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Hausarbeit

Für das Seminar Einführung in die Arbeitslehre und die


Allgemeine Technologie WiSe 2018/19

Abgabedatum: 10.03.2019

Vorgelegt von: Jakob Kulling, 7219419, PriSe Arbeitslehre

Modul / Veranstaltung: Einführung in die Arbeitslehre und die


Allgemeine Technologie WiSe 2018/19

Prüferin / Gutachterin: Stephanie Faase


Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG ........................................................................................................................... 2
EXZERPT ................................................................................................................................ 3

EXPOSÉ.................................................................................................................................. 7

Problemstellung ........................................................................................................................ 7
Zielsetzung ................................................................................................................................ 7
Vorläufige Gliederung ............................................................................................................... 7
Einleitung .................................................................................................................................. 8
Vorläufige Literaturquellen ....................................................................................................... 9

HOSPITATION ...................................................................................................................... 10
Informationen zur Schule ........................................................................................................ 10
Unterrichtsstunde ................................................................................................................... 11
Hospitationsreflexion .............................................................................................................. 13

REFLEXION........................................................................................................................... 15
LITERATURQUELLEN ............................................................................................................. 18

1
Einleitung

In einem Studium an einer Hochschule werden verschiedene wissenschaftliche


Arbeitsformen gefordert und angewandt. In der Lehrveranstaltung Arbeitslehre
und die Allgemeine Technologie wurde sich innerhalb des Semesters mit
unterschiedlichen Methoden und Inhalten zum Unterrichtsfach Arbeitslehre und
dem Begriff der Allgemeinen Technologie beschäftigt. Diese Hausarbeit soll nun
genauer auf diese verschiedenen wissenschaftlichen Methoden eingehen. Hierfür
wurde ein Exzerpt angefertigt. In diesem wurde das Kapitel „Einleitung“ in dem
Buch „Allgemeine Technologie; Eine Systemtheorie der Technik“ von Günter
Ropohl exzerpiert. Anschließend wurde eine eigene Fragestellung mit Bezug auf
den Themenbereich Arbeitslehre/Technik, in einem Exposé erarbeitet. Während
des Semesters lieferte die Hospitation an einer Stadtteilschule auf praktischer
Ebene erste Eindrücke, wie der Arbeitslehreunterricht tatsächlich Anwendung
findet. Um den wissenschaftlichen Bezug herzustellen, wurde unter dem Aspekt
einer Forschungsfrage der Unterricht beobachtet. Die Hospitation fand an der
Stadtteilschule-Eidelstedt statt. Die erarbeitete Fragestellung bezog sich darauf, ob
es klare Lernziele innerhalb der Unterrichtstunde gegeben hat und welche
Methoden und Sozialformen zum Erreichen der Lernziele informell und formell
genutzt wurden. Die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke wurden in Form
von Präsentation von den unterschiedlichen Gruppen im Seminar vorgestellt. Als
letzter Aspekt dieser Hausarbeit soll eine Reflexion der Lehrveranstaltung
stattfinden. Anhand der Reflexion der Methoden und Inhalte die in der
Lehrveranstaltung angewandt wurden, sollten sich eigene Entwicklungsziele
ableiten, die innerhalb des Studiums einen hohen Stellenwert bekommen und für
die eigene spätere Tätigkeit als Lehrperson von hoher Bedeutung sind.

2
Exzerpt

Bibliografische Angaben: Günter Ropohl; Allgemeine Technologie ; Eine Systemtheorie der


Technik; 3. , überarbeitete Auflage; Universitätsverlag Karlsruhe S. 15-46

Exzerpt:

Thema: Aussage: Anmerkung:

1.1 Probleme der • Durch die technische • Die Gesellschaft wird


Technik S. 15-21 Entwicklung und die damit stetig Technikgeprägter
einhergehende Nutzung und kann ohne Technik
technischer Hilfsmittel aktuell schlecht leben
führt dazu, dass aus dem (Die These bestätigt die
„Biotop ein Technotop Aussage des Autors)
geworden ist (Vgl. Ropohl, • Starke Aussage des
2009 S.15). Autors das ohne
• Der Gebrauch von technische Hilfsmittel
technischen Hilfsmitteln der Mensch nicht da
wie z.B. auf der Jagd hat wäre wo er heute steht.
einen erheblichen Anteil • Bestätigt die Aussage
daran wie der Mensch heute von dem Abschnitt
da steht (Vgl. Ropohl, davor und ist in der
2009, S.15). heutigen Gesellschaft
• Zwei prägende festzustellen.
Kulturgeschichtliche • Der Mensch strebt stetig
Ereignisse: Jägerkultur-> nach einer
Sesshaftigkeit und Weiterentwicklung.
Moderne->Industrialismus • „Kulturelle
führten zu einer „totalen Phasenverschiebung“
Technisierung unseres Definition gesucht.
Biotops.“ (Vgl. Ropohl,
2009, S15-16).
• Das Ende der „totalen
Technisierung noch
abzusehen (Vgl. Ropohl,
2009, S.15-16).
• Durch die rasante
Entwicklung der Technik
ist die moralische und
geistige Entwicklung der • Wird mit der aktuellen
Menschen noch nicht an Situation mit dem
dem Punkt, um die Technik Übermaß an Plastikmüll
komplett zu kontrollieren deutlich, dass der
(Vgl. Ropohl, 2009, S.16). Mensch die eigene
• Die nicht vorhandene Technik und deren
Kontrolle über die Technik Auswirkung nicht
zeigt sich in den negativen kontrolliert.
Einflüssen auf das
Ökosystem. Was wiederum
die menschliche Gesundheit

3
negativ beeinflussen kann.
Und so zukünftigen
Generationen durch
fehlende Ressourcen an
weiteren technischen
Fortschritt hindern
könnte(Vgl. Ropohl, 2009,
S.16).
• Technik hat den Alltag der
Menschen erheblich
erleichtert und hat dadurch
einen wichtigen Anteil in
der heutigen Gesellschaft.
• Die negativen Einflüsse der
Technik sind auf die
mangelnde Bildung der
Gesellschaft von Wissen
über die Technik
zurückzuführen
(Vgl.Ropohl, 2009, S.18).
• Das Ziel von Rohpohl ist
mit dem Buch ein
„Globalmodell der Technik
zu entwerfen (Vgl.Ropohl,
2009 S.19).

1.2 Ansätze der • Trotz des hohen Einfluss


Technikforschung S. von Technik im
21-28 menschlichen Leben wurde
erst spät begonnen
Forschung zu dem Thema
Technik zu betreiben
(Vgl.Ropohl, 2009 S.21).
• Beckmann führte nach
kurzer Erwähnung von Ch.
Wolff den Begriff
Technologie ein (Vgl.
Ropohl, 2009,S.21).
• Das Buch von Beckmann
hat in der heutigen Zeit
noch Einfluss durch das
einordnen von
Verfahrensarten in
verschiedene Rubriken
(Vgl.Ropohl, 2009,S.21-
22).
• Die Techniktheorie von
Marx fokussiert sich auf die
Arbeits- und
Produktionsprozess und den
Verhältnisse innerhalb der
Produktion für die

4
Menschen und den Einfluss
auf die Geschichte
(Vgl.Ropohl, 2009, S.22).
• Die Technikforschung
beschäftigt sich immer
mehr mit der
„menschlichen
Komponente“ im
Produktionsprozess (Vgl.
Ropohl, 2009,S.25).

1.2 Dimension der • Günter Ropohl definiert


Technik den Begriff Technik durch
das vielfältige
1.3 .1 Technikbegriff Anwendungsfelder nicht
gezielt.
• Allerdings unterteilt er den
Oberbegriff Technik in den
weiten Technikbegriff der
„jede Art von kunstfertiger
Verfahrensroutine in
beliebigen menschlichen
Handlungsfeldern umfasst“
(Vgl. Ropohl, 2009,S. 29).
• Und in den engen
Technikbegriff der das
Werkstück in den
Vordergrund rückt und
dabei das menschliche
handeln außer acht lässt
(Vgl. Ropohl, 2009, S.30).
• Des Weiteren definiert
Rohpol Technik in drei
Dimensionen:
die Naturale Dimension, die
Humane Dimension und die
Soziale Dimension
(Vgl.Ropohl, 2009, S.32).
1.3.2 Naturale • Unter dem Begriff fällt
Dimension alles was aus natürlichen
Bestandteilen (Rohstoffen
auch Kunstsoff etc.) besteht
(Vgl. Ropohl, 2009 S.33) .

1.3.3 Humane • Ohne den menschlichen


Dimension S.35-38 Einfluss würde es keine
Technik geben (Vgl.
Ropohl, 2009, S.35).
• Technik ist
5
„Lebensnotwendig“ aber
auch gleichzeitig ein
Luxusgut der Gesellschaft
(Vgl.Ropohl, 2009, S.35-
36).
• Ethische Einflüsse nehmen • Nicht alles ist ethisch
einen Einfluss auf die vertretbar was technisch
technische Entwicklung möglich wäre.
(Vgl. Ropohl, 2009, S.38).

1.3.4 Soziale • Technik hat einen direkten • Handy, Auto, Fernseher


Dimension S.39-43 Einfluss auf die haben einen hohen
Gesellschaft in Form von Stellenwert in der
der allgemeine heutigen Gesellschaft
Sozialisation (Vgl.Ropohl, und beeinflussen so die
2009, S.41). Gesellschaft.
• Der Staat wirkt rechtlich
regulierend auf die Technik
um die Kontrolle über die
Technik zu behalten (Vgl.
Ropohl, 2009 S. 42).
1.3.5 Interdisziplinäre • Zusammenfassend umfasst • Begriffserklärung folgt
Synthese Technik „gegenständliche in den späteren Kapiteln
Artefakte oder Sachsystem
sowie deren Entstehung
deren Verwendung in
soziotechnischen System“
(Vgl. Ropohl, 2009, S.43).

6
Exposé

Problemstellung

Der moderne Alltag der westlichen Gesellschaft wird immer mehr von Technik
geprägt. Die Menschen nutzen immer mehr Technik in nahezu jeder Lebenslage.
Durch den Nutzen von verschiedenen technischen Hilfsmitteln, wird der Alltag
stetig einfacher und komfortabler. Allerdings birgt diese Technisierung auch
körperliche Risiken. Der Alltag wird durch die Nutzung von E-Bikes, Autos oder
Bahnen zunehmend bewegungsarm. Hinzu kommt, dass sich der Berufsalltag bei
vielen Menschen immer mehr an den Schreibtisch verlagert und die größte
Aktivität im Alltag nur noch darin besteht, vom Schreibtisch in die Kantine zu
gehen. Durch die geringe Aktivität und fehlende Bewegung entstehen langfristig
immer mehr körperliche Einschränkungen wie Rückenschmerzen, Bluthochdruck,
Adipositas und Diabetes, wodurch sich die Risiken einen Schlaganfall oder einen
Herzinfarkt zu erleiden erheblich erhöhen.

Zielsetzung

Ziel dieser Ausarbeitung ist es, herauszufinden, ob das generell abnehmende


Aktivitätsniveau der westlichen Gesellschaft auf den technisierten Alltag
zurückzuführen ist, oder ob der Prozess auch ohne den technisierten Alltag so
entstanden wäre. Anschließend sollten Tendenzen zu erkennen sein, wie sich das
Aktivitätsniveau der Menschen in Zukunft entwickeln wird.

Vorläufige Gliederung
1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1.1. Definitionen
2.1.2. Definition von Technik die das Aktivitätsniveau senkt
2.1.3. Definition von Gesundheit
2.1.4. Datenerfassung von vorhanden Studien zum Aktivitätsniveau des
Alltages von früheren Generationen.
2.1.5. Datenerfassung vom Aktivitätsniveau des Alltages der derzeitigen
Generationen
2.1.6. Vergleich der Datenlage früherer und der derzeitigen Generation

3. Schlussteil
3.1. Auswertung der Daten
3.2. Schlussfolgerung über den Vergleich der Daten
3.3. Kritische Untersuchung der benutzten Methoden in der Ausarbeitung
3.4. Ausblicke auf mögliche weitere Untersuchung zu der Fragestellung
4. Vorläufige Literaturquellen

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Einleitung

Die westliche Gesellschaft steht im ständigen Prozess sich an die Entwicklungen


in der Welt anzupassen. Durch diese Anpassungen findet eine immer stärker
werdende „Technisierung“ statt. In der heutigen Zeit verbringt der
durchschnittliche Erwachsene die Hälfte seines Tages sitzend. Sitzend im Zug, am
Arbeitsplatz, vor dem Fernseher oder an dem Computer. Es geht sogar soweit,
dass dieser Lebensstil heutzutage im englischen Sprachraum eine eigene
Bezeichnung erhalten hat: „Sedentary Lifestyle“. Im deutschen frei übersetzt
Sitzender Lebensstil. Daraus entstehen immer mehr körperliche Probleme, die
sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Da ein aktiver
Lebensstil mit einer geringen Mortalitätsrate sowie einer allgemein besseren
Gesundheit assoziiert wird, sollte für jeden Menschen ein aktiver Lebensstil eine
hohe Priorität besitzen. Durch ein erhöhtes Aktivitätsniveau könnten sogar
gesundheitlichen Schäden vermindert oder gar verhindert werden. Daher soll sich
diese Ausarbeitung mit der Fragestellung beschäftigen: Welchen Einfluss hat die
Technisierung auf die heutige Gesellschaft hinsichtlich der körperlichen Aktivität
des Menschen? Zu Beginn der Untersuchung der Forschungsfrage soll eine
genauere Definition der Technik vorgenommen werden, welche sich auf die
körperliche Aktivität auswirken könnte. Daraufhin soll ausgearbeitet werden,
welche körperlichen Faktoren aufgrund der derzeitigen Datenlage gesund sein
definieren. Anschließend sollen schon vorhandene Daten der früheren
Generationen, in denen die Technisierung der Gesellschaft noch nicht so weit
voran geschritten war, mit den vorhandenen Daten der heutigen Generationen
verglichen werden, um zu ermitteln, ob Differenzen des Aktivitätsniveaus
zwischen den Generationen vorhanden sind. Infolgedessen könnte man
erschließen, ob der fortschreitend vertechnisierte Alltag der westlichen
Gesellschaft einen Einfluss auf das Aktivitätsniveau der Menschen hat und damit
einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen nehmen könnte.
Zuletzt werden in der Schlussbetrachtung die gewonnenen Erkenntnisse aus den
Daten analysiert und interpretiert und die Forschungsfrage abschließend
beantwortet. Abschließend wird ein Ausblick gegeben, welche weiteren
Möglichkeiten bestehen um zukünftig in dem Themenbereich zu forschen.
Außerdem wird die benutzte Methodik kritisch hinterfragt und eingeordnet.

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Vorläufige Literaturquellen

Banzer, W. (Hrsg.). (2017). Körperliche Aktivität und Gesundheit:

präventive und therapeutische Ansätze der Bewegungs- und

Sportmedizin. Berlin Heidelberg: Springer.

Buksch, J. (2014). Sitzende Lebensweise als ein gesundheitlich riskantes

Verhalten. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 2014(01).

https://doi.org/10.5960/dzsm.2012.077

Koch-Institut, R. (2017). Journal of Health Monitoring | 2017/2 |

Arbeitsbezogene körperliche Aktivität. FACT SHEET, 8.

Martínez-González, M. Á., Alfredo Martínez, J., Hu, F., Gibney, M., &

Kearney, J. (1999). Physical inactivity, sedentary lifestyle and

obesity in the European Union. International Journal Of Obesity,

23, 1192.

Pate, R. R., O’Neill, J. R., & Lobelo, F. (2008). The Evolving Definition

of „Sedentary“: Exercise and Sport Sciences Reviews, 36(4), 173–

178. https://doi.org/10.1097/JES.0b013e3181877d1a

Ropohl, G. (2009). Allgemeine Technologie: eine Systemtheorie der

Technik (3., überarbeitete Auflage). Karlsruhe: Universitätsverlag

Karlsruhe.

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Hospitation

Informationen zur Schule

Die Hospitation fand am 26.11.2018 von 8:00-10:30 Uhr an der Stadtteilschule


Eidelstedt statt. Bei der Hospitation anwesend waren die Studierende Nils
Fährmann und Jakob Kulling. Die Lerngruppe bestand aus 17 Schülerin und
Schülern. Hierbei war ein Kind mit Schulbegleitung. Die Schule arbeitet an zwei
Standorten. Zum einem am Hauptsitz in der Lohkampstraße, wo die Klassen 8-10
und die Oberstufe unterrichtet werden. Außerdem an einer Zweigstelle im
Niekampsweg, wo der Unterricht für die Klassen 5-7 stattfindet.

An der Stadtteilschule Eidelstedt wird viel Wert auf die folgenden drei Aspekte
gelegt.

Vielfalt:

Die Vielfältigkeit der Schüler und Schülerinnen werden als Bereicherung


angesehen und jeder Schüler und jede Schülerin wird mit ihren Stärken,
Schwächen, Begabungen und Talenten angenommen und individuell gefördert.

Gemeinschaft:

Trotz der unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und


Schüler soll eine starke Gemeinschaft entstehen. Dies wird durch gemeinsame
Lernzeiten verstärkt. Bei diesen Lernzeiten unterstützen Lernstärkere Schülerin
und Schüler Lernschwächeren Schülerinnen und Schüler.

Nachhaltigkeit:

Seit 2010 ist die Stadtteilschule Eidelstedt eine von 56 Klimaschulen in Hamburg.
Hierfür ist ein großes und regelmäßiges Engagement hinsichtlich der Reduzierung
des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid notwendig. Deshalb fließen in die Fächer
Natur und Technik und Geographie, auch Klimaspezifische Unterrichtseinheiten
mit ein. Auch die an der Schule arbeitenden Lehrperson sind in den Klimaschutz
integriert, in dem sie sich 14 Tage verpflichten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Hinzu kommt das in den
Schullalltag dauerhaft Bewegungsangebote integriert werden. Im Sommer gibt es
die Aktive Pause, wodurch die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit

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bekommen, Spielgeräte auszuleihen mit denen sie sich aktiv bewegen können. Im
Winter wird die Sporthalle geöffnet um weiterhin Bewegungsmöglichkeiten zu
anzubieten. Dies erfolgt in Form von Badminton oder anderen Angeboten. Dies
soll sich nachhaltig auf die Gesundheit und das Aktivitätsniveau der Schüler und
Schülerinnen auswirken. Die Schule legt großen Wert darauf die Schüler und
Schülerinnen auf das spätere Arbeitsleben vorzubereiten. Daher wird ab der 8.
Klasse das Fach „Arbeit und Beruf“ in den Stundenplan integriert. In diesem Fach
sollen die Schüler und Schülerinnen praktische Erfahrungen mit verschiedenen
Werkstoffen sammeln. Dies geschieht sowohl in den eigenen Werkstätten, als
auch in außerschulischen Werkstätten. Hinzu kommen zwei dreiwöchige
Betriebspraktika, die dazu dienen sollen, dass die Schüler und Schülerinnen
Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern sammeln können, um eine bessere
Entscheidung über die eigene berufliche Zukunft treffen zu können.

Unterrichtsstunde

Die Hospitation wurde in einer 8. Klasse im Arbeitslehre Unterricht durchgeführt.


Gegenstand der Stunde war es, an einem Teil von einem Metall-Grill zu arbeiten.
Der Unterricht fand innerhalb der Werkstatt-Räumlichkeiten der Schule statt.

Der Unterricht wurde von drei Lehrkräften begleitet.

8:20-9:00 Uhr

Da schon einige Stunden mit dem Material Metall absolviert wurden, wirkten die
Schüler und Schülerinnen sicher im Umgang mit dem Material.

Durch den großen Anteil an freier Arbeitszeit, fand der Unterricht in lauter
Atmosphäre statt. Der Umgangston der SuS miteinander war relativ rau.

Die Gespräche der SuS sind fern vom Unterrichtsthema und eher privat.

Die Wertschätzung gegenüber den Materialien ist allgemein bei den SuS nicht so
stark vorhanden, da es viel Verschnitt gibt. Da keine feste Sitzordnung
vorgegeben ist, setzen sich die Schüler so hin wie sie es möchten.

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Einige der SuS arbeiten fokussiert, wieder andere sind laut und suchen eher die
Interaktion mit den anderen SuS. Der sich zusammengefundene Jungs-Tisch ist
der lauteste Arbeitstisch. Die Lehrerin hilft aktiv mit.

Die Lehrerin versucht die SuS zu motivieren aktiv an ihrem Werkstück zu


arbeiten. Der Lehrerin gelingt es mit aktiver Mithilfe die SuS zu motivieren an
dem Werkstück zu arbeiten.

9:05 Uhr

Die Aufräumzeit wird durch eine in dieser Stunde eingeführten Klingel


eingeläutet. Der Fegedienst wird von den Lehrkräften bestimmt um das
heruntergefallene Metall wegzuräumen. Jeder der SuS wird dazu aufgefordert den
eigenen Arbeitsplatz aufzuräumen und das erstellte Teil mit dem eigenen Namen
zu beschriften um eine Zuordnung zu ermöglichen.

Nach dem aufräumen werden Reflexionsbögen verteilt.

9:15 Uhr

Es wird gefordert den Reflexionsbogen auszufüllen.

9:17 Uhr

Es wird ruhig.

Weiterhin werden Störversuche der SuS vorgenommen, die aber sofort von der
Lehrerin unterbunden werden. Es wird der Hinweis gegeben, dass der
Reflexionsbogen in ganzen Sätzen ausgefüllt werden muss und die Lehrerin dafür
einen Zettel mit Beispiel Satzanfängen ausgeteilt hatte.

Nach mehrmaligen stören werden zwei Schülervor die Tür geschickt.

9:20 Uhr

Es werden noch offene Fragen geklärt und SuS aufgefordert Antworten von dem
Selbstreflexionsbogen vorzutragen. Darunter sind die Fragen was den SuS heute
schwergefallen ist und worauf sie heute stolz sind.

Den SuS fällt es schwer zu formulieren, wo die Schwierigkeiten beim Erstellen


des Metallstückes liegen. Die vorhin rausgeschickten SuS stören weiterhin die
Fragerunde und weisen darauf hin, dass sie gleich Pause haben.

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Eine der drei Lehrkräfte verlässt den Raum und beginnt mit den störenden SuS
vor der Tür zu reden und unterbindet so weitere Störmöglichkeiten.

Weitere Fragen werden geklärt.

9:30 Uhr

Pünktlich zum Klingeln entlässt die Lehrerin die SuS in die Pause.

Hospitationsreflexion

Wir hospitierten in der Unterrichtsstunde basierend auf dem Text von Hilbert Meyer mit der
Beobachtungsfrage ob es klare Lernziele innerhalb der Unterrichtstunde gegeben hat und
welche Methoden und Sozialformen hierfür informell und formell genutzt werden? Das
Lernziel der Stunde wurde von der Lehrerin klar vorgegeben. Die Fertigung eines Außenteil
des Metallgrills stand im Fokus. Am Lehrertisch war ein fertiges Modell des Grills
ausgestellt. Dieses diente einerseits zur Visualisierung des langfristigen Lernziels,
andererseits aber auch zur Motivation der SuS, ihr eigenes Projekt zu beenden. . Hinzu kam
eine Darstellung der Einzelteile als Muster woran sich die SuS orientieren konnten. Trotz des
großen Anteiles an freier Arbeitseinteilung für die SuS wirkte die Stunde gut strukturiert.
Darüber hinaus erinnerte die Lehrerin stetig SuS die nicht aktiv an ihrem Metallstück
arbeiteten an das Ziel der Stunde. Dies führte dazu, dass sie eine gute Präsenz im Raum zeigte
wodurch ein weiterer Indikator für Strukturierten Unterricht nach Hilbert Meyer erfüllt wurde.
Der Ablauf der Stunde und die damit einhergehende Unterrichtsgliederung wurde an der Tafel
festgehalten und war für jeden Schüler ersichtlich. In bestimmten Teilen des Unterrichts ist
eine klare Rollenverteilung besonders wichtig. So zum Beispiel beim Aufräumen. Hier
wurden die Aufgaben klar verteilt, so dass jeder SuS wusste was seine Verantwortung war.
Wurde der eigenen Aufgabe nicht ausreichend nachgekommen, erfolgte ein Verweis aus der
Klasse. . Daher war für mich klar erkenntlich was das Lernziel der Stunde ist. Durch die
Hospitation in der Stadtteilschule wurde für mich die Wichtigkeit des Arbeitslehre-
Unterrichts und dem praktischen Anteil besonders deutlich. Die Möglichkeit das Abitur
abzuschließen, bietet sich nicht jedem Schüler und jeder Schülerin. Daher ist bereits eine
frühe Vorbereitung auf das Berufsleben von hoher Bedeutung. Des Weiteren wurde in der
Nachbesprechung der Stunde mit Herrn Labusch und der Referendarin besonders deutlich,
dass das Fach Arbeitslehre das einzige Unterrichtsfach neben Sport ist, was einen praktischen
Bezug besitzt. Somit ist Arbeitslehre auch ein Fach in dem eher Lernschwächere Kinder
durch handwerkliches Geschick ihre Stärken zeigen können und so Erfolgserlebnisse
sammeln können.

Ein weiter Aspekt der mir durch die Hospitation im Vergleich zu meinen eigenen schulischen
Erfahrungen aufgefallen ist, ist dass der Anteil an Schülern und Schülerinnen mit

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Migrationshintergrund beträchtlich angestiegen ist. Herr Labusch bestätigte, dass der Anteil
an Migrationschülern und Schülerinnen im Stadtteil Eidelstedt in etwa den Querschnitt der
deutschen Gesellschaft darstellt. Daher spielen kulturelle Unterschiede im Umgang
miteinander einen weiteren wichtigen Aspekt, der zukünftig eine immer größere Rolle spielen
wird. Herr Labusch stellte aufgrund von aktuell geführten Diskussionen über das Fach
Arbeitslehre auch dar, wie wichtig der praktische Anteil des Faches für die Schüler und
Schülerinnen ist und das eine Abschaffung des praktischen Teils im Arbeitslehre-Unterricht
mehr Schaden anrichten würde, als ein Nutzen daraus gezogen werden könnte. Die durch
Herrn Labusch erläuterten Praxiserfahrungen waren sehr aufschlussreich und informativ,
wodurch die Hospitation eine positive und lehrreiche erste praktische Erfahrung im Fach
Arbeitslehre geworden ist.

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Reflexion

Durch die Lehrveranstaltung Einführung in die Arbeitslehre und die Allgemeine


Technologie, konnte ich viele Einblicke über das Vermitteln von Inhalten durch
verschiedene Methoden, die im Unterricht angewendet werden können, sammeln.
Als Einführung in die Lehrveranstaltung wurde sich mit zwei Texten befasst, die
sich inhaltlich zum einen mit der Entwicklung der Arbeitswelt und dem
Arbeitslehreunterrichts befassten und zum anderen mit Allgemeinen
Technologien. Die erste angewandte Methodik zur Verarbeitung von Texten war
die Zusammenfassung von einem Text in Form eines Exzerpts. Diese Form der
Zusammenfassung von Texten ist ein aus meiner Sicht sinnvolle Methode um
Texte auch später zu verstehen und zu gewährleisten das man sich intensiv mit
einem Text auseinandersetzt. Besonders positiv an dieser Methodik
hervorzuheben ist, dass die Exzerpte von den Mitstudierenden durchgeschaut
wurden, was die ersten Erfahrungen mit dem Umgang und der Korrektur von
anderen Texten zur Folge hatte. Allerdings hängt das erhaltene Feedback stark
von der Motivation der Mitstudierenden ab und gibt keine Sicherheit darüber ob
das erstellte Exzerpt den Bewertungskriterien gerecht wird.

Darauf folgte die Vorbereitung auf die Hospitation in einer Arbeitslehrestunde.


Hierfür wurde sich mit einem Text beschäftigt der darauf eingeht, welche
Merkmale guten Unterricht ausmachen. Unter diesem Gesichtspunkt wurde die
Hospitation mit einer Beobachtungsfrage durchgeführt. Der Einstieg in das Thema
der Hospitation war gut gewählt und durch die Bearbeitung des Textes wurde klar
unter welchen Gesichtspunkten die Hospitation stattfinden sollte. Die
Durchführung der Hospitation verlief von dem ersten Kontakt, bis zur Hospitation
reibungslos. Die gemachten Erfahrungen innerhalb der Hospitation sind durchweg
sehr positiv. Durch den engen Praxisbezug erhielt ich einen guten Einblick in das
spätere Arbeiten als Lehrkraft im Arbeitslehre-Unterricht. Die neue Perspektive
der zukünftigen Tätigkeit als Lehrer hatte starken Einfluss auf meine Sicht des
Unterrichts, im Vergleich zu meiner früheren Perspektive als Schüler im

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Arbeitslehre-Unterricht. Die hierfür gewählte Methodik der Hospitation mit einer
Beobachtungsfrage ist für mich eine der sinnvollsten Erfahrungen in diesem
Semester. Ohne das nutzen einer konkreten Beobachtungsfrage, wäre die
Hospitation auch eine positive Praxiserfahrung, hätte aber nicht den Bezug zur
späteren Lehrtätigkeit gehabt und der damit einhergehenden Planung des
Unterrichts. Durch den relativ hohen theoretischen Teil an der Universität, wird so
gewährleistet das ein praktischer Bezug zu dem erlernten Wissen hergestellt wird.
Die einzige Möglichkeit diese Methodik noch sinnvoller einzusetzen, wäre
eventuell mehr als einen Hospitationstag durchzuführen. Allerdings ist dies
aufgrund der organisatorischen Komponente schwierig umzusetzen. Hinzu kam
noch das die Hospitation als Gruppenarbeit angelegt wurde, wodurch eine weitere
Methodik direkt angewandt wurde. Diese Form der Methodik birgt Risiken falls
eine der Gruppeteilnehmer nicht gewissenhaft mitarbeitet und so das
Gesamtergebnis der Hospitation negativ beeinflusst. Allerdings ist die Hospitation
durch die begrenzte Anzahl an Schulen auf eine Gruppenarbeit angewiesen und
führt als weiterer positiver Aspekt zu einem Austausch innerhalb der Gruppe,
wodurch über die verschiedenen Eindrücke der Hospitation diskutiert werden
kann. Trotz der genannten negativen Aspekte ist die angewandte Methodik der
Gruppenarbeit sinnvoll, da die positiven Aspekte der effizienteren Organisation
und des Austauschs für mich überwiegen. Die Hospitationserfahrungen wurden
für die Mitstudierenden durch einen Vortrag innerhalb der Lehrveranstaltung
präsentiert. Die hohe Anzahl an Vorträgen zu immer ähnlichen Themen, verteilt
auf nur zwei Lehrveranstaltungen, war an der Grenze der eigenen
Aufnahmefähigkeit. Um eine bessere Aufnahme der Vorträge bei den
Studierenden zu gewährleisten, wäre es sinnvoll die Menge der Vorträge zu
reduzieren, oder mehr als zwei Veranstaltungen zum Austausch zu nutzen. Eine
weiter Form des wissenschaftlichen Arbeiten die innerhalb der Lehrveranstaltung
angewandt wurde, ist das Exposé. Das Exposé sollte zu einer fiktiven
Fragestellung erstellt werden die Bezug auf Arbeitslehre und die Allgemeine
Technologie nimmt. Dabei wurde auch, wie beim Exzerpt, das Peer-Review
Verfahren als Korrekturverfahren zur Qualitätssicherung gewählt. Durch das
anwenden der gleichen Prinzipien wie bei der Korrektur des Exzerpts gelten hier
die gleichen Aspekte wie schon zum Exzerpt genannt. Als Einführung in die neue
Methodik war die gewählte Aufgabenstellung sinnvoll. Für den weiteren
Studienverlauf kann es nur positiv sein, bereits jetzt erste Erfahrungen im

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Schreiben eines Exposé gemacht zu haben. Auch das selbstständige entwickeln
einer Fragestellung ist für spätere wissenschaftliche Arbeiten essentiell und dient
daher als gute Vorbereitung.

Durch den Besuch der Lehrveranstaltung Arbeitslehre und die Allgemeine


Technologie und den daraus gewonnen Erkenntnissen, entwickelte sich folgendes
persönliches Lernziel für die spätere Tätigkeit als LehrerIch möchte eine Vielfalt
an Methoden kennenlernen, um so individuell auf die Lerngruppe bzw. auf die
Klasse im Unterricht eingehen zu können. Mir wurde deutlich, dass aktive
Methoden bei denen Schüler und Schülerinnen direkt mit einbezogen werden und
selber ein gewisses Mitspracherecht erhalten, meiner eigenen Idee von gutem
Unterricht sehr nahe kommen. Aufgrund der Einblicke in eine Klasse mit
höherem Migrationsanteil während der Hospitation, würde ich gerne durch das
Studium als Lernentwicklungsziel mehr über die interkulturellen Unterschiede
lernen, um meinen Unterricht besser an das Klassenbild anpassen und gestalten zu
können. Ein weiterer Aspekt der durch die Hospitation für mich als
Lernentwicklungsziel deutlich wurde, ist die Wichtigkeit für die Schülerinnen und
Schüler den Arbeitslehreunterricht praktisch und damit Berufsnah zu halten. Nicht
alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit die Oberstufe zu besuchen
und damit die Schullaufbahn mit dem Abitur abzuschließen. Dadurch ist es
meiner Meinung nach wichtig, bereits früh einen praktischen Bezug zu der Zeit
nach der Schule herzustellen. Hierbei ist wichtig zu verstehen, dass der
schulische Weg mit dem Abschluss des Abiturs nicht als der beste Weg gesehen
werden darf. In der heutigen Zeit gibt es auch Möglichkeiten über dritten
Bildungsweg gute Abschlüsse zu erhalten. Dennoch sind die
Auswahlmöglichkeiten mit dem Abschluss des Abiturs höher anzusehen als mit
einem niedrigeren Schulabschluss.

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Literaturquellen

Pate, R. R., O’Neill, J. R., & Lobelo, F. (2008). The Evolving Definition

of „Sedentary“: Exercise and Sport Sciences Reviews, 36(4), 173–

178. https://doi.org/10.1097/JES.0b013e3181877d1a

Ropohl, G. (2009). Allgemeine Technologie: eine Systemtheorie der

Technik (3., überarbeitete Auflage). Karlsruhe: Universitätsverlag

Karlsruhe.

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