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Berlin, den 25.10.

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Senapati Sri Krishnamurti (389532)

Gruppennr.: 12

Wochentag: Donnerstag

Tutor: Aiko Campbell

TK 2: MESSUNSICHERHEIT UND STATISTIK


In diesem Experiment wird die Verteilung von Stichproben in einem chaotischen System
untersucht. Dies ist bei einem Galton-Fallbrett untersucht worden. Die Verteilung wird als
Gaußverteilung genannt.
Die durchgeführten Versuche sind:

 2.1 Grundversuche mit dem Galton-Fallbrett (1/2)


 2.2 Standardabweichung und Vertrauensbereich (1/2)

INHALTSVERZEICHNIS

1
1 MESSBLÄTTER 3
2 RELEVANTE FORMELN 7
3 AUSWERTUNG 8
3.1 Grundversuche mit dem Galton-Fallbrett (1/2) 8
3.1.1 Reproduzierbarkeit von Zufallsverteilungen8
3.1.2 Verteilung für kleine Stichproben 8
3.1.3 Stichproben großen Umfangs 8
3.2 Standartabweichung und Vertrauensbereich 9
3.2.1 Messungen mit 10 Kugeln
3.2.1.1 Zur Unsicherheit des Messwertes 9
3.2.1.2 Zur Unsicherheit der Fehlerangabe 10
3.2.1.3 Fehler des Mittelwertes 10
3.2.1.4 Vertrauensbereich 10

3.2.2 Messungen mit ca. 70 Kugeln 10


3.2.3 Messungen mit ca. 2000 Kugeln 12
4 ZUSAMMENFASSUNG 13
5 LITERATUR 14

1 MESSBLÄTTER

2
3
4
5
6
2 Relevante Formeln
Mittelwert:
n
1
x́= ∑ x i
n i=1

Standardabweichung:


n
1
s= ∑
n−1 i=1
(x i− x́ )2

Mittlerer quadratischer Fehler:


s
M =¿
√n
s¿
n =die Anzahl der Stichproben

7
3 AUSWERTUNG
3.1 Grundversuche mit dem Galton-Fallbrett (1/2)
3.1.1 Reproduzierbarkeit von Zufallsverteilungen
Die Darstellung des Aufbaus des Galton-Fallbretts ergibt sich auf der Seite 3 auf dem
Messblatt. Im Galton-Fallbrett befinden sich ca. 2000 Kugeln ( n ≈ 2000 ) in dessen
Oberfach. Das Galton Fallbrett wird senkrecht abgestellt. Man zieht den Absperrschieber und
lässt die Kugeln runterfallen. Danach stoßen die Kugeln auf den Prallstiften und werden nach
links oder rechts abgelenkt. Folglich nimmt jede Kugel unterschiedlichen Weg zu den
Klassenfächern. Die Säulenhöhen werden dann auf einem Transparentpapierbogen markiert.
Dann formen sich die Säulenhöhen nach der Gaußverteilung. Zum Vergleichen wird die
Gaußkurve auf dem Transparentpapierbogen in Gelb eingezeichnet. Der
Transparentpapierbogen ist an diesem Protokollpapier mitgeklebt. Dieser Versuch wurde
dreimal durchgeführt.

3.1.2 Verteilung für kleine Stichproben


In diesem Teilversuch trennt man im Unterfach des Brettes etwa zehn Kugeln (
n ≈ 10 ) ab und lässt sie fallen. Die Besetzungszählen in den einzelnen Klassen n j
werden ausgezählt. Dann wird dieser Versuch viermal durchgeführt. Die Besetzungszählen
werden in einer Tabelle auf der Seite 4 eingetragen. Zur Untersuchung der statistischen
Schwankungen wird ein Histogramm mit allen vier Versuchen erstellt.

Die Verteilung der Kugeln bei n=10


6

5
Die Besetzungszählen

0
-6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6
Die Klassen

Vers uch 1 Vers uch 2 Vers uch 3 Vers uch 4

Abbildung 1: Die Verteilung der Kugeln in geringer Anzahl ( n ≈ 10 )

3.1.3 Stichproben großen Umfangs


Man lässt wieder die Gesamtheit der Kugeln ( n ≈ 2000 ) senkrecht fallen. Dann
werden die Säulenhöhen der einzelnen Klasse auf einem neuen Messblatt markieren. Auf
dem Messblatt wird eine ausgleichende Glockenkurve eingezeichnet und die etwa 70% der

8
Messwerte umfassende Fläche grob abgeschätzt und schraffiert. Das Messblatt ist ein
Transparentpapierbogen, das an diesem Protokoll mitgeklebt wird.

3.2 Standartabweichung und Vertrauensbereich


Die statistischen Gesetze sind durch das Abrollen der Kugeln über eine schiefe Ebene
nachzuprüfen. Der Fehler, das in dem senkrecht aufgestellten Galton-Fallbrett auftritt, kann
durch die geneigte Aufstellung des Galton- Fallbretts vermieden werden.

3.2.1 Messungen mit 10 Kugeln


Zehn Kugeln werden im Unterfach abgetrennt. Man lässt dann die Kugeln im geneigt
aufgestellten Galton-Fallbrett rollen. Das Abrollen der Kugeln wird viermal durchgeführt. Die
Besetzungszahlen der einzelnen Klassen werden gezählt und in der folgenden Tabelle
eingetragen.

Tabelle 1: Die Messwerte von Messungen mit 10 Kugeln in geneigtem Fallbrett.


Zur Berechnung des Fehlers wird angenommen:

v i2=( x i− x́)2 ≈ xi2

Folgendermaßen betrachten wir die Unsicherheit des Messwertes und der


Fehlerangabe getrennt:
3.2.1.1 Zur Unsicherheit des Messwertes

Zuerst muss der Mittelwert ( x́ ) von den Einzelmessungen ( x́ l ) berechnet


werden:
4
1
x́= ∑ x́
4 l=1 l
1
¿ ( 0,60+0,30−0,50+0,50 )
4
¿ 0,23

9
Man sieht also, dass die Mittelwerte von verschiedenen Messreihen eine Streuung
zeigen. Die Einzelmessungen in der Tabelle 1 ( x́ l ) streuen um den Mittelwert ( x́ ).
Wenn man dann unendlich viele Messungen n=∞ durchgeführt hat, streuen die
Messungen um den wahren Wert μ=0
3.2.1.2 Zur Unsicherheit der Fehlerangabe
Folgendermaßen wird der Mittelwert der Standardabweichungen berechnet:
4
1
ś= ∑s
4 l=1 l
1
¿ (1,30+1,00+1,53+1,29)
4
¿ 1,28

Theoretisch wird der wahre Wert ( σ ) von der Standardabweichung erhalten, wenn
man bis unendlich Messungen n=∞ durchführt.
3.2.1.3 Fehler des Mittelwertes
Es wird der quadratische Fehler zur Untersuchung des Vertrauensbereichs berechnet:

∆ x=s M = ś / √ n

= 1,28/ √ 10 = 0,40
3.2.1.4 Vertrauensbereich
Es wird für die 4 Mittelwerte die Vertrauensbereichsgrenze angegeben:
x́ 1 ± ∆ x 0,6 ± 0,40
x́ 2 ± ∆ x 0,3 ± 0,40
x́ 3 ± ∆ x -0,5 ± 0,40
x́ 4 ± ∆ x 0,5 ± 0,40
Tabelle 2: Die Vertrauensbereiche in den 4 Mittelwerten.

Der wahre Wert x=0 liegt im Vertrauensbereich nur beim Messwert ( x́ 2 ± ∆ x ).

3.2.2 Messungen mit ca. 70 Kugeln


Im geneigten Brett werden ca. 70 Kugel im Unterfach abgetrennt. Dann lässt man die
Kugeln rollen. Darüber hinaus sind die Besetzungszählen ( n j ) in den einzelnen Klassen
x j = -6 , … ,+6 auszuzählen und zu notieren. Die Besetzungszählen sind in der
darauffolgenden Tabelle eingetragen.

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Tabelle 3: Wurf mit ca. 70 Kugeln
Der Mittelwert der Messwerte ist dann:
70
1
x́= ∑ x j n j
70 j=1

= 2/70= 0,03
Zur Fehlerberechnung wird die Standardabweichung berechnet:


6
1
s=
n−1
∑ n j . v j2
j=−6

√ 1
69
(25,29+81,15+ 36,69+ 16,46+12,70+0,01+12,27+ 46,64+26,49+31,54 +24,72)

= √ 4,55
= 2,13

Wenn man die Standardabweichung der 70 Kugeln ( s 70 ) mit der Standardabweichung der
10 Kugeln ( s 10 ) vergleicht, sieht man, dass der Differenz zwischen den
Standardabweichungen gleich ist s 70 ≈ s10 . Allerdings ist die Standardabweichung der 70
Kugeln ( s 70 ) größer.

Man berechnet dann den mittleren quadratischen Fehler

∆ x=s M =s / √ n

=2,13/ √ 70=¿ 0,25


Dann kann der Vertrauensbereich so formuliert:
x́❑ ± ∆ x = 0,03 ± 0,25

Das heißt der „wahre Wert“ x= 0 liegt im Vertrauensbereich wegen der größeren Anzahl der
Kugeln.

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3.2.2 Messungen mit ca. 2000 Kugeln
Im geneigten Brett lässt man die Gesamtheit der Kugeln abrollen. Dann werden die
Säulenhöhen der einzelnen Klassen gemessen. Die Messdaten werden in folgender Tabelle
eingetragen:

Tabelle 4: Wurf mit ca. 2000 Kugeln


Danach wird die Anzahl nochmal berechnet, um sicherzustellen:

∑ n j=1819
Zur Fehlerrechnung wird der Mittelwert benötigt. Die Berechnung sieht folgendermaßen so
aus:
6
1
x́=
n
∑ x j nj
j=−6

1
= .−131,25
1819
= -0,07
Letztendlich kann die Standardabweichung bestimmt werden.


6
1
s=
n−1
∑ nj vj
j=−6

= √ 7,31
= 2,70
Im Vergleich mit den anderen 2 Standardabweichungen sieht man, dass die
Standardabweichung der ca. 2000 Kugeln ( s 2000 ) größer ist als die anderen. Aber es wird
noch eine gewisse Übereinstimmung gezeigt.
Man berechnet dann den mittleren quadratischen Fehler ( ∆ x )

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∆ x=s M =s / √ n

=2,70/ √ 2000=¿ 0,06


Dann kann der Vertrauensbereich der Verteilung von 2000 Kugeln bestimmt werden.
x́ ± ∆ x=¿ -0,07 ± 0,06

Man sieht dann, dass der „wahre Wert“ x=0 nicht im Vertrauensbereich mit der
Wahrscheinlichkeit von achtundsechzig Prozent ( P=68 ) liegt. Deswegen betrachten wir
noch die Vertrauensbereiche mit höherer Wahrscheinlichkeit ( P=95 ; P=99,7 ¿ . Diese
Vertrauensbereiche werden in folgender Tabelle eingetragen:
P=95 ( x́ ±2 ∆ x ) -0,07 ± 0,12
P=99,7 ( x́ ±3 ∆ x ) -0,07 ± 0,18
Tabelle 5: Die Vertrauensbereiche der Verteilung von ca. 2000 Kugeln in unterschiedlichen
Wahrscheinlichkeiten
Es wird dann festgestellt, dass der „wahre Wert“ x=0 im Vertrauensberiech liegt bei den
höheren Wahrscheinlichkeiten ( P=95 ; 99,7 ¿

4 ZUSAMMENFASSUNG
Aus den Ergebnissen wird festgestellt, dass man bessere Verteilungen im geneigten Galton-
Fallbrett erhaltet als im senkrecht aufgestellten Galton-Brett. Das kann man besonders bei
den Messungen der 10 Kugeln sehen. Im senkrecht aufgestellten Fallbrett ist die statistischen

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Schwankungen sehr hoch (siehe Abbildung 1). Jedoch streuen die Messwerte gut um den
Mittelwert bei dem geneigten Fallbrett. Das zeigt die Standardabweichung der 10 Kugeln im
geneigten Fallbrett:
4
1
ś= ∑s
4 l=1 l
1
¿ (1,30+1,00+1,53+1,29)
4
¿ 1,28

Aus den Ergebnissen beim Versuch im geneigten Fallbrett können wir auch feststellen, dass je
höher die Anzahl der Stichprobe ist, desto wird die Fehler kleiner.

Bei 10 Kugeln ∆ x=s M = ś / √ n

= 1,28/ √ 10 = 0,40
Bei 70 Kugeln ∆ x=s M =s / √ n

=2,13/ √ 70=¿ 0,25


Bei 2000 Kugeln ∆ x=s M =s / √n

=2,70/ √ 2000=¿ 0,06


Also wenn man bis unendlich viele Messungen n=∞ durchführt, erhaltet man
kein Fehler.

LITERATUR
1 H.J. Eichler, H.-D Kronfeldt, J. Sahm: Das neue physikalische Grundpraktikum.3. Auflg.,
Springer-Verlag 2016

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