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Kritische MIN-Studierende

Eine Zivilklausel für die MIN-Fakultät


Der Fakultätsrat bildet eine neue Satzung der Fakultät

„Die Bundesregierung will der EU-Kommission nacheifern und den Verbund von Sicherheits- und
Rüstungsindustrie sowie Militär, Polizei und Geheimdiensten ausbauen. […] Mit den Ländern,
Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Hochschulen will die Regierung dazu in einen
>>ergebnisoffenen Dialog<< über sogenannte Zivilklauseln treten.“
„Bundesregierung fördert den sicherheitsindustriellen Komplex“, heise online, 22.12.2016.

„Die MIN-Fakultät will allein zu friedlichen Zielen beitragen und nur zivile Zwecke erfüllen. Ihre
Mitglieder richten deswegen Forschung und Entwicklung, Studium und Lehre auf zivile Fragestellungen
und Anwendungen aus.“
Antrag an den Fakultätsrat zur Aufnahme in die MIN-Satzung.

Donald Trumps Ankündigung – „america first“ – allein im nationalen US-Interesse bomben zu wollen,
eifern Kriegsbefürworter hierzulande nach. Für die kriegerische Durchsetzung „deutscher Interessen“
und das Geschäft mit der Rüstung sollen auch die Hochschulen erweitert eingespannt werden.
Aber nationale Machtpolitik begründet kein ziviles Zusammenleben, Rüstungsforschung stiftet keinen
Sinn, Panzerungen schützen nicht vor sozialer Not, mit Gewehren ist keine Wohnung zu bauen und mit
Munition niemand satt zu kriegen: Krieg ist nicht Frieden. Deshalb haben bereits über 60 Hochschulen
in der BRD beschlossen, sich der Interessen von Militär und Rüstungsindustrie zu erwehren. Ihre
Mitglieder wollen für eine zivile, menschenwürdige Entwicklung der Welt arbeiten.

„Und die neue Stadt, das ist die Stadt, in der die weisen Männer, die Lehrer und die Minister, nicht
lügen, in der die Dichter sich von nichts anderem verführen lassen, als von der Vernunft ihres Herzens,
das ist die Stadt, in der die Mütter nicht sterben
und die Mädchen keine Syphilis haben, die Stadt,
in der es keine Werkstädten für Prothesen und
keine Rollstühle gibt, das ist die Stadt, in der der
Regen R e g e n genannt wird und die Sonne
S o n n e, die Stadt, in der es keine Keller gibt, in
denen blaßgesichtige Kinder nachts von Ratten
angefressen werden, und in der es keine
Dachböden gibt, in denen sich die Väter erhängen,
weil die Frauen kein Brot auf den Tisch stellen
können, das ist die Stadt, in der die Jünglinge
nicht blind und nicht einarmig sind und in der es
keine Generäle gibt, das ist die neue, die
großartige Stadt, in der sich alle hören und sehn
und in der alle verstehn: mon coeur, the night,
your heart, the day, der Tag, die Nacht, das Herz.“
„Im Mai, im Mai schrie der Kuckuck“, Wolfgang Borchert, 1947.

Frieden braucht jeder. Auf das NEIN zum Militärischen ist das JA zur Zivilisation gebaut. Auch für die
MIN-Fakultät der Uni Hamburg ist eine Zivilklausel ein richtiger Schritt.

Fakultätsöffentliche Sitzung des Fakultätsrates:


Am Mittwoch, den 1. Februar 2017, ab 12:30 in Raum 1528 im Geomatikum
Auf der Tagesordnung unter anderem: Rahmenprüfungsordnung der Uni, Satzung der Fakultät

V.i.S.d.P.: Tobias Berking, An der Verbindungsbahn 8, 20146 Hamburg.