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Prüfungsfragen in den Prüfungsteilen

„Betriebliche Kenntnisse“
und

„Kenntnisse von Vorschriften“


bei Prüfungen zum Erwerb von Amateurfunkzeugnissen

der Klassen A und E


1. Auflage, Oktober 2006

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Bearbeitet und herausgegeben von der


Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,
Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen

Prüfungsfragen in den Prüfungsteilen „Betriebliche Kenntnisse“ und


„Kenntnisse von Vorschriften“ bei Prüfungen zum Erwerb von
Amateurfunkzeugnissen der Klassen A und E

1. Auflage, Oktober 2006


Bestelladresse:
Bundesnetzagentur
Außenstelle Erfurt
Druckschriftenversand
Zeppelinstraße 16
99096 Erfurt
Tel: 0361 / 7398-272, Fax: 0361 / 7398-180,
E-Mail: druckschriften.versand@bnetza.de

Herausgeber:
Bundesnetzagentur
Referat 225
Canisiusstraße 21
55122 Mainz
E-Mail: Poststelle@BNetzA.de
Fax: 06131 - 18 5644

Hinweise des Herausgebers


Dieser Fragen- und Antwortenkatalog basiert auf § 4 Abs. 1 Amateurfunkgesetz (AFuG) in Verbindung mit § 4 der
durch Artikel 1 Ziffer 2 der Ersten Verordnung zur Änderung der Amateurfunkverordnung vom 25. August 2006 (BGBl. I
S. 2070) geänderten Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk (AFuV) vom 15. Februar 2005 (BGBl. I S. 242) in
der Form, wie sie am 1. Februar 2007 in Kraft tritt. Aus dem Katalog ersichtliche Einzelheiten werden erst ab dem
1. Februar 2007 bei Amateurfunkprüfungen umgesetzt bzw. angewendet. Dazu erfolgt vor dem 1. Februar 2007 eine
entsprechende Veröffentlichung im Amtsblatt der Bundesnetzagentur.
Dieser Fragen- und Antwortenkatalog unterliegt den Bestimmungen des § 5 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG).
Er kann jederzeit erweitert und aktualisiert werden. Neuauflagen werden im Amtsblatt der Bundesnetzagentur bekannt
gegeben.

Seite 2 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Inhaltsverzeichnis

Seite

Allgemeine Informationen und Hinweise 5

1 Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Technische Kenntnisse“ 7

2 Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ 7

2.1 Internationales Buchstabieralphabet 7

2.2 Betriebliche Abkürzungen, Q-Schlüssel, Signalbeurteilung, Sendearten 8


2.2.1 Betriebliche Abkürzungen 8
2.2.2 Q-Schlüssel 9
2.2.3 Signalbeurteilung 10
2.2.4 Bezeichnung der Aussendungen (Sendearten) 11

2.3 Frequenzbereiche und IARU-Bandpläne 11


2.3.1 Frequenzbereiche des Amateurfunkdienstes 11
2.3.2 IARU-Bandpläne 12

2.4 Rufzeichen, Landeskenner 15


2.4.1 Deutsche Rufzeichen 15
2.4.2 Europäische Landeskenner 17
2.4.3 Internationale Landeskenner 17

2.5 Abwicklung des Amateurfunkverkehrs 18


2.5.1 Betriebsabwicklung, allgemein 18
2.5.2 Betriebsabwicklung, speziell 21
2.5.3 Betriebsabwicklung bei besonderen Betriebsarten 23
2.5.4 Relaisfunkstellen, Transponder, Satelliten, Baken 24

2.6 Notfunkverkehr und Nachrichtenverkehr bei Naturkatastrophen 26

2.7 Stationstagebuch, QSL-Karte 27

3 Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ 29

3.1 Vollzugsordnung für den Funkdienst der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) 29


3.1.1 Definition des Amateurfunkdienstes und des Amateurfunkdienstes über Satelliten 29
3.1.2 Definition der Amateurfunkstelle 29
3.1.3 Artikel 25 30
3.1.4 Weitere Regelungen 31

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 3
Seite

3.2 Regelungen der CEPT (Europäische Konferenz der


Verwaltungen für Post und Telekommunikation) 32

3.3 Nationale Gesetze, Vorschriften und Bestimmungen 35


3.3.1 Amateurfunkgesetz (AFuG) 35
3.3.2 Amateurfunkverordnung (AFuV) 41
3.3.2.1 Allgemeines 41
3.3.2.2 Rufzeichen, Rufzeichenanwendung 44
3.3.2.3 Ausbildungsfunkbetrieb 46
3.3.2.4 Klubstationen 47
3.3.2.5 Relaisfunkstellen und Funkbaken 48
3.3.3 Frequenzbereiche und Frequenznutzungsparameter für den Amateurfunk 50
3.3.4 Telekommunikationsgesetz (TKG) 55
3.3.5 Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG), Störfälle 56
3.3.6 Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) 59
3.3.7 EMVU (elektromagnetische Umweltverträglichkeit) / BEMFV (Verordnung
über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder 59
3.3.8 Sicherheitsvorschriften 62
3.3.9 Sonstiges 62

Anhang
1 - Internationales Buchstabieralphabet 65
2 - Q-Schlüssel 66
3 - Abkürzungen, Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen 67
4 - Auswahl bekannter Amateurfunklandeskenner und Rufzeichenpräfixe 71
5 - Beurteilung von Aussendungen 73
6 - Bezeichnung von Aussendungen / Sendearten 74
7 - Bezeichnung und Zuordnung der Frequenzbereiche 75
8 - Amateurfunkgesetz (AFuG) 76
9 - Amateurfunkverordnung (AFuV) 79
10 - Rufzeichenplan für den Amateurfunkdienst in Deutschland 87
11 - Nutzungsbestimmungen für den Frequenzbereich 50,08 – 51,00 MHz 90
12 - Informationen zu Artikel 1, 19 und 25 der Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk) 92

Seite 4 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Allgemeine Informationen und Hinweise

Dieser Fragen- und Antwortenkatalog veranschaulicht Prüfungsinhalte und -anforderungen in den Prüfungsteilen „Be-
triebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“, die bei Prüfungen zum Erwerb von Amateurfunkzeugnissen
der Klassen A und E ab dem 1. Februar 2007 gefordert werden. Die Prüfungsinhalte und -anforderungen berücksichti-
1
gen die CEPT -Empfehlung T/R 61-02 (Übersetzung ins Deutsche veröffentlicht in Anlage 2 zur Amtsblattverfügung
Nr. 11/2005 der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post), den ERC1-Report 32 (Übersetzung ins Deut-
sche veröffentlicht in Anlage 2 zur Amtsblattverfügung Nr. 93/2005 der Bundesnetzagentur) sowie weitergehende An-
forderungen, die sich unter anderem aus dem Amateurfunkgesetz (AFuG) und der Amateurfunkverordnung (AFuV)
ergeben.

Für den Erwerb eines Amateurfunkzeugnisses müssen die Prüfungsteile „Technische Kenntnisse“, „Betriebliche Kennt-
nisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ erfolgreich abgelegt werden. Die Inhalte und Anforderungen der Prüfungsteile
für die Klassen A und E unterscheiden sich ab dem 1. Februar 2007 nur noch beim Prüfungsteil „Technische Kenntnis-
se“. Der Aufstieg von Klasse E nach Klasse A ist mit einer Zusatzprüfung möglich, die nur aus dem Prüfungsteil „Tech-
nische Kenntnisse“ der Klasse A besteht.

Die Inhalte und Anforderungen der Prüfungsteile sind in den folgenden drei Fragen- und Antwortenkatalogen veran-
schaulicht, die mindestens 3 Monate vor ihrer Anwendung neu herausgegeben werden:

• Prüfungsfragen in den Prüfungsteilen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ bei Prüfungen
zum Erwerb von Amateurfunkzeugnissen der Klassen A und E,
• Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Technische Kenntnisse“ bei Prüfungen zum Erwerb von Amateurfunkzeugnissen
der Klasse A,
• Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Technische Kenntnisse“ bei Prüfungen zum Erwerb von Amateurfunkzeugnissen
der Klasse E.

Bei den Prüfungen müssen nicht ausschließlich Fragen und Antworten aus diesen Katalogen verwendet werden. Es
können auch andere Fragen und Antworten verwendet werden, die sich inhaltlich an den Fragen des betreffenden
Katalogs orientieren. Die Fragenkataloge können zwar als Hilfsmittel zur Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung
dienen, sie sind jedoch keine Lehrbücher und können die Vielseitigkeit der handelsüblichen Fachliteratur nicht erset-
zen.

Die richtige Antwort bei jeder Frage ist in den Katalogen immer die Antwort A. Die Antworten B, C und D sind falsche
oder teilweise falsche Antworten. In den Prüfungsbögen werden die Antworten in zufälliger Reihenfolge angeordnet.
Bei der Prüfung ist im Antwortbogen die als richtig angesehene Antwort anzukreuzen.

Bei der Prüfung wird im Prüfungsteil „Technische Kenntnisse“ eine Formelsammlung für die jeweilige Klasse zur Verfü-
gung gestellt. Die Formelsammlung entspricht der als Anhang im Technik-Fragenkatalog für die jeweilige Klasse ent-
halten Formelsammlung und kann auch erforderliche Korrekturen und Ergänzungen enthalten. Andere Formelsamm-
lungen dürfen bei der Prüfung nicht benutzt werden. Weiterhin sind bei der Prüfung im Teil „Technische Kenntnisse“ als
Hilfsmittel eigene nicht programmierbare Taschenrechner ohne Textspeicher zulässig.

Bis zum 31. Januar 2007 gelten für die Inhalte, Anforderungen und die Durchführung der Prüfungen ausschließlich die
bisherigen von der Regulierungsbehörde bzw. der Bundesnetzagentur veröffentlichten Fragenkataloge und Einzelhei-
ten gemäß den Verfügungen Nr. 10/2005, Nr. 81/2005 und Nr. 35/2006. Diese werden für die Zeit ab dem
1. Februar 2007 geändert bzw. neu veröffentlicht.

Weitere Informationen sowie Regelungen und Antragsformblätter zum Thema Amateurfunk sind unter
http://www.bundesnetzagentur.de/enid/Amateurfunk zu finden.

Die in diesem Katalog enthaltenen Fragen wurden unter Mitwirkung von Amateurfunkvereinigungen und einzelnen
Funkamateuren erstellt. Wir danken allen, die zu der Erstellung dieses Katalogs beigetragen haben.

Bundesnetzagentur 225-9

1
CEPT - Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation; ERC ist der Europäische Ausschuss für Funk-
angelegenheiten der CEPT und die Vorgängerorganisation des ECC (Ausschuss für Elektronische Kommunikation der CEPT).

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 5
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

Bitte beachten Sie die allgemeinen Informationen und BA105 Wie ist das Rufzeichen DH8DAP unter Zuhil-
Hinweise auf Seite 5 dieses Katalogs. fenahme des Internationalen Buchstabieral-
phabetes richtig buchstabiert?
A Delta Hotel acht Delta Alpha Papa
B Dora Heinrich acht Dora Anton Paula
1 Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Technische
Kenntnisse“ C Delta Hotel acht Delta Alpha Portugal
D Denmark Honolulu acht Delta Alpha Papa
Prüfungsfragen für die Prüfungsteile „Technische Kennt-
nisse“ der Klasse E und „Technische Kenntnisse“ der BA106 Wie wird das Rufzeichen DL2KCI mit dem
Klasse A sind in separaten Fragenkatalogen enthalten. internationalen Buchstabieralphabet richtig
Titel siehe Seite 5, Bestelladresse siehe Seite 2. buchstabiert?
A Delta Lima zwo Kilo Charlie India
B Dora Ludwig zwei Kaufmann Cäsar Ida
2 Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche C Delta Lima zwo Kilo Charlie Italy
Kenntnisse“ D Deutschland London zwo Kilo Charlie India

2.1 Internationales Buchstabieralphabet BA107 Wie ist das Rufzeichen DF3DCB mit dem
internationalen Buchstabieralphabet zu
BA101 Wie soll im Telefoniefunkverkehr verhindert buchstabieren?
werden, dass ähnlich lautende Rufzeichen A Delta Foxtrott drei Delta Charlie Bravo
verwechselt oder missverstanden werden B Dora Friedrich drei Dora Cäsar Berta
können? Dies wird verhindert durch
C Delta Fox drei Delta Charlie Baltimore
A die Verwendung der internationalen Buchsta-
D Da Fangen drei Dänen Charlie Braun
biertafel nach den Radio Regulations (VO
Funk).
BA108 Wie ist das Rufzeichen "EA5/DJ4UF" mit
B die Überprüfung des Rufzeichens in einer Liste.
dem internationalen Buchstabieralphabet
C Beachtung der Vorschriften zur AFuV. richtig zu buchstabieren?
D mehrmalige Wiederholungen. A Echo Alpha fünf Strich Delta Juliett vier Uniform
Foxtrott
BA102 Wie ist das Wort "München" mit dem inter- B Echo Alpha fünf Strich Delta Juliett vier United
nationalen Buchstabieralphabet richtig zu Fox
buchstabieren?
C England Amerika fünf Strich Dänemark Japan
A Mike Uniform Echo November Charlie Hotel vier Uruguay Frankreich
Echo November
D Emil Anton fünf Strich Dora Japan vier Ullrich
B Mike United Echo Nancy Charlie Hotel Echo Friedrich
Nancy
C Mike Uniform Emil Nevada Charlie Hotel Emil BA109 Wie ist das Rufzeichen "PY8JW" mit dem
November internationalen Buchstabieralphabet richtig
D Michigan Union Echo November Charlie Hotel zu buchstabieren?
Echo Nancy A Papa Yankee 8 Juliett Whiskey
B Papa Yankee 8 Japan Whiskey
BA103 Wie ist das Wort "Travemünde" mit dem
C Paraguay Yankee 8 Juliett Whiskey
internationalen Buchstabieralphabet richtig
zu buchstabieren? D Pacific Yankee 8 Juliett Wilhelm
A Tango Romeo Alpha Viktor Echo, Mike, Uni-
form, Echo, November, Delta, Echo BA110 Wie ist das Rufzeichen "YO9XH" mit dem
internationalen Buchstabieralphabet richtig
B Tango Romeo Alpha Viktor Echo, Mike, Übel,
zu buchstabieren?
November, Delta, Echo
A Yankee Oskar 9 X-Ray Hotel
C Tango Romeo Alpha Viktor Echo, Mike, Ülzen,
Echo, November, Delta, Echo B Ypsilon Ontario 9 X-Ray Hotel
D Tango Romeo Alpha Viktor Echo, Mike, Uni- C Yankee Oskar 9 X-Ray Honolulu
form, Echo, Nancy, Delta, Echo D Yuliett Ontario 9 Xanthippe Hotel

BA104 Wie ist das Rufzeichen DO9XYZ unter Zuhil-


fenahme des Internationalen Buchstabieral-
phabetes richtig buchstabiert?
A Delta Oscar 9 X-Ray Yankee Zulu
B Dora Otto 9 Xantippe Ypsilon Zeppelin
C Delta Oscar 9 X-Ray Yankee Zansibar
D Denmark Ontario 9 Xylophon Yokohama Zansi-
bar

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BA111 Wie ist das Rufzeichen "HB0/DK1DN/p" mit BB105 Was bedeutet die Betriebsabkürzung CW?
dem internationalen Buchstabieralphabet A Telegrafie (continuous wave)
richtig zu buchstabieren? B Telefonie (continuous wireless)
A Hotel Bravo null Strich Delta Kilo eins Delta C Allgemeiner Anruf (calling wide)
November Strich portabel
D Sie werden gerufen. (calling wave)
B Heinrich Berta null Strich Dora Kaufmann eins
Dora Nordpol Strich portabel
BB106 Sie hören KA2WEU in Morsetelegrafie rufen:
C Honolulu Baltimore null Strich Dänemark Kana- „CQ DL CQ DL DE KA2WEU PSE K“. Was
da eins Dänemark Norwegen Strich portabel beabsichtigt er damit?
D Hotel Bravo null Strich Delta Kilo eins Delta A KA2WEU sucht eine Verbindung mit einem
Norway Strich portabel Funkamateur aus Deutschland.
B Der amerikanische Funkamateur sucht Verbin-
dungen mit Funkamateuren, die weit entfernt
sind.
2.2 Betriebliche Abkürzungen, Q-Schlüssel, Sig-
nalbeurteilung, Sendearten C KA2WEU sucht nur eine Verbindung mit einem
Funkamateur, dessen Rufzeichen mit DL be-
2.2.1 Betriebliche Abkürzungen ginnt.
D KA2WEU sucht eine Verbindung mit Stationen,
BB101 Warum werden in Telegrafie- und die an einem deutschen Wettbewerb teilneh-
Fernschreib-Betriebsarten Betriebsabkür- men.
zungen und Q-Gruppen verwendet?
A Durch die Verwendung von Betriebsabkürzun- BB107 Was bedeutet die Betriebsabkürzung „R“
gen und Q-Gruppen wird der Betriebsablauf am Anfang eines Durchgangs?
vereinfacht und der übertragende Informations- A Received (richtig empfangen)
gehalt pro Zeiteinheit optimiert. B Repeat (wiederhole)
B Durch die Verwendung von Betriebsabkürzun- C Rapport
gen und Q-Gruppen wird der Informationsgehalt D Readability (Lesbarkeit)
einer Aussendung verschleiert und damit für
Unbeteiligte nicht verständlich.
BB108 Was bedeutet die Betriebsabkürzung „K“
C Betriebsabkürzungen und Q-Gruppen werden am Ende eines Durchgangs in Telegrafie?
nur bei besonderen Betriebsbedingungen ver-
A Aufforderung zum Senden
wendet, um z.B. den Einfluss von Fading oder
Aurora auszugleichen. B Unterbrechung der Sendung
D Ein Betriebsverfahren, bei dem jeweils manuell C Bitte warten!
auf Empfang geschaltet werden muss. D Beendigung des Funkverkehrs

BB102 Welche Bedeutung hat für Sie als deutsche BB109 Was bedeutet die Betriebsabkürzung „BK“
Amateurfunkstelle auf Kurzwelle die Abkür- in Telegrafie?
zung "DX"? A Signal zur Unterbrechung der Sendung
A "DX" bedeutet für Stationen aus Deutschland, B Alles richtig verstanden
dass keine innereuropäischen Funkverbindun- C Bitte warten!
gen gemeint sind.
D Beendigung des Funkverkehrs
B "DX" bedeutet für Stationen aus Deutschland,
dass Stationen außerhalb der Landesgrenzen
BB110 Wie gestalten Sie als DO1LEN einen allge-
gemeint sind.
meinen Anruf in Telegrafie?
C "DX" bedeutet für Stationen aus Deutschland,
A CQ CQ CQ DE DO1LEN DO1LEN DO1LEN
dass die Gegenstelle nur einen kurzen Rap-
portaustausch durchführen möchte. B CQ CQ CQ CQ CQ CQ DE DO1LEN
D "DX" bedeutet für Stationen aus Deutschland C QRZ QRZ QRZ DE DO1LEN DO1LEN
die Bezeichnung für einen Wettbewerb. DO1LEN
D CQ QRZ CQ QRZ DE DO1LEN DO1LEN
BB103 Was bedeuten die gebräuchlichen Abkür- DO1LEN
zungen "TX", "RX" in dieser Reihenfolge?
A Sender, Empfänger BB111 Was bedeutet die Betriebsabkürzung
„MSG“?
B Empfänger, Sender
A Mitteilung
C Tonqualität, Bildqualität
B Alles richtig verstanden
D Bildqualität, Tonqualität
C Mit freundlichen Grüßen
BB104 Was bedeutet die Betriebsabkürzung CQ? D Mäßiges Signal
A Allgemeiner Anruf
B Telegrafie
C Große Entfernung
D Sie werden gerufen.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

2.2.2 Q-Schlüssel BB206 Welche Bedeutung haben in der gleichen


Reihenfolge gelesen die Q-Gruppen
BB201 Warum wurden die Q-Gruppen im Funkver- "QRO?" , "QSO?" und "QRX?" ?
kehr eingeführt? Sie wurden eingeführt A Soll ich die Sendeleistung erhöhen?
A zur Vereinfachung und Erleichterung des Können Sie direkt Funkverkehr aufnehmen
Betriebsablaufs bei Telegrafie, sekundär zur mit …?
Überwindung sprachlicher Grenzen. Wann werden Sie mich wieder rufen?
B zur Verschleierung des Funkbetriebes gegen- B Soll ich meine Sendeleistung erhöhen?
über unbefugten Zuhörern. Haben Sie noch etwas für mich vorliegen?
C zur Zeitersparnis im Telefoniefunkverkehr. Werden Sie mich wieder rufen?
D um im internationalen Funkverkehr den Be- C Soll ich die Sendeleistung erniedrigen?
triebsablauf zu erleichtern, weil kein Englisch Haben Sie noch etwas für mich vorliegen?
mehr gesprochen werden muss. Können Sie direkt Funkverkehr aufnehmen
mit …?
BB202 Sollen Sie im Sprechfunkverkehr Abkürzun-
gen aus den Q-Gruppen oder aus den ande- D Haben Sie noch etwas für mich vorliegen?
ren Abkürzungen im Funkverkehr verwen- Können Sie direkt Funkverkehr aufnehmen
den? mit …?
Wann werden Sie mich wieder rufen?
A Nein, weil die Abkürzungen für den Telegrafie-
funkverkehr vorgesehen sind.
BB207 Welche Bedeutung haben in der gleichen
B Ja, weil die Abkürzungen die Abwicklung des
Reihenfolge gelesen die Q-Gruppen
Funkverkehrs beschleunigen.
"QRM" , "QRN" und "QSB?" ?
C Ja, weil die Abkürzungen bei deutschsprachi-
A Ich werde gestört.
gen Funkverbindungen erlaubt sind.
Ich habe atmosphärische Störungen.
D Ja, weil die Abkürzungen die Besonderheit der Schwankt die Stärke meiner Zeichen?
Sprache im Funkverkehr kennzeichnet.
B Ich habe Störungen.
BB203 Welche Bedeutung haben in der gleichen Sie haben Schwankungen Ihrer Zeichen.
Reihenfolge gelesen die Q-Gruppen Werden Sie gestört?
"QRV" , "QRM?" und "QTH" ? C Ich habe atmosphärische Störungen.
A Ich bin bereit. Werden Sie gestört? Mein Ich werde gestört.
Standort ist … Schwankt die Stärke meiner Zeichen?
B Senden Sie eine Reihe V. Soll ich mehr Sende- D Die Stärke Ihrer Zeichen schwankt.
leistung anwenden? Ihre gesendeten Töne sind Ich werde gestört.
kaum hörbar. Haben Sie atmosphärische Störungen?
C Ich habe nichts mehr für Sie. Werden Sie ge-
stört? Mein Standort ist … BB208 Wie verhalten Sie sich, wenn Sie von der
D Ich habe nichts mehr für Sie. Mein Standort ist Gegenstation aufgefordert werden: "pse
… Ich bin bereit. qsy"?
A Sie wechseln die Frequenz.
BB204 Was bedeutet es, wenn Ihr Funkpartner B Sie erhöhen die Sendeleistung.
meldet: „QRK 1“? Er meint damit, dass C Sie verringern die Sendeleistung.
A die Verständlichkeit meiner Zeichen schlecht D Sie senden eine Bestätigungskarte an die Ge-
ist. genstation.
B ich um 1 kHz Frequenzwechsel machen soll.
C ich eine Minute warten soll. BB209 Wie verhalten Sie sich, wenn Sie von der
D er atmosphärische Störungen der Stärke 1 hat. Gegenstation aufgefordert werden: "pse
qrp"?
BB205 Was bedeuten die Q-Gruppen A Sie verringern die Sendeleistung.
"QRT" , "QRZ?" und "QSL?" ? B Sie erhöhen die Sendeleistung.
A Stellen Sie die Übermittlung ein. C Sie wechseln die Frequenz.
Von wem werde ich gerufen? D Sie senden eine Bestätigungskarte an die Ge-
Können Sie mir Empfangsbestätigung geben? genstation.
B Stellen Sie die Übermittlung ein.
Ich bin bereit.
Schicken Sie eine QSL-Karte?
C Stellen Sie die Übermittlung ein.
Wie ist Ihr Standort?
Können Sie mir Empfangsbestätigung geben?
D Ich habe nichts für Sie.
Von wem werde ich gerufen?
Können Sie mir Empfangsbestätigung geben?

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

2.2.3 Signalbeurteilung BB306 Um wie viel dB ist die Empfängereingangs-


spannung abgesunken, wenn die S-Meter-
BB301 Was versteht man unter dem RST-Rapport? Anzeige durch Änderung der Ausbreitungs-
Es ist eine Kurzformel, bedingungen von S9+20 dB auf S8 zurück-
A um die Empfangsqualität zu beschreiben. geht? Die Empfängereingangsspannung
B um die Sendeleistung zu beschreiben. sinkt um
C um den Ionosphärenzustand zu beschreiben. A 26 dB.
D um die Sonnenfleckenaktivität zu beschreiben. B 23 dB.
C 6 dB.
BB302 Was bedeuten die Buchstaben RST, mit D 20 dB.
denen Sie die Sendung Ihrer Gegenstation
beurteilen können? BB307 Durch "Fading" sinkt die S-Meter-Anzeige
A R = Lesbarkeit, von S9 auf S8. Auf welchen Wert sinkt dabei
S = Signalstärke, die Empfänger-Eingangsspannung ab, wenn
T = Tonqualität bei S9 am Empfängereingang 50µV anlie-
B R = Rufzeichen, gen?
S = Signalstärke, Die Empfänger-Eingangsspannung sinkt auf
T = Tonqualität A 25 µV.
C R = Lesbarkeit, B 37 µV.
S = Signalstärke, C 40 µV.
T = Trägerfrequenz D 30 µV.
D R = Rufzeichen,
S = Standort, BB308 Bei einer SSB-Verbindung auf VHF/UHF sagt
T = Tonqualität Ihnen Ihr Gesprächspartner: "Ich empfange
Sie mit R5 und 30 dB über Rauschen". Was
BB303 Um wie viel S-Stufen müsste die S-Meter- meint er damit?
Anzeige Ihres Empfängers steigen, wenn Ihr A Er kann mich einwandfrei lesen und mein Sig-
Partner die Sendeleistung von 100 Watt auf nal ist ausreichend stark. Bei seinem Empfän-
400 Watt erhöht? ger ist die relative Signalstärke in dB ablesbar.
A Um eine S-Stufe B Er kann mich einwandfrei lesen, mein Signal ist
B Um zwei S-Stufen stark und fast rauschfrei. Bei seinem Empfän-
C Um vier S-Stufen ger ist die relative Signalstärke in dBµV ables-
D Um acht S-Stufen bar.
C Er kann mich ohne Schwierigkeiten lesen, ob-
BB304 Wie groß ist der Unterschied zwischen S4 wohl mein Signal sehr schwach ist. Bei seinem
und S7 in Dezibel? Empfänger wird das Signal-/Rauschverhältnis
A 18 dB in dB angezeigt.
B 9 dB D Er kann mich nur mit Schwierigkeiten lesen, da
mein Signal mit 30 dB stark verrauscht ist. Bei
C 28 dB ihm ist die relative Signalstärke auf einem
D 3 dB Messgerät in dB ablesbar.

BB305 In welcher Weise werden nach dem RST- BB309 Sie bekommen von Ihrer Gegenstation den
System die Aussendungen einer Amateur- Rapport „4 und 8“. Was sagt Ihnen der Rap-
funkstelle beurteilt? port?
A Lesbarkeit in Stufen von 1-5, A Die Station kann mich ohne Schwierigkeiten mit
Signalstärke in Stufen von 1-9 und einem starken Signal empfangen.
Tonqualität in Stufen von 1-9 B Die Station kann mich ohne Schwierigkeiten mit
B Lesbarkeit in Stufen von 1-5, einem relativ schwachen Signal empfangen.
Signalstärke in Stufen von 1-5 und C Die Station kann mich nur mit Schwierigkeiten
Tonhöhe in Stufen von 1-9 mit einem schwachen Signal empfangen.
C Signalqualität in Stufen von 1-5, D Die Station kann mich nur zeitweise aber mit
Signalstärke in Stufen von 1-5 und einem starken Signal empfangen.
Tonqualität in Stufen von 1-9
D Lesbarkeit in Stufen von 1-9,
Signalqualität in Stufen von 1-5 und
Tonhöhe in Stufen von 1-4

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BB310 Eine Station kommt mit einem schwachen, BB403 Wie wird "Einseitenbandmodulation mit
störungsbehafteten Signal bei Ihnen an. analogen Signalen für Sprachübertragung"
Welchen Rapport geben Sie? (SSB) bezeichnet?
A Ich gebe einen Rapport von zum Beispiel 33 A J3E
bzw. 339, damit der Funkpartner weiß, dass er B J2E
seine Angaben deutlich und mit eventuell meh- C R2A
reren Wiederholungen durchgeben muss.
D A1A
B Ich gebe den Rapport 59 bzw. 599 nach subjek-
tiver Einschätzung, denn auf die S-Meter-
Anzeige kann ich mich in diesem Fall nicht BB404 Wie wird "Morsetelegrafie unter Verwen-
verlassen. dung eines modulierenden Hilfsträgers"
bezeichnet?
C Ich bestätige z.B. mit 57 bzw. 579, frage aber
zur Sicherheit im nächsten Durchgang noch A A2A
einmal nach Name und Standort. B A2B
D Ich gebe grundsätzlich 59 oder 599, da ich ja C J2M
das Rufzeichen der Station einwandfrei aufge- D A2C
nommen habe.
BB405 Wie wird "Fernschreibtelegrafie unter Ver-
BB311 Wie wird ein Aurora-Signal in Telegrafie wendung eines modulierenden Hilfsträgers"
beurteilt? Es wird beurteilt mit (RTTY) bezeichnet?
A R, S und "A" für Aurora, da der Ton bei Aurora A J2B
sehr rau ist und nicht beurteilt werden kann. B A1B
B R, S, T. C F3B
C R und T, da Aurora als Lineartransponder wirkt. D A2C
D R, S, T und "A" für Aurora.
BB406 Wie wird "Fernsehen (Video), Restseiten-
BB312 Wie wird ein SSTV-Signal beurteilt? Es wird bandübertragung mit analogen Signalen"
beurteilt mit bezeichnet?
A R, S und „V" für Video-Qualität, V in 5 Stufen. A C3F
B V, S, T, mit „V" für Video-Qualität, V in 5 Stu- B J3F
fen. C F3F
C mit „S“ für Signalstärke und „V" für Video- D A3F
Qualität, S und V in 9 Stufen.
D R, S, T und einer zusätzlichen Bildbewertung. BB407 Wie wird die im Amateurfunk verwendete
Betriebsart "PACTOR" nach den Vorgaben
der Radio Regulations (VO Funk) bezeich-
net?
2.2.4 Bezeichnung der Aussendungen (Sendearten) A J2B
B J3B
BB401 Wie wird "Morsetelegrafie, Zweiseitenband,
C F2A
ein einziger Kanal, der quantisierte oder
digitale Information enthält, ohne Verwen- D J3A
dung eines modulierten Hilfsträgers", be-
zeichnet?
A A1A
2.3 Frequenzbereiche und IARU-Bandpläne
B NØN
C A2A 2.3.1 Frequenzbereiche des Amateurfunkdienstes
D R3E
BC101 Welchen Frequenzbereich umfasst das
BB402 Wie wird "Frequenzmodulation mit analogen 13-cm-Amateurfunkband in Deutschland?
Signalen, für Sprachübertragung" bezeich- A 2320 - 2450 MHz
net? B 1240 - 1300 MHz
A F3E C 3400 - 3475 MHz
B A3E D 5650 - 5850 MHz
C A2A
D R3E BC102 Welchen Frequenzbereich umfasst das
23-cm-Amateurfunkband in Deutschland?
A 1240 - 1300 MHz
B 2320 - 2450 MHz
C 3400 - 3475 MHz
D 5650 - 5850 MHz

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BC103 Welchen Frequenzbereich umfasst das BC111 Welchen Frequenzbereich umfasst das
70-cm-Amateurfunkband in Deutschland? 30-m-Amateurfunkband in Deutschland?
A 430 - 440 MHz A 10100 - 10150 kHz
B 50,08 - 51 MHz B 21000 - 21450 kHz
C 144 - 146 MHz C 14000 - 14350 kHz
D 1240 - 1300 MHz D 18068 - 18168 kHz

BC104 Welchen Frequenzbereich umfasst das BC112 Welchen Frequenzbereich umfasst das
2-m-Amateurfunkband in Deutschland? 40-m-Amateurfunkband in Deutschland?
A 144 - 146 MHz A 7000 - 7200 kHz
B 50,08 - 51 MHz B 3500 - 3800 kHz
C 430 - 440 MHz C 14000 - 14350 kHz
D 70 - 70,5 MHz D 10100 - 10150 kHz

BC105 Welchen Frequenzbereich umfasst das BC113 Welchen Frequenzbereich umfasst das
6-m-Amateurfunkband in Deutschland? 80-m-Amateurfunkband in Deutschland?
A 50,08 - 51 MHz A 3500 - 3800 kHz
B 144 - 146 MHz B 7000 - 7200 kHz
C 28 - 29,7 MHz C 1810 - 2000 kHz
D 70 - 70,5 MHz D 135,7 - 137,8 kHz

BC106 Welchen Frequenzbereich umfasst das BC114 Welchen Frequenzbereich umfasst das
10-m-Amateurfunkband in Deutschland? 160-m-Amateurfunkband in Deutschland?
A 28000 - 29700 kHz A 1810 - 2000 kHz
B 18068 - 18168 kHz B 3500 - 3800 kHz
C 24890 - 24990 kHz C 135,7 - 137,8 kHz
D 21000 - 21450 kHz D 7000 - 7200 kHz

BC107 Welchen Frequenzbereich umfasst das


12-m-Amateurfunkband in Deutschland?
A 24890 - 24990 kHz 2.3.2 IARU-Bandpläne
B 14000 - 14350 kHz
BC201 Welchen Verbindlichkeitsgrad haben die
C 18068 - 18168 kHz von der IARU (Internationale Amateur Radio
D 21000 - 21450 kHz Union) aufgestellten Bandpläne?
A Die IARU-Bandpläne haben den Charakter
BC108 Welchen Frequenzbereich umfasst das einer Empfehlung. Dennoch kommt eine freiwil-
15-m-Amateurfunkband in Deutschland? lige möglichst ausnahmslose Einhaltung der
A 21000 - 21450 kHz Bandpläne allen Teilnehmern am Amateurfunk
B 14000 - 14350 kHz zugute.
C 24890 - 24990 kHz B Die IARU-Bandpläne sind nur in den Ländern
D 18068 - 18168 kHz oder Regionen mit hoher Amateurfunkstellen-
dichte (z. B. Europa) von praktischem Wert.
Dort müssen die Bandpläne grundsätzlich ein-
BC109 Welchen Frequenzbereich umfasst das
gehalten werden.
17-m-Amateurfunkband in Deutschland?
C IARU-Bandpläne sind aufgestellte Frequenzras-
A 18068 - 18168 kHz
ter nur für solche Amateurfunkstellen, die unbe-
B 14000 - 14350 kHz setzt und automatisch betrieben werden, d. h.
C 24890 - 24990 kHz Relaisfunkstellen, Digipeater und Funkbaken.
D 21000 - 21450 kHz D IARU-Bandpläne haben den Sinn, für die ein-
zelnen Sende- und Betriebsarten eigene, ge-
BC110 Welchen Frequenzbereich umfasst das schützte Frequenzteilbereiche auszuweisen.
20-m-Amateurfunkband in Deutschland? Jeder Funkamateur hat sich daher verbindlich
A 14000 - 14350 kHz an die IARU-Bandpläne zu halten.
B 21000 - 21450 kHz
C 24890 - 24990 kHz
D 18068 - 18168 kHz

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BC202 Dürfen Sie im Bereich 145,800 - 146,000 MHz BC207 Sie möchten im 2-m-Band ein SSB-QSO
lokalen Funkverkehr abwickeln? führen. Wie verhalten Sie sich?
A Nein, weil ich dann den Amateurfunkdienst über A Ich suche eine freie Frequenz in dem nach den
Satelliten stören würde, der in diesem Bereich IARU-Bandplänen für SSB empfohlenen Fre-
arbeitet. quenzbereich im 2-m-Band und rufe „CQ“.
B Nein, weil ich dann die Amateurfunkbaken B Ich suche eine freie Frequenz irgendwo im 2-m-
stören würde, die in diesem Bereich arbeiten. Band und rufe „CQ“.
C Ja, denn die beim lokalen Funkverkehr ange- C Ich suche eine freie Frequenz im FM-Simplex-
wandten Sendeleistungen und Antennengewin- Bereich und rufe „CQ“.
ne sind zu gering, um den in diesem Bereich D Ich suche eine freie Frequenz unterhalb von
angesiedelten Amateurfunkdienst über Satelli- 144,150 MHz und rufe „CQ“.
ten zu stören.
D Ja, ich darf in diesem Bereich immer arbeiten, BC208 Ist die Annahme richtig, dass man in den
wenn ich den dort ansässigen Amateurfunkver- Satellitenbereichen z.B. des 2-m- oder 70-
kehr nur gering störe. cm-Bandes mit einem Handfunkgerät loka-
len Funkverkehr in F3E (FM) abwickeln
BC203 Auf welcher Frequenz würden Sie im kann, weil die Reichweite zu gering ist, ei-
2-Meter-Band ein Telefonie QSO führen und nen Satelliten zu stören?
zwar 1. in SSB und 2. in FM? A Nein, weil besonders die niedrig fliegenden
A SSB: 144,250 MHz, FM: 145,450 MHz Amateurfunksatelliten wegen der hindernisfrei-
B SSB: 144,250 MHz, FM: 144,450 MHz en direkten "Sichtverbindung" sehr stark gestört
C SSB: 144,300 MHz, FM: 145,050 MHz würden.
D SSB: 145,250 MHz, FM: 144,350 MHz B Ja, weil Amateurfunksatelliten dadurch nicht
gestört werden.
BC204 Sie rufen auf der Frequenz 144,300 MHz CQ C Ja, weil Amateurfunksatelliten in anderen als
und erhalten einen Anruf. Was tun Sie als den benutzten Frequenzbereichen arbeiten und
nächstes? deshalb trotz der direkten "Sichtverbindung"
nicht gestört werden.
A Ich schlage der anrufenden Station QSY vor,
warte auf die Bestätigung und wechsle die D Nein, weil besonders niedrig fliegende Ama-
Frequenz. teurfunksatelliten wegen der hindernisfreien
direkten "Sichtverbindung" zu Ihnen sehr stark
B Ich gebe zunächst einen Rapport und den stören könnten.
Standortkenner durch.
C Ich gebe zunächst die wichtigsten QSO-Daten BC209 Welches Seitenband wird bei SSB-Betrieb
durch. Wenn ein längeres Gespräch geführt im 80-m-Band in der Regel benutzt?
werden soll, schlage ich Frequenzwechsel vor.
A In der Regel wird im 80-m-Band das untere
D Ich frage die Gegenstation, ob sie eine andere Seitenband benutzt.
Station auf der Frequenz hört. Wenn nicht,
tauschen wir auf dieser Frequenz die Daten B Im Europaverkehr wird das untere, sonst im
aus. Weitverkehr (so genannter DX-Verkehr) wird
das obere Seitenband benutzt.
BC205 Welches ist die internationale Anruffrequenz C Um den Nachteil der relativ niedrigen Sende-
für SSB im 2-m-Band? frequenz des 80-m-Bandes auszugleichen, wird
das obere Seitenband benutzt.
A 144,300 MHz
D In der unteren Bandhälfte (d. h. zwischen 3500
B 144,000 MHz und 3650 kHz) das untere Seitenband, in der
C 144,500 MHz oberen Bandhälfte (d. h. zwischen 3650 und
D 145,300 MHz 3800 kHz) das obere Seitenband.

BC206 Sie hören eine französische Station auf BC210 Welches Seitenband wird bei SSB-Betrieb
10,143 MHz in SSB CQ rufen. Dürfen Sie in im 20-m-Band in der Regel benutzt?
SSB antworten? A In der Regel wird im 20-m-Band das obere
A Nein, denn im 30-m-Band ist für deutsche Sta- Seitenband benutzt.
tionen nur eine Bandbreite bis 800 Hz erlaubt. B Im Europaverkehr wird das untere, sonst im
B Ja, denn wenn dort eine Station in SSB ruft, Weitverkehr (so genannter DX-Verkehr) wird
wird SSB auch für deutsche Stationen erlaubt das obere Seitenband benutzt.
sein. C Um den Nachteil der relativ niedrigen Sende-
C Ja, denn in diesem Bandsektor ist SSB grund- frequenz des 20-m-Bandes auszugleichen, wird
sätzlich erlaubt. das untere Seitenband benutzt.
D Nein, der SSB-Bereich ist von 10,100 bis D In der unteren Bandhälfte das untere Seiten-
10,125 MHz. band, in der oberen Bandhälfte das obere Sei-
tenband.

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BC211 Welche nachstehend aufgeführten Fre- BC215 Aus welchem Grund sollten Sie in der Dun-
quenzbereiche des 80-m- und des 15-m- kelheit und im Winter auch tagsüber im
Bandes sollen auf Empfehlung der Interna- Bereich von 3775-3800 kHz keine innerdeut-
tionalen Amateur Radio Union bevorzugt schen oder innereuropäischen SSB-QSOs
nur für Morsetelegrafie genutzt werden? durchführen?
A 3500-3580 kHz und 21000-21070 kHz A Im IARU-Region-1-Kurzwellenbandplan ist
B 3500-3600 kHz und 21000-21100 kHz dieser Bereich als "Fonie-DX" ausgewiesen und
C 3580-3620 kHz und 21080-21120 kHz sollte für DX-Verbindungen freigehalten wer-
den.
D 3500-3540 kHz und 21000-21040 kHz
B Gemäß Frequenzbereichszuweisungsplan ist
dieser Bereich auch kommerziellen Stationen
BC212 Welcher Frequenzbereich soll im 20-m-Band zugewiesen und muss nachts und im Winter
auf Empfehlung der Internationalen Amateur freigehalten werden.
Radio Union bevorzugt für SSB genutzt
werden? C Im IARU-Region-1-Kurzwellenbandplan ist
dieser Bereich für Digimode-Betriebsarten
A 14112-14350 kHz ausgewiesen und sollte von SSB-Stationen
B 14000-14350 kHz nicht benutzt werden.
C 14030-14150 kHz D Weil dieser Bereich im Ausland auch für Rund-
D 14100-14300 kHz funkstationen ausgewiesen ist und daher
nachts und im Winter durch den Amateurfunk-
BC213 Wie gehen Sie vor, wenn Sie auf Kurzwelle dienst nicht genutzt werden darf.
Funkbetrieb in einer neuen digitalen Be-
triebsart machen wollen? BC216 Welche Bereiche des 10-m- und des 40-m-
A Ich schaue im aktuellen HF-Bandplan der IARU Bandes stehen nach den Empfehlungen der
nach, in welchen Frequenzbereichen bevorzugt International Amateur Radio Union aus-
Funkverkehr in digitalen Betriebsarten stattfin- schließlich für die Betriebsart Telegrafie zur
den soll. Verfügung?
B Ich verabrede mich mit meinem Funkpartner A 28000-28070 kHz und 7000-7035 kHz
auf einer beliebigen freien Frequenz. B 28000-28100 kHz und 7000-7050 kHz
C Ich verwende eine Frequenz jeweils in den C 28000-28200 kHz und 7000-7070 kHz
ersten 30 kHz vom Bandanfang. D 28000-28300 kHz und 7000-7080 kHz
D Ich sende auf den Frequenzen, die für das
internationale Bakenprojekt (IBP) reserviert BC217 Welche Bereiche des 15-m-, des 20-m- und
sind. des 80-m-Bandes stehen nach den Empfeh-
lungen der International Amateur Radio
BC214 Aus welchem Grund sollten Sie in der Dun- Union ausschließlich für die Betriebsart
kelheit und im Winter auch tagsüber im Telegrafie zur Verfügung?
Bereich von 3500-3510 kHz keine innerdeut- A 21000-21070 kHz, 14000-14070 kHz und
schen oder innereuropäischen Telegrafie- 3500-3580 kHz
QSOs durchführen? B 21000-21050 kHz, 14000-14080 kHz und
A Im IARU-Region-1-Kurzwellenbandplan ist 3500-3560 kHz
dieser Bereich als "CW DX" ausgewiesen und C 21000-21200 kHz, 14000-14100 kHz und
sollte für interkontinentale Verbindungen frei- 3500-3600 kHz
gehalten werden.
D 21000-21100 kHz, 14000-14050 kHz und
B Gemäß Frequenzbereichszuweisungsplan ist 3500-3620 kHz
dieser Bereich auch kommerziellen Stationen
zugewiesen und muss nachts und im Winter
freigehalten werden. BC218 In welchen Bereichen des 2-m- und 70-cm-
Bandes arbeiten Amateurfunksatelliten?
C Im IARU-Region-1-Kurzwellenbandplan ist
dieser Bereich für Digimode-Betriebsarten A Im 2-m-Band auf 145,800-146,000 MHz,
ausgewiesen und sollte von CW-Stationen nicht im 70-cm-Band auf 435,000-438,000 MHz
benutzt werden. B Im 2-m-Band auf 145,300-146,500 MHz,
D Weil dieser Bereich im Ausland auch für Rund- im 70-cm-Band auf 438,000-440,000 MHz
funkstationen ausgewiesen ist und daher C Im 2-m-Band auf 144,800-145,000 MHz,
nachts und im Winter durch den Amateurfunk- im 70-cm-Band auf 435,000-438,000 MHz
dienst nicht genutzt werden darf. D Im 2-m-Band auf 145,800-146,000 MHz,
im 70-cm-Band auf 433,000-435,000 MHz

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BC219 In welchem Bereich des 2-m-Bandes dürfen BD102 Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen
Sie keinen Sendebetrieb machen, weil dort DA5XX?
Funkbaken senden? Es ist der Frequenzbe- A Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle, die
reich für besondere experimentelle und technisch-
A 144,400 bis 144,490 MHz wissenschaftliche Studien betrieben wird.
B 145,400 bis 145,490 MHz B Es handelt sich um eine Versuchsfunkstelle, die
C 144,300 bis 144,400 MHz zur Erprobung technischer oder wissenschaftli-
D 145,300 bis 145,400 MHz cher Entwicklungen betrieben wird.
C Es handelt sich um ein Klasse-A-
BC220 Welche Frequenzen sind wegen des Be- Klubstationsrufzeichen von Funkamateuren, die
triebs der Funkbaken des internationalen Angehörige der Gaststreitkräfte in Deutschland
Bakenprojektes (IBP) freizuhalten? sind.
A Jeweils ±1 kHz um die Frequenzen 14100 kHz, D Es handelt sich um eine Kurzzeitzuteilung für
18110 kHz, 21150 kHz und 24930 kHz sowie einen ausländischen Funkamateur, der eine
der Frequenzbereich 28190 - 28225 kHz. Amateurfunkprüfungsbescheinigung, aber kein
individuelles Rufzeichen hat.
B Jeweils ±1 kHz um die Frequenzen 1850 kHz,
3579 kHz, 7050 kHz, 10050 kHz und
18150 kHz. BD103 Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen
DAØXX?
C Jeweils ±1 kHz um die Frequenzen
144,100 MHz, 430,100 MHz und 1240,100 MHz A Es handelt sich um eine Zuteilung für eine
sowie die Frequenzbereiche 2320 - 2322 MHz Kurzzeitklubstation.
3400 - 3402 MHz. B Es handelt sich um eine Zuteilung für besonde-
D Jeweils ±1 kHz um die Frequenzen 24900 kHz, re technisch-wissenschaftliche Studien der
28500 kHz, 29300 kHz, 29400 kHz und Zuteilungsklasse A.
29500 kHz. C Es handelt sich um eine Zuteilung für Gast-
streitkräfte.
D Es handelt sich um die Zuteilung eines Ausbil-
dungsrufzeichens für Gaststreitkräfte.
2.4 Rufzeichen, Landeskenner
BD104 Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen
2.4.1 Deutsche Rufzeichen DPØXX?
A Es handelt sich um eine exterritoriale deutsche
BD101 Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen Funkstelle des Amateurfunkdienstes oder des
DO9RST/MM? Amateurfunkdienstes über Satelliten.
A Die deutsche Amateurfunkstelle wird an Bord B Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle der
eines Wasserfahrzeugs betrieben, das sich auf Klasse A oder E, die ohne Anzeige nach
See befindet. BEMFV betrieben werden darf.
B Die deutsche Amateurfunkstelle darf aufgrund C Es handelt sich um ein Klubstationsrufzeichen
einer Sonderzulassung in deutschen Hoheits- von Funkamateuren, die Angehörige der Gast-
gewässern in "maritim mobiler" Weise tragbar streitkräfte in Deutschland sind.
betrieben werden. D Es handelt sich um ein Ausbildungsrufzeichen
C Der Funkamateur DO9RST, der an sein Rufzei- der Klasse A für Angehörige der Gaststreitkräf-
chen "MM" anhängt, bringt damit zum Aus- te in Deutschland.
druck, dass er mit anderen Funkamateuren in
Kontakt treten möchte, die ihre Funkstelle zur BD105 Was erkennen Sie aus dem Rufzeichen
Zeit auch "maritim mobil" betreiben. DP1XX?
D Die deutsche Amateurfunkstelle DO9RST be- A Es handelt sich um eine deutsche Amateur-
findet sich auf einem Landfahrzeug oder auf funkstelle, die an einem Ort mit exterritorialem
einem Schiff, das gemäß Schiffssicherheitsver- Status betrieben wird.
ordnung funkausrüstungspflichtig ist.
B Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle der
Klasse A oder E, die ohne Anzeige nach
BEMFV betrieben werden darf.
C Es handelt sich um eine Kurzzeitzuteilung für
einen ausländischen Funkamateur, der eine
Amateurfunkprüfungsbescheinigung, aber kein
individuelles Rufzeichen hat.
D Es handelt sich um ein Ausbildungsrufzeichen
der Klasse A für Angehörige der Gaststreitkräf-
te in Deutschland.

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BD106 Was bedeuten die Rufzeichenzusätze "/p" BD110 Was bedeutet der Rufzeichenzusatz "/am"?
und "/m" bei einer Amateurfunkstelle? A Die Amateurfunkstelle wird an Bord eines Luft-
A "/p" bedeutet, dass es sich um eine tragbare fahrzeuges betrieben.
oder vorübergehend ortsfest betriebene Ama- B Die Amateurfunkstelle verwendet als Betriebs-
teurfunkstelle handelt, und "/m" bedeutet, dass art Amplitudenmodulation.
es sich um eine bewegliche Amateurfunkstelle C Die Amateurfunkstelle wird an Bord eines Was-
in einem Landfahrzeug oder an Bord eines serfahrzeuges betrieben.
Wasserfahrzeugs auf Binnengewässern han-
delt. D Die Amateurfunkstelle arbeitet mit geringer
Leistung.
B "/p" bedeutet, dass es sich um eine tragbare
Amateurfunkstelle handelt, und "/m" bedeutet,
dass die Amateurfunkstelle vorübergehend BD111 Ein Rufzeichen mit dem Zusatz "/m" kann
ortsfest betrieben wird. bei einer Amateurfunkstelle bedeuten,
C "/p" bedeutet, dass die Amateurfunkstelle trag- A dass es sich um eine bewegliche Amateurfunk-
bar oder vorübergehend ortsfest an einem Ort stelle in einem Landfahrzeug handelt.
mit exterritorialem Status betrieben wird, und B dass die Amateurfunkstelle als Leitstation bei
"/m" bedeutet, dass die Amateurfunkstelle an einem Peilwettbewerb fungiert.
Bord eines Wasserfahrzeuges betrieben wird, C dass bei der Amateurfunkstelle eine Mailbox
das sich auf See auf Binnengewässern befin- angeschlossen ist.
det. D dass es sich um eine vorübergehend ortsfest
D "/p" bedeutet, dass die Amateurfunkstelle vorü- betriebene Amateurfunkstelle in einem Land-
bergehend ortsfest im benachbarten Ausland fahrzeug handelt.
betrieben wird, und "/m" bedeutet, dass die
Amateurfunkstelle an Bord eines Wasserfahr- BD112 Zu welcher Rufzeichenart gehören Rufzei-
zeugs betrieben wird, das sich auf See oder in chen mit dem Präfix DN1 bis DN8 und zwei
einem Landfahrzeug befindet. bis drei Buchstaben im Suffix?
A Ausbildungsrufzeichen
BD107 In welcher Form muss ein Funkamateur aus B Klubstationsrufzeichen
einem Land, das die CEPT-Empfehlung
C Personengebundene Rufzeichen
T/R 61-01 anwendet, sein Heimatrufzeichen
beim Betrieb einer Amateurfunkstelle in D Rufzeichen für automatisch arbeitende Statio-
Deutschland ergänzen? nen
A Dem Heimatrufzeichen wird DL/ vorangestellt.
BD113 Rufzeichen, die mit DFØ, DKØ oder DLØ
B Dem Heimatrufzeichen wird /DL angehängt.
beginnen, sind zumeist
C Dem Heimatrufzeichen wird DO/ vorangestellt.
A Klubstationsrufzeichen der Klasse A.
D Dem Heimatrufzeichen wird /DO angehängt.
B Ausbildungsrufzeichen der Klasse E.
C Personengebundene Rufzeichen der Klasse A.
BD108 In welcher Form muss ein Funkamateur aus
einem Land, das die ECC-Empfehlung (05)06 D Rufzeichen für automatisch arbeitende Statio-
anwendet, sein Heimatrufzeichen beim Be- nen der Klasse E.
trieb einer Amateurfunkstelle in Deutsch-
land ergänzen? BD114 Zu welcher Rufzeichenart und Klasse gehö-
A Dem Heimatrufzeichen wird DO/ vorangestellt. ren Rufzeichen, die mit DO1 bis DO9 begin-
nen?
B Dem Heimatrufzeichen wird /DO angehängt.
A Personengebundene Rufzeichen der Klasse E
C Dem Heimatrufzeichen wird DL/ vorangestellt.
B Personengebundene Rufzeichen der Klasse A
D Dem Heimatrufzeichen wird /DL angehängt.
C Ausbildungsrufzeichen der Klasse A
BD109 Muss beim Betrieb einer tragbaren oder D Ausbildungsrufzeichen der Klasse E
vorübergehend ortsfest betriebenen Ama-
teurfunkstelle in Deutschland dem Rufzei- BD115 Woraus setzen sich die personengebunde-
chen der Zusatz "/p" hinzugefügt werden? nen Rufzeichen deutscher Funkamateure
A Nein, er kann aber zur weiteren Information zusammen? Sie setzen sich zusammen aus
verwendet werden. A zwei Buchstaben als Präfix, einer Ziffer und 1-3
B Ja, weil für die Überwachungsbehörde erkenn- Buchstaben als Suffix.
bar sein muss, dass die Amateurfunkstelle an B zwei Buchstaben als Präfix, zwei Ziffer und
einem anderen, als dem gemeldeten Standort zwei Buchstaben als Suffix.
betrieben wird. C einem Buchstaben als Präfix, einer Ziffer und
C Ja, weil dies durch die internationalen Regelun- zwei bis drei Buchstaben als Suffix.
gen in der VO Funk so vorgegeben ist. D zwei Buchstaben oder Ziffern und zwei bis drei
D Nein, den Zusatz müssen in Deutschland nur Buchstaben als Suffix.
ausländische Stationen führen.

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2.4.2 Europäische Landeskenner BD206 Welche Länder sind der Reihe nach den
folgenden Landeskennern zugeordnet?
BD201 Wo können Sie nachschlagen, in welchem Die Landeskenner OE, OH, OK, OM, ON, OZ
Land sich eine Amateurfunkstelle mit einem entsprechen den Ländern
Ihnen bislang unbekannten Landeskenner A Österreich, Finnland, Tschechien, Slowakei,
befindet? Belgien, Dänemark.
A In der Landeskennerliste der ITU, Amateur- B Österreich, Belgien, Tschechien, Slowakei,
funkhandbüchern und Rufzeichenlisten Finnland, Dänemark.
B In der Rufzeichenliste der Bundesnetzagentur C Österreich, Finnland, Tschechien, Belgien,
für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post Slowakei, Dänemark.
und Eisenbahnen D Österreich, Slowakei, Tschechien, Finnland,
C In den Empfehlungen der IARU Belgien, Dänemark.
D Im Frequenzbereichszuweisungsplan der Bun-
desrepublik Deutschland BD207 Welche Länder sind der Reihe nach den
folgenden Landeskennern zugeordnet?
BD202 Welche Antwort enthält nur Landeskenner Die Landeskenner LA, LY, LZ, YL entspre-
von Ländern, die an die Bundesrepublik chen den Ländern
Deutschland grenzen? A Norwegen, Litauen, Bulgarien, Lettland.
A F, HB, OZ, SP B Norwegen, Bulgarien, Litauen, Lettland.
B EA, GM, OE, ON C Litauen, Norwegen, Bulgarien, Lettland.
C SM, LA, LZ, HB D Norwegen, Litauen, Lettland, Bulgarien.
D CT, I, LX, OK
BD208 Welche Länder sind der Reihe nach den
BD203 Welche Gruppe gibt die Landeskenner der folgenden Landeskennern zugeordnet?
Länder Rumänien, Bulgarien, Spanien, Nor- Die Landeskenner SM, S5, SP, SV entspre-
wegen, Polen für ihre Amateurfunkstellen chen den Ländern
richtig wieder? A Schweden, Slowenien, Polen, Griechenland.
A YO, LZ, EA, LA, SP B Schweden, Slowakei, Polen, Griechenland.
B YO, LZ, SP, LA, PO C Slowenien, Griechenland, Polen, Schweden.
C YO, BL, EA, LA, SP D Schweden, Slowenien, Griechenland, Polen.
D RO, LA, SP, LZ, SP
BD209 Welche Länder sind der Reihe nach den
BD204 Welche Länder sind der Reihe nach den folgenden Landeskennern zugeordnet?
folgenden Ländern zugeordnet? Die Landeskenner EA, EI, EM, ES entspre-
Die Landeskenner OE, PA, HBØ, YL, LX chen den Ländern
entsprechen den Ländern A Spanien, Irland, Ukraine, Estland.
A Österreich, Niederlande, Liechtenstein, Lett- B Spanien, Ukraine, Irland, Estland.
land, Luxemburg. C Spanien, Irland, Estland, Ukraine.
B Österreich, Niederlande, Schweiz, Lettland, D Spanien, Ukraine, Estland, Irland.
Luxemburg.
C Österreich, Polen, Liechtenstein, Lettland, Lu- BD210 Welche Gruppe gibt die Landeskennern der
xemburg. Länder Portugal, Schweiz, Spanien, Belgien,
D Österreich, Niederlande, Liechtenstein, Luxem- Polen und Irland für ihre Amateurfunkstellen
burg, Lettland. richtig wieder?
A CT, HB9, EA, ON, SP, EI
BD205 Welche Länder (Gebiete) sind der Reihe B PO, HB9, EB, OY, SP, IR
nach den folgenden Landeskennern zuge-
ordnet? C CU, HB0, EA, BE, SP, EI
Die Landeskenner 3A, 4U, 9A, 9H entspre- D CT, CH, EA, ON, PL, EI
chen den Ländern (Gebieten)
A Monaco, Vereinte Nationen, Kroatien, Malta.
B Monaco, Vereinte Nationen, Malta, Kroatien.
2.4.3 Internationale Landeskenner
C Malta, Vereinte Nationen, Kroatien, Monaco.
D Monaco, Kroatien, Vereinte Nationen, Malta. BD301 Welchem Land bzw. welchen Ländern sind
die Landeskenner DA bis DZ zugeordnet?
A Deutschland (DA-DR), Südkorea (DS-DT) und
Philippinen (DU-DZ).
B Ausschließlich Deutschland (DA-DZ)
C Deutschland (DA-DT) und Philippinen (DU-DZ)
D Deutschland (DA-DO), Taiwan (DP-DT) und
Philippinen (DU-DZ)

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BD302 Welche Gruppe gibt Landeskenner der Län- BD308 Welche Länder sind der Reihe nach den
der USA, Syrien, Südafrika, Neuseeland, folgenden Landeskennern zugeordnet?
Argentinien und Chile für ihre Amateurfunk- Die Landeskenner VE, VK, PY, JA, W ent-
stellen richtig wieder? sprechen den Ländern
A W, YK, ZS, ZL, LU, CE A Kanada, Australien, Brasilien, Japan, USA.
B K, YL, ZL, ZS, LU, CE B Kanada, Brasilien, Australien, Japan, USA.
C N, YK, ZL, ZS, AR, CE C USA, Australien, Brasilien, Japan, Kanada.
D W, YK, ZS, ZL, AR, CE D Kanada, Australien, Japan, Brasilien, USA.

BD303 Welche Gruppe gibt Landeskenner der Län- BD309 In welcher Zeile stehen nur Rufzeichen aus
der China, Japan, Kanada, Australien, Mexi- den Vereinigten Staaten von Amerika (U-
ko und USA für ihre Amateurfunkstellen SA)?
richtig wieder? A K2ABC, W3DEF, N4GHI, AB5JKL, KA7MNO,
A BY, JA, VE, VK, XE, K WB7PQR
B BY, JA, VK, VE, MX, W B W3DEF, N4GHI, VE5JKL, KA7MNO, WB7PQR,
C CE, JA, VE, VK, XE, W K2ABC
D CE, JA, VE, VK, MX, N C N4GHI, AB5JKL, KA7MNO, WB7PQR,
US2ABC, W3DEF
BD304 Welche fünf Landeskenner sind einem ein- D AB5JKL, KA7MNO, WB7PQR, K2ABC,
zigen Kontinent zuzuordnen? UA3DEF, N4GHI
A CE, PY, LU, OA, YV
B HV, EA, EP, ZS, 4S
C OH, OA, OZ, SM, UA 2.5 Abwicklung des Amateurfunkverkehrs
D G, F, K, W, JA, SP
2.5.1 Betriebsabwicklung, allgemein
BD305 Welche Landeskenner sind afrikanischen
Ländern zugewiesen? BE101 Wie würden Sie antworten, wenn jemand
A SU, 3V, ZS, 9X, 5H "CQ" ruft?
B EL, LU, VK, VU, ZL A Ich nenne das Rufzeichen der rufenden Station
C ZS, ZL, PY, 3V, 5B einmal, anschließend sage ich einmal: "Hier ist
{eigenes Rufzeichen buchstabieren}, bitte
D ST, VU, XE, OK, 4N
kommen".
B Ich nenne das Rufzeichen der rufenden Station
BD306 Welche Landeskenner sind südamerikani-
mindestens fünfmal und anschließend sage ich
schen Ländern zugewiesen?
mindestens einmal "Hier ist {eigenes Rufzei-
A PY, HC, HK, OA, YV chen}".
B LU, VE, HB, OK, YU C Ich rufe ebenfalls CQ und nenne das Rufzei-
C OA, JA, JT, 4X, SM chen der rufenden Station mindestens dreimal,
D YV, YU, BY, BV, VE anschließend sage ich mindestens fünfmal
"Hier ist {eigenes Rufzeichen buchstabieren}".
BD307 Welche Bedeutung hat das Rufzeichen D Ich nenne mein Rufzeichen und fordere die
VE8ZZ/AM? rufende Station auf, auf einer anderen Fre-
A Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle mit quenz weiter zu rufen {mindestens zweimal}.
einem kanadischen Rufzeichen, die in einem
Luftfahrzeug betrieben wird. BE102 Ein Funkamateur möchte eine verschlüssel-
B Es handelt sich um eine kanadische Amateur- te Nachricht an seinen Funkfreund senden.
funkstelle, die vorübergehend in den Vereinig- In welcher Sprache ist dies statthaft?
ten Staaten von Amerika betrieben wird. A Verschlüsselte Nachrichten sind nicht gestattet.
C Es handelt sich um eine kanadische Amateur- Der Funkverkehr muss in offener Sprache ab-
funkstelle, die in der Betriebsart Amplituden- gewickelt werden.
modulation betrieben wird. B In allen Sprachen
D Es handelt sich um eine automatisch arbeiten- C Nur in Deutsch
de Pactor-Amateurfunkstelle mit angeschlosse- D Nur in den europäischen Sprachen
ner Mailbox in Kanada.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BE103 Auf welche Arten können Sie eine Amateur- BE106 Wie gestalten Sie Ihren allgemeinen Anruf in
funkverbindung zum Beispiel beginnen? Telefonie, wenn Sie eine Verbindung mit
A Durch Benutzen der internationalen Betriebs- einer australischen Amateurfunkstelle su-
abkürzung "CQ", bzw. mit einem allgemeinen chen?
Anruf; mit einem gezielten Anruf an eine be- A CQ Australia this is DL7RBI calling (etwa 3mal
stimmte Station oder mit einer Antwort auf wiederholen) and DL7RBI is listening (internati-
einen allgemeinen Anruf, jeweils mit Nennung onales Buchstabieralphabet beim Rufzeichen
des eigenen Rufzeichens. benutzen).
B Durch wiederholtes Aussenden der internatio- B CQ Australien hier ist DL7RBI (etwa 3mal wie-
nalen Q-Gruppe "QRZ?" mit angehängtem derholen) and DL7RBI is listed (internationales
eigenen Rufzeichen und dem Abhören der Buchstabieralphabet beim Rufzeichen benut-
Frequenz in den Sendepausen. Durch einen zen).
gezielten Anruf an eine bestimmte Station oder C Australia, Australia, Australia (etwa 3mal wie-
mit einer Antwort auf einen an die eigene Stati- derholen) here is DL7RBI listening (internatio-
on gerichteten Anruf. nales Buchstabieralphabet beim Rufzeichen
C Durch mehrmaliges, bei schlechten Ausbrei- benutzen).
tungsbedingungen häufiges Aussenden der D CQ this is DL7RBI Australia calling (etwa 3mal
Abkürzung "CQ", des eigenen Rufzeichens und wiederholen) and DL7RBI is listening to Austra-
der Q-Gruppe "QTH" mit Zwischenhören. lia (internationales Buchstabieralphabet beim
D Durch das Aussenden Ihres Rufzeichens und Rufzeichen benutzen).
des in der IARU festgelegten Auftast-Tones von
1750 Hz, durch den die abhörenden Stationen BE107 Sie hören DH8DAP/p in Morsetelegrafie
Ihren Verbindungswunsch erkennen. rufen: "CQ FD CQ FD de DH8DAP/p". Was
bedeutet das?
BE104 Die deutsche Amateurfunkstelle DC8WV ruft A DH8DAP/p nimmt an einem Fieldday-Kontest
auf dem 80-m-Band oberhalb 3700 kHz in teil und sucht vornehmlich Verbindungen mit
Morsetelegrafie "CQ de DC8WV pse k". Dür- Stationen, die sich ebenfalls an diesem Kontest
fen Sie auf diesen allgemeinen Anruf auch beteiligen.
in der Betriebsart SSB-Telefonie antworten? B DH8DAP/p sucht Verbindungen mit Stationen
A Ja. Es ist allerdings die Regel, zunächst nur in aus französischen Überseegebieten (French
der gleichen Betriebsart zu antworten, in der Departements).
der Anruf der anderen Station erfolgte. C DH8DAP/p sucht Verbindungen mit Stationen
B Nein. Es ist eine nationale Regel, zunächst in aus dem Autokennzeichenbezirk Fulda.
der gleichen Betriebsart zu antworten, in der D DH8DAP/p sucht Verbindungen mit Stationen
der Anruf der anderen Station erfolgte. aus französischen Überseegebieten (French
C Ja, weil die Betriebsfrequenz in einem Fre- Departements), die für den Portabel-Kontest
quenzbereich liegt, in dem auch die Betriebsart gewertet werden können.
Telefonie benutzt werden darf, und weil
DC8WV mit dem angehängten "k" zum Aus- BE108 Sie hören KA2WEU in Morsetelegrafie rufen:
druck bringt, dass er für die Betriebsart bei der "CQ DL CQ DL de KA2WEU pse k". Was
Antwort keine Beschränkung festlegt. beabsichtigt KA2WEU mit diesem Anruf?
D Ja, da oberhalb 3700 kHz keine Morsetelegrafie A KA2WEU sucht eine Verbindung mit einem
angewendet werden darf, und ich DC8WV in Funkamateur aus Deutschland.
Telefonie darauf aufmerksam machen sollte.
B Der amerikanische Funkamateur KA2WEU
sucht Verbindungen mit Funkamateuren, die
BE105 Sollten Sie einen allgemeinen Anruf mit QRZ weit entfernt sind.
beginnen?
C KA2WEU sucht nur Verbindungen mit deut-
A Nein, weil QRZ nach VO Funk nicht die Bedeu- schen Funkamateuren deren Rufzeichenpräfix
tung von CQ hat. DL ist.
B Ja, weil QRZ? bedeutet: Wer möchte angerufen D KA2WEU sucht eine Verbindung mit Stationen,
werden? die an einem deutschen Wettbewerb teilneh-
C Ja, weil QRZ nach VO Funk die gleiche Bedeu- men.
tung wie CQ hat.
D Nein, weil QRZ nur für einen gezielten Anruf BE109 Ihr Rufzeichen sei DH7RW. Sie hören in
benutzt wird. Telefonie unvollständig "... 7 Romeo Whis-
key". Wie reagieren Sie?
A Ich antworte: "Hier ist DH7RW, wurde ich geru-
fen?"
B Ich frage: "Wer hat mich gerufen?"
C Ich frage erneut: "QRZ?"
D Ich antworte: "QRZ, wurde ich gerufen?"

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BE110 Sie hören 4U1ITU in Telefonie rufen: "CQ BE114 Sie haben eine Funkverbindung mit einer
VK/ZL this is 4U1ITU". Sollten Sie 4U1ITU vorher "CQ" rufenden Station beendet. An-
anrufen, wenn Sie gerne ein QSO mit ihm schließend werden Sie von einer anderen
führen würden? Station gerufen. Wie verhalten Sie sich?
A Nein! 4U1ITU sucht eine Verbindung mit Aust- A Nach entsprechender Verständigung mit der
ralien oder Neuseeland. neuen Gegenstation nehme ich die neue Ver-
B Ja! 4U1ITU in Australien/Neuseeland sucht bindung mit ihr auf einer anderen, freien Fre-
eine Verbindung. quenz auf.
C Ja! Aber nur wenn Sie geborener Australier B Ich bleibe auf der Frequenz und tätige ein QSO
oder Neuseeländer sind. mit der neu rufenden Station.
D Nein! 4U1ITU sucht nur Verbindungen mit In- C Ich gehe etwa 1 kHz neben die bisherige Fre-
dien oder Südafrika. quenz und rufe dort die anrufende Station.
D Ich reagiere nicht auf den Anruf, weil die Fre-
BE111 Was bedeutet der im 20-m-Band gesendete quenz der Station gehört, die CQ gerufen hat.
Anruf "CQ CQ CQ DX de HB9AFN"?
A HB9AFN sucht eine Überseeverbindung und BE115 Sie möchten im 20-m-Band einen allgemei-
sollte durch europäische Funkamateure nicht nen Anruf starten. Sie finden eine Frequenz
angerufen werden. die offensichtlich nicht belegt ist. Wie gehen
B HB9AFN sucht eine Verbindung mit dem Aus- Sie vor?
land und sollte durch andere Funkamateure A Ich beobachte die Frequenz und frage dann
nicht angerufen werden. etwa zwei bis dreimal ob die Frequenz besetzt
C HB9AFN sucht eine Verbindung über 500 km ist. Erfolgt keine Antwort, kann ich davon aus-
und sollte durch Funkamateure aus einer gerin- gehen, dass die Frequenz frei ist und dort CQ
geren Entfernung als 500 km nicht angerufen rufen.
werden. B Ich warte und beobachte die Frequenz für eini-
D HB9AFN sucht eine Verbindung mit Stationen ge Sekunden. Höre ich nichts, so kann ich mit
von den Philippinen (Präfix "DX"). meinem CQ-Ruf beginnen.
C Da ich auf der Frequenz kein Signal höre kann
BE112 Was ist beim Morsetelegrafie-Funkverkehr ich mit meinem CQ-Ruf beginnen.
mit einem offensichtlichen Anfänger zu D Ich stimme meinen Sender auf der Frequenz ab
beachten? und starte dann meinen CQ-Ruf.
A Ich passe mich bei der Verkehrsabwicklung
dem Gebetempo des Anfängers an. BE116 Warum erscheint Ihnen auf den höheren
B Ich führe nur eine kurze Verbindung um ihn Frequenzbändern der Kurzwelle eine Fre-
nicht zu sehr zu belasten. quenz als frei, obwohl sie sich anschließend
als besetzt herausstellt?
C Ich gebe alle Zeichen doppelt.
A Die auf dieser Frequenz sendende Station liegt
D Ich wiederhole alle Angaben dreimal mit lang- innerhalb der toten Zone und konnte daher von
samem Gebetempo. mir nicht gehört werden.
B Die auf dieser Frequenz sendenden Stationen
BE113 Eine Station ruft auf VHF/UHF "CQ" mit dem haben eine zu geringe Sendeleistung.
Zusatz "DX". Wann sollten Sie antworten?
C Für die auf dieser Frequenz sendenden Statio-
A Nur bei Stationen, die erkennbar einige hundert nen sind die Ausbreitungsbedingungen zu
Kilometer entfernt sind, ggf., wenn nach mehr- schlecht.
maligen erfolglosen Anrufen niemand antwortet.
D Die auf dieser Frequenz sendende Station
B Nur wenn die Entfernung zwischen beiden wurde durch den Mögel-Dellinger-Effekt kurz-
Stationen höchstens 500 km beträgt und sonst fristig unterbrochen.
niemand auf den Anruf antwortet.
C Nur wenn ich als hörende Station die rufende BE117 Welche Betriebsbedingungen sollten Sie für
Station mit guter Lautstärke empfange. die Teilnahme an einem internationalen KW-
D Nur wenn es sich bei der anrufenden Station Wettbewerb unbedingt einhalten?
um eine außereuropäische Station handelt oder A Ich arbeite nur in den Frequenzbereichen, die
wenn - nach mehrmaligen erfolglosen Anrufen - nach dem internationalen Kurzwellenbandplan
niemand antwortet. und der jeweiligen Kontestauschreibung für
diesen Wettbewerb vorgesehen sind.
B Ich nenne mein Rufzeichen nur in größeren
Abständen, um die QSO-Anzahl hoch zu hal-
ten.
C Ich lese vorher die Ausschreibungsbedingun-
gen in den Fachzeitschriften und notiere mir die
geforderten Angaben.
D Ich überhole meine Antenneneinrichtungen,
stimme die Endstufe sorgfältig ab und optimiere
meine Logbuchtechnik.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BE118 EA3JQ ruft in englischer Sprache CQ. Wie BE204 Was ist gemeint, wenn die Gegenstation
gestalten Sie Ihren Anruf, wenn Sie mit ihm sagt: "split up 14250 to 14280"?
ein QSO führen möchten? A Die seltene Station hört oberhalb ihrer Sende-
A EA3JQ, this is DH8DAP calling you frequenz in dem angegebenen Bereich.
B CQ CQ CQ de DH8DAP for EA3JQ, please go B Die seltene Station kündigt einen Frequenz-
ahead wechsel in den angegebenen Bereich an.
C EA3JQ, es ruft Sie DH8DAP, bitte kommen C Die seltene Station bitte anrufende Stationen in
D QRZ EA3JQ from DH8DAP, over dem angegebenen Bereich CW zu verwenden.
D Die seltene Station nimmt in dem angegebenen
BE119 Mit welcher Tastgeschwindigkeit würden Sie Bereich eine Liste auf.
einen CQ-Ruf in Telegrafie beantworten? Ich
würde BE205 Eine "seltene" Station, die auf 14205 kHz
A mit der gleichen Geschwindigkeit des empfan- "CQ" gerufen hat, sagt am Ende ihres CQ-
genen Signals antworten. Rufes "tuning 290-300 up". Was tun Sie,
B mit meiner gewohnten Geschwindigkeit antwor- wenn Sie diese Station anrufen wollen?
ten. A Ich muss zwischen 14290 und 14300 kHz ru-
C mit einer solch hohen Geschwindigkeit antwor- fen.
ten, wie ich sie auch aufnehmen könnte. B Ich sende auf 14205 kHz und höre auf 14290
D die Geschwindigkeit der eingestellten automati- kHz.
schen Morsetaste nicht ändern, sondern immer C Die Funkstelle stimmt auf 14290 kHz ab.
mit dieser Geschwindigkeit antworten. D Ich muss auf 14290 kHz oder darüber hören.

BE206 Eine Station gibt am Ende ihres CQ-Rufes "5


up". Was bedeutet diese Angabe und was ist
2.5.2 Betriebsabwicklung, speziell zu beachten?
A Die rufende Station hört 5 kHz oberhalb ihrer
BE201 Was verstehen Sie unter dem Begriff "DX- eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei
Pedition"? Es ist meinem Anruf 5 kHz höher senden.
A eine Amateurfunkexpedition zu Ländern oder B Die rufende Station hört 5 Minuten später auf
Inseln, die selten im Amateurfunk zu hören ihrer eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei
sind. meinem Anruf 5 Minuten später senden und
B eine weltweite Aktivitätswoche. vorher prüfen, ob die Frequenz frei ist.
C ein internationaler Funkwettbewerb. C Die rufende Station sendet 5 kHz oberhalb ihrer
D eine Zusammenstellung aller noch von Funk- eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei
amateuren begehrten Länder. meinem Anruf 5 kHz höher empfangen und
vorher prüfen, ob die Frequenz frei ist.
BE202 Was ist mit dem Begriff "pile up" gemeint? D Die rufende Station behandelt meinen Anruf an
Man meint damit das gleichzeitige 5ter Stelle. Ich muss also bei meinem Anruf 5
A Anrufen einer selten zu hörenden Station durch andere Funkverbindungen abwarten.
viele Amateurfunkstellen.
B Senden einer Station auf mehreren Amateur- BE207 Eine seltene Station ruft in SSB "only num-
funkfrequenzen in einem Kontest. ber 3, only suffix". Was ist damit gemeint?
C Senden einer Station mit mehreren Antennen A Die Station möchte nur Anrufe von Stationen
bei einem Kontest. mit der Ziffer "3" im Rufzeichen und bittet, nur
mit den Buchstaben des Suffixes zu rufen.
D Hören einer Station mit mehreren Empfängern
bei einem Kontest. B Die Station möchte jeweils drei rufende Statio-
nen in eine Liste aufnehmen.
BE203 Was verstehen Sie bei einer seltenen Station C Die Station möchte nur Stationen mit dreistelli-
unter der Aufforderung zu "Listenbetrieb"? gem Suffix aufrufen.
A Eine gut hörbare andere Station nimmt anru- D Die Station möchte, dass anrufende Stationen
fenden Stationen in eine Liste und ruft später dreimal nur ihr Suffix durchgeben.
diese Stationen zur Aufnahme einer Funkver-
bindung mit der seltenen Station auf.
B Eine gut hörbare andere Station schickt per
Internet Listen anrufender Stationen an die
seltene Station.
C Die seltene Station ruft Stationen nach einer
Liste der Landeskenner alphabetisch auf.
D Die seltene Station oder ihr QSL-Manager
veröffentlicht eine Liste der gearbeiteten Statio-
nen in den Amateurfunkzeitschriften.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 21
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BE208 Was versteht man unter "Split-Verkehr"? BE211 Was meint ein Funkamateur damit, wenn er
A Senden und Empfangen erfolgt nicht wie sonst angibt, dass auf dem 2-m-Band „Sporadic-E-
üblich auf der gleichen Frequenz, sondern auf Bedingungen“ herrschen? Er meint damit,
verschiedenen Frequenzen des gleichen Ama- dass derzeit
teurfunkbandes. A Stationen aus Entfernungen von 1000 bis 2000
B Zwei Relaisfunkstellen, die sich im gleichen km zu hören sind, die über Reflexionen an der
Versorgungsgebiet die gleiche Frequenz zeit- sporadischen E-Schicht empfangen werden.
lich teilen müssen. B außereuropäische Stationen zu hören sind, die
C Wegen örtlicher Funkstörprobleme benutzen über Reflexionen an der sporadischen E-
beide Funkamateure bei ihrer Funkverbindung Schicht empfangen werden.
unterschiedliche Betriebsarten, z. B. Morsen C außereuropäische Stationen zu hören sind, die
und Sprechfunk. über Reflexion an Ionisationserscheinungen
D Senden und Empfangen erfolgt in zwei unter- des Polarkreises empfangen werden.
schiedlichen Amateurfunkgeräten. D Stationen aus Entfernungen von 1000 bis 2000
km zu hören sind, die über Reflexion an Ionisa-
BE209 Was bedeutet die Aussage, dass ein Funk- tionserscheinungen des Polarkreises empfan-
amateur in Deutschland mit "VK" auf dem gen werden.
"langen Weg" gearbeitet hat?
A Die Verbindung mit Australien ist wegen der BE212 Woran können Sie als Funkamateur eine
Ausbreitungsbedingungen auf dem indirekten Aurora-Verbindung erkennen?
und somit längeren Weg über Südamerika A Die Verbindung kann durch Reflexion von
hinweg zustande gekommen. Funkwellen an polaren Nordlichtern zustande
B Die Verbindung mit Australien ist wegen der gekommen sein, wenn die empfangenen Signa-
Ausbreitungsbedingungen auf langem direktem le sehr rau (verrauscht und verbrummt) sind
Weg über Südamerika hinweg zustande ge- und die Antennenrichtung meist nicht mit der
kommen. direkten Richtung zur Gegenstation überein-
C Die Verbindung mit Südamerika ist wegen der stimmt.
Ausbreitungsbedingungen auf dem indirekten B Die Verbindung kann durch Beugung von
und somit längeren Weg über Australien hin- Funkwellen an Lichtquellen der Polarregion
weg, zustande gekommen. zustande gekommen sein, wenn die empfange-
D Der Verbindungsweg mit Australien ist wegen nen Signale stark sind und die Antennenrich-
der schlechten Ausbreitungsbedingungen erst tung mit der indirekten Richtung zur Gegensta-
nach langer Wartezeit zustande gekommen. tion übereinstimmt.
C Die Verbindung kann durch Verstärkung am
BE210 Was meint ein Funkamateur damit, wenn er verbrummten Nordlicht mittels Ultrakurzwellen
angibt, dass er auf dem 2-m-Band eine Au- zustande gekommen sein und die Antennen-
rora-Verbindung mit Schottland gehabt hat? richtung nicht mit der der Gegenstation über-
A Die Verbindung ist durch Reflexion von Ultra- einstimmen.
kurzwellen an polaren Nordlichtern zustande D Die Verbindung kann durch Reflexion von ver-
gekommen (Reflexion an polaren Ionisationser- brummten Ultrakurzwellen am Polarkreis zu-
scheinungen). stande gekommen sein, wenn gute Ausbrei-
B Die Verbindung ist durch Beugung von Ultra- tungsbedingungen bestehen und die Antenne
kurzwellen an Lichtquellen der Polarregion nur indirekt mit der Gegenstation überein-
zustande gekommen (Beugung an ionisierten stimmt.
Polarschichten).
C Die Verbindung ist durch Verstärkung der pola- BE213 Wie erkennt ein Funkamateur in der Regel,
ren Nordlichter mittels Ultrakurzwellen zustande dass er mit "PY" auf dem "indirekten" und
gekommen (Reflexion von ionisiertem Polar- somit längeren Weg gearbeitet hat?
licht). A Aus der Stellung seiner Richtantenne erkennt
D Die Verbindung ist durch Reflexion von ver- er, dass diese der Richtung des kürzesten
brummten Ultrakurzwellen am Polarkreis zu- Weges nach Brasilien um 180° entgegenge-
stande gekommen (Reflexion an Ionisationser- setzt ist. Das heißt, er hat "PY" auf dem "langen
scheinungen des Polarkreises). Weg" gearbeitet.
B Durch die verhallte Tonlage der Verbindung
erkennt er, dass diese in zwei Richtungen nach
Brasilien stattgefunden hat. Das heißt, er hat
"PY" nicht nur direkt sondern auf einem "länge-
ren Weg" gearbeitet.
C Aus der Stellung seiner Richtantenne erkennt
er, dass diese in Richtung des längeren Weges
nach Brasilien eingesetzt ist. Das heißt, er hat
"PY" auf dem "direkten Weg" gearbeitet.
D Durch die verhallte Tonlage der Verbindung
nach Brasilien, Ausbreitung der Funkwellen
über zwei entgegengesetzte Wege.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BE214 Was versteht man unter dem von Funkama- BE302 Welche Betriebsarten sind für QRP-DX-
teuren benutzten „Locator“ (Standortken- Betrieb auf Kurzwelle am besten geeignet?
ner)? A CW, Digimodes
A Er ist eine international anerkannte Einteilung B RTTY, Hellschreiben
der Erdoberfläche nach Längen- und Breiten- C ATV, SSTV
graden in Groß- und Kleinfelder, die mit Buch-
staben und Zahlen bezeichnet wird. D FM, SSB
B Es ist der Standort einer Amateurfunkstelle, so
wie er der zuständigen Behörde mitgeteilt wer- BE303 Wie teilen Sie Ihrem Funkpartner in der Be-
den muss. triebsart SSTV seinen „Rapport“ mit?
C Es ist die genaue Angabe der Standortdaten in A Ich schreibe den Rapport direkt in das zu über-
Stunden, Minuten und Sekunden geographi- tragende Bild.
scher Länge und Breite. B Ich teile ihm den Rapport später auf der QSL-
D Es ist die genaue Geografie des Standorts Karte mit.
einer Amateurfunkstelle in fein eingeteilten C Ich sende den Rapport nach der Bildübertra-
Koordinaten von Länge oder Breite der Funk- gung in CW.
stelle in Grad, Minuten und Sekunden. D Ich teile ihm den Rapport während der Bildüber-
tragung in SSB mit.
BE215 Was verstehen Funkamateure unter einer
"Fuchsjagd" (ARDF = Amateur Radio Direc- BE304 Was ist mit dem Begriff "monitoring" in
tion Finding)? Packet Radio (PR) gemeint?
A Es ist ein Funkpeilwettbewerb, wobei mit Hilfe A Eine Empfangsstation zeigt alle Nachrichten auf
von tragbaren Peilempfängern versteckte einer PR-Frequenz an.
Kleinsender im KW- oder UKW-Bereich, die nur B Die Bandwacht beobachtet den Datenaus-
kurzzeitig senden, aufzufinden sind. tausch auf einer PR-Frequenz.
B Es ist ein Funkpeilwettbewerb, wobei versucht C Die Bundesnetzagentur zeichnet den Daten-
wird, in einer vorgegebenen Zeit von meistens austausch auf einer PR-Frequenz auf.
24 Stunden, auf einem Amateurfunkband mit D Eine Empfangsstation zeigt nur fehlerhafte
möglichst vielen Ländern aus verschiedenen Pakete von Nachrichten auf einer PR-Frequenz
Richtungen Funkverbindungen herzustellen. an.
C Bei einer Fuchsjagd versuchen kleine Mann-
schaften von zwei oder drei Funkamateuren BE305 Wozu dient ein "Auto-Router" im Packet-
von verschiedenen Standorten aus durch Radio-Betrieb?
Kreuzpeilungen versteckte Peilsender aufzufin-
A Eine Einrichtung, die es ermöglicht automatisch
den. Dabei übermitteln sich die Funkamateure
ein Zielrufzeichen zu erreichen.
die Peilergebnisse gegenseitig per Funk.
B Automatische Streckenplanung vom Urlaubsort
D Es ist ein Funkpeilwettbewerb, der von Funk-
zum Heimat-Digipeater.
amateuren ausschließlich für SWL (short wave
listener) veranstaltet wird. Da diese Höramateu- C Automatische Streckenführung einer mobilen
re noch keine eigenen Sender betreiben dürfen, PR-Station zum Digipeater.
ist die Aufgabe, so schnell wie möglich ver- D Automatische Rubrikzuweisung von in Mailbo-
steckte Kleinsender mit Hilfe von tragbaren xen eingehenden Nachrichten.
Peilempfängern aufzufinden.
BE306 Was versteht man unter "Forwarding" im
BE216 Was versteht man im Amateurfunk unter Packet-Radio-Betrieb?
„Ham-Spirit"? A Automatisches Weiterleiten von Nachrichten an
A Den Ehrenkodex der Funkamateure andere Mailboxen
B Eine Amateurfunkvereinigung B Das Übersenden von QSL-Karten
C Eine Klubzeitschrift der Funkamateure C Bevorzugtes Weiterleiten der eigenen Nachrich-
D Ein bekanntes amerikanisches Amateurfunkdip- ten
lom D Bevorzugtes Weiterleiten von Nachrichten in
englischer Sprache

BE307 Warum soll das "TX-Delay" beim Packet-


2.5.3 Betriebsabwicklung bei besonderen Betriebsar- Radio-Betrieb so kurz wie möglich einge-
ten stellt sein?
A Um die Frequenz möglichst ökonomisch zu
BE301 Welche Betriebsarten sind für QRP-DX- nutzen
Betrieb auf Kurzwelle am besten geeignet? B TX-Delay dient zur Bevorzugung von Sendern
A CW, Pactor, PSK31. mit kurzer Umschaltzeit
B RTTY, SSB, CW. C Zur Verlängerung der Akku-Lebensdauer von
C Pactor, RTTY, SSB. batteriebetriebenen Geräten
D SSTV, PSK31, AM. D Um die Dauer eines QSO zu verkürzen

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BE308 Was versteht man unter APRS im Amateur- BE402 Wie wird eine Funkverbindung beurteilt,
funk? wenn über eine F3E-Relaisfunkstelle gear-
A Es ist ein automatisches Positionsmeldesys- beitet wird?
tem. A Es wird nur die Lesbarkeit R beurteilt, weil sich
B Es bedeutet eine automatische Adressierung die Signalstärke S auf die Relaisfunkstelle
bei Packet Radio. bezieht.
C Es dient zur automatischen Verbindung mit B Es werden die Lesbarkeit R und die Signalstär-
dem Zielrufzeichen. ke S beurteilt, weil das zu einem vollständigen
D Es dient zur automatischen Streckenführung Rapport dazugehört.
einer mobilen PR-Station. C Es werden die Lesbarkeit R und die Signalstär-
ke S vermindert um eine S-Stufe beurteilt, weil
BE309 Was sind "Linkstrecken" und wozu dienen die Relaisfunkstelle meist eine höhere Leistung
sie? als die anderen Stationen haben.
A Es sind fest eingerichtete Funkverbindungen zur D Es werden nur verbale Aussagen gemacht, da
Vernetzung von Relaisfunkstellen oder Digipea- die exakte Einschätzung bei Betrieb über eine
tern. Relaisfunkstelle nicht möglich ist.
B Es sind Einrichtungen bei Relaisfunkstellen
oder Digipeatern, die eine Verbindungsherstel- BE403 Geben Sie die richtige Weiterführung an:
lung über das Telefonnetz erlauben. Eine Amateurfunkbake ist eine Amateur-
funkstelle
C Es sind Verbindungen zwischen Netzwerken
mit unterschiedlichen Protokollen, z.B. zwi- A bei der mit besonderer Zulassung auf einer
schen Packet-Radio-Netz und Pactor. festen Frequenz an einem festgelegten Stand-
ort ein Amateurfunksender betrieben wird.
D Es sind Digipeater-Einstiege auf einem zweiten
Empfangskanal. B die mit einer entsprechenden Sonderzulassung
der zuständigen Behörde an mehreren Standor-
ten auf verschiedenen Frequenzen betrieben
BE310 Was ist Simplexbetrieb? werden kann.
A Senden bzw. Empfangen auf der gleichen Fre- C die auf einer festen Frequenz arbeitet. Der
quenz Standort der Funkanlage kann je nach Notwen-
B Senden bzw. Empfangen über kurze Entfer- digkeit verändert werden.
nung D die mit geringer Sendeleistung auf einer festen
C Senden bzw. Empfangen mit unterschiedlichen Frequenz nur in den Nachtstunden zur Feststel-
Sende- und Empfangsfrequenzen lung der Bandbelegung betrieben wird.
D Senden bzw. Empfangen mit minimaler Sender-
leistung BE404 Warum sollten bei Relaisfunkbetrieb die
Durchgänge möglichst kurz gehalten wer-
den?
A Damit es besonders Mobilstationen leichter
2.5.4 Relaisfunkstellen, Transponder, Satelliten, möglich ist, die Relaisfunkstelle zu nutzen
Baken
B Um zeitweilig Simplex-Verkehr zu ermöglichen
BE401 Was ist damit gemeint, wenn man sagt, die C Nach der Amateurfunkverordnung darf ein
Relaisfunkstelle hat eine Eingabe- und eine Durchgang höchstens 60 Sekunden betragen.
Ausgabefrequenz? Die Relaisfunkstelle D Die Sprachspeicher einer Relaisfunkstelle ha-
A empfängt auf der Eingabefrequenz und sendet ben eine zeitlich begrenzte Kapazität.
auf einer Ausgabefrequenz.
B stellt bei starker Belegung der Eingabefrequenz BE405 Bei deutschen 2-m-Relaisfunkstellen liegt
eine zusätzliche Ausgabefrequenz zur Verfü- die Ausgabefrequenz üblicherweise
gung. A 600 kHz höher als die Eingabefrequenz.
C benutzt eine Eingabefrequenz zur Umsetzung B 600 kHz niedriger als die Eingabefrequenz.
des empfangenen Signals; und die Ausgabe- C 1,6 MHz höher als die Eingabefrequenz.
frequenz zur Fernsteuerung. D 1,6 MHz niedriger als die Eingabefrequenz.
D muss auf der Ausgabefrequenz mit einem Ton-
ruf geöffnet werden, bevor es auf der Eingabe- BE406 Bei deutschen 70-cm-Relaisfunkstellen liegt
frequenz in Betrieb gehen kann. die Ausgabefrequenz üblicherweise
A 7,6 MHz höher als die Eingabefrequenz.
B 600 kHz niedriger als die Eingabefrequenz.
C 600 kHz höher als die Eingabefrequenz.
D 7,6 MHz niedriger als die Eingabefrequenz.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Betriebliche Kenntnisse“ der Klassen A und E

BE407 Was versteht man unter dem Transponder BE410 Welche Gruppe enthält die richtig darge-
eines "OSCAR" und wie arbeitet er? stellte Bedeutung der nachfolgend genann-
A Einen Umsetzer an Bord eines Amateurfunksa- ten Begriffe in der richtigen Reihenfolge?
telliten, der die aufgenommenen Signale in 1) Repeater, 2) Digipeater, 3) Mailbox
einen anderen Frequenzbereich umsetzt und A 1) Fernbediente Amateurfunkstelle, die an
wieder zur Erde sendet. einem festen Standort unbesetzt betrieben
B Es handelt sich um einen mit einer fernbedien- wird (Relaisfunkstelle)
ten Amateurfunkstelle bestückten Stratosphä- 2) Relaisfunkstelle für Packet Radio
renballon, der empfangene Signale aufbereitet
3) Datenbank mit allgemeinen Zugriff zum
zur Erde zurücksendet.
Einspeichern und Auslesen von Informatio-
C Dies ist ein Umsetzer an Bord eines Amateur- nen
funksatelliten, der die vom Satelliten aufge-
nommenen Wetterbilder und weitere Tele- B 1) Automatisch arbeitende Amateurfunkstelle,
metriedaten automatisch zur Erde sendet. die an einem festen Standort unbesetzt be-
D Dies ist ein Bakensender an Bord eines Ama- trieben wird
teurfunksatelliten, der zur Beobachtung der 2) Digitale Multimedia Funkbake
Ausbreitungsbedingungen im VHF-, UHF- und 3) Datenbank mit allgemeinen Zugriff zum
SHF-Bereich dient. Einspeichern und Auslesen von Informatio-
nen
BE408 Was versteht man unter einem "Transpon- C 1) Fernbediente Amateurfunkstelle, die an
derfahrplan"? einem festen Standort unbesetzt betrieben
A Der Transponderfahrplan eines Satelliten gibt wird
an, wann und über welchen Transponder Funk- 2) Relaisfunkstelle für digitales Amateurfunk-
betrieb abgewickelt werden kann. fernsehen
B Der Transponderfahrplan eines Satelliten gibt 3) Einrichtung zur automatischen Antennen-
an, zu welchen Zeiten dieser hörbar ist und anpassung bei Relaisfunkstellen und Funk-
Funkbetrieb abgewickelt werden muss. baken
C Der Transponderfahrplan eines Satelliten gibt
D 1) Automatisch arbeitende Amateurfunkstelle,
an, wann die Transponder untereinander den
die an einem festen Standort unbesetzt be-
Funkbetrieb abwickeln können. Es sind Batte-
trieben wird (Relaisfunkstelle)
rieabschaltzeiten zur Aufladung erforderlich.
2) Relaisfunkstelle für digitales Amateurfunk-
D Die Transponderfahrpläne der Satelliten geben
fernsehen
an, bei welchen Satellitenbahnen und zu wel-
chen Zeiten Satellitenbetrieb zulässig ist. 3) Einrichtung zur automatischen Antennen-
anpassung bei Relaisfunkstellen und Funk-
baken
BE409 Weshalb sind die Frequenzen 14099-14101,
18109-18111, 21149-21151, 24929-24931 und
28190-28225 kHz freizuhalten? BE411 Die Begriffe 1) OSCAR, 2) Uplink,
3) Downlink, 4) Azimut/Elevation
A Diese Frequenzen sind nach der IARU-
bedeuten in der angegebenen Reihenfolge:
Empfehlung für das Internationale Bakenprojekt
(IBP) vorgesehen und sind für die Beobachtung A 1) Umlaufender Satellit, der Amateurfunktech-
der Ausbreitungsbedingungen anhand von nik beinhaltet
Bakensignalen freizuhalten. 2) Senderichtung von der Erde zum Satelliten
B Diese Frequenzbereiche sind nach der IARU- 3) Senderichtung vom Satelliten zur Erde
Empfehlung für Packet Radio vorgesehen und 4) Horizontale / vertikale Winkelangaben
sollen für die Beobachtung dieser Sendungen
freigehalten werden. B 1) Umlaufender Satellit, der Amateurfunktech-
nik beinhaltet
C Diese Frequenzen sind nach der IARU-
Empfehlung besonders für DX-Verkehr vorge- 2) Senderichtung vom Satelliten zur Erde
sehen und sollen möglichst für Funkverkehr bei 3) Senderichtung von der Erde zum Satelliten
"DX-Expeditionen" genutzt werden. 4) Horizontale / vertikale Entfernungsangaben
D Diese Frequenzbereiche sind nach Empfehlung C 1) Ortsfester Satellit der Amateurfunktechnik
der Radio Regulations (VO Funk) für besondere beinhaltet
Amateurfunk-Zeitzeichen- und Normalfre-
2) Senderichtung vom Satelliten zur Erde
quenzaussendungen vorgesehen und sollen
möglichst freigehalten werden. 3) Senderichtung von der Erde zum Satelliten
4) Horizontale / vertikale Winkelangaben
D 1) Ortsfester Satellit, der Amateurfunktechnik
beinhaltet
2) Senderichtung von der Erde zum Satelliten
3) Senderichtung vom Satelliten zur Erde
4) Horizontale / vertikale Längenangaben zur
Berechnung der Laufzeiten

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2.6 Notfunkverkehr und Nachrichtenverkehr bei BF105 Sie haben am 16. August (Ortsdatum) um
Naturkatastrophen 20:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit
(MESZ) von 9J2NG eine Notfunkmeldung
BF101 Das 80-m-Amateurfunkband ist unter ande- aufgenommen und an eine Hilfeleistungsor-
rem dem Amateurfunkdienst und dem See- ganisation per Telefon weitergemeldet. Die
funkdienst auf primärer Basis zugewiesen. Amateurfunkstelle 9J2NG hat Sie gebeten,
Unter welchen Umständen dürfen Sie in um 23:00 Uhr UTC erneut mit ihr in Verbin-
einer Amateurfunkverbindung fortfahren, dung zu treten. Welcher Zeitpunkt ist dies in
wenn Sie erst nach Betriebsaufnahme be- Deutschland?
merken, dass Ihre benutzte Frequenz auch A 01:00 MESZ am 17. August (Ortsdatum)
von einer Küstenfunkstelle benutzt wird? B 21:00 MESZ am 16. August (Ortsdatum)
A Sie dürfen die Frequenz unter keinen Umstän- C 22:00 MESZ am 16. August (Ortsdatum)
den weiterbenutzen (außer im echten Notfall),
da der Küstenfunkstelle eine feste Frequenz D 00:00 MESZ am 18. August (Ortsdatum)
zugeteilt ist, die sie nicht verändern kann.
B Sie dürfen die Frequenz weiter benutzen, wenn BF106 Sie haben auf einer Amateurfunkfrequenz
aus der dauernd wiederholten, automatisch eine Notmeldung von einem Schiff in Seenot
ablaufenden Morseaussendung klar hervorgeht, empfangen. Wie verhalten Sie sich?
dass die Küstenfunkstelle keinen zweiseitigen A Ich beobachte die Frequenz und achte darauf,
Funkverkehr abwickelt, sondern offenbar nur ob die Notmeldung von einer Rettungsorganisa-
die Frequenz belegt. tion bestätigt wird. Wenn dies innerhalb einer
C Sie dürfen die Frequenz weiter benutzen, wenn kurzen Zeit nicht geschieht, rufe ich die Station
der Standort Ihrer Amateurfunkstelle mehr als an und biete meine Hilfe an.
200 km von einer Meeresküste entfernt ist, und B Ich rufe die Station sofort an und biete meine
Sie weniger als 100 Watt Sendeleistung an- Hilfe an.
wenden. C Da es sich nicht um Amateurfunkverkehr han-
D Sie dürfen die begonnene Funkverbindung mit delt verlasse ich die Frequenz.
Ihrer Gegenfunkstelle solange fortführen, bis D Ich wiederhole umgehend die Notmeldung auf
Sie von der Küstenfunkstelle zum Frequenz- der gleichen Frequenz.
wechsel aufgefordert werden.
BF107 Sie empfangen einen Notruf einer havarier-
BF102 Wie heißt das internationale Notzeichen im ten privaten Segelyacht auf 14320 kHz. Wie
Sprechfunk? verhalten Sie sich?
A Mayday A Ich nehme Kontakt mit der Segelyacht auf, um
B Securité die Position zu erfahren. Danach informiere ich
C Distresse die Polizei und bitte um Weitergabe der Infor-
mation an die zuständigen Rettungs-
D Prudence organisationen.
B Ich nehme Kontakt mit anderen Amateurfunk-
BF103 Welche Notzeichen werden in der Telefonie stationen auf, um gemeinsam eine Rettung zu
verwendet? organisieren.
A Mayday C Ich beobachte die Frequenz weiter, um festzu-
B XXX, TTT stellen ob sich Stationen melden, die sich näher
C Distresse am Standort des Havaristen befinden.
D DDD, SOS D Ich nehme Kontakt mit der Segelyacht auf, um
die Position zu erfahren. Danach verständige
BF104 Dürfen Sie im Notfall eines der Notzeichen ich die örtliche Presse und das Lokalradio und
SOS oder Mayday gebrauchen? bitte um Mithilfe.
A Nein, niemals
B Unter Umständen schon, wenn ich beispiels-
weise ein Schiff untergehen sehe
C Ja, aber nicht auf der internationalen Notruffre-
quenz
D SOS nicht, aber Mayday im Notfall

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BF108 Sie haben auf der Ausgabefrequenz einer BG103 Was verstehen Funkamateure unter einem
Relaisfunkstelle eine Notmeldung von einem Logbuch (logbook)?
Fahrzeug empfangen. Wie verhalten Sie A Es ist das Stationstagebuch, das ein Funkama-
sich? teur freiwillig führt oder in besonderen Fällen
A Ich versuche Kontakt mit der Funkstelle aufzu- führen muss.
nehmen, um den Standort zu erfahren. Danach B Es ist das Stationstagebuch, das jeder Funk-
informiere ich die Polizei und bitte um Weiter- amateur führen muss.
gabe der Information an die zuständigen Ret- C Es ist die Dokumentation aller Geräte und An-
tungsorganisationen. tennen des Funkamateurs.
B Ich versuche Kontakt mit der Funkstelle aufzu- D Es ist die Dokumentation über die Einhaltung
nehmen, um den Standort zu erfahren. Danach der Sicherheitsabstände bezüglich des Perso-
informiere ich den ADAC oder biete eigene nenschutzes.
Abschlepphilfe an.
C Ich versuche Kontakt mit der Polizei aufzuneh- BG104 In welchen Fällen muss ein Stationstage-
men, um den Standort zu erfahren. Danach buch geführt werden?
informiere ich die Funkstelle und beruhige den Es muss geführt werden
Betreiber.
A auf Anordnung der zuständigen Behörde.
D Ich wiederhole umgehend die Notmeldung auf
der Relaiseingabefrequenz. B wenn die zulässigen Grenzwerte zum Perso-
nenschutz überschritten werden.
BF109 In den Bandplan-Empfehlungen der IARU C wenn die effektive isotrope Strahlungsleistung
sind so genannte Aktivitätszentren für den (EIRP) mehr als 10 Watt beträgt.
Notfunkverkehr innerhalb der IARU- D in den ersten zwei Jahren nach der Zulassung
Region 1 eingerichtet worden. Bei welchen am Amateurfunkdienst.
Frequenzen liegen diese Zentren?
A 3760 und 7060 kHz BG105 Welche Uhrzeit tragen Sie in die QSL-Karte
B 3600 und 7050 kHz an die Funkstation DH4KYL ein, mit der Sie
um 15:30 MEZ ein QSO hatten?
C 3700 und 7080 kHz
A 14:30 UTC
D 3500 und 7000 kHz
B 13:30 UTC
BF110 Nach den Empfehlungen der International C 17:30 UTC
Amateur Radio Union gibt es bei 14300, D 16:30 UTC
18160 und 21360 kHz so genannte Aktivi-
tätszentren für Notfunkverkehr. Was ist das BG106 Was wird im Amateurfunk unter "SASE"
besondere an diesen Frequenzen? verstanden?
A Sie dürfen weltweit für den Notfunkverkehr im A Freigemachter und mit eigener Adresse verse-
Amateurfunk benutzt werden. hener Umschlag
B Sie dürfen nur für den Notfunkverkehr innerhalb B Internationaler Antwortschein
der eigenen Landesgrenze benutzt werden. C Adressierter Umschlag
C Sie dürfen nur für den Notfunk innerhalb der D Internationale Postwertzeichen
IARU-Region 1 verwendet werden.
D Sie haben keine besondere Bedeutung. BG107 Was wird im Amateurfunk unter "IRC" ver-
standen? IRC ist
A ein internationaler Antwortschein.
B die internationale Radio Konferenz.
2.7 Stationstagebuch, QSL-Karte
C ein adressierter Freiumschlag.
BG101 Welche Uhrzeit tragen Sie in die QSL Karte D ein freigemachter und mit eigener Adresse
an XE2AS ein, mit dem Sie um 13:30 MESZ versehener Umschlag.
eine Funkverbindung hatten?
A 11:30 UTC BG108 Was ist bei der Erstellung eines "Computer-
Logbuchs" bei angeordneter Logbuchfüh-
B 13:30 UTC
rung zu beachten?
C 12:30 UTC
A Die Daten müssen, wie auch beim Papierlog-
D 14:30 UTC buch, über eine bestimmte Zeit einsehbar sein.
B Es dürfen ausschließlich IBM-Kompatible PCs
BG102 Was sollten sie bei der Eintragung der Uhr- verwendet werden.
zeit in das Funktagebuch beachten?
C Es muss zusätzlich ein herkömmliches Papier-
A Sie sollte in UTC eingetragen werden. logbuch geführt werden.
B Sie sollte in meiner aktuellen Ortszeit eingetra- D Es muss jederzeit ein Ausdruck des Logbuches
gen werden. vorhanden sein.
C Sie sollte in der Ortszeit der Gegenstation ein-
getragen werden.
D Sie sollte in MEZ erfolgen.

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BG109 Was ist bei angeordneter Logbuchführung BG112 HZ1AB sagte Ihnen "QSL via K8PYD". Was
bei einem Wechsel der "Logbuchsoftware" würden Sie tun, um die QSL-Karte von
zu berücksichtigen? HZ1AB zu erhalten?
A Die alte Software muss verfügbar bleiben, um A Ich sende meine QSL-Karte an K8PYD, weil
die Betriebsdaten bei eventuellen späteren dieser der QSL-Manager von HZ1AB ist.
Überprüfungen einsehen zu können. B Ich muss meine QSL-Karte an HZ1AB senden,
B Es sollte auf eine Software für ein 32-Bit- weil K8PYD der QSO-Partner war.
System gewechselt werden. C Ich schaue im Callbook nach der Adresse von
C Die alte Software muss auf jeden Fall gelöscht HZ1AB und schicke ihm die Karte direkt.
werden, um Kollisionen bei den Datenformaten D Ich warte, bis HZ1AB die Karte an K8PYD
zu vermeiden. geschickt hat.
D Es sollte ein Logbuchprogramm mit Druckfunk-
tion verwendet werden, um zu vermeiden, dass BG113 Was können Sie tun, wenn Sie von einer
weiterhin ein herkömmliches Papierlogbuch seltenen DX-Station möglichst schnell eine
geführt werden muss. QSL-Karte erhalten möchten?
A Ich kann meine QSL-Karte mit Luftpost an den
BG110 Welches ist der Sinn der QSL-Karte und Empfänger schicken und einen Antwortbriefum-
wozu kann sie dienen? schlag (SAE) und IRCs beilegen.
A Die QSL-Karte ist die schriftliche Bestätigung B Ich kann die QSL-Karte an die QSL-Vermittlung
einer Amateurfunkverbindung. Sie dient zur Be- meines Verbandes direkt senden.
stätigung der Angaben, die im QSO gemacht C Ich sende die QSL-Karte mit Luftpost an die
wurden. Ihr weiterer Wert liegt in der Verwen- QSL-Vermittlung des Verbandes der DX-Station
dung als Beleg bei der Beantragung von Ama- und einen Antwortbriefumschlag (SAE) und
teurfunk-Diplomen IRCs beilegen.
B Die QSL-Karte ist eine Ansichtskarte, die die D Ich sende meine QSL-Karte mit Luftpost an den
Station des Funkamateurs zeigt. Sie dient als Empfänger, darf aber keine IRCs beilegen.
Werbung für die Gerätehersteller.
C Die QSL-Karte ist eine Einladung zum Besuch BG114 Was sollten Sie bei der Eintragung von Uhr-
eines Funkamateurs. Sie dient dem näheren zeiten in Stationstagebuch und QSL-Karten
Kennenlernen der Funkamateure untereinan- beachten?
der.
A Sie sollten in UTC eingetragen werden, damit
D Die QSL-Karte ist eine Reservierungsbestäti- der Funkpartner im Ausland das QSO in sei-
gung in einer Amateurfunkrunde. Sie sichert nem Logbuch leichter finden kann.
dem Funkamateur die Teilnahme an der Run-
de. B Sie sollten immer in der eigenen Ortszeit erfol-
gen, da jeder Funkamateur die Zeiten passend
umrechnen kann.
BG111 Welche Angaben sollten QSL-Karten min-
destens enthalten? C Sie sollten in der Ortszeit des Funkpartners
eingetragen werden, damit er das QSO in sei-
A Verwendetes Rufzeichen, Rufzeichen der Ge- nem Logbuch leichter finden kann.
genstation, Datum und Uhrzeit der Funkverbin-
dung in UTC, Frequenz, Betriebsart, Signal- D Die Uhrzeit kann in jeder beliebigen Uhrzeit
Rapport und die Unterschrift des Operators. eingetragen werden.
B Verwendetes Rufzeichen, Datum und Uhrzeit
der Funkverbindung in UTC, Frequenz, Be- BG115 Wo können Sie die Anschriften von auslän-
triebsart, Signal-Rapport, die Unterschrift des dischen Funkamateuren finden, denen Sie
Operators sowie den eigenen Namen, Standort, die QSL-Karte direkt zusenden möchten?
Locator, die eigene Sendeleistung und Anga- Ich finde diese
ben zur eingesetzten technischen Ausrüstung. A in der internationalen Amateurfunk-
C Rufzeichen der Gegenstation, Datum und Uhr- Rufzeichenliste (Callbook) oder aus Informatio-
zeit der Funkverbindung in UTC, Frequenz, nen des Internets.
Betriebsart, Signal-Rapport und weitere übliche B in der Amateurfunk-Rufzeichenliste auf den
Angaben wie den eigenen Namen, Standort, Internetseiten der Bundesnetzagentur.
Locator und die eigene Sendeleistung. C in der VO Funk oder aus Informationen des
D Rufzeichen der Gegenstation, Datum und Uhr- Internets.
zeit der Funkverbindung in UTC, Frequenz, D im internationalen Telefonbuch oder aus Infor-
Betriebsart, Angaben über das Funkwetter und mationen des Internets.
die Unterschrift des Operators.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

3 Prüfungsfragen im Prüfungseil „Kenntnisse VA104 Welche Aussage über Funkamateure enthält


von Vorschriften“ die Begriffsbestimmung des Amateurfunk-
dienstes in den Radio Regulations (VO
3.1 Vollzugsordnung für den Funkdienst der Inter- Funk)?
nationalen Fernmeldeunion (ITU) A Funkamateure sind ordnungsgemäß ermächtig-
te Personen, die sich mit der Funktechnik aus
3.1.1 Definition des Amateurfunkdienstes und des rein persönlicher Neigung und nicht aus geldli-
Amateurfunkdienstes über Satelliten chem Interesse befassen.
B Keine, da es sich um die Definition des Ama-
VA101 In welchem zum Internationalen Fernmelde- teurfunkdienstes handelt.
vertrag gehörenden Regelungswerk ist der
Begriff "Amateurfunkdienst" definiert? C Funkamateure sind die Inhaber einer Prüfungs-
bescheinigung über eine bestandene Amateur-
A In den Radio Regulations (VO Funk) der ITU funkprüfung und befassen sich mit der Funk-
(Internationale Fernmeldeunion). technik aus persönlicher Neigung und nicht aus
B In den Normen und Empfehlungen des ETSI gewerblich-wirtschaftlichem Interesse.
(Europäisches Institut für Telekommunikations- D Funkamateure dürfen nur Mitteilungen von
normen). geringer Bedeutung übertragen, die es nicht
C In den Empfehlungen der IARU (Internationale rechtfertigen, öffentliche Telekommunikations-
Amateur Radio Union). dienste in Anspruch zu nehmen.
D In den Regelungen der CEPT (Europäische
Konferenz der Verwaltungen für Post und Tele-
kommunikation).
3.1.2 Definition der Amateurfunkstelle
VA102 Wozu dient der Amateurfunkdienst nach
dem Wortlaut seiner internationalen Beg- VA201 Wie ist die Amateurfunkstelle in den Radio
riffsbestimmung in den Radio Regulations Regulations (VO Funk) definiert?
(VO Funk)? A Eine Amateurfunkstelle ist eine Funkstelle des
A Zur eigenen Ausbildung, für den Funkverkehr Amateurfunkdienstes.
der Funkamateure untereinander und für tech- B Eine Amateurfunkstelle ist eine Funkstelle, die
nische Studien. aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen
B Zur Benutzung von Amateurfunkstellen auf der und Empfangsfunkanlagen einschließlich der
Erde und im Hauptteil der Erdatmosphäre. zum Betrieb erforderlichen Zusatzeinrichtungen
C Für den Funkverkehr der Funkamateure unter- besteht.
einander sowie für den Funkverkehr über Ama- C Eine Amateurfunkstelle ist jede Funkstelle, die
teurfunkstellen an Bord von erdumlaufenden in einem Frequenzbereich betrieben werden
Satelliten. kann, der für den Amateurfunkdienst ausgewie-
D Für experimentelle und technisch- senen ist.
wissenschaftliche Studien, zur Völkerverständi- D Eine Amateurfunkstelle ist jede Funkstelle, die
gung und zur Unterstützung von Hilfsaktionen aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen,
in Not- und Katastrophenfällen. Empfangsfunkanlagen, Antennenanlagen und
Zusatzeinrichtungen besteht und die auf einer
VA103 Wozu dient der Amateurfunkdienst über für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen
Satelliten nach dem Wortlaut seiner interna- Frequenzen betrieben werden kann.
tionalen Begriffsbestimmung in den Radio
Regulations (VO Funk)? VA202 Wie ist die Funkstelle in den Radio Regula-
A Der Amateurfunkdienst über Satelliten dient tions (VO Funk) definiert?
den gleichen Zwecken wie der Amateurfunk- A Funkstelle: Ein oder mehrere Sender oder
dienst, wobei Weltraumfunkstellen auf Erdsatel- Empfänger oder eine Zusammenschaltung von
liten benutzt werden. Sendern und Empfängern einschließlich der
B Der Amateurfunkdienst über Satelliten dient Zusatzeinrichtungen, die zum Ausüben eines
den Funkamateuren zu experimenteller Ermitt- Funkdienstes an einem Ort erforderlich sind.
lung der Ausbreitungsbedingungen im Welt- B Eine Funkstelle ist eine Zusammenschaltung
raum. technischer Einrichtungen an einem Ort mit der
C Durch den Amateurfunkdienst über Satelliten Funkverkehr abgewickelt werden kann.
können Funkamateure die Dämpfung der ioni- C Eine Funkstelle ist eine Zusammenschaltung
sierenden Schichten ermitteln. aller zur Erzeugung und zum Empfang von
D Durch den Amateurfunkdienst über Satelliten Funksendungen an einem Ort eingesetzten
können Funkamateure die Dämpfung der re- Einrichtungen.
flektierenden Schichten im UHF-Bereich ermit- D Eine Funkstelle besteht aus einer oder mehre-
teln. ren Sendefunkanlagen und Empfangsfunkanla-
gen einschließlich der Antennenanlagen und
der zum Betrieb erforderlichen Zusatzeinrich-
tungen und kann mindestens auf einer für einen
jeweiligen Funkdienst zugewiesenen Frequen-
zen betrieben werden.

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VA203 Was ist eine Amateurfunkstelle im Sinne der 3.1.3 Artikel 25


Radio Regulations (VO Funk)?
A Eine Funkstelle, die im Rahmen der Definition VA301 Was ist in den Radio Regulations (VO Funk)
und der Regelungen des Amateurfunkdienstes bezüglich der Morsequalifikation für Funk-
in der VO Funk von einem Funkamateur betrie- amateure festgelegt?
ben wird. A Die nationalen Verwaltungen bestimmen selbst,
B Jede Funkstelle, die auf einer der im Frequenz- ob bei ihnen für eine Amateurfunkgenehmigung
nutzungsplan für den Amateurfunkdienst aus- Morsekenntnisse nachgewiesen werden müs-
gewiesenen Frequenzen betrieben werden sen.
kann. B Nur wer eine Morseprüfung mit mindestens
C Eine Funkstelle, die aus einer oder mehreren Tempo 60 BpM bestanden hat, darf mehr als
Sendefunkanlagen-, Empfangsfunkanlagen-, 500 Watt Sendeleistung anwenden.
Antennenanlagen und Zusatzeinrichtungen C Wer Frequenzen unter 30 MHz nutzen will,
besteht. muss eine Morseprüfung ablegen.
D Jede Funkstelle, die von einer Person betrieben D Wer Frequenzbereiche unterhalb des 10-m-
wird, die auch Funkamateur ist. Bandes benutzen möchte, muss eine Morse-
Hörprüfung ablegen.
VA204 Bei welcher der genannten Einrichtungen
handelt es sich um keine Amateurfunkstelle VA302 Was ist in den Radio Regulations (VO Funk)
nach der Definition der Radio Regulations hinsichtlich dem Amateurfunkverkehr fest-
(VO Funk) und des AFuG? gelegt?
A Ein FM-Relais mit Sender und Empfänger am A Funkverkehr zwischen Amateurfunkstellen
gleichen Standort sowie getrennter Ein- und verschiedener Länder muss auf Mitteilungen im
Ausgabefrequenz zwischen 27120 und 27410 Zusammenhang mit dem definitionsgemäßen
kHz. Zweck des Amateurfunkdienstes und auf Be-
B Je eine Funkbake im 70-cm-, 23-cm- und 13- merkungen persönlicher Art beschränkt wer-
cm-Band mit gemeinsam gleichen Rufzeichen den.
am gleichen Standort. B Amateurfunkstellen ist die Teilnahme am Funk-
C Ein Digipeater im 70-cm-Band mit DX-Cluster verkehr von Not- und Katastrophenfunkübun-
und Mailbox-Dienst, wobei der für den Digipea- gen nicht gestattet.
ter-Betrieb notwendige Datenrechner nicht am C Funkverkehr zwischen Amateurfunkstellen darf
Standort des Digipeaters steht. für die Übertragung nicht verschlüsselt werden.
D Ein Fuchsjagdsender im 80-m-Band mit weni- D Der Funkamateur darf Nachrichten, die nicht
ger als 5 Watt Senderleistung, der kein Rufzei- den Amateurfunkdienst betreffen, für und an
chen, aber die Peilkennungen MO, MOE, MOI Dritte nicht übermitteln.
oder MOS aussendet.
VA303 Gelten die allgemeinen Regelungen der
VA205 Bei welcher der genannten Einrichtungen Radio Regulations (VO Funk) auch für den
handelt es sich um eine Amateurfunkstelle Amateurfunkdienst?
nach der Definition der Radio Regulations A Ja, der Amateurfunkdienst ist in den Radio
(VO Funk) und des AFuG? Regulations (VO Funk) so festgelegt.
A Ein Fuchsjagdsender im 80-m-Band mit weni- B Nein, dies wären zu viele Sachverhalte, die der
ger als 5 Watt Senderleistung, der kein Rufzei- Funkamateur wissen müsste.
chen, aber die Peilkennungen MO, MOE, MOI C Ja, aber nur die Festlegung der Frequenzberei-
oder MOS aussendet. che, Funkregionen und Rufzeichenreihen.
B Eine Versuchsfunkstelle, die auf mindestens D Nein, sonst wäre der Amateurfunk als Experi-
einer dem Amateurfunkdienst zugewiesenen mentierfunk zu eingeschränkt.
Frequenzen betrieben wird.
C Ein LPD-Funkgerät, das im 70-cm- VA304 Was gilt hinsichtlich der Anwendung von
Amateurfunkband im Rahmen des nicht öffent- Kodes und Verschlüsselungen im internati-
lichen mobilen Landfunks betrieben wird. onalen Amateurfunkverkehr zwischen Funk-
D Ein FM-Relais mit Sender und Empfänger am amateuren?
gleichen Standort sowie getrennter Ein- und A Der Funkverkehr zwischen Amateurfunkstellen
Ausgabefrequenz zwischen 27120 und 27410 verschiedener Länder darf nicht zur Verschleie-
kHz. rung des Inhalts verschlüsselt werden.
B Beim Funkverkehr zwischen Amateurfunkstel-
len dürfen keine Kodes oder Verschlüsselungen
verwendet werden.
C Der Austausch von Steuersignalen zwischen
Erd- und Weltraumfunkstellen des Amateur-
funkdienstes über Satelliten darf nicht zur Ver-
schleierung des Inhalts verschlüsselt werden.
D Beim Funkverkehr zwischen Amateurfunkstel-
len dürfen alle bekannten und geheimen Kodes
oder Verschlüsselungen verwendet werden.

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3.1.4 Weitere Regelungen VA405 Was enthält der "Internationale Frequenzbe-


reichszuweisungsplan"?
VA401 Nach den Radio Regulations (VO Funk) ist A Er enthält die Frequenzbereichszuweisungen
die Erde in verschiedene Funkregionen für alle Funkdienste in den verschiedenen
unterteilt. Wie viele Funkregionen gibt es Funkregionen der Erde.
und zu welcher davon gehört Deutschland? B Er enthält nur die Frequenzbereichszuweisung
A Drei Funkregionen. Deutschland gehört zur für die kommerziellen Funkdienste in den ver-
Region 1. schiedenen Funkregionen der Erde.
B Vier Funkregionen. Deutschland gehört zur C Er enthält nur die Frequenzbereichszuweisung
Region 3. für die Amateurfunk-Funkdienste in den ver-
C Vierzehn Funkregionen. Deutschland gehört zur schiedenen Funkregionen der Erde.
Region 4. D Er enthält nur die Frequenzbereichszuweisung
D Fünf Funkregionen. Deutschland gehört zur für die Rundfunkdienste in den verschiedenen
Region 2. Funkregionen der Erde.

VA402 Nach den Radio Regulations (VO Funk) ist VA406 In welchem Regelungswerk ist die Bedeu-
die Erde in verschiedene Funkregionen tung der "Q-Gruppen" festgelegt?
unterteilt. Wie viele Funkregionen gibt es A In den Radio Regulations der ITU (Internationa-
und zu welcher davon gehört Kanada? le Fernmeldeunion).
A Drei Funkregionen. Kanada gehört zur B In den Empfehlungen der IARU (International
Region 2. Amateur Radio Union).
B Vier Funkregionen. Kanada gehört zur C In den Standards der ETSI (European Tele-
Region 3. communications Standards Institute).
C Vierzehn Funkregionen. Kanada gehört zur D In den Anhängen der AFuV (Amateurfunkver-
Region 4. ordnung).
D Fünf Funkregionen. Kanada gehört zur
Region 1. VA407 Was bedeuten im Funk die Zeichen "SOS"
und "MAYDAY"?
VA403 Nach den Radio Regulations (VO Funk) ist A Diese Notzeichen zeigen an, dass ein See-
die Erde in verschiedene Funkregionen oder Luftfahrzeug von ernster und unmittelbar
unterteilt. Wie viele Funkregionen gibt es bevorstehender Gefahr bedroht ist.
und zu welcher davon gehört Australien? B Es handelt sich um ehemalige See- und Luft-
A Drei Funkregionen. Australien gehört zur notzeichen, die keine Gültigkeit mehr haben.
Region 3. C SOS und MAYDAY sind Dringlichkeitszeichen,
B Vier Funkregionen. Australien gehört zur die eine Sicherheitsmeldung ankündigen.
Region 1. D SOS und MAYDAY sind nur im Seefunk ge-
C Vierzehn Funkregionen. Australien gehört zur bräuchlich und haben für den Amateurfunk
Region 4. keine Bedeutung.
D Fünf Funkregionen. Australien gehört zur
Region 2. VA408 Wo sind die Amateurfunkrufzeichen interna-
tional geregelt?
VA404 Weshalb wird in den Radio Regulations (VO A In Artikel 19 und Anhang 42 der Radio Regula-
Funk) die Erde in verschiedene Funkregio- tions (VO Funk).
nen eingeteilt? B In § 4 des Amateurfunkgesetzes (AFuG).
A Um in den Regionen unterschiedliche Fre- C In der Rufzeichenliste der Bundesnetzagentur.
quenzbereichszuweisungen für die Funkdienste
vornehmen zu können. D In der Anlage 4 der Amateurfunkverordnung
(AFuV).
B Weil der Amateurfunkverkehr nur innerhalb
einer Region zulässig ist.
VA409 Darf ein Funkamateur in Deutschland alle in
C Um für die einzelnen Funkregionen regional den Radio Regulations (VO Funk) für den
gültige Regelungen für Gastlizenzen einführen Amateurfunkdienst zugewiesenen Fre-
zu können. quenzbereiche benutzen?
D Weil die Ausbreitungsbedingungen in den ver- A Nein. Die in Deutschland zulässigen Frequenz-
schiedenen Regionen der Erde unterschiedlich bereiche ergeben sich aus den nationalen Re-
sind und dadurch unterschiedliche Senderleis- gelungen.
tungen zugestanden werden müssen.
B Ja, weil die internationalen Regelungen auch in
Deutschland gelten.
C Ja, wenn der Betrieb bei der Bundesnetzagen-
tur vorher angemeldet wurde.
D Nein, es dürfen nur Frequenzen genutzt wer-
den, die durch die CEPT-Empfehlungen umge-
setzt wurden.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 31
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

3.2 Regelungen der CEPT (Europäische Konferenz VB104 Die deutsche Amateurfunkzulassung der
der Verwaltungen für Post und Telekommunika- Klasse E entspricht der
tion) A „CEPT-Novice-Amateurfunkgenehmigung“
gemäß der ECC-Empfehlung (05)06.
Hinweis: „ECC“ der Ausschuss für elektronische Kommu-
nikation der CEPT. „ERC“ ist der Europäische Ausschuss B „CEPT-Amateurfunkgenehmigung“ gemäß der
für Funkangelegenheiten der CEPT. Der ERC ist die Vor- CEPT-Empfehlung T/R 61-01.
gängerorganisation des ECC. C „CEPT-Amateurfunkgenehmigung“ gemäß dem
ERC-Report 32.
D „CEPT-Novice-Amateurfunkgenehmigung“
VB101 Welche Bedeutung haben die CEPT- gemäß der CEPT-Empfehlung T/R 61-02.
Empfehlungen T/R 61-01 und 05(06) für den
Amateurfunkdienst?
VB105 Mit einer gültigen deutschen Amateurfunk-
A Sie bilden die Grundlagen für eine vereinfachte zulassung der Klasse A, die als „CEPT-
gegenseitige Gewährung von kurzzeitigen Amateurfunkgenehmigung“ gekennzeichnet
Amateurfunkbetriebsrechten in den beigetrete- ist, dürfen die Betriebsrechte der entspre-
nen Ländern. chenden ausländischen Genehmigung im
B Sie sind Teil des internationalen Frequenzzu- jeweiligen Beitrittsland gemäß der CEPT-
weisungsplanes und beinhalten Regelungen für Empfehlung T/R 61-01 wahrgenommen wer-
nationale Frequenzzuweisungen für den Ama- den,
teurfunkdienst. A wenn man sich in dem Land nur vorübergehend
C Sie sind Teil der Radio Regulations (VO Funk) aufhält.
und regeln den Amateurfunkverkehr auf inter- B wenn man in dem Land einen Wohnsitz hat.
nationaler Basis.
C wenn man in Deutschland einen Wohnsitz hat.
D Sie bilden die Grundlagen für eine vereinfachte
D wenn man in Deutschland keinen Wohnsitz hat.
gegenseitige Anerkennung von Amateurfunk-
prüfungen in den beigetretenen Ländern.
VB106 Mit einer gültigen deutschen Amateurfunk-
zulassung der Klasse E, die als „CEPT-
VB102 Was beinhalten die CEPT-Empfehlungen
Novice-Amateurfunkgenehmigung“ gekenn-
T/R 61-01 und (05)06?
zeichnet ist, dürfen die Betriebsrechte der
A Die CEPT empfiehlt damit von der heimatlichen entsprechenden ausländischen Genehmi-
Behörde ausstellbare Amateurfunkgenehmi- gung im jeweiligen Beitrittsland gemäß der
gungen, die den vorübergehenden Amateur- ECC-Empfehlung (05)06 wahrgenommen
funkbetrieb in den beigetretenen Ländern er- werden,
möglichen.
A wenn man sich in dem Land nur vorübergehend
B Die CEPT empfiehlt damit die Ausstellung indi- aufhält.
vidueller Amateurfunkgenehmigungen für an-
B wenn man in dem Land einen Wohnsitz hat.
sässige ausländische Funkamateure entspre-
chend deren heimatlicher Betriebsrechte. C wenn man in Deutschland einen Wohnsitz hat.
C Die CEPT empfiehlt damit Gastzulassungen für D wenn man in Deutschland keinen Wohnsitz hat.
Nicht-Funkamateure aus CEPT-Ländern aus-
zustellen. VB107 Wie lange darf ein Funkamateur im Rahmen
D Die CEPT empfiehlt damit die gegenseitige einer der CEPT-Empfehlungen T/R 61-01
Anerkennung harmonisierter Amateurfunk- oder (05)06 Amateurfunkverkehr in einem
zeugnisse sowie harmonisierte Prüfungsstoff- Land durchführen?
pläne für Amateurfunkprüfungen. A Bis zu 3 Monaten.
B Beliebig lange.
VB103 Die deutsche Amateurfunkzulassung der C Bis zu 6 Monaten.
Klasse A entspricht der D Bis zu einem Jahr.
A „CEPT-Amateurfunkgenehmigung“ gemäß der
CEPT-Empfehlung T/R 61-01. VB108 Wie muss die Rufzeichennennung von
B „CEPT-Novice-Amateurfunkgenehmigung“ DO1XYZ bei der Nutzung der CEPT-Novice-
gemäß der ECC-Empfehlung (05)06. Amateurfunkgenehmigung in der Schweiz
C „CEPT-Amateurfunkgenehmigung“ gemäß dem erfolgen?
ERC-Report 32. A HB3/DO1XYZ
D „CEPT-Novice-Amateurfunkgenehmigung“ B DO1XYZ/HB3
gemäß der CEPT-Empfehlung T/R 61-02. C Die Nennung von DO1XYZ ist ausreichend.
D DO1XYZ-HB9/portabel oder
DO1XYZ-HB9/mobil.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VB109 Wie muss die Rufzeichennennung von VB113 Wo sind die Informationen und Bedingun-
DL1ER bei der Nutzung der CEPT- gen für die Ausstellung und die Nutzung der
Amateurfunkgenehmigung in der Schweiz CEPT-Amateurfunkgenehmigung zu finden?
erfolgen? A In der CEPT-Empfehlung T/R 61-01 und den
A HB9/DL1ER Amtsblattverfügungen zu deren Umsetzung.
B DL1ER/HB9 B In der AFuV.
C Die Nennung von DL1ER ist ausreichend. C In der ECC-Empfehlung (05)06 und den Amts-
D DL1ER-HB9/portabel oder DL1ER-HB9/mobil. blattverfügungen zu deren Umsetzung.
D In der CEPT-Empfehlung T/R 61-02 und im
VB110 Sie hören die Amateurfunkstation mit dem ERC-Report 32.
Rufzeichen DL/G3MM. Welcher der nachfol-
genden Sachverhalte trifft zu? VB114 Wo sind die Informationen und Bedingun-
A Der englischen Station G3MM ist es aufgrund gen für die Ausstellung und die Nutzung der
der CEPT-Empfehlung T/R 61-01 gestattet, CEPT-Novice-Amateurfunkgenehmigung zu
vorübergehend von Deutschland aus den Ama- finden?
teurfunk auszuüben. A In der ECC-Empfehlung (05)06 und den Amts-
B Dem griechischen Funkamateur G3MM ist es blattverfügungen zu deren Umsetzung.
aufgrund einer Kurzzeit-Gastzulassung gestat- B In der AFuV.
tet, von Deutschland aus den Amateurfunk C In der CEPT-Empfehlung T/R 61-01 und den
auszuüben. Amtsblattverfügungen zu deren Umsetzung.
C Der Funkamateur G3MM aus Gibraltar hat eine D In der CEPT-Empfehlung T/R 61-02 und im
kurzzeitige deutsche Gastlizenz erhalten, was ERC-Report 32.
mit dem vorangestellten "DL" als Durchreise-
Lizenz deutlich wird. VB115 Aufgrund welcher Regelungen dürfen Funk-
D Die Sonderstation G3MM (Maritim Mobile) ist amateure aus bestimmten Ländern ohne
fest auf einem englischen Schiff installiert, und individuelle Gastzulassung vorübergehend
somit berechtigt, auch von fremden Häfen aus in Deutschland Amateurfunk ausüben?
betrieben zu werden. A Aufgrund der CEPT-Empfehlungen T/R 61-01
und (05)06 und deren Umsetzung in Deutsch-
VB111 Darf ein Funkamateur mit einer CEPT- land.
Amateurfunkgenehmigung in allen CEPT- B Aufgrund der Statuten der Europäischen Ge-
Ländern Amateurfunkverkehr abwickeln? meinschaft (EG), aber nur für die Mitgliedslän-
A Nein, nur in den Staaten der CEPT, die die der, die auch dem Schengener Abkommen
Empfehlung T/R 61-01 umgesetzt haben, so- beigetreten sind.
fern er dort keinen festen Wohnsitz hat. C Aufgrund der Vollzugsordnung für den Funk-
B Ja. Alle CEPT-Mitgliedsländer müssen sich an dienst (VO Funk) als Anlage zum Internationa-
die Empfehlung T/R 61-01 halten. len Fernmeldevertrag.
C Nein. Die Anwendung der CEPT-Empfehlung D Aufgrund der Ausführungsbestimmungen zu
T/R 61-01 ist nur in den Mitgliedsstaaten der den Funkparagraphen des Nordatlantik-
Europäischen Union zulässig. Vertrages.
D Ja. Er muss sich aber an die Amateurfunkrege-
lungen des Heimatlandes halten. VB116 Entsprechend welcher internationalen Rege-
lungen dürfen Inhaber eines deutschen
VB112 Darf ein Funkamateur mit einer CEPT- Amateurfunkrufzeichens auch in anderen
Novice-Amateurfunkgenehmigung in allen Ländern vorübergehend am Amateurfunk-
CEPT-Ländern Amateurfunkverkehr abwi- verkehr teilnehmen, ohne dass sie dort vor-
ckeln? her eine besondere Zulassung beantragen
A Nein, nur in den Staaten der CEPT, die die müssen?
ECC-Empfehlung (05)06 umgesetzt haben, A Entsprechend den CEPT-Empfehlungen
sofern er dort keinen festen Wohnsitz hat. T/R 61-01 oder 05(06).
B Ja. Alle CEPT-Mitgliedsländer müssen sich an B Entsprechend den in der AFuV umgesetzten
die ECC-Empfehlung (05)06 halten. EU-Richtlinien.
C Nein. Die Anwendung der ECC-Empfehlung C Entsprechend Artikel 19 und Anhang 42 der
(05)06 ist nur in den Mitgliedsstaaten der Euro- Radio Regulations (VO Funk).
päischen Union zulässig. D Entsprechend der Charta der Vereinten Natio-
D Ja. Er muss sich aber an die Amateurfunkrege- nen und einer entsprechenden UN-
lungen des Heimatlandes halten. Entschließung.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VB117 Welche der folgenden Aussagen ist richtig? VB120 Ist der vorübergehende Betrieb einer Klub-
A Auch Nicht-CEPT-Länder können den CEPT- station nach CEPT-Empfehlung T/R 61-01 in
Empfehlungen T/R 61-01, T/R 61-02 oder einem Land erlaubt, welches diese Empfeh-
(05)06 beitreten und diese anwenden. lung anwendet?
B Die CEPT-Empfehlungen T/R 61-01 und A Nein, der Betrieb einer Klubstation bedarf der
T/R 61-02 schließen die ECC-Empfehlung Beantragung einer Gastgenehmigung.
(05)06 mit ein. B Ja, aber nur, wenn die Klubstation im Ausland
C Alle Mitglieder der CEPT sind verpflichtet, alle an keinem festen Standort betrieben wird.
CEPT-Empfehlungen anzuwenden. C Ja, der Betrieb einer Klubstation ist zulässig,
D Eine Bescheinigung nach CEPT-Empfehlung wenn der zuständigen Außenstelle der Bun-
T/R 61-02 berechtigt den Funkamateur auch desnetzagentur der vorgesehene Standort im
zur Durchführung des Amateurfunkbetriebs. Ausland vorher mitgeteilt worden ist.
D Nein, weil es in den übrigen CEPT-Ländern
VB118 Welche Regelungen sind beim Betrieb einer keine Klubstationen gibt.
Amateurfunkstelle in einem ausländischen
Land zu beachten, das die CEPT- VB121 Was hat ein Funkamateur zu veranlassen,
Empfehlungen T/R 61-01 und (05)06 umge- wenn er eine Amateurfunkstelle anlässlich
setzt hat? einer Urlaubsreise in einem Land betreiben
A Die zutreffende CEPT-Empfehlung und die im will, das die in seiner Amateurfunkzulas-
Gastland geltenden Bestimmungen und Aufla- sung eingetragene CEPT-Empfehlung nicht
gen. anwendet?
B Die Bestimmungen des Gastlandes, aber nur, A Er muss bei der zuständigen Behörde des
wenn der Funkamateur sich für längere Zeit Landes eine Gastzulassung beantragen.
dort aufhält. Mobil betriebene Funkstellen (auf B Er muss eine besondere Genehmigung der
der Durchreise) können wie in Deutschland Bundesnetzagentur einholen.
genutzt werden. C Nichts, wenn das Gastland die IARU-
C Man muss sich mit der Sendeleistung den Be- Empfehlungen anwendet.
stimmungen des Gastlandes anpassen (in der D Nichts, da auf Grund von Gegenseitigkeitsab-
Regel sind Sendeverstärker zulässig). Die kommen der vorübergehende Betrieb allgemein
zulässigen Frequenzbereiche sind in den Emp- genehmigt ist.
fehlungen der IARU geregelt.
D In Ländern der Europäischen Union (EU) gelten VB122 Was ist eine HAREC?
die gleichen Gesetze wie in Deutschland. Nur A Eine harmonisierte Amateurfunkprüfungsbe-
außerhalb der EU sind die jeweiligen nationalen scheinigung gemäß der CEPT Empfehlung
Gesetze zu beachten. Sie dürfen von den deut- T/R 61-02 und ein Amateurfunkzeugnis der
schen Bestimmungen abweichen. Klasse A.
B Eine CEPT-Amateurfunkgenehmigung gemäß
VB119 Darf ein Funkamateur mit einer gültigen der CEPT Empfehlung T/R 61-01.
deutschen Amateurfunkzulassung der Klas-
se A auch im Gastland Amateurfunkverkehr C Eine CEPT-Novice-Amateurfunk-Prüfungsbe-
auf dem 6-m-Band durchführen? scheinigung gemäß dem ERC-Report 32 und
ein Amateurfunkzeugnis der Klasse E.
A Nicht grundsätzlich. Der Funkamateur hat sich
generell an die Bestimmungen des Gastlandes D Eine CEPT-Novice-Amateurfunkgenehmigung
im Rahmen seiner CEPT- gemäß der ECC-Empfehlung (05)06.
Amateurfunkgenehmigung zu halten.
B Ja. Die Genehmigung für den Betrieb im 6-m- VB123 Wozu dient eine HAREC?
Band muss jedoch in seine Amateurfunkzulas- A Sie wird benötigt zur Beantragung einer Ama-
sung eingetragen sein. teurfunkzulassung oder einer ausländischen
C Ja, aber nur, wenn der Funkamateur eine Amateurfunkgenehmigung in Staaten, die die
CEPT-Amateurfunkgenehmigung besitzt. CEPT-Empfehlung T/R 61-02 anwenden.
D Nein. Der Betrieb im 6-m-Band ist grundsätzlich B Sie berechtigt den Funkamateur zur Durchfüh-
unzulässig. rung von Amateurfunkbetrieb nach der CEPT-
Empfehlung T/R 61-01.
C Sie berechtigt Inhaber einer deutschen Ama-
teurfunkzulassung zur Beantragung eines aus-
ländischen Rufzeichens für den vorübergehen-
den Aufenthalt in allen CEPT-Ländern.
D Die HAREC-Bescheinigung berechtigt den
Funkamateur zur Abwicklung von Amateurfunk-
verkehr in allen CEPT-Ländern.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VB124 Die CEPT-Empfehlung T/R 61-02 beinhaltet VC103 Welche Behörde nimmt die Aufgaben und
Regelungen für Befugnisse in Deutschland wahr, die sich
A die Ausstellung und Anerkennung von harmoni- aus dem Amateurfunkgesetz (AFuG) und der
sierten Amateurfunkprüfungsbescheinigungen. Amateurfunkverordnung (AFuV) ergeben?
B die freie Ein- und Ausfuhr von Amateurfunkge- A Die Bundesnetzagentur.
räten im Rahmen der beigetretenen Länder. B Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt.
C die gegenseitige Anerkennung von Amateur- C Die Bundesanstalt für Post und Telekommuni-
funkgenehmigungen in CEPT- und Nicht-CEPT- kation.
Ländern. D Die Polizei.
D die elektromagnetische Verträglichkeit von
Amateurfunkgeräten. VC104 Wie ist der Begriff "Funkamateur" nach dem
AFuG zu verstehen?
VB125 Welche der folgenden Aussagen ist richtig? A Ein Funkamateur ist der Inhaber eines Ama-
A Die CEPT-Novice-Amateurfunk-Prüfungsbe- teurfunkzeugnisses oder einer harmonisierten
scheinigung kann die Erteilung einer entspre- Prüfungsbescheinigung, der sich mit dem Ama-
chenden Novice-Individualgenehmigung für teurfunkdienst aus persönlicher Neigung und
Funkamateure in einem anderen Land verein- nicht aus gewerblich-wirtschaftlichem Interesse
fachen. befasst.
B Die CEPT-Novice-Amateurfunk-Prüfungsbe- B Funkamateur ist jede natürliche Person, die
scheinigung berechtigt den Inhaber zur Durch- Funkanlagen zu experimentellen und technisch-
führung von Amateurfunkbetrieb gemäß der wissenschaftlichen Studien, zur eigenen Wei-
ECC-Empfehlung (05)06. terbildung, aber nicht zu gewerblich-
C Die CEPT-Novice-Amateurfunk-Prüfungsbe- wirtschaftlichen Zwecken betreibt.
scheinigung berechtigt den Inhaber zur Durch- C Funkamateur ist jeder, der Amateurfunkgeräte
führung von Amateurfunkbetrieb gemäß der besitzt und Amateurfunkaussendungen aus
CEPT-Empfehlung T/R 61-01. persönlicher Neigung empfängt.
D Die CEPT-Novice-Amateurfunk-Prüfungsbe- D Im Sinne des AFuG sind Funkamateure nur die
scheinigung ist in allen im ERC-Report 32 ge- Inhaber einer Zulassung zum Amateurfunk-
nannten CEPT-Ländern anerkannt. Sie berech- dienst mit mindestens einem zugeteilten, per-
tigt den Inhaber zur Beantragung eines auslän- sonengebundenen Rufzeichen.
dischen Rufzeichens für den vorübergehenden
Aufenthalt. VC105 Nach dem Amateurfunkgesetz ist ein Funk-
amateur der Inhaber eines Amateurfunk-
zeugnisses oder einer harmonisierten Prü-
fungsbescheinigung der sich
3.3 Nationale Gesetze, Vorschriften und Bestim- A lediglich aus persönlicher Neigung und nicht
mungen aus gewerblich-wirtschaftlichem Interesse mit
dem Amateurfunkdienst befasst.
3.3.1 Amateurfunkgesetz (AFuG)
B aus persönlicher Neigung und in Verfolgung
anderer Zwecke mit dem Amateurfunkdienst
VC101 Welches Gesetz bildet die Rechtsgrundlage befasst.
für den Amateurfunkdienst in Deutschland?
C aus persönlicher Neigung mit dem Amateur-
A Das Gesetz über den Amateurfunk. funkdienst zu wirtschaftlichen Zwecken befasst.
B Das Telekommunikationsgesetz. D nicht aus persönlicher Neigung mit Funktechnik
C Das Gesetz über Funkanlagen und Telekom- und Funkbetrieb befasst und sich hierzu keiner
munikationsendeinrichtungen. kommerziellen Technik bedient.
D Das Gesetz über die elektromagnetische Ver-
träglichkeit von Geräten.

VC102 Welches Gesetz regelt die Voraussetzungen


und die Bedingungen für die Teilnahme am
Amateurfunkdienst?
A Das Gesetz über den Amateurfunk.
B Das Telekommunikationsgesetz.
C Die Vollzugsordnung für den Funkdienst.
D Das Gesetz über Funkanlagen und Telekom-
munikationsendeinrichtungen.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VC106 Nach dem Amateurfunkgesetz ist eine Ama- VC110 Darf ein Funkamateur Nachrichten, die nicht
teurfunkstelle eine Funkstelle, den Amateurfunkdienst betreffen, für und an
A die aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen Dritte übermitteln?
und Empfangsfunkanlagen einschließlich der A Nur in Not- und Katastrophenfällen.
Antennenanlagen und der zu ihrem Betrieb B Nein, unter keinen Umständen.
erforderlichen Zusatzeinrichtungen besteht, und C Ja, jederzeit.
die auf mindestens einer der im Frequenznut-
zungsplan für den Amateurfunkdienst ausge- D Nur nach Aufforderung durch die zuständige
wiesenen Frequenzen betrieben werden kann. Außenstelle der Bundesnetzagentur.
B die aus mehreren Sende- und Empfangsfunk-
anlagen besteht und die auf mindestens drei VC111 Der Amateurfunkdienst ist
der im Frequenznutzungsplan für den Amateur- A ein experimenteller, nicht-kommerzieller Funk-
funkdienst ausgewiesenen Frequenzen ober- dienst, der von zugelassenen Funkamateuren
halb von 30 MHz betrieben werden kann. untereinander z.B. zur Kommunikation und für
C die aus mehreren Sende- und Empfangsfunk- die eigene Ausbildung wahrgenommen wird.
anlagen besteht und die auf mindestens drei B ein Funkdienst, der auf allen im Frequenznut-
der im Frequenznutzungsplan für den Amateur- zungsplan ausgewiesenen Frequenzen Vorrang
funkdienst ausgewiesenen Frequenzen unter- gegenüber anderen Funkdiensten genießt.
halb von 30 MHz betrieben werden kann. C ein Funkdienst, der von Funkamateuren mit
D die aus einer oder mehreren Sendefunkanla- speziell dafür zugelassenen Funkgeräten auf
gen, Empfangsfunkanlagen, Antennenanlagen allen im Frequenznutzungsplan ausgewiesenen
und der zu ihrem Betrieb erforderlichen Zusatz- Frequenzen ausgeübt werden darf.
einrichtungen besteht und die auf jeweils einer D ein Funkdienst, der von Funkamateuren aus
der im Frequenznutzungsplan für den Amateur- persönlicher Neigung und aus wissenschaftlich-
funkdienst ausgewiesenen Frequenzen ober- wirtschaftlichen Interessen wahrgenommen
halb und unterhalb von 30 MHz betrieben wer- wird.
den kann.
VC112 Wozu dient der Amateurfunkdienst nach
VC107 Mit welchen anderen Funkstellen darf der dem AFuG?
Funkamateur Funkverkehr abwickeln? A Zur Ausübung des Amateurfunks aus persönli-
A Nur mit anderen Funkstellen des Amateurfunk- cher Neigung und nicht aus gewerblich-
dienstes. wirtschaftlichen Interessen.
B Mit allen Funkstellen, die auf den Amateurfunk- B Zu gewerblich-wirtschaftlichen Zwecken und
bändern tätig sind. zum geschäftsmäßigen Erbringen von Tele-
C Mit anderen Amateurfunkstellen und Funkstel- kommunikationsdienstleistungen.
len der Behörden und Organisationen mit Si- C Zum Übertragen rundfunkähnlicher Darbietun-
cherheitsaufgaben (BOS). gen und zur Übermittlung von Inhalten politi-
D Mit anderen Amateurfunkstellen und Funkstel- scher und religiöser Art.
len des Flug- und/oder Seefunkdienstes. D Zur Ausübung des Amateurfunks aus persönli-
cher Neigung und aus wissenschaftlich-
VC108 Darf der Funkamateur mit anderen Funkstel- wirtschaftlichen Interessen.
len, die keine Amateurfunkstellen sind,
Funkverkehr abwickeln? VC113 Welchen Zwecken dient der Amateurfunk-
A Nein. dienst nach dem AFuG?
B Ja, beispielsweise mit allen Betreibern von A Dem Funkverkehr der Funkamateure unterein-
LPD-Funkgeräten im Amateurfunkbereich so- ander.
wie mit CB-Funkteilnehmern mit verminderter Zu technisch-wissenschaftlichen Studien und
Sendeleistung. Experimenten von Funkamateuren.
C Ja, aber nur mit Versuchsfunkstellen, die ein B Als Versuchsfunk zur technischen Fortentwick-
Rufzeichen mit dem Präfix DI benutzen. lung von Funkanlagen.
D Nein, mit Ausnahme von Funkstellen der Se- Zur eigenen Weiterbildung mit gewerblich wirt-
kundärnutzer auf den Amateurfunkbändern. schaftlichem Interesse.
C Als Vorführfunk zu Demonstrationszwecken.
VC109 Dürfen Sie mit Ihrem Amateurfunktranscei- Der Unterstützung von Sicherheitsdiensten
ver im 70-cm-Band am LPD-Funkverkehr (Polizei, Feuerwehr, DLRG usw.).
(LPD = Low Power Devices) teilnehmen? D Für freizügige Funkexperimente bei Ausbildun-
A Nein. gen.
Zur Vermeidung von illegalen Funkspektrums-
B Ja, weil die LPDs auch innerhalb des Amateur- nutzungen in anderen Frequenzbereichen.
funkbandes arbeiten.
C Ja, wenn ich meine Sendeleistung auf 10mW
begrenze.
D Ja, aber ohne Anwendung meines Rufzeichens.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VC114 Welchen Zwecken dient der Amateurfunk- VC118 Ab wann dürfen Sie eine Amateurfunkstelle
dienst nach dem AFuG? betreiben?
A Zur eigenen Weiterbildung der Funkamateure A Mit dem Besitz einer Zulassung zum Amateur-
und zur Völkerverständigung. funkdienst.
Zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und B Mit dem Besitz eines Amateurfunkzeugnisses
Katastrophenfällen. oder einer harmonisierten Prüfungsbescheini-
B Als Versuchsfunk zur technischen Fortentwick- gung.
lung von Funkanlagen. C Nach Teilnahme an einer fachlichen Prüfung für
Zur eigenen Weiterbildung mit gewerblich wirt- Funkamateure.
schaftlichem Interesse. D Nach einer Frequenzzuteilung aufgrund der
C Als Vorführfunk zu Demonstrationszwecken. Frequenzzuteilungsverordnung.
Der Unterstützung von Sicherheitsdiensten
(Polizei, Feuerwehr, DLRG usw.). VC119 Ist die Erteilung einer Amateurfunkzulas-
D Für freizügige Funkexperimente bei Ausbildun- sung von einem Mindestalter abhängig?
gen. A Nein, das AFuG sieht kein Mindestalter vor.
Zur Vermeidung von illegalen Funkspektrums-
nutzungen in anderen Frequenzbereichen. B Ja, die Bewerber müssen mindestens 18 Jahre
alt sein.
VC115 Welches der nachfolgend genannten Doku- C Ja, die Bewerber können ab dem 15. Lebens-
mente benötigt man, um ein Funkamateur jahr eine Zulassung erhalten.
im Sinne des AFuG zu sein? D Ja, für Klasse A müssen die Bewerber mindes-
A Ein Amateurfunkzeugnis oder eine harmonisier- tens 10 Jahre alt sein.
te Amateurfunkprüfungsbescheinigung.
B VC120 Welche Rufzeichenzuteilungsarten gibt es
Ein Führungszeugnis aus dem hervorgeht, dass
man nicht vorbestraft ist. im Amateurfunk?
C Einen gültigen Personal- oder Reisepass, aus A Personengebundenes Rufzeichen, Ausbil-
dem hervorgeht, dass man seinen Wohnsitz in dungsrufzeichen, Klubstationsrufzeichen, Ruf-
der Bundesrepublik hat. zeichen für fernbediente/automatisch arbeiten-
de Amateurfunkstellen, Rufzeichen gemäß § 16
D Eine Bescheinigung darüber, dass man am Abs. 2 AFuV.
Ausbildungsfunkverkehr erfolgreich teilgenom-
men hat. B Personengebundenes Rufzeichen, Familienruf-
zeichen, Klubstationsrufzeichen, Rufzeichen für
fernbediente/automatisch arbeitende Amateur-
VC116 Was ist neben einer erfolgreich abgelegten funkstellen.
Amateurfunkprüfung unbedingt erforderlich,
damit Sie eine Amateurfunkstelle betreiben C Personengebundenes Rufzeichen, Ausbil-
dürfen? dungsrufzeichen, Rufzeichen für Versuchsfunk-
stellen, Rufzeichen für fernbedien-
A Eine Zulassung zur Teilnahme am Amateur- te/automatisch arbeitende Amateurfunkstellen.
funkdienst.
D Personengebundenes Rufzeichen, Ausbil-
B Die Vorlage eines Nachweises darüber, dass dungsrufzeichen, Kontestrufzeichen, Rufzei-
das zu benutzende Funkgerät keine Sendeleis- chen gemäß § 16 Abs. 2 AFuV.
tung von mehr als 10 Watt erzeugen kann.
C Die Einholung einer EMVU-Bescheinigung bei VC121 Unter welchen Voraussetzungen darf ein
der zuständigen Behörde. Funkamateur eine Amateurfunkstelle als
D Die Vorlage von Berechnungsunterlagen und Relaisfunkstelle betreiben?
ergänzenden Messprotokollen der ungünstigs- A Wenn der dafür eine gültige Rufzeichenzutei-
ten Antennenanlage. lung der Bundesnetzagentur besitzt.
B Wenn die Relaisfunkstelle keine große Reich-
VC117 Was ist erforderlich, um den Amateurfunk- weite hat.
betrieb ausüben zu dürfen?
C Wenn er mindestens 20 Unterschriften als
A Eine Zulassung zur Teilnahme am Amateur- Beweis der Notwendigkeit vorlegen kann.
funkdienst.
D Wenn er die technischen Einrichtungen dafür
B Ein schriftlicher Nachweis darüber, dass die selbst instandhalten kann.
Amateurfunkstelle keine Störungen verursacht.
C Ein Amateurfunkzeugnis.
D Eine EMVU-Bescheinigung.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VC122 Unter welchen Voraussetzungen darf ein VC126 Darf die Amateurfunkstelle zu gewerblich-
Funkamateur Ausbildungsfunkbetrieb wirtschaftlichen Zwecken in kleinem Rah-
durchführen? men mitbenutzt werden?
A Wenn der dafür eine gültige Rufzeichenzutei- A Nein, alle gewerblich-wirtschaftlichen Zwecke
lung der Bundesnetzagentur besitzt. sind nach dem AFuG ausgeschlossen.
B Wenn er Inhaber einer Zulassung zur Teilnah- B Ja, aber nur wenn es sich dabei um den Be-
me am Amateurfunkdienst ist. reich des Amateurfunks selbst handelt wie z. B.
C Wenn er mindestens 1 Jahr lang Inhaber einer Angebote über preisgünstige Amateurfunkaus-
Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunk- rüstung, Amateurfunkkurse von Fernschulen,
dienst ist. organisierte Fachreisen für Funkamateure usw.
D Wenn er eine entsprechende Befürwortung C Ja, wenn alle an der Maßnahme Beteiligten
einer Amateurfunkvereinigung besitzt. selbst Funkamateure sind.
D Ja, wenn die Maßnahme mit öffentlichen Mitteln
VC123 Unter welchen Voraussetzungen darf ein gefördert wird (z. B. auch im Rahmen von
Funkamateur eine Amateurfunkstelle als ABM).
Klubstation betreiben?
A Wenn der dafür eine gültige Rufzeichenzutei- VC127 Welche der nachfolgenden Aussagen ist
lung der Bundesnetzagentur besitzt. zutreffend?
B Wenn er Inhaber einer Zulassung zur Teilnah- A Ein Funkamateur darf nur ein ihm von der Bun-
me am Amateurfunkdienst ist. desnetzagentur zugeteiltes Rufzeichen benut-
C Wenn er mindestens 20 Unterschriften als zen.
Beweis der Notwendigkeit vorlegen kann. B Eine Amateurfunkstelle darf erst mit dem Erhalt
D Wenn er eine entsprechende Befürwortung des Amateurfunkzeugnisses betrieben werden.
einer Amateurfunkvereinigung besitzt. C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus-
tergeprüften Funkgeräten bestehen.
VC124 Darf ein Funkamateur seine Amateurfunkzu- D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur-
lassung oder das damit zugeteilte Rufzei- funkstelle jederzeit Nachrichten für und an
chen unter besonderen Umständen vorü- Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk-
bergehend einer anderen Person übertra- dienst betreffen.
gen?
A Nein, die Amateurfunkzulassung und das damit VC128 Welche der nachfolgenden Aussagen ist
zugeteilte Rufzeichen sind an die in der Zulas- zutreffend?
sungsurkunde angegebene Person gebunden. A Ein Zulassungsinhaber ist berechtigt, selbstge-
B Ja, aber nur an unmittelbare Familienangehöri- fertigte oder umgebaute Sendeanlagen auf
ge, wenn diese die Station des Funkamateurs Amateurfunkfrequenzen zu betreiben.
unter dessen Aufsicht benutzen. B Der Zulassungsinhaber braucht vor Be-
C Ja, wenn es sich bei der anderen Person um triebsaufnahme für seine Amateurfunkstelle
einen Funkamateur mit erfolgreich abgelegter eine Standortbescheinigung.
Prüfung handelt, dieser aber selbst keine Zu- C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus-
lassung (Rufzeichen) besitzt. tergeprüften Funkgeräten bestehen.
D Nein, es sei denn an einen ihm bekannten D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur-
ausländischen Funkamateur, der sich nur vorü- funkstelle jederzeit Nachrichten für und an
bergehend zu Besuch in Deutschland aufhält. Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk-
dienst betreffen.
VC125 Kann ein zugeteiltes Rufzeichen durch die
Bundesnetzagentur geändert werden? VC129 Welche der nachfolgenden Aussagen ist
A Ja, wenn wichtige Gründe dazu bei der Behör- zutreffend?
de vorliegen. A Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur-
B Ja, aber nicht öfter als alle 5 Jahre einmal, da funkstelle nur auf den für den Amateurfunk-
jeder Rufzeichenwechsel für den Funkamateur dienst ausgewiesenen Frequenzen senden.
gebührenpflichtig ist. B Eine Amateurfunkstelle darf erst mit dem Erhalt
C Nein, das einmal zugeteilte Rufzeichen ist zeit- des Amateurfunkzeugnisses betrieben werden.
lebens ideelles Eigentum des Funkamateurs, C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus-
für das er bei Erstzuteilung auch bezahlen tergeprüften Funkgeräten bestehen.
musste. D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur-
D Nein, es sei denn, die Behörde bezahlt dem funkstelle jederzeit Nachrichten für und an
Funkamateur den Neudruck von QSL-Karten. Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk-
dienst betreffen.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VC130 Welche der nachfolgenden Aussagen ist VC134 Welche der nachfolgenden Aussagen ist
zutreffend? zutreffend?
A Ein Zulassungsinhaber darf seine Amateur- A Beim Betrieb einer Amateurfunkstelle sind die
funkstelle nicht zu gewerblich-wirtschaftlichen Schutzanforderungen zur Gewährleistung der
Zwecken benutzen. elektromagnetischen Verträglichkeit im Sinne
B Der Zulassungsinhaber braucht vor Betriebs- des EMVG einzuhalten.
aufnahme für seine Amateurfunkstelle eine B Der Zulassungsinhaber braucht vor Betriebs-
Standortbescheinigung. aufnahme für seine Amateurfunkstelle eine
C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus- Standortbescheinigung.
tergeprüften Funkgeräten bestehen. C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus-
D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur- tergeprüften Funkgeräten bestehen.
funkstelle jederzeit Nachrichten für und an D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur-
Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk- funkstelle jederzeit Nachrichten für und an
dienst betreffen. Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk-
dienst betreffen.
VC131 Welche der nachfolgenden Aussagen ist
zutreffend? VC135 Welche der nachfolgenden Aussagen ist
A Ein Zulassungsinhaber darf seine Amateur- zutreffend?
funkstelle nicht zum geschäftsmäßigen Erbrin- A Ein Zulassungsinhaber muss für eine Amateur-
gen von Telekommunikationsdienstleistungen funkstelle mit einer Strahlungsleistung von
verwenden. mehr als 10 Watt EIRP vor der Betriebsauf-
B Eine Amateurfunkstelle darf erst mit dem Erhalt nahme Berechnungsunterlagen und ergänzen-
des Amateurfunkzeugnisses betrieben werden. de Messprotokolle in Bezug auf die EMVU
C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus- vorlegen.
tergeprüften Funkgeräten bestehen. B Eine Amateurfunkstelle darf erst mit dem Erhalt
D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur- des Amateurfunkzeugnisses betrieben werden.
funkstelle jederzeit Nachrichten für und an C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus-
Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk- tergeprüften Funkgeräten bestehen.
dienst betreffen. D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur-
funkstelle jederzeit Nachrichten für und an
VC132 Welche der nachfolgenden Aussagen ist Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk-
zutreffend? dienst betreffen.
A Der Funkamateur kann die Störfestigkeit der
Geräte seiner Amateurfunkstelle selbst VC136 Aus welcher Vorschrift ergibt sich die
bestimmen. Pflicht, die Einhaltung der Personenschutz-
B Der Zulassungsinhaber braucht vor Be- grenzwerte zu dokumentieren?
triebsaufnahme für seine Amateurfunkstelle A Aus dem Amateurfunkgesetz (AFuG).
eine Standortbescheinigung. B Aus der Amateurfunkverordnung (AFuV).
C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus- C Aus den Radio Regulations (VO Funk).
tergeprüften Funkgeräten bestehen. D Aus dem Gesetz über die elektromagnetische
D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur- Verträglichkeit von Geräten (EMVG).
funkstelle jederzeit Nachrichten für und an
Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk- VC137 Kann der Funkamateur eine Standortbe-
dienst betreffen. scheinigung erhalten?
A Ja, die Bundesnetzagentur stellt auf Antrag
VC133 Welche der nachfolgenden Aussagen ist eine Standortbescheinigung aus.
zutreffend? B Nein, der Funkamateur kann keine Bescheini-
A Der Funkamateur muss die grundlegenden gung erhalten.
Anforderungen zum Schutz von Personen ein- C Nein, der Funkamateur bekommt keine Stand-
halten. ortbescheinigung, da er auf Grund seiner nach-
B Eine Amateurfunkstelle darf erst mit dem Erhalt gewiesenen technischen Kenntnisse die Be-
des Amateurfunkzeugnisses betrieben werden. rechnung selber anstellen kann.
C Eine Amateurfunkstelle darf nur aus baumus- D Ja, die Bundesnetzagentur stellt auf Antrag
tergeprüften Funkgeräten bestehen. eine Standortbescheinigung aus. Sie tut dies
D Ein Zulassungsinhaber darf mit seiner Amateur- aber ausschließlich, wenn der Funkamateur
funkstelle jederzeit Nachrichten für und an dazu selbst nicht in der Lage ist.
Dritte übermitteln, die nicht den Amateurfunk-
dienst betreffen.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VC138 Die Bundesnetzagentur kann bei Verstößen VC143 Welche der nachfolgenden Handlungen
gegen AFuG oder AFuV stellt eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des
A eine Einschränkung des Betriebes oder die Amateurfunkgesetzes dar?
Außerbetriebnahme der Amateurfunkstelle A Der Betrieb einer Amateurfunkstelle ohne Ama-
anordnen. teurfunkzulassung.
B einen sofortigen Abbau der Amateurfunkstelle B Die Nachrichtenübermittlung in Not- und Katast-
noch vor Ort anordnen. rophenfällen an Dritte.
C ein Unbrauchbarmachen der Amateurfunkstelle C Die Verletzung der Pflicht zur Führung eines
durch Entnahme wichtiger Teile aus dem Sen- Stationstagebuches.
der anordnen. D Die Nichteinhaltung der Personenschutzgrenz-
D eine kostenpflichtige fachliche Nachprüfung werte.
anordnen.
VC144 Welche der nachfolgenden Handlungen
VC139 Was hat ein Funkamateur zu erwarten, der stellt eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des
seine Amateurfunkstelle entgegen den Be- Amateurfunkgesetzes dar?
stimmungen über den Amateurfunkdienst A Der Betrieb einer Amateurfunkstelle ohne ent-
betreibt? sprechende Rufzeichenzuteilung.
A Die Bundesnetzagentur kann eine Einschrän- B Die Nachrichtenübermittlung in Not- und Katast-
kung des Betriebes oder die Außerbetriebnah- rophenfällen an Dritte.
me der Amateurfunkstelle anordnen. C Die Verletzung der Pflicht zur Führung eines
B Der Funkamateur hat mit Entzug des Amateur- Stationstagebuches.
funkzeugnisses und einer Geldstrafe zu rech- D Die Nichteinhaltung der Personenschutzgrenz-
nen. werte.
C Der Funkamateur hat mit einer Geldstrafe und
mit dem Einzug der Sendefunkanlage zu rech- VC145 Ein Funkamateur übermittelt unter Benut-
nen. zung seiner Amateurfunkstelle rechtswidrig
D Die Bundesnetzagentur kann die verwendete Nachrichten an Dritte. Wie hoch kann das
Funkanlage einziehen. Bußgeld für diese Ordnungswidrigkeit sein?
A Bis zu 5.000 EURO.
VC140 Unter welchen Voraussetzungen kann einem B Bis zu 10.000 EURO.
Funkamateur die Zulassung zur Teilnahme
am Amateurfunkdienst widerrufen werden? C Maximal das 20-fache des Frequenznutzungs-
beitrags.
A Bei fortgesetztem Verstoß gegen das Amateur-
funkgesetz oder gegen die Amateurfunkverord- D 50 bis 100 EURO je nach Zeugnisklasse.
nung.
B Bei festgestellten Eintragungen in das Strafre- VC146 Was hat ein Funkamateur zu erwarten, der
gister. seine Amateurfunkstelle entgegen den Be-
stimmungen über den Amateurfunkdienst
C Bei Überschreitung des zulässigen Personen- betreibt?
schutzabstandes.
A Die Bundesnetzagentur kann dies - wenn ein
D Bei verspätet gestelltem Verlängerungsantrag entsprechender Verstoß begangen wurde - mit
für eine Relaisfunkstelle. einer Geldbuße ahnden.
B Der Funkamateur hat mit Entzug des Amateur-
VC141 Was hat ein Funkamateur mit zugeteiltem funkzeugnisses und einer Geldstrafe zu rech-
Rufzeichen zu erwarten, wenn er fortgesetzt nen.
gegen AFuG oder AFuV verstößt?
C Der Funkamateur hat mit einer Geldstrafe und
A Den Widerruf der Amateurfunkzulassung. mit dem Einzug der Sendefunkanlage zu rech-
B Eine Gefängnisstrafe von bis zu 2 Jahren. nen.
C Eine kostenpflichtige Nachprüfung. D Die Bundesnetzagentur kann die verwendete
D Eine Geldstrafe. Funkanlage einziehen.

VC142 Wann handelt ein Funkamateur ordnungs-


widrig im Sinne des Amateurfunkgesetzes?
A Beim Betrieb zum geschäftsmäßigen Erbringen
von Telekommunikationsdiensten.
B Bei dauerhafter Verlegung seiner Amateurfunk-
stelle an einen anderen Standort.
C Bei unzureichender Rufzeichennennung.
D Bei der Abwicklung von Funkbetrieb mit ande-
ren als Amateurfunkstellen.

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3.3.2 Amateurfunkverordnung (AFuV) VD103 Welche der folgenden Begriffsbestimmun-


gen ist entsprechend der AFuV richtig wie-
3.3.2.1 Allgemeines dergegeben?
A Die „Spitzenleistung (PEP)“ ist die Leistung, die
VD101 Welche der folgenden Begriffsbestimmun- der Sender unter normalen Betriebsbedingun-
gen ist gemäß AFuV richtig wiedergegeben? gen während einer Periode der Hochfrequenz-
A Eine „Klubstation“ ist eine Amateurfunkstelle, schwingung bei der höchsten Spitze der Modu-
die von Mitgliedern einer Gruppe von Funkama- lationshüllkurve durchschnittlich an einen reel-
teuren unter Verwendung eines gemeinschaft- len Abschlusswiderstand abgeben kann.
lich genutzten Rufzeichens betrieben wird. B Die „gleichwertige isotrope Strahlungsleistung
B Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende (EIRP)“ ist das Produkt aus der Leistung, die
Amateurfunkstelle“ ist eine besetzt betriebene der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn
Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbst- in einer Richtung, bezogen auf den Halbwellen-
tätig Aussendungen erzeugt (z.B. Amateurfunk- dipol.
stellen mit digitalen Betriebsarten). C Die „effektive Strahlungsleistung (ERP)“ ist das
C Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine automatisch Produkt aus der Leistung, die der Antenne
arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage (auch in zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Rich-
Satelliten), die Amateurfunkaussendungen, tung, bezogen auf den isotropen Kugelstrahler.
Teile davon oder sonstige eingespeiste oder D Eine „unerwünschte Aussendung“ ist jede elekt-
eingespeicherte Signale automatisch aussen- romagnetische Erscheinung, die die Funktion
det. eines Gerätes oder einer Funkanlage beein-
D Eine „Funkbake“ ist eine fernbediente Amateur- trächtigen könnte.
funkstelle (auch in Satelliten), die ferngesteuert
Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung VD104 Wo sind die Nutzungsbestimmungen, die
oder zu Empfangsversuchen erzeugt. maximal zulässigen Sender- bzw. Strah-
lungsleistungen und die erlaubten Fre-
VD102 Welche der folgenden Begriffsbestimmun- quenzbereiche für den Amateurfunkdienst
gen ist entsprechend der AFuV richtig wie- und den Amateurfunkdienst über Satelliten
dergegeben? zu finden?
A Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende A In der Anlage 1 der Amateurfunkverordnung
Amateurfunkstelle“ ist eine unbesetzt betriebe- (AFuV).
ne Amateurfunkstelle, die fernbedient oder B Im Gesetz über den Amateurfunk (AFuG).
selbsttätig Aussendungen erzeugt (Relaisfunk- C Im Telekommunikationsgesetz (TKG).
stellen, Digipeater, Funkbaken usw.).
D In der Frequenzzuteilungsverordnung (Freq-
B Eine „Klubstation“ ist eine Amateurfunkstelle ZutV).
einer Amateurfunkvereinigung, die von deren
Mitgliedern unter dem zugeteilten Rufzeichen
besetzt oder unbesetzt betrieben werden kann. VD105 Welche der genannten Bestimmungen ent-
hält Regelungen darüber, welche Frequenz-
C Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine automatisch bereiche der Inhaber einer Amateurfunkzu-
arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage (auch in lassung entsprechend seiner Zeugnisklasse
Satelliten), die Amateurfunkaussendungen, benutzen darf?
Teile davon oder sonstige eingespeiste oder
eingespeicherte Signale automatisch aussen- A Die Anlage 1 der Amateurfunkverordnung
det. (AFuV).
D B Der internationale Frequenzbereichszuwei-
Eine „Funkbake“ ist eine fernbediente Amateur-
funkstelle (auch in Satelliten), die ferngesteuert sungsplan in Artikel 5 der VO Funk.
Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung C Das Gesetz über den Amateurfunk (AFuG).
oder zu Empfangsversuchen erzeugt. D Die Anlage der Frequenzbereichszuweisungs-
planverordnung (FreqBZPV).

VD106 Wo ist die Einteilung der deutschen Ama-


teurfunkrufzeichen geregelt?
A Im Rufzeichenplan gemäß § 10 Abs. 3 AFuV.
B In Artikel 19 und Anhang 42 der VO Funk.
C In der Rufzeichenliste der Bundesnetzagentur.
D In § 4 des Amateurfunkgesetzes.

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VD107 Hat ein Funkamateur Anspruch auf Zutei- VD110 Was muss der Inhaber einer Amateurfunkzu-
lung eines bestimmten Rufzeichens? lassung bei der Änderung seines Namens
A Nein, es besteht kein Anspruch darauf. oder seiner Anschrift veranlassen?
B Ja, aber nur in besonders zu begründenden A Er muss die Änderungen der Bundesnetzagen-
Fällen. tur unverzüglich in schriftlicher oder elektroni-
C Nein, es sei denn, er kann besondere persönli- scher Form mitteilen.
che Gründe geltend machen und das Rufzei- B Er muss die Änderungen der Bundesnetzagen-
chen frei ist. tur im Fall der weiteren Teilnahme am Amateur-
D Ja, wenn es ihm schon einmal zugeteilt war. funkdienst innerhalb von 4 Wochen in schriftli-
cher oder elektronischer Form mitteilen.
VD108 Wann und wie oft hat der Funkamateur sein C Er muss die Änderungen der Bundesnetzagen-
Rufzeichen zu nennen? tur nur beim Umzug ins Ausland oder in den
Zuständigkeitsbereich einer anderen Bundes-
A Das Rufzeichen ist am Anfang und am Ende netzagentur-Außenstelle mitteilen.
jeder Funkverbindung sowie zwischendurch
mindestens alle 10 Minuten zu nennen. D Er muss die Änderungen 14 Tage vor deren
Eintreten der Bundesnetzagentur in schriftlicher
B Das Rufzeichen ist am Anfang und am Ende oder elektronischer Form mitteilen und seine
jeder Funkverbindung zu nennen. Funkanlage solange stilllegen, bis er von der
C Das Rufzeichen ist alle 10 Minuten zu nennen. Bundesnetzagentur eine entsprechend geän-
D Das Rufzeichen ist spätestens nach 10 Minuten derte Amateurfunkzulassung erhalten hat.
oder auf Verlangen der am Funkverkehr betei-
ligten Funkstellen zu nennen. VD111 Ein Funkamateur verzichtet auf seine Zulas-
sung und damit auf die Zuteilung seines
VD109 Welche Pflichten hat der Inhaber einer Ama- personengebundenen Rufzeichens. Kann er
teurfunkzulassung im Fall der Änderung damit rechnen, dass er auf Antrag dieses
seiner Anschrift oder bei der Neuerrichtung Rufzeichen nach 2 Jahren erneut zugeteilt
einer ortsfesten Amateurfunkstelle? bekommt?
A Er muss die Änderung der Anschrift unverzüg- A Nein, der Funkamateur kann nur mit der Zutei-
lich und die Neuerrichtung einer ortsfesten lung dieses Rufzeichens rechnen, wenn er den
Amateurfunkstelle vor deren Inbetriebnahme Antrag auf erneute Zuteilung innerhalb eines
bei der Bundesnetzagentur in schriftlicher oder Jahres nach Verzicht stellt.
elektronischer Form anzeigen. B Ja, freigewordene Rufzeichen werden erst nach
B Er muss die Änderung der Anschrift oder die Ablauf von 10 Jahren an einen anderen Funk-
Neuerrichtung einer ortsfesten Amateurfunk- amateur neu vergeben.
stelle 14 Tage vorher bei der Bundesnetzagen- C Ja, Rufzeichen sind personengebunden und
tur in schriftlicher oder elektronischer Form können daher sowieso nicht an andere Perso-
anzeigen. nen vergeben werden.
C Er muss die Änderung der Anschrift oder die D Nein, durch Verzicht frei gewordene Rufzeichen
Neuerrichtung einer ortsfesten Amateurfunk- dürfen generell für 10 Jahre nicht vergeben
stelle innerhalb von 4 Wochen bei der Bundes- werden.
netzagentur in schriftlicher oder elektronischer
Form anzeigen und die Bestätigung abwarten, VD112 Was gilt in Bezug auf den Empfang von
bevor er den Funkbetrieb wieder aufnehmen Amateurfunkaussendungen?
darf.
A Es ist keine Zulassung zur Teilnahme am Ama-
D Er muss die Änderung oder Neuerrichtung teurfunkdienst erforderlich.
14 Tage vor der Aufnahme des Funkbetriebs
am neuen Wohnsitz bzw. Standort bei der Bun- B Es dürfen nur TKG-zugelassene Empfangsge-
desnetzagentur in schriftlicher oder elektroni- räte verwendet werden.
scher Form anzeigen. C Es bedarf der Zuteilung eines Hörerrufzeichens
aus der „DE-Reihe“.
D Die Anerkennung als „SWL“ ist erforderlich in
Verbindung mit der Mitgliedschaft in einer Ama-
teurfunkvereinigung.

VD113 Zu welchen Zwecken kann die Bundesnetz-


agentur schriftliche Nachweise über den
Funkbetrieb verlangen?
A Zur Untersuchung elektromagnetischer Unver-
träglichkeit oder zur Klärung frequenztechni-
scher Fragen.
B Zur Überprüfung der fachlichen Qualitäten des
Funkamateurs und des Inhalts der Sendungen.
C Als Kontroll-Nachweis für EMVU-
Verträglichkeit.
D Als Kontrolllogs bei Amateurfunkwettbewerben
oder zur Abrechnung der Beiträge.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VD114 Dürfen im Amateurfunkverkehr internationa- VD119 Welche technischen Anforderungen stellt


le Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszei- die Amateurfunkverordnung u. a. an eine
chen (z. B. SOS, MAYDAY) ausgesendet Amateurfunksendeanlage?
werden? A Die Amateurfunkstelle ist nach den allgemein
A Nein, der Gebrauch dieser Zeichen ist aus- anerkannten Regeln der Technik einzurichten
drücklich untersagt. und zu unterhalten.
B Ja, falls die Bundesnetzagentur zugestimmt B Es dürfen, zur Verminderung von Störungen,
hat. nur noch transistorisierte, CE gekennzeichnete
C Nur bei Übungen, an denen auch Inhaber von Sendefunkanlagen eingesetzt werden. Endstu-
See- oder Flugfunkzeugnissen teilnehmen, fen dürfen jedoch weiterhin mit Röhren betrie-
dürfen auch die im See-/Flugfunkverkehr übli- ben werden.
chen Notzeichen benutzt werden. C Die Antenne der Amateurfunkstelle muss über
D Ja, aber nur bei Not- oder Katastrophenfunk- eine koaxiale Zuleitung mit dem Sender bzw.
übungen. der Endstufe verbunden werden.
D Die Sendefunkanlage darf bauartbedingt keine
VD115 Darf ein Funkamateur verdeckte bzw. ge- höhere Leistung erzeugen können, als der
heime Nachrichten an seinen Funkfreund Funkamateur in seiner Zeugnisklasse verwen-
senden? den darf.
A Nein. Der Amateurfunkverkehr muss in offener
Sprache abgewickelt werden und darf nicht zur VD120 Was ist bei Abgleicharbeiten und Messun-
Verschleierung verschlüsselt werden. gen an Sendern im Hinblick auf die Aussen-
B Ja, in allen Sprachen, Betriebsarten und Kodie- dung zu beachten?
rungen. A Sie sind an einem Abschlusswiderstand durch-
C Ja, aber nur zu Testzwecken. zuführen.
D Ja, aber nur in den landesüblichen Sprachen, B Das Sendergehäuse darf nicht geöffnet werden.
Betriebsarten und Kodierungen. C Das Antennenkabel muss fest angeschlossen
sein.
VD116 Offene Sprache im Funkverkehr bedeutet, D Es darf nur mit halber Sendeleistung gesendet
dass der Funkverkehr werden.
A nicht durch geheime Kodes oder unbekannte
Verfahren verschleiert werden darf. VD121 Ist das Aussenden des unmodulierten oder
B nicht kodiert und nicht fremdsprachig abgewi- ungetasteten Trägers zulässig?
ckelt werden darf. A Ja, kurzzeitig, z.B. zum Abstimmen.
C nur in den landesüblichen Sprachen abgewi- B Ja, unbegrenzt, es wird ja keine Information
ckelt werden darf. übertragen.
D keine Abkürzungen enthalten darf. C Nein, weil sonst die Endstufe zu heiß wird.
D So lange bis ein Ruf wahrgenommen wird.
VD117 Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
A Q-Gruppen und Amateurfunkabkürzungen VD122 Bei der Überprüfung des Ausgangssignals
gelten als offene Sprache. eines Senders sollte die Dämpfung der
B Landeskenner und kodierte Abkürzungen gel- Oberwellen mindestens
ten als offene Sprache. A den geltenden Richtwerten entsprechen.
C Nur das gesprochene Wort gilt als offene Spra- B 30 dB betragen.
che. C 100 dB betragen.
D Nur Morsezeichen und digitale Verschlüsselun- D 20 dB betragen.
gen gelten als offene Sprache.
VD123 Welche Daten sind in der offiziellen Rufzei-
VD118 Welche technischen Anforderungen stellt chenliste der Bundesnetzagentur immer
die Amateurfunkverordnung u. a. an eine enthalten?
Amateurfunksendeanlage? A Alle zugeteilten Rufzeichen in Verbindung mit
A Unerwünschte Aussendungen sind auf das dem Namen des Inhabers und die Standorte
geringst mögliche Maß zu beschränken. von Relaisfunkstellen und Funkbaken.
B Sofern SSB-Betrieb möglich ist, muss jederzeit B Alle zugeteilten Rufzeichen mit den dazugehö-
zu Messzwecken auch eine Umschaltung auf rigen Standorten der Amateurfunkstellen.
die Betriebsart FM möglich sein. C Alle zugeteilten Rufzeichen mit den dazugehö-
C Zur Reduzierung von Störungen darf das SWR rigen Rufzeicheninhabern und deren Anschrif-
nicht schlechter als 1:3 sein. ten.
D Die Frequenzschwankungen des Senders dür- D Im Falle eines Widerspruchs keinerlei Angaben,
fen maximal 10 Hz betragen. auch kein Rufzeichen.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VD124 Wozu können Aufzeichnungen der Sendetä- VD129 Ist für den Betrieb einer Amateurfunkstelle
tigkeit (z.B. Stationstagebuch) dienen? auf Wasser beziehungsweise in der Luft
A Sie können zur Aufklärung elektromagnetischer eine Sondergenehmigung der Bundesnetz-
Unverträglichkeiten dienen. agentur erforderlich?
B Ein präzise geführtes Stationstagebuch kann A Nein.
u.a. als Grundlage für die Erteilung einer EM- B Ja, aber nur in Einzelfällen.
VU- Bescheinigung dienen. C Ja, in jedem Fall ist eine Sonderzuteilung erfor-
C Dort können die Rufzeichen der Gegenfunkstel- derlich.
len festgehalten werden, damit der Bundes- D Nur bei Strahlungsleistungen über 10 Watt
netzagentur jederzeit der Nachweis erbracht EIRP.
werden kann, dass nur mit genehmigten Funk-
stellen Funkverkehr abgewickelt wurde.
D Sie können nur als Aktivitätsnachweis über den
Funkbetrieb gegenüber der örtlichen Amateur- 3.3.2.2 Rufzeichen, Rufzeichenanwendung
funkvereinigung dienen.
VD201 Welche Rückschlüsse lässt das Rufzeichen
VD125 Wann muss der Funkamateur ein Logbuch DP1ZZZ zu?
führen? A Es ist eine feste deutsche Amateurfunkstelle an
A In besonderen Fällen auf Verlangen. einem exterritorialen Standort.
B Immer. B Es ist eine Sonderfunkstelle der Deutschen
C Immer, nur nicht bei Mobil- und Portabelbetrieb. Post AG.
D Nie. C Es ist eine Amateurfunkstelle, die zu einem
besonderen Anlass betrieben wird (Sonderruf-
VD126 Wann hat ein Funkamateur der Bundesnetz- zeichen).
agentur gemäß AFuV technische Unterlagen D Es ist eine Ausbildungsfunkstelle mit einem
über seine Sendeanlage vorzulegen? speziellen Rufzeichen.
A Auf Anforderung der Bundesnetzagentur.
B Nur im Fall von elektromagnetischen Störun- VD202 Zu welchem Verwendungszweck und wel-
gen. cher Klasse gehört das Rufzeichen
DO3ZZZ?
C Mit dem Erhalt der Amateurfunkzulassung. Es ist ein
D Immer. A personengebundenes Rufzeichen der Klasse E.
B Ausbildungsrufzeichen der Klasse A.
VD127 Für welche Zwecke sind Zuteilungen mit
Ausnahmen von den technischen und be- C personengebundenes Rufzeichen der Klasse A.
trieblichen Rahmenbedingungen der AFuV D Ausbildungsrufzeichen der Klasse E.
möglich?
A Für besondere experimentelle und technisch- VD203 Zu welchem Verwendungszweck und wel-
wissenschaftliche Studien mit einer Amateur- cher Klasse gehört das Rufzeichen DJ7ZZZ?
funkstelle. Es ist ein
B Für Übungen zur Abwicklung des Funkverkehrs A personengebundenes Rufzeichen der Klasse A.
in Not- und Katastrophenfällen. B Ausbildungsrufzeichen der Klasse E.
C Für Abgleicharbeiten und Messungen an Sen- C personengebundenes Rufzeichen der Klasse E.
dern ohne Abschlusswiderstand. D Klubstationsrufzeichen der Klasse A.
D Für die Nutzung zusätzlicher Frequenzberei-
che, die nicht im Frequenznutzungsplan für den VD204 Zu welchem Verwendungszweck und wel-
Amateurfunkdienst ausgewiesen sind. cher Klasse gehört das Rufzeichen DF9ZZZ?
Es ist ein
VD128 Rufzeichenzuteilungen für besondere expe- A personengebundenes Rufzeichen der Klasse A.
rimentelle und technisch-wissenschaftliche B personengebundenes Rufzeichen der Klasse E.
Studien gemäß § 16 Abs. 2 der AFuV sind
Zuteilungen, C Ausbildungsrufzeichen der Klasse A oder E,
keine genaue Bestimmung möglich.
A die Ausnahmen von den technischen und be-
trieblichen Rahmenbedingungen der AFuV D Klubstationsrufzeichen der Klasse A.
zulassen.
B die Ausnahmen vom Rufzeichenplan zulassen. VD205 Zu welchem Verwendungszweck und wel-
cher Klasse gehört das Rufzeichen
C die Ausnahmen im Ausbildungsfunkbetrieb DGØZZZ?
zulassen. Es ist ein
D die Ausnahmen zur Nutzung von gewerblich- A personengebundenes Rufzeichen oder Klubsta-
wirtschaftlichen Zwecken zulassen. tionsrufzeichen der Klasse A.
B personengebundenes Rufzeichen der Klasse E.
C personengebundenes Rufzeichen oder Ausbil-
dungsrufzeichen der Klasse A.
D Klubstationsrufzeichen der Klasse E.

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VD206 Zu welchem Verwendungszweck und wel- VD211 Wann muss beim Amateurfunkverkehr das
cher Klasse gehört das Rufzeichen zugeteilte Rufzeichen übermittelt werden?
DLØZZZ? A Bei Beginn und Ende jeder Funkverbindung
Es ist ein sowie mindestens alle 10 Minuten während des
A Klubstationsrufzeichen der Klasse A. Funkverkehrs.
B personengebundenes Rufzeichen der Klasse A. B Rufzeichen sind bei Bedarf am Beginn und
C personengebundenes Rufzeichen der Klasse A Ende einer Funkverbindung anzugeben.
oder E, keine genaue Bestimmung möglich. C Rufzeichen sind bei länger andauernden oder
D Klubstationsrufzeichen der Klasse E. ununterbrochenen Aussendungen nach Bedarf
in die laufende Übermittlung einzustreuen.
VD207 Zu welchem Verwendungszweck und wel- D Mindestens alle 20 Minuten während des Funk-
cher Klasse gehört das Rufzeichen verkehrs.
DB5ZZZ?
Es ist ein VD212 DL5XYZ benutzt sein im Kraftfahrzeug ein-
A personengebundenes Rufzeichen der Klasse A. gebautes Funkgerät für Sprechfunkverkehr.
B personengebundenes Rufzeichen der Klasse E. Wie kann der Zusatz zu seinem Rufzeichen
lauten?
C Ausbildungsrufzeichen der Klasse A oder E.
A Mobil
D Rufzeichen für eine fernbediente bzw. automa-
tisch arbeitende Amateurfunkstelle der Klasse B Portabel
A. C /p
D Es ist kein Zusatz erlaubt.
VD208 Zu welchem Verwendungszweck und wel-
cher Klasse gehört das Rufzeichen VD213 Was trifft für die Rufzeichenreihe
DM1ZZZ? "DN1AA - DN8ZZZ" zu?
Es ist ein A Rufzeichen für Ausbildungsfunkbetrieb.
A personengebundenes Rufzeichen der Klasse A. B Rufzeichen für Klubstationen.
B personengebundenes Rufzeichen der Klasse E. C Rufzeichen für Relaisfunkstellen.
C Ausbildungsrufzeichen der Klasse A. D Rufzeichen für Funkbaken.
D Klubstationsrufzeichen der Klasse E.
VD214 Was trifft für die Rufzeichenreihe
VD209 Wie werden deutsche Amateurfunkrufzei- "DJ1AA - DJ9ZZZ" zu?
chen meistens gebildet? A Personengebundene Rufzeichen der Klasse A.
A Amateurfunkrufzeichen bestehen aus einem 2- B Ausbildungsrufzeichen.
buchstabigen Präfix (Landeskenner), einer C Rufzeichen für Klubstationen.
Ziffer und einem meist 2- oder 3-buchstabigen
Suffix. D Rufzeichen der Klasse E.
B Amateurfunkrufzeichen bestehen meistens aus
VD215 Was trifft für die Rufzeichenreihe
einem zweistelligen Suffix (Landeskenner), ein
oder zwei Ziffern und einem zwei- oder dreistel- "DL1AA - DL9ZZZ" zu?
ligen Präfix. A Personengebundene Rufzeichen der Klasse A.
C Amateurfunkrufzeichen bestehen aus einem B Ausbildungsrufzeichen.
einstelligen Präfix (D), einer oder zwei Ziffern C Rufzeichen für Klubstationen.
und einem meist ein-, zwei- oder dreistelligen D Rufzeichen der Klasse E.
Suffix.
D Amateurfunkrufzeichen bestehen meistens aus VD216 Was trifft für die Rufzeichenreihe
einem 2-stelligen Suffix (Landeskenner), einer "DB1AA - DB9ZZZ" zu?
Ziffer und einem 1-, 2- oder 3-stelligen Präfix. A Personengebundene Rufzeichen der Klasse A.
B Ausbildungsrufzeichen.
VD210 Welche der folgenden Amateurfunkrufzei-
C Rufzeichen für Klubstationen.
chen werden in Deutschland auch zugeteilt?
D Rufzeichen der Klasse E.
A Rufzeichen für Klubstationen mit 1-
buchstabigem oder 4- bis 7-stelligem Suffix,
das mit einem Buchstaben endet. VD217 Was trifft für die Rufzeichenreihe
"DO1AA - DO9ZZZ" zu?
B Rufzeichen mit 1- bis 7-stelligem Suffix als
personengebundenes Rufzeichen gemäß § 3 A Personengebundene Rufzeichen der Klasse E.
Abs. 1 des Amateurfunkgesetzes. B Ausbildungsrufzeichen.
C Rufzeichen für Relaisfunkstellen und Funkba- C Rufzeichen für Klubstationen.
ken mit 1-buchstabigem oder mit 4- bis 7- D Rufzeichen der Klasse A.
stelligem Suffix.
D Rufzeichen für Klubstationen mit 1-
buchstabigem oder mit 4- bis 7-stelligem Präfix,
dessen letztes Zeichen eine Ziffer sein muss.

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VD218 Woran erkennt man eine Amateurfunkstelle 3.3.2.3 Ausbildungsfunkbetrieb


im Funkbetrieb?
A Am Amateurfunkrufzeichen. VD301 Von wem ist während des Ausbildungs-
B Am benutzen Frequenzbereich. funkbetriebs das zugeteilte Ausbildungsruf-
zeichen zu benutzen?
C An der verwendeten Sendeart.
A Grundsätzlich nur vom Auszubildenden.
D An der Betriebstechnik.
B Grundsätzlich nur vom Ausbilder.
VD219 Was trifft für die Rufzeichenreihe C Vom Auszubildenden und vom Ausbilder.
"DBØAA - DBØZZZ" zu? D Immer nur vom Inhaber der benutzten Amateur-
A Rufzeichen für Relaisfunkstellen oder Funkba- funkstation.
ken.
B Rufzeichen für Klubstationen bei besonderen VD302 Was ist bei der Durchführung von Ausbil-
Anlässen allgemeiner Art. dungsfunkverkehr zu beachten?
C Rufzeichen für Zuteilungen gemäß § 16 Abs. 2 A Vom Auszubildenden sind Angaben über den
der AFuV. Funkverkehr schriftlich festzuhalten und vom
Ausbilder zu bestätigen.
D Rufzeichen für Personal der Gaststreitkräfte.
B Beim Ausbildungsfunkverkehr darf nicht an
Amateurfunkwettbewerben teilgenommen wer-
VD220 Was trifft für die Rufzeichenreihe den.
"DFØAA - DFØZZZ" zu?
C Der Ausbildungsfunkverkehr darf ausschließlich
A Rufzeichen für Klubstationen (auslaufend Re- in Gegenwart des Ausbilders an einer Klub-
laisfunkstellen oder Funkbaken). oder Schulstation durchgeführt werden.
B Rufzeichen für Personal der Gaststreitkräfte. D Der Ausbildungsfunkverkehr darf ausschließlich
C Rufzeichen für Klubstationen bei besonderen in Phonie (SSB oder FM) durchgeführt werden.
allgemeinen Anlässen.
D Rufzeichen für Zuteilungen gemäß § 16 Abs. 2 VD303 Was ist u.a. im Zusammenhang mit der
der AFuV. Durchführung von Ausbildungsfunkverkehr
zu beachten?
VD221 Was trifft für die Rufzeichenreihe A Der Ausbildungsfunkbetrieb darf nur im Berech-
"DAØAA - DAØZZZ" zu? tigungsumfang der Rufzeichenzuteilung durch-
A Rufzeichen für Klubstationen. geführt werden.
B Rufzeichen für Zuteilungen gemäß § 16 Abs. 2 B Der Ausbildungsfunkverkehr darf nicht in der
der AFuV. Betriebsart A1A (Morsen) durchgeführt werden.
C Rufzeichen für ATV-Relaisfunkstellen. C Der Ausbildungsfunkverkehr darf nur mit einer
D Rufzeichen für Funkbaken. maximalen Strahlungsleistung von 10 Watt
EIRP durchgeführt werden.
VD222 Was trifft für das Rufzeichen "DA5AA" zu? D Der Ausbildungsfunkverkehr darf nur an einer
A Rufzeichen für Zuteilungen gemäß § 16 Abs. 2 Klubstation durchgeführt werden.
der AFuV.
B Rufzeichen für exterritoriale Standorte. VD304 Wann ist mit dem Entzug eines Ausbil-
dungsrufzeichens zu rechnen?
C Rufzeichen für Personal der Gaststreitkräfte.
A Wenn das Ausbildungsrufzeichen fortgesetzt in
D Rufzeichen für Klubstationen.
Abwesenheit des Ausbilders benutzt wird.
B Wenn der Ausbildungsfunkverkehr mobil
VD223 Werden von der Bundesnetzagentur Ausbil-
durchgeführt wird.
dungsrufzeichen für Klubstationen verge-
ben? C Wenn durch den Ausbildungsfunkverkehr BCI
und TVI verursacht wird.
A Nein.
D Wenn es zu Störungen von Amateurfunk-
B Ja, aber nur auf Antrag des verantwortlichen
Kontesten kommt.
Funkamateurs.
C Ja.
VD305 Nicht-Funkamateure dürfen am Ausbil-
D Ausbildungsrufzeichen für Klubstationen wer- dungsfunkbetrieb
den in besonders begründeten Fällen verge-
A nur unter unmittelbarer Anleitung und Aufsicht
ben.
eines Funkamateurs mit zugeteiltem Ausbil-
dungsrufzeichen teilnehmen.
B nur an Klubstationen unter Aufsicht eines
Funkamateurs teilnehmen.
C ohne besondere Auflagen teilnehmen.
D jederzeit unter Verwendung des persönlichen
Rufzeichens des ausbildenden Funkamateurs
teilnehmen.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VD306 Beim Ausbildungsfunkbetrieb sind 3.3.2.4 Klubstationen


A von dem Auszubildenden Angaben über den
Funkbetrieb schriftlich festzuhalten. VD401 Welche Voraussetzungen müssen für die
B vom Ausbilder Angaben über die Teilnehmer an Erteilung eines Rufzeichens für den Betrieb
die Bundesnetzagentur zu senden. einer Klubstation erfüllt sein?
C Funkamateure der Klasse E als Ausbilder nicht A Die Rufzeichenzuteilung für das Betreiben einer
zugelassen. Klubstation ist von der Benennung des ver-
antwortlichen Funkamateurs durch den Leiter
D vom Ausbilder Aufzeichnungen über die Sende- einer Gruppe von Funkamateuren abhängig.
tätigkeit und die Teilnehmer am Ausbildungs-
funkbetrieb zu führen. B Der verantwortliche Funkamateur für die Klub-
station muss in jedem Fall Inhaber eines Ruf-
zeichens der höchsten Amateurfunkklasse sein.
VD307 Kann der Inhaber einer Amateurfunkzulas-
sung der Klasse E ein Ausbildungsrufzei- C Der verantwortliche Funkamateur muss seit
chen zugeteilt bekommen? mindestens 2 Jahren Inhaber eines Amateur-
funkzeugnisses sein.
A Ja, er darf jedoch nur im Rahmen der Klasse E
ausbilden. D Der Leiter einer als eingetragener Verein (e.V.)
bestehenden Amateurfunkvereinigung muss
B Nein, die Klasse E ist nur als Einstiegsklasse auch der für die beantragte Klubstation verant-
vorgesehen und darf daher nicht ausbilden. wortliche Funkamateur sein.
C Nein, Ausbildungsrufzeichen werden nur Inha-
bern der höchsten Amateurfunk-Zeugnisklasse VD402 Welche Voraussetzung muss für die Ertei-
zugeteilt. lung eines Rufzeichens für den Betrieb einer
D Ja, er darf die Ausbildung aber nur in Anwe- Klubstation erfüllt sein?
senheit eines Zulassungsinhabers mit Klasse A A Eine Zulassung zur Teilnahme am Amateur-
durchführen. funkdienst nach § 3 Abs. 1 AFuG.
B Der verantwortliche Funkamateur für die Klub-
VD308 Wird das Ausbildungsrufzeichen auf unbe- station muss in jedem Fall Inhaber eines Aus-
grenzte Zeit erteilt? bildungsrufzeichens sein.
A Ja, bis auf Ausnahmen wird es in der Regel C Der verantwortliche Funkamateur für die Klub-
unbefristet erteilt. station muss in jedem Fall Inhaber eines Ruf-
B Nein, es ist auf 2 Jahre befristet. zeichens der höchsten Amateurfunkklasse sein.
C Nein, es ist nach einem Jahr neu zu beantra- D Eine HAREC-Bescheinigung oder ein Amateur-
gen. funkzeugnis.
D Nein, es verfällt, wenn es ein Jahr nicht benutzt
wurde. VD403 Was ist nötig, damit ein Funkamateur das
Rufzeichen einer Klubstation mitbenutzen
VD309 Welche der nachfolgenden Tätigkeiten fällt darf?
nicht unter die Ziel- und Zweckbestimmung A Er muss Inhaber einer Zulassung zur Teilnah-
des Ausbildungsfunkbetriebs? me am Amateurfunkdienst sein.
A Das alleinige Vorführen von Amateurfunkver- B Eine Ausbildungsfunkrufzeichenzuteilung nach
kehr. § 12 der AFuV.
B Die praktische Vorbereitung auf das Ablegen C Ein Amateurfunkzeugnis der entsprechenden
der fachlichen Prüfung für Funkamateure der Klasse.
Klasse E. D Er muss Inhaber eines Rufzeichens der höchs-
C Die praktische Vorbereitung auf das Ablegen ten Amateurfunkklasse sein.
der fachlichen Prüfung für Funkamateure der
Klasse A. VD404 Wovon sind die Betriebsrechte eines Funk-
D Personen, die nicht Inhaber eines entsprechen- amateurs bei der Mitbenutzung eines Klub-
den Amateurfunkzeugnisses sind, können unter stationsrufzeichens abhängig?
festgelegten Voraussetzungen am Amateur- A Von seiner Zulassung zur Teilnahme am Ama-
funkdienst teilnehmen. teurfunkdienst.
B Nur von den Betriebsrechten der Zuteilung der
Klubstation.
C Von der CEPT-Klasse der Klubstation.
D Er muss Inhaber einer Ausbildungsfunkzutei-
lung nach § 13 der AFuV sein.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VD405 Wovon sind die Betriebsrechte eines Funk- VD410 Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
amateurs bei der Mitbenutzung eines Klub- A Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
stationsrufzeichens abhängig? kann mit der Rücknahme der Benennung durch
A Von seiner Zulassung zur Teilnahme am Ama- den Leiter einer Gruppe von Funkamateuren
teurfunkdienst nach § 3 Abs. 1 AFuG. beendet werden.
B Er muss auf jeden Fall Inhaber eines Rufzei- B Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
chens der höchsten Amateurfunkklasse sein. endet mit dem Standortwechsel der Klubstation.
C Von seiner Benennung durch den verantwortli- C Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
chen Funkamateur. endet mit dem Rufzeichenwechsel bei der Zu-
D Nur von den Betriebsrechten der Rufzeichenzu- lassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
teilung der Klubstation. D Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
endet mit dem Widerruf des Ausbildungsrufzei-
VD406 Welche der genannten Funkamateure dürfen chens.
an einer Klubstation der Klasse A Funkbe-
trieb im 40-m-Amateurfunkband durchfüh- VD411 Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
ren? A Kurzzeitige Standortänderungen einer Klubsta-
A Inhaber einer Amateurfunkzulassung der tion müssen der Bundesnetzagentur nicht an-
Klasse A. gezeigt werden.
B Inhaber einer Amateurfunkzulassung der B Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
Klasse E. endet mit dem Standortwechsel der Klubstation.
C Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses der C Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
Klasse E ohne Amateurfunkzulassung. endet mit dem Rufzeichenwechsel bei der Zu-
D Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses der lassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
Klasse A ohne Amateurfunkzulassung. D Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
endet mit dem Widerruf des Ausbildungsrufzei-
VD407 Darf ein Funkamateur mit Ausbildungsruf- chens.
zeichen der Klasse E an einer Klubstation,
für deren Betrieb ein Rufzeichen der Klasse
A zugeteilt wurde, ausbilden?
A Ja, unter Verwendung des Ausbildungsrufzei- 3.3.2.5 Relaisfunkstellen und Funkbaken
chens im Rahmen der Betriebsrechte der
Klasse E. VD501 Welche der folgenden Begriffsbestimmun-
B Ja, der Ausbildungsfunkbetrieb lässt dies in gen ist gemäß AFuV richtig wiedergegeben?
vollem Umfang der Klasse A zu. A Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende
C Nein, Ausbildungsfunk an Klubstationen ist Amateurfunkstelle“ ist eine unbesetzt betriebe-
untersagt. ne Amateurfunkstelle, die fernbedient oder
selbsttätig Aussendungen erzeugt (Relaisfunk-
D Nein, Ausbildungsfunk für Klasse E ist nur an stellen, Digipeater, Funkbaken usw.).
Klubstationen der Klasse E zulässig.
B Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende
Amateurfunkstelle“ ist eine besetzt betriebene
VD408 Welche der folgenden Aussagen ist richtig? Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbst-
A Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation tätig Aussendungen erzeugt (z.B. Amateurfunk-
endet mit dem Verzicht auf die Zulassung zum stellen mit digitalen Betriebsarten).
Amateurfunkdienst. C Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine automatisch
B Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage (auch in
endet mit dem Standortwechsel der Klubstation. Satelliten), die Amateurfunkaussendungen,
C Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation Teile davon oder sonstige eingespeiste oder
endet mit dem Rufzeichenwechsel bei der Zu- eingespeicherte Signale automatisch aussen-
lassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst. det.
D Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation D Eine „Funkbake“ ist eine fernbediente Amateur-
endet mit dem Widerruf des Ausbildungsrufzei- funkstelle (auch in Satelliten), die ferngesteuert
chens. Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung
oder zu Empfangsversuchen erzeugt.
VD409 Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
A Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
kann mit der Auflösung der benennenden
Gruppe von Funkamateuren beendet werden.
B Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
endet mit dem Standortwechsel der Klubstation.
C Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
endet mit dem Rufzeichenwechsel bei der Zu-
lassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
D Die Rufzeichenzuteilung für eine Klubstation
endet mit dem Widerruf des Ausbildungsrufzei-
chens.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VD502 Welche der folgenden Begriffsbestimmun- VD505 Was ist notwendig, damit ein Funkamateur
gen ist gemäß AFuV richtig wiedergegeben? eine Rufzeichenzuteilung für den Betrieb
A Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine fernbediente einer fernbedienten oder automatisch arbei-
Amateurfunkstelle (auch in Satelliten), die emp- tenden Amateurfunkstelle erhalten kann?
fangene Amateurfunkaussendungen, Teile A Eine Amateurfunkzulassung, ein entsprechen-
davon oder sonstige eingespeiste oder einge- der Antrag und eine standortbezogene Verträg-
speicherte Signale fern ausgelöst aussendet lichkeitsuntersuchung für die beabsichtigten
und dabei zur Erhöhung der Erreichbarkeit von Betriebsfrequenzen.
Amateurfunkstellen dient. B Eine HAREC-Bescheinigung, ein schriftlicher
B Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende Antrag mit einer Befürwortung durch eine Ama-
Amateurfunkstelle“ ist eine besetzt betriebene teurfunkvereinigung und ein Mindestalter von
Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbst- 13 Jahren.
tätig Aussendungen erzeugt (z.B. Amateurfunk- C Eine Überprüfung der eingesetzten Geräte und
stellen mit digitalen Betriebsarten). Einrichtungen durch die Bundesnetzagentur
C Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine automatisch und eine Rufzeichenzuteilung nach § 14 der
arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage (auch in AFuV.
Satelliten), die Amateurfunkaussendungen, D Eine Überprüfung der eingesetzten Geräte und
Teile davon oder sonstige eingespeiste oder Einrichtungen durch Beauftragte der Amateur-
eingespeicherte Signale automatisch aussen- funkverbände und die Vorlage des Prüfungser-
det. gebnisses bei der Bundesnetzagentur.
D Eine „Funkbake“ ist eine fernbediente Amateur-
funkstelle (auch in Satelliten), die ferngesteuert VD506 Wie hoch ist die maximal zulässige Strah-
Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung lungsleistung einer Relaisfunkstelle ober-
oder zu Empfangsversuchen erzeugt. halb 30 MHz?
A 15 Watt ERP
VD503 Welche der folgenden Begriffsbestimmun- B 15 Watt Senderausgangsleistung
gen ist gemäß AFuV richtig wiedergegeben?
C 750 Watt Senderausgangsleistung bis 23 cm
A Eine „Funkbake“ ist eine automatisch arbeiten- und 75 Watt auf den Bändern darüber.
de Amateurfunk-Sendeanlage (auch in Satelli-
ten), die selbsttätig Aussendungen zur Feld- D <10 Watt EIRP
stärkebeobachtung oder zu Empfangsversu-
chen erzeugt. VD507 Was gilt gemäß AFuV bei Relaisfunkstellen?
B Eine „fernbediente oder automatisch arbeitende A Der Inhaber der Rufzeichenzuteilung muss
Amateurfunkstelle“ ist eine besetzt betriebene sicherstellen, dass die Relaisfunkstelle jederzeit
Amateurfunkstelle, die fernbedient oder selbst- abgeschaltet werden kann.
tätig Aussendungen erzeugt (z.B. Amateurfunk- B Ein vorgeschriebenes Mindestalter des Rufzei-
stellen mit digitalen Betriebsarten). cheninhabers.
C Eine „Relaisfunkstelle“ ist eine automatisch C Das Rufzeichen der Relaisfunkstelle muss nach
arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage (auch in einer mehr als 10-minütigen Sendepause wie-
Satelliten), die Amateurfunkaussendungen, derholt werden.
Teile davon oder sonstige eingespeiste oder D Ein durchlaufender Betrieb des Senders länger
eingespeicherte Signale automatisch aussen- als 10 Minuten ist nicht zulässig.
det.
D Eine „Funkbake“ ist eine fernbediente Amateur- VD508 Was gilt gemäß AFuV bei Relaisfunkstellen
funkstelle (auch in Satelliten), die ferngesteuert und Funkbaken?
Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung A Relaisfunkstellen und Funkbaken dürfen nur auf
oder zu Empfangsversuchen erzeugt. den in der Rufzeichenzuteilung für sie ausge-
wiesenen Frequenzen betrieben werden.
VD504 Was ist notwendig, damit ein Funkamateur B Ein vorgeschriebenes Mindestalter des Rufzei-
eine Amateurfunkstelle als Relaisfunkstelle cheninhabers.
oder Funkbake betreiben darf?
C Das Rufzeichen der Relaisfunkstelle muss nach
A Eine Rufzeichenzuteilung für den Betrieb einer einer mehr als 10-minütigen Sendepause wie-
fernbedienten oder automatisch arbeitenden derholt werden.
Amateurfunkstelle.
D Ein durchlaufender Betrieb des Senders länger
B Die Meldung des Standortes bei der Bundes- als 10 Minuten ist nicht zulässig.
netzagentur, sofern die Relaisfunkstelle oder
Funkbake nicht an einem bereits gemeldeten
Standort betrieben wird.
C Für den Betrieb einer Relaisfunkstelle oder
Funkbake ist der mindestens 2-jährige Besitz
einer gültigen Amateurfunkzulassung erforder-
lich.
D Der Betrieb sowie die technischen Parameter
müssen der Bundesnetzagentur vor der Be-
triebsaufnahme schriftlich mitgeteilt werden.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VD509 Was gilt gemäß AFuV bei Relaisfunkstellen VE102 Wo sind Einzelheiten über die Aufteilung
und Funkbaken? und Nutzung der Frequenzbereiche in
A Relaisfunkstellen und Funkbaken dürfen nur an Deutschland zu finden?
dem in der Rufzeichenzuteilung aufgeführten A Im Frequenznutzungsplan und im Frequenzbe-
Standort unter den dort festgelegten Rahmen- reichszuweisungsplan.
bedingungen betrieben werden. B In der Anlage 1 der Amateurfunkverordnung
B Ein vorgeschriebenes Mindestalter des Rufzei- (AFuV).
cheninhabers. C Im Gesetz über die elektromagnetische Ver-
C Das Rufzeichen der Relaisfunkstelle muss nach träglichkeit von Geräten.
einer mehr als 10-minütigen Sendepause wie- D In Artikel 5 der VO Funk.
derholt werden.
D Ein durchlaufender Betrieb des Senders länger VE103 Darf ein Funkamateur in Deutschland alle in
als 10 Minuten ist nicht zulässig. der VO Funk für den Amateurfunkdienst
zugewiesenen Frequenzbereiche benutzen?
VD510 Wann kann ein verantwortlicher Funkama- A Nein, es dürfen nur Frequenzen genutzt wer-
teur einen bestimmten Funkamateur vorü- den, die durch nationale Regelungen umgesetzt
bergehend vom Betrieb über die von ihm wurden.
betreute Relaisfunkstelle ausschließen? B Ja, weil die internationalen Regelungen der VO
A Wenn dies dazu dient den störungsfreien Be- Funk auch in Deutschland gelten.
trieb der Relaisfunkstelle sicherzustellen. C Ja, wenn der Betrieb bei der Bundesnetzagen-
B Wenn ein Funkamateur die Relaisfunkstelle zu tur vorher angemeldet wurde.
häufig benutzt. D Nein. Die in Deutschland zulässigen Frequenz-
C Wenn technische Mängel seiner Station zu bereiche ergeben sich aus der Frequenznut-
Störungen führen. zungsplanaufstellungsverordnung.
D Wenn ein Funkamateur das Mindestalter noch
nicht erreicht hat. VE104 Welche Antwort enthält die richtige An-
fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
VD511 Welcher Fall ist als störungsfreier Betrieb teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
einer Relaisfunkstelle im Sinne des § 13 nen Frequenzbereichs
Abs. 4 AFuV anzusehen? (160-m-Amateurfunkband)?
A Lang andauernder Funkverkehr. A 1810 kHz - 2000 kHz
B Mutwillige Störungen oder unberechtigte Aus- B 1805 kHz - 1850 kHz
sendungen. C 1800 kHz - 1900 kHz
C Die Verbreitung von Inhalten, die gegen AFuG, D 1800 kHz - 1990 kHz
AFuV oder gegen allgemeines Recht versto-
ßen. VE105 Welche Antwort enthält die richtige An-
D Die Benutzung einer Relaisfunkstelle mit fal- fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
scher Rufzeichenklasse. teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
nen Frequenzbereichs
(80-m-Amateurfunkband)?
A 3,5 MHz - 3,8 MHz
3.3.3 Frequenzbereiche und Frequenznutzungs-
B 3,5 MHz - 3,6 MHz
parameter für den Amateurfunk
C 3,5 MHz - 3,9 MHz
VE101 Wo sind die ausführlichen Nutzungsbedin- D 3,8 MHz - 4,0 MHz
gungen und die ausgewiesenen Frequenz-
bereiche für den Amateurfunkdienst in VE106 Welche Antwort enthält die richtige An-
Deutschland zu finden? fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
A In der Anlage 1 der Amateurfunkverordnung teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
(AFuV). nen Frequenzbereichs
B In Artikel 5 der VO Funk. (40-m-Amateurfunkband)?
C Im Frequenznutzungsplan. A 7,0 MHz - 7,2 MHz
D In der Anlage der Frequenzbereichszuwei- B 7,1 MHz - 7,3 MHz
sungsplanverordnung (FreqBZPV). C 7,0 MHz - 7,3 MHz
D 7,0 MHz - 7,5 MHz

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VE107 Welche Antwort enthält die richtige An- VE113 Welche Antwort enthält die richtige An-
fangs- und Endfrequenz eines für den Ama- fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese- teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
nen Frequenzbereichs nen Frequenzbereichs
(30-m-Amateurfunkband)? (6-m-Amateurfunkband)?
A 10,1 MHz - 10,15 MHz A 50,08 - 51,00 MHz
B 10,1 MHz - 10,25 MHz B 50,0 - 52,0 MHz
C 10,0 MHz - 10,15 MHz C 50,8 - 51,8 MHz
D 10,0 MHz - 10,25 MHz D 51,08 - 52,00 MHz

VE108 Welche Antwort enthält die richtige An- VE114 Welche Antwort enthält die richtige An-
fangs- und Endfrequenz eines für den Ama- fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese- teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
nen Frequenzbereichs nen Frequenzbereichs
(20-m-Amateurfunkband)? (2-m-Amateurfunkband)?
A 14 MHz - 14,35 MHz A 144 - 146 MHz
B 14 MHz - 14,45 MHz B 144 - 148 MHz
C 14 MHz - 14,5 MHz C 140 - 146 MHz
D 14 MHz - 15 MHz D 140 - 148 MHz

VE109 Welche Antwort enthält die richtige An- VE115 Welche Antwort enthält die richtige An-
fangs- und Endfrequenz eines für den Ama- fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese- teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
nen Frequenzbereichs nen Frequenzbereichs
(17-m-Amateurfunkband)? (70-cm-Amateurfunkband)?
A 18,068 MHz - 18,168 MHz A 430 - 440 MHz
B 18,1 MHz - 18,15 MHz B 430 - 438 MHz
C 18,89 MHz - 18,99 MHz C 432 - 440 MHz
D 18,68 MHz - 19,99 MHz D 432 - 438 MHz

VE110 Welche Antwort enthält die richtige An- VE116 Welche Antwort enthält die richtige An-
fangs- und Endfrequenz eines für den Ama- fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese- teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
nen Frequenzbereichs nen Frequenzbereichs
(15-m-Amateurfunkband)? (23-cm-Amateurfunkband)?
A 21 MHz - 21,45 MHz A 1240 - 1300 MHz
B 21 MHz - 21,35 MHz B 1240 - 1290 MHz
C 21 MHz - 21,5 MHz C 1220 - 1300 MHz
D 21 MHz - 21,7 MHz D 1220 - 1290 MHz

VE111 Welche Antwort enthält die richtige An- VE117 Welche Antwort enthält die richtige An-
fangs- und Endfrequenz eines für den Ama- fangs- und Endfrequenz eines für den Ama-
teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese- teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese-
nen Frequenzbereichs nen Frequenzbereichs
(12-m-Amateurfunkband)? (13-cm-Amateurfunkband)?
A 24,89 MHz - 24,99 MHz A 2320 - 2450 MHz
B 24,89 MHz - 25,168 MHz B 2250 - 2340 MHz
C 24,168 MHz - 24,99 MHz C 2350 - 2520 MHz
D 24,068 MHz - 24,168 MHz D 2240 - 2300 MHz

VE112 Welche Antwort enthält die richtige An- VE118 Welche Antwort enthält nur Frequenzberei-
fangs- und Endfrequenz eines für den Ama- che, die auch von Rufzeicheninhabern der
teurfunkdienst in Deutschland ausgewiese- Klasse E genutzt werden dürfen?
nen Frequenzbereichs A 144 - 146 MHz, 430 - 440 MHz und
(10-m-Amateurfunkband)? 10 - 10,5 GHz
A 28 MHz - 29,7 MHz B 144 - 146 MHz, 430 - 440 MHz und
B 28 MHz - 29 MHz 1240 - 1300 MHz
C 28 MHz - 30 MHz C Alle Amateurfunkfrequenzbereiche oberhalb
D 28 MHz - 32 MHz 144 MHz
D 1810 - 2000 kHz, 3500 - 3800 kHz und alle
Amateurfunkfrequenzbereiche oberhalb
28 MHz

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 51
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VE119 Welche Antwort enthält nur Frequenzberei- VE126 Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klas-
che, die auch von Rufzeicheninhabern der sen A und E im Frequenzbereich 1810 -
Klasse E genutzt werden dürfen? 1850 kHz?
A 1810 - 2000 kHz, 3500 - 3800 kHz, A Maximal 750 Watt PEP für Klasse A und maxi-
21000 - 21450 kHz und 28000 - 29700 kHz mal 100 Watt PEP für Klasse E.
B 135,7 - 137,8 kHz, 1810 - 2000 kHz, B Maximal 75 Watt PEP für beide Klassen.
7000 - 7200 kHz und 21000 - 21450 kHz C Maximal 750 Watt PEP für Klasse A, Klasse E
C 1815 - 1835 kHz, 10100 - 10150 kHz, darf in dem Frequenzbereich nicht senden.
14000 - 14350 kHz und 21000 - 21450 kHz D Maximal 10 Watt PEP für beide Klassen.
D 1850 - 1890 kHz, 7000 - 7200 kHz,
18068 - 18168 kHz und 24890 - 24990 kHz VE127 Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klas-
sen A und E im Frequenzbereich 1850 -
VE120 In welchem der genannten Frequenzberei- 1890 kHz?
che hat der Amateurfunkdienst primären A Maximal 75 Watt PEP für beide Klassen.
Status? B Maximal 750 Watt PEP für Klasse A und maxi-
A 7000 - 7100 kHz mal 100 Watt PEP für Klasse E.
B 10100 - 10150 kHz C Maximal 750 Watt PEP für Klasse A, Klasse E
C 1850 - 1890 kHz darf in dem Frequenzbereich nicht senden.
D 135,7 - 137,8 kHz D Maximal 10 Watt PEP für beide Klassen.

VE121 In welchem der genannten Frequenzberei- VE128 Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klas-
che hat der Amateurfunkdienst primären sen A und E im Frequenzbereich 1890 -
Status? 2000 kHz?
A 14000 - 14350 kHz A Maximal 10 Watt PEP für beide Klassen.
B 135,7 - 137,8 kHz B Maximal 750 Watt PEP für Klasse A und maxi-
C 10100 - 10150 kHz mal 100 Watt PEP für Klasse E.
D 1850 - 1890 kHz C Maximal 750 Watt PEP für Klasse A, Klasse E
darf in dem Frequenzbereich nicht senden.
VE122 In welchem der genannten Frequenzberei- D Maximal 75 Watt PEP für beide Klassen.
che hat der Amateurfunkdienst primären
Status? VE129 Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klas-
A 21000 - 21450 kHz sen A und E im Frequenzbereich 3,5 -
B 135,7 - 137,8 kHz 3,8 MHz?
C 1850 - 1890 kHz A Maximal 750 Watt PEP für Klasse A und maxi-
mal 100 Watt PEP für Klasse E.
D 10100 - 10150 kHz
B Maximal 10 Watt PEP für beide Klassen.
VE123 In welchem der genannten Frequenzberei- C Maximal 750 Watt PEP für Klasse A, Klasse E
che hat der Amateurfunkdienst primären darf in dem Frequenzbereich nicht senden.
Status? D Maximal 75 Watt PEP für beide Klassen.
A 28000 - 29700 kHz
B 10100 - 10150 kHz VE130 Wie hoch ist die maximal zulässige Sender-
ausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der
C 135,7 - 137,8 kHz Klasse A in den Frequenzbereichen 3,5 -
D 1850 - 1890 kHz 3,8 MHz und 7,0 - 7,1 MHz?
A 750 Watt
VE124 In welchem der genannten Frequenzberei- B 75 Watt
che hat der Amateurfunkdienst primären
Status? C 150 Watt
A 144 - 146 MHz D 100 Watt
B 5,65 - 5,85 GHz
VE131 Wie hoch ist die maximal zulässige Sender-
C 10,0 - 10,5 GHz ausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der
D 1240 - 1300 MHz Klasse A im Frequenzbereich 7,1 - 7,2 MHz?
A 250 Watt
VE125 In welchem der genannten Frequenzberei- B 75 Watt
che hat der Amateurfunkdienst primären
Status? C 150 Watt
A 430 - 440 MHz D 750 Watt
B 1240 - 1300 MHz
C 3,4 - 3,475 GHz
D 2320 - 2450 MHz

Seite 52 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VE132 Wie hoch ist die maximal zulässige Sender- VE137 Was gilt für die Nutzung des Frequenzbe-
ausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der reichs 50,08 - 51 MHz?
Klasse A im Frequenzbereich 10,1 - A Nutzung nur durch Rufzeicheninhaber der
10,15 MHz? Klasse A. Die Nutzung ist auf feste Amateur-
A 150 Watt funkstellen beschränkt. Die Betriebsorte müs-
B 75 Watt sen bei der Bundesnetzagentur angezeigt wer-
C 250 Watt den.
D 750 Watt B Nutzung durch alle Rufzeicheninhaber der
Klassen A und E mit einer 50-MHz-
Sonderzuteilung. Es dürfen keine Amateur-
VE133 Wie hoch ist die maximal zulässige Sender- funkwettbewerbe durchgeführt werden.
ausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der
Klasse A in den Frequenzbereichen 14 - C Nutzung durch alle Rufzeicheninhaber der
14,35 MHz und 18,068 - 18,168 MHz? Klassen A und E, die den Betriebsort der 50-
MHz-Nutzung bei der Bundesnetzagentur an-
A 750 Watt gemeldet haben.
B 75 Watt D Nutzung nur durch Rufzeicheninhaber der
C 150 Watt Klasse A, die sich in den Schutzzonen der
D 250 Watt Fernsehsender auf dem TV-Kanal 2 befinden.

VE134 Wie hoch ist die maximal zulässige Sender- VE138 Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klas-
ausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der sen A und E in den Frequenzbereichen 144 -
Klasse A in den Frequenzbereichen 21 - 146 MHz und 430 - 440 MHz?
21,45 MHz und 24,89 - 24,99 MHz? A Maximal 750 Watt PEP für Klasse A und 75
A 750 Watt Watt PEP für Klasse E.
B 75 Watt B Maximal 75 Watt PEP für beide Klassen.
C 150 Watt C Maximal 750 Watt PEP für Klasse A. Klasse E
D 250 Watt darf in dem Frequenzbereich nicht senden.
D Maximal 100 Watt PEP für beide Klassen.
VE135 Welche Leistungsgrenzen gelten für die
Rufzeicheninhaber der Klassen A und E in VE139 Wie hoch ist die maximal zulässige Sende-
den Frequenzbereichen 21 - 21,45 MHz und leistung für Rufzeicheninhaber der Klasse A
28 - 29,7 MHz? im Frequenzbereich 1240 - 1300 MHz?
A Maximal 750 Watt PEP für Klasse A und maxi- A 750 Watt PEP, jedoch nur maximal
mal 100 Watt PEP für Klasse E. 5 Watt EIRP im Teilbereich 1247 - 1263 MHz.
B Maximal 250 Watt PEP für beide Klassen. B 100 Watt PEP
C Maximal 750 Watt PEP für Klasse A, Klasse E C 250 Watt PEP
darf in dem Frequenzbereich nicht senden. D 75 Watt PEP, jedoch nur maximal 5 Watt EIRP
D Maximal 75 Watt PEP für beide Klassen. im Teilbereich 1247 - 1263 MHz.

VE136 Wie hoch ist die maximal zulässige Strah- VE140 Wie hoch ist die maximal zulässige Sender-
lungsleistung für die Rufzeicheninhaber der ausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der
Klassen A und E im Frequenzbereich 50,08 - Klasse A in den Amateurfunkbändern zwi-
51 MHz? schen 1300 MHz und 250 GHz?
A Maximal 25 Watt ERP für Klasse A, Klasse E A 75 Watt
darf in dem Frequenzbereich nicht senden. B 100 Watt
B Maximal 25 Watt EIRP für beide Klassen. C 150 Watt
C Maximal 10 Watt EIRP für Klasse A, Klasse E D 750 Watt
darf in dem Frequenzbereich nicht senden.
D Maximal 10 Watt ERP für beide Klassen. VE141 Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klas-
sen A und E im Frequenzbereich 10 -
10,5 GHz?
A Maximal 75 Watt PEP für Klasse A und 5 Watt
PEP für Klasse E.
B Maximal 75 Watt PEP für Klasse A und
<10 Watt EIRP für Klasse E.
C Maximal 750 Watt PEP für Klasse A, Klasse E
darf in dem Frequenzbereich nicht senden.
D Maximal 75 Watt PEP für beide Klassen.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 53
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VE142 In welchen Amateurfunkfrequenzbereichen VE149 Welche Aussage ist richtig?


beträgt die maximal zulässige belegte Band- A Der Sekundärfunkdienst hat im Störungsfall
breite einer Aussendung 800 Hz? gegenüber einem Primärfunkdienst einge-
A 135,7 - 137,8 kHz und 10100 - 10150 kHz schränkte Nutzungsrechte.
B 1810 - 2000 kHz und 3500 - 3800 kHz B Eine Funkstelle des Sekundärfunkdienstes
C 7000 - 7100 kHz und 14000 - 14350 kHz muss vor Betriebsaufnahme durch eine Selbst-
D 18068 - 18168 kHz und 24890 - 24990 kHz erklärung die Störsicherheit erklären.
C Bei einem Sekundärfunkdienst handelt es sich
VE143 In welchen Amateurfunkfrequenzbereichen um eine nicht kommerzielle Funknutzung.
beträgt die maximal zulässige belegte Band- D Der Sekundärfunkdienst hat Vorrang, wenn er
breite einer Aussendung 2,7 kHz? zuerst auf Sendung war.
A 1810 - 2000 kHz und 3500 - 3800 kHz
B 10100 - 10150 kHz und 18068 - 18168 kHz VE150 Wer legt in Deutschland die Bereiche für die
unterschiedlichen Betriebsarten in den
C 135,7 - 137,8 kHz und 1810 - 1850 kHz Amateurfunkbändern verbindlich fest?
D 21000 - 21450 kHz und 28000 - 29700 kHz A Derzeit gibt es keine gesetzliche Festlegung
einzelner Bereiche. Die IARU gibt jedoch Emp-
VE144 In welchen Amateurfunkfrequenzbereichen fehlungen für die Nutzung heraus.
beträgt die maximal zulässige belegte Band- B Der Frequenznutzungsausschuss der Bundes-
breite einer Aussendung 2,7 kHz? netzagentur. Er übernimmt in der Regel die
A 7000 – 7200 kHz und 14000 - 14350 kHz Empfehlungen der IARU.
B 10100 - 10150 kHz und 18068 - 18168 kHz C Es gibt keinerlei Einschränkungen und Empfeh-
C 135,7 - 137,8 kHz und 1810 - 1850 kHz lungen hinsichtlich der Nutzung.
D 21000 - 21450 kHz und 28000 - 29700 kHz D Das HF-Referat des DARC in Verbindung mit
der IARU.
VE145 In welchem Amateurfunkfrequenzbereich
beträgt die maximal zulässige belegte VE151 Was besagt der Hinweis, dass der Fre-
Bandbreite einer Aussendung 7 kHz? quenzbereich 433,05 - 434,79 MHz als ISM-
A 28000 - 29700 kHz Frequenzbereich zugewiesen ist?
B 14000 - 14350 kHz A Dieser Frequenzbereich wird für industrielle,
C 21000 - 21450 kHz wissenschaftliche, medizinische, häusliche oder
ähnliche Anwendungen mitbenutzt.
D 10100 - 10150 kHz
B Dieser Frequenzbereich wird für internationale
Satellitenmessungen verwendet; hierdurch
VE146 In welchem Amateurfunkfrequenzbereich
kann es zu Störungen im normalen Funkver-
beträgt die maximal zulässige belegte
kehr kommen.
Bandbreite einer Aussendung 40 kHz?
C Dieser Frequenzbereich wird für industrielle
A 144 - 146 MHz
Sender in Maschinen benutzt und ist für den
B 430 - 440 MHz Amateurfunkverkehr nur auf sekundärer Basis
C 1240 - 1300 MHz zugelassen.
D 28,0 - 29,7 MHz D Dieser Frequenzbereich wird von ISM-Geräten
genutzt. Die Sendeleistungen im Amateurfunk-
VE147 In welchem Amateurfunkfrequenzbereich dienst sind in diesem Frequenzbereich zu redu-
beträgt die maximal zulässige belegte zieren.
Bandbreite einer Aussendung 2 MHz bzw.
für amplitudenmodulierte Fernsehaussen- VE152 Darf ein Funkamateur mit seinem Amateur-
dungen 7 MHz? funkgerät Funkverkehr im CB-Funk-Bereich
A 430 - 440 MHz durchführen?
B 2320 - 2450 MHz A Nein. CB-Funkverkehr darf nur mit speziell für
C 3400 - 3475 MHz diesen Frequenzbereich hergestellten Geräten
durchgeführt werden, für die eine Konformitäts-
D 10,0 - 10,5 GHz
bewertung oder Zulassung vorliegt.
B Ja. Der Funkamateur ist auf Grund seines
VE148 Ist die Betriebsart "Packet-Radio" mit einer
technischen Wissens in der Lage, das Amateur-
Senderausgangsleistung von 20 Watt im
funkgerät so einzustellen, dass die technischen
160-m-Amateurfunkband zulässig?
Vorschriften für CB-Funkgeräte eingehalten
A Nein, Packet-Radio ist im 160-m-Band nicht werden.
zugelassen.
C Nur dann, wenn er außer dem Amateurfunkruf-
B Ja, aber nur im Bereich 1832 kHz bis 1835 kHz. zeichen auch eine Genehmigung zum Betrieb
C Ja, aber nur wenn eine Frequenz verfügbar ist, von CB-Funkgeräten besitzt.
auf der kein Sprechfunkverkehr abgewickelt D Ja, aber nur, wenn er unter Benutzung seines
wird. Amateurfunkrufzeichens die Sendeleistung auf
D Nein, weil die IARU dort keinen Frequenzbe- 4 Watt begrenzt.
reich für "Packet-Radio" zugewiesen hat.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VE153 Ein Funkamateur ist auch Inhaber einer VF103 Wie hat sich ein Funkamateur zu verhalten,
Frequenzzuteilung für den Betriebsfunk. der unbeabsichtigt Nachrichten empfängt,
Darf er anstatt eines zugelassenen Betriebs- die nicht für Funkamateure, die Allgemein-
funkgerätes auch ein Amateurfunkgerät auf heit oder einen unbestimmten Personen-
der Betriebsfunkfrequenz betreiben? kreis bestimmt sind?
A Nein. Außerhalb des Amateurfunks dürfen nur A Er darf den Inhalt der Nachrichten sowie die
zugelassene Geräte oder konformitätsbewerte- Tatsache ihres Empfangs anderen nicht mittei-
te Geräte benutzt werden. len.
B Ja, aber nur, wenn der Funkamateur festgestellt B Er darf Dritten zwar die Tatsache des Emp-
hat, dass das scheinbar baugleiche Gerät den fangs mitteilen, aber nicht den Inhalt und die
Zulassungsvorschriften entspricht. näheren Umstände.
C Ja, aber nur, wenn der Funkamateur festgestellt C Er darf anderen Funkamateuren zwar die Tat-
hat, dass die Senderausgangsleistung nicht sache des Empfangs mitteilen, aber nicht den
höher ist als bei dem Betriebsfunkgerät. Inhalt.
D Nein, weil in der Regel die Senderausgangs- D Er darf den Inhalt und die näheren Umstände
leistung sowie der Frequenzhub des Amateur- nur anderen Funkamateuren mitteilen, da auch
funkgerätes nicht den Zuteilungsparametern diese der Geheimhaltungspflicht unterliegen.
des Betriebsfunks entsprechen.
VF104 Wie hat sich ein Funkamateur zu verhalten,
wenn er Sendungen empfängt, die nicht für
Funkamateure, die Allgemeinheit oder einen
3.3.4 Telekommunikationsgesetz (TKG) unbestimmten Personenkreis bestimmt
sind?
VF101 Enthält das TKG für den Funkamateur an- A Der Inhalt solcher Sendungen sowie die Tatsa-
wendbare Regelungen? che ihres Empfangs - ausgenommen bei Notru-
A Ja, einige Regelungen sind auch auf den Ama- fen - darf anderen weder mitgeteilt noch für
teurfunkdienst anwendbar. eigene Zwecke verwertet werden.
B Nein, dafür gibt es das eigenständige Amateur- B Der Inhalt solcher Sendungen darf nicht verwer-
funkgesetz mit Amateurfunkverordnung. tet werden, aber eine Diskussion über die
C Nein, der Amateurfunkdienst ist im TKG aus- Nachrichten- bzw. Gesprächsinhalte ist erlaubt.
drücklich ausgeschlossen. C Er darf diese Sendungen für sich aufzeichnen
D Nein, es enthält keine auf den Amateurfunk- und auswerten. Dritten darf das Vorhandensein
dienst anwendbaren Regelungen. und der Inhalt dieser Sendungen jedoch nicht
zur Kenntnis gebracht werden.
VF102 Bei welcher Handlung verletzt ein Funkama- D Er hat sofort den Empfänger auszuschalten und
teur das Fernmeldegeheimnis? die Bundesnetzagentur zu informieren.
A Bei Empfang, Verwertung oder Weitergabe von
Nachrichten, die nicht für Funkamateure, die VF105 Dürfen Sendefunkanlagen ohne Frequenzzu-
Allgemeinheit oder einen unbestimmten Perso- teilung betrieben werden?
nenkreis bestimmt sind. A Sendefunkanlagen bedürfen ausnahmslos einer
B Bei Verwertung oder Weitergabe von Ge- Frequenzzuteilung, und zwar unabhängig von
sprächsinhalten und Daten aus Amateurfunk- der Sendeleistung oder benutzten Frequenz.
verbindungen, an denen der Funkamateur nicht B Sendefunkanlagen mit Leistungen kleiner 0,1
selbst beteiligt war. Watt benötigen wegen der geringen Reichweite
C Bei Verwertung oder Weitergabe von Ge- keine Frequenzzuteilung.
sprächsinhalten und Daten aus Amateurfunk- C Sendefunkanlagen, die ausschließlich auf ISM-
verbindungen, unabhängig davon, ob der Frequenzen betrieben werden können, benöti-
Funkamateur selbst beteiligt war. gen keine Frequenzzuteilung.
D Bei Aufzeichnung und Weitergabe von Ge- D Das Errichten von Sendefunkanlagen ist ohne
sprächsinhalten und Daten aus Amateurfunk- Zuteilung nicht zulässig; für den Betrieb benö-
verbindungen, insbesondere, wenn die Weiter- tigt man grundsätzlich eine Einzelzuteilung.
gabe an Nicht-Funkamateure erfolgt.
VF106 Welcher der nachfolgend genannten Tatbe-
stände ist eine Ordnungswidrigkeit gemäß
TKG?
A Nutzung von Frequenzen ohne Frequenzzutei-
lung.
B Das schuldhafte Verursachen von elektromag-
netischen Störungen, entgegen den Weisungen
der Bundesnetzagentur.
C Die Übermittlung von Amateurfunknachrichten
von oder an Dritte durch einen Funkamateur.
D Der Betrieb einer Amateurfunkstelle zu gewerb-
lich-wirtschaftlichen Zwecken.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 55
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VF107 Bei welcher der genannten Apparaturen 3.3.5 Gesetz über die elektromagnetische Verträg-
sind nach dem TKG auch der Besitz und die lichkeit von Geräten (EMVG), Störfälle
Herstellung verboten und mit erheblichen
Strafen bewehrt? VG101 Was hat der Funkamateur zu veranlassen,
A Eine Sendeanlage, die einen anderen Gegen- wenn bei ihm der Empfang auf Grund man-
stand vortäuscht und somit zum Abhören des gelnder Empfängerstörfestigkeit stark be-
nicht öffentlich gesprochenen Wortes brauchbar einträchtigt wird?
ist. A Er hat die Störungen hinzunehmen, wenn die
B Ein Scanner, der ein breitbandiges Abhören störenden Geräte den Anforderungen des
nicht öffentlicher Funkdienste im Funkspektrum EMVG oder FTEG genügen.
ermöglicht. B Er braucht Störungen grundsätzlich nicht hin-
C Ein Richtmikrophon, das in besonderer Weise zunehmen.
geeignet ist, das nicht öffentlich gesprochene C Er hat die Störungen in jedem Fall hinzuneh-
Wort eines anderen unbemerkt abzuhören. men.
D Ein Babyphon. D Er hat die Störungen nur dann hinzunehmen,
wenn das störende Gerät von erheblicher Be-
VF108 Darf ein Funkamateur eine Sendeanlage deutung für den Betreiber ist (z.B. von einer
betreiben oder besitzen, die Ihrer Form oder Alarmanlage).
Verkleidung nach einen anderen Gegen-
stand vortäuscht und somit geeignet ist, das VG102 Darf der Funkamateur von den grundlegen-
nicht öffentlich gesprochene Wort eines den Anforderungen zur Störfestigkeit im
anderen unbemerkt abzuhören, oder das Sinne des Gesetzes über die elektromagne-
Bild eines anderen unbemerkt aufzuneh- tische Verträglichkeit von Geräten abwei-
men? chen?
A Nein. A Ja, er kann den Grad der Störfestigkeit seiner
B Er darf sie besitzen, aber nicht betreiben. Geräte selbst bestimmen.
C Ja, wenn diese Anlage auf Amateurfunkfre- B Ja, aber nur in Richtung Verbesserung der
quenzen betrieben werden kann. Störfestigkeit.
D Ja, wenn öffentlich in Hinweisen oder allgemein C Nein, die Störfestigkeit ist vorgegeben und
zugänglichen Mitteilungen auf die Abhörmög- muss eingehalten werden.
lichkeit hingewiesen wurde. D Nein, die Störfestigkeit spielt bei Amateurfunk-
geräten keine Rolle.
VF109 Darf ein Funkamateur eine Funkanlage sei-
ner Amateurfunkstelle zum Abhören des VG103 Der Empfang einer Amateurfunkaussendung
nicht öffentlich gesprochenen Wortes ver- wird auf der Frequenz 145,5 MHz durch ei-
wenden? nen PC aus der Nachbarschaft elektromag-
A Nein, weil die verdeckte Übermittlung des nicht netisch gestört. Was trifft für diesen Fall
öffentlich gesprochenen Wortes einer anderen nach den Regelungen des EMVG bzw. AFuG
Person eine mit Strafe bedrohte Handlung ist. zu?
B Ja, weil der Funkamateur aufgrund der Ama- A Der PC darf weiterhin betrieben werden, wenn
teurfunkzulassung als sachkundige Person gilt. er die Grenzwerte der für ihn gültigen europäi-
C Ja, aber nur mit einer hierfür von der Bundes- schen Norm einhält.
netzagentur vorgesehenen besonderen Zulas- B Der PC darf in diesem Zustand nicht mehr
sung. betrieben werden, da er in einem Frequenzbe-
D Ja, aber nur wenn ein hierfür technisch zuge- reich stört, der dem Amateurfunkdienst primär
lassenes Funkgerät benutzt wird. zugewiesen ist.
C Der PC darf nur noch dann betrieben werden,
wenn es den Funkamateur nicht stört.
D Der PC darf in jedem Fall weiterhin uneinge-
schränkt betrieben werden, wenn der Betreiber
ein berechtigtes Interesse daran nachweisen
kann.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VG104 Der Empfang einer Amateurfunkaussendung VG106 Der Empfang einer Amateurfunkaussendung
wird auf der Frequenz 7,05 MHz durch eine wird auf der dem Amateurfunk sekundär
Alarmanlage aus der Nachbarschaft elekt- zugewiesenen Frequenz 10,120 MHz durch
romagnetisch gestört. Was trifft für diesen den Schaltkontakt einer Heizungssteuerung
Fall nach den Regelungen des EMVG bzw. aus der Nachbarschaft gestört. Was trifft für
AFuG zu? diesen Fall nach den Regelungen des EMVG
A Die Alarmanlage darf weiterbetrieben werden, bzw. AFuG zu?
wenn sie die für sie gültigen Grenzwerte aus A Die Heizungssteuerung darf weiterbetrieben
den europäisch anerkannten Normen einhält. werden, wenn sie die für sie gültigen Grenzwer-
B Die Alarmanlage ist sofort außer Betrieb zu te aus den europäisch anerkannten Normen
nehmen, da sie in einem Frequenzbereich stört, einhält.
der dem Amateurfunkdienst primär zugewiesen B Die Heizungssteuerung ist außer Betrieb zu
ist. nehmen, da sie, unabhängig davon, auf wel-
C Die Alarmanlage darf unabhängig von der Ein- cher Frequenz es zu Störungen kommt, keine
haltung irgendwelcher Grenzwerte unbe- Aussendung in einem Amateurfunkband ma-
schränkt weiterbetrieben werden, da es sich um chen darf.
eine sicherheitsrelevante Einrichtung handelt. C Die Heizungssteuerung darf unabhängig von
D Die Alarmanlage ist nach einer angemessenen der Einhaltung irgendwelcher Grenzwerte un-
Frist außer Betrieb zu nehmen, da eine primär beschränkt weiterbetrieben werden, da die
dem Amateurfunk zugewiesene Frequenz ge- gestörte Frequenz dem Amateurfunk nur auf
stört wird. sekundärer Basis zugewiesen ist.
D Die Heizungssteuerung darf aus Gründen der
VG105 Eine Zusatzeinrichtung eines Funkamateurs Verhältnismäßigkeit (Sekundärzuweisung)
verursacht eine elektromagnetische Störung unabhängig von der Einhaltung irgendwelcher
im Sinne des EMVG bei einer Betriebsfunk- Grenzwerte innerhalb der Heizperioden weiter-
anlage in der Nachbarschaft. Welche Maß- betrieben werden.
nahmen sind entsprechend den Regelungen
des EMVG zu treffen? VG107 Der Empfang einer Amateurfunkaussendung
A Die Zusatzeinrichtung muss im Störungsfall die wird auf der dem Amateurfunk "primär"
Grenzwerte der europäischen Normen einhal- zugewiesenen Frequenz 7,05 MHz durch den
ten und die Schutzziele des EMVG erfüllen. Schaltkontakt einer Heizungssteuerung aus
B Die Zusatzeinrichtung muss die Grenzwerte der der Nachbarschaft gestört. Was trifft für
europäischen Normen nur dann einhalten, diesen Fall nach den Regelungen des EMVG
wenn es ein kommerziell gefertigtes Gerät ist. bzw. AFuG zu?
C Die Zusatzeinrichtung ist unabhängig von der A Die Heizungssteuerung darf weiterbetrieben
Einhaltung irgendwelcher Grenzwerte so zu werden, wenn sie die für sie gültigen Grenzwer-
verändern, dass es nicht mehr zu Störungen te aus den europäisch anerkannten Normen
kommt. einhält.
D Die Betriebsfunkanlage ist so zu verändern, B Die Heizungssteuerung ist außer Betrieb zu
dass es zu keinen Störungen mehr kommt (z.B. nehmen, da sie keine Aussendung in einem
Rauschsperre unempfindlicher einstellen, Ver- Amateurfunkband machen darf.
änderung des Antennenstandortes). C Die Heizungssteuerung muss umgehend außer
Betrieb genommen werden, da sich die gestörte
Frequenz in einem primär zugewiesenen Ama-
teurfunkband befindet.
D Die Heizungssteuerung darf aus Gründen der
Verhältnismäßigkeit unabhängig von der Ein-
haltung irgendwelcher Grenzwerte innerhalb
der Heizperioden weiterbetrieben werden.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VG108 Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle VG111 Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle
auf 145,550 MHz wird der UKW- wird der Rundfunkempfang eines Nachbarn
Rundfunkempfang eines Nachbarn gestört. gestört. Eine Überprüfung ergibt, dass so-
Eine Überprüfung ergibt, dass die Amateur- wohl das gestörte Rundfunkgerät, wie auch
funkstelle und die Rundfunkempfangsanla- die störende Amateurfunkstelle die Vor-
ge vorschriftsmäßig betrieben werden. Das schriften einhalten und Nachbesserungen
gestörte Rundfunkgerät hält die nach Norm nicht mehr möglich sind. Was hat der Funk-
empfohlene Störfestigkeit ein, der Funkama- amateur in diesem Fall zu tun?
teur erzeugt jedoch am Ort des gestörten A Er sollte seinen Funkbetrieb so einzurichten,
Empfängers eine höhere Feldstärke. Womit dass der Empfang nicht mehr gestört wird.
muss der Funkamateur rechnen, wenn er B Er hat seinen Betrieb auf die Nutzung von Fre-
seinen Funkbetrieb uneingeschränkt fort- quenzen unterhalb 144 MHz zu beschränken.
setzt?
C Er hat den Betrieb seiner Amateurfunkstelle
A Mit der Durchführung behördlicher Maßnahmen einzustellen.
nach AFuV und EMVG (Überprüfung der Ama-
teurfunkstelle und möglicherweise Betriebsein- D Er kann seinen Funkbetrieb wie bisher fortset-
schränkungen). zen.
B Mit einer gebührenpflichtigen Betriebsein-
schränkung oder einem vollständigen Betriebs- VG112 Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle
verbot für seine Amateurfunkstelle. wird der Fernsehempfang im TV Kanal 10
eines Nachbarn gestört. Eine Überprüfung
C Mit der Durchführung behördlicher Maßnahmen ergibt, dass sowohl das gestörte Fernseh-
nach dem AFuG, wobei dem Funkamateur die gerät wie auch die störende Amateurfunk-
Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunk- stelle die Vorschriften einhalten und Nach-
dienst entzogen werden kann. besserungen nicht mehr möglich sind. Was
D Mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren mit kann der Funkamateur erwarten, wenn er
Betriebsverbot und Bußgeld auf der Grundlage den störenden Betrieb fortsetzt?
der §§ 9 und 11 des AFuG. A Die Anordnung von Betriebseinschränkungen
für die Amateurfunkstelle.
VG109 Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle B Nichts.
auf 145,550 MHz wird der Rundfunkempfän-
ger eines Nachbarn auf 100,6 MHz durch C Den sofortigen Widerruf seiner Zulassung zum
Direkteinstrahlung gestört. Eine Überprü- Amateurfunkdienst.
fung ergibt, dass der Funkamateur am Ort D Die Verhängung eines Bußgeldes.
des gestörten Empfängers eine Feldstärke
erzeugt, die den in der Norm empfohlenen VG113 Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle
Grenzwert für die Störfestigkeit von Geräten wird der Fernsehempfang im TV-Kanal S6
nicht erreicht. Was hat der Funkamateur zu eines Nachbarn gestört. Eine Überprüfung
tun? ergibt, dass sowohl das gestörte Fernseh-
A Er kann seinen Funkbetrieb fortsetzen. gerät wie auch die störende Amateurfunk-
B Er hat seine Sendeleistung so einzurichten, stelle die Vorschriften einhalten und Nach-
dass der Empfang nicht mehr gestört wird. besserungen nicht mehr möglich sind. Was
kann der Funkamateur erwarten, wenn er
C Er kann seine Sendeleistung uneingeschränkt den störenden Betrieb fortsetzt?
erhöhen.
A Leistungsbeschränkung bis zur Einhaltung der
D Er hat den Betrieb seiner Amateurfunkstelle Störfestigkeitsrichtwerte für Feldstärke am Ort
einzustellen. des TV-Gerätes.
B Die generelle Stilllegung seiner Amateurfunk-
VG110 Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle stelle.
auf 144,250 MHz wird der Fernsehempfang
eines Nachbarn im Sonderkanal S6 gestört. C Den sofortigen Widerruf seiner Zulassung zum
Eine Überprüfung ergibt, dass der Funkama- Amateurfunkdienst.
teur am Ort der gestörten Empfangsanlage D Ein Bußgeld.
eine Feldstärke erzeugt, die den, in der
Norm empfohlenen Grenzwert für die Stör-
festigkeit von Kabelverteilanlagen, nicht
erreicht. Was hat der Funkamateur zu tun?
A Er kann seinen Funkbetrieb fortsetzen.
B Er hat den Betrieb seiner Amateurfunkstelle
einzustellen.
C Er hat seine Sendeleistung so einzurichten,
dass der Empfang nicht mehr gestört wird.
D Er kann seine Sendeleistung uneingeschränkt
erhöhen.

Seite 58 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

3.3.6 Gesetz über Funkanlagen und Telekommunika- VH105 Wird für selbstgefertigte Amateurfunkgeräte
tionsendeinrichtungen (FTEG) der Nachweis auf Einhaltung der techni-
schen Vorschriften verlangt?
VH101 Welches Gesetz bzw. welche Vorschrift A Nein, weil der Amateurfunkdienst als Experi-
beinhaltet Regelungen für das Inverkehr- mentierfunkdienst zu verstehen ist und dem
bringen, den freien Warenverkehr und die Funkamateur Gelegenheit gegeben werden
Inbetriebnahme, die auch für serienmäßig soll, seine Geräte selbst zu bauen oder serien-
hergestellte Amateurfunkgeräte gelten? gefertigte Geräte zu ändern.
A Das Gesetz über Funkanlagen und Telekom- B Ja, weil auch der Betrieb dieser Geräte in der
munikationsendeinrichtungen. Nachbarschaft nicht zu Störungen führen darf.
B Die Amateurfunkverordnung. C Dieser Nachweis wurde nur für ältere Röhren-
C Die Verordnung über elektromagnetische Fel- verstärker mit Ausgangsleistungen über 300
der vom 16.12.1996. Watt gefordert, weil deren Betrieb häufig zu
D Für solche Amateurfunkgeräte gibt es keine Störungen führte. Neuere, transistorisierte
spezielle Regelung; Streitigkeiten werden nach Leistungsverstärker benötigen keinen Nachweis
dem Bürgerlichen Gesetzbuch ausgetragen. mehr.
D Der Nachweis wird verlangt. Selbstgebaute
VH102 Welche grundlegenden Anforderungen wer- oder veränderte Geräte müssen der Bundes-
den entsprechend dem FTEG an Amateur- netzagentur zur Prüfung vorgestellt werden.
funkgeräte gestellt?
A Seriengefertigte Geräte müssen die grundle-
genden Anforderungen entsprechend dem
FTEG einhalten und CE-Kennzeichnung tragen. 3.3.7 EMVU (elektromagnetische Umweltverträglich-
keit) / BEMFV (Verordnung über das Nachweis-
B Die Funkgeräte müssen eine Zulassungskenn-
verfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
zeichnung tragen.
Felder
C Die Geräte unterliegen keinen Bestimmungen.
D Der Sendeteil des Funkgerätes darf nur in den VI101 Wer ist für die Sicherstellung der elektro-
der Lizenzklasse des Funkamateurs entspre- magnetischen Umweltverträglichkeit ver-
chenden Frequenzbereichen senden können. antwortlich?
A Der Betreiber der ortsfesten Amateurfunkstelle.
VH103 Welche Vorschriften müssen im Handel B Die Bundesnetzagentur.
erhältliche Empfangsfunkanlagen einhalten,
die dem Amateurfunk zugewiesene Fre- C Die Verfügung 306/97.
quenzen empfangen können? D Die BEMFV (Verordnung über das Nachweis-
A Es sind die Bestimmungen des FTEG einzuhal- verfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
ten. Dies ist an der CE-Kennzeichnung des Felder).
Gerätes und den Angaben zum bestimmungs-
gemäßen Betrieb in den Begleitpapieren zu VI102 Was müssen Zulassungsinhaber in Bezug
erkennen. auf den Personenschutz einhalten?
B Amateurfunkempfänger brauchen grundsätzlich A Die Personenschutzgrenzwerte.
keinerlei Bestimmungen einzuhalten. B Nichts.
C Grundlegende Anforderungen an Amateurfunk- C Eine Strahlungsleistung von kleiner 10 Watt
empfänger sind in der Amateurfunkverordnung EIRP.
geregelt. D Die EMV-Schutzanforderungen für Funkgeräte.
D Amateurfunkempfänger dürfen ausschließlich
von Funkamateuren betrieben werden; darüber VI103 Was bedeutet die Abkürzung EMVU?
hinaus gibt es keine weiteren Vorschriften. A Elektromagnetische Verträglichkeit in der Um-
welt.
VH104 Welche Geräte fallen nicht in den Anwen- B Elektromagnetische Verträglichkeit von Gerä-
dungsbereich des FTEG? ten.
A Funkgeräte, die von Funkamateuren verwendet C Elektronische Messung von elektromagneti-
werden und die nicht im Handel erhältlich sind, schen Unverträglichkeiten.
sowie Geräte deren EMV-relevante Bedingun-
gen in anderen EU-Richtlinen als der EMV- D Eine Bürgerinitiative zum Schutz vor elektro-
Richtlinie vorgeschrieben sind. magnetischen Unverträglichkeiten.
B Im Handel erhältliche Sendefunkgeräte, die
ausschließlich für Funkamateure hergestellt VI104 In welchem Regelungswerk ist der Schutz
werden. von Personen bei der Einwirkung elektro-
magnetischer Felder auch ausführlich für
C Geräte, die ausschließlich zur Verwendung in den Amateurfunk geregelt?
eigenen Räumen hergestellt werden.
A In der BEMFV.
D Im Handel erhältliche elektrische oder elektro-
nische Apparate, Anlagen und Systeme, die B In der VO Funk.
elektrische oder elektronische Bauteile enthal- C Im EMVG.
ten. D In der AFuV.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 59
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VI105 In welcher gesetzlichen Regelung ist das VI109 Für welche Amateurfunkstellen muss der
Verfahren zum Schutz von Personen in Schutz von Personen in elektromagneti-
elektromagnetischen Feldern ortsfester schen Feldern vom Funkamateur dokumen-
Amateurfunkstellen festgelegt? tiert werden?
A In der Verordnung über das Nachweisverfahren A Für alle ortsfesten Amateurfunkstellen ab einer
zur Begrenzung elektromagnetischer Felder äquivalenten Strahlungsleistung von 10 Watt
(BEMFV). EIRP.
B In der 26. Verordnung zum Bundesimmissions- B Für alle Amateurfunkstellen.
schutzgesetz. C Für alle ortsfesten Amateurfunkstellen.
C In der VO Funk. D Für alle Amateurfunkstellen ab einer äquivalen-
D Im Bundesimmissionsschutzgesetz. ten Strahlungsleistung von10 Watt EIRP.

VI106 Die Feldstärkegrenzwerte für den Schutz VI110 Kann die Bundesnetzagentur für den Betrieb
von Personen in elektromagnetischen Fel- einer ortsfesten Amateurfunkstelle eine
dern sind von der Frequenz abhängig, weil Standortbescheinigung fordern?
A die Fähigkeit des Körpers, hochfrequente A Nur wenn sich am Standort der vorgesehenen
Strahlung zu absorbieren, frequenzabhängig ortsfesten Amateurfunkstelle bereits ortsfeste
ist. Funkanlagen befinden, die selbst eine Stand-
B niederfrequente elektromagnetische Felder ortbescheinigung benötigen.
energiereicher sind als hochfrequente. B Nein, für Amateurfunkanlagen gilt das Anzeige-
C hochfrequente elektromagnetische Felder verfahren.
energiereicher sind als niederfrequente. C Nur wenn die Amateurfunkstelle gewerblich
D die spezifische Absorptionsrate bei einigen genutzt wird.
Frequenzen nicht messbar ist. D Ja, wenn die effektive Strahlungsleistung der
Amateurfunkstelle 750 Watt überschreitet.
VI107 Was versteht man nach der Verordnung
über das Nachweisverfahren zur Begren- VI111 Bis zu welchem Bereich darf der in der An-
zung elektromagnetischer Felder (BEMFV) zeige der ortsfesten Amateurfunkanlage
unter dem "Anzeigeverfahren ortsfester angegebene standortbezogene Sicherheits-
Amateurfunkanlagen"? abstand höchstens reichen?
A Ein Verfahren, das es dem Funkamateur er- A Bis zur Grenze des kontrollierbaren Bereichs
möglicht, eigenständig sicherzustellen und zu oder ggf. des Ergänzungsbereichs für aktive
dokumentieren, dass von seiner ortsfesten Körperhilfen.
Amateurfunkstelle keine Gefährdung für Perso- B Bis zur Grenze des Nachbargrundstücks.
nen ausgeht. C Bis zu dem Bereich, in dem sich nicht einge-
B Ein Verfahren zur Berechnung des Abstandes wiesene Personen aufhalten können.
zum nächstgelegenen Nachbarn. D Bis zu dem Punkt, an welchem sich der Funk-
C Die Erklärung des Funkamateurs, dass er den amateur während des Sendebetriebs aufhält.
Grenzwert von 10 Watt ERP einhält.
D Die Erklärung des Funkamateurs, dass er den VI112 Welche physikalischen Größen werden für
Grenzwert von 10 Watt EIRP einhält. die Angabe der Konfiguration im Rahmen
des Anzeigeverfahrens benötigt?
VI108 Welchen Status hat im Rahmen der EMVU A Senderausgangsleistung, Verluste zwischen
die Anzeige einer ortsfesten Amateurfunk- Senderausgang und Antenneneingang, Anten-
anlage? nengewinn, Antennenhöhe, Abstrahlrichtung,
A Die Anzeige ist die verbindliche Erklärung eines Frequenz, Modulationsverfahren, standortbe-
Funkamateurs über die eigenverantwortliche zogener Sicherheitsabstand.
Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zum B Senderausgangsleistung, Verluste zwischen
Schutz von Personen in elektromagnetischen Senderausgang und Antenneneingang, Anten-
Feldern. nengewinn, Funkgerätetyp, Frequenz, Modula-
B Die Anzeige ist eine unverbindliche Erklärung tionsverfahren, Korrekturabschläge, Sicher-
darüber, dass Funkamateure eigenverantwort- heitsabstände.
lich handeln. C Senderausgangsleistung, Verluste zwischen
C Die Anzeige hat den gleichen rechtlichen Status Senderausgang und Antenneneingang, Anten-
wie eine Standortbescheinigung, gilt aber nur nengewinn, Frequenz, Modulationsverfahren,
für nichtkommerzielle Anlagen. Antennenwirkungsgrad, Korrekturabschläge,
D Die Anzeige ist die verbindliche Erklärung eines Sicherheitsabstände.
Funkamateurs über die eigenverantwortliche D Senderausgangsleistung, Verluste zwischen
Einhaltung des Bundesimmissionsschutzgeset- Senderausgang und Antenneneingang, Anten-
zes. nengewinn, Frequenz, Modulationsverfahren,
Impedanz des Antennenkabels, Korrekturab-
schläge, Sicherheitsabstände.

Seite 60 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VI113 Welche der nachfolgenden Aussagen in VI116 Wo und wann ist die Anzeige einer ortsfes-
Bezug auf die Herzschrittmachergrenzwerte ten Amateurfunkstelle mit einer EIRP von
ist richtig? mehr als 10 Watt einzureichen?
A Die Personenschutzgrenzwerte sind nicht iden- A Sie ist der zuständigen Außenstelle der Bun-
tisch mit den Herzschrittmachergrenzwerten. desnetzagentur vor der Betriebsaufnahme
Zum Schutz von Herzschrittmacherträgern gibt vorzulegen.
es in der Normenreihe DIN 0848 Grenzwerte, B Sie ist der für den Standort zuständigen Au-
die sicherstellen, dass von Sendefunkanlagen ßenstelle der Bundesnetzagentur nach Auffor-
keine Gefährdung für Herzschrittmacherträger derung vorzulegen.
ausgeht. C Sie ist der für den Standort zuständigen Au-
B Die Grenzwerte der elektrischen und magneti- ßenstelle der Bundesnetzagentur vorzulegen;
schen Feldstärke für den Personenschutz sind ein Doppel ist dem zuständigen Gewerbeauf-
identisch mit den Herzschrittmachergrenzwer- sichtsamt zuzuschicken.
ten. D Sie ist entsprechend der 26.Verordung zum
C Die Grenzwerte der elektrischen und magneti- Bundesimmissionsschutzgesetz der dafür zu-
schen Feldstärke für den Schutz von Herz- ständigen Behörde zuzuschicken.
schrittmacherträgern ergeben sich aus dem
EMVG (Gesetz über die elektromagnetische VI117 Was hat ein Funkamateur zu beachten,
Verträglichkeit von Geräten) und sind deshalb nachdem er seine ortsfeste Amateurfunk-
nicht zwangsweise identisch mit den Personen- stelle bei der Bundesnetzagentur gemäß
schutzgrenzwerten. BEMFV angezeigt hat?
D Herzschrittmachergrenzwerte sind von Modell A Er hat eine Dokumentation über die Einhaltung
zu Modell unterschiedlich (unterschiedliche der Anforderungen mit allen erforderlichen
Einstrahlfestigkeit). Deshalb gibt es keine be- Unterlagen bereitzuhalten und fortlaufend zu
sonderen Grenzwerte für Herzschrittmacher, es prüfen, ob die Bedingungen unter denen die
gelten die Personenschutzgrenzwerte. Anzeige durchgeführt wurde noch zutreffend
sind. Bei Änderungen, die einen größeren Si-
VI114 Wo sind die im Rahmen des Nachweisver- cherheitsabstand erforderlich machen oder bei
fahrens zur Begrenzung elektromagneti- der Aufnahme des Sendebetriebs bei zusätzli-
scher Felder die anzuwendenden Grenzwer- chen Frequenzen, ist die Amateurfunkstelle
te zu finden? erneut anzuzeigen.
A In der 26. Verordnung zum Bundesimmissions- B Mit der Anzeige seiner ortsfesten Amateurfunk-
schutzgesetz, in der Empfehlung 1999/519/EG stelle ist ein Funkamateur seinen Verpflichtun-
des Rates der europäischen Union und in der gen zum Schutz von Personen in elektromag-
DIN VDE 0848 Teil 3-1 (06/1999) in Verbindung netischen Feldern nachgekommen und muss
mit DIN VDE 0848 Teil 3-1/A1 (02/2001). diesbezüglich nichts weiter beachten.
B Im Bundesgesetzblatt. C Das Anzeigeverfahren ist jedes Jahr erneut
C Im Gesetz über den Amateurfunk in Verbindung durchzuführen, um die Aktualität zu gewährleis-
mit der Verordnung zum Gesetz über den Ama- ten.
teurfunk und der 26. Verordnung zum Bundes- D Nachdem die ortsfeste Amateurfunkstelle in
immissionsschutzgesetz. Betrieb genommen wurde, ist die Dokumentati-
D Im Bundesimmissionsschutzgesetz. on über die Einhaltung der Anforderungen mit
allen erforderlichen Unterlagen der zuständigen
VI115 Wo sind die DIN-Normen mit den Herz- Außenstelle der Bundesnetzagentur vorzule-
schrittmachergrenzwerten zu finden? gen.
A DIN-Normen können über den Buchhandel
bezogen oder in Bibliotheken eingesehen wer- VI118 Wo und wann hat der Funkamateur die Do-
den. kumentation über die Einhaltung der Anfor-
B Im Bundesgesetzblatt. derungen mit allen erforderlichen Unterla-
gen gemäß BEMFV einzureichen?
C Im Gesetz über den Amateurfunk in Verbindung
mit der Verordnung zum Gesetz über den Ama- A Sie ist der Bundesnetzagentur nach Aufforde-
teurfunk und der 26. Verordnung zum Bundes- rung vorzulegen.
immissionsschutzgesetz. B Sie ist der für den Standort zuständigen Au-
D Im Bundesimmissionsschutzgesetz. ßenstelle der Bundesnetzagentur vorzulegen;
ein Doppel ist dem zuständigen Gewerbeauf-
sichtsamt zuzusenden.
C Sie ist entsprechend der 26.Verordung zum
Bundesimmissionsschutzgesetz der dafür zu-
ständigen Behörde zuzusenden.
D Sie ist der für den Standort zuständigen Au-
ßenstelle der Bundesnetzagentur vor der Be-
triebsaufnahme oder einer Änderung mit Leis-
tungszunahme vorzulegen.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 61
Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VI119 Welche Aussendungen von Amateurfunkan- 3.3.8 Sicherheitsvorschriften


lagen müssen bei der Ermittlung des stand-
ortbezogenen Sicherheitsabstandes berück- VJ101 Nach welchen Vorschriften müssen Außen-
sichtigt werden? antennenanlagen errichtet werden?
A Alle Aussendungen der ortsfesten Amateur- A Nach den geltenden Bauordnungen des jeweili-
funkstelle, die ein Funkamateur zeitgleich gen Bundeslandes.
durchzuführen beabsichtigt. B Nach den Bestimmungen des AFuG.
B Ausschließlich Aussendungen von ortsfest C Nach den Empfehlungen der Amateurfunkver-
betriebenen Amateurfunkstellen mit einer Strah- eine.
lungsleistung (EIRP) größer 10 Watt. D Es müssen keine besonderen Vorschriften
C Nur die Aussendungen bei der maximalen beachtet werden, da es sich um eine Amateur-
Sendeleistung. funkanlage handelt.
D Alle Aussendungen mit einer Strahlungsleistung
(EIRP) größer 10 Watt, auch Aussendungen im VJ102 Welche Vorschriften bezüglich Blitzschutz
Mobilbetrieb. gelten für Amateurfunkantennenanlagen?
A Die VDE-Vorschriften.
VI120 Für die Berechnung des Sicherheitsabstan- B Die Bestimmungen des AFuG.
des wird in der Regel der Antennengewinn-
faktor (G) verwendet. Der Antennengewinn- C Die Blitzschutzvorschriften der Rundfunkanstal-
faktor G ist ten.
A der lineare Faktor, aus dem sich durch Multipli- D Keine. Der Funkamateur kann den Blitzschutz
kation mit der Antenneneingangsleistung die selbst bestimmen, da er sachkundig ist.
effektiv abgestrahlte Leistung errechnen lässt.
B gleich dem Antennengewinn g (in dB). VJ103 Wie ist die Stromversorgung von Eigenbau-
geräten elektrotechnisch sicher aufzubau-
C das logarithmische Verhältnis der benutzten en?
Antenne zu einer Referenzantenne.
A Nach den VDE-Vorschriften.
D der Kehrwert des Antennengewinns g (in dB).
B Nach keinen besonderen Vorschriften, da ein
Funkamateur als sachkundige Person gilt.
VI121 Wer muss seine Amateurfunkstelle bei der
Bundesnetzagentur anzeigen? C Nach den Vorschriften der örtlichen Stromver-
sorger.
A Alle Funkamateure, die ortsfeste Amateurfunk-
stellen mit Strahlungsleistungen oberhalb der in D Nach den CEPT-Empfehlungen.
der BEMFV genannten Grenze betreiben möch-
ten.
B Alle Funkamateure.
3.3.9 Sonstiges
C Alle Funkamateure der Zeugnisklasse A.
D Alle Funkamateure, die auf der Kurzwelle aktiv VK101 Wer haftet für Schäden, die durch die An-
sind. tennenanlage einer Amateurfunkstelle ent-
stehen können?
VI122 Von wem müssen die Herzschrittmacher- A Der Eigner und Betreiber der Antennenanlage.
grenzwerte eingehalten werden? B Die Amateurfunkvereinigung, wenn der Betrei-
A Von allen Funkamateuren. ber der Amateurfunkstelle Mitglied einer sol-
B Nur von Funkamateuren, die einen Herz- chen Vereinigung ist.
schrittmacher tragen. C Die Bundesnetzagentur, da in den monatlichen
C Nur von Funkamateuren, die einen Herz- Beiträgen auch ein Anteil für eine Gruppenver-
schrittmacher tragen oder einen Herzschrittma- sicherung für Antennenanlagen von Funkama-
cherträger in der Nachbarschaft haben. teuren enthalten ist.
D Ausschließlich von den Herstellern der Herz- D Der Grundstückseigentümer. Er hat eine An-
schrittmacher (gemäß EMVG). tennenhaftpflichtversicherung abzuschließen,
selbst wenn er nicht Betreiber der Amateur-
VI123 Wenn die Herzschrittmachergrenzwerte funkstelle ist.
außerhalb des kontrollierbaren Bereiches
überschritten werden, hat der Funkamateur VK102 Welche regelmäßigen Beiträge hat der
A dafür Sorge zu tragen, dass sich während des Funkamateur zu entrichten?
Betriebs keine Herzschrittmacherträger im A Frequenznutzungsbeitrag und EMV-Beitrag.
Ergänzungsbereich aufhalten. B Beiträge nach Anlage 3 der Amateurfunkver-
B den Sendebetrieb für immer einzustellen. ordnung.
C die Strahlungsleistung soweit zu vermindern, C Den monatlichen Genehmigungsbeitrag.
bis dort der Personenschutzgrenzwert eingehal- D Keine Beiträge.
ten wird.
D in jedem Fall die Nachbarn von der Überschrei-
tung in Kenntnis zu setzen.

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Prüfungsfragen im Prüfungsteil „Kenntnisse von Vorschriften“ der Klassen A und E

VK103 Mit welchen Folgen muss der Funkamateur


rechnen, wenn er die zu entrichtenden Ge-
bühren und Beiträge nicht zahlt?
A Er muss mit Maßnahmen nach den Vorschriften
des Verwaltungs-Vollstreckungsgesetzes rech-
nen.
B Er muss mit dem Entzug seines Amateurfunk-
zeugnisses rechnen.
C Er muss mit dem Entzug der Amateurfunkzutei-
lung sowie einem Bußgeld rechnen.
D Er muss mit einer gebührenpflichtigen Nachprü-
fung rechnen.

VK104 Welches Ministerium ist für die Angelegen-


heiten des Amateurfunkdienstes in Deutsch-
land federführend zuständig?
A Das Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie.
B Das Bundesministerium für Bildung und For-
schung.
C Die Bundesnetzagentur.
D Die Bundesanstalt für Post und Telekommuni-
kation.

VK105 Darf eine Amateurfunkstelle auch an Bord


eines Luftfahrzeuges betrieben werden?
A Ja, beispielsweise mit der Zustimmung des
verantwortlichen Luftfahrzeugführers oder der
zuständigen Luftfahrtbehörde.
B Ja, die Zulassung zur Teilnahme am Amateur-
funkdienst gilt für alle portablen und mobilen
Einsätze von Amateurfunkstellen.
C Ja, mit einer entsprechenden Sondergenehmi-
gung der Bundesnetzagentur.
D Ja, aber nur von Zulassungsinhabern der Klas-
se A, wenn für den Funkverkehr eine schon in
das Luftfahrzeug installierte Funkstelle verwen-
det wird.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 63
Anhang 1 Internationales Buchstabieralphabet

Internationales Buchstabieralphabet

Zu übermittelnder Schlüsselwort Aussprache des


Buchstabe Schlüsselworts
_____________________________________________________

A Alfa AL FAH
B Bravo BRA VO
C Charlie TSCHAH LI
D Delta DEL TA
E Echo ECK O
F Foxtrott FOX TROTT
G Golf GOLF
H Hotel HO TELL
I India IN DI AH
J Juliett JUH LI ETT
K Kilo KI LO
L Lima LI MA
M Mike MEIK
N November NO WEMM BER
O Oscar OSS KAR
P Papa PA PAH
Q Quebec KI BECK
R Romeo RO MIO
S Sierra SSI ER RAH
T Tango TANG GO
U Uniform JU NI FORM
V Victor WICK TOR
W Wiskey WISS KI
X X-Ray EX REH
Y Yankee JENG KI
Z Zulu SUH LUH

Die zu betonenden Silben sind unterstrichen.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 65
Anhang 2 Q - Schlüssel

Q - Schlüssel QRZ Sie werden von ... (auf ... kHz (oder MHz))
gerufen.
QRZ? Von wem werde ich gerufen?
QRA Der Name meiner Funkstelle ist ...
QRA? Wie ist der Name Ihrer Funkstelle? QSA Ihre Zeichen (oder die Zeichen von ...) sind ...
QSA? Wie ist die Stärke meiner Zeichen (oder der
QRB Die Entfernung zwischen unseren Funkstellen Zeichen von ...)?
beträgt ungefähr ... Seemeilen (oder Kilome- 1. kaum 2. schwach 3. ziemlich gut
ter). 4. gut 5. sehr gut hörbar.
QRB? In welcher Entfernung von meiner Funkstelle
befinden Sie sich ungefähr? QSB Die Stärke Ihrer Zeichen schwankt.
QSB? Schwankt die Stärke meiner Zeichen?
QRG Ihre genaue Frequenz (oder die genaue Fre-
quenz von ...) ist ... kHz (oder MHz). QSD Ihre Zeichen sind verstümmelt.
QRG? Wollen Sie mir meine genaue Frequenz (oder QSD? Sind meine Zeichen verstümmelt?
die genaue Frequenz von..) mitteilen?
QSK Ich kann Sie zwischen meinen Zeichen hören;
QRH Ihre Frequenz schwankt. Sie dürfen mich während meiner Übermittlung
QRH? Schwankt meine Frequenz? unterbrechen.
QSK? Können Sie mich zwischen Ihren Zeichen hö-
QRI Der Ton Ihrer Aussendung ist ren? Wenn ja, darf ich Sie während Ihrer Über-
1. gut 2. veränderlich 3. schlecht. mittlung unterbrechen?
QRI? Wie ist der Ton meiner Aussendung?
QSL Ich gebe Ihnen Empfangsbestätigung.
QRK Die Verständlichkeit Ihrer Zeichen (oder der QSL? Können Sie mir Empfangsbestätigung geben?
Zeichen von ...) ist
1. schlecht 2. mangelhaft 3. ausrei- QSO Ich kann mit ... unmittelbar (oder durch Vermitt-
chend 4. gut 5. ausge- lung von ...) verkehren.
zeichnet. QSO? Können Sie mit ... unmittelbar (oder durch Ver-
QRK? Wie ist die Verständlichkeit meiner Zeichen mittlung von ...) verkehren?
(oder der Zeichen von ...)?
QSP Ich werde an ... vermitteln.
QRL Ich bin beschäftigt (oder ich bin mit ... beschäf- QSP? Wollen Sie an ... vermitteln?
tigt). Bitte nicht stören.
QRL? Sind Sie beschäftigt? QSV Senden Sie eine Reihe V auf dieser Frequenz
(oder auf ... kHz (oder MHz)).
QRM Ich werde gestört (Ich werde ... QSV? Soll ich eine Reihe V auf dieser Frequenz (oder
1. nicht 2. schwach 3. mäßig auf ... kHz (oder MHz)) senden?
4. stark 5. sehr stark gestört.)
QRM? Werden Sie gestört? QSX Ich höre ... (Name und/oder Rufzeichen) auf ...
(Frequenz, Bänder oder Kanäle)
QRN Ich werde durch atmosphärische Störungen QSX? Wollen Sie ... (Name und/oder Rufzeichen) auf
beeinträchtigt. (Ich werde ... ... (Frequenz, Bänder oder Kanäle) hören?
1. nicht 2. schwach 3. mäßig
4. stark 5. sehr stark gestört.) QSY Gehen Sie zum Senden auf eine andere Fre-
QRN? Werden Sie durch atmosphärische Störungen quenz über (oder auf ... kHz (oder MHz)).
beeinträchtigt? QSY? Soll ich zum Senden auf eine andere Frequenz
übergehen?
QRO Erhöhen Sie die Sendeleistung.
QRO? Soll ich die Sendeleistung erhöhen? QTC Ich habe ... Meldungen für Sie (oder für ...).
QTC? Wieviele Meldungen haben Sie für mich?
QRP Vermindern Sie die Sendeleistung.
QRP? Soll ich die Sendeleistung vermindern? QTF Ihre Position war nach den Peilungen meiner
Funkstellen ... (Lage und ggf. Uhrzeit).
QRS Geben Sie langsamer (... Wörter in der Minute). QTF? Wollen sie mir meine Position nach den Pei-
QRS? Soll ich langsamer geben? lungen Ihrer Funkstellen angeben?

QRT Stellen Sie die Übermittlung ein. QTH Mein Standort ist ... Breite, ... Länge (oder nach
QRT? Soll ich die Übermittlung einstellen? anderer Angabe).
QTH? Welches ist Ihr Standort nach Breite und Länge
QRU Ich habe nichts für Sie. (oder nach anderer Angabe)?
QRU? Haben Sie etwas für mich?
QTR Es ist genau ... Uhr.
QRV Ich bin bereit.
QRV? Sind Sie bereit? QTR? Welches ist die genaue Uhrzeit?

QRX Ich werde Sie um ... Uhr (auf ... kHz (oder
MHz)) wieder rufen.
QRX? Wann werden Sie mich wieder rufen?

Seite 66 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 3 Abkürzungen, Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen

Abkürzungen, Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen

A) Internationale u. allgemeine Abkürzungen, Amateurfunkabkürzungen und sonst. Kurzbezeichnungen


Abkürzungen nur für Telegrafie sind kursiv gedruckt.

Abk. Deutsche Bedeutung Englische Bedeutung

abt ungefähr about


AC Wechselstrom alternating current
ADC Analog-Digital-Wandler analog-digital-converter
AF Niederfrequenz audio frequency
AFSK Niederfrequenzumtastung audio frequency shift keying
AGC automatische Leistungsregelung automatic gain control
agn wieder, noch einmal again
ALC automatische Pegel-Regelung automatic level control
AM Amplitudenmodulation amplitude modulation
am Morgen, Vormittag (Zeit von Mitternacht bis Mittag) a.m., am, ante meridiem
ant Antenne antenna
APRS automatisches Packet Radio Meldesystem automated packet reporting system
ATV Amateur-Fernsehen amateur television
AVC automatische Lautstärkeregelung automatic volume control
AWARD Amateurfunk-Diplom award
awdh Auf Wiederhören!
awds Auf Wiedersehen!
BAS Bild-Austast-Synchron-Signal
BBS Mailbox (Briefkasten) bulletin board system
BCD binär codierte Dezimalzahl binary coded decimal
BCI Rundfunk-Störungen broadcast interference
BCL Rundfunkhörer broadcast listener
bcnu ich hoffe, sie wieder zu treffen be seeing you
bd schlecht bad
Bd Baud (Bit/s) baud (bits per second)
BFO Überlagerungsoszillator beat frequency oscillator
Bit binäre Zahl (0 oder 1) binary digit (0 or 1)
bk Aufforderung zum Zwischenruf break in
BpM Buchstaben pro Minute letters per minute
bps Bit pro Sekunde bits per second
bug halb-automatische Taste semi-automatic key
c ja yes
CCIR Internationales Komitee für Funkfragen International Radio Consultative Committee
CCITT Internationales Komitee für das International Telegraph and
Telefon- und Telegrafiewesen Telephone Consultative Committee
CEPT Europäische Konferenz der Verwaltungen European Conference of Postal and
für Post und Telekommunikation Telecommunications Administrations
cfm bestätigen confirm
cl ich schließe meine Funkstelle closing
clg ruft calling
CO Quarzoszillator crystal oscillator
conds Bedingungen conditions
condx DX-Bedingungen dx conditions
congrats Glückwünsche congratulations
cpi aufnehmen copy
cq allgemeiner Anruf general call
CTCSS dauertonkodiertes Rauschsperrensystem continuous tone coded squelch system
cuagn wir sprechen / sehen uns wieder call / see you again
cul wir sprechen / sehen uns später call / see you later
CW Morse-Telegrafie continuous wave
DAC Digital-Analog-Wandler digital-analog-converter
DSB Doppelseitenband-Modulation double side band
dB Dezibel decibel
DC Gleichstrom direct current
de von (vor Rufzeichen) from
DE Deutsche Empfangsstation
DEM Deutscher Empfangsmeister
DTMF Tonwahl mit zwei Tönen je Ziffer dual tone multi frequency
DOK Deutscher Ortsverbandskenner
dr lieber dear
dwn abwärts, hinab down
dx große Entfernung long distance

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 67
Anhang 3 Abkürzungen, Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen

Abk. Deutsche Bedeutung Englische Bedeutung

ECC Ausschuss für Elektronische Kommunikation der CEPT Electronic Communications Committee within CEPT
EIRP äquivalente isotrope Strahlungsleistung equivalent isotropically radiated power
el Elemente elements
elbug elektronische Taste electronic (bug) key
EME Erde-Mond-Erde Funkverbindung earth moon earth
EMV elektromagnetische Verträglichkeit electromagnetic compatibility (EMC)
EMVU elektromagnetische Umweltverträglichkeit
ERC Europäischer Ausschuss für Funkangelegenheiten der CEPT European Radiocommunications Committee within CEPT
ERP äquivalente (effektive) Strahlungsleistung effective radiated power
es und and
ESB Einseitenband single sideband
excus Entschuldigung excuse
FAX Bildfernschreiben (Faksimile) facsimile
fb ausgezeichnet, prima fine business, excellent
FBAS Farbbild-Austast-Synchron-Signal composite video signal
fer, fr für for
fd Fieldday fieldday
FM Frequenzmodulation frequency modulation
fone Telefonie telephony
frd Freund friend
frm, fm von from
FSK Frequenzumtastung frequency shift keying
ga fahren Sie fort! / Guten Tag! (nachmittags) go ahead / good afternoon
gb Auf Wiedersehen! good bye
gd gut / Guten Tag! good / good day
ge Guten Abend! good evening
gl viel Glück good luck
gld erfreut glad
gm Guten Morgen! good morning
gn Gute Nacht! good night
gnd Erdpotential ground
gp Groundplane-Antenne groundplane
HAM Funkamateur radio amateur
HF Hochfrequenz / Kurzwelle (3 - 30 MHz) high frequency
hi hallo; lachen high; laughter
hpe hoffe(n) hope
hrd gehört heard
hr hier here
hv habe(n) have
hw wie how
i ich I
IARU Internationale Amateur Radio Union International Amateur Radio Union
IFRB Internationales Frequenzregistrierungs-Büro International Frequency Registration Bureau
IF Zwischenfrequenz intermediate frequency
info Information information
inpt Eingangsleistung input
IRC internationaler Antwortschein international reply coupon
ITU Internationale Fernmeldeunion International Telecommunication Union
ITU-T ITU-Sektor für Telekommunikations-Standardisierung ITU Telecommunication Standardization Sector
k kommen invitation to transmit
lbr lieber
LF niedrige Frequenz low frequency
lid schlechter Funker poor operator
lis lizenziert licensed
log Stationstagebuch log book
LSB unteres Seitenband lower sideband
LUF niedrigste nutzbare Frequenz lowest usable frequency
lw Langdraht-Antenne long wire
mgr Manager manager
min Minuten minutes
mni viele many
msg Mitteilung message
mtr Meßwerk meter
MUF höchste nutzbare Frequenz maximum usable frequency
my, mi mein my
n, no nein, Verneinung no

Seite 68 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 3 Abkürzungen, Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen

Abk. Deutsche Bedeutung Englische Bedeutung

NET Netz network


NF Niederfrequenz audio frequency
nil nichts nothing
nr Nummer / nahe number / near
nw jetzt now
ob alter Junge old boy
ok richtig, in Ordnung okay
om Funkamateur, Anrede old man
op Funker operator
OSC Oszillator oscillator
OSCAR Amateurfunksatellit orbiting satellite carrying amateur radio
ot langjähriger Funkamateur oldtimer
outpt Ausgangsleistung output
pa Endstufe power amplifier
PAL Farbfernsehsystem TV-Format (phase alternation line)
PCM Pulscodemodulation pulse code modulation
PEP Hüllkurvenspitzenleistung peak envelope power
pm Nachmittag, Abend (Zeit von Mittag bis Mitternacht) p.m., pm, post meridiem
PM Phasenmodulation phase modulation
pse bitte please
PSK Phasenumtastung phase shift keying
pwr Leistung power
QST Mitteilung an alle Funkamateure message addressed to all amateurs
r korrekt empfangen "roger", received as transmitted
RAM flüchtiger Datenspeicher random access memory
rcvd empfangen received
rcvr Empfänger receiver
ref Referenz, Bezug reference
RF Hochfrequenz high frequency
RFI Funkstörungen radio frequency interference
RGB RGB-Videosignal (RGB = Rot-Grün-Blau) RGB video signal (RGB = red-green-blue)
rig Stationseinrichtung station equipment
RMS Effektivwert root mean square
ROM Nur-Lesespeicher read only memory
rprt Bericht report
rpt wiederhole(n) repeat
RTTY Funk-Fernschreiben radio teletype
RX Empfänger receiver
SAE Umschlag mit eigener Adresse self addressed envelope
SASE freigemachter Umschlag mit eigener Adresse self addressed and stamped envelope
SHF Zentimeterwellenbereich super high frequency
sig(s) Zeichen, Funksignal signal(s)
sked Verabredung schedule
sn bald soon
sri leider sorry
SSB Einseitenband single sideband
SSTV Schmalbandfernsehen slow scan television
stn Station station
sum etwas, einige some
sure sicher sure
SWL Kurzwellenhörer short-wawe listener
SWR Stehwellenverhältnis standing wawe ratio
temp Temperatur temperature
test Versuch / Kontest test / contest
TNC Intelligentes Packet-Radio-Modem mit Prozessor terminal node controller
tmw morgen tomorrow
tnx, tks danke thanks
TVI Fernsehstörungen television interference
TX Sender transmitter
TRX Sendeempfänger transceiver
tu danke Dir (Ihnen) thank you
u Sie, Du you
ufb ganz ausgezeichnet ultra fine business
UHF Dezimeterwellenbereich ultra high frequency
unlis unlizenziert unlicensed
ur Ihr, Dein your

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 69
Anhang 3 Abkürzungen, Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen

Abk. Deutsche Bedeutung Englische Bedeutung

USB oberes Seitenband upper sideband


UTC koordinierte Weltzeit coordinated universal time
VCO spannungsgesteuerter Oszillator voltage controlled oscillator
VFO variabler Oszillator variable frequency oscillator
VHF UKW-Bereich very high frequency
VOX sprachgesteuertes Senden voice operated transmit
vy sehr very
WARC Weltweite Funkverwaltungskonferenz World Administrative Radio Conference
wid mit with
wkd gearbeitet worked
wkg arbeitet gerade working
wl will, werde / gut will / well
WPM Wörter pro Minute words per minute
wtts Watt watts
wx Wetter weather
xcus Entschuldigung excuse
xmas Weihnachten christmas
xmtr Sender transmitter
xtal Quarz crystal
xyl Ehefrau, Funkerin wife
yl Frau, Funkerin young lady
z koordinierte Weltzeit zulu time (UTC)
ZpM Zeichen pro Minute characters per minute (CPM)
55 viel Erfolg best success
73 viele Grüße best regards
88 Liebe und Küsse love and kisses

B) Betriebsabkürzungen für Morsetelegrafie, die zusammenhängend gegeben werden:

ar Ende der Übermittlung


as bitte warten
ka Beginn der Übermittlung
kn "kommen nur" (eine bestimmte Station)
sk Verkehrsschluss

C) Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen

Die internationalen Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen sollte der Funkamateur kennen, da nach
§ 2 Punkt 2 des Amateurfunkgesetzes der Amateurfunkdienst von Funkamateuren auch zur Unterstützung von Hilfsaktio-
nen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen wird.

Die für o. a. besondere Zwecke verwendeten Zeichen sind in Funktelegrafie:


SOS = Notzeichen
DDD SOS = Notzeichen, ausgesendet durch eine Funkstelle die selber nicht in Not ist
XXX = Dringlichkeitszeichen
TTT = Sicherheitszeichen

Die für o. a. besondere Zwecke verwendeten Zeichen lauten in Funktelefonie:


MAYDAY = Notzeichen
MAYDAY RELAY = Notzeichen, ausgesendet durch eine Funkstelle die selber nicht in Not ist
PAN = Dringlichkeitszeichen
SECURITE = Sicherheitszeichen

Notzeichen: Das Notzeichen zeigt an, daß ein See- oder Luftfahrzeug oder irgendein anderes Fahrzeug von ernster und
unmittelbarer bevorstehender Gefahr bedroht ist und sofortige Hilfe erbittet.

Dringlichkeitszeichen: Das Dringlichkeitszeichen kündigt an, daß die rufende Funkstelle eine sehr dringende Meldung zu
senden hat, die die Sicherheit eines See- oder Luftfahrzeugs oder einer Person betrifft.

Sicherheitszeichen: Das Sicherheitszeichen kündigt an, daß die rufende Funkstelle eine wichtige nautische Warnung
oder eine wichtige Wetterwarnung zu senden hat.

Seite 70 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 4 Auswahl bekannter Amateurfunklandeskenner und Rufzeichenpräfixe

Auswahl bekannter Amateurfunklandeskenner und Rufzeichenpräfixe

Länder (Region 1)

3A Monaco G, GX, M, MX, 2E United Kingdom (England)


3V Tunesien GI, GN, MI, MN, 2I Nordirland
4L Georgien GJ, GH, MJ, MH, 2J Jersey
4J, 4K Aserbaidschan GM, GS, MM, MS, 2M Schottland
4U Vereinte Nationen GU, GP, MU, MP, 2U Guernsey
4X, 4Z Israel GW, GC, MW, MC, 2W Wales
5A Libyen HA, HG Ungarn
5B, C4, H2 Zypern HB, HE Schweiz
5C Marokko HB0 Liechtenstein
5H Tansania HV Vatikan
5N Nigeria I, IA-IZ Italien
5R Madagaskar JT-JV Mongolei
5T Mauretanien JW Spitzbergen
5U Niger JY Jordanien
5V Togo LA-LC, LG, LI Norwegen
5X Uganda LX Luxemburg
5Z, 5Y Kenia LY Litauen
7X, 7W Algerien LZ Bulgarien
9A Kroatien OD Libanon
9G Ghana OE Österreich
9H Malta OH, OF, OG, OI Finnland
9I, 9J Sambia OK, OL Tschechien
9K Kuwait OM Slowakei
9Q, 9R Kongo ON, OO-OT Belgien
9X Ruanda OX Grönland
A2 Botsuana OY Faroer
A4 Oman OZ, 5P Dänemark
A6 Vereinigte Arabische PA, PE, PI Niederlande
Emirate S5 Slowenien
C3 Andorra S7 Seychellen
C5 Gambia SM, SA, 8S Schweden
C8, C9 Mosambik SP, HF Polen
CN, 5C Marokko ST Sudan
CT Portugal SU Ägypten
CU Azoren SV, SX-SZ, J4 Griechenland
D2 Angola T5, 6O Somalia
D6 Komoren T7 San Marino
DL, DA-DD, DF-DH, DJ-DP Deutschland T9 Bosnien-Herzegowina
E3 Eritrea TA Türkei
EA-EH Spanien TF Island
EA8-EH8 Kanarische Inseln UA, U, UA-UI, R, RA-RI Russische Föderation
EI, EJ Irland U8, UJ-UM Usbekistan
EK Armenien UN-UQ Kasachstan
EL Liberia UR-UZ Ukraine
EM-EO Ukraine V5 Namibia
ER Moldau YK Syrien
ES Estland YL Lettland
ET Äthiopien YO, YP-YR Rumänien
EU-EW Weißrussland YU, YT, 4N Jugoslawien
EX Kirgisien Z2 Simbabwe
EY Tadschikistan Z3 Mazedonien
EZ Turkmenistan ZA Albanien
F Frankreich ZS, ZR-ZU Südafrika

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 71
Anhang 4 Auswahl bekannter Amateurfunklandeskenner und Rufzeichenpräfixe

Länder (Region 2)

6Y Jamaika LU, LO-LW Argentinien


8R Guyana OA, OA-OC Peru
9Y, 9Z Trinidad, Tobago OX Grönland
C6 Bahamas PY, PP-PY Brasilien
CE Chile PZ Surinam
CO, CL, CM Kuba TG Guatemala
CP Bolivien TI, TE Costa Rica
CX, CV, CW Uruguay V2 Antigua und Barbuda
FY Franz. Guayana V3 Belize
HC, HD Ecuador VE, VA, VO, VY Kanada
HH, 4V Haiti VO1 Neufundland
HI Dominikanische Rep. VO2 Labrador
HK, HJ Kolumbien VP8 Falkland Inseln
HP, HO, H8, H9 Panama XE, XF, XA-XI, 4A-4C Mexiko
HR, HQ Honduras YN, H6,H7 Nicaragua
W, K, KA-KZ, W, WA-WZ, USA YS El Salvador
N, NA-NZ, AA-AL YV, YX, 4M Venezuela
KL, AL, NL, WL Alaska ZP Paraguay
KP2, NP2, WP2 Virgin Inseln (US)

Länder (Region 3)

A3 Tonga H4 Salomonen
3W, XV Vietnam HL, D7, DS Korea (Republik)
4S Sri Lanka HS, E2 Thailand
5W Westsamoa JA, JE-JS Japan
8Q Malediven P2 Papua-Neuguinea
9M Malaysia S2, S3 Bangladesch
9N Nepal V6 Mikronesien
9V Singapur V8 Brunei Darussalam
A5 Bhutan VK Australien
AP, AR Pakistan VU Indien
BY, BA, BD, BG, BT, BZ China XU Kambodscha
BV Taiwan XZ,XY Myanmar (Burma)
DU, DV-DZ Philippinen YB, YC, YE-YH Indonesien
EP Iran ZL Neuseeland

Seite 72 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 5 Beurteilung von Aussendungen

Beurteilung von Aussendungen (RST - System)

R Lesbarkeit (readability)
R1 nicht lesbar
R2 zeitweise lesbar
R3 mit Schwierigkeiten lesbar
R4 ohne Schwierigkeiten lesbar
R5 einwandfrei lesbar

S Signalstärke (signal strength)


S.1 kaum hörbares Signal
S.2 sehr schwaches Signal
S3 schwaches Signal
S4 mittelmäßiges Signal
S5 ausreichendes Signal
S6 gut hörbares Signal
S7 mäßig starkes Signal
S8 starkes Signal
S9 äußerst starkes Signal

T Tonqualität (tone)
T1 äußerst roher Wechselstromton
T2 sehr roher, unmusikalischer Wechselstromton
T3 roher Wechselstromton, leicht musikalisch
T4 leicht roher Wechselstromton, mittelmäßig musikalisch
T5 musikalisch modulierter Ton
T6 modulierter Ton, leichter Triller
T7 unstabiler Gleichstromton
T8 gefilterter Gleichstromton, etwas Brummodulation
T9 reiner Gleichstromton

Zusätze: -a- durch Aurora verzerrter Ton


-x- kristallklarer, stabiler Ton
-c- chirp
-k- klicks

Anmerkung: Ein Wert von R 3 und weniger erfordert immer eine Erklärung, wenn nicht aus und/oder T eindeutig zu erse-
hen ist, warum die Lesbarkeit beeinträchtigt ist (z.B. QRM 2-5 oder QRN 2-5).

Beurteilung von Aussendungen in der Sendeart A3F/C3F (Empfehlung)

Die Beurteilung einer Amateur-Fernsehsendung erfolgt durch die Bewertung der Bild- und Tonqualität. Die folgende Tabel-
le enthält die Bewertung für Bild (B) und Ton (T).

B Bildqualität
B0 Nicht zu sehen
B1 Nur Synchronisation zu sehen
B2 Großes Call lesbar
B3 Große Details zu erkennen
B4 Kleine Details zu erkennen
B5 Rauschfrei

T Tonqualität
T0 Kein Ton
T1 Ton vorhanden, jedoch unverständlich
T2 Ton teilweise zu verstehen
T3 Ton völlig zu verstehen, mit schwerem Rauschen
T4 Ton mit leichtem Rauschen
T5 Ton rauschfrei

Anmerkung: Die Beurteilung der Sendeart A3F/C3F erfolgt in der Regel in Telefonie. Die vorstehende Tabelle vereinheit-
licht die Beurteilungskriterien und ermöglicht auf der QSL-Karte eine eindeutige Aussage.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 73
Anhang 6 Bezeichnung von Aussendungen / Sendearten

Bezeichnung von Aussendungen / Sendearten 8 Zwei- oder mehrere Kanäle mit analogen Informationen
Aussendungen werden nach ihrer erforderlichen Bandbreite 9 Mischsystem mit einem oder mehreren Kanälen und
und ihrer Sendeart bezeichnet (RR S2.7). Hierfür sind quantisierten oder digitalen Informationen sowie einem
9 Stellen vorgegeben: 4 Stellen für die Bandbreite und oder mehreren Kanälen mit analogen Informationen
5 Stellen (Kennzeichen) für die Sendeart (z.B.: 300HJ2BCN). X Sonstige Fälle
Erforderliche Bandbreite (Stellen 1 bis 4) **)
hierzu zählt nicht Zeitmultiplex
Drei Ziffern und ein Buchstabe. Der Buchstabe steht anstelle
des Kommas und repräsentiert die Größenordnung (H für
Hz, K für kHz, M für MHz usw.; z.B. 12K5 für 12,5 kHz). Drittes Kennzeichen - Art der übertragenen Information
N Keine Information
Sendeart (Grundlegende Kennzeichen, Stellen 5 bis 7)
5. Stelle - Erstes Kennzeichen A Telegrafie für Hörempfang
6. Stelle - Zweites Kennzeichen B Telegrafie für automatischen Empfang
7. Stelle - Drittes Kennzeichen C Faksimile
(z.B. A1A, F3E, J3E usw.)
D Datenübertragung, Telemetrie,
Sendeart (Zusätzliche Kennzeichen, Stellen 8 und 9) Fernsteuerung
8. Stelle - Viertes Kennzeichen
E Fernsprechen (einschl. Ton-Rundfunk)
9. Stelle - Fünftes Kennzeichen
F Fernsehen (Video)
Einzelheiten sind in Appendix S1 der RR festgelegt. In der
Regel genügt es für die Sendeart die drei grundlegenden W Kombination der genannten Möglichkeiten
Kennzeichen anzugeben. X Sonstige Fälle

Erstes Kennzeichen - Modulationsart des Hauptträgers Viertes Kennzeichen - Signaleinzelheiten


N Unmodulierter Träger A Zwei-Zustands-Code mit Elementen unterschiedlicher
Anzahl und/oder Dauer
Amplitudenmodulation (AM) B Zwei-Zustands-Code mit Elementen gleicher Anzahl
A Zweiseitenband und Dauer ohne Fehlerkorrektur
H Einseitenband, voller Träger C Zwei-Zustands-Code mit Elementen gleicher Anzahl
R Einseitenband, Träger vermindert oder und Dauer mit Fehlerkorrektur
variabel D Vier-Zustands-Code, bei dem jeder Zustand ein Ele-
J Einseitenband, unterdrückter Träger ment (ein oder mehrere Bits) darstellt
B voneinander unabhängige Seitenbänder E Mehr-Zustands-Code, bei dem jeder Zustand ein Ele-
C Restseitenband ment (ein oder mehrere Bits) darstellt
Winkelmodulation F Mehr-Zustands-Code, bei dem jeder Zustand oder jede
Kombination von Zuständen ein Zeichen darstellt.
F Frequenzmodulation
G Ton in Rundfunkqualität (mono)
G Phasenmodulation
D Amplituden- und Frequenzmodulation H Ton in Rundfunkqualität (stereo- oder quadrofon)
J Ton in kommerzieller Qualität
Pulsmodulation (PM) *) (ausgenommen K, L)
P Serie unmodulierter Pulse K Ton in kommerzieller Qualität mit Frequenzumkehrung
K PM durch Impulsamplitude oder Bandaufspaltung
L PM durch Impulsbreite/ -dauer L Ton in kommerzieller Qualität mit getrennten FM-Signa-
M PM durch Impulslage/ -phase len zur Pegelregelung des demodulierten Signals
Q PM durch Winkelmodulation während der M Schwarzweiß
Impulsperiode N Farbe
V Kombination vorstehender PM
W Kombination genannter Möglichkeiten
*)
Von digitalen Signalen direkt modulierte Träger fallen unter X Sonstige Fälle
Amplitudenmodulation oder Winkelmodulation
W übrige Fälle mit Hauptträgermodulation, gleichzeitig Fünftes Kennzeichen - Multiplexverfahren
oder nacheinander von mindestens zwei der Arten N Kein Multiplexverfahren
Amplituden-, Winkel- und Pulsmodulation
C Codemultiplex
X Sonstige Fälle
F Frequenzmultiplex
T Zeitmultiplex
Zweites Kennzeichen - Signalart die den Hauptträger
moduliert W Kombination aus Frequenz- und Zeitmultiplex
0 Kein modulierendes Signal X Sonstige Fälle
1 Ein Kanal mit quantisierter oder digitaler Information
**)
ohne modulierenden Hilfsträger
2 Ein Kanal mit quantisierter oder digitaler Information mit
modulierendem Hilfsträger**)
3 Ein Kanal mit analoger Information
7 Zwei- oder mehrere Kanäle mit quantisierten oder
digitalen Informationen

Seite 74 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 7 Bezeichnung und Zuordnung der Frequenzbereiche

Bezeichnung und Zuordnung der Frequenzbereiche

Bezeichnung Zuordnung nach


Frequenzbereich als
Amateurfunkband metrischer nationalem Sprach-
VO Funk
Einteilung gebrauch
1 2 3 4 5

135,7 - 137,8 kHz 136 kHz Kilometer-Wellen LF Langwelle


1810 - 2000 kHz 160 m Hektometer-Wellen MF *)
Grenzwelle
3,5 - 3,8 MHz 80 m
7 - 7,2 MHz 40 m
10,1 - 10,15 MHz 30 m
14 - 14,35 MHz 20 m
Dekameter-
18,068 - 18,168 MHz 17 m HF Kurzwelle
Wellen
21 - 21,45 MHz 15 m
24,89 - 24,99 MHz 12 m
28 - 29,7 MHz 10 m
50,08 - 51 MHz 6m Meter-
VHF UKW
144 - 146 MHz 2m Wellen

430 - 440 MHz 70 cm


Dezimeter-
1240 - 1300 MHz 23 cm UHF
Wellen
2320 - 2450 MHz 13 cm
3,4 - 3,475 GHz 9 cm
5,65 - 5,85 GHz 6 cm Zentimeter-
SHF
10 - 10,5 GHz 3 cm Wellen

24 - 24,25 GHz 1,2 cm


47 - 47,2 GHz 6 mm
75,5 – 81,5 GHz 4 mm
Millimeter-
122,25 - 123 GHz 2,5 mm EHF
Wellen
134 - 141 GHz 2 mm
241 - 250 GHz 1,2 mm
>444 GHz Terahertz-Bereiche

*)
Wird z.T. auch entsprechend der Aufteilung nach VO Funk (MF und HF) den Mittel- bzw. Kurzwellen zugerechnet.

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Anhang 8 Amateurfunkgesetz (AFuG)

Gesetz über den Amateurfunk Wirtschaft und Arbeit wird ermächtigt, durch Rechtsver-
(Amateurfunkgesetz – AFuG 1997) ordnung das Verfahren der Zuteilung und Einzelheiten der
Anwendung und Mitbenutzung von Rufzeichen zu regeln.
Stand / Textnachweis: Verkündung als Gesetz vom 23. Juni
(3) Eine Amateurfunkstelle darf erst nach der Zulassung
1997 im BGBl. I S. 1494 v. 27.6.1997, Inkrafttreten: 28.6.1997.
zur Teilnahme am Amateurfunkdienst und der Zuteilung
1. Änderung durch § 19 Abs. (3) FTEG vom 31.1.2001
(BGBl. I S. 170 v. 7.2.2001), Inkrafttreten: 8.2.2001. 1. eines personengebundenen Rufzeichens,
2. Änderung durch Art. 235 der 7. Zuständigkeitsanpas-
sungsverordnung v. 29.10.2001 (BGBl. I S. 2785 v. 2. eines Rufzeichens für den Ausbildungsfunkbetrieb
6.11.2001), Inkrafttreten: 7.11.2001. 3. Änderung durch oder
Art. 48 des 9. Euro-Einführungsgesetzes v. 10.11.2001 3. eines Rufzeichens für fernbediente und automatisch
(BGBl. I S. 2992 v. 14. 11.2001), Inkrafttreten: 1.1.2002. arbeitende Amateurfunkstellen oder
4. Änderung durch Art. 229 der 8. Zuständigkeitsanpas-
sungsverordnung v. 25.11.2003 (BGBl. I S. 2304 v. 27.11. 4. eines Rufzeichens für Klubstationen
2003), Inkrafttreten: 28.11.2003. 5. Änderung durch Art. 3 durch den Funkamateur betrieben werden.
Abs. 4 des 2. Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirt-
schaftsrechts v. 7.7.2005 (BGBl. I S. 1970), Inkrafttreten: (4) Die Regulierungsbehörde kann unter Beibehaltung der
13.7.2005. Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst zugeteil-
te Rufzeichen aus wichtigen Gründen, insbesondere bei
Änderungen durch internationale Vorgaben ändern. Sie
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen: kann unbeschadet des § 49 Abs. 2 des Verwaltungsver-
fahrensgesetzes die Zulassung zur Teilnahme am Ama-
teurfunkdienst unter gleichzeitiger Entziehung der zuge-
§ 1 Geltungsbereich teilten Rufzeichen widerrufen, wenn der Funkamateur
Dieses Gesetz regelt die Voraussetzungen und die Be- fortgesetzt gegen dieses Gesetz oder gegen auf Grund
dingungen für die Teilnahme am Amateurfunkdienst. dieses Gesetzes erlassene Rechtsverordnungen verstößt.
(5) Die im Frequenznutzungsplan (§ 46) des Telekommu-
nikationsgesetzes vom 25. Juli 1996 - BGBl. I S. 1120) für
§ 2 Begriffsbestimmungen den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen gel-
ten einem Funkamateur mit Wohn- sitz in Deutschland als
Im Sinne dieses Gesetzes ist
zugeteilt, wenn ihm ein oder mehrere Rufzeichen zugeteilt
1. Funkamateur der Inhaber eines Amateurfunkzeugnis- worden sind.
ses oder einer harmonisierten Amateurfunk-
Prüfungsbescheinigung auf Grund der Verfügung 9/1995
des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation § 4 Fachliche Prüfung, Anerkennung von Amateurfunk-
vom 11. Januar 1995 (Amtsblatt S. 21), der sich mit dem zeugnissen fremder Verwaltungen
Amateurfunkdienst aus persönlicher Neigung und nicht
aus gewerblich-wirtschaftlichem Interesse befaßt, (1) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit wird
ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Durchführung
2. Amateurfunkdienst ein Funkdienst, der von Funkama- und die inhaltlichen Anforderungen der fachlichen Prüfung
teuren untereinander, zu experimentellen und technisch- für Funkamateure, den Ausbildungsfunkbetrieb, die Eintei-
wissenschaftlichen Studien, zur eigenen Weiterbildung, lung der verschiedenen Arten von Amateurfunkzeugnis-
zur Völkerverständigung und zur Unterstützung von Hilfs- sen und die Anerkennung ausländischer Amateurfunk-
aktionen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen Prüfungsbescheinigungen, wenn sie einem deutschen
wird; der Amateurfunkdienst schließt die Benutzung von Amateurfunkzeugnis gleichwertig sind, zu regeln. Mit
Weltraumfunkstellen ein. Der Amateurfunkdienst und der Bestehen der fachlichen Prüfung werden die Kenntnisse,
Amateurfunkdienst über Satelliten sind keine Sicherheits- Fähigkeiten und Fertigkeiten zu einer selbständigen und
funkdienste, verantwortlichen Teilnahme am Amateurfunkdienst nach-
gewiesen.
3. eine Amateurfunkstelle eine Funkstelle, die aus einer
oder mehreren Sendefunkanlagen und Empfangsfunkan- (2) Jede natürliche Person mit Wohnsitz in Deutschland
lagen einschließlich der Antennenanlagen und der zu ist auf Antrag zur fachlichen Prüfung für Funkamateure
ihrem Betrieb erforderlichen Zusatzeinrichtungen besteht zuzulassen. Über die bestandene fachliche Prüfung nach
und die auf mindestens einer der im Frequenznutzungs- Absatz 1 wird ein Amateurfunkzeugnis (§ 2 Nr. 1) erteilt.
plan für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequen-
zen betrieben werden kann. (3) Ausländische Funkamateure, die die Bedingungen der
Verfügung 8/1995 des Bundesministeriums für Post und
Telekommunikation vom 11. Januar 1995 (Amtsblatt S.
18) erfüllen und keinen ständigen Wohnsitz in Deutsch-
§ 3 Voraussetzungen zur Teilnahme am Amateurfunk-
land haben, dürfen bis zu drei Monaten eine Amateur-
dienst, Rufzeichen, Frequenzzuteilung
funkstelle in Deutschland betreiben.
(1) Die Regulierungsbehörde (§ 10) läßt eine natürliche
Person unter gleichzeitiger Zuteilung eines personenge-
bundenen Rufzeichens auf Antrag zur Teilnahme am § 5 Rechte und Pflichten des Funkamateurs
Amateurfunkdienst zu, wenn sie eine fachliche Prüfung für
Funkamateure erfolgreich abgelegt oder eine Amateur- (1) Der Funkamateur darf nur ein ihm von der Regulie-
funk-Prüfungsbescheinigung nach § 2 Nr. 1 vorgelegt hat. rungsbehörde zugeteiltes Rufzeichen benutzen.

(2) Die Regulierungsbehörde teilt dem Funkamateur auf (2) Mit einem von der Bundesnetzagentur für Elektrizität,
Antrag weitere Rufzeichen zu. Das Bundesministerium für Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen zugeteil-
ten Rufzeichen ist der Funkamateur berechtigt, abwei-

Seite 76 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 8 Amateurfunkgesetz (AFuG)

chend von den im Gesetz über Funkanlagen und Tele- elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten darf der
kommunikationsendeinrichtungen vom 31. Januar 2001 Funkamateur abweichen und kann den Grad der Störfes-
(BGBl. I S. 170) festgelegten Konformitätsbewertungsver- tigkeit seiner Amateurfunkstelle selbst bestimmen. Erfüllt
fahren, eine im Handel erhältliche oder selbstgefertigte die Amateurfunkstelle die Schutzanforderungen im Sinne
Amateurfunkstelle sowie Sendeanlagen, die zu Amateur- des § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 jenes Gesetzes nicht, muß der
funkstellen umgebaut sind, zu betreiben. Funkamateur elektromagnetische Störungen seiner Ama-
teurfunkstelle durch andere Geräte hinnehmen, wenn
(3) Der Funkamateur darf mit seiner Amateurfunkstelle diese Geräte den Schutzanforderungen nach § 3 Abs. 1
nur auf den in § 3 Abs. 5 genannten Frequenzen sen- des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit
den. von Geräten genügen.
(4) Eine Amateurfunkstelle darf (3) Der Funkamateur hat der Bundesnetzagentur für E-
1. nicht zu gewerblich-wirtschaftlichen Zwecken und lektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbah-
nen vor Betriebsaufnahme die Berechnungsunterlagen
2. nicht zum Zwecke des geschäftsmäßigen Erbringens und die ergänzenden Messprotokolle für die ungünstigste
von Telekommunikationsdiensten Antennenkonfiguration seiner Amateurfunkstelle vorzule-
betrieben werden. gen. Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Tele-
kommunikation, Post und Eisenbahnen stellt auf Antrag
(5) Der Funkamateur darf nur mit anderen Amateurfunk- eine Standortbescheinigung aus. § 12 des Gesetzes über
stellen Funkverkehr abwickeln. Der Funkamateur darf Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen
Nachrichten, die nicht den Amateurfunkdienst betreffen, findet insoweit Anwendung.
für und an Dritte nicht übermitteln. Satz 2 gilt nicht in Not-
und Katastrophenfällen.
§ 8 Gebühren und Auslagen

§ 6 Technische und betriebliche Rahmenbedingungen Für Amtshandlungen nach diesem Gesetz werden Kosten
(Gebühren und Auslagen) erhoben. Das Bundesministeri-
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit wird um für Wirtschaft und Arbeit wird ermächtigt, im Einver-
ermächtigt, durch Rechtsverordnung unter Berücksichti- nehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen durch
gung internationaler Vereinbarungen und anderer den Rechtsverordnung nach Maßgabe des Verwaltungskos-
Amateurfunkdienst betreffenden internationalen Empfeh- tengesetzes die Gebühren festzulegen für
lungen die technischen und betrieblichen Rahmenbedin-
gungen für die Durchführung des Amateurfunkdienstes 1. die Erteilung von Amateurfunkzeugnissen nach be-
festzulegen, insbesondere für standener fachlicher Prüfung,

1. die Planung und Fortschreibung der im Frequenznut- 2. die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst
zungsplan für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen und die Zuteilung von Rufzeichen,
Frequenzen für Relaisfunkstellen als fernbediente und 3. die Ausstellung von harmonisierten Prüfungsbeschei-
automatisch arbeitende Amateurfunkstellen, nigungen,
2. die Erstellung und Herausgabe eines Verzeichnisses 4. die Rücknahme und die Ablehnung von Anträgen auf
der zugeteilten deutschen Rufzeichen und ihrer Inha- die in den Nummern 1 bis 3 genannten Amtshandlun-
ber und gen sowie den Widerruf solcher Amtshandlungen,
3. den Betrieb von Amateurfunkstellen auf Wasser- und 5. die Anordnung der Einschränkung des Betriebes oder
in Luftfahrzeugen sowie die Außerbetriebnahme einer Amateurfunkstelle und
4. Verfahren zur Beseitigung elektromagnetischer Unver- 6. die Überlassung des Verzeichnisses der zugeteilten
träglichkeiten zwischen einer Amateurfunkstelle und deutschen Rufzeichen und ihrer Inhaber.
anderen Geräten im Sinne des Gesetzes über die e-
lektromagnetische Verträglichkeit von Geräten.
Mit der Ermächtigung nach Satz 1 kann auch die Verord- § 9 Bußgeldvorschriften
nung zur Durchführung des Gesetzes über den Amateur- (1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrläs-
funk in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungs- sig
nummer 9022-1-1, veröffentlichten bereinigten Fassung,
zuletzt geändert durch die Verordnung vom 15. April 1985 1. entgegen
(BGBl. I S. 637), aufgehoben werden.
a) § 3 Abs. 3 oder
b) § 5 Abs. 4 Nr. 2
§ 7 Schutzanforderungen
eine Amateurfunkstelle betreibt oder
(1) Beim Betrieb einer Amateurfunkstelle sind abweichend
von den sonstigen Vorschriften des Gesetzes über die 2. entgegen § 5 Abs. 5 Satz 2 eine Nachricht übermittelt.
elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten vom 18. (2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absat-
September 1998 (BGBl. I S. 2882) nur die Schutzanforde- zes 1 Nr. 1 Buchstabe b mit einer Geldbuße bis zu zehn-
rungen zur Gewährleistung der elektromagnetischen tausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße
Verträglichkeit im Sinne des § 3 jenes Gesetzes einzuhal- bis zu fünftausend Euro geahndet werden.
ten. Die in der Verordnung nach § 6 Satz 1 Nr. 4 festge-
legten Anforderungen sind zu beachten. (3) Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1
des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist die Regulie-
(2) Von den Schutzanforderungen zur Störfestigkeit im rungsbehörde.
Sinne des § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Gesetzes über die

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 77
Anhang 8 Amateurfunkgesetz (AFuG)

§ 10 Zuständigkeiten
(1) Die sich aus diesem Gesetz und den auf Grund dieses
Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen ergebenden
Aufgaben nimmt die Bundesnetzagentur für Elektrizität,
Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen wahr (§
66 Abs. 1 des Telekommunikationsgesetzes). Aufgabe
der Regulierungsbehörde ist es auch, die Einhaltung
dieses Gesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes
erlassenen Rechtsverordnungen zu überwachen.
(2) Die der Regulierungsbehörde nach diesem Gesetz
zugewiesenen Aufgaben und Befugnisse werden bis zum
31. Dezember 1997 durch das Bundesamt für Post und
Telekommunikation wahrgenommen.
(3) Bei der Vorbereitung von nach diesem Gesetz zu
erlassenden Rechtsverordnungen können nach Maßgabe
der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministe-
rien die Vertretungen der beteiligten Fachkreise oder
Verbände unterrichtet und um Überlassung von Unterla-
gen gebeten werden sowie Gelegenheit zur Stellungnah-
me erhalten.

§ 11 Betriebseinschränkungen und -verbote


(1) Die Regulierungsbehörde kann bei Verstößen gegen
dieses Gesetz oder gegen auf Grund dieses Gesetzes
erlassene Rechtsverordnungen eine Einschränkung des
Betriebes oder die Außerbetriebnahme von Amateurfunk-
stellen anordnen.
(2) Die sofortige Vollziehbarkeit von Betriebseinschrän-
kungen oder Betriebsverboten soll von der Regulierungs-
behörde angeordnet werden, wenn eine Gefährdung von
Leib und Leben eines anderen oder einer fremden Sache
von bedeutendem Wert zu befürchten ist. Gleiches gilt,
wenn zu befürchten ist, daß der Funkamateur Frequenz-
bereiche nutzt, die anderen Funkdiensten zugewiesen
sind und die Gefahr besteht, daß hierdurch erhebliche
Störungen dieser Funkdienste verursacht werden. § 80
Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung bleibt unbe-
rührt.

§ 12 Übergangsregelung
Die bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes erteilten Ge-
nehmigungen zum Errichten und Betreiben von Amateur-
funkstellen gelten nach Maßgabe dieses Gesetzes weiter.

§ 13 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in
Kraft. Gleichzeitig tritt das Gesetz über den Amateurfunk
in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer
9022-1, veröffentlichten bereinigten Fassung außer Kraft.

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Anhang 9 Amateurfunkverordnung (AFuV)

Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk gen erzeugt (Relaisfunkstellen, Digipeater, Funkba-
(Amateurfunkverordnung - AFuV) ken usw.);
5. „Relaisfunkstelle“ eine fernbediente Amateurfunkstelle
Stand / Textnachweis: Verkündung als Verordnung vom
(auch in Satelliten), die empfangene Amateurfunk-
15. Februar 2005 im BGBl. I 2005 Nr. 10, S. 242 vom 18.
aussendungen, Teile davon oder sonstige einge-
Februar 2005, Inkrafttreten: 19. Februar 2005, 1. Ände-
speiste oder eingespeicherte Signale fern ausgelöst
rung durch die Erste Verordnung zur Änderung der Ama-
aussendet und dabei zur Erhöhung der Erreichbar-
teurfunkverordnung vom 25. August 2006 (BGBl. I 2006,
keit von Amateurfunkstellen dient;
Nr. 41, S. 2070 vom 31. August 2006), Inkrafttreten:
1. September 2006 und § 4 Abs. 2 am 1. Februar 2007. 6. „Funkbake“ eine automatisch arbeitende Amateur-
funk-Sendeanlage (auch in Satelliten), die selbsttätig
Auf Grund des § 3 Abs. 2 Satz 2, des § 4 Abs. 1 Satz 1 Aussendungen zur Feldstärkebeobachtung oder zu
und der §§ 6 und 8 Satz 2 des Amateurfunkgesetzes vom Empfangsversuchen erzeugt;
23. Juni 1997 (BGBl. I S. 1494), die durch Artikel 229 der
Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2304) 7. „Spitzenleistung (PEP)“ die Leistung, die der Sender
geändert worden sind, in Verbindung mit dem 2. Abschnitt unter normalen Betriebsbedingungen während einer
des Verwaltungskostengesetzes vom 23. Juni 1970 Periode der Hochfrequenzschwingung bei der
(BGBl. I S. 821) verordnet das Bundesministerium für höchsten Spitze der Modulationshüllkurve durch-
Wirtschaft und Arbeit im Einvernehmen mit dem Bundes- schnittlich an einen reellen Abschlusswiderstand ab-
ministerium der Finanzen: geben kann;
8. „effektive Strahlungsleistung (ERP)“ das Produkt aus
der Leistung, die unmittelbar der Antenne zugeführt
§ 1 Anwendungsbereich wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen
Diese Verordnung regelt auf den Halbwellendipol;

1. die Durchführung und die inhaltlichen Anforderungen 9. „gleichwertige isotrope Strahlungsleistung (EIRP)“ das
der fachlichen Prüfung für Funkamateure, Produkt aus der Leistung, die unmittelbar der Anten-
ne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Rich-
2. die Einteilung der verschiedenen Arten von Amateur- tung, bezogen auf den isotropen Kugelstrahler;
funkzeugnissen,
10. „belegte Bandbreite“ die Frequenzbandbreite, bei der
3. das Anerkennen ausländischer Amateurfunk- die unterhalb ihrer unteren und oberhalb ihrer obe-
Prüfungsbescheinigungen oder Genehmigungen, ren Frequenzgrenzen ausgesendeten mittleren Leis-
tungen jeweils 0,5 % der gesamten mittleren Leis-
4. das Verfahren der Zuteilung und Einzelheiten der An-
tung der Aussendung betragen;
wendung und Mitbenutzung von Rufzeichen,
11. „unerwünschte Aussendung“ jede Aussendung au-
5. den Ausbildungsfunkbetrieb,
ßerhalb der erforderlichen Bandbreite; dies ist die
6. die technischen und betrieblichen Rahmenbedingun- Bandbreite, welche für eine gegebene Sendeart ge-
gen für die Durchführung des Amateurfunkdienstes ein- rade ausreicht, um die Übertragung der Nachricht
schließlich der Nutzungsbedingungen für die im Fre- mit der Geschwindigkeit und Güte sicherzustellen,
quenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst ausge- die unter den gegebenen Bedingungen erforderlich
wiesenen Frequenzbereiche (Anlage 1) und ist.
7. die Gebühren und Auslagen für Maßnahmen nach § 8
Satz 2 des Amateurfunkgesetzes (Anlage 2). § 3 Zulassung zur Prüfung
Regelungen der Verordnung über das Nachweisverfahren (1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist gleichzeitig
zur Begrenzung elektromagnetischer Felder vom 20. mit dem Antrag auf Erteilung eines Amateurfunkzeugnis-
August 2002 (BGBl. I S. 3366) bleiben unberührt. ses nach bestandener Prüfung in schriftlicher oder elekt-
ronischer Form an die Bundesnetzagentur für Elektrizität,
Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Regu-
§ 2 Begriffsbestimmungen lierungsbehörde) zu richten. Einzelheiten zum Antragsver-
Im Sinne dieser Verordnung ist fahren werden von der Regulierungsbehörde festgelegt
und in ihrem Amtsblatt veröffentlicht.
1. „fachliche Prüfung für Funkamateure“ eine Prüfung
zum Erwerb eines Amateurfunkzeugnisses; (2) Die Zulassung zur Prüfung erfolgt, wenn zuvor die
jeweilige Gebühr gemäß Anlage 2 Nr. 1 dieser Verord-
2. „Amateurfunkzeugnis oder Prüfungsbescheinigung“ nung entrichtet wurde.
die Bestätigung einer in- oder ausländischen Prü-
fungsbehörde über eine erfolgreich abgelegte fachli-
che Prüfung für Funkamateure nach bestimmten § 4 Prüfungsanforderungen und Prüfungsinhalte
Prüfungsanforderungen (Zeugnisklasse);
(1) In der fachlichen Prüfung für Funkamateure hat der
3. „Klubstation“ eine Amateurfunkstelle, die von Mitglie- Bewerber für das Amateurfunkzeugnis der Klasse A fol-
dern einer Gruppe von Funkamateuren unter Ver- gende Kenntnisse nachzuweisen:
wendung eines gemeinschaftlich genutzten Rufzei-
chens betrieben wird; 1. technische Kenntnisse, einschließlich von Kenntnissen
über die elektromagnetische Verträglichkeit und deren
4. „fernbediente oder automatisch arbeitende Amateur- Anwendung; Personen- und Sachschutz,
funkstelle“ eine unbesetzt betriebene Amateurfunk-
stelle, die fernbedient oder selbsttätig Aussendun-

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Anhang 9 Amateurfunkverordnung (AFuV)

2. betriebliche Kenntnisse (nationale und internationale § 6 Prüfungsausschuss


betriebliche Regeln und Verfahren) und
(1) Zur Abnahme von Prüfungen werden von der Regulie-
3. Kenntnisse über nationale Vorschriften und internatio- rungsbehörde Prüfungsausschüsse gebildet. Ein Prü-
nale Regelungen und Vereinbarungen. fungsausschuss besteht aus einem Vorsitzenden und
mindestens einem Beisitzer.
(2) In der fachlichen Prüfung für Funkamateure hat der
Bewerber für das Amateurfunkzeugnis der Klasse E die (2) Die Vorsitzenden und die Beisitzer der Prüfungsaus-
wesentlichen Grundzüge der in Absatz 1 Nr. 1 geforderten schüsse (Prüfer) werden vom Präsidenten der Regulie-
Kenntnisse und die in Absatz 1 Nr. 2 und 3 geforderten rungsbehörde bestellt; sie müssen nicht Angehörige der
Kenntnisse nachzuweisen. Regulierungsbehörde sein. Die Berufung erfolgt in der
Regel für fünf Jahre; sie kann verlängert werden. Die
(3) Inhaber der Zeugnisklasse E können durch erfolgrei- Regulierungsbehörde kann die Berufung von Prüfern
ches Ablegen einer Zusatzprüfung eine Prüfungsbeschei- auch vor Ablauf der festgelegten Frist aus wichtigem
nigung oder ein Amateurfunkzeugnis der Klasse A erhal- Grund zurückziehen. Hierzu zählt insbesondere die Be-
ten. sorgnis, dass eine ordnungsgemäße Wahrnehmung der
(4) Einzelheiten zu Prüfungsinhalten und -anforderungen Prüfungsaufgaben aus gesundheitlichen oder anderen
und zu den Zusatzprüfungen nach Absatz 3 und 5 werden Gründen nicht sichergestellt ist.
unter Berücksichtigung internationaler Empfehlungen von (3) Zum Prüfer kann bestellt werden, wer
der Regulierungsbehörde festgelegt und in ihrem Amts-
blatt veröffentlicht. 1. volljährig und
(5) In einer freiwilligen Zusatzprüfung können Fertigkeiten 2. Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses der Zeugnis-
im Hören und Geben von Morsezeichen nachgewiesen klasse A oder im Besitz eines mindestens gleichwerti-
werden. Die Prüfung ist gebührenpflichtig nach Anlage 2 gen berufsqualifizierenden Abschlusses ist.
Nr. 1c. Die Regulierungsbehörde bescheinigt den erfolg-
reichen Nachweis von praktischen Fertigkeiten im Hören Einzelheiten werden durch die Regulierungsbehörde
und Geben von Morsezeichen. Die Bestimmungen der festgelegt und in ihrem Amtsblatt veröffentlicht.
§§ 5 und 6 gelten entsprechend.
§ 7 Amateurfunkzeugnis
§ 5 Durchführung der Prüfung (1) Amateurfunkzeugnisse werden in die Klassen A und E
(1) Die Prüfung nach § 4 Abs. 1, 2 und 3 besteht aus eingeteilt. Das Amateurfunkzeugnis der Klasse A ent-
einer schriftlichen Prüfung, der unter den nach Absatz 5 spricht der harmonisierten Prüfungsbescheinigung (HA-
festzulegenden Voraussetzungen eine mündliche Nach- REC) der CEPT (Europäische Konferenz der Verwaltun-
prüfung folgen kann. Die Prüfungen sind nicht öffentlich. gen für Post und Telekommunikation). Die Amateurfunk-
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann Perso- zeugnisse werden von der Regulierungsbehörde nach
nen, die ein berechtigtes Interesse nachweisen, die An- bestandener fachlicher Prüfung erteilt.
wesenheit bei der Prüfung gestatten. (2) Voraussetzung für die Erteilung eines Amateurfunk-
(2) Der Prüfungsausschuss entscheidet über das Ergeb- zeugnisses der Klasse A ist, dass der Prüfungsteilnehmer
nis der Prüfung. Die Prüfung ist bestanden, wenn der die Prüfung gemäß § 5 Abs. 2 bestanden und damit die
Bewerber in allen Teilen ausreichende Kenntnisse, Fähig- geforderten Kenntnisse nach § 4 Abs. 1 nachgewiesen
keiten und soweit erforderlich auch Fertigkeiten nachge- hat.
wiesen hat. Bei nicht einstimmiger Bewertung des Prü- (3) Voraussetzung für die Erteilung eines Amateurfunk-
fungsergebnisses entscheidet der Prüfungsvorsitzende. zeugnisses der Klasse E ist, dass der Prüfungsteilnehmer
(3) Nicht bestandene Prüfungsteile können innerhalb von die Prüfung gemäß § 5 Abs. 2 bestanden und damit die in
24 Monaten nach der Bekanntgabe des Prüfungsergeb- § 4 Abs. 2 geforderten Kenntnisse nachgewiesen hat.
nisses wiederholt werden. Nach Ablauf dieses Zeitraums
muss die Prüfung vollständig wiederholt werden. § 3 gilt
entsprechend. Nicht bestandene Zusatzprüfungen können § 8 Anerkennung von Prüfungsbescheinigungen und
nur als vollständige Zusatzprüfung erneut abgelegt wer- Genehmigungen
den. (1) Prüfungsbescheinigungen aus Staaten, die sich zur
(4) Behinderten Menschen sind zur Wahrung ihrer Chan- Umsetzung der CEPT-Empfehlungen zu harmonisierten
cengleichheit bei der Prüfungsdurchführung auf Wunsch Prüfungsbescheinigungen verpflichtet haben, stehen
die ihren besonderen Belangen entsprechenden Erleich- deutschen Amateurfunkzeugnissen der entsprechenden
terungen zu gewähren. Die Behinderung ist mit der An- Klasse gleich. Nähere Einzelheiten zur Umsetzung har-
tragstellung zur Prüfung in schriftlicher oder elektronischer monisierter Regelungen der CEPT werden von der Regu-
Form nachzuweisen. Über Art und Umfang der zu gewäh- lierungsbehörde festgelegt und in ihrem Amtsblatt veröf-
renden Erleichterungen entscheidet die Regulierungsbe- fentlicht.
hörde. (2) Andere Prüfungsbescheinigungen oder Genehmigun-
(5) Einzelheiten zur Durchführung von Prüfungen werden gen können anerkannt werden, wenn die ihnen zu Grunde
nach Anhörung der betroffenen Kreise von der Regulie- liegenden Prüfungsinhalte und Anforderungen denen
rungsbehörde festgelegt und in ihrem Amtsblatt veröffent- eines deutschen Amateurfunkzeugnisses gleichwertig
licht. sind. Der Regulierungsbehörde ist vom Original der Ur-
kunden oder von Dokumenten nach Satz 1, die nicht in
deutscher, englischer oder französischer Sprache abge-
fasst sind, eine beglaubigte Übersetzung vorzulegen.

Seite 80 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 9 Amateurfunkverordnung (AFuV)

§ 9 Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst (2) Beim Betrieb von leistungsschwachen Amateurfunk-
sendern zu Peilzwecken kann auf eine Rufzeichennen-
(1) Die Regulierungsbehörde lässt auf Antrag eine natürli- nung verzichtet werden, wenn Kennungen gemäß § 10
che Person gemäß § 3 Abs. 1 des Amateurfunkgesetzes Abs. 3 verwendet werden.
auf der Grundlage ihres vorgelegten Amateurfunkzeug-
nisses oder einer gleichwertigen Bescheinigung im Sinne (3) Dem Rufzeichen können international gebräuchliche
von § 8 zur Teilnahme am Amateurfunkdienst unter Zusätze beigefügt werden. Diese dürfen das zugeteilte
gleichzeitiger Zuteilung eines personengebundenen Ruf- Rufzeichen nicht verfälschen.
zeichens zu.
(4) Mit einem Rufzeichen darf nicht zeitgleich von ver-
(2) Die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst schiedenen Standorten aus am Amateurfunkdienst teilge-
berechtigt den Funkamateur zur Nutzung der in Anlage 1 nommen werden. Ausnahmen sind zulässig, bedürfen
ausgewiesenen Frequenzbereiche unter Einhaltung der jedoch der vorherigen Zustimmung durch die Regulie-
dafür festgelegten Nutzungsbestimmungen nach Maßga- rungsbehörde.
be der in seiner Zulassung festgelegten Zeugnisklasse
(Berechtigungsumfang).
§ 12 Ausbildungsfunkbetrieb
(3) Mit dem Antrag auf Zulassung zur Teilnahme am Ama-
teurfunkdienst nach § 3 Abs. 1 des Amateurfunkgesetzes (1) Der Ausbildungsfunkbetrieb dient der praktischen
hat der Funkamateur der Regulierungsbehörde mitzutei- Vorbereitung auf das Ablegen der fachlichen Prüfung zum
len, an welchen Standorten er seine ortsfesten Amateur- Erwerb eines Amateurfunkzeugnisses. Zur Durchführung
funkstellen betreiben wird. des Ausbildungsfunkbetriebs sind zum Amateurfunkdienst
zugelassene Funkamateure nach vorheriger Zuteilung
(4) Der Inhaber einer Zulassung nach Absatz 1 hat jede eines Ausbildungsrufzeichens gemäß § 3 Abs. 3 Nr. 2 des
Änderung des Namens oder der Anschrift unverzüglich Amateurfunkgesetzes berechtigt. Das Ausbildungsrufzei-
sowie die Neuerrichtung einer ortsfesten Amateurfunkstel- chen wird auf Antrag zugeteilt. Mit der Zuteilung wird der
le oder eine dauerhafte Verlegung eines Standortes sei- Berechtigungsumfang für den Ausbildungsfunkbetrieb
ner ortsfesten Amateurfunkstellen vor Inbetriebnahme in festgelegt.
schriftlicher oder elektronischer Form der Regulierungs-
behörde anzuzeigen. (2) Im Rahmen des Ausbildungsfunkbetriebs ist Perso-
nen, die nicht Inhaber eines entsprechenden Amateur-
(5) Für den Empfang von Aussendungen ist eine Zulas- funkzeugnisses sind, die Teilnahme am Amateurfunk-
sung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst nicht erforder- dienst unter unmittelbarer Anleitung und Aufsicht des
lich. Inhabers des Ausbildungsrufzeichens gestattet.
(3) Während des Ausbildungsfunkbetriebs ist von den
§ 10 Rufzeichenzuteilung Auszubildenden das zugeteilte Ausbildungsrufzeichen zu
benutzen.
(1) Ein personengebundenes Rufzeichen wird einem
Funkamateur von der Regulierungsbehörde auf der (4) Beim Ausbildungsfunkbetrieb sind von dem Auszubil-
Grundlage des § 3 Abs. 3 Nr. 1 des Amateurfunkgesetzes denden Angaben über den Funkbetrieb schriftlich festzu-
zugeteilt. Es besteht kein Anspruch auf Zuteilung eines halten und vom Ausbilder zu bestätigen. Dieser hat die
bestimmten Rufzeichens. Ein personengebundenes Ruf- Aufzeichnungen ein Jahr aufzubewahren.
zeichen, auf das verzichtet wurde, wird einem anderen
Funkamateur frühestens nach einem Jahr neu zugeteilt.
§ 13 Fernbediente oder automatisch arbeitende Ama-
(2) Die Regulierungsbehörde teilt dem Funkamateur ne- teurfunkstellen
ben dem personengebundenen Rufzeichen gemäß Ab-
satz 1 auf Antrag weitere Rufzeichen für den Ausbildungs- (1) Der Betrieb einer fernbedienten oder automatisch
funkbetrieb, für fernbediente und automatisch arbeitende arbeitenden Amateurfunkstelle bedarf einer gesonderten
Amateurfunkstellen oder für Klubstationen zu. Rufzei- Rufzeichenzuteilung nach § 3 Abs. 3 Nr. 3 des Amateur-
chenzuteilungen dürfen befristet werden. funkgesetzes. Diese Funkstelle darf nur an dem in der
Rufzeichenzuteilung aufgeführten Standort unter den dort
(3) Die Regulierungsbehörde erstellt und veröffentlicht in festgelegten Rahmenbedingungen betrieben werden.
ihrem Amtsblatt einen Rufzeichenplan für den Amateur-
funkdienst in Deutschland. Der Rufzeichenplan enthält die (2) Der Rufzeichenzuteilung geht eine standortbezogene
angewendeten Rufzeichenreihen einschließlich der Zu- Verträglichkeitsuntersuchung für die jeweils zur Nutzung
ordnung zu den Klassen und Verwendungszwecken, die beabsichtigte Frequenz voraus. Das Rufzeichen kann nur
zulässigen Kennungen, die nicht zuteilungsfähigen Ruf- zugeteilt werden, wenn entsprechende Frequenzen ver-
zeichenzusammensetzungen und die international ge- fügbar sind.
bräuchlichen Rufzeichenzusätze.
(3) Mit der Rufzeichenzuteilung wird der Berechtigungs-
umfang für den Betrieb der fernbedient oder automatisch
§ 11 Rufzeichenanwendung arbeitenden Amateurfunkstelle festgelegt. Sie kann mit
weiteren Auflagen versehen werden, die eine störungs-
(1) Rufzeichen dienen der Identifikation. Die für den jewei- freie Frequenznutzung gewährleisten sollen. Einzelheiten
ligen Verwendungszweck zugeteilten Rufzeichen sind bei werden von der Regulierungsbehörde nach Anhörung der
Beginn und Beendigung jeder Funkverbindung sowie betroffenen Kreise festgelegt und in ihrem Amtsblatt ver-
mindestens alle zehn Minuten während des Funkverkehrs öffentlicht.
zu übermitteln. Weitere Einzelheiten zur Rufzeichenan-
wendung können einschließlich der Ausnahmeregelung (4) Der Funkbetrieb über fernbediente Amateurfunkstellen
nach Absatz 4 von der Regulierungsbehörde festgelegt nach Absatz 1 ist Funkamateuren mit zugeteiltem Rufzei-
und in ihrem Amtsblatt veröffentlicht werden. chen zu gestatten. Aussendungen und Funkverkehr der
Amateurfunkstellen nach Absatz 1 haben Vorrang vor

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Anhang 9 Amateurfunkverordnung (AFuV)

dem übrigen Amateurfunkverkehr und dürfen nicht beein- (3) Der Eintragung in die Rufzeichenliste kann widerspro-
trächtigt werden. Zur Sicherstellung eines störungsfreien chen werden. Der Widerspruch ist in schriftlicher oder
Betriebs kann der Inhaber des Rufzeichens einer fernbe- elektronischer Form bei der Regulierungsbehörde einzu-
dienten Amateurfunkstelle nach Absatz 1 andere Funk- reichen. Sie hat die Funkamateure rechtzeitig und in an-
amateure von der Nutzung der Amateurfunkstelle aus- gemessener Weise auf ihr Widerspruchsrecht hinzuwei-
schließen. Die Regulierungsbehörde ist hiervon zu unter- sen. Unabhängig vom Inhalt der Widersprüche werden
richten. alle zugeteilten Rufzeichen in Verbindung mit dem Namen
des Inhabers und die Standorte von Amateurfunkstellen
(5) Die Zuteilung für Funkstellen nach Absatz 1 kann nach § 13 in das Verzeichnis aufgenommen.
außer in den in § 49 Abs. 2 des Verwaltungsverfahrens-
gesetzes genannten Fällen auch widerrufen werden,
wenn § 16 Technische und betriebliche Rahmenbedingun-
1. der Inhaber des Rufzeichens innerhalb eines Jahres gen für Amateurfunkstellen
nach der Zuteilung den bestimmungsgemäßen Betrieb (1) Die Amateurfunkstelle ist nach den allgemein aner-
der fernbedienten oder automatisch arbeitenden Ama- kannten Regeln der Technik einzurichten und zu unterhal-
teurfunkstelle nicht aufgenommen hat oder eine Be- ten.
triebsunterbrechung von mehr als einem Jahr vorliegt,
(2) Für die Nutzung der Frequenzbereiche des Amateur-
2. die Verträglichkeit mit anderen Nutzungen nicht mehr funkdienstes gelten die in Anlage 1 zu dieser Verordnung
gewährleistet ist oder festgelegten technischen und betrieblichen Rahmenbe-
3. die Voraussetzung des Absatzes 2 Satz 2 nicht mehr dingungen. Die Regulierungsbehörde kann auf Antrag für
gegeben ist oder besondere experimentelle und technisch-
wissenschaftliche Studien mit einer Amateurfunkstelle
4. der Inhaber des Rufzeichens seine Verpflichtungen Ausnahmen befristet gestatten. Dies kann unter zusätzli-
nach Absatz 1 Satz 2 oder eine Auflage nach Absatz 3 chen Auflagen erfolgen und von der Zuteilung eines wei-
Satz 2 nicht erfüllt. teren Rufzeichens abhängig gemacht werden.
(3) Eine Amateurfunkstelle darf mit Telekommunikations-
§ 14 Klubstationen netzen verbunden werden. Dabei sind die telekommunika-
tionsrechtlichen Bestimmungen zu beachten. Die Bereit-
(1) Das Rufzeichen für das Betreiben einer Amateurfunk- stellung von Verbindungen zu Telekommunikationsnetzen
stelle als Klubstation gemäß § 3 Abs. 3 Nr. 4 des Ama- über eine fernbediente Amateurfunkstelle nach § 13 ist
teurfunkgesetzes wird einem zur Teilnahme am Amateur- nur dem Inhaber des Rufzeichens für diese Amateurfunk-
funkdienst zugelassenen Funkamateur zugeteilt, wenn er stelle gestattet.
vom Leiter einer Gruppe von Funkamateuren der Regulie-
rungsbehörde in schriftlicher oder elektronischer Form als (4) Unerwünschte Aussendungen sind auf das geringst
Verantwortlicher für die Klubstation benannt worden ist. mögliche Maß zu beschränken. Erforderliche Richtwerte
Mit der Zuteilung wird der Berechtigungsumfang für den für Funkanlagen nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 des Gesetzes über
Betrieb der Klubstation festgelegt. Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen
vom 31. Januar 2001 (BGBl. I S. 170) werden nach Anhö-
(2) Unbeschadet der Bestimmungen des § 3 Abs. 4 des rung der betroffenen Kreise im Amtsblatt der Regulie-
Amateurfunkgesetzes kann die Zuteilung widerrufen wer- rungsbehörde veröffentlicht.
den, wenn die Benennung des Funkamateurs durch den
Leiter der Gruppe von Funkamateuren in schriftlicher oder (5) Auf Anforderung der Regulierungsbehörde hat der
elektronischer Form zurückgezogen wird oder die Gruppe Funkamateur technische Unterlagen über seine Sendean-
sich aufgelöst hat. lage sowie eine Skizze über die örtliche Anordnung der
ortsfesten Antennenanlage vorzulegen.
(3) Funkamateure mit Zulassung zur Teilnahme am Ama-
teurfunkdienst, die die Klubstation mitbenutzen, haben (6) Abgleicharbeiten und Messungen an Sendern von
dabei das Rufzeichen der Klubstation zu verwenden. Amateurfunkstellen sind an einem Abschlusswiderstand
durchzuführen.
(4) Zum Amateurfunkdienst zugelassene Funkamateure
mit einem Amateurfunkzeugnis der Klasse E dürfen die (7) Der Amateurfunkverkehr ist in offener Sprache abzu-
Klubstation im Rahmen ihres Berechtigungsumfangs wickeln. Der internationale Amateurschlüssel und die
gemäß § 9 Abs. 2 mitbenutzen. international gebräuchlichen Betriebsabkürzungen gelten
als offene Sprache.
(8) Amateurfunkverkehr darf nicht zur Verschleierung des
§ 15 Rufzeichenliste Inhalts verschlüsselt werden; Steuersignale für Erd- und
(1) Die Regulierungsbehörde veröffentlicht die zugeteilten Weltraumfunkstellen des Amateurfunkdienstes über Satel-
deutschen Rufzeichen und ihre Inhaber in einer Rufzei- liten gelten nicht als verschlüsselte Aussendungen. Das
chenliste. Aussenden von irreführenden Signalen, von Dauerträgern
und von rundfunkähnlichen Darbietungen sowie der Ge-
(2) Die Rufzeichenliste enthält folgende Angaben: brauch internationaler Not-, Dringlichkeits- und Sicher-
1. zugeteiltes Rufzeichen, Klasse und Verwendungs- heitszeichen des See- und Flugfunkdienstes ist nicht
zweck, zulässig.

2. Name, Vorname und Anschrift des Inhabers der Zu- (9) Der Funkamateur hat geeignete Maßnahmen zu tref-
lassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst und fen, um eine missbräuchliche Benutzung seiner Amateur-
funkstelle auszuschließen.
3. Standort der ortsfesten Amateurfunkstelle.

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§ 17 Störungen und Maßnahmen bei Störungen § 20 Inkrafttreten, Außerkrafttreten


(1) Die Regulierungsbehörde kann zur Ermittlung und zur (1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung
Untersuchung von Störungsursachen oder zur Klärung in Kraft.
frequenztechnischer Fragen den Betreiber einer Amateur-
funkstelle zur Mitwirkung verpflichten. Hierbei kann sie (2) Gleichzeitig treten die Amateurfunkverordnung vom
insbesondere verlangen, dass der Funkamateur Angaben 23. Dezember 1997 (BGBl. 1998 I S. 42), zuletzt geändert
über den Betrieb der Amateurfunkstelle in schriftlicher durch die Verordnung vom 13. Dezember 2001 (BGBl. I
Form festhält und vorlegt und dass der Funkamateur bei S. 3630), sowie § 12 Abs. 3 und 4, § 16 und Anlage 1 der
der Störungsuntersuchung Testaussendungen durchführt, Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über den
die eine messtechnische Auswertung der Störszenarien Amateurfunk vom 13. März 1967 (BGBl. I S. 284), die
ermöglichen. zuletzt durch § 10 der Verordnung vom 19. November
1996 (BGBl. I S. 1790) geändert worden ist, außer Kraft.
(2) Bis zur Aufklärung oder Beseitigung der Ursache von
Störungen kann die Regulierungsbehörde gegenüber dem (3) Bis zur Veröffentlichtung der Richtwerte nach § 16
Betreiber einer Amateurfunkstelle die Sperrung bestimm- Abs. 4 dieser Verordnung gelten die in § 12 Abs. 3 und 4
ter Frequenzbereiche, die Absenkung der Senderleistung der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über den
oder weitere geeignete Maßnahmen anordnen. Amateurfunk vom 13. März 1967 (BGBl. I S. 284) festge-
legten Richtwerte.
(3) Die Bestimmungen des Gesetzes über die elektro-
magnetische Verträglichkeit von Geräten vom 24. Sep-
tember 1998 (BGBl. I S. 2882) bleiben unberührt.

§ 18 Gebühren und Auslagen


Für Amtshandlungen nach dem Amateurfunkgesetz und
dieser Verordnung werden Gebühren nach Anlage 2 die-
ser Verordnung und Auslagen nach § 10 des Verwal-
tungskostengesetzes erhoben.

§ 19 Übergangsregelungen
(1) Für Amateurfunkzeugnisse, die vor dem Inkrafttreten
dieser Verordnung erteilt wurden, gilt:
1. Amateurfunkzeugnisse der Klasse 3 stehen dem Ama-
teurfunkzeugnis der Klasse E im Sinne dieser Verord-
nung gleich.
2. Alle anderen erteilten Amateurfunkzeugnisse stehen
dem Amateurfunkzeugnis der Klasse A im Sinne die-
ser Verordnung gleich.
(2) Für Zulassungen zur Teilnahme am Amateurfunk-
dienst und für Amateurfunkgenehmigungen, die vor dem
Inkrafttreten dieser Verordnung erteilt wurden, gilt Absatz
1 entsprechend.
(3) Soweit dies zur Teilnahme am Amateurfunkdienst
ausserhalb des Geltungsbereichs des Amateurfunkgeset-
zes erforderlich ist, stehen Amateurfunkzeugnisse der
Klasse A nach dieser Verordnung und Amateurfunkzeug-
nisse der Klasse 2 nach der Amateurfunkverordnung vom
23. Dezember 1997 (BGBl. 1998 I S. 42) Amateurfunk-
zeugnissen der Klasse 1 nach der Amateurfunkverord-
nung vom 23. Dezember 1997 (BGBl. 1998 I S. 42)
gleich, sofern der Inhaber im Besitz einer Bescheinigung
nach § 4 Abs. 5 Satz 3 dieser Verordnung ist.
(4) Bis zur Veröffentlichung allgemeiner Auflagen für die
Nutzung des Frequenzbereichs gemäß Anlage 1 Buch-
stabe A Nr. 13 durch die Bundesnetzagentur für Elektrizi-
tät, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
gelten die Bestimmungen der Amtsblattmitteilung Nr.
311/2005 der Bundesnetzagentur (veröffentlicht im Amts-
blatt Nr. 24/2005 vom 21. Dezember 2005) sinngemäß
weiter.

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Anhang 9 Amateurfunkverordnung (AFuV)

Anlage 1 (zu § 1 Nr. 6)

Nutzungsbedingungen für die im Frequenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst


und den Amateurfunkdienst über Satelliten ausgewiesenen Frequenzbereiche
Auf der Grundlage des § 6 Satz 1 des Gesetzes über den Amateurfunk vom 23. Juni 1997 (BGBl. I S. 1494) werden im
Folgenden die technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen für die Nutzung von Frequenzen des Amateurfunk-
dienstes und des Amateurfunkdienstes über Satelliten festgelegt:
Fernbediente und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen im Sinne von § 13 Abs. 1 und 2 dieser Verordnung dürfen
nur auf den in der Rufzeichenzuteilung für diese Amateurfunkstellen ausgewiesenen Frequenzen betrieben werden. Die
maximal zulässige Strahlungsleistung für fernbediente oder automatisch arbeitende terrestrische Amateurfunkstellen be-
trägt oberhalb 30 MHz 15 Watt ERP. Der Inhaber der Rufzeichenzuteilung muss sicherstellen, dass fernbediente Amateur-
funkstellen jederzeit abgeschaltet werden können.
Die belegte Bandbreite einer Aussendung ist entsprechend dem Stand der Technik auf das für die verwendete Sendeart
notwendige Ausmaß zu beschränken. Die Mittenfrequenz der Aussendungen ist so zu wählen, dass die belegte Bandbreite
innerhalb des dem Amateurfunk zugewiesenen Frequenzbereichs liegt. Der Vorrang des Funkverkehrs bereits belegter
Frequenzen ist zu beachten.
Die Funkdienste werden nach primären und sekundären Funkdiensten unterschieden. Ein primärer Funkdienst ist ein
Funkdienst, dessen Funkstellen Schutz gegen Störungen durch Funkstellen sekundärer Funkdienste verlangen können,
auch wenn diesen Frequenzen bereits zugeteilt sind. Schutz gegen Störungen durch Funkstellen des gleichen oder eines
anderen primären Funkdienstes kann nur die Funkstelle verlangen, der die Frequenz früher zugeteilt wurde. Ein sekundä-
rer Funkdienst ist ein Funkdienst, dessen Funkstellen weder Störungen bei den Funkstellen eines primären Funkdienstes
verursachen dürfen noch Schutz vor Störungen durch solche Funkstellen verlangen können, unabhängig davon, wann die
Frequenzzuteilung an Funkstellen des primären Funkdienstes erfolgt. Sie können jedoch Schutz gegen Störungen durch
Funkstellen des gleichen oder eines anderen sekundären Funkdienstes verlangen, deren Frequenzzuteilung später erfolgt.
In den Frequenzbereichen gemäß Buchstabe A gelten die Regelungen des Frequenznutzungsplans und zusätzlich die
besonderen Nutzungsbestimmungen nach Buchstabe A und Buchstabe B.

A Tabellarische Übersicht

Besondere Nutzungsbestimmungen
AFu-Zeugnisklasse
Lfd. Maximale Zusätzliche Nutzungs-
Frequenzbereiche Status *) gemäß Zulassungs-
Nr. Leistung bestimmungen gemäß B
urkunde
1 2 3 4 5 6
1 135,7 – 137,8 kHz S A 1 W ERP 1 2 10
2 1 810 – 1 850 kHz P A 750 W PEP 3
2a 1 810 – 1 850 kHz P E 100 W PEP 3
3 1 850 – 1 890 kHz S A 75 W PEP 3 10 12
3a 1 850 – 1 890 kHz S E 75 W PEP 3 10 12
4 1 890 – 2 000 kHz S A 10 W PEP 3 10
4a 1 890 – 2 000 kHz S E 10 W PEP 3 10
5 3 500 – 3 800 kHz P A 750 W PEP 3
5a 3 500 – 3 800 kHz P E 100 W PEP 3
6 7 000 – 7 100 kHz P A 750 W PEP 3 13
6a 7 100 – 7 200 kHz S A 250 W PEP 3
7 10 100 – 10 150 kHz S A 150 W PEP 1 10 12
8 14 000 – 14 350 kHz P A 750 W PEP 3 13
9 18 068 – 18 168 kHz P A 750 W PEP 3 13
10 21 000 – 21 450 kHz P A 750 W PEP 3 13
10a 21 000 – 21 450 kHz P E 100 W PEP 3 13
11 24 890 – 24 990 kHz P A 750 W PEP 3 13
12 28 – 29,7 MHz P A 750 W PEP 4 13
12a 28 – 29,7 MHz P E 100 W PEP 4 13
13 50,08 – 51 MHz S A 25 W ERP 5
14 144 – 146 MHz P A 750 W PEP 6 13
15 144 – 146 MHz P E 75 W PEP 6 13
16 430 – 440 MHz P A 750 W PEP 7 13
17 430 – 440 MHz P E 75 W PEP 7 13
18 1 240 – 1 300 MHz S A 750 W PEP 8 11 13
19 2 320 – 2 450 MHz S A 75 W PEP 9 13
20 3 400 – 3 475 MHz S A 75 W PEP 9
21 5 650 – 5 850 MHz S A 75 W PEP 9 13
22 10 – 10,5 GHz S A 75 W PEP 9 13
23 10 – 10,5 GHz S E 5 W PEP 9 13
24 24 – 24,05 GHz P A 75 W PEP 13

Seite 84 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 9 Amateurfunkverordnung (AFuV)

Besondere Nutzungsbestimmungen
AFu-Zeugnisklasse
Lfd. *) Maximale Zusätzliche Nutzungs-
Frequenzbereiche Status gemäß Zulassungs-
Nr. Leistung bestimmungen gemäß B
urkunde
1 2 3 4 5 6
25 24,05 – 24,25 GHz S A 75 W PEP 9
26 47 – 47,2 GHz P A 75 W PEP 13
27 75,5 – 76 GHz P A 75 W PEP 9 13
28 76 - 77,5 GHz S A 75 W PEP 9 13
29 77,5 - 78 GHz S A 75 W PEP 9 13
30 78 - 81,5 GHz S A 75 W PEP 9 13
31 122,25 - 123 GHz S A 75 W PEP 9
32 134 - 136 GHz P A 75 W PEP 9 13
33 136 - 141 GHz S A 75 W PEP 9 13
34 241 – 248 GHz S A 75 W PEP 13
35 248 - 250 GHz P A 75 W PEP 13
36 > 275 GHz - - - 14
*) P: Amateurfunkdienst ist primärer Funkdienst, S: Amateurfunkdienst ist sekundärer Funkdienst gemäß Frequenzbe-
reichszuweisungsplanverordnung. Die mit „P“ gekennzeichneten Frequenzbereiche können gleichzeitig auch anderen
primären Funkdiensten zugewiesen sein.

B Zusätzliche Nutzungsbestimmungen

1 Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Aussendung: 800 Hz.


2 Die Betriebsorte sind bei der Regulierungsbehörde schriftlich anzuzeigen. Die Sendeantenne ist gegenüber anderen
Anlagen ausreichend zu entkoppeln. Werden Störungen bei Primärfunkdiensten auch in benachbarten Frequenzbe-
reichen verursacht, ist der Betrieb einzustellen.
3 Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Aussendung: 2,7 kHz.
4 Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Aussendung: 7 kHz.
5 Die Nutzung des Frequenzbereichs kann von der Regulierungsbehörde mit zusätzlichen allgemeinen Auflagen ver-
sehen werden; die Nutzung ist auf feste Amateurfunkstellen beschränkt. Die Nutzungsbedingungen werden durch die
Regulierungsbehörde festgelegt und in ihrem Amtsblatt veröffentlicht.
6 Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Aussendung: 40 kHz.
7 Die maximal zulässige belegte Bandbreite einer Aussendung beträgt 2 MHz und bei amplitudenmodulierten Fernseh-
aussendungen 7 MHz.
8 Die maximal zulässige belegte Bandbreite einer Aussendung beträgt 2 MHz, bei amplitudenmodulierten oder digitalen
Fernsehaussendungen 7 MHz und bei frequenzmodulierten Fernsehaussendungen 18 MHz.
9 Die maximal zulässige belegte Bandbreite einer Aussendung beträgt 10 MHz und bei Fernsehaussendungen 20
MHz.
10 Der Betrieb von fernbedienten Amateurfunkstellen ist nicht gestattet. Amateurfunk-Wettbewerbe (Contestbetrieb)
dürfen in diesem Frequenzbereich nicht durchgeführt werden.
11 Im Teilbereich 1 247 - 1 263 MHz ist die abgestrahlte Leistung auf maximal 5 Watt EIRP beschränkt. Der Betrieb von
fernbedienten und automatisch arbeitenden Amateurfunkstellen ist in diesem Bereich nicht zulässig.
12 Die maximal zulässige Strahlungsleistung für automatisch arbeitende Amateurfunkstellen beträgt 15 Watt ERP.
13 Die Frequenzbereiche 7 000 - 7 100 kHz, 14 000 - 14 250 kHz, 18 068 - 18 168 kHz, 21 000 - 21 450 kHz, 24 890 -
24 990 kHz, 28 - 29,7 MHz, 144 - 146 MHz, 24 - 24,05 GHz, 47 - 47,2 GHz, 75,5 - 76 GHz, 134 - 136 GHz und 248 -
250 GHz können auch für den Amateurfunkdienst über Satelliten genutzt werden; der Amateurfunkdienst über Satelli-
ten ist dabei primärer Funkdienst. Die Frequenzbereiche 435 - 438 MHz, 1 260 - 1 270 MHz, 2 400 - 2 450 MHz,
5 650 - 5 670 MHz, 5 830 - 5 850 MHz, 10,45 - 10,50 GHz, 76 - 81,5 GHz, 136 - 141 GHz und 241 - 248 GHz können
auch für Amateurfunkdienst über Satelliten genutzt werden; der Amateurfunkdienst über Satelliten ist dabei sekundä-
rer Funkdienst. In den Frequenzbereichen 435 - 438 MHz, 1 260 - 1 270 MHz, 2 400 - 2 450 MHz und 5 650 – 5 670
MHz sind andere sekundäre Funkdienste gegenüber dem Amateurfunkdienst über Satelliten bevorrechtigt. Die Nut-
zung der Frequenzbereiche 1 260 - 1 270 MHz und 5 650 - 5 670 MHz ist auf die Senderichtung Erde - Weltraum und
im Frequenzbereich 5 830 - 5 850 MHz auf die Senderichtung Weltraum - Erde beschränkt.
14 Die Frequenzbereiche 444 - 453 GHz, 510 - 546 GHz, 711 - 730 GHz, 909 - 926 GHz, 945 - 951 GHz und Frequen-
zen oberhalb von 956 GHz können durch den Amateurfunkdienst genutzt werden. Die Nutzungsbedingungen werden
durch die Regulierungsbehörde festgelegt und in ihrem Amtsblatt veröffentlicht.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 85
Anhang 9 Amateurfunkverordnung (AFuV)

Anlage 2 (zu § 1 Nr. 7 und § 18)

Gebührenverzeichnis

Die Regulierungsbehörde erhebt für Amtshandlungen nach § 18 dieser Verordnung folgende Gebühren:
1 2 3

Gebühr in Euro
Lfd.
Gebührentatbestand (ab jeweils 1. 1.)
Nr.
2005 2006 2008
1 a) Erteilung eines Amateurfunkzeugnisses nach be- Klasse A 90*) 100*) 110*)
standener (Erst-) Prüfung für die Klasse E 60*) 70*) 80*)
b) Erteilung eines Amateurfunkzeugnisses nach be- Klasse A 60*) 70*) 80*)
standener Wiederholungsprüfung für die Klasse E 40*) 50*) 60*)
c) Erteilung einer Bescheinigung oder eines Amateurfunkzeugnisses 60*) 70*) 80*)
nach bestandener Zusatzprüfung gemäß § 4 Abs. 3 oder Abs. 5
2 Ausstellen einer harmonisierten Prüfungsbescheinigung oder einer Zeugnis- 40 55 70
zweitschrift
3 a) Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst und Zuteilung eines per- 40 55 70
sonengebundenen Rufzeichens
b) Zuteilung eines weiteren Rufzeichens nach § 16 Abs. 2 40 55 70
c) Zuteilung eines Ausbildungsrufzeichens nach § 12 Abs. 1 70 70 70
d) Zuteilung eines Rufzeichens für eine Klubstation nach § 14 Abs. 1 60 85 110
e) Zuteilung eines Rufzeichens für eine fernbediente oder automatisch arbei- 80 150 200
tende Amateurfunkstelle (beispielsweise Relaisfunkstelle oder Funkbake)
nach § 13 Abs. 1
4 Anordnung der Einschränkung des Betriebes oder der Außerbetriebnahme einer 160 160 160
Amateurfunkstelle auf Grund von Verstößen gegen Bestimmungen des Ama-
teurfunkgesetzes oder der Amateurfunkverordnung
5 Prüfen und Anerkennen von Genehmigungen anderer Verwaltungen und nicht 70 100 130
CEPT-konformer Prüfungsbescheinigungen
6 Zurücknahme eines Antrags nach dem Beginn der sachlichen Bearbeitung und Die Gebühr ermäßigt sich
vor Beendigung der Amtshandlung; Ablehnung von Anträgen auf die in den um ein Viertel der für den
Nummern 1 bis 3 und 5 genannten Amtshandlungen; Widerruf oder Rücknahme Verwaltungsakt vorgesehe-
einer Amtshandlung, soweit der Betroffene dazu Anlass gegeben hat. nen Gebühr.

*) Maßgeblich für die Gebühr ist der Prüfungstermin.

Seite 86 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 10 Rufzeichenplan für den Amateurfunkdienst in Deutschland

Vfg Nr. 12/2005 geändert durch Vfg Nr. 34/2005

Amateurfunkdienst; Rufzeichenplan für den Amateurfunkdienst in Deutschland

Gemäß § 10 Abs. 3 der Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk (Amateurfunkverordnung - AFuV) vom 15. Februar
2005 (BGBl. I S. 242) veröffentlicht die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) hiermit einen
Rufzeichenplan für den Amateurfunkdienst in Deutschland. Dieser tritt am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft.

Rufzeichenplan für den Amateurfunkdienst in Deutschland


gemäß § 10 Abs. 3 der Amateurfunkverordnung vom 15. Februar 2005 (BGBl. I S. 242)

Deutsche Amateurfunkrufzeichen bestehen aus einem 2-buchstabigen Präfix (DA - DR ohne DE und DI), einer Ziffer (0-9)
und einem meist 2- oder 3-buchstabigen Suffix. Für Klubstationen gibt es auch Rufzeichen mit 1-buchstabigen oder 4- bis
7-stelligen Suffixen gemäß den Nrn. 2 und 3. Für Kurzzeitzulassungen werden Rufzeichen gemäß Nr. 4 verwendet. Die
Rufzeichen werden gemäß dem Amateurfunkgesetz (AFuG) und der Amateurfunkverordnung (AFuV) entsprechend die-
sem Rufzeichenplan zugeteilt.

1. Rufzeichen mit 2- oder 3-buchstabigen Suffixen

Rufzeichenreihe Verwendungszweck Klasse


DAØAA - DAØZZZ KS A
DA1AA - DA1ZZZ Angehörige der Gaststreitkräfte: PZ, KS, RL, FB A
DA2AA - DA2ZZZ auslaufend PZ, KS, RL, FB für Angehörige der Gaststreitkräfte A
DA4AA - DA4ZZZ SZ 1), (auslaufend PZ Klasse A für Angehörige der Gaststreitkräfte) E
DA5AA - DA5ZZZ SZ 1) A
DA6AA - DA6ZZZ Angehörige der Gaststreitkräfte: PZ, KS, RL, FB E
DBØAA - DBØZZZ RL, FB, (auslaufend KS) A
DB1AA - DB9ZZZ PZ A
DCØAA - DC9ZZZ PZ, (DCØAA - DCØZZZ: auslaufend KS) A
DDØAA - DD9ZZZ PZ, (DDØAA - DDØZZZ: auslaufend KS) A
DFØAA - DFØZZZ KS, (auslaufend RL und FB) A
DF1AA - DF9ZZZ PZ A
DGØAA - DG9ZZZ PZ, (DGØAA - DGØZZZ: auslaufend KS) A
DHØAA - DH9ZZZ PZ, (DHØAA - DHØZZZ: auslaufend KS) A
DJØAA - DJ9ZZZ PZ, (DJØAA - DJØZZZ: auslaufend KS) A
DKØAA - DKØZZZ KS, (auslaufend RL und FB) A
DK1AA - DK9ZZZ PZ A
DLØAA - DLØZZZ KS, (auslaufend RL und FB) A
DL1AA - DL9ZZZ PZ A
DMØAA - DMØZZZ RL, FB, (DMØZA - DMØZZZ: RL2)), (auslaufend KS) A
DM1AA - DM9ZZZ PZ A
DNØAA - DNØZZZ KS, (auslaufend AB) E
DN1AA - DN6ZZZ AB 1) A
DN7AA - DN8ZZZ AB 1) E
DOØAA - DOØZZZ RL, FB, (DOØZA - DOØZZZ: RL2)), (auslaufend KS) E
DO1AA - DO9ZZZ PZ E
DPØAA - DP1ZZZ Exterritorialer Standort: KS, RL, FB, SZ A
DP2AA - DP2ZZZ Exterritorialer Standort: KS, RL, FB, SZ E

1) 2)
auch für Angehörige der Gaststreitkräfte RL mit neuen Anwendungen, beispielsweise Echolink

Abkürzungen:
PZ ... personengebundene Rufzeichenzuteilung(en) gemäß § 3 Abs. 1 und Abs. 3 Nr. 1 AFuG
AB ... Rufzeichenzuteilung(en) für den Ausbildungsfunkbetrieb
RL ... Rufzeichenzuteilung(en) für Relaisfunkstelle(n)
FB ... Rufzeichenzuteilung(en) für Funkbake(n)
KS ... Rufzeichenzuteilung(en) für Klubstation(en)
SZ ... Rufzeichenzuteilung(en) für besondere experimentelle Studien nach § 16 Abs. 2 AFuV

Rufzeichenzuteilungen, die nach der obigen Tabelle "auslaufend" sind, werden nicht neu zugeteilt; Folgezuteilungen blei-
ben unberührt. Sie können vor dem Ablauf ihrer Befristung auf Antrag kostenlos gegen eine entsprechende, mit dem Ruf-

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 87
Anhang 10 Rufzeichenplan für den Amateurfunkdienst in Deutschland

zeichenplan konforme Rufzeichenzuteilung mit der gleichen Klasse und dem gleichen Verwendungszweck getauscht wer-
den.

2. Rufzeichen mit 1-buchstabigen Suffixen

Rufzeichenreihen Verwendungszweck Klasse


DAØA - DAØZ KS A
DA1A - DA1Z KS für Angehörige der Gaststreitkräfte A
DA2A - DA3Z KS A
DA4A - DA4Z SZ als Klubstation E
DA5A - DA5Z SZ als Klubstation A
DA6A - DA6Z KS für Angehörige der Gaststreitkräfte E
DA7A - DA9Z KS E
DBØA - DD9Z KS A
DFØA - DH9Z KS A
DJØA - DM9Z KS A
DNØA - DNØZ KS E
DOØA - DO9Z KS E
DPØA - DP1Z KS mit exterritorialen Standort A
DP2A - DP2Z KS mit exterritorialen Standort E
DP3A - DP9Z KS A
DQØA - DR9Z KS A

Abkürzungen wie bei Nr. 1. Sofern für Rufzeichenzuteilungen mit 1-buchstabigen Suffix bis zum Zuteilungsbeginn nach
Nr. 10 mehr Anträge eingehen, als Rufzeichen verfügbar sind, wird ein Losverfahren durchgeführt.

3. Bei besonderen allgemeinen Anlässen können entsprechend der Tabelle in Nr. 2 auch Klubstationsrufzeichen befristet
zugeteilt werden, die anstelle des 1-buchstabigen Suffixes einen aus 4- bis 7 Zeichen bestehenden Suffix haben. Das
letzte Zeichen im Suffix muss immer ein Buchstabe sein. Zeichen sind dabei die Ziffern und Buchstaben gemäß Nr. 8.

4. Rufzeichen für Kurzzeitzulassungen für ausländische Funkamateure ohne Wohnsitz in Deutschland bestehen aus dem
Heimatrufzeichen mit vorangestelltem „DL /“ bei Klasse A bzw. vorangestelltem „DO/“ bei Klasse E oder aus einem ent-
sprechenden personengebundenen Rufzeichen nach Nr. 1.

5. Zulässige Kennungen zum Betrieb von leistungsschwachen Amateurfunksendern zu Peilzwecken gemäß § 11 Abs. 2
AFuV sind: MO, MOE, MOI, MOS, MOH sowie MO5.

6. Rufzeichen, die im Widerspruch zu § 2 Nr. 1 oder 2 AFuG stehen oder irreführend sein könnten, werden nicht verge-
ben; beispielsweise Rufzeichen, die international festgelegte Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitszeichen (SOS, XXX,
TTT, YYY, DDD, JJJ, MAYDAY, PAN) oder Q-Gruppen (QOA bis QUZ) beinhalten.

7. International gebräuchliche Rufzeichenzusätze im Sinne von § 11 Abs. 3 AFuV, die an das Rufzeichenende angehängt
werden können, sind:
a) beim Betrieb einer beweglichen Amateurfunkstelle in einem Landfahrzeug oder an Bord eines Wasserfahrzeugs auf
Binnengewässern das Zeichen „/m“, bei Sprechfunkverkehr das Wort „mobil“,
b) beim Betrieb einer Amateurfunkstelle an Bord eines Wasserfahrzeuges, das sich auf See befindet, das Zeichen
„/mm“, bei Sprechfunkverkehr die Wörter „maritim mobil“,
c) beim Betrieb einer Amateurfunkstelle an Bord eines Luftfahrzeugs das Zeichen „/am“, bei Sprechfunkverkehr die
Wörter „aeronautisch mobil“,
d) beim Betrieb einer tragbaren oder vorübergehend ortsfest betriebenen Amateurfunkstelle das Zeichen „/p“, bei
Sprechfunkverkehr das Wort „portabel“,
e) aus betrieblichen Gründen notwendige Zusätze, die vom Rufzeichen mit einem Bindestrich „-“ oder einem Schräg-
strich „/“ getrennt werden.

8. Bei der Rufzeichenbildung werden die Ziffern 0-9 und die 26 Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö, Ü und ß) verwen-
det.

Seite 88 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 10 Rufzeichenplan für den Amateurfunkdienst in Deutschland

9. Rufzeichenzuteilungen können nach § 10 Abs. 2 Satz 2 AFuV befristet werden. Unbeschadet dieser Regelung werden
die folgenden Rufzeichenzuteilungen befristet erteilt:

Rufzeichenzuteilung Befristung
RL, FB, SZ
KS mit 1-buchstabigem Suffix bis zu 5 Jahren
KS mit Rufzeichen aus der Reihe DAØ
KS mit 4- bis 7-stelligem Suffix bis zu einem Jahr (nicht verlängerbar)
PZ, KS, RL, FB, AB, SZ für Angehörige der Gaststreit-
bis zu einem Jahr
kräfte
PZ für Kurzzeitzulassungen für ausländische Funkama-
3 Monate oder 7 Tage
teure ohne Wohnsitz in Deutschland
PZ, KS, RL, FB, AB, SZ für nichtdeutsche Staatsangehö- nach Anwendung, maximal bis zum Ende der
rige mit Wohnsitz in Deutschland Gültigkeitsdauer der Aufenthaltserlaubnis

Abkürzungen wie bei Nr. 1.

Bestehende Rufzeichenzuteilungen für den Ausbildungsfunkbetrieb aus den Rufzeichenreihen DN1 bis DN8 werden
während ihrer Gültigkeitsdauer auf Antrag gebührenfrei in unbefristete Zuteilungen umgewandelt oder entsprechend
obiger Tabelle verlängert. Entsprechende Rufzeichenzuteilungen für den Ausbildungsfunkbetrieb, die nach dem
19.02.2005 durch Fristablauf ungültig geworden sind, können bis zum 31.07.2005 auf Antrag gebührenfrei wiedererteilt
werden.

10. Rufzeichenzuteilungen mit 1-buchstabigen Suffix nach Nr. 2 erfolgen erst nach gesonderter Amtsblattmitteilung.

225-9

Hinweis zum Rufzeichenplan (veröffentlicht in Amtsblattmitteilung Nr. 102/2006):


Die sich aus dem Text „beispielsweise Echolink“ in Nr. 1 Fußnote 2) des Rufzeichenplans Vfg. 12/2005 (Amtsblatt der
Reg TP Nr. 7 vom 20. April 2005, S. 570) geändert durch Vfg. 34/2005 (Amtsblatt der Reg TP Nr. 8 vom 04. Mai 2005,
S. 793) für Echolinkanwendungen ergebende Einschränkung wird aufgehoben. Die inzwischen weit verbreitete Echolink-
nutzung und der weitestgehend störungsfreie Betrieb zeigen, dass eine spezielle Identifizierung über das Rufzeichen für
Echolinkanwendungen nicht mehr erforderlich ist.

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 89
Anhang 11 Nutzungsbestimmungen für den Frequenzbereich 50,08 – 51,00 MHz

Vfg Nr. 36/2006 Maximale zu vergebende Anzahl: 3


bevorzugte Standorte: Nordwest, Großraum Osnabrück;
Amateurfunkdienst; Nutzungsbestimmungen für Nordost, Großraum Berlin / Ros-
den Frequenzbereich 50,08 – 51,00 MHz tock; Südost Großraum Nürnberg.
Zeitsynchronisierte Aussendung (GPS, DCF77) mit Zeit-
Gemäß Anlage 1 Buchstabe B Ziffer 5 zur Amateurfunk- versatz (z.B. Aussendung erste, dritte und fünfte Minute
verordnung (AFuV) vom 15. Februar 2005 (BGBl. I pro 15 Minuten), Rufzeichen (maximal 2 Minuten). Wet-
S. 242), geändert durch Artikel 1 Ziffer 7 der Ersten Ver- terdaten und Leistungsabstufung zulässig.
ordnung zur Änderung der Amateurfunkverordnung vom Die Nutzungsbestimmungen für Funkbaken werden in den
25. August 2006 (BGBl. I S. 2070), werden nachfolgend Zuteilungen nach § 13 der AFuV festgelegt.
die Nutzungsbestimmungen für den Amateurfunkdienst im
Frequenzbereich 50,08 -51,00 MHz veröffentlicht. Zusätzliche Nutzungsbestimmungen
In den eingerichteten Schutzzonen um TV-Sender darf
Die Nutzung des betreffenden Frequenzbereichs bedarf Amateurfunksendebetrieb nur erfolgen, wenn der jeweili-
keiner Sonderzuteilung mehr. Die Verfügung 166/99 so- ge TV-Sender nicht im Sendebetrieb arbeitet. Die einge-
wie die Mitteilungen 266/2002 und 311/2005 werden richteten Schutzzonen um die in der nachfolgenden Ta-
hiermit aufgehoben. Bereits erteilte Sonderzuteilungen belle genannten Sender ergeben sich aus den Verbin-
haben Bestand. dungslinien der für jeden Sender angegebenen 5 geogra-
phischen Punkte mit folgenden Koordinaten:
Der betreffende Frequenzbereich kann ab sofort von
Inhabern einer Zulassung zur Teilnahme am Amateur-
funkdienst der Klasse A an gemeldeten festen Standorten Schutzzone Sender
genutzt werden. Im Rahmen eines Funkbetriebs nach der Biedenkopf: Göttelborner Grünten/Allgäu:
CEPT-Empfehlung T/R 61-01 darf dieser Frequenzbe- Höhe:
reich unter Einhaltung aller geltenden Bestimmungen aufgehoben 493641N 055717E 482332N 090806E
ebenfalls genutzt werden. 495132N 065858E 483915N 102128E
492754N 074529E 482210N 111743E
Voraussetzung für die Nutzung ist die vorherige Be- 485017N 080246E 472249N 111508E
triebsmeldung gemäß der Anlage. Die Meldepflicht gilt 485359N 061616E 472409N 090757E
nicht für die Inhaber bestehender Sonderzuteilungen,
soweit deren Daten unverändert sind. Die Betriebsmel- Andere Funkdienste, Telekommunikationsanlagen ein-
dung ist vollständig ausgefüllt und mit rechtsgültiger Un- schließlich der leitergebundenen Rundfunkübertragungen
terschrift oder qualifizierter Signatur versehen vorzulegen dürfen nicht gestört werden.
bei der
Im Störungsfall ist die störende Aussendung durch den
Bundesnetzagentur Funkamateur sofort einzustellen. Störungen durch andere
Außenstelle Mülheim Funkdienste und Telekommunikationsanlagen müssen
Aktienstr. 1-7 hingenommen werden.
45473 Mülheim
Während des Sendebetriebes muss die unter dem ge-
Alle Änderungen der gemeldeten Daten sowie die Einrich- meldeten Rufzeichen betriebene Amateurfunkstelle jeder-
tung weiterer 50-MHz-Standorte sind der Außenstelle zeit unter der gemeldeten Rufnummer telefonisch erreich-
Mülheim entsprechend mitzuteilen. bar sein. Alle mit dem gleichen Rufzeichen gemeldeten
50-MHz-Standorte müssen während des Funkbetriebs mit
Hinweis der gleichen Telefonnummer erreichbar sein. Amateur-
Die allgemeine Pflicht zur Mitteilung von Änderungen funkstellen dürfen nur an den gemäß der Anlage zu dieser
gemäß § 9 Abs. 4 AFuV bleibt unberührt. Verfügung gemeldeten festen 50-MHz-Standorten betrie-
ben werden.
Nutzungsbestimmungen
Die Nutzung des Frequenzbereichs 50,08 - 51,00 MHz Der Inhaber einer Rufzeichenzuteilung nach § 13 AFuV
bestimmt sich nach Buchstabe A lfd. Nr. 13 und Buchsta- für eine 50-MHz-Bake muss sicherstellen, dass die ent-
be B Ziffer 5 der Anlage 1 zur AFuV. Der Frequenzbereich sprechende Funkbake jederzeit auf telefonische Anforde-
ist dem Amateurfunkdienst auf sekundärer Basis zuge- rung abgeschaltet werden kann.
wiesen. Die Nutzung ist auf feste Amateurfunkstellen
beschränkt und darf nur durch Inhaber einer Zulassung Fernbedient erzeugte Aussendungen sowie Kontest- oder
zur Teilnahme am Amateurfunkdienst der Klasse A erfol- Datenfunkbetrieb sind nicht gestattet. Automatisch er-
gen. Dabei gelten die folgenden Nutzungsbestimmungen: zeugte Aussendungen sind nur mit einer Zuteilung nach §
13 AFuV zulässig.
Nutzungsbestimmungen für den besetzten ortsfesten
Betrieb Die Aussendungen von Funkbaken genießen betriebli-
Zugelassene Sendearten: A1A (generell nur in chen Vorrang vor anderem Amateurfunkverkehr.
Morsecode) und J3E
Maximale Strahlungsleistung: 25 W (ERP) Für den Sendebetrieb sind Aufzeichnungen über den
Antennenpolarisation: horizontal. Funkbetrieb mit folgenden Angaben zu führen: Datum,
Uhrzeit, Frequenz, Modulationsart, Leistung, ggf. Anten-
Nutzungsbestimmungen für Funkbaken mit Rufzeichenzu- nenrichtung, Rufzeichen der Gegenstation bei Kontakt,
teilungen nach § 13 AFuV Unterschrift des Rufzeicheninhabers.
Zuteilungsfrequenz: 50,083 MHz
Bandbreite: 500 Hz Einer zeitgleichen Mehrfachnutzung eines Rufzeichens
Zugelassene Sendearten: A1A gemäß § 11 Abs. 4 AFuV kann nicht zugestimmt werden.
Maximale Strahlungsleistung: 3 dBW (ERP)
Antennenpolarisation: horizontal 225-5

Seite 90 Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E
Anhang 11 Nutzungsbestimmungen für den Frequenzbereich 50,08 – 51,00 MHz
Anlage zur Vfg Nr. 36/2006
Eingangsstempel der BNetzA
An die
Bundesnetzagentur
Außenstelle Mülheim
Aktienstr. 1-7
45473 Mülheim

Meldung der Nutzung des Frequenzbereichs


50,08 - 51,00 MHz für Inhaber einer Amateurfunkzulassung der Klasse A

Vom Rufzeicheninhaber auszufüllen:


Name, Vorname Geburtsdatum

Hauptwohnsitz (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort)

Standort der ortsfesten Amateurfunkstelle zur 50-MHz-Nutzung Vorwahl und Telefonnummer (erreichbar
während der 50-MHz-Nutzung)

Zugeteiltes Rufzeichen der Klasse A Zuteilungsnummer der Amateurfunkzulassung / Angabe der ausstellenden Behörde und des
Staates der ausländischen Amateurfunkgenehmigung bei Funkbetrieb gemäß T/R 61-01

Allgemeine Hinweise und Nutzungsbedingungen


Bitte füllen Sie die Meldung in Blockbuchstaben vollständig und leserlich aus. Die Meldung ist vor der Nutzung des Fre-
quenzbereiches 50,08 – 51,00 MHz schriftlich (auch per Fax oder E-Mail mit qualifizierter Signatur) bei der Außenstelle
Mülheim der Bundesnetzagentur vorzulegen. Die Zuteilungsnummer ist der Zulassungs- oder Genehmigungsurkunde zu
entnehmen oder ggf. bei einer Außenstelle mit Amateurfunkverwaltung zu erfragen. Es gelten die Nutzungs-
bestimmungen der Verfügung Nr. 36/2006, die im Amtsblatt der Bundesnetzagentur Nr. 18/2006 vom 13.09.2006 S.
2615 veröffentlicht ist. Informationen hierzu sind auch unter http://www.bundesnetzagentur.de/enid/amateurfunk veröf-
fentlicht.
Bei Funkbetrieb gemäß der CEPT T/R 61-01 ist in das Feld „Zugeteiltes Rufzeichen der Klasse A“ das aus der T/R 61-01-
fähigen ausländischen Genehmigung ersichtliche Heimatrufzeichen mit vorangestellten Präfix „DL/“ einzutragen. Die
T/R 61-01 gilt nicht für Funkamateure, die in Deutschland ansässig sind oder die eine permanente deutsche Zulassung zur
Teilnahme am Amateurfunkdienst besitzen.

Hinweis gemäß §§ 13 und 14 des Bundesdatenschutzgesetzes:


Die Erhebung von personenbezogenen Daten erfolgt ausschließlich zum Zwecke der Erfüllung der durch Gesetz der Bun-
desnetzagentur (BNetzA) zugewiesenen Aufgaben unter strikter Wahrung der Datenschutzbestimmungen. Im Hinblick auf
die Wahrung der berechtigten Interessen des primären Bedarfsträgers ist die Nutzung des betreffenden Frequenzberei-
ches nur zulässig, wenn die in der Meldung erbetenen Angaben vollständig gegeben werden und Sie der Weitergabe die-
ser Daten an die primären Bedarfsträger zur Erfüllung der Nutzungsbestimmungen nicht widersprechen. Mit der Unter-
schrift dieser Meldung verzichten Sie auf Ihr diesbezügliches Widerspruchsrecht und akzeptieren, dass die Angaben aus
dieser Meldung den Primärnutzern dieses Frequenzbereichs zur Kenntnis gegeben werden können.

Ort, Datum Unterschrift des Antragstellers

Kontakt:
Bundesnetzagentur Außenstelle Mülheim, Aktienstr. 1-7, 45473 Mülheim
Email: MLHM01.Postfach@bnetza.de, Tel: +49 208 4507-255 oder +49 208 4507-284, Fax: +49 208 4507-181

Bundesnetzagentur | Prüfungsfragen „Betriebliche Kenntnisse“ und „Kenntnisse von Vorschriften“ Klasse A und E Seite 91
Anhang 12 Informationen zu Artikel 1, 19 und 25 der VO Funk

Informationen zu Artikel 1, 19 und 25 der VO Funk 25.2A 1A) Funkverkehr zwischen Amateurfunk-
(Vollzugsordnung für den Funkdienst zum Interna- stellen verschiedener Länder darf nicht zur Verschleie-
tionalen Fernmeldevertrag, entsprechend den ITU- rung des Inhalts verschlüsselt werden; ausgenommen ist
Radio Regulations von 2004) der Austausch von Steuersignalen zwischen Erd- und
Weltraumfunkstellen des Amateurfunkdienstes über Satel-
Zu Artikel 1 - Begriffe und Begriffsbestimmungen liten.

1.56 Amateurfunkdienst: Ein Funkdienst, der von 25.3 2) Amateurfunkstellen dürfen internatio-
Funkamateuren für die eigene Ausbildung, den Verkehr nalen Funkverkehr für Dritte nur in Notfällen oder zu
der Funkamateure untereinander und für technische Stu- Hilfsmaßnahmen in Katastrophenfällen durchführen. Eine
dien wahrgenommen wird; Funkamateure sind ordnungs- Verwaltung kann festlegen, ob diese Bestimmung für
gemäß ermächtigte Personen, die sich mit der Funktech- Amateurfunkstellen in ihrem Zuständigkeitsbereich gilt.
nik aus rein persönlicher Neigung und nicht aus geldli-
chem Interesse befassen. 25.4 Gestrichen

1.57 Amateurfunkdienst über Satelliten: Ein Funk- 25.5 §3 1) Die Verwaltungen bestimmen selbst,
dienst, der Weltraumfunkstellen an Bord von Erdsatelliten ob eine Person, die eine Genehmigung zum Betrieb einer
benutzt, und der den gleichen Zwecken dient wie der Amateurfunkstelle beantragt, die Fähigkeit nachweisen
Amateurfunkdienst. muss, Texte in Morsecodesignalen zu senden und zu
empfangen.
1.61 Funkstelle: Ein der mehrere Sender oder Emp-
fänger oder eine Kombination von Sendern und Empfän- 25.6 2) Die Verwaltungen überprüfen die
gern, einschließlich der Zusatzeinrichtungen, die zur betriebliche und technische Befähigung jeder Person, die
Wahrnehmung eines Funkdienstes oder Radioastrono- eine Amateurfunkstelle betreiben möchte. Hinweise zu
miefunkdienstes an einem Ort erforderlich sind. den Standardvoraussetzungen können der Empfehlung
ITU-R M.1544 entnommen werden.
1.96 Amateurfunkstelle: Eine Funkstelle des Amateur-
funkdienstes 25.7 §4 Die maximale Leistung von Amateurfunk-
stellen wird von den jeweiligen Verwaltungen festgelegt.

Zu Artikel 19 - Identifikation von Funkstellen 25.8 §5 1) Alle relevanten Artikel und Bestim-
mungen der Konstitution, der Konvention und dieser Voll-
19.67 Amateur- und Versuchsfunkstellen zugsordnung (VO Funk) sind von Amateurfunkstellen
einzuhalten.
19.68 § 30 1)
– ein Zeichen (wobei nur die Buchstaben 25.9 2) Im Laufe ihrer Aussendungen müs-
B, F, G, I, K,M, N, R oder W verwendet sen Amateurfunkstellen ihr Rufzeichen in kurzen Abstän-
werden dürfen) und eine einzelne Ziffer den aussenden.
(keine 0 oder 1), gefolgt von höchstens
vier Zeichen, wovon das letzte ein 25.9A §5A Den Verwaltungen wird empfohlen, Vor-
Buchstabe sein muss, oder kehrungen zu treffen, die es den Amateurfunkstellen er-
möglichen, sich auf die Kommunikationsanforderungen
– zwei Zeichen und eine einzelne Ziffer zur Unterstützung von Katastrophenhilfsmaßnahmen
(keine 0 oder 1), gefolgt von höchstens vorzubereiten und diese zu erfüllen.
vier Zeichen, wovon das letzte ein
Buchstabe sein muss. 25.9B Eine Verwaltung kann entscheiden, ob sie
einer Person, die eine Genehmigung zum Betrieb einer
19.68A 1A) Bei besonderen Anlässen können die Amateurfunkstelle von einer anderen Verwaltung erhalten
Verwaltungen befristet die Benutzung von Rufzeichen mit hat, während eines vorübergehenden Aufenthalts in ihrem
Suffixen, die mehr als die nach Nr. 19.68 vorgesehenen Hoheitsgebiet den Betrieb einer Amateurfunkstelle er-
vier Zeichen umfassen, gestatten. laubt, vorausgesetzt, dass die von ihr auferlegten Bedin-
gungen und Einschränkungen eingehalten werden.
19.69 Das Verbot, die Ziffern 0 und 1 zu verwenden,
gilt nicht für Amateurfunkstellen.
Abschnitt II - Amateurfunkdienst über Satelliten

Zu Artikel 25 - Amateurfunkdienste 25.10 §6 Die anwendbaren Bestimmungen des


Abschnittes 1 dieses Artikels gelten gleichermaßen für
Abschnitt I - Amateurfunkdienst den Amateurfunkdienst über Satelliten

25.1 §1 Funkverkehr zwischen Amateurfunkstel- 25.11 §7 Verwaltungen, die Weltraumfunkstellen im


len verschiedener Länder ist erlaubt, es sei denn, die Amateurfunkdienst über Satelliten genehmigen, müssen
Verwaltung eines der beteiligten Länder hat Einwände sicherstellen, dass vor dem Start genügend Bodenstatio-
dagegen erhoben. nen zur Steuerung installiert worden sind, um zu gewähr-
leisten, dass jede schädliche Störung, die durch Aussen-
25.2 §2 1) Funkverkehr zwischen Amateurfunk- dungen einer Funkstelle des Amateurfunkdienstes über
stellen verschiedener Länder muss auf Mitteilungen im Satelliten verursacht wird, unverzüglich beseitigt werden
Zusammenhang mit dem Zweck des Amateurfunkdienstes kann (siehe Nr. 22.1).
gemäß Nr. 1.56 und auf Bemerkungen persönlicher Art
beschränkt werden.

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