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Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER)

Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen ist die internationale Norm, die


Sprachkompetenz definiert. Der GER legt und beschreibt alle Richtlinien für die
Schaffung einer gemeinsamen Basis fest, die alles beinhaltet, was für den
Fremdsprachenunterricht notwendig ist. Er beschreibt auf integrative Weise, was
Sprachlerner lernen müssen, um die Kenntnisse und Fähigkeiten zu erlangen, die sie
entwickeln müssen, um effektiv zu kommunizieren.

Er unterteilt die Sprachkompetenzen in drei Niveaustufen: A – Elementare


Sprachverwendung, B – Selbstständige Sprachverwendung und C – Kompetente
Sprachverwendung, die nochmals in insgesamt 6 Stufen des Sprachniveaus unterteilt
sind: A1 – Anfänger, A2 – Grundlegende Kenntnisse, B1 – Fortgeschrittene
Sprachverwendung, B2 – Selbständige Sprachverwendung, C1 – Fachkundige
Sprachkenntnisse und C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse.

Als gemeinsamer Bezugsrahmen war der GERS in erster Linie als Werkzeug für
Reflexion, Kommunikation und Empowerment gedacht. Der GERS sagt den Dozenten
nicht, was sie tun sollen oder wie sie es tun sollen. Es ist ein Instrument zur Reflexion
für alle Fachleute im Bereich der Fremdsprachen, um Qualität, Kohärenz und
Transparenz durch eine gemeinsame Metasprache und gemeinsame Skalen der
Sprachkenntnisse zu fördern.

Sie wurde 2001 von der Abteilung für Sprachenpolitik des Europarats nach einer
Forschungs- und Pilotphase von 1993 bis 1999 veröffentlicht.

Vor der Gründung des GERS war der Dialog und die Diskussion über das Niveau der
Sprachkompetenz schwierig, da jede Schule, Institution oder Prüfstelle das Kurs- oder
Prüfungsniveau und die Leistung nach ihren eigenen Vorstellungen beschrieben hat.

In den 1960er Jahren wurden Initiativen ergriffen, um sicherzustellen, dass alle Bürger
die Möglichkeit hatten, andere Sprachen zu lernen (Europäisches Kulturabkommen,
1954).

In den Jahren 1970/80 wurden die "Threshold Level"-Spezifikationen zunächst für


Englisch, bald gefolgt von Französisch und später für fast 30 Sprachen entwickelt:
Diese sprachspezifischen Dokumente legen Ziele für das Sprachenlernen fest, um eine
unabhängige Kommunikation in der Zielsprache zu erreichen.

In den 90er Jahren wurde ein umfassender Rahmen für das Erlernen, Lehren und
Beurteilen von Sprachen im Allgemeinen entwickelt. Die Idee zur Entwicklung eines
GERS wurde 1991 anlässlich eines großen Symposiums des Europarates in Rüschlikon
lanciert.

Der GERS hat als Hauptziele die Förderung von Reflexion, Reform und Innovation und
die Bereitstellung gemeinsamer Referenzniveaus, die die Kommunikation über
institutionelle, regionale und sprachliche Grenzen hinweg unterstützen, d. h. den
Vergleich von Sprachqualifikationen aus verschiedenen Ländern zu ermöglichen, die
gegenseitige Anerkennung von Sprachqualifikationen zu erleichtern und eine Grundlage
für die Entwicklung von Lehrplänen, Prüfungen, Lehrwerke usw. zu schaffen.

Der GER beeinflusst die Planung von Sprachlernprogrammen, Lehrmethoden, Curricula


usw. so, dass ein homogenes System in ganz Europa entsteht; auch die Lernziele
werden mit dem GER verlinkt. Die Definitionen der verschiedenen Kompetenzen und
Referenzniveaus, die vor diesem Rahmen in jedem Land und auch entsprechend der
gelehrten Fremdsprache unterschiedlich waren, wurden vereinheitlicht.
LITERATUR

Europäisches Kulturabkommen, (1954). Europarat, Paris, 19.XII.1954, Amtliche


Übersetzung Deutschlands, http://conventions.coe.int/Treaty/ger/Treaties/Html/018.htm
[31.10.18]

A Common European Framework of reference for Languages: Learning, teaching,


assessment. Council of Europe (2001) Cambridge University Press,
https://rm.coe.int/1680697848 [31.10.18]

Council of Europe (o.D.). Historical overview of the development of the CEFR,


Strasbourg, https://www.coe.int/en/web/common-european-framework-reference-
languages/history#1990 [31.10.18]

WEBSEITE

https://www.coe.int/en/web/common-european-framework-reference-languages/history

http://www.goethe.de/z/50/commeuro/vorbem.htm