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Die Front Polisario versucht, Druck auf Horst Köhler auszuüben

Als die von Algerien unterstützte Polisario-Separatistengruppe die Hitze spürte, nachdem
Marokko nacheinander diplomatische Siege bei den Vereinten Nationen, Lateinamerika,
Europa und Afrika errungen hatte, entsandte sie kürzlich eine Delegation nach Berlin, um
Deutschland dazu zu überreden, das Vetorecht innerhalb des UNO-Sicherheitsrates zu
erlangen und seinen internationalen Einfluss auszubauen.

Die nach Berlin eingereiste Polisario-Delegation wurde von Khatri Addouh, dem Vertreter der
Separatisten in Europa, angeführt. Er traf sich mit einigen deutschen Abgeordneten
zusammen, um ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung für ihre zerrüttete und verlorene Sache
zu gewinnen und sie dazu zu veranlassen, auf den persönlichen Gesandten des UNO-
Generalsekretärs für die Sahara, Horst Köhler, einen deutschen Staatsbürger, Druck
auszuüben.

Der Ansicht einiger Analysten zufolge wirken das wachsende Interesse der Front Polisario
und ihrer algerischen Anhänger in Deutschland und ihre in diesem Land organisierten
diplomatischen Kampagnen der starken französischen Unterstützung der marokkanischen
Haltung zur Sahara-Frage entgegen.

Marokko hatte die Ziele der Bewegungen seiner Territorialfeinde vereitelt und zweimal die
Aufrufe des UNO-Gesandten für die Sahara Horst Köhler für ein Treffen in Berlin
zurückgewiesen und stattdessen Paris als Veranstaltungsort vorgeschlagen.

Dies bedeutet, dass Rabat an seinem traditionellen französischen Verbündeten festhält, da


Südafrika, ein weiterer Erzrivale Marokkos seinen nichtständigen Sitz innerhalb des
Sicherheitsrates der Vereinten Nationen übernimmt.

So traf Köhler zur Vorbereitung des Genfer Runden Tisches in Lissabon mit einer
marokkanischen Delegation unter der Leitung vom Außenminister Nasser Bourita zusammen,
während er in Berlin Delegierte der anderen Parteien des Sahara-Konflikts empfing.

Nach Angaben vom Universitätsprofessor Hisham Motadad will die taktische Aktion der
Front Polisario in Deutschland die in den Tinduf-Lagern (Südalgerien) beschlagnahmten
Sahrawis täuschen und ihre Aufmerksamkeit nach den schweren Niederlagen, die sie bei den
Vereinten Nationen und in der internationalen Szene erlitten hatten, sowie vom Zorn der
Sahrawi-Bewohner ablenken.

Diese Sahrawis werden gegen ihren Willen in den von der Front Polisario geführten Lagern
festgehalten. Sie leben seit über vier Jahrzehnten unter beklagenswerten Bedingungen,
während die korrupten, leichtsinnigen und repressiven Führer der Polisario-Separatisten
immer reicher werden. Der Zorn, die Wut und der Groll der beschlagnahmten Sahrawis
nehmen zu. Sie haben in letzter Zeit viele Sit-Ins organisiert und ihre Protestbewegung
gewinnt an Boden.
Sie fordern eine dringende Lösung ihrer jahrzehntelangen Notlage und ein Verfahren gegen
die vom algerischen Regime bewaffneten, finanzierten und beschützten Polisario-Veruntreuer,
Folterer, Henker, Kriegsverbrecher und Menschenrechtsverletzer ein.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com