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Bewerbungsleitfaden 2. Auflage Informationen für Berufseinsteiger/innen Eine Kooperation zwischen der
Bewerbungsleitfaden 2. Auflage Informationen für Berufseinsteiger/innen Eine Kooperation zwischen der

Bewerbungsleitfaden

2. Auflage
2. Auflage

Informationen für Berufseinsteiger/innen

2. Auflage Informationen für Berufseinsteiger/innen Eine Kooperation zwischen der HochschülerInnenschaft an der

Eine Kooperation zwischen der HochschülerInnenschaft an der WU und dem zBp, Zentrum für Berufsplanung.

www. oeh-wu .at Inhaltsverzeichnis 1 Editorial 3 2 Vorbereitungsphase 4   2.1 Selbstanalyse 4
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Inhaltsverzeichnis

www. oeh-wu .at Inhaltsverzeichnis 1 Editorial 3 2 Vorbereitungsphase 4   2.1 Selbstanalyse 4

1 Editorial

3

2 Vorbereitungsphase

4

 

2.1 Selbstanalyse

4

2.2 Ziele definieren

10

3

Bewerbungsphase

16

3.1 Jobsuche planen

16

3.2 Stellenangebote

19

3.3 Bewerbungsunterlagen

22

3.4 Onlinebewerbung

27

3.5 Initiativbewerbung

28

3.6 Businessetikette – Gewusst, wie

30

3.7 Das Bewerbungsgespräch

33

3.8 Assessment-Center

38

3.9 Stressinterview

41

3.10 Karrieremessen und Recruitingveranstaltungen

42

3.11 Career-Center

44

4

Berufseinstieg

46

4.1 Praktikum – Trainee – Direkteinstieg

46

4.2 Jobwahl

51

4.3 Arbeitsbeginn – die ersten Tage im Job

54

5

Karrieretipps

57

5.1 Zeitmanagement

57

5.2 Konfliktmanagement

61

5.3 Rhetorik

62

5.4 Networking

64

5.5 Lebensvision

65

www. oeh-wu .at Gut beworben ist halb gewonnen! Allzu oft hören wir Studierende, dass die
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www. oeh-wu .at Gut beworben ist halb gewonnen! Allzu oft hören wir Studierende, dass die richtige

Gut beworben ist halb gewonnen!

Allzu oft hören wir Studierende, dass die richtige Bewerbung entscheidend über den Erfolg ist. Entsprechende Ratgeber sollen uns dabei helfen, den Start in den Job gut zu planen und liefern hilfreiche Tipps & Tricks, um die eigene Bewerbung zu „tunen“.

Wir WU-Studierenden wissen die Leistungen und das Service, welche das Zentrum für Berufsplanung an der WU Wien anbietet, bereits seit vielen Jahren sehr zu schätzen. So begleitet das zBp viele Studierende sowie AbsolventInnen durch ihr gesamtes WU-Studium. Einerseits werden künftige AkademikerInnen durch Be- werbungsworkshops, Coachings und Präsentationen auf ihren Karrierestart opti- mal vorbereitet. Andererseits haben AbsolventInnen auf der zBp Absolventenmes- se die Gelegenheit mit hochkarätigen Unternehmen in direkten Kontakt zu treten.

Diese vorliegende Broschüre soll dir eine echte Hilfestellung bei der erfolgreichen Bewerbung sein. Ich freue mich, dass die ÖH WU durch die kompetenten Berater des zBp für diese Broschüre wertvolle Inhalte zur Verfügung gestellt bekommen hat.

Der ÖH WU ist dein Erfolg nicht nur bis zur Sponsion, sondern auch darüber hin- aus wichtig. Daher wünschen wir dir viel Erfolg und nicht zuletzt auch jede Menge Spaß mit dem richtigen Job im Unternehmen deiner Wahl.

Spaß mit dem richtigen Job im Unternehmen deiner Wahl. Herzliche Grüße Manfred Buchner (AktionsGemeinschaft WU)

Herzliche Grüße

richtigen Job im Unternehmen deiner Wahl. Herzliche Grüße Manfred Buchner (AktionsGemeinschaft WU) Vorsitzender ÖH

Manfred Buchner (AktionsGemeinschaft WU) Vorsitzender ÖH WU

www. oeh-wu .at Ursula Axmann und Andrea Tschirf, zBp Geschäftsführung Liebe Leserin, lieber Leser! 1.
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www. oeh-wu .at Ursula Axmann und Andrea Tschirf, zBp Geschäftsführung Liebe Leserin, lieber Leser! 1. EDITORIAL

Ursula Axmann und Andrea Tschirf, zBp Geschäftsführung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Tschirf, zBp Geschäftsführung Liebe Leserin, lieber Leser! 1. EDITORIAL Ein gelungener Jobstart muss gut geplant sein.

1. EDITORIAL

Ein gelungener Jobstart muss gut geplant sein.

Der Lebenslauf und das Anschreiben gelten für einen künftigen Arbeitgeber als erste Arbeitsprobe. Nachdem die Entscheidung in der Regel schnell fallen muss, zählen Basics: korrekte Anrede, keine Rechtschreibfehler, Vollständigkeit.

Wer diese Hürde überstanden hat, erhält einen Interviewtermin.

Bewerbungsgespräche werden als Indiz für das spätere Verhalten im beruflichen Umfeld interpretiert. Viele Bewerber und Bewerberinnen erkennen den Wert einer sorgfältigen Vorbereitung erst im Lauf der ersten Interviewgespräche.

Erstklassig ausgerüstet und mit einer gesunden Portion Authentizität ist es nicht schwierig, einen kompetenten Eindruck bei der Traumfirma zu hinterlassen. Mit der vorliegenden Broschüre geben wir Einblick in alle Fragen zum Thema Bewerbung und beleuchten mögliche Stolpersteine.

Die erste Ausgabe unseres Bewerbungsleitfadens hat großen Anklang gefunden. Wir bieten jetzt unseren Studierenden in der 2. Auflage eine um das bedeutende Thema „Berufseinstieg“ erweiterte Ausgabe an.

Wir wünschen Ihnen eine sehr erfolgreiche Bewerbungsphase und freuen uns auf Ihren Besuch im zBp!

Ursula Axmann und Andrea Tschirf Geschäftsführerinnen des zBp

www. oeh-wu .at 2 VORBEREITUNGSPHASE 2.1 SELBSTANALYSE Es ist entscheidend, den ersten Job nach dem
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www. oeh-wu .at 2 VORBEREITUNGSPHASE 2.1 SELBSTANALYSE Es ist entscheidend, den ersten Job nach dem erfolgreich

2 VORBEREITUNGSPHASE

2.1 SELBSTANALYSE

Es ist entscheidend, den ersten Job nach dem erfolgreich absolvierten Studium gut auszuwählen, stellt er doch eine Weichenstellung für die zu- künftige berufliche Entwicklung dar. Ähnlich wie durch die Wahl der SBWL hat man mit dem ersten Job eine bestimmte Richtung eingeschlagen, die sich nicht mehr so einfach verän- dern lässt. Ein Produktmanager wird es nicht einfach haben, ins Controlling zu wechseln, und ein HR-Spezialist wird den Weg ins Investmentbanking auch eher schwer finden. Daher sollte diese Entscheidung wohl überlegt und gut vorbereitet werden.

Die unten angeführten Fragen erhe- ben keinen Anspruch auf Vollstän- digkeit; sie sollen als Beispiel und Ein- stieg bei der Analysearbeit dienen. Durch die intensive Auseinanderse- tzung mit sich selbst, der Identi- fizierung von Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Kenntnissen kommt man meistens zu einigen Aha-Erleb- nissen, und es ergibt sich ein struktu- riertes Bild der eigenen Persönlich- keit. Je genauer man sich selbst kennt, desto genauer kann man ein bestimmtes Ziel festlegen. Und das ist wiederum die Voraussetzung dafür, den idealen Job zu finden und mühe- volle Irrwege zu vermeiden.

Am Beginn dieser Vorbereitungspha- se steht die Selbstanalyse. Fragen wie „Wer bin ich? Was ist mir wichtig? Welche Fähigkeiten und Kenntnisse bringe ich mit?“ sollten beantwortet werden. Das klingt leichter, als es tat- sächlich ist. Daher ist es hilfreich, wenn man diese komplexe Fra- gestellung untergliedert und anhand von Fragen Schritt für Schritt durch- leuchtet.

Die Selbstanalyse kann man in vier verschiedene Abschnitte unterteilen:

1. Persönlichkeitsmerkmale

2. Soziale Kompetenz

3. Fachliches Wissen

4. Ausgangssituation

1. Persönlichkeitsmerkmale

Bin ich kommunikativ, kann ich mich gut ausdrücken, mündlich bzw. schriftlich?

Beteilige ich mich gerne an Diskus- sionen, fällt es mir leicht, andere zu überzeugen?

Spreche ich gerne vor einer Gruppe von Menschen oder bevorzuge ich das Zweiergespräch?

Macht es mir Spaß, Entscheidun- gen zu treffen? Entscheide ich lie- ber aus dem Bauch heraus oder versuche ich Entscheidungen auf eine möglichst breite Wissensbasis zu stellen?

Ist mir Sicherheit wichtig oder bin

www. oeh-wu .at ich risikofreudig? • Bin ich ein eher aktiver oder passi- ver Mensch?
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ich risikofreudig?

Bin ich ein eher aktiver oder passi- ver Mensch?

Macht es mir Spaß, direkten Kon- takt zu Kunden zu haben? Bin ich serviceorientiert?

Arbeite ich gerne mit Zahlen und Fakten?

Wie gehe ich mit Stress um, ab wel- chem Niveau ist bei mir die Grenze von positivem, anspornendem Stress zu negativem Stress er- reicht?

Kann ich in schwierigen Situationen die Ruhe und den Überblick be- wahren?

Beschäftige ich mich lieber mit vie- len verschiedenen Aufgaben auf einmal oder arbeite ich lieber de- tailliert an einer Sache?

Wie gehe ich mit Veränderungen und Herausforderungen um?

Bevorzuge ich Routinearbeiten oder ein sich ständig veränderndes Aufgabenfeld?

Wie belastbar bin ich?

Bin ich bereit, mich ständig weiter zu bilden, eventuell auch in meiner Freizeit?

Bin ich ein Organisationstalent? Ist es mir wichtig, dass alles geplant und strukturiert abläuft, oder fühle ich mich eher im kreativen Chaos wohl?

Habe ich ein hohes Maß an Eigen- initiative und Eigenmotivation?

ich ein hohes Maß an Eigen- initiative und Eigenmotivation? • Welche Faktoren tragen positiv bzw. negativ

Welche Faktoren tragen positiv bzw. negativ zu meiner Motivation bei?

Welche Werte sind mir wichtig?

Was bedeutet für mich Erfolg? Woran kann ich meinen persönli- chen Erfolg messen?

2. Soziale Kompetenz

Arbeite ich gerne im Team, welche Rolle nehme ich ein?

Kann ich gut zuhören, habe ich empathische Fähigkeiten?

Wie gehe ich mit Kritik um, kann ich Kritik positiv verarbeiten, kann ich auch konstruktives Feedback ge- ben?

Wie verhalte ich mich, wenn ich sehe, dass andere Schwierigkeiten haben, biete ich meine Hilfe an?

Kann ich Hilfe von anderen anneh- men?

Übernehme ich Verantwortung für mein eigenes Handeln und eventu- elle Fehler?

Kann ich andere Meinungen akzep- tieren?

Kann ich zielgruppengerecht kom- munizieren?

Wie gut gelingt es mir, andere Men- schen bei Entscheidungen mit ein- zubeziehen?

Traue ich mir Führungskompetenz zu bzw. habe ich bereits Führungs- erfahrung?

www. oeh-wu .at • Kann ich auf andere Menschen zu- gehen, wie offen bin ich?
www. oeh-wu .at • Kann ich auf andere Menschen zu- gehen, wie offen bin ich?
www. oeh-wu .at • Kann ich auf andere Menschen zu- gehen, wie offen bin ich?

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Kann ich auf andere Menschen zu- gehen, wie offen bin ich?

Wie groß ist mein Freundeskreis, mein persönliches Netzwerk, was ist mir dabei wichtig?

Wie stehe ich zu anderen Kulturen, Religionen?

3. Fachliches Wissen

Welche Studienrichtung, welche Spezialisierung habe ich gewählt?

Womit befasst sich meine Diplom- arbeit?

Welche Seminararbeiten habe ich verfasst, welche und wie viele Prä- sentationen habe ich gemacht?

Habe ich im Rahmen einer Projekt- tätigkeit intensiv mit einem Unter- nehmen zusammengearbeitet, wel- chen Einblick ins Unternehmen ha- be ich bekommen, was war mein Lerneffekt?

Habe ich im Ausland studiert oder gearbeitet, welche Erfahrungen habe ich mitgenommen?

Welche zusätzlichen Fähigkeiten habe ich erlernt (z. B. Präsenta- tionstechnik, Kommunikationstrai- ning …)?

Habe ich andere Ausbildungen ab- geschlossen (z. B. Lehrgänge, Buchhaltungskurs, Trainerausbil- dung …)?

Über welche Sprach- bzw. PC- Kenntnisse verfüge ich?

• Über welche Sprach- bzw. PC- Kenntnisse verfüge ich? • Welche Praktika habe ich absol- viert?

Welche Praktika habe ich absol- viert?

Welche studienbegleitende Tätig- keiten habe ich vorzuweisen?

Bei welchen anderen zusätzlichen Tätigkeiten habe ich wichtige Fähig- keiten erworben (soziales Engage- ment, Vereinstätigkeit, Nachhilfe, sportliches Engagement …)?

4. Ausgangssituation

Wann werde ich das Studium ab- schließen?

Möchte ich eventuell bereits wäh- rend des Verfassens der Diplomar- beit arbeiten?

Wann genau soll mein tatsächlicher Berufseinstieg sein?

Plane ich vor dem Arbeitsbeginn noch einen längeren Urlaub?

Will ich nach Abschluss des Stu- diums (Bachelor bzw. Magister) noch ein Master- bzw. Doktoratsstu- dium anhängen? Will ich dazwi- schen Arbeitserfahrung sammeln? Wie lange will ich dazwischen ar- beiten?

Möchte ich im Ausland arbeiten?

Will ich zunächst ein Praktikum machen?

Muss ich noch den Präsenzdienst ableisten?

verschiedenen

Charaktereigenschaften (rechts) soll

Die

Checkliste

der

www.oeh-wu.at Checkliste Selbstanalyse
www.oeh-wu.at
Checkliste Selbstanalyse

1 = trifft vollständig zu, 2 = trifft zu, 3 = trifft teilweise zu, 4 = trifft nicht zu

1 2 3 4 kundenorientiert anpassungsfähig leistungsorientiert aufmerksam lernbereit ausdauernd loyal autoritär
1
2
3
4
kundenorientiert
anpassungsfähig
leistungsorientiert
aufmerksam
lernbereit
ausdauernd
loyal
autoritär
misstrauisch
begeisterungsfähig
nervös
belastbar
objektiv
chaotisch
optimistisch
dominant
ordnungsliebend
durchsetzungsfreudig
passiv
ehrgeizig
pflichtbewusst
engagiert
risikobereit
entscheidungsfreudig
ruhig
flexibel
sachlich-nüchtern
fordernd
schlagfertig
fortschrittlich
schüchtern
freundlich
selbständig
geduldig
selbstkritisch
gehemmt
selbstsicher
gelassen
sensibel
gerecht
sorgfältig
gutmütig
spontan
hartnäckig
sympathisch
hilfsbereit
tatkräftig
höflich
teamfähig
humorvoll
temperamentvoll
impulsiv
tolerant
integrationsfähig
überzeugungsstark
intrigant
ungeduldig
introvertiert
unsicher
kollegial
verantwortungsbewusst
kommunikationsfähig
verlässlich
kompetent
verständnisvoll
kompromissbereit
vielseitig
kooperativ
willensstark
kreativ
zielstrebig
kritikfähig
zweifelnd
www. oeh-wu .at als Hilfestellung bei der Identifikation und Bewertung der eigenen Fähig- keiten dienen!
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als Hilfestellung bei der Identifikation und Bewertung der eigenen Fähig- keiten dienen!

Selbstbild – Fremdbild

Idealerweise sollte man die Aus- wertung der Checkliste und die Resultate der Fragen mit Freunden oder den Eltern diskutieren, die sicherlich noch einige interessante Aspekte hinzufügen können. Darüber hinaus ist ein Vergleich Selbstbild – Fremdbild äußerst hilfreich, zum einen, weil es oft erstaunlich ist, zu sehen, welche Unterschiede beste- hen und wie oft man sich unterschätzt und für sich selbst zu hohe Maßstäbe setzt. Zum anderen bekommt man dadurch wertvolles Feedback, wie man auf andere wirkt, das heißt, wie man dann wahrscheinlich auch im Vorstellungsgespräch wirken wird. Ist man da mit einigen Aussagen und Bewertungen nicht zufrieden, kann man noch rechtzeitig daran arbeiten.

Vielen Jobsuchenden bereitet gerade die Phase der Selbsteinschätzung große Schwierigkeiten. Hier besteht die Möglichkeit, eine Potentialanalyse durchzuführen, die Stärken und Schwächen identifiziert. Eine Kar- riereberatung oder ein Coachingge- spräch kann ebenfalls sehr hilfreich sein, um mögliche passende Berufs-

ebenfalls sehr hilfreich sein, um mögliche passende Berufs- wege aufzuzeigen und die Wahl zu er- leichtern.

wege aufzuzeigen und die Wahl zu er- leichtern.

zBp Tipp

Rechtzeitig mit der Vorbereitung begin- nen, idealerweise ca. ein Jahr vor Stu- dienende.

Das eigene Profil kann man auch mit Freunden oder Verwandten, die bereits Arbeitserfahrung haben, mit Professor/ inn/en oder auch Unternehmensvertre- tern besprechen, um herauszufinden, welche Positionen zu den eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen passen und welche Qualifikationen für welchen Job erwartet werden. Oft erfährt man dadurch auch von Tätigkeitsfeldern, die interessant sind und die man bis jetzt vielleicht noch gar nicht bedacht hat.

Je präziser und ehrlicher die Antworten sind, desto effektiver wird das Ergeb- nis.

www. oeh-wu .at 2.2 ZIELE DEFINIEREN Besonders nach dem Wirtschaftsstu- dium stellt das breite Angebot
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2.2 ZIELE DEFINIEREN

Besonders nach dem Wirtschaftsstu- dium stellt das breite Angebot an Tä- tigkeitsfeldern, unterschiedlichen Branchen, Unternehmensgrößen und -kulturen eine nur schwer überschau- bare Vielfalt an Möglichkeiten für den Berufseinstieg dar.

Angebot und Nachfrage auf dem Jobmarkt

Eine Orientierungshilfe sind in diesem Zusammenhang die untenstehenden Graphiken, die eine Gegenüberstel- lung von Angebot und Nachfrage auf dem Jobmarkt – speziell für Wirt- schaftsabsolvent/inn/en – aus dem Jahr 2007 zeigen.

Die erste Graphik zeigt das Angebot der Wirtschaft: Wie viele Jobs werden in welchen Funktionsbereichen ange- boten? Die Graphik zeigt außerdem die Nachfrage der Jobsuchenden: In welchen Tätigkeitsfeldern wollen Wirt- schaftsabsolvent/inn/en am liebsten arbeiten?

Hier ist klar ersichtlich, dass die größ- ten Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage in den Bereichen „Finanz- und Rechnungswesen“, „Marketing“ und „Trainee“ bestehen.

„Marketing“ und „Trainee“ bestehen. „Finanzierungsjobs“ (z. B. Controlling, Rechnungswesen,

„Finanzierungsjobs“ (z. B. Controlling, Rechnungswesen, Audit, Steuer- beratung, Wirtschaftsprüfung, Invest- mentbanking, Riskmanagement …) machen 51 Prozent der angebotenen Stellen aus, aber nur 15 Prozent der Absolvent/inn/en sehen ihre Zukunft auch in finanzlastigen Jobs.

Genau umgekehrt verhält es sich mit dem Thema „Marketing“ (z. B. Marke- ting, Produktmanagement, Sorti- mentsmanagement, Eventmanage- ment, Mitarbeiter in einer Werbeagen- tur, einem Marktforschungsinstitut oder einer PR-Agentur …). Hier wol- len 34 Prozent der Absolvent/inn/en tätig werden, der Markt stellt aber nur 12 Prozent an Angeboten zur Ver- fügung. Einen deutlichen Überhang auf der Nachfrageseite gibt es auch für den Bereich „Trainee“, dieser spricht 15 Prozent der Berufsein- steiger an, aber nur vier Prozent der angebotenen Positionen sind tatsäch- lich Traineeprogramme.

Anhand dieser Graphik kann man gut erkennen, in welchen Bereichen die Chancen groß sind, wo man daher viele Jobangebote und eher weniger Mitbewerber/innen erwarten kann und vice versa.

Weiters sieht man, in welchen Berufs-

www. oeh-wu .at Stellenangebote und Nachfrage Wirtschaftsakademiker/inn/en 2007, zBp feldern tendenziell eher weniger Ein-
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www. oeh-wu .at Stellenangebote und Nachfrage Wirtschaftsakademiker/inn/en 2007, zBp feldern tendenziell eher weniger Ein-
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Stellenangebote und Nachfrage Wirtschaftsakademiker/inn/en 2007, zBp

feldern tendenziell eher weniger Ein- stiegspositionen angeboten werden, wie z. B. Personal, VWL oder Logistik. In diesen Fällen hält sich aber das Angebot mit der Nachfrage auch ungefähr die Waage.

Nun macht es aber wenig Sinn, sich für Finanzjobs zu bewerben, nur weil es dort mehr Stellenangebote gibt, obwohl das eigene Interesse eindeu- tig in Richtung Marketing geht. Ers- tens würde man sich selbst damit auf längere Sicht keinen Gefallen tun. Man kann sich mit dem gewählten Job nicht identifizieren, steht nach kurzer Zeit wieder vor derselben Situation, und der Bewerbungsprozess beginnt

von vorne. Zweitens wird man einen guten Personalisten im Gespräch nicht überzeugen können, da ein nicht authentisches Auftreten und gespielte Begeisterung meistens schnell durch- schaut werden.

Die Schlussfolgerung aus dem genan- nten Zahlenmaterial kann somit nur sein, dass man in manchen Bereichen mit größeren Hürden rechnen muss (mehr Konkurrenz, weniger Auswahl, längere Bewerbungsdauer …), seiner „Berufung“ sollte man aber trotzdem treu bleiben. Durch rechtzeitige und überlegte Planung kann man seine Ausgangssituation verbessern, indem man zielgerichtet Entscheidungen

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sprechen mich an und warum?

trifft (Wahl der SBWL, Auslandserfah- rung, Praktika, Teilzeitjobs, Zusatz- qualifikationen, Notendurchschnitt …).

Hat man sich für einen oder auch

1. Berufsbilder

Welche spezifischen Anforderungen haben die jeweiligen Jobs? Ent- sprechen sie meinen Wünschen und Qualifikationen?

mehrere Bereiche entschieden, gilt es, die weiteren Kriterien abzuklären,

Welche Aufstiegsmöglichkeiten sind mit dieser Position verbunden?

die für die Wahl des ersten Jobs nach

Wünsche ich mir einen „sanften“

Studienende ausschlaggebend sind. Die Kriterien lassen sich unterteilen in:

Einstieg, wo mir beispielsweise ein Mentor zur Seite gestellt wird, oder sehe ich den Sprung ins kalte Wasser als Herausforderung an?

2. Branchen

Wie groß sind die Chancen, in die-

3. Unternehmen

sem Beruf tätig sein zu können?

4. Persönliche Faktoren

 

2.

Branchen

1. Berufsbilder

 

In den verschiedenen Tätigkeitsbe- reichen gibt es eine Reihe von Posi-

Welche Branchen sprechen mich an, welche kann ich ausschließen, welche Unterschiede gibt es?

tionen, die man vielleicht im ersten Moment nicht bedacht hat. Daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich

Gibt es vor allem Klein- und Mittel- betriebe in dieser Branche oder eher Großkonzerne?

mit dieser Frage intensiv auseinander zu setzen und möglichst viele Informationen einzuholen. Informa-

Wie groß ist der Anteil der Wirt- schaftsakademiker/innen in dieser Branche?

tionsquellen sind z. B. das Internet, der persönliche Kontakt bei Firmen-

Expandiert oder schrumpft die Bran- che?

präsentationen oder Recruiting- messen, verschiedene Karrierefüh- rer/Karriereratgeber oder ein Bera-

Wie ist die Gehaltsstruktur in der gewählten Branche?

tungsgespräch im Rahmen eines Karrierecoachings.

3.

Unternehmen

Welche unterschiedlichen Berufs- bilder/Positionen gibt es? Welche

Möchte ich eher in einem kleinen, mittelständischen Unternehmen oder in einem international tätigen

www. oeh-wu .at Expertinnengespräch mit Christiana Dannenmaier Konzern arbeiten? • Welche Faktoren machen für mich
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Expertinnengespräch mit Christiana Dannenmaier

Konzern arbeiten?

Welche Faktoren machen für mich einen interessanten Arbeitgeber aus (Präsenz auf dem Markt, finanzielle Stärke des Unternehmens, dynami- sche Organisation, Innovations- stärke, flache Hierarchien, unbüro- kratische Entscheidungs- und Kom- munikationswege, kleines/großes Team, Produktpalette, Leistungs- angebot …)

Welche Unternehmenskultur und welches Betriebsklima sprechen mich an?

4. Persönliche Faktoren

Welchen Anspruch habe ich an mei- ne Work-Life-Balance? Wie soll das Verhältnis zwischen Arbeits- und Freizeit sein? Was ist mein oberes Arbeitszeitlimit?

Welche Gehaltsvorstellungen habe ich? Passen sie zu der Position/ Branche?

habe ich? Passen sie zu der Position/ Branche? • Wie mobil bin ich? Möchte ich gerne

Wie mobil bin ich? Möchte ich gerne im Ausland arbeiten oder viel rei- sen?

Bin ich bereit, meinen Wohnsitz innerhalb Österreichs für den Job zu wechseln? Welche Anfahrzeit zu meiner Arbeitsstelle ist für mich akzeptabel?

Wie sieht meine private Zukunfts- planung aus (Familie, Kinder)? Soll die Möglichkeit für eine spätere Teil- zeitbeschäftigung gegeben sein?

Welche persönlichen Fähigkeiten erwartet das Unternehmen ?

Bei der Bewerberauswahl legen Per- sonalisten nicht nur Wert auf die fach- liche Qualifikation, ganz entscheidend ist auch, dass die persönlichen Fähig- keiten den Anforderungen des Jobs entsprechen.

Fragen wie z. B. „Wer von den Bewer- ber/inne/n passt am besten zur Unter- nehmenskultur, wer kann sich in das bestehende Team und die gelebten Werte des Unternehmens am besten einfügen?“ werden in der Entschei- dungsfindung bewertet. In vielen Fäl- len geben „Soft Facts“ den Ausschlag bei der Entscheidung, wer das Ren- nen um die gewünschte Position macht, wenn sich die fachlichen Qua- lifikationen der Mitbewerber/innen wenig unterscheiden.

www. oeh-wu .at Die Tabelle auf Seite 15 zeigt, welche „Soft Facts“ Unternehmen von ihren
www. oeh-wu .at Die Tabelle auf Seite 15 zeigt, welche „Soft Facts“ Unternehmen von ihren
www. oeh-wu .at Die Tabelle auf Seite 15 zeigt, welche „Soft Facts“ Unternehmen von ihren

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Die Tabelle auf Seite 15 zeigt, welche „Soft Facts“ Unternehmen von ihren zukünftigen Mitarbeitern, mit wirt- schaftswissenschaftlichem Studien- abschluss, erwarten:

Welche Anforderungen werden speziell an zukünftige Führungs- kräfte gestellt?

Wer sich für eine zukünftige Manage- mentposition bewerben oder die Kar- riere bei Topunternehmen starten will, muss höhere Anforderungen erfüllen können.

Jedes Unternehmen hat seine spezi- fische Kriterienliste und Bewertungs- skala, häufig werden folgende Quali- fikationen erwartet:

Fachliche Qualifikation:

Kurze Studiendauer

Guter Notendurchschnitt

Auslandserfahrung (mindestens sechs Monate an einer ausländi- schen Universität und/oder Prakti- kum im Ausland)

Fachspezifische Arbeitserfahrung in Form von Praktika oder studien- begleitender Tätigkeit

Lückenloser Lebenslauf

Sehr gute EDV- und Sprachkennt- nisse

Lebenslauf • Sehr gute EDV- und Sprachkennt- nisse Persönliche Qualifikation: • Lernbereitschaft •

Persönliche Qualifikation:

Lernbereitschaft

Reisebereitschaft

Soziale Kompetenz

Innovatives Denken

Networkingkompetenz

Interkulturelle Kompetenz

Veränderungsbereitschaft

Flexibilität

„Drive“ und Eigenmotivation

www. oeh-wu .at Recruitingkriterien Wirtschaftsakademiker/innen, Staufenbiel 15
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Recruitingkriterien Wirtschaftsakademiker/innen, Staufenbiel

www. oeh-wu .at 3 BEWERBUNGSPHASE 3.1 JOBSUCHE PLANEN Eine gründliche Vorbereitung vor dem Abschicken der
www. oeh-wu .at 3 BEWERBUNGSPHASE 3.1 JOBSUCHE PLANEN Eine gründliche Vorbereitung vor dem Abschicken der
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3 BEWERBUNGSPHASE

3.1 JOBSUCHE PLANEN

Eine gründliche Vorbereitung vor dem Abschicken der Bewerbungen und dem ersten Interview ist besonders wichtig. Diese sollte möglichst früh be- gonnen werden. Dazu gehören die laufende Beschäftigung mit den Ent- wicklungen in den Unternehmen und auf dem Markt, die genaue Recher- che über das in Frage kommende Unternehmen (Unternehmensdaten, Anzahl der Mitarbeiter, Standorte, Produkte …) und die Beschäftigung mit den aktuellen Stelleninseraten. So kann man sichergehen, dass man keine interessanten Jobangebote übersieht und alle Möglichkeiten aus- schöpft.

zBp Tipp - Vorgehensweise

Rechtzeitig vor der Bewerbungsphase die Wirtschaftsteile der Zeitungen und Fachzeitschriften lesen (um im Inter- view auf dem neuesten Stand zu sein).

Durch die laufende Analyse von Stel- lenausschreibungen bekommt man einen guten Einblick, welche Positionen zurzeit stark nachgefragt werden, wo die Jobchancen besonders gut sind.

Aus aktuellen Inseraten kann man her- auslesen, welche Struktur und Abtei- lungen ein Unternehmen hat, auf wel- che Qualifikationen (fachlich und per- sönlich) ein Unternehmen besonderen Wert legt.

Meistens sind der Name und die Kon- taktdaten des Personalverantwortlichen angeführt (diese Informationen können vor allem bei Initiativbewerbungen hilf- reich sein).

vor allem bei Initiativbewerbungen hilf- reich sein). Wer ist der potentielle neue Arbeit- geber? Eine der

Wer ist der potentielle neue Arbeit- geber?

Eine der wichtigsten Aufgaben vor dem Vorstellungsgespräch ist es, sich ausführlich über den potentiellen Ar- beitgeber zu erkundigen. Folgende Checkliste soll helfen, die wichtigsten Fragen abzuklären:

Checkliste - Unternehmensinformation

Wie groß ist das Unternehmen, ist es ein international tätiger Konzern, han- delt es sich um einen mittelständischen Betrieb?

In welchen Ländern ist das Unterneh- men tätig?

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen weltweit/in Österreich?

Wie viele Standorte hat das Unterneh- men in Österreich und wo?

Wie viele Mitarbeiter hat der Standort, für den ich mich interessiere?

Welche Unternehmensstruktur hat das Unternehmen, welche Abteilungen gibt es?

Welche Rechtsform hat das Unterneh- men?

In welcher Branche ist das Unterneh- men tätig?

Welche Marktposition hat das Unter- nehmen?

Größere Veränderungen geplant (Merger, Ausweitung des Marktes in den Osten, Börsegang, neue Produkt- linien …)?

Welche Produkte/Dienstleistungen ver- treibt das Unternehmen?

Welche Unternehmensphilosophie bzw. welches Leitbild hat das Unternehmen?

www. oeh-wu .at • Informieren Sie sich über die Ge- schichte der Firma. • Spezifische
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• Informieren Sie sich über die Ge- schichte der Firma.

• Spezifische Informationen für den je- weiligen Bereich, für den man sich inte- ressiert (ein/e Bewerber/in für eine Marketingposition sollte z. B. in Erfahrung bringen, welche Produkte zurzeit über welche Kanäle vertrieben und beworben werden …).

Es kann natürlich sein, dass man nicht an alle oben erwähnten Daten und Fakten heran kommt, trotzdem sollte man versuchen, sich so umfas- send wie möglich zu informieren. Im Gespräch kann man durch einen gro- ßen Wissensstand viele Pluspunkte sammeln, generell überzeugender auftreten, vor allem im Vergleich zu nicht gut informierten Mitbewerber/ inne/n, und auch die richtigen Fragen stellen. Auf vieles im Gespräch kann man sich nicht vorbereiten, aber das wichtige Beurteilungskriterium „Wie groß ist die Begeisterung für unser Unternehmen?“ kann man durch gute Vorbereitung positiv beeinflussen.

Informationsquellen

Als Informationsquellen können die- nen: z. B. Internet, PR-Abteilung des Unternehmens (Geschäftsberichte, Produktinformationen, Leitbilder, Wer- bebroschüren), Industrie- und Han- delskammer, Presseinformationen, Bekanntenkreis.

und Han- delskammer, Presseinformationen, Bekanntenkreis. Welche Wege gibt es, an Jobs zu kommen? Wo kann man

Welche Wege gibt es, an Jobs zu kommen?

Wo kann man nun mit der Suche be- ginnen, wo findet man den Traumjob? Hier gibt es eine Reihe von klassi- schen Wegen, die man beschreiten kann, und das Internet hat in den letz- ten Jahren noch eine Vielzahl an Varianten hinzugefügt:

Inserate in Zeitungen

Universitäre Career-Center

Stellenausschreibungen in Internet- Jobplattformen

Stellenausschreibungen auf den Unternehmenswebsites

Initiativbewerbungen

Einschreibung in die Datenbank von

Career-Centern/Personalberater-

firmen

Karrieremessen/Karriereevents

Persönliche Kontakte (Freunde, Eltern, Bekannte …)

Eigenes berufliches Netzwerk nut- zen (Kontakte, die durch Praktika

www. oeh-wu .at oder Teilzeittätigkeit während des Studiums entstanden sind) • Kontakte nutzen, die durch
www. oeh-wu .at oder Teilzeittätigkeit während des Studiums entstanden sind) • Kontakte nutzen, die durch
www. oeh-wu .at oder Teilzeittätigkeit während des Studiums entstanden sind) • Kontakte nutzen, die durch

www.oeh-wu.at

oder Teilzeittätigkeit während des Studiums entstanden sind)

Kontakte nutzen, die durch Arbeiten während des Studiums entstanden sind (Projekttätigkeiten bei Unter- nehmen, Kontakt zu Profes- sor/inn/en oder Instituten an der Universität)

Eigeninserate

Selbstständigkeit

Wie viele Bewerbungen muss ich losschicken, bis ich den richtigen Job gefunden habe?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, die Zahl der notwendi- gen Bewerbungen ist abhängig von den eigenen Qualifikationen, von der Bandbreite des eigenen Interessen- gebietes und natürlich auch sehr stark von der ausgewählten Branche und Position.

Aus der folgenden Tabelle kann man herauslesen, bei wie vielen Unterneh- men sich junge Wirtschaftsakademi- ker/innen durchschnittlich bewerben (Angaben in Prozent):

 

Österreich

Europa

0 Arbeitgeber

9

9

1–3 Arbeitgeber

26

31

4–10 Arbeitgeber

28

28

11–20 Arbeitgeber

12

11

21–50 Arbeitgeber

15

12

51+ Arbeitgeber

10

8

Quelle: H. Schomburg/U. Teichler, Springer-Verlag 2006, S. 56

H. Schomburg/U. Teichler, Springer-Verlag 2006, S. 56 Wie lange dauert die Jobsuche? Die nachstehende Tabelle

Wie lange dauert die Jobsuche?

Die nachstehende Tabelle zeigt die Dauer der Jobsuche in Monaten nach Beendigung eines Studiums (Angaben in Prozent). Die angeführ- ten Zahlen sollen nur als grobe Richtwerte interpretiert werden.

 

Österreich

Europa

0 Monate

37

33

1–3 Monate

30

35

4–6 Monate

16

15

7–12 Monate

11

10

13–24 Monate

5

5

55+ Monate

1

2

Quelle: H. Schomburg/U. Teichler, Springer-Verlag 2006, S. 54

www. oeh-wu .at 3.2 STELLENANGEBOTE Wenn man in einer Zeitung oder auch im Internet ein
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www. oeh-wu .at 3.2 STELLENANGEBOTE Wenn man in einer Zeitung oder auch im Internet ein

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3.2 STELLENANGEBOTE

Wenn man in einer Zeitung oder auch im Internet ein Stellenangebot liest, kommt häufig die Frage auf, ob man den Anforderungen, die gestellt wer- den, entspricht, ob man über- oder unterqualifiziert ist und ob man sich daher bewerben soll.

Stellenangebote findet man in ver- schiedenen Medien:

Zeitungen – hier sind vor allem die Wochenendausgaben interessant

• Universitäre Career-Center

• Fachzeitschriften – hier werden eher Fach- oder Führungskräfte gesucht

• Internet-Jobanbieter

• Jobplattformen auf den Websites der Unternehmen

Welche Art von Stellenangeboten gibt es?

1. Ein Inserat kann direkt vom suchenden Unternehmen veröffent- licht werden. Dabei gibt es noch die Unterscheidung, ob der Name bzw. das Logo des Unternehmens auf- scheint oder ob das Inserat ver- deckt geschaltet wird. Eine ver- deckte Schaltung kann verschiede- ne Gründe haben (z. B. wird eine heikle Position ausgeschrieben oder die Konkurrenz soll nicht wis- sen, in welche Richtung sich ein

Konkurrenz soll nicht wis- sen, in welche Richtung sich ein Unternehmen entwickelt, welche Märkte angestrebt werden,

Unternehmen entwickelt, welche Märkte angestrebt werden, …).

2. Das Inserat wird über eine Per- sonalberatung ausgeschrieben. Die Personalberatung übernimmt in den meisten Fällen auch die Vorse- lektion und die erste(n) Gesprächs- runde(n).

3. Imageinserat: Hier geht es dem Unternehmen mehr um die Werbe- und Öffentlichkeitswirksamkeit. Meistens handelt es sich um Fir- men, die laufend neue Mitarbeiter suchen, auch wenn im Moment eventuell keine spezifische Position ausgeschrieben ist.

Bei einem Inserat muss man auch zwischen den Zeilen lesen können. Welche Anforderungen müssen unbe- dingt erfüllt werden, welche sind somit „Knock-out“-Kriterien? Erfüllt man diese nicht, wird die Bewerbung keine Chance haben. Auf der anderen Seite sind manche Kriterien nur „nice to have“, kann man diese vorweisen, ist das ein Plus für die Bewerbung, wenn nicht, bedeutet das noch nicht auto- matisch das Aus. Ob man dann zu einem Gespräch eingeladen wird oder nicht, hängt stark von den Qualifika- tionen der Mitbewerber/innen ab.

www. oeh-wu .at zBp Tipp - Vorgehensweise • Idealerweise legt man sich eine Mappe an,
www. oeh-wu .at zBp Tipp - Vorgehensweise • Idealerweise legt man sich eine Mappe an,
www. oeh-wu .at zBp Tipp - Vorgehensweise • Idealerweise legt man sich eine Mappe an,

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zBp Tipp - Vorgehensweise

Idealerweise legt man sich eine Mappe an, in der alle Inserate und Informatio- nen zu den jeweiligen Stellen gesam- melt werden. Diese Mappe erweist sich als sehr hilfreich, wenn man sich für mehrere Positionen beworben hat. Mel- det sich ein Unternehmen telefonisch zurück, ist es gut, wenn man das je- weilige Inserat schnell zur Hand hat, damit man sich z. B. speziell auf die im Inserat geforderten Qualifikationen be- ziehen kann.

Inserate ausdrucken oder ausschnei- den und zu den gesammelten Bewer- berunterlagen geben.

Datum und Quelle notieren.

Stellenbeschreibung genau durchlesen, passt das Unternehmen, die Aufgaben- beschreibung, das Anforderungsprofil zu den eigenen Plänen, Vorstellungen, Qualifikationen und Fähigkeiten?

„Knock-out“- bzw. „Nice to have“- Kriterien herausfiltern.

Wie kann man die Wortwahl des Unternehmens interpretieren?

Dazu einige Beispiele:

1. „Knock-out“-Kriterium

„Sie haben …“

„Sie bringen … mit.“

„Wir erwarten …“

„ … ist Voraussetzung.“

„Grundvoraussetzung ist …“

„Mindestens … Jahre Berufser- fahrung.“

…“ • „Mindestens … Jahre Berufser- fahrung.“ • „ … Jahre Berufserfahrung sind erforderlich.“ •

„ … Jahre Berufserfahrung sind erforderlich.“

„Sie können … nachweisen.“

„ … ist für Sie selbstverständlich.“

2. „Nice to have“-Kriterium

„ … ist von Vorteil.“

„Idealerweise …“

„ … wäre wünschenswert.“

Grundsätzlich gilt, dass man sich für eine Position bewerben kann, wenn man ca. 80 Prozent der Anforderun- gen erfüllt. Das Inserat stellt die Ideal- vorstellung des Unternehmens dar, einen Mitarbeiter, der alle Wünsche des Unternehmens zu 100 Prozent perfekt abdeckt, gibt es meist nicht. Daher ist es wichtig, sich nicht ab- schrecken zu lassen, wenn eine Stel- lenbeschreibung interessant klingt. Ist man auf den absoluten Traumjob gestoßen, sollte man die Bewerbung auch abschicken, wenn man weniger Kriterien erfüllt. Die Chance, die Be- geisterung im Motivationsschreiben ausdrücken und damit punkten zu können, ist auf jeden Fall so groß, dass man sie sich nicht entgehen las- sen sollte.

www. oeh-wu .at 3.3 BEWERBUNGSUNTERLAGEN Die Bewerbungsunterlagen stellen in den meisten Fällen den ersten Kon-
www. oeh-wu .at 3.3 BEWERBUNGSUNTERLAGEN Die Bewerbungsunterlagen stellen in den meisten Fällen den ersten Kon-
www. oeh-wu .at 3.3 BEWERBUNGSUNTERLAGEN Die Bewerbungsunterlagen stellen in den meisten Fällen den ersten Kon-

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www. oeh-wu .at 3.3 BEWERBUNGSUNTERLAGEN Die Bewerbungsunterlagen stellen in den meisten Fällen den ersten Kon- takt

3.3 BEWERBUNGSUNTERLAGEN

Die Bewerbungsunterlagen stellen in den meisten Fällen den ersten Kon- takt zwischen dem Jobsuchenden und dem Unternehmen dar. Sie stehen für den ersten Eindruck, den man beim späteren Arbeitgeber machen kann, sie sind somit die Visitenkarten des Bewerbers/der Bewerberin.

Für die Personalisten sind die Infor- mationen, die man neben Zahlen, Daten und Fakten zwischen den Zei- len herauslesen kann, die einzige Chance, mehr über die Kandidat/inn/ en zu erfahren. Daher darf man die Möglichkeit nicht ungenutzt verstrei- chen lassen, durch individuelles Selbstmarketing auf sich aufmerksam zu machen.

Wichtig ist es, für die Gestaltung und Formulierung ausreichend Zeit einzu- planen, eigene Kreativität einfließen zu lassen und die Unterlagen sorgfäl- tig auszuarbeiten. Das Ziel sollte sein, ein möglichst authentisches und posi- tives Bild der eigenen Persönlichkeit entstehen zu lassen.

Vollständige Bewerbungsunterlagen bestehen aus

Motivationsschreiben

Lebenslauf inklusive Foto

Zeugnissen

In manchen Stellenausschreibungen wird explizit nur der Lebenslauf ver- langt, an diese Vorgaben sollte man sich auch halten, mit der Angabe, im Bedarfsfall weitere Dokumente gerne nachzuschicken.

Wie bekomme ich den Fuß in die Tür?

Die schriftliche Bewerbung soll den Adressaten von den spezifischen Qualifikationen und besonderen Eignungen im Hinblick auf die zu besetzende Position überzeugen.

Welche Faktoren sind zu beach- ten?

1. Professionalität

Das Um und Auf der Bewerbung. Feh- ler sind nicht erlaubt.

Wenn bereits im Motivationsschreiben Rechtschreib- oder Formfehler vor- handen sind, widersprüchliche Aus- sagen auffallen, der Name der An- sprechperson falsch geschrieben ist, der Firmenname der Konkurrenz auf- scheint, weil die Massenbewerbung nicht genau genug ausgebessert wurde, wird das garantiert keine guten Rückschlüsse auf den Absender zulassen. Im schlechtesten Fall sind solche „kleinen Fehler“ bereits Grund

www. oeh-wu .at genug, die Bewerbung auszusortie- ren. 2. Individualität Individualität in der Bewerbung ist
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www. oeh-wu .at genug, die Bewerbung auszusortie- ren. 2. Individualität Individualität in der Bewerbung ist

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genug, die Bewerbung auszusortie- ren.

2. Individualität

Individualität in der Bewerbung ist nicht gleichzusetzen mit besonders kreativ gestalteten Unterlagen. Für den Personalisten bedeutet es eine Zeitersparnis, wenn er sich in den Bewerbungsunterlagen sofort zu- rechtfindet. Da ist die Orientierung an einer Standardvorlage und -strukturie- rung sicher hilfreich.

Individualität bedeutet, dass die Einzigartigkeit der eigenen Person he- rausgearbeitet wird. Welche Be- reicherung für das Unternehmen stellt man dar, welche besonderen Kennt- nisse und Fähigkeiten passen speziell zu der ausgeschriebenen Position?

Das soll nicht bedeuten, dass man gar nicht kreativ sein darf. Manche Posi- tionen (z. B. Bewerbung für eine Wer- beagentur) verlangen nach Kreativi- tät, hier sind sicherlich ungewöhnli- che, aus der Masse hervorstechende Bewerbungsunterlagen sinnvoll.

Generell gilt: Die Art der Gestaltung sollte zu dem angestrebten Unter- nehmen und der jeweiligen Position passen.

Unter- nehmen und der jeweiligen Position passen. 3. Hineinversetzen in den Personal- chef Was kann man

3. Hineinversetzen in den Personal- chef

Was kann man tun, um dem Perso- nalverantwortlichen die Arbeit mög- lichst leicht und angenehm zu machen? Man muss bedenken, dass pro Stellenausschreibung eventuell 100 oder mehr Bewerbungen auf dem Tisch des Personalverantwortlichen landen, dass pro Durchsicht der Be- werbungsunterlagen nur wenige Minuten einkalkuliert werden können. In diesem knappen Zeitraum muss man überzeugen.

Gleich zu Beginn sollte präzise ange- geben sein, für welche Position man sich bewirbt (erster Satz im Anschrei- ben oder im Betreff bei einem E-Mail). Damit kann man sicherstellen, dass die Bewerbung klar zugeordnet wer- den kann.

Durch eine allgemein gehaltene Aus- sage wie z. B. nur „Bewerbung“ kann man sich unter Umständen schon den Ärger des Personalisten zuziehen, be- sonders wenn das Unternehmen mehrere Positionen gleichzeitig aus- geschrieben hat, die vom Aufgaben- profil her ähnlich sind.

Die Bewerbungsunterlagen sollten nicht zu umfangreich sein, Inhalt und Struktur sollten schnell erfasst werden

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www. oeh-wu .at können. Auch eine teure, kompliziert aufge- baute Bewerbungsmappe ist nicht notwendig. Vielfach
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www. oeh-wu .at können. Auch eine teure, kompliziert aufge- baute Bewerbungsmappe ist nicht notwendig. Vielfach

www.oeh-wu.at

können.

Auch eine teure, kompliziert aufge- baute Bewerbungsmappe ist nicht notwendig. Vielfach sind die verschie- denen Faltelemente eher mühevoll zu handhaben. Eine einfache Variante (z. B. eine Klemmschiene) ist vollkom- men ausreichend, viel entscheidender ist die Qualität des Inhaltes.

zBp Tipp

Bewerbung gezielt an die jeweilige Position anpassen.

Allgemeingültige Aussagen vermeiden.

Weniger ist mehr – kurze, präzise und aussagekräftige Formulierungen.

Aussagen mit konkreten Beispielen untermauern.

Umfang der Bewerbung überschaubar halten.

Klare Strukturierung.

Serienbriefe vermeiden.

Den Text vor dem Abschicken immer Korrektur lesen, eventuell auch von einer zweiten Person.

3.3.1 MOTIVATIONSSCHREIBEN

Im Motivationsschreiben sollten fol- gende Fragen beantwortet werden:

Was ist meine Ausgangssituation, was sind meine Ziele?

Warum interessiere ich mich für das Unternehmen/die Position?

Welche fachlichen und persönlichen

Position? • Welche fachlichen und persönlichen Qualifikationen habe ich vorzuwei- sen? • Warum sollte

Qualifikationen habe ich vorzuwei- sen? Warum sollte sich das Unterneh- men gerade für mich entscheiden?

Das typische Motivationsschreiben ist in drei Teile gegliedert:

1. Einleitung

2. Hauptteil

3. Schluss

1. Einleitung

Ein korrekt geschriebener Name der Ansprechperson ist essentiell. Ein Fehler in der Schreibweise fällt garan- tiert auf und ist ein denkbar ungünsti- ger Einstieg.

Im Einleitungssatz kann man die Po– sitionsbezeichnung und gegebenen- falls die Referenznummer angeben und wo man von der offenen Position gehört hat. Gut ist es auch, wenn gleich zu Beginn Interesse und Begeisterung vermittelt werden kön- nen.

2. Hauptteil

Hier sollte für den Leser zunächst klar gestellt werden, wie der Status quo ist:

In welchem Stadium des Studiums

www. oeh-wu .at befindet man sich? • Ist das Studium bereits abgeschlos- sen? • Ist
www. oeh-wu .at befindet man sich? • Ist das Studium bereits abgeschlos- sen? • Ist
www. oeh-wu .at befindet man sich? • Ist das Studium bereits abgeschlos- sen? • Ist

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befindet man sich?

Ist das Studium bereits abgeschlos- sen?

Ist man im Moment in einem ande- ren Unternehmen tätig?

Die Beschreibung, warum man sich für das Unternehmen und speziell für die ausgeschriebene Stelle interes- siert, ist ein entscheidender Punkt, auf den großes Augenmerk gelegt wer- den sollte.

Danach folgt die Darstellung der eige- nen Qualifikationen und Fähigkeiten, die sich natürlich stark an den im Inserat gewünschten Anforderungen orientieren sollte. Hier werden neben den persönlichen Eigenschaften die Studienrichtung, der Studienschwer- punkt und auch positions- und bran- chenrelevante Berufserfahrungen an- geführt.

Hilfreich ist es dabei, praktische Bei- spiele aus dem bisherigen Studien- bzw. Karriereverlauf für die Begrün- dung der Eignung heranzuziehen.

3. Schluss

Den Abschluss bildet eine kurze Ver- abschiedung, in der auch der Wunsch nach einem persönlichen Gespräch ausgedrückt werden sollte.

einem persönlichen Gespräch ausgedrückt werden sollte. Der Umfang des Motivationsschrei- bens sollte eine Seite

Der Umfang des Motivationsschrei- bens sollte eine Seite nicht überstei- gen, idealerweise ist es sogar etwas kürzer gefasst.

zBp Tipp

Bei der Wahrheit bleiben.

Authentisch bleiben.

Knapp und prägnant formulieren.

Beispiele nennen.

Positiv formulieren.

Konjunktiv vermeiden.

3.3.2 LEBENSLAUF

In Österreich ist es üblich, dass der Lebenslauf ungefähr zwei Seiten lang ist. Anders ist das allerdings für Ab- solvent/inn/en mit mehrjähriger Be- rufserfahrung, hier kann der Lebens- lauf entsprechend länger sein.

Es gibt auch einen standardisierten europäischen Lebenslauf, der sehr viel umfangreicher ist, weil jeder ein- zelne Punkt in der Chronologie sehr differenziert dargestellt wird. Ob man diesen europäischen Lebenslauf eins zu eins übernimmt oder nur zur Orientierung benützt, wie ein Curricu- lum Vitae aufgebaut werden kann, ist eine Entscheidung, die jeder individu- ell treffen kann.

Wichtig ist, dass der Lebenslauf klar strukturiert ist und auf den ersten Blick

www. oeh-wu .at einen guten Überblick ermöglicht. Eine chronologische Abfolge von Ausbildung und Berufserfahrung soll-
www. oeh-wu .at einen guten Überblick ermöglicht. Eine chronologische Abfolge von Ausbildung und Berufserfahrung soll-
www. oeh-wu .at einen guten Überblick ermöglicht. Eine chronologische Abfolge von Ausbildung und Berufserfahrung soll-

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einen guten Überblick ermöglicht. Eine chronologische Abfolge von Ausbildung und Berufserfahrung soll- te eingehalten werden. Ebenso ent- scheidend ist es auch, ein anspre- chendes Bewerbungsfoto beizufügen.

Während der Bewerbungsphase ist es empfehlenswert, sich eine „seriöse“ E-Mail-Adresse zuzulegen, z. B. vorname.nachname@provider.at.

Dasselbe gilt auch für den Text der Mobilbox oder des Anrufbeantworters, um beim Anrufer einen möglichst kompetenten Eindruck zu hinterlas- sen.

einen möglichst kompetenten Eindruck zu hinterlas- sen. Checkliste – welche Daten/Fakten sollen in den
einen möglichst kompetenten Eindruck zu hinterlas- sen. Checkliste – welche Daten/Fakten sollen in den

Checkliste – welche Daten/Fakten sollen in den Lebenslauf?

1.

Persönliche Daten

Name, vollständige Adresse (inklu- sive E-Mail-Adresse)

Geburtsdatum

Familienstand

Nationalität

2.

Ausbildung

Schulbildung

Universitäre Ausbildung

3.

Berufserfahrung

Praktika/Berufserfahrung

Auslandserfahrung

4.

Sprach- und EDV-Kenntnisse

5.

Präsenzdienst

6.

Zusatzqualifikationen

Weiterbildung

Soziales Engagement

Hobbys

www. oeh-wu .at 3.4 ONLINEBEWERBUNG Immer mehr Unternehmen schätzen die Vorteile der elektronischen Be- werbung,
www. oeh-wu .at 3.4 ONLINEBEWERBUNG Immer mehr Unternehmen schätzen die Vorteile der elektronischen Be- werbung,
www. oeh-wu .at 3.4 ONLINEBEWERBUNG Immer mehr Unternehmen schätzen die Vorteile der elektronischen Be- werbung,

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3.4 ONLINEBEWERBUNG

Immer mehr Unternehmen schätzen die Vorteile der elektronischen Be- werbung, erwarten daher auch, dass sich interessierte Jobsuchende über E-Mail melden. Vor allem große Kon- zerne, die jährlich tausende Bewer- bungen erhalten, bieten auf ihrer Website ein standardisiertes Online- formular an, das vom Bewerber/von der Bewerberin ausgefüllt werden muss. Hier kann es in Einzelfällen vor- kommen, dass Bewerbungen in Hardcopy gar nicht mehr berücksich- tigt werden. Allerdings haben nicht alle Unternehmen auf die E-Mail- Bewerbung umgestellt.

Wann ist eine Onlinebewerbung vom Unternehmen erwünscht?

Wenn in der Stellenausschreibung ausschließlich die E-Mail-Adresse des Personalisten angegeben ist.

Wenn das Unternehmen ein eige- nes Jobportal mit Onlinefragebogen hat.

Im Fall einer Bewerbung über einen Internet-Personalvermittler.

Große, internationale Konzerne bevorzugen in den meisten Fällen die Onlinebewerbung.

Im Zweifelsfall kann man im Vorfeld eine telefonische Auskunft einholen.

kann man im Vorfeld eine telefonische Auskunft einholen. Vorteile einer Onlinebewerbung • Die Bewerbung erreicht

Vorteile einer Onlinebewerbung

Die Bewerbung erreicht den Emp- fänger jederzeit und viel schneller als auf dem Postweg. Die Kosten für die Bewerbungs- phase sind geringer (der Kauf von Bewerbungsmappen bzw. Briefmar- ken ist nicht notwendig).

zBp Tipp

Die Onlinebewerbung sollte ebenso sorgfältig gestaltet sein wie die klassi- sche Bewerbung. Rechtschreib- oder Formalfehler dürfen nicht vorkommen, ein legerer Umgangston oder Emoti- cons sind nicht angebracht.

Im Betreff sollte die angestrebte Position, die Stellenbezeichnung bzw. gegebenenfalls die Kennziffer genannt werden.

Bei einer Initiativbewerbung sollte im Vorfeld die konkrete Kontaktperson ausfindig gemacht werden, eine An- rede mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist nicht ideal.

Das E-Mail sollte nur einen kurzen, ein- leitenden Satz enthalten, das Motiva- tionsschreiben, der Lebenslauf und ein- gescannte Zeugnisse werden als Attachment angehängt (in PDF- Format), Dateien sollten eindeutig benannt werden.

Die gesendete Datenmenge sollte ein bis zwei Megabyte nicht übersteigen.

Die Angabe der eigenen Kontaktdaten (Anschrift, E-Mail-Adresse bzw. Telefonnummer) nicht vergessen.

Eine regelmäßige (tägliche) Kontrolle des Posteinganges ist empfehlenswert.

www. oeh-wu .at 3.5 INITIATIVBEWERBUNG Eine Initiativbewerbung (auch Direkt- oder Blindbewerbung) ist die unaufge-
www. oeh-wu .at 3.5 INITIATIVBEWERBUNG Eine Initiativbewerbung (auch Direkt- oder Blindbewerbung) ist die unaufge-
www. oeh-wu .at 3.5 INITIATIVBEWERBUNG Eine Initiativbewerbung (auch Direkt- oder Blindbewerbung) ist die unaufge-

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3.5 INITIATIVBEWERBUNG

Eine Initiativbewerbung (auch Direkt- oder Blindbewerbung) ist die unaufge- forderte Zusendung von Bewerbungs- unterlagen an einen potentiellen Arbeitgeber. Dadurch kann man beim Unternehmen im Idealfall den Bedarf an einem neuen, qualifizierten Mitar- beiter wecken oder zumindest für zu- künftige Vakanzen in Evidenz gehal- ten werden.

Da man sich bei einer Initiativbewer- bung nicht an einer vorgegebenen Stellenbeschreibung oder einer Liste an geforderten Fähigkeiten orientie- ren kann, muss besonders viel Au- genmerk auf die Vorbereitung gelegt werden, will man erfolgreich sein. Vielleicht kann man andere oder alte Inserate der gewünschten Firma fin- den, um so einen Einblick zu bekom- men, welche Qualifikationen gefragt sind. Wichtig ist auch, sich selbst genau im Klaren darüber zu sein, für welche Position man sich bewirbt, was die Anforderungen einer solchen Position sind und welche Qualifika- tionen man selbst dafür mitbringt.

Vorteile

Konkurrenz von Mitbewerber/inne/n ist gering. Eigeninitiative wird vom Unter- nehmen positiv bewertet. Chance auf einen Job im „Wunsch-

positiv bewertet. • Chance auf einen Job im „Wunsch- unternehmen“ bzw. in der „Wunsch- position“. •

unternehmen“ bzw. in der „Wunsch- position“.

Selbstpräsentation kann optimal ge- staltet werden, Orientierung an vor- gegebenem Profil, z. B. auf Grund eines Inserates, ist nicht notwendig.

Nachteile:

Der Zeitaufwand für die Recherche und Vorbereitung pro Bewerbungs- schreiben ist höher als bei der nor- malen Bewerbung.

Die Zahl der negativen Antworten wird relativ hoch sein. Man sollte sich im Vorfeld darauf einstellen und sich nicht davon entmutigen lassen (eine positive Rückmeldung von zehn Prozent ist ein gutes Ergebnis).

www. oeh-wu .at zBp Tipp • Viel Eigeninitiative, Engagement und Vorbereitung sind gefordert. • Eine
www. oeh-wu .at zBp Tipp • Viel Eigeninitiative, Engagement und Vorbereitung sind gefordert. • Eine
www. oeh-wu .at zBp Tipp • Viel Eigeninitiative, Engagement und Vorbereitung sind gefordert. • Eine

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zBp Tipp

Viel Eigeninitiative, Engagement und Vorbereitung sind gefordert.

Eine intensive Recherche über das Unternehmen, die Struktur und mögliche Positionen ist not- wendig.

Das persönliche Netzwerk (Kontakte zu früheren Arbeitgebern, Freunde, Bekannte) sollte genutzt werden, um herauszufinden, wo es offene Positionen gibt, die (noch) nicht öffentlich ausgeschrieben wur- den.

Auf gar keinen Fall Massenmails versenden – diese sind viel zu unspezifisch und hinterlassen beim Personalisten keinen guten Eindruck.

Bei jeder Bewerbung sollte klar definiert sein, für welche Position bzw. welche Aufgabengebiete man sich interessiert, eine allge- meingültige Aussage wie „Gerne würde ich in Ihrem Unternehmen arbeiten“ reicht nicht aus.

Eine perfekte Selbstpräsentation und das Herausarbeiten des eigenen USP, der speziellen Fachkenntnisse und Fähigkeiten sind besonders wichtig, um das Interesse beim Personalisten zu wecken.

wichtig, um das Interesse beim Personalisten zu wecken. • Die Motivation für die Bewerbung (Warum bin

Die Motivation für die Bewerbung (Warum bin genau ich der Richtige für die Position? Warum interessiere ich mich genau für dieses Unternehmen?) sollte ganz klar erkennbar sein.

Der telefonische Erstkontakt kann als Informationsquelle und Selbstmarketing im Sinne eines positiven ersten Eindrucks genutzt werden.

Den Namen bzw. die E-Mail- Adresse des Personalisten sollte man im Vorfeld erfragen, um die Bewerbung gezielt abschicken zu können.

www. oeh-wu .at 3.6 BUSINESSETIKETTE – GEWUSST, WIE Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheidet sich,
www. oeh-wu .at 3.6 BUSINESSETIKETTE – GEWUSST, WIE Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheidet sich,
www. oeh-wu .at 3.6 BUSINESSETIKETTE – GEWUSST, WIE Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheidet sich,

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www. oeh-wu .at 3.6 BUSINESSETIKETTE – GEWUSST, WIE Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheidet sich, ob

3.6 BUSINESSETIKETTE – GEWUSST, WIE

Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheidet sich, ob andere mit Sym- pathie oder Antipathie reagieren. Fol- gende Szene muss nicht zum Alb- traum werden: Ein Bewerber wird von zwei Personen in Empfang genom- men. Die weibliche Person ist Mitar- beiterin in der HR-Abteilung, der männliche Gesprächspartner ist der Personalchef. Wem schüttelt der ge- schliffene Bewerber zuerst die Hand? Der Dame selbstverständlich? Oder doch dem Ranghöheren? Bietet der Bewerber zuerst den händischen Gruß an oder übt er sich besser in vorsichtiger Zurückhaltung?

Richtige Umgangsformen sind eine Selbstverständlichkeit. Korrekte Be- grüßung, angemessene Kleidung, Gesprächskultur, gekonntes Verhal- ten bei Tisch sind gerne gesehen.

Höflichkeit und Rücksichtnahme bil- den die Grundlage dafür, sich auf jedem Parkett sicher zu bewegen.

Wer tappt schon gerne beim ersten Kontakt mit dem potentiellen künftigen Chef ins Fettnäpfchen?

Zum Vorstellungsgespräch gehört neben der inhaltlichen Fitness eine perfekte Selbstpräsentation. Nach- dem ein Kandidat/eine Kandidatin auf- grund der schriftlichen Unterlagen aus

zahlreichen Bewerber/inne/n ausge- wählt und zu einem Gespräch einge- laden wurde, gilt es, die Chance der perfekten Selbstpräsentation zu nut- zen. Die Hard Facts waren offensicht- lich überzeugend, jetzt zählt der per- sönliche Eindruck!

lich überzeugend, jetzt zählt der per- sönliche Eindruck! Pünktlichkeit Im Bewerbungsgespräch ist Pünkt- lichkeit

Pünktlichkeit

Im Bewerbungsgespräch ist Pünkt- lichkeit absolute Pflicht. Eine Betriebs- störung der U-Bahn oder der Stau auf der Autobahn werden als Entschuldi- gung in diesem Rahmen nicht akzep- tiert. Das Einkalkulieren einer ange-

www. oeh-wu .at messenen Pufferzeit beweist ein gekonntes Auftreten. Dazu gehört auch, nicht mehr als
www. oeh-wu .at messenen Pufferzeit beweist ein gekonntes Auftreten. Dazu gehört auch, nicht mehr als
www. oeh-wu .at messenen Pufferzeit beweist ein gekonntes Auftreten. Dazu gehört auch, nicht mehr als

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messenen Pufferzeit beweist ein gekonntes Auftreten. Dazu gehört auch, nicht mehr als zehn Minuten vor dem vereinbarten Termin zu erschei- nen, in diesem Fall bietet sich ein gemütlicher Spaziergang um den Häuserblock an.

Körperhaltung

Wer Wert auf gutes Benehmen legt, wartet, bis er ausdrücklich aufgefor- dert wird, sich zu setzen. Für Wirt- schaftsabsolvent/inn/en ist es im Bewerbungsgespräch kaum förder- lich, breitbeinig auf dem Sessel sit- zend den Lässigen zu präsentieren, aus Nervosität mit dem Bein zu wip- pen oder am Ohrläppchen zu zupfen.

Kleidung

Je höher die Position, umso edler der Zwirn.

Im Bewerbungsgespräch sind Anzug mit dezenter Krawatte bzw. Kostüm oder Hosenanzug für Damen obligat. Eine feine Strumpfhose und geschlos- sene Schuhe sind selbst im Hochsommer ein Muss. Herren tragen Socken, die auch beim Sitzen das Bein nicht freilegen. Freilich hängt der Dresscode von der Branche ab, in Kreativberufen etwa steht man Kleidungsvorschriften häufig lockerer

etwa steht man Kleidungsvorschriften häufig lockerer gegenüber. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, overdressed

gegenüber. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, overdressed zum Vorstel- lungsgespräch zu erscheinen. Jedenfalls sollten Kleidungsstücke ausgewählt werden, in denen man sich auch wohl fühlt, um durch eine positive Ausstrahlung überzeugen zu können.

Übrigens: Dem Ranghöheren wird die Hand zuerst geschüttelt …

www. oeh-wu .at 3.7 DAS BEWERBUNGSGESPRÄCH Ein gelungener Auftritt setzt eine gründliche Vorbereitung voraus:
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www. oeh-wu .at 3.7 DAS BEWERBUNGSGESPRÄCH Ein gelungener Auftritt setzt eine gründliche Vorbereitung voraus:

3.7 DAS BEWERBUNGSGESPRÄCH

Ein gelungener Auftritt setzt eine gründliche Vorbereitung voraus:

Schauspieler lernen Texte und proben ihr Stück wochenlang, Politiker schrei- ben Reden und werden intensiv rheto- risch gebrieft, Anwälte studieren Akten und bereiten ihr Plädoyer im Detail vor.

Erst eine intensive Vorbereitung er- möglicht ein gelungenes Auftreten – und das ist insbesondere in Bewer- bungsgesprächen gefragt. Besonders von Wirtschaftsabsolvent/inn/en er- warten Unternehmen eine professio- nell vorbereitete Selbstpräsentation. Wer würde einen Universitätsabgän- ger für verantwortungsvolle Aufgaben anstellen, wenn dieser nicht imstande ist, sich selbst angemessen zu prä- sentieren? Eine profunde Vorberei- tung mindert zudem die Anspannung im Bewerbungsinterview und erleich- tert eine selbstsichere und authenti- sche Präsentation der eigenen Person.

3.7.1 ÜBER MICH

Worauf achten Unternehmen im Be- werbungsgespräch?

Analytische Fähigkeiten

Teamfähigkeit

Konzeptionelle Fähigkeiten

Kommunikationsfähigkeit

Eigeninitiative/Einsatzbereitschaft/ Engagement

Analytische Fähigkeiten und Kom- munikationsstärke können bereits mit einer übersichtlichen und strukturier- ten Darstellung des eigenen Lebens- laufs demonstriert werden. Das klingt auf den ersten Blick einfach, sollte aber unbedingt trainiert werden. Bei der Selbstpräsentation „vor dem Spie- gel“ wird dies rasch deutlich. Be- werber/innen, die geübt in ein Bewer- bungsgespräch gehen, sind weniger nervös, wenn sie dem Personalchef der Traumfirma gegenübersitzen.

Teamfähigkeit kann mit Beispielen aus dem Studium überzeugend erklärt werden. Erfahrungen aus dem Sport, aus ehrenamtlichen Tätigkeiten oder natürlich aus erster beruflicher Praxis bieten sich dafür ebenfalls an. Per- sonalisten lassen sich gerne erklären, welche Rolle ein Bewerber/eine Be- werberin im Team üblicherweise ein- nimmt, um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu ziehen. Im Idealfall sollte man über eine positive Team- erfahrung erzählen – dann schwingen im Gespräch ganz automatisch Eigenschaften wie Begeisterungs- fähigkeit und Engagement mit, und das sind wichtige Kriterien für den künftigen Arbeitgeber.

www. oeh-wu .at Von künftigen Verantwortungsträgern oder Führungskräften wird eine erst- klassige Selbstpräsentation
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Von künftigen Verantwortungsträgern oder Führungskräften wird eine erst- klassige Selbstpräsentation erwartet. So selbstverständlich wie ein Referat für eine Seminarpräsentation vorbe- reitet wird, muss die Präsentation des eigenen Lebenslaufes trainiert wer- den.

Welche

Bewerbungsgespräch vorbereitet?

Inhalte

werden

für

ein

Bisheriger Werdegang

Ausbildung

Berufserfahrung/Praktika

Fachliche Schwerpunkte

Außeruniversitäre Aktivitäten

Stärken/Schwächen

Zukunftspläne

Motivation für die aktuelle Bewer- bung

zBp Tipp

Gut vorbereitete Bewerber/innen üben zu Hause, den gesamten Lebenslauf in fünf Minuten flüssig darzustellen. Darüber hin- aus werden die wesentlichen persönli- chen und fachlichen Qualifikationen für die jeweils relevante Position in wenigen Sätzen hervorgehoben.

Wir haben im folgenden Teil dieses Abschnitts typische Fragen aus Be- werbungsinterviews zusammenge- stellt. Diese decken einen zentralen

zusammenge- stellt. Diese decken einen zentralen Teil des Repertoires an Fragestel- lungen ab (siehe

Teil des Repertoires an Fragestel- lungen ab (siehe rechts).

des Repertoires an Fragestel- lungen ab (siehe rechts). Bewerbungsgespräch im zBp 3.7.2. ÜBER DAS UNTERNEHMEN Ein

Bewerbungsgespräch im zBp

3.7.2. ÜBER DAS UNTERNEHMEN

Ein gut vorbereiteter Bewerber, eine Bewerberin muss nicht nur über sich selbst Bescheid wissen, sondern selbstverständlich auch über das Un- ternehmen, bei dem er/sie sich be- wirbt. Die Frage „Warum bewerben Sie sich gerade bei uns und nicht bei unserem Mitbewerber?“ muss konkret beant- wortet werden. Daraus lesen Perso- nalisten die Motivation eines Be- werbers oder einer Bewerberin für ihr Unternehmen ab und können Rück- schlüsse auf die Gewissenhaftigkeit der Vorbereitung ihres Gegenübers ziehen.

Ein grober Überblick über die Pro- dukte des Unternehmens und den organisatorischen Aufbau wird eben- falls erwartet.

www. oeh-wu .at Die zehn wichtigsten Arbeitgeberfragen in Ihrem Vorstellungsgespräch 1. Erzählen Sie uns etwas
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Die zehn wichtigsten Arbeitgeberfragen in Ihrem Vorstellungsgespräch

1. Erzählen Sie uns etwas über sich.

2. Warum bewerben Sie sich für diese Position?

3. Warum sind Sie für uns der/die richtige Kandidat/in?

4. Was erwarten Sie für sich von uns/dem Job?

5. Was sind Ihre Stärken/Schwächen?

6. Was möchten Sie in drei/fünf/zehn Jahren erreicht haben?

7. Warum machen Sie das, was Sie machen (Beruf/Position/Aufgabe)?

8. Wo liegen Ihre Arbeitsschwerpunkte?

9. Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

10. Haben Sie Fragen an uns?

vgl. J. Hesse/H. C. Schrader, Eichborn Verlag 2006, S 5

www. oeh-wu .at 3.8 ASSESSMENT-CENTER 3.7.3 HABEN SIE FRAGEN AN Ein klassisches Assessment-Center Ziele
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3.8 ASSESSMENT-CENTER

3.7.3

HABEN

SIE

FRAGEN

AN

Ein klassisches Assessment-Center

Ziele des AC sind die Beurteilung der

UNS?

dauert zwei bis drei Tage, ist eine

Ein Bewerbungsgespräch unterschei- det sich von einer Prüfungssituation an der Universität dadurch, dass auch der/die Kandidat/in Fragen stellen soll. Das zBp empfiehlt, sich gezielte Fragen über das Unternehmen oder den künftigen Einsatzbereich zu über- legen und diese schriftlich zu notie- ren. In der Aufregung des Interviews hat man diesen Fragenkatalog dann vorbereitet vor sich liegen.

Folgendes bietet sich an:

Kombination von verschiedenen Test- verfahren, Interviews und Planspie- len. Mehrere Unternehmensvertreter beobachten dabei eine Gruppe von Bewerber/inne/n (meist zwischen sechs und zwölf Personen) während, vor und nach den Testphasen, die Kandidat/inn/en sind somit den gan- zen Tag auf dem Prüfstand.

sozialen Kompetenz, des Führungs- verhaltens, der Teamfähigkeit, der Kommunikationsfähigkeit, des Leis-

Wie ist das Team, in dem die va- kante Position eingelagert ist, auf- gebaut?

tungsvermögens und der Belastbar- keit sowie die Einschätzung der zu- künftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Bewerber/innen.

Wie sieht das künftige Aufgaben- gebiet im Detail aus?

Welche Entscheidungsbefugnisse werden nach der Einarbeitungszeit mit der Stelle verbunden sein?

Welche internen Entwicklungspers- pektiven waren bisher aus dieser Position möglich?

zBp Tipp

Eine gute Vorbereitung bedeutet nicht, im Bewerbungsgespräch trainierte Sätze abzuspulen oder eine aalglatte Selbstdarstellung abzuliefern. Gezielte Vorbereitung erleichtert ein entspanntes Auftreten. Authentizität ist gefragt!

Es gibt eine Reihe von Abweichungen vom klassischen AC:

Mini-ACs – dauern nur einige Stun- den bis maximal einen Tag.

Einzel-ACs – hier wird jeder Kandi- dat/jede Kandidatin einzeln gete- stet; wird aus Diskretionsgründen vor allem bei der Führungskräfte- auswahl angewendet.

Individuelle ACs – das Unterneh- men sucht sich jene Teile des AC heraus, die für die gesuchte Posi- tion die höchste Prognosekraft bie- ten.

www. oeh-wu .at Welche Tests kann ich erwarten? • Einzelpräsentation • Gruppendiskussionen • Rollenspiele •
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Welche Tests kann ich erwarten?

Einzelpräsentation

Gruppendiskussionen

Rollenspiele

Case-Studys

Intelligenztests, Persönlichkeits- tests, Allgemeinwissens-/Fach- wissenstests, Leistungs-/Konzent- rationstests, Gedächtnistests

Postkorbübung – der Bewerber/die Bewerberin bekommt eine große Anzahl an Dokumenten, Briefen, E- Mails, die nach Wichtigkeit geord- net, abgearbeitet und gegebenen- falls delegiert werden sollen. Gleich- zeitig wird man ständig unter- brochen (z. B. durch Anrufe, Anfra- gen, dringende Aufgaben). Das Ziel dieser Übung ist es, herauszufin- den, ob man Prioritäten setzen und unter Druck strukturiert arbeiten kann.

Stressinterview – unangenehme Fragen sollen zeigen, wie sich Be- werber/innen unter Druck bewäh- ren, ob ein hohes Stressausmaß positiv bewältigt werden kann.

Wie kann ich mich vorbereiten?

Konzentrationsfähigkeit trainieren (Kopfrechnen, Zahlenreihen, Recht- schreibung …).

Gruppengespräche, Interviews und Rollenspiele können mit Freunden

Interviews und Rollenspiele können mit Freunden durchgespielt werden. • Eine kurze, aussagekräftige

durchgespielt werden.

Eine kurze, aussagekräftige Selbst- präsentation, mit einem Ausblick auf berufliche Ziele sollte vorbereitet werden.

Die Fachliteratur und auch das Internet bieten eine Reihe von Mög- lichkeiten, verschiedene Tests aus- zuprobieren.

Nachfragen beim Unternehmen, wie man sich am besten vorbereiten und welche Tests man erwarten kann, ist erlaubt. Manche Firmen bieten auch Probetests oder Litera- tur zum Einlesen an.

Assessment-Center-Training.

zBp Tipp

Authentisch bleiben, die individuelle Persönlichkeit ist gefragt!

Initiative zeigen und sich einbringen, die Beobachter können nur tatsächlich präsentiertes Verhalten beurteilen und positiv bewerten.

Der Gesamteindruck wird bewertet, also nicht vergessen, dass dazu auch das Verhalten in den Ruhephasen, beim Essen oder bei der gemeinsamen Abendgestaltung gehört!

Gut ausgeschlafen zum AC gehen, so sind Leistungs- und Intelligenztest bes- ser zu bewältigen.

www. oeh-wu .at 3.9 STRESSINTERVIEW Bei Stressinterviews wollen Unterneh- mensvertreter feststellen, welche Reaktionen
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3.9 STRESSINTERVIEW

Bei Stressinterviews wollen Unterneh- mensvertreter feststellen, welche Reaktionen unter extremem Druck gezeigt werden, und davon das späte- re Verhalten in schwierigen Situa- tionen ableiten. Wer kann also mit einem hohen Stresslevel positiv um- gehen?

Wie erkenne ich ein Stressinter- view?

Ein Hinweis ist das Interview durch zwei oder mehr Personen, die oft eine „Good cop/bad cop“-Rollenverteilung vereinbart haben – ein Interviewer stellt normale Fragen, während der andere kritisch nachhakt, desinteres- siert wirkt und eine negative Atmo- sphäre entstehen lässt.

Was kann ich erwarten?

1. Eine schnelle Aufeinanderfolge von Fragen, die kaum Zeit zum Nach- denken bzw. teilweise auch nicht zum Ausreden lässt.

2. Suggestivfragen oder Unterstel- lungen.

3. Lange Schweigephasen nach Ihren Antworten, um zu verunsichern.

4. Persönliche Angriffe.

5. Überraschende Fragen ohne Zu- sammenhang, die aus dem Kon- zept bringen sollen.

6. Das Vorspielen von Desinteresse.

zept bringen sollen. 6. Das Vorspielen von Desinteresse. Beispiele für Stressinterviewfragen • Wie erklären Sie

Beispiele für Stressinterviewfragen

Wie erklären Sie Ihre lange Studien- dauer/mangelnde Praxiserfahrung?

Was war Ihr bisher größter Miss- erfolg, wo sind Sie gescheitert?

Wie definieren Sie Macht, Erfolg, Stress, Schwäche?

Was macht einen schlechten Vor- gesetzten aus?

Wovor haben Sie Angst?

Sie waren bis jetzt nicht sehr über- zeugend, haben Sie noch etwas zu bieten?

Sie scheinen sich nicht sehr auf unser Gespräch vorbereitet zu ha- ben. Arbeiten Sie immer so?

Glauben Sie nicht auch, dass Sie für diese Position nicht qualifiziert genug sind?

Tipps für das Stressinterview

1. Unangenehme Fragen im Vorfeld mit Freunden üben.

2. Selbstsicher bleiben, Ruhe bewah- ren, Zeit nehmen.

3. Kurze, präzise Antworten geben, um sich nicht in einen Strudel zu reden.

4. Positiv formulierte Antworten geben.

5. Immer konkrete Beispiele nennen.

6. Redepausen der Interviewer aus- halten und ruhig abwarten.

7. Grenzen setzen, wenn es zu weit geht.

www. oeh-wu .at 3.10 RECRUITINGVERANSTALTUNGEN und KARRIEREMESSEN Die Absolventenmesse Je näher das Ende des Studiums
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3.10 RECRUITINGVERANSTALTUNGEN und KARRIEREMESSEN

oeh-wu .at 3.10 RECRUITINGVERANSTALTUNGEN und KARRIEREMESSEN Die Absolventenmesse Je näher das Ende des Studiums rückt,

Die Absolventenmesse

Je näher das Ende des Studiums rückt, umso häufiger schwirren die Gedanken um das Thema: Welche Firma ist die richtige für mich? Starte ich meine Karriere im Marketing bei Unilever, Henkel, Danone oder Beiersdorf? Möchte ich mein Wissen im Finanzbereich bei einem Steuerbe- rater oder in der Finanzabteilung eines Konzerns einsetzen? Die Unter- schiede zwischen einzelnen Unter- nehmen sind schwierig zu durch- schauen.

Das zBp organisiert ganzjährig Fir- menpräsentationen, Exkursionen und Workshops um Absolvent/inn/en die- se Entscheidung zu erleichtern. Die Absolventenmesse, die jährlich im November stattfindet, sorgt für einen direkten Austausch zwischen Univer- sität und Wirtschaft.

Die Chemie

Karriereveranstaltungen sind nützlich, um sich einen Überblick über den Ar- beitsmarkt zu verschaffen.

Bewerber/innen lernen potentielle Ar- beitgeber näher kennen, können sich direkt mit Personalisten, Young Professionals und Verantwortungs- trägern unterhalten – außerhalb der angespannten Situation eines Bewer- bungsgesprächs. Dies ist eine ausge- zeichnete Chance festzustellen, ob die Vertreter des Unternehmens zum eigenen Naturell passen – eine simple Frage der Sympathie, die nur im direkten Kontakt offensichtlich wird. Bewerben ist keine einseitige Angele- genheit, beide Parteien – Bewerber/ innen und Unternehmen – wollen einen geeigneten Partner finden.

Mögliche

Fragen

an

Firmenver-

treter:

Tätigkeitsfelder für Absolvent/inn/en

Entwicklungsmöglichkeiten

Anforderungsprofile

Einstiegsmöglichkeiten

Richtiger Zeitpunkt für eine Bewer- bung

Bei Firmenmessen warten Unterneh- men darauf, interessierte Studierende und Absolvent/inn/en kennenzulernen

www. oeh-wu .at und Fragen individuell zu be- antworten. Unvorbereitet sollte man deshalb nie zu
www. oeh-wu .at und Fragen individuell zu be- antworten. Unvorbereitet sollte man deshalb nie zu
www. oeh-wu .at und Fragen individuell zu be- antworten. Unvorbereitet sollte man deshalb nie zu

www.oeh-wu.at

und Fragen individuell zu be- antworten. Unvorbereitet sollte man deshalb nie zu einer Recruitingveran- staltung gehen.

zBp Tipp

Das zBp gibt gemeinsam mit der Tages- zeitung „Der Standard“ eine Messebei- lage heraus, in der alle Aussteller veröf- fentlicht und anhand eines Kurzprofils dargestellt werden. Daraus sollen maxi- mal acht bis zehn Unternehmen ausge- wählt werden, die man am Messetag besuchen möchte. Eine gezielte Vorbe- reitung auf diese Gespräche hinterlässt bei Firmen, die vielleicht der künftige Ar- beitgeber sind, jedenfalls einen positiven Eindruck.

Der persönliche Kontakt ist das We- sentliche an einer Messe. Ein loser Spaziergang über das Messegelände und das Einsammeln von Jahresbe- richten und Broschüren sind durchaus sinnvoll, um sich einen generellen Überblick zu verschaffen. Erst konkre- te Gespräche sorgen für einen wirk- lich lohnenden Messebesuch.

Der erste Eindruck – zBp Empfehlung für einen erfolg- reichen Messebesuch

Angemessene Kleidung (Jeans, Pullover und Rucksack gehören in die Freizeit)

Gepflegte Anbahnung eines Gesprächs

Sinnvolle Fragestellungen

Mehrere Ausdrucke des Lebenslaufs mit Foto mitbringen

• Mehrere Ausdrucke des Lebenslaufs mit Foto mitbringen zBp Recruitingveranstaltungen – Ser- viceleistungen Ihres

zBp Recruitingveranstaltungen – Ser- viceleistungen Ihres Karrierecenters

• Die Absolventenmesse:

Die Absolventenmesse ist Österreichs größte Recruitingmesse für Aka- demiker/innen. Sie findet jährlich im November in Wien statt. Rund 150 rekrutierende Unternehmen, 5.000 Besucher und 500 Stellenangebote machen diesen Tag zu einer einzigarti- gen Gelegenheit für Absolvent/inn/en und Studierende auf Jobsuche. Für Besucher ist der Eintritt frei. Mehr Information:

www.dieAbsolventenmesse.at.

• zBp Firmenpräsentationen:

Jährlich kommen ca. 40 Unternehmen an die WU Wien, um sich WU-Studie- renden und -Absolvent/inn/en als attrak- tiver Arbeitgeber zu präsentieren. Jahr für Jahr nutzen rund 600 Interessenten die Möglichkeit, mit etwaigen zukünf- tigen Arbeitgebern persönlich in Kontakt zu treten. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich. Mehr Information:

www.zBp.at.

• zBp Workshops:

Um potentielle Bewerber/innen näher kennenzulernen, veranstalten Firmen in Kooperation mit dem zBp Workshops. In angenehmem Ambiente stellt sich das Unternehmen kurz vor, meist folgt dann ein interaktiver Part, in dem Studierende und Absolvent/inn/en eine fachspezifi- sche Fallstudie in der Gruppe bearbei- ten. Im Anschluss daran erfolgt eine Kurzpräsentation der Ergebnisse. Der Eintritt ist frei, Anmeldung und Bewer- bung erforderlich. Mehr Information:

www.zBp.at.

www. oeh-wu .at 3.11 CAREER-CENTER Viele Faktoren bestimmen eine beruf- liche Karriere, einige davon kann
www. oeh-wu .at 3.11 CAREER-CENTER Viele Faktoren bestimmen eine beruf- liche Karriere, einige davon kann
www. oeh-wu .at 3.11 CAREER-CENTER Viele Faktoren bestimmen eine beruf- liche Karriere, einige davon kann

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3.11 CAREER-CENTER

Viele Faktoren bestimmen eine beruf- liche Karriere, einige davon kann man direkt beeinflussen, andere nicht. Für Wirtschaftsstudent/inn/en gibt es eine Vielzahl an Einstiegsmöglichkeiten nach dem Studium. Anders als bei Studienrichtungen wie Medizin, Lehr- amt, Kunst oder Architektur gibt es keine festen Berufsbilder. Karrierepla- nung ist für Wirtschaftsstudent/inn/en ein kontinuierlicher Prozess, der spä- testens mit dem ersten Tag des Stu- diums beginnt. Das zBp ist Spezialist darin, Studierenden und Absol- vent/inn/en mit wirtschaftlichem Hin- tergrund darauf abgestimmte Leistun- gen anzubieten.

Es ist wichtig, rasch zu erfassen, was Unternehmen von Universitätsabgän- gern erwarten. In manchen Unterneh- men oder Branchen punkten Bewer- ber/innen mit einer kurzen Studien- dauer und gutem Notendurchschnitt, in anderen Firmen liegt das Schwer- gewicht der Bewerberselektion bei qualifizierten Praktika, der richtigen SBWL oder dem geeigneten Aus- landsaufenthalt. Wenige Maturanten beginnen ein Studium bereits mit einem klaren Berufsziel. Der Großteil der Studierenden findet im Lauf des Studiums heraus, mit welchem The- mengebiet er/sie sich später beruflich intensiv beschäftigen wird.

er/sie sich später beruflich intensiv beschäftigen wird. zBp Tipp Die Planung des Studiums soll bereits im

zBp Tipp

Die Planung des Studiums soll bereits im ersten Studienabschnitt von einem per- manenten Blick auf offene Einstiegsposi- tionen für Wirtschaftsabsolvent/inn/en be- gleitet werden. Nur so kann der Verlauf des Studiums und der begleitenden Prak- tika gezielt auf den Wunschberuf abge- stimmt werden (relevante Stellenanzei- gen unter www.zBp.at).

Das zBp ist eine zentrale Informa- tionsquelle für Studierende und Absol- vent/inn/en, um ganzjährig Infor- mationen aus erster Hand zu erhal- ten.

Welche Leistungen bietet das zBp?

Aktuelle Stellenangebote, von der Investmentbank in New York bis zum Familienbetrieb im Waldviertel Praktika und Teilzeitpositionen Einstiegspositionen für Absol- vent/inn/en Stellenangebote für Absolvent/ inn/en mit erster Berufserfahrung Kostenlose Eintragung in den zBp Bewerberpool (mehr als 70 Prozent aller WU-Studierenden tragen sich gegen Ende ihres Studiums in den zBp Bewerberpool ein und werden automatisch auf passende Stellen- angebote aufmerksam gemacht)

www. oeh-wu .at Der Zugang zu allen Stellenangebot- en auf der zBp Website und die
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www.oeh-wu.at

Der Zugang zu allen Stellenangebot- en auf der zBp Website und die Ein- tragung in den Bewerberpool sind kostenfrei.

zBp Tipp

Das Besondere am zBp im Vergleich zu anderen Stellenbörsen: ausschließlich Stellenangebote für Wirtschaftsaka- demiker/innen.

Ganzjähriger

Direktkontakt

zu

Unternehmen

Firmenpräsentationen

Workshops

Exkursionen

Recruitingmesse (www.dieAbsolventenmesse.at), jedes Jahr Mitte November

Top Job International – Interviewtag

Diese Angebote stellt das zBp Wirt- schaftsstudent/inn/en und -absol- vent/inn/en kostenlos zur Verfügung. Eine Auflistung möglicher Arbeitgeber findet sich auf der Website des zBp (zBp Partnerfirmen).

Beratung in der Bewerbungsphase

Lebenslaufanalyse

Seminare zur Vorbereitung auf die Bewerbung

zBp Bewerbungstipps (das Se- minar zur vorliegenden Bro- schüre)

Interviewtraining

Potentialanalyse

Karrierecoaching

• Potentialanalyse • Karrierecoaching Diese Leistungen bietet das zBp zu Selbstkosten an. Zentrum

Diese Leistungen bietet das zBp zu Selbstkosten an.

Zentrum für Berufsplanung (zBp) – Ihr Karrierecenter der Wirtschaftsuniver- sität Wien

Das Zentrum für Berufsplanung (zBp) zählt europaweit zu den führenden Re- cruitingdienstleistern für junge Wirt- schaftsakademiker/innen, mit dem Büro direkt auf dem Campus der WU Wien.

25 Jahre Know-how in der professionel- len Vermittlung und Beratung von Aka- demiker/inne/n machen das zBp zu einem kompetenten Partner für Bewer- ber/innen und Unternehmen gleicherma- ßen.

Das zBp veröffentlicht jährlich ca. 1.500 Stelleninserate, gezielt für Studierende und Wirtschaftsakademiker/innen mit und ohne Berufserfahrung.

Das zBp organisiert die Absolventen- messe, Österreichs größte Recruiting- messe für Akademiker/innen.

Das zBp organisiert rund 40 Recruiting- veranstaltungen jährlich, wie z. B. Fir- menpräsentationen und Workshops, bei denen sich nationale und internationale Unternehmen vorstellen.

Das zBp bietet Seminare rund um das Thema Karriere an, wie z. B. Professio- nelle Bewerbung, Assessement-Center, Potentialanalyse, sowie Coaching und Interviewtraining.

Besuchen Sie uns persönlich auf dem Campus der WU Wien, UZA 4, Kern A, oder auf www.zBp.at.

www. oeh-wu .at 4 BERUFSEINSTIEG 4.1 Praktikum – Trainee – Direkteinstieg Viele Absolvent/inn/en stehen nach
www. oeh-wu .at 4 BERUFSEINSTIEG 4.1 Praktikum – Trainee – Direkteinstieg Viele Absolvent/inn/en stehen nach
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www. oeh-wu .at 4 BERUFSEINSTIEG 4.1 Praktikum – Trainee – Direkteinstieg Viele Absolvent/inn/en stehen nach dem

4 BERUFSEINSTIEG

4.1 Praktikum – Trainee – Direkteinstieg

Viele Absolvent/inn/en stehen nach dem Abschluss des Studiums vor der Frage, welche Form des Berufsein- stieges sie wählen sollen. Wäre es ideal, ein Praktikum an das Studium anzuhängen, soll man sich um eine Traineeposition bewerben oder doch gleich den Direkteinstieg wählen?

Alle drei Möglichkeiten bieten ver- schiedene Vor- und Nachteile, die genau abgewogen werden sollten, bevor man sich für eine von ihnen ent- scheidet.

Praktikum

Idealerweise absolviert man ein oder mehrere Praktika bereits während des Studiums. Doch auch nach Studien- ende kann ein Praktikum sinnvoll sein, wenn man zum Beispiel noch nicht allzu viel Berufserfahrung sammeln konnte oder wenn für den ge- wünschten perfekten Lebenslauf noch ein Auslandspraktikum fehlt. In beiden Fällen sollte die Suche rechtzeitig – ungefähr sechs Monate im Vorhinein – geplant und begonnen werden.

Wichtig ist es, sich ein qualifiziertes Praktikum auszusuchen. Entschei- dend dabei ist die inhaltliche Gestal- tung und Aufgabenstellung des Prak- tikums. Je verantwortungsvoller die Aufgaben sind, die man übernehmen

darf, und je eigenständiger man arbei- ten kann, desto größer ist natürlich der persönliche Lerneffekt. Wichtig ist auch die Dauer des Praktikums (idea- lerweise ca. sechs Monate). Wenn das Praktikum zu kurz ist, bekommt man nur wenig Einblick in das Unternehmen und die spezifischen Anforderungen des Jobs, interessante und herausfordernde Tätigkeiten wer- den von Unternehmensseite wohl auch nicht angeboten. Bei der späte- ren Bewerbung bei einer anderen Fir- ma wird ein nur wenige Wochen dau- erndes Praktikum außerdem keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Am Ende des Praktikums sollte man sich unbedingt ein Zeugnis mit genauer Aufgabenbeschreibung ausstellen lassen (ein reines Zeitzeugnis ist zu wenig).

Vorteile:

Die eigenen Vorstellungen von be- stimmten Berufsbildern können mit der tatsächlichen Berufspraxis ver- glichen werden.

Man kann überprüfen, ob man sich in der Branche und Unternehmens- kultur, die man sich ausgesucht hat, wirklich wohl fühlt.

Passen die eigenen fachlichen und persönlichen Qualifikationen zu den Anforderungen des angestrebten Jobs?

www. oeh-wu .at • Das Vorweisen eines qualifizierten, fachrelevanten Praktikums im CV kann den entscheidenden
www. oeh-wu .at • Das Vorweisen eines qualifizierten, fachrelevanten Praktikums im CV kann den entscheidenden
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Das Vorweisen eines qualifizierten, fachrelevanten Praktikums im CV kann den entscheidenden Vorteil gegenüber Mitbewerber/inne/n brin- gen.

Wichtige berufliche Kontakte und Netzwerke können aufgebaut wer- den.

Unternehmen übernehmen oft Praktikant/inn/en, die sich bewährt haben, in eine Vollzeitposition.

Nachteile:

Nicht immer ist es möglich, im Vor- feld den genauen Inhalt und die Qualität des Praktikums abzuschät- zen.

Ein Praktikum wird nicht immer gut entlohnt, die Bandbreite der Bezah- lung ist relativ groß. Daher sollte man im Vorfeld die finanziellen Vor- aussetzungen überprüfen, um sich ein Praktikum nach dem Studium auch „leisten“ zu können.

Viele Praktika sind auch tatsächlich zeitlich begrenzt, das heißt, eine eventuelle Übernahme in eine un- befristete Position ist von Unterneh- mensseite nicht geplant. Daher beginnt danach erneut die Jobsuche.

Trainee

Viele Absolvent/inn/en sehen ein Trai-

Jobsuche. Trainee Viele Absolvent/inn/en sehen ein Trai- neeprogramm als idealen Einstieg in das Berufsleben.

neeprogramm als idealen Einstieg in das Berufsleben. Tatsächlich bietet ein Traineeprogramm eine ausge- zeichnete Möglichkeit, verschiedene Bereiche eines meist größeren Unternehmens innerhalb relativ kur- zer Zeit kennen zu lernen.

Das typische Muster von Traineepro- grammen hat sich in den letzten Jah- ren etwas gewandelt, in vielen Fällen durchläuft der Trainee nicht mehr alle Abteilungen eines Unternehmens, sondern nur spezifische Bereiche, die in Hinblick auf eine vorher festgelegte Zielposition ausgewählt werden. Auch die Dauer der Programme hat sich tendenziell verkürzt, die meisten haben eine Laufzeit von zwölf bis achtzehn Monaten.

Das Ziel eines Traineeprogramms von Unternehmensseite ist die Identifi- kation von potenziellen Nachwuchs- führungskräften, das Abklären, wer gut zur Unternehmenskultur passt und wo genau ein Trainee entsprechend seinen Stärken eingesetzt werden kann.

Welche Vorteile ergeben sich für den Trainee?

Das Kennenlernen verschiedener Abteilungen und Tätigkeitsfelder er- möglicht einen guten Abgleich mit

www. oeh-wu .at den eigenen Interessen und Stärken. • Es werden nicht nur inhaltliche Un-
www. oeh-wu .at den eigenen Interessen und Stärken. • Es werden nicht nur inhaltliche Un-
www. oeh-wu .at den eigenen Interessen und Stärken. • Es werden nicht nur inhaltliche Un-

www.oeh-wu.at

den eigenen Interessen und Stärken.

Es werden nicht nur inhaltliche Un- terschiede erkennbar, auch kulturel- le Besonderheiten, verschiedene Arbeitsweisen und Anforderungen einzelner Abteilungen können ver- glichen werden.

Durch die Stellenrotation kann man sich innerhalb sehr kurzer Zeit ein umfangreiches Netzwerk in großen Teilen des Unternehmens aufbau- en.

Das intensive Zusammenarbeiten mit anderen Trainees fördert das Entstehen von Kontakten, die auch in Zukunft sehr vorteilhaft sein kön- nen.

Das spezielle Ausbildungspro- gramm baut auf persönlichen Stär- ken auf und erhöht, oft bereichs- übergreifend, die fachlichen Qualifi- kationen.

Ein Traineeprogramm ist in vielen Fällen die Basis für die spätere Übernahme von Führungsverant- wortung.

Welche Nachteile kann ein Trainee- programm haben?

Trainees verdienen manchmal we- niger als Absolvent/inn/en, die den Direkteinstieg nach dem Studium wählen. Dies gilt allerdings nicht bei allen Unternehmen.

wählen. Dies gilt allerdings nicht bei allen Unternehmen. • Das eigenverantwortliche Arbeiten oder die Übernahme

Das eigenverantwortliche Arbeiten oder die Übernahme eigener Pro- jekte verzögert sich.

Die Verweildauer in einzelnen Un- ternehmensbereichen kann eventu- ell zu kurz sein.

Viele Unternehmen legen eine Altersgrenze fest und haben auch bestimmte Vorstellungen, wie viel Berufserfahrung die Bewerber/in- nen maximal mitbringen dürfen.

Woran erkennt man ein gutes Trai- neeprogramm?

Ideal ist ein individuell auf den zu- künftigen Mitarbeiter, die zukünftige Mitarbeiterin abgestimmtes Trainee- programm, je nach Vorkenntnissen und Interessen des Trainees und Erfordernissen des Unternehmens.

Es gibt eine gezielte Betreuung während der gesamten Ausbil- dungszeit: ein Mentor, der während des Programms zur Verfügung steht, mit dem man die eigenen Stärken und Schwächen diskutieren und darauf aufbauend Förderungs- maßnahmen festlegen kann.

Das Traineeprogramm ist in die Personalentwicklung des Unterneh- mens integriert. Der Trainee arbeitet an zahlreichen Projektarbeiten oder Fallstudien, in Einzel- oder Grup- penarbeit und durchläuft zusätzlich verschiedene Fach- und Persönlich-

www. oeh-wu .at keitsseminare. • Der Trainee hat eine Mitsprache- möglichkeit bezüglich des ge- wünschten
www. oeh-wu .at keitsseminare. • Der Trainee hat eine Mitsprache- möglichkeit bezüglich des ge- wünschten
www. oeh-wu .at keitsseminare. • Der Trainee hat eine Mitsprache- möglichkeit bezüglich des ge- wünschten

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keitsseminare. Der Trainee hat eine Mitsprache- möglichkeit bezüglich des ge- wünschten Einsatzbereiches inner- halb der verschiedenen Abteilun- gen. Es besteht die Möglichkeit, im Aus- land oder in anderen Filialen und Tochtergesellschaften zu arbeiten, um auch die Außensicht kennen zu lernen.

Direkteinstieg

Die meisten Absolvent/inn/en suchen nach dem Studienende den Direktein- stieg in eine unbefristete Position in einem für sie interessanten Unter- nehmen. Wobei es im Normalfall zuerst eine einmonatige Probezeit gibt, in der das Arbeitsverhältnis so- wohl von Arbeitgeber- als auch von Arbeitnehmerseite ohne Angabe von Gründen jederzeit aufgelöst werden kann. Danach besteht oft noch ein befristetes Dienstverhältnis von unter- schiedlicher Dauer, bevor der Arbeit- geber ein unbefristetes Dienstver- hältnis anbietet.

Bei einem Direkteinstieg hat man die Möglichkeit, von Beginn an eine an- spruchsvolle und herausfordernde Tätigkeit auszuüben, mit wachsender Verantwortung. Im Normalfall ist der Aufgabenbereich klar definiert und

Im Normalfall ist der Aufgabenbereich klar definiert und man arbeitet in einem fixen Team, das man

man arbeitet in einem fixen Team, das man eventuell bereits in der Bewer- bungsphase kennen lernen konnte. Ideal ist der Direkteinstieg natürlich für alle Absolvent/inn/en, die neben dem Studium schon entsprechend Berufserfahrung sammeln konnten und demnach genau wissen, in wel- chen Bereichen ihre Interessen und Stärken liegen.

Vorteile:

Fixe Anstellung

Klare Definition von Aufgaben- und Verantwortungsbereich

Eigenverantwortliches Arbeiten schneller möglich

Eventuell höheres Gehalt

Nachteile:

Ergeben sich vor allem dann, wenn die eigenen Ziele noch zu wenig konkret ausgeformt sind und man sich eventuell für den falschen Job entscheidet.

Anders als noch vor einigen Jahren entsteht durch die Entscheidung für ein Unternehmen allerdings keine Bin- dung auf ewig. Gerade in den ersten Berufsjahren ist ein Jobwechsel durchaus üblich und wird auch eher als Zeichen von Flexibilität und Weiterentwicklungsbereitschaft gese-

www. oeh-wu .at hen. Problematisch wird allerdings ein „Jobhopping“, wenn die Verweildauer in den einzelnen
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hen. Problematisch wird allerdings ein „Jobhopping“, wenn die Verweildauer in den einzelnen Positionen unter einem Jahr liegt oder wenn auffällig häufig gewechselt wurde. Das lässt auf eine unstete und wenig durch- setzungsfreudige Persönlichkeit schließen, die eventuell bereits bei ersten Problemen das Handtuch wirft. Aber ein Wechsel nach drei bis fünf Jahren wird durchaus positiv bewer- tet.

Man sollte sich aber im Klaren dar- über sein, dass es eine Karriere „nach Wunsch“ nur in den seltensten Fällen gibt. Der Karriereweg wird oft von Faktoren beeinflusst, die man nicht planen kann, etwa von der allgemei- nen Arbeitsmarktsituation oder der langfristigen Entwicklung des Unter- nehmens, für das man sich entschie- den hat. Flexibilität und Verände- rungsbereitschaft sind heute gefragter denn je.

Verände- rungsbereitschaft sind heute gefragter denn je. 4.2 Jobwahl Zu Beginn der Bewerbungsphase machen sich viele
Verände- rungsbereitschaft sind heute gefragter denn je. 4.2 Jobwahl Zu Beginn der Bewerbungsphase machen sich viele

4.2 Jobwahl

Zu Beginn der Bewerbungsphase machen sich viele Absolvent/inn/en Gedanken, ob der eigene Lebenslauf gut genug ist, um beim ausgewählten Unternehmen Interesse zu wecken. Doch oft verlaufen dann die Bewer- bungsgespräche so positiv, dass man am Ende vor der Situation steht, meh- rere Jobangebote von verschiedenen Unternehmen zu bekommen. Welches Angebot soll man anneh- men? Diese Entscheidung beeinflusst den weiteren Karriereverlauf ganz maßgeblich und eine eindeutige Wahl ist nicht immer leicht möglich. Wie soll man sich nun entscheiden?

Zunächst kann man die Informatio- nen, die man von den jeweiligen Unternehmen bekommen hat, bzw. die Vor- und Nachteile der Angebote auf einer Liste gegenüberstellen. Fol- gende Fragen sollten dabei beantwor- tet werden:

1. Was ist der genaue Arbeitsinhalt? Entspricht er meinen Interessen, Stärken und Vorstellungen? 2. Kann ich mich mit dem Unterneh- men, seinen Zielen und seiner Kul- tur identifizieren? Welches Unter- nehmen entspricht eher meinem Idealbild? 3. Welche Entwicklungsmöglichkeiten habe ich? Wie viel Information ha- be ich darüber erhalten?

www. oeh-wu .at 4. In welchem Team fühle ich mich persönlich wohler? Welchen Ein- druck
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4. In welchem Team fühle ich mich persönlich wohler? Welchen Ein- druck hat der/die Vorgesetzte auf mich gemacht?

5. Entspricht das Gehalt meinen Vor- stellungen?

6. Was gefällt mir nicht an dem jewei- ligen Job?

7. Was sagt mein Bauchgefühl?

Vielleicht tauchen bei der Auflistung noch Fragen auf – es ist durchaus möglich, diese Fragen, die sich even- tuell erst nach dem Interview ergeben, mit der Personalabteilung oder dem/ der Fachvorgesetzten abzuklären.

Schnuppertag

Eine gute Möglichkeit, sich ein besse- res, praxisnäheres Bild von der aus- geschriebenen Position zu machen, ist ein Schnuppertag in der an- gestrebten Firma. Hier kann der Be- werber/die Bewerberin das Aufgaben- gebiet, das Team und auch die Unternehmensatmosphäre in der kon- kreten Arbeitssituation kennen lernen. Ein Schnuppertag wird immer üblicher und man kann ihn auch von sich aus vorschlagen, wenn das Unternehmen nicht an diese Möglichkeit denkt.

Manchmal liegen die Angebote so nah beieinander, dass eine Entschei-

liegen die Angebote so nah beieinander, dass eine Entschei- dung auf rein sachlicher Ebene nicht möglich

dung auf rein sachlicher Ebene nicht möglich ist. Oft hilft in diesen Fällen das Bauchgefühl, das In-sich-Hinein- hören: Wo spürt man ein Zögern, ohne dass man konkrete Gründe dafür nennen könnte, wo hat man sich besser aufgehoben gefühlt, welcher Job verheißt mehr Spaß?

Timing

Man sollte sich darauf einstellen, dass Unternehmen für den Bewerbungs- prozess unterschiedlich lange brau- chen. In vielen Firmen sind die Entscheidungswege lang und oft sind viele Personen beteiligt, die nicht immer sofort verfügbar sind. Gute Unternehmen informieren die Bewer- ber/innen über den geplanten Verlauf der Bewerbung, darüber, wann die Entscheidung voraussichtlich fallen wird, und halten die Bewerber/innen während des gesamten Prozesses auf dem Laufenden.

In vielen Fällen bekommt man von einem Unternehmen bereits ein kon- kretes Angebot, während sich das andere Unternehmen – das aber viel- leicht das bevorzugte wäre – noch in der Entscheidungsphase befindet. Hier kann man das zweite Unterneh- men darüber informieren, dass man ein definitives Angebot von einer Kon- kurrenzfirma erhalten hat und trotz-

www. oeh-wu .at dem weiterhin großes Interesse an der anderen Position hat. Somit liegt es
www. oeh-wu .at dem weiterhin großes Interesse an der anderen Position hat. Somit liegt es
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dem weiterhin großes Interesse an der anderen Position hat. Somit liegt es am Unternehmen, den Ent- scheidungsprozess zu beschleunigen oder zumindest klare Angaben zu machen, wann die tatsächliche Ent- scheidung fällt. Wichtig dabei ist, dem zweiten Unternehmen die Informa- tionen zu übermitteln, ohne Druck auszuüben. Auch der Firma, die be- reits ein Angebot unterbreitet hat, kann man mitteilen, dass man noch in Verhandlungen mit einem anderen Unternehmen steht, und um einige Tage Bedenkzeit bitten. Hier muss man allerdings vorsichtig auftreten, die Bedenkzeit kurz halten und sensi- bel auf die Reaktion des Unterneh- mens eingehen.

Absage

Wenn man sich für ein Unternehmen entschieden und den Vertrag unter- schrieben hat, sollte man die anderen wartenden Firmen möglichst rasch von dieser Entscheidung in Kenntnis setzen. Diese Information sollte eher telefonisch erfolgen, eine Absage per E-Mail nach eventuell mehreren Gesprächen wirkt eher unpersönlich.

Die meisten Unternehmen werden nach einer Begründung für die Entscheidung fragen, daher sollte man sich im Vorfeld eine entspre-

fragen, daher sollte man sich im Vorfeld eine entspre- chende Erklärung überlegen. Hier kann man durchaus

chende Erklärung überlegen. Hier kann man durchaus ehrlich sein, aller- dings sollte man sachliche Argumente in den Vordergrund stellen und nicht zu persönlich werden. Die Arbeitswelt ist klein, die Netzwerke der Perso- nalist/inn/en sehr dicht und man sollte darauf achten, auch bei der Absage einen professionellen Eindruck zu hin- terlassen.

www. oeh-wu .at 4.3 Arbeitsbeginn – die ersten Tage im Job Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben,
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www. oeh-wu .at 4.3 Arbeitsbeginn – die ersten Tage im Job Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, das

4.3 Arbeitsbeginn – die ersten Tage im Job

Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, das Ziel, auf das man im Studium und in der Bewerbungsphase so lange hingearbeitet hat, ist erreicht – der erste Arbeitstag.

Viele Absolvent/inn/en, vor allem die- jenigen, die bisher noch nicht allzu viel Berufserfahrung sammeln konn- ten, müssen sich auf Veränderungen einstellen. Den positiven Entwicklun- gen, die ein neuer Job mit sich bringt, wie zum Beispiel endlich das Gelernte in die Praxis umsetzen und sich in neue Aufgaben stürzen zu können und nicht zuletzt eigenes Geld zu ver- dienen, stehen andere persönliche Herausforderungen gegenüber. Der Lebensrhythmus muss umgestellt werden, der persönliche Freiraum, die Möglichkeit, über die eigene Zeit selbst zu bestimmen, wird einge- schränkt. Oft sind die Erwartungen an den ersten Job sehr hoch – abwechs- lungsreiche Tätigkeit, eigenverant- wortliches Arbeiten, volle Unterstützung im Team – und werden nicht immer ganz so erfüllt, wie man es sich gewünscht hat.

In den ersten Tagen wird man im Un- ternehmen mit Eindrücken und Infor- mationen überhäuft. Neben den ver- schiedensten Personen, die einem vorgestellt werden, all den Namen, die man behalten soll, wird das eigene

Tätigkeitsfeld erklärt, erste Aufgaben werden übertragen, man wird mit unternehmensinternen Vokabeln, Ab- kürzungen konfrontiert, lernt, wie die Telefonanlage und der PC funktionie- ren, welche Abteilung sich wo im Ge- bäude befindet, welche Besprechun- gen wann und wo stattfinden …

Um in dieser Informationsflut den Überblick zu behalten, kann man sich vor dem Arbeitsantritt entsprechend vorbereiten:

Man sollte versuchen, möglichst viele Informationen über das Unter- nehmen aus der Homepage bzw. aus einer Unternehmensbroschüre zu sammeln.

Je besser man die Unternehmens- struktur, Produkte, Namen und Ge- sichter der Geschäftsführung, Be- reichsleiter, Mitarbeiter … kennt, desto höher ist der Wiedererken- nungswert und desto schneller kann man neue Informationen einordnen.

Man kann sich schon im Vorfeld er- kundigen, welche Computerpro- gramme verwendet werden, und das eigene Wissen auf diesem Ge- biet auffrischen.

Interessant kann es auch sein, noch vor Arbeitsbeginn in Erfahrung zu bringen, welche Projekte geplant sind, um sich inhaltlich vorbereiten zu können.

www. oeh-wu .at Die ersten Tage dienen vor allem der Orientierung im neuen Unternehmen, es
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www. oeh-wu .at Die ersten Tage dienen vor allem der Orientierung im neuen Unternehmen, es

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Die ersten Tage dienen vor allem der Orientierung im neuen Unternehmen, es geht noch nicht so sehr darum, konkrete Aufgaben zu übernehmen, sondern eher darum, sich zunächst einmal im neuen Job zurechtzufinden. Worauf sollte man in der Anfangs- phase achten?

Integration in das Team: Das ist sicherlich einer der zentralen Fakto- ren. Der erste Eindruck ist entschei- dend: Man sollte offen auf die Teammitglieder zugehen, in der Sprache, der Gestik und auch bei der Kleidungswahl eher zurückhal- tend sein, bis man weiß, welche Umgangsformen üblich sind.

Das Du-Wort sollte man nicht von alleine anbieten, sondern warten, bis es angeboten wird.

Jede/r neue Mitarbeiter/in hat zu Beginn viele Fragen, die den eige- nen Arbeitsbereich, aber auch das Arbeitsumfeld betreffen, zum Bei- spiel die unternehmensspezifische Funktionsweise der Software oder auch die Formulierung der Ansage auf dem Anrufbeantworter. Man sollte sich nicht scheuen, diese Fragen zu stellen, wenn etwas un- klar ist. Verpasst man die Anfangs- phase, wirken bestimmte Fragen zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr sehr passend.

Jedes Team und auch jedes Unter-

mehr sehr passend. • Jedes Team und auch jedes Unter- nehmen hat informelle Spielregeln, die man

nehmen hat informelle Spielregeln, die man möglichst rasch kennen sollte. Wenn man in den ersten Ta- gen offen und interessiert durch das Unternehmen geht, wird man schon durch reines Beobachten viele ungeschriebene Gesetze erkennen können. Bei Unklarheiten sollte man jene Mitarbeiter/innen zu Rate zie- hen, zu denen man bereits Vertrauen gewonnen hat.

Nicht vergessen sollte man den Punkt, wie „Einstand“ oder Geburts- tage zu feiern sind, auch hier sollte man sich erkundigen, ob und in wel- cher Form üblicherweise gefeiert wird.

Viele Unternehmen bieten neuen Mit- arbeiter/inne/n einen Orientierungstag an und haben eine Einführungsmappe mit allen Informationen, die für Einsteiger/innen wichtig sind. Wenn diese Orientierungshilfen nicht ange- boten werden, sollte man sich eine Liste zusammenstellen, worüber man am ersten Arbeitstag idealerweise Informationen erhalten will:

Vorstellung des eigenen Teams und anderer Mitarbeiter/innen, mit denen man in Kontakt stehen wird, eventuell auch Geschäftsführung, Personalabteilung und Betriebsrat.

Einführung in den eigenen Arbeits- platz (PC, Intranet, Passwörter,

www. oeh-wu .at Fax, Telefon, Büromaterial …). • Information über interne regelmäßi- ge Meetings, geplante
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Fax, Telefon, Büromaterial …).

Information über interne regelmäßi- ge Meetings, geplante Besprechun- gen.

Interne Richtlinien: Arbeitszeiten, Pausenregelung, Begrüßung am Telefon …

Erledigung diverser Formalitäten (Büroschlüsselübergabe, Park- karte …).

Führung durch das Unternehmen:

Kennenlernen der verschiedenen Abteilungen, Kantine, …

Unternehmensinformation: Organi- gramm mit Namen und Funktionen, Geschäftsbericht, interne Zeit- schriften.

Funktionen, Geschäftsbericht, interne Zeit- schriften. Viele Einsteiger/innen setzen sich selbst enorm unter
Funktionen, Geschäftsbericht, interne Zeit- schriften. Viele Einsteiger/innen setzen sich selbst enorm unter

Viele Einsteiger/innen setzen sich selbst enorm unter Druck, weil sie von Beginn an alles perfekt machen wol- len und die Ansprüche an die eigene Leistung enorm hoch ansetzen. In den ersten Tagen geht es aber viel- mehr darum, offen auf andere zuzu- gehen, hohe Lernbereitschaft und Engagement zu zeigen, Netzwerke zu knüpfen, sich selbst zu positionieren und möglichst viele Informationen zu sammeln und einzuordnen. Wenn das erreicht ist, kann man auf dieser sicheren Basis aufbauen und sich auf die anderen Aufgaben und Herausfor- derungen stürzen.

www. oeh-wu .at 5 KARRIERETIPPS 5.1 ZEITMANAGEMENT Zeitmanagement ist die Kunst, seine Zeit optimal zu
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www. oeh-wu .at 5 KARRIERETIPPS 5.1 ZEITMANAGEMENT Zeitmanagement ist die Kunst, seine Zeit optimal zu

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5 KARRIERETIPPS

5.1 ZEITMANAGEMENT

Zeitmanagement ist die Kunst, seine Zeit optimal zu nützen und Strategien für eine effiziente Selbstorganisation zu entwickeln. Folgende Vorgangs- weise empfiehlt sich:

Erhebung des Status quo

Definition von Zielen

Festlegung von Prioritäten

Planung

Stressmanagement

Erhebung des Status quo

Ausgangs- und Ansatzpunkt eines effektiven Zeitmanagements ist immer eine ehrliche Selbstanalyse:

Aufgaben/Zeitverwendung

Häufigste Zeitfresser, z. B.

unrealistische Planung

mangelnde Zielsetzung

Aufschieben

Unordnung

Einlassen auf Störungen

Persönlicher Arbeitsstil

Definition von Zielen

Vor der Planung stehen die Definition und Festlegung von Zielen – also die Frage, was ich in meinem Leben/die- sem Jahr/diesem Monat/dieser Wo- che/diesem Tag erreichen möchte. Erst so kann ein souveräner Umgang mit der eigenen Zeit erreicht werden.

Prioritäten

Umgang mit der eigenen Zeit erreicht werden. Prioritäten Das Bewusstwerden und Setzen von Prioritäten ist die

Das Bewusstwerden und Setzen von Prioritäten ist die Basis eines effekti- ven Zeitmanagements. Es geht hier um Fragen der Reihung von Wichtig- keiten und Einordnung dieser in den Alltag und das Leben.

Es lassen sich unterscheiden:

ABC-Analyse Mittels der ABC-Analyse werden alle Aufgaben in folgende Katego- rien unterteilt:

A: sehr wichtig, hohe Priorität

B: mittlere Priorität

C: geringe Priorität

Pareto-Prinzip (nach Vilfredo Pareto)

Grundsatz: In 20 Prozent der zur Ver- fügung stehenden Zeit können 80 Prozent der Aufgaben erledigt wer- den. Statt also 100 Prozent der Auf- gaben erfüllen zu wollen, sollte daher eine zielorientierte Ausrichtung auf die Erfüllung weiterer „80-Prozent-Auf- gaben“ erfolgen, welche mit nur 20 Prozent des Zeit- und Energieauf- wandes erreicht werden können.

Beispiel: 20 Prozent der Kunden brin- gen 80 Prozent des Absatzes. 80 Pro- zent einer Software sind in 20 Prozent

www. oeh-wu .at der Zeit geschrieben. • Eisenhower-Methode Alle Aufgaben werden anhand der Kri- terien
www. oeh-wu .at der Zeit geschrieben. • Eisenhower-Methode Alle Aufgaben werden anhand der Kri- terien
www. oeh-wu .at der Zeit geschrieben. • Eisenhower-Methode Alle Aufgaben werden anhand der Kri- terien

www.oeh-wu.at

der Zeit geschrieben.

Eisenhower-Methode

Alle Aufgaben werden anhand der Kri- terien wichtig/unwichtig und drin- gend/nicht dringend in vier Quadran- ten verteilt. Alle Aufgaben im Quad- ranten unwichtig/nicht dringend wer- den nicht erledigt. Die Orientierung erfolgt anhand der wichtigen Ziele, denen ein fester Platz in der Planung gegeben werden muss.

Planung

Ausgehend von den Zielen sollte man Tages-, Wochen-, Monats- und Jahrespläne erstellen und pflegen. Für die Planung, die IMMER schriftlich erfolgen soll, empfiehlt sich die ALPEN-Methode:

A

= Aufgaben definieren

L

= Länge der Tätigkeiten

P

= Pufferzeiten

E

= Entscheidungen treffen

N

= Nachkontrolle

Schriftliche To-do-Listen mit Priorität- en und konkreten Terminen erleich- tern den Überblick und lassen so die Planung realistischer werden.

Stressmanagement