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Mathematik 1 für Elektrotechnik

Ausarbeitung 4

6.11.2017

Mathematik 1 für Elektrotechnik Ausarbeitung 4 6.11.2017 Das Bild von f ist ganz . Die Funktion

Das Bild von f ist ganz . Die Funktion f ist bijektiv mit der Inversen f 1 (x) = 2 x.

Durch Fallunterscheidung erhält man die folgende Darstellung der Funktion g:

g(x) = 4 2x

0,

x 2

2 < x .

Der Betrag einer Zahl ist immer nicht negativ, womit das Bild von g gleich [0, ) ist. DieFunk- tion g ist daher nicht surjektiv. Natürlich ist g auch nicht injektiv, da g für x > 2 konstant Null ist.

Das Bild von h ist wieder [0, ). Damit ist die Funktion h nicht surjektiv. Natürlich ist h auch nicht injektiv, da z.B. g(0) = 2 = g(4). h(2) = 0 = h(4).

Durch Fallunterscheidung erhält man die folgende Darstellung der Funktion r:

r(x) =

  5, 2x + 1,

2 < x .

5,

x ≤ −3 3 < x 2

Die Funktion r ist weder surjektiv noch injektiv.

y 2 x 2 4 −2
y
2
x
2
4
−2

Abbildung 1: Der Graph (blau) der Funktion f (x) = 2 x.

1

y 2 x 2 4
y
2
x
2
4

Abbildung 2: Der Graph (grün) der Funktion g(x) = |x 2|.

6 y 4 2 x 2 4
6
y
4
2
x
2
4

Abbildung 3: Der Graph (rot) der Funktion h(x) = 2 x + |x 2|.

y 5 1 x -8 -3 -1 2 8 -5
y
5
1
x
-8
-3
-1
2
8
-5

Abbildung 4: Der Graph (orange) der Funktion r(x) = |x + 3| − |x 2|.

y 5 1 x -8 -3 -1 2 8 -5 Abbildung 4: Der Graph (orange) der

2

(a)

Für die Dezimalzahl 3.21789789789

gilt

3.21789789789

= 3.21789 = 3.21 + 789 · 10 5 + 10 8 + ···

= 321

100 + 789 · 10 5 · 1 + 10 3 + 10 6 + ···

Aus der geometrischen Summenformel folgt

1 + 10 3 + 10 6 + ··· = 1 +

1000 +

1

1000 2 + ···

1

=

1

1 1 − 1000
1
1 −
1000

=

1000

999 .

Damit gilt

3.21789 = 321

789

1000

1000 = 1000 999 . Damit gilt 3 . 21789 = 3 2 1 789 1000

100 +

100000

999

= 321

33300 = 321 · 333 + 263

263

33300

100 +

= 26789

8325 .

(b)

Gegeben ist der Bruch 13/15. Die Division ergibt

 
 

13

:

15 = 0.86666

= 0.86.

130

100

100

.

.

 

.

 

Für 15/13 folgt

 

15

: 13 = 1.15384615 = 1.153846.

20

70

110

60

80

20

30

.

 

.

 

.

(c)

Gesucht ist ein explizites Beispiel einer irrationalen Dezimalzahl. Eine unendliche Dezi- malzahl ist genau dann irrational, wenn sie nicht periodisch ist. Ein explizites Beispiel ist die Zahl

0.101001000100001000001

= 0.1

0

1

1

00

2

1 000 1 0000 1 00000 1

3

4

5

.

Zwischen zwei Einsern befindet sich immer eine andere Anzahl Nullen. Daher kann diese Dezimalzahldarstellung nicht periodisch sein. Daher ist diese Zahl irrational.

Es gibt natürlich beliebig viele andere Beispiele, z.B.

0.123456789101112131415161718192021222324

deren Nachkommastellen entstehen, indem man alle natürlichen Zahlen „aneinanderreiht”.

3

(a) a ≤ √ 5 ≤ b ist äquivalent zu a 3 ≤ 5 ≤

(a) a 5 b ist äquivalent zu a 3 5 b 3 .

3

Da 1 3 = 1 5 8 = 2 3 , ist

schachtelung mit den Startwerten a 1 = 1, b 1 = 2.

Nun betrachtet man die Mitte dieses Intervalles 3 . Es gilt

3 5 im Intervall [1, 2] enthalten. Somit beginnt die Intervall-

2

a 1 + b 1

2

3 = 3

2

3 = 27

8

= 3.375 < 5,

daher ist 5 im Intervall 3 , 2 enthalten. Die Intervallschachtelung wird mit a 2 = 3 b 2 = b 1 = 2 fortgesetzt.

Für die Mitte des zweiten Intervalles gilt

3

2

2 ,

a 2 + b 2

2

3 =

7 3 = 343

4

64

= 5.359

> 5.

Also setzten wir a 3 = a 2 = 3 , b 3 =

. Diese Iteration muss nun fortgesetzt werden, bis

a n und b n sich in den ersten beiden Nachkommastellen nicht unterscheiden.

Im Folgenden wir immer mit voller Taschenrechnergenauigkeit gerechnet, auch wenn nicht immer alle Nachkommastellen angegeben werden.

7

4

2

a 3 + b 3

2

3

= 1.625 3 = 4.29

< 5.

4

Also setzten wir a 4 = 1.625, b 4 = b 3 =

7

4 .

a 4 + b 4

2

3

= 1.6875 3 = 4.4.805

Also setzten wir a 5 = a 4 +b 4 = 1.6875, b 5 = b 4 = 1.75.

2

a 5 + b 5

2

3

= 1.71875 3 = 5.077

< 5.

> 5.

Also setzten wir a 6 = a 5 = 1.6875, b 6 = a 5 +b 5 = 1.71875.

2

a 6 + b 6

2

3

= 1.703125 3 = 4.940

< 5.

Also setzten wir a 7 = a 6 +b 6 = 1.703125, b 7 = b 6 = 1.71875.

2

a 7 + b 7

2

3

= 1.7109375 3 = 5.008

> 5.

Also setzten wir a 8 = a 7 = 1.703125, b 8 = a 7 +b 7 = 1.7109375.

2

a 8 + b 8

2

3

=

(1.7070

.) 3 = 4.974

< 5.

Also

Also

setzten

setzten

wir

wir

a 9 = a 8 +b 8 = 1.7070

2

,

b 9 = b 8

a 9

+ b 9

2

3

= (1.7089

.)

3

= 1.7109375.

= 4.9913

< 5.

a 10 = a 9 +b 9 = 1.7089

2

,

b 10 = b 9 = 1.7109375.

a 10 + b 10

2

3

=

(1.70996

.) 3 = 4.9998

< 5.

Also setzten wir a 11 = a 10 +b 10 = 1.70996

2

, b 11 = b 10 = 1.7109375.

a 11 + b 11

2

3

=

(1.7104

.) 3 = 5.0041

> 5.

Also setzten wir a 12 = a 11 = 1.70996

a 12

+ b 12

2

3

=

,

b 12 = a 11 +b 11

2

=

1.7104

(1.7102

.) 3 = 5.0020

> 5.

Also setzten wir a 13 = a 12 = 1.70996

a 13 + b 13

2

3

=

,

b 13 = a 12 +b 12

2

=

1.7102

(1.7102

.) 3 = 5.0009

> 5.

5

(b)

Also

setzten

wir

Also

setzten

wir

Also

setzten

wir

a 14 = a 13 = 1.70996

,

b 14 = a 13 +b 13 = 1.7100

2

a 14 + b 14

2

3

= (1.7102

.) 3 = 5.0004

> 5.

a 15 = a 14 = 1.70996

,

b 15 = a 14 +b 14 = 1.71002

2

a 15 + b 15

2

3

= (1.70999

.) 3 = 5.0001

> 5.

a 16 = a 15 = 1.70996

,

b 16 = a 15 +b 15 = 1.70999

2

Damit ist 5 durch 1.70 bis auf zwei Nachkommastellen genau bestimmt. Man sieht sogar,

3

dass 1.7099 eine Approximation von 5 ist, welche bis zur 4ten Nachkommastelle genau ist.

3

Mittels Taschenrechner erhält man

3 5 = 1.70997594668

,

was auch das Ergebnis von Aufgabe (a) bestätigt. Daher sind die Intervalle

I 0 = [1, 2]

I 1 = [1.7, 1.8]

I 2 = [1.70, 1.71]

I 3 = [1.709, 1.71]

I 4 = [1.7099, 1.71]

eine rationale Intervallschachtelung, sodass das Intervall I n die Länge 10 n besitzt.

(c)

Wenn man diese Rekursion (Newtonverfahren) durchführt, so kommt man auf die Werte

x 0 = 1

x 1 = 2

x 2 = 1.75

x 3 = 1.73214285714286

x 4 = 1.73205081001473

x 5 = 1.73205080756888

x 6 = 1.73205080756888

Damit ist x 3 schon eine Approximation von 3, welche bis auf 6 Nachkommastellen genau ist und x 5 ist schon auf 10 Nachkommastellen genau.

Für einen Fixpunkt x 0 dieser Rekursion gilt

x n = x 0

n

⇐⇒

x 0 = x

0 2 + 3

2x 0

gelten.

Nun gilt

x 0 = x

0 2 + 3

2x 0

⇐⇒

2x 0 = x 0 + 3

2

2

⇐⇒

Daher sind ± 3 die einzigen Fixpunkte der Rekursion.

x 0 = ± 3.

6

Die Funktionen auf der linken Seite der Ungleichungen wurden bereits in Beispiel 1 diskutiert und

Die Funktionen auf der linken Seite der Ungleichungen wurden bereits in Beispiel 1 diskutiert und graphisch dargestellt.

(a) Es gilt

2 x 1

⇐⇒

x 1.

Also ist Lösungsmenge dieser Ungleichung (−∞, 1], siehe Abb. 5.

y 2 1 x -1 1 2 -1
y
2
1
x
-1
1
2
-1

Abbildung 5: Der Graph der linken Seite 2 x ist in rot und die rechte Seite y = 1 ist in grün dargestellt. Die Lösungsmenge (−∞, 1] ist blau eingezeichnet, für x < 1 liegt der rote Graph über dem grünen.

(b)

Es gilt

|x 2| > 1

⇐⇒

x 2 < 1

x 2 > 1

⇐⇒

x < 1

x > 3

Damit ergibt sich die Lösungsmenge (−∞, 1) (3, ), welche in Abbildung 6 zu erkennen ist.

(c)

Wir betrachten die Ungleichung

 
 

2 x + |x 2| ≥ 1.

 
 

1. Fall: x 2 < 0, also x < 2, gilt

 
 

2 x + |x 2| = 2 x + 2 x = 4 2x > 1

⇐⇒

x < 3

2 .

7

y 2 1 x -1 1 2 3
y
2
1
x
-1
1
2
3

Abbildung 6: Der Graph der linken Seite |x 2| ist in rot und die rechte Seite y = 1 ist in grün dargestellt. Die Lösungsmenge (−∞, 1) (3, ) ist blau eingezeichnet.

Also ist Lösungsmenge der Ungleichung für diesen Fall (−∞, 3 ). 2. Fall: x 2 0, also x 2, gilt

2

2 x + |x 2| = 2 x + x 2 = 0 > 1.

Also ist Lösungsmenge der Ungleichung für diesen Fall leer.

Damit ist die gesamte Lösungsmenge −∞, 3 , welche in Abb. 7 graphisch dargestellt ist.

2

y 2 1 x -1 3 2 3
y
2
1
x
-1
3 2
3

2

Abbildung 7: Der Graph der linken Seite 2 x + |x 2| ist in rot und die rechte Seite y = 1 ist in grün dargestellt. Die Lösungsmenge (−∞, 3 ] ist blau eingezeichnet, für x < 3 liegt der rote Graph über dem grünen.

2

2

(d) Wir betrachten die Ungleichung

|x + 3| − |x 2| > 1.

Für die linke Seite gilt

|x + 3| − |x 2| =

  5, 2x + 1,

5,

x ≤ −3 3 < x 2

2 < x ,

woran man unmittelbar erkennt, dass die Ungleichung für x > 0 gilt (siehe Abb. 8).

Alternativ kann man natürlich auch mit Fallunterscheidungen arbeiten:

8

1.

Fall:

Für x < 3 folgt x + 3 < 0 und x 2 < 0. Daher gilt

|x + 3| − |x 2| = x 3 (2 x) = 5 > 1.

Also ist Lösungsmenge der Ungleichung für diesen Fall leer.

2. Für 3 x < 2 folgt 0 x + 3 und x 2 < 0. Daher gilt

Fall:

|x + 3| − |x 2| =

x + 3 (2 x) = 1 + 2x > 1

⇐⇒

x > 0.

Also ist Lösungsmenge der Ungleichung für diesen Fall (0, 2).

3. Für 2 x folgt 0 < x + 3 und 0 x 2. Daher gilt

Fall:

|x + 3| − |x 2| = x + 3 (x 2) = 5 > 1.

Also ist Lösungsmenge der Ungleichung für diesen Fall [2, ).

Damit ist die gesamte Lösungsmenge (0, ), siehe Abb. 8.

y 5 1 x -5 -1 2 5 -5
y
5
1
x
-5
-1
2
5
-5

Abbildung 8: Der Graph der linken Seite |x + 3| + |x 2| ist in rot und die rechte Seite y = 1 ist in grün dargestellt. Die Lösungsmenge (0, ) ist blau eingezeichnet, für x > 0 liegt der rote Graph über dem grünen.

für x > 0 liegt der rote Graph über dem grünen. (a) Es gilt ( x

(a) Es gilt

(x 2)(x + 1) = x 2 x 2 < 2

9

=

x 2 x 4 < 0.

Die Gleichung x 2 x 4 = 0 hat die zwei Lösungen

x 1,2 =

1

2 ±

1 + 4 = 1 ± 17

4

2

Damit ist (x 2)(x + 1) < 2 äquivalent zu

(x x 1 )(x x 2 ) < 0 .

Diese Ungleichung gilt genau dann, wenn einer der Faktoren positiv ist und der andere negativ. Dies ist der Fall, wenn

x (x 1 , x 2 ) .

Also ist Lösungsmenge dieser Ungleichung das Intervall (x 1 , x 2 ).

y 2 x x 1 -1 2 x 2 -1
y
2
x
x 1 -1
2 x 2
-1

Abbildung 9: Der Graph der linken Seite (x 2)(x + 1) ist in rot und die rechte Seite y = 2

ist in grün dargestellt. Die Lösungsmenge 1 21

dargestellt. Die Lösungsmenge 1 − √ 2 1 2 , 1+ √ 21 2 ist blau

2

, 1+ 21

2

ist blau eingezeichnet.

(b)

Wir betrachten die Ungleichung

1

1

x + 4 x =

4

x(4 x) > 1 .

Zu aller erst sei bemerkt, dass x ungleich 0 oder 4 sein muss. In diesen Fällen ist die linke Seite nicht definiert.

Die linke Seite muss positiv sein, daher muss x(4 x) > 0 gelten. Dies ist der Fall, falls 0 < x < 4. Damit folgt

(c)

4

x(4 x) > 1

⇐⇒

4 > x(4 x)

⇐⇒

x 2 4x + 4 = (x 2) 2 > 0

und man erhält die Lösungsmenge (0, 2) (2, 4), wie man auch in Abb. 10 anhand der Graphen erkennen kann.

Wir betrachten die Ungleichung

sin x 1

2

<

1

2 .

Da sowohl die linke, also auch die rechte Seite 2π-periodisch sind, genügt es zunächst das Intervall [0, 2π] zu betrachten. Die gesamte Lösungsmenge erhält man dann durch Verschieben der Lösungsmenge auf dem Intervall [0, 2π] um alle ganzzahligen Vielfachen von 2π.

Wir müssen zwei Fälle unterscheiden.

10

y 2 1 x 2 4 -1 -1 1 Abbildung 10: Der Graph der linken
y
2
1
x
2
4
-1 -1
1
Abbildung 10: Der Graph der linken Seite
1
x +
4−x ist in rot und die rechte Seite y = 1 ist in

grün dargestellt. Die Lösungsmenge (0, 2) (2, 4) ist blau eingezeichnet.

1. sin x 1 2 0, dies gilt, wenn sin x

Fall:

1

2 bzw. x π

6

, 5π

6

.

In diesem Fall kann man den Betrag weglassen und erhält

sin x 1 = sin x

2

1

2 <

1

2

⇐⇒

sin x < 1.

Dies ist für alle x = π erfüllt. Die Lösungsmenge in diesem Fall ist daher

2

π

6

, 2π 2π, 5π .

6

2. sin x 1 2 < 0, dies gilt, wenn sin x < 2 bzw. x 0, π In diesem Fall erhält man

Fall:

1

6 5π

6

,

2π .

sin x 1

2

=

1

2 sin x <

1

2

⇐⇒

0 < sin x.

Dies ist für alle x (0, π) erfüllt. Die Lösungsmenge in diesem Fall ist daher

0, π

6

5π

6

, π .

Wenn man diese zwei Lösungsmengen vereinigt, erhält man die Lösungsmenge der Un- gleichung auf dem Intervall [0, 2π]

0, π

2

π

2

, π .

Wegen der 2π-Periodizität des sin erhält man durch Verschieben dieser Menge um alle ganzzahligen Vielfachen von 2π die Lösungsmenge auf

2πn, π + 2πn π + 2πn, π + 2πn .

n

2

2

Dies kann man auch an den Graphen in Abb. 11 erkennen.

11

y 1.5 0.5 x π π − π 3π 2π 5π 3π 2 2 2
y
1.5
0.5
x
π
π
− π
2
2
2
2
1
1
Abbildung 11: Der Graph der linken Seite sin x −
2 ist in rot und die rechte Seite y = 2 ist

in grün dargestellt. Die Lösungsmenge ist blau eingezeichnet.

(d) Wir betrachten die Ungleichung

sin x 1 1.

2

Wir schränken uns zunächst wieder auf das Intervall [0, 2π] ein. Man muss wieder zwei Fälle betrachten.

1. Fall:

2. Fall:

sin x 1 2 0, dies gilt, wenn sin x

In diesem Fall kann man den Betrag weglassen und erhält

2 bzw. x π

6

1

, 5π

6

für ein beliebiges n .

sin x 1 = sin x 1 2 1

2

⇐⇒

sin x 2 3 .

Dies ist nie der Fall, daher hat dieser Fall keine Lösungen.

sin x

In diesem Fall erhält man

sin x 1

2

2 < 0, dies gilt, wenn sin x <

=

1

1

2 bzw. x 0, π

6

⇐⇒

1

5π

6

,

2π .

1

2 sin x.

2 sin x 1

Dies ist für alle x 7π

6

, 11π

6

erfüllt.

Die Lösungsmenge der Ungleichung auf dem Intervall [0, 2π] ist daher

7π , 11π

6

6

.

Wegen der 2π-Periodizität des sin erhält man durch Verschieben dieser Menge um alle ganzzahligen Vielfachen von 2π die Lösungsmenge auf

7π

n

6

+ 2πn, 11π + 2πn

6

.

Dies kann man auch an den Graphen in Abb. 12 erkennen.

12

y 1.5 1 x − π 7π 11π 19π 6 6 6 6
y
1.5
1
x
− π
11π
19π
6
6
6
6

Abbildung 12: Der Graph der linken Seite sin x

in grün dargestellt. Die Lösungsmenge ist blau eingezeichnet.

2 1 ist in rot und die rechte Seite y = 1 ist

2 1 ist in rot und die rechte Seite y = 1 ist Es sei angemerkt,

Es sei angemerkt, das die Funktionen f (x) = log a x und g(x) = a x streng monoton steigend sind für a > 1 und streng monoton fallend für 0 < a < 1. Daher gilt

a x > a y x > y, x < y,

a > 1 0 < a < 1

log a x > log a y ⇐⇒ x > y, x < y,

a > 1 0 < a < 1 .

(a)

Für b = 2 gilt

2 (x+4) > b = 2 1

⇐⇒

x + 4 > 1

⇐⇒

x > 3.

Also ist die Lösungsmenge (3, ).

Für b = 3 gilt

2 (x+4) > b = 3 = 2 log 2 3

⇐⇒

x + 4 > log 2 3

⇐⇒

Also ist die Lösungsmenge (log 2 3 4, ).

(b) Es gilt

(0.5) x+4 =

1

2 x+4 > b

⇐⇒

2 x+4 < 1 b = 2 log 2 b

⇐⇒

x < (log 2 b + 4).

⇐⇒

x > log 2 3 4.

x + 4 < log 2 b

Man erhält für b = 2 bzw. b = 3 die Lösungsmengen

L 2 = (−∞, 5),

bzw.

13

L 3 = (−∞, log 2 3 4).

(c)

Es gilt

log 2 (x + 4) > b = log 2 (2 b )

⇐⇒

x + 4 > 2 b

⇐⇒

x > 2 b 4.

Damit erhält man für b = 2 bzw. b = 3 die Lösungsmengen

L 2 = (0, ),

bzw.

L 3 = (4, ).

(d) Es gilt

log 0.5 (x + 4) > b = log 0.5 ((0.5) b )

⇐⇒

x + 4 < (0.5) b

⇐⇒

x < (0.5) b 4.

Damit erhält man für b = 2 bzw. b = 3 die Lösungsmengen

L 2 = −∞, 3 3 4 ,

bzw.

L 3 = −∞, 3

7

8

.

− 3 3 4 , bzw. L 3 = −∞ , − 3 7 8 .

Eine Funktion f : D ist genau dann streng monoton steigend, wenn

x, y D :

x < y =f (x) < f (y).

Umgekehrt ist eine Funktion f : D genau dann streng monoton fallend, wenn

(a)

(b)

(c)

x, y D :

x < y =f (x) > f (y).

Die Funktion x

Es wird nach allen a gesucht, für die die Funktion x

ist. Dies ist für 0 < a < 1 (sogar auf ganz ) der Fall.

Es wird nach allen a gesucht, für die die Funktion x ist. Dies ist der Fall für a < 0.

a x ist nur für a 0 auf + (und auch auf ganz ) definiert.

a x auf + streng monoton fallend

x a auf + streng monoton fallend

1

Die Funktion x a x ist nur für a 0 auf + definiert.

1

Die Funktion x x ist streng monoton fallend für positive Zahlen. Damit folgt

0 < x < y

⇐⇒

1

x >

1

y

⇐⇒

a

1 1

x < a y ,

1

0 < a < 1

1

a x > a y , 1 < a.

Also stimmt die Aussage für a > 1.

14

(d)

Betrachten wir die Aussage

Für a > 1 ist die Funktion x

0 < x < a a x < a a .

a x streng monoton wachsend, daher gilt

x < y a x < a y

Setzt man nun für y = a ein, so erhält man die Aussage

welche damit für alle 1 < a gilt.

Für 0 < a 1 ist die Funktion x

x < a a x < a a ,

a x monoton fallend, daher gilt

x < y a x a y

Setzt man nun für y = a ein, so erhält man die Aussage

x < a a x a a .

Somit stimmt die Aussage nur für a > 1.

a a . Somit stimmt die Aussage nur für a > 1 . (a) (2 x

(a) (2x + y)(y x + 1) 0 gilt, falls entweder beide Faktoren dasselbe Vorzeichen haben oder falls einer der Faktoren gleich 0 ist.

Daher gilt in der Ungleichung das Gleicheitszeichen auf den beiden Geraden

y = 2x

oder

y = 1 + x,

die sich im Punkt (1/3, 2/3) schneiden, siehe Abb. 13. Die beiden Geraden unterteilen den 2 in vier Bereiche auf denen das Vorzeichen von (2x + y)(y x + 1) konstant ist. In den Bereichen ober- bzw- unterhalb des Schnittpunkts gilt (2x + y)(y x + 1) > 0. Formelmäßig kann man die Lösungsmenge folgendermaßen beschreiben

(x, y) 2 : x [y , y + 1], y ≥ − 3 (x, y) 2 : x [y + 1, y ], y ≤ −

2

2

2

15

2

3

.

Abbildung 13: Die Lösungsmenge der Ungleichung (2 x + y )( y − x +

Abbildung 13: Die Lösungsmenge der Ungleichung (2x + y)(y x + 1) 0.

(b) Betrachten wir die Ungleichung

|x| + |2y| ≤ 3.

1. 0 x und 0 y hier gilt |x| + |2y| = x + 2y 3 genau dann, wenn y ≤ − 1

2. x < 0 und 0 y hier gilt |x| + |2y| =

3. x < 0 und y < 0 hier gilt |x| + |2y| =

4. 0 x und y < 0 hier gilt |x| + |2y| = x 2y 3

Fall:

Fall:

Fall:

Fall:

2 x

+ 3

2 ,

1

x + 2y 3 genau dann, wenn y 2 x + 3 2 ,

x 2y 3 genau dann, wenn y ≥ − 2 x 3 2 ,

genau dann, wenn y 1 2 x 3

2 .

1

Insgesamt erhält man die Lösungsmenge

(x, y) 2 : |y| ≤ 3 |x| ,

2

welche in Abb. 14 abgebildet ist. Diese Menge ist punktsymmetrisch bezüglich des Ur- sprungs, da mit (x, y) wgen der Betragszeichen auch (x, y), (x, y) und (x, y) die Ungleichung erfüllen.

x, y ) und ( − x, − y ) die Ungleichung erfüllen. Abbildung 14: Die

Abbildung 14: Die Lösungsmenge der Ungleichung |x| + |2y| ≤ 3.

16

Die Ungleichung gilt strikt im Inneren des Bereiches, also für alle

(x, y) (x, y) 2 : |y| < 3 |x| .

2

Gleichheit gilt auf dem Rand des Bereiches.

| x | . 2 Gleichheit gilt auf dem Rand des Bereiches. (a) Die Ungleichung |

(a)

Die Ungleichung |x| − |y| ≤ 1 ist äquivalent zu

und weiter zu

|x|

1 − |y| ≤

|y| + 1

x 1 + |y| .

Diese Ungleichungen legen fest in welchem Intervall x bei festem y liegen muss, damit die Ungleichung erfüllt ist. Somit kann die Lösungsmenge folgendermaßen beschrieben werden

(x, y) 2 : x [1 − |y| , 1 + |y| ], y

.

Die Lösungsmenge ist in Abbildung 15 dargestellt. Im Inneren des Bereichs gilt die strikte Ungleichung und am Rand des Bereichs gilt Gleichheit.

Ungleichung und am Rand des Bereichs gilt Gleichheit. Abbildung 15: Die Lösungsmenge der Ungleichung | x

Abbildung 15: Die Lösungsmenge der Ungleichung |x| − |y| ≤ 1.

(b)

Betrachten wir die Ungleichung

|x y||x + y| = x 2 y 2 1.

Dies ist äquivalent zu

1 x 2 y 2 1 .

17

Eine gute Strategie besteht darin, zuerst zu untersuchen, wo Gleichheit gilt. Danach ent- scheidet man, wo die strikte Ungleichung gilt.

Die Gleichung x 2 y 2 = 1 beschreibt eine Hyperbel in erster Hauptlage, die Gleichung y 2 x 2 = 1 beschreibt eine Hyperbel in zweiter Hauptlage. Die beiden Hyperbeln bilden den Rand eines Bereiches im 2 . Auf den Hyperbeln gilt in der zu untersuchenden Ungleichung das Gleichheitszeichen. In dem Bereich zwischen den beiden Hyperbeln ist die Ungleichung strikt erfüllt, siehe Abbildung 16.

Dies ergibt die Lösungsmenge

(x, y) 2 : y 2 x 2 1 x 2 y 2 1 ,

welche in Abbildung 16 zusehen ist.

− y 2 ≤ 1 , welche in Abbildung 16 zusehen ist. Abbildung 16: Die Lösungsmenge

Abbildung 16: Die Lösungsmenge der Ungleichung |x y| |x + y| ≤ 1.

der Ungleichung | x − y | | x + y | ≤ 1 . Sei

Sei A .

Die Menge A heißt nach oben beschränkt, wenn es eine Zahl K gibt, sodass

x K,

x A.

18

K ist in diesem Fall eine obere Schranke von A.

Die Menge A heißt nach unten beschränkt, wenn es eine Zahl K gibt, sodass

x K,

x A.

K ist in diesem Fall eine untere Schranke von A.

Die Menge A heißt beschränkt, wenn A sowohl nach oben als auch nach unten beschränkt ist.

Das Supremum der Menge A ist die kleinste obere Schranke von A.

Das Infimum der Menge A ist die größte untere Schranke von A.

Wenn das Supremum der Menge A in A enthalten ist, so heißt es Maximum von A.

Wenn das Infimum der Menge A in A liegt, so heißt es Minimum von A.

(a)

Man betrachte die Menge

A := n + 1

n

: n = 2, 3 , 4

2

5 6

3 , 4 , 5 ,

.

.

Für alle n gilt

1 < 1 + 1

= n + 1

n n

2.

Damit ist A beschränkt mit dem Maximum 2. Dieses Maximum wird für n = 1 angenom- men.

1 ist ein untere Schranke für A, welche nicht in A liegt. Für alle ε > 0 gibt es ein n , sodass

1 + n < 1 + ε.

1

Damit ist 1 auch die kleinste untere Schranke und damit das Infimum von A aber kein Minimum.

(b) Sei

B := {2 n + (2) n : n } = {0, 8, 0, 32, 0, 128, 0,

.} .

Für ungerade n gilt

2 n + (2) n = 0 B

und für gerade n gilt

2 n + (2) n = 2 n+1 B.

Die Folge 2 n+1 ist bestimmt divergent gegen . Daher ist B nicht beschränkt. Daher hat B auch kein Maximum oder Supremum.

Das Minimum von B ist 0.

19

(c)

Für gerade n gilt

1

1 < (1) n + n = 1 +

1

3

n 2

.

Für ungerade n gilt

1

1

1 < (1) n +