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Leserbrief-Beispiele

Sehr geehrte Redaktion der ...........,

Ich bin entsetzt über die Verschärfungen im Suchtmittelgesetzt. Obwohl alle


Untersuchungen und Studien der letzten Zeit (als Beispiele möchte ich den
französischen RoquesReport, die Kleiberstudie, den Vorlagenbeschluss des
Landgerichts Lübeck, das Cannabisgutachten des Prof. Dr. med. R. Tölle, den
Cannabisbericht der Eidgenössischen Kommission für Drogenfragen, den Text
"Drug Policy in the Netherlands - Continuity and Change" vom Dutch Ministry
of Health, Welfare and Sport, der IOM Report , das WHO Project on Health
Implications of Cannabis Use etc.etc. anführen) die relative Harmlosigkeit von
Cannabis bestätigen und festhalten, dass der Cannabisgebrauch im liberalen
Holland nicht über - sondern zum Teil sogar unter - dem in Staaten mit starker
Repression liegt, jedoch eine Trennung der Märkte harter und weicher Drogen
erfolgreich vollzogen wurde setzt die österreichische Regierung auf weitere
Repression. Dass dieses Konzept auch in den Vereinigten Staaten längst
gescheitert ist wird ignoriert. Man setzt auf in der uninformierten Öffentlichkeit
gut verkaufbare "Härte gegen Drogen/dealer" und kriminalisiert gleichzeitig
weit über 500.000 der eigenen Bürger. Obwohl ein Staat wie die Schweiz
erfolgreich einen liberalen Kurs einschlägt, in Zukunft niemanden mehr wegen
Cannabisgebrauch oder Zucht bestrafen wird und endlich Kontrolle über den
ansonsten unkontrollierbaren Cannabismarkt erhält wird in Österreich blind auf
die vermeintliche Effektivität der Polizei als Löser des Drogenproblems
gesetzt.
Vorangetrieben wird diese Art der Politik von Leuten wie
Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck der behauptete: "Es gibt keine
weichen Drogen. Alle Drogen sind illegal und gefährlich.". Ist ein
Gesundheitsstaatssekretär der derartigen Unsinn verbreitet überhaupt tragbar?
Wo bleibt der Aufschrei der österreichischen Presse, dass unsere Drogenpolitik
von derart inkompetenten Ideologen gemacht wird? Wo bleibt die Kritik? Oder
ist die Drogenpolitik in Österreich tatsächlich immer noch ein Tabuthema?
Bundeskanzler Schüssel und Vizekanzlerin Riess-Passer begründen ihren
Entscheid weiche Drogen nicht zu legalisieren mit dem Statement:"Dies sei der
falsche Weg". Nachvollziehbare Gründe nennen Sie nicht, können sie auch
nicht. Ich würde mir von den österreichischen Medien endlich eine kritischere
Betrachtung dieser Entwicklung im Drogenbereich erwarten, die doch der in
allen anderen Ländern Europas (siehe Schweiz, Portugal, Holland, Italien,
Spanien etc.) entgegenläuft.

Mit freundlichen Grüßen,

Sehr geehrte Redaktion


Ich habe Ihren Artikel „Neudeutsch – Trends und Triften“ gelesen und stimme in
den meisten Punkten mit Ihnen überein. Derzeit findet eine Verunreinigung
unserer Sprache statt, die sich nicht weiter ausbreiten darf.
Besonders das Denglisch findet regen Anklang innerhalb der Bevölkerung. Sind
wir etwa nicht mehr in der Lage, passende Begriffe aus dem Deutschen zu
finden? Müssen wir immer den unkomplizierten und einfachsten Weg gehen?
Zudem möchte ich anmerken, dass es leider doch zunehmend zu Veränderungen
der Syntax bzw. Grammatik kommt. Die Veränderung der Satzstellung nach der
Konjunktion „weil“ ist ein Paradebeispiel für dieses Phänomen und begegnet uns
leider täglich in der gesprochenen Sprache. Auch muss der Genitiv immer
häufiger dem Dativ weichen.
Demnach sind diese Negativ-Entwicklungen sowohl im Wortschatz als auch in
der Grammatik vorzufinden – was ein noch größeres Ausmaß bedeutet und
umgehend verhindert werden muss.
Ich hoffe, und denke, dass Sie einen guten Beitrag zu diesem Thema geleistet und
einigen Menschen die Augen geöffnet haben.

Vorname, Nachname (Wohnort, allenfalls Datum)

Sehr geehrter Herr Zimmer,

ich habe Ihren Artikel „Neudeutsch – Trends und Triften“ gelesen und stimme in
den meisten Punkten mit Ihnen überein. Derzeit findet eine Verunreinigung
unserer Sprache statt, die sich nicht weiter ausbreiten darf. Besonders das
Denglisch findet regen Anklang innerhalb der Bevölkerung. Sind wir etwa nicht
mehr in der Lage, passende Begriffe aus dem Deutschen zu finden?

Müssen wir immer den unkomplizierten und einfachsten Weg gehen?

Zudem möchte ich anmerken, dass es leider doch zunehmend zu Veränderungen


der Syntax bzw. Grammatik kommt. Die Veränderung der Satzstellung nach der
Konjunktion „weil“ ist ein Paradebeispiel für dieses Phänomen und begegnet uns
leider täglich in der gesprochenen Sprache. Auch muss der Genitiv immer
häufiger dem Dativ weichen.

Demnach sind diese Negativ-Entwicklungen sowohl im Wortschatz als auch in


der Grammatik vorzufinden – was ein noch größeres Ausmaß bedeutet und
umgehend verhindert werden muss.

Ich hoffe, und denke, dass Sie einen guten Beitrag zu diesem Thema geleistet und
einigen Menschen die Augen geöffnet haben.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Spiegelredaktion,


mit Vergnügen las ich vor einiger Zeit Ihren Artikel „Welcome in Blabylon“ und
nun „Die Begriffswelt des Béla Anda.“ Sie verdeutlichen mit Witz und Tücke die
doch sehr negative Beeinflussung der deutschen Sprache durch das Englische.
Anglizismen lassen sich heutzutage in allen Lebensbereichen auffinden.

Es gilt den Leuten die Augen zu öffnen, gerade weil diese Invasion oft zu
Verwirrung oder Unverständnis führt. Wie Sie erwähnten bedienen sich auch die
Politiker häufig englischer Ausdrücke, um Programmen und Vorhaben einen
Namen zu geben („in Gesetzen und Regierungsbroschüren zunehmend [...]
Begriffe wie „Work-Life-Balance““) – aber was bringt ein solcher Name, wenn ihn
das „normale“ Volk nicht verstehen kann? Soll es etwa eine blinde Zustimmung
abliefern? Ist dies vielleicht nur eine zur Durchsetzung einkalkulierte
Maßnahme? Es könnten sicher derartige Missverständnisse dadurch entstehen.

Natürlich findet ein reger Kulturenaustausch durch die fortschreitende


Globalisierung statt und unsere Sprache ist auch kein starres Gebilde. Dennoch
sollten wir diesem „Mischmasch“ nicht derartigen Spielraum für seine
Verbreitung lassen. Unsere Sprache ist ein kostbares Gut. Und es ist doch nicht
zu viel verlangt wenigstens die eigene Muttersprache zu beherrschen und somit
die deutschen Begriffe den englischen vorzuziehen.

Der technische Fortschritt stellt uns zwar vor große Herausforderungen, welche
doch aber nicht unlösbar sind! Momentan verbreiten die Medien bzw. die
Werbung das Denglisch in hohem Maße („Die Flut von Anglizismen, die aus den
Medien, aus der Werbung,... auf uns niedergeht“), auch prominente
Persönlichkeiten tragen ihr Übriges dazu bei und haben dadurch eine
Vorbildfunktion – könnte dies nicht ebenso umgekehrt funktionieren? Könnten
wir unsere Muttersprache nicht retten, wenn wir statt der Anglizismen endlich
wieder in großem Maße deutsche Begriffe verwendeten und diese somit
verbreiteten?

Ihre Artikel haben sicher einigen Menschen die Augen geöffnet – daran gilt es
jetzt nur anzuknüpfen, um größere und längerfristige Erfolge zu garantieren und
auch die Grammatik zu retten.

Mit freundlichen Grüßen