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PETRUS-BRIEFE

Deutsch von Torsten Schwanke

ERSTER PETRUSBRIEF

ERSTES KAPITEL

1 Petrus, Apostel Jesu Christi, an alle, die als Ausländer in der Zerstreuung von Pontus, Galatien,
Kappadokien, Asien und Bithynien leben und ausgewählt wurden.

2 In der Weitsicht Gottes, des Vaters, um vom Geist heilig gemacht zu werden, Jesus Christus
gehorsam und mit seinem Blut besprüht zu sein: Gnade und Frieden sind in Fülle.

3 Gesegnet sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns durch seine große
Barmherzigkeit durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine neue Geburt
eine lebendige Hoffnung geschenkt hat

4 und ein Erbe, das niemals verdorben oder verschmutzt werden kann und niemals vergeht. Es ist
im Himmel für euch reserviert,

5 die durch Gottes Kraft durch den Glauben in Sicherheit gebracht werden, bis die vorbereitete
Erlösung zum letzten Zeitpunkt offenbart wird.

6 Dies ist eine große Freude für euch, auch wenn ihr für kurze Zeit alle möglichen Prüfungen tragen
müsst;

7 damit der Wert eures Glaubens, der mehr wert ist als Gold, das selbst dann vergänglich ist, wenn
es durch Feuer geprüft wurde, zu eurem Lob und eurer Ehre erwiesen werden kann, wenn Jesus
Christus offenbart wird.

8 Du hast ihn nicht gesehen, aber du liebst ihn; und ohne ihn zu sehen, glaubst du an ihn und bist so
bereits von einer Freude erfüllt, die so herrlich ist, dass sie nicht beschrieben werden kann;

9 und du bist dir des Ziels deines Glaubens sicher, das heißt der Errettung deiner Seele.

10 Diese Erlösung war Gegenstand der Suche und Untersuchung der Propheten, die von der Gnade
sprachen, die ihr erhalten solltet,

11 auf der Suche nach der Zeit und den Umständen, für die der Geist Christi, der in ihnen Zeugnis
ablegte, die Leiden Christi und die Herrlichkeit offenbart, um ihnen zu folgen.

12 Es wurde ihnen offenbart, dass es für euch und nicht für sie selbst war, dass sie als Diener
fungierten, die die Botschaft überbrachten, die euch jetzt von denjenigen verkündet wurde, die euch
das Evangelium durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist gepredigt haben. Sogar die Engel
sehnen sich nach diesen Dingen.

13 Euer Geist muss also nüchtern und einsatzbereit sein; setzt eure ganze Hoffnung auf die Gnade,
die euch die Offenbarung Jesu Christi gebracht hat.

14 Erlaube dir nicht, von den Leidenschaften deiner alten Unwissenheit geformt zu werden.
15 Aber als gehorsame Kinder seid in all eurer Tätigkeit heilig nach dem Vorbild des Heiligen, der
uns ruft,

16 da die Schrift sagt: Sei heilig, denn ich bin heilig.

17 Und wenn ihr den Vater ansprecht, der ohne Bevorzugung nach den Taten jedes Einzelnen
urteilt, so lebt die Zeit eures Exils hier in tiefer Ehrfurcht.

18 Denn du weißt, dass der Preis deines Lösegelds von der vergeblichen Lebensweise, die von
deinen Vätern weitergegeben wurde, bezahlt wurde und nicht mit etwas Verderblichem, wie Silber
oder Gold,

19 sondern mit dem kostbarem Blut von einem tadellosen und fleckenlosen Lamm, Christus.

20 Er wurde vor der Errichtung der Welt bestimmt und zum letzten Zeitpunkt für euch enthüllt.

21 Durch ihn hast du jetzt Glauben an Gott, der ihn von den Toten auferweckte und ihm zu diesem
Zweck die Ehre gab, damit dein Glaube und deine Hoffnung auf Gott stehen.

22 Da du dich durch deinen Gehorsam gegenüber der Wahrheit gereinigt hast, damit du die
aufrichtige Liebe der Brüder erfahren kannst, liebe intensiv aus dem Herzen;

23 denn deine neue Geburt stammte nicht aus einem verderblichen Samen, sondern aus einem
unverderblichen Samen, dem lebendigen und dauerhaften Wort Gottes.

24 Denn die ganze Menschheit ist Gras und all ihre Schönheit wie die der wilden Blumen. Wenn
das Gras verdorrt, verblasst die Blume,

25 aber das Wort des Herrn bleibt für immer. Und dieses Wort ist die Freudenbotschaft, die euch
gebracht wurde.

ZWEITES KAPITEL

1 Befreie dich also von allem Trotz, von Betrug, Heuchelei, Neid und heftiger Kritik.

2 Wie bei Neugeborenen sollte deine Sehnsucht nach Muttermilch sein, der unverfälschten geistigen
Milch, die dir helfen wird, zur Erlösung zu kommen,

3 auf jeden Fall, wenn du geschmeckt hast, dass Jesus gut ist!

4 Er ist der lebendige Stein, von den Menschen zurückgewiesen, aber von Gott ausgewählt und für
ihn wertvoll; stell dich ihm nahe,

5 damit auch ihr lebendige Steine seid, die ein geistiges Haus als heiliges Priestertum bilden, um die
geistlichen Opfer darzubringen, die Gott durch Jesus Christus annehmbar gemacht wurden.

6 Wie die Schrift sagt: Nun lege ich in Zion einen Stein, einen auserwählten, kostbaren Grundstein,
und niemand, der sich darauf verlässt, wird in Ungnade geraten.
7 Euch Gläubigen bringt es Ehre. Aber für Ungläubige ist es eher ein Stein, den die Bauleute
verworfen haben, der zu einem Eckstein wurde,

8 ein Stolperstein, ein Stein, über den man stolpern kann. Sie stolpern darüber, weil sie nicht an das
Wort glauben; es war das Schicksal für sie.

9 Aber ihr seid ein auserwähltes Volk, ein Königreich von Priestern, ein heiliges Volk, ein Volk, das
ein persönlicher Besitz ist, um das Lob Gottes zu singen, der euch aus der Dunkelheit in sein
wunderbares Licht gerufen hat.

10 Einmal wart ihr ein Nicht-Volk (Lo-Ammi) und jetzt seid ihr das Volk Gottes (Ammi); solange
wart ihr außerhalb seines Mitleids; jetzt habt ihr Mitleid erhalten.

11 Ich bitte euch, meine lieben Freunde, als Fremde und Nomaden, euch von den unordentlichen
Lüsten des Fleisches, die die Seele angreifen, zu befreien.

12 Verhaltet euch immer ehrlich unter den Heiden, damit sie selbst sehen können, welches
moralische Leben ihr führt, und wenn der Tag der Abrechnung kommt, danken sie Gott für die
Dinge, die sie jetzt dazu bringen, euch als Verbrecher anzuprangern.

13 Um des Herrn willen, nehmt die Autorität jeder menschlichen Institution an: den Kaiser als
höchste Autorität,

14 und die von ihm beauftragten Statthalter, Verbrecher zu bestrafen und diejenigen zu preisen, die
Gutes tun.

15 Es ist Gottes Wille, dass ihr durch eure guten Taten die unwissende Rede von Dummköpfen zum
Schweigen bringen sollt.

16 Ihr seid Sklaven von niemandem außer von Gott, also benehmt euch wie freie Menschen und
benutzt niemals eure Freiheit als Schutzmantel für die Bosheit.

17 Respekt für alle und Liebe zu deinen Glaubensgenossen; fürchte Gott und ehre den Kaiser!

18 Sklaven, ihr solltet euren Herren respektvoll gehorchen, nicht nur denen, die freundlich und
vernünftig sind, sondern auch denen, die schwer zu befriedigen sind.

19 Ihr seht, es ist ein Verdienst, wenn ihr im Bewusstsein Gottes die Schmerzen einer unverdienten
Strafe ertragt.

20 Aber welche Ehre gibt es, wenn ihr euch schlagen lasst, nachdem ihr etwas falsch gemacht habt?
Das Verdienst in den Augen Gottes besteht darin, es geduldig zu ertragen, wenn ihr für die
Erfüllung eurer Pflicht bestraft werdet.

21 Dies ist in der Tat das, zu dem ihr berufen wurdet, weil Christus für euch gelitten hat und euch
ein Beispiel hinterlassen hat, das ihr in seinen Fußstapfen befolgen könnt.

22 Er hatte nichts Unrechtes getan und keinen Betrug geredet.

23 Er wurde beleidigt und rächte sich nicht mit Beleidigungen; als er litt, machte er keine
Drohungen, sondern vertraute auf den gerechten Richter.
24 Er trug unsere Sünden an seinem eigenen Körper am Kreuz, damit wir für unsere Sünden sterben
und für die Aufrichtigkeit leben können; durch seine Wunden bist du geheilt worden!

25 Ihr wart wie Schafe in die Irre gegangen, aber jetzt eid ihr zum Hirten und Bischof eurer Seelen
zurückgekehrt.

DRITTES KAPITEL

1 Auf dieselbe Weise solltet ihr euren Ehemännern gehorsam sein. Wenn es dann einige Ehemänner
gibt, die das Wort nicht glauben, können sie sich ohne das gesprochene Wort durch das Verhalten
ihrer Frauen gewinnen lassen,

2 wenn sie die Ehrfurcht und Reinheit eurer Lebensweise sehen.

3 Eure Verzierung sollte keine äußere sein, bestehend aus geflochtenem Haar oder Goldschmuck
oder feiner Kleidung,

4 aber die innere Veranlagung des Herzens, die in der unvergänglichen Eigenschaft eines sanften
und friedlichen Geistes besteht, der in den Augen Gottes so kostbar ist.

5 So kleideten sich die heiligen Frauen der Vergangenheit attraktiv, sie hofften auf Gott und waren
ihren Ehemännern untertan;

6 wie Sarah, die Abraham gehorsam war und ihn ihren Herrn nannte. Ihr seid jetzt ihre Töchter,
solange ihr ein gutes Leben ohne Angst und Sorgen lebt.

7 Auf dieselbe Weise müssen Ehemänner ihre Ehefrauen in ihrem gemeinsamen Leben immer mit
Rücksicht behandeln und eine Frau als eine Person respektieren, die, auch wenn sie der schwächere
Partner ist, ein Erbe der großzügigen Gabe des Lebens ist. Dies wird verhindern, dass irgendetwas
euren Gebeten im Weg steht.

8 Schließlich: Ihr solltet alle einig und mitfühlend sein; liebt die Brüder, habt Mitgefühl und seid
nicht selbstsüchtig.

9 Niemals ein falsches mit einem anderen oder ein missbräuchliches Wort mit einem anderen
bezahlen; stattdessen mit einem Segen zurückzahlen. Dazu seid ihr aufgerufen, einen Segen zu
erben.

10 Denn wer erfreut sich am Leben und wünscht sich Zeit, Wohlstand zu genießen? Schütze deine
Zunge vor dem Bösen, deine Lippen vor jedem Atemzug der Täuschung.

11 Wende dich vom Bösen ab und tue das Gute, suche den Frieden und jage ihm nach.

12 Denn die Augen des Herrn sind aufrecht, sein Ohr ist deinem Schreien zugewandt. Aber das
Gesicht des Herrn richtet sich gegen diejenigen, die das Böse tun.

13 Niemand kann dich verletzen, wenn du nur das Richtige tun willst;

14 und gesegnet bist du, wenn du als Gerechter leiden musst. Hab keine Angst vor ihnen; hab keine
Angst!
15 Proklamiere einfach den Herrn Christus in deinem Herzen als heilig, und halte deine Antwort
immer für Menschen bereit, die dich nach dem Grund für die Hoffnung fragen, die du hast.

16 Aber gebe es mit Höflichkeit und Respekt und mit gutem Gewissen, damit diejenigen, die dein
gutes Verhalten in Christus verleumden, sollen sich ihrer Anschuldigungen schämen müssen.

17 Und wenn es der Wille Gottes ist, dass du leiden sollst, dann ist es besser zu leiden, da du Gutes
tust, als da du Unrecht tust.

18 Christus selbst ist ein für alle Mal für alle Sünden gestorben, der Gerechte um der Schuldigen
willen, um uns zu Gott zu führen. Im Körper wurde er getötet, im Geist wurde er zum Leben
erweckt,

19 und im Geiste ging er, um den Geistern im Gefängnis zu predigen.

20 Sie weigerten sich vor langer Zeit zu glauben, während Gott geduldig auf sie wartete, zu Noahs
Zeit, als die Arche gebaut wurde. In ihr wurden nur wenige, das heißt acht Seelen, durchs Wasser
gerettet.

21 Es ist die diesem Wasser entsprechende Taufe, die dich jetzt rettet, nicht das Abwaschen von
physischem Schmutz, sondern das Versprechen eines guten Gewissens, das dir von Gott durch die
Auferstehung Jesu Christi gegeben wurde,

22 der in den Himmel eingetreten ist und zu Gottes Rechten steht, mit Engeln, herrschenden
Mächten und Kräften, die ihm unterworfen sind.

VIERTES KAPITEL

1 Da Christus leibliches Leid erfahren hat, solltest auch du dich mit der gleichen Überzeugung
bewaffnen, dass jeder, der leidendes Leid erfahren hat, mit der Sünde gebrochen hat,

2 weil diese Person für den Rest des Lebens nicht von menschlichen Leidenschaften beherrscht
wird, sondern nur vom Willen Gottes.

3 Ihr habt lange genug in der Vergangenheit so gelebt, das Leben zu leben, das Heiden wählen, wie
sie sich verhalten und benehmen, ihren Leidenschaften nachgeben, zu viel trinken, wilde Partys und
betrunkene Orgien veranstalten und falsche Götter und Göttinnen anbeten.

4 Die Menschen sind verblüfft, dass du dich nicht mehr mit ihnen beeilst, dich dieser Sintflut
anzuschließen, die zum Ruin stürzt und dich dann dafür misshandelt.

5 Sie müssen sich vor dem Richter verantworten, der die Lebenden und die Toten richten soll.

6 Und deshalb wurde das Evangelium auch zu den Toten gebracht, damit sie, obwohl sie in ihren
Körpern das Urteil vor der gesamten Menschheit durchgemacht hatten, in ihrem Geist das Leben
Gottes genießen können.

7 Das Ende aller Dinge ist nahe, also halte deine Gedanken ruhig und nüchtern für das Gebet.

8 Vor allem bewahrt eine intensive Liebe füreinander, da die Liebe manche Sünde überdeckt.
9 Begrüßt euch in euren Häusern, ohne miteinander zu hadern.

10 Jeder von euch hat eine besondere Gnade erhalten, so dass er, wie ein guter Verwalter, der für all
diese verschiedenen Gnaden Gottes verantwortlich ist, in den Dienst anderer gestellt wird.

11 Wenn jemand ein Redner ist, so sei es wie die Worte Gottes, wenn jemand dient, so sei es in der
von Gott gewährten Stärke; damit Gott in allem die Herrlichkeit durch Jesus Christus erhalten kann,
da ihm allein alle Herrlichkeit und Macht für immer und ewig gehören. Amen.

12 Meine lieben Freunde, wundert euch nicht über die Feuerprüfung, die unter euch stattfindet, als
ob euch etwas Fremdes passiert wäre.

13 Aber so weit du an den Leiden Christi teilnimmst, sei froh! Damit du eine viel größere Freude
haben kannst, wenn seine Herrlichkeit offenbart wird!

14 Wenn du beleidigt wirst, weil du den Namen Christi getragen hast, bist du gesegnet, denn auf dir
ruht der Geist Gottes, der Geist der Herrlichkeit.

15 Keiner von euch sollte es verdienen, als Mörder, Dieb, Verbrecher oder Informant zu leiden;

16 aber wenn einer von euch leiden sollte, ein wahrer Christ zu sein, dann muss es keine Schande
sein, außer Gott zu danken, dass er diesen Namen trägt.

17 Die Zeit ist gekommen, damit das Gericht im Hause Gottes beginnen kann; und wenn es bei uns
beginnt, was wird dann für diejenigen das Ende sein, die sich weigern, Gottes Evangelium zu
glauben?

18 Wenn es für die Aufrichtigen schwer ist, errettet zu werden, was wird dann mit den Gottlosen
und den Sündern geschehen?

19 Also sollten auch diejenigen, die Gott leiden lässt, sich dem Schöpfer verpflichten, der
vertrauenswürdig ist, und weiterhin Gutes tun.

FÜNFTES KAPITEL

1 Ich fordere die Presbyter unter euch auf, als Gefährte und Zeuge der Leiden Christi und als einer,
der Anteil an der Herrlichkeit haben soll, die offenbart werden soll:

2 Kümmere dich um die Herde Gottes, die dir anvertraut ist: Wache über sie, nicht nur aus Pflicht,
sondern gerne, wie Gott es will; nicht wegen des schmutzigen Geldes, sondern weil du es unbedingt
willst.

3 Herrsche nicht über die Gruppe, die in deiner Verantwortung steht, sondern sei ein gutes Beispiel
für die Herde.

4 Wenn der Erzbischof erscheint, wird dir die unvergängliche Krone der Herrlichkeit gegeben.

5 Ebenso sind jüngere Menschen den Presbytern unterworfen. Demut muss das Kleidungsstück
sein, das ihr alle ständig tragt, denn Gott widersetzt sich dem Stolzen, gewährt aber dem Demütigen
seine Huld.
6 Beugt euch also jetzt vor der Macht Gottes, damit er euch rechtzeitig aufrichten kann;

7 entlade alle deine Last auf ihn, da er um dich besorgt ist.

8 Sei nüchtern und wachsam, denn dein Feind, der Teufel, ist wie ein brüllender Löwe auf der
Suche nach jemandem, den er fressen kann.

9 Stehe gegen ihn auf, stark im Glauben und in dem Wissen, dass es die gleiche Art von Leiden ist,
die die Gemeinschaft deiner Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt durchmacht.

10 Du wirst nur für kurze Zeit leiden müssen: Der Gott aller Huld, der dich zur ewigen Herrlichkeit
in Christus berufen hat, wird dich wiederherstellen, er wird dich bestätigen, stärken und
unterstützen.

11 Seine Kraft bleibt für immer und ewig bestehen. Amen.

12 Ich schreibe euch diese wenigen Worte durch Silvanus (Silas), einen vertrauenswürdigen Bruder,
um euch zu ermutigen und zu bezeugen, dass dies die wahre Gnade Gottes ist, in der du stehst!

13 Deine Schwester in Babylon, die mit dir unter den Auserwählten ist, schickt dir Grüße; mein
Sohn Mark auch!

14 Begrüßt euch mit einem Kuss der Liebe! Friede euch allen, die ihr in Christus seid.

ZWEITER PETRUSBRIEF

ERSTES KAPITEL

1 Simon Petrus, ein Diener und Apostel Jesu Christi, an diejenigen, die einen ebenso wertvollen
Glauben erhalten haben wie unser eigener, gegeben durch die rettende Gerechtigkeit unseres Gottes
und Erretters Jesus Christus.

2 Gnade und Frieden sei in Fülle durch die Erkenntnis unseres Herrn.

3 Durch seine göttliche Kraft hat er uns alles überlassen, was wir zum Leben und zur wahren
Hingabe benötigen, durch die Kenntnis dessen, der uns durch seine eigene Herrlichkeit und Güte
berufen hat.

4 Durch sie wurden uns die größten und unbezahlbaren Versprechungen überlassen, dass ihr durch
sie die göttliche Natur teilt und den unordentlichen Leidenschaften der Korruption in der Welt
entfliehen sollt.

5 Tut in dieser Hinsicht euer Äußerstes, um euren Glauben mit Güte und mit Verständnis zu
unterstützen.

6 Verstehen mit Selbstbeherrschung, Selbstbeherrschung mit Ausdauer, Ausdauer mit Hingabe,

7 Hingabe an die Schwestern und Brüder und der Brüder und Schwestern an die Liebe.
8 Der Besitz und das Wachstum dieser Eigenschaften wird verhindern, dass euer Wissen über
unseren Herrn Jesus Christus ineffektiv oder unproduktiv ist.

9 Aber ohne dieses Wissen ist ein Mensch blind oder kurzsichtig und vergisst, wie die Sünden der
Vergangenheit abgewaschen wurden.

10 Stattdessen, Schwestern und Brüder, erlaubt niemals eurer Wahl oder eurem Ruf zu schwanken;
dann gibt es keine Gefahr für ein Stolpern,

11 denn auf diese Weise erhaltet ihr die großzügige Gabe des Eintritts in das ewige Reich unseres
Herrn und Erretters Jesus Christus.

12 Deshalb werde ich euch immer wieder an dieselben Wahrheiten erinnern, auch wenn ihr sie
bereits kennt und fest in diesen Wahrheiten verankert seid.

13 Ich bin sicher, es ist meine Pflicht, so lange ich in diesem Zelt bin, euch immer wieder mit
Erinnerungen zu erregen,

14 da ich weiß, dass es Zeit ist, dieses mein Zelt beiseite zu legen, das kommt bald, wie mir unser
Herr Jesus Christus deutlich gemacht hat.

15 Und ich werde sehr darauf achten, dass ihr nach meinem eigenen Heimgang noch über ein Mittel
verfügt, um euch diese Dinge in Erinnerung zu rufen.

16 Als wir euch von der Macht und dem Kommen unseres Herrn Jesus Christus erzählten,
wiederholten wir nicht sklavisch erfundene Mythen. Nein, wir hatten seine Majestät mit eigenen
Augen gesehen.

17 Er wurde von Gott dem Vater geehrt und verherrlicht, als eine Stimme von der transzendenten
Herrlichkeit zu ihm kam: Dies ist mein geliebter Sohn; er genießt meine Huld!

18 Wir selbst haben diese Stimme vom Himmel gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg
waren.

19 Wir haben also eine Bestätigung der Worte der Propheten; und ihr werdet zu Recht auf eine
Lampe achten, die einen Weg durch die Dunkelheit beleuchtet, bis die Morgenröte kommt und der
Morgenstern sich in euren Gedanken erhebt.

20 Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass die Auslegung der biblischen Prophezeiung niemals
eine Angelegenheit des Einzelnen ist.

21 Denn keine Prophezeiung kam jemals aus menschlicher Initiative. Wenn die Menschen für Gott
sprachen, war es der Heilige Geist, der sie bewegte.

ZWEITES KAPITEL

1 Wie es in der Vergangenheit unseres Volkes falsche Propheten gab, werdet auch ihr falsche Lehrer
haben, die ihre eigenen zerstörerischen Ansichten ausdrücken und durch die Vernichtung des Herrn,
der ihnen die Freiheit erkauft hat, eine schnelle Zerstörung herbeiführen.
2 Viele werden ihr verdorbenes Verhalten kopieren, und der Weg der Wahrheit wird wegen ihnen in
Verruf gebracht.

3 In ihrer Gier werden sie versuchen, mit wahren Geschichten aus euch Profit zu ziehen. Aber das
vor ihnen ergangene Urteil ist nicht untätig, und die Zerstörung, die sie erwartet, ist für immer
bereit.

4 Als die Engel sündigten, schützte Gott sie nicht. Er sandte sie in die Unterwelt hinunter und
überführte sie in den dunklen Abgrund, um dort bis zum Gericht festgehalten zu werden.

5 Er hat die Welt in der Antike nicht verschont: Er hat nur Noah, den Prediger der Aufrichtigkeit,
zusammen mit sieben anderen gerettet, als er die Sintflut über eine Welt der Sünder sandte.

6 Er verurteilte die Städte Sodom und Gomorra, indem er sie zur Warnung an die zukünftigen
Sünder zu Asche machte;

7 aber rettete Lot, einen aufrichtigen Mann, der von der verachteten Art und Weise, in der sich diese
widerlichen Leute benahmen, krank geworden war.

8 Denn dieser aufrichtige Mann, der unter ihnen lebte, wurde durch ihre Verbrechen, die er jeden
Tag sah und hörte, in seiner aufrichtigen Seele empört.

9 All dies zeigt, dass der Herr die Guten vor ihren Prüfungen retten und die Bösen für ihre Strafe bis
zum Tag des Gerichts behalten kann,

10 insbesondere diejenigen, die den Wünschen ihrer verdorbenen menschlichen Natur folgen und
die Autorität des Herrn nicht respektieren. Solche selbstsüchtigen Menschen ohne Ehrfurcht haben
keine Angst, gegen die ruhmreichen Menschen zu freveln,

11 aber selbst die Engel in ihrer größeren Kraft und Macht verklagen oder beschuldigen sie nicht in
Gegenwart des Herrn.

12 Aber diese Leute reden böse von dem, was sie nicht verstehen; sie sind wie brutale Bestien, die
nur geboren wurden, um gefangen und getötet zu werden, und wie Bestien werden sie zerstört und
als Gegenleistung für die Verletzungen, die sie angerichtet haben, verletzt.

13 Ausschweifung auch am Tag machen sie zu ihrem Vergnügen; sie sind unansehnliche Flecken
und amüsieren sich durch ihre Trickserei, selbst wenn sie euren Tisch teilen.

14 Mit ihren Augen, die immer nach Ehebruch suchen, Menschen mit einer unersättlichen Fähigkeit
zur Sünde, werden sie jede andere als die stabilsten Seelen verführen. Wenn es um Gier geht, sind
sie auf dem Höhepunkt ihrer Fitness. Sie sind unter einem Fluch.

15 Sie haben den rechten Weg verlassen und sind weggegangen, um dem Pfad Bileams, des Sohnes
von Bosor, zu folgen, der sein Herz auf eine unehrliche Belohnung setzte, aber bald darauf seine
Schuld eingesehen hatte:

16 ein stummes Lasttier, das mit menschlicher Stimme spricht, dem Irrsinn des Propheten ein Ende
setzte.

17 Menschen wie diese sind ausgetrocknete Quellen, Nebel wirbelnd im Wind, und die Dunkelheit
der Finsternis wird für sie bewahrt.
18 Mit ihrem lauten, aber leeren Geschwätz verlocken sie Menschen, die kaum von den Irrtümern
geflüchtet sind, indem sie mit den ungeordneten Wünschen ihrer menschlichen Natur und mit
Ausschweifungen spielen.

19 Sie können Freiheit versprechen, sind aber selbst Sklaven der Korruption; denn wenn sich
jemand von irgendetwas beherrschen lässt, dann ist er ein Sklave.

20 Und jeder, der der Verschmutzung der Welt entgangen ist, indem er unseren Herrn und Erretter
Jesus Christus kennengelernt hat, und der sich dann ein zweites Mal darin verheddern und
beherrschen lässt, wird schlimmer als zuvor.

21 Es wäre besser für sie gewesen, niemals den Weg der Rechtschaffenheit zu kennen, als ihn zu
lernen und dann das ihnen anvertraute heilige Gebot wieder aufzugeben.

22 Was sie getan haben, ist genau so, wie das Sprichwort zu Recht sagt: Der Hund geht zurück zu
seinem Erbrochenen, und: Sobald die Sau gewaschen ist, wälzt sie sich wieder im Schlamm.

DRITTES KAPITEL

1 Meine lieben Freunde, dies ist der zweite Brief, den ich euch geschrieben habe, um durch meine
Erinnerungen ein ungetrübtes Verständnis in euch zu wecken.

2 Erinnert euch daran, was in der Vergangenheit von den heiligen Propheten nach dem Befehl des
Herrn und Erretters gesagt wurde, was eure Apostel gegeben haben.

3 Vergesst zunächst nicht, dass in den Letzten Tagen sarkastische Spötter kommen werden, deren
Leben von ihren Leidenschaften bestimmt wird!

4 Was ist mit dem Versprechen seiner Wiederkunft passiert?werden sie sagen: Seit dem Tod unserer
Väter ist alles so weitergegangen wie seit Beginn der Schöpfung!

5 Sie ignorieren absichtlich die Tatsache, dass Himmel und Erde vor langer Zeit aus Wasser und
durch Wasser durch das Wort Gottes gebildet wurden.

6 Durch dieses Element wurde die damalige Welt von den Fluten zerstört.

7 Es ist dasselbe Wort, das die gegenwärtigen Himmel und die Erde fürs Feuer reserviert und sie bis
zum Tag des Gerichts und der Vernichtung der Sünder bewahrt.

8 Aber eins, meine lieben Freunde, dürft ihr niemals vergessen: Ein Tag ist mit dem Herrn wie
tausend Jahre, und tausend Jahre sind wie ein Tag.

9 Der Herr führt seine Versprechen nicht langsam aus, wie manche glauben, es sei so; vielmehr ist
er geduldig mit euch und will, dass niemand verloren geht und alle zur Buße gebracht werden.

10 Der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb, und dann wird der Himmel mit einem lauten
Brüllen verschwinden, die Elemente werden Feuer fangen und schmelzen, die Erde und alles, was
sie enthält, wird verbrannt.

11 Da alles so zu Ende geht, was für ein heiliges und frommes Leben solltet ihr leben!
12 Während ihr auf den Tag Gottes wartet und versucht, ihn zu beschleunigen, wird sich der
Himmel an diesem Tag in Flammen auflösen und die Elemente in der Hitze schmelzen.

13 Worauf wir nach seinem Versprechen warten, sind die neuen Himmel und die neue Erde, wo
Aufrichtigkeit zu Hause sein wird.

14 Also, meine lieben Freunde, während ihr wartet, tut euer Bestes, um ein schuldloses und
unverdorbenes Leben zu führen, damit er euch im Frieden finden kann.

15 Denkt an die Geduld unseres Herrn als eure Chance, errettet zu werden; unser Bruder Paulus, der
uns so lieb ist, hat es euch erzählt, als er euch in der Sophia schrieb, die er uns gegeben hatte.

16 Auch in seinen Briefen macht er dies deutlich, wo immer er diese Dinge berührt. In allen seinen
Briefen gibt es natürlich einige Stellen, die schwer zu verstehen sind, und diese sind es, die
ungebildete und unausgeglichene Menschen so verzerren wie die übrigen Schriften, zu ihrer
eigenen Zerstörung.

17 Da ihr nun gewarnt seid, meine lieben Freunde, seid vorsichtig, dass ihr nicht dazu übergeht, den
festen Boden zu verlieren, auf dem ihr steht, verführt von den Irrtümern von Menschen ohne
Vernunft.

18 Stattdessen wachst weiter in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Erretters Jesus
Christus. Ihm sei Ehre, in Zeit und Ewigkeit. Amen.