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Gymnasium Stein Grundwissenkatalog Mathematik Jahrgangsstufe 10

Zusammenhänge, die man nicht in der "Merkhilfe" findet, sind mit M! markiert;
Wissen / Können Beispiele
Kugel: Der Radius einer Kugel wird verdreifacht. Wie ändern sich dadurch
4 Volumen und Oberfläche der Kugel?
Volumen V = r 3 π 4 4 4
3 r´= 3r ⇒ V´ = (r´)3 π = (3r )3 π = 27 ⋅ r 3 π = 27 ⋅ V kurz: V ∼ r3
3 3
∼ r → Tipp: Einheit = m ;…
V∼ 3 3 3

2 O´ = 4(r´)2 π = 4 ⋅ (3r )2 π = 9 ⋅ 4r 2 π = 9 ⋅ O kurz: O ∼ r2


Oberfläche O = 4r π
∼ r2 → Tipp: Einheit = m2;… Berechne die Oberfläche einer Kugel mit Inhalt 1,0 Liter!
O∼
1 2
Anwendung in 4  3 3  3 3
V = r 3 π = 1 dm3 ⇒ r =   dm ⇒ O = 4 ⋅   dm2 π ≈ 4,8 dm2
Sachzusammenhängen 3  4π   4π 
Sektorfläche und 2 µ 2 1
Bogenlänge; M! A360° = r π und Aµ ∼ µ ⇒ Aµ = 360° r π = 2 b µ r bµ
Bogenmaß von Winkeln als µ µ Aµ
Bogenlänge zum Radius 1 : b 360° = 2rπ und b µ ∼ µ ⇒ b µ = 2 rπ = r π µ
360° 180° r
π
α(Bogen) = ⋅ α(Grad) π π π
180° 360° ≙ 2π ⇒ 180° ≙ π ≈ 3,14 ; ≙ 90°; ≙ 60° ; ≙ 45° usw.
2 3 4
Sinus und Kosinus für π 90°
M! 2 y = sin α
beliebige Winkel:
P(x | y) sei der zum Winkel α P 1
gehörende Punkt auf dem α 3π
2
Einheitskreis →
π 0 + +
180° 2π
π α
sin α = y- Koordinate von P − π
2
− 2π
cos α = x- Koordinate von P -1
sin α y
tan α = bzw. 1
cos α P(x | y) t
tan α = „Tangentenabschnitt“
Strahlensatz:
Definitionen im rechtwinkligen y = cos α
1 t : 1 = sinα : cosα
Dreieck (nur für 0° < α < 90°) y = sin α
y ⇒ t = tan α
→ gwk 9. Klasse! -1
+ 1

π α x
Taschenrechner (TR)
2
auf verwendetes Winkelmaß x = cos α 1
einstellen: Bsp.:
Bogenmaß → RAD − π a) sin α = 0,7 M!
Gradmaß → DEG TR: αI ≈ 44,4° bzw. 0,775 y
Bei den Graphen von Sin- und αII = 180° − α1 ≈ 135,6° 1
Cos-Funktion wird der Winkel 3π αII αI
2 bzw. π − α1 ≈ 2,37
α im Bogenmaß angetragen; weitere Lösungen:
Bezeichnung dann sonst sin αII II I sin αI
α1 + 360° ≈ 404,4° usw.
üblicherweise x statt α 2π + bzw. α1 + 2π ≈ 7,06 usw. cos αII cos αI x
-1 cos αIII cos α 1
αII + 360° ≈ 495,6° usw IV
Umkehrfunktionen am TR: M! α
SHIFT sin liefert einen zu bzw. αII + 2π ≈ 8,65 usw. sin αIII sin αIV
III IV
sinα gehörenden Winkel α ,
jedoch nur die eine Lösung mit b) cos α = 0,7
αIII αIV
-90° ≤ α ≤ 90°. TR: αI ≈ 45,6°
-1
SHIFT cos liefert ebenfalls nur αIV = 360° − αI ≈ 314,4°
die Lösung mit 0°≤ α ≤ 180°. c) sin α = − 0,7 e) cos α = − 1
Es gibt aber immer unendlich TR: −αI ≈ −44,4° ⇒ α = 180° + k ⋅ 360° Vorzeichenübersicht:
viele Lösungen (⇔ Periode 2π): αIV = 360° − α1 ≈ 315,6° bzw. α = π + k ⋅ 2π sin α cos α
die gestrichelten „Projektions- αIII = 180° + α1 ≈ 224,4°
linien" in der Grafik schneiden
die Sinuslinie bzw. die Kosinus- d) cos α = − 0,7 + + − +
linie unendlich oft. TR: αII ≈ 134,4°
In [0°;360°] gibt es i.A. αIII = 360° − αII ≈ 225,6°
− − − +
2 Lösungen.
Bestimmung von Die Wirkung von Hausaufgaben auf die Zeugnisnote soll in einer Gruppe von
Wahrscheinlichkeiten bei 200 Schülern untersucht werden. Man betrachtet dazu die Ereignisse
komplexen mehrstufigen H = "Ein Schüler macht regelmäßig seine Hausaufgaben in Mathematik"
Zufallsexperimenten mit E = "Erfolg": Der Schüler bekommt in Mathe im Zeugnis mindestens eine 2
Hilfe von Pfadregeln in Umfrageergebnis: 160 Schüler machten ihre Hausaufgabe ⇔ |H| = 160
Baumdiagrammen oder mit von diesen Schülern hatten 48 Erfolg ⇔ |E ∩ H| = 48;
einer Vierfeldertafel 38 Schüler hatten keine regelmäßige Hausaufgabe und waren nicht erfolgreich ⇔
(für 2-stufige Experimente) ⇔ | E ∩ H | = 38
zu Pfadregeln → gwk 9 Eintrag dieser absoluten Häufigkeiten (fett gedruckt) in die Vierfeldertafel T1
Schreibweisen: und Ergänzung der Tafel ; z.B. E ∩ H = 160 − 48 = 112
E ∩ H bedeutet: M!
Das Ereignis E und das → Berechnung der "Laplace-Wskt" (→gwk8!) → Vierfeldertafel T2
Ereignis H tritt ein. In den inneren grauen Rechtecken stehen die absoluten Häufigkeiten bzw. Wskten
der "und"-Ereignisse; z.B.: | E ∩ H | = 38 ; P(E ∩ H) = 0,24
E = Gegenereignis zu E
Bedingte Absolute Häufigkeiten: Relative Häufigkeiten →
Wahrscheinlichkeiten(Wskt):
Wahrscheinlichkeit: T1 H H gesamt
PH(E) = Wskt von E unter T2 H H
E 48 2 50 : 200
der Bedingung H E 0,24 0,01 0,25
E 112 38 150
= Wskt von E, gesamt 160 40 200 E 0,56 0,19 0,75
wenn H eintritt 0,80 0,20 1
Berechnung der bedingten PH(E) = Wskt, dass ein Schüler Erfolg hatte, wenn er Hausaufgaben gemacht hat:
Wskt entweder "direkt" → 48
oder durch E∩H 48 200 0,24 P(E ∩ H )
T1 → PH(E) = = = 0,3 bzw. PH(E) = = = (T2)
"Umkehrung H 160 160 0,80 P(H )
1
der Pfadregeln" M! (Erweitern mit
200
) 200

im Baumdiagramm E∩H 2
P H (E) = = = 0,05 = Wskt für Erfolg, wenn man keine HA macht
- vgl. Bsp. (weiter unten) H 40

Die bedingten umgekehrt: PE(H) = Wskt, dass ein Schüler die HA gemacht hatte, wenn er
Wahrscheinlichkeiten stehen E∩H 48
im Baumdiagramm an den erfolgreich war = = = 0,96
Ästen nach den ersten E 50
Verzweigungen
„und-Wskten“; z.B. P(E ∩ H) = 0,24
Es handelt sich hier um eine
logische und nicht um eine PH(E) E 0,24 H PE(H) M!
"zeitliche" Bedingung;
H E
vgl. "umgekehrt" im Bsp. 0,8 P E( H ) 0,25
P H( E ) E 0,56 H
Die Vierfeldertafel ist
übersichtlicher und immer
verwendbar, wenn keine P H ( E) E 0,01 H
0,2 P E ( H)
bedingten Wskten gegeben 0,75
H E
sind.
In Baumdiagrammen P H (E) E 0,19 H P E ( H)
„ totale“ „ totale“
können im Unterschied zur Wskten Summe = 1 Wskten
Vierfeldertafel auch die
bedingten Wahrschein- bedingte Wahrscheinlichkeiten
lichkeiten direkt einge-
tragen bzw. abgelesen Pfadregel: 0,8 ⋅ PH(E) = 0,24 ⇒ PH(E)= 00,,24 8
= 0,3 ("Umkehrung")
werden. → Wenn bedingte
0,56
Wskten gegeben sind, dann 0,8 ⋅ PH( E ) = 0,56 ⇒ PH( E )= 0,8 = 0,7; einfacher: PH( E ) = 1 − PH(E)
Baumdiagramm günstiger!
(vgl. z.B. Wh.aufgabe Nr. 10 ) P (E ) = 0,01 = 0,05; P (E ) = 1 − 0,05 = 0,95; 0, 24
P E (H ) = 0, 25 = 0,96
H 0, 2 H
Oft ist es dabei nützlich, die
beiden möglichen Bäume zu P (H ) = 1− 0,96 = 0,04 ; P (H ) = 0,56 = 56 = 0,746 ; P (H ) = 19 = 0,253
E E 0,75 75 E 75
kombinieren (aber nicht
immer nötig) - vgl. Bsp.!
Potenzfunktionen mit Eine ganzrationale Funktion (grF) ist eine reelle Funktion, deren Funktionsterm
natürlichen Exponenten sich als Polynom schreiben lässt, also als Summe aus Potenzen von x, die jeweils
(→ "wichtige mit einem reellen Koeffizienten multipliziert sind.
Funktionstypen") Der größte Exponent von x heißt Grad der grF.
als Bausteine für
Bsp.: f(x) = 2x7 − 3,23x6 + 2 x − 23 (Grad 7)
ganzrationale Funktionen Polynom als Normalform
Normalform und g(x) = x3 + x2 − 6x (Grad 3)
„Nullstellenform“ Durch Faktorisieren erhält man die Nullstellenform: g(x) = x(x − 2)(x + 3)
M! (ganzer Abschnitt) → Eine grF vom Grad n hat höchstens n Nullstellen
(− x7)
Bestimmung der Nullstellen 2⋅ 4
Bsp. 1a) Gegeben: f(x) = − 0,75 ⋅x ⋅(x −1,5) (x + 1)
(Nst) mit Vielfachheit aus der Skizzieren Sie den Graph der Funktion!
Normalform durch
Faktorisieren: • „Startwert“ : f(1) = − 0,75 ⋅1 ⋅ 0,52⋅24 = −3
• Ausklammern → gwk 7 • Nst.: x1 = 0; einfach ⇒ Vorzeichenwechsel (VZW)
• binomische Formeln x2 = 1,5 ; doppelt ⇒ kein VZW
→ gwk 9 x3 = −1 ; 4-fach ⇒ kein VZW
• quadratische Vielfachheit 4 > 2 ⇒ flacher als bei x = 1,5
Lösungsformel → gwk 9 • Ausmultiplizieren ⇒ f(x) = − 0,75 x7 + ….
oder "Vieta" ⇒ Verhalten für x → ±∞ wie bei − x7
• Polynomdivision also lim f ( x ) = − ∞ und lim f ( x ) = + ∞
x→ ∞ x→ − ∞
Bedeutung der Nullstellen Bsp. 1b) "umgekehrt": Gegeben ist der obige Graph einer grF f
für den Graphen; speziell vom Grad 7. Bestimmen Sie eine Funktionsvorschrift für f !
für das Vorzeichenverhalten: • Nst. (Vielfachheiten beachten!) → f(x) = a ⋅ x ⋅(x − 1,5)2 ⋅ (x + 1)4
gerade Vielfachheit ⇔ • einfachen Punkt einsetzen; hier z.B. P(1|−3) → − 3 = a ⋅ 1 ⋅ (−0,5)2 ⋅ 24
⇔ kein VZW ⇒ a = − 0,75 also f(x) = − 0,75 ⋅ x ⋅(x − 1,5)2 ⋅ (x + 1)4
(Vorzeichenwechsel)
1 2 "Terrassen-
ungerade Vielfachheit ⇔ Bsp.2a) f(x) = (x − 4x + 4) (3x 2 − 6x)
⇔ Vorzeichenwechsel 2 -punkt"
("Terrassenpunkt" für Faktorisieren: bin.Formel; Ausklammern
Vielfachheit ≥ 3) 1 3 3
f(x) = (x − 2)2 ⋅3⋅x⋅(x −2) = x( x −2)
bei Vielfachheit = 1 2 2
schneidet Gf die x-Achse f(x) = 1,5x4 + …⇒ Verhalten für x→ ± ∞ wie bei x4
"Startwert" z.B.: f(1) = … −1,5
bei Vielfachheit > 1 ist die
x-Achse Tangente an Gf
Bsp.2b) umgekehrt: Gf → f(x) = ? analog wie 1b)
Das Verhalten für x → ± ∞
wird durch den Summanden
mit dem größten Exponenten Bsp. 3) f(x) = 2x 5 − x 4 − 4x 3 + 3x 2 (Normalform)
bei x bestimmt Bekannt sei weiter, dass x = 1 eine Nst von f ist (oder: "Probieren")
• Faktorisieren : f(x) = x2 (2x3 − x2 − 4x + 3)
• x = 1 ist Nst → f enthält den Linearfaktor (x − 1)
Anmerkung:
Die genaue Lage von "Hoch - → weiter Faktorisieren durch Polynomdivision:
und Tiefpunkten" ist i.A. erst in ( 2x3 − x2 − 4x + 3) : (x − 1) = 2x2 + x − 3
der 11. Klasse bestimmbar. 2x3 − 2x2
Dies wird insbesondere wichtig, x2 − 4x ⇒ f(x) = x2 (x−1) (2x2 + x − 3)
wenn die grF x2 − x
nicht die weiter Faktorisieren hier
−3x + 3
Maximalzahl mit quadratischer
der Nst hat, −3x + 3 Lösungsformel
wie z.B. ‫־־־־־־‬
f(x) = x3 – x − 1 1
( ≤ 3 Nst )
2x2 + x − 3 = 0 ⇒ x1/2 =
4
(− 1 ± 1 + 24 ; )
x1= 1 ; x2 = − 1,5
oder sogar gar
also: f(x) = x2 (x − 1) ⋅ 2 (x − 1)(x + 1,5) =
keine Nst hat,
wie z.B. = 2x2 ( x − 1)2 (x + 1,5) (Nullstellenform)
f(x) = x4− 2x2 + 2 →Grobskizze von Gf
Verhalten für x → ± ∞ wie bei x5 ; evtl. noch f(−1) = 4
( ≤ 4 Nst )
Exponentialfunktionen Veränderung einer Größe y während einer „Zeiteinheit“ (∆x = 1)
zur Modellierung von M! a) um das α-fache des aktuellen vorherigen Werts y(x) :
exponentiellem Wachstum: ∆y = y(x+1) − y(x) = α ⋅ y(x) ⇔ ∆y ∼ y ≠ const.
f(x) = y0 ⋅ ax oder y0 = b⋅ax → exponentielles Wachstum: y = y0 ⋅ (1+ α) x ⇒ y = y0 ⋅ a
x
(a = 1 + α)
mit y0 = f(0) = b b) um das α-fache des Anfangswerts y0: ∆y = α⋅y0 = const !
und a = Wachstumsfaktor → lineares Wachstum: y = y0 + α⋅y0 ⋅ x ⇒ y = y0 + m ⋅ x ( m = α⋅y0)
a > 1 ⇔ Wachstum Bsp.1) Ein Kapital von 2000 € wird mit 8 % p.a. (pro Jahr) verzinst:
0 < a < 1 ⇔ "Zerfall" f(x) = Kapital in 1000 € ; x = Zahl der Jahre
a) Verzinsung mit Zinseszins a)
Abgrenzung von linearem
Wachstum → fa(x) = 2 ⋅ (1 + 0,08)x = 2 ⋅ 1,08 x (expon. W.)
b) Die Zinsen werden nicht mitverzinst b)
Beachte den Unterschied
zwischen Exponentialfunktion → fb(x) = 2 + 0,08 ⋅ 2 ⋅ x = 2 + 0,16 x (lin. W.)
fE(x) = a x Bsp.2) Zahl der Jod 131 – Kerne in in einem radioaktiven Päparat in Abhängigkeit
(Variable im Exponent) und von der Zahl x der Tage: f(x) = 2,7⋅1015 ⋅ 0,917 x
r
Potenzfunktion fP(x) = x 0,917 = a = 1 + α ⇒ α = 0,917 − 1 = − 0,083
(Variable in der Basis) → Die Zahl der Kerne nimmt pro Tag um 8,3 % ab
x = log a b ist die Die "Umkehraufgabe" zu Bsp.2) wird mit dem Logarithmus gelöst:
Lösung von a x = b M! Nach welcher Zeit halbiert sich die Zahl der Kerne? ("Halbwertszeit" = ?)
in Worten: x = log a b → 0,5 . 2,7⋅⋅1015 = 2,7⋅⋅1015⋅ 0,917 x → 0,5 = 0,917 x → x = log 0,917 0,5 = 7,99 …
ist diejenige Zahl, mit der → Die Halbwertszeit beträgt etwa 8 Tage (TR!)
man a potenzieren muss,
um b zu erhalten Logarithmenwerte ohne TR: Def. ⇒ log a a x = x und a loga x = x
sprich: Logarithmus von b weiter log a 1 = 0 für alle a > 0
zur Basis a log 3 81 = 4; denn 34 = 81 (mit welcher Zahl muss man 3 potenzieren, um 81 zu erhalten)
Logarithmus ist also nur ein 1 −1 −3
1 1
anderer Name für Exponent! log 2 = log 2 2 = −1; lg 0,001 = log 10 10 = − 3; log 2 2 = log 2 2 2 =
2 2
→ Die Rechenregeln für
1) log a ( u ⋅ v ) = log a u + log a v ⇔ a x ⋅ a y = a x + y (u = ax ; v = ay)
Logarithmen (→ Merkhilfe)
x y x−y
sind dieselben Regeln wie für 2) log a ( u : v ) = log a u − log a v ⇔ a : a = a dabei jeweils
Potenzen (→ gwk 9 ) x z
u>0; v>0; a>0
- nur in neuer Schreibweise→ 3) log a u z = z ⋅ log a u ⇔ a = a z⋅x a ≠1 ( )
Exponentialgleichungen sind Bsp.: lg (100 a3 ) = lg 100 + lg a3 = 2 + 3 lg a; log2 (2a + 3) ist nicht zerlegbar
Gleichungen mit der
Unbekannten x im Exponent. b) 6⋅ 6 4 x = 36 x +1
a) 4 3x = 2 ⋅ 5 2 x │ lg (..)
Lösung durch
3x ⋅ lg4 = lg2 + 2x ⋅ lg5 6 4 x +1 = 6 2( x +1) │log 6(..)
Logarithmieren M! x⋅⋅(3 lg4 − 2 lg5) = lg2 4x+1 = 2x + 2 Hier mit passender
auf beiden Seiten
lg 2 x = 0,5 Basis Lösung ohne TR
Funktionsgraphen → Blatt x= ≈ 0,737
3 lg 4 − 2 lg 5 (oder wie a) ) möglich!
"wichtige Funktionstypen"

Einfluss von Parametern Spezialfall von a) :


auf Funktionsgraphen: g(x) = − f(x) ⇔ Spiegelung an der x-Achse
M! c/d f(x) +1,5
a) g(x) = a ⋅ f(x) ⇔
Streckung in y-Richtung
a
2⋅⋅ f(x)
mit Faktor a Bei Streckung
in y-Richtung f(x+1,5)
"Bei x alles umgekehrt"

b) g(x) = f(b ⋅ x) ⇔ bleiben alle


f(x)
Streckung in x-Richtung Schnittpunkte
mit Faktor 1b mit der x-
Achse fest − f(x) f(x)
c) g(x) = f(x + c) ⇔
Verschiebung b f(x) Spezialfall von b) :
in x -Richtung um − c g(x) = f(−x) ⇔
⇔ Spiegelung an der y-Achse
d) g(x) = f(x ) + d ⇔
Bei Streckung in x-Richtung bleibt
Verschiebung f(−
−x) der Schnittpunkt mit der y-Achse fest
f(2⋅⋅x)
in y -Richtung um d
Allgemeine Eigenschaften von Funktionen
Achsenpunkte und Definitionsmenge → gwk8 und gwk9 ; Wiederholungsaufgaben
Symmetrie des Graphen Typische Vertreter:
a) bezüglich des G f ist asyA • f(x) = cos x
M! y Gf
Koordinatensystems • Ganzrationale Funktionen mit
P’(x’|y’) P(x|y) lauter geraden Exponenten
Gf ist achsensymmetrisch
zur y-Achse (asyA) y = f(x)
Bsp.: f(x) = 4x6 − 3x2 + 6 (⋅ x0)
y’ = f(−
−x) Funktionen mit einem Graphen,
⇔ f(−x) = f(x) x der asyA ist, heißen deshalb auch
(für alle x ∈ D)
x’ = − x x gerade Funktionen
Gf ist punktsymmetrisch y Gf
Gf ist psU • f(x) = sin x
zum Ursprung (psU) P(x|y)
• Ganzrationale Funktionen mit
⇔ f(−x) = − f(x) x´= −x f(x)
x lauter ungeraden Exponenten
(für alle x ∈ D)
Bsp.: f(x) = x7 − 3x3 + 0,5x
Z x
Produkte (analog für f(−
−x) Funktionen mit einem Graphen,
Quotienten) : M! der psU ist, heißen deshalb auch
"asyA ⋅ asyA = asyA" P´(x´|y´) ungerade Funktionen
( " + ⋅ + = + ") Bsp.: f(x) = x⋅ sin(x) Gf ist asyA (" − ⋅ − = + ")
" psU ⋅ asyA = psU " f(x) = x⋅ cos(x) Gf ist psU (" − ⋅ + = − ")
("− ⋅ + = − ") x4 − 2 x 4 + 3x 2
" psU ⋅ psU = asyA" f(x) = Gf ist psU ( " +− = − " ) ; f(x) = Gf ist asyA ( " ++ = + " )
(" − ⋅ − = + " ) x 3 + 2x x2 + 2

b) allgemeine Symmetrien Durch eine Verschiebung des Graphen (→ Parametereinfluss c/d ) werden
Symmetrieachse bzw. Symmetriezentrum mit verschoben → Whaufgabe Nr. 24
Verhalten für x → ± ∞ Wichtiger Spezialfall: lim f(x) = 0 ⇔ die x-Achse ist Asymptote zu Gf
x→ ∞
a) Wenn sich die Funktions- M!
werte einer Funktion f 1 1 1 1
Bsp.: lim = 0 und lim = 0 ; kurz: lim = 0 ; allg.: lim = 0 ( r> 0)
"für sehr große x nur noch x →∞ x x→ − ∞ x x → ±∞ x x → ±∞ x r
beliebig wenig von der → gwk8; → wichtige Funktionstypen
Zahl a unterscheiden" , 0,5x
dann sagt man: lim 2 x = 0 ; aber lim 2 x = ∞ ;
f konvergiert gegen a x → − ∞ x→∞ 2x
oder lim 0,5 x = 0 ; aber lim 0,5 x = ∞ ; 2x +1
Der Grenzwert von f x→ ∞ x→ − ∞
für x → ∞ ist a
lim 2 x + 1 = 0 + 1 = 1 ; lim 2 x + 1 = " ∞ + 1" = ∞
kurz: lim f ( x ) = a x→ − ∞ x→∞
x →∞
Gf hat dann die waagrechte • lim 2 x ⋅ sin 4x = 0 , denn
Asymptote y=a x→ − ∞
2x
Analog für x → − ∞ g(x) = sin 4x divergiert zwar unbestimmt für x → − ∞
( ebenso wie für x → ∞) ,
Wenn f für x→ ∞ nicht ist aber "beschränkt" ⇒ "2x gewinnt" sin 4x
konvergiert, dann sagt man: • unbestimmte Divergenz von
f divergiert für x → ∞. f(x) = 2x ⋅ sin 4x für x → ∞
Hier gibt es 2 Fälle (vgl. Bsp.):
b) Bestimmte Divergenz: z(x)
Spezialfall rationale Fkt.: f(x) = n ( x )
lim f ( x ) = ∞ bzw.
x →∞
M! als Quotient zweier ganzrationalen Fkt. 2 x ⋅ sin 4x
lim f ( x ) = − ∞ mit Zählergrad = z und Nennergrad = n
x →∞
• n > z ⇒ lim f(x) = 0 ("Nenner gewinnt")
als symbolische x→ ± ∞
Schreibweise dafür, dass der
• n < z ⇒ lim f(x) = ∞ (bestimmte Divergenz; "Zähler gewinnt") waagrechte
Graph "nach oben bzw. nach x→ ±∞ Asymptote:
unten verschwindet" M!
• n = z ⇒ lim f(x) = const ≠ 0 y = 0,5
Analog für x → − ∞ x→ ± ∞
2x − 1 2− 1
c) Unbestimmte Divergenz x 2−0 1
Bsp.: f(x) = 4x + 2 = 4 + 2 ⇒ lim f (x) = =
x x→ ± ∞ 4+0 2
Grundwissen-10-g8.doc 15.07.2012