Sie sind auf Seite 1von 8

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie


Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Diversity Education und internationale
Bildungsforschung
Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine

Vorlesung „Geschichte der Pädagogik“

Pädagogik in der BRD von 1945 bis zur


Gegenwart
Entwicklungen in der Bundesrepublik zwischen
1945 und 1965

• Re-education (Umerziehung)
• Wiederherstellung des dreigliedrigen
Schulwesens nach 1945
• Stagnation und innerer Ausbau des Schulwesens
in den 1950er Jahren
• Empfehlungen des Deutschen Ausschusses für
das Erziehungs- und Bildungswesen zur
Umgestaltung und Vereinheitlichung des
Schulsystems (1959)
Schulreformen und Bildungsexpansion in der
Bundesrepublik zwischen 1965 und 1990

• Zeitgeschichtlicher Hintergrund der Reformen Mitte


der 1960er Jahre (Vollbeschäftigung, technologischer
Fortschritt und die Notwendigkeit der Ausschöpfung
aller „Begabungsreserven“
• Das Schulreformkonzept des Deutschen Bildungsrates
(Strukturplan für das Bildungswesen) und die
Gründung der „Bund-Länderkommission für
Bildungsplanung“
• Schulreformen und Grenzen ihrer Umsetzung
• Ausmaß und Folgen der Bildungsexpansion
Reflexionspause

• Wie erklären Sie – mit Bezug auf die Geschichte der


Bildungsreformen in der Bundesrepublik die Vielfalt in
der Schulstruktur?
Erziehungswissenschaft in der Bundesrepublik
zwischen 1954 und 1990

• Autonomisierung der Disziplin


• Geisteswissenschftliche Pädagogik
• „Realistische Wendung“ (Heinrich Roth) und
empirische Erziehungswissenschaft
• Kritische Erziehungswissenschaft
• weitere Theorierichtungen (systemtheoretische
Erziehungswissenschaft, praxeologische
Erziehungstheorie, Phänomenologie etc.)
Wolfgang Klafki
• Biographische Notiz (geb. 1927, von 1963 bis 1992
Professor für Erziehungswissenschaft an der
Universität Marburg)
• Entwicklung von der geisteswissenschaftlichen
Pädagogik zur kritisch-konstruktiven
Erziehungswissenschaft
• Methodologische Grundlage: Verschränkung von
hermeneutischen, empirischen
(erfahrungswissenschaftlichen) und
ideologiekritischen Methoden)
Wolfgang Klafki: das Konzept der Allgemeinbildung
Bildung als selbständig erarbeiteter und personal verantworteter
Zusammenhang dreier Grundfähigkeiten (Fähigkeit zur
Selbstbestimmung, Mitbestimmungsfähigkeit, Solidaritätsfähigkeit)

Allgemeinbildung im dreifachen Sinn


• Allgemeinbildung als Bildung für alle
• Allgemeinbildung als auf das „Insgesamt der menschlichen
Möglichkeiten“ bezogene Bildung (Bildung in allen
Grunddimensionen menschlicher Interessen und Fähigkeiten)
• Bildung im Medium des Allgemeinen: Konzentration auf
epochaltypische Schlüsselprobleme (gemeinsame Aufgaben und
Probleme der Menschen) (vgl. Klafki 2007, S. 97)
Gesamtdeutsche Entwicklung seit 1990

• Reform der Schulsysteme in den ostdeutschen


Bundesländern und Schulstrukturdiskurse
• Schulautonomie und Schulentwicklung
• Teilnahme an den international vergleichenden
Leistungsstudien und ihre Folgen (der „PISA-
Schock“)
• Entwicklung der empirischen Bildungsforschung