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SDieCIENTOLOGY

Welt zu einem besseren Ort machen


Scientology wurde von L. Ron Hubbard gegründet und entwickelt. Sie ist eine
angewandte Religion, die einen exakten Weg bietet, auf dem jedermann die Wahrheit
und Einfachheit seines spirituellen Selbsts wiedererlangen kann.
Scientology basiert auf präzisen Axiomen, mit denen die eigentlichen Ursachen
und Prinzipien des Daseins definiert werden, sowie auf umfassenden Beobachtungen
auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften. Sie bildet ein philosophisches Wissensge-
bäude, das buchstäblich auf alles Leben anwendbar ist.
Dieser große Wissensschatz führte zu zwei Verwendungen des Gebietes: Erstens,
als Lehre, die der Mensch benutzen kann, um sein spirituelles Bewusstsein zu erhöhen
und die Freiheit zu erreichen, die von vielen großen philosophischen Lehren
angestrebt wurde; und zweitens, als große Anzahl grundlegender Prinzipien, die
Menschen benutzen können, um ihr Leben zu verbessern. In dieser zweiten Verwen-
dung bietet Scientology effektive praktische Methoden, um jeden Aspekt unseres
Daseins zu verbessern – Mittel, um eine neue Lebensweise zu schaffen. Dies ist der
Hintergrund, vor dem der Stoff entstand, den Sie gleich lesen werden.
Die hier enthaltenen Informationen wurden aus den Schriften L. Ron Hubbards
zusammengestellt und bilden nur eines der Werkzeuge, die man im Scientology
Handbuch finden kann. Das Handbuch ist ein umfassender Leitfaden und beinhaltet
zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten der Scientology, die genutzt werden können,
um viele weitere Lebensbereiche zu verbessern.
Die Herausgeber haben die Informationen in diesem Büchlein mit einer kurzen
Einführung, praktischen Übungen und Beispielen erfolgreicher Anwendung
abgerundet.
Es gibt Kurse, auf denen Sie ein größeres Verstehen erlangen können, sowie
weitere Materialien zur Vertiefung Ihres Wissens. Diese Kurse und Materialien sind in
Ihrer nächstgelegenen Scientology-Kirche oder -Mission erhältlich. Adressen sind
aufgeführt unter www.scientology.org.
In Scientology werden viele neue Phänomene über den Menschen und das Leben
beschrieben. Daher können Sie auf diesen Seiten Ausdrücken begegnen, die Ihnen
nicht geläufig sind. Diese sind bei ihrem ersten Auftreten beschrieben sowie auch im
Glossar hinten im Büchlein.
Scientology ist zur Verwendung da. Sie ist eine praktische Philosophie, etwas, das
man tut. Wenn Sie dieses Wissen verwenden, dann können Sie Zustände verändern.
Millionen von Menschen, die etwas in Bezug auf die Zustände unternehmen
wollen, die sie in ihrer Umgebung sehen, haben dieses Wissen angewendet. Sie wissen,
dass das Leben verbessert werden kann. Und sie wissen, dass Scientology
funktioniert.
Verwenden Sie, was Sie auf diesen Seiten lesen, um sich selbst und anderen zu
helfen, dann werden auch Sie es wissen.
SCIENTOLOGY KIRCHE INTERNATIONAL
Ü berlegen Sie sich dies für einen Moment: Hat Ihnen während Ihrer
gesamten Schulzeit jemals jemand beigebracht, wie man etwas studiert?
Heute schließen Leute die Schule ab, deren Lese- und Schreibfähigkeit
kaum dafür ausreicht, eine Arbeit zu haben oder mit dem Leben umzugehen.
Das ist ein sehr großes Problem. Es geht nicht darum, dass Fachgebiete
nicht gelernt werden können; es wird nicht gelehrt, wie man lernt. Das ist
der fehlende Schritt in jeder Ausbildung.
L. Ron Hubbard hat diese klaffende Lücke mit der ersten und einzigen
Technologie, wie man studiert, aufgefüllt. Er entdeckte die Gesetze, auf
denen Lernen aufbaut, und entwickelte funktionsfähige Methoden, die
jeder anwenden kann. Er nannte dieses Gebiet die „Studiertechnologie“.
Diese Technologie bietet ein Verstehen der Grundlagen des Lernens
und gibt einem exakte Wege, alle Fallen, auf die man beim Studieren
stoßen kann, zu überwinden.
Die Studiertechnologie besteht nicht aus Geschwindigkeitslesen oder
Gedächtnisstützen. Erwiesenermaßen verbessern diese Methoden die Fähigkeit
zu lesen und zu schreiben oder etwas zu verstehen, das man studiert hat,
nicht. Die Studiertechnologie zeigt, wie man studiert, um ein Fachgebiet
zu verstehen, damit man es anwenden kann.
Hier ist nur ein kleiner Teil der gesamten Studiertechnologie enthalten,
die von L. Ron Hubbard entwickelt wurde. Trotzdem enthält dieser kurze
Überblick Grundlagen, die Sie anwenden können, um effektiver zu studieren.
Mit dieser Technologie kann jeder jedes Fachgebiet erlernen. I

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WARUM STUDIEREN?

T
rotz allem Nachdruck, der in unserer Gesellschaft auf Ausbil-
dung gelegt wird, ist es erstaunlich festzustellen, dass es
niemals eine wirkliche Technologie des Studierens oder eine
Technologie der Ausbildung gegeben hat. Das klingt sehr weit
hergeholt, ist aber wahr. Es gab eine Schultechnologie, aber sie
hatte nicht allzu viel mit Ausbildung zu tun. Sie beinhaltete die
Technologie, wie man zur Schule geht, wie man in der Schule
Unterricht erhält und wie man geprüft wird, aber es gab keine
wirkliche Technologie der Ausbildung oder des Studierens. Da
Menschen eine solche Technologie fehlt, finden sie es schwierig, ihre Ziele zu errei-
chen. Es ist für jeden sehr wichtig zu wissen, wie man studiert.

Das erste kleine Tor, das geöffnet werden muss, um ein Studium in Angriff zu
nehmen, ist die Bereitschaft zu wissen. Wenn dieses Tor geschlossen bleibt, läuft man
Gefahr, in so etwas wie ein vollständig wörtliches, mechanisches System des Auswen-
diglernens hineinzugeraten, das nicht zu irgendwelchem Wissen führen wird. Ein
solches System bringt nur Schulabgänger hervor, die möglicherweise Fakten herun-
terrasseln können, ohne sie aber wirklich zu verstehen, oder die unfähig sind, etwas
mit den Daten anzufangen, die ihnen beigebracht wurden.

Warum studiert man also? Solange Sie diesen Punkt nicht geklärt haben, können
Sie tatsächlich keine sinnvolle Aktivität daraus machen.

Einige Studenten studieren für die Prüfung. Der Student überlegt sich: „Wie werde
ich das wiedergeben, wenn mir eine bestimmte Frage gestellt wird?“ oder „Wie werde
ich meine Prüfung bestehen?“ Das ist völliger Unsinn, ist aber unglücklicherweise
etwas, das viele Studenten an Universitäten gemacht haben.

Nehmen wir einen Mann, der schon seit vielen Jahren Häuser gebaut hat und der
eines Tages einen Assistenten erhält, der gerade auf der Universität gelernt hat, wie
man Häuser baut. Er wird verrückt! Der akademisch ausgebildete Mann hat es jahre-
lang studiert und weiß dennoch nichts darüber. Und der Mann der Praxis weiß nicht,
warum dem so ist.

Der Grund dafür liegt darin, dass der Mann, der gerade seine Universitätsausbil-
dung abgeschlossen hat, alle seine Materialien so studiert hat, dass er darüber geprüft
werden konnte. Er studierte sie nicht, um Häuser zu bauen. Der Mann, der draußen
in der Praxis tätig war, ist ihm zwar langfristig nicht unbedingt überlegen, ist aber

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sicherlich in der Lage, Häuser zu bauen, denn er studierte alles auf der Grundlage,
wie er es auf das Bauen von Häusern anwenden könnte. Jedes Mal, wenn er eine
Anzeige oder Fachliteratur oder irgendetwas anderes in die Hand nimmt, fragt er sich
während des Lesens ständig: „Wie kann ich das darauf anwenden, was ich tue?“

Das ist der grundlegende und wichtige Unterschied zwischen praktischem Studium
und akademischem Studium.

Daher schlagen einige Leute in der Praxis fehl, nachdem sie die Ausbildung abge-
schlossen haben.

Anstatt die Daten anzuschauen und sich zu überlegen: „Wird das in der Prüfung
gefragt werden?“, wäre es besser, sich zu fragen: „Wie kann ich diese Materialien
anwenden?“ oder: „Wie werde ich das wirklich gebrauchen können?“

Wenn man das macht, wird man viel mehr aus dem Studierten herausholen und
in der Lage sein, das Gelernte tatsächlich anzuwenden.

Der Student, der alles darüber weiß


Auf dem Gebiet des Lernens selbst ist das erste Datum und die erste Barriere, die
man überwinden muss: Man kann ein Fachgebiet nicht lernen, wenn man denkt, man
wisse von Anfang an schon alles darüber.

Ein Student, der denkt, er wisse alles, was es auf diesem Gebiet zu wissen gibt,
wird nicht in der Lage sein, irgendetwas darüber zu lernen.

Jemand könnte von einer früheren Erfahrung her schon mit einem Gebiet vertraut
sein, und da er auf diesem Gebiet erfolgreich war, meint er jetzt, er wisse alles darüber.
Wenn so jemand einen Kurs auf diesem Gebiet belegte, würde er durch einen Schirm
von „Ich weiß alles darüber“ studieren.

Mit diesem Hindernis im Weg kann jemand in seinem Studium völlig stecken
bleiben und keinen Fortschritt machen.

Das trifft auf Studenten aller Fachgebiete zu.

Wenn jemand entscheiden kann, nicht schon alles über ein Fachgebiet zu wissen,
und zu sich selbst sagen kann: „Da gibt es etwas zu lernen, also werde ich es lernen“,
kann er dieses Hindernis überwinden und ist in der Lage zu lernen.

Das ist ein sehr, sehr wichtiges Datum für jeden Studenten. Wenn man das versteht
und anwendet, steht einem das Tor zum Wissen weit offen.

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DIE HINDERNISSE
BEIM STUDIEREN
Es braucht jedoch mehr als nur eine Bereitschaft zu lernen, um ein erfolgreicher
Student zu sein. Es gibt Fallen, und Studenten müssen wissen, wie man auf effektive
Weise lernt, um diese zu überwinden.

Es ist entdeckt worden, dass es drei bestimmte Hindernisse gibt, welche die
Studierfähigkeit einer Person und dadurch ihre Fähigkeit, ausgebildet zu werden,
blockieren können. Diese Hindernisse bringen in der Tat drei verschiedene Gruppen
körperlicher und geistiger Reaktionen hervor.

Wenn man weiß und versteht, was diese Hindernisse sind und wie man mit ihnen
umgeht, wird die Fähigkeit, zu studieren und zu lernen, außerordentlich gesteigert.

Das erste Hindernis: Abwesenheit von Masse


In der Studiertechnologie beziehen wir uns auf die Masse und auf die Bedeutung
eines Themas. Mit Masse meinen wir die tatsächlichen physikalischen Gegenstände,
die Dinge des Lebens. Die Bedeutung eines Themas ist dessen Sinn oder die Ideen oder
die Theorie davon.

Ausbildung in Abwesenheit der Masse, mit der die Technologie zu tun haben wird,
ist für den Studenten schwierig.

Wenn Sie etwas über Traktoren studieren würden, wäre die Masse ein Traktor.
Sie könnten in einem Lehrbuch alles über Traktoren studieren: Wie man ihn bedient,
die verschiedenen Zusatzteile, die verwendet werden können – mit anderen Worten:
die ganze Bedeutung. Aber können Sie sich vorstellen, wie wenig Sie verstehen
würden, wenn Sie nie wirklich einen Traktor gesehen hätten?

Eine solche Abwesenheit von Masse kann verursachen, dass sich ein Student
zerquetscht fühlt. Sie kann verursachen, dass er sich verbogen und irgendwie schwind-
lig, irgendwie tot, gelangweilt und gereizt fühlt.

Fotografien oder Filme können helfen, weil sie ein Versprechen oder eine Hoff-
nung der Masse repräsentieren. Aber wenn jemand etwas über Traktoren studiert,
bilden die gedruckte Seite und das gesprochene Wort keinen Ersatz für einen wirkli-
chen Traktor!

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Die Masse dessen nicht
zu haben, worüber man
studiert, kann bewirken,
dass ein Student sich
verbogen, schwindlig,
tot, gelangweilt und
gereizt fühlt. Die
gedruckte Seite ist kein
Ersatz für die
tatsächliche Masse.

BEDEUTUNG

MASSE

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Wenn man jemanden bezüglich einer Masse ausbildet, die er nicht hat und die
nicht zugänglich ist, kann das unangenehme und ablenkende körperliche Reaktionen
hervorrufen.

Wenn Sie versuchen würden, jemandem alles über Traktoren beizubringen, aber
ihm keine Traktoren zeigen oder ihn nicht die Masse eines Traktors erleben lassen
würden, hätte er am Schluss ein Gefühl im Gesicht, als wäre es zerquetscht, und er
wird Kopfschmerzen und ein komisches Gefühl im Magen verspüren. Er wird sich ab
und zu schwindlig fühlen, und seine Augen werden oft schmerzen.

Studenten jeden Alters können auf dieses Hindernis stoßen. Sagen wir, Fritzchen
tut sich in der Schule beim Rechnen schrecklich schwer. Sie stellen fest, dass er eine
Rechenaufgabe lösen wollte, bei der es um Äpfel ging, aber er hatte nie irgendwelche
Äpfel auf seinem Schreibtisch, die er hätte zählen können. Besorgen Sie ihm ein paar
Äpfel, und geben Sie jedem eine Nummer. Er hat jetzt ein paar Äpfel vor sich – es ist
nicht länger eine theoretische Anzahl von Äpfeln.

Der Punkt ist, dass Sie Fritzchens Problem auf eine Abwesenheit der Masse
zurückführen können, und Sie können es in Ordnung bringen, indem Sie ihm die
Masse zur Verfügung stellen, oder Sie könnten ihm einen Gegenstand oder einen
vernünftigen Ersatz dafür geben.

Dieses Studierhindernis – etwas zu studieren, ohne dass dessen Masse jemals


vorhanden ist – bringt diese deutlich erkennbaren Reaktionen hervor.

Das Beheben einer Abwesenheit von Masse


Da nicht jedem, der studiert, die eigentliche Masse zur Verfügung steht, wurden
nützliche Hilfsmittel entwickelt, um ein Fehlen von Masse zu beheben. Diese fallen
in das Gebiet der Demonstration.

Demonstration kommt vom lateinischen demonstrare: „aufzeigen, zeigen, nachweisen“.

Der Ausdruck demonstrieren wird mit „durch praktische Mittel beibringen, genau
darlegen oder zeigen“ definiert.

Um sich mit Masse zu versorgen, würde man eine Demonstration machen. Eine
Art, wie man das tun kann, ist mit einem „Demonstrations-Kit“. Ein „Demo-Kit“, wie
es genannt wird, besteht aus verschiedenen kleinen Gegenständen wie Korken,
Flaschendeckeln, Büroklammern, Kugelschreiberkappen, Gummibändern und so
weiter. Ein Student kann ein Demo-Kit verwenden, um die Dinge, die er studiert,
darzustellen, und es hilft ihm, Begriffe zu verstehen.

Falls ein Student in etwas hineingerät, das er sich nicht recht klarmachen kann,
würde es ihm helfen, die Idee mit einem Demo-Kit darzustellen, um sie zu verstehen.

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Wie eine
Pflanze wächst

Einen Begriff mit verschiedenen kleinen Gegenständen darzustellen fügt dem Masse hinzu, was die
Person zu studieren versucht. Das steigert das Verstehen.

Mit einem Demo-Kit kann man alles darstellen: Ideen, Gegenstände, Wechselbe-
ziehungen oder wie etwas funktioniert. Man verwendet einfach diese kleinen Gegenstände,
um die verschiedenen Teile von etwas, worüber man studiert, darzustellen. Die
Gegenstände können in Beziehung zueinander bewegt werden, um die Mechanismen
und Abläufe einer bestimmten Vorstellung aufzuzeigen.

Ein anderes Mittel, wie man etwas demonstrieren kann, ist durch Skizzieren.

Jemand, der an seinem Schreibtisch sitzt und etwas auszuarbeiten versucht, kann
das, womit er arbeitet, mit Bleistift und Papier skizzieren oder graphisch darstellen
und es so begreifen.

Es gibt eine Regel, die besagt: Wenn Sie etwas nicht in zwei Dimensionen darstellen
können, haben Sie es nicht kopiert. Es ist eine willkürliche Regel – basierend
auf Urteilsvermögen oder eigener Anschauung – aber sie funktioniert sehr gut.

Diese Regel wird im Ingenieurwesen und in der Architektur verwendet: Wenn es


nicht einfach und klar in zwei Dimensionen ausgearbeitet werden kann, ist etwas
falsch, und es kann nicht gebaut werden.

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?

Skizzieren hilft beim Ausarbeiten von Dingen.

Skizzieren und zweidimensionale Darstellung gehören beide zum Demonstrieren


und dazu, etwas auszuarbeiten.

Ein drittes Hilfsmittel, wie man Masse zur Verfügung stellt, um Grundsätze zu
klären, besteht darin, Modellier-Knetmasse zu verwenden und damit eine
Knetdemonstration oder eine „Knetdemo“ eines Grundsatzes zu machen.

Der Zweck einer Knetdemonstration ist:

1. dem Studenten die Materialien, die er studiert, real zu machen,

2. das richtige Gleichgewicht zwischen Masse und Bedeutung herzustellen,

3. dem Studenten die Anwendung beizubringen.

Die vollständige Theorie von Knetdemonstrationen liegt darin, dass sie Masse
hinzufügen.

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PFE
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Gegenstände, Handlungen, Gedanken, Ideen, Beziehungen oder irgendetwas anderes


kann mit Knetmasse demonstriert werden.

Ein Student benötigt Masse, um etwas zu verstehen. Ohne Masse hat er nur
Gedanken oder geistige Begriffe. Wenn Masse gegeben ist, kann er es verarbeiten, weil
er Masse und Raum hat und es sich dann vorstellen kann.

Demonstrationen mit einem Demo-Kit funktionieren ebenfalls nach diesem


Prinzip, nur mit dem Unterschied, dass eine Knetdemonstration den demonstrierten
Sachverhalt genauer darstellt und mehr Masse bietet.

Jeder Student kann Knete verwenden, um eine Aktion, eine Definition, einen
Gegenstand oder einen Grundsatz darzustellen. Er sitzt an einem Tisch, auf dem
verschiedenfarbige Knetmassen ausgelegt sind, die er verwenden kann. Er
demonstriert den Gegenstand oder den Grundsatz in Knete, wobei er jeden Teil mit
einem Schildchen versieht. Die Knetmasse zeigt die Sache. Es ist nicht nur ein Klumpen
mit einem Schildchen darauf. Verwenden Sie kleine Papierstreifen als Schilder.

Sagen wir, ein Student will beispielsweise einen Bleistift demonstrieren. Er fertigt
eine dünne Rolle aus Knetmasse an, die von einer weiteren Schicht Knetmasse
umgeben ist, welche die dünne Rolle an einem Ende herausschauen lässt. An das
andere Ende kommt ein kleiner Zylinder aus Knetmasse. Die Rolle wird mit „Mine“

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beschriftet. Die äußere Schicht wird mit „Holz“ beschriftet. Der kleine Zylinder erhält
das Schildchen „Radiergummi“.

Der entscheidende Punkt ist Einfachheit.

Alles kann in Knetmasse demonstriert werden, wenn man daran arbeitet. Und
einfach indem man daran arbeitet, wie man es demonstriert oder in Knetmasse
darstellt und beschriftet, wird ein neues Verstehen hervorgebracht.

In der Frage „Wie stelle ich es in Knetmasse dar?“ ist das Geheimnis des Lehrens
enthalten. Wenn man es in Knete darstellen kann, versteht man es. Wenn man es
nicht kann, so versteht man nicht wirklich, was es ist. Somit funktioniert Kneten und
Beschriften nur, wenn der Ausdruck oder die Dinge wirklich verstanden wurden. Und
indem man sie in Knete ausarbeitet, erreicht man ein Verstehen darüber.

Künstlerische Darstellung ist kein Thema, wenn man eine Knetdemo macht. Die
Formen sind grob.

Jedes einzelne Ding, das in einer Knetdemo gemacht wird, wird mit einem Schild-
chen versehen, egal, wie grob es ist. Die Studenten fertigen meistens Schildchen aus
Papierabfällen oder leichtem Karton an, die mit Kugelschreiber beschriftet werden.
Wenn man ein Schildchen macht, schneidet man an einer Seite eine Spitze, sodass es
sich leicht in die Knete stecken lässt.

Der Ablauf sollte sein: Der Student macht einen Gegenstand, beschriftet ihn,
macht einen anderen Gegenstand, beschriftet ihn, macht einen dritten Gegenstand
und steckt ein Schildchen daran, und so geht es in dieser Reihenfolge weiter. Das
kommt von dem Tatbestand, dass das beste Lernen ein Gleichgewicht zwischen Masse
und Bedeutung fordert, und dass zu viel des einen ohne das andere dazu führen kann,
dass sich ein Student schlecht fühlt. Wenn ein Student alle Massen seiner Demonstra-
tion auf einmal macht, ohne sie zu beschriften, sitzt er da mit all den Bedeutungen,
die sich in seinem Verstand anhäufen, anstatt dass er jede einzelne (in Form eines
Schildchens) festhält, während er die Knetdemo macht. Der korrekte Ablauf ist, dass
er jede Masse mit einem Schildchen versieht, während er vorangeht.

Jeder Gegenstand, jeder Grundsatz oder jede Tätigkeit kann mit einem Stück
Knete und einem Schildchen dargestellt werden. Die Masseteile werden mit Knete
gemacht, die Bedeutungs- oder Gedankenteile durch die Schildchen.

Richtungen von Bewegung oder Lauf werden normalerweise mit kleinen Pfeilen
angezeigt. Der Pfeil kann aus Knete oder mit einer anderen Art von Schildchen
gemacht werden. Das kann sehr wichtig werden. Fehlt Klarheit darüber, was in welche
Richtung geht oder fließt, kann die Demo unerkennbar werden.

Knetdemos müssen groß sein. Einer der Zwecke von Knetdemonstrationen ist,
dem Studenten die Materialien, die er studiert hat, real zu machen. Wenn eine

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Jemandes

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Verstehen kann
sehr gesteigert
werden, wenn er
etwas ausarbeitet
und es in
physikalischer
Form anfertigt.

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SCHACH
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LICHTWE

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D

LICHTWELLE

LICHTWELLE

Knetdemo des Studenten klein ist (weniger Masse), kann sie möglicherweise nicht
real genug für die Person sein. Große Knetdemos sind erfolgreicher, da sie das
Verstehen des Studenten erhöhen.

Eine gut gemachte Knetdemonstration, die die Sache wirklich demonstriert, wird
eine erstaunliche Veränderung in diesem Studenten hervorbringen. Und er wird die
Daten behalten.

Jede dieser drei Methoden, die Abwesenheit von Masse zu beheben – wobei ein
Demo-Kit, Skizzieren oder Knetdemonstrationen verwendet werden –, sollte bei jegli-
cher Ausbildungstätigkeit uneingeschränkt verwendet werden. Sie können einen
großen Unterschied dabei ausmachen, wie gut ein Student lernt und das, was er
studiert hat, anwenden kann.

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Das zweite Hindernis beim Studieren:
Ein zu steiler Gradient
Ein Gradient ist eine stufenweise Herangehensweise an etwas, Schritt für Schritt,
Stufe um Stufe, wobei jeder Schritt oder jede Stufe alleine leicht erreichbar ist – sodass
schließlich komplizierte und schwierige Aktivitäten relativ leicht erledigt werden
können. Der Ausdruck Gradient trifft auch auf jeden der Schritte zu, die bei so einer
Herangehensweise verwendet werden.
Wenn man beim Studieren eines Fachgebietes auf einen zu steilen Gradienten
stößt, bewirkt das eine Art Verwirrung oder ein taumeliges Gefühl. Das ist das zweite
Hindernis beim Studieren.
Die Abhilfe für einen zu steilen Gradienten liegt darin, auf dem Gradienten
zurückzugehen. Finden Sie heraus, wann die Person über das, was sie studiert hat,
nicht verwirrt war, und finden Sie dann heraus, welche neue Aktion sie danach
begonnen hat. Finden Sie heraus, welche Aktion sie ihrer Meinung nach gut
verstanden hat, kurz bevor sie völlig verwirrt wurde.

Zu lernen, wie man Fahrrad fährt, ist oft ein zu Aber ein Satz Stützräder ermöglicht es ihm,
steiler Gradient für ein Kind. Fortschritte zu machen. Das ist ein angemessener
Gradient.

Sie werden feststellen, dass es in diesem Bereich, in dem Teil, von dem sie meinte,
sie hätte ihn gut verstanden, etwas gibt, das sie nicht wirklich verstanden hatte.
Sobald das abgeklärt ist, wird der Student wieder in der Lage sein, weiterzumachen.
Wird von der Person festgestellt, dass sie bei der zweiten Aktion, die sie hätte
wissen oder machen sollen, fürchterlich verwirrt war, ist es sicher anzunehmen, dass
die erste Aktion nie wirklich verstanden wurde.
Dieses Hindernis ist am leichtesten zu erkennen und am zutreffendsten, wenn es
um das Tun – um das Durchführen einer Aktion oder Aktivität – geht, im Gegensatz
zum rein akademischen oder intellektuellen Studium.

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Das dritte – und wichtigste – Hindernis:
das missverstandene Wort
Das dritte und wichtigste Hindernis beim Studieren ist das missverstandene Wort.
Ein missverstandenes Wort ist ein Wort, das nicht verstanden oder falsch verstanden
wird.

Eine ganz andere Gruppe körperlicher Reaktionen kann hervorgerufen werden,


wenn jemand über Wörter hinwegliest, die er nicht versteht. Ein Wort zu übergehen,
das nicht verstanden wurde, verursacht ein eindeutiges Gefühl der Leere oder ein
Gefühl der Erschöpfung.

Ein Gefühl, „nicht da“ zu sein, und eine Art nervöser Hysterie (übermäßiges
Angstgefühl) werden darauf folgen.

Die Verwirrung oder Unfähigkeit, etwas zu verstehen oder zu lernen, erfolgt nach
einem Wort, das die Person nicht definiert oder nicht verstanden hatte.

Das missverstandene Wort ist viel wichtiger als die zwei anderen Hindernisse.
Das missverstandene Wort entscheidet über Fähigkeit oder Mangel an Fähigkeit und
ist eigentlich das, was die Psychologen seit Jahren versucht haben zu testen, ohne zu
erkennen, was es war.

Das ist alles, worauf viele Studierschwierigkeiten zurückgehen. Über missverstan-


dene Wörter hinwegzustudieren bringt eine so umfangreiche Reihe geistiger Auswirkungen
hervor, dass es der Hauptfaktor ist, der mit Dummheit und vielen anderen
unerwünschten Zuständen zu tun hat.

Wenn eine Person keine missverstandenen Wörter hätte, könnte ihr Talent
vorhanden sein oder nicht, aber ihr Tun auf diesem Gebiet wäre vorhanden.

Es gibt zwei bestimmte Phänomene, die von missverstandenen Wörtern stammen.

Erstes Phänomen
Wenn ein Student ein Wort nicht richtig versteht, so stellt der Abschnitt direkt
nach diesem Wort eine Lücke in seinem Gedächtnis dar.

Man kann immer zu diesem Wort direkt vor der Lücke zurückgehen, dafür sorgen,
dass dieses Wort verstanden wird, und wie durch ein Wunder feststellen, dass die
früher leere Stelle in dem Material, das Sie studieren, jetzt keine Lücke mehr darstellt.

Ein Motor wird nicht gut funktionieren, wenn man den Treibstofftank nicht gut
pflegt.

Das ist die reinste Zauberei.

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Ein Motor wird nicht
gut funktionieren,
wenn man den Treibstoff?
Treibstofftank nicht
gut pflegt.

Wenn jemand eine Seite liest ... ... und über ein Wort ... wird der Abschnitt, der auf das
hinweggeht, für das er keine missverstandene Wort folgt, in
Definition hat, ... seiner Erinnerung nicht vorhanden
sein. Das missverstandene Wort ist
das bedeutendste Hindernis, das
erfolgreichem Studieren im Wege
steht.

Haben Sie je die Erfahrung gemacht, an das Ende einer Seite gelangt zu sein und
zu bemerken, dass Sie nicht wussten, was Sie gelesen hatten? Irgendwo vorher auf
dieser Seite haben Sie ein Wort übergangen, für das Sie keine Definition oder eine
unrichtige Definition hatten.

Hier ist ein Beispiel: „Da im Radio gemeldet wurde, dass die Före heute
ausgezeichnet sei, machten sich Zehntausende in ihren Autos auf, um diese lang
erwartete Gelegenheit zu nutzen.“ Sie sehen, was passiert. Sie glauben, den ganzen
Gedanken nicht zu verstehen, aber die Unfähigkeit zu verstehen stammt
ausschließlich von dem einen Wort her, das Sie nicht definieren konnten, nämlich
Före, was die Eignung des Schnees zum Skisport bedeutet.
Zweites Phänomen
Eine missverstandene Definition, eine nicht begriffene Definition oder ein unde-
finiertes Wort können sogar verursachen, dass jemand das Studium eines Fachgebietes
aufgibt und einen Kurs oder eine Klasse verlässt. Auf diese Weise wegzugehen nennt
man abhauen.
Wir alle haben Leute gekannt, die einen Kurs enthusiastisch begonnen haben, nur
um später herauszufinden, dass sie das Studium aufgaben, weil es „langweilig“ war

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oder „nicht das war, was sie erwartet hatten“. Sie wollten eine Fertigkeit erlernen oder
eine Abendschule besuchen und ihren Abschluss erhalten, haben es aber nicht zu
Ende verfolgt. Wie vernünftig ihre Entschuldigungen auch sein mochten, Tatsache
ist, dass sie das Fachgebiet aufgegeben oder den Kurs verlassen haben. Dies ist
Abhauen. Man haut nur aus einem Hauptgrund ab – wegen des missverstandenen
Wortes.
Eine Person haut nicht notwendigerweise aufgrund von anderen Studierhinder-
nissen ab – Fehlen von Masse oder einem zu steilen Gradienten. Diese bringen einfach
körperliche Phänomene hervor. Aber das missverstandene Wort kann einen Studenten
veranlassen abzuhauen.
Es gibt eine bestimmte Reihe von Aktionen, die auf ein missverstandenes Wort
folgen:
Wenn ein Wort nicht verstanden wird, verfällt der Student in ein Nichtverstehen
(Leere) von Dingen, die unmittelbar darauf folgen. Anschließend folgt die Lösung des
Studenten für den Zustand der Leere, nämlich sich davon zu distanzieren – das heißt,
sich selbst davon abzusondern und sich von der Beteiligung daran zurückzuziehen.
Da der Student jetzt vom Bereich getrennt ist, den er studierte, ist es ihm wirklich
egal, was er in Bezug auf dieses Gebiet oder damit in Verbindung stehenden Dingen
oder Aktivitäten macht. Das ist die Einstellung – getrennt oder anders sein –, die
vorangeht, bevor man etwas oder jemandem einen Schaden zufügt.
Zum Beispiel wird ein Schüler, der in einem Fach über missverstandene Wörter
hinweggegangen ist, sich nicht darum kümmern, was in der Klasse vor sich geht, wird
möglicherweise das Fachgebiet bei seinen Kameraden schlechtmachen und könnte
sogar die Einrichtung im Klassenzimmer beschädigen oder sein Lehrbuch verlieren.
Menschen sind jedoch grundsätzlich gut. Wenn jemand eine schädliche Tat
begeht, dann bemüht er sich darum, sich davor zurückzuhalten, weitere schädliche
Taten zu begehen. Anschließend sucht man Momente, wo einem von anderen
„Unrecht“ angetan worden ist, um die eigenen Taten zu rechtfertigen. Es folgen auch
verschiedene Äußerungen der Klage, der Kritik und des „Seht-nur-was-ihr-mir-
angetan-habt“. Nach Ansicht des Studenten rechtfertigen diese Faktoren ein Weggehen
oder Abhauen.
Da aber die meisten Ausbildungssysteme das Abhauen nicht billigen, bringen sie
den Studenten dazu, sich selbst wirklich von dem Studienfach (was auch immer er
studiert hat) zurückzuziehen und an seiner Stelle eine geistige Maschinerie aufzu-
bauen, die ganze Sätze und Ausdrücke empfangen und wiedergeben kann. Eine
Person kann eine geistige Maschinerie aufstellen, wenn sie das Interesse an ihrem
Tätigkeitsbereich verliert, aber das Gefühl hat, sie müsse damit fortfahren.
Wir haben hier ,,den schnellen Studenten, der irgendwie das Gelernte niemals
anwendet“, er wird auch ein zungenfertiger Student genannt.

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Höhe?
Kompass?
Propeller? Piloten–
schule

Häufig beginnt jemand mit Wenn er jedoch zu viele Wenn er sie nicht findet und keine
großer Begeisterung, ein neues missverstandene Wörter Definition dafür bekommt, wird er
Fachgebiet zu studieren. anhäuft, schwindet sein das Interesse völlig verlieren und
Interesse. das Fachgebiet aufgeben. Das nennt
man Abhauen.

Das genaue Phänomen ist dann, dass ein Student einige Wörter studieren und
wiedergeben kann, an der Tätigkeit jedoch nicht teilnimmt. Der Student erhält in der
Prüfung die bestmögliche Note, kann aber die Daten nicht anwenden.

Der Student, der durch und durch schwer von Begriff ist, sitzt einfach in der Leere
des Nichtverstehens fest, die einem missverstandenen Wort folgt. Er wird nicht in der
Lage sein, seine Materialien mit einem Demo-Kit oder in Knete darzustellen, und
solche Schwierigkeiten sind ein sicheres Anzeichen dafür, dass ein missverstandenes
Wort existiert.

Der „sehr kluge“ Student, der jedoch die Daten in der Praxis nicht anwenden
kann, ist überhaupt nicht da. Er hat schon lange aufgehört, den Stoff oder das Studien-
fach zu konfrontieren (gegenübertreten, ohne zurück- oder auszuweichen).

Beide Zustände, sowohl das „kluge Nichtbegreifen“ als auch das „Schwer-von-
Begriff-Sein“, können in Ordnung gebracht werden, indem man das fehlende Wort
findet.

Die Entdeckung der Wichtigkeit des missverstandenen Wortes öffnet in der Tat
das Tor zur Ausbildung, und obwohl dieses Studierhindernis der missverstandenen
Definition zuletzt genannt wurde, ist es das wichtigste.

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DAS KLÄREN
VON WÖRTERN
Ein missverstandenes Wort wird missverstanden bleiben, bis man die Bedeutung
des Wortes klärt. Sobald jemand ein Wort vollständig versteht, bezeichnet man es als
geklärt.
Die Verfahren, die gebraucht werden, um Wörter, die der Student beim Studieren
missverstanden hat, zu finden und zu klären, nennt man Wortklären. Zuerst muss
man das exakte Verfahren lernen, wie man irgendwelche Wörter oder Symbole klärt,
auf die man beim Lesen oder Studieren stößt und die man nicht versteht. Die ganze
Wortklärungstechnologie verwendet dieses Verfahren.
Schritte, um ein Wort zu klären
1. Während Sie lesen, sollten Sie ein Wörterbuch zur Hand haben, sodass Sie jedes
missverstandene Wort oder Symbol, auf das Sie stoßen, klären können. Man kann ein
einfaches, aber gutes Wörterbuch finden, das nicht selbst weitschweifige Wörter in
den Definitionen der Wörter verwendet, die ihrerseits geklärt werden müssen.
2. Wenn Sie auf ein Wort oder Symbol stoßen, das Sie nicht verstehen, schlagen
Sie es in einem Wörterbuch nach. Schauen Sie kurz über die Definitionen, um dieje-
nige zu finden, die im Zusammenhang zutrifft, in dem das Wort missverstanden
worden ist. Lesen Sie diese Definition und machen Sie Sätze, in denen Sie das Wort
mit dieser Bedeutung gebrauchen, bis Sie eine klare Vorstellung davon haben, was
dieses Wort bedeutet. Dafür können zehn oder mehr Sätze erforderlich sein.
3. Dann klären Sie alle anderen Definitionen dieses Wortes, wobei Sie jede so
lange in Sätzen verwenden, bis Sie jede Definition klar verstehen.
Wenn ein Wort mehrere verschiedene Definitionen hat, können Sie Ihr Verstehen
dieses Wortes nicht nur auf eine Definition beschränken und es als „verstanden“
bezeichnen. Sie müssen in der Lage sein, das Wort zu verstehen, wenn es später auf
eine andere Weise gebraucht wird.
Aber klären Sie nicht die technischen oder spezialisierten Definitionen (Mathematik,
Biologie usw.) oder die veralteten (nicht länger verwendeten) oder altertümlichen (aus
alter Zeit stammenden und nicht länger allgemein verwendeten) Definitionen, es sei
denn, das Wort wird in dem Zusammenhang, in dem es missverstanden wurde, so
verwendet. Wenn man das tut, kann man leicht auf andere missverstandene Wörter
stoßen, die in diesen Definitionen enthalten sind und somit den Studierfortschritt in
großem Maße verlangsamen.

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Wenn jemand bei dem, was er
liest, auf Schwierigkeiten
stößt, ...

... wird es vorher im Text ein


Felis missverstandenes Wort geben. Er
domesticus? muss zurückgehen und das Wort
finden.

Wenn er das Wort in einem


Wörterbuch nachschlägt und es
definiert, ...

Felis
domesticus

... verschwindet die


Schwierigkeit, und er kann
weitermachen.

19
Beispiel für das Klären eines Wortes

hgänge Q
Die Kirc r i sr u n de m h d.
ten s ich in de uf vo n k re
ige r H elfer [<a
versamm
e l da ic h t suli,
e r P fa rrer stan st Stütze, w s der Pluralform
D ttesdien au
Kirche. D e r G o sul, bzw. got. sauls]
zel. le ut
der Kan angen al mit Abla
Zuerst s
I Sie lesen beispielsweise den Satz: „Der Pfarrer I Schauen Sie als Nächstes die Herkunft des Wortes ,,Säule“
stand auf der Kanzel“, und Sie sind sich nicht nach. Gehen Sie jetzt zurück zu „Kanzel“. Die Definition:
sicher, was das Wort „Kanzel“ bedeutet. „kleine Plattform auf einer Säule oder erhöht an einem
Pfeiler, von der aus der Geistliche in der Kirche seine
Predigt hält“ ergibt jetzt Sinn. Sie benutzen es also in
Sätzen, bis Sie ein begriffliches Verstehen davon haben.
leine Pla
t er
l 1. k n kleiner, sinsel fü
r de n
K an z e
l e o d e r erhöht a r einer V e rk e h r
einer Sä
u
, v o n d e r au s d e l izi ste n , der den t. [mhd.
feile r lt . Po hr regel
einem P P r edigt hä n v e rke
< lat.
es e in e S t r aß e ancella
Geistlich l a h d k ncelli
I Dann klären Sie die anderen Definitionen. Wenn in
I Sie finden es im Wörterbuch und sehen die
Definitionen nach der Definition durch, die hier dem Wörterbuch, das Sie verwenden, spezialisierte
zutrifft. Es heißt dort: „kleine Plattform auf einer oder veraltete Definitionen angegeben werden,
Säule oder erhöht an einem Pfeiler, von der aus würden Sie diese überspringen, weil sie nicht
der Geistliche seine Predigt hält“. allgemein gebräuchlich sind.

er o [
1 . stützend der Bauteil
Po
v e r ke h r regelt
S ä ul e ken S t r a ße n ncella <
lat.
d e schmüc rschnitt a h d . k a lli
F a s sa
m Q ue kazel, ige r : c an c e
s r u n de s, h ä u f
von krei h t i ger Helfe
r cancellu ng ,
2 Stütze
, w ic
= E inzäunu
I Sie sind sich nicht sicher, was das Wort „Säule“ I
( P l ) an c e r =
Klären Sie nun die Herkunft des Wortes. Sie sehen,
bedeutet, also schauen Sie es nach. Es heißt dort dass es ursprünglich vom lateinischen Wort
im Wörterbuch: „stützender oder die Fassade „cancelli“ hergekommen ist, was „Einzäunung“ oder
schmückender Bauteil von kreisrundem „Schranken“ bedeutet. Wenn es zu dem Wort
Querschnitt“. Das passt, und es ergibt Sinn, also irgendwelche Angaben über Synonyme, Hinweise
benutzen Sie es in ein paar Sätzen, bis Sie einen zum Gebrauch oder Idiome gäbe, dann würden diese
klaren Begriff davon haben. ebenfalls alle geklärt werden. Damit wäre das Klären
nd
1. stütze tzender oder die des Wortes „Kanzel“ beendet.
stü eil
Säule 1. ü c ke n d e r B au t
schm uerschn
itt
Fassade d e m Q
r un
von kreis ichtiger Helfer Jedes Wort sollte auf diese Weise geklärt werden.
Wenn Wörter verstanden werden, kann Kommu-
Stütze w
I „Säule“ hat in diesem Wörterbuch noch andere nikation stattfinden, und mit Kommunikation
Definitionen. Sie würden jede davon klären und kann jedes gegebene Fachgebiet verstanden wer-
jeweils in Sätzen verwenden. den.

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4. Als Nächstes muss man die Herkunft klären – das ist die Erklärung, woher das
Wort ursprünglich kam. Dies wird dazu beitragen, dass Sie ein grundlegendes Ver-
stehen des Wortes gewinnen.
5. Die meisten Wörterbücher geben die Idiome eines Wortes an. Ein Idiom ist eine
Wortkombination oder ein Ausdruck, dessen Bedeutung nicht von den normalen
Bedeutungen der Wörter her verstanden werden kann. Beispiel: „Etwas geht ins Auge“
ist ein deutsches Idiom, das bedeutet, dass „etwas schlecht endet, üble Folgen hat“.
Ziemlich viele Wörter der deutschen Sprache haben idiomatische Verwendungen,
und diese sind normalerweise in einem Wörterbuch nach den Definitionen des Wortes
selbst aufgeführt. Wenn es Idiome für dieses Wort gibt, müssen auch diese geklärt
werden.
6. Klären Sie jede andere Information, die über das Wort angegeben wird, wie z.B.
Anmerkungen zur Verwendung des Wortes, Synonyme usw., damit Sie ein vollstän-
diges Verstehen des Wortes erhalten. (Ein Synonym ist ein Wort, das eine ähnliche,
aber doch nicht die gleiche Bedeutung wie ein anderes Wort hat, wie zum Beispiel
„dünn“ und „mager“.)
7. Wenn Sie in der Definition eines Wortes, das Sie klären, einem missverstan-
denen Wort oder Symbol begegnen, müssen Sie es sofort klären, wobei Sie dieselbe
Verfahrensweise verwenden. Dann kehren Sie zu der Definition zurück, die Sie dabei
waren zu klären. (Die im Wörterbuch verwendeten Symbole und Abkürzungen sind
normalerweise vorne im Wörterbuch angegeben.) Wenn Sie jedoch feststellen, dass
Sie beim Klären von Wörtern viel Zeit damit verbringen, Wörter zu klären, die in
Definitionen von Wörtern enthalten sind, sollten Sie sich ein einfacheres Wörterbuch
besorgen. Ein gutes Wörterbuch wird es Ihnen ermöglichen, ein Wort zu klären, ohne
dabei viele andere nachschlagen zu müssen.

Einfache Wörter
Man könnte zunächst annehmen, dass meist die GROSSEN Wörter oder die tech-
nischen Ausdrücke missverstanden werden.

Das ist nicht der Fall.


Wörter wie „ein“, „der“, „sein“, „solch“ und andere Wörter, die „jeder kennt“,
treten beim Wortklären häufig als missverstandene Wörter auf.
Man braucht ein großes Wörterbuch, um diese einfachen Wörter vollständig zu
definieren. Dies ist eine weitere Eigenartigkeit. Die kleinen Wörterbücher gehen eben-
falls davon aus, dass „jeder weiß, was das Wort bedeutet“.
Es ist fast unglaublich, einen Universitätsabsolventen zu erleben, der jahrelang
schwierige Fächer studiert hat und dennoch nicht weiß, was „oder“, „durch“ oder
„ein“ bedeuten. Man muss es gesehen haben, um es zu glauben. Aber wenn das

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aufgeklärt ist, verwandelt sich seine gesamte Ausbildung von einer festen Masse aus
Fragezeichen zu einer klaren, nutzbringenden Übersicht.
Ein Test mit Schulkindern in Johannesburg (Südafrika) hat einmal ergeben, dass
die Intelligenz mit jedem neuen Schuljahr abnahm!
Die Antwort auf dieses Rätsel lag einfach darin, dass sie jedes Jahr einige weitere
Dutzend erdrückende missverstandene Wörter einem ohnehin schon verwirrten
Wortschatz hinzufügten, den nachzuschlagen niemals jemand von ihnen verlangte.
Dummheit ist das Ergebnis missverstandener Wörter.
In den Bereichen, die der Menschheit die größten Schwierigkeiten bereiten, findet
man die meisten Abänderungen der Wirklichkeit, die meisten verwirrten und
einander widersprechenden Ideen und natürlich die größte Zahl missverstandener
Wörter.
DAS FRÜHESTE MISSVERSTANDENE WORT IN EINEM GEBIET IST EIN
SCHLÜSSEL ZU SPÄTEREN MISSVERSTANDENEN WÖRTERN AUF DIESEM
GEBIET.
Beim Studium einer Fremdsprache zeigt sich oft, dass die Grammatikausdrücke
der eigenen Sprache, die die Grammatik der Fremdsprache beschreiben, die Grundlage
dafür sind, dass jemand unfähig ist, die Fremdsprache zu lernen.
Es ist wichtig, dass diese Wörter geklärt werden.

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METHODEN DES
WORTKLÄRENS
In Scientology wurden neun verschiedene Methoden entwickelt, um die Bedeu-
tungen von Wörtern zu klären.

Diese Methoden beschreiben verschiedene Wege, wie man die missverstandenen


Wörter findet, die den Schwierigkeiten, die jemand hat, zu Grunde liegen. Diese
Methoden gehen vom Finden eines Wortes im Text, den man studiert, über das Klären
der Schlüsselwörter, die zur eigenen Arbeit gehören, und sogar bis zum Zurückver-
folgen von Wörtern, die in Fachgebieten missverstanden worden sind, die man vor
Jahren studiert hat!

Drei dieser Wortklärungsmethoden, die im täglichen Leben besonders Anwen-


dung finden, sind hier beschrieben.

Grundlegendes Wortklären
Grundlegendes Wortklären ist die Methode, ein missverstandenes Wort zu
finden, indem man früher im Text als dort, wo man Schwierigkeiten hat, nach einem
missverstandenen Wort Ausschau hält. Das ist die grundlegendste Wortklärungs-
methode, die in Scientology verwendet wird.
Ein Student muss wissen, wie er sich selbst erfolgreich und rasch durch seine
Studien hindurchbringt. Er sollte in der Lage sein, was seinen Fortschritt verlangsamt
oder sich diesem in den Weg stellt, in Ordnung zu bringen. Er wendet die Studiertech-
nologie an, um sich selbst zu helfen.
Ein Student, der die Studiertechnologie verwendet, wird jedes nicht verstandene
Wort, auf das er stößt, nachschlagen und wird nie ein Wort zurücklassen, dessen
Bedeutung er nicht kennt.
Wenn er in Schwierigkeiten kommt, verwendet der Student selbst, sein Studier-
partner oder sein Instrukteur (in Scientology der Kursüberwacher genannt) grundlegendes
Wortklären, um alles in Ordnung zu bringen, das seinen Fortschritt verlangsamt oder
störend auf diesen einwirkt.
Wenn man so lange wartet, bis man benommen wird oder wegdämmert (müde,
schläfrig oder benebelt wird) und das als das einzige Erkennungsmittel für missver-
standene Wörter verwendet, und es jetzt erst in Ordnung bringt, dann hat man zu
lange gewartet. Wenn Sie jemals einen Studenten sehen, der über seinem Buch

23
einschläft, dann haben Sie ein Wegdämmern gesehen. Lange vor diesem Zeitpunkt
hätte jemand den Studenten dazu bringen sollen, ein missverstandenes Wort zu
suchen. Sobald der Student langsamer wird oder er nicht mehr ganz so „aufgeweckt“
wie noch vor 15 Minuten aussieht, ist der Zeitpunkt gekommen, um ein missverstan-
denes Wort zu suchen. Es ist nicht eine missverstandene Wortgruppe, Idee oder
Vorstellung, sondern ein missverstandenes WORT. Das tritt immer auf, bevor das
Fachgebiet selbst nicht verstanden wird.

Grundlegendes Wortklären wird folgendermaßen durchgeführt:

1. Der Student kommt nicht rasch vorwärts und ist nicht mehr so „aufgeweckt“,
wie er war, oder er legt einfach mangelnden Enthusiasmus an den Tag, er braucht zu
lange auf dem Kurs oder gähnt, ist desinteressiert, kritzelt geistesabwesend herum
oder hängt Tagträumen nach und so weiter.

2. Der Student muss dann früher im Text nach einem missverstandenen Wort
Ausschau halten. Es gibt immer eines, es gibt keine Ausnahmen. Es könnte sein, dass
das missverstandene Wort zwei oder mehr Seiten zurückliegt, es ist aber immer früher
im Text als die Stelle, an der sich der Student jetzt befindet.

3. Das Wort wird gefunden. Der Student erkennt es, während er beim Zurück-
gehen danach sucht. Oder, wenn der Student es nicht finden kann, kann man dem
Text Wörter entnehmen, die das missverstandene Wort sein könnten, und fragen:
„Was bedeutet ________?“, um zu sehen, ob der Student die korrekte Definition
angibt.

4. Der Student schlägt das gefundene Wort in einem Wörterbuch nach und klärt
es gemäß den oben beschriebenen Schritten, wie man missverstandene Wörter klärt.
Er verwendet es mündlich in mehreren selbstgemachten Sätzen, bis er offensichtlich
durch die Bildung seiner eigenen Sätze gezeigt hat, dass er das Wort versteht.

5. Der Student liest jetzt den Text, der das missverstandene Wort enthielt. Wenn
er nun nicht „aufgeweckt“ ist, nicht eifrig weitermachen will, nicht glücklicher ist
und so weiter, dann gibt es früher im Text noch ein weiteres missverstandenes Wort.
Es wird gefunden, indem man die Schritte 2 bis 5 wiederholt.

6. Wenn der Student aufgeweckt und glücklicher ist, macht er weiter, wobei er
den Text von dort an studiert, wo das missverstandene Wort war, bis zu dem Bereich
des Fachgebietes, den er nicht verstanden hat (wo Schritt 1 begonnen hatte).

Der Student wird jetzt bei seinem Studium des Fachgebietes enthusiastisch sein,
und das ist das Endergebnis des Grundlegenden Wortklärens. (Man wird das Ergebnis
nicht erreichen, wenn ein missverstandenes Wort übergangen wurde oder wenn es in
dem Text ein früheres missverstandenes Wort gibt. In diesem Fall wiederholen Sie
die Schritte 2 bis 5.) Wenn der Student jetzt enthusiastisch ist, lassen Sie ihn mit dem
Studieren weitermachen.

24
Gutes Wortklären ist ein System des Zurückverfolgens. Sie müssen vor dem Punkt
schauen, wo der Student schwerfällig oder verwirrt wurde, und Sie werden bemerken,
dass es irgendwo vor der Stelle, wo die Schwierigkeiten begannen, ein Wort gibt, das
er nicht versteht. Wenn er nicht lebhafter wird, wenn das Wort gefunden und geklärt
ist, dann wird es noch vor diesem Wort ein missverstandenes Wort geben.

Dies wird Ihnen sehr klar werden, wenn Sie folgendes Prinzip verstehen: Wenn
es sich nicht auflöst, ist die Sache, mit welcher der Student scheinbar Schwierigkeiten
hat, nicht die Sache, mit der er wirklich Schwierigkeiten hat. Anderenfalls würde es
sich lösen, nicht wahr? Wenn er wüsste, was er nicht verstanden hat, könnte er es
selbst lösen. Es bringt also überhaupt nichts, wenn Sie mit ihm über das sprechen, was
er seiner Meinung nach nicht versteht. Die Schwierigkeit liegt früher.
Beim Grundlegenden
Wortklären muss der
Student früher im
Text nach einem
missverstandenen
Wort suchen. Es ist
immer früher im
Text, als dort, wo der
Student jetzt ist.

Eingrenzen des Wortes


Die Methode besteht darin, herauszufinden, wo der Student noch keinerlei
Schwierigkeiten hatte, und herauszufinden, wo der Student jetzt Schwierigkeiten hat;
das missverstandene Wort wird zwischen diesen beiden Punkten liegen. Es wird
genau am Ende dessen liegen, wo er noch keine Schwierigkeiten hatte.

Grundlegendes Wortklären ist äußerst effektiv, wenn es wie hier beschrieben


durchgeführt wird.

25
Wortklären mit Vorlesen
Eine höchst effektive Methode, um die Wörter zu finden, die jemand in einem
Buch oder anderem schriftlichen Material nicht versteht, heißt Wortklären mit
Vorlesen.

Ein Student, der für sich liest, weiß oft nicht, dass er über missverstandene Wörter
hinweggegangen ist. Aber jedes Mal, wenn er über missverstandene Wörter hinweg-
geht, wird er bei seiner Lektüre Schwierigkeiten haben.

Beim Wortklären mit Vorlesen lässt man die Person den Text vorlesen. Die
Person, der vorgelesen wird, hilft dem Studenten dabei, jegliche missverstandenen
Wörter zu finden und sie zu klären, und wird dementsprechend als Wortklärer
bezeichnet.

Wortklären mit Vorlesen wird üblicherweise von zwei Leuten durchgeführt, die
sich gegenseitig abwechseln; ein Student ist der Wortklärer und gibt dem anderen
Studenten Wortklären, und dann wechseln sie sich ab, und der Student, der gerade
Wortklären erhalten hat, wird zum Wortklärer und klärt die Wörter an seinem
Partner.

Ein Wort kann auf viele verschiedene Arten missverstanden werden, und es ist
wichtig, dass jemand, der Wortklären mit Vorlesen macht, die unterschiedlichen
Arten von Missverständnissen kennt. Ein Wort kann aus folgenden Gründen missver-
standen sein:

1. Eine falsche (völlig verkehrte) Definition: Die Person liest oder hört das Wort
„Katze“ und denkt, dass es „Kiste“ bedeutet. Falscher geht’s nicht mehr.

2. Eine erfundene Definition: Als der Betreffende sehr jung war, wurde er von
seinen Kameraden immer „ein Mädchen“ genannt, wenn er sich weigerte, etwas
Wagemutiges zu tun. Er erfindet die Definition, dass „Mädchen“ „eine feige Person“
bedeutet.

3. Eine inkorrekte Definition: Jemand liest oder hört das Wort „Computer“ und
denkt, es bedeute „Schreibmaschine“. Das ist eine inkorrekte Bedeutung für das Wort
„Computer“, obschon eine Schreibmaschine und ein Computer beides Arten von
Maschinen sind.

4. Eine unvollständige Definition: Jemand liest das Wort „Büro“ und denkt, es
bedeute „Raum“. Die Definition des Wortes „Büro“ ist: „Ein Arbeitsraum, in dem
schriftliche oder verwaltungstechnische Arbeiten eines Betriebes, einer Organisation
o.ä. erledigt werden.“ Die Person hat eine unvollständige Definition für das Wort
„Büro“.

5. Eine nicht passende Definition: Jemand sieht ein „bis“-Zeichen (–) im Satz:
„Ich habe die Nummern 3–7 heute abgeschlossen.“ Er denkt, dass ein „bis“-Zeichen
26
Zeichnen? ZEICHNEN IST
FÜR EINEN
ARCHITEKTEN
WICHTIG

Ein missverstandenes Wort kann verhindern, dass Als Ergebnis kann es den Anschein erwecken, dass
jemand etwas versteht. er keine Eignung hat, gewisse Dinge zu tun, sehr
zu seiner Frustration und zu seinem Kummer.

Zeichnen!

WÖRTE RBUCH

Aber wenn missverstandene Wörter in einem Missverstandene Wörter zu klären ist der
Fachgebiet gefunden und vollständig geklärt Schlüssel, um jegliche Schwierigkeiten in einem
werden, stellt das die Fähigkeit, in einem Bereich beliebigen Fachgebiet, das die Person studiert, zu
etwas zu tun, wieder her. lösen.

ein Minuszeichen ist, erkennt, dass man 7 nicht von 3 abziehen kann, und kann es
daher nicht verstehen.

6. Eine Definition eines Homonyms (ein Laut oder ein Symbol, das zwei oder
mehrere eindeutig verschiedene Bedeutungen hat): Jemand hört das Wort „Kapelle“
in dem Satz: „Für die Abschlussfeier des Tanzkurses war eine sehr gute Kapelle
ausgewählt worden“, und da er weiß, dass das Wort „Kapelle“ ein „kleineres einfaches
Gotteshaus“ bedeutet, nimmt er an, dass die Abschlussfeier in einem Gotteshaus
stattfand.
7. Eine Definition durch ein Ersatzwort (Synonym): Jemand liest das Wort
„behäbig“ und denkt, die Definition des Wortes sei „langsam“. „Langsam“ ist ein

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Synonym für das Wort „behäbig“. Die Person hat ein Missverständnis, denn das Wort
„behäbig“ bedeutet: „sich langsam, gemessen, geruhsam, gemütlich, phlegmatisch,
schwerfällig bewegend“.
8. Eine ausgelassene (fehlende) Definition: Jemand hört den Satz: „Der Kommissar
versuchte in seinem Büro, den Verdächtigen durch geschickte Fragen zu fangen.“
Diese Person kennt zwei Definitionen für das Wort „fangen“. Sie weiß, dass „fangen“
„festnehmen, fassen, gefangen nehmen“ und „etwas, das durch die Luft auf einen
zukommt, fassen und festhalten“ bedeutet. Keine von diesen zwei Definitionen ergibt
für sie in dem Satz, den sie gerade gehört hat, viel Sinn. Sie kann nicht begreifen, was
geschickte Fragen mit der Handlung des Festnehmens zu tun haben, wenn sich der
Verdächtige doch schon beim Kommissar im Büro befindet. Sie weiß nicht, dass
„fangen“ in diesem Sinn „überlisten“ bedeutet.

9. Keine Definition: Keine Definition ist ein „nicht verstandenes“ Wort oder
Symbol. Die Person liest den Satz: ,,Er sehnt sich nach seinem Zuhause, denn in der
Fremde ist er verratzt.“ Es kommt zu keinem Verstehen, weil die Person keine Defi-
nition für „verratzt“ hat. Das Wort bedeutet: „in einer schwierigen, aussichtslosen
Lage verloren sein.“

10. Eine abgelehnte Definition: Die Person weigert sich, die Definition für ein
Sternchen (*) nachzuschauen. Bei einer Besprechung stellt sich heraus, dass sie jedes
Mal, wenn sie ein Sternchen auf der Seite sieht, weiß, dass das Material „sehr schwer
verständlich“ sein wird und dass es „im Sprachgebrauch gehoben“, „schwierig“ und
„superintellektuell“ ist.

Ist jemand beim Lesen oder in der Ausbildung gewohnheitsmäßig über sehr viele
missverstandene Wörter hinweggegangen (was in unserer gegenwärtigen Kultur bei
fast jedem der Fall ist), so wird nicht nur seine Lesefertigkeit, sondern auch seine
Intelligenz verringert. Was er schreibt und sagt, wird nicht verstanden werden, und
er wird nicht verstehen, was er liest und hört – und wird daher nicht mehr in Kommu-
nikation sein. Sehr wahrscheinlich wird die Welt ihm als ein sehr merkwürdiger Ort
erscheinen, er wird das Gefühl haben, dass ihn „keiner versteht“ (wie wahr!), und das
Leben sieht für ihn recht trist aus. Er könnte anderen sogar kriminell erscheinen.
Bestenfalls wird er zu einer Art Roboter oder Zombie. Sie sehen also, dass es sehr
wichtig ist, missverstandene Wörter zu klären.

Warum Wortklären mit Vorlesen funktioniert


Ein Student, der alle Wörter auf einer Seite, die er liest, versteht, wird in der Lage
sein, diese Seite perfekt vorzulesen. Er wird sich geistig frisch und wach fühlen, und
er wird vollständig verstehen, was er liest. Geht ein Student jedoch über ein Wort oder
Symbol hinweg, das er nicht versteht, dann wird das Missverständnis seine Stimme
oder seinen körperlichen Zustand verändern. Seine Stimme mag sich verändern, er
mag sich bei einem Wort verhaspeln, sein Gesicht verziehen, die Augen zukneifen
oder auf irgendeine andere Weise reagieren.

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„Um die Gitarren- „verwendet man ein Mättchen ...
saiten zu äh, öh, ich meine, ein
zupfen, ...“ Plättchen ...“

Wortklären mit Vorlesen ist eine gründliche Diese werden durch Stolpern, Abänderungen
Methode, um missverstandene Wörter zu finden. oder auf andere Art ersichtlich, wenn der
Student vorliest.

Man kann dies leicht verstehen, wenn man daran denkt, dass jemand eine Art
leere Stelle in seinem Gedächtnis haben kann, nachdem er über ein Wort oder Symbol
hinweggegangen ist, das er nicht versteht. Es könnte sein, dass er beim Lesen genau
an der Stelle des Missverständnisses einen Fehler macht, oder es kann sein, dass er
über das Missverständnis hinaus weiterliest und erst bei einem späteren Wort oder
Symbol einen Fehler macht. Er wird sich schwerfälliger fühlen und versuchen, dieses
Gefühl der Schwerfälligkeit dadurch auszugleichen, dass er mit mehr Anstrengung
liest. Dies wird sich immer in Form irgendeiner nicht optimalen Reaktion zeigen, die
vom Wortklärer sofort erkannt und in Ordnung gebracht werden muss.

Eine nicht optimale Reaktion ist alles, was der Student tut, außer die Seite leicht,
natürlich und perfekt zu lesen. Beispiele für einige der nichtoptimalen Reaktionen, die
auftreten können, sind:

1. Der Student fügt dem Satz, den er liest, ein Wort hinzu, lässt eines aus oder
verändert eines.

2. Der Student verhaspelt sich bei einem Wort oder spricht es falsch aus.
29
3. Der Student hält beim Lesen inne oder liest langsamer.

4. Der Student runzelt die Stirn oder wirkt unsicher.

5. Der Student wird steif oder spannt einen Körperteil an. Er könnte zum Beispiel
die Augen zukneifen, den Griff seiner Hände verstärken, sich auf die Lippen beißen
oder eine andere körperliche Reaktion zeigen.

6. Der Student liest angestrengt.

7. Der Student liest mit einer zungenfertigen, roboterhaften Haltung. (Er wird so,
wenn er von jemandem, der nichts über missverstandene Wörter weiß, gezwungen
wurde, „korrekt“ zu lesen.)

Es können auch andere Erscheinungen auftreten.

Die obige Aufstellung ist keine vollständige Liste der Reaktionen, sondern soll
nur eine Vorstellung davon vermitteln, worauf zu achten ist. Gerechterweise ist zu
sagen, dass jemand sich beim Lesen durchaus verhaspeln kann, wenn er versucht, bei
schlechtem Licht zu lesen, wenn er Sehschwierigkeiten hat oder wenn der Druck, die
Handschrift oder Bleistiftkorrekturen im Text sehr schwer zu entziffern sind. Daher
ist es notwendig, dass Wortklären mit Vorlesen nur bei hellem Licht gemacht wird;
und wenn der Betreffende eine Brille braucht, dann soll er sie auch tragen. Das Mate-
rial, auf das Wortklären angewendet wird, darf keine verschmierten Stellen oder
Textlücken enthalten. Alle nur denkbaren Gründe, warum jemand den Text nicht
sehen kann, sowie undeutliche Texte müssen beseitigt werden. Sonst wird der Student
einfach sagen, dass er es nicht sehen konnte, dass das Licht schlecht sei – oder irgend-
einen anderen falschen Grund angeben.

Jedes Mal, wenn der Betreffende beim Lesen einen Fehler macht oder auf eine
nichtoptimale Weise reagiert, wird man in allen Fällen vor dieser Stelle und manchmal
auch an dieser Stelle selbst ein missverstandenes Wort finden.

Beispiel: Der Student liest die Seite vor. Er liest: „Raimund ging langsam und
nachdenklich nach Hause“, und runzelt dann die Stirn. Der Wortklärer lässt ihn
anhalten, indem er „Das wär’s“ sagt und dann fragt: „Gibt es da ein Wort oder Symbol,
das du nicht verstanden hast?“ (Falls der Student wissen möchte, warum er angehalten
wurde, sagt ihm der Wortklärer, welche Reaktion er bemerkt hat.)

Der Student schaut sich das Gelesene noch einmal an. Er fühlt sich unsicher über
das Wort „langsam“. Er sagt dies dem Wortklärer, und das Wort „langsam“ wird im
Wörterbuch nachgeschlagen und in Sätzen verwendet, bis der Student es vollständig
versteht.

30
Ist das missverstandene Wort gefunden und geklärt, dann wird sich der Student
geistig wacher fühlen und wieder klar und korrekt zu lesen beginnen.

Wie man es macht


1. Student und Wortklärer sitzen einander gegenüber.
Student und Wortklärer sitzen einander an einem Tisch oder Schreibtisch
gegenüber. Jeder hat sein eigenes Exemplar des Textes, der geklärt werden soll. Der
Wortklärer muss gleichzeitig den Studenten und die Seite vor sich sehen können.

2. Wörterbücher sind griffbereit.


Ein gutes, einfaches Wörterbuch sowie jedes andere Wörterbuch, das der Student
vielleicht benötigen wird, stehen zur Verfügung. (Benutzen Sie keinesfalls etwas, das
wir ein kleines Wörterbuch nennen. Das ist etwas anderes als ein einfaches Wörter-
buch mit guten Erklärungen. Ein kleines Wörterbuch ist das, was man gewöhnlich
in den Taschenbuchregalen von Kaufhäusern findet. Sehr oft definiert ein solches
Wörterbuch das Wort A als Wort B und dann Wort B als Wort A. Auch lassen solche
Wörterbücher alle anderen Definitionen weg, die es zusätzlich zur Hauptdefinition
noch gibt, und auch alle Fachdefinitionen.)

3. Der Student findet die missverstandenen Wörter.


Bevor der Student mit dem Lesen beginnt, soll man ihm sagen, dass er, wenn er
etwas liest, das er nicht vollkommen versteht, es dem Wortklärer sagen sollte, oder
dass er, wenn er ein Wort sieht, dessen Bedeutung er nicht kennt, anhalten, das Wort
nachschlagen und es klären sollte, anstatt darüber hinwegzugehen. Der Student sollte
auch dazu ermuntert werden, missverstandene Wörter selbst zu finden und zu klären.
Der Wortklärer hält den Studenten bei dieser Methode niemals davon ab, ein Wort
zu klären, das der Student als missverstanden erkennt. Wortklären mit Vorlesen wird
im Studenten die Fähigkeit hervorbringen, in der Zukunft seine eigenen missverstan-
denen Wörter zu finden und zu klären.

4. Der Student liest dem Wortklärer den Text vor.


Der Student liest dem Wortklärer den Text vor. Während der Student liest, folgt
der Wortklärer demselben Text in seinem eigenen Exemplar, beobachtet den Studenten
und hört ihm zu.

Der Wortklärer muss sehr wachsam sein und jede nicht optimale Reaktion des
Studenten beim Lesen sehen oder hören.

5. Nicht optimale Reaktion = missverstandenes Wort.


Eine nicht optimale Reaktion des Studenten auf das, was er liest, ist der Hinweis
für den Wortklärer, dass der Student auf ein missverstandenes Wort gestoßen ist.
Wortklärer und Student müssen jetzt genau herausfinden, welches das missverstandene

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Wort oder Symbol ist. Es wird vor oder manchmal an der Stelle gefunden werden, wo
die nicht optimale Reaktion auftrat.

6. Finden Sie das Missverständnis.

Ist dem Studenten nicht aufgefallen, dass er reagiert hat, und fährt er einfach mit
dem Lesen fort, so sagt der Wortklärer: „Das wär’s. Gibt es hier ein Wort oder Symbol,
das du nicht verstanden hast?“ Es ist die Aufgabe des Wortklärers, den Studenten zum
Missverständnis hinzuführen. Es liegt entweder am Punkt der nicht optimalen Reak-
tion oder davor. Der entscheidende Punkt ist, dass der Student zu dem
Missverständnis hingeführt werden muss. Und dann wird es nachgeschlagen.

Es könnte sein, dass der Student in der Lage ist, sein missverstandenes Wort auf
der Stelle zu entdecken und dem Wortklärer zu sagen, was es ist. Es könnte aber auch
sein, dass er Schwierigkeiten hat, es zu finden; in dem Fall wird der Wortklärer ihm
helfen müssen, es zu finden.

Der Wortklärer hilft dem Studenten, indem er ihn veranlasst, im Text von dem
Punkt an, wo er reagierte, immer weiter zurückzugehen und zu schauen, bis das
missverstandene Wort gefunden ist. Der Wortklärer kann beim Studenten auch eine
Stichprobenüberprüfung durchführen. Stichprobenüberprüfung bedeutet, aus dem
Text, den der Student bereits gelesen hat, Wörter herauszugreifen und mit dem
Studenten zu überprüfen, ob er die Definition dieser Wörter kennt. Der Wortklärer
würde ein Wort an einer früheren Stelle wählen und einfach fragen: „Was ist die
Definition von _________?“

Ist sich der Student bei einem Wort unsicher oder gibt er eine falsche Definition,
so wird dieses Wort aufgegriffen und mit dem Wörterbuch geklärt.

7. Klären Sie das Wort.

Ist das missverstandene Wort einmal gefunden, dann muss es im Wörterbuch


vollständig geklärt werden. Verwenden Sie das Verfahren in „Schritte, um ein Wort
zu klären“ auf Seite 18.

8. Lesen Sie den Satz noch einmal.

Der Wortklärer fordert den Studenten dann auf, den Satz im Text, in dem das
missverstandene Wort oder Symbol gefunden wurde, noch einmal zu lesen. Der
Student tut dies, und wenn er ihn korrekt und mit Verstehen liest, fährt er mit dem
Lesen des Textes fort. Jede weitere nicht optimale Reaktion wird in Ordnung gebracht,
indem man das nächste missverstandene Wort findet und wie oben beschrieben klärt.

9. Das Vorlesen wird so lange fortgesetzt, bis der Text abgeschlossen ist.

32
Wortklären mit Vorlesen wird so lange fortgesetzt, bis der Text, der geklärt
werden soll, abgeschlossen ist.

Wenn zwei Studenten Wortklären mit Vorlesen aneinander durchführen, wech-


seln sie sich nun ab, und der Student, der sein Wortklären gerade beendet hat, wird
zum Wortklärer.

Der Student geht durch denselben Textabschnitt und fährt dann mit dem näch-
sten neuen Abschnitt fort.

Sie wechseln sich so ab, wobei sie es Abschnitt für Abschnitt klären, bis sie beide
den gesamten Text abgeschlossen haben.

Warnungen und Tipps


Gelegentlich kommt es vor, dass die Studenten, die das Wortklären machen, in
einen Streit geraten oder verstimmt werden. Wenn das geschieht, dann wissen Sie,
dass eines von zwei Dingen geschehen ist. Entweder:

1. wurden dem Studenten „missverstandene Wörter“, die in Wirklichkeit verstanden


waren, aufgezwungen, oder

2. wirklich missverstandene Wörter wurden nicht entdeckt und übergangen.

Sie können jedes fälschlicherweise nachgeschlagene Wort bereinigen, indem Sie


den Studenten fragen, ob er dazu gebracht wurde, Wörter nachzuschlagen, die er
verstanden hatte. Ist das der Fall, so wird sich die Miene des Studenten aufhellen, und
er wird Ihnen das Wort oder die Wörter nennen, die er fälschlicherweise klären
musste. Somit kann das Wortklären wieder aufgenommen werden.

Wenn das Obige die Situation nicht bereinigt, dann weiß man, dass missverstan-
dene Wörter übergangen worden sind. Veranlassen Sie den Wortklärer, den Studenten
zu dem Punkt zurückgehen zu lassen, wo er zuletzt gut vorankam, ihn von dort an
noch einmal lesen zu lassen, wobei Sie die Wortklärungsmethode mit Vorlesen
befolgen und die übergangenen missverstandenen Wörter aufgreifen. Gewöhnlich
wird sich herausstellen, dass mehrere missverstandene Wörter übergangen worden
sind, nicht nur eines.

Das Endergebnis eines gut gemachten Wortklärens mit Vorlesen ist ein Student,
der sich sicher ist, dass er in dem betreffenden Material keine missverstandenen
Wörter hat, sodass er es leicht studieren und anwenden kann.

Wortklären mit Vorlesen ist ein bedeutender Retter der Zivilisation.

Es ist äußerst wichtig, dass Wortklären mit Vorlesen korrekt durchgeführt wird,
genau gemäß den Anweisungen. Sonst werden den Leuten die enormen Gewinne
vorenthalten, die damit erzielt werden können.

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Besonderes Wortklären mit Vorlesen
Immer wenn man mit Kindern, Fremdsprachigen oder des Lesens und Schreibens
nur unzureichend kundigen Personen arbeitet, wird Besonderes Wortklären mit
Vorlesen verwendet.
Wie bei der Methode mit Vorlesen lässt man die Person laut lesen, um zu sehen,
was sie tut.
Es ist eine sehr einfache Methode.
Der Wortklärer muss, während die Person liest, gleichzeitig einem weiteren Exem-
plar desselben Textes folgen.
Verblüffende Dinge können beobachtet werden.
Es kann sein, dass der Betreffende jedes
Mal das Wort „ist“ weglässt, wenn es auftaucht.
Er hat vielleicht eine sonderbare Bedeutung
dafür, wie z.B. „Istanbul“.
Er könnte auch jedes Mal das Wort
„geh’“ auslassen, und der Grund dafür könnte
darauf zurückzuführen sein, dass er nicht
weiß, was der Apostroph bedeutet.
Vielleicht sagt er statt einem Wort ein
ganz anderes, zum Beispiel „stoppen“ anstatt
„passieren“ oder „grün“ statt „kühn“.
Bei bestimmten Wörtern mag er zögern.

Beim besonderen Das Verfahren ist:


Wortklären mit
Vorlesen liest die 1. Lassen Sie ihn vorlesen.
Person laut vor, 2. Beachten Sie jede Weglassung oder Veränderung eines Wortes und jedes
und jedes Mal,
wenn sie zögert, Zögern oder Stirnrunzeln, während er liest, und greifen Sie es sofort auf.
eine körperliche 3. Korrigieren Sie es, indem Sie es für ihn nachschauen oder es ihm erklären.
Reaktion zeigt oder
ein Wort abändert, 4. Lassen Sie ihn weiterlesen, wobei Sie auf die nächste Weglassung, Veränderung
hilft der Wortklärer eines Wortes oder das nächste Zögern oder Stirnrunzeln achten.
ihr dabei, das
missverstandene 5. Wiederholen Sie die Schritte 2 bis 4.
Wort zu finden und
zu definieren. Indem man dies tut, kann jemand soweit gebracht werden, bis er des Lesens und
Schreibens kundig ist.
Seine nächsten Aktionen wären zu lernen, wie man ein Wörterbuch verwendet
und Wörter nachschlägt.
Dann käme ein einfaches Grammatikbuch an die Reihe.
Ein sehr zurückgebliebener Student kann mit dieser Wortklärungsmethode so
weit gefördert werden, bis er lesen und schreiben kann.
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DIE ANWENDUNG DER
STUDIERTECHNOLOGIE
Studiertechnologie ist die Brücke zu einer Ausbildung, aus der der Student noch
lange nachdem er das Schulzimmer verlassen hat, Nutzen ziehen wird.

Der Unterschied zwischen dem „klugen“ und dem „dummen“ Studenten, dem
sehr, sehr schnellen Studenten und dem sehr, sehr langsamen ist wirklich nur der
Unterschied zwischen dem sorgfältigen Studenten und dem nachlässigen Studenten.

Der sorgfältige Student wendet die Studiertechnologie an. Er studiert mit der
Absicht, etwas zu lernen. Er behebt alle Hindernisse, die beim Studieren aufkommen,
während er mit seinen Materialien arbeitet. Wenn er einen Absatz liest und plötzlich
bemerkt, dass er keinen blassen Schimmer davon hat, was er eigentlich liest, geht er
zurück und findet heraus, wo die Schwierigkeiten angefangen haben. Genau davor
gibt es ein Wort, das er nicht verstanden hat. Wenn er ein sorgfältiger Student ist,
macht er nicht weiter, bis er herausgefunden hat, welches Wort es ist und was es
bedeutet.

Das ist ein sorgfältiger Student, und wie klug er auf einem Gebiet ist, hängt davon
ab, in welchem Ausmaß er diese Technologie anwendet. Es hängt nicht von irgend-
einem angeborenen Talent oder irgendetwas anderem ab. Wie gut er das Fachgebiet
des Studierens beherrscht, macht den Unterschied aus.

Dieses Kapitel ist noch lange nicht alles, was es zum Fachgebiet der Studiertechnologie
gibt. Es ist ein umfassendes Gebiet. Aber mit allem, was Sie auf diesen Seiten gelesen
haben, sind Sie nun mit den Werkzeugen ausgerüstet, um alles beliebige erfolgreicher
zu studieren und anderen zu helfen, dasselbe zu tun. I

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PRAKTISCHE ÜBUNGEN
Hier sind Übungen, die Sie machen können, um Ihre Fähigkeit zur Anwendung der
Studiertechnologie zu steigern. Sie werden Ihnen dabei helfen, selbst in Ihrem
Studium versiert zu werden, und dabei, anderen bei allem, was sie zu lernen
versuchen, zu helfen.

1 Denken Sie an jemanden, den Sie gesehen oder gekannt haben, der meinte, bereits
alles über ein Fachgebiet zu wissen. Was für einen Einfluss würde diese Einstel-
lung auf die Fähigkeit der Person haben, tatsächlich etwas Neues über das
Fachgebiet zu lernen?

2 Wie würden Sie mit diesen Situationen umgehen?


a. Ein Freund lernt über die verschiedenen Baumarten, hat aber keine Ahnung,
wie sie aussehen. Es gibt keine wirklichen Bäume in der Nähe, die man ihm
zeigen kann. Wie könnten Sie ihm helfen?
b. Ein Freund, der dabei ist, schwimmen zu lernen, hat gerade gelernt, wie man
sich an der Oberfläche hält. Jetzt wird ihm beigebracht, wie er zur anderen Seite
des Schwimmbeckens schwimmen soll, aber er hat eine Menge Schwierigkeiten dabei.
Was könnten Sie tun, um ihm zu helfen?
c. Ein Freund nimmt an einem Kurs teil, wie man mit Geld umgeht. Nun hat er
sich aber entschlossen, dass er nicht weitermachen oder nicht zurück zum Unter-
richt möchte. Was sollten Sie tun, um das in Ordnung zu bringen?

3 Denken Sie an ein Wort oder finden Sie eines, von dem Sie wissen, dass Sie es
nicht verstehen, oder über dessen Bedeutung Sie sich nicht sicher sind, und
klären Sie es, indem Sie ein Wörterbuch verwenden.

4 Gehen Sie nochmals durch den Abschnitt „Hindernisse beim Studieren“ und
suchen Sie nach allen Wörtern, die Sie nicht völlig verstehen, klären Sie sie und
studieren Sie dabei den Abschnitt erneut.

5 Machen Sie Grundlegendes Wortklären mit sich selbst.

6 Machen Sie Grundlegendes Wortklären mit jemand anderem.

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7 Üben Sie Wortklären mit Vorlesen. Finden Sie einen anderen Studenten oder
einen Freund, der diese Übung mit Ihnen machen kann. Einer von Ihnen wird
Student A sein, und der andere wird Student B sein. Entscheiden Sie, wer Student
A und wer Student B sein wird.
a. Student A (als Wortklärer) gibt dem Studenten B Wortklären auf den folgenden
Absatz, indem Wortklären mit Vorlesen eingesetzt wird. Verwenden Sie ein einfa-
ches Wörterbuch.
Der schnelle braune Fuchs sprang über den faulen Hund. Der Hund sollte auf die
Hühner aufpassen, aber er war eingeschlafen. Der Fuchs schlich sich in den
Hühnerstall, ohne dass es irgendjemand bemerkte.
b. Student B (als Wortklärer) gibt dem Studenten A Wortklären auf die folgenden
Absätze, wobei er Wortklären mit Vorlesen einsetzt. Verwenden Sie ein einfaches
Wörterbuch.
Der schnelle braune Fuchs sprang über den faulen Hund. Der Hund sollte auf die
Hühner aufpassen, aber er war eingeschlafen. Der Fuchs schlich sich in den
Hühnerstall, ohne dass es irgendjemand bemerkte.
Sobald die Hühner ihn bemerkten, machten sie einen fürchterlichen Lärm. Der
Fuchs musste sich tummeln; er schnappte das nächste Huhn am Hals und stahl
sich aus dem Hühnerstall hinaus.
c. Student A (als Wortklärer) gibt dem Studenten B Wortklären auf die folgenden
Absätze, indem Wortklären mit Vorlesen eingesetzt wird. Verwenden Sie ein
einfaches Wörterbuch.
Sobald die Hühner ihn bemerkten, machten sie einen fürchterlichen Lärm. Der
Fuchs musste sich tummeln; er schnappte das nächste Huhn am Hals und stahl
sich aus dem Hühnerstall hinaus.
Die Bauersfrau kam aus dem Haus gelaufen, als sie das Gegacker vernahm, und
fragte sich, was um alles in der Welt mit ihren Hühnern los sei. Sie gewahrte, wie
der Fuchs mit dem Huhn in den nahen Wald verschwand.
d. Student B (als Wortklärer) gibt dem Studenten A Wortklären auf die folgenden
Absätze, indem Wortklären mit Vorlesen eingesetzt wird. Verwenden Sie ein
einfaches Wörterbuch.
Die Bauernfrau kam aus dem Haus gelaufen, als sie das Gegacker vernahm, und fragte
sich, was um alles in der Welt mit ihren Hühnern los sei. Sie gewahrte, wie der
Fuchs mit dem Huhn in den nahen Wald verschwand.

37
Sie kreischte laut und sah sich nach dem Hund um, dessen Hauptpflicht es war,
diese Art von Vorkommnissen zu verhindern. Der Hund blickte ziemlich indigniert
drein. Die Bauernfrau verbrachte die nächsten paar Minuten damit, ihn für sein
apathisches Benehmen zu schelten.
e. Student A (als Wortklärer) gibt dem Studenten B Wortklären auf den folgenden
Absatz, indem Wortklären mit Vorlesen eingesetzt wird. Verwenden Sie ein einfaches
Wörterbuch.
Sie kreischte laut und sah sich nach dem Hund um, dessen Hauptpflicht es war,
diese Art von Vorkommnissen zu verhindern. Der Hund blickte ziemlich indigniert
drein. Die Bauernfrau verbrachte die nächsten paar Minuten damit, ihn für sein
apathisches Benehmen zu schelten.

8 Finden Sie jemanden, der einen Nutzen daraus ziehen könnte, Wortklären mit
Vorlesen zu machen, und machen Sie dies bis zu einem zufrieden stellenden
Endergebnis.

38
ERGEBNISSE BEI DER ANWENDUNG
Die Studiertechnologie, die von amerikani- VERBESSERUNG
schen Universitäten bis zu Gemeindeschulen
für Schwarze in Südafrika breite Anwendung DES LESENIVEAUS
findet, beweist in den durchgeführten Pro- Ein vierzigstündiges Unterrichtspro-
grammen jedes Mal ihre Funktionsfähigkeit.
gramm für Studenten aus Washing-
ton, D.C., das die Studiertechnologie
80%
einsetzte, zeigte eine deutliche Ver- lesen auf
I m ländlichen Alabama (USA) haben Kinder
im Alter von acht bis sechzehn Jahren an
besserung des Leseniveaus. oder über
ihrer
einem siebenwöchigen Programm teilgenom- Klassenstufe
men und die Studiertechnologie für den erklär- 48%
ten Zweck angewendet, den Wortschatz und lesen auf oder
das Leseverständnis zu vergrößern. Standar- über ihrer
disierte Tests vor und nach dem Programm Klassenstufe
enthüllten, dass sich der Wortschatz und das
Leseverständnis so gesteigert haben, dass sie
im Durchschnitt einem Studenten entspra-
chen, der acht Monate länger ausgebildet Vorher Nachher
wurde. Ein vierzehnjähriger Junge verbes-
serte sich in fünfeinhalb Wochen auf diesem
Programm von einer Stufe, die der zweiten
Klasse entspricht, auf eine Stufe, die der
sechsten Klasse entspricht. Eine solche Stei- ren Schüler entspricht. Ein anderes Pro-
gerung wurde praktisch noch nie erreicht. gramm brachte in einem Zeitraum von vier
I n London hat eine Schülergruppe einen
kurzen Kurs in der Studiertechnologie erhal-
Wochen Verbesserungen in der Lesefertigkeit
hervor, die im Durchschnitt einem 1,8 Jahre
älteren Schüler entsprechen. Ein anderes
ten, der aus ungefähr neun Stunden Unter- dreiwöchiges Programm, das in der Transkei
richt bestand und über eine Periode von in Südaf-
zwölf Tagen gegeben wurde, während eine rika durchgeführt worden ist, zeigte eine
Kontrollgruppe keine Unterweisung in der
durchschnittliche Verbesserung um 2,3 Jahre.
Studiertechnologie erhielt. Beide Gruppen
Ein Programm, das an einer High School mit
setzten ansonsten ihre tägliche Ausbildung
fort und wurden vorher und nachher geprüft. unterprivilegierten Studenten durchgeführt
Die Testgruppe erhöhte ihre Lesefähigkeit wurde, resultierte in einer Bestehensrate von
nach zwölf Tagen der Unterweisung um einen 91 Prozent bei den staatlichen Prüfungen des
erstaunlichen Durchschnitt von 1,29 Jahren. Erziehungsministeriums für High Schools,
Die Kontrollgruppe zeigte praktisch keinen im Vergleich zu den 27 Prozent in einer
Unterschied (Verringerung um 0,03 Jahre) im Kontrollgruppe. In Südafrika, wo 50 Pro-
zweiten Test. Diese beeindruckenden Ergeb- zent der Bevölkerung Analphabeten sind,
nisse sprechen für sich selbst. bringt dieses Programm eine dringend
notwendige Verbesserung.
D ie Vorteile des Education Alive-Pro-
gramms (lebendige Ausbildung) in Südafrika V ergleichen Sie diese positiven Resultate
wurde durch mehrere Studien in Bulawayo, mit anderen Schulsystemen auf der ganzen
Simbabwe und Transvaal (Südafrika) gelobt. Welt; einige städtische High Schools in Ame-
Eine Studie zeigte im Verlauf eines rika haben Ausfallquoten, die an die 50
dreiwöchigen Programms eine Verbesserung Prozent herankommen; bei einer Befragung
in der Lesefertigkeit, die einem 1,2 Jahre älte- in Großbritannien konnten 42 Prozent die

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Preise für einen Hamburger, Pommes Frites,
eine Apfeltasche und Kaffee nicht zusammen-
E ine Londoner Mutter, die vor Sorgen außer
sich war, suchte Hilfe für ihren zehnjährigen
zählen; und 700.000 Studenten haben die Sohn, der große Schwierigkeiten in der Schule
High School in den Vereinigten Staaten im hatte und sich nicht konzentrieren konnte.
letzten Jahr abgeschlossen, die nicht ausrei- Seine Lehrer wollten ihm Medikamente geben.
chend des Lesens kundig waren, um ihre Seine Mutter hingegen fand ein Nachhilfepro-
Diplome zu lesen. Hinter diesen Zahlen ver- gramm, das die Studiertechnologie verwen-
bergen sich viele Geschichten persönlicher det. Nachdem der Junge eine kurze Weile auf
Frustration, zerbrochener Träume, niedrige dem Programm war, schrieb sein Nachhilfe-
handwerkliche Qualität, zunehmende Krimi- lehrer:
nalität und düstere Zukunftsaussichten. „Während des ersten Samstags auf dem
D ie Geschichten der folgenden Leute sind
anders. Glücklicherweise haben diese Leute,
Programm verbrachte der Junge drei Stunden
damit, die Grundlagen der Studiertechnologie
die aus der ganzen Welt kommen, die zu lernen. Die Mutter rief mich während der fol-
Studiertechnologie kennen gelernt, sie genden Woche an, da sie eine unmittelbare Ver-
angewendet und ihre Leben und die Leben besserung beobachtet hatte und nicht glauben
anderer zum Besseren geändert. konnte, dass ihr Sohn eine solche Veränderung
durchgemacht hatte – der Junge machte seine
I n Springfield (USA) war ein Ehepaar betrübt
über das Versagen ihres Sohns in der Schule
Hausaufgaben ohne Schwierigkeiten. Am
darauffolgenden Samstag kam der Junge wieder
und seine Probleme zu Hause. Nachdem ihr zu uns und lernte mehr darüber, wie man studiert.
Sohn in die Studiertechnologie eingeführt Ein paar Tage später erzählte mir die Mutter des
worden ist und sich in einer Schule, die die
Jungen, dass sie einen Anruf seines Lehrers
Studiertechnologie verwendet, eingeschrie-
ben hatte, schrieben sie den folgenden Brief: erhalten hatte, der sich fragte, was mit ihm
geschehen wäre. Er habe eine solche Verände-
„Bevor Richard an Ihrer Schule angefangen rung festgestellt, dass er wissen wolle, was los
hat und als ein Ergebnis seiner Unfähigkeit, auf war. Die Probleme des Jugendlichen wären durch
die Lehrmethoden der öffentlichen Schulen in Medikamente nicht gelöst worden. Es war nur,
Washington, D.C., anzusprechen, war er ein dass ihm niemand jemals beigebracht hat, wie
frustriertes, unangepasstes Kind. Durch die ange- man studiert.“
botene Führung und Beratung wurde es uns
ermöglicht zu lernen, wie wir Richard helfen E in Ehepaar aus den Vereinigten Staaten
war beunruhigt über ihre elfjährige Tochter,
konnten, ein besserer Mensch zu werden. Und
was noch wichtiger ist, Sie haben ein erneutes deren Lesefähigkeit knapp der zweiten Klasse
Interesse in ihm entfacht. Er erhielt die grundle- entsprach und die sehr wenig Selbstachtung
hatte. Nachdem ihre Tochter angefangen
genden Ausbildungskenntnisse, die er während hatte, eine Schule zu besuchen, die die
der zwei Jahre, die er in öffentlichen Schulen Studiertechnologie anwendet, schrieb ihre
verbrachte, verpasst hat. Zum ersten Mal in Mutter:
zwei Jahren wollte Richard von sich aus täglich
zur Schule gehen! Er übernahm die Initiative, „Es brach mir das Herz, als meine Tochter
von sich aus Bücher zu lesen. Er interessierte aus dem Raum kam, in dem die Aufnahme-
sich für mehrere wissenschaftliche Fachgebiete, prüfung stattfand, die sie bei ihrer Ankunft an
einschließlich Naturwissenschaft und Geogra- der Sommerschule machte. Tränen strömten
fie. Seit Richards beide Cousins die Ausbildung über ihr Gesicht, und sie verlangte ihre grün
an einer renommierten Hochschule abgeschlos- gefärbte Brille, von der sie dachte, sie brauche
sen hatten, war es sein Traum, an die gleiche sie zum Lesen. Sie schnitt sehr schlecht ab, aber
Schule zu gehen. Nachdem er die Studiertechno- trotz der Vorbehalte, die alle Betroffenen hatten,
logie gelernt hatte, wurde seine Aufnahme an erhielt sie eine Möglichkeit, das Sommerpro-
diese Schule akzeptiert. Wir danken Ihnen von gramm zu beginnen.
ganzem Herzen für die große Rolle, die Sie dabei Zu diesem Zeitpunkt machte die kumula-
gespielt haben, Richard zu helfen, sein Ziel zu tive Kurve ihres Lebens, die steil abgefallen war,
erreichen.“ eine Kehrtwendung und ist seither nur noch

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gestiegen. Sie ist jetzt seit ein paar Monaten an Studieren und brachte ihn in die Lage, eine
der Sommerschule, und die Veränderungen, die neue Sprache so gut zu lernen, dass er ein
wir in ihr gesehen haben, sind geradezu wun- kompetenter Übersetzer werden konnte.
derbar.
„Bevor ich L. Ron Hubbards Studiertechno-
Sie liest jetzt aus eigener Initiative und fin- logie erlernte, hatte ich die Einstellung: ,Es gibt
det es sogar schwierig, die Bücher wieder zur keine Studiertechnologie; es ist einfach eine
Seite zu legen. Sie ist wieder auf dem richtigen Sache dessen, sich an den Schreibtisch zu setzen,
Weg und wurde ein zuversichtliches, glückliches
zu studieren, zu studieren, zu studieren; nichts
Kind, ein großartiges Kind, das zweifellos einen
enormen Beitrag an die Welt leisten wird – einen anderes zu tun, bis man eine perfekte Aufzeich-
Beitrag, den sie ohne die Studiermethode L. Ron nung dessen hat, was man bei der nächsten
Hubbards und diese unglaubliche Schule, die Sie Prüfung sagen sollte.‘
kreieren, niemals hätte machen können! Ein
herzliches Dankeschön für alle Ihre Bemühun- Als ich jedoch begann, Hubbards Technolo-
gen, Ihre Hingabe und Ihren Weitblick.“ gie zu lernen, und sie in Gebrauch sah, erkannte
ich, dass so etwas wie ein missverstandenes
E in siebenjähriger Junge hatte es beim Stu-
dieren schwer. Er studierte und studierte die
Wort tatsächlich mein Verstehen blockieren
konnte. Und nicht nur das: Ein missverstande-
gleichen Materialien sechs Monate lang. nes Wort konnte meine Moral auf eine sehr tiefe
Glücklicherweise kannte seine Mutter die Stufe bringen. Ich stellte fest, dass ich ehrlich
Studiertechnologie und erkannte, dass sein
Lehrer nicht die wirklichen Hindernisse und begeistert wurde, etwas zu studieren, wenn ich
Probleme fand und korrigierte, auf die ihr ein Wort richtig klärte, von dem ich ,absolut
Sohn ständig stieß. sicher war, dass ich es kannte, und es bis zu
„Ich habe einen sehr vollen Stundenplan einem Punkt klärte, wo ich es wirklich begri-
mit meinem eigenen Job und meinen Verpflich- fflich verstand.
tungen, aber ich bat ihn, die Materialien nach
Bevor ich gelernt hatte, wie man studiert,
Hause zu bringen, die er studierte, und ich fand
das wirkliche Problem. Das war vor zwei Mona- hatte ich auch die Idee, dass man eine Fremd-
ten. Das Ergebnis ist, dass mein Sohn jetzt zum sprache nicht leicht lernen kann, wenn man sie
Musterschüler seiner Klasse geworden ist. Er nicht vor dem Alter von zwölf Jahren gelernt
baut keinen Mist mehr und macht anderen das hat. Ich war bereits zwanzig Jahre alt und hatte
Leben nicht mehr zur Hölle. Er liebt sein Stu- vorher den Gedanken aufgegeben, Englisch zu
dium und macht seine Hausaufgaben in Rekord- lernen. Mit überhaupt keiner formellen Ausbil-
zeiten fertig. Vor zwei Abenden kam er zu mir dung in Englisch war ich in der Lage, mir selbst
und buchstabierte Wörter, die er studiert und Englisch beizubringen, indem ich die Studierte-
deren Definitionen er richtig geklärt hatte. Ich chnologie verwendete. Ich kam dabei so weit,
weiß, dass ich nicht einmal lesen konnte, als ich dass ich jetzt ein professioneller Übersetzer bin!
in seinem Alter war, geschweige denn Wörter Das war nur mit dieser unglaublichen Technolo-
wie Antarktis, Kindertagesstätten, Muster, Pin- gie möglich.
guine, Eisbär, Eisberg usw. buchstabieren. Ich
erkannte, dass ich möglicherweise sein ganzes Eine grundlegende Sache lässt mich noch
zukünftiges Studium gerettet hatte mit dem, was immer jeden Tag Gewinne erleben: Ich erkenne,
ich zuvor getan hatte, um seine Studier- dass es da etwas gibt, was man lernen kann, und
schwierigkeiten zu beheben.“
dass es möglich ist zu verstehen. Und nur durch
D adurch, dass ein spanischer Student die
Studiertechnologie entdeckte und verwen-
Verstehen wird man frei sein können. Die Studier-
technologie hat mir Freiheit gebracht. Und das
dete, packte ihn eine Begeisterung für das ist etwas sehr Wertvolles.“

41
GLOSSAR
Bedeutung: der Sinn oder die Ideen oder die konfrontieren: sich jemandem oder etwas
Theorie einer Sache; im Gegensatz zu ihrer gegenüberstellen, ohne zurückzuweichen
Masse. oder dem auszuweichen. Die Fähigkeit zu
konfrontieren ist eigentlich die Fähigkeit,
Demonstrations-Kit: ein Kit (ein Satz
bequem da zu sein und wahrzunehmen.
bestimmter, zusammengehöriger Dinge), das
aus verschiedenen kleinen Gegenständen Masse: die tatsächlichen physikalischen
besteht, wie Korken, Flaschendeckeln, Büro- Gegenstände, die Dinge des Lebens; im
klammern, Kugelschreiberkappen, Gummi- Gegensatz zu Bedeutung. Siehe auch Bedeu-
bändern und so weiter. Ein Student gebraucht tung in diesem Glossar.
diese kleinen Gegenstände, um die ver-
schiedenen Teile von etwas, das er studiert, missverstandenes Wort: ein Wort, das nicht
darzustellen. Die Gegenstände können verstanden oder falsch verstanden wird.
umherbewegt werden, um die Mechanismen
Scientology: eine angewandte Religion, die
und Aktionen einer bestimmten Vorstellung
von L. Ron Hubbard entwickelt wurde. Sie
aufzuzeigen, und es hilft dem Studenten, sie
ist das Studium und das Umgehen mit dem
zu verstehen. Es wird auch „Demo-Kit“
Geist in Bezug auf sich selbst, Universen
genannt.
und anderes Leben. Das Wort Scientology
Gewinn: das Erreichen einer beliebigen kommt vom lateinischen scio, das „wissen“
erwünschten Verbesserung. Beispiele von bedeutet, und dem griechischen Wort logos,
Gewinnen wären, dass jemand seine was „das Wort oder die äußerliche Form,
Fähigkeit zu kommunizieren verbessert, wodurch der innerliche Gedanke ausge-
ein gesteigertes Gefühl des Wohlbefindens drückt und mitgeteilt wird“ bedeutet. Daher
empfindet oder mehr Gewissheit über einen bedeutet Scientology „Wissen über das
Lebensbereich erlangt. Wissen“.
Gradient: eine stufenweise Herangehens- wegdämmern: sich müde, schläfrig oder
weise an etwas, Schritt für Schritt, Stufe um benebelt fühlen, als wäre man betäubt
Stufe, wobei jeder Schritt oder jede Stufe worden oder hätte Drogen erhalten.
alleine leicht erreichbar ist – sodass
schließlich komplizierte und schwierige Wortklären: jener Teil der Scientology
Aktivitäten relativ leicht erledigt werden Verfahren, der verwendet wird, um die
können. Der Ausdruck Gradient trifft auch Wörter bei jemandem zu finden, die er in
auf jeden der Schritte zu, die bei so einer einem studierten Fachgebiet missverstanden
Herangehensweise unternommen werden. hat, und eine Definition für diese Wörter zu
finden, indem man sie in einem Wörterbuch
Knetdemonstration: ein vom Studenten aus nachschlägt.
Knetmasse angefertigtes Modell, um eine
Aktion, eine Definition, einen Gegenstand Wortklärer: jemand, der einer anderen Per-
oder einen Grundsatz darzustellen. Wird son dabei hilft, jegliche missverstandenen
auch eine „Knetdemo“ genannt. Wörter zu klären.

42
ÜBER
L. RON HUBBARD

E s lässt sich keine passendere Aussage finden, die das Leben L. Ron Hubbards
besser charakterisieren würde, als seine einfache Erklärung: „Ich helfe anderen
gerne, und zu den größten Freuden meines Lebens zählt es, zu sehen, wie sich
jemand von den Schatten befreit, die seine Tage verdunkeln.“ Hinter diesen zentra-
len Worten steht ein Leben im Dienste der Menschheit und ein Vermächtnis der
Weisheit, die es jedem ermöglicht, seit langem gehegte Träume von Glück und
geistiger Freiheit zu erreichen.
L. Ron Hubbard wurde am 13. März 1911 in Tilden (Nebraska) geboren. Er
begann seine Reise der Entdeckung und des Engagements für seine Mitmenschen
in frühem Alter. „Ich wollte, dass andere Menschen glücklich sind, und ich konnte
nicht verstehen, warum sie das nicht waren“, schrieb er über seine Jugendzeit; und
darin lagen die Empfindungen, die für eine lange Zeit seine Schritte lenken sollten.
Als er das Alter von neunzehn Jahren erreichte, hatte er beinahe eine halbe Million
Kilometer zurückgelegt und erforschte die Kulturen Javas, Japans, Indiens und der
Philippinen.
Als er 1929 in die Vereinigten Staaten zurückkehrte, nahm L. Ron Hubbard seine
formelle Ausbildung wieder auf und studierte Mathematik, Ingenieurwesen und das
damals neue Fachgebiet der Kernphysik, die alle wichtige Hilfsmittel für weitere
Forschung bildeten. Um diese Forschung zu finanzieren, begann er Anfang der
Dreißigerjahre eine Schriftstellerkarriere und wurde bald einer der meistgelesenen
Autoren der Unterhaltungsliteratur. Dennoch verlor er niemals sein Hauptziel aus
den Augen und fuhr mit seiner wichtigsten Forschung fort, indem er ausgedehnte
Reisen und Expeditionen unternahm.
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs trat er in die Marine der Vereinigten
Staaten als Oberleutnant zur See ein und diente als Fregattenkapitän auf
U-Boot-Abwehr-Korvetten. Als er teilweise erblindet und von Verletzungen
gelähmt war, die er während der Kampfhandlungen erlitten hatte, wurde er 1945
als für immer behindert diagnostiziert. Durch Anwendung seiner Theorien über
den Verstand war er jedoch nicht nur in der Lage, anderen Mitgliedern der Streit-
kräfte zu helfen, sondern er konnte auch seine eigene Gesundheit wiedererlangen. 43
Nach fünf weiteren Jahren intensiver Forschung wurden der Welt Hubbards Ent-
deckungen in Dianetik: Der Leitfaden für den menschlichen Verstand vorgestellt. Als
das erste populäre Handbuch über den menschlichen Verstand, das eigens für den
Mann auf der Straße geschrieben wurde, läutete Dianetik eine neue Ära der Hoff-
nung für die Menschheit ein und eine neue Lebensphase für den Autor. Doch hörte
er nicht mit seiner Forschung auf, und als bis Ende 1951 ein Durchbruch nach dem
anderen sorgfältig systematisiert wurde, war die Religion Scientology geboren.
Weil Scientology die Gesamtheit des Lebens erklärt, gibt es keinen Aspekt des
menschlichen Daseins, der von L. Ron Hubbards darauf folgender Arbeit nicht ange-
sprochen wurde. Er wohnte teils in den Vereinigten Staaten teils in England, und
seine kontinuierliche Forschung führte zu Lösungen für soziale Missstände wie zum
Beispiel verfallende Bildungsstandards und weitverbreiteten Drogenmissbrauch.
Alles in allem belaufen sich L. Ron Hubbards Werke auf den Gebieten der Dianetik
und Scientology auf über 5.000 Schriften, einschließlich Dutzender von Büchern
und über 3.000 Tonbandvorträgen. Zusammengenommen bilden diese Werke das
Vermächtnis eines Lebens, das am 24. Januar 1986 endete. Doch das Ableben
L.Ron Hubbards bedeutete in keiner Weise ein Ende. Zumal über hundert Millionen
seiner Bücher im Umlauf sind und Millionen von Menschen täglich seine Techno-
logien zur Verbesserung anwenden, kann man wahrhaft sagen, dass die Welt nie
44 einen besseren Freund hatte. I
NEW ERA Publications International ApS dessen Genehmigung benutzt. „Scientologist“ ist ein geschütztes
Store Kongensgade 53 Verbandszeichen und bezeichnet die Mitglieder der
1264 Copenhagen K miteinander verbundenen Scientology Kirchen
Denmark und Missionen.
ISBN 87-7968-168-9 NEW ERA ist eine eingetragene Marke.
© 1994, 2001, 2006 L. Ron Hubbard Library. Gedruckt in Spanien
Alle Rechte vorbehalten. GERMAN EDITION
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einschließlich Kopieren, Speichern oder Übermitteln mit
elektronischen Mitteln, verstößt gegen einschlägige Gesetze.
Scientology, Dianetics, Dianetik, Celebrity Centre, L. Ron Hubbard, ®
Flag, Freewinds, die L. Ron Hubbard Unterschrift, das Scientology
Kreuz (abgerundet) und das Scientology Kreuz (mit Spitzen) sind Eine L. RON HUBBARD Veröffentlichung
Marken im Besitz des Religious Technology Center und werden mit 45