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Examensarbeit

Matthias Badzun:

Mentalfeld-Therapie
nach
Dr. Dietrich Klinghardt

HP II, Oktober 2003


Vorwort.................................................................................................................3
I. Mentalfeld Therapie (MFT)............................................................................4
I. 1. Geschichte....................................................................................................................... 4
I. 2. Theorie ............................................................................................................................ 5
I. 3. Diagnostik ....................................................................................................................... 5
I. 4. Therapie .......................................................................................................................... 6
I. 5. Die Behandlungspunkte .................................................................................................. 7
Die Klopftechnik .............................................................................................................. 12
I. 6. Die Auswahl und Reihenfolge der Klopflinien ............................................................ 13
Ohne Muskeltest............................................................................................................... 13
Schnellbehandlung ohne Muskeltest................................................................................ 13
Mit Muskeltest.................................................................................................................. 13
I. 7. Die Behandlung ............................................................................................................ 13
I. 8. Hausaufgaben................................................................................................................ 14
I. 10. Behandlung von schweren Traumen........................................................................... 15
I. 11. Reaktionen .................................................................................................................. 15
I. 12. Rückfälle ..................................................................................................................... 15
Diagnostik einer Allergen-Belastung ............................................................................... 16
Besetzungen ..................................................................................................................... 17
II. Mentales Switching (MSW).........................................................................17
II. 2. Drei Möglichkeiten der MSW-Diagnostik .................................................................. 18
II. 2. Therapie des mentalen Switching................................................................................ 18
Die 7 Haupt-Sätze ............................................................................................................ 19
Zweifel ............................................................................................................................. 19
„Medikament“ gegen den krankmachenden Glauben anderer......................................... 20
Vergeben .......................................................................................................................... 20
Ressourcen mobilisieren .................................................................................................. 20
Perfektionismus................................................................................................................ 20
Finale................................................................................................................................ 21
III. Anhang .........................................................................................................21
III. 1. Klopfrezepte ............................................................................................................... 21
Depression:....................................................................................................................... 21
Innere Anspannung: ......................................................................................................... 21
Panik Attacke 1: ............................................................................................................... 22

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Panik Attacke 2: ............................................................................................................... 22
Panik Attacke 3: ............................................................................................................... 22
Panik Attacke 4: ............................................................................................................... 22
Panik 5:............................................................................................................................. 22
Panik 6:............................................................................................................................. 23
Phobien 1:......................................................................................................................... 23
Schmerzen: ....................................................................................................................... 23
Schuldgefühl 1: ................................................................................................................ 23
Schuldgefühl 2: ................................................................................................................ 23
Sich genieren, Peinlichkeit, Schamgefühl 1:.................................................................... 23
Sich genieren, Peinlichkeit, Schamgefühl 2:.................................................................... 23
Spinnen-Phobie und Klaustrophobie :.............................................................................. 24
Suchtverhalten 1:.............................................................................................................. 24
Sucht 2:............................................................................................................................. 24
Sucht 3:............................................................................................................................. 24
Trauma 1: ......................................................................................................................... 24
Trauma 2 (wenn kein Erfolg bei Trauma 1):.................................................................... 24
Wut 1 :.............................................................................................................................. 25
Wut 2 :.............................................................................................................................. 25
Wut 3:............................................................................................................................... 25
Zwangsverhalten 1: .......................................................................................................... 25
Zwangsverhalten 2: .......................................................................................................... 25
Zwangsverhalten 3: .......................................................................................................... 25
III. 2. Klopfen in akuten Krisen ........................................................................................... 26
Akute Schmerzen ............................................................................................................. 26
Gesichtsschmerzen ........................................................................................................... 26
Asthma-Anfall.................................................................................................................. 26
III. 3. Akute Herzprobleme .................................................................................................. 27
Herzrasen:......................................................................................................................... 27
Angina und beginnender Herzinfarkt:.............................................................................. 27
IV. Zum guten Schluss ......................................................................................28
IV. 1. Ausbildung ................................................................................................................. 28
IV. 2. Internet-Adressen zum Thema ................................................................................... 28
IV. 3. Erklärung über die eigenständige Arbeit ................................................................... 29
IV. 4. Bewertung .................................................................................................................. 29

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Vorwort
Die vorliegende Arbeit über die Mentalfeld-Therapie nach Dr. Klinghardt basiert im
Wesentlichen auf einer Seminarmitschrift vom Mai 2003 in Berlin, sowie auf den
Ergänzungen, die in nachfolgenden PK-Seminaren vermittelt wurden und den bislang
gemachten eigenen Erfahrungen mit der Methode. Wegen des engen Bezugs zur Psycho-
Kinesiologie verweise ich einige male auf das „Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie“ von
Dr. med. Dietrich Klinghardt. Fachliteratur zum Thema selbst gibt es bislang meines Wissens
nach noch nicht, darum sind auch im Weiteren Quellenangaben kaum vorhanden, lediglich
auf einige interessante Bücher zu Randthemen wird hingewiesen.
Wie sooft bei Klinghardt´schen Konzepten ist auch seine MFT eine Symbiose bestehender
Verfahren und Techniken, deren optimale Abstimmung zueinander mit Regulations-
Diagnostik (RD) und Psycho-Kinesiologie (PK) überprüfbar und reproduzierbar gemacht
wurde. Die MFT unterliegt als lebendiges Konzept einer ständigen Weiterentwicklung indem
Erfahrungen aus der Praxis mit einfließen. Sie stellt ein wertvolles „Medikament“ zur Lösung
der in der PK-Behandlung aufgedeckten Probleme dar, ist aber auch ein eigenständiges
Therapieverfahren, einfacher als PK und nach Anleitung durch einen Therapeuten gut zur
weiteren Selbstbehandlung geeignet.

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I. Mentalfeld Therapie (MFT)

I. 1. Geschichte
Frühe Beiträge kommen aus der Verhaltenstherapie und der Erikson´schen Hypnotherapie.
Später kamen wertvolle Beiträge aus der Angewandten Kinesiologie, der Psycho-
Kinesiologie, Behavioral-Kinesiologie und anderen Schulen. Der eigentliche Pionier dieser
Arbeit ist zweifellos der Psychologe Roger Callahan, der mit seiner Methode "Thought Field
Therapy" (TFT) alle grundlegenden Prinzipien dieser Methode entdeckt hat. Dr. Klinghardt
und Callahan kennen sich seit langem. Sie profitieren gegenseitig vom Besuch ihrer
Workshops, sodaß auch unsere PK- und RD- Techniken über die Jahre in Callahan´s Denken
mit eingeflossen sind. Die PK hat sich im Wesentlichen unabhängig von Callahans Arbeit
entwickelt, und MFT ist eine Zusammenführung beider Methoden.
Es gibt einige sehr aktive Schüler von Callahan, die dessen Methode unter ihrem eigenen
Namen weitergeben, ohne eigenes beigesteuert zu haben und ohne dem Meister die verdiente
Anerkennung zu geben. Allerdings kann man viel praktische Hilfe von Callahan-Schülern im
Internet finden, Adressen im Anhang.
Andere ähnliche Methoden finden sich unter den Namen BSFF (be set free fast) und PEAT
(Psycho Energy Auro Technology). Andere energetische Methoden sind die TAPAS Technik
(Kopfhalte- Technik) und die von Jim Suzuki entwickelte Methode mit der Stimulation der
Akupunkturpunkte Ni 27 und der neuroemotionalen Kopfpunkte mit einem dafür
konstruierten Mikrostromgerät. Außerdem gibt es EMDR (Augenbewegungsmethode),
verschiedene Atemtechniken und andere körperorientierte Methoden wie z.B. die von Peter
Levine.
MFT löst die Starre der traumatisierten Patienten schneller als andere Methoden und macht es
ihnen auch möglich, echte und produktive Trauerarbeit zu leisten, wenn notwendig.
Es gibt zwei grundsätzliche Durchführungsweisen der MFT:
1. Ohne Muskeltest (bzw. ohne eine andere Biofeedback Methode): diese Methode ist
bevorzugt von Psychotherapeuten, Sozialarbeitern, Zahnärzten, Lehrern, Eltern, Laien und
Kinesiologen, die muskeltestmüde sind. Das Arbeiten ohne Muskeltest ist – nach
Anleitung durch einen Therapeuten – ideal für die Selbstbehandlung.
2. Mit Muskeltest: diese Methode wird bevorzugt von Ärzten, Heilpraktikern und
Kinesiologen.

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I. 2. Theorie
Beeinflußt durch die „Fünfkörperlehre“1 des 5000 Jahre alten indischen Tantra-Yoga, die sich
auch in einigen anderen Religionen widerspiegelt, geht Dr. Klinghardt davon aus, daß es fünf
Daseinsebenen gibt, von denen jeweils die höhere die darunterliegende steuert und
organisiert. Eine dauerhafte Heilung muß also immer auch auf der Ebene ansetzen, auf der die
Erkrankung, das Problem, entstanden ist. Setzt man darunter an, so wird der „Druck von
oben“ alle Bemühungen früher oder später wieder zunichte machen (Heilpyramide).
Diese Ebenen sind:
1. der physische Körper ist umhüllt und
durchdrungen vom
2. Energiekörper (auch: elektromagnetischer
Körper), dieser vom
3. Mentalkörper (MK), dieser vom
4. Traumkörper und dieser wiederum von der
5. Seele, wobei jeder „höhere“ Körper
organisierend und strukturierend Einfluß auf
den darunter liegenden Körper, so auch auf
Energie- und physischen Körper, hat.
Kurz vor dem Höhepunkt eines Traumas reißt oft
der Mentalkörper stellenweise von seiner
Befestigung am Energiekörper ab, welcher
seinerseits am physischen Körper befestigt ist, gleichsam als wolle er sich noch in letzter
Sekunde aus der Gefahrenzone ziehen um für eine spätere Reorganisation erhalten zu bleiben.
Die Anknüpfpunkte zwischen den Ebenen sind die uns bekannten Akupunkturpunkte.
Im Energie- und physischen Körper entstehen nun durch den fehlenden organisierenden
Einfluß des teilweise abgerissenen Mentalkörpers Krankheitssymptome. Der Mentalkörper ist
die Quelle der organisierenden Energie für die unteren Körper. Ohne ihn besteht im Energie-
und physischen Körper Chaos. Chronische Schmerzen, psychische und psychiatrische
Erkrankungen sind typisch. Ein Mentalkörperabriß kann alle uns bekannten medizinischen
Erkrankungen und Symptome bewirken oder zumindest mitbedingen und begünstigen.
Die „post traumatische Belastungsstörung“ ist immer bedingt durch einen Teilabriß des
Mentalkörpers.

I. 3. Diagnostik
Ohne Muskeltesten oder Elektroakupunktur ist die Diagnose nur dynamisch zu stellen, d.h.
man führt bei Verdacht die unten beschriebene Behandlung durch, wobei kein Nachteil
entstehen kann. Wenn sich kein Erfolg zeigt, liegt wahrscheinlich kein Mentalkörper-Abriß
vor.
Mit Muskeltest ist die Diagnose mit der RD-Methodik (Regulations-Diagnostik) leicht zu
stellen: eine energetische, emotionelle, mentale oder körperliche Störung wird zunächst, wie
in den RD- und PK-Kursen gelehrt, erfasst. Ändert eine Augenbewegung den Muskeltest,
dann liegt ein partieller MK Abriß vor.

1
vergl. Dr. Dietrich Klinghardt, 2003, „Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie“, 5.Aufl. S. 23ff

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Andere Methoden, die die Verdachtsdiagnose stellen können, sind: HRV2, Thermographie,
Muten3 und Pendeln, das therapeutische Gespräch usw. und nicht zuletzt Intuition. Letztere
hat einen sehr hohen Stellenwert, sofern der Behandler sich dieser Fähigkeit sicher ist. Es
bedarf sicher einer langen Zeit der Erfahrung, in der man seine Intuition abfragt und
beobachtet und zunächst mit dem Ergebnis vergleicht, bevor man sie selbst zum
Entscheidungskriterium erheben darf.

I. 4. Therapie
Die Korrektur erfordert folgende Vorgehensweise:
1. Der verschobene oder abgespaltene Mentalkörperanteil wird durch mentale Hinwendung
auf den Moment kurz vor dem Trauma und dann – in aufeinander aufbauenden
Behandlungsschritten – Hinwendung auf den Augenblick des Traumas und die
unmittelbare Zeit danach aktiviert. Die mentale Hinwendung kann verstärkt werden durch
das Aussprechen von Trauma bezogenen Sätzen, die dem Patienten eine möglichst genaue
Visualisierung des Geschehenen erleichtert.
2. Die dadurch entsprechenden, gestressten Anhaftungspunkte bzw. Akupunkturpunkte
werden nun nach der unten beschriebenen Vorgehensweise beklopft. Alternativ kann man
Augenbewegungen oder 9-G-Prozedur-Prozedur (siehe Seite12, Pos. 4.) oder jede
andere Methode, die die Akupunkturpunkte balanciert und stabilisiert, durchführen.
3. Das erste Gefühl, das sich beim Patienten meldet ist das letzte Gefühl, das präsent war im
Augenblick vor der Abspaltung. Um einen Behandlungsfortschritt „messen“ zu können,
soll der Patient die Intensität dieses Gefühls auf einer gedachten Skala von 1 bis 10
einordnen. Die Gefühlsintensität ist das Maß, mit welchem der Behandlungserfolg der
einzelnen Schritte gemessen wird (im Englischen: SUD-Skala= subjective units of
distress). Durch Visualisierung der Ereignisse sollte ein Wert von mindestens 7 auf dieser
Skala hervorgerufen werden, der dann durch die Behandlung wieder auf einen Wert von 2
oder darunter reduziert wird.
Meist sind verschiedene Gefühle präsent und müssen der Reihe nach behandelt werden. Das
Gefühl oder die Gefühle sollten so genau wie möglich benannt werden und werden bei der
mentalen Aktivierung mit benutzt.
Es gibt 3 große MFT Anwendungsgebiete:
1. Vergangenheit: Heilung von post-traumatischen Belastungsstörungen durch Unfälle,
Katastrophen, Missbrauch Vergewaltigung, etc.
2. Gegenwart: Das Mindern oder die Transformation von unangenehmen oder
einschränkenden Emotionen oder anderen schmerzhaften oder überwältigenden
Seinszuständen. Dazu gehören auch Süchte, Ängste und Zwangsverhalten.
3. Zukunft: Die Bahnung positiver Zukunftserlebnisse (Minderung von Prüfungsangst,
freudvoller statt angespannter Menschenkontakt, positives Erlebnis beim Zahnarztbesuch
etc.).

2
HRV = Heart-Rate-Variability, Biofeedback-Verfahren mit Bezug auf die Pulsfrequenzänderung als Streß-
Signal.
3
Muten = Arbeit mit Wünschelrute, Biotensor und gleichwertigen Geräten. Verschiedentlich wird auch das
Pendeln hier hinzu gerechnet.

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I. 5. Die Behandlungspunkte
Es gibt eine Reihe von Akupunktur Meridian Abschnitten, die wir kennen müssen:
1. G-Linie: 3-Erwärmer Meridian, Callahans "Gamut Spot", dorsal zwischen viertem und
fünftem Metakarpalknochen, hat eine Sonderstellung (siehe Seite 11, Pos. 3.6.).
2. Die neun Haupt-Areale:
2.1.Sutura Sagittalis (Lenkergefäß bzw. Gouverneur-Gefäß 19-21) – die Scheitellinie
vor und hinter der Kreuzung mit einer gedachten Linie zwischen beiden
Ohrspitzen (höchster Schädelpunkt). Durch Beklopfen dieser Linie mit vier
Fingern einer Hand oder gar beiden Händen wird der Bereich sicher abgedeckt. Zu
viele oder gar contraindizierte Punkte erreicht man dabei nicht.

2.2.Augenbraue (Blase 2 und andere Akupunktur Punkte bis Gallenblase 1) – mit den
Fingern beider Hände das gesamte Areal der Augenbrauen beklopfen, die Finger
„treffen“ sich über der Nasenwurzel.

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2.3.Schläfenlinie (Gallenblase 1-2) – vom äußeren Augenwinkel beidseitig mit je vier
Fingern bis auf den Schläfenbereich klopfen.

2.4.Occipitallinie ("Einstein-Punkte“) – waagerechte Linie über den Hinterkopf in


Höhe der Gehörgänge, wo der Schädelknochen eine fühlbare Kante bildet und die
Grube zwischen diesen Kanten. Beidseitig mit je vier Fingern arbeiten.

2.5.Magenlinie (Ma 1-2) – in der Pupillenlinie unterhalb des das Auge umgebenden
Knochenringes schräg nach unten zum Nasenflügel.

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2.6.Lenkergefäß 26 (auch als Gouverneursgefäß GG 26 benannt) – „Switching-Punkt“
im Grübchen oberhalb der Oberlippe.

2.7.Konzeptionsgefäß (KG 24) – „Switching-Punkt“ im Grübchen unterhalb der


Unterlippe.

2.8.Milz-Pankreas (MP21) – in der Axillarlinie eine Handbreit unter der Achselhöhle.


Bei der Selbstbehandlung soll mit der rechten Hand die rechte Seite beklopft
werden und mit der Linken die linke Seite. Das ist zwar umständlicher als
überkreuz, „öffnet“ aber den Brustkorb.

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2.9.Thymuslinie (Verbindung von Ni 27 und KG-Linie) – Finger so platzieren, daß sie
die Grube unter dem Schlüsselbein direkt neben dem Brustbein verbinden mit
einem Punkt über der Thymusdrüse. Dieser liegt etwa sechs cm unterhalb des
proximalen Endes des Brustbeins in der Mitte des Knochens)

3. Die sechs Anknüpfpunkte und -linien für die anderen Organkreise:


3.1.Dickdarmlinie (Di 3-4) – radiale Seite des zweiten Metakarpalknochens,
Organreflexzonen für den ganzen Organismus.

3.2.Dünndarmlinie (Dü 3-4) – knöcherne ulnare Seite des fünften Metakarpalknochens


(Kleinfingerseite).

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3.3.Herzlinie (He 5-7) – palmarer, ulnarer Teil der Beugefalte des Handgelenks, die
ersten 4 proximalen Zentimeter.

3.4.Perikardlinie (Pe 6-7) – palmar und proximal vom Handgelenk zwischen den
beiden zentralen Beugesehnen, die ersten 4 cm proximal von der Beugefalte.

3.5.Lungenlinie (Lu 8-9) – palmar und radial in der Vertiefung zwischen Radiuskante
und Beugesehne. Von der Handgelenks-Beugefalte aus bis 4 cm proximal.

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3.6.3-Erwärmerlinie (Sonderstellung) – die dorsale Vertiefung zwischen dem vierten
und fünften Metakarpalknochen. Diese Linie bezeichnen wir als G-Linie. Callahan
nannte den Punkt 3-E3 im „Gamut Spot“ (= Punkt für alles)

4. 9-G-Gehirn-Harmonisierung
Bei den Augenbewegungen sollen wirklich die Augenmuskeln angestrengt werden, der
Kopf wird weiter grade gehalten. Dadurch werden gezielt Bereiche im Lymbischen
System angesprochen. Während dieser Prozedur wird die G-Linie mit vier Fingern
beklopft:
4.1. Augen zu
4.2. Augen offen
4.3. Augen nach unten links
4.4. Augen nach unten rechts
4.5. Augen im Kreis (einmal)
4.6. Augen im Gegenkreis
4.7. Eine Melodie summen (mind.4 verschiedene Töne)
4.8. Laut zählen, rückwärts von 100 bis 89
4.9. Nochmals summen
4.10. langsame vertikale Augenbewegung von unten nach oben („Vertikale
Augenrolle“)

Mit der Regulations-Diagnostik hat man zeigen können, daß das Beklopfen von Meridian-
Abschnitten effektiver ist als die Behandlung von Akupunkturpunkten, wie bei Callahan und
allen seinen Schülern, wie z. B. Gallo, Craig und Nimms noch beschrieben wurde.

Die Klopftechnik
Das Beklopfen sollte mit den vier Fingern (nicht dem Daumen) einer Hand durchgeführt
werden. Wenn kein Switching (siehe unten) besteht, reicht das Beklopfen einer Körperseite
aus (abgesehen von Lenkergefäß (2.1.) bis Thymuslinie (2.9.), wo sich eine symmetrische
Behandlung einfach anbietet). Bei der Selbstbehandlung und Behandlung ohne vorhergehende
RD- oder PK-Testung ist die symmetrische beidseitige Behandlung vorzuziehen, da ein
Switching nicht ausgeschlossen werden kann. Die symmetrische Behandlung beseitigt meist

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ein Switching, ohne daß dieses vorher diagnostiziert werden muß. Das Klopfen sollte in
einem raschen Walzertakt erfolgen. Es zeigte sich, daß das autonome Nervensystem in diesem
Rhythmus schneller balanciert werden kann.

I. 6. Die Auswahl und Reihenfolge der Klopflinien

Ohne Muskeltest
Zuerst werden die aus der PK-Therapie bekannten Punkte Sutura Sagittalis (GG 19-21) und
Augenbraue (siehe PK-Lehrbuch) und die Einstein-Punkte (nach S. Troltsch) am Kopf
behandelt. Diese Punkte behandeln nicht nur die dazugehörigen Akupunkturpunkte und
Meridiane (Lenkergefäß, Blase 2, Blase 10, Extrapunkte in der Augenbraue, Gallenblase 20)
sondern auch ein mögliches mentales Switching. Außerdem befindet sich in jedem dieser
Areale auch ein Homunkulus (Organ-Repräsentations-Areal), sodaß mit dem Klopfen hier alle
Körperstrukturen und Organe behandelt und entstresst werden. Dann werden alle weiteren
Linien und Punkte in der oben aufgeführten Reihenfolge von cranial nach caudal beklopft.
Lediglich MP 21 wird vor Ni 27 (Thymuslinie) geklopft.
Wenn – was selten ist – Verschlechterungen während der Behandlung eintreten, dann wird
von unten nach oben behandelt.

Schnellbehandlung ohne Muskeltest


Im Anschluß an die „Klinghardt-Punkte“ Sutura Sagittalis (GG 19-21) und die Einstein-
Punkte kann sofort auf Callahans modifizierte wertvolle, empirische Klopfrezepte zurück
gegriffen werden, die im Anhang aufgeführt sind.

Mit Muskeltest
Zunächst wird mit RD oder PK auf ein mentales Switching (Seite 17ff), früher auch genannt
psychologische Umkehr geprüft und dieses ggf. erst behoben. Dann werden die einzelnen
Punkte und Linien von oben nach unten einzeln durchgetestet. Die Punkte, bei denen ein
geschwächter Indikator-Muskel eine Belastung anzeigt werden behandelt und
niedergeschrieben. In einem zweiten und dritten Durchgang ohne nochmaliges Testen wird
die Behandlung in gleicher Reihenfolge wiederholt. Der Patient bekommt diese für ihn
spezifische Reihenfolge als Selbstbehandlungsrezept mit nach Hause – zur Anwendung bei
Rückfällen.

I. 7. Die Behandlung
1. Im Vordergrund steht der Dialog mit dem Patienten, um das Problem zu verstehen und zu
fokussieren. Dabei ist besonders auf die patienteneigenen emotionsbeladenen Worte zu
achten und diese niederzuschreiben.
2. Durch Fragen und Gespräch wird der Zugang zu dem Thema vertieft werden, so lange, bis
der Patient mindestens einen Wert von 7 auf der zuvor beschriebenen Gefühls-Skala
(SUD-Skala) angibt. Je höher der Ausgangswert, desto größer und bleibender ist in der
Regel der Behandlungserfolg.

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3. Die Behandlungspunkte werden jetzt in der ermittelten Folge (ohne Muskeltest /
Biofeedback in der angegebenen grundsätzlichen Reihenfolge) beklopft. Danach wird der
Patient wieder nach der Gefühlsskala befragt. Wenn der Wert sinkt, also eine
Verbesserung eintritt (sonst siehe Pos. 8. und 10.), wird die Prozedur noch so lange
wiederholt, bis keine weitere Verbesserung mehr zu erreichen ist oder das Gefühl einen
Wert unter 2 einnimmt – bestenfalls sich ganz auflöst. Damit ist dieses Ereignis /
Teilereignis von den Emotionen, die es verursachte, entkoppelt.
4. Im Gespräch mit dem Patienten werden nun heilende Sätze ausgearbeitet und in seinen
eigenen Worten formuliert. Diese Sätze haben immer die gleiche Struktur:
4.1. „Obwohl ich dieses Problem habe...
4.2. achte ich mich und nehme mich genauso an wie ich bin / ... habe ich mich lieb
4.3. und entscheide mich... xyz“ (Lösung und Zukunftsperspektive mit Patienteneigenen
Worten beschreiben).
5. Bei den ersten vier Klopflinien wird der Satz jeweils einmal ganz ausgesprochen, und
zwar mit Elan, während gleichzeitig die Linien beklopft werden (Scheitel, Augenbraue,
Hinterkopf und Schläfe – „¾ Takt“).
6. Alle weiteren Linien werden der Reihe nach beklopft und dabei ab jetzt nur noch das eine
Wort gesagt, das den vorher erarbeiteten negativen Inhalt des Satzes am treffensten
beschreibt (patienteneigenes Wort).
7. Nachdem alle Linien behandelt wurden, stellt man wieder die Fragen, wie es dem
Patienten geht, auf welchem Wert der Gefühlsskala er sich jetzt befindet. Was für
Empfindungen, Gefühle und Gedanken sind da? Oft verschiebt sich sowohl Inhalt als
auch Gefühl leicht und die Worte, mit denen es beschrieben wird, und ein neuer Satz muß
formuliert werden. Mit diesem neuen Satz wird die Behandlung nun wiederholt.
8. Wenn keine Verbesserung auf der Gefühlsskala eintritt wird die 9-G-Prozedur
durchgeführt, ohne den Satz zu sprechen.
9. Wenn auch damit keine weitere Verminderung auf der Gefühlsskala möglich ist läßt man
drei mal langsam die Augenrolle von unten nach oben durchführen.
10. Wenn keine entscheidende Verbesserung möglich ist kann das zwei Ursachen haben
(„dynamische Diagnose“):
• Das Problem ist nicht durch Mentalkörperabriss entstanden und wird auch auf
weitere ähnliche Behandlungen nicht ansprechen. Dann ist eine saubere RD- bzw.
PK-Behandlung angezeigt und nach deren Resultat entsprechend weiter zu
behandeln.
• Der Patient hat ein „mentales Switching“ (MSW), das auf die bisherige
Behandlung nicht anspricht und auch einen Behandlungserfolg verhindert oder gar
umkehrt. Auf dieses mentales Switching, früher auch als „psychologische
Umkehr“ bezeichnet, wird ab Seite 17 noch ausführlich eingegangen.

I. 8. Hausaufgaben
Wenn ein Trauma bearbeitet wurde und nicht alle Aspekte des Traumas gelöst sind, was
häufig ist, dann empfiehlt Dr. Klinghardt die Schreibtherapie von Pennebaker: Für 20
Minuten täglich setzt sich der Patient in einem geschützten Raum vor einen Schreibblock und
schreibt für 20 Minuten am Stück über Aspekte des traumatischen Erlebnisses. Die einzige
Regel, die gilt, ist die: der Stift oder Kugelschreiber darf für diese 20 Minuten nicht das Blatt

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 14


verlassen und muß in Bewegung bleiben, auch wenn manche Sätze wiederholt werden. Nach
einer MFT Behandlung sollte diese Heilmethode für mindestens 4 Tage am Stück verwendet
werden, was den Heilerfolg vertieft, vervollständigt und dem Patienten das Gefühl wiedergibt,
selbst in seiner eigenen Verantwortung zu stehen.

I. 10. Behandlung von schweren Traumen


Hier besteht die Gefahr, daß die Reaktivierung der Erinnerung an das Trauma über ihr Ziel
hinausschießt und eine Retraumatisierung ausgelöst wird. Darum gelten bei schweren
Traumen folgende Regeln:
1. Mit Schreibtechnik zuerst die physiologischen Reaktionen minimieren. Bei schweren
Traumen sollte dies nur in Anwesenheit des Therapeuten durchgeführt werden. Oft ist es
notwendig, nach dem Schreiben eine MFT-Intervention zu machen, um dem Patienten
etwas vom „Gesamt-Stress“ zu nehmen.
2. Der Patient wird zunächst auf ein sekundäres Trauma fixiert und dieses erst bearbeitet.
Danach erst wird der Patient langsam an das Haupttrauma herangeführt.
3. Oft ist es nicht notwendig oder sogar gefährlich, im Vorgespräch die Trauma-Erinnerung
zu sehr zu aktivieren. Immer wieder nach Gefühlsskala fragen. Ideal ist, mit einer „8“
anzufangen. Der zu sehr aktivierte und restimulierte Patient kann leicht abrutschen und
retraumatisiert werden.
4. Bei wiederholten Traumen wird zunächst die letzte Erinnerung bearbeitet, dann die
allererste, dann die schwerste. Danach die anderen dazugehörigen Erinnerungen, die noch
emotionell besetzt sind.
5. Ein Trauma hat viele Aspekte und mehrere Emotionen, die damit verbunden sind. Im
Vorgespräch wird ein Aspekt so präzise wie möglich herausarbeitet und nur mit diesem
gearbeitet, bis dieser gelöst ist. Der Reihe nach werden dann die verschiedenen anderen
Elemente abgearbeitet.

I. 11. Reaktionen
Wann tritt Symptomfreiheit ein? Es gibt verschiedene Phänomene:
1. Sofort-Phänomen: noch während der Klopfbehandlung tritt Symptomfreiheit ein.
2. Verzögerte Reaktionen (Symptomverbesserung erst bis zu 24 Stunden später).
3. Erstverschlimmerungen (wobei die Verbesserung meist innerhalb weniger Stunden folgt).
4. Retrogrades Phänomen: das behandelte Symptom verschwindet und ein neues, in der
Patientengeschichte früheres Symptom zeigt sich.
5. Unvollständige Heilung: das behandelte Thema war nur ein Teil eines umfassenderen
Problems.

I. 12. Rückfälle
Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Patient rückfällig werden kann. Am häufigsten ist
der Kontakt mit einem Allergen, das mit der Entstehung des Traumas verknüpft war. Oft tritt
das Symptom innerhalb von Minuten nach dem Kontakt auf. Eine genaue Befragung des
Patienten engt oft die Möglichkeiten ein, und die auslösende Substanz oder Situation kann
dann durch Nachfragen, Selbsttest oder Muskeltest gefunden werden.

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 15


Hier ist eine unvollständige Liste solcher möglicher Verknüpfungen:
• Lebensmittel: Glutenhaltige Körner und Nahrungsmittel, Zucker, Kaffee,
Kuhmilchprodukte, Soja, Eier, Trinkwasser
• Medikamente und Nahrungsmittelersatzstoffe: Wirkstoffe chemischen oder
pflanzlichen Ursprungs, Trägersubstanzen, Vitamine, Mineralien, etc.
• Drogen und Suchtmittel: Zigaretten, Marihuana, Haschisch etc. .Kosmetika:
Zahncreme, Make-up, Haarwaschmittel, Hautcreme etc.
• Druckerschwärze (Zeitung oder Buch lesen)
• Elektrosmog (am Computer sitzen etc.)
• Auf Wasserader schlafen
• Umweltgifte: Autoabgase, schlechte Luft oder Elektromagnetik im Auto, Ausgasen
von Holzschutzmitteln, Wandfarbe, Teppichen etc.
• Haustier oder Pflanze
• Lärm
• Beziehungspartner
• Stress allgemein

Diagnostik einer Allergen-Belastung


Es gibt vier Möglichkeiten, eine Allergenbelastung zu ermitteln:
1. Selbsttest, z.B. über Armlänge, Fingertest, Biotensor oder Pendel
2. „Coca Puls Test“ (Selbsttest: Ruhe-Puls finden. Verdächtigte Substanz einnehmen oder
Kontakt herstellen. Wenn Puls 4 Schläge pro Minute oder mehr erhöht: Substanz wirkt als
Allergen)
3. "normaler" Muskeltest
4. Regulations-Diagnostik
Es reicht meist aus, intensiv an die Substanz zu denken. Das Unterbewusste des Patienten
speichert die Frequenzmuster toxischer oder allergener Substanzen, mit denen das System in
den letzten 48 Stunden in Kontakt war. Ein Testsatz ist daher bei der Ermittlung aktueller
Belastungen oft nicht notwendig, sofern der Patient weiß welche Stoffe oder Kontakte in
Betracht kommen.
Wenn die störende Substanz bestimmt ist, gilt folgende Regel: zunächst eine MFT
Behandlung auf diese Substanz: der Patient denkt an die Substanz während die Punkte
beklopft werden. Oft sind mehrere Durchgänge notwendig, bis die Substanz nicht mehr testet.
Dann wird der Patient gebeten, diese Substanz für 6 Wochen vollständig zu vermeiden. Erst
jetzt wird die Behandlung auf das ursprüngliche Problem wiederholt. Wenn die Reihenfolge
der letzten erfolgreichen Behandlung dokumentiert ist, wird diese gleich angewendet und
sollte einen raschen Erfolg bringen, der diesmal bleibend ist.

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 16


Besetzungen
Ein auch nicht seltener Rückfallgrund ist das Thema „Besetzung“. Das klingt zunächst einmal
streng unwissenschaftlich, aber in allen mir bekannten Religionen geht man davon aus, daß
unsere Seele unseren Körper bewohnt bis dieser stirbt4. Da liegt der Gedanke nicht weit, daß
die Seele in lebensbedrohlichen Situationen, z.B. extreme Operationen, den Körper verlassen
kann. Patienten mit sog. Nahtoderfahrung berichten von solchen „Ausflügen“ und schildern
die derzeitigen Vorgänge um Ihren Körper herum, und es ist erwiesen, daß sie dieses Wissen
um diese Vorgänge auf keine andere Weise erhalten konnten. Oft überlebt der Körper dann
doch solche Situationen und die Seele kehrt an ihren Platz zurück. Eine Besetzung entsteht
nun, wenn während dieses „Ausflugs“ eine andere Seele diesen zwischenzeitlich
freigewordenen Platz eingenommen hat5. Die eigene Seele kann ihren angestammten Platz
jetzt nur noch teilweise in Besitz nehmen und kontrollieren. Es wohnen jetzt also zwei Seelen
in einem Körper. Von solchen Phänomenen wird vor allem im Zusammenhang mit schweren
OP´s, Unfällen und Katastrophen berichtet, bei denen es Tote und Schwerstverletzte gab, die
mehr oder weniger nah beieinander waren. „Das Charakteristische einer Besetzung ist, daß
ein Teil des Nervensystems des Patienten von dem Geist einer anderen Person ...
übernommen wird und daß dies ohne Einverständnis des Patienten geschieht“ 6. Der Effekt
kann bis zur völligen Wesensveränderung gehen. Zum Aufspüren von Besetzungen sei an
einen alten Trick erinnert. Dieser Schritt sollte relativ früh in der Sequenz angewendet
werden.
Beispiel: Der Patient heißt Matthias. Er soll aussprechen: „Ich heiße Matthias, und es ist Mai
2003.“ Wenn daraufhin ein Stress-Signal auftritt wird der folgende Satz ausprobiert: „Ich bin
jemand anderes, und es ist ein anderes Jahr.“
Durch Nachfragen, welches Jahr es ist und wer er wirklich meint zu sein, findet man schnell
heraus, welche Seele sich da angehängt hat. Zur Ablösung lässt man den Patienten in einer
Meditation mit der besetzenden Seele sprechen und sie informieren: wie ist der zugehörige
Körper gestorben, wann genau, wo ist er jetzt. Dann kann und soll sich der Patient liebevoll
aber bestimmt verabschieden und diese Seele gehen lassen.
Dann wieder sagen: „Ich bin Matthias, und es ist Mai 2003. Ich bin ab jetzt keine Anlaufstelle
für verirrte Seelen mehr.“ Dieser Satz darf jetzt keinen emotionalen Stress mehr hervorrufen.

II. Mentales Switching (MSW)


(früher auch als „psychologische Umkehr“ bezeichnet)
Beim mentalen Switching sind die tief im Limbischen System verankerten Glaubenssätze,
durch die das autonome Nervensystem gesteuert wird, nicht kongruent mit den vom Patienten
bewusst erlebten Wünschen und Vorstellungen. Ein solches Switching wird z.B. vom
Unterbewusstsein installiert, um über (Krankheits-)Symptome etwas bestimmtes zu erreichen
(z.B. Liebe, Zuwendung), bzw. sich vor etwas Unerträglichem zu schützen (z.B. verhasste
Arbeit / Tätigkeit). Auch aus familiensystemischen Zusammenhängen kann ein Switching
installiert sein, wenn z.B. der Patient eine Krankheit, ein Problem für jemand anderen trägt.

4
vergl. Hans Bender, 1976, „Parapsychologie: Entwicklung, Ergebnisse, Probleme“, 4.Aufl.
5
vergl. Edith Fiore, 1990, „Unquiet Dead“
6
siehe Dr. Dietrich Klinghardt, 2003, „Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie“, 5.Aufl. S. 103ff

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 17


Dann wehrt sich natürlich das System gegen die „Störung durch Heilung“. Ein solches
Switching lässt sich mit Glaubenssätzen allein nicht beheben, allenfalls für kurze Zeit zurück
drängen. Der erfahrene Behandler wird sehr schnell den Verdacht auf solch ein System
bekommen und die Verstrickung mit geeigneten Methoden wie Familienaufstellung (oder
auch PK im gehobenen Ausbildungsstand) angehen (lassen).

II. 1. Drei Möglichkeiten der MSW-Diagnostik


1. Schlüsselsätze (s. Seite 18f) aussprechen und Selbsttest über z.B. über Armlänge7.
2. Schlüsselsätze aussprechen und erspüren, welchen Effekt sie haben. Wenn emotionale
Reaktion auftreten, dann behandeln.
3. RD- / PK-Testung und -Behandlung als zuverlässigste Methode.

Diagnose des MSW:


1. Wenn ein freimachender Glaubenssatz oder eine für den Patienten wahre Feststellung
ausgesprochen wird, die kongruent ist mit den tief verankerten systemsteuernden
Glaubenssätzen, dann ändert sich bei der RD oder PK der Indikatormuskel nicht. Ändert
sich der Muskel, dann bedeutet dies, daß der ausgesprochene Satz vom tieferen
Steuerungssystem als Lüge empfunden wird. In unserem MFT System sollte auch ein
gesprochener Negativsatz keine Indikatormuskeländerung machen, wenn das Thema
wirklich gelöst ist. Alle anderen Kinesiologie-Schulen lehren, daß beim Aussprechen
eines "Negativ-Satzes" (z.B. Ich bin dumm...) ein starker Muskel schwach werden sollte.
Dr. Klinghardt hat mit HRV und anderen Biofeedback Methoden nachweisen können, daß
es dabei keine physiologische Reaktion gibt, wenn der Patient das Thema gelöst hat.
Seiner Meinung nach bedeutet das wahrscheinlich, daß bei anderen Techniken der Test
durch die Erwartungshaltung des Therapeuten induziert wird.
2. Wenn sich bei der RD / PK in der Kombination Nackenrotation und entgegengesetzte
Augenbewegung der Indikatormuskel ändert, liegt ein MSW vor. Dieses wird dann
ebenfalls durch Testen der entsprechenden Sätze analysiert (siehe unten).
3. Beobachtet man beim Einsatz eines Placebos grundsätzlich eine unerwartete negative
Reaktion, kann ebenfalls von einem MSW ausgegangen werden: Wünscht der Patient im
Unterbewußtsein aufrichtig seine Heilung, dann wird ihm ein Placebo Linderung
suggerieren – schlimmstenfalls gibt es gar keine Reaktion. Wird aber eine Krankheit
unterbewußt „benötigt“, um irgend welchen anderen Konflikten zu entrinnen, oder z.B.
Zuwendung zu erhalten, dann wird der Patient auf das Placebo unbewußt mit Abwehr
reagieren.

II. 2. Therapie des mentalen Switching


Im allgemeinen reicht es, den Satz, der die Rektion auslöste, vier mal laut auszusprechen und
noch ein paar mal für sich im Stillen und dabei die Dünndarm-Linie zu beklopfen. In
hartnäckigen Fällen klopfen wir zuerst die Dickdarm-Linie zwei mal und erst dann den
Dünndarm zwei mal. Man kann auch durch Beklopfen der „Klinghardt-Punkte“ am Kopf mit
gleichzeitigem Aussprechen der Positiv-Sätze das System neu programmieren. Da die alten
umgekehrten Sätze eine konditionierte Überlebensstrategie sind und das Gehirn wie eine

7
Armlängen-Selbsttest siehe Dr. Dietrich Klinghardt, 2003, „Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie“, 5.Aufl. S.
122ff

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 18


Maschine ist, die Gewohnheiten schafft, liebt und an ihnen festhält, reicht eine einmalige
Korrektur der Sätze in aller Regel nicht aus. Der Patient sollte sie vier mal hintereinander
aussprechen, das vier mal pro Tag für insgesamt sechs Wochen. Am besten schreibt man die
Sätze als „Rezept“ auf.
Damit wurden oft dramatische Erfolge erzielt: Medikamente, die vorher wirkungslos waren,
sprechen wieder an oder wir benötigen geringere Dosen. Behandlungsmethoden, die vorher
nicht wirkten, funktionieren wieder. Es geht dem Patienten während der ersten Wochen nach
der Behandlung oft ohne weitere Behandlung von Tag zu Tag besser. MFT und PK-
Behandlungen sind oft nicht erfolgreich, wenn das MSW nicht vorher korrigiert wurde.
Hier eine durchaus erweiterungsfähige Liste von Glaubenssätzen:

Die 7 Haupt-Sätze
• Ich bin willig, ganz gesund zu sein.
• Ich bin bereit, jetzt ganz gesund zu werden.
• Ich bin fähig, jetzt ganz gesund zu werden.
• Ich bin willig, bereit und fähig, jetzt ganz gesund zu werden.
• Ich darf ganz gesund sein.
• Ich bin es wert, ganz gesund zu sein.
• Es ist ohne Gefahr für mich, ganz gesund zu werden. (ganz wichtiger, unverzichtbarer
Satz! Auch das, was ich durch meine Krankheit erhalte geht mir nach meiner
Gesundung nicht verloren, bzw. kann ich auf anderem Wege erhalten!)

Zweifel
Bei allem, was ich mit der Überzeugung beginne „Das klappt ja doch nicht“ , ist das
Scheitern praktisch vorprogrammiert. Darum sollten mögliche Zweifel schon prophylaktisch
ausgehebelt werden.
• Auch wenn ich es noch nicht wirklich ganz glauben kann, bin ich willig, bereit, jetzt
gesund zu werden.
• Auch wenn ich nicht ganz glaube, daß diese Behandlung wirken kann, bin ich bereit,
jetzt gesund zu werden.
• Auch wenn ich heimlich glaube, daß die Behandlung, wenn überhaupt, nur kurzfristig
wirken kann, erlaube ich mir, jetzt trotzdem bleibend gesund zu werden.
Immer Gegenfragen stellen, z.B.
• Nur wenn ich meine Behandlung mit meinem Verstand ganz verstehen kann, erlaube
ich mir, gesund zu werden.
Oder
• Auch wenn ich die Behandlung nicht ganz verstehe, erlaube ich mir, gesund zu
werden.
• Nur wenn ich meine Erkrankung ganz verstehe, darf ich ganz gesund werden.
Nach erfolgreicher MSW-Behandlung dürfen auch die Negativ-Sätze keinen Stress
auslösen, d.h. sie lassen den Patienten „kalt“.

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 19


„Medikament“ gegen den krankmachenden Glauben anderer
Genau wie eigene Zweifel wirken die Zweifel, das „Miesmachen“ anderer negativ auf den
Heilerfolg ein.
• Auch wenn mein Mann (Frau, Sohn, Tochter usw.) nicht daran glaubt, daß ich wieder
ganz gesund werde, bin ich willig, bereit, darf ich ganz gesund werden.
• Auch wenn andere Behandler (mein Onkologe, mein Zahnarzt usw.) nicht wirklich
daran glauben, daß ich wieder ganz gesund werde, bin ich willig, bereit und fähig,
wieder ganz gesund zu werden.
• Auch wenn meine Erkrankung in der Medizin als nicht heilbar gilt, bin ich willig,
bereit und fähig, wieder ganz gesund zu werden.

Vergeben
Dem Vergeben kommt wie in familiensystemischen Therapien eine ganz zentrale Bedeutung
zu: Wenn ich z.B. den Hass auf den Verursacher meiner Probleme nicht loslassen kann oder
will, dann kann ich auch auf mein Problem nicht verzichten. Womit sollte ich sonst meinen
Hass füttern?
• Ich lasse mein „Nicht-Vergeben-Können“ jetzt los.
• Ich lasse mein „Nicht-Vergeben“ meinem Vater (Mutter, Bruder usw.) gegenüber los.
• Ich lasse mein „Nicht-Vergeben“ los gegenüber meinen früheren Behandlern, die mir
nicht geholfen haben.
Negativsatz
• Ich bleibe lieber krank, als daß ich mir selbst (meinem Vater, Mutter, Arzt, Gott)
vergebe.

Ressourcen mobilisieren
Auch wenn das Unterbewusste einen „Vorteil in der Krankheit“ sieht, so wird der Patient sich
an die Zeit entsinnen, in der er noch ganz gesund und auch ohne den Auslöser/Grund seiner
Krankheit lebte. Das war doch auch gut, und das gilt es als Motivation einzusetzen.
• Ich erinnere mich genau, wie es sich anfühlt, gesund zu sein.
• Mein Gehirn erinnert sich, wie es war, als ich noch ganz gesund war.
• Ich gebe meinem Gehirn Erlaubnis, meinen Körper ganz zu heilen.
• Ich gebe meinem Unterbewusstsein Erlaubnis, nur die Behandler und Methoden zu
finden, die mir am effektivsten bei der Heilung helfen.
• Ich gebe der Behandlung Erlaubnis, ohne unangenehme Nebenwirkungen zu meiner
Gesundwerdung beizutragen.

Perfektionismus
Der hängt mit den Zweifeln zusammen. Es ist vielleicht wirklich unrealistisch, mit einem
Schlag ganz gesund zu werden. „Dann lass´ ich´s doch lieber gleich sein“. Hier gilt es, einen
Schritt nach dem anderen zuzulassen.
• Auch wenn ich noch nicht alle Probleme auf allen 5 Ebenen gelöst habe, bin ich jetzt
willig, fähig und bereit, wieder ganz gesund zu werden.

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 20


Gegenfrage
• Nur, wenn ich alle Probleme auf allen Ebenen perfekt gelöst habe, darf ich gesund
werden. (Negativ-Satz!)
• Auch wenn ich z.B. Schlechtes getan habe, als Kind missbraucht wurde, einen
genetischen Defekt habe, bin ich willig, bereit, habe ich das Recht, wieder ganz
gesund zu werden.
• Auch wenn einer meiner Vorfahren/Verwandten, Schlechtes getan hat, als Kind
missbraucht wurde, einen genetischen Defekt hat/hatte, bin ich willig, bereit, habe ich
das Recht, wieder ganz gesund zu werden

Finale
Mit diesen Sätzen wird die Behandlung des mentalen Switching abgeschlossen:
• Ich stimme jetzt meiner Heilung auf allen Ebenen zu.
• Ich habe keinen Nachteil wenn ich jetzt gesund werde.

III. Anhang

III. 1. Klopfrezepte
für Schnellbehandlungen. Diese Rezepte sind wertvoll für Patienten mit den entsprechenden
Problemen. Wenn ein Rezept gefunden wird, welches das Problem des Patienten löst, kann es
jederzeit vom Patienten ohne Nachtestung wieder angewendet werden, falls es zu einem
Rückfall kommt oder ein ähnliches, noch unbehandeltes Problem sich meldet. Die Rezepte
sind kürzer als die gesamte MFT Sequenz und geben dem Patienten die Möglichkeit, das
Problem auf schnellstmögliche Art zu lösen. Wenn nicht anders beschrieben, wird jeder Punkt
8 mal beklopft, die 9-G-Prozedur einmal durchgeführt, die Augenrolle 3 mal.

Depression:
G-Strecke: 33 mal
Ni 27 8 mal
9-G-Prozedur 8 mal
Augenrolle

Innere Anspannung:
Magen 1
Milz Pankreas 21
Niere 27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 21


Panik Attacke 1:
Augenbraue
Magen 1
Milz Pankreas 21
Niere 27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Panik Attacke 2:
Magen 1
MP 21
Augenbraue
Niere 27
Herzmeridian
9-G-Prozedur
Augenrolle

Panik Attacke 3:
MP 21
Ma1
Augenbraue
Niere 27
Herzmeridian.
9-G-Prozedur
Augenrolle

Panik Attacke 4:
Augenbraue
MP 21
Ma1
9-G-Prozedur
Augenrolle

Panik 5:
Ma1
Augenbraue
MP 21
Herz
9-G-Prozedur
Augenrolle

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 22


Panik 6:
Ni27
Ma1
MP 21
9-G-Prozedur
Augenrolle

Phobien 1:
Ma1
MP 21
Ni 27

Schmerzen:
G-Strecke 33 mal
Ni 27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Schuldgefühl 1:
Mentales Switching Selbsttest und Korrektur –
Scheitel plus Augenbraue, 20 mal
Magen 1, 8 mal
Milz Pankreas 21, 8 mal
Niere 27, 8 mal
Dickdarm Meridian, (20 mal)
9-G-Prozedur
dann Durchgang wiederholen
Augenrolle nach oben (3 mal)

Schuldgefühl 2:
Dickdarm 33 mal
Ni 27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Sich genieren, Peinlichkeit, Schamgefühl 1:


Kinn: 8-33 mal

Sich genieren, Peinlichkeit, Schamgefühl 2:


Oberlippe 8-33 mal

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 23


Spinnen-Phobie und Klaustrophobie :
MP 21
Ma1
Ni 27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Suchtverhalten 1:
Ma1
MP 21
Ni 27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Sucht 2:
Ni 27
Ma1
Ni 27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Sucht 3:
MP 21
Ma1
Ni27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Trauma 1:
gleichzeitig Scheitel und Augenbraue 20 mal
Niere27, 8 mal
9-G-Prozedur einmal,
dann Durchgang wiederholen
Abschluß mit Augenrolle, 3 mal

Trauma 2 (wenn kein Erfolg bei Trauma 1):


Mentales Switching: Selbsttest und Korrektur
Scheitel plus Augenbraue, 20 mal
Magen 1, 8 mal
Milz Pankreas 21, 8 mal
Niere 27, 8 mal
9-G-Prozedur
dann Durchgang wiederholen
Augenrolle nach oben (3 mal)

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 24


Wut 1 :
Mentales Switching Selbsttest und Korrektur --
Scheitel plus Augenbraue, 20 mal
Magen 1, 8 mal
Milz Pankreas 21, 8 mal
Niere 27, 8 mal
Herzmeridian, 20 mal
9-G-Prozedur
dann Durchgang wiederholen
Augenrolle nach oben (3 mal)

Wut 2 :
Herz 33 mal
Ni27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Wut 3:
Gallenblase 1 33mal
Ni2
9-G-Prozedur

Zwangsverhalten 1:
Ni 27 33 mal
Ma1
Ni27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Zwangsverhalten 2:
MP 21
Ma1
Ni27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Zwangsverhalten 3:
Ma1
MP 21
Ni27
9-G-Prozedur
Augenrolle

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 25


III. 2. Klopfen in akuten Krisen

Akute Schmerzen
Zu Beginn werden zwei vollständige MFT Durchgänge empfohlen (mit Sprechen der
erarbeiteten heilenden Sätze).
G-Strecke und Ni 27 an entsprechender Stelle der normalen Klopf-Sequenz jeweils 33 mal
klopfen.
Akute Schmerzen können oft erheblich reduziert werden, indem die betroffene Körpergegend
mit den Fingerspitzen beklopft wird.

Gesichtsschmerzen
Man beginnt in der Hauptschmerzgegend und findet innerhalb des Areals rasch die
empfindlichste Gegend. Diese verschiebt sich während des Klopfens, und die Hand folgt dem
Hauptschmerzpunkt.
Nach 2-3 Minuten kommt es oft zu einer dramatischen und relativ lang anhaltenden
Reduktion der Schmerzen.
Wenn MFT Punkte in der Schmerzgegend sind, werden diese mitgeklopft.
Diese Methode ist manchmal wunderähnlich, vor allem bei der Behandlung von
Gesichtsschmerzen, Trigeminusneuralgien, Zahnschmerzen, Kiefergelenksbeschwerden, aber
auch bei Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen nach Amputationen. Das Äquivalent von
Stumpfschmerzen kann auch im Kieferknochen auftreten nach Zahnextraktionen
Nach der Behandlung MFT Prozedur wiederholen.

Asthma-Anfall
Alle Punkte von oben nach unten der Reihe nach 5 mal durch klopfen, die Lungenlinie 33
mal. Zusätzlich wird der Allergiemeridian 33 mal beklopft. Dieser liegt parallel zur G-Linie in
der Vertiefung zwischen dritten und vierten Metacarpalknochen (dorsal zwischen Mittel- und
Ringfinger-Mittelhandknochen).
Die Daumen des Patienten mit den Spitzen gegeneinander halten. Eine Hand des Therapeuten
umfasst die Daumen des Patienten mit etwas Druck. Die freie Hand des Therapeuten liegt auf
der oberen Brustwirbelsäule. Der Therapeut versucht mental beide Hände gleichzeitig zu
spüren und hält den eigenen Atem ruhig. Nach 2 -3 Minuten löst sich die Verkrampfung.

Die gleiche Prozedur mit dem Mittelfinger des Patienten wiederholen. Der Mittelfinger ist der
"Allergie-Finger".

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 26


Nochmals alle Punkte durchklopfen, 9-G-Prozedur und Augenrolle. Jetzt nach auslösenden
Gegebenheiten fragen: haben Sie gerade vor Beginn des Anfalls etwas gegessen? Gibt es
etwas im Emotionalbereich? Gedanken? usw.. Jetzt einen heilenden Satz formulieren:
"Obwohl ich ... " und damit die MFT Prozedur wiederholen.

III. 3. Akute Herzprobleme

Herzrasen:
Perikardlinie 33 mal klopfen.
Dünndarm 33 mal klopfen.
Dann alle Linien der Reihe nach von oben nach unten 5 mal klopfen.
Nochmals Perikard-Linie 33 mal klopfen.
9-G-Prozedur
Augenrolle.
Nach Auslösern fahnden: Lebensmittel, Emotionen, Gedanken usw.
lösenden Satz formulieren
MFT Behandlung mit Sprechen des Satzes

Angina und beginnender Herzinfarkt:


Alle Linien und Punkte absteigend klopfen.
Dünndarm und Herz 33 mal.
Beide Kleinfinger des Patienten mit den Spitzen gegeneinander halten und mit der Hand des
Therapeuten umfassen.

Die freie Hand des Therapeuten liegt auf der oberen Brustwirbelsäule. Mental beide Hände
gleichzeitig spüren und die Aufmerksamkeit darauf behalten.
Den Atem bewusst ruhig halten, egal wie schlecht es dem Patienten geht. Nach 3 Minuten löst
sich die Verkrampfung.
Nach Auslösern fahnden und einen heilenden Satz formulieren.
MFT-Behandlung

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 27


IV. Zum guten Schluss

IV. 1. Ausbildung
Zur Weiterbildung empfehle ich die Seminare über Regulations- Diagnostik und Psycho-
Kinesiologie und MFT. Info: Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt GmbH
Magirusstraße 21b, 70469 Stuttgart-Feuerbach, Tel. 0711-806087-0, Fax 0711-806087-13.
Mein Wissen um diese Methode verdanke ich vor den eigenen inzwischen gemachten
Erfahrungen den Seminaren bei den Lehr-Therapeutinnen des INK:
Gertraut Baer,
Jäckbornweg 30a, 22972 Großhansdorf, Tel: 04102-61628, Fax 04102-692255
Romy Stromski,
Dörpstede 6, 22972 Großhansdorf, Tel: 04102-697400, Fax 04102-454654,
Email: Romy.Stromski@t-online.de

IV. 2. Internet-Adressen zum Thema


http://www.ink.ag
http://google.de, Suchbegriffe Mentalfeldtherarapie, „emotional freedom technique“ (EFT)
http://www.EFTSupport.com

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 28


IV. 3. Erklärung über die eigenständige Arbeit
Hiermit erkläre ich, daß ich die vorliegende Arbeit selbständig und ausschließlich unter
Verwendung der eingangs angegebenen Materialien erstellt habe.

Bookholzberg, 06.10.2003,
Matthias Badzun

IV. 4. Bewertung
1. Schlüssigkeit der in der Gliederung vorgestellten Arbeitsschritte

2. Sachlich richtige und vollständige Darstellung der Arbeitsschritte

3. Korrekte und umfassende Verwendung der kontextbezogenen Fachbegriffe

4. Sachlich richtige Problemlösung

Matthias Badzun: Mentalfeld-Therapie nach Dr. Dietrich Klinghardt Seite 29