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Titelseite 06.12.

2001 12:50 Uhr Seite 1

Konstruktion von Anschlüssen


im Hallenbau

Folge 2
Teil 7
Reihe 1
holzbau handbuch
Seite_02_32 06.12.2001 12:57 Uhr Seite 2

Inhaltsverzeichnis hh R2 T12 F03

Inhaltsverzeichnis Symbole / Formelzeichen


1 Einführung 3 Hauptzeiger
A Fläche l Länge
2 Hinweise zum Konstruieren 3 b Querschnittsbreite N Normalkraft
C Verschiebungsmodul, R Beanspruchbarkeit
3 Übersicht über die behandelten Details 6 Verbindungsmittel S Beanspruchung
CJ Drehfedersteifigkeit t Blechdicke
4 Fußpunkt Pendelstütze 7 d Verbindungsmittel- u Holzfeuchte
4.1 Anschluss mit Stahlteil in einer Aussparung im 7 durchmesser V Querkraft
Fundament (Annahme eines Gelenkes im d Querschnittshöhe q Knickbeiwert
Fundament) D Druckkraft W Widerstandsmoment
4.2 Anschluss mit Stahlteil in einer Aussparung im 8 e Exzentrizität Z Zugkraft
Fundament (Annahme eines Gelenkes in der E Elastizitätsmodul a Kraft-Faser-Winkel
Holzstütze) f Festigkeit b Knicklängenbeiwert
4.3 Anschluss mit außenliegenden Stahlteilen 9 F Resultierende Kraft m Biegemoment
h Stützenhöhe j Spannung
5 Fußpunkt eingespannte Stütze 10 h Querschnittshöhe
5.1 Einspannung durch Verguss 10 H Horizontalkraft
5.2 Anschluss mit eingeschlitztem Stahlteil 11
5.3 Anschluss zweiteilige Stütze mit innenliegendem 12 Fußzeiger
Stahlprofil B Biegung Pr Profil
c Druck res resultierend
6 Stützenkopf Binderauflager 13 d Bemessungswert S Schwerpunkt
6.1 Anschluss mit Stahlteilen oder Holzlaschen 13 D Druck t Zug
E Einspannung u unten
7 Verbandsanschlüsse 16 H Horizontal V Vertikal
m Biegung x x-Richtung
7.1 Verbandsanschluss am Stützenfuß (Pendelstütze): 16 m mittlere y y-Richtung
Rundstahl an ein außenliegendes Stahlprofil max maximal z z-Richtung
7.2 Verbandsanschluss im Traufbereich: 17 o oben
Rundstahl über T-Profil an den Binder
7.3 Anschluss von Rundstahldiagonalen am Binder: 18 Verbindungsmittelabstände (Holz)
durchgebohrt mit Rückverankerung
7.4 Anschluss von Holzdiagonalen am Binder: 19 a1 Abstand untereinander parallel zur Faserrichtung
mit Knotenblechen a2 Abstand untereinander rechtwinklig zur Faserrichtung
a3,t Abstand zum beanspruchten Rand parallel zur Faser
8 Anschluss Giebelrähm – Stütze 20 a3,c Abstand zum unbeanspruchten Rand parallel zur Faser
a4,t Abstand zum beanspruchten Rand rechtwinklig zu Faser
9 Firstpunkt Giebelrähm 21 a4,c Abstand zum unbeanspruchten Rand rechtwinklig zur
Faser
10 Fußpunkt Dreigelenkrahmen 22
Verbindungsmittelabstände (Stahl)
10.1 Auflager mit horizontaler Aufstandsfläche 22
10.2 Auflager mit geneigter Aufstandsfläche 23 e Lochabstand in Kraftrichtung
10.3 Auflager mit eingespanntem Stahlformteil 23 e1 Randabstand in Kraftrichtung
10.4 Auflager mit Kippleisten 24 e2 Randabstand rechtwinklig zur Kraftrichtung
e3 Lochabstand rechtwinklig zur Kraftrichtung
11 Eckpunkt Dreigelenkrahmen 25
11.1 Verbindung mit Universal-Keilzinkenverbindungen 25
11.2 Verbindung BS-Holz-Riegel mit Stahlstütze 26

12 Firstpunkt Dreigelenkrahmen 27

13 Anschluss eines Nebenträgers an einen 29


Hauptträger

14 Anschluss an die Fundamente 30

Literatur/Impressum 32

2
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hh R2 T12 F03 Einführung

1 Einführung 2 Hinweise zum Konstruieren


Die vorliegende Informationsschrift soll dem Planer von Hallen- Zu verschiedenen Stichwörtern werden Hinweise gegeben, die
bauten Hinweise und Hilfestellungen bei der Wahl konstruktiver die später folgenden Konstruktionsvorschläge zusätzlich er-
Lösungen von Detailpunkten geben. Die Vorschläge eignen sich läutern und ergänzen sollen.
für Hallen mit Dachbindern auf Stützen bei freien Spannweiten
von etwa 15 m bis 30 m. Für Dreigelenkrahmen werden Fuß- Geltungsbereich
punkte und Firstgelenke angeboten, die für Spannweiten bis Die Ausführungen befassen sich nur mit Konstruktionen, die in
etwa 50 m eingesetzt werden können. Es wird die Verwendung die Nutzungsklassen 1 und 2 eingestuft werden können, also
von Vollwandträgern mit Rechteckquerschnitten angenommen. mit Bauteilen unter Dach, die allenfalls kurzfristig relativen Luft-
Fachwerkträger, unterspannte Träger und vom Rechteck abwei- feuchten von mehr als 80 % ausgesetzt sind. Bauteile aus Fichte
chende Querschnitte werden hier nicht behandelt. in freier Witterung sind wenig dauerhaft, wenn die Details nicht
Die Anschlusspunkte werden dargestellt. Bei verschiedenen besonders sorgfältig konzipiert und Maßnahmen des baulichen
Lösungen werden die Vor- und Nachteile erläutert. Soweit für Holzschutzes und der Pflege der Oberflächen ergriffen werden.
sinnvoll erachtet, werden die Beanspruchungen Sd angegeben. Dies wird in verschiedenen Beiträgen aus der Reihe „holzbau
Das sind die von den Bemessungswerten der Einwirkungen Fd handbuch“ behandelt ([1], [2]).
verursachten Zustandsgrößen im Tragwerk. Dabei kann es sich
um Spannungen, Schnittgrößen, Scherkräfte von Schrauben Brandschutz
oder um Verformungen handeln. Die Beanspruchungen Sd Holzbauteile, vor allem solche aus BS-Holz mit größeren Quer-
werden den Beanspruchbarkeiten Rd gegenübergestellt. schnitten, weisen eine hohe Feuerwiderstandsdauer im Brand-
Zur Zeit des Druckes dieser Schrift wird weiter an der Um- fall auf. Sie sind meist ohne weitere Maßnahmen in die Klassen
stellung des deterministischen Bemessungssystems, das F30 oder F60 nach DIN 4102 Teil 4 einzustufen. Soll die gesamte
„einfache“ Lasten und daraus folgende Spannungen mit zu- Hallenkonstruktion einschließlich der Verbindungen und der
lässigen Kräften oder zulässigen Spannungen vergleicht, auf Stabilisierungselemente in eine Feuerwiderstandsklasse ein-
das semiprobabilistische Bemessungssystem, das Bemessungs- geordnet werden, so sind meist zusätzliche Maßnahmen
werten der Einwirkungen Bemessungswerte der Beanspruch- erforderlich, die es nicht mehr zum „Nulltarif“ gibt. Hinweise
barkeiten gegenüberstellt, gearbeitet. Dabei werden Sicher- zum Brandschutz enthalten z.B. [3] und [4].
heitsfaktoren eingeführt, um eine hinreichend kleine Bei Verbindungen ist es vorteilhaft, Stahlteile in das Holz einzu-
Versagenswahrscheinlichkeit des Bauteils oder des Anschlusses lassen. Es wird hier im Übrigen nicht auf die spezielle Darstel-
zu erzielen. Anschlüsse im Holzbau enthalten oft Stahlteile. lung von Lösungen unter den Anforderungen des Brand-
Stahlbeton wird für Stützen und für Fundamente verwendet. schutzes eingegangen.
Daher ist ein gemeinsames Bemessungssystem bei Bauwerken
aus verschiedenen Baustoffen vorteilhaft. Statische Systeme
Für den Stahlbau ist DIN 18800 – 11.1990 in die Liste der Statisch bestimmte Systeme enthalten Gelenke, die einfach und
technischen Baubestimmungen aufgenommen worden. Damit preiswert hergestellt werden können. Gelenkige Anschlüsse an
wurde der Übergang zum neuen Bemessungssystem vollzogen. den Fundamenten führen zu meist einfachen und preiswerten
Die neue Norm für den Beton- und Stahlbetonbau DIN 1045 Gründungen.
erscheint zu Beginn des Jahres 2001. Die interessierten Kreise
des Holzbaues haben E DIN 1052 – 05.2000 erarbeitet. Die Biegesteife Anschlüsse sind meist aufwändig und erlauben
endgültige Fassung wird spätestens für das Jahr 2002 erwartet. häufig nicht die Ausnutzung der Tragfähigkeit der Holzquer-
Über eine Aufnahme in die Liste der technischen Baubestim- schnitte. Konstruktionen mit einer eingespannten Stütze auf
mungen und über die Übergangszeit, in der die bisherigen und einer und einer Pendelstütze auf der anderen Seite führen zwar
die neuen Normen eventuell nebeneinander verwendet werden zu wirtschaftlichen Querschnitten, nachteilig ist aber die dabei
dürfen, wird von der Bauaufsicht noch zu entscheiden sein. entstehende asymmetrische Ausführung, die zu unterschied-
lichen Detaillösungen auf den beiden Hallenseiten führt.
Um diese Informationsschrift auch in der Übergangszeit aktuell
zu halten, werden keine Bemessungen, sondern lediglich die Beidseitig unmittelbar in die Fundamente eingespannte
Ermittlung der Beanspruchungen vorgeführt. Es werden in Holzstützen nach der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung
allgemeiner Form Hinweise gegeben, welche Nachweise zu Nr. Z-9.1-136 sind bei auftretenden Biegemomenten aus Dauer-
führen sind. Damit ist die Schrift sowohl für das semiprobabilis- lasten zurzeit nicht möglich. Arbeiten zur Erweiterung der
tische als auch für das deterministische System anwendbar. Zulassung wurden begonnen. Einspannungen von Holzstützen
mittels Stahlteilen sind dagegen seit langem zulässig. Die Ver-
wendung von Stahl- oder Stahlbetonstützen überwiegt aber
noch.
Wird bei einem System mit zwei eingespannten Stützen und
einem Dachbinder, wie beispielhaft in Abb. 1 dargestellt, der
Binder als Balken auf zwei Stützen berechnet, so ist nach den
üblicherweise angesetzten Randbedingungen ein Auflager
horizontal verschieblich auszubilden. Es wäre am Anschluss ein
Langloch vorzusehen; mit wirkungsvollen Maßnahmen, bei-
spielsweise durch den Einbau geeigneter Gleitfolien, wären
Reibungskräfte zu vermindern. Da dies wenig praxisfreundlich

3
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Hinweise zum Konstruieren hh R2 T12 F03

ist, wird empfohlen, die Stützen an den Bindern unverschieblich Allgemein gilt: Mehrere Verbindungsmittel mit kleinem Durch-
zu befestigen und die Schnittgrößen am kompletten statisch messer bewirken eine eher flächenhafte Verbindung als wenige
unbestimmten System zu ermitteln. Bei einer steif angenom- dicke Verbindungsmittel. Daher steigt die Tragfähigkeit. Die
menen Einspannung der Stützen ergeben sich rechnerisch für Spannungskonzentration in der Umgebung dünner Stifte ist
den Binder und die Stützen die kleinsten Biegemomente und geringer als bei dicken Verbindungsmitteln.
damit oftmals eine wirtschaftliche Lösung. Es sollte jedoch der
Einfluss der Nachgiebigkeit der Anschlüsse und des Baugrundes Randbedingungen der Herstellung
auf die Schnittgrößen beachtet werden. Bei einer Bemessung Das Handwerk wandelt sich zur Industrie. Abbundmaschinen
der Stützen nach dem Ersatzstabverfahren werden in [6], [7] sind im Zimmerer- und Holzbaugewerbe bereits weit verbreitet.
Hinweise für die Ermittlung der Knicklänge unter Berücksichti- Der Zimmermann wird Programmierer, Maschinenführer, über-
gung der Nachgiebigkeiten gegeben. wacht den Zusammenbau maschinell abgebundener Bauteile,
übernimmt auch Dienstleistungsaufgaben auf der Baustelle und
gegenüber der Bauherrschaft. Es wird damit notwendig, bei
Planungen das Leistungsspektrum der Abbundanlagen zu
beachten. Ferner sollten Leistungen auf der Baustelle reduziert
und ins Werk verlagert werden. Auf der Baustelle verbleibende
Tätigkeiten sollen möglichst einfach und gut vorbereitet sein.
Die Bauteile und Verbindungselemente sollen gut gekenn-
zeichnet und unverwechselbar sein.
Empfehlungen sind:
• stiftförmige Verbindungsmittel einsetzen
Abbildung 1: Statisches System mit beidseitig eingespannten Stützen
• Durchmesser der Verbindungsmittel weitgehend
vereinheitlichen
Anschlussmittel • einheitliche Dicke von Schlitzen wählen
• Verbindungsmittel mit Mindestabständen ausführen
Bauteile aus Holz können mit Anschlusselementen, z.B.
Laschen, miteinander verbunden werden. Diese können aus Eigenschaften des Baustoffes Holz
Holz oder Holzwerkstoffen bestehen. Verbreiteter sind jedoch
Formteile aus Stahl. Bei in zwei Ebenen tragenden Teilen, Gabel- Holz ist ein inhomogener und anisotroper Werkstoff. Die
lagerungen an Auflagern von Trägern oder Anschlüssen von einfachen Berechnungsverfahren des Bauingenieurs berück-
Verbänden, werden die Anschlussmittel nach den geometri- sichtigen dies nicht in jedem Fall. Es sind jedoch immer zuerst
schen Anforderungen aus Flachstählen verschweißt. Hier emp- die Eigenschaften des Baustoffes zu beachten. Forderungen der
fiehlt sich die Wahl von halbierten Profilen der Reihe IPE, die Mechanik, beispielsweise das Gleichgewicht der Kräfte herzu-
aufgrund der geringen Materialdicken und ihrer scharfkantigen stellen, sind unverzichtbar, aber nachrangig.
Ausführung gut verwendbar sind.

Verbindungsmittel
Traditionelle Verbindungsmittel wie Versätze und bisher häufig
eingesetzte Dübel besonderer Bauart werden weiterhin ver-
wendet werden. Besondere Vorzüge weisen die stiftförmigen
Verbindungsmittel auf: Nägel, diese auch mit profiliertem
Schaft, selbstschneidende Schrauben, Stabdübel und Pass-
bolzen. Selbstschneidende Schrauben, die derzeit durch all-
gemeine bauaufsichtliche Zulassungen geregelt sind, werden
zunehmend Bereiche abdecken, die bisher den genormten
Nägeln vorbehalten sind.
Stabdübel und Passbolzen sollten mit ihren Durchmessern so an
die Dicken der zu verbindenden Hölzer angepasst werden, dass
die Verbindungen durch Plastifizierung der Stifte versagen. Abbildung 2: Stabdübel mit plastischer Verformung bei Erreichen der Traglast
Nach E DIN 1052-05.2000 können in Abhängigkeit von der
Streckgrenze des für die Stabdübel verwendeten Stahles und
von der Lochlaibungsfestigkeit des Holzes die Stabdübel- Falls die gewählte Lösung statisch einwandfrei ist, aber die
durchmesser und die Holzdicken t1 derart ermittelt werden, Eigenschaften des Werkstoffes nicht berücksichtigt, kann sie
dass die in Abb. 2 dargestellte Versagensart auftritt. Bei An- nicht umgesetzt werden. Es sind Alternativen zu suchen.
wendung der DIN 1052-2 (04.1988) wird als Faustregel die
Beziehung Besonders zu beachten sind:

t1 Quellen und Schwinden


d≈ empfohlen.
6 Fichte nimmt nach einer gewissen Zeitspanne bei Temperaturen
von 20°C und bei relativen Luftfeuchten von 65 % eine mittlere
Beträgt in Abb. 2 die Holzbreite b = 200 mm, die Schlitzbreite
Ausgleichsfeuchte von etwa 12 % an. Es wird daher empfoh-
10 mm, so ist t1 = 95 mm. Der Durchmesser der gewählten
len, Holz zu verwenden, das im Einbauzustand trocken ist und
Stabdübel sollte daher nicht mehr als d = 16 mm betragen.
dessen Feuchte nicht zu sehr von der Endfeuchte abweicht.

4
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hh R2 T12 F03 Hinweise zum Konstruieren

BS-Holz wird bereits mit einer Feuchte von etwa 12 % herge- Zusätzliche Querzugbeanspruchungen durch Schwinden und
stellt. Quellen des Holzes bei wechselnden Klimaverhältnissen sind
Änderungen der Holzfeuchte bewirken Quellen oder Schwin- nicht immer zutreffend abzuschätzen. Daher sind Konstruk-
den der Holzquerschnitte. Die Schwindmaße können bei Fichte tionen ohne Querzugbeanspruchungen, vor allem aus
zu 0,16 % radial zum Jahrring, zu 0,32 % tangential zum dauernden Lasten, zu bevorzugen.
Jahrring, jeweils je % Feuchteänderung angenommen werden. Ausklinkungen an Auflagern und Durchbrüche an Trägern sind
Ein mit 12 % Holzfeuchte eingebauter Träger nimmt im Winter möglichst zu vermeiden, andernfalls sollten sie verstärkt
unter dem Dach einer beheizten Halle Holzfeuchten von etwa werden. Das ist auch dann zu empfehlen, wenn angebotene
6 % an. Ein Querschnitt von einem Meter Höhe schwindet Rechenregeln eine Verstärkung gerade noch entbehrlich
dabei je nach Jahrringlage um 6 · 0,16% · 1000 ≈ 10 mm bis erscheinen lassen. Alle Regeln berücksichtigen die klimatisch
6 · 0,32% · 1000 ≈ 20 mm. Wird dieses Schwinden durch ab- bedingten Querzugbeanspruchungen nicht oder nur unzu-
sperrende Teile, beispielsweise durch Anschlusselemente aus reichend. Gerade häufig wechselnde Klimabeanspruchungen
Stahl, behindert, so entstehen Risse mit Breiten von insgesamt können zu Schädigungen führen, die erst nach 10 oder 20
gleichfalls 10 bis 20 mm Breite. Fuß- und Firstgelenke des Jahren sichtbar werden.
Dreigelenkbogens der Abb. 3 sind daher nicht empfehlenswert,
da sie das Quellen und Schwinden des Holzes behindern.

Querzugbeanspruchungen
Die Querzugfestigkeit von Bauholz und BS-Holz aus Fichte ist
klein, verglichen mit der Festigkeit in Faserrichtung. Lasten sind
daher bei großen Querschnitten, beispielsweise aus BS-Holz,
möglichst in die Druckzone der Querschnitte einzuleiten
(Abb. 4). Für Anschlüsse in der Zugzone darf ein Querzugnach-
weis nach [5] geführt werden. Das Verfahren gilt jedoch nicht
für Anschlüsse an Trägerenden, wie in Abb. 4 dargestellt. Dort
kann eine Krafteinleitung in einigen Fällen mit derjenigen an
einer Ausklinkung verglichen werden. Meist erweist es sich als
notwendig, Verstärkungen in Form von eingeklebten Stahl-
stangen oder von aufgeklebten Laschen vorzunehmen. Die
Verfahren der Berechnung und die Methoden der Verstärkung
sind zur Aufnahme und Übertragung der mit statischen Mitteln
erhaltenen Schnittgrößen hinreichend.

Abbildung 4: Zugstabanschluss mit Krafteinleitung in die Druckzone des Binders

Abbildung 3: Dreigelenkbogen mit nicht empfehlenswerter Ausführung der Fuß- und Firstgelenke aufgrund der Rissgefahr bei Schwinden des Holzes

5
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Übersicht über die behandelten Details hh R2 T12 F03

3 Übersicht über die behandelten Details

Abbildung 5: Isometrische Darstellung einer Halle in Holzbauweise (Geringere und größere Spannweiten und Achsabstände sind möglich)

Abbildung 6: Rahmen mit BS-Holz-Binder auf Stützen Abbildung 7: Giebelkonstruktion

6
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hh R2 T12 F03 Fußpunkt Pendelstütze

4 Fußpunkt Pendelstütze
4.1 Anschluss mit Stahlteil in einer Aussparung im
Fundament (Annahme eines Gelenkes im
Fundament)

Abbildung 8: Ansichten und statisches Ersatzsystem


• Holz
Nachweis der Verbindungsmittel für die Kraft F1 (Kraft-Faser-
Hinweise für die Bemessung Winkel 90°) für eine zweischnittige Stahl-Holz-Verbindung
V · l1
• Die Druckkräfte aus der Pendelstütze werden über Kontakt in F1 =
das Fundament eingeleitet. Eventuell auftretende Zugkräfte, l2
beispielsweise aus Windsog, sind zu berücksichtigen.
Anmerkungen
• Die Einspanntiefe des Flachstahlankers sollte möglichst kurz
gewählt werden. • Für die Randabstände der Verbindungsmittel rechtwinklig zur
• Die Beanspruchung der Verbindungsmittel kann durch Wahl Faserrichtung ist wegen wechselnder Windrichtung von
eines ausreichend großen Abstandes l2 reduziert werden. Es beanspruchten Rändern auszugehen.
ist statisch günstig, den Abstand des unteren Verbindungs- • Zur Erzielung einer hinreichenden Steifigkeit der Verbindung
mittels zur Hirnholzfläche möglichst klein zu wählen. wird die Verwendung von Passbolzen oder Stabdübeln an
Stelle von Bolzen empfohlen.
Erforderliche Nachweise • Das Hirnholz am Stützenfuß sowie der unterste Fassaden-
riegel sind durch eine Sperrschicht (z.B. Bitumenpappe)
• Beton
gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundament zu
Nachweis der Betondruckspannungen jc für die Kraft V
schützen.
V
jc = ≤ fc • Der Anschluss ist nur für kleine Horizontalkräfte V geeignet.
t · lE • Eingeschlitzte Stahlbleche zeigen ein günstigeres Verhalten
fc = Bemessungswert der Druckfestigkeit des Betons gegen Brandeinwirkung.
• Stahl • Die weitgehend verdeckte Verbindung ist optisch anspre-
Nachweise für den Stahl nach einschlägiger Bemessungs- chend.
norm, Lochlaibungsspannung in der Lasche und Scher- • Dem geringen Materialaufwand und der einfachen Montage
spannung der Schraube für die Kraft F1. steht ein erhöhter Arbeitsaufwand für die Herstellung der
Schlitze gegenüber.
• Der Anschluss von Verbandsdiagonalen ist aufgrund großer
Verformungen bei einer Beanspruchung rechtwinklig zur
Flachstahlebene ohne weitere Maßnahmen nicht möglich.
• Weitere Hinweise siehe Kapitel 2 und Kapitel 10.

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Fußpunkt Pendelstütze hh R2 T12 F03

4.2 Anschluss mit Stahlteil in einer Aussparung im Fundament


(Annahme eines Gelenkes in der Holzstütze)

Abbildung 9: Ansichten und statisches Ersatzsystem

Hinweise für die Bemessung


• Stahl
• Die Druckkräfte aus der Pendelstütze werden über Kontakt in Nachweise für den Stahl nach einschlägiger Bemessungs-
das Fundament eingeleitet. Eventuell auftretende Zugkräfte, norm – Biegespannungen und, besonders zu beachten,
beispielsweise aus Windsog, sind zu berücksichtigen. Schubspannungen, Lochlaibungsspannung im Steg des
• Die Einspanntiefe lE des Stahlprofils ist nach den maximalen Profils und Scherspannung der Schraube für die Kraft V.
Randspannungen im Beton zu dimensionieren. Dabei wird Vmax wird für den Nachweis der Schubspannungen im Stahl-
vereinfachend von einer linearen Spannungsverteilung im profil benötigt.
Beton ausgegangen.
• Holz
• Der Abstand des Gelenkes zur Hirnholzfläche ist zur Mini-
Nachweis des Verbindungsmittels für die Kraft V (Kraft-Faser-
mierung der Momentenbeanspruchung im Beton klein zu
Winkel 90°) für eine zweischnittige Stahl-Holz-Verbindung
wählen.
Anmerkungen
Erforderliche Nachweise
• Für die Randabstände der Verbindungsmittel rechtwinklig zur
• Beton
Faserrichtung ist wegen wechselnder Windrichtung von
Nachweis (näherungsweise) der Betonrandspannungen jc
beanspruchten Rändern auszugehen.
infolge der Kraft V
• Zur Erzielung einer hinreichenden Steifigkeit der Verbindung

#
jc =
F
·
#
1+
6 · l1 wird die Verwendung von Passbolzen oder Stabdübeln an
A lE Stelle von Bolzen empfohlen.
• Es ist zu prüfen, ob die Bemessungsvorschrift eine Abmin-
mit A = bPr · lE derung der Tragfähigkeit bei nur einem Verbindungsmittel
(Gelenkbolzen) fordert (z.B. DIN 1052-2 (04.88),
Abschnitt 5.6).

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hh R2 T12 F03 Fußpunkt Pendelstütze

• Das Hirnholz am Stützenfuß sowie der unterste Fassaden- • Der Anschluss von Verbandsdiagonalen ist bei Ausführung
riegel ist durch eine Sperrschicht (z.B. Bitumenpappe) gegen mit einem Flachstahl aufgrund großer Verformungen bei
aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundament zu schützen. einer Beanspruchung rechtwinklig zur Flachstahlebene nicht
• Dem geringen Materialaufwand und der einfachen Montage möglich. Für einen Verbandsanschluss sollte beispielsweise
steht ein erhöhter Arbeitsaufwand für die Herstellung der ein halbiertes IPE-Profil gewählt werden.
Schlitze gegenüber. Die weitgehend verdeckte Verbindung • Weitere Hinweise siehe Kapitel 2 und 10.
ist optisch ansprechend.

4.3 Anschluss mit außenliegenden Stahlteilen

Abbildung 10: Stützenanschluss mit außenliegenden Stahlteilen

Hinweise für die Bemessung und erforderliche


Nachweise
• Die Hinweise entsprechen denen eines Anschlusses mit
einem innenliegenden Stahlteil (vgl. Kap. 4.1).

Anmerkungen • Der Arbeitsaufwand zur Herstellung der Schlitze entfällt.


• Für die Randabstände der Verbindungsmittel rechtwinklig zur • Die Verbindung ist einfach zu montieren.
Faserrichtung ist wegen wechselnder Windrichtung von • Die Verbindung wird unter Umständen als ästhetisch unbe-
beanspruchten Rändern auszugehen. friedigend angesehen.
• Zur Erzielung einer hinreichenden Steifigkeit der Verbindung • Die Verbindung zeigt ein ungünstigeres Verhalten bei Brand-
wird die Verwendung von Passbolzen und Stabdübeln einwirkung.
empfohlen. • Der Anschluss von Verbandsdiagonalen ist bei Ausführung
• Das Hirnholz am Stützenfuß sowie der unterste Fassaden- mit einem Flachstahl aufgrund großer Verformungen bei
riegel ist durch eine Sperrschicht (z.B. Bitumenpappe) gegen einer Beanspruchung rechtwinklig zur Flachstahlebene nicht
aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundament zu schützen. möglich. Für einen Verbandsanschluss sollte beispielsweise
• Der Anschluss ist nur für kleine Horizontalkräfte V geeignet. ein halbiertes IPE-Profil gewählt werden.
• Weitere Hinweise siehe Kapitel 2 und 10.

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Fußpunkt eingespannte Stütze hh R2 T12 F03

5 Fußpunkt eingespannte Stütze Nachweis von Schubspannungen


Nachweis der Biegedruckspannungen rechtwinklig zur Faser
5.1 Einspannung durch Verguss Nachweis der Einspanntiefe lE der Stütze. Dabei dürfen die
Biegespannungen in der Stütze (ohne Berücksichtigung einer
Normalkraft) unter g = 1-fachen Lasten den Wert von
8,5 MN/m2 nicht überschreiten. Ein genauerer Nachweis
kann [8] entnommen werden.

Anmerkungen
• Konstruktion und Montage der Stützen richten sich nach den
Anforderungen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung
Z-9.1-136.
• Es dürfen bisher ausschließlich Stützen aus BS-Holz mit recht-
eckigem Querschnitt verwendet werden.
• Die Oberflächen der Stützen sind durch eine Beschichtung
aus Epoxidharz gegen Feuchteeinwirkungen zu schützen, die
mindestens bis Fußbodenoberkante und mindestens bis 5 cm
über Fundamentoberkante hochgeführt sein muss.
• Die Stützen dürfen nur von Betrieben hergestellt werden, die
mit der Bescheinigung A oder B nach DIN 1052 Teil 1
Anhang A den Nachweis der Eignung zum Leimen von
tragenden Holzbauteilen erbracht haben. Zusätzlich sind die
für die Herstellung der Beschichtung verantwortlichen Mitar-
beiter zu schulen. Die Arbeitsgänge sind im Rahmen einer
Eigenüberwachung zu protokollieren.
• Die Stützen sind im Werk von einem der in der bauaufsicht-
lichen Zulassung genannten Sachverständigen abzunehmen
(Fremdüberwachung). Hierüber stellt er ein Abnahmeprüf-
Abbildung 11: Anschluss eingespannte Stütze – Fundament durch Verguss zeugnis A nach DIN EN 10024 aus, das der Lieferung der
Stützen beizufügen und zusätzlich an die Inhaberin der
Zulassung zu senden ist.
Hinweise für die Bemessung • Der Anschluss eignet sich besonders für Hallen mit aggres-
• Die Übertragung der vertikalen Lasten erfolgt über Kontakt in sivem Umgebungsklima (Korrosionsschutz).
der Stirnfläche. • Der Anschluss weist eine hohe Widerstandsdauer gegen
Die Querkraft und das Moment werden über Druck recht- Brandeinwirkung auf.
winklig zur Faser in das Fundament eingeleitet. • Beschädigung der Beschichtung bei Transport und Montage
• Die eingespannten Stützen dürfen nur im Innern von sind zu vermeiden.
geschlossenen oder überdachten Räumen verwendet • Die Bauart ist wirtschaftlich, da die Schnittgrößen nicht an
werden, in denen die mittlere relative Feuchte der umge- der Stelle der größten Beanspruchungen mit Verbindungs-
benden Luft ≤ 70 % beträgt und die Stützen einschließlich mitteln auf Stahlprofile übertragen zu werden brauchen.
ihres Einspannbereiches Niederschlägen sowie sonstiger Vielmehr können die Kräfte unmittelbar in das Fundament
Nässe (auch solcher aus der Nutzung) nicht ausgesetzt sind. eingeleitet werden.
• Die Fundamentsohle muß mindestens 0,5 m über dem • Eine Erweiterung der Zulassung auf runde Stützen und auf
höchsten Grundwasserstand liegen, sofern nicht besondere Momentenbeanspruchungen auch aus ständigen Lasten
Maßnahmen zur Abhaltung des Grundwassers vom wird vorbereitet.
Fundament getroffen werden.
• Es dürfen keine planmäßigen Einspannmomente aus ständi-
gen Lasten auftreten.

Erforderliche Nachweise
• Beton
Bemessung des Köchers unter Annahme nicht profilierter
Köcherwandungen
Bemessung der Fundamentplatte
• Holz
Der Nachweis der Einspanntiefe lE ist nach der bauaufsicht-
lichen Zulassung Z-9.1-136 „Stützen aus Brettschichtholz zur
Einspannung durch Verguß in Stahlbetonfundamente“ zu
führen. Bei Einhaltung der dort genannten maximalen
Biegerandspannung und der Mindesteinspanntiefe
lE ≥ 2,0 · d sind die nachfolgenden Nachweise immer erfüllt:

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hh R2 T12 F03 Fußpunkt eingespannte Stütze

5.2 Anschluss mit eingeschlitztem Stahlteil

Abbildung 12: Fundamentanschluss mit isometrischer Darstellung des


Stahlformteils
a = Kraft-Faser-Winkel
Abbildung 13: Kräfte am Verbindungsmittel i

Hinweise für die Bemessung


• Es wird mit den Bezeichnungen von Abbildung 12 davon aus-
gegangen, dass die Einspannung im statischen Gesamt-
system an der Oberkante des Köchers angenommen wurde
und die Schnittgrößen M, N und V dort angreifen.
• Meist werden alle Schnittgrößen über die Verbindungsmittel
übertragen. Zur Verminderung der Anschlusskräfte kann die
Vertikalkraft auch planmäßig von der Hirnholzfläche in die
Fußplatte übertragen werden. Auf eine notwendige pass-
genaue Fertigung soll hingewiesen werden. Außerdem ist
darauf zu achten, dass sich die Verbindungsmittel im Ver-
sagensfall plastisch verformen. Dies wurde bereits grund-
sätzlich empfohlen. In den hier angebotenen Berechnungs-
gleichungen darf dann N = 0 gesetzt werden. Abbildung 14: Elastisch eingespannte Stütze mit Pendelstützen
• Bei der Ermittlung der Schnittgrößen unter Berücksichtigung
der Verformungen (Theorie II. Ordnung) sollte die Nachgie-
bigkeit der Verbindung beachtet werden [6], [7]. Dies gilt Erforderliche Nachweise
auch für die Berechnung der Knicklängen, falls das Ersatz- • Beton
stabverfahren gewählt wird. Für ein System mit einer einge- Nachweis der Betondruckspannungen, Bemessung der
spannten und beliebig vielen Pendelstützen ergibt sich die Köcherwandungen und der Fundamentplatte. Im Köcher
Knicklänge mit Abbildung 14 zu wird vereinfacht ein linearer Verlauf der Betonpressungen
lef = b · h über die Köchertiefe angenommen. Diese werden nur für
jeweils einen Flansch des eingespannten Profiles angesetzt.

#
# Die Bemessung erfolgt dann für die Kräfte
p2 · E · I
b= 4+ · (1 + a) 3 M 5
h · CJ Ho = + V und
2 lE 4
3 M 1
h n Ni Hu = + V
a = ·∑ 2 lE 4
N i = 1 hi
• Stahl
CJ = C · ∑ x 2i + yi2 #
n #
i =1
Nachweise für die Stahlbauteile nach den einschlägigen
Bemessungsnormen. Die Kraft Hu erzeugt als Querkraft
C = Verschiebungsmodul eines Verbindungsmittels in N/m Schubspannungen.

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Fußpunkt eingespannte Stütze hh R2 T12 F03

• Holz a ist der Winkel zwischen der Kraft- und der Faserrichtung
Nachweis der Tragfähigkeit der Verbindungsmittel für eine des betrachteten Verbindungsmittels. Da der Bemessungs-
zweischnittige Stahl-Holz-Verbindung. Dabei ergibt sich die wert des Widerstandes bei Stabdübeln oder Passbolzens von
Kraft Fi eines beliebigen Verbindungsmittels i mit den a abhängt, ist oft nicht das stärkst beanspruchte Verbin-
Gleichungen dungsmittel für die Bemessung maßgebend. Es ist vielmehr
dasjenige zu ermitteln, das bei großer Kraft eine geringe
MS = M – V · l 1
Tragfähigkeit aufweist. Näherungsweise kann die größte
Kraft dem kleinsten Widerstandswert, das ist derjenige bei
Fi = (Fx,iN + FMx,iS )2 + (Fz,iV + FMz,iS )2 a = 90°, gegenüber gestellt werden.

N MS · zi Anmerkungen
Fx,iN = FMx,iS = n
n
∑ (x 2j + z2j ) • Größere Verbindungsmittelabstände ergeben kleinere
j=1 Verbindungsmittelkräfte.
• Die Schlitze werden meist mit einer Kettenstemmmaschine
V MS · xi
Fz,iN = FMz,iS = n hergestellt. Die Längen der zugehörenden handelsüblichen
n

j=1
(x 2j + z2j ) Schwerter betragen bis zu 400 mm. Größere Schlitztiefen
sind daher mit vergrößertem Aufwand verbunden.

#
a = arctan
# Fz,iN + Fz,iMS
Fx,iV + Fx,iMS

5.3 Anschluss zweiteilige Stütze mit innenliegendem


Stahlprofil

Abbildung 15: Anschluss zweiteilige Stütze – Fundament mit innenliegendem


Stahlprofil

12
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hh R2 T12 F03 Stützenkopf Binderauflager

Hinweise für die Bemessung Erforderliche Nachweise


• Es wird mit den Bezeichnungen von Abbildung 15 davon aus- • Die Nachweise für den Anschluss mit eingeschlitztem
gegangen, dass die Einspannung im statischen Gesamtsys- Stahlteil (siehe oben) gelten entsprechend.
tem an der Oberkante des Köchers angenommen wurde und
die Schnittgrößen M, N und V dort angreifen. Anmerkungen
• Die Kräfte werden über die Verbindungsmittel, hier wurden • Stahlprofile aus der Reihe IPE eignen sich wegen ihrer
beispielhaft Dübel besonderer Bauart gewählt, in den Steg Geometrie gut.
des Stahlprofiles eingeleitet. • Die Flansche der Stahlprofile sollten aus verschiedenen
• Es eignen sich besonders einseitige GEKA-Dübel, (Dübel Typ konstruktiven und funktionellen Gründen derart eingelassen
D nach DIN 1052-1988), da diese eine große Tragfähigkeit werden, dass die Stützenaußenkanten durchwegs bündig
aufweisen und auf der dem Stahlprofil zugewandten Seite verlaufen. Dies stellt bei einem Abbund der Stützen von Hand
nicht profiliert sind. Bei Wahl von Dübeln besonderer Bauart einen zusätzlichen Aufwand dar.
sollten alle Schnittgrößen über die Verbindungsmittel über- • In keinem Fall darf die mögliche Pressung zwischen Holz-
tragen werden. Wird dennoch unterstellt, dass die Vertikal- stütze und Stahlflanschen statisch in Rechnung gestellt
kraft planmäßig über die Hirnholzfläche in das Fundament werden, da diese Lastabtragung wegen des unvermeidbaren
übertragen wird, so ist eine passgenaue Fertigung besonders Schwinden des Holzes, dies vor allem bei beheizten
wichtig, damit auch bei geringen Verschiebungen der Gebäuden, nicht hinreichend zuverlässig ist.
Verbindungsmittel im Versagensfall der Kontakt zwischen
Holzstütze und Fundament wirksam ist.

6 Stützenkopf Binderauflager
6.1 Anschluss mit Stahlteilen oder Holzlaschen

DM = N · e
mit N = lotrechte Auflagerlast am Stützenkopf
e = Abstand zwischen Mitte Stützenkopfplatte und
der resultierenden Normalkraft in der Stützen-
achse

Abbildung 16: Stützenanschluss mit eingeschlitztem Stahlteil

13
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Stützenkopf Binderauflager hh R2 T12 F03

Hinweise für die Bemessung konsolenartig zu stützen. Hierbei entsteht ein T-förmiges
• Das Stahlteil kann für die Auflagerung des Binders auf Holz-, Profil, dessen Steg in das Holz eingelassen wird (vgl. Abb. 18).
Stahl- und Betonstützen eingesetzt werden. Es bildet die • Holzstützen können in gleicher Weise, wie oben beschrieben,
notwendige Gabellagerung. Halbierte Profile der Reihe IPE mit über den Querschnitt hinausreichenden Auflagerplatten
lassen sich vorteilhaft verwenden. versehen werden. Häufig ist es jedoch wirtschaftlicher, die
• Die lotrechten Auflagerkräfte aus dem Binder werden über Dimensionen der Holzstütze über das statisch notwendige
Kontaktpressung in die Stütze eingeleitet. Für die Bestim- Maß hinaus zu vergrößern, um eine ausreichende Auflager-
mung der Größe der Auflagerfläche ist die Spannung fläche für den Dachträger zu erhalten.
jc,90°-a (mit a = Winkel zwischen Kraft und Faserrichtung) • Bei Annahme einer gleichmäßig verteilten Auflagerpressung
maßgebend. wird bei über den Querschnitt hinausreichenden Auflager-
• Die horizontalen Auflagerkräfte aus dem Binder werden über konstruktionen die lotrechte Auflagerkraft nicht mehr
die unten im Binder angeordneten Verbindungsmittel, vor- zentrisch in die Stützen eingetragen; es entsteht ein Zusatz-
zugsweise Passbolzen, übertragen. Der Abstand dieser Pass- moment. Dieses kann der Stütze zugewiesen werden. Die
bolzen untereinander soll klein sein, damit eine hinreichende Dimensionen der Stützen werden davon meist nicht beein-
Gelenkwirkung erhalten bleibt. Außerdem ist grundsätzlich flusst. Es sind jedoch die Verbindungen für die zusätzlichen
bei der Wahl der Durchmesser und Materialfestigkeiten der Kräfte aus dem Zusatzmoment auszulegen.
Verbindungsmittel darauf zu achten, dass diese sich im Ver- • Bei Anordnung nur eines Stabdübels oder Passbolzens for-
sagensfall plastisch verformen. dert beispielsweise DIN 1052-2 (04.88), Abschnitt 5.6, eine
• Das in der Gabel oben angeordnete Verbindungsmittel darf Abminderung der zulässigen Tragkraft auf die Hälfte des
nur als Klemmbolzen wirken. Im Steg des Stahlprofils ist eine Normalwertes.
so große Bohrung vorzunehmen, dass eine Verdrehung des
im statischen System als Gelenk angenommenen Auflagers Erforderliche Nachweise
nicht behindert wird. Zusätzlich dürfen Quell- und Schwind- • Stahl
verformungen des Binders, die mit den klimatischen Ände- Die Nachweise für die Stahlbauteile und deren Verbindungen
rungen auftreten, nicht zu Schäden führen. Der notwendige sollen nach den einschlägigen Bemessungsnormen erfolgen.
Durchmesser der Bohrung kann aus den zu erwartenden Ver- Profile aus der Reihe IPE weisen relativ geringe Stegdicken
formungen bestimmt werden. Als grobe Annahme können auf. Hier ist auf den Nachweis der Lochlaibungsspannungen
die Durchmesser für Bolzen M 16 zu mindestens 36 mm, für zu achten. Die Kopfplatten sind unter den auf sie wirkenden
Bolzen M 20 zu mindestens 45 mm gewählt werden. Auflagerpressungen nachzuweisen. Hier darf näherungs-
• Bei abhebenden Kräften, beispielsweise bei offenen Hallen weise ein Plattenstreifen als Kragarm oder Balken oder auch
mit leichter Dacheindeckung und Unterwind, ergeben sich ein Plattenstück, zwei- oder dreiseitig gelagert als Platte
durch die unten im Binder angeordneten tragenden Verbin- bemessen werden. Hier sollte man nicht sparen. Wenn das
dungsmittel Querzugspannungen. Hier können Verstär- gewählte statische Modell zu einer Kopfplattenstärke von
kungen durch in den Binder eingeklebte Gewindestangen, 15 mm führt, so sollten 20 mm ausgeführt werden.
eingebaute selbstbohrende Schrauben oder durch aufge- • Holz
klebte Verstärkungen mit Holz oder Holzwerkstoffen erfor- Die Verbindungsmittel im Binder sind für die Horizontalkraft
derlich werden. Keinesfalls darf unter vermeintlichen stati- V, in der Holzstütze für die Kraft F1 zu bemessen, dies jeweils
schen und konstruktiven Zwängen der im Anschluss oben unter Berücksichtigung der Kraft- und der Faserrichtung.
liegende Bolzen passgenau eingebaut werden. Die Gefahr Die Spannungen jc,a sind zu berechnen; diese dürfen den
von Rissen aus Querzug bei gelegentlichem Unterwind ist Widerstandswert erreichen, damit Überstände einer Kopf-
gering gegenüber unvermeidbaren Rissen bei behinderten platte und daraus entstehende Exzentrizitäten klein gehalten
Quell- und Schwindverformungen. werden.
• Bei der Wahl eines Profils aus der Reihe IPE ist häufig die Die Ausbildung der Gabellagerung erfolgte bisher meist
Steghöhe nicht hinreichend groß, um die Mindestabstände unter konstruktiven Gesichtspunkten. In
der unteren Passbolzen zum Binderende zu wahren. Das E DIN 1052 – 05.2000 ist ein Moment zur Bemessung der
Profil kann dann durch eine in den Binder hineinreichende Gabellagerung gegeben mit
Lasche im Bereich der Verbindung ergänzt werden.
• Betonstützen werden überwiegend als in die Fundamente Mm
Mx =
eingespannte Bauteile konzipiert. Es handelt sich im Hallen- 80
bau fast ausschließlich um Fertigteilstützen. Bei der Herstel- Dabei ist Mm das größte Moment des BS-Holz-Binders,
lung wird eine stählerne Kopfplatte eingebaut, auf die vor betrachtet auf zwei Stützen unter Gleichlast. Bei einem mittig
der Montage die Gabelkonstruktion aufgeschweißt wird eingeschlitzten Stahlprofil wird dieses Moment im Binder und
(vgl. Abb. 17). Betonstützen weisen meist Dimensionen auf, in einer Holzstütze durch ein Paar von Kräften, die in den
die genügend Flächen zur Auflagerung der Holzbinder Bolzenachsen angesetzt werden können, aufgenommen,
bieten. Die Kopfkonstruktion dient somit neben der Über- wie auch in Abbildung 16 dargestellt. Nachzuweisen sind die
tragung von horizontalen Kräften nur als Gabellagerung. Druckspannungen rechtwinklig zu den Holzoberflächen
• Stahlstützen benötigen oft nur Profilhöhen, die zur Auflage- unter den Unterlegscheiben.
rung weitgespannter Holzbinder zu klein sind. Die Holzpres-
sungen rechtwinklig zur Faserrichtung des Holzes bestimmen
die notwendigen Größen der Auflagerflächen. Wird die
Kopfplatte der Stütze über die Profilkanten hinaus verlängert,
so werden bei großen Kraglängen dicke Kopfplatten
benötigt. Es empfiehlt sich dann, die Kopfplatten mittig

14
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hh R2 T12 F03 Stützenkopf Binderauflager

Anmerkungen das Gabelmoment Mx nicht übertragen. Der Anschluss mit


• Bei Verwendung eingeschlitzter Stahlteile können Bauteile Gabellagerung ist dann über außenliegende Holzlaschen,
unterschiedlicher Breite angeschlossen werden. Winkel- oder U-Profile sicherzustellen.
• Bei mit voller Höhe durchlaufendem Binder, beispielsweise • Einige Bemessungsvorschriften, beispielsweise DIN 1052-2
zur Ausbildung eines Vordaches, kann das in einen Schlitz (04.88), Abschnitt 5.6, fordern eine Abminderung der
eingebaute T-Profil wegen der damit verbundenen Quer- Beanspruchbarkeit bei Verwendung nur eines stiftförmigen
schnittsschwächungen nicht mehr verwendet werden. Ein Verbindungsmittels.
mittig eingebauter Flachstahl kann bei praxisüblichen Dicken

Abbildung 17: Anschluss an eine Stahlbetonstütze mit außenliegendem Abbildung 18: Anschluss an eine Stahlstütze mit eingeschlitztem Stahlteil
Stahlteilen

Abbildung 19: Anschluss mit außenliegenden Holzlaschen

15
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Verbandsanschlüsse hh R2 T12 F03

7 Verbandsanschlüsse
7.1 Verbandsanschluss am Stützenfuß (Pendelstütze):
Rundstahl an ein außenliegendes Stahlprofil

Abbildung 20: Anschluss von Diagonalen am Stützenfußpunkt an ein


außenliegendes Stahlprofil

Hinweise für die Bemessung


• Die Konstruktion wird durch die horizontale Einwirkung V
rechtwinklig zur Verbandsebene und die Einwirkung Z aus
dem Verband beansprucht. Die lotrechten Kräfte der Stütze
werden über die Kontaktfläche des Hirnholzes in das Funda-
ment übertragen. Eventuelle abhebende Kräfte werden nicht
betrachtet. Diese müssten zusätzlich mit den hier betrachte-
ten Kräften (ZV) über die Verbindungsmittel geleitet werden.
• Annahmen für die Aufnahme der Einwirkung V:
– Es wird ein Gelenk im Beton mit einer konstanten
Verteilung der Betondruckspannungen angenommen.
– Der Abstand l2 in der Stütze wird durch die Tragfähigkeit
der gewählten Verbindungsmittel bestimmt.
Abbildung 21: Statisches Ersatzsystem – Aufnahme von V • Annahmen für die Aufnahme der Einwirkung Z:
– Es wird eine Einspannung im Beton mit einer linearen
Verteilung der Betondruckspannungen angenommen.
– Die vertikale Komponente ZV wird über die Fußplatte des
Profils übertragen. Die horizontale Komponente ZH und
das daraus folgende Versatzmoment DM erzeugen Druck-
spannungen jc,z im Einspannbereich des Stahlprofils.

Erforderliche Nachweise
• Beton
Betondruckspannungen jc,y infolge V
V
jc,y =
∑ (t · lE )
Nachweis der Betondruckspannungen jc,x über der Fuß-
platte, Schubspannungen t in einem Ausbruchkegel unter
der vertikalen Komponente ZV (hinreichende Verankerungs-
Abbildung 22: Betondruckspannungen – Aufnahme von Z tiefe erforderlich)

16
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hh R2 T12 F03 Verbandsanschlüsse

Nachweis der Randspannungen im Beton jc,z infolge der Anmerkungen


Kraftkomponente ZH und dem Versatzmoment DM. • Als Anschlussprofil kann alternativ zum geschweißten Profil
∆M = ZH · l3 ein halbiertes IPE-Profil verwendet werden.
• Es können auch Stabanker mit Anschlussenden aus Gussstahl
• Holz eingesetzt werden. Für deren Tragfähigkeit gibt es meist
Nachweis der unteren Passbolzen für die Kraft F1 als zwei- typengeprüfte Berechnungen.
schnittige Stahl-Holz-Verbindung • Die Verbände sind einfach zu montieren.
• Eine Aufnahme des Versatzmomentes aus Z über die Schrau-
l1
F1 = V · benpaare des Hauptanschlusses wird nicht empfohlen, da
l2
durch Formänderungen aus dem Quellen und Schwinden der
Holzstütze zusätzliche Verformungen möglich sind.
• Stahl
Nachweis des Gelenkbolzens als einschnittige ungestützte
Verbindung mit der Kraft Z
Nachweis des Flachstahlanschlusses mit Schweißnähten zum
Rundstahl
Nachweis des Rundstahls im Voll- und im Spannungsquer
schnitt (beim Übergang zum Spannschloss)

7.2 Verbandsanschluss im Traufbereich: Hinweise für die Bemessung


Rundstahl über T-Profil an den Binder • Bei der konstruktiven Durchbildung des Anschlusses sollten
größere Exzentrizitäten vermieden werden.
Ein gemeinsamer Schnittpunkt der Achsen sollte gebildet
werden. Exzentrizitäten sind im Übrigen bei der Ermittlung
der Beanspruchungen zu berücksichtigen.
• Der Diagonalenanschluss besteht jeweils aus einer am Rund-
stahl angeschweißten Stahllasche, die über einen Gelenk-
bolzen mit dem Steg eines halbierten IPE-Profils verbunden
ist. Das Stahlprofil ist mit Passbolzen an den Binder
angeschlossen.
• Die Traufpfette überträgt als Verbandspfosten eine Druck-
kraft, die über eine zusätzlich angeordnete Knagge in den
Binder eingeleitet wird.
• Die zu übertragende Zugkraft Z aus dem jeweiligen Verband
wird in Komponenten parallel zum Binder/Stütze (Kraft Z1)
und rechtwinklig zum Binder/Stütze (Kraft Z2) aufgeteilt.

Erforderliche Nachweise
Abbildung 23: Anschluss von Rundstahldiagonalen über halbierte IPE-Profile
• Stahl
Nachweis des Gelenkbolzens und des Rundstahlankers nach
der maßgebenden Bemessungsnorm, wie grundsätzlich in
Abschnitt 7.1 beschrieben.
• Holz
Nachweis der Druckspannungen rechtwinklig zur Faser unter
der Unterlegscheibe infolge der Kraftkomponente ZPB,r bzw.
ZPB,l (abhängig von der geometrischen Anordnung des
Gelenkbolzens)

ZPB,r = E Z l· l
2

1
2
+
Z1 · l 4
l1 R (Kraft je Passbolzenpaar)

=E R
Z ·l
2 3 Z1 · l4
ZPB,l + (Kraft je Passbolzenpaar)
l 1 l1

Ein Nachweis der Druckspannungen rechtwinklig zur Faser-


richtung des Holzes in der Kontaktfläche zwischen dem
T-Profil und dem Binder ist meist entbehrlich. Wird er geführt,
so ist hierfür eine sinnvolle Verteilung der Spannungen
anzunehmen.

Abbildung 24: Statisches Ersatzsystem

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Verbandsanschlüsse hh R2 T12 F03

Nachweis der Tragfähigkeit der Passbolzen als einschnittige Hinweise für die Bemessung
Stahl-Holz-Verbindung auf Lochleibung für die Kraft Z1. Der • Die Diagonalen werden durch den Binder geführt und rück-
Nachweis der Schrauben auf Zug für die Kraft ZPB,r bzw. ZPB,l verankert. Die Rückverankerung besteht jeweils aus einer
ist nicht maßgebend. Stahlplatte mit zwei aufgeschweißten Halbkreisprofilen und
einer mittigen Langlochbohrung. Die Muffe ist konkav mit
Anmerkungen dem Radius des runden Gegenstückes ausgebildet.
• Die Bauteile sind einfach zu montieren. • Die Komponente Z1 parallel zum Binder wird mit Nägeln oder
• Es können standardisierte Teile verwendet werden. Schrauben angeschlossen. Die Komponente Z2 rechtwinklig
• Die Anordnung der Anschlussprofile für den Dach- und den zum Binder erzeugt Querdruckkräfte.
Wandverband, für die Gabellagerung der Binder und für den • Die Pfette überträgt als Verbandspfosten eine Druckkraft, die
Anschluss der Pfette kann geometrische Probleme verur- über eine zusätzlich angeordnete Knagge in den Binder ein-
sachen. Bei zu geringen Anschlussflächen sind Sonderlösun- geleitet wird.
gen notwendig (z.B. Kapitel 7.3).
• Es ist anzustreben, dass sich die Systemlinien von Stütze, Erforderliche Nachweise
Binder und Verbandsstäben schneiden, so dass keine • Stahl
Momente aus exzentrischen Anschlüssen entstehen, deren Nachweis der Zugspannungen in der Rundstahldiagonale
Wirkung dann beachtet werden müsste. Nachweis der Zugspannungen im Spannungsquerschnitt des
Gewindes
• Holz
Nachweis der Tragfähigkeit der Nägel oder Schrauben als ein-
7.3 Anschluss von Rundstahldiagonalen am Binder: schnittige Stahl-Holz-Verbindung für die Kraft Z1
durchgebohrt mit Rückverankerung Nachweis der Druckspannungen rechtwinklig zur Faser unter
der Ankerplatte für die Kraft Z2
Nachweis der Verbindungsmittel zur Befestigung der Knagge
an der Pfette für eine Holz-Holz-Verbindung
Nachweis der Druckspannungen rechtwinklig zur Faser in der
Kontaktfläche zwischen Knagge und Binder

Abbildung 26: Lastverteilung an der Ankerplatte

Anmerkungen
• Die Bohrung durch den Binder sollte hinreichend größer
gewählt sein als der Rundstahldurchmesser, um ungewollte
Zwängungen zu vermeiden und eine Kraftübertragung aus-
schließlich über die Ankerplatte zu erreichen.
• Der Abstand zwischen der oberen Bohrung und Oberkante
Binder richtet sich nach der Knaggenhöhe, sollte jedoch
mindestens 3 dL betragen. Dabei ist dL der Durchmesser der
Bohrung. Der Abstand der Bohrungen untereinander sollte
hinreichend groß gewählt werden, so dass eine Verschnei-
dung der Bohrungen im Kreuzungspunkt ausgeschlossen
werden kann.
Abbildung 25: Diagonalenanschluss, durchgebohrt mit Rückverankerung
• Der Knotenpunkt kann zentrisch ausgeführt werden.
• Die Rückverankerungskonstruktion ist universell für jede
Diagonalenneigung einsetzbar.
• Ein Spannschloss ist nicht erforderlich.

18
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hh R2 T12 F03 Verbandsanschlüsse

7.4 Anschluss von Holzdiagonalen am Binder: Anmerkungen


mit Knotenblechen • Bei kleinen Kräften der Diagonalen können die Anschluss-
bleche auf die zu verbindenden Teile gelegt werden. Eine
Hinweise für die Bemessung unter den Füllstäben befestigter Winkel kann als Montage-
• Die Holzdiagonalen werden über Stahlbleche mit Nägeln hilfe dienen. Das durch die exzentrische Krafteinleitung
angeschlossen. Die Bleche werden mittig in die Verbands- entstehende Moment ist bei der Bemessung zu berücksich-
stäbe eingeschlitzt (Abb. 27) oder einseitig aufgelegt tigen.
(Abb. 28). • Bei großen Kräften der Diagonalen wird empfohlen, die
• Bei der Ausführung des Verbandes mit Holzdiagonalen Anschlussbleche mittig in die Füllstäbe zu führen. Die zwei-
können diese Druck- oder Zugkräfte aufnehmen. schnittige Verbindung hat gegenüber der zuvor beschrie-
• Zur Verkürzung der Knicklänge der Diagonalen bei Knicken benen die doppelte rechnerische Tragfähigkeit. Exzentrizi-
rechtwinklig zur Dachebene können die Stäbe an Zwischen- täten bei der Krafteinleitung in die Diagonalstäbe treten nicht
pfetten befestigt werden. Die Verbindung und die Pfetten auf. Innenliegende Bleche mit Dicken von maximal 1,75 mm
sind für eine Stützeinzellast zu bemessen. Diese kann dürfen bei Beachtung der allgemeinen bauaufsichtlichen
beispielsweise nach DIN 1052-04.88 zu Zulassung Z-9.1-166 für das System „Greim“ ohne Vor-
bohren durchgenagelt werden. Nach allgemeiner bauauf-
D
FD = sichtlicher Zulassung Z-9.1-212 für das System „Paslode“
50
dürfen Stahlblech-Holz-Nagelverbindungen mit Stahlblech-
angenommen werden. Dabei ist D die Druckkraft der Diago- dicken von 2,0 mm bis 3,0 mm ohne Vorbohren ausgeführt
nalen. werden.
• Besonders leistungsfähige Anschlüsse ergeben sich, wenn
die Nagellöcher vorgebohrt werden. Die dann geringeren
zulässigen Nagelabstände gemeinsam mit den höhreren
Nageltragfähigkeiten ergeben hohe Anschlusskräfte bei
kleinen Blechflächen.
• Das Knotenblech sollte vor allem im Binder möglichst klein
gehalten werden, um hinreichend große Anschlussflächen
für die Pfetten frei zu lassen. Die Momente aus exzentri-
schem Anschluss des Knotenblechs werden im Binder über-
nommen.
• In Abbildung 28 ist eine Befestigung der Pfetten auf dem
Binder mit selbstbohrenden Schrauben dargestellt. Diese
Schrauben und ihre Einbauweise sind in einer bauauf-
sichtlichen Zulassung geregelt.

Abbildung 27: Darstellung mit eingeschlitztem Knotenblech

Erforderliche Nachweise
• Stahl
In den maßgebenden Schnitten der Stahlbleche sind die
Zug-, Druck-, Schub- und Vergleichsspannungen den Wider-
standswerten nach den maßgebenden Bemessungsnormen
gegenüber zu stellen.
• Holz
Nachweis der Tragfähigkeit der Nägel für eine Stahl-Holz-
Verbindung
Bei Zugstäben: Nachweis der Spannungen im Nettoquer-
Abbildung 28: Darstellung mit einseitig aufgelegtem Knotenblech
schnitt des Anschlusses.
Bei Druckstäben: Stabilitätsnachweis nach dem Ersatzstab-
verfahren.

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Anschluss Giebelrähm – Stütze hh R2 T12 F03

8 Anschluss Giebelrähm – Stütze

DM = V · (l1 + l2/2) DM = V · l2 /2

Abbildung 29: Anschluss Giebelrähm – Stütze mit Kerve im Rähm Hinweise für die Bemessung
• Die Stütze ist gelenkig mit dem Rähm verbunden.
• Im Regelfall werden Rähm und Stütze außen bündig ange-
ordnet.
• Die Querkräfte aus der Windbelastung auf den Giebel wer-
den bei Winddruck über den Bolzen und dessen Unterleg-
scheibe, bei Windsog unmittelbar über Kontaktpressung
übertragen.
• Die vertikalen Lasten aus dem Dach werden über Kontakt in
die Stütze eingeleitet.
• Bei geneigten Dächern kann das Rähm am Stützenauflager
eine Kerve oder einen aufgeklebten Keil erhalten. Die Anord-
nung einer Knagge unter dem Rähm zur Weiterleitung der in
Dachrichtung abtreibenden Kräfte ist möglich.

Erforderliche Nachweise
• Holz
Nachweis der Schubspannungen für die Kraft V und der
Abbildung 30: Anschluss Giebelrähm – mit Knagge Biegespannungen infolge DM im Restquerschnitt der Stütze
Nachweis der Auflagerpressung unter Beachtung des Kraft-
Faser-Winkels
Nachweis der Spannungen im durch eine Kerve geschwäch-
ten Querschnitt des Rähms.
Nachweis der Druckspannungen rechtwinklig zur Faser unter
der Unterlegscheibe bei Winddruck
Bei Anordnung einer Knagge Nachweis der Kontaktpressung
gegen die Stütze und der Verbindungsmittel

Anmerkungen
• Das das Rähm umfassende Längsholz der Stütze sollte hin-
reichend dick sein, um bei Transport und Montage nicht
beschädigt zu werden. Beispielsweise sollte für eine Rähm-
breite von 120 mm die Stütze mindestens 200 mm dick sein,
damit nach der Ausklinkung im Rähmbereich eine Dicke von
80 mm verbleibt.
• Die Stützen sollten mindestens 20 mm unter der Oberkante
Abbildung 31: Dachneigungen > 12°: Anschluss mit aufgeklebtem Keil des Rähms enden, damit die Dachkonstruktion nicht beim
Schwinden des Rähms auf der Stützenoberkante aufsitzt.

20
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hh R2 T12 F03 Firstpunkt Giebelrähm

• Werden die Fassaden an den Außenkanten der Giebelkon- • Windsog bewirkt in der Ausklinkung Querzug- und Schub-
struktion bündig bekleidet, beispielsweise mit Stahlblech- kräfte. Zur Sicherung gegen Aufreißen sind Bolzen geeignet,
Elementen, so sind die Schraubenköpfe und die Unterleg- falls diese nach einem Schwinden des Holzes nachgespannt
scheiben in Stütze und Rähm einzulassen. werden. Dauerhafte und im Holz versenkte Verstärkungen
• Hat das Rähm eine große Höhe h bei kleiner Breite b, mit sind eingeklebte Stahlstangen oder selbstbohrende
etwa h/b ≥ 4, oder eine Höhe h von mehr als etwa 300 mm, Schrauben.
so werden für eine Gabellagerung zwei Verbindungsmittel • Zur Vermeidung zu großer Querschnittsschwächungen durch
übereinander benötigt. Das obere sollte dabei eine den eine Kerve, wird für Dachneigungen > 12° die Ausführung
Schwindverformungen angepasste hinreichend große nach Abb. 30 oder Abb. 31 empfohlen
Bohrung aufweisen. • Bei Verwendung eines Keils ist dieser im Werk aufzukleben.
• Im Falle abhebender Kräfte bei offenen Hallen mit leichtem Eine Knagge kann auf der Baustelle montiert werden.
Dachaufbau sind die Verbindungen nachzuweisen.

9 Firstpunkt Giebelrähm Erforderliche Nachweise


• Die Verbindung im First ist für die im Gelenk auftretenden
Kräfte zu bemessen.

Anmerkungen
• Die Überblattung nach Abb. 32 ist konstruktiv klar und ein-
fach zu montieren. Ein Abbund von Hand ist aufwändig. Die
Herstellung mit einer geeigneten Abbundanlage ist problem-
los, wenn die geometrischen Daten aus der konstruktiven
Bearbeitung unmittelbar an die Maschine übergeben werden
können. Eine gesonderte Programmierung der Maschine
bringt für diesen Punkt, der in einer Halle nur zweimal
gegeben ist, zusätzliche Kosten.
• Bei einer an der Außenkante der Giebelkonstruktion bündig
montierten Bekleidung sind die Verbindungsmittel,
Schraubenköpfe und Scheiben, einzulassen. Der stumpfe
Stoß nach Abb. 33 ist mit geraden Kappschnitten einfach
herzustellen. Als Verbindungen eignen sich außenliegende
Abbildung 32: Blattung mit Bolzen Nagelbleche, eingeschlitzte Stahlbleche mit Passbolzen oder
auch Holzlaschen, falls diese die Montage der Fassadenele-
mente nicht behindern.
Hinweise für die Bemessung
• Das Rähm wird für die Abtragung lotrechter Lasten als Durch-
laufträger mit einem Gelenk im First betrachtet. In horizon-
taler Richtung stützt sich das Rähm gegen feste Punkte, im
Allgemeinen gegen die Pfetten, die von Verbandsknoten
gegen Verschiebungen gehalten werden. Es ergibt sich daher
für lotrechte Lasten ein statisches System mit Auflagern in
den Stützenachsen, für horizontale Lasten mit Auflagern in
den Achsen der Verbandspfetten. Das Rähm darf im First-
punkt als Ende eines Kragarms angenommen werden. Der in
Abbildung 32 dargestellte Bolzen ist dann lediglich konstruk-
tiv anzuordnen. Bei Annahme des Firstpunktes als Gelenk
sollten Passbolzen die Kräfte aus lotrechten Lasten über-
tragen. In horizontaler Richtung ist der Firstpunkt gestützt,
sofern die Firstpfetten, wie überwiegend üblich, an Verbands-
knoten angeschlossen sind.
Abbildung 33: Stumpfer Stoß mit außenliegenden Lochblechen

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Fußpunkt Dreigelenkrahmen hh R2 T12 F03

10 Fußpunkt Dreigelenkrahmen
10.1 Auflager mit horizontaler Aufstandsfläche

Abbildung 34: Darstellung Stützenfuss mit horizontaler Aufstandsfläche

Hinweise für die Bemessung Erforderliche Nachweise


• Die Auflagerkräfte werden über Kontaktpressung unmittel- • Beton
bar in den Fundamentkopf eingeleitet. Bei Wahl der Krafteinleitung über einen betonierten Funda-
• Seitliche Betonwangen bilden eine Gabellagerung. mentkopf erfolgt die Einleitung der Horizontalkraft in ein
• Die Höhe h (siehe Abb. 35) der horizontal belasteten Auf- dreiseitig gelagertes Betonteil. Zur Ermittlung der Schnitt-
kantung sollte möglichst klein sein. Die Spannungen sollten größen ist ein sinnvolles statisches System anzunehmen. Hier
hier die Bemessungswerte des Widerstandes erreichen. bietet sich ein Balken an, der von einer seitlichen Wange zur
• Die Geometrie des Anschlusses sollte so gewählt werden, anderen spannt. Die Annahme einer beidseitigen Einspan-
dass sich die Resultierenden der Kontaktpressungen mit der nung führt zu einer Verteilung der Schnittgrößen über die
Binderachse schneiden. Ansonsten entstehen am Stützenfuß betrachtete Länge.
Momente, die für die Ermittlung der Auflagerpressungen
• Holz
und auch der Schnittkräfte des Rahmens zu berücksichtigen
Die resultierende Auflagerkraft Fres ist in die Richtungen
sind.
rechtwinklig zu den Kontaktflächen zu zerlegen. Mit den
erhaltenen Komponenten (Fz, Fx) sind die Druckspannungen
rechtwinklig bzw. parallel zur Faser in den Kontaktflächen zu
ermitteln und mit den Beanspruchbarkeiten zu vergleichen.

Anmerkungen
• Je nach Montageart der Rahmen kann ein Bolzen zur Lage-
sicherung für den Bauzustand notwendig werden
(vgl. Abb. 34).
• Betontaschen sollen seitlich mit etwa 10 mm Luft geplant
werden. Dies erleichtert die Montage und gewährleistet eine
Belüftung des Holzes. Die Binder sind an den Auflagern mit
Kontaktstücken gegen Verdrehen zu sichern (Gabellage-
rung). Als Kontaktstücke eignen sich Keile aus Hartholz,
Metall oder Kunststoff. Diese sind links und rechts, vorne und
hinten in den Betontaschen kraftschlüssig einzubauen. Eine
natürliche Belüftung des Fußpunktes im Beton soll erhalten
bleiben.
• Die horizontal belasteten Betonteile bilden im Allgemeinen
auch den Sockel der Wandbekleidung. Für die Festlegung der
Abbildung 35: Betondruckspannungen
Geometrie sind daher sowohl statische als auch konstruktive
Randbedingungen zu beachten.
• Die Kontaktflächen zwischen Holz und Beton sind mit einer
Feuchtesperre zu versehen. Eine Bitumendachbahn oder eine
diffusionshemmende Folie ist hier ausreichend.

22
Seite_02_32 06.12.2001 13:01 Uhr Seite 23

hh R2 T12 F03 Fußpunkt Dreigelenkrahmen

• Bei Holzflächen, die rechtwinklig zur Faserrichtung bean- Anmerkungen


sprucht sind, können ohne weitere Maßnahmen gleichmäßig • Bei der Wahl einer geneigten Aufstandsfläche, in Abb. 36 mit
verteilte Druckspannungen angenommen werden. a = 15° dargestellt, ist darauf zu achten, dass die resultie-
• In Holzflächen, die parallel zur Faserrichtung beansprucht rende Auflagerkraft bei allen möglichen Lastkombinationen
werden, sind die Kräfte gleichmäßig verteilt einzuleiten. Hier- immer eine zuverlässig große Horizontalkomponente
zu sind ebene Auflagerflächen zu schaffen, beispielsweise aufweist, die über die Kontaktfläche der Betonaufkantung
durch einen Glattstrich oder durch den Einbau nachgiebiger übertragen wird. Andernfalls ist die Lage der Rahmen nicht
Zwischenlagen. Lager aus Neoprene sind geeignet. gesichert.

10.2 Auflager mit geneigter Aufstandsfläche 10.3 Auflager mit eingespanntem Stahlformteil

Abbildung 36: Betondruckspannungsverteilung Stützenfuss mit geneigter


Aufstandsfläche Abbildung 38: Stützenfuss mit eingespanntem Stahlformteil

Hinweise für die Bemessung


• Anschlusselemente aus Stahlformteilen (Abb. 38) können
U-förmig oder T-förmig eingeschlitzt gestaltet werden.
• Die rechtwinklig zur Aufstandsfläche des Holzquerschnitts
gerichtete Kraft Fx bewirkt über Kontakt Normalspannungen
parallel zur Faserrichtung, die als gleichmäßig verteilt ange-
nommen werden können, falls das eingeschlitzte T-förmige
Stahlteil eine hinreichend große Steifigkeit aufweist.
• Die Kraft Fz erzeugt Querdruckspannungen jc, 90 unter dem
Stahlteil an der äußeren Binderflanke. Außerdem entsteht ein
Abbildung 37: Krafteck Versatzmoment DM = Fz · l1 im Schwerpunkt der Einspan-
nung im Beton. Dieses Versatzmoment kann bei einer aus-
mittigen Anordnung des eingespannten I-Profils um das Maß
Hinweise für die Bemessung DM’ = Fx · l2 reduziert werden.
• Eine Neigung der Aufstandsfläche der Binder vermindert die
in der lotrechten Binderfläche aufzunehmenden Horizontal- Erforderliche Nachweise
kräfte (Abb. 36 u. 37). • Beton
• Die resultierende Auflagerkraft Fres wird rechtwinklig zu den Nachweis der Randspannungen
Richtungen der Kontaktflächen zerlegt und weiterverfolgt.
#
jc,y =
Fz #
· 1+
6 · l1

Fx · l 2 · 6
Erforderliche Nachweise A lE A · lE

Für die erforderlichen Nachweise gilt Abschnitt 10.1 entspre- mit A = lE · bPr (bPr = Flanschbreite des I-Profils)
chend. Bei den Nachweisen der Druckspannungen im Holz ist
Bei zentrischer Anordnung des I-Profils wird l2 = 0.
die jeweilige Kraftfaserrichtung zu berücksichtigen.
Nachweis der Betondruckspannungen jc, x unter der
Auflagerplatte

23
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Fußpunkt Dreigelenkrahmen hh R2 T12 F03

• Stahl Kräfte etwa gleicher Größenordnung. Dabei wird voraus-


Es sind die Biege-, Schub- und Vergleichsspannungen für die gesetzt, dass das eingeschlitzte T-förmige Stahlteil eine hin-
Stahlteile einschließlich Schweißnähten nach den maßgeben- reichend große Steifigkeit aufweist.
den Bemessungsnormen zu führen.
• Holz Erforderliche Nachweise
Nachweis der Querdruckspannungen jc, 90 an der Stirnplatte • Beton
infolge Fz Nachweis der Betondruckspannungen unter der Auflager-
Nachweis der Längsdruckspannungen jc, 0 aus der Auflager- platte
kraft Fx Nachweis der Spaltzugkräfte, falls die Lasteintragungsfläche
am Fundamentkopf kleiner ist als der Kopf selbst, so dass
Anmerkungen durch die Lastausbreitung Querzugspannungen entstehen.
• Die Stirnplatte sollte möglichst niedrig sein, um das Versatz- • Stahl
moment klein zu halten. Es sind die Biege-, Schub- und Vergleichsspannungen für die
• Der Binder wird durch Stahlwinkel, die auf den Beton aufge- Stahlteile einschließlich Schweißnähten nach den maßgeben-
schraubt werden können, gegen seitliches Ausweichen den Bemessungsnormen zu führen.
gehalten. • Holz
• Bei großen Holzquerschnitten, ab etwa 800 mm Höhe, wird Nachweis der Querdruckspannungen infolge Fz an der Stirn-
empfohlen, an der Stirnfläche des Stützenfußes Gleitfolien platte
einzulegen, um die Reibungskräfte zu vermindern und damit Nachweis der Längsdruckspannungen aus der Auflagerkraft
ein weitgehend ungehindertes Quellen und Schwinden zu Fx und der anteiligen Kraft des Versatzmomentes Fc an der
ermöglichen. Grundplatte
Nachweis der Stabdübel für die Kraft Ft aus dem
10.4 Auflager mit Kippleisten Versatzmoment

Abbildung 39: Fußpunktausbildung mit Kippleiste

Abbildung 40: Fußpunktausbildung mit Kippleiste Anmerkungen


Hinweise für die Bemessung
• Die Auflagerkräfte des Rahmens, in Abb. 40 mit Fx und Fz
bezeichnet, werden über die Kippleisten vom oberen in das
untere Stahlformteil übertragen.
• Die Kraft Fz erzeugt Querdruckspannungen jc, 90 unter dem
Stahlteil an der äußeren Binderflanke. Außerdem entsteht ein
Versatzmoment DM = Fz · l1.
• Dem Moment DM steht ein Kräftepaar Ft = – Fc mit dem
gegenseitigen Abstand l2 entgegen. Ft kann mit Stabdübeln
übertragen werden. Für Fc wird eine Kontaktübertragung
über eine Länge l’ ≈ 0,2 · l3 (alle Bezeichnungen aus Abb. 40)
mit konstanter Spannung angenommen. Andere Annahmen,
beispielsweise eine dreiecksförmige Spannungsverteilung mit
einer klaffenden Fuge bis zur Grundplattenmitte, ergeben

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hh R2 T12 F03 Eckpunkt Dreigelenkrahmen

Anmerkungen 11 Eckpunkt Dreigelenkrahmen


• Die Stirnplatte sollte möglichst niedrig sein, um das Versatz-
moment klein zu halten. 11.1 Verbindung mit Universal-Keilzinkenverbindung
• Die Verbindungsmittel zur Übertragung der Kraft Ft sind hin-
tereinander und parallel zur Faserrichtung angeordnet. Um
eine gleichmäßige Mitwirkung aller Stabdübel oder Passbol-
zen zu erzielen, sind hinreichend kleine Stiftdurchmesser zu
wählen, so dass sich diese vor dem Versagen plastisch verfor-
men können. Wegen der groben Annahme des Hebelarmes
l2 des Kräftepaares wird empfohlen, die Anzahl der statisch
erforderlichen Stifte um etwa 20% zu erhöhen.
• Statt über Kippleisten kann die Auflagerkraft auch über einen
Gelenkbolzen übertragen werden. Hier sind die erforder-
lichen Randabstände in den Stahlteilen zu beachten. Dadurch
ergibt sich ein größeres Versatzmoment als bei der Wahl der
Kippleisten. Für die Gelenkbolzen spricht die optische Beto-
nung des Gelenkpunktes. Erleichterungen für die Montage
der Hallenkonstruktion sind gegeben, wenn geplant wird,
diese mit zwei oder drei Bindern, den zugehörigen Pfetten
und Verbänden auf dem Boden vor zu richten, anschließend
um die Gelenke drehend anzuheben und im Firstpunkt zu
verbinden.
• Die stählernen Anschlussteile im Binder und im Fundament
erhalten innen und außen Führungen, um eine Gabellage-
rung herzustellen.
• Zur Lagesicherung wird im Zuge der Binderachse eine Befesti-
gung vorgesehen. Diese Befestigungen dürfen das einge-
schlitzte Blech nur in großen Bohrungen durchdringen, um Abbildung 41: Universal-Keilzinkenverbindung
Zwängungen bei Verformungen durch Quellen und Schwin-
den zu vermeiden.
• Bei großen Holzquerschnitten, ab etwa 800 mm Höhe, wird Hinweise für die Bemessung
empfohlen, an der Stirnfläche des Stützenfußes Gleitfolien • Die Schnittgrößen werden mit Universal-Keilzinkenverbin-
einzulegen, um die Reibungskräfte zu vermindern und damit dungen übertragen, die in den Winkelhalbierenden der
ein weitgehend ungehindertes Quellen und Schwinden zu aneinanderstoßenden Teile angeordnet werden.
ermöglichen. • Es wird hier der Einbau eines Zwischenstückes vorausgesetzt.
Dieses sollte an der Innenseite des Rahmens eine Länge von
mindestens 200 mm aufweisen.
• An den inneren Knickpunkten erhält man bei einer Berech-
nung nach der Elastizitätstheorie beliebig hohe Spannungen.
Die Nachweise von Druckspannungen werden daher in
Schnitten (1-1 und 2-2 aus Abb. 41) geführt, die rechtwinklig
zu den Stabachsen durch die inneren Knickpunkte verlaufen.
• Bei Trägerhöhen von mehr als 300 mm sind die Querschnitts-
schwächungen durch den Keilzinkengrund zu berücksich-
tigen. Diese dürfen zu 20% der vollen Querschnitte ange-
nommen werden.
• Universal-Keilzinkenverbindungen aus BS-Holz mit großen
Querschnitten sind im Gegensatz zur Keilzinkung von
Brettern oder Kanthölzern nicht astfrei. Das mag ein Grund
dafür sein, dass durchgeführte Versuche geringere Festig-
keiten aufwiesen als entsprechendes ungestoßenes BS-Holz.
Für die Bemessungswerte der Beanspruchbarkeiten sind
daher immer diejenigen der nächstniedrigen Festigkeitsklasse
zu wählen. Für BS-Holz der Festigkeitsklasse BS 14 sollen
daher die Spannungen die Bemessungswerte der Festigkeits-
klasse BS 11, für BS 16 die der Festigkeitsklasse BS14 und für
BS 18 die der Festigkeitsklasse BS 16 nicht überschreiten.
Nach den bisher geltenden Regeln durften Bauteile aus
BS 11, hergestellt aus visuell sortiertem Holz, miteinander
durch Universal-Keilzinkungen verbunden werden, ohne dass
die zulässigen Spannungen der Festigkeitsklasse BS 11
abgemindert zu werden brauchten. Diese Regel ist nicht hin-
reichend abgesichert, falls die Bauteile der Festigkeitsklasse

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Eckpunkt Dreigelenkrahmen hh R2 T12 F03

BS 11 aus maschinell sortiertem Holz gefertigt werden. Es • Rahmenteile mit keilgezinkten Verbindungen werden im
wird daher empfohlen, mindestens die Festigkeitsklasse BS Werk gefertigt. Bei der Festlegung der Geometrie ist daher
14 zu verwenden und mit den Werten der Klasse BS 11 zu darauf zu achten, dass die Bauteile zur Baustelle transportiert
bemessen, sofern die Bauteile mit maschinell sortierter Ware werden können.
hergestellt wurden. Es bestehen keine Bedenken, bei unter- • Die Verbindung ohne mechanische Verbindungsmittel
geordneten Bauteilen maschinell sortiert produziertes BS 11 bewirkt ein gutes optisches Erscheinungsbild mit glatten
mit den Bemessungswerten der Festigkeit der Sortierklasse Oberflächen.
MS 7 nachzuweisen. • Rahmen mit Keilzinkenverbindungen können bevorzugt in
• Die Lamellen der miteinander verbundenen Trägerabschnitte Hallen eingesetzt werden, in denen die Verwendung von
sollten auf der gezogenen Seite des Querschnitts nicht stählernen Anschlussteilen problematisch ist (z.B. in aggres-
angeschnitten sein. sivem Umgebungsklima)
• Die hier gegebenen Bemessungsregeln gelten nur für nega- • Hoher Widerstand gegen Brandeinwirkung
tive Eckmomente. Bei positiven Eckmomenten entstehen
innen Zugspannungen, ferner im Querschnitt Querzugspan-
nungen. Zuverlässige Bemessungsverfahren liegen hierzu
nicht vor, auch dann nicht, wenn die Querzugkräfte Ver- 11.2 Verbindung BS-Holz-Riegel mit Stahlstütze
stärkungsmaßnahmen, wie aufgeklebten Laschen oder
eingeklebten Profilstäben, zugewiesen werden.

Erforderliche Nachweise
• Holz
Nachweis der Druckspannungen an den inneren Knick-
punkten in einem Schnitt rechtwinklig zu den Stabachsen
unter Berücksichtigung der Querschnittsverschwächung
durch die Universal-Keilzinkenverbindung und Vergleich mit
den Bemessungswerten der Beanspruchbarkeiten fc,a unter
dem Winkel a zwischen Kraft- und Faserrichtung. Näheres
kann [8] entnommen werden.
• Bemessungsgleichung
nach E DIN 1052 (2000-05):

#
1
=
# jc,0,d j
+ m,d ≤1
!

kc,a kc · fc,0,d fm,d


Abbildung 42: Verbindung BS-Holz-Riegel mit Stahlstütze
nach [8]:
N zul jD,// M !
q· + · ≤ zul jD,a Hinweise für die Bemessung
A netto zul jB Wnetto
• Die Schnittgrößen werden auf der Druckseite des Quer-
In beiden Gleichungen sind die Druck- bzw. Biegespannun- schnitts über Kontaktpressung, auf der Zugseite mit stiftför-
gen in den Schnitten 1-1 und 2-2 mit um 20% abgemin- migen Verbindungsmitteln und Stahlformteilen übertragen.
derter Querschnittsfläche- bzw. Widerstandsmoment zu • Das Biegemoment wird in die Kräfte Z = -D mit dem Abstand
berechnen. a zerlegt. Es ergeben sich
zul jD,a bzw. kc,a ist für Vollholz S10 bzw. C24 zu ermitteln. N N
Fc = D + und Ft = Z –
2 2
Anmerkungen
mit Addition der Querkraft V zur Druckkraft Fc die Resul-
• Die Keilzinkenverbindung muß den Anforderungen nach DIN tierende
EN 387 genügen.
V
• Das Versagen einer Universal-Keilzinkenverbindung wird Fc,res = Fc2 + V2 und a = arctan
dadurch eingeleitet, dass sich auf der Druckseite im Bereich Fc
der Knickpunkte Druckfalten bilden. Die plastischen Verfor- • Die Druckkraft Fc,res wird in das Konsolblech der Stütze einge-
mungen führen zu einer Verschiebung der neutralen Achse leitet. Dieses wird bei symmetrischen Systemen rechtwinklig
des Spannungsverlaufes in Richtung auf die Zugseite und zu zur Kraft unter dauernder Belastung angeordnet. Bei Last-
einer Erhöhung der Zugspannungen. Der Bruch erfolgt kombinationen, die andere Angriffswinkel der Kraft bewir-
immer auf der Zugseite. Daher sollen dort die Holzfasern ken, ist diese in die Richtungen rechtwinklig zur schrägen
nicht angeschnitten sein, da sonst neben den Normalspan- und zur horizontalen Auflagerfläche zu zerlegen. Die Druck-
nungen am Außenrand Schub- und Querzugspannungen fläche des Holzquerschnittes kann durch seitliches Aufkleben
auftreten und in ihrer Kombination ein frühzeitiges Versagen von Brettlagen vergrößert werden.
bewirken würden. Eine Abmessung von mindestens 200 mm • Die Zugkraft Ft wird mit stiftförmigen Verbindungsmitteln,
an der Innenkante des Zwischenstückes soll bewirken, das Nägeln oder schlanken Stabdübeln, und Stahlblechen
vor dem Versagen entstehende Druckfalten sich nicht gegen- angeschlossen.
seitig beeinflussen. • Die hier gegebenen Bemessungsregeln gelten nur für
negative Eckmomente.

26
Seite_02_32 06.12.2001 13:01 Uhr Seite 27

hh R2 T12 F03 Firstpunkt Dreigelenkrahmen

Erforderliche Nachweise • Die Gelenkbolzen, nur außen durch Muttern oder Splinte
• Stahl gesichert, werden auch durch Biegemomente beansprucht.
Nachweis der Stahldicken bei den Zug- und Druckan- Ein Nachweis nach der Bemessungsnorm für Bauteile aus
schlüssen Stahl, z.B. nach DIN 18800(11.90) ist erforderlich.
Nachweis der Gelenkbolzenverbindung des Zuganschlusses • Das im Zuganschluss angeordnete Doppelgelenk soll unbe-
hinderte Quell- und Schwindverformungen des Riegels
• Holz ermöglichen. Die Laschen sollten daher nicht zu kurz sein.
Nachweis der Spannungen im Kontaktanschluss unter • Der Bolzen im Druckanschluss dient nur zur Lagesicherung.
Berücksichtigung der Kraft- und der Faserrichtungen Wird dieser durch ein Langloch im innenliegenden Stahlblech
Nachweis der Stifte der Verbindung im Zuganschluss geführt, wobei diese Bohrung parallel zur Binderunterkante
angeordnet sein soll, so kann hierdurch die Montage erleich-
tert werden. Bei eingespannten Stützen, die zunächst mon-
tiert werden, können die Riegel eingehängt, Pfetten und Ver-
bände über zwei oder drei Felder eingebaut werden. Die
Hallenhälften werden angehoben, die Riegel schieben sich im
Langloch in die vorbestimmte Position, Gelenkbolzen des
Zuganschlusses können eingesetzt und die Hälften im First
verbunden werden.

12 Firstpunkt Dreigelenkrahmen

Abbildung 43: Statisches Modell

Anmerkungen
• Der Druckanschluss mit den aufgeklebten Verstärkungen
sollte möglichst kompakt gehalten werden, um einen großen
Hebelarm der inneren Kräfte a zu erhalten.
• Die Verstärkungselemente sollten eine größere Steifigkeit in
Faserrichtung des BS-Holzes als rechtwinklig dazu haben.
Hierzu können Brettlamellen oder aus Brettschichtholz
geschnittene Stäbchenplatten verwendet werden. Hiermit
wird erreicht, dass sich die Druckspannungstrajektorien mit
flachen Neigungen ausbreiten, Quer- und Schubspannungen
Abbildung 44: Gelenkausbildung im First
im Einleitungsbereich dadurch klein bleiben.
• Der Zuganschluss kann mit außen- oder innenliegenden
Blechen ausgeführt werden. Als Verbindungsmittel eignen Hinweise für die Bemessung
sich Nägel oder Stabdübel. • Die Gelenkkräfte FH und FV werden über einen Gelenkbolzen
• Für Stabdübel sind schlanke Stifte zu wählen, so dass im Ver- übertragen.
sagensfall plastische Verformungen der Verbindungsmittel • Die Kraft FH wird über Kontaktpressungen ins Holz über-
auftreten. Ist dies sicher gestellt, so kann auf eine Abmin- tragen.
derung der Tragfähigkeit bei mehreren hintereinander liegen- • Die Kraft FV wird von stiftförmigen Verbindungsmitteln,
den Verbindungsmitteln verzichtet werden. Die Angaben in Nägeln oder Stabdübeln, übertragen.
der verwendeten Bemessungsnorm sind zu beachten. • FV im Gelenk und im Schwerpunkt der Verbindungsmittel-
• Es wird empfohlen, vorgebohrte Nägel zu verwenden. Die gruppe bewirken ein Versatzmoment DM = FV · l1. Die Kon-
gegenüber nicht vorgebohrten Nägeln verkleinerten Min- taktlänge l2 des Firstprofils ist so zu wählen, dass die Kraft FH
destabstände führen zu kompakten Anschlüssen. Hierbei unter Berücksichtigung des Momentes DM im Kern der
sollten auch Sondernägel Einschlagtiefen von mindestens Anschlussfläche steht. Dies ist erfüllt, falls
12 dn aufweisen. Dies ist erforderlich, da die Auszugsfestig-
keiten der Nägel ohne Vorbohren ermittelt wurden. DM l Fv
≤ 2 oder l2 ≤ 6 · l 1 ·
FH 6 FH

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Firstpunkt Dreigelenkrahmen hh R2 T12 F03

Erforderliche Nachweise • Die Stahlformteile können U-Förmig ausgebildet, außen


• Stahl aufgesetzt und mit Nägeln befestigt werden. In die Quer-
Nachweis der Blechstärken und der Gelenkbolzenverbindung schnitte eingeschlitzte T-förmige Teile können mit Stabdübeln
nach den maßgebenden Bemessungsnormen angeschlossen werden. Es sind hinreichend dünne Stifte zu
verwenden, so dass im Versagensfall Fließgelenke in den
• Holz Verbindungsmitteln entstehen.
Nachweis der Druckspannungen aus der Horizontalkraft FH • An Stelle der Gelenkausbildung mit einem Gelenkbolzen
unter Berücksichtigung der exzentrischen Krafteinleitung können auch Stahlformteile mit Kippleisten verwendet wer-
und der Richtung zwischen Kraft- und Faserverlauf den. Das Versatzmoment DM wird hierdurch gegenüber der
Nachweis der Stabdübel oder Nägel für die Kraft FV zuvor vorgestellten Lösung deutlich kleiner. Zusätzlich ist eine
Abschätzung der Spaltzugkräfte bei im Vergleich zur Träger- horizontale Laschenverbindung zur Lagesicherung der bei-
höhe niedrigen Gelenken den Binderhälften notwendig.
Abschätzung der Beanspruchungen aus behindertem
Quellen und Schwinden bei im Vergleich zur Trägerhöhe
hohen Gelenken

Abbildung 45: Statisches Modell

Anmerkungen
• Das Maß der Exzentrizität l1 sollte klein sein. Zur Festlegung
können die Mindestabstände der Gelenkbolzen zu den Rän-
dern herangezogen werden.
• Die Länge l2 der Stirnplatte sollte möglichst klein sein, um
Zwängungsspannungen aus behindertem Quellen und
Schwinden klein zu halten. Sind diese bei großen Exzentrizi-
täten der horizontalen Gelenkkraft nicht zu vermeiden, so
sind Querzugverstärkungen durch eingeklebte Gewinde-
stangen oder aufgeleimte Verstärkungen notwendig.
• Bei geringer Exzentrizität und sich daraus ergebenden kom-
pakten Stahlformteilen treten Spaltzugkräfte auf. Diese sind
wegen der Orthotropie des Holzes kleiner als bei Massiv-
bauteilen mit gleichen Dimensionen. Für die achsparallelen
Längskräfte wird empfohlen, die Ausbreitung der Druckspan-
nungen von der lokalen Einleitungsstelle am Gelenkpunkt bis
zur Verteilung über die volle Querschnittshöhe h mit 2 h an-
zunehmen. Aus dem sich hieraus ergebenden Ausbreitungs-
winkel der Spannungsverteilung kann die Spaltzugkraft
berechnet werden. Für die rechtwinklig zur Achse wirkenden
Querkräfte ist gleichfalls ein Querzugnachweis zu führen.
Dies kann, ähnlich wie bei Anschlüssen mit Zapfen, wie für
einen ausgeklinkten Träger erfolgen.

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Seite_02_32 06.12.2001 13:01 Uhr Seite 29

hh R2 T12 F03 Anschluss Nebenträger – Hauptträger

13 Anschluss eines Nebenträgers an


einen Hauptträger
Hinweise für die Bemessung
• Die Auflagerkraft des Nebenträger, in Abb. 47 mit F bezeich-
net, wird über Kontaktpressung in die Grundplatte des
Stahlformteils eingetragen.
• Das Stahlformteil überträgt die Kraft F auf den Hauptträger.
Zur Begrenzung der Querdruckspannungen im Hauptträger
wird rechtwinklig zum kraftübertragenden I-Profil ein T-Profil
in den Hauptträger eingeschlitzt.
• Die Wirkungslinien der Kraft F am Haupt- und Nebenträger
verlaufen im Abstand l1 und erzeugen das Versatzmoment
DM = F · l1.
• Dem Moment DM steht ein Kräftepaar Ft = – Fc mit dem
gegenseitigen Abstand l2 entgegen. Ft kann mit Stabdübeln
übertragen werden. Für Fc wird eine Kontaktübertragung
über eine Länge l’ ≈ 0,2 · l3 mit konstanter Spannung
angenommen (alle Bezeichnungen aus Abbildung 47).
• Der Nebenträger wird im unteren Binderdrittel durch am
Hauptträger befestigte Winkel gegen Verdrehen gesichert.
• Bei großen Holzquerschnitten wird empfohlen, an druckbe-
anspruchten Grenzflächen zwischen Holz und Stahl Gleit-
folien einzulegen, um die Reibungskräfte zu vermindern.

Erforderliche Nachweise
• Stahl
Nachweis der Normal-, Schub- und Vergleichsspannungen
sowie der Tragfähigkeiten der Verbindungsmittel nach den Abbildung 46: Anschluss eines Nebenträgers an einen Hauptträger
maßgebenden Bemessungsnormen
• Holz einander liegender Verbindungsmittel ist dann nicht erfor-
Nachweis der Querdruckspannungen jc, 90 infolge F an der derlich. Es sind jedoch die Bemessungsnormen zu beachten.
unteren Auflagerplatte Wegen der groben Annahme des Hebelarmes l2 des
Nachweis der Längsdruckspannungen jc, 0 infolge Fc an der Kräftepaares wird empfohlen, die Anzahl der statisch erfor-
Stirnplatte des Nebenträgers derlichen Stifte um etwa 20% zu erhöhen.
Nachweis der Stabdübel für die anteilige Kraft des Versatz-
momentes

Anmerkungen
• Mit dieser Konstruktion können Nebenträger an Hauptträger,
beispielsweise Dachbinder an Unterzüge angeschlossen
werden. Unvermeidliche Verformungen aus Quellen und
Schwinden des Holzes werden nicht behindert. Der
Anschluss ist beispielhaft für eine zwängungsfreie Lösung,
die bei Querschnittshöhen der Nebenträger von mehr als
etwa 50 cm gewählt werden sollte. Anschlüsse mit Stahl-
teilen im Hirnholz und übereinander angeordneten Verbin-
dungsmitteln führen zu Schwindrissen im Nebenträger.
• Die Grundplatte des Nebenträgers sollte möglichst klein sein,
um das Versatzmoment klein zu halten.
• Für die resultierende Kraft Fc wurde eine konstante Span-
nungsverteilung mit einer Länge l’ = 0,2 · l3 angenommen.
Andere Annahmen, beispielsweise eine dreiecksförmige
Spannungsverteilung mit einer klaffenden Fuge bis zur Stirn-
plattenmitte, ergeben Kräfte etwa gleicher Größenordnung.
• Die Verbindungsmittel zur Übertragung der Kraft Ft sind hin-
Abbildung 47: Statisches Ersatzsystem
tereinander und parallel zur Faserrichtung angeordnet. Um
eine gleichmäßige Mitwirkung aller Stabdübel oder Pass-
bolzen zu erzielen, sind hinreichend kleine Stiftdurchmesser
zu wählen, so dass sich diese vor dem Versagen plastisch ver-
formen können. Eine Abminderung der Tragkraft hinter-

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Seite_02_32 06.12.2001 13:02 Uhr Seite 30

Anschluss an die Fundamente hh R2 T12 F03

14 Anschluss an die Fundamente


Grundsätzliches
Hinweise zur Anordnung und Ausführung von Gründungskör-
pern werden nur soweit gegeben, wie dies für die Dauerhaftig-
keit oder Gebrauchstauglichkeit der Holzbauteile und der Be-
kleidungen zu berücksichtigen ist. Für Standardsituationen
werden beispielhafte Lösungen gegeben.
Für die Festlegung der Größe der Fundamentflächen wird bei
den hier behandelten leichten Hallenkonstruktionen selten der
Grenzwert der Bodenpressung erreicht. Für die Lastfallkombina-
tion Eigengewicht + Wind ist meist die Beschränkung der Last-
ausmitte und damit der Kippnachweis maßgebend. Hierauf
muß bei der Festlegung der Geometrie der Gründungskörper
geachtet werden.

Sockelrandstreifen
Auf den Streifenfundamenten sollte ein um die Halle umlau-
fender Sockelrandstreifen vorgesehen werden. Zur Erzielung
eines hinreichenden Schutzes vor Spritzwasser bei Regen sollte
die Fassade mindestens 30 cm Abstand vom außen anstehen-
den Boden haben. Hier sollte in einer Breite von etwa 50 cm
gewaschener Grobkies oder grober Schotter den Übergang
zwischen dem Bauwerk und dem gewachsenen Boden bilden
(Abb. 48). Da der Hallenboden höher liegen sollte als das Ge-
lände, sind vor allem die Übergänge im Bereich der Tore beson-
ders zu beachten.
Es wird empfohlen, die Sockelrandstreifen außerhalb der Abbildung 48: Schutz der Fassade vor Spritzwasser
Stützen um die Halle umlaufen zu lassen (Abb. 49), also nicht
zwischen den Stützen anzuordnen. Dies wird bei eingespannten
Stützen für notwendig gehalten, da bei zwischen den Stützen
positionierten Randstreifen die Außenflächen der Stützen im
Bereich der Sockelrandstreifen unterhalb der Bekleidungen der
Witterung ausgesetzt sind. Deren Dauerhaftigkeit ist daher
durch Korrosion oder Fäulnis eingeschränkt. Außerdem sind die
Fugen zwischen Stütze und Randstreifen ohne größeren
Aufwand dauerhaft nicht zu beherrschen.
Bei nicht eingespannten Stützen, also bei gelenkig aufgelager-
ten Rahmenstielen und Pendelstützen können bei zwischen den
Stützen angeordneten Randstreifen die Riegelwände unter-
brochen und die Fassadenbekleidungen weitergeführt werden.
Außen durchlaufende Randstreifen erleichtern immer die Mon-
tage vorgefertigter Fassadenelemente. Den Vorteilen steht ein
Nachteil gegenüber: Bei gegebenen Abmessungen des Haus-
grundes, also des Abstandes zwischen den Außenkanten der
aufgehenden Fundamente, wird bei außen durchlaufenden
Randstreifen die lichte Innenbreite der Halle im Binderabstand
von etwa sechs Metern um die Tiefe der Stützen vermindert.
Die Randstreifen sollten bei beheizten Gebäuden gedämmt
sein. Die Dämmung soll an die Wärmedämmung der aufge-
henden Wand anschließen. Sie sollte möglichst außen vorgese-
hen werden. Bei einer Innendämmung besteht die Gefahr, dass
an der kalten Seite der Dämmung Tauwasser entsteht.

Abbildung 49: Lage des Randstreifens

30
Seite_02_32 06.12.2001 13:02 Uhr Seite 31

hh R2 T12 F03 Anschluss an die Fundamente

Streifenfundamente Zur Bauausführung


Die Randstreifen sollten außen bündig auf die Streifenfenfunda- Es wird empfohlen, Einzel-, Streifenfundamente und umlau-
mente gesetzt werden, damit bei veränderlichen Geländehöhen fende Sockelrandstreifen vor der Montage der Hallenkonstruk-
keine Kanten sichtbar werden. Dies bewirkt eine exzentrische tion komplett fertig zu stellen. Die Verbindung der Konstruktion
Beanspruchung in der Bodenfuge. Statisch wäre es daher güns- mit den Fundamenten erfolgt über Aussparungen, die nach der
tig, die Streifenfundamente an die Stahlbetonbodenplatte Montage und Ausrichtung der aufgehenden Bauteile vergossen
anzuschließen, falls eine solche vorgesehen ist. Wenn jedoch werden. Um hierbei eine seitliche Vergussmöglichkeit zu erhal-
unterschiedliche Setzungen der frostfrei zu gründenden Strei- ten, sollte die Grundrissfläche der vorgesehenen Aussparung
fenfundamente und der Bodenplatte nicht auszuschließen sind, nicht in allen Richtungen größer sein als der betreffende
sollte auf eine Verbindung der Bodenplatte mit dem Fundament Stützenquerschnitt (Abb. 51).
verzichtet werden.
Für die Streifenfundamente können wirtschaftliche Betonfertig-
teile verwendet werden. Diese spannen dann frei von einem
Einzelfundament zum nächsten. Dimensionen, die bis in frost-
freie Tiefen reichen, sind nicht erforderlich, wenn sich die Bau-
teile unbehindert durchbiegen können oder eine Unterfütte-
rung mit nicht frostempfindlichem Material erfolgt.

Einzelfundamente
Gründungskörper für eingespannte Stützen werden als Köcher-
fundamente ausgebildet. Die Köcher sollten außen unter dem
anstehenden Gelände liegen, somit in der Regel mit ihrer
Oberkante mindestens unterhalb der Bodenplatte im Hallen-
innern (Abb. 50).
Pendelstützen können auf Einzelfundamente aufgesetzt
werden. Oft sind die Querschnitte von Streifenfundamenten
hinreichend. Diese können bei Bedarf auch mit Pfeilervorlagen Abbildung 51: Aussparung mit seitlicher Vergussmöglichkeit
versehen werden.

Baulicher Holzschutz Von einem vorherigen Einbau der Anschlusselemente in den


Beton wird abgeraten. Dabei wird die Gefahr gesehen, dass die
Holzstützen sollten etwa 5 cm oberhalb des fertigen Fußbodens Anschlussteile nicht hinreichend passgenau eingebaut werden
enden. Sie können auf Vorlagen aus Stahlbeton stehen oder und bei den Arbeiten beschädigt oder beschmutzt werden, so
über Stahlteile mit dem tragenden Fundament verbunden sein. dass die Montage der Konstruktion unnötig erschwert wird.
Unmittelbar in Stahlbetonfundamente eingespannte Holz- Gering beanspruchte Bauteile, oder auch Schwellen von Wand-
stützen oder andere in den Bodenaufbau eingreifende fachwerken, können unmittelbar angedübelt werden, falls die
Holzbauteile sind bis zu einer Höhe von mindestens 5 cm zu aufzunehmenden Kräfte und die häufig geringen Dimensionen
beschichten. Vorgaben hierzu können [BAZ Z-9.1-136] entnom- der Betonsockel dies erlauben.
men werden.

Abbildung 50: Baulicher Holzschutz einer eingespannten Stütze durch


Verguss

31
Seite_02_32 06.12.2001 14:28 Uhr Seite 32

hh R2 T12 F03

Literatur Impressum
[1] Schulze, H. (1997): „Baulicher Holzschutz“ In: Das holzbau handbuch ist eine gemeinsame Schriftenreihe von
INFORMATIONSDIENST HOLZ, holzbau handbuch • Arbeitsgemeinschaft Holz e.V., Düsseldorf
Reihe 3, Teil 5, Folge 2, DGFH, München • Entwicklungsgemeinschaft Holzbau (EGH) in der Deutschen
[2] Lewitzki, W.; Schulze, H. (1997): „Holzschutz – Bauliche Gesellschaft für Holzforschung e.V., München
Empfehlungen“ In: INFORMATIONSDIENST HOLZ,
holzbau handbuch Reihe 3, Teil 5, Folge 1, DGFH, Herausgeber:
München Arbeitsgemeinschaft Holz e.V., Düsseldorf
[3] Winter, S. (1996): „Grundlagen des Brandschutzes“ In: in Zusammenarbeit mit:
INFORMATIONSDIENST HOLZ, holzbau handbuch • HOLZABSATZFONDS, Absatzförderungsfonds der deutschen
Reihe 3, Teil 4, Folge 1, DGFH, München Forst- und Holzwirtschaft, Bonn
[4] Meyer-Ottens, C. (1994): „Feuerhemmende Holzbauteile • Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V., Düsseldorf
(F30-B)“ In: INFORMATIONSDIENST HOLZ, holzbau hand-
buch Reihe 3, Teil 4, Folge 2, DGFH, München Bearbeitung:
[5] Ehlbeck, J.; Görlacher R.; Werner, H. (1992): „Empfehlung
zum einheitlichen, genaueren Querzugnachweis für Prof. Dr.-Ing. H. Brüninghoff, Wuppertal
Anschlüsse mit mechanischen Verbindungsmitteln“ In: Dipl.-Ing. O. Bosenius, Wuppertal
INFORMATIONSDIENST HOLZ, Holzbau-Statik-Aktuell, Dipl.-Ing. H. Jacobs, Wuppertal
Ausgabe Juli 1992/5, Arbeitsgemeinschaft Holz e.V., Technische Anfragen an:
Düsseldorf Arbeitsgemeinschaft Holz e.V.
[6] Heimeshoff, B. (1987): „Probleme der Stabilitätstheorie Postfach 30 01 41
und Spannungstheorie II. Ordnung im Holzbau“ In: D - 40401 Düsseldorf
INFORMATIONSDIENST HOLZ, Holzbau-Statik-Aktuell, argeholz@argeholz.de
Ausgabe März 1987/9, Arbeitsgemeinschaft Holz e.V., www.argeholz.de
Düsseldorf (0211) 478180
[7] Heimeshoff, B. (1979): „Bemessung von Holzstützen mit (0211) 452314 fax
nachgiebigem Fußanschluss“ In: INFORMATIONSDIENST
HOLZ, Holzbau-Statik-Aktuell, Ausgabe Mai 1979/3, Fachbücher und EDV-Programme sind über den Fachverlag Holz
Arbeitsgemeinschaft Holz e.V., Düsseldorf (Adresse wie Arbeitsgemeinschaft Holz) erhältlich.
[8] Heimeshoff, B. (1976): „Berechnung von Rahmenecken mit
Die technischen Informationen dieser Schrift entsprechen zum
Keilzinkenverbindungen“ In: INFORMATIONSDIENST
Zeitpunkt der Drucklegung den anerkannten Regeln der Tech-
HOLZ, Holzbau-Statik-Aktuell, Ausgabe Mai 1976/1,
nik. Eine Haftung für den Inhalt kann trotz sorgfältigster Bear-
Arbeitsgemeinschaft Holz e.V., Düsseldorf
beitung und Korrektur nicht übernommen werden.
E DIN 1045 – 1 (1997-02): Erschienen: Dezember 2000
Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton; Bemessung ISSN-Nr. 0466-2114
und Konstruktion holzbau handbuch
DIN 1052 –1 (1988-04) mit Änderungen A1 (1996-10): Reihe 1: Entwurf und Konstruktion
Holzbauwerke; Berechnung und Ausführung Teil 7: Hallen
Folge 2: Konstruktion von Anschlüssen
DIN 1052 –2 (1988-04) mit Änderungen A1 (1996-10):
im Hallenbau
Holzbauwerke; Mechanische Verbindungen
E DIN 1052 (2000-05):
Entwurf, Berechnung und Bemessung von Holzbauwerken
DIN 4102-4 (1994-03) mit Berichtigungen 1 (1995-05),
2 (1996-04) und 3 (1998-09):
Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen
DIN 18800 –1 (1990-11) mit Änderungen A1 (1996-02):
Stahlbauten; Bemessung und Konstruktion
DIN 18800 –2 (1990-11) mit Änderungen A1 (1996-02):
Stahlbauten; Stabilitätsfälle
DIN Normen sind beim Beuth-Verlag, Berlin, erhältlich. U n d D e i n e We l t
hat wieder ein Gesicht.
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z 9.1-136
„Stützen aus Brettschichtholz zum Verguß in Stahlbeton-
fundamente“
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z 9.1-166
„Nagelverbindung System Greim“
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z 9.1-212
„Stahlblech – Holz – Nagelverbindung mit Stahlblechdicken
von 2,0 mm bis 3,0 mm ohne Vorbohren“

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