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Fine Art Fotografie

Die Bezeichnung"Fine Art" stammt ursprünglich aus der Malerei und wurde erstmals in den Anfängen
des 19. Jahrhunderts verwendet. Die Bezeichnung verwies auf die spezielle Darstellung von Motiven;
unabhängig von der angewandten Technik. Zu diesem Zeitpunkt steckte die Fotografie noch in den
Kinderschuhen und befreite sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Malerei, die bis zu dieser
Zeit als Leitkunstsparte galt. Mit den steigenden Anforderungen an die künstlerische Qualität von
Fotografien wurde der Begriff"Fine Art" aus der Bildenden Kunst übernommen. Die Fine Art Fotografie
war geboren. Daraus resultierte eine klare Differenzierung zu anderen Sparten der Fotografie, zu denen
unter anderen die Reportagenfotografie oder die Sozialfotografie zählen. Im Verlauf der Jahre veränderte
sich die Fotografie. Von der reinen Schwarz-Weiß-Abbildung führte der Weg über die Umwege der
beiden Weltkriege zur Farbfotografie. Dabei gingen die konzeptionellen Inhalte des Begriffes Fine Art,
dessen Schwerpunkt auf der künstlerischen Ausarbeitung eines Bildes lag, immer mehr verloren. Das
Interesse lag auf dem Bunten, auf klaren Kontrasten und eindeutig erkennbaren Strukturen. Erst in den
1970er Jahren wurde das Thema von einigen Fotografien wieder aufgegriffen und mit - für diese Zeit -
innovativen Technologien, wie die Zonensystem-Belichtung, kombiniert. Großer Wert wurde zu diesem
Zeitpunkt auf die Schärfe eines Bildes gelegt und man wich stark von den historischen Vorgaben ab.
Ungefähr ab 1985 kamen wieder alternative Techniken zum Einsatz und unter Verwendung von
Edeldruck- und Umdruckverfahren wurde das Thema Fine Art neu definiert. Der Schwerpunkt lag nun
nicht mehr in der Aufnahmetechnik, sondern in der ausgeklügelten und feinen Bildausarbeitung.