Sie sind auf Seite 1von 39

DEUTSCHE NORM Entwurf April 2005

DIN 2413
X
ICS 23.040.10 Einsprüche bis 2005-07-31
Ersatzvermerk
siehe unten
Entwurf

Nahtlose Stahlrohre für schwellende Beanspruchung –


Berechnungsgrundlage für Rohre und Rohrbögen
Stainless steel tubes for dynamic loads –
Design rules for pipes and elbows
Tubes en acier sans soudre pour efforts dynamics –
Règles de calcul

Anwendungswarnvermerk
Dieser Norm-Entwurf wird der Öffentlichkeit zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt.

Weil die beabsichtigte Norm von der vorliegenden Fassung abweichen kann, ist die Anwendung dieses
Entwurfes besonders zu vereinbaren.

Stellungnahmen werden erbeten

– vorzugsweise als Datei per E-Mail an nard@din.de in Form einer Tabelle. Die Vorlage dieser Tabelle kann
im Internet unter www.din.de/stellungnahme abgerufen werden;
– oder in Papierform an den Normenausschuss Rohrleitungen und Dampfkesselanlagen (NARD) im DIN
(Hausanschrift: Kamekestr. 8, 50672 Köln).

Die Empfänger dieses Norm-Entwurfs werden gebeten, mit ihren Kommentaren jegliche relevante
Patentrechte, die sie kennen, mitzuteilen und unterstützende Dokumentationen zur Verfügung zu stellen.

Ersatzvermerk
Vorgesehen als Ersatz für DIN 2445 Beiblatt 1:2000-09;
vorgesehen als teilweiser Ersatz für die 2002-08 zurückgezogene Norm DIN 2413-1:1993-10 und die 2002-08
zurückgezogene Norm DIN 2413-2:1993-10

Gesamtumfang 39 Seiten

Normenausschuss Rohrleitungen und Dampfkesselanlagen (NARD) im DIN


Normenausschuss Maschinenbau (NAM) im DIN
E DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Inhalt

Seite
Vorwort................................................................................................................................................................ 4
1 Anwendungsbereich............................................................................................................................. 4
2 Normative Verweisungen ..................................................................................................................... 4
3 Begriffe................................................................................................................................................... 6
4 Einheiten, Symbole und Abkürzungen ............................................................................................... 6
4.1 Einheiten ................................................................................................................................................ 6
4.2 Symbole und Abkürzungen.................................................................................................................. 6
5 Berechnung der Wanddicken von geraden Rohren und Bögen gegen Innendruck ...................... 9
5.1 Berechnung der Wanddicken von geraden Rohren .......................................................................... 9
5.1.1 Geltungsbereich .................................................................................................................................... 9
5.1.2 Berechnungsformeln .......................................................................................................................... 11
5.1.3 Werkstoffkenndaten............................................................................................................................ 12
5.2 Berechnung der Wanddicken von Rohrbögen................................................................................. 13
5.2.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 13
5.2.2 Erforderliche Wanddicke.................................................................................................................... 13
5.2.3 Berechnung ......................................................................................................................................... 14
5.2.4 Berechnung der Spannungen bei vorgegebenen Abmessungen.................................................. 16
5.2.5 Berücksichtigung der Unrundheit bei schwellender Beanspruchung .......................................... 18
6 Erläuterung zur Berechnung von Rohren nach Tabelle 3 .............................................................. 22
6.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 22
6.2 Berechnungsdruck ............................................................................................................................. 22
6.3 Zulässige Beanspruchung ................................................................................................................. 23
6.3.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 23
6.3.2 Geltungsbereich I, vorwiegend ruhend beansprucht bis 120° C ................................................... 24
6.3.3 Geltungsbereich II, vorwiegend ruhend beansprucht über 120 °C............................................... 25
6.3.4 Geltungsbereich III, schwellend beansprucht bis 120 °C .............................................................. 26
6.4 Berechnungstemperatur .................................................................................................................... 28
6.5 Berücksichtigung des Druckstoßes.................................................................................................. 28
6.6 Zuschlag c ............................................................................................................................................ 29
6.6.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 29
6.6.2 Zuschlag c1 zum Ausgleich der zulässigen Wanddicken-Unterschreitung .................................. 29
6.6.3 Zuschlag c2 zur Berücksichtigung von Korrosion bzw. Abnutzung .............................................. 30
6.7 Prüfdruck für das einzelne Rohr........................................................................................................ 30
7 Berechnungsgrundsätze für Rohre................................................................................................... 31
7.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 31
7.2 Zusatzbeanspruchungen.................................................................................................................... 31
7.2.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 31
7.2.2 Biegemomente aus Streckenlasten infolge Eigengewicht der Rohrleitung einschließlich
Beschichtung, Auskleidung, Dämmung und Rohrinhalt, Wind- und Schneelasten, Ein-
oder Aufbauten usw............................................................................................................................ 31
7.2.3 Biegemomente in Umfangsrichtung aus Erd- und Verkehrslasten bei eingeerdeten
Rohren.................................................................................................................................................. 31
7.2.4 Biegemomente aus einer elastischen Krümmung der Rohrachse bei der Verlegung................. 31
7.2.5 Kräfte und Momente infolge behinderter Wärmedehnungen der Rohrleitung und dadurch
entstehende Längsspannungen ........................................................................................................ 31
7.2.6 Ungleichmäßige Temperaturverteilung über die Wanddicke ......................................................... 32
7.2.7 Biegemomente in Umfangsrichtung infolge Unrundheit ................................................................ 32
7.3 Äußerer Überdruck ............................................................................................................................. 33
7.4 Einteilung und Bewertung der Spannungen .................................................................................... 33
7.4.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 33

2
²(QWZXUI² E DIN 2413:2005-04

Seite
7.4.2 Bauteilfließkonzept ............................................................................................................................. 34
7.4.3 Vergleichsspannungen ...................................................................................................................... 35
7.4.4 Begrenzung der Spannungen............................................................................................................ 35
Literaturhinweise ............................................................................................................................................. 36

Bilder

Bild 1 — Schematische Darstellung des Rohrbogens mit Formelzeichen ................................................ 13


Bild 2 — Minderung der Schwellfestigkeit von Rohrbögen mit unrundem Querschnitt.......................... 18
Bild 3 — Bl, BA bei vorgegebenem Innendurchmesser ................................................................................ 19
Bild 4 — Bl und BA bei vorgegebenem Außendurchmesser........................................................................ 20
Bild 5 — Berechnungsbeiwert B für Rohrbögen gleicher Wanddicke (svi = sva) mit Außendurch-
messer = Nenndurchmesser ........................................................................................................... 21
Bild 6 — Schwellfestigkeit nahtloser Stahlrohre > 114,3 mm Außendurchmesser .................................. 27
Bild 7 — Schwellfestigkeit nahtloser Stahlrohre mit einem äußeren Durchmesser da  114,3 mm.
Güteeigenschaften nach DIN 1630, DIN EN 10208-2 oder vergleichbaren Normen und
Regelwerken. .................................................................................................................................... 27

Tabellen
Tabelle 1 — Einheiten........................................................................................................................................ 6
Tabelle 2 — Symbole ......................................................................................................................................... 6
Tabelle 3 — Ermittlung der rechnerischen Wanddicke sv und des Prüfdruckes p' .................................. 10
Tabelle 4 — Mechanische Eigenschaften der betrachteten Werkstoffe .................................................... 12
Tabelle 5 — Berechnung der Spannungen (Vergleichsspannungen nach der Schubspannungs-
hypothese ................................................................................................................................... 17
Tabelle 6 — Grenzlastspielzahlen für nahtlose Stahlrohre (Ermittlung mit SL = 10 aus Bild 6,
6.3.4)........................................................................................................................................................... 23
Tabelle 7 — Grenzlastspielzahlen für nahtlose Stahlrohre mit einem äußeren Durchmesser
 114,3 mm Güteeigenschaften nach DIN 1630, DIN EN 10208-2 oder vergleichbaren
Normen und Regelwerken (Ermittelt mit SL = 10 aus Bild 7, 6.3.4) ....................................... 23

3
E DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Vorwort
Diese Norm wurde vom Arbeitsausschuss NARD-7 „Rohrverschraubungen“ im Normenausschuss Rohrleitun-
gen und Dampfkesselanlagen (NARD) erarbeitet.

Mit der Veröffentlichung der DIN EN 13480-3 waren die früheren Ausgaben der DIN 2413-1 und DIN 2413-2
zurückgezogen worden. Die praktische Anwendung der DIN EN 13480-3 ergab, dass diese Norm für hydrauli-
sche Anlagen zu Wandstärken führen kann, die entsprechend langjähriger Erfahrungen zu groß sind. Die
Festlegung einer anderen Berechnungsmethode, neben den in DIN EN 13480-3:2002-08, 12.4 angeführten
DIN EN 12953-3 und DIN ISO 10763 festgelegten, ist deshalb notwendig. Hierzu wurde ein Arbeitsausschuss
aus Stahlinstitut VDEh und NARD-7 gebildet, um eine Restnorm auf Basis der DIN 2413 zu erstellen.

Änderungen
Gegenüber der 2002-08 zurückgezogenen Norm DIN 2413-1:1993-10, der 2002-08 zurückgezogenen Norm
DIN 2413-2:1993-10 und DIN 2445 Bbl 1:2000-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) die Normen wurden zusammengefasst;
b) der Anwendungsbereich wurde auf nahtlose Rohre und Rohrbögen aus Kohlenstoff- und nichtrostendem
Stahl für öl- und wasserhydraulische Anlagen beschränkt;
c) die Werkstoffkennwerte wurden geändert;
d) der Inhalt wurde redaktionell überarbeitet.

1 Anwendungsbereich

Die vorliegende Restnorm DIN 2413 enthält die Grundlage für die Berechnung nahtloser Rohre und Rohrbö-
gen aus Kohlenstoff- und nichtrostendem Stahl für öl- und wasserhydraulische Anlagen. Abweichend zur
DIN EN 13480-3 gilt die DIN 2413 nur für die Rohrnenndurchmesser bis DN 200 bei beliebigen Druck und für
DN > 200 bei einem maximal zulässigen Druck PS <= 50 MPa (500 bar).

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Ver-
weisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe
des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

DIN 1630:1984-10, Nahtlose kreisförmige Rohre aus unlegierten Stählen für besonders hohe Anforderungen
— Technische Lieferbedingungen

DIN 2460, Stahlrohre für Wasserleitungen

DIN 17458, Nahtlose kreisförmige Rohre aus austenitischen nichtrostenden Stählen für besondere Anforde-
rungen — Technische Lieferbedingungen

DIN EN 10204, Metallische Erzeugnisse — Arten von Prüfbescheinigungen (enthält Änderung 1:1995)

DIN EN 10208-2, Stahlrohre für Rohrleitungen für brennbare Medien — Technische Lieferbedingungen —
Teil 2: Rohre der Anforderungsklasse B

DIN EN 10216-1, Nahtlose Stahlrohre für Druckbeanspruchungen — Technische Lieferbedingungen — Teil 1:


Rohre aus unlegierten Stählen mit festgelegten Eigenschaften bei Raumtemperatur

4
²(QWZXUI² E DIN 2413:2005-04

DIN EN 10216-3, Nahtlose Stahlrohre für Druckbeanspruchungen — Technische Lieferbedingungen — Teil 3:


Rohre aus legierten Feinkornbaustählen

DIN EN 10217-1, Geschweißte Stahlrohre für Druckbeanspruchungen — Technische Lieferbedingungen —


Teil 1: Rohre aus unlegierten Stählen mit festgelegten Eigenschaften bei Raumtemperatur

DIN EN 10305-1, Präzisionsstahlrohre — Technische Lieferbedingungen — Teil 1: Nahtlose kaltgezogene


Rohre

DIN EN 10305-2, Präzisionsstahlrohre — Technische Lieferbedingungen — Teil 2: Geschweißte und kaltge-


zogene Rohre

DIN EN 13480 (alle Teile), Metallische industrielle Rohrleitungen

AD 2000-Merkblatt B 01) , Berechnung von Druckbehältern

AD 2000-Merkblatt S 21) , Berechnung auf Wechselbeanspruchung

TRD 3001), Festigkeitsberechnung von Dampfkesseln

TRD 3011), Zylinderschalen unter innerem Überdruck

TRD 301 Anlage 11), Berechnung auf Wechselbeanspruchung durch schwellenden Innendruck bzw. durch
kombinierte Innendruck- und Temperaturänderungen

1) Zu beziehen durch: Beuth Verlag GmbH, 10277 Berlin (Hausanschrift: Burggrafenstr. 6, 10787 Berlin).

5
E DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach den Normen der Reihe DIN EN 13480.

4 Einheiten, Symbole und Abkürzungen

4.1 Einheiten

Die in dieser Norm verwendeten Einheiten sind in Tabelle 1 angegeben.

Tabelle 1 — Einheiten

Größe Einheit
Abmessungen
Durchmesser, Wanddicke Radius mm
Fläche mm2
Länge des Rohrleitungsabschnittes m
Drucka N/mm2
Spannungen, Festigkeitskennwerte, Elastizitätsmodul N/mm2
Masse kg
Dichte kg/m3
Zeit s bzw. h
Geschwindigkeit m/s
Temperatur °C
Temperaturdifferenz K
a Für andere Druckeinheiten gilt:
1 N/mm2 = 1 MPa = 10 bar

4.2 Symbole und Abkürzungen

Die in dieser Norm verwendeten Symbole sind in Tabelle 2 angegeben.

Tabelle 2 — Symbole

Symbole Größe Einheit


Rohre
a Fortpflanzungsgeschwindigkeit einer Druckwelle m/s
c = c1 + c2 Zuschlag zur rechnerischen Wanddicke mm
c1 Zuschlag zum Ausgleich der zulässigen Wanddicken-Unterschreitung mm
c1' Zulässige Wanddicken-Unterschreitung %
c2 Zuschlag für Korrosion bzw. Abnutzung mm
da Rohr-Außendurchmesser mm
di Rohr-Innendurchmesser mm
l Länge des Rohrleitungsabschnittes m
n Lastspielzahl (Anzahl der Druckwechsel), die im Betrieb zu erwarten ist —
nB Lastspielzahl bis zum Bruch —

6
²(QWZXUI² E DIN 2413:2005-04

Tabelle 2 (fortgesetzt)

Symbole Größe Einheit


N Anzahl der Lastspiele bei Erreichen der Schwellfestigkeit —
p Berechnungsdruck N/mm2
pk kritischer Außendruck (elastisches Beulen) N/mm2
€ 
p p Schwingbreite einer Druckschwingung N/mm2
p' Prüfdruck N/mm2
p
2
Druckänderung durch Druckstoß N/mm
r Krümmungsradius der Mittellinie eines Rohrbogens mm
s erforderliche Wanddicke einschließlich Zuschläge mm
sv rechnerische Wanddicke ohne Zuschläge mm
u = da/di Durchmesserverhältnis —
vN Wertigkeit der Längs- bzw. Schraubenlinien-Schweißnaht (Ausnutzung der —
zulässigen Berechnungsspannung)
w Strömungsgeschwindigkeit m/s
w Temperatur-Änderungsgeschwindigkeit k/h

 €
A Querschnittsfläche mm2
A Bruchdehnung Lo € 5,65  So %
BP Faktor zur Berücksichtigung der Dichtungskräfte in den Prüfpressen bei der %
Prüfung im Werk
Bu Berechnungsbeiwert für unrunde Rohre
E Elastizitätsmodul des Stahls N/mm2
K Festigkeitskennwert N/mm2

R eH obere Streckgrenze (spezifizierter Mindestwert) bei 20 °C N/mm2

R p 0,2 0,2 %-Dehngrenze (spezifizierter Mindestwert) bei 20 °C —
 Dehngrenze bei 0,5 % gesamte Dehnung (spezifizierter Mindestwert) bei
R t 0,5 20 °C —

R p 1,0 1 %-Dehngrenze (spezifizierter Mindestwert) bei 20 °C N/mm2

2
R p 0,2 / Warmstreckgrenze bzw. 0,2 %-Dehngrenze (spezifizierter Mindestwert) bei N/mm
Berechnungstemperatur

R p 1,0 / 1 %-Dehngrenze (spezifizierter Mindestwert) bei Berechnungstemperatur N/mm2

Rm Zugfestigkeit (spezifizierter Mindestwert) N/mm2
Zeitstandfestigkeit für 200 000 Stunden (Mittelwert) bei Berechnungstempe-
R m / 200 000 /  N/mm2
ratur
Zeitstandfestigkeit für 100 000 Stunden (Mittelwert) bei Berechnungstempe-
R m / 100 000 /  N/mm2
ratur
S Sicherheitsbeiwert —
SL Lastspielsicherheit —
SK Sicherheit gegen Einbeulen —
TR Reflexionszeit bei Druckstoß s
TS Schließzeit des Absperrorgans bzw. des Steuerorgans s
U Unrundheit %
Y = 1/S Nutzungsgrad —
Nutzungsgrad der Mindest-Streckgrenze beim Innendruckversuch
Y' —
(Prüfdruck im Werk)

7
E DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Tabelle 2 (fortgesetzt)

Symbole Größe Einheit


l thermischer Längenausdehnungskoeffizient 1/K
Berechnungstemperatur °C
 Querkontraktionszahl —
!
3
Dichte des Durchflussstoffes kg/m
 zul Zulässige Beanspruchung bei ruhender Belastung N/mm2
 zul Zulässige Beanspruchung bei schwellender Belastung N/mm2
l Längsspannung N/mm2
r Radialspannung N/mm2

 Sch/D Dauerschwellfestigkeit (Mindestwert) N/mm2

 Sch/n Zeitschwellfestigkeit (Mindestwert) N/mm2
u Umfangsspannung N/mm2
v Vergleichsspannung N/mm2
"r Abweichung von der Kreisform mm
"w Änderung der Strömungsgeschwindigkeit durch einen Regelvorgang m/s
(kann positiv oder negativ sein)
! Temperaturänderung K
Zusätzliche Symbole für Rohrbögen
c1 B Zuschlag zum Ausgleich der zulässigen Wanddicken-Unterschrei- mm
tung am Rohrbogen
di, da Innen- bzw. Außendurchmesser des Rohrbogens mm
fu Minderungsfaktor für die Schwellfestigkeit bei unrunden Rohrbögen —
r, R Krümmungsradien des Rohrbogens nach Bild 3 mm
si erforderliche Wanddicke der Bogeninnenseite des Rohrbogens mit mm
Zuschlägen
sa erforderliche Wanddicke der Bogenaußenseite des Rohrbogens mit mm
Zuschlägen
sei ausgeführte Wanddicke der Bogeninnenseite des Rohrbogens mit mm
Zuschlägen
sea ausgeführte Wanddicke der Bogenaußenseite des Rohrbogens mit mm
Zuschlägen

 (rechnerische
€ Mindestwand-
svi Wanddicke der Bogeninnenseite ohne mm

 dicke)
Zuschläge
sva Wanddicke der Bogenaußenseite ohne mm
Zuschläge
Bl Berechnungsbeiwert zur Ermittlung der Wanddicke der Bogeninnen- —
seite
BA Berechnungsbeiwert zur Ermittlung der Wanddicke der Bogenau- —
ßenseite
B Berechnungsbeiwert bei gleicher Wanddicke —
l mittlere Spannung der Bogeninnenseite N/mm2
A mittlere Spannung der Bogenaußenseite N/mm2
 l, i Spannung an der Bogeninnenseite, Wandinnenseite, siehe Bild 3 N/mm2

8
²(QWZXUI² E DIN 2413:2005-04

Tabelle 2 (fortgesetzt)

Symbole Größe Einheit


 A, i Spannung an der Bogenaußenseite, Wandinnenseite, siehe Bild 3 N/mm2

Nebenzeichen

 Maximalwert (z. B. p = Maximaldruck) —

 Minimalwert (z. B. p = Minimaldruck) —

¯ Mittelwert (z. B.  = mittlere Spannung) —


 wechselnd (z. B. ~ = wechselnde Beanspruchung) —

5 Berechnung der Wanddicken von geraden Rohren und Bögen gegen Innendruck

5.1 Berechnung der Wanddicken von geraden Rohren

5.1.1 Geltungsbereich

Die angegebenen Formeln zur Berechnung der Wanddicke gegen Innendruck gelten für Rohre mit Kreisquer-
schnitt ohne Ausschnitte bis zu einem Durchmesserverhältnis u = da/di = 2,0 für folgende Geltungsbereiche:

I Rohrleitungen für vorwiegend ruhende Beanspruchung bis 120 °C Berechnungstemperatur2)


II Rohrleitungen für vorwiegend ruhende Beanspruchung über 120 °C Berechnungstemperatur
III Rohrleitungen für vorwiegend schwellende Beanspruchung bis 120 °C Berechnungstemperatur3)

Für die einzelnen Geltungsbereiche sind die anzuwendenden Formeln zur Berechnung der rechnerischen
Wanddicke sv in Tabelle 3 enthalten.

Für nahtlose Rohre ist bei der Berechnung N = 1,0 zu setzen.

2) Bei Wandtemperaturen unter  10 °C sind die Zähigkeitseigenschaften der Stähle besonders zu beachten. Es sind
dann bevorzugt Stähle mit besonderen Kaltzähigkeitseigenschaften zu verwenden.
Angaben über Stähle für tiefe Temperaturen siehe DIN EN 10216-3, DIN EN 10216-4,
Regelung über die Anwendung bei tiefen Temperaturen siehe AD 2000-Merkblatt W 10.
3) Für höhere Temperaturen siehe TRD 301 Anlage 1 oder AD 2000-Merkblatt S 2.

9
E DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Tabelle 3 — Ermittlung der rechnerischen Wanddicke sv und des Prüfdruckes p'

Sicherheitsbeiwert S bzw.
Rechnerische Fertigkeits- Nutzungsgrad Y für Rohre
Geltungs- Wanddicke sv kennwert K a
mit ohne
bereich
Abnahmeprüfzeugnis
mm N/mm2 nach DIN EN 10204
 zul = K/S = y · k Ac S Y S Y

I da  p Streckgrenze bzw. 0,2 %-  25 % 1,5 0,67 1,7 0,59


vorwiegend sv € (2a) Dehngrenze bzw. Dehngrenze = 20 % 1,6 0,63 1,75 0,57
ruhend bean- 2 € zul   N für 0,5 % Gesamtdehnung = 15 % 1,7 0,59 1,8 0,55
sprucht bis Mindestwerte bei 20 °Cb, d
120 °C di Für erdverlegte Rohrleitungen in Gebieten
Ausnahme siehe 6.3.1
 (2b)e ohne besondere zusätzliche Beanspruchung
2 € zul gilt:
€ N  2
p  25 % 1,4 0,72 1,7 0,59
= 20 % 1,5 0,67 1,75 0,57
= 15 % 1,6 0,63 1,8 0,55

II d a / d i  1,67 : 1. 0,2 %-Dehngrenze bei Be-


vorwiegend rechnungstemperaturb, d
ruhend bean- 
da
sprucht sv  (3a) R p 0,2 /  — 1,5 — 1,7 —
über 120 °C 2 € zul
€ N  1
p 2. Zeitstandfestigkeit
Rm/200 000/ — 1,0 — — —
di (Mindestwert)
 (3b)
2 € zul Der niedrigste Wert für  zul ist
€ N  1
p in die Rechnung einzusetzen.
Ausnahmen zu 2. siehe 6.3.3
1,67 € d a / d i  2,0 :

da
sv  (3c)
3 € zul
€ N 1
p

di
 (3d)
3 € zul
€ N  3
p
III a) Berechnung gegen Verformen: Siehe Geltungsbereich I siehe Geltungsbereich I
schwellend bean- nach Gleichung (2)
sprucht bis ~zul siehe 6.3.4 — siehe 6.3.1 und — —
120 °C. b) Berechnung gegen Zeit- 6.3.4
schwingbruch bzw. Dauerbruch Zeitschwellfestigkeit SL = 2 bis 10
Die Berechnung bei konstanter Schwingbreite:
wird durchgeführt 
gegen Verformen da  Sch/n
und gegen Zeit- sv € ~ (4)
2  zul Dauerschwellfestigkeit
schwingbruch.
€ 
1
Die größere
p p 
rechnerische
 Sch/D — 1,5 0,67 — —
Wanddicke sv ist
Bei unterschiedlichen Schwing-
zu wählen.
breiten siehe 6.3.4.3
Prüfdruck p' in  2 s € c1 €   N
der Prüfpresse p'  B p  Y '  R eH (5)
2
da
N/mm
Gilt für das einzelne Rohr.
6.7 ist zu beachten.

10
²(QWZXUI² E DIN 2413:2005-04

Tabelle 3 (fortgesetzt)

Sicherheitsbeiwert S bzw.
Rechnerische Fertigkeits- Nutzungsgrad Y für Rohre
Geltungs- Wanddicke sv kennwert K
mit ohnea
bereich
Abnahmeprüfzeugnis
mm N/mm2 nach DIN EN 10204
 zul = K/S = y · k Ac S Y S Y

a 2
Ohne Abnahmeprüfzeugnis dürfen nur Rohre aus unlegierten Werkstoffen bis 550 N/mm Mindestzugfestigkeit und aus austeni-
tischen Werkstoffen mit einer Bruchdehnung von A  40 % vorgesehen werden.
b Als Streckgrenze sind die in den jeweiligen Normen, Regelwerken, Werkstoffblättern oder Spezifikationen angegebenen Werte
einzusetzen, gegebenenfalls ist zu interpolieren. Bei Berechnungstemperaturen unter 20 °C gelten die Werte für 20 °C
(siehe 6.3.2).
c Bruchdehnung mit Lo € 5,65  S o Zwischenwerte dürfen linear interpoliert bzw. bei kleineren Dehnungen als 15 % extrapoliert
werden.

 
d Bei austenitischen Stählen darf unter bestimmten Voraussetzungen an Stelle von R p 0,2 mit Rp 1,0 und an Stelle von

 
R p 0,2 /  mit Rp 1,0 /  gerechnet werden (siehe 6.3.2 und 6.3.3).

e Gleichung (2b) ist die mathematische Umwandlung von Gleichung (2a) und führt zu dem gleichen Ergebnis, wenn da = di + 2 sv ist.
Das Gleiche gilt für die Gleichung (3b) gegenüber (3a) und die Gleichung (3d) gegenüber (3c).

5.1.2 Berechnungsformeln

Die erforderliche Wanddicke beträgt

s € s v  c1  c 2 (1)

Sie ergibt sich aus der rechnerischen Wanddicke sv nach Tabelle 3, dem Zuschlag c1 zur Berücksichtigung der
zulässigen Wanddicken-Unterschreitung (siehe 6.6.2) und dem Zuschlag c2 für Korrosion bzw. Abnutzung
(siehe 6.6.2). Sofern die zulässige Wanddicken-Unterschreitung mit c1' in % angegeben ist, beträgt die erfor-
derliche Wanddicke

s  sv € c2 €
100
(1a)
100  c1'

11
E DIN 2413:2005-04

5.1.3 Werkstoffkenndaten

Tabelle 4 — Mechanische Eigenschaften der betrachteten Werkstoffe

Dauerschwellfestigkeit sch bzw. zulässige Beanspruchung


Festigkeitskennwert K Rm A5 min Sa zul = sch/S2)
Werkstoff
N/mm2 N/mm2 % — N/mm2

s  16 mm ReH = 355  zul = 230/1,5 = 153


1.0581 da  114,3 mm
DIN 1630:1984-10 16 < s  40 mm ReH = 345 500 21 1,58 Bild 6 und Bild 7  zul = 155/1,5 = 103,3
(St 52.4) da > 114,3 mm
40 < s < 65 mm ReH = 335 (warmgewalzte Rohre)
1.0255 da  30 mm,
(St 35 NBK) DIN EN 10305-1 s  3 mm ReH = 225  zul = 225/1,5 = 150
340 25 1,5 6.2.3 —

²(QWZXUI²
(St 37 NBK) übrige ReH = 235 (Präzisionsstahlrohre)
(St 37-4 NBK)?? Abmessungen
1.4571
(X6CrNiMoTi17-12-2) DIN 17458
... ... ... ... ... ... ... ...
a Sicherheitsbeiwert gegen Verformen nach Tabelle 3
b Sicherheitsbeiwert gegen Zeitschwing- bzw. Dauerbruch nach 6.3.4.2, S = 1,5

12
²(QWZXUI² E DIN 2413:2005-04

5.2 Berechnung der Wanddicken von Rohrbögen

5.2.1 Allgemeines

Die Berechnungsregel berücksichtigt, dass bei Innendruckbeanspruchung ein Rohrbogen an der Bogeninnen-
seite höhere und an der Bogenaußenseite niedrigere Spannungen aufweist, als ein gerades Rohr gleicher
Wanddicke und gleichen Durchmessers.

Die Bezeichnungen am Rohrbogen sind in Bild 1 angegeben.

Bild 1 — Schematische Darstellung des Rohrbogens mit Formelzeichen

5.2.2 Erforderliche Wanddicke

Die rechnerische Mindestwanddicke beträgt:

für die Bogeninnenseite: svi

für die Bogenaußenseite: sva

Sind Zuschläge für die zulässige Wanddickenunterschreitung c1 B und/oder Korrosion c2 in Ansatz zu bringen,
so gilt:

für die Bogeninnenseite s i € s vi  c1 B  c 2 (19)

für die Bogenaußenseite s a € s va  c1 B  c 2 (20)

Für die Nachrechnung ausgeführter Rohrbögen mit den Wanddicken sei bzw. sea ist zu setzen:

für die Bogeninnenseite svi € sei  c1 B  c2 (21)

für die Bogenaußenseite sa € sea  c1 B  c2 (22)

Anschrägungen an der Übergangsstelle vom Rohrbogen zum anschließenden geraden Rohr zur Vermeidung
schroffer Wanddickenübergänge oder von Kantenversatz brauchen rechnerisch nicht berücksichtigt zu
werden.

13
E DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

5.2.3 Berechnung

5.2.3.1 Berechnung der Wanddicke

Die Wanddicke an der Bogeninnenseite ohne Zuschläge berechnet sich zu

s vi € s v  Bl (23)

mit sv nach Tabelle 3.

Die Wanddicke an der Bogenaußenseite ohne Zuschläge berechnet sich zu

s va € s v  B A (24)

In 5.2.3.2, 5.2.3.3 und 5.2.3.4 werden die Formeln zur Ermittlung der Beiwerte Bl und BA angegeben. Diese
Formeln stimmen mit denen in TRD 301 überein. In 5.2.3.5 werden vereinfachte Formeln für die Beiwerte Bl
und BA angegeben, die für sv/da  0,02 praktisch genau sind und für dickwandigere Rohrbögen auf der
sicheren Seite liegen.

5.2.3.2 Beiwerte Bl und BA bei vorgegebenem Innendurchmesser

Die Beiwerte Bl und BA für Rohrbögen mit vorgegebenem Innendurchmesser errechnen sich nach den
Gleichungen (25) und (26).

† r ƒ
Bl ‡ ‡ € i € „  €2
„s € 2 s  i
2


s vi r d di r d
… v ‚
(25)
sv sv 2 sv v s v 2 sv

… r di ‚
ƒ €
2
BA ‡ ‡ † i  ƒs  2s € 2 s  2s
sva r d r di
„ v v
(26)
sv sv 2 sv v v

Die Beiwerte Bl und BA können in Abhängigkeit von r/di aus Bild 3 auf Seite 19 entnommen werden.

5.2.3.3 Beiwerte Bl und BA bei vorgegebenem Außendurchmesser

Die Beiwerte Bl und BA für Rohrbögen mit vorgegebenem Außendurchmesser errechnen sich nach den
Gleichungen (27) und (28).

„ r  „ d 
‚  …‚ a 
2 2

r „ da  ‚s  ‚2 s 
Bl ˆ
svi
ˆ a ‡
d
… ‚‚ ‡
r
… 1 † ƒ v€ ƒ v€
2 sv sv ƒ 2 sv sv € „ r  „ d 
(27)
‚  … a † ‚‚ a … 1
sv 2

‚s 
d
ƒ v€ 2 sv ƒ v
2 s €

Da mit da normalerweise auch der Krümmungsradius R vorgegeben ist, muss man hierbei

1 ŒŠ „ d a  „ R ‰ 1 ŒŠ „ d a  „ R ‰ „ d  „ R 
2

Ž … ‚  ‚  ‡ … ‚   ‚  ‡ † a … ‚ a † 1 … ‚ 
2 2 2 2 2

2 Š ‚ƒ 2 s v  ‚s  ‡ 4 Š ‚ƒ 2 s v  ‚s  ‡ ‚2 s  ‚s 
r d
€ ƒ v€ ˆ € ƒ v€ ˆ v ƒ € ƒ v €
(28)
‹ ‹
sv 2 s v

einsetzen.

14
²(QWZXUI² E DIN 2413:2005-04

Die Gleichungen (25) und (27) liefern nur gleiche Ergebnisse, wenn

d a € d i  s vi  s va (29)

und

€ s vi  s va €
1
Rr (30)
2

gesetzt werden.

„ r  „ d 
‚  …‚ a 
2 2

„ d  ‚s  ‚2 s 
ƒ v € ƒ €
BA ‡ ‡ a … … ‚‚ a … … 1 †
s va d r r v
sv ƒ 2 sv € „ r  „ d 
(31)
‚  … a † ‚ a … 1
sv 2 sv sv 2

‚s  ‚ 
d
ƒ v € 2 sv ƒ 2 sv €

Bei vorgegebenem R ist r/sv nach Gleichung (28) einzusetzen.

Die Beiwerte Bl und BA können in Abhängigkeit von R/da aus Bild 4 auf Seite 20 entnommen werden.

Die Gleichungen (26) und (31) liefern nur gleiche Ergebnisse, wenn zwischen di, da, r und R die Beziehungen
(29) und (30) bestehen.

5.2.3.4 Beiwerte Bl und BA für Rohrbögen mit gleicher Wanddicke svi = sva

Bei Rohrbögen mit gleicher Wanddicke lässt sich die erforderliche Wanddicke berechnen zu

s vi € s va € s v  B (32)

1) für Rohrbögen mit vorgegebenem Innendurchmesser:

Mit dem Beiwert B = Bl nach Gleichung (25)

2) für Rohrbögen mit vorgegebenem Außendurchmesser:

† da Rƒ
B‡ ‡ va ‡ a  € „ 
„2 s  s  € 2 s  2 s
2
s vi s d R R da
… v ‚
(33)
sv sv 2 sv sv v v v

Der Beiwert B kann in Abhängigkeit von R/da aus Bild 5 auf Seite 21 entnommen werden.

Gleichung (25) liefert in Verbindung mit Gleichung (32) nur dann gleiche Ergebnisse wie Gleichung (33), wenn

d a € d i  2 s vi (34)

und

Rr (35)

gesetzt werden.

15
E DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

5.2.3.5 Vereinfachte Berechnung der Beiwerte Bl und BA

Für die Bogeninnenseite gilt:

2 R / d a  0,5
Bl € (36)
2 R / da  1

Für die Bogenaußenseite gilt:

2 R / d a  0,5
BA € (37)
2 R / da  1

Für die Gleichungen (36) und (37) gelten in Bild 4 auf Seite 20 die Kurven mit sv/da = 0.

5.2.4 Berechnung der Spannungen bei vorgegebenen Abmessungen

In Tabelle 7 sind die Gleichungen (38) bis (49) für die Vergleichsspannungen am Bogen für die Geltungs-
bereiche I, II und III angegeben. Diese Spannungen sind nach der Schubspannungshypothese berechnet.

Die Gleichungen (42, 43, 48 und 49) führen im Geltungsbereich III unter sonst gleichen Voraussetzungen zu
geringfügig höheren Spannungen als bei Anwendung der Gleichungen (23) bis (33); dieser Unterschied ist
zulässig.

16
E DIN 2413:2005-04

Tabelle 5 — Berechnung der Spannungen (Vergleichsspannungen nach der Schubspannungshypothese

Geltungs-
di, r da , R
bereich
I p  di 2 r € 0,5 d i p d a € s vi € s va € 2 R € 0,5 d a  1,5 s vi € 0,5 sva
€l ‚   p (38) €l ‚   p (44)
vorwiegend 2 svi   N 2 r € d i € s vi 2 svi   N 2 R € d a  svi

p da € svi € sva € 2 R  0,5 da  0,5 svi € 1,5 sva


ruhend
beansprucht p € di 2 r  0,5 d i
€A  €  p (39) €A ‚   p (45)
bis 120 °C 2 s va €  N 2 r  d i  s va 2 sva   N 2 R  da € sva
Berechnungs-
temperatur
II p  di 2 r € 0,5 d i p p d a € s vi € s va € 2 R € 0,5 d a  1,5 s vi € 0,5 s va p
€l ‚   (40) €l ‚   (46)
vorwiegend 2 s vi   N 2 r € d i € s vi 2 2 svi   N 2 R € d a  s vi 2

²(QWZXUI²
p da € svi € sva € 2 R  0,5 da  0,5 svi € 1,5 sva
ruhend
beansprucht p  di 2 r  0,5 d i p p
€A ‚   (41) €A ‚   (47)
über 120 °C 2 s va   N 2 r  d i  s va 2 2 sva   N 2 R  da € sva 2
Berechnungs-
temperatur
III p  d i  s vi € 2 r € 0,5 d i p d a € s va € 2 R € 0,5 d a  1,5 s vi € 0,5 s va
€ l, i ‚   p (42) € l, i ‚   p (48)
schwellend 2 s vi   N 2 r € d i € s vi 2 s vi   N 2 R € d a  s vi

p d i  sva € 2 r  0,5 d i p d a € s vi € 2 R  0,5 d a  1,5 s vi € 0,5 s va


beansprucht
bis 120 °C
€ A, i ‚   p (43) € A, i ‚   p (49)
Berechnungs- 2 s va   N 2 r  d i  s va 2 s va   N 2 R  d a € s va
temperatur

17
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

5.2.5 Berücksichtigung der Unrundheit bei schwellender Beanspruchung

Bei Rohrbögen muss mit einer entsprechend der Unrundheit

€ 
2 (d a  d a )
U ‚ € 
 100, in [%] (50)
da € da

zunehmenden Minderung der Schwellfestigkeit nach Bild 2 gerechnet werden [61, 62, 63].

Die Wanddicke sv nach Tabelle 3 Geltungsbereich III ist mit einem mit dem Faktor fu multiplizierten Festig-
keitskennwert K zu ermitteln.

€ 
2 (d a  d a )
U ‚ € 
 100
da € da

Bild 2 — Minderung der Schwellfestigkeit von Rohrbögen mit unrundem Querschnitt

18
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

Bild 3 — Bl, BA bei vorgegebenem Innendurchmesser

19
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Bild 4 — Bl und BA bei vorgegebenem Außendurchmesser

20
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

Bild 5 — Berechnungsbeiwert B für Rohrbögen gleicher Wanddicke (svi = sva)


mit Außendurchmesser = Nenndurchmesser

21
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

6 Erläuterung zur Berechnung von Rohren nach Tabelle 3

6.1 Allgemeines

Siehe hierzu auch [1] bis [5].

Die Berechnung gilt für unter Innendruck stehende Rohre. Den Gleichungen (2a, 2b), (3a, 3b, 3c, 3d) und (4)
der Tabelle 3 liegt die Schubspannungshypothese zu Grunde, die nur die größte und kleinste Hauptspannung,
d. h. bei Beanspruchung des Rohres durch Innendruck in der Regel die Spannungen u und  r berücksichtigt.
Solange die Längsspannung  l aus Innendruck und Zusatzbeanspruchungen (siehe Abschnitt 7) in den Gren-
zen zwischen u und  r bleibt, d. h. solange

p  di
für Gleichung (2a, 2b)  p €  l €
2s

p  di
für Gleichung (3a, 3b)  p / 2 €  l €
2s

p € d i  s €
für Gleichung (3c, 3d) und (4) ‚ p   l 
2s

erfüllt ist, wird das Ergebnis der Berechnung nicht beeinflusst.

Überschreiten die Beanspruchungen die genannten Grenzen, ist Abschnitt 7 zu berücksichtigen.

6.2 Berechnungsdruck

Unter Berechnungsdruck p ist der innere Überdruck in einem Rohrleitungsabschnitt unter Beachtung aller Be-
triebszustände zu verstehen.

Für den Berechnungsdruck p ist dabei der größere der unter a) und b) angeführten Werte einzusetzen.

1) Maximal möglicher Überdruck an der Sicherheitseinrichtung zuzüglich Druck aus Höhendifferenz


zwischen Sicherheitseinrichtungen und tiefstem Leitungspunkt.

Die nachfolgenden Anteile des Spitzendruckes p (maximal möglicher innerer Überdruck), der sich bei den zu
erwartenden Betriebszuständen einschließlich der Druckerhöhungen infolge Höhendifferenz, Druckver-
lust und dynamischer Vorgänge (z. B. Druckstoß) ergibt:

p  1,00 p, wenn die Wirkungszeit des Spitzendruckes mehr als 10 % der vorgesehenen Gesamtbe-
triebszeit beträgt.

p  0,83 p, wenn die Wirkungszeit des Spitzendruckes nicht mehr als 1 % der vorgesehenen Gesamt-
betriebszeit beträgt.

Zwischenwerte sind linear zu interpolieren.

Die unter b) aufgeführten abgeminderten Spitzendrücke infolge Druckstoß gelten nur für die Berechnung
gegen vorwiegend ruhende Beanspruchungen (Geltungsbereich I und II). Bei Berechnung gegen
schwellende Beanspruchungen (Geltungsbereich III) sowie bei den Abgrenzungen gegen schwellende
Beanspruchung nach 6.3 sind die tatsächlichen Spitzendrücke infolge Druckstoß einzusetzen.

Dynamische Druckänderungen (Druckstöße) sind insbesondere bei flüssigen Medien zu beachten.

22
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

6.3 Zulässige Beanspruchung

6.3.1 Allgemeines

Die zulässige Beanspruchung ist  zul € K / S € Y  K . Die Schreibweise Y  K wird dabei aus dem internatio-
nalen Regelwerk zur Berechnung von Rohren für Rohrleitungen übernommen. Der Faktor Y gibt an, welcher
Nutzungsgrad dem Festigkeitskennwert K bei dieser Beanspruchung zugeordnet werden kann. Die Werte für
den Sicherheitsbeiwert S und den Nutzungsgrad Y sind in Tabelle 3 angegeben.

Bei schwellender Beanspruchung ist eine Berechnung gegen vorwiegend ruhende Beanspruchung
(Geltungsbereich I) ausreichend, wenn nahtlose Rohre mit  N  1,0 verwendet werden und wenn im Betrieb
die für verschiedene Zugfestigkeiten in den Tabellen 6 und 7 angegebenen und mit der Lastspielsicherheit
S L  10 ermittelten Lastspielzahlen bei den jeweils aufgeführten, der Berechnung zu Grunde liegenden
zulässigen Beanspruchungen  zul nicht überschritten werden [8]. Bei der Ermittlung der Lastspielsicherheit
sind nur die Druckänderungen großer Schwingbreite, wie sie z. B. beim An- und Abfahren einer Rohrleitung
entstehen, in Betracht zu ziehen. Sind höhere Lastspielzahlen zu erwarten, so muss zusätzlich nach
Geltungsbereich III gerechnet werden.

Tabelle 6 — Grenzlastspielzahlen für nahtlose Stahlrohre


(Ermittlung mit SL = 10 aus Bild 6, 6.3.4)


Rm
 zul
N/mm2
N/mm2 350 bis 450 500 550 600 650
160 100 000 > 100 000 > 100 000 > 100 000 > 100 000
180 50 000 90 000 > 100 000 > 100 000 > 100 000
200 30 000 50 000 80 000 > 100 000 > 100 000
250 — 17 000 26 000 40 000 56 000
300 — — — 60 000 22 000
350 — — — — 10 000

Tabelle 7 — Grenzlastspielzahlen für nahtlose Stahlrohre mit einem äußeren


Durchmesser  114,3 mm
Güteeigenschaften nach DIN 1630, DIN EN 10208-2 oder vergleichbaren Normen und Regelwerken
(Ermittelt mit SL = 10 aus Bild 7, 6.3.4)


Rm
N/mm2
N/mm2
350 400 450 500
160 > 100 000 > 100 000 > 100 000 > 100 000
180 70 000 > 100 000 > 100 000 > 100 000
200 — — > 100 000 > 100 000
250 — — — 70 000

23
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

6.3.2 Geltungsbereich I, vorwiegend ruhend beansprucht bis 120° C

Als Festigkeitskennwert K ist der spezifizierte Mindestwert der Streckgrenze bei 20 °C einzusetzen. Bei Fein-
kornbaustählen nach DIN EN 10216-3 und bei austenitischen Stählen, die bei Betriebstemperaturen über
50 °C verwendet werden, ist jedoch die Streckgrenze bei Betriebstemperatur maßgebend.

Für Temperaturen unter 20 °C ist die Streckgrenze bei 20 °C einzusetzen.

Bei der Verwendung von Sonderstählen mit hohem Verhältnis der spezifizierten Mindestwerte von Streck-
grenze zu Zugfestigkeit darf als Festigkeitskennwert K jedoch höchstens eingesetzt werden:


0,7 R m bei unvergüteten Stählen


0,8 R m bei vergüteten Stählen sowie bei mikrolegierten, kontrolliert gewalzten Stählen mit niedrigem
Kohlenstoff-Äquivalent.

Bei Vorliegen ausreichender und nachgewiesener Betriebsbewährung bzw. entsprechenden Eig-


nungsnachweisen kann von diesen Grenzwerten abgewichen werden.

Eine ausreichende Betriebsbewährung ist an Rohren bzw. Rohrleitungen aus (dem beabsichtigten
  
Anwendungsfall) den entsprechenden Stahlsorten mit R p 0,2 / R m  0,80 (bzw.  0,7 R m ) 4) nachzu-
weisen. Diese Rohre müssen ihre rechnerische und betriebliche Ausnutzung in einem Bereich
 
K  0,8 € R m (bzw.  0,7 R m ) haben, der ebenfalls den Verhältnissen des beabsichtigten Anwen-
dungsfalles entspricht.

Für Rohre aus „neuen“ Stählen oder solchen, für die eine ausreichende Betriebsbewährung nicht
zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, sind entsprechende Eignungsnachweise für eine Anwen-
 
dung von K  0,8 R m (bzw.  0,7 R m ) zu erbringen.


Die verwendeten Stähle müssen ein genügend hohes Formänderungsvermögen aufweisen. Die untere
Grenze hierfür ist der Wert der Bruchdehnung A € 14 % Lo € 5,65  S o der Längsprobe bei 20 °C.

 
Bei austenitischen Stählen mit einem Verhältnis von 0,2 %-Dehngrenze zu Zugfestigkeit R p 0,2 / R m 0,5 bei

20 °C dürfen die Rohre unter Zugrundelegung der 1 %-Dehngrenze R p 1,0 berechnet werden.

Die angegebenen Sicherheitsbeiwerte sind Mindestwerte. Sie sind abhängig von der für Längsproben5) bei
20 °C geltenden Bruchdehnung der Werkstoffe zu ermitteln.

Zwischenwerte dürfen linear interpoliert bzw. bei kleineren Dehnungen als 15 % extrapoliert werden.

  
4) Anstelle R p 0,2 auch R eH bzw. R t 0,5

5) Wird in den Werkstofftabellen die Bruchdehnung in Querrichtung angegeben, können die zur Ermittlung des Sicher-
heitsbeiwertes dienenden Dehnungswerte um 2 Einheiten erhöht werden.

24
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04


Rohre ohne Abnahmeprüfung dürfen nur aus unlegierten Stählen bis 550 N/mm2 Mindestzugfestigkeit und
aus austenitischen Stählen mit einer Bruchdehnung von A  40 % Lo € 5,65  S o vorgesehen werden.

6.3.3 Geltungsbereich II, vorwiegend ruhend beansprucht über 120 °C

Die in der Berechnung einzusetzende zulässige Beanspruchung  zul ist der niedrigste Wert, der sich aus den
beiden folgenden Festigkeitskennwerten K dividiert durch den Sicherheitsbeiwert S ergibt:


1) Warmstreckgrenze R p 0,2 /  bei der Berechnungstemperatur in °C mit dem Sicherheitsbeiwert

S = 1,5 für Rohre mit Abnahmeprüfzeugnis nach DIN EN 10204 für die Lieferung

S = 1,7 für Rohre mit Abnahmeprüfzeugnis nach DIN EN 10204.

Bei austenitischen Stählen mit einem Verhältnis von Streckgrenze zu Zugfestigkeit  0,5 bei 20 °C dürfen
 
Rohre unter Zugrundelegung der 1 %-Dehngrenze R p 1,0 /  (statt R p 0,2 /  ) berechnet werden.

Festigkeitskennwerte zwischen 120 °C und 200 °C sind linear zu interpolieren, mit den Eckwerten 100 °C
und 200 °C oder, wenn kein Festigkeitskennwert für 100 °C vorliegt, mit den Eckwerten 20 °C und
200 °C.

Für Rohre nach DIN EN 10216-1, DIN EN 10217-1 und DIN 1630 ohne nachgewiesene Festigkeitskenn-
werte für höhere Temperaturen sind die Sicherheitsbeiwerte um 20 % höher anzusetzen.

2) Zeitstandfestigkeit bei Berechnungstemperatur

Für die Berechnung mit der Zeitstandfestigkeit ist Voraussetzung, dass für die Rohre ein Abnahmeprüf-
zeugnis nach DIN EN 10204 vorliegt.

Es sind in Betracht zu ziehen:

a) 200 000 Stunden-Zeitstandfestigkeit (Mindestwert)



R m/ 200 000 / (Mindestwert) = 0,8  Rm/ 200 000 / (Mittelwert) mit dem Sicherheitsbeiwert S = 1,06) oder,
falls Werte für 200 000 Stunden nicht zur Verfügung stehen

b) 100 000 Stunden-Zeitstandfestigkeit (Mittelwert)

Rm/100 000 / bei der Berechnungstemperatur mit dem Sicherheitsbeiwert S = 1.5.

Bei kürzer befristeten Laufzeiten, z . B. bei Versuchsanlagen, darf mit Zeitstandfestigkeitswerten ge-
rechnet werden, die auf kürzere Bezugszeiten abgestellt sind. Voraussetzung dafür ist, dass die Anlagen
entsprechend überwacht werden6).

6) Zeitstandfestigkeitswerte für 200 000 Stunden sind in DIN EN 10216-2 enthalten.


Die Anwendung der Berechnung mit Langzeitwerten für 200 000 Stunden setzt die Beachtung der TRD 508 Anlage 1
voraus.

25
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

6.3.4 Geltungsbereich III, schwellend beansprucht bis 120 °C

6.3.4.1 Allgemeines

Bei schwellend beanspruchten Rohren ist zu der Berechnung gegen Verformungen nach Geltungsbereich I
zusätzlich die Untersuchung auf Zeitschwingbruch unter Berücksichtigung der in Betracht kommenden Last-
spielzahl n bzw. auf Dauerbruch durchzuführen. Die dabei ermittelte größere Wanddicke ist zu wählen.

a) Berechnung gegen unzulässiges Verformen

Die Berechnung ist nach Geltungsbereich I, 6.3.2 durchzuführen.

b) Prüfung auf Zeitschwingbruch bzw. Dauerbruch

Je nach Häufigkeit und Schwingbreite der in einem Rohrleitungsabschnitt auftretenden Druckschwankun-


gen (Lastspielzahlen) ist die Prüfung auf Zeitschwingbruch bzw. die Berechnung gegen Dauerbruch
durchzuführen.

Grenzkurven für die Zeit- bzw. Dauerschwellfestigkeit nahtloser und geschweißter Stahlrohre sind auf
Grund von Innendruckschwellversuchen mit jeweils konstanter Schwingbreite in den Bildern 6 und 7 wie-
dergegeben. [9, 10, 11, 12]

In diesen Wöhlerkurven ist der Einfluss der Oberfläche, der Form, des Werkstoffes und des Schweißver-
fahrens bereits erfasst, so dass diese Einflussgrößen nicht nochmals besonders berücksichtigt werden
müssen.

Aus diesem Grund erscheint N nicht mehr in Gleichung (4).

Diese Schwellfestigkeitskennwerte gelten unter der Voraussetzung, dass die Rohre hohe Güteeigenschaften
aufweisen, bei geschweißten Rohren z. B. den Anforderungen nach DIN EN 10217-1, DIN EN 10208-2 oder
vergleichbarer Lieferbedingungen mit N = 1,0 entsprechen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, dass
insbesondere im Schweißnahtbereich der Rohre die Formabweichungen klein sind.

Für nahtlose Rohre gelten die Schwellfestigkeitswerte nach Bild 6. Für nahtlose Rohre mit einem äußeren
Durchmesser da  114,3 mm mit besonders hohen Güteeigenschaften nach DIN 1630, DIN EN 10208-2 oder
vergleichbaren Lieferbedingungen dürfen die erhöhten Schwellfestigkeitswerte nach Bild 7 benutzt werden.

Für Präzisionsstahlrohre aus St 35 NBK (DIN EN 10305-1, nahtlos) und St 37-2 NBK (DIN EN 10305-2, ge-
schweißt und N = 1,0) darf für die Berechnung ein Dauerschwellfestigkeitswert Sch/D = 225 N/mm2 zu Grun-
de gelegt werden [13].

Die Angaben beziehen sich allgemein auf gerade Rohre mit in den zulässigen Toleranzen liegenden Form-
abweichungen.

Zu beachten ist weiterhin, dass die Schwellfestigkeit bei stark korrodierter Innenoberfläche der Rohre be-
trächtlich abfällt.

Über Lebensdauerbetrachtungen aus weiteren Einflussgrößen, z. B. Oberflächenschädigung, siehe [14].

6.3.4.2 Lastspiele gleicher Schwingbreite

Die Berechnung wird nach Gleichung (4) gegen Zeitschwingbruch durchgeführt. Die zulässige Bean-
spruchung ~zul der Rohre gegen Zeitschwingbruch ist aus den Bildern 1 und 2 für die Bruchlastspielzahl
n B € S L  n zu entnehmen. Dabei bedeutet n die im Laufe der gesamten vorgesehenen Betriebszeit zu er-
wartende Lastspielzahl, während SL die Lastspielsicherheit darstellt [15, 16, 17, 18].

Sind Betriebslastkollektive bekannt, genügt eine Lastspielsicherheit SL = 5. Eine höhere Lastspielsicherheit


wird empfohlen, wenn besondere Korrosionsbedingungen oder sonstige Oberflächenschädigungen zu erwar-
ten sind.

26
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

Bei der Berechnung gegen Dauerbruch beträgt die zulässige Beanspruchung


 Sch/D
~zul 
S

Als Sicherheitsbeiwert ist S = 1,5 einzusetzen.

Bild 6 — Schwellfestigkeit nahtloser Stahlrohre > 114,3 mm Außendurchmesser

Bild 7 — Schwellfestigkeit nahtloser Stahlrohre mit einem äußeren Durchmesser da  114,3 mm.
Güteeigenschaften nach DIN 1630, DIN EN 10208-2 oder vergleichbaren Normen und Regelwerken.

27
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

6.3.4.3 Lastspiele unterschiedlicher Schwingbreite

Bei Rohren, die Innendrücken unterschiedlicher Höhe ausgesetzt sind, ist eine unmittelbare Berechnung der
Wanddicke sv nicht möglich. Die Untersuchung erstreckt sich dann auf die Nachprüfung der im Laufe des Be-
triebes zu erwartenden Schädigung. Literatur hierzu siehe [14, 19 bis 23].

Das kann nach der linearen Schädigungs-Akkumulations-Hypothese („Miner-Regel“) erfolgen. Dazu sind mit
ungünstigster Kombination der Drücke für die unterschiedlichen Druckschwingbreiten

€ 
p i € p i  p i

die sich aus Gleichung (4) ergebenden Spannungsschwingbreiten

Schi  0,5 € p i € (1  d a / s v )

zu ermitteln und dafür aus dem zutreffenden der Bilder 6 und 7 die zugehörigen Ni zu entnehmen.

Mit den gegebenen Betriebslastspielzahlen ni ergibt sich dann für die Schädigung D die Bedingung:


m
ni n n n 1
D‚ ‚ 1  2  ...  m € mit S L  2
i 1
Ni N1 N2 Nm SL

Sind keine Betriebslastkollektive bekannt, sondern liegen nur Angaben über die zu erwartenden Druckände-
rungen beim An- und Abfahren vor, so ist mit einer Lastspielsicherheit SL  10 zu rechnen.

6.4 Berechnungstemperatur

Die Berechnungstemperatur ist die zur Festlegung der Festigkeitskennwerte maßgebende Rohrwandtempe-
ratur.

Bei unbeheizten Rohren gilt als Berechnungstemperatur die höchste zu erwartende Temperatur des Durch-
flussmediums unter Beachtung aller Betriebszustände.

Sind für die Wanddickenberechnung Zeitstandfestigkeitswerte maßgebend, ist eine um 5 K (Messtoleranz)


über der Mediumtemperatur liegende Berechnungstemperatur anzusetzen.

Angaben über Berechnungstemperaturen von beheizten Rohren enthalten TRD 300 und AD 2000-Merkblatt
B 0.

Bei Rohrleitungen nach 6.3.3 (Geltungsbereich II) darf die Berechnungstemperatur kurzzeitig um höchstens
10 K überschritten werden, wenn die Gesamtdauer der Überschreitung 5 % der Gesamtbetriebszeit nicht
übersteigt.

6.5 Berücksichtigung des Druckstoßes

Dynamische Druckänderungen (Druckstöße) sind den stationären Betriebsdrücken für den Normalbetrieb hin-
zuzurechnen. Bei Rohrleitungen, die bei hoher Temperatur gegen die Zeitstandfestigkeit ausgelegt werden, ist
diese Druckerhöhung nur bei der Überprüfung der Sicherheit gegen die Warmstreckgrenze zu berück-
sichtigen.

Druckstöße treten auf, wenn die Strömungsgeschwindigkeit in einer Rohrleitung verändert wird, z. B. durch
Schließen oder Öffnen von Absperr- oder Regelarmaturen, bei In- und Außerbetriebnahme von Pumpen,
Turbinen, Kompressoren oder ähnliches.

28
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

Wasserschläge sind Folge eines negativen Druckstoßes und entstehen nach dem Abreißen der Wassersäule
infolge Unterdruck durch das nachfolgende, ungedämpfte Wiederauftreten der rückströmenden Wassersäule
auf das Absperrorgan.

Wesenlichte Einflussgrößen auf die Höhe eines Druckstoßes p sind die Länge l des maßgebenden Rohr-
leitungsabschnitts, die Schließ- oder Stellzeit Ts des Steuerorgans, die Strömungsgeschwindigkeit w und die
Fortpflanzungsgeschwindigkeit a der Druckwelle im Medium.

Unter Vernachlässigung der Reibungseinflüsse in der Flüssigkeit beträgt bei einer plötzlichen Geschwindig-
keitsänderung
w € w1  w2

die maximale Druckänderung:


€  a  w
p € (6)
10 6

Der maximale Druckstoß (Joukowsky-Stoß) errechnet sich nach Gleichung (6), wenn die Strömungsgeschwin-
digkeit von w1 auf w2 = 0 plötzlich, d. h. in einer sehr kurzen Schließzeit
„ l
Ts ‚ Ts † TR mit Reflexionszeit TR … 2  reduziert wird.
ƒ a€

Bei Steuerorganen mit einer linearen Geschwindigkeitsänderung kann durch eine Verlängerung der Schließ-
zeit auf mehrere Reflexionszeiten eine merkliche Reduzierung des Druckstoßes bewirkt werden mit
€  a  w TR
p €  (7)
10 6 TS

Die Berechnung der Druckfortpflanzungsgeschwindigkeit a kann nach [31] vorgenommen werden.

Für Hydraulikleitungen mit verhältnismäßig dickwandigen Rohren gilt als Mittelwert für Wasser und für dünn-
flüssige Öle a  1 300 m/s. Für dünnwandigere Fernleitungen kann sich dieser Wert auch auf a  1 000 m/s
ermäßigen.

Die oben genannten Gleichungen können nur für näherungsweise Berechnung des Druckstoßes verwendet
werden. Es empfiehlt sich daher, druckstoßgefährdete Rohrleitungen, darunter fallen auch solche für hoch-
verdichtete Gase, genau zu untersuchen, um möglichst alle Einflussgrößen zu erfassen und abzuwägen, so-
wie gegebenenfalls druckstoßdämpfende (z. B. konstruktive) Maßnahmen vorzusehen.

Literatur zu diesem Abschnitt siehe [6, 7, 24 bis 32, 59, 60].

6.6 Zuschlag c

6.6.1 Allgemeines

Der Zuschlag setzt sich aus den Einzelzuschlägen für zulässige Wanddicken-Unterschreitung c1 sowie für
Korrosion bzw. Abnutzung c2 zusammen.

6.6.2 Zuschlag c1 zum Ausgleich der zulässigen Wanddicken-Unterschreitung

Bei allen drei Geltungsbereichen sind die bei der Herstellung nahtloser Rohre zulässigen Wanddicken-
Unterschreitungen als Wert c1 der errechneten Wanddicke Sv zuzuschlagen. Der Wert c1 bzw. c1' ist in den
technischen Lieferbedingungen für nahtlose Rohre festgelegt. Wird die zulässige Wanddicken-Unter-
schreitung c1' in % angegeben, so errechnet sich der absolute Zuschlag c1 in mm wie folgt:

29
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

c1  s v € c 2 €
c1'
(8)
100  c1'

Bei der Berechnung von Rohren im Geltungsbereich (siehe 8) dieser Norm sind nur die Wanddicken-
Unterschreitungen, die über die ganze Länge der Rohre zulässig sind, nach den technischen Lieferbedin-
gungen zu berücksichtigen. Die darüber hinausgehenden begrenzten Unterschreitungen, die sich nur auf
einen kleinen Längenbereich erstrecken und die in den technischen Lieferbedingungen ebenfalls festgelegt
sind, brauchen bei der Ermittlung des Zuschlages c1 nicht beachtet zu werden.

6.6.3 Zuschlag c2 zur Berücksichtigung von Korrosion bzw. Abnutzung

In dem Zuschlag c2 wird eine Wanddicken-Verminderung berücksichtigt, die durch Korrosion und/oder durch
Abnutzung hervorgerufen werden kann; er ist abhängig von Medium und Umgebung festzulegen. Die Vermin-
derung der Schwellfestigkeit durch Korrosion wird durch einen solchen Zuschlag c2 nicht erfasst (siehe auch
6.3.4).

Für c2 ist bei ferritischen Stählen im allgemeinen ein Wert von 1 mm ausreichend. Bei austenitischen Stählen
braucht im allgemeinen ein Zuschlag für Korrosion nicht berücksichtigt zu werden.

Der Zuschlag kann entfallen, wenn der Korrosionsgefahr vorgebeugt wird bzw. kein Verschleiß zu erwarten
ist. Werkstoffbeeinflussung durch Spannungsrisskorrosion oder ähnliche Erscheinungen sind besonders zu
berücksichtigen und können durch einen Zuschlag c2 nicht abgedeckt werden.

6.7 Prüfdruck für das einzelne Rohr

Die Höhe des Prüfdruckes für den im Herstellerwerk am geraden Rohr durchgeführten Innendruckversuch ist
im allgemeinen in den technischen Lieferbedingungen angegeben bzw. kann zwischen Besteller und Herstel-
ler vereinbart werden.

Soll ein Überschreiten der Streckgrenze an der Innenfaser des Rohres vermieden werden, so darf unter An-
wendung der Gestaltänderungsenergie-Hypothese der Prüfdruck nicht höher sein als

 2  s € c1 €   N
p'  B p  Y '  R eH (5)
da

Der Faktor Bp, der die beim Prüfen in der Presse auftretende Entlastung in Längsrichtung sowie den zum
Dichthalten auf die Rohrenden wirkenden Druck berücksichtigt [33], beträgt für Rohre

mit s/da  0,1 Bp = 0,96 (9)

mit s/da > 0,1 Bp = 1,02 – 0,6 s/da

 
Der Nutzungsgrad der Streckgrenze R eH bzw. R p 0,2 beträgt im allgemeinen Y'  0,95; damit wird der Labilität
im Gebiet der oberen Streckgrenze sowie den im Bereich der 0,2 %-Dehngrenze schon auftretenden bleiben-
den Dehnungen am Rohr Rechnung getragen.

Wird ein höherer Prüfdruck als nach Gleichung (5) durch Wahl von Y' bis 1,0 zwischen Besteller und Her-
steller vereinbart, so ist ein einseitiges Fließen andere Stelle der geringsten Wanddicke und eine Vergröße-
rung des Durchmessertoleranzfeldes des einzelnen Rohres zu erwarten.

30
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

7 Berechnungsgrundsätze für Rohre

7.1 Allgemeines

Im allgemeinen genügt die Wanddickenberechnung gegen vorwiegend ruhende Beanspruchung aus Innen-
druck nach Geltungsbereich I und II, wie aus den Tabellen 6 und 7 zu ersehen ist. Werden die dort angege-
benen Grenzlastspielzahlen überschritten, so sind derartige Rohre nach Geltungsbereich III zu berechnen
bzw. nachzuprüfen. Auftretende, auch wechselnde Zusatzbeanspruchungen sind gegebenenfalls zu beach-
ten.

Gegenüber der gesamten Wechselbeanspruchung ~v (siehe 7.4.3) sollte mindestens eine Lastwechsel-
sicherheit von SL = 2 gegenüber der in Betracht kommenden Zeitschwellfestigkeit bzw. 1,1fache Sicherheit
gegen Dauerschwellfestigkeit gefordert werden.

7.2 Zusatzbeanspruchungen

7.2.1 Allgemeines

Die wichtigsten Zusatzbeanspruchungen von Rohren in Rohrleitungen ergeben sich durch die in 7.2.2 bis
7.2.7 angegebenen Kriterien.

7.2.2 Biegemomente aus Streckenlasten infolge Eigengewicht der Rohrleitung einschließlich


Beschichtung, Auskleidung, Dämmung und Rohrinhalt, Wind- und Schneelasten, Ein- oder
Aufbauten usw.

Durch Streckenlasten hervorgerufene Biegemomente ergeben bei nicht eingeerdeten Rohrleitungen Längs-
spannungen, die im allgemeinen statischen Nachweis berücksichtigt werden müssen. Ebenso müssen örtlich
an den Auflagerstellen auftretende Beanspruchungen beachtet werden [34 bis 38].

7.2.3 Biegemomente in Umfangsrichtung aus Erd- und Verkehrslasten bei eingeerdeten Rohren

Stahlrohre mit einem Wanddicken-Durchmesserverhältnis s/da  0,01 sind für die übliche Einerdung aus-
reichend bemessen. Als übliche Einerdung gilt hierfür eine Überdeckung von 1 m bis 6 m auch unter Ver-
kehrsbelastung bis SLW 60. Ein besonderer Belastungsnachweis ist nur bei Nichteinhaltung dieser Grenzen
erforderlich. Für eine übliche Einerdung sind auch die Angaben in DIN 2460 und DIN 2470-2 zu beachten.

Eine einwandfreie Grabensohle und sorgfältige Verfüllung des Rohrgrabens tragen besonders bei großen
Rohrdurchmessern wesentlich zu einer günstigen Beanspruchung des Rohres bei [39 bis 44].

Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Spannungen und Verformungen für eingeerdete Rohre sind in
[45, 57, 58] angegeben.

7.2.4 Biegemomente aus einer elastischen Krümmung der Rohrachse bei der Verlegung

Die Spannung in Längsrichtung, die sich bei einer elastischen Krümmung der Achse mit dem Radius r ergibt,
beträgt

E  da
l  € (10)
2r

7.2.5 Kräfte und Momente infolge behinderter Wärmedehnungen der Rohrleitung und dadurch
entstehende Längsspannungen

Kräfte und Momente infolge behinderter Wärmedehnung führen beim geraden Rohr in ebenen Systemen zu
Längsspannungen, in räumlichen Systemen außerdem zu Torsionsspannungen.

31
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Eine Wanddickenvergrößerung bedeutet im Hinblick auf behinderte Wärmedehnung keine Verbesserung der
Konstruktion, sondern führt zu einer weiteren Erhöhung der Zwangskräfte.

Die Beanspruchung aus behinderter Wärmedehnung kann bei freigeführten Leitungen durch Wahl einer
zweckmäßigen Leitungsführung und die richtige Anordnung der Festpunkte sowie durch den Einbau von
Dehnungsausgleichern günstig beeinflusst werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Kraftwirkungen im
Betriebszustand durch Vorspannen der Leitung bei der Montage zu vermindern.

Bei erdverlegten Rohren darf bis zu einer Temperaturabweichung von  30 K gegenüber dem Einbauzustand
auf einen Nachweis verzichtet werden.

7.2.6 Ungleichmäßige Temperaturverteilung über die Wanddicke

Die Wärmespannungen in der Wandung bei einem Temperaturunterschied  zwischen der Rohrinnenseite
und Rohraußenseite können bis zu u = da/di = 1,2 für die Umfangs- und Längsrichtung näherungsweise
berechnet werden zu

‚ uw ƒ ‚ lw ‚    l  €
1 E
 (11)
2 1€

wobei auf der kälteren Seite die Zugspannungen entstehen. Für genauere Berechnungen, insbesondere bei
dickeren Wandungen, siehe [5], [46].

Die Wärmespannungen ! w, die sich in Rohren ergeben, wenn mit der Temperaturänderungsgeschwindigkeit
w an- oder abgefahren wird, betragen für unlegierte und niedriglegierte Stahlrohre näherungsweise

2
 uw ‚  lw  €  E  w  s 2 (12)
10 10

bzw. für austenitische Stahlrohre

5
 uw ‚  lw  €  E  w  s 2 (13)
10 10

Beträchtliche Wärmespannungen können durch plötzliches Aufheizen oder Abkühlen (Thermoschock) ent-
stehen.

Genauere Angaben zu Wärmespannungen infolge Temperaturänderungsgeschwindigkeit und Thermoschock


machen [5], [47], [48] sowie TRD 301 Anlage 1.

7.2.7 Biegemomente in Umfangsrichtung infolge Unrundheit

Werden unrunde Rohre unter Innendruck gesetzt, so ergeben sich in der Wandung Biegespannungen in
Umfangsrichtung [50], da der innere Überdruck den unrunden Rohrquerschnitt rund zu drücken sucht. Bei
Annahme eines etwa elliptischen Ausgangsquerschnittes mit der Abweichung des Halbmessers von der
Kreisform r treten die maximalen Umfangsbiegespannungen in den Scheitelpunkten der Ellipse auf. Ihr Wert
errechnet sich zu

 p  d i 6r 1
€ u,b  €   (14)
2  sv sv Bu

mit dem Beiwert [50]

32
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

1 …  2 p „ da … sv 
Bu ˆ 1 ‡ † † ‚‚ 
3

E ƒ sv 
€
(15)
2

Im allgemeinen brauchen bei Rohren unter vorwiegend ruhender Innendruckbeanspruchung die Spannungen
aus Unrundheit nicht berücksichtigt zu werden.

Bei schwellender Innendruckbeanspruchung ist die entsprechend den technischen Lieferbedingungen für
Rohre (z. B. DIN 1630, DIN EN 10208-2, DIN EN 10216-1und DIN EN 10217-1) zulässige Unrundheit in den
Schwellfestigkeitswerten der Bilder 6 und 7 bereits berücksichtigt. Für darüber hinausgehende Unrundheiten
ist die entsprechende Biegespannung nach Gleichung (14) den Spannungen aus dem Innendruck sowie aus
anderen zusätzlichen Belastungen zu überlagern. Als Vergleichswerte sind die Bilder 6 und 7 mit den Sicher-
heitsbeiwerten nach Tabelle 3, Geltungsbereich III heranzuziehen. Eine Beurteilung auf Zeitschwingbruch
bzw. auf Dauerbruch kann nach [49] durchgeführt werden.

7.3 Äußerer Überdruck

Bei Rohren unter äußerem Überdruck oder innerem Unterdruck ist die Sicherheit gegen Einbeulen nachzu-
weisen. Äußerer Überdruck und innerer Unterdruck sind bei gleichzeitigem Auftreten zu addieren.

Der kritische Außendruck, bei dem das elastische Einbeulen eines kreisrunden Rohres erfolgt, beträgt

„ s 
pk ˆ † ‚‚ 
3


2E
1…2 ƒ da €
(16)

Formabweichungen beeinträchtigen die Einbeulfestigkeit beträchtlich. Mit Rücksicht auf mögliche Unrundheit
der Rohre ist im allgemeinen eine Sicherheit von mindestens SK = 3 gegenüber dem vorhandenen Außen-
druck zu fordern.

Tritt Unterdruck allein auf oder ist der äußere Überdruck zuzüglich etwa vorhandenem Unterdruck nicht grö-
ßer als 0,1 N/mm2 (= 1 bar), so braucht der Beulnachweis nur für Rohre mit einem Wanddicken-
Durchmesserverhältnis s/da < 0,01 geführt zu werden.

Bei eingeerdeten Rohrleitungen ist außerdem ein Nachweis der Einbeulsicherheit unter Berücksichtigung des
zu erwartenden Erddruckes zu führen [45].

7.4 Einteilung und Bewertung der Spannungen

7.4.1 Allgemeines

Die Beanspruchungen lassen sich hinsichtlich ihrer Ursache und Auswirkung unterteilen. Sie dürfen nach dem
Verfahren der Spannungskategorisierung [51 bis 54] oder mit Hilfe des Bauteilfließkonzeptes [55, 56] bewertet
werden. Beide Verfahren liefern annähernd gleiche sicherheitstechnische Aussagen.

7.4.1.1 Spannungskategorien

Je nach Ursache und nach Auswirkung auf das Bauteilverhalten werden die Spannungen in folgende Span-
nungskategorien unterteilt:

 Primärspannungen,
 Sekundärspannungen,
 Spannungsspitzen.

33
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Wegen ihrer unterschiedlichen sicherheitstechnische Bedeutung dürfen sie in unterschiedlicher Höhe zuge-
lassen werden.

Das Verfahren der Spannungskategorisierung ist sowohl für statische als auch für schwingende Bean-
spruchungen anwendbar und setzt ideal elastisch berechnete Spannungen voraus, ist aber nicht für Stabili-
tätsberechnungen anwendbar.

7.4.1.2 Primärspannungen

Darunter sind solche linear verteilte Spannungen oder Spannungsanteile zu verstehen, die das Gleichgewicht
mit den äußeren Lasten herstellen. Diese Lasten bleiben auch nach dem Plastifizieren des Querschnittes er-
halten (d. h. sie bauen sich nicht ab). Dazu gehören z. B. folgende Lasten:

 Innen- und Außendruck;


 Erddruck und Verkehrslast bei eingeerdeten Rohrleitungen,
 Gewichts-, Schnee- und Windlasten bei Leitungen im Freien.

7.4.1.3 Sekundärspannungen

Sekundärspannungen sind solche linear verteilten Spannungen oder Spannungsanteile, die sich aus be-
hinderter Wärmedehnung oder infolge geometrischer Unstetigkeiten unter äußeren Belastungen ergeben.
Darunter fallen z. B. Spannungen aus:

 behinderter Wärmedehnung der Rohrleitung,

 ungleichmäßigen Temperaturen über die Wanddicke,

 unterschiedlichem Dehnverhalten an Übergängen zu anderer geometrischer Form (z. B. unterschiedliche


Wanddicken, aufgesetzte Ringe, Übergänge zu Böden etc.),

 Unrundheit bei innerem Überdruck.

Die Sekundärspannungen können sich im Falle der Überbeanspruchung durch plastisches Verformen ab-
bauen. Sie führen somit bei vorwiegend ruhender Belastung nie unmittelbar zum Versagen, können jedoch
bei oft wiederholten Verformungswechseln Ursache von Ermüdungsbrüchen sein.

7.4.1.4 Spannungspitzen

Spannungsspitzen sind solche nichtlinear verteilte Spannungen, die der Summe der primären und sekun-
dären Spannungen in eng begrenzten Bereichen überlagert sind. Sie bewirken zwar örtliche Dehnungen, je-
doch keine merklichen Verformungen der Gesamtstruktur; sie sind in Verbindung mit primären und sekun-
dären Spannungen nur im Hinblick auf das Ermüdungsverhalten des Bauteiles von Bedeutung.

Zu den Spannungsspitzen zählen z. B.:

 Kerbspannungen,

 Lochrandspannungen,

 Spannungen aus Thermoschock bei An- oder Abfahren einer Rohrleitung.

7.4.2 Bauteilfließkonzept

Es wird das integrale Bauteilverhalten untersucht und bewertet. Dabei wird bei inhomogen beanspruchten
Bauteilen berücksichtigt, dass bei örtlicher überelastischer Beanspruchung die zuvor weniger beanspruchten

34
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

Bauteilbereiche stärker zur Lastaufnahme herangezogen werden. Dies führt zu einer besseren Bauteilausnut-
zung. Das Verfahren ist nur für vorwiegend ruhende Belastungen anwendbar.

Es darf auf die Beurteilung von Abzweigen, Rohrbögen und durch Lasteinleitungen örtlich beanspruchter
Rohre angewendet werden.

7.4.3 Vergleichsspannungen

Zur Beurteilung eines mehrachsigen Spannungszustandes können die Schubspannungs- oder die Gestalt-
änderungsenergie-Hypothese verwendet werden. Vergleichsspannungen sind

c) nach der Schubspannungs-Hypothese

 vSH €  max   min (17)

d) nach der Gestaltänderungsenergie-Hypothese:

 vGE €
1
!  u  l€
2
 l r€
2
 r u€
2
(18)
2

zu ermitteln.

Für beide Gleichungen ist vorausgesetzt, dass die genannten Spannungen Hauptspannungen sind.

Je nach Beanspruchungsart sind in diese Gleichungen die Spannungen selbst oder die Spannungsschwing-
breiten einzusetzen.

Die Schubspannungs-Hypothese liegt den Formeln der Tabelle 3 zu Grunde, siehe auch Abschnitt 6.

Die Gleichungen (17) und (18) gelten sowohl bei Anwendung der Spannungskategorisierung als auch bei ei-
ner Beurteilung nach dem Bauteilfließkonzept. [51] und TRD 301 Anlage 1

7.4.4 Begrenzung der Spannungen

Die Festlegung der zulässigen Spannungen hängt von den Berechnungsverfahren und den sicherheitstech-
nischen Anforderungen an die Rohre ab. Angaben dazu finden sich in [45, 51, 52, 53, 54, 55, 56] TRD 301
Anlage 1 und AD 2000-Merkblatt S 2.

35
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

Literaturhinweise

[1] Schwaigerer, S.; E: Berechnung von Stahlrohren gegen Innendruck, Erläuterungen zu DIN 2413, Aus-
gabe 1972 Technische Überwachung Bd. 13 (1972) S. 74/78

[2] Class, I.; Jamm, W.; Weber, E.: Berechnung der Wanddicke von innendruckbeanspruchten Stahl-
rohren Z. VDI Bd. 97 (1955) Nr 6 S. 159/67

[3] Schwaigerer, S.: Festigkeitsberechnung von Bauelementen des Dampfkessel-, Behälter- und Rohr-
leitungsbaus Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer-Verlag 1970

[4] Schwaigerer, S.: Rohrleitungen, Theorie und Praxis Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer-Verlag 1967

[5] Schwaigerer, S.: Betrachtungen zur Wanddickenberechnung von Rohren, Z. Rohre, Rohrleitungsbau
(1971) S 90/97

[6] John M. Biggs: Introduction to Structural Dynamics, Mr Graw-Hill Book Company New York ...

[7] Timoshenko, S.; Young. D. H., Weaver, W.: Vibration Problems in Engineering New York: Wiley &
Sons 1974

[8] Wellingr, K., Sturm, D.: Nahtlose und geschweißte Stahlrohre bei ruhender und schwellender Innen-
druckbeanspruchung, Technische Überwachung Bd. 10 (1969) H. 10, S. 114/118

[9] Uebing, D.: Werkstoffverhalten bei ruhender und schwellender Innendruckbeanspruchung, Düsseldorf:
Verlag Stahleisen mbH, 1967

[10] Koch, F. O.; Kaup, K.: Innendruckschwellversuche als Güteprüfung von geschweißten Rohren, Bänder,
Bleche, Rohre, Bd. 11 (1970) H. 9, S 472/77

[11] Wellinger, K.; Zenner, H.: Einfluss des Nennspannungszustandes auf das Festigkeitsverhalten von
Schweißverbindungen bei schwingender Beanspruchung, Technische Mitteilungen,
H. 11. November 1970, S. 551/555

[12] Gaßmann, H.: Beanspruchungszustand und Innendruckschwellverhalten längs- und schraubennahtge-


schweißter Rohre, Techn. Mitteilungen 61 (1968) H. 1, S. 36/41

[13] Wellinger, K.; D. Sturm; W. Stoppler: Schwellfestigkeitsverhalten von nahtlosen Präzisionsstahlrohren


aus St 35.4, 3R international 14 (1975), Heft 4, S. 222/226

[14] Jäger, P.: Zur Lebensdauerberechnung fehlerbehafteter Rohrfernleitungen unter Innendruck mit Hilfe
dimensionsloser Kenngröße, Dr.-Ing. Diss, TU-München 1976

[15] Delvendahl, K. A., D. Sturm: Automatengeschweißte Rundnähte von Großrohrleitungen, Schweiß-


verfahren — Prüfung — Festigkeitsverhalten, 3R international 15 (1976), Heft 7, S. 356/366

[16] Wellingr, K., D. Sturm, G. Mall: Verhalten von Teilen des Behälter-, Kessel- und Rohrleitungsbaus
unter zügiger und schwellender Innendruckbeanspruchung. Schriftenreihe Schweißen und
Schneiden I (1979) H. 14 S. 284/285

[17] Julisch, P.; A. Uhde und W. E. A. Dek: Untersuchungen an eingebeulten Rohren, Deutsche Gesell-
schaft für Mineralölwissenschaft und Kohlechemie e. V. Forschungsbericht 253, Mai 1981

[18] Julisch, P.; A. Uhde und W. E. A. Dek und B. R. Altmann: Weitere Innendruck-Schwellversuche an
Rohren mit Beulen. Deutsche Gesellschaft für Mineralölwissenschaft und Kohlechemie e. V.
Forschungsbericht 330, Dezember 1983

36
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

[19] Buxbaum, O.; Uhde, A.: Häufigkeitsverteilungen der Förderdruckschwankungen in Mineralöl-Fern-


leitungen; Forschungsbericht des Laboratoriums für Betriebsfestigkeit, Darmstadt, Nr. FB-93 (1971)

[20] Gassner, E.; Griese, F. W.; Haibach, E.: Ertragbare Spannungen und Lebensdauer einer Schweiß-
verbindung aus Stahl St 37 bei verschiedenen formen des Beanspruchungskollektivs, Archiv für das
Eisenhüttenwesen, 35. Jg. (1964) H. 3, S. 255/67

[21] Buxbaum, O.: Statistische Zählverfahren als Bindeglied zwischen Beanspruchungsmessung und
Betriebsfestigkeitsversuch, Technischer Bericht des Laboratoriums für Betriebsfestigkeit, Nr TB-65,
1966

[22] Haibach, E.: Modifizierte lineare Schadensakkumulations-Hypothese zur Berücksichtigung des Dauer-
festigkeitsabfalles mit fortschreitender Schädigung, Technische Mitteilungen 50/70 des Laboratoriums
für Betriebsfestigkeit, Darmstadt

[23] Schwaigerer, S.: Das Festigkeitsverhalten von Stahlrohr-Rohrleitungen im Betrieb, Technische Über-
wachung Bd. 13(1972) S. 17/20

[24] Bürmann, W.: Längsbewegung frei verlegter Rohrleitungen durch Druckstöße, 3 R international,
19. Jahrg., Heft 1/ 2, 1980.

[25] Bürmann, W.: Beanspruchung der Rohrwandung infolge von Drückstößen. 3 R international,
22. Jahrg., Heft 9, 1983

[26] DVGW-Regelwerk: Dynamische Druckänderungen in Wasserversorgungsanlagen. Technische


Mitteilung, Merkblatt W 303: ZfGW-Verlag GmbH, Frankfurt/Main, 02.83, 23 Seiten

[27] Giesecke, J. und H. B. Horlacher: Drosselkurven und Druckstoßentwicklung bei verschiedenen


Rohrverschlüssen. Wasserwirtschaft 71 (1981), H. 3, S. 80—85

[28] Horlacher, H.-B.: Druckstoßdiagramme für einsträngige Druckleitungen. 3 R international 20 (1981),


H. 2/3, S. 128—133

[29] Lüdecke, H.-J., E. Bender und J. Kuhn: Zum heutigen Stand der Druckstoßberechnung für
Rohrleitungssysteme von verfahrenstechnischen Anlagen und Wasserversorgungsanlagen. 3 R inter-
national 19 (1980), H. 1/ 2, S. 76—84

[30] Thielen, H., Bürmann, W.: Berechnung und Sicherung frei verlegter Rohrleitungen gegen unzulässige
Innendrücke und Auflagerkräfte infolge von Druckstößen. 3 R international (Rohre-Rohrleitungsbau.-
Rohrleitungstransport) 19 (1980) Nr 11, S. 622/628

[31] Krass, W., Kittel, A., Uhde, A.: Pipelinetechnik, Mineralölfernleitungen, Verlag TÜV Rheinland GmbH,
Köln 1979, dort H. Thielen S. 195—226

[32] Kistenmacher G.: Vereinfachter "statischer" Druckstoßnachweis für Rohrleitungen. 3 R international,


Heft 9, September 1984

[33] Gaessler, H.: Berechnung von Rohren für Fernleitungen gegen Innendruck. Haus der Technik Essen,
Vortragsveröffentlichung 303, 1973

[34] Mang, F.: Festigkeitsprobleme bei örtlich gestützten Rohren und Behältern; Rohre, Rohrleitungsbau,
Rohrleitungstransport Bd. 9 (1970) S. 207/213

[35] Wichmann, K. R., A. G. Hopper, J. L. Mershon: Local Stresses in Spherical and Cylindrical Shells
due to External Loadings, Welding Research Council, 345 Est 47th St., New York, NY 10017,
March 1979. Revision of WRC Bulletin 107/August 1965

37
DIN 2413:2005-04 ²(QWZXUI²

[36] Rodabaugh, E. C., W. G. Dodge, S. E. Moore: Secondary Stress Indices for Integral Structural
Attachments to Straight Pipe; WRC Bulletin 198, September 1974, Anschrift s. (2)

[37] BS 5500, Specification for: Unfired fusion welded pressure vessels; British Standards Institution,
2 Park Street, London WIA 2BS

[38] AD 2000-Merkblätter, Reihe S 3; Berücksichtigung von Zusatzkräften in Druckbehälterwandungen

[39] DIN 19630 Richtlinien für den Bau von Wasserrohrleitungen; Technische Regel des DVGW

[40] Bopp, A.: Neue Erkenntnisse aus Scheiteldruck- und Einerdungsversuchen an Stahlrohren NW 1600
ohne und mit tragfähiger Zementmörtelauskleidung, Rohre, Rohrleitungsbau, Rohrleitungstransport
Bd. 9 (1970) H. 1, S. 26/27 und H. 2, S. 73/79

[41] Marquardt, E.: Rohrleitungsbau und geschlossene Kanäle, Handbuch für den Eisenbetonbau, IX Bd.,
2. Teil, 4. Auflage, Berlin: Wilhelm Ernst & Sohn 1934

[42] Schweinheim, E.: Vereinfachtes Verfahren zur Berechnung erdverlegter elastischer Rohre; Rohre,
Rohrleitungsbau, Rohrleitungstransport Bd. 5 (1965) S. 301/304

[43] Schmidt, W.; Wartmann, R.: Neues Dimensionierungsverfahren für eingeerdete Rohre; Rohre,
Rohrleitungsbau, Rohrleitungstransport Bd. 6 (1967) S. 209/220

[44] Watkins, R. K.; Smith, A. B.: Ring Deflection of Burried Pipes, Utah State University, Engineering
Experiment Station, Logan, Utah, 1966

[45] VdTÜV-Merkblatt 1063, Technische Richtlinie zur statischen Berechnung eingeerdeter Stahlrohre,
Ausgabe Mai 1978

[46] AD 2000-Merkblatt B 10 Dickwandige zylindrische Mäntel unter innerem Überdruck

[47] Pich, R.: Berechnung der elastischen instationären Wärmespannungen in Platten, Hohlzylindern und
Hohlkugeln mit quasi stationären Temperaturfeldern; Mitt. VGB (1963) H. 87 und (1964) H. 88

[48] Albrecht, W.: Instationäre Wärmespnnungen in Hohlzylindern; Konstruktion 18. (1966) Heft 6

[49] Wellinger, K., Gaßmann und H. Zenner: Festigkeitsverhalten unrunder Rohre unter zügiger und
schwellender Innendruckbeanspruchung. Rohre, Rohrleitungsbau, Rohrleitungstransport 7 (1968)
H. 6, S. 223/30

[50] Pich, R.: Betrachtungen über die durch den inneren Überdruck in dünnwandigen Hohlzylindern mit
unrundem Querschnitt hervorgerufenen Biegespannungen, Mittl. VGB (1964) S. 408/416

[51] KTA 3201.2 Komponenten des Primärkreises von Leichtwasserreaktoren, Teil 2: Auslegung,
Konstruktion und Berechnung, Kerntechnischer Ausschuss, Carl Heymanns Verlag KG, Luxemburger
Straße 449, 5000 Köln 41 und Gutenbergstraße 3, 1000 Berlin 10

[52] ASME Code for Pessure Piping, B 31, 345 East 47th Street New York, NY 100017

[53] ASME-Code for Pressure Vessel, Selection VIII, Division 2, Alternative Rules, ASME, New York 1989

[54] H. D. Gerlach, M. Lüdeke: Vergleich von Konzepten zur Spannungsbeurteilung von Komponenten
der Anlagentechnik 10. MPA-Seminar, Oktober 1984, Stuttgart

[55] Wellinger, K., Dietmann, H.: Festigkeitsberechnung A. Kröner Verlag, Stuttgart, 3. Aufl., 1976

[56] Richtlinien zur Durchführung und Auswertung von Dehnungsmessungen mit Dehnungsmessstreifen
(DMS) VdTÜV-Merkblatt Berechnung 803, VdTÜV Essen, Juni 1979

38
²(QWZXUI² DIN 2413:2005-04

[57] ATV Arbeitsblatt A 127, Richtlinie für die statische Berechnung von Entwässerungskanälen und
-leitungen. 12.88

[58] ATV Arbeitsblatt A 161/DVGW Merkblatt G 312-Entwurfsfassung 01.90, Statische Berechnung von
Vortriebsrohren

[59] Küpers, G. R.: Kräfte auf Rohrleitungen durch instationäre Strömungvorgänge, 3R international,
18. Jahrgang, Heft 1, Januar 1979

[60] Bürmann, W., Thielen, H.: Messung und Berechnung der dynamischen Auflagekräfte durchströmter
Rohre, 3R international, 27. Jahrgang, Heft 6, August 1988

[61] Wellinger, K., H. Gaßmann und H. Zenner: Festigkeitsverhalten unrunder Rohre unter zügiger und
schwellender Innendruckbeanspruchung. Rohre, Rohrleitungsbau, Rohrleitungstransport 7 (1968)
H. 6, S. 223/30

[62] Wellinger, K., und H. Zenner: Festigkeitsverhalten unrunder Rohre bei statischer und dynamischer
Beanspruchung durch Innendruck. Technische Mitteilungen 62 (1969) H. 9, S. 400/04

[63] Wellinger, K., Keil, E.: Versuche an Rohbogen mit innerer und äußerer Wechsellast. Technische
Mitteilungen des Wasserrohrkesselverbandes, 1959

[64] Makinejad, N.: Berechnung des Rohrbogens unter Innendruckbeanspruchung. VGB Kraftwerkstechnik
Jahrgang 69, Heft 9, September 1989 S. 944—949

[65] Schwaigerer, S.: Festigkeitsberechnung von Bauelementen des Dampfkessel-, Behälter- und Rohr-
leitungsbaus Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer-Verlag 1970

[66] Hampel: Rohrleitungsstatik. Berlin/Heidelberg/New York: Springer-Verlag 1972

[67] D. Behrens und H. Gaeßler: Bemessung von Rohrbogen für Fernleitungen 3R International 22 (1983)
12, S. 600/604

[68] H. Troidl, K. Strohmeier: Auslegung von Rohrbögen unter Belastung von Innendruck und Momenten.
Maschinenpark, Würzburg 90 (1984) 25, S. 634/637

[69] K. Strohmeier u. a.: Haupt- und Vergleichsspannungen im druckbeanspruchten Rohrbogen mit


Kreisquerschnitt vt Verfahrenstechnik 16 (1982) 3, S. 179/181

DIN 2445-1, Nahtlose Stahlrohre für schwellende Beanspruchungen — Teil 1: Warmgefertigte Rohre für
hydraulische Anlagen 100 bar bis 500 bar
DIN 2445-2, Nahtlose Stahlrohre für schwellende Beanspruchung — Teil 2: Präzisionsstahlrohre für hydrau-
lische Anlagen, 100 bar bis 500 bar
DIN EN 764, Druckgeräte — Terminologie und Symbole — Druck, Temperatur, Volumen
DIN EN 1333, Rohrleitungsteile — Definition und Auswahl von PN
DIN EN 10216-2, Nahtlose Stahlrohre für Druckbeanspruchungen — Technische Lieferbedingungen —
Teil 2: Rohre aus unlegierten und legierten Stählen mit festgelegten Eigenschaften bei erhöhten Tem-
peraturen
DIN EN 10216-4, Nahtlose Stahlrohre für Druckbeanspruchungen — Technische Lieferbedingungen —
Teil 4: Rohre aus unlegierten und legierten Stählen mit festgelegten Eigenschaften bei tiefen Temperaturen
AD 2000-Merkblatt W 10, Werkstoffe für tiefe Temperaturen — Eisenwerkstoffe
TRD 301 Anlage 2, Berechnung von Rohrbögen

39