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4.

FTBT TEST

5 Beschreiben Sie das elastisch-plastische Verformungsverhalten eines Stahlstabs.

Bei starkem Biegen federt der Stab nur noch teilweise zurück. Es verbleibt eine bleibende plastische
Verformung (Bild 3). Der Werkstoff hat bei starker Belastung eine elastisch-plastische Verformung.

6 Was geben die Streckgrenzen R, und die Zugfestigkeit Rm eines Werkstoffs an?

R: Elastizitätsgrenze, Rm maximale Zugfestigkeit

7 Nennen Sie drei fertigungstechnische Eigenschaften. Erläutern Sie diese Eigenschaften mit jeweils
einem Werkstoff, der für dieses Fertigungsverfahren gut geeignet ist.

Gießbarkeit, Umformbarkeit, Zerspanbarkeit, Schweißbarkeit, Härtbarkeit

8 Wie kann die Korrosion von Metallteilen vermieden werden?

Oberflächenbehandlung: Verzinke, Verchromen, Lackieren, Eloxieren, Legieren

2 Wie sind die Metalle im atomaren Größenbereich aufgebaut?

Kristallgitter/ Atomgitter

3 Welche drei Kristallgittertypen findet man bei den Metallen?

Kubisch-raumzentriertes Kristallgitter, Kubisch-flächenzentriertes Kristallgitter, Hexagonales


Kristallgitter

4 Welche Kristallbaufehler gibt es?

Lücke, Fremdatom, eingeschobene Atomlage

5 Worauf beruht die elastische und die plastische Verformbarkeit der Metalle?

Metalle verformen sich bei geringer Belastung elastisch und bei hoher Belastung zusätzlich
plastisch.Dieses Verformungsverhalten beruht auf ihrem kristallinen Feinbau . Ist die Krafteinwirkung
gering, so werden die Metallatome nur geringfügig von ihrem Gitterplatz verdrängt und federn bei
Wegnahme der Kraft wieder in ihre Ausgangslage zurück. Sie verformen sich elastisch. Bei großer
Krafteinwirkung kann an einer Stelle des Kristalls die obere Atomlage von der stabilen, Übereinander-
Anordnung" in die ebenfalls stabile „Auf-Lücke-Anordnung" verschoben werden.

6 Wie entsteht das Metallgefüge?

Das Gefüge eines metallischen Werkstoffs, d. h. seine Gliederung in Kristalle (Bild 1, Seite 269),
entsteht nach dem Vergießen beim Erstarren der Metallschmelze zum festen Metallkörper. Die
Erstarrung einer Metallschmelze verläuft über Zwischenstufen

7 Wie wird das Metallgefüge sichtbar gemacht?

Um das Gefüge eines Werkstoffs sichtbar zu machen, bedarf es einer besonderen Technik, der
Metallografie. Man trennt ein etwa walnussgroßes Stück des Werkstoffs ab, bettet es in Gießharz
ein, schleift es auf einer Seite plan und poliert diese Fläche. Dann wird die polierte Metalloberfläche
mit einem Ätzmittel angeätzt und unter einem Metallmikroskop betrachtet (Bild 1 ).

8 Wodurch unterscheiden sich reine Metalle und Legierungen bezüglich Gefüge und Eigenschaften?

Gefüge: Reine Metalle haben ein einheitliches (homogenes) Gefüge


Legierungen sind Gemische aus mehreren Metallen bzw. Gemische aus Metallen und Nichtmetallen.

Eigenschaften: Reinmetalle haben eine relativ geringe Festigkeit. Die meisten Metalle werden in der
Technik nicht als Reinmetalle verwendet, sondern als Legierungen

härter, korrosionsbeständig

1 Was versteht man unter dem „Frischen" des Stahls?

Beim Frischen von Roheisen zu Stahl wird der Kohlenstoffgehalt des Roheisens vermindert und die
unerwünschten Begleitstoffe werden weitgehend beseitigt

3 Welchen Zweck hat die Nachbehandlung des Stahls?

Durch die Nachbehandlungsverfahren wird die Stahlqualität verbessert, indem unerwünschte


Begleitstoffe entfernt werden.

4 Welche Auswirkung hat die Desoxidation auf das Stahlgefüge?

Bei der Desoxidation wird der Stahlschmelze Silicium oder Aluminium zugesetzt. Diese Elemente
binden den beim Erstarren der Schmelze frei werdenden Sauerstoff In der Stahlschmelze steigen
keine Gasblasen auf, sodass im Stahlblock keine Gasblasen-Hohlräume vorliegen (Bild 2). Der Stahl
erstarrt desoxidiert (beruhigt). Die Randzone und der Kern haben die gleiche Zusammensetzung.
Deswegen werden alle Stähle desoxidiert vergossen.

5 Wie wirkt sich die Vakuumbehandlung auf die Qualität des Stahles aus?

Durch Umgießen des flüssigen Stahls in einen Vakuumbehälter entweichen die Gase fast vollständig
aus der Schmelze und können abgesaugt werden

6 Welche Vorteile hat der Strangguss gegenüber dem Blockguss?

Kontinuierlicher Prozess, Durch Stranggießen erhält man Walzstränge, die nahe an den Abmessungen
der Fertigprofile liegen. Beim nachfolgenden Walzen sind deshalb nur wenige Walz-Arbeitsgänge
erforderlich.

1Wie sind die Kurznamen von Stählen nach dem Verwendungszweck aufgebaut?

Hauptsymbole. Zusatzsymbole, Zusatzsymbole für Stahlerzeugnisse

2 Wodurch unterscheiden sich die Kurznamen der legierten Stähle, bei denen der Gehalt jedes
Legierungselementes unter 5% bzw. über 5% liegt?

Unter 5%: Beispiel (Bild 1): 22CrMoS3-3 ist ein legierter Stahl (Einsatzstahl) mit 22: 100 = 0,22% C, 3:4
= 0,75% Cr und 3:10 = 0,3% Mo-Gehalt. Der S-Gehalt ist nicht angegeben.

Über 5%: Beispiel (Bild 2): X37CrMoV5-1 ist ein legierter Warmarbeitsstahl mit 37: 100 = 0,37 % C, 5%
Cr und 1 % Mo. Der V-Gehalt ist nicht angegeben.

3 Ordnen Sie die folgenden Werkstoffbezeichnungen den richtigen Stahlgruppen zu: S355JR,
42CrMo4, X30Cr13.

Unlegierter Baustahl, niegrig legierter Baustahl, hochlegierter Baustahl

1 Nach welchen Unterscheidungsmerkmalen werden die Stähle eingeteilt?

Unlegierte Stähle, Nichtrostende Stähle, Andere legierte Stähle

2 Wodurch unterscheiden sich die Edelstähle von den Qualitätsstählen?


Die Edelstähle zeichnen sich durch eine besonders hohe Reinheit und Genauigkeit der
Zusammensetzung aus. Nur sie erhalten durch eine Wärmebehandlung gewährleistete Härte- und
Festigkeitswerte.

3 Welche Hauptgüteklassen unterscheidet man bei den Stählen?

Unlegierte Qualitätsstähle, Legierte Qualitätsstähle, Unlegierte Edelstähle, Legierte Edelstähle,

4 Nennen Sie mindestens vier zu den Baustählen gehörende Stahlgruppen.

Unlegierte Baustähle, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, Automatenstähle, Einsatzstähle,


Nitrierstähle, Vergütungsstähle, Stähle für besondere Anwendungen, Stähle für Stahlbleche und
Druckbehälter,

5 Aus welchen Teilen besteht die Bezeichnung eines Stahlerzeugnisses?

Art, Norm, genaue Geometrie, Werkstoff

6 Nennen Sie je einen Kurznamen eines unlegierten Vergütungsstahls, eines legierten Einsatzstahls,
eines Automatenstahls und eines Warmarbeitsstahls

unlegierte Vergütungsstähle C60E, legierte Einsatzstähle 16MnCr5, Automatenstähle 35S20,


Warmarbeitsstahl Beispiel: X38CrMoV5-3

1 Erläutern Sie den Gusseisen-Kurznamen EN-GJL-200.

Europäische Norm, Grafitstruktur/ Mikro- oder Makrostruktur, Chemische Zusammensetzung,


Bruchdehnung, Zusatzanforderungen

2 Entschlüsseln Sie die Gusseisen-Nummer 5.3100.

Werkstoffgruppe, Grafitstruktur, Matrixstruktur, Werkstoffkennziffer,

1 Welche Eigenschaften verleihen die Grafitausscheidungen Gusseisen mit Lamellengrafit ist wegen
seiner speziellen Eigenschaften und der preiswerten Herstellung der häufigste Gusswerkstoff. Durch
den lamellenförmigen Grafit ist die Festigkeit begrenzt und die Zähigkeit sehr geringengen dem
Gusseisen mit Lamellengrafit?

2 Welche Vorteile hat Gusseisen mit Kugelgrafit gegenüber Gusseisen mit Lamellengrafit?

Gusseisen mit Kugelgrafit enthält Grafit in kugeliger Form. Es besitzt eine hohe Festigkeit und
Bruchdehnung.

3 Erläutern Sie die Werkstoffbezeichnungen EN-GJL-300, EN-GJMW-400-5, GE240.

S287

1 Welche Dichte haben die NE-Metalle Aluminium, Magnesium und Titan?

Al: 2,7; Mg: 1,8; Ti: 4,5;

2 Welche Al-Werkstoffe eignen sich besonders für hoch belastbare Bauteile?

Al- Knetlegierung

4 Welche besonderen Eigenschaften haben die Magnesiumwerkstoffe bzw. die Titanwerkstoffe?

40% leichter als Stahl, hohe Festigkeit, Zähigkeit und Korrosionsbeständigkeit, Titan ist jedoch ein
teurer Werkstoff.
1Welche Angaben enthalten die Kurznamen von Kupferlegierungen?

Basismetall Kupfer, Kupfer-Knetlegierungen, Zählnummer, CuZn-Mehrstoff-legierung

2 Nennen Sie zwei Arten von Kupferlegierungen mit je einer konkreten Legierung und ihren
Eigenschaften.

Kupfer-Zink-Legierungen (Messing) Beispiel: CuZn36Pb3 Eigenschaft: korrosionsbeständig, gleitfähige


Oberfläche

3 Welche Schwermetalle bzw. Schwermetalllegierungen eignen sich für Gleitlager?

Rotguss

4 Wofür werden die folgenden Schwermetalle eingesetzt:

Kupfer:

Zinn:

Chrom: Legierungsmetall für Stahl, galvanische Überzüge, Hartverchromung, z. 8. für Werkzeuge

Wolfram: Legierungsmetall für Stahl, Hartmetalle, Schweißelektroden, Kontaktwerkstoffe

Platin: