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An vielen Orten wird im Advent, teils auch noch in der Weihnachtszeit,


ein Weihnachtsmarkt abgehalten. Dabei werden meist besondere
Waren angeboten, etwa Kunsthandwerk
zur Weihnachtsdekoration und Lebensmittel. Viele Weihnachtsmärkte
bieten den Besuchern auch Fahrgeschäfte, Musik und Darbietungen
wie Krippenspiele. Je nach lokaler Tradition wird ein solcher Markt
auch Adventsmarkt bzw. Adventmarkt oder Christkindlesmarkt (bzw. C
hristkindlemarkt, Christkindlmarkt) genannt. Daneben gibt es
regionale Namenszusätze oder vollständige Eigennamen,
beispielsweise den Dresdner Striezelmarkt oder den Neubrandenburger
Weberglockenmarkt.
Das Weihnachtsbrauchtum im deutschen Sprachraum ist weltweit
bekannt, und es gibt in vielen Ländern Weihnachtsmärkte nach
deutschem Vorbild.
Herkunft
Die Weihnachtsmärkte gehen zurück auf spätmittelalterliche
Verkaufsmessen und – häufig eintägige – Märkte, die den Bürgern zu
Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit gaben, sich mit Fleisch und
winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert kam der Brauch
auf, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder
Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände für die Kleinigkeiten auf
dem Markt zu errichten, die die Kinder zu Weihnachten geschenkt
bekamen; auch Stände mit gerösteten Kastanien, Nüssen und Mandeln
gab es damals bereits.
Im Jahr 1310 wurde ein Nikolausmarkt in München erstmals
urkundlich erwähnt. 1384 verlieh König Wenzel der Stadt Bautzen das
Recht zur Abhaltung eines freien Fleischmarktes, jeweils samstags vom
Michaelistag (29. September) bis Weihnachten. Im Laufe der Zeit
breitete sich eine Tradition im gesamten deutschen Sprachraum aus.
Seit etwa der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Märkte zu
einem festen Element des vorweihnachtlichen Brauchtums.
Zeitraum
Kleinere Weihnachtsmärkte öffnen mancherorts nur für wenige Tage,
an einem Wochenende im Advent, oder auch an mehreren. Zum
Weihnachtsfest sind manche Weihnachtsmärkte bereits wieder
geschlossen.
Der Beginn städtischer Weihnachtsmärkte, die für die Kommunen, den
Einzelhandel und die Marktbeschicker auch einen Wirtschaftsfaktor
darstellen, hat sich seit einigen Jahren in den November hinein
verschoben. Da jedoch der Sonntag vor dem ersten Advent in der
evangelischen Kirche als Totensonntag, einer der stillen Tage des
Jahres, begangen wird, stößt diese Praxis auf Kritik. so 2006
in Bonn, 2012 in Potsdam, Halberstadt 2013 in Hof oder 2015 in Bad
Sassendorf. Auch der Weihnachtsmarkt in Worms startete 2015 bereits
drei Tage vor Totensonntag, wurde jedoch erst am Montag danach
offiziell eröffnet. Deswegen beginnen viele Weihnachtsmärkte am
Montag nach dem Totensonntag oder bleiben an diesem Sonntag
geschlossen. Ein Weihnachtsmarkt in Oberhausen öffnete 2012 bereits
zwei Tage vor dem Volkstrauertag.

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Der Walzer ist ein Paartanz im 3/4-Takt. Der Walzer wird in
geschlossener Haltung in schnellen Drehungen und mit einem festen
Schrittmuster getanzt.

Walzer ist eine Variante des paarweisen Tanzens mit drei Schritten pro
Takt, andere Varianten sind etwa das Mazurek-Tanzen oder das – für die
Entwicklung des Walzers einflussreiche – historische „schwäbisch
Tanzen“.

Geschichte

Der Walzer ist der älteste der modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze.


Der Name wird aus dem Mittelhochdeutschen von der Tanzfigur „walzen“
bzw. dem Wort „walzen“,was „drehen“ bedeutet, abgeleitet. In
Tanzschritte umsetzbare Beschreibungen des Walzers liegen aus dieser
Zeit jedoch noch nicht vor. In den Textquellen, die das „Walzen“ im
gesamten deutschen Sprachraum belegen, ist selbst eine Taktart noch
nicht festlegbar.
Der Begriff Walzer wurde erstmals von Friedrich Schiller in der Ballade
„Eberhard der Greiner“ 1781 – sowohl für die Musik, als auch als Tanz –
in öffentlicher Form verwendet. Die ältesten bekannten Walzer finden
sich in Musikhandschriften um 1790., so auch ein so bezeichneter „Wals“
in Stockholm 1785. Der Begriff „Wiener Walzer“ ist erstmals 1797 in
Breslau nachweisbar.
Die erste gedruckte Ausgabe von Walzern erschien 1806 in Leipzig
(veröffentlicht durch Carl Friedrich Ebers). Ab den ersten beiden
Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurde er Mode in allen
Gesellschaftsschichten. Er verdrängte das Menuett und besaß den Ruf des
Volkstümlichen und Deutschen gegenüber dem Aristokratischen und
Französischen des Menuetts.
Für den Wiener Raum und die Zeit bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts
gibt es Hinweise auf sehr schnelle Tempi, wobei der „Langaus“, eine
Tanzausführung war, der allerdings der Musik vieler anderer Tänze
auferlegt werden konnte. In späterer Zeit nach dem Wiener Kongress gibt
es für den Wiener Walzer Hinweise auf ein Einpendeln des Tempos bei
etwa bei einer Sekunde pro Takt.
Die etwa halb so schnelle Version des Tanzes, der Langsame Walzer,
wurde ebenfalls 1806 erstmals gedruckt, jedoch erst gegen Ende des
19. Jahrhunderts regelmäßig getanzt.
Über die, für die Tanzbewegung wichtige, Agogik und Rhythmik des
Walzers lassen sich konkrete Aussagen erst ab der Erfindung der
Schallaufzeichnung machen. Daraus kann mit Einschränkungen auf die
mit den Aufnahmen verbundenen Traditionen in der Zeit davor
geschlossen werden. So etwa lassen Aufnahmen von Johann Strauß
(Sohn) und seinem Orchester Rückschlüsse zu auf den Wiener Walzer im
19. Jahrhundert. Für den Wiener Walzer und die damit eng verbundenen
Tradition der österreichischen Volkstanzpflege gilt die bekannte
ungleiche Verteilung der Gewichtung der Schläge im Takt mit Vorziehen
und Längen der zweiten Taktteile, der Bass spielt in der Regel nur auf
dem ersten Schlag. Berühmte tanzbare Walzer stammen von Josef
Lanner, Johann Strauß (Vater), dessen Sohn Johann Strauß (Sohn) (z. B.
der Donauwalzer, 1867) sowie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
Viele Opern und Operetten enthalten auf der Bühne
getanzte Walzermusik.
Als Volkstanz wurde der Walzer zu Beginn der 1930er Jahre vor allem in
Nb: yg weihnachtmarkt sebener e ada tambahan yg ini, tp optional se ko..

Übliches Bild eines Weihnachtsmarktes


Ein typischer Weihnachtsmarkt besteht aus zahlreichen Verkaufsständen auf den Straßen und
Plätzen eines Ortes, oft vor historischer und publikumswirksamer Kulisse. Es werden weihnachtliche
Backwaren und regionale Spezialitäten wie Printen, Lebkuchen, Berliner
Pfannkuchen, Spekulatius, Christstollen, diverse Süßigkeiten wie Schokoladenfiguren, Zuckerwatte,
gebrannte Mandeln, heiße Maronen und warme Speisen angeboten. Zum Angebot werden auch
warme Getränke, wie Glühwein (daher auch der Name
„Glühmarkt“), Feuerzangenbowle sowie Glühmost und Punsch (in Österreich), zum Durchwärmen
ausgeschenkt, aber auch andere Getränke wie Weihnachtsbock.
Was zum typischen Angebot von Weihnachtsmärkten gehört, ist umstritten. So vertrat der
Bürgermeister der Stadt Wolfratshausen, Helmut Forster, den Standpunkt, Cocktails und Bier hätten
auf einem Weihnachtsmarkt nichts zu suchen, als sich der Stadtrat von Wolfratshausen mit
Alkoholproblemen auf dem dortigen Christkindlmarkt befasste.[10]
Regelmäßig gibt es auf einem Weihnachtsmarkt Verkaufsstände für Weihnachtsartikel oder
Schmuck für den Christbaum, wie Glaskugeln, Adventssterne, Lametta, oder kunsthandwerkliche
Weihnachtsartikel, wie Krippen, erzgebirgische Schwibbögen oder Räucherfiguren. Auf größeren
Weihnachtsmärkten werden hauptsächlich Waren von professionellen Marktfahrern angeboten. Es
gibt aber auch Märkte, deren Erlös karitativen oder anderen gemeinnützigen Zwecken zufließt und
die von Vereinen organisiert werden, die oft auch selbst hergestellte Produkte verkaufen.
Zu den meisten Weihnachtsmärkten gehört zudem ein künstlerisches oder kulturelles
Rahmenprogramm. Für die Kinder erscheint der Nikolaus mit seinen Helfern, oder
der Weihnachtsmann bzw. das Christkind teilen kleine Geschenke aus. Häufig werden auch Fahrten
mit Pferdekutschen angeboten. Gelegentlich werden Weihnachtskrippen oder andere
Figurengruppen aufgestellt (z. B. Szenen aus Märchen). Auf manchen Weihnachtsmärkten werden
auch lebende Krippen inszeniert, mit echten Schafen, Eseln und Ziegen. Mitunter sind
auch Dromedare oder Trampeltiere als Reittiere der Heiligen Drei Könige Teil dieser Krippen.
Seltener sind Rentiere, Hochlandrinder oder exotische Tiere wie Lamas, Alpakas oder Yaks zu
sehen. An geeigneten Orten, etwa dem Balkon eines Rathauses, werden Krippenspiele oder
weihnachtliche Konzerte aufgeführt. Seinen besonderen Reiz erlangt der Weihnachtsmarkt meist
durch einen großen Weihnachtsbaum und die festliche Beleuchtung, die im Kontrast zur früh
einsetzenden Dunkelheit stehen.
Manche Weihnachtsmärkte finden auch außerhalb von Ortszentren statt, etwa
auf Burgen, Schlössern, in Guts- oder Klosterhöfen oder Freilandmuseen, in Porta Westfalica auch
in einem Besucherbergwerk oder in Saalfeld innerhalb und außerhalb der Feengrotten. Bei manchen
Weihnachtsmärkten wird Eintrittsgeld erhoben. Teilweise soll damit starker Besuch gesteuert
werden.[11]