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Frater LYSIR

ENGEL - BAND 5
Angelistische Kräfte der Genien, Dämonen und Dualer
Entitäten

Dieses ebook wurde erstellt bei


Inhaltsverzeichnis

Titel

Kurzbeschreibung:

Gesamtprolog

Sünden und teuflische Ideen

Dämonen und Hierarchien im Club der Widersacher

Weniger bekannte Energien

Besondere Energien der Dualität

Begegnung mit dem Bösen – der Kontakt zu den Genien

Ideen, Fantasien und Energien

Spiegelungen, Reflexionen und Ansichten

Lehrmeinung oder Irrlehre

Engel – Außerirdische oder Superhelden?

Gesamtepilog

Anhang I – Tabellen, Buchstaben und Zahlen

Anhang I - „Die Chakren“

Anhang III – Definition Kosmische Chakren

Anhang IV – Energetische Körper und eigene Anteile

Quellenangabe
Impressum neobooks
Kurzbeschreibung:
ENGEL
ENGELSMAECHTE
$alm
Wer über diesem Text ERNEUT lateinische Buchstaben sehen/lesen kann
(Engelsmaechte, $alm), dessen Reader kann KEINE henochischen und
hebräischen Buchstaben wiedergeben. Die henochischen Buchstaben in
diesem Text wurden daher primär als Grafiken abgebildet. Bei den
hebräischen Buchstaben ist dies nicht möglich. Es wurden die freien
Schriften „DEEnoch“ und „Bwhebb“ verwendet. Wenn man also doppelte,
„einzelne“ oder „unsinnige lateinische Buchstabenkombinationen findet, wird
es sich um henochische bzw. hebräische Buchstaben handeln. Es ist
MÖGLICH, dass manche Sonderzeichen (also die ENDBUCHSTABEN)
nicht als Sonderzeichen, sondern als Fragezeichen dargestellt werden. Daher
zusätzlich folgende Tabelle zum Vergleich!
Angelistische Kräfte der Genien, Dämonen und Dualer Entitäten

Eine umfassende Erleuchtung


durch die kosmischen Kräfte

Von Lysir und Da’Harcah Sehlem Sadhi


Juli 2011 – Juni 2014
© LYSIR
Band 5

Engel! Was sind Engel? Was bedeutet das Wort „Engel“ eigentlich? Sind
es wirklich nur Boten im Sein oder ist der hebräische Ursprung des Wortes
„Mal’ach“ ($alm), was genaugenommen „Schattenseite Gottes“ bedeutet,
eine Aufgabenbeschreibung? Helfende Dynamiken? Fantasiegebilde, die man
nicht nachweisen kann? Versteckte religiöse Konzepte, die sich mit der Zeit
verselbstständigten? Kräfte, die außerhalb der menschlichen Existenz wirken,
oder sind es geschwisterliche Energien, mit denen man in Kontakt treten
kann, um sich selbst zu evolutionieren? Dieses Buch gibt tiefgreifende
Antworten und zeigt nie erahnte Wege auf. Es werden im Detail sehr viele
Engel und Erzengel illuminiert, sodass man einen breiten und immensen
Eindruck von den Aufgaben, den Möglichkeiten und den Praktiken dieser
Energien erfahren kann. Das energetische Werken auf der Seite der Ordnung,
des Lichtes, des Sephiroth wird erklärt werden, doch auch die Kräfte des
Chaos, der Schatten, des Qlippoth, werden in diesem Werk beleuchtet, da es
über die Malachim so gut wie keine Auskünfte gibt.

Mit vielen praktischen Arbeiten im Rahmen von Meditationen,


Astralreisen und Ritualen wird man Schritt für Schritt in eine Ebene mit
gigantischen Möglichkeiten geführt, wo man sich selbst erkennen und seinen
Platz im Großen Werk, in den kosmischen Gefügen der Ordnung oder des
Chaos, einnehmen kann. Ein Verständnis der kosmischen Lebensaufgabe
wird ermöglicht, sodass man Seite an Seite mit den Erzengeln oder den
Malachim, in die unendlichen Weiten des Seins vorstoßen kann, um
Selbstliebe, Selbstbewusstsein und den Sinn der gesamten Existenz zu
erkennen und zu verinnerlichen. So soll und so wird es sein!

Da das Gesamtwerk weit über 310.000 Wörter umfasst, ca. 1200


Standardbuchseiten und durch die Bilder, Siegel und weitere Abbildungen
ein Datenvolumen von über 66 Megabyte besitzt, musste das Werk zwingend
gesplittet werden!
Daher muss man die insgesamt 5 Bände im Grunde als „Gesamtwerk“
sehen bzw. lesen. Zwar befinden sich in jedem Band praktische Arbeiten und
eine Menge an Informationen, doch erst das Zusammenspiel bzw. das
„Gesamtwerk“ bietet ein vollständiges Bild, welches alle Bereiche der
Engelsmächte beleuchtet, erfassbar und erfahrbar macht!

Aus Gründen des Gesamtverständnisses will ich hier das


Inhaltsverzeichnis des gedruckten Werkes wiedergeben, welches jedoch in
dieser Form nicht veröffentlicht wird. Auch hier musste eine Splittung in
zwei Bände erfolgen!

Gesamtinhaltsverzeichnis

Prolog

Was sind Engel?

Engel – wie es mal war.

Erklärungen der Hierarchien der Engel

Die neun Chöre, die doch zehn sind.


Obere Triade
Mittlere Triade
Untere Triade

Angelogitis – Oder die Engelskrankheit der Menschen


Engel, Magie und praktische Angelistik
Herstellung der Engelssigillen
Magie und Engelsmagie

Magischer Schutz – Theorie und Praxis

Die Arbeitsgeräte der Magie

Weiheritual der Engelstalismane

Die 72 Gottesnamen in Theorie und Praxis


Energetische Grundlagen der 72 Diberimel
Magische Praxis der 72 Diberimel

Weiheritual der 72 kosmischen Kräfte

Namen und Jobbeschreibung der Engel


Erzengel Michael (lakym)
Erzengel Gabriel (layrbg)
Erzengel Raphael (lapr)
Erzengel Uriel (layrwa)
Erzengel Camael (Chamurel - (larwmx))
Erzengel Samael (lams)
Erzengel Raguel (Rauiel – (laywar))
Erzengel Zerachiel (Zerachiel (layxrz), Tsavahel (lahwc) und Sariel
(layrs))
Erzengel Ithuriel (layrwtya)
Erzengel Remiel (Raamiel (laym[r) und Rachamimel (lamymxr))
Erzengel Raziel (layzr)
Erzengel Zadkiel (Tsedekiel – (layqdc))
Erzengel Zaphkiel (Tsefiahel (lahypc)), (Tsofhiel (layhpwC) Jophiel
(laypwy) und Zuriel (layrwC))
Erzengel Azazrel (larzaz[)
Erzengel Jehudiel (Jidhiel - (laydwhy))
Erzengel Tsamael (laamc)
Erzengel Charbiel (laybrx)
Erzengel Sandalphon (Elementiel- (layjnmla))
Erzengel Metatron (Messimahel - (lahmyXm))

Übersicht der Erzengel

Praktische Arbeit mit den Erzengeln


Arbeiten mit den Erzengeln via Ritual – Weg A
Arbeiten mit den Erzengeln via Ritus – Weg B

Historische Gedanken und Spiegelungen

Die Malachim – Böse Engel?!


Die Erzengel des Qlippoth
Puraziel (layz[rwp)
Tamlabriel (layz[rwp)
Nanthariel (layrtnhn[)
Kalabriel (layrbhlk)
Sathyriel (layrytX)
Tahariel (layr[t)
Arumdael (layr[t)
Ischariel (layraXya)
Elmantriel (layr[t)

Praktische Arbeit mit den Malachim


Arbeiten mit den Malachim via Ritual – Weg C
Arbeiten mit den Malachim via Ritus – Weg D

Sünden und teuflische Ideen

Dämonen und Hierarchien im Club der Widersacher


Satan oder Satanel
Abaddon
Beelzebub
Luzifer
Mammon
Leviathan
Aschmodai/Asmodeus
Belphegor
Baal
Ashtaroth
Behemoth
Pazuzu
Lilith
Moloch
Ahriman / Choronzon
Baphomet
Belial
Die Genien
Begegnung mit dem Bösen – der Kontakt zu den Genien
Arbeiten mit den Genien via Ritual – Weg E
Arbeiten mit den Genien via Ritus – Weg F

Ideen, Fantasien und Energien

Spiegelungen, Reflexionen und Ansichten

Lehrmeinung oder Irrlehre

Engel – Außerirdische oder Superhelden?

Dualistische Grundpfeiler der Engelsarchitektur

Engel in anderen Kulturen

Die Macht der Engel und 11 Fragen

Wellen der Erkenntnis und der Erleuchtung

Persönliche Erzengel, Malachim und Genien

Weiheritual der Engelsenergien

Epilog

Anhang I - Tabellen, Buchstaben und Zahlen


Anhang II - „Die Chakren“

Anhang III – Definition „Kosmische Chakren“

Anhang IV – Energetische Körper und eigene Anteile

Quellenangaben

In alle 5 eBooks sind stets die Anhänge, die Prologe und die Epiloge
gleich! Dies ist vollkommen beabsichtigt, da jedes eBook sich direkt
(manchmal auch zwischen den Zeilen und somit auch indirekt) auf die
Energiekörper, die körperlichen und die kosmischen Chakren des Menschen
bezieht!

Bei diesem eBook handelt es sich um Band 5, das primär auf die „andere
Seite“ der Engel eingeht. Es werden die jeweiligen Energien beleuchtet, die
in der Literatur vorschnell als „Dämonen“ bezeichnet werden. Eine genaue
Aufschlüsselung, um was für Wesen es sich handelt, wird gegeben und es
wird gezeigt, dass die Dämonifizierung ausschließlich durch die Hand von
Menschen, Kirchenvätern und Eroberern geschah. Dies gilt auch für die 72
Genien, die man in der magischen Praxis aus verschiedenen alten Grimorien
kennen mag! Auch in diesem Werk wird wieder die Möglichkeit der rituellen
und meditativen Praxis geboten. Zusätzlich werden die religiösen Konzepte
der Himmel, der Höllen und der Erden beleuchtet, sodass auch hier der Leser
seinen individuellen Horizont immens erweitern kann!
Gesamtprolog
Was es nicht so alles über Engel zu berichten gibt! Es gibt unzählige
Ideen und Vorstellungen! Es gibt unzählige Namen der Engel und
Übersetzungen! Es gibt unzählige Arbeiten, mit deren Hilfe man die Engel
kontaktieren kann! Doch sehr viele dieser Arbeiten lösen auch Verwirrungen
aus und lassen mehr neue Fragen entstehen, als dass sie alte Fragen
beantworten!

In dieser Arbeit möchte ich ein deutliches Licht auf den Begriff „Engel“
werfen, da dieses Wort nicht nur in der Magie, sondern auch in den breiten
spirituellen Landschaften der heutigen Literatur zu finden ist.
Und genau dies ist mittlerweile ein Problem geworden! „Engel“ ist ein
Wort, das man in der heutigen Zeit unter „spirituellen“ und „magischen“
Menschen so oft verwendet, dass man überhaupt nicht mehr weiß, WAS
hinter diesem Wort alles steckt! Sind es mächtige Wesen des Kosmos oder
kleine, adipöse Putten? Man hört, dass man hier und da Engelskarten ziehen
kann und dass die Engel ihre Hand über uns halten, um uns zu führen, zu
schützen und zu evolutionieren. Jeder, der „etwas auf sich hält“, wird
sicherlich schon mal in der esoterischen Szene damit geprahlt haben, dass der
Kontakt mit dem eigenen oder einem x-beliebigen Engel, ganz natürlich und
auch ganz einfach war, sodass man permanent mit ihnen reden konnte. Durch
das permanente Gespräch konnte man sich vollkommen aufgeben und alles
den Engel erledigen lassen, da man die ganze Zeit geführt wurde und immer
noch wird! Dies alles natürlich ohne die Sorge zu haben, dass man vielleicht
in einer Sackgasse landet und nur einer parasitären Energie auf den Leim
gegangen ist. Man wird ja wohl selbst wissen, dass der Engel, mit dem man
täglich spricht, einer der höchsten Engel des Kosmos ist und
selbstverständlich hat dieses hierarchische Prahlen nichts mit dem
menschlichen Ego zu tun!

Die Bücherwelt ist hierbei wieder einmal ein sehr schönes


Negativbeispiel, da die meisten Engelsbücher, die es z. Z. auf dem Markt
gibt, sich darauf beziehen, wie diese lichtvollen und lieben Zeitgenossen die
eigenen Probleme des jeweiligen Menschen lösen und vielleicht sogar
löschen können – ohne dass der Mensch selbst etwas tun, geschweige an sich
arbeiten muss!

Engel sind gute Zugpferde, wenn es darum geht, Bücher zu verkaufen,


damit Menschen, die ja „ach so arm und gebeutelt sind“, endlich wieder
glücklich und gesund werden. Es dürfte klar sein, dass Schlagwörter wie
„Gesundheit“, „Heilung“ und „Glück“ gepaart mit mystischen und profan
unverständlichen Wörtern wie „Quanten“, „göttliche Kraft“,
„Schwingungsfrequenz“ und natürlich „lichte und liebevolle Engel“ absolute
Kassenschlager sind.

Die Menschheit ist heute (Sommer 2011 – 2014), und auch in den letzten
10 Jahren, auf dem Trip der Selbstfindung und der Selbstevolution, welche
aber gefälligst von den kosmischen Wesen vollzogen werden sollen, die dann
auch noch sofort die eigenen und vor allem hausgemachten Probleme lösen!
Man hat doch heute überhaupt keine Zeit und keine Lust mehr die eigenen
Probleme zu lösen, oder? Wann auch? Zwischen dem verhassten Job, dem
abgerungenen Sex und dem Schlafen, nimmt das Fernsehprogramm alle Zeit
in Anspruch! Wie soll man da noch einen Platz finden, energetisch an sich
selbst zu arbeiten? OK, ein Engelsbuch zu lesen – ein Hörbuch wäre da auch
viel besser und bequemer – ist ein großes Zugeständnis, sodass es auch
verständlich sein muss, dass man, wenn man schon die Zeit opfert, gefälligst
die ganze Arbeit den Engeln überlassen kann! Wozu gibt es denn sonst diese
kosmischen Helfer?

Die Engel werden ja wohl wissen, dass man im Grunde auserwählt ist und
dass man nur im Moment ein paar Probleme hat! Das Lesen eines Buches
wird ja wohl ohne Weiteres diese Tat als ausreichend deklarieren, dass die
Engel herbeiströmen, um alle Probleme zu tilgen. Denn, ich will ja meine
Probleme lösen, deswegen lese ich Engelsbücher und glaube fest daran, dass
diese Engel meine Probleme von jetzt auf gleich lösen! Also! Los jetzt! Ich
bin bereit! Löst meine Probleme! Ich warte … noch 10 Minuten, dann kommt
meine Lieblingsserie, eine der unzähligen, überflüssigen Produktionen im
TV!

Zu sarkastisch? Nein! Leider zu ehrlich! Die Praxis und die Erfahrungen,


die man auf vielen Seminaren, Stammtischen, Workshops und spirituellen
Veranstaltungen sammeln kann, spiegeln exakt diese Einstellung wieder!
Daher muss ich jeden ENT-Täuschen, denn dieses Buch verspricht keine
Wunder! Im Gegenteil! Es verspricht eine harte, lange, komplizierte aber
lohnende Arbeit!

Es ist ein Arbeitsbuch und keine „Entspannungslektüre“. Es hat nichts mit


den Büchern zu tun, die durch irgendwelche Quanten heilen wollen bzw.
einen „Quantum Engel“ – also den kleinsten, energetischen Teil eines Engels
– dazu bringen wollen, dass durch eine Energietherapie und durch
Kommunikation alle Probleme gelöst werden! Dieses Buch wird keinen Rat
und kein Heilungsversprechen für Lichtkinder (plus Eltern und Pädagogen)
beinhalten.
Dafür wird es aber Anregungen geben, wie man die Heilkraft der Engel,
die letztlich die Aktivierung der Selbstheilungskräfte darstellt, in sich
anspornen kann! Man muss „nur“ wahrlich darum bitten und dafür Sorge
tragen, dass die energetische Bitte auch die Sphären der Engel erreicht! So
kann man mit Hilfe der Arbeiten in diesem Buch in vielen Lebenslagen einen
innigen Schutz in Bezug auf Beistand und Hoffnung empfinden, doch muss
man hierzu erneut energetisch Arbeiten! Mit wachsendem Kontakt und einer
stetigen Veränderung des eigenen Energiesystems, wird man nachhaltig
seinen Alltag transformieren können – doch man transformiert ihn selbst und
nicht die Engel! Denn alle „Geheimnisse der Engel“, die sich auf Linderung,
Heilung, Trost und Tilgung der Not beziehen, lassen sich durch das Wort
„Selbstevolution“ klären! Man kann sich selbst therapieren! Sicher, es ist
nicht einfach und manchmal wird die „Tafelblindheit“ übermächtig sein,
sodass man zu nah an seinen Problemen steht. Doch in diesen Situationen
kann man durch die Arbeit mit den Engeln erkennen, dass ein professioneller
Therapeut besser als jedes Ritual ist!

Es gibt so viele Bücher über die Engel, doch wenn man sich einmal die
Mühe macht, von diesen nur 30 Bücher zu analysieren, wird man ein
Überangebot der Wörter „Heilung“, „Beistand“, „Schutz“, „Therapie“ und
„Führung“ finden. Wenn man sich dann auch noch die Rezensionen, Berichte
und Meinungen anhört, bekommt man es wirklich mit der Angst zu tun! Mit
der Angst, dass es immens viele parasitäre Energien gibt, die sich zwar als
„Engel“ ausgeben, in der energetischen Wirklichkeit jedoch nur schmarotzen!

Es werden rosarote Erlebnisse geschildert, dass Babyfußabdrücke an


beschlagenen Fenstern die Anwesenheit eines Engels beweisen und dass man
jetzt vollkommen sicher ist, dass man nur noch die Glücksseiten des Lebens
erfahren wird. Doch leider ändert sich nichts ins Positive, in den meisten
Leben der Menschen! Im Gegenteil! Es wird oft schlimmer, sodass der
Mensch sich in ein seelisches Loch katapultiert, aus dem man alleine wirklich
nur noch mit viel Glück und gnadenloser Disziplin herauskommen kann!

Ein solches Beispiel möchte ich kurz wiedergeben, denn als ich mich vor
vielen Jahren auf einem Seminar mit einer Frau unterhalten habe, erkannte
ich, dass sie leider repräsentativ für viele Menschen ist. Sie hatte zwar den
Glauben an die Engel nicht verloren, dennoch wurde sie energetisch von
parasitären Entitäten ausgenutzt!
Es ist so wundervoll, dass ich ihnen überhaupt nicht beschreiben kann,
was sich alles in meinem Leben verändern wird. Schon als ich das Buch über
die Engel in meine Hand nahm, wusste und spürte ich, dass die liebevolle
Energie mich heilen wird. Man konnte es wirklich fühlen, dass die liebevolle
Energie der Engel direkt aus den Seiten des Buches herauszufließen schien.
Als ich dann das Buch zu lesen begann, hat es mich so tief berührt, dass in
mir alle alten Probleme auf vielen Wogen alter, ungeweinter Tränen aus mir
heraus flossen. Als ich dann auch noch las, dass die Engel besonders die
Lichtkinder unserer Erde behüten, wusste ich, dass jetzt alles besser wird. Ich
habe selbst zwei Lichtkinder und ich weiß, welche große Problematik unser
Schulsystem mit diesen wundervollen Kindern hat. So oft fühle ich mich
machtlos, denn die Probleme, welche diese liebevollen Kinder in der Schule
und im Umgang mit anderen Menschen haben, schnürten mir regelrecht das
Herz zu. So oft habe ich versucht an die Lehrer und die Schulverwaltung zu
appellieren, dass sie die Lichtkinder unserer Zeit gesondert behandeln
müssen. Doch ein Umdenken und eine Veränderung, dass sich die
Lichtkinder auf die Ankunft und Präsenz der Engel einstellen können, wurde
mir versagt! Als ich dies erkennen musste, wusste ich, dass ich nicht mehr
warten darf. Ich begann eine Ausbildung als Engeltherapeutin, als spirituelle
Lebensberaterin und als Quanten- und Matrixheilungsmanagerin. Es hat
zwar alles sehr viel Geld gekostet, doch jetzt werde ich mich bald
selbstständig machen, um allen Lichtkindern zu helfen. Ich weiß, dass die
Erzengel Michael und Metatron mich begleiten und unterstützen, sodass ich
auch viel Erfolg haben werde!

Als ich dies hörte, musste ich sehr diplomatisch sein, um nicht meine
ehrliche Meinung zu äußern. Ich erwähnte in Ansätzen, dass man nicht alle
Hoffnungen auf „fremde Energien“ setzen sollte. Doch ich wurde von ihr
regelrecht attackiert, was ich mir denn einbilden würde und dass ich
offensichtlich zu feige wäre, meine Spiritualität zu leben. Ich verkniff mir
jeden weiteren Kommentar – nun fast jeden! Ich konnte die Wörter nicht
zurückhalten, als ich sagte:

„Aber ich finde es super, dass sie Engeltherapeutin werden! Ich meine
auch, dass einige von diesen Engeln dringend eine Therapie brauchen!
Wirklich! Die haben manchmal eine humoristische und gleichzeitig
cholerische Art an sich, dass man sich manchmal fragen muss, ob die noch
ganz richtig ticken!“

Nach einem Jahr traf ich die Dame wieder. Sie berichtete mir, dass sich
nichts verbessert hat. Im Gegenteil. Trennung vom Lebensgefährten, die
Kinder mussten die Schule wechseln, sie verlor ihren Vollzeitjob und ihre
Idee mit der Selbstständigkeit brachte sie fast in den finanziellen Ruin. Dazu
kam noch, dass sie die Diagnose „Mamma-CA“ (Brustkrebs) bekam, was
natürlich eine zusätzliche Belastung war. Ich sprach ihr Mut zu und empfahl
ihr, in eine professionelle Therapie zu gehen.
Dies alles ist viele Jahre her und sie konnte den Brustkrebs auch
erfolgreich bekämpfen. Ab und zu sehe ich sie noch auf vereinzelten
Seminaren. Sie hat ihre „Sicht der Dinge“ grundlegend geändert und
begonnen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. In viele Arbeiten und
Dialogen konnte man zusammen viele Erkenntnisse sammeln! Sie berichtete
mir, dass sie irgendwann in ihrer Therapie Träume hatte, wie sie von
grotesken Würmern regelrecht ausgesaugt wurde. Sie nahm das Bild jedoch
an und arbeitet, wie sie mir berichtete, an ihren Energiekanälen, sodass sie es
irgendwann aus eigener Kraft und mit Hilfe der Reiki-Energie schaffte, sich
von diesen „Wurmbildern“ – die immer wieder in den Träumen auftauchten –
zu befreien! Schön!

Doch dies alles ist leider kein Einzelfall! Im Gegenteil! Daher fasste ich
den Entschluss, ein Engelsbuch zu schreiben, dass meiner Meinung nach,
nicht die liebevolle Energie der Engel direkt aus den Seiten des Buches
herauszufließen wird, dafür aber die Möglichkeit bietet, sich selbst zu
erkennen und zu evolutionieren!
Die Arbeiten in diesem Buch werden sich zu Beginn erst einmal darauf
beziehen, was Engel sind und wie die klassische Literatur sie sah bzw. sieht.
Es wird auch um die klassische Magie der Engel gehen, um die Siegel aus
alten Grimorien und wie man diese „liest“ bzw. „verwendet“, sodass man mit
Hilfe der Siegel die Engelsenergien „rufen“ kann. Ferner wird es darum
gehen, wie die Bezeichnungen – die Namen – der Engel zu verstehen sind
und was sie in der deutschen Übersetzung bedeuten. Gerade hier wird man
einen sehr großen Schnitt zu vielen der gängigen Übersetzungen und Namen
finden! Doch es ist in meinen Augen wichtig und essenziell, dass man sich
selbst eine Meinung bilden kann und nicht einfach alles von Engel
übernimmt, was man aus „fremden Quellen“ erfahren kann. Es geht darum,
dass man alle literarischen Informationen selbst energetisch prüft, um zu
erfahren, wie das eigene Energiesystem auf diese Prinzipien reagiert. Man
soll erkennen, dass der Großteil aller Engelsinformationen irrelevant ist,
wenn nicht der Großteil dieser Informationen im eigenen Selbst bestätigt
bzw. verändert wird, sodass man die essenziellen Engelsinformationen
individuell für und in sich deuten kann. Hierdurch kann das eigene
Bewusstsein die Information über Engel verarbeiten und da jedes
Bewusstsein individuell ist, sind somit auch alle Informationen über Engel
individuell. Wer das für sich vollkommen verstanden hat und auch einen
eigenen Weg finden will, um mit Engeln in Kontakt zu treten, wird hier einen
möglichen, jedoch individuellen Weg finden – meinen Weg!

Ein weiterer Löwenanteil dieses Buches wird sich auf die Darstellung der
Engel und deren Namen in der Literatur beziehen, d. h. auf ihre Aufgaben,
ihre Ränge, ihre Sorgen, ihre Nöte und ihre Ziele. Es ist letztlich etwas für
den Intellekt und für die Ratio. Doch nicht nur die Engel sollen „erleuchtet“
werden. Auch die Malachim, die Kräfte des Chaos, des Qlippoth, der
Schatten in dieser dualen Existenz, sollen illuminiert werden. Dazu kommen
noch die Energien, die man als Genien oder manchmal als Dämonen darstellt,
wobei man auch hier wieder die Möglichkeit bekommt, sich eine eigene,
energetische Meinung zu bilden!

In Bezug auf die Namen und die Übersetzungen dieser, will ich jedoch
vorher eine kleine Analogie präsentieren, sodass man bereits zu Anfang des
Buches verstehen kann, das die Namen nicht immer 1:1 zu übersetzen bzw.
zu „verstehen“ sind!

Jeder Landstrich hat seine Eigenarten in der Sprache. Wenn jeder Mensch
ausschließlich in seinem Dialekt sprechen würde, wäre die Verständigung
zwischen Menschen aus dem Ruhrgebiet, dem „Ruhrpott“ und Menschen aus
Köln, dem Schwabenland, Sachsen, Friesland oder Bayern unmöglich. Es
gibt „umgangssprachliche“ Formulierungen, die man als „uneingeweihter“
nicht erkennen kann! Wenn man sich die „interessante“ Phonemik des
„Ruhrpottdialekts“ ansieht und einen Satz bzw. eine Aufgabenbeschreibung
in einem Wort zusammenfasst, wird es für außenstehende nicht einfach!
Wenn man z. B. nur die Buchstabenkombination „TUMADATMÄEI“ lesen
würde, würde man sicherlich nicht sofort erkennen, dass hier eine „liebevolle
und gut gemeinte Aufforderung“ verborgen ist. Da man rudimentäre
Vorstellungen der eigenen Muttersprache hat, wird man in dem Wort
„Tumadatmäei“ vielleicht erkennen, dass die ersten beiden Buchstaben –
„TU“ – eine Handlungsaufforderung ist. Auch das „MA“ in Verbindung mit
dem „TU“ kann mit etwas „Ruhrpottkenntnis“ als eine Aufforderung
verstanden werden, etwas freiwillig auszuführen. Doch würde wirklich jeder
darauf kommen, dass mit „TU-MA-DAT-MÄ-EI“ die Aussage „Streichele
doch einmal das Schaf“ gemeint ist? Ich glaube nicht!

Sicher, wenn man den „Ruhrpottdialekt“ kennt, wird man jetzt verstehen,
dass „TU“ für „tun“, dass „MA“ für „mal“, dass „DAT“ für „das“, dass
„MÄ“ für „Schaf“ und „EI“ für „streicheln“ steht. Doch es ist nicht
selbstverständlich, dass man „MÄ“ mit einem Schaf und „EI“ mit streicheln
assoziiert wird.
Genau so muss man sich aber nun die Namen der Erzengel und der
Malachim in Erinnerung rufen. Schnell ist der Denkfehler vollbracht, dass
hinter jedem „-el“ ein Engel steht, gerade dann, wenn man die Sprache nicht
kann. Doch es würde niemand auf die Idee kommen, dass hinter den
deutschen Wörtern „Bügel“, „Vogel“, „Spiel“, „Hotel“, „Nebel“, „Stachel“,
„Apfel“ oder „Aschenputtel“ irgendwelche Engel strecken. Niemand würde
in der deutschen Sprache auf die Idee kommen, dass „Aschen-putt-el“ in
Wirklichkeit „Aschen / Schlag beim Golf / Gottes“ sei, oder? Auch
„Blickwinkel“ wäre sicherlich nicht der „Sehende Gruß Gottes“! Was wäre
aber, wenn man die Sprache und sogar die Buchstaben, die die Silben des
Wortes bilden, nicht immer zu 100 % und in allen Belangen erkennen und
verstehen kann? Nun, dann könnten sich auch „dumme Fehler“
einschleichen, die man selbst nicht findet, da einem der „richtige Blickwink-
el“ fehlt! Daher kann ich mich nicht davon freisprechen, dass alle
Übersetzungen zu 100 % richtig sind, auch wenn ich natürlich deutlich darauf
geachtet habe, keine „dummen Fehler“ zu machen! Doch sag niemals „nie“!

In diesem Buch gibt es sehr viele praktische Anregungen via Ritual und
via Ritus! Man soll sich jedoch stets selbst davon überzeugen, wie sinnig
oder wie unsinnig die jeweiligen Arbeiten für einen selbst sind. Ich kann aus
der Praxis berichten, dass für mich diese Arbeiten sehr sinnig sind und eine
deutliche Wirkung auf mein Energiesystem besitzen. Doch was für mich gilt,
gilt noch lange nicht für alle anderen. Viele werden ihre Probleme mit der
henochischen Sprache – der Sprache der Engel – haben, da sie wirklich nicht
einfach ist und man manchmal das Gefühl hat, als ob man permanent
Autokennzeichen als „echte Wörter“ aussprechen muss. Doch die
energetischen Erfolge der Rituale und der Riten sprechen sehr deutlich für
diese „energetische Phonemik“!

Durch die praktische Magie und die rituelle Angelistik spaltet sich dieses
Buch etwas von den übrigen Büchern. Wer also ausschließlich hier sanfte
Meditationen erwartet, wird ENT-Täuscht werden. Wer sich jedoch nicht vor
der rituellen Magie fürchtet und sich in diesem Gebiet zu Hause fühlt, wird
eine immense Veränderungsmöglichkeit geboten bekommen, gerade mit der
Prämisse, dass die abgedruckten Rituale nicht in Stein gemeißelt sind,
sondern stets eine Einladung zur Transformation besitzen! Wer für sich
meint, dass er meine Rituale umstrukturieren muss, der soll dies tun, denn
einen besseren Weg wird man nicht finden!

Einige werden mit diesen Themen schon vertraut sein, andere begeben
sich auf Neuland. Es ist egal, ob man tief in der magischen Szene lebt oder
man noch ein junger Anfänger ist. Wenn man sich selbst entwickeln will und
keine Angst davor hat, über den EIGENEN Tellerrand zu schauen, dann wird
man mit diesem Buch arbeiten können. Alles andere wird sich zeigen! So soll
es sein!

Dennoch sei HIER bereits erwähnt, dass alle Arbeiten und beschriebenen
Ausführungen stets auf eigene Gefahr gemacht werden! Das Problem mit der
Magie ist nicht, ob sie funktioniert, sondern dass sie funktioniert! Daher muss
sich jeder selbst prüfen, ob er wirklich für diese geistigen und energetischen
Arbeiten bereit ist!
Sünden und teuflische Ideen
Wenn es Engel gibt, gibt es dann nicht auch Dämonen und den Teufel
selbst? Nein! Mal ganz davon abgesehen, dass „der Teufel“, so wie man ihn
im Christentum kennt, eine rein christliche Erfindung ist. In Wirklichkeit
handelt es sich hierbei um Cernunnos bzw. Herne, den „gehörnten Gott“, den
„Hirsch mit den sieben Geweihen“, das männliche Prinzip der Naturreligion
– zumindest ein Aspekt hiervon, mit einem zugehörigen Namen. Doch nicht
nur im keltischen Pantheon suchten und fanden die Christen ein nettes Bild
für „den Teufel“. Auch das griechische Pantheon hatte einen Kandidaten.
Den Allgott Pan, den bockfüßigen Gott, den Sathyr, der in der Mittagssonne
schläft und allen einen panischen Schrecken einjagt, wenn er geweckt wird.
Der Gott, der die Nymphen in wilder Lust jagt und sich aus Schilfrohren eine
Panflöte baute (da sich eine gejagte Nymphe in Schilf verwandelte).

Doch auch wenn es „den Teufel“ nicht gibt, es gibt den Job des Teufels
bzw. des Satans, des Widersachers. Hier hat der Malachim Sathyriel einen
sehr passenden Namen: „Widersacher der Boten Gottes“. Satan oder Satanel
(Widersacher Gottes) dient letztlich dem Archetypus eines Kontrahenten. In
einer dualen Welt ein sehr sinniges Prinzip!

Wenn man sich nun einmal ein Bild eines solchen Widersachers ansehen
würde, würde man die Ängste und Sehnsüchte der Menschen bzw. des
eigenen Schattens sehen. Doch dies verdrängen die meisten Autoren,
Menschen und Suchenden, denn die Dämonologie wird immer in einem
Atemzug mit „Macht“ und „Überlegenheit“ ausgesprochen. Primär kommen
solche rein „bösen Prinzipien“ in monotheistischen Religionen (Judentum,
Christentum und Islam) vor. Die polytheistischen Religionen (Kelten,
Germanen, Griechen, Römer, Ägypter etc.) haben auch „schattige“
Prinzipien, doch sie haben alle eine duale Aufgabe. Kein Wesen im
Polytheismus ist einfach aus „Spaß an der Freude“ ein Widersacher.

Die Idee mit „dem Teufel“ ist aber nicht wirklich alt. Knapp 2200 Jahre,
denn der „Gott des alten Testaments“ lebte noch recht eigenständig, ohne
nervenden Widersacher, den man nicht als omnipotentes Wesen besiegen
bzw. disziplinieren konnte. Hierzu muss man sagen, dass die Vorgänger der
heutigen Religionen des Judentums, des Christentums und des Islams (die
Hebräer) ihre verschiedenen philosophischen und religiösen Ansichten durch
die Hochkulturen in Mesopotamien (Sumer, Akkadien [bzw. Reich von
Akkade], babylonisches Reich, Assyrisches Reich und neubabylonisches
Reich) entwickelten. Zwar werden in der Bibel die Israeliten, und somit auch
die Juden, oft als Hebräer bezeichnet, doch die Bezeichnung „Abrahams
Vorgänger“ wäre etwas seltsam!

So war es also „damals“ normal, dass der „eine Gott“ alles kannte,
überwachte und regelte. Er war verantwortlich für alles, da er letztlich „alles“
war. Sein Wesen oder seine Essenz umschloss jede Schöpfung und jede
Zerstörung. Es war ein Gott, der nichts aus Zufall bewirkte und weder gut
noch böse war, da er einfach Gott bzw. „Alles“ war. Es gab zwar in dieser
monistischen Idee sehr viele Variationen, doch ein „roter Faden“ war immer
zu sehen. Irgendwann entwickelte sich ein Glaube, der deutlich in eine
göttliche Dualität ging. Die Existenz einer separaten bösen Macht wurde
erschaffen. Es war ein Antipode zu dem vorherigen Gott, ein Widersacher,
der nun primär die Aufgaben der Vernichtung und der Zerstörung übernahm.
Hierdurch wurde automatisch der „eine Gott“ zu einem „guten Gott“, der
nicht mehr „Alles“ war bzw. nicht mehr alles kontrollierte.
Somit entstanden ein Konflikt und eine gigantische Spannung zwischen
einem vorher omnipotenten, monotheistischen Prinzip und dem Widersacher!
Das Prinzip von Gut und Böse, das in ganz deutlichen und klaren Grenzen
und Verhaltensmustern nun agierte, wurde geschaffen. Dies war der Anfang
einer grotesken Idee, die in den heutigen monotheistischen Weltreligionen
ein perfektes Machtinstrument darstellt.
Doch das Judentum, dass zwar den Widersacher (ha-Satan (!jXh)) kannte,
aber nicht die Idee des Teufels, sowie es die Christen forcierten, versuchten
dem „einen Gott“ (JHVH (hwhy)) einen Opponenten zu geben, jedoch keinen
direkten Gegner, der die gleiche Macht wie JHVH (hwhy) hatte. Historiker
vermuten, dass dieser „Satan“ eher die Funktion eines Staatsanwaltes bzw.
eines Verteidigers hatte. Ein Blickwinkel, der heutzutage im
Gesetzesdschungel legitim ist, denn eine diabolische bzw. juristische
Persönlichkeit kann viel erreichen – auch die sehr fantasievolle Auslegung
geltender Gesetze.
Irgendwann müssen aber die Menschen sich gedacht haben, dass die
„guten Engel“ einer solchen Persönlichkeit nicht lange widerstehen können
und letztlich zu ihm (oder ihr) überlaufen müssten. Der erste Bericht von
„gefallenen Engeln“ findet man in den Apokryphen. Der Propheten Henoch
war es, der erste Berichte gab, dass er selbst in die Himmelsreiche
mitgenommen (entrückt) wurde und die Information bekam, dass ein Krieg
im Himmel zwischen den gefallenen Engeln und den himmlischen
Herrschaaren tobte. Was nun Henoch genau berichtete, ist nicht sonderlich
interessant. Es gibt Aufzählungen von gefallenen Engeln und Berichte, die
man getrost als Astralreise abhaken kann, was jetzt nicht wirklich ein großes
„Aha-Erlebnis“ ist. Aleister Crowley schrieb in seinem Buch „Liber 418 – die
Vision und die Stimme“ wesentlich bildgewaltiger – dennoch zitiert man
nicht seine Reise durch die Aethyre.
Doch auch wenn man heute sagen kann, dass Henoch zeitlose Visionen
der Energien der Malachim und der Engel hatte, brannten sich seine
Vorstellungen in die christliche Religion ein. Als das „Neue Testament“
entstand, wurden die Ideen bereitwillig in der Johannes Offenbarung („die“
Apokalypse) aufgenommen. Zwar taucht das Wort Satan oder Teufel auch im
„Alten Testament“ auf, doch war er hier nur ein Prüfer (Hiob wurde ein
bisschen geprüft) bzw. eine Kraft, die den Lebensweg verkomplizierte. Im
Neuen Testament wird Jesus in der Wüste etwas genervt und versucht, doch
auch hier ist die Kraft eher ein „Prüfer“. Erst in der Offenbarung bekommt
das christliche Dogma ein Bild, das deutlich macht, dass diese Macht „das
Böse ist“.

Hier ein paar Fragmente aus der Offenbarung (Kapitel 12 und 13)
Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot,
mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen
Köpfen. […]
Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne (auch Engel genannt) vom
Himmel und warf sie auf die Erde herab. […]
Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben
sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel
kämpften, aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im
Himmel.
Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder
Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde
gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der
rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die
Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer
Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.
Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und
Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod.
Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen. Weh aber euch,
Land und Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen; seine Wut ist
groß, weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt.
Da geriet der Drache in Zorn […] und er ging fort, um Krieg zu führen
mit mit den Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem
Zeugnis für Jesus festhalten. Und der Drache trat an den Strand des Meeres.
Und ich sah: Ein Tier stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben
Köpfen. Auf seinen Hörnern trug es zehn Diademe und auf seinen Köpfen
Namen, die eine Gotteslästerung waren.
Das Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie die
Tatzen eines Bären und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Und der
Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben, seinen Thron und seine große
Macht.
Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber die tödliche
Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach.

Die Menschen warfen sich vor dem Drachen nieder, weil er seine Macht
dem Tier gegeben hatte; und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem
Tier gleich und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen? […]
Und ich sah: Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei
Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache.
Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus. Es
brachte die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier anzubeten, dessen
tödliche Wunde geheilt war.
Es tat große Zeichen; sogar Feuer ließ es vor den Augen der Menschen
vom Himmel auf die Erde fallen.
Es verwirrte die Bewohner der Erde durch die Wunderzeichen, die es im
Auftrag des Tieres tat; es befahl den Bewohnern der Erde, ein Standbild zu
errichten zu Ehren des Tieres, das mit dem Schwert erschlagen worden war
und doch wieder zum Leben kam.
Es wurde ihm Macht gegeben, dem Standbild des Tieres Lebensgeist zu
verleihen, sodass es auch sprechen konnte und bewirkte, dass alle getötet
wurden, die das Standbild des Tieres nicht anbeteten.
Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und
die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein
Kennzeichen anzubringen.
Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den
Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert
des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist
sechshundertsechsundsechzig.

So wurde der Job des Widersachers bzw. des juristischen Diabolo zu


einem Weltenvernichter aufgebläht, der eine ganze Reihe von Engeln
(33,3333 %) mit in die Tiefe riss!
Es dauerte in der menschlichen Geschichte nicht lange, da bevölkerten
die abgespaltenen Fürsten der Finsternis die Erde. Luzifer, Satan, Belial,
Leviathan, Azazel, Beelzebub, Samael, Asmodeus, Ashtaroth, Abbadon,
Amon, Baalberith (bzw. Baal) Behemoth etc.
Es war eine regelrechte Erfolgsstory! Wie viele Bilder, Bücher oder
Filme würde es nicht geben, wenn diese „nette Idee“ nicht solange überlebt
hätte. Selbst Martin Luther, der den Teufel offensichtlich mit einem
Tintenfass mal steinigen wollte, sagte sinngemäß, dass es ohne den Teufel
und die drohende Verdammnis keinen Bedarf für Kirche und Christus geben
würde.
Also sind die Kräfte der Finsternis das Schmiermittel für viele religiöse
Konzepte! Wenn man die literarischen „Kräfte der Finsternis“ untersuchen
würde, wäre man jedoch schnell enttäuscht, dass diese nicht „so böse sind“,
wie es ihnen nachgesagt wird! Sicher, das Wissen um Dämonen und Teufel
ist genau so alt, wie das Wissen um die himmlischen Engel. Und
selbstverständlich weiß man, dass beide zusammengehören und sich letztlich
gegenseitig bedingen. Die schönen Vorstellungen, dass es die Zeit der
Harmonie gab, wo alle Energien in der göttlichen Hierarchie – manche
Quellen beschreiben es so, dass es sich ausschließlich um „materielle
Energien“ handelt, also rein physische Wesen – Hand in Hand mit den
Menschen, Engel, Dämonen und allen anderen Entitäten existieren, wird zwar
blumig „Paradies“, „Reich des Lichtes“ oder auch „Traumzeit“ genannt, hat
aber eher etwas mit menschlichen Vorstellungen zu tun, als mit
„energetischer Realität“! Zwar gibt es in der menschlichen Geschichte immer
wieder Mythen und Fabeln, wo Menschen und Tiere harmonisch
zusammenlebten und auch die Götter stets huld- und gnadenvoll waren, doch
sind dies monoidale Vorstellungen, die in einer dualen Existenz
bedeutungslos sind. In der Dualität wird es immer Fraktionen geben, die sich
gegenseitig „aufwiegen“ und gleichzeitig „bedingen“. Die Dualität muss
zwangsläufig durch eine „schöpferische Freiheit“ einen stetigen Kreislauf
erfahren, einen Kreislauf, sodass Leben und Tod sich abwechseln können. Es
ist daher nicht ein Rückzug des Göttlichen, sondern ein gezieltes Ausleben
der Göttlichkeit. Das Sein, die Quelle, erfährt sich selbst durch Spaltung. In
der Kabbalah wird diese Idee als „Tsimtsoum“ bzw. „Simsum“ (~wcmc)
bezeichnet, eine „Kontraktion“, eine „Verengung“, eine „Rücknahme“. Der
Begriff basiert jedoch auf der Lehre des Kabbalisten Isaac Luria (1534-1572),
der in dem Konzept der „Luruanic Kabbalah“ eine bzw. seine neue Lehre
verbreiten wollte. Diese besagt, dass Gott in der Schöpfung sich irgendwann
„zurückzog“, wodurch ein „konzeptioneller Raum“ entstand, der eine
„Endlichkeit“ erhielt. Im Gegensatz zu anderen kabbalistischen Lehren wurde
hier die Idee vertreten, dass der Schöpfungsakt durch eine gezielte
„Verschleierung“ fortgesetzt wurde, wodurch sich die Dualität bildete! Es
wurde so erklärt, dass dieser konzeptionelle Raum (der auch „leerer Raum“
genannt wurde) der Ort des freien Willens sei!

Kabbalistisch ist hiermit die dritte Dimension gemeint, die oft als „Ha-
Makom“ (~wqmh) bezeichnet wird, der leuchtende Platz/Ort oder auch „der
Allgegenwärtige“ – Gott ist der Ort der Welt, aber die Welt ist nicht sein Ort!
Dieses Paradoxon spiegelt einwenig die Beziehung zwischen Licht und
Dunkelheit, Engel und Dämonen wieder. Es geht um eine göttliche
Anwesenheit, die gleichzeitig eine göttliche Abwesenheit ist. Man kann es
sich so vorstellen, dass die 3. Dimension ein Vakuum in der resultierenden
Schöpfung des Seins ist, ein Vakuum, in dem Zugänge zu den vier geistigen
Welten der Kabbalah (Assiah, Jezirah, Beriah und Aziluth) existieren. Das
Vakuum ist aber letztlich das „ultimative physische Universum“. Die
verschiedenen Energien, die das göttliche Licht bzw. die spirituelle
Lebenskraft darstellt, erscheint in einer „progressiven Minderung“, d. h., je
„dichter“ oder materieller die Energie wird, desto weiter ist das göttliche
Licht (Ha‘Or (rwah)) entfernt! Die Entfernung bringt unzählige
„Verdichtungen“ bzw. „Verschleierungen“ bzw. „Verengungen“ mit sich,
sodass die spirituelle Lebenskraft komplett in einer Verhüllung existiert.
Literarisch wurde dieses Konzept auch u. a. als Sündenfall betrachtet, da es
natürlich göttliche Energien gab, die weiterhin ihren Dienst im Großen Werk,
in der „verdichteten Energie“ bzw. in der „Verschleierung“ erfüllen mussten.
Da das „göttliche Licht“ verschleiert war, konnten Energien entstehen, die
der Mensch bzw. die Literatur mit Begriffen wie „Verdunkelung“, „Stolz“,
„Aufstand“, „Egoismus“ oder „Egozentrismus“ beschreiben konnte. Das
Prinzip Luzifer sollte dies alles verkörpern, da Luzifer der „Bringer bzw. der
Träger des göttlichen Lichtes“ war. Durch die Abtrennung vom Licht bzw.
durch den „Raum der progressiven Minderungen“ entwickelte sich gezielt
eine Energie, die als Gegenkraft verstanden werden kann – einen Macht der
Schatten bzw. die Schattenseite Gottes. Leider wird in diesem
Zusammenhang immer noch Erzengel Luzifer genannt, obwohl es sich
hierbei um die Malachim handelt bzw. um Sathyriel! Luzifer war zwar auch
an der Erschaffung der progressiven Minderungen beteiligt, doch war es ein
„Dienst der Liebe“, welcher zusammen mit Erzengel Michael vollführt wurde
und in Bezug auf den bereits bestehenden Konflikt zwischen den Kräften der
Ordnung, des Lichtes, der sephirothischen Seite – die Lonshin Olpirt
(Mächte des Lichts auf henochisch) und den Kräften des Chaos, der
Finsternis, der qlippothischen Seite - Lonshin Ors (Mächte der Finsternis
auf henochisch), erfüllt werden musste. Es entstand ein „Ringen der Kräfte“,
wodurch die „Selbstmeisterung“ jeder Energie das Ziel war. Diese
Selbstmeisterung konnte nur aus den Rückverbindungen zwischen dem
„Raum der progressiven Minderungen“ und dem „göttlichen Licht“ erfahren
werden.
Das Spiel dieser Mächte wurde in vielen Schriften und Filmen verarbeitet
– auch klassische Exorzismusfilme gehören dazu, denn natürlich können
beide Seiten einen engen energetischen Kontakt zu den Menschen herstellen!
Wenn man so will, sind die Erzengel eine Gruppe von Wesen, die „die
Alten“ oder „die Traditionellen“ sind. Sie wollen, dass man „die Spiele des
Kosmos“ spielt und seinem Werken nachgeht. Die Malachim hingegen halten
es eher wie Darwin. Nur die Stärksten werden überleben. Sie sind „die
Neuen“ oder „die Rebellen“. Sie wollen, dass durch Konflikte, Antagonismen
und Auseinandersetzungen die verborgenen Fähigkeiten schnell erweckt
werden. Sie sind nicht für eine kontinuierliche kosmische Evolution wie die
Erzengel, sie sind eher für Quantensprünge und für die Umsetzung des
Gesetzes des Stärkeren! Dies mag verlockend klingen, da man selbst
vielleicht ein rebellischer Typ ist, doch ist eine Zusammenarbeit mit den
Malachim meist recht einseitig. Wenn man sich mit diesen Energien einlässt
und eine Verbindung zustande kommt, wird man etwas „haben“ dass die
Fraktion der Malachim „gebrauchen“ oder in irgendeiner Weise „verwenden“
kann – man besitzt einen gewissen Wert. Wenn man diesen Wert jedoch
verliert, wird man auch die Malachim verlieren, d. h. ihre Unterstützung und
ihren Schutz, was dann meistens von lebenszerstörenden Konsequenzen
begleitet wird! Manchmal hat man noch nicht einmal die Wahl, ob man sich
für die Erzengel oder die Malachim entscheidet. Manchmal entscheiden die
Kräfte der jeweiligen Fraktion vorher!
Dämonen und Hierarchien im Club der
Widersacher
Da ich jedoch schon zu Beginn des Buches einiges über die sog.
„Dämonen“ erzählt habe, will ich das Thema nicht erneut vertiefen. Es geht
mir in diesem Kapitel darum, dass man einen Blick auf die Historie
bekommt. Die Namen, Siegel (bzw. Symbole) und Sigillen der Dämonen, die
man in der klassischen Literatur findet, werden hierbei natürlich nicht
ausgeschlossen. Wenn ich mich in der monotheistischen „Außenpolitik“
bewegen wollte, müsste ich die bis dato genannten Engel nur auflisten
(ausgenommen Michael, Gabriel und Raphael), und ich hätte eine tolle Liste
mit dämonischen Namen! Ich will hier eine kleine Auswahl über die
bekanntesten „Energien“ geben, wobei ich einmal die klassisch-literarische
Version beschreibe und einmal eigene, magische Erfahrungen mit diesen
Prinzipien. Dazu kommen noch klassische hierarchische Strukturen und
Muster, denn wenn man eine 9ner bzw. 10ner Hierarchie im Himmel hat
(Seraphim, Cherubim, Throne, Herrschaften, Mächte, Gewalten,
Fürstentümer, Erzengel, Engel und Grigori), so hat man auch sicherlich eine
Hierarchie in der Hölle!
Die Menschen mögen klare Strukturen und deutliche Hierarchien. Egal
ob es nun um Engel, Dämonen oder Sportereignisse geht. Dass die Hierarchie
der Engel und auch der Dämonen letztlich von Menschen erfunden wurde,
dürfte klar sein. Omnipotente, dimensional unbeschränkte Wesen
funktionieren außerhalb jeder Hierarchie, genauso wie ihre Sphären, die von
den Menschen „Himmel“ und „Hölle“ genannt wurden.
Aber wie erklärt man etwas Unerklärbares? Viele Menschen haben
Visionen oder Astralerlebnisse gehabt, die eine Übersetzung von diesen
Sphären darstellen. Der Prophet Henoch z. B. hat eine Menge „Reisen in
andere Sphären“ unternommen.
Bei diesen energetischen Reisen ist die eigene Bildsprache essenziell.
Wenn ich an klassische Engel, in weißen, weiten Nachthemden und goldenen
Flügeln glaube, dann werde ich auch genau solche Wesen sehen. Das Gleiche
gilt natürlich für Dämonen. Wenn ich Dämonen als Chimären definiere, eine
wilde Mischung aus Fledermaus, Werwolf, Drachen, Oktopus und andere
Fabelwesen, werde ich auch solche Chimären sehen. So haben die Christen
im frühen Mittelalter alle möglichen grotesken Angstideen in eine Form
gepresst, diese mit der Überschrift „Hölle“ versehen und sie ihren
gutgläubigen Schäfchen verkauft. Man findet in der Geschichte
Verbindungen, dass die Nephilim auch als Dämonen gesehen werden können.
Die bildlichen Beschreibungen, die es über die Nephilim und über die
Dämonen gibt, sind jedoch sehr unterschiedlich. Während die Nephilim
einfach nur riesige humanoide Gestalten waren, die vielleicht durch ihre
Größe bedrohlich wirkten, so waren die Dämonen mit ihren grotesken
Darstellungen eine personifizierte Angsterscheinung. Zwar war die
Vorstellung von monströsen und grauenhaften Kreaturen nicht nur eine
Schöpfung des Mittelalters und der Christen, doch wurde in dieser Zeit die
Informationspolitik über diese Angsterscheinungen forciert. Das Mittelalter
war eine perfekte Petrischale, um die eigenen dunklen Fantasien, schriftliche
Realität werden zu lassen. In einer Zeit, wo es überall böse Hexen und
Magier gab, die alle nichts Besseres zu tun hatten, als einen Teufelspakt
einzugehen und die durch Besessenheit die tiefsten Geheimnisse des Kosmos
zu erlangen, gedieh perfekt das Bild des klassischen Dämons. Als
letztendlich der Buchdruck erfunden wurde und man die künstlerisch-
kreativen Fantasiegebilde der eigenen Angst einem breiten Publikum
überreichen konnte, erschienen sehr viele Autoren und sogenannte Wissende,
die wilde Engelsbezeichnungen und Dämonennamen in die Öffentlichkeit
trugen. Es wurde postuliert, dass man die Natur der Engel nur dadurch
verstehen könne, wenn man ihre Gegner, ihre Widersacher verstehen würden,
denn aus der Bibel wusste man, dass Satan mit den gefallenen Engeln auf die
Erde gekommen sei, um hier eine Schreckensherrschaft zu errichten.

Wenn man die gefallenen Engel studieren würde, so könnte man indirekt
auch auf die himmlischen Engel schließen, die treu an der Seite Gottes
blieben.
Wie ich schon relativ am Anfang des Buches erwähnt habe, ist das
ursprüngliche Wort „Dämon“ vom griechischen „Daimon“ abgeleitet,
welches sich wieder vom griechischen Verb „daiomai“ hergeleitet. Das Verb
„daiomai“ bedeutet soviel wie „teilen“ oder „zerteilen“. Gleichzeitig hat es
aber auch die Bedeutung eines „Zuteilers“, d. h. einer Kraft oder Macht, die
einem etwas „zuordnet“ bzw. „zuteilt“, was sich in Bezug auf das Wort
„daiomai“ im Sinne eines Schicksalszuteilers versinnbildlicht. Ferner wurde
in der frühen griechischen Sprache, der Begriff Daimon als Synonym für
Theos verwendet, was Gott bedeutet. Hiermit wurden also Wesen oder
Energien bezeichnet, die schicksalshaft auf das Leben der Menschen
einwirken bzw. einwirken können.
In den Arbeiten des Philosophen Platon (428 v. Chr. – 347 v. Chr.)
werden die Dämonen primär als Vermittler gedeutet, die den Kontakt
zwischen den Sphären der Götter und den Menschen herstellen. Im
christlichen Kontext also „klassische Engel“. Leider änderte sich diese
Sichtweise durch den Platonsschüler Xenokrates (396 v. Chr. – 314 v. Chr.).
Xenokrates schrieb den Dämonen überwiegend böse Taten zu. Hierdurch
entlastete er die olympischen Götter von der „Theodizeeproblematik“.
Theodizee ist die „Gerechtigkeit Gottes“ bzw. die „Rechtfertigung Gottes“
und stellt einen Fachterminus dar, der verschiedene Ideen beinhaltet, warum
allmächtige Wesen (Gott bzw. die Götter) Leid und Seelennot in die Welt
„lassen“. Es ist die allseits bekannte Frage „Warum lässt der liebe Gott zu,
dass es mir so schlecht geht?“ Durch die neue „Jobbeschreibung“ der
Dämonen schaffte es Xenokrates zwar kurzfristig die „Götterproblematik“ zu
mildern, hat dafür aber den Grundstein für die frühchristliche Umwertung der
Dämonen gelegt, von ambivalenten zu durchweg negativen Wesen. Während
Platon die „Dämonen“ noch natürlich gesehen hat, in Bezug darauf, dass
auch Mutter Natur ambivalent ist – liebevoll und gnadenlos bzw. barmherzig
(gut) und mitleidslos (böse), wurde es von Xenokrates so interpretiert, dass
das Böse schon sehr gezielt agierte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die
Bibel Dämonen ausschließlich als böse Geister auffasst.
Dies passte natürlich auch sehr gut in die schematischen Darstellungen
der Engel und der Dämonen. Auch wenn die Engel ihre Ursprünge in den
mesopotamischen Religionen haben (die Darstellungen von Marduk und
Tiamat z. B.), wurden die Wesen so stark europäisiert, dass die Christen für
sich eine ganz deutliche „bildliche Trennung“ vollziehen konnten. Dies zeigt
sich auch durch literarische Forschungen, welche belegen, dass nicht alle
Dämonen im mesopotamischen Gebiet negative Züge hatten. Die Dämonen
waren ambivalent, sie hatten sogar vorwiegend positive Aufgaben zu
erfüllen. Leider bezeichneten nur wenige Gelehrte diese Wesen auch als
Engel. Die Mischwesen der mesopotamischen Religionen, mit ihren
tierischen Leibern, ihren Flügeln, ihren Klauen und ihrem aufrechten Gang,
„durften“ keine Engel (aus Sicht der Christen) sein, da Engel doch bitteschön
androgyne und absolut liebliche Körper und Gesichtszüge hatten. Die Götter
der „Wilden“ hatten schon immer diesen tierisch-ambivalenten Charakter,
nun, und da die „Wilden“ böse waren, waren es ihre Götter auch! Schön,
wenn die Welt am eigenen Tellerrand endet – leider ist dieses Problem
aktueller als je zuvor!
So schafften es die monotheistischen Religionen (vorweg die Christen)
aus den Göttern und heiligen Wesen der „Anderen“ die groteskesten
Dämonen zu basteln … ja zu basteln!

Hier einmal die klassischen Dämonenfürsten, die aus Sicht mancher


Autoren einfach nur gefallene Engel sind:
Satan oder Satanel
Satan (hebräisch: (!jX); aramäisch (anjc)) war das Böse selbst! Unendlich
viele Legenden wurden erfunden, wie es denn sein könnte, dass ein Engel,
der mit der Macht des Satans ausgestattet sei, vorher im Himmel diente. So
konnte es gar nicht anders sein, dass Satanel ein Seraphine sein musste. Er
war sogar der erste Seraphine, der Vizekönig oder der Regent Gottes. Eine
Stellung, die nach seinem Fall Erzengel Michael übernahmen. Viele Künstler
befassen sich mit der bildlichen Darstellung des Satanel und gaben ihm statt
der klassischen sechs Flügel, die für einen Seraphim typisch waren, sogar
zwölf Flügeln. Andere Künstler malten Satanel in einer Pracht, die wie eine
Art Gewand den Seraphim umgab und alles an Wissen und Schönheit
übertraf. Es ist jedoch dann rätselhaft, dass Satanel im Lauf der Geschichte
das Bild des strahlenden Seraphine, dessen Licht „ach so hell“ leuchtete, in
ein Wesen verwandelt wurde, dass seine tierische Natur nicht verbergen
kann. Stichwort ist hier natürlich der Gehörnte mit dem Pferdefuß. Wie ich
schon erwähnt habe, ist das Bild des Satans sehr einfach zu erklären. Nicht
nur der gehörnte Gott der Naturreligion gehört hierzu, auch der Vegetation
Gott Pan oder der Sündenbock der Israeliten waren perfekte Vorbilder für
einen jeden Künstler. Dazu kam, dass Satan, der auf die Erde gefallen ist,
natürlich auch über die Gewalten der Erde verfügte, was auch die Unwetter
mit einschloss. Dies erinnert natürlich sehr stark an den Gott Zeus. Manchmal
wird Satanel auch einfach als riesige Schlange (als Lindwurm) dargestellt,
wobei diese Bilder sehr weit zurückgehen, da sie auf die geflügelte Schlange
Tiamat deuten.
Tiamat war zusammen mit ihrem Gemahl Apsu ein Schöpfungsduo,
wobei Tiamat über die salzigen Tiefen herrschte und Apsu über das
Süßwasser. Der Name Tiamat bedeutet soviel wie „Sie, die Sie alles gebar“.
Es war ein Wesen, das gleichzeitig das Salzwasser repräsentierte aber
auch die Weiblichkeit, die Urgöttin. Irgendwann wurde die Göttin Tiamat
verteufelt und als Drache des Chaos dargestellt. Durch wilde Streitigkeiten
und Kämpfe, unter anderem mit Marduk, wurde das dunkle Bild gefestigt.
Wenn man sich jetzt diese ganzen Bilder einmal zusammen anschaut,
dann erkennt man sehr deutlich die größten Angst Punkte des Christentums.
Der gehörnte Gott der Naturreligion steht letztlich für den Zusammenhalt
zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen, da er sich im Laufe des
Jahreskreises freiwillig für die Göttin opfert. Da der genannte Gott das Land
der Göttin als König übernehmen musste, die Göttin war schwanger, und sein
Blut musste die Felder weiterhin fruchtbar halten, zeigte es eine absolute
Opferbereitschaft.
Zwar gibt es diese Opferbereitschaft auch im Christentum, bildlich
dargestellt durch die Kreuzigung Jesu, doch wurde diese Opferbereitschaft
nicht in Bezug auf die Liebe zum Weiblichen gedeutet. Auch der Gott Pan,
der für wilden Sex und Lebenslust steht, beschreibt natürlich ein Angstthema
des mittelalterlichen Christentums, welches Keuschheit und Zölibat predigte.
Und wem soll man denn bitte schön ein Unwetter andichten, wenn nicht dem
Satan? Und dass Schlangen, die sich oft im Unterholz oder im hohen Gras
verstecken und dazu auch noch sehr gefährlich und giftig sind,
selbstverständlich teuflische Tiere sein müssen, muss sicherlich niemanden
erklärt werden. Alles in allem ein sehr schönes Bild, das die Angst der
Menschen im Mittelalter perfekt wiedergibt.
Natürlich musste ein solches böses Wesen auch Sünden besitzen. Sogar
Todsünden, die den 7 Tugenden der frommen und braven Christen
gegenüberstehen. So lauten die 7 Tugenden Gerechtigkeit (iusticia),
Tapferkeit (fortitudo), Weisheit (sapientia) und Mäßigung (temperantia),
Glaube (fides), Liebe (caritas) und Hoffnung (spes). Wobei die ersten vier
Tugenden, die sogenannten Kardinalstugenden und die letzten drei die so
genannten theologischen Tugenden sind.

Die sieben Todsünden hingegen, die sich auch jeweils auf ein
dämonisches Prinzip beziehen, lauten: Stolz (Luzifer), Habsucht (Mammon),
Jähzorn (Satan), Wollust (Haschmodai/Asmodeus), Gefräßigkeit/Völlerei
(Beelzebub), Missgunst/Neid (Leviathan) und Faulheit/Trägheit (Belphegor).
Diese ganzen Namen, die bei den Todsünden auftauchen, könnte man
auch als eine Art Alias des Satans sehen, wobei dies vielleicht literarisch
richtig sein mag, energetisch aber vollkommen falsch ist. Literarisch ist es
auch nur deshalb möglich, weil zahlreiche Schriftsteller und Autoren ein
bisschen Vielfalt in ihre Geschichten einbringen wollten, und nicht nur eben
den Namen Satan verwenden wollten.
Energetisch gesehen gibt es nicht den Satan. Wenn man ein Wesen schon
in diese großen Fußstapfen stecken möchte, dann dem Malachim Sathyriel. In
diesem Zusammenhang müssen auch erneut die Prinzipien „Samael (lams)“
und „Azazrel (larzaz[)“ erwähnt werden. Beide werden auch gern als
Synonym für „Satan“ verwendet, da man „Medikament Gottes“ (Samael)
lieber mit „Gift Gottes“ übersetzte und den Sündenbock „Azazel“ (lz[z[), was
eine Bezeichnung für den Felsen war, von dem der „Sündenbock“ in die
Wüste gestürzt wurde, lieber mit dem Erzengel gleichsetzte, der zwar in der
Übersetzung sehr ähnlich klingt (Azazrel und Azazel), in der Schreibweibe
aber doch unterschiedlich ist ((larzaz[) und (lz[z[)).
Dennoch gibt es ein sehr bekanntes und sehr allgemeines Zeichen für den
Satan. Das inverse Pentagramm.
Das Pentagramm, das den Gehörnten darstellt, war natürlich das perfekte
Symbol für den Satan! Wie man heutzutage sieht, hat sich auch nichts
geändert. Natürlich, durch den Gründer der First Church of Satan, Anton
Szandor LaVey, wurde das rebellische Denken, das Denken eines
Widersachers, neu belebt! Dass dieser Widersacher gegen die Gesellschaft
rebellierte, wurde verdrängt! Warum auch nicht? Es ist doch viel einfacher
jemanden den „Satansstempel“ aufzudrücken, als mit ihm zu reden!
So kann man zusammenfassend sagen, dass das Prinzip des Satans eine
literarische Erfindung ist, die es zwar aus archetypischer Sicht gibt und auch
geben muss, die jedoch den Namen „Sathyriel“ trägt und den Status eines
Malachims hat!
Abaddon
Seine Name leitet sich vom hebräischen Wort „Awadon“ (!wdba), was
„Untergang“ bedeutet, aber in Bezug auf eine „Tilgung“ bzw. einen
„Abgrund“ übersetzen könnte. In Griechenland war er bekannt als
„Apollyon“, der einen „guten Charakter“ (Schutz des Hauses, des Viehs und
Förderer des Ackerbaus) und auch einen „schlechten Charakter“ (kann auch
Krankheiten und den Tod bringen) besitzt. Manche Autoren gehen einfach
davon aus, dass es das griechische Synonym für „Satan“ sein, da er auch als
„Engel des bodenlosen Abgrunds“ gesehen wird. Im Namen „Apollyon“
findet man natürlich den Namen „Apollon“ – einige Bücher gehen davon aus,
dass es sich um das gleiche Prinzip handelt, wobei Apollyon einfach die
„gefallene Version“ des Apollon ist, der zusammen mit Arsiel zusammen in
der Unterwelt wohnt. Der Namen Arsiel soll mit „Schwarze Sonne“ übersetzt
werden, was aber wieder nicht passt, da das Wort „Arsi“ (ysra) für „tierisches
Gift“ steht. Es wäre also das „(tierische) Gift Gottes“, eine Bezeichnung die
man auch wieder bei Samael (lams) = Medikament/Gift Gottes (sammu =
Pflanze, Medikament) findet.
Sehr lustig ist natürlich, dass der Gott Apollon, der im energetischen
Sinne ein Aspekt des Erzengels Michael ist, vom Christentum einfach mal in
die Tiefe der Hölle gesteckt wurde, wo er als „König der dämonischen
Heuschrecken“ existiert. Für die Kirche war und ist jede energetische
Präsenz, die nicht irgendwie in der Bibel namentlich vorkommt, auf jeden
Fall dämonisch, teuflisch und das Böse in persona. So wurde letztlich die
griechische Michaelsenergie als höllischer Engel der Apokalypse, als
Zerstörer und Oberhaupt der Dämonen deklariert, ohne Rücksicht auf
energetische Eindrücke! Warum auch, denn im Alten Testament wird dieses
Prinzip als Abaddon bezeichnet, der im engen Zusammenhang mit dem
Totenreich, dem Scheol ((lwaX) Bezeichnung für das Totenreich), stand.
Dass Erzengel Michael auch die Rolle des Psychopompos besitzt, der die
Seelen der Verstorbenen begleitet und in die nächste Emanation führt, wurde
dann wohl wieder vergessen oder einfach übersehen. Da das Totenreich
(Scheol) natürlich irgendwo im „Untergrund“ liegen muss, ist es nicht
verwunderlich, dass Abaddon auch im Neuen Testament als „Engel des
Abgrunds“ betitelt wurde.
Das Siegel Abaddons wurde mir in einer astralen Arbeit gegeben.
Zusätzlich sind noch zwei „Bilder“ von Abbadon abgedruckt.

„Abbadon, Führer heiliger Seelen“


Beelzebub
Eigentlich müsste dieses Wesen Baal-Swuw (bwbz-l[b) heißen, was
wortwörtlich „Herr der Fliegen“ bedeutet. Hier haben die Fliegen aber keinen
Ekelfaktor, der sich auf Exkremente oder Verwesung bezieht. Fliegen waren
in alten Religionen Helfer, die die Seelen der Verstorbenen in die andere
Emanation führten. Also auch wieder ein Prinzip, dass die Aufgabe des
Psychopompos übernahm. Baal-Swuw (bwbz-l[b) war ursprünglich eine
kanaanitische Gottheit, wurde aber sehr schnell von drei Aposteln „mal eben“
als „Herr des Chaos“ und als oberster Dämon abgestempelt.
Nebenbei hat die Romanfigur Jesus, in diesem Fall weit weg von dem
Weisen Jehoschua bar/ben Joseph, Beelzebub kurzerhand die Herrschaft
über die Hölle gegeben, da Beelzebub so „nett“ war und Jesus half, einige
Heilige aus der Hölle zu befreien. Satan hatte sich nämlich geweigert,
Beelzebub jedoch nicht. Ohne Worte!
Baal-Swuw (bwbz-l[b) ist ein Psychopompos sowie Abaddon bzw.
Erzengel Michael, was man energetisch sehr gut ausprobieren kann, wenn
man sich auf die Astralebene begibt und dieses Prinzip um Kontakt bittet.
Man sollte sich aber vom „europäischen Bild“ der hässlichen Schmeißfliege
entfernen, da energetische Prinzipien sehr gerne die Bildfilter des Rufenden
verwenden! Die bildlichen Darstellungen stammen aus dem Dictionnaire
infernal. Hierbei handelt es sich um ein „Wörterbuch der Hölle“, ein Buch
über Dämonologie, dass wie ein Lexikon aufgebaut ist. Der Okkultist
Jacques Albin Simon Collin de Plancy verfasste das Buch 1818, doch die
Bekanntheit wuchs, als eine erneute Auflage des Buches im Jahr 1863 viele
Illustrationen der Dämonen hatte. Wie „gut“ oder „schlecht“ bzw. „dämlich“
diese Kupferstiche sind, muss jeder für sich beurteilen!
Für Beelzebub gibt es zwei Siegel. Das erste Siegel stammt aus einer
mittelalterlichen Grimoire, dass zweite wurde mir von Baal-Swuw (bwbz-l[b)
in einer astralen Arbeit gegeben.

„Baal-Swuw; Träger freier Psychen“


Luzifer
Man kennt ihn. Er ist immer der schönste Engel, der dann wie Gott
werden wollte oder der eifersüchtig auf die Menschen war, die von Gott mehr
geliebt wurden als die Engel. Dadurch wurde er böse und wurde verbannt.
Ende! Dass in diesen Berichten immer menschliche Neigungen (Eifersucht,
Neid, Missgunst, Machtstreben etc.), als eine normale Verhaltensweise eines
energetischen Prinzips verwendet werden, scheint uninteressant zu sein.
Luzifer ist der Böse. Historischer Fakt. Keine Diskussion, denn Autoren irren
sich nie! Man sieht es auch an den ganzen Pseudonymen Luzifers. Mal ist der
der Lichtbringer, dann die Venus (bzw. Morgenstern und/oder Abendstern),
manchmal auch der Morgen selbst, der Drache der Dämmerung, Schlange
des Ostens, Fürst der Lüfte oder erster und schönster Engel. Viele Künstler
bedienten sich Luzifers, egal ob in Bild, Gedicht, Skulptur oder anderer
Kunst. Das erste Bild stammt wieder aus dem Dictionnaire infernal, dass
zweite Bild stammt von William Blake „Luzifer, Träger des Lichts“.
Natürlich haben die ganzen Darstellungen in den „alten religiösen
Texten“ einen kulturanthropologischen Hintergrund. Luzifer wird immer
wieder mit einem „fallenden Blitz“ verglichen oder „gekennzeichnet“. Dies
liegt u. a. daran, dass der Engelsrang „Seraphim“ bzw. „Seraph“ in der
ursprünglichen hebräischen Bedeutung „Blitz“ bedeutete. Genau genommen
stand dieser Begriff für „die göttlich-feurige Schlange, die die Erde
befruchtet“.
Dieses Bild wurde von Historikern so gedeutet, dass es aus hebräischer
Sicht eine Anspielung auf die ägyptische Schlangengottheit „Sata“ bzw die
„Sata-Schlange“ war. Dass die Hebräer nicht die besten Freunde der Ägypter
waren, liegt natürlich im Exodus begründet.
Letztlich ist Erzengel Luzifer ein Begriff, der immer in Zusammenhang
mit „dem Fall der Engel“ gebracht wird. Rein energetisch betrachtet ist dies
nicht wirklich falsch, wobei der Blickwinkel entscheidend ist. Luzifer hat
sehr viel mit der Erde bzw. mit der dritten Dimension zu tun, da aus
metaphorischer Sicht Erzengel Luzifer und Erzengel Michael letztlich diese
Dimensionsebene erschaffen haben. Es ist natürlich eine „große Abkürzung“
wenn man einfach schreibt, dass diese beiden die dritte Dimension erschaffen
haben, doch es geht hier eher um Bildsprache und Metaphern, da ich ein
solches Ereignis nicht anders beschreiben kann. Luzifer, Michael und all die
anderen Engel (das sephirothische Sein) „kämpften“ gegen die Konfusion
(das qlippothische Sein), da es bereits die Dualität gab.

Man kann es sich so vorstellen, dass eine Gruppe, die unter der Führung
von Luzifer stand, bei einem Angriff, vollkommen verschlungen und in die
Dunkelheit geworfen wurde. Ein Fall aus dem Licht, hinein in die Finsternis,
in das Unbekannte, in die unteren Sphären. Da die Energieschwingungen der
Seraphim nicht kompatibel mit den Schwingungen der unteren Sphären
waren, mussten energetische Angleichungen stattfinden. Diese
„Angleichungen“ waren einer der Ursprungsgründe der dritten Dimension.
Da Erzengel Luzifer unabhängig von jeder Begrenzung (Zeit und/oder
Raum) existiert, kann man sagen, dass er sich „freiwillig“ bereit erklärt hat,
zusammen mit seinem lichtvollen Gefolge, den Sprung in die Materie zu
wagen, um diese letztlich zu „erschaffen“ und zu „verwalten“.

Luzifer ist in diese Dichte eingetreten, um überhaupt das Fundament zu


bieten, dass es jemals eine harmonische Vereinigung zwischen Licht und
Schatten, hier in der Dualität, geben wird. Wohl gemerkt „Schatten“ nicht
„Dunkelheit“! Luzifer ist eine treibende Kraft hier in der dritten Dimension,
die uns alle antreibt, endlich aufzustehen und dafür zu kämpfen, dass man
sich selbst erkennt und sich selbst harmonisiert. Es ist zwar viel bequemer zu
stagnieren und den Kopf in den Sand zu stecken, doch ist die Energie
„Erzengel Luzifer“ zum Glück ein geduldiger Lehrer. Eine sehr gezielte
energetische Arbeit lautet „Verzeihen“ und „Vergeben“, d. h. dass die Zeit
des Selbsthasses, die Zeit der Selbstbestrafung und die Zeit der
Selbstverachtung vorbei sein muss. Hierbei geht es allein um uns Menschen!
Wir alle müssen uns selbst, und auch unseren Begleitern, egal ob diese
negativ oder positiv sind, vergeben.
Für Luzifer gibt es auch wieder zwei Siegel. Das erste Siegel stammt aus
einer mittelalterlichen Grimoire Armadel, dass zweite wurde mir von Luzifer
in einer astralen Arbeit gegeben.

„Luzifer, Bringer des Lichts“


Mammon:
Ein Dämon, der keiner ist, da es sich hierbei um ein rein „menschliches
Verhalten“ geht. Man hätte auch sagen können, dass die beiden hebräischen
Wörter Kina (hanq) und Schina (hanX) Dämonen sind. Kina (hanq) bedeutet
„Neid“ oder „Eifersucht“ und Schina (hanX) bedeutet „Hass“. Das Wort
Mammon soll aus dem aramäischen/hebräischen kommen, wo es für
„Vermögen“, „Reichtum“, „Wohlstand“ oder „Besitz“ steht. Es wurde
irgendwann „personifiziert“ und man bastelte sich einen einfachen Dämon,
der Menschen zur Habsucht, zum Geiz, zur Gier und letztlich zum 100%igen
Kapitalisten macht. Da diese „Figur“ literarisch und sprichwörtlich sehr
bekannt ist, existiert eine Energie, die man mittlerweile als Egregor einstufen
kann. Ich persönlich würde jetzt nicht sagen, dass diese Schwingung
besonders böse oder mächtig ist, da man die niederen menschlichen Triebe
der Habsucht und Gier mit Hilfe der Selbsterkenntnis abstellen kann. Wenn
man in seinem Mittelpunkt steht und sich harmonisiert hat, haben die
weltlich-materiellen Reize nur noch einen Abglanz zu bieten. Der „Schnöde
Mammon“, ist dann wirklich nur noch schnöde! Dennoch gibt es im
Dictionnaire infernal eine bildliche Darstellung:
Leviathan
Den Namen „Leviathan“ werden sehr viele kennen – primär aus Filmen
oder Computerspielen, wo auch gerne mal U-Bootklassen so betitel werden.
Der Namen „Leviathan“ kommt aus dem hebräischen und leitet sich von dem
Wort „Lehitpatel“ (ltpthl) ab, was soviel wie „sich winden“, „sich
schlängeln“ bedeutet. In der Mythologie ist es ein Seeungeheuer, welches
„bildlich“ die Vernichtungskraft des Wassers veranschaulicht. Es ist eine
Chimäre aus Krokodil, Schlange, Wal und natürlich Drache. Kurz gesagt: ein
Wassersaurier, Ichthyosauria!
Interessant ist die „Aussage“, dass der Leviathan von Gott zum
Vergnügen geschaffen wurde bzw. als Spieltier. Gott spielte immer mit dem
Leviathan, in den letzten drei Tagesstunden, nach dem er etwas die Tora
studierte. (Talmud; Kapitel Avoda Zara). Ich kann nicht verstehen, dass
solche „Beweisführungen“ bis heute überlebt haben. Gott baute sich ein
Haustier, weil er spielen will! Ohne Worte! Der Grundgedanke des
Leviathans kommt natürlich mal wieder aus dem Sumerischen, wo es die
beiden Wesen Tiamat (Herrscherin des Salzwassers) und Apsu (Herrscher
des Süßwassers) gab. Da es sehr mächtige mythologische Wesen waren – sie
erschufen die Welt – ist es logisch, dass die Hebräer die Bilder übernommen
haben. Energetisch gesehen tendiert die Schwingung sehr deutlich zur
Energie Tiamats, welche dem Neumond bzw. der Furienthematik entspricht.
Tiamat ist ein Prinzip, dass die verborgene Dunkelheit repräsentiert, doch
auch das eigene versteckte Potenzial. Als Herrin der salzigen See ist sie
Lebensspenderin und Lebensvernichterin. Es ist eine Kraft, die Dinge tilgt
und schwinden lässt, wozu auch die eigenen Ängste und
Unentschlossenheiten gehören.

Dass aus einer solchen Energie ein Seemonster wurde, ist für mich
schwer zu verstehen. Dennoch ist das Wesen „Leviathan“ ein Klassiker und
taucht mal wieder in der Apokalypse auf. Letztlich wird der Leviathan auch
vernichtet! Mal wird er wie ein „Fisch aus dem Wasser gezogen“, dann wird
„ihm der Kopf zermalmt“ und ein drittes Mal muss der Leviathan (jedoch erst
nach der Apokalypse bzw. nach Harmagedon) sich mit dem Wesen
Behemoth messen. Behemoth spießt es mit den Hörnern auf und Leviathan
vernichtet das Landungeheuer durch Schläge seiner Flossen. Wenn jemand
mit dieser Energie arbeiten will, ist eine Zusammenarbeit mit Tiamat zu
empfehlen, welche sich am einfachsten zu Neumond ergeben kann, wenn
man die große Göttin anruft und seine Energiekanäle öffnet. Wer sich
Tiamat/Leviathan vorher auf der Astralebene ansehen will, kann das folgende
Sigill als Konzentrationshilfe nehmen.
Das erste Bild des Leviathans (der Leviathan aus dem Garten der
Gesundheit;. Straßburg: Mathia Apiario) ist von 1536, das zweite von 1865
(von Gustave Doré) und das dritte Bild ist Tiamat (als sumerisches
Wandrelief). Sie weisen kaum Ähnlichkeiten auf!!!

„Tiamat, Schlange, Abyss, Wasser“ (Tiamat, Schlange der Abgründe des


Wassers)
Aschmodai/Asmodeus
Kommen wir nun zu einem Prinzip, dass sehr viele Namen bzw.
Schreibweisen hat, da es im griechischen, lateinischen und hebräischen
Sprachgebrauch auftaucht. Asmodeus ist hierbei wohl die geläufigste
Schreibweise, doch man könnte auch Aschmedai, Asmodis, Aeshma,
Hasmoday, Aesmodaeva, Hschmodai, Aschmedaj, Aschmidai, Asmodäus,
Asmodai, Asmodaios, Asmoday, Asmodee, Asmodeus, Asmodi, Chammadai,
Sydonai oder Sydona sagen. Die Herkunft dieses Prinzips ist im persischen
Raum (aus avestischer Sprache) zu suchen, wo das Prinzip „Aeshma“ einen
Dämon des Zorns versinnbildlichte.

In der Zeit 1200 v. Chr. – 400 v. Chr. wurde avestisch im altiranischen


Raum (bzw. altpersisches Reich) gesprochen, wo der Dämon „entstand“ bzw.
namentlich erwähnt wurde. Er wurde in die „Götterklasse“ der „Daevas“
(bzw. Dev oder Dew) eingeordnet. Es sind Wesen, die einen göttlichen Status
haben, aber von den Menschen eher abgelehnt werden, da sie nicht zwischen
Wahrheit und Lüge unterscheiden. Ferner werden sie gerne als Chimären
oder Mensch-Tier-Wesen dargestellt, die auch rein energetisch einen
Menschen „besetzen“ können. Im Laufe der Geschichte wurde sie
dämonifiziert. Ihnen wurden der Beititel „Unheil bringende Geister“ gegeben,
die Neid, Begierde, Lust, Trieb, Hass, Wut und Neid bei den Menschen
auslösten. Das Wesen „Aeshma“ wird manchmal vom Wesen „Asmodeus“
unterschieden, mit der Begründung, dass Asmodeus ein eigenständiger
Dämon des Judentums ist. Dass Geister, Götter, Dämonen und allgemein
Prinzipien von Kulturen übernommen wurden und zeitlich nicht altern, wird
wohl von vielen Autoren ignoriert. Rein energetisch gesehen sind die
Prinzipien Aeshma und Asmodeus bzw. Aschmedaj identisch. Natürlich
wurde der Name angeglichen und auch die wortwörtliche Bedeutung
veränderte sich. Das Wort „Ashma“ soll im avestischen „Raserei“ bedeuten.
Im hebräischen soll sich der Namen Aschmodai auf „Gebein“ beziehen, was
jedoch Ezem (~c[) oder auch Azmuth (twmc[) heißt. Es ist eher möglich, dass
das Wort Haschmadah (Vernichtung (hdmXh)) hier als Vorlage diente. Dass
eine Vernichtung aus Wut, Hass, Neid, Begierde oder Lust entstehen kann, ist
leicht nachzuvollziehen.

Doch dem Wesen wurde, auch wenn es eine hitzige Energie ist, mit dem
Stempel des Bösen Unrecht angetan. Asmodeus steht zwar bei den sieben
Todsünden für die Wollust (die Begierde), doch er taucht in Grimorien auch
als Lehrer auf, der Artefakte der Tugend gibt und die Arithmetik,
Astronomie, Geometrie und alle Handwerke lehrt.

Asmodeus (oder Abwandlungen dieser Bezeichnung) taucht seit gut 3000


Jahren immer wieder auf. So taucht er natürlich auch bei Salomon auf – hier
ist er unter den 72 Genien zu finden. Da das Thema „Lust, Sex und Wollust“
immer ein sehr brisantes Thema war, verwundet es nicht, dass Asmodeus erst
von Salomon versklavt wurde (durch seinen magischen Ring, der ihm von
Erzengel Michael gegeben wurde), dann irgendwann für die Unzucht in
Sodom und Gomorra verantwortlich war und es sogar in den Hexenhammer
(Malleus Maleficarum) geschafft hat, wo es heißt, dass der Dämon der
Hurerei und jeglicher Unfläterei Asmodeus heißt.

Es ist wirklich schade, dass viele magische Autoren mit diesen


Vorurteilen an manche Energien herantreten, welche dann natürlich auch die
Filter der jeweiligen Magier bedienen. Wenn man will, kann man sich einmal
mit Asmodeus verbinden. Er ist ein sehr guter Lehrer, der einem in den
Thematiken der Selbsterkenntnis und der eigenen Schattenarbeit helfen kann.
Da die Begierde und der Zorn große Schattenanteile im Menschen
repräsentieren, ist er gerade für diese Thematiken ein perfekter Lehrer.
Gleichzeitig ist Asmodeus ein Krieger, der jedoch eher für Diplomatie und
Heilung steht.

Er gehört zu einer Gruppe bzw. Klasse, die man am sinnigsten „lichtere


Schatten“ nennt, da sie weder dem Licht, der Ordnung, dem Sephiroth, noch
der Dunkelheit, dem Chaos, dem Qlippoth dienen. Sein Pendant ist das
Wesen Ischariel, der Malachim der Qlippah Calpah.

Ähnlich wie Ischariel ist Asmodeus ein mächtiges Wesen, dass man
vielleicht am ehesten in die Wesensklasse der Genien setzen kann, wo er den
Rang eines „Königs“ bekleidet (was energetisch mit den Erzengeln und den
Malachim absolut vergleichbar ist).

In seinen Arbeiten ist er sehr mystisch, diskret, geheimnisvoll,


verschwiegen, verhüllt (meist in dunkler Robe, ohne deutlich das Gesicht zu
sehen) und letztlich unerklärlich. Er ist anpassungsfähig und wissend, sodass
seine Energie sehr wandelbar ist, ein Tanz zwischen Licht und Schatten.
Gleichzeitig ist er ein Mentor, der den Magier in alle Geheimnisse einführen
kann, die sich um die eigene Existenz und die der Menschheit drehen.
Parallel hierzu hat er auch eine sehr spezielle Verbindung zum Logos der
Erde (der Energie Gaia), sodass man mit seiner Hilfe ein sehr tiefes
Naturverständnis entwickeln kann. Man kann mit der Hilfe von Asmodeus
die Natur in ihrer Ganzheit (Licht und Schatten, Schöpfung und Vernichtung,
Leben und Tod) erkennen und verstehen! Der Kupferstich bzw. die
Abbildung stammt wieder aus dem Dictionnaire infernal.
In der Goetia (kleiner Schlüssel Salomons oder Ars Goetia) ist Asmodeus
als einer der Könige der 72 Genien aufgeführt (Nummer 32), doch ist sein
Siegel nicht richtig. Wenn man mit dem abgedruckten Siegel in der Goetia
arbeitet, wird man eher mit der Genie Sanophiel (laypwn[s); (Bedeutung des
Namen: Gottes Weisheit nährt mich) zusammenkommen, als mit Asmodeus.
Dennoch ist das Siegel nicht falsch.

Es geht um die persönliche Signatur des Magiers und dessen Bildsprache.


Da die meisten Magier das Siegel in der Goetia mit Asmodeus (bzw.
Asmoday) verbinden, dringt der energetische Ruf auch in seine Sphäre. Einen
sehr guten Kontakterfolg bieten auch die folgenden Siegel, welche mir von
Asmodeus, in einer astralen Arbeit, gegeben wurden:

„Asmodeus – Licht und Schatten“


Weniger bekannte Energien
Belphegor
Sein „eigentlicher“ Name ist „Baal-Peor“ bzw. „Baal-Phegor“. Der Name
Belphegor wurde in den verschiedenen Bibelübersetzungen leicht verändert,
dennoch kann man den ursprünglichen Namen gut erkennen. Baal-Phegor
(rwg[p-l[b) bedeutet „Herr von/des Phegor“. Peor (Pheor/Phegor) ist ein Berg
und mach mal auch eine Siedlung – dies ist jedoch irrelevant, da es einfach
um ein „Gebiet“ geht. Das Gebiet Phegor liegt im heutigen Jordanien, etwas
nördlich der heutigen Stadt Madaba (Wasser der Ruhe). Damals wurde das
ganze Gebiet von den Moabiter besiedelt, einem Volk, das östlich des toten
Meeres lebte und nach einigen kriegerischen Auseinandersetzungen mit den
Hebräern (ca. 860 v. Chr.) unterworfen wurde. Sie hatten zwei Hauptgötter.
Da ist einmal Kemosch (Xwmk) zu nennen. Kemosch (Xwmk) ist heutzutage
als Kriegsgott (ähnlich dem griechischen Gott Ares) oder als Unterweltgott
bekannt, bekommt aber unter dem Aspekt des Unterweltgottes den Beinamen
„Ariz“ (Schreckliche), welcher wiederum oft mit dem Prinzip Baal genannt
wird. Manchmal wird er auch Aschtar oder Aschtar-Kemosch genannt, was
zu einem androgynen Prinzip führt, eine Mischung aus Kemosch und
Aschtarta. Aschtarta ist mit der Göttin Astrate zu vergleichen, aus welcher
später der Dämon Aschtaroth bzw. Astharoth wurde. Doch die Moabiter
hatten noch einen zweiten Gott – Baal-Phegor. Baal-Phegor bzw. Belphegor
wurde später in anderen religiösen Schriften natürlich dämonisiert. Zwar
wurde er hier und da mit Saturnus (bzw. Kronos) oder Jupiter verglichen,
aber auch mit Pluto, was ein deutliches Ziel in Richtung Unterwelt entstehen
lies. So war es nur ein kleiner Schritt, dass Belphegor als Dämon gesehen
wurde, der als Gott der „Unreinigkeit“ (Anrüchigkeit, Beflecktheit) sein
Unwesen trieb. Selbstverständlich wurde ein so unreines Prinzip vornehmlich
von den Frauen angebetet – zumindest aus Sicht der damaligen Männerlogik!
Nebenbei wurde er auch mit dem griechischen Gott „Priapus“ verglichen, der
für die Fruchtbarkeit und den Schutz der Tiere stand, Sohn des Dionysos und
der Aphrodite. Es ging bei diesem Vergleich aber nicht um den Schutz der
Tiere, sondern um Unzucht und Sodomie.
Wieder andere Quellen sagen, dass der Begriff Peor/Phegor sich auf die
Wortwurzel des Toilettengangs/Stuhlgangs bezieht und eine Verspottung des
Gottes „Baal“ war. Der Donner- und Stadtgott Baal wurde so zum Gott des
Darmdonners bzw. –windes.
Später gaben literarische Quellen dem Prinzip Belphegor die Aufgabe,
dass er geheime Entdeckungen preisgeben würde und für sinnreiche
Erfindungen steht. Hierdurch war Belphegor auch bald ein Dämon der
Reichtümer und Schätze geben würde, wobei es dabei blieb, dass man ihm
eine Ehrerbietung auf dem Abort, der Toilette, geben konnte, um „erhört“ zu
werden. Eigentlich ist diese Betrachtung lustig, denn viele Menschen
behaupten, dass sie sehr gute Ideen auf der Toilette haben, wenn sie … na,
sagen wir mal „meditieren“!
Energetisch gesehen gehört das Prinzip Belphegor bzw. Baal-Phegor,
anderes als Beelzebub bzw. Baal-Swuw (bwbz-l[b), eindeutig zur Energie
Baal. Daher besitzt Belphegor kein eigenes Siegel, denn er ist maximal ein
Egregor, dessen Basisenergie aber in Baal zu finden ist.
Doch auch wenn Belphegor energetisch zum Prinzip Baal gehört, gibt es
im einen Kupferstich im Dictionnaire infernal.
Baal
Kommen wir zu einem Prinzip, dass sehr bekannt und überall zu finden
ist. Der Begriff Baal (auch Ba'l, Bel, Beal) bedeutet „Eigentümer, Meister,
Herr, Herrscher, Gebieter, Regent“. Es gibt sehr viele Götter bzw.
dämonisierte Götter, die die Bezeichnung „Baal“ bzw. „Bel“ im Namen
haben. Manchmal wurden auch die Namen der Hauptgötter einfach durch
„Baal/Bel“ ersetzt. Dies trifft z. B. für das sumerische Prinzip Marduk zu. Die
Idee, dass der göttliche Name nicht verwendet wird und nur der Ehrentitel
Verwendung findet, entdeckt man heute noch in den monotheistischen
Religionen, wo von „Gott“ oder „Adonai“ statt von JHVH (hwhy)
gesprochen wird. Im Folgenden will ich kurz die Energien aufzählen, die mit
dem Wort „Baal“ klassifiziert wurden:

Baal-Addir: „mächtiger Baal“, der karthagischer Fruchtbarkeits- und


Unterweltgottheit. Dies ist das primäre Prinzip „Baal“, welches erst eine
Stadtgottheit der phönizischen Stadt Byblos (Djebeil) war, später sich aber
überregional verbreitete und sich als Hauptgott (ähnlich wie Zeus oder
Jupiter) aufschwang.

Baal-Biq'äh: „Herr der Ebenen“, ein Wetter- und Himmelsgottheit. Die


„Ebene“, auf die hier Bezug genommen wird, ist die Ebene zwischen
Libanon und dem Anti-Libanon (Gebirgszug zwischen Libanon und Syrien).
Primär war er ein Wettergott, der sich aber mit der Zeit zu einem
Himmelsgott (Sonnenprinzip) erhob und erneut mit Zeus oder Jupiter
gleichgesetzt wurde. Die Provinzhauptstadt Baalbek bekam ihren Namen
durch diesen Gott. In der römischen Zeit wurde Baalbek mit den Namen
„Heliopolis“ (Sonnenstadt) betitelt.
Baal-Hadad: „Herr des Donners“, ein Sturm- und Wettergott, der durch
seine Eigenschaften auch als Kriegsgott gesehen wird. Gleichzeitig ist er ein
„Wiederkehrendes Prinzip“ bzw. ein „Prinzip der Opferbreitschaft und der
Auferstehung“, da er durch den Tod und seiner Auferstehung zum „Herren
der Erde“ wurde, dessen Symbol der Stier ist, was natürliche eine
Fruchtbarkeitsbedeutung besitzt.

Baal-Hammon: „Herr der Räucherung“, ein karthagischer


Fruchtbarkeitsgott, mach mal auch Bebellahamon genannt. Baal-Hammon
war auch in der Stadt Karthago (Stadt am Mittelmeer, in Tunesien) sehr
bekannt. Von Karthago aus breitete sich seine Bekanntheit über das
Mittelmeer nach Malta, Sizilien und Sardinien aus. Hauptsächlich war er als
Fruchtbarkeitsgott bekannt, wobei die Menschen ihm schnell eine „dunkle
Seite“ gaben, da Kindsopfer zu seinem Kult gehörten. Durch die Opferungen
der Kinder wurde er mit einem Orakelgott verglichen, der die Zeit
beherrschte. Dass hierdurch der Schritt bei den Griechen zu Kronos, bzw. bei
den Römern zu Saturnus gering war, dürfte klar sein. Saturnus fraß seine
eigenen Kinder, da ihm prophezeit wurde, dass er durch deren Hand sterben
würde.

Baal-Karmelos: „Herr des Berges Karmel“, kanaanäischer Orakelgott.


Abgeleitet wurde der Begriff von dem Gebirge Carmel, welches sich von
dem Wort Keremel (lamrk); Weingarten Gottes ableitet. Interessant ist
hierbei, dass das Venusdämonium Kedemel, ein Schreibfehler ist, da die
hebräischen Buchstaben Resch (r) und Daleth (d) verwechselt wurden.

Baal-Marquod: „Herr des Tanzes“, altsyrischer, heilender Gott, der in der


heutigen Stadt Beirut ein Heiligtum besaß. Die Verbindung „Tanz und
Heilung“ geschieht durch eine heilige Quelle, die Baal-Marquod „gehörte“
und die heilende und lebensverjüngende Eigenschaften besitzen sollte. Durch
den Titel „Baal“ wurde er auch wieder in römischer Zeit mit Jupiter
gleichgesetzt.

Baal-Quarnaim: „Herr der beiden Hörner“, punischer Gott zweier


Bergspitzen am Golf von Tunis. Er ist eine stark lokale Gottheit gewesen, die
sich vom Prinzip Baal-Hammon ableitete. Ihm wurden auch Kinderopfer
gebracht, sodass erneut eine Verbindung zu Saturnus bzw. Kronos geschaffen
wurde.

Baal-Sapon: „Herr des Berges Sapon“: kanaanäischer Gott, der wieder


eine stark lokale Gottheit gewesen war, die sich vom Prinzip Baal-Hadad
ableitete. Da dieser Gott aber der „Herr des Berges Sapon“ war und in der
Landesgeschichte der Feind und Bezwinger des „bösen“ Meeresgottes Jamm
war, wurde Baal-Sapon als Schutzpatron aller Seeleute gesehen.

Baal-Schamem: „Herr des Himmels“, ein Himmelsgott, dessen Kult weit


verbreitet war. Man kannte Baal-Schamem in Altsyrien, Nordmesopotamien,
Zypern und Karthago. Im sog. Seleukidenreich stelle man ihn auf Münzen
dar. Die Abbildung zeigte den Gott mit der Mondbarke auf der Stirn und der
Sonne in seinen Händen, die sieben Strahlen trägt. Das Seleukidenreich
entstand nach dem Tod von Alexander des Großen und herrschte im vorderen
Orient.

Man erkennt, dass fast jede bedeutende Stadt oder jeder besondere
Landstrich, einen eigenen „Baal“ hatte. Es musste nur der Name der Stadt
oder des Ortes (z. B. ein Berg) hinzugefügt werden. So konnte man mit dem
Wort „Baal“ letztlich jede Gottheit angerufen. Die Menschen erschufen
hierdurch lokale Egregoren, die mehr oder minder mit Energie versorgt
wurden. All diese Götter bzw. Energien basieren primär auf dem Prinzip
Baal. Energetisch ist es sehr interessant mit diesen Göttern zu agieren, man
erkennt jedoch immer wieder die Verbindung zum Prinzip Baal.
Baal ist ein übergeordnetes Prinzip, welches auch wieder in der kleinen
Goetia als König (unter dem Namen Bael) auftaucht. Die Möglichkeiten, die
man mit Hilfe des Prinzips Baal erkennen kann, sind mannigfach. Die
Verbindungen zu anderen Gottheiten sind sehr groß. So kann man in Baal
nicht nur Zeus oder Jupiter sehen, sondern auch Osiris oder ein anderes
Himmels- und Sonnenprinzip. Baal hatte auch in Ägypten (in Memphis) ein
eigenes Heiligtum, wobei er hier eher als mächtiger Kriegsgott gesehen
wurde und oft mit dem Gott Seth verglichen wurde. Dies ist wiederum
interessant, da hierdurch Baal beide Parts von Seth und Osiris einnahm. Er
war aus dieser Perspektive einmal das vernichtende Prinzip (Seth, der seinen
Bruder tötete und zerstückelte) und einmal das wiederauferstandene und
schöpfende Prinzip (Osiris, der durch Isis wieder zusammengesetzt und
zurück in die lebendige Existenz geholt wurde). Durch Selbstopferung und
die nachfolgende Wiederauferstehung, ist Baal eines der höchsten
männlichen Prinzipien, sodass man mit seiner Hilfe in die eigene Unterwelt
gehen kann, um in sich „seine eigene“ Schattenarbeit (essenzieller Part der
Selbsterkenntnis) zu beginnen. In dem Prinzip Baal kann man sehr gut den
naturreligiösen Ausspruch „Aller Götter sind ein Gott und alle Göttinnen sind
eine Göttin“ finden. Wenn man natürlich den alten Grimorien glaubt, dann ist
Baal ein kinderfressendes Monster, dass in der Hölle einen der höchsten
Ränge bekleidet und, ähnlich dem Höllenhund Zerberus, als 3-köpfiges
Ungeheuer erscheint. Baal wird hierbei auch mit weiteren Beinamen
ausgestattet, die sich jedoch auf seine Gaben bzw. Qualitäten beziehen. Mal
ist es ein Prinzip, das Glück schenkt (Baal-Gad), dann wieder ein Prinzip,
dass Feinde mit Bösartigkeit vernichtet (Baal-Pharas). Manchmal ist er
einfach nur der Gott des Abgrunds (Baal-Phegor), wobei sich dieser Abgrund
auf den Abort und nicht auf den Abyss bezieht.

Selten ist er ein Himmelsprinzip (Baal-Semen), dass nicht nur das Wetter
beherrscht, sondern auch die gesamte Himmelskunde (heute würde man
darunter Astrologie, Astronomie und Astrophysik verstehen), wodurch er zu
einer Schwellenkraft (Baal-Zephro) wird, die die Gefilde des „jenseitigen
Landes“ bewacht.

Wenn man nun in die christliche Literatur schaut, kann man das Wort
„Baal“ auch einfach als „falscher Gott” übersetzen. Manchmal tritt Baal auch
als weibliches Prinzip auf bzw. besitzt eine Gemahlin (Baalat „Herrin“).
Wenn es sich um die weibliche Energie handelt, wird die zeugende
Naturkraft fokussiert. Da jedoch das Christentum mit dieser zeugenden
Naturkraft in der Literatur schon immer Probleme hatte (Thema Keuschheit
oder Zölibat), ist es nicht verwunderlich, dass diese Kraft dämonisiert wurde
und erneut mit Inzucht und Sodomie genannt wurde. Im naturreligiösen Sinn
kennt man solche Götter, denn im jährlichen Kreis der Sonne sieht man die
Geburt, den Tod und die Wiedergeburt der Natur und allen Lebens. So findet
man diese Grundidee nicht nur bei den Kelten und Germanen, sondern auch
bei den Sumerern, Babylonier, Phönizier oder Ägyptern.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Prinzip Baal, welches energetisch in
der Klasse der Erzengel bzw. Malachim zu finden ist, ein sehr gütiges Prinzip
ist. Er gibt den Menschen Weisheit, Klugheit, Vernunft, Reife, Scharfsinn
und die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen. Er ist jedoch nicht nur ein Mentor.
Er ist ein Kämpfer, ein Schirmherr, der auch bei sexualmagischen
Operationen, sowie Angriffs- und Schutzrituale angerufen werden kann. Das
Durchführen der richtigen Taktik, um Durchsetzungskraft und einen starken
Willen zu bilden, kann mit Hilfe Baals vollkommen erkannt werden! Man
kann das Siegel aus der kleinen Goetia nehmen oder auch das Siegel, welches
ich in einer astralen Arbeit bekommen habe.
Dass Dictionnaire infernal gibt folgendes Bild über Baal wieder:

„Baal – Kraft Himmel und Erde“. (Kraft des Himmels und der Erde)
Ashtaroth
Die Göttin Astrate verbirgt sich hinter diesen männlichen Dämon. Es ist
lächerlich, wie manche Historiker, Gelehrte und Theologie die Panthea der
verschiedenen Kulturen dämonisiert haben. Wenn man sich die Aspekte der
Göttin Astrate (primär eine Himmels- und Liebesgöttin, sekundär
Fruchtbarkeit und Versinnbildlichung der vier Archetypen der Göttin als
Jungfrau, Mutter, Greisin und Furie) ansieht und diese mit Ashtaroth
vergleicht, muss man wirklich lachen! Ashtaroth ist das Prinzip der Faulheit,
er besitzt einen fauligen und giftigen Atem und natürlich die Macht über den
Drachen, den Wolf und die Schlange (im speziellen die Viper). Auch soll
Ashtaroth die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft dem Exorzisten
verraten. Ferner verfügt er über alle Geheimnisse und unterrichtet die
Menschen in allgemeinen und speziellen Wissenschaften, wozu auch alle
Arten der Kunst bzw. der Künste zählen.
Hinzu kommt noch seine Vorliebe Menschen zu besetzen, da dieser
Dämon oft bei Besessenheit Erwähnung findet. Sehr interessant, denn in
Bezug auf die Göttin Astrate findet man so gut wie überhaupt keine
Gleichheiten!

Astrate ist eine universelle Göttin, daher auch die sekundäre Zuordnung
zu allen vier Mondphasen und den entsprechenden Archetypen des
weiblichen Seins. Astrate wird mit Hera, Demeter, Aphrodite, Pallas Athene
(griechisches Pantheon), Inanna, Ischtar (sumerisches Pantheon), Isis,
Sachmet (ägyptisches Pantheon), Venus, Minerva und Juno (römisches
Pantheon) verglichen bzw. gleichgesetzt.
Wer schon mal etwas über diese Göttinnen gelesen hat oder einmal eine
energetische Arbeit (vielleicht eine Invokation) ausgeführt hat, wird sich
nicht mit den „dämonischen Attributen“ anfreunden können. Zwar ist die
Göttin Sachmet eine Kriegsgöttin (ähnlich wie Pallas Athene und Minerva),
doch stehen die anderen Göttinnen primär für Liebe, Erfüllung,
Glückseligkeit und Fruchtbarkeit. Dennoch findet man hier und da ein paar
logische Hinweise, warum der Dämon Astharoth die oben beschriebenen
Attribute besitzt.
Astrate wurde z. B. mit dem universellen Symbol der Schlange, die sie in
den Händen hält – ähnlich einem Caduceus oder auch Äskulapstab –
verglichen. Die Schlange galt nicht nur als Symbol der Medizin und der
Wissenschaft, sondern auch für den Umstand der Transformation und der
Selbsterkenntnis (alte Haut abstreifen). Da Astrate auch als Kriegsgöttin
gesehen wurde, die manchmal mit Kuhhörnern oder einer Krone dargestellt
wurde und nackt auf einem Pferd ritt, ist die Verbindung zur Göttin Isis nicht
weit. Ferner ist Astarte eng mit Baal verbunden, der wiederum mit Ägypten
verbunden ist – mit den Prinzipien Seth und Osiris. Da Seth eben aus Sicht
mancher Autoren ein negatives Prinzip ist, bekommt natürlich auch die
Göttin Astrate ein negatives Bild – Baumaterial für die Lügen kann man
schnell niederschreiben!
Astrate steht für die göttlichen Kräfte im Jahreskreis, d. h., auch hier
wurden wieder die Aspekte der Geburt, des Todes und der Wiedergeburt
betrachtet, wobei der zerstörerische oder winterliche Aspekt bei der
Ernennung des Dämons Astharoth in den Vordergrund rückte. In Grimorien
findet man alle möglichen Erklärungen, warum Astharoth „irgendwann“ mal
Astrate war.
Es war zu dem Zeitpunkt des Falls und der Himmelsrebellion, als der
Seraphim Astharoth, der Herrscher der Zeit (wieder eine Verbindung zu
Astrate, über Baal zu Saturnus bzw. Kronos), die Pläne von Gott kannte. Er
wollte Luzifer warnen, doch er wurde vorher von Gott in ein Verlies
geworfen. Während der Himmelskriege wurde er dann von Luzifer befreit.
Auch wenn er nicht aktiv in der Himmelsschlacht mitwirkte, wurde er aus
dem Himmel verbannt und mit der Seele der Astrate verschmolzen. Warum
Gott diese Verschmelzung machte, bleibt unklar, doch hier hilft der
Klassiker: „Gottes Wege sind unergründlich“.
Vielleicht ist es auch ein literarischer Trick gewesen, der erklären sollte,
warum Ashtaroth mit Astrate verbunden ist. Zum Glück bot Luzifer
Astharoth eine Seelentrennung an. Durch den Körper einer Schlange konnte
sich Ashtaroth von Astarte trennen.
Wer einmal mit Astharoth arbeiten will, wird mit der Göttin Astarte
arbeiten. Selbst wenn man unbedingt den „Dämon“ sehen will, der auf einer
Chimäre aus Drachen und Wolf reitet, einen üblen Mundgeruch hat und eine
Viper in den Händen hält, wird man, wenn man seine Energiekanäle geöffnet
hat und mit dem dritten Auge auch sehen kann, die Göttin Astrate erkennen.
Aus Gründen der Vollständigkeit gebe ich die verschiedenen Siegel und
Sigillen wieder, wobei eines von mir in einer astralen Arbeit kreiert wurde,
auch wenn mir die Erfahrung gezeigt hat, dass Götter und Göttinnen aus den
verschiedenen Panthea (Kelten, Germanen, Ägypten, Sumer etc.) absolut
keine Siegel (bzw. „Kurzwahltaste) brauchen. Man bittet sie höflich, öffnet
seine Energiekanäle und lädt sie zu sich ein!

„Astharoth – Schöpfung, Sterne und, Erde“ (Schöpfung der Sterne und


der Erde).
Behemoth
Bei Behemoth handelt es sich um ein Wesen, dass erst sehr spät als
„Dämon“ gesehen wurde. Zu Beginn seiner Karriere war es einfach „das
Tier“ bzw. ein gefährliches Tier, dass man als „Ungeheuer“ deklarierte. Der
Name Behemoth (twmhb) kommt von dem hebräischen Wort „Behema“
(hmhb), was „Vieh“ oder einfach „Tier“ bedeutet. Meist wird Behemoth als
Landlebewesen dargestellt, doch manchmal wird es auch als Landlebewesen,
das im Wasser lebt, einer Amphibie ähnlich, dargestellt. Behemoth gilt in der
jüdischen Mythologie als Gegenspieler des Leviathans. Nach dem
Weltuntergang, dem Harmagedon, kämpft Behemoth gegen den Leviathan
und spießt diesen mit seinen Hörnern, während Leviathan seinerseits das
Behemoth mit Schlägen seiner Flossen schädigt. Allein durch diese
Information muss es sich um ein großes Landtier handeln, das auch mal ins
Meerwasser geht, und dazu noch Hörner hat. Die hebräische Schreibform
Behemoth (twmhb) symbolisiert mit der Pluralform eine regelrechte
Verdopplung des Tieres, sodass man in diesem Fall, aus menschlicher
Perspektive, von einem Ungeheuer sprechen kann.

Die historischen Texte beschreiben das Wesen Behemoth als eine


Mischung aus Nilpferd, Elefant und Wasserbüffel. Alle drei Tiere waren
damals tödliche Gefahren für den Menschen, gerade die Bullen der
Gattungen. Dass Mütter mit Jungtieren zu Furien werden, und alles
niederwalzen, was sich ihnen den Weg stellt, birgt jedoch die größere Gefahr.
Das Flusspferd war in der damaligen Zeit sehr weit verbreitet, sodass die
verschiedenen Kulturen das Bild dieses Tieres übernommen haben. So wurde
in Ägypten die Göttin Taweret (die Große) als Wesen mit einem
Nilpferdkopf dargestellt und galt als Schutzgöttin der schwangeren Frauen.
Der Name „Behemoth“ wurde von verschiedenen Völkern direkt mit
„Flusspferd“ übersetzt (weißrussisch, ukrainisch, aserbaidschanisch und
tadschikisch).

Im Mittelalter, als die Europäer den „Nahen Osten“ durch die Kreuzzüge
bereisten, bekam das Wesen „Behemoth“ einen dämonischen Charakter. Es
wurde einfach als Synonym für Satan persönlich genommen, da man wohl
bei der Wortwurzel „Tier/Vieh“ sofort beschloss, dass hiermit nur der
Widersacher persönlich gemeint sein kann. Da man aber nicht noch einen
„mächtigen Dämon“ haben wollte, wurden Behemoth kurzerhand als fetter
und sehr dummer Dämon der Gefräßigkeit und Völlerei gedeutet, obwohl
nach den Todsünden, diese Stellung schon Beelzebub (Baal-Swuw (bwbz-
l[b)) innehat(e). Behemoth hatte in der Hölle einen Job als Kellermeister und
Mundschenk, wobei er der erste Mundschenk (mittelalterliche Bezeichnung
für einen Hofbediensteten, der für die Versorgung mit Getränken
verantwortlich war) des Satans war! Selten wurde Behemoth als Dämon des
Neids gesehen, dennoch ist er für das Christentum ein Sinnbild für das
Chaos, die Gottesferne und die Sünden der Menschen.

Rein energetisch ist dieser Dämon ein reiner Egregor, der nur durch die
„Beschwörungen“ der Menschen im Mittelalter und in jüngerer Zeit Energie
bekam bzw. ab und an noch bekommt. Ein Siegel oder Ähnliches wäre hier
überflüssig und irrelevant, da es sich bei diesem Dämon einfach nur um ein
menschliches Hirngespinst handelt, dass die Form eines Flusspferds hat.

Der gedankliche Ursprung, dass es Behemoth und Leviathan in der


jüdischen Mythologie vorkommen, ist der Machtbeweis „Gottes“, der ein
Erdwesen und ein Wasserwesen erschaffen hat, welche beide viel mächtiger
als der Mensch sind. So sind diese beiden Giganten einfach nur „göttliche
Aushängeschilder“, ähnlicher einem mystischen Markenschmuckstück (eine
superteure Uhr z. B.) oder einem magischen Sportwagen. Manchmal sind
Religionen echt seltsam! Zum Schluss einmal eine Abbildung von Behemoth
aus dem Dictionnaire infernal:
Pazuzu
Der Dämon „Pazuzu“ ist sicherlich einigen durch den Film „Der
Exorzist“ bekannt. Dennoch gehört diese Energie nicht direkt zu der
Thematik „Engel versus Dämonen“ im christlichen Sinn. Pazuzu ist eine
Energie, die im 1. Jahrhundert v. Chr. in Babylonien und Assyrien eine große
Bekanntheit und Verbreitung hatte. Die Literatur klassifiziert ihn als einen
„Herren der Winde“, der weder „gut“ noch „böse“ ist, auch wenn Hollywood
es anders sieht. Pazuzu hat aus europäischer Sicht eher eine groteske
Erscheinung. Meist ist sein Schädel quadratisch und seine Augen sind weit
aufgerissen und treten deutlich hervor. Dazu kommen zwei Paar Flügel und
eine Armstellung die man als „hermetisches Prinzip“ (wie oben, so unten)
deuten könnte – sein rechter Arm ist erhoben, sein linker Arm gesenkt. Seine
Füße ähneln sehr stark Krallen von Raubvögeln. Zusätzlich zeigt sein Kopf
eine Ähnlichkeit mit einem Löwen, wobei Pazuzu dazu noch einen Phallus in
Schlangenform hat und einen Skorpionschwanz. Er wird zwar als „Dämon“
klassifiziert, doch Pazuzu ist eher eine ambivalente Energie, die weder eine
Gewichtung zum Guten bzw. zur Ordnung, noch zum Bösen bzw. zum Chaos
hat. Auf der einen Seite ist er der „kalte Wind“ und gleichzeitig der „heiße
Wind“. Eine Kraft, die Fieber und Kälte bzw. Erstarrung brachte. Auf der
anderen Seite schützt er vor der Dämonin Lamastus, die die Mütter und deren
Kinder bedroht. Durch diese Zuordnung findet man Pazuzu auf alten
Amuletten oder als Schutzgottheit in Statuenform wieder. Manchmal wird
Pazuzu mit dem Titel „Dingir“ (vergleichbar mit Baal) erwähnt, was ihm eine
Gott-Determinative gibt. So deutet sein Name an, dass er als „Geifer“,
„Vertilger“ oder als Wesen, das die Beschwörungskunst kennt, agiert.

Da die ursprüngliche Wortbedeutung „Pazuzu“ laut einiger Quellen nicht


deutlich belegt ist und er primär im 1. Jahrhundert v. Chr. „aktiv“ war, nimmt
man an, dass Pazuzu ein früher Herrscher oder Weiser war, der später
„vergöttlicht“ oder „erhoben“ wurde. Texte, die Bezug auf Pazuzu nehmen,
findet man ausschließlich im 1. Jahrhundert v. Chr. Obwohl Historiker und
Autoren ab und zu eine ältere Datierung für Pazuzu vorgeschlagen, wurde
kein sicherer Beweis für eine frühere Zeit gefunden – weder als
mythologische noch als reale Existenz. Dennoch war Pazuzu bei den
Babyloniern wesentlich bekannter als in Assyrien. Die Mythologie der
mesopotamischen Religionen (der babylonischen und assyrischen Reiche)
ordnet Pazuzu den heißen Süd- und den kalten Nord- und Ostwind zu, der
jedoch den Westwind bekämpft, der aus dem Reich des Gottes (oder
Dämons) Nergal kommt, das Reich der Unterwelt und des Todes. Doch auch
wenn Pazuzu den Westwind bekämpft und somit ein lebensverteidigendes
Prinzip ist, ist er dafür „bekannt“, dass er Dürre und Hungersnot in der
trockenen Jahreszeit, und Heuschrecken in der Regenzeit bringt. Der
Lebensverteidigungsaspekt des Pazuzus bezieht sich auf den „Schutz vor
Krankheiten“. Statuen und Amulette von Pazuzu dienten vor allem dem
Schutz von Gebäuden. Sie wurden an gut sichtbarer Stelle im Haus
aufgehängt bzw. aufgestellt, wobei man in archäologischen Funden sehr
deutlich belegen konnte, dass es um Wohnhäuser und den Wohnbereich im
Palast ging. Dagegen wurden Abbilder von Pazuzu in Tempelanlagen so gut
wie gar nicht gefunden. Doch nicht nur im direkten Wohnbereich wurden
Statuen gefunden. Links und rechts neben der Eingangstür und gegenüber der
Schlafzimmertür wurden auch Abbilder von Pazuzu angebracht. Doch nicht
nur große Statuen und Amulette wurden getragen – die Menschen trugen
kleine Köpfe von Pazuzu um den Hals oder an anderen Schmuckstücken
(Armbänder, Stirnbänder etc.), die als persönliches Amulett Verwendung
fanden. Die Verbindung zu Pazuzus Kopf war für die Mesopotamier
elementar wichtig, da sie die Gegenstände praktisch immer trugen. Bei den
ganzen Amuletten, Statuen, Talismane und Hausgötterfresken, wurde immer
ein sehr einfacher „Heilungsdienst“ mit Pazuzu verknüpft. Man umgab sich
regelrecht mit Darstellen von Pazuzu, die dazu dienten, die anderen Dämonen
(bzw. Krankheiten) zu vertreiben. In Texten, die man als „Heilungsritual“
deklarieren kann, werden verschiedenen Möglichkeiten beschrieben, den
„richtigen Gegenstand“ zu erstellen.

Der Kopf Pazuzus sollte aus Erde von verschiedenen Orten (Tempel,
Wohnhäuser, Wirtshäuser, Kreuzungen, besondere Orte in der Natur,
Totenkultstätte etc.) hergestellt werden. Es wurden unterschiedlich viele Orte
aufgeführt. Mal waren es 14 Orte, mal waren es 26 Orte. Je nach „Auftrag“
bzw. „Krankheit“ wurden verschiedene Orte aufgesucht. Auf den
hergestellten Abbildern bzw. Darstellungen wurden Beschwörungen
geschrieben, sodass hier sehr deutlich die Technik der Talismanmagie zu
erkennen ist. Der Kranke musste die Abbilder tragen oder sie wurden direkt
am Bett befestigt. Wenn dann die Krankheit bzw. der böse Dämon den Kopf
des Pazuzus erblickte, bekam diese „Macht“ Angst und wollte sich dem
Kranken nicht mehr nähren. Pazuzu hatte soviel Macht, dass er auch vor der
Pest schützte, denn auch die Nennung bzw. der Klang seines Namens vertrieb
andere Dämonen. Hierdurch ließ sich die Stärke des Pazuzus für die Zwecke
der Menschen instrumentalisieren, wobei in den alten Texten sehr deutlich
vor einer Beschwörung gewarnt wurde. Pazuzu ist eine Kraft, die erst den
Magier prüft, ob dieser auch die Fähigkeit besitzt Pazuzu „mit erhobenen
Haupt“ gegenüberzutreten und ihm „fest in die Augen zu blicken“.
Pazuzu taucht auch im Necronomicon auf, wo er als übler Dämon geführt
wird. Pazuzu wird im Necronomicon so beschrieben, dass er als „grinsender,
dunkler Engel“ erscheint und Herr aller Seuchen ist. Er besitzt vier Flügel
und verfaulende Genitalien, die schmerzen, wodurch er permanente
Schmerzen hat und mit gefletschten Zähnen und heulend bzw. schreiend
durch die Nacht und den Tag streift.

Energetisch ist das Wesen Pazuzu wirklich nicht „einfach“ zu erreichen.


Der energetische Ruf muss in recht hohe energetische Sphären dringen, die
vergleichbar mit denen der Genien sind. Ein Treffen mit Pazuzu auf der
astralen Ebene – ein neutraler Ort um sich gegenseitig kennenzulernen – zeigt
deutlich, dass die Warnungen der alten Texte mit Sinn und Verstand
ausgesprochen wurden. Pazuzu ist recht aggressiv und versucht gezielt in das
Energiesystem des Menschen einzudringen – daher auch der Aspekt, dass
Pazuzu nicht nur vor Krankheiten schützt, sondern diese auch bringt.
Einfache Schutzmaßnahmen wie das Imaginieren einer Kugel etc. sind hier
nicht ausreichend. Man kann sagen, dass es zu einem energetischen
Schlagabtausch kommt – im wortwörtlichen Sinne. Es erinnert an
philosophische Ideen verschiedener Kampfkünste, die besagen, dass man sein
Gegenüber am besten im Kampf erkennt. Wenn man also mit Pazuzu arbeiten
will, sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, dass man sich selbst
energetisch sehr gut kennen und schützen muss! Man sollte bei einer aktiven
Beschwörung auch nicht unbedingt auf die Hilfe seiner „normalen Guides“
hoffen, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass vorher eine Art „Absprache“
zwischen Pazuzu und den eigenen Guides stattfindet, die besagt, dass es
wichtig ist, dass der Praktizierende die Prüfung alleine bewältigt. Im
Folgenden sind klassische Darstellungen von Pazuzu abgedruckt und ein
Sigill, aus einer Grimorie. Ferner bilde ich ein Siegel ab, welches mir in einer
der energetischen Arbeiten von Pazuzu gegeben wurde.
„Pazuzu –Heilung, Sturm, Krankheit“ (Pazuzu, Bringer der Heilung im
Sturm der Krankheit)
Lilith
Kommen wir einmal zu einem „weiblichen“ Dämon. Die Unterscheidung
zwischen männlichen und weiblichen Dämonen ist typisch menschlich, hat
aber letztlich im energetischen Sinn keine Relevanz, da Energien weder
männlich noch weiblich sind. Allein die Bildsprache des magisch arbeitenden
Menschen bestimmt, wie die Wesenheiten wahrgenommen werden.

Lilith, eine akkadisch/sumerisch-jüdische Dämonin, wird im Talmud als


erste Frau Adams erwähnt. Sie wurde wie Adam selbst aus Staub erschaffen
und war ihm gleichwertig. Die Legende besagt, dass sie sich Adam beim Sex
nicht unterordnen wollte. Sie wollte „aufhocken“, was aus Sicht Adams
verboten war. So trennten sich die beiden und nach den Überlieferungen der
hebräischen Mythologie trieben sowohl Lilith wie auch Adam mit Teufeln
bzw. Teufelinnen Unzucht. Der „gute“ Adam trieb es im Übrigen 130 Jahre
lang mit den Teufeln, bis Gott ihm Eva gab. Es heißt, dass aus den
„Aktivitäten“ Adams und Liliths Schreckgeister und Dämonen aller Arten
entstanden sind!

Mit der Zeit wurde Lilith in der Mythologie zu einer Männer und Kinder
mordenden Dämonin bzw. Succubus gemacht. Sie regiert sogar alle Succubi
(weibliche Vampire, die ausschließlich energetisch agieren, denen aber sehr
oft auch materielle Existenz zu geschrieben wird).

Da sie Adam verließ, musste sie natürlich früher oder später wieder
heiraten – diesmal Satan persönlich! Dazu wird behauptet, dass sie den
schwangeren Frauen die ungeborenen Kinder aus den Leibern reißt. Um
Schwangere zu schützen, wurden kabbalistische Formeln in die Ecken der
jüdischen Geburtszimmer geschrieben.
Lilith ist jedoch nicht ursprünglich in der hebräischen Mythologie
beheimatet. Im Grunde kommt das Wesen Lilith aus dem sumerischen
Pantheon, wurde aber in die babylonische Kultur integriert und weiter in die
Welt der Hebräer exportiert.

Im Alten Testament wird ein weiblicher Dämon des jüdischen


Volksglaubens erwähnt, dessen Bezeichnung „die Nächtliche“ lautete. Doch
Lilith hat etymologisch noch weitere Bedeutungen. So deutet die sumerische
Silbe „Lil“, im Wort „Lillu“, auf den Vogel „Tölpel“ hin. Der Grund dieses
Namens könnte sich darauf beziehen, dass große Seevögel (ein Tölpel kann
bis zu 100cm groß werden und wiegt dann ca. 3,6 kg) sich nur unbeholfen
auf Land fortbewegen konnten. Gleichzeitig ist die sumerische Silbe „Lil“
der „Wind“ und zeigt, dass die Göttin Lillu die Charakteristiken einer
Luftgottheit besitzt. Eine eindeutige Übersetzung ist aber schwierig, da noch
weitere Göttinnen des sumerischen Pantheon die Silbe „Lil“ besaßen. So
werden die beiden Göttinnen Lilum und Leelluum als Göttinnen gesehen, die
ein „nächtlicher Schutzwind“ sind. Daher kann man nur sagen, dass
Luftwesen direkte Nachkommen von Mutter- und Schöpfungsgottheiten
waren. So wird Lillu bzw. Lilith mit Bedeutungen wie „Windhauch“,
„Hüterin des Windes“, „Tölpel“ oder „Nachtwind“ verbunden.

Lilith (babylonisch Lilitu, sumerisch Lil Lu) hat jedoch nicht nur negative
Aspekte. Ihr wurde die Eule zugeordnet, was auf einen Weisheitsaspekt
deutet. Da die Eule meist Nachts aktiv ist und u. a. auch auf Bäumen sitzt, ist
es nicht verwunderlich, dass Lilith, in der mittelalterlichen Mythologie, als
ein lauerndes Gespenst beschrieben wird, das auf Bäumen hockt, von deren
Zweigen Blut tropft.
Psychologisch betrachtet stellt Lilith den weiblichen Archetypus der
Furie bzw. der dunklen Göttin dar. Sie verkörpert männliche und weibliche
Ängste, da sie sich der Dominanz verweigert und selbst Macht besitzt und
gleichzeitig ein unglaubliches Kraftreservoir verkörpert, das man als
Aggression in der Familie und beim Sex deuten kann, sodass die klassische
Mutterrolle nicht gelebt wird! Hierdurch wird der Freiheitswille als Rebellion
gedeutet, wozu eine besondere Intelligenz und Unabhängigkeit nötig ist.

Neben der Verbindung zur Nacht und zum Wind, findet Lilith auch
manchmal eine Verbindung zum Feuer. Das Feuer kann u. a. als „Schönheit“
oder als „rotes Haar“ gedeutet werden, aber auch als eine Verbindung zu den
Energien, die man Djinns bzw. Dins nennt. Die Mythologie besagt, dass
Lilith, nachdem sie sich von Adam getrennt hat, in der Nähe des Roten Meers
eine Verbindung mit einem Djinn eingegangen ist. Sie zeugten über 100
dämonische Kinder, welche später von Gott alle vernichtet wurden. Dies war
u. a. einer der Gründe, warum Lilith in der Mythologie zu einer Dämonin
wurde, die den schwangeren Frauen die ungeborenen Kinder entriss!

Im Rahmen der Energie Lilith will ich noch kurz auf die Energie Lamastu
eingehen, welche die „Gegnerin“ von Pazuzu ist. Lamastu war eine Kraft, die
Krankheit und Tod verursachte, um eine Überbevölkerung zu verhindern. Sie
war somit keine Kraft des „Bösen“, sondern ein Prinzip der Natur! Da sie
aber auch des Nachts agiert und manchmal auch „Dämonin des
Kindbettfiebers“ betitelt wird, da sie „gern“ Schwangere oder Säuglinge
attackierte, manchmal aber auch Männer, wird sie mit Lilith oft gleich
gesetzt. Man sieht allein durch die Stichworte „Schwangere“, „Säuglinge“
und „Männer“ sehr deutlich die Verbindung zum Prinzip Lilith.

Wenn man mit der Energie Lilith zusammenarbeitet, fühlt man sehr
unmissverständlich eine Urweiblichkeit, die sich nicht dominieren lässt.
Lilith ist der Neumond, die Furie, die sich nicht kontrollieren lässt. Sie lässt
die Männer verrückt werden, und wie im Wahn agieren. Sie vernichtete die
Schwachen, die sich selbst nicht erheben wollen und in einem jammervollen
Sklavendasein im Selbstmitleid vergehen. Sie ist eine harte Lehrerin, die die
energetischen Filter des Menschen sehr gut verwenden kann, sodass der
Mensch auch das lernt, was er lernen soll. Hierzu zählen primär die
Schattenaspekte des eigenen Seins, welche man gerne vergisst oder in einem
„energetischen Keller“ verschließt. Lilith zeigt sehr deutlich, wovor man
Angst hat und wo die eigenen Blockaden liegen. Somit ist Lilith ein sehr
wichtiger Aspekt, wenn es um die Selbsterkenntnis geht und um die Seiten,
die man sich selbst nicht eingestehen will! Da es eine Göttin ist, sind
magischen Arbeiten mit Sigillen und Siegeln eher sekundär, da diese
Energien auch sehr gut auf eine energetische Einladung reagieren, die man
via Invokation aussprechen kann. Da jedoch nicht jeder ohne Weiteres eine
Invokation durchführen kann oder will, ist es in meinen Augen sinnig
dennoch ein Siegel bzw. eine „Kurzwahltaste“ hier abzudrucken, sodass man
mit Hilfe des Symbols auf der Astralebene einen Kontakt zur Energie Lilith
erstellen kann.

Da Lilith auch im Necronomicon Erwähnung findet, will ich natürlich


auch das Sigill abdrucken, was laut Literatur ihr zugeordnet ist und aus einer
alten Grimorie stammt.

„Lilith – Sturm, Nacht, Wille“ (Lilith, der Sturm der Nacht ist der eigene
Wille)
Moloch
Ein weiterer Dämon, der in der Bibel Erwähnung findet, ist Moloch. Er
besitzt Macht, hat einen hohen Rang in der Hölle, kommt aus dem „Reich der
Tränen“, liebt Kindsopfer und hat eine sehr starke Affinität zum Feuer. Doch
er ist kein ursprüngliches Prinzip. Ursprünglich war der Begriff „Moloch“
nicht personifiziert. Viel eher geht es hier um Opferriten, bei denen Kinder
verbrannt wurden und einem Baal geopfert wurden. Da der Begriff „Baal“ in
Zusammenhang mit allen möglichen lokalen Entitäten verwendet wird, wäre
es falsch zu schreiben, dass Baal Kindsopfer favorisierte. Der Begriff
„Moloch“ ist phönizisch-kanaanäischen Ursprungs, wie so viele andere
Götter bzw. Dämonen auch.
Es ist nicht ganz einfach einen historischen Bezug zu knüpfen, da die
meisten Belege aus biblischer Zeit kommen, was bedeutet, dass diese bereits
eine monotheistische Färbung erhalten haben. Das Wort Moloch ($lm)
bedeutet ursprünglich „König“ (Malach), „Königin“ (Malka) bzw.
„Königreich/Himmelreich“ (Malkuth). Zum Wort „Moloch“ soll es einmal
durch die Kombination von Malach ($lm) und Boscha (Schande (hXwb))
gekommen sein, oder durch die Übernahme des Wortes „Molc“ aus dem
punischen bzw. karthagischen (die Karthager wurden von den Römer
„Punier“ (abgeleitet von „Phönizier) genannt). „Molc“ war ein Wort, dass für
„König“ verwendet wurde, aber auch für „Macht“, sodass man einen Bogen
zu möglichen Opferriten erschaffen kann.
Im Alten Testament wird „Moloch“ nicht personifiziert betrachtet,
sondern als einen Ort oder einen „Umstand“, der an Initiationsriten erinnert.
Es wird davon gesprochen, dass die Kinder dem „Moloch geweiht werden“
und „durchs Feuer gehen müssen“.
Initiationsriten waren in der polytheistischen Vergangenheit keine
Besonderheit. Es muss als ein Festakt gesehen werden, der zeigte, dass das
Kind nun in den Reihen der Erwachsenen seine ersten Schritte ausführen
kann/darf. Dass hierbei manchmal „über die Stränge“ geschlagen wurde,
kann ich mir gut vorstellen. Wenn man sich die Initiationsriten von
Studentenverbindungen, Militäreinheiten oder einfach nur die Äquatortaufe
(wenn man auf einem Schiff – egal ob zivil oder militärisch – den Äquator
überschreitet, wird dramaturgisch dem Gott Poseidon (bzw. Neptun) ein
neuer Mensch „gegeben“, der von innen (Alkohol) und außen (Wasser und
Rasierschaum) gereinigt wurde) anschaut, kann man sich ohne viel Fantasie
ausmalen, dass die früher oft brutalen und erniedrigenden Rituale, nur der
Unterhaltung der Anwesenden dienten, frei nach dem Motto „Ja, da mussten
wir alle durch! Und bei mir war es viel schlimmer!“
Als die Hebräer die monotheistische Idee einführten, wurden die „alten
Riten“ schnell verteufelt. So war der Begriff „Moloch“ in der hebräischen
Tradition ein Synonym für einen Metallofen, vielleicht auch eine Esse, die
eine besondere Form hatte bzw. besonders hohe Temperaturen erreichen
konnte. Quellen berichten davon, dass es sich bei diesem Brennofen um ein
Gebilde handelte, dass die groben Züge eines Menschen hatte, der den Kopf
eines Stieres oder einer Kuh trug. Hier wird es sehr deutlich, dass wieder das
ägyptische Pantheon (Isis, Hathor, Nut bzw. Nuit) als das Böse verwendet
wurde, obwohl die Kuh als heiliges Tier (stand für Fruchtbarkeit, Fülle,
Reichtum, Wohlstand, Leben und Tod, im Kreislauf der Natur und des
Kosmos) verstanden wurde.
Doch nicht nur die Ägypter, sondern auch die Babylonier (Nebukadnezar
ließ, laut historischen Aufzeichnungen, einen Glutofen in Form eines
Molochs errichten), Griechen (die Sage des Minotaurus, in dessen Labyrinth
Menschen geopfert wurden), Römer (Mitharskult; Sonnenkult, der sich vom
persischen Gott Mithra [Gott des Rechtes und des Bundes] ableitete),
Ammoniter (semitischer Stamm) und die Karthager (das Machtzentrum
Karthago lag im heutigen Tunesien) wurden von den Hebräern als
Verbündete des Bösen gesehen. So wird berichtet, dass die Karthager eine
riesige Figur des Gotts Kronos (Saturnus) hatten, dem Kinder als Opfer
dargebracht wurden. Er „fraß“ die Kinder (meist Säuglinge), was eine
Assoziation zu einem Verbrennen zulässt.

Es gibt hierfür aber keine eindeutigen Beweise, auch wenn man


Säuglingsknochen bei archäologischen Ausgrabungen gefunden hat, ist es
möglich, dass Totgeburten verbrannt wurden, sodass hier eher ein
Begräbnisritual und kein Opferritual zu sehen ist. Sicher ist es auch möglich,
dass lebendige Kinder verbrannt wurden, Kinder, die krank oder missgebildet
waren, da sie in den damaligen Kulturen bzw. Gesellschaften keinen Platz
hatten.
Doch auch wenn es keine Beweise gab, haben die Christen den Begriff
„Moloch“ im Mittelalter als eine kinderfressende Bestie gesehen. Moloch
musste somit nicht nur Macht aus den Kinderleibern schöpfen, sondern auch
durch die Trauer der Angehörigen, vorweg von Mutter und Vater. So bekam
Moloch auch den Beinamen „Fürst, aus dem Reich der Tränen“.
Im Mittelalter wurde Moloch auch als Kuh- oder Stierchimäre dargestellt,
der prächtige, königliche Gewänder trug und bedeckt vom Blut kleiner
Kinder war. Natürlich hatte dieser Gott in den Augen der Christen viele
Anhänger, die ihn nicht nur mit Kindern als Opfer versorgten, sondern auch
mit den Tränen der Eltern. Es wurde angenommen, dass hierzu eine große
Statue aus Metall verwendet wurde, in welche die Opfergaben (die Kinder) in
Kammern eingeschlossen wurden. Die Metallstatue wurde dann wie ein
Glutofen erhitzt, sodass die Kinder im inneren geröstet wurden. Da man das
Schreien der Kinder nicht hören wollte, sollen die Priester bei den
Opferzeremonien, mit Trommeln und anderen Instrumenten, einen infanalen
Lärm gemacht haben, sodass die Schreie der sterbenden Kinder nicht zu
hören waren.
Energetisch ist das Prinzip „Moloch“ mit „Mammon“ zu vergleichen, d.
h., es ist eine literarische und sprichwörtlich „Figur“, die man erneut als
Egregor einstufen kann. Es gibt aber kaum ein energetisches Echo, wenn man
sich dieses Prinzip astral ansehen will. Es scheint, dass nicht viele mit diesem
Prinzip arbeiten, auch wenn der Begriff „Moloch“ noch im aktuellen
Sprachgebrauch vorhanden ist, wobei es sich dann meist um eine gigantische
Stadt handelt, die alles verschlingt. Der Moloch hat soviel „Energie“ wie die
anderen „Kinderschreckfiguren“ auch, egal ob es nun der Erlkönig, der
Buhmann, der schwarze Mann oder der Butzemann (Boogeyman) sind. Der
Moloch ist eine typische Schreckensgestalt, wobei er nicht nur die Kinder
verängstige, sondern auch die Eltern. Vielleicht wurde der Moloch von
„Gartennachbarn“ eingeführt, die keinen zerstörten ruhigen Sonntag durch
lärmende Bälger im Garten wollten. Wer weiß, wer weiß! Doch auch wenn
Moloch eine reine „Religionsschöpfung“ ist, gibt es im Dictionnaire infernal
eine bildliche Darstellung:
Besondere Energien der Dualität
Ahriman / Choronzon
Das nächste Wesen ist die Energie „Ahriman“, die auch unter den
Bezeichnungen Ahrimanes, Ahryman, Airyaman, Angra Mainyu, Angru
Mainyu, Anramainyu, Anromainyus, Areimanios, Arimanius oder Aryaman
in der Literatur auftaucht.
Ahriman ist ein göttliches Prinzip, das mit den Jahren sehr viele
Entsprechungen „gesammelt“ hat, da diese Gottheit in verschiedenen
Kulturen verehrt bzw. gefürchtet wurde. Allein hierdurch bekommt man eine
mögliche Erklärung, warum dieses Prinzip viele Namen und somit auch viele
Bedeutungen hat.

Etymologen gehen davon aus, dass der Name Ahriman soviel wie
„arger/zerstörerischer Geist“ oder auch „zorniger/wütender Geist“ bedeutet
und sich vom Namen „Angra Mainyu“ bzw. „Angru Mainyu“ ableitet. Das
Wort „Mainyu“ bedeutet im avestischen (avestisch ist eine altpersische
Sprache) soviel wie „Geist“, „Vorstellung“, „Reflexion“ oder
„Idee/Gedanke“. Das Wort „Angra“ hat die Bedeutung „auflösend“,
„vernichtend“, „ruinierend“, „niederreißend“, „unbarmherzig“, „verhärtet“,
„sündhaft“ oder „unheilig“.
Diese Übersetzung trägt aber nichts Negatives in sich, da Ahriman im
Zoroastrismus bzw. Zarathustrismus (manchmal auch Mazdaismus oder
Parsismus genannt) ein sehr wichtiges Element war. Der Zoroastrismus war
ursprünglich eine duale Religion im persischen Reich (Wurzeln im heutigen
Afghanistan, sogar ein paar Jahrhunderte vor dem eigentlichen Perserreich),
sodass es hier die Idee des Zerstörerischen und die Idee des Schaffenden gab.
Der Kampf zwischen den „Zuständen „Asha“ (was soviel wie „Sein“,
„Gewissheit“, „Ordnung“, „Existenz“, „Leben“, „Wirklichkeit“ bedeutet) und
Druj (was soviel wie „Nicht-Existenz“, „Chaos“, „Zerstörung“, „Lüge“,
„Konfusion“, „Untergang“, „Erlöschen“ bedeutet). Hier übernahm das
Prinzip „Ahriman“ die Rolle des Zerstörers und das Prinzip „Ahura Mazda“
(später Ormazd) die Rolle des Schöpfers bzw. Erschaffers. „Ahura“ ist
hierbei ein Titel und bedeutet „Herr“ – erinnert deutlich an „Baal“.
Gleichzeitig nehmen andere Quellen aber auch an, dass sich der Name
Ahriman aus dem Altarmenischen ableitet und auf die Wörter „Arier“ und
„Mann“ zielt, wobei die Silbe „Ari“: soviel wie „tapfer“, „entschlossen“ oder
„kämpferisch“ heißt und „Mani“ soviel wie „Mensch“ oder „Mann“ bedeutet,
manchmal aber auch mit „Schmuck“ oder „Schatz“ übersetzt wird. In diesem
Fall würde der Namen Ahriman „arischer (tapferer) Mann“ oder
„Zierde/Schatz der Arier“ bedeuten.
Es ist somit nicht verwunderlich, dass Ahriman manchmal eine Gottheit
ist, die für Gastlichkeit und für den Ehebund stand. Gleichzeitig war Ahriman
aber auch die Verkörperung des Bösen, der chaotische Gott der Nicht-
Existenz oder der Vernichtung! Wenn Ahriman den Aspekt der Gastlichkeit
und der Hochzeit (bzw. Hoch-Zeit) innehatte, wurde er als „Aryaman“
gedeutet und gehörte der vedischen Göttergruppe „Adityas“ an. Die Adityas
waren eine Göttergruppe, die aus 7 bzw. 8 Göttern bestanden, an deren
„Spitze“ das Wesen „Varuna“ (persische Gottheit, nicht die indische Gottheit
mit dem gleichen Namen) stand. Der Gott Ahura Varuna wird stets in enger
Verbindung mit Ahura Mazda (bzw. Mithra, Mazdao) und Aryaman
(Ahriman) gebracht, wobei beide Prinzipien mit ihm assoziiert bzw.
„ausgetauscht“ werden können. Ahura Varuna ist die Personifikation der
Wahrheit und des Lichtes.
In späteren Epochen wurde Ahriman manchmal mit Hades verglichen
(vom griechischen Philosophen Plutarch) oder mit dem ägyptischen
Totengott Serapis (auch Sarapis), eine Gottheit, die die Attribute des Osiris
(Gott des Lichtes, der Sonne, des Himmels, Macht der Wiederauferstehung)
und des Gottes Apis bzw. Ptah (chthonische Gottheit der Erde/Unterwelt mit
den Aspekten des Todes und der Fruchtbarkeit) versinnbildlichte. Interessant
ist hierbei, dass in New-Age-Kreise einer der „aufgestiegenen Meister“
Seraphis Bey heißt.

In späterer Literatur wurde Ahriman sehr konträr gehandelt. Auf der


einen Seite war er der Gott, der ein Freund war und gleichzeitig als ein
Wächter fungierte, der über alle Verträge, Leihgaben, Geschenke und sozialer
Kontakte wachte. Auf der anderen Seite war er ein Daeva (ursprünglich ein
Gott der nicht zwischen den Seiten Asha und Durj wählte, später ein böser
Geist wurde), der über den Himmel der Nacht herrschte und alles Schädliche
(Winter, Hitze, Stürme, Krankheiten, Sünden, tödliche Tiere wie Schlangen
und Raubtiere, aber auch „Ungeziefer“ wie Ratten und Mäuse) erschuf, um
damit die Bevölkerung zu quälen bzw. zu behelligen.

Eine weitere Namensmöglichkeit, in Bezug auf Ahriman und seinem


Stand als „Daeva“, findet man im Herrschaftsraum der Devas, die die Luft
zwischen Himmel und Erde regieren bzw. beherrschen. Ahriman soll sogar
der Herr der Devas sein, mit der Schlange (Transformation) als
„Wappentier“. Beim Namen „Ahriman“ ergibt die Silbe „Ahri“ das Wort
„Air“ (Luft), wobei in diesem Fall nicht nur „Luft“ gemeint ist, sondern das
Feinstoffliche, das Ätherische, das den Luftraum bezeichnet. Noch heute wird
im Englischen das Wort „Air“ für „Luft“ verwendet, was ursprünglich aus
dem altfranzösischen kam, das wiederum sich vom lateinischen „aer“ (Luft,
Himmel) ableitet bzw. vom griechischen „aer“ (Luft). Da die lateinische und
griechische Sprache stark durch das Babylonische geprägt wurde, welches
auch Einfluss auf das persische Reich hatte, muss auch hier eine Verbindung
gesehen werden. Doch auch wenn Ahriman die „Luft“ schon im Namen hat,
„lebt“ er dennoch, laut Mythologie, in der Unterwelt und kämpft gegen die
„gute“ Schöpfung des Prinzips „Ahura Mazda“. In der Mythologie hat
Ahriman einen langen Kampfgeist, denn es verstreichen ganze 9000 Jahre
zwischen seinem ersten Angriff und dem Finalkampf zwischen Gut und
Böse, Ordnung und Chaos!
Letztlich wurde der Gott Ahriman einfach zu einem Teufel, der gegen das
Gute kämpfte. Interessant ist hierbei, dass er wirklich als eine Art
„Gegenspieler“ oder „Widersacher“ in den europäischen Raum kam. Der
römische Mithras-Kult (ein Lichtprinzip, dessen höchster Feiertag der 24.12
war; was verwunderlich ist, da die Wintersonnenwende ein paar Tage vorher
ist), der dem Sonnengott Mithra auch den Namen „Sol invictus“
(unbesiegbare Sonne) gab, hatte seine Wurzeln im persischen bzw.
zoroastrischen Gott Ahura Mazda. Ahriman war der Gegenspieler des Ahura
Mazda und somit der Widersacher der Sonne. Allein durch den Feiertag des
Mithras wird man die Parallele zu Jehoschua bar/ben Joseph (Jesus), dem
Christus, erkennen, was dann sogar eine akzeptable Erklärung bietet, dass
Ahriman der Widersacher des Christus ist, wobei man aber auch
„Abschlussprüfer“ sagen könnte.

Bevor ich nun Ahriman anthroposophisch betrachte, will ich eine


provokante magisch-rituelle Betrachtung geben!

Man kann dem Prinzip Ahriman aber auch noch einen weiteren Namen
geben! Choronzon! Alle, die sich etwas in der Kabbalah und in der Magie
auskennen, werden aufschreien, dass das ja überhaupt nicht sein kann! Kann
ich sehr gut nachvollziehen, doch habe ich durch magische Arbeiten,
Channelings und Reisen in die henochischen Aethyre (oder Aires)
Informationen bekommen, die zwar nicht neu und schon in breiter Literatur
zu finden sind, aber bis dato immer getrennt gesehen wurden!
In der henochischen Magie werden die 30 Aethyre auch Aires genannt.
Hierbei sind die Aethyre/Aires Sphären bzw. Ebenen, die auch einzelne
Individualenergie ausbilden können, um mit „Reisenden“ zu kommunizieren.
Da diese Tatsache für den dimensional begrenzten Geist des Menschen nicht
immer einfach zu verstehen ist, ist es sinnig, Hilfskonstrukte einzubringen.
So kann man die Aethyre als die eigentlichen Ebenen/Sphären sehen und die
„Aires“ bzw. die „Devas“ als Individualenergien, die von den Aethyren
fragmentarisch abgespalten werden.

Diese haben jedoch NICHTS mit den jeweiligen Gouverneuren der


Aethyre zu tun, die namentlich auf den Elementtafeln bzw. den henochischen
Tafeln zu finden sind. Ich gehe jedoch nicht weiter auf die henochischen
Variablen ein, da dies ausführlich im nächsten Buchprojekt aufgeschlüsselt
wird, welches erst Ende 2014 beginnt.

Wie entstand aber nun der Gedanke, dass Choronzon mit Ahriman
„verwandt“ ist? Hierzu muss ich erst einmal ein paar Informationen über die
Energie Choronzon geben.
Choronzon ist kein klassischer Dämon im Sinne von Baal, Astaroth,
Asmodeus oder Beelzebub. Er ist kein göttliches Wesen einer anderen
Kultur, welches von irgendwelchen „Siegermächten“ oder
„Religionsmächten“ dämonifiziert wurde.
Choronzon (oder auch Coronzon bzw. Coronzom) taucht offensichtlich
das erste Mal in den Tagebüchern von John Dee auf, der zusammen mit
Edward Kelly die henochische Magie „bekam“ bzw. „(er)fand“. In vielen
meditativen Sitzungen, heute würde man Channelings sagen, bekam John
Dee durch das Medium Edward Kelly die verschiedensten Informationen.
Diese Informationen bezogen sich nicht nur auf die henochische Magie,
sondern vielmehr auf die gesamte Schöpfung.
Alle literarischen Quellen, die man finden kann, beginnen erst mit der
Erwähnung in John Dees Tagebuch, so als ob der Name „Choronzon“
vollkommen neu ist. Am 21. April 1584 bekam John Dee bzw. Edward Kelly
folgende Information von Erzengel Gabriel:

Die Menschheit in seiner Schöpfung, die unschuldig erschaffen wurde,


war berechtigt und so erschaffen, um Teilhaber der Kraft und des Geistes
Gottes zu sein; Wobei er (Gott) nicht nur all seine Schöpfungen kannte, Recht
von ihnen sprach und sie als das benannte, was sie waren, denn sie waren
auch Teilhaber unserer Präsenz und Gesellschaft, die wir, die Sprecher der
Mysterien Gottes sind, wir und Gott selbst, sodass in Unschuld die Kraft
seiner Teilhaber mit Gott und uns, seinen guten Engeln ausgerufen wurde
und dadurch heilig in der Sicht Gottes wurden, bis dass Coronzon (denn dies
ist der wahre Name dieses mächtigen Teufels) ihm seine Großartigkeiten
neidete und begann ihn zu beleidigen. […] Die Menschheit wurde
fortgetrieben auf die Erde, wo sie dumm und nicht der Sprache mächtig aus
der Notwendigkeit heraus begannen, die Sprache in welcher er sich
ausdrückte und bekam zu seinem Wachstum das am nächsten heranreichende
Wissen das er von Gott und seiner Schöpfung hatte.

Es wurden auch hier keine gigantischen Informationen über Choronzon


bzw. Coronzon kundgetan. Es ging in diesem Gespräch auch überhaupt nicht
um Choronzon. Der Tenor des gesamten Gesprächs bezog sich auf die
henochische Sprache bzw. auf die Verbindung der henochischen Schlüssel
mit verschiedenen Zahlen und deren Bedeutung. Es wurden von Edward
Kelly verschiedene Fragen gestellt, die die Wesen Gabriel und Nalvage mehr
oder weniger deutlich beantworteten – dies wird jeder kennen, der schon mal
mit Wesen der Erzengelsphäre kommuniziert bzw. gechannelt hat. Die
Fragen führten zum Themengebiet „Eden“ wo letztlich Erzengel Gabriel John
Dee bzw. Edward Kelly berichtete, dass die Menschen im Paradies alle
Sprachen beherrschten und erst nach dem Rauswurf neue Sprachen (u. a.
hebräisch) lernen mussten.
Im englischen Original wurde für Choronzon/Coronzon der Titel „mighty
Devil“ verwendet, was nun mit „gewaltiger/mächtiger/machtvoller
Teufel/Leibhaftiger“ übersetzt werden kann. Das Wort „Devil“ kommt vom
lateinischen Wort „Diabolus“, welches wieder vom griechischen
„Diabolos/Diavolos“ stammt. Dieses Wort besitzt wieder einen Bezug auf
das hebräische/aramäische „Satan“ (!jX)/Satana (anjc), also den klassischen
„Widersacher“ und „Ankläger“. Gleichzeitig wurde „Diavolos“ auch für
„durch etwas hinüberbringen“, „durchstecken“; „jemanden verleumden“ bzw.
„mit Worten täuschen“, „auseinanderbringen“ bzw. „entzweien“ verwendet.

Wenn man sich diese menschlichen Wörter einmal ansieht und von dem
bösen Teufel mit Hörnern und Bockfüßen fortgeht, erhält man eine Energie,
die einen prüfen wird. Die Prüfungen sind nicht fair, da man „hinters Licht“
geführt werden soll bzw. kann, und dazu noch angeklagt wird. Diese Anklage
würde sich im spirituellen Sinn auf alle Taten beziehen, was man mit dem
Wort „Karma“ vergleichen könnte oder mit der ägyptisch-mystischen Idee,
dass das Herz gegen eine Feder gewogen wird.
Gerade das geflügelte Wort „hinters Licht“ führen muss bei Choronzon
absolut wortwörtlich genommen werden, da dieses Wesen die Möglichkeit
besitzt, Energien aus der Dualität bzw. der Existenz in die Nicht-Existenz –
Ain Soph Aur / Ain Soph / Ain zu führen!
Wenn man sich also das englische Wort „Devil“ als einen
„Winkeladvokaten“ vorstellt, der einen dazu noch anklagen und prüfen wird,
verliert Choronzon seinen „bösen Charakter“. Da die henochischen Wesen im
Original nicht als Engel (Angel) sondern als Winkel/Standpunkt (Angle)
bezeichnet wurden, bekommt der „Winkeladvokat“ eine zusätzliche Aufgabe.
In diesem Fall ist der Advokat, der Fürsprecher, der Berater, der
Bevollmächtigte der henochischen Wesen, eine Kraft, die alle prüfen muss,
die sich mit diesen Kräften auseinandersetzen wollen.
Leider gehen andere Quellen davon aus, dass Choronzon durch die
Aussage Gabriels, dass er anwesend war, als die Menschen aus dem Paradies
vertrieben wurden, mit der Schlange im Paradies oder mit Samael zu
vergleichen sei. Absolut unpassend, da Samael ein vollkommen autarkes
Wesen ist. Zum Glück sind diese Quellen nicht weit verbreitet. Dies Trifft auf
die Schriften von Aleister Crowley nicht zu!

Nachdem Choronzon im 16. Jahrhundert erwähnt wurde, tauchte er erst


wieder deutlich im 20. Jahrhundert auf, als Aleister Crowley, im Rahmen der
henochischen Magie des Golden Dawn, sich mit den Aethyren befasste.
Crowley (damals als Frater Perdurabo [Bruder „Ich-Werde-Aushalten“]) bzw.
„sein“ Gehilfe Victor Neuburg bzw. Frater Omnia Vincam (Bruder „Ich-
Werde-alles-Überwinden“) die Arbeit im Jahr 1909 in der Wüste von
Algerien begannen, war es bereits der zweite Versuch! Crowley wollte schon
mal die Aethyre im Jahr 1900 bereisen, musste aber nach dem 30. Und 29.
Aethyr abbrechen, da er erkannte, dass er mit diesen Kräften noch nicht
arbeiten konnte/sollte/durfte. Neun Jahre später versuchte er es erneut, wobei
es unschlüssig ist, ob Crowley die Aethyre bereiste und Neuburg die
Visionen niederschrieb oder ob Victor Neuburg die Reisen unternahm.
Letztlich ist es irrelevant, denn in diesem Zyklus wurde die Energie
Choronzon/Coronzon erneut erwähnt!
Im zehnten Aethyr (ZAX) erschien Choronzon und begann auch sofort
mit der Prüfung. Wenn man das Liber 418 – Die Vision und die Stimme von
Crowley liest, muss man immer daran denken, dass die Bildsprache und der
Intellekt von Crowley von Choronzon angesprochen und verwendet wurden!

Choronzon war/ist in diesem Falle der Hüter des Abyss, der großen
Schwelle, die die kabbalistische Welt Beriah von der kabbalistischen Welt
Aziluth trennt. Crowley sagte dazu, dass es die Prüfung vom Adepten (im
Gradsystem des A.A. [Astrum Argenteum], welcher von Crowley gegründet
wurde, beschreibt der Adept die Grade 5-7 [Adeptus Minor, Adeptus Major,
Adeptus Exemptus] in einem 10ner Gradsystem, an die 10 Sephiroth des
Sephiroth angelehnt) zum Erleuchteten (im Gradsystem des A.A. beschreibt
ein „Erleuchteter“ die Grade 8-10 [Magister Templi, Magus, Ipsissimus])
war.
Crowley soll die Schreibweise des Namens „Choronzon“ letztlich
eingeführt haben, da andere Quellen einmal von Coronzon oder von
Coronzom ausgehen. Es ist letztlich egal, welche Buchstaben verwendet
werden, um dieses Wesen, diese Energie zu beschreiben.

Aus Gründen der Vollständigkeit will ich aber kurz erläutern, welche
Bezeichnung „sinnig“ ist.

Choronzon/Coronzon/Coronzom kann man verschiedenen hebräischen


Schreibformen zuordnen:
(!wcnwrwx) = ChorOnZon
(!wznwrwx) = ChorOnSon
(!wcnrwx) = ChornZon
(!wznrwx) = ChornSon
(!wcnwrwk) = KorOnZon / KUrOnZon / ChorOnZon / ChUorOnZon
(!wcnrwk) = KornZon / KUrnZon / ChornZon / ChUornZon
(!wznwrwk) = KorOnSon / KUrOnSon / ChorOnSon / ChUorOnSon
(!wznrwk) = KornSon / KUrnSon / ChornSon / ChUornSon
(~wcnwrwx) = ChoronZoM
(~wcnrwx) = ChornZoM
(~wznwrwk) = KorOnSoM / KUrOnSoM / ChorOnSoM / ChUrOnSoM
(~wznrwk) = KornSoM / KUrnSoM / ChornSoM / ChUrnSoM

Wenn man nun eine Übersetzung machen will, kann man sehr viele
Bedeutungen „erarbeiten“! Die besten Übersetzungen werden jedoch die
eigenen Energie- und Bildfilter bieten. Man muss sich der Energie
„Choronzon“ öffnen, sodass die Energie- und Bildfilter sich ein passendes
Bild erstellen! Für den Intellekt und für die Ratio will ich dennoch im
folgenden Abschnitt eine mögliche Aufschlüsselung der Namen
Choronzon/Kuronzon bzw. Choronzom/Kuronzom geben:

Choronzon:
(!wcnwrwx) = ChORONZON = (rwx) = ChOR = Loch / Edler,
Freigeborener // (xcn) NETZACH = Ewigkeit ----- (rcn) NAZAR = hütete,
bewahrte, sichern // (!owa) = On = Kraft, Stärke
„Kraft/Stärke der frei geborenen Ewigkeit“
„Edle Kraft der Ewigkeit“
„Abyss/Loch der ewigen Kraft/Stärke“
„Kraft/Stärke des frei geborenen Hüters“
„Der Edle bewahrt die Kraft“
„Hütende/Bewahrende/Sichernde Kraft/Stärke des Loches/Abyss“
„Abyss/Loch der ewigen Kraft/Stärke“

Choronzon:
(!wznwrwx) = ChORONSON = (rwx) = ChOR = Loch / Edler,
Freigeborener // (#zn) NAZATZ = er glänzte // (!owa) = On = Kraft, Stärke
„Kraft/Stärke des frei geborenen Glanzes/Leuchtfeuer“
„Edle Kraft des Glanzes“
„Abyss/Loch der glänzenden Kraft/Stärke“
„Glänzende Kraft/Stärke des Loches/Abyss“

Choronzom:
(~wcnwrwx) = ChORONZOM = (rwx) = ChOR = Loch / Edler,
Freigeborener // (xcn) NETZACH = Ewigkeit ----- (rcn) NAZAR = hütete,
bewahrte, sichern // OM = (!mwa) = Wärter / Erzieher [omEn] --- (~wa) =
Schraubenmutter [om] --- (hmwa) = Volk [uma] --- (~wya) = Furchtbar /
Drohung [ajon / ijum]
„Furchtbarer freigeborener Hüters“
„Der Edle bewahrt die Furcht“
„Hütende/Bewahrende/Sichernde Furcht des Loches/Abyss“
„Abyss/Loch der ewigen Furcht“
Choronzom:
(~wcnwrwx) = ChORONZOM = (rwx) = ChOR = Loch / Edler,
Freigeborener // (#zn) NAZATZ = er glänzte // OM = (!mwa) = Wärter /
Erzieher [omEn] --- (~wa) = Schraubenmutter [om] --- (hmwa) = Volk
[uma] --- (~wya) = Furchtbar / Drohung [ajon / ijum]
„Furchtbarer frei geborener Glanz“
„Der Edle Glanz der Furcht“
„Glänzende/Leuchtende Furcht/Drohung des Loches/Abyss“
„Abyss/Loch der glänzenden Furcht“

Kuronzon:
(!wznwrwk) = KORONSON / ChURONSON = (rwk) = KUR =
Schmelzofen // (xcn) NETZACH = Ewigkeit ----- (rcn) NAZAR = hütete,
bewahrte, sichern // (!owa) = On = Kraft, Stärke
„Kraft/Stärke des ewigen Schmelzofens“
„Kraft/Stärke des bewahrenden/hütenden Schmelzofens“
„Schmelzofen der ewigen Kraft/Stärke“
„Hütende/Bewahrende Kraft/Stärke des Schmelzofen“

Kuronzon:
(!wznwrwk) = KORONSON / ChURONSON = (rwk) = KUR =
Schmelzofen // (#zn) NAZATZ = er glänzte // (!owa) = On = Kraft, Stärke
„Kraft/Stärke des glänzenden/glühenden Schmelzofens“
„Schmelzofen der glänzenden Kraft/Stärke“
„Glänzende Kraft/Stärke des Schmelzofen“

Kuronzom:
(~wznwrwk) = KORONSOM / ChURONSOM = (rwk) = KUR =
Schmelzofen // (xcn) NETZACH = Ewigkeit ----- (rcn) NAZAR = hütete,
bewahrte, sichern // OM = (!mwa) = Wärter / Erzieher [omEn] --- (~wa) =
Schraubenmutter [om] --- (hmwa) = Volk [uma] --- (~wya) = Furchtbar /
Drohung [ajon / ijum]
„Furchtbarer/Drohender ewiger Schmelzofens“
„Furchtbarer/Drohender hütender/bewahrender Schmelzofens“
„Schmelzofen der ewigen Drohung/Furcht“
„Schmelzofen der hütenden/bewahrende Drohung/Furcht“
„Hütende/Bewahrende Furcht/Drohung des Schmelzofen“
„Ewige Furcht/Drohung des Schmelzofen“

Kuronzom:
(~wznwrwk) = KORONSOM / ChURONSOM = (rwk) = KUR =
Schmelzofen // (#zn) NAZATZ = er glänzte // OM = (!mwa) = Wärter /
Erzieher [omEn] --- (~wa) = Schraubenmutter [om] --- (hmwa) = Volk [uma]
--- (~wya) = Furchtbar / Drohung [ajon / ijum]
„Furchtbarer/Drohender glänzender/glühender Schmelzofens“
„Schmelzofen der glänzenden Drohung/Furcht“
„Glänzende Furcht/Drohung des Schmelzofen“

Welchen Namen man nun wählen will, ist letztlich irrelevant!


Kuronzon ist ein Schmelzofen, wo alle Energien des Menschen
geschmolzen und neu geformt werden! Choronzon ist der Abyss und
gleichzeitig ein „Freigeborener“ oder „Edler“. Er ist ein Hüter, Wärter,
Erzieher und gleichzeitig eine manifeste Furcht bzw. Drohung! Die
Übersetzungen zeigen, dass man weit über 33 Bedeutungen bekommen
kann. Wenn man wollte, vielleicht sogar auf 333! Da es nicht um einen
einfachen Namen geht, sondern um eine Energie, die absolut individuell
ist und jeden, der auf diese Energie trifft, individuell prüfen wird, ist
eine Übersetzung ausschließlich für die Ratio, für den Intellekt. Die
höheren Anteile des Selbst brauchen so etwas nicht!

Daher sind die Beschreibungen, die es von Choronzon gibt, irrelevant.


Die Beschreibungen und Erlebnisse, die Aleister Crowley mit dieser Energie
hatte, sind absolut individuell zu sehen. Crowley hat das „bekommen“ bzw.
„erkannt“ was er bekommen bzw. erkennen sollte! Daher sind Spekulationen
über eine mögliche Evokation, die Crowley mit Hilfe eines „salomonischen
Dreiecks“ durchgeführt haben soll, vollkommen wertlos! Auch der Unsinn,
dass Choronzon versuchte aus dem Schutzkreis herauszukommen, indem er
Sand über den Schutzkreis werfen wollte, sodass der Kreis gebrochen ist, ist
lächerlich!
Dennoch begrüße ich es, dass um die Energie Choronzon eine Aura des
Schreckens, der Panik und der Zerstreuung existiert. Da Aleister Crowley
einen großen Einfluss auf die magische Literatur hatte und in Choronzon
seine personifizierte Angst und Prüfung fand, wurde Choronzon in der
magischen Literatur zum „gefährlichsten Dämon, den der Magier beschwören
kann“! Dass diese Warnung eher ein Aufruf oder eine Animation für
unerfahrene Magier ist, scheint in der Logik und Pädagogik der magischen
Literatur untergegangen sein. Wenn man ein solches „Verbot“ ausspricht, mit
dem Versprechen, dass der Dämon absolut gefährlich ist und unvorstellbare
Macht besitzt, kann man sich sicher sein, dass dies einem Aufruf zur Arbeit
gleichkommt!

So findet man, in Bezug auf eine Evokation von Choronzon, die


wildesten Geschichten! Es wird vor Besessenheit gewarnt, vor der
Vernichtung der Psyche bzw. Seele sowie vor der Zerstörung des alten Ich!
Nun, genau das will man doch erreichen, wenn man auf dem Weg zum höhen
Selbst, zum wahren Ich ist, oder? Es geht darum, dass man die Energie
„Choronzon“ in sein Energiesystem aufnimmt, also eine Invokation ausführt.
Dass hierdurch die eigene Psyche geprüft wird, sodass man reflektieren kann,
wer man wirklich ist und wo die eigenen Angstpunkte liegen, sollte begrüßt
werden. Natürlich ist dies keine angenehme Arbeit und selbstverständlich
birgt dies Gefahren für die eigene geistige Gesundheit, doch wenn man seine
„Masken der Lügen“ nicht freiwillig absetzen will, sodass man sich
ungeschminkt betrachten muss, werden die Masken vom Gesicht gerissen!
Alle! Ausnahmslos! So sind die magischen Vorsichtsmaßnahmen, die man
treffen muss, eine tief greifende Selbstanalyse, mit einer offenen und absolut
ehrlich reflektierten Selbstkritik! Wenn man sich wahrlich erkannt hat, wenn
man seine Schatten verstanden hat und begonnen hat, diese zu integrieren (sie
also zu harmonisieren und ggf. aufzulösen), kann man den Schritt in den
Abgrund, in den Abyss wagen!

Wenn man sich die literarischen Warnungen über Choronzon nicht


wortwörtlich zu Herzen nimmt, sondern sie analytisch reflektiert, wird man
wertvolle Informationen bekommen. So wird davor gewarnt, dass Choronzon
eine Energie ist, die kein klassisches astrales Wesen repräsentiert, sondern
eine Macht einer destruktiven Energie, die nicht fassbar ist. Eine gute
Beschreibung für Energien der Erzengel bzw. der Malachim. Auch die
Warnung, dass Choronzon keine feste Gestalt hat und permanent im Fluss
oder im Wandel ist, zeigt, dass es allein auf den Protagonisten des Rituals
ankommt – wobei diese Spezifikation auf alle energetischen Begegnungen
anzuwenden ist. Ferner wird davor gewarnt, dass Choronzon den
Protagonisten in Gespräche verwickeln will, um ihn abzulenken, um das
Beschwörungsdreieck zu verlassen. Nun, auch dies ist passend, da man in
bewussten Ritualen primär mit dem Bewusstsein arbeitet und somit auf
dreidimensionale Bilder, menschliche Emotionen und das eigene Vokabular
zurückgreifen wird. Wenn man selbst eine gewisse Redegewandtheit besitzt,
wird man dies zu spüren bekommen, da man sich letztlich selbst prüfen wird!
So spiegelt es auch den eigenen Charakter bzw. die eigene
Reflexionsfähigkeit wieder, wenn Choronzon „spricht“! Aleister Crowley
und Victor Neuburg wurden mit Beleidigungen, Drohungen,
Aufschneidereien, Falschheiten, Anmaßungen, Herausforderungen,
Erpressungen, Einschüchterungen und Warnungen regelrecht bombardiert!
Choronzon „warnte“ die beiden vor seinen Fähigkeiten und prahlte damit,
dass sie von Glück reden könnten, dass sie in einem Schutzkreis stehen und
dass der Name Gottes (hebräische Gottesnamen bzw. Gottesidiome sind
klassische Bestandteile eines Schutzkreises) ihn davon abhalte, sie zu
zerreißen und den Körper mit Pocken und die Leber mit Krebs versehen
würde! So, so, Leberkrebs und Pocken, nachdem man zerrissen wurde!
Interessant diese Drohung! Egal was man über Choronzon lesen oder hören
wird, man sollte sich eine eigene Meinung bilden und keine von den 333
vorgefassten Meinungen adaptieren! Wieso eigentlich immer diese „333“?
Die Zahl 333 bezieht sich auf eine numerologische Aufschlüsselung, die
Aleister Crowley gemacht hat. Die Schreibeweise (!wznwrwx) =
ChORONSON („Kraft/Stärke des frei geborenen Glanzes/Leuchtfeuer“ oder
„Edle Kraft des Glanzes“ oder „Abyss/Loch der glänzenden Kraft/Stärke“
oder „Glänzende Kraft/Stärke des Loches/Abyss“) ergibt den Zahlenwert
333, da jeder hebräische Buchstabe einer Ziffer bzw. einer Zahl zugeordnet
wird. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte in meinem Buch „Pfad des
Flammenschwertes; ISBN: 978-3-8442-6557-6“ nachlesen. Kurz und knapp
will ich über die hebräischen Buchstaben und deren Zahlenzuordnung sagen,
dass es sich hierbei um eine Arbeit handelt, die ihre Wurzeln im
Bibelstudium hat.

Hier wurden den hebräischen Buchstaben Aleph (a) bis Taw (t)
Zahlenwerte gegeben, die bei den ersten 10 Buchstaben jeweils um 1
wachsen (Aleph (a) = 1, Beth (b) = 2, Gimel (g) = 3 … Jod (y) = 10), bei den
nächsten 10 Buchstaben jeweils um 10 wachsen (Kaph (k) = 20, Lamed (l) =
30, Mem (m) = 40 … Qoph (q) = 100) und bei den letzten drei Buchstaben
um jeweils um 100 wachsen (Resch (r) = 200, Schin (X) = 300, Taw (t) =
400). Da es aber 5 „Sonderbuchstaben“ gibt, die als sog. Sofit- oder End-
Buchstaben deklariert werden, sind die Buchstaben Kaph ($) = 500, Mem (~)
= 600, Nun (!) = 700, Pe (@) = 800 und Tzade (#) = 900) mit höheren
Werten versehen. Wenn man sich nun den Namen Choronzon ansieht, lautete
die Rechnung wie folgt: (x (Chet = 8) + w (Waw = 6) + r (Resch = 200) + w
(Waw = 6) n (Nun = 50) + z (Zajin=7) + w (Waw = 6) +! (Nun = 50) = 333
Diese Rechnung verwendete Aleister Crowley, als er den Namen
Choronzon analysierte, wobei er seltsamerweise das End-Nun (daher die
andere Schreibweise Nun (n) = 50 und End-Nun (!) = 700) mit dem
Zahlenwert 50 berechnete, obwohl der Wert im klassisch-kabbalistischen
Sinn (da es ein Endbuchstabe) 700 lautet!
Zwar werden die Sofit- oder Endbuchstaben in der Bibelforschung eher
selten mit den Zahlenwerten >400 verwendet, doch in der magisch-
kabbalistischen Szene umso mehr. Crowley gibt die Zahlen in seinem Liber
777 deutlich vor, wählt aber bei seiner Rechnung eine Variante, die die Zahl
333 ergibt und nicht 983! Zugegeben, 333 sieht mystischer aus als 983 und
auch „andere hebräische Wörter“ die die Zahl 333 ergeben, spiegel eher die
Energie Choronzons als 983, was der lateinische Ausdruck der „vierfachen
Stadt“ spiegelt. Die Zahl 333 entspricht auch dem hebräischen Wort
„Chaschecha“ (hkXx) 8+300+20+5 = 333, was „Dunkelheit“ bzw.
„Finsternis“ bedeutet oder dem hebräischen Wort „Schelg“ (glX) 300+30+3
= 333, was Schnee bedeutet. Choronzon kann die „eigene Finsternis“ bringen
und so kalt bzw. so rein wie „Schnee“ sein, was jedoch eher in den Bereich
der Metaphorik tendiert! Die Zahl 983 hingegen hätte die Bedeutung „Kirjat
arba“ ([bra tyrq), was „Feld/Campus vier“ bedeutet. Wenn man aber will,
kann man durch Buchstabenspielerei viele Bedeutungen für die 983
bekommen, man muss nur die vorgegebenen Wörter sinnig verbinden! Limit
ist die eigene Fantasie!

Erkenntnis/Bewusstsein = Hakara (hrkh) = 230


Wahrheit = Emeth (tma) = 441
Neu = Chadasch (Xdx) = 312
= 983; „Neue Wahrheit (der) Erkenntnis“

Zerstörung = Heress (srh) = 265


Stern = Kochaw (bkwk) = 48
Tor = Scha’ar (r[X) = 570
Joch/Belatung = ‘ol (l[) = 100
= 983 „Zerstörung (des) Jochs (durch das) Sternentor“

Feuer = ‘esch (Xa) = 301


Fleisch = Bassar (rXb) = 502
(er) betätigte sich, machte, wirkte ein, wurde aktiv = Paal (l[p) = 180
= 983 „er wirkte (auf das) Feuer (des) Fleisches“

Allein dieser kleine kabbalistisch-numerologisch angehauchte Exkurs


zeigt, dass Choronzon auch die eigene Kreativität beflügeln kann. Daher ist
es nicht verwunderlich, dass die Energie „Choronzon“ in Kreisen der
Chaosmagie des Öfteren „vorkommt“. In der Chaosmagie wird die Energie
Choronzon gerufen/gebeten, dass er alle lähmenden und widersprüchlichen
Dogmen auflöst, sodass ein neu ordnendes Chaos entsteht und die alten
Strukturen aufbricht.

Persönliche Erfahrungen und Arbeiten zeigten, dass Choronzon sehr stark


mit den Aethyren „verschmilzt“. Andere „Reisende“, die die Aethyre erlebt
haben, machten ähnliche Erfahrungen wie ich. Der 10. Aethyr (ZAX) ist der
Abyss, der Abgrund, der Sprung von der Ebene, der prinzipialen Schöpfung,
das Motiv aller Manifestation und Pläne, welche sich in die Dualität begeben.
Die Energien der GÖTTER und GÖTTINNEN sind die Sphäre der „dualen
Energien“, d. h. für alle Energien, die direkt DURCH das höhere Selbst,
DURCH den Atmankörper, auf die „unteren Energiekörper“ wirken. Diese
Ebene bzw. diese energetische Welt filtert alle Energien, die den Menschen
erreichen. Die primäre Wirkung geht auf den Intuitions- bzw. Buddhikörper
UND auf den Spirituellen bzw. Kausalkörper, was bedeutet, dass der 6. Sinn
(metapsychologischer Sinn oder magischer Sinn) und der 7. Sinn
(kosmischen Sinn oder gnostischen Sinn) direkt angesprochen werden! Die
Energie der Ebene hat einen besondern Einfluss auf „magische Arbeiten“ und
auch auf Arbeiten der Selbsterkenntnis, welche auf die eigenen Lebens- und
Existenzaufgaben zielt. Im kabbalistischen Sinn wird diese Ebene „Beriah“
genannt und entspricht im Tetragrammaton (JHVH) dem zweiten
Buchstaben, was bedeutet, dass die Ebene Beriah das „kosmische Element
Wasser“ zugeordnet wird.

Alles, was hinter dem 10. Aethyr (ZAX) kommt, ist die Ebene der
Erhabenheit, des Lichtes! Sie steht für alle „kosmischen Energien“, d. h. für
alle Energien, die direkt auf das höhere Selbst, den Atmankörper wirken. Die
Wirkungen auf den Atmankörper sind „fließend“, da dieser LETZLICH auch
mit dem physischen Körper und „seinen energetischen Körpern“ verbunden
ist. Die Energie dieser Ebene hat einen besondern Einfluss auf „kosmische
Arbeiten“ wie z. B. alle Arbeiten der Selbsterkenntnis und Kontakt zu
energetischen Wesen wie z. B. Erzengel, Malachim, Genien (Könige) etc.
Die Energie dieser Ebene ist die Energie, die DAS GÖTTLICH LICHT
erschafft, die für die KONTAKTIERUNG des Menschen mit ALLEN
kosmischen Energien (Channelings) verantwortlich ist. Im kabbalistischen
Sinn wird diese Ebene „Aziluth“ genannt und entspricht im Tetragrammaton
(JHVH) dem ersten Buchstaben, was bedeutet, dass der Ebene Aziluth dem
„kosmischen Element Feuer“ zugeordnet wird.

Wenn man nun in der kabbalistischen Welt bleiben will, dann sind die
weiteren 9 Aethyre die „Orbitale“ des Lebensbaums (Etz Chaim) der Ebene
Aziluth, auf welcher es weder Sephiroth noch Qlippoth gibt, da sich beide
Energiesphären in einem „Orbital“ aufhalten!
Dies führt zu einer Aussage, die sich direkt auf Choronzon bezieht:
„Benenn mich, und ich werde ein anderer sein. Ich bin die 10 und die 1!“
Diese Aussage wurde erst verständlich, als ich im Rahmen der „magischen
Forschung“ die Aethyre verstand und erkannte. Choronzon ist der Abyss, der
10. Aethyr ZAX – gleichzeitig ist Choronzon aber auch der 1. Aethyr (LIL),
der alle anderen Aethyre „durchdringt“. In diesem Sinn ist die Zehn (ZAX)
als ein „Abglanz“ einer anderen Energiesphäre in der energetischen Beriah
Manifestation zu sehen, die Sphäre des 1. Aethyr (LIL).

Der Abyss ist die Grenze zwischen „Form und Geist“, und der „Meister
der Wandlung“ ist Choronzon, der anteilig ZAX ist und in ZAX existiert. Es
ist die erste Stufe des Nirvana bzw. Nibbana, der Austritt aus dem Kreislauf
des Leidens und der Reinkarnation, durch das Erwachen des (inneren,
wahren) Lichtes. Wortwörtlich bedeutet es „erlöschen“, „erfassen“ und
„verwehen“ – eine perfekte Betitelung des Abgrunds! Alles was noch das Ich
begrenzt, dem Ego zu viel „Macht“ gibt, wird durch die brachiale Macht
Choronzons in kürzester Zeit zerstört werden. Man wird mit der
personifizierten Macht der Auflösung bzw. der Destruktion konfrontiert,
sodass alle inkohärenten Gegensätze, die wie ein lebendiges Oxymoron
(bittersüß, Hassliebe etc.) im eigenen Ich existieren, mit einem Schlag
vergehen!

Die eigene Persönlichkeit wird abgelegt und das „Über-Ich“, das „höhere
Selbst“, der Atmankörper bekommt einen direkten Einfluss auf die aktuelle
Inkarnation. Dennoch sind Reste eines Egos vorhanden – man sollte nicht der
Illusion erliegen, dass man im zehnten Aethyr (ZAX) perfekt wird! Man wird
aber zu einer „eigenen Persönlichkeit“, die kein Spielball der Welt mehr ist!
Man bestimmt sich selbst und somit seine Umwelt!
Die Aethyre 9 bis 1 (ZIP, ZID, DEO, MAZ, LIT, PAZ, ZOM, ARN und
LIL) agieren dann direkt mit dem höheren Selbst des Menschen, sodass das
Tagesbewusstsein nicht immer alles mitbekommt, geschweige versteht bzw.
begreift. Man wird in das „Große Werk“ eingeführt, wo man die Illusionen
versteht, die Göttlichkeit, das innere Licht, die kosmische Kausalität, die
Energien des Kosmos, die Dualität des Seins, die Erkenntnis der Gesamtheit
im Ich, die Erfüllung des Werkes und die Unität!
Choronzon ist LIL und gleichzeitig auch alle anderen Aethyre und wieder
keiner von ihnen! Es ist das Alles und das Nichts, die Existenz und die Nicht-
Existenz! Etwas, dass man nicht beschreiben kann. Man muss es erleben, da
nur die eigenen Energiefilter und die eigene Bildsprache fähig sind, dem
Bewusstsein einen „Splitter des Verständnis“ zu geben!

Und dies führt zurück zu John Dee und Ahriman! Bei John Dee werden
die Bewusstseins-Sphären, in die man durch die Beschwörung der
henochischen Sprache (henochischen Calls oder henochischen Schlüssel)
bereisen kann, „Aethyrs“ oder „Aires“ genannt. Ahriman wird als Herr der
Aires gedeutet, also der Herr bestimmter Bewusstseinsschichten. Durch die
anthroposophische Betrachtung wird diese „Verbindung“ noch einmal sehr
deutlich. Die beiden Prinzipien Choronzon und Ahriman sind ein Prinzip, das
zwar einen begrifflichen, aber keinen energetischen Unterschied bildet, so
wie ZAX und LIL!

In der Anthroposophie ist Ahriman (also auch Choronzon) ein Prinzip,


dass weder als „gut“, noch als „böse“ klassifiziert wird. Es geht hierbei
primär um eine Energie, die Veränderungen bewirken kann, Veränderungen,
die sich in kausalen Strukturen auf die gesamte Existenz des Menschen
ausbreiten kann. Dies bedeutet, dass energetische Arbeiten – auf welcher
Ebene auch immer – mit Ahriman zu Veränderungen führen können, die sich
auf körperlicher und auf rein energetischer Ebene (Äther-, Mental-,
Emotional-, Astral-, Spirituelle- bzw. Kausal-, Intuitions- bzw. Buddhi- und
Atmanebene) auswirken können. Ein sehr wichtiger Fokus wird immer auf
den Willen gelegt, was man direkt mit den Atmankörper bzw. dem wahren
Willen bzw. dem höheren Selbst in Verbindung bringen kann. Ahriman ist in
diesem Fall ein Licht, dass die Vergangenheit erhellt und gleichzeitig die
Zukunft verfinstert. Dies hat jedoch nichts mit einer „schlechten Zukunft“
oder „Unglück“ zutun. Es geht darum, dass man seine Vergangenheit, sein
Fundament, erkennen und festigen muss, um das Licht der „wahren Zukunft“
erkennen und ertragen zu können. Eine Zukunft, die wie ein Hamsterrad
konstruiert ist, muss letztlich in eine Finsternis eintauchen, damit der Mensch
die Chance hat zu erkennen, dass seine „zukünftigen Ziele“ möglicherweise
eine eigene Versklavung beinhalten! Erst in der Finsternis kann das eigene
Licht erkannt und voll entfacht werden. Wenn ich von Beginn an nur im
Licht stehe, wird mein eigenes Licht möglicherweise „überdeckt“ und ich
kann nur meine Schatten gut erkennen! Selbstverständlich ist dies auch
absolut essenziell – doch zur eigenen, kosmischen Evolution gehören die
Lektionen des Lichtes und die Lektionen der Finsternis! Choronzon ist in
diesem Fall ein Lehrmeister, der in beiden Arealen wirkt! Er nimmt jedoch
immer die Position ein, die dem eigenen (menschlichen) Standpunkt konträr
läuft! Somit ist Ahriman ein Gegenspieler, ein Oppositionsgeist, ein Wesen,
das Widerstand leistet.

Die Energien von Ahriman ist eine zentrifugale Kraft, die aus dem
Mittelpunkt heraus wirkt und bis in die Peripherie einen absoluten Eindruck
hinterlässt. Gerade die Beschreibung ist auch in der Darstellung der 30
Aethyre zu finden, wo der 30. Aethyr (TEX) in der äußeren Peripherie „steht“
und der 1. Aethyr (LIL) im Mittelpunkt. Die Aethyre können (bzw. sollten)
von Außen nach Innen bereist werden, vom 30. Aethyr bis hin zum 1. Aethyr,
um sich selbst zu erkennen, sich selbst prüfen zu lassen und letztlich das
„Licht im Mittelpunkt“ bzw. den „Punkt inmitten des Kreises“ zu erkennen
bzw. zu verinnerlichen!
Bei dieser zentrifugalen Kraft werden Energien verwendet, die man bei
der ersten Begegnung als „dunkel“ oder als „feindlich“ klassifizieren kann –
aus menschlicher Perspektive. Es sind Kräfte, die hierarchisch strukturiert
sind (wie der Aufbau der Aethyre) und die man Stück für Stück überwinden
muss. Die Kreisbahnen, die man überwinden muss, um zum Mittelpunkt zu
gelangen, sind Hindernisse oder Steine auf dem Weg zum Licht bzw. zur
Evolution des Selbst! So ist Ahriman einmal die Sonne und einmal der Mond
– dies gilt auch für die Energie des Ahura Mazda (bzw. Mithra, Mazdao). Der
Mond könnte ohne die Sonne nicht „scheinen“ (Vollmond), die Sonne könnte
sich ohne den Mond nicht „verdunkeln“ (Sonnenfinsternis). Die Dualität
„verlangt“ aber beide Energiezustände für eine Ausgeglichenheit!

Ahriman ist somit untrennbar mit Ahura Mazda (bzw. Mithra, Mazdao)
verbunden! Es sind Antipoden und gleichzeitig ein Ganzes – zwei Seiten
einer Medaille. Zwar wird in der Anthroposophie sehr stark zwischen
Ahriman und Ahura Mazda, aufgrund der Zyklen des Zarathustra,
unterschieden, doch kann man „zwischen den Zeilen“ – wie so oft bei
Rudolph Steiner – lesen, dass die Verbindung sehr wohl bekannt war. Wenn
Zarathustra lehrte, dass die Sonne den Einlass zur höheren Hierarchie
symbolisiert (als Sinnbild für das kosmische Licht), liegt er damit absolut
richtig. Die Aussage, dass die Sonne, wenn man sie ansieht und hinaufschaut,
stets eine wohltätige Wärme und wohltätiges Licht aussendet, das die Erde
erreicht, muss sich einfach nur klar machen, dass die Sonne auch absolut
tödlich sein kann und einen Menschen bis an die Grenzen seiner irdischen
Existenz führen kann – physische, psychisch und rein mystisch gesehen!
Die Sonne, bzw. Ahura Mazda, wurde als das Prinzip des Sehens bzw.
des Hellsehens, gedeutet, sodass man mit Hilfe der Sonne „astral“ erkennen
kann! Die gleiche Metapher passt auch auf den Mond, der das Licht der
Sonne reflektiert, sich also dem Licht der Sonne „entgegenstellt“ und dadurch
die Nacht oder die Seite, die dem Licht abgewandt ist, erhellt, mit der
(reflektierten) Essenz der Sonne erhellt!

In den persischen Mythen wird so das Zusammenwirken des großen


Lichtes (Ahura Mazda) und des Mondes (Ahriman), mit der Vergöttlichung
der einströmenden Wärme (das mystische Blut oder die Lebensessenz)
gleichgesetzt, wodurch die (kosmisch, magische) Kraft des Menschen den
Ausdruck eines Ich zu einem Selbst wandelte. Bei diesem Gleichnis wird
Ahriman oft als Widersacher gesehen, der Egoismus, Machtgier, Selbstsucht,
Ausbeutung, Gefühllosigkeit oder Habgier fördert. In gewissen Rahmen
stimmt dies absolut! Doch es muss als Prüfung oder als Versuchung gesehen
werden, nicht als „böse Aktion“ die ohne Sinn und Verstand auf der Erde
wütet. Große Macht bringt immer große Verantwortung mit sich. Wer der
Macht erliegt und sie in die energetischen Bahnen des Egoismus und der
Machtgier lenkt, wird den Mond als seine Sonne erkennen und im wahren
Licht vergehen, wenn man sich kosmisch (ohne Grenzen oder wortwörtlich
„nicht auf der Erde“) dem Prinzip der Sonne stellt. Ahriman ist hier der
Prüfer, der alle in Versuchung führt, dass sie den leichten, schnellen Weg der
Illusion nehmen. Eine typische kosmische Prüfung! Jeder, der sich mit einer
Selbsterkenntnis wirklich erkannt hat und der auf seinem magischen Weg
stetig voranschreitet, wird dieses Prinzip der Prüfung kennen!
So muss man manchmal seine Vergangenheit opfern (den mystischen Tod
erleben bzw. mache müssen ihn erleiden), um neu geboren zu werden, sodass
man sich selbst ins Licht heben kann!
Die Anthroposophie sagt, dass der ahrimanische Charakter die
Vergangenheit des Menschen auslöschen will, sodass er nur noch im „Hier
und Jetzt“ existiert und nur noch die Dinge sieht, die unmittelbar auf der Erde
errungen wurden. Hierdurch kann die ahrimanische Energie in das
Unbewusste der Menschen dringen, in die Essenz des wahren Willens, sodass
der Mensch, bzw. der Wille, in „Richtung“ Zukunft aufbrechen
will/muss/kann! Dies ist absolut passend, darf aber nicht missverstanden
werden. Der Mors Mystica tilgt die Vergangenheit des Menschen, welche
nicht die Festigkeit seines magischen Fundamentes unterstützt. Alles was alt,
überholt, überflüssig und hinderlich ist, wird fortgebrannt. Wenn man sich
diesem Licht hingibt, dieser Läuterung, wird man kurz und schmerzlos
sterben, um neu geboren zu werden. Alle, die sich an ihrer persönlichen
Vergangenheit festhalten, alle die Materie oder schon längst tote
Beziehungen anhaften, werden qualvoll sterben, da die „Lohe der Läuterung“
alles verbrennen wird, was einen hält und hindert. Wer loslässt und somit
allein in Freiheit steht, wird der „Lohe der Läuterung“ nur sich anbieten
können. Wer in festen, materiellen Strukturen verankert ist und sich selbst
daran gebunden hat, wird der „Lohe der Läuterung“ all dies als Nahrung
bieten. Nun, ein großes Feuer hat immer eine größere zerstörende Wirkung,
als der kurze Brand eines Scheitholzes (Bewusstsein), dass über einer
Wasseroberfläche (Unterbewusstsein) schwebt!
Wenn dann die „Lohe der Läuterung“ alles vernichtet hat, erhebt sich der
Mensch wie Phönix aus der Asche! Es wäre fatal, wenn dieser Phönix-
Mensch sich sofort wieder in materielle Belange einbinden lassen will, die
aus der individuellen Vergangenheit resultieren und nichts mit dem
Fundament des Selbst zutun haben. Daher muss der ahrimanische Charakter
die Vergangenheit des Menschen auslöschen, sodass dieser allein im „Hier
und Jetzt“ existiert, ruhend auf einem festen, unzerstörbaren Fundament, auf
dass er sich in Richtung Evolution (oder Zukunft) aufmachen kann! Diese
Wirkung wird in der Anthroposophie dadurch beschrieben, dass die
ahrimanischen Wesen aus ihrer raumlosen Bestimmtheit, in die Bestimmtheit
des Raumes wechseln, um dort zu wirken und dem Menschen die
Möglichkeit geben, das Leben (den Alltag, die Zukunft, die Realität) so zu
gestalten, wie es dem „wahren Willen“ entspricht – oder anthroposophisch
gesprochen: Durch die Gestaltung aus dem Raumlosen, wird dass Räumliche
im Räumlichen abgebildet!
Man gestaltet sich seine Umwelt so, dass man seinen Platz im Großen
Werk einnehmen kann, sodass der Alltag keine großen Sorgen und Nöte
bereithält, sondern nur noch kleinere oder größere Prüfungen, um stets daran
erinnert zu werden, dass die „Lohe der Läuterung“ das eigene Licht, die
eigene Sonne ist!

Leider sind die Prüfungen, die man durch die ahrimanischen Wesen, bzw.
Energien, bekommt, nicht immer leicht! Daher ist es verständlich, dass
Ahriman auch oft als „Geist der Lüge“ oder „Meister der Illusion“ angesehen
wird!
Was ist aber die „Lüge“ oder die „Illusion“? Etwa, dass der Suchende
schon längst in den Sphären Ahrimans wandert, ohne es zu wissen? Dass eine
Prüfung die andere jagt, ohne dass man bewusst erkennt, dass es sich um
Prüfungen handelt? Vielleicht auch der Begriff eines „gefährlichen Dämons“,
der den unvorsichtigen verführen und vernichten will? Letztlich ist alles eine
Illusion und nur man selbst bestimmt, was die eigene Realität ist. Die Energie
Ahriman ist so real oder surreal, wie alle anderen Energien die es gibt. Bei
den Arbeiten mit Ahriman, bzw. in dessen Sphären, bekommt man oft
Situationen gespiegelt, die so stark in die eigene profane Realität gehen, dass
man sich im Vorfeld eher darüber lustig machen will und es in den Bereich
der Fabeln oder der Science-Fiction-Storys ablegen will. Wer glaubt schon
daran, dass auch das profane Leben erschüttert werden kann, wenn es in
einem Buch steht oder man es in einer meditativen Arbeit hört?

Die Wünsche der Menschen sind die Achillesfersen, die der kosmischen
Macht der Prüfung Tür und Tor öffnen. Daher muss man stets bedenken, was
man sich wahrlich wünscht, da man es zu 100% bekommen wird. Die
Wünsche des wahren Willens, der zum Glück nichts mit dem Ego des
Menschen und irgendwelche materiellen Utopien zu tun hat, spiegeln die
Aufgabe im Großen Werk wieder. Wenn man also in den Wirkungsbereich
von Ahriman tritt, wird ein energetisches Szenario zu einer sehr greifbaren
Realität werden, sodass man sich selbst erkennen, verstehen und prüfen kann,
auf dass man im Anschluss dieser „Wanderung“ seinen Platz im Großen
Werk einnehmen kann. Dass diese Prüfungen etwas mit den menschlichen
Masken, den inneren Schatten und den eigenen Trugbildern zu tun haben,
müsste klar sein. Man kann seinen Platz im Großen Werk einnehmen, wenn
man sich nicht mehr hinter profanen Masken verstecken muss und erkannt
hat, dass die lächerliche Profanität, mit ihren Werbeversprechen und 0%
Finanzierungen, in Bezug auf das Große Werk, wertlos sind. Man muss sich
dem Einflusse dieser Illusion entziehen, welche dem geistigen Auge
vorgaukeln, dass die richtige Positionierung der berühmten Lottokreuze, ohne
Weiteres möglich ist, da man es sich doch „verdient“ hat. Ahriman
unterstützt und beflügelt hier sogar das Ego. Die Versprechen, dass man im
Handumdrehen die Möglichkeit bekommt, sich alle materiellen Wünsche zu
erfüllen, dass man sich nur hinlegen muss, einen Kristallschädel im TV-Shop
für einen, aus rationeller und wirtschaftlicher Sicht, irrsinnigen Preis kaufen
muss, der dann via kosmisches Autoupdate alles von selbst erledigt, ist die
Lüge und die Illusion! Wer mit Ahriman arbeitet, läuft Gefahr, in den
Illusionen und Lügen der klassischen Werbung zu versinken und seinen
eigenen, individuellen Weg nicht mehr zu finden. Wenn man sich dennoch
aufrichten will, der materiellen Völlerei die Stirn bieten will, wird Ahriman
die Illusion und Lüge zerstören. Diese Zerstörung hängt direkt mit der
„Festigkeit“ der Illusion zusammen, d. h., wenn ich über Jahre meine
Energiekanäle mit wilden Werbeversprechungen und obskuren Heilenergien
– gespeichert in Plüschtieren, Kristallschädeln, Aufklebern, Anhängern,
Büchern oder sonstigen esoterischen Schnickschnack – gesättigt habe, wird
die Erschütterung meiner Welt sehr laut und kraftvoll sein! Die menschlichen
Leidenschaften, die nichts mit dem wahren Willen sondern nur mit dem Ego
zu tun haben, zerbrechen und werden gesprengt, sodass eine neue Welt bzw.
eine neue Maxime und Sichtweise entstehen kann! Die Leidenschaft, die
Leiden schafft!

Und hierdurch hat man alle Illusionen und Lügen überwunden, oder?
Etwa nicht? Nein! Ganz und gar nicht – jetzt beginnen die Illusionen und
Lügen in einer nie erkannten Effektivität zu wirken!

Man wird in Bezug auf seine Aufgabe im Großen Werk geprüft werden,
wobei man hier die interessante Star-Trek-Analogie eines Holodeck nehmen
kann, nur mit dem Unterschied, dass man nicht weiß, dass alles, was auf der
astralen Ebene geschieht, alle Prüfungen, Initiationen, Aufträge, Gespräche,
Kämpfe und kosmischen Erlebnisse, energetische Hologramme sind, die
dennoch sehr real den eigenen Werdegang beeinflussen und dirigieren
können! Ich habe so viele fantastische Dinge auf der Astralebene erlebt, die
mein Energiesystem nachhaltig veränderten. Ich habe Initiationen bekommen
und regelrechte Schlachten ausgefochten, um mit voranschreitender
Selbstevolution zu erkennen, dass dies alles dem Zweck diente, mein
Energiesystem ins Große Werk einzuflechten.

So sind die Prüfungen von Ahriman auf der einen Seite Illusion und
Lüge, auf der anderen Seite sind es aber vollkommen normale kosmische
Prozesse, da das Multiversum stets die Informationen anbietet, die der
Empfänger auch verstehen, verarbeiten und umsetzen kann! Hierdurch
bekommt die Energie „Ahriman“ eine fast seherische Qualität, sodass man in
der Zusammenarbeit mit Ahriman nicht nur seine Masken bzw. seine inneren
Illusionen ablegen kann, sondern auch die Illusionen der kosmischen
Examina.

Ahriman ist ein Prinzip, dass man eher bei „Tag“ und nicht bei „Nacht“
erkennen kann, d. h. das ahrimanische Prinzip ist deutlich und offensichtlich.
Dies bezieht sich aber primär auf die illusorische Wirkungsweise, da hier
eher das Sprichwort „Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!“ sehr
treffend ist. So sind die Praktiken im Endeffekt unmissverständlich zu
erkennen, wenn man den entsprechenden „Blickwinkel“ einehmen kann. Die
Illusion, dass man vollkommen autark arbeitet, dass nichts und niemand
einen beeinflussen könne oder dass man stets Herr der (energetischen) Lage
und Entscheidung ist, kann erst dann erkannt und durchdrungen werden,
wenn man sich die entsprechenden Werkzeuge selbst erarbeitet hat. Diese
selbst erarbeiteten Werkzeuge basieren auf der Selbsterkenntnis, auf dem
Vertrauen in die eigenen, höheren Anteile und in die Fähigkeit, sich
vertrauensvoll führen zu lassen, sodass man auch „seltsame Begebenheiten“
akzeptieren kann, ohne diese als „Schicksalsschlag“, „Pech“ oder „Unglück“
zu deklarieren. Die Erlebnisse und Erfahrungen, die man aus Sicht des
höheren Selbst machen muss – um seinen Platz im Großen Werk
einzunehmen – sind aus Sicht des menschlichen Egos nicht immer schön und
einfach. Dennoch muss man diese Kräfte „im Licht“ oder „bei Tag“
betrachten, sodass man sich ihnen in vollem Bewusstsein stellen kann.
Gerade bei diesem „bewussten stellen“ bekommt die Metapher „Tag“ einen
weiteren Sinn, da man sich voll und ganz mit seinem Tagesbewusstsein auf
diese Veränderung einlassen muss, um keine energetischen Antipoden zu
erzeugen. Man muss sich stets vor Augen halten, dass das eigene Ego keine
Chance gegen die eigenen höheren Anteile bzw. Bestimmungen hat. Wenn
man eine gewisse Lernerfahrung machen soll, wird man diese machen. Es
liegt allein beim Tagesbewusstsein, mit wie viel „Gegendruck“ agiert werden
wird. Der Gegendruck wird sich immer individuell zeigen und sich auf die
entsprechende Lernaufgabe beziehen. Es ist hierbei egal, in welchem Bereich
sich die Prüfungen befinden und welche Zielpunkte sie haben. Man darf hier
nicht den Fehler einer „menschlichen Bewertung“ machen und sich um
fiktive „Anerkennungspunkte“ bemühen. Eine Prüfung, die für das eine
Individuum lächerlich und klein ist, kann für das andere Individuum Angst
einflößend, blockierend und fast unlösbar sein. Der seherische Aspekt des
ahrimanische Prinzips bezieht sich daher auf eine absolut individuelle
Prüfungswahl und unendlich viele Möglichkeiten, diese Prüfung auch zu
bewältigen. Man wird immer nur Prüfungen auferlegt bekommen, die man
auch schaffen kann, was jedoch kein Garant für eine Bewertung wie „leicht“
oder „schwer“ ist.
Ein sehr einfaches und auch passendes Beispiel ist wieder ein
Jobproblem! Wenn man die Lernerfahrung machen soll, sich im Job nicht
immer alles gefallen zu lassen und auch in gerechten Bahnen Widerstand
zuleisten (z. B. bei einer inkompetenten Führung), wird man diese
Möglichkeit sehr oft bekommen. Die Anzeichen für die Prüfungen werden
auch sehr eindeutig sein, doch man wird sie nicht immer erkennen können, da
der Schleier der Illusion noch nicht zerrissen ist. Wenn man jedoch die
Situationen analysiert, sie „im Licht“ oder „bei Tag“ betrachtet, sich darüber
bewusst ist, dass es eine Prüfung sein kann (letztlich sind alle Erlebnisse,
Begegnungen, Erfahrungen und Lebenssituationen Prüfungen bzw. Examina)
und sich dazu entscheidet die Prüfung anzunehmen, wird man diese auch
bewältigen können. Vielleicht reicht ein einfaches „Nein“ oder „Ich würde es
anderes machen“ oder „Warum behandeln sie mich so“ schon aus –
zumindest in „Runde 1“ der Prüfung. Wenn man sich blind stellt und die
Illusion als Realität erkennt, wird der Druck in den jeweiligen Situationen
steigen, bis man selbst „in die Enge/Ecke getrieben wurde“ und sich nur noch
mit einem beherzten einschreiten „retten“ kann!
Dies alles gilt jedoch auch auf energetischer bzw. astraler Ebene. Hier
sind die Prüfungen natürlich anders, da man, wenn man astral agieren kann,
einige Prüfungen im profanen bzw. materiellen Bereich schon gemeistert hat!
Die Entwickelung seines Selbstes, und somit auch die des Astralkörpers, fußt
im täglichen Streben, sich selbst zu entwickeln. Es ist ein Wachen über die
bewertende Anschauung der materiellen Dinge, ob diese wirklich so
essenziell und heilversprechend sind, wie die Werbung dem Ego oft glauben
machen will!

Die Begierden der äußeren Welt werden in diesem Fall die erste Prüfung
sein, die mit dem Verständnis einhergehen muss, dass man, wenn man sich
auf die Führung seines höhen Selbst auch wirklich verlässt, all das im
Profanen bekommen wird, dass man seine „kosmische Aufgabe“ erfüllen
kann. Wer die Aufgabe einer Gruppenführung bekommen wird, wird mit der
Zeit auch den „materiellen Rahmen“ dafür bekommen, was jetzt nicht
bedeutet, dass man eine große Firma erbt, einen spirituellen Bauernhof oder
ein mittelalterliches Schloss via Lottogewinn sein eigenen nennen kann. Die
Aufgabe wird keine Utopien erfüllen! Wenn man also z. B. eine spirituelle
Gruppe ins Leben ruft, um anderen Menschen auf ihrem Weg der Evolution
mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wird man vom Kosmos die Möglichkeit
bekommen, dies umzusetzen. Vielleicht besitzt man ein Haus, in dem ein
spiritueller Raum oder ein Tempel möglich ist. Vielleicht bekommt man ein
wundersames Angebot, dass man sich ein Objekt mieten kann, wobei der
Preis absolut kein materielles Opfer von einem selbst oder der Gruppe
fordert. Vielleicht verändert sich das profane Leben so, dass man keinen
Vollzeitjob mehr machen muss und dennoch eine ausreichende materielle
Sicherheit genießen kann. Vielleicht sind die Arbeitszeiten auch so gestaffelt,
dass man ohne Weiteres auch nach seinem Job sich voll und ganz spirituell
entfalten kann, ohne es in einen Zwang oder in negativen Stress ausarten zu
lassen. Das Gleiche gilt aber auch für den Menschen, der allein arbeiten
will/soll/muss. Es geht hierbei nicht um Reichtum oder Erfolg! Es geht
hierbei um gradliniges Arbeiten und Entwicklung. Ob dazu ein profaner Job
gehört, der ein Anker für die Wirklichkeit sein kann oder ob man mit einem
„Existenzminimum“ restlos zufrieden ist, muss das Selbst des Individuums
entscheiden. Aus der Erfahrung heraus kann ich jedoch sagen, dass man ein
gewisses finanzielles Fundament benötigt, um auch die spirituellen
Annehmlichkeiten (Seminare, Literatur, Reisen, Publizierungen im
Selbstverlag J etc.) zu verwenden, was das Arbeiten doch erleichtert.
Sicherlich, alles was man der Umgebung schriftlich mitteilen will, kann man
auf einem Papierbogen machen, doch ist ein gedrucktes Buch, das an einem
PC mit einem entsprechenden Programm erstellt wurde, doch
zeitgenössischer!

Doch der gewisse „spirituelle Luxus“ kann auch wieder zu einer Prüfung
werden, da das ahrimanische Prinzip Begierden und persönlichem Interesse
wecken kann, die einer besonderen Anziehung folgen, sodass man zum
„Genuss“ verlockt wird. Dieser Genuss kann in Furcht gipfeln, dass man
Angst hat, seine materiellen Güter (das besondere Athame, die Edelsteine, die
magische Bibliothek etc.) wieder zu verlieren. Diese materielle Furcht kann
sich auch auf die Astralebene auswirken, wo man selbst erschaffenen
„Geistern“ begegnen wird, die einen die eigene Unreife des Menschseins
spiegeln, sodass erneut ein Schleier der Illusion über die vorherigen
Werdegänge gelegt werden kann! Man darf nie vergessen, dass die Prüfungen
der geistigen Welt nie enden! Im Rahmen dieser energetischen Prüfung ist es
jedoch auch möglich, dass man von seinem vorher gewählten Weg abweicht
und sich dem „spirituellen Mammon“ hingibt, in dem man ein Seminar nach
dem anderen anbietet und diese für irrwitzige Höchstpreise vermarkten will.
Dieser Sturz zurück in die materielle Verbundenheit, kann einen Pfad öffnen,
der in den Bereich der manipulativen Magie führt. Dass man sich durch die
Benutzung der niederen Magie (oder auch Schwarze Magie) von seinem
inneren Licht abkapselt, dürfte klar sein. Die Problematik ist hier die
Definition der „Schwarzen Magie“, denn nicht jeder manipulativer
Schadensmechanismus ist für die eigene Entwicklung negativ. Wir leben in
einer dualen Existenz, wo ein stupides Schwarz-Weiß-Denken absolut fehl
am Platz ist. Daher ist „Schwarze Magie“ in diesem Kontext ausschließlich
so zu deuten, dass man sich von seinem magischen Weg entfernt, sich seinen
Machtfantasien und seinen Egospielchen hingibt, ohne zu erkennen, dass man
sich im ahrimanischen Labyrinth der Illusionen vollkommen verstrickt hat!
Durch diese Verstrickung und Verführung wird das Selbst in eine Lage
gebracht, in der es abwägen muss, ob es ggf. gezielt gegen das Ego vorgeht,
um seinen evolutionstechnisch essenziellen Platz wieder einzunehmen, oder
ob es „den Menschen“ handeln lässt, mit dem Wissen, dass das Handeln zum
Scheitern der Inkarnation führt. Die geistige Welt kennt keine Zeit, sodass
der Dienst im Großen Werk auch „später“ ohne Verzögerung durchgeführt
werden kann, ohne einen Missbrauch der physisch-sinnlichen Welt zu
begehen.

Durch die ahrimanischen Energien werden der eigene Intellekt und die
eigene Wahrnehmung geschult. Sicherlich, wenn man sich irgendwo drauf
konzentriert (Automarke, Firma, Logo) wird die selektive Wahrnehmung
einem Dinge zeigen, die zwar schon immer da waren, die aber dennoch
„unsichtbar“ oder „unkenntlich“ waren. Da die ahrimanischen Energien
jedoch stark mit Illusionen arbeitet und es gilt, diese zu erkennen und zu
zerreißen, ändert sich im systemischen Sinne die Wahrnehmung des
Menschen – auf physischer und psychischer Ebene. Man erkennt die Masken
der Menschen, erkennt ihre Muster, ihre Ängste, ihre Regeln und auch ihre
selbst erschaffenen Illusionen. Dass man die Schutzmechanismen der
Menschen nicht brachial überwinden sollte, um diesen Menschen zu helfen,
stimmt in 90% der Fälle natürlich. Manchmal muss man aber doch die
Brechstangenmethode wählen, da der Mensch in seinen Mustern und
Zwängen gefangen ist. Um hier einen gangbaren Weg zu finden, der einen
selbst nicht vom eigenen Pfad wegführt und gleichzeitig auch effektiv agiert,
bedarf es der Führung der „ahrimanischen Intelligenz“. Als „Intelligenz“
wurden im klassisch-magischen Sinne Energien bezeichnet, die man auch mit
den Vokabeln „Geistern“, „Psychogone“, „Egregoren“, „Engel“, „Genien“,
„Bean-Sidhe“ bzw. „Banshee“, „Loas“, „Alp“ bzw. „Alfr“, „Ginnaya“ bzw.
„Djinns“, „Druden“ oder „Dämonen“ betiteln könnte. Es sind autarke
Energien, die in einem energetischen Verband existieren und fragmentarisch
wirken können. Es handelt sich um kosmische Intelligenzen, die das
Weltendenken der Menschen stark beeinflussen können und imstande sind,
als Lehrer oder Führer aufzutreten. Es sind manchmal die kreativen Stimmen
in den Träumen und Meditationen. Vielleicht sind es auch die „inneren
Stimmen der Intuition“. Diese Energien agieren mit sämtlichen energetischen
Ebenen, d. h., die Kommunikation mit dem Menschen kann auf der
physischen, Äther-, Mental-, Emotional-, Astral-, Spirituelle- bzw. Kausal-,
Intuitions- bzw. Buddhi- und Atmanebene stattfinden. Es gibt auch
verschiedene Hierarchien unter diesen Energien, die man in der klassischen
Magie mit Hilfe der Engel und der Planetenbezeichnung zu unterschieden
versuchte. Hierbei geht es aber nicht um eine Hierarchie im klassischen
Sinne, sondern eher um eine Aufgabenverteilung, sodass die Intelligenzen der
Mondsphäre eine ganz andere Aufgabe hatten, als z. B. die Wesen Saturn-,
Jupiter-, Mars-, Sonnen-, Venus- oder Merkursphäre. Die Intelligenzen der
ahrimanischen Sphäre dienen u. a. der Mustererkennungen und deren
Auflösung, genauso wie der Erschaffung verschiedenster Illusionen! Hier
liegt auch wieder der Knackpunkt, wenn man mit den ahrimanischen
Intelligenzen arbeitet. Sie können eine Energie emittieren, die den
menschlichen Geist regelrecht blendet, sodass das menschliche Wesen in
Sphären abdriftet, wo „nur noch das Licht zu sehen ist“, sodass man selbst
paralysiert ist und sich nicht mehr seinem Weg widmen kann. Jeder wird
solchen Menschen schon mal begegnet sein. Sie sprechen davon, dass sie
vollkommen erleuchtet sind, dass sie „fertige“ oder „komplette Menschen“
sind, dass sie „inkarnierte Engel“ sind oder dass sie den Schlüssel zum
Aufstieg oder zum Heil der Erde und der Menschheit in ihrem Besitz haben.
Oft sind diese Menschen sehr charismatisch, was u. a. darauf zurückzuführen
ist, dass das Licht oder die Informationsflut der ahrimanischen Intelligenzen
so stark ist, dass auch die Menschen in der direkten Umgebung des
Geblendeten (oder „Erleuchteten) vom Abglanz des Lichtes verzaubert sind
und ihrem Guru oder Führer blindlings bzw. geblendet folgen!

Dass eine solche Abhängigkeit zu einem ausgewachsenen Krankheitsbild


führen kann, leuchtet ein. Doch der Aspekt einer Krankheit spielt auch im
allgemeinen Umgang mit Ahriman eine große und wichtige Rolle!
Die meisten kennen die Gesichte, dass die Seele sich beim Körper
beschwert, da der menschliche bzw. egobezogene Geist nicht zuhört, worauf
der Körper die Idee unterbreitet, krank zuwerden, sodass der menschliche
bzw. egobezogene Geist sich die Zeit nehmen muss zuzuhören.
So verhält es sich letztlich mit allen Krankheiten und die Symptomatiken
der ahrimanischen Krankheiten bilden hier keine besondere Ausnahme. Die
Energie Ahriman verwendet die große Problematik einer Krankheit, um auf
Dinge aufmerksam zu machen, die der Mensch in seiner Sturheit oder
Tafelblindheit nicht erkennen will oder kann. Im metaphorischen Sinn kann
man daher sagen, dass jede Krankheit nicht auf äußere Einflüsse
zurückzuführen ist, sondern aus dem Inneren des Menschen kommt! Sie wird
von den ahrimanischen Mächten regelrecht „entfacht“. Interessant ist hierbei
die Tatsache, dass bei diesen Menschen der Ätherkörper stets die ersten
Anzeichen einer „Krankheit“ aufweist. Der ausschlaggebende Punkt und ein
fast diagnostisches Indiz, das man bald eine physische Krankheit bekommt,
ist wieder einmal das höhere Selbst, welches durch Ahriman im
Energiesystem des Menschen gezielt wirkt! In diesem Fall kann man
Ahriman aber auch als eine Art „Antikörper“ sehen, der in ein System
eingefügt wird, um dies zu stärken. Manchmal ist es jedoch so, dass bei einer
Antikörperbehandlung erst einmal die Krankheit in abgeschwächter Form
auftreten kann – Stichwort „Grippeimpfung“ und „Nebenwirkungen“. So
werden die energetischen Krankheitsursachen, Stück für Stück vom
Ätherkörper in den physischen Leib übertragen, wobei auch der Ätherkörper
selbst von den höheren Energiekörpern (primär Mental- und
Emotionalkörper), kontaminiert werden kann!
Dass diese ganzen Symptome im Unterbewusstsein fußen und dort ihre
„Saat“ entfalten, basiert auf der energetischen Arbeitsweise der
ahrimanischen Prinzipien. Daher ist es auch so wichtig, dass man sich selbst,
und somit auch sein Unterbewusstsein, erkennt und versteht. Die ersten
Schritte – egal ob Krankheit, Illusion oder andere Prüfungselemente –
beginnen im Unterbewusstsein des Menschen. Hier ist auch der „Ort“ an dem
irreführende Urteile und Ideen gebildet werden, die Hand in Hand mit den
Illusionen und den Krankheitsaspekten laufen. Oft gebiert das
Unterbewusstsein Gedanken, die den Menschen als „besonders“,
„auserwählt“ oder „erhaben“ deklarieren. Man ist davon überzeugt, ein
auserwähltes kosmisches Werkzeug der Schöpfung zu sein und
höchstpersönlich von Erzengel Michael oder Ahriman Aufträge und
Verordnungen zu erhalten, die die Zukunft der gesamten dritten Dimension
betreffen. Hierdurch wird andrerseits nur das Ego des Menschen erhöht, nicht
aber sein Energiehaushalt. Schnell ist „der Auserwählte“ mit seinen Urteilen
über den Rest seines Umfeldes in der spirituellen Masse zu sehen. Durch
Auftritte, die eine regelrechte Bühnenshow sind, präsentiert sich der Mensch
einem spirituellen Publikum! Es wird von den persönlichen Zwiesprachen
mit den aller höchsten Energien berichtet und über die besondere Mission,
die man zu erfüllen hat. Ein utopischer Glaube wird zum festen Denkmuster
des Menschen, der sich tiefer und tiefer in eine selbst erdachte Illusion stürzt,
wo er auf dem Thron seiner undurchführbaren Gedankenspiele sitzt und „mal
eben“ den gesamten Kosmos reformiert! Auch hier haben die ahrimanischen
Kräfte sehr deutlich ihre Finger im Spiel, denn auch eine solche Situation ist
eine Prüfung. Man muss nicht auserwählt sein, um seinen Dienst im Großen
Werk zu vollbringen. Es reicht vollkommen aus, wenn man sich seinem
höheren Selbst öffnet. Machtfantasien und Egospielchen sind stets Illusionen
der ahrimanischen Prüfungsmaschinerie! Dass diese Prüfungsmaschinerie
auch die unbewussten Triebe und Süchte des Menschen weckt, sodass alles
an die „Oberfläche“ kommt, gehört dazu! Es sind wirklich „raffinierte
Impulse“, die in diesen Prüfungen emittiert werden, wodurch oftmals ein
Urteil heraufgezaubert wird, das deutlich zeigt, dass man eben doch der
Auserwählte ist und dass einem Niemand das Wasser oder sonst ein Element
reichen kann!

Wer in diesem Labyrinth gefangen ist und von Ahriman erprobt und
erwogen wird, erliegt oft seinen Gelüsten und Trieben, wodurch er selbst von
diesen beherrscht wird! Der Mensch aber, der unbewusst und durch sich
selbst beherrscht wird, will auch unbedingt andere Menschen beherrschen!
Hier wird dann die menschliche Schwäche der Heuchelei und
Scheinheiligkeit verwendet, den Versuch zu unternehmen, dass die anderen
Menschen einen selbst über die eigenen Hindernisse tragen!
Ahriman ist jedoch ein Prinzip, dass jedes Hindernis beliebig erhöhen
kann, sodass letztlich der Mensch, der geprüft wird, ausschließlich allein die
Hürde meistern muss. Daher ist es richtig, dass man von Ahriman auch als
„Gott der Hindernisse“ oder „Herr der Widerstände“ spricht! Es werden
Hemmnisse und Beeinträchtigen erschaffen, die man lösen und bewältigen
muss. Auf diesem Prinzip basiert in gewisser Weise die Evolution der
eigenen Energie, dass dasjenige, was zur „richtigen Zeit“ erkannt und
verwendet wird, jedes Hindernis tilgen kann! Diese Tilgung kann sogar dazu
führen, dass eine gewisse „Verstofflichung der Sinneswelt“ stattfinden kann
– was man heutzutage „Alltagsmagie“ oder „Bestellung beim Kosmos“
nennen kann! Man bekommt und erfährt das, was man für die Umsetzung
seines „kosmischen Jobs“ benötigt. Im Endeffekt wird dies aber auch der
physische Tod sein! Wenn die Aufgabe in der aktuellen Inkarnation erfüllt
und abgeschlossen ist, wird man das Spielfeld verlassen können! Können?
Nicht müssen? Nein, es ist ein Können! Man muss immer daran denken, dass
das lineare Denken und die zeitliche Existenz einer Inkarnation, auf den
höheren Ebenen irrelevant sind. Da es in der Erfüllung der
Inkarnationsaufgabe keine Schulnoten gibt und es albern wäre, wenn man nur
bei einer 100%igen Erfüllung in die nächste Ebene „versetzt“ wird. Daher ist
es möglich, seine Inkarnationsaufgabe bzw. Inkarnationserfahrung schon
abgearbeitet zu haben, ohne danach sofort zu sterben! Die Welt und die
gesamte dritte Dimension sind gigantische Erfahrungsebenen, auf denen man
auch nach der Erfüllung seiner Inkarnationsaufgabe an seiner
Existenzaufgabe arbeiten kann. Und dass man diese in der dritten Dimension
voll und ganz erfüllt, ist ausgeschlossen, da sich die Existenzaufgabe auf alle
Anteile des Selbst (inkarnierte wie diskarnierte) bezieht!
Dennoch spielt der Tod im Umkreis der ahrimanischen Energien eine
wichtige Rolle. Primär wird hier aber der mystische Tod (Mors Mystica)
angesprochen und nur sekundär der physische Tod, auch wenn dieser
natürlich wieder einen initiatorischen Prozess darstellt. So könnte man, mit
einem kleinen Augenzwinkern, Ahriman auch als „Herrn des Todes“
bezeichnen, da er der Beherrscher aller Mächte ist, die sich innerhalb der
physisch-sinnlichen Existenz manifestieren können. Er besitzt die Macht der
Illusion, was ihn befähigt Mächte der Realität nach belieben individuell zu
gestalten. Es muss als eine notwendige Veränderung betrachtet werden, die
jedoch meist absolut individuell ist. So können die beschriebenen Illusionen
und Prüfungen auch „reale Halluzinationen“ sein, die sich sehr stark im
Verhalten des jeweiligen Menschen spiegeln. Phänomene wie Besessenheiten
oder Umsessenheiten sind absolut möglich und denkbar. Man kann hierbei
schon von einer Gesetzmäßigkeit sprechen, die direkt mit den Naturreichen
verbunden ist, da die Natur selbst weder „gut“ noch „böse“ ist, sondern
einfach ihrem eigenen Prinzip entspricht! Wo das menschliche Denken und
Begreifen aufhören, beginnt erst das wahre Wesen der Natur, genauso wie
der Wirkungsbereich der ahrimanischen Energie!
Durch die Innenschau, die jeder Mensch im Laufe seiner spirituellen und
kosmischen Evolution immer wieder ausführen soll/muss, bekommt man
einen sehr intensiven Kontakt zu der ahrimanischen Energie. Der Mensch hat
stets in seiner Seele helle und schattige Fragmente, welche er nicht voll
beherrschen kann. Mit Hilfe von Ahriman kann man solche Teile
gewissermaßen „loslösen“, d. h., man kann sie fragmentiert vom Ganzen
betrachten oder auch einsetzen. Das menschliche Bewusstsein hat nicht die
vollständige Herrschaft über alle energetischen Anteile des Selbst, sodass
gewisse „energetische Einschlüsse“ erst durch die ahrimanischen
Arbeitsweisen erkannt werden können.

Man kann sie hierdurch formen, sodass man energetischen Strukturen, auf
die man vorher keinen Einfluss hatte, bedingt kontrollieren kann – man gibt
ihnen eine „menschliche Gestalt“, d. h., man erkennt diese Energien mit dem
menschlichen Tagesbewusstsein!
Diese energetische Erkenntnis wird noch einmal ein besonderes Licht auf
ein „spirituell egoistisches Verhalten“ werfen, d. h., auf ein Verhalten, dass
ausschließlich das eigene Ich und nicht das Selbst forcieren will. Hierbei
handelt es sich primär um magische Operationen der „niederen Magie“,
welche dazu dienen, dass die aktuelle Inkarnation es sehr bequemt hat, sodass
man „fett, faul und gefräßig“ sein Dasein fristen kann! Dass diese Stufe der
mystischen Entwickelung die eigene Evolution letztlich verkomplizieren
wird, scheint klar zu sein, dennoch wird dies von sehr vielen spirituellen
Menschen nicht wahrgenommen oder schlichtweg ignoriert! Ohne ein Gefühl
zu entfalten, dass man durch empfangende „Gnade“ und „Barmherzigkeit“
die Einflüsse der geistigen Welt besser verstehen und verinnerlichen kann,
wird man sich selbst in eine spirituelle Einöde manövrieren. Ahriman ist
hierbei eine Energie, die hilft, dass jede Seele möglichst viel Energie aus der
spirituellen Sinneswelt empfängt, sodass die Kraft, die aus der energetischen
Sinnwelt strömt, in die individuelle Ewigkeitsstruktur der Energiekörper
fließen kann, um die Evolution des Selbst und des Ganzen zu forcieren.
Die alles darf aber nicht unkritisch beäugt werden, denn schnell wird das
menschliche Ego verführt, sodass die Sinnenergien der energetisch höheren
Ebenen, die Erkenntnisse in der materiellen Ebene stark vereinfachen. Man
wird ein bequemer Genosse, der sich alle Informationen über seine Umwelt
von höherer Ebene organisiert, dabei aber seine menschlichen bzw.
materiellen Informationsträger (Körpersprache und/oder verbale
Kommunikation) vollkommen vergisst. Hierdurch kann wieder ein
„Schatten“ entstehen, denn wenn man sich nur noch in der energetischen
Welt zurechtfindet, wird man im materiellen Sein verkümmern.

So bleibt zum Schluss noch einmal zu sagen, dass das Prinzip Ahriman
bzw. Choronzon eine Energie ist, die immer und überall, doch stets nirgends
ist! Ein direkter persönlicher Kontakt, der auch einen energetischen
Lerneffekt beinhaltet, ist recht selten. Fantasiegebilde des Egos hingegen
nicht! Schnell ist die Verbindung zu Choronzon geknüpft, da man ja selbst so
„wild und böse“ ist, dass man mit diesem Dämon gut auskommen wird und
sicherlich von ihm sogar, aufgrund der eigenen diabolischen Kräfte,
bewundert wird! Wer so denkt, der braucht nur ein inverses Pentagramm als
Kurzwahltaste und sofort wird die Kraft des Ahriman bzw. des Choronzon
anwesend sein, zumindest in der egolastigen Vorstellung dieses Menschen.
Wer hingegen einen „realenergetischen“ Kontakt erreichen möchte, sollte
schauen, wie die eigenen Bildfilter mit dem eigenen Energiesystem
zusammenhängen!

Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Kontakt zu der Energie „Choronzon“
anders funktioniert, als der Kontakt zur Energie „Ahriman“. Dies mag nun
etwas verwirren, da ich ja geschrieben habe, dass die beiden Energien
letztlich dasselbe sind. Hierbei muss man aber die individuellen Filter des
Menschen berücksichtigen! In diesem Fall kann ich natürlich nur von den
meinigen Filtern ausgehen und von meinen Erfahrungen berichten! Mein
Bewusstsein, mein Intellekt und meine Logik verbinden Choronzon mit einer
kabbalistischen Arbeitsweise. Ahriman hingegen mit einer frei wählbaren
Methode, die keinen „Regeln“, „Mustern“ oder „Schablonen“ entspricht, wie
es im Fall der Kabbalah ist!
Die Energie Choronzon erreiche ich z. B. am „einfachsten“ dadurch, dass
ich den Lebensbaum hinauf reise und über den 11. Pfad (von Chokmah zu
Daath) oder den 12. Pfad (von Binah nach Daath) in die Sephirah Daath
eindringe bzw. diese betrete. Bei dieser Arbeitsmethode benötige ich nur
einen, konzentrieren „Ruf“, nicht aber das Sigill oder das ganze Siegel des
Choronzon.

Wenn ich allein mit dem Siegel arbeite, ist es für mein Energiesystem und
für meine Filter ausreichend, wenn ich in meinem astralen Sternentempel das
Siegel imaginiere. Kurze Zeit später fühle ich, dass das Siegel einem Portal
entspricht, welches ich dann astral durchschreiten kann, um mit Choronzon
auf seiner Ebene in Kontakt zu treten.
So verhält es sich auch mit Ahriman! Wenn ich das Siegel von Ahriman
in meinen Sternentempel, auf der astralen Ebene, imaginiere, transformiert es
sich kurz darauf in ein Portal, welches ich durchschreiten kann, um mit
Ahriman, auf seiner Ebene in Kontakt zu treten. Im Gegensatz zu Choronzon
„besucht“ mich Ahriman aber auch in meinem Sternentempel, so wie auch
die Erzengel es primär tun.

Siegel und Sigillen des Prinzips Choronzon


Das folgende Siegel, mit den entsprechenden Sigillen von Choronzon,
wurde mir direkt übermittelt, wobei ich hierzu in den Etz Chaijm
(Lebensbaum) astral reisen musste und mich über den 12. Pfad (von Binah
nach Daath) der Sephirah Daath nährte bzw. das Orbital Daath auch betrat.
Choronzon nehme ich in den verschiedensten Formen bzw. Arten wahr.
Manchmal ist er eine formlose Energie, dann eine groteske Chimäre, dann
wieder eine humanoide Gestalt, die jedoch die Konsistenz von Quecksilber
hat, oder auch eine schwarze Flammensäule, die heiß und eisig zugleich ist!
Meist nehme ich aber Choronzon in menschlicher Gestalt wahr, wobei sich
diese eng auf die Prinzipien Tsamael und Charbiel bezieht. Hierbei handelt es
sich um die optische Erscheinung des Schauspielers Jim Beaver, der die
Rolle des „Bobby Singers“ spielte. Ich nehme Choronzon also als einen
Mann Mitte 50 wahr, der rotbraune Haare und einen Vollbart hat. Er ist ca.
185cm groß und hat eine raue, dunkle Stimme, die in Gesprächen oft sehr
zynische Tendenzen aufweist! Bildsprache eben! C’est la vie!
Die hebräischen Buchstaben, im Uhrzeigersinn gelesen, ergeben denn
„Sinnsatz“:
Choronzon, Mentor der Ewigkeit, lasse mich mutig, stark und standhaft
erkennen, welches meine Sphäre/Orbital im Großen Werk ist! Ich bin bereit!

„Hütende/Bewahrende/Sichernde Kraft/Stärke des Loches/Abyss“


(!wcnwrwx)
Choronzon

Mentor Ewigkeit Standhaft Sphäre/Orbital Tat/Werk Bereit


(hrwm) (xcn) (@yqt) (yaltybrw) (hX[m) (!xwm)
morE Netzach Taquiph Orbitalaj ma'assE muchAn
Sigillen: Das Wort „Choronzon“ ist in der henochischen Sigille in einem
stilisierten Abgrund, wobei Choronzon der „Kreis“ und der „Punkt inmitten
des Kreises“ ist, sowie der Abgrund selbst! Der Name „Choronzon“ wurde
hier in 3x3 geteilt, d. h. in „Cho“, „ron“ und „zon“, was eine zusätzlicher
Symbolik in der „333“ findet, auch wenn diese Zahl letztlich nach der
Berechnungsmethode, die mit den Sofit-Buchstaben rechnet, falsch wäre!
Die Wörter „Herr“ und „Abgrund“ im zweiten Sigill sind so angeordnet,
dass „Herr“ ganz oben in „gerader Form“ steht und der „Abgrund“ dreigeteilt
in Form eines Dreiecks dargestellt wird. Die Buchstaben des Wortes
„Abgrund“ sind hierbei so gesplittet, dass die Buchstaben „AB“ waagerecht
an oberstere Stelle stehen und die Buchstaben „GRUND“ wie eine Bogenline
verlaufen, wobei der Vokal „U“ die „tiefste Stelle“ symbolisiert!
Die Hauptsigille von Choronzon hat die äußere Form eines inversen
Dreiecks, was zwar in der Hermetik das Element Wasser symbolisiert. Rein
optisch betrachtet ist es fast wie ein „Gesicht des Äthers“ (auch wenn die
Raute nur vier Ecken hat, ist hier auch das Element Äther im Mittelpunkt zu
sehen, da die Raute ein „verschobenes Quadrat bzw. Rechteck“ ist, was auf
das „Alles verbindene Element Äther“ hinweißt), dass eine Form ähnlich
einer Krone trägt und zusätzlich eine Form von schlitzartigen Augen besitzt.
Mein Ego weigerte sich erst, dass Siegel zu akzeptieren, da es mich sofort an
ein Gesicht erinnerte und letztlich sogar an ein Symbol, dass man in den
Science-Fiction Filmen „Transformers“ finden kann – das „Emblem der
Decepticons“. Als ich dann aber die Wortwurzel des Wortes „Decepticons“
(also deceptions) erkundete, wurde mir klar, dass die Übersetzungen
„Verschleierung“, „Täuschung“ oder „Irreführung“ absolut passend in Bezug
auf das Prinzip Chornzon sind! So musste ich es also akzeptieren, dass die
Hauptsigille ein stilisiertes Gesicht ist!
Hier noch einmal die einzelnen Komponenten in gezoomter Sicht:

Siegel und Sigillen des Prinzips Ahriman

Das folgende Siegel, mit den entsprechenden Sigillen von Ahriman,


wurde mir direkt übermittelt, wobei ich hierzu „nur“ einen energetischen Ruf
aussenden musste, in dem die energetische Botschaft einer Einladung
mitschwang. Der Kontakt war „einfacher“ als der zu Choronzon und auch das
Siegel bzw. das Hauptsigill trägt eine ganz andere Energetik in sich. Ahriman
selbst nehme ich humanoid wahr, ein dunkelhäutiger Mann zwischen 40 und
50 Jahren.
Da meine Energiefilter anders auf Ahriman als auf Choronzon reagieren,
entschied ich mich dazu, dass Siegel von Ahriman nicht mit hebräischen
Buchstaben, sondern mit dem Malachimalphabet zu versehen. Weitere
energetische Arbeiten und Kontaktierung beider Energien zeigten mir, dass
diese Entscheidung sinnig und „richtig“ (für mich) war, wobei noch mal
erwähnt sei, dass das Hauptsigill die eigentliche „Kurzwahltaste“ ist und
nicht unbedingt das ganze Siegel! So lautet der Sinnsatz des Siegels:

„Ahriman – Zerstörer, Neuerung, Geburt“ (Ahriman, Zerstörer der alten


Muster, aus denen sich die Neuerung gebiert)

Man sieht an diesen beiden Siegeln sehr deutlich, dass meine Bildsprache
und energetischen Filter deutliche Unterschiede machen. Dass Siegel von
Choronzon ist „klassisch“ wie die der Erzengel, dass Siegel von Ahriman
hingegen ist ähnlich den Siegeln der Götter oder, aus literarischer Sicht,
ähnlich den Siegeln der Dämonen! Doch wie bei allen Sigillen, Sigeln oder
anderen „Kurzwahltasten“ muss jeder selbst schauen, wie das eigene
Energiesystem auf den „optischen Reiz“ reagiert.
Allgemein will ich bemerken, dass man einen sehr großen Unterschied
zwischen „Erzengeln“, „Genien“ (Baal, Asmodeus), „dämonifizierten
Göttern“ (Lilith, Aschtaroth), „Hilfsenergien“ oder „energetische Begleiter“
(Abbadon, Beelzebub) und den „alten Göttern“ (Tiamat, Pazuzu, Ahriman)
sieht/fühlt! Hier bietet sich aber als einzige Erklärung die Aufforderung an,
dass man zu den verschiedenen Energien selbst Kontakt aufnehmen
soll/muss, um diese zu begreifen und fragmentiert zu verstehen!
Baphomet
Eine der interessantesten Energien ist die Kraft „Baphomet“, die man
sofort mit den Templern und dem klassischen Bild von Éliphas Lévi
verbindet. Der ziegenköpfige Gott mit Brüsten und Phallus, der die Arme in
der Geste des Pazuzu hält. Die Götzenfigur, die von den Tempelrittern
angebetet wurde, was einer der offiziellen Gründe für die Zerschlagung des
Ordens war. Doch um diesen „historischen“ oder „fantasievollen“ Baphomet
geht es nicht, auch wenn ich aus Gründen der Vollständigkeit hierauf
eingehen will, da es den „wahren Baphomet“ zeigt!
Dass Baphomet eine sehr rätselhafte Figur ist, kann man schon allein
durch seine „sehr Satanische“ Darstellung erraten. Die meisten Bilder sind zu
eindeutig und verschleiern so viel der Wahrheit, da das Auge des Betrachters
„nur“ das Bild aber nicht die Information sieht! Baphomet ist „recht neu“,
taucht aber zu den verschiedensten Gelegenheiten immer wieder auf. Zuerst
bei den Tempelrittern im Mittelalter, dann in der okkulten Gesellschaft (u. a.
Freimaurer und in anderen Logen und Orden) des 19. Jahrhundert.
Heutzutage ist er Namensträger vieler Geheimnisse, die auch in
Computerspielen Vermarktung fanden.
Es gibt sehr viele Theorien und Ideen über Baphomet und seine
Bedeutung, welche sich auch schon auf seinen Namen bezieht, da man selbst
hier keine Eindeutigkeit finden kann! Im Folgenden möchte ich einige der
Theorien wiedergeben:

Theorie 1: Der arabische Titel „Abufihamet“, was „Vater des Verstehens


/ Weisheit / Wissen / Erkenntnis“ heißen soll, ist der Ursprung des Namens
Baphomet. Im Laufe der Zeit bzw. durch die französischen Tempelritter
wurde aus Abufihamet der Name Baphomet. Mein Fazit: Gut möglich!
Theorie 2: Nach Überlegungen von Éliphas Lévi ist der Begriff
Baphomet eigentlich ein Ananym (eine besondere Form eines Pseudonyms
oder auch eines Anagramms), welches vom Begriff „Tem Ohp Ab“ stammen
soll. Tem Ohp Ab soll für „Templi omnium hominum pacis abbas“ stehen,
was in der Übersetzung „Abt des Tempels des Friedens aller Menschen“
heißt.
Mein Fazit: Möglich!

Theorie 3: Wenn man den Begriff „Baphomet“ ins Hebräische überträgt


(BPOMTH – (tmwpb)), kann man durch die sog. Atbash-Methode den
Namen „Sophia“ herausschreiben. Die Atbash-Methode ist die Umkehrung
des hebräischen Alphabets, d. h., der erste Buchstabe wird der letzte. So wird
aus Beth (b), Pe (p), Waw (w), Mem (m) und Taw (t) die
Buchstabenkombination Schin/Sin (X), Waw (w), Pe (p), Jod (y), Aleph (a),
welches Sophia (Weisheit) heißen soll! Mein Fazit: Es ist möglich, wobei der
Begriff „Sophia“, der im griechischen „Weisheit“ bedeutet, von der
Wortbedeutung „Chokmah (hmkx)“ lauten würde und von der
Buchstabenbedeutung SOPIH (Samech (s), Waw (w), Pe (p), Jod (y), He (h)).
Der Buchstabe Schin/Sin (X) kann als „Sch“ und auch als „s“ geschrieben
werden, es kommt auf die Punktierung des hebräischen Buchstaben an. Dass
Gleiche gilt für den Buchstaben Aleph (a), der manchmal als „a“ verwendet
wird, wobei Vokale im Grunde über die Punktierung der in hebräische
Wörter eingefügt werden. So passt es zwar, dass durch die Atbash-Methode
der Name Sophia in den Namen Baphomet verwandelt wurde, doch könnte
dies auch ein „interessanter Zufall“ sein.

Theorie 4: Der Prophet Mohammed, der im Lateinischen „Mahomet“


lauten würde, wird mit den Prinzipien „Bafum / Bafumet“ in Verbindung
gebracht. Doch auch ein sarazenisches Idol, genannt „Bafumetz“, würde
passen. Dies bedeutet, dass der Name Baphomet sich direkt auf den Namen
Mohammed bezieht. Mein Fazit: Auch möglich!

Theorie 5: Der Begriff Baphomet setzt sich aus den griechischen Wörtern
„bapto“ (taufen) und „metis“ (Weisheit) zusammen. Was gleichzeitig aber
auch eine Verballhornung von „Johannis der Täufer“ ist. Mein Fazit: Durch
die griechischen Wörter scheint es sinnig zu sein, doch die Verballhornung
scheint mir sehr unpassend zu sein!

Theorie 6: Baphomet stammt vom Wort „Baffometus“, was „Der Mann


mit dem Barte“ bedeuten soll, vom lateinischen „bafil“, was „Bart“ bedeutet,
jedoch einen Aspekt zur göttlichen Weltenseele knüpft. Mein Fazit: Möglich!

Man sieht also deutlich, dass der Ursprung des Namens unbekannt ist und
dass man sich selbst Gedanken machen muss. Eine Theorie ist so richtig oder
so falsch, wie eine gut überlegte Idee und so könnte man mit einem lauten
Lachen auch die Theorie aufstellen, dass der Begriff „Baphomet“ eine
Mischung aus „Met“ (Honigwein) und „X“ ist, sodass dieser Met wirklich
„knallt“ und man „baff“ ist! Baff-Oh-Met!
Dies ist natürlich Unsinn und zeigt, dass Namen nicht immer eine
Bedeutung haben müssen, wenn man sich mit Energien verbinden will. Viel
Interessanter sind hier die grundsätzlichen Vorstellungen, was das Prinzip
Baphomet versinnbildlichen sollte! Wenn man sich die Darstellung des
Wesens Pazuzu und des Gottes Cernunnos (bzw. Herne oder auch Pan)
ansieht, findet man Elemente, die in dem klassischen Bild von Éliphas Lévi
übernommen wurden!
Das Wesen „Cernunnos“ (oder Pan, oder Herne) ist das männliche
Prinzip der Natur. Cernunnos, der Hirsch mit den sieben Geweihen oder Pan,
der bockfüßige Gott der Natur, der Sathyr, der für Lust und Wildheit steht.
Ob nun Cernunnos, Herne oder Pan, es ist die Energie des Jägers und der
Beute zu gleichen Teilen! Man knüpft energetische Bänder zum Gott, zum
männlichen Prinzip, zu Vater Himmel, welcher sich als Gott im Jahreskreis
und im Sonnenstand zeigt. Hier wird die Begegnung mit der eigenen
Männlichkeit (Animus) stattfinden. Man begreift die verschiedensten
Prinzipien, welche der (inneren) Autorität, der Verantwortung, der
Aufopferung und der Herrschaft Kraft verleihen!

Man versteht die verschiedenen Qualitäten der Natur und des


Männlichen, was durch folgende „Prinzipien“ verkörpert wird:

Kindes der Verheißung: Licht, Neubeginn, Wiedergeburt, Unschuld.

Junger Hirsch: Sex, Wildheit, Ungebundenheit, Tatendurst,


Leidenschaft.

Green-Man: Naturverbundenheit, das tierische Selbst, Wildheit,


Ungebundenheit.

Gehörnter Gott: Partnerschaft, Liebe, Standhaftigkeit,


Beharrlichkeit, Entschlossenheit. Sonnengott: Licht, Wachstum,
Schönheit, Erhabenheit, Würde.

Kornkönig: Opferbereitschaft, Königswürde, Reife, Pflichterfüllung.

Herr der Mysterien: Weisheit, Mystik, Erneuerung, Heilung, Gnosis.

Da die Naturgottheiten häufig mit Hörnern und Hufen dargestellt wurden


(egal ob nun der Huf eines Hirsches oder eines Ziegenbockes), war es ein
perfektes Bild für den Teufel! Das Christentum musste irgendwie Fuß fassen
und die altern Götter vertreiben. Was lag da näher, als die alten Götter zu
verteufeln? Dazu kam die animalische Kraft der Götter, die nichts mit dem
angeblich so reinen und feinen Christentum zutun haben durften. So wurde
das Motto „Was du nicht verbieten kannst, verteufle einfach!“ umgesetzt und
die Attribute, die Verkörperungen und die Eigenschaften der „heidnischen“
Naturgötter, wurden zum Symbol des Bösen der christlichen Kirche stilisiert.
So wurde das Bild des „Gehörnten“ schnell zum Bild des Teufels. Es
passte aber auch wirklich alles wunderbar, denn dass die Hebräer einen
Wortwörtlichen „Sündenbock“ hatten, war ein zusätzlicher „Beweis“ dafür,
dass Huf- und Horntiere auf jeden Fall etwas mit dem Teufel zu schaffen
hatten – verwunderlich, dass überhaupt noch Rinder, Wild und Ziegen von
Christen verzehrt wurden!
Daher war es recht „mutig“ von dem Okkultisten Eliphas Levi in seinen
Werken u. a. auch über „Baphomet“ zu schreiben und ihm ein eindeutiges
Bild zu geben. Levi brachte einige magische Bücher heraus, die u. a. für
Anstoß und Aufruhe sorgten und u. a. auch Haftstrafen mit sich brachten.
Dennoch bleibt Levi in der Magie und prägte in seinem Buch „Dogma und
Rituale der Hohen Magie“ eine Zeichnung, die zur bekanntesten Darstellung
des Baphomets wurde! Eine Chimäre, ein humanoides Wesen mit
Ziegenattributen, mit Flügeln und den äußerlichen Geschlechtsmerkmalen
des Mannes (Phallus) und der Frau (Brüste). Dass diese Darstellung sehr
deutlich die Attribute der Naturgottheiten Europas und der Gottheiten des
mesopotamischen und ägyptischen Panthea beschrieb, wird jeder erkennen!
Hufe, Hörner und Flügel!

Zusätzlich kamen Attribute der Alchemie zum Tragen, wie man auf den
Armen des Baphomet lesen kann. Das „Solve et coagula!“ – Löse und
verbinde. Eine solide Masse in Flüssigkeit auflösen (Solve) und diese
Flüssigkeit wieder verfestigen (Coagula) versinnbildlicht die Herstellung des
Steins der Weisen, der magischen Operation, die aus einem bleiernen bzw.
unedlen Zustand einen goldenen bzw. edlen Zustand werden lässt. Hiermit ist
ausschließlich eine energetische Arbeit gemeint, die den materiellen
Menschen (Blei bzw. unedles Metall), durch Selbsterkenntnis,
Selbstreflexion und stetigen Arbeiten an seinen „Ecken und Kanten“, zu
einem magisch-energetischen Menschen (Gold bzw. edles Metall) erhob.
Die Selbsterkenntnis des Menschen hat zur Folge, dass der Mensch sich
vollkommen versteht und seine vollständigen Aspekte nicht nur begreift,
sondern verinnerlicht. So ist der „goldene Mensch“ oder der Mensch mit dem
„goldenen Herz“ ein göttliches Wesen, dass die Energie und Attribute der
Aspekte „Gut und Böse“, „Mensch und Tier“, „Frau und Mann“, „Gott und
Teufel“ in sich vereinigt. Durch den geschulten und wahren Willen, kann der
magische Mensch auf all diese Attribute zugreifen, was absolut essenziell für
das eigene Große Werk ist. Wie soll ein „Lichtarbeiter“ denn Licht bringen,
wenn er nicht in die Dunkelheit geht?
Die Dualität, dieses Symbol des Hermetismus (wie oben, so unten – wie
innen, so außen), erkennt man in der Darstellung des Baphomets durch seine
Hand- bzw. Armstellung (ähnlich der Stellung Pazuzus) und die Deutung auf
den weißen Mond „Sephiroth“ und den schwarzen Mond „Qlippoth“. Denn
wer die Allwissenheit, die Sphäre (oder Orbital) Daath betreten will, muss die
sephirothischen und die qlippothischen Energien in sich vereinigt haben! Erst
hierdurch entsteht die perfekte Harmonie von Gnade und Gerechtigkeit, die
Androgynität des Kosmos. Die Essenz des Menschen, seine Seele, erhebt sich
über die Profanität, über die Materie und trägt das Licht, die Flamme der
Weisheit, in die Welt, wohl wissend, dass der materielle Körper immer noch
an die Materie gebunden ist! So steht jedes Symbol in Balance mit seinem
Gegenüber – egal ob es nun die „Wörter“, die „Arme“, die
„Geschlechtsspezifikationen“ oder die „Licht- und Schattenaspekte“ sind!
Dass ein solcher Aspekt von einem Orden aufgegriffen wurde, klingt
sinnig! So denke ich, dass der Templerorden sehr wohl mit diesem Prinzip
agierte, welches einfach die Dualität des Menschen ausdrückt! Das Gleiche
gilt auch für die Freimauerer oder sonst eine ernsthafte magische Gruppe –
auch die „Church of Satan“ von LaVey!

Kommen wir zur energetischen Betrachtung des Wesens „Baphomet“!


Fakt ist, dass die menschliche Idee, die hinter dem Baphomet steckt, durch
Eliphas Levi punktgenau ausgedrückt wurde. Baphomet ist eine Chimäre, die
die Vereinigung entgegengesetzter Kräfte symbolisiert und die Meisterung
der Antipoden durch den Willen und die Magie forciert. Neben der
Selbsterkenntnis und der Aktivierung der „Schlangenkraft“ (Kundalinikraft),
geht es auch um die Öffnung und Aktivierung der Haupt- und Nebenchakren
des Menschen. Der Quatsch, dass das Prinzip „Baphomet“ mit dem
Widersacher gleichzusetzen ist, ist lächerlich. Er ist eher ein Sündenbock –
im wortwörtlichen Sinne! Baphomet ist ein Diplomat, ein Vermittler, eine
Macht, welche sich auf „beiden Seiten“ Gehör verschaffen kann! Energetisch
kann man daher „Baphomet“ mit der Ebene der Genien (in diesem Fall die
Könige), der Erzengel oder der Malachim vergleichen. Da Baphomet jedoch
sehr autark agiert, müsste man, aus Gründen der eindeutigen Zuordnung
Baphomet als eigene „Sphäre“ oder „Klasse“ bezeichnen. Statt der
Bezeichnung „Baphomet“, da sich diese als Name ins menschliche
Bewusstsein schon etabliert hat, ist es sinniger, eine Art „Titel“ bzw. eine
„Bezeichnung“ ähnlich „Erzengel“ oder „Malachim“ oder „Genie“ zu
bestimmen. Baphomet kann am ehesten mit der Bezeichnung „Logos“ in
Verbindung gebracht werden, da „Logos“ nicht nur in der zeremoniellen
Magie ein fester Begriff ist, sondern auch in der allgemeinen Mystik, wo
„Logos“ für ein omnipotentes Prinzip der Schöpfung steht – einem
„Baumeister der Welten durch/mit/in Zeit und Raum“.

Etymologisch hat das griechische Wort „Logos“ ein sehr breites


Spektrum. Wenn man es in verschiedenen Wörterbüchern nachschlägt,
bekommt man als Quintessenz die Erklärung, dass hiermit das „Sprechen“
oder eine „mündliche Mitteilung“ gemeint ist, aber auch die „Fragmente“
einer solchen Tat, wie z. B. Worte, das Reden, die Erzählung, die Nachricht,
das Gerücht, ein Satz etc. Es ist aber auch im Neuen Testament ein
Ausspruch Gottes, ein Befehl, eine Anweisung und eine Lehre. „Logos“ ist
eine Kraft, ein Effekt, der das geistige Vermögen, die energetisch-
gedankliche Schöpfung hervorbringt, sodass ein umfassendes Bild einer
kosmischen Existenzvernunft, oder eines Gesamtsinns aller Möglichkeiten,
erkannt und verstanden werden kann.

So kann man das Wesen „Baphomet“ als einen „Hyper-Logos“


(griechisch) oder Al-Dawar (rbd-l[) (hebräisch) bezeichnen. Hierbei hat die
enge energetische Zusammenarbeit mit Baphomet, sowie jahrelange Praxis in
der zeremoniellen Planetenmagie, die Erkenntnis erschaffen, dass es eine
besondere Hierarchie in den Reihen der „Logoi“ gibt. Sowie jeder
energetische Himmelkörper einen Logos hat (egal ob nun die „klassischen“
und „neuen“ Planeten der Astrologie [klassische Planeten: Saturn, Jupiter,
Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond; neue Planeten: Uranus, Neptun,
Pluto, Chiron, Ceres, Juno, Vesta, Pallas] oder die Sternbilder bzw. Sterne.

In diesem Sinne ist Baphomet der Hyper-Logos / Al-Dawar des „ganzen


Sol-Systems“, der hierarchisch über den Logoi der einzelnen Planeten steht.
Er ist in etwa energetisch mit dem Logos der Sonne zu vergleichen, wenn
auch von der Schwingungsfrequenz etwas anders!
Diese ganzen Zuordnungen der Wesen sind in der Literatur sehr
kompliziert und spiegeln das Verlangen der Menschen alles in „geordnete
Bahnen“ zu setzen. Dies ist menschlich, doch unsinnig, denn die Farben Blau
und Rot (ca. 380nm und ca. 750 nm Wellenlänge) haben zwar
unterschiedliche Wellenlängen und somit „unterschiedliche Positionen“ im
elektromagnetischen Spektrum, doch Rot ist nicht „besser“ oder „höher“ (aus
hierarchischer Sicht) als Blau!

Wer dennoch das hierarchische Denken zur Orientierung braucht, dem


will ich kurz eine kleine Aufschlüsselung geben:

10. Ebene: Elementale


9. Ebene: Naturgeister
8. Ebene: Elementwesen (Erde (Zwerge, Gnome), Luft (Sylphen, Feen,
Devas), Wasser (Nymphen, Undinen), Feuer (Salamander, Schlangen
(Drachen, Lindwurm))
7. Ebene: Planeten Genien / Planeten Engel
6. Ebene: Olympische Geister / Archonten
5. Ebene: Planeten Dämonium, Genien, Djinn, Ifrit, Alp, Alfr
4. Ebene: Planeten Intelligenzen
3. Ebene: Logoi / Dawar
2. Ebene: Genien (Könige) / Engel / Hyper-Logoi / Al-Dawar
1. Ebene: Erzengel / Malachim

Diese Aufzählung kann jedoch bewirken, dass das hierarchische Denken


des Menschen dafür Sorge trägt, dass der energetische Kontakt zu den
verschiedenen „Ebenen“ nicht ganz einfach wird.
Gedanken an die „hohen und übermächtigen Engel“ blockieren den freien
Geist, der alle Wesen geschwisterlich behandelt. Es gibt keine Hierarchie. Es
gibt nur unterschiedliche Aufgaben und Fähigkeiten – keine ist davon besser
oder schlechter!
Die Energie Baphomet, ein Hyper-Logos oder ein Al-Dawar, ist ein
Wesen, dass ein Kämpfer ist, der durch Strategie, Wissen, Talent, Klugheit
und Weitsicht sein Ziel erreicht. Seine Aktionen sind sehr „geschickt“ und
„unkonventionell“. Er ist aber auch ein „harter Lehrer“, der auch die Art
„Lernen durch Schmerzen“ anwendet und in diesem Fall weder mit Humor
noch mit Sarkasmus spart! Wer mit Baphomet arbeiten will, sollte wie bei
den Erzengeln und den Malachim einen hochenergetischen „Ruf“ aussenden,
welcher am sinnigsten über den inneren Tempel in die Tiefen des Seins
dringt!
Folgendes Siegel bekam ich in einer energetischen Arbeit:

Wesen der Weisheit/Dualität


(tmwpb)
Baphomet

Hyper-Logos Diener Schöpfer/Künstler/Urheber


(rbd-l[) (trXm) (rcwy)
Al-Dewar Mescharet Jotzer
Belial
Ein weiteres, sehr bekanntes Prinzip, das als böser Dämon verschrien ist,
ist Belial. Der Name Belial taucht in der Bibel im Alten und im Neuen
Testament auf, sodass er auf jeden Fall ein Gegenspieler Gottes sein muss!
Die Bedeutung des Namens Belial (l[ylb) ist nicht 100%ig klar. So gehen
einige Quellen davon aus, dass Belial (l[ylb) mit „Wertlos“ übersetzt werden
kann, was jedoch nicht in die Richtung „Nutzlos“ tendiert, sondern „ohne
feste Werte/Grundsätze“. Wieder andere Quellen meinen, dass es sich um ein
Wortspiel handelt, wo „Kinder der Wertlosigkeit“ (l[ylb ynb), wortwörtlich
„Kinder (~ydly [Jeladim]) ohne (ylb [bli]) Joch (l[ [Ol])“ zu „Bli‘ol“ (ohne
Joch), woraus „Belial“, „Beliar“ oder „Beliel“ wurde. Da die Bibel natürlich
auch griechische Einflüsse hatte, kann der Begriff „Belial“ bzw. „Beliar“ aus
dem Griechischen als „der ohne Licht“ übersetzt werden. Doch auch die
Zusammenstellung „Beliel“ zu „Wertloser Gottes“ würde grammatikalisch
passen. In der Bibel wird mit dem Begriff „Belial“ mal eine ganze Gruppe
von Menschen beschrieben, manchmal aber auch eine nicht näher
spezifizierte Wesenheit oder „Eigenschaft“ bzw. „Tat“, sodass unter dem
Begriff „Belial“, in diesem Kontext, auch ein personifiziertes Unheil zu
deuten ist.
In den Qumranschriften (den Schriftrollen des Toten Meeres), ein
archäologischer Fund 1947-1956, der ca. 850 Schriftrollen umfasste und auf
eine Zeit von 250 v. Chr. und 40 n. Chr. datiert wurden, wird von einem
mythischen Endkampf zwischen dem Licht und der Finsternis berichtet,
wobei Erzengel Michael die Rolle des Lichtes übernimmt und Belial die
Rolle die Finsternis! Natürlich gewinnt das Licht über die Finsternis am Ende
der „Geschichte“! Diesen mythischen Kampf muss man jedoch intellektuell
und namensbezogen deuten, da hier die Begriffe „Wer ist wie Gott“ (lakym
[Mikha'el]) und „Ohne Joch / Werte los (l[ylb [Belial]) gegeneinander
kämpfen. Auf der einen Seite der Monotheismus und auf der anderen der
Polytheismus, der im religiösen Sinn der Monotheisten keine feste Struktur
bzw. keinen Wert / kein Fundament besitzt. Hier wird sehr deutlich der
Dualismus zwischen verschiedenen Religionen gezeigt!
Eine weitere mögliche Erklärung ist die sumerische Göttin „Belili“, eine
Göttin der Unterwelt, die aber tendenziell mit der Göttin Ischtar (bzw. Istar)
in Verbindung steht. Ischtar, Göttin des Sex und des Krieges, wurde mit der
Venus (dem Abend- bzw. Morgenstern) gleichgesetzt. Allein diese
Verknüpfung bietet ein sehr gutes Indiz, dass hier wieder kulturelle
Gottvermischungen stattgefunden haben, sodass das Wesen „Belili“ mit dem
Bösen assoziiert wurde, da der Morgenstern der gefallene Luzifer ist. Da man
nun nicht Luzifer mit dem Namen Belial ersetzen konnte, wurde Belial zur
höllischen „Nummer 2“, da nur Satan bzw. Luzifer hierarchisch höher steht.
In mittelalterlichen Grimorien wurde das Wesen Belial als mächtiger und
sehr schlauer Dämon beschrieben, der wie ein Winkeladvokat (oder Jurist)
die himmlische Gesetztgebung umgehen bzw. austricksen will. Oft wird er
als ein reptoides Wesen gedeutet, das einem klassischen Dämon doch sehr
entspricht. Seltener wird er als schöner Mann dargestellt, der eine königliche
Ausstrahlung besitzt. Vielleicht war dies der Grund, dass ihm menschliche
Autoren den Titel „König der Hölle“ gaben, ein Titel, den noch drei weitere
Entitäten (Luzifer, Satan und Leviatan) innehaben.
Es gibt Dutzende Geschichten, in denen Belial mit anderen „bekannten
Dämonen“ (Mammon, Belphegor, Beelzebub, Abbadon etc.) agiert. Dies
zeigt mit absoluter Sicherheit, dass die christliche Religion leider nicht
verstanden hat, WAS das Prinzip „Belial“ ist, da „es“ mit Wesen agiert, die
personifizierte Literaturideen (Mammon und Belphegor) oder dämonifizierte
Götter anderer Kulturen (Beelzebub und Abaddon) sind.
Gerade bei Belial wird der Status der „rituellen Opferung“ oft erwähnt,
wobei es nicht explizit beschrieben wird. Vielmehr geht es um eine
„individuelle Opfergabe“ oder um ein „persönliches Geschenk“, sodass man
sich die Gunst des „Dämons“ sichern kann.

Die „Gunst“ bezieht sich darauf, dass Belial die Wahrheit sprechen muss,
da er auch der „Herr der Lügen“ ist und stets die Unwahrheit sagt.
In manchen Erzählungen bekommt Belial auch den Charakter eines Djinn
bzw. eines Flaschengeistes. Belial soll durch den großen Magier Salomon
gebannt und in eine Flasche eingesperrt worden sein – warum auch immer.
Da Belial wohl sehr mächtig oder gefährlich war, wurde die Flasche von
Salomon in einen Brunnen geworfen, der wiederum mit einem Stein
verschlossen wurde. Salomon wurde hierbei aber beobachtet und die Diebe
glaubten, dass er im Brunnen nur einen gewaltigen Schatz verstecken würde,
worauf sie die Flasche wieder bargen und zerbrachen! Als Belial frei war,
nistete er sich schnell in eine Götzenstatue ein, welche später von den
Babyloniern angebetet wurde, da der Brunnen in der Nähe der Stadt Babylon
stand. Auf was für Ideen religiöse Autoren kommen! Meine Erfahrungen sind
ganz anders. Doch da Belial ja bekannt für seine Lügen ist, kann ich mich
auch irren. Vielleicht sollte man in der heutigen Zeit eher auf Computerspiele
hören, als auf alte Überlieferungen. Zwar bekommt Belial in verschiedenen
Computerspielen auch immer die Rolle eines mächtigen Dämons, der für den
Protagonisten ein Widersacher ist, doch kommt er zeitgenössischer daher, als
in mittelalterlichen Schriften und Holzschnitten.

Energetisch gesehen ist Belial ein absolut kraftvolles Prinzip, das, wie die
Erzengel, im Großen Werk agiert. Er ist ein Krieger, der durch
Standhaftigkeit und Wille dem Gesetz des Kosmos entspricht und in vielen
Ebenen „Das Verborgene“ und „Den Schatten“ zeigen, verstehen und
illuminieren kann. Wenn man mit Belial astral arbeitet, bekommt man durch
seine Energie ein gesundes und hartgesottenes Selbstvertrauen, sowie
Hingabe, Mut, Courage und Tapferkeit, sodass man seinen Willen erfüllen
kann! Er ist ein perfekter Lehrer, wenn es um Widerstand und Rebellion geht,
da er festgefahrene Muster hinterfragt, auflöst und notfalls auch aufbricht!
Das Siegel, welches man in der Ars Goetia findet, kann, nach meinen
Erfahrungen, ohne Weiteres verwendet werden, da es energetisch als
Kontaktsymbol absolut geeignet ist. Gleichzeitig habe ich aber bei einer
individuellen Verwendung des Siegels eine Erleichterung in der
Kontaktierung gefühlt, sodass ich zwar das Hauptsigill Belials behalten habe,
es aber in ein eigenes Siegel einfügte! Die Erfahrung zeigt aber, dass man mit
beiden Darstellungen sehr gute Ergebnisse erzeigen kann!

Ohne Joch / Wertbindung


(l[ylb)
Belial
Stark/Unbeugsam Krieger Schöpfung
(@yqt) (~xwl) (hayrb)
Takiff Lochem Briah
Die Genien
Die Genien sind in den Augen der Christen alle Dämonen! Einige stärker
als Andere! Es gibt verschiedene Grimorien, in denen die Genien beschrieben
werden. Am bekanntesten wird die „Goetia“ sein, auch „Kleiner Schlüssel
Salomon“ genannt.
Es ist typisch für mittelalterliche Grimorien, dass sie vorhandene
Klassifizierungen anderer Panthea verwenden, um oberflächlich etwas Neues
zu erschaffen. Ursprünglich „gehören“ die Genien in das römische Pantheon,
wo sie – ähnlich einem griechischen Daimon – ein Schutzgeist waren. Die
Römer – in diesem Fall die Männer – sahen „ihren“ Genius als eine Art
Visitenkarte, da der Genius nicht nur ein Schutzgeist war, sondern auch für
den Ausdruck der Mannhaftigkeit (Persönlichkeit und Zeugungskraft) und für
die Bestimmung bzw. „Umsetzung“ des Schicksals verantwortlich war. Es
handelte sich bei diesem Prinzip um ein sehr bekanntes Muster, da es in allen
Kulturen zu finden war (Daimon in Griechenland, Bean-Sidhe [Gute Fee –
Banshee] in Irland und Schottland, Loas in Ländern der Voodoo-Religion,
Alp oder Alfr der Germanen [das Wesen „Alp“ wurde erst später zum
„Überbringer“ der Albträume degradiert. Ursprünglich waren es
Schutzgeister, die von den Ahnen bzw. den Totenseelen geschickt wurden.
Ferner waren sie auch für die Fruchtbarkeit der Menschen und des Landes
verantwortlich. Unterschieden wurden die Liosalfar – Lichtalben, Döckalfar –
Dunkelalben und Svartalfar – Schwarzalben bzw. Zerge], die Ginnaya bzw.
Djinns in Arabien [erst im Islam wurden die Djinns zu einfachen Göttern
degradiert], die Druden der Kelten etc.). Irgendwie haben monotheistische
Religionen wohl etwas gegen die „Schutzgeister“ der alten Kulturen, da diese
ausnahmslos dämonifiziert wurden und als „Diener des Bösen“ deklariert
wurden! Ohne Worte!
Die Genien hatten eine sehr enge Verbindung zu den Ahnen der
Menschen, denen sie in der „aktuellen Inkarnation“ dienten. Daher ist es
nicht verwunderlich, dass den Genien damals auch Opfergaben (Speisen,
klein Wertgegenstände) gereicht wurden. Wenn die Opferungen
angenommen wurden, „konnten“ die Menschen auf Hilfe, Inspiration,
Intuition und Beistand in mühseligen Lebensabschnitten hoffen. Da der
Genius ein fester Bestandteil des eigenen Lebens (oder der Inkarnation) war,
wurde zum Geburtstag des Menschen auch immer ein Fest für den Genius
gegeben! Da das Prinzip des „Genius“ sehr populär war und es als ein
kosmisches und universelles Wirkungsprinzip verstanden wurde, hatten nicht
nur einzelne Menschen Genien, sondern auch Orte oder einzelnen
„Einrichtungen“ (Häuser, Marktplätze, Zünfte und Gilden). Hier wurde das
Prinzip eines Egregors verwendet. Ein energetisches Wesen wird durch die
Willensenergie der einzelnen Menschen erschaffen.
Wenn man sich nun die Genien in der Goetia ansieht, sind es teils sehr
mächtige Wesen, die über riesige Legionen anderer Wesen herrschen und
immer den Touch eines „Diener des Bösen“ bekommen.
Wichtig ist hier die Hierarchie der Genien. Auch wenn nur 72 Genien
aufgeführt sind, gibt es eine unendlich große Zahl. Die 72 Genien besitzen
jedoch eine Sonderstellung, da sie durch ihre „Popularität“ eine zusätzliche
Schwingung besitzen, die Schwingung der Egregoren. Somit muss man
deutlich zwischen den „ursprünglichen Genien“ und den Egregoren
unterscheiden. Daher gibt es für die 72 Genien auch 72 Egregoren! Man kann
also nicht einfach sagen, dass die Genien „Bael“, „Vine“, „Paimon“ und
„Belial“ Genien sind, und die Genien „Furfur“, „Sallos“, „Ipos“, „Berith“ nur
Egregoren! Nur in eigenen energetischen Arbeiten kann man für sich
feststellen, um welche „Energieklasse“ es sich handelt. Hierbei gibt es kein
„besser“ oder „schlechter“, da es nur auf die eigenen energetischen Filter
ankommt.
Im Folgenden will ich die 72 Genien aufzählen, wobei ich nicht einfach
die Goetia kopieren will. Es geht um die Sicht der Erfahrung, denn die
ganzen „Erscheinungsbilder“ basieren auf mittelalterlicher Fantasie.
Ausschließlich die eigene Bildsprache und deren Filter bestimmen das
Erscheinungsbild der Energien, vor dem eigenen inneren Auge!

Folgende Tabelle gibt die Reihenfolge, den Namen und den Rang des
Genius wieder:

1 --- Bael --- König


2 --- Agares --- Herzog
3 --- Vassago --- Prinz
4 --- Samigina --- Markgraf
5 --- Marbas --- Präsident
6 --- Valefor --- Herzog
7 --- Amon --- Markgraf
8 --- Barbatos --- Herzog
9 --- Paimon --- König
10 --- Buer --- Präsident
11 --- Gusion --- Herzog
12 --- Sitri --- Prinz
13 --- Beleih --- König
14 --- Leraje --- Prinz
15 --- Eligos --- Herzog
16 --- Zepar --- Herzog
17 --- Botis --- Graf und Präsident
18 --- Bathin --- Herzog
19 --- Sallos --- Herzog
20 --- Purson --- König
21 --- Marax --- Graf und Präsident
22 --- Ipos --- Prinz und Graf
23 --- Aim --- Herzog
24 --- Naberius --- Prinz
25 --- Galasya-Labolas --- Graf und Präsident
26 --- Bune --- Herzog
27 --- Ronove --- Prinz und Graf
28 --- Berith --- Herzog
29 --- Astaroth --- Herzog
30 --- Forneus --- Prinz
31 --- Foras --- Präsident
32 --- Asmoday/ Sanophiel --- König
33 --- Gaap --- Prinz und Präsident
34 --- Furfur --- Graf
35 --- Marchosias --- Prinz
36 --- Stolas --- Prinz
37 --- Phenex --- Prinz
38 --- Halphas --- Graf
39 --- Malphas --- Präsident
40 --- Raum --- Graf
41 --- Focalor --- Herzog
42 --- Vepar --- Herzog
43 --- Sabnock --- Prinz
44 --- Shax --- Prinz
45 --- Vine --- König und Graf
46 --- Bifrons --- Graf
47 --- Uvall --- Herzog
48 --- Haagenti --- Präsident
49 --- Crocell --- Herzog
50 --- Furcas --- Ritter
51 --- Balam --- König
52 --- Alloces --- Herzog
53 --- Camio --- Präsident
54 --- Murmur --- Herzog
55 --- Orobas --- Prinz
56 --- Gremory --- Herzog
57 --- Ose / Voso --- Präsident
58 --- Amy / Avnas --- Präsident
59 --- Oriax --- Prinz
60 --- Vapula --- Herzog
61 --- Zagan --- König und Präsident
62 --- Volac --- Präsident
63 --- Andras --- Prinz
64 --- Haures --- Herzog
65 --- Andrealphus --- Prinz
66 --- Cimejes --- Prinz
67 --- Amdusias --- Herzog
68 --- Belial --- König
69 --- Decarabia --- Prinz
70 --- Seere --- Prinz
71 --- Dantalion --- Herzog
72 --- Andromalius --- Graf

Literarisch interessant sind die Abbildungen der Genien aus dem


Dictionnaire infernal. Daher werde ich zu den entsprechenden Genien die
Zeichnungen abbilden und auch die Passage der „Erscheinungsform“ der
Goetia wieder geben. Ich kann bei den ganzen Erscheinungsformen sagen,
dass ich ein solches Wesen auf der astralen Ebene nicht ernst genommen
hätte. Ich hätte die Arbeit abgebrochen oder die Energie ernsthaft gefragt, ob
man mit dem Gruselkindergarten aufhören könnte. Wenn ich mich mit einer
Energie austauschen will, dann auf Augenhöhe, ohne alberne Verkleidung!
Doch bei den Arbeiten mit den Genien habe ich zum Glück ganze andere
Erfahrungen machen dürfen! Die Erscheinungsformen waren zum Glück
durchweg humanoid, sodass ich keine seltsamen Chimären ertragen musste,
die mehr ein Lachen als ein Schaudern bewirken.

Die Hierarchie der Genien zwischen Könige, Prinzen, Herzögen,


Markgrafen (Marquis), Grafen, Präsidenten und Ritter, macht sich kaum
bemerkbar, da die Energien alle eine weit höhere Schwingung haben, als das
der Mensch sie mit seinen dimensional beschränkten Sinnen erfassen kann.
Alle energetischen Wesen, egal welcher Hierarchie sie angehören und
welchen Rangtitel ihnen die Menschen gaben, sind dimensional unbeschränkt
und somit – aus hierarchischer Sichtweise – den Menschen überlegen! Die
Fähigkeit des Menschen mit seinen energetischen Körpern zu agieren,
bewirkt eine leichte Angleichung, sodass man sich mit den Energien
unterhalten und austauschen kann. Da es immer auf die eigenen Energie- und
Bildfilter ankommt, erscheinen die Wesen so, wie es der Protagonist (in
diesem Fall der Mensch, der das Ritual bzw. die Anrufung [Evo- oder
Invokation] ausführt) für eine effektive Zusammenarbeit benötigt. Wenn die
Wesen als grauenhafte Chimären erscheinen, kann es darauf deuten, dass der
Protagonist Angst vor seiner Arbeit hat, da durch die Chimären materielle
Urängste (das Monster im Schrank bzw. unterm Bett) angesprochen werden.
Das Gleiche gilt aber auch für heroische Erscheinungen von idealisierten
Kriegern. In diesem Fall hat der Protagonist deutlichen Respekt vor den
Energien und räumt ein, dass die ihm in gewissen Belangen überlegen sind.
Dies könnte man für sehr viele Erscheinungsformen durchspielen, egal ob es
nun Kinder, Tiere, Küchengeräte (wie man wohl mit einem Mixer spricht?)
oder Schauspieler (Sean Connery würde sich in meiner Bildsprache gut als
König eigenen) sind. Aus diesem Grund ist es unsinnig eine
Erscheinungsform niederzuschreiben, die sich sowieso nur auf die
Bildsprache des Autors bezieht. Daher kann ich einfach kurz berichten, dass
die Genien sich alle als Männer gezeigt haben, einige ähnelten Kriegern,
anderen „normalen Bürgern“. Zum Glück erschien kein Wesen in
„Angebermontur“ mit glänzender Rüstung, breiten Schwertern und riesigen,
leuchtenden Schwingen. Sie waren alle „recht normal“, auch wenn sich viele
im Reigen verschiedener Rock- und Metal-Bands einordnen könnten – meine
Bildsprachen eben!

In der folgenden Aufzählung werde ich immer die „Fähigkeiten“ der


Genien benennen. Dies muss man als eine Art Spezialisierung des Wesens
sehen, da es letztlich, wie die Engel, alles kann. Wenn ich also schreibe, dass
Belial ein „guter Kämpfer“ ist, bezieht es sich darauf, dass ich die
Erfahrungen machen durfte, dass ich mit diesem Wesen Seite an Seite einen
astralen Konflikt erlebt habe. Wenn ich dagegen schreibe, dass Purson ein
Taktiker und Stratege ist, bezieht es sich darauf, dass er sehr gut die
kosmische Kausalität erklären und aufzeigen kann!

Wie man mit diesen Wesen in einem sinnigen Kontakt treten kann, werde
ich nach der Aufzählung der 72 Genien beschreiben, wobei es keinen sehr
großen Unterschied zwischen dem Kontakt zu den Engeln bzw. zu den
Malachim gibt. Soviel sei aber erwähnt, dass die „klassischen Anrufungen“
der Literatur, welche primär mit Zwang und Willensbeeinflussung arbeiten,
absolut überflüssig und ineffektiv sind. Ein Wesen zu zwingen, dessen Hilfe
oder Unterstützung am braucht, ist sehr dumm, aber … menschlich!

Bael, König, Nummer 1:


Erscheinung: Erscheint in verschiedenen Gestalten, mal wie ein Frosch,
mal wie eine Karte, mal wie ein Mann, mal als Chimäre von allem.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Durchhaltevermögen und
Standhaftigkeit, Erkennung von Wahrheit und Lüge, Kommunikation und
Intelligenz, körperliche UND kosmische Chakren, Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Mut, Courage, Tapferkeit, Transformationsprozesse,
Schutzpatron, zeigt den Erhalt und die Speicherung von Wissen.

Agares, Herzog, Nummer 2:


Erscheinung: Ein alter Mann auf einem Krokodil und einem
Hühnerhabicht auf der Hand.
Aufgabe: absolute Inspiration, fördert innere Harmonie und Ausgleich,
Kommunikation und Intelligenz, körperliche Chakren, Naturwissenschaftler,
Philosoph, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie,
Haghyparxis, Pansophie, zeigt den Erhalt und die Speicherung von Wissen.
Vassago, Prinz, Nummer 3_
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, bringt Struktur in das
Chaos, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, Lehrer bzw. Weiser, Raffinesse und
Klugheit, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen).

Samigina (Gamigin), Markgraf, Nummer 4:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, bringt Struktur in das Chaos,
Energie des mystischen Todes, des „Mors Mystica“, erläutert das Erlangen
von Weisheit, Lehrer bzw. Weiser, Naturwissenschaftler, Seelenbegleiter,
Verständnis der zyklischen Energien.
Marbas, Präsident, Nummer 5:
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, erkennen bzw. erfahren
der eigenen energetischen Körper (Ätherkörper, Mentalkörper,
Emotionalkörper, Astralkörper, Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw.
Intuitionskörper, Atmankörper), Heilung und Ganzwerdung, Linderung,
Unterstützung bei der eigenständigen Lösung eines Problems.

Valefor (Malaphar), Herzog, Nummer 6:


Erscheinung: Ein Löwe mit dem Kopf eines Esels – nicht ganz passend in
Bezug auf das Bild.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, gesundes und hartgesottenes
Selbstvertrauen, Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Mut, Courage,
Tapferkeit, Schutzpatron.
Amon, Markgraf, Nummer 7:
Erscheinung: Er ist ein Wolf mit dem Schwanz einer Schlange und speit
Feuer.
Aufgabe: Arbeit mit dem 6. Sinn (metapsychologischen oder magischen
Sinn), Arbeit mit dem 7. Sinn (kosmischen oder gnostischen Sinn),
Kommunikation und Intelligenz, Kontakt und Integration eigener Anteile /
Energien, Magie und Mystik, Wahrheitserkenntnis.

Barbatos, Herzog, Nummer 8:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, Durchhaltevermögen und
Standhaftigkeit, Heilung und Transformation, Kommunikation und
Intelligenz, kosmische Chakren, Sprach- und Kommunikationsexperte,
Unterstützung bei der eigenständigen Lösung eines Problems, Verständnis
der zyklischen Energien

Paimon, König, Nummer 9:


Erscheinung: Ein Mann mit einer Krone auf einem Dromedar.
Aufgabe: „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Angriffs- und
Schutzrituale, Arbeiten im „Großen Werk“, Durchhaltevermögen und
Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm
Exekutive (ausführende Gewalt), Krieger, Wächter und Kampfgefährte,
körperliche UND kosmische Chakren, Mut, Courage, Tapferkeit, Raffinesse
und Klugheit, Schutzpatron
Sieg- und erfolgreich, Widerstand und Rebellion.
Buer (Euer), Präsident, Nummer 10:
Erscheinung: Er zeigt das Sternbild des Schützen.
Was die Abbildung mit dem Sternzeichen Schützen zu tun hat, ist mir
schleierhaft!
Aufgabe: Arbeit mit dem 6. Sinn (metapsychologischen oder magischen
Sinn), erkennen bzw. erfahren der eigenen energetischen Körper
(Ätherkörper, Mentalkörper, Emotionalkörper, Astralkörper, Spiritueller- /
Kausalkörper, Buddhi- bzw. Intuitionskörper, Atmankörper), Erkennung von
Wahrheit und Lüge, fördert innere Harmonie und Ausgleich, Lehrer bzw.
Weiser, Legislative (gesetzgebende Gewalt), Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Naturwissenschaftler, Philosoph,
Poet, Sprach- und Kommunikationsexperte, Verständnis der zyklischen
Energien, wissenschaftliche Forschung.

Gusion (Gusayri, Prisoyn), Herzog, Nummer 11:


Erscheinung: Er erscheint als ein Xenopilus, eine Chimäre, ein
Hundskopfaffe (Cynocephalus).
Aufgabe: Raffinesse und Klugheit, Taktik und Durchsetzungskraft,
Unterstützung, bringt Struktur in das Chaos, erläutert das Erlangen von
Weisheit, erklärt die Aufgaben einer Führerschaft, Magie und Mystik,
Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung.

Sitri (Gusayri, Prisoyn), Herzog, Nummer 12:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Erfolg, Überfluss,
Wohlstand, fördert Charisma und Ausstrahlung, forcieren von Ausdauer und
Kraft, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, körperliche Chakren, Künstler,
Taktik und Durchsetzungskraft, Raffinesse und Klugheit, Schnelligkeit und
Leichtfüßigkeit (in allen Belangen).

Beleth (Byleth), König, Nummer 13:


Erscheinung: Ein Mann mit einer Trompete und anderen Instrument auf
einem bleichen Pferd. Was die Katze mit der Trompete auf der Abbildung
zeigen soll, ist mir unklar!
Aufgabe: „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Erfolg, Überfluss,
Wohlstand, fördert Charisma und Ausstrahlung, forcieren von Ausdauer und
Kraft, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, Angriffs- und Schutzrituale, Ehre
und Ruhm, erläutert das Erlangen von Weisheit, Judikative (Rechtsprechende
Gewalt), Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Legislative (gesetzgebende
Gewalt), Mut, Courage, Tapferkeit, Raffinesse und Klugheit, Schutzpatron,
Sieg- und erfolgreich, Widerstand und Rebellion.

Leraje (Leraikha), Markgraf, Nummer 14:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, Angriffs- und
Schutzrituale, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm,
Heilung und Ganzwerdung, Hilfe auf dem individuellen Weg, Krieger,
Wächter und Kampfgefährte, Künstler, Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Sieg- und erfolgreich, Schutzpatron,
Unterstützung bei der eigenständigen Lösung eines Problems.
Eligos, Herzog, Nummer 15:
Erscheinung: Ein Ritter mit Lanze, Fahne und Schlange. Der Drachen-
Pegasus-Mix wurde wohl vom Künstler frei interpretiert.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, bringt Struktur in das Chaos,
Demut, Hingabe, Respekt, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Ehre
und Ruhm, Erkennung von Wahrheit und Lüge, körperliche UND kosmische
Chakren, Raffinesse und Klugheit, Schutzpatron, Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Taktik und Durchsetzungskraft, Transformationsprozesse.

Zepar, Herzog, Nummer 16:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, Arbeiten im „Großen
Werk“, Demut, Hingabe, Respekt, Erkennung von Wahrheit und Lüge,
fördert Charisma und Ausstrahlung, Fruchtbarkeit und Wachstum, fördert
innere Harmonie und Ausgleich, Hingabe und Edelmut, körperliche UND
kosmische Chakren, Künstler, Philosoph, Muse, Linderung, Sprach- und
Kommunikationsexperte, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen
Belangen).

Botis, Graf und Präsident, Nummer 17:


Erscheinung: Er besitzt die Gestalt einer hässlichen Viper. Keine gute
Übereinstimmung, doch manchmal wird diese Darstellung auch mit dem
Wesen „Deumus“ betitelt.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Arbeiten im „Großen Werk“,
Erkennung von Wahrheit und Lüge, Krieger, Wächter und Kampfgefährte,
Künstler, gesundes und hartgesottenes Selbstvertrauen, Mustererkennung
und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Mut, Courage, Tapferkeit,
Taktik und Durchsetzungskraft.

Bathin (Marthim), Herzog, Nummer 18:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: absolute Inspiration, Aktivierung der Selbstheilungskräfte,
Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, erkennen bzw. erfahren der
eigenen energetischen Körper (Ätherkörper, Mentalkörper, Emotionalkörper,
Astralkörper, Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw. Intuitionskörper,
Atmankörper), Fruchtbarkeit und Wachstum, Kontemplative (umsetzende
Gewalt), Lehrer bzw. Weiser, Philosoph, Naturwissenschaftler,
Wahrheitserkenntnis, zeigt den Erhalt und die Speicherung von Wissen.

Sallos (Saeos, Zaleos), Herzog, Nummer 19:


Erscheinung: Ein tapferer Soldat, der auf einem Krokodil reitet. Bildlich
passend.
Aufgabe: Ehre und Ruhm, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, Erkennung von
Wahrheit und Lüge, Heilung und Transformation, Kontemplative
(umsetzende Gewalt), Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Magie und
Mystik, Raffinesse und Klugheit, Taktik und Durchsetzungskraft,
Transformationsprozesse, Unterstützung bei der eigenständigen Lösung eines
Problems.
Purson (Curson), König, Nummer 20:
Erscheinung: Ein Mann mit dem Gesicht eines Löwen, auf einem Bären
reitend und einer Viper in der Hand.
Aufgabe: Ehre und Ruhm, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, „Das
Verborgene“ und „Der Schatten“, Angriffs- und Schutzrituale, Arbeiten im
„Großen Werk“, Kommunikation und Intelligenz, Kontemplative
(umsetzende Gewalt), Magie und Mystik, Raffinesse und Klugheit,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Taktik und
Durchsetzungskraft, Widerstand und Rebellion, Vielfältigkeit, Psychometrie,
Theosophie, Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie.

Marax (Morax, Forfax, Foraii), Graf und Präsident, Nummer 21:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, bringt Struktur in das Chaos,
kosmische Chakren, Lehrer bzw. Weiser, Magie und Mystik,
wissenschaftliche Forschung, Transformationsprozesse,
Naturwissenschaftler.
Ipos (Aypeos), Prinz und Graf, Nummer 22:
Erscheinung: Ein Engel mit Löwenkopf, sowie Gänsefuß und
Hasenschwanz. Warum hier ein Löwe wie eine Ente aussieht, wird wohl
Geheimnis des Künstlers bleiben.
Aufgabe: Absolute Inspiration, bringt Struktur in das Chaos, Demut,
Hingabe, Respekt, gesundes und hartgesottenes Selbstvertrauen, körperliche
UND kosmische Chakren, Muse, Raffinesse und Klugheit, Schnelligkeit und
Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Wahrheitserkenntnis, Vielfältigkeit,
Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie.

Aim (Haborym), Herzog, Nummer 23:


Erscheinung: Ein Mann mit drei Köpfen, wobei der erste Kopf eine
Schlange ist, der mittlere der des Mannes mit zwei Sternen und der dritte
Kopf einem Kalb ähnelt.
Aufgabe: Exekutive (ausführende Gewalt), forcieren von Ausdauer und
Kraft, Judikative (Rechtsprechende Gewalt), Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw.
Musterfestigung, Mut, Courage, Tapferkeit, Sieg- und erfolgreich, Taktik und
Durchsetzungskraft, Unterstützung, Widerstand und Rebellion.
Naberius (Cerberus), Markgraf, Nummer 24:
Erscheinung: Er erscheint als ein schwarzer Kranich. Hier hat der
Künstler sich hier offensichtlich vom Wesen Zerberus (Kerberos), dem
dreiköpfigen Höllenhund der griechischen Unterwelt, des Hades, verleiten
lassen. Wenn mir ein energetisches Wesen in der abgebildeten Form
erscheinen würde, würde ich die geschwisterlich Bitte äußern, ob eine andere
Erscheinungsform möglich ist, da ein ein Wesen mit drei verschiedenen
Köpfen von Schoßhündchen mich verwirren würde!
Aufgabe: Arbeit mit dem 6. Sinn (metapsychologischen oder magischen
Sinn), Arbeit mit dem 7. Sinn (kosmischen oder gnostischen Sinn), bringt
Struktur in das Chaos, erkennen bzw. erfahren der eigenen energetischen
Körper (Ätherkörper, Mentalkörper, Emotionalkörper, Astralkörper,
Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw. Intuitionskörper, Atmankörper),
Hilfe auf dem individuellen Weg, Kommunikation und Intelligenz, Kontakt
und Integration eigener Anteile / Energien, Lehrer bzw. Weiser,
Naturwissenschaftler, Philosoph, Poet, Sprach- und Kommunikationsexperte,
wissenschaftliche Forschung.
Galasya-Labolas (Carinolaas), Graf und Präsident, Nummer 25:
Erscheinung: Er hat die Gestalt eines Hundes mit Greifenflügeln.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Ehre und Ruhm, Energie des
mystischen Todes, des „Mors Mystica“, erklärt die Aufgaben einer
Führerschaft, fördert Charisma und Ausstrahlung, Kommunikation und
Intelligenz, Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Mut, Courage, Tapferkeit,
Naturwissenschaftler, Raffinesse und Klugheit, sieg- und erfolgreich, Taktik
und Durchsetzungskraft, Transformationsprozesse, Unterstützung,
Widerstand und Rebellion, wissenschaftliche Forschung.

Bune (Bime), Herzog, Nummer 26:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: absolute Inspiration, bringt Struktur in das Chaos,
Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm, Energie des
mystischen Todes, des „Mors Mystica“, Erfolg, Überfluss, Wohlstand,
Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die Aufgaben einer Führerschaft,
Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, gesundes und hartgesottenes
Selbstvertrauen, Fruchtbarkeit und Wachstum, fördert Charisma und
Ausstrahlung, Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw.
Musterfestigung, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), zeigt
den Erhalt und die Speicherung von Wissen.

Ronove (Ronobe), Graf und Markgraf, Nummer 27:


Erscheinung: Er erscheint als ein Ungeheuer! Was die Abbildung einer
unproportionierten Wesens, welches offensichtlich an Rhinotillexomanie
(oder auch popeln genannt) leidet, mit einem Ungeheuer zu tun hat, ist mit
nicht klar.
Aufgabe: Bringt Struktur in das Chaos, Erfolg, Überfluss, Wohlstand,
Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die Aufgaben einer Führerschaft,
erläutert das Erlangen von Weisheit, fördert Charisma und Ausstrahlung,
helfende Hand, Judikative (Rechtsprechende Gewalt), Lehrer bzw. Weiser,
Philosoph, Naturwissenschaftler, Sprach- und Kommunikationsexperte,
Raffinesse und Klugheit, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie,
Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie, wissenschaftliche
Forschung, Wahrheitserkenntnis.
Berith (Bofi, Bolfry, Beal), Herzog, Nummer 28:
Erscheinung: Ein rot gekleideter Soldat, auf einem Pferd.
Aufgabe: „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Arbeit mit dem 6. Sinn
(metapsychologischen oder magischen Sinn), Arbeit mit dem 7. Sinn
(kosmischen oder gnostischen Sinn), Ehre und Ruhm, Exekutive
(ausführende Gewalt), forcieren von Ausdauer und Kraft, gesundes und
hartgesottenes Selbstvertrauen, körperliche Chakren, Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Magie und Mystik, Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Mut, Courage, Tapferkeit, Sieg- und
erfolgreich.

Astharoth (Astrate), Herzog, Nummer 29:


Erscheinung: Ein schändlicher Engel, der auf einem höllischen Tier,
ähnlich einem Drachen, reitet und eine Viper in der Hand hält. Was das wohl
mit der Göttin Astrate zutun hat?
Aufgabe: Arbeiten im „Großen Werk“, Demut, Hingabe, Respekt,
Energie des mystischen Todes, des „Mors Mystica“, Erkennung von
Wahrheit und Lüge, Hingabe und Edelmut, Kontakt und Integration eigener
Anteile / Energien, körperliche UND kosmische Chakren, Magie und Mystik,
Muse, Fruchtbarkeit und Wachstum, Heilung und Ganzwerdung, Verständnis
der zyklischen Energien, Schutzpatron.

Forneus, Markgraf, Nummer 30:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Absolute Inspiration, Alpha- und Omega-Chakra, bringt
Struktur in das Chaos, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, Ehre und Ruhm,
Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die Aufgaben einer Führerschaft,
erläutert das Erlangen von Weisheit, Kommunikation und Intelligenz,
Kontakt und Integration eigener Anteile / Energien, Hilfe auf dem
individuellen Weg, Magie und Mystik, Legislative (gesetzgebende Gewalt),
Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Muse,
Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie,
Haghyparxis, Pansophie, Wahrheitserkenntnis.
Foras, Präsident, Nummer 31:
Erscheinung: Er hat die Erscheinungsform eines starken Mannes.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, Arbeiten im „Großen
Werk“, bringt Struktur in das Chaos, erkennen bzw. erfahren der eigenen
energetischen Körper (Ätherkörper, Mentalkörper, Emotionalkörper,
Astralkörper, Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw. Intuitionskörper,
Atmankörper), fördert innere Harmonie und Ausgleich, Fruchtbarkeit und
Wachstum, Heilung und Ganzwerdung, Hilfe auf dem individuellen Weg,
körperliche Chakren, Künstler, Magie und Mystik, Naturwissenschaftler,
Raffinesse und Klugheit, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen
Belangen), Sprach- und Kommunikationsexperte, Transformationsprozesse,
Verständnis der zyklischen Energien, Unterstützung bei der eigenständigen
Lösung eines Problems, wissenschaftliche Forschung.

Asmoday (Asmodeus, Sydonay), König, Nummer 32:


Erscheinung: Wesen mit drei Köpfen; ein Kopf ist ein Stier, der zweite ist
ein Mensch, der dritte ein Widder. Füße wie eine Gans, reitet er auf einem
Drachen.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Arbeiten im „Großen Werk“,
Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm, erklärt die
Aufgaben einer Führerschaft, Exekutive (ausführende Gewalt), forcieren von
Ausdauer und Kraft, fördert Charisma und Ausstrahlung, Kontemplative
(umsetzende Gewalt), Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Magie und
Mystik, Mut, Courage, Tapferkeit, Raffinesse und Klugheit, Schnelligkeit
und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Schutzpatron, Seelenbegleiter,
Taktik und Durchsetzungskraft, sieg- und erfolgreich, Widerstand und
Rebellion.

Gaap (Goap), Prinz und Präsident, Nummer 33:


Erscheinung: Er hat eine humanoide Erscheinungsform und geht vor vier
Königen. Wo in der Beschreibung die Riesenfledermaus mit einem
menschlichen Reiter versteckt ist, weiß ich nicht.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, Angriffs- und Schutzrituale, bringt
Struktur in das Chaos, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, erläutert das
Erlangen von Weisheit, forcieren von Ausdauer und Kraft, gesundes und
hartgesottenes Selbstvertrauen, Hilfe auf dem individuellen Weg,
Kommunikation und Intelligenz, Kontakt und Integration eigener Anteile /
Energien, Lehrer bzw. Weiser, Magie und Mystik, Naturwissenschaftler,
Taktik und Durchsetzungskraft, Sprach- und Kommunikationsexperte, Sieg-
und erfolgreich, Verständnis der zyklischen Energien, zeigt den Erhalt und
die Speicherung von Wissen.
Furfur, Graf, Nummer 34:
Erscheinung: Ein Hirsch mit brennendem Schwanz. Kann aber die
Gestalt eines Engels annehmen.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Arbeit mit dem 6. Sinn
(metapsychologischen oder magischen Sinn), Arbeit mit dem 7. Sinn
(kosmischen oder gnostischen Sinn), Exekutive (ausführende Gewalt),
Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Magie und Mystik, Mut, Courage,
Tapferkeit, Raffinesse und Klugheit, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in
allen Belangen), Schutzpatron, Sieg- und erfolgreich, Sprach- und
Kommunikationsexperte, Taktik und Durchsetzungskraft, Vielfältigkeit,
Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie.

Marchosias, Markgraf, Nummer 35:


Erscheinung: Ein Wolf mit Greifenflügel der Feuer speit. Das Bild ist in
diesem Fall absolut passend!
Aufgabe: „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Angriffs- und
Schutzrituale, bringt Struktur in das Chaos, Demut, Hingabe, Respekt,
Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm, Erfolg, Überfluss,
Wohlstand, Exekutive (ausführende Gewalt), Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Mut, Courage, Tapferkeit, Raffinesse und Klugheit,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Schutzpatron,
Widerstand und Rebellion, Unterstützung bei der eigenständigen Lösung
eines Problems, Verständnis der zyklischen Energien.

Stolas (Stolos), Prinz, Nummer 36:


Erscheinung: Ein mächtiger Rabe, der dann menschliche Form annimmt.
Für mein Verständnis zeigt die Abbildung jedoch eine Eule und keinen
Raben!
Aufgabe: Arbeit mit dem 6. Sinn (metapsychologischen oder magischen
Sinn), Arbeit mit dem 7. Sinn (kosmischen oder gnostischen Sinn), Energie
des mystischen Todes, des „Mors Mystica“, erkennen bzw. erfahren der
eigenen energetischen Körper (Ätherkörper, Mentalkörper, Emotionalkörper,
Astralkörper, Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw. Intuitionskörper,
Atmankörper), Erkennung von Wahrheit und Lüge, fördert innere Harmonie
und Ausgleich, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, Kommunikation und
Intelligenz, körperliche UND kosmische Chakren, Lehrer bzw. Weiser,
Magie und Mystik, Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw.
Musterfestigung, Wahrheitserkenntnis.

Phenex (Pheynix), Markgraf, Nummer 37:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: bringt Struktur in das Chaos, Demut, Hingabe, Respekt, Ehre
und Ruhm, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, fördert Charisma und
Ausstrahlung, fördert innere Harmonie und Ausgleich, Glücks-, Erfolgs- und
Geldmagie, Kommunikation und Intelligenz, Kontakt und Integration eigener
Anteile / Energien, Künstler, Lehrer bzw. Weiser, Magie und Mystik,
Philosoph, Seelenbegleiter, Sprach- und Kommunikationsexperte,
Unterstützung bei der eigenständigen Lösung eines Problems, Verständnis
der zyklischen Energien, zeigt den Erhalt und die Speicherung von Wissen.

Halphas (Malthus), Graf, Nummer 38:


Erscheinung: Er erscheint in der Form einer Taube und verwandelt sich
zum Menschen.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Ehre und Ruhm, Energie des
mystischen Todes, des „Mors Mystica“, Exekutive (ausführende Gewalt),
forcieren von Ausdauer und Kraft, Kontakt und Integration eigener Anteile /
Energien, Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Raffinesse und Klugheit,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Schutzpatron,
Widerstand und Rebellion.

Malphas, Präsident, Nummer 39:


Erscheinung: Eine Krähe, die dann menschliche Form annimmt.
Aufgabe: absolute Inspiration, Arbeiten im „Großen Werk“, bringt
Struktur in das Chaos, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Erfolg,
Überfluss, Wohlstand, forcieren von Ausdauer und Kraft, Fruchtbarkeit und
Wachstum, Heilung und Transformation, Künstler, Mustererkennung
und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Transformationsprozesse,
Unterstützung bei der eigenständigen Lösung eines Problems, Verständnis
der zyklischen Energien, Wahrheitserkenntnis.
Raum (Raym), Graf, Nummer 40:
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, bringt Struktur in das Chaos,
Erkennung von Wahrheit und Lüge, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie,
Kontakt und Integration eigener Anteile / Energien, Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Muse, Naturwissenschaftler, Seelenbegleiter, Unterstützung
bei der eigenständigen Lösung eines Problems, wissenschaftliche Forschung.

Focalor (Furcalor), Herzog, Nummer 41:


Erscheinung: Er ist ein Mensch mit Flügeln. Entspricht zu 100 % der
Zeichnung!
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, bringt Struktur in das Chaos, Ehre
und Ruhm, Energie des mystischen Todes, des „Mors Mystica“, Exekutive
(ausführende Gewalt), Kontemplative (umsetzende Gewalt), körperliche
Chakren, Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Magie und Mystik,
Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Mut,
Courage, Tapferkeit, Naturwissenschaftler, Sieg- und erfolgreich,
Schutzpatron, Raffinesse und Klugheit, Widerstand und Rebellion, zeigt den
Erhalt und die Speicherung von Wissen.

Vepar (Separ, Vephar), Herzog, Nummer 42:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, Angriffs- und Schutzrituale, Ehre
und Ruhm, Erkennung von Wahrheit und Lüge, Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw.
Musterfestigung, Mut, Courage, Tapferkeit, Raffinesse und Klugheit,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Schutzpatron, Taktik
und Durchsetzungskraft, Sieg- und erfolgreich, Widerstand und Rebellion,
wissenschaftliche Forschung.

Sabnock (Sabnack, Savnock), Markgraf, Nummer 43:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Arbeiten im „Großen Werk“,
bringt Struktur in das Chaos, Demut, Hingabe, Respekt, Durchhaltevermögen
und Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm, erkennen bzw. erfahren der eigenen
energetischen Körper (Ätherkörper, Mentalkörper, Emotionalkörper,
Astralkörper, Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw. Intuitionskörper,
Atmankörper), Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die Aufgaben
einer Führerschaft, erläutert das Erlangen von Weisheit, Hingabe und
Edelmut, Krieger, Wächter und Kampfgefährte, körperliche Chakren, Mut,
Courage, Tapferkeit, Taktik und Durchsetzungskraft,
Transformationsprozesse, Verständnis der zyklischen Energien.

Shax (Shaz, Chax, Scox), Markgraf, Nummer 44:


Erscheinung: Er erscheint in der Darstellung einer Haustaube. Die
Abbildung zeigt aber in meinen Augen einen Storch und keine Taube!
Aufgabe: „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Energie des mystischen
Todes, des „Mors Mystica“, Fruchtbarkeit und Wachstum, Kommunikation
und Intelligenz, Legislative (gesetzgebende Gewalt), Linderung, Mut,
Courage, Tapferkeit, Philosoph, Poet, Schutzpatron, Unterstützung,
Wahrheitserkenntnis, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik,
Ontologie, Haghyparxis, Pansophie, wissenschaftliche Forschung, zeigt den
Erhalt und die Speicherung von Wissen.
Vine (Vinea), König, Nummer 45:
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Arbeiten im „Großen Werk“,
bringt Struktur in das Chaos, Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die
Aufgaben einer Führerschaft, erläutert das Erlangen von Weisheit, Exekutive
(ausführende Gewalt), forcieren von Ausdauer und Kraft, fördert Charisma
und Ausstrahlung, fördert innere Harmonie und Ausgleich, Hilfe auf dem
individuellen Weg, Hingabe und Edelmut, Kommunikation und Intelligenz,
körperliche UND kosmische Chakren, Krieger, Wächter und Kampfgefährte,
Lehrer bzw. Weiser, Mut, Courage, Tapferkeit, Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Sieg- und erfolgreich, Taktik und
Durchsetzungskraft, Transformationsprozesse, Vielfältigkeit, Psychometrie,
Theosophie, Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie, Widerstand
und Rebellion.
Bifrons (Bifrous), Graf, Nummer 46:
Erscheinung: Er hat die Gestalt eines Ungeheuers! Ungeheuer präzise
diese Aussage!
Aufgabe: Bringt Struktur in das Chaos, Demut, Hingabe, Respekt,
Erfolg, Überfluss, Wohlstand, erläutert das Erlangen von Weisheit, Heilung
und Transformation, Hingabe und Edelmut, Künstler, Legislative
(gesetzgebende Gewalt), Lehrer bzw. Weiser, Raffinesse und Klugheit,
Sprach- und Kommunikationsexperte, Unterstützung, wissenschaftliche
Forschung, Verständnis der zyklischen Energien.

Uvall (Wall, Voval), Herzog, Nummer 47:


Erscheinung: Er erscheint in der Form eines Dromedars und verwandelt
sich dann in einen Menschen.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, bringt Struktur in das
Chaos, Erkennung von Wahrheit und Lüge, Glücks-, Erfolgs- und
Geldmagie, Kontakt und Integration eigener Anteile / Energien, Linderung,
Muse, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Unterstützung
bei der eigenständigen Lösung eines Problems, Widerstand und Rebellion,
wissenschaftliche Forschung.
Haagenti, Präsident, Nummer 48,
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Demut, Hingabe, Respekt, Durchhaltevermögen und
Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, Erkennung
von Wahrheit und Lüge, Fruchtbarkeit und Wachstum, Glücks-, Erfolgs- und
Geldmagie, Hilfe auf dem individuellen Weg, Kontakt und Integration
eigener Anteile / Energien, Künstler, Magie und Mystik, Mustererkennung
und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Unterstützung bei der
eigenständigen Lösung eines Problems.

Crocell (Procel, Crokel), Herzog, Nummer 49:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, bringt Struktur in das
Chaos, Erkennung von Wahrheit und Lüge, gesundes und hartgesottenes
Selbstvertrauen, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, Hilfe auf dem
individuellen Weg, körperliche UND kosmische Chakren,
Naturwissenschaftler, Taktik und Durchsetzungskraft, Wahrheitserkenntnis.

Furcas, Ritter, Nummer 50:


Erscheinung: Ein alter, grausamer Mann auf einem Pferd.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, Angriffs- und Schutzrituale,
Arbeiten im „Großen Werk“, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, fördert Charisma
und Ausstrahlung, forcieren von Ausdauer und Kraft, helfende Hand,
Kommunikation und Intelligenz, Krieger, Wächter und Kampfgefährte,
Legislative (gesetzgebende Gewalt), Naturwissenschaftler, Mut, Courage,
Tapferkeit, Raffinesse und Klugheit, Schutzpatron, Seelenbegleiter, Sieg- und
erfolgreich, Taktik und Durchsetzungskraft, Transformationsprozesse.

Balam (Balaam), König, Nummer 51:


Erscheinung: Wesen mit drei Köpfen; ein Kopf ist ein Stier, der zweite ist
ein Mensch, der dritte ein Widder. Schwanz einer Schlange und flammende
Augen – hält dabei einen Hühnerhabicht auf dem Arm – die Beschreibung
ähnelt sehr Asmodeus und drückt sich nicht auf der bildlichen Darstellung
aus!
Aufgabe: Angriffs- und Schutzrituale, Arbeit mit dem 6. Sinn
(metapsychologischen oder magischen Sinn), Arbeit mit dem 7. Sinn
(kosmischen oder gnostischen Sinn), Arbeiten im „Großen Werk“, Erfolg,
Überfluss, Wohlstand, Erkennung von Wahrheit und Lüge, fördert Charisma
und Ausstrahlung, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, Heilung und
Ganzwerdung, Hilfe auf dem individuellen Weg, Kontakt und Integration
eigener Anteile / Energien, Krieger, Wächter und Kampfgefährte, Legislative
(gesetzgebende Gewalt), Linderung, Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in
allen Belangen), Sprach- und Kommunikationsexperte, Verständnis der
zyklischen Energien, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik,
Ontologie, Haghyparxis, Pansophie, Wahrheitserkenntnis, Widerstand und
Rebellion.

Alloces (Allocer), Herzog, Nummer 52:


Erscheinung: Ein Krieger auf einem Schlachtross.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, bringt Struktur in das
Chaos, Energie des mystischen Todes, des „Mors Mystica“, erkennen bzw.
erfahren der eigenen energetischen Körper (Ätherkörper, Mentalkörper,
Emotionalkörper, Astralkörper, Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw.
Intuitionskörper, Atmankörper), fördert Charisma und Ausstrahlung, Heilung
und Transformation, Kommunikation und Intelligenz, körperliche Chakren,
Künstler, Linderung, Naturwissenschaftler, Angriffs- und Schutzrituale,
erläutert das Erlangen von Weisheit, Hilfe auf dem individuellen Weg, Lehrer
bzw. Weiser, Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw.
Musterfestigung, Mut, Courage, Tapferkeit, Raffinesse und Klugheit,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Schutzpatron, Sieg-
und erfolgreich, Taktik und Durchsetzungskraft, Transformationsprozesse,
Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie,
Haghyparxis, Pansophie, Wahrheitserkenntnis, Widerstand und Rebellion-

Camio (Caim), Präsident, Nummer 53:


Erscheinung: Zuerst in der Gestalt einer Drossel und später als Mann.
Aufgabe: Arbeiten im „Großen Werk“, Ehre und Ruhm, Erkennung von
Wahrheit und Lüge, forcieren von Ausdauer und Kraft, gesundes und
hartgesottenes Selbstvertrauen, Judikative (Rechtsprechende Gewalt),
körperliche UND kosmische Chakren, Legislative (gesetzgebende Gewalt),
Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Taktik
und Durchsetzungskraft, Wahrheitserkenntnis.
Murmur (Murmus), Herzog und Graf, Nummer 54:
Erscheinung: Ein Krieger, der auf einem Greif sitzt.
Aufgabe: Bringt Struktur in das Chaos, Demut, Hingabe, Respekt,
Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, erläutert das Erlangen von
Weisheit, Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die Aufgaben einer
Führerschaft, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, Heilung und Ganzwerdung,
Künstler, Kommunikation und Intelligenz, Kontakt und Integration eigener
Anteile / Energien, Muse, Naturwissenschaftler, Verständnis der zyklischen
Energien, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie,
Haghyparxis, Pansophie.
Orobas, Prinz, Nummer 55:
Erscheinung: Er erscheint zuerst als Pferd und später als Mensch.
Aufgabe: absolute Inspiration, Aktivierung der Selbstheilungskräfte,
Arbeiten im „Großen Werk“, Demut, Hingabe, Respekt, Ehre und Ruhm,
Heilung und Ganzwerdung, helfende Hand, Kontemplative (umsetzende
Gewalt), Künstler, Legislative (gesetzgebende Gewalt), Lehrer bzw. Weiser,
Naturwissenschaftler, Seelenbegleiter, Taktik und Durchsetzungskraft,
Wahrheitserkenntnis, wissenschaftliche Forschung.

Gremory (Gamori), Herzog, Nummer 56:


Erscheinung: Eine schöne Frau mit Krone auf einem Kamel.
Aufgabe: Aktivierung der Selbstheilungskräfte, bringt Struktur in das
Chaos, Demut, Hingabe, Respekt, Erkennung von Wahrheit und Lüge,
Heilung und Ganzwerdung, Kommunikation und Intelligenz, Ehre und
Ruhm, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, helfende Hand, Muse, Poet, Philosoph,
Verständnis der zyklischen Energien, Seelenbegleiter.
Ose (Voso), Präsident, Nummer 57:
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Alpha- und Omega-Chakra, Arbeit mit dem 6. Sinn
(metapsychologischen oder magischen Sinn), Arbeit mit dem 7. Sinn
(kosmischen oder gnostischen Sinn), Arbeiten im „Großen Werk“, Energie
des mystischen Todes, des „Mors Mystica“, erkennen bzw. erfahren der
eigenen energetischen Körper (Ätherkörper, Mentalkörper, Emotionalkörper,
Astralkörper, Spiritueller- / Kausalkörper, Buddhi- bzw. Intuitionskörper,
Atmankörper), erläutert das Erlangen von Weisheit, Kommunikation und
Intelligenz, Kontakt und Integration eigener Anteile / Energien, kosmische
Chakren, Lehrer bzw. Weiser, Magie und Mystik, Philosoph,
Naturwissenschaftler, Sprach- und Kommunikationsexperte, Vielfältigkeit,
Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie.
Amy (Avnas), Präsident, Nummer 58:
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Wissenschaftliche Forschung, zeigt den Erhalt und die
Speicherung von Wissen, Verständnis der zyklischen Energien,
Transformationsprozesse, Raffinesse und Klugheit, Naturwissenschaftler,
Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Lehrer
bzw. Weiser, Kommunikation und Intelligenz, helfende Hand, Erkennung
von Wahrheit und Lüge, erklärt die Aufgaben einer Führerschaft, erläutert
das Erlangen von Weisheit, bringt Struktur in das Chaos, Demut, Hingabe,
Respekt.

Oriax (Orias), Markgraf, Nummer 59


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: absolute Inspiration, Arbeiten im „Großen Werk“, Demut,
Hingabe, Respekt, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Ehre und
Ruhm, erklärt die Aufgaben einer Führerschaft, erläutert das Erlangen von
Weisheit, fördert innere Harmonie und Ausgleich, fördert Charisma und
Ausstrahlung.
Hilfe auf dem individuellen Weg, Kommunikation und Intelligenz,
Künstler, Magie und Mystik, Mustererkennung und/oder Musterauflösung
bzw. Musterfestigung, Naturwissenschaftler, Philosoph, Seelenbegleiter,
Sprach- und Kommunikationsexperte, Unterstützung bei der eigenständigen
Lösung eines Problems, Verständnis der zyklischen Energien, Vielfältigkeit,
Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie.
Vapula (Naphula), Herzog, Nummer 60:
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Philosoph, Naturwissenschaftler, Poet, Raffinesse und
Klugheit, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Künstler,
Lehrer bzw. Weiser, Magie und Mystik, Verständnis der zyklischen
Energien, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie,
Haghyparxis, Pansophie, Hilfe auf dem individuellen Weg, Hingabe und
Edelmut, bringt Struktur in das Chaos.

Zagan, König und Präsident, Nummer 61:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Sieg- und erfolgreich, Taktik und Durchsetzungskraft,
Wahrheitserkenntnis, Widerstand und Rebellion, Mut, Courage, Tapferkeit,
Krieger, Wächter und Kampfgefährte, körperliche UND kosmische Chakren,
Judikative (Rechtsprechende Gewalt), Exekutive (ausführende Gewalt),
Arbeit mit dem 6. Sinn (metapsychologischen oder magischen Sinn), Arbeit
mit dem 7. Sinn (kosmischen oder gnostischen Sinn), Arbeiten im „Großen
Werk“, Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die Aufgaben einer
Führerschaft, erläutert das Erlangen von Weisheit, forcieren von Ausdauer
und Kraft, fördert Charisma und Ausstrahlung.

Volac (Calu, Ualag), Präsident, Nummer 62:


Erscheinung: Er erscheint als Kind mit Engelsflügeln und reitet auf
einem zweiköpfigen Drachen.
Aufgabe: Sieg- und erfolgreich, Taktik und Durchsetzungskraft,
Wahrheitserkenntnis, „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Aktivierung der
Selbstheilungskräfte, bringt Struktur in das Chaos, Demut, Hingabe, Respekt,
Ehre und Ruhm, erläutert das Erlangen von Weisheit, Glücks-, Erfolgs- und
Geldmagie, Heilung und Ganzwerdung, körperliche Chakren, Künstler,
Magie und Mystik, Seelenbegleiter, Taktik und Durchsetzungskraft,
Transformationsprozesse, Wahrheitserkenntnis, Widerstand und Rebellion.

Andras, Markgraf, Nummer 63:


Erscheinung: Er erscheint als Engel mit einem Rabenkopf, der auf einem
schwarzen Wolf reitet. Auch hier wurde wieder ein Eulenkopf statt eines
Rabenkopfes genommen! Unbekannt bleibt hier das „Warum“.
Aufgabe: Mut, Courage, Tapferkeit, Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Kontakt und Integration eigener
Anteile / Energien, Exekutive (ausführende Gewalt), Sieg- und erfolgreich,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Widerstand und
Rebellion, zeigt den Erhalt und die Speicherung von Wissen.

Haukes (Hauras, Havres), Herzog, Nummer 64:


Erscheinung: Er erscheint als Leopard, der später die Form eines
Menschen annimmt.
Aufgabe: Arbeiten im „Großen Werk“, „Das Verborgene“ und „Der
Schatten“, Energie des mystischen Todes, des „Mors Mystica“, erläutert das
Erlangen von Weisheit, Heilung und Transformation, Kontemplative
(umsetzende Gewalt), Lehrer bzw. Weiser, Magie und Mystik, Muse,
Schutzpatron, Seelenbegleiter, Wahrheitserkenntnis.
Andrealphus, Markgraf, Nummer 65:
Erscheinung: Er taucht als lauter Pfau auf und verwandelt sich später in
einen Menschen.
Aufgabe: Transformationsprozesse, Unterstützung bei der eigenständigen
Lösung eines Problems, Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw.
Musterfestigung, Lehrer bzw. Weiser, körperliche Chakren, Hilfe auf dem
individuellen Weg, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie, Fruchtbarkeit und
Wachstum, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, bringt Struktur in das Chaos,
Heilung und Transformation.

Cimejes (Cimeies, Kimaris), Markgraf, Nummer 66:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Absolute Inspiration, Alpha- und Omega-Chakra, bringt
Struktur in das Chaos, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Erfolg,
Überfluss, Wohlstand, Erkennung von Wahrheit und Lüge, erklärt die
Aufgaben einer Führerschaft, erläutert das Erlangen von Weisheit, fördert
Charisma und Ausstrahlung, Glücks-, Erfolgs- und Geldmagie,
Kommunikation und Intelligenz, Kontakt und Integration eigener Anteile /
Energien, Künstler, Muse, Philosoph, Poet, Raffinesse und Klugheit,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen).

Amdusias (Amdukias), Herzog, Nummer 67:


Erscheinung: Er erscheint als Einhorn und später als Mensch.
Aufgabe: Mut, Courage, Tapferkeit, Krieger, Wächter und
Kampfgefährte, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit, Ehre und Ruhm,
Aktivierung der Selbstheilungskräfte, Angriffs- und Schutzrituale, forcieren
von Ausdauer und Kraft, Kontemplative (umsetzende Gewalt), körperliche
Chakren, Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung,
Raffinesse und Klugheit, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen
Belangen), Schutzpatron, Seelenbegleiter, Sieg- und erfolgreich.

Belial, König, Nummer 68:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Transformationsprozesse, Magie und Mystik, Krieger, Wächter
und Kampfgefährte, Arbeiten im „Großen Werk“, bringt Struktur in das
Chaos, „Das Verborgene“ und „Der Schatten“, Alpha- und Omega-Chakra,
erklärt die Aufgaben einer Führerschaft, Exekutive (ausführende Gewalt),
gesundes und hartgesottenes Selbstvertrauen, Hingabe und Edelmut,
körperliche UND kosmische Chakren, Mut, Courage, Tapferkeit,
Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen Belangen), Seelenbegleiter,
Schutzpatron, Sieg- und erfolgreich, Taktik und Durchsetzungskraft,
Unterstützung, Widerstand und Rebellion.

Decarabia, Markgraf, Nummer 69:


Erscheinung: Er erscheint erst als Pentagramm, dann als Mensch!
Aufgabe: Naturwissenschaftler, Magie und Mystik, Philosoph, Poet,
körperliche Chakren, Hilfe auf dem individuellen Weg, Erkennung von
Wahrheit und Lüge, forcieren von Ausdauer und Kraft, Taktik und
Durchsetzungskraft, Transformationsprozesse, Vielfältigkeit, Psychometrie,
Theosophie, Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie,
wissenschaftliche Forschung, zeigt den Erhalt und die Speicherung von
Wissen.
Seere (Sear, Seir), Prinz, Nummer 70:
Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Mustererkennung und/oder Musterauflösung bzw.
Musterfestigung, Lehrer bzw. Weiser, körperliche Chakren, Kommunikation
und Intelligenz, Unterstützung, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie,
Metaphysik, Ontologie, Haghyparxis, Pansophie, wissenschaftliche
Forschung, Ehre und Ruhm, Erfolg, Überfluss, Wohlstand, Erkennung von
Wahrheit und Lüge, Aktivierung der Selbstheilungskräfte, helfende Hand.

Dantalion, Herzog, Nummer 71:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Naturwissenschaftler, Philosoph, Poet, Mustererkennung
und/oder Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Magie und Mystik, Lehrer
bzw. Weiser, Legislative (gesetzgebende Gewalt), Judikative
(Rechtsprechende Gewalt), Arbeiten im „Großen Werk“, Kommunikation
und Intelligenz, Kontakt und Integration eigener Anteile / Energien, Sprach-
und Kommunikationsexperte, Transformationsprozesse, Unterstützung bei
der eigenständigen Lösung eines Problems, Verständnis der zyklischen
Energien, Vielfältigkeit, Psychometrie, Theosophie, Metaphysik, Ontologie,
Haghyparxis, Pansophie, Wahrheitserkenntnis.

Andromalius, Graf, Nummer 72:


Erscheinung: humanoide Erscheinungsform.
Aufgabe: Schutzpatron, Seelenbegleiter, Sieg- und erfolgreich,
Raffinesse und Klugheit, Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit (in allen
Belangen), Taktik und Durchsetzungskraft, Mustererkennung und/oder
Musterauflösung bzw. Musterfestigung, Mut, Courage, Tapferkeit, Judikative
(Rechtsprechende Gewalt), Exekutive (ausführende Gewalt), Erkennung von
Wahrheit und Lüge, Ehre und Ruhm, Angriffs- und Schutzrituale, „Das
Verborgene“ und „Der Schatten“.
Begegnung mit dem Bösen – der Kontakt zu
den Genien
Bei der Kontaktierung der Genien ist es absolut essenziell, seine
Bildsprache zu kontrollieren. Ob man wirklich irgendwelche Chimären und
Monster in einer energetischen Arbeit sehen will, muss jeder selbst
entscheiden. Ich kann für meine Arbeitsweise sagen, dass ich bei den
beschriebenen bzw. grafisch dargestellten Erscheinungen Schwierigkeiten
hätte, die Konzentration zu halten, da ich permanent lachen müsste. Nun, im
21. Jahrhundert sind wir Menschen durch verschiedene Horrorfilme und
Webartbilder abgehärtet, sodass man nicht wirklich von Angst reden kann,
wenn ein kleines Teufelchen in einer Astralarbeit erscheint. Hier liegt ein
sehr wichtiger psychologischer Erkenntnistrick verborgen. Wenn die Genien
in einer alltagstauglichen Form erscheinen, wird man sich energetisch auf
diese Ebene eingeschwungen haben. Wenn sie jedoch die eigenen Urängste
ansprechen (wenn man z. B. eine Arachnophobie hat und eine Genie als
überdimensionale Spinne auftaucht, wird man sicherlich die Arbeit sehr
schnell beenden), muss die eigene Haltung und Arbeitsweise reflektiert
werden. Energetische Wesen machen nichts aus „Zu-Fall“ oder aus „Spaß-an-
der-Freud“. Es sind gezielte Energien, die im eigenen Energiesystem die
Bilder erzeugen, die man via Stirnchakra erkennt.
Wenn man nun mit den Genien in Kontakt treten will, muss man einfach
nur in seinen inneren Tempel gehen, einen energetischen „Ruf“ emittieren
und darauf warten, dass der entsprechende Genius erscheint. Wer einen etwas
„farbenfrohen“ Weg haben will, kann auch das folgende Ritual (Weg E) oder
eine geführte Astralarbeit (Weg F) verwenden:
Arbeiten mit den Genien via Ritual – Weg E
Im Folgenden ist das Ritual „Begegnungen mit den Genien“ abgedruckt,
jedoch ohne theoretische Kurzaufschlüsselung, da man diese unter dem Punkt
„Arbeiten mit den Erzengeln via Ritual – Weg A“ nachlesen kann. Der rote
Faden der Theorie bleibt natürlich gleich, egal ob es sich nun um Erzengel,
Malachim oder Genien handelt! Somit sind die Absichten und Ziele, der
Zeitpunkt, die Materialien, die Vorbereitung und die Frage „Was darf es
sein?“ die Gleichen. Nur bei der Arbeit selbst gibt es in der Vorgehensweise
Abweichungen. Auch hier ist es wieder ein Ritual, jedoch ist hier ein
Unterschied zwischen Erzengel bzw. Malachim zu sehen. Die Struktur ist
anders, da die Genien „anders“ sind! Es geht weder nur um „Licht und
Liebe“ noch um „Schatten und Hass“! Es ist eine Mischung, sodass hier das
„graue Licht“ oder das „Zwischenlicht“ fokussiert wird!
Die Genien sind weder „gut“ noch „böse“ bzw. „konstruktiv“ noch
„destruktiv“! Daher muss die eigene Energetik des Protagonisten der
entscheidende Punkt sein, wie die Genien „erscheinen“ bzw. „agieren“.
Dennoch wird ein aktiver Schutzkreis erschaffen, der jedoch für einen Genius
kein großes Problem darstellt. Der Schutzkreis dient dazu Wesen abzuhalten,
die „vorgeben“ ein Engel, ein Malachim oder ein Genius zu sein! Man könnte
sie als „Taschenlampenwesen“ oder „Schattenspielerwesen“ deklarieren. Es
sind Energien die „so-tun-als-ob“, ohne eine signifikante Energieschwingung
zu besitzen. Es sind meist astrale Larven oder andere parasitäre Astralwesen!
Dass die energetischen Körper des Protagonisten wieder ein wichtiges
Faktum darstellen, wird in dem Ritual natürlich auch wieder ein Part
vorhanden sein, der speziell auf die Energiekörper zielt. Auch werden beim
Ritual der Genien wieder eigene Psychogone erschaffen, die zwar NICHT als
Wächter fungieren, jedoch als Herolde! Sie tragen den Ruf des Protagonisten
in die Sphäre der Genien! Hierbei geht es aber auch um die eigene Energie,
da man seine Herolde „programmieren“ muss und diese natürlich auch
energetisch „stabil“ stehen müssen. Im folgenden Ritual werde ich wieder
eine Struktur präsentieren, die speziell auf die Energien der Genien abzielt.
Dennoch eignet sich das Ritual als Solistenarbeiten und gleichzeitig als
Gruppenritual!
Bei diesem Ritual geht es weder um Geschwisterlichkeit, wie bei dem
Ritual der Erzengel, noch um die eigene Destruktivität. Bei den Energien der
Genien geht es eher um den eignen Kodex, um ein Existenzcredo, wie man
seine Inkarnation und sein Dasein „lebt“ bzw. „vervollkommnend“.
Drohungen oder Einschüchterungen, wie es in manchen Grimorien zu lesen
ist, haben hier keinen Platz. Es geht um Ehre, Respekt, Demut und eine
Kameradschaftlichkeit, die zeigt, dass man zwar als inkarnierte Energie
exsistiert, dennoch eine Art der Gleichstellung energetisch erreichen kann!
Folgende Arbeitsschritte, die im Schriftbild Ähnlichkeiten mit den
Punkten im Malachimritual haben, in der Praxis aber anders sind, sollen
rituell erfüllen werden:

Beginn und Einstimmung:


1) Physischer Körper: Aktivieren und öffnen aller Chakren
(Körperchakren plus Alpha- und Omega-Chakra).
2) Äther-, Mental- und Emotionalkörper: Rituelle Verkündung über Sinn
und Zweck sowie eine Räucherung zum Erschaffen einer rituellen Sphäre und
Bannung aller störenden Einflüsse.
3) Astralkörper: Reinigung bzw. Klärung des rituellen Ortes und
Erschaffung der Herolde.

Annäherung zur Sphäre der Genien


4) Spiritueller- bzw. Kausalkörper: Energetisierung der Siegel und
Kontakt zu den Sphären der Genien.
5) Intuitions- bzw. Buddhikörper: Bekunden der eigenen energetischen
Willensstärke durch die Anrufung der Genien.

Kontakt zu den Genien


6) Atmankörper: Öffnung und Eintritt in die energetische Sphäre der
Genien, durch die Öffnung des Willens bzw. des Selbstes.
7) Intuitions- bzw. Buddhikörper: Verarbeiten der erlebten Energie in
stiller Meditation

Verabschiedung und Verlassen der Genien


8) Spiritueller- bzw. Kausalkörper: Verabschiedung und verlassen der
Geniensphäre, energetische Auflösung der Siegel, Schließung der Tore,
Auflösung der Herolde.
9) Äther-, Mental-, Emotional- und Astralkörper: Reinigung und
Bannung sowie Auflösung der rituellen Sphäre.

Beendigung der Arbeit


10) Physischer Körper: Überprüfung der eigenen Energiekörper und
Normalisierung aller Chakren (Körperchakren plus Alpha- und Omega-
Chakra), ggf. Aurareinigung und Überprüfung auf Disharmonien.

Nachbereitung:
Hier gilt im Allgemeinen wieder die Klärung der Frage, ob evtl. etwas zur
Danksagung sinnig ist. Da es bei der Arbeit mit den Genien um energetische
Gleichstellung bzw. Kameradschaft geht, muss man reflektieren, wie man
einem Kameraden dankt bzw. ob es nicht normal in einer Kameradschaft ist,
dass sich gegenseitig geholfen wird! Natürlich müssen, wie bei allen rituellen
Arbeiten, die angerufenen Mächte wieder verabschiedet bzw. entlassen
werden. Energetisch sollte man prüfen, ob eine spezielle Entlassung
(Auflösen des imaginierten Siegels oder rituelles Verbrennen eines
gezeichneten Siegels) nötig ist oder ob eine allgemeine Verabschiedung
genügt.

… und so beginnt das Ritual „Begegnungen mit den Genien“!

1) Physischer Körper:
Aktivieren und öffnen aller Chakren (Körperchakren plus Alpha-
und Omega-Chakra).

Der Chakrenausgleich für das Kronen-, das Stirn-, das Kehl-, das Herz-,
das Solarplexus-, das Sexual- und das Wurzelchakra.

Es werden exakt die gleichen Handgriffe und Handlungen ausgeführt, wie


sie im Ritual „Begegnungen mit den Erzengeln“, unter Punkt 1 (Physischer
Körper: Aktivieren und öffnen aller Chakren (Körperchakren plus Alpha-
und Omega-Chakra), beschrieben werden.

2) Äther-, Mental- und Emotionalkörper:


Rituelle Verkündung über Sinn und Zweck sowie eine Räucherung
zum Erschaffen einer rituellen Sphäre und Bannung aller störenden
Einflüsse.
2.1) Verkündung des Willens
Verbinde dich mit deinem Ätherkörper! Schreite den ab Raum und sprich
mit fester Stimme:
In diesem Ritual ist es mein fester Wille den Genius (Name des
Genius) einzuladen, zu rufen, zu beschwören und zu bitten, auf dass mein
Kreis für ihn geöffnet sei! Ich bin gewappnet mit den 4 Elementen, die
sich in mir vereinen! Ich bin die Luft (imaginiere, wie Wind/Sturm dich
umtost, ggf. Körper in eine entsprechende Stellung bringen und im OSTEN
stehen), ich bin das Feuer (imaginiere, wie Flammen/Lohen dich umtosen,
ggf. Körper in eine entsprechende Stellung bringen und im SÜDEN stehen),
ich bin das Wasser (imaginiere, wie Wasser dich umtost, ggf. Körper in eine
entsprechende Stellung bringen und im WESTEN stehen), ich bin die Erde
(imaginiere wie Erde/Felsen dich umgeben, ggf. Körper in eine
entsprechende Stellung bringen und im NORDEN stehen) und alles wird in
mir, im Äther vereint! (Imaginiere, wie alle Elemente in dich einströmen,
ggf. Körper in eine entsprechende Stellung bringen und in der MITTE
stehen).

2.2) Räucherung – Erschaffen der Sphäre


Halte die Verbindung zu deinem Ätherkörper! Gehe in der Mitte des
Raumes, entzünde eine Räucherung und sage:
Ich bin, der ich bin! Ehieh Asher Ehieh! Machtvoll und mit festem
Willen stehe ich im Kreis meiner Magie! Ich erschaffe eine Sphäre, in
der ich den Genius (Name des Genius) erfahren kann, auf dass er sich
mir in Kameradschaft zeigt!
Gehe in konzentrischen Kreisen durch den Raum. Wenn du die Mitte
erreicht hast, ziehe mit der Räucherung eine Spirale, die von UNTEN nach
OBEN führt. Wenn du OBEN angekommen bist, ziehe eine vertikale Linie
herunter zum Boden!

Aramäisches Kreuz (Verbindung Mental- und Emotionalkörper):


Verbinde dich mit deinem Mental- und Emotionalkörper, berühre dein
Stirnchakra und sage:
Eno no nuhro bahro (Ich bin das helle Licht)
Wurzelchakra:
Eno no aloho cafro (Ich bin die wahre Erde)
Herzchakra:
Eno no b’shelyo b’leboim (Ich bin in Stille im Herzen)
Solar-Plexus-Chakra:
Honau fagri (Das ist mein Leib)
Rechter Arm:
Hayloya u zadiquthoya (Meine Kraft und Gerechtigkeit)
Linker Arm:
Makikhuthoya u Rahmeya (Meine Demut und Barmherzigkeit)
Gekreuzte Arme:
Asirutho b’falgoya (Verbindung in meiner Mitte)
Arme über den Körper:
Eno fehmo d’aloho no (Ich bin das Ebenbild Gottes)
Arme/Hände geschlossen über den Kopf:
Hosho u Icolam (Jetzt und für immer)

Gehe in den OSTEN und zieht ein Luft-Pentagramm (LINKS nach


RECHTS):
ruach 'elohym (göttlicher Hauch der Ewigkeit)!
Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, in den SÜDEN und zieht ein
Feuer-Pentagramm (RECHTS OBEN nach LINKS UNTEN): avir jaaquov
(göttlicher Krieger)

Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, in den WESTEN und zieht ein
Wasser-Pentagramm (RECHTS UNTEN nach LINKS OBEN): el rai (ewiger
Quell)

Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, in den NORDEN und zieht ein
Erd-Pentagramm (LINKS OBEN nach UNTEN RECHTS): qoneh aretz
(göttlicher Stein)

Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, wieder in den OSTEN und


aktiviert noch mal das Luft-Pentagramm und sagt dabei: Mit der Macht
meines Geistes ist der Kreis geschlossen, auf dass die magische Arbeit
beginne. DIES IST MEIN WILLE! SO SOLL ES SEIN!

Erneut „Aramäisches Kreuz“ ziehen! à Siehe oben!

3) Astralkörper: Reinigung bzw. Klärung des rituellen Ortes.

3.1 Energetisierung mit „Sternenenergie“ und Ziehen des „Sterns“ um


den eigenen Körper (ausführlich ist die Vollziehung im Ritual „Kontakt mit
den Erzengeln“ (Weg A), Punkt 5, beschrieben).

Alpha-Chakra:
ZIR IVMeD NE OLPRIT! BUST PERIPSAX!
(Übersetzung: Ich rufe das göttliche/heilige Licht! Heil dem Himmel!)
Omega-Chakra:
ZIR IVMeD NE CAOSGI! BUST CAOSGON
(Übersetzung: Ich rufe die göttliche/heilige Erde! Heil der Erde)
Körperchakren:
Man berührt die Stirn und vibriert …
AOIVEAE CHIS UMPLeIF (Die Sterne sind unserer Stärke)
Man berührt sein Kehlkopfchakra und vibriert ...
GOHUS (Ich sage)
Man berührt sein Herzchakra und vibriert ...
IAIADIX ASCHA NOAR AR (Die Ehre Gottes wird das)
Man berührt sein Solar-Plexuschakra und vibriert ...
GAHOACHMA („Ich bin der ich bin“)
Man berührt sein Sexualchakra und vibriert …
IAODAF (Im Anfang)
Man berührt sein Wurzelchakra und vibriert ...
GEH UL (Bis zum Ende)
Ziehen des aufrechtstehenden Tetraeders
ZIRDO OLPIRT (Ich bin das Licht)
Ziehen des inversen Tetraeders
OLPIRT DeS ZIRDO (Das Licht, das ich bin)

3.2. Bannung von störenden Einflüssen


Gehe nun in den Norden und schlage ein Oktagramm von OBEN nach
RECHTS UNTEN und sage: Mit der Macht meines Lichtes und meines
Schattens, banne ich alle Kräfte, die der Krone entgegenstehen! Licht
und Schatten sich in mir einen, dies bin ich und ich bin ewig, so wie auch
die Krone des Seins ewig ist! CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es – es
werde).

Gehe nun in den Süd-Osten und schlage ein Oktagramm. Von LINKS
UNTEN nach OBEN und sage: Mit der Entschlossenheit des Sieges und
dem Blut des Seins, banne ich alle Kräfte, die der Ewigkeit
entgegenstehen! CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es – es werde).

Gehe nun in den Westen und schlage ein Oktagramm. Von LINKS nach
RECHTS OBEN und sage: Mit der Strenge und der Gerechtigkeit des
Seins, banne ich alle Kräfte, die der Stärke entgegenstehen!
CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es – es werde).

Gehe nun in den Nord-Osten und schlage ein Oktagramm. Von RECHTS
OBEN nach UNTEN und sage: Mit dem Facettenreichtum der
Geschicklichkeit und der Väterlichkeit des Seins, banne ich alle Kräfte,
die der Weisheit entgegenstehen! CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es
– es werde).

Gehe nun in den Süden und schlage ein Oktagramm. Von UNTEN nach
LINKS OBEN und sage: Mit der Unnachgiebigkeit und dem Fundament
des Seins, banne ich alle Kräfte, die der Standhaftigkeit entgegenstehen!
CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es – es werde).

Gehe nun in den Nord-Westen und schlage ein Oktagramm. Von LINKS
OBEN nach RECHTS und sage: Mit der Beweglichkeit des Lebens und
der Mütterlichkeit des Seins, banne ich alle Kräfte, die dem Wissen
entgegenstehen! CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es – es werde).

Gehe nun in den Osten und schlage ein Oktagramm. Von RECHTS nach
LINKS UNTEN. Und sage: Mit dem Schild der Milde und der
Barmherzigkeit des Seins, banne ich alle Kräfte, die der Gnade
entgegenstehen! CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es – es werde).

Gehe nun in den Süd-Westen und schlage ein Oktagramm. Von RECHTS
UNTEN nach LINKS und sage: Mit der Pracht der Gradlinigkeit und der
Pracht des Seins, banne ich alle Kräfte, die der Logik entgegenstehen!
CHRISTEOS (So soll es sein – so ist es – es werde).

Gehe nun in den Norden und aktiviere noch einmal das Oktagramm.
Gehe dann in die MITTE und vibriere mit kraftvoller Stimme:
Pambat A-Gahoachma Unpha
Übersetzung: Erfüllt mit der Liebe der Quelle
Pambat A-Gahoachma Orscor
Übersetzung: Erfüllt mit der Dunkelheit der Quelle
Zir Biab! Zir Do Abramig
Übersetzung: Stehe ich hier! Ich bin bereit!

3.3 Kontaktierung der Energien der Genien

Der Protagonist steht in der Mitte des Raumes und „verbindet“ sich
energetisch mit den Energien der Genien!
Kräfte des Kosmos, Kräfte der Ordnung, Kräfte des Chaos! Ich rufe
euch in diese Sphäre. Hört meinen Appell, fühlt meine Macht und meine
Energie! GAHOACHMA! Mein Wille ist stark, mein Wille lenkt die
Energie in eure Sphären und mein Wille erreicht euch in
kameradschaftlicher Eintracht, denn ich bin einer der Euren! Ich bin die
Kraft zwischen dem Licht und der Finsternis, der Wanderer zwischen
den Sphären der Ordnung und des Chaos, der Pilger der Sterne! Mein
Wille trägt meinen Ruf! ZOREGE LAP ZIRDO! HOATHAE IAIDA!

Erschaffen ZWEIER Herolde, welche in die Sphären der Ordnung und


der Chaos eindringen können!

Protagonist geht in die MITTE und erschafft energetisch einen „Herold


des Himmels“ - HAND ZUR DECKE!!!!!
Ich erschaffe aus meiner Stärke und meiner Standhaftigkeit
(Wurzelchakra) einen Herold des Lichtes! Durch Weisheit und aus
meinem Odem hauche (Kehlkopfchakra) ich ihm Leben und Kraft ein!
Die Leidenschaft meines Willens und die Energie der Entschlossenheit
stärken, festigen und stählen meinen Herold, auf dass er aufrichtig und
stark in alle Sphären des Himmels treten kann! Mein Herz (Herzchakra)
ist seine Entschlossenheit, meine Sonne (Solar-Plexus-Chakra) ist seine
Kraft, meine Dynamik (Sexualchakra) ist sein Wille! Meine Macht ist
fokussiert, mein Wille ist gestählt! Meine Kraft ist in mir, den ich bin,
der ich bin! GAHOACHMA! (Alle Energien fließen in den Himmels-
Herold)

Protagonist geht in die MITTE und erschafft energetisch einen „Herold


der Erde“ - HAND ZUR ERDE!!!!!
Ich erschaffe aus meiner Erregung und meiner Wildheit
(Sexualchakra) einen Herold des Schattens! Durch mein Kalkül der
Schwärze und aus meiner Sprache hauche (Kehlkopfchakra) ich ihm
Leben und Wille ein! Die tosende Macht meiner Energie und die
Entschlossenheit zu siegen, stärken, festigen und stählen meinen Herold,
auf dass er seinen Weg unaufhaltsam beschreiten wird und mächtig in
die Sphäre der Erde treten kann! Meine Ungestümheit (Herzchakra) ist
seine Beherztheit, mein Schatten (Solar-Plexus-Chakra) ist seine Gewalt,
mein Ernst (Sexualchakra) ist sein Wille! Meine Macht ist fokussiert,
mein Wille ist gestählt! Meine Kraft ist in mir, den ich bin, der ich bin!
GAHOACHMA! (Alle Energien fließen in den Erde-Herold)

Ein geistiges Tor muss geöffnet werden.

Protagonist geht mit dem Räuchergefäß in die Mitte und zeichnet


Spiralen von OBEN nach UNTEN:

Kräfte des Himmels, Kräfte der Erde! Getragen ist der Klang aus
den Sphären meiner Herrschaft hin zu euch, auf dass ihr mich hören
könnt! So lade ich euch geschwisterlich ein, meine Absichten und
Heldentaten beizustehen, auf dass ich die Tore weit öffnen kann! Kommt
herbei, kommt herbei! Kommt herbei! Dies ist mein Will! So soll es sein!
GAHOACHMA!

4) Spiritueller- bzw. Kausalkörper: Energetisierung der Siegel und


Kontakt zu den Sphären der Genien (Öffnung des Tores).
Verbinde dich mit deinem Spirituellen- bzw. Kausalkörper! In der Mitte
des Raumes wird das entsprechende Siegel imaginiert! ERKENNE FÜR
DICH, in welcher Himmelsrichtung (welches Hauptelement) du das Tor zur
Kontaktierung imaginieren musst! Erfülle das Siegel mit Farben, steuere die
Farben aber nicht bewusst, sondern lasse deinen energetischen Körper die
Farbnuancen wählen – erkenne, welches „Hauptelement“ bei diesem Genius,
in dieser Arbeit die besten Ergebnisse erzielt! Trete nun in das Siegel hin ein
und ziehe es in dein Energiesystem. Öffne ein Tor DURCH DAS SIEGEL
und sage:

Die Anrufung des östlichen Tores:


Ich rufe und beschwöre den Wächter der Luft! Späher aus der Stadt
des aufgehenden Sterns! Ich rufe und beschwöre Dich, auf dass du die
Tore des OSTENS ÖFFNEST! Du bist die Inspiration, die Gesundheit
und die Hoffnung, welche ich für das Ritual will! Heiler der Morgenröte,
Odem aus den Fürstentümern des OSTENS! Du bist die Neuwerdung,
der Aufgang der Sonne und die frische Luft des Morgens! Deine
Energien, genährt von meinem Willen, bieten mir den Hauch des
Lebens, auf dass mein Ziel erreicht wird! Öffne mir die Tore der Luft,
auf dass ich Name des Genius in meine Welt bitten kann! Dies ist mein
Wille! Kraft meiner magischen und göttlichen Kraft befehle ich, dass
sich die Tore öffnen und die Macht des OSTENS mir in diesem Ritual
günstig ist!
Das Tor des OSTENS wird imaginiert und wie ein „OSTWESEN“ das
Tor öffnet und den KREIS BETRITT! Achtung! Persönliche Schutzkugel
muss intakt sein!

Die Anrufung des südlichen Tores:


Ich rufe und beschwöre den Wächter des Feuers! Läuterung aus der
Stadt des Feuers! Ich rufe und beschwöre Dich, auf dass du die Tore des
SÜDENS ÖFFNEST! Du bist die Läuterung, das Verbrennen und das
Transformieren, welches ich für das Ritual heute will! Krieger der
Flammen, Verfechter der Fürstentümer des SÜDENS! Du bist der Held,
der scharfe Stahl und die brennende Kraft der Flammen! Deine
Energien, genährt von meinem Willen, bieten mir das Feuer der
Reinigung, auf dass mein Ziel erreicht wird! Dies ist mein Wille! Kraft
meiner magischen und göttlichen Kraft befehle ich, dass sich die Tore
öffnen und die Macht des SÜDENS mir in diesem Ritual willig ist!
Das Tor des SÜDENS wird imaginiert und wie ein „SÜDWESEN“ das
Tor öffnet und den KREIS BETRITT! Achtung! Persönliche Schutzkugel
muss intakt sein!

Die Anrufung des westlichen Tores:


Ich rufe und beschwöre den Wächter des Wassers! Schnitter aus der
Stadt des Todes und des Lebens! Ich rufe und beschwöre Dich, auf dass
du die Tore des WESTENS ÖFFNEST! Du bist der Psychopompos, das
Aufnehmen des Lebens und die Wiedergeburt, welche ich für mein
Ritual will! Mystiker der Quellen, Lebensgeber aus den Fürstentümern
des WESTENS! Du bist die Flut, die alles Haltlose und Unreine aus dem
Leben spült! Deine Tiefen, genährt von meinem Willen, bieten mir die
Ströme des Lebens, des Todes und der Wiedergeburt, auf dass mein Ziel
erreicht wird! Dies ist mein Wille! Kraft meiner magischen und
göttlichen Kraft befehle ich, dass sich die Tore öffnen und die Macht des
WESTENS mir in diesem Ritual freundlich ist!
Das Tor des WESTENS wird imaginiert und wie ein „WESTWESEN“
das Tor öffnet und den KREIS BETRITT! Achtung! Persönliche Schutzkugel
muss intakt sein!

Die Anrufung des nördlichen Tores:


Ich rufe und beschwöre den Wächter der Erde! Jäger aus dem Schoß
der Erde! Ich rufe und beschwöre Dich, auf dass du die Tore des
NORDENS ÖFFNEST! Du bist die Härte, die Gewalt und die Festigkeit,
welche ich erkenne und führe! Wächter des Eises, Kreatur aus den
Fürstentümern des NORDENS! Du bist die Festigkeit, die Fruchtbarkeit
und die reiche Erde der Schöpfung! Deine Energien, genährt von
meinem Willen, sind das Fundament, auf dass mein Ziel erreicht wird!
Öffne mir das Tor der Erde, auf dass ich Name des Genius in meine Welt
bitten kann! Dies ist mein Wille! Kraft meiner magischen und göttlichen
Kraft befehle ich, dass sich die Tore öffnen und die Macht des Nordens
mir in diesem Ritual dienlich ist!
Das Tor des NORDENS wird imaginiert und wie ein „NORDWESEN“
das Tor öffnet und den KREIS BETRITT! Achtung! Persönliche Schutzkugel
muss intakt sein!

Halte den Kontakt zu deinem Spirituellen- bzw. Kausalkörper! Öffne


deine Chakren und leite die Energie der Tore und der Wächter, in dein
eigenes Energiesystem. Imaginiere nun das Siegel des Genius und setze es
auf deine Chakren, in dem du es verkleinerst und duplizierst. Erkenne was
sich in dir verändert, und ob du weiter „reisen“ / „schreiten“ kannst.

5) Intuitions- bzw. Buddhikörper: Bekunden der eigenen


energetischen Willensstärke durch die Anrufung der Genien.

Verbinde dich mit deinem Intuitions- bzw. Buddhikörper! Gehe in die


Mitte des Raumes und sprich den gewählten Genius direkt an!
Wähle eine Anrufung DER MACHT und präsentiere deine eigene Stärke,
Dominanz Autorität, Eignung und Wirksamkeit. Sprich verbal das aus, was
sich in deinem Inneren bildet. Dies ist der beste Weg. Im Notfall kannst du
auch eine allgemeine Formulierung wählen, welche jedoch nicht so effektiv
sein wird, wie eine eigene und individuelle Formulierung!
Sage mit fester Stimme:
Höre mich, (Name des Genius), höre meine Stimme, höre meinen
Willen, auf dass ich tief in die Sphären deines Reiches trete, um dich
kameradschaftlich zu erkennen! Auge in Auge will ich dir
gegenüberstehen, gewillt mich deinen Prüfungen zu stellen, auf dass du
in mir erkennst, dass ich wie du bin! Standhaft und wissend stehe ich
(N.N.) hier vor deinem Angesicht! Meine Gedanken sind stark und
machtvoll! Sie stehen wie die Sterne am Firmament, unendlich in ihrer
Bahn und niemals wankelmütig! So rufe und bitte ich dich Name des
Genius, dass du mir (Attribute des Genius bzw. Fähigkeiten/Spezialisierung
des Genius) gibst, auf dass ich weiter an meiner Evolution arbeiten kann.
Die Kraft der Dualität ist mir zu eigen! Ich bin Himmel und ich bin
Erde! So rufe ich dich, dass du meinen Willen und meine Standhaftigkeit
erkennst! Ich bin bereit mich all deinen Prüfungen zu stellen! Ich bin
bereit! Ich bin bereit für den Kontakt mit dir! Ich bin bereit! Ich bin, der
ich bin! GAHOACHMA!

6) Atmankörper: Kameradschaftlicher Kontakt zu den Genien.


Verbinde dich mit deinem Atmankörper! Handel nun vollkommen frei
und so wie es dein höheres Selbst bestimmt!

Solltest du noch materielle Führung brauchen, so gehe in die Mitte des


Raumes und stelle drei Symbole auf, die DU mit dem entsprechenden Genius
assoziierst! Vielleicht eine Elementwaffe, ein Horn, schwarze Federn oder
Steine. Stelle sie so vor dir auf, dass zwei ein Tor bilden und der dritte
Gegenstand in der Mitte steht.

Nimm den mittleren Gegenstand in die Hand. Halte sie auf Höhe deines
Wurzelchakras und energetisiere dich!
Sage: Der Himmel und die Erde sind Teile meiner Wurzeln und
meiner Beständigkeit! Dies bin ich und ich bin ewig!

Führe den Gegenstand höher und halte ihn auf Höhe deines
Sexualchakras und energetisiere dich!
Sage: Der Himmel und die Erde sind Teile meiner Energie und
meiner Produktivität! Dies bin ich und ich bin ewig!

Führe den Gegenstand höher und halte ihn auf Höhe deines Solar-Plexus-
Chakras und energetisiere dich! Sage: Der Himmel und die Erde sind Teile
meiner Sonne und meiner Weisheit! Dies bin ich und ich bin ewig!

Führe den Gegenstand und halte ihn auf Höhe deines Herzchakras und
energetisiere dich!
Sage: Der Himmel und die Erde sind Teile meines Herzens und
meiner Emotionalität! Dies bin ich und ich bin ewig!

Führe den Gegenstand höher und halte ich auf Höhe deines
Kehlkopfchakras und energetisiere dich!
Sage: Der Himmel und die Erde sind Teile meiner Sprache und
meiner Wahrheit! Dies bin ich und ich bin ewig!
Führe den Gegenstand höher und halte ihn auf Höhe deines Stirnchakras
und energetisiere dich!
Sage: Der Himmel und die Erde sind Teile meiner Erkenntnis und
meiner Hellsichtigkeit! Dies bin ich und ich bin ewig!

Führe den Gegenstand und halte ihn auf Höhe deines Kronenchakras und
energetisiere dich!
Sage: Der Himmel und die Erde sind Teile meines Selbst und meines
Ichs! Dies bin ich und ich bin ewig!

Imaginiere das Siegel des Genius und lade ihn zu dir ein! Öffne dich und
erwarte den Genius in deiner Sphäre! Der Genius wird zu dir kommen, wenn
du für diesen Kontakt bereit bist. Wenn nicht, bedanke und verabschiede
dich!

7) Intuitions- bzw. Buddhikörper: Verarbeiten der erlebten Energie


in stiller Meditation
Verbinde dich mit deinem Intuitions- bzw. Buddhikörper! Gehe in die
Mitte des Raumes, setze oder lege dich bequem hin und sinne über das erlebt
nach! Erkenne dich selbst und erkenne, was geschehen ist!

8) Spiritueller- bzw. Kausalkörper: Verabschiedung und verlassen


der Geniensphäre, energetische Auflösung der Siegel, Schließung der
Tore, Auflösung der Herolde.
8.1 Verabschiedung und verlassen der Geniensphäre, Auflösung der
Siegel:
Verbinde dich mit deinem Spirituellen- bzw. Kausalkörper! Stell dich in
die Mitte des Raumes! Imaginiere das entsprechende Siegel des jeweiligen
Genius.
Verabschiede dich und bedanke dich individuell bei dem Genius, auch
wenn du keinen spürbaren Kontakt hattest. Finde eine eigene Art der
Verabschiedung, die individuell ist. Ist dir dies nicht möglich, kannst du die
folgende universelle Verabschiedung zitieren:

Ehrwürdige, allmächtige Genien aller Sphären des Seins. Ich danke


Euch für Eure Gelehrtheit, Eure Erkenntnis und Eure Energie. (Titel
UND Name des Genius) ich danke dir für deine Schulung, deinen
Einfluss, deine Kameradschaft und dein Entschluss, mich zu erhören.
Heil dem Himmel, heil der Erde, heil euch, den Genien des Seins!
Kameradschaftlich bedanke ich mich, dass ich mein Ziel erreichen
konnte, indem ich soweit gehen durfte, wie es für mich möglich war.
Licht, Schatten und Dämmerung; Leben, Tod und Wiedergeburt – dies
alles sind Attribute der Kräfte des Himmels und der Erde! In Stärke und
Aufrichtigkeit bekunde ich meine Demut vor euren Aufgaben im Großen
Werk! Ich danke euch, dass ihr meine Essenz und meinen Willen
angenommen habt. So verabschiede ich Euch in Hochachtung und
Würdigung! Gehet zurück in Eure Reiche, der Friede und das Licht des
Himmels und der Erde segnen Euch!
Löse das Siegel des Genius, welches imaginativ in deinen Chakren steht,
vollkommen auf, indem du die Essenz des Siegels in dein Energiesystem
ziehst. Es ist möglich, dass eine „Signatur“ des Siegels „zurückbleibt“, sodass
man die Energie des Genius beim nächsten Kontakt leichter erreichen kann!
8.2 Schließung der Tore:
Die Schließung des östlichen Tores:
Ich danke dem Wächter der Luft! Kehre in Frieden zurück in deine
Reiche! Kraft meines magischen Willens verfüge ich, dass du nun diesen
magischen Ort verlassen kannst! Nimm all deine Energien zurück,
sodass sich in Eintracht unsere Wege trennen mögen! Heil und
Lebewohl! So soll es sein!
Das „OSTWESEN“ wird imaginiert, wie es den KREIS VERLÄSST und
das Tor fest verschließt!

Die Schließung des südlichen Tores:


Ich danke dem Wächter des Feuers! Kehre in Frieden zurück in
deine Reiche! Kraft meines magischen Willens verfüge ich, dass du nun
diesen magischen Ort verlassen kannst! Nimm all deine Energien
zurück, sodass sich in Eintracht unsere Wege trennen mögen! Heil und
Lebewohl! So soll es sein!
Das „SÜDWESEN“ wird imaginiert, wie es den KREIS VERLÄSST und
das Tor fest verschließt!

Die Schließung des westlichen Tores:


Ich danke dem Wächter des Wassers! Kehre in Frieden zurück in
deine Reiche! Kraft meines magischen Willens verfüge ich, dass du nun
diesen magischen Ort verlassen kannst! Nimm all deine Energien
zurück, sodass sich in Eintracht unsere Wege trennen mögen! Heil und
Lebewohl! So soll es sein!
Das „WESTWESEN“ wird imaginiert, wie es den KREIS VERLÄSST
und das Tor fest verschließt!
Die Schließung des nördlichen Tores:
Ich danke dem Wächter der Erde! Kehre in Frieden zurück in deine
Reiche! Kraft meines magischen Willens verfüge ich, dass du nun diesen
magischen Ort verlassen kannst! Nimm all deine Energien zurück,
sodass sich in Eintracht unsere Wege trennen mögen! Heil und
Lebewohl! So soll es sein!
Das „NORDWESEN“ wird imaginiert, wie es den KREIS VERLÄSST
und das Tor fest verschließt!

8.3 Auflösung/Reintegration der Herolde:


Protagonist geht in die MITTE und reintegriert den „Herold des
Himmels“:
Ich nehme meine Stärke und meine Standhaftigkeit (Wurzelchakra)
aus meinem Herold des Lichtes wieder in mein Energiesystem auf!
Meine Weisheit und mein Odem (Kehlkopfchakra) befehlen die Kraft
zurück zu mir! Die Leidenschaft meines Willens und die Energie meiner
Entschlossenheit kehren zurück zu mir und lösen den Herold des
Himmels auf! Dies ist mein Wille und mein Wille ist fokussiert! Ich
nehme den Herold des Himmels in mir auf! So soll es sein! (Alle Energien
des Himmels-Herold fließen zurück in das eigene Energiesystem).

Protagonist geht in die MITTE und reintegriert „Herold der Erde“:


Ich nehme meine Erregung und meine Wildheit (Sexualchakra) aus
meinem Herold des Schattens wieder in mein Energiesystem auf! Mein
Kalkül und meine Stimme (Kehlkopfchakra) der Entschlossenheit zu
siegen, befehligen alle ausgesandten Energien meines Selbst zurück zu
mir! Meine Beherztheit, aus Kraft und Besonnenheit, sind mein Wille,
auf dass meine entsandte Macht zurück zu mir fließt und sich der
Herold der Erde auflöst! Dies ist mein Wille und mein Wille ist
fokussiert! Ich nehme den Herold der Erde in mir auf! So soll es sein!
(Alle Energien des Erd-Herolds fließen zurück in das eigene Energiesystem).

Das geistige Tor wird geschlossen:


Kräfte des Himmels, Kräfte der Erde! Auf meinen Klang hin
öffneten sich die Sphären meiner Herrschaft zu euch, auf dass ihr mich
hören konntet! Das Ritual ist beendet und so verabschiede ich euch
geschwisterlich, mit einem Dank auf den Lippen, dass ihr meine
Absichten und Heldentaten unterstützt habt! Ich schließe das Tor und
versiegele es, auf dass nur ich es wieder öffnen kann! Dies ist mein Will!
So soll es sein! GAHOACHMA!

9) Äther-, Mental-, Emotional- und Astralkörper: Reinigung und


Bannung sowie Auflösung der rituellen Sphäre.

9.1 Reinigung und Bannung


Aramäisches Kreuz (Verbindung Mental- und Emotionalkörper):
Verbinde dich mit deinem Mental- und Emotionalkörper, berühre dein
Stirnchakra und sage: Eno no nuhro bahro (Ich bin das helle Licht)
Wurzelchakra: Eno no aloho cafro (Ich bin die wahre Erde)
Herzchakra: Eno no b’shelyo b’leboim (Ich bin in Stille im Herzen)
Solar-Plexus-Chakra: Honau fagri (Das ist mein Leib)
Rechter Arm: Hayloya u zadiquthoya (Meine Kraft und Gerechtigkeit)
Linker Arm: Makikhuthoya u Rahmeya (Meine Demut und
Barmherzigkeit)
Gekreuzte Arme: Asirutho b’falgoya (Verbindung in meiner Mitte)
Arme über den Körper: Eno fehmo d’aloho no (Ich bin das Ebenbild
Gottes)
Arme/Hände geschlossen über den Kopf: Hosho u Icolam (Jetzt und für
immer)

Gehe in den OSTEN und zieht ein Luft-Pentagramm (LINKS nach


RECHTS):
ruach 'elohym (göttlicher Hauch der Ewigkeit)!

Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, in den SÜDEN und zieht ein
Feuer-Pentagramm (RECHTS OBEN nach LINKS UNTEN): avir jaaquov
(göttlicher Krieger)

Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, in den WESTEN und zieht ein
Wasser-Pentagramm (RECHTS UNTEN nach LINKS OBEN): el rai (ewiger
Quell)

Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, in den NORDEN und zieht ein
Erd-Pentagramm (LINKS OBEN nach UNTEN RECHTS): qoneh aretz
(göttlicher Stein)

Protagonist geht, mit gestrecktem Arm, wieder in den OSTEN und


aktiviert noch mal das Luft-Pentagramm und sagt dabei: Mit der Macht
meines Geistes ist der Kreis geschlossen, auf dass die magische Arbeit
beginne. DIES IST MEIN WILLE! SO SOLL ES SEIN!

Erneut „Aramäisches Kreuz“ ziehen!


9.2 Auflösung der rituellen Sphäre.

Gehe in jede Himmelsrichtung (Osten, Süden, Westen, Norden, Osten)


und sage jeweils:

(Schwert gesenkt)
Im Namen der ewigen Macht, die dem Kosmos das Licht und die
Finsternis brachte und Kraft meines magisch göttlichen Willens, danke
ich den Wesenheiten, die mir geholfen haben! Euer(e) Bruder/Schwester
dankt und segnet euch!
(Schwert erhoben)
Und den niederen Kräften befehle ich hiermit, sich zu entfernen oder
vernichtet zu werden!
Es wird jeweils Lichtenergie, die jede hinderliche oder parasitäre Präsenz
durch einen Lichtsturm wegweht, ausgesendet, sodass die helfenden Wesen
gesegnet und die niederen Wesen in die eigenen Reiche
zurückführt/drängt/vernichtet werden.

10) Physischer Körper: Überprüfung der eigenen Energiekörper und


Normalisierung aller Chakren (Körperchakren plus Alpha- und Omega-
Chakra)

Es werden exakt die gleichen Handgriffe und Handlungen ausgeführt, wie


sie im Ritual „Begegnungen mit den Erzengeln“, unter Punkt 15 (Physischer
Körper: Überprüfung der eigenen Energiekörper und Normalisierung aller
Chakren (Körperchakren plus Alpha- und Omega-Chakra), beschrieben
werden.
Kontrolliere bei jedem Chakra, ob die Energie harmonisch fließt oder ob
es störende Einflüsse gibt. Sollte dies so sein, gebe Licht und Energie in das
Chakra, bis sich die störenden Einflüsse aufgelöst haben. Hierbei kannst du
mit dem Siegel der ERZENGEL arbeiten! In dieser Phase wird nur noch mit
LICHT und mit den Erzengelenergien gearbeitet!

Wenn dein Energiesystem gereinigt ist, stelle ich noch einmal in die Mitte
es Raumes und sage:
Über mir ist das Licht, das mich erfüllt und durchflutet! Heil dem
Licht! Heil mir! Ich bin, der ich bin! So ist das Ritual beendet! In
Schönheit und in Stärke, in Demut und Barmherzigkeit! So soll es sein!
Jetzt und immer da!
(Visualisiere dabei, dass von oben her ein Lichtstrahl kommt, der dich
vollkommen mit Licht erfüllt und der dann den ganzen Raum/die Kugel mit
Licht füllt.)

Ende des gesamten Rituals!!!


Arbeiten mit den Genien via Ritus – Weg F

Im Folgenden ist der Ritus „Kontakt über die Elementebenen zu den


Genien“ abgedruckt, mit vorheriger theoretischer Kurzaufschlüsselung:
Wie immer gilt, dass man sich mit seinen energetischen Körpern
verbinden muss, primär Äther-, Mental-, Emotional- und Astralkörper, um
dann auf der Astralebene, das Siegel des entsprechenden Genius zu
imaginieren und zu energetisieren. Anders als bei den Erzengeln und den
Malachim, wird der Kontakt zu der Ebene „spiralförmig“ erschaffen, d. h.,
die Übergänge sind fließend. Wenn man will, kann man das Siegel der
Genien auch „einfach“ auf seiner Ebene, in seinem inneren Tempel
imaginieren. Da die Genien eine andere „Kontaktmaxime“ vertreten als die
Erzengel und die Malachim, ist ein Kontakt, bei auseichender Energetik
wahrscheinlich. Wer einen deutlichen Kontakt zu den Erzengeln und/oder
den Malachim einrichten konnte, wird mit den Genien keine großen
Probleme haben. Dennoch muss man erwähnen, dass die Genien – anders als
die Erzengel und die Malachim – eine innere Hierarchie haben, die sich
literarisch durch irgendwelche Ehrentitel ausdrückt und energetisch durch
eine signifikante Schwingung zu erkennen ist.

Für alle, die aber lieber einen geführten Kontakt erleben wollen, will ich
den folgenden Ritus bzw. die folgende Astralarbeit anbieten, sodass man eine
Möglichkeit bekommt, den Genien aufrecht und kameradschaftlich
entgegenzutreten, um von ihnen zu lernen und besondere Begleiter
kennenzulernen.
Da es wieder verschiedene Stationen in dieser Arbeit gibt, will ich diese
kurz erläutern.
a) Der Regenbogenraum:
Hier startet die Reise und der Reisende wird erst einmal mit allgemeinen
Archetypen, welche sich auf die Farben des Regenbogens beziehen, aktiviert,
sodass dass die Energie langsam beginnen kann zu fließen. Von hier aus
kommt man auf eine Ebene, in welcher man seinen Ätherkörper aktivieren
kann, um sich dann mit diesem zu verbinden.

b) Der Wald:
Wenn man den Regenbogenraum verlassen hat, befindet man sich
inmitten eines großen Waldes, der am Fuß eines Gebirges existiert. Hier wird
in der Astralarbeit die Verbindung zum Ätherkörper erstellt, indem die fünf
Sinne des Menschen (sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen/tasten)
benutzt werden, den Ätherkörper zu aktivieren. Allein dadurch, dass man
durch Worte und Konzentration Bilder, Gerüche, Geräusche, Geschmäcke
und Empfindungen beschreibt, diese im meditativen Zustand erlebt, verbindet
man sich mit seinem Ätherkörper, welcher der energetische Körper ist, der
dem physischen Körper am nächsten kommt.

c) Das Gebirge:
Dieser Bereich befindet sich „oberhalb“ des Waldes und beschreibt die
Verbindung zum Mentalkörper, da man in diesem Bereich eine kreative
Aufgabe erfüllen muss. Durch die Kreativität verbindet man sich mit seinem
Mentalkörper. Man kann hier sehr gut Hindernisse einbauen, sodass wirklich
nur die Person die Hürde überwinden kann, die sich mit ihrem Mentalkörper
verbindet. Es ist wichtig, dass die energetischen Verbindungen stabil und
authentisch sind, da dies ein Teil des Fundamentes der eigenen geistigen
Arbeit ist.

d) Der Wasserfall:
Dieser Bereich liegt „im Gebirge“ und ist der Arbeitsort, an dem man
eine Verbindung zu seinem Emotionalkörper schaffen kann. Wie der Name
dieses Körpers vermuten lässt, sind hier Emotionen die Kittmasse, dass das
Bewusstsein den Emotionalkörper erreichen und erleben kann. In diesem
energetischen Bereich geht es darum, via Emotionen, die sich jedoch gezielt
auf den Kontakt mit den Genien beziehen, in seinen Emotionalkörper
einzutauchen, um mit diesem zu arbeiten.

e) Die Feuerhöhle:
Die Feuerhöhle stellt eine Art „Tempel“ dar. In ihr befinden sich
verschiedene Tore bzw. Prüfungen, die dazu dienen, dass man sich bewusst
mit seinem Astralkörper verbindet. Weiterhin besteht auch hier wieder die
Möglichkeit, sich mit seinem Spirituellen- bzw. Kausalkörper, mit seinem
Intuitions- bzw. Buddhikörper oder sogar mit seinem Atmankörper zu
verbinden. Wie immer muss man jedoch die Tore öffnen, aktivieren und
durchdringen! Im Inneren des Tores wird es ähnlich einem Floating Tank
sein. Eine sensorische Deprivation bewirkt eine leichtere Verbindung, um die
Grenzen zu durchbrechen, sodass das Bewusstsein in Kontakt mit den
höheren Energiekörpern treten kann. Es ist ein „Inneres treiben oder fallen
lassen“, wobei dies nicht expliziert in der Meditation beschrieben wird, da
jeder Energiekörper anderes zu erreichen ist und somit auch das Erlebte
wieder sehr individuell sein muss.

f) Die Stadt mit der Arena:


Die Stadt mit der Arena ist eine individuelle Energietasche auf der
astralen Ebene. Hier findet die Imagination des Geniensiegels statt, welches
als Tor fungieren soll/muss, um überhaupt einen möglichen Kontakt zu
erstellen. Da die Genien eine Hierarchie besitzen, gibt es in dieser „astralen
Tasche“ Bereiche, die sich auf die (literarisch zugeordneten) Titel der Genien
beziehen. So wird man einen „König“ an einem anderen Ort finden als einen
Grafen. Da der Kontakt absolut individuell ist, ist die ganze Ebene so
konzipiert, dass sie wie eine „holografische Matrix“ funktioniert, die sich
aber in einer flexiblen Schablone (die Stadt) befindet. Alles was man sehen
will/muss, wird man sehen.

g) Rückweg:
Da der Kontakt zu den Genien (wie auch zu den Erzengeln und den
Malachim) zeitlich begrenzt ist, wird die Arbeit irgendwann den Rückweg
„einleiten“. Der Rückweg verläuft jedoch schneller als bei den Reisen zu den
Erzengeln bzw. zu den Malachim! Von der „Stadt mit der Arena“ wird es ein
Portal direkt zum „Gebirge“ geben, von wo man zurück zum
Regenbogenraum geführt wird, um dann wieder in die die Realität zu
gelangen.

Kurze und allgemeine Vorbereitung zur Entspannung:

Die Vorbereitung läuft hier natürlich fast identisch mit den


Vorbereitungen zu den Wegen B und D ab. Es bleibt dabei, dass man
ungestört arbeiten soll, d. h., Handy und Telefon aus und zumindest ein paar
Stunden Ruhe vor evtl. menschlichen Besuchern! Alle störenden
Geräuschkulissen (Straßenverkehr, Fernseher, lärmende Haustiere) sollten
hier auch wieder vermieden werden! Da diese „Reise“ auch nicht länger als
45 Minuten dauern soll, wird man es sicherlich bewerkstelligen können, dass
man für diese Zeit ungestört bleibt.
Um eine mystische Atmosphäre zu bekommen, kann wieder der Raum
abgedunkelt werden und einige Kerzen können aufgestellt werden (ohne das
der Raum abbrennt!). Zünde ein paar Kerzen an, damit sich die Atmosphäre
vom Alltag abhebt.
Entzünde eine Dir angenehme Räucherung und lasse leise, jedoch
kraftvolle bzw. epochale Musik im Hintergrund laufen. Egal ob es nun
„meditative Klänge“ oder Klänge aus dem Bereich „Dark Ambiente“,
„Horror Ambiente“ oder „Dark Industrial“ sind! Sehr gut sind hier auch
Soundtracks geeignet, die pompöse und tief greifende Musikstücke
beinhalten. Wie immer geht es aber auch völlig ohne Musik!
Erneut gilt natürlich, dass man etwas Bequemes anziehen soll, sodass
man sich behaglich hinlegen oder setzen kann, um die Körperposition über
einen gewissen Zeitraum halten zu können.

Geführte Meditation/Astralarbeit „Kontakt über die Elementebenen zu


den Genien“

Konzentriere dich auf deinen Atem. Lasse ihn kommen und gehen, von
ganz alleine. Lasse alle Gedanken ziehen, so als ob sie Wolken am Himmel
wären.

Befreie dich von deinem Alltag. Befreie dich von all dem „Müssen“, dem
„Wollen“, dem „Befolgen“. Du bist du, nichts anderes zählt hier.

Entspanne dich, entspanne dich im Geiste und im Körper. Finde für dich
eine bequeme Position, sodass deine Arme, deine Beine und dein ganzer
Körper sich entspannen können!

Die Stirn ist glatt und gelöst.


Die Wangen sind locker und entspannt.
Der Unterkiefer ist entspannt.
Die Zunge liegt locker im Mund.
Das ganze Gesicht ist entspannt.

Der Atem kommt und geht von ganz alleine.

Nichts und niemand stören mich mehr.


Alles andere hat Zeit bis später.
Ich lasse die Gedanken vorbeiziehen, wie die Wolken am Himmel.

Ich bin ganz ruhig.


Ich bin ganz ruhig.
Ich bin ganz ruhig.

Loslassen.
Loslassen, von all dem, was mich bisher noch beschäftigt hat.
Loslassen, von all den Themen des Tages.
Loslassen, von allen Vorstellungen, von allen Meinungen.
Loslassen, von allen Absichten und Wünschen.
Loslassen, von all dem ich möchte, ich will, ich muss.
Ich bin ganz ruhig.
Die Ruhe kommt ganz von selbst.
Ich lasse mich treiben zur Insel der Ruhe.
Ich bin ganz ruhig.

Die Reise beginnt.

Um dich herum ist alles schwarz. Du kannst nichts erkennen, noch nicht
einmal deine Hand vor deinen Augen. Langsam lichtet sich das Schwarz und
du erkennst ein leichtes rotes Leuchten ein paar Schritte vor dir.

Du erkennst, dass es sich um eine große Kreisbahn handelt, die im


Durchmesser sicherlich 7 Meter misst, jedoch der Farbbereich maximal 1
Meter breit ist. Du gehst auf den Kreis zu und siehst schemenhaft, dass noch
weitere Kreisbahnen sich im Inneren der roten Umrandung befinden. Es sind
konzentrische Kreisbahnen, die zum Mittelpunkt des Kreises immer kleiner
und kleiner werden, bis die Mitte erreicht wird, in welcher eine geschlossene
Kreisscheibe zu erahnen ist.

Komm und mache einen Schritt in den roten Kreis hinein!

Du betrittst die rote Kreisbahn und sofort leuchtet das Rot kraftvoll und
stark auf. Es ist das Rot der Lebenskraft! Es bilden sich kleine energetische
Flammenzungen, die tanzend über den Kreis fließen, dich erreichen und dich
umspielen. Fühle die Energie! Fühle das Rot der Lebenskraft, wie es dich
umfließt und sich sanft mit deinen Energien verbindet, indem es dich
umspielt und durchdringt.
Mache einen weiteren Schritt, in die nächste Kreisbahn, die schwach
orange glimmt.

Du betrittst die orange Kreisbahn und sofort leuchtet das Orange kraftvoll
und stark auf. Es ist das Orange der Erneuerung! Du siehst kleine
energetische Flammenzungen, die tanzend über den Kreis fließen, dich
erreichen und dich umspielen. Fühle die Energie! Fühle das Orange der
Erneuerung, wie es dich umfließt und sich sanft mit deinen Energien
verbindet, indem es dich umspielt und durchdringt.

Mache einen weiteren Schritt, in die nächste Kreisbahn, die schwach gelb
glimmt.

Du betrittst die gelbe Kreisbahn und sofort leuchtet das Gelb kraftvoll
und stark auf. Es ist das Gelb der klaren Geisteskraft! Erneut entstehen kleine
energetische Flammenzungen, die tanzend über den Kreis fließen und dich
erreichen. Fühle die Energie! Fühle das Gelb der klaren Geisteskraft, wie es
dich umfließt und dich durchdringt.

Mache einen weiteren Schritt, in die nächste Kreisbahn, die schwach grün
glimmt.

Du betrittst die grüne Kreisbahn und sofort leuchtet das Grün kraftvoll
und stark auf. Es ist das Grün der Vitalität! Rasend schnell fließen die
energetischen Flammenzungen tanzend über den Kreis. Fühle die Energie!
Fühle das Grün der Vitalität, wie es dich umfließt und dich durchdringt.
Mache einen weiteren Schritt, in die nächste Kreisbahn, die schwach blau
glimmt.

Du betrittst die blaue Kreisbahn und sofort leuchtet das Blau kraftvoll und
stark auf. Es ist das Blau der kosmischen Einigkeit! Tanzend und fließend
gleiten die Flammenzungen über den Kreis. Fühle die Energie! Fühle das
Blau der kosmischen Einigkeit, wie es dich umfließt und dich durchdringt.

Mache einen weiteren Schritt, in das Innere des Kreises, der schwach
violett glimmt.

Du betrittst das Innerste des Kreises und sofort leuchtet es Violett


kraftvoll und stark auf. Es ist das Violett der Weisheit und der
Transformation! Der gesamte Kreis steht in den Energieflammen des
Regenbogens. Du nimmst alle Energien auf. Sie umspielen und durchfließen
dich. Fühle die Energie! Fühle das Violett der kosmischen Einigkeit, wie es
dich umfließt und dich durchdringt.

Im Rausch der Energie fühlst du, wie sich der gesamte violette Kreis
langsam in die Tiefe bewegt. Erst langsam und dann immer schneller und
schneller. Es ist ähnlich dem Gefühl des Fallens, doch du weißt, dass du
vollkommen sicher und geschützt bist.

Die Welt um dich herum wird unscharf, sodass du alles wie durch
Milchglas siehst. Das Gefühl des Fallens ist weiterhin vorhanden, doch du
kannst nicht genau sagen, wohin die Reise geht. Deine Umgebung verändert
sich rasend schnell! Die Farben Grün, Braun und Grau schimmern, sie
erreichen dich schwach, doch noch immer ist es so, als ob du vor deinen
Augen eine Trübung hast. Du fühlst, dass es deutlich kühler wird. Mit jedem
sinkenden Grad der Temperatur scheint sich aber dein Blick zu klären. Mehr
und mehr Konturen kannst du erkennen, Konturen, die dich an Bäume bzw.
an einen Wald erinnern.

Stück für Stück kannst du immer mehr und mehr erkennen. Du siehst, wie
sich vor dir große Tannen, auf einem steinigen und steilen Grund erheben
und es scheint, dass in einiger Entfernung Felswände zu sehen sind.
Nach ein paar weiteren Sekunden klärt sich dein Blick vollkommen,
sodass du alles erkennen kannst!
Du befindest dich auf einer winzigen Lichtung, inmitten eines dichten
Tannenwaldes. Der Boden geht steil bergan, und als du deinen Blick
schweifen lässt, erkennst du, dass sich hinter bzw. unter dir ein weites Tal
erstreckt. Du musst dich irgendwo in den Bergen befinden!
Du entdeckst einen kleinen, sehr schmalen Trampelpfad, der weiter
bergan führt. Er ist mit Kies bestreut, der unter deinen Füßen knirscht. Du
kannst die Unebenheiten recht gut spüren, und da der Weg bergan führt, hast
du hier und da Mühe nicht wegzurutschen.

Du folgst dem schmalen Pfad, der sich weiter bergan schlängelt und
zwischen riesigen Tannen und Kiefern ins Gebirge führt. Du hörst das
Rauschen des Windes und der harzige Duft der Kiefern begleitet dich. Schritt
für Schritt gehst du weiter und atmest die kühle Waldluft ein. Sie hat sogar
einen leicht süßlichen Geschmack.
Nach einer Weile hörst du ein leises Rauschen, das nicht vom Wind, der
durch die Bäume streicht, zu kommen scheint. Du gehst weiter. Das
Rauschen wird immer lauter und lauter und du erkennst, dass es sich um
Wasser handeln muss. Wenige Schritte weiter bekommst du die Bestätigung.
Du siehst einen tosenden Gebirgsbach, der zwischen zwei Felsklüften deinen
Weg kreuzt.

Es scheint so, dass der Bach eine Art Grenze bildet, denn auf der anderen
Seite siehst du keine Bäume mehr, sondern nur noch karges Buschwerk. Du
trittst an den Rand, der auf deiner Seite liegenden Felskluft, und schaust dem
Wasser nach. Der Gebirgsbach hat eine unglaublich kraftvolle Strömung,
sodass du diesen nicht durchqueren kannst. Du kannst aber auch nicht auf die
andere Seite springen, da der Bach sicherlich 5-6 Meter breit ist. Als du dich
umsiehst, bemerkst du, dass von dir in einiger Entfernung geschlagenes Holz
gestapelt ist. Es sind keine riesigen Baumstämme, doch sie sind auch nicht so
klein, dass man sie mal eben bewegen und eine Brücke bauen kann! Du
musst aber irgendwie auf die andere Seite kommen. Doch wie? Kreiere dir
einen Übergang, doch bedenke, dass der Bach offensichtlich eine Grenze ist.
Prüfe, ob du einfach springen oder teleportieren willst!

Pause:
Man muss den Gebirgsbach überqueren. Die Arbeit setzt wieder ein,
wenn das Hindernis passiert worden ist.

Auf der anderen Seite der Kluft befinden sich keine Bäume mehr. Nur
noch Gräser und Büsche wachsen hier. Auch der Pfad, dem du vorher gefolgt
bist, ist nicht mehr zu erkennen. Da du keine Besonderheit hier siehst, hältst
du dich grob in Richtung des Weges, der dich bis hier hin gebracht hat. Du
gehst über felsigen aber auch über moosbewachsenen Boden. Weiter und
weiter gehst du voran. Das Gelände wird immer steiler und unwegsamer.
Hier und da siehst du sehr interessante Felsformationen. Mal ein steinerner
Riese, mal ein groteskes Gesicht und sogar einen Felsen, der wie eine
ausgefranste Baumkrone aussieht. Mittlerweile hast du Mühe
weiterzukommen. Du gehst angestrengt weiter, als du plötzlich vor eine
unsichtbare Barriere läufst. So als ob jemand eine Glasscheibe mitten im
Gebirge aufgestellt hat, erstreckt sich vor dir eine riesige Wand, die jedoch
bei direkter Sicht kaum zu erkennen ist. Du siehst aber, wie sich das Licht
hier und da bricht. Du berührst die Wand und fühlst, dass sie so kalt wie Glas
ist, jedoch bei sanftem Druck sich eher wie Gummi verhält. Du erhöhst den
Druck und spürst, wie auch der Widerstand der Wand wächst. Mit Gewalt
kannst du diese Wand also nicht durchbrechen.

Du trittst ein paar Schritte zurück und bemerkst, dass auf der anderen
Seite auch Felsen sind. Sie haben vergleichbare Strukturen mit denen auf
deiner Seite. Sie ähneln ihnen sogar sehr. Plötzlich wird dir klar, dass es sich
um eine Spiegelung handelt, doch wo ist dein Spiegelbild?
Als du deinen aufmerksamen Blick über die Barriere schweifen lässt,
erkennst du auf einmal, dass ein Felsen fast wie eine Tür aussieht. Durch die
Spieglung in der Barriere kannst du es deutlich sehen. Mit etwas Fantasie
besitzt er sogar eine Art Türklinke. Als du den Felsen auf deiner Seite
berührst, erkennst du, dass sich der Fels im Spiegel etwas verschoben hat und
das sich dort nun irgendein Lichtschein abzeichnet. Du erhöhst den Druck
und siehst, dass sich im Spiegelbild eine Art Tür öffnet, die den Blick auf
einen großen See freigibt. Vielleicht kannst du nun doch die Barriere
durchbrechen! Versuch es!

Pause:
Man muss die Barriere durchqueren. Die Arbeit setzt wieder ein, wenn
das Hindernis passiert worden ist.
Du befindest dich am Rand eines großen Sees, doch sehr lautes Rauschen
und eine sehr schnelle Strömung, die im See zu erkennen ist, verwundern
dich. Als du deinen Blick etwas umherwandern lässt, siehst du, dass in
einiger Entfernung der See wie abgeschnitten aufhört. Gleichzeitig siehst du,
dass das Wasser genau in diese Richtung strömt. Dir wird klar, dass sich dort
ein riesiges Wasser befinden muss!
Du siehst dich ein bisschen um, kannst aber nicht viel erkennen. Hinter
dir hat sich die Barriere wieder verschlossen, und als du deinen Blick
schweifen lässt, siehst du, dass sich die Landzunge, auf der du stehst, links
und rechts von dir nach ein paar Metern im See verliert. Dir wird also nichts
anderes übrig bleiben, als in den See zu gehen bzw. diesen zu überqueren,
denn am anderen Ufer, das sicherlich 200 Meter von dir entfernt ist, siehst du
eine normale Waldlandschaft. Plötzlich siehst du ein helles Blitzen oberhalb
des Wasserabgrunds, was aber nur für einen Wimpernschlag existierte. Da du
hier keine anderen Möglichkeiten siehst, begibst du dich langsam in den See.
Dein Fuß berührt die Wasseroberfläche, doch er taucht nicht in das kühle
Nass ein. Du testest den Widerstand, doch du kannst die Wasseroberfläche
nicht berühren. Eine Art Energiefeld oder auch nur eine Glasscheibe scheinen
über die Oberfläche des Sees gespannt worden zu sein. Du machst einen
beherzten Schritt auf die Oberfläche des Sees. Nichts geschieht. Du stehst
nun regelrecht auf dem Wasser und bewegst dich, als ob du über eine
Eisschicht gehst, langsam auf den Wasserfall zu. Das Rauschen und Dröhnen
wird immer stärker und stärker. Du gehst weiter, und als du am Rand des
Wasserfalls stehst, bemerkst du, dass sich auch senkrecht vor dir eine
energetische Barriere befindet, sodass du nicht den Wasserfall hinunter
springen kannst. Du drehst dich wieder um und willst den See komplett
überqueren, um am anderen Ufer weiter zu gehen. Doch als du deinen Blick
über die Wasseroberfläche schweifen lässt, siehst du plötzlich ein exaktes
Spiegelbild von dir, das sich im Wasser befindet. Verwundert schaust du das
Spiegelbild an und bemerkst, dass es eine ganz andere Kleidung trägt als du.
Du siehst, wie sich ein freundliches Lächeln auf den Lippen deines
Spiegelbildes einstellt. Gleichzeitig siehst du bunte Energiebögen die aus
dem Herzen deines Spiegelbilds scheinen und die irgendetwas mit dem
Wasser machen. Auch du fühlst plötzlich eine innere Freude, doch bevor du
noch etwas Weiteres machen kannst, gleitet das Spiegelbild unter dir
hindurch und rast den Wasserfall hinunter! Keine Sekunde später erscheint
ein weiteres Spiegelbild von dir. Wieder trägt es andere Kleidungsstücke als
du in dieser Arbeit und wieder fühlst du eine schwache Emotion, die von
deinem Spiegelbild auszugehen scheint. Dein Spiegelbild verzerrt etwas das
Gesicht und du bemerkst etwas wie Wut oder Zorn in dir aufwallen. Doch so
schnell, wie die Gefühle gekommen sind, so schnell verschwinden sie auch
wieder, genau so wie dein Spiegelbild. Erneut gleitet es unter der
Wasseroberfläche auf den Rand des Wasserfalls zu, um diesen dann
hinabzugleiten.

Dir wird klar, dass du hier nur mit Emotionen und Gefühlen
weiterkommen wirst, Gefühle die irgendwie die Barriere durchlässig machen.
Doch welche Gefühle müssen dies sein? Freude? Zorn? Erheiterung? Liebe?
Hass? Dies musst du für dich selbst bestimmen! Wisse, dass du durch eine
starke Emotion die Barriere aufheben kannst, sodass du direkt in das Wasser
fällst, wo du von der Strömung erfasst wirst und den Wasserfall hinabstürzen
kannst. Acht auf dich! Konzentriere dich und bedenke deine nächsten
Schritte, oder beende diese Arbeit!

Pause:
Erneut muss die Barriere durchbrochen werden. Diesmal muss man aber
eine bestimmte Emotion, ein bestimmtes Gefühl als Schlüssel anwenden. Erst
hierdurch wird sich die Barriere auflösen und man kann dem Wasser weiter
„folgen“. Hierdurch wird die energetische Verbindung mit dem
Emotionalkörper möglich! Die Arbeit setzt wieder ein, wenn man im freien
Fall ist!

Du fällst! Schneller und Schneller rast du nach unten, doch du hast den
Wasserfall bereits verlassen. Um dich herum wird alles dunkler und dunkler,
so als ob die Nacht anbricht. Ungebremst geht dein Fall tiefer und tiefer, doch
nach ein paar Augenblicken kannst du tief unter dir einen hellen Feuerschein
erkennen. Es fast so, als ob du auf einen brennenden Ort zufällst, denn du
kannst hier und da große und kleine Feuer erkennen, sowie einige Stellen, an
denen flüssige Lava zu brodeln scheint.
Du fühlst die Hitze in deinem Gesicht und an deinem Körper. Ein heißer
Aufwind peitscht dir ins Gesicht, doch diese brachiale Thermik bremst
langsam deinen Fall. Aus deinem Stürzen wird langsam ein Gleiten, welches
stetig an Geschwindigkeit verliert. Der Boden kommt immer näher und deine
Reise verlangsamt sich. Kurz vor dem Boden hältst du mitten in der Luft an,
um im nächsten Augenblick, durch einen kleinen Ruck, mit beiden Beinen
auf dem Boden zu stehen.
Du schaust dich um und erkennst, dass du auf einer Art schmalen Brücke
stehst, die über einem Meer aus tosender Lava gespannt ist. Es handelt sich
jedoch nicht um eine künstliche Brücke, sondern um einen natürlichen
Steinpfad, der hier und da von der brodelnden Gischt sogar getroffen wird.
Du siehst, dass viele 100 Meter hinter dir die Brücke auf eine fast senkrecht
ansteigende Felswand zuführt, sodass du nicht unbedingt in diese Richtung
gehen musst, da hier eine Sackgasse zu sein scheint. Du blickst nach vorne
und siehst, dass sich auch hier in einigen 100 Metern Entfernung eine
senkrechte Felswand befindet, die jedoch an vielen Stellen blinkt und glitzert,
so als ob große, geschliffene Edelsteine in der Wand befestigt sind.
Du beschließt, dass du dir diese Wand einmal genauer anschauen willst.
Du hast gerade ein paar Schritte gemacht als plötzlich zwei gigantische
Obelisken aus den Tiefen der Lava emporsteigen. Rasend schnell wachsten
sie in die Höhe und gleiten haarscharf an der steinernen Brücke vorbei. Die
heiße Lava perlt regelrecht von der Oberfläche der Obelisken ab und du
kannst erkennen, dass silberne Symbole die quadratischen Steinsäulen zieren.
Auch sie leuchten und blitzen hell auf.
Nach ein paar Augenblicken stehen die Obelisken still, doch du merkst,
dass von ihnen eine immense Energie ausgeht. Kaum hast du den Gedanken
beendet, als schon schwarze Energiefäden aus den Obelisken schießen und
innerhalb von wenigen Augenblicken ein waberndes, schwarzes Tor
errichten.
Langsam gehst du auf die schwarze Masse zu, doch du fühlst, wie sich in
dir ein Widerstand regt. Es ist nicht wirklich Angst oder Furcht, doch
irgendetwas in dir hält dich zurück! Gleichzeitig weißt du aber auch, dass du
die schwarze Masse durchqueren musst, um dich vollkommen mit deinem
Astralkörper zu verbinden. Konzentriere und reflektiere dich, sodass du für
dich die Kraft und die Energie aufbringen kannst, die schwarze Masse zu
durchqueren! Nur so kannst du dich mit deinem Astralkörper verbinden.
Handele jetzt!

Pause:
Verbinde dich mit deinem Astralkörper und durchschreite das schwarze
Portal! Die Arbeit setzt wieder ein, wenn man die schwarze Masse
durchquert hat!
Du hast die schwarze Masse durchquert, doch du befindest dich nicht
mehr auf der schmalen Felsenbrücke. Zwar bist du noch immer von Lava
umgeben und stehst auf festem Stein, doch in ein paar Metern Entfernung
kannst du Gebäude sehen. Es sind vielmehr Gebäudegruppen, die sich vor
riesigen kristallenen Torbögen befinden. Die Torbögen müssen recht dünn
sein, denn erst auf den zweiten Blick konntest du sie erkennen!
Du gehst auf den ersten Bogen zu und erkennst, dass es sich bei den
Gebäuden um Schmieden handelt. Du siehst eine riesige Esse, hier und da
einen Amboss und immer wieder große Feuer, in denen große Kessel stehen.
Dir fällt sofort auf, dass hier kein Mensch oder ein anderes Wesen ist. Nichts!
Du fühlst auch keine energetische Präsenz. Das Einzige, was du siehst, ist die
Skizze eines großen Schwertes. Die Skizze selbst ist auf einer großen
Leinwand zu sehen, die in der Nähe des Torbogens steht. Du gehst näher an
den Bogen heran und siehst, dass ein feines Kristallfiligran den Durchgang
blockiert. Als du es berühren willst, verwandelt es sich in eine feste Wand, in
der jedoch eine Aussparung zu sehen ist, eine Aussparung, die die Form des
Schwertes auf der Skizze trägt! Du weißt plötzlich, dass du das Filigran
öffnen kannst, wenn du ein Schwert schmiedest, dass du dann wie einen
Schlüssel verwenden musst. Dir wird weiterhin klar, dass du durch dieses
Portal den Kontakt zu deinen höheren Energiekörpern vollbringen kannst,
doch du kannst noch nicht erkennen, um welchen höheren Energiekörper es
sich handelt.
Da du noch keine 100%ige Sicherheit hast, um welchen Körper es sich
handelt, machst du dich zu der nächsten Gebäudeansammlung auf.
Auch hier siehst du wieder einen riesigen Torbogen, der mit einem
Kristallfiligran verschlossen ist. Gleichzeitig siehst du auch hier, wie
verschiedene Feuer brennen und wie verschiedene Werkbänke umherstehen,
die sich alle in der Nähe von großen Öfen befinden. Du siehst wie hier und da
Goldbarren liegen oder wie flüssiges Gold in den Kesseln wabert, die in den
Flammen stehen. Du siehst auch wieder eine Skizze, wobei sich diesmal
gleich drei Objekte auf ihr befinden. Du siehst ein Szepter, einen Reichsapfel
und eine Krone. Dir wird erneut klar, dass du auch hier wieder Objekte
schmieden musst, um das Kristallfiligran zu öffnen. Diesmal ist es jedoch
kein Schwert, sondern die Attribute eines Königs bzw. eines Herrschers.
Erneut verlässt du den Ort, um das Portal zu deinem dritten, der höheren
Energiekörper, zu erkunden! Du erreichst die Gebäude und siehst sofort, dass
die Gebäude selbst aus Glas oder Kristall zu bestehen scheinen. Du siehst
hier jedoch keine Feuer oder Werkzeuge. Dafür siehst du unzählige
geschliffene Edelsteine in den Wänden und auf dem Boden. Die meisten sind
farblos und es könnten Brillanten sein, da sie facettenreich das einfallende
Licht reflektieren. Eine Skizze kannst du nicht erkennen, daher gehst zu
direkt zu dem geschlossenen Filigran im Torbogen. Wieder verändert es sich
und du siehst erneut eine Form, die gefüllt werden muss. Es handelt sich
hierbei offensichtlich um einen riesigen Diamanten, der den klassischen
Diamantschliff besitzen muss. Er ist jedoch mindestens 30cm groß. Einen so
großen Diamanten hast du hier jedoch nirgendwo gesehen!
Du gehst in eines der Gebäude hinein, um nach einem großen Diamanten
zu suchen. Als du die Tür öffnest, siehst du eine große Apparatur, die dich an
eine Destillationsanlage erinnert. Du siehst sogar einzelne Diamanten die in
einem Kolben erhitzt werden. Als du genau hinschaust, siehst du, dass sich
die Diamanten unter der Hitze auflösen und kondensieren. Der
Diamantendampf steigt in die Apparatur auf und du siehst, dass er etwas
später wieder abgekühlt wird. Es bildet sich ein neuer Diamant, der diesmal
etwas größer ist. Dennoch ist er bei Weitem nicht groß genug, um das
Filigran zu öffnen. Du weißt aber nun, dass Diamanten unter Hitze
sublimieren und bei Abkühlung wieder fest werden!

Du verlässt das Gebäude und weißt instinktiv, dass du einen so großen


Diamanten auch selbst herstellen musst. Durch welches Tor willst du gehen?
Welches Handwerk kannst du ausführen? Welches Filigran vermagst du zu
öffnen! Wähle frei und durchschreite das entsprechende Portal, um in die
Stadt der Genien zu gelangen!

Pause:
Verbinde dich mit deinen höheren Energiekörpern (Spirituellen- bzw.
Kausalkörper, Intuitions- bzw. Buddhikörper oder Atmankörper). Die Arbeit
setzt wieder ein, wenn man eines der Portale durchschritten hat. Hierbei ist
es egal, welches Portal man durchschritten hat. Hinter jedem Portal liegt die
„Stadt mit der Arena“!

Du befindest dich inmitten einer belebten, prächtigen, römisch


anmutenden Stadt! Dein Blick fällt sofort auf eine gigantische Arena, die den
Mittelpunkt der Stadt zu bilden scheint. Du siehst überall Menschen, die in
römischen Togas umherlaufen. Du siehst aber auch abgerissene oder sehr
schlichte Kleidungsstücke. Du siehst Menschen, die dich an Sklaven
erinnern, genauso wie du Menschen siehst, die dich an Arbeiter, Soldaten und
Herren oder Herrinnen erinnern.
Alles in allem eine offensichtlich römische Stadt. Doch dir fallen
merkwürdige Symbole an einigen Häusern auf. Einige erinnern dich an
Sigillen, andere an ganze Wappen und wieder andere an symbolisierte
Adelstitel. Dir fällt wieder ein, dass es unter den Genien verschiedene
Hierarchien gibt. Es gibt Könige, Prinzen, Herzöge, Markgrafen bzw.
Marquise, Grafen, Präsidenten und einen Ritter.
Du beschließt dir ein prächtiges Haus anzusehen, dass ein Symbol trägt,
das dich an eine Krone erinnert, womit du sofort den Titel „König“
assoziierst. Doch als du das Anwesen betreten willst, erscheint wie aus dem
nichts eine fast 3 Meter große Chimäre mit vier Armen, großen
Lederschwingen, einen Kopf, der eine Mischung aus Hyäne und Krokodil
sein muss und einem langen Skorpionschwanz. Dazu hält es in jeder der vier
Hände große Schwerter und Äxte. Es muss ein Wächterwesen sein, das dich
mürrisch anblickt und mit einer tief dröhnenden Stimme sagt:
„Erst wenn du dich in der Arena als würdig erwiesen hast, kannst du
vor einen König treten! Gehe zum Ritter, der entspricht eher deinem
Stand!“
Da du nicht mit dem Wächter kämpfen willst, gehst du ein paar Schritte
zurück und verharrst. Wie zufällig bleibt dein Blick auf einem Stück
Pergament hängen, das an eine der Wände genagelt wurde. Du liest, dass in
der Arena individuelle Prüfungen von den jeweiligen Herrschaftshäusern
stattfinden, die die Geschicklichkeit, die Teamfähigkeit, die Kreativität, die
Selbstopferung, die Kampfeskraft und noch viele andere Tugenden prüfen.
Dir wird sofort klar, dass es sich hierbei um einen energetischen Test
handelt, der herausfinden soll, welche Schwingung du selbst besitzt und mit
welcher hierarchischen Schwingung der Genien du kommunizieren kannst.
Du kannst dich frei entscheiden, was du willst! Gehe zum Ritter, zum
Genius Furcas, der hier irgendwo in der Stadt ist. Gehe zurück zum Wächter
und kämpfe gegen ihn oder verlange zu dem Genius vorgelassen zu werden,
der offensichtlich den energetischen Rang eines Königs bekleidet. Oder gehe
in die Arena und schaue selbst, welche Prüfungen dich erwarten und welche
Schwingungen der Genien deinem Energiesystem zueigen sind! Handle frei!
Du hast jetzt eine gewisse Zeitspanne zur freien Verfügung!
Pause 11 Minuten:
Man kann sich nun frei in der Stadt bewegen. Man muss selbst
entscheiden, was man machen will. Alle 72 Genien kann man über diese
energetische Ebene erreichen, wenn man die entsprechende Energetik besitzt.
Man kann diese Energetik in der Arena erkennen und ggf. sogar verändern.
Die Arbeit wird nach 11 realen Zeitminuten fortgesetzt und beginnt am
Ausgang der Arena!

Du stehst vor dem Ausgang der Arena. Du weißt, dass die Zeit
gekommen ist, diesen Ort wieder zu verlassen. Du willst dich gerade zum
Rand der Stadt aufmachen, als plötzlich vor dir ein violettleuchtender
Torbogen erscheint. Du kannst durch das Portal blicken und erkennst den
reißenden Gebirgsbach, den du schon am Anfang deiner Reise gesehen hast.
Du trittst durch das Portal und befindest dich wieder im Gebirge. Du
siehst den schmalen Pfad, der mit Kieselsteinen bestreut ist und abwärts
führt. Beschwingt verlässt du das Gebirge und gehst durch den dichten
Tannen- und Kiefernwald zurück. Wieder hörst du das Rauschen des Windes
und riechst die kühle, feuchte Waldluft. Der harzige Geruch der Kiefern
erreicht dich, sodass du noch einmal tief einatmest.
Als du den Weg wieder hinunter gehst, bemerkst du plötzlich die violette
Scheibe, die dich aus den Regenbogenraum gebracht hat. Du gehst zu ihr und
stellst dich mittig auf die Scheibe. Sofort durchläuft ein energetisches Zittern
die Scheibe und mit einem sanften Ruck bewegt sie sich langsam nach oben.
Du musst etwas aufpassen, dass du nicht von den Ästen der Tannen berührt
wirst. Nach ein paar Sekunden bist du schon oberhalb der Baumwipfel und
kannst über einen riesigen Wald blicken. Soweit dein Auge reicht, siehst du
nur Wald. Die violette Scheibe steigt weiter in den Himmel und beschleunigt
ihre Fahrt. Schneller und Schneller rast sie hinauf und ganz langsam beginnt
deine Sicht unscharf zu werden.

Du rast weiter in die Höhe und du fühlst, dass du dich dem


Regenbogenringen näherst, aus dessen Mitte du mit der violetten Scheibe
gestartet bist.
Nach ein paar Augenblicken gleitet die violette Schreibe wieder in den
Mittelpunkt des Regenbogenkreises. Sofort erstrahlt das Violett und erneut
nimmst du das Violett der Weisheit und der Transformation auf. Fühle die
Energie!

Mache nun einen Schritt in die nächste Ringebene, die sofort blau
leuchtet.

Du betrittst die blaue Kreisbahn und fühlst das Blau der kosmischen
Einigkeit! Fühle die Energie! Fühle das Blau der kosmischen Einigkeit, wie
es dich umfließt und dich durchdringt.

Mache nun einen Schritt in die nächste Ringebene, die sofort grün
leuchtet.

Du betrittst die grüne Kreisbahn und fühlst das Grün der Vitalität! Fühle
die Energie! Fühle das Grün der Vitalität, wie es dich umfließt und dich
durchdringt.

Mache nun einen Schritt in die nächste Ringebene, die sofort gelb
leuchtet.
Du betrittst die gelbe Kreisbahn und fühlst das Gelb der klaren
Geisteskraft! Fühle die Energie! Fühle das Gelb der klaren Geisteskraft, wie
es dich umfließt und dich durchdringt.

Mache nun einen Schritt in die nächste Ringebene, die sofort orange
leuchtet.

Du betrittst die orange Kreisbahn und fühlst das Orange der Erneuerung!
Fühle die Energie! Fühle das Orange der Erneuerung, wie es dich umfließt
und dich durchdringt.

Mache nun einen Schritt in die nächste Ringebene, die sofort rot leuchtet.

Du betrittst die rote Kreisbahn und fühlst das Rot der Lebenskraft! Fühle
die Energie! Fühle das Rot der Lebenskraft, wie es dich umfließt und dich
durchdringt.

Tätige nun deinen letzten Schritt und verlasse den Regenbogenkreis!


Kehre zurück in deine Realität.

Du merkst wieder ganz bewusst, wie dein Atem in den Körper eindringt
und wie sich deine Lungen füllen.

Du spürst wieder ganz deutlich deine Arme und Beine und in welcher
Haltung sie sich befinden.

Du hörst die Geräusche des Alltags wieder.


Dein Zeitgefühl kehrt zurück, und auch wenn du noch deine Augenlider
geschlossen hältst, weißt du bereits wieder, wo du bist und was du hier
machst.

Du kannst bewusst deine Augenlider öffnen, alle Erinnerungen sind in dir


gespeichert.

Du bist wieder vollkommen im Hier und Jetzt und bis frisch und
entspannt und Vollkommenaufnahme bereit.

Ende des gesamten Ritus!!!

Natürlich kann man auch ganz anders mit den Genien arbeiten! Man kann
sich z. B. brav an die Literatur der Grimorien halten und wortwörtlich die
„alten Texte“ zitieren!
So will ich zum Schluss des Kapitels eine Übersetzung des Originaltextes
wieder geben, der meines Wissen nur wenigen zugänglich ist. Die Texte
stammen aus dem Werk „Lemegeton Clavicula Salomonis“ (kleines
Schlüsselchen Salomos), welches u. a. die „Ars Goetia“ enthält und im 17.
Jahrhundert entstanden sein soll, obwohl es Quellen und Meinungen gibt,
dass die Ursprünge bei „König Salomo“ (10. Jahrhundert v. Chr.) zu finden
sind. Wer schon einmal Werke über die Goetia gelesen hat – sei es nun „Das
Necronomicon / Die Goetia / Der kleine Schlüssel Salomons“ vom Verlag
Schikowski oder auch die Werke von Aleister Crowley und Mathers
MacGregor – wird deutliche Abweichungen zur folgenden Übersetzung
erkennen. Welche Version nun die absolut und wortwörtlich richtige ist,
vermag ich nicht zu sagen, da jeder Autor sicherlich von der Richtigkeit
seiner Quellen aufgrund von tiefgängiger Recherche überzeugt sein wird!
Nach diesen literarischen Beschwörungen werde ich sie Stück für Stück
analysieren, um deutlich zu zeigen, mit welchen „Ideen“ bzw. mit welchen
„Vorlieben“ sich die mittelalterliche Magie beschäftigte. Die Analyse wird
den Unterschied zur „aktuellen“ oder „modernen“ Magie deutlich zeigen,
denn meine Anrufungen und Beschwörungen sind zum Glück ganz anders!
Welcher Text ist aber besser? Keiner! Ich kann aber für mich sagen, dass
ich mit meinen Arbeitsmethoden erfolgreiche Kontaktierungen hatte. Die
„alten Texte“ blocken mich in meinem Denken, sodass ich mit diesen nicht
arbeiten kann! Dies ist aber letztlich „mein Problem“!

Die erste Beschwörung um den Genius herbeizuführen:

Ich rufe und beschwöre dich, oh Geist (Name des Genius), gewappnet
mit der Gewalt der höchsten Majestät, so befehle ich dir und bestimme
dich, bei BERALANENSIS, BALDACHIENSIS, PAUMACHIA und
APOLOGIAE SEDES, den allmächtig Hochgeborenen, Genii, Liachidae
und Dienern des Tartarus, sowie bei den obersten Prinzen des Sitzes von
Apologia, die in der neunten Legion herrschen, dass du zu mir kommst!
Ich bin mit der Gabe der höchsten Majestät gerüstet, auf dass ich dir
befehle, im Namen von dem, der da sprach „Sei!“ und so es ward, dem
alle Wesenheiten und Geister folgsam sind, genauso wie auch ich. Ich bin
der, der nach dem Bilde Gottes geschaffen und erzeugt wurde, von Gott
mit Macht, Stärke und Kraft gerüstet und nach seinem Willen
hervorgerufen wurde. Ich beschwöre dich mit dem erhabensten und
allgewaltigsten Namen Gottes EL, wirksam und himmlisch, oh dich,
Genius, der du meinem Ruf folgen musst. Ich befehle dir im Namen des
Gottes, der das Wort sprach und dessen „Es werde“ vollendet und
makellos ward! Bei all seinen Namen ADONAI, EL, ELOHIM, ELOHI,
EHYEH ASCHER EHYEH, ZABAOTH, ELION, IAH,
TETRAGRAMMATON, SCHADDAI! Es ist der allerhöchste Allvater
und Gott, so beschwöre ich dich und verfüge über dich, machtvoll, oh du
niederer Genius, der du mir folgen sollst, dass du mir unverzüglich, vor
meinem Kreise, in menschenwürdiger Gestalt, ohne jede Entstellung
oder Ruchlosigkeit, erscheinst und zu Diensten bist. Bei den
unaussprechlichen und geheimen/verborgenen Namen
TETRAGRAMMATON IEHOVAH, fordere und befehle ich dir, dass du
beim Klang seines Namens, bei dem das Hören und das Sehen der
Elemente vernichtet wird, die Luft bangt, das Meer zurückläuft, das
Feuer erlischt und die Erde zittert und all die Heerscharen des
himmlischen, des irdischen und des höllischen zusammen bangen,
beängstigt und furchterfüllt sind, mir unverzüglich und ohne ein
Verzögern, aus diesem oder jenem oder allen Teilen der Welt, erscheinst!
Wo du auch immer sein magst, du musst dich beugen und zu mir
kommen und vernünftige Antworten zu allen Dingen mir geben, die ich
fragen will oder werde. Erscheine jetzt und sofort, einträchtig und in
Frieden, sichtbar und freundlich, um zu bekunden und zu erkennen, was
ich wünsche und dir befehle. Du bist durch meinen Befehl und im
Namen des lebendigen und einzig wahren Gottes, HELIOREN,
beschworen, weswegen du meine Erlasse ausführen wirst und bis zum
Schluss und der Entlassung, in Übereinstimmung mit meinen Interessen,
verharren wirst, um dinghaft und ergeben zu mir, mit klarer und
unzweideutiger Stimme zu reden.
Wenn der Geist nicht sofort erscheint, dann wiederhole die Beschwörung,
so oft du willst oder zitiere die zweite Beschwörung!

Die zweite Beschwörung um den Genius herbeizuführen:

Ich rufe und beschwöre dich und befehle dir, oh du Geist (Name des
Genius) zu erscheinen und dich sichtbar und in schöner und artiger
Gestalt, ohne Verunstaltungen oder Unlauterkeiten, vor meinem Kreis
zu zeigen. Im Namen der Mächte des IAH und VAU, deren Stimme
Adam hörte, im Namen der Mächte AGLA, die Lot hörte und samt
seiner Liebsten und Treuen gerettet ward, im Namen der Mächte des
IOTH, die Jacob hörte, als er den Engel im Ringen bezwang, wodurch
aus der Hand des Bruders Esau gerettet wurde, im Namen der Mächte
des ANAPHAXETON / ANAPEZETON), die Aaron hörte, worauf er mit
Weisheit gesegnet wurde, im Namen der Mächte des ZABAOTH /
TZABAOTH, die Mose aussprach, auf dass sich alle Gewässer in Blut
verwandelten, im Namen der Mächte des ASCHER EHYEH ORISTON,
die Mose aussprach, auf dass die Flüsse die Frösche herbeibrachten,
welche in die Häuser gelangten, worauf alles zerstört wurde, im Namen
der Mächte des ELION, die Mose aussprach, auf dass der Hagel
niederfiel, wie es am Anfang der Welt ward, im Namen der Mächte des
ADONAI, die Mose aussprach, auf dass die Heuschrecken über das
ganze Land kamen und alles verschlangen, was vom Hagel nicht zerstört
wurde, im Namen der Mächte des SCHEMA AMATHIA, die Josua
ausrief, sodass die Sonne stand still, im Namen der Mächte des ALPHA
und des OMEGA, die Daniel nannte und damit Zerstörung brachte und
die Schlange erschlug, im Namen der Mächte des EMMANUEL, die
ausgesprochen wurden, als die drei Kinder Schadrach, Meschach und
Abednego inmitten des Feuerofens errettet wurden, im Namen der
Mächte des HAGIOS, die die Throne des ADONAI, und des
ISCHYROS, ATHANATOS, PARACLETOS und der OTHEOS,
ICTROS, ATHANATOS kannten, sodass die drei geheimen Namen
AGLA, ON, TETRAGRAMMATON Klang fanden, beschwöre und
zwinge ich dich zu mir. Bei all diesen Namen und bei all ihren Mächten
und bei all den Namen des lebendigen und wahren Gottes, des
Allmächtigen, beschwöre und befehle ich dir, oh Geist, dass du kommen
magst! Bei den Mächten, die das Wort sprachen, auf dass es ward, dem,
dem alle Wesen fügsam sind, da sie vor seinem schrecklichen Gericht
schaudern, dem, der die unsichere See als göttliche Majestät, mächtig
und machtvoll, beherrscht, auf dass die vier Tiere, die vor dem Thron
sind und vorne und hinten Augen haben, ihre Feuer um den Thron
entfachen, sodass die heiligen Engel des Himmels die mächtige Weisheit
Gottes preisen, beschwöre ich dich machtvoll, oh Geist, dass du hier, vor
meinem Kreis, erscheinst, um meinen Willen in allen Dingen und
Belangen, die mir selbst als gut und prächtig erscheinen, auszuführen.
Bei den Mächten der Siegel von BASDATHEA / BALDACHIA und den
Namen PRIMEUMATON, die Mose aussprach, auf dass sich die Erde
öffnete und Kora, Dathan und Abiram verschlang, musst du mir
gehorchen und auf all meine Fragen ehrlich Antwort geben musst, oh
Geist, der du meine Wünsche erfüllen sollst, soweit es dir in diesem,
deinem Amte möglich ist. So erscheine jetzt sichtbar, friedlich und
freundlich und ohne Verzug vor mir, um mit klarer, vollkommener und
verständlicher Stimme zu verkünden, dass, was ich wünsche, wahr wird!

Der Geist wird erscheinen, da er sich fürchtet, doch falls du einer


Wiederholung bedarfst, so führe sie aus und der Geist wird zweifellos
erscheinen. Doch wenn er ungehorsam ist, so zitiere den Zwang, auf dass er
zu dir kommen muss!

Der Zwang:

Ich beschwöre dich, oh Genius, mit der Macht und der Kraft all der
herrlichen und wirkungsvollen Namen, des größten und unbegreiflichen
Gottes, der der Herr der Heerscharen ist, dass du jetzt endlich schnell
und ohne Verzug, aus allen Teilen und Orten der Welten, wo du auch
immer sein wirst, zu mir kommst, um meine Fragen, mit klarer,
vollkommener und verständlicher Stimme, vernünftig zu beantworten.
Ich beschwöre dich und zwinge dich, oh du Genius, bei allen gesagten
Namen und deren Mächten sowie den sieben großen Namen, ADONAI,
PREYAI / PRERAI, TETRAGRAMMATON, ANAPHAXETON /
ANEPHENETON), INESSEN-FATOAL / INESSENFATALL,
PATHTUMON / PATHATUMON und ITEMON, mit denen Salomon,
der Weise selbst, dich und all deine Begleiter in ein Gefäß aus Messing
band, dass du bezwungen wurdest. So musst du hier vor diesem, meinem
Kreise, erscheinst, um meinen Willen, in allen Belangen, die mir als gut
und Recht erscheinen, durchzuführen. Solltest du nun weiterhin so
ungehorsam sein und dich immer noch weigern, zu kommen, so werde
ich dich mit der Macht und der Kraft des Namens des obersten und
ewigen Gottes zwingen, der sowohl dich, wie auch mich und alle anderen
Wesen, die Welt, die Himmel in sechs Tagen erschaffen hat! So befehle
ich dir, im Namen EIE SARAYE, sowie bei der Macht des Namens
PRIMEUMATON, der alle himmlischen Heerscharen befiehlt, dass du
erscheinst. Oder ich werde dich verfluchen und dir dein Amt, deine
Gefährten und deinen Platz fortnehmen, auf dass du dich selbst in die
Tiefen der bodenlosen Grube, des Abyss, werfen wirst, wo du gebunden
bist, damit du dort bis zum Tage des Jüngsten Gerichtes liegst. Ich
werde dich mit dem ewigen Feuer binden, auf dass du in das Meer aus
Flammen und Schwefel einkehrst, wenn du nicht beugst und nun schnell
und sofort zu mir kommst und hier vor meinem Kreis erscheinst, um
meinen Willen auszuführen. So komme nun herbei, bei den heiligen
Namen ADONAI, ZABAOTH, ADONAI, AMIORAN! Komm hernieder
zu mir, denn es ist ADONAI, der dir befiehlt und dich beherrscht.

Durch diesen Zwang wird der Genius erscheinen. Wenn er wirklich nicht
erscheint, dann ist er von seinem König eingebunden worden und kann dich
nicht erreichen. Sei dir gewiss, dass der Genius von seinem König an einen
anderen Ort zitiert wurde und nicht kommen kann. Wenn du dennoch den
Genius sehen willst, so musst du den König anrufen, auf dass er dir den
Genius schickt! Wenn er immer noch nicht kommt, so kann es sein, dass er
von einem anderen bereits in Ketten gebunden wurde und in den Abyss
verband wurde und nicht in der Obhut seines Königs ruht.
Falls du den Geist immer noch sehen willst, so musst die „Kette der
Geister“ benennen, sodass der Geist kommen wird. Hierfür benötigst du die
Anrufung des Königs!

Die Anrufung des Königs:


Oh du gewaltiger, einflussreicher und mächtiger König AMAIMON,
der du durch die Autorität des höchsten Gottes EL über all die oberen,
wie auch unteren Geister der höllischen Ordnungen im Gebiete der
Elemente hast, ich rufe dich an und befehle dir, dass du den Genius
(Name des Genius) veranlasst, meinem Ruf zu folgen! Bei den geheimen
und wahren Namen Gottes und bei den Mächten, die du verehrst, deren
Siegel ich kennen und die deiner Erschaffung beigewohnt haben, bei den
mächtigsten und machtvollsten Namen Gottes, IEHOVAH
TETRAGRAMMATON, die dich mit all den anderen höllischen
Geistern aus den Himmeln schleuderten, auf dass du mir gehorchen
musst, da der Namen Gottes in den Himmeln, der Erde und der Hölle
steht und in allem, was ist, erschaffen bei der Macht und Wirkung, bei
dem Namen PRIMEUMATON, der den gesamten himmlischen Scharen
befiehlt, rufe dich an und befehle dir, mir zu folgen! Zwinge den
unwilligen Geist (Name des Genius), dass du ihn bewegst, mahnst und
bestimmst, hierher, zu mir, vor diesen Kreis in schöner und artiger
Gestalt, ohne Verunstaltungen oder Unlauterkeiten, ohne mir oder
irgendeinem anderen Wesen zu schaden, zu erscheinen, um alle meine
Fragen, wahr und ehrlich, zu beantworten, sodass ich meinen Willen und
mein Begehr erreichen kann. Er soll meine Wünsche erfüllen, dass ich
irgendeine Sache oder irgendein Ding kennenlernen oder erhalten will,
wovon du weißt, dass er es ausfindig machen kann, sodass er es
ausführen und vollbringen kann. Allein durch sein Amt, welches ihm die
Macht des Gottes EL, der erschaffen hat alle Dinge, gleich ob himmlisch,
ätherisch, irdisch oder höllisch, vermag es der Genius, den ich zu mir
befehle.
Nachdem der König auf diese, genaue Weise zwei- oder dreimal
angerufen wurde, beschwöre erneut den Geist, der hervorgerufen werden soll.

Er wird ohne Zweifel kommen, wenn vielleicht auch nicht beim ersten
oder zweiten Male des Rezitierens der ersten Beschwörungen.

Falls er jedoch nicht kommt, so binde ihn in die „Kette der Geister“ und
füge dieser am Ende der beschriebenen Beschwörungen hinzu.

So wird er gebunden und gezwungen werden, zu dir zu kommen, sogar


wenn er in wo anders in Ketten gebunden ist, da die Ketten von ihm brechen
müssen, wenn er erneut gebunden wird.

Doch lasse ihn wieder frei, nachdem er dir deine Wünsche erfüllt hat.

Der allgemeine Fluch, die „Kette der Geister“ genannt, gegen alle sich
auflehnenden Geister:

(Name des Genius), du schlechter und ungehorsamer Geist! Du hast


dich aufgelehnt und hast dich nicht meinen Worten unterworfen, noch
hast du sie beachtest oder verstanden. Du hast die herrlichen und
unbegreiflichen Namen des wahren Gottes, des Urhebers und
Erschaffers verachtet, da du nicht, wie von mir befohlen, erschienen bist.
So wirke ich mittels der Autorität der göttlichen Namen, denen kein
Wesen widerstehen kann und verfluche dich, oh Genius, dass du in die
tiefsten Tiefen des bodenlosen Abgrunds geschleudert wirst, wo du in
Ketten bis zum Tage des Gerichtes zu bleiben hast, auf dass das
unlöschbare Feuer und der quälende Schwefel dich quälen, wenn du
nicht unverzüglich meinem Befehl gehorchst und hier, vor diesem Kreis,
in diesem Beschwörungsdreieck erscheinst, um meinen Willen
vollkommen auszuführen. So komme schnell, unverzüglich und friedlich,
bei den heiligen Namen Gottes, ADONAI, ZABAOTH, ADONAI,
AMIORAN! Komme herbei, komme herbei, denn der König der Könige,
ADONAI, ist es, der dir durch mich befiehlt.

Wenn du den Fluch soweit zitiert hast und der Genius erscheint immer
noch nicht, dann gebe sein Siegel auf ein Stück Pergament und lege es in ein
schwarzes Kästchen aus Holz, in welches du noch Schwefel, Teufelsdreck
(Asant) und andere übel riechende Dinge legst.

Verschließe dann das Kästchen, in dem du um es herum einen Eisen- und


einen Bleidraht schlingst.

Hänge es dann an die Spitze deines Schwertes und halte es über das
Feuer.

Lasse die Flammen nach dem Kästchen greifen.

Wende dich dann an das Feuer selbst, das in Himmelsrichtung brennt, aus
der der Genius kommen wird, und sprich die Beschwörung des Feuers.
Die Beschwörung des Feuers:

Bei der Mächten des wahren Gottes, der die Welt und all ihre Wesen
erschaffen hat, beschwöre ich dich, oh brennendes Feuer, das du den
Genius (Name des Genius) immerwährend quälst, verbrennst und
verzehrst, da ich ihn gebunden habe. Ich verurteile dich, oh du
ungehorsamer und unbeugsamer schlechter Genius (Name des Genius),
der du nicht meinem Befehl gehorchst, noch die Gebote des wahren
Gottes, unser aller Herr, befolgst. Ich habe dich hervorgerufen und doch
weigerst du dich, meinen Anrufungen zu folgen und einträchtig und in
Frieden, sichtbar und freundlich, zu erscheinen, in schöner und
anmutiger Gestalt, dass du mir zu Diensten bist, da ich der Diener des
höchsten und herrlichsten Gottes der Heerscharen, IEHOVAH, bin, der
mir, durch seine himmlische Macht und Kraft, die Erlaubnis und die
Vollmacht, gewürdigt und gestärkt, gegeben hat, dass ich dir befehle!
Für diese, deine Ungeneigtheit und Geringschätzung, für deinen großen
Ungehorsams und deine Auflehnung gegen den König der Könige, bist
du schuldig und gebunden, auf dass ich dich exkommunizieren werde
und deinen Namen und dein Siegel zerstören will, welche ich in diesem
hölzernen Kästchen, fest eingeschlossen habe! Ich werde deinen Namen,
dein Siegel und dich selbst im unsterblichen, unlöschbaren Feuer
verbrennen, sodass du durch die Qual der Flammen vergehst und in
allen Himmeln in unsterbliche Vergessenheit geraten wirst, wenn du
nicht sofort kommst und mir sichtbar, freundlich und höflich zu
Diensten sein willst, in dem du hier, vor diesem Kreise, in das Dreieck
der Beschwörung gehst, wo du als anmutige und schöne Gestalt, die auf
keine Weise grauenhaft, lebenszerstörend oder scheußlich für mich oder
irgendein anderes Wesen ist. Du sollst auf all meine Fragen vernünftige,
bedachte und wahre Antworten geben. Du sollst meine Wünsche, die ich
dir übermitteln will, in allen Teilen ausführen, auf dass du erkennst, dass
ich dir befehle und dich beugen musst!

Sollte der Genius immer noch nicht erscheinen, so musst du das Folgende
sagen …

Der große Fluch:


Oh du ungehorsamer und schlechter Genius (Name des Genius), der
du immer noch bösartig, unheilvoll und ungehorsam bist und dich starr
weigerst mir zu erscheinen, um meinen Fragen nach den Dingen, die ich
mir von dir gewünscht hätte und die mich zufrieden gestellt und
befriedigt hätten, zu beantworten, ich verfluche dich im Namen und bei
der Macht und der Würde des allgegenwärtigen und unsterblichen einen
Gottes, dem Herr der Heerscharen, IEHOVAH TETRAGRAMMATON,
ADONAI TZABAOTH, dem einzigen und wahren Schöpfer der Himmel,
der Erde und der Hölle und allem, was in ihnen ist, der er der
wunderbare Ordner und Weltenlenker allen sichtbaren und
unsichtbaren Dingen ist. Ich vertreibe dich aus deinem eigenen Amt und
werfe dich gebunden in die tiefste Tiefe des bodenlosen Abgrunds, auf
dass du dort in Leid und Qual bis zum Tage des jüngsten Gerichtes
ausharren musst, ohne Möglichkeit der Gnade und Rettung, wenn du
nicht sofort vor meinem Kreis im Dreieck der Beschwörung erscheinst!
Ich werfe dich in das Meer aus Feuer und Schwefel, das für all die bösen
und aufsässigen Geister bis in alle Ewigkeit brennen wird. Da du so
auflehnend, ungehorsam, halsstarrig und schädlich bist, oh du schlechter
Geister, soll der ganze Himmel dich verfluchen, es sollen Sonne, Mond
und alle Sterne dich verfluchen, es sollen das Licht und die himmlischen
Heerscharen des Mächtigen dich in das unauslöschliche, ewige Feuer
werfen, auf dass du die unaussprechlichen Qualen des Feuers und des
Schwefels verspürst und keine Gnade und Rettung erfahren wirst. Dein
Name und dein Siegel, die ich in diesem Kästchen gebunden, gefestigt
und gehenkt habe, sind, in Schwefel und stinkenden Teufelsdreck
gesperrt, schutzlos den Elementen des Feuers ausgeliefert, dass dich nun
verbrennen sollen, sodass du im Namen IEHOVAH und durch die
Macht und Würde der mächtigen und prachtvollen Namen
TETRAGRAMMATON, ANAPHAXETON und PRIMEUMATON, oh
du schlechter und ungehorsamer Genius, im feurigen Meer aus Flamme
und Schwefel, deine gerechte Strafe erhältst, da du als verdammter und
verfluchter Geistern nicht bereit warst, mir zu gehorchen. So wirst du
bis zum Tag des jüngsten Gerichts qualvoll gebunden sein und du wirst
nie mehr vor dem Angesicht Gottes erinnert sein, der kommen wird, die
Lebenden und die Toten zu richten und die Welt mit dem Feuer zu
läutern.

Wenn der große Fluch gesprochen ist, muss das Kästchen ins Feuer
geworfen werden. Der Geist kann nun nicht anders und wird nach und nach
kommen. Sobald der Geist gekommen ist, lösche das Feuer wieder und hole
das Kästchen wieder heraus. Entzünde einen süßen Wohlgeruch und grüße
den Genius, der nun zu dir gekommen ist. Bereite ihm einen angenehmen
Aufenthalt und zeige das Pentagramm in die Luft und sage …
Die Anrede an den Geist bei dessen kommen:

Erkenne deine Aufruhr, erkenne die Macht der allgewaltigen Namen


IEHOVAH TETRAGRAMMATON, erkenne, dass du erneut gebunden
wirst, wenn erneut ablehnst gehorsam mir zu Diensten zu sein! Siehe das
Pentagramm des Salomon und dessen Sigel, die ich dir zeige, sieh die
mich als deinen Meister der Beschwörung, in der Mitte des fünfzackigen
Sterns, durch den wahren Gott bewaffnet und ohne Furcht, sodass ich
dich machtvoll anrief und dich in die Erscheinung befahl. Erkenne
deinen Meister, der OCTINOMOS genannt wird, weshalb du auf all
meine Fragen vernünftige und wahre Antworten geben wirst und dich
darauf vorbereiten musst, mir, deinem Meister, im Namen des Herren,
absoluten gehorsam zu leisten! BATHAL / VATHAT gebiert die Macht
und kommt über ABRAC, befohlen durch den einen, der alle Wesen in
den Himmeln, auf Erden und in der Hölle geschaffen hat, sodass
ABEOR über ABERER kommt, sodass der Gehorsam im Willen erfolgt!

Nach dieser Anrede wird der vorher unbeugsame Genius, vor Gott
unterworfen sein, sodass die Wünsche und Befehle vollkommen ausgeführt
werden müssen. Wenn der Genius erschienen ist, wird er sich demütig und
sanft zeigen. Nun folgt die Begrüßung.

Die Begrüßung des Geistes:

Ich heiße dich willkommen, Genius (Name des Genius), oh edle


Hoheit! Ich sage dir, dass du willkommen bist, da ich dich durch die
Namen IAH, VAU, AGLA, IOTH, TZABAOTH, ASCHER EHYEH
ORISTON, ELION, ADONAI, TETRAGRAMMATON gerufen habe,
und gehorchen musstest! Die Himmel, die Erde und die Hölle und alles,
was in ihnen ist, wurde geschaffen, und weil du gehorcht hast, bist du
Teil dieser Schöpfung. Mit derselben Kraft, mit der ich dich
hervorgerufen und befehligt habe, binde ich dich, auf dass du sichtbar
und freundlich, erscheinen musstest, in schöner und anmutiger Gestalt,
dass du mir zu Diensten bist und vor diesem Kreise / im
Beschwörungsdreieck beständig und lange verweilst, bis ich dich
entlasse. Ich bin der Grund für dein Hiersein und ich befehle dir, dass du
meine Wünsche erfüllen sollst, soweit es dir in diesem, deinem Amte
möglich ist.

In der Mitte des Kreises sollst du deine Hand in einer Geste des Befehlens
(Zeige- und Mittelfinger auf den Genius gerichtet) ausstrecken und sagen:
Mit dem Pentagramm Salomos habe ich dich gerufen, gebunden und
befehle dir, auf dass du mir wahre Antworten geben musst!

Nun kann man seine Wünsche und Bitten darlegen, worauf die
Beschwörung beendet ist! Um den Genius wieder zu entlassen, sollst du die
folgende Verabschiedung rezitieren:

Die Erlaubnis zum Fortgehen:


Oh Genius! Du hast gewissenhaft und anständig meinen Wünschen
und meinem Verlangen Folge geleistet! Du warst bereit und gewillt, auf
meinen Ruf zu kommen, und mir zu Diensten zu sein! So erlaube ich dir
hiermit, dass du dich zurückziehen darfst und zu deinen eigenen
anmutigen und erfreulichen Orten zurückzukehren, ohne Schaden oder
Gefahr für einen Menschen oder ein Tier zu verursachen. Gehe! Gehe
hinfort, doch sei stets bereit, auf meinen Ruf hin, zurück zu mir
kommen, wenn ich dich nach den heiligen und wahren Riten der Magie
beschwören werde. Ich ermahne und warne dich, dass du dich ruhig und
friedlich zurückzuziehen sollst und in Frieden diesen heiligen Ort
verlassen sollst! Der Friede und der Segen des einen Gottes sind immer
zwischen dir und mir! So soll es sein!

Nachdem du dem Genius die Erlaubnis gegeben hast, dass er fortgehen


darf, sollst du den Kreis nicht eher verlassen, als dass du noch Gebete und
Dankbezeugungen an Gott gemacht hast und dich für die großen Segnungen
und Unterstützung, die er dir gewährt und geschenkt hat, zu bedanken. Der
eine wahre Gott war es, der dir deine Wünsche bewilligte und dich vor allen
Tücken und Fallen des feindlichen Genius, ja des Teufels selbst, errettete.

Ende der „klassischen Anrufung“!

Bevor ich nun wieder aus dem Praxisteil zurück in die Theorie gehe, will
ich noch die „klassische Anrufung“ der Genien betrachten. Anders als im
Ritual „Begegnungen mit den Genien – Weg E“ – bzw. im Ritus „Kontakt
über die Elementebenen zu den Genien – Weg F“ – wird in der „klassischen
Anrufung“ mit Zwängen gearbeitet. Diese Zwänge sind aber recht albern,
wenn man sie sich einmal logisch anschaut. Die Zwangsanrufungen besitzen
verschiedene Ebenen, bzw. es werden Zwangsanrufungen genommen, die
von Mal zu Mal drohender oder aggressiver werden! Die Beschwörung selbst
beginnt sinnig mit „Ich rufe und beschwöre dich, oh Geist (Name des
Genius) ….“, was letztlich bei einer entsprechenden Energetik des
Protagonisten absolut ausreichend ist, da man schließlich im Ritus nichts
anderes macht (abgesehen davon, dass man Stück für Stück seine
Energiekörper kontaktiert), als die Genien in ihren Sphären zu rufen bzw. zu
besuchen. Man bittet um Kontakt! Die Beschwörung geht weiter mit einer
Bekundung, dass man „ausreichend gerüstet“ ist, gerüstet mit der Kraft und
der Macht der „höchsten Majestät“. Wie immer in den Zwangsanrufungen
kommen dann wilde Namen von Wesen, die wesentlich höher als die Genien
schwingen (sollen) und dadurch die Genien unter Druck setzen, sodass sie
erscheinen mögen. Die Frage lautet hier aber, wenn ich schon die Genien
nicht „mal eben“ anrufen und herbei zitieren kann, wie soll ich dann
mächtigere Wesen herbeirufen, die die Genien beeindrucken und bedrohen?
Die „mächtigen Namen“ in der Anrufung lauten BERALANENSIS,
BALDACHIENSIS, PAUMACHIA und APOLOGIAE SEDES! Es sind
Namen, die man nun nicht in den gängigen Büchern oder Lexika findet. Der
Namen BERALANENSIS beschreibt ein Wesen, dass dem Element ERDE
zugeordnet ist und sich auf Orte bezieht, an denen man Ruhe und
Besonnenheit findet. Wortfragmente des Namens findet man im altenglischen
Begriffe, die man mit „Transportieren“ und „Schlafstätte“ übersetzen könnte.
In der Anrufung wird die Energie als Prinz der Genien bezeichnet!
Der Namen BALDACHIENSIS bezeichnet ein Wesen, das dem Wasser
zugeordnet ist. Die Energie bezieht sich auch wieder auf einen Ort bzw. eine
Sphäre, die eine „Verschränkung“ bzw. eine dimensionale Besonderheit
aufweist und gleichzeitig die Schönheit selbst darstellt. Auch bei dem Namen
BALDACHIENSIS findet man wieder Wortfragmente, die man in der
mittelalterlichen Architektur wiederfindet und wo Ornamente beschrieben
werden, die ineinander verschlungenen sind und an Blättern oder andere
„organischen Formen“ erinnern!
Es ist eher der Begriff „Demiurg“ betitelt, ein Begriff für die
Schöpfergottheit, die alles erschaffen hat. Man könnte auch „Baumeister aller
Welten in Zeit und Raum“ sagen – ein kosmisches, erschaffendes Prinzip,
dass wie ein Handwerker die Logik (kabbalistisch Hod), die Intuition und den
Sieg der Ewigkeit (kabbalistisch Netzach) und die Schönheit (kabbalistisch
Tiphereth) auf einem Fundament (kabbalistisch Yesod) errichtet, sodass es
das Königreich (kabbalistisch Malkuth) geben kann! In der Anrufung wird
die Energie als Prinz der Genien bezeichnet!
Der Namen PAUMACHIA bezeichnet ein Wesen, das dem Element
Feuer zugeordnet ist und die „Mängel des Krieges“ symbolisiert. Die
Wortfragmente, die man aus dem Namen PAUMACHIA filtern kann, sind
die Begriffe „Mangel“ und „Krieg“ bzw. „Konflikt“. Daher ist es passend,
dass das Wesen PAUMACHIA dem Element Feuer zugeordnet ist und hier
die „Schattenseite“, den Mangel, den man in Kriegszeiten erfahren wird,
symbolisiert. Man kann jedoch auch das Wort „Krieg“ in die energetische
Richtung eines „Molochs“ deuten, wobei hiermit nicht nicht die
„Religionsschöpfung“ gemeint ist, sondern der moderne Begriff, dass ein
gigantisches Etwas existiert, das gnadenlos alles verschlingt, was sich ihm in
den Weg stellt bzw. in den Wirkungsbereich tritt. In der Anrufung wird die
Energie dem Tartarus, einem Teil der griechischen Unterwelt, zugeordnet!
Der Namen APOLOGIAE SEDES bezeichnet ein Wesen, dass dem
Element Luft zugeordnet ist. Es ist der „Sitz der Gerechtigkeit“ bzw. „Thron
des Gerichtes“, eine Kraft die der kosmischen Judikativen zugeordnet ist.
Wie bei den anderen Namen kann man auch hier wieder durch die
Wortfragmente auf die Bedeutung kommen, da im Namen APOLOGIAE
SEDES Begriffe wie „Verteidigung“ oder „Rechtfertigung“ vorhanden sind,
was auf das griechische Wort „Apología“ zielt. In der Anrufung wird die
Energie direkt dem Apología zugeordnet, was eine Übersetzung bzw. eine
Definition erleichtert.
Die Anrufung selbst geht damit weiter, dass von dem christlichen Gott
gesprochen wird und dass man durch seine „Kraft und Macht“ gerüstet ist,
sodass sich die Genien dem Magier bzw. dem Protagonisten unterwerfen
müssen! Sinnig ist jedoch, dass in der Anrufung gesagt wird, dass man „nach
dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde und somit selbst ein Gott ist“. Ja, es
ist sinnig, aber es hat keinen Einfluss darauf, wie die eigene Energetik fließt.
Nachdem also in einigen Zeilen erwähnt wurde, dass man doch den
christlichen Gott gut kennt, nach seinem Ebenbild erschaffen wurde, dass
Gott „Es werde …“ bzw. „FIAT“ gesprochen hat und dass dadurch sich alle
Wesen doch bitte zu beugen haben, beginnt man einen Schritt weiter zu
gehen! Nach der ganzen Aufzählung muss man wohl jetzt beweisen, dass
man sogar ein paar göttliche Namen ablesen kann, da man nun beginnt, die
verschiedenen hebräischen Begriffe zu zitieren. Und so zählt man die Namen
bzw. Titel Gottes einfach mal auf! ADONAI, EL, ELOHIM, ELOHI,
EHYEH ASCHER EHYEH, ZABAOTH, ELION, IAH,
TETRAGRAMMATON, SCHADDAI! Man befiehlt dem
entsprechenden Genius, dass er doch jetzt zu erscheinen hat, da man ja auch
die Namen des „Allerhöchsten Herren und Gott“ ausgesprochen hat. Und da
dieser Gott (wohl?) ein „rachsüchtiger Gott“ ist, der schon allein durch sein
Hören die Elemente vernichtet (die Luft zittert, das Wasser geht zurück, das
Feuer erlischt und die Erde bebt), vor dem zittern die Scharen des Himmels,
der Erde und der Hölle – somit auch die Genien!
Der Protagonist versucht also dem Genius zu erklären, dass er Gott
persönlich kennt (immerhin kennt er ja die Namen Gottes, die jedoch alles
Erfindungen oder Erklärungen der Menschen selbst sind) und dass er deshalb
über göttliche Macht verfügt!
Man könnte aus dieser Logik heraus auch mit einem Tiger diskutieren,
dass der Tiger doch bitte mal die zahme Hauskatze sein soll, da man doch
schließlich auch Eck- oder Reißzähne hat, aber laut Biologen die Krone der
Schöpfung ist!
So soll der Geist bzw. der Genius „unverzüglich und ohne ein
Verzögern“ aus allen Teilen der Welt bzw. des Seins, egal wo er auch
stecken mag, zum Magier kommen, um dort „vernünftige Antworten zu
allen Dingen“, die gefragt werden, zugeben!

Zum Schluss droht man dem Genius noch mal, dass er im Namen des
wahren Gottes „HELIOREN“ (eine weitere Bezeichnung Gottes, wobei das
Wort Helios (griechisch Sonne) die Lichterscheinung Gottes
versinnbildlichen soll) beschworen worden ist und deshalb die Befehle des
Magier ausführen muss und ihm, bis zum Schluss, dienlich zu sein!

Die Anrufung soll man wiederholen, bis der Genius erscheint. Wenn der
Genius nicht erscheint, dann legt man die Daumenschrauben an und droht
weiter mit hohlen Phrasen! Toll!

So beginnt die ZWEITE Beschwörung auch wieder mit den klassischen


Worten „Ich rufe und beschwöre dich und befehle dir, oh du Geist (Name
des Genius) zu erscheinen …“! Es wird aber nun drauf verzichtet, dass man
doch mit göttlicher Kraft gerüstet ist. Dafür gibt man klare Anweisungen,
dass der Genius sichtbar und vor allem in schöner und anmutiger Gestalt,
ohne Zerrbilder oder Gemeinheiten erscheine. Nun, wenn ich mir darauf hin
die Zeichnungen aus dem „Dictionnaire infernal“ ansehe, muss ich doch
sagen, dass „dieser“ Magier wohl versagt hat, denn die Erscheinungen sind
alles andere als „anmutig“ oder „unverzerrt“! Dennoch wird der
Beschwörungsbefehl weiter mit unendlich vielen „klassischen
Gottesformeln“ geführt, die alle in einem Nebensatz, mehr oder weniger,
erklärt werden. Doch es gibt da ein paar Ungereimtheiten! So heißt es z. B.,
dass Mose mit Hilfe verschiedener Gottesnamen die 7 Plagen über Ägypten
brachte! Einer davon sei der „Name“ (was schon mal falsch ist) ASCHER
EHYEH ORISTON! Hiermit ist die „Formel“ Ehjeh Asher Ehjeh (hebräische
Schreibweise eigentlich AHJH ASHR AHJA hyha rXa hyha) gemeint, die
man primär mit „Ich bin, der ich bin“ übersetzen kann, wobei man auch
andere Übersetzungen (u. a. „Ich war, der ich sein werde / der ich gewesen
sein werde!“ oder „Ich werde sein, der ich bin!“) verwenden kann! Ähnlich
verhält es sich mit dem „Namen“ (schon wieder falsch) TZABAOTH
(twabc), was in Zusammenhang mit dem Titel „Adonai“ primär genannt wird,
was dann zusammen „Herr der (himmlischen) Heerscharen“ ergibt. Beides
sind aber keine Namen! So lässt sich die Liste fortsetzen! Es sieht so aus, als
ob jemand irgendwelche hebräischen Buchstabenkombinationen verwendet,
die er einmal mit dem „Gott des Volkes Israel“ in Verbindung brachte und
dazu in irgendwelchen mittelalterlichen Engelssiegeln „gefunden“ hat! Ich
will einmal die reine „Namensflut“ aufzählen, ohne jedoch die
haarsträubenden Erklärungen, dass es alles Namen sind und wer diese wann
verwendete hat, um das göttliche Werk zu vollbringen! IAH, VAU, AGLA,
IOTH, ANAPEZETON, TZABAOTH, ASCHER EHYEH ORISTON,
ELION, ADONAI, SCHEMA AMATHIA, ALPHA, OMEGA,
EMMANUEL, HAGIOS, ISCHYROS, ATHANATOS, PARACLETOS,
THEOS, ICTROS, ATHANATOS, ON, TETRAGRAMMATON,
BASDATHEA BALDACHIA, PRIMEUMATON.
Die ganzen Namen dienen als Drohung, da mit jedem Namen
irgendwelche „Taten“ beschrieben werden, um dem Genius zu „zeigen“, dass
der Magier „ach-so-mächtig“ ist, und der Genius ihm bedingungslos folgen
muss! Nachdem die ganze Litanei aufgezählt wurde, wird einfach noch mal
erwähnt, dass der Genius sich jetzt freundlich zeigen soll, um alle Fragen –
soweit er dazu fähig ist – zu beantworten! Nun ja, energetisch gesehen ist die
angebliche Anrufung so effektiv, als ob man einer kosmischen Energie das
Telefonbuch oder ein Heldenepos vorließt, wobei man immer bedenken
muss, dass es ausschließlich auf den Protagonisten ankommt. Wenn man
durch das Zitieren der angeblichen göttlichen Namen in sich eine immense
und kosmische Stärke entfaltet, wird man ohne Weiteres die Sphäre der
Genien erreichen!

Wenn jedoch die ganzen „Anrufungen“, die auch schon als Zwang
formuliert sind, nicht wirken, wenn man wieder und wieder die göttlichen
Namen zitiert hat und dennoch keinen Erfolg hat, kann man zu einem
„direkten Zwang“ wechseln!

Der Zwang beginnt einfach mit „Ich beschwöre dich, oh Genius …“,
sofort danach beginnt die Drohung, dass der Genius „jetzt endlich“
erscheinen soll, da der Magier sonst wieder die „wirksamen Namen des
größten und unbegreiflichen Gottes und Adonai Tsabaoth“ nennen wird.
Erst nach dieser Drohung wird dem Genius „geraten“, dass er sich „ohne
Verzug“ und aus allen „Teilen und Orten der Welt“ sofort zum Magier
bewegen soll, um diesem alle Fragen mit verständlicher Stimme zu
beantworten! Dieses Mal wird in der Beschwörung wiederholt, dass der
Magier den Genius zwingt, wobei erneut die „klassische Form“ gewählt wird:
„Ich beschwöre dich und zwinge dich, oh Genius …“! Nach dieser zweiten
rituellen Drohung erfolgen erneut die „göttlichen Namen“, wobei es nicht
absolut die gleichen Namen sind, wie in der zweiten Beschwörung. Beim
Zwang werden die Namen ADONAI, PREYAI, TETRAGRAMMATON,
ANEPHENETON, INESSENFATALL, PATHTUMON und ITEMON
verwendet. Weiter wird im Zwang dem Genius befohlen, dass er im „Kreis“
(wobei hier der Kreis im Beschwörungsdreieck gemeint ist und nicht der
Kreis, in dem der Magier steht) erscheinen soll, um dem Magier „zu Willen
zu sein“! Es wird weiter gedroht, dass, wenn der Genius noch immer so
ungehorsam und widerspenstig ist und nicht erscheint, man die Macht des
„Obersten und des Ewigen“ rufen und verwenden wird, und der den Genius
auf jeden Fall zwingen wird! Aha! Echt toll!

Doch da man sich ja nie sicher sein kann, ob der Genius nun ausreichend
Angst hat, zitiert man einfach noch ein paar der Gottesnamen (diesmal EIE,
SARAYE, PRIMEUMATON, ADONAI, ZABAOTH, ADONAI,
AMIORAN), die man erneut mit den „besonderen Taten“ würzt, die mit den
Namen zusammenhängen (Jüngstes Gericht, bodenloser Abgrund, ewiges
Feuer usw.)! Doch was macht der Magier, wenn der Genius immer noch
nicht erscheint. Nun, dann kann sich der Magier sicher sein, dass … „der
Genius von seinem König an einen anderen Ort zitiert wurde und nicht
kommen kann!“ – ohne Worte!

Da man also mit dem Genius keinen Erfolg hatte und dieser nicht
erschien, macht man nun nicht nur etwas unlogisches, sondern auch
ausgesprochen dämliches! Man ruft den König des Genius an, damit dieser
den Genius zum Magier schickt! Wie man auf eine solche Idee kommt, ist
mir schleierhaft. Man hat keinen Erfolg bei einer Energie, da man nicht die
entsprechende Energetik aufbringen kann! Daher wendet man sich an eine
Energie, die noch höher schwingt, weil das Ego des Magiers überzeugt ist,
dass der Genius gekommen wäre, wenn er denn könnte! Ohne Worte!
Wenn man sich nun die Anrufung des Königs ansieht, fällt einem keine
große Veränderung auf. Man ist etwas freundlicher zu dem König und
gesteht diesem eine gewisse Macht zu. Man erzählt in der Anrufung, dass
man weiß, dass der König die Herrschaft über alle unteren und oberen Geister
der höllischen Ordnung hat. Doch obwohl man ihm Macht zu gesteht, lässt
man doch, im letzten Drittel des ersten Satzes der Anrufung, alle
Höflichkeiten fallen und wendet wieder den Klassiker an: „… ich rufe dich
an und befehle dir …“! Wieder wird „der eine Gott“ betitelt (diesmal mit
IEHOVAH und TETRAGRAMMATON – was letztlich dasselbe ist!) und es
wird – wie immer – gedroht, dass man die Macht Gottes hinter sich hat (man
kennt ja die Namen) und dass deswegen jedes energetische Wesen kuschen
und parieren muss! Wenn man noch beim Genius einigermaßen zurück
haltend war, lässt man nun alle Hemmungen fallen und droht wesentlich
massiver! Der König bekommt den Befehl, das er den Genius veranlasst zu
erscheinen, dass er ihn zwingt, dem Magier zu dienen und das er ihm
einschärft, all seine Fragen wahrheitlich und ehrlich zu beantworten!
Man muss aber nicht auf den König „warten“! Wenn man ihn zweimal
bedroht hat, ruft man einfach wieder den Genius an, der dann natürlich, da er
ja die Leviten von seinem König gelesen bekommen hat, sofort erscheint …
oder? Nun, wenn das alles nicht hilft, soll man den den Genius „verfluchen“!

Irgendwie ist es albern, dass ein Mensch, dessen Energetik nicht


ausreicht, einen der 72 Genien zu kontaktieren bzw. herbei zu bitten, diesen
dann verfluchen soll. Doch das scheint in den alten Grimorien irrelevant
gewesen zu sein, denn hier wird fleißig ein Fluch „propagiert“, der selbst bei
einer einfachen Textanalyse ein Schmunzeln verursacht!
So beginnt der Magier damit, dass er den „schlechten und
ungehorsamen“ Genius erklärt, dass er nun eine Strafe bzw. einen Fluch
bekommt, da er dem Magier nicht zu Diensten war, obwohl dieser doch all
die mächtigen Gottesnamen brav vorgelesen hat! Dem Genius wird nun
gedroht, dass er in die tiefsten Tiefen verflucht wird, sodass er in den
bodenlosen Abgrund, den Abyss muss, um dort „in Ketten bis zum Tag des
Jüngsten Gerichts zu bleiben“, wobei er mit Schwefel und Feuer gequält
werden wird. Der Genius kann diesem Fluch nur „entkommen“, wenn er nun
augenblicklich vor dem Magier im Beschwörungsdreieck erscheint und ihm
endlich zu Willen ist! Da sich der Magier aber über die „friedliche
Erscheinung“ des Genius, welche vom Magier erbeten wird, nicht sicher zu
sein scheint, werden wieder die Gottesnamen ADONAI, ZABAOTH,
AMIORAN zitiert.
Der Fluchbeschwörung ist damit auch schon zu Ende und der Magier soll,
wenn dieser ungehorsame Genius nicht erscheint, sein Siegel auf Pergament
schreiben und dieses dann in ein schwarzes Holzkästchen legen, wo noch
Schwefel, Teufelsdreck und „andere übel riechende Dinge“ hinzukommen.
Danach soll das Kästchen mit einem Eisendraht verschlossen werden und es
soll, an der Spitze des rituellen Schwertes baumelnd, über ein Holzkohlefeuer
gehalten werden. Nun erfolgt noch eine Feueranrufung, damit das Feuer den
Genius auch auf allen Ebenen röstet!

Diese normale Feuerbeschwörung, in dem der Magie das Feuer „direkt“


anspricht und dem Element befielt, den Genius zu quälen, ist wieder
„typisch“! Sofort danach wird sich erneut an den Genius gewendet, in dem
man ihm erklärt, dass er nun verurteilt ist, da er ja ungehorsam war! Der
Gottesnamen IEHOVAH wird noch mal zitiert, damit der gequälte Genius
weiß, dass der sadistische Magier vom „einen Gott“ geschützt wird. Es wird
noch ein wenig über die Macht IEHOVAH berichtet, bevor der Magier dem
Genius prophezeit, dass er ihn exkommunizieren wird, wenn dieser nicht
endlich erscheint! Da die Exkommunikation entweder ein temporärer oder
auch permanenter Ausschluss aus einer religiösen Gemeinschaft ist, frage ich
mich, welcher Religion wohl Magier und Genius gemeinsam angehören?
Vielleicht dem Judentum? Der Fluch wird noch ein wenig mit Erläuterungen
geschmückt, wobei der Hauptaugenmerk des Magiers, in dieser
Beschwörung, darauf liegt, dem Genius noch mal ganz deutlich zu sagen,
dass, wenn er denn nun endlich kommen mag, er dem Magier nichts tun soll
und doch bitte „… anmutige und schöne Gestalt, die auf keine Weise
grauenhaft, lebenszerstörend oder scheußlich für mich oder irgendein
anderes Wesen ist …“ erscheinen soll!
Wenn der Genius immer noch nicht kommt und der Magier immer noch
nicht begriffen hat, dass er die nötige Energie nicht aufbringen kann, hat die
Literatur noch einen „Großen Fluch“ in der Hinterhand, sodass dann der
Genius auf jeden Fall kommen wird!
Der große Fluch ist letztlich eine etwas genauere Beschreibung des
„normalen Fluchs!“ Auch hier wird wieder der Gottesnamen IEHOVAH
genommen, wobei auch TETRAGRAMMATON zitiert wird und eine erneute
Erklärung folgt, dass dies der Gott der Götter ist, der alles erschaffen hat! In
der Anrufung selbst wird noch etwas über den Genius „hergezogen“, da er ja
doch so „auflehnend, ungehorsam, halsstarrig und schädlich“ ist und aus
Sicht des Magiers zurecht nun gequält wird. Der ganze Himmel soll den
Genius verfluchen, so wie Sonne, Mond und Sterne und alles was es so im
Kosmos gibt! Der Genius bekommt erneut den Befehl, dass er sich den
göttlichen Namen TETRAGRAMMATON, ANAPHAXETON und
PRIMEUMATON doch zu beugen hat und jetzt endlich mal erscheinen muss,
da der Magier nach dem „großen Fluch“ keine weitere Beschwörung zur
Verfügung hat!
Wenn die Beschwörung beendet wurde, muss der Magier das Kästchen
mit dem Siegel des Genius ins Feuer werfen, worauf dann der Genius auf
jeden Fall „nach und nach“ erscheinen wird!
Wenn dann der gequälte und sicherlich vollkommen friedliche Genius vor
dem Magier erscheint, soll der Magier das Kästchen auch wieder aus dem
Feuer holen und kann dann die „Begrüßungsformel“ sprechen! Hier wird sich
noch einmal darüber echauffiert, dass der Genius nicht sofort gekommen ist
und dass seine „Aufruhr“ ihm doch nichts genutzt hat, da der Magier, der
sich nun selbst einwenig beschreibt und beweihräuchert, letztlich doch die
Oberhand behalten hat! Der Magier spielt sich als Meister des Genius auf und
schildert diesem, dass er ein sehr mächtiger Magier ist, sodass der Genius
ihm auf alle Fragen vernünftige Antworten geben muss und sich darauf
vorbereiten soll, seinem Meister, im Namen des Herren, gehorsam zu dienen!
Wenn dies alles erledigt ist, kann man – nach Meinung des Magiers – alles
mit dem Genius machen!
Doch es kann ja sein, dass ein Genius schon bei der ersten Drohung
einknickt und brav vor dem Magier erscheint. Dieser besitzt dann soviel
Höflichkeit, dass er dem gehorsamen Genius eine Begrüßung zuteilwerden
lässt, in der er dem Genius als „edle Hoheit“ begrüßt, ihm aber gleichzeitig
sagt, dass er ja schließlich kommen musste, da der Magier die Namen des
einen Gottes kennt, der alles erschaffen hat! Der Genius wird noch einmal
darauf hingewiesen, dass er nett und freundlich sein soll, immer die Wahrheit
sagen muss und erst dann gehen darf, wenn der Magier den Genius mit einer
entsprechenden Entlassungsformel rechtmäßig entlässt!
Wenn dann die Arbeit beendet werden soll und man den Genius entlassen
will, wird dies damit verkündet, dass der Magier den Genius lobt, dass dieser
gewissenhaft dem Verlangen des Magiers Folge geleistet hat und sehr bereit
und gewillt war, auf seinen Ruf zu reagieren, sodass er nun zu seinem
eigenen Orte fortzugehen kann, jedoch „… ohne Schaden oder Gefahr für
einen Menschen oder ein Tier zu verursachen“. Der Genius wird noch mal
ermahnt auch friedlich abzuziehen und erst wieder erscheinen soll, wenn der
Magier ihn erneut zwingt!

Wenn dann das Ritual beendet ist, soll man noch in seinem Schutzkreis
bleiben und ein paar Gebete und Dankbezeugungen an Gott richten, sodass
man um den „Segen Gottes“ bittet, damit einem nicht doch etwas passiert,
weil man ein energetisches Wesen gezwungen oder auch nur genervt hat!

Fazit der Analyse:


Als magisch denkender und arbeitender Mensch muss man bei diesen
ganzen Anrufen sagen, dass die praktische Magie offensichtlich im
Mittelalter eine ganz andere war, als in der heutigen Zeit. Drohungen und
Gottesnamen sollen eine Energie dazu bringen, mit dem Magier in Kontakt
zutreten, ohne dass dieser sich energetisch bewegt. Ich habe keine
zuverlässigen Beweise, ob diese Beschwörungen im Mittelalter Erfolg hatten,
doch haben Studien und Versuche gezeigt, dass viele magische Menschen,
die diese Anrufungen getätigt haben, selbst sich aber voll bewusst nicht von
der materiellen Ebene geistig entfernt haben, so gut, wie keinen Erfolg hatten.
Die Berichte, die einen möglichen Erfolg spiegeln, deuten eher darauf hin,
dass der Protagonist des Rituals die Energie imaginiert hat, jedoch nicht mit
einer autarken Energie gearbeitet hat. So muss ein jeder für sich selbst
entscheiden, wie er mit diesen Energien bzw. Wesen arbeiten will, ob er sie
mit dem Zitieren irgendwelcher Gottesnamen zwingen kann, oder ob die
Aussendung der eigenen energetischen Körper vielversprechender ist, da man
sich auf der astralen Ebene (oder auch auf höheren Ebenen) energetisch
anderes öffnen kann, als es der physische Körper erlaubt.
Ideen, Fantasien und Energien
Nach den ganzen Genien, Dämonen, Engeln, Geistern und Halbgöttern,
will ich nun einen Schwenk in die Strukturen der menschlichen Energetik
und der Fantasie machen, um die verschiedenen Betrachtungen der
„literarischen Idee des Bösen“ zu erhellen!
Es gibt so viele Berichte, die sogar für sich den Stempel „Erfahrungen aus
erster Hand“ tragen, die sich mit Geistern und Dämonen beschäftigen, dass
man sich manchmal wundern muss, dass es heutzutage immer noch ein
großes „Huhu“ gibt, wenn man auf eine solche Energie trifft. Zwar sprechen
viele Berichte von einer manifesten Realität, sodass man das plüschige oder
zottelige Fell des Dämons streicheln konnte, doch will ich absichtlich diese
„Kleinigkeit“ übersehen, da Realität immer das ist, was der jeweilige Mensch
bzw. der individuelle Geist als Realität definiert. Wenn also der christliche
Eremit in der Wildnis, irgendwann im 5. Jh. n. Chr., den leibhaftigen Teufel
auf einem Berg hat tanzen sehen, dann kann ich dies akzeptieren. Zwar
interpretiere ich die Aussage als Vision oder auch als „Dritte-Auge-Sicht“
bzw. als Tagtraum, sage aber gleichzeitig, dass das Energiesystem eines
jeden Menschen individuelle Filter hat, sodass verschiedene energetische
Ereignisse individuell und aufgrund der vorhandenen Bildsprache des
Menschen imaginiert werden!
In der Anfangszeit des Christentums – denn genau hierher kommen die
meisten „Augenzeugenberichte“ – zog es viele Gläubige in ein
Eremitendasein, weit ab von den Städten und Dörfern. Mit ihrem neuen
Glauben und den inspirierten Geschichten der biblischen Erzählungen im
Geiste, war es nicht verwunderlich, dass diese Einsiedler wohl oft an einer
Dämonenschnellstraße ihre Unterkunft bauten. Viele von ihnen, nach dem sie
wieder in die damalige Zivilisation zurückgekehrt waren, berichteten von
Heimsuchungen und Dämonenangriffen. Daher war es nicht verwunderlich,
dass genau diese Einsiedler Schriftstücke entwarfen, die den „unerfahrenen
Gläubigen“ einen Weg weisen sollten, wie man sich u. a. gegen das
Dämonenpack zur Wehr setzen kann!
So entstand die literarische Sparte der Diabologie bzw. der Dämonologie.
Es waren Schriftstücke, die Anleitungen enthielten, wie man der Versuchung
der Dämonen und Teufel widerstand und wie man die dämonischen Angriffe
abwehren konnte. Ferner wurden in diesen Schriftstücken explizite
Schilderungen und Aufschlüsselungen des „Feindes“ bereitgestellt, sodass
man als gottesfürchtiger Leser auch genau wusste, woher die Feinde kamen,
was sie wollten, wer ihre Vorgesetzten sind und wie viel Macht sie besitzen!
Es gab viele Schriftstücke verschiedener Mönche und Priester, die alle
vom ständigen Kampf gegen die Heerscharen der Hölle berichteten. Blumige
Beschreibungen die ein gewisses Maß an Poesie und dunkler Romantik
besaßen, fanden Einzug in die christliche Literatur, sodass der damalige Leser
die verschiedenen Teufel, die „Augen wie der Morgenstern“ hatten und aus
deren „Nüstern Rauch und Feuer sprühte“, sehr plastisch wahrnehmen
konnte. Sogar heutzutage findet man die damaligen Beschreibungen in
aktuellen Horrorfilmen wieder – also ein echter Klassiker! Doch viel
interessanter als die bildliche Beschreibung der Dämonen und Teufel ist der
Umstand, dass es im christlichen Glauben immer noch „diese Feinde“ gab
bzw. gibt. Jesus, der Christus, war für die Sünden der Menschen gestorben
und lud die Sünden der Welt auf sich, wodurch eigentlich die satanische
Macht zerschlagen werden sollte. Nun, dem war wohl nicht so, denn
immerhin waren die teuflischen Horden immer noch sehr aktiv auf Erden –
zumindest in den Gedanken vieler Mönche und Priester! So war es nicht
verwunderlich, dass die Texte der Dämonologie – zumindest zwischen den
Zeilen – deutlich die Frage stellten, ob Jesus denn wirklich dem Satan, der
alten Schlange, die Giftzähne gezogen hatte.

Natürlich war kein gläubiger Christ so dumm (oder mutig?) dies offen zur
Diskussion zu stellen, da man schließlich an kirchlichen Dogmen nicht zu
rütteln hat. Dennoch war ein schwelender Zweifel immer wieder in der
mittelalterlichen Literatur zu finden.
Jedoch gab es auch Schriften, die ganz klar sagten, dass die Dämonen
selbst aussagten, dass Jesus, der Christus, ihre Macht gebrochen habe und
dass sie nur aufgrund der Taten der Menschen wieder an Macht gewinnen
würden. Sie würden sich auch langsam komplett aus ihrer Ohnmacht
befreien, wenn dass sündige Verhalten der Menschen so weiter gehen würde
wie bisher!

So wurden immer mehr Schriften verfasst, die mit der Zeit auch
Anleitungen enthielten, wie man sich, in weiser Voraussicht, vor den
Dämonen schützen könne, in dem man sie sich einfach zu Untertanen macht.
Natürlich waren die Schriftstücke zu Beginn des frühen Mittelalters nur in
Kreisen christlicher Gelehrter zu finden, sodass ausschließlich einzelne
Abteien und Klöster die Schriftstücke unter Verschluss hielten. Doch man
erkannte schnell, dass man das „breite Volk“ besser kontrollieren bzw.
aufklären konnte, in dem man verschiedene bildliche Darstellungen und
Ideen der Öffentlichkeit preisgab. So wurden nicht nur Vorstellungen vom
himmlischen Paradies und vom Garten Eden verbreitet, sondern auch die
Darstellung der Hölle sowie deren Insassen, die sich höchstpersönlich um alle
Sünder kümmern würden!

Dies alles hatte zur Folge, dass immer mehr und mehr Visionen,
Traumreisen und energetische Kontaktierungen Einzug in die Literatur
fanden. Es gab Texte – die sogar in verschiedenen Sprachen übersetzt
wurden, um so eine größere Verbreitung zu erreichen – die über eine
regelrechte Bildungsreise durch Himmel und Hölle berichteten, sodass auch
wirklich jeder die gravierenden Unterschiede sofort erkennen konnte. Es
wurden sogar mittelalterliche Holzschnitte und Kupferstiche angefertigt, um
die breite Masse zu erreichen. Dass sowieso Maler und Schriftsteller sich
dieser Thematik widmeten – vom Frühmittelalter bis zur Renaissance bzw.
Neuzeit – ist weitgehend bekannt, denn nicht nur Hieronymus Bosch oder
Michelangelo Buonarroti befassten sich mit diesem Thema, sondern auch
Johann Wolfgang von Goethe, Dante Alighieri und John Milton.

So entwickelte sich die Dämonologie zu einem „Großunternehmen“,


sodass man abenteuerliche Berichte, Hierarchien und immer wieder neue
Erscheinungen in der Literatur finden konnte. Der Verdacht, dass ein Autor
den anderen toppen wollte, in dem er einen noch schrecklicheren Dämon zu
Gesicht bekam, als sein Kollege, liegt nach meiner Meinung durch aus im
Bereich des Möglichen! Denn nicht nur der Himmel hatte eine eigene
Hierarchie mit verschiedenen Rängen (Seraphim, Cherubim, Throne,
Gewalten, Tugenden, Mächte, Fürstentümer, Erzengel und Engel), nein, auch
die Hölle konnte sich mit interessanten hierarchischen Ideen brüsten.
Interessant ist hierbei, dass immer wieder achtlose Zahlen über die mögliche
Masse der dämonischen Wesen ihr literarisches Unwesen trieben. Mal war es
133.306.668 gefallene Engel bzw. Dämonen, die in der Hölle hausten, dann
waren es irgendwann „nur noch“ 7.405.926, um dann irgendwann wieder auf
72.333.864 zu wachsen. Die Zahlen beziehen sich meist auf kabbalistische
Berechnungen, die als Quelle den Talmud oder andere kabbalistische Bücher
angaben. Da solche gigantischen Zahlen „verwaltet“ werden mussten,
wurden schnell hierarchische Systeme und Armeestrukturen in Betracht
gezogen. Selbst ein Dämonenhaufen von nur 7.405.926 Dämonen löst
sicherlich ein höllisches Chaos aus, wenn dieser nicht verwaltet wird!

So entstanden im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit okkulte


Werke, die ein regelrechtes „höllisches High Society“ spiegelte. Die
damaligen Autoren, meist Alchimisten und/oder Kabbalisten, warfen mit
Titeln, Rängen und Aufgaben der Dämonen nur so um sich!

Letztlich sahen Kritiker darin eine Verballhornung der verhassten


Hierarchie der Kirche und der europäischen Adelshäuser, die alle ihre
eigenen Machtspielchen und Intrigen sponnen!
Dennoch wurden viele Werke schon fast als naturwissenschaftliche
Experimentalanordnungen verehrt, sodass man sich wortwörtlich auf den
Inhalt verlassen konnte. Hierzu wurden dann „altbekannte“ Namen aus der
kulturellen Versenkung geholt, um hier und da zumindest einen
Wiedererkennungswert zu besitzen. So war es nicht verwunderlich, dass
Namen wie Agniel, Anael, Aschmodai/Asmodeus, Beelzebub (Baal-Swuw),
Belial, Belphegor („Baal-Peor“ bzw. „Baal-Phegor“), Exael, Graphiel,
Hismael, Kedemel, Luzifer, Nachiel, Phul, Samael, Tamiel oder auch der
Zungenbrecher Thaphthartharath ihren Weg in die Literatur fanden.
Die Autoren waren sich aber nicht wirklich einig, was diese ganzen
Dämonen für Aufgaben hatten. Manchmal ist Beelzebub der Herrscher des
„dunklen Reiches“, jedoch Luzifer der „Herr der Hölle“, was auch wieder
Satan ist. Dann gibt es hier noch dämonische Wissenschaftler, die den
Menschen Waffenherstellungen zeigten (Exael) oder auch Dämonen, die
direkt für die Hexerei und die Schwarze Magie verantwortlich waren
(Agniel).
Neben den ganzen Namen hatten diese Wesen aber auch verschiedene
Titel. Es waren nicht alles „Dämonen“! Es gab auch die Teufel, die
Erzdämonen, die Geister, die Höllenfürsten, die Herrscher, die Soldaten der
Hölle und sicherlich auch irgendwo die Putzkolonne der Hölle! Bei den
Titeln und Rängen wurden, je nach Autor und Buch, gravierende
Unterschiede niedergeschrieben, Unterschiede, die sich aber auf keine
kulturelle Basis bezogen, sondern eher vom Autor selbst betitelt wurden!
So waren zum Beispiel die Dämonen, die dienstbaren Teufel, die man
beschwören konnte und mit denen man einen relativ „ungefährlichen“
Dämonenpakt eingehen konnte. Es waren dumme, zweckmäßige Geschöpfe,
die der Schwarze Magier nach belieben versklaven konnte. Hierbei war es
egal, um welche Arbeitsaufträge (Schatzsuche, Terrorisieren eines Rivalen,
betören einer schönen Frau oder auch die Umsetzung eines Fluchs) es ging!
Zwar verfügten einige Dämonen über eine größere Anzahl von Geistern,
dennoch mussten sie den Großteil der aufgebürdeten Arbeit selbst erledigen!
Sie wurden auch manchmal als Hausgeister, als Spiritus Familiares
angesehen, was der ursprünglichen Wortbedeutung recht nahekommt!
Diese Dämonen hatten jedoch nichts mit den Teufeln zu tun, die
manchmal noch in Unter- und Oberteufel gegliedert wurden. Die Teufel
waren die „adligen Dämonen“, die, die eine „feinere Herkunft“ hatten und die
man nicht einfach versklaven konnte. Sie waren schlauer und gerissener als
die Dämonen. Die Teufel verfügten meist über eine Gruppe von Dämonen,
sodass man eine Teufelsbeschwörung immer dann machen sollte, wenn man
sehr viele Aufträge für die höllischen Arbeitskolonnen in petto hatte. Es
wurde davon ausgegangen, dass die Teufel mit den gefallenen Engeln der
Grigori zusammenhingen, sodass Vermutungen laut wurden, dass die
schlimmsten der gefallenen Grigori zu den „teuflischen Monstern“ der Hölle
wurden und in guter, alter Knastmanier, erst einmal sich einen Stab voller
Untergebener (in diesem Fall die Dämonen) erschufen, damit sie in der Hölle
nicht zu sehr zu leiden hatten!
Doch die Teufel waren nur in Bezug auf die Dämonen ein adliger Haufen.
In Bezug auf die gefallenen Engel waren sie auch nur wieder dienstbare
Sklaven. So ist es nicht verwunderlich, dass die gefallenen Engel als
Aristokraten bzw. eher als Hochadel gesehen wurden. Hierbei handelte es
sich nicht um einfache Wesen, die jeder Magier „mal eben“ beschwören
konnte. Es wurde eher eine komplizierte lateinische Litanei benötigt und man
konnte diese „Erzteufel“ oder „Erzdämonen“ nur zu bestimmten Zeiten
rufen. Doch wenn man sie gerufen hatte und man sie seinem eigenen Willen
unterwerfen konnte – was nicht immer damit bewerkstelligt wurde, dass das
Wesen evoziert wurde – konnte man sich einem großen Machtpotenzial
bewusst sein, sodass man auch einmal eine konkurrierende Familie bzw. ein
angesehenes Adelshaus in den Untergang (Bankrott, Unfalltod, Suizid etc.)
treiben konnte.

Doch dies war noch nicht die Spitze der höllischen Hierarchie. Natürlich
war Satan oder auch mal Luzifer der König der Hölle, doch auch seine
anderen Fürsten konnte ein mächtiger Magier, der sich auf die hohen Künste
der Schwarzen Magie berufen konnte, evozieren.
So gab es also noch die sieben Höllenfürsten, die alle eine
beeindruckende Machtposition innehatten! Das Schöne daran ist jedoch, dass
sich auch hier die Autoren nicht einig waren und es verschiedene Gruppen
der „sieben Höllenfürsten“ gibt!

Gruppe a)
Luzifer, der König und Herrscher der Hölle.
Belial, Höllenfürst und Vizekönig.
Satan, Höllenfürst des Zorns.
Beelzebub, Höllenfürst der Seelenqual.
Astaroth, Höllenfürst der höllischen Schätze (also der Schatzmeister der
Hölle).
Aziel/Asasel, Höllenfürst des Krieges und Lehrmeister der Waffenkunst.
Anifel, Höllenfürst der Vernichtung und Zerstörung.
Marbuel, Höllenfürst der Habsucht und Geizes (vgl. Mammon).

Gruppe b)
Satan, der König und Herrscher der Hölle.
Abdiel, Höllenfürst und Herr der Sklaven bzw. der Sklaverei.
Massikim, Höllenfürst der Krankheit und des Todes.
Jazariel, Höllenfürst der Barbarei und der Kälte.
Mammon, Höllenfürst der Habsucht und der Gier.
Kasdeya, Höllenfürst der Unzucht, der Wollust und der Abtreibung.
Leviathan, Höllenfürst des Chaos und der Zerstörung.
Purson, Höllenfürst der Lügen und der Schmerzen.

Gruppe c)
Luzifer, der König und Herrscher der Hölle.
Baal-Beryth, Höllenfürst aller diabolischen Rituale (Teufelspakte).
Dumah, Höllenfürst des Todes und der Verfolgung.
Sariel, Höllenfürst der Wissenschaft und der verbotenen Lehren.
Mephistopheles, Höllenfürst des Hasses und der Vernichtung.
Rofocal, Höllenfürst des Reichtums (Premierminister und Schatzmeister
der Hölle).
Meririm, Höllenfürst der Apokalypse und des Chaos.
Rahab, Höllenfürst des Treubruchs und der Rebellion

Man sieht zwar, dass Luzifer und Satan sich die Herrschaft der Hölle
teilen, danach aber die Höllenfürsten recht individuell agieren.

Weiterhin gibt es in der höllischen Hierarchie sog. Strafengel, die zwar


eigentlich dem Himmel dienen (Erzengel Uriel, Chamurel und Sariel fallen
laut Literatur in diese Sparte), jedoch aufgrund ihrer Taten bzw. ihres Ranges
in der Hölle zu finden sind, damit sie die Sünder sofort ins Fegefeuer werfen
können. Die Strafengel sind wieder eine „Spezialeinheit“, die den Sündern
gehörig die Leviten lesen und diese qualvoll richten. Himmlisch, oder?
In der Hölle dürfen natürlich auch nicht die Dämonen der Wollust und
des Sexes, in alle wilden Ausschweifungen, fehlen!

So gibt es natürlich die Erzdämoninnen, Satansbräute und Buhlteufel


(Incubi und Succubi), die sich nicht nur den recht schaffenden Männern in
eindeutiger Weise darboten, sondern diese um den Verstand und ihre Seele
brachten. Sie brachten aber auch Impotenz und Unfruchtbarkeit, da sie allein
den „einen“ Manne haben wollten.
In der Hölle tauchen aber auch immer wieder die Nephilim auf, die
schwer zu tötenden Mischwesen, die Riesen, die durch Inzucht und Hybris
zwischen Engel und Frauen entstanden sind!

Bei diesen ganzen Titeln, Rängen und Aufgaben muss man sich natürlich
fragen, welche der Wesen direkt in der Hölle geschaffen wurden und welche
Wesen doch irgendwie eine himmlische Heimatadresse hatten. Wenn man
sich dann mit den verschiedenen Prinzipien literarisch und historisch bzw.
kulturell beschäftigt, wird man sehr schnell auf die Idee stoßen, dass so gut
wie alle höllischen Wesen irgendwann einmal eine himmlische Adresse
hatten. Der sogenannte „Sündenfall“ bzw. der „Engelssturz“ ist natürlich
literarisch so gut wie überall bekannt, auch wenn der Begriff „Sündenfall“
primär mit dem Verzehr der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis
assoziiert wird. Hierbei werden meist Adam und Eva beschrieben, sekundär
muss aber hier auch wieder von Engelsprinzipien ausgegangen werden, die
nicht ausschließlich Menschen waren. Adam Kadmon (~da nwmdq), der
ursprüngliche Mensch, ist aus mystischer Sicht der „Vorläufer“ des heutigen
Menschen. Adam Kadmon stand an der Seite Gottes und barg die drei
Tugenden der Weisheit, der Herrlichkeit und der Unsterblichkeit in sich.
Diese Aussage zeigt, dass Adam Kadmon wie ein Engel zu deuten war. Sie
wirft aber auch gleichzeitig die Frage auf, warum er überhaupt die „Frucht
der Erkenntnis“ genommen hat, wenn er doch bereits über die Tugend der
Weisheit verfügte.

Ob man Adam Kadmon bzw. Adam und Eva nun als Engel, als Menschen
oder als Nephilim sehen will, ist letztlich irrelevant, da man doch in der
breiten Literatur schon deutlich die Information bekommen hat, dass Engel
einen offensichtlich sehr schwachen Willen besitzen und schnell der
Korruption anheimfallen – gerade dann, wenn sie sich in der Gesellschaft von
Menschen bewegen. Mal ist es die pure Lust am Sex und manchmal reicht
schon eine schöne Frau aus, um die Engel vollkommen um den Verstand zu
bringen. Offensichtlich haben die biometrischen Felder der Menschen,
speziell der Frauen, einen sehr manipulativen und sogar zerstörerischen
Charakter an sich. Da fragt man sich doch, wenn die Menschen eine solch
hohe energetische Macht der Manipulation besitzen, warum braucht man
dann noch Schutzengel? Auch sonst waren die Engel alles andere als
gehorsame Soldaten, denn auch wenn die Religionen den Beischlaf mit Engel
nicht gut hießen, ist es dennoch kein primärer Verbannungsgrund. Der
Umstand des Ungehorsams hingegen wird viel strenger und unnachgiebiger
bewertet. So kann man im Talmud und in der Bibel lesen, dass JHVH eine
gigantische Besorgtheit, in Bezug auf den Ungehorsam seiner Geschöpfe,
hatte. Eifer und Rachsucht, sowie die Sorge, dass es neben Gott noch andere
Götter geben könnte, zeigten, dass auch der Himmelschef nicht wirklich eine
„göttliche Weisheit und Standhaftigkeit“ besessen haben kann! So reichte
manchmal ein einfacher Widerspruch seiner Geschöpfe aus, dass der Fluch
der Verbannung ausgesprochen wurde, ohne Möglichkeit zur Bewährung.

So ist es nicht verwunderlich, dass es irgendwann einen Zwist in den


himmlischen Gefilden gab und das Stück für Stück die widerspenstigen und
ungehorsamen Wesen, langsam aber sicher, deportiert wurden. Die Gründe
der höllischen Deportation waren mannigfach und unterschiedlich. Daher will
ich in den folgenden Abschnitten einmal die verschiedenen „Fantasien des
Sündenfalls“ betrachten, sodass man sich einmal ein Bild von den möglichen
Verfehlungen der Himmelsbewohner machen kann! Da es sich um
„literarische Ideen“ handelt, werde ich es nicht ganz so trocken
niederschreiben!

Fantasie des Sündenfalls – Idee 1; die dunkle Seite der Macht!


Es war einmal, vor langer, langer Zeit, ein omnipotenter Gott, der eine
Dualität erschuf. Er teilte sein Selbst in ein lichtes Ich und in ein dunkles Ich.
Das dunkle Ich fungierte in der Dualität als Widersacher und war die Seite,
die der erschaffenen Flora und Fauna (also auch dem Menschen) zugewandt
war. Da auch die dunkle oder schattige Seite Gottes Fragmente als
Botschafter bzw. Boten abspalten konnte, war es kein Wunder, dass diese
Energien (oder Wesen) die Menschen besuchten. Es waren die Malachim
(abgeleitet vom ursprünglichen, hebräischen Wort „mal’ach“). Doch leider
war/ist die menschliche Sprache im Kosmos nicht zur fehlerfreien
Kommunikation geeignet und so kam es, dass der Begriff „mal’ach“ nicht
mehr „Schattenseite Gotte“ übersetzt wurde, sondern als „Bote“, was im
griechischen „Angelos“ hieß. Auch die lichte Seite Gottes konnte sich
fragmentieren, die Engel, welche auch wieder mit dem Begriff „Angelos“
beschrieben wurde, traten auf den Plan. Die Malachim waren die Gesandten
der „Schattenseite Gottes“ und die Engel waren die Gesandten der „Lichtseite
Gottes“. Die Malachim waren in der Lage mit den Sterblichen in Verbindung
zu treten. Die Engel waren zu sehr vom göttlichen Licht erfüllt, sodass sie mit
den Menschen in keinen Kontakt treten konnten, da diese von der Helligkeit
und der Kraft des Lichtes vollkommen aufgelöst wurden. So oblag es den
Malachim allein die Lehren Gottes den geschaffenen Wesen (u. a. den
Menschen) zu erläutern und sie in den „Regeln der Schöpfung“ zu
unterweisen. Doch die Malachim brachten auch die Energie des „freien
Willens“ mit, welcher essenziell für die Dualität und die
Entscheidungsfreiheit war. Dieser freie Wille erreichte und erfüllte auch bald
einzelne Menschen. Da die Dualität aber auch durch Zerstörung und
Neuwerdung existent wird, kamen dunkle und zerstörerische Aspekte zum
Vorschein! So wurde der Schatten selbst von den Menschen als „ha-Satan“,
ein in der Dualität nötiger und letztlich „neutraler“ Widersacher, gedeutet.
Mit der Zeit jedoch und mit wachsender Individualität der Menschen,
durchlief das Prinzip ha-Satan die Wandlung Satanel, dem bösen Feind des
guten und lichten Gottes.
So wurde der Satan von den Menschen für alles Üble verantwortlich
gemacht, ohne mit dem Verständnis, dass in einer Dualität es immer einen
Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt gibt! Dass durch Zerstörung
Neues entsteht und dass Widerstand und schwierige Umstände die Evolution
der Menschen schneller zu einem Ziel bringt als selbstgefälliges,
phlegmatisches Vegetieren, wurde vergessen!
Während die Malachim im „Alten Testament“ deutlich zu finden waren
(die 7 Plagen, einschließlich Mord an den Erstgeborenen, Versuchung
Abrahams, der seinen Sohn opfern sollte, Hiob und die Wette „Wie viel
erträgt er?“, die Zerstörung von Sodom und Gomorrha und die Bestrafung
von Lots Frau etc.), wurden sie im „Neuen Testament“ als Versucher (Jesus
und der Teufel in der Wüste) und als Vernichter negativ tituliert! Dass ein
Versucher und ein Zerstörer auch etwas Positives sein können – ein
Versucher kann die eigene Entschlossenheit perfekt spiegeln und ein
Zerstörer schafft Platz für Neues – wird offensichtlich übersehen!
So dauerte es nicht lange, dass die Malachim als „Teufel“ literarischen
Einzug hielten, wo „er“ – der Teufel selbst – als Herrn der bösen Geister und
Chefankläger, alle hässlichen Dinge tut musste bzw. durfte, die einst zum
„Guten Gott“ gehörten. Hierdurch war der Sündenfall bzw. die
Abtrennung/Abwendung vom Licht literarisch beschlossene Sache, die nicht
mehr diskutiert wurde!

Fantasie des Sündenfalls – Idee 2; Auf die Knie, Made! Ich bin der
Stolz des Himmels!
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da erschuf ein omnipotenter Gott
die Riege der Engel und teilte diesen mit, dass sie voller Macht seien, welche
sie im Auftrag des Herrn einzusetzen haben. Niemand könnte sich dieser
Macht entgegenstellen, da sie die Boten des Himmels sind und alle Wesen
würden dies erkennen und sich vor ihnen – und somit vor Gott selbst –
niederwerfen.

Doch diese Macht setze den Keim der Rebellion in die Herzen der Engel,
da sie nun in ihrem Streben nach Ruhm einen Hochmut und einen absurden
Stolz entwickelten, sodass sie auf die Idee kamen, dass sie sich selbst ein
Königreich erschaffen wollten, in dem ein Thron stand „wie die Wolken über
der Erde“.
So war der Stolz bzw. der Hochmut die treibende Kraft in den Herzen der
Engel und sie fokussierten ihre Aufgaben nur noch auf den eigenen Ruhm,
sodass ihr Stolz ins Unermessliche wuchs. Hier ist auch die klassische
Geschichte des „Morgensterns“ u. a. beheimatet, der wie ein brennender
Stern auf die Erde fiel.
Es ist bekannt, dass es sehr viele Variationen des „Sündenfalls“ gibt, doch
der „brennende Stern“ ist weit verbreitet. Egal ob es nun im Mittleren Osten,
im römischen Reich oder letztlich im Neuen Testament ist, wo Jesus den
Satan, wie einen Blitz auf die Erde stürzen sah. Es sind jedoch alles Plagiate,
da die Originalgeschichte von der „Legende von Shaher“, einer kanaanäische
Gottheit, die der Morgendämmerung zugeordnet wurde und Nacht für Nacht
aus dem Leib (der großen Höhle) der All-Mutter geboren wurde. Shaher war
jedoch nicht die Sonne, er war ein Widersacherprinzip, das jeden Morgen
erneut die Sonne herausforderte, um sich mit der Leuchtkraft zu messen. In
der Legende heißt es, dass Shaher versuchte die Sonne von ihrem Thron zu
stürzen und diesen für sich selbst zu beanspruchen. Dies misslang und er
wurde verbannt. Dieser Epos wurde ca. 700 Jahre v. Chr. in der
kanaanäischen Kultur erzählt, die einen großen Einfluss auf die Hebräer
hatte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die späteren Hebräer fast
wörtlich diese Legende übernommen haben.

Fantasie des Sündenfalls – Idee 3 – Krieg ist gut für’s Geschäft und
Krieg hat Sound!
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da erschuf ein omnipotenter Gott
verschiedene Himmelswesen, die alle einen eigenen Willen und ein eigenes
Individualitätsverständnis hatten. So dauerte es nicht lange und ein Krieg
entbrannte im Himmel. Durch den freien Willen und das
Individualitätsverständnis folgten die Engel nicht blindlings den Wünschen
Gottes. So deklarierte Gott, dass seine Geschöpfe fehlbar sind, und dass sie
ausgemerzt werden müssen. Die Fehlbarkeit seiner Engel sah Gott im freien
Willen, da dieser die Engel zur Sünde verführen könnte. Da Gott diesen
Genozid nicht allein vollbringen wollte, erschuf er eine zweite Welle von
Engeln, die keinen eigenen Willen hatten und gehorsame Diener des Herren
waren!
Die Literatur sieht dies mit einem leicht verklärten Blick, denn es heißt,
dass Gott seine gehorsamen Engel stärkte, in dem er, in einem Akt der
Gnade, die Engel in ihrem Streben nach dem Guten unterstützte – in diesem
Fall ist das Gute natürlich der Wille Gottes. Dieser Akt der Gnade gab den
Engeln die Festigkeit, sich dem weisheitsvolles Verständnis Gottes
vollkommen zu öffnen, sodass sie die ungehorsamen Engel bekämpfen
konnten. Da nicht alle Engel die Gnade Gottes erhielten, war die Sünde nicht
lang beherrschbar. Die Engel forcierten die Sünde in den himmlischen
Sphären, sodass Gott keine andere Möglichkeit mehr sah, als in einem Krieg
die unreinen Geschöpfe zu vernichten.
In dieser Legende ist es Erzengel Michael, der seinen Bruder Luzifer mit
flammendem Schwert in den Abgrund warf, begleitet von seinem Gefolge,
den Engeln mit dem freien Willen. Erzengel Michael besiegte die
Heerscharen Luzifers und verbannten alle in die Hölle. Doch eine
Verbannung bedeutet in diesem Sinne einen Pyrrhussieg, da eine große
Anzahl mächtiger Streiter nur verbannt, aber nicht ausnahmslos besiegt
worden sind. So besteht letztlich nur ein Waffenstillstand zwischen den
gehorsamen Engeln und ungehorsamen Teufeln, ein Waffenstillstand, der am
letzten aller Tage beendet sein wird, sodass es erneut zu einem offenen Krieg
zwischen gottgnädigen und gottlosen Engeln kommen wird.

Fantasie des Sündenfalls – Idee 4; Freiheit durch den freien Willen!


Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da erschuf ein omnipotenter Gott
eine Klasse von Energien, die besondere Aufgaben erfüllen mussten. Hierzu
mussten sie die Fähigkeiten besitzen, materiell zu agieren und gleichzeitig
auch rein energetisch zu existieren. Sie muss im Reich der Menschen
auftreten und gleichzeitig auch im Reich der anderen Energien (Engel).
Damit sie die verschiedenen Aufgaben (Botschaften/Energien Gottes in die
Materie tragen und so einzusetzen, dass kein Schaden entsteht) wurde ihnen
ein „freier Willen“ gegeben.
Der freie Wille war essenziell, um sich überhaupt im materiellen Bereich
der Schöpfung zu bewegen, da die Komplexität dieser Sphäre dies verlangte.
Der freie Wille und der entsprechende Auftrag führten diese Energien, die
Boten waren und somit auch den Titel Engel trugen, aus der göttlichen
Einheit in die Materie hinein. Da der Kontakt zwischen Quelle und Materie
selbst für diese Wesen nicht einfach zu bewerkstelligen war, mussten einige
Vertreter dieser Energien als Transmitter bzw. Relaisstationen dienen, sodass
Licht (Information) und Liebe (Schöpfungsenergie) zwischen Quelle und
Materie in einen permanenten Austausch treten konnten. Durch den freien
Willen entstand auch eine individuelle Sicht bzw. ein Ego, ein Ich-
Verständnis, sodass die Engel untereinander sich nicht mehr geschwisterlich
verhielten, sondern „materiell“ bzw. „menschlich“. Die Engel, die in der
materiellen Sphäre ihre Aufgaben erledigten, wurden von den Engeln, die in
den energetisch höheren Regionen ihren Dienst versahen, als minderwertig
klassifiziert. Hierdurch fand eine zusätzliche Filterung der Energien „Licht
und Liebe“ bzw. „Information und Schöpfung“ statt. Unter diesen Umständen
mussten sich die Engel verändern und sie gebaren die Energie des Nichtseins
und der Sinnlosigkeit, wodurch sie sich den Menschen anpassten, hier jedoch
mächtige Herrscher und Wissende waren. Von den Engeln der höheren
Regionen wurde dies als Scheitern der Aufgabe gedeutet und die Engel der
materiellen Ebene sollten ausgetauscht werden, was beinhaltete, dass sie den
freien Willen abgeben mussten. Dies führte dazu, dass die materiellen Engel
Angst bekamen und sich von den höheren Engeln abschotteten, um ihre
Macht nicht zu verlieren. Die eigentliche Aufgabe wurde von beiden
Fraktionen – höhere und niedere Engel – vergessen bzw. verdrängt. So tobte
ein fortwährender Kampf, ein Versteckspiel, eine illusorische Matrix, die die
Selbsttäuschung von unreinen und bösen Wesen gebar, die mit monströsen
und furchterregenden Leibern zwischen den Sphären umherirrten und sich
weiter und weiter von ihren Geschwistern und der Quelle entfernten. Sie
flohen vor dem Licht der Quelle und stürzten sich selbst in die
Vergessenheit!

Fantasie des Sündenfalls – Idee 5; Auf zur Kreuzigung! Was für eine
Show!
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da erschuf ein omnipotenter Gott
Engel, die sich bald gegen ihn wendeten, sodass er sie verbannen musste und
auf die Erde schleuderte, wo sie weiterhin ihr Unwesen trieben. Gott erschuf
erneut Engel, die seinem Ideal vollkommen entsprachen. Er erschuf auch den
Menschen, doch die verbannten Engel verführten die Menschen zur Sünde,
sodass auch diese verbannt wurden und zusammen mit den gefallenen Engeln
ihr Dasein auf Erden fristen mussten. Da Gott sich aber mit seiner Schöpfung
aussöhnen wollte, verfügte er, dass sein Sohn als Erlöser zur Erde kommen
würde, um Frieden, Harmonie und Liebe zu bringen.
Dies war die Möglichkeit der Rache, denn mittlerweile waren die
gefallenen Engel zu Dämonen und Teufeln geworden, die gegen die
Schöpfung Gottes agierten. Zwar gelang es dem Teufel, dem Satan, Gottes
neue Schöpfung – den Menschen – zu verführen und zur Sünde zu führen,
doch da der Hass auf Gott unersättlich ist/war, ist/war die Vernichtung von
Gottes Sohn der nächste logische Schritt! Die Vernichtung des einzigen Sohn
Gottes wäre der schwerste Schlag gegen Gott, denn durch das Auftauchen
von Jesus, der der Menschheit Frieden und Freiheit bringen sollte, oblag es
allein den Engeln die Menschen zu prüfen.

Die Teufel und Dämonen selbst durften dies eigentlich nicht und mussten
mit drakonischen Strafen rechnen, wenn sie doch einen Menschen
heimsuchten.
Gott wollte selbst fühlen, wie es auf Erden ist, und sandte seinen Sohn
aus, um die Erfahrung des Menschseins zu sammeln. So wurde Jesus selbst
ohne Sünden und ohne Verlangen zur Erde geschickt, um sein Werk zu
vollbringen. Der Teufel erkannte seine Chance, dass er auch Jesus verführen
könnte, sodass er durch diese Tat Gott selbst verführen würde. Dadurch aber,
dass der Satan Jesus verführen wollte, überschritt er seine Befugnis, denn nur
den Engeln oblag die Prüfung der Menschen! Durch diesen Fehltritt wurde
der Teufel mit seinen Heerscharen auch von der Erde verbannt und in die
Hölle geworfen, wo er ausschließlich über die „überführten Sünder“
herrschen durfte. Voller Wut und Rache fuhr der Teufel unter die Menschen
und vergiftete ihre Herzen, sodass sie die Lehren des Jesus nicht verstehen
konnten und ihn selbst als Verführer verurteilten. Sie kreuzigten ihn, denn sie
wussten nicht, was sie taten, da der Teufel, aus der Verbannung heraus, einen
Weg gefunden hatte, die Menschen zu manipulieren. Doch die Rechnung des
Teufels ging nicht auf, denn durch den Tod des Jesus am Kreuz wurden die
Menschen „von den Sünden befreit“, da er alle Sünden auf sich genommen
hatte. Hierdurch wurden alle Bemühungen des Teufels auf Null gesetzt und
er musste wieder „von vorne“ anfangen, damit er Stück für Stück die
Menschen in sein Gefilde locken konnte, um die Schöpfung Gottes zu
vernichten!

Fantasie des Sündenfalls – Idee 6; Ausziehen! Hinlegen! Ich bringe


dir Gottes Segen!
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da erschuf ein omnipotenter Gott
die Geilheit der Engel, die natürlich ausschließlich ihre Reproduktionsorgane
außerhalb ihres materiellen (?!?) Körpers trugen. Möglich ist es auch, dass
androgyne Energien geschaffen wurden, die frei wählen konnten, ob sie,
wenn sie materiell agierten, einen männlichen oder weiblichen Körper
verwenden wollten. Da die Literatur in der damaligen Zeit primär von
Männern dominiert und verfasst wurde, passten sich die Engel offensichtlich
an und agierten als Wesen, die lust auf einen „One-Night-Stand“ hatten und
dies auch bei vielen Gelegenheiten umsetzen. Bei diesen Wesen ging es um
die Engelsklasse der Grigori, die – laut dem Propheten Henoch – eine Gruppe
von 200 Bene Ha Elohim (Wächter bzw. Söhne Gottes), die u. a. den
Erzengeln halfen, dass Paradies (bzw. den Garten Eden) zu erschaffen und
gleichzeitig begannen, die Menschheit in technischen Fragen zu unterrichten.
Eine Überlegung, warum sie beim Bau des Garten Edens halfen und
gleichzeitig die Menschheit lehrten, die es im biblischen Sinn ja noch nicht
geben konnte, da Adam und Lilith bzw. später Eva, nicht auf der Baustelle
„Garten Eden“ hausten, lohnt sich nicht, da man es mit dem Trick der
Multidimensionalität aller Engelsenergien bequem erklären kann. Nun, bei
der Unterrichtung der Menschen kamen sie zwangsläufig mit den „Töchtern
des Adams“ in Kontakt, welche sie dann auch sofort verführten,
schwängerten und dann auch wieder verließen. Dies war auch vollkommen
OK, denn wie der Rabbi Elkiezer im 8. Jh. n. Chr. bestätigte, trugen die
Frauen – die Töchter Adams – daran die Schuld! Wer auch sonst! Rabbi
Elkiezer wusste, dass die Frauen damals stets nackt waren und nur mit Farbe
bemalt, durch die Welt stolzierten. Dass hier jeder Engel geil wird und sich
über diese willigen Huren hermacht, ist religiös absolut nachzuvollziehen,
oder?
Dass man diese Berichte und die männlichen Erklärungen getrost auf den
Müll werfen kann, sollte jedem bewusst sein. Wenn man es ein wenig
neutraler beleuchten will, kann man sagen, dass die Grigori Energiewesen
waren, die primär in der Ätherebene existieren und vielleicht die Möglichkeit
zur Materialisation hatten. Es heißt, dass die Engel des Feuers durch die Erde
zu Fleisch wurden. Doch egal welche kosmischen Eigenschaften diese Wesen
hatten, aufgrund der geschlechtlichen Vereinigung und den technischen
Unterrichtungen der Menschen, fielen die Grigori vor den Augen des
omnipotenten Gottes in Ungnade. Dies lag u. a. auch daran, dass die
Unterweisungen der Menschen eine „zweifelhafte Moralität“ besaßen, sodass
eine Metallverarbeitung gelehrt wurde, um effektivere Waffen herzustellen.

Auch die Herstellungen von Parfum und Kosmetika sollen durch die
Grigori vermittelt worden sein, was aus Sicht der religiösen Menschen ein
Skandal war, da hierdurch die Frauen noch verführerischer werden konnten.
Dies alles führte zu der Verbannung bzw. zum Fall der Engel, die in die
„ewige Verdammnis“ geschleudert wurden. Doch sie konnten entkommen,
sodass sie auf Erden weiter ihr Unwesen trieben und als Versucher agierten,
um den allzu schwachen Geist und das allzu schwache Fleisch der Menschen
stetig zu verführen.
Neben den Grigori will ich aber auch noch die „Geilheit der weiblichen
Himmelswesen“ beleuchten, wobei es in der Literatur einen deutlichen
Unterschied zwischen den Engeln und den „weiblichen Wesen“ gibt. Hier
kann man wieder das Beispiel Lilith (babylonisch Lilitu, sumerisch Lil Lu)
verwenden. Sie ist kein Engel, war dennoch ein „himmlisches Wesen“ und
rebellierte natürlich gegen Adam, ihrem von Gott gegebenen Manne! Es gab
noch andere „weibliche Himmelswesen“, doch sie wurden von den
monotheistischen Religionen als negative Kräfte eingeordnet, die den Mann
manipulieren, verführen und gleichzeitig gegen ihn rebellieren, sodass er vom
rechten Weg abkommt. Bei diesen „weiblichen Himmelswesen“ ging es
natürlich um die verschiedenen Aspekte des Weiblichen. Die Jungfrauen,
Mütter, Greisinnen und Furien wurden alle zusammen verteufelt. Sie wurden
als „schönen Dämoninnen“, „Höllenhuren“, „Succubi“ oder „Nachthexen“
tituliert, die die Männer heimsuchen und ihnen Nachts den Samen des Lebens
stahlen. Die zügellose Jungfrau, die schamlose Mutter, die lüsterne Greisin
oder rasende Furie – sie alle suchten die armen Männer heim, die alle keine
Chance hatten und dennoch versuchten, die scheußlichen Orgien des Nachts
zu verhindern. Gerade Mönche suchten diese Verführerinnen des Nachts
heim, sodass sich die Mönche nur dadurch wehren konnten, dass sie sich
abends die Kruzifixe an ihren Genitalien befestigten.
Da ein solches Verhalten von dem „guten Gott“ (welcher das wohl ist?)
nicht geduldet werden konnte, wurden natürlich auch die weiblichen
Himmelswesen in den Abgrund verbannt, wo sie aber immer noch nach
Belieben heraus kommen und ab und an die armen Männer des Nachts
belagern und mit feuchten Träumen quälen.

Fantasie des Sündenfalls – Idee 7; Ich soll mich vor einem Affenkind
beugen? Niemals!
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da erschuf ein omnipotenter Gott
Engel, die gehorsam dem Willen Gottes folgten. Da es jedoch langweilig ist,
dass alle Befehle wortwörtlich und treu ausgeführt werden, erschuf Gott den
Menschen (Adam Kadmon), den er mit einer Seele und einem freien Willen
segnete. Durch den freien Willen und durch die Seele war Adam Kadmon
den Engeln gegenüber höher gestellt, denn Gott zeigte seine neue Schöpfung
und verlangte, dass die Engel ihr Knie beugen sollten. Fast alle Engel folgten
dem Befehl und knieten vor Adam Kadmon nieder. Der Erzengel Luzifer
(oder auch Satanel) weigerte sich und fragte seinen Gott, wie es denn sein
kann, dass ein Sohn des Feuers sich vor einem Sohn der Erde beugen soll.
Diese kritische Frage erzürnte Gott, der nicht mit Widerstand (vom
Widersacher Satanel) gerechnet hatte. Voller Wut und Zorn verbannte Gott
seinen ersten und schönsten Engel aus dem Himmel. Da viele Engel dies aber
für eine Ungerechtigkeit hielten, wandten sie sich von Gott ab und folgten
Luzifer in die Verbannung!

Fazit aller Ideen:


Man sieht bei jeder Idee, dass der omnipotente Gott offensichtlich sehr
linear existierte, da er immer wieder Fehler gemacht hat – außer bei der 5.
Idee, wo Jeus als „Ass im Ärmel“ fungierte und die teuflischen Heerscharen
aufgrund eines Vereinbarungsbruches in die Hölle verbannt wurden. Letztlich
muss man selbst schauen, ob man an „gefallene Engel“ glauben will oder ob
man der Meinung ist, dass auch diese Wesen ihre kosmische Aufgabe
erfüllen und genau dort sind, wo sei sein wollen/sollen!
Spiegelungen, Reflexionen und Ansichten
Wie viele Höllen gibt es? Wie viele Himmel gibt es? Jeweils nur ein
Exemplar oder gibt es da ein paar Himmel bzw. Höllen? Energetisch und
magisch muss man sagen, dass letztlich alles EINS ist, wobei es in diesem
„Einen“ verschiedene energetische Ebenen bzw. „spirituelle Dimensionen“
gibt. (Mehr hierzu in meinem Buch „Starseed – Wir – Sterne im Lichte des
Kosmos“). Literarisch gesehen gibt es jedoch ganz genau sieben Himmel und
sieben Höllen, welche sich aber noch in die 10 Höllenkreise unterteilen.
Literarisch sind es eigentlich nur 9 Höllenkreise. Der 10. Höllenkreis war der
Limbus, die Vorhölle bzw. das Fegefeuer. Dieses wurde aber „mal eben“
vom Papst Benedikt XVI, am 21.07.2007 abgeschafft, da man bitteschön
Hoffnung haben soll/kann/muss! Normale Menschen würden in der
Klappsmühle landen, wenn jemand sagen würde „Hört! Hört! Ich schaffe das
Fegefeuer ab!“ - Papst Benedikt XVI wurde nur bejubelt. Ohne Worte!
Diese ganzen Höllen und Höllenkreise werden immer wieder in Bezug
auf Dantes Inferno genannt, doch wurde die Idee bereits kabbalistisch
verfasst, wo es verschiedene Sphären im Sephiroth und im Qlippoth gibt.
Doch auch hier muss ich auf eines meiner anderen Bücher verweisen („Pfad
des Flammenschwertes; ISBN: 978-3-8442-6557-6“), in welchem die
Thematik des Qlippoth aufgeschlüsselt und letztlich neu konzipiert wurde. Es
soll hier auch nicht um den Qlippoth gehen! Doch es muss erwähnt werden,
da die christlichen Theologen sich sehr stark auf die Prinzipien des Sephiroth
und des Qlippoth bezogen haben.
Die Theologen des Mittelalters glaubten, dass es sieben Himmel und
sieben Höllen gibt, die sie „Wohnungen“ nannten und in denen sich die Engel
und die Teufel aufhielten! Zu dieser Zeit war die Erde noch der Mittelpunkt
des Kosmos, die Sonne drehte sich um die Erde und selbstverständlich war
die Erde eine Scheibe, an deren Rand man in die Tiefe fallen konnte! Dass es
die Zahl SIEBEN wurde, ist auf der einen Seite sehr einfach und banal zu
erklären, da sie in allen möglichen Religionen und okkulten Systemen zum
„guten Ton“ gehörte. Man fand die Heptarchie immer in der Nähe von
Heiligtümern versinnbildlicht. Zusätzlich waren viele Ideen und
Wissenskonstrukte des Orients auf einer Heptarchie gegründet. Ein
sinngemäßer Leitspruch sagt aus, dass man, um die Eins zu erreichen, die
transzendentale Ursache allen Seins durchlaufen muss, sodass man sich selbst
und seine Welt vollkommen verstehen kann. Es musste ein Durchlauf von
sieben Ränge, Ebenen oder Sphären erfolgen! Man musste also sieben
Prüfungen meistern und den siebenfachen Weg beschreiten, der aus der
materiellen in transzendente Welt führt. Es ist somit nicht wirklich
überraschend, dass die Theologen diese Heptarchie adaptiert haben. Bereits
im alten Sumer findet man die Idee einer Heptarchie. Diese Idee wurde auf
die Hebräer übertragen, die sie jedoch auf eine Dekarchie (Zehnheit)
erhöhten und das kabbalistische Prinzip des Etz Chaijm, des Lebensbaums
gründeten! Jedoch wurde die Dekarchie erst Stück für Stück entwickelt, da
die bekannte Heptarchie erst überwunden werden musste. Die Heptarchie
basiert wahrscheinlich auf einer realen Tempelanlage, die insgesamt sieben
Terrassen hatte, wobei jede Ebene eine individuelle und essenzielle
Bedeutung hatte. Man vermutet sogar, dass hieraus die Legende des
„Turmbau zu Babel“, welcher archäologisch im Jahr 1913 nachgewiesen
wurde, entstand. Hierbei wurden die Ruinen eines Zikkurats, eines
„Himmelshügels“ bzw. eines „Götterbergs“ gefunden. Messungen haben
ergeben, dass die Grundfläche des Zikkurats ca. 91,5 m mal 91,7 m war und
etwa eine Höhe von 91m hatte. Diese 91 m waren wahrscheinlich abgestuft in
sieben Plateaus, wobei auf dem höchsten Punkt der Haupttempel stand,
dessen Räume ausschließlich von Priesterinnen betreten werden durften. Ein
so hohes Bauwerk wurde (der Vermutung nach) für astrologische bzw.
astronomische Beobachtungen benutzt!
Wenn man nun aber von der historischen und religiösen Sicht in die
okkulte und magische Sicht wechselt, kann man erkennen, dass die
Heptarchie noch viel tiefer reicht!

So findet man eine ausgeprägte Heptarchie in der Astrologie, wo es die


„sieben Planeten“ bzw. „sieben kosmischen Prinzipien“ Saturn, Jupiter,
Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond gibt, mit deren Hilfe man nicht nur
die eigene Zukunft deuten kann (hiermit ist kein „Voraussagen“ gemeint!),
sondern auch sich selbst erkennen kann. Hierbei spielt der Satz „Mensch,
erkenne Dich selbst, dann erkennst Du Gott!“, der über dem Orakel von
Delphi stand, eine wichtige Rolle. Durch die Selbsterkenntnis kann man auf
seine energetischen Körper zugreifen, somit auch auf sein höheres Selbst,
seinen Atmankörper, wodurch man seine Göttlichkeit erkennen und leben
kann!
Doch auch im Tarot gibt es eine wesentliche Heptarchie, die sich in der
„Großen Arkana“ verbirgt. Die Karten I-VII, VIII-XIV und XV-XXI sind in
sich geschlossene Geschichten bzw. Werdegänge, die der Narr bzw. der
Protagonist in seiner Reise zum göttlichen Quell, absolvieren muss. Die
Tarotkarten sollen bereits im alten Ägypten bekannt gewesen sein, wobei hier
nur die 22 Karten (0-XXI), die „Große Arkana“ verwendet wurde. Durch den
Exodus sollen die Hebräer die Kenntnisse der Tarotkarten mitgenommen
haben, um sie weiter zutragen, bis sie letztlich in Europa fußten. Hierfür gibt
es aber keinerlei Beweise und es besteht die Möglichkeit, dass es ein
Märchen des französischen Mystikers Papus ist. Nichtsdestotrotz findet man
im Tarot eine Heptarchie, die die Selbsterkenntnis, somit das Verständnis
seines Seins und seines Umfelds, forciert und eine Möglichkeit bietet, die
mittelalterliche Religion besser zu begreifen.
Doch auch die Kabbalah muss in Bezug auf die „sieben Höllen“ und
„sieben Himmel“ betrachtet werden! Hierzu müssen Sephiroth und Qlippoth
betrachtet werden:
Die obere Triade (Kether bzw. Daath, Chokmah und Binah) sind göttliche
Urenergien, die der Mensch nicht im vollen Umfang erfassen kann, da sie
direkt von der Unität, von dem „einen Gott“ beleuchtet werden. Zwar kann
man in kabbalistischen Lehren auch diese Ebene betreten, doch muss man
hierbei bedenken, dass es wiederum vier Welten (Assiah (4), Jezirah (3),
Beriah (2) und Aziluth (1)) gibt, wovon Assiah das materielle und Jezirah die
archetypischen Energien sind. Diese Ebenen kann der Mensch ohne Weiteres
erreichen. Die Ebene Beriah und Aziluth nur fragmentarisch und mit Hilfe
seines höheren Selbst. Wenn man aber nun die obere Triade fortlässt, besitzt
man immer noch sieben Sephiroth, also eine Heptarchie. Das Gleiche gilt
auch für die Qlippoth!
So gibt es nur die „sieben Himmel“ Malkuth, das Königreich, Yesod, das
Fundament, Hod, die Pracht bzw. Logik, Netzach, die Intuition bzw. Sieg,
Tiphereth, die Schönheit bzw. Harmonie (den sog. Christuszustand),
Geburah, die Gerechtigkeit bzw. die Stärke und Chesed die Gnade bzw. die
Liebe. Das Gleiche gilt auch für die „sieben Höllen“. Tohuw, das Chaos,
Calpah, die Ruine, Mehumah, die Konfusion, Chaluwshah, die Niederlage,
Cherpah, die Schande, Morek, die Schwäche und Sin’ah, der Hass.
Wenn ich später auf die „sieben Himmel“ und „sieben Höllen“ eingehe,
wird man sehr viele Parallelen finden, auch wenn nicht alles 1:1 passen wird.
Daher ist es auch möglich, dass die Theologen die „Ebenen“ im Sephiroth
bzw. Qlippoth verwendet haben, da dies auch gängige kabbalistische Praxis
ist. Es ist jedoch nicht wichtig, ein 100%iges Wissen zu besitzen, woher nun
die ursprüngliche Idee der „sieben Himmel“ und der „sieben Höllen“ kam.
Wichtig ist nur, dass man nachvollziehen kann, welche Grundidee hinter
diesem Konzept steckt!

Himmelsbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Sephirah im Sephiroth:


--- Kether (rtk) (Krone, Ganzheit) --- Sephiroth Ebenen: --- Keine
Entsprechung

Himmelsbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Sephirah im Sephiroth:


--- Daath (t[d) (Allwissen, Abyss) --- Sephiroth Ebenen: --- Ain

Himmelsbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Sephirah im Sephiroth:


--- Chokmah (hmkx) (Weisheit und Geschick) --- Sephiroth Ebenen: --- Ain
Soph

Himmelsbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Sephirah im Sephiroth:


--- Binah (hnyb) (Verstand und Intelligenz) --- Sephiroth Ebenen: --- Ain
Soph Aur

Himmelsbezeichnung: --- 7. Himmel --- Sephirah im Sephiroth: ---


Chesed (dsx) (Barmherzigkeit und Liebe) --- Sephiroth Ebenen: --- Kether /
Daath

Himmelsbezeichnung: --- 6. Himmel --- Sephirah im Sephiroth: ---


Geburah (hrwbg) (Stärke und Gerechtigkeit) --- Sephiroth Ebenen: ---
Chokmah / Binah

Himmelsbezeichnung: --- 5. Himmel --- Sephirah im Sephiroth: ---


Tiphereth (trapt) (Ruhm und Schönheit) --- Sephiroth Ebenen: --- Chesed /
Geburah

Himmelsbezeichnung: --- 4. Himmel --- Sephirah im Sephiroth: ---


Nezach (xcn) (Intuition und Sieg) --- Sephiroth Ebenen: --- Tiphereth
Himmelsbezeichnung: --- 3. Himmel --- Sephirah im Sephiroth: --- Hod
(dwh) (Logik und Herrlichkeit) --- Sephiroth Ebenen: --- Netzach / Hod

Himmelsbezeichnung: --- 2. Himmel --- Sephirah im Sephiroth: --- Yesod


(dwsy) (Grundlage und Fundament) --- Sephiroth Ebenen: --- Yesod

Himmelsbezeichnung: --- 1. Himmel --- Sephirah im Sephiroth: ---


Malkuth (twklm) (Königreich, Herrschaft) --- Sephiroth Ebenen: --- Malkuth

Höllenbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Qlippah im Qlippoth: ---


Kether (rtk) (Krone, Ganzheit) --- Qlippoth Ebenen: --- Keine Entsprechung

Höllenbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Qlippah im Qlippoth: ---


Daath (t[d) (Allwissen, Abyss) --- Qlippoth Ebenen: --- Ain

Höllenbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Qlippah im Qlippoth: ---


Chiluth (twlx) (Torheit und Trägheit) --- Qlippoth Ebenen: --- Ain Soph

Höllenbezeichnung: --- Keine Entsprechung --- Qlippah im Qlippoth: ---


Ba’ar (r[b) (Dummheit und Unverstand) --- Qlippoth Ebenen: --- Ain Soph
Aur

Höllenbezeichnung: --- 7. Hölle --- Qlippah im Qlippoth: --- Sin’ah


(hanX) (Gnadenlosigkeit und Hass) --- Qlippoth Ebenen: --- Kether / Daath
Höllenbezeichnung: --- 6. Hölle --- Qlippah im Qlippoth: --- Morek ($rm)
(Schwäche / Ungerechtigkeit) --- Qlippoth Ebenen: --- Chiluth / Ba’ar

Höllenbezeichnung: --- 5. Hölle --- Qlippah im Qlippoth: --- Cherpah


(hprx) (Schande und Hässlichkeit) --- Qlippoth Ebenen: --- Sin’ah / Morek

Höllenbezeichnung: --- 4. Hölle --- Qlippah im Qlippoth: --- Chaluwshah


(hXwlx) (Idiotie und Niederlage) --- Qlippoth Ebenen: --- Cherpah

Höllenbezeichnung: --- 3. Hölle --- Qlippah im Qlippoth: --- Mehumah


(hmwhm) (Konfusion / Kläglichkeit) --- Qlippoth Ebenen: --- Chaluwshah /
Mehumah

Höllenbezeichnung: --- 2. Hölle --- Qlippah im Qlippoth: --- Calaph (qlk)


(Ruine und Überbau) --- Qlippoth Ebenen: --- Calpah

Höllenbezeichnung: --- 1. Hölle --- Qlippah im Qlippoth: --- Tohuw (wht)


(Anarchie, Chaos) --- Qlippoth Ebenen: --- Tohuw

Da man weiß, dass die hebräischen Schriftgelehrten religiöse


Vorstellungen aus anderen Systemen im eigenen System zu verarbeiten
pflegten, ist es nicht verwunderlich, dass die Glaubensvorstellungen älter sind
als die Hebräer und auf die früheste Zivilisation der Sumerer zurück zuführen
ist. Wobei man auch den Patriarchen Henoch erwähnen muss, der vor fast
neuntausend Jahren gelebt haben soll. Henoch wurde aufgrund seiner
detaillierten Beschreibungen der verschiedenen Himmel und Höllen als
Grundpfeiler genommen, auch wenn seine Schriften „nur“ in den
Apokryphen zu finden sind. Ob Henoch nun wirklich der Urheber dieser Idee
ist, sei dahin gestellt, da man aus seinen Berichten entnehmen kann, dass die
beschriebenen Himmel fest mit der Erde verbunden sind, was schon wieder
eine Erinnerung an den Turmbau zu Babel wachruft und dem beschrieben
Zikkurat. So gehen Historiker davon aus, dass die entsprechenden
Himmelsbeschreibungen sich eher auf das libanesische Hochland beziehen,
der mögliche Ort des Garten Edens (wobei hier auch der heutige Irak, das
damalige Sumer, gehandelt wird). Das Wort „Himmel“, dass immer wieder in
den verschiedenen Berichten des Propheten Henochs vorkommt, kann man
auch mit dem Begriff „Hochland“ oder „Hochplateau“ übersetzen, denn
selbst das sumerische Wort „Edin“, welches man schnell zum Wort „Eden“
deuten kann, charakterisiert ein „fremdes und/oder rohes Land“.
Es ist somit nicht völlig ausgeschlossen, dass Gelehrte absichtlich das
Wort „Himmel“ verwendet haben, um übernatürliche Geschehnisse zu
beschreiben bzw. zu propagieren! Dies gilt jedoch auch für die Theologen
des Mittelalters – speziell die Theologen des 14. Jahrhunderts. Es wurde ein
wilder Mix aus fremdreligiösen Ideen und okkulten Vorstellungen mit
eigenen Einbildungen erstellt, sodass die theologische Meinung entstand,
dass es sieben Himmel und sieben Erden gibt, die in einem komplizierten
Räder- und Hakenwerk kausal zusammenhängen und die Grundform eines
Kegels bzw. eines spitzzulaufenden Turms haben. Die sieben Erden wurden
nicht direkt als die sieben Höllen gesehen, doch entstanden immer mehr
Parallelen, sodass man die sieben Höllen irgendwann in den sieben Erden
ansiedelte. Weiterhin bestand die Idee, dass die sieben Erden untereinander
nicht von Menschen betreten werden konnten, da sich zwischen den Ebenen
Wirbelwinde befanden, die einen „Weltenwechsel“ unmöglich machten!
Auch wenn die sieben Erden nicht die sieben Höllen sind, kann man deutlich
erkennen, dass eine Abmilderung vollzogen wurde, sodass die sieben Höllen
„nur“ auf einer Erde vorhanden sind und dass letztlich das Gute bzw. die
Himmel, zusammen mit den Erden, den Löwenanteil bilden. Dies erinnert
daran, dass durch Luzifers Revolte ein Drittel der Engel verstoßen wurden!

Im Folgenden will ich die sieben Erden, die sieben Höllen und die sieben
Himmel kurz beleuchten, indem ich die „literarischen Ideen“ aufgreife, diese
aber noch mit okkulten Sichtweisen ergänze.

Erd-Sphäre SIEBEN – Thebhel (lhbt):


Es ist eine Ebene der Hügel und der Berge, der Täler und dem flachen
Land. Thebehl besitzt 365 bizarre und groteske Kreaturen, die als Chimären
existieren. Einige von ihnen haben zwei Köpfe, andere Mischkörper
verschiedenster Tiere. Diese Welt gehört dem Element Wasser, da die Wesen
sehr einfühlsam und empfindsam sind. Sie existieren friedlich miteinander,
da sie ihre Erde in Zonen eingeteilt haben, sodass es keine Streitereien
zwischen ihnen gibt. Doch auch wenn ihre Welt dem Wasser zugehörig ist,
ist es eine dunkle Welt, ähnlich dem Grund eines Sees, der nur schwach von
der hellen Sonne beschienen wird. Sie kennen nicht den Tod im
herkömmlichen Sinne, da es ihnen möglich ist, ihr Leben sehr zu verlängern
und sogar aus dem Reich der Toten zurück ins Leben zu schreiten!
Fußende Legenden: Alle Fabelwesen wie z. B. der Mantikor, der Greif
oder auch die Harpyie.

Erd-Sphäre SECHS – Are (ra):


Es ist eine Ebene mit langen Jahreszeiten, die die unsrigen über viele
Zeiträume überdauern. Auch die Zeiträume zwischen der Aussaat und der
Ernte ist sehr weitläufig, sodass die Bewohner keinen festen Körper haben
und wie Gedanken reisen. Sie sprechen alle Sprachen, vermögen die
begrenzenden Wirbelwinde zu den anderen Erden zu überstehen und haben
keine Gesichter! Auf Are befinden sich die sieben Höllen, die sich auf einem
eigenen Kontinent befinden und von den Bewohnern bewacht werden, da die
Bewohner weder das Leben noch den Tod kennen, sondern nur die
Ewigkeiten, sind sie die perfekten Wächter. Diese Ebene ist dem Element
Luft zugeordnet.
Fußende Legenden: Ursprung der Phantome, Geister, Albe, Mare und
Phantasmagorien.

Erd-Sphäre FÜNF – Yabbasha (aXbby) bzw. Nesziah (hyzsn):


Es ist eine Ebene mit reichen Feldern und Wäldern, die dicht an dicht
stehen und immer reich an Früchten und anderen Gaben sind. Ihre Bewohner
sind sehr kleine, filigrane Wesen, die keine Häuser, Städte oder sonstige
Bauwerke haben. Sie leben in ihrer Natur frei, ohne Argen und Neid. Sie
leben in und mit ihren Pflanzen, die dicht gedrängt die ganze Ebene
überwachsen, obwohl die Welt eine trockene Welt ist und dem Element Feuer
zugehörig ist.
Fußende Legenden: Ursprung der Elfen, Feen, Naturgeister, Kobolde etc.

Erd-Sphäre VIER – Siyya (hayys) bzw. Tziah (hayc):


Es ist die Ebene der Wüsten, des Sandes, der Feuer und der Vulkane.
Zwei riesige Feuerbälle bescheinen die Welt und dörren diese aus. Die
Bewohner leben unter der Erde und haben dort große Städte mit riesigen
Wasserläufen errichtet, die prachtvoll und reich geschmückt sind. Sie
beherrschen alle Metalle und sind meisterhafte Handwerker. Doch sie sind
sehr einfach im Charakter und Glauben, sodass es oft zwischen ihnen Streit
gibt. Diese Welt ist dem Element Erde zugeordnet.
Fußende Legenden: Ursprung der Zwerge und Trolle sowie der „hohlen
oder ausgehöhlten Erde“.
Erd-Sphäre DREI – Harabba (abbrh) bzw. Geh (hg):
Es ist die Ebene der Fruchtbarkeit und der Segens. Gleichzeitig ist es aber
auch die Ebene der Ausgedörrtheit und der Dürre. Es ist ein Land des
Zwielichts, der Illusionen und der Schatten. Doch diese Ebene besitzt riesige
Wälder, in denen es alle Bäume gibt. Die Bewohner leben in kleinen Städten
in den Wäldern und leben von den Gaben der Bäume. Es sind große Wesen,
die selbst wie Bäume aussehen. Diese Welt ist dem Element Erde zugeordnet.
Fußende Legenden: Waldscharte bzw. der Schrate allgemein, der Riesen
und der „Bergmännchen“.

Erd-Sphäre ZWEI – Adama (hmda):


Diese Ebene ist das Land der Jäger, der Fischer, der Ackerbauern und der
Sammler, die jedoch alle in einer tiefen Melancholie gefangen sind und
traurig ihr Leben fristen. Sie hausen in ärmlichen Städten und haben keine
Geschichte, da sie keine Erinnerungen besitzen. So wissen sie nicht woher sie
kommen und was sie wollen. Sie leben, jagen und ernähren sich, um dann
den Tageskreislauf neu zu beginne. Diese Welt ist dem Element Wasser
zugeordnet.

Erd-Sphäre EINS – Erez (zra):


Diese Ebene ist die Ebene der ersten Nachfahren des Adams. Sie ähnelt
der Erde, doch seien die Bewohner gelangweilt, freudlos und unglücklich. Sie
arbeiten stetig und vermehren sich, doch haben sie keinen Glauben und kein
Ziel. So fristen sie ihr Dasein und wissen nichts von der Göttlichkeit der
Erlösung.

Höllen-Sphäre SIEBEN – Gi Hinnom (~nh yg):


Es ist die Ebene des Chaos und der Wollust! Die Bewohner dieser Ebene
haben hemmungslosen und obszönen Sex mit allen anderen Lebewesen auf
diese Ebene, egal ob es sich um Tiere oder Mitglieder der eigenen Spezies
handelt. Gleichzeitig ist es ein Ort, an dem es keine Ordnung gibt, sodass
jeder Mensch in dieser Hölle dem Wahnsinn verfallen würde, da es keine
Orientierung gibt, d. h. kein oben, kein unten, kein links, kein rechts, kein
vorne und kein hinten. Der Geist wirbelt um sich selbst und vergeht in
Wahnsinn, was sich darin äußert, dass man sich an einer widernatürlichen,
wollüstigen Geilheit orientieren muss, um nicht zu vergehen.

Höllen-Sphäre SECHS – Tzal Mareth (trm lc):


Es ist die Ebene der Überreste, der Ruinen, des Schutts, an dem alle
Obszönitäten verbreiten werden und in fürchterlicher Weise Gott gelästert
wird. Durch Hohn und Spott auf die Schöpfung wird diese auf dieser Ebene
grotesk zur Schau gestellt. Unmögliche Chimären, die kaum zur Existenz
fähig sind, fristen hier ihr Dasein. Diese Kreaturen setzen sich aus den
verschiedensten Bewohnern dieser Ebene zusammen. Sie alle vergehen nach
kurzer Zeit, um dann wieder neu zu entstehen, wenn ein weiteres Leben sich
in ihrem System einfinden muss. Wer diese Höllensphäre betritt, wird
unweigerlich in eine Chimäre verwandelt werden, die aus vielen Menschen,
Tieren und anderen grotesken Wesen und Gestalten bestehen wird.

Höllen-Sphäre FÜNF – Shaary Mareth (trm yr[X):


Es ist die Ebene der Zerstreuung, der Konfusion, der Krankheit und der
Schmach. Hier leben Riesen, die alles, was erschaffen wird, wieder und
wieder zerstören. Sie bringen alles durcheinander, da sie geistige Zerstreuung
herbeiführen. Hierdurch wird eine geistige und körperliche Krankheit
erzeugt, die die Sünder, die in dieser Hölle ihr Dasein fristen müssen,
unsagbar quält. Jedes Mal, wenn sich der Leib des Sünders erholt, wird er
sofort wieder zerstreut – geistig und körperlich.

Höllen-Sphäre VIER – Tit ha-Yaven (!wyh jyj):


Es ist die Ebene der Streitsucht, der Zwietracht und des Gekeifes. Alles,
was einem Frieden oder einer harmonischen Vereinigung ähnelt, wird von
grässlichen Riesen zerstört. Es ist die Ebene des ewigen Konflikts, wodurch
die Schönheit der Schöpfung, die harmonische Existenz, verachtet wird.
Durch blinden Jähzorn wird alles Schöne in groteske Hässlichkeit
verwandelt, das sich selbst hasst und verachtet, wodurch neuer Jähzorn
gebildet wird. Ein ewiger und sinnloser Kampf für die Bewohner dieser
Ebene.

Höllen-Sphäre DREI – Bar Shachath (txX rab):


Es ist die Ebene der Fresssucht, wobei die Sünder hier von Riesen
zerrissen und gefressen werden. Doch nach dem sie wieder ausgeschieden
sind, beginnt der Leidenskreislauf aufs Neue. Hierbei versinkt alles in einem
stinkenden Morast, der sich aus Überresten und Exkrementen
zusammensetzt.

Höllen-Sphäre ZWEI – Abaddon (!wdba):


Es ist die Ebene der Trauer, der Kargheit, der Einsamkeit und der
Verlassenheit. Es gibt sehr viele Bewohner dieser Hölle, doch keiner wird aus
falschem Stolz sich mit einem anderen Bewohner abgeben. So wird ein
trostloses Dasein gefristet, das nur dadurch unterbrochen wird, dass alles, was
man selbst zu erschaffen beginnt, von einer Gruppe Riesen verhindert und
zerstört wird.
Höllen-Sphäre EINS – Sheol (lwaX):
Es ist die Ebene der Trauer, des Verlustes. Man hat immer die
Möglichkeit hier etwas zu erreichen, etwas zu sammeln, etwas zu erkennen,
doch jedes Mal, wenn man sich etwas erarbeitet hat, verliert man es wieder.
Hierbei entflammt der Wunsch nach Sicherung seines Erwerbs und man
beginnt von vorne. So geht es endlos weiter. Alles, was erschaffen wird,
zerfällt und vergeht, wodurch eine innere Habsucht, ein innerer Besitzzwang
entsteht. Dieser Zwang kann jedoch niemals geklärt werden und verstärkt
sich von Mal zu Mal!

Diese sieben Höllen haben nichts mit den 10 Höllenkreisen aus Dantes
Inferno zu tun, da die sieben Höllen kabbalistisch zu deuten sind. Aus
Gründen der Vollständigkeit will ich dennoch kurz die 10 Höllenkreise
auflisten.

Höllenkreis 0: Das Fegefeuer, hier wurden fast alle Seelen geprüft,


geläutert und geschätzt, ob sie in die Hölle müssen oder doch in den Himmel
dürfen.

Höllenkreis 1: Dichter, Denker, Helden und Wissenschaftler des


Altertums, die noch nichts von der Erlösung durch Jesus, den Christus
wussten, sind hier zu finden.

Höllenkreis 2: Sünder der Wollust und der Triebe. Alle, die ihre Triebe
nicht im kirchlichen Sinn kontrollieren konnten/wollten, kommen in diesen
Höllenkreis.
Höllenkreis 3: Völlerei und Gefräßigkeit. Alle, die sich der Sünde der
Völlerei hingaben, werden im dritten Höllenkreis schreckliche und ekelhafte
Speisen zu sich nehmen müssen – für immer.

Höllenkreis 4: Geizhälse und Verschwender werden hier zu gleichen


Teilen bestraft. Wahrscheinlich gibt der Verschwender das Geld des
Geizhalses aus, der aber die Anschaffungen des Verschwenders verwaltet.

Höllenkreis 5: Trägheit und Jähzorn! Die Trägen werden von den


Jähzornigen bestraft, wobei sie die Trägen in ihrer Langsamkeit dennoch
nicht erreichen.

Höllenkreis 6: Hier werden alle bewussten Sünder, die aus Bosheit und
willentlich gesündigt haben, bestraft!

Höllenkreis 7: Alle Tyrannen, Mörder, Straßenräuber, Selbstmörder,


Gotteslästerer und Wucherer werden hier gequält.

Höllenkreis 8: Alle Verführer, die alle ihre ihre Ämter missbraucht haben
(z. B. bestechliche Beamte und/oder Priester), Heuchler bzw. „böse“ oder
„schlechte“ Ratgeber, werden hier für ihre begangenen Taten auf ewig
gequält.

Höllenkreis 9
Die Eishölle! Hier vegetieren alle Verräter sowie Bruder- und
Vatermörder vor sich hin!
Bei diesen ganzen Höllen und Höllenkreisen muss man sich noch einmal
anschauen, woher das Prinzip der jüdischen bzw. christlichen Hölle kommt.
Das Wort selbst basiert auf der nordischen Unterwelt und deren Göttin Hel.
Sie ist eine barmherzige Göttin, die die Toten in ihren Schoß, in den Schoß
der Unterwelt, aufnimmt. Jedoch kann sie auch den „bösen Menschen“ als
unerbittliche und grausame Rächerin entgegen treten.
Ansonsten ist das Prinzip der Hölle – also ein Ort, an dem man für seine
Taten zur Rechenschaft gezogen wird – uralt. Die Hölle wurde aber nicht als
Ort der Qual gesehen. Es war einfach die Unterwelt, in die die Toten Einzug
hielten, sich ihren Entscheidungen und Taten stellen mussten, um dann erneut
zu leben - also zu büßen oder zu feiern. So wurden die Regionen der
Unterwelten, den verschiedensten Kulturen entsprechend, in diverse Bereiche
eingeteilt. In einigen Gebieten musste man Buße tun und sich darüber im
Klaren sein, dass die eigenen Handlungen kosmisch-kausale Auswirkungen
haben. Die meisten „Reisenden“ (oder Seelen) hatten aber nichts zu
befürchten. Sie konnten sich in der Unterwelt ausruhen, um dann „weiter zu
reisen“ – entweder in ein weiteres Leben oder in eine höhere Emanation.
Dieses Prinzip war bei den Sumerern, den Babylonieren, den Griechen, den
Römern, den Kelten, den Germanen – letztlich bei allen Kulturen bekannt.
Auch die Hebräer hatten „ihre Hölle“, die sie Gehenna nannten – ein realer
Ort! Gehenna bzw. Gi Hinnom (~nh yg) (wurde später zur siebten
Höllensphäre) war eine Schlucht, ein Abgrund, die im südlichen Bereich des
heutigen Israels liegt (westlichen vom Toten Meer) – das damalige Juda. In
dieser Schlucht sollen dem Moloch Kindsopfer in einem Brandofen gebracht
worden sein, wodurch das Tal den Beinamen „Mordtal“ bekam.
Wie ich bei dem „angeblichen Dämon“ Moloch schrieb, ist es fraglich, ob
dort wirklich Opferungen dargebracht wurden, oder ob es ein Ort der
Feuerbestattung und der Initiationsriten war. Nichtsdestotrotz wurde der Ort
schnell als ein Synonym des Grauens verwendet. Nachdem die Hebräer sich
zu einer monotheistischen Religion gewandelt hatten, die alten Baal-Riten
verboten wurden, wurde die Schlucht immer noch als Verbrennungsplatz
verwendet. Diesmal wurden aber keine (möglichweise nicht lebensfähigen
und verkrüppelten) Kinder verbrannt, sondern die Leichen von Kriminellen
und sozial Ausgestoßener. Stück für Stück änderte sich dieser Ort von einer
Feuerbestattungsschlucht zu einem höllischen Pfuhl. Es ist daher nicht
verwunderlich, dass „Gehenna“ bald ein fester Begriff im Gedankengut der
Hebräer war, und dass dieser Ort Angst und Unwohlsein verursachte.
Dadurch, dass hier die Leichen von Kriminellen und sozial Ausgestoßener
verbrannt wurden, war der Sprung zum „Verbrennungsort der Sünder“ nicht
groß. So wurde die hebräische Hölle Stück für Stück verändert und durch die
Lehren der Kabbalisten bekam sie zusätzliche Etagen!
Dass auch die Christen sich der Idee bedienten, verwundert nicht! Doch
die Christen brachten noch weitere Ideen ein, denn irgendwo mussten ja
schließlich die gefallenen und nun „arbeitslosen“ Engel agieren! Was bietet
sich da besser an, als ein Ort, an dem immerwährende Qualen herrschen und
die gefallenen Engel – die nun schnell die Berufsbezeichnungen
„Racheengeln“, „Zerstörungsengel“, „Folterengeln“, „Zornengel“ oder
„Bestrafungsengeln“ bekamen – endlich wieder einem Handwerk nachgehen
konnten! Die Sünder hatten natürlich auch nichts anderes verdient, da sie
letztlich durch die „größten Sünder“ – die gefallenen Engel – bestraft bzw.
gefoltert wurden! Recht pragmatisches Prinzip!

Doch neben den Höllen und den Erden gab es natürlich auch noch die
Himmel. Diese Himmel befanden sich möglicherweise wirklich „im
Himmel“, da die Vermutung naheliegt, dass es sich um die sieben klassischen
Himmelskörper handelte, die wieder als Archetypen zu sehen sind! Saturn,
Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond haben immer schon einen
deutlichen Einfluss auf die Menschheit gehabt und waren letztlich „schon
immer“ bekannt. Es gibt keine eindeutigen Quellen, die belegen, „wann“ die
Planeten „Saturn“ oder „Jupiter“ entdeckt wurden. Es gab sie einfach. Sie
tauchen in allen möglichen Aufzeichnungen auf, ohne, dass sie eine
Besonderheit wie eine „Neuentdeckung“ bekommen. Somit waren sie schon
„immer da“ und gehörten zum normalen Weltbild!
Anders als bei den Erden und den Höllen ist die Hierarchie der Himmel
aufsteigend. So ist der „erste Himmel“ der geringste Himmel, der „siebte
Himmel“ der Höchste! Bei den Erden und den Höllen ist jeweils die 7.
Sphäre die „mächtigste“!
Himmels-Sphäre EINS – Shamajim
Es ist eine Ebene, die noch sehr eng mit dem materiellen Dasein
verbunden ist. Hier soll sich der Garten Eden befinden und der Herrscher
dieser Ebene ist Erzengel Gabriel – der mit der Sephirah Yesod verbunden
ist. Andere Quellen sprechen davon, dass es der Erzengel Sidriel ist. In der
Literatur wird dieser Himmel auch „Wilon“ genannt, was soviel wie Vorhang
bedeutet. Dies kommt daher, dass Shamajim wie ein „Schirm“ oder wie ein
„Vorhang“ errichtet ist. Alle anderen Himmelsphären wölben sich über die
Materie, ähnlich wie Schichten. Shamajim hingegen ist „beweglich“; d. h., er
ist eine Art Schutzschleier, der in der Nacht eingeholt werden kann, sodass
man auf der Erde den Mond und die Sterne sehen kann. Diese befinden sich
im zweiten Himmel. Shamajim enthält Wolken, Regen, Eis und Stürme und
lässt so das „Wetter“ entstehen. Gleichzeitig ist es eine Wohnstätte von 200
Engeln, die wie Astronomen über die Sterne wachen.

Himmels-Sphäre ZWEI – Raquia


Es ist eine Ebene, die die Sterne und die Himmelskörper beinhalten. Hier
sind auch die gefallenen Engel eingeschlossen, die diesen jedoch verlassen
können, um in Shamajim oder auch auf der Erde zu wirken. Der Herrscher
dieser Ebene ist Erzengel Raphael – der mit der Sephirah Hod verbunden ist.
Andere Quellen sprechen davon, dass es der Erzengel Barakiel ist. Dieser
Himmel besitzt eine fortwährende Finsternis, sodass die Sterne stets hell
leuchten können. Wenn man so will, ist es ein Gefängnis des Himmels, wenn
nicht sogar die Hölle des Himmels, auch wenn es noch in weiteren Himmeln
dunkle Orte gibt. Dass hier der Erzengel Raphael der Herrscher ist, ist recht
seltsam, da Raphael für das Heil und die Heilung verantwortlich ist. Doch
man kann es auch so deuten, dass Erzengel Raphael „entscheidet“ welche
Himmelsenergie ausreichend geläutert wurde, sodass sie die „himmlische
Hölle“ verlassen darf. Wenn man die Aufgabe Raphaels nicht als „Heilung“,
sondern als „Ganzwerdung“ versteht, bekommt seine Regentschaft wieder
einen anderen Blickwinkel. Zusätzlich muss man aber auch wiederum
bedenken, dass Erzengel Raphael der Herrscher der Sephirah Hod ist, die für
Pracht und Logik steht – man könnte auch sagen, dass es die
wissenschaftliche Sephirah ist, die alles „logisch analysiert“ und „berechnet“.

Himmels-Sphäre DREI – Shehaqim


Es ist eine Ebene der Transformation, des Todes und der
Wiederauferstehung, wobei die Wiederauferstehung nicht im menschlichen
Sinne zu verstehen ist. In diesen Himmel kommen alle vollkommende
Seelen, die geläutert wurden. Der Herrscher dieser Ebene ist Erzengel
Anael/Uriel – der mit der Sephirah Netzach verbunden ist. Doch auch der
Erzengel Azazrel wird mit dieser Sphäre assoziiert, da Azazrel klassisch als
Todesengel gesehen wird. Andere Quellen sprechen davon, dass es der
Erzengel Baradiel ist.
Der Faktor der Transformation wird zusätzlich durch eine „tödliche
Atmosphäre“ beschrieben, da es dunkle vulkanische Feuer gibt, die die Luft
mit Schwefeldämpfen vergiften. Die vulkanischen Feuer sorgen „regelmäßig“
für eine Läuterung, die durch einen Feuersturm entsteht. Doch auf dieser
Ebene gibt es auch Bereiche, wo wunderschöne Blumen wachsen, die einen
„besonderen Nektar“ (Prana, Mana etc.) bilden, an dem sich die Bewohner
laben können. Doch auch in anderen natürlichen Pflanzen (im Korn bzw. im
Getreide) ist dieser Nektar enthalten. So heißt es, dass im dritten Himmel
riesige Mühlsteine das Korn mahlen, woran sich die Geläuterten erfreuen
können. Die Bezeichnung des dritten Himmels, „Shehaqim“, leitet sich auch
von dem Wort „Mahlsteine“ ab.
Manche Autoren sehen in diesem Himmel den eigentlichen Garten Eden,
da neben den Vulkanen und den giftigen Dämpfen, hier auch riesige
Obstgärten sind. In einem dieser Gärten soll auch der „Baum des Lebens“
stehen. Daneben gibt es die zwei Flüsse, wovon einer Milch und Honig führt
und der andere Wein und Öl. Als Wächter dieser Ebene fungieren 300 Engel
des Lichtes.

Himmels-Sphäre VIER – Zebhul oder Machanon


Es ist eine Ebene der Schönheit, des Heils und der Harmonie. Der
Herrscher dieser Ebene ist Erzengel Michael, der mit der Sephirah Tiphereth
verbunden ist. Andere Quellen sprechen davon, dass es der Erzengel Zahaqiel
ist. Dieser Himmel ist als das „himmlische Jerusalem“ zu sehen, in welchem
der heilige Tempel steht, an dem alle ihre Anbetung darbringen. Doch auch
in diesem Himmel gibt es wieder zwei Flüsse, die den Tempel an seiner
Außenmauer umfließen. Wieder führen sie Milch und Honig sowie Wein und
Öl. Auch findet man wieder in diesem Himmel prächtige Ostgärten und
natürlich auch den „Baum des Lebens“, der die Frucht der Erkenntnis trägt.
Was jedoch neu ist, ist die Beschreibung, dass es in diesem Himmel riesige
Sternenwagen gibt, die durch das Firmament fahren, auf denen die Sonne, der
Mond und die anderen Sterne „gezogen“ werden. Die Wagen werden von
Wesen gezogen, die eine Mischung aus Phönix, Schlange und Löwe sind.

Himmels-Sphäre FÜNF – Machon oder Ma'on


Es ist eine Ebene der Grigori, die gefangen sind und in ewiger
Schweigsamkeit und Hoffnungslosigkeit verharren müssen. Der Herrscher
dieser Ebene ist Erzengel Elementiel (Sandalphon), der mit der Sephirah
Malkuth verbunden ist. Dies ist ein Bruch in der Reihenfolge des Sephiroth,
da es hier eigentlich Erzengel Chamurel (Kamael) sein müsste. Da es eine
Ebene ist, auf der die gefallenen Engel gefangen gehalten werden, da sie sich
versündigt haben und mit den menschlichen Frauen die Nephilim zeugten,
wäre es für mich logisch und sinnig, wenn ein Erzengel die Herrschaft
innehat, der für Strenge und Gerechtigkeit steht – Erzengel Chamurel
(Kamael). Andere Quellen sprechen davon, dass es der Erzengel Zadkiel ist,
der wiederum mit der Sephirah Chesed verbunden ist. Doch auch der
Erzengel Samael hat nach Ansicht einiger Autoren den Platz des
Ebenenherrschers inne.
Der fünfte Himmel hat wieder viele Unterteilungen, so ist der Norden ein
„schrecklicher Ort“, wo die Grigori gefangen gehalten werden. Dagegen ist
der Süden ein wunderschöner Ort, wo die prachtvollen Engel mit ihrer
heiligen Dreifaltigkeit und dem Gesang „Heilig! Heilig! Heilig!“ den Herrn
preisen!

Himmels-Sphäre SECHS – Zebul oder Makhon


Es ist eine Ebene der Dualität, wo die Energien der Ordnung und des
Chaos regieren. Die beiden Herrscher dieser Ebene sind Erzengel Zebul
(Chaos) und Sabath (Ordnung) – beide haben keine Entsprechung im
Sephiroth. Andere Quellen sprechen davon, dass es der Erzengel Gabriel ist,
der aber eigentlich auch Herrscher des ersten Himmels ist. In dieser Ebene
existiert die Heimstadt der sieben Phönixe und der sieben Cherubim, die alle
Lobeshymnen auf den einen Gott singen. Gleichzeitig existieren hier Engel,
die sich mit der „Natur der Sterne“ befassen, was man wiederum so
interpretieren kann, dass hier Energien existieren, die sich speziell mit den
Energien der „Sterngeborenen“ verbinden können, damit diese im „Großen
Werk“ dienen/agieren können. Weiterhin ist auf dieser Ebene eine
„Engelsuniversität“ vorhanden, d. h. ein regelrechter Campus, auf dem die
Engel „unterrichtet“ werden. Auch dies kann man in Bezug auf die
Sterngeborenen deuten, da hier „Wissenswerkzeuge“ verteilt werden, die im
„Großen Werk“ verwendet werden müssen. So wird beschrieben, dass die
Wissenschaft der Astronomie, der Biologie, der Geologie, der Physik, der
Chemie und der Soziologie in dieser „Engelsuniversität“ vermittelt wird.
Natürlich werden nicht die wissenschaftlichen Fachausdrücke verwendet,
doch es wird beschrieben, dass die Flora und Faune studiert werden, das
Wirken der Sterne, der Sonne und des Mondes, die Erkenntnisse der inneren
friedvollen Ordnung der Welt und das Studium der Pflanzen, Kräuter, Erze
und Kristalle. Zusätzlich soll auch das „Verhalten der Menschen und von der
Weise, wie sie leben“ studiert werden.

Himmels-Sphäre SIEBEN – Araboth:


Es ist eine Ebene, auf der Gottes Thron steht. Er wird von den Seraphim,
Cherubim und Thronen umgeben, die ihn unablässig preisen und loben. Der
Herrscher dieser Ebene ist Erzengel Cassiel – der mit keiner direkten
Sephirah verbunden ist, aber dem Saturn zugeordnet wird, der wiederum
Binah zugeordnet ist und einen Auftrag als „Hüter der Schwelle“ hat. Andere
Quellen sprechen davon, dass hier der Erzengel Michael steht, der eigentlich
auch Herrscher über den vierten Himmel ist. Auf dieser Ebene existieren die
Seelen, die keine aktuelle Inkarnation besitzen und letztlich „anderen
Aufgaben“ folgen. Es ist der höchste Himmel, in dem Gott seine Wohnstätte
hat, jedoch ist es nicht die „Heimat“ Gottes. Es ist vielmehr sein
„Arbeitsplatz“, sein Büro.

Wenn man sich nun alle Berichte ansieht, egal ob über die Himmel, die
Erden oder die Höllen, erkennt man primär eine menschliche
Erklärungsstruktur. Es liegt in der Natur des Menschen eine hierarchische
Ordnung zum Verständnis zu erstellen, sodass der Geist des Menschen in
Grundzügen nachvollziehen kann, was um ihn herum geschieht. Man erkennt
verschiedene Grundstrukturen, die man alle in der Kabbalah wiederfindet.
Überdies fällt der duale Charakter der verschiedenen Ebenen auf. So gibt
es in den Himmeln selbst eine starke Dualität, die sich jedoch nicht auf
„Ordnung und Chaos“ bezieht, sondern auf „braves Verhalten“ und
„Bestrafung“. Es wird immer darüber berichtet, dass die Wesen (egal ob
Menschen oder Engel) die gegen die Spielregeln des einen, omnipotenten
Gottes verstoßen haben, weggesperrt werden/wurden. Dies eröffnet wieder
die Diskussion, wieso ein allwissender Gott, der alles perfekt erschaffen
kann, so unperfekte und fehlerhafte Wesen bastelte, die ja doch nur gegen
seine Spielregeln verstoßen? Ist es einfach ein göttlicher Sadismus, dass man
ein paar Wesen hat, die man gefangen halten kann und die aus ihrer Natur
heraus nicht anders handeln können, als zu rebellieren, oder ist es ein
Versuch zu zeigen, dass der eine Gott doch nicht perfekt ist?
Wenn man sich die ganzen Ebenen ansieht, erkennt man, dass es auf allen
Ebenen „Arbeit“ gibt, selbst wenn es sich um das Paradies handelt, in dem
Milch und Honig sowie Wein und Öl fließen. Man muss sich selbst bewegen,
um etwas zu erreichen. Ohne Selbstevolution geht es nicht. Interessant ist die
Verbindung zu den verschiedensten Volkssagen, egal ob es nun die Elfen, die
Zwerge, die Chimären oder die Scharte sind. Hier erkennt man erneut einen
christlichen Erklärungsversuch, dass die Gebildeten bzw. die Führer der
heidnische Bevölkerung verstehen können, dass es auch einen Platz für ihren
Glauben im Christentum gibt. Es ist typisch für das Christentum, dass
Prinzipien, die nicht ausgerottet werden können, still und heimlich assimiliert
werden. Die Götter der sogenannten Heiden wurden in Heilige verwandelt,
welche man auch verehren darf. Auch wenn dies in der heutigen Zeit primär
in Vergessenheit geraten ist, findet man sehr viele Parallelen zu alten
Religionen. Die verschiedenen Götter aus den verschiedensten Panthea
wurden integriert und als Engel, Heilige oder Auserwählte verkauft.
Doch gibt es jetzt diese ganzen Erden, Höllen und Himmel? Ja, es gibt
sie, doch man verwendet heute andere Vokabeln. Man kann alle Erden,
Höllen und Himmel einfach mit dem Begriff „Erkenntnisebene“
zusammenfassen – natürlich nachdem man die verschiedensten
Propagandaideen (Bestrafung für die, die nicht nach den christlichen
Spielregeln spielen) weggestrichen hat. Wenn man sich die Lehren oder
Maximen der anderen Religionen ansieht, erkennt man sehr viele Parallelen.
Ob man nun „Ätherebene“ oder „erster Himmel“ sagt bzw. „Atmanebene“
oder „siebter Himmel“ ist egal! Das Wichtige hieran ist, dass die
Grundinformationen identisch sind. Es sind Ebenen, in denen man wirken
kann, sodass man sich selbst erkennen und verstehen kann, um seiner
Existenzaufgabe zu folgen! So soll es sein!
Lehrmeinung oder Irrlehre
Wenn man sich diese ganzen Spiegelungen, Reflexionen und Ansichten
in Bezug auf die Himmel, Höllen und Erden ansieht, wird man unweigerlich
zu der Frage kommen, was wahr und was falsch ist. Man könnte sich bei den
verschiedenen Beschreibungen auch in der Welt der Verschwörungstheorien
wiederfinden oder in einem science-fiction Film. Stellt man nun diese ganzen
Ideen infrage oder akzeptiert man sie? Darf man sie überhaupt infrage stellen
oder würde man dann schon als Häretiker gebrandmarkt werden?
Nun, ich stelle diese ganzen Spiegelungen, Reflexionen und Ansichten
infrage, da es sich ausschließlich um Ideen der Menschen handelt, die auf
philosophischen Überlegungen ruhen. Die Visionen, die Channelings, die
Erlebnisse der Propheten und anderer Menschen, kenne ich recht gut, da ich
selbst auf und in den verschiedensten Ebenen wandel. Doch ich weiß auch,
dass ich der Mittelpunkt dieser Erlebnisse bin, d. h. meine Bildsprache, meine
energetischen Filter und letztlich meine philosophischen Maximen, die die
Informationen deutlich färben. Daher muss letztlich alles infrage gestellt
werden, sodass eine skeptische Reflexion beginnen kann, in der jeder für sich
selbst den Wahrheitsgehalt ermitteln kann/soll/muss. Es gibt hier kein wahr
und kein falsch, es gibt die eigene Sicht der Dinge und wie diese die eigene
Evolution befähigen bzw. durchdringen kann. Doch leider wird viel zu viel –
damals wie heute – einfach als bare Münze hingenommen, ohne dass man
eine selbstkritische Position einnimmt und selbst beginnt zu denken, zu
recherchieren und letztlich philosophisch zu validieren.
Das Konzept der sieben Himmel, Erden und Höllen wurde z. B. vor dem
Mittelalter nur einmal ernsthaft infrage gestellt. Dies hatte wieder mit den
Engeln zu tun, da die Gnostiker dem Klerus widersprachen! Nach ihrer
Meinung hatte der Erzengel Satanel das gesamte „fassbare“ Universum
erschaffen – man könnte auch sagen, dass die gesamte dritte Dimension von
ihm erschaffen wurde. Interessanterweise deckt sich dies mit verschiedenen
Channelings, die mit der Entität „Luzifer“ geführt wurden und sich darauf
beziehen, dass der angeblich Sündenfall ein freiwilliges Opfer war, damit
überhaupt eine linear, dritte oder materielle Dimension entstehen kann. Durch
dieses Opfer konnten wiederum neue Erfahrungen gemacht werden, die
letztlich der Quelle, Gott, ALLES-WAS-IST eine Art Selbsterfahrung gaben.
Diese Meinung wurde bereits von den Gnostikern im 4 Jh. n. Chr. postuliert,
was ihnen schnell die Anschuldigung der Häresie einbrachte. Die damalige
Kirche, die orthodoxen Brüder, setzten alles daran, dass die Gnostiker gejagt
und verurteilt wurden. Knapp 100 Jahre später waren die meisten Sekten der
Gnostiker ausgelöscht. Dies beeinflusste die Entwicklung der christlichen
Religion immens! Die Gnostiker glauben nicht nur daran, dass Satanel oder
Luzifer die materielle Welt erschaffen hätte, sie glaubten auch an die
Existenz eines weiblich-kosmischen Prinzips, eine Urgöttin, die sich mit
einem männlichen Prinzip den „Thron der Dualität“ teilt – kabbalistisch
Binah und Chokmah. Doch sie sahen die beiden Prinzipien nicht als „das
Höchste“ an, da sie gleichzeitig den Gedanken der harmonischen Konvergenz
weiblicher und männlicher Energien hin zu einer Unität (Kether), aus der
letztlich die Dualität erwachsen ist, forcierten. Dies widersprach natürlich
dem Glauben der orthodoxen Christen!
Die Häresie bestand also u. a. darin, dass die Gnostiker glaubten, dass vor
dem Prinzip JHVH ein älteres und weibliches Prinzip existierte. Es war die
große All-Mutter, die das Prinzip Sophia (Weisheit) gebar, welche sich mit
dem Kind der Verheißung bzw. mit dem Gotteskind (JHVH) vereinigte. Es
ist letztlich ein sehr vertrautes Schöpfungsthema, dass bei den Kelten,
Germanen, Sumerern und viele anderen Kulturen bekannt war. Daher will
hier nicht näher auf diese Thematik eingehen. Es war in den Augen der
orthodoxen Christen im 4 Jh. n. Chr. Häresie – Ende der Diskussion!
(Weitere Informationen findet man, wenn man nach dem „Wandel der
Göttin/des Gottes im Jahreskreis recherchiert.)

Dass hierdurch natürlich der Gedanke der Gleichberechtigung zwischen


Frauen und Männern keimte, war ein zusätzlicher Gedanke, der den Stempel
der Häresie bekam, entstanden. Daher ist es schon fast verwunderlich, dass
die Darstellungen der Engel im Mittelalter eine hohe Androgynität aufwiesen,
obwohl das weibliche Geschlecht mit der Erbsünde belastet war! Dies lag u.
a. daran, dass es den Lehren der Gnostikern doch gelang, durch imaginäre
Hintertürchen einen Platz im sog. Kirchenwissen einzunehmen. Denn gerade
die Lehre der Engel basiert sehr stark auf den Ideen der Gnostiker. Sie
wurden von vielen Kirchenvätern verspottet, dass sie im Grunde keine
Ahnung hätten und nur dummes Zeug plapperten, doch sah die Realität
anders aus. Die Gnostiker kannten viele religiöse Systeme und analysierten
die verschiedenen Wechselwirkungen der „guten Äonen“ zu den „bösen
Zeitaltern“, sodass eine ausführliche Kosmologie entstand, auf dem u. a. das
christliche Denken zu den Engeln fußt. Doch auch wenn die Grundideen der
Gnostiker Einzug in die Kirchenlehre hatten, blieben ihre Lehren diametral.
So brachten die Gnostiker zwar den Gedanken der Engel sehr stark in die
Kirche ein, doch blieb ihr Grundgedanke weitestgehend missachtet. Während
die Christen die Engel einfach als „Boten Gottes“ bzw. kosmische E-Mail-
Programme sahen, nahmen die Gnostiker an, dass die Rolle der Engel viel
essenzieller für den kosmischen Plan des schöpfenden Urprinzips sei. Dieses
Gedankengut ist in der heutigen Zeit wieder ins Bewusstsein der Menschen
getreten. Die Engel werden nicht mehr als dumme Boten gesehen, die einfach
nur eine Botschaft überbringen! Sie werden als Sternengeschwister begriffen,
die, genauso wie die Menschen, ihrer Aufgabe im Großen Werk folgen!
Das große Werk ist die individuelle, komische Aufgabe der Existenz
UND der Nicht-Existenz! Hierdurch ist die gesamte Schöpfung mehr als die
Summer aller Teile. Dies gilt für alles! Mensch, Engel, Götter, Urquelle! Es
gibt daher keine direkte Erfahrungsebene, da alle Ebenen, alle Realitäten und
alle Möglichkeiten Erfahrungen bieten. Alle Erfahrungen zusammen, die sich
individuell in Aufgaben ausdrücken können, sind „Rädchen im Großen
Werk“ (wenn man das Bild eines Uhrwerks als kosmische Analogie wählt –
bereits Cicero (106 - 33 v. Chr.) hatte diese Idee und schrieb in seinem Werk
„Vom Wesen der Götter“, dass das Weltall aus dem planvollen Funktionieren
einer Uhr, nicht sinn- und planlos sein könne!

So ergibt die Erlangung von Wissen und Weisheit etwas, was man mit
dem Wort „Erleuchtung“ beschreiben kann! Diese Erleuchtung gibt den Weg
zu speziellen Arbeiten mit autarken Energien (z. B. Erzengel, Götter,
Sternenwesen etc.) frei, wo man erneut (mit menschlichen Begriffen
beschrieben) Aufgaben, Arbeiten, Bestimmungen, Berufungen und
Obliegenheiten erfüllen kann/darf/soll/muss. Dass diese Aufgaben sich nicht
(nur) auf den physischen Leib beziehen, sollte klar sein. Auch Ätherkörper,
Mentalkörper, Emotionalkörper, Astralkörper, Spiritueller- bzw.
Kausalkörper, Intuitions- bzw. Buddhikörper und Atmankörper führen solche
Arbeiten aus. Auch hierdurch wird das „Große Werk“ gestaltet und es
entsteht die Dynamik einer „kosmischen Triebfeder“, die das „Gesamt-Ich“
des Menschen (all seine Körper, Anteile, Energien etc.) aktiviert. Es kommt
zur „Anwendung von Energien“, zur „Transformierungen von Energien“,
zum „Erfüllen des wahren Willens“, was wiederum „der“ Grund ist, warum
wir „hier“ sind!
So ist das Große Werk die erste Manifestierung des Urprinzips. Im
Großen Werk existiert das Urmännliche und das Urweibliche, die sich im
kosmischen Akt vereinen und alles Erschaffen, was in diesem dualen Dasein
existiert. Dies entspricht in Fragmenten auch den kosmologischen Modellen,
die man im Hinduismus, im Buddhismus und im Sufismus findet, was
bedeutet, dass es auch in einigen Traditionen des Yoga und des Tantrismus
zu finden ist.
Neben diesen Religionen darf man aber nicht die Kabbalah vergessen,
denn genau diese Sichtweise wird perfekt mit dem Etz Chaijm, dem Baum
des Lebens, versinnbildlicht!

Die Energien der Quellen müssen als abstrakte Qualitäten bzw.


metaphysische oder haghyparktische Begriffe verstanden werden. Dies bleibt
letztlich unverständlich, da man nur mit begrenzenden Wörtern eine
Beispielführung beginnen kann. Doch ein Wort ist niemals das „Original“!
Ich kann zwar das Wort „Orange“ schreiben, doch weiß man nicht wie „so
etwas“ aussieh, wie „so etwas“ schmeckt oder welche Inhaltsstoffe diese
„Orange“ hat. So müssen die Wörter wie „Liebe“, „Weisheit“, „Wissen“,
„Gnade“, „Kraft“, „Harmonie“, „Intuition“, „Denkvermögen“, „Fundus“ und
„Realität“ als Grundkonzepte verstanden werden und nicht als wortwörtliche
Beschreibungen, die man abarbeiten kann!
Der Gnostiker Valentinus (ca. 99-142 n. Chr.) hat diese Grundidee in
einer Version der „achtfachen Emanationen“ niedergeschrieben, die man als
Wegpunkte zur Selbstvergöttlichung sehen kann. Diese acht Emanationen
lauten: Denken, Schweigen, Wahrheit, Weisheit, Bekenntnis, Gnade, Gefühl
und Mensch. Mit der Zeit kamen noch fünfzehn weitere Paare hinzu, sodass
man bald 38 Emanationen hatte.
Zu Beginn dieser Idee waren die 38 Emanationen recht unbekannt, doch
mit der Zeit und mit zusätzlichen philosophischen Überlegungen,
„gewannen“ die Emanationen an „Selbstbewusstsein“. Es vollzog sich eine
„Hypostasierung“, d. h., sie wurden als Grundlagen anerkannt, was zu einer
regelrechten Verselbstständigung führte, aus der wiederum autarke und
personenhafte Wesen entstanden.

Diese „neu entstandenen“ Wesen waren die „Äonen“, die himmlische


Wesen, die eine immense Vielfalt besaßen, sodass sie alle göttlichen Formen
und Kräfte repräsentieren konnten. Diese „Äonen“ wurden später die Wesen,
die man heute mit dem Begriff „Engel“ bezeichnet. Man könnte auch sagen,
dass die archetypisch-göttlichen Manifestationen die Engel sind, die
gestaltlos agieren, jedoch durch die Bildsprache des jeweiligen Menschen in
Kontakt treten können. Doch auch hier findet man eine Hierarchie, die sich
jedoch nicht in einer Dekarchie (Zehnheit) bzw. Nonarchie (Neunheit)
gliedert, wie es bereits beschrieben wurde, sondern wieder eine Heptarchie
(Siebenheit) besitzt. Es sind insgesamt sieben Fürstentümer! Die Uralten, die
Kräfte, die Throne, die Herrschaften, die Autoritäten, die geringeren Götter
und die Herrscher. Dass es hier wieder eine Heptarchie ist, ist natürlich kein
Zufall. Es ist eher eine Angleichung an die sieben Himmel. Der „eine Gott“,
der seinen Sitz im siebten Himmel hat und der von den „Uralten“ umgeben
ist, erschuf diese Heptarchie der Engelswesen mit einer Selbstbewusstheit,
sodass sie – so die Legende – einen freien Entscheidungswillen hatten, ihr
Wissen mehren konnten und bewusst oder unbewusst gegen ihren „Gott“
rebellieren konnten. Die Literatur schreibt hier, dass Gott seinen eigenen,
allmächtigen Willen zurückzog, sodass seine Schöpfung, die sieben
Fürstentümer, autark über ihr Schicksal bzw. über ihren kosmischen
Werdegang entscheiden konnten. Diese Rücknahme des Willens gilt als der
größte Akt der Liebe, den Gott je vollzogen haben soll. Er zerschnitt die
Fäden seiner Engelsmarionetten und hauchte ihnen Leben bzw. Odem ein!
Doch genau dieser Akt der Liebe, das Zurückziehen des göttlichen Willens,
ist in den Augen der Kirche eine absolute Erzhäresie! Wenn Gott sich
wirklich willentlich zurückgezogen hat, ist Gott NICHT HIER – etwas, das
für monotheistische Religionen unmöglich ist!
Die Häresie, dass Gott nicht „bei uns ist“ zeigt aber, dass die damaligen
Gnostiker sehr gesellschafts- und selbstkritisch waren. Es wurde die Idee
geboren, dass überall dort, wo Gottes Wille nicht aktiv wirkt, Licht und
Materie entstand, sodass man sich frei einwickeln konnte. Doch wenn die
Liebe und die Barmherzigkeit Gottes nicht anwesend sind, dann müssen in
einer dualen Welt, Hass und Barbarei herrschen! Das Böse selbst, die
Abwesenheit von Licht, die Finsternis und ihre Wesen, was dazu führt, dass
nicht das ewige Leben vorhanden ist, sondern Zeit, Linearität und Tod!
Maximal die „Spur des Göttlichen“ wurde in die Zentren der erschaffenen
Wesen gepflanzt, sodass man in sich die Fährte finden kann, die einen zurück
zur Göttlichkeit führt!

Dadurch, dass Gott sich zurückgezogen hat und nur im innersten Selbst
aller erschaffenen Wesen lebt, kam es zu einer großen Rebellion. Hier knüpft
die gnostische Idee wieder an die monotheistische Idee, dass sich ca. ein
Drittel aller himmlischen Wesen, freiwillig von der „paradiesischen
Schöpfung“ entfernt haben. Dies seien die Archonten (griechisch für „der
Erste sein“) gewesen, die man später als Dämonen oder dunkle Engel
bezeichnete! Durch ihren Fall „verfestigten“ sich die Illusionen der Zeit und
des Raums. Der Anführer der gefallenen Engel war bei den Gnostikern
natürlich auch Luzifer bzw. Satanel, dies war im Übrigen der „Gott der
Juden“ (JHVH)! So herrschten Satanel und seine Archonten über den Raum
und die Zeit sowie über all die „unteren Dimensionen“, was die Funktionen
der Sternen und Planeten mit einschloss.
Der „Beweis“, der für die Gnostiker ausschlaggebend war, dass JHVH in
Wirklichkeit Satanel ist, ist das Verhalten des „einen Gottes“ im Alten
Testament. Ein Gott, der eifersüchtig ist, der geil auf Rache ist, der zum Spaß
schwächere Wesen quält und gleichzeitig doch nicht so ganz allwissend zu
sein scheint, wie es propagiert wird, kann kein omnipotentes Prinzip sein.
Wie sehr man nun diesem Gedanken hinterher jagen will/darf, muss jeder
selbst entscheiden. Ob JHVE nun Satanel ist oder doch „der eine, wahre
Gott“, ist letztlich irrelevant. Religionen an sich sind voller Widersprüche
und logischen Brüchen. Daher ist es eher ein Armutszeugnis, wenn fremde
Religionen verspottet werden, wenn man selbst in einer Religion verfangen
ist, die in sich viele Widersprüche hat.
Interessanter ist vielmehr der fundamentale Dualismus, den die Gnostiker
pflegten. Der Ursprung dieser dualen Denkweise liegt in Persien. Hier gab es
ein Konzept, wonach das gesamte Universum eigentlich ein gigantisches
Schlachtfeld ist, auf dem sich der Herr des Lichts Ahura Mazda (später
Ormazd) und der Herr der Finsternis Ahriman (Choronzon) ein unendliches
Gefecht liefern. Ahriman zwang die Archonten sich soweit von der Quelle
des Lichts zu entfernen, dass sie voller Dunkelheit waren und durch
Unwissen, Widersinn und Bosheit ihr eigenes Licht vergaßen. So wurden die
Archonten von den Gnostikern mit den sieben Todsünden gleichgesetzt,
sodass Antipoden zu den sieben Erzengeln entstanden! Diese sieben
Antipoden wurden später die „sieben Götter des Chaos“ oder auch „die
großen Alten“, doch diese wurden viel, viel später auf „Papier gebannt“!
Fakt ist, dass das duale Denkmodell, das einen konstanten Kampf
propagierte, von den Gnostikern „verteidigt“ wurde und letztlich auch Einzug
in die christliche Kirche hatte. So ist es nicht verwunderlich, dass die
verschiedenen Religionen sich voller Leidenschaft auf eine kriegerische
Auseinandersetzung stürzten, die natürlich irgendwann in einer absoluten und
finalen Schlacht enden musste. Dieses Ende wurde immer wieder und wieder
vorausgesagt! Es wurde auch wieder und wieder revidiert! Die Offenbarung
bzw. das Harmagedon lassen immer noch auf sich warten, oder? Vielleicht ist
alles nur ein Hirngespinst? Vielleicht ist alles selbst geschaffen? Vielleicht
haben die Menschen mit ihren Ideen und Gedanken etwas erschaffen, das
gegeneinander kämpft? Sind vielleicht die Menschen die Erschaffer der
Erzengel, der Malachim, der Götter und der Archonten?

Eine Antwort auf diese Frage wurde bereits in vielen spirituellen und
magischen Büchern gegeben und lautet letztlich „JA!“ Durch die Macht des
menschlichen Geistes können nicht nur ganze Welten und Universen
entstehen, sondern auch autarke Energien, die mit oder gegen den Menschen
agieren. Diese Energien kann man als „Elementale“ bezeichnen, da es
projizierte Körperenergien sind, die der Mensch bewusst und unbewusst
aussendet. In den magischen Büchern werden diese Energien auch „Egregor“
(wenn es sich um eine Gruppenenergie handelt) oder „Psychogon“ (wenn es
die Energie einer einzelnen Person ist) genannt! Doch auch Begriffe wie
„astrale Larven“, „Geister“, „Mentalfiguren“, „Chimäre“, „Albe“,
„Succubi/Incubi“, „Tulpa“, „Genien“ oder „Dämonen“ sind möglich!
Es sind alles Begriffe, die mit dem Menschen direkt zusammenhängen, da
es sich um energetische Projektionen des Menschen handelt oder um sog.
Familiengeister (Spiritus familiaris) bzw. Schutzgeister!
Wenn man nun der Idee folgen will, dass Engel und Archonten Energien
bzw. Kräfte sind, die sich primär durch die Gedanken der Menschen gebildet
haben, dann kann man weiter postulieren, dass die Archonten doch irgendwie
„menschlicher“ sind als die Engel, oder? Sind die Archonten nicht mit den
Wünschen, Gelüsten und Begierden der Menschen zu vergleichen, wogegen
die Engel nur die Tugenden der Menschen repräsentieren sollen? Die Engel
folgen dem Plan des Großen Werks und folgen „dem Willen Gottes“. Die
Archonten, die ihren eigenen, freien Willen ausleben dürfen/können, müssen
dies nicht. Sie können tun, wozu sie „Lust und Laune“ haben! Ob dies stimmt
oder vollkommen falsch ist, ist aus menschlicher Sicht nicht zu beantworten,
auch wenn nun viele schreien werden, dass sie es besser wissen und zu 100%
der Überzeugung sind, dass die Engel autarke Energien sind, die
ausschließlich von und durch Gott erschaffen worden sind. Das menschliche
Bewusstsein kann überhaupt nicht begreifen, was „Gott“ alles leisten kann,
da wir Menschen mit unserem linearen Bewusstsein beschränkt sind! Man
könnte auch sagen, dass ein Fragment (der Mensch) ein vollkommenes
System (Kosmos bzw. Gottes Werke) beweisen will, obwohl das Fragment
immer ein Fragment bleiben wird und niemals die Gesamtheit fassen kann,
da es nicht über eine entsprechende Kapazität verfügt!

Gleichzeitig kann ich aber auch wiederum für mich persönlich sagen,
dass meine Erfahrungen mit den Engeln und den Malachim jedoch so
aussehen, dass auch mein analytischer Verstand zugeben muss, dass diese
Wesen nicht allein von meinem (Tages)Bewusstsein konzipiert sein können.
Ob diese Energien jedoch aus meinem Unterbewusstsein emporgestiegen
sind, welches wiederum „mehr weiß“ als mein Tagesbewusstsein, vermag ich
nicht zu sagen. Hier setzt dann auch für mich der Glaube ein! Ich weiß für
mich, dass die Engel und die Malachim autarke Energien sind, die nicht von
Menschen geschaffen wurden –genau diesen Umstand muss man, analytisch
gesehen, „Glauben“ nennen!
Doch diese Grundgedanken zeigen, dass jeder Mensch energetische
Wesen anders wahrnimmt. Fakt ist, dass die verschiedensten Energien, egal
ob Erzengel, Malachim, Götter, Kobolde, Feen oder sonst was, die
Bildsprache des Menschen, die im Unterbewusstsein wurzelt, ansprechen und
ähnlich einer Tastatur verwenden können. Hinzu kommen noch Emotionen
und Maximen, sodass man deutlich sagen kann, dass eine Frau im mittleren
Alter, die nur aufgrund von „Licht-und-Liebe“-Büchern etwas über die Engel
weiß, diese ganz anders wahrnehmen wird, als der männliche 20jährige
Satanist, der dem LHP (Left Hand Path) folgt bzw. folgen will.
So kann man die Analogie der „Tastatur“ sinnig verwenden. Wie ein
Autor individuelle Wörter und Sätze formulieren kann – oder ein Komponist
individuelle Töne und Klangfolgen – so können auch die energetischen
Wesen mit „uns in Kontakt“ treten. Diese Art der Kommunikation ist am
effektivsten und letztlich auch am einfachsten, da nur „Elemente“ verwendet
werden, die der Mensch bereits in sich trägt – selbst wenn es spezifische
Fachwörter, Fremdsprachen oder für das Bewusstsein sinnfreie Metaphern
sind. So werden logische Verhaltensmuster des jeweiligen Menschen
verwendet, wodurch eine Kommunikationsebene entstehen kann, die absolut
ist. Doch genau hier muss eine Warnung ausgesprochen werden, denn diese
Methode kann von allen Energiewesen angewendet werden. Auch Wesen
einer niederen Schwingung können dem menschlichen Bewusstsein
vorgaukeln, dass hier ein prächtiges Lichtwesen steht, das nur dem Guten
folgt. Da Energiewesen aber den Menschen regelrecht kopieren können und
daher ein Teil vom Menschen selbst werden können, besteht immer die
Möglichkeit der Manipulation. Einen „echten Schutz“ gibt es hiergegen nicht.
Man kann jedoch in Gruppenarbeiten erreichen, dass die einzelnen
Gruppenmitglieder die „eine Präsenz“ wahrnehmen.

Wenn man also meint, man habe Kontakt zum Erzengel Michael, sollte
man sich einmal energetisch von anderen Menschen scannen lassen und
hören, was deren Eindruck ist! Hier bei ist es wichtig, dass man vorher keine
Suggestionen aussendet!
Wenn man schon im Vorfeld die einzelnen Mitglieder der Gruppe impft,
wie denn nun Erzengel Michael auszusehen hat und wie er kommuniziert, ist
es ohne Weiteres möglich, dass diesen „Wunschbildern“ genau entsprochen
wird. Wenn man einen Kontakt zu einem Engel hat, wird man diesen von
anderen Kontakten deutlich unterscheiden können, gerade dann, wenn das
eigene Bewusstsein eine rationelle Bejahung durch andere Menschen
bekommen hat!

Einen ähnlichen Ratschlag gibt es bereits in einem Text, der ca. 1600
Jahre alt ist und von einem „heiligen Antonius“ stammt – wo von es recht
viele gab! Antonius beschreibt in seinem Text verschiedene „Waffen“ bzw.
Möglichkeiten, die die heiligen Mönche und Priester verwenden sollen, wenn
sie allein von einem dämonischen Wesen heimgesucht werden – primär dann,
wenn sie als Einsiedler leben oder allein auf einer Pilgerfahrt sind. So sollte
man dem Dämon keine Macht geben und ihn einfach ignorieren, egal was er
macht oder sagt. Man kann aber auch dem Dämon mutig fragen, was er will,
worauf er so überrascht sein wird, dass er vom Gläubigen ablassen wird.
Oder man pustet ihn weg, indem man ihn einfach anzischt! Klassisch wäre
natürlich auch Weihwasser, heilige bzw. gesegnete Objekte oder einen
Exorzismus bzw. ein Gebet, wie z. B. das leonisches Michaelsgebet!

Sancte Michael Archángele, defénde nos in prǽlio; contra nequítiam et


insídias diáboli esto præsídium. Imperet illi Deus, súpplices deprecámur:
tuque, princeps milítiæ cæléstis, sátanamaliósque spíritus malígnus, qui ad
perditiónem animárum Pervagántur in mundo, divína virtúte in inférnum
detrúde. Amen
Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit
und die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. Gott gebiete ihm, so
bitten wir flehentlich! Du, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den
Widersacher und die andern bösen Geister, die in der Welt umhergehen, um
die Seelen zu verderben, durch die Kraft in die Hölle. Amen.

Dies alles würde aber implizieren, dass die bösen Kräfte große Angst vor
den Menschen hätten und sich letztlich sowieso von der alleinigen
Anwesenheit bzw. von einer mutigen Frage beeindrucken lassen. Die Praxis
sieht anderes aus! Egal, ob es nun um Engel, Teufel oder Götter geht, wenn
diese Wesen einen Menschen kontaktieren, hat dies einen deutlichen Grund.
Dass man natürlich als Einsiedler oder als Wanderer im dunkeln Wald seiner
eigenen Angst erliegt und wilde Phantasmagorien plastisch zu sehen sind,
bewegt sich im Feld der Psychologie und der Stressreaktion des Menschen!
So ist es sicherlich möglich, dass der ängstliche Pilger einem selbst
erschaffenen Angstphantom durch ein beherztes Auftreten die „Kraft“
nehmen kann! Die Gläubigen des Mittelalters waren sowieso drauf versessen,
dass der Teufel durch Heerscharen die Welt in einem permanenten
Belagerungszustand halten würde, der allein dadurch bestehen bleibt, dass es
die Sünde (noch) gibt, die aus Ungehorsam resultiert. Im Umkehrschluss
müsste man dann aber auch sagen, dass ohne die Möglichkeit der Sünde bzw.
des Ungehorsams die komplette Hierarchie des Himmels und der Hölle
zusammenstürzen würde. Wenn es keine Sünde geben würde, wäre die Hölle
– aus Sicht der Menschen – überflüssig, so wie auch das ganze materielle
Leben und die Erde selbst! Man bräuchte nur den Himmel und alles wäre
wieder so, wie es sich viele Theologen im Mittelalter vorgestellt haben, als es
um das Thema Paradies und Garten Eden ging! Dass dies dann doch nicht der
spirituell-magisch-energetischen Wirklichkeit entspricht, kann man schon
alleine daran rational feststellen, dass wir immer noch die materielle dritte
Dimension haben! Wir leben in einem Dasein der Dualität!

Es sind die Spielregeln dieser Existenz, sodass es immer verschiedene


Positionen geben wird. Kompliziert wird es erst, wenn eine dritte Fraktion ins
Spiel eingreift, die zum Licht und zum Schatten eine duale Position einnimmt
und beide „Seiten“ als Widersacher deutet. Schließen sich dann Licht und
Schatten zusammen?
Man sieht also, dass der menschliche Ideenreichtum kein Ende nehmen
wird! Im religiösen Sinne ist alles möglich! Immer, wo Menschen agieren,
wird es Problematiken geben, da ein Glaube nicht durch 100%iges Wissen
ersetzt werden kann. Maximal eine Gewissheit, eine „kosmische Gnosis“,
dass man für sich selbst weiß, was wahr und was falsch ist, kann man ruhigen
Gewissens verwenden. Jedoch sollte man immer daran denken, dass die
eigene Realität nicht die gleiche Realität meines Gegenübers ist. Hier kann
man keine klare Grenze ziehen. Mal ist es Satanel, der eine Geißel ist und die
Sünde letztlich erst so richtig anheizt! Doch auch Erzengel Michael oder
Erzengel Gabriel vernichten Existenzen! Engel und Teufel sind Begriffe, die
man beliebig ersetzen kann, da es immer auf die jeweilige Sichtweise
ankommt. Mal ist JHVH der eine Gott und mal ist Jehova auch der
Widersacher höchstpersönlich! Solange man sich in Religionen selbst
verirren will, wird es immer dieses „paradoxe Perpetuum mobile“ geben.
Erst, wenn man selbst beginnt, zu denken und danach auch zu handeln, wird
man möglicherweise aus dem Wirkungskreis des Perpetuum mobile heraus
treten. Hierzu muss man natürlich einen eigenen Weg wählen, einen Weg,
den aber schon viele beschritten haben, sogar einige Theologen des
Mittelalters!
Es gibt frühmittelalterliche Schriften, die postulieren, dass es im Himmel
drei Fraktionen gab! Die gefallenen Engel, die himmlischen Engel und die
neutralen Engel. Jede Gruppe umfasste je 33,333%, wobei in diesem Beispiel
die Gruppe der „neutralen Engel“ interessant ist, da die anderen beiden
Fraktionen klassisch als Soldaten des Himmels und der Hölle zu betrachten
sind. Diese neutralen Engel waren Existenzen, die „nicht besonders schlecht“
und auch „besonders gut“ waren! Sie wurden durch die Idee des „Heiligen
Grals“ versinnbildlicht, der einen mystisch-okkulten und religiösen Weg
symbolisiert. Dieser Weg wäre der „Weg der Mitte“, der zwischen den
beiden polaren Extremen hindurchführt. In der Kabbalah wäre es der Pfad der
mittleren Säule, der Feuerweg! In der östlichen Philosophie ist es der Weg
des Buddha, in der gnostischen Philosophie der Christuszustand, in der
Alchemie die chymische Hochzeit und „das goldene Herz“ und im magischen
Sinne das Erkennen und Leben seines wahren Willens und der Platz im
Großen Werk.
Es geht darum, dass man sich vollkommen bewusst darüber ist, dass jede
Handlung eine gewisse Kausalität besitzt und somit „gute, wie auch böse
Folgen“ haben wird! Was für den einen „Gut“ ist, ist für den anderen „Böse“!
Durch bewusstes Handeln und die Erfüllung des eigenen „wahren Willens“,
welches das höhere Selbst ist und außerhalb des egolastigen, linearen und
menschlichen Denkens steht, kann man diesen Weg betreten! So kann man
mit beiden Seiten, den Seiten des Lichtes und der Seite der Finsternis
arbeiten, um dem Gesamtwerk, dem gesamten Kosmos, zu dienen. Die
Erzengel und die Malachim folgen ihrer kosmischen Aufgabe, so wie es auch
jeder Mensch freiwillig und bewusst tun kann!
Es gibt jedoch einen universellen Weg, den man beschreiten kann, um
mittig zubleiben bzw. seine wahre Bestimmung zu erfahren. Man sollte stets
reflektieren und selbstkritisch analysieren, welche Lehrmeinungen für die
eigenen Ideen und Vorstellungen einen gangbaren Weg zeigen und wo es
Irrlehren gibt, die nur als Ballast zu deuten sind. Religionen bestehen immer
aus beiden Möglichkeiten, da Religionen versuchen, etwas Universelles zu
sein. Der Mensch ist aber individuell und würde sich letztlich sogar gegen
seine Natur stellen, wenn er versuchen würde, ein universelles Wesen zu
werden! Man kann ja ruhig einer Religion angehören, man kann die Feste
feiern und auch die Grundprinzipien übernehmen, doch man sollte nicht den
Fehler machen, alles als bare Münze zu nehmen und alles wortwörtlich
versuchen in die heutige Zeit zu integrieren. Spätestens, wenn man auf eine
kritische Frage ein „Gott will es so“ bekommt, sollte man sich überlegen, ob
man sich damit zufriedengibt oder ob man sich nicht doch nach neuen
Horizonten orientieren will!
Engel – Außerirdische oder Superhelden?
Wenn man sich die ganzen Berichte und Erzählungen über die Engel
ansieht, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass es vielleicht auch
Außerirdische oder Mutanten bzw. Superhelden sein könnten. In der heutigen
Zeit hat man via TV schon alles gesehen! Die wildesten Mutationen
befähigen die Menschen als Superheld zu fungieren – manchmal mit einem
ästhetischen Kostüm und manchmal etwas lächerlich. Oder haben doch die
Verschwörungstheoretiker recht? Sind es unsere Sternengeschwister, die
damals via Raumschiff auf die Erde gekommen sind oder sich via „Stargate“
teleportiert haben? Man kann es weder ausschließen noch bejahen, wie alles,
dass sich um das Thema Engel dreht. Es gibt keine analytische
Beweisführung, die sich in den Gebieten der Archäologie, Astronomie,
Physik oder Biologie befinden würde. So bleibt nur die Philosophie und
natürlich die Theologie. Doch wenn man einfach mal davon ausgehen würde,
dass die beschriebenen Engel materielle Wesen sind, die dazu einen
humanoiden Körper und auch Flügel hätten, wie groß und kräftig müssten
denn die Flügel sein, um einen Engel „bewegen“ zu können?
Das klassische Bild eine Engels zeigt einen männlichen oder androgyn
wirkenden Menschen, mit normalen Proportionen und einem Paar Flügel, die
mit Federn bestückt sind, ähnlich den Vögeln auf der Erde. Es ist also ein
Wesen, das an Gravitationsverhältnisse, so wie sie auf der Erde herrschen,
offensichtlich gewöhnt ist. Sagen wir mal, der Engel würde ohne seine Flügel
ein Gewicht von 80kg auf die Waage bringen und wäre dabei 185 cm groß.
Er hätte also eine europäische Figur, ohne Bierbauch und ohne „Sixpack“,
jedoch einen akzeptablen BMI (Body-Mass-Index). Welche Spannweite
müssten den wohl seine Flügel besitzen?
Nun, wenn man diese Daten umrechnen würde, um eine Spannweite zu
bekommen, dann würde man zwischen 20-25 Metern liegen! Wenn man ins
Reich der Vögel geht und hier einige Exemplare vergleicht, erkennt man,
dass schwere Vögel (Albatros, Gewicht: 12kg, Spannweite: 3,5m / Pelikan,
Gewicht: 14kg, Spannweite: 3,6m / Kondor, Gewicht: 11kg, Spannweite: 3m
/ Kondor, Gewicht: 12kg, Spannweite: 2,40m / Kanadagans, Gewicht: 5,5kg,
Spannweite: 1,70m) natürlich auch eine entsprechende Spannweite haben und
die Technik eines dynamischen Segelflugs verwenden. So ist der Start das
Schwierigste bzw. das Kraftaufwendigste. Die Spannweite und die
Kraftverteilung beziehen sich bei den Vögeln auf die Gewichtsverteilung in
Bezug auf die Flügelfläche. Es gibt Arten, die sehr effizient sind und bei
einem hohen Körpergewicht eine recht geringe Spannweite haben – z. B. die
Gänse. Auch wenn ich nun nicht die exakte Fläche der verschiedenen
Flügelarten ausrechnen will, kann man doch erkennen, dass die Spannweite
pro Kilogramm Körpergewicht zunimmt! Wenn wir nun die Gans als
Vergleich nehmen, hätte unser Engel (die himmlische Gans) eine Spannweite
von ca. 25 Metern, und wenn man den Albatros nehmen würde, hätte unser
Engel eine Spannweite von 23 Metern. Recht große Flügel, die der Engel
geschickt zusammenfalten müsste, damit er überhaupt aufrecht gehen kann!
Daher sind die grafischen Darstellungen aus dem Mittelalter nicht wirklich
sinnig. Doch müssen Engel denn Flügel haben? Können sie nicht vielleicht
auch anders die Gravitation überwinden?
Wenn man sich die verschiedenen Beschreibungen von Engeln bzw.
Himmelswesen ansieht, dann erkennt man, dass sie auch immer etwas mit
„Licht“ zu tun haben, das plötzlich und unerwartet auftaucht. Ein
himmlisches, unerwartetes Licht wäre z. B. eine elektrische Entladung, also
ein Blitz oder das bekannte Wetterleuchten. Wie ich schon zu Beginn des
Buches schrieb, spiegelt der höchste Rang der Engel, die Seraphim, dieses
Naturschauspiel wieder. Die „göttliche/feurige Schlange“ wird mit dem
hebräischen Wort „Seraph“ beschrieben, wodurch u. a. auch verschiedene
„Schlangengötter“ oder „Schlangengeister“ (die sich um den Caduceus
winden) beschrieben werden können.

Muss man bei diesen Indizien dazu übergehen, dass die Engel, die in den
verschiedenen religiösen Schriften beschrieben werden, evtl. Ophidien,
Schlangenwesen, waren? Außerirdische? Viele Beschreibungen der Engel
kann man so interpretieren, dass es auf Erden Wesen gab, die für die
„einheimischen Menschen“ auf bizarre Weise anders aussahen. Sie waren
größer, kräftiger, intelligenter und hatten um ihre Körper oder ihre Leiber ein
permanentes Leuchten. Teilweise erschienen sie mit „Donnerhall“ und
„zuckenden Blitzen“. Man braucht jetzt nicht viel Fantasie, um den Schritt
zum Thema „Alien Invasion“ zu machen. Tatsächlich glauben viele
Engelsforscher und Historiker, dass es damals eine Gruppe Menschen (oder
eher Wesen?) gab, die ein anderes technisches Verständnis hatten und die
ersten Hochkulturen (u. a. im Hochland des Libanon [wo der Ort „Eden“
vermutet wird] oder auch Sumer) deutlich beeinflussten und prägten. Oft
werden diese „Weisen Männer“ als Wesen beschrieben, die „brennende
Augen“, „leuchtende Rüstungen“ oder „strahlende Gesichter“ hatten.
Überdies spricht die Literatur davon, dass auf sumerischen und
babylonischen Stelen diese Wesen recht genau beschrieben werden. Es sind
leuchtende bzw. strahlende Wesen, die zugleich Schlange und Mensch sind.
Solche Beschreibungen regen sicherlich die Fantasie immens an, denn
schnell knüpft der spirituelle Verstand Brücken zu den versunkenen Reichen
Atlantis, Lemuria oder Mu. Es wird spekuliert, dass diese Engel die
ursprünglichen Bewohner dieser Reiche waren und sich technisch soweit
entwickelt hatten, dass unser heutiger Stand immer noch wie ein technisches
Mittelalter anmutet.
Ich vermag es nicht zu deuten, geschweige zu bewerten! Vielleicht ist es
so, dass die Engel Außerirdische sind, die in den Reichen Atlantis, Lemuria
und Mu ihre Heimstätte hatten und aus irgendwelchen katastrophalen
Gründen ihre Refugien verlassen mussten. Es lohnt sich aber darüber
nachzudenken, wie wohl ein Bauer im Jahr 753 einen heutigen Helikopter
gedeutet hätte, wenn dazu noch der Pilot irgendeine Art Schutzanzug
getragen hätte – mit Helm und geschlossenem Visier.
Man sollte immer bedenken, dass die Berichte über Engel und
Engelserscheinungen auch metaphorisch sein können. So ist es möglich, dass
die Throne, die als Räder mit Flügel und Augen wirklich Räder waren, die
irgendetwas gestützt bzw. bewegt haben. Sogar die Darstellung der Cherubim
mit ihren vier Gesichtern kann als eine metaphorische Darstellung der vier
Himmelsrichtungen gedeutet werden. Wenn man sich die differenzierten
Symboliken der verschiedenen okkulten Disziplinen ansieht, wird man in den
Bereichen der Alchemie, der Hermetik, der Kabbalah, der Saturngnosis und
vielen anderen Gebieten, zahlreiche Symbole wieder finden, die man mit den
Engeln verbinden kann. Historiker und Etymologen spekulieren, dass zu der
Zeit, als die 12 Stämme Israels die Wüste bereisten, ein Mensch, ein Löwe,
ein Stier und ein Adler vier verschiedenen Wappen darstellten. Der Mensch
stand für den Stamm Ruben (Süd-Osten), der Löwe für den Stamm Juda
(Süd-Westen), der Stier für den Stamm Ephraim (Nord-Westen) und der
Adler für den Stamm Gad (Nord-Osten). Zwischen diesen vier Stämmen
befinden sich das Tote Meer und der Stamm Benjamin, der als Wolf
dargestellt wird. So ist also auch möglich, dass die metaphorischen
Beschreibungen Absicht waren, da sich die Sprache damals auf diese
verschiedenen Idiome bezog. Wenn in 3000 Jahren z. B. irgendwelche
Historiker einen Log von einem Internetchat sehen würden, würde man
sicherlich auch die „seltsame Mundart“ (lol = Laughing out Loud, rofl =
rolling on the floor laughing, lmao = laughing my ass off, sfg = superfies
grins, g = grins, afk = away from keyboard, wb = welcome back, thx =
thanks) wundern. Vielleicht würden sogar Spekulationen laut, wie man sich
den „Arsch ablachen kann“ oder warum man „von seiner Tastatur entfernt
sein“ als Akronym verwenden musste! Wer weiß, was unserer Zeit alles
angedichtet werden wird?

Möglich ist letztlich alles, denn dass die „Idee oder Tatsache der Engel“
einen großen Einfluss auf die Menschen hatte, ist Fakt. Himmel und Höllen
waren über viele Jahre in der westlichen Welt vollkommen reale Orte. Dazu
kamen aber korrupte Menschen, die die Religion und das Bild der Engel als
persönliches Machtgewinnungswerkzeug missbrauchten!
Der Machtmissbrauch mit Hilfe der Engel ist letztlich so alt wie die
menschliche Erkenntnis, dass es da irgendwo wohl Wesen gibt, die göttlicher
und mächtiger sind, als die mächtigsten Menschen. Dies ist auch heute noch
so! Spirituelle Engelsjünger produzieren übergroße Egoblasen, da sie
natürlich nur mit den beiden großen M&M (Michael und Metathron) arbeiten
und somit selbst die höchste Energieriege erreichen können. Es wird
propagandiert, dass Engel nur die Liebe kennen (und können) und den
Menschen gerne helfen wollen, in dem die Engel die Problematiken der
Menschen einfach tilgen! Man sieht die Engel als große Helden an, die
absolute Macht besitzen und zu Recht den Satz „Fürchtet euch nicht!“ zu den
Hirten in der Bibel sagten.
Dass die Engel die „Energie der Liebe“ in sich tragen, kann ich nur
bestätigen, doch ist das Wort „Liebe“ mit dem Wort „Schöpfung“ in diesem
Fall identisch. D. h. also, dass die Engel die Schöpfung forcieren, was auch
den Satz „Phönix aus der Asche“ impliziert. Dies bedeutet, dass man, wenn
man mit den Engeln arbeitet, den Mors Mystica erfahren wird und sich selbst
erleuchtet, erhöht, evolutioniert oder einfach nur erkennt. Man wendet das
Prinzip der Liebe bzw. der Schöpfung auf seine aktuelle Inkarnation an und
erschafft (oder schöpft) somit ein eigenes, neues Leben (bzw. neue
Lebensmaxime) für sich! Dies ist jedoch etwas ganz anderes als die Idee,
dass die Engel die Probleme der Menschen aus Langeweile und Zuneigung
tilgen. Wenn Engel die Probleme der Menschen lösen, dann nur dadurch,
dass ein gangbarer Weg den höheren Anteilen des Menschen gezeigt wird,
ein Weg, den der Mensch dennoch selbst beschreiten muss! Es ist jedoch viel
einfacher sich einer göttlichen Macht einfach auszuliefern, mit der Hoffnung,
dass diese Macht erkennt, wie besonders man doch ist und auf jeden Fall
gerettet werden muss. In diesem Fall ist es sogar den meisten Menschen egal,
ob es nun Engel sind, die man als kosmische Energien beschreiben kann und
die materiell nur durch die Filter der Menschen wirken oder ob es die Engel
sind, die man schlichtweg als Außerirdische, als Aliens, bezeichnen kann.
Dies ist jedoch kein Symptom der heutigen Zeit! Auch in der damaligen
Zeit wurden recht interessante Berichte verfasst! Stichwort ist hier der
Prophet Ezekiel und seine Vision des „Thronwagen Gottes“ bzw. der Mer-
Ka-Ba! Über die Merkaba selbst habe ich einiges in meinem Buch „Starseed
– WIR – Sterne im Lichte des Kosmos“ geschrieben und will nun nicht so
explizit auf das Wort eingehen, da es, in Bezug auf die Engelsthematik,
sekundär zu deuten ist. Die Merkaba (hebräisch „Wagen“; manchmal auch
als „spirituelles Fahrzeug“, oder „zentraler Punkt“ übersetz) ist in der Vision
des Ezekiel (oder Ezechiel oder Hesekiel) der Thronwagen Gottes, wodurch
die Assoziation mit einem Raumschiff oder einer Rakete keimt. Hier muss
man auch schon einen deutlichen Schnitt machen, da die Merkaba in der
Literatur der Lichtarbeiter als „Lichtschiff“ gedeutet wird, welches jeder
Mensch geistig bzw. energetisch erschaffen kann. Zwar gibt es auch
Meinungen, dass der menschliche Lichtkörper mit diesem Begriff betitelt ist,
doch zeigt die Praxis deutliche Unterschiede zwischen diesen beiden
Energien. Für Lichtarbeiter oder Sterngeborene ist die Mer-Ka-Ba ein
göttliches Licht-Vehikel, mit dessen Hilfe man die Multidimensionalität des
Seins erfahren kann. Man kann die „Genialität des Multiversums“ regelrecht
„durchqueren“ und „voll bewusst erleben“, sodass man die Mer-Ka-Ba als
eine Art „Lichtschiff“ sehen kann, also ein Objekt, das Informationen
beinhaltet, sammelt und diese auch vermittelt. In diesem Fall wird der Begriff
Mer-Ka-Ba aus den drei Silben LICHT (Mer-), GEIST (Ka-), und SEELE
(Ba-) zusammengesetzt, wobei es hierfür keine etymologischen Beweise gibt.
Gleichzeitig ist die Merkaba, in diesem Fall wird der Bezug zu der Vision
des Ezekiel geknüpft, eine kabbalistische Strömung, die sich primär auf das
Wirken des „göttlichen Thronwagens“ beziehen.

Es ging in dieser Mystik um die Erkenntnis, wie die göttliche Welt


aufgebaut ist und wie sie „wirkt“. Hierdurch kann man eine Verbindung zu
den Gnostikern knüpfen, die auch wiederum das göttliche Wirken selbst
verstehen wollten. Doch bevor ich nun weiter über die Vision Ezekiels
berichte, lasse ich den Propheten einfach selbst zu Wort kommen, wobei ich
hier und da ein paar Kommentare und Ideen einwerfen werde.

Ezechiel, Kapitel 1, Vers 4-28:

„Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit
flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer
strahlte es wie glänzendes Gold.“
Kommentar: Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber wenn
man sich Raketenstarts ansieht, sieht man auch, dass „Sturmwind“, „Wolken
mit flackerndem Feuer“ und „heller Schein“ vorhanden sind. Als
Kontrapunkt kann man aber auch sagen, dass man dies ggf. auch bei einem
Vulkanausbruch beobachten könnte!

Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre
Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen. Jedes der Lebewesen hatte vier
Gesichter und vier Flügel. Ihre Beine waren gerade und ihre Füße wie die
Füße eines Stieres; sie glänzten wie glatte und blinkende Bronze. Unter den
Flügeln an ihren vier Seiten hatten sie Menschenhände. Ihre Flügel
berührten einander. Die Lebewesen änderten beim Gehen ihre Richtung
nicht: Jedes ging in die Richtung, in die eines seiner Gesichter wies.

Kommentar: Diese Beschreibung ist ein Mix aus den Cherubim und den
Thronen, wobei viele, die den Text interpretieren, hier einen sehr deutlichen
Hinweis auf „Landstützen“ oder Ähnliches sehen. Dies wird natürlich so
gedeutet, dass es sich nicht um Lebewesen handelte, sondern einfach um
Stelzen, die dazu dienen bzw. dienten, dass das Gefährt nicht einfach
umkippt. Dazu kommt noch die eine 360°-Beweglichkeit und man hat etwas,
dass man auch heute an Flugzeigen finden kann.

Und ihre Gesichter sahen so aus: Ein Menschengesicht blickte bei allen
vier nach vorn, ein Löwengesicht bei allen vier nach rechts, ein Stiergesicht
bei allen vier nach links und ein Adlergesicht bei allen vier nach hinten. Ihre
Flügel waren nach oben ausgespannt. Mit zwei Flügeln berührten sie
einander und mit zwei bedeckten sie ihren Leib. Jedes Lebewesen ging in die
Richtung, in die eines seiner Gesichter wies. Sie gingen, wohin der Geist sie
trieb, und änderten beim Gehen ihre Richtung nicht.

Kommentar: Auch hier könnte man argumentieren, dass die Cherubim in


Wirklichkeit technische Landehilfen waren, die über eine „gewisse Deko“
verfügten oder einfach durch die Großartigkeit, die Ezekiel hier zuteil wurde,
als Mensch, Stier, Löwe und Adler interpretiert wurden. Vielleicht waren dies
auch für seinen Sprachgebrauch einfach die Himmelsrichtungen.

So wie wir heute Osten, Süden, Westen und Norden verwenden, ohne
drauf einzugehen, dass Osten sich aus dem Wort der Morgenröte ableitet,
Süden einen etymologischen Zusammenhang mit dem Wort Sonne hat,
Westen mit dem Sonnenuntergang zutun hat und Norden einfach bedeutet,
dass das die Himmelsrichtung ist, die links oder unter der aufgehenden Sonne
steht, so waren es schlichte „Richtungsanzeigen“! Wenn man in die nordische
Myologie schauen würde, wären es die vier Zwerge Austri, Sudri, Vestri und
Nordri!

Zwischen den Lebewesen war etwas zu sehen wie glühende Kohlen, etwas
wie Fackeln, die zwischen den Lebewesen hin- und herzuckten. Das Feuer
gab einen hellen Schein und aus dem Feuer zuckten Blitze. Die Lebewesen
liefen vor und zurück und es sah aus wie Blitze. Ich schaute auf die
Lebewesen: Neben jedem der vier sah ich ein Rad auf dem Boden.
Die Räder sahen aus, als seien sie aus Chrysolith gemacht. Alle vier
Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, dass es aussah, als
laufe ein Rad mitten im andern.
Sie konnten nach allen vier Seiten laufen und änderten beim Laufen ihre
Richtung nicht.
Ihre Felgen waren so hoch, dass ich erschrak; sie waren voll Augen,
ringsum bei allen vier Rädern.

Kommentar: Hier sind nun die „Throne“ deutlich beschrieben und diese
kann man wirklich schwerlich nicht als Fahrwerk eines Flugobjektes
interpretieren! Ferner waren sie wohl grünlich, da Chrysolith eine
dunkelgrüne Färbung hat. Dazu kommt noch, dass hier überall etwas glüht,
brennt oder zuckt! Auch wenn nun elektrostatische Entladungen nicht das
Normalste von der Welt sind. Wenn eine Rakete startet oder landet, entstehen
„wilde Effekte“, wobei dies nun keine absolut magischen sind! Durch das
aktuelle Wissen ist es fast unmöglich, diese Beschreibung nicht zu
technisieren und hier immer noch reale Lebewesen zu sehen!

Gingen die Lebewesen, dann liefen die Räder an ihrer Seite mit. Hoben
sich die Lebewesen vom Boden, dann hoben sich auch die Räder. Sie liefen,
wohin der Geist sie trieb. Die Räder hoben sich zugleich mit ihnen; denn der
Geist der Lebewesen war in den Rädern. Gingen die Lebewesen, dann liefen
auch die Räder; blieben jene stehen, dann standen auch sie still. Hoben sich
jene vom Boden, dann hoben sich die Räder zugleich mit ihnen; denn der
Geist der Lebewesen war in den Rädern.

Kommentar: Das Objekt bewegt sich und die Räder folgen offensichtlich
der Steuerung! Heutzutage wäre es keine große Sache, sonder absolut
normal! Im Gegenteil, man würde sich wundern, wenn der „Pilot“ das
Gefährt nicht steuern könnte.

Über den Köpfen der Lebewesen war etwas wie eine gehämmerte Platte
befestigt, furchtbar anzusehen, wie ein strahlender Kristall, oben über ihren
Köpfen. Unter der Platte waren ihre Flügel ausgespannt, einer zum andern
hin. Mit zwei Flügeln bedeckte jedes Lebewesen seinen Leib. Ich hörte das
Rauschen ihrer Flügel; es war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen,
wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie gingen, glich das tosende
Rauschen dem Lärm eines Heerlagers. Wenn sie standen, ließen sie ihre
Flügel herabhängen. Ein Rauschen war auch oberhalb der Platte, die über
ihren Köpfen war. Wenn sie standen, ließen sie ihre Flügel herabhängen.

Kommentar: Warum nun hier irgendwelche Rotoren ins Spiel kommen,


entzieht sich meiner technischen Vorstellung. Sind es überhaupt Rotoren?
Wenn man sich die Beschreibungen von Ezekiel durchliest, wird eine andere
Sichtweise nicht einfach werden. Man weiß aus Filmen oder der Realität wie
sich ein Helikopter anhört – auch, dass seine Rotorblätter nicht absolut steif
sind, sondern in Ruhe etwas herabhängen. Technisch gesehen ist es kein
großes Problem Rotoren zu erschaffen, deren Rotorblätter im Ruhezustand
sich zusammenfalten bzw. „platzsparend verhalten“.

Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir aussah
und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich, saß eine Gestalt, die
wie ein Mensch aussah.
Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie
glänzendes Gold in einem Feuerkranz. Unterhalb von dem, was wie seine
Hüften aussah, sah ich etwas wie Feuer und ringsum einen hellen Schein.
Wie der Anblick des Regenbogens, der sich an einem Regentag in den Wolken
zeigt, so war der helle Schein ringsum. So etwa sah die Herrlichkeit des
Herrn aus. Als ich diese Erscheinung sah, fiel ich nieder auf mein Gesicht.
Und ich hörte, wie jemand redete.“

Kommentar: Auch diese Beschreibung könnte man ohne Weiteres in


einen science-fiction Film packen. Der Pilot besitzt einen besonderen Anzug,
der so etwas wie ein Kraftfeld besitzt. Dies stimmt auf jeden Fall mit der
Fantasie der science-fiction Autoren überein. Ob diese nun bei Ezekiel
geklaut haben, sei einfach mal in den Raum gestellt!

Die Bibel besitzt aber noch mehr „Beschreibungen der Engel“. Zwar
werden die Seraphim ganz anderes als die Cherubim und die Throne
beschrieben, da sie selbst nicht „erlebt“ werden, dennoch ist die
Beschreibung sehr fremdartig! Man darf jedoch bei den Beschreibungen der
Seraphim nicht die kulturellen Verknüpfungen der Hebräer vergessen. Bevor
ich dies etwas näher erläutern werde, will ich kurz zwei Zitate aus der Bibel
anführen, die jeweils aus dem „Buch der Könige“ stammen:

Könige (Buch 1), Kapitel 6, Vers 23:


„In der Gotteswohnung ließ er zwei Kerubim aus Olivenholz anfertigen.
Ihre Höhe betrug zehn Ellen. Fünf Ellen maß der eine Flügel des Cherubs
und fünf Ellen sein anderer Flügel. Von einem Flügelende bis zum anderen
waren es zehn Ellen. Auch der zweite Cherub war zehn Ellen hoch. Beide
hatten gleiches Maß und gleiche Gestalt. Der eine Kerub war zehn Ellen
hoch und ebenso hoch war der andere. Er stellte die Kerubim mitten in den
innersten Raum. Ihre Flügel waren so ausgespannt, dass der Flügel des einen
Kerubs die eine Wand, der Flügel des zweiten Kerubs die andere Wand, die
Flügel in der Mitte des Raumes aber einander berührten. Er ließ die Kerubim
mit Gold überziehen. An allen Wänden des Hauses, im inneren wie im
äußeren Raum, ließ er ringsum Kerubim, Palmen und Blütenranken
einschnitzen.“

Könige (Buch 1), Kapitel 8, Vers 6-7:


„Darauf stellten die Priester die Bundeslade des Herrn an ihren Platz, in
die Gotteswohnung des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der
Cherubim. Denn die Cherubim breiteten ihre Flügel über den Ort, wo die
Lade stand, und bedeckten sie und ihre Stangen von oben her.“

Man sieht an diesen „Bauberichten“, dass die Darstellungen nicht


alltäglich sind. Diese Beschreibung wurde natürlich auch schon in Filmen
verwendet, sodass man sich vor seinem geistigen Auge sicherlich ein gutes
Bild machen kann. Doch woher kamen diese Ideen? Waren es
Beobachtungen, Visionen oder kulturelle Übernahmen?
Fakt ist, dass die alten Hebräer recht pragmatisch waren, wenn es darum
ging, sinnige religiöse Aspekte zu übernehmen. In der altorientalischen
Umgebung der Hebräer kann man hier viele Einflüsse und „religiöse Ideen“
finden, die historisch und kulturell belegbar adaptiert wurden. Die
umgebenden Völker der Hebräer besaßen bereits Wesen mit Flügeln, die den
Status von Boten hatten. Doch die religiösen Gelehrten der Hebräer wollten
nicht eine 1:1-Kopie der Vorstellungen übernehmen.

Sie verfeinerten sie und passten sie letztlich ihren Vorstellungen an. So
gab es einen deutlichen Unterschied zwischen den „Engeln“ bzw. „Boten“
der benachbarten Kulturen und den Engeln der Hebräer die als „Mal’ach“
oder als „Mal'ak JHWH“ bezeichnet wurden. Zu beginn dieser „religiösen
Idee“ waren die „Mal'ak JHWH“ auserwählte Wesen, die einfach den Willen
Gottes verkündeten. In der heutigen Zeit also Channelmedien, die einen
ernsthaften Kontakt zu der geistig-energetischen Welt pflegten und nicht
ihrem Ego frönten. Erst mit der Zeit verwandelten sich diese Channelmedien
in überirdische oder jenseitige Wesen, die sich obendrein noch in wilden
hierarchischen Abstufungen und Aufgaben voneinander unterscheiden. Diese
Vermischung ist jedoch im Alten Testament nicht klar zu finden, da dies
letztlich beweisen würde, dass die Bibel durch Menschenhand gemacht
wurde und nicht das „Wort Gottes“ ist. So findet man im Bibelzitat aus dem
Buch der Könige eine deutliche Beschreibung der Cherubim, die aber aus
diesem Blickwinkel nichts mit den „Mal'ak JHWH“ zu tun hatten. Von den
„Mal'ak JHWH“ hingegen gibt es weder eine genaue Beschreibung noch
andere „historische Beweise“, woher sie kamen und was ihre Aufgaben alles
beinhalteten.
Man könnte auf die Idee kommen, dass die „Mal'ak JHWH“ jeweils
normale Menschen waren, die, wenn es von Gott so gewollt war, einfach
verwendet wurden. Sie verkündeten ihre Botschaft und waren danach wieder
„normale Menschen“, denen man nicht mehr oder weniger Aufmerksamkeit
zollen musste als anderen. Aus einer hierarchischen und streng
monotheistischen Sichtweise diskreditiert so etwas die Allmächtigkeit Gottes,
der keine eigenen Diener bzw. Boten bzw. Engel hatte, sondern auf die
normale Bevölkerung zurück greifen musste.
Man könnte aber jetzt auch argumentieren, dass es keine „normalen
Menschen“ waren, dass man sie aber nicht „bildlich darstellen“ durfte, da ja
Gott dies im Grunde schon verboten hatte. Nicht umsonst heißt es im Buch
Exodus, Kapitel 20, Vers 4:

Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von


irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter
der Erde.

Dieser Befehl ist absolut dämlich! Jede technische Zeichnung ist hiernach
Sünde! Und selbst wenn die Hebräer damals diesen Befehl wortwörtlich so
bekommen hätten, hätten sich irgendwann die technisch versierten Hebräer
dagegen aufgelehnt, da man ohne bildliche Vorstellung nichts Neues
erschaffen kann – geschweige sich technisch evolutionieren kann! Man kann
letztlich in der Bibel selbst unzählige Stellen finden, wo dieses Gebot
gebrochen wird. Jede Erzählung ist letztlich eine bildliche Beschreibung und
somit ein Verstoß gegen das angeblich verkündete Gesetz! Dennoch musste
dieses Gesetz unterschwellig in den Köpfen der Hebräer arbeiten. Egal was
man alles mit dem Begriff „Bildliche Darstellung“ verbindet, ein Bild von
Gott selbst findet man nirgendwo. Dies war letztlich für alle Hebräer
undenkbar. So könnte man auch argumentieren, dass es undenkbar war, ein
Bild eines der Engel des Herrn, ein Bild der Mal'ak JHWH, zu schaffen, da
man annahm, dass die Erscheinung der Mal'ak JHWH die Erscheinung von
Gott selbst war, so wie er sich zeigen „wollte“ bzw. den Menschen zeigen
konnte – ohne diese zu vernichten oder vollkommen zu verwirren.

So war die Thematik der göttlichen Bildgestaltung ein tief verwurzeltes


Thema, obwohl die Hebräer religiöse Ansichten u. a. durch die Babylonier
und die Perser übernommen hatten. Doch auch der griechische Polytheismus
hatte einen gewissen Einfluss auf die Hebräer. Die Griechen kannten die
„geflügelten Sirenen“, die als Seelengeleiter fungierten. Erzengel Michael
und Erzengel Gabriel bekamen auch die Berufung zum Psychopompos! Doch
auch wenn es viele religiöse Gedanken im Judentum gibt, die man auch in
anderen Religionen finden kann, wäre es faktisch falsch, einfach zu sagen,
dass die Hebräer letztlich alles geklaut hätten.

Es muss als eine Adaption verstanden werden, in der man geistige und
spirituelle Auseinandersetzungen mit verschiedenen und fremden
Vorstellungen vollführte, sodass die eigenen Glaubensideen und
Vorstellungen ein Überdenken bekamen.

Doch auch politische und kriegerische Auswirkungen beeinflussten die


Hebräer. So war die Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar ein
einschneidendes Erlebnis. Hierauf folgte ein Exil und die Oberherrschaft der
Perser. Die Griechen, der Feldherr „Alexander der Große“, sowie dessen
Söhne (griechisches Diadochen genannt), und natürlich die Römer, waren
immer wieder religiöse Tiefschläge bzw. regelrechte Katastrophen für die
Hebräer. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses „Besatzungschaos“ ein
Nährboden wurde, auf dem unterschiedlichste religiöse Strömungen keimten,
die nach unterschiedlichen theologischen Ausrichtungen und Handlungen
immer wieder neue Fragestellungen hervor brachten, die beantworteten
werden wollten. Dies zeigt aber deutlich, dass es das Christentum niemals
über den Status einer „lustigen Jüngerschaft“ hinausgeschafft hätte, wenn
nicht durch die verschiedenen Besatzungs- bzw. Eroberungsmächte ein
religiöses Chaos ausgelöst worden wäre. Zwar findet man im Neuen
Testament recht wenige Hinweise auf persisches, ägyptisches oder
griechisches Gedankengut, doch spiegelt das Alte Testament dies umso
mehr!
Gesamtepilog
Die Energien, die man Erzengel, Malachim, Genien, Dämonen oder mit
einer anderen Vokabel tituliert, sind stets individuelle
Erfahrungsmöglichkeiten, sodass man letztlich sagen muss, dass es im
Grunde niemals eine ausreichende Erklärung geben wird, was diese Energien
sind, was sie vermögen und wie man sich mit diesen Kräften in Kontakt
setzen kann. Die ganzen Erklärungen und Darstellungen der verschiedenen
Wesen sind wertlos, wenn man sich nicht selbst auf den Weg der
Entdeckungen begeben will. Alle Siegel und Sigillen werden keinen Kontakt
bewirken, wenn man nicht in sich die Bereitschaft ausgebildet hat, mit allen
Sinnen – physische wie auch energetische – zu arbeiten. Alle Riten und
Rituale werden fruchtlos verpuffen, wenn man nicht sein wahres Selbst
finden will, um mit diesem Werkzeug seine gesamte Existenz zu reflektieren.
Es wird einem nichts bringen, wenn man alle theoretischen und auch
praktischen Informationen vom Intellekt her zwar verstanden hat, diese aber
nicht anwenden kann, da einem das Verständnis des eigenen Herzens fehlt.

Jeder Mensch ist absolut individuell! Daher muss man für sich selbst
einen individuellen Weg suchen und finden. Das gesamte Buch hätte auf die
Aussage „ENGEL SIND!“ beschränkt werden können, da dies die absolute
Quintessenz ist – doch es war für mich ein eigener Evolutionsprozess über
300.000 Wörter zu schreiben, die letztlich dieses Gesamtwerk ergeben.

Nur durch die eigene Natur wird man sich selbst erleuchten und erheben
können, sodass man aktiv mit den betitelten Energien und Mächten agieren
kann. Alle theoretischen und auch praktischen Vorstellungen sind
überflüssig, wenn man in sich selbst die Essenz des Kosmos erkannt hat. Man
wird auf die verschiedenen Vokabeln vollkommen verzichten können und
durch eine einfache Verlagerung seines rationellen Tagesbewusstseins, in
einen der energetischen Körper, die Erzengel, Malachim, Genien oder
Dämonen kontaktieren können. So bleibt eine Kommunikation immer eine
Kommunikation, egal ob sie nun zwischen zwei Menschen oder einem
Menschen und einem Engel stattfindet. Wenn beide Seiten – auf welcher
Grundlage auch immer basierend – miteinander kommunizieren wollen und
können, wird man diese erleben. Doch der Weg in diesen Zustand des
Wissens, des Erkennens und des Lebens ist lang. Letztlich ist er „überhaupt
nicht“, da er unendlich und gleichzeitig sofort ist.

Das Ziel des Buches war eine Zusammenballung vieler Informationen zu


erstellen, die die breite Literatur und gleichzeitig meine individuelle Arbeit
spiegeln. Die Praxis hat gezeigt, dass der von mir gewählte Weg möglich ist,
doch er ist nicht universell. Mit dem Wissen, das jeder Mensch diesen,
meinen Weg, individuell transformieren kann, denke und weiß ich, dass man
durch dieses Buch einen Fingerzeig erkennen konnte, was alles möglich ist.

Ob nun alles, was ich hier verfasst habe richtig ist, vermag ich nicht zu
sagen. Aus meiner Sicht und durch meine Erfahrungen kann ich jedoch
vollkommen ehrlich sagen, dass dies alles meine (aktuelle) Sichtweise
(Sommer 2014) ist, die ich für mich akzeptieren konnte. Vielleicht findet der
eine oder andere Leser Verbindungen zwischen meinen und seinen
Vorstellungen und Ideen. Wenn dies der Fall ist, ist das Buch gelungen.

Die Arbeiten in diesem Buch sind auf der einen Seite als spirituelle Reise
zur Selbstauflösung bzw. zur Selbstvergöttlichung zu deuten – gleichzeitig
sind es aber auch Reflexionsmöglichkeiten des Bewusstseins, um immer
mehr über das eigene Ich zu erfahren!

Alles in allem bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, dass es Spaß
gemacht hat, mein Buch zu lesen. Und dass nicht zu viele Tipp- und
Sprachsoftwareerkennungsfehler vorhanden waren. Tafelblindheit lässt einen
die dümmsten Fehler übersehen! C’est la vie!

Das Gleiche gilt natürlich auch für die hebräischen Übersetzungen. Da


ich hebräisch nicht flüssig beherrsche und kein „Native Speaker“ bzw.
„Muttersprachler“ bin, ist es durchaus möglich, dass ich hier und da
Übersetzungs- und Denkfehler eingebaut habe. Es ist vielleicht erneut mit der
Analogie aus dem Prolog zu vergleichen!

Jeder Landstrich hat seine Eigenarten in der Sprache. Wenn jeder Mensch
ausschließlich in seinem Dialekt sprechen würde, wäre die Verständigung
zwischen Menschen aus dem Ruhrgebiet, dem „Ruhrpott“ und Menschen aus
Köln, dem Schwabenland, Sachsen, Friesland oder Bayern unmöglich. Es
gibt „umgangssprachliche“ Formulierungen, die man als „uneingeweihter“
nicht erkennen kann! Wenn man sich die „interessante“ Phonemik des
„Ruhrpottdialekts“ ansieht und einen Satz bzw. eine Aufgabenbeschreibung
in einem Wort zusammenfasst, wird es für außenstehende nicht einfach!
Wenn man z. B. nur die Buchstabenkombination „TUMADATMÄEI“ lesen
würde, würde man sicherlich nicht sofort erkennen, dass hier eine „liebevolle
und gut gemeinte Aufforderung“ verborgen ist. Da man rudimentäre
Vorstellungen der eigenen Muttersprache hat, wird man in dem Wort
„Tumadatmäei“ vielleicht erkennen, dass die ersten beiden Buchstaben –
„TU“ – eine Handlungsaufforderung ist. Auch das „MA“ in Verbindung mit
dem „TU“ kann mit etwas „Ruhrpottkenntnis“ als eine Aufforderung
verstanden werden, etwas freiwillig auszuführen. Doch würde wirklich jeder
darauf kommen, dass mit „TU-MA-DAT-MÄ-EI“ die Aussage „Streichele
doch einmal das Schaf“ gemeint ist? Ich glaube nicht!

Sicher, wenn man den „Ruhrpottdialekt“ kennt, wird man jetzt verstehen,
dass „TU“ für „tun“, dass „MA“ für „mal“, dass „DAT“ für „das“, dass
„MÄ“ für „Schaf“ und „EI“ für „streicheln“ steht. Doch es ist nicht
selbstverständlich, dass man „MÄ“ mit einem Schaf und „EI“ mit streicheln
assoziiert wird.
Genau so muss man sich aber nun die Namen der Erzengel und der
Malachim in Erinnerung rufen. Schnell ist der Denkfehler vollbracht, dass
hinter jedem „-el“ ein Engel steht, gerade dann, wenn man die Sprache nicht
kann. Doch es würde niemand auf die Idee kommen, dass hinter den
deutschen Wörtern „Bügel“, „Vogel“, „Spiel“, „Hotel“, „Nebel“, „Stachel“,
„Apfel“ oder „Aschenputtel“ irgendwelche Engel strecken. Niemand würde
in der deutschen Sprache auf die Idee kommen, dass „Aschen-putt-el“ in
Wirklichkeit „Aschen / Schlag beim Golf / Gottes“ sei, oder? Auch
„Blickwinkel“ wäre sicherlich nicht der „Sehende Gruß Gottes“! Was wäre
aber, wenn man die Sprache und sogar die Buchstaben, die die Silben des
Wortes bilden, nicht immer zu 100 % und in allen Belangen erkennen und
verstehen kann? Nun, dann könnten sich auch „dumme Fehler“
einschleichen, die man selbst nicht findet, da einem der „richtige Blickwink-
el“ fehlt! Daher kann ich mich nicht davon freisprechen, dass alle
Übersetzungen zu 100 % richtig sind, auch wenn ich natürlich deutlich darauf
geachtet habe, keine „dummen Fehler“ zu machen! Doch sag niemals „nie“!

Als letzten Tipp möchte ich sagen, dass es wirklich für die eigene
Evolution dienlich ist, wenn man beginnt, das niederzuschreiben, was man
lebt, lernt und lehrt. Man wird hierdurch noch viel mehr lernen, noch viel
mehr lehren und noch viel intensiver Leben.
In Liebe und Licht danke ich allen Energien, die mich bei diesem Buch
unterstützt haben. In Liebe und Licht danke ich der Weißen Bruderschaft des
Sirius und des Kosmos, ihr seid meine lieben Geschwister der Sterne. Ich
danke den Wesen der Reiche der Engel, der Malachim und der Genien! Ihr
alle habt mich immer wieder mit vielen Ideen und noch mehr Humor
unterstützt, sodass dieses Buch letztlich entstehen konnte!
Anhang I – Tabellen, Buchstaben und
Zahlen
Kabbalistisches System
A=1
B=2
C = 11
CH = 8
G=3
D=4
E=5
F = 17
U=6
V=6
W=6
Z=7
H=8
I J = 10
K = 11
L = 12
M = 13
N = 14
O = 16
P = 17
PH = 17
Q = 19
R = 20
S = 21
SCH = 18
SH = 18
T=9
TH = 22
TS TZ = 18
Y = 10
X = 15

Modernes System
A=1
B=2
C=3
D=4
E=5
F=6
G=7
H=8
I=9
J=1
K=2
L=3
M=4
N=5
O=6
P=7
Q=8
R=9
S=1
T=2
U=3
V=4
W=5
X=6
Y=7
Z=8

Hebräisches/Mystisches System
A=1
B=2
C=3
D=4
E=5
F=8
G=3
H=5
I=1
J=1
K=2
L=3
M=4
N=5
O=7
P=8
Q=1
R=2
S=3
T=4
U=6
V=6
W=6
X=6
Y=1
Z=7
Henochisch ist sehr eng mit dem Hebräischen verknüpft! Die hebräische
Schrift, genau wie die griechische Schrift und auch unsere lateinische Schrift,
beziehen sich ursprünglich auf die phönizische Schrift – eine Schrift, die
knapp 3000 Jahre alt ist! Es ist aber nicht die älteste, denn dies ist die
sumerische Keilschrift (ca. 3150 v. Chr.), aus welcher sich das Babylonische
entwickelt hat und schließlich das Phönizische! Dazu kommt, dass die
griechischen Buchstaben den henochischen sehr ähneln! Deswegen kann man
die henochischen Buchstaben AUCH direkt mit dem hebräischen UND dem
griechischen Alphabet vergleichen und deren Zahlenwerte übernehmen, da
diese ÄLTER sind als die henochischen Buchstaben!
Wenn man ein wenig Fantasie hat und sich die griechischen Buchstaben
und die henochischen Buchstaben „etwas“ genauer anschaut, dann kann man
hier und da schon ein paar Gleichheiten erkennen. Zwar muss man manchmal
die Buchstaben „im Geiste“ etwas drehen, doch dass das henochische MALS
(p/p) mit dem griechischen Omega (Ω) eine sehr große Ähnlichkeit aufweist,
wird jeder erkennen!

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Ähnlichkeiten zwischen
henochischen und griechischen Buchstaben!
Anhang I - „Die Chakren“
Im Allgemeinen wurde nun schon viel über die verschiedenen Anteile,
sowie über die Aura berichtet, und dass auch die Aura Chakren hat, und diese
als Energiewirbel und als Energiekanäle fungieren ist eigentlich kein
Geheimnis.
Jeder Körper, also auch der organische Körper, und somit jede Aura, hat
sieben größere Energiewirbel, Chakren (wörtlich: Rad, Diskus, Kreis), die für
den direkten und aktiven Energieaustausch verantwortlich sind. Diese sieben
größeren Wirbel sind die sieben „Hauptkörperchakren“, die den Körper mit
Energie und kosmischen Licht (also Information) versorgen, und entlang der
Kundalini, der Schlangenkraft im Rückgrat, verlaufen und die energetischen
Transformationsprozesse steuern.
Die Kundalini (aus dem Sanskrit für Schlange, Schlangenkraft) ist eine in
tantrischen Schriften beschriebene spirituelle und sexuelle Kraft im
Menschen und liegt nach tantrischer Vorstellung „aufgerollt“ am unteren
Ende der menschlichen Wirbelsäule.
Die aufsteigende Kundalini-Energie wird meist mit Erkenntnisgewinn,
Vereinigung mit dem Göttlichen, mit fundamentaler Urenergie und mit
Erleuchtung in Verbindung gebracht, d. h. je weiter man sich selbst
evolutioniert hat, desto stärker wird man die Energieströme wahrnehmen
können.

Es gibt noch weitere Chakren die den Menschen und auch die
Sterngeborenen, und somit auch alle Körper des Menschen, sowie viele,
unspezifische Anteile der Sterngeborenen, direkt beeinflussen. Es sind einmal
die sog. Nebenchakren und einmal die kosmischen Chakren.
Die Nebenchakren befinden sich in den Bereichen der Fußsohlen, der
Knie, am Steißbein, im Nacken und in der Region des Herzens, wobei hier
das sekundäre Herz-Chakra sitzt. Wenn man es nun ganz genau nehmen will,
dann hat der Mensch unendlich viele Energiepunkte in sich, die man in der
Akkupunktur als Meridiane kennt. Einige Quellen sagen, dass es 365
Meridiane gibt, andere sprechen von über 4000 Meridiane! Jeder dieser
Energiepunkte kann als Nebenchakra klassifiziert werden, da diese auch mit
organischen Fixpunkten (Nebennieren, Bauchspeicheldrüse, Thymusdrüse,
Hypophyse etc.) in engen Zusammenhang stehen. Doch dies würde den
Rahmen hier deutlich sprengen.
Doch gerade die Chakren im Handbereich und im Fußbereich sind für die
Energieweiterleitungen und dem Fokussieren einer kosmischen Energie
wichtig, denn die Hand- und Fußchakren geben vor allem Energien ab, d. h.,
es fließt durch die Chakren die Lebensenergie, und auch gleichzeitig alle
anderen dualen Energien, die wir anziehen und auf die wir codiert sind. Man
kann also sagen, dass wir je nach unserem Evolutionsstand Energien
anziehen, die unser Energiesystem ruft, damit diese Energien bei uns
eindringen und uns im positiven Sinne beeinflussen. Wenn eines der Chakren
„verstopft“ oder „geschlossen“ ist, oder seine Rotation ist disharmonisch,
wird es nicht einwandfrei arbeiten können, deshalb ist es wichtig, dass man
die Ursachen der Störung findet und behebt.
Die Störung äußert sich oft als Probleme, als unangenehme Emotionen,
als Motivationslosigkeit oder natürlich auch als Krankheit. Jedes der Chakren
repräsentiert einen bestimmten Lebensbereich, wobei die Hauptchakren
natürlich gewichtiger sind als die Nebenchakren, und die kosmischen
Chakren wiederum gewichtiger, für die Evolution des gesamten komischen
Bewusstseins sind, als die Körperchakren.
Man fühlt sich gesund und harmonisch, wenn alle Chakren einwandfrei
und gleichmäßig arbeiten und uns mit entsprechender Energie versorgen,
wobei hierbei die kosmischen Chakren eigentlich ausgenommen sind, denn
die Energien, die sie transformieren, dringen nicht ohne Weiteres in das
physische Bewusstsein ein, dafür sind die Schwingungen zu hoch und unser
Bewusstsein würde kollabieren, bei so viel Information, in einem so
hochenergetischen Prozess.

Doch zurück zu der inneren Harmonie, denn es ist nicht wichtig, dass
man die Chakren besonders aktiviert oder sie soweit wie möglich zu öffnet,
nein, vielmehr ist ein harmonisches Schwingungsverhältnis viel wichtiger,
und alle Chakren sollten gleich weit geöffnet sein.

Ein einwandfrei funktionierendes Chakra rotiert um eine nichtvorhandene


innere Achse, wobei man nicht sagen kann, wie nun die perfekte
Bewegungsrichtung aussieht, da diese wieder völlig individuell ist, d. h.,
wenn sich bei der Person A das Herz-Chakra rechtsherum dreht und bei
Person B linksherum, muss es nicht zwangsläufig bedeuten, dass es der
Person A gut, und der Person B schlecht geht, oder dass sogar die Person B
die sinistere Person von beiden ist, nur weil eine linksseitige Rotation des
Herz-Chakra vorhanden ist.
Eines der Hauptziele beim Arbeiten mit den Chakren ist im Vorfeld die
Öffnung des Herz-Chakra. Doch bevor man dazu übergehen kann, ist es
natürlich sinnvoll, wenn auch alle anderen Chakren harmonisiert und
geöffnet sind, und dies kann damit erreicht werden, dass man wahrhaftig lebt,
aus seinen Lebenserfahrungen lernt, und sich Zeit nimmt, alles wirklich zu
verstehen und es voll und ganz zu integrieren. Wer fliegen will, muss erst
einmal laufen lernen und beim Laufen ist es wichtig, dass man es Schritt für
Schritt macht, und keinen auslässt. Jeder Schritt muss getan werden, und
Chakrenarbeit bedeutet die Harmonisierung und den Ausgleich aller Haupt-
und Nebenchakren, sodass genügend Lebensenergie aufgenommen werden
kann.

Eine Form dieser Chakrenarbeit und dieser Chakrenharmonisierung ist


der Umgang mit kosmischen Energien, denn auch die aufgenommene
Energie braucht freien Raum um sich im Körper zu entfalten. Die
aufgenommene Energie ist unendlich wichtig für die Lernprozesse der
Existenz, denn um sie zu verstehen, und um sie wirken zu lassen, muss man
die Energie wahrlich erkannt und verinnerlicht haben.
Doch zurück zu den Chakren und zu den kosmischen unter ihnen. Jeder
Mensch besitzt fünfzehn Hauptchakren, die natürlich multidimensional
existieren. Es sind die sieben Chakren des physischen Körpers und die sechs
Chakren außerhalb des Körpers, die im kosmischen Einklang existieren.
Ferner kommen noch das Alpha- und das Omega-Chakra hinzu.
Natürlich ist es so, dass die meisten Menschen die Chakren sehen oder
fühlen können, wenn sie ihre energetische Schwingung selbst erhöht haben,
und meist sehen die Menschen die Chakren als strahlende, sich drehende
Energiewirbel. Doch Chakren, wie schon oben erwähnt wurde, besitzen auch
eine Multidimensionalität, d. h., sie sind noch auf ganz anderen Ebenen sehr
aktiv. Die normale Struktur der Chakren ist im Vergleich mit den kosmischen
Chakren eher etwas eingeschränkt, sodass die meiste Energie nur aus der
Astralebene aufgenommen wird und im Sinne der Energiemöglichkeiten nur
sehr geringe Mengen an Energie aus den anderen Ebenen. Sie sind
„versiegelt“, und zwar mit den verschiedensten Mechanismen, die entweder
als realer Schutz dienten oder durch Blockaden entstanden sind. Man kann
ein Chakra, wenn man will, mit der geometrischen Figur eines Doppelkegels
vergleichen, wobei sich die beiden „großen Öffnungen“ jeweils am äußeren
Rand der Körper und der Auraschichten befinden. Die beiden Spitzen, die
ineinander übergehen, befinden sich in den Mittelpunkten der jeweiligen
Körper, wobei das Hauptaugenmerk auf den physischen Körper gerichtet
werden soll. Der eine Kegel vermag sich also zur Vorderseite des Körpers hin
zu öffnen und der andere zum Rücken hin.

Dort aber wo die „Treffpunkte“ sind, kommt es zu einer Verengung und


genau diese Verengung im Zentrum der Körper ist oft von mentalen oder
emotionalen Frequenzen und Energetiken blockiert. Diese Blockaden
beeinflussen natürlich die Rotationsgeschwindigkeit der Doppelkegel und
somit auch den aktiven Austausch der Energien und deren Transformation.

Wenn nun die Evolution des Selbst einen gewissen Punkt überschritten
hat (dies hat direkt etwas mit dem sog. „Lichtkörperprozess“ zu tun),
verändern sich die geometrischen Formen der Chakren. Es ist jedoch klar,
dass man schon weit vorher die Blockaden im Doppelkegelübergang gelöst
hat, sei es jetzt durch stetige Meditation und aktives Arbeiten an den eigenen
Anteilen (Lichte und Dunkle), oder auch die Ausbildung des Körpers im
Umgang mit feinstofflichen Energien.

Die Doppelkegelstruktur wird sich nach und nach immer mehr verändern.
Zu Beginn recht langsam, doch mit steter Entwicklung wird man bald den
energetischen Effekt spüren, dass sich die Doppelkegelstruktur komplett zu
einer Kugelform transformiert hat, und diese dem Chakra erlaubt die Energie
in alle Richtungen zu strahlen und auch Frequenzen aus den höheren
Dimensionen aufzunehmen, zu transformieren und zu übertragen.
Natürlich bleibt die Rotation der damaligen Doppelkegel erhalten, nur mit
dem Unterschied, dass nun das kugelförmige Chakra rotiert und sich nach
und nach immer mehr ausdehnt um mit den anderen Chakren nicht nur zu
interagieren, sondern auf eine besondere Art zu verschmelzen.

Die Nebenchakren und ihre Bereiche


Als NEUE ERGÄNZUNG – ausschließlich in diesem Buch zu finden –
will ich auch die wichtigen Nebenchakren etwas näher beleuchten:

Fußchakren:
Die Fußchakren (Sohlenchakren) haben ihre Position an den Fußsohlen.
Es gibt demnach ZWEI Fußchakren. Die Farbzuordnung ist BRAUN. Sie
stehen für Erdung, Zentrierung, Fokussierung, Festigkeit,
Beharrungsvermögen, Unveränderlichkeit und Starrheit. Blockaden die an
den Fußchakren auftreten können beziehen sich meist auf das alltäglich
Leben. Man „läuft auf Glas“ oder „über rohe Eier“. Man lässt sich „auf‘s
Glatteisführen“. Auf der anderen Seite können Blockaden sich in einer
negativen Starrheit oder Dickköpfigkeit spiegel, sodass man „seinen
Standpunkt“ nicht verlassen WILL oder KANN!

Kniechakren:
Die Kniechakren haben ihre Position an den Knien. Es gibt demnach
ZWEI Kniechakren. Die Farbzuordnung ist Purpur bis Rosa. Sie stehen für
Vertrauen, Optimismus, Gläubigkeit, Entscheidungen, Alternativen und
Zwangslagen. Blockaden, die an den Kniechakren auftreten können, spiegeln
Lebenssituationen, die vertrauen bedürfen, jedoch ENT-TÄUSCHUNGEN
erfahren. Weiterhin kann auch in den Kniechakren eine Starrheit bzw. eine
Unbeugsamkeit eine Blockade hervorrufen, genau so wie „religiöser
Fanatismus“ und „naive Gutgläubigkeit“.
Hüftchakren:
Die Hüftchakren haben ihre Position am Hüftgelenk. Es gibt demnach
ZWEI Hüftchakren. Die Farbzuordnung ist Aquamarin bis Türkis. Sie stehen
für Beweglichkeit, Agilität, Standhaftigkeit, Courage und Haltung.
Blockaden, die an den Hüftchakren auftreten, können auch wieder – ähnlich
den Fuß- und Kniechakren – sich auf eine Starrheit bzw. eine Beharrlichkeit
hervorrufen, genau so wie „Lebensstillstand“ und „Lebensunlust“. Eine
„lebendige Bewegung“ wurde „vergessen“ oder ist „blockiert“, sodass man
„nicht mehr sich bewegen kann“, da man „seine Beine nicht mehr bewegen
kann“! Hier steht man still. Bei Blockaden in den Fußchakren ist man eher
„Festgewurzelt“!

Schulterchakren:
Die Schulterchakren haben ihre Position am Schultergelenk. Es gibt
demnach ZWEI Schulterchakren. Die Farbzuordnung ist bräunlich bis Oliv.
Sie stehen für Stärke, Belastungsfähigkeit, Umgang mit Stress,
Führungsqualitäten und Leitung, Aufrichtigkeit, Ehrenhaftigkeit und
Geradlinigkeit. Da die Schulterchakren für Situationen stehen, die man mit
dem Wort „Stress“ oder „stressig“ bezeichnen kann, sind die möglichen
Blockaden auch in diesem Kontext zu sehen. Blockaden, die sich in den
Schulterchakren manifestieren, lösen ein Gefühl der Überforderung und
Überlastung aus! Wie Atlas trägt man „seine Welt auf den Schultern“. Doch
auch Situationen in denen einen „Aufrichtigkeit“, eine „Ehrenhaftigkeit“
erforderlich ist, wird bei Blockaden falsch oder unzweckmäßig gelöst.

Ellbogenchakren:
Die Ellbogenchakren haben ihre Position am Ellbogengelenk. Es gibt
demnach ZWEI Ellbogenchakren. Die Farbzuordnung ist Hellrot bis Orange.
Sie stehen für Durchsetzungskraft, Unterstützung, Selbstbewusstsein,
Selbstsicherheit, Macht, Beihilfe und Dienstleistung. Jeder kennt den
Ausspruch, dass man „seine Ellbogen benutzen muss“, um im Leben voran
zukommen. Dieser Satz spiegelt recht gut die Eigenschaften der
Ellbogenchakren. Blockaden in diesem Bereich zeigen sich sehr deutlich im
alltäglich Leben. Man besitzt keine Durchsetzungskraft und Selbstsicherheit,
was auch dazu führt, dass man „nach oben hin buckelt und nach unten hin
tritt“!

Handchakren:
Die Handchakren haben ihre Position in der Handfläche. Es gibt demnach
ZWEI Handchakren. Die Farbzuordnung ist Gold bis Gelb. Sie stehen für
Heilung, Energiearbeit, Offenheit, Kommunikation, Kreativität und
Bereitschaft zu Hilfe.
Gerade die Handchakren sind für heilende Energiearbeiten sehr wichtig.
Wer sich etwas im Bereich Reiki auskennt, weiß dies. Dies ist jedoch auch
ein „instinktives Wissen“, denn jeder kennt das „Handauflegen“, auch bei
sich selbst, wenn man eine physisch schmerzende Stelle am Körper hat. Die
Möglichkeiten die ein Mensch mit seinen Händen hat, spiegel auch wieder
die Möglichkeit der energetischen Arbeit! Daher greifen Blockaden in den
Handchakren oft in Bereich der Offenheit, Kommunikation, Kreativität und
Bereitschaft zu Hilfe ein.

Die Hauptchakren und ihre Bereiche

Das Öffnen der Chakren, was dann auch zum erhöhten Energiefluss im
Bereich des Kronen-Chakras führt, ist eine Aufhebung von Blockaden, was
wiederum eine Transformation von dualen Energien ist. Somit ist klar, dass
auch das Herz-Chakra durch Problemlösung entwickelt wird. Unter dem
Prozess der Chakrenöffnung versteht man, dass sich die Chakren je nach
Lebenssituation mehr und mehr öffnen und somit mehr Energien aufnehmen
können. Diese Energiearbeit bedeutet aber auch, dass man fähig sein muss
die Chakren wieder zu verschließen, wenn dies nötig ist, da man ansonsten
Gefahr läuft sich entweder selbst zu überfordern, oder dass man sogar
negative Energien in das eigene Energiesystem aufnehmen kann und dies
würde wieder Blockaden erzeugen.
Man muss also mit der Arbeit der Chakren eine hohe Fähigkeit an
Feinfühligkeit ausbilden, die einem eine große Flexibilität gewährleistet,
damit die Fähigkeit der energetischen Transparenz auf Wunsch erhalten
bleibt oder auch auf Wunsch verdichtet wird.

Jede Bewältigung und Evolution ist Teil des Glaubens, der zum Wissen
wird, wenn die Rückverbindung des EGO-Bewusstseins mit dem „höheren
Selbst“ begonnen hat. Das Kronen-Chakra steht für die Einheit, für die
Einheit die für die vorangegangene Auflösung von energetischen Blockaden
steht, die immer zwischen dem Wurzel-Chakra und dem Stirn-Chakra gelöst
werden müssen. Jede Auflösung eines Problems führ dazu, dass das Kronen-
Chakra sich weiter öffnen kann und sich somit immer mehr den „höheren,
kosmischen Anteilen“ entgegenreckt.
Der Mensch, der dies alles bewältigt hat und der die Öffnung des Kronen-
Chakras gemeistert hat, wird wissen, was das Wortspiel „erleuchteter
Zustand“ wirklich bedeutet. Doch es ist wichtig zu wissen, dass dieser
Zustand, diese Erleuchtung nicht dauerhaft sein darf. Das normale
Bewusstsein, dass immer noch in einem jeden Menschen ist, würde Schaden
nehmen, wenn dieser Zustand permanent bestehen bleibt, da er nicht über
längere Zeit ertragen werden kann. Je weiter das Kronen-Chakra geöffnet ist
und je intensiver die Verbindung dadurch mit den kosmischen Chakren
erfolgen kann, ist das Gefühl der Einheit ein Zustand der Erleuchtung, das
sich mit allem und jedem verbunden zeigt. Jeder Mensch, jedes Tier, jede
Pflanze und jedes Objekt, das existiert, wird als ein Teil des eigenen Selbst
erkannt und auch wahrgenommen. Diese Erfahrung ist, je weiter man sich
selbst evolutioniert hat, sehr stark.
Das Wurzel-Chakra vereinigt uns mit der Erde und der leibhaftigen Welt
und das Kronen-Chakra vereinigt uns mit dem „höheren Selbst“, mit einem
durchschreiten verschiedener Ebenen und Körper. Es ist sehr wichtig zu
wissen, dass wirklich jede Entwicklung zur Spiritualität eine sehr gute
Möglichkeit zur Erdung haben sollte, denn sonst kann es sein, dass man nur
noch den „Kopf in den Wolken“ hat und die Basis schnell übersieht.
Alles ist mit Allem verbunden, und wenn man nur noch den Kopf in den
Wolken hat, wird man schnell eine Disharmonie erzeugen, denn die Energien
auf höheren Ebenen haben eine ganz andere Frequenz als in den niederen
Ebenen.
Dennoch sind beide für unsere Leben hier essenziell. Chakren sind
Energiewirbel, Energietransmitter, eine Ansammlung von Speichern oder
auch einfach nur Energietaschen, in denen Einmaligkeit und Erfahrungen
agieren können. Die Chakren enthalten Erinnerungen und Identitäten, sie
enthalten Anteile und Inkarnationsaspekte und jedes Chakra entspricht einem
„kosmischen DNS-Strang“.
Die sieben Hauptchakren befinden sich im und um den Körper,
beginnend am unteren Ende der Wirbelsäule und steigen entlang der
Kundalini auf. Es gibt noch sechs weitere Chakren außerhalb des Körpers,
was insgesamt dreizehn Wirbelpunkten entspricht oder dreizehn Sonnen.
Ferner kommen hier dann noch das Alpha- und das Omega-Chakra hinzu.
Somit sind es insgesamt 15 Hauptchakren, 7 körperliche und 8
kosmische, wobei Alpha- und Omega-Chakra eine Art Sonderposition
einnehmen.
Die bewusste Arbeit und das bewusste Aufnehmen von kosmischem
Licht und kosmischer Liebe aktivieren all diese Zentren, und wenn sie einmal
wirklich aktiv sind, dann besteht die Herausforderung darin, alles
Durchfließende zu übersetzen, zu integrieren und zu leben.
Hier nun eine kleine Übersicht zu den einzelnen Chakren, wobei ich die
körperlichen Chakren eher nicht so genau erklären möchte, da es zu diesen
Themen sehr viele Bücher gibt.

1. Chakra; Wurzel-Chakra.
Es ist der Wille zum Leben, die Bejahung der Existenz und die wichtige
Erdung, es sorgt dafür, dass man festen Boden unter den Füßen behält. Es
spiegelt das Überleben, die Flucht und die Arterhaltung wieder, wobei auch
genau dies die „Lebensproblematik“ sein kann.
Das Wurzel-Chakra speichert die Kernidentität und es hat damit zu tun,
wer WIR heute sind, und wie WIR überleben. Es öffnet uns selbst für die
Reise in unser Inneres und zu den Grundfesten unserer Glaubenssätze. Das
Wurzel-Chakra sitzt am Dammmuskel, welcher sich zwischen Anus und
Genitalien befindet.

2. Chakra; Sexual-Chakra:
Es ist der Aspekt der Sinnlichkeit, der Erotik und der Daseinsfreude. Es
bündelt das Gefühl zum eigenen Selbst und der Lust an der Lebensfreude.
Das Sexual-Chakra spiegelt die Nähe und Beziehungen zur Umwelt. Die
„Lebensproblematik“ kann die Lebensfreude selbst sein.
Das Sexual-Chakra ist mit der Energie der Schöpferkraft und der
Sexualität verbunden denn es öffnet die Speicher unserer Überzeugungen und
lässt die Erfahrungen auf diesem Gebiet wachsen. Es hat seinen Sitz
zwischen dem Bauchnabel und dem Scharmhaaransatz.

Diese beiden ersten Chakras entsprechen unserem klassischen Wissen


von der Zwei-Strang-DNS, denn die Inhalte, die mit Kongruenz, Bestehen,
Gier und Genie zu tun haben, sind Jahrtausende lang eine Kampfansage für
die Menschheit gewesen.

3. Chakra, Solarplexus
Dieses Chakra steht für die Beziehungsfähigkeit und für die
Selbstfürsorge, doch auch die Inspiration im physischen Bereich ist ihm zu
eigen. Es enthält energetische Aspekte der Macht und der Dominanz, woraus
schnell Angst und auch Karma fließen kann, denn die „Lebensproblematik“
ist hier Macht, die schnell die Kontrolle übernimmt und oft unkontrollierbar
wird.
Wenn es offen ist, hilft es uns den Weg durchs weltliche Leben intuitiv zu
gehen und auch so zu handeln. Es befindet sich im Solar-Plexus. Der
Solarplexus, anatomisch Plexus solaris (lat., Sonnengeflecht), ist ein
autonomes Geflecht sympathischer Nervenfasern. Er wird durch den Plexus
celiacus und den Plexus mesentericus superior gebildet. Er liegt zwischen
dem zwölften Brust- und dem ersten Lendenwirbel an der Aorta um den
Abgang des Truncus coeliacus, also da wo das Brustbein beginnt.
4. Chakra, Herz-Chakra:
Hier schwingt und lebt die Energie der Liebe, das gefühlvolle Gebaren
und die Barmherzigkeit. Es lässt uns Begriffe wie Erbarmen, Tugend und
Zuneigung begreifen, in dem es uns offener für die Schwingungen der
Ehrlichkeit und der Akzeptanz macht. Doch auch hier kann es zu einer
Lebensproblematik kommen, denn die Energie der Liebe ist oft so stark, dass
sie dem Bewusstsein „zu Kopf steigt“ und einen Dinge tun lässt, die
wiederum Disharmonien erzeugen. Denn auch die Obsession ist eine
Schwingung, die im Herzchakra auftreten kann.
Doch wenn das Herz-Chakra offen ist, können wir uns mit dem gesamten
Leben verbinden. Aus diesem Zentrum fließt wahre Barmherzigkeit, und es
erlaubt uns, die Wahrnehmung der Energien zu vollkommen zu verstehen.
Diese Energien tragen uns jenseits von den Härten der Beurteilungen, die
schnell zu Entzweiung führen können.
Es liegt in der Herzgegend.

5. Chakra; Kehl-Chakra:
Das Chakra der Kommunikation, des Selbstausdrucks und der
Individualität. Es ist das Chakra, das einem die Begriffe „Geben und
Nehmen“ energetisch begreiflich machen kann, denn es gibt uns die Energie
der Wahrheit. Diese zu begreifen, zu verstehen und auszusprechen ist
essenziell für die eigene Evolution. Wenn hier Blockaden auftreten, dann
sind es meistens Lebensproblematiken mit der Selbstdarstellung im Leben,
denn durch diese Blockade wird die große Gabe des stimmlichen Ausdrucks
geschmälert. Der „Kloß im Hals“ ist hier eine typische Blockade. Es hat
seinen Sitz am Kehlkopf.
Nacken- oder Todes-Chakra
Im gleichen Atemzug muss man aber auch das Nacken-Chakra erwähnen,
dass in der magischen Literatur auch oft das „Todes-Chakra“ genannt wird.
Dieses Chakra ist in Bezug zu den anderen körperlichen Chakren insofern
etwas besonders, da es nicht direkt in dem Energiefluss der 7 Hauptchakren
eingebettet ist. Es ist vielmehr so, dass das Nacken-Chakra auf der einen
Seite einen Energieaustausch mit dem Stirn-Chakra und dem Kehlkopf-
Chakra hat. Gleichzeitig knüpft es eine energetische Verbindung zum Alpha-
und Omega-Chakra.
Das Nacken-Chakra befindet sich im Bereich zwischen dem
Atlasknochen und dem Hinterhauptsbein (Os occipitale oder kurz Occiput).
Da sich das Nacken-Chakra aber außerhalb der Hauptenergiefrequenz der
Körperchakren befindet, wird es bei der Aufzählung meistens weggelassen.
Was ist aber das Besondere an diesem Nacken-Chakra? Nun, zum einen hat
es eine Farbnuance, die sich einmal aus den Farben des Kehl-Chakra und des
Stirn-Chakra zusammensetzt, und zum anderen aus dem Alpha-Chakra und
dem Omega-Chakra, sodass man als gräulich meistens sieht. Das Nacken-
Chakra webt eine netzartige, verbindende Energiestruktur, die eine
Interaktion zwischen Stirn- und Kehl-Chakra, sowie Alpha- und Omega-
Chakra möglich machen. Es steht für zyklische Spiritualität, universelles
Bewusstsein für wiederkehrende Prozesse, höchste Erkenntnis über die
EIGENEN SEITEN des ICH, Zugang und Kommunikation zu den eigenen
Schattenseiten. Wenn hier Blockaden auftreten, dann sind es meistens
Lebensproblematiken mit der Selbstdarstellung im Leben, wobei hier deutlich
Abweichungen von der NATUR DES MENSCHEN zu finden sind.
Blockaden in diesem Chakra fördern „die dunklen Triebe“, was zu einer
Endlosspirale führt. Je mehr man sich und seine „DER NORM
WIDERSPRECHENDEN TÄTIGKEIT“ verleugnet, desto penetranter und
stärker werden die „dunklen Impulse“ sein, bis man in eine
„Selbstversklavung“ gerät. Eine Selbstversklavung bedeutet, dass man sehr
starke Neurosen entwickeln kann, welche sich in Gewaltexesse steigern
können.

6. Chakra; Stirn-Chakra:
Das „Dritte Auge“, das uns erlaubt Dinge zu sehen, die man noch nicht
verstehen, aber dennoch intuitiv erfassen kann. Es zeigt Energiewellen von
Ideen und regt uns an, die dreidimensionalen Grenzen zu vergessen und
hinter dem „Nichts“ nach Wahrheiten zu schauen. Doch wenn man sich zu
sehr von dem Gesehenen verwirren lässt und noch nicht standhaft genug ist,
das Gesehene zu verarbeiten, dann besteht die Möglichkeit, dass die
Selbstverwirklichung zu einer Lebensproblematik wird. Es sei erwähnt, dass
das Stirn-Chakra sich nicht nur auf das Sehen beschränkt. Es trägt zwar den
Titel „Drittes Auge“, doch genauso kann es „drittes Ohr“ oder ein andere
„drittes Sinnesorgan“ sein. Mit Hilfe des Stirn-Chakra kann man hinter die
Masken der Mitmenschen sehen, man durchschaut trügerische Spiele und
entlarvt Lügen. Wenn dieses Chakra vollkommen geöffnet ist, wird man viel
mehr als sonst über seine Mitmenschen erfahren. Im therapeutischen Bereich
ist dies sicherlich wertvoll. In der Profanität, wo Lügen und
Hinterhältigkeiten gang und gäbe sind, ist es manchmal schwierig treue Mine
zum Lügenspiel zu machen. Jeder muss selbst entscheiden, ob dann alle
Lügen schonungslos aufgedeckt werden. Das Stirn-Chakra liegt zwischen den
Augen, etwas oberhalb der Nasenwurzel.
7. Chakra; Kronen-Chakra:
Das 7. Chakra befindet sich auf dem Scheitel und es ist eine der ersten
Relaisstationen zu den höheren Sphären und zum „höheren Selbst“. Es
empfängt Energien des kosmischen Bewusstseins. Es verbindet spirituelle
Energien mit dem Körper. Die Spiritualität und der Eindruck der Gesamtheit
werden sich merklich intensivieren, denn das Kronen-Chakra hängt direkt mit
der Zirbeldrüse, der Hirnanhangdrüse und dem Hypothalamus aktiv
zusammen. Hier kann die Lebensproblematik die Selbsterkenntnis selbst sein,
denn lieb gewonnene Muster lässt man oft ungern los. Die Lösung ist hier ein
starker Wille! Doch hat man nur einen Willen? Wenn man so will, dann
besitzt der Mensch verschiedene Arten eines Willens. Der profane Wille, der
freie Wille, der reine Wille und der wahre Wille. Der profane Wille ist
einfach der aktuelle Zustand des Menschen, wodurch das Leben und das
Handeln gesteuert werden. Der freie Wille ist eng mit dem profanen Willen
verbunden und eine Art Vermittler zwischen „profanen Willen“ und „reinem
Willen“. Der freie Wille arbeitet in gewissen Grenzen. Er kann das Schicksal
in die Hand nehmen und Prozesse in Gang setzen, die erkennbare Wirkungen
zeigen. Den „freien Willen“ kann man als materielle Triebfeder beschreiben,
da hier Kraftströme entstehen, die nicht unter direktem Einfluss des
Menschen (Ratio/Intellekt) stehen. Ein schwacher freier Wille hat im
unmittelbaren Umfeld eher wenig oder keinen Einfluss, wogegen ein starker
freier Wille sogar eine Rolle im Weltgeschehen einnehmen und auf
energetischen Ebene spürbaren Einfluss haben kann. Mit der
Weiterentwicklung des Menschen nimmt auch seine Willenskraft zu, und
wichtiger noch, er erlangt stets mehr Kontrolle über diese Kraft bzw. über die
Beeinflussung oder Steuerung der Kraftströme, welche aus dem „reinen
Willen“ stammen. Der reine Wille ist daher systemtheoretisch zu deuten. Er
ist die Vorbereitung zur spirituellen Suche, zur Selbsterkenntnis und somit
auch zum „mors mystica“! Es ist eine weitere Triebfeder, die in uns allen
gespannt ist, sodass wir eine „Evolutionsrichtung“ bekommen. Dem
Menschen ist es grundsätzlich erlaubt, seine Verantwortung zu behalten und
aus seiner eigenen Initiative heraus zu lernen, zu bestehen und zu handeln.
Der wahre Wille ist das Optimum, das man bewusst erreichen kann. Der
wahre Wille ist hochdynamisch! Er verändert sich ständig, denn sein Sinn ist
die optimale Anpassung an die Anforderungen des Lebens! Jedes Individuum
hat einen absolut einmaligen Existenzsinn, einen wahren Willen. Nur jeder
selbst kann entdecken, wie der wahre Wille geartet ist. Der Zweck des
Lebens ist, diesen wahren Willen zu finden und ihn dann zu verwirklichen,
sodass das Leben in die Existenz übergeht. Das Entdecken und das
Verwirklichen des wahren Willens sind ewige Prozesse im Leben, die weder
Anfang noch Ende haben, dennoch linear sind.

8. Chakra; Lotus-Chakra
Dieses Chakra ist das erste Chakra, das man als ein „kosmisches Chakra“
beschreiben kann. Die etwaige Positionierung dieses Energiewirbels befindet
sich in nächster Nähe zu unserem physischen Körper, wobei es ganz
individuell ist, ob es jetzt einige Zentimeter, einige Dezimeter oder auch bis
zu einem halben Meter, über dem Kopf des jeweiligen Menschen befindet.
Das Lotus-Chakra ist eine weitere „Relaisstation“ zu den höheren Sphären,
denn es steht mit dem astralen Körper und mit dem Buddhikörper in direktem
Kontakt. So kann also mit Hilfe des 8. Chakras ein reger Austausch
stattfinden, wo die Energien des menschlichen Bewusstseins und auch der
menschlichen Ratio auf die Energien der Astralebene und der Buddhiebene
treffen. Der Name „Lotus-Chakra“ leitet sich davon ab, dass es das
unmittelbar nächste Chakra oberhalb des Kronen-Chakras ist. Der Name
bezieht sich auf die Symbolik des Kronen-Chakras, da hier oft ein
1000blättriger Lotus als Symbol, Synonym und auch als Metapher verwendet
wird.
Die kosmischen Chakren haben nicht mehr solche charakterlichen
Wirkungen wie die körperlichen Chakren, d. h., die kosmischen Chakren
haben die Energetik von Schwingungen der Liebe, der Kommunikation, der
Erdung, der Barmherzigkeit oder auch der Erotik auf einer Ebene integriert,
auf die die Physis keinen direkten Zugriff hat. Es wird hier schon eine direkte
Trennung vollzogen, sodass durch Lebensumstände keine Blockaden
aufgebaut werden, wobei das auch u. a. daran liegt, dass man erst einmal
seine Existenz verstehen und erkennen muss, bevor man überhaupt auf das 8.
Chakra zugreifen kann, was eine neue Blockade im Grunde ausschließen
sollte. Dies heißt aber nicht, dass alle, die das 8. Chakra erreichen können
und auch mit diesem Arbeiten können, eine Existenzerkenntnis gemacht
haben, die eine erneute Blockade unmöglich macht.
Durch diese Energien und durch die eigenen Erkenntnisse und
Evolutionsschritte ist es aber dennoch so, dass es bei diesen Chakren auch
keine Lebensproblematiken mehr gibt, da sich Lebensproblematiken allein
auf die physische Existenz beziehen.
Man kann natürlich sagen, dass, wenn man sich so entwickelt hat, dass
man auf das Lotus-Chakra zugreifen und auch damit arbeiten kann, man sich
irgendwann wieder zurück entwickelt, also involutioniert und so doch das 8.
Chakra mit Blockaden verbaut. Ja, man kann es sagen, aber da die Energien
der kosmischen Sphäre eine Eigendynamik haben, werden automatisch
Energien transformiert, die eine mögliche Blockade in diesem Chakra
etablieren könnte.
Auch wenn das Lotus-Chakra ein kosmisches Chakra ist, tritt es dennoch
über das Kronen-Chakra in Bezug zu allen anderen Chakren, da auch hier die
Energiesysteme natürlich verbunden sind, wobei man dennoch eine winzige
Nuance einer Andersartigkeit feststellen wird, da das Physische und das
Kosmische doch unterschiedlich sind.
Durch die Energien des Lotus-Chakra aber, welche zum Teil durch das
Kronen-Chakra gefiltert und transformiert werden, bekommt man
Sichtweisen und Blickwinkel geschenkt, die man als eine Form der „Liebe zu
den kleinen Dingen im Alltag“ bezeichnen kann, d. h., man kann sich
wirklich an einem einzigen Grashalm erfreuen, der inmitten einer Betonwüste
steht, da man sein Bewusstsein aktiv so verändern kann, dass man die
Betonwüste überhaupt nicht mehr wahrnimmt, sondern nur noch die
natürliche Form des Halms. Diese Sichtweise hilft uns, das wir mit den
unscheinbaren Dingen auch anfangen zu arbeiten, zu kommunizieren und uns
zu energetisieren. Man bekommt einen Blickwinkel präsentiert, der zuvor
maximal im Ansatz der Naturverbundenheit zusehen war, der sich aber jetzt
auch auf Dinge beziehen kann, die nicht natürlich sind. Man kann dies alles
auch als eine Art philosophische Energie sehen, eine Energie, die einem den
eigenen Mikrokosmos, der einen permanent umgibt, klarer und deutlicher
erscheinen lässt, damit man beginnen kann sich auch anhand des
Mikrokosmos zu spiegeln, zu reflektieren und somit auch zu selbst erkennen.

9. Chakra; Sphären-Chakra
Das Sphären-Chakra, das zweite der kosmischen Chakren, hat einen
Bezugspunkt zum eigenen Körper, der wesentlich weiter entfernt liegt, als es
das 8. Chakra, das Lotus-Chakra, tat. Das 9. Chakra liegt weit außerhalb
unseres eigenen, physischen Körpers, und auch weit außerhalb der
Erdatmosphäre, und genau ab hier ist es unvorstellbar wichtig, dass man sich
selbst darüber im absolut Klaren ist, das physikalische Maße und Wörter wie
„RAUM“, „ZEIT“ und „STRECKE“ oder auch „ENTFERNUNGEN“ nur
noch leere Hüllen sind, die keine kosmische Gewichtung haben. Die Bezüge
zu PHYSIKALISCHEN Gesetzmäßigkeiten werden vollkommen irrelevant,
sie verlieren Ihre Bedeutung und Ihre Gewichtung. Man wird wissen was ich
meine, wenn man beginnt, mit diesem kosmischen Chakra zu arbeiten, denn
in den Sphären, in denen sich das Sphären-Chakra energetisch „befindet“,
gibt es so etwas nicht mehr. Man kann, mit menschlich-physikalischen
Begriffen, nicht mehr beschreiben, oder begreifen, was das 9. Chakra ist und
was es symbolisiert.

Man wird erkennen, dass hier, in den Sphären des 9. Chakra, das „Wissen
des Selbst“ der Wegweiser und der Gesetzgeber ist, und dass das Gesetz
einfach nur „ALLES IST MÖGLICH UND REAL“ heißt.

Doch auch wenn eine direkte Lokalisierung des Sphären-Chakra zum


einen nicht möglich ist bzw. irrelevant ist, und zum anderen auch immer
falsch sein wird, da es eine individuelle Signatur und somit „Position“ hat,
möchte ich dennoch eine schematische Darstellung geben, da ich nicht darauf
verzichten will, eine Entfernungsangabe zu machen, damit sich auch die
Ecken und Winkel der Ratio, die ja diesen Text hier verarbeitet und liest,
damit verbinden kann, um Informationen zu erhalten, die sonst einfach vorbei
ziehen. Dennoch wiederhole ich jetzt schon wieder, dass dies alles irrelevant
ist, denn wenn ich gleich eine Entfernungsangabe benenne, ist diese falsch,
da sich eine Entfernungsangabe immer auf ein dreidimensional beschränktes
Objekt bezieht.
Der Grund, warum ich es dennoch beschreibe, ist der, dass sich so die
Ratio und das Bewusstsein des Menschen, in etwa vorstellen können, wie
„weit“ das Sphären-Chakra entfernt ist, bzw. wie groß der Bereich eines
jeden einzelnen Menschen sich „erstrecken“ kann.
Das Sphären-Chakra ist etwa so weit entfernt, wie der Mond entfernt ist,
also ca. 384 500 km.

Wehe, einer packt jetzt ein Teleskop aus und sucht danach. J

Da es sich beim Sphären-Chakra um ein multidimensionales Chakra


handelt, ist es nicht nur mit dem einzelnen Menschen verbunden, sondern mit
seinen ganzen Inkarnationen und Erscheinungsharmonien, die in den unteren
Dimensionen jemals existiert haben, gerade existieren oder noch existieren
werden. Wichtig ist zu erkennen, dass dieses 9. Chakra einen Punkt bildet,
der als ein gigantisches Wissensportal gesehen werden kann, da man hierüber
auf Informationen zurückgreifen kann, die von den eigenen
Parallelexistenzen stammen, wobei es natürlich immer zu beachten gilt, dass
man auch mit dem Sphären-Chakra über das Kronen-Chakra kommuniziert
und das auch hier wieder Filter greifen, damit nicht zu viele Informationen
die Ratio und das Bewusstsein malträtieren.
Ferner ist es auch nicht so, dass sich das Sphären-Chakra „direkt“ über
dem Menschen befindet, nein es ist vielmehr überall bzw. nirgendwo
lokalisiert. Man kann es sich auch so vorstellen, dass ein ganzes Energienetz
oder eine energetische Struktur, die einem geometrischen Körper gleicht, die
ganze Erde mit einer Art „Sphären-Chakra-Wolke“ umgibt. Diese Wolke hat
ein unermesslich feines Energienetz, wobei alle Netzknoten und alle
verbindenden Seile, die zwischen den Knoten existieren, ein und dasselbe
Sphären-Chakra sind. Es ist das EINE, das VIELES ist.

So wie jedes Chakra hat natürlich auch das Sphären-Chakra eine Art
Aufgabe oder einen bestimmten Zweck. Man kann es so sehen, als dass das
Sphären-Chakra eine Art „Wächter- und Verwaltungsenergie“ der Erde ist,
eine Energie, die man überall dort findet, wo sich auch die Natur befindet,
und wo man „kosmisch“ schaut. Durch das 9. Chakra ist es dem Menschen
möglich sich mit den Energien des Planeten zu verbinden, d. h. mit den
Energien, deren Aspekte als verschiede Erdgottheiten oder auch als Mutter
Erde, Mutter Natur, als Gaia bekannt sind. Man tauscht sich mit dem Wesen
aus, das einen nicht nur trägt, und nicht nur ernährt, sondern auch liebt,
schützt, unterrichtet und vor allen Dingen erleuchtet.

Wenn man sich, über sein eigenes Kronen-Chakra, mit dem Sphären-
Chakra verbindet, wird man wahrscheinlich einen emotionalen Effekt spüren,
den man als ein Gefühl beschreiben kann, welches die eigene Individualität
schmälern kann. Man ist sich also bewusst, dass man nicht „Einer“, sondern
das man „Viele“ ist, da man auf ein Energiegitter zugreift und nicht nur auf
ein Energiegeflecht, das lokalisiert ist.

Wenn man sich „bewusst“ mit diesem 9. Chakra verbindet, und somit
auch bewusst die Verbindung mit der „Wächter- und Verwaltungsenergie“
der Erde eingeht, wird man viele „Schutzmechanismen“ des Ego-
Bewusstseins spüren, da es ein überwältigendes Erlebnis sein wird. Dem
Bewusstsein und auch der Ratio wird ein EINBLICK in eine energetische
Existenzstruktur gewährt, welche bis dato höchstens erahnt werden konnte.

Man konnte dieses Wissen vielleicht schon immer in seinem Inneren


hören, doch der letzte Funken, der einem eine kosmisch-gnostische
Bestätigung brachte, fehlte, er fehlte solange, bis man sich aktiv mit dem
Sphären-Chakra verband.

Da natürlich die Schutzmechanismen des EGO-Bewusstseins recht gut


ausgebildet sind, kann es sein, dass Filter vorgeschaltet werden, die die
Energie des Sphären-Chakra auf ein Minimum filtern. Wenn dies der Fall ist,
wird man nur wenig bewusst spüren, doch es kann sein, dass man mehr im
„Traum“ erkennen wird, da man sich im Traum mit dieser Energieebene
verbindet. Leider werden davon meistenteils nur „Traumschatten“
überbleiben, da man sich an „nichts erinnern“ kann, maximal an ein Gefühl
der perfekten, verbundenen Harmonie, die die Erde durchfließt. Wenn man
wieder „wach“ ist, und sich „sonderbar“ fühlt, so als ob man „nicht mehr man
selbst ist“, dann könnte es sein, dass man die ersten Schritte zum Sphären-
Chakra gemacht hat. Die ersten Schritte, da sonst das Ego-Bewusstsein
Schaden nehmen könnte, wenn zu viel der neuen Energie, durch die Kanäle
des Körpers, pulsiert. Man wird wissen, wann man selbst soweit ist, und
wann man es erlebt hat, wobei es nicht nur heißt, dass man es via Traum
erlebt. Nein, auch in einer Meditation, in einer meditativen Reise oder sonst
einer außerkörperlichen Erfahrung, kann man Möglichkeiten finden,
erkennen und haben, wie man sich mit dem Sphären-Chakra verbindet.

10. Chakra; Lunril-Chakra


Das 10. Chakra, das sog. Lunril-Chakra, ist die grenzenlose und
multidimensionale Einheit die gleichzeitig Freiheit symbolisiert. Das 10.
Chakra hat einige Übereinstimmungen mit dem Sphären-Chakra. Das Lunril-
Chakra ist wie das Sphären-Chakra weit außerhalb des Körpers, dennoch ist
der „Sprung“ in der „Entfernung“ nicht so groß, wie der Sprung vom Lotus-
Chakra zum Sphären-Chakra. Es befindet sich in etwa 400.000 km
Entfernung, wobei die sinnlosen Kilometerangaben von mir hier nur
Krückstöcke sein sollen, für den Teil in uns, der Fakten als Realität definiert.
Auch das Lunril-Chakra umgibt die Erde mit einem unglaublich feinen und
engmaschigen Energienetz, das ebenfalls wie eine Wolke zu sein scheint.
Hier ist z. B. auf den ersten Blick eine Ähnlichkeit mit dem Sphären-Chakra
zu sehen, denn obwohl auch hier wieder die ganze Umspannung des Lunril-
Chakra aus nur „einem einzigen Chakra“ besteht, dass wieder nicht eines,
sondern viele ist, um dann doch wieder nur eins zu sein, ist das Netz
energetisch sehr greifbar. Die energetische Greifbarkeit ist aber zugleich auch
schon wieder ein großer Unterschied zum Sphären-Chakra, da die
Frequenzen der „Netzenergien“ doch nicht zu vergleichen sind. Als Metapher
kann man vielleicht das LICHT nehmen, und dessen Spektrum. Es ist zwar
alles „weißes Licht“, das erst wenn es gebrochen wird, als eine Farbe
definiert und wahrgenommen wird, doch auch wenn alles weißes Licht ist,
sind die beiden Facetten, die man „rot“ und „blau“ nennt, ungleich
zueinander. Die Energien, die sich in diesem Chakra manifestieren, sind
Energien einer gewissen Neutralität, d. h., die Energien stehen für Frieden
und für die Aussöhnung, auch zwischen Gegnern, die in der Dualität sein
müssen. Wer sich aktiv mit diesem 10. Chakra verbindet, wird eine andere
Sicht zu allen Dingen bekommen, die einen tagtäglich umschwirren und
umtanzen. Man kann, wenn man will, sogar bewusst seinen „Blickwinkel“
verändern, und seine Umgebung mit „anderen Augen“ sehen, man könnte
sogar sagen, dass man seine Umgebung mit leuchtenden Augen sehen kann,
wohl noch nicht mit erleuchteten Augen, aber schon mit Augen, die das
innere Licht geschaut und erkannt haben. Das Lunril-Chakra nimmt eine sehr
„diplomatische Energiehaltung“ ein, und viel Arbeit wird im Stillen
„gemacht“, denn durch die absolute Harmonie und die absolute Mittigkeit ist
auch ein spirituelles Bewusstsein immer noch das Bewusstsein eines
Menschen, der die Dualität verkörpert. Wie bei den anderen kosmischen
Chakren ist auch das Lunril-Chakra im Endeffekt über das Kronen-Chakra
mit den anderen körperlichen Chakren verbunden. Doch auch mit dem Lotus-
Chakra steht das Lunril-Chakra in sehr enger Verbindung. Dies liegt zum
einen daran, dass die Energien des Lotus-Chakra, speziell in den
Emotionsschwingungsbereichen, die man als Liebe, als Demut, als
Barmherzigkeit und auch als Großmut kennt, einige gemeinsame
Kreuzungspunkte mit dem Lunril-Chakra aufweisen. Durch einen
ausgewogenen und harmonischen Mittelpunkt werden die Energien der Liebe
und der Demut verstanden und integriert. Das Lunril-Chakra weist eine Art
Energiesignatur auf, die beinahe Perfekt ist, d. h., sie ist allumfassend durch
ihre Harmonie und Ihre Mittigkeit in der dualen Existenz. Es ist somit kein
Zufall, dass es das ZEHNTE Chakra ist, denn die ZEHN ist auch wieder die
EINS. Der Kontakt wird sich jedoch erst stabil etablieren, wenn man sich im
„ausreichenden Maße“ mit dem Sphären-Chakra verbunden hat, wobei die
Wörter „ausreichende Maße“ individuell gesehen werden müssen, da jedes
Wesen sich selbst codiert hat und sich selbst so erschaffen hat, dass nur jeder
selbst seinen Fortschritt fördern oder bremsen kann. Auch dieser Umstand ist
eher etwas, dass man als Ähnlichkeit in Bezug auf das Sphären-Chakra sehen
kann. Die gefundene und ausbalancierte Mitte seines eigenen,
dreidimensional beschränken Bewusstseins, ist eine der Erfahrungen, die man
mit Hilfe des Lunril-Chakra machen kann, wobei dies nicht heißen soll, dass
man automatisch in dieser harmonischen Energieposition verbleiben wird,
wenn man sich einmal mit dem Lunril-Chakra verbunden hat. Nein, man
muss sich immer wieder und immer wieder verbinden, bis man für sich
erkannt hat, dass ein uralter Kanal wieder frei von allen energetischen
Ungereimtheiten ist, sodass die harmonische Balance einen vollkommen
erfassen und erfüllen kann.

11. Chakra; Solista-Chakra


Das Solista-Chakra ist ein Chakra, das weit in unser Sonnensystem hinein
reicht und dennoch einen zentralen Punkt in diesem einnimmt. Deswegen ist
es auch hier wiederum kein Zufall, dass sich das Wort „Sol“ in der
Bezeichnung des Chakras wieder findet. Ein letztes Mal erwähne ich noch,
dass auch dieses Chakra immer und überall gleichzeitig ist, und dass es als
ein Energienetz oder als Energiewolke gesehen werden kann, welche alles
umspannt. Das 11. Chakra hat einen Zustand inne, der nur noch durch ein
speziell darauf geschultes Bewusstsein auch bewusst wahrgenommen werden
kann, da die Energien eine solche Intensität haben, dass sie eher verwirren als
klären. Die Schulung des Bewusstseins geschieht einmal dadurch, dass man
sich ständig weiterentwickelt und ständig den Pfad der kosmischen Evolution
beschreitet, was dazu führt, dass man auch aktiv mit anderen Ebenen arbeitet.
Diese Ebenen, die ein normales und profanes, menschliches Bewusstsein
nicht erfassen kann, da es die Schutzmaßnahme der Illusion vollzieht, sind
absolut epochal. Dadurch, dass das menschliche Bewusstsein sich schützen
will/muss, werden absichtlich Energien befreit, die einem deutlich „erklären“,
dass das alles nur Fantasie ist, und dass alles nicht real sei. Auf einer anderen
Seite geschieht die Schulung des Bewusstseins aber auch dadurch, dass man
mit geistigen Führern arbeitet und von diesen lernt. Diejenigen, die sich als
Sterngeborenen sehen, werden sicherlich ihren Tutor aus der Lichtfamilie
kennen, der ein Lehrer und ein Führer ist. Es sind die diskarnierten
„Mosaiksteinchen“, die unsere Höherschwingenden Anteile sind. Anteile die,
so wie die inkarnierten Anteile auch, Erfahrungen sammeln, um sich selbst zu
evolutionieren.
Diese Schulung des Bewusstseins ist nötig, da die Energien, die sich mit
dem 11. Chakra identifizieren, Energien sind, die eine sehr stark
transformierende Frequenz aufweisen, d. h., es sind Schwingungen, die
einem Tore und Pforten öffnen, die vorher verschlossen waren, und die ein
„normales Bewusstsein“ auch noch nie zuvor „betreten“ hat. Das Solista-
Chakra gewährt einem Zugänge zu allem, was sich in den dimensionalen
Bereichen des „Systems der Sonne“ befindet, wobei ich mit dem Wort
SONNE nicht den Fixstern meine, um den sich die galaktische Kugel mit
dem Namen „Erde“ bewegt. Mit dem Wort „Sonne“ ist hier eine Energie
gemeint, die einem mit Frequenzen verbinden, die man mit den Wörtern
„Bewusstheit“, eine „Innere Sammlung in Harmonie“ und ein
„Weisheitswissen“ beschreiben kann. Es ist der Sonnen-Logos, mit dem man
arbeiten kann. Wenn man die Möglichkeiten hat, aktiv mit dem Solista-
Chakra zu arbeiten, wird man die Möglichkeit haben, eine Transformation zu
einer Energie zu erleben, die man als „Erleuchtet“ und „All-Wissend“
beschreiben kann. Man kann energetische Erkenntnisse machen und auch
vollkommen verstehen, was die alten Schulen mit Wörtern wie „Akasha-
Chronik“ oder auch „Acylon-Chronik“ gemeint haben, da man ein aktiver
und vor allem sehr bewusster Teil dieser Chroniken wird. Man kann aktiv
zugreifen, um so direkt zu erfahren, was alles in den Chroniken gespeichert
ist. Diese gespeicherten Energien sind natürlich sehr „hochschwingend“, d.
h., das Bewusstsein muss so vorbereitet sein, das es ohne Schaden zu
nehmen, diese Informationen für das aktuelle inkarnierte Leben verwenden
kann.
Das Interessante beim Solista-Chakra ist, dass es auch Energien
„beherbergt“, die viel weiter in Bereiche führen, wohin das Bewusstsein
überhaupt nicht mehr folgen kann, auch wenn es noch so geschult und
vorbereitet ist. Es verbindet sich regelrecht mit dem Sonnen-Logos. Dass,
was man in diesen Bereichen irgendwie noch wahrnehmen kann, sind
maximal nur noch Empfindungen, die man wieder nur mit den Wörtern
„Harmonien“, „Weisheit“ oder „Gewissheit“ beschreiben kann, da auch die
Dualität „teilweise“ nicht mehr wahrzunehmen ist.

12. Chakra; Vehmatal-Chakra; das kosmische Chakra


Das Vehmatal-Chakra ist ein galaktisches Chakra, d. h., es ist außerhalb
des „Sonnensystems“ und somit auch außerhalb des Sonnenzustandes. Es
trägt Energien in sich, die aus den „Einflüssen der Sterne“ herrühren und
Energien, die man als Erinnerungen an Existenzen klassifizieren kann, als es
noch keine Existenzen gab, sei es jetzt auf der Erde oder auch anderen
Planeten oder Dimensionen. Dieses Chakra ist ein sehr wichtiger Vermittler
für die Inkarnationen, die sich als Sterngeborene erkannt haben, da man auf
die Energien der Sterne zugreifen kann, um diese für die eigene, kosmische
Entwicklung zu nutzen, d. h. für das, was man immer wahr, doch nur
vergessen hat zu sein.
Aus dem Vehmatal-Chakra kam der „erste Impuls“ ins Kronen-Chakra,
den man vielleicht als eine Art „Startschuss der Sterngeborenen Existenz“
bezeichnen kann. Dass dieses Chakra auch multidimensional ist und mit
keiner dimensional begrenzten Struktur zu vergleichen ist, dürfte klar sein.
Doch auch wenn das Vehmatal-Chakra „weit weg“ von der Physis ist, ist es
doch eine Aktivierung von Energien, die bis in die Physis kommen. Es ist so
gut wie unmöglich so etwas mit Worten zu beschreiben, da hier Begriffe
verwendet werden müssen, die nicht existieren und die man nur erleben und
fühlen kann, denn auch wenn ich jetzt sagen würde, dass es die „Energie
einer Orange“ ist, so liest man nur das Wort Orange, würde aber „das Lesen“
niemals mit einer realen Orange gleichsetzen.

Die Energie der Sterne und der Dimensionen, die so mannigfach sind,
dass sie auch die dritte Dimension durchfluten, sind die des Vehmatal-Chakra
und das Chakra ist diese Dimension.

Durch dieses Chakra kann man Wege erfahren und erahnen, die aus
dieser Dimension in eine andere Energie führen, wobei es irrelevant ist, eine
Dimension mit einer Nummer zu begrenzen. Wenn man es dennoch will,
dann kann man sagen, dass man mit dem Vehmatal-Chakra in die 5te
Dimension oder auch in die 9te Dimension „fühlen“ kann, wobei es mal
wieder darauf ankommt, was sich das Bewusstsein unter solchen Begriffen
vorstellt. Da man wohl mittlerweile erkannt hat, dass das Bewusstsein nicht
zu hoch agieren kann, wird man wissen, warum ich geschrieben habe, dass es
irrelevant ist, wenn man zu einer Dimension Kontakt aufnehmen kann, die
irgendeine Ziffer trägt.

Mit dem Vehmatal-Chakra kann man auch aktiv seine kosmische


Aufgabe erkennen, denn genau diese Energien sind so „transformiert“
worden, dass das menschliche Bewusstsein die Dinge verstehen kann, zu
denen es fähig ist.

Natürlich ist es mal wieder so, dass man definitiv nicht die gesamte
kosmische Aufgabe erkennt, denn die kosmische Aufgabe umfasst ja auch die
höheren Anteile des Ich. Man kann aber mit Hilfe des 12. Chakras Einblicke
bekommen, die man so transformieren kann, dass man sie für sich verstehen
kann, sei es nur eine seltsame Definition über ein „Kosmisches Sein“ oder
auch eine Arbeit, die man als Channeling bezeichnen kann.
Das Vehmatal-Chakra ist eine Pforte, eine Pforte zu den eigenen
Wurzeln, die aber immer noch dreidimensionale Schwingungen aufweisen,
da man unzählige „Drohnen“ inkarniert hat, welche die Erfahrungen des
Lichts sammeln.
Man kann auch so weit gehen, und das Vehmatal-Chakra als eine
persönliche Chronik oder auch eine persönliche Bibliothek angesehen werden
kann. Es ist eine Chronik, in der alles, aber auch alles, gespeichert ist, das
irgendwie noch außerhalb eines Kollektivbewusstseins existiert, existierte
oder existieren wird. Leider ist es aber klar, dass es in dieser Bibliothek auch
Bereiche gibt, die man einfach nicht betreten kann, da man überhaupt keinen
„Schlüssel“ dazu hat, geschweige ein „Schloss“ oder eine „Tür“ oder einen
„Raum“. Manche Dinge bleiben für ein dimensional begrenztes Bewusstsein
verschlossen. Es ist einfach so, wie es ist.

13. Chakra; Urharun-Chakra; Das „ICH BIN“ - Chakra.


Das 13. Chakra reicht über unsere Galaxie hinaus und ist Teil der Quelle,
so wie alles Teil der Quelle ist, denn Gott ist „ALLES-WAS-IST“.
Es sind Energien der reinen, kosmischen Liebe und des reinen,
kosmischen Lichts, die sich hier sammeln und die dritte Dimension
durchfluten.
Es sind Energien der Schöpfung, wo neue Sterne geboren werden und
neue Dimensionen ihren Tanz beginnen.
Der Zugang zu Informationen außerhalb unseres Universums ist nicht im
Bereich des Möglichen für das EGO-Bewusstsein, denn dies ist durch die
Selbsterhaltungsschutzfilter nicht in der Lage, mit diesen Energien
umzugehen.
Das Urharun-Chakra ist dennoch auf „direktem Weg“ mit dem Wurzel-
Chakra verbunden, denn was „oben ist, ist auch unten.“
Die Energien, die man immer „mal wieder“ in sehr besonderen
Situationen erfahren kann, zeigen einem, dass das, was man tief in sich spürt,
etwas ist, das vollkommen ist. Wer wirklich die Worte „ICH BIN, DER ICH
BIN“ sagen kann, wird schon einige Male mit diesen Energien beschenkt
worden sein. Man kann dies einfach nicht beschreiben. Es ist gigantisch und
so, dass man erst dann, wenn die Energien schon lange, lange wieder
verklungen sind, erkennt, dass einen diese Energien „durchflutet“ haben.
Diese einzigartigen Erlebnisse sind mehr als prägend. Sie verändern einen
nachhaltig und man erkennt für einen winzigen und unglaublichen kurzen
Moment, WAS man ALLES wahrlich IST.

Alpha-Chakra

Das Alpha-Chakra, sowie auch das Omega-Chakra, nehmen beide einen


gesonderten Platz ein, da man diese Chakren als „Verbindende-Verbindungs-
Chakren“ bezeichnen kann oder auch als „übermittelnde Relaisstation für
Chakren“.

Die doppelten Bezeichnungen, die ich gewählt habe, sind schon


wortwörtlich zunehmen,
d. h., dass das Alpha-Chakra und das Omega-Chakra einen doppelten
Charakter haben.
Das Alpha-Chakra ist anderes als die körperlichen Chakren, aber auch
wieder anderes als die kosmischen Chakren, man müsste eine dritte Sektion
eröffnen, die man dann wohl einfach „Doppelfunktionschakren“ nennt. Das
Alpha-Chakra hat jedoch in Bezug auf alle kosmischen Chakren im
Vergleich zu allen körperlichen Chakren eine höhere Affinität zu den
körperlichen Chakren. Dies liegt zum einen an der Position des Chakra und
zum anderen an seiner Aufgabe. Man hört und liest immer wieder, dass das
Alpha-Chakra sich etwa 15 bis 20 Zentimeter über, und etwa 5 Zentimeter
vor der Mitte des Kopfes befindet, und dass man die Form des Chakra eher
als einen Ikosaeder (einer der platonischen Körper, einen Zwanzigflächner)
wahrnimmt. Nun, diese Zentimeter genauen Einstufungen sind völlig sinnlos,
da das „Chakren-Leben“ so individuell ist, wie der Mensch, oder wie der
Sterngeborene selbst, und auch, dass man die genaue geometrische Form
eines Ikosaeder erkennt, ist zwar nett, aber nicht essenziell. Denn was wäre,
wenn ich einen Dodekaeder erkennen würde? Wäre ich dann ein unnormal
Ver-rückter? Sicher nicht!

Wie ist es aber nun zu verstehen, dass das Alpha-Chakra einen


„Doppelten-Charakter“ hat? Nun zum einen ist es so, dass das Alpha-Chakra
eine Energiesignatur etablieren kann, die man mit einer Frequenz vergleichen
kann, die man als „Verbindungsenergie“ erklären könnte. Diese Energie hat
ihren Zweck darin begründet, dass man mit dem Alpha-Chakra zu seinen
„höheren Körpern“ in Kontakt treten kann, und zwar über eine „Energie-
Autobahn“, die, wie all die anderen Energiekanäle, sehr lange unbenutzt war
und dennoch nie wirklich blockiert wurde. Dass sich hier keine Blockaden
ansammeln konnten, liegt u. a. daran, dass sich dieser Energiekanal „selbst
codiert“ hat, d. h., erst als andere Blockaden, die sich in den körperlichen
Chakren und in den Energiekanälen befunden haben, die den menschlichen
Körper durchziehen, zu einem gewissen Grad abgebaut und harmonisiert
haben, bestand überhaupt erst die Möglichkeit, dass man dieses Chakra
wahrnehmen konnte. Man konnte zwar schon immer über sein Kronen-
Chakra Schwingungen und Informationen des Kosmos empfangen, doch wird
man den Unterschied merken, wenn man sein Alpha-Chakra aktivieren wird.
Die Selbstcodierung des Alpha-Chakra war so gepolt, dass an eine
„gemeinsame Arbeit“, so wie z. B. mit anderen körperlichen Chakren,
überhaupt nicht zu denken war. Das Interessante war jedoch, dass man
dennoch immer wieder Energien erhalten hat, die Nuancen aufwiesen, die
man sich nicht erklären konnte, d. h., es wurden manchmal Energien
bemerkt, die sich anderes anfühlten, als wenn man diese mittels Kronen-
Chakra kontaktierte. Diese „Andersartigkeit“ kann man mit der Metapher
einer soliden Glastür erklären, d. h., man kann zwar durch diese Glastür
sehen, aber nicht hindurch gehen, und das „sehen“ und „gehen“, gerade in
Bezug auf die kosmische Evolution, wirklich grundverschiedene Dinge sind,
brauch ich wohl hier nicht noch einmal gesondert aufzuschlüsseln.

Wenn man also begonnen hat unbewusst mit dem Alpha-Chakra zu


arbeiten, war es immer ein „Blicken auf die andere Seite“, ohne diese
betreten zu können, geschweige denn erfahren zu können. Durch diesen
Prozess wurden aber zum einen die alten Energiekanäle wieder „langsam“
reaktiviert, und zum anderen konnte sich das Bewusstsein und auch das
körperliche Chakrasystem daran „gewöhnen“, dass es auch noch ganz andere
Energien gibt.

Auch wenn man mit dem Kronen-Chakra kosmische Energien empfangen


konnte, wurden sie dennoch immer gefiltert, sodass nur „Abbilder“ der
kosmischen Energie das körperliche Chakrasystem erreichten. Nach und
nach, wenn sich die Energiekanäle immer weiter geöffnet und sich selbst
gereinigt und reaktiviert hatten, gelang es kosmischen Frequenzen aktiv,
jedoch unbewusst, im körperlichen Chakrasystem zu wirken und dieses zu
transformieren. Dies Transformation hatte jedoch paradoxerweise nicht den
Effekt, dass man irgendwann direkt auf das Alpha-Chakra zugreifen konnte,
nein, der Effekt, der etabliert wurde, bestand darin, dass man mittels Kronen-
Chakra auf das Lotus-Chakra zugreifen konnte.

Das Alpha-Chakra ist ein Chakra, dass ein eigenes Paradoxon enthält,
zumindest für die Ratio des Menschen, denn das Alpha-Chakra kann man
nicht von „unten“ her aktivieren, sondern nur von „oben“, und zwar, um
genau zu sein, durch die Energien des Lotus-Chakra, welche wiederum durch
den Buddhikörper und durch den astralen Körper kanalisiert werden.

Der Umstand, dass man es nur von „oben“ öffnen kann, liegt darin
begründet, dass man Erfahrungen, die auf einer beschränkenden Linearität
beruhen, nicht von jetzt auf gleich machen kann, d. h., wenn man sich nie auf
der astralen Ebene befunden hat, und dort seine „Erfahrungen“ gemacht hat,
kann man noch so viele und auch noch so teure „Vereinte-Chakren-
Meditation“ machen, und noch so tolle Texte in sich wirken lassen, die
Codierung des Alpha-Chakra wird sich nicht aufheben. Man wird immer nur
durch die Glastür schauen, aber nie hindurch schreiten können.

Die Energien, die vom Buddhikörper ausgesandt werden, welche man


durch energetisches Arbeiten mittels Kronen-Chakra erreichen und erfahren
kann, können energetische Information erstellen, welche gespeichert werden
und auch „höhere Anteile“ der Existenz erreichen können. Diese „höheren
Anteile“ erkennen eine signifikante Energiestruktur und senden ihrerseits
auch wieder Energieharmoniken aus, die die alten Energiekanäle reinigen,
sodass eine „alte Verbindung“ wieder „Neu“ erschaffen wird.

Es liegen jedoch nicht nur „positive“ Effekte, im Bereich der


Kontaktierungen zu den höheren Sphären des Selbst vor. Nein, auch Effekte,
die Schutzmechanismen aktivieren existieren. Das soll natürlich nicht heißen,
dass „Gefahren“ von einem Selbst ausgehen, nein, dass bestimmt nicht, aber
die Informationen und die Energien, die man erreichen kann, sind dermaßen
schnell frequentiert, dass es im normalen menschlichen Bewusstsein zu
Komplikationen führen kann, die einen eher zurückwerfen als voranbringen.
Jeder der schon mal von einer Energieflut regelrecht an die „Wand“ geworfen
wurde, kennt das Gefühl. In diesen Momenten kann man sogar seinem
Bewusstsein und seiner Ratio den Satz „manchmal ist die Unwissenheit ein
Segen“ ohne Weiteres vergeben. J
Wenn sich dann das Alpha-Chakra energetisch etabliert und auch
energetisch aktiviert hat, kann man durch diese „alt-neue“ Energie-Autobahn
einen sehr guten Eindruck davon bekommen, was mit den kosmischen
Energien gemeint ist, die sich in den oberen Chakren manifestieren können.

Natürlich ist auch das Alpha-Chakra eine Relaisstation, d. h. das Alpha-


Chakra transformiert nicht nur Energien, sondern gibt sie auch weiter. Das
Alpha-Chakra ist somit ein sehr wichtiges Chakra zur Kontaktierung der
kosmischen Chakren, sozusagen ein Pförtner, der einem Pfade und Tore
erschließen kann, die man mit dem Kronen-Chakra nicht erreichen kann.

Die Energien, die direkt mit dem Alpha-Chakra interagieren, sind


Schwingungen, die sich mit der kosmischen Selbsterkenntnis befassen, d. h.,
die Energien knüpfen erste Kontakte zu den höheren Anteilen des Selbst und
auch zu den Sternenanteilen, wobei sich die Informationen noch recht
spärlich zeigen, da die Übermittlungen eher dazu dienen, zu „erproben“, ob
die „unteren“ Anteile mit den „Oberen“ agieren können, ohne dabei Schaden
zu nehmen.

Doch auch der Kontakt zum „höheren Selbst“ wird weiter intensiviert,
und die Verbindungen zu den spirituellen Energien verändern sich so, dass
dem Körper eine neue Feldfrequenz „übermittelt wird“, wodurch der
Eindruck, der weltlichen Gesamtheit, sich erneuern und intensivieren wird.
Das, was das Alpha-Chakra mit den kosmischen Chakren teilt, ist, dass auch
beim Alpha-Chakra keine Lebensproblematik mehr auftreten kann, da die
Selbsterkenntnis weit genug vorangeschritten ist, um in diese Sphären
vorzustoßen, die einen die eigene Göttlichkeit näher bringen. Es ist
manchmal sogar so, dass man sagen kann, dass man zu den Sternen blickt
und für einen „kurzen Moment“ einfach wissend ist.

Da das Alpha-Chakra einen „Doppelten-Charakter“ hat, also zum Teil


kosmisch und doch noch zum Teil körperlich ist, haben Energien der Liebe,
der Demut und auch der Gnade noch einen sehr starken Einfluss auf den
Entwicklungsstand des jeweiligen Menschen, was sich im Verhalten zeigen
wird. D. h. die aktive Arbeit mit dem Lotus-Chakra und mit dem Alpha-
Chakra werden starke Veränderungen nach sich ziehen, Veränderungen, die
man charakterlich merken wird und im Umgang mit dem Umfeld. Man
bekommt wirklich einen anderen Blick für die Dinge, die einen täglich
umgeben, umfließen und auch durchströmen. So wie alle anderen Chakren,
hat auch das Alpha-Chakra eine Farbnuance, die sich im Bereich zwischen
Gold und Weiß aufhält, wobei das individuelle Wahrnehmungen sind, d. h.,
es ist möglich, dass entweder die goldene Nuance oder die weiße Nuance
überwiegt.

Das Omega-Chakra
Sowie das Alpha-Chakra ist auch das Omega-Chakra ein Chakra, das
einen Doppelcharakter hat. Zu der etwaigen Positionierung des Chakras kann
man sagen, dass es sich etwa 20-40 cm unterhalb des Steißbeins befindet,
wobei hier die Individualität des einzelnen Menschen natürlich den letzten
Positionierungsschliff gemacht hat und es nicht bei jedem Menschen ca. 20-
40 cm unter dem Steißbein sitzen wird. Das Omega-Chakra hat, wie auch das
Alpha-Chakra eine „Verbindende-Verbindungs-Funktion“, d. h., es verbindet
das Bewusstsein einmal mit einer „surrealen Ebene“, oder man könnte es
auch holografische Ebene des Planeten nennen, und mit einer rein
emotionalen Ebene, wo man erkennen wird, wie „Mutter Erde“ und „Vater
Himmel“ einen tragen, beschirmen, lieben und schützen.
Es ist also so, dass man sich durch diese Verbindung, wenn man es will,
a) stärker erden kann, um nicht zu sehr „abzuheben“, wenn man mit seinen
kosmischen Chakren arbeitet und b) eine weitere Inforationsquelle
bekommen hat, wo eigene und auch „fremde“ Erderinnerungen gespeichert
sind.
Wie das Alpha-Chakra hat auch das Omega-Chakra einen „besonderen
Kontakt“ zu einem der kosmischen Chakren. Hier ist natürlich das Sphären-
Chakra gemeint. Dies hat damit zu tun, dass sich einige Qualitäten, die die
beiden Chakren innehaben, irgendwie gleichen. Das Omega-Chakra hat, wie
das Sphären-Chakra auch, eine besondere energetische Verbindung zu dem
Gesamtwesen „Gaia“ oder „Erde“ oder einfach „Mutter Natur“. Diese
Energieverbindungen sind natürlich gigantische Informationsspeicher, auf die
man Zugriff nehmen kann, wenn man erkannt hat, wie man mit dem Omega-
Chakra arbeitet.
Allein die Tatsache, dass das Omega-Chakra sehr eng mit dem Menschen
verbunden ist, und sich auch recht nahe in seinem Bereiche befindet, ist eine
grundlegende Bewusstwerdung. Das Dasein ist auf dem Planeten Erde nicht
zufällig. Es es die Inkarnationen, die hier auf dem Planeten Erde einen sehr
tiefen und einen sehr hohen Zweck erfüllt. Auch wenn man zuerst nur
„bewusst“ mit dem Alpha- und mit dem Omega-Chakra arbeitet, hat man
doch schon eine Verbindung zum multidimensionalen Kosmos, und man
bekommt winzige Fragmente der „Wächter- und Verwaltungsenergie“ der
Erde über den „Umweg“ des Sphären-Chakra und des Omega-Chakra zum
eigentlichen EGO-Bewusstsein.

Gerade die Arbeit mit dem Alpha- und dem Omega-Chakra etablieren
Energiebahnen, die sich sehr stark auf das Lotus-Chakra und auf das
Sphären-Chakra beziehen, sprich also auf die Chakren, die einen sehr großen
Einfluss auch auf die Charakteristika des einzelnen Menschen nehmen
können, da nicht nur die Energien der Liebe, der Demut und der
Barmherzigkeit ihren Weg zum Ego-Bewusstsein finden, nein, auch die
Energien der Wächter- und Verwaltungsenergien der Erde finden ihren Weg
und bewirken eine immense Bewusstwerdung für die eigene Umgebung, für
das eigene Verhalten und vor allen, für die eigenen Taten. Durch all diese
Frequenzen, die ungefiltert das Bewusstsein erreichen, ist man in der Lage
sein „altes, natürliches Weltbild“ komplett zu reformieren. Denn auch wenn
man es schon oft gelesen hat und es auch geglaubt hat, dass Mutter Erde ein
lebendiges Wesen ist, bekommt man nun doch das energetische und wahrlich
gnostische Wissen, das es so ist, und dass das, was immer noch mit der Erde
passiert, ein sehr schäbiger Umgang ist, wogegen sich alle
Menschenschutzorganisationen in die erste Reihe stellen würden, um gegen
diese Unverschämtheit zu protestieren, wenn es sich hierbei um ein
menschliches Wesen handeln würde. Leider werden die Menschenrechte und
die Naturrechte immer noch nicht auf eine Stufe gestellt, obwohl alles
„Natur“ ist.
Es ist den meisten Menschen nicht wirklich klar, dass die Energie, die das
„Leben der „Erde“ verwaltet und auch bewacht, eine unheimlich
hochschwingende Kraft ist, die, wenn sie es „wollte“ (wobei ein wollen
immer ein EGO voraussetzt und dies natürlich in diesen Sphären nicht
vorhanden ist), innerhalb kürzester Zeit die Menschheit – und zwar NUR die
Menschheit – zu vernichten fähig wäre. Der Erd-Logos ist nicht wehrlos!

Wenn man sehr feinfühlig ist, dann ist es so, dass man die Schmerzen, die
die Erde eigentlich haben „müsste“, manchmal auf sich selbst produziert, d.
h. mittels dem „Placebo-Effekt“ tritt man in noch engeren Verbindungen zu
unserem Planeten.
Wie sich die Verbindungen im Einzelnen auswirken, hängt wieder vom
Menschen selbst ab, und natürlich, wie sehr er seine „Bewusstseinsfilter“
minimiert hat. Es ist nicht immer so, dass man die schlimmsten
Umwelthorroreffekte bekommt, wenn man sich mittels dem Omega-Chakra
verbindet, doch es ist möglich, dass das Verständnis vom „Umweltschutz“
verstärkt wird.
Wie ich schon erwähnte, ist die andere Funktion des Omega-Chakras
einen noch stärker zu erden, wenn dies von Nöten ist. Das Schöne, oder auch
das Bequeme (in Bezug auf das Ego) ist, dass die Erdungsintensität sich
selbst regelt, d. h., auch wenn man irgendwann einmal mit dem Vehmatal-
Chakra arbeitet und sich verbindet, wird man (in nicht bewussten Regionen
des Körpers) immer noch mit der Erde verbunden sein, da man hier auf der
Erde eine Inkarnationsphase gewählt hat, die einen Sinn und einen Zweck
erfüllt. Genau diese Verbindung ist auch wieder eine Stärkung der Erde, denn
wie ja mittlerweile bekannt ist, finden die Energietransformationsprozesse in
beiden Richtungen statt, d. h., wenn man sich mit dem Vehmatal-Chakra
verbindet, bekommt die „Erde Energie“ ebenfalls kosmische Frequenzen
„geschenkt“, und zwar durch das Omega-Chakra, da die Energiesysteme der
kosmischen Chakren sich ohne Weiteres an die beiden
Doppelfunktionschakren andocken können, um so die kosmischen Energien
in die menschlichen Sphären zu transformieren.
Natürlich ist es so, dass alle Chakren miteinander verbunden sind, und
auch durch die verschiedensten Netzwerke interagieren, doch sollte man nicht
das „bewusste Anwenden von Energien“ missachten, denn die Energie des
„bewussten Tun“ ist etwas, das in Sphären der dritten Dimension nicht zu
verachten ist, da es seine eigenen, energetischen Schwingungen hat.
Anderes als beim Alpha-Chakra ist das Omega-Chakra auch von „außen“
zu öffnen, wobei der „Glastüreneffekt“ auch beim Omega-Chakra besteht.
Doch wie kann man jetzt diese Tür öffnen? Nun im Grunde ist es wie bei
allen Dingen, die man mittels Erkenntnis und Energie verstehen und
verinnerlichen kann. Wenn man einmal hinter die „Fassade“ geschaut hat,
und die wahre Struktur der Energie erfasst hat, wird man ganz einfach die
Fähigkeit haben, eine Art „Schlüsselenergiewelle“ auszusenden, die das
Omega-Chakra aktiviert.

Durch die Verbindungen zu der Energie der „Mutter-Erde“, die man auch
durch das Wurzel-Chakra und auch über die Sohlen-Chakren bekommt, kann
man sich an die Frequenzen der Erdenergie angleichen.
Dies kann man unter anderem dadurch fördern, dass man sich bewusst
mit der Erde verbindet, denn wenn man sich, nachdem man seine
körperlichen Chakren geöffnet und harmonisiert hat, speziell mit der
Umgebung energetisch auseinandersetzt, wird man schnell erkennen, wie
man einen Zugang bekommen kann. Das Wort „Schlüsselenergiewelle“ ist
hier auch wortwörtlich zu nehmen, da man Informationen bekommt, was man
machen muss, um sich mit dem Omega-Chakra zu verbinden. Diese
Informationen kommen zum einen aus einem Selbst heraus und zum anderen
aber auch direkt vom Existenzprinzip der Natur. Man wird so ohne Weiteres
einen sehr stabilen und sehr innigen Kontakt mit der Erde herstellen können,
viel inniger als über irgendwelche Übungen, die „Fremde“ für einen
erarbeitet haben. Dies soll nicht heißen, dass alle Meditationen oder
Seminare, die auf eine solche Verbindung ausgerichtet sind, Unsinn sind,
nein, ich möchte nur damit sagen, dass man immer am besten vorankommt,
wenn man sich selbst die Wege erschließt. Dennoch muss ich natürlich
eingestehen, dass es Situationen geben wird, wo man doch einen positiven
Anstoß von der „Außenwelt“ bekommen muss, um aktiv mit seiner
„Innenwelt“ zu arbeiten.

Beim Arbeiten mit dem Omega-Chakra wird man sehr schnell einen
Unterschied spüren, welcher zwischen der Stärke, mit der man nun mit der
Erde verbunden ist, und der energetischen Erinnerung, wie die Verbindung
zur Erde mal war. Doch auch die Wahl des Ortes, an dem man die Arbeiten
vollführt, wird sich verifizieren, denn man wird auf einer anderen Ebene
erkennen, dass man andere Ergebnisse erzielt, wenn man seine Arbeiten an
seinem Kraftplatz in der freien Natur macht, anstatt bei sich im
Wohnzimmer. Auch wenn die Energie der Existenz sich nicht um Lokalitäten
schert, wird man einen ganz deutlichen Unterschied feststellen, einen
Unterschied, den man einfach als Grenze zwischen „natürlich“ und
„künstlich“ ziehen kann.
Die Farbnuance des Omega-Chakra liegt im Bereich einer Mischung aus
Silber, Schwarz und Braun, wobei das wieder individuelle Wahrnehmungen
sind, d. h., es ist möglich, dass entweder die silberne Nuance, die braune oder
die schwarze Nuance überwiegt.
Die Arbeit mit dem Omega-Chakra kann sich für das Bewusstsein
manchmal sehr direkt und klar abzeichnen, d. h., es kann sein, dass man
irgendwann einfach das Omega-Chakra als geöffnet „sieht“, d. h. durch die
intensive Beschäftigung mit dem Omega-Chakra und der Erdenergie, und
dem somit ständigen „Sehen der Glastür“, kann oder sollte es irgendwann so
sein, dass man auf einmal „merkt“, dass man nun nicht mehr nur durch die
Glastür schaut, sondern vielmehr hindurch gegangen ist. Dieses
„Hindurchgehen“ wird aber so rasant, so schnell und doch unbewusst
erfolgen, dass die Erkenntnis, dass man schon auf der anderen Seite ist, ein
kleiner, aber sehr angenehmer Schock für das menschliche Bewusstsein und
für die menschliche Ratio ist.
Wenn sich dieses Phänomen des eigenen Erdenselbst ereignet hat, und
zwar ohne große energetische Veränderungen, die man auch physisch fühlen
konnte, weiß man, dass man nun wirklich energetisch geerdet ist, und dass
man jetzt bereit ist, mit den höheren Sphären zu arbeiten. Nur wer einen
„festen Stand“ hat, kann sich in „kosmische Höhen“ wagen, da die
Sternenwinde eben auch gigantische Stürme sein können.

Bevor wir nun zur Praxis der Chakrenarbeit kommen, will ich noch
einmal ganz deutlich die kosmischen Chakren definieren. Daher folgt nun
wieder eine „„Ich-hab-da-mal-was-vorbereitet-Definition“.
Anhang III – Definition Kosmische
Chakren
Kosmische Chakren sind multidimensionale, unbegrenzte Energiezentren,
die sich selbstständig mit allen Ebenen und Dimensionen aktiv und inaktiv
verbinden können, um so einen Energieaustausch zu gewährleisten, der für
die Evolution aller Wesen, die sich auf bestimmten Dimensions- und
Energieebenen befinden, welche noch die Individualität gewährleisten, also
nicht als ein Gruppenbewusstsein aktiv integrieren, genutzt werden kann, was
bedeutet, dass jede Energieform, die man als individuell betiteln kann, mit
Hilfe der kosmischen Chakren die eigene Evolution forcieren kann, egal ob
es sich nun um ein einzelnes Individuum, was dimensional begrenzt ist,
handelt, um mehreren Individuen - die auch dimensional begrenzt sind, und
die zu einer gemeinsamen Inkarnationseinheit gehören können, jedoch nicht
bewusst zusammen interagieren können, bzw. zu unterschiedlichen
Inkarnationseinheiten, welche zwar zu einem kosmischen Sein gehören, aber
nur dort ihre Verbindung aktiv haben, wo es sich also um gemeinsame oder
auch unabhängige Fragmente eines kosmischen Seins handelt-, um
Existenzen, die nicht dimensional begrenzt sind, wozu auch Prinzipien
gehören, die lapidar als Erzengel, Engel, Götter oder einfach höhere Wesen
bezeichnet werden, bis hin zum eigentlichen kosmischen Sein, dass auch, wie
dessen Fragmente, Evolutionsaufgaben hat, um am eigenen „Großen Werk“
zu arbeiten, damit alles evolutioniert und Erfahrungen sammelt, die dann
auch wieder an die kosmischen Chakren zurückgegeben werden können,
damit diese als Relaisstationen fungieren können, damit jedes Wesen und
jedes Prinzip, das mit diesen Energiezentren arbeitet, sich verbindet oder
auch interagiert, die Energie des „Einzelnen“ erlebt, erkennt, versteht und
integriert (mit Hilfe des Lotuschakra; 8. Chakra bzw. 1. kosmisches Chakra),
die Energien der prinzipalen Ebene einer spezifischen Dimension (mit Hilfe
des Sphärenchakra; 9. Chakra bzw. 2. kosmisches Chakra), die Energien der
Dualität, von Antipoden oder oxymoronalen Prinzipien zu identifizieren und
harmonisch zu konvergieren, was jedoch für dimensional begrenzte
Individuen sehr temporär ist (mit Hilfe des Lunrilchakra; 10. Chakra bzw. 3.
kosmisches Chakra), die Energien der All-Wissenheit oder der Pansophie
vollkommen zu verwenden, wodurch wieder neue Erkenntnisse und
Evolutionsprozesse bzw. Evolutionsschritte forciert werden (dies gilt allein
für dimensional begrenzte Induviduuen) bzw. die Energien aller kosmischen
Chroniken so zu vereinen, dass dieses Prinzip allumfassend am „Großen
Werk“ arbeiten kann (dies gilt für dimensional unbegrenzte Prinzipien),
beide Wege schließen sich jedoch gegenseitig aus (mit Hilfe des
Solistrachakra; 11. Chakra bzw. 4. kosmisches Chakra), die Energien der
Sterne zu verinnerlichen und zu vergeistigen, sodass man auf sämtliche
Anteile zugreifen kann, um diese zu erfahren, zu integrieren und zu
harmonisieren, um sich selbst zu komplettieren, wodurch die Möglichkeit des
Durchbruchs in Bezug auf Inkarnationsschleifen systematisch erarbeitet
werden kann (mit Hilfe des Vehmatal-Chakra; 12. Chakra bzw. 5. kosmisches
Chakra) und letztlich die Energien des gesamten ICH zu erhalten, was einem
einen direkten Zugang zum kosmischen Sein ermöglich, von dem man ein
Fragment ist, was wieder zur Arbeit am „Großen Werk“ verwendet werden
kann (mit Hilfe des Urharun-Chakra; Das „ICH BIN“ - Chakra; 13. Chakra
bzw. 6. kosmisches Chakra) –diese schöpferischen Akte eines Individuums
bzw. der Existenzen, die nicht dimensional begrenzt sind, sind die Arbeiten
mit den kosmischen Chakren und somit die kosmischen Chakren selbst!

Zur Erklärung:
„Kosmische Chakren sind multidimensionale, unbegrenzte
Energiezentren, die sich selbstständig mit allen Ebenen und Dimensionen
aktiv und inaktiv verbinden können, um so einen Energieaustausch zu
gewährleisten, ………“

Kosmische Chakren sind unbeschränkte und unbegrenzte Energiezentren,


die in jeder möglichen Dimension agieren können. Man kann es sich sonst so
vorstellen, dass es unendlich viele Sonnen oder auch schwarze bzw. weiße
Löcher sind, also reale kosmische Umstände, die unglaubliche Energien
beherbergen. Diese kosmischen Chakren besitzen, wie alle Energien, eine Art
„Eigenständigkeitspotenzial“, d. h., die energetischen Verbindungen
passieren nicht aus Zufall, sondern sind gezielt geplant. So wie alle Dinge
und Begriffe im Kosmos eine eigenständige Energie haben (z. B. die
Planetenenergien, wie das Prinzip Gaia), so haben dies auch die kosmischen
Chakren, nur mit dem Unterschied, dass sie auf sehr verschiedenen Ebene
agieren können, sodass nicht nur inkarnierte Wesen (z. B. Menschen) und
diskarnierte Wesen auf diese Chakren zugreifen können, sondern Wesen, die
schon weit außerhalb einer Inkarnationsspirale sind, egal ob es nun
aufgestiegene Meister, Götter oder Erzengel sind.
Dadurch, dass die kosmischen Chakren eine selbstständige Energie
besitzen, geht von diesen Energiezentren viele Verbindungen aus. Es kommt
immer darauf an, ob diese Verbindung in die evolutionstechnische
Vorsehung des Prinzips passt (egal ob nun Mensch oder Engel), welches sich
verbinden will. Durch eine Aktivität und auch durch eine Passivität werden
immer Energien ausgetauscht. Eine Aktivität bringt natürlich immer ein
gewisses Feedback an Informationen, eine Passivität hingegen agiert nach
dem „Schlüssel-Schloss-Prinzip“, d. h., wenn ein Mensch mit den
kosmischen Chakren arbeiten will, müssen nicht zwangsläufig kosmische
Informationen zurückkommen. Es kann auch einfach sein, dass der Mensch
selbst in sich durch diese energetischen Entwicklungsgänge einen Prozess
auslösen kann, der ihn weiter voranbringt. Egal ob es etwas
Erkenntnistheoretisches ist, oder etwas, was sich auf kosmische Anteile
bezieht!

„….der für die Evolution aller Wesen, die sich auf bestimmten
Dimensions- und Energieebenen befinden, welche noch die Individualität
gewährleisten, also nicht als ein Gruppenbewusstsein aktiv interagieren,
genutzt werden kann, was bedeutet, dass jede Energieform, die man als
individuell betiteln kann, mit Hilfe der kosmischen Chakren die eigene
Evolution forcieren kann, egal ob es sich nun um ein einzelnes Individuum,
was dimensional begrenzt ist, handelt, um mehreren Individuen - die auch
dimensional begrenzt sind, ….“

Da die kosmischen Chakren multidimensional sind, können alle Wesen


auf diese Energiezentren zugreifen, auch alle Parallelexistenzen eines
Menschen, die in der dritten Dimension inkarniert sind, oder auch alle
Anteile dieses Menschen, die sich irgendwo in der dritten Dimension
inkarniert haben, egal ob es sich nun um körperliche oder energetische
Anteile handelt! Dies ist mit dem Passus „welche noch die Individualität
gewährleisten“ gemeint. Jede Stufe des eigenen „gesamten Wesens“ kann
auf die kosmischen Chakren zugreifen, auch die Stufen, die schon als eine
Art „Inkarnationsgemeinschaft“ betitelt werden können, d. h. also Prinzipien,
die zwar auch aus dem „kosmischen Sein“ kommen, jedoch immer noch
individuell sind. Man kann es sich sonst so vorstellen, als ob der normale
Mensch diese „Inkarnationsgemeinschaft“ und jedes Körperteil unabhängig
voneinander auf die kosmischen Chakren zugreifen kann, um so die
individuelle Evolution voranzubringen!

„…und die zu einer gemeinsamen Inkarnationseinheit gehören können,


jedoch nicht bewusst zusammen interagieren können, bzw. zu
unterschiedlichen Inkarnationseinheiten, welche zwar zu einem kosmischen
Sein gehören, aber nur dort ihre Verbindung aktiv haben, wo es sich also um
gemeinsame oder auch unabhängige Fragmente eines kosmischen Seins
handelt-, um Existenzen, die nicht dimensional begrenzt sind, wozu auch
Prinzipien gehören, die lapidar als Erzengel, Engel, Götter oder einfach
höhere Wesen bezeichnet werden,……“

Alles ist mit dem „Großen Werk“ des Kosmos verbunden, d. h. mit der
Rückführung und Vereinigung der Quelle allen Seins. Die kosmischen
Chakren sind für viele Evolutionsenergien (Menschen, Götter und Engel)
energetische Hilfestellungen. So kann es auch sein, dass Fragmente, die zwar
zu ein und dem selben kosmischen Sein gehören, aber direkt „weit oben“ die
Trennung erfahren haben (wenn man das kosmische Sein als Ursprungspunkt
einer Kaskade nimmt, dann wäre „weit oben“ eine der ersten
„Vervielfältigungen“) und laut dem eigenen Evolutionsplan nicht zusammen
agieren müssen, um wieder zurückgeführt zu werden in die Einheit, dennoch
auf die kosmischen Chakren zugreifen können. Die kosmischen Chakren
haben also „in sich“ eine energetische Methode, die zum einen verlorene
Teile verbinden kann (wenn man z. B. einen diskarnierten Anteil sucht, kann
man ihn mit Hilfe der kosmischen Chakren leichter finden, als wenn man
blind im Kosmos stochert) aber auch verhindern kann, dass Anteile sich
treffen, die sich eben nicht treffen müssen, um dem eigenen Evolutionsplan
gerecht zu werden. Man kann die kosmischen Chakren in dieser
Funktionsweise wie Membranen vergleichen, d. h., gewisse Stoffe gehen
hindurch und andere werden geblockt!
Dies ist natürlich sehr, sehr wichtig, denn was wäre denn, wenn man ein
inkarniertes Fragment eines kosmischen Seins wäre, wozu auch eine Energie
gehören würde, die man als „Erzengel Michael“ klassifizieren kann. Wenn
man dann sich mit einem kosmischen Chakra verbinden würde (in dem Fall
wäre es das Vehmatal-Chakra), könnte es passieren, dass man energetischen
Zugriff auf dieses Gesamtwesen „Erzengel Michael“ bekommen würde. Dies
würde ein menschliches Bewusstsein nicht aushalten können, da die
Energetik zu stark wäre, bzw. die energetische Frequenz wäre zu hoch,
sodass ein irreparabler Schaden im Bewusstsein des Menschen entstehen
könnte.
Das Gleiche gilt aber auch für Götter oder Göttinnen, welche auch weit,
weit höher schwingen als inkarnierte Wesen!

„…. bis hin zum eigentlichen kosmischen Sein, dass auch, wie dessen
Fragmente, Evolutionsaufgaben hat, um am eigenen „Großen Werk“ zu
arbeiten, damit alles evolutioniert und Erfahrungen sammelt, die dann auch
wieder an die kosmischen Chakren zurückgegeben werden können, damit
diese als Relaisstationen fungieren können, damit jedes Wesen und jedes
Prinzip, das mit diesen Energiezentren arbeitet, sich verbindet oder auch
interagier,….“

Wenn die „richtige Zeit“ gekommen ist, dann kann ein inkarniertes
Bewusstsein über die kosmischen Chakren (hier wäre es das Urharun-
Chakra) zugriff auf sein kosmisches Sein bekommen, wobei die
Informationsflut natürlich so gesteuert werden würde, dass das Bewusstsein
nicht zu Schaden kommt und nur das erfährt, was für den aktuellen
Evolutionsstand essenziell ist. Alles, was sich eben als eine Art individuelle
Energie klassifizieren kann, kann also auf die kosmischen Chakren zugreifen,
was eben den Zweck hat, dass man „sich selbst“ (damit sind dann eben alle
diese individuellen Energien gemeint, egal ob nun Mensch oder
Sternenanteil) evolutionieren kann. Durch diese Verbindungen wird immer
ein Energieaustausch etabliert, egal ob die Verbindungen passiv oder aktiv
sind.

Bei einer Passivität können die Energien einfach in den kosmischen


Chakren zwischengespeichert werden und bei einer aktiven Arbeit können
die Energien einfach weiter gegeben werden, d. h., die kosmischen Chakren
dienen als Relaisstationen. Doch auch wie das höhere Selbst, was ja auch
wieder eine Relaisstation für jeden Menschen ist, können auch die
kosmischen Chakren signifikante energetische Filter etablieren, sodass nur
das weiter geleitet wird, was für die betreffenden Existenzen
evolutionstechnisch essenziell ist.

„…. die Energie des „Einzelnen“ erlebt, erkennt, versteht und integriert
(mit Hilfe des Lotuschakra; 8. Chakra bzw. 1. kosmisches Chakra), die
Energien der prinzipalen Ebene einer spezifischen Dimension (mit Hilfe des
Sphärenchakra; 9. Chakra bzw. 2. kosmisches Chakra), die Energien der
Dualität, von Antipoden oder oxymoronalen Prinzipien zu identifizieren und
harmonisch zu konvergieren, was jedoch für dimensional begrenzte
Individuen sehr temporär ist (mit Hilfe des Lunrilchakra; 10. Chakra bzw. 3.
kosmisches Chakra), die Energien der All-Wissenheit oder der Pansophie
vollkommen zu verwenden, wodurch wieder neue Erkenntnisse und
Evolutionsprozesse bzw. Evolutionsschritte forciert werden (dies gilt allein
für dimensional begrenzte Individuen) bzw. die Energien aller kosmischen
Chroniken so zu vereinen, dass dieses Prinzip allumfassend am „Großen
Werk“ arbeiten kann (dies gilt für dimensional unbegrenzte Prinzipien),
beide Wege schließen sich jedoch gegenseitig aus (mit Hilfe des
Solistrachakra; 11. Chakra bzw. 4. kosmisches Chakra), die Energien der
Sterne zu verinnerlichen und zu vergeistigen, sodass man auf sämtliche
Anteile zugreifen kann, um diese zu erfahren, zu integrieren und zu
harmonisieren, um sich selbst zu komplettieren, wodurch die Möglichkeit des
Durchbruchs in Bezug auf Inkarnationsschleifen systematisch erarbeitet
werden kann (mit Hilfe des Vehmatal-Chakra; 12. Chakra bzw. 5. kosmisches
Chakra) und letztlich die Energien des gesamten ICH zu erhalten, was einem
einen direkten Zugang zum kosmischen Sein ermöglich, von dem man ein
Fragment ist, was wieder zur Arbeit am „Großen Werk“ verwendet werden
kann (mit Hilfe des Urharun-Chakra; Das „ICH BIN“ - Chakra; 13. Chakra
bzw. 6. kosmisches Chakra) ….“

Die beste Erklärung hierfür ist ein Blick auf die Beschreibung der
jeweiligen kosmischen Chakren und würde letztlich nur
„Papierverschwendung“ sein, wenn ich diese hier erneut abdrucken würde.
Alles, was man über diesen Abschnitt wissen und begreifen muss, befindet
sich in den Beschreibungen und Erklärungen der jeweiligen kosmischen
Chakren.
„….–diese schöpferischen Akte eines Individuums bzw. der Existenzen,
die nicht dimensional begrenzt sind, sind die Arbeiten mit den kosmischen
Chakren und somit die kosmischen Chakren selbst!“

Alles ist mit allem verbunden, alles ist ein gigantisches Geflecht aus
Licht, Liebe, Wissen und Schöpfung. Die kosmischen Chakren sind in
diesem Geflecht jedoch sehr wichtige Knotenpunkte, da man mit der Hilfe
und den Energien der kosmischen Chakren nicht nur sich vollkommen
erkennen kann, sondern auch die Grundzüge ausführen kann, die letztlich zur
Auflösung einer Inkarnationsspirale führen!
Anhang IV – Energetische Körper und
eigene Anteile
Die Energiekörper oder energetische Körper des Menschen sind
Kraftzentren, Transformierer und Sprungmöglichkeiten der eigenen,
kosmischen Evolution! Es gibt insgesamt acht Energiekörper. Es gibt den
physischen Körper, den Ätherkörper, den Mentalkörper, den
Emotionalkörper, den Astralkörper, den Spirituellen- bzw. den Kausalkörper,
den Intuitions- bzw. den Buddhikörper und den Atmankörper, sprich das
„höhere Selbst“.
Wer sich jetzt darüber wundert, dass auch der physische Körper einer der
Energiekörper ist, muss bedenken, dass Materie aus Molekülen besteht,
welche wieder aus Atomen bestehen, die wiederum aus Fermionen bestehen,
die dann wieder aus Quarks bestehen, welche letztlich aus Stings bestehen,
also aus REINER ENERGIE! Über den physischen Körper werde ich hier
jedoch nichts erzählen, da sicherlich jeder einen solchen Körper kennt und
auch schon mal gesehen hat! Oder? Wenn nicht, einfach den nächsten
Spiegel aufzusuchen und hinein blicken.
Doch beim Ätherkörper kann das schon wieder ganz anderes aussehen,
auch wenn jeder Mensch einen Ätherkörper hat! Der ätherische Körper hat
im Grunde in etwa die gleiche Struktur wie der physische Körper, d. h., er
schmiegt sich direkt um den physischen Körper. Um eine Vorstellung vom
Ätherkörper zu bekommen, kann man eine Analogie aus der Pflanzenwelt
nehmen. Eine junge Pflanze, klein und zerbrechlich hat IN SICH bereits Ihr
Enderscheinungsbild, das „irgendwo“ vorgefertigt bereitsteht!
Dieses „irgendwo“ ist die Ätherebene, auf welcher der Ätherkörper
immer vorhanden ist. Er besitzt nicht die gleiche Linearität wie der physische
Körper. Man kann also sagen, dass der physische Körper der Pflanze in den
Ätherkörper hinein wächst. Der ätherische Körper durchdringt, wie alle
anderen Körper, den physischen Körper, dehnt sich aber auch über diesen
hinaus aus. Wie weit er sich ausdehnen kann, hängt von dem jeweiligen
Individuum ab und wie dessen Evolutionsstand ist, bzw. wie bewusst man
mit dem Ätherkörper interagieren kann. Auch der Ätherkörper hat
Farbnuancen, die aber auch ganz individuell sind und stark durch die
jeweilige Situation des Menschen beeinflusst werden. Interessant ist in
diesem Zusammenhang das direkte Arbeiten auf der Ätherebene. Während
man auf der Astralebene alles Erdenkliche erschaffen kann, ist die
Ätherebene sehr eng mit der physischen Ebene verbunden. Wenn man nun
aktiv mit seinem Ätherkörper agiert, kann man nicht, wie mit dem
Astralkörper, Dinge entstehen lassen, die der Fantasie entsprungen sind. Was
man entstehen lassen kann, sind Ätherschatten von realen Dingen, die man
sein eigen nennen kann, da diese die persönliche Signatur von einem selbst
beinhalten. So ist es auf der Ätherebene nicht möglich sich ein Laserschwert
zu kreieren, wenn man kein „reales Laserschwert“ im Physischen besitzt bzw.
dies regelmäßig in seiner physischen Umgebung hat. Wenn man vorher, im
Rahmen des Großen Werks, auf der Astralebene aktiv und auch kämpferisch
agiert hat, muss eine vollkommen neue Taktik auf der Ätherebene her. Nicht
immer einfach, denn wenn noch das Motto der Astralebene lautete „Limit ist
die eigene Kreativität“, lautet das Motto der Ätherebene „Limit ist dein
persönlich, materielles Umfeld“.
Der Ätherkörper hat folgende Aufgabe: Mit Hilfe des Ätherkörpers kann
man energetische Informationen austauschen. Dies ist seine primäre
Aufgabe! Seine sekundären Aufgaben sind Energieaustausch, Schutz des
physischen Körpers, in dem „vor Gefahren gewarnt wird“! Blockaden im
Ätherkörpers – welche man durch verschiedene optische „Reize“ erkennen
kann (schwarze Punkte, Risse, Unschärfen etc.) – führen zu einem
unausgeglichenen Energiehaushalt, sodass man sich schlapp und müde fühlt!
Außerdem wird die Kommunikation mit den anderen energetischen Körpern
gemindert bzw. geblockt.

Der Mentalkörper ist der „dritte Körper“! Er steht mit unseren


gedanklichen Prozessen in Beziehung und ist stark strukturiert. Wenn man
die menschlichen Gedanken als Energien erkennen und akzeptieren kann,
erkennt man, dass diese Energien an Strukturen entlanglaufen, sodass, immer
wenn Gefühl und Verstand harmonieren, der Mensch SICH ALS EINHEIT
erkennt! Der Mentalkörper enthält die Struktur unserer Ideen und Gedanken.
Je nachdem, wie wir mit Gedanken Gefühle verbinden, agiert die Struktur im
mentalen Körper farblich und formell. Haben wir einen Gedanken, so führen
wir ihm Energie zu. Je emotionaler dieser Gedanke ist (starke Freude o. ä.),
desto mehr Kraft gewinnt er. Je mehr Kraft er gewinnt, desto mehr drängt er
danach, sich in unserem Leben auch zu manifestieren. Glauben wir fest an
etwas, so werden hier Kräfte gebündelt, die jene Situation, die man sich
wünscht, nah an die Realität führt. Hierdurch kann man gezielt „Wünsche“
äußern, die unter der Rubrik „Magie im Alltag“ (Thema Parkplatzsuche) oder
„Bestellung beim Kosmos“ (Thema Sympathiemagie) zu finden sind. Hierin
liegt die Macht unserer Gedanken und unseres Glaubens begründet. Der
Zusammenhang zwischen dem emotionalen und dem mentalen Körper ist
gleich dem zwischen Form und Inhalt. Die Form und Struktur des mentalen
Körpers kann nur bestimmte Inhalte aufnehmen. So agiert der Mentalkörper
sehr eng mit dem Emotionalkörper zusammen. Paradoxerweise richtet sich
jedoch auch der emotionale Körper nach der Struktur des mentalen Körpers.
Daraus ergibt sich ein Zusammenspiel beider, die wir als Assoziation von
bestimmten Gedanken mit bestimmten Gefühlen erfahren.
Der Mentalkörper hat folgende Aufgabe: Mit Hilfe des Mentalkörpers
kann man seine Ideen und kreativen Überlegungen formen und festigen!
Ferner kann man in direkter Zusammenarbeit mit dem Emotionalkörper
Energien manifestieren, die letztlich eine „Wunschrealisierung“ bedeuten
können! Blockaden im Mentalkörper führen zu chaotischen oder zu sehr
strukturierten Leben! Emotionen können einen vollkommen aus der Bahn
werfen, bzw. man „fühlt überhaupt nichts“, da die Struktur zu hart geworden
ist! Dies führt auch dazu, dass die Genialität der eigenen Gedanken geblockt
wird und man die eigene Macht der Gedanken nicht im kleinsten erkennt,
geschweige benutzt!

Der Emotionalkörper ist der „nächste Körper“, wobei die ganzen Körper
keine klare Trennung haben. Ihre Grenzen sind fließend. Der
Emotionalkörper verkörpert und reflektiert unsere Gefühle. Auch er kann
eine Ausdehnung haben, die wiederum vom jeweiligen Bewusstseinsstand
abhängt. Da der Emotionalkörper ein feinstofflicher Ausdruck unserer
Gefühle und auch unseres Wohlbefindens ist, zeigt er bei geschulter Sicht die
jeweilige Gefühlslage des Menschen – das typische Aurasehen. Die
Emotionen, die der Körper reflektiert und verkörpert, lassen sich auch wieder
als feine Energieschwingungen wahrnehmen, die auch wiederum
Farbnuancen haben können. Als Faustregel kann man sagen, dass klare und
helle Farben für ein positives Empfinden stehen und dunkle und verwischt
schmutzige Farben auf Ungleichgewichte und emotionale Belastungen
deuten. Da der Mensch permanent mit unendlich vielen Emotionen
konfrontiert ist, wird man nie wirklich eine einzige klare Farbe sehen können.
Es werden immer hier und da kleinere dunkel Flecken Vorhandensein.
Der Emotionalkörper hat folgende Aufgabe: Mit Hilfe des
Emotionalkörpers kann man alle Emotionen und Gefühle erkennen, steuern,
verstärken, abschwächen und allgemein kontrollieren. Dies gilt für den
eigenen Körper, aber auch für „Fremde Körper!“ Blockaden im
Emotionalkörper führen zu einem unreifen Emotionszustand! Emotionale
Ausbrüche aller Art sind möglich. Ferner überträgt man seinen Emotionen
auf sein gesamtes Umfeld, da die energetischen Körper alle unterschiedliche
Ausdehnungen haben und sich durchmischen.

Der Astralkörper ist der „fünfte Körper“! Er steht für die Verbindungen
zu anderen Ebenen und zu anderen „Wesen“, wozu auch der Mensch gezählt
wird. Durch energetische Verbindungen, die als sog. „Interaktionen zwischen
den Menschen“ einzuordnen sind, kann man Verknüpfungen und
Kombinationen zu anderen Mensch spüren. Auf der Ebene des Astralkörpers
können diese auch gesehen werden. Auf der astralen Ebene wird man viele
energetische Bänder sehen, Bänder, die von anderen Menschen ausgehen und
Bänder, die man selbst geknüpft hat. Man wird Bänder sehen, die dem
Vergleich mit einem Wollfaden standhalten und man wird Bänder sehen, die
man mit einem Ankertau gleich setzen könnte. Die „Dicke“ der Bänder
bezieht sich natürlich einmal auf die jeweilige „Position“ des Gegenübers, d.
h., wenn das Band recht dick ist, hat man eine sehr enge Verbindung zu der
Person, man kann recht gut fühlen und somit wahrlich wissen, was die Person
aussendet, was ihr fehlt, was sie sich wünscht und wer sich hinter der
profanen Maske verbirgt. Bänder die sehr dünn sind, haben in etwa die
Klassifizierung von entfernten Bekanntschaften oder auch entfernte
Familienmitglieder. Auch diese Bänder haben wieder Farbnuancen und auch
hier kann man wieder die Faustregel aufstellen, dass je heller die Farbe ist,
desto harmonischer ist die Beziehung und auch der energetische Austausch.

Doch man hat auch Bänder zu Leuten, die man NICHT leiden kann, die
man mit der Emotion des Hasses assoziiert und denen man lieber aus dem
Weg gehen würde. Hier gibt es auch wieder dicke und dünne Bänder, wobei
hier natürlich keine hellen Farben, sondern eher dunkle und schmutzige
Farben zu sehen sind.

Der größte Unterschied zwischen diesen Disharmonie-Bändern und den


Harmonie-Bändern, ist der, dass es eines der Lebensziele ist, so viele
Disharmonie-Bänder zu lösen und sie besten Falls in Harmonie-Bänder zu
transformieren. Wenn man sich einmal der Bänder bewusst ist und sie nicht
nur sehen, sondern auch energetisch fühlen kann, kann man auch an diesen
Bändern entlang reisen, um zu „sehen“, wer da jetzt am anderen Ende ist.
Durch die erhaltene Information kann man sehr gut entstehende Konflikte
mildern. Wenn man nun erkennt, dass das „neue, negative Band“ von einem
Arbeitskollegen kommt, kann man, bevor die Energetik negativ wird, eine
Klärung im Profanen herbeiführen. Man kann jedoch auch Situation
beschleunigen, d. h., wenn man z. B. auch energetisch erkennt, dass eine
andere Person Liebe für einen selbst empfindet, kann man auch hier gezielt
agieren. Wichtig ist zu wissen, dass man zu einem Menschen immer mehrere
Bänder haben kann.

Der Astralkörper hat folgende Aufgabe: Mit Hilfe des Astralkörpers kann
man sein „Umfeld“ wahrlich und energetisch vollkommen erkennen. Dies ist
für eine Heilung absolut essenziell, da man hinter die Masken der Umgebung
blicken kann! Ferner bekommt man durch den Astralkörper Kontakt zu der
astralen Ebene, welche eine sehr wichtige Energieebene ist, da man hier den
bewussten Kontakt zu „kosmischen Wesen“ knüpfen kann. Blockaden im
Astralkörper führen zu negativ Projektionen im eigenen Umfeld. Man
projiziert seine „Schatten“ auf sein „menschliches Umfeld“! Durch eine
permanente Konfrontation mit den eigenen Schatten, jedoch ohne
Möglichkeit der Auflösung, verliert man nicht nur viel Energie, sondern auch
viele soziale Komponenten.

Der Spirituellen- bzw. der Kausalkörper ist der „sechste Körper“! Er steht
für die Transformationsprozesse, welche sich primär auf die „unteren
Ebenen“ beziehen, d. h. auf die Ebenen des Astralkörpers, des Mentalkörpers,
des Emotionalkörpers, des Ätherkörpers und des physischen Körpers. Der
Spirituellen- bzw. der Kausalkörper besteht während unser aller
Inkarnationen weiter und vergeht erst, wenn alle „karmischen“
Zusammenhänge gelöst sind. Er beherbergt die ersten Teile unseres
kosmischen Bewusstseins sowie all unsere Pläne, Vorstellungen,
Ausführungen, Pflichten, Zielsetzungen und Absichten. Man könnte diesen
Körper auch als einen „himmlischen Körper“ bezeichnen, da er von hoher
spiritueller Natur ist. Man kann dies nicht wirklich Beschreiben, man muss es
wirklich fühlen und wissen, denn wenn die Chakren harmonisch
zueinanderstehen und perfekt energetisch aufeinander abgestimmt sind, und
somit auf jeder Stufe gereinigt und offen sind, strömt bedingungslose Liebe
vom Kausalkörper aus, und diese ist etwas Unbeschreibbares!

Dieser Zustand ist jedoch immer nur temporär, da das menschliche


Bewusstsein einen permanenten Energiestrom solcher Intensität nicht
verarbeiten kann!

Der Spirituellen- bzw. der Kausalkörper hat folgende Aufgabe: Mit Hilfe
des Spirituellen- bzw. der Kausalkörper kann man „seine eigenen
kosmischen“ Bereiche vorstoßen. Dieser Körper ist eine wichtige
Relaisstation für den „wahren Willen“ eines jeden Menschen! Für eine wahre
Selbsterkenntnis, welche mit dem Erkennen des wahren Willens endet, ist
dieser Körper essenziell! Ferner kann man sagen, dass dieser Körper den „6.
Sinn“ des Menschen vermittelt! Der 6. Sinn, den man vielleicht mit
Erklärungen wie metapsychologischer Sinn oder magischer Sinn erklären
kann, vermag es nicht unserer Ratio ein permanentes Bild zu geben. In einem
Ritual oder einer Astralreise z. B., wo Entitäten angerufen werden, „fühlen“
wir mit dem 6. Sinn, dass die Wesenheit aktiv bei uns ist oder nicht. Wir
„sehen“ es z. B. mit dem dritten Auge oder fühlen es über unser
Chakrensystem, wobei die Energie direkt aus dem Spirituellen- bzw. der
Kausalkörper kommt.
Blockaden im Spirituellen- bzw. der Kausalkörper sind im Grunde nicht
vorhanden. Das Einzige, was als Blockade auslegen kann, ist eine „nicht
perfekte Kalibrierung“, was dazu führt, dass man nicht ohne Weiteres
Kontakt zu den eigenen kosmischen Energien bekommt!

Der Intuitions- bzw. Buddhikörper ist der „siebte Körper“! Wenn man es
kurz umreißen wollte, dann kann man diesen Teil der Existenz als einen der
Sitze unsere „Seele“ bzw. Seelenanteile nennen. Es ist eben das „Ewige eine“
in uns, der Funken der in allem ist. Er durchdringt alle anderen Körper und
verbindet sie untereinander in multidimensionaler Art, d. h., er hat unendlich
viele Energieharmoniken, auf die man sich einstellen kann, um mit dem
Körper zu arbeiten. Im Intuitions- bzw. Buddhikörper findet man die
energetische Zugehörigkeit der verschiedenen kosmischen Gruppierungen
der Sterngeborenen. So kann man im Intuitions- bzw. Buddhikörper
„erkennen“ ob der Mensch, der mit einem zusammen kosmisch arbeiten will,
ein weißer Bruder, eine schwarze Schwester, ein roter Bruder, oder sonst eine
individuelle und kosmische Zugehörigkeit besitzt.

Der Intuitions- bzw. Buddhikörper hat die Fähigkeit gleichzeitig alle


anderen Körper zu bearbeitet, bzw. man kann, wenn man es wünscht, alle
anderen Körper bearbeiten, oder auch nur einen Speziellen. In Bezug auf eine
energetische Selbstreinigung ist dieser Körper essenziell. Der Körper wird
auch Intuitionskörper genannt, was darauf schließen lässt, dass seine
Frequenzen archetypische Erkenntnisse umschließen.

Im Intuitions- bzw. Buddhikörper sind alle Informationen des eigenen


Bewusstseins gespeichert, die wiederum Inkarnationsinformationen in Raum
und Zeit enthalten. Sämtliche Wahrnehmungen, die wir Menschen
bekommen, die auf direkte Intuition beruhen, der „7. Sinn“, sind
Schwingungen, die aus dem energetischen Frequenzfeld dieses Körpers
stammen.

Auch der 7. Sinn, den man als kosmischen Sinn oder gnostischen Sinn
betiteln könnte, vermag es nicht die Ratio so zu überzeugen, dass sie es ohne
Weiteres akzeptieren kann. Ich weiß z. B., dass ich meine Umwelt allein
durch meine Gedanken manifestieren kann und dass ich durch Quantenmagie
meine Welt verändern kann. Doch meine Ratio akzeptiert das nicht, und
kommt sehr gerne mit Sprüchen wie „Lottogewinn“ oder „flieg doch mal
zum Mond“ daher. Auch wenn ich jetzt sage, dass es was mit einer
Energieverteilung zu tun hat, ob ein Lottogewinn möglich ist, befinde ich
mich in einer Diskussion mit meiner Ratio und zeige deutlich, dass mein 7.
Sinn es nicht vermag meine Ratio zu erreichen!
Zum Glück können jedoch Emotionen, die, wenn man es genau
betrachtet, auch wieder keine „normalen Emotionen“, so wie der Mensch es
definieren würde, sind, sondern eher kosmische Emotionsschwingungen, wie
z. B. selbstlose Liebe, Barmherzigkeit, Ehre, Gnade und Demut, auch die
Ratio erreichen. Diese Emotionen agieren auf der Ebene des Buddhikörper
sehr „weit“ entwickelt, da sie sich nicht ausschließlich einer Dualität
bedienen müssen.

Der Intuitions- bzw. Buddhikörper hat folgende Aufgabe: Erneut kann


man mit Hilfe dieses Körpers zu seinen eigenen kosmischen Bereichen
vorstoßen. Dieser Körper vermittelt die „kosmischen Emotionen“, welche
letztlich „zu einem Sieg“ führt und einen „Aufstieg“ oder eine „Aktivierung“
forciert! Ferner kann man sagen, dass dieser Körper den „7. Sinn“ des
Menschen vermittelt! Blockaden im Intuitions- bzw. Buddhikörper sind im
Grunde nicht vorhanden. Das Einzige, was man auch hier als Blockade
auslegen kann, ist eine „nicht perfekte Kalibrierung“, was erneut dazu führen
kann, dass man nicht ohne Weiteres Kontakt zu den eigenen kosmischen
Energien bekommt!

Als letzten der Körper in den Sphären, die noch direkt etwas mit
Bewusstsein zu tun haben, möchte ich den Atmankörper aufführen. Er wird
als unser „Höheres Selbst“, als ein Körper von kristallener, absoluter Klarheit
wahrgenommen, ein Körper, in dem der göttliche Funke klar zu erkennen und
vor allen zu fühlen ist, unsere Identität mit der Quelle allen Seins!

Doch über das höhere Selbst nun zu berichten wäre sinnlos, denn ich
würde immer über mein eigenes Berichten, d. h. alles, was man durch
mediale Arbeit erfährt, ist, so paradox es auch wieder sein mag, absolut
Individuelle, auf einer Ebene, in der es keine Individualität gibt. Es gibt die
verschiedensten Definitionen und Berichte über das „Höhere Selbst“, doch
alle spiegeln immer nur eigene Erfahrungen wieder. Der Bereich des
Atmankörpers muss aber von jedem selbst erfahren werden, und von jedem
selbst erkannt werden. Alles was man zu diesem Körper schreiben würde,
wäre viel zu ungenau, da ich nur über mein eigenes höheres Selbst berichten
würde. Zwar erfolgt auf dieser Ebene auch die Kommunikation zu anderen
Energien, die man als „Atmankörper“ klassifizieren kann, doch ist die
Kommunikation wieder so, dass es irrelevant wäre, sie mit menschlichen
Wörtern zu beschreiben. Wer Kontakt zu seinem höheren Selbst bekommen
hat und diesen auch für eine unterschiedliche Zeitspanne aufrecht halten
kann, wird wissen, was ich meine. Für alle anderen muss ich leider sagen,
dass es jeder nur SELBST definieren kann!
Dennoch möchte ich einige Grundinformationen und
Vergleichsmöglichkeiten geben.

Oft wird berichtet, dass der Atmankörper als Meister „über alle fünf
Welten“ gesehen wird,
d. h. über das Physische, über das Ätherische, das Astrale, das Intuitive
und auch über das Reich was den Atmankörper ausmacht. Das Wort Meister
steht einfach als Erklärungswort dafür, dass man sich vorstellen kann, dass
die Energien, die dort vorhanden sind, natürlich die absolute Kontrolle über
den Geist und die Materie haben. Die Ausdehnung des Atmankörpers
entspricht einem unendlich weit vernetzten Energiefeld, das mit unendlichen
vielen Ebenen multidimensional verbunden ist.
Der Austausch der Energien, der Liebe und des Lichts auf dieser Ebene,
ist allumfassend, wobei ich jetzt den Austausch auf dieser Ebene meine, d. h.
von höherem Selbst zu höherem Selbst.
Die Arbeit mit dieser Ebene besteht IMMER und ÜBERALL, doch wenn
man sich nun fragt, wann man es merkt, muss man sagen, sehr selten. Es ist
also nicht so, dass man nur mit dieser Ebene arbeitet, wenn man mit dem
höheren Selbst in Kontakt tritt, nein, denn dies ist immer nur für das
Bewusstsein ein ganz schmaler und sehr linearer Ausschnitt von einem
Bereich, der ALLES und auch NICHTS ist. Das höhere Selbst, der
Atmankörper, ist die Relaisstation zu den „göttlichen Sphären“ und zu den
eigenen kosmischen Anteilen. Es ist als Pforte zu sehen, wo man mit dem
Bewusstsein allein niemals hindurchtreten kann. Man kann zwar hinter die
Pforte schauen, doch alles, was man übermittelt bekommt, von jenseits der
Pforte, bekommt man von seinem höheren Selbst.
In der Kabbalah ist der Atmankörper ganz deutlich in Tiphereth
angeordnet – es ist der Christuszustand, die chymische Hochzeit, das
menschliche Alpha und Omega! Das höhere Selbst!

Der Atmankörper hat folgende Aufgabe: Das leben des „wahren Willen“!
Die Erkenntnis des „höhen Selbst“! Das Einnehmen SEINES PLATZES im
„Großen Werk“! Blockaden im Atmankörper nicht vorhanden.

Dies soll im Rahmen der Theorie nun ausreichend sein.


Im Buch „STARSEED – Wir – Sterne im Lichte des Kosmos“ heißt es
weiter …. Im Folgenden kommen drei praktische Arbeiten, die sich auf die
eigenen Energiekörper beziehen, auf die kosmischen Chakren und auf die
eigenen Anteile, die man möglicherweise kontaktieren kann.
Die Arbeiten sind als geführte Meditationen bzw. Astralreisen verfasst,
sodass man ihnen recht einfach folgen kann. Da diese praktischen Arbeiten
jedoch einen evolutionstechnischen Wert besitzen, sind Barrieren und
Hindernisse absichtlich eingebaut worden. Es bleibt natürlich dem Leser
überlassen, wie ehrlich er die Arbeit vollzieht. Die Erfahrung hat gezeigt,
dass Selbstbetrug und Streicheleinheiten für das Ego nett, für die Evolution
aber wertlos sind. Es ist besser an einer Barriere vorerst zu scheitern, als
sich selbst zu betrügen.
So muss man in den praktischen Arbeiten kleinere Rätzel bzw.
Herausforderungen lösen, die sich alle auf die eigene Kreativität beziehen.
Gleichzeit muss ich natürlich erwähnen, dass man seine körperlichen
Chakren kennen und auch steuern sollte. Wenn es darum geht, auf der
astralen Ebene etwas zu „sehen“, man jedoch noch niemals mit seinem Stirn-
Chakra gearbeitet hat, ist die praktische Arbeit wirkungslos. Da die Arbeiten
teilweise sehr lang sind, sei erwähnt, dass man sie auch selbstständig kürzen
kann und sich nur auf die „Brennpunkte“ fixieren kann.

… doch sind diese Arbeiten nicht mehr abgedruckt, da hier nun endlich
ENDE ist! J
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