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Das

BUCH
des
JEDI

PADAWANS
Ganymed
Lumine Vincere
„Die Macht ist es, die dem Jedi seine Stärke gibt. Es ist ein Energiefeld, das alle
lebenden Dinge erzeugen. Es umgibt uns, es durchdringt uns. Es hält die Galaxis
zusammen.“
Obi-Wan Kenobi zu Luke Skywalker

2
"Die Macht ist mein Verbündeter
Und ein kraftvoller Verbündeter ist sie.
Das Leben erschafft sie,
Bringt es zur Entfaltung.
Ihre Energie umgibt uns
Und bindet uns.

Erleuchtete Wesen sind wir,


Nicht diese rohe, primitive Materie,
Wesen verdichteten Lichts,
Kraftvolle Wesen!"

Yoda

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VORRAUSSETZUNG ZUM STUDIUM....................................................................... 5

DER KODEX DER JEDI-RITTER: ............................................................................. 6


I. Tapferkeit........................................................................................................................................................... 6

II. Gerechtigkeit .................................................................................................................................................... 6

VI. Glaube.............................................................................................................................................................. 7

XI. Motivation ....................................................................................................................................................... 8

XII. Disziplin ......................................................................................................................................................... 8

XVII. Aufrichtigkeit.............................................................................................................................................. 9

XVIII. Nicht-Verurteilen...................................................................................................................................... 9

XXII. Liebe .......................................................................................................................................................... 10

MENTALES TRAINING: .......................................................................................... 11


Übungen zum mentalen Training:..................................................................................................................... 12
Sinne: .............................................................................................................................................................. 12
Emotionen:...................................................................................................................................................... 15

KÖRPERLICHES TRAINING:.................................................................................. 17
Übungen zum körperlichen Training:............................................................................................................... 17

SCHLUSSWORT: .................................................................................................... 19

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Vorraussetzung zum Studium
Die Übungen für den Padawan verlangen besondere Vorkenntnisse. Zum einen
sollte der Padawan 1 über das Paradigma Bescheid wissen, in das er sich begibt,
wenn er seine Studien beginnt. Deshalb ist es unerlässlich, dass er die Filme kennt,
auf welche dieser Weg basiert. 2

Weiters muss ein Padawan empfänglich für die Macht sein. Dazu sind jedoch nur
wenige Auserwählte in der Lage. Um sich selbst zu prüfen, macht man am Besten
einen Test 3 , der den Grad der Eignung misst. Dieser Test stammt ursprünglich von
der Gesellschaft zur Förderung u. Pflege d. Belange hochempfindlicher Menschen.
Hochempfindliche bzw. hochsensible Personen (kurz HSP) sind empfänglich für die
Macht. Bei dem Test sollte ein Wert von mindestens 188 Punkten erreicht werden.

Ein Padawan muss sich über die energetischen Zusammenhänge der Macht im
Klaren sein. Dazu muss er die Prophezeiungen der Celestine 4 gelesen und
verstanden haben. Damit wird gewährleistet, dass er weiß, wie man mit der Energie
der Macht umgeht.

Zu den allgemeinen Machtfähigkeiten gehören Empathie, Suggestion und Hellsicht


(Vorausschau). Diese sollten im Anwärter schon angelegt sein, bevor er mit seiner
Ausbildung beginnt.

Ein Padawan muss seine Fortschritte und Erfahrungen schriftlich festhalten. Das
erleichtert ihm selbst die Kontrolle und die Übersicht über das Bearbeitete zu
behalten.

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Der Kodex der Jedi-Ritter:
I. Tapferkeit
Ein Jedi gibt in allen Herausforderungen, egal ob im Kampf oder im täglichen Leben
sein Bestes. Er strebt nach Kraft, vielmehr um der Gerechtigkeit dienen zu können,
als seines eigenen Vorteils Willen. Ein Jedi strebt danach, sich körperlich, seelisch
und geistig optimal zu entwickeln. Das erfordert Disziplin, Geduld und beständiges
Üben. Ein Jedi ist sich immer bewusst, was hinter ihm und vor ihm liegt und er
bereitet sich vor, seinem Schicksal zu begegnen. Ein Jedi kämpft entschlossen für
den Sieg – egal auf welches Schlachtfeld die moderne Welt ihn auch führen mag.

II. Gerechtigkeit
Suche immer den Weg des “Rechts”, unbeeinflusst von Vorlieben und persönlichen
Interessen. Erkenne, dass das Schwert der Rechtsprechung eine furchtbare Sache
sein kann. Daher muss sie von Menschlichkeit und Gnade durchdrungen sein. Wenn
das, was du als Recht empfindest mit dem Rechtsverständnis von anderen
übereinstimmt und du findest es ohne der Versuchung es dir zweckdienlich zu
machen, dann wirst du außergewöhnlichen Ruhm ernten. Nutze die Macht in der
Meditation, um erkennen zu können, was Gerechtigkeit ist, ebenso um zu erkennen,
was gut und böse ist.

III. Treue
Sei bekannt für unerschütterliches Vertrauen in die Menschen und Ideale für die du
dich entschieden hast, um mit ihnen zu leben. Es gibt viele Bereiche in denen
Kompromisse erwartet werden. Bei der Treue gibt es keine. Es gibt die Jedi, weil es
die Macht gibt. Aber der Jedi Orden braucht mehr: Er fordert Treue. Das geschieht
ohne zu sagen, dass die Jedi treu zusammenhalten. Sie sollten sich nicht zanken
oder bekämpfen. Jeder Jedi muss sich bewusst sein, in Einklang mit seinem Meister
zu handeln und jeder Meister handelt in Einklang mit dem Hohen Rat der Jedi. Das
ist keine Frage des höheren Alters, sondern ein Verständnis der Macht.

IV. Verteidigung
Der wahre Jedi schwört, das Licht zu verteidigen. Schütze immer dein Volk, deine
Familie und die, die es wert sind, dass man ihnen die Treue hält.

V. Mut
Ein Jedi zu sein bedeutet oft den schwierigeren Pfad zu gehen, der persönliche
Opfer erfordert. Sei darauf gefasst, persönliche Opfer zu erbringen im Dienst an
Menschen und Idealen die du schätzt. Gleichzeitig muss ein Jedi Weisheit erlangen,
um zu erkennen, dass Dummheit nicht Mut und Mut nicht Dummheit ist. Mut erfordert
es auch in allen Bereichen des Lebens den Weg der Wahrheit zu gehen, anstatt
zweckmäßigerweise zu lügen. Suche die Wahrheit, wann immer es möglich ist.
Erinnere dich aber immer daran, mit Verständnis zu urteilen, sonst kann die reine
Wahrheit Kummer bringen. Dennoch muss erwähnt werden, dass es nichts beweist,
wenn ein Jedi in einem Kampf tapfer ist, denn Tapferkeit an sich beweist nichts. Ein
Jedi soll darauf gefasst sein, seine Furcht und Unsicherheit zu überwinden, sich nicht
selbst zu bedauern, sondern handeln, sich zurückziehen, aufgeben oder
umzukommen.

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VI. Glaube
Ein Jedi muss an seine Überzeugungen glauben, denn sie geben ihm Wurzeln und
Hoffnung gegen die Verzweiflungen, die die Menschen schaffen. Ein Jedi erlangt
seine Stärke von der Macht. Der Glaube der Jedi entspringt dem Licht und der Quelle
aus der es entspringt. Es ist Führung, Weg, Freund und Schicksal. Der Pfad des Jedi
ist der der Erleuchtung, der Überwindung des niederen Selbst, so dass das "Große
Höhere Selbst", über den Lebenszweck bestimmen kann.

VII. Demut
Schätze als erstes die Beiträge und Leistungen von anderen. Rühme dich nicht
deiner eigenen Taten, lass das andere tun. Hebe die Taten der anderen hervor,
sofern sie aufrichtig und tugendhaft erreicht wurden. Auf diese Weise wird die
Ritterschaft der Jedi verehrt und nicht nur benannt.

VIII. Freiheit von Angst


Angst führt zur dunklen Seite. Angst führt zu Ärger, Ärger führt zum Hass und Hass
führt zum Leiden. Es gibt so viel Aberglauben und Heuchelei, dass man sich ängstigt,
sogar das Richtige zu tun. Wenn du aber der Angst unterliegst, wird sogar die
Wahrheit unterdrückt. Die goldene Regel lautet: Wenn du glaubst, dass etwas richtig
ist, dann handele so, ohne Angst. Angstfrei zu sein bedeutet nicht überheblich oder
angriffslustig zu sein. Angstfreiheit setzt einen ruhigen und friedvollen Geist voraus.
Dazu ist ein unerschütterlicher Glaube an das Licht erforderlich. Wessen Geist vom
Licht durchdrungen ist, ist frei von Angst. Angst existiert nur durch eine Täuschung
im Geist. Höre immer auf die innere Stimme – verbinde ihre Worte mit Meditation in
Bewegung und Ruhe. Entwickele deinen Mut, bis du du selbst bist. Übe dich in
Gleichmut, so dass du derselbe bleiben kannst, während sich alles um dich herum
verändert. Wenn Angst deinen Geist beherrscht, dann fülle deinen Geist mit Licht.
Die Natur lässt kein Vakuum zu.

IX. Edelmut
Strebe nach einem starken Charakter indem du Tugenden und Verpflichtungen eines
Jedi einhältst. Obwohl die Ideale schwer zu erreichen sind, wird der Geist doch
beflügelt, auf dem Weg vom Steinigen zu den Sternen. Edelmut hat auch einen
Einfluss auf andere, da er leuchtendes Beispiel ist, was getan werden kann, im
Dienste der Rechtschaffenheit.

X. Zielbewusstheit
Tu dein Bestes. Gehe alles so strebsam wie möglich an, nicht aus Gründen des
persönlichen Gewinns, sondern weil es richtig ist. Beschränke deine Forschungen
nicht auf eine kleine Welt, sondern versuche, jeden Aspekt deines Lebens mit diesen
Qualitäten zu erfüllen. Sollte es dir gelingen, ein kleines Zeichen zu setzen, dann
wird man sich an Dich erinnern für deine Qualität und Tugend. Die Macht für
selbstsüchtige Zwecke zu benutzen – Eigengewinn, Egoismus oder gar
Bequemlichkeit – überschreitet die Grenze zwischen dem Licht und der dunklen
Seite.

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XI. Motivation
Es ist wahr: Taten sagen mehr als Worte. Hinter jeder Aktion stecken ein Motiv und
ein Zweck. Ohne Beweggrund und Zweck, hat Aktivität keine Bedeutung, keine
Bestimmung keine Grundlage. Aktivität ohne Grund und Zweck wäre wie Löcher in
die Luft zu schlagen. Ein Jedi lebt in Einklang mit der Macht. Er meditiert, um den
Willen der Macht zu ergründen. Seine Aktivitäten werden vom Willen geleitet, der
Macht zu dienen und sind praktisch orientiert. Es gibt keine überflüssige Bewegung,
keine Aktivität, wenn es nicht erforderlich ist. Denn ein Jedi tut nichts ohne Grund.

XII. Disziplin
Der Geist eines Jedi ist wie ein ruhiger Ozean, wie ein Meer aus Glas. Er weiß, dass
er seine Emotionen beherrschen muss, um siegreich in allen Bereichen sein zu
können. Denn er ist ein Kelch für die Macht, ein Werkzeug für den Willen der Macht.
Diese innere Ruhe erfordert viel Disziplin: geistig, emotional, spirituell körperlich. Ein
Jedi entwickelt von Natur aus eine hohe Disziplin in allen Bereichen seines Lebens,
sodass die Macht, sollte er sie eines Tages benötigen, um sich oder andere zu
schützen, zur Verfügung steht, als Ergebnis jahrelangen Trainings und innerer
Disziplin.

XIII. Konzentration
Ein Jedi konzentriert sich auf das Hier und Jetzt, wissend, dass das Leben in der
Gegenwart stattfindet und ein ständiger Prozess ist. Ein Jedi weiß, welche
Bedeutung Vergangenheit und Zukunft haben. Er arbeitet an der Entwicklung seiner
spirituellen Fähigkeiten, aber nicht auf Kosten des Hier und Jetzt.

XIV. Verschwiegenheit
Manchmal ist es erforderlich absolute Verschwiegenheit zu halten. Jedi stehen für
Recht und Ordnung. Das Ziel der Jedi ist es lieber eine Atmosphäre zu schaffen und
zu bewahren in der Recht und Ordnung gedeihen kann, als Recht und Ordnung
selbst durchsetzen zu müssen.

XV. Meditation
Jeder Jedi sollte jeden Tag über den Willen der Macht meditieren. Der Grund dafür
ist einfach: Wenn man gegen den Willen der Macht gehandelt hat, erkennt man
sofort den Fehler und man hat vielleicht noch Zeit, diesen wieder gut zu machen.
Wer seine eigenen Beweggründe regelmäßig untersucht, kann sicher sein, dass er
nicht erlaubt, dass Gefühle, Unwissenheit und Leidenschaft seine Klarheit trüben. Ein
Jedi, der keine Zeit zur Meditation hat, wird leicht verloren sein. Ein Jedi, der es
ablehnt zu meditieren, mag sogar schon wissen, dass seine Beweggründe nicht rein
sind und er sich nur selbst belügt. „Ein Jedi, der nicht die Ratschläge der Macht
befolgt, folgt der Dunklen Seite..."

XVI. Übung
Die Übung, mit der Macht umzugehen, endet niemals. Ein weiser Jedi sollte sich
immer daran erinnern, dass es immer etwas über die Macht zu lernen gibt. Die Macht
offenbart sich denen, die das Verlangen haben, sie zu erfahren. Denke niemals alles
über die Macht zu wissen. Um ständig zu wachsen sollte der Jedi jeden Tag üben.

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XVII. Aufrichtigkeit
Ein Jedi trägt die Verantwortung immer ehrenhaft zu sein. So lange ein Jedi nicht
selbstsüchtig handelt und dem Kodex folgt, wird die Macht mit ihm sein. Ein Jedi
kann und sollte mit Rat und Tat hilfreich sein, ohne sich aufzudrängen. Von einem
gewissen Standpunkt aus gesehen ist es nicht unehrenhaft, wenn ein Jedi die
Menschen glauben lässt, was sie glauben wollen. Ein Jedi muss niemanden davon
überzeugen, seinem Rat zu folgen. Er mag Täuschungen, Ausflüchte, Irreführung
und sogar Betrug einsetzen, solange er ein aufrichtiges Ziel verfolgt. Verwechsele
dies nicht mit „moralischer Flexibilität“. Ein Jedi tut, was getan werden muss.
Bedenke aber dass ein Jedi nicht über dem Gesetz steht.

XVIII. Nicht-Verurteilen
Jedi ergreifen nicht Partei, wenn verschiedene Kulturen aufeinander treffen. Sie
können Ordnung und Recht schaffen, fällen aber nicht Urteile über andere.
Verurteilen führt zu Rache und Rache führt zur Dunklen Seite. Daher gilt die Regel,
dass die Jedi die Moral nicht selbst durchsetzen. Jedoch können sie anstelle der
Position der Richter eine Vermittlerrolle einnehmen. Dafür sind sie geschaffen. Im
Einklang mit der Macht wird Meditation den Ausgleich schaffen.

XIX. Kampfbereitschaft
Immer wieder wird es im Leben Konflikte geben und kein Jedi kann hoffen, niemals
davon betroffen zu sein. Aber ein Jedi sollte einen Konflikt nicht annehmen. Er sollte
seine Fähigkeiten verborgen halten, um unnötiges Kämpfen zu vermeiden. Zum
Zwecke der Verteidigung allein rechtfertigt die Macht Gewalt. Nie jedoch zum Angriff.

XX. Einmischung
Ein Jedi erlaubt dem Bösen nicht sich auszubreiten, wenn er erkannt hat, wie es
wirkt. Abseits stehen, während Handeln erforderlich ist, gibt der Dunklen Seite eine
Chance und bedeutet somit eine Unterstützung für sie. Das darf ein Jedi niemals tun.
Ein Wahrer Jedi muss sich immer seines Weges bewusst sein, vollkommen sicher,
nicht zur Dunklen Seite abzuirren, sondern fest im Licht zu bleiben. Wenn die
Situation es rechtfertigt, handelt der Jedi als Erweiterung des Willens der Macht.
Daher wird er von ihrem Willen gefördert und unterstützt.

XXI. Harmonisieren
Der Pfad der Jedi ist mehr als ein System von Techniken zur Kontrolle, zum Fühlen
und Steigern der Macht. Es ist eine tiefgehende spirituelle Weltanschauung, eine
tiefe bedeutungsvolle Reise und ein Weg der Seele und des Geistes, um die Macht
vollständig erfahren zu können, wobei das Individuum seine wahre Natur erkennt, als
ein Teil eines größeren Ganzen. Er beansprucht seinen wahren Platz im
Zusammenleben aller Wesen. Ein Jedi strebt danach, in Harmonie mit dem
Universum zu leben, sich ernsthaft auf Disziplin konzentrierend, mit umfassender
Wachsamkeit, seine Ziele zu erreichen. Es gibt eine angeborene Versuchung, die es
erscheinen lässt, einen Konflikt zwischen Natur und Geist zu schaffen, was den Jedi
auf einen scheinbar leichteren Pfad verführen könnte. Das muss der Jedi um jeden
Preis vermeiden, koste es, was es wolle. Ein Jedi sollte seine Anstrengungen darauf
konzentrieren, Harmonie zwischen allen Wesen zu schaffen. Jedi verabscheuen
Gewalt in jeder Form; sie ziehen nur widerstrebend in den Kampf, wenn alle anderen
Versuche, den Konflikt gewaltfrei zu lösen, versagt haben.

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XXII. Liebe
Die Liebe ist ein ständiger Begleiter der Jedi. Ohne die Liebe ist ein Jedi
bedeutungslos denn Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig. Klugheit ohne Liebe macht
betrügerisch. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe
macht kleinlich. Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch. Macht ohne Liebe
macht grausam. Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Mit freundlicher Genehmigung des Jedi-Ordens 5

10
Mentales Training:

"Denk immer daran, deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität."


Qui-Gon Jinn

"Auch du wirst entdecken, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern,
von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind."
Obi Wan

Ein Jedi verbindet sich jeden Tag mit der Macht. Er tut das in der Meditation. Er
versucht, den Willen der Macht zu ergründen und Visionen zu empfangen. Für den
Padawan kann das sehr verwirrend sein, deshalb übt sich der Padawan in der
Meditation mit der Hilfe von Mantren:

Beispiele für Mantren zur täglichen Meditationen:

A:
Es gibt keine Gefühle. Es gibt nur Frieden
Es gibt keine Unwissenheit. Es gibt nur Wissen
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Gelassenheit.
Es gibt kein Chaos. Es gibt nur Harmonie.
Es gibt keinen Tod. Es gibt nur Energie.

B:
Zeit ist Illusion
Tod ist Illusion
Sicherheit ist Illusion

C:
Ich darf mich nicht fürchten.
Die Furcht tötet das Bewusstsein.
Sie ist der kleine Tod, der die Vernichtung bringt.
Ich werde der Furcht ins Angesicht sehen.
Sie wird mich durchdringen und von mir gehen.
Und wenn sie gegangen ist, werde ich ihren Weg mit dem inneren Auge verfolgen.
Dort, wo die Furcht gegangen ist, wird nichts zurückbleiben.
Nichts außer mir. 6

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Übungen zum mentalen Training:

Sinne:

„Die Augen können dich täuschen, traue ihnen nicht.“


Obi Wan

Unsere Augen lassen sich leicht täuschen. Aufgrund unserer kulturellen Prägung auf
die Augen sollten wir uns nicht darauf verlassen, was sie uns zeigen. Unser Gehirn
neigt dazu, Gesehenes, wenn es nicht interpretiert werden kann, durch Bekanntes zu
ersetzen.

Ein Jedi verfügt über eine verstärkte Wahrnehmung. In jeder freien Minute trainiere
die andern Sinne, die dir zur Verfügung stehen: Hören, Riechen, Schmecken, Tasten

Hören:

Suche dir einen ruhigen Platz außerhalb der Stadt. Verbinde dir die Augen und lasse
dich auf deine Ohren ein. Es gibt viel zu hören. Nicht nur die Zivilisationsgeräusche
wie Verkehr, sondern auch Vogelzwitschern oder andere bewusst wahrgenommene
Töne. Achte darauf, wie das Blut durch deine Adern fließt. Versuche, deinen Puls zu
hören, das Klopfen deines Herzens. Versuche, die Stimme des Windes in den
Bäumen zu hören, das Summen der Insekten, das Murmeln eines Baches. Je öfter
und intensiver du diese Übung machst, umso feiner wird dein Gehör. Solange, bis du
selbst die Gedanken anderer Menschen hören kannst.

Riechen:

Gerüche werden häufig mit Erinnerungen und Gefühlen assoziiert.


Es gibt rund 350 verschiedene Rezeptortypen, die jeweils nur auf eine bestimmte
Duftmolekülgruppe ansprechen. Aus der Kombination der angesprochenen
Rezeptoren in den Zellen ergibt sich die Geruchsmischung.
Geruch ist eng mit dem vegetativen (unbewussten) Nervensystem gekoppelt, das
alle inneren Funktionen im Organismus steuert und auch das „Fühlen“ beeinflusst.
Der Geruchssinn ist der komplexeste chemische Sinn und ist bei der Geburt
vollständig ausgereift.

Durch den Geruch können Jedis Gefühle und Erinnerungen bei sich selbst und
anderen beeinflussen.

Halte deine Erfahrungen schriftlich fest. Lasse Dich während deiner Geruchsreise
von niemand stören, sorge für eine geruchsneutrale Umgebung und verbinde dir die
Augen.

Achte während dieser Übung darauf, dass die menschliche Nase nur drei Gerüche
hintereinander aufnehmen kann, bevor sie übersättigt ist und nichts mehr riecht.
Plane also Pausen in der Übung ein.

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Finde für folgende Emotionen den für Dich passenden Geruch:

• Liebe
• Freude
• Geborgenheit
• Vertrauen
• Stärke
• Macht
• Wut
• Trauer

Wenn Du deine persönlichen Gerüche für obige Emotionen gefunden hast, denke
daran, dass sie dein Gefühlsleben immer beeinflussen können und handle danach.

Geruch und Geschmack interagieren und beeinflussen sich gegenseitig.

Schmecken:

Der Sinneseindruck, der gemeinhin als „Geschmack“ bezeichnet wird, ist ein
Zusammenspiel des Geschmacks- und Geruchssinns gemeinsam mit Tast- und
Temperaturinformationen aus der Mundhöhle. Der Geschmackssinn in der
Sinnesphysiologie hingegen umfasst nur die grundlegenden Geschmacksqualitäten,
die von der Zunge wahrgenommen werden.
Etwa 25 % der Geschmacksknospen sind auf den vorderen zwei Dritteln der Zunge
angeordnet, weitere 50 % auf dem hinteren Drittel. Die übrigen verteilen sich auf
Gaumensegel, Nasenrachen, Kehlkopf und die obere Speiseröhre. Jede
Geschmacksknospe enthält – abhängig von der Spezies – 50 bis 150 Sinneszellen.
Säuglinge und Kleinkinder haben außerdem noch Sinneszellen auf dem harten
Gaumen, in der Zungenmitte sowie in der Lippen- und Wangenschleimhaut. Im Alter
sinkt die Zahl der Geschmacksknospen auf bis zu 700.

Suche zu deinen gefundenen Gerüchen auch den passenden Geschmack.


Beobachte, wie der Geschmack mit dem Geruch ein Paar bildet, welches dein
Befinden beeinflusst.

Wenn du weißt, welcher Geruch und Geschmack bei Dir Freude, Liebe,
Geborgenheit und Vertrauen auslösen, ernähre dich eine Woche lang
dementsprechend.

13
Tasten:

„Fühlen, nicht denken“


Obi Wan

Verbinde dir die Augen oder verdunkle deine Wohnung. Am Besten beides.
Versuche, dich blind in deiner Wohnung zurechtzufinden. Ertaste Hindernisse, fühle
ihre Beschaffenheit, ihre Ausdehnung im Raum. Sobald Du dich ohne Augen
zurechtfindest, kannst du auch im Freien experimentieren. Bleibe dabei aber auf
vertrautem Gelände.

„Ein Jedi fühlt, wie ihn die Macht durchströmt“


Obi Wan

Unsere Verbindung zur Außenwelt und zu allen anderen Wesen ist durch die Atmung
gegeben. Wir alle sind über die Atmosphäre verbunden. Was der eine ausatmet,
atmet der andere ein. Atem ist Leben. Durch Atmen können Schmerzen überwunden
werden. Durch Atmen kann man in Trance gelangen. Mit dem Atem kann man Kraft
zentrieren und lenken.

Widme dich jeden Tag deiner Atmung. Am Besten morgens, um die Kraft und
Energie für den Tag in deinen Körper zu holen. Auch die Qualität des Tages kann
durch die Luft übertragen werden.

14
Emotionen:

Angst:

„Besiege die Angst“


Yoda

Angst führt zu Wut


Wut führt zu Hass
und Hass führt zu unsäglichen Leid!

Begieb dich in Situationen, die Dir Angst machen. Welche das sind, erfährst du in der
Meditation/Kontemplation.
Mit Bestimmtheit sind es Situationen oder Menschen, denen du ansonsten
ausweichst. Nimm dir für diese Übung viel Zeit.
Um die Angst zu überwinden, muss man durch sie hindurchgehen. Wir alle haben
Angst. Sie ist ein Überlebensmechanismus. Nur, wenn sie uns beherrscht, lähmt sie
uns und wir sind ohnmächtig. Dann macht die Ohnmacht uns wütend.
Wir müssen unsere Angst so weit unter Kontrolle bringen, dass wir handlungsfähig
bleiben, obwohl wir uns fürchten.

In Situationen der Angst hilft dir die Bene Gesserit Litanei gegen die Furcht. Lerne
sie auswendig und wende sie an, wenn die Angst droht, dich zu überwältigen:

"Ich darf mich nicht fürchten.


Die Furcht tötet das Bewusstsein.
Sie ist der kleine Tod, der die Vernichtung bringt.
Ich werde der Furcht ins Angesicht sehen.
Sie wird mich durchdringen und von mir gehen.
Und wenn sie gegangen ist, werde ich ihren Weg mit dem inneren Auge verfolgen.
Dort, wo die Furcht gegangen ist, wird nichts zurückbleiben.
Nichts außer mir."

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Klarheit der Gedanken:

„Du musst dir über deine Gefühle im Klaren sein“


Obi Wan

„Ein Jedi muss erfüllt sein von tiefstem Ernst“


Yoda

Bringe Ordnung in deine Gedanken. Sammle Dich, bevor du sprichst. Emotionen


können dich in die Irre leiten. Schaffe in der Meditation einen Platz, an dem du deine
Emotionen beobachten kannst, ohne von ihnen mitgerissen zu werden.

Bei negativen Emotionen ist es leicht, zu erkennen, wie sie einen mitreißen. Bei
positiven Emotionen ist das viel schwerer. Prüfe dein Herz und deinen Verstand
gleichermaßen.

"Konzentriere Dich auf den Augenblick."


Qui-Gon Jinn

Sei immer im Jetzt. Ein Jedi kann sich über Vergangenheit und Zukunft bewusst sein,
bleibt aber dennoch in der Gegenwart. Im Jetzt geschieht alles. Nur im Jetzt ist man
handlungsfähig. Im Jetzt trifft man Entscheidungen. Das Morgen kommt noch früh
genug, das Gestern ist vorbei. Das Heute sieht Dir ins Gesicht.

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Körperliches Training:
Ein Jedi trainiert nicht nur seinen Geist, sondern auch seinen Körper. Ein Jedi muss
zu jeder Zeit die volle Kontrolle über seinen Körper haben. Er muss seine
Leistungsgrenzen erproben und kennen. Das bedeutet auch, dass sich ein Jedi über
Krankheiten und Verletzungen seines Körpers im Klaren ist. So verhindert er auch,
dass er sich überanstrengt.

Atemtechnik:

Zählt bis 4 und atme währenddessen durch die Nase ein, halte die Luft für 7
Sekunden an und atme dann 8 Sekunden lang aus.

Fühle während dieser Übung, wie die Macht mit dem Atem in dich eindringt, beim
Anhalten, wie sie jede deiner Zellen auffüllt und beim Ausatmen, wie du dich durch
deinen Atem mit deiner Umwelt verbindest.

Fühle den Zusammenhang zwischen allen Dingen, allen Lebewesen. Vergiss nie,
dass die größte Illusion die der Trennung ist. Wir sind alle eins, alles ist mit allem
verbunden. Was immer du tust, hat Einfluss auf das ganze Universum.

Übungen zum körperlichen Training:

Der Körpercheck:

Diese Übung sollte jeweils im Liegen, Sitzen und Stehen gemacht werden.

Leg ich bequem auf den Rücken. Schließe deine Augen. Das Außen ist nicht von
Belang. Atme ein paar Mal tief ein und aus, bis du merkst, dass du zur Ruhe
gekommen bist. Dann richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper. Wie liegt er
auf? Wo hat er Kontakt mit dem Untergrund? Wo gibt es Spannungen? Geh alles
durch, vom Kopf, Hals, Schultern, Rücken, Po, Beine, Knie, Unterschenkel bis zur
Ferse und den Zehen.

Wenn du Spannungen und Verkrampfungen lokalisierst, atme dort hin. Beobachte,


wie die Spannungen sich lösen.

Wie fühlt sich dein Körper jetzt an? Bist du irgendwo schief? Versuch, dich ganz
gerade auszurichten.
Was ändert sich?

Wiederhole die Übung im Sitzen und im Stehen. Beobachte die Unterschiede.

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Der Muskelcheck:

Diese Übung verläuft gleich wie der Körpercheck. Mit Ausnahme, das du jeden
Muskel, auf den du deine Aufmerksamkeit richtest, dabei kurz anspannst und dann
wieder locker lässt. Alte Verletzungen lassen sich so aufspüren. Wenn dem so ist,
atme wieder dorthin.

Auch diese Übung jeweils im Liegen, Sitzen und Stehen. So erhältst du einen
Eindruck über die Funktionalität deines Körpers.

Der Dehnungscheck:

Diese Übung baut auf den vorhergehenden auf und darf nicht im unaufgewärmten
Zustand gemacht werden. Sie sollte jeweils im Liegen, Sitzen und Stehen gemacht
werden.

Nimm deine Beweglichkeit wahr. Versuche, alles so weit wie möglich, ohne das es
schmerzt, zu dehnen. Finger und Zehen spreizen, Wirbelsäule hochziehen, Arme
und Beine dehnen. Achte darauf, dass du dich nicht überdehnst.

Die richtige Reihenfolge:

Erst im Liegen: Körpercheck –Muskelcheck – Dehnungscheck, mindestens 1mal


täglich eine Woche lang

Danach dasselbe jeweils im Sitzen und Stehen.

Wenn du diese Übungen regelmäßig machst, kannst du dein Körpergefühl


verbessern, Muskeln aufbauen, deine Beweglichkeit verbessern und alte
Verletzungen ausheilen.

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Schlusswort:
Das vorliegende Buch dient zur Erweiterung der Wahrnehmung. Obwohl es auf dem
STAR WARS-Universum basiert, wurden doch unterschiedliche Techniken
aufgenommen, sofern sie sich als zielführend erwiesen. Der Jedi-Padawan, der den
nächsten Grad anstrebt, den Jedi-Ritter, soll sich auf seinem Weg nicht durch
Paradigmengrenzen irritieren lassen.

Weiterführende Literatur:

Das Buch des Jedi-Ritters

Das Buch des Jedi-Meisters

1
Die Bezeichnung PADAWAN ist geschlechtsneutral.
2
STAR WARS Filme u. ev. Sekundärliteratur
3
http://www.zartbesaitet.net/test.htm
4
Die Prophezeiung von Celestine, James Redfield, erschienen im Hayne-Verlag
5
http://www.jedi-orden.org
6
Aus: Dune- der Wüstenplanet: Bene-Gesserit-Litanei gegen die Furcht

19