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Mathematisches Institut

Prof. Dr. Jürgen Saal


Dr. Matthias Köhne
Dipl.-Math. Siegfried Maier

WiSe 2013/2014
12.November 2013

Analysis I
4. Übung

Aufgabe 4.1 (6 Punkte)


Bestimmen Sie, falls vorhanden, das Supremum, Inmum, Maximum und Minimum folgender Teilmengen von R:
1 + (−1)n
 
1
(a) A = + |n ∈ N
n+1 2n
 2 
x −2
(b) A = 2 |x ∈ R
x +1

(c) A = x ∈ R| ∃ y ∈ R : (x + 1)2 + 5y 2 < 4




Aufgabe 4.2 (4 Punkte)


Seien X und Y nichtleere beschränkte Teilmengen von R mit X ⊂ Y .
(i) Zeigen Sie sup X ≤ sup Y und inf Y ≤ inf X .
(ii) Existieren zwei Mengen X und Y mit X 6= Y und sup X = sup Y sowie inf Y = inf X ?

Aufgabe 4.3 (4 Punkte)


Beweisen Sie mit vollständiger Induktion die folgenden Aussagen:
(a) Für alle n ∈ N gilt + ν1 ) = n + 1.
Qn
ν=1 (1

(b) Für alle n ∈ N ist n3 + 5n durch 6 teilbar.

Satz: Alle Pferde haben dieselbe Farbe.


Beweis: (per Induktion über Pferdegruppen der Gröÿe n ∈ N)
Induktionsanfang (n=1): Es ist oensichtlich, dass in einer Menge mit nur einem Pferd alle Pferde in dieser Menge
dieselbe Farbe haben.
Induktionsschritt (n ≥ 1, A(n) ⇒ A(n + 1)): Aufgrund der Induktionsvoraussetzung dürfen wir annehmen, daÿ bereits
in jeder Menge von n Pferden alle Pferde dieselbe Farbe haben. Betrachten wir nun eine Menge von n + 1 Pferden.
Durch Aussondern eines Pferdes erhalten wir eine Menge von n Pferden, die - aufgrund der Induktionsvoraussetzung -
alle dieselbe Farbe haben. Fügen wir das ausgesonderte Pferd wieder hinzu und nehmen ein anderes Pferd heraus, so
haben auch in dieser n-elementigen Teilmenge alle Pferde dieselbe Farbe. Das ursprünglich herausgenommene Pferd
hat also die gleiche Farbe wie die restlichen Pferde in der Gruppe. Daher müssen alle n + 1 Pferde dieselbe Farbe
besitzen. 
Aufgabe 4.4 (2 Punkte)
Begründen Sie, warum der obenstehende "Beweis" falsch ist.

Abgabetermin: Dienstag 19. November 2013 bis 14 Uhr in den Briefkästen auf dem Flur des Geschäftszimmers der Mathematik.