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Das Alttestamentliche Bilderverbot

Gründe für dieses Bilderverbot:

Von Gott darf man sich nach dem AT kein fixes kultisches Bildnis (Statue, Bilder, Gemälde etc.)
machen, weil man damit der Gefahr der umliegenden Religionen begegnen will, denn…

1. Bilder verdinglichen die Gottheit (Bestimmte einengende Vorstellungen prägen das Denken
der Menschen)
2. Gott ist unverfügbar (nicht wie der Mensch will und wünscht, handelt Gott, nicht der Mensch
begegnet Gott, sondern Gott geht auf den Menschen zu  Selbstoffenbarung Gottes
3. Gott ist immer transzendent (Transzendenz Gottes) Unterschied zwischen der materiellen
Schöpfung und dem Schöpfer
4. JHWH ist immer der „Ganz-Andere“

Von Gott Reden heißt von einer Wirklichkeit reden, die nicht unter der Bedingung von Raum, Zeit
und Materie fällt, daher gibt es von Gott auch

a) Keine zeitlos-gültige Vorstellung


b) Keinen umfassend-definierenden Begriff
c) Keinen unbezweifelbaren und zwingenden Beweis
d) Keine Verfügung zur Nutzung eigener Interessen
e) Keine unmittelbar-sinnliche Wahrnehmung

Implikationen des Gottesnamens JHWH

JHWH: Ich bin der „Ich-bin-da“ Ich bin der, als der ich da sein werde; Ich bin der, als der ich mich
erweisen/zeigen werde

Zuverlässigkeit

JHWH macht Zusagen (Befreiung aus dem Leid in Ägypten).


Er fordert dafür das Vertrauen und den Glauben seines Volkes („Ihr könnt mit mir rechnen!“)

 Gott als personales gegenüber, kein ferner, unnahbarer, sondern ein personaler Gott, der mit
den Menschen Kontakt sucht und einen Namen trägt
 Transzendenz/Unverfügbarkeit: Der nahe, helfende und personale Gott, bleibt aber doch
immer auch der Unverfügbare, er handelt wie und wann er will
 Ausschließlichkeit: „Ihr seid mein Volk, ich bin euer Gott“
 Anfang des kommenden strengen Monotheismus
 Unbegrenztheit, dieser Gott ist an keinen Ort, keine Institution, kein Geschlecht, an keine
zeitlichen Grenzen gebunden
 Absolute Daseinszusage