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Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2 Druckdefinitionen und Systemprüfdruck

13.2

Allgemeines

13.30

Absteifen und Verankerung der Leitung

13.30

Festlegen und Füllen der Prüfabschnitte

13.30

Einzelschritte des Druckprüfverfahrens

13.50

Übersicht über die Prüfverfahren der verschiedenen Regelwerke

13.60

Tabellarische Gegenüberstellung der drei Prüfverfahren

13.70

Durchführung der Druckprüfung nach DIN EN 805 Vorprüfung

13.90

Druckabfallprüfung

13.90

Hauptprüfung

13.10

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW-W 400-2 Übersicht der beiden Prüfverfahren

13.12

Beschleunigtes Normalverfahren (bis DN 600 und bis STP 21)

13.13

Normalverfahren (für alle DN und STP)

13.16

13.13 Normalverfahren (für alle DN und STP) 13.16 13 Wasser-Systemtechnik SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH

13

Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2

Druckdefinitionen nach DIN EN 805

MDP:

(Maximum Design Pressure) = Höchster Systembetriebsdruck Höchster vom Betreiber festgelegter Betriebsdruck des Systems oder einer Druckzone unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen und von Druckstößen

STP:

(System Test Pressure) = Systemprüfdruck Hydrostatischer Druck, der für die Prüfung der Unversehrtheit und Dichtheit einer neu verlegten Rohrleitung angewandt wird.

OP:

(Operating Pressure) = Betriebsdruck

 

Innendruck,

der

zu

einem

bestimmten

Zeitpunkt

an

einer

bestimmten

Stelle

im

Wasserversorgungssystem auftritt.

 

Systemprüfdruck

Der Systemprüfdruck wird mit Hilfe des höchsten Systembetriebsdrucks (MDPc oder MDPa) wie folgt berechnet:

— bei Berechnung des Druckstoßes:

 

STP

= MDPc + 100 kPa

 

(100 kPa = 1 bar)

 
 

MDPc = Systembetriebsdruck, der einen berechneten Druckstoß beinhaltet.

 

— ohne Berechnung des Druckstoßes:

 

STP

=

MDPa x 1,5

 

oder

 

STP

= MDPa + 500 kPa

 

(500 kPa = 5 bar)

 
 

MDPa = Systembetriebsdruck, der einen angenommenen Druckstoß beinhaltet, welcher nicht kleiner sein darf als 200 kPa.

 

Es gilt der jeweils niedrigere Wert. In Sonderfällen kann der Planer einen niedrigeren Prüfdruck festlegen.

 

13

Planer einen niedrigeren Prüfdruck festlegen.   13 13.2 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
Planer einen niedrigeren Prüfdruck festlegen.   13 13.2 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
Planer einen niedrigeren Prüfdruck festlegen.   13 13.2 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
Planer einen niedrigeren Prüfdruck festlegen.   13 13.2 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker

Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2

Maßgebend für die Innendruckprüfung von Druckrohrleitungen aus duktilem Gusseisen zur Förderung von Wasser (Trinkwasser, Rohwasser oder Abwasser) ist DIN EN 805 und das DVGW Arbeitsblatt W 400-2.

Jede Rohrleitung ist nach dem Einbau einer Wasserdichtheitsprüfung zu unterziehen. Ausnahmen entsprechend W 400-2 sind liegende Leitungsabschnitte, an denen Reparaturen durchgeführt wur- den, oder neue Rohrleitungsabschnitte unter 30 m Länge. Die Dichtheit und ordnungsgemäße Ausführung der Rohre, Formstücke, Verbindungen und weiterer Rohrleitungsteile sowie der Widerlager ist sicherzustellen. Alle nationalen Richtlinien und Normen, die Sicherheitsvorkehrun- gen bei der Vorbereitung und Durchführung einer Druckprüfung beschreiben, sind zu beachten.

Nicht längskraftschlüssige Leitungen sind an den Enden, an Bögen, Abzweigungen und Reduzierungen sowie Absperrarmaturen gegen die durch den Innendruck auftretenden Kräfte zu verankern. Die Bemessung der hierzu notwendigen Widerlager erfolgt nach DVGW Merkblatt GW 310. Das Abdrücken gegen eine geschlossene Absperrarmatur ist nicht zweckmäßig. Die Leitung ist durch mindestens 1 m hohe Erdbrücken anzudecken. Dabei bleibt es der Baufirma freigestellt, ob sie die Rohrleitung im Bereich der Verbindung verfüllt.

Bei längskraftschlüssigen Systemen kann der Einbau von Widerlagern entfallen, sofern die zu sichernden Längen nach DVGW Merkblatt GW 368 eingehalten werden.

Für die Festlegung und das Füllen der Prüfabschnitte gilt folgendes:

Die Druckprüfungsabschnitte sind so festzulegen, dass

• der Prüfdruck an der tiefsten Stelle jedes Prüfabschnittes erreicht wird

• am höchsten Punkt jedes Prüfabschnittes mindestens der höchste Systembetriebsdruck (MDP) erreicht werden kann, außer bei abweichender Festlegung des Planers

• die erforderliche Wassermenge für die Druckprüfung bereitgestellt und ohne Schwierigkeiten abgelassen werden kann.

Bei der Unterteilung der Rohrleitung in Prüfabschnitte hängt die Länge der Teilstrecken von den örtlichen Verhältnissen, z. B. den geodätischen Höhenunterschieden, ab. Im Allgemeinen soll die Länge bei Teilstrecken mit kleinen Rohrnennweiten in Versorgungsnetzen 500 m und bei Trans- portleitungen 1500 m nicht überschreiten.

Abweichend von den Anforderungen nach EN 805 fordert das Arbeitsblatt W 400-2 dass:

• der Prüfdruck am höchsten Punkt jedes Prüfabschnittes mindestens 1,1 x MDP beträgt

• die maximale Länge der Prüfstrecke in Abhängigkeit von Nennweite und Gelände bis 3 km beträgt.

Vor Prüfungsbeginn ist sicherzustellen, dass die Rohrleitung frei von Verunreinigungen ist. Der Prüfabschnitt wird dann mit Wasser gefüllt. Wenn vom Planer nicht anders festgelegt, ist die Druckprüfung von Trinkwasserleitungen mit Trinkwasser durchzuführen.

Allgemeines

Absteifen und Verankern der Leitung

Festlegung und Füllen der Prüfabschnitte

13

Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2

13

Festlegung und Füllen der Prüfabschnitte

Die Rohrleitung ist zu entlüften. Ausgehend vom Tiefpunkt ist die Rohrleitung so zu füllen, dass kein Rückfluss eintritt und die Luft an entsprechend dimensionierten Entlüftungsvorrichtungen entweichen kann.

Oftmals wird eine Leitung durch zu schnelles Füllen beschädigt. Eingeschlossene Luftpolster bewirken dann auf Gefällstrecken ein Abreißen der Wassersäule, die mit erheblicher Geschwin- digkeit dem Tiefpunkt zuschießt und durch Schläge Kraft erzeugt, die zu örtlichen Störungen der Leitung oder des Verbaus führen können.

Erfahrungsgemäß soll die Füllgeschwindigkeit [l/s] folgende Werte nicht überschreiten:

DN

100

150

200

250

300

400

500

600

700

Füllm.

                 

[l/s]

0,3

0,7

1,5

2

3

6

9

14

19

DN

800

900

1000

1200

1400

1600

1800

2000

 

Füllm.

                 

[l/s]

25

32

40

58

78

102

127

157

Bei Trinkwasserleitungen sollte in Verbindung mit der Druckprüfung eine erste Desinfektion vor- genommen werden, wozu eine Konzentration von mindestens 50 mg Chlor/l Wasser notwendig ist. Je nach Verschmutzungsgrad kann der Chloranteil bis 150 mg/l Wasser erhöht werden. Über Undichtheiten oder ungenügende Entlüftung kann das Verhältnis der zugegebenen Wasser- menge zur erfolgten Drucksteigerung einen Anhalt geben. Deshalb sollte bei der Drucksteige- rung der Wasserverbrauch von bar zu bar notiert werden.

bar

0 – 1

1 – 2

2 – 3

3 – 4

4 – 5

5 – 6

Wasserverbrauch für 1 bar

Wasserverbrauch

für 1 bar

Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2

Bei vorschriftsmäßig eingebauter und entlüfteter Leitung ist die nachzupumpende Wasser- menge je bar Drucksteigerung annähernd konstant. Sie beträgt (theoretisch) unter Berücksich- tigung der Kompressibilität des Wassers und des elastischen Verhaltens des Rohres ca. 50 ml/m 3 Leitungsinhalt/bar. In der Praxis ist dieser Wert um das 1,5 bis 2,0-fache höher, da Lufteinschlüsse in den Rohr- und Formstück-Verbindungen und in den Armaturen komprimiert werden müssen.

Für die Druckprüfung von Druckrohrleitungen sind verschiedene bewährte Druckprüfverfahren anwendbar. Diese sind in der Norm EN 805 bzw. im Arbeitsblatt W 400-2 beschrieben. Das Prüfverfahren ist vom Planer zu bestimmen und darf bis zu drei Schritte umfassen.

Vorprüfung

Die Vorprüfung dient folgenden Zwecken:

• Stabilisierung des zur Prüfung anstehenden Rohrleitungsabschnittes nach weitest gehendem Abklingen der anfänglichen Setzungen

• ausreichende Wassersättigung der Auskleidungen

Die Rohrleitung ist in geeignete Prüfabschnitte zu unterteilen, vollständig mit Wasser zu füllen und zu entlüften. Während der Vorprüfung ist der Prüfdruck in regelmäßigen Abständen, jedoch spätestens nach einem Druckabfall von 0,5 bar, wiederherzustellen.

Wenn unzulässige Lageänderungen eines Rohrleitungsteiles oder Undichtheiten auftreten, ist die Rohrleitung zu entspannen und die Ursache zu beheben.

Druckabfallprüfung

Die Druckabfallprüfung ermöglicht die Bestimmung der restlichen Luft in der Rohrleitung.

Luft im Prüfabschnitt der Rohrleitung führt zu falschen Ergebnissen, die eine scheinbare Undichtheit vortäuschen oder sogar eine Undichtheit überdecken können. Vorhandene Luft ver- mindert die Genauigkeit des Prüfverfahrens Der Planer legt fest, ob eine Druckabfallprüfung vor- zunehmen ist.

Hauptprüfung

Die Hauptprüfung darf nicht beginnen, bevor die Vorprüfung und die Druckabfallprüfung, sofern vom Planer vorgeschrieben, erfolgreich abgeschlossen sind.

Die Einflüsse großer Temperaturänderungen sind zu berücksichtigen.

Festlegung und Füllen der Prüfabschnitte

Druckprüfverfahren

1. Vorprüfung

2. Druckabfallprüfung

3. Hauptprüfung

13

Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2

13

Übersicht über die Prüfverfahren der verschiedenen Regelwerke

über die Prüfverfahren der verschiedenen Regelwerke Während DIN EN 805 ein Prüfverfahren für alle DN und

Während DIN EN 805 ein Prüfverfahren für alle DN und Druckstufen enthält, wird in W 400-2 zwischen dem Normalverfahren, das ebenfalls für alle DN und Druckstufen anwendbar ist, und dem beschleunigten Normalverfahren, das sich auf Rohleitungen bis DN 600 und bis MDP 16 beschränkt, unterschieden. Die beiden Prüfverfahren nach W 400-2 können jeweils nach der Wasserverlust- oder Druckverlustmethode durchgeführt werden.

Die Wasserverlustmethode erfordert höhere Ansprüche an die Genauigkeit der Messgeräte. Der Vorteil gegenüber der Druckverlustmethode liegt in der deutlichen Unempfindlichkeit gegen- über Lufteinschlüssen. Wenn die entsprechenden Messgeräte verfügbar sind, empfiehlt es sich, die Wasserverlustmethode anzuwenden.

Die Wasserverlustmenge kann durch zwei unterschiedliche Messverfahren ermittelt werden:

• Kontinuierliche Messung der nachgepumpten Wassermenge. Hierbei wird durch kontinuierli- ches Nachpumpen von Wasser während der gesamten Prüfzeit der Systemprüfdruck aufrecht erhalten.

• Einmalige Messung der nachgepumpten Wassermenge. Am Ende der Prüfzeit wird der Systemprüfdruck durch einmaliges Nachpumpen wiederhergestellt.

In beiden Messverfahren ist die nachgepumpte Wassermenge durch geeignete Einrichtungen zu messen und aufzuzeichnen.

Erforderliche Messgeräte für die Druckverlustmethode:

• Druckmessgeräte Auflösung 0,1 bar

• Erdtemperaturmessgerät Auflösung 0,1 K

• Messbehälter für Druckabfallprüfung Skaleneinteilung von 0,01 bis 0,1 Liter

Abweichend von obigen Messgeräten erfordert die Wasserverlustmethode für die kontinuierli- che Messung des nachgepumpten Wasservolumens:

• eine zusätzliche Dosierpumpe, Mindestdosiergenauigkeit 0,01 Liter

• 2 Manometer oder ein Niveauschalter mit einer Messgenauigkeit von ± 10 mbar.

mit einer Messgenauigkeit von ≤ ≤ ± 10 mbar. 13.6 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
mit einer Messgenauigkeit von ≤ ≤ ± 10 mbar. 13.6 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
mit einer Messgenauigkeit von ≤ ≤ ± 10 mbar. 13.6 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker

Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2

Normalverfahren nach W 400-2

 

Für alle DN und für alle Prüfdrücke

Vorprüfung:

 

Prüfdruck: p = STP Prüfzeit: t = 24 Std.

 

Druckabfallprüfung

 

a)

Wasserverlustmethode

 

V zul.

=

0,1 × ƒ ×

π × ID 2

× L × ∆p×

1

+

ID

 

4

E

w

s×E R

f = 3 V

V zul

b)

Druckverlustmethode

 

V zul.

=

0,1 × 1,5 ×

π × ID 2

× L × ∆p×

1

+

ID

4

E

w

s×E R

(entspricht V max. in EN 805)

Beschleunigtes Normal- verfahren nach W 400-2

Druckprüfung nach EN 805

Für DN 600 und für Prüfdrücke 21 bar

Für alle DN und für alle Prüfdrücke

Vorprüfung (=Sättigungsphase):

Vorprüfung:

Prüfdruck: p = STP (konstant d. Nachpumpen) Prüfzeit: t = 0,5 Std.

OP Prüfdruck p STP Prüfzeit: t = vom Planer fest- zulegen

Druckabfallprüfung

 

a)

Wasserverlustmethode

 

V zul.

=

 

0,1 × ƒ ×

π × ID 2

× L × ∆p×

1

+

ID

4

E w

s×E R

f = 3 V

V zul

 

b)

Druckverlustmethode

 

V erf. = (DN × L) / (100 k)

 

Verf· Der Leitung entnehmen

 

und zugehöriger Druckabfall Dp messen

 
 

DN

 

Dp min. [bar]

 

80

 

1,4

 
 

100

 

1,2

 
 

150

 

0,8

 
 

200

 

0,6

 
 

300

 

0,4

 
 

400

 

0,3

 
 

500

 

0,2

 
 

600

 

0,1

 

p p min.

 

(Nachweis für ausreichende

Entlüftung)

 
Druckabfallprüfung ∆V max. = 1 D 1,5 × V × ∆p× + E w e×E
Druckabfallprüfung
∆V max. =
1
D
1,5 × V × ∆p×
+
E w
e×E R
∆V ≤≤
∆V max

Tabellarische Gegenüberstellung der drei Prüfverfahren

13

Druckprüfung

Übersicht über die Prüfverfahren nach DIN EN 805 und DVGW-W 400-2

13

Tabellarische Gegenüberstellung der drei Prüfverfahren

Hauptprüfung

 

a)

Wasserverlustverfahren

Prüfdruck: p = STP Prüfzeit: t =

 
 

DN

Prüfzeit

 

400

 

3

Std.

 

500

-700

 

12

Std.

 

>

700

24

Std.

Prüfkriterium:

 
 

STP

p zul.

 
 

15

bar

 

0,1

bar

 

21

bar

 

0,15 bar

 

>

21 bar

 

0,2

bar

V zul. =

 

0,1 ×

π × ID

2

L × ∆p zul ×

1

+

ID

 

4

E w

s×E R

Prüfkriterium: V V zul

b)

Druckverlustverfahren

Prüfdruck: p = STP

 

Prüfzeit: t =

 
 

DN

Prüfzeit

 

400

 

3

Std.

 

500

-700

 

12

Std.

 

>

700

24

Std.

Prüfkriterium:

 
 

STP

p zul.

 
 

15

bar

 

0,1

bar

 

21

bar

 

0,15 bar

 

>

21 bar

 

0,2

bar

p p zul

 

Hauptprüfung

a) Wasserverlustverfahren

Prüfdruck: p = STP Prüfzeit: t 1 Std.

V zul = (DN × L) / (100 k)

Prüfkriterium: V V zul

b) Druckverlustverfahren

Prüfdruck: p = STP Prüfzeit: t = 1 Std.

Prüfkriterium:

(p aus Druckabfallprüfung wird = p zul in Hauptprüfung) p = abnehmende Tendenz

und p p zul

Hauptprüfung

a) Wasserverlustverfahren

• Messung abgelassener Wassermenge

Prüfdruck: p = STP

zusätzlich Sättigung: t 1 Std. Prüfzeit: t 1 Std.

• Messung nachgepumpter Wassermenge

Prüfdruck: p = STP Prüfzeit: t ≥≥ 1 Std 1 D ∆V max. = 1,2
Prüfdruck: p = STP
Prüfzeit: t ≥≥ 1 Std
1
D
∆V max. = 1,2 × V × ∆p×
+
E w
e×E R

Prüfkriterium: V V max.

b) Druckverlustverfahren

Prüfdruck: p = STP Prüfzeit: t 1 Std.

Prüfkriterium:

p = abnehmende Tendenz und p 20 kPa

Prüfung der Gesamtleitung (nach erfolgreicher Prüfung von einzelnen Prüfabschnit- ten, falls vom Planer verlangt) Prüfzeit: t = 2 Std Prüfdruck: p = Betriebsdruck Prüfkriterium: Sichtprüfung

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DIN EN 805

Während der Vorprüfung ist der zu prüfende Rohrleitungsabschnitt mindestens auf den Betriebsdruck zu bringen, jedoch maximal auf den Systemprüfdruck!

Systemprüfdruck Prüfdruck Betriebsdruck Die Dauer der Vorprüfung ist vom Planer festzulegen

Zur Durchführung der Druckabfallprüfung wird in dem zu prüfenden Rohrleitungsabschnitt der Prüfdruck erzeugt. Während der Leitung ein messbares Wasservolumen V entnommen wird, ist der zugehörige Druckabfall p zu messen, den man zur Berechnung der maximal zulässigen Wasserverlustmenge V max benötigt. Die Rohrleitung gilt als ausreichend entlüftet, wenn die ent- nommene Wassermenge V kleiner oder gleich der maximal zulässigen Wasserverlustmenge V max. ist.

V max. = 1,5 × V × ∆p ×

1 D + E w e×E R
1
D
+
E w
e×E R

Hierin bedeuten:

V max.

zulässiger Wasserverlust in Liter

1,5 zulässiger Faktor für den erlaubten Luftanteil vor der Hauptdruckprüfung

V

p

E W

D Innendurchmesser des Rohres in Meter

e

E R

V V max.

Volumen des Prüfabschnittes in Liter gemessener Druckabfall in Kilopascal 2,03 · 10 6 kPa; Kompressionsmodul des Wassers in Kilopascal

Wanddicke des Rohres in Meter 1,67 · 10 8 kPa; Elastizitätsmodul der Rohrwand in Umfangsrichtung in Kilopascal

der Rohrwand in Umfangsrichtung in Kilopascal Vorprüfung Druckabfallprüfung 13 Wasser-Systemtechnik
der Rohrwand in Umfangsrichtung in Kilopascal Vorprüfung Druckabfallprüfung 13 Wasser-Systemtechnik
der Rohrwand in Umfangsrichtung in Kilopascal Vorprüfung Druckabfallprüfung 13 Wasser-Systemtechnik

Vorprüfung

Druckabfallprüfung

in Kilopascal Vorprüfung Druckabfallprüfung 13 Wasser-Systemtechnik SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH

13

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DIN EN 805

13

Hauptprüfung

Die Hauptprüfung kann nach einem der beiden nachfolgenden Prüfverfahren durchgeführt wer-

den:

• Das Wasserverlustverfahren

• Das Druckverlustverfahren

Das Wasserverlustverfahren Zwei gleichwertige Messverfahren zur Feststellung des Wasserverlustes können zur Anwendung kommen. Diese sind nachfolgend beschrieben.

a) Messung der abgelassenen Wassermenge

In dem zu prüfenden Rohrleitungsabschnitt wird der Systemprüfdruck STP erzeugt und gegebe- nenfalls durch Nachpumpen mindestens 1 Stunde konstant gehalten. Danach wird die Pumpen- leitung von der Prüfstrecke getrennt und mit der einstündigen Prüfung begonnen. Der Planer

kann

längere Prüfzeiten festlegen.

Nach

Ablauf der Prüfzeit wird der abgefallene Druck p gemessen. Durch Nachpumpen wird der

Systemprüfdruck STP wiederhergestellt. Im Anschluss daran senkt man durch Ablassen von Wasser den Druck in der Rohrleitung so lange ab, bis der gleiche Druck p wieder erreicht ist, der

zuvor am Ende der Prüfzeit festgestellt wurde. Die abgelassene Wassermenge V ist zu messen.

b) Messung der nachgepumpten Wassermenge

Nachdem der Systemprüfdruck STP erzeugt ist, wird mit der 1-stündigen Prüfzeit begonnen.

Während dieser Prüfzeit ist die zur Aufrechterhaltung des Systemprüfdruckes nachgepumpte Wassermenge mit einer geeigneten Einrichtung zu messen und aufzuzeichnen.

Die zugefügte bzw. entnommene Wassermenge V darf die maximal zulässige Wasser- verlustmenge V max nicht überschreiten, die nach folgender Gleichung zu errechnen ist:

V max. = 1,2 × V × ∆p ×

1 D + E e×E R w
1
D
+
E
e×E R
w

V max. zulässiger Wasserverlust in Liter

1,2 zulässiger Faktor (z.B. für Luftanteil) für die Hauptdruckprüfung

V

p

E W

D Innendurchmesser des Rohres in Meter

e

E R

Volumen des Prüfabschnittes in Liter zulässiger Druckverlust = 20 kPa Kompressionsmodul des Wassers = 2,03 · 10 6 kPa

Wanddicke des Rohres in Meter Elastizitätsmodul der Rohrwand in Umfangsrichtung, für GGG = 1,67 · 10 8 kPa

Prüfdruck = Systemprüfdruck (STP)

Prüfzeit 1 Stunde

V V max

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DIN EN 805

Das Druckverlustverfahren Der Druck muss gleichmäßig bis auf den Systemprüfdruck (STP) erhöht werden. Die Dauer der Druckverlustprüfung beträgt 1 Stunde oder länger, je nach Festlegung des Planers.

Während der Hauptdruckprüfung muss der Druckverlust p eine abnehmende Tendenz zeigen und darf am Ende der ersten Stunde 20 kPa nicht überschreiten:

Prüfdruck = Systemprüfdruck (STP)

Prüfzeit 1 Stunde

maximal zulässiger Druckverlust 20 kPa/Std.

Auswertung der Prüfergebnisse Ist der Druckverlust höher als maximal zulässig oder treten Fehler auf, muss der Prüfabschnitt untersucht und bei Bedarf instandgesetzt werden. Die Prüfung ist zu wiederholen, bis der Druckverlust dem festgelegten Wert entspricht.

Abschließende Prüfung des Rohrleitungssystems Wenn eine Rohrleitungsstrecke für die Druckprüfung in mehrere Prüfabschnitte unterteilt wurde und alle Abschnitte die Druckprüfung bestanden haben, muss, sofern vom Planer vorgeschrie- ben, die gesamte Leitung mindestens 2 Stunden lang mit dem Betriebsdruck beaufschlagt wer- den.

Jedes Rohrleitungsteil, das nach der Druckprüfung eingebaut wurde, ist einer Sichtprüfung auf Undichtheiten und Lageveränderungen zu unterziehen.

Aufzeichnung der Prüfergebnisse Eine vollständige Dokumentation der Prüfergebnisse ist zu erstellen und aufzubewahren.

der Prüfergebnisse ist zu erstellen und aufzubewahren. Hauptprüfung 13 Wasser-Systemtechnik SAINT-GOBAIN PAM
der Prüfergebnisse ist zu erstellen und aufzubewahren. Hauptprüfung 13 Wasser-Systemtechnik SAINT-GOBAIN PAM
der Prüfergebnisse ist zu erstellen und aufzubewahren. Hauptprüfung 13 Wasser-Systemtechnik SAINT-GOBAIN PAM

Hauptprüfung

ist zu erstellen und aufzubewahren. Hauptprüfung 13 Wasser-Systemtechnik SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH

13

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW W 400-2

13

Übersicht der beiden Prüfverfahren

Entsprechend DVGW W 400-2 können bei Rohrleitungen aus duktilem Gusseisen zwei Prüf- verfahren angewendet werden:

• das beschleunigte Normalverfahren für Gussrohrleitungen bis DN 600 und bis STP 21

• das Normalverfahren für Gussrohrleitungen aller Nennweiten und Druckstufen

DVGW W 400 - 2 Druckprüfung für duktile Gussrohre 16.7 Druckverlustmethode Beschleunigtes Normalverfahren (bis DN
DVGW W 400 - 2
Druckprüfung für duktile Gussrohre
16.7 Druckverlustmethode
Beschleunigtes
Normalverfahren (bis DN 600)
Normalverfahren (alle DN)
16.7.1
16.7.3
Wasserverlustmethode
Druckverlustmethode
Wasserverlustmethode
Druckverlustmethode
16.8.2
16.7.1
16.8.4
16.7.3
Vorprüfung /Sättigung
Vorprüfung /Sättigung
Vorprüfung /Sättigung
Vorprüfung /Sättigung
0,5 Std Druckkonstanz d. ständiges
Nachpumpen
0,5 Std Druckkonstanz d. ständiges
Nachpumpen
24 Std Druckkonstanz d. ständiges
Nachpumpen
24 Std Druckkonstanz d. ständiges
Nachpumpen
Druckabfallprüfung
Druckabfallprüfung
Druckabfallprüfung
Druckabfallprüfung
V
=
V
=
V
=
zul .
zul .
zul .
2
2
2
π
× ID
1
ID
)(
k )
π
× ID
1
ID
π
× ID
1
ID
V
=
(DN
×
L
÷ 100
0,1 × 3
×
×
L
× ∆ p
×
+
erf .
0,1 × 3
×
×
L
× ∆ p
×
+
0,1 × 1,5
×
×
L
× ∆ p
×
+
4
E
s E
×
4
E
s E
×
4
E
s E
×
W
R
W
R
W
R
Hauptprüfung
Hauptprüfung
Hauptprüfung
Hauptprüfung
Prüfzeit = 1 Stunde
Prüfzeit = 1 Stunde
V
=
(DN
×
L
)(
÷ 100
k )
Prüfzeit = 3 bis 24 h je nach DN
∆p = 0,1 bis 0,2 bar je nach Betriebsdruck
Prüfzeit = 3 bis 24 h je nach DN
∆p = 0,1 bis 0,2 bar je nach Betriebsdruck
zul .
∆p = abnehmend
V
=
zul .
∆p ≤
∆p zul
2
π
× ID
1
ID
0,1 ×
×
L
×∆ p
×
+
4
E
s E
×
W
R

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW W 400-2

a) Prüfung nach der Wasserverlustmethode

1. Vorprüfung / Sättigungsphase

Zum Erreichen eines hohen Sättigungsgrades wird der Prüfdruck während einer halben Stunde

durch ständiges Nachpumpen gehalten. Für die Sättigung ist in erster Linie die Höhe des

Prüfdruckes maßgebend. Ein zu niedriger Druck kann nicht durch eine Verlängerung der Sättigungsphase ausgeglichen werden.

Prüfdruck = STP Prüfzeit = 0,5 h

2. Druckabfallprüfung

Unmittelbar nach der Sättigungsphase, vorzugsweise 1 Std. nach Beginn der Vorprüfung, erfolgt die Druckabfallprüfung. Der Leitung wird eine Wassermenge V entnommen werden, bis sich ein Druckabfall p von mindestens 0,5 bar, bei kleinen Rohrleitungen vorzugsweise von 1 bar, einge- stellt hat.

Wegen der höheren Messgenauigkeit gegenüber dem Druckverlustverfahren wird ein höherer

Ausgleichsfaktor für Lufteinschlüsse von f = 3 festgelegt. Die max. zul. Volumenänderung V zul kann nach folgender Gleichung berechnet werden:

4

1 ID + E s×E R w
1
ID
+
E
s×E R
w

Hierin bedeuten:

V zul

f =3

ID Innendurchmesser des Rohres ohne Berücksichtigung der Zementmörtelauskleidung in mm

L

p

höchstzulässiges Wasservolumen in ml

Ausgleichsfaktor für unvermeidliche Lufteinschlüsse

Länge der Prüfstrecke in m gemessene Druckabsenkung (0,5 oder 1 bar)

s Wanddicke des Rohres in mm

E W

E R

Die Leitung gilt als ausreichend entlüftet, wenn das entnommene Wasservolumen V V zul. ist.

Kompressionsmodul des Wassers (2027 N/mm 2 )

Elastizitätsmodul der Rohrwerkstoffes (1,7 x 10 5 N/mm 2 ) für GGG

V zul. = 0,1 ××

π × ID 2

× L × ∆p ×

. = 0,1 ×× π × ID 2 × L × ∆ p × Beschleunigtes Normalverfahren
. = 0,1 ×× π × ID 2 × L × ∆ p × Beschleunigtes Normalverfahren
. = 0,1 ×× π × ID 2 × L × ∆ p × Beschleunigtes Normalverfahren

Beschleunigtes

Normalverfahren

2 × L × ∆ p × Beschleunigtes Normalverfahren 13 Wasser-Systemtechnik SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH

13

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW W 400-2

13

Beschleunigtes

Normalverfahren

3. Hauptprüfung

Im Anschluss an die Druckabfallprüfung erfolgt die Hauptprüfung. Die Dauer der Prüfung beträgt 1 Stunde. Über die Dauer der Hauptprüfung wird der Prüfdruck durch ständiges Nachpumpen aufrecht gehalten (kontinuierliche Messung) oder alternativ am Ende der Prüfzeit durch eine einmalige Wasserzugabe hergestellt.

In beiden Fällen ist die Wasserzugabe zu messen.

Die max. zul. Wasserzugabe errechnet sich nach folgender Gleichung:

V zul. = (DN × L) / (100 k)

Hierin bedeuten:

V zul

maximal zulässiges nachzupumpendes Wasservolumen in ml

DN

Nennweite ohne Einheit

L

Länge der Prüfstrecke in Meter

100k

Proportionalitätsfaktor, k = 1 m/ml

Prüfdruck = Systemprüfdruck (STP)

Prüfzeit = 1 Stunde

V V zul

b) Prüfung nach der Druckverlustmethode

1. Vorprüfung / Sättigungsphase

Zum Erreichen eines hohen Sättigungsgrades wird der Prüfdruck während einer halben Stunde durch ständiges Nachpumpen gehalten. Für die Sättigung ist in erster Linie die Höhe des Prüf- druckes maßgebend. Ein zu niedriger Druck kann nicht durch eine Verlängerung der Sättigungs- phase ausgeglichen werden.

Prüfdruck = Systemprüfdruck (STP) Prüfzeit = 0,5 Std

2. Druckabfallprüfung

Dem zu prüfenden Leitungsabschnitt wird unter Prüfdruck STP ein Wasservolumen V erf. ent- nommen, das nach folgender Formel berechnet wird.

V erf. = (DN × L) / (100 k)

Hierin bedeuten:

V erf.

Erforderliche Volumenänderung in ml

DN

Nennweite ohne Einheit

L

Länge der Prüfstrecke in Meter

100 k

Proportionalitätsfaktor, k = 1m/ml

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW W 400-2

Der sich dabei einstellende Druckabfall p wird gemessen. Die Leitung gilt als ausreichend ent- lüftet, wenn bei der Entnahme des Wasservolumens V erf der gemessene Druckabfall p größer oder gleich dem Mindestdruckabfall p min. aus nachfolgender Tabelle ist.

Beschleunigtes

Normalverfahren

DN

p min. [bar]

 

80

1,4

100

1,2

150

0,8

200

0,6

300

0,4

400

0,3

500

0,2

600

0,1

Prüfdruck = Systemprüfdruck (STP)

p p min bei Entnahme von V erf

3. Hauptprüfung

Der während der Druckabfallprüfung gemessene Druckabfall p ist in der Hauptprüfung der zul. Druckabfall p zul . Die Leitung gilt als dicht, wenn der Druckabfall in der Hauptprüfung in gleichen Zeitabständen ständig weniger wird und während der 1-stündigen Prüfzeit den zul. Druckabfall p zul nicht übersteigt.

Prüfdruck = Systemprüfdruck (STP) Prüfzeit = 1 Stunde p = abnehmend p p zul

 
∆ p = abnehmend ∆ p ≤ ≤ ∆ p z u l   13 Wasser-Systemtechnik
∆ p = abnehmend ∆ p ≤ ≤ ∆ p z u l   13 Wasser-Systemtechnik
∆ p = abnehmend ∆ p ≤ ≤ ∆ p z u l   13 Wasser-Systemtechnik
∆ p = abnehmend ∆ p ≤ ≤ ∆ p z u l   13 Wasser-Systemtechnik

13

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW W 400-2

13

Normalverfahren

a) Prüfung nach der Wasserverlustmethode

 

1.

Vorprüfung / Sättigungsphase

 

Der Prüfdruck wird während einer Dauer von 24 Std. durch wiederholtes Nachpumpen späte- stens nach einem Druckabfall von 1-2 bar gehalten. Maßgebend für die Sättigung der Zementmörtelauskleidung ist die Höhe des Prüfdruckes. Ein zu niedriger Druck kann nicht durch eine verlängerte Sättigungsphase ausgeglichen werden.

Prüfdruck (STP) = MDP + 5 bar Prüfzeit = 24 Std.

 

2.

Druckabfallprüfung

 

30 Minuten nach Beginn der Vorprüfung erfolgt die Druckabfallprüfung.

 

Der Leitung ist eine Wassermenge V zu entnehmen, so dass sich ein Druckabfall p von mindes- tens 0,5 bar, bei kleinen Rohrleitungen vorzugsweise von 1 bar, einstellt.

Wegen der höheren Messgenauigkeit gegenüber dem Druckverlustverfahren ist ein höherer Luftanteil (f = 3) zulässig, der aber zu keiner Verfälschung des Ergebnisses führt. Die max. zul. Volumenänderung V zul kann nach folgender Gleichung berechnet werden:

V zul. = 0,1 ××

π × ID 2

4

× L × ∆p

×

1 ID + E s×E R w
1
ID
+
E
s×E R
w
 

Die Prüfstrecke ist ausreichend entlüftet, wenn die entnommene Wassermenge V kleiner oder gleich der zul. Wasserzugabe V zul ist. Im Anschluss an die Druckabfallprüfung wird die Vor- prüfung fortgesetzt.

3.

Hauptprüfung

 

Nach bestandener Vor- und Druckabfallprüfung wird der Prüfdruck wieder hergestellt und mit der Hauptprüfung begonnen. Die Prüfparameter sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

   

Höchster Systembetriebsdruck MDP [bar]

Höchster

Zulässiger Druckabfall p zul [bar]

DN

Prüfdauer [h]

Systemprüfdruck

STP [bar]

bis 400

3

 

10

15

0,1

500 - 700

12

 

16

21

0,15

> 700

24

 

> 16

MDP + 5

0,2

Über die Dauer der Hauptprüfung ist der Prüfdruck durch ständiges Nachpumpen aufrecht zu erhalten (kontinuierliche Messung) oder alternativ am Ende der Prüfzeit durch Wasserzugabe (einmalige Messung) wieder herzustellen.

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW W 400-2

Die Messung kleiner Wasserzugaben ist schwierig, daher kann bei der einmaligen Messung der durch die Wasserzugabe ausgeglichene Druckabfall noch einmal durch das Ablassen einer nun einfach zu messenden Wassermenge hergestellt werden. Die Wassermenge entspricht der vor- her zugegebenen.

Das max. zulässige nachzupumpende Wasservolumen wird mit der nachfolgenden Gleichung

ermittelt:

4

1 ID + E s×E R w
1
ID
+
E
s×E R
w

V zul. = 0,1 ×

π × ID 2

× L × ∆p zul ×

b) Prüfung nach der Druckverlustmethode

1. Vorprüfung / Sättigungsphase

Der Prüfdruck wird während einer Dauer von 24 Std. durch wiederholtes Nachpumpen späte- stens nach einem Druckabfall von 1-2 bar gehalten. Maßgebend für die Sättigung der Zement- mörtelauskleidung ist die Höhe des Prüfdruckes. Ein zu niedriger Druck kann nicht durch eine verlängerte Sättigungsphase ausgeglichen werden.

Prüfdruck (STP) = MDP +5 bar Prüfzeit = 24 Std.

1. Druckabfallprüfung

Spätestens im Anschluss an die Vorprüfung, vorzugsweise 1 Std. nach Beginn der Vorprüfung, erfolgt die Druckabfallprüfung. Der Leitung ist eine Wassermenge V zu entnehmen, so dass sich ein Druckabfall p von mindestens 0,5 bar, bei kleinen Rohrleitungen vorzugsweise von 1 bar, einstellt

Die max. zul. Volumenänderung V zul, kann nach folgender Gleichung berechnet werden:

4

1 ID + E s×E R w
1
ID
+
E
s×E R
w

Hierin bedeuten:

V zul.

f = 1,5

ID Innendurchmesser des Rohres ohne Berücksichtigung der Zementmörtelauskleidung in mm

L

p

höchstzulässiges Wasservolumen in ml

Ausgleichsfaktor für unvermeidliche Lufteinschlüsse

Länge der Prüfstrecke in m gemessene Druckabsenkung (0,5 oder 1 bar)

s Wanddicke des Rohres in mm

E W

E R

Kompressionsmodul des Wassers = 2027 N/mm 2

Elastizitätsmodul der Rohrwerkstoffes = 1,7 x 10 5 N/mm 2 für GGG

V zul. = 0,1 ××

π × ID 2

× L × ∆p ×

Normalverfahren

13

Druckprüfung

Durchführung der Druckprüfung nach DVGW W 400-2

Normalverfahren

Die Prüfstrecke ist ausreichend entlüftet, wenn die entnommene Wassermenge V kleiner oder gleich der zul. Wasserzugabe V zul. ist. Falls der Maximumwert überschritten wird, ist der zu prüfende Leitungsabschnitt nochmals zu entlüften. Im Anschluss an die Druckabfallprüfung wird die Vorprüfung fortgesetzt.

3. Hauptprüfung

 

Nach bestandener Vor- und Druckabfallprüfung wird der Prüfdruck wieder hergestellt und mit der Hauptprüfung begonnen. Die Prüfparameter sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

   

Höchster Systembetriebsdruck MDP [bar]

Höchster

Zulässiger Druckabfall p zul [bar]

DN

Prüfdauer [h]

Systemprüfdruck

STP [bar]

bis 400

3

10

15

0,1

500 - 700

12

16

21

0,15

> 700

24

> 16

MDP + 5

0,2

Die Druckprüfung ist bestanden, wenn der Druckabfall während der Dauer der Hauptprüfung kleiner oder gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist.

13

gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker
gleich dem zul. Druckabfall gemäß obiger Tabelle ist. 13 13.18 SAINT-GOBAIN PAM DEUTSCHLAND GmbH • Saarbrücker