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ProVI

Neuerungen der Version 6.0

1 Allgemeines
1.1 Systemvoraussetzungen
– Die ProVI-Version 6.0 (64-bit) steht für die AutoCAD-Versionen 2013-2014,
2015-2016, 2017, 2018 und 2019 sowie für BricsCAD 18 (18.2.05 oder eine hö-
here Version 18.x) zur Verfügung. Die AutoCAD-Versionen 2013-2014 werden
letztmalig unterstützt.
– Es werden die Betriebssysteme Windows 10, Windows 8/8.1, Windows 7 und
Windows Vista unterstützt.
– Als Datenbankbasis kann Access (mdb-Dateien) oder SQLServer (ab Version
2008 R2) gewählt werden. Voraussetzung für den Einsatz von Access-
Datenbanken unter einem 64-bit Betriebssystem ist allerdings, dass kein 32-bit
MS-Office installiert ist, da in diesem Fall die benötigten Datenbanktreiber nicht
installiert werden können. Es sind somit folgende Fälle zu unterscheiden:
Windows 64-bit, Office 64-bit oder kein Office: Access oder SQL Server
Windows 64-bit, Office 32-bit: SQL Server

1.2 Projektdatenbank
– Aufgrund von Änderungen an der Datenbankstruktur wurde die Versionsnummer
der ProVI-Datenbanken auf 11.00 angehoben. Beim Öffnen einer alten Daten-
bank wird diese konvertiert. Danach kann diese Datenbank mit älteren Pro-
VI-Versionen nicht mehr geöffnet werden! Deswegen sollte der Umstieg auf
die neue Version im gesamten Projektteam einheitlich erfolgen. Beim Austausch
mit externen Büros ist darauf zu achten, dass der Empfänger der Daten ebenfalls
die Version 6.0 einsetzt.
1.3 Vermessungsmodul
– Dem Vermessungsmodul liegt die CAPLAN-Version 4.7 zugrunde. Bezüglich der
dort enthaltenen Neuerungen lesen Sie bitte die Textdatei "Caplan.new" im Un-
terverzeichnis "Caplan" des Installationsverzeichnisses von ProVI.

1.4 Excel-Makro
– Eine neue Version (3.3) des Makros zum Einlesen programmerzeugter Ausgabe-
dateien (Exc-Dateien) in Excel steht im Unterverzeichnis "Addins" des ProVI-
Verzeichnisses zur Verfügung. Zur Installation lesen Sie bitte die ebenfalls dort zu
findende Datei Readme.txt.
– Es wurde eine deutliche Performanceverbesserung beim Einlesen der EXC-
Dateien erzielt.

1.5 Projektverwaltung
– In der Projektliste werden nun das zuletzt verwendete Projekt und die Position der
Scrollleisten gemerkt und beim Verlassen des Projektes sowie beim Neustart
wiederhergestellt.
– Es erscheint nun eine aussagekräftigere Fehlermeldung, wenn nur die 32-Bit-
Version der AccessDatabaseEngine installiert ist.
– Wenn beim Duplizieren von Datenbanken der Datenbanktreiber Lesefehler zu-
rückliefert, werden nun weitere Leseversuche unternommen. Dies verbessert die
Stabilität vor allem bei Access-Datenbanken mit einzelnen sehr großen Dateien
(>60MB) darin, wie z.B. große Rastergeländemodelle.

1.6 Punktwolken
– Die Punktwolkenverarbeitung wurde um mindestens 50% beschleunigt.
– Bisher musste der Einfügepunkt einer Punktwolkenreferenz in AutoCAD immer
(0, 0, 0) sein. Jetzt kann die Punktwolkenreferenz auch gedreht, verschoben und
skaliert in die DWG eingefügt worden sein.

1.7 Sonstiges
– Das Zeichnen von Volumenkörpern funktioniert nun auch wenn BricsCAD als
CAD-System zugrunde liegt.
– Die mitgelieferte Zeichensatzdatei provi.shx wurde um einige Sonderzeichen (z.B.
Euro-Zeichen, verschiedene Buchstaben mit Accent) ergänzt.
2 BIM
2.1 MOKEDIT – Modellkollektion bearbeiten
– Der neue Dateityp "Modellkollektion" dient als Container für alle ProVI-Dateien,
die im Rahmen von Bauteilausgaben berücksichtigt werden sollen. Sie dient so-
mit als Ausgangspunkt für sämtliche BIM-Exportfunktionen.
– Eine Modellkollektion kann momentan folgende Dateitypen beinhalten: Gelände-
modell, Baugrundmodell, Trasse, Oberleitung, Kanal, Leitungen, Gradiente und
Achse.
– In der Datenbankstruktur werden Modellkollektionsdateien in den neuen Ordner
"Modellkollektionen" einsortiert.
– Zum Erzeugen und Bearbeiten von Modellkollektionen steht das neue Programm
MOKEDIT zur Verfügung. Dort kann die Liste der in der Modellkollektion enthal-
tenen Dateien bearbeitet werden.
– Aus den hinzugefügten Dateien resultieren die Bauteile, die für das betrachtete
Modell erzeugt werden können, z.B. Schichten, Lärmschutzwandpfosten, Bord-
steine, Bahnsteigkanten, Kabeltröge, Schienen, Schwellen, Oberleitungsmasten,
Schächte, Haltungen und vieles mehr.
– Für jeden Bauteiltyp kann die Genauigkeit der Darstellung, der sogenannte Mo-
delldetaillierungsgrad (MDG), und eine Farbe für die Darstellung angegeben wer-
den.
– Durch Angabe einer Polylinie kann das Projektgebiet eingeschränkt werden, d.h.
bei der Bauteilausgabe werden nur diejenigen Objekte berücksichtigt, die sich in-
nerhalb der Projektumgrenzung befinden.
– Weiterhin können Parameter für die Volumenkörpererzeugung aus Querprofilen
eingestellt werden. Neben dem Stationsintervall ist hier u.a. noch die maximal er-
laubte Winkeländerung zu nennen. Damit kann erreicht werden, dass das vorge-
gebene Intervall in engen Bögen verdichtet wird.

2.2 Attribuierung
Konfigurationsdatei für Attribute
– Bei der Ausgabe werden die einzelnen Bauteile mit Attributen versehen, wobei
zwischen festen und freien Attributen unterschieden wird. Feste Attribute sind Ei-
genschaften der Bauteile, die direkt aus den von ProVI verwalteten Daten abge-
leitet werden können (z.B. die Station eines Oberleitungsmastes oder der Durch-
messer eines Entwässerungsschachtes). Freie Attribute sind beliebige zusätzli-
che Informationen, die den Objekten vom Anwender hinzugefügt werden können.
– Die Einstellungen zu den festen und den verfügbaren freien Attributen werden der
Konfigurationsdatei proviatt.cfg entnommen. Um eine projektspezifische oder be-
nutzerspezifische Datei erstellen zu können, muss in den ProVI-Optionen ein
Verzeichnis für Konfigurationsdateien angeben sein. Einzelheiten zum Aufbau der
Konfigurationsdatei können dem Kapitel "Grundlagen – Konfigurationsdatei für
Bauteilattribute" in der Online-Hilfe entnommen werden.
– Bei allen Attributen können der Attributname, der Modelldetaillierungsgrad, ab
dem das Attribut ausgegeben werden soll, und diverse Formatierungsangaben
festgelegt werden. Außerdem können Attribute von der Ausgabe ausgeschlossen
werden.
– Bei einem freien Attribut kann zusätzlich eine Werteliste (es können dann nur die
vorgegebenen Werte eingegeben werden), ein Standardwert, der Datentyp (Text,
ganze Zahl oder reelle Zahl) und die Attributeinheit (z.B. m, m³, kg) definiert wer-
den.
– Freie Attribute können auf Modellkollektions-, Datei- und Bauteilebene existieren.
In den ersten beiden Fällen erfolgt die Eingabe der Attributwerte im Programm
MOKEDIT, bei den Attributen auf Bauteilebene in den zugehörigen Editorpro-
grammen.

QPEDIT – Querprofileditor
– Der Button "Attribute" im Hauptdialog öffnet einen Dialog zur Eingabe der freien
Attribute für die Bauteile einer Trasse.
– Die Attributeingabe erfolgt wahlweise für einen einzelnen Bauteiltyp (z.B. Lärm-
schutzwandpfosten, Bahnsteigkante, ...) oder für alle Bauteiltypen eines Haupt-
typs (z.B. Lärmschutzwand, Bahnsteig, ...).
– Die Attributeingabe erfolgt wahlweise für ein einzelnes Objekt (z.B. "Lärmschutz-
wand links") oder für alle zugehörigen Objekte (z.B. "Alle Lärmschutzwände").
– Für unterschiedliche Stationsbereiche können unterschiedliche Attributwerte ein-
getragen werden.
KANEDIT – Kanaleditor
– Die ggf. vorhandenen freien Attribute werden in zusätzlichen Spalten in den Lis-
ten der Schächte und Haltungen angezeigt.
– Es werden in jeder Zeile alle Attribute aus den zum Objekt (Schacht bzw. Hal-
tung) passenden Kategorien (z.B. Schacht, Schachtdeckel, Schachtunterteil bzw.
Haltung, Haltungsauflage, Leitungszone) angezeigt. Bei identischen Attributna-
men wird nur eine Spalte angelegt.
– Die freien Attribute werden bei der Excel-Ausgabe und beim csv-Import berück-
sichtigt.
– Bei der Benutzung von Filterdateien in KANEDIT und Folgeprogrammen können
auch freie Attribute zum Filtern verwendet werden.

LTGEDIT – Leitungseditor
– Die ggf. vorhandenen freien Attribute werden in zusätzlichen Spalten in den Lis-
ten der Leitungen und Knoten angezeigt.
– Es werden in jeder Zeile alle Attribute aus den zum Objekt (Leitung bzw. Knoten)
passenden Kategorien (z.B. Leitung, Schutzrohr bzw. Schacht, Schachtdeckel,
Schachtunterteil) angezeigt. Bei identischen Attributnamen wird nur eine Spalte
angelegt.
– Die freien Attribute werden bei der Excel-Ausgabe und beim csv-Import berück-
sichtigt.
– Bei der Benutzung von Filterdateien in LTGEDIT und Folgeprogrammen können
auch freie Attribute zum Filtern verwendet werden.

BPREDIT – Bohrprofileditor
– Die ggf. vorhandenen freien Attribute werden in zusätzlichen Spalten in der Liste
der Schichttypen angezeigt.
– Die freien Attribute werden bei der Excel-Ausgabe und beim csv-Import berück-
sichtigt.

2.3 Bauteilausgabe
Allgemein
– Bei der Bauteilausgabe werden mit Attributen versehene Volumenkörper in ver-
schiedenen Formaten ausgegeben.
– Aufgrund der Vielzahl der möglichen Fälle kann es bei der Berechnung der Volu-
menkörper vorkommen, dass einzelne Volumenkörper nicht oder falsch darge-
stellt werden. Daher kann bei den Bauteiltypen der Kategorie "Massenposition" im
Programm MOKEDIT die Methode zur Berechnung der Volumenkörper eingestellt
werden. Dies kann auch bereichsweise geschehen, sofern für den betrachteten
Bauteiltyp die Werte individuell je Datei eingestellt werden. Wird nichts angege-
ben, so wird die Standardmethode angewendet.
– Allen Exportprogrammen wird eine Modellkollektion zugrunde gelegt, die Pro-
gramme können daher im Projektbrowser über das Kontextmenü der Modellkol-
lektionsdatei gestartet werden.
– Da viele der (zumeist aus dem Hochbau stammenden) Auswertungs- und Analy-
seprogramme Probleme mit großen Koordinatenwerten haben, kann bei allen
Ausgaben ein Verschiebevektor angegeben werden. Somit können die erzeugten
Objekte in die Nähe des Koordinatenursprungs geschoben werden.
– Für die Ausgabe der Attribute kann der Modelldetaillierungsgrad (MDG) vorgege-
ben werden, d.h. es werden nur diejenigen Attribute ausgegeben, deren MDG
(aus der Konfigurationsdatei für Attribute) kleiner oder gleich dem angegebenen
MDG ist.

MOKZEI – Modellkollektion zeichnen


– Neues Programm zum Zeichnen der Volumenkörper einer Modellkollektion in Au-
toCAD, wobei der Bauteiltyp im Layernamen enthalten ist.
– Bitte beachten Sie, dass das Zeichnen bei größeren Projekten (insbesondere
wenn kleinteilige Objekte wie Schienen oder Schwellen enthalten sind) sehr lange
dauern kann.
– Da an AutoCAD-Objekte keine Attribute angehängt werden können, besteht die
Möglichkeit eine zusätzliche csv-Datei auszugeben, die die Attribute beinhaltet.
Die Verknüpfung zwischen den Objekten in der Zeichnung und den Einträgen in
der csv-Datei erfolgt über das AutoCAD-Handle.

CPIOUT – CPIXML Export


– Neues Programm zum Erzeugen von CPIXML-Dateien aus Modellkollektionen.
– Die Volumenkörper samt Attributen werden im CPIXML-Format ausgegeben.
Dieses kann z.B. von den Programmen Desite MD und iTWO eingelesen werden.

IFCOUT – IFC Export


– Die Volumenkörper werden samt Attributen im IFC-Format ausgegeben. Dieses
kann von verschiedenen Programmen (z.B. Desite MD, iTWO, Solibri, Navis-
works, Revit, etc.) eingelesen werden.
– Da es im Bereich Infrastruktur noch keine vollständige IFC-Modellierung gibt,
werden die Volumenkörper in der generischen Objektart IFCBUILDINGELE-
MENTPROXY gespeichert. Die Attribute werden dabei mit Hilfe der Klasse
IFCPROPERTYSET angehängt. Über das Attribut Bauteiltyp ist ersichtlich, um
was für eine Art von Objekt es sich handelt.
– Zurzeit sollte für den Export die IFC-Version 2x3 verwendet werden, da die neue-
ren Versionen (IFC 4 und IFC 4x1) von vielen Programmen noch nicht unterstützt
werden.
– Achsen (ggf. mit Kilometersprüngen), Gradienten und Geländemodelle können in
IFC 4x1 als echte Infrastrukturobjekte ausgegeben werden.
FBXOUT – FBX Export
– Neues Programm zum Erzeugen von FBX-Dateien aus Modellkollektionen.
– Die Volumenkörper werden im FBX-Format ausgegeben. Dieses kann z.B. von
Programmen für die Visualisierung mit Hilfe von VR-Brillen eingelesen werden.

ATTROUT – Attributausgabe
– Neues Programm zur Generierung einer Bauteilliste inkl. Attributen im csv-
Format. Dies ist dieselbe Datei, die auch bei MOKZEI erzeugt werden kann. Es
wird lediglich die Spalte mit dem AutoCAD-Handle weggelassen.
– Die Datei kann u.a. zur Prüfung verwendet werden, ob alle notwendigen Attribute
gefüllt sind.

Unterstützte Objekte
– Alle aus einer Trasse ableitbaren Massenpositionen (z.B. Schichten)
– Schienen und Schwellen
– Bordsteine und Rinnen inkl. Fundament
– Bahnsteigkanten (Kantenstein, Fundament und Sauberkeitsschicht)
– Kabeltröge inkl. Deckel
– Lärmschutzwandelemente (Pfosten, Wandelemente, Sockel, Gründung, Türen)
– Punktlinienförmige QP-Objekte (3D-Block)
– Linienförmige QP-Objekte (Umrisslinie auf Layer "PVI_BOUNDARY")
– Oberleitungsmasten (Mast, Aufsatz, Gründung, Ausleger)
– Schächte und Haltungen einer Kanaldatei
– Leitungen und Knoten (Schacht oder 3D-Block) einer Leitungsdatei
– Bodenschichten eines Baugrundmodells (Volumenkörper oder Oberflächennetze)
– Geländemodell (Volumenkörper oder Oberflächennetz

Einschränkungen
– Bei Gleisstreifen vom Typ "Feste Fahrbahn" erfolgt momentan noch keine Bau-
teilausgabe.
– Stützmauern und Gabionenwände können zurzeit nur über den Umweg einer be-
nutzerdefinierten Massenposition ausgegeben werden.
– Bei Kanal und Leitungen gibt es vorerst nur eine vereinfachte Darstellung (MDG
100) der Bauteile.
3 Flächiges Baugrundmodell
3.1 Allgemeines
– Bislang konnte der Baugrund nur mit Bohrprofilen entlang einer Achse modelliert
werden. Nun kann auch ein flächiges Baugrundmodell definiert werden.

3.2 Bohrprofildatei
– Grundlage für das flächige Baugrundmodell ist die Bohrprofildatei (empfohlene
Endung ".bpr"). Der zugehörige neue Dateityp befindet sich im Grunddaten-
Ordner.
– Die Bohrprofildatei ist analog zur achsbezogenen Baugrunddatei
(BG<Achsnr.>.<Ext.>) aufgebaut und enthält eine Liste mit Schichttypen und eine
weitere Liste mit koordinatenbezogenen Bohrprofilen.
– Die Liste der Schichttypen enthält zusätzliche Spalten zur Eingabe der Boden-
klasse bzw. des Homogenbereichs. Außerdem können freie Attribute eingegeben
werden, sofern diese zuvor in der Konfigurationsdatei proviatt.cfg definiert wur-
den. Diese Neuerungen wurden auch bei der achsbezogenen Baugrunddatei ein-
gebaut.
– Ein Bohrprofil wird durch folgende Parameter definiert: Bezeichnung, Koordina-
ten, Absoluthöhe der Geländeoberkante, Liste der Schichtstärken (jeweils
Schichtname und Stärke).

3.3 BPREDIT – Bohrprofileditor


– Das neue Programm BPREDIT dient zur Erzeugung und Bearbeitung von Bohr-
profildateien.
– In zwei Registerkarten werden die Schichttypen und die Bohrprofile eingegeben.
In beiden Listen stehen die üblichen Kontextmenüfunktionen zum Bearbeiten und
Exportieren zur Verfügung (Einfügen, Löschen, Werte in allen Zeilen setzen).
– Weiterhin gibt es die Funktionen "Excel-Ausgabe" und "CSV-Datei importieren".
Beim Import von Bohrprofilen ist alternativ zu den Koordinaten auch ein Achsbe-
zug möglich (Spalten mit Station, Abstand zur (Gleis-) Achse und Höhendifferenz
zur tieferliegenden Schiene oder Gradiente).
– Bohrprofile können auch über das csv-Format des Geotechnical Modules aus
AutoCAD Civil 3D importiert werden.
– Über das Kontextmenü der Titelzeile lässt sich einstellen, ob die Bohrprofile über
die Stärke oder die Tiefe (relativ zur Geländeoberkante) eingegeben werden.
– Bei der späteren Berechnung des Baugrundmodells ermittelt das Programm au-
tomatisch aus den vorhandenen Bohrprofilen eine Reihenfolge der Bodenschich-
ten. Falls dieser Automatismus nicht zum gewünschten Ergebnis führt, kann die
Reihenfolge auch vom Anwender beeinflusst werden.
– Hierzu gibt es im Kontextmenü der Bohrprofilliste eine Funktion zum Herstellen
einer einheitlichen Schichtabfolge für alle Bohrprofile. Ausgehend von den Roh-
daten unterbreitet das Programm dabei zunächst einen Vorschlag für die globale
Schichtreihenfolge (Schichttypen können dabei mehrfach vorkommen). Der An-
wender kann diese dann ggf. noch anpassen. Schließlich werden alle Bohrprofile
durch Einfügen geeigneter Schichten mit Stärke 0.0 auf den identischen Schicht-
aufbau gebracht.
3.4 Baugrundmodell
– Der neue Dateityp Baugrundmodell (empfohlene Endung ".bgm") befindet sich im
Geländeordner und dient analog zur Geländedatei zur Angabe des Modelltyps,
der beteiligten Dateien und zugehöriger Optionen.
– Zum Erzeugen und Bearbeiten der Baugrundmodelldatei steht das Programm
BGMEDIT zur Verfügung.
– Als Baugrundmodelltypen gibt es "Achsorientiert" (wie bisher mit Achse und Bau-
grunddatei) und "Flächig" (definiert über Geländemodell und Bohrprofildatei).
– Bei flächigen Modellen kann eingestellt werden wie viele Schichten dem Gelän-
deverlauf folgen. Bei den darunterliegenden Schichten werden die an den Bohr-
profilen vorhandenen absoluten Höhen interpoliert (ohne Berücksichtigung des
Urgeländes).

3.5 Folgeprogramme
QPEDIT – Querprofileditor
– Um ein Baugrundmodell in den Querprofilen und bei der Massenberechnung ei-
ner Trasse nutzen zu können muss es zunächst im Querprofileditor QPEDIT im
Geländedialog angegeben werden.
– Bei der Massenberechnung MASSEN kann der Erdabtrag auf die einzelnen Bau-
grundschichten aufgeteilt ausgegeben werden.

– In Stationsbereichen, in denen das Baugrundmodell nicht vorhanden ist wird bei


der Massenberechnung der gesamte Abtrag der Kategorie "Unbekannt" zugeord-
net.
– Decken die Baugrundlinien nicht den gesamten Bereich der Geländelinie ab, so
besteht die Möglichkeit (Häkchen im Gelände-Dialog, standardmäßig nicht ge-
setzt), diese horizontal verlängern zu lassen. Wird dies nicht gewünscht, so wird
der fehlende Bereich der Kategorie "Unbekannt" zugeordnet.

QPZEI – Querprofile zeichnen


– Die Linien der Unterkanten der Bodenschichten sowie die zugehörigen Abtrags-
Flächen können beim Zeichnen der Querprofile (QPZEI) dargestellt werden.
– Die Linien der Bodenschichten werden auf separaten Layern gezeichnet. Die
Layerfarbe ergibt sich wahlweise aus der Einstellung in der Registerkarte "Linien"
oder aus den in der Bohrprofil- bzw. Baugrunddatei zugeordneten Farben.
– Die Baugrundlinien können außerdem optional mit der Schichtbezeichnung be-
schriftet werden.
HPZEI – Höhenplan zeichnen
– HPZEI: Anstelle der achsbezogenen Baugrunddatei ist nun ein Baugrundmodell
(flächig oder achsorientiert) anzugeben. Im Fall der Darstellungsoption "Nur
Bohrprofile" ist bei einem flächigen Baugrundmodell zusätzlich der maximale Ab-
stand der darzustellenden Bohrprofile von der Achse anzugeben.

DATKONV – Datenarten konvertieren


– Konvertierung von flächigen Baugrundmodellen in Geländemodelle: Für jede Bo-
denschicht wird ein Geländemodell vom Typ "Datenart 58" (berechnetes Drei-
ecksnetz) erzeugt.
– Konvertierung von achsbezogenen Baugrunddateien in Bohrprofildateien: Pro
Station in der Baugrunddatei werden drei Bohrprofile erzeugt, eines auf der Ach-
se und die beiden anderen in einem vorgegebenen Abstand links und rechts von
der Achse.
– Konvertierung von flächigen Baugrundmodellen in achsbezogene Baugrunddatei-
en: Die Stationen der Baugrunddatei werden dabei entweder durch Interpolation
aus dem Baugrundmodell oder durch Projektion der Bohrprofile (innerhalb eines
vorgegebenen Abstands zur Achse) berechnet.

Bauteilausgabe
– Bei der in Kapitel 2.3 beschriebenen Bauteilausgabe in Form von Volumenkör-
pern mit Attributen wird für jede Bodenschicht entweder ein Volumenkörper oder
ein Oberflächennetz erzeugt.
4 AEDIT - Achseditor
4.1 Eisenbahn- und Straßenachsen
– Es ist nun möglich Eisenbahn- und Straßenachsen gleichzeitig im Achseditor zu
öffnen und zu bearbeiten.
– In den Optionen gibt es die neue Möglichkeit das Gewerk, die Richtlinie und die
Kategorie einzustellen, welche für neue Achsfragmente verwendet werden.
– Bei bereits bestehenden Achsen kann das Gewerk nun im Achsdatendialog ge-
ändert werden sofern eine Lizenz für beide Gewerke vorliegt und sofern die Ach-
se weder Stamm- noch Zweiggleis von Weichen ist. Vorhandene Überhöhungen
(Eisenbahn) oder Querneigungen (Magnetbahn) werden hierbei gelöscht.
– Die Möglichkeit das Gewerk einer Achse direkt über ihr Kontextmenü im Projekt-
browser zu ändern ist dafür weggefallen.
– Straßenachsen können nun wie Eisenbahnachsen eine Bezugsachse haben. Ist
eine Bezugsachse gesetzt, so werden bei Ausgaben und Zeichnungen in Folge-
programmen die Stationen der Bezugsachse ausgegeben bzw. angeschrieben.

4.2 Achsreferenzen
– Es können nun auf verschiedene Arten Abhängigkeiten zwischen Achsen ge-
schaffen werden, so dass bei einer Änderung der Ausgangsachse die abhängige
Achse automatisch aktualisiert wird. Dazu gibt es bei Festelementen die neuen
Berechnungsmethoden "Parallele" und "Station-Winkel".
– Bei "Parallele" wird das Achselement über einen Parallelabstand zu einem Ach-
selement einer anderen Achse definiert. Für die Elementlänge kann dabei optio-
nal die Länge des Ausgangselements übernommen werden.
– Bei "Station-Winkel" wird das Achselement am Schnittpunkt mit einer anderen
Achse aufgehängt. Dabei sind die Station auf der Ausgangsachse sowie der
Schnittwinkel anzugeben.

– Die Länge von Fest- und Koppelelementen kann auch durch den Schnittpunkt mit
einer anderen Achse festgelegt werden, wobei eine Differenzlänge angegeben
werden kann (d.h. das Element endet dann in einem festen Stationsabstand zum
Schnittpunkt).
– Bei Übergangsbögen gibt es nun ebenfalls die Berechnungsmethode "Paralleler
Ü-Bogen". Dabei handelt es sich um eine Übergangsbogenverbindung, bei der
der Verlauf und das Längenverhältnis von einem referenzierten Übergangsbogen
übernommen werden.
– Bei der Funktion "Parallele" zur Erzeugung von Parallelachsen kann gewählt
werden, ob alle Hauptelemente als Festelemente vom Typ "Parallele" erzeugt
werden sollen. In diesem Fall werden die oben beschriebenen Abhängigkeiten
erzeugt (bei Weichen, Verziehungen und 3tlg-Bögen können noch keine Paralle-
len mit Abhängigkeit erzeugt werden). Andernfalls werden wie bisher die Ele-
menttypen der Ausgangsachsen (Fest, Koppel, Puffer) übernommen und bei Än-
derung der Ausgangsachse erfolgt keine Aktualisierung.
– Bei der Funktion "Parallele" kann nun gewählt werden, ob ein einzelnes Ach-
selement oder ein Stationsbereich parallel versetzt werden soll.
– Mit Hilfe der neuen Funktion "Abhängigkeiten" kann man sich einen Überblick
verschaffen über die Beziehungen, die zwischen verschiedenen Achsen beste-
hen. Nach Auswahl einer Achse werden alle davon abhängigen Achsen und alle
Achsen, von denen die gewählte Achse selbst abhängig ist, angezeigt. Beim Kli-
cken auf eine Achse im Dialog wird diese auch in der Zeichnung markiert und es
wird optional darauf gezoomt.
– Standardmäßig wird für jede Referenz auf eine andere Achse eine Abhängigkeit
zwischen den Achsdateien erzeugt. Wenn dies nicht geht, weil dadurch ein Zir-
kelbezug entstünde, kann die Referenz auch ohne Abhängigkeit erzeugt werden.
Bei Änderung der Referenzachse erfolgt dann aber keine automatische Aktuali-
sierung. Aktualisiert wird hingegen erst, wenn das referenzierende Achselement
im Editor geöffnet wird oder beim Speichern seiner Achse. Letzteres kann in den
Achseditor-Optionen ausgeschaltet werden, falls nicht gewünscht.

4.3 Sonstiges
– Die Funktion "Element teilen" funktioniert nun auch für Klothoiden.
– Es gibt eine neue Funktion "Achse teilen", mit der ein Achsfragment an einem
bestimmten Punkt in zwei Fragmente aufgeteilt werden kann.
– Die ggf. angezeigten achsparallelen Linien werden nun auch im Bereich von Wei-
chen gezeichnet.
– Im Achselemente-Dialog wird nun auch der Richtungswinkel am Ende der Achse
angezeigt.
– Bei den Schweizer Regelwerken im Eisenbahnbau (SBB, VÖV) wird beim Setzen
der Übergangsbogenmindestlänge nun der "Grenzwert im Normalfall" aus dem
Regelwerk gesetzt. Beim Setzen der Regellänge wird der "Planumsgrenzwert"
gesetzt. Im Berechnungsdialog werden nun beide Werte zur Auswahl angeboten.
– Bei den Achseditor-Optionen gibt es eine neue Einstellung "AutoZoom beim Hin-
zuladen", mit der man nun unabhängig vom Verhalten beim Programmstart fest-
legen kann, ob automatisch auf hinzugeladene Achsen gezoomt werden soll. So
kann man nun z.B. festlegen, dass zwar beim Programmstart gezoomt werden
soll, beim Hinzuladen aber nicht mehr.
5 Weichen
5.1 DB-Weichen
– Die Probleme bei Bogenweichen (Prüfer verlangten z.B. die Berechnung von
Zweiggleisradien mit Näherungsformeln) sind nun behoben. Die in ProVI imple-
mentierte Berechnung wird nun offiziell von der DB als richtig anerkannt.

5.2 Straßenbahnweichen
– Bei den Rillenschienenweichen der BOStrab wurden die Abmessungen der Zun-
genvorrichtungen und der Weichenheizung im Weichenkatalog hinterlegt. Diese
können verwendet werden, indem man im Weichendialog das Zungenende als
"Konstruktionsende" der Weiche auswählt.

– Zungenvorrichtungen können nur in der Geraden liegen oder in Bögen mit dem
Weichenradius. Die Zungenvorrichtungen müssen durch andere Achselemente
verlängert werden, um die komplette Weiche berechnen zu können. Bei diesen
Weichen ergibt sich die Position des Weichenendes durch Eingabe des auf den
Herzstückschienen gemessenen Abstandes des Weichenendes von der Herz-
stückspitze. Hierbei geht auch die Schienenform ein.
– Wird bei einer Weiche das Konstruktionsende auf das Bogenende oder das Zun-
genende gesetzt, so kann nun optional ein vom Weichenkatalog abweichender
Abstand der letzten durchgehenden Schwelle angegeben werden.
– Bei jeder dieser Weichen kann nun festgelegt werden, ob sie eine Weichenhei-
zung hat oder nicht. Der Anfang der Heizung wird durch einen Block markiert.
Dieser kann in der Konfigurationsdatei für Beschriftungen eingestellt werden
(standardmäßig ein Kreis mit 1m Durchmesser). Das Zeichnen der Weichenhei-
zung kann ein- oder ausgeschaltet werden.
5.3 Weichen zeichnen
– Die Darstellung des Weichendreiecks und der Weichenschraffur kann für Regel-
weichen und für Weichen aus Zungenvorrichtungen getrennt festgelegt werden.
Bei Regelweichen können wie bisher in DB-Darstellung gezeichnet werden oder
wie in der Schweiz üblich nur bis zum Herzstück schraffiert werden. Bei Weichen
aus Zungenvorrichtungen kann die Schraffur nur bis zum Zungenende oder bis
zum Weichenende gehen oder die Zungen werden auf dem linken und rechten
Gleis dargestellt.
– Beim Zeichnen über ACHSZEI kann die Darstellung der Achse ausgeschaltet und
stattdessen die Spurweite des Gleises durch zwei Achsparallelen rechts und links
der Achse dargestellt werden. Dadurch wird auch die Erstellung von Wei-
chenskizzen deutlich vereinfacht.

– Die Radienbeschriftung der Weichen wurde vereinheitlicht. Bögen im Stammgleis


werden mit rs, im Zweiggleis mit rz beschriftet. Übergangsbögen werden am An-
fang mit rsa bzw. rza und am Ende mit rse bzw. rze beschriftet. Die Beschriftung
am Klothoidenende entfällt, wenn ein Bogen mit gleichem Radius folgt. Liegt die
Weiche komplett in einem Übergangsbogen, so wird auch die Mitte mit rsm bzw.
rzm beschriftet. Eine Nummerierung der Radien erfolgt nur noch wenn dies zur
exakten Zuordnung nötig ist, z.B. wenn mehrere Klothoidenabschnitte hinterei-
nander folgen.
– Weichen, deren Krümmungsverhältnisse sich im Verlauf von einer Innen- zu einer
Außenbogenweiche ändern, werden nun als "IBW/ABW" beschriftet.

5.4 Weichenkatalog
– Der Weichenkatalog ist an die neue Version der Richtlinie 800.0120 vom
15.02.2018 angepasst worden.
– Es können nun auch benutzerdefinierte Kreuzungen, Kreuzungsweichen und
Klothoidenweichen über die Programmoberfläche erstellt werden. Bei
Klothoidenweichen können die Abzweigelemente aus einer Achsdatei importiert
werden.
– Alle Einträge im Katalog können jetzt auch dupliziert werden, benutzerdefinierte
Einträge auch gelöscht oder per Drag and Drop in eine andere Kategorie ver-
schoben werden.
– Die Weichenskizzen im Dialog werden jetzt dynamisch aus den Katalogdaten er-
stellt. In speziellen Fällen kann aber trotzdem noch ein eigenes Bitmap angege-
ben werden.
– Die Weichenabmessungen werden nun in einer Tabelle angezeigt. Das Erstellen
und Bearbeiten von benutzerdefinierten Weichen erfolgt direkt in der Tabelle.
– In den Weichenkatalog wurden folgende neue Informationen aufgenommen:
Spurweite der Weiche bzw. der Kreuzung, Schienenform, kleinster und größter
Zweiggleisradius bei Innenbogenweichen, maximale Geschwindigkeit in Stamm-
und Zweiggleis, Abmessungen von Zungenvorrichtung und Weichenheizung so-
wie eine Spalte für zusätzliche Attribute.
– Es erscheinen nun Geometriewarnungen, wenn die Spurweite der Weiche nicht
zu den Gleisen passt oder wenn Stamm- und Zweiggleis unterschiedliche Spur-
weiten haben. Für die Meldungen ist standardmäßig eine Toleranz von 5mm vor-
gesehen. Diese kann in der Konfigurationsdatei provipar.cfg angepasst werden.
– Bei der Berechnung von Stadtbahnweichen, Bogenkreuzungen und Bogenkreu-
zungsweichen geht nun der Abstand von Spurweite und der Stelle im Schienen-
profil in die Berechnung ein, an dem die Schienenlänge gemessen wird. Bei Vig-
nolschienen ist dies die Schienenkopfmitte, bei Rillenschienen die Fahrkante.
Damit kann die Länge der Herzstückschienen genauer berechnet werden.
– Zudem erscheinen Richtlinienwarnungen, wenn Weichen, Kreuzungen oder
Kreuzungsweichen außerhalb der angegebenen Verbiegegrenzen liegen. Diese
Prüfungen erfolgen nun bei jeder eingestellten Richtlinie.
– Weiter erscheinen Warnungen, wenn die angegebenen Maximalgeschwindigkei-
ten im Stamm- oder Zweiggleis überschritten werden. Beim Ändern des Weichen-
typs wird die Geschwindigkeit im Abzweig bzw. dem Kreuzungsgleis auf die Ma-
ximalgeschwindigkeit reduziert, falls sie zu groß ist.
– Aus Gründen der besseren Auffindbarkeit wurde im Weichenkatalog eine neue
Kategorie mit den Weichen, Kreuzungen und Kreuzungsweichen der Obri-NE von
1984 eingefügt. Die Maße der darin enthaltenen Weichen und Kreuzungen sind
identisch mit denen der BOStrab Normalspurweichen der VDV OR 14.2. Die
Kreuzungsweichen waren an anderer Stelle vorher noch nicht vorhanden.

5.5 Sonstiges
– Der Algorithmus zur Lageberechnung von Anschlussweichen bei geringen Gleis-
abständen wurde optimiert, so dass Lösungen nun zuverlässiger gefunden wer-
den.
– Anschlussweichen können sich nun auch mit vorangehenden Weichen oder
Kreuzungen überlappen.
– Im Achselemente-Dialog werden bei den Weichen nun auch die Weichennum-
mern angezeigt.
6 Oberleitung
6.1 Oberleitungsdatei
– Die achsbezogene Oberleitungsdatei (OL<Achsnr.>.>Ext.>) wird im Unterordner
"Lage" der zugehörigen Achse (i.a. die Streckenachse) abgespeichert.
– Sie enthält eine Liste von Masten, wobei jedem Mast eine Achse (i.a. die
Gleisachse) und eine Gradiente zugeordnet werden können.
– Die Mastposition kann entweder durch die Koordinaten oder über Station und
Achsabstand festgelegt werden.
– Die Höhe der Fundamentoberkante wird entweder direkt eingegeben oder über
das e-Maß (Höhendifferenz zwischen Schienenoberkante und Fundamentober-
kante) bestimmt.
– Die Winkel von Mast und Fundament können entweder absolut oder relativ zur
Gleisachse eingegeben werden.
– Für die Definition der Maste werden Mast-, Aufsatz- und Gründungstyp angege-
ben. Die verfügbaren Typen werden einer Konfigurationsdatei entnommen, wobei
der Anwender neue Typen auch selbst definieren kann.
– Es können Winkel-, Flach-, Beton-, X-Kant- und Peinermasten definiert werden.
– Beim Ausleger kann momentan nur angegeben werden, ob er dargestellt werden
soll oder nicht. Es wird dann ein Standardausleger gezeichnet.

6.2 OLAEDIT – Oberleitungseditor


– Das Erzeugen und Bearbeiten von Oberleitungsdateien erfolgt im Programm
OLAEDIT.
– In einer Datenliste mit Kontextmenü werden die Masten zur Bearbeitung (Einfü-
gen, Löschen, Werte einzeln ändern, Mehrfachänderung) angeboten.
– In den Optionen des Editors können Vorgabewerte hinterlegt werden, die beim
Einfügen von neuen Masten verwendet werden.
– Funktionen zum Bearbeiten und Erzeugen von Gründungs-, Aufsatz- und Mastty-
pen stehen zur Verfügung.
– Über das Kontextmenü kann eine Funktion zum automatischen Platzieren von
Masten entlang einer Achse aufgerufen werden.
– Zum Import einer bestehenden Oberleitungsplanung können eine csv-Datei oder
eine XML-Datei aus olaCAD eingelesen werden.
– Während der Bearbeitung werden die vorhandenen Masten in der Zeichnung in
2D oder in 3D dargestellt.
6.3 OLAZEI – Oberleitungsdaten im Lageplan zeichnen
– Mit dem neuen Programm OLAZEI können die Masten einer Oberleitungsdatei im
Lageplan gezeichnet werden.
– Die Darstellung erfolgt mit Hilfe von Symbolen. Die für die einzelnen Masttypen
(Winkelmast, Flachmast, Betonmast, Peinermast) verwendeten Blöcke sind vor-
gegeben, können aber über die Konfigurationsdatei für Beschriftungen ggf. durch
selbst-definierte Blöcke ersetzt werden.
– Beschriftet werden können folgende Werte: Mastnummer, Masttyp, Station, Ab-
stand und e-Maß.

– Für die Beschriftungskästchen steht ein Verschiebetool (analog zu anderen Pro-


grammen wie ACHSZEI oder KANZEI) zur Verfügung.
6.4 Folgeprogramme
QPEDIT – Querprofileditor
– Zur Darstellung der Maste in den Querprofilen können eine oder mehrere Oberlei-
tungsdateien im Querprofileditor QPEDIT angegeben werden. Die Eingabe erfolgt
über den Button "Fachobjekte".
– Ein Mast wird im Querprofil genau dann dargestellt, wenn es in der Trasse einen
Gleisstreifen gibt, der mit derselben Achse und Gradiente definiert ist wie der
Mast in der Oberleitungsdatei.

QPZEI – Querprofile zeichnen


– Beim Zeichnen der Querprofile (QPZEI) können auf der Registerkarte "Linien"
Einstellungen zur Darstellung der Oberleitungsmaste getroffen werden und zwar
getrennt für Mast, Aufsatz, Gründung und Ausleger.

DATKONV – Datenarten konvertieren


– Konvertierung von Oberleitungsdateien in Stationsdateien: Pro Mast wird eine
Station berechnet, wobei die Mastnummer als Stationstext eingetragen wird. So-
mit können die Masten beispielsweise im Höhenplan als Sonderstationen einge-
tragen werden.
– Konvertierung von Oberleitungsdateien in Punktdateien: Pro Mast wird ein Punkt
erzeugt, wobei eine Zuordnung von Masttypen zu Punktcodes vorzunehmen ist.
– Konvertierung von Punktdateien in Oberleitungsdateien: Den vorhandenen
Punktcodes können Mast-, Aufsatz-, Gründungs- und Auslegertypen zugeordnet
werden. Dabei ist es auch möglich einzelne Punktcodes von der Konvertierung
auszunehmen. Die Mastnummer ergibt sich falls vorhanden aus dem Attribut Fir-
ma, andernfalls aus der Punktnummer.

Bauteilausgabe
– Bei der in Kapitel 2.3 beschriebenen Bauteilausgabe in Form von Volumenkör-
pern mit Attributen werden für die Oberleitung die Bauteiltypen Mast, Aufsatz,
Gründung und Ausleger erzeugt.
7 QPEDIT – Querprofileditor
7.1 Neue Rinnenstreifen
– Es stehen die folgenden drei neuen Streifentypen zur Verfügung: Kastenrinne,
Betonrinne und Schlitzrinne.
– Bei der Straße sind die Rinnen als innere Streifen einsetzbar. Im Eisenbahnbau
können sie im Bereich von Bahnsteigen verwendet werden.
– Als primärer Parameter dient jeweils der Rinnentyp. Die verfügbaren Rinnentypen
werden der Konfigurationsdatei proviibk.cfg entnommen, d.h. wie bei anderen Ob-
jekten (z.B. Bordsteinen) kann der Anwender neue Typen auch selbst definieren.
– In der Typdefinition wird neben den Parametern der eigentlichen Rinne (z.B. Brei-
te und Höhe) auch das Fundament beschrieben.
– Die Ausrichtung des Überstands des Fundaments kann unabhängig vom gewähl-
ten Typ angegeben werden ("Innen + Außen", "Innen" oder "Außen").
– Bei den Schlitzrinnentypen kann optional ein seitlicher Bord angegeben werden.
– Liegt eine Rinne im Bereich eines Mittelbahnsteigs, so werden bei der Berech-
nungsmethode "Schnittpunkt" (einstellbar im Gleisübergangsstreifen) die beiden
an die Rinne anschließenden Streifen unter Beibehaltung der Querneigung so
verlängert oder verkürzt, dass sich der Schnittpunkt genau an der Außenkante
der Rinne ergibt.
– In Folgeprogrammen (z.B. Querprofile zeichnen, Trasse im Lageplan zeichnen)
werden die Rinnen wie die anderen Streifentypen behandelt (z.B. eigener Layer
für Lageplanlinien).

7.2 Gleisachse in Punktwolke detektieren


– Im Kontextmenü von Gleisstreifen gibt es die neue Funktion "Gleisachse aus
Punktwolke" zur Bestimmung von Bestandsgleisen aus einer Punktwolke. Vo-
raussetzungen sind, dass in der Trasse ein Punktwolkengeländemodell referen-
ziert ist und dass eine Näherungsachse für den Gleisstreifen vorhanden ist (z.B.
aus DB-GIS).
– Die Funktion bestimmt anhand der Querprofile in einem Intervall die Koordinaten
der Schienenkopfmitten beider Schienen. Für diejenigen Stationen, an denen die
automatische Berechnung fehlgeschlagen ist, besteht die Möglichkeit der manuel-
len Festlegung der Schienenpunkte.
– Analog zum Programm BESTAND (Bestandsgleispunkte berechnen) resultieren
daraus die zugehörigen Gleisachspunkte, die in einer Punktdatei gespeichert
werden. Dort wird auch die Überhöhung (im Attribut "Datum") mitgeführt.
– Aus dieser Punktdatei lassen sich dann Achse und Gradiente des Bestandsglei-
ses ableiten (entweder über 3D-Polylinie und Programm PLKONV oder über die
Anpassen-Funktionen in Achs- und Gradienteneditor). Die Zuordnung der Über-
höhung kann über ein Überhöhungsband im Achseditor erfolgen.

7.3 Streifen
– In der Oberbauliste von Gleisstreifen lässt sich nun auch der Schwellenabstand
eingeben.
– Die Schwellentypen wurden erweitert um die Länge längs zum Gleis und um 3D-
Blöcke für die Bauteilausgabe aus einer Modellkollektion für verschiedene Mo-
delldetaillierungsgrade.
– Existiert bei Schotteroberbaustreifen kein Schnittpunkt zwischen der Schotterbö-
schung und der Planumslinie, so wird die Schotterböschung nun bis zur Pla-
numsbreite dargestellt.
– Beim Schotteroberbaustreifen gibt es nun neue Bezugspunkte für Planum und
Schwellenunterkante an der tieferliegenden Schiene. Diese können z.B. bei Verti-
kalbemaßungen genutzt werden, um die Bettungsstärke auszuweisen.
– Bei Gleisstreifen vom Typ "Feste Fahrbahn" kann die Asphaltrinne zwischen zwei
Gleisen nun flexibler gestaltet werden. Die Querneigung kann nun in Abhängig-
keit von der Überhöhung angegeben werden und es kann gewählt werden ob die
Linie auf der höheren Seite abgesenkt oder angepasst werden soll.
– Bei Bahnsteigstreifen gibt es den neuen Bezugspunkt "Vorderkante Belag" für
QP-Objekte.

7.4 Sonderbauten
– Bei den Gründungstypen von Lärmschutzwänden wird nun zwischen Rammrohr
und Bohrpfahl unterschieden. Beim Rammrohr gibt es zusätzlich den Parameter
Wandstärke und die Köcherbreiten werden ausgeblendet. Beim Bohrpfahl sind
Wandstärke und Sauberkeitsschicht nicht verfügbar.
– Achtung: Bei vorhandenen Trassen mit Lärmschutzwänden wird der Typ anhand
der Sauberkeitsschicht bestimmt, d.h. es handelt sich um ein Rammrohr, falls die
Stärke der Sauberkeitsschicht > 0.0 ist. Diese Zuordnung sollte ggf. geprüft wer-
den.
– Bei den Typdefinitionen von Lärmschutzwänden wurden einige neue Attribute für
die Bauteilausgabe ergänzt (z.B. Material).
– Die Kabeltrogtypen werden nun der Konfigurationsdatei proviibk.cfg entnommen.
Benutzerdefinierte Typen können in einer lokalen Version der CFG-Datei gespei-
chert werden. Hinzugekommen sind weitere Parameter zur Beschreibung der
Geometrie des Kabeltrogs, z.B. Deckelbreite, Deckelhöhe und Bauteillänge.
7.5 QP-Objekte
– Der Parameter "Block für Lageplan" für punktförmige QP-Objekte wurde in die
zwei Parameter "2D-Block" und "3D-Block" aufgeteilt. Beim Trasse zeichnen
(TRAZEI) wird ersterer bei den Darstellungsoptionen "2D" und "3D" verwendet,
letzterer bei "3D-Netz".
– QP-Objekte werden bei der Bauteilausgabe aus einer Modellkollektion berück-
sichtigt, sofern das zugehörige Häkchen auf der Registerkarte "Lageplan" gesetzt
ist. Dort kann auch das Attribut "Bauteiltyp" angegeben werden.
– Bei punktförmigen QP-Objekten werden dabei die in der DWG des 3D-Blocks
enthaltenen Volumenkörper verwendet. Bei linienförmigen Objekten erfolgt eine
Extrusion der im Block für die Querprofildarstellung enthaltenen Umrisslinie.

7.6 Sonstiges
– Im Geländedialog wird nun anstelle einer achsbezogenen Baugrunddatei ein
Baugrundmodell angegeben. Dies ermöglicht sowohl die Verwendung von flächi-
gen als auch von achsbezogenen Baugrundmodellen für die Darstellung im
Querprofil und für die Massenberechnung.
– Im Dialog zur Eingabe der Bündelungsbereiche werden nun die Stationen der
aktuellen Zeile im Lageplan mit Querprofillinien markiert.
– Die Eingabe der Kanal- und Leitungsdateien, die berücksichtigt werden sollen,
erfolgt nun über den Button "Fachobjekte" im Hauptdialog.
– Die Größe der Kreise, die zur Kennzeichnung der Streifenpunkte in den Querpro-
filansichten dienen, ist nun in den Optionen einstellbar und außerdem abhängig
vom gewählten Maßstab.
8 Bahnsteige nach Revit exportieren
8.1 QPEDIT – Querprofileditor
– Die Bahnsteigkantentypen werden nun der Konfigurationsdatei proviibk.cfg ent-
nommen. Benutzerdefinierte Typen können in einer lokalen Version der CFG-
Datei gespeichert werden. Hinzugekommen sind Parameter, die für die Bauteil-
ausgabe benötigt werden (z.B. Bauteillänge).
– Der Bahnsteigkantentyp "96cm mit Sicherheitsraum" wurde an die Baustandards
der DB Station & Service angepasst. Die Gesamthöhe wurde dabei von 1.25 auf
1.255 geändert.
– Gemäß den Baustandards der DB Station & Service können bei Bahnsteigstreifen
nun ein horizontaler und ein vertikaler Abstand des Belags vom Kantenstein und
vom Bordstein (falls auf der Hinterseite definiert) angegeben werden. (Standard-
wert ist jeweils 0.004.)
– Bei Bahnsteigstreifen kann nun eine Hinterfüllung für den Kantenstein definiert
und bei der Massenberechnung ausgewertet werden (Registerkarte "Typ"). Eine
bereits im Block vorhandene Hinterfüllung (z.B. bei BSK 76) kann dabei ebenfalls
berücksichtigt werden, sofern in der Blockdefinition eine Umrisslinie auf dem Lay-
er PVI_HINTERFUELLUNG_LIN existiert.
– An Bahnsteigen können die neuen Streifentypen Kastenrinne und Betonrinne
eingefügt werden (siehe Kapitel 7).
– Für den Bahnsteigabschluss stehen der Bordsteintyp "DB - T 5 x 20" (Tiefbord)
und diverse Winkelstützen zur Verfügung.

8.2 REVITOUT – Revit-Export für Bahnsteige


– Das Programm REVITOUT (Bahnsteigexport für Revit) ermöglicht die Übernahme
eines in ProVI geplanten Bahnsteigs in ein Revit-Projekt. Es erzeugt aus einem in
einer Trasse enthaltenen Bahnsteig eine csv-Datei mit der Beschreibung der in
Revit einzufügenden Bauteile.
– Zum Import der Bahnsteigdaten gibt es in Revit ein Addin (siehe unten).
– Es können Außen- und Mittelbahnsteige exportiert werden.
– Neben den Kantensteinen inkl. Fundament und Sauberkeitsschicht werden Bau-
teile für Belag, Schichten, Hinterfüllung, Abschluss (Tiefbord oder Winkelstütze)
und Entwässerung (Kasten- und Betonrinne) ausgegeben.
– Für das Blindenleitsystem können Objekte vom Typ Schraffur, Leitstreifen und
Abschlusstreifen erzeugt werden.
– Welche Revit-Familien verwendet werden, kann in der Konfigurationsdatei pro-
vifam.cfg angegeben werden. Standardmäßig sind dort die Familien der DB Stati-
on & Service voreingestellt.

8.3 Revit-Addin
– In Revit steht unter "Zusatzmodule" das Addin ProVIToRevit zur Verfügung, das
als Eingabe die mit REVITOUT erzeugte csv-Datei benötigt.
– Noch nicht vorhandene Familien werden geladen und anschließend werden die in
der csv-Datei enthaltenen Bauteile erzeugt.

– Das Addin setzt voraus, dass in der Revit-Datei der Projektbasispunkt geeignet
gesetzt wurde.
– Zusätzliche in ProVI verfügbare Objekte (z.B. Trassenkörper) können mit Hilfe
einer IFC-Datei übertragen werden. Beim Export mit dem Programm IFCOUT
muss dabei der inverse Projektbasispunkt als Verschiebevektor eingestellt wer-
den. In Revit ist die IFC-Datei anschließend über den Befehl "IFC verknüpfen"
einzufügen.
– Das Addin steht für die Revit-Versionen 2017, 2018 und 2019 zur Verfügung.
– Für die Installation steht ein Setup-Programm zur Verfügung, das im Unterver-
zeichnis "AddIns" des ProVI-Installationsverzeichnisses und auf der ProVI-DVD
zu finden ist.
9 Kanal und Leitungen
9.1 Detailliertere Definition von Schächten
– Der Aufbau von Schächten kann nun im Kanaleditor KANEDIT wesentlich detail-
lierter definiert werden. Hierzu wurden zahlreiche neue Schachtparameter für die
Definition der Komponenten Schachtabdeckung, Schachthals oder Abdeckplatte,
Schachtaufbau und Schachtunterteil hinzugefügt.
– Die Schachtabdeckung wird definiert über Deckelform (rund, eckig), Durchmesser
oder Länge/Breite und Deckelstärke.
– Ein Auflagering (repräsentiert evtl. mehrere Auflageringe und Lagerfugen) kann
entweder über eine Mindesthöhe (positiver Wert oder keine Angabe) oder durch
eine feste Höhe (negativer Wert oder 0.0) definiert werden.
– Es kann entweder ein konischer Schachthals oder eine Abdeckplatte definiert
werden. Als Parameter sind jeweils die Höhe und die Ausrichtung (mittig, von der
Achse weg, zur Achse hin) anzugeben.
– Der Schachtaufbau wird beschrieben durch Schachtform (rund oder eckig),
Durchmesser oder Länge/Breite, Winkel, Wandstärke und die erlaubten Schacht-
ringhöhen. Für die Schachtringe kann eine feste Reihenfolge vorgegeben werden
oder alternativ kann das Programm aus den vorgegebenen Höhen automatisch
die passenden Schachtringe bestimmen.
– Das Schachtunterteil besitzt die Parameter Höhe und Bodenstärke.

– Bei nicht gefüllten Parametern werden Standardwerte verwendet.


– Bei der Konstruktion des Schachts erfolgt der Höhenausgleich (Differenz von
Schachttiefe zu Summe der Höhen von Unterteil, Aufbau und Abdeckung) über
den Auflagering, sofern für dessen Höhe kein Wert oder ein Mindestwert vorge-
geben wurde. Die Schachttiefe wird unter Umständen vergrößert, wenn ein fester
Wert für die Höhe des Auflagerings angegeben wurde und keine explizite
Schachtsohlhöhe eingegeben wurde.
– Bei "Block für Lageplan" gibt es den neuen Eintrag "Standard". In diesem Fall
wird die Lageplandarstellung automatisch aus den Schachtabmessungen be-
stimmt.
– Die Darstellung der Schächte im Querprofil wurde gemäß den neuen Parametern
angepasst.
– Die Neuerungen sind zurzeit nur im Kanaleditor implementiert, die entsprechen-
den Erweiterungen im Leitungseditor folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
9.2 KANEDIT – Kanaleditor
– Beim Filtern von Kanaldateien kann nun als Kriterium auch eine Polylinie verwen-
det werden.
– In den Kontextmenüs von Schacht- und Haltungsliste gibt es nun die Funktionen
"Markierte Zeilen löschen" und "Mit Auswahldialog löschen". Diese erleichtern
das Löschen von mehreren Objekten in einem Zug. So können z.B. alle Schächte
(und somit auch alle angeschlossenen Haltungen) gelöscht werden, die sich nicht
innerhalb einer vorgegebenen Polylinie (repräsentiert z.B. einen bestimmten
Bauabschnitt) befinden.
– Bei der Funktion "Graben oder Mulde aus Trasse einfügen" gibt es jetzt die Mög-
lichkeit der Aktualisierung schon vorhandener Haltungen und Schächte bzgl. des
Bezugsstreifens. Dabei können diese optional gelöscht werden.

9.3 KANALHP – Kanalhöhenplan zeichnen


– Es gibt den neuen Dialog "Balkenübersicht", in dem die Balkenreihenfolge einge-
stellt werden kann. Für jeden Balken kann optional der Titel eingegeben werden.
– Ferner können die Positionen der Beschriftungen an den vertikalen Linien je Bal-
ken weiter angepasst werden (horizontal oder vertikal, mittig über der Linie). Al-
ternativ können die Balkenwerte für Schachtbeschriftungen auch an den Lotlinien
in der Höhenabwicklung dargestellt werden, wobei der zugehörige Balken dann
entfällt.
– Der Parameter-Dialog "Leitungen" wurde erweitert. Für die kreuzenden Leitungen
können einerseits Lotlinien gezeichnet und andererseits die Stationen im zugehö-
rigen Balken beschriftet werden. Außerdem kann nun auch die Scheitelhöhe be-
schriftet werden und als Abstandsbezug für die Beschriftungsposition kann die
Geländelinie verwendet werden.
– Texte an vertikalen Linien können jetzt auch links, statt wie bisher nur rechts, an-
gezeigt werden.
– Wird der Höhenplan entlang eines Strangs gezeichnet, so kann explizit ein Rand-
abstand für die Höhenabwicklung vorgegeben werden.

9.4 KANMAS – Massenberechnung für Kanal


– Für die Aufteilung der Aushubmassen in Tiefenbereiche sind nun verschiedene
Methoden einstellbar. Es wird entweder die mittlere Baugrubentiefe über die ge-
samte Länge der Haltung angesetzt (bisherige Methode: pro Haltung gibt es ge-
nau einen Eintrag in einem der Tiefenbereiche) oder es werden Teilabschnitte
gebildet (bei einer Haltung können mehrere Tiefenbereiche vorkommen). Zusätz-
lich kann entschieden werden, ob das Volumen eines Teilabschnitts auf die ein-
zelnen Bereiche verteilt oder komplett dem zur Baugrubentiefe gehörenden Be-
reich zugeordnet werden soll.

– In der Excel-Ausgabe der Haltungen werden nun auch die Achsabstände an den
Schächten aufgeführt.
9.5 LTGEDIT – Leitungseditor
– Beim Filtern von Kanaldateien kann nun als Kriterium auch eine Polylinie verwen-
det werden.
– In den Kontextmenüs von Leitungs- und Knotenliste gibt es nun die Funktionen
"Markierte Zeilen löschen" und "Mit Auswahldialog löschen". Diese erleichtern
das Löschen von mehreren Objekten in einem Zug. So können z.B. alle Knoten
gelöscht werden, die sich nicht innerhalb einer vorgegebenen Polylinie (repräsen-
tiert z.B. einen bestimmten Bauabschnitt) befinden.

9.6 LTGHP – Leitungshöhenplan zeichnen


– Es gibt den neuen Dialog "Balkenübersicht", in dem die Balkenreihenfolge einge-
stellt werden kann. Für jeden Balken kann optional der Titel eingegeben werden.
– Ferner können die Positionen der Beschriftungen an den vertikalen Linien je Bal-
ken weiter angepasst werden (horizontal oder vertikal, mittig über der Linie). Al-
ternativ können die Balkenwerte für Knotenbeschriftungen auch an den Lotlinien
in der Höhenabwicklung dargestellt werden, wobei der zugehörige Balken dann
entfällt.
– Für die kreuzenden Leitungen können nun einerseits Lotlinien gezeichnet und
andererseits die Stationen im zugehörigen Balken beschriftet werden. Außerdem
kann nun auch die Scheitelhöhe beschriftet werden und als Abstandsbezug für
die Beschriftungsposition kann die Geländelinie verwendet werden.
– Bei Balken für Leitungsbeschriftungen werden jetzt optional aufeinanderfolgende
gleiche Texte automatisch zu einem zusammengefasst werden.
– Bei der Höhenbeschriftung kann nun gewählt werden, ob die Leitungspunkte zu
den Intervallpunkten hinzugefügt werden sollen.
– Texte an vertikalen Linien können jetzt auch links, statt wie bisher nur rechts, an-
gezeigt werden.
– Es kann jetzt explizit ein Randabstand für die Höhenabwicklung vorgegeben wer-
den.
10 KMLOUT – Google Earth Export
– Das neue Programm KMLOUT (Google Earth Export) erstellt aus einer AutoCAD-
bzw. BrisCAD-Zeichnung oder aus Teilen einer Zeichnung eine KML- bzw. KMZ-
Datei, welche in Google Earth geöffnet werden kann. Die Zeichnung kann mit
ProVI oder mit anderen Mitteln erzeugt worden sein und wird durch den Export
nicht verändert.
– Im Export-Dialog wird zunächst der Name angegeben, der in Google Earth für die
Zeichnung angezeigt wird. Außerdem ist das Quell-Koordinatensystem anzuge-
ben, in dem die AutoCAD-Objekte erzeugt wurden. Unterstützt werden dabei die
Koordinatensysteme aus dem Vermessungsmodul (Caplan) und ggf. die in Auto-
CAD Map3D definierten (sofern AutoCAD Civil3D oder AutoCAD Map3D vorliegt).
– Es können die komplette Zeichnung oder nur ausgewählte Teile der Zeichnung
exportiert werden.
– Wenn "AutoCAD-Objekte picken" angehakt wurde, besteht die Möglichkeit eine
oder mehrere Gruppen mit Objekten zu befüllen und zu exportieren. Jede Gruppe
kann ihre eigenen Exporteinstellungen haben und wird mit dem Gruppennamen in
der Baumstruktur von Google Earth angezeigt, wodurch das Ein- und Ausschal-
ten dieser Gruppen ermöglicht wird.
– Die Zeichnungselemente können auf die Geländeoberfläche projiziert oder mit
den wahren Höhen exportiert werden. Zusätzlich kann jeweils ein Höhenversatz
angegeben werden.

– Der Export von Flächen, Linien und Texten ist optional.


– Die Option "Linien zusätzlich auf das Gelände projiziert ausgeben" bewirkt, dass
bei Objekten, die im Einschnitt liegen, zumindest die Umrisslinien sichtbar sind.
– Zu beachten ist noch, dass es bei größeren Datenmengen zu Performanceeinbu-
ßen oder fehlerhaften Darstellungen im Google Earth kommen kann. Deshalb
wird empfohlen, darauf zu achten, nicht zu viele Objekte zu exportieren und be-
sonders auf detailreiche Schienen oder Schwellen zu verzichten.
11 STAHUELLK – Statische Hüllkurven
– STAHUELLK ist ein neues Programm zur Berechnung von statischen Hüllkurven
für schienengebundene Fahrzeuge.
– Das Programm ist für Fälle gedacht, in dem das Programm HUELLK (Hüllkurven
berechnen) nicht anwendbar ist, etwa wenn die Hüllkurve nach der BOStrab DDR
berechnet werden soll oder wenn es vom Auftraggeber spezielle Berechnungsvor-
gaben gibt (z.B. Stadtbahn Jerusalem).
– Für die Geraden und Bögen wird zunächst die Breite der Hüllkurve ermittelt. Aus-
gehend von einer Grundbreite (i.a. die halbe Fahrzeugbreite) werden radien- und
überhöhungsabhängige Zuschläge addiert. Die daraus resultierenden achsparalle-
len Linien werden anschließend durch geeignete Verziehungen verbunden.

– Die Zuschläge werden entweder vorgebbaren Tabellen entnommen oder aus ein-
schlägigen Formeln berechnet.
– Die Ausgabe der Hüllkurvenlinien erfolgt entweder in Form einer Straßentrasse mit
Sonderfahrbahnen oder in Form von Achsen.
– Die Hüllkurvenlinien und die überstrichene Fläche können auch gezeichnet wer-
den.
12 Neue Hilfsprogramme
12.1 IFCIN – IFC Import
– Neues Schnittstellenprogramm zum Importieren von IFC-Dateien.
– Unterstützt werden die IFC-Versionen IFC 2x3, IFC 4 und IFC 4x1, wobei sowohl
STEP- als auch XML-Dateien eingelesen werden können.
– Bei der Version IFC 4x1 können Achsen, Gradienten und Geländemodelle impor-
tiert werden.
– Objekte mit Volumengeometrie werden zurzeit nicht in ProVI-Daten konvertiert.
Stattdessen werden AutoCAD-Objekte (i.a. Volumenkörper) gezeichnet.

12.2 TXTTAUSCH – Dezimalpunkte in Kommas ändern


– Neues Programm zum Ersetzen von Punkten durch Kommas bei Fließkomma-
zahlen in AutoCAD-Texten.
– Berücksichtigt werden Texte, mehrzeilige Texte (MTEXT) und Blockattribute.
– Das Programm kann z.B. nachträglich aufgerufen werden, um einen Plan RE-
konform zu machen.
13 Weitere Neuerungen
13.1 DATEDIT – Achsbezogene Dateien editieren
– Beim Bearbeiten von Bereichsdateien gibt es nun im Kontextmenü eine Funktion
zum Importieren eines Geschwindigkeitsbandes aus einer Achse.
– Bei achsbezogenen Baugrunddateien kann nun an einzelnen Stationen ein Lü-
ckenflag gesetzt werden.
– Beim Bearbeiten von Baugrunddateien kann eine einzelne Schicht innerhalb ei-
nes Bohrprofils nun auch über die Kontextmenüfunktion "Schicht löschen" ent-
fernt werden.

13.2 ABER – Achsausdruck


– Im Eisenbahnbau wird in der Excel-Ausgabe nun auch der Querruck ausgegeben,
falls unter Format "Querbeschleunigung" gewählt wurde. Ist in der Achse eine 2.
Geschwindigkeit vorhanden, so wird diese ebenfalls in der Excel-Ausgabe be-
rücksichtigt.
– Bei den Prüfungen werden die Meldungen nun zuerst nach der Reihenfolge der
zugehörigen Achselemente sortiert und erst dann nach der Station.

13.3 ACHSZEI – Achse zeichnen


– Im Eisenbahnbau kann die Beschriftung der Überhöhung nun optional an den
Anfangs- und Endpunkten der Überhöhungsrampen erfolgen (Schweizer Darstel-
lung).

13.4 TSZEI – Gradientenzeiger zeichnen


– Über die Konfigurationsdatei für Beschriftungen (Einträge unter
FLAG_VZ_LNEI_*) lässt sich nun einstellen, dass die Längsneigung mit positi-
vem Vorzeichen versehen wird, wenn sie vom Tangentenschnittpunkt aus gese-
hen steigend ist (Schweizer Darstellung).
– Dort kann weiterhin eingestellt werden, dass das Stichmaß der Ausrundungen in
Millimetern angeschrieben wird ({VAL_MM} statt {VAL} verwenden).
– Die deutsche Konfigurationsdatei für Beschriftungen (pvi_label_ger.cfg) wurde an
die RE 2012 angepasst. Längsneigung und Bogenstich von Ausrundungen wer-
den nun grundsätzlich ohne Vorzeichen ausgegeben.

13.5 TRAZEI – Trasse zeichnen


– Linienförmige QP-Objekte, die sich auf eine Liniendatei beziehen, können nun
gezeichnet werden, sofern die Liniendatei genau eine Linie enthält.
13.6 GVMPLAN – Gleisvermarkungsplan zeichnen
– Das Zeichnen des Pfeilhöhenbandes ist nun optional, da die neue Version der
DB-Richtlinie 883 dieses nicht mehr vorsieht. Standardmäßig wird das Pfeilhö-
henband daher nicht gezeichnet.
– Bei den Aufriss-Pfeilhöhen werden nun auch Basislinien und Legendentexte ge-
zeichnet.
– Die Aufteilung der Zeichnungselemente auf die unterschiedlichen Layer wurde
überarbeitet. Insbesondere bei diversen Textlayern erfolgten eine weitere Unter-
teilung und Umbenennung. Damit sind die erzeugten Layer nun kompatibel mit
der von der DB teilweise geforderten Ebenenbelegung in Microstation. Für die
Abbildung auf die Ebenen ist eine Zusammenfassung und Umbenennung der
ProVI-Layer erforderlich. Dies kann mit der Layerkonvertierung (Modul KONVL)
bewerkstelligt werden.
– Die Symbolbeschriftung (Bezeichnung und Kilometer) erfolgt nun auf einem eige-
nen Layer.

13.7 PTEDIT – Punkteditor


– Im Symbolverzeichnis stehen nun Zeichnungsdateien für die im "Objektkatalog
Planbearbeitung" der Bayerischen Staatsbauverwaltung aufgelisteten Symbole
zur Verfügung.

13.8 GELZEI58 – DA58-Gelände zeichnen


– Das Zeichnen der Dreiecke ist nun deutlich schneller.

13.9 GBER – Gradientenberechnung


– Es kommt bei den Prüfungen nun eine Meldung, falls eine Bezugsachse angege-
ben ist und ein TS in einem Bereich liegt, in dem die Gleisachse existiert, aber
nicht die Bezugsachse.

13.10 HPZEI – Höhenplan zeichnen


– Die deutsche Konfigurationsdatei für Beschriftungen (pvi_label_ger.cfg) wurde an
die RE 2012 angepasst. Längsneigung und Bogenstich von Ausrundungen wer-
den nun grundsätzlich ohne Vorzeichen ausgegeben.
– Bei Leitungen kann jetzt auch die Scheitelhöhe ausgegeben werden.

13.11 QPZEI – Querprofile zeichnen


– Die Linie des theoretischen Geländeschnitts und die Achslinien von Gleisen wer-
den nun auf eigenen Layern gezeichnet.
– Bei Leitungen kann jetzt auch die Scheitelhöhe ausgegeben werden.
13.12 TRABUCH – Trassenbuch
– Die Ausgabe funktioniert nun auch für QP-Objekte, die über eine Liniendatei defi-
niert sind.
– Im Eisenbahnbau können bei der Deckenbuchausgabe nun auch die Punkte des
Verlegeplanums ausgegeben werden.
– Bei der Excel-Ausgabe von Absteckwerten für Streifen und QP-Objekte wird nun
zusätzlich der Richtungswinkel der Trassenachse ausgegeben.

13.13 MENGEN – Mengenberechnung


– Linienförmige QP-Objekte, die sich auf eine Liniendatei beziehen, werden nun
berücksichtigt, sofern die Liniendatei genau eine Linie enthält.

13.14 KNOEDIT – Knoteneditor


– Es stehen zwei neue Randausrundungen gemäß RAL 2012 zur Verfügung: ein
vierteiliger Bogen (Anhang 6.4) und ein dreiteiliger Bogen mit Verziehung "Gera-
de-Bogen" (Anhang 6.5).

– Die Benennungen und die Nummerierung der Eingabeparameter wurden an die


RAL angepasst.
– Bei den Randausrundungen nach RAL wird jetzt auch die Fahrbahnbreite zwi-
schen Tropfen und Rand bemaßt. Bei den Tropfen wird zusätzlich der Abstand
der oberen Tropfenausrundung zum übergeordneten durchgehenden Rand be-
schriftet.
– Der Anwender hat jetzt die Möglichkeit, die Keil-Linien und die Sonderpunkte aus
der Zeichnung zu picken und sich so die entsprechende Zeile im Dialog anzeigen
zu lassen.
13.15 DATKONV – Datenarten konvertieren
– Die Oberfläche von etlichen Eingabedialogen wurde modernisiert.
– Der Konvertierung von REB-Dateien (Datenarten 45/49/58) in Geländemodelle
können nun auch GAEB-Dateien (Datenarten 30/49/58) zugrunde gelegt werden.

13.16 ASCIBAHN – ASCIBAHN-Schnittstelle


– Bezugsachsen werden nun sowohl beim Import als auch beim Export berücksich-
tigt.

13.17 OKSTRAIN – OKSTRA Import


– Für das Bundesland Bayern stehen nun im Symbolverzeichnis Zeichnungsdatei-
en für die im "Objektkatalog Planbearbeitung" der Bayerischen Staatsbauverwal-
tung aufgelisteten Symbole zur Verfügung. Beim Import von OKSTRA-Daten
werden die passenden Symbole automatisch zugeordnet.

13.18 VERMOUT – VERM.ESN Export


– Die Ausgabe der Weichenhauptpunkte ist nun optional. Ist das zugehörige Häk-
chen nicht gesetzt, so werden nur der Weichenanfang (WA) von normalen Wei-
chen bzw. die vier Anfangs- und Endpunkte von Kreuzungsweichen ausgegeben.

13.19 DBGISIN – DB-GIS Import


– Bei mehreren Achsabschnitten in unterschiedlichen Koordinatensystemen wird
die Gradiente nun allen erzeugten Achsen zugeordnet.

13.20 DBGISOUT – DB-GIS Export


– Die Ausgabe der Weichenhauptpunkte ist nun optional. Ist das zugehörige Häk-
chen nicht gesetzt, so werden nur der Weichenanfang (WA) von normalen Wei-
chen bzw. die vier Anfangs- und Endpunkte von Kreuzungsweichen ausgegeben.
In diesem Fall wird die Satzart 11 (Punktdaten allgemein) jeweils für beide betei-
ligten Achsen (Stamm- und Zweiggleis) erzeugt.

13.21 TOPORAILIN – Toporail Import


– Beim Import von XTR-Dateien kann nun Einfluss genommen werden, welche
Achsfragmente importiert werden sollen. So können z.B. alle Achsen gewählt
werden, die am Ende einer bestimmten Bauphase existieren. Alternativ können
alle Bauphasen oder nur der Endzustand betrachtet werden.
– Bestands-, Neubau- und provisorische Achsen können zusätzlich jeweils ein- o-
der ausgeschaltet werden (Bsp.: alle Neubau- und provisorische Achsen am En-
de von Bauphase 3).
– Weiterhin besteht die Möglichkeit, zusammenhängende Achsfragmente (inkl. der
zugehörigen Gradienten) automatisch zu einer Achse verbinden zu lassen. Die
Anzahl der erzeugten Achsen kann damit ggf. drastisch reduziert werden.
– Enthält eine XTR-Datei Weichen, so werden die darin enthaltenen Zweiggleisge-
ometrien nun ebenfalls importiert und ggf. mit den anschließenden Achsfragmen-
ten verbunden.
– Das Importieren der Kilometrierungsachse ist nun optional.

13.22 TRANSF – Koordinatentransformation


– Für die Koordinaten (Quell- und Zielsystem) kann jetzt bei der Caplan Datums-
transformation der Koordinatentyp eingestellt werden. Neben dem bisherigen
Standardtyp RHh (ebene Koordinaten = Rechtswert, Hochwert, Höhe) gibt es
jetzt den Typ LBh (geographische Koordinaten = Längengrad, Breitengrad, Hö-
he). Die Längen- und Breitengrade werden dabei in Dezimalgrad gelesen und
ausgegeben.
– Die Neueinrechnung von Achsen nach der Transformation ist nun optional. Das
ist u.a. hilfreich wenn ein Projekt wegen unvollständiger Koordinaten nur ver-
schoben werden soll.