Sie sind auf Seite 1von 185
Über dieses Buch Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den

Über dieses Buch

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde.

Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist.

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei – eine Erin- nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat.

Nutzungsrichtlinien

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen.

Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien:

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden.

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen unter Umständen helfen.

+ Beibehaltung von Google-Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht.

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben.

Über Google Buchsuche

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen. Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http://books.google.com durchsuchen.

GRAMMATIK

DE

SPRACHE

WIE SOLCHE

IM MUNDE UND SCHRIFT

DER

SERBEN UND KRUATEN

GEBRÄUCHLICH IST

V 0 N

ANDREAS maand.

.

'.7 ' ?

ßy lx,

WIEN,

MECHITHARISTEN ­BUCHDRUCKEREÍ.

1854.

GEBRÄUCHLICH IST V 0 N ANDREAS maand. . '.7 ' ? ßy lx, WIEN, MECHITHARISTEN ­BUCHDRUCKEREÍ.

/

SVOMU LJUBAZNOMU OCU

IGNJATU VJEKOSLAVU

Posvn UJn ovo

U z_NAu

slNovsKE LJUBAVI l TQVANJA

ZAHVALNI SIN

ANDRIA T_(DBKVATo.

LJUBAZNOMU OCU IGNJATU VJEKOSLAVU Posvn UJn ovo U z_NAu slNovsKE LJUBAVI l TQVANJA ZAHVALNI SIN ANDRIA

CBOM) JI>) BA3HOMY OH)

E!

ä?! E&Eää.ääää noonmm 0110 wenn

Y3HAK

CI/IHOBCHE JBD BABIII III IIITOBAH>A

3AXBA-llll l CHI!

mwmm maeazmew.

Seinem geliebten utet

26 g u a 3

ä! 1 v i 6

weiße! 6ies Säudj

aI6 ®eufmabl

leinülielyer flehe nah eeebruug

ber bcmfbare ©vbn

Andreas Torquat.

a 3 ä! 1 v i 6 weiße! 6ies Säudj aI6 ®eufmabl leinülielyer flehe nah eeebruug

~ Vorerinnerung.

Es ist bekanntlich der gesetzlich ausgesprochene

Wille Seiner k. k. apostolischen Majestät, dass jeder Beamte und Of cier, welcher zum Vorgesetzten von

Serben und Kroaten im ganzen Süden der k. k. Staaten

vom eisernen Thore bis türkisch Albanien bestellt ist,

deren Sprache verstehe und spreche. Um die Befolgung

des allerhöchsten Willens zu erleichtern habe ich vorlie

gende Grammatik mit der möglichsten Praecision ver

fasst und werde mich für die dabei gehabte Mühe reich lich belohnt fühlen, wenn recht viele Deutsche daraus meine Muttersprache erlernen.

Diesem Werkchen liegen zu Grunde die gediege

nen Vorarbeiten des Vuk Stefanoviö Karadiiö, Franz

Mikloäi6, Georg Danii id, l. A. Berlid und Vjekoslav

Babukiö. Auch habe ich in meiner zweijährigen Anstel

lung, als bevollmächtigter Verwalter der bisthümlichen

Herrschaft Djakovar, täglich Gelegenheit gehabt mit dem

Volke, das, zum Theile vor etwa 100 Jahren aus Bosnien und Lika eingewandert, die reinste Sprache in Slavo nien spricht, und sich sowohl zur slaviscb orientalischem als zur römisch-katholischen Kirche bekennet, in vielfa chen unmittelbaren Verkehr in und ausserhalb meines Berufes zu kommen und meine Aufmerksamkeit selbst

den geringeren Wendungen der Sprache zu Widmen.

in und ausserhalb meines Berufes zu kommen und meine Aufmerksamkeit selbst den geringeren Wendungen der Sprache

Was ich schrieb, das verbürge ich vom Volke oft ge

hört zu haben.

Das Buch ist zwar nicht gross, doch grösser als ich es gewünscht hätte. Die Benützung descyrillischen

sowohl als des lateinischen Alphabetes ist die Ursache

dessen* Anderseits bewog mich die Abneigung vor grös serem Umfange in der Syntaxe bloss ein Alphabet zu

benützen. Ich habe desshalb beide Schriftzeichen angewendet, damit man nicht glaube, dass die Croaten und Serben zwei verschiedene Nationen sind, welche verschiedent liche Sprachen sprechen und schreiben. Nunmehr be schränkt sich, in Folge der ethnographischen Vereinigung, der Unterschied im Gebrauche dieser Namen bloss auf die Cultusverschiedenheit. Die römisch-katholischen Be kenner einer und derselben Nation heissen Croaten, die den slavisch orientalischen bewahrt haben, wer

den Serben genannt. Jene, untreu dem glagolitischen

Alphabete, nennen das lateinische Alphabet ihr, diese

halten an das mit dem Christenthume ererbte cyrillische.

Daher ist jener am halben Wege, welcher nur eines diel ser Alphabete kennt. Die Katholiken Bosniens und Sla voniens bcdienten sich bis fast zu unserer Zeit in reli giös-officiellen Büchern und Protokollen der Cyrilica, Während die slavisch-orientalischen Priester auch jetzt noch mit lateinischen Buchstaben in Croatian und Slavo nien die amtliche Correspondenz mit den landesfürstlichen Behörden führen. Wir sind Stammesbrüder, durch die Eifersüchtelei Constantinopels mit Bom getrennt, wir sind eine Nation, wie diess auch der scharfsinnige Je suit Pejacsevich in seinem Werke: Historia Serviae seu colloquia XIII. de statu regni et religionis Serviae ab exordio ad iinem sive a saeculo VII. ad XV. auctore

" Auch hätte ich die Aufgaben und Bedeutungen der Worte in den selben gerne mit kleinerer Druckschrift herauszugeben gewünscht, aber der Accentuation wegen mussten sogar diese serbischen und

kroatischen Leitern neu gegossen werden.

gewünscht, aber der Accentuation wegen mussten sogar diese serbischen und kroatischen Leitern neu gegossen werden. `

`

Franc. Xav. e L. B. de Pejacsevich a Verocza etc. Edi

dit Math. Franc. Kerticza, Eppus Bosn. Colocae 1799.

mit einer in jener Zeit ungekannten Klarheit ausspricht:

Bitus sacrorum, quod sciam, ut olim, in Serbliae regno

promiscuus, hodieque ac plane permixtus est. Sunt ab

olim in praesens usque tempus per Serbliam magno numero Archiepiscopi, episcopi, coenobia, clerus, popu

lusque rilus utrz'usque: et quamquam sacrorum eae

rimoniis magna pars ipsorum Latinis consentiat, non

sunt tamen gens - , sed consanguinea, et unius

prorsus tecum, qui graeco more operaris, originis Et aetas illa, qua idolis damnatis Christi fidem Serblia pri mum complexa est, tantum mysterium in ritus discrimine non posuit, quantum nunc nobis fingimus (So viel ich Weiss, War in Serbien *der nitas einstens gemischt und

ist es auch heut zu Tage noch. Es giebt von je her bis in die Gegenwart in Serbien zahlreiche Erzbischöfe, Bi schöfe, Klöster, Geistlichkeit und Volk beiderlei Bitus:

und obwohl in den heiligen Caeremonien ein grosser Theil derselben mit den Lateìnern hält, so sind es doch kein

fremdes Volk, sondern ein blutsverwandtes und dessel

ben Ursprungs mit dir, der du ? griechische Weise

deine Andacht verrichtest. Und auch zu jener Zeit, wo Serbien, nach Ablegung des Heidenthums, den Glauben Christi zum ersten Mahle annahm, Wurde in die Ver

schiedenheit des Ritus kein solches Glaubensgeheimniss gesetzt, wie wir es uns jetzt einbilden.) Der Versuch, das National-Gefühl der Croaten und Serben unter dem Namen von lllyriern zu vereinigen ist

vollkommen gescheitert. 0b der Name Srb oder Hrvat

zum allgemeinen, herrschenden auf dem illyrischen Drei

ecke werden wird, hängt von dem überwältigenden gei

Hier sind jene Länder gemeint, welche das serbische Kaiserthum des Stephan Dusan im . Jahrhunderte bildeten, welche zwar verschiedene Provinzial-Namen führen, aber annoch von Serben römisch-kalholischen und orientalischen nilus im ganzen illyri schen Dreiecke benohut werden.

aber annoch von Serben römisch-kalholischen und orientalischen nilus im ganzen illyri schen Dreiecke benohut werden.

stigen und politischen Aufschwunge der Serben oder-Crois#f.'A

ten ab. Diesen aber birgt die Zukunft in ihrem Schoss'e. " Mir hat der Name Illyrier keinen proselytenmachenden

Zweck. Weil die Alten unser Land Illyrien und im Deut ~ schen und Latein uns selbst lllyrier hiessen , so liess ich die Ansprüche dieses Namens auf den Titel meines Werk chens gelten. Schliesslich bemerke ich', dass wenn Jemand die

allenfälsigen Mängel und Fehler, die er darinnen zu finden

vermeint, mit kritischerFeder zu bezeichnen gesonnen ist, er diess sine ira et studio thue, beseelt von demselben Streben, das meine Brust erfüllt: das Emporblühen un serer schönen und lieben Muttersprache zu fördern. Auch halte er stets meinen Zweck klar vor den Augen, wel cher war: Nicht als Auctorität im Senate slavischer Grammatiker und Philologen aufzutreten, sondern den

deutschen Anfängern die Erlernung unserer Mutterspra che zu ermöglichen.

l Wien in der Charwoche 1854.

ner Verfasser.

deutschen Anfängern die Erlernung unserer Mutterspra che zu ermöglichen. l Wien in der Charwoche 1854. ner

Die Rechtsprechung und Rechtschreibung.

Die Buchstaben und deren Aussprache.

Die illyrische oder serbo-croatische Sprache hat d reis s i g

Laute, welche am einfachsten durch das cyrillische Alphabet des

Herrn Vuk Stel'anovic' Karadiiü bezeichnet und ausgedrückt werden. Bei dem Gebrauche der lateinischen Buchstaben muss man theils ihre originelle Bedeutung ändern, theils dieselben verschiedenartig zeichnen und zusammensetzen, um mit ihrer Form den Begrill serbo-croatischer Laute zu verbinden.

Folgendes sind die Zeichen jener dreissig Laute: l.) einfache

lateinische Buchstaben:

A a cyrillisch A a

B r cyrillisch P p

I

i

cyrillisch

H u

Bb

56 Jj

JlSs

 

Cc

IQ""HUQ c

ll u

K k

Ii n

T t

T 'r

d

jl 4

L l

Jl l

U u

y y

e

" Ee Mm

MM

Vv

BB

l

Du:

N n

H n

Z z

3 a

g

I r

O o

O 0

h

X x

P p

II n

2) signirte lateinische Buchstaben:

c e ('I j tj) cyrillisch 'nn | c c cyrillisch 11 -| | s ä cyrillisch m m

Z z cyrillisch Hi zu.

»

3) zusammengesetzte lateinische Buchstaben:

Di

di (C Z ci) cyr. I I u | Gj gj (Dj dj) cyr. 'B i; | Lj lj cyr.

Jb u,

Nj nj cyr. II) lb.

Wenn die serbo-croatische Sprache mit cyrillischen Buch

staben geschrieben wird, so kommt noch hinzu das Zeichen 'B liir den Fall, wo das r p als slavischer Selbstlaut mit einem der übrigen auch im Latein vorkommenden Selbstlaute steht, damit er als selber erkannt und ausgesprochen werde: rp noue.

Nachdem es Grundregel der serbo-croatischen Rechtspre chung und'ltechtschreibung ist: Spreche so aus oder lese

so wie es geschrieben steht, und umgekehrt: schreibe

so, wie gesprochen wird, so muss man dem deutschen

Anfänger den Schlüssel zum Verständnisse und die Möglichkeit

2

l

der Befolgung dieser Regel geben. Es folgt daher die Anweisung

zur Aussprache der oben angeführten Buchstaben, in wie ferne

es möglich ist, die Laute zu beschreiben. Das Beste ist wohl, selbe aus dem Munde eines Serben oder Croaten abzulernen. Die Buchstaben: A, B , , E, F , 61 , H , I , J, KILL Jl, M,N H, , P II,B B, S C, T, U'y werden ganz

so wie in der deutschen Schrift ausgesprochen.

`

i

c er nep, die Zereíche. H, X, wird am Ende der Worte nicht vernommen, sondern i

ist da wie oft im Deutschen um die Dehnung der Sylbe anzuzei

, , hat den Ton des deutschen Z, in Z eit, Zahl etc.

gen: cr n ih pticah, upnux , schwarzer Vögel; gri-

j

jeh, rpnjex, die Sünde. ,y

 

V, B, hat immer bloss den Ton des deutschen w nie aber des

b, 11:

, die Volle

l

Z, , lautet wie f, s, in den AWorten: Besen, Wase etc. z ora

die Morgenröthe, z a für etc.

Ú, , Der durch diesen Buchstaben bezeichnete Laut könnte

für den Deutschen, der ihn in seiner Sprache nicht hat, als ein ver schärftes oder (z) gelten, das jedoch nicht die Stärke erreicht, um wie Isch zu klingen. Das italienische cz' entspricht ganz dem

illyrischen , h, z. B. ciotto, (c'otto) lahm, ill. k u Haus.

Bogie Bornh eig. Name. Da durch verschiedene Formationen das tin c übergeht, so haben viele die Gewohnheit diesen Laut durch Mouillirung des t auszudrücken, so dass der Deutsche in illyri schen Büchern wird oft lesen müssenzji während er dasselbe aus i

dem Munde des Serben oder Croaten bloss als vernimmt.

Ú, , klingt wie [ / , ,wenn beide Laute

in einen verschmol

zen werden : è a r ati, , zaubern, c o _vj k, nonies, der Mensch.

S', , hat vollkommen den Laut des deutschen sch: äiba,

, die , s u t i, , sei stille.

Z', , tönt gelinder als sch, und mehr durch die Zähne, die bei Hervorbringung dieses milden Lautes zusammengehalten wer

den müssen, ganz wie das französische j in jour: zal , das Gestade, lai, nani, die Lüge . Dì, lll, kommt bloss in adoptirten türkischen Worten vor

und hat in der deutschen Sprache nich-t seines gleichen; regelrecht

kann er daher bloss aus dent serbisch-croatischen Munde erlernt werden; ähnlich klingt er dem.t dach: Díev erd an, , eine Damascener Flinte, d zami j ¿j naMnia, Moschee. Es wird auch ci

statt di geschrieben gefunden. t

l

erd an, , eine Damascener Flinte, d zami j ¿j naMnia, Moschee. Es wird auch ci

i

f

/

,

Gj, '5, Dieser Laut muss hell-vorgebracht werden, während man die Extremitäten auf beiden Seiten der Mitte der Zunge zwi

schen die Stockzähne-driìckt, den Ton aus der Brust stosst als

wollte man g und i zugleich aussprechen und verschmelzen. Man vergleiche das italienische g in giorno; z. B. megja Meba, die

Grenze , Demarkationslinie; hrgja xpba, Eisenrost. Dieser Laut

wird von den Meisten aus dem Grunde mit :lj geschrieben, weil er in desswegen, den meisten damit Wörtern der Deutsche,î aus d entsteht. wenn er Diess beim bemerkt Lesen illyrîscher man hier

Werke auf dj stosst, wisse, wie es anzusprechen ist. Auch dürften

den Wörterbüchern dermalen noch dj häuiiger statt gj vorkommen.

Lj, Jb, kommt im Deutschen nicht vor. Man gebe der Zunge dieselbe Lage im Munde wie bei gj und bringe mit der Spitze der

selben l verschmolzen mit j heraus: ljil j an , die Lilie. Ni, lb, hat die deutsche Sprache nicht. Bei oben im mouillir­.

ten l angewiesener Mundtormation suche man n und [ verschmel

zen: ] o ), der Geier, kuj iga , das Buch. Auch wird der Deutsche in vielen Büchern, die mit lateini schen Letterii gedruckt sind, à ! è vor demr finden. Diese Laute

sind müssig und sollen anzeigen', dass nicht sie, sondern das r, p der Vokal der Sylbe ist. Solch ein à und è braucht also der Deut

sche nicht auszusprechen: v àrzi, -21 lautet also v r zi, , setze; hàrvat, hèrvat lese hrvat, , Croat. Die Laute a, e, i, , , u, yI sind immer Selbstlaute; das r, p

ist bald Selbstlaut bald Mitlaut, je nach seiner Stellung. Selbstlaut

ist er l.) so oft er zwischen @wei Mitlaute zu stehen kommtl

prvi, , der Erste, hrt, Xp'rß der Windspiel. '2) Wenn er als in eines diesem Wurzelwortes Falle ausser erster in rt- Laut ein steht; h, r t, ­zu hören , die und Spitze zu obwohl schrei

ben ist: hrgj a, xpba, der Rosjt, obwohl auch rgj a, pba in der

Sprache vorkommt. Wenn

dies jh, geschrieben wird ist bei Zu

sammeiisetzungen wo das erste Wort auf einen Selbstlaut aus»

geht und das zweite mit r, p beginnt, das r, p als Vocal leicht

zu erkennen. z. B. zahrgjati, ­eaiiipha'rii statt zar gjati, aapha

verrosten; pohrvati se, , ringen, statt por

se, nopßa'rii. Wenn rfâp als Vocal einen andern Vocal nach sich hat, was bei Umwandlung des formativen l Ji, in einen

Selbstlaut , so " cyrillischer schrift zwischen

beide des leichtern Erkennens und Lesens wegen ein gesetzt:

, groce lese nicht gro'lz e sondern gr- o-c e,

vongrlo, rpJio die Kehle. ­~ Solist ist das r p überall Consonant.

1I

, groce lese nicht gro'lz e sondern gr- o-c e, vongrlo, rpJio die Kehle. ­~ Solist

l*

i'

lUeber, das im Alphabete nicht vorgekommene e , das wie e,

i, ie, und ije lauten soll, wird in der Lehre über die Mundarten das

Nöthige erklärt.

f

Alle andern einfachen, s gnirten oder zusammengesetzten

lateinischen und cyrillischen B chstaben drücken Consonanten aus.

Umwandlung der Mitlaute.

Die Consonanten unterliegen in der serbisch-croatischen

Sprache durch ihre Stellungen, welche sie in den verschiedenen Formationen der Etymologie einnehmen, grossen Veränderungen

und Uebergängen. Um diese Uebergänge unter allgemeine Re geln zu bringen und das Erlernen der Sprache zu erleichtern, theilt man die Consonanten in harte und Weich e.

Harter Mitlaute gibt es sieben: h sind zehn Mitlaute:

1.) labial (Lippenlaut): b, ­6.

1_) : , ; f n

2.) dental (Zahnlaut) :_ (1, A.

2) ( t T

3) - ! (Gurgellaut): g, r.

ll)

1 | ( , ')

z', ; gj h

gutmrale: k ; h

c, ; s, ;

it.) palatale:

5) sibilant ( ): z, a.

5.)

sibilante: c, ; s, c.

Aus diesem Unterschiede folgen die Regeln:

I.

Die harten Mitlaute, wenn sie vor weiche zu ste«

hen kommen, werden in weiche desselben Orga

nes verwandelt.

Daher: 1.) ò, 6, dem nachfolgenden weichen Mitlaute durch

Umwandlung in p, ausgeglichen wird: poljubac,

der Kuss, hat im Genitivo, wo das euphonische, zur Wurzel

nicht gehörende , wegfällt: poljup ca, nobynua, nicht aber

pol jubca, , denn diess ist für die serbisch-croatische Zunge unmöglich und dem Wohlklange zuwider, daher das 6,6

unmittelbar vor dem weichen , , in

das analoge , überge

hen muss. So im Vocativ; poljupce, . 2.) d, A geht vor weichen in t, , über: pod, , unter, kopati, , graben, nicht podkopati, noAnona'rn, unter graben, sondern potkopati, . Od, 0A, weg, frknu

ti, , fallen, otfrknuti, , wegfallen. Kommt

es vor das weiche s, c zu stehen, so machen viele Schriftsteller

frknu ti, , fallen, otfrknuti, , wegfallen. Kommt es vor das weiche s, c zu stehen,

5

eine Ausnahme von der Regel und belassen das d, : gradski,

, zur Festung gehörig; lj 11 dski, , menschlich. An

dere hingegen schreiben statt der

wie man

. 3.) g, r, wird vor weichen Mitlauten zu k, n assimilirt :

spricht, das sibilante , : gra cki, ; ljucki,

Consonanten-Gruppe ds, , so

bogac, , der Bettler, bokói ja, öon'iiiia, die Bettelei.

Il.) Von

den palatalen harten wird di, 1,1 in ó', ; , 1 im.

gj, l; in c', h verwandelt vor weichen Mitlauten: aus druzitL,

, sich gesellen, wird gebildet drustvo, ; aus i eg ja, ineba, der Durst, zecca, inehiia, das Diminutiv. ,

5.) der harte Sauselaut z, a ist dem weichen s, c, analog:­

also mrzak, Mpsan, der zuwidere hat mrska, Mpcna. die zuwi dere. Von dieser Regel ist ausgenommen: mozak, , das Gehirn und dr ozak, , 111 Drossel, denn nach dem Ausfalle des euphonischeii a, a, hat es nicht moska, Moena, sondern der nachfolgende weiche assimilirt sich dem vorstehenden harten und

es entsteht mozga, ; 11 rozga, . Vor ë, geht z, a

in s , über : iscupat i, nuiliyna'rii,ausreissen, von iz­, ëupati, etc.

Il.

Der vorhergehende weiche Mitlaut wird des nach folgenden harten wegen durch den analogen har

ten ersetzt. ­-_Folglich:

l.) wird das weiche p, V01 einem harten Mitlaute in b, 6 verwandelt: top , , 111 Kanone, dann die türkische Formative

topdzija, Tonniija der

dzi, 1,1 slavisirt in d'lija, nuja gibt

Kanoiiier und nach obiger euphonischer Grundregel wird es dann

t obd zi j

2.) t, räumt vor harten Mitlauten dem d, den Platz: von krciti, , roden, wird durch die Sylbe ba, 6a, das Haupt

wort krcidba, , das Roden, gebildet.

3.) k, n geht in g, über: von nikada, , nie, wird

nig da, .

a, Toöiinia gesprochen und geschrieben.

'

li.) o , li wird

zu 112, 1,1;11 11 s', zu i, an: von naruéiti,

, bestellen, entsteht mittelst der Bildungssylbe bina, , n ar u 6 111 n' a, , und dann richtig: n ar u d z b i n a,

napynôinia, die Bestellung; o t ad z b i n a, , Vaterland etc. Von za duäu, , für die Seele, zaduzbina,

, die fromme Stiftung für dieErlösung der Seele.

n a, , Vaterland etc. Von za duäu, , für die Seele, zaduzbina, , die fromme

.11.) s, c ist mit z, analog und muss diesem vor harten Mit

lauten Weichen : z gra d a, arpaAa , das Gebäude statt

crpaAa. Es mangeln hinsichtlich mancher dieser Mitlaute in der Spra che Fälle, wo die euphonischen Regeln anzuwenden sind; so z. B.

s gr a d a,

wird man kaum Worte [index: wo di, 1,1 vor weichen; h, ; , vor

harten Mitlauten stünden. Auch soll es den Deutschen nicht be

fremden, wenn er in serbischen und kroatischen Werken diese

Regeln unbeachtet sieht, wenn er daher lesen wird: ol juh c , ; odfrknuti, ; druîtvo, Apyut'rnmmrzko, ; nikda, ; z aduäbina, u. s. w. Viele _Schriftsteller halten diese Regeln bloss heim Sprechen für noth wendig und befolgen sie im Schreiben ) nicht, weil sie für

die Augen schreiben und die Wurzel (etymon) den Leser a n

sch aue n lassen Wollen. Diess verstosst jedoch ers t en s gegen die obige Grundregel , vermöge welcher sich die Rechtschreibung nach der Rechtsprechung zu richten hat. Auch erkennt zwei tens jeder, der die obigen Regeln inne hat, nach der Stellung

der Mitlaute, ob eine Veränderung des harten Wurzellautes in

einen weichen oder umgekehrt statt gefunden habe. - Das Ge sagte gilt auch von einigen der folgenden Veränderungen und Auslassungen der Mitlaute.

III.

Vor praejerierten d. i. solchen Selbstlauten, vor denen ein sch\vachesz'(j)oder jerib gehörtwerden

sollte, das­ aber durch-den Einflussuden es auf

den vorhergehenden Mitlaut nimmt, ausgestossen wird, sowie vor e und i, dann einigen palatalen und weichlauten Mitlauten unterliegen die dentalen, gutturalen und sibilanten Uebergängen nach Erfor derniss des Wohllautes. Daher:

I.) Die dentalen: d, A in gj, ; t, 'r in , h vor allen präje

rierten Selbstlauten übergehen, weil eine innige Verschmelzung mit dem geschwächten Selbstlautez' besteht: luditi, .

närrisch sein, lud jak, , der Narr; dwaxovoç, diaconus, gjak,

han; ­­ brat, , der Bruder, braca, Gpaha, Gebrüder; 19i

çwwoç, der Christ, hriscanin, xpnluhannn; smrt, , der

Tod, smr ón, , mit dem Tode. -- Auch präjotirte Selbst laute bedingen oft den obigen Uebergang, daher statt dj ed, AjeA,

der Ahne, gjed, beA; statt tj esiti, Tjelun'rn, trösten, c'eäiti,

den obigen Uebergang, daher statt dj ed, AjeA, der Ahne, gjed, beA; statt tj esiti, Tjelun'rn,

7

heiimrn. ­­­ In sve sten ik , , der Priester, nu zda,

, die Noth sind altsloveiiische palatale statt echt sprach gemäss svec'enik, cßeheiinn, nugja, . 2.) Die gutturalen gehen in entsprechende palatale und sibi lnnten vor praejerierteiiSelbstlauteii, vor z', e und palatalen über:

g,

r in c', , z, 3,2, rin-lc, n, in , 11,6, 11 und ( l1;-h, X in s, c und

s',

: legao, , gelegen; leói, , niederlegen; lezi, .ieaii

liege;lezi§te, , Lager; lezè, nente, legte sich; ver gleiche von der Wurzel krieg, nner, knez, der Dorfrichter, 5. End. kiieze, niieane. ­­ Klekao, nJienao, kniete nieder, kle

aj nneiiaj, knie oft, kleci, n.iehii niederknien, kl ece, , er kniete nieder; s trikan, c'rpunaii, der Oheim, stric, ,

strice,

nom. pi.­vla§ e, VOC. -1111011, x'rje'rii, wollen, wird

oft im Volksmuiide zu s ti, iuhe'rii. 3.) Die sibilaiiten machen den entsprechenden palatalen Platz;

a) vor praejerierten Selbstlaliten; 11) vorz' in der Wortbildung ; c)

vor den weichlauteii (j, Ji.; nj, n, dann d) vor den palatalen c ,li

und gj, i) und zwar: , 11 e, ; s, c dem s", ; z, dem à', in. Z. B. Palac, , der Daum, palcin a, , augmentativ; vo catív palce, ; nositi, , tragen, nosa, , der Träger, nosen, , getragen, n osn j a, 1111 111 Tracht; gro 21 ti, , 11 11 z ag ra 2 ati, aarpaana'rn, oft drohen;

groinja, rpoiniha die Drohung; list, das Blatt, lisce,

collectiv; rezati, , schneiden, reze, peine, er schneidet, rez i, , Schneide; gro zd, , die Traube,

Vlah, , 11 Wallaclie, Vlasil B.iacii

grozgje, rpoanhe collectiv; razliti , aiisgiessen, raz

ljevati, painJßenarn oft ausgiessen.

Man henamset gj, b, und 6, h Mildlinge, und 6, ; s', in; î, in,

Wandlinge; gleichsam als seien dort gemilderte Dentale, hier

verwandelte Gutturale und Sibilanten.

\

IV.

Die in den Wurzelwörtern vorfindigen flüssigen

Mitlaute ¿sund n, werden in Biegungs- und Ablei- _

lungs-Fällen, wo sie unmittelbar vor ein ioderj 211 stellen kommen, erweicht: l, .i nämlich zu lj, .mund n, ii zu nj, n Z. B. Bieliti, ônjeJiu'rn, weissigen, bieljenje, 6n jeibeine, das Weissen; voliti, (auch voljeti, Bome'rii)

wollen, volj a, , der Wille; Bran, ôpaii, gelesen,

bran j e:

das Weissen; voliti, (auch voljeti, Bome'rii) wollen, volj a, , der Wille; Bran, ôpaii, gelesen, bran

S

, die Lese; pun,

Desswegen nennt, man anch lj, . und nj, is Weichlin ge.

, voll, nap un jen, nauylsen, angefüllt.

V.

Das flüssige l,.i|,geht amEnde derSylben zumeist in o über; kehrt aber zurück, sobald ein e Bildungs

Sylb e zuwäch st: pi t ao, , gefragt, statt pital, ,

daher im weibl. pitala, ; vitao, , der Garnhaspel, gen. vitla, . In s elo, , das Dorf, diminutiv seo c ,

, adjectiv seoski, , zum Dorfe gehörig, ging das l

in o über in Folge des

Sylbenzuwachses. Wenn das l, Ji nach

einem diese Umwandlung trifft, so wird bloss ein gedehntes ô gehört und geschrieben: vol, , der Ochs, geht in v ô, nô statt

vo o über. Diese Verwandlung ist bei der Endsylbe der activen Mittel Wörter charakteristisch und consequent im Munde der Serben ; in anderen Fällen jedoch kommt beides vor: an gj osk i, auheocnu und angjelski, adjectiv von an 0. angjel.

auheo . , der Engel. Bielac, önieaau der Schimmel etc. Auch findet man ko cat, statt klecat, oft knien,

beugen. Die Croaten behalten zwar in der Sprache ], in der Endsylbe, doch nicht in der Schrift.

VI.

E s gibt auch einige Verwechslungen 'der Mit laute unter einander, wo der Sprachgebrauch mehr

regellos ist:

1.) d, A und gj, i; in í di, , komme herunter, sig j i, .

2.) e, h und t, in sreéan, cpehan, glücklich, auch sre

tan, ; vocnja k, ßohrban, der Obstgarten, auch v ot njak, etc.

3.) h,

und v, in gluh, , taub, auch

gluv, myn;

puhati, u_yxa'rn, blasen: auch pâuvati, etc.

l1.) h, und jin , , das Tuch, auch coja, lloja; s mich, civmiex, das Lachen auch s m ej, , etc.

Das n, und l, ; nj, rb und , ( nach m, in (

5.)

, viel, auch m logo , ; d b ro d os n ic a, AoôpoAom

, Bewillkomnung, auch dobro do sli ca, AoôpoAomJluua; s um nj a, , der Verdacht, s um lj a, , etc. 6.) m, M und v, V01' n, : mn ogo, und das croa v no go, ; tam n , , finster undta vn o, etc.

6.) m, M und v, V01' n, : mn ogo, und das croa v no go,

9

7.) , 11 und e, 111 lj e väe, .n.eßiiie, schöner, statt lj ep se,

.meniiie ; kov ce, , Haftel, statt kopé e, , etc. 8.) v, und h, x: zievati, anießa'rn, gâhnen, auch zie

hati, enjexa'rii; b uzdovaii, , die ha n , etc. v, 111111 lj, Ji. in diljka

Keule, anch b 11 2110 und divka Gewehr.

9.) 2,

111 111111 j: 2

ark o, , glühend auch j ar k ,

japno, etc.

10.) 2, 111 und r, p: moz'e, kann und more, , etc.

VII.

Des Wohlklaiiges halb er muss bald in Conso nantengruppen d erSelbstlaut a sel ten e, oderi,n,einge­

schaltet werden; bald mus s derZ usammenstoss von

labialen und praejerierteii durch Einschaltung des l, .n geh oben; bald müssen n eb en einander stehende

Selbstlau te durch v, oderj getrennt werden: Daher l.) wird von dem Wurzelworte in i s l, der Gedanke, mi

sal, um die Consonantengruppe sl, 211 trennen, dann

muss nach der Regel

l, .iin o verwandelt werden. Bei Zusam

mensetzungen: nzanj, yaaii. neben ihm statt u z nj e'g, 1 ;

obav iti, pôaßii'rii, umwickeln, statt ob viti von ob, 06

um und vit i, , wickeln. Bei dem Genitiv pluralis in den Haupt

Wörtern weiblichen Gesclileclites, die vor dem endigenden a zwei andere Mitlaute als st, 111111 zd, haben : b ukv a, , 111 Bu che gen. pl. bukava, ôynaßa; pliska, mincna, die Bachstelze,

pl is aka, miicana. Ganz analog ist es mit den Hauptwörtern säch

lichen Geschlechtes auf o: veslo, , das Ruder, vesala, ; 11 d ro, , der Schenkel, b ed a r a, . 11

azd a , , 111 Furche;

mj esto, Mjec'ro der Ort, gniezdo , rnnjeaAo das Nest, nehmen

das euphonische'a nicht auf. E ist euphonisch in 11 , VOI! brati, , sammeln; i, nist es in bir am, etc.

Wenn 2.) die Labialen b, ; m, ; v, ; , ; vor einen

praejerierten Selbstlaut zu stehen kämen, so muss der .lflüssige

Mitlaut l, .i eingeschaltet und erweicht îwerden': aus zaba, ,

der Frosch, bildet man mittelst des Anhängselsjí, in: iab j i, anaôju

zum Frösche gehörig und rectificirt nach obiger Regel die Bildung

indem man sagt und schreibt: 2 a bl j i, ;

kaufen, k up lj a h, , 1 11 kaufte, ku p lj en, ; ge

kauft; 211/1 j e ti, , leben; kr v, nps, Blut, im instrumen

g lista, minera, Regenwurm; br

1111 iti, ,

; ge kauft; 211/1 j e ti, , leben; kr v, nps, Blut, im instrumen g

10

tal sing. krvl ju, ; 'Ziv, , lebendig, comparativ 'Ziv

lj i, aina/Ln. Vgl.

primirljivat statt primirivat.

3.) Um den hiatus d. i. ein Zusammentreffen zweier Selbst laute zu vermeiden, wird ein Mitlaut eingeschaltet, daher nach A_usfall des h, in uho, , Ohr, zwar auch uo , yo doch richti ger uvo, yßo klingt; coha, , Tuch, , doch besser c oja, mia oder , ; statt , unen, der Mensch, aus covjek, roeien wird èoj ek, linien Von biti, öu'rn, schlagen,

statt bien, , bijen, Guieu und b iven geschlagen.

Anm. Bei der Bildung der Beiwörter auf ski, von Haupt

Wörtern auf ij a, nia, schaltet man euphonisch n, ein; als: serat lija, cepaTJmja, Grenztürke, seratlinski, , dem Grenztiirken gehörig. Zu dieser Regel gehört zum Theile das eupho nische Einschalten der Sylben ov und ev in den Endungen vielf. Zahl bei dem männlichen Gesehleehte der 1. Abänderung (vgLëech.

1 .): miäevi, , die Mäuse, statt misi, ,

und des n,

; t, ; s, c in den durch Zuwachs gebildeten Endungen der Wör

ter säehlichen Geschlechtes: breme, , (Vgl.

hre mena, ; jagnje, jambe, Lamm, jagnjeta, iarlbe'ra;

allslav.

.) Last,

nebo, , Himmel, nebesa, .

VIII.

Sowohl Selbst-als Mitlaute, die denWohlklan'g

stö ren und zum Wesen des Wortes nicht gehören,

werden ausgestossen.

.

1.) Das bewegliche oder euphonische a, welches zwischen

zwei oder mehrere unmittelbar auf ' einander

folgende Mitlaute

in der Endsylbe eingesetzt wird, fällt aus, so oft Biegungs- oder

Ableitungssylben dazu kommen: von gib ak, , biegsam,

gip k , ranno; von k , . kope a

. Ausgenom

men sind die einsylbigen Wurzelwörter, die das euphonische a,

ausser p as, nac, der Hund; s an, , der Schlaf; sa v,

, die Naht; genit: ps a, nca; sna, ; sva, .

2.) [n der Poesie werden des Sylbenmasses wegen alle

Selbstlaute, die ohne Sinnesstörung ausfallen können, ausgelassen, Z. B. In der Sammlung der Nationallieder von Herrn Vuk St.

Karadzic', III. Bd. Nr. 18. om k ä e , sie rückten nä

her, statt p o ma ko se, ;

t ri de s t , ' dreissig

statt trideset ; 1 , au aber statt ali, ; ev , es

siehe, statt evo, ; 'vako, so statt ovako osano ;

v e ó v e c er a t i, , das Nachtmal einnehmen

behalten,

statt evo, ; 'vako, so statt ovako osano ; v e ó v e c er

Il

statt veéer u, . Vgl. B a st a, pain'ra,wesswegen statt radi sta, ; ôs, ôui, willst, n ês, iiêm, willst nicht statt , ohein, ne ó es, neheui, m ôz, Môan statt m oz es etc.

3.) Von zwei gleichen Mitlauten in Zusammensetzungen

fällt einer aus: aus oddaljiti, oAAaMl'ru, entfernen wird oda 1j i ti; aus ra s su t i, paccyrn, verschütten, ra suti, pacy'i'n, etc.

ll.) Es

gibt

auch in der Schrift keine Verdopplung der

Selbstlaute; dieselbe wird durch den Accent bezeichnet: vô, nö statt voo, etc. Die Zusammensetzungen mit do, po etc.

ausgenommen: pootimati etc. Vgl. dvaa, jaati.

5.) Das d, A fällt aus vor c, ; c", ; di, i,i; l, .i; s, c; t,­

; dann zwischen s, oder z, und b, 6; n, ; nj, ii.; l, .i; lj, ai.: srce, , Herz, statt srdce, cpAue; oéitati, herableseii statt od èita t i, ; palo, naso, gefallen, statt

p adlo, ; o tisn u ti, o'rnciiy'rn, wegstossen, statt o dtis'

nuti, oA'rncny'rii; prazn o, , leer, für prazdn o, . 6.) Das t, 'i' fällt aus vor c, ; (1, ; di, n , s, e: zwischen s, c, "z, und b, 6; I, .i; , Ji.; , ; nj, in: otac, , der Vater, geuit. oca, ; vocativ: ce, ; s ad zij a, cannja, Uhrmacher von sat, ca'r uiid dii, ; bogastvo, , 1 Reichthum statt g a t stv o, ; go z a, , die

Gasterei statt gostba, ; radosno, paAocno, freudig

von ra dost, paAoc'r; masl , , Schmalz von m as t, Mac'r, Fette; boleslj iv, óoseiilbna statt bolestl , . 7.) s, c verliert sich vor s', : 15 titi, , auslesen statt is s t iti, . etc.

und i, an, dann vor

s, ; als weichen assimilirt er sich zu s, c und fällt nach obi

gen Regeln aus; siehe raz s u ti, pancy'rn, r ass u ti, ,

ra su ti, , verschütten; iz s ti t, . is s ti t, ,

nicht vernommen

15 tit, ; vor , in aber kann z, , ohnehin

werden : e z 'l e n s t v o , Ehelosigkeit, lautet be

_ 8.) z, wird ausgestossen vor

s,c; s ,

i e n s tv o, .

Quantität der Vocale und der Sylben. "d

Um die serbo-croatischeii Worte richtig auszusprechen, soll

der deutsche Anfänger bei den Selbstlauten auf die Länge und

Kürze, d. i. auf die Q uan tität und auf die Höhe und Tiefe des

Tones: d. i. auf den Accent, wo er Platz hat, ein besonderes

*Ö 43%

.) l

//

1557

'r if.
'r
if.

12

Augenmerk haben. Jeder der sechs Vocale: a; ; i, ; o; r, ;

u, ; kann hinsichtlich der Dauer des Lautes entweder nur einen hastigen, kurzen, oder aber einen etwas anhaltenden, langen Mo

ment währen, folglich kann jeder dieser Selbstlaute kurz oder

lan g sein. Im Deutschen ist a in L amm kurz, lang aber in lahm, ebenso ist im Serbischen a kurz in brat, , Bruder, lang in

v rat, , Hals. Diess ist die verschiedene Quantität der Vocale.

Diese stets im Sinne habend merke man auf die verschiedene Mo

dulation der Stimme im Aussprechen des kurzen oder langen

Selbstlautes, denn sowohl der eine als der andere kann mit etwas erhobener oder aber mit gelassener Stimme hervorgebracht wer den; also kann der kurze Selbstlaut entweder hoch oder tief,

und ebenso kann auch der lange Vocal ausgesprochen, nämlich accentuirt werden. Daher ist die Aussprache einesjeden

Vocales sechsfach: .) Ohne Accent:

l.) Blo ss kurz: das ain voda, , Wasser; imdeut

schen Worte abhalten. Die blosse kurze Quantität wird nicht

bezeichnet. 2.) B lo ss lang, das mit zu bezeichnen ist: pam c'ênje,

, das Gedenken; im Deutschen: Auswáhl.

'

B.) Mit Accent: .) Kurz und tief zugleich. Man be

zeichnet diese kurze Quantität mit dem tiefen Accent durch ";

miic, man. ln : hat die deutsche Sprache denselben Accent:

der deutsche Anfänger iìbertrage ihn nur auf serbisch-croatische Worte.

l1.) Der kurze Vocal laute um einen Ton höher als in

Gött nemlich Gottes und diese Erhöhung wird mittelst des Ac centes` angedeutet: m àca, Màaa(gleichsam maccajdes Schwertes

5.) Der Nl ange Vocal dauert noch einmal so lange in der Aussprache als der kurze, und ist im ersten Zeittheil tief (") im

zweiten höher ), so dass er ganz wie in dem deutschen Worte Re de, Niemand klingt, und mit bezeichnet wird. In Noten

gesetzt musste es so stehen :

. i

gra

-

na

tej Es kommt dem

rer so Vor, als wären in der ersten Sylbe der Rede, grana rpáua, (gleichsam grahna) der Zweig, zwei innigst verschmolzene

*) Siehe das in der Accenllehre gründliche Werk: De ratione de- ` piugendi rite quaslibet voces articulatas seu de vera orthogra phia cum neeessarîis elementis alphabetl universalls. Auctore

Mariano Suñìc. 0. S.F.P. B. A. Viennae |853.

v

à .

.

'

L. ­

.n

I

c

.xv

°'

'v

.iv-Ä

13

kurze Vocale, wovon der erste tief mit , der zweite höher mit

lautet: griiäna. 6.) Der lange Vocal hoch betont wird mit bezeichnet.

Hier ist die Stimme im ersten Zeittheil erhaben, im zweiten fällt sie herab, gleichsam als wäre der mit" bezeichnete Vocal aus

vzwei gleichen kurzen innigst in der Aussprache verbundenen

wovon der erste kurz und hoch ( ) ist: p räv da, npäsga, Gerechtigkeit,

n aal; a. Der analo e Accent im Deutschen

Vocalen zusammengesetzt, der zweite kurz und tief f )

klin t:

g

j

P

-l

g

pro - vda

ist in dem \Vortez Wähl. - Dieser Accent steht vornemlich auf

jenen S ylben, in denen der Vocal doppelt geschrieben werden müsste. Man erinnere sich auf die Verwandlungen des l, .\, in o: v ö, nö

statt vol, 130.1 und voo, noo. Hinsichtlich der Quantität und Accentuation sind folgende

Regeln vorläu g zu merken:

l.

Es gibt kein Wort, welches auf zwei Sylben entweder den

tiefen, ' oder hohen Accent " hätte; einen jedoch von beiden

muss jedes Wort haben, daher kann man nicht sagen: vöd ä, Bö qä muss aber sagen: vö d a, nöga, d. i. die erste Sylbe kurz und hö her betont, und die zweite kurz und accentlos; eben so kann man nicht sagen stä z öm cr6aaönu, ich ziehe zusammen, sondern muss sagen s t 6 ze m, cräanän, die zweite Sylbe lang, accentlos.

II.

Der Accent ist das Unterscheidungszeichen der Bedeutung bei gleichlautenden Worten: vrätä, npärä, die Thüre; vrä t a

np?rra des Halses; bei Hauptwort und Beiwort: z ä l e n, aii.uin das Grün; z ele n, einen, grün; bei zusammenfallenden Endungen

gläsu, mäcy, der Stimme und (u)gl äsu, r.näcy in der Stimme. Sowohl in dieser Eigenschaft als Unterscheidungszeichen,

als auch bei der Biegung und Ableitung der Wörter unterliegt die

Quantität und Accentuation verschiedenen Veränderungen.

III.

Die letzte Sylbe eines Wortes ist immer accentlos. Doch

kann durch die Verbindung mit anderen Wörtern eine accentlose

Sylbe den Accent bekommen, da der Ein uss vorhergehender Wör

durch die Verbindung mit anderen Wörtern eine accentlose Sylbe den Accent bekommen, da der Ein uss

l!!

ter besonders der Praepositionen auf die in der Sprache nachfol

genden so gewaltig ist, dass diese nicht nur accentlos werden,

sondern auch die Quantität ändern: vodu, , auf das Wasser; prekò kué e, | übers Haus etc. Die aus

einsylbigen durch die südliche Mundart in zweisylbige verwandel

ten Worte machen eine Ausnahme: rit , , Wort, rijëë, pniêu. Vielleicht könnten sie jure Iictitio als einsylbig da gelten

\

L

e s e ü u n g.

, kòjî si nebèsîh, se ime Tvòje, prfgji

krâljestvo Tvòje, biìdi Tvòja n`à nebu tâko i na zèmlji. Krìih n`àä dâj nam i dànas i odpùsti nam

diìge nääe, k`âk0 i odpíiätâmo du'lníkôm nàsîm i neuvèdi nâs

n nâpast, d`à ìzbavi näs odà zla, amen. Nach Vuk s Uebersetzung des neuen Bundes Matth.

lautet dieses Vater unser, wie folgt:

Öue natu, neöècnmâ, ce cßê'rû '1` _]

, Tßòje, BöJßa Tnòja ila BèmJßn n`ào n`à : ; , nàM

pìrone , n`ào mi ònpâtn'râmo cßòjnjem,

'

nâc y

uâpc'rßo cJ|`àßa Bnjen, áM n.

nánac'r, nö nâc , jep je Tßòje

Mundarten in der Aussprache jelier Sylben, wo im altsloveni>­

schen 'Bgîstehn

f

Der im Altslovenischen vorkommende Doppellaut wird von

den Serben aufdreifache Art ausgesprochen, und gibt. dadurch Anlass zu einer dreifachen dialectischen Verschiedenheit, welche der deut sche Anfänger Wohl inne haben muss.

l.) Die Wes t liche Mundart, wo das ls consequent wie i, lautet, (nach Art der Kleinrussen): Milk o. , Milch; rîè,

, Wort; v`ìra, , Glaube; slfìnica, , Meise.

2.) Die östliche , wo daslÍ'l; stets Wie e lautet: mléko,

; rëc, ; vëra, ;

nica, cènnua.

3.) Die südlich e Mundart, @welche sich nach Verschieden

heit der Quantität der Sylben richtet, also: a) das tonlose oder

betonte lange

delt, so zwar, dass die eine nach dei: obigen Mundarten lange Sylbe

in zwei - Wll'd, Wovon ( erste nämlich das i, nimmer

i, oder e ( " ^) obige?~ Dialecte in , ( ) nie, verwan

Wll'd, Wovon ( erste nämlich das i, nimmer i, oder e ( " ^) obige?~ Dialecte

i?

ß

kurz und unbetont ist, auf` die zweite hingegen e die Länge und der betreffende Accent übergeht?? mliko, Manno wird zn mli

jéko, Msniéno; ric, píi'l zu rijíic, pnjê'i. b) Die kurzen beton ten oder tonloseii i, und e lauten als je, je, jè. Der Accent

bleibt nämlich derselbe wie in der westlichen und östlichen Mund.

art: vjëra, ßjëpa; sjènica,

selben Mundart das i, gebraucht statt desJ'e,wenn darauf ein

s`ìjati, cüia'rn, und s ëja ti, cëja'rii,

Doch wird a) in der

j oder ein Vocal folgt:

voii

säen, fordert müsste die Euphoiiie im südlichen der Dialecte SpE che, sj dass j ati, man cjëja'rii, sage und lauten, schreibe doch Y

Sijati,

ß) Nach

p wird das j ausgeworfen: statt

trj ësnj a, Tpjëiniea, Kirsche, nìnuss es heissen trës nja, rpëuiina. Doch hört man auch rjèëit, , beredt; grjësnîk, rpjëni

nûn, Sünder. ) Die unmittelbarl Stellung des j nach d, A; l, Ji;

, ; t, ; so wie nach labialen giìälvielfache ~Gelegenheit zur An wendung der Regeln über Verwadlung in gj, i); lj, .15;nj, ii.; c',

h und Einschaltung zwischen

Statt dieser classischen südlichàn Mundart bedienen sich viele

im Gebrauche cyrillischer Lettern üurchgehends des is; und im

Gebrauche lateinischer Buchstaben vdes e' oder ie. Um diese Zei

chen regelrecht auszusprechen muss man die südliche Mundart

die labialen und das j eines l, .

nach obigen Grundsätzen kennen.

Die Schriftsteller, welche

sich des b, ë bedienen, stellen dem ,Leser anheim diese Schriftzei

chen nach Belieben als e, i, ; je oder "e, iije zu lesen. Wie ie in

einigen agramer Büchern überall g lesen werden soll, weiss

es in der lebenden Sprache nicht vorkommt

man 0nicht, weil

und weil es nicht ein Mal der Träger er drei obigen Mundarten

in der Schrift sein kami, wie es , und e' ist.

Noch einige Schreib- und Sprachregeln.

f.) Der Gebrauch grosser Buchstaben ist ganz so geregelt,

wie in der deutschen Schrift mit Ausnahme der Hauptwörter,

welche mit kleinen Buchstaben geschrieben werden, ausser sie

sind eigene Namen.

2.) Die Regeln, welche im Deutschen für das Abtheilen

der Wörter in Sylbeii gelten, finden auch in der serbo-croati schen Scliriftsprache Anwendung. `

3.) Jedes Wort, selbst von einem Buchstaben muss für

sich geschrieben werden, weil es ein­ unabhängiger Begriff in sich ist.>

Wort, selbst von einem Buchstaben muss für sich geschrieben werden, weil es ein­ unabhängiger Begriff in

16

ll.) Man bedient sich in der serbo-croatischen Schrift der selben Unterscheidungs-Zeichen und nach denselben Regeln wie

im Deutschen.

5.) Der Deutsche soll viel Sorgfalt darauf verwenden fol

gende Buchstaben unterschiedlich zu schreiben und auszuspre

chen: ò, 6 und p, n; c, h, 6,'1, di, n; gi, ; d, und t, T; _y, r und k, ; s', und í, . Denn die Bedeutung ist durch

Verwechslungen dieser ähnlichen Laute beeinträchtiget. Z. B.

, , heisst Oberschenkel und pût, ist der Weg; râ gj a, pâba, sie gebährt, und Baca, P`àua eig. Name; _ d â j,

Aâi, gib und tâj, Tâj, dieser; , máua, die Pfotte einer

Katze, und zäba, anììóa, der Frosch.

Formenlehre

Das llauptwort.

IDa die serbo-croatische Sprache keinen Artikel hat, so

kann man mit selben weder das Hauptwort, noch das Geschlecht,

Zahl, Endungen bezeichnen,

l

Die Erkenntniss der drei Geschlechter (männl. weibl. sächl.)

und Abänderungen bedingen sich gegenseitig.

.

Bei den Abänderungen ist auf die einfache und viel fache Zahl, dann auf die folgenden sieben Endungen

zu sehen:

l. Endung, Nominativ, auf dieFrage Wer oder Was?

2.

Genitiv,

Wessen?

/

~

­

3.

,

Dativ,

Wem?

,7j/g,

l1.

Accusativ,

Wen?

5.

Vocativ, bei der Ansprache und Anrufen!

 

6.

Sociativ . Instrumental auf die Frage Mit

 

wem, womit?

7.

Locativ o. Präpoïsitional auf die Frage Wo?

 

Die zweite Endung ist das Kennzeichen derA dr e i

Abänderungen. Die erste Abänderung hat in der zweiten En

dung a, die zweite e, die dritte c', .

`

derA dr e i Abänderungen. Die erste Abänderung hat in der zweiten En dung a, die

17

­­

f

Das Geschlecht der llauptwörter.

I.

Vbn der Bedeutung oder dem Begriffe, den man mit dem Torte verbindet, hängt positiv das mänii

liche und w eibliche Geschlecht ab. Denn' männlichen Geschlechtes ist jedes Wort, das l.) ein männliches Geschöpf

an sich; 2.-) in dessen Benennung, Bei- und Spitznamen; 3.) Be

schäftigung; li.) Eigenschaften

Das ganz Gleiche

ist hinsichtlich des weiblichen Geschlechtes giltig. Z. B. Mû , , `Ehemann; J ä n k o , Jâiino , Johann gp ck a lo, ,

Stichler; S a räj 1 ija, Capájiiiija, Sarajever; lòv d zij , .1 1 1 _]

Jagdliebhaber; lj ëp o t a, Jbëilora, 0chsenname ; ó ä é , häha,

Mäti, Mä'rn, Mutter; Màrgita, Màprii'ra, Margaretli ;

K à d un a, nàAyna, türk. Dame; ò dm e tni , ,

trüimige; Brö , Bpöbânna, Broderin: prâlj a, npâiea,

Wäscherin ; sväs t, ceäc'r, Schwägerin; ~k ök ô s, nönôiii, Heime.

Doch'gibt es Wörter, die nach obiger Regel männlichen Geschlechtes sein sollten , doch mit der weiblichen Bildungssylbe

auch das weibliche Geschlecht, besonders in den Nationalliedern,

annehmen: 'adi à mij a, anàMnja,der unerfahrene Junge; 1 o v o gja, lië'ronoba , Truppenanführer; ovj è cina , 'lios jèliniia, , ljudè sk ara, JbyAècnap'a, lj ù din a, , ljü da,

, grosser Mann; nàletica, iiàJierniia, Stänker; nèlitje

sa, nex'rjeuia, Unwilliger; nemògosa neMòronia, Unmäch

tiger; pij"anica, i iiiîijaiiniia, Säiifer; p lav ica, riòrJiaBiiiia,

Häuptling; 'pò t uri ca, iiò'rypiiiia, Reiiegat; slú ga, , Diener; sta rj è sin a, c'rapjèuini-ia , Vorsteher; str à slj iv ic a, ci'pàiliJbnniiiia, Feigling; tv ì' dic a, TßpAinia, Knicker; ì`1 h o d a

oder ii vo d a, , ,

Oft sind noch mehrere

Spion.

Hauptwörter , die nach vder Bedeutung männlichen Geschlecli

tessind, aber auf die weibliche Endsylbe a ausgehen, in der

einfachen Zahl wirklich männlich, in der vielfachen aber weib

lich, weil der Sprachgebrauchsvankt, und selbst obige Ausnah men nicht immer beachtet. Doch die eine Mehrheit Männer umfas senden Sammelnameii einfacher Zahl, dann die Schimpfworte

gegen Männer auf , sind weiblichen Geschlechtes: bräc'a, ópäha,

Brüder; djèca, Ajèua, Kinder; budàla, öyAàJia, Thor; pi'zni

ca, npaniiiia, Störefried;smi'zlica, cmpanniia, Erfrorner. etc.

rif/#s

1

`f­

'1:'. 1 "

'

.

2

ca, npaniiiia, Störefried;smi'zlica, cmpanniia, Erfrorner. etc. rif/#s 1 `f­ '1:'. 1 " ' . 2

18

Umgekehrt findet sich in der Sprache kein Beispiel, dass Hauptwörter weiblicher Bedeutung männlichen Geschlechtes seien.

Il. Kennzeichen desI Geschlechtes sind auch die

combinirte erste und zweite Endung einfacher

Zahl. Und zwar l.) für das männliche Geschlecht, zu Wel chem alle Hauptwörter der ersten Abänderung gehören, die auf

einen Mitlaut in der ersten , und auf den Selbstlaut a in der zwei

ten Endung ausgehen. Man muss also um das Geschlecht zu

kennen beide Endungen in

Anbetracht ziehen: 11 râst, xpâc'r,

Baum, hr ásta, xpác-Ta: kl`in, , Nagel, kl`in a, ; ü i, nim, Schnecke, püza, uy^aia. Dies Criterium trifft zumeist mit dem der Bedeutung zusammen. Vergleiche , , mû ia,

Wenn das l, 1, als

Miata; kònj, nôlb, Pferd, kòuja,

Endbuchstabe eines Hauptwortes männlichen Geschlechtes 111 o

verwandelt ist, so kehrt es in der zweiten Endung zurück: vô,

Bô, vòla, Bòaa. Man muss also diese auf ô ausgehenden Haupt

worte gerade so ansehen, als gingen sie auf den Mitlaut l, , a'us,

und so wird man im Geschlechte nicht irren.

2.) Für das w eibl iche Ge schlecht. a) Alle Hauptwör ter der zweiten Abänderung, deren erste Endung a, die zweite ist, sind weiblich: knj`iga, , Buch, knj`ìgê, 111 ; lâ g j a,.nâba, Schiñ, lägj é, .1âl7ê Die durch ihre Bedeutung männli chen Hauptwörter mit der Endung auf , sind: a)_alle durch

die türkische Formative: d zija, nuja oder cija, lmja; lija,

Jmja; basa, 6au1a;`dnnn ß) auch durch die echt slavíscheu auf:

sa, ; 011 a, ; nosa, gebildeten; und y) alle männ lichen Namen auf a: Ná ca, Hána; Jóva, Jósa: ferner ) vide auf ina, ,j , nja; ica, und blossa auslautenden nach der

4

l.

b) Alle Hauptwörter der dritten Abänderung, deren erste Endung auf einen Mitlaut, die zweite aber auf i, auslautet, sind weiblich.

Um diese Hauptwörter von denen des männlichen Geschlechtes, mit denen sie den Ausgangsbuchstaben in der ersten Endung ganz gemein haben, zu unterscheiden,'soll sich der deutsche Anfänger

stets die zweite Endung merken: k ök ô s, nönônl; k ö koäi, nö nonm; s t v â r, cTBâp, Ding, s t vâri, c'rnâpn; etc. Hieher gehören die abgeleiteten meist verkleinernden Sammel Wörter, die mehrsylbig sind,auf 1 : p à un é â d, nàyn'lâ/i, junge

Pfauen, pàuncâdi, ; etc. Die eine Eigenschaft bedeu

Döba, , Zeit, ist sächlich und unabänderlich.

junge Pfauen, pàuncâdi, ; etc. Die eine Eigenschaft bedeu Döba, , Zeit, ist sächlich und unabänderlich.

tenden

zwei- oder mehrsylbigen Hauptwörter auf aal, ocr: vj er

no s t sjäpnocr, Treue, vj (ernosti, njepnoc'ru; p ob o in Öst,

nööoauuöcr, Frömmigkeit, pö boinosti ndöornnocrn etc. Die

einsylbigen Wurzelwörter auf ad, a4 und

ost, oc'r sind jedoch

meistens männlich: jiid, j 2i4, Kummer; möst MÖC'I , Brücke,

m östa, nöcra. Doch köst, aöcr Bein, hat kösti, nöcrn, ist

weiblich. Liiibi, Jb3 ÖH, Gattin ist auch weiblich und unabänderl.

Wo am Ende der letzten Sylbe des Hauptwortes l, .\ in 0

überging, dort soll dieser Uebergang den Anlänger nicht beir ren, denn er wird in der zweiten Endung das l, n sammt dem

i, u wieder finden und daraus auf das Geschlecht richtig schliessen:

misao, wieso, Gedanke, misli, 1u c.m: sö, cö, Salz, söli,

CÖ.IH; pögibao, nörli6ao, Gefahr, pögibli, nör 6.m etc.

3.) Das sächliche Geschlecht ist a.)an demAusgange

der ersten Endung einfacher Zahl auf e und 0 erkennbar. Hin

sichtlich beider ist die, durch die erste Regel bedingte, Ausnahme der Eigen- und Spitznamen auf Im, 110,10, .l0, e zu merken: S t a n k 0,

C riauso, Stanislaus oder St

änoj e, Cränoje; v ärimö so, säpn

M CO, ki ckalo, nj mnano, sükalo cy sa.ao der Hochzeitsnarr.

b.)Die Hauptwörter sächlichen Geschlechtes verwandeln in der zwei

ten Endung das 0 immer und das e dann in a, wenn sie nicht n,

u oder t, r dazwischen nehmen; vrijem e, apuj61ne, Zeit, vriä

tue n a, npiimeua; sü nce ciune, Sonne, s (in ca, cinna; möso, möco, Fleisch, mäsa, mäca; tele, 'I ÖJB, Kalb, töleta, ri2.le ra.

Alle Verkleinerungs-Hauptwörter im Neun. auf ue oder e,

im Gen. eta era, sie mögen von männlichen oder weiblichen

Wesen gesagt werden, sind sächlichen Geschlechtes: Si pöe,

Gbnue, junger Serbe; Türe, 'l j pe, junger Türke etc.

Um das Geschlecht der bloss in der viellachen Zahl gebräuch lichen Hauptwörter, deren es in Menge gibt, zu erkennen, hat man auch deren erste und zweite Endung zusammenzustellen, und nach der Abänderung auf das Geschlecht zu schliessen, weil nämlich:

männlichen in der l. End. i, n, in der 2. End. ä,äh

Die

Die

weiblichen

eod. i,u

äod.i(h) und

Die sächlichen

a

ä äh haben

Ljüdi, siau, Leute, 2. End. ljüdi, .sja ist männlichen

Geschlechtes, ebenso periääni,l nepnmänn, weiblicher Kopf

putz, p eriä a n ä, nepuuniuä; k ocij e, nöunje, Kalesche, köc ij ä,

nöatijä; mö<':i, nöhu,lleliquien, mödi, wühlt; - vräta, npära,

Thüre, vrätä, spa'vrä; köla, nöna Wagen, köläh, nö.nä etc.

mödi, wühlt; - vräta, npära, Thüre, vrätä, spa'vrä; köla, nöna Wagen, köläh, nö.nä etc. 2 .

2

.

20

Es gibt viele Worte, die man an Männer und Weiber richten kann , daher im männlichen und weiblichen Geschlechte

gebraucht, als: Glii -51 a, raj'xonpba, Schimpfwort für

einen oder eine , der oder die nicht hören will; lùdândz'. a, Jjmânna, der Thor oder die Thörin: 1judòmora, , Menschenbedrücker od. Menschenbedrückerin; n à r1'. ica, uànp , Hitzkopf od. -Hitzköplìm odi-panic a, zer lumpter Mann oder Weib; tècikuc'a, Tèunsyha, Haushälter od. Haushälterin ; t i'ê il a z a, , Lügenmaul, izje§a,Viellrass-,in. Ausser diesen Prädicaten gibt es auch andere Wörter, die in zwei Geschlechtern _und Abänderungen gebräuchlich sind, bei denen, wenn sie auf einen Mitlaut ausgehen, die zweite Endung dann über beides

entscheidet; z. B. ö râs t, nöpâcr, Wuchs, '2. End. 111111 i, ,

im ersten Falle männlich, im zweiten weiblich; snij ët, cnujê'r, Brand im Getreide; t èn ân, Tènân, Musse; hv ät, , Klaf ter; hrîd, , Felsen; glâd, , Hunger etc. Vëce, ,

der Abend, hat alle drei Geschlechter: für männlich und sächlich:

vë cé, , v ëc era, ; für weiblich: vë c ê r, sëuêp, v

éeri, .

Y

Erste Abänderung.

'

Die Hauptwörter dieser Abänderung gehen in einfacher

Zahl:

und e

l. In der ersten Endung auf alle Mitlaute und auf o Dabei stelle man sich aber sogleich l. rücksichtlich

des Auslautes alle Hauptwörter in zwei Abtheilun ge n, um ihre ferneren Endungen richtig zu trellen. In die erste Abtheilung gehören die männlichen auf l', ; d, A: f, my, ; lux; k, ; l, 11; , ; , ; , ;

s,

, sie mögen selbst vermöge der Bedeutung männlichen Ge schlechtes sein. Die z we it e Ab thei lu ng begreift die Ausgänge auf , , c', h; c', ], h;j; lj, ; nj, 1 ; s , ; , 111 des männlichen

dann die mit sächlichem Ausgänge auf

c; t, T; v, B; z, ; -

und und je des sächlichen (oder in eigenen Namen des männl.) Geschlechtes. 2. Rücksichtlich des wahren oder fingirten selbstständigen

thierischen Le bens unterscheide man jedes Hauptwort männlichen Ausganges vom andern, das ein solches Leben nicht

thierischen Le bens unterscheide man jedes Hauptwort männlichen Ausganges vom andern, das ein solches Leben nicht

21

anzeigt. Denn von diesem Unterschiede, der bei der ersten En

dung gleich zu beachten ist, hängt die li. Endung einf. Zahl ab.

3. Die auf c, ; g, r; h, X;k, n; und z, a aiislauteiiden Hauptwör ter beachte man wegen der Uebergäiige, denen sie durch nach folgende Selbstlante in den Endungen unterworfen sind, nämlich:

in der 5. End. Einzahl; und der 1.3. 5. 6. und 7. End. Mehrzahl.

II. Die zweit'e E nduiig geht auf a aus.

III. Die dritt e Endung istauf u, auslauteiid.

lV.Die vierteEndung ist bei b el ebteii Wesen gleich

der zweiten auf a; bei iinbelebten und im säclilichen

Geschlechte gleich der ersten. In den Nationalliedern ha

ben oft unbelebte die ¿1. Endung gleich mit der zweiten.

.V. Die fünfte Endung ist für die männlichen Haiiptwör

ter der ersten Abtheilnng, so wie für die auf , auslaiitenden

von der zweiten Abtheilnng: e, wobei auf die Uebergäiige der

(sub 3.) angeführten zu sehen ist; für jene der zweiten Abtheiluiig mehrere Wörter auf r, p mitgereclmet: u, y; für das sächliche Geschlecht und die Männernamen mit sächlicher Endung ( , e)

Iaiitet die fünfte wie die erste Endung.

l

VI. Die sechste Endung ist für Hauptwörter der ersten

Abtheilnng , GM; für jene der zweiten Abtheiluiig em, eM; doch

wenn die sächlichen auf e vor den Endungen n, ii; t, aufneh men, so haben sie om, 0M, und nicht em, eM.

VII. Die sieb e nte Endung ist auf dem Papier zwar gleich mit der dritten, doch in der lebenden Sprache nntersclieiden sich diese zwei Endungen durch den Accent, der auf die Präpositio nen na, na; po, no ; u, y, mit welchen diese Endung fast immer

vorkommt, übergeht.

Die Endungen der vielfachen Zahl sind:

l

n

n

»

s

I. Die erste ist für alle Hauptwörter m ä nnlichen Ge

schlechtes anf i, ii. Viele Hauptwörter der ersten Abtheiluiig neh men zwischen dieses i, 1 den Endbiiclistaben des Hauptwer tes die Sylbe ov, , jene der zweiten Abtheilnng aber ev, .

Die sächliclieii haben alle a

ll. Die zweite Endung wird gebildet durch die Endsylbe ci,

welche, weil sie lang ist, und weil von einem bedeutenden Theile des

Volkes , äx gesprochen wird, ebenso in den meisten Büchern

und Schriften mith,xvorkommt. Ebenso kommt bei einigen

tern die zweite Endung auf i, ü oder ih, fix und ijû,

vor.

Ill. Die dritte Endung ist entweder auf ima", nMâ, oder bei

.

der ersten Abtheilnng auf , ,- bei der zweiten auf ,

\

Endung ist entweder auf ima", nMâ, oder bei . der ersten Abtheilnng auf , ,- bei

22

Seltener sind die Ausgänge imi, : im, ; , Ma; mi, . Wenn die männlichen in der Mehrzahl ev, ; ov, , und die sächlichen n, ; s, ; t, aufnehmen, so können sie diese En dung bloss auf ima und om, nicht auch auf em bilden.

IV. Die vierte Endung hat bei den männlichen, und a

bei den sächlichen Hauptwörtern.

V. Die fünfte Endung gleicht immer der ersten.

VI. Die sechste Endung' ist auf ima', nMâ und î,

Die selteneren Ausgänge der dritten Endung kommen auch

hier im Volksmunde selten vor. VII. Die si eb ente Endung lautet auf ima", uMâ und ,

oder , ujex, sowie auf die selteneren Ausgänge der dritten

Endung

Diese Endungen vergleiche man mit folgenden

Beispielen:

End.

Brot

Ein z ah l. End.

Brot

l. Hljël), XJhëö,

 

l, Krüh, ) ,

2. hljëba, ,

2. krììha, ,

3. llljëbll, XJbëÖy,

3, , ,

Ãl.

XJbëÖ,

l1, kr h, ,

5.

llljëbe, Xmëöe,

`

5, kriiäe, npîfme,

6. hljëhôm, XJbëôôM,

7. ù, pò, nà hljebu, Xßeôy.

6. krììhôm, npjfxôm,

7.

nà, pò, ù kruhu, npyxy.

M eh r z ah l.

l.

Hlj ëbi od. hljèbovi, (hljëbovi),

1.

Kriisi od. krùhovi, (kriihovi),

XJßëôn od. xJbèöoßn,

od. npjfxoßn,

2.

hliêbâ od. hljèbôvâ (h)

2.

kríihâ od.krùhovâ (h)

xanjêôä-od. XJbèôôBâ, npjïxâ od. npjfxoßâ,

3.

hljëbimâ od. hljèbovimâ

3. krììsimâ od. krùhovimâ,

hljëbôm od. hljèbovôm, XJßëónMâ 0d. XJßèôosnMâ,

kriihôm od. krùhovôm, npjfcnMâ ,

0d. , npjixôm od.

lt.

hljëbe od. hljèbove,

l1. kriihe od. krùhove,

xmëóe 0d. XJnèôoae, npjfxe od. ,

5.

hljëbi od. hljèbovi,

5- kriisi 0d. krùhovi,

XJßëöu od. XJbèöoBn, npjicn od. npjfxoßn,

6. hljëbimâ od. hljèbovimâ,

hljëhî 0d. hljèbovî, od. XJßèôoßuMâ,

0d. ,

6. kriisimâ od. krùhovimâ,

kriisî od. krùhovi, npjfcnuâ od. ,

!) 0d. npjfxosû,

od. XJßèôoßuMâ, 0d. , 6. kriisimâ od. krùhovimâ, kriisî od. krùhovi, npjfcnuâ od. , !) 0d.

23

7. bljäbimä od. bljäbovimä, hljöbih(ieh)o. hljebovih (ich),

x.mö6rnuä od. XJbiaöoßnanz t,

x.n.i aönxo.xa.tzöosnx (njex.)

7. kriisimä od. krühovimä, krüsili (ich) o. krühovih (ich), spircnmin od. spjxonnmä, npircitx o. npjrxomäx (ujex.)

Einzahl.

2. l.

End.

Wein.

Vino, anno,

vina, miss,

End. Gefangener.

1.

2. süinja, CS'tlilbti, lsiiinja,

Süianj einsam, siiianj,

3.

vinu säuy

3. sü-lnju, cimusy, etc.

lt.

vino,

m mo,

lt. sfrlnja, ciaan.a

5.

vino, srino,

5. süinju, ciuau.y,

6.

vinöm, sr'mön,

6. süinjäm, cianeän,

7. u, po, na vinu, m my.

7. u, po, na süinju, ciausy

M eh r z a h l.

l. vinä, minä, vina,

2. vinä od. vinäh , _vinah nünä od. m'nräx,

3. v'inimä od. vinöm, vinom,

nvirnnuä od. sünöu,

lt. vina, ßüna vina,

5. vina mies, vina,

6. vinimä od. vini, vlni,

einem : od. sinnt,

7. u, po, na vinimä o. vinih (ich),

sürimv1ä od. nfnnlx (njex.)

vinima, vinih,

miunna, BIFIHIIX,

l.

süinji od.

siiinjevi

c) a;n.n od. c)inin.enu,

2.

s 2änjä od. siiinjävä (h)

ci ittälbä od. c:\iinu enä,

3.

sfrlnjimä od. si rlnjevimä,

süinjtim od. si rlnjcvöm,

eiamsnnä od. c y mmennnä, ciaau.em od. clv 1nuaesöm,

I}. siiinje od. si rlnjeve,

ciasn.e od. c9ansese,

5. süinji od. süinjevi,

cinunn od. c) tansenn

6. süv'.njimä od. siiinjevin ,

sfrlnji od. siiz'.njevi einnanxuä od. c?unsennruä

cfraannt od. c)anseml,

7. süinjimz i od. siiinjevimä, süinjih (ieh)o. siiinjevih(ieh), ciznrsnnä od. c) msn.esnua, cjamsltx o. c?ansesitx(njex.)

i od. siiinjevimä, süinjih (ieh)o. siiinjevih(ieh), ciznrsnnä od. c) msn.esnua, cjamsltx o. c?ansesitx(njex.)

2li

End.

1. Ime, iiMe,

2. `imena, ,

3. `ìmenu, iîmeny,

ll. `ime, iiiue,

5. `ìme,

6. `ìmenôm, ,

Name.

7. nà, pò, ùimenu, .

n z äh l.

'

11nd.

Feld.

I.­Pòlje , nöJse ,

2. pölja,

3. , nòJby ,

ll. pòlje , nöme ,

5.

, ,

6. pöljêm, nòJbêM,

7. nà, pò, polju, uoJby,

1. Imènâ, uMènâ,

2. imënâ (h): nménâ (x),

imènimâ 0d. `imenôm, uMènnMâ od. , . imènâ, nmènâ, imènâ, nmènâ,

imènimâ od. imènî,

@we

3.

Mehrzahl.

1. röljâ, ,

'

2. pôljâ (h), nôJhâ (X)

3. pöljilnâ od. pöljêm ,

nöJhuMâ od. nòJhêM,

merg: , nòJba, ,pòlja, nòJLa, . pöljimâ od. pöljî,

7.

0b. ,

imènirnâ od. imènih (ieh), od. nnenûx (njex).

\

`

\

nöJLuMä 0d. nöbû,

7. na, po, u pòljimâ o. pòljih(ieh),

nömumâ od. uöbûx ( ).

End.

Errather.

1. Pogàgjâè, noràlyâu,

2. pogagjáca, noralyáua,

3. pogagjácu, noraháuy,

l1. pogagjäêa , noralyáua,

5. pògagjâëu, uòrabâuy ,

6. pogagjácem, ,

7. pogagjácu, noralyáuy.

Einzahl.

End.

1. Pr`ìjatelj , npiija'reu.,

2. Prijatelja, npiija'reßa,

3. prijatelju, npiija'reJßy,

ll. prijatelja , llpiija're.r»a ,

5. p ìjatelju, upiljareasy ,

6.

7. pr`ìjatelju, upiìja'reJhy.

Freund.

prijateljem, npiija'remelu@ M)

Mehrzahl.

1. Pogagjáci, norabáuu ,

2. p0gagjáêâ(h), noralyáuâ ( ),

3. pogagjácima, pogagjáeêm, noraháanmâ, uorabáuêu,

lt. pogagjáce, uorabáae,

5. pogagjáci, norabáun,

6. pogagjáêimâ, pogagjácî, .

norahaunluâ, uoraháuû,

7. pogagj ácimâ,pogagj âcîhfieh),

norabállntuâ, norabáuûx

(njex).

'

1. Prijatelji , upììjaTeJhu,

2. prijatéljâ (h) upnj a'réJbâ,

3. prijatèljimâ (em od. om),

npnja'rèJßnMâ, (em . ). ll. pr`ijatelje , upiija'reJbe,

. prijatelji, upìijaremn,

6. prijatèljimâ, , npnja'rèmnraâ npnja'rèJaû,

7. prijatèljima (ih, ieh)

npnja'rèmnMâ,`(ûx, ).

6. prijatèljimâ, , npnja'rèmnraâ npnja'rèJaû, 7. prijatèljima (ih, ieh) npnja'rèmnMâ,`(ûx, ).

Das Ausfallen der Buchstaben derersten Endung

Einzahl betrifft: l. das euphonische a. Denn'ist es in mehrsylbi gen Hauptwörtern in der Endsylbe accentl os und kurz, so fällt es in den anderen Endungen weg, kehrt aber doch in der 2. En

dung der Mehrzahl zurück, wenn nicht die Einschaltungssylben

02:, on oder ev, es gebraucht werden. Endsylben mit euphonischem

a

sind Meist auf: ac, an; an , an: ak,

an; a0, an (statt al, an);

ab , a.s; am, an; an, an;

anj, an.: ap, an; zu , ap; zur, ac oder at,

a r;

dann die einsylbigen p äs, niie; s än, c äu; Si iv, mixe. -

Das Abänderungsbeispiel: siiz'an j, cj mcan. dient zur Beleuch

tung des Gesagten. Davon machen Ausnahme und behalten das euphonische a der ersten in allen Endungen: ävan, imau, Mörser , bälvan, tiä.mau, Balken; bärjak, 6äpjan, Fahne; lri äljan, 6jmusan, Epheu; vägan, närau, Metzen; gi'kljan, rjuusan, Luftröhre; domläljan, romüu1mau, Schaflerath; ko

pi lau, nomisan, Bastard; kotiljan, noriwsan, Feldmannstreu,

Jo v an,lvan, Jönan l/Isan Johann; M | lau, Mfuan, Michael; k o st an, nönrran, eine Pflanze; ogar, örap, Windspiel; S töj an , C'rojan Stanislaus: täban, r: töan Sohle: safran, mämpan; Safran: saran, un apau, Karpfen und viele andere, besonders

alle eigenen Namen auf an, an gebildet. Das euphonische a der

ersten Endung wird nach Belieben behalten oder ausgelassen in

hi-bat, xb6a r, Rücken, Genit. h fpta, hi bata, x pn'ra xi»6ara 2. Die Endsylbe in, nu wird nur bei jenen Hauptwörtorn in

der vielfachen Zahl ausgelassen, welche Personen einer bestimm ten Herkunft, Nation oder Insassen eines bestimmten Ortes oder Landes bezeichnen. Daher hat S r bin, C bÖnu, der Serbe,

in der vielfachen Zahl

l. End. Sibi, Cj36n;

2. End. Sibä

Cf)68; 3. End. Si bimä, C j iönula etc. Hiezu kommt dvö rjanin

aßöpjauuu, ofman_n; käs a pin näcauuu, Fleischhauer.

Das Zuwachsen von Buchstaben in den Endungen

kommt vor, wie die Endungsregeln und Abänderungsbeispiele zeigen, l.) in männlichen Hauptwörtern der Mehrzahl durch die

Sylben 0v, on und ev, es bei ein- und zweisylbigen Hauptwör

tern. Mehrsylbige aber, so wie auf au , au; zur, ap und aß , am auslautende, können diesen Zuwachs nie annehmen, während bei

den obigen selbst der Sprachgebrauch nicht xirt ist, daher

bei

einem Worte der Zuwachs gebraucht, bei dem andern nicht ge

braucht werden kann.

nicht xirt ist, daher bei einem Worte der Zuwachs gebraucht, bei dem andern nicht ge braucht

26

v 2.) Hauptwörter sächlichen Geschlechtes, welche a) auf `

me, Me ausgehen, nehmen bei allen Endungen, wo ein neuer

Vocal dazu kommt zwischen diesen und das e der ersten Endung

, : vrié me, npnjéMe, Zeit, vrììmena

b) auf

be, 6e; , ; c'e, he; , ; de, ; die, ne; le, Jie; ne,

nje, rse; re, pe; se, ce; s'e, ; ve, ne; , ; ée, me; so

;

wie

drvo, , Holz und krme, , Schwein schieben in den

folgenden Endungen zwischen das e und den Zuwachs ein t T:

diéte, Anjé're, Kind; djèteta, Ajè'reTa

c) ( , ,

Wunder; nëbo, , Himmel; tiêlo, Tnjêso, Leib, haben in

der vielfachen Zahl bloss ein s, c vor den Endungsvocälen: cu

dèsâ, ; nebèsâ; ueöècâ; tjelèsâ. 'rjeaècä

3.) Wie schon in der Lautlehre gesagt worden ist, schiebt man in die Consonantengruppe vor dem Endlaute der ersten Endung sächlichen Hauptwörter in der 2. End. Mehrzahl das euphonische a ein: zlò, aJlò, Uebel, zálâ, ; bèdro, óëaâpä, etc. Nur sd, zd, werden beisammen gelassen.

v Zum Wechseln der Laute und Buchstaben gibt

l.) die Verwandlung des l, in o Gelegenheit, so oft es am Ende der Sylbe steht. Dies geschieht bei den Hauptwörtern auf lac, in allen Endungen, wo nach Ausfall des euphonischen zwi

schen l, .i und , diese zwei Buchstaben neben einander zu

stehen kämen; doch kehrt das ursprüngliche l, .i mit dem eupho

nischen ain der 2. Endung vielf. Zahl gleich zurück, da das sub

stituirte o aufhört am Ende der Sylbe zu sein: 'l t elac,

aan, Schnitter; z ëteoca, , statt zëtelca, ;

2. End. Mehrz. zëtelâcâ, më'resâuâ nicht zëteôcâ, axëreôuâ. Doch wird man häufig selbst schon in der ersten Endung­ das l,

in 0 verwandelt finden und das euphonische a verschwunden:

p`ìs a oc , _ Schriftsteller; aber auch die Verwandlung des

l, .n in o wird unterlassen: zälac, stilaan, Stachel; ubilac, y6 .|au,-Tödter; krvopilac , Blutsauger; zálac, aâaau, Bösewicht; pälac, näJlau, Daumen. Wenn das l, Jl in der Stellung nach einem o wieder in

übergeht so werden diese zwei 0 in ein langes contrahirt: st ò l ac,

cròJlau, Sessel, stóca, c'róua statt stooca, dieses ist statt stol-ca - . Die sächlichen Verkleinerungs-Hauptwörter auf , statt

lue, .me nehmen das ursprüngliche l, .n in der 2. End. Mehrzahl

wieder auf und trennen es durch das euphonische a vor dem , , (daher eine Verwechslung und Einschaltung von Lauten Platz greift :

trennen es durch das euphonische a vor dem , , (daher eine Verwechslung und Einschaltung von

27

s e ò c e, ceòiie, Dörfleiii, sëlâcâ, cësâiiâ; ebenso gï'oce, rîinoiie, Hälschen, gìilâcâ, rïinâiiâ etc.

2. In dem Abänderungsbeispiele k r ii h konnte man schon die

Verwandlungen des h, 111 s', 111111 s, c bemerken; nun merke

man a) dass in der 5. End. Einzahl die männlichen Hauptwörter

auf c, und k,

s, c und h, aber s', 111111 jene aufg,r und z, ein , in: s tric,

c'rpi'iii, Vetter, strïce, ; kn z, nnëa, kn êie, nnëine.

b.) Wenn jedoch in der 5. Endung vor das in c , zu verwandeln de lc, 111 6, ; d, A oder t, zu stehen kommt und bei Hauptwör

tern auf / , 111111 éz'k, fordert der Wohlklang die En

dung u, y statt dem regelmässigen e, e und das lc, n bleibt dann:

, Má'ian, Kater, hat , ! jabùöîk, jaôjfiiün, Aepfelgarten, jàbuëîku, jäóy'i'ûny! c) In derf. 3. 5. 6. 7. End. Mehr

n in , ; li, x in s, c; g, r in z,

über: räk , , Krebs, räci, päuu, räcima, päiiiiMa

zahl, geht der Endlaut

n den palatalen c , vor das e

bekommen, die auf

k,

Aufgabe.

Der Erfolg der Arbeit; das Loosnder Menschheit; die Regeln

dei` Sprache; im Namen des Vaters , des Sohnes und des Geistes; dem Urheber der Belohnung; mit der Bestrafung des Kindes; im Schöpfer der Welt; dem Jammervollen der Dörfer; du Förster der Wälder! Ihr Hohen des Reichs! Die Lnstbarkeiten im Leben; dem Follen mit dem Hausgenossen; die Lasten auf den Achseln. Die Furcht Gottes , die Verachtung der Welt, die Hoffnung

des ewigen Lebens gibt dem Herzen Frieden, welcher der wahre

Schatz des Menschen ist. Der Kaiser hat den tapfern OfficÍeren

seine Zufriedenheit in Gegenwart der Generäle geäussert. Gebet

das Schwert dem Soldatein das Pferd mit dem Hunde dem Kut scher, die Buchstaben den Setzerii. 0 Gott unserer Väter! be

glücke die' Bewohner dieser Gegenden mit deinem Segen in Früch ten und in jedem Produkte des Bodens. Die Bulgaren sind Kauf

leute, Meister jund Bauern; Dörfler, Städtler uiid Hirten. Den

Ragusanern gebührt die Erstlings-Elire im Verfassen unserer Schriften. Georg grüsst d'en Emanuel, er möge mit Ljiiboje

zu ihm kommen.

Uspjeh a, yciijex a

Pòsao,

sla, iiòcao, . Arbeit.

Udes, y`Aec

Covjeëänstvo, Ioiije'iäiic'ruo Menschheit, _

a, yciijex a Pòsao, sla, iiòcao, . Arbeit. Udes, y`Aec Covjeëänstvo, Ioiije'iäiic'ruo Menschheit, _

28

Prävilo, upänu.m, Regel. Jiazik,jirann , Sprache. U, y, im.

Otac, öca, örau öua, Vater. Sin, ein, Sohn. l, u, und. Diih, x, Geist; duha. P66etnik, nöueruun, Urheber - Nadä

ränjö; na;räpörnä, Belohnung. - Sa, ca, mit. K äznänje,näauäme

Bestrafung. Biete, auj61 e,

purem, Schöpfer. Nizbo, niaöo, Himmel. - Kämkalo, näusaao,

Jammervoller. Sälo, eine, Dorf. - T1, Th, du. - Siimär,

mj 1mäp, Förster. Gäj, räj , Wald. -- Vi, nü, ihr. Vellkäs ae

.ninän1, Hoher. - Cärstvo, uäpcrso, Reich. Vest'alje, nectä.se, Lustbarkeit. Zic'e, mühe, Leben. Zdriöbe, ut 4pujööe Follen, idriäbeta. Celjäde, ae.sä re, Hausgenosse. Bräme, (Späne, Last. Na, nä, auf. Rinne, piiue, Achsel. - Sträh, crpäx,

Kind; dj1 ateta. Stvöritelj. crsö

Furcht, str 1iha. Böiji, 6iivnj , Gottes. Pri aziränje, npiäaupä

n.e, Verachtung. Sviöt, cnujö'r, Welt. Ufänje, jnm'iu.e, H05

nung. Vjizönjäga njiamsöra, ewigen. Zivot, müso r, Leben:

iivöta. Däje. räje, gibt. Sice, ciiue, Herz. - - Mir, nüp Frie de. Köji je, nöjn je, welcher ist. Prävö, npänö, wahre.

Blägo, 6 räco, Schatz. - Übvjek, nösjen, Mensch. Cäsar, höcap,

Kaiser. - Je izrazio, je ü:1paano hat geäussert. - Hräbriäm,

xpaiöpnjän, tapfern. - Ö ästnik, uäcrulin, Ollizier.

cuöje, seine, « Zadovöljst'o,

y, in. - Pril;iöe, npuörihe, Gegenwart. Gjenierao, beuiepao, General, gjenerälm Däjte, aäjre, gebet.- Miiö, 1uäu Schwert;

mäöa.