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Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Analyse und Übungsmöglichkeiten Bachelorthesis von Michael Cina, 6.Sem. BA

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Analyse und Übungsmöglichkeiten

Bachelorthesis von Michael Cina, 6.Sem. BA Jazz Begleitet von Dejan Terzic Hochschule der Künste Bern Fachbereich Musik Studienbereich Jazz Frühjahr 2018

INHALTSVERZEICHNIS

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

1

EINLEITUNG

3

1.1 Motivation

3

1.2 Fragestellungen

3

2

ÜBER BILL STEWART

5

2.1 Biographie

5

2.2 Karriere

6

2.3 Sound/Equipment

7

3

POLYMETRIK

8

3.1 Definition

8

3.2 Beispiele

9

3.2.1 aus

der Weltmusik

9

3.2.2 aus

der Jazztradition

9

4 POLYMETRIK IM SPIEL VON BILL STEWART

11

4.1 „Snide Remarks“

11

4.2 „Rhythm-A-Ning“

13

4.3 „Sublime Indifference“

14

4.4 „Question And Answer“

15

4.5 „Toogs“

16

4.6 „Half A Finger Snap“

17

5 ÜBUNGSMÖGLICHKEITEN POLYMETRISCHER FIGUREN

18

 

6 FAZIT

22

7 QUELLENVERZEICHNIS

23

8 ABBILDUNGSVERZEICHNIS

24

9 ANHANG

25

Einleitung

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

1.1

Motivation

Es fällt mir schwer meine erste Begegnung mit der Musik von Bill Stewart mit einem konkreten Erlebnis oder einem konkreten Stück Musik zu verbinden. Bill Stewart war wohl für mich kein Schlagzeuger der mich beim ersten Hören völlig umgehauen hat. Ich weiss jedoch noch genau wie ich mich während einer längeren Periode mit der Musik des Trios des Gitarristen John Scofield beschäftigte. Immer mehr fiel mir dieser feinfühlige, energetische Schlagzeuger auf. Seine Klarheit in Sound und Spiel begeisterte mich zunehmend. Ich ging auf die Suche nach mehr Musik von und mit ihm. Eine sehr spannende Welt wurde mir dadurch eröffnet. Die Musik von und mit Marc Copland, Pat Metheny, Joe Lovano und vielen anderen beeindruckt und berührt mich bis heute sehr. Bill Stewart besticht in seinem Spiel durch ein sehr überlegtes, ausgewähltes Vokabular, einem klaren, kontrollierten Sound und einem starken Groove. Sowohl seine Solos sowie seine Begleitung zeugen, in meinen Ohren, von gutem Geschmack und sind nie zu dominant. Bei genauerem Hinhören entdeckte ich immer wieder polymetrische Elemente. Durch diese wurde das musikalische Geschehen abwechslungsreicher und spannender ohne sich störend in den Vordergrund zu drücken. Die Polymetrik als spannungserzeugendes Element haben mein Interesse geweckt. Diese eher unscheinbare und niemals unnatürliche wirkende Komplexität fasziniert mich und deshalb möchte ich versuchen diese in meiner Arbeit etwas genauer zu untersuchen.

Abbildung 1: Das John Scofield Trio, v.l.n.r. John Scofield, Bill Stewart, Steve Swallow
Abbildung 1: Das John Scofield Trio, v.l.n.r. John Scofield, Bill
Stewart, Steve Swallow

1.2

Fragestellungen

In dieser Arbeit möchte ich mich mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Was ist Polymetrik? Was zeigt sie für einen Effekt beim Hörer?

Wie zeigen sich polymetrische Elemente im Spiel und der Improvisation von Bill Stewart? Was ist ihr Effekt und inwiefern ist sie im Vokabular Stewarts verankert?

Wie finde ich eine eigene Methode um mit polymetrischen Elementen zu arbeiten? Wie entwickle ich eigenes Material? Wie erlange ich die Fähigkeit mit polymetrischen Figuren zu improvisieren?

Um diese Fragen zu beantworten, mache ich Solotranskriptionen von Bill Stewart. Da der Korpus von Bill Stewarts Schaffen riesig, und die Anzahl Soli ähnlich gross ist, habe ich eine relativ zufällige Auswahl an Solos getroffen. Ich habe versucht die Solos aus verschiedenen Zeitpunkten Stewarts Karriere und verschiedenen Bandkonstellationen auszuwählen. Ich hoffe mir somit einen ersten Überblick über Stewarts Vokabular zu verschaffen, mit dem Wissen, dass die Auswahl der Fülle an existierendem Material nicht gerecht wird. Der Aufwand dies zu erreichen würde diese Arbeit sprengen. Auch habe ich mich entschieden, nur selbsttranskribierte Solos zu wählen. Fremdtranskriptionen wären sicher leicht zugänglich aber nicht immer einfach zu überprüfen. Auch ist der Lerneffekt beim Selbermachen sicherlich grösser.

Aus den Transkriptionen möchte ich Eigenheiten Stewarts ausfindig machen, mit speziellem Bezug auf polymetrische Phrasen. Ich erhoffe mir auch, durch das gesammelte Wissen und das kennengelernte Vokabular, eigene Methoden zu erarbeiten um mit polymetrischen Phrasen umzugehen und sie selbst zu erarbeiten.

2 Über Bill Stewart

2.1

Biographie

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Bill Stewart wurde am 18. Oktober 1966 als William Harris Stewart in Des Moines im Bundesstaat Iowa geboren. Sein Vater war Posaunist und benannte Stewart nach dem in den 40er, 50er Jahren bekannten Posaunisten Bill Harris. Aufgrund des Musikerdaseins seines Vaters, kam Bill schon früh, durch die Plattensammlung seiner Eltern, mit Jazz und R’n’B in Kontakt. Livemusik kam er jedoch selten zu hören, aufgrund der geographischen Lage seiner Heimatstadt. Mit 7 Jahren begann er sich selbst das Schlagzeugspiel beizubringen, indem er zu Platten mitspielte. Durch das entwickelte sich auch seine Technik in eine sehr eigene Richtung. Dies kann man heute noch daran beobachten, dass Stewart „matched grip“ spielt und nicht „traditional“, wie das die meisten Jazz-Schlagzeuger zu tun pflegen. Als er in den 70er Jahren ins Gymnasium wechselte spielte er zum ersten Mal in Bands mit anderen Musikern zusammen. Zum einen im schuleigenen Orchester und zum anderen in einer Top 40 Coverband. (Castiglioni, 2018) Während dieser Zeit besuchte er auch das „Stanford Summer Jazz Camp“ wo er von Jazzgrössen wie zum Beispiel Dizzy Gillespie lernte. (GregK123, 2018)

wie zum Beispiel Dizzy Gillespie lernte. (GregK123, 2018) Abbildung 2: Bill Stewart und „Dizzy“ Gillespie

Abbildung 2: Bill Stewart und „Dizzy“ Gillespie anlässlich des Stanford Jazz Workshops (1984)

Nach dem Gymnasium begann Bill Stewart sein Musikstudium an der University of Northern Iowa in Cedar Falls wechselte aber nach kurzer Zeit an die William Paterson University in New Jersey. Bei Lehrern wie Ellito Zigmund, John Riley und Ed Blackwell

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

führte er seine Studien auf dem Schlagzeug weiter und nahm zusätzlich Kompositionsunterricht. Schon währen dieser Zeit traf er auf zukünftige langjährige musikalische Partner wie zum Beispiel Joe Lovano, der auch hie und da Stewart unterrichtete. (Castiglioni, 2018)

2.2

Karriere

Das erste Album welches Bill Stewart eingespielt hat wurde 1988, als er gerade mal 22 Jahre jung war, veröffentlicht. Das Album hiess Secrets unter der Leitung des Pianisten Armen Donelian in dessen Band neben Stewart weitere namhafte Musiker, wie zum Beispiel der Saxophonist Dick Oatts, oder der Bassist Anthony Cox, mitspielten. (Castiglioni, 2018) Nach dem Umzug nach New York wurde Stewart schnell zu einem gefragten Mann in der örtlichen Jazzszene. Es folgten Aufnahmen mit John Scofield, im Trio sowie im Quartett. Bis heute hat Stewart auf insgesamt neun Studioalben unter John Scofields Namen gespielt. Mit Peter Bernstein und Larry Goldings sowie auch mit seinem ehemaligen Lehrer Joe Lovano entstanden weitere Bands, Livekonzerte und Aufnahmen. Während dieser Zeit spielte Stewart oft an lokalen Sessions und stand regelmässig auf der Bühne in verschiedenen Jazzclubs. Durch Mund-zu-Mund Propaganda wurde auch der Saxophonist Maceo Parker auf ihn aufmerksam. Parker war ehemaliges Bandmitglied von James Brown und der Funkband Parliament-Funkadelic. Dieser lud Stewart zu den Aufnahmesessions des 1991 erschienen Albums «Roots Revisited» ein. Durch diese Session kam es auch zum Aufeinandertreffen von Stewart und James Brown, mit dem der Schlagzeuger dann auch öffentlich auftrat. (Castiglioni, 2018)

dann auch öffentlich auftrat. (Castiglioni, 2018) Abbildung 3: Bill Stewarts erstes Album als Leader:

Abbildung 3: Bill Stewarts erstes Album als Leader:

„Think Before You Think” (1989)

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

1989 veröffentlichte Stewart seine erste CD unter seinem eigenen Namen. Zusammen mit dem Bassisten Dave Holland, dem Saxophonisten Joe Lovano und dem Pianisten Marc Cohen nahm er neben Standards und Stücken der Bandmitglieder auch ein Stück aus seiner eigenen Feder auf. Sein zweites Album als Leader, „Snide Remarks“, welches nur Eigenkompisitionen beinhaltet, veröffentlichte Stewart auf dem prestigeträchtigen Traditionslabel Blue Note. Das Echo war gross und die Kritiken gut und es entstanden in den folgenden Jahren viele weitere Alben. Insgesamt veröffentlichte Stewart seit dem Jahr 1989 bis heute 10 Alben als Leader, das letzte, mit dem Titel „Space Squid“ im Jahr 2015 auf dem deutschen Label Pirouet. (GregK123, 2018)

2.3

Sound/Equipment

Der Wiedererkennungswert in Bill Stewarts Spiel ist sehr gross. Dank seinem sehr eigenständigen Sound fällt es sehr leicht ihn, sei es auf Aufnahmen oder Live, zu erkennen. Das, meiner Meinung nach, auffälligste Merkmal in seinem Sound ist der Klang der Becken. Bill Stewart spielt verschiedene Becken aus der K Serie von Zildjian. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Zildjian entstanden auch verschiedene personalisierte, sogenannte «custom made», Becken. Die Cymbals die Stewart benützt klingen meist eher trocken und ein bisschen «trashy». Sein Setup besteht meistens aus zwei bis vier verschiedenen Ridebecken einer Hihat und zusätzlichen Bells und Splashes. In meinen Augen wichtiger als die Wahl der Becken, ist die Art das Becken zu spielen. Stewart besitzt die Fähigkeit mit seinem Anschlag einen gewissen Clicksound aus dem Becken herauszuholen der sehr einzigartig ist.

aus dem Becken herauszuholen der sehr einzigartig ist. Abbildung 4: Bill Stewart mit typischem Setup Michael

Abbildung 4: Bill Stewart mit typischem Setup

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Sein Schlagzeugsetup bleibt meist unverändert. Bill spielt ein Gretsch Set mit den Grössen 18-12-14 was den Grössen eines traditionellen Jazzsets entspricht. Die Toms sind eher hoch gestimmt und auch die Bassdrum ist jazztypisch eher hoch. Manchmal verwendet Stewart ein zusätzliches, 16 Zoll grosses, tiefer gestimmtes Tom als zweites Standtom. Nur auf gewissen Stücken des Maceo Parker Albums Mo’ Roots spielt Stewart eine grössere, 20/22 Zoll, Bassdrum. Der Sound Stewarts ist auch sehr bestimmt durch die Klarheit seiner Ideen. Sein Spiel ist, trotz seiner Komplexität, sehr durchsichtig, jeder Schlag ist klar hörbar und einfach zu bestimmen. (RobertM, 2008)

3

3.1

Polymetrik

Definition

Polymetrik ist eine Unterform der Polyrhythmik. Die Polyrhythmik beschreibt das gleichzeitige Auftreten verschiedener Rhythmen. Spielen diese Rhythmen im gleichen Metrum beschreibt man die entstehende Überlagerung als polyrhythmisch. Wenn die verschiedenen Rhythmen sich jedoch auf verschiedene Metren beziehen wird das Phänomen als polymetrisch beschrieben. (Cebus, 2017) Die wohl ursprünglichste Form von Polymetrik ist die sogenannte Hemiole. Eine Hemiole beschreibt eine rhythmische Akzentverschiebung in einem Dreiertakt. Wie auf der Abbildung ersichtlich wird aus zwei 3/4 Takten ein grosser 3/2 Takt oder drei kleinere 2/4 Takte gebildet. Durch diese Akzentverschiebung treten zwei verschiedene Rhythmen gleichzeitig auf und lösen sich nach kurzer Zeit wieder auf.

auf und lösen sich nach kurzer Zeit wieder auf. Abbildung 5: Die Hemiole Die Entstehung der

Abbildung 5: Die Hemiole

Die Entstehung der Hemiole und somit der Polymetrik an einem bestimmten Ereignis oder Ort festzuhalten scheint wohl sehr schwierig zu sein. Aus Quellen kann man

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

jedoch rauslesen, dass die Hemiole in Subsahara-Afrika, genauer in Nigeria, in der Kultur des Yaroubi Stammes, einen essentiellen Teil der Sprache des Rhythmus sowie der gesamten Musik einnimmt. (Malabe/Weiner, 1990) Auch in anderen Teilen der Welt nimmt die Hemiole oder die Polyrhythmik wichtige Funktionen ein.

3.2

3.2.1

Beispiele

aus der Weltmusik

In der Lateinamerikanischen Musiktradition sind polyrhythmische und polymetrische Elemente fest verankert. Die typische 6/8 Figur, auch Bembe genannt basiert auf der, aus Afrika stammenden, Hemiole. Im Stück „Maria Cervantes“ von Noro Morales, einem puerto-ricanischen Musiker, der im Bereich des Latin-Jazz aktiv war, erkennt man ein polymetrisches Element in der Melodie im B-Teil des Stückes.

Element in der Melodie im B-Teil des Stückes. Abbildung 6: Takt 8 bis 13 aus dem

Abbildung 6: Takt 8 bis 13 aus dem B-Teil von „Maria Cervantes” geschrieben von Noro Morales

3.2.2

aus der Jazztradition

Natürlich ist Bill Stewart nicht der erste Jazz Schlagzeuger der in seinem Spiel Gebrauch von Polymetrischen Elementen macht. Schon früh wurde die Polymetrik gebraucht um Spannung im Solo oder während der Begleitung zu erhöhen.

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

So zum Beispiel entdeckt man immer wieder typische 3-Schlag-Phrasen im Spiel von „Papa“ Jo Jones. Der im Jahre 1911 geborene Schlagzeuger wurde vor allem bekannt durch die Count Basie Band, in der er fast 15 Jahre aktiv war.

die Count Basie Band, in der er fast 15 Jahre aktiv war. Abbildung 7: Takt 1

Abbildung 7: Takt 1-4 aus „Papa“ Jo Jones Solo über Lester Youngs Version von „Love Me Or Leave Me“

„Papa“ Jo Jones war ein grosses Vorbild für den mehr als 10 Jahre älteren Roy Haynes. Roy Haynes machte vermehrt Gebrauch von 3-Schlag-Phrasen und entwickelte diese auch weiter.

von 3-Schlag-Phrasen und entwickelte diese auch weiter. Abbildung 8: Takt 17-24 aus Roy Haynes Solo über

Abbildung 8: Takt 17-24 aus Roy Haynes Solo über Thelonious Monks „In Walked Bud“

Tony Williams machte oft Gebrauch von polyrhythmischen und polymetrischen Figuren. Während der Zeit mit dem zweiten grossen Miles Quintett entwickelte er diese Konzepte weiter und setzte neue Massstäbe bezüglich des Rollenverständnisses in einer (Jazz-)Band und der Rolle des Schlagzeugers als Begleiter. Auf dem Live-Album „Four & More“ aus dem Jahre 1964 spielt Tony Williams zusammen mit Miles Davis (Band Leader) an der Trompete, George Coleman am Tenor Saxophon, Herbie Hancock am Piano und Ron Carter am Bass das Stück „Seven Steps To Heaven“. Im abgebildeten Ausschnitt einer Transkription des Anfangsthemas des Stückes ist eine polymetrische Verschiebung erkennbar. (Komplette Transkription des Head-Ins im Anhang.)

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Abbildung 9: Takt 37-44 aus dem Head-In von „Seven Steps

Abbildung 9: Takt 37-44 aus dem Head-In von „Seven Steps To Heaven“

4 Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Bill Stewarts war und ist ein sehr aktiver Musiker, die Anzahl Aufnahmen an der er beteiligt war ist riesig. Meine Auswahl der Transkriptionen habe ich deshalb ziemlich zufällig getroffen. Ich habe jedoch versucht aus verschiedenen Perioden des Schaffens von Stewart Aufnahmen rauszuziehen um mehr als nur eine Momentaufnahme präsentieren zu können. Polymetrische Figuren war schon auf den frühen Aufnahmen immer Bestandteil (vgl. Solo über Sister Sadie auf Mo’ Roots von Maceo Parker) des Spiels von Bill Stewart und sind bis heute präsent. Im Folgenden werden die einzelnen Transkriptionen vorgestellt und Teile daraus näher betrachtet. (Vollständige Transkriptionen finden sich im Anhang wieder.)

4.1 „Snide Remarks“

Das Stück mit dem Titel „Snide Remarks“ stammt aus dem gleichnamigen Album und wurde im Jahre 1995 aufgenommen. Das Album ist unter Stewarts Namen auf dem Label Blue Note erschienen. Die Band besteht aus dem Bassisten Larry Grenadier, dem Pianisten Bill Carrothers, Eddie Henderson an der Trompete und Joe Lovano am Tenorsaxophon. Auf dem Album sind ausschliesslich Kompositionen des Bandleaders zu hören. Dieses Album war für den musikalischen Werdegang Stewarts sicher ein wichtiger Meilenstein. Das Stück „Snide Remarks“ ist das erste Stück des Albums und Stewart startet gleich mit einem, für ihn sehr typischen, Schlagzeugintro und macht Gebrauch von einer polymetrischen Figur. Das Fusspattern, welches Stewart hier anwendet, besteht aus punktierten Vierteln welche mit beiden Füssen gespielt werden. Dies lässt die Illusion eines 3/4 Taktes entstehen. Die Auflösung die Stewart im Takt 7 und 8 spielt ist aber klar in 4/4. Auch

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

das Thema, welches nach dem Intro folgt, besitzt einen klaren 4/4 Medium Swing Groove.

Intro folgt, besitzt einen klaren 4/4 Medium Swing Groove. Abbildung 10: Takt 1-8 aus dem Intro

Abbildung 10: Takt 1-8 aus dem Intro von „Snide Remarks“

Somit sehen wir hier ein erstes polymetrisches Element. Die untenstehende Abbildung zeigt wie sich die zwei Metren gegeneinander verschieben und wie die Verschiebung aufgelöst wird. Jeweils nach drei Takten fallen die Schwerpunkte der zwei Rhythmen wieder zusammen. (Auf dem gleichen Album, auf dem Stück «Crosstalk» spielt Stewart in seinem Solo die gleiche rhythmische Figur in den Füssen. (Transkription im Anhnag) Weiter findet man ein ähnliches Intro auch auf «The Breakthrough» aus dem Album «Earthtones» vom Peter Bernstein Trio (Transkription im Anhang).)

vom Peter Bernstein Trio (Transkription im Anhang).) Abbildung 11: Punktierte Viertel über 3 Takte eines 4/4

Abbildung 11: Punktierte Viertel über 3 Takte eines 4/4 Metrums

Weiter im Stück, nach einem Saxophon-Trompeten-Duo und einem Pianosolo, folgt ein Schlagzeugsolo begleitet vom Bassisten. In diesem Solo finden wir weitere polymetrische Elemente. Bereits zu Beginn spielt Stewart eine Figur welche klar als Figur in 3/4 erkennbar ist. Diese Figur ist ziemlich offensichtlich, er spielt keine Gegenmelodie in vier, nur die Basslinie zeigt klar den 4/4-Takt.

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Abbildung 12: Takt 2-4 aus dem Schlagzeugsolo über „Snide Remarks“

Im Takt 10 dieses Solos befindet sich schon die zweite polymetrische Figur, welche auch als 3er-Figur erkennbar ist.

Figur, welche auch als 3er-Figur erkennbar ist. Abbildung 13: Takt 13-17 aus dem Schlagzeugsolo über

Abbildung 13: Takt 13-17 aus dem Schlagzeugsolo über „Snide Remarks“

Weiter ist bei diesem Solo die Motivik hervorzuheben. Das Solo ist stark gegliedert in vier Teile und eine Schlussphrase. Jedes dieser Teile hat verarbeitet jeweils ein ausgewähltes Motiv. Dies zeigt den guten Überblick auf, welcher Stewart über die Form und den Spannungsbogen seines Solo hat.

4.2

„Rhythm-A-Ning“

Rhythm-A-Ning ist eine Komposition des legendären Jazzpianisten Thelonious Monk. Stewart hat diese Komposition auf seinem zweiten Blue Note Album „Telepathy“ aufgenommen, welches nur ein Jahr nach „Snide Remarks“ erschienen ist. Die Band besteht, mit Carrothers und Grenadier, aus der gleichen Rhythmsection wie „Snide Remarks“. Am Tenorsaxophon steht Seamus Blake und am Alt- und Sopransaxophon Steve Wilson. Im hinteren Teil der Aufnahme hört man ein energetisches Trading zwischen Stewart und dem Tenoristen, Seamus Blake. Bei zweiten „Achter“ des Tradings hört man eine spannende polymetrische Phrase. Diese Phrase besteht aus einem Rhythmus in 7/8. Stewart platziert und orchestriert diese gekonnt.

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Abbildung 14: Takt 25-32 aus dem Trading über „Rhythm-A-Ning“ Somit

Abbildung 14: Takt 25-32 aus dem Trading über „Rhythm-A-Ning“

Somit klingt auch diese Phrase sehr organisch im Zusammenhang, trotz ihrer Komplexität. In der folgenden Abbildung sieht man die Phrase runtergebrochen auf ihre Rhythmik und im Verhältnis zum Grundrhythmus, dem 4/4 Takt.

Rhythmik und im Verhältnis zum Grundrhythmus, dem 4/4 Takt. Abbildung 15: Rhythmische Verschiebung der Phrase aus

Abbildung 15: Rhythmische Verschiebung der Phrase aus Abbildung 13 über einen 4/4 Takt

Weiter in den Tradings taucht im letzten Soloteil von Stewart eine weitere polymetrische Figur auf. Dieses Mal macht er Gebrauch von einem Rhythmus in 5/4, den er orchestriert und genau platziert.

Rhythmus in 5/4, den er orchestriert und genau platziert. Abbildung 16: 5/4 Polymeterfigur in den letzten

Abbildung 16: 5/4 Polymeterfigur in den letzten 4 Takte des Tradings

4.3 „Sublime Indifference“

Peter Bernstein und Larry Goldings sind langjährige Weggefährten von Bill Stewart. Als Trio haben sie schon etliche Alben veröffentlicht. Bis heute sind die drei Musiker zusammen aktiv. Genau an dem heutigen Tag (4. Mai 2018) ist ihr neustes Werk, «Toy Tunes», auf dem deutschen Label Pirouet erschienen.

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Im Jahre 1998 ist das Album „Earth Tones“ auf dem Criss Cross Label erschienen. Das Stück „Sublim Indifference“, geschrieben von Berstein selbst, beinhaltet ein kurzes, prägnantes Schlagzeugsolo. Polymetrische Elemente sind nur schwer zu erkennen. Einzig im Takt 22 hört man eine dreier Figur in der linken Hand und im Fuss welche sich für kurze Zeit gegen das durchgehende 4/4 Ride Pattern verschiebt.

Zeit gegen das durchgehende 4/4 Ride Pattern verschiebt. Abbildung 17: Takt 22-23 aus dem Schlagzeugsolo über

Abbildung 17: Takt 22-23 aus dem Schlagzeugsolo über „Sublime Difference“

Was jedoch sehr stark erkennbar ist an diesem Solo ist der motivische Gedanke und Aufbau des Solos. Es besteht, abgesehen von einer Einleitungs- und Schlussphrase, nur aus zwei Elementen, zwei Sounds. Zum einen das Ride Pattern, welches einem traditionellen Ridepattern entspricht, und zum anderen die Kombination von Bassdrum und einem Pressroll mit der linken Hand. Dies ist ein sehr typischer Sound aus dem Klangspektrum von Bill Stewart.

4.4 „Question And Answer“

Ein weiterer langjähriger musikalischer Begleiter von Stewart ist der Gitarrist Pat Metheny. Im Jahre 2000 hat der Gitarrist zusammen mit Stewart und dem Bassisten Larry Grenadier ein Live Album mit dem Titel „Trio => Live“ veröffentlicht. Das zweite Stück trägt den Titel „Question and Answer“ und beinhaltet ein relativ ausgedehntes Schlagzeugsolo. Das Stück ist im 3/4-Takt geschrieben. Im Solo tauchen vermehrt Stellen auf, in denen Stewart Rhythmen in vier über den Grundrhythmus verschiebt.

Stewart Rhythmen in vier über den Grundrhythmus verschiebt. Abbildung 18: Takt 20-23 aus dem Schlagzeugsolo über

Abbildung 18: Takt 20-23 aus dem Schlagzeugsolo über „Question And Answer“

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Abbildung 19: Takt 41-44 aus dem Schlagzeugsolo über „Question And Answer“

4.5

„Toogs“

Das Stück „Toogs“ ist auf dem Livealbum „EnRoute“ des John Scofield Trios. Auch dieses Trio besteht schon seit langer Zeit und die drei Musiker, John Scofield, Steve Swallow und Bill Stewart erweisen sich als sehr eingespielte Band. Stewart spielt, wie so oft, ein Schlagzeugintro mit einem gewissen polymetrischen Element. Das Stück ist in 5/4 geschrieben. Stewart spielt mit dem linken Fuss alle Viertelnoten, während er mit den Händen Triolen in 5er Gruppen spielt. Umgedeutet könnte man den Groove als 15/8 Takt sehen worüber Stewart einen 5/8 Rhythmus legt. Jeweils nach drei Takten des 5/8-Taktes fallen die beiden Metren zusammen.

Takten des 5/8-Taktes fallen die beiden Metren zusammen. Abbildung 20: Schlagzeug-Intro-Groove aus „Toogs“ in 5/4

Abbildung 20: Schlagzeug-Intro-Groove aus „Toogs“ in 5/4 und 15/8 notiert

Die Wirkung der Polymetrik scheint hier nicht so stark zu sein. Vorstellbar wäre aber den selben Rhythmus in einem 4/4 (12/8) Medium Swing Groove zu spielen. Die Abbildung zeigt wie sich die zwei Rhythmen gegeneinander verschieben würden.

sich die zwei Rhythmen gegeneinander verschieben würden. Abbildung 21: 5/8 Figur aus „Toogs“ über 12/8 Metrum

Abbildung 21: 5/8 Figur aus „Toogs“ über 12/8 Metrum (z.Bsp. Medium Swing)

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

4.6 „Half A Finger Snap“

Aus dem Jahre 2006 stammt die letzte bearbeitete Aufnahme. „Half A Finger Snap“ heisst das Stück und wurde von dem Pianisten Marc Copland geschrieben und mit dem Bassisten Gary Peacock und natürlich Bill Stewart am Schlagzeug aufgenommen. Erschienen ist das Stück auf dem Album „Modinha – New York Trio Recordings Vol. 1“ unter dem Namen des Pianisten. Erneut fallen verschiedene Figuren basierend auf einem 3/4 Rhythmus auf. Auch macht Stewart wieder Gebrauch von einem Fusspattern, welches schon in vorhergehenden Transkriptionen aufgefallen ist. Die Wirkung der, hier relativ simplen, Polymetrik wird verstärkt durch eine sehr kontrollierte Dynamik. Auch in diesem Solo ist die Strukturierung und die Motivik sehr kontrolliert gestaltet.

Strukturierung und die Motivik sehr kontrolliert gestaltet. Abbildung 22: Takt 26-29 sowie Takt 41-44 aus dem
Strukturierung und die Motivik sehr kontrolliert gestaltet. Abbildung 22: Takt 26-29 sowie Takt 41-44 aus dem

Abbildung 22: Takt 26-29 sowie Takt 41-44 aus dem Schlagzeugsolo über „Half A Finger Snap“

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

5 Übungsmöglichkeiten polymetrischer Figuren

Während der Auseinandersetzung mit Bill Stewart und der polymetrischen Elemente in seinem Spiel fragte ich mich, wie ich solche Elemente möglichst natürlich in mein Spiel integrieren könnte. Transkriptionen sind wichtig und der Lerneffekt daraus ist

gross. Jedoch möchte ich komplexe, polymetrische Elemente spielen können, ohne Licks zu spielen, welche ich aus der Transkription direkt übernommen und auswendig gelernt habe. Eine polymetrische Figur frei improvisieren zu können, stell ich mir spannender und abwechslungsreicher vor. Um diese Fähigkeit zu erlangen sollte ich die Kontrolle über folgende Parameter erlangen:

- Länge der polymetrischen Figur (5/4, 7/4 etc.)

- Start und Endpunkt der Figur

- Rhythmik innerhalb der Figur (Clave)

- Orchestration der obengenannten Rhythmik

Einige dieser Parameter sind einfacher zu kontrollieren, andere schwieriger. Die Länge der polymetrischen Figur sollte während dem Prozess des Improvisierens vor dem tatsächlichen Spielen der Figur gewählt werden. Der Endpunkt der Figur ist abhängig vom Startpunkt und von der Anzahl Wiederholungen. Da es beinahe unendlich viele Möglichkeiten gibt ein Metrum über das andere zu spielen beziehe ich mich in diesem Teil der Arbeit auf einen 4/4 Grundrhythmus. Das Konzept bleibt gleich für alle anderen Rhythmen. Als Beispiel verwende ich eine Figur in 5/4, die ich über den Grundrhythmus verschieben möchte. Für den Startpunkt gibt es insgesamt vier Möglichkeiten. Man kann die Figur auf die erste, die zweite, die dritte, oder die vierte Zählzeit beginnen. Wie in der Abbildung sichtbar, verändern sich die jeweiligen Auflösungspunkte der einzelnen Phrasen je nachdem wo die erste Phrase angesetzt wird. Wählt man eine Figur in 7/4 verändern sich aufgrund der unterschiedlichen Länge die Anfangspunkte der gespielten Figur.

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Abbildung 23: Verschiebung eines Rhythmus in 5/4 über ein 4/4

Abbildung 23: Verschiebung eines Rhythmus in 5/4 über ein 4/4 Metrum mit verschiedenen Startpunkten

in 5/4 über ein 4/4 Metrum mit verschiedenen Startpunkten Abbildung 24: Verschiebung eines Rhythmus in 7/4

Abbildung 24: Verschiebung eines Rhythmus in 7/4 über ein 4/4 Metrum mit verschiedenen Startpunkten

Die Wirkung der polymetrischen Figur ist nur dann stark, wenn die Figur ganz klar als anderstaktig als der Grundrhythmus erkannt wird. Durchgehende Achtellinien können zwar, je nach Orchestrierung, einen solchen Effekt erzeugen aber sind wahrscheinlich nicht die offensichtlichste Variante. Rhythmen die klarer das Metrum zeigen sind meiner Meinung nach effektiver. Solche Rhythmen nennt man Claven. Die wohl bekannteste Clave in 5/4 ist die in der Abbildung dargestellte 3-2 Clave. Die Möglichkeiten einen Rhythmus in 5/4 zu spielen sind beinahe unendlich. Von einem ganzen Takt Pause bis zu einer durchgehenden Achtellinie ist alles möglich.

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Abbildung 25: kleine Auswahl an möglichen Rhythmen/Claven in 5/4 Die

Abbildung 25: kleine Auswahl an möglichen Rhythmen/Claven in 5/4

Die nächste Abbildung zeigt ein Beispiel einer polymetrischen Figur beginnend als Auftakt auf Schlag drei im letzten Takt einer fiktiven Form und auflösend auf Schlag eins im Takt 5 der neuen Form. Der Rhythmus wurde frei gewählt aus einer der 1024 (!) Möglichkeiten.

wurde frei gewählt aus einer der 1024 (!) Möglichkeiten. Abbildung 26: Verschiebung eines Rhythmus/einer Clave in

Abbildung 26: Verschiebung eines Rhythmus/einer Clave in 5/4 über ein 4/4 Metrum, Startpunkt ist Schlag 4 eines Auftaktes

Der letzte Punkt um eine polymetrische Figur zu vervollständigen ist die Orchestration. Ausgehend von einem Jazz Setup mit zwei Toms, Bassdrum, Snare, Hihat und zwei Becken sind die Orchestrationsmöglichkeiten sehr gross. Nur durch selbstständiges Ausprobieren und Ausloten von Möglichkeiten kann Kontrolle über diesen Parameter erlangt werden. Die folgende Abbildung zeigt eine ausgewählte Möglichkeit für eine vollständig orchestrierte polymetrische Phrase.

für eine vollständig orchestrierte polymetrische Phrase. Abbildung 27: Orchestrierter Rhythmus aus Abbildung 22 20

Abbildung 27: Orchestrierter Rhythmus aus Abbildung 22

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrische Figuren funktionieren sicherlich auch in schnelleren Tempi und auch aus Metren basierend auf Achtel-Subdivisionen (5/8, 7/8 etc.) können Figuren „gebastelt“ werden. Ab einem gewissen Tempo wird sich das saubere Spielen der Figuren als schwierig herausstellen. In diesem Fall möchte ich auf die Möglichkeiten verschiedener Stickings hinweisen. Wie in der Abbildung erkennbar können so durchgehende Achtellinien klarer strukturiert werden. Durch Orchestration und Akzentuierung eröffnet sich auch hier ein Feld schier unendlicher Möglichkeiten polymetrische Phrasen spielen zu können.

Möglichkeiten polymetrische Phrasen spielen zu können. Abbildung 28: Beispiel eines 5/8 Stickings (RLLRR LRRLL)

Abbildung 28: Beispiel eines 5/8 Stickings (RLLRR LRRLL)

6

Fazit

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Durch die Transkriptionsarbeit erlangte ich einen Einblick in das, teils polymetrische, Vokabular des Jazz-Schlagzeugers Bill Stewart. Nebst den interessanten polymetrischen Elementen lernte ich auch andere Seiten des Spiels von Bill Stewart besser kennen. In seinen Solis verwendet er oft eine überaus starke und stringente Motivik, und seine Kontrolle über Aufbau und Form eines Solos sind sehr beeindruckend. Auch sein Spiel mit dynamischen Elementen empfinde ich als sehr inspirierend. Dies sind alles Elemente die ich in meinem Spiel verbessern möchte und an denen ich, mithilfe des transkribierten Materiales, arbeiten kann. Der Effekt polymetrischen Materiales wurde mir stärker bewusst. Der mögliche Spannungsaufbau während eines Solos durch polymetrische Elemente ist nicht zu unterschätzen. Die Komplexität dieser rhythmischen Elemente sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Eine Methode den Zugang zu erleichtern, und die Erarbeitung eigener Figuren zu unterstützen glaube ich gefunden zu haben. Die Effektivität dieser Methode muss ich aber noch weiter untersuchen. Den Korpus an möglichem Transkriptionsmaterial von Bill Stewart wurde in dieser Arbeit nur leicht angekratzt. Sehr viele Solos und Compings sind noch zu transkribieren um einen klareren Überblick über Stewarts Vokabular zu kriegen. Gewisse Erkenntnisse sind jedoch bereits vorhanden und geben Anstösse für neue musikalische Entdeckungen. Bill Stewart ist und bleibt für mich ein wichtiger Schlagzeuger, der mich immer wieder inspiriert und dessen Arbeit ich weiterverfolgen möchte. Bis heute ist er sehr aktiv in der Szene, daher wird neues Material wohl nicht lange auf sich warten müssen.

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

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Quellenverzeichnis

GregK123. 2018. „Bill Stewart (musician)“. (Online) https://en.wikipedia.org/wiki/Bill_Stewart_(musician) (Stand 13. Mai 2018)

Castiglioni, Bernhard. 2018. „Bill Stewart“. (Online) http://www.drummerworld.com/drummers/Bill_Stewart.html (Stand 13. Mai 2018)

RobertM. 2008. „Bill Stewart's Snare & Setup” (Online) http://www.drummerworld.com/forums/showthread.php?t=36610 (Stand 13. Mai

2018)

Cebus. 2017. „Polymetrik“ (Online) https://de.wikipedia.org/wiki/Polymetrik (Stand 13. Mai 2018)

Malabe, Frank & Weiner, Bob. 1990. „Afro-Cuban Rhythms for Drumset“ ISBN-10: 0-89724-574-1 (Book & CD)

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

8

Abbildungsverzeichnis

Titelbild:

http://www.herzogpromotion.com/sites/default/files/Bill_Stewart_%C2%A9Konstan

tin%20Kern-PR2.jpg

Abbildung 1:

https://www.vrtxmag.com/site/assets/files/46619/scofield-_swallow-_stewart.jpg

Abbildung 2:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Stewart_(Musiker)#/media/File:Dizzy_StewartBW.

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Abbildung 3:

https://www.allmusic.com/album/think-before-you-think-mw0000598225

Abbildung 4:

http://www.gretschdrums.com/sites/default/files/artists-gallery/Stewart_Bill-

Image4.jpg?width=768&height=701

Abbildungen 5 bis 28 stammen aus den von mir erstellten Transkriptionen, welche im Anhang zu finden sind, oder wurden von mir zur Veranschaulichung erstellt.

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Anhang

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

9 Anhang Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 25

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart 26 Michael Cina

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 27

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart 28 Michael Cina

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 29

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart 30 Michael Cina

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 31

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Polymetrik im Spiel von Bill Stewart 32 Michael Cina

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 33

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart 34 Michael Cina

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 35

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart 36 Michael Cina

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Question And Answer – Pat Metheny Trio – Trio Live

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Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 41

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Polymetrik im Spiel von Bill Stewart

Polymetrik im Spiel von Bill Stewart Michael Cina 43