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Inhalt:

1) Die Zeit des Erwachens


2) Bewusstsein gestaltet unsere Tage
3) Das wissenschaftliche Gebet
4) Der Zufall und die Weisheit in uns
5) Die Zauberformel für unsere Gesundheit
6) Die Berufung finden
7) Es gibt nur gute Augen
8) Opfer widriger Umstände
9) Karma und Schicksal
10) Über das Be- und Verurteilen und Zusammenhängen von Denken und
Glauben
11) Selber zu Denken ist Ihre Pflicht
12) Keine Macht den Drogen
13) Über das Himmelreich in Jedem von uns
14) Depressionen aus transpersonaler Sicht.
15) Depressionen sind gegen sich selber gerichtete Aggressionen
Zivilisationskrankheit, Psychovegetatives Überforderungssyndrom
16) Es gibt keine idiopathische depressiven Störungen. Nur in der
Quantenphysik ist das Gesetz von Ursache und Wirkung aufgehoben.
17) Depressionen (vegetative Dystonie) sind fast immer ein Hinweis auf
beginnende körperliche Fehlfunktionen.
18) Anhänger des mechanistischen Weltbildes glauben, das Chemie seelische
Belastungen aufheben können.
19) Innere Kündigung, Systemzusammenbruch
20) Suizid Kurzschlusshandlung.
21) Berechtigter Wunsch,
22) Besessenheitsphänomen.
23) Einsamkeitssyndrom.

Die Zeit des Erwachens


Wenn ich manchmal zu einem Ratsuchenden, von dem ich erkenne,
dass er eine spirituelle Einstellung hat sage, „Sie sind der neue mögliche
Mensch“, dann bereitet ich ihn darauf vor, sich eines Tages etwa
Folgendes bewusst zu machen:

„Ich bin mir bewusst, in meinem Herzen brennt ein Verlangen, das mich
zur höchsten Erkenntnis streben lässt. Ich weiß um die Macht meiner
Schöpferkraft und werde sie zum Wohle Aller einsetzen.“

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Es ist vollkommen normal, wenn Sie sich ‘berufen’ fühlen. Einfach, weil,
in der Tat, die „Andere Welt“ Sie geschickt hat und diese Welt Sie
berufen hat. Beginnen Sie, dass Weltliche mehr und mehr als Spiel zu
betrachten und erkennen Sie, dass Sie ein multidimensionales Wesen
sind und dass Ihre wahre Heimat in allem ist.
Ihre bisherige Gottesvorstellung wird dem erwachenden, lebendigen
Geist in Ihnen weichen und Sie beginnen zu verstehen, dass Sie ein
Wesen sind, das Viele ist. Wenn Sie es sich von Herzen wünschen, wird
Ihr Bewusstsein in den kommenden Monaten kosmische Dimensionen
annehmen und Sie erkennen sich als der „Eine“ in der Erscheinungsform
von Vielen.

Sie brauchen im weltlichen Sinne nichts zu tun um diesen Zustand


herbei zu führen, folgen Sie einfach dem ‘Ruf’ Ihrer Seele` und Sie
werden zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Erkennen Sie, dass Sie in
diese Welt gekommen sind um den Menschen zu helfen, sie selbst zu
sein.

Wenden Sie sich voller Sehnsucht der ‘anderen Seite’ der Welt zu, und
Sie werden mit dem sichtbaren und unsichtbaren Teil der Schöpfung
mehr und mehr ‘übereinstimmen’. Der neue mögliche Mensch vermag
auf geistige Reisen zu gehen und an mehreren Orten zugleich sein. Er
kann wissen, was der Intellektuelle nicht weiß und er beginnt für das
Wohlergehen anderer Verantwortung zu übernehmen. Wenn Sie in das
Bewusstsein Ihrer Allgegenwart eingegangen sind, dann empfinden Sie
zugleich die Verantwortung, für unsere in Not und Elend geratenen
Mitmenschen Sorge zu tragen und sie von den ihnen auferlegten
Fesseln zu befreien.

Wenn Sie sich hingeben und sich mit der ‘Schöpferischen Quelle’
verbinden, dann wird es wie von allein geschehen, dass Sie die Gnade
des Allerhöchsten erfahren. Wenn Sie sich mit etwas Beständigem
verbinden, werden auch Sie beständig. Beständigkeit und Frieden
kehren in Sie ein und haben durch Sie eine Wohnstatt in der Welt
gefunden.

Wer den Geistigen Gesetzen folgt und seinen Geist auf das Ganze
richtet, der wird ganz selbstverständlich besondere Eigenschaften
hervorbringen, die außerhalb des weltlichen rationalen Verständnisses
liegen. Von Erwachten wird berichtet, dass sie über Wasser gehen.
Diese Aussage sollte als Gleichnis verstanden werden und bedeutet,
dass Sie über den ‘Dingen’ stehen. Die ‘Dinge’ sind die Gesetze der
Erde und darüber zu stehen besagt, die Gesetze des ‘Himmels’ und die
der Erde in sich zu vereinen.
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Nur wenn Sie heil sind, können Sie andere heilen. Ihre Heilungsgebete
werden von der Macht des ’heilen Geistes’ getragen und sie stellen die
verlorene Verbindung des Menschen zu seinem ‘Ursprung’ wieder her.
Ihr Weg ist der Weg der ‘Auferstehung’, „des Erwachens“. Sie erheben
sich und es wachsen Ihrer Seele Flügel.
Auf-zu-erstehen, bedeutet, der Schöpfung zu dienen und sich dazu
göttlicher Eigenschaften zu bedienen.
Auf-zu-erstehen ist das Ziel allen Lebens und Sie sind aufgefordert,
‘heraus’ zu kommen, aus des Lebens Müh und Plag in das Licht, das
heller ist, als tausend Sonnen.
Mit einem Lächeln wünsche ich Ihnen höchste Erkenntnis.

PS: Sagen Sie viele Male; „Ich glaube das Großes mit mir
geschieht“.

Bewusstsein gestaltet unsere Tage

Einerseits wäre ja alles ganz einfach wenn es kein Anderseits geben


würde!

Unser Bewusstsein hat seltsam wechselnde Schattierungen. Wenn wir


traurig sind, dann erscheint uns die ganze Welt in Grau, selbst wenn uns
der herrlichste Sonnenschein umgibt. Keimt in uns dagegen der
Übermut, dann kann uns auch der ärgste Regenschauer nicht aus
unserer fröhlichen Stimmung bringen. Was verschiebt unsere
Bewusstseinsskala ständig zwischen positiv und negativ, zwischen
wunderbar und schrecklich?

Welche Gedanken gehen Ihnen zum Beispiel morgens beim Frühstück


durch den Kopf? Überdenken Sie alles Mögliche, was Sie am Vormittag
erledigen wollen? Fühlen Sie Freude über eine Einladung am heutigen
Abend? Vielleicht werden Sie heute eine geliebte Person treffen oder
den lang ersehnten Vertrag unterschreiben und gute Stimmung für den
ganzen Vormittag ist angesagt.

Ganz anders ist es, wenn Sie eine schwierige Aufgabe vor sich haben,
die Sie nach Ihrer Einschätzung überfordern könnte. Wenn Sie dann
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Ihrem Chef vielleicht auch noch einen Fehler eingestehen müssen, ist
das zuviel für Ihre Magennerven: Sie lassen das zweite Brötchen liegen
und gehen mit umwölkter Stirn aus dem Hause und der Tag scheint
vorbestimmt. Nichts ist geschehen bis morgens um acht. Und doch
haben Sie die Weichen gestellt und Ihr Bewusstsein mit wenigen
Gedanken polarisiert.

Überlegen Sie einmal: Sie haben durch Ihre eigenen Gedanken Ihre
Stimmung festgelegt! Subjektiv gesehen werden Sie vielleicht
entgegnen:

„Aber das alles entspricht doch den Tatsachen“.

Meine Gedanken haben mich nur mit ihnen konfrontiert. Objektiv


dagegen haben Sie selbst die Gefühlswerte für die kommende Zeit in
sich festgelegt und sich ausgemalt, was Sie in den nächsten Stunden
erwarten wird. Ihr Unterbewusstsein muss getreulich seiner Aufgabe
damit beginnen, den Tag Ihrer Erwartungshaltung entsprechend zu
gestalten.

Entspricht die Außenwelt Ihren persönlichen Wünschen, dann sind Sie


zufrieden. Passt einiges nicht zu Ihren Vorstellungen, dann sind Sie
verstimmt - ja, Sie entwickeln unter Umständen ein gewaltiges Potential
an Unlustgefühlen in sich und opponieren gegen alles Mögliche. Ihre
Gedanken bestimmen und das Unterbewusstsein führt aus! Mächtige
Aggressionen können in Ihnen entstehen und Sie zu unkontrollierten
Handlungen hinreißen. Sie können, wenn sie nicht aufgelöst werden, die
Ursache für Krankheit und vielerlei seelische Störungen sein, genauso
aber kann von nun an Vieles - bis Alles, zum Besseren werden. Die
Entscheidung liegt in Ihrer seelischen „Großwetterlage“.

Es ist sicherlich eine weit reichende Behauptung, die Gedanken für das
Wohl und Weh des Körpers und der Seele verantwortlich zu machen.
Die orthodoxe Medizin gesteht der Psyche nur sehr begrenzt diese
Reichweite zu. Die Wissenschaft von den seelisch-körperlichen
Zusammenhängen führt aber bereits achtzig Prozent aller Krankheiten
auf psychische Ursachen zurück. Das Gros unserer Mitmenschen hat
noch nicht erkannt, dass der Zugang zu unseren, meist noch völlig
unbewussten inneren „Schätzen“, zu einer Lebensfrage wird, und dass
wir sehr wohl in der Lage sind, zu bestimmen, was in unserem Leben
zum Schicksal wird.

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Das wissenschaftliche Gebet
Wussten Sie von Ihrem persönlichen Zugang zu den grenzenlosen
Kräften, von denen das Universum erfüllt ist, und die allem, was ist,
Form, Funktion und Leben verleihen?

Es ist die Macht, die von den Religionen Gott genannt wird, zu der die
Buddhisten „Leere“, und die Taoisten das „Absolute“ sagen. Es ist die
Kraft, welche das Gras wachsen lässt, Ihre Wunden heilt und Ihre
Wünsche erfüllt, wenn Sie um Hilfe rufen.

Sie ist immer zur Stelle wenn Sie Hilfe brauchen und es gilt nur, sich
ihrer Allgegenwart bewusst zu werden.

Im Thomas-Evangelium spricht der heilige (heilende) Geist zu uns:

„Ich bin das Licht, das über allem leuchtet, ich bin das All, das All
entstand aus mir und das All gelangte zu mir. Erhebe den Stein und
daselbst wirst du mich finden, spalte das Holz und ich bin dort“.

Hier könnte auch das Zitat von Dr. Murphy- stehen:

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„In allen von uns, im tiefsten Grunde unseres Wesens, wartet die All-
Weisheit darauf, uns zu begleiten, wohin auch immer wir unsere Schritte
lenken“.

Lernen Sie, diese „Macht“ für Ihre Ziele einzusetzen, und gestalten Sie
mit ihr, in eigener Regie, ihr Leben.

Wenn ich in meinen Büchern vom „Wissenschaftlichen Gebet“ spreche,


dann möchte ich damit sagen, dass ein Gebet kein „sinnlos Gestammel,
oder kein nebulöses Hoffen auf „Erlösung“ von einem Übel sein soll,
sondern ein Ansprechen Ihres Unterbewusstseins im Gauben an das
Gute. Lernen Sie, in bildhafter Sprache, Ihr Unterbewusstsein zu
informieren, was Sie zu Ihrem Glück benötigen, und umso deutlicher
wird die Antwort sein.

Indem Sie Texte dieser Art lesen, sind Sie immatrikulierter Student an
der Universität des Lebens, und Sie werden von Semester zu Semester
mehr erfahren, wie Sie mit wissenschaftlichen Gebeten der „Macht“ den
Auftrag erteilen, Sie von nun an erfolgreich, gesund und glücklich zu
machen.

Der Zufall und die Weisheit in uns


Glauben Sie an den Zufall? Hoffentlich nicht, es gibt ihn nicht! Es gibt,
wie Sie nun schon oft gelesen haben, nur das Gesetz von Ursache und
Wirkung und ihm unterliegen alles Geschehen im Universum!
Unser eingeengtes Tagesbewusstsein lässt uns einfache
Gesetzmäßigkeiten, die unser aller Schicksal bestimmen, allzu leicht
nicht erkennen, nur selten erfasst es die großen Zusammenhänge, und
hat oftmals im wahrsten Sinne des Wortes den Überblick verloren, wenn
es darum geht, die vollkommene Regie in und hinter den ”Dingen” zu
erkennen.
So steuern wir z.B. in Geschehnisse, die gerade in diesem Augenblick,
an diesem Punkt unseres Schicksalsweges, große Bedeutung für uns
haben - und nennen dann, was auf uns zukommt, ohne viel nach zu
denken, Zufall.
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Uns fehlt in vielen Fällen die Übersicht der Zusammenhänge, die fein
abgestimmte und sensible Arbeitsweise des Geistes
(Unterbewusstseins) zu durchschauen. Wer das Puzzlespiel seines
eigenen Lebens nicht mit Aufmerksamkeit beobachtet, dem muss das
überraschend Passende als Zufall, oder einfach wie ein unerwartetes
Geschehnis erscheinen.

Dieses Buch, das Sie jetzt in Ihren Händen halten, ist natürlich auch kein
Zufall im üblichen Sinne des Wortes. Es ist allenfalls etwas, dass Ihnen
zu-gefallen ist, gerade in dem Augenblick Ihres Lebens, in dem Sie offen
für diese Ideen sind, oder, nennen Sie es, dass Ihnen zur rechten Zeit,
am rechten Ort die Hilfe zuteil wird, deren Sie gerade jetzt bedürfen.
Stellen Sie sich vor, weil Sie um Hilfe gerufen haben, wird Ihnen jetzt
eine ”Wende” gezeigt, wie es weiter gehen kann.

Über Jahrtausende hinweg haben wir uns angewöhnt, unsere


Aufmerksamkeit hauptsächlich den sichtbaren, begreifbaren Dingen
unserer Welt zuzuwenden. Die Abenteuer der realen Welt, des sinnlich
Fassbaren, scheinen uns oftmals interessanter als die Versenkung in
tiefe verinnerlichte Bewusstseinszustände.

Das heißt, dass wir uns dem unaufhörlichen Gedankenstrom zuwenden,


der uns vom frühen Morgen bis zum Schlafengehen durchströmt.
Erkennen Sie, dass fast alles, was wir Probleme nennen, darauf
zurückzuführen ist, dass wir die unendliche Kraft unseres
Unterbewusstseins noch nicht folgerichtig einzusetzen gelernt haben.

Wir haben in der Tat meist noch nicht damit begonnen unsere
”Kraftzentrale Unterbewusstsein” für unser erfolgreiches, friedvolles
Leben zu nutzen.
Wenn Sie glücklich und zufrieden ein Erlebnis genießen, eine
besondere, berufliche Anerkennung bekommen haben, dann verdanken
Sie das nicht einem Zufall, oder einer plötzlichen Aufmerksamkeit Ihres
Vorgesetzten, sondern Ihr eigener, persönlicher Einsatz ist die Ursache
dafür. Sie identifizieren sich sowohl bewusst, als auch unbewusst mit
Ihrer Aufgabe so vollständig, dass sich Ihre Kräfte zu einem
durchschlagenden, unaufhaltsamen Erfolg entwickelt haben.

Auf ganz natürliche und einfache Weise können Sie lernen, die
unendliche Weisheit Ihres Unterbewusstseins für Ihre zukünftigen Ziele
folgerichtig einzusetzen. Wenn Ihnen der Begriff Zu-Fall noch nicht als
ein im verborgen wirkendes folgerichtiges Geschehen verständlich ist,

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dann nur, weil Sie Ihre bisherigen Unternehmungen meist wohl mit harter
und methodischer Willenskraft angingen.

Wir sollten verstehen lernen,

dass die Energie die wir einsetzen, um ein Ziel zu


erreichen, das Hindernis auf dem Wege zum Ziel sein kann.

Das scheinbar Paradoxe an dieser Aussage ist für einen westlich


geprägten Menschen schnell geklärt. Intuitive Erkenntnisse sind dem
vom Willen gelenkten Verstand von je her haushoch überlegen.

Keine Planung eines Intellektuellen, mit allen „geistigen Klimmzügen”


seines vielseitig gebildeten Verstandes, kann an einen einzigen,
intuitiven Geistesblitz heranreichen. Das beweist der Lebenserfolg vieler
großer Forscher und Dichter. Intuitives Erkennen ist immer größer und
führt schneller zum Ziel als rationales Wissen allein! Der Intellekt kann
noch nicht einmal erfassen was Intuition wirklich ist, noch kann er
irgendetwas tun um sie hervor zu rufen.
Wer noch kein ausreichendes Vertrauen zu der unendlichen Weisheit in
sich hat, und wer den Sinn der Welt nur durch den Verstand gefiltert
erfassen kann, der wird noch lange ein grobstoffliches Wesen bleiben.
So groß die weltlichen Erkenntnisse auch sein mögen, sie sind dennoch
nur ein Tropfen im Ozean des Wissens.

Sie haben die Weisheit zu ändern, was zu ändern ist und zu erkennen,
was Sie nicht zu ändern vermögen und beides von einander sehr wohl
zu unterscheiden.

Was uns oft zweifeln lässt, ist unsere falsche Einstellung zu uns und
dem Sinn des Lebens.

Es ist eine Krankheit unserer Zeit, dass der moderne Mensch meint,
nichts glauben und zulassen zu dürfen, was sein Verstand nicht erklären
kann. Bewusstsein ist für die meisten der schmale, weltliche Ausschnitt,
den er mit den fünf Sinnen erfassen und überschauen kann.

Themen wie ”Das Leben nach dem Leben” oder ”Inkarnation” umgeht er
ängstlich, weil er sich fürchtet vor anderen lächerlich zu erscheinen. Aber
unser sechster Sinn beginnt sich zu entwickeln, und das Gefühl für die
feinstoffliche, geistige Welt, die viel bedeutsamer für uns ist, als wir
zuzugeben bereit sind, wartet darauf zum Leben zu erwachen.

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Die „Zauberformel“ für unsere Gesundheit

Die Zeit schreitet voran, haben Sie einen Teil Ihrer Vorstellungen
verwirklicht? Wenn ja, dann erzählen Sie es anderen, damit Sie als gutes
Beispiel Schule machen.

Wenn nicht, dann lesen Sie in einschlägiger Literatur solange, bis Sie mit
„Heilenden Gedanken“ vertraut sind, und Ihre Ziele für Sie erreichbar
werden.

„Harmonisches Gleichgewicht“ heißt die Zauberformel für Gesundheit.


Halten Sie das Gleichgewicht zwischen Gegensätzen, zwischen
Spannung und Entspannung, zwischen Wachen und Schlafen, Essen
und Fasten, Bewegung und Ruhe, zwischen seelischer, geistiger und
körperlicher Aktivität.

Wenn Sie gesund bleiben wollen, dann sollten Sie kein verbissener
Asket sein, der die Welt in gesunde und ungesunde Tätigkeiten und
Nahrungsmittel einteilt.

Der ständige Wunsch „Ungesundes“ zu meiden ist schädlicher als eine


Schweinshaxe oder ein Glas guten Wein in Freude genossen.

Schlemmen Sie ruhig einmal - aber wenn Sie das Gesetz des
Gleichgewichts kennen, werden Sie es nicht jeden Tag tun.

Bleiben Sie ruhig einmal einen Sonntag ein paar Stunden länger im Bett
- aber stehen Sie zum Mittagessen wieder auf.

Nehmen Sie einmal ein Bad in der Menge - aber nicht jede Nacht.
Lernen Sie, auf Ihren Körper zu hören, und ein Gespür für seine
Bedürfnisse zu haben, anstatt sie zu unterdrücken. Probieren Sie einmal
die Yoga-Wechselatmung (Ich habe sie in meinem Buch „Die Macht Ihrer
Gedanken“ ausführlich beschrieben).

Gehen Sie viel spazieren. Die gleichmäßige Rechts-links-Bewegung der


Beine hat eine harmonisierende Wirkung auf Ihren Körper und Ihren
Geist. Stärken Sie bewusst Ihre linke Körperhälfte, die von der rechten,
intuitiven Gehirnhälfte gesteuert wird, denn wir (speziell die westliche

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Gesellschaft) sind im Allgemeinen mehr auf unsere rechte Körperhälfte
fixiert, die unserer linken, intellektuellen Gehirnhälfte entspricht.

Erst wenn beide gleichwertig, das heißt gleich stark sind, gleich im Fluss
sind, ist unser Körper, unser Gemüt und unsere Seele in seinem
natürlichen Gleichgewicht

Die Berufung finden

Wie oft haben Sie an den Sinn Ihres Lebens gedacht? Wie oft schon
sprachen Sie von Ihrer „Berufung“?

Berufung kann sein, “Suchende“ zu beraten, und ihnen zu helfen, an


Körper, Seele und Geist zu gesunden. Etwas theologischer gesagt:
anderen zu helfen das Glück des Himmels und der Erde zu erfahren. All
jene, die krank sind, in einer unglücklichen Partnerschaft leben, ständig
zu viel zu wenig haben oder einfach noch nicht die ihnen gebührende
Stellung in der Gesellschaft gefunden haben, kann wahrhaftig geholfen
werden.

Die beste Maßnahme gegen ein ungewisses Schicksal ist das Erkennen
der Zusammenhänge des Gesetzes von Ursache und Wirkung. Wie
wäre es, wenn Sie von jetzt an anderen zur Seite stehen würden, und
ihnen damit helfen, sich die Wunder wirkende Kraft zu erschließen, die
Ihnen Ihr Leben gab, die alle Lebensprozesse lenkt, und die auch für
Ihre besonderen Anliegen da ist?
Es ist leichter, sich dem Studium der geistigen Gesetze zu widmen, als
weiter mit seinem Schicksal zu hadern und ein sorgenvolles armseliges
Leben zu leben. Es gibt keinen annehmbaren Grund, mühselig und
beladen seinen Lebenslauf zu durchleiden. Wann immer Sie es
wünschen, ist für Sie die Zeit der Wandlung gekommen. Erfüllen Sie den
Sinn Ihres Lebens und den Ihrer Bestimmung.

Überlegen Sie, ob Ihre bisherigen Sorgen Sie vielleicht dazu veranlasst


haben, diese Zeilen zu lesen?
Überlegen Sie, wäre es für Sie erfüllend, Ratsuchenden zu helfen und
gleichermaßen damit sich und anderen hilfreich zu sein?

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Vertrauen Sie den Geistigen Gesetzen und lassen Sie sich von der
Wunder wirkenden Kraft zu Ihrer Bestimmung führen. Alles, was Sie
brauchen, um zur höchsten Lebensqualität zu gelangen, haben Sie in
Ihrem geistigen Fundus.
In der Werkstatt des Geistes, warten Antworten auf alle anstehenden
Fragen, nutzen Sie die Weisheit Ihres Herzens und bereiten Sie sich auf
etwas sehr Besonderes vor!

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Es gibt nur „gute Augen“, aber auch Augen, welche den
Auftrag haben, nicht hinzusehen!

Im Volksmund heißt es: „Wer nicht hören (sehen) will, muss


fühlen“. Es ist Angst, die uns etwas nicht hören und nicht sehen lässt.

Ein guter Freund, in dessen Familie fast alle Brillenträger sind, wusste
bereits in frühen Jahren von der „Macht des Bewusstseins“ und
entschied sich damals bis ins hohe Alter hinein, keine Brille zu brauchen.
Immer, wenn von Augen oder Sehkraft die Rede war, sagte er zu sich
selber: „Ich habe sehr gute Augen, ich sehe hervorragend“.

Wenn jemand in größerer Entfernung z. B. eine Schrift nicht richtig


erkennen konnte, freute er sich darüber, dass er sehr wohl sehen konnte
und sagte es auch.

Der Hintergrund von Sehschwäche ist aus psychosomatischer Sicht


recht einfach zu verstehen: Wer Zukunftsängste hat, wird aufgrund
dessen zur Kurzsichtigkeit neigen. Wer Angst hat, vor dem was kommt,
der wird Entfernteres Ungemach, nur verschleiert wahrnehmen wollen
und so wird es sein.

Wer Angst vor Gegenwärtigem hat, verschließt seine Augen vor dem
Nahe liegenden. Er „sieht gut“, was weit entfernt, also zunächst noch
ungefährlich scheint. Er überspringt seine Gegenwart und spricht gerne
am Stammtisch von seinen zukünftigen Heldentaten.

„Sei doch nicht so kurzsichtig“, haben Sie vielleicht auch schon zu


jemand gesagt, weil Sie erkannt haben, dass derjenige nicht sehen
wollte, was doch so offensichtlich war.

Ich habe Tausenden diese einfache Zusammenhänge aufzeigen können


und ihnen damit geholfen, wieder die Schönheit der Welt zu sehen. Ich
half ihnen wieder „hin-zu-sehen“.

Hin sehen anstatt „weg“ sehen soll heißen: Weder wende ich meinen
Kopf zur Seite (Schiefhals), noch will ich etwas nicht sehen
(Brillenträger).

Es gibt keine „schlechte Augen“. Sie sind immer perfekte Organe, die
aber „Ihren (unbewussten) Befehlen“ gehorchen.

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Verinnerlichen Sie: Es sind nicht die Augen, es ist Ihr „nicht (ein)-sehen
wollen“, das als „Nebelwerfer“ dient.

Wenn Sie „Fehlsichtig“ sind, dann können Sie mit Affirmationen sehr gut
in diesen schleichenden Prozess eingreifen. Füllen Sie Ihr Bewusstsein
mit Gedanken an Ihre vollkommene Sehkraft, Ihre perfekten Augen und
eine vertrauensvolle, wunderbare Welt.

Wenden Sie sich dem seelischen Hintergrund für gutes Sehvermögen zu


und beginnen Sie, ihn sichtbar zu genießen!

Opfer oder Ursache und Wirkung


Sie haben sicherlich schon einige Male gehört, dass Sie
sind, was Sie denken. Diese Aussage wird so oft wiederholt, damit Sie
sich Ihnen einprägt und zu einer Affirmation werden kann. Fühlen Sie in
sich hinein, inwieweit es für Sie glaubhaft ist, oder opponiert Ihre Ratio
immer noch dagegen?

Es ist von großer Bedeutung, dass Sie wissen, dass es stimmt und dass
Sie noch heute damit aufhören können, sich als Opfer widriger
„Umstände“ zu fühlen. Erweitern wir diese Aussage ein wenig, geben Sie
ihr etwas mehr Raum indem Sie zu verstehen suchen, dass Sie sind,
was Sie denken und was Sie glauben. Ihr Unterbewusstsein ist der
Garten, Ihre Gedanken sind der Samen und Ihr Glaube wässert ihn. Was
dabei herauskommt ist Ihr Leben!

Wenn Sie es annehmen können, dass das Leben Ihnen


auf Ihre Gedanken antwortet, dann sind Sie damit konsequenterweise
Ihr eigenes Schicksal. Sie haben gedacht, und „Ihr“ Leben ist die
Antwort.

Es mag sein, dass Sie der Ansicht sind, dass Ihnen oft schon übel
mitgespielt worden sei, dass Sie nicht immer gerecht behandelt worden
sind, aber Sie entscheiden letztlich, was Sie aus den „Gegebenheiten“
machen, und in welcher Form Sie reagieren. Sie wissen, dass Ihnen in
der Münze heimgezahlt wird, die Sie ausgegeben haben. Das Prinzip
von Ursache und Wirkung haben Sie verstanden, hinterfragen Sie
deshalb immer, wenn etwas nicht in Ihrem Sinne läuft: musste das
passieren, was habe ich nicht hören wollen, dass ich jetzt fühlen muss.
Ihr Schicksal ist die Antwort des Lebens auf Ihre Gedanken. Wenn Sie
z.B. der Meinung sind, in Ihrer beruflichen Laufbahn nicht genügend
gefördert worden zu sein, dann kann das nur seinen Ursprung bei Ihnen
selber haben. Natürlich werden Sie gefördert, wenn Sie ein Förderer sind
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und ganz sicher werden Sie übersehen, wenn Sie das Gute beim
Anderen nicht sehen. Wer will schon übersehen werden?

Unbewältigte Gefühle, wie Groll, oder Frust, alle lebensverneinenden


Gedanken sind Kräfte, die Ihnen selber am meisten schaden. Alle
unfreundlichen Gedanken reduzieren Ihren Erfolg, ganz einfach, weil
Ihre berufliche Laufbahn von der „reibungslosen“ Zusammenarbeit all
derer abhängt, die mit Ihnen zu tun haben.

Und weil jedwede Form von Negativität Ihre Kraft reduziert, Ihre
Begeisterung lähmt und damit verhindert, dass Sie weiter kommen,
sollten Sie innere Konflikte entschärfen, sonst werden sie als Misserfolge
in naher Zukunft in vielerlei Weise offensichtlich werden.
Widersprüche in Ihrem Gemüt, sind zerstörerisch, sie zerrütten Ihren
Geist und reduzieren nachhaltig Ihre Lebenskraft. Solange Sie Ihre
Gedanken, Ihr Sagen und Ihr Tun linear halten, solange sind Sie
kraftvoll, sobald Sie Ihre Energie aber Splitten, beschneiden Sie das
Vergnügen, an der Freude des Lebens teil zu haben.

Karma und Schicksal

Es gibt kein Karma und kein Schicksal! Der Begriff Karma ist
gleichzusetzen mit dem Gesetz von „Ursache und Wirkung“. Ein
spiritueller Mensch spricht von Karma nur im Zusammenhang von
Ursachen, die wir in diesem Leben gesetzt haben und deren Wirkung wir
jetzt erfahren.

In einigen Religionen wird behauptet, dass der Mensch ein Karma aus
vorherigen Leben mit in diese Welt bringt. Wäre also unser Leben
vorbestimmt, dann hätten wir nicht an der wahren Größe der Schöpfung
teil, dann wären wir eher Marionetten, als dass wir unseren Weg selber
bestimmen könnten. Wenn es aber heißt, dass es kein Karma gibt, dann
ist damit gemeint, dass nichts aus einem Vorleben „übrig geblieben“ ist,
was heute ab zu tragen wäre.
Dr. Joseph Murphy sagte dazu:

„Was der Mensch in seinem Herzen denkt, das ist er. Der Glaube, die
Gedanken und Meinungen, die im Unterbewusstsein sind, kommen als
Form, Funktion und Ereignis wieder hervor. Das Gesetz des Lebens ist

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das Gesetz des Glaubens. Wir sind „weitestgehend“ frei, unseren Weg
selber zu bestimmen.“

Alles ist allzeit im Fluss, und das Höchste, was der Schöpfer uns
Menschen zum Geschenk gemacht hat, ist die Freiheit zu sein, was und
wie immer wir sein möchten.

Es gibt keine Vorbestimmung. Was wir Schicksal nennen, das ist keine
von außen auf Sie einwirkende Kraft, und Sie sind auch nicht das Opfer
äußerer Umstände.

Die „Macht“ Ihres Schicksals ist die Macht, die Sie in Ihren Händen
halten und derer Sie sich im laufe Ihres Lebens mehr und mehr bewusst
werden sollten.
Es sind Ihre eigenen Gedanken, und die darauf folgenden Worte und
Taten, die von Ihnen selbst ausgehend, als Schicksal wieder zu Ihnen
zurückkehren. Sie sind Ursache und Wirkung, Anfang und Ende, Alpha
und Omega, und Sie bestimmen selbst, was werden wird.

Machen Sie von diesem Wissen Gebrauch, werden Sie bewusst, damit
sich Ihr Leben erfüllen kann. Gestatten Sie sich, glücklich zu sein,
solange Sie in dieser schönsten aller Welten sind.

Über das Be- und Verurteilen und Zusammenhängen


von Denken und Glauben.

Vermeiden Sie, andere zu beurteilen, weil urteilen immer auch


verurteilen heißt. Wo ein Richter ist, da ist Leiden!
Anstatt Ihre Mitmenschen zu tadeln, könnten Sie auch Verständnis für
ihre Not haben und ihnen helfen, zur Freude des Lebens zurückzufinden.

Wenn Sie glauben, jemand ist unfähig, dann glauben Sie dieses in Ihrem
tiefsten Inneren auch über sich, aber Sie „sehen“ es beim Anderen. Weil
die Welt für uns ein Spiegel ist, erkennen wir den Balken im eigenen
Auge als Fehler in der äußeren Welt. Ob Sie also etwas Schlechtes von
sich oder von jemand anderen denken, es reduziert in erster Linie Ihr
Selbstwertgefühl. Indem Sie ein Urteil über einen Anderen sprechen,
haben Sie sich also selber beurteilt. Vom Unterbewusstsein wird, was
Sie - von anderen - denken, der Liste Ihrer Eigenschaften hinzugefügt.
Und so kommt es, wie es kommen muss: bei Ihnen entsteht der

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Schaden, den Sie verbal beim anderen anrichten wollten. Bereits wenn
Sie nur daran denken einen anderen zu schädigen, dann haben Sie sich
schon selbst verletzt. Sie sind, was Sie denken. Übeltaten rächen sich
zuerst am Übeltäter. Denken Sie daran:

„Auf Sie Zukommendes, ist von Ihnen Ausgegangenes, zu Ihnen


Zurückkehrendes.“

Der bewusste Mensch ist sich der Zusammenhänge des Denkens und
Glaubens bewusst. Es ist deshalb zu empfehlen, die Gesetze des
Geistes gewissenhaft zu studieren. Denken Sie regelmäßig über die
Einheit von Ursache und Wirkung nach. Je mehr Sie nach der Lektüre
spiritueller Bücher über diese einfache Gesetzmäßigkeit wissen, um so
mehr erkennen Sie als verzeihlich an, denn vieles verstehen heißt,
zugleich auch vieles verzeihen. Es gibt keine Fehler, sondern nur
Lernschritte, und diese sind ganz offenkundig vom Leben erwünscht!

Wir alle sind Schüler an der Universität des Lebens. Und immer wenn wir
etwas noch nicht ganz richtig machen, finden wir unsere persönlichen
Wegweiser zu unserem Ziel. Wir alle sind “unterwegs“, und können
täglich aufs Neue erkennen was zukünftig zu meiden ist und wir besser
machen können. Etwas noch nicht richtig gemacht zu haben, ist eine
Aufforderung, einen Schritt weiter zu gehen, ist eine Aufforderung zu
wachsen und damit auf den langen Weg durch die Inkarnationen zügig
voran zu schreiten.

Denken Sie deshalb was Recht, was Gut und was Sinnvoll, also
Gottgleich, ist. Denken Sie von Ihren Mitmenschen das Beste und Sie
werden erleben, dass deren Bestes Ihnen antwortet, und somit Ihr
Bestes vermehrt. Wer andere fördert, der fördert sich selbst; was Sie für
den Anderen getan haben, das haben Sie für sich getan.

Selber zu denken ist Ihre Pflicht!

Es ist nun mal der Lauf der Dinge“, heißt es oft, und “es kann nur besser
werden“, wenn wieder einmal etwas Ungutes geschehen ist. Warum
auch nahe liegende Zusammenhänge sehen, beinhaltet doch das
Altbekannte genügend Hinweise dass es opportun ist, die Hände in den
Schoß zu legen und auf bessere Zeiten zu hoffen. Zu erkennen, was ich
selbst mit (m)einem Unglück zu tun habe, ist vielen so zuwider, dass sie
das Gesetz von Ursache und Wirkung lieber nicht bemühen und die

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allfällige Erkenntnis kann nicht zu einem Lernschritt beitragen. Blinder
Optimismus scheint bei all zu vielen das Mittel der Wahl zu sein und er
löst besonders bei rosarot- bebrillten Esoterikern ein unaufhörliches
Zurechtbiegen ihres Weltbildes aus. In der naiven Hoffnung auf ein
besseres Leben ist das nur bequem, und entbindet scheinbar auch von
jeglicher Verantwortung.

Man muss nur schön positiv denken, meinen sie und hoffen auf ein
friedliches Leben und legen die Hände in den Schoß. Aber die Hände in
den Schoß legen heißt nicht untätig zu sein!

„Möchtegernerleuchtete“ weisen mit geliehenen Sprüchen auf die eigene


höchste Erkenntnis hin und sie spielen das beliebte Spiel all derer, die
ständig ihren “Stern“ auf Hochglanz polieren, damit ihn jeder wahrlich
auch sehen kann. Viele glauben, in Gott einzugehen, bedeutet zur
höchsten Stufe der Entwicklung aufgestiegen zu sein. Und dazu muss
dann wohl auch von IHM, später einmal, das Himmelstor weit geöffnet
werden.

Nur indem Sie lernen in Zusammenhängen (vernetzt) zu denken, also


die Ursache eines Geschehens erkennen), führt es Sie zu neuen Ufern
der Erkenntnis. Dagegen “Gutes“ in die Zukunft zu projizieren, zu hoffen,
dass ER es schon richten wird, beruht allzu oft auf naiven Vorstellungen
und bringt Sie nie wirklich mit dem Plan der “Schöpfung“ ins Reine.
Selber zu denken ist Ihre Pflicht und das allein lässt Ihre Schöpferkraft
aktiv und zielgerichtet Ihre Zukunft bauen.

Ihre Weiterentwicklung auf dem Wege zu einer wünschenswerten


Lebensqualität geschieht nur, indem Sie sich selber mühen, anders
werden Sie niemals den Frieden finden, von dem in spirituellen Büchern
so oft die Rede ist. Nicht nebulöses Hoffen auf bessere Zeiten führt zum
Ziel, sondern das aktive kreieren wünschenswerter Vorstellungen, Worte
und die dazu gehörenden Taten.
Alles ist perfekt und von IHM selber auf den Bildschirm des Raumes
berufen und nur Ihre eventuelle ängstliche Sicht der „Dinge“ lässt Sie
meinen, dass - wenn schon nicht jetzt, dann aber in der Zukunft - Ihr
Heil-sein liegt.

Auf bessere Zeiten zu hoffen aber führt allzu oft ins Leere - etwas dafür
zu tun, aber ist ein Weg ins Paradies. Alles hat seinen guten Grund. ER
gab Ihnen von seiner Schöpferkraft, damit Sie seiner Welt, ihr
persönliches Gepräge geben.
Wie wäre es, heute noch damit an zu fangen?

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Ich schreibe diese kritisch anmutenden Zeilen, damit Sie über die
eigenen „Pleiten, Pech und Pannen“ nachdenken und Sie sich nicht
unnötig aufregen wenn wieder einmal bei Ihnen so einiges drunter und
drüber geht. Denken Sie nach, - was habe ich damit zu tun? Inwieweit
bin ich Täter und nicht Opfer?

Warte Sie nicht länger auf Ihr „Heil“, tun Sie etwas dafür, damit es Ihnen
gut geht, denn heute ist der erste Tag vom Rest Ihres Lebens!

Keine Macht den Drogen!

Ein ganz persönlicher Beweis für eindeutig paranormale Phänomene


wurde für mich ein Schulbub, dessen Eltern ihn mir wegen einer
psychischen Schwäche in die Praxis brachten. Wir machten mit ihm
während der Therapie (Trance) eine hochinteressante Erfahrung:
Manchmal konnte er uns genau sagen, wo sich ein Mitarbeiter von uns
außerhalb der Praxis befand oder was seine Mutter zu Hause gerade tat.

Des öffteren überzeugten wir uns durch Telefonanrufe von der


Richtigkeit seiner Visionen. Einmal beschrieb er sogar mein eigenes
Wohnzimmer außerhalb Münchens, dass er nie kennen gelernt hatte, bis
in Einzelheiten.

Im Trancezustand durchstieß er die Barrieren des rationalen


Bewusstseins und tauchte in die unbewussten Tiefen seines höheren,
hellsichtigen Selbst ein. Wenn ich von der Erschließung noch
unbewusster Regionen im Menschen spreche, dann meine ich vorrangig
die innere Stimme, die wir bei unseren meist rationalen Betrachtungen
weitgehend unbeachtet lassen.

Es sind Schildbürgerstreiche unseres Verstandes, der geistige


Regungen, Intuitives Ahnen oder plötzliche Erkenntnisse aus unserem
seelischen Urgrund als Unsinn und als Aberglaube abzutun versucht und
alles Übersinnliche als Hokuspokus erklären will. Was mit unseren fünf
Sinnen nicht erfassbar ist, wird meist negiert und oft auch noch
bekämpft.

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Viele der neuen religiösen Gemeinschaften, Meditation und Yogagruppen erleben
das heute ständig. Ohne Beachtung ihres möglichen geistigen wertvollen Gehaltes
werden sie allzu oft von den etablierten Religionen bekämpft. Nur weil sie sich aus
deren Vorstellungswelt heraus bewegen. Auf der anderen Seite zeigen die
Wissenschaftler mit unübersehbaren Beweisen die Gefahren auf, die Phantasten
mit gefährlichen Drogenexperimenten zur Bewusstseinserweiterung
heraufbeschworen haben, oder die andere durch magische Praktiken
verursachten.
Eine Frau ist mir in guter Erinnerung, die ich während meiner Anstaltspraxis in der
größten psychiatrischen Klinik Europas traf. Sie hatte versucht, durch Einatmen
von Kräuterdämpfen, wie sie als Hexenbrauch beschrieben werden, besondere
Ebenen des Bewusstseins zu erlangen. Ihr Geist fand aus den Trancezuständen,
in die sie die Pflanzenextrakte geführt hatten, nicht mehr zurück.

Sie litt noch lange unter Verfolgungswahn und nur sehr langsam konnte
ich ihrem verwirrten Geist helfen und sie zurück in diese Welt begleiten.
Ich möchte davor warnen, Bewusstseinserweiterung mit Drogen wie
Heroin oder eindeutig anderen schädigenden Chemikalien anzustreben.
Sie führen oft noch schneller vom echten Menschsein fort, als es böse
Gedanken vermögen.

Wenn die Basis unserer Gesundheit, unser Harmonie von Körper, Seele
und Geist erst gründlich ruiniert wurde, muss auch die Hilfe zumindest
orthodoxer Therapiemethoden lange Stückwerk bleiben. Die Liebe ist
eine der Grundvoraussetzungen unserer Lebensbedürfnisse. Sie sollte
vor allem zu uns selbst vorhanden sein, wenn wir unser Schicksal
meistern wollen.

Bewusstsein ist in Allem und es ist in jedem Grad überall weiter in


Entwicklung begriffen. Wir können es mehren, ohne uns deshalb in
Gefahr zu begeben. Wir können daraus eine erste wichtige Erkenntnis
entnehmen: gesteuert von unseren Instinkten, Gefühlen, Worten und
Handlungen, erschaffen unsere Gedanken unsere ”Welt”.

„Sie erleben, was Sie denken!“ Diese fundamentale Aussage stellt Dr.
Joseph Murphy an den Beginn seiner Lehre vom” Positiven Denken”.
Wie kommt es, dass so viele neue Denkanstöße auf dem weit
gefächerten Feld moderner Psychologie hauptsächlich aus den
Vereinigten Staaten von Amerika kommen?

Die amerikanischen Psychologen haben den europäischen Methodikern


und Empirikern seit jeher die pragmatischere Note voraus. Sie fragen
nicht lange, was passiert da eigentlich? Sie kümmern sich dagegen um
die Beantwortung der Frage, wie helfe ich am besten und gleich?
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Während wir im Abendland die Lösung des Mysteriums Seele in
analytischer Grundlagenforschung suchen, in hochkomplizierten
Denkmodellen und spitzfindigen Erklärungsversuchen, steht bei den
Kollegen in den USA das Wiedereingliedern des Patienten in den
Aufgabenkreis der Gesellschaft im Vordergrund. Es ist nicht erstaunlich,
dass die modernsten psychotherapeutischen Praktiken, wie
Psychosynthese, Gestalttherapie, Leibtherapie und Bioenergetik wie
auch im Besonderen die Transpersonale Psychotherapie aus
amerikanischen Forschungszentren zu uns gekommen sind.

Wie in der indischen Ganzheitsphilosophie, der Einheit von Körper,


Seele und Geist, schimmert darin die Erkenntnis auf, hier und jetzt
wieder den harmonischen Gleichklang zwischen geistigen Ebenen und
körperlichen Lebenskräften zu erreichen, und den Menschen in seine
naturgewollte Vollkommenheit zurück zu führen.

Über das Himmelreich in jedem von uns

In den Weisheitsbüchern vieler Religionen heißt es zu diesem Thema:


„Wisset, das Himmelreich ist in euch“.

Das heißt, dass alles, was Sie zu Ihrem Glück benötigen, bereits da ist,
in Ihnen ist. Es wartet darauf, von ihnen erkannt und mit Leben erfüllt zu
werden.

Immer ist es das Maß Ihrer Selbsterkenntnis, welches Sie zu Ihren


Zielen führt. Darum beginnen Sie noch heute damit, Ihre Größe, Ihre
phantastischen Möglichkeiten zu erkennen und mit Leben zu erfüllen.
Fürchten Sie nicht Ihr Licht, und stellen Sie es keinesfalls unter den
Scheffel, sondern lassen Sie es leuchten, damit es ein Licht ist, von dem
auch andere etwas haben.
Streben Sie auf Ihrem Weg durch ein langes segensreiches Leben nach
RECHTER ERKENNTNIS, praktizieren Sie als Folge davon RECHTES
DENKEN, lassen Sie RECHTE TATEN folgen und von ganz alleine
geschieht es, dass eine RECHTE LEBENSWEISE die Folge ist.

Es gilt zu erkennen, dass zu allen Zeiten, in allen Kulturen, in allen


Glaubensrichtungen, bis in das letzte Detail die gleichen Wunder
geschehen. Und das, weil es immer der Glaube ist, der uns unsere Ziele
erreichen lässt.

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Die Sprache drückt es aus, indem sie von Gläubigen und von
Ungläubigen spricht, und nicht nur in der christlichen Bibel wird
beschworen, dass jedem nach seinem Glauben geschehe. Bis ins
Kleinste lässt sich mittels der Wissenschaft von der Psychosomatik
(seelisch-körperlichen Zusammenhängen) nachvollziehen, dass ein
Mensch ist, was er isst, denkt und was er glaubt.

Sobald Sie sich daran machen, gezielt die wunderbare „Macht“ in Ihnen
einzusetzen, muss es, auf Grund elementarer Gesetzmäßigkeiten, ganz
einfach zur Verwirklichung Ihrer Wünsche kommen.

Mit Grüßen die von Herzen kommen


Erhard Freitag und sein Team

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Verehrter Leser, (nur ein Werbeblock)

ich habe mir, als Schüler des legendären Dr. Josef Murphy, das
Recht zugestanden, eine eigene Meinung zu haben und mich nicht
„den Vorurteilen meiner Vorredner anzuschließen“. Er lehrte mich,
nicht „nach- zu- denken,“ sondern mich zu bemühen, zu einem
„Vordenker“ zu werden, Also, meine Aufmerksamkeit auf
Gegenwärtiges und auf Zukünftiges zu richten und nicht so sehr
mein Wissen aus Vergangenem abzuleiten.

Vielleicht war ja das der Grund, das meine 11 Bücher in 16 Sprachen


weit über 10.000.000. Leser gefunden haben. Ich bin Anhänger der
transpersonalen Psychotherapie. Meinen beruflichen Zenit hatte ich
in München, als ich einen Mitarbeiterstab von dreißig Therapeuten
und fünf Sekretärinnen hatte.

So, dieses war der obligatorische Werbeblock, Sorry.

http://www.efreitag.com/

„Alles Leben ist Leiden“


Buddha

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Das Thema:

„Depression, eine sehr vertraute Form des


Leidens“

Voraussetzung zum besseren Verständnis dieses Aufsatzes ist, dem


eigenem Weltbild hinzuzufügen, das wir geistige Wesen sind und wir, um
(handwerklich) aktiv werden zu können, über einen Körper verfügen!
Nicht die Materie dominiert, sondern der Geist (Energie) der dem
Urgrund der Materie innewohnt.

Ich beschreibe in dieser Abhandlung gesicherte und


wissenschaftlich akzeptierte Erkenntnisse und unwissenschaftliche
Kommentare, die aber dennoch, oder deshalb, zu einer erfolgreichen
Therapie führen. Was ich über Depressionen zu sagen habe, wird
einem orthodoxen Mediziner in manchen Bereichen als
unwissenschaftlich/spekulativ erscheinen, aber bei einem
vernetzt/holistisch denkenden Therapeuten zumindest ein gewisses
Maß an Zustimmung finden.

Aus holistischer Sicht kann man Depressionen als eine Vorstufe zu


körperlichen abnormen Ereignissen betrachten und es ist ein Spagat
eines „Schreiberlings“ nötig, möglichst Beidem gerecht zu werden.
Der Eine weiß und möchte nicht Altbekanntes zu oft hören, der
Andere ärgert sich und möchte nicht seinem Wissen
Widersprechendes hören, wird er doch wegen seiner beruflichen
Tätigkeit geehrt, aber auch wegen seiner manchmal zu rationalen
Professionalität gerügt. Jetzt erwartet/erhofft er eine Bestätigung
seiner Weltsicht, die ich aber nur bedingt beglaubigen kann.

Wissenschaftlich geschulte Geister sollten nicht vergessen, dass


Vieles noch nicht rational nachvollzogen werden kann, dass sich
ihm aber sehr wohl, mit Empathie/Intuition und hoher Sensibilität ein
Zugang,

„zu jenem besonnten Raum, indem alles auf ewig bekannt ist“

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eröffnen kann.

Rückbesinnen Sie sich auf die Begriffe:

Akasha-Chronik, Upanischaden,

kollektiv Unbewusstes, C.G. Jung.

morphogenetisches Feld, Dr. Rupert Sheldrake)

Alle drei Allegorien versinnbildlichen eine zeitlose, immaterielle Ebene


aus der wir alle, und ins Besondere mit einer größeren
Zugangsrate beschenkten medial veranlagten Personen, ein
zusätzliches Wissenspotenzial beziehen können. Eine Ebene also, in
welcher alles bereits Gedachte, und um es rational zu erschweren,
genauso auch Zukünftiges, noch zu Denkendes, jetzt schon, und auch
noch für alle Zeit, also auf ewig bekannt ist. Das ahnen, wer gerade
anruft oder was Morgen an völlig Unvorhersehbares geschehen wird,
erreicht uns über unsere Verbindung zum kollektiven Unbewussten.
Ja, sogar Wissen, das dem Intellekt erst in Zukunft zugänglich sein
wird, kann jetzt und hier erfahren werden. Der theoretische Teil
dieser Arbeit gewährt Einblick, in viele, sonst unverständliche, aber
dennoch natürliche Vorgänge.

Hier geht es um Zusammenhänge/Wissen/Erkenntnisse (vernetztes


Denken), von denen man im Grund genommen nichts wissen kann,
dass aber dennoch allen „Interessierten“, aber im Besonderen allen
Weisen, zur Verfügung steht.

Unter Weise bezeichne ich all jene, welche sich durch


Verinnerlichung (Meditation) oder genauer noch, durch Sehnsucht
nach Weisheit, einen Zugang erschlossen haben.

„Was Sie von Herzen ersehnen, auf das wirken Sie unwiderstehlich“

„Das Maß Ihrer Sehnsucht, ist das Maß mit dem Ihnen gegeben wird“.

Bei genügend großer Interessiertheit/Sehnsucht erhalten Sie eine


VIP Eintrittskarte,

„zum kollektiven Bewusstsein“.

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Ein Zugang (Connection) für Sie wird keiner analogen Verbindung
für Fußgänger entsprechen, sondern Sie haben eine „Breitband
Flatrate“ und haben damit, über die Ratio hinaus, eine
übergeordnete Erkenntnisfähigkeit.

In welcher Reihe, Nobelpreis oder „unter ferner liefen“, Parterre oder


Loge, Sie sich in der Welt niederlassen, hängt von der
Größenordnung ab, welche Ihrer Sehnsucht im Bereich der
Medizin/Psychotherapie durch Sie nach Erfüllung strebt. Ist es wirklich
Ihre Berufung, dann wird dem Erfolg nichts im Wege stehen, stand
aber ein kaufmännisches Kalkül bei der Entscheidung Pate, dann
kann es leicht sein, dass in Parterre ein Platz reserviert ist. In dem
Fall ist es aber genau so möglich, dass Sie sich mit Fleiß hocharbeiten
und an der Spitze Ihrer Zunft Ihr Leben genießen. Fleiß kann sehr
wohl Mangel an innerer Beteiligung ausgleichen. Die Noten Ihrer
Zulassung lassen erkennen, inwieweit Sie am Thema interessiert
waren und spiegeln nicht unbedingt ein besonderes Maß an
Intelligenz wieder. Sich etwas merken können oder nicht, hängt
von der Freude ab, mit der der Lehrstoff besetzt ist, also emotional
inkorporiert worden ist.

Der Mediziner hat als Idealist den steinigen Weg des


anspruchsvollen Studiums beschritten, ist aber, wie wir alle, in
Sachen Weiterbildung oftmals zeitlich überfordert und er erscheint
auf Grund dessen bei der Diagnostik diverser Krankheiten,
hohen/berufsspezifischen Ansprüchen, nur mühsam gerecht zu
werden. (Fehldiagnostik) Er sollte zu seinem beruflichen Ambitionen,
zugleich die Mentalität eines Künstler haben, der mit Verinnerlichung
und Verbundenheit in seinem Tun über das Wissen im
morphogenetischen Feld mehr zum gelingen seiner Exponate
beitragen kann, als mit Akribie und mit Fleiß allein.

Sinnbildlich Online zu sein, stellt mehr Wissen und auch mehr Können
zur Verfügung, als es durch intensives Lernen eines Lehrstoff
möglich ist. Sehnen Sie sich nach „Einblicke/Einsichten“ in
beruflichen Bereichen und Ihr Name als Kapazität Ihres Faches,
wird Ihnen im Bewusstsein der Fachwelt einen vorzüglichen Platz
sichern.

Der bessere Arzt/Therapeut ist nicht der, welcher mehr „Uniwissen“


und auch noch „schreibgeschützt“, also unveränderbar,
abgespeichert hat, sondern der, der sich im Fluss befindet und in der
Kunst des intuitiven Wissen/Erkennens/Erfassens viel Übung hat.

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Den Patienten intuitiv als Ganzes zu erfassen hilft schneller,
präzisere Diagnosen zu stellen, als Schulwissen zu rekapitulieren
und damit außerdem eventuell noch ein Opfer veralteter Lehrmeinungen
zu sein.

Intuition ist erlernbar.

Wir alle sollten nicht zu oft den PC (Ratio) an unserem oberen


Ende befragen, sondern Online gehen und durch eine Connection und
Flatrate 24 Stunden an den uns interessierenden Inhalten im kollektiven
Bewusstsein teilhaben. Das mag zunächst sehr befremdlich klingen,
aber der Mediziner/Therapeut, welcher aus dem Gro der Allgemeinheit
hervorragen möchte und wer will das nicht, sollte tunlichst darum bemüht
sein, „Online“, zu sein und mit dem komplexen Wissen des Kollektiv
(inniglich/dankbar) verbunden sein.

Online (Intuitiv) zu sein, bedeutet an all dem Wissen teilzuhaben, das


zum Thema Depression bereits existiert, und nicht Opfer des
anerzogenen, mit Sicherheit veralteten Wissens zu sein.

Nicht Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die weltweit am häufigsten


verbreitete Todesursache, sondern eine ständige psychovegetative
Überforderungsreaktion, besser als Depression bekannt, reduziert
die Lebensqualität von Menschen in hoher Millionen - Zahl.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie eine Vielzahl anderer Krankheiten,


aber beziehen ihren Ursprung zum großen Teil aus derselben Quelle,
aus einer permanenten Stresssituation und aus der daraus entstehenden
Angst.

Stress macht Angst und Angst macht Stress.

Die fortschreitende technische Entwicklung überlastet die Fähigkeit


Vieler, mitzuhalten, in einem derart hohen Maß, das die notwendige
Anpassung nur schwerfällt, oder gar nicht mehr möglich ist. Resignation
ist die Folge und das ist ein etwas weniger bekannter Begriff für
Depression.

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Ärgerlichkeiten, auf die wir der guten Erziehung wegen wenig oder
gar nicht reagieren, akkumulieren sich im Unterbewusstsein und
ziehen über das Gesetz der Resonanz damit mehr Ihresgleichen an.

„Wo viel ist, da kommt viel hinzu.“


„Was wir in guter aber naiver Absicht verdrängen, gewinnt aus dem
Exziel Herrschaft über uns.“

Unangenehmes wird verdrängt und versucht in Isolation zu halten.


Aus einer kleinen Verstimmung wird durch Addition Frust und
daraus über mehrere weitere Stufen Aggression und wenn wir sie
nicht veräußern/abreagieren, wechseln sie ihren Namen und richten sich
gegen uns selber. Aus Aggressionen sind Depressionen geworden.
Deutschland war jahrelang Weltmeister im Konsum von
Beruhigungsmitteln und dahinter stehen typisch germanische
Aggressionspotenziale Pate, die, weil sie zurzeit nicht geäußert
werden können, deshalb nicht weg sind.

Ein dritter Weltkrieg wäre machbar, aber man lässt sie nicht. Gott sei
es gedankt. Zynismus und Sarkasmus ist das Ergebnis von wohl
verborgenem Ärger und mischt sich in unkontrollierten Momenten, als
Haare auf den Zähnen, in unser Leben ein. Hier liegt durch
Verdrängen scheinbar eine Fremdbestimmung zugrunde, aus
unbewussten Tiefen lässt sie uns, oft klug verborgen, zumindest
zynisch und witzig erscheinen.

Gefühle, und ich gehe soweit zu sagen, dass genauso auch nicht
erwiderte positive Gefühle, über einzelnen Stufen, zu einer
depressiven Reaktion führen. Bei einem wenig kontrollierten
Persönlichkeitsprofil (mehr Emotion als Verstand) kann aus Liebe
schnell Hass werden.

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Depressionen sollten schneller als verschleierte
Aggressionen erkannt werden!

Depressionen treten dort verstärkt auf, wo bereits Heranwachsenden


aberzogen wird, ihre Gefühle zu leben. Ich erlebe es häufig,
welchen Repressalien ein Kind/Jungendlicher über sich ergehen
lassen muss, um Zuhause anerkannt zu werden und er seinen
persönlichen Interessen nachgehen kann. Besonders bei einem
Heranwachsenden führt es schnell zu nachhaltigen charakterlichen
Beeinflussungen, wenn ihm zu viel abverlangt wird.

Wer zu oft ja sagen muss, auch wenn er nein meint, und wenn noch
eine autoritäre Erziehung hinzukommt, und dann Vieles nicht mehr
durch klärende Gespräche entlastet werden kann, dann lässt das den
Jugendlichen zu Gegenmaßnahmen greifen und ihn mit Drogen,
Alkohol-Exzessen, innerem und äußerem Widerstand reagieren.

Disziplinarmaßnahmen aber werden weiteres Material zur


depressiven Verstimmung beitragen. Ich hoffe, dass Sie bereit sind
mir bei meiner Argumentation zu folgen und nachvollziehen, dass
jede Form von Unterdrückung Widerstand erzeugt und damit dann
so gut wie immer, offensichtlich, oder unterschwellig, Kampf zur Folge
hat.

Wer sich aber nicht durchsetzen kann, wird sich in sich zurückziehen
und aus dem Verdrängten wird weitere Resignation werden.

Autorität übt Druck aus, hat aber einen effektiven


Gegenspieler.

Bei schulischen Sorgen ist ein scheinbares Versagen oft nur eine
Retourkutsche. Ein Kind, das sich unterdrückt fühlt, kann sich nicht auf
der gleichen Ebene wehren, aber es kann die Eltern bestrafen,
indem es schlechte Noten nach Hause bringt! Ein kindliches Gemüt
kann nicht die Konsequenz überschauen und schießt sich, unbewusst,
ein Eigentor.

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Widerstand ich zwecklos!

Verdrängen heißt natürlich nicht, dass das Verdrängte deswegen aus


dem Persönlichkeitsprofil verschwunden ist. Die Wut, welche, wenn
genügend Zeit vorhanden ist, oftmals in mörderischer Wut endet,
richtet sich gegen uns selber und wir werden versteckt oder
offensichtlich zu unleidlichen Wesen. Auch Unleidlichkeit ist ein
pseudonymer Akt von Aggression. Destruktive, charakterliche
Eigenschaften bei einem Erwachsenen
entstehen aus vielerlei kleinen unangenehmen Vorkommnissen und
beginnen bereits in früher Jugend Mitsprache zu fordern.

„Ein Wolkenkratzer hat auch einmal als Keller


angefangen“.

Auch Mordswut akkumuliert sich aus vielen kleinen Ärgernissen und ist
oft, weil sie nicht abreagiert wird, über Depressionen ein guter
Grund für Suizid.

Stellen Sie sich eine von einem Bio-Bauern produzierte,


Goldmedallien prämierte Milch vor, welche anstatt genossen zu
werden, auf dem Küchentisch eine Woche stehen bleibt. Wie kann es
anders sein, die Milch wird sauer und kann nur noch in einer
niedrigen Stufe durch Weiterverarbeitung von Nutzen sein. Nicht
anders geht es uns, wenn wir ja sagen, obwohl ein nein richtiger wäre.

„ Was lange gärt wird endlich Wut“.

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Aggressionen wirken im körperlichen wie giftige Schadstoffe, und führen
zu einer Innenweltverschmutzung. Gedanken, Gefühle wie auch Worte
haben die Macht uns zu verletzen. Gedanken mit negativen
Gefühlen besetzt, sind höchst aggressive psychische Elemente und
können schädigen oder gar töten. Verborgene Destruktivität sind wie
Rost am Auto, der im Laufe der Zeit immensen Schaden anrichtet.
Alles ist Wandel und so wandelt sich unser Gutes bei uns Menschen
schnell zu Frust, weil oft auch Gutes keine Anerkennung gefunden hat.

Nicht gelebte Gefühle, gleich welcher Art, entwickeln sich infolge


dieser Innenweltverschmutzung, so gut wie immer zu negativen
Gefühlen die jetzt in Unkenntnis der wirklichen Zusammenhänge
Depressionen heißen. Es sollte also, wenn über Depression
gesprochen wird, besser

„falsch interpretierte Aggressionen“.,

heißen.

Dieser Mechanismus macht auch klar, warum gerade Frauen so


häufig unter Depressionen leiden. Speziell dem kleinen Mädchen
wird ja immer noch beigebracht, brav und fügsam zu sein. Später
dann wird sie rebellisch, sich wehren und wahrscheinlich als
aggressive Frau als unweiblich empfunden werden, wird ihr tunlichst
aus dem Wege gegangen. Unweiblich genannt zu werden, fürchten
Frauen mehr als alles andere auf der Welt. Also erscheint es ihr
klüger, solange es geht, den Mund zu halten, die Wut zu
unterdrücken und sie früher oder später dann die Rechnung in Form
von vielerlei Krankheiten gegen sich selber gerichtet zu sehen.

Das Unterbewusstsein ist die Exekutive.

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Ich versuche in meinen diversen Büchern zu vermitteln, welche
Funktion das Unterbewusstsein hat. Ich meine die unbewussten
Vorgänge in Ihrem geistigen Haus. Der Begriff Unterbewusstsein, den
ich gerne auch als “Schöpfergeist”, oder als “Werkstatt des Geistes“
oder Exekutive übersetze, stellt lediglich ein Versuch dar, eine
rational nur schwer erfassbare Ebene begreifbar/verständlich werden
zu lassen.

Der schöpferische Geist ist einerseits jene Instanz, die unser


aufgenommenes Wissen und unsere Erfahrungen speichert und auf
Abruf wieder zur Verfügung stellt. (erinnert), Er ist aber auch über den
rationalen Verstand hinaus für all die Phänomene verantwortlich, die
mit Hellsehen, Gedankenübertragung, Telekinese, intuitiven Wissen etc.
zu tun haben. Er informiert sie über das Geschehen um Sie herum durch
Ihre fünf Sinne und hat darüber hinaus die Fähigkeit Sie über einen
sechsten Sinn wissen zu lassen, was einmal sein wird.
(Außersinnliche Wahrnehmungen) Er kann durch Telepathie mit
anderen Menschen Kontakt herstellen und Materie bewegen, ohne
das Jemand sie berührt. Er ist für Spontanheilungen verantwortlich
und wird Ihnen Ihren gebührenden Platz auf der Bühne der Welt
anbieten, sofern Sie sich genügend danach sehnen!

Wir können mit ihm in eine andere Dimension der Existenz sehen
und wissen, was jenseits der Ratio existent ist.

Therapieansätze.

Vergessen Sie Medikamente oder verschreiben Sie sie nur


bei Suizidgefahr!

Depression könnte man als eine angstbedingte Überanpassung


verstehen. Ein depressiver Patient hat, um des Friedens willens, in
Kauf genommen, nicht er selbst zu sein, er bestimmt nicht selber wie

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sein Leben verläuft, sondern er erduldet, dass die Meinung anderer
der seinen überlegen ist. Er wird fremd bestimmt. Er ist in eine
tiefe Resignation verfallen und hat den Kontakt nach Außen auf ein
Minimum reduziert. Ein depressiver Mensch hat eine innere
Kündigung ausgesprochen. Die meisten dieser Personen sind nicht
autonom, sie funktionieren irgendwie und existieren mehr, als das sie
wirklich lebendig wären. Sie wissen nicht, dass sie geboren sind um
frei zu sein. Ein depressiver Mensch weicht Konflikten aus, Streiten
ist etwas, was in seinem Weltbild tunlichst zu vermeiden ist und
Streitereien hat er, solange er es zumindest versucht hat,
außerdem oft genug verloren. So nimmt er, statt einer anstehenden
Auseinandersetzung anzugehen, lieber den schleichenden,
lebensverneinenden, oft tödlichen Prozess des sich in sich
Zurückziehens in Kauf. Der leidende Erdenbürger ist nicht über seine
Rechte als Mensch aufgeklärt und hat noch nicht hochgerechnet,
welcher Preis dafür einst zu zahlen sein wird.

Sich wehren, hat er gelernt, kann oftmals in Überreaktionen münden


und das kann Schaden anrichten. Nur ein im emotionalen Stau
befindlicher Mensch wird, wenn das Fass/Maß voll ist, explodieren.

Wer aber sagt, dass ein Nein immer wütend


hingeschleudert werden muss?

Man kann auch nett und diplomatisch Nein sagen. Die Hauptsache, es
wird deutlich, was er will. Wir können Nein sagen lernen, ich kann es gar
nicht eindringlich genug sagen, wenn Depressionen das Leben
mitbestimmen, dann sollte etwas unternommen werden, sonst
beginnt das Leben nicht mehr lebenswert zu sein.

Ob Depression oder irgendeine andere Problematik, sie alle sind


ein Ausdruck von Disharmonie, gleichgültig ob sie als Erstes im Körper
oder im Gemüt wahrgenommen werden. Schon seit fünftausend
Jahre wissen chinesische Weise, dass der Ursprung körperlicher
Krankheit, fast ohne Ausnahme, aus einem seelisch/emotionalem,
dann körperlichen (Bluthochdruck) Stau besteht. Durch Akupunktur
kann dieser Stau erfolgreich in normale Parameter zurück gewandelt

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werden. Auch hier wird deutlich, dass aus einer Behinderung der
Emotionen, Frustrationen zu Aggressionen werden, der Rest ist
bekannt.

Nicht eine Stoffwechselanomalie ist der Grund einer depressiven


Verstimmung, sondern sie ist das körperliche Zeichen einer Depression.
Diese unausgelebten Potentiale sind es, welche dann ihre
leidvollen/schmerzlichen Auswirkungen sowohl im seelischen dann auch
im körperlichen haben. Über dieses Gleis entstehen, durch
hinzukommende andere Komponenten, mehr oder weniger alle nicht
erwünschten Ereignisse im menschlichen Leben/Körper/Seele/Geist.

Dr. Murphy sagte dazu ,

jede Krankheit ist eine Geisteskrankheit, er meint damit eine


emotionale Überlastung. Wenn das geistige Prinzip/Gleichgewicht
von Harmonie gestört ist, dann bringt es der Körper über
Fehlfunktionen zum Ausdruck. (Dystonie) Die Ursache fast aller
Krankheiten, Probleme etc. ist aus psychosomatischer Sicht
übersteigerte Angst. Aus Gleichklang (Harmonie)
wird ein Dyston. (Unwohlsein, dann Krankheit)

Angst hat tausend Gesichter .

Deshalb kann Krankheit nur vermieden oder überwunden werden


mit einem ernsthaften Streben nach Harmonie, Frieden und Vertrauen in
sich, in Gott und die Welt. Hier liegt offensichtlich das Problem des
traditionellen westlichen Weltbildes.

Abendländische Medizin beschäftigt sich zu sehr mit Symptomen,


anstatt mit der Grundbedingung für Gesundheit. Auf diese Weise
übersieht sie den Ursprung von Krankheiten und lässt dem
Geschehen unbedacht seinen Lauf und unser kapitalistisches System
hat es keineswegs nebenbei zum lukrativen Geschäft gemacht.

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Es mag Ihnen provokativ erscheinen wenn ich sage, dass Krankheit
nichts Eigenständiges ist, nichts wirklich Existentes. Krankheit ist ein
Schatten in unserem Gemüt. Sie ist ein Missverständnis. Krankheit
ist Missbrauch/Kränkung der Schöpferkraft, Krankheit ist mangelndes
Bewusstsein, resultiert aus Mangel im Verstehen der Zusammenhänge.
Krankheit hat zur Aufgabe, dem der nicht hören will, über das Fühlen
die anstehende Nachricht zu überbringen.

„Wer nicht hören will muss fühlen“.

Krankheit bringt über den Körper Ihr emotionales Ungleichgewicht


schmerzlich zum Ausdruck. Er vergrößert Ihre seelischen Probleme,
er macht sie über das Sichtbare und das schmerzlich Fühlbare
deutlich, so deutlich, dass es alle sehen/hören/fühlen können. Bei
vegetativen
Unstimmigkeiten über Neurosen und organische Fehlfunktionen bis
zu lebensbedrohenden Krankheiten, und manchmal dann auch bis
zur Unheilbarkeit, ist fast alles doch nur eine Offenbarung innerer
Zwistigkeiten, innerer Spannungspotentiale die über die „Bühne“ des
Körpers erkannt werden möchten. Krankheiten sind schmerzbetonte
Rufe nach Heilung.

Selbst die Diagnose unheilbar, ist nicht wirklich in jedem


Fall gültig.

Dr. Joseph Murphy, als Theologe geht davon aus,

“Es gibt keine unheilbaren Krankheiten - es gibt nur unheilbare


Menschen, d. h., es sind Statistikgläubige, also jene, die glauben, dass
sie nicht wieder geheilt werden können; und nach ihrem Glauben
wird ihnen geschehen“, nicht weil es so kommen muss, sondern weil
sie es glauben.

Ich empfehle meinen Patienten sich grundsätzlich nicht nur einer


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symptomatischen Behandlung zu unterziehen. Symptombehandlung
führt zu oft zur Symptomverschiebung, einfach, weil der Hintergrund
einer körperlichen Reaktion nicht berücksichtigt wird. Die beste
Möglichkeit, gesund zu werden/bleiben ist einfach und kostet nichts:
Sich täglich ein bisschen darum bemühen in seiner Mitte zu bleiben. In
die Stille zu gehen, zu meditieren, loszulassen, keinen unnötigen
Widerstand bieten, das heißt, das Gesetz der Widerstandslosigkeit
praktizieren, zulassen, geschehen lassen. Und niemals, niemals ein
negatives Statement über sich selbst abzugeben. (Selbstgemachtes
seelisches Gift)

Ein indischer Weise sagte:

„Sei wie einen kleine weiße Wolke die am Himmel dahin zieht,
nicht wissend wohin, aber voller Vertrauen, wo der Wind dich auch hin
weht, dort wird dein Ziel sein

Der Intellekt wird sich vehement dagegen sträuben, mit einer


(scheinbar) laienhaften Argumentation gegen so etwas Ernstes wie
eine schwere Krankheit anzugehen. Um ihren Status zu erhalten,
nennen das würdige Eminenzen oft boshafterweise Scharlatanerie. Es
ist für einen Studenten eine wichtige Grundbedingung, den Aussagen
des Prof. nur solange Folge zu leisten, bis er seine Beglaubigung,
rechtmäßig seinen Beruf ausführen zu dürfen, in den Händen hält.
Dann aber muss er seinen, ihm richtig rscheinenden Weg, finden.
Die logische Schlussfolgerung? Die Lehre des Professors, also das
Gute, muss durch ihn zum Besseren werden, damit
die Evolution ihren Lauf nehmen kann.

Intuition ist nicht Wissen, sie ist der Weg der zum Wissen führt!
Sie kann auch als Vernetztes Denken, inneres Wissen, Medialität,
tiefenpsychologisch begründetes Wissen/Erfahrungen verstanden
werden.

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Das kollektive oder kosmische Bewusstsein ist eine virtuelle
Bibliothek allen Wissens.

Über den Kanal der Intuition haben wir Zugang zum kollektiven
Bewusstsein und können aus dessen Fundus alle bisherigen
Erkenntnisse, z.B. einer Krankheit, adaptieren. Wir können wissen,
welche Zusammenhänge hinter einer Erkrankung stehen. (altes
Erklärungsmodell = Intuition, richtiger emotionale Intelligenz)

Dr. Murphy und ich sprechen in unseren Büchern oft vom heiligen
Geist, wenn Ihnen dieser Begriff Probleme bereitet, dann übersetzen
Sie ihn auf eine sachlichere Ebene und sprechen Sie vom dem
Geist/Bewusstsein/Unterbewusstsein, der “heil” macht, vom inneren
“Heiler” oder intellektueller, vom Immunsystem.

„Die Kunst des Lebens besteht darin mit unseren Lebenstraum und
der Realität einen Abgleich zu machen“

Unser aller Erleben ist immer nur die Antwort, die wir unbewusst zwar,
aber dennoch gefordert/gewollt/gebraucht haben. Wer nicht so
recht an sich und seine inneren Werte glauben kann, der glaubt
minderen Wertes zu sein und schafft damit die Ursache, warum Vieles
nicht gelingt und deshalb früher oder später Depression seine Tage
mitgestalten. Es ist das Muster des Egos, es greift an, weil es
glaubt, nicht zu genügen und meint, sich durch ein maskenhaftes
und widerwilliges Verhalten Respekt verschaffen zu müssen. Und so
handelt es aus versteckter, aggressiver Ängstlichkeit, und einer
begrenzten Sicht, und doch ist es eher ein Versuch der
Kompensation einer Angst, als das es ein Akt der Befreiung wäre.
Egoismus ist unser instinktives Überlebensprogramm und egoistisch
sind wir deshalb alle, aber nur wenn wir die Grenzen kennen,
können wir in Frieden leben und uns auf den Weg machen unsere
Visionen auch mit Leben zu erfüllen. Liften wir die Maske und
widersprechen wir dem Volksmund der sagt,

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„Wie es Drinnen aussieht geht Niemand was an“

Das Gesicht, die Augen als der Spiegel unserer Seele, wird beim
Depressiven zur Maske, statt seinen Gemütszustand zu offenbaren
versucht er ihn zu verbergen. Nur wenige riskieren es, ihre Gefühle offen
zu zeigen, sie befürchten als sentimental und als schwach
bezeichnet zu werden, wer kann das in einer als hart empfundenen Welt
schon für richtig halten.

Dystonie, ein Fehlton im Gleichklang der Organe.

Auch eine Dystonie, die zwar als Managerkrankheit bezeichnet wird,


deutet auf Ähnlichkeit zu einer depressiven Verstimmung hin.
Belastende, Stress verursachende Situationen, und insbesondere sich
widersprechende Signale, führen zu Konflikten und beginnen im
Vegetativum die Vitalfunktionen, wie z.B. Atmung, Verdauung,
Immunsystem zu hemmen.
Hier ist der Beginn eines schleichenden Vorganges, der im Gleichklang
der Organe einen Dyston erzeugt und irgendwann in einer
gravierenden Problematik münden kann.

Das Gegenteil von depressiv ist glücklich zu sein.

Ob von uns Freude/Glück oder Leid/Depression erfahren wird, der


Weg dazu ist nahezu identisch! Es ist unsere seelische
Großwetterlage (mentale Grundeinstellung) die wirklich werden lässt,
was wir von Herzen ersehnen, oder was wir befürchten. Also
wieder entscheidet die Richtung der emotionalen Besetzung unserer
Träume und bestimmt wohin die Reise geht. Welche Einstellung
dominiert uns, fürchten wir unsere Träume, dann sind es
Albträume, freuen wir uns, dann kündigt sich Gutes an.

37
Entscheidend für unsere Lebensqualität ist, was in uns dominiert,
Furcht oder Freude, sie bereiten den Weg zu dem was sein wird und
sind unser Schicksal Es ist gleichgültig wie sehr wir unsere
ängstlichen Potenziale verdrängen, sie werden sich aus der
Verdrängung melden und sein Stimmrecht beanspruchen.

Manchmal sollten wir von etwas, obwohl es uns wichtig ist, ablassen
und erkennen, das andere Menschen oder Materielles für uns
keineswegs die Ursache von Glück oder Unglück sind. Die Tendenz
Glück oder Leid zu empfinden ist abhängig von unserer Mentalität.
Es ist also immer unsere Reaktion auf etwas die uns Gutes oder
Anderes fühlen lässt. Nicht ein ungutes Geschehnis, sondern unsere
Reaktion ist entscheident.

Sie sind der Entscheider!

Glück ist etwas, worauf wir alle einerseits ein Geburtsrecht haben,
es ist ein berechtigter Wunsch und erwünschter Bestandteil des Lebens
danach zu trachten, aber wir sollten auch wissen, dass es nicht zum
Nulltarif zu haben ist.

Es gilt das Gesetz von

Ursache und Wirkung

zu beachten.

„Wie wir in den Wald hinein rufen, so hallt es


heraus“

38
Aus transpersonaler Sicht ist es entscheidend, in
welche Richtung wir tendieren.
Wie wir auf die Welt bezogen denken und fühlen, so wird unser Leben
sein.

Tendieren wir in freudiger Erwartung auf zukünftige Ereignisse oder ist


das Kind bereits in den Brunnen gefallen?
Wie wir von uns und unserem Leben, von Gott und der Welt
denken, ist uns freigestellt. Es sollte aber wirklich verstanden sein,
dass wir Schöpfergeist sind und unsere Empfindungen, Freude oder
das Gegenteil, die Weichen stellen, zu einem erfüllten Leben oder
zum Leidvollem tendieren.

Das Leben ist nicht wie es ist, es ist wie Sie es hoffen, oder befürchten.
Bei Depressionen sind„Lachen und Sport eine gute Medizin, auch wenn
die Pharmaindustrie das nicht gerne hört.“

Amerikanische Universitäten haben den Gesundmacher Lachen


genauer untersucht. Lachen, so fanden sie heraus, erhöht die
Atmungskapazität und den Sauerstoffaustausch im Blut, die
Muskelaktivität und die Herztätigkeit. Es stimuliert das sympathische
Nervensystem und fördert die Produktion eines Enzyms, das über das
seelisch/körperliche Gleichgewicht wacht.

Könnte also Lachen die Gegenteilige Seite von Weinen sein,


zumindest aber das Gegenteil bewirken und ist intensiver Sport bei
vielen Krankheiten ein Jungbrunnen?

Ja, es gibt gründliche Untersuchung zum Zusammenhang von


sportlicher Aktivität und Gesundheit.

Um unseren Zielen näher zu kommen ist unser seelisches Gleichgewicht


der wichtigste Faktor den es im Auge zu halten gilt.

Nur wenn wir etwas tun, dann tut sich was.


39
Der depressiv veränderte Inhalt einer bekannten Aussage lautet:

„Wissen ist Macht, aber Nichtwissen macht nichts“.

Ob Depression oder nicht, unsere Lebensqualität hängt nicht wirklich


von Wissen oder Macht, oder ähnliche Faktoren ab. Ob wir
deprimiert und niedergeschlagen sind, wir können uns in jedem
Augenblick unseres Lebens entscheiden, loszulassen und glücklich
sein und dadurch bald schon, Weniger als Mehr, zu erfahren.

Sie sind der Entscheider!

Leid/Depression ist eine Wahl die wir/Sie getroffen


haben!

Wer nicht an sich arbeitet, an dem wird gearbeitet.

Es heißt in der ewigen Philosophie, dass wir sind was wir denken
und glauben! Wer das versteht, wird es sich zur Aufgabe machen,
sein Unterbewusstsein von Altlasten zu befreien und es danach mit
lebensbejahenden Affirmationen neu zu konditionieren beginnen. Wer
also an sich arbeitet, der ist der Erfüllung seiner Vision nahe, wer das
nicht tut, an dem wird gearbeitet, aber nicht unbedingt zu dessen
Gunsten. Was wir von Herzen ersehnen, das wird in absehbarer Zeit zu
unserer Wirklichkeit werden. Was wir in ähnlicher Intension
befürchten, wird unser Schicksal sein.

Haben Sie sich schon entschieden?

Wer ernsthaft an sich arbeitet, wird bald feststellen, dass eine


wünschenswerte Veränderung in ihm vorgeht.

40
Meinen Schülern empfehle ich, damit zu beginnen, durch intensiven
Einsatz von Affirmationen, ihre Wünsche zu energetisieren und
ihren Visionen damit zu helfen Gestalt anzunehmen. Gestalt
verleihen, ist hier wörtlich zu nehmen, Gedanken sind virtuelle,
energetische Gebilde und sie werden, indem sie oft genug wiederholt
werden, den Weg in die Materialisation finden. (In Form, Funktion,
oder Erleben) Nehmen wir an, ein Gedanke hat das hypothetische
Gewicht 1 wenn Sie ihn 1000 mal denken, dann hat er ein 1000 Mal
höheres Energiepotenzial und ist damit dann
gewichtiger/gravierender/beeindruckender. Er fordert in Ihrem
Unterbewusstsein mehr Raum, er ist präsenter und damit zum (mit)
bestimmendem Faktor Ihres Lebens geworden.

Möchten Sie ein Experiment machen? dann sagen Sie in den


nächsten sagen Tausend mal:

„Ich habe mich für das Glück entschieden,“

füllen Sie Ihren Geist mit freudigen Gedanken, hoffen, träumen Sie,
das heißt, denken Sie stetig daran, wie es sein wird. Sie geben der
Vorstellung von Glück durch Denken Gestalt und Ihr
Unterbewusstsein, als Ihre Exekutive, macht sich an die Arbeit und wird
Ihnen zu Diensten sein.

„Das bedeutet, zu tun als haben Sie empfangen und Ihnen wird
gegeben werden“.
(Bibel)

Lernen Sie wieder die „Universelle Sprache“, die


Sprache der Gefühle.

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Verbildlichen Sie, was für Sie Glück bedeutet, das
Unterbewusstsein versteht nur emotional besetzte Bilder. Das heißt,
freuen Sie sich, wenn Sie das Begehrte vor Ihrem geistigen Auge
sehen. Je nach ihrer emotionalen Beteiligung kann es innerhalb
kurzer Zeit sein, dass in der Werkstatt Ihres Geistes, die
Verwirklichung bereits ihren Anfang genommen hat. Stellen Sie sich
vor, wie es aussieht, sich anfühlt, wenn Sie glücklich sind. Fühlen Sie
jetzt schon, was Sie fühlen werden, wenn Ihr Ziel erreicht ist. Es liegt
weitestgehend in Ihrer Verfügungsgewalt mit zu bestimmen, wie Ihr
Leben verlaufen wird. Ob Sie Depressionen oder
Freude erfahren ist Ihre Wahl. Lassen Sie los, damit meine ich,
überprüfen Sie, was an alten Glaubenssätzen noch up-to-date ist
und was einer Neufassung bedarf.

Depressionen drücken sich aus durch Mutlosigkeit, Wut,


Energiemangel, Suizidgedanken und sie sind entstanden, weil Sie
allzu vieles, schon zu lange unterdrückt und Belastendes
unsinnigerweise auch noch durch Verdrängen festgehalten haben.
Wer Ärger genügend lange in sich hineinlässt, bekommt
seelisch/emotionale Verdauungsstörung. Anstatt seinen Ärger zu
veräußern, sitzt man auf einem Pulverfass.

Sie können sich aber von all dem befreien, wenn Sie sich von
Ihrer Ängstlichkeit befreien und Ihren Geist auf vertrauensbildende
Maßnahmen ausrichten.

Erinnern Sie sich?


Angst ist ein Schatten in Ihrem Gemüt, er hat keine Bedeutung,
es sei denn, Sie geben ihm Macht.

Beginnen Sie, anstatt an ein schweres Leben, an die Leichtigkeit des


Seins zu glauben, und die ‚Macht Ihres Bewusstseins’ wird zu Ihrem,
Sie allzeit fördernden Lebenselixier. Sie werden einen positiven
Automatismus
erhalten oder nennen Sie es Rückenwind.

42
Es gilt den Weg zur Gesundung zu beschreiten, und ihn gleich hier
und jetzt zu erfahren. Lehnen Sie es ab, Angst zu haben und sie
manchmal geradezu zu pflegen. Indem Sie der Angst Raum geben,
wird es so sein, daß

„die Energie der Aufmerksamkeit folgt“


und ein angstbesetztes Schicksal seinen Lauf nimmt.

Hungern Sie ängstliche Gedanken aus, geben Sie ihnen keine


Energie/Aufmerksamkeit mehr. Indem Sie damit beginnen nicht an das
zu denken, was Sie nicht wünschen, sondern dem Aufmerksamkeit zu
geben, was Sie stattdessen möchten, ist alles im Lot. (anderen
Geistes werden)
Mehr ist zunächst nicht zu tun. Welche schlimme Form Angst auch
angenommen haben mag, immer sind Sie es selbst, welcher
entscheidet was letztlich daraus wird. Wenn Sie es vorziehen,
vorsichtshalber ein Skeptiker zu sein, dann sind Sie zumindest aber
das Zünglein an der Waage, wenn es um eine Kurskorrektur geht.
Denken Sie voller Hoffnung an eine (Ihre) heile Welt und Sie sind
ihr damit bereits ein gutes Stück näher. So wie Zeit eine Illusion
ist, so ist auch Krankheit/Depression ein Traumgebilde, das aber ist
nur möglich, wenn Sie dazu, unbewusst zwar, Ihre Zustimmung
gegeben haben. Sie glauben in Ihrem Innersten, dass Krankheit
wirklich ist, richtig ist, erst indem Sie an sie glauben, und viele
Gedanken darauf verwendet wurden, geben Sie ihr Geburtshilfe
(Energie) und verhelfen Krankheit damit im Reich des weltlichen
Gestalt anzunehmen.

Was ist ein Gefühl, dass Sie im Falle einer Krankheit überkommt,
anderes als ein Gefühl der Begrenzung im Ausdruck Ihrer selbst?
Was ist es anders als ein Gefühl der Trennung?
Der Unvollkommenheit und alles doch nur auf Angst begründet?

Angst trennt Sie vom Guten und bestärkt den Glauben an das
Ungute/Böse, und hält Sie in ängstlicher Wartestellung sprungbereit.
Was Sie aber befürchten, dass muss über Sie kommen. Gott, oder

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nennen Sie es die Überzeugung an das Gute, ist die einzige Alternative
als weiter von Angst zu träumen.

Wer aber in seiner Angst verharrt, über den


wird kommen, was er
befürchtet hat.
(Bibel)

Un-Heil zu erfahren, bedeutet sich gefürchtet zu haben, und


Heilung tritt ein, wenn Sie zu Vertrauen beginnen und erkennen,
dass der Sinn der Probleme dazu dient, dass Sie nach Lösungen
Ausschau halten um letztlich dann an ihnen zu wachsen, zu reifen
und an Körper, Seele und Geist gesunden.
Es ist schon etwas Wahres dran, wenn wir lächelnd, die scheinbar
verdrehte Aussage

„Was lange gärt, wird endlich Wut“

hören.

Kaum ein Patient kann mit einer ärztlichen Diagnose wirklich etwas
anfangen, was er will und was er auch nötig hat, ist, dass man ihm
zuhört, dass er wahrgenommen wird, dass er sich seinen Schmerz von
der Seele reden kann. Wann wird die Zeit sein, in der wir
erkennen, mit wie wenig verbaler Hilfestellung geholfen werden
kann, als schlimmstenfalls mit einem Krankenhausaufenthalt.

44
Wenn es unser erklärtes Ziel ist,

zur großen Einheit zurückzukehren, dann heißt das in diesem


Zusammenhang, vernetzt zu denken, holistisch zu denken, zu
kosmischen denken überzugehen, unser Bewusstsein auszudehnen
auf mehr als auf unsere Körperlichkeit, dann sollten wir in die Stille
gehen und dort versuchen, mit dem Schöpfer zu kommunizieren und
eins zu werden. Aber auch hier gilt, dass das Maß der Sehnsucht
zugleich das Maß ist mit dem Ihnen gegeben wird, und das heißt
wiederum, zu einem gefühlsbetonten Menschen zu werden.

Wenn wir es Denken und Sagen können, dann muss wohl auch
die Fähigkeit dazu in uns liegen, es zu tun. Es muss also im
Bereich des Möglichen liegen, zu sein, wie wir sein möchten und
damit dann von der Enge unseres alten Weltbildes befreit zu sein.
Stellen wir uns in dem Wissen, dass eine Aufgabe nie größer als
wir selbst ist, furchtlos unserer Bestimmung. Bedenken wir aber
auch, dass das Wort Aufgabe eine doppelte Bedeutung hat,
Aufgabe bedeutet etwas zu tun und zweitens etwas aufzugeben.

Die Ursache unserer Sorgen liegt stets in Unbewusstheit, im


Nichtwissen um unsere Schöpferkraft. Das Maß unsere Lebensqualität,
und die Qualität unseres sozialen Umfelds, ist unsere sichtbar
gewordene „Art und Weise“ mit den täglich neuen Forderungen
zurecht zu kommen und das zeigt zugleich auch auf, was wir
bisher getan haben, um unser Leben in lebenswerte Bahnen zu
lenken.

Überall beklagen sich die Menschen über viele Unpässlichkeiten


und verlangen, dass man ihnen hilft; gleichzeitig aber lehnen sie es ab,
selber das einzig Richtige zu tun:

Nämlich ihr Denken, Fühlen und Handeln auf Widersprüche und


auf Ungereimtheiten zu überprüfen. Sie sollten für immer wissen, dass
sie über Schöpferkraft verfügen und erkennen, ob Sie sich eventuell
ihrer falsch bedienen.

Unser Sosein zeigt auch die Art der Harmonie oder der
Disharmonie unseres Denkens. Solange wir glauben, dass die Eltern, die
Umstände und die Anderen immer schuld sind, so lange können wir

45
weder erfolgreich sein, noch wirklich gesund an Körper, Seele und
Geist sein. Wir sollten erkennen, dass wir zunächst in einem viel
tieferen Sinne krank sind. Bevor wir an Seele und Körper gesunden,
muss zuerst unser Geist heil sein. Es ist die verbreitete Opfermentalität,
die zu unserem Mental geworden ist, welche uns Sorgen macht.
Erkennen wir, dass wir nicht Opfer sondern Täter sind.

„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr


nicht eingehen in das Himmelreich“.

Dieses Gebet will uns sagen, dass, wenn wir innerlich rein sind
(wie die Kinder), dann können wir eingehen in das Himmelreich.
Der Himmel ist natürlich kein geografischer Ort, sondern das Gleichnis
für Glückseligkeit. Die klare Aussage dieses Gebets ist: Innere
Reinheit ist die Grundbedingung für Glückseligkeit. Nichts anderes
versuche ich in meiner Therapie zu bewirken und zu vermitteln.

Krankheit sollte als ein intelligenter Versuch des Organismus


verstanden werden (schmerzhaft) darauf hinzuweisen, die verlorene
Harmonie wiederherzustellen. (Reinheit) Es genügt dann
verständlicher Weise nicht, das Symptom zu beseitigen - die
Grunderkrankung (Disharmonie, negatives Denken, Unreinheit) würde
davon unberührt bleiben. Heilung bedeutet, zurückzufinden zur
Ganzheit, zum inneren „Heilsein“, und das kann immer nur durch
eine geistige Kehrtwende möglich werden. Zurückzufinden zur
Ganzheit heißt also, wieder in der Symphonie des Lebens
mitzuspielen. Leiden sind unsere besten Lehrmeister, sind
Botschafter der Seele, auf die wir zurzeit, medizinisch/psychologisch
wohl noch nicht die rechte Antwort geben.

Chemie erreicht nicht seelische Gefilde.

46
Religionen beinhalten ein hohes Maß an Weisheit, hören wir was sie
zum Thema sagen,

Der heilige Geist lässt durch die Propheten ausrichten,

“Wenn ihr nicht werdet wie ich, könnt ihr nicht


eingehen in das Himmelreich“.

Damit ist gemeint:

Wer sich ein freudvolles Leben wünscht, (eingehen in das


Himmelreich) der sollte heil sein und das bedeutet in diesem
Zusammenhang, Rein im Geiste zu sein, also heiler (heiliger) Geist zu
sein.

Nur durch eine Inventur und eine gründliche Säuberungsaktion


(Katharsis) wird eine geistig-seelische Wandlung zum Guten möglich.

Einen Menschen zu heilen heißt daher nicht, ihm lediglich zu helfen,


den alten Zustand wiederherzustellen, denn schließlich war es ja
gerade der, der die Krankheit notwendig gemacht hat. Heilung heißt
vielmehr, ihn zur Ganzheit zurückzuführen. Was wirklich heilt, ist der
„Heiler“ in uns, der zu wirken beginnt, sobald mentale Hindernisse
aufgehoben sind. Um zu genesen, müssen wir

„Anderen Geistes werden“.


47
Zum besseren Verständnis der Aussage von Dr. Murphy, noch
einmal:

- wirkliche „Heilung ist immer Geistheilung“

und sie führt stets zu neuen Erkenntnissen und damit zu einem


erweiterten Bewusstsein. Sie ist immer das Beseitigen geistiger
Barrieren, oder eine Be-Reinigung.

Wenn also Krankheit im Geiste beginnt, dann ist die Voraussetzung


zum heil werden, dass zuerst im Geiste die Genesung vonstatten
geht (Fegefeuer bereinigt) und dann in der Hardware sichtbar wird.
Es ist so leichter zu akzeptieren, dass Krankheit eine Form von
Geisteskrankheit ist.

Zum bessern Verständnisse:

Zumindest aber ist das krankmachende Potenzial (Destruktivität


etc.) in unserem Inneren der Nährboden und der auslösende Grund
einer Krankheit.

Es lohnt sich darüber nachzudenken.

Auch wenn wir nur gelangweilt, unzufrieden oder missmutig sind, zeigt
das bereits auf, dass Bedürfnisse nicht ausreichend befriedigt
werden. Dieser emotionale Stau muss irgendwann im Gewand von
unterschiedlichsten Symptomen eine dringende Depesche in das

48
Bewusstsein bringen und uns, wenn nötig, schmerzlich etwas
Aufmerksamer machen.

Mit Weniger ist es nicht getan.


Nun, mittlerweile ist genügend oft darauf hingewiesen worden, dass
es besser ist, den Stau der Gefühle, bevor er schmerzhaft oder gar
gefährlich wird, aufzuheben. Der Mangel, den wir allzu oft im Außen
bekämpfen, ist Don Quijoterie, es heißt doch seit mittlerweile seit 2000
Jahren;

„Wisset ihr nicht, dass das Himmelreich in euch


ist?“

Bei äußerem Mangel liegt im Inneren lediglich eine Blockade vor


und verhindert den Nachschub. Erst wenn unsere Gedanken
wieder im Fluss sind wird die Versorgung an der Front besser.

Bei den meisten Zeitgenossen ist deshalb immer

zuviel-zu-wenig da!

Was wir glauben haben zu müssen, aber dennoch nicht haben,


kann in einem ersten Schritt zur Depression werden. Menschen mit
psychosomatischen Erkrankungen neigen dazu, gerade diese
Botschaft zu ignorieren. In welchem Stadium sich eine Erkrankung
auch befindet, fast immer steht dahinter der Unwille, ungelöste
seelische Probleme anzugehen und zu lernen auf die Anforderungen des
Lebens die richtige Antwort zu geben. Symptome machen uns
lediglich auf eine intellektuelle Fehleinstellung aufmerksam und
fordern uns zu einer ursächlichen Berichtigung auf. Ein Symptom
durch Schmerztabletten zu unterdrücken sollte also nur für einen
Laien das Mittel der Wahl sein. Der „Fachmann“ der so etwas tut, ist ein
auslaufendes Modell und sollte nach einer Frühpensionierung Ausschau
49
halten! Ungelöste seelische Situationen zu bereinigen, erfordert, dass
wir bewusst darauf achten, was wir uns zu Gemüte führen, das
heißt, was wir essen, lesen, mit welchen TV-Schießereien wir
unsere Innenwelt verschmutzen, einfach alles, womit wir uns
beschäftigen, ließ uns zu dem werden, der wir heute sind.

Wir sollten lernen, negative Beeinflussungen/Eindrücke möglichst zu


meiden. Unsere Zellen speichern Lebensfeindliche Einflüsse so lange,
bis das Maß voll ist, und bis die ungesunde, lebensbedrohliche
Schwingung, im Spiegel der Seele (Körper) zur Offenbarung drängt.
Es sollte nicht versucht werden sie durch Medikamente und
Operationen aus der Welt zu schaffen. Wir ändern die Welt nur, wenn
wir uns selbst ändern, denn wir haben uns erschaffen, so wie wir sind.
Wir können aber auf Grund unserer

Schöpferkraft ähnlich dem werden, der wir sein


möchten.

Leiden sollte eine mentale Fehlhaltung bewusst machen und eine


Therapie sollte sie korrigieren.

Wenn wir zu dieser Erkenntnis bereit sind, dann wird Selbsterkenntnis


uns Einblick verschaffen und uns die inneren Zusammenhänge
verstehen lassen. Blockaden zu lösen, unseren Weg zu erkennen,
unsere Kräfte zu entfalten und unsere Fähigkeiten zu entwickeln - mit
einem Wort: Im Bewusstsein unserer Möglichkeiten liegt unser Heil.

Der erste Schritt zur Heilung ist also die Bereitschaft, uns mit der
Botschaft einer Depression/Krankheit zu beschäftigen und damit die
eigentliche, geistig-seelische Ursache angehen zu können. Diese
Auseinandersetzung führt ausnahmslos zu größerer Selbsterkenntnis,
zur Bereitschaft, uns mit uns selbst zu versöhnen, um dann
baldmöglichst bald, als der neue mögliche Mensch, in Harmonie und
im neuen Glanz auf-zu-erstehen.

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Eine fast unübersehbare Palette an Angeboten

wird dem Heilungssuchenden präsentiert, vielfältige medizinische


Intervention, Psychoanalyse, Gestalttherapie, Rehbierthing,
Gesprächstherapie, Tantra, Rolfing und vieles andere mehr. Eine
enorme Anzahl psychotherapeutischer Herangehensweisen ist
bekannt und ist doch oft nur eine auf Symptome ausgerichtete
Therapieform. Für den Wege zum Selbst, zur Ganzheit, zur Einheit
mit dem Kosmos, der uns verloren gegangen scheint, hat sich erst
bei wenigen Kollegen Offenheit gezeigt. Es ist ein Weg der noch nicht
oft begangen wurde und sich somit im kollektiven Bewusstsein noch
keiner größeren Bekanntheit erfreut. Es wird wohl noch ein wenig
dauern bis eine spirituelle Form der Hilfestellung die Norm ist und
Rationalität der Vergangenheit angehört.

Der Mensch ist nun wirklich kein rationales Wesen, auch wenn er
das manchmal gerne so sieht, er ist durch und durch seelisch,
geistiger, emotionaler Natur. Wir leben zwischen Hoffen und
Zweifeln, zwischen Misstrauen und Vertrauen, und wir dürfen
wählen, welchen dieser Geisteshaltungen wir uns zukünftig zu Eigen
machen. Wir dürfen wählen, was uns in Zukunft begegnen soll.

Was wählen Sie?

Wenn wir lernen dass Gesetz von Ursache und Wirkung zu beachten,
dann werden wir auch schnell erkennen, welche Ursachen zu unserem
Wohlsein am Besten beitragen und welche wir in Liebe entlassen
können.

Jede psychotherapeutische Interventionen haben das Ziel, zu helfen,


den Gegebenheiten der Gesellschaft gerecht zu werden oder über
eine veränderte Sichtweise weniger Reibungswiderstand zu erfahren.

51
Unser seelisches Gleichgewicht zu stabilisieren, so das uns die Kräfte
der Natur wieder ins Lot führen können, muss das Mittel der Wahl sein!
Wir sollten immer wissen, dass wir aktiv an einem Heilungsprozess
mitwirken müssen. Die Grundlage meiner Therapie ist ein mittlerer
Entspannungszustand(Trance), weil wir in einem entspannten Zustand
für neue Einsichten offener als im Wachzustand sind. Wir lernen
zuerst uns zu entspannen, so dass es zu einer ersten Linderung
der Symptome kommt. Der Patient erlebt sich bereits nach kurzer
Zeit schmerz- und störungsfrei und fasst Mut, sich intensiver/näher
auf der emotionalen Ebene mit den Ursachen seines Leidens zu
befassen.

In einem tiefen Entspannungszustand können wir uns in


sogenannte Seelenbilder versenken (Katathymes Bilderleben) und damit
beginnen, ihre Botschaft zu entschlüsseln.

Wir werden an Situationen herangeführt, die uns einen starken


ungelösten emotionalen Bereich erfahren lassen und uns von ihm
berühren zu erlauben. Verdrängte Konflikte müssen in unser
Bewusstsein gerufen werden um dann damit zu beginnen von ihnen
abzulassen.

Der Weg zur Heilung führt durch Dimensionen, die weit hinter der
Ebene der Symptome liegen. Dieser Weg setzt Offenheit und Interesse
an Neuem voraus, auch die Bereitschaft, das anzusehen, was wir bisher
nicht sehen wollten, weil es weh getan hat, ist zur Heilung erforderlich.

Wenn wir aber erkannt haben, dass alles, was wir verdrängen, früher
oder später Herrschaft über uns gewinnt, dann werden wir uns
hüten, Destruktives weiterhin gedanklich zu nähren und es dann,
wenn es zur Belastung wird, im Verließ der Verdrängung
auszusiedeln versuchen. Es ist ein instinktiver Mechanismus wenn
wir Unangenehmes durch Verdrängung loswerden möchten, aber es
stand keine höhere Intelligenz zur Verfügung, um zu erkennen, dass
Giftmüll nicht durch Verstecken entsorgt ist.

52
Wie gesagt, was ich hier von mir geben habe, ist meine Meinung,
Sie können sich gerne bedienen, oder aber auch Ihr Recht auf
eine eigene Meinung, weiterhin beanspruchen.

Alles ist eine Frage der Einstellung, Meinung, Hypothese,


Vermutung, Theorie, und damit natürlich für jeden sein
Glaubenssatz. (Den es vielleicht auf den Prüfstand zu stellen gilt.)

Ich möchte Ihnen zurufen:

Glauben Sie, was Sie wollen, aber glauben Sie es!

Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse ist, dass das Maß meiner


Überzeugung von der Richtigkeit einer Aussage, den Patienten an
meine therapeutische Befähigung glauben lässt und, dass ihm dann
nach seinem Glauben geschieht. Das ist seit zweitausend Jahren
bekannt. Wir nennen es Placebo, aber was ist es, das hier wirklich zur
erglaubten Wirkung führt? Die Erkenntnis könnte sein: Was immer
Sie wirklich glauben, das übertragen Sie glaubwürdig auf Ihren
Gegenüber/Patienten und das ist damit dann auch die richtige
Medizin für ihn. Sie wirkt, weil er Ihnen vertraut, und weil er Ihnen
glaubt, wird er bald gesund sein. Was Sie sagten denken und tun,
hat sich auf ihn übertragen und begonnen bei ihm zu wirken, Ihr Glaube
ist zu seiner Wirklichkeit geworden!

Was immer Sie medizinisch oder psychotherapeutisch zu Ihrem


Therapeutikum gemacht haben, das ist Ihrer Meinung nach das Beste
und Effektivste und das wird auch die Brücke sein, über die, der
Patienten in Sie Vertrauen zu haben lernt. Ihr Glaube, gut und
sehr gut zu sein, ist ansteckend und Ihr Patient wird damit
infiziert und Sie benötigen keine chemische Keulen mehr und auch die
Frühpensionierung ist vom Tisch!!

Verabschieden wir uns von Depressionen oder


Allergischen Reaktionen.

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Depression ist nur ein anderes Wort für eine körperlich/seelische
Überlastung. Um unseren luxuriösen Status zu erhalten, muss immer
mehr geleistet werden. Nicht nur wirtschaftliche, jährliche Zuwachsraten
erhalten unseren Status, sonder auch die Menge des dazu nötigen
Wissens muss zunehmend aufgestockt werden.

Die Welt wird immer komplizierter.

Die Schraube ohne Ende ist zum Großteil für unser aller Leiden
verantwortlich. Die Schraube ohne Ende beruht auf unserem
Wirtschaftsystem und das beruht auf unserer Gier, mehr und mehr
unser Eigen zu nennen. Also liegt es an uns, auf dass wir uns
besinnen und weniger Genüge sein lassen. Niemand kann seine
Leistungsfähigkeit von heute auf morgen verdoppeln und die Evolution
lässt sich Zeit uns dafür zu prädestinieren.

Es fängt bereit in der Schule an, ob ein Kind interessiert am


Lehrstoff ist oder nicht, es muss, auch wenn es nicht will, um des
Schulabschlusses wegen mehr und mehr an Wissen in sich aufnehmen
als es ihm nötig und sinnvoll erscheint. Überforderung eines Schulkind
aber führt zur Unlust zur Schule zu gehen (schwänzen) und überträgt
sich schnell auf den Lehrer, auf den Lehrstoff im Allgemeinen und
insbesondere auf einzelne
Studienfächer. Erwachsene können meist nicht anders, weil sie durch
ihre Hauptbeschäftigung Geld zu verdienen, keine Zeit mehr haben,
in der gebotenen Eile etwas anders als Faulheit oder Mangel an
Intelligenz zu konstatieren.

Nicht jeder Mensch ist für Hi-tech, oder zum Wissenschaftler geeignet,
er muss sich aber an höhere Intellektuelle Forderungen anpassen
weil nun mal genügend berechtigte Argumente zum ständigen
weiterlernen herangezogen werden und er letztlich nicht mitbestimmen
kann, was ihn im Einzelnem interessiert und was nicht.

54
Die Anpassung an manchmal schon unmenschliche Forderungen ist
das bestimmende Element unseres gesellschaftlichen Systems und
muss/kann bei einfachen Gemütern schnell zur allgemeinen
Verweigerung führen. (Innere Kündigung, eine depressive Reaktion ist
auch als Verweigerung zu verstehen).

Schon seit fünftausend Jahre wissen chinesische Heilkundige, dass


der Ursprung körperlicher Krankheiten, fast ohne Ausnahme, aus
einem seelisch/emotionalem/energetischem Stau besteht. Durch
Akupunktur wird erfolgreich diese Fülle/Stau in normale Potenzen
umgeleitet. Gefühle, die wir nicht (aus) leben, addieren sich, werden
sauer, erhöhen den Ph-Wert und machen uns das Leben schwer.

Einem Patienten konnte geholfen werden:

Er hatte sich seit 9 Jahren wegen Bettnässen, einer Psychoanalyse


unterzogen und ich fragte ihn nach seinem Befinden. Er antwortete,
dass es ihm sehr viel besser geht. Auf meine erneute Frage, wie es mit
seiner Problematik Bettnässen sei, sage er strahlend, sehr, sehr gut,
ich mach zwar immer noch ins Bett, aber es macht mir nichts mehr aus.

Wie ist das, wer mit 18 nicht Kommunist ist, mit dem stimmt was nicht,
wer aber mir 30 noch immer Kommunist ist mit dem stimmt auch
etwas nicht. Wie ist das mit Ihnen, sind Sie immer noch Analytiker?
Dann aber sollten Sie nicht verlernt haben über sich selber zu
lachen. Ich befürchte, dass dieses Buch von Fachleuten gelesen
wird und unter ihnen sind durchaus einige, die sich eventuell über
einigen Aussagen abgewertet glauben und sich auch ein bisschen
angekickt fühlen. Verzeihen Sie mir nicht, lesen Sie meine Bücher und
schreiben Sie eine vernichtende Kritik. Ausgleich ist wichtig und tut
gut.

Lassen Sie mich Ihnen noch zum Abschluss einen Versuch zu


einer aggressiven Abreaktion auf harmlose Stoffe verdeutlichen.

55
Ein nicht vorhandener Stoff ruft ein körperliches Unwohlsein hervor.

Die Frau, die eine Rose im Kopf hatte.

Ich machte vor Jahren in meiner Praxis eine interessante


Vorführung indem ich eine auf Rosen allergisch reagierende Dame in
Anwesenheit von drei Kollegen in Hypnose versetzte und ihr sagte,
dass ich ihr jetzt eine Rose in die Nähe ihres Gesichts halte. Sie
reagierte, wie so oft höchst allergisch, ihr Gesicht lief rot an und sie
begann unter Atemnot zu würgen. Nach zwei Minuten beendete ich die
Vorführung und rief die Probandin in den Wachzustand zurück. Ich
zeigte ihr, dass im gesamten Raum keine Rose existierte und hatte
ein paar Minuten zu tun sie zu beruhigen und ihr klar zu machen, dass
die Allergie auslösende Rose nur in ihrem Kopf war. Ein Allergiker ist
Jemand, der hochgradig wütend ist, er ist aber zu gut erzogen
oder zu feige und projiziert seine Aggression auf harmlose
Substanzen und äußert seine unterdrückte Wut durch eindrucksvolle,
fast schon angst machende, zur Schaustellung seiner Aversion. Das
Maß einer allergischen Reaktion ist synonym für die unterdrückte Wut.
Es verschlug ihr den Atem und katapultierte ihren Blutdruck in einen
roten Bereich. Dass es nicht die Rose war, war ihr bis dahin natürlich
nicht bewusst, die Rose wurde missbraucht und musste als
Übeltäter herhalten und ein negatives Image ertragen. Wut kann aus
etwas Gutem etwas Schlimmes machen.

Was machen Sie?

Die in der Medizin genannten unterschiedlichsten Formen von


Depression sind für mich lediglich ein Versuch etwas Kluges zum
Thema beizutragen. Ich werde wohl kaum meine Therapie nach dem
Namen einer Erkrankung richten, sondern immer auf das Grundübel,
also

56
auf eine
Überforderung, eingehen.
Es ist so, dass wir auf alles, also auf die ganze Welt, unsere
Aggressionen projizieren und sie somit als Projektionsfläche
missbrauchen. Sie ist aber nur der Spiegel indem wir uns selbst
spiegeln/erkennen. Bricht wieder einmal in einem fernen Land ein
Krieg aus, und wir uns darüber eifern, dann sollten wir wissen, dass
das Beobachtete sich als Blitzableiter anbietet, und unsere Reaktion
auf den Krieg meist nur eine Abreaktion, eigener, angestauter
Aggression darstellt. Der im fernen Land stattfindende negative
Prozess eignet sich dazu, dass Mann/Frau sich aufregen kann und
hat damit, wie gewünscht, dann auch eine Katharsis zur Folge.
Unsere Reaktion auf das Geschehen in der Ferne sollte uns aber
erkennen lassen, dass wir hier einen gut getarnten Blitzableiter zur
Verfügung haben. Der Krieg in der Ferne ist eine Projektionsfläche,
genau wie die Leinwand im Kino. Das Geschehen in der Ferne ist
nicht der Aufreger, sondern der schlechte Film im Kopf wird im
Freilichtkino vorgeführt.

Allergien entstehen nicht aus dem was wir sehen, sondern wie wir
es sehen. (darüber denken) Nur selten sind es chemische
Substanzen die tatsächlich allergische Reaktionen hervorrufen, es ist
leicht erkenntlich unterdrückter massiver Ärger.

Zur Wiederholung:
Es ist unsere Entscheidung, wie wir auf Gott und seine Welt
reagieren.

Depressionen/Ärger werden nicht ausgelöst von dem was wir


sehen, sondern wie wir es sehen. Lassen wir aus einer Kinoleinwand
keinen Kriegsschauplatz werden, dann müssen wir sie auch nicht
wutentbrannt abreißen sondern nur im Vorführraum den Stecker
rausziehen.

57
Geistige Anomalien oder Unfähigkeit die nach mangelnder Intelligenz
aussehen, sind manchmal Flucht in die Krankheit (in das
Unvermögen) und das, um nicht zunehmenden unangenehmen
Erfordernissen standhalten zu müssen.

Wer lange genug Zeichen von Schwierigkeiten im Umgang mit


Alltäglichem signalisiert, der wird von anspruchsvollen Tätigkeiten
freigestellt und hat damit einen „Freibrief“, der ihm aber seine
Glaubwürdigkeit entzieht und sein gutes Image zerstört. Flucht in die
Krankheit ist wie ein Todstellreflex und sichert keineswegs das
Überleben.

Zusammenfassung : Ihre Meinung zählt! Bleiben Sie also bei Ihrer


guten Meinung von sich und schenken Sie mir Ihre kollegiale Toleranz.
Sollten Sie diesen Aufsatz schrecklich finden, dann werde ich mich
auf Ihre Kosten einer langwierigen Psychoanalyse unterziehen,
sollten Sie aber zufrieden sein, dann treffen wir uns in jenem besonnten
Raum, indem alles auf ewig bekannt ist!

Herzliche und kollegiale Grüße aus der Schweiz.

Erhard Freitag

58
Ist Selbsttötung trotz Ankündigung ein versagen
des Therapeuten?

Dieser Aufsatz gibt meine Meinung wieder, sie ist nicht eindeutig. Suizid
auf eine Ursache/Grund zu beschränken kann der vielseitigen
Zwangslage eines Patienten nicht gerecht werden.

Johann Wolfgang von Goethe sagte schon:

“Ach so viele Seelen in meiner Brust“.


Was ich hier niederschreibe ist das Ergebnis von intuitiven Wissen,
von Erlerntem, von Gehörtem, es ist Theorie, Vermutung, Hypothese,
beinhaltet aber auch wissenschaftliche gesicherte Erkenntnisse. Was
aber ist Wissenschaft? Sie ist genauso im Wandel wie unser aller
Erkenntnis, wie jedwede Vermutungen, wie alle Hypothesen und
Theorien aller Provenienz. Die Begriffe Wissenschaft und Hypothese
sind für mich gleichgültig. Wessen Wert ist höher, die des
Wissenschaftlers, oder die des Hypothetikers? Wer muss
Mehrwertsteuer zahlen?

Als Professor Dr. Dr. Djulijano Ljubicic mich fragte, ob ich bereit wäre für
dieses Buch einen Aufsatz über Suizid zu schreiben, sagte ich
gerne zu. Es ist ein Thema, dass Einblicke in die tiefen unserer
Seele gewährt und es machte mir Freude für Prof. Djulijano Ljubicic,
dem weltbekannten Wissenschaftler, tätig zu sein.

Sein Angebot tat meinem Ego gut, denn von ihm als leitender
Direktor einer psychiatrischen Klink und als erfolgreicher Autor mit
internationaler Anerkennung, berufen zu sein, ist sicherlich etwas
Aufbauendes!

Zunächst scannte ich meine eigenen Bücher nach dem Thema


Suizid und musste feststellen, dass ich noch äußerst wenig dazu
geschrieben habe. Nun, da ich zum kollektiven Bewusstsein eine
Breitband Flatrate habe“, war es ein Abenteuer zu diesem Thema
Informationen zu erhalten, denen ich wohl bisher unbewusst
ausgewichen bin.

59
Online und Flatrate bedeutet für mich, in diesem Zusammenhang
24Stunden Zugang zum morphogenetischem Feld, zur virtuellen
planetarischen Bibliothek (C.G. Jung, Dr. Sheldrake) zu haben und ich
war höchst gespannt, wieweit die Inhalte des morphogenetischen
Feldes über meine Persönlichkeitsstruktur interessantes zur Verfügung
stellte und ich in der Lage sein werde, Ihnen etwas thematisch
Sinnvolles nahe zu bringen.

Was für mich schon seit Jahren Fakt ist, „Es gibt einen besonnten Raum
indem alles auf ewig bekannt ist“.

(Kollektiv Unbewusstes, Bewusstes, C.G. Jung, das


morphogenetische Feld, Sheldrake) Kosmische Intelligenz,
(Kosmologie)

Es ist kein Kunststück Zugang zu erhalten, er ist allem Leben


immanent. Ein wichtiger erster Schritt wäre dann das Erkannte nicht
länger Intuition zu nennen, sondern zu verstehen, dass das Gesetz
von Ursache und Wirkung auf eine Anfrage eine Antwort erteilt.

Wenn es mir zu einem Thema an Wissen/Erkenntnisse mangelt,


dann können aus dieser übergeordneten Bezugsquelle Informationen
adaptiert werden. Zu tun ist nichts als still (meditativ) zu werden und im
Bedarfsfall zu wissen was ich zu wissen wünsche.

Sicherlich haben auch Sie bei einigen Ihrer Vorträge kompetent zu


Themen Stellung genommen, über welche Sie aber bisher nur teilweise
informiert waren. Es hat Sie wahrscheinlich verwundert wie viel
Fachwissen den Zuhörern dennoch von Ihnen angeboten werden
konnte. Es ist Bestandteil der transpersonalen
hilosophie/Psychotherapie, auch ohne viel rationales Wissen,
zum universellen Fundus der Weisheit Zugang zu haben und sich
über Erwünschtes inspirieren zu lassen. Intuition und Inspiration sind
„Einfälle“ welche wir nicht Zufälle nennen sollten. Sie entsprechen
nicht einer hirnorganischen Eigenleistung, sondern sie sind uns auf
unsere gedankliche Anfrage zu-ge-fallen!

Mein Lehrer und Doktorvater, Dr. Josef Murphy vermittelte mir, zu einem
Vortrag nie ein Manuskript zu verwenden, weil ein gestern
verfasstes Manuskript am nächsten Tag bereits eine Konserve ist und
ich damit während eines Vortrages nicht gegenwärtig sein würde.
60
Damit meine ich, ein Referent sollte seine Zuhörer an der
rationalen Seite eines Wissens teilhaben lassen, sie aber auch,
während des Vortrags in das kollektive Bewusstsein mitnehmen um
zu helfen, vieles Unbewusstes in ihr Bewusstsein zu heben. Die
Zuhörer sollten am Ende des Abends zu Ihnen sagen:

Danke, Sie haben mir aus dem Herzen


gesprochen, was ich so oft dachte, dem haben Sie
Worte verliehen!“
Ihre Worte gaben meinen Gedanken Zuspruch,
sie machten mir bewusst, was ich schon oft
gedacht habe.
Redner und Zuhörer, sowie Lehrende und Lernende sind eine Einheit.
Es findet immer, wenn Sie offen sind, ein multidimensionaler
Austausch statt. Sie sollten mit den Zuhörern eine geistige Einheit
darstellen, mit ihnen gewissermaßen online (über das kollektive
Bewusstsein) in Verbindung stehen und ohne verbal gefragt worden zu
sein, gedankliche anstehende Fragen beantworten.

Ich bin davon überzeugt, dass es eine übergeordnete


Choreografie gibt und lasse mich gerne führen. Der Vorteil, ich muss
mir weniger Gedanken machen, es ist weniger anstrengend und ich
bin dennoch zur rechten Zeit am rechten Ort. Vielleicht könnte ja der
Satz:

„Gott denkt, spricht und handelt durch mich“


Sie im Laufe der Zeit zu einer wünschenswerten Bedeutung avancieren.
Die Bedingung dazu ist, Vertrauen zu sich selber, zu einem
Schöpfer und seiner Welt zu haben.

Sollte es eine erstrebenswerte andere Welt geben, bin ich damit


einverstanden, dort eine Fortsetzung des irdischen Lebenslaufs zu
finden, das sollte aber nicht bedeuten, die Erdenrunden abkürzen zu
sollen.
61
Zum Thema .
Mit dem Phänomen der Selbsttötung beschäftigen sich viele
wissenschaftliche Disziplinen, wie zum Beispiel die Psychiatrie,
Psychologie, Soziologie, Philosophie, Theologie, das lässt erkennen,
dass hier für uns alle eine Vielzahl an Berührungspunkten vorhanden
ist. Das es jedem von uns, eingestanden oder nicht, unter die Haut
geht, wenn vom Tod und ins Besondere vom Freitod, die Rede ist.
Zeigt es doch auf, dass wir mit dem Tod, nachvollziehbar, ein
existenzielles, lebenswichtiges Problem haben. Nicht zufällig wird der
Hinweis auf,

„Sein oder Nichtsein“


weltweit als Bedeutungsvoll empfunden und regt Viele zum Denken an.
Der Tod könnte durchaus „Nichtsein“ zur Folge haben, aber wer will das
schon in seine, außerirdische Zukunft einbeziehen. Was Theologen zum
Jenseits sagen, ist eher als ein Trost zu werten und damit reine
Glaubenssache. Da sie das aber seit Jahrtausenden verkünden, ist
es zum Glaubenssatz geworden und nimmt einfacheren Gemütern
ein bisschen von der kreatürlichen Angst. Obwohl wir all zu oft
erfahren, dass wieder ein Bekannter in das Himmelreich eingegangen
sei, ziehen wir das Sein dem Nichtsein vor. Himmlische und
paradiesische Zustände beziehen sich ja nicht auf geografische Orte,
sie sind Gemütszustände und verheißen uns einst Glücklich zu sein.

Sicher gibt es vielseitige, subjektiv nachvollziehbare Gründe, sich


selber zu entleiben. zum Beispiel, zu einem Zeitpunkt das weltliche
Szenario zu verlassen, bevor im zunehmenden Alter die Lebensqualität
verloren zu gehen scheint. Hier haben wir ein interessantes
Gedankenspiel.

Entleiben könnte als, „aus Eins macht Zwei“ verstanden werden.


Körper und Geist sind Zeitweise eine Einheit, beim sterben kehrt der
Körper zu Mutter Erde zurück. Die Seele (Lebensenergie,
Weltenseele) trennt sich vom Körper und begibt sich in eine andere
Seinsebene.

In meines Vaters Haus sind viele „Räume“,


(Christusbewusstsein gesprochen durch Jesus)

62
Wenn Sie in Ihr Weltbild die Hypothese der virtuellen Energie mit
einbeziehen können, die Seele also eventuell aus dieser virtuellen
Energie (die Weltenseele, ist nicht dem einsteinschen Universum
zugehörig), besteht, dann sollte davon ausgegangen werden, dass
sie in einer, irgendwie bewussten Form weiter existent bleibt.
(Ewiges, überpersönliches Leben?)

Ist Suizid ähnlich dem wechseln eines Gewandes und das Drama
(Karussell) dreht sich auf einer anderen Bühne weiter?

Energie kann nicht vernichtet werden, sie wechselt lediglich ihr


Gewand. Wenn der Schöpfer in seiner Schöpfung, zu einem Teil
seines Seins, sichtbar geworden ist, er also zu allem fähig ist,
dann wäre Selbsttötung nur ein Platzwechsel und sonst nichts. Wir
würden uns von der Sichtbarkeit trennen und für fleischliche Augen
unsichtbar sein. Von Flucht vor weltlichen Sorgen,
kann dann keine Rede mehr sein.

Vielleicht ist der Sinn von leben und sterben, lediglich ein Spiel der
Schöpfung mit ihren Möglichkeiten. Um Neuem „Raum“ zu geben,
muss seinerseits Altes “Raum“ abgeben.

Aber ist sterben wirklich tot sein?


Sollten wir einen freien Willen haben, dann werden wir uns wohl
für Leben entscheiden und ein von der Theologie versprochenes
ewiges Leben gerne in unsere Lebensphilosophie mit einbeziehen.

Neueste Forschungen der Neurowissenschaften beginnen sich mit


Leben und einem „danach“ zu beschäftigen und könnten uns mit den
Ergebnissen vielleicht für lange Zeit in eine unauflösbare Ratlosigkeit
stürzen.

Der am leichtesten nachvollziehbare Motivator für Suizid ist ein


depressiver Hintergrund. Er bietet sich bei vielen ungelösten
Situationen an, ihm durch Selbsttötung zu entkommen und damit
gewissermaßen ein Reset zu haben.

Hinter Selbstmord stehen Aggressionspotenziale mit denen wir nicht


zurecht kommen. Das aber bedeutet nicht, dass sie damit verschwunden

63
wären. Werden wir sie nicht los, dann richten sie sich gegen uns
und wir nennen sie ab jetzt

Depression.
Einfacher:

Depressionen beruhen auf Aggressionen (Wutpotenziale) die sich


gegen uns richten. Weil in jedweden Leben vieles nicht
wunschgemäß verläuft, scheint das ausweichen in den Tod für viele
Patienten eine ultimative Lösung zu sein. Bei einem höheren Maß
an Pleiten Pech und Pannen ist es auch in Form einer
Trotzreaktion/Wut/Rache scheinbar vorzuziehen, die weltliche Bühne
zu verlassen, als weiterhin der Gefahr zu unterliegen, “das Gesicht zu
verlieren“, oder als Verlierer zu gelten.

Wer seine Ziele nicht erreicht, kann sehr wohl im Laufe der Zeit
Mordswut entwickeln. Wem zum Beispiel mühevoll Erarbeitetes
weggenommen wird, kann das oftmals nur schwer oder gar nicht
verkraften und sieht im Suizid einen möglichen Ausweg. Ob das eine
gute Begründung ist oder eher eine Flucht, sei aber zunächst einmal
dahin gestellt.

Gedanken an Selbstmord stellen keine (Er)-lösung dar, sie sind von


jedem selber gepflegte Glaubenssätze und die können nur von jedem in
eigener Regie erlöst werden und das obliegt der Tätigkeit des
Therapeuten.

Selbsttötung ist für Christen eine Todsünde und ihnen ist damit für
immer das Himmelreich verwehrt.

Diese Androhung könnte helfen, den Tod aus eigener Hand zu


unterlassen, wer will schon auf die mit dem Himmel verbundene
Glückseligkeit verzichten? Diese Form der Abschreckung ändert aber
nichts daran, dass Wut weiter die Lebensqualität negativ beeinflusst
und unsere Tage dunkel erscheinen lassen.

Ohne Therapie verbleiben Wutpotenziale im Wütenden und richten


sich gegen ihn selbst, (Autoimmunreaktion) bis er geeignete Wege
findet, sie (in Liebe) auf zu arbeiten.

64
Soweit die christliche Doktrin.
Im Islam wird der Selbstmörder. (Sprengstoffattentäter) wenn er
möglichst viele andersgläubige mitnimmt, belobigt und sitzt als Dank
zur Rechten Allahs. Das muss als Aufforderung zum Töten verstanden
werden und motiviert jugendliche Fanatiker, sich und andere
umzubringen.

Lassen wir aber möglichst in diesem Kapitel die wohlbekannten und


auch leicht nachvollziehbaren Gründe für einen Freitod etwas bei
Seite und beschäftigen uns mit den mystisch/psychologischen Seiten
eines Vorgangs der zurzeit noch, der Einfachheit halber, als Phänomen
dargestellt wird. Phänomen deshalb, weil in allen Wesen ein hohes Maß
an Selbsterhaltung der bestimmende Faktor ist und somit der Freitod
immer eine Ausnahmesituation darstellen wird.

Es sind zwar weltweit über eine Million Personen jährlich betroffen, was
aber im Verhältnis zur gesamten Weltbevölkerung dennoch wenig ist.
Phänomen auch, weil schon immer gestorben wird, aber noch nie
etwas Definitives vom Jenseits berichtet wurde, oder wie der Volksmund
sagt:

“noch nie ist Einer zurück gekommen“.


Um den Tod oder die Selbsttötung zu verharmlosen, wird von
Nahtoderfahrenen berichtet, dass am Ende des Tunnels ein Licht
ist, das den Weg leuchtet. Ich vermute, dass es einen hormonellen
Trosteffekt darstellt und die kreatürliche Angst vor dem Sterben
mindern soll. Wer weiß, vielleicht ist es ja nicht das Licht, das wir zu
sehen wünschen, sondern das Licht einer Lokomotive,
die uns entgegen kommt.

Also in etwas zu flüchten, von dem nichts Definitives bekannt ist,


ist schon interessant zu nennen und entspräche in etwa sogar dem
Vergnügen beim russischem Roulette. Was mag der Hauptgrund sein,
Wut, Verzweiflung, Rache?

Oder ahnen wir, dass es eine Fortsetzung gibt und verstehen wir
Sterben deshalb unbewusst nicht als ein tatsächliches Ende?

65
Die Theologie ist sich sicher, dass wir in einer anderen Form und
an einem anderen Ort weiter leben, nur sie verschweigt mangels
eigenem Wissen, was wo sein wird.

Was meinen Sie, könnte es sein, dass bei Suizid unser


Wunschdenken an eine lastenfreie Fortsetzung der Vater des
Gedanken ist?

Aus eigenem Entschluss, die Welt zu einem selbst gewählten


Zeitpunkt zu verlassen, erscheint Vielen berechtigt, insbesondere, da
Niemand gefragt worden ist ob er geboren werden möchte?

Ob wir dazu das Recht haben, muss und wird jedem selbst überlassen
bleiben. Glaubhaftes, was uns erwartet wurde bisher nicht berichtet. So
sachlich und nüchtern sehen es durchaus nicht Wenige und sie
philosophieren in dem Zusammenhang von wem unser Erscheinen auf
der Erde erwünscht war.

Waren es unsere leiblichen Eltern? Aber wer motivierte sie, sich so


anzustrengen, dass wir dabei herauskamen?

Der Beginn unseres Lebens wurde durch Fremdeinwirkung


bestimmt und zum Ausgleich und um der Gerechtigkeit willen, müsste
uns das Recht zugestanden werden, zumindest den Zeitpunkt des
Verlassens selber zu bestimmen.

Wenn Leben und Tod nur die zwei Seiten ein und derselben Medaille
sind, dann muss doch wohl der Wunsch, auch die anderen Seiten
anzusehen, rechtens sein und eine Todesstrafe nicht wirklich eine Strafe
sein, sondern uns im Jenseits eine wünschenswerte höhere „Einsicht“
gewährt sein und, das, was Jenseits des Diesseits ist, zu erkunden.

Neugierde hat uns als Menschheit überleben lassen, warum sollten wir
jetzt auf Erkunden von unbekanntem Terrain freiwillig verzichten?

Selbstverständlich gibt es viele nachvollziehbare scheinbare „gute“


Gründe, aber in der Überzahl ist Selbsttötung nicht auf reine Vernunft
begründet, sondern hat wohl im Hintergrund, so gut wie immer, ein
aufgeladenes, aggressives Potenzial.

66
Die einzige akzeptable Ausnahme im Tod seinen Frieden zu
finden, kann bei einer leidvollen, mit Sicherheit im Tod endenden
Krankheit, gesehen werden und

„Der Tod auf Verlangen“


sollte einem freien Wesen zugestanden werden.

Ich lebe in der Schweiz, hier ist medikamentöse Sterbehilfe in


Notfällen gesetzlich abgesichert.

Alles in Allem versuchen wir die vielfältigen Gründe für


Selbsttötung nach zu vollziehen und sie sogar zu akzeptieren, sind
aber dennoch meist mit dem Thema überfordert. Was immer einen
Menschen dazu bewegen mag, es ist auf der Gefühlsebene
nachzuvollziehen, aber dennoch von unserer Empathie abhängig.

Wenn wir als Therapeuten Suizidgefährdete wichtig nehmen (zur


Chefsache erklären) und es unseren Patienten auch vermitteln und
versuchen, weisen Rat zu geben, dann ist es doch eine Frage
unserer Persönlichkeit, inwiefern wir Jemanden wieder den Weg zur
Leichtigkeit des Seins vermitteln können.

Psychologisch betrachtet gehört der Gedanke sich selber zu töten,


zum ausloten, wieweit man zu gehen bereit ist und er uns beflügelt zu
erfahren, was wir fühlen werden und wie es geschehen könnte und
ins Besonderen, ob da einer nur das Licht ausmacht oder wir uns
in lichtvollen Gefilden vielleicht für immer wie Zuhause fühlen.

Buddha sagte

„Alles Leben ist Leiden“


könnte es sein, das die Religionen ein bisschen Opium untergemischt
haben, damit wir nicht mehr so leiden-schaftlich sind?

Der Mensch ist gewissermaßen ein Abendteurer und es stimmt schon:

67
„Wer sich nicht in ein Abenteuer begibt kommt
darin um“.
So springt er, (an einem dünnen Seil hängend) des Nervenkitzels
wegen, von einer hohen Brücke und lässt sich beklatschen. Er
fliegt im Sportflugzeug Kapriolen, in Wolken ohne Sicht und gerne auch
bei Nacht, unterfliegt das Radar in militärischen Sperrzonen um sich
und anderen zu beweisen, dass er keine Angst (vor dem Tod) hat.
Indem er aber genau das tut, wird seine Angst erkennbar. Oder,
vielleicht ist an dem Lehrsatz etwas dran, der da lautet.

Tue das wovor du Angst hast und das Ende der Angst
ist nahe“.
Ich selbst flog, vor der Perestroika, nahe der an Albanien
grenzende Flugsperrzone und hätte eventuelle Repressalien in kauf
genommen. Obwohl theoretisch ein Abschießen durch das albanische
Militär drohte, war es mir Wert, zu erfahren, was geschehen könnte.
Ich glaube nicht, dass ich mich dabei wirklich in einer echten
Gefahr befunden habe. Es gehört gewissermaßen zu
unserer Eigenart, Unbekanntes verstehen/wissen zu wollen und in
diesem besonderen Fall, wissen zu wollen wie es sein wird, wenn man
stirbt und ob und in welcher Form, es eine Existenz nach dem Verlassen
der materiellen Welt gibt?

Sich bewusst in Gefahr zu begeben, ist im übertragenen Sinn den


„kleinen“ Tod zu erfahren und gewissermaßen damit zur Erkenntnis
zu kommen, ob dereinst einmal sogar Selbsttötung in Frage kommen
könnte.

Wenn wir tot sind, dann hoffen wir zu wissen/erkennen ob die religiöse
Aussage vom ewigen Leben stimmt oder lediglich ein gut gemeinter
Trost von sparsam ausgebildeten Theologen war. Es ist auch so etwas,
wie ein vorzeitiges ausloten des Sterbens nach dem buddhistischen
Motto

„Stirb bevor du stirbst“.

68
Das uns alle gleichermaßen fesselnde Interesse an unserem, mit
Sicherheit irgendwann bevorstehenden weltlichen Ende, verbunden
mit der damit einhergehenden Angst, hat sogar schon Seminare
hervorgebracht, in denen sterben geübt wird. So wie
luggesellschaften ängstlichen Passagieren in Seminaren helfen
möchten, ihre Flugangst aufzulösen, (in andere Bereiche zu
verschieben) so kann bei neurotischen Personen, wenn sie nur oft genug
an ein plötzliches, schreckliches Ende denken, tatsächlich etwas
Derartiges möglich werden. (Selbsterfüllende Prophezeiung)

Es gibt den Unfalltyp. Achtzig % aller Unfälle werden von Zwanzig


% der Bevölkerung verursacht. Der Hintergrund ist einen
Glaubenssatz zu haben, der viele Unfälle beinhaltet.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.


Angst fokussiert Energie auf die angstbesetzten
Situationen und es wird nachvollziehbar, dass wir uns
(zufällig) so verhalten, dass das, was wir befürchten,
eintritt. Angst ist der Weltfeind Nummer 1 und sie
besetzt/begünstigt alles worauf sie gerichtet wird.

Angst lässt die Angstszenarien über unseren Glauben


wirklich werden.

Haben wir Angst vor dem Tod, dann haben wir ihn damit
eingeladen und sehen ihn fast überall. Er ist mit uns und
bei uns.

Freude hat eine der Angst entgegen gesetzte


Richtung und man kann hier vereinfacht sagen,
dass Freude ein Protektor ist, der freudige
Ereignisse im Sinn hat.

69
Es ist aber auch akzeptabel, nur von emotionaler Besetzung zu
sprechen und somit zwischen Angst oder Freude nicht deferenzieren zu
müssen.

Emotionalität bestimmt weitestgehend unser Leben. Die von allen


verstandene Sprache ist die Sprache der Gefühle. Es ist die
universelle Sprache, die überall verstanden wird.

Ich selber wurde bisher von einer großen Zahl angstbesetzter


Patienten konsultiert, die sich in das Sterben müssen ängstlich, aber
auch fasziniert, so sehr hineingesteigert hatten, dass sie eine
Bipolare Störung im Gefolge hatte. Sie lebten in der Manie zu
sterben und das macht Gänsehaut und bringt zugleich
phänomenales Entsetzen. Früher hieß es.

“Wir sind was wir denken und glauben“,


nach neuesten Forschungsergebnissen aber ist offen, ob „wir“ nur
zu denken,

glauben!

Suizidgedanken hat fast jeder Mensch, viele sogar über eine lange
Zeit und einige oft ein Leben lang.

Es ist, wenn sich Jemand in einer schmerzvollen Gedankenwelt verliert,


dass er hofft, in einer anderen Welt seinen Frieden zu finden. In vielen
Fällen ist es mehr ein, nach einem Ausweg suchen, ein stimmloser
Hilferuf, und lässt erkennen, dass es selten wirklich zur Selbsttötung
kommt.

Dass der Hilferuf nicht gehört wird, ist ein Zeichen unserer
zunehmend unpersönlich werdenden Gesellschaftsstruktur. Es ist auch
oft der Wunsch, durch Suizid anderen, z.B. Ehepartnern, mit einer
Schuldzuweisung zu belasten. Nicht wenige Personen nehmen
eigenes Leid in Kauf, nur um als Rächer Macht auszuüben. (gegen
sich selber gerichtete Wut)

Um Jemand zu bestrafen, kann es durchaus vorkommen, das eigene


Leben als Machtinstrument einzusetzen.

70
Ich selber hatte mehrere Patienten, deren Partner ankündigten, dass
sie sich töten werden, wenn er sie alleine ließ und der/die andere
Schuld sei. Weit weniger als zehn Prozent der Tötungsversuche
aber führen tatsächlich zum Tod. Es ist oft leicht erkennbar, da in
einer Weise vorgegangen wird, in der zu erkennen ist, dass lediglich
ein Hilferuf vorliegt. Im Grunde müsste dieser Aufsatz den Ursachen
für Suizidandrohungen gewidmet sein.

Was an unserem Miteinander ist so schwerwiegend, dass mit


schweren Geschützen um Hilfe gerufen werden muss?

Suizid auf Grund von Besessenheit


Gründe für Besessenheit: Verfluchungen, Okkulte Praktiken, zur Mystik
neigende Persönlichkeitsstruktur, Spiritismus , Geisterbeschwörung.
Ist Besessenheit eine Erscheinung, in der eine Person zur
Handlung außerhalb des Normalen veranlasst wird und es zu Mord,
Selbsttötung oder bis hin zur Tötung der eigenen Kinder kommt? Sind es
Instinkte aus der Urzeit, dass eine Mutter ihre Kinder bei mangelnder
Nahrung tötet, oder wer/was veranlasst sie dazu?

Wenn ein Patient zum Therapeuten Vertrauen gefasst hat, wird in


einer emphatisch geführten Anamnese manchmal ängstlich
zugestanden/erklärt, oft im Auftrag einer unwiderstehlichen (Stimme)
Macht zu handeln.

Unserem westlichen Weltbild entsprechend, kann es sich hier doch wohl


nur um eine Anomalie des Hirnstoffwechsels, oder eine
Bewusstseinsspaltung handeln nd wir überweisen den Patienten an
einen Neurologen oder einen Psychiater.
Was aber soll der „bemooste alte Herr, aus dem Hause der
Silberrücken auch tun, er kann seinerseits nur versuchen, mit voller
Breitseite den Patienten medikamentös zur normativen Ordnung zu
zwingen.

Aber hatten nicht auch Sie, im Laufe ihrer Praxis, bereits mehrmals das
Gefühl einen Patienten vor sich zu haben, der dem Verhalten nach
einer rational, unerklärlichen, mystischen Wesenheit unterliegt?
Schauten Sie nicht auch schon

71
mal Augen an, die Sie eindeutig warnten den Patienten nicht
weiter zu explorieren? Unsere Ausbildung widerspricht der Annahme,
dass es sich als etwas anderes, als rein logischen, nachvollziehbaren
Parametern entspricht und dass es sich wohl nur um eine neuronale
Problematik oder um eine stoffwechselbedingte Fehlfunktion handeln
kann.

Aber dem zum Trotze, wird gegenwärtig gleichwohl vielerlei


intellektueller verneinender Beweisführung in alten Kulturen, aber
auch in der Mehrzahl aller Religion bis in die Neuzeit, durchaus an
Fremdeinwirkung (Besessenheit) geglaubt und sogar bei
dringendem Handlungsbedarf mit Exorzismus versucht, einen
besitzergreifenden Geist, (dämonische Entität) zu entfernen,
bzw. zu überreden vom Opfer abzulassen. Ich selber war einige
Zeit im Amazonas Dschungel um den dortigen Schamanen während
ihrer Arbeit zuzuschauen und selbstverständlich habe ich „Die Lehren
des Don Juan“ gelesen.

In der westlichen Kultur wird grundsätzlich der Überlegung, ob es so


etwas gibt oder nicht, nur vorsichtige Aufmerksamkeit gewährt und
manchmal noch syfisant lächelnd gezeigt, dass man doch wohl
Jemand, der solche Thesen aufstellt, nicht ernst zu nehmen hat.
Besessenheit versucht man allzu leicht noch immer als rein psychische
Störungen zu charakterisieren, bei der, ganz nebenbei,
ein Persönlichkeitsverlust und schizoide Zustände auftreten können.

In Fällen, in denen sich ein Mensch verhält als ob er von einer


anderen Persönlichkeit, einem Geist, einer Gottheit oder einer guten
oder bösen, mystischen Kraft beherrscht wird, kann es zu
Reaktionen wie Erstarren, weglaufen, Gedächtnisstörungen, ein in
sich Verschließen etc. kommen.

Die Vorstellung, ein Geisteswesen würde tatsächlich in den


Patienten ungefragt Herberge genommen haben, ist bislang
westlicher Psychologie suspekt, aber nach Meinung anderer Kulturen
alltäglich und damit selbstverständlich. Wir alle haben manchmal das
Gefühl weggetreten zu sein, nicht wir selbst zu sein, neben sich zu
stehen oder von allem weltlichen losgelöst
zu sein. Der Volksmund sagt dazu:

72
„Von allen guten Geistern verlassen zu sein!“
Ein Erklärungsmodell könnte sein, dass, wenn wir z.B. konzentriert
an einem Manuskript arbeiten und dann solche oder ähnliche Zustände
auftreten, dass wir sie durchaus als natürlich empfinden.

Sie könnten eventuell aufzeigen, dass wir mit der überpersönlichen


Ebene des kollektiv Bewusstsein verbunden sind und von dort,
gerade ein unseren Verlangen/Bedürfnissen/Wünschen
entsprechendes Update downloaden. Vorübergehend sind wir dann als
Individuum außer Betrieb, (die überpersönliche Ebene dominiert!) also
weggetreten oder, aber, es könnte sich um altbekanntes Tagträumen
handeln, was ähnliche Erscheinungen zeigt. Aber auch diese
sind natürliche Verhaltensmuster. Nicht zufällig heißt es:

„Träume vom Leben und dann lebe deinen Traum“.


Haben Sie heute schon Taggeträumt?“ Ich bin mir sicher, nur
wissen Sie es auch? Finden Sie das alles „Ein bisschen verrückt? Sie
haben ausdrücklich das Recht, es von mir zu denken, aber vielleicht
erscheint es Ihnen nur, weil es Ihnen zu ungewohnt ist, als abwegig.

Sollten Sie das von mir annehmen, dann stört mich nur das „ein
bisschen“. Was ich hier beschreibe, ist ein von mir erwünschter und oft
erlebter meditativer Zustand. Hoffen Sie deshalb bitte nicht, dass
(m)eine „stationären Einweisung“ erforderlich ist.

Sollten Sie aber Betten frei haben, ich bin für Sie da! Wenn Sie an mir
als Patient gefallen finden, dann hätte ich die Bitte, nämlich einen
notariell beglaubigten Entlassungstermin bei einem Anwalt zu
hinterlegen, sonst holt mich ein gut bezahlter Therapeut erst nach 12
Jahren wieder raus!

Wenn es mehrere Erklärungsversuche gibt, dann sollte der Einfachste


bevorzugt werden. Genau das lehrte mich mein Spiritus Rektor Dr. Josef
Murphy.

Der Begriff „Professionalität“ leitet sich ab von der Lehre, einer


Vielzahl von Professoren.

73
Besessenheit als Grund für Freitod wird in der Psychologie, um den
Begriff nicht aussprechen zu müssen, und um professional zu gelten,
verharmlost und deshalb als teilweiser Erinnerungsverlust der
täglichen Ereignisse umschrieben und bevorzugt als vorübergehende
Verwirrung dargestellt.

Besessenheit ist keine Krankheit, sie ist ein Ausnahmezustand und wird
möglich wenn Jemand „offen“ für Verfluchungen, Okkulte Praktiken, zur
Mystik neigende Persönlichkeitsstruktur, Spiritismus , Beschwörung von
Geistern ist.

All diese Ansätze ergeben die Möglichkeit, eine psydowissenschaftlich


abgesicherte Diagnose zu stellen. Das Spektrum dieser dissoziativen
Zustände ist bekannt, aber aus Sorge Fantast genannt zu werden,
existieren nur sich widersprechende Erklärungsmodelle, nicht aber die
Diagnose Besessenheit.

Suizid betreffend, werden alle Erkenntnisse aus dem Bereich der


Schamanistik in leichtfertiger Weise als unwissenschaftlich abgetan. Zu
viele favorisieren noch ein mechanistisches Weltbild. Zu Wenige aber
haben die Persönlichkeit, Gott und die Welt des Geistes, in ihr
Lebenswerk mit einzubeziehen, wie es Albert Einstein tat. Ist er, weil er
den Begriff Gott gebrauchte, deshalb weniger prädestiniert als
größter Wissenschaftler des zwanzigsten Jahrhundert in die
Geschichte eingegangen zu sein? Reputation bezieht sich auf gute
Endergebnisse und die sind unabhängig von rein wissenschaftlicher
Betrachtungsweise, oft sogar erst möglich, indem die Ratio nicht das
Sagen hat.

Das Gefühl von Besessenheit ist gekennzeichnet durch einen Verlust


der gegenwärtigen Wahrnehmung des Erlebens und Handelns. Die
Betroffenen empfinden sich zeitweise nicht als sich selber, sondern
sie erleben, indem sie sich von der personalen Ebene getrennt fühlen,
von etwas anderem dominiert zu werden.

(anderen Geistes zu sein)

Ich habe mich einige Male unwohl gefühlt, wenn mich ein
(Besessener - Schizophrener?) Patient mehr als seltsam anschaute
und ich ahnte, dass ich mich in einer unheilschwangeren Situation
befand.
74
Während meiner therapeutischen Tätigkeit im psychiatrischen
Krankenhaus bei München, lernte ich einen anderen Insassen kennen,
der seine Therapeutin, auf Befehl einer Stimme, mit dem Stiel eines
Löffels während einer Sitzung tötete.

Ein anderer Patient rief mich vor einiger Zeit an um mir zu sagen, dass
er ihm nahe stehenden Personen, (auch mich) bestialisch töten und
dann zerstückeln wolle.

Was tun, laut Gesetz war meine Schweigepflicht aufgehoben und ich
musste ihn der zuständigen Behörde Namhaft machen. Er tat mir
leid, es war für ihn ein schlimmer Vertrauensbruch, aber ich
wollte/konnte mich nicht an einem Mord mitverantwortlich fühlen.
Durch Einsatz von Medikamenten konnte er natürlich, zumindest
vorübergehend, ruhig gestellt werden, aber hoffentlich wird er sich
beim nächsten Schub nicht selber entleiben, oder schlimmer
noch, diesmal unangemeldet zu Morden.

Vor ein paar Tagen rief er mich an und zeigte Verständnis für mein
Verhalten. Anstelle von Exorzismus zu sprechen, wird von einigen
Theologen empfohlen, mit den Betroffenen religiöse Rituale zur
Befreiung vom Bösen zu feiern. Ich fragte netterweise nicht nach dem
Unterschied. Besessenheitsphänomene gelten nach westlicher Sicht
neben strikter Ablehnung, als schwerwiegende und häufig kaum
therapierbare Erscheinung. Dennoch beginnt in der Psychologie
inzwischen die Diagnose von Besessenheit, unsere Weltsicht,
langsam zwar, aber doch Salonfähig zu werden. Das ist ein Verlust
an rationalen Erklärungsversuchen, aber zugleich ein Zuwachs an
Wissen aus dem kollektiven Bewusstsein.

Medikamente sind oft fehl am Platz.


Während einer psychotherapeutischen Sitzung ist es besonders
wichtig, den Patienten und seine Sicht, sein Gefühlsleben und seine
Meinung bezüglich Suizid ernst zu nehmen und ihn nicht vorschnell
zu pathologisieren oder schlimmer noch, ihn mit Medikamenten voll
zu stopfen. Nur in einer vertrauensvollen Therapeut-Patient
Beziehung, in der auch dessen (psydo) religiösen Erlebnisse und
auch äußerst ungewöhnliche Vorstellungen anerkannt
werden, wird es zu einer hilfreichen Verarbeitung der Problematik
kommen. Nur in einer vertrauensvollen Patient-Therapeut Beziehung

75
kann Heilendes zwischen Ihnen und Ihrem Schutzbefohlenen möglich
werden und über die Brücke des Vertrauen geschieht eine an
Wunder grenzende Wiedergutmachung und ein zersetzendes Leiden
muss nicht mehr im Selbstmord enden.

Erfolgsbericht!
Um auf den jungen Mann zurück zu kommen, den ich über einen
Zeitraum von sieben Monaten, fünf bis sechsmal wöchentlich, in der
größten psychiatrischen Anstalt Europas im dortigen
Hochsicherheitstrakt aufsuchte, und der als Wiederholungstäter
forensisch und dann psychiatrisch 12 Jahre inhaftiert war,
zu helfen, von seiner Rache an seinem Vater abzulassen, war es
hauptsächlich meine Überzeugung, ihm helfen zu können und die
ihm gewährte Zuwendung, welche ihn Gesunden ließ und ihm seine
Freiheit zurück gab. Infolge von 300 Serien-Einbruchdiebstählen, bei
denen er sich meist erwischen lies, konnte ein kopfiger Staatsanwalt
nichts anderes erkennen, als Schizophrenie und zu guter Letzt eine
Sicherung auf unbestimmte Zeit beantragen.

Stellen Sie sich vor, 12 Jahre Gefängnis und eine Unterbringung


im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie zusammen mit fünfzig
Anderen, als geisteskranke Kriminelle bezeichnete Insassen,
zusammengesperrt zu sein, und dann zu versuchen, ihn wieder mit den
gesellschaftlichen Normen einzupassen, bedeutete für mich wahrhaft
eine Herausforderung.

Es gelang. In einer angesetzten Gerichtsverhandlung erschien ein


junger eindrucksvoller Mann, der seine Rache an seinem Vater
(einem hohen Richter) durch Einsicht aus der Therapie beendet hatte
und der nicht länger der Hauptleidtragende sein wollte. Seine
fehlgeleitete Gedankenwelt (Rache, Hass) nahm, ohne Rücksicht auf
sich selber, eine solche katastrophale Situation in kauf. Er hatte
verstanden und war bereit, dieses Drama zu beenden. Es hatte ihn 12
Jahre Freiheit am tiefsten Punkt unserer Gesellschaft gekostet und zeigt,
was an katastrophalen Situationen, aus unbewusster Ebene, seinen
Anfang nehmen kann.

76
Der Therapeut
sollte wissen, dass er verantwortlich für das Gelingen einer Therapie ist
und nicht der Patient oder der Schweregrad einer Erkrankung! Es
ist der Grad seiner Glaubwürdigkeit und zugleich das Vertrauen in
seine Qualität als Mensch und nicht das was er appliziert, was einem
Patienten Heilung bringt.

Therapieansatz.
Wenn Sie sich vertrauen, und auch bei akuter Suizidgefahr, nicht
vorschnell Medikamente verabreichen, dann wird mit zwei Stunden
emphatischen Zuhörens, mehr möglich sein als mit einer Schublade
voller Beruhigungsmittel.

Medikamente können nur vorübergehend aggressive Handlungen


runterfahren, aber sie werden die Gründe für Gedanken an Suizid nicht
im Geringsten damit verringern. Nur klärende, wirkliche emphatische
Gespräche über die Sinnlosigkeit eines Suizids kann zum beenden
einer Kurzschlusshandlung führen. Einem Verzweifelten bei einer
Lösung seiner Probleme zu helfen, kann ihm bessere Perspektiven als
den Freitod eröffnen und ihn hoffen lassen, dass alles wieder gut wird.

77
Ist der Freitod ein Einsamkeitssyndrom ?
Wenn sie einen akut gefährdeten Patienten vor sich haben und er droht
sich zu töten, dann will er Sie vielleicht erpressen bei ihm zu
bleiben. Ihn um keinen Preis allein zu lassen!

Sich allein und verlassen zu fühlen war vielleicht einer der Gründe
für seine Auffälligkeit und der Hintergrund für sein

Einsamkeitssyndrom mit eventueller Todesfolge.

Alternativ zur medikamentösen Therapie ist aus meiner fünfunddreißig


jährigen Praxis erkennbar, dass für den Patienten offensichtliche
Zuwendung und Zeit, die Mittel der Wahl sind.

Vorschnell Nebenwirkung behaftete Medikamente zu erordnen,


deutet darauf hin, sich keine Zeit nehmen zu wollen/können und
zudem auf Unlust sich wirklich auf den Patienten einzulassen, und
offenbart damit zudem auch noch einen hilflosen Helfer!

Nur deutliche Zeichen, den Patienten anzunehmen, ihn zu


verstehen, seinen Schmerz zu fühlen, lässt ihn langsam zur Ruhe
kommen und aus seiner Panik und suizidalen Kurzschlusshandlung
entkommen. Zu oft erlebte er, dass von seinem Arzt nur halbherzig
zugehört wurde, oder er sogar von Freunden etc. umgangen wird.
Niemand wollte die ständigen Wiederholungen (Hilferufe) seiner
Leiden hören und da es ihm aber als Lebenswichtig erschien, war
er damit in eine manchmal tödlich endende Isolation geraten.

Wir können nur wirkungsvoll helfen, wenn wir uns Zeit nehmen. Leider
aber ist Zeit in unseren Köpfen mit Geld gleich zu setzen und das
hat in unserer Gesellschaft einen alles beherrschenden Stellenwert.
Das darf aber keineswegs bedeuten, vorschnell (in Deutschland laut
Statistik nach siebeneinhalb Minuten) zum Rezeptblock zu greifen.
Wenn wir (irgendwo noch) Idealisten sind und wir unseren Beruf
auch als unsere Berufung empfinden, sollte uns bewusst sein,
dass wir nur, wenn wir unser Bestes geben, zum Gottbegnadeten
Helfer erwachen werden. Ich habe schon immer die Zeit für eine
Erstkonsultation mit zwei bis drei Stunden angesetzt, warum ist das
die Ausnahme? Ich lud viele meiner Patienten in der dritten Stunde

78
zum Essen in einem sehr guten Restaurant auf meine Kosten ein und
zeigte damit auch, dass ich ihn als Mensch voll akzeptiere.

Zeit ist genug da, jeder hat täglich 24 Stunden zur Verfügung und
es sollte keinen guten Grund geben, auch nicht seitens der
Kassenzulassung, die den Therapeuten, des Einkommens willen,
eilig von Patient zu Patient eilen lässt.

Beeilt sich der Therapeut, um über die Runden zu kommen, dann


entspricht sein Beruf nicht seiner Berufung. Allzu oft wird sein Tun
nur einen geringen Wirkunkungsgrad haben.

Ist aber der Behandler sich dessen bewusst, muss er frustriert sein und
lässt ihn anstatt befriedigt sein Tageswerk zu beenden,
niedergeschlagen und deprimiert am Abend einen Kollegen
konsultieren. (Laut Statistik ist der Beruf des Psychotherapeuten der
am meisten Suizidgefährdete)

Kurze Wiederholung:
Routine macht müde und führt bei therapeutischen Beratungen oft
zur eiligen Abfertigung“ und lässt einen frustrierten Patienten und
meist auch einen schuldbewussten (nicht wirklich professionellen)
Therapeuten zurück. Ein längerer Zeitaufwand wird von Patienten
dankbar als liebevolle Zuwendung erfahren und erhöht das
Vertrauen in den Arzt/Therapeuten. Vertrauen ist nun
mal die wirkungsvollste Medizin und besser als die übliche
Placebomedizin es je sein kann.

Was auch immer der Leidende als Gründe für seine destruktiven
Gedanken benennt, er ist in einer Sackgasse gelandet, insbesondere
wenn er älter ist, kann er vielleicht nicht mit Einsamkeit umgehen. Ich
betreue einige suizidgefährdete, schizophrene Patienten die nur mit
Psychopharmaka behandelt werden. Da das aber nicht meiner
Einstellung und zudem auch nicht meiner Zulassung sie zu
verordnen entspricht, gebe ich ihnen die dringend benötigte, soziale
Zuwendung. Es ist eine heilsame und unerlässliche, vertrauensbildende
Maßnahme, dem Patienten zu vermitteln, ihn anzunehmen, ihm
ungeteilte Aufmerksamkeit zu geben.

Würde ihm nicht genügend Zeit gewidmet, dann führt das bei
gemütskranken Personen oft zur Verweigerung, ihre Medikamente
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regelmäßig zu nehmen und das wird dann seitens des Arztes mit
Zwangsmaßnahmen beantwortet.

Er wird bei nächster Gelegenheit versuchen, erpresserisch


Aufmerksamkeit zu erzwingen. Es entbrennt ein Kampf zwischen
verschiedenen Meinungen, bei der, der Arzt leider aber am längeren
Hebel sitzt.

Sollte die Diagnose Besessenheit für Sie in Betracht kommen, dann


könnten Sie die Verweigerung, Psychopharmaka zu nehmen, verstehen.
Vielleicht ist ja diese Verweigerung von einer besitzergreifenden Entität
veranlasst worden, ist um nicht chemisch stillgelegt zu sein und damit
im gewissen Sinne durch den zur Ruhe gezwungen Wirtskörper
handlungsunfähig zu sein.

Wenn wir davon ausgehen, dass die gesamte Natur geistig belebt ist,
und alles letzten Endes geistigen Ursprungs ist, dann wird damit auch
glaubhaft, dass über dem was einen Menschen ausmacht, etwas
anderes, eher als Geist zu verstehendes, immer der bedeutendere
Faktor ist.

Selbstverständlich ist das Beenden des Lebens, durch eigene


Hand, in der Überzahl wohl in einer subjektiv, aussichtlosen Situation
begründet, aber all zu oft ist, wie bei der Depression, eine selbst
gewählte Isolation/Einsamkeit der (mit) bestimmende Faktor. Eine
depressive Verstimmung hat einen äußerst effektiven und negativen
Einfluss auf die Lebensqualität eines jeden Menschen. Die (sorry)
Gesprächstherapie/Psychoanalyse hat sich modernen
therapeutischen Maßnahmen gegenüber als zu komplex und damit
als zu langwierig gezeigt.

Dem Patienten sollte nicht zugemutet werden, mehrere Jahre


wöchentlich zu einer Therapiestunde zu kommen, nur weil die in
unseren Köpfen, die immer teurer werdende Zeit, das notwendig zu
machen scheint und/oder zu viele Patienten angenommen worden
sind. .

Gesprächstherapie und Psychoanalyse sind einerseits durch den


hohen Zeitaufwand und über die Zuwendung des Therapeuten
heilsam, aber das Heilsein des Patienten sollte nicht in die Ewigkeit
verschoben werden und eine Problematik ist außerdem auf der
intellektuellen Ebene nicht zu beheben. Was unsere Patienten

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Leiden macht, muss im Bereich des Unbewussten gesucht/gefunden
und liebevoll aufgelöst (entlassen) werden.

Prof. Dr. Losanov aus Sofia, Bulgarien erkannte, als er nach einer
schnelleren Lehrmethode suchte, (Suggestologie, Suggestophädie,
Superlearning) dass in tranceartigen Zuständen etwas sehr viel
schneller gelernt oder verlernt werden kann. Das war für meinen
Mentor Dr. Murphy und mich eine Bestätigung, durch Trance an der
Ratio vorbei zu kommen (Wächter am Tor) und schnelleren, aber
weniger eingeengten/kontrollierten Zugang zum Unterbewusstsein zu
erhalten.

Ich habe im Laufe der Jahre die erforderliche Therapiezeit auf 18


Stunden (3 Tage) reduziert und habe außerordentliche Erfolge
dabei, selbst komplexe Zustände aufzuheben.

Sicherlich auch, weil ich vollkommen davon überzeugt bin, die


effektivste und beste Therapie anzubieten und dass ich diese
Meinung auf meine Therapeuten und diese natürlich auf den Patienten
übertragen, kann es kaum anders sein.

(Wie überzeugt sind Sie von Ihrem Tun?)


Suizidgedanken hat jeder Mensch ein oder mehrere Male im Leben. Es
scheint manchmal sogar, als ob wir austesten möchten was sein wird,
wenn das Leben beendet ist! Wie der Übergang von Hier nach Dort
erfahren werden wird. Und neugierig, wie wir nun mal sind, zu
erkennen suchen, ob es ein Dort überhaupt gibt?

Wer spielt mit dem Gedanken an Suizid nicht des öffteren, aber Sie
sollten nicht vergessen, Gedanken haben die Absicht ernst zu machen,
sich zu verwirklichen und das kann in vielen Fällen tödlich sein!

Dr. Murphy sagte zu mir:

„In einer psychiatrischen Anstalt sind Meister der Imagination“


Eine kleine Geschichte mit der Sie, wenn ich Sie heimsuche, konfrontiert
werden könnten.

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Ein intelligent wirkender, freundlicher Zeitgenosse, entschied sich von
nun an, nur noch in einer nicht existierenden Sprache zu sprechen.
Er wurde über die Grenzen hinaus bekannt und viele
„Wissenschaftler“ bemühten sich, mit ihm in kommunikativen Kontakt
zu treten. Nach längerer Zeit wurde es aber spürbar, dass er gerne
wieder in seiner Muttersprache gesprochen hätte, aber über längere
Zeit gelang es ihm nicht mehr.

Nachdem er das nicht fertig brachte, kam ein normal gebliebener


anderer intelligenter, freundlicher Zeitgenosse zu ihm und redete
und sprach zu ihm ebenfalls in einer anderen, nicht existierenden
Sprache. Es war eine Schlacht zwischen zwei extrem sturen
Personen und sie endete nach etwa zwei Wochen damit, dass der Erste
lachend. aber auch mit tränenden Augen, aufgab und sich wieder seine
Muttersprache zu eigenen machte. Er spielte zunächst nur
ein Spiel, dass es aber ernst werden könnte, war ihm eine Zeit lang nicht
bewusst!

Es stimmt schon:

Wir sind, was wir denken“.


Was wir denken, beginnen wir irgendwann auch zu glauben, was
wir glauben werden wir irgendwann auch tun! Helfen wir unseren
Schutzbefohlenen und schenken wir ihnen unsere Liebe, auf dass wir
unserer Berufung gerecht werden und weiterhin Gutes durch uns in die
Welt kommt. Normal wäre es, dass ein hoher Geist in unseren
Herzen seine Wohnstatt hat und wir keine anderen „Gottessöhne“
neben ihm dulden sollten.

Wir können in der Gewissheit leben, dass ER uns


beisteht wann immer wir ihn rufen, genau so, wie er
auch uns berufen hat.

Der Schöpfer ist mit uns, sagen wir ihm Danke für all
das, was ER bereits für uns getan hat.

ER denkt, spricht und handelt durch uns“.


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In Deutschland/Bayern sagt man vereinfacht:

Der Herr schmiss Hirn vom Himmel“.

Mit kollegialen Grüßen aus der Schweiz,

Erhard Freitag

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