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Hygiene

Isolierung: „Abgrenzung“ , „Absonderung“

Unterscheidung in zwei Indikationen:


1. Quellenisolierung (strikte Isolierung + Standardisolierung)
2. Schutzisolierung (protektive Isolierung / Umkehrisolierung)

Quellenisolierung:
bei Verdacht oder Vorliegen einer übertragbaren Erkrankung zum Schutz von Mitpatienten,
Personal und Besuchern
Schutzisolierung:
Patienten mit ausgeprägter Abwehrschwäche sollen vor Infektionen geschützt werden

CAVE: Die Isolierung wird durch den behandelnden Arzt angeordnet. Der Umfang der
Isolierungsmaßnahmen hängt von verschiedenen Faktoren (z.B.
Infektionsempfänglichkeit von Patienten, Schweregrad der Erkrankung) ab.

Quellenisolierung:
Unterscheidung in strikte Isolierung und Standardisolierung

strikte Isolierung:
erforderlich bei Infektionsgefahr durch direkten Kontakt, Kontakt mit Körperflüssigkeiten - und
Ausscheidungen , Tröpfcheninfektion

Maßnahmen:
• Unterbringung in Einzelzimmer mit spezieller Raumlufttechnik
• Zimmer wird während der gesamten Zeit der Isolierung vom Patienten nicht verlassen
• Schutzkleidung (Einmalkittel, Haube, Schutzhandschuhe, Einmalüberschuhe)
• vorhandene Schleuse zur Abfall – und Wäscheentsorgung und Durchführung der
Händedesinfektion
• regelmäßige Desinfektionsmaßnahmen durch ausgebildetes Personal

Standardisolierung:
erforderlich bei Patienten mit einer meldepflichtigen Erkrankung die durch direkten Kontakt,
Kontakt mit Körperflüssigkeiten – und Ausscheidungen, Tröpfcheninfektion übertragen
werden kann
Maßnahmen:
• Unterbringung in Einzelzimmer
• gemeinsame Unterbringung bei gleichem Erregertyp möglich
• Aufklärung über Übertragungsmöglichkeiten
• Schutzkleidung (Schutzkittel, Einmalhandschuhe , evtl. Mund – Nasen – Schutz) bei
direktem Patientenkontakt erforderlich
• Wäsche – und Abfallentsorgung in farblich gekennzeichneten Behältern im
Doppelsackverfahren
• Aufhebung der Isolierung auf ärztliche Anordnung
• bei Entlassung, Verlegung, Tod des Patienten ist eine Scheuer - / Wischdesinfektion des
Patientenzimmers erforderlich

Schutzisolierung:
erforderlich bei infektionsgefährdeten Patienten (z.B. angeborene / erworbene
Immundefekte, schwere Verbrennungen, Knochenmarktransplantationen)

Maßnahmen:
• Keime in Umgebung des Betroffenen reduzieren
• körpereigene Keime des Patienten reduzieren
• Infektionen frühzeitig erkennen & behandeln