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(handout)

Kompetenz ist das Wissen einer Person über ihr Sprachsystem, dass ihnen ermöglicht, unendlich
viele verschiedene Sätze aus endlichen Grundregeln zu erstellen. Es wird oft als intuitiv bezeichnet -
die Sprachproduktion ist eine Fähigkeit, mit der alle Menschen geboren sind, unabhängig davon,
welche Sprache sie als Hauptsprache erwerben.

Kommunikativkompetenz (laut Canale und Swain (1980)) besteht aus vier Komponenten:
Grammatik, Soziolinguistik, Diskurskompetenz und strategischer Kompetenz -> nicht nur die
korrekte Verwendung der Grammatik, sondern auch die Entscheidung, ob eine Äußerung in einer
bestimmten Situation verwendet werden kann und ob eine Äußerung kohärent ist.

Performanz ist ein individuelles Merkmal eines jeden Menschen, definiert durch einzigartige
Kombinationen von sozialen und kognitiven Faktoren und durch physische und psychologische
Merkmale eines Sprechers (Gedächtnislücken aufgrund von Angstzuständen, Atempausen..). Es ist
grundsätzlich eine Reihe kognitiver Prozesse, z. B. das Erzeugen oder das Verstehen einer Äußerung.

Performanz wird oft als „unvollkommene Reflexion“ bezeichnet, da im Allgemeinen Sprecher keine
idealen Äußerungen erzeugen können (+das Phänomen des Lapsus linguae).

Universalgrammatik ist eine Theorie wonach alle menschlichen Sprachen gemeinsamen


grammatischen Prinzipien folgen – und diese Prinzipien seien allen Menschen angeboren

 Sprachuniversalien: (Alle) menschlichen Sprachen haben bestimmte Eigenschaften


gemeinsam.
 Konvergenz: Kinder sind unterschiedlichen Eingaben ausgesetzt, konvergieren jedoch auf
derselben Grammatik.
 Poverty-of-the-Stimulus-Argument/Argument von der Armut der Reize: Kinder erwerben
Wissen, für das der Input keine Beweise enthält.
Gegenargumenten:

 Die Behavioristen glaubten, dass Kinder Sprache durch einfache Nachahmung lernen
 Nach Evans und Levinson (2009) „….Sprachen unterscheiden sich auf jeder
Beschreibungsebene (Klang, Grammatik, Lexikon, Bedeutung) so grundlegend voneinander,
dass es sehr schwierig ist, eine einzelne strukturelle Eigenschaft zu finden, die sie gemeinsam
haben.“
 Die Pirahã-Sprache (Daniel Everett) - keine Rekursion (Möglichkeit zur Bildung
hypotaktischer Strukturen), aber es gibt auch keine Begriffe für Farben und Zahlen, und
keine Wörter für ferne Vergangenheit oder Zukunft.
 Brala - Vukanović, M. (2008): Understanding Language. Introduction to the Linguistic Study
of the English Language. Rijeka: Sveučilište u Rijeci
• Dąbrowska, E. “What exactly is Universal Grammar, and has anyone seen it?.” Frontiers in
psychology vol. 6 852. 23 Jun. 2015,
(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4477053/)

• Evans, N.; Levinson, S.C. “The myth of language universals: language diversity and its
importance for cognitive science.” (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19857320/)

• “Daniel Everett: 'There is no such thing as universal grammar’”


(https://www.theguardian.com/technology/2012/mar/25/daniel-everett-human-language-
piraha)