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Daniel Meyer B08/01 Ennepe Ruhr Kreis

 Definition
 Fallzahlen

 Handlungen und Folgen

 Täter und Opfer

 Rechtliche Möglichkeiten

 Urteile

 Fazit
 engl. „stalk“ (anschleichen)

 wörtlich übersetzt „Nachstellung“

 Psychoterror

 Verfolgen, Belästigen und Drangsalieren


 ca. 500.000 bis 600.000 Fälle jährlich

 11400 Fälle gemäß § 238 StGB

 Aufklärungsquote 89%

 weltweit 25 %Frauen und 10% Männer Opfer


 einseitige Kommunikationsversuche

 Telefonterror
 Zusenden von Mails, Briefen und SMS
 Zusenden von Geschenken
 Ausspionieren der Betroffenen
 Beschädigung von persönlichen Dingen
 Gewalt
 physische
 psychische
 soziale Beeinträchtigungen

 Angstzustände

 Isolation
 aus allen Schichten

 mehr Männer als Frauen

 Durchschnittsalter zw. 30 und 40 Jahren

 Täter kann jeder sein!

 häufigsten Ex - Partner
 Opfer kann jeder werden!

 Berufsgruppen mit Patienten, Kundenverkehr


oder Klienten

 vier Konstellationen

 Prozess zwischen verschiedenen Faktoren

 Gewalt ist lediglich in 19 bzw. 24 % vorhanden


 31.03.2007 § 238 StGB erlassen

 Subsumtion unter andere Straftatbestände


 z.B. Körperverletzung oder Bedrohung

 nun direkt über Nachstellung § 238 StGB


 Absatz 1 Grundtatbestand
 vier Handlungsalternativen
 einen Auffangtatbestand

 Tatbestand erfordert „schwerwiegende


Beeinträchtigung der Lebensgestaltung“

 viele unbestimmte Rechtsbegriffe


 daher Subsumtionsprobleme
 Tathandlung durch „unbefugtes Nachstellen“
 gegen ausdrücklichen Willen des Opfers
 Täter handelt andauernd (beharrlich)

 gezieltes Aufsuchen
 zufällige Treffen genügen nicht
 bereits „bloße Versuch“ ist Stalking
 durch Anrufe, SMS, E- Mails und Briefe

 Handlungen im Namen des Opfers


 Aufgabe von Bestellungen
 Lieferungen veranlassen
 unterschiedliche Drohungsvarianten
 Rechtsgüter Leben, Gesundheit oder Freiheit
 auch dem Opfer nahe stehende Personen

 Auffangtatbestand
 zukünftige neue Verhaltensweisen
 „kreative Stalker“

 Rechtsfolge Freiheitsstrafe bis 3 Jahre/Geldstrafe


 konkreter Gefährdungsdelikt
 langwierige Erkrankungen
 Verlust im Gebrauch der Sinne, des Körpers oder der
Arbeitsfähigkeit

 durch die Tathandlung tritt der Tod eines Opfers


ein
 Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren
 nur auf Antrag werden die Fälle verfolgt
 Ausnahme: „Einschreiten von Amts wegen
aufgrund besonderem öffentl. Interesse“

 Abs. 2 – 4 wurden zudem als qualifizierte


Tatbestände in § 112 StPO aufgenommen

 Beschuldigte können inhaftiert werden


Zivilrechtlicher Schutz
 01.01.2002 Gewaltschutzgesetz

 für Opfer von häuslicher Gewalt

 bietet Möglichkeit gegen den Täter


vorzugehen

 § 1 GewSchG stellt Schutz zur Verfügung


 Gericht erlässt auf Antrag einen Beschluss

 Täter darf gemeinsame Wohnung nicht betreten(§ 2


GewSchG)
 Annäherung auf bestimmte Weite verboten

 bei Verstoß macht er sich strafbar

 § 4 stellt die Zuwiderhandlung gegen eine


Schutzanordnung unter Strafe
 Grundsatzurteil des BGH vom 19.11.2008

 Lebensgestaltung schwer beeinträchtigt und


gravierende Folgen müssen entstehen

 relativ wenig Urteile gesprochen

 Grundlagen auch GewSchG, GG oder BGB


 1979 Stalkerin verurteilt wegen 24 Std
Dauerbelästigung durch Telefonanrufe

 Oliver Pocher musste ebenso 6000€


Schmerzensgeld zahlen

 ein Töten des Täters kann unter Umständen


kraft Notwehrrechts gemäß §§ 32 und 212
StGB gerechtfertigt sein
 Verstoß gegen Kontaktverbot = Verurteilung
nach § 238 StGB zu 6 Monaten

 „alleinige Zusenden einer Weihnachtskarte“


ist keine unzumutbare Belästigung

 Beleidigungen im Internet stellen zudem


ebenso kein Stalking dar

 Verfahren sind oft langwierig über viele Jahre


 vorher Opfer häufig nicht ernst genommen

 Bundeskabinett hat § 238 StGB eingeführt

 in Zukunft somit früher eingreifen und Opfer


besser schützen

 Politiker sehen „ihr Werk“ natürlich positiv


 Opfervertreter hingegen kritisch

 inzwischen tausende Verfahren nach § 238 StGB


eingeleitet
 Anti Stalking Gesetz zeigt somit Wirkung

 4000 Opfer vertreten, davon 500 nach § 238 StGB


 nur in 12 Fällen eine Verurteilung
 allerdings nicht wegen Nachstellens
 Warum wurde er dann eingeführt?

 Hauptziel Verhindern von Straftaten


 Zahl hilfesuchender Opfer stark gestiegen

 Ist das Gesetz ein Erfolg???

 Auch Mord kann niemals gänzlich verhindert


werden!

 eine neue Strafvorschrift löst das Problem nicht


Auf die Angabe der Quellen wird aufgrund der

Vielzahl der verwendeten Fachliteratur in

diesem Fall verzichtet!