Sie sind auf Seite 1von 32

Althochdeutsch

Erick Molina
Paola Macías
Cristian Mora
Esteban Jaramillo
Gliederung
Sitzung 1

1. Zeitraum und Quellenlage


2. Zusammenfassende Kennzeichnung
3. Politisch- gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen
4. Entstehung des Wortes “Deutsch”
5. Hochdeutsch und Niederdeutsch

Sitzung 2

Sprachliche Strukturen des Althochdeutsch:


1. Phonematik: Zweite Lautverschiebung
2. Morphematik und Syntagmatik: Artikel und Pronomen - Kasus und Deklinationen - Grammatik
3. Lexematik und textematik: Deutscher wortschatz - Entlehnungen- Abrogans Glossar
Abgrenzungen und Grundlegungen
1. Auslaufende germanische Formtradition

2.Neubeginn eines klostergebundenen


Kirchenschrifttums
Sprachgruppen
● Fränkisch Altniederdeutsch
○ Mittelfränkisch (ripuarisch und
● Westfälisch
moselfränkisch)
● Ostfälisch
○ Rheinfränkisch
○ Südrheinfränkisch
○ Ostfränkisch
● Oberdeutsch
○ Alemmanisch
○ Bairisch
● Langobardisch
Quellen
Inschriften

● Runen
● Inschriften in
lateinischer Schrift
Runen (Futhark)
Runen und deren Bedeutung
Andere
Bedeutung
Quellen
Glossen

● Einzelglossen
● Glossare
Quellen
Verstreute Sachwörter

● Legeswörter
● Sachwörter
Quellen
Übersetzungstexte

● Interlinearversionen
● Interlinearartige
Übersetzungen
● Freie Übersetzungen
● Umdichtungen
Quellen
Autochthone Texte im Althochdeutsch

● Dichtungen
● Prosadenkmäler
Hildebrandslied
Ik gihorta dat seggen, Ich hörte das sagen,
dat sih urhettun ænon muotin, dass sich als Herausforderer einzeln mühten:
Hiltibrant enti Hadubrant untar heriun tuem. Hildebrand und Hadubrand zwischen zwei Heeren.
sunufatarungo iro saro rihtun. Sohn und Vater richteten ihre Scharen aus,
garutun se iro gudhamun, gurtun sih iro suert ana, Sie richteten ihre Kampfgewänder, gürteten sich ihre
helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun, Schwerter um,
Hiltibrant gimahalta [Heribrantes sunu]: her uuas heroro die Helden, über die Rüstung, als sie zu dem Kampf
man, ritten.
ferahes frotoro; her fragen gistuont Hildebrand sagte, Heribrands Sohn, er war der ältere
fohem uuortum, hwer sin fater wari Mann,
fireo in folche, ............... des Lebens erfahrener, er begann zu fragen,
............... „eddo hwelihhes cnuosles du sis. mit wenigen Worten, wer sein Vater gewesen sei
ibu du mi enan sages, ik mi de odre uuet, unter den Menschen im Volke...
chind, in chunincriche: chud ist mir al irmindeot“. "...oder aus welchem Volke du bist
wenn Du mir einen nennst, kenne ich die anderen
Menschen im Reich, bekannt ist mir die ganze
Menschheit".
Zusammenfassende Kennzeichnung
● als Übersetzungssprache
● als Übergangssprache
● als Experimentiersprache
● als Entlehnungssprache
● als überregionale Volkssprache
Von den Merowinger zu den Karolinger
Chlodwig (451-511) Dynastie der Merowinger

- Begründer des Frankenreich ( erster König)


- Seine Bekehrung zum Katholizismus ( 3000
Adliger )
- Die Kirche Verheißungen/ Sieghelfermotiv
- Die Kirche hat alle Ämter besetzt
- Nach seinem Tod haben seine vier Söhne
beherrscht.
Pippin der Ältere (580-640)

- Fränkischer Hausmeier Austrien


- Der Stammvater der Pippiniden
- Durch seine Tochter Begga zum
Vorfahren des späteren
Herrschergeschlechts der Karolinger.
Zeitlinie

Pippin der Mittlere Pippins Sohn


Begga -Arnulfinger ( Herstal) (635-714) Karl Martell
Hochzeit (688- 741)

7. 8.
Jh. Jh.

- im frühen 7. Jahrhundert begann die Entwicklung zur königsgleichen Herrschaft


der Hausmeier.
Karl Martell (688- 741)

- Fränkischer Hausmeier
- Im 737 starb der Merowingerkönig
Theuderich IV.
- Karl regierte bis zum Tod ohne
König.
- durch seinen Sohn Pippin der
Jüngere hat er die Dynastie
umgesetzt. (Adoption von
Langobardenkönig Liutprand)
Pippin der Jüngere (714- 768)

- Fränkischer Hausmeier aus dem


Geschlecht der Karolinger
- Seit 751 König der Franken durch
den Papst.
- die Ablösung der Merowinger
Dynastie
- Die exakte Rolle des Papstes
Karl der Große (742-814)

- Militärische Expansion
- Zahlreiche Klöster (Schreib - und
Lesekultur ausgebildet wird. )
- Kulturpolitische Aktivitäten
- ,,Admonitio generalis” (789) die
Volkssprachliche Bildung
- Die Vereinheitlichung der deutschen
Muttersprache (,,lingua theodisca”)
Ludwig der Fromme (778-840)

- König des fränkischen Reiches


- Kaiser (813-840)
- Vertrag von Verdun (das
Frankenreich wurde aufgeteilt)
Codex Abrogans
- Ein lateinisch-althochdeutsches
Glossar 8.Jh. ( Geistlicher Arbeo de
Freising)
- das älteste erhaltene Buch in
deutscher Sprache
- enthält ungefähr 3.670
althochdeutsche Wörter in über
14.600 Belegen
- Lateinisches, alphabetisch
geordnetes Synonymwörterbuch
Der Weg des Wortes Deutsch
Aus Latein

Theodiscus ,,Lingua theodisca”

theudo = Volk Volkssprache = lingua vulgaris

Einfluss von ,, Theutonicus” aus dem Kloster ,, diutischin sprechen”

,,Teutschland” als geographische Bezeichnung durchgesetzt.


Zweite Lautverschiebung
Deutscher Wortschatz
● Erbwörtern: ureigenen Wörtern, die aus dem Germanischen
bzw. Indoeuropäischen kamen.
● Fremdwörtern: Wörtern aus Fremdsprachen, die in die eigene
Sprache mit der gleichen Funktion eingeführt wurden.
● Lehnwörtern: Wörtern, die aus anderen Sprachen
übernommen und an die eigene angepasst wurden.
Entlehnungen
Lehnbedeutung: Entlehnung nur der neuen Bedeutung
(Bedeutungswandel erebter Wörter).

Lat. Ahd. Nhd.

deus got Gott

dominus hêrro Herr

peccatum sunta Sünde


Lehnbildung: Neubildung aus eigenem Sprachmaterial, aber
durch fremden Anstoß.

● Lehnschöpfung (ohne formale Nachahmung)

Lat. Ahd. Nhd.

experimentum findunga Findung

philosophus unmezwizzo unmäßig Wissender


● Lehnformung (mit formaler Nachahmung)
1. als Lehnübersetzung (übersetzung Glied für Glied)

Lat. Ahd. Nhd.

superfluitas ubarfleozzida Überfluß

communio gimeinida Gemeinde

cantor sangari Sänger


1. Als Lehnübertragung (übersetzung nur eines Teiles oder
freiere Nachbildung)

Lat. Ahd. Nhd.

providere forakisëhan voraussehen

negare fersagên vereinen