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Medientechnik 2/ November 2010

Medien im Unterricht
eine Gegenüberstellung

© DI.FH Felix Kirchdorfer

Medien im Unterricht.doc Seite 1


Medientechnik 2/ November 2010

Medien im Unterricht.doc Seite 2


Inhaltsverzeichnis
1. DIKTAT UND MÜNDLICHER VORTRAG...................................................................................................4
1.1. VORTEILE DES DIKTATS IM UNTERRICHT...............................................................................................................4
1.2. NACHTEILE DES DIKTATS IM UNTERRICHT.............................................................................................................4
1.3. VOR- UND NACHTEILE DES MÜNDLICHEN VORTRAGS...............................................................................................4
2. AUDIO-CD / KASSETTENREKORDER........................................................................................................5
2.1. VORTEILE – KASSETTE/CD................................................................................................................................5
2.2. NACHTEILE – KASSETTE/CD..............................................................................................................................5
3. TAFEL UND KREIDE BZW. WHITE BOARD.............................................................................................5
3.1. VORTEILE – TAFEL UND WHITE BOARD................................................................................................................5
3.2. NACHTEILE – TAFEL UND WHITE BOARD..............................................................................................................6
4. FLIP CHART......................................................................................................................................................6
4.1. VORTEILE – FLIP CHART....................................................................................................................................6
4.2. NACHTEILE – FLIP CHART..................................................................................................................................7
5. FOLIEN UND OVERHEAD PROJECTOR....................................................................................................7
5.1. VORTEILE – OVERHEAD......................................................................................................................................7
5.2. NACHTEILE – OVERHEAD....................................................................................................................................7
6. FERNSEHER MIT VIDEOKASSETTEN-/DVD-RECORDER....................................................................8

6.1. VORTEILE - TV MIT VCR UND DVD.................................................................................................................8


6.2. NACHTEILE - TV MIT VCR UND DVD...............................................................................................................8
7. POWERPOINT PRÄSENTATIONEN / BEAMER......................................................................................9

7.1. VORTEILE – POWERPOINT/BEAMER......................................................................................................................9


7.2. NACHTEILE – POWERPOINT/BEAMER....................................................................................................................9

8. GESTALTUNG EINER POWERPOINT PRÄSENTATION........................................................................9


8.1. ERSTELLEN EINER MS POWERPOINT PRÄSENTATION...............................................................................................9
8.2. ERSTELLEN EINER PRÄSENTATION MIT HILFE LEERER FOLIEN..................................................................................11
8.3. ENTWURF EINER PRÄSENTATION MIT DER ENTWURFSVORLAGE................................................................................11
8.4. DER ROTE FADEN............................................................................................................................................12
8.5. DIE ABSCHÄTZUNG DES PRÄSENTATIONSUMFANGS................................................................................................12
8.6. DER OPTISCHE EINDRUCK VON SCHRIFTEN – SATZTECHNIK....................................................................................13
8.7. DIE GRAPHISCHE GESTALTUNG – BILDER............................................................................................................13
8.8. DIE FARBGEBUNG............................................................................................................................................13
8.9. DER EINSATZ BESONDERER MITTEL....................................................................................................................13
8.10. DAS GESPROCHENE WORT ZUM BILD................................................................................................................14
8.11. DIE SYNCHRONISATION...................................................................................................................................14
8.12. DIE ART DES VORTRAGS, UND WAS MAN NICHT TUN SOLL...................................................................................14
8.13. DIE SCHRIFTLICHEN UNTERLAGEN – „HANDOUTS“.............................................................................................14
9. GLOSSAR.........................................................................................................................................................15
10. INDEX..............................................................................................................................................................17
11. LITERATURVERZEICHNIS.......................................................................................................................18
1. Diktat und mündlicher Vortrag
Unter Diktat versteht man das Ansagen der tatsächlich niederzuschrei-
benden Wissensinhalte in das vom Schüler zu führende Heft, um so dem
Schüler für die notwendigen Wiederholungen des Lehrstoffes eine brauch-
bare Lernunterlage zur Verfügung zu stellen. Vorträge sind die gewöhnli-
che Art der Informationsvermittlung an Universitäten, Fachhochschulen
und in den Unternehmen. Hier wird i.a. auf die Form des Diktats ver-
zichtet.

1.1. Vorteile des Diktats im Unterricht


Das Diktat und der Vortrag, gemeinsam mit einem guten Tafelbild, haben
im Unterricht deshalb ihren festen Platz und das besonders in den unteren
Schulstufen, da hier die Fähigkeit des Exzerpierens bzw. der direkten
Erstellung einer brauchbaren Mitschrift noch nicht ausreichend vorhanden
ist. Das Diktat als Form der Informationsvermittlung aktiviert beim
Schüler gleichzeitig drei Tätigkeiten, nämlich hören, schreiben und sehen
[2_hame]. Damit ist zwar das Verstehen noch nicht implizit gegeben, aber
zumindest werden die Zusammenhänge besser behalten bzw. gemerkt als
bei Einsatz von wenigen Aktivitäten, wie etwa nur hören oder hören und
sehen.

1.2. Nachteile des Diktats im Unterricht


Leider ist diese Vorgangsweise dadurch gekennzeichnet, dass der Aufwand
für den Vortragenden hoch ist, einerseits in Hinblick auf die Unterrichts-
vorbereitung und das redigieren des Textes als auch für den Zeitaufwand,
der dieser Art der Informationsvermittlung – also das diktieren in der
Unterrichtsstunde – aufgewendet werden muss. Auch die Problematik der
Veranschaulichung des Stoffes durch Bilder und Zeichnungen kann durch
Diktat nicht gelöst werden.

1.3. Vor- und Nachteile des mündlichen Vortrags


Vorträge liefern rasch Wissensinhalte, sofern man ihnen unmittelbar
folgen kann, aber i. a. nur einmal die Information. In Vorträgen können
Wissensinhalte rasch vermittelt werden, wenn auch die Voraussetzung ist,
dass die Zuhörer sich bereits auf einem relativ hohen Niveau der
Wissensaufnahme bzw. Wissensverwertung befinden. Meist werden bei
Standardvorträgen audiovisuelle bzw. multimediale Medien kaum
eingesetzt. Das führt dazu, dass nahezu nur ein Sinn, nämlich das Hören
hier angesprochen wird. Die damit verbundene Schwierigkeit ist in der
geringen Merkrate des neuen Stoffes erkennbar.
2. Audio-CD / Kassettenrekorder
Audio-CD und Kassettenrekorder stellen ein Zusatzmedium zu ton-
basierten Demonstrationen im Unterricht dar. Alleine sind diese Medien
von äußerst eingeschränkter Bedeutung.

2.1. Vorteile – Kassette/CD


Gut einsetzbar im Bereich des Sprach-, Musikunterrichts. Bringt
Hörverständnis und Selbstkontrolle für die Sprachmelodie der
Nativespeaker und in der Musikerziehung Möglichkeiten, die über das
Spielen eines Instruments hinausgeht. Auch hier ist die positive Wirkung
der Selbstkontrolle von entscheidender Bedeutung [4_inte].

2.2. Nachteile – Kassette/CD


Die Kassetten alleine können im Sprachunterricht die Lehrer-Schüler-
Beziehung niemals ersetzen.

3. Tafel und Kreide bzw. White Board


Tafel und Kreide sowie in neuerer Zeit auch die so genannten White
Boards sind wieder verwendbare (löschbare) Medien zur Informations-
darstellung für größere Zuseherzahlen.

3.1. Vorteile – Tafel und White Board


Sowohl die Tafel, mit Kreide als auch die White Boards mit non permanent
Faserschreibern sind wieder verwendbare (löschbare) Medien, die es
gestatten für eine größere Schülerzahl Informationen ausreichend groß
und bei Tages- und Kunstlicht darstellen zu können und insbesondere die
Information vor den Augen der Zuseher zu entwickeln. Bereits diese
Möglichkeiten bedeuten besonders ökonomischen Betrieb bei gleichzeitig
höchstem Wirkungsgrad, was die Möglichkeit der Informationsübertragung
betrifft. Insbesondere die automatisch eingelernte Funktion der Schüler,
dass sie den Stoff, der auf die Tafel geschrieben wird, auch in ihr Heft
übertragen, bei gleichzeitiger verbaler Besprechung des Stoffes durch den
Lehrer, scheint eine sehr gute Kombination für die Wissensvermittlung
darzustellen, obwohl gerade diese Methode nicht besonders neu ist
[3_kirk]. Die Menge des Stoffes ist durch die Zeit für die Beschreibung der
Tafel automatisch begrenzt, sodass die Schüler diesen Stoff tatsächlich in
ihr Heft schreiben können.
3.2. Nachteile – Tafel und White Board
Für den Lehrer ist der Umgang mit der Kreide nicht besonders angenehm.
Es ist relativ schwer ein ordentliches, gut lesbares Tafelbild zu erstellen,
da man hier das entstehende Tafelbild in groben Zügen bereits kennen
muss, bevor man mit der Beschreibung der Tafel beginnen kann.
Zeichnungen sind sehr schwer in ausreichender Qualität herstellbar. Bilder
und Photos sind gar unmöglich, in dieser Form zu bringen. Tafelbilder
können nicht vorgefertigt werden und brauchen eine relativ lange Zeit zur
Erstellung. Man steht als Lehrer oft mit dem Rücken zur Klasse und sieht
dann nicht, was da vorgeht. Bei unangenehmen Klassenkonstellationen
kann das durchaus zu einem Problem werden.

4. Flip Chart

Flip Charts sind große, nahezu senkrecht stehende, überdimensionale


Papierblöcke, die mittels Filzschreiber ausreichender Strichdicke
beschrieben werden.

4.1. Vorteile – Flip Chart


Flip Charts werden mit permanenten Faserschreibern beschrieben und
sind ein nicht wieder verwendbares (also nicht löschbares) Medium, das es
gestattet für eine mittlere Schülerzahl Informationen ausreichend groß
und bei Tages- und Kunstlicht darstellen zu können und insbesondere die
Information vor den Augen der Zuseher zu entwickeln. Bereits diese
Möglichkeit bedeutet einen mittleren ökonomischen Betrieb bei gleichzeitig
höchstem Wirkungsgrad, was die Möglichkeit der Informationsübertragung
betrifft. Insbesondere die automatisch eingelernte Funktion der Schüler,
dass sie den Stoff, der auf das Flip Chart geschrieben wird, auch in ihr
Heft übertragen, bei gleichzeitiger verbaler Besprechung des Stoffes durch
den Lehrer, scheint eine sehr gute Kombination für die Wissensvermittlung
darzustellen, obwohl gerade diese Methode nicht besonders neu ist
[3_kirk]. Die Menge des Stoffes ist durch die Zeit für die Beschreibung des
FlipCharts bei direkter Entwicklung durch den Lehrer automatisch
begrenzt, sodass die Schüler diesen Stoff tatsächlich in ihr Heft schreiben
können. Vorteilhaft für den Lehrer ist aber auch, dass Flip Charts
vorgefertigt werden können und dann ähnlich wie PowerPoint-
Präsentationen eingesetzt werden können [1_pühr].
4.2. Nachteile – Flip Chart
Es ist relativ schwer, ein ordentliches, gut lesbares Flip Chart-Bild zu
erstellen, da man hier das entstehende Bild am Flip Chart in groben Zügen
bereits kennen muss, bevor man mit der Beschreibung beginnt. Zeichnun-
gen sind sehr schwer in ausreichender Qualität herstellbar. Bilder und
Photos sind gar unmöglich in dieser Form zu bringen. Flip Chart-Bilder
können vorgefertigt werden, was dann i. a. zu einer Beschleunigung des
Vortrags führt. Das ist für die Schüler aber meist nicht günstig. Bewegte
Vorgänge, wie etwa Simulationen sind mit diesem Medium nicht darstell-
bar. Auch Flip Chart-Bilder und brauchen eine relativ lange Zeit zur
Erstellung. Man steht als Lehrer oft mit dem Rücken zur Klasse und sieht
dann nicht, was da vorgeht. Bei unangenehmen Klassenkonstellationen
kann das durchaus zu einem Problem werden.

5. Folien und Overhead Projector


Overheadprojektoren sind Medien, die es gestatten, Bilder und Texte, die
man auf transparenten Folien mit speziellen Faserschreiben erstellt in
leicht abgedunkelten Räumen darzustellen.

5.1. Vorteile – Overhead


Bilder von Overheadprojektoren sind nicht nur in ausreichender Größe für
ein Publikum in der Größe von etwa 30 Schülern darstellbar, sondern
können auch sukzessive vor den Schülern entwickelt werden. Es lassen
sich recht gut farbige Zeichnungen und Text erstellen, indem die Folien
händisch beschrieben werden. Auch Bilder und Photos sind darstellbar,
sofern man einen Kopierer bzw. Farbtintenstrahldrucker benutzt.
Overheadfolien können für einen Vortrag vorgefertigt werden und führen
dann mehr oder weniger automatisch durch den Vortrag [3_kirk]. Man
wird als Lehrer also damit nicht so leicht verleitet vom Kernthema durch
Fragen der Schüler abzuweichen [3_kirk]. Ein teures und kompliziertes
Medium, wie etwa Video-Projektoren und Notebook, sind hier nicht nötig.
Damit können diese Dinge in einem Vortrag auch nicht ausfallen.
Außerdem erspart man sich die mühsame Aufbau- und Abbauarbeit und –
zeit [3_kirk]. Nicht unerwähnt soll hier sein, dass Overheadfolien leichter
zu tragen sind und in jeder Klasse sowieso i. a. ein Overheadprojektor
vorhanden ist [3_kirk].

5.2. Nachteile – Overhead


Die Erstellung von schönen Overheadfolien erfordert etwas Geschick und
Training. Hat man diese Hürde mit SW-Produkten, wie etwa MS
PowerPoint einmal genommen, dann wird man sofort mit dem Problem
konfrontiert, dass das Drucken von Overheadfolien mit Tintenstrahl- oder
Farblaserdruckern sehr teuer und sehr zeitaufwendig ist. Darüber hinaus
können keine bewegten Bilder – also Simulationen und Filme – gezeigt
werden. Für den Lehrer kommt im Zuge des Vortrags erschwerend hinzu,
dass er/sie die Folien passend zu seinem Vortrag auflegen muss, diese
gerade auf dem Projektor auszurichten sind und er möglichst das
projizierte Bild nicht verdecken soll. Auf alle diese Dinge muss gleichzeitig
geachtet werden, was etwas Übung verlangt.

6. Fernseher mit Videokassetten-/DVD-Recorder


Fernseher dienen hauptsächlich zur Präsentation von vorgefertigten
Lehrfilmen im kleineren Kreis. Sie bieten ähnliche Möglichkeiten, wie
früher die im Unterricht verwendeten Schmalfilmapparate – mit dem
Unterschied, dass heute mit Kameras auch Videoaufnahmen gemacht
werden können. Live-Übertragungen über TV erfordern eine TV-Tuner, der
in einem Beamer nicht verfügbar ist – alternativ wäre ein TV-Empfangsteil
in einem PC / Notebook denkbar.

6.1. Vorteile - TV mit VCR und DVD


Wiederverwendbarkeit von bewährten Lehrfilmen – also zur Demon-
stration von Lehrinhalten, für die an der Schule keine Mittel vorhanden
sind oder deren Erreichbarkeit bzw. Umfang den Rahmen sprengen
würden. Fernseher sind um ein Vielfaches billigere Medien als Video-
Beamer. Eine Beamer-Lampe kostet etwa 300.- €, ist sehr empfindlich
und hält in ihrer Lebensdauer nur sehr begrenzt. Man kann auf mehreren
Fernsehern das gleiche Bild im Klassenzimmer darstellen, und so etwa 15
Schüler pro Fernseher zuodnen, was eine ausreichende Bilddarstellung
ermöglicht.

6.2. Nachteile - TV mit VCR und DVD


Die Bildschirme von Fernsehern sind für größere Demonstrationen zu klein
und die Geräte sind für den Transport ungeeignet. In den Klassen sind
keine Geräte dieser Art vorhanden und der Auf- und Abbau ist mehr als
zeitaufwendig. Außerdem ist das Medium nicht interaktiv, was seine
Einsatzmöglichkeiten sehr einschränkt. Heute würde man TV-Über-
tragungen auch über Beamer machen, wenn sich das mit den finanziellen
Mitteln ausgeht.
7. PowerPoint Präsentationen / Beamer
Der Einsatz von Open Office oder MS PowerPoint – Präsentationen im
Unterricht, die eine Projektion mittels Videobeamern voraussetzt, hat eine
Menge Vorteile für den Vortragenden und auch für den Schüler bzw.
Zuhörer.

7.1. Vorteile – PowerPoint/Beamer


Präsentationen werden für ein größeres Publikum heute fast ausschließlich
mittels Rechner (Notebook) und „Folien“ in elektronischer Form erstellt
und durchgeführt. Mit Hilfe geeigneter Software (Open Office oder MS
PowerPoint) lassen sich sehr ansprechende Darstellungen erzeugen, die
nicht nur Text, sondern auch alle möglichen anderen Medien einschließen
können. Hier ist zu erwähnen, dass nicht nur die Übergänge zwischen
Bildern animiert werden können, sondern auch Ton- und Filmdokumente
einbindbar sind. Sehr schön können Simulationen von bewegten
Vorgängen erzeugt werden, die dann die Anschaulichkeit und damit das
Verständnis für komplizierte Zusammenhänge bedeutend verbessern. Mit
dieser Methode erspart man sich auch das teure und zeitaufwendige
Herstellen von Overheadfolien. Ein weiterer Vorteil ist die einfache
Änderbarkeit der Präsentation, was recht häufig vorkommt und bei
Overheadfolien kaum möglich ist.

7.2. Nachteile – PowerPoint/Beamer


Um Geräteproblemen aus dem Weg zu gehen, erscheint angebracht
wenigstens Schwarz/Weiss-Kopien der Präsentation mittels Laserdrucker
zu erstellen.

8. Gestaltung einer PowerPoint Präsentation


Präsentationen, die auf elektronischen Medien beruhen, werden nicht
automatisch von guter Qualität sein, weil das dazu eingesetzte Programm
von einem bekannten und hervorragenden Hersteller kommt. Im
Gegenteil – Präsentationen sind im Prinzip Geschichten, die einen Ablauf
und eine Handlung besitzen. Schafft man diesen Zusammenhang nicht
herzustellen, dann fühlt sich der Zuschauer unangenehm, kann der nun
undeutlich zusammenhängenden Geschichte nicht mehr richtig folgen und
das Ergebnis ist Unzufriedenheit.

8.1. Erstellen einer MS PowerPoint Präsentation


Das Erstellen einer Präsentation in Microsoft PowerPoint setzt sich aus
folgenden Schritten zusammen:
Man beginnt mit einem Basisdesign, Hinzufügen neuer Folien, Wählen von
Layouts, Ändern des Foliendesigns (falls gewünscht) und durch das
Ändern des Farbschemas oder durch Anwendung unterschiedlicher
Entwurfsvorlagen sowie durch Erstellen von Effekten, wie z. B. animierten
Folienübergängen.

Die folgenden Informationen behandeln die Optionen, die verfügbar sind,


wenn Sie mit diesem Vorgang beginnen.

Im Aufgabenbereich Neue Präsentation von PowerPoint werden


unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, um mit der
Erstellung einer Präsentation zu beginnen. Folgende Optionen sind
verfügbar:

Leere Präsentation - Man beginnt mit Folien, die nur über ein minimales
Design und über keine Farben verfügen.

Neu mit vorhandener Präsentation - Man erstellt eine neue


Präsentation auf der Grundlage einer Präsentation, deren Text verfasst
und deren Design abgeschlossen ist. Durch diesen Befehl erstellt man eine
Kopie einer vorhandenen Präsentation, sodass man die, für die neue
Präsentation die gewünschten, Design- und Inhaltsänderungen vornehmen
kann.

Von einer Entwurfsvorlage - Man erstellt die Präsentation auf der


Grundlage einer PowerPoint-Vorlage, die bereits über ein Designkonzept,
Schriftarten und ein Farbschema verfügt. Neben den Vorlagen, die in
PowerPoint enthalten sind, kann man auch selbst erstellte Vorlagen
verwenden.

Vom AutoInhalt-Assistenten - Mit Hilfe des AutoInhalt-Assistenten


kann man eine Entwurfsvorlage anwenden, die Vorschläge für den Text
auf den Folien umfasst. Anschließend kann man den gewünschten Text
eingeben.

Vorlagen auf Websites - Man erstellt eine Präsentation mit Hilfe einer
Vorlage von einer Website.
Vorlagen auf Microsoft.com - Man kann weitere PowerPoint-Vorlagen
aus der Microsoft Office Template Gallery auswählen. Diese Vorlagen sind
nach Präsentationstyp angeordnet.

Inhalt, der aus anderen Quellen einfügen:


Man kann auch Folien aus anderen Präsentationen oder Text aus anderen
Anwendungen wie z.B. Microsoft Word u.v.a.m. einfügen.

8.2. Erstellen einer Präsentation mit Hilfe leerer Folien


1. Klickt man auf der Symbolleiste Standard auf den Button Neu, dann
wird eine neue Präsentation angelegt.

2. Wenn man für die erste Folie das Standard-Titellayout übernehmen


möchte, muss man zu Schritt 4 wechseln.

3. Wenn man für die erste Folie ein abweichendes Layout verwenden
möchte, dann klickt man im Aufgabenbereich Folienlayout auf das
gewünschte Layout.

4. Nun muss man den gewünschten Text auf der Folie oder auf der
Registerkarte Gliederung eingeben.

5. Um eine neue Folie einzufügen, klickt man auf der Symbolleiste auf
den Button Neue Folie und dann auf das gewünschte Layout.
6. Nun wiederholt man die Schritte 4 und 5 für jede neue Folie, und fügt
die gewünschten Designelemente oder Effekte hinzu.

7. Wenn alle gewünschten Folien erstellt sind, klickt man im Menü Datei
auf Speichern, gibt einen Namen für die Präsentation ein, und klickt
dann auf Speichern.

8.3. Entwurf einer Präsentation mit der Entwurfsvorlage


1. Wenn der Aufgabenbereich Neue Präsentation nicht angezeigt wird,
wählt man im Menü Datei den Eintrag Neu.
2. Man wählt unter Rubrik Neu den Eintrag Von einer Entwurfs-
vorlage.
3. Nun wählt man im Aufgabenbereich Foliendesign eine
Entwurfsvorlage, die man übernehmen möchte.
4. Wenn man für die erste Folie das Standard-Titellayout übernehmen
möchten, geht es weiter mit Schritt 6.
5. Wenn man für die erste Folie ein abweichendes Layout verwenden
möchte, klickt man im Menü Format auf Folienlayout und dann auf
das gewünschte Layout.
6. Man gibt dann auf der Folie oder auf der Registerkarte Gliederung
den gewünschten Text für die erste Folie ein.
7. Um eine neue Folie einzufügen, klickt man auf der Symbolleiste auf
Neue Folie und wählt dann das Layout, das man für die Folie
einsetzen möchte.
8. Nun wiederholt man die Schritte 6 und 7, um weitere Folien
hinzuzufügen, und fügt die gewünschten Designelemente oder Effekte
hinzu.
9. Um die Präsentation zu speichern, wählt man im Menü Datei auf
Speichern und gibt einen Namen in das Feld Dateiname ein. Dann
klickt man auf Speichern.

Anmerkung: Wenn man eine Vorlage erstellt hat, wird sie zusammen mit
den Microsoft PowerPoint-Vorlagen in alphabetischer Reihenfolge im
Aufgabenbereich Foliendesign angezeigt.

8.4. Der rote Faden


Vorträge sollen, wie schon oben erwähnt, eine Geschichte und ein Ziel
haben. Der Vortragende möchte mit seinem Vortrag ja etwas erreichen
und das kann man bereits am Beginn des Vortrags in einem „Abstract“,
also eine Kurzfassung, darstellen und die Zuhörer werden einem diese
Vorgangsweise danken.
Unzusammenhängende, punktuelle Information kann nicht leicht
eingeordnet werden und strengt den Zuhörer unnötiger Weise sehr an.

8.5. Die Abschätzung des Präsentationsumfangs


Pro Unterrichtseinheit lassen sich rund 12 bis maximal 20 Folien
besprechen. Mehr geht nicht, da im Allgemeinen über jede Folie einige
Sätze zu sagen sind und Zwischenfragen der Schüler beantwortet werden
müssen. Das aber geht nur dann gut, wenn man auf die detaillierte
Nieder- bzw. Mitschrift der Schüler verzichtet und ihnen eine voll
ausgearbeitete Kurzfassung der Präsentation mit Bildern der
Präsentationsfolien sowie dem Gesprochenen Text und Zusatzinforma-
tionen übergibt. Der Umfang dieser Kurzfassungen muss größer oder
gleich dem geforderten Prüfungsumfang sein.
8.6. Der optische Eindruck von Schriften – Satztechnik
Die optische Gestaltung der Folien ist von wesentlicher Bedeutung. Die
eingesetzten Schriften müssen in Hinblick auf tadellose Lesbarkeit, auch
von den hintersten Reihen aus, in der Größe und Schriftart gewählt
werden. Es ist nicht das Ziel alles an Information auf eine Folie zu packen,
sondern Schlagworte und Bilder, die das gesprochene Wort sinngemäß
unterstützen. Es muss also der Buchstabenabstand ausreichend groß sein,
dass man die einzelnen Buchstaben leicht optisch auflösen kann und
andererseits nicht zu groß, dass der Zusammenhang der Worte gewähr-
leistet bleibt. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass der „Durchschuss“
- das ist der Abstand zwischen den Zeilen, damit sich die Ober- und
Unterlängen der Zeichen nicht berühren – ausreichend groß sein, um die
Lesbarkeit des Textes zu verbessern. Es ist auch günstiger auf Folien
Schriften mit Serifen einzusetzen, statt serifenlose Fonts, wie ARIAL.

8.7. Die graphische Gestaltung – Bilder


Es ist immer günstig, Zeichnungen und Bilder auf den PowerPoint Präsen-
tationen zu bringen, da genau diese schwer oder gar nicht an der Tafel
herstellbar sind. Außerdem lockern Bilder das Geschehen auf und „Bilder
sagen mehr als tausend Worte“.

8.8. Die Farbgebung


Farben sollten bewusst, in der Anzahl aber sparsam, eingesetzt werden.
Hier ist besonders auf die Kontraste zu achten, die in der Projektion oft
anders erscheinen als auf dem Monitor. Manche Menschen haben
Probleme mit dem Farbsehen und deshalb sollte man sich die Farbbilder in
Graustufen ansehen und so entscheiden, wie es um den Kontrast steht. Es
ist auch nicht günstig, ständig das Layoutschema zu ändern. Im Zuge der
Erstellung einer in sich geschlossenen Präsentation sollte man bei einem
bestimmten Muster, also einer bestimmten Vorlage, bleiben. Ein dunkler
Hintergrund mit heller Schrift kommt in der Präsentation gut an.
Problematisch ist aber dann das Ausdrucken, weil der Tintenverbrauch
enorm ist. Man sollte dann die Folien in der Farbgebung invertieren.

8.9. Der Einsatz besonderer Mittel


Besondere Darstellungsmittel wie etwa Toneffekte, Folienübergänge,
automatischer, zeitgesteuerter Ablauf sollte man höchst sparsam oder gar
nicht einsetzen. Diese Dinge wirken verspielt und meist unprofessionell,
lenken vom Thema ab und enthalten keine Information.
Dagegen sind Animationen, sofern sie der Sachverhaltsdarstellung dienen,
vorzugsweise in die Präsentation einzubauen.

8.10. Das gesprochene Wort zum Bild


Der gesprochene Text soll nicht auf der Folie stehen. Hier haben nur
Schlagworte und Bilder etwas zu suchen. Man soll sich während der
Präsentation auch nicht immer zu Projektionsleinwand umdrehen. Man soll
also möglichst frei über das Thema sprechen und für Fragen immer offen
sein. Das gelingt durch Lesen des Textes bei gleichzeitiger Betrachtung
der Bilder im Zuge der Vorbereitung. Günstig ist es, wenn man selber als
Referent die Folien weiterschalten kann und eine Zeigemöglichkeit
(Zeigestab oder Laserpointer) einsetzen kann.

8.11. Die Synchronisation


Im Zuge der Ausführungen des Redners passiert es leicht, dass es
vergessen wird, die Folien weiterzuschalten. Man sollte es sich zur Ange-
wohnheit machen, regelmäßig auf den Monitor des Notebooks zu schauen,
ob das Bild noch zum gesprochenen Wort passt.

8.12. Die Art des Vortrags, und was man nicht tun soll
Man sollte versuchen, möglichst die Nervosität vor der Rede abzubauen.
Diese Nervosität führt dazu, dass viel zu schnell gesprochen wird und
niemand mehr etwas von den Aussagen versteht. Man hat es als Redner
ja in der Hand gewisse Aussagen zu machen oder diese zu unterlassen.
Außerdem ist so ein Auftritt im Regelfall keine Prüfung – es sei denn man
hat seinen Text nicht gelernt und weis einfach nicht was man zu dem
Thema sagen soll. In diesem Fall sollte man diese Rede lieber lassen und
sie an einem besseren Tag wiederholen. Also: Vorbereitung ist schon 75%
des Erfolgs.

8.13. Die schriftlichen Unterlagen – „Handouts“


Jede Präsentation sollte schriftliche Handouts – also Kurzfassungen –
anbieten, weil man nur sehr eingeschränkt mitschreiben kann, wenn man
einer PowerPoint-Präsentation folgen will. Kurznotizen zu den einzelnen
Folien sind aber im Unterrichtsbereich für den Schüler von essentieller
Bedeutung, da so die Wichtigkeit der einzelnen Subthemen erkannt und
gemerkt werden kann.
9. Glossar
Projektor für elektronisch erzeugtes Video-
Beamer
material
Button engl., Knopf
Ansagen der tatsächlich niederzuschreibenden
Wissensinhalte in das vom Schüler zu führende
Diktat
Heft, um so dem Schüler für die notwendigen
Wiederholungen des Lehrstoffes eine brauchbare
Lernunterlage zur Verfügung zu stellen
Beschreibbares, digitales Medium mit 4,7 bzw.
DVD-RW
8,5 GByte Kapazität; hohe Bildqualität
Große, nahezu senkrecht stehende, über-
dimensionale Papierblöcke, die mittels Filz-
Flip Charts
schreiber ausreichender Strichdicke beschrieben
werden
Layout graphische Auslegung der Erscheinung
Programm von Microsoft® zur Herstellung von
MS Power Point®
Präsentationen mit Videobeamern

Notebook tragbarer Computer

Office Programm unter der GPL (general public


Open Office® license) mit ein Programmstück zur Herstellung
von Präsentationen mit Videobeamern
Durchlichtprojektor für transparente Folien in
Overheadprojektor
der Größe A4
Präsentation Vortrag vor einem größeren Auditorium
Meist grün ausgeführte, senkrecht aufgehängte,
Zeichenfläche in der Größe 3 x 1,5 m für die
Tafel
Beschriftung mit Kreide. Sie ist ein wieder
verwendbares (löschbares) Medium.
TV Fernsehgerät
Videokassettenrekorder (VHS) zum Aufnehmen
VCR
und Wiedergeben
liefern rasch Wissensinhalte sofern man ihnen
unmittelbar folgen kann, aber i. a. nur einmal
Vorträge
die Information und es wird nur ein Sinn,
nämlich das Hören angesprochen
WhiteBoard Immer in weißer Farbe ausgeführte, senkrecht
aufgehängte, Zeichen- und Schreibfläche mit
etwa 1 x 3 m Größe, die mit non permanent
Faserschreibern beschriftet wird. Sie ist ein
wieder verwendbares (löschbares) Medium.
10. Index
Audio-CD..........................................................................................5
Beamer............................................................................................9
Beamer-Lampe..................................................................................8
das Verstehen...................................................................................4
Durchschuss....................................................................................13
Fernseher.........................................................................................8
FlipCharts....................................................................................6, 15
Folien...............................................................................................9
Hörverständnis..................................................................................5
Kassettenrekorder.............................................................................5
Kontrast..........................................................................................13
Kurzfassung....................................................................................12
Layout............................................................................................11
Lehrfilmen........................................................................................8
Liveübertragungen.............................................................................8
Mitschrift..........................................................................................4
MS PowerPoint..................................................................................9
Nativespeaker...................................................................................5
Open Office.......................................................................................9
Overheadprojektoren.........................................................................7
Schmalfilmapparate...........................................................................8
Schwarz/Weiss-Kopien.......................................................................9
Selbstkontrolle..................................................................................5
Serifen............................................................................................13
Tafel und Kreide................................................................................5
Tafelbild...........................................................................................4
TV-Tuner..........................................................................................8
Vortrag.............................................................................................4
WhiteBoards.....................................................................................5
Wiederholungen...............................................................................15
.........................................................................................................
11. Literaturverzeichnis

[1_pühr] Vortrag von VL Dipl.Päd.Ing. Pühringer


[2_hame] Vortrag Mediendidaktik von FOL Dipl.Päd.Ing. Hametner
[3_kirk] Eigene Praxiserfahrung im Unterricht an der HTL-donaustadt
[4_inte] Internet
[5_ppt] MS Power Point Programm Info