeweils ohne Stacc.-Punkte (vgl. dazu aber Berichtigungen und
Vc./B. Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416)
213/214 *Fag. I ohne Bg.
215 *Clar. II · jeweils ohne p
z
217 *Fl.
217 Clar. 1. 4tel: zunächst als C wie Vortakte: f”/e”; verwischt und darauf
Neunotation (2. 4tel: ² auf leichter Verwischung).
Clar. II zunächst } zu C ; ausgewischt.
217/218 *Fl. II ohne Bg.

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Takt System Bemerkung


______________________________________________________________________________________________

218 V. I unsaubere Notation: 2. 4tel zunächst wohl wie T. 219 angesetzt;


dann sehr starke Rasur, sodaß 1.-3. Rastral-Linie nachzuziehen
waren (vielleicht auch Rastrierfehler), und gültige Notation von
2./3. 4tel leicht verdickt.
FIG. Gesangstext: „Su[p-]“ auf Verwischung, die ihren Ausgang aus
der unteren Systemhälfte nimmt.
220 V. II teilweise auf Verwischung, Flecken und/oder Rasur notiert
223 *Va. 2. Note ohne y
FIG. 1. Note aus C korr.
223-224 Clar. urspr.:

gestrichen und Neunotation ( jedoch T. 224 ohne B)


227-228 *Clar. II, Cor. II jeweils ohne Bg.
V. II jeweils Ganztaktbg. (vgl. aber V. I)
229 *V. II ohne Bg.
231 *Clar. ohne p (zu Taktbeginn sehr verdickte Durchstreichung eines
möglicherweise anderen Ansatzes)
231-232 Clar. I, Cor. I, wegen Seitenwechsels (= S. 224/225) zwischen beiden Takten
V. I,II jeweils Bg. unterteilt (vgl. auch die folgende Bemerkung)
*Clar. II, Cor. II jeweils ohne Bg.
232-233 SUS. erster Teil der szenischen Anweisung „(in voce naturale)“ be-
reits in T. 231 gesetzt
233 *Fl. I ohne Bg. (der in Fl. II allerdings bis zur Zielnote im Folgetakt
gezogen ist)
233-246 Bls., V. I, Bg.-Setzung recht uneinheitlich, doch in der Mehrzahl wie in
Va., Vc./B. NMA gesetzt: d. h. TUV mit Bg., der nicht bis zur C im Folgetakt
reicht (vgl. die Bemerkungen zu T. 233/Fl. I und zu T. 236/Fag. I).
235/236, Va. jeweils zunächst:
239/240

gestrichen und teilweise überschreibende Neunotation (in


T. 237 und 238 wohl zunächst analoge Korr. angedeutet, aber
nicht durchgeführt; vgl. T. 241/242).
236 *Fag. I ohne Bg. (Platzmangel)
247-248 *Clar. II, jeweils ohne Bg.
Fag. II, Cor. II

236
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 237

Takt System Bemerkung


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250 FIG. Verwischung vor C (3. 4tel): keine Korr.


250-251 *Clar. II, Fag. II jeweils ohne Bg.
251 *V. II 2. Note ohne }
253 *Clar. II ohne Bg.
258 FIG. 3. 4tel: zunächst möglicherweise f; gestrichen und Neunotation.
261 FIG. TUV mit Bg.
261-263 Vc./B. jeweils Bg. nur bis Taktende (vgl. aber Fag. und Va.)
262-263 · Cor. II jeweils mit „falschem“ Haltebg. (vgl. Cor. I)
297-297 z
262-264 FIG. jeweils E mit Bg.
264 Vc./B. nach Seitenwechsel (= S. 227/228) Ganztaktbg., d. h. Bg. von
T. 263 nicht herübergezogen und Ganztaktbg. auch nicht bis
T. 265 geführt (vgl. aber Fag. und Va.)
267 Va. 1. Note mit Stacc.-Punkt (vgl. dazu Berichtigungen und Er-
gänzungen zu den Teilbänden, S. 416)
*Vc./B. ohne Stacc.-Punkte
268 V. II zu Taktbeginn Verwischung, die bis in das Va.-System reicht:
keine Korr.
274 Bls., Str. jeweils große r über ² ² (vgl. dazu Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 416); nach dem Taktstrich unter-
halb der Akkolade von fremder Hand Taktzähler: 166. (letzte
Ziffer aus „5“ korr.; gezählt von T. 108).
*SUS., FIG. jeweils ohne r (T. 273 und 274 auch jeweils ohne B)
274/275 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel (zwi-
schen beiden Takten Seitenwechsel = S. 228/229)
275 – Neueinteilung der Partitur mit teilweiser Stimmenbezeichnung:
[Violini: zwei Systeme, Systemvorzeichnung V. I: a’–es”–b’],
[Viole: ein System mit Vorzeichnung: a–es’–b], 2 flautti [ein
System mit doppeltem Violinschlüssel und Vorzeichnung: a’–
es”–b’], 2 oboe [ein System mit doppeltem Violinschlüssel, Vor-
zeichnung: b’–es”, also ohne a’], 2 / clarinetti [ein System mit
doppeltem Violinschlüssel], 2 / Corni [ein System mit doppel-
tem Violinschlüssel, Vorzeichnung: h’], 2 fagotti [ein System
mit Vorzeichnung: a–b–es], Susan–a [Systemvorzeichnung: a’–
b’–es”], Il Conte [Systemvorzeichnung: a–b–es], figaro [Sy-
stemvorzeichnung: a–es–b], [Bassi: ein System mit Vorzeich-
nung: a–b–es].
– Tempobezeichnung Andante: oberhalb der Akkolade und (mit
Punkt statt Doppelpunkt) über dem SUS.-System
277 FIG. Gesangstext: letzter Buchstabe von „[te-]soro“ überschreibt an-
deren Ansatz

237
Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 238

Takt System Bemerkung


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279-280 *Fag. II · jeweils ohne Bg.


280 *Va. II z
281 *Ob., Cor. jeweils ohne p
282 Fag. zu Taktbeginn kleiner Tintenklecks
283 Fag. 1. 4tel auf verwischtem anderen Ansatz (2. 4tel: Faulenzer [´])
283-284 Cor. nach Seitenwechsel zwischen T. 282/283 (= S. 229/230) irrtüm-
lich im 6. System (Clar.); auf Verwischung B|B eingetragen
und im Cor.-System Neunotation.
286 *Fl. II ohne Bg.
SUS. 1. Note aus b’ korr.
289 *Fl. jeweils 3./4. Note ohne Bg.
Va. mit 2. Note begonnener Haltebg. zu T. 290 ausgewischt
291 *Fl. jeweils 1./2. und 3./4. Note ohne Bg.
292 Fag. 1. Note eine Terz höher angesetzt; ausgewischt und 1. 8tel-Grup-
pe notiert.
295 Vc./B. C ¬ auf großem Fettfleck
296 *Fl. I ohne Bg.
297 Fl. jeweils 1. Note separat behalst
*Va. 2./3. Note ohne Stacc.-Striche (2. Takthälfte etc.: col Basso; vgl.
auch die Bemerkung zu T. 298-299)
297 ff. SUS., IL C., urspr.: siehe Notenanhang A/7/a), S. 337-338.
FIG., Vc./B.
298-299 *Vc./B. jeweils ohne Stacc.-Striche (Va.: col Basso)
306 *Fl. II ohne Bg.
Vc./B. 2. Note höher (als f ) angesetzt, jedoch dann gleich als }e notiert.
309, 311 *Fl. I jeweils 1./2. und 3./4. Note ohne Bg.
311 *Fag. II 2./3. Note ohne Haltebg.
314-316 FIG., Vc./B. teilweise auf starker Rasur, weshalb urspr. Version nicht mehr
zu rekonstruieren ist.
315-316 *Fag. ohne Stacc.-Punkte
315, 316 FIG. jeweils E mit Bg.
317 FIG. 1. Note irrtümlich C statt g (vgl. aber IL C.)
317-318 *Fl. II, Ob. I, jeweils ohne Bg.
Clar. II, Fag. II
318 Bls., Vc./B. jeweils f später (zur Taktmitte) angesetzt (vgl. aber V. I,II und Va.)
319 Fag. p erst zur 4. Note
319 ff. IL C., FIG., siehe Notenanhang A/7/b), S. 339.
Vc./B.
320 Fag. zu simile vgl. Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbän-
den, S. 416.
322-323 SUS. zunächst irrtümlich im System IL C. eingetragen; gestrichen und
im richtigen (darüberliegenden) System erneut notiert.

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Takt System Bemerkung


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324-326 Cor. urspr.:


326

gestrichen und Neunotation.


326 Fl. 2. Takthälfte: urspr. ² ¬ ; überschrieben.
326-327 Cor. über dem System: /2 Corni in g/
327 *Fl. II ohne Bg.
328 *Fl. II 3./4. Note ohne Bg.
330 *Fl. I 1./2. und 3./4. Note aus Platzmangel ohne Bg.
332 *Fl. jeweils 1./2. Note ohne Bg.; Fl. I auch 3./4. Note ohne Bg.
334/335 – nur einfacher Taktstrich vor Takt- und Tempowechsel; unter-
halb des Systems zum Taktstrich von fremder Hand Taktzähler:
60 (gezählt von T. 274).
335 – Tempobezeichnung All :o assai oberhalb der Akkolade sowie
über den Systemen IL C. und Vc./B.
Zunächst über 6. System: Susan[!], über 7. System: Marcellina;
gestrichen (beide Systeme bis T. 380 leer) und über 8.-11. Sy-
stem Rollenbezeichnungen: Basilio, il Conte, Antonio [zunächst
Bartolo, gestrichen], figaro: [nach Baßschlüssel Systemvorzeich-
nung: e–H–fis]; Systemvorzeichnung im 2. System (V. II): e”–
h’–fis” bzw. im 3. System (Va.): e’–h–fis’.
Im 5. System (bisher Ob.) bis zum letzten Takt der Seite
(= S. 236) Vermerk: Die blas Instrumenten sind auf dem Extra
blatt. = Quelle A3 (vgl. die folgende Bemerkung)
Quelle A3 (S. 3): Tempobezeichnung All :o Assai oberhalb der
Akkolade; Particell-Anordnung und Stimmenbezeichnungen:
2 flautti [zwei Systeme], 2 oboe [ein System mit doppeltem Vio-
linschlüssel], 2 Corni / in g [ein System mit doppeltem Violin-
schlüssel], 2 fagotti [zwei Systeme]
335 *Bls. · jeweils ohne f
339 *Fl., Fag.
z
343 *Fl., Ob., Fag.
344 V. II 2. Takthälfte: ,d (c”) auf Verwischung; urspr. vielleicht als g’
angesetzt.
345 Vc./B. zum 2. 4tel urspr. cresc.; gestrichen.
346 *Fl. I, Ob. jeweils 1. Note ohne sf (Fl. II: unis.)
347 V. I an sfp leichte Verwischung: keine Korr.
347, 348 Fl. I, Ob., jeweils p zur 1. bzw. sf zur 3. Note (Fl. II, Fag. II: unis.); vgl.
Fag. I aber Kontext.

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Takt System Bemerkung


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349 Vc./B. 1. Takthälfte: urspr. ,d (g); verwischt und überschrieben.


349, 350 *V. II, Va. jeweils ,d ohne Stacc.-Strich ( jeweils V. I: ,d mit Stacc.-Strich)
357 *Va. II ohne Bg.
357, 358 *Ob. II jeweils ohne Bg.
358-359 FIG. Gesangstext: urspr. „da goder“; gestrichen und darunter „che
piacer!“ geschrieben.
362/363 Cor. I zwischen beiden Takten Seitenwechsel (= S. 1/2 in Quelle A3):
Haltebg. in T. 362 nicht angesetzt, aber in T. 363 (als vom
Vortakt kommend) zu C gezogen.
364, 365 *Fag. I jeweils ohne Bg. (Fag. II: unis.)
365 *Ob. ohne Bg.
366 Vc./B. , , (statt korrekt ,d ,d und entspr. in NMA ausgestochen)
369 *Fag. I ohne }
369-372 *Ob. II ohne Bg.
371-375 Fag. I Bg. nicht bis 1. 4tel T. 375
*Fag. II ohne Bg. (zu Fag. I,II vgl. wegen Bg.-Setzung analog Fag. I
Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416)
373-375 Ob. I Bg. nicht bis 1. 4tel T. 375
*Ob. II ohne Bg. (zu Ob. I,II vgl. wegen Bg.-Setzung analog Ob. I Be-
richtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 416)
376 Fl. II 1. Note a” (, .) mit Bg. zu g”, also unisono mit Fl. I (vgl. auch
die Bemerkung zu T. 377, 378 sowie Berichtigungen und Ergän-
zungen zu den Teilbänden, S. 416).
377 Cor. 4. 4tel auf Verwischung
377, 378 Fl. II jeweils 2. Note a” (, ), also unisono mit Fl. I (vgl. auch die Be-
merkung zu T. 376 sowie Berichtigungen und Ergänzungen zu
den Teilbänden, S. 416)
379/380 Vc./B. crescendo zu beiden Takten ausgeschrieben und f erst in T. 381
(neue Seite = S. 241) plaziert; vgl. aber Kontext.
381 – mit neuer Seite (= S. 241) Sgst. im 5.-11. System neu an-
geordnet und bezeichnet: Susan–a:, La Contessa / Barbarina [auf
einem System], Marcellina / Cherubino [mit Schlüssel und Sy-
stemvorzeichnung auf einem System], Basilio, Conte, Antonio,
figaro:
390, 392 Va. jeweils f später, d. h. zu Beginn des jeweiligen Folgetakts pla-
ziert (vgl. aber Kontext).
390-393 *Ob. II jeweils ohne Stacc.-Punkte
395 *Vc./B. ohne Stacc.-Strich (vgl. aber Hbls.: Quelle A3)
397 *V. I, Va. jeweils ,d ,d ohne Stacc.-Striche (V. II: unis.)
398 Cor. p erst zu Beginn des Folgetakts (vgl. aber Kontext)
400 Vc./B. 2. Note mit Stacc.-Strich (vgl. aber Kontext)

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Takt System Bemerkung


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402 Cor. p statt pp (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den


Teilbänden, S. 416)
*Va. ohne pp
403 *V. I,II jeweils ohne Stacc.-Punkte (zu simile in T. 404 vgl. Berichti-
gungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 417)
*Vc./B. ohne pp, das (dann kursiv) zu T. 402 gerückt werden muß (vgl.
dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teilbänden, S. 417).
404 Hbls. jeweils p statt pp (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen
zu den Teilbänden, S. 417)
405 *Fag. jeweils 1. Note ohne }
407 *Fl. II, Ob. II, jeweils 1. Note ohne y
Fag.
409 *Fl. II, Ob. II jeweils 1. Note ohne }
411 *Fl. I, Ob. I jeweils 1. Note ohne y
412 BAS. urspr. , . C (es’–d’); ausgewischt und überschrieben.
*BAS. ohne y
413 BAS. möglicherweise überschreiben , , zunächst gesetzte C C
414 *IL C. ohne y
415 *ANT., Vc./B. jeweils 1. Note ohne y
416 *Ob. I, Fag. II jeweils ohne !
416, 417 BAS. jeweils aus C ² C ² (ohne Gesangstext) korr.
416-419 *Fag. I ohne Bg.
420 Bls., Str. , ² ² und große r zu , ² (auch in Quelle A3, dort allerdings
nicht immer deutlich mit , beginnend, wenn auch zweifellos so
gemeint)
Sgst. zunächst jeweils r über ² ; dann im Neuansatz nach vorne gezo-
gen; 2. Takthälfte im System BAS.: ² ² (statt A).
ANT. 2. Takthälfte: ² [²] statt A
– Tempobezeichnung (zum 4. 4tel) andante oberhalb der Akko-
lade bzw. Andante über LA C.- bzw. Vc./B.-System (hier mit
Punkt); in Quelle A3 (gleichermaßen plaziert) andante über Ob.-
bzw. Andante über Fag. I-System.
Vgl. zu T. 420 Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 417.
420/421 – nur einfacher Taktstrich (auch in Quelle A3)
420, 421 *V. I,II, Va. jeweils ohne p
420, 422 IL C. · jeweils E mit Bg.
z
424, 426 LA C.
424 Ob. I: , ² ² mit großer r zu , ² ; II: A ² ² mit großer r zu A ²
Fag. I: C C ² ² mit r zu C und großer r zu C ²; II: A ² ² mit großer
r zu A ²

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Takt System Bemerkung


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(424) IL C. C C ² ² : zunächst r zu jeder 4tel-Note, dann zweite r zur


vorhergehenden und folgenden Note hin verlängert.
LA C. A ² mit großer r
V. II , ² ² mit großer r über , ²
Vc./B. , . mit r und ² statt , und A mit jeweils r
Vgl. zu T. 424 Berichtigungen und Ergänzungen zu den Teil-
bänden, S. 417.
425 Vc./B. Beischrift Violoncelli (am Ende von T. 424 begonnen)
426 *V. I 1./2. Note ohne Bg.
428, 429 *Ob. II jeweils ohne Bg.
429 LA C. 2. 4tel: abbc mit Bg.
430 Ob. 3. 4tel: ² überschreibt urspr. gesetzte A
V. I Takt zunächst mit ¬ begonnen (vgl. T. 432); gestrichen und
Neunotation.
BARB. wie LA C. (d. h. g’ im gemeinsamen System doppelt behalst);
vgl. aber CHER.
*Vc./B. Beischrift Bassi.
430-431 LA C. unterhalb des Systems Rollenbezeichnung: Barbarina:, die bis
T. 445 zusammen mit LA C. auf einem System notiert ist.
432, 434 *Ob. II jeweils ohne Bg.
433 *Ob. I ohne Bg.
434 Bls., Vc./B. jeweils cresc. volltaktig begonnen (vgl. aber Kontext)
*Cor. jeweils ohne Bg.
435 Fag. jeweils p statt pp (vgl. aber Kontext)
SUS., BARB., jeweils 2. 4tel: abbc mit Bg.
CHER., MARC.
436, 439 Sgst. jeweils T.c mit Bg. (Ausnahmen: T. 436 LA C., T. 439 LA C.,
BARB.)
437 Ob., Fag. I, jeweils decresc. wohl aus cresc. korr.
Cor.
440 *Cor. ohne p
441 Fag. II zur 1. Note Stacc.-Strich (vgl. aber Kontext)
442 BAS. 1. Note auf Verwischung: keine Korr.
442 *Ob. I · jeweils ohne Bg.
z
443, 444 *Ob. II
443 SUS. 2. Takthälfte: C E mit Bg. (LA C. ohne Bg. und vgl. Textun-
terlegung)
444 Fl. I, Fag. II jeweils Bg. erst ab 2. Note (vgl. aber Kontext)
446 Ob. p statt pp (vgl. dazu Berichtigungen und Ergänzungen zu den
Teilbänden, S. 417)
447 *Fl. I ohne pp

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Krit.Bericht-Figaro201-324 14.05.2007 17:32 Uhr Seite 243

Takt System Bemerkung


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(447) Va. 2./3. Note urspr. eine Oktave tiefer; ausgewischt und Neunotation.
– Quelle A3: zu Ende der Akkolade auf Seite 7 unterhalb des (lee-
ren) 7. Systems: Volti Subito
447/448 – nur einfacher Taktstrich vor Tempowechsel (auch in Quelle A3)
447-448 *Vc./B. ohne Bg. über den Takstrich
448 – Tempobezeichnung All :oassai: oberhalb der Akkkolade sowie
über 3., 6. und 12. System. – Anordnung der Sgst. im 5.-11. Sy-
s