Sie sind auf Seite 1von 118

This is a reproduction of a library book that was digitized

by Google as part of an ongoing effort to preserve the


information in books and make it universally accessible.

https://books.google.com
Über dieses Buch

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde.
Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch,
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist.
Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei – eine Erin-
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat.

Nutzungsrichtlinien

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen.
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien:

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden.
+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen
unter Umständen helfen.
+ Beibehaltung von Google-Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht.
+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein,
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben.

Über Google Buchsuche

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen.
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http://books.google.com durchsuchen.
Derfelögraue Büchmann
Geflügelte ^Kraftworte
aus c>er SolöatenspracHe

Gesammett unö herausgegeben von Gustav Hc.cysteNLl'


Unentbehrlich für jeden Ieitnngslefer!

VüchmMft: X^^,
Geflügelte Worte
Ver ZitatenZchatz des dentschen Volkes

Vieles in 25 Auflagen und


175 000 Exemplaren verbreitete
Meisterwerk deutschen
Fleißes und deutscher
Gründlichkeit enthält die
Ergebnisse 50jähriger literarischer
und historischer Forschung, an der
sich über 1000 freiwillige Mit»
arbeiter
neueste
beteiligten,
Zeit fortgeführt
bis in die

5800Zitate aller Zeiten n.Bölker.


Preis in vornehmem Leinenband
(700 Leiten Gro߻Oktao) M.9.-

! Volks-Ausgabe ^U 3.60 Mark


bearbeitet ,^»»»».^^^^^^^»^^^^»«
.. von Dr. Bogdan Krieger ..

Ein echt deutsches Hausbuch


Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder unmittelbar durch den Berlag
haude u. Lpenersche Buchhandlung, Berlin LW 11
Vessauer Ltraße 13.

"^^
<^
^
Ver feldgraue Vüchmann
Geflügelte Kraftworte
aus der 5oldatensprache.

Gesammelt und herausgegeben


von

Gustav hochstetter.

sl^o. (O.m.b.9.).
(^^ X 9a6 Umschlagbild und der innere ächmuck des Buche» sind
von dem Füsilier Hermann Rombach.

Copyright 191b bu
Verlag der «Lustigen Blätter", Dr. Eusler K ^o. (G. m. b. H.),
Berlin LW b8.

Druck »°n H E Hermann in Verlin,


Übersicht.
An meine fünftausend Mitarbeiter Veite 4
1. Kapitel: Der Mann im Lchützengraben .... „ 7
2. » Zwischen Himmel und Erde „ 14
3. „ Parlewuh und Panje Rußki , 17
4. „ Lustige Ausschritten „ 20
5. „ Necknamen „ 23
b. „ Kraftfahrerkraftausdrücke »32
7. „ Dicke Luft, Konservenmusik usw. ... „33
». ,, Bon Festrüben und Erholungsbolzen . . »37
?. ,, Brummer und Ltotterelse »41
10. „ Verquatschungen »47
11. „ Buchstabenscherze »50
12. » Fressalien und „Gewehr über" .... „52
13. „ Die Karbolkaserne „35
14. „ „Wir Mariner" »62
15. „ Zwei» und Dreldeutiges „89
1b. „ Bundesstaatliches und BundesgenöMches „ 75
17. „ Ein Kapitel für stch » 7Y
18. „ Der Feldgeistliche „ «2
19. „ Erotika „65
20. „ Vaturalia »67
21. „ Bom Entstehen feldgrauer Wörter .. . « »»
Lchlagwortverzeichnis „ <5
An meine fünftausend Mitarbeiterl
(Ltatt einer Borrede.)
Welch eine Kraft, welch eine temperamentvolle frische
liegt in den neuen Worten, die der deutsche Loldat sich im Kriege
erfandl Da eint sich Derbes mit Poetischem, Düsteres mit
Lpöttischem, Gemütvolles mit Galgenhumor, Naivität mit
Witz, mannhafte Leelenstärke mit scherzender Lchlagfertigkeit.
Alles Prächtige, was in dem deutschen Feldgrauen steckt,
leuchtet auch aus seiner Lprachel Lo wie eines Poeten Worte
ihren Lchöpfer, den Dichter, loben, ohne daß er es wollte,
so preist auch der deutsche Loldat des Weltkrieges — ohne daß
er's will — sich selbst und seine besten Eigenschaften durch sein
„Lchützenarabendeutsch", „L ol baten lob" hätte dieses Buch
heißen dürfen . . .
AIs die treffenden, markigen, humorvollen Worte aus dem
Munde und aus der Feder unserer Feldgrauen mich immer stä»
ker zu packen begannen, machte ich dem Berleger einer Zeit»
schrift, die im Felde außerordentlich stark verbreitet ist, den Bor»
schlag, ein Preisausschreiben für „Geflügelte Worte in Feldgrau"
zu erlassen, und bald trugen die „vustigen Blätter" allwöchentlich
in einer Auflage von mehr als hunderttausend Abdrücken das
Preisausschreiben in die Welt hinaus, bis an die feld»
graue Mauer, die sich da draußen unseren Feinden un»
bezwingbar entgegentürmt .... Und diese Mauer oe»
gann sich zu regen .. . Bor unseren Feinden wankte sie
nicht und zitterte sie nicht. Aber diesem Preisausschreiben
konnte sie nicht kalt gegenüberstehen. Lie geriet in eine heftige
Bewegung, in die Bewegung des L ch reibens, als
deren Ergebnis Tag für Tag auf meinen Tisch eine Flut von
Feldpostbriefen niederprasselte, die in solcher Ltärke nie und
nimmer erwartet war. üa, was der Feldgraue besorgt, besorgt
er gründlich.
Für ein Druckwerk von so bescheidenem Umfang
ist wohl kaum jemals so unendlich viel Alühe angewandt worden.
An meine fünftausend Mitarbeit«.

Nicht von meiner eigenen Mühe sei die Rede, obwohl ich noch
auf kein Buch auch nur annähernd soviel Zeit und Arbeit ver»
wendet habe, wie auf dieses. Nicht von der Mühe sei gesprochen,
die einem Manne das Lesen von fünftausend Feld»
po st briefen bereitet, das monatelange Prüfen und Lichten
einer Ltoff»Fülle, die zuerst fast unübersehbar schien; nein, nur
von jener Unsumme Arbeit will ich reden, die ühr, m e i n e f ll n f»
tausend feldgrauen Mitarbeiter, aufgewendet
habt, damit diese Lammlung zustande kaml Biele von Euch
schickten nicht nur einen Ausdruck, sondern lange Listen, auf
Foliopapier, eng beschrieben, hundert, ja Hunderte von Ausdrücken
verzeichnend. Wenn es möglich gewesen wäre, die Ausdrücke
einzeln zu zählen, so hätte sich für die Gesamtheit des einge»
schickten Ltoffes zum mindesten die Ziffer hunderttau»
send ergeben. (Wobei allerdings einzelne feldgraue
Wendungen, wie z. B. die Bezeichnungen für Feldprediger,
für Fesselballon, für Marmelade, mehr als tausendmal
eingeschickt wurden.)
Der knapp bemessene Raum, der in den „Lustigen Blättern"
zur Berfügung stand, hat es unmöglich gemacht, das ganze Er»
gebnis des Preisausschreibens dort zu veröffentlichen; auch
gewisse Bedenken der Lchriftleitung standen dem entgegen. Lo
sind mehrere Kapitel dieses Buches (wie „Der Feldgeistliche",
„Ein Kapitel für sich", „Aaturalia", „Erotika") o o l I st ä n d i g
neu; ulle anderen Kapitel sind im Buche beträchtlich er»
w e i t e r t. Zum Teil sind die Ausdrücke und ihre Erklärungen
in der ursprünglichen Form aufgenommen, die der Einsender
gewählt hatte.
Es wurden zwar auch alle bisher erschienenen Bücher über
die alte und neue deutsche Loloatensprache, über die Leemanns»
sprache, über die wichtigeren Geheimsprachen und Berufssprachen,
soweit sie zugänglich waren, durchgesehen, aber ich fand kaum
noch etwas, daß ühr, meine fünftausend feldgrauen Korre»
spondenten, mitzuteilen vergessen hättet. Dagegen konnte fest»
gestellt werden, daß kein bereits vorhandenes Buch die Fülle
von Ausdrücken heiterer Art verzeichnete, die in Eurem
Der feldgraue Vüchmann.

fünftausendfachen Briefmaterial enthalten war. All« jene


Berfasser des früher Erschienenen, so anerkennenswert auch
ihr Fleiß und ihre Gewissenhaftigkeit war, blieben auf die
Mitteilungen kleinerer Kreise angewiesen, noch keiner von
ihnen hatte durch ein — wiederholt in einer weitoer»
breiteten Zeitschrift veröffentlichtes — Preisausschreiben die
Aufmerksamkeit eines so großen Mitarbeiterkreises auf sein
Werk gelenkt. Und in der Bielseitigkeit des Mitarbeiter»
stabes hat wohl auch dieses Buch in erster Reihe seine
Berechtigung. Bielleicht darf heute die Behauptung aufgestellt
werden, daß ich von allen Privatpersonen des Reiches diejenige
bin, die die meisten Feldpostbriefe erhalten hat.
Zeder Einsender brauchbaren Ltoffes erhielt einen
angemessenen Ehrensold; wer ganz besonders Gutes schickte,
wurde außerdem noch durch Zusendung eines nicht unbeträcht»
lichen Londerpreises ausgezeichnet; und wer Unverwendbares
eingesandt hatte, erhielt dank der Liebenswürdigkeit des Ber»
lages immerhin noch ein Trostpreis in Gestalt «iner kleinen
Lammlung wertvoller Künstlerkarten.
Da die Lprache — jede, folglich auch die des Kriegers —
ein Fließendes ist, ein endlos sich Fort» und Weiter»Bildendes,
kann kein Buch, das die Lprache behandelt, Anspruch auf Boll»
kommenheit erheben. Noch während der Drucklegung dieses
Werkes wurden, obwohl das Preisausschreiben längst geschlossen
ist, täglich neue Beiträge eingesandt, von denen mancher ver»
diente, einen Platz im Buch zu erhalten.
Euch Allen, meine fünftausend Mitarbeiter, sei an dieser
Ltelle noch einmal der Dank des Berlages und des Heraus»
gebers ausgesprochen; <2hr habt mitgeholfen, ein Werk zu
schaffen, das in seiner Art ein Denkmal des großen
Krieges werden kann, und das im E r i n n e t n an Deutsch»
lands kraftvollste, wund erreich st e Zeit den gegen»
wärtigen wie den kommenden Geschlechtern Ltunden er»
frischend quellender Heiterkeit zu bereiten
vermag.
Gnstav höchste««.
8
Erstes Kapitel.
Der Mann im Lchiitzengraben.

War das Gewehr des Loldaten bisher nach dem Geheiß


des unterrichtenden Unteroffiziers seine Brant, so ist die in diesem
Kriege entstandene Gasmaske seine Kusine geworden. Lie er»
fordert eine ebenso sorgfältige Behandlung wie das Gewehr,
ist also gewissermaßen die zweite Braut, »lia« Cousine. Ob weit
der Gang oder nah, ob Offizier oder Mann, ob Front» oder
Etappenmensch, überall im Gasbereich heißt's: Bergiß nnr die
Knsine nichtl
Unterstand — Grotte, Heldenkeller.
Nasse Unterstände, von deren Decken das Wasser herunter»
träufelt, heißen: Kaltwasierhellanstalt.
Geländespieg«l ^ Kino, Kientopp oder Ltarkasten.
Für die großen Drahtigel und spanischen Reiter hat man
die Bezeichnung: Malhenr«Klnmpen.
Ltark beschossene Ltellung ^ windige Ecke, zngige ticke,
windiger Winkel.
Der feldgrau» Büchmann.

Max« ^ einzelner feindlicher Lchutze, dessen Kugeln dl»


nächtliche Arbeit beunruhigen.
Bierkntscher — einzelner Lchuß, der am Unterstande peit»
schend vorübersaust.
Fällt ein einzelner Gewehrschuß am iüage, dann sagt man
wohl auch zueinander: der Gefreite knipstl
Das Notizbuch des Feldwebels — Ziehharmonika, Back«
stein; (baurisch:) Lchwartemagen.
Die Westfront — Ltahl, nnd Eisenbad West.
Ltatt daran kannst du dir ein Beispiel
nehmen lagt der Mann im Graben: davon kannst dn dir
eine Lcheibe abschneiden.
Ltatt das wird dir wohl nicht glücken
heißts: n» schneid' dir man nich in die Finger.
Die vorderste Linie ^ die Helden»Ione.
Fahrt mit belgischer Kleinbahn nach der vordersten Linie —
Herrenpartie.
Unter Lchiff verstehen wir eine Lendung aus der Heimat,
insbesondere eine Eßwarensendung.
Marschieren ^ tippeln.
Lich wieder in Marsch setzen — sich langsam einschankeln.
Unwahrscheinliches Gerücht ^ Latrinenbefehl, Frontbefehl,
Hinterfrontbefehl, Kantlnenbefehl; (bei der Marine:) Gallions»
zeltnng.
Klavier ^ Klankasten.
Dicker Ltraßenkot oder Lehm im Laufgraben ^ Marme»
lade.
Lich behaglich fühlen, sich's wohl sein lassen — sich aalen.
Fortgehen, weggehen ^ abhanen.
ünfanteriegeschosse, die einen umschwirren, sind wilde
ßnmmeln.
Kommt man in ein Gelände, das noch unter dem ünfan»

8
Der Mann i« Lchützengraben.

teriefeuer des Feindes liegt, so pflegt man zu sagen: Blelernei


Wlnd weht hier.
Wenn in den Bogesen die zwar seltenen, aber doch nie ganz
ausbleibenden Artillerie»Feuerüberfälle stattfinden, heißt es:
Da schütten sie wieder mal Koks anf oder da werfen sie schon
wieder mit Lehm.
ün sarkastischer Erinnerung an längst verflossene Tanz»
nächte nennen wir den Minenkampf nicht nur Nlinen»Zanber,
sondern sogar auch AUnen«Tango.
Wellblechunterstand ^ ll»Boot.
Feldfernsprecher ^ Flüfterholz.
Querschläger ^ Harzer Voller (wegen ihres Tütülüt»
Geräusches), Maikäfer, Pättcher.
Das Gewehr kann außer Knarre, Lchießprügel oder Knh«
fuß auch einfach Lanra oder Minna genannt werden. Außer»
dem heißt es Lchießeisen oder Lchießorügel.
Pfeifende Gewehrkugeln werden allgemein als Pfifferlinge
bezeichnet.
Der Urlauber, der nach der Front zurückkehrt, sagt: Di«
Lnft lst znhanse nicht so eisenhaltig!
Wenn ihr Zivilisten etwas von einer Lchneeballenschlacht
hört, ahnt ihr wohl kaum, daß das ein Handgranatenkampf ist.
Unwahrscheinliche Gerüchte ^ Latrinenparolen, Kolonnen«
märchen.
Lchützengrabenlatein: Der Drahtverhau ^ »emoer »liauis
baeret.
Lich waschen — den Dreck schaben, den Lehm kratzen.
Ausrü st ungs stücke — Polinten, Lümpchen.
Waffenrock — Klüftchen.
Eigentumsrock ^ Eigentumskl8ftchen, Eigentümer, Ans»
geher, Extranniform; (österreichisch:) Extrakommiß.
Hose — Wadenkneiper, Kaffeesack; (österreichisch:) Glocken«
Hose.
ver feldgrau« Büchmann.

Vi« schwarze Friedenshose, zum feldgrauen Rocke getragen,


heißt Konfirmationshose.
Ltiefel ^ Kindersärge, Tlbkähne, Klanenhülsen, Laalkähn«,
Trittchen, Trtttling, Langschäfter, Hochsiapler, Kanalschiffe,
Qnadratlatschen, Oderkähne, Flurschadentreter, Knobelbecher.
Der Helm hieß zuerst Gefechtshnt, später Hnrratüte; jetzt
hat er es schon bis zum Kriegszglinder gebracht. Außerdem heißt
er Tulpe, Blitzableiter; (badisch:) Melkkübel, Lnppenpott; (hes»
sisch:) Vippe (für Topf); (preußisch:) Pickelhanbe; (baurisch:)
Ilpfelhanben; (württembergisch:) Kübel; Kriegshnt, Hnt, Ig»
linder, Lturmhnt, Qnalmtnte, Qnalmtüte, Dnnfikiepe; (bei der
Artillerie:) Brennzünder.
Mütze ohne Lchild — Karnssel, Lpeckdeckel; (bei der Ar»
tillerie:) Mündnngskappe.
Tschako (beim Zager) ^ Trndelbecher.
Die Kürassiere nennen die §ilz» und Aluminiumhelme:
Offensivhelme.
Drillichrock (baurisch) — Gradlrock, Gradlspenser.
Litewka — Lchlafrock, Gehrock, Oroßvaterjacke, Überrock.
Mantel ^ Windfang, (österreichisch:) (Znbelkaftan.
Tornister — Affe, Berdrnßkoffer, Unloersalkommode.
Unteroffizierstressen ^ Gurkenpellen, Hobelspäne, Kartoffel»
pellen, Halseisen, Halsbänder.
Leibriemen — Magenbremse. .
Gefreitenknöpfe ^ Lpatzen.
Halsbinde — (sächsisch:) Gäckrlemen; (österreichisch:) Hnnde»
binde.
Leitengewehr ^ Käsemesser, Büchsenöffner, Vattenfänger,
Lplint; (baurisch:) Krantmesser, Flitsch, Aatagan; Disiel, Distel»
siecher.
Läbel, Degen — Krötensiecher, Plempe, Latte, spieß,
Lchnitzer, Jnngfer, Lchlepper, Krötenspieß, Froschgicker, Zrosch«

10
Der Mann im bchühengraben.

Kieke, Taschenmesser, Kommlßeisen, Dolch; (österreichisch:) Brat»


spieß; Alppe, Lense.
Lanze ^ (baurisch:) Hoplenstange.
Pistole, Karabiner ^ Iimmerstutzen, Taschenmilraillense.
Die Manltrommel hat zwei Bedeutungen; erstens kann es
die Mundharmonika fein, die aber auch noch Mnndhobel,
Lchnntenorgel oder Lnntenorgel, Lntschknochen; (baurisch:)
§otzenhobel (Fotzen»Gesicht); oder Lchnnlfelrutsch heißt; zweitens
kann es die Gasmaske sein, die sich außerdem noch Ltink»
Hanbe oder Lchweineschnauze nennt.
Die Gasschutzmaske — Manlkorb, Kusine, Karnevals»
Ichleier — hat infolge des seltsamen Aussehens, das sie dem
Träger verleiht, auch den Namen Gasmatzbläl» erhalten; der
Gasangriff, bei dem natürlich alle Mann in Maske tätig sind,
ist ein — Gasmaskenball.
Leute mit Gasmasken — Haremsdamen.
Fur die Lchnapsflasche sagt man auch Lcherenfernrohr;
dann heißt es: Laß mich mal durchs Lcherenfernrobr sehen!
Auch jede Brille wird im Lcherz Lcherenfernrohr genannt.
Lcherenfernrohr ^ Glotzröhre, Batteriebrille.
Brotbeutel ^ Klammersack.
Patronentasche ^ Lchmuckkästchen.
Die leere Feldflasche ^ Ausbläser oder Blindgänger.
Die neuen Ltahlhelme — Aömerdeckel.
Ziehharmonika — Lchützengrabenklavier, Knantschkommode,
Qnetschkasten, Lchifferklavier.
Mandoline ^ Wimmeikürbis.
Das Etappenschwert ist der Offiziersdegen, der nur In der
Etappe getragen wird.
ßorn — Lchalamachei.
Elektrische Taschenlampe ^ Glühwnrm.
Große §üße ^ Flnrschadenbeine.

N
Der feldgraue Büchmann.

Lchießschnur ^
Beobachtungsstand j ^ Affenschankel.

Zeder Leutnant ist Besitzer zweier Lternwarten (die beiden


Achselstücke, di« auf den Oberleutnantsstern warten).
Koppel ^ Aeform»Korsett oder kurz Korsett.
Trägt der Loldat eine Brille, so sagen wir: er hat einen
Drahtverhan vor den Augen.
Lchntzengraben»Pompadonr nennt man einen Landsack, wo»
rin Lebensmittel und sonstige Gegenstände mit in den Lchützen»
graben genommen werden. Er bammelt zumeist am Koppel.
Morgen ist Löhnungstag — morgen kommt der Kaisei
(König).
Ohr — ßorchlollel.
Hand ^ Borderflosse.
Beine ^ Ltelzen, Hammelbeine, Anndhölzer.
Teneralsstreifen ^ Liegellackbelne.
Generalshosen — Liegellackbüxen.
Wird die Besichtigung der Ltellungen durch einen höheren
Offizier, z. B. den Divisionskommandeur, gemeldet, so heißt es
bei uns nicht: morgen kommt Exzellenz, sondern:
morgen wird Exzellenz gezeigt.
Bon einem, der getroffen worden ist, sagt man, er habe
ein Ding verpaßt bekommen; aber einer, dem Helm oder Tornister
oder Breutbeutel durchschossen oder edlere Organe nur gestreift
worden sind, ist dem Totengräber von der Lchippe gehopst!
Zeltbahn in- Heldensarg, Krematorinm, Leichentuch.
Wer sich vordrängt ^ will Ltnbenältester im Massengrab
werden.
Vlechmarke (Erkennungszeichen) ^ ßimmelfahrtsmarl»,
Totenschein.
Ein alter Mann ist kein alter Mann im Zivilisten«
Linn, sondern ein gedienter Mann; wird er zu allzu

12
Der Mann im Lchützengraben.

groszer Eile angetrieben, so gestattet er sich die Bemerkung:


Alter Mann ist kein V»Ing nicht.
Ein Lchützengrabensprichwort: Der Krieg ist wie ein Kino
— vorne flimmert's, hinten sind die besten Plätze.
Drnckposten ^ ein Posten, d. h. ein Amt, das Gelegenheit
gibt, sich von der Arbeit zu drücken. (Einen Druckposten hat
man nie selbst — den hat immer nur ein Anderer!)
Das Eiserne Kreuz (N. II. II) wird von ünhabern wie
Wchtinhabern Vereinsaozeichen genannt.
Das Band, das anstatt des Kreuzes getragen wird, heißt
in Erinnerung an walzerdurchklungene Friedenstage die Tanz«
schleif«.
Orden — FeNfleck.
Will ein Loldat sich schlafen legen, so meldet er dies an
mit den Worten: Ich lege mich jetzt in den Langhang: wobei
man wissen muß, daß der Langhang eine allen Loldaten
bekannte turnerische Übung ist; oder er macht seinen Kameraden
den Borschlag: Gehn wir in die Knschä (von frz. oouolisr).
Bett — Klappe, Falle, Flohkiste, Trog, Mnlle, kensches Etnl.
Lchlafen ^ koksen, bremsen, rollen, rasseln, Baatsch
machen, kahnen (von Kahn — Bett), schwegen, schnieben.
Bon zwei übereinander angebrachten Betten heißt das
untere U»Boot, das obere Luftschiff.
jemanden anulken — einen dnrch den Drahtverhan ziehen.
Wenn die ünfanterie Artilleriefeuer erhielt, sagt sie: Es
h«rt Lanres gegeben.

13
Zweites Kapitel.
Zwischen Himmel und Erde.

Das Flugzeug heißt: WolKendroschl», Kiste, Tanbe,


Kahn (kann auch das Bett bedeuten), Bock, Walfisch (Tup
mit dickem Rumpf), Badewanne (der alte Ii. V. tt.»Doppel»
decker mit dem breiten, oben weit offenen Rumpf), VeiseKoffer
(der alte Rumpler»Voppeldecker, wegen der Form des Rumpf»
vorderteils; die gleiche Bezeichnung hat auch eine schwere Gra»
natel), Möbelwagen (die Riesenflugzeuge), Pnppchen»!^. V. 6.
(die kleinen schnellen 1^,. V. Q.»Doppeldecker, zum Unterschied
von der großen 3upe), Molle, Olle Klamotte (altes Flugzeug),
vlsardine (Fokker, weil die vordere linke Leite von VI trieft).
Der F I i e g e r hat die Namen: Wolkenkratzei, Lchwalben»
vatei, Banernschreck, Lnftgendarm, Pnrrlejägei (vom ?our I«
mörits, den sich der deutsche Flieger ja oft zu erjagen vermag).
Eine Maschine, die viel Bruch macht, hat bald den Lpott»
namen Eintagsfliege weg. Das Flugzeug beim Landen de»
schädigen heißt Kleinholz machen.
Wird ein Neuling zu einem Fluge mitgenommen, so wird
er geschankelt, wobei die Maschine natürlich stark von Perfonal«
böen getroffen wird, d. h. der Führer macht die Böen selber,
Wenn einer Bruch macht, so nennt man da« auch Vram«

14
Zwischen Himmel und Trde.

machen. Wird die Maschin« restlos verbrancht, so ist nichts


mehr zu retten, wobei «5 glücklicherweise häufig nur ein Lalon»
brnch ist, d. h. die Maschine ist vollständig hin, doch ist niemand
verletzt.
Die kleinen Fliegerbomben führen den Vamen Flieger»
manschen.
Französischer Doppeldecker in Begleitung eines kleinen
Eindeckers — Großvater mit seinem Jagdhnnd macht den
Frontbnmmel.
Muß ein Flugzeug unter ungünstigen Berhältnissen landen,
sodaß der Propeller in der Erde steht und der Lchwanz nach
oben, so sagen wir es pickt Erbsen.
<2n der Fliegersprache nennt man den Beobachter Franz,
den Flugzeugführer Emil; will man ihn ärgern, so spricht man
wohl auch vom Luftchanffenr.
Wenn der Franz sich verorientiert, fo nennt man das
er verfranzt.
Manchesterhose — Wellblechhose.
Die Krimstecher erfreuen sich des Beinamens Klotzmaschine.
Mannschaften des Luftschifftrupps, die nur das Ein» und
Ausfahren des Luftschiffes aus der Halle besorgen, heißen
Parterreakrobaten.
Ein Buchstabenscherz: der Ltabsoffizier der Fliegerabteilung
(abgekürzt 8t. 0.?.51.) heißt kurz Ltoffel.
Um nicht das Fremdwort orientieren zu gebrauchen,
sagt man häufig, wenn die Lage im Gelände nicht mehr zu über»
blicken ist: Nun wollen wir uns erst einmal vermorgenländern.
Propeller — Kaffeemühle.
Lchnelles Berschwinden wird in der Fliegersprache ausge»
drückt durch: ab mit Aückenwind; wenn dicKe Lnft ist, fucht
man Deckung oder geht stiften.
Der Ballon»Abwehr»Kanonen»Zug (abgekürzt L. X.T.)
wird Back»Ing, Pack»2ng oder kurzweg das PacK genannt.
Fliegerbomben ^ Ostereier.
Der feldgraue Büchmann.

ün Fliegerkreisen spricht man von den Luftschiffer»


trupps als von der anfgeblasenen Konknrrenz; der Fessel»
ballon ist die knrz angebnndene, anfgeblasene Konknrrenz.
Außerdem heißt der Fesselballon noch:
Ltrohsack
Leberwnrst
Lchwartemagen (baurisch)
tzimmelswurst; gewisse andere Bezeichnungen,
die mit den gleichen beiden Lilben beginnen sind zwar sehr
drastisch und bildhaft, wären aber nur unter „Ausschluß der
Öffentlichkeit" druckbar.
Himmelsgnrke
Lnltgurke , ,,„
Dioisionsrübe
Qnersack
Blntwnrst
Divisionswurst
Ein französischer Fesselballon taucht auf ^ Ioffres Iiege
sieht nbern Berg.
Die den Flieger umgebenden zahlreichen Lchrapnellwölkchen
lassen uns ausrufen: Der Himmel hat wieder mal die Masernl
Bombenwerfender feindlicher Flieger — Granpelmoritz.
Der ünfanterist (wenn er einen Flieger fliegen sieht): „üa
der hat'5 gut, der läuft seinen Propeller nicht wnnd und kriegt
keinen Wolf am Anspuffrohrl"
Einen riesigen russischen Flieger mit mehreren Motoren
nennen die Feldgrauen Möbelwagen.
Erscheint eine feindliche Taube und wirft Bomben, so sagt
man: sie ist nicht stnbenrein.
Wenn der Russe an schönen Tagen zehn Fesselballons hoch»
läßt, um unseren Feldgrauen bis in oen Kessel der Gulasch»
kanone zu schauen, dann rufen sich die Grabenposten zu: Panse
Hat Lchweineschlachten, er hängt seine Würft« rans.

16
Drittes Kapitel.
Parlewnh nnd Panje Anßki.

Die Franzosen nennen uns Deutsche Boches; mögen .on


feldgrau sein oder Zivilisten, jung oder alt, Mann oder Frau,
weniger gebildet oder auf der höchsten Warte der Weisheit
stehend — wir sind Boches; und die Pariser Lprachgelehrten
geben sich die größte Mühe, durch Zeitungsaufsätze und ganze
Bücher zu beweisen, daß das Lautgebilde Boche ein Wesen
bezeichnen soll, das alle erdenklichen niedrigen und verachtungs»
würdigen Eigenschaften besitzt, ein Wesen, das tief unter dem
Neger, ja weit unter dem Tiere steht. Eine französische Lchützen»
grabenzeitung nennt sich Bochophage (der Bochefresser).
Die deutsche Lprache und die Lprache des deutschen Loldaten
^ennt kein Gegenstück zu dem französischen Worte Boche;
vir erkennen auch im Kriege die menschlichen Eigenschaften des
Feindes an und wir denken nicht daran, ihn zu „fressen";

Hochstetter, Der feldgraue Nüchmann. !7


Der feldgraue Blichmann.

solchen kannibalischen Gelüsten gegenüber bleiben wir vollkommen


neidlos.
Die Engländer nennen uns Hnnnen.
Wir begnügen uns damit, den Feind zu bekämpfen
und werden im gegnerischen Kämpfer, im feindlichen Berwundeten,
Lterbenden, Gefangenen wie im gefallenen Feind immer nur
den Menschen erblicken.
Die Worte, die sich der deutsche Loldat zur Bezeichnung
seiner Gegner geprägt hat, beweisen das.
Er nennt den Russen:
Anßki
Panse Anßki
2wan
Anton
Moskali
Panse (polnisch; zu deutsch: Herr) Ber
bindungen — zur Kennzeichnung alles dessen, was dem Russen
gehört oder auch mit Russen zu tun hat: Panse«Pferd, Panse«
Wagen, Panse«Fran, Panse»Kinder, Panje«tzans, Panse«Bett,
Panje»Milch, Panse«Brot, Panse«Eier, russischer Baron —
Edelvanse.
Den Engländer heißt der deutsche Loldat:
Tommg (der Engländer nennt sich selbst Tommu
Atkin«)

2nMchm°^n ) (°us dem engl. e°«Iickm»°)

Fnßballindianer (weil die Engländer leiden»


schaftliche Fußballspieler sind)
Den Franzosen nennt der Feldgraue:
Lchang (das französische ^s«,u)
Naplü, vom französischen il n'^ » plus
Ohlala, das französische ob. I», I»l

18
Larlewuh und Panse Nußlli.

Onkel Pitsch ^ ..Bitsch" ist das Geräusch des


Pitschmann / Geschoszeinschlags
Frack (Mehrzahl baurisch: d'Fräck) nach dem
seitlich zurückgeschlagenen frz. ünfanteriemantel.
Der Herr Monsieur
Franzmann
rnln
Parlewnh, das frz. v^rle^-vou«
Wulewnh, das frz. voule^-vous
^nlemong (tont Is monäo, frz. Kommando»
anfang z. B. der Lchlachtruf „l'out Is muuäe en »v»utl")
Fenerwehrmann 1 wegen des neuen frz. Ltahl»
Blechkopp / blechhelms;
Kamerad bieg»« (nach dem Zuruf der Franzosen)
Die Zullven werden zu Inaffen „verquatscht"; Feinde, die
von Bäumen herab schießen, werden Banmaffen genannt; der
französische Landmann heißt Pisang (frz. i>5lV8»n — Bauer).
Die feindlichen farbigen Hilfstruppen, für die unsere Oberste
Heeresleitung in ihren Berichten die Bezeichnung farbige Eng»
länder und farbige Franzosen geprägt hat, heißen außerdem noch
Lchwarze oder Aaben.
Di« ütaliener sind Katzlmacher, die Lerben werden serbln«
genannt . . .
Der Deutsche hat der Gegner viele; aber ein Wort wie
Boche hat er nichtl

2' 19
Biertes Kapitel.
Lnstige Anschriften.

Der Ltab eines ünfanterieregiments wurde auf einem


Gutshof in einer Gegend einquartiert, wo schon vorher Deutsche
gelegen hatten. An der Haustür fanden die neuen Gäste die
Anschrift:
Zelns Lirach 31, 13.
Ein besonders bibelfester Loldat war in der Lage, das zu
entziffern; es bedeutete nämlich: „Und denke nicht, hier ist
viel zu fressenl" Leider soll sich diese Prophezeiung dann in
vollem Maße erfüllt haben.

Die Aufschrift von einem sehr feuchten Unterstand hiefz nur:


Psalm 69, Vers 3.
Dieser Psalmvers lautet nämlich: „üch versinke im tiefen
Lchlamme, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser und die
Flut will mich ersäufen."

20
Lustige Aufschriften.

Ein von München abfahrender Militärzug trug in Niesen»


lettern die Aufschrift: Einladung zum deutschen BundesschieKen
Brüssel ,9,4.
»
Ein anderer Zug trug die Aufschrift: Nächsten Lonntag
Eanzkränzchen in Belgrad.
«
Am Eingang eines Unterstandes stand angeschrieben:
Hier ist das Litzungszimmer für die Kommission zur Einge»
meindung Polens.
Andere Unterstands»2nschriften:
Russische Eier,
Französischer Lekt,
Deutsche Keile:
Hei, wie das schmecktl

Keine Liebe, kein Feuer


Kann brennen so heiß,
Als Kruppsche Geschütze,
Bon den' niemand was weißl

Des Feindes Herz vor Kummer brennt,


Wenn er erst unsre Brummer kennt.
»
Namen von Unterständen, Blockhäusern usw.:
Billa Feldgrau
Billa Lorgenfrei
Klub der harmlosen
Eaf6 Bück Dich (Eingang 80 om hoch)
Billa Vanch (weil dieser Unterstand immer voll Rauch war)
In den Fünf Frankfnrtern

21
Der feldgraue Büchmann.

Znm KohlenKeller
Billa znm Blindgänger
Billa znm Ansbläser
Inm Granatsplitter
Znm gemütllchen Böschnngstrnpp
Billa Windig (windig — gefährlicher Platz).
(An der Wohnung des Kompagnieführers:) Arbeitsnachweis.

Am Eingang eines Mannschaftsunterstandes einer schweren


Feldbatterie steht:
0 Tommu flieh' von diesem Orte,
Denn hier wohnt eine schwere Lorte.
Aufschrift an einem Drahtverhau, als gutmütige Warnung
für den Feind: Achtnngl Liebesgabenzigarrenl
»
Preußische Truppen hatten an die Wand ihres Quartiers
geschrieben:
„Gott strafe England";
sächsische Truppen schrieben darunter:
„Das mach'n mer lieber selber".
»
Aufschr iftim ünnern ei ne sKriegsschiffes.
Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er heil durchs Minenfeld,
Den läßt er nach der Heimat reisen,
Mit 15 Mark Berpflegungsgeld.

Merkverse für Lchützengrobendeutsch:


Nun merke wie der Wchrmann spricht,
Humor ziert den Loldaten:
Zum Tee braucht man den Löffel nicht,
Teelöffel heißt: der Lpaten.

22
Lustige Aufschriften.

Was Knhfnß heißt beim Militär,


Das wissen schon die kleinsten Zungen;
Zum Blnmentopf hat sich nunmehr
Die Handgranate aufgeschwungen.

Wenn so ein Flieger sich bewegt


Hoch überm Waldeslaube,
Geschieht es, daß er Eier legt
Aus seiner Rumplertaube.

Die Flieger heißen Karl und Franz,


Die ihre Feinde allerwegen
Hoch aus der Luft mit Lchneid und Glanz
Verkarlen und verfranzen mögen.

Wenn ihre Bombe abwärts fegt


Und auf das Feindeslager rast,
Lo sagt man häufig, statt belegt:
Der Zielpunkt unten wird beaast.

Was sonst im Lauf als Pulver saß,


Gilt als Tabak den Kanonieren,
Die Mine ist ein Bntterfaß,
Das läßt sich ziemlich leicht kapieren.

Die dick« Bert« kennt man meist,


Doch eine dünnere Kanone
Die treffend lchlanke Emma heißt,
Ost ihre Lchwester; auch nicht ohnel

Lchwer spricht sich aus voui Is m6ritn


Der Orden, der mit Recht geschätzte;
üm Feld sagt man Pnlle mit Lprit,
(Wenn es nicht hört der Borgesetzte.)

23
Der feldgraue Büchmann.

Und statt des Wortes Portepee,


Hört man den anderen Ausdruck häufig,
Da das beliebte Portmonee,
AIs Lprachersatz durchaus geläufig.

Dann weiter meint der Feldbericht,


Der schon so manche Frage löste:
Wenn man vom großen Moritz spricht,
Ein AUnenwerfer ist's, vastehste?

0 Lprachschatz, voll des Bilderschmucks


Beim Preußen, Bauern, Lchwaben, Lachsen1
Er spricht wie ihm der Lchnabel wuchs,
Und der ist ihm gar hold gewachsenl
i.

2n Abwesenheit des Besitzers wurden von einem feind»


lichen Bauernhof die fetten Hühner requiriert und eine Quittung
dafür auf den Tisch gelegt. Aur e i n ganz mageres Huhn ward
ihm belassen, aber am Hals dieses dürren Tierchens hing ein
Zettel mit der Aufschrift:
Ieitig nntanglichl Ein Jahr znrückl

Es ist Befehl, daß Lebensmittel in Feindesland nur gegen


ordnungsmäßig ausgestellte Bescheinigung entnommen werden
dürfen. Lo fand sich auf der Weide eine einsame Kuh, bi« an
den Hörnern folgenden Zettel trug:
10 Liter Milch entnommenl
. . . Komp., 2nf.»Vegt. Nr. . .

24
Fünftes Kapitel.
Aecknamen.
Freilich wird ein Veckname fast immer der einen Waffen
gattung von einer anderen „angehängt", dem einen Dienst»
grad von Angehörigen anderer Dienstgrade „verliehen".
Aber ein Beweis dafür, daß keiner dem anderen solche Necke»
reien übelnimmt, ist die Tatsache, daß dem Herausgeber dieses
Buches zahlreiche Einsender von solchen Necknamen berich»
teten, die der eigene Dienstgrad oder die eigene Waffe führt.
Lo schreibt z. B. ein Feldgrauer, der die Trainuniform trügt:
„Thansseeinnehmer ^ Train. Aber die rote Gefahr (ünfanterie)
beehrt uns Trainsoldaten noch mit anderen Kosenamen, z. B.:
Veilchen oder Veilchenhnsaren (wegen der blauen Aufschläge),
Lpeckfahrer, Deichseldragoner, Guß und Gußlandser (beides
sächsisch), Kolonne Brr, Berlnchssoldaten, Kriegsteilnehmer,
Leichenwagenbremser, Mistkntschlr, Iwiebackkntscher, Iwiebel«
lmtschei und hat auch den Refrain eines Loldatenliedes folgen»
dermaßen umgedichtet:

25
Der feldgraue Büchmann.

„Drum Mädchen wein' nicht,


Lei auch nicht traurig,
Mach' einem Trainsoldai
Das Pferd nicht scheu."

Ein anderer Feldgrauer teilt mit:


„Bei einer Maschinengewehrkompagnie war ich Entfernungs»
weiser; wurde ich mit meinem Apparat verlangt, so rief man
mich einfach den Apparatenmensch, Trichinenbeschaner, Land
messer, Entfernnngsra! oder Lternenlmcker."
Feldgrauer — Landser, Landstrich.
Zivilist — Papvser, Kaffer, Katzjeh.
Reiterei ^ Lohlenschoner.
Ulan ^ freitender) Laternenanzünder.
Ulan (baurisch) — Fahnelesreiter.
Artilleristen ^ Bummser, Pnmper, Pnmpser, Pnlver»
kopp, Pnlversack, Bnmlkopp.
Fußartillerist — Kasemattenbumbfer, Kanonenwischer.
Feldartillerist — KnalldroschKenKntscher, Packträger, Feld«
bnmber, Feldheimer.
Alaschinengewehrabteilung ^ Dachdecker (weil die Ma»
schinengewehre zuweilen auf Dächern aufgestellt werden).
Minenwerfer ^ Die Artillerie mit dem kurzen Ar».
Die Artillerie — die Bombe.
Die Fußartillerie — die Fnßbombe.
Die Feldartillerie — die Feldbombe.
ünfanterist ^ Iiegeldecker (wegen der Achselklaopen), Fuß»
lappen, znßlappenindianer, Fnszlatscher, Lchnickel (im Gegensatz
zu Pickel ^ Pionier) , Lakenpatscher, Landhase, Kilometerfrefser.
Der tapfere Armierungssoldat muß sich — außer dem man»
gelhaft begründeten Wort schipp« — auch noch die Bezeich»


Aecknamen.

nungen Schieber, LchippanowsKi und LchnbKartillerifi gefallen


lassen.
Pionier ^ Pickel, Pickelgräber, Nammelbock (er rammt
die Pfähle), Manlwnrf, Erdiatte.
Lchütze, Zager — Orashüpfei, Qnakanak, Lanbfrosch.
Mineur — Manlwnrf.
Eisenbahner — Lchwellenträger, Wagenschieber.
Das Kriegsbekleidungsamt nennt man AVmer, der römischen
Nummer wegen, die auf den Achselklappen getragen wird.
Die Eelegraphisten werden als Ltrippenzieher, ihr Apparat
als QnaischKasten bezeichnet.
Feldtelephonzentrale — Hanptverbandplatz.
Zahntechniker — schnanzenmontenr.
„Was uns die Munitionskolonne herbeischafft, sind aller»
dings Geschosse, aber wir nennen es Liebesgaben. Deshalb wird
auch die Munitionskolonne selbst die Paketvost geheißen/
Auch die Regimenter haben Beinamen, so z. B. gelbe
Achselklappen und Aufschläge ^ Kanarienvögel; weiße Achsel«
klappen und Aufschläge ^ Lchneeschöpfei.
Der freundliche Herr vom Roten Kreuz, der die Geschenke
bringt ^ Liebesgabenonkel.
Die Herren vom Freiwilligen Automobilkorps, Benzin»
Hnsaren, Benzinnlanen, heifzen auch Ganklei, denn sie sind
fahrendes Bolk.
Herren von der «Ziviloerwaltung — Ilvilkürassiere (wegen
des Ltichdegens).
Motorbootleutnants des Freiwilligen Motorbootkorps ^i
Wannseekoisaren, Wannseefähniiche, Lüßwasseradmirale.
Husaren ^ Bindfadenjnngen (wegen der Uniformschnüre).
Die Lcheinwerferleute — Leuchthnsaren, Glühwürmchen, (der
Zahlmeister — Lcheinwerfer; Lcheinwerfer ^ Nachtlicht).
Marinesoldat ^ LalzschleKer, Wasserratte.

27
Der feldgraue Büchmann.

Der Heu Major ^ der Lchwere.


Der Herr Hauptmann ^ Hänptling.
Oberkriegsgerichtsrat ^ Oberoerdachtschöpfer.
Der Feldwebelleutnant wird im Lcherz auch Lenlnants»
gefreiter betitelt, weil er nicht nur die keutnantsuniform trägt,
sondern sogar auch noch die Gefreitenknöpfe.
Berpflegungsoffizier ^ Meltwnrstmajor, Granpenmafor,
Lebensmitteldiktator, Gulafchdiktator.
Proviantamts»Lekretär ^ Haferlentnant.
Proviantbeamter ^ Mehlwurm, Mehlsack.
Höherer Proviantbeamter ^ Obermehlwnrm.
Adjutant ^ Batalllonstante, das Geschäftszimmer des
Adjutanten ist die Blechschlniede.
Der unmittelbare Borgesetzte wird immer gerne nnf«
Brotherr oder der Bonze genannt.
3in Generalstäbler ist ein Karmoisinvergnügter (wegen der
Karmoisinstreifen).
Avantageur -- Offizierspflanze.
Unteroffizier vom Dienst: Frühanf oder Nachtwächter (weil
er die Leute wecken mich).
Furierunteroffizier: Minister des Inneren.
Lchießunterofflzier: Prämiiernngsminister (weil er Bor»
fchläge für Lchießpreise macht.
Kriegsberichterstatter — Papiergeneral.
Der Lchanmfchläger (Kompagnie»Friseur), eZefichtsgärtner,
auch Bartpntzer oder Anssellchaber genannt, entfernt nur mit
Mühe das Drahtverhau des Ltruppelbartes.
Waffenmeister ^ Kanonenflicker, tZewehrflicker, Waffen»
kater, Dingding.
Futtermeister ^ Fnttrich.
Quartiermeister ^ Kaps.

28
Vecknamen.

Lchneider ^ Fips.
Lchmied ^ Lchipprich.
Die Herren vom freiwilligen Automobilkorps, so grosz ihr«
Berdienste ums Baterland auch sind, müssen sich den Beinamen
Benzinchristen gefallen lassen.
Die zur Förderung der Ernte bestimmten Wirtschaft»
offiziere nennt man Vlibengenerale.
Die Bermessungsabteilungen im Felde, die höchst genaues
Kartenmaterial herzustellen haben, führen den Namen Willi»
meterklnl».
Lanitätshundführer ^ Wanwanlentmmt.
Meldereiter — Aennbnbe.
Korporalschaftsführer ^ Leithammel; auch Lpinn« (weil
er wie diese, selbst die dunkelsten Winkel aufzusuchen liebt —
um dort nach dem Rechten zu schauen).
Die Herren Postsekretäre bezeichnet man im Lcherz als
Briefmarken»Lentnants.
Kriegslieferant für Truppenküchen ^ Gnlaschbaron.
Arrestaufseher — Vattenvater, Hansmeister, Bändiger,
Onkel, Fockenkarl.
Fuhrpark»Kolonnen mit Erntewagen — Banernartillerie.
Ein alter Mann ist kein alter Mann, sondern ein aus»
gebildeter Maun.
Wachtmeister ^ der Aleester.
Der Feldwebel ist nur noch im Witzblatt älteren Ltils die
„Mutter der Kompagnie"; im Felde heißt er: Feld», Wald«
und Wiesenwebel, 2pieß (wegen des langen Labels), Fettlappen,
Better; (sächsisch:) Lchlepper (vom Lchleppsäbel). On der
Garnison nennt man ihn auch Garnisonwebel.
Bizefeldwebel — Vlzespieß, Biz«.
Kammerunteroffizier ^ Kammermotte.
Lchreiber ^ Tintenfisch.

29
Der feldgrau« Büchmann.

Kompagnieschreiber ^ Tintenspion, weil er in alles


schnüffeln kann. Auch: Kompagnieschwnng.
Quartiermacher ^ Lchlnmmervater.
Marketender ^ Herr Tietz oder der billige Jacob.
Das Wachkommando des Lagers heißt die Wach» nnd
Lchlaf»Gesellschaft.
Einjähriger ^ Lateiner, Frosch.
Aekrut — Grüner, Hammel, Grünhorn, grüner Jnnge,
nasser Ltift, Ansse, Mistkäfer, Lpnnd; (baurisch:) Gurke.
d>ffiziersbursche ^ Lchwenker.
Feldkoch ^ Küchenbulle, Küchenhengst.
Vas Musikkorps ^ der Klimbim.
Trommler ^ Knüppel, Knittel, Trommeljnnge, Wirbeltier,
Kalbfelltrompeter; (österreichisch:) Fellraßler.
Lpielleute ^ Lpielmöpse, Knüppelmnsik, Federvleh, Hühner.
Bataillonstrommler — Bataillonsknüppel.
Musiker ^ Blechpnster, Blasebalg, Grünspanspucker. (Die
Zahnheilkunde kennt einen sogenannten „Grünen Belag", der
sich auf den Zähnen von Metallarbeitern und Musikern
zeigen kann und tatsächlich aus Grünspan besteht.)
Gefreiter ^ Lchnapsei. Und bei den Feldgrauen geht das
scherzhafte Lprichwort:
Wer den Lchnapser nicht ehrt,
dst Hie Beförderung nicht wert.
Da die Gefreitenknöpfe Lpatzen (nach dem Adlerl) heißen,
wird der Gefreite selbst ebenfalls Lpatz genannt, was manchmal
zu Lpeckkopf erweitert wird.
Ein Gefreiter ist Unteroffiziersaspirant oder ein höherer
Würdenträger. Wenn man Zeit genug dazu hat, bezeichnet man
ihn als einen höheren Würdenträger mit beschränkter Zaftnng.
Wird einer zum Gefreiten ernannt, so sagt man: Er hat
die Lperlinge (Gefreitenknöpfe) bekommen, wird er Unteroffizier,
so sagt man, er erhält die Kartoffelschalen (Tressen).
Necknamen.

Wer zum Gefreiten befördert wird, hat den höchsten „Viad"


der „Gemein"«heit erreicht oder er hat die erste Linse zum
Feldnmrschall erklommen.
Feldbäcker — Lemmeltechniker.
Gefreiter bei den Feldbäckern ^ Ausgebackener Znnge.
Für die letzte Gruppe der Kompagnie haben wir den Aus»
druck Mündnngsdeckel, weil da die kleinsten Leute sind.
Das Lchwein ist während der Kriegszeit ein kostbares und
hochgeschätztes Lebewesen geworden; vielleicht liegt also weniger
Mißgunst denn Hochachtung darin, wenn der Frontsoldat den
Etappensoldaten Etappenschwein nennt, wofür sich jener mit dem
Ausdruck Frontschwein bedankt. Auch die Bezeichnungen Front«
prolet, Etappenprolet sowie Frontbaron und Etappenbaron
werden in gleicher Bedeutung angewendet, jedoch der größeren
Beliebheit erfreuen sich die zuerst erwähnten, mit dem Namen
des hochbewerteten Borstenviehs zusammengesetzten Ausdrücke.
Die Etapvenbarone werden auch Mawarzachiten (verauatscht au«
„man wird sich hüten") genannt. Wer aber etwa glaubt, daß
derartige Namen ihren Träger erzürnten, ist in einem starken
ürrtum befangen; der Offizier, der von irgend einem Kommando
wieder zum Truppenteil an die Front kommt, nimmt durchaus
keinen Anstoß, sich selbst mit einem behaglichen Ltolz wieder
als ein ganz gemeines Frontschwein zu bezeichnen. Das ist be»
greiflich, wenn man bedenkt, wie unempfindlich die tapferen
Berteidiger draußen gegen Lehm und Torf, gegen Dreck und
Lchmutz werden müssen. Die erste Urlaubsstunde daheim gibt
dem also von der Circe des Krieges Berzauberten wieder
durch ein Bad und durchs Umkleiden seine saubere, frische,
glänzende Männergestalt zurück.
Di« Aecknamen der Arzte stehen im Kapitel „Karbol»
kaserne"; diejenigen der Flieger und Luftschiffer im Kapitel
„Zwischen Himmel und Erde".

31
5echstes Kapitel.
Kraftfahrerkraftansdrncke. ^-
Früher nannte man den Radler Ehansseefloh; heute erfreut
sich auch der Kraftradfahrer vieser Bezeichnung.
I'. ^. I!., die Abkürzung für Freiwilliges Automobil»Xorp3,
wird „übersetzt": Fährt all«5 kapnt.
Automobil fahren ^ töffen.
Kraftrad ^ Benzinpferd.
Wenn ein Kraftradfahrer keine Luft in den Pneumatiks
hat, sagt er, er länft anf Plattfüßen oder anf Latschen.
Wenn vom Motor nur drei Zulinder anstatt vier arbeiten,
heißt es: Ei fährt anf drei Toppen.
Wenn jemand hinkt, sagen die Kraftfahrer von ihm: 3r
länft nnr anf einem Zylinder.
Beeile dich ^ gib Vollgas nnd hane mit dem vieiien
lGang) abl
Radfahrer ^ Drahtefelrelter.
Bon einem, der nicht schnell arbeiten kann, sagt man:
3i kommt nicht über den zweiten Gang hinans.
Wenn bei den Kraftfahrern jemand an schwerem Ber»
ständnis leidet, so heißt es, «r arbeitet mit LpähUndnng.

32
öiebentes Kapitel.
Dicke Lnft, KonservennwM nsw.

Was ist dick« Lnft?


Dick« Lnst ist, wenn du im Feuer der Granaten stehst
Und nicht weißt, wohin du in Deckung gehst.
Dicke Lnft ist, wenn die Lchrapnelle
Zerplatzen an deiner Arbeitsstelle.
Dicke Lnft ist, wenn ein Flieger über uns lenkt
Und gerade ein Ei zu legen gedenkt.
Dicke Lntt ist, wenn du nach Zapfenstreich durch die
Ltraßen streifst
Und deinem Leutnant dabei in die Arme läufst.

Das Grammophon, das man in den Lagern hinter der Front


häufig antrifft, wird als Konservenmnsik bezeichnet.
Offizierseitengewehr — Latte; daher: Feldwebel werden
— die Latte bekommen.
Langsamer Marsch der Alilitärmusik — Neifemarsch.

Höchste»« Der feldgraue Vüchmlmn 32


Der feldgraue Büchmann,

Der „gute" Loldat hat bei seinen Borgesetzten «ine gnte


Nnmmer; er ist angeschleimt oder er hat sich angepfriemt; da»
gegen wird eine vernachlässigte Korporalschaft vom Korporal»
schaftsführer anlgedreht.
Regimentsfahne — Begeisternng5stengel.
Turnen ^ mnschkeln.
Dienstpferd — Dienstmops.
^ »
Bei der Kavallerie:
Galopp ^ Karacho.
Pferde — Jossen oder Ponnu.
kanze ^ Knüppel.
Ulanentschapka — Kaffeemühle.
Lporen — Iinken.
Pferd, das viel schlägt ^ Nachtigall.
Pferdeputzen — Ltreichmnsik.

Hn vielen Garnisonen sind die Ltrohsäcke jetzt mit Papier


gefüllt, deshalb heißt es nicht mehr „Lchlafen gehen", sondern:
Aln in den Papierkorb!

Den Pferdeschwanz nennen wir Fliegenabwehrkanone.


Drahtverhau — Damenschleier.
Damenschleier — Drahtverhan.
Trommel — Kalbfell.
Eine unglaubwürdige Nachricht heißt: Kantinenbefehl.
Die im Westen verbreitete Krieg5ausgabe der Rheinisch»
Westfälischen Zeitung hat den Lpitznamen Kohlentante.

Wir Armierungssoldaten müssen oft die Ltraßen in Ord»


nung halten. Vas nennen wir: die Ltraße kitzeln, da der
Lchlamm mit der Lchippe abgekratzt werden muß.

34
Dicke Luft, Konservenmusik usw.

Iranzer bedeutet: vom Kaiser Franz»Tarderegiment; die


vom Kaiser Alexander»Varderegiment heißen: die Alexander;
Eisabether — vom Oarde»Grenad»er»Negiment Königin
Elisabeth.
Die Redensart „Du bist auf dem Holzweg" wird im Osten
oft mit den Worten zurückgewiesen: Nein, auf dem Knüppel
damml weil man oft über Knüppeldämme, »weg« oder »stege
geht, deren es hier im Lumpfe unzählige gibt. Und während
der „Holzweg" der falsche Weg sein soll, ist der „Knüppel»
damm" natürlich der richtige.
Ohne Nachturlaub ausbleiben heißt ein Nächtchen machen,
ein Nächtchen riskieren oder eine Platte rnppen.
Wer einen herrenlosen Gegenstand requiriert, sagt, er habe
ihn <«l YH Jahre gepachtet.
Unsere Feldbahn, die den Berkehr mit der Front ver»
mittelt, kennt jeder Fachmann unter dem Nainen Fnmmel oder
Fntschel, der noble Mann sagt Trämbken.
Mannschaften, die in den Etappen sind und immer viel von
der Front erzählen, nennt man Große Bogenspncker.
Auf dem serbischen Kriegsschauplätze kam es öfters vor,
daß bei dem schlechten Wetter auf holprigen Wegen einer
stolperte und in den Lchlamm fiel, ironisch bemerkte dann
gleich einer seiner Kameraden: Na, von Hinlegen ist aber noch
nichts befohlen.
Zum Narren halten ^ durch den Kakao ziehen.
Lpind ^ Affenkäfig.
Das Kompagniepferd ^ Gefechtselel.
öst einer der Kameraden übermäßig lustig, so heißt es:
den sticht die Marmelade.
Truppenübungsplatz ^ Lommerfrische.
Die in Döberitz und anderenorts eingerichteten Knrse zur
Ausbildung der Reserve»Offiziers»Aspiranten nennt man
tzeldensemmare.

3» 35
Der feldgrau« Nüchmann.

Zeldbuchhandlung — Bildnngskanon«, Vildn»g«nnt»lstand.


Einen bestrafen — mit jemandem abfahren.
Bestraft werden ^ verkannt werden.
jemanden in Arrest stecken ^ ihn »inlochen oder «inspinnen,
ihn brnmmen lajfen.
Arrestlokal ^ Bater Philipp.
Arrest ^ Lade, Kasten, «ist«.
Arreststrafe antreten oder Arreststrafe bekommen ^ ab»
gehen.
Mittelarrest wird schonungsvoll Mlttelnrlaub geheißen.
Geldnot ^ Brnstbentelschwindfucht.
Löhnung — Draht, Iaster.
Einmarkschein ^ Eindecker.
Zweimarkschein ^ Doppeldecker.
Löhnungstag — Lchlappermentstag (sächsisch), kann aber
auch den Tag vor der Löhnung bezeichnen.
Löhnungsappell ^ Einzelvorbeimorsch mit 3,30 MK. (bzw.
5.30 Mk.) Abstand.
Oberirdischer Unterstand — Iigarrenkiste.
Lichtsignalstationen werden mit Kino bezeichnet.
Wegen ihrer Farbe nennen wir die grauweiße Drillichhose
Porzellanhose oder Gipsverband, die Drillichjacke Porzellanjacke.
Beim Aufsteigen französischer Leuchtraketen sagt man im
Westen: Ioffr, steigt in die Höhe.
Bei den Eisenbahnern heißt der Hilfsgerätewagen Kurzweg
die Hebamme. 3st eine Berkehrsstörung entstanden, dann wird
telephoniert: Lofort Hebomme hersenden.


Achtes Kapitel.
Von Iestriibe« nnd Erholnngsbolzen.
0 möchte doch jeder, der Rauchbares ins Feld schickt, daran
denken, daß das Beste für unsere Grauen gerade gut genug istl
Trotz der neuen Lteuern und trotz der erhöhten Tabakpreisel
Damit die draußen nicht gezwungen sind, furs Rauchkraut noch
mehr Lchmeichelworte zu «rsinnen als sie schon zu benutzen
pflegen und als da sind:
Marke: Gasangriff,
„ Holl dir am G«länoer l
„ Erlkönig ( Erreicht den Hof mit Müh und
Vot . . .).
Freiman«rzigarrnl,
Unterstandsmarke,
Marke: Lchillers Glock« (Der Wann muß hinau«),
„ Herknles.
zNegentod,
Vooch»dn»se,

37
Der feldgraue Büchmann.

Marke: Köchln (Will immer ansehenl),


„ bchachanfgab« (Nach drei Zügen matt),
„ Handgranate (Anzünden und wegwerfenl),
„ Petrns (Lr ging hinaus und weinte bitterlich),
„ Heiderölleln (Und der wilde Knabe brach),
Vorpostenzigarren,
Vorpoftenlnläller,
Marke: Lchützengraben,
LtlnKbolzen,
Marke: Dnmdnm,
„ Drahtverhan,

Die Feldgrane,
Klrchhofsspargel,
Marke: Kaiser Friedrich (kerne leiden ohne zu klagenl),
Dnmdnmzigarren,
Kotzbalken,
^nrKotöter,
Marke: Grnppenführer (hat keinen Zugl),
Wftnndeln,
Largnägel,
Marke Mit ^jährlicher Kündignng (damit lie dann zieh«),
„ Bahnwärter (Bei jedem Zuge 'raus),
Nnr im Freienl,
» Vrohlinn (Wenn wir se auf hab'n, wer'n wir
froh sinl).
„ Glimmerschiefer (Ze länger lie glimmt, delto
schiefer brennt sie),
Liebesgramzigarren,
Marke: 2nselrtentVter,
„ Blindgänger,
„ FliegenMer,
„ GaswolKe,
Fliegerabwehrzlgarre,

38
Bon Festrüben und Erholungsbolzen.

Fliegenabwehrzigarre,
Zliegerabwehrnudel,
Fliegenabwehrnnoel,
. . . nein, jeder soll ins Feld nur wirklich Aauchbares schicken,
damit die Glimmstengel lIlehfar«, Iiehialte, Iigaro, Iichorie),
im wahren Linne des Wortes eine Festrübe, ein Erholnng«»
bolzen feil

Beim Bau eines Gefechtsstandes. „Mittagspausel", ruft


der Unteroffizier. Alle packen ihr Frühstück aus bis auf
einen, der nichts mit hat. „üch habe nichts," sagte er, „da
steck' ich mir eine Zigarette an, dann meint der Magen, es
wird gebacken."
Erhält der Loldat einen Berweis, so nennt er das eine
Zigarre bekommen. — Wenn jemand vom Borgesetzten wegen
eines Fehlers zur Rede gestellt wird, so sagt man, er holt lich
eine Iigarre, je nach Lchwere des Falles zn 20, zu 30, zu
50 Pfennig.
Der Borgesetzte wird, wenn er häufig tadelt, Iigarren«
fabrlkant genannt.
Man hant sich ein Krant ins Geficht, wenn man rauchen
will.
Benzintaschenfeuerzeug (im Westen, und manchmal auch in
Westen) ^ Pötelerle, von vsut-tztrs.
Hosenboden ^ Armeelenerzeug.
Zigarette ^ Affenflöte, Weißer Kirchholsspargel; (öster»
reichisch): Lpang«rl; (sächsisch): Ltäbchen, Bndde.
Zigarren sind im Winter Nasenwä'rmer, im Lommer
Wnckentöter.
Der unentbehrliche Priem wird Bonbon, Loloatenschokolade
oder Theaterzigar« genannt.
Pfeife — Aotzkocher.
Die kurze Pfeife, die man namentlich bei starker Kälte gern
raucht, nennt man Nasenwärmer, ferner Lanzahn, Manne.

39
Von Festrüben und Trholungsbolzen.

Die halblange Pfeife heißt Koksofen.


Pfeife (österreichisch) ^ Lelcher,
Rauchen ,, ^ selchen.
Und da für den echten Raucher in der Beschäftigung mit
dem Tabak so viel Poesie liegt, möge das Kapitel vom Rauchen
auch einen poetischen Abschluß finden mit dem kleinen Lcherz»
gedicht:
Die Liebste im Lchützengrab«n.
Tu nicht so stolz, Franzos da drüben,
Weil du als Trost der Daseinslast.
Bon deinen rotgeschminkten Lieben
Mal eine mit im Vraben hastl
Auch ich Hab' eine hierl Und treuer
üst doch die meine ganz bestimmtl
Nur mir schenkt sie ihr ganzes Feuer,
Vis daß ihr letzter Hauch verglimmt.
Hängt sie mir heiß an meinen Lippen,
Wie saug' ich ihren Duft voll Gierl
Und stürmt's und regnet es in Ltrippen,
Lie macht den längsten Weg mit mir.
Gestützt von meiner starken Rechten,
Begleitet sie mich selbst zu Rad;
ün frohen wie in bangen Nächten
Teilt sie mit mir die Lagerstatt.
2ie ist ein molliges Veschöpfchen
Und mich durchströmt die höchste Lust,
Lehnt ihr geliebtes braunes Köpfchen
An meiner breiten Kriegerbrust.
Wenn ich nach meiner „Liebsten" greife,
Lchaut der Herr Hauptmann freundlich zu;
Denn „sie" ist — meine Tabakspfeifel
Hallo, Franzos, was sagste nu?

40
Neunte Kapitel.
Vrnmmer nnd Ltotterelft.
Kein feldgraues Wort hat an Bekanntheit die Nainen
erreicht, die dem 42 om » Mörser und seinem Geschoß gegeben
wurden. Nie wieder wird das Geschütz seine Ehrentitel ver»
lieren: die dicke Bertha, die fleißige Bertha oder kurz: der
Brummer. Unter Brnmmer wird auch das Geschoß der
dicken Bertha verstanden.
Andere volkstümlich gewordene Geschütznamen sind: die
dicke Mari« oder die lchlanke Emma (30,5 om » Mörser); die
Grete (österreichischer Motormörser); schwere Feldhaubitze —
Kröte; österreichische Gebirgskanone mit niedrigen Röhren —
Dackel; der lange Max und der lange Lchorsch.
Auffallend zahlreich und zumeist in hohem Grade bezeichnend
sind die Namen, die das Maschinengewehr führt; es
heißt im Mund« der Ieldgrauen: stotterelse, Drehorgel, Dengel«

4l
Der feldgrau« Büchmann.

Maschine, Mähmaschine, Lteinklopfer, Ltottertante, Holzhacker,


Taktak, Fleischhackmaschine, Ltotterkasten, Dnrchfallkanone,
Altweibergofche, Tlppmamsell, Hackfleischmoschine, Teppichklopfer,
Revolverschnanze, Lchnellsohlerei, Dünnpflffkanone, Gipskanone,
Gickskanone und Bohnenspritze (wobei an blane Bohnen ge»
dacht ist).
Die Arbeit feindlicher Maschinengewehre begleitet de»
unerschütterliche Humor des deutschen Loldaten mit den Aus»
rufen: sie sitzen wieder an der Nähmaschine oder Franzmann
klopft die Lachen ans; Niederdeutsch: die Tippmamsell i5 oll
wedder togang.
rehrjnnge schießt ^ französisches unregelmäßig schießendes
Maschinengewehr.
schofter heißt das französische Maschinengewehr, weil sein
Lchießen sich anhört wie das üederkloofen beim Lchuhmacher.
Wir nennen das französische Maschinengewehr wegen
seines langsamen Lchießens, das sich anhört als wenn je»
mand Nagel einschlägt, Nagelmaschine.
Kriegsfreiwilliger ^ ein einzeln schießendes Maschinen»
gewehr.
Doppeldeutig ist das Wort Nähmaschinenabtellnng — das
kann entweder (wegen des Geräuschesl) eine Maschinengewehr»
abteilung oder aber auch das VekIeidungsamt sein.
Feindliche Motorbatterien, die ihre Ltellungen schnell
wechseln, sind Aeiseonkels, Aeiseprediger oder Wanderzirknsse.
Die Handgranate heißt —- je nach ihrer Form — Apfel»
sine oder Banane; sie wird auch vielfach nach kleineren
Tieren Igel, Frosch, Taschenkrebs oder schildkröte genannt;
außerdem: Pfnndpaket.
Ltielhandgranate ^ Thors Hammer, Kartoffelftampfer,
Mlchsblirste.
saust ein schweres Geschoß hoch über uns hinweg — Otto
fährt anf Urlanb.
Unsere Feldkanonen werden von den höheren Kalibern
als Mnsspritzen, Felospritzen, Feldbüchsen bezeichnet.
Ein älteres Geschütz ^ Mnsenmzdroschke.

42
Brummer und Ltotterelse.

7,5 om»Granaten — Pralinees.


1^ Zentner»Minen ^ Glefanteneier.
Zur unsere 15 om» Granaten gilt allgemein der Abdruck:
Kochtöppe, weil sie in der Luft rauschen wie siedendes Wasserl
Line Äollsalve von dieser Lorre Geschosse heißt: Balkanzng.
ün den Gegenden, wo die Lchraonells so pünklich
um die Ltunde der Hauptmahlzeit eintreffen wie dies daheim in
Berlin die „B. Z. am Mittag" tut, nennen die Loldaten auch
den heißen Gruß des Feindes: die B. I.
Ähnlich wie die B. I.»Lchrapnells haben wir eine 8 Uhr
Abend»Batterie, die unsere Leute beim Kaffeeholen stören will.
üm Gegensatz zu den russischen schweren Granaten, die
großen Krach verursachen, genannt Aadanede, gibt es eine
etwas kleinkalibrigere Granate, die aber gänzlich geräuschlos
ankommt und infolge des Fehlens des Flugbahngeräusches
Mariechen anf Locken oder die Lchleichmarie genannt wird.
Max nnd Moritz sind zwei deutsche 18om»Langrohrge»
schütze.
„13 Monate war ich bei einer Maschinengewehrkompagnie.
Vie Artillerie nannte uns: Die Lente mit dem Taschenfenerzeng."
Lchwere Granatschüsse ^ dicke Brocken.
Geschütze ohne Rohrrücklauf bezeichnet man als spring»
bocke.
ön der Loldatensprache stellt sich der Geschütz kampf
wesentlicher harmloser dar, als er ist, nämlich als Liebesgaben»
paKetanstansch.
Abgesprengte Zünder von Granaten, die mit singendem
Ton durch die Luft sausen, heißen Lingender Hermann.
Kanone ^ Knalldroschke.
Lchwarze Lan ^ «,) die russische 21 om» Kanone, d) die
Granate aus dieser Kanone.
Russische Feldkanone ^ Kosakendroschke.
Ein französisches Feldgeschütz, das unmittelbar hinter den
feindlichen Gräben steht und auf ganz kurze Entfernung unsere
Gräben beunruhigt, heißt Knrzer Gnstav.

4Z
Der feldgraue Büchmann.

Di« französischen Brifanzgeschosse der Feldgeschütze heißen


bei uns Badensern Aatsch»Bnmm oder Aätscher.
Backpfeifenbatterle ^ französische leichte Lchützengraben»
kanone, die von Eseln gezogen werden soll, und die die vor»
dersten Gräben überfällt. Auch eine leichte russische Batterie
nennt man Backpfeifenbatterie, weil beim Abschuß ein eigen»
tümlicher Knall hörbar ist.
Ein weittragendes französisches Geschütz, das vorzugsweise
hinter der Front liegende Orte beschießt, heißt bei uns der
Etappenbnlle.
Lchießt die französische Artillerie, heißt es: Zoffre kloppt
anf die Trommel.
Die Lnln, ein feindliches schweres 28 cm» Geschütz, das
eigentümlich summend ankommt.
Französische Minen in Kugelform ^ Edamer (Käse).
Die Geschosse der französischen Eselbatterien nennen wir
des starken Knalls wegen Lekt» oder Knallproppen.
Englische Gasgranate — gelbe Minna.
Der dicke Mops ist ein bei Apern bekanntes 38 om » Geschütz.
Wirft der Brite Kugelminen, so heißt es: 6o»»n schmeHt
mit Tollkirschen.
Lprenggranate ^ Ltinkwiefel.
Granaten m. B. (mit Berzögerung), die oft tief in die Erde
eindringen, je nach Kaliber ^ Wühlmans, Manlwnrf oder
Erdhnnd; eine solche Granate m. B. hat sich in einer Feuer»
ftellung einmal als Erdarbeiter nach Art der Heinzelmännchen
nützlich gemacht; das Loch, das sie verursachte, war nämlich so
tief und umfangreich, daß unsere Feldgrauen es nur viereckig
zu machen brauchten und das Ausschachten für ihren Unter»
stand war besorgt. Da Franz weiter keinen Lchaden angerichtet
hatte, war man ihm natürlich sehr dankbar.
Beharkt werden, beaast werden ^ mit Artilleriefeuer
überschüttet oder vom Ungeziefer stark belästigt werden.
Lchwere Minen ^ Kinderwagen.
Bor den mit Recht so unbeliebten feindlichen Minen warnt

44
Brummer und btotterelse.

der Feldgrau«: Achtnng! Wackeltoppl (er hört den Abschuß und


sieht die Mine mit scheinbar pendelnder Bewegung kommen).
Benennung eines russischen Mörsergeschosses, das mit eigen»
artig schluchzendem Geräusch ankommt: Gnrgelpanse.
3n oberschlesischer Mundart:
Gut ist, wenn im Grase liegt,
Lchlecht ist, wenn in Fresse fliegt,
Hberschrift: Dem Granatsplitter.
Wenn die französische Artillerie ihre bekannten kurzen
Feuerüberfälle macht, es also Pfeffer gibt oder wir befilzt
werden, heißt es: Der Bucklige drüben hat wieder mal den
Knhschwanz in der Handl (Den Abzug am Geschütz.)
Die Geschosse der schweren Artillerie führen die Bezeich»
nungen: Aollwagen, Alnsterkoffer, v«Ing, Hochbahn, Lchwebe»
bahn, schwarzes Bieft, Luftomnibus.
Leichte Granate ^ Windhnnd.
Die französische Revolverkanone ^ Bnttermaschine.
Feindliche Lchrapnells, die ihr Ziel verfehlen, heißen in
der Loldatensprache Bratkartoffel.
Die schweren Granaten der Engländer, 21 om und noch
mehr, die wir bei Apern erhielten, haben wir Landser Kohlen»
kästen getauft, weil sie solchen schwarzen Rauch und Qualm
entwickeln.
Bello — ein kleinkalibriges Geschütz, wie man sie häujig
nahe hinter der vordersten Linie einbaut, und deren Abschuß
an da« Bellen großer Hunde erinnert. Es heißt dann: Zetzt
bellt Bello wiedeil
Ein kleinkalibriges russisches Flachbahngeschütz nennen wir
seines harten kurzen Knalles wegen: Kokskloppmaschine.
Die englische RevolverKcmone arbeitet ^: die Engländer
haben den Krampfhusten.
Die Granaten der französischen Flachbahn»Lchnellfeuer»
geschütze kommen angesaust wie Kettenhnnd« oder Windhnnde
und heißen deshalb auch so.
Lprengstücke, die nach einer Beschießung in unserer Feuer»

45
Der feldgraue Büchmann.

stellung zusammengelesen werden, heißen Englisch« Brnch»


schokolade.
Vi« französischen Flügelminen heißen Lchnsterschemel. Die
Tätigkeit der kleinen Minenwerfer: Es wird mit Lchnsterschemeln
geschmissen.
Blindgänger i^ Lcheintoter Angnst, Nentraler, Leisetreter,
Zahmer Engländer, Dentsch»Amerikaner, kalte Ente; hört der
Loldat einen Blindgänger landen, so sagt er: Aa, da ist doch
eben wieder einer anf'n Teppich gefallenl
Die leichte Feldhaubitze oder Fanchbüchse kann im Gegen»
satz zu den Platzbüchsen (Feldkanonen) auch als Mörser ver»
wendet werden, weshalb ihre Kanoniere kleine Mörserknechte
heißen.
Laden heißt heizen.
Die feindlichen leichten, sehr 'explosiven Geschoßkaliber
sind die Aaatscher, die mittleren, die mit unheimlichem Getöne
angestöhnt kommen, heißen Brüllaffen, die schweren nach dem
krachendem Einschlag Ach«acher.
Beobachtungswagen — Beobachtnngskiste, Bnmmelkarren.
Ein französisches Geschütz, das eine von uns besetzte Höhe
von der Leite beschießt, wird Flankenangnst genannt.
Dem Ton der Geschütze gemäß wird von den Österreichern
ein dumpfes italienisches Geschütz als Bnlldogge, ein heiseres
als Wanwan oder Lpitzerle bezeichnet.
Lchwere Art Geschosse (baurisch) — Handköfferle.
Feldkanone (baurisch) ^ Hollabüchse.
Lchwere Kanone ^ Gewittermaschine.
Das kleine 7,5 cm » Feldgeschütz ^ Lchmalzkanone (wegen
seines Klanges).

^^-

46
Zehntes Kapitel.
Verqnatschnngen.
Offiziersportepee — 0ifiziersportemonnaie.
Portepeefähnrich — Portemonnaieheinrich.
ünfanterie — Fnßfantene. ,
Kriegsfreiwilliger ^ Krieg.snmlwilliger.
Offizierstellvertreter ^ Offizierstellmacher.
Taktik ^ TiKtak.
Feldgendarm ^ Gänsedarm.
Du jour haben — die schur haben, die Lchnnr haben,
die Lchnhe haben.
Wenn es ans Verquatschen geht, müssen selbst die viel»
geplagten Armierungssoldaten sich die Titel Armnts»
saldaten und Alumininmsoldaten gefallen lassen.

47
Ver feldgrau, Vüchmann.

Armierer — Armenier. Wir sagen auch: „Wer andern


eine Grube gräbt, — das sind die Armierer."
Ver markierte Feind (bei den Übungen) — der Markns.
Lchön — schnell (schönes Mädchen - schnelles Mädchen
und dergl. mehr).
Musketier — Mnskeltier.
Füsilier — Fnseltier.
Landstürmer ^ Landstromei.
Belvethose - Wellblechhose.
Württemberger — Würstelbeiger.
?our I« msrir« — Pnlle mit Lprit.
Unausgebildeter Landsturm o. W. (ohne Waffe) -- nng««
blldeter Landstnrm, o wehl
Lergeant — 5chersant, Lcherschant.
Auf Wache und Posten nicht, A»u«, - Ans Wach« und
Posten nichts Genane«.
Artillerie — Art.
Feldwebel — Fettlappen.
ütatt Kolonne wird allemal Kolonie gesagt.
Motormörser — MotormVrder.
Rekrut -n Aehkopf.
Einjähriger — Ginhaariger, Einspänniger.
Kammerunteroffizier (o»i>it«,ir>s ä' »rrussl) — Kappendarm.
Bcchnhofskommandant ^ Bahnhofskomödiant.
Lchrapnell — 6chrapschnell (weil es so schnell kommt).
Feldwebel — Kraftwebel.
buk» (auch dolcn) — viel (von dem französischen
b«n,rloour>, hinneigend zu dem Berliner Vorort B u ck o w).
Allarm ^ Allärm.
Apotheker — Abdecker.
Genesungsheim ^ Ehinesenheim.
ücharfschützen — Lchlafmützen.
Umladekommando ^- Marmeladekommando.

48
Berquatschungen.

Ein bekanntes Lprichwort heifzt in der Lchützengraben»


sprache: Wer 'nen spaten hat, brancht für den schntt nicht
zn sorgen.
Quartierbillette ^ Qnartierbolletten.
Liebesgabenzigarre — Liebesgramzigarr«.
Lchnaps — u»vlü (Westfront) aus v> «, vlu» ^ nicht
mehr da; kann auch Zigarren bedeuten oder endlich alles, was
nicht mehr da zu sein pflegt.
Benzinchristen (siehe das Kapitel „Necknamen") —
Benzionisten.
Kasematten — Käsemaden.
Ein beliebter Ltoßseufzer der Feldgrauen lautet: Das ist
der «'est I» «uerre-Krieg.
Juanen ^ Inalfen. »
Wer einmal das Glück hatte, in einem Lchloß Quartier
zu bekommen, spricht nur von seinem <H»te»u-Lchli»szchen.
Kokarde ^ Konkarde (sächsisch).
Wer das N. X. II. noch nicht hat, es aber gerne erhalten
möchte, der leidet an — Krenz»Lchmerzen.
Kammerunteroffizier ^ Kamernner.
Engländer — Engelmänner.
Zu diesem Kapitel gehören auch die willkürlich geänderten
Ortsnamen, die man vielleicht heute noch als „v e r q u a t s ch t"
bezeichnen kann, von denen aber manche unter Umständen schon
nach einigen Jahren vollen geographischen Kurswert erreicht
haben können; einige Beispiele:
Wessines — Wessina.
Quesnou — Genna.
Berlinval ^Berlin.
Neufchatel — Nenschrapnell.
Berlinghem ^ sperNngsheim.
Perenchis — Bärensch ...
Lwisloscz — schwitzloch.

HochNetter Der feldgraue Büchmann 49


Llft<l5 Kapitel.
Bnchftabenscherze.

Der Feldgraue liebt es, Abkürzungen scherzhaft anders


auszulegen als sie gemeint sind, so sagt er z. B.: ^. N. <3., aber
«r meint damit keine Allgemeine slektrizitäts.'Oesellfchaft,
sondern ein allgemeines Htappen«Gelchwätz.
Null, (Höheres Kavallerie»Kommando) — Heiteres
Kümmel«Komm<mdo.
^. 0.X. (fönst Armee»Vber»Kommando) ist stellenweise die
ortsübliche Bezeichnung für das Allgemein« 0lfizier»Kaslno.
It. V. L. X. (Aeserve » Eisenbahn » Bau > Kompagnie) ^
Aebekk«.
ü. ^.X. (die gebräuchliche Abkürzung für Ballon»Aowehr»
Kommando) ^ Billige Arb«lts«Kräfte.
0. U. (oberste Heeresleitung) — vnkel Heinrich; oder auch
etwas wehmütiger:
0. H.I>. (gleichfalls Oberste Heeres»Leitung bedeutend) —
0 Heimat»Landl
U.W. (Almen » Werfer) — Marmelade » Werke, Nlett»
Wnrf». MSbel«Wagen> Marinier»Werke oder Machen Wirl

5U
Buchstavenscherze.

?.^.X. (Ireiwilliges Automobil»Korps) ^ Flhrt Alle«


Kapnt.
X.8.I7. (Fabrikzeichen der Nekarsulmer Automobile) —
Niemand schlägt nnsl
Die Krankenschwestern haben an ihren Häubchen ein Band,
das abwechselnd rote Kreuze und die Buchstaben ll,.X. trägt.
Diese Buchstaben aber deuteten wir uns nicht als Notes Kreuz,
sondern viel passender als Aeizender Käfer.
Bermerk auf dem ärztlichen Zeugnis (Heimaturlaub zur
Wiederherstellung der Gesundheit): 2. >V. s. N. ; Landfer»
deutung: znr Wonne der Gattin oder zwei Wochen dürften
genügen.
V (auf Achselklappen, Eisenbahner bedeutend) ^ Einbrecher.
8»>V. (Lchwere Alinen»Werfer) — sansende Möbel»
Wagen.
^. 0. II. ist natürlich die Abkürzung für Armee»Ober»
kommando; aber wenn kein Borgesetzter zugegen ist, sagt
man auch Allgemeine OrtsKranken»Kall«.
U. ft. X. (Maschinengewehrkompagnie) — Blänner»Oesang»
verein; Mntter Gottes»Kompagnie; Mord»Gesellen»Klnb.
Die Telegraphisten (auch Drahtwerfer genannt) heißen
wegen des I auf den Achselklappen ^»träger.
Die Kraftfahrer müssen sich wegen des II den Ausdruck
Klamottenkntscher, oder auch Klavieispieler gefallen lassen.
„Die „Luftigen Blätter" (I^.V.) nennen wir Lachsen hier
im Lazarett Lach»Billenl"
v.v. (dauernd nntauglich) — danernd nrlanbverwendnngs»
fW«.
8t. 0. ?. ri. (Ltabs»0ffizier der Fliegerabteilung) -I Stoffel.
2.^,. «.»Zug (Ballon»Abwehr»Kanonen»Zug) ^ Back»
zng, Packzng, Pack.
. , Bei Telephonaten von einem Truppenteil zum andern spricht
der Telephonist anstatt F«ld»Artillerie»Brigade
(abgekürzt I?. ^.V.) einfach FabriK.

.. 5l
Zwölftes Kapitel.
Iressalien nnd „Gewehr über".

Unter Fressalien oder Futterageartikeln versteht der Loldat


schlechtweg alles Eßbare; für Trinken hat er die hübsche Um»
Schreibung: das Gewehr uber nehmen.
ütatt hungern sagt der Feldgraue Kohldampf schieben;
ein Loldat schrieb einer jungen Dame, daß er manchmal Kohl»
dampf schieben müsse. Darauf schrieb sie ihm: „Lie
schieben manchmal Kohldampf? 2ch kenne zwar diese Arbeit
nicht, denke mir jedoch, daß sie sehr anstrengend ist. Vielleicht,
d. h. wenn Lie dürfen, schreiben 2ie mir gelegentlich etwa»
ausführlicher über diese Art (ihrer Tätigkeit."
Eßbesteck ^ schanzzeng.

52
Fressalien und „Gewehr über".

Lchanzzeng ransl Fertigmachen zum 5tnrm «nf di« Hnnger»


abwehrkanonel — mit Eßbesteck und Napf antreten zum Essen»
empfang an der Feldküchel
Kochgeschirr voll Essen — Lchwnng. Wucht, schiebnng.
Koch — Bonillonchef, Gulaschkanonier, Hnngerabwehr«
kanonier, Küchenponnn.
Zede Mahlzeit heißt Pickns.
Essen — Picken.
Eßnapf — Picknapf.
Die tägliche Fleischportion heißt der Lpatz; wenn «s mal
kein oder nur wenig Fleisch gibt, heißt es: Aha, Fleisch ist anf
Urlanb. Gibt es dann wieder mehr, dann heißt «s: Fleisch
vom Urlanb znrück. (»Lpatz" stehe auch Zwei» und Dreideutiges.)
Unter Fettigkeiten versteht der Loldat Wurst, Brot, Käse
(hauptsächlich wenn in Feldpostbriefen angekommenl), aber auch
alles mögliche andere Genießbare, sogar Zigarren.
Mttagsportion — Iug.
Eine zweite Portion aus der Feldküche fassen ^ einen
Klimmzug machen.
Ltarken Hunger haben ^ lanfige Dämpfe schieben.
Wenn der Effenholer am Horizont auftaucht, heißt
es: Kempinski kommtl
Der Weg, den die Essenholer zu nehmen pflegen, wird
Erbsenpromenade oder Lchinkensteg genannt.
Die Feldküche heißt außer Gulafchkanone auch noch Hnnger»
abwehrkanone, schmiede, Kohldampfabwehrkanone, Granpen»
kanone, Magenfnllkarre, Kohldampfanto, Freßkanone, Freß»
kntsche, Erbsendroschke, Lpeckerbsenbatterie.
Fisch, Hering ^ Lchwimmllng, Flößling.
Hering mit Pellkartoffeln — Berlängerter Gänfebraten mit
Loldatenchampignons oder Unterseeboote mit Handgranaten.
Nudeln — Wickelgamaschen, Bindfaden, BandwNrmer,
AegenwLrmer, Gardelltzen.

53
Der feldgrau» Büchmann.

Di« getrockneten Klippfische, die wir von Zeit zu Zeit ge«


liefert bekommen, nennen wir wegen ihrer dreieckigen Form:
Divisionsflagge.
Rollmops ^ Tambonr (wegen der zwei Hölzer).
Der kleine viereckige Zwieback heißt Kommißbrot Maß
stab i:looooo.
Es gibt nur sehr wenige Ausdrücke, die man für
Marmelade nicht sagen kann. Zedes der folgenden Worte
wurde mehr als hundertmal eingesandt: Grabenbonillon, Minier«
senf, Wonnekleister, Kronprinzenbntter, Lebensverlängernngs»
schmiere, TapferKeitsbntter, Kriegsmagenschmiere, 2nfanteri««
ftoßkraft, Aeichsfett, Militärfett. Armeefett. Armee««raft«
fntter, Divifionsbntter, Hlndenb«rg«Ereme, Athl«ten«2chmiere,
Mndra«§ett (nach dem berühmten Kommandeur der Ar»
gonnenkämpfer), Landstnrmbntter, Offensivmns, sturmmn«,
Karnssel«Lchmieie, Kaisei»Wilhelm»Gedächtnis«BnNer, Aeichs«
kraftfntter, Divisionsfett, Friedrich»Angnst»Bntter (bei einigen
sächsischen Truppenteilen), Heldenfett, Horchpostenschmah und
Vorpoftenfett, Offensivtreme, Armeefett, Athletenhonig, Kommiß«
brotschminke.
Der Hering schmeckt viel delikater, wenn er als Lchiihen»
grabenforelle kommt.
Radieschen, die überall angebaut wurden, wo ein Ltückchen
Land verfügbar war, sind als Aülpsklischen sehr beliebt.
Der Lchwartemagen heißt bei den Bauern wegen seiner
gemusterten bunten Anschnittfläche fchweinernei Marmor.
Mit Barras bezeichnet man vor allem das gelieferte Brot,
dann das Militär überhaupt; man ißt Barras und ist beim
Barras. Allgemein die Frage: Wie lang bist du schon beim
Barras?
Brot essen — Barras Moppen.
Lebende Gänse, Enten, Hasen usw. ^ Kochgeschlrr«
Aspiranten.
Drollig hören sich di» Zusammenstellungen an, die sich dabei

54
Fressalien und „Gewehr über".

ergeben, wie z. B. Kochgeschzrlaspirant «it Handgranate« —


Huhn mit Kartoffeln.
Anstatt ein Huhn essen sagt man: einen Kochgeschirr»
aspinulten wegtreten lassen.
Lchleimsuppen — Wochenbettsnppen.
Kunsthonig — Fenerwerkerbntter, Mageubeton.
Gekochte Gemüsekonserven ^ BalKansnpp«.
Ein großes Ltück Brot mit wenig Wurst heiht
Lchiebestulle, da die Wurst von einem Ende zum anderen
geschoben wird.
üm Westen erfreuen sich die hochwillkommenen Nudeln
mit Pflaumen allgemein des Ehrentitels Bandwürmer «it
Antllopeneiern.
„Als ich noch in der Garnison war, wurden alle, die sich
krank fühlten oder nicht marschfähig waren, zum Granatendrehen
bestimmt, d. h. sie mußten in der Küche ... Kartoffeln
schälen. Wenn man Leute beim Kartoffelschiilen sieht, sagt
man auch: die Bombendreherabteilnng skalpiert die Feldgranen."
Frisches Mischgemüse heißt bei uns Flnrschadenkompott
— gedörrtes Vrahtverhan oder Ltacheldraht.
Ochse ^ Gnlaschkanonenanwärter.
ütatt Weißkohl mit Kümmel sagen unsere Loldaten Fnß»
lappen mit Flöhen, ohne sich dadurch den Appetit verderben
zu lassen. ^
Gekochte Mohrrüben — Lchwellenhopser, Galgennagel,
Lchlndelnägel, Polizeifinger.
Erbsen ^ Provlantamtskngeln, Lchrapnelllmgeln.
Erbsensuppe ^ Lchrapnellsnpp«.
Reisbrei, Milchreis - Athletenfntter, blaner helnrich,
stolzer Heinrich.
Lpeckerbsen — Hlndenbnrggranaten.
Kartoffeln — Potacken.
Gulasch — Elefantenklein.
Rindfleisch ^ (österreichisch:) Krokodilflelsch.

55
Der feldgraue Büchmmm.

Kalbsbraten — Toter Jnde, sanier Mops.


Geriebener Meerrettich — Lägespäne.
Die Leberwurst ^ die Feldgrane oder Fränlein Felbgran.
Leberwurst in Büchsen ^ Glaserkitt.
Unter Anmfntsch versteht man im allgemeinen ein Essen,
das nicht übermäßig wohlschmeckend geraten ist, z. B. die
Arrestkost.
5auerkraut — Lchießbanmwolle.
Lago — Froschlaich.
Erbsen mit Lauerkraut — Lehm nnd 5troh.
Graupen — Kälberzähne, Manschettenknöpfe, Iielmnnition,
Gamafchenknöpfe; auch Linsen werden zuweilen Gamaschen«
knöpfe genannt.
Kohlrabi — Lprengstllcke.
Rübenstücke — Granatsplitter.
Brot ^ Ltrenßelknchen.
Kommißbrot — Kaisertorte, Kaiser » Wilhelm « Torte,
Barras, Kaiserknchen, Hanf, Loldatenknchen, Kommißschinken
oder der trockene Oskar.
Trockenes Brödchen — Lchnster.
Bon einem Loldaten, der eine trockene Kommißbrotschnitte
kaut, sagt man: Er spielt Karo einfach, ans der Hand 2,
geschnitten 3.
Das Brot kann man auch deshalb Karo nennen, weil es
jeden Loldaten treu wie ein Hund begleitet. Karo komm!
pflegt man zu sagen, wenn man eine Lchnitte essen will.
Trockenes Brot — Karo einfach mit Fehlanzeige.
Geröstetes Kommißbrot — KriegsKotelett.
Trocken Brot essen ^ klappern, trockenen Hanf kauen,
trockenen Karo schieben, trockenen Karo verdrucken.
Ein trockenes Ltück Kommißbrot essen heißt auch: ein
trockenes Polster schieben; der Begriff des trockenen Polsters
ist aus der Anleitung zum Gewehrreinigen herübergenommen:

56
Fressalien und „GeMehr über".

soll da« Gewehr entfettet werden, so wird bekanntlich ein


trockenes Polster durchgezogen.
Besonders bei den Bauern gang und gebe: Lcheibling —
Kommißbrotschnitte.
Einen Lcheibling inhalieren — eine Kommißbrotstulle oer»
zehren.
Kantine — Kaschemme, Priemladen, Büdchen.
Berkäufer in der Kantine -n Büdchenbnlle.
Trinken — Einen schmoren.
Der gefaßte Wein heißt allgemein: 3tappen»Läure.
Lchnaps — Bindfaden, Ilelwasser, sanfter Heinrich.
Lelterwasser ^ LeKt in Iivil.
, Feldflasche ^ Lonnennhr, Pistole.
Den Kaffee nennen wir Lchlamm, den Kaffeetopf i^
LchlammKübel, aber dafür heißt auch Kaffee trinken: Mammen,
was höchst angenehm an „Lchlemmerei" erinnert.
Lelbst dem schönsten Kaffee wird mitunter der Aame Negern
schweiß verliehen.
Grog — vstpreußischer Mattrank.
Wenn man einen Lchluck aus der Feldflasche nimmt, sagt
man (wegen der entsprechenden Kopfhaltung): Ich mnfj erst mal
nach den Fliegern sehen.

57
Dreizehntes Kapitel.
Die Karbolkajerne.

Das Lazarett nennt der Loldat die KarbolKaserne oder


den GiUHkaste»; Arzte und Lanitätsoffiziere sind schlangen»
«en1ch«n, weil sie den schlangenumwundenen Äskulapstab tragen.
Der Äskulapstab heißt auch 2mpflpritze mit Vandwurm.
Chefarzt — Papa.
Oberstabsarzt ^ Karbolmajor.
Der Ltabsarzt ist der Herr JelddienMhig oder der
groß« Medizinmann; der Unterarzt der AspirinonKel, der
Karbolstratege, Karbolfähnrich, Lazarettfähnrich oder der kleine
Medizinmann.
Die Arzte»Kommission (die in der Garnison die Felddienst«
fähigen ausmustert) — das Heldensieb.
Der Arzt anl Vertrag, der ungediente Zioilarzt in Uniform,
erfreut sich — wegen seiner Äskulapstäbe am Rockkragen
oder am Ärmel — der mannigfachsten Namen; seine Pflege«
befohlenen sprechen im Lcherz von ihm als vom schlangen»
doktor, WürmchendoKtor, Lchlangenbändiger, KringeldoKtor;
und wenn kein übelmeinender Lauscher zugegen ist, nennen sie
ihn sogar dm Bandwnrmlentnant oder den Vpnlwnrm — was

58
Di» Karbolkaserne.

ihrer unwandelbaren Hochachtung und Dankbarkeit gegen den


hilfreichen Gelehrten nicht den geringsten Abtrag tut.
Aoßarzt — DoKto« der Unvernünftigen.
Der Lanitiits»Unteroffizier, der den Röntgen»Apparat be»
dient, heißt im Lazarett Dörchlänchting.
Apotheker ^ Oeneralftabsfähniich.
Lanitätssoldat ^ Pflasterkasten, Pillenknli.
Masseur ^ der Ltreichler oder auch der Herr Veheimrat.
Lazarettgehilfe ^ Portionenhandlanger.
Bei den tiroler Truppen, besonders bei den Oberinn»
talern, heißt es, falls einer eine Gebißreparatur braucht: Der
mnß znm Aechenmacher.
Einlauf geben ^ torpedieren.
Der berittene Lanitätsunteroffizier heißt Pillennlan.
Kranken»Revierstube — Aspirlnbnde.
Der Kamerad, der auf Urlaub fährt, wird vorher nochmals
ärztlich untersucht. Wenn er fahren darf ist er famillendienst»
fähig.
Lazarettgehilfe, Krankenträger ^ Veichenhelnrlch, Knochen«
fammler.
Verwundet ^ angekratzt.
Hst ein Kamerad soweit hergestellt, daß er bald aus dem
Lazarett entlassen werden kann, so ist er schützengrabenverolichtig.
Ein bekannter Lazarettspruch lautet:

Mit 2oo für König nnd Baterlandl


Längerinnen, die zur Unterhaltung der Verwundeten in den
Lazaretten des Etappengebietes ihre Ltimmen ertönen lassen,
führen den Aamen Armeenachtigall.
Die Kameraden von der freiwilligen Krankenpflege werden
wegen ihrer weißen Kopfbedeckung Karbol«Kürassiere genannt.
Zeltbahn — Totenhemd.
Ein Hauch von wehmutsvoller ünnigkeit liegt in den
Lchmeichelnamen, die der Feldgraue für die sanften, freund«
lichen Krankenschwestern fand: er nennt sie schleich»
Patronillen oder Karbolmänschen.

59
Der feldgrau« Büchmann.

An jedem Lonnabend ist Kiiegerverbandsfest, weil an diesem


Tage fast alle Berbände erneuert werden.
Wenn ein Loldat Zahnschmerzen hat, so geht er in die
Etappe zum Manlfchnster oder zum GebiMempner, zum Jahn«
athleten, zum Lchnanzenmanrer (weil der mit Zement die Zähne
plombiert) oder zum Iahnschlofser.
Hohler Zahn — Minierhöhle.

L z e n e : die Zahnschmiede; Zahnärzte kommen bei Dunkel»


heil aus ihrer „Klempnerei".
Der Feldwebel: Na, ausgepennt?
Der „L ch m i e d": Ne, viel zu tun —
Der Feldwebel: ?
Der L ch m i e d : Na, heute haben wir sieben Mann
die schnanze vorjeschnhtl

Krankenschwester ^ Karbolwalkü«.
Wegen des Anlegens der Berbände wird die Berband»
schwester Wickelkind genannt.
Lchwestern, die das Reinigen der Wunden besorgen,
müssen sich den Lcherznamen Putzfran gefallen lassen.
Landsturmschwester ^ da« ältere Karbolmäuschen.
Der im Lazarett gebräuchliche Heißluftkasten wird Ahen«
matismnsabwehrkanone genannt.
Knochenmühle ist die Bezeichnung für die Medikomechanische
Abteilung des Lazaretts, wo mittels elektrisch betriebener Pendel»
und Bewegungsmaschinen die geheilten Glieder wieder gelenkig
gemacht werden.
Heißluftbehandlung ^ in den Kasten Kommen.
Bettpfanne — U«Boot, Grammophonplatte, Grammophon.
Nachtstuhl — dicke Kanone, Mörser, dicke Bertha, 42 er.
Medizinflasche ^ Ltielgranate.
Chloroformhaube ^ Gasmaske.
VI« ssarbolkaserne.

Aarkose — Gasangriff.
Lanitätswagen — Asplrinwag«n.
Krankenwagen ^ Heimatdroschke.
impfen — spießen.
Vizinusöl — Loldatenhonig.
Lcharlachsalbe — Himbeerkreme (wegen der Farbe).
Lazarett ^ Laden; wems in dem einen Lazarett besser
behagt als im andern, der spricht von einem besseren Laden.
Lazarett gründen ^ einen Laden anfmachen.
Wer leichtverwundet ist, der hat einen Kavalierschnfj,
Lalonschnß, Heimatschnß oder er ist dentschlandverdächtig.
üm Lazarett befindet sich eine Abteilung für die Leute, die
kurz vor der Entlassung stehen. Der Loldatenausdruck für diese
Abteilung heißt: Fliegerabteilnng.
Der Wiederhergestellte ist schntzengrabenoordächtig.
Leute, die sich krank fühlen und demnächst sich dem Arzt
vorstellen wollen, nennen sich Aspirinalviranten.
Wer die Quecksilberkur durchzumachen hat ^ Blelsoldat.
Das Pferd des Bataillonsarztes ist die Karbolziege.

6l
Vierzehntes Kapitel.
„Wir Mariner

sind ja jetzt auch feldgrau, haben auch kriegsmäßig geflügelt«


Worte, von denen nachgebend einige hier folgen mögen:
Lchiff (je nach Güte und Beschaffenheit) — oller Pott,
Kasten, Lchlitten, Lchlickrntscher, Müllprahm, Jossen, Lchlorren,
oder in höchster Anerkennung: «in feiner Kahn.
ost schwerer Leegang, so spricht man: ßent' ist «i«o«r «al
ein holperig« Weg, oder der Kahn steht Kopf.
Kriegsschiff ^ Lchenerprahm (wegen des dauernden Veine»
machens und Lcheuerns)."

Lcharfschiehen — Krnppscher Walzer.


Kleines U»Boot - Wasserfloh.
Großes U»Boot — Walroß.
Alte» Linienschiff — Gnmmipanzer.
Neues Linienschiff — Dicker Vampfer.

62
„Wir Mariner'.

Torpedoboot (oder anch alt«« Panzerschiff) -- Konftro»«»


biichse.
Heizer — schwarzKünstler.
Maschinist — FnnKenpnster, Qlprinz.
öahlmeister»AppliKant — IinanzKadett.
«3ngenieur»AppliKant — vlKadett.
Maschinistenmaat ^ TwistlapvenaKrobat.
Arzt — Knochenschnfter.
Der Navigator (sprich Nawigeter) ist der Navigation«»
offzier, Lipsin« der Wachtmeister (nach dem berühmten Pfand»
leihegeschäft von ?. in Kiel) — er wird übrigen« auch Iwischen»
deck«tlger genannt —, MimiKer sind EleKtromechaniKer, LtooKer
oder Ltochcr sind Heizer und Knli« Matrosen, KaKerlaKen sind
Fähnriche. Al« Medizinmann bezeichnet man den Lchiff«arzt,
sind zwei an Bord, spricht man von einem großen und Kleinen
Medizinmann.
Ein verbraßte« Iündhütchen ist eine schlecht oder schief»
sitzende Mütze, Lchleicher sind au« Legeltuch selbstgefertigte
Lchuhe, Bananenbezüge sind Ltrümpfe, Klampenbeziige Hand»
schuhe, ein Matrose zieht sich nicht an, sondern er taKelt
sich »nf.
hartbrotpafteten sind falscher Hase oder Klopse, da zu ihrer
Zubereitung Hartbrot genommen wird, blecherne VeelsteaK«
sind Konservenbüchsenfleisch. Bom Ersten (1. Offizier) znm
Viner eingeladen, bedeutet dagegen, daß man sich um halb
12 Uhr mittag« auf der Lchanze zum Rapport einzufinden hat.
LeeKranK heißt an Bord seednll, bringt man in diesem «Zu»
stande Gott Neptun sein Opfer, so sagt man, er steckt Kette.
Bon vorlauten und frechen Menschen behauptet man, daß sie
»ltbacksch seien, Berliner sind von vornherein altbacksche
Pflanmen. Hat der Matrose Urlaub, so schießt er an Land.
Die Hängematte heißt an Bord Lchlallchlanch, Wigwam,
oder Ieppelin, die Geschütze heißen BVcke oder Iöhne, al«
Hebamme ist in der ganzen Marine da« Unterseeboothebeschiff
„VulKan" beKannt.

63
Der feldgrau« Büchmann.

An Bord nennt man den Lchreiber — linlenfifch oder


^intenknli,
Maschinistenmaaten — ülprinz oder Qlkannenschwenker,
Zimmermann ^ Holzwnrm,
die als Lchiffsjungen eintretenden Mannschaften, weil sie
12 Zahre dienen wollen ^ Zwölfzölllge.
den üngenieurapplikanten — Bnnkerfähnrich,
den Lchiffskoch — Fettlappen.
Der Leemann bezeichnet dicke Erbsen als Proviantamts«
kügelchen, Wrucken (Kohlrüben) als Oldenbnrger Ananas
oder Oloenburger Lüdfrnchte, Mohrrüben mit Lchweinefleisch
als Polizeifinger, dicken Reis mit Knackwürstchen als Blaner
Heinrich mit Aegenwurm, Königsberger Klops als Hand»
granaten, das Brot als 3orf (Törfe).
Unteroffizier mit 15 jähriger Dienstzeit (trägt weiße Wäsche
und Lchirmmütze) — konfirmierter Obermaat.
Leekadettenanwärter (tragen unter dem Bootsmanns»
maaten»Anker eine gelbe Krone) ^ nmgekippter Obermaat.
Deckoffizier ^ Bratkartoffel.
Backspier — Ordenschnalle.
Essen ^ stanen.
üßt jemand bei einer Mahlzeit zu viel, so sagt der Leemann:
Der füllt stch den Matratzenbezng voll.
Büchsenfleisch — Kabelgarn.
Für das Lchlafen hat er verschiedene Ausdrücke, je nach
der Art: Er torft, wenn er lange und tief schläft, mnlscht, wenn
er schlummert, an Land pennt er. Lchnarcht er, fo nimmt
er einen Aochling. Dazu geht er in den Längsliegehang oder
nimmt Druckpnnkt.
Auch seine Flamme bedenkt er mit mannigfachen Namen:
Hat er mehrere, so sind es: Hängemattshaken 1, 2 oder 3. ün
den Hafenorten hört man von Kognaklotte, Lchokoladendora,
Beafsteakminna, Bierllesel. Besonders vergnügungslustige
Damen tituliert er: Vergnngnngsdampfer oder Beafsteakjäger.
Leine Liebschaften sind für ihn E«rzieibränte.

64
„Wir Mariner".

Hat er einen langen Leetörn hinter sich, so geht er an die


Glitsch und gibt eine Gastrolle oder Aolling.
Die Torpedomatrosen (rote Viese an der Mütze) nennt er
Briefträger.
Bootsmannsmaate ^ Lchwabbersmaat (Lchwabbern ^
Deckreinigen).
Die Matrosen der Lchlachtschiffe sind Panzerkulis.
Hat jemand viele Orden und Ehrenzeichen, so hat er eine
große Backspier.
Ein gleichgültiger, ruhiger Mensch heißt: Vevermindsgast
(sprich: Newwermeindsgast).
üst jemand nervös, so dreht ei durch.
Will etwas nicht funktionieren, so fragt man nicht, „woran
liegt das?", sondern woran hakt das?
War großer Lärm, so gab es großes Palaver und Ltnnk.
Lchimpfen ^ Palaver machen.
Der hoboist nennt seine Tuba Pinnafzschornstein.
Der Musikmeister ist der Kapello.
Bei der köhnung gibt es Platten oder Dülls.
Zivilisten sind Granties.
Werftarbeiter ^ Werftgranties.
Wilhelmshaven heißt allgemein 2chlicktann(town).
Lazarett ^ Lchlnnz.
Lanitätsmaat ^ Pillendreher.
Krank — halbstark.
Reservelazarett ^ tzaferschleimvllla.
Lcheinwerfer ^ Vöntgenfntteral.
An Bord kommandierte üntendantmbeamte — Badegäste.
An Bord kommandierte Vericbtsbeamte (wegen ihres
karmoisinfarbenen Lamtkragens) ^ Karmoisinvergnügte Bade»
gaste mit mildernden Umständen.
Kaiserliche Lchnürstiefel (Arbeitsschuhe) ^ 8,8 (Geschütz»
kaliber).
Geschützexenieren ^ Kanonenschwoof.
Anker — Lchlickhaken.
Hängematte ^ Dnf'rolle, Flohkiste, Mlevbentel.

Hochstetter, Der feldgraue Nüchmann, 5 65


Der feldgraue Büchmann.

Waschfrau — Ehlortante.
Vasmaske ^ Beißkorb.
Lprachrohr — Flüstertute,
üturmband ^ Affenschankel.
Filzschuh ^ Koloffeumsschleicher.
Margarine ^ Marsstangenschmiere.
Bereinsmedaille ^ Labskansorden.
Der 5eemannskamm besteht aus den gekrümmten Fingern
einer Hand, die durch die Haare gezogen werden.
Russengewehr ^ Labskan5knnttel.
Der Ort der Trauer und der Erkenntnis (Arrestlokal) heißt
Tank oder Trockendock, in das der Lünder einschlenßt wie ein
Lchiff in den Hafen. Die ganze Dauer seines Dortseins ist feine
Werft»riege»Int.
Das angenehme Gegenteil von im Tank einlchlenßen (in
Arrest kommen) ist klar schlippen (freikommen).
Ein Borgesetzter, der das Fluchen nicht lassen kann, heißt
ein Marinellnchzeng.
Arrestlokal — Badder Leemann.
Ltrafexerzieren ^ Trsatz Karlsbad.
Teilnehmer an der Leeschlacht ^ Leefchlachter.
Obermatrose ^ llbergemeiner.
Rauchlos fahrende Torpedoboote — Nichtrancher.
Kantinier — Lakritzenfä'hnrich.
Nevolverkanone ^ Klgstierspritze.
5. M. L. „Kondor" ist — so sagen wir im Lcherz —
eigentlich ein Handelsschiff, denn die Besatzung besteht aus
Kondoristen.
Die alten Küstenpanzer — Meerschweinchen oder Plätt«
eif«n.
Funkentelegraphist — Fnnkenpnster.
Maschinengemehr — BohnensäemalchilU, Kngelspritze.
Mit schwerer Artillerie schießen ^ den dicken Willem
markieren.
Mittagsschlaf halten — ein Ange voll nehmen, ein Ange
riskieren.
„Wir Mariner'.

Proviantverwalter — Lpeckschueider.
Bootsteurer, die das Pech haben, ihr Boot in ,,ver«
ändernde" Berührungen mit andern Booten zu bringen, werden
Bngoerändeinngskommilsion genannt.
Leemine ^ Meerzwiebel, Matrosenei.
Lchwere Mine ^ Marmeladeneimer.
Mannschaften des Leebataillons — Tümmler.
Lchiffszimmermann ^ Klnmpenhaner.
Bordkapelle ^ Flngzeugabwehrkapelle (wegen der manch«
mal mehr lauten als guten Musik.
Warschan! ist der gebräuchlichste Ausruf für Platz dal
Borsichtl
Die Leekadetten sind Aomlralsanwärter; und die
Maschinisten»Anwärter, ihres Abzeichens — des Zahnrads —
wegen, Vadlahrer oder Uhrmacher.
Ein Gericht, dessen Zusammensetzung unklar ist, bezeichnen
wir mit Botteliergeheimnis, Marinegeheimnis oder die Flucht
dnrchs Bullange.
Aufschneider, Großsprecher ^ Flottenreeser.
Dicke Ruszflocken, die oft die ganze Arbeit des Deck»
waschens zunichte machen, heißen Heizranmflöhe.

Freiübungen machen ^ Hampelmänner banen.


Ohne Urlaub ausgehen ^ englisch an Land gehen.
Der Matrose nennt jede üble Luft: Miev; die elektrischen
Bentilatoren an Bord werden deshalb als Mieoqnirl« be»
zeichnet.
Mechaniker — Kanonenklempner.
Koch ^ Kombüsenhengst.
Bootsmann ^ Lchmadding.
Unwahrscheinliches Gerücht ^ VaVonszeitnng.

2m U«Boot unter Wasser.


(Am Periskop): „Du, Maxe, geh' mal weg, ich will mir
auch mal durch den Operngncker das Welttheater ansehnl"

5. si7
Fünfzehntes Kapitel.
Iwei» nnd Vreidentiges.

Affenschankel —
1. Beobachtungsstand,
2. Lchießschnüre,
3. (bei der Marine) Lturmband.
Asplrant:
1. Unteroffiziersafpirant ^ Gefreiter,
2. Aspirmaspirani ^ einer der sich krank meldet,
3. Kochaeschirralpirant ^ lebendes Geflügel, Hasen u. dergl.,
4. GulaschKanonenaspirant — lebendes Rindvieh.
Barras ^
1. Brot (ich effe Varras),
2. Heer (ich bin beim Barras).
Zwei» und Dreldeutiges.

Beharkt werden, beaast werden ^ stark belästigt werden von:


1. Artilleriefeuer,
2. Ungeziefer.
Biene ^
1. Laus,
2. Zloh (allerdings kein großer Unterschied; Laus —
Müllerfloh).
Vimsen ^
1. putzen (mit Bimstein oder auch anderem Putzzeug),
2. ausbilden (den Nekruten).
Bindfaden ^
1. Husarenschnüre,
2. Lchnaps,
3. Nudeln.
Maner Heinrich —
1. Grützsuppe,
2. Mehlsuppe,
3. Milchreis.
Blindgänger ^
1. nichtexplodierendes Artilleriegeschoß,
2. leere Flasche.
Bralkartoffel ^
1. feindliches Lchrapnell, das sein Ziel verfehlt,
2. Deckoffizier.-
Brummer ^
1. Mörser»Geschütz,
2. Mörser»Geschoß.
Büdchen —
1. (sächsisch) Mannschaftsschrank,
2. (allgemein) Kantine.
Dicke Bertha (fleißige Bertha) ^
1. der 42 em » Mörser,
2. das 42 em » Geschoß.
3. der Nachtstuhl im Lazarett.
Dicke Lnft (siehe 7. Kapitel).
Der feldgraue Büchmann.

Drnckpnnkt nehmen —
1. sich vor etwas drücken (den Drückeberger machen),
2. (besonders hessisch) Lchnaps trinken,
3. (Marinesprache) schlafen gehen.
Fettlappen —
1. Büchsenmachergehilfen (in der Gewehrfabrik),
2. Berquatschung von Feldwebel.
Flnnki (bei der Marine) —
1. Offiziersbursche,
2. Luftikus.
Frofch -
1. Mißton in der Musik,
2. zaghafter Mensch.
Fnnken ^
1. schießen.
2. drahtlos telegraphieren.
Fnßlappen —
1. ünfanterist,
2. Weißkraut.
Kino, Kientopp —
1. Lichtsignalstation,
2. Geländespiegel.
Kist« -
1. Bett.
2. Flugzeug,
3. Arrest,
4. Lchiff.
Küchendragonei —
1. (im Felde) der Koch,
2. (daheim) die Köchin.
Kngellpritze —
1. hieß 1870/71 die Mitrailleuse,
2. jetzt heißt bei den Matrosen und bei einigen Teilen des
Heeres das Maschinengewehr so.

70
Zwei» und Dreideutiges.

Lage —
1. vier Kanonenschüsse auf einmal,
2. eine Runde Bier oder dergleichen.
Lnln —
1. Franzose,
2. feindliches 28 om » Geschoß, das eigentümlich summend
ankommt.
Manltrommel —
1. Mundharmonika,
2. Gasmaske.
Manlwnrf ^:
1. allgemein: Pionier,
2. besonders: Mineur.
Möbelwagen —
1. ein riesiger, russischer Flieger mit mehreren Motoren,
2. schwere Granate.
Nähmaschinenabteilnng ^
1. Maschinengewehrabteilung,
2. Bekleidungsamt.
Nasenwärmer —
1. Zigarre (im Winter geraucht),
2. kurze Pfeife.
Aeisekoffer —
1. der alte Rumpler»Doppeldecker,
2. schwere Granate.
Lcherenfernrohr ^
1. Lchnapsflasche,
2. Brille (dagegen wird das wirkliche Lcherenfernrohr
Glotzrohre oder Batteriebrille genannt).
Lchleifstein -
1. ausbildender Unteroffizier,
2. Exerzierplatz.
Lchlnnz —
1. (ostpreußisch) Abendsuppe,
2. (westpreuszisch) Kaserne,

71
Der feldgraue Büchmann.

3. (Alarinesprache) Lazarett.
Lchwartemagen ^
1. Notizbuch des Feldwebels,
2. Fesselballon.
?. Luftschiff.
Lchnxnze Lan ^
1. die ruMche 21 om » Kanone,
2. die Granate aus dieser Kanone.
LchwenKer ^
1. Bursche.
2. Zestungsgefängnis (beides vom grauleinenen Arbeits»
kittel ber).
Lpatz —
1. Gefreiter,
2. Fleischportion.
3intenspion ^
1. Kompagnieschreiber,
2. Adjutant.
U»Boot -
1. Hering,
2. von zwei übereinander angebrachten Betten das untere.
Verkohlen —
1. ZUM besten haben,
2. bestrafen (daher Ltrafappell — Verlwhlnngstermin).
Wasserratte —
1. Pionier,
2. Alarinesoldat.
Wichser ^
1 schwerer Dienst,
2. Ltrafdienst.

72
öechszehntes Kypitel.
Bnndesstaatliches nnd BnndeLgenöWches.
Bei zahlreichen Bestandteilen vom Lchützengraben»
deutsch läßt sich feststellen, daß sie — wenn auch zumeist
feldgraues Allgemeingut geworden — doch hauptfächlich bei den
Truppen eines Ltaates im Umlauf sind. Line kleine Auswahl
solcher Ausdrücke folgt hier.

Vadisch:
Bursche - Wischer.
Borschriftsmäßig ^ ordonnanz.
Zuviel reden ^ Lpriich' machen.
Helm — Melkkübel, Lnppenpott.
Französische Brisanzgeschosse ^i Vaisch»Bumm oder
Vätschei.

73
Der feldgraue Büchmann.

Vagrisch:
Die Franzosen — d' Frack.
Gefreiter ^ Lchnapser, weil er täglich ein Zehnerl
mehr bekommt — gerade für einen Lchnaps langend.
Rekrut — Gnrke.
Der Lchwartemagen (wegen seiner gemusterten, bunten
Anschnittfläche) — fchweinerner Marmor.
Notizbuch des Feldwebels i
Fesselballon ^ — Lchwartemagen.
euftschiff j
Kommißbrotschnitte ^ Lcheibling,
Eine Brotschnitte efsen — einen Lcheibling inhalieren.
Fourierunteroffizier ^ LcheibUngsinspektor.
Leichte Reiterei — Lchwalongfcher (verdorben aus
Chevaulegers).
Lchweres Gefchoß ^ Handköfferle.
Feldkanone ^ Hollabüchse.
Bataillonstrommler — Ltecklbnb.
Referveoffizier ^ stopslei.
Hat einer einen tödlichen Lchuh erhalten, so sagt man:
Der BoandlKramer hat «ahm d'Hattl einig'hant. (Boandl»
kramer ^ Gevatter ^od.)
Ulanen»Tschapka— Pntzbrettl.
Portepee ^ Pemstel.
Wer beim baurischen ünfanterie»Leib»Regiment steht, ist
ein Leiber.
Drillichrock ^ Gradlrock, Gradispenfer.
Helm — Iipfelhanben.
Bursche — Pappendeckel.
Kriegsschule ^ Fleckeleskompagnie.
Kokarde ^ Hansnnmmerradl.
Kartoffelbrei — Kartoffelfnx.
Gewchrübungen machen — PrNgel schntzen.
Oberlazarettgehilfe — Obermedizinalrat.
Lanitätssoldat ^ reibschüsselhusar.

74
Bundesstaatliches und Bundesgenössisches.

Lanze ^ Hopfenstang'.
Leitengewehr ^ Krantmesser, Flitsch, Aatagan.
önternationale sind belgische Geschütze mit baurischer Mann»
schaft und französischer Munition.
ün einigen baurischen ünfanterieregimentern heißt der
Gewehrkolben banrischer Hansschlüssel.
»
HeWch:
Helm — Dippe (Topf).
Einen Lchnaps trinken — Drnckpnnkt nehmen (siehe auch
das Kapitel »Zwei» und Dreideutiges").
»
Osterreichifch:
Löhnungstag ^ Lchlappermentstag (kann auch den Tag vor
der Löhnung bedeuten).
Der reichsdeutsche Loldat ^ Der Zerr „Alorjen".
Bajonett — Iahnstocher.
Entlausungszug ^ Iacherlzug.
Der Labezug und die Feldlabestation heißen Lchokolade»
zng oder mobiles Feldkalfee.
Der offizierbursche heißt Plellendeckel, Pntzfleck, Absatz,
polierer.
Der Gefreite — Eckstein.
Der Feldwebel ist der Herr Vechtönm.
Proviantbeamter — Kommißbäcker.
Train ^ Tschühü (weil mit diesem Laut die Pferde cmge»
trieben werden).
Rindfleisch - 5trokodilflelsch.
Gebirgsbatterie — Mnlibatterie (weil Maultiere die
Geschütze ziehen).
Fahrkanonier ^ FahrKadett.
Wenn ein Kämpfer eine leichte Lchußoerletzung erleidet,
z. B. einen Fleischschuß, wobei keine Knochen zersplittert werden,
so nennt man dies allgemein einen Tansendgnldenschnß.
Das Gewehr — Latten.

75
Der feldgraue Büchmann.

Portepee ^ Qnastl.
Die 5terne auf dem Uniformkragen ^ Batzen.
Intelligenzstrafen (ötreifen). üntelligenzbörtel sind die
schwarzgelben ötreifen der ofterreichifchen Einjährigen.
Lanze ^ Zahnstocher.
Italiener ^ Katzelmacher.
Eigentumzrock ^ Exlrakommiß.
Hofe ^ Olockenhofe.
Läbel, Vegen ^ Vratfpieß.
Halsbinde ^ tznndebinde.
Mantel — ZnbelKaftan.
Trommler ^ ZeUraßler.
Dumpfes italienisches Geschütz ^ Bnlldogge,
heiseres „ „ — Wanwan, Lpitzerle.
Zigarette — Lpangerl.
Pfeife — Lelcher.
Rauchen ^ felchen.
Arzt — Pflafierschmierer, Beinfäger.
Zahnarzt ^ (bei den Tiroler Truppen) Aechenmacher.

PrenWch:
Lachse ^ Lächfer.
Gewehrübungen machen ^ Griffe kloppen.
Helm — Pickelhaube.
Lchlunz I ^ (ostpreichisch» Abendfnppe,
/ ^ (westpreußisch) Kaferne.
(Liehe auch da5 Kapitel „Wir Mariner.")
»
Sächsisch:
Handgranate ^ Käfekeilchen.
Feldwebel ^ Lchlepper (vom Lchleppsäbel).
Halsbinde — Gäckriemen.
Kammerunteroffizier ^ Mottenheinrich.
Kokarde ^ Konkarde.
Kantine ^ Vndchen.

76
Bundesstaatliches und Bundesgenössisches.

Kaffee — Lchlamm.
Kaffeenapf ^ Lchlammkübel.
Knauser ^ madiger Bruder.
5ich's wohl fein lassen ^ Ze'tlebe machen.
Lich lieb Kind machen — schmusen; wer dies zu tun ver»
sucht, ist ein 5chmu>er.
Trainsoldat — Guß oder Gußlandser.
0»Beine haben ^ 0»hegen.
X»Beine haben ^ X »hegen.
Ein Eag gelinden Arrests ^ fünf Minnten Garde.
Arrestlokal — Kittchen.
üm Arrest — bei Karin.
Festungsgefängnis ^ den LchwenKer bekommen. (LchwenKer
ist doppeldeutig, es bedeutet auch Bursche, beides vom grau»
leinenen Arbeitskittel her,)
Ltrafravport ^ Verkohlnngstermin.
Bestraft werden ^ verknackt, verkohlt oder vergipst
werden.
Marmelade — Lchmalzersah Friedrich»Anguft»Bntter.
Zuckerhonig — Anfiralifche Gefrierbu^ter.
Zivilisten sind Babbser.
Französische Zivilisten — Kanaler.
Lchlafen — koKlen, grnnzen, fchnieben, boofen.
Essen ^ wammfen.
Konserven»Nindfleisch — Eichensaft.
«
Brief aus einem fächfifchen Lchützengraben:
„Die uns gegenüberliegenden Feinde (Franzosen) haben im
allgemeinen den Namen Max, gleichviel welcher Waffe sie an»
gehören; Knallmax ^ französische Lcharfschützen.
Beschießt die feindliche Artillerie unsere Gräben, so sagt
man: „Max znovt", wegen des Ziehens an der Geschützabzugs»
leine. Die unbeliebtesten Marken französischer Artillerie»
geschosse, mit denen wir bedacht werden, sind Bnmmballch, das
ist Feldartillerie, so genannt, weil Abschuß, Lausen und Einschlag

77
Der feldgraue Büchmcmn.

fast eins ist, und Es wackelt die Wand, schwere Artillerie


(22 om und 28 om) mit Berzögerungszünder. Französische
Minen sind je nach der Form Iwirnsrollen oder Lviritnskocher.
Gegenseitige Handgranaten» und Minenbeschießungen werden
Handgranaten» oder Minen»Gängel benannt, die gewöhnlich
ihren Abschluß dadurch finden, daß unsere Ari (Artillerie)
hinüberwnchtet.
Bei Beschuß und im Winter Postenstehen heißt anf Posten
klammern.
Lchanzen, minieren, überhaupt tüchtig arbeiten ^ wnchten,
witten.
üst es einem Mineur gelungen, ein besonders großes Ltück
Kreidefelsen loszuhacken, so nennt man den Block einen Minier»
schweißtropfen. Eine Pause während der Arbeit ist eine
fnffzen (fünfzehn).
Kommt man zu einem Kameraden zu ungelegAier Zeit, so
kann man den unwilligen Ausdruck hören: „Qnatsch mich nich
von der Flanke an" oder „Verblühe, sonst banste eene Achte",
was soviel heißt als: „Habe die Freundlichkeit, mich nicht zu
störenl"
Auch etwas Abhandengekommenes ist verblüht. (Ob's
aus dem französischen abgeleitet ist? II u> s, plus?)
Zigarre — 5trnnk, Besen.
Zigarette — Ltäbchen, Bndde.
Erzählt jemand etwas Unwahres, so sagt man: Mach' kee
Faß nffl (Mach' kein Faß auf.) Wird eine Kleinigkeit auf»
gebauscht, so heißt es: Mach' keen Laden nffl Äußert einer
Unvernünftiges, so sagt man nicht: Du bist wohl verrückt? —
sondern: Dn bist wohl mit'n Klammersack gepndert?"

Wiirttembergisch:
Helm — Kübel.
Maschinengewehr ^ Fässelesklopfer.
Ein Eßnapf voll — der Lchlag voll.
Gewehr über nehmen — den Knhfuß ans herz drücken.
Lazarettgehilfe — Lazarettkolben.

78
öiebzehntes Kapitel.

Ein Kapitel fur sich


ist das ebenso mißbeliebte wie häufige blerchen, dessen Bekannt»
schaft sich jeder Loldat im Felde so schnell zuzieht. Das
Tierchen ist grau, wie er selbst. Diese graue Deckfarbe hat
wegen ihrer Unsichtbarkeit im Gelände schon so manches vor
Tndeckung und sicherem Tode geschützt. Die Landser nennen
darum diese zutraulichen Tierchen ganz kameradschaftlich: Unsere
lieben Feldgranen. Auch zahlreiche, stattliche Gebäude hat man
dem anhänglichen Tier (allerdings seiner Bernichtung) errichtet;
sie nennen sich Lansolenm oder Lansekrematorinm.
üm Gegensatz zum Lchlachtenbummler wird dieses kleine
Tier Nachtenbnmmler genannt; weil es im russichen Reiche noch
häufiger angetroffen wird als in anderen Kriegsgebieten, führt
es auch den stolzen Namen einer Ansfischen Aeichsbiene; das
Wörtchen Biene allein genügt aber auch schon; seine weiteren
Namen sind:
Fremdenverkehr,
Einanartiernng,

79
Der feldgraue Büchmann.

Lchnell»Läufer,
Franzose,
blinde Passagiere,
hanslente,
Mitesser,
liebliche kleine Dingerchen,
Nikolaus«,
Aussuche Acichskäfer,
und weil es so leicht von einem zum andern übergeht, nennt
man's auch Überlanler; ferner heißt es:
Kostgänger,
kleiner Ansse,
Bentelratte,
Lchleichpatronille,
Marschierlangsam,
Nussischei Kriegsfreiwilliger.
Wenn sich beim Bienenzüchter die kleinen Lebewesen de»
merkbar machen, deren Tätigkeit er durch Kratzen zu mildern
sucht, dann sagt er: Es finden wieder größere 3rnppen»Ber«
fchiebnngen statt oder Das war ein ganzer Zug mit Bagage
und dickem Zugführer.
Wer sich juckt, der arlamiert, und sein Kamerad bemerkt
dazu: Vnßland macht mobil!
Zst eine gefunden, so macht man schleunigst den Drücke
berger, das heißt, man — zerdrückt die Beute.
Es soll in russischen Landen sogar Lchleichvatrouillenmit»
glieder geben, die von ganz besonderer Größe sind und auf
dem Nucken durch ein Kränzlein ausgezeichnet sind, worin sich
ein Kreuz befindet; diese lieben liiere heißen Großmütter oder,
da sie gleich den Landwehrleuten ein Kreuz tragen, Landwehr
läufe.
Fahrbare Entlausungsanstalt ^ Lanseabwehrkanone.
Ein Kapitel für sich.

Wollsachen — Länsefänger.
Lchützengrabensprichwort: Kleider machen — Länse.
ün der Entlanse (Entlausung«anstalt) findet der 2mKer
(Bienenzüchterl) Erlösung von seiner Plage; wird er sich je
wieder entschließen Können, einen Haarscheitel zu tragen, der ja
von alter«her Lanseallee genannt wird?
Noch ein Name de« grauen Tierlein« ist nachzutragen, e«
heißt auch Müllerfloh —also ein Floh, der beim Müller gewesen
und nicht mehr braun ist, sondern die Farbe de« Mehle« ange»
nommen hat. Der Aiüllerfloh ist nicht zu verwechseln mit dem
richtigen braunen oulsx irriwng, der die vornehmen Bezeich»
nungen branner Hnsar, Kavaliermücke oder leichte ünfanterie
trägt! allerding5 teilt er sich mit den lieblichen Kleinen Dingerchen
in den Ehrentitel der Biene — warum? o unersolschliche
Geheimnisse der feldgrauen Zoologiel

Hochstettcr, Der feldgraue Nüchmann. 6 81


Achtzehntes Kapitel. -

Ver Ieldgeiftliche.

Dieses Buch wäre unvollständig, ja, es würde ihm sogar


ein besonders bezeichnendes Ltück fehlen, wenn es
nicht die Ausdrücke enthielte, die dem Feldprediger von
seinen feldgrauen Lchutzbefohlenen zugelegt wurden.
Lchon die überalls große Anzahl der soldatischen Um»
schreibungen für das Wort Feldprediger beweisen, wie oft und
wie tief sich die feldgrauen mit dem Gedanken an ihn be»
schäftigen. Fürwahr, kein übles Zeichenl Und von diesem
Ltandpunkt aus wird auch der Frömmste keinen Anstoß nehmen
an den neuen Wörtern, obwohl ein gut Teil an ihnen echt sol»
datische Derbheit atmen.
Lchon in alten Zeiten kannte die Lprache der 3andsknechte
besondere Namen für den Feldgeistlichen; sie hieß ihn Oalch
— ein Wort, das offenbar aus dem Hebräischen stammt und

82
Der Feldgeistliche.

das wir auch in der „Gauner» und Kundensprache" wieder»


finden, wo es die Formen Gallach und Galloch ange»
nommen hat und nicht nur soviel heißt wie christlicher
Geistlicher, sondern auch AI ö n ch oder Geschworener
bedeuten kann. (G allachte bedeutet in der „Kundenfprache"
die Frau des protestantischen Geistlichen.)
Das Wort „Franziskaner" wurde von der älteren Feld»
sprache zu Franz!« und Lefranz verdorben und bezeichnete dann
den Geistlichen, besonders den katholischen. (L e f r ä n z i n
war die Pfarrersköchin.) Damals bedeutete ferner Gngelfranz
einen Mönch; Gngelfranzin — die Nonne; das Kloster hieß
Krcuc und das Baterunser nannten die damaligen Landser den
Hlmmelssteig.
Heute nennen unsere Feldgrauen ihren Geistlichen
Das berittene Wort Gottes
Die Heilig« Lchrift in Uniform
3enfelsabwehrkanone
Herigottsdoktor
Himmelsoragoner
Vibelhnl«
Lündenabwehrmörser
Loldatenchristn«
Kommißchrlfins
Kanonierchristns
Lündenabwehrpatronill«
Petri Berichterstatter
Leelenvermusternngskommilsar
Paradieskntschei
Himmelsgendarm
Unseres lieben Herrgotts Kn'scher
Lündenabwehrkanone (hierfür ist sogar eine Ab»
kürzung gebräuchlich; man sagt 8. ^.ll. und jeder
Kamerad weiß, was gemeint ist).

z» 83
Der feldgraue Büchmann.

Kommißbonze
Aosenkranzhnsar
Leelenentlanser.
Den jüngeren Geistlichen nennt der Feldgraue wohl
auch Psalmenkomiker, Hlmmelsfähnrlch, Bibelfähnrich oder
Hallelnjahfähnrich.
Die Kutsche, worin der Feldgeistliche zum Gottesdienst
über Land fährt, wird, gleich ihm selber, Lündenabwehrkanone
genannt. Die Kirche ist der Veligionsschnppen.
Der Kirchgang heißt Kirchenparade; statt antreten zum
Gottesdienst heißt es unter den Feldgrauen : Antreten zum
Leelenspeisefassen oder Antreten znr Leelenmassagl.
Auch die Mariner haben für ihren Geistlichen besondere
Bezeichnungen. Der Geschwaderpfarrer ist ihr Himmelslotse.
An Bord gibt es sogenannte Legelmachersgasten, Legelmachers»
maate usw. Man nennt in Anlehnung an diese Wortbildungen
den Marinepfarrer vberseeligmachersmaat.
Man sieht: der Gedanke an keinen seiner Borgesetzten
hat den Loldaten zu so zahlreichen Wortneubildungen angeregt,
wie die innerliche Beschäftigung mit dem g e i st l i ch e n Führer.
Dieses trefflichen Zeichens wird sich wohl jeder Leser freuen
— am meisten vielleicht dann, wenn er zufällig selber
der . . . Feldgeistliche ist l

84
Neunzehntes Kapitel.
ErotiKa.

Wenn er von seinem Mädchen, seiner Liebsten, spricht, sagt


der baurische Loldat : G'schooß, Lchicks, mei' Alte;
der norddeutsche Loldat sagt: Fell, Lchwarte, Hant,
Pnppe, Vame. "
»

Einen Mädchenjäger nennt der Feldgraue einen Ammen»


macher.

(lunge Mädchen nennt der Loldat Kleine, Modell, Wonnen«


berg, Besen, ein schönes Element; der Bauer sagt eine Lchwarze
— auch wenn sie blonde, braune oder rote Haare hat.
«
Feldgraue Klage:
Liebeshandschuh' trag ich an den Händen,
Liebesbinden wärmen meine Lenden,
Liebesschals schling' nachts ich um den Kragen,
Liebeskognak wärmt den kühlen Magen,
Liebestabak füllt die Liebespfeife,
Morgens wasch' ich mich mit Liebesseife,
Liebesschokolade ist erlabend,

85
Der feldgraue Büchmcmn.

Liebeskerzen leuchten mir am Abend,


Lchreib' ich mit dem Liebesbleistift tiefe
Liebesgabendankesagebriefe;
Wärmt der Liebeskopfschlauch nachts den Lchädel,
beufz' ich : so viel Liebe — nnd kein Nadel l

Zur Berhütung von Unglücksfällen werden die Blindgänger,


ehe sie endgültig beseitigt werden können, eingefriedigt. Bor
einem Pionierunterstand fand sich solch „Blindgängergrab" und
auf ihm die sinnige Anschrift:
„Hier ruht Jnngfer Granate! bie ftarb, wie sie lebte:
ohne losgegangen zu sein l"

Besonders leichtfertige junge „Damen" werden Bienen


oder gar Brnchbienen genannt; das Haus, wo diese Frauen
ihren Beruf betreiben, wird Ltrom oder Lchreflenbeth geheißen.

Bei der Marine heißen Königsberger Klops Ehansonetten«


brüste.

Eine bestimmte Abteilung gewisser Lazarette führt die


Bezeichnung Iirkns Laloarsani.
»
Der Fesselballon heißt des Mädchens Tranm; gewisse andere
Bezeichnungen für den Fesselballon sind zwar durchaus treffende
Vergleiche, eignen sich aber weniger für den Druck als zum
Gebrauch in geschlossenen Herrengesellschaften — wie
ja allerdings das Heer eine istl
»
Die Mariner sagen statt Mädchen tzängemattshacken ;
leichte Damen sind ihnen Bergnügnngsdampfer oder Beefsteak«
jäger; und statt von Liebschaften sprechen sie von Exerzier«
branten.


Zwanzigstes Kapitel.
Aatnralia.
Xütui»lw iion sunt turvik — so lautet ein altes lateinisches
Wort <ms den Zeiten des Lokratesschülers Antisthenes; e«
heißt zu deutsch: „Natürliche Dinge können nicht häßlich sein".
Die Philosophen, die vor zwei Jahrtausenden dieses Wort
prägten, lehrten die Bedürfnislosigkeit und stimmten ihr
eigenes Leben zur größten Einfachheit herab. Eine auffallende
Ähnlichkeit herrscht zwischen den Grundsätzen, nach denen
vor zwei Jahrtausenden der Athener Antisthenes lebte und
nach denen heute der feldgraue Krieger draußen im Graben
lebtl Kein Wunder also, wenn die Beiden sich auch in der An»
schauung begegnen, daß „natürliche Dinge nicht häßlich" sein
können. Bon diesem Ltandpunkt au« erscheint es nur«
„natürlich", daß der Loldat wie für alles andere, was ihn
umgibt, auch für natürliche Dinge neue, treffende Worte erfand.
Den Ort, wo Hoch und Niedrig die allernatürlichsten Dinge
der Welt täglich zu verrichten pflegt, nennt der Feldgraue draußen

87
Der feldgraue Büchmann.

Kriegrlchsrnh, Tonhalle, Horchposten, eesestang«, Nnhepnnlcl


im Loldatenleben. Fur das Aufsuchen dieses Ortes hat er die
Umschreibungen: das schwere Geschütz in Ltellnng bringen oder
das Aückgrat ansschnanben. Den ungesunden, allzuhäufigen
Drang zu derartiger Tätigkeit gibt er dem Kameraden bekannt
mit den Worten: Mir ist so knnsprig nm di« Aosette.
^n diesem «Zusammenhang bedarf keiner besonderen Er»
läuterung, was der Loldat zuweilen unter einem Gasangriss ver»
stehen mag; wenn ein Kamerad sich derartiges hat zu schulden
kommen lassen, sa sagt sein Nachbar mit ironischem Nase«
rümpfen: Lchon wieder ein feindlicher Fliegei.
Unwahrscheinlich klingendes Gerücht ^ Latrlnenbelehl.
Wie gut unsere Loldaten französisch gelernt haben, beweist,
daß man im Westen die Gereiztheit der Berdauungsorgane als
m»llieur 6« «»C«« bezeichnet.
Das Maschinengewehr heißt nicht nur, wie im 9. Kapitel er»
wähnt, Dünnpfiffkanone, sondern ein ähnlich klingender Aus»
druck ist noch von beträchtlich größerer Deutlichkeit.
Die Pioniere, die im Felde den militärischen, wirklichen
Gasangriff ausführen, werden Ltänker genannt.
Lchweißfüße sind Laftmanken, Käsekisten oder Transviriel»
pedale; keute mit Lchweißfüßen führen den Necknamen Parfum«
flasche, Landbriefträgersocke, Molkereibesitzer.
Pferdeäpfel heißen Qnittnngen fürs Proviantamt.
Das Fcchrrad heißt Hämorrhoidenschankel, der Radfahrer
nennt sich tzämorrhoidenniter.
Der Herausgeber dieses Buches kann, mit einer Annähe»
rung an die Eidesformel, die Bersicherung abgeben, daß er, was
die ihm aus fünftausend Ieldpostbriefen bekanntgewordenen
Loldatenworte für Aaturalia anbelangt, „nichts hinzugesetzt und
nichts verschwiegen" hat. Mehr war nicht dabei;
und Ltärkeres war nicht dabei ; es muß festgestellt werden,
daß dieses Kapitel im Berhältnis zu den andern nicht um»
fangreich und daf? es in all seinen Teilen von einer „natür»
lichen" Harmlosigkeit ist.
Einund)wan)igstes Kapitel.
Vom Entstehen feldgraner Wörter.

Lo einfach und klar das Entstehen einzelner feldgrauer


Wörter erscheint (wie etwa: Zahlmeister — Lcheinwerfer, weil
er die Lcheine auf den üöhnungstisch wirft), so schwierig
ist «s wieder in anderen Fällen, die Entstehungsgeschichte
eines feldgrauen Wortes nachzugeben.
Als Beispiel will ich da das Wort Barr« herausgreifen;
es bedeutet zunächst Brot, aber seltsamerweise geht im Heer
allgemein die Frage Wie lang bist dn beim Barras? in der
Bedeutung: wie lange bist du beim Heer? Kein anderes,
Brot bedeutendes Wort wird in ähnlicher Zusammenstellung
benutzt und man fragt nicht etwa, wie lange einer bei der
„Kaisertorte", beim „Hanf" oder beim „Loldatenkuchen" sei,
obwohl das alles gleichfalls Brot bedeutet. Es muß also
um die Herkunft des Wortes Barras eine besondere Bewand»

89
Der feldgraue Büchmann.

nis haben. Auch die Berbindung Barras schroppen (Brot essen)


findet sich bei keinem zweiten, das Brot bezeichnenden Ausdruck,
obwohl es deren so viele gibt.
üch versuchte, der Herkunft von Barra« nachzuforschen
und veröffentlichte in den «Lustigen Blättern" neben dem Ber»
merk des Wortes die Frage, wer von den zahlreichen Lesern
des Blattes wohl über die Entstehung dieses Wortes Auskunft
erteilen könne. Bon den vielen Antworten, die hierauf gekommen
sind, seien die nachstehenden auszugsweise wiedergegeben.
«Das Wort Barras", schreibt Herr K., Leutnant der
Reserve, „ist ein Ausdruck der französischen Mundart de«
Nordens, der Brot, allgemein aber auch Beköstigung, Ber»
pflegung und ähnliches bedeutet."

Herr T>. A. W a g n e r, Berlin, teilte mit: „Wenn ich mich


recht entsinne, erwähnte Larah Bernhard in ihren Memoiren
„>!» äoudl« vis' eine Episode, wo ein französischer Berwun»
deter nach „bana" rief, was sie nicht verstand, und das ihr
dann von bretonischen Leeleuten als „Brot" erklärt wurde.
Es scheint sich also um ein Dialektwort der bretonischen Fischer zu
handeln. Bielleicht wurden an jener Ltelle der Front, wo
„barras" unter unsern Loldaten gebräuchlich wurde, bretonische
Gefangene gemacht, von denen unsere Leute das Wort über»
nahmen."
«

Ganz gegensätzlich geartet ist die Erklärung, die Herr


H. K r a u ß (z. Zt. bei einer Kraftwagenkolonne im Osten) gibt
und die folgendermaßen lautet: „Das Wort Barras stammt
aus Wittelfranken. Mit Barras bezeichneten die alten Land»
leute das schwarze, selbstgebackene Roggenbrot. Es wurde
im Backofen, der bei jedem älteren Bauernhaus stand, gebacken.
(Barrasofen.) Die Leute sagten auch: „Hast aber einen ordent»
lichen Barrasl" dies bedeutet: „ein großes Ltück zum Früh»
stück."

90
Bom Entstehen feldgrauer Wörter.

In der aktiven Dienstzeit heißt es auch: „Barras fassen",


dies bedeutet: das Brot holen, das alle 3 Tage an die Alann»
schaften ausgegeben wird. Das Wort Barras stammt aus dem
Anfang des 19. Jahrhundert und wurde zuerst von den frän»
kischen Bauern gebraucht."

Der Bizefeldwebel der Reserve tzerr K. L ch m i h schreibt:


„Beim Lesen der „ki'seieuZeZ i'iäioule»" von Moliöre hier im
Lchützengraben fand ich das Wort: b,',r>»jfuiu — Geschwätz, un»
verständliches Zeug. ün der Regnerschen Ausgabe von Dick»
mann stand hinten als Anmerkung: b»rr»8uiQ aus dem dre»
tonischen bl»rr«l» — Brot, und ^viu — Wein, welche
Worte von den Fremden oft gebraucht und von den Franzosen
nicht verstanden, daher französisch d»rr»«uiu ^ Geschwätz."

Wieder eine durchaus andere Erklärung gibt der Leutnant


der Reserve Herr E r n st H o l z n e r. Er schreibt: „Barras oder
Barres war vor dem Krieg einzig und allein in der baurischen
Armee eingeführt und ist weiter nichts als die Abkürzung bzw.
Berunstaltung von „Baurisch", der preußische Loldat sagt vom
Brot, das er geliefert bekommt, es sei Kommiß, der baurische
Loldat tauft es Barras. Er hat auch keine Kommißhose an,
sondern eine Barrashose. Bielleicht haben sich während des
Krieges auch andere Truppen diesen Ausdruck in Unkenntnis
seiner Entstehung angeeignet."

Herr Christian Müller, z. Zt. Einjähriger in einem


ünfanterieregiment, macht darauf aufmerksam, „daß es im He»
bräischen ein Wort d»rk gibt, das essen, mästen, ein»
hauen bedeutet. Lubstantiviert und verdeutscht könnte es sehr
gut für die tzaupinahrung eines Loldaten gebraucht worden
sein; dann wäre meine Lösung ührer Frage nicht undenkbar,
zumal ich das Wort Barras nur bei Bauern gehört habe und sich

9l
Der feldgraue Büchmann.

gerade in Bauern eine Anzahl hebräischer Worte im Dialekt


finden."

Ein neuer Gesichtspunkt eröffnet sich in dem schreiben


des alz Offiziersaspirant im Felde stehenden Lehre« Herrn
H. Dorn er: „Als Fremdwort haben wir Barras wohl nicht
aufzufassen. Ls ist mir kein anderssprachiger Ltamm bekannt, der
in diesem Wort enthalten ist und in irgendwelchem Zusammen«
hange stünde mit „Kommißbrot" oder .Militär", für welch
beide Barras oder Barres häufig gebraucht wird.
Da aber die Bolkssprache im allgemeinen und besonders
die Loldatensprache nicht sinnlos neue Wörter schafft, so liegt
hier offenbar die Berstümmlung eines Wortes vor, vielleicht
eines Provinzial»Ausdruckes, der, von Nichteingeweihten ge»
hört und weitergegeben, heute Allgemeingut der Welt in Feld»
grau geworden ist, ohne daß jemand eigentlich etwas damit an»
zufangen weiß. — Liegt nun da das Wort Backes nicht
sehr nahe? Allerdings auch ein sehr wenig bekannter Aus»
druck für ein Gebäck, das aus rohem Kartoffelteig von reich»
licher Kuchendicke in der eigens dazu bestimmten Backes»
pfanne gebacken und zu Kartoffelsuppe sowie zu geräucherten,
hausgemachten Blut» und Leberwürsten ein nicht seltenes Gericht
auf der ober» und mittelfränkischen Bauerntafel bildet. Außer
diesem „grünen Backes" gibt es in ebendiesen Kreisen
auch einen „AI eh l back es" u. s. w.
„Backes" also ^Gebackenes. Es will mir fast
scheinen, daß darin der Ltammvater des heutigen „Barras"
zu suchen ist, das übrigens auch für Z w i e b a ck gebraucht
wird. Wie „Kommiß" hat auch „Barras" eine Begriffs»
erweiterung (Ausdehnung auf alles Militärische überhaupt)
erfahren."

Lieben Briefe; vier Buchseiten; und doch nur ein


kleiner Bruchteil von dem, was über die Entstehungs»
geschichte eines feldgrauen Wortes zu sagen wäre.

92
5chlagworwerzeichni5.
aalen, sich 8. allgemeines Etap» Arbeitsnachweis
ab mit Rückenwind pen»Geschwätz 22.
15. 50. Ari 48. 5b.
Abdecker 48. Allgemeines Offi» arlamieren 80.
Abendsuppe 7b. zier»Kasino 50. Armeefett 54.
abgehen 3b. Allgemeine Orts» Armeefeuerzeug 39.
abhauen 6. krankenkasse 51. Armee»Kraftfutter
Absatzpolierer 75. Altbacksch b3. 54.
Ach»acher 4b. Altbacksche Pflau» Armeenachtigall 59.
8 Uhr » Abend men b3. Armenier 48.
Batterie 43. Alte 85 Armutssoldaten 47.
Achte 78. Alter Mann 12,29. Artillerie mit dem
Acht Komma acht Altweibergosche 42 kurzen Arm 2b.
b5. Aluminiumssoldaten Arzt auf Vertrag
Achtung Wackel» 47. 58.
topp 45. Ammenmacher 85. Aspirant b8.
Admiralsanwärter angekratzt 59. Aspirinaspiranten
b7. angepfriemt 34. bl. b8.
^.V.tt. 50. angeschleimt 34. Aspirinbude 59.
Affe ,0. ans Herz drücken Aspirinonkel 58.
Affenflöte 39. 78. Aspirinwagen b1.
Affenkäfig 35. Anton 18. Athletenfutter 55.
Affenschaukel bb. Antreten zur 5ee» Athletenhonig 54.
b8, 81. lenmassage 84. Athleten»Lchmiere
Aha, Fleisch ist auf ^.0.X. 51. 54.
Urlaub 53. Apfelsine 42. Athletensuppe 55.
Alexander 35. Apparatenmensch aufgeblasene Kon»
Allärm 4S. 2b. kurrenz 1b.

93
aufgedreht 34. Bändiger 29. bei Karl'n 7b, 77.
auf neunundneun» Banane 42. Beinsäger 7b.
zig üahre g«» Bananenbezüge b3. Beißkorb bb.
pachtet 35. Bandwürmer 53. Bello 45.
auf Plattfüßen Bandwürmer mit Benzinchristen 29.
laufen 32. Antilopeneiern Benzinhusaren 27.
auf Posten klam» 55. Benzinpferd 32.
mern 78. Bandwurmleutnant Benzinulanen 27.
Auf Posten und 58. Benzionisten 49.
Wache nichts Bärensch ... 49. Beobachtungskiste
Genaues 48. Banas 54, 5b, b8, 4b.
Auge riskieren bb. 89. Berittenes Wort
Auge voll nehmen Barrashose 91. Gottes 83.
bb. Barras schroppen Berlin 49.
Ausbläser 11, 22. 54, 89. Besen 38. 78. 85.
Ausgebackener Bartputzer 28. Besseren Laden b1,
üunge 31. Bataillonsknüppel Beutelratte 80.
30. Bibelhusar 83.
Ausgeher 9.
Bataillonstante 28. Bibelfähnrich 84.
Australische Ge» Biene b9, 79, 8b,
Balteriebrille 11,
frierbutter 77.
84. 95.
Batzen 7b. Bienenzüchter 80.
Baatsch machen 13.
Bauernartillerie 29. Bierkutscher 8.
Babbser 77. Bauernschreck 14. Bierliesel b4.
Backpfeifenbatterie Baumaffen 19. Bildungskanone 3b.
44. baust« eene Achte Bildungsunterstand
Backstein 8. 78. 3b.
Backzug ,5, 51. Bäurisch 74. Billige Arbeits»
Badegäste b5. bäurischer Haus» kräfte 50.
Badewanne 14. schlüssel 75. Billiger üakob 30.
L.^.3. 51, b0. beaasen 23. 44, b9. Bimsen b9.
L.^,.ü.»Zug 51. Veefsteakjäger b4, Bindfaden 53. 57.
Badisch 73. 8b. b9.
Bahnhofskomö» Beefsteakminna b4. Bindfadenjunge 27.
diant 48. Vefil't 45. Blasebalg 30.
Bahnwärter 38. Begeisterungssten» blaue Bohnen 42.
Balkansuppe 55. gel 34. Blauer Heinrich
Balkanzug 43. Beharkt 44. b9. 55. b9.

94
Blauer Heinrich Bratspieß 7b, 89. ^ Bunkerfähnrich b4.
mit Regenwurm brauner Husar 81. ^ Butterfaß 23.
b4. ! Braut 8. Buttermaschine 45.
Blecherne Beef» bremsen 13. ! B. Z. 43.
steaks b3. Brennzünder 10.
Blechkopp 19. Briefmarken»Leut» Cafs Bück Dich
Blechpuster 30. nants 29.
Blechschmiede 28. Briefträger b5. i 21.
Chansonetten»
Bleierner Wind 9 Brotherr 28. brüste 8b.
Bleisoldat b1. Bruchbienen 8b. ^ <üb.»,te»u»
blinde Passagiere Bruder, madiger
Lchlößchen 49.
80. 77.
! Chausseeinehmer
Blindgänger 11, Brüllaffen 4b.
25.
22. 38, b9. Brummen lassen 3b.
! Chausseefloh 32.
Blitzableiter 10. Brummer 41, b9.
Chinesenheim 48.
Blumentopf 23. Brustbeutel»
Blutwurst 16. Chlortante bb.
schwindsucht 3b.
Boandlkramer 74. Der Bucklige dru»
Boche 17. den hat wieder Dachdecker 2b.
Bochophage 17. mal den Kuh» Dackel 41.
Bock 14, b3. sckwanz in der Dame 85.
Bohnensäemaschine Hand 45. Damenschleier 34.
bb. Büchsenöffner 10. Das ist der o'est
Bohnensprihe 42. Büdchen 57.b9.7b. I» «ußrre»Krieg
Bombe 2b. Büdchenbulle 57. 49.
Die Bombendre» Budde 39, 78. Dauernd Urlaub»
herabteilungskal» Bugverände» verwendungs»
piert die Feld» rungskommission fähig 51.
grauen 55. b7. Deichseldragoner
Bonbon 39. blcko 48. 25.
Bonze 28. Bulldogge 4b, 7b. Dengelmaschine 41.
boofen 77. Bummbatsch 77. Den sticht die
Böschungstrupp 22. Bummelkarren 4b. Marmelade 35.
Botteliergeheimnis Bummser 2b. Der muß zum
H7 Bumskopp 2b. Rechenmacher
Bouillonchef 53. Bundesstaatliches 59.
Bratkartoffel 45, und Bundes» Deutsch»
b4, b9. genössisches 73. Amerikaner 4b.

95
Deutschland» Drehorgel 41. Einhaariger 4s.
verdächtig bl. Dreht er durch b5. Ein üahr zurvck
Dicke Bert« 23, auf drei Toppen 24.
41, S0, b9. fahren 32. Einlochen 3b.
Dicke Brocken 43. Druckposten !3. Einen schmoren 57.
Dicker Dampfer b2. Druckpunkt auf einem Zylinder
Dicke Kanone b0. nehmen 70, 75. laufen 32.
Dicke Luft 15. 33. Drückeberger 80. Ein Kapitel für sich
b9. D. U. 51. 79.
Dicke Marie 41. Du bist wohl mit'n Einquartierung 79.
Dicke Mops 44. Klammersack ge» Einspänner 48.
dicken Willem pudert? 78. Einspinnen 3b.
markieren bb. Duftrolle b5. Einschaukeln 8.
Dienstmops 34. Dumdum 38. Einschleichen bb.
Dingerchen, lieb» Dumdum» Eintagsfliege 14.
liche kleine 80. Zigarren 38. Einzelvorbeimarsch
Dingding 28. Dülls b5. mit 3.30 Mark
Ding verpaßt de» Dunstkiepe 10. (5.30 Mark) Ab»
kommen 12. Dünnpfiffkanone stand 3b.
Dippe 75, 38. 42. 88. Eiokähne 10.
Distel 10. Elefanteneier 43.
Durchfallkanone
Distelstecher 10. Elefantenklein 55.
42.
Divisionsbutter 54. Elisabethei 35.
Durch den Kakao
Dioisionsfett 54. Emil 15.
ziehen 35.
Divisionsflagge 54. Engelmann 18.
D»Zug 45, 53.
Dioisionsrübe 1b. Engelmänner 49.
Divisionswurst 1b. Die Engländer ha»
Doktor der Unoer» N. 51. den den Krampf»
nünftigen 5?. Eckstein 75 husten 45.
Dolch ,1. Edamer 44. englisch an Land
Doppeldecker 3b. Edelpanje 18. gehen b7.
Dörchläuchting 59. Eichensaft 77. Englische Bruch»
Draht 3b. Eierlegen 23. schokolo.de 4b.
Drahteselreiter 32. Eigentümer 9. Entfernungsrat 2b.
Drahtverhau 13, Eigentums» Entlause 81.
28. 34. 38. 55. klüftchen 9. Entstehen feld»
Drama machen 14. Einbrecher 51. grauer Wörter
Dreck schaben 9. Eindecker 3b. 89.

96
Erbsendroschke 53. Exzellenz wird ge» Feld». Wald» nnd
Erbsen picken 15. zeigt 12. Wiesenwebel 29.
Ervsenpromenade Fell 85.
53. Fellraßler 30, 7b.
?.^.L. 51.
Erdhund 44. Fertig machen zum
Erdratte 27. Fabrik 51. Lturm auf die
Er hat einen Fahnelesreiter 2b. Hungerabwehr»
Drahtverhau vor Fahrkadett 75. kanone 53.
den Augen 12. Fährt alles kaput Festriibe 39.
Er holt sich eine 32. 51. Fettfleck 13.
Zigarre 39. r.^.X. 51. Fettigkeiten 53.
Erholungsbolzen 39. Falle 13. Fettlappen 29, 48,
Erlkönig 37. Familiendienst» b4. 70.
Ersatz Karlsbad fähig 59. Fettlebe machen77.
bb. farbige Engländer Feuerwehrmann
Er spielt Karo ein» 19. 19.
fach, aus der farbige Franzosen Feuerwerkerbutter
Hand 2, ge» 19. 55.
schnitten 3 5b. Faß aufmachen 78. Finanzkadett b3.
Er steckt Kette b3. Fässelesklopfer 78. Fips 29.
Erste Ltufe zum Fauchbüchse 4b. Flamme b4.
Feldmarschall 31. Federvieh 30. Flanke 78.
Flankenaugust 4b.
Erotika 85. feindliche Flieger
Fleckeleskompagni«
Er torft b4. 88.
74.
Er verfranzt 15. Feiner Kahn b2.
Fleisch von Urlaub
E« wird gebacken Feldbombe 2b.
zurück 53.
4b. Feldbüchsen 42. Fleischhackmaschine
Etappenbaron 31. Feldbumber 2b. 42.
Etappenbulle 44. Feldgeistliche, Der Fleißige Berta 41,
Etappenprolet 31. 82. b9.
' Etappensäure 57. Feldgrauen, m.sere Fliegentod 37.
Etappenschwein 31. lieben 79. Fliegentöter 38.
Etappenschwert 11. Feldgraue, Die 38. Fliegenabwehrnudel
Exerzierbräute b4, Feldgraue 5b. 39.
8b. Feldheimer 2b. Fliegenabwehr»
Extrakommiß 9, 7b. Feldkaffee 75. zigarre, 38, 39.
Extrauniform 9. Feldspritzen 42. Fliegerabteilung b1.

Hochfletter, Der fcldgrnue Nüchinann. 87


Fliegerabwehr» Fremdenverkehr Futterageartikel
Kanone 34. 79. 52.
Fliegerabwehr» Fressalien 52. Futtrich 28.
zigarre 38. Freßkanone 53. Futschel 35.
Fliegermäuschen 15. Freßkutsche 53. füllt sich den Ma»
Flitsch 10, 75. Frieorich»Auaust» tratzenbezug voll
Flohkiste 13. b5. Butter 54, 77. b4.
Flößling 53. Frohsinn 38.
Flottenreeser b7. Frontbaron 31. Gäckriemen 10, 7b.
Flüsterholz 9. Frontbefehl 8. Galch 82.
Flucht durchs Bull» Frontbummel 15. Gallionszeitung8,b7
auge b7. Frontprolet 31. Galgennägel 55.
Flugzeugabwehr» Frontschwein 31. Gänsedarm 47.
kapelle b7. Frosch 30, 42. 70. ganz gemeinem
Flunki b7. 70. Froschgicker 10. Frontschwein 31.
Flurschadenbeine 11. Froschkieke 10. Gamaschenknöppe
Flurschadenkompott Froschlaich 5b. 5b.
55. Frühauf 28. Garde, fünf ?Ninu»
Flurschadentreter fuffzen 78. ten 77.
10. Fummel 35. Gardelitzen 53.
Flüstertute bb. fünfzehn 78. Garnisonwebel 29.
Fockenkarl 29. Fünf Frankfurter Gasangriff 37, bl,
Fotzen 11. 21. 88.
Fotzenhobel 11. fünf Minuten GasmasKe b0.
Frack 19. Garde 77. Gasmaskenball 11.
d' Frack' 74. Funken 70. Gasmatzbläke 11.
Franz 15. 23, 44. Funkenpuster b3, Gastrolle b5.
Franzer 35. bb. Gaswolke 38.
Franzl« 83. Fuseltier 48. Gaukler 27.
Franzmann 19. Fußballinoicmer 18. Gebißklempner b0.
Franzmann klopft Fußbombe 2b. Gefecht5esel 35.
die Lachen aus Fußfanterie 47. Gefechtshut 10.
42. Fußlappen 2b, 70. der Gefreite knipstt,
Franzose 80. Fußlappenindianer 8.
Fräulein Feldgrau 2b. Gefrierbutter,
5b. Fußlappen mit australische 77.
Freimaurerzigarren Flöhen 55. Gehrock 10.
37. Fußlatscher 2b. geht stiften 15.

98
Gelbe Minna 44. Grauoelmoritz 1b. Gulaschkanone 53.
Generalstabs» Graupenmajor 28. Gulaschkanonier53.
fähnrich 5?. Grete 41. Gulaschkanonen»
Genua 49. Griff 7b. anwärter 55.
geschaukelt 14. Griffe kloppen 7b. Gummipanzer b2.
Gesichtsgärtner 28. Große Backspier Gurgelpanj« 45.
Gewehrflicker 28. b5. Gurke 30. 74.
Das Gewehr über Große Bogen» Gurkenpellen 10.
nehmen 52. spucker 35. Guß 25, 77.
Gewittermaschine Größere Truppen» Gußlandser 25, 77.
4b. Berschiebungen Gut« Nummer 33.
Gickskanone 42. finden statt 80.
Giftnudel 38. Große Medizin» Hackfleischmaschine
Gipsverband 3b. mann 58. 42.
GipsKanone 42. Großer Moritz 24. Haferleutnant 28.
Glaserkitt 5b. Großer Ltunk b5. Haferschleimvilla
Glimmerschiefer 38. Großes Palaver b5. b5.
Glitsch b5. Großmütter 80. Haftl 74.
Glockenbose 9, 7b. Großvaterjacke 10. halbstark b5.
Glotzmaschine l5. Großvater mit HaNelujahfähnrich
Glotzröhre l1, 84. seinem Jagdhund 84.
Glühwurm 11. 15. Halsbänder <0.
Glühwürmchen 27. Grotte 7. Halseisen 10.
Grabenbouillon 54. Grüner 30. Hammel 30.
Gradlrock 10, 74. grüner Zunge 30. Hammelbeine 12.
Gradlspenser 10, Grünhorn 30. Hampelmänner
74. Grünspanspucker bauen b7.
Grammophon b0. 30. Handgranaten 38,
Grammophonplcittg grunzen 77. b4, 78.
b0. Gruppenführer 33. Handgranaten»
Granaten drehen Grützkasten 58. gängel 78.
55. G'schoß 85. Handkofferl« 4b,
Granaten m. B. 44. Gugelfranz 83. 74.
Granatsplitter 22, Gugelfranzin 83. Hanf 5b.
5b. Gulaschkanonen» Hämorrhoidenreiter
Granties b5. aspirant b8. 88.
Grashüpfer 27. Gulaschbaron 29. hämorrhoiden»
Graupenkanone 53. Gulaschdiktator 28. schaukel 88.

99
Hängemattshaken Herrgottsdoktor83. höherer Würden»
8b. Herr Monsieur 19. träger 30.
Haremsdamen 11. Herr „Morjen" 75. höherer Würden»
Hartbrotpasteten Herr Rechtsum 75. träger mit be»
b3. Herr L^ietz 30. schränkter Haf»
Harzer Roller 9. Herz drücken, ans tung 30.
Häuptling 28. 78. Hollabüchse 4b, 74.
Hauptverbands» Hessisch 75. Holl dir am Ge»
platz 27. Heut' ist wieder länder 37.
Hausleute 80. mal ein holpe» Holzhacker 42.
Hausmeister 29. riger Weg b2. Holzwurm b4.
Hausnummerradl Himbeerkreme b1. Hopfenstange 11,75.
74. tzorchlöffel 12.
Himmelfahrts»
Hausschlüssel 75.
marke 12. Horchposten 88.
Haut 85.
Himmelsdragoner Horchpostenschmalz
Haut sich ein Kraut 83. 54.
Ms Gesicht 39.
Himmelsfähnrich84. Hühner 30.
Hebamme 3b, b3.
Himmelsgendarm Hundebinde 10, 7b.
heideröslein 38.
83. Hungerabwehr»
heilige Lchrift in
Himmelsgurke 1b. kanone 53.
Uniform, Die 83.
Himmelslotse 84. Hungerabwehr»
heimatdroschke b1.
Himmelswurst 1b. Kanonier 53.
Heimatschuß bl.
Hciteres Kümmel» Himmelsteig 83. Hunnen 18.
Kommando 50. Hindenburg» Hurratüte 10.
Heizen 4b. granaten 55. Husar, brauner 81.
Heizraumflöhe b7. Hindenburg» Hut 10.
hÄdenfett 54. Kreme 54.
Heldenkeller 7. Hinlegen 35. Jagdhund 15
Heldensarg 12. hinten sind die üch muß erst mal
Heldenseminare 35. besten Plätze 13. nach den Fliegern
heldensieb, Das 58. Hinterfrontbefehl 8. sehen 57.
Heldenzone 8. II. II. X. 50. 6elusLirach31, 13.
Herkules 37. Hobelspäne 10. Leite 20.
Herrenpartie 8. Hochbahn 45. üetzt bellt Bello
Herr Felddienst» Hochstapler 10. wieder 45.
fähig 58. höchster Grad der ügel 42.
Herr Gcheimrat 59. Gemeinheit 31. ümker 81.

10«
ümpfspritze mit Kaisertorte 5b. K.arbolwalküre b0.
Bandwurm 58. Kaiser Wilhelm» Kürb.olziege b1.
Hn den Kasten Gedächtnis Katl.sZ.
kommen b0. Butter 54. Kannoiftrv
Infanterie, leichte 81 Kaiser»Wilhelm» vergnügter 28.
Hnfanteriestoß» Torte 5b. Karmoisinrwrgnügte
kraft 54. Kakerlaken t>3. Badegäste ' ..mit .
ünglischmänn 18. Kälberzähne 5b. mildernden Um^>
inhalieren 74. Kalbfell 34. ständen b5.
ünsektentöter 38. Kalbfelltrompeter Karnevalsschleier
üntelligenzbörtel 7b. 30. 11.
üntelligenzstrafen Kalte Ente 4b. Karo 5b.
(Ltreifen) 7b. Kaltwasser» Karo einfach mit
internationale 75. Heilanstalt 7. Fehlanzeige 5b.
üoffte kloppt auf Kamerad bless6 19. Karo komml 5b.
die Trommel 44. Kameruner 49. Kartoffeljux 74.
üoffte steigt in die Kammermotte 29. Kartoffelpellen 10.
Höhe 3b. Kanaler 77. Kartoffelschalen 30.
üofftes Ziege 1b. Kanalschiffe 10. Kartoffelstampfer
Hubelkaftan 10, 7b. Kanarienvögel 27. 42.
Hungfer 10. Kanonenflicker 28. Karussel 10.
Kanonen» Karussel»Lchmiere
HungferTranate8b.
klempner b7. 54«
üwan 18.
Kanonenschwoof b5. Kaschemme 57.
Kanonenwischer 2b. Kasematten 49.
X. 51. Kanonierchristus 83. Kasematten»
Kabelgarn b4. Kantinenbefehl 8, 34. bumbser 2b.
Kaffee Bück Dich Kapello b5. Käsemesser 10.
21. Kapitel für sich 79. Käsekeilchen 7b.
Kaffeemühle !5. 34. Kappendarm 48. Käsekisten 88.
Kaffee»Lack 9. Kaps 28. Kaserne 7b.
Kaffer 2b. Karacho 34. Kasten 3b. b2.
Kahn 14, 74. Karbolfähnrich 5s. Kahlmacher 19, 7b.
kahnen 13. Karbolkaserne 58. Katzjeh 2b.
Kahn steht Kopp Karbolkürassier 59. Kavaliermücke 81.
b2. Karbolmajor 58. Kavalierschuß bl.
Kaiser Friedrich 38. Karbolmäuschen 59. Kempinski kommt
Kaiserkuchen 5b. Karbolstratege 58. 53.

,«l
Kettenhunde 45. . Klub der ßarm» Kohlentante 34.
keusches Etui.13. '" losen 21. koksen 13. 77.
Kientopp 7- ... Klüftchen 9. Koksklopp»
Kilometer^esse'r 2b. Klumpenhauer b7. Maschine 45.
Kindersiirge 10. Klistierspritze bb. Koksofen 40.
Kmderwagen 44. Knalldroschke 43. Kolonie 48.
Ok«)/ Kientopp 13, Knalldroschken» Kolonne Brr 25. '
'/. '3b, 70. kutscher 2b. KolonnenmärcheckH.
Kirchenparade 84. Knallmax 77. Kolosseums»
Kirchhofsspargel38. Knallproppen 44. schleicher bb.
Kiste 14, 3b, 70. Knarre 9. Kombüsenhengst b7.
Kittchen 77. Knautschkommode Kommiß 91.
klammern, auf 11. Kommißbäcker 75.
Posten 78. Knittel 30. Kommißbonze 84.
Klammersack 11,78. Knobelbecher 10. Kommißbrot Maß»
Klamottenkutscher Knochenmühle b0. stab 1:100 000
51. Knochensammler 59. Leite 54.
Klampenbezüge b3. Knochenschuster b3. Kommißbrot»
Klappe 13. Knüppel 30, 34. schminke 54.
Klappern 5b. Knüppeldamm 35. Kommißchristus 83.
Klarschippen bb. Knüppelmusik 30. Kommißeisen 11.
Klauenhülsen 10. knusprig 88. Kommißhose 91.
Klaukasten 8. Kochgeschirr» Kommißschinken 5b.
Klavierspieler 51. aspiranten 54, b8. Kompagnie»
Kleider machen — Kochgeschirr» schwung 30.
räuse 81. aspiranten weg» Kondoristen bb.
Kleine 85. treten lassen 55. Konfirmations»
Kleine Mörser» Köchin 38. Hose 10.
knechte 4b. Kochtöppe 43. konfirmierter
Kleiner Medizin» Kognaklotte b4. Obermaat b4.
mann 58. Kohldampfabivehr» Konkarde 49. 7b.
Kleiner Russe 80. kanone 53. Konservenbüchse b3.
Kleinholz machen 14. Kohldampfauto 53. Konservenmusik 33.
Klimbim 30. Kohldampfschieber Korsett 12.
Klimmzug machen 52. Kosakendroschke 43.
53. Kohlenkästen 45. Kostgänger 80.
kloppen, Griffe 7b. Kohlenkeller 22. Kotzbalken 38.

102
Kraftfahrerkraft» Küchenponnu 53. Laß mich mal
ausdrücke 32. Kugelspritze bb, 70. durchs Lcheren»
Kraftwebel 48. Kuhfuß 9. 23. fernrohr sehen 11.
Krautmesser 10, 75. Kuhfuß ans Herz Lateiner 30.
Krax 83. drücken 78. Laternenanzünder
Krematorium 12. Kulis b3. 2b.
Kreuz»Lchmerzen kurz angebundene Latrinenbefehl8,88.
49. aufgeblasene Latrinenparolen 9.
Krieger» Konkurrenz 1b. Latschen 32.
verbandsfest b0. Kurzer Gustav 43. Latschen laufen, auf
Kriegrichsruh 88. Kuschä 13. 32.
Kriegsfreiwilliger Kusine 8. 11. Latte 10. 33.
42. Latte bekommen 33.
Kriegsfreiwilliger, Labskausknüttel bb. Latten 75.
ruMcher 80. Labskausorden bb. Laubfrosch 27.
Krieg5l)ut 10. Lade 3b. läuft seinen Pro»
Kriegskotelett 5b. Laden b1. peller nicht wund
Kriegsmagen» Laden aufmachen 1b.
schmiere 54. bl, 78. Laura 9.
Kriegsmut» Lage 71. Läuse, Kleider
williger 47. Lakenpatscher 2b. machen — 81.
Kriegsteilnchmer25. Lakritzenfähnrichbb. Lauseallee 81.
Kriegsblinder 10. Landbriefträger» Lauseabwehr»
Kringeldoktor 58. socke 88. kanone 80.
Krokodilfleisch 55, Landmesser 2b. Läusefänger 81.
75. Landser 2b. Lausekrematorium
Kronprinzen» Landstrich 2b. 79.
butter 54. Landstromer 48. lausig Dämpfe
Kröte 41. Landsturmbutter54. schieben 53.
Krötenspieß 10. Landsturm» Lausoleum 79.
Krötenstecher 10. schwester b0. Lazarettfähnrich58.
Kruppscher Walzer Landwehrläuse 80. Lazäiettkolben 78.
b2. Langhang 13. Q.L. 51.
Kübel 78, 92. lange Max 41. Lebensmittel«
Küchenbulle 30. lange Lchorsch 4!. diktator 28.
Küchenoragoner 70. Längsliegehang b4. Lebensoerlänge»
Küchenhengst 30. Langschäfter 10. rungsschmiere 54.

103
Leberwurst lb. Luft ist zu Hause Marinegeheimnis
Lefranz 83. nicht so eisen» b7.
Lehm kratzen 9. haltig 9. Markus, Der 48.
Lehm schmeißen 9. Luftomnibus 45. Marmelade 8, 54.
Lehm und Ltroh 5b. Luftschiff ,3. Marmelade-
Lehrjunge schießt 42. Lulu 19, 44, 71. kommando 48.
Leiber 74. Lümpchen 9. Marmeladeneimer
Leibschüsselhusar 74. Lustige Aufschriften b7.
20. Marmelade»
Leichenheinrich 59.
Lutschknochen 11. Werke 50.
Leichentuch 12.
Mariner 84.
Leichenwagen»
Machen wirl 50. Marinier»Werke
bremser 25.
Mach' kee Faß uffl 50.
leichteünfanteri«81.
78. Marschierlangsam
Leisetreter 4b.
Mach' kee Laden 80.
Leithammel 29. Marsstangen»
uffl 78.
Lesestange 88. Mädchens Traum schmiere bb.
Leuchthusaren 27. 8b. Masern lb.
Die Leute mit dem madiger Bruder 77. Matrosenei b7.
Taschenfeuerzeug Magenbeton 55. Maulkorb 11.
43. Magenbremse 10. Maulschuster b0.
Leutnants» Mage-nfüllkarre 53. Maultrommel 71.
gefreiter 28. Mähmaschine 42. Maulwurf 27,44,71.
Liebesgaben 27. Maikäfer 9. Mawarzachiten 31.
Liebesgaben» m^IKeur äs e»a.ns Max 77.
onkel 27. 88. Maxe 8.
Liebesgabenpaket» Malheur» Max und Moritz 43.
austausch 43. Klumpen 7. Max zuppt 77.
Liebesgaben» Mann im Lchützen» Medizinmann b3.
zigarren 22. graben, Der 7. Meerschweinchenbb.
Liebesgramzigarre Männe 39. Meerzwiebel b7.
38. 49. Männer»Gesang» Meester 29.
liebliche kleine Berein 51. Mehlsack 28.
Dingerchen 80. Manschettenknöpfe Mehlwurm 28.
Lipsius b3. 5b. mei' Alte 85.
Luftchauffeur 15. Mariechen auf Melkkübel 73.
Luftgendarm 14. Hocken 43. Messina 49.
Luftgurke 1b. Marinefluchzeugbb. Mett»Wurst 50.

,0^
Mvttwurstmajor 28. mobiles Feldkaffee Na. da ist doch
U.tt.X. 51. 75. wieder einer auf'n
Mieo b7. Modell 85. Teppich gefallen
Mieobeutel b5. Molkereibesitzer 88. 4b.
Mievquirle b7. Molle ,4. Nächtchen machen,
Milch entnommen ^l«U8isur 15. Ein 35.
24. Mord»Gesellen» Nächtchen riskieren,
Militärfett 54. Klub 51. Ein 35.
Millimeterklub 29. Morgen kommt der Nachtenbummler79.
Mimiker b3. König 12. Nachtigall 34.
Minengängel 78. Nachtlicht 27.
Morgen kommt der
Minen»Tango 9. Nachtwächter 28.
Kaiser 12.
Minen»Zauber 9. Nagelmaschine 42.
Morjen 75.
Minierhöhle b0. Nähmaschinen»
Mörser b0. abteilung 42, 71.
Mmiersenf 54. Moskali 18. Naplü 15, 49.
Mmierschweiß» Motormörder 48. Nasenwärmer39,71.
tropfen 78. Mottenheinrich 7b. Nasser Ltift 30.
Minister des ünnern Mückentöter 39. Naturalia 87.
2».
Mudra»Fett 54. Navigator b3.
Minna 9. Necknamen 25.
Minuten, fünf, Mundhobel 11.
Mulibatterie 75. Negerschweiß 57.
Garde 77. Neuschrapnell 49.
Mistkäfer 30. Mulle ,3.
Müllerfloh b5, 81. Neutraler 4b.
Mistkutscher 25. Neoermindsgast b5.
Mitesser 80. Müllprahm b2.
Nichtraucher bb.
Mit jemandem ab» Nlünbungsdeckel31. Nicht stubenrein 1b.
fahren 3b. Mündungs» Niemand schlägt
Mit üod für König kappe 10. uns 51.
undBaterl<md59. Muschkeln 34. Nikoläus« 80.
Mittelurlaub 3b. Museums» Nimmt Druckpunkt
Mit vierteljähr» droschke 42. b4.
licher Kündigung Muskeltier 48. N.8.I7. 51.
38. Musspritzen 42. Nur im Freien 38.
Möbelwagen 14, lb, Musterkoffer 45.
50, 71. Mutter Gottes» Obermedizinalrat
Mobil, Rußland Kompagnie 51. 74.
macht 80. «.'W. 50. Obermehlwurm 28.

105
Oberseeligmachers» Ostpreußischer Personalböen 14.
maat 84. Maitrank 57. Petri Bericht»
Oberverdacht» Otto fährt auf erstatter 83.
schöpfer 28. Urlaub 42. Petrus 38.
Oderkähne 10. Pfeffer, gibt 45.
Offensiocreme 54. Pack 15, 51. Pfeifendeckel 75.
Offenswhelme 10. Packträger 2b. Pfifferlinge 9.
Offmsiomus 54. Packzug 15, 51. Pflasterkasten 59.
Offizierspflanze 28. Paketpost 27. Pflasterschmierer
Offizier» Palaver machen b5. 7b.
Portemonnaie 47. Panje 18. PfundpaKet 42.
Offizier» Panje»Bett 18. Pickel 27.
stellmacher 47. Panje»Brot 18. Pickt Erbsen 15.
0.U. 50. Panje»Eier 18. Pickelgriiber 27.
O»Hegen 77. Panje»Frau 18.
Pickelhaube 10, 7b.
0 Heimat»3and 50. Panje»Haus 18.
Picken 53.
0.Ü.I.. 50. Panje»Kinder 18.
Panje»AIilch 18. Picknapf 53.
Ohlala 18. Pickus 53.
Oldenburger Panje»Pferd 18.
Panje RuM 18. Pillendreher b5.
Ananas b4. Pillenkuli 59.
Oldenburger Panje»Wagen 18.
Panzerkulis b5. Pillenulan 59.
5üdfrüchte b4. Pinnaßschornsteill
Qlkadett b3. Papa 58.
Papiergeneral 28. b5.
Ölkannen» Pisang 19.
Papierkorb 34.
schwenker b4. Pistole 57.
Pappendeckel 74.
Olle Klamotte 14.
Pappser 2b. Pitschmann 19.
Oller Pott b2. Plätteisen bb.
Paradies»
ülprinz b3, b4. kutscher 83. Platten b5.
Qlsardine 14. Parfumflasche 88. Platte ruppen, eine
Onkel 29. Parlewuh 19. 35.
Onkel Heinrich 50. Parterre» Plattfüße 32.
Onkel Pitsch 19. akrobaten 15. Platzbüchsen 4b.
Operngucker b7. Passagiere, blinde Plempe 10.
Ordenschnalle b4. 80. Polinten 9.
Ordonnanz 73. Pättcher 9. Polizeifinger 55, 75.
Ostereier 15. Pemstel 74. Ponnu 34.
Österreichisch 75. Pennt b4. Portemonnaie 24.

106
Portemonnaie» Quakquak 27. Reisekoffer 14, 71.
Heinrich 47. Qualmtute 10. Reisemarsch 33.
Portionen» Quartierboletten Reiseonkels 42.
handlanger 59. 49. Reiseprediger 42.
Porzellanhose 3b. Quastl 7b. reitender Laternen»
Porzellanjacke 3b. Quatschen 78. anzünder 2b.
Posten klammern, Quatschkasten 27. Reizender Käfer 51.
auf 78. Quersack 1b. Religion«» '
Potacken 55. Quetschkasten 11. schuppen 84.
Pöteterle 39. Quittungen fürs Rennbube 29.
Pralinees 43. Proviantamt 88. restlos verbraucht
Prämüerungs» 15.
minister 28. Revolverschnauze
Raatscher 4b.
Preußisch 7b. 42.
Raben 19.
Priemladen 57. Rheumatismus»
Radauede 43.
Proviantamts» abwehrkanonebo.
Radfahrer b7.
kugeln 55. Rin in den Papier»
Proviantamts» Rammelbock 27.
Rasseln 13. korbl 34.
kügelchen b4. Rippe 11.
Prügel schutzen 74. Ratsch»Bumm 44,
73. N.T. 51.
Psalm b9, Bers 3 rollen 13.
5eite 20. Rutscher 44, 73.
Rattenfänger 10. Rolling b5.
Psalmenkomiker84.
Rattenvater 29. Rollwagen 45.
Pulle mit Lprit
Rebekka 50. Römer 27.
23. 48.
K.N.L.X. 50. Römerdeckel 11.
Pulverkopp 2b.
Rechenmacher 7b. Röntgenfutteral b5.
Pulversack 2b.
Rechtsum 75. Rooch»du»se 37.
Pumper 2b.
Pumpser 2b. Reform»Kors°tt12. Rosenkranzhusar84.
Puppe 85. Regenwürmer 53. Rosette 88.
Puppchen I.. V. (3. Rchkovp 48. Rote Gefahr 25.
14. Reichsbiene, Rotzkocher 39.
Purrlejäger 14. russische 80. Rübengeneral 29.
Putzbrettl 74. Reichsfett 54. Rückenwind 15.
Putzfrau b0. Reichskäfer, Rückgrat aus»
Putzfleck 75. russische 80. schnauben 88.
Reichskraftfutter Ruhepunkt im Lol»
Quadratlatschen 10. 54. datenleben 88.

107
Rülpskirschen 54. Lchaumschläger 28. Lchlamm 57, 77.
Rumfutsch 5b. Lcheibe abschneiden, Lchlämmen 57.
Rundhölzer 12. eine 8. Lchlammkübel 57,
Rüsse 30. Lcheibling 57, 74. 77.
Russe, kleiner 8o. Lcheibling inha» Lchlangenbändiger
Rüsselschaber 28. lieren 57, 74. 58.
Russische Lcheiblings» Lchlangendoktor58.
Reichsbiene 79. Inspektor 74. Lchlangenmenschen
Russischer Kriegs» Lcheintoter August 58.
freiwilliger 8o. 4b. Lchlanke Emma
Russischer Lcheinwerfer 27, 89. 23, 41.
Reichskäfer 80. Lcherenfernrohr Lchlappermentstaa
Rußki 18. 11, 71. 3b, 75.
Rußland macht Lchersant 48. Lchleicher b3.
mobill 8o. Lcheuerprahm b2. Lchleichmarie 43.
Lchicks 85. Lchleichpatrouille
Laalkühne 10. Lchieber 27. 59. 80.
Lächser 7b. Lchiebestulle 55. Lchleifstein 71.
üächsisch 7b. Lchiebung 53. Lchlepper <0.29,7b.
5aftmauken 88. Lchießbaumwolle Lchlickhacken b5.
Lägespüne 5b. 5b. Lchlickrutscher b2.
Lalonbruch 15. Lchießeisen 9. Lchlicktaun b5.
Lalonschuß bl. Lchießprügel 9. Lchlitten b2.
Lalzschlecker 27. Lchießt er an Lchlorren b2.
Landhase 2b. Land b3. Lchlummervater 30.
5anfterHeinrich57. Lchiff 8. Lchlunz b5. 71.
bargncigel 38. Lchifferklavier 11. Lchmadding b7.
Lcmrer RIops 5b. Lchildkröt« 42. Lchmalzersatz 77.
baures gegeben 13. Lchillers Glocke 37. Lchmalzkanon« 4b.
öausende Wöbel» Lchindelnägel 55. Lchmiede 53.
Wagen 51. Lchinkensteg 53. Lchmuckkästchen 1 1 .
Lauzahn 39. Lchippanowski 27. schmusm 77.
Lchachaufgabe 38. Lchipper 2b. Lchmuser 77.
Lchalamachei 1 1. Lchipprich 29. Lchnapser 30, 74.
5chang 18. Lchlafmützen 48. Lchnauzen»
Lchanzzeug 52. Lchlafrock 10. maurer b0.
bchanzzeug raus 53. Lchlafschlauch b3. Lchnauzen»
schaukeln 14. Lchlag voll 78. Monteur 27.

108
5chnauze vorge» Lchützengraben» Leelenspeisefassen84
schuht, die b0. Pompadour 12. Leelenvermuste»
Lchneeballen» Lchützengraben» rung5kommissar83
schlacht 9. verdächtig 59, bl. LeemannsKamm bb.
Lchneeschöpfer 27. Lchwabbersmaat Leeschl<»chter bb.
schneid' dir man nich b5. Leetörn b5.
in die Finger 8. Lchwalangscher 74. Lekt in Avil 57.
Lchnell 48. Lchwalbenvater 14. 5ektproppen 44.
Lchnelles Mädchen Lchwarte 85. selchen 40, 7b.
48. Lchwartemagen 1b, 5elcher 40, 7b.
Lchnell»Läufer 80. 72, 74. Lemmeltechniker31.
Lchnellsohlerei 42. Lchwarze 19, 85. nsmpsr llli«iuicl
üchnickel 2b. LchwarzeLau43,72. Iiusrot 9.
schnieben 13, 77. Lchwarze5 Biest 45. Lense 11.
Lchnitzer 10. jLlchwarzkünstler b3. Lerbkes 19.
Lchnuffelrutsch 11.
Lchwebebahn 45. Liegellackbeine 12.
Lchnurhaben,die47.
schwegen 13. Liegellackbüxen 12.
Lchnutenorgel 11.
schweinerner Mar» Li« sitzen wieder an
Lchokoladendora
mor 54, 74. der Nähmaschine
64.
Lchokoladezug 75. Lchweineschlachten 42.
schönes Element 85. 1b. Lingender
Lchweineschnauze11. Hermann 43.
Lchrapnell 48.
üchrapnellkugeln Lchwellenhopser 55. 8.N.^. 51.
55. Lchwellenträger 27. Lnutenorgel 11.
Lchrapnells, B. Z. Lchwenker 30, 72. Lofort Hebamme
43. Lchwenker hersenden 3b.
Lchrapnellsuppe 55. bekommen 77. Lohlenschoner 2b.
Lchreffenbeth 8b. Lchwere, der 28. Loldatenchristu5 83.
Lchubkartillerist 27. Lchweres Geschütz Lodatenhomg b1.
Lchuhe haben, ,die47 in Llellung brin» Loldatenkuchen 5b.
Lchuster 42, 5b. gen 88. Loldaten»
Lchusterschemel 4b. Lchwimmling 53. schokolade 39.
Lchützengraben 38. Lchwitzloch 49. Lommerfrische 35.
Lchützengraben» Lchwung 53. Lonnenuhr 57.
forelle 54. Leedull b3. Lo viel Liebe— und
Lchützengraben» Leelenentlauser 84. kein Mädel 8b.
klavier 11. Leelenmassage 84. Lpangerl 39, 7b.

103
Lpatz 10, 30,53, b4, stiften gchen 15. Takelt sich auf b3.
72. Ltinkbolzen 38. Taktak 42.
Lpätzündung 32. Ltinkhaube 11. Tambour 54.
Lpeckdeckel 10. Ltinkwiesel 44. Tank bb.
Lpeckerbsenbatterie Ltocher b3. Tanzschleife 13.
53. Ltoffel ,5. 51. Tapferkeits»
Lpeckfahrer 25. 8t. 0. 5. 51.. 51. butter 54.
Lpeckkopf 30. Ltolzer Heinrich 55. Taschenkrebs 42.
Lpeckschneider b7. Ltooker b3. Taschenmesser 11.
Lperlinge 30. btopsler 74. Taschenmitrailleuse
Lperlingsheim 49. Ltotterelse 41. 11.
bpielmöpse 30. Ltotterkasten 42. Taube 14.
Lpieß 10, 29. Ltottertante 42. Tausenbgulden»
Ltraße kitzeln.die 34 schuß 75.
Lpießen b1.
Ltreichler 59. Teelöffel 22.
Lpinne 29.
Ltreichmusik 34. Teppichklopfer 42.
LpiritusKocher 78. Ltreußelkuchen 5b. Teufelsabwehr«
Lpitzerle 4b, 7b. Ltrippenzieher 27. kanone 83.
Lplint 10. Ltrohsack 1b. Theaterzigarre 39.
Lprengstücke 5b. Ltrom 8b. Thors Hammer 42.
Lpringböcke 43. Ltrunk 38, 78. Tietz 30.
Lprüch' machen 73. Ltubenältester im Tiktak 47.
Lpulwurm 58. Massengrab 12. Tintenfisch 29, b4.
Lpund 30. stubenrein 18. Tintenkuli b4.
Ltäbchen 39, 78. Lturmhut 10. Tintenspion 30, 72.
ötacheldraht 55. Lturmmus 54. tippeln 8.
Ltahl» und Elsen» Luppenpott 10, 73. Tippmamsell 50, 42.
bad West 8. Sündenabwehr» töffen 32.
LtiinKer 88. kanone 83, 84. TomiW 18.
Starkasten 7. Lündenabwehr» Tommy schmeißt mit
Stauen b4. mörser 83. Tollkirschen 44.
Ltecklbub 74. Lündenabwehr» Tonhalle 88.
Steinklopfer 42. Patrouille 83. Torf b4.
Stelzen 12. Lüßwasseradmi» Torpedieren 59.
Lternenkucker 2b. rale 27. Totengräber von
Sternwarten 12. der Lchippe ge»
Ltielgranate b0. "l. 51. hopst, dem 12.
Stift 30. Tabak 23. Totenhemd 59.

1l0
Totenschein 12. Überrock 10. verkarlen 23.
Toter öude 5b. Uhrmacher b7. verknackt 77.
Trämbcken 35 Umgekippter Ober» Berkohlt 77.
Trcmspirierpedale maat b4. Berkohlen 72, 9! .
88. Ungebildeter Land» Berkohlungs»
Trichinenbeschauer sturm, o weh, 48. termin 77.
2b. Universalkommode, Berlängerter
Trittchen 10. 10. Gänsebraten mit
Trittling 10. Unser Brotherr 28. Loldaten»
Trockendock bb. Unsere lieben Feld» champignons 53.
Trockenen Hanf grauen 79. oermorgen»
kauen 5b. Unseres lieben ländern 15.
Trockenen Karo Herrgotts Kut» verpatzt <3.
schieben 5b. scher 83. Bersuchssoldaten25.
Trockenen Karo Unteroffiziersaspi» Better 29.
verdrücken 5b. rant 30. Bierter Gang 32.
Trockene Oskar 5b. UnterstandlMarke Billa Feldgrau 21.
trockenes Polster 37. Billa Rauch 21.
schieben, ein 5b. Unterseeboote mit Billa Lorgenfrei 21.
Trog 13. Handgranaten 53. Billa Windig 22.
Trommeljunge 30. Bize 29.
Trudelbecher 10. BadderLeemannbb Bizespiß 29.
Truppen»Berschie» Bater Philipp 3b. Bollgas geben 32.
bungen 80. Beilchen 25. Bom Ersten zum
Tschühü 75. Beilchenhusaren 25. Diner eingeladen
I'»träger 51. Berblühe 78. b3.
Tulemong 19. Berdraßtes Zünd» Borderflosse 12.
Hütchen b3. vorne flimmert's 13.
Tulpe 10.
Berdrußkoffer 10. Borpostenfett 54.
Tümmler b7.
Bereinsabzsichen13. Borpostenknäller 35
Turkotöter 38.
verfranzen 23. Borpostenzigarre38
Twistlappenakrobat
vergipst 77.
b3.
Bergiß nur die Wach» und Lchlaf»
Kusine nicht l 7. gesellschaft 30.
U»Boot 9. ,3, b0, Bergnügnngs» Wadenkneiper 9.
72. dampfer b4, 8b. Waffenkater 28.
libergemeiner bb. Berkannt werden Wagenschieber 27.
Überläufer 80. 3b. Walfisch ,4.

lll
Walroß HZ. witten 78. Ziehjalie 39.
wammsen 77. Wochenbett» Ziehjarre 39.
Wanderzirkusse 42. fuppen 55. Zielwafser 57.
Wand wackelt 78. Wolf am Aus» Zigaro 39.
Wannseefähnriche puffrohr lb. Zigarre bekommen,
27. Wolkendroschke 14. eine 39.
Wannfee» Wolkenkratzer 14. Zigarren»
korsaren 27. Wonnekleister 54. fabrikant 39.
Warschau b7. Wonnenberg 85. Zigarrenkiste 3b.
Wasferfloh b2. Woran hakt das?b5 Zimmerstutzen 11.
Wafferratte 27, 72. Wucht 53. Zinken 34.
Wauwau 4b, 7b. wuchten 78. Zipfelhauben 10,74
Wauwau» Wühlmaus 44. Zirkus Lalvarfani
leutnant 29. Wulewuh 19. 8b.
Weißer Kirchhofs» WürmchendoKtor58 Zivilkürafsiere 27.
spargel 39. Würste Zosfen 54. b2.
Wellblechhofs1 5, 48 heraushängen 1b. Zuaffen 19, 49.
Werftgranties b5. Würstelberger 48. Zug 53.
Werftliegezeit bb. Württemberglsch78. Zug mit Bagcg? 80.
Wer 'nen Lpaten Zuppen 77.
hat, braucht für «»hegen 77. zur Wonne der
den Lchutt nicht Gattin 51.
zu sorgen 49. Iatagan 10, 75. 2.^. V.O. 51.
Wichsbürste 42. Zweiter Gang 32.
Wichser 72. Zacherlzug 75. Zwei» und Vrei»
Wickelgamaschen Zahmer heutiges b8.
53. Engländer 4b. Zweiund»
Wickelkind b0. Zahnathleten b0. vierziger bO.
Wigwam b3. Zähne b3. zwei Wochen dürf»
wilde Hummeln 8. Zahnschlofser b0. ten genügen 51.
Wimmerkürbis 11. Zahnstocher 75, 7b. Zwieback»
Windfang 10. Zaster 3b. kutscher 25.
Windhund 45. Zeitig untaugliche. Zwiebelkutscher 25.
windige Ecke, zugige Zeppelin b3. Zwirnsrollen 78.
Ecke 7. Zichorie 39. Zwischen»
windiger Winkel 7. Ziegeldecker 2b. oeckstiger b3.
Wirbeltier 30. Ziehharmonika 8. Zwölfzöllige b4.
Wischer 73. Zielmunition 5b. Zulinder 10. 32.

112
"lo 2vo!6 «ne, tkig book «Koul6 de rewrneH «n
c>r betöre tke 62W I»8t zt^mpeä belov
„Die Trnp
z! erhalten w
Unter hin
in« ?

pol? l^sl-: il>l

8^^?0^O Z^mj?äpf^

2
die V
Lustige V
au« dem
von Veo
«3llustri
Trier u.
AM fa
Tite

H. Zille, ^
Em Kunstler»Album m!»
27 original» ^eichnun«'
Künstler«. Prei« ie
wurf de« Kü'nl»
Zu beziehen du-

(Vr. 3>'
Das erfolgreichste nnd lnstigste Kriegsbuch.

I, Teil. 5l. bis b0. Tausend. II, Teil. 1b. bis 20. Tausend.

Mluschla Vraul gelibbtes!


(9. ^ochstetfers fchnell berühmt gewordene
Briefe aus Debberitz
von Iwan KoZaK gefangenes
2 Bündchen. Mit köstlichen Text» und bunten Titelbildern
von Walter Trier
Preis jeden Bündchens ll Mark
Ver Inhalt der beiden originell ausgestatteten Bandchen hat ^ nach vielfachen
Zuschriften an Berlag und Autor ^ oft wahre Lachsalven in den Lchützenariiben
hervorgerufen. Per urkomische Text wird in Berbindung mit den drastischen
Bildern Walter Triers auch ferner überall, daheim sowohl wie an der Front
willkommene, von schallender Heiterkeit begleitete Unterhaltnng bieten.
: Zu beziehen durch alle Buchhandlungen
Verlag der Luftigen Blätter (Dr.Gysler N Go.) G.m.b.H.
Verlin SW «8, Markgrafenstr. 77

Bewerten