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Fixierung und freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege

Definition: Einschränkung des Körpers oder eines Körperteils auf einen


bestimmten Ort.
Formen:
Faktische Fixierung: nicht offensichtlich, z.B Türknauf, spezielle Schließsysteme,
schwer bewegbare Türen, Hindernisse die einen Ortswechsel nicht ermöglichen.
Mechanische Fixierung: z.B Bauchgurt, Bettgitter, Stecktische an Sitzstühlen
Fixierung durch das Verabreichen von Medikamenten: Die eine dämpfende
Wirkung besitzen und sich so auf den Antrieb des Bewohners auswirken
Ziele von Fixierungen und freiheitsentziehende Maßnahmen:
Eigenschutz: betroffene Person soll sich vor sich selbst schützen.
Fremdschutz: andere Personen müssen vor dem betroffenden geschützt werden.
Rechtliche Aspekte: Das Vormundschaftsgericht muss einer Fiexierung oder
einem Freiheitsentzug immer zustimmen wenn es gegen den Willen des
betroffenden ist.
Grundgesetz:
Jeder Mensch hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit
er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die Verfassungsmäßige
Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche unversehrtheit. Die Freitheit der
Person ist unverletzlich.
Dokumentation:
• Verpflichtend
• führen eines Fixierungsprotokoll
Fixierungsprotokoll:
• Welcher Patient
• War der Patient einverstanden
• Welcher Arzt hat die Fixierung angeordnet
• liegt ein Gerichtsbeschluss vor
• Welches Pflegepersonal war beteiligt
• Dauer der Fixierung
• Welcher Grund
• Welche Art Fixierung war das
• Maßnahmen während der Fixierung
Eine Fixierung ist immer die letzte Wahl einer Gewaltanwendung
Ohne Einwilligung des Pflegebedürftigen oder richterliche Genehmigung strafbar