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Hämatologie (Blut)

Elektrolyte:

Als Elektrolyte bezeichnet man positiv oder negativ geladene Teilchen (Ionen), die mit der

Nahrung aufgenommen und über die Nieren, das Verdauungssystem und die Haut

(Schweiß) ausgeschieden werden.

Die wichtigsten Elektrolyte im Körper:

Elektrolyt

Normwert im Blut (mmol/l)

Funktion

Natrium

135-145

Erregung

von

Nerven

-und

Muskelzellen

 

Kalium

3,5-5,5

Erregung

von

Nerven

-und

Muskelzellen

 

Chlorid

95-110

Regulation des osmotischen Drucks, Regulation des Säure – Basen - Haushalts

Kalzium

2,2-2,7

Erregung von Nerven -und Muskelzellen, Aufbau von Knochen und Zähnen

Magnesium

0,75-1,05

Erregung von Nerven -und Muskelzellen, Funktion der Enzyme

Phosphat

0,8-1,6

Mineralisierung der Knochen, Regulation des pH – Werts des Körpers

Störungen des Elektrolythaushalts:

Hyperkaliämie:

bei

Niereninsuffizienz,

Morbus

Addison;

Symptome: Herzrhytmusstörungen, Bradykardie, Muskelschwäche

Hypokaliämie:

bei

Diarrhö,

Erbrechen,

entzündlichen

Darmerkrankungen;

Symptome: Herzrhytmusstörungen, verringerte Darmperistaltik bis hin zur Darmlähmung

Hyperkalziämie:

bei

Knochenmetastasen,

Niereninsuffizienz,

Plasmozytom;

Symptome: Verwirrtheit, Somnolenz, Übelkeit, Erbrechen

Hypokalziämie:

bei

Diarrhö,

Schwangerschaft;

Symptome: Muskelkrämpfe, Hypotonie, Bradykardie

Hypermagnesiämie:

bei

Niereninsuffizienz,

Verbrennungen;

Symptome: Übelkeit, Obstipation, Muskelschwäche

Hypomagnesiämie: bei Alkoholismus, Diarrhö, Erbrechen, Colitis ulcerosa;

Symptome: Krämpfe, Herzrhytmusstörungen, Depressionen