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1.

Grammatik und Wortschatz

Lesen Sie den folgenden Text und wählen Sie die richtige Lösung (A, B, C oder D). (0) ist ein
Beispiel für Sie. Setzen Sie ein Kreuz (X) bei der richtigen Lösung auf dem Lösungsblatt 1. Sie
dürfen kein Wörterbuch benutzen.

Rauchen ist besser als Heucheln


Neulich, auf dem Flug von Boston nach New York: Ich hatte kaum Platz __1__, da verkündete
die Stewardess, die planmäßige Flugzeit liege unter zwei Stunden (tatsächlich wurden es vier),
und deshalb sei dies, den Vorschriften entsprechend, ein Nichtraucherflug. Viele Passagiere
klatschten laut Beifall.
Etwas irritierte mich daran, und ich __2__ während des ganzen Fluges, was es war. Schließlich
fand ich __3__ Antwort: Ich war Zeuge einer Demonstration moralischer Selbstgerechtigkeit
gewesen. Heutzutage ist das Rauchen eine Sünde; __4__ es verurteilt, fühlt sich tugendhaft und
rechtschaffen. Fragte man all diese selbstgefälligen Passagiere einmal, warum sie geklatscht
haben, bekäme man zur Antwort, durch diese Vorschrift seien sie nun __5__ gegen ihren Willen
irgendwelchen Einflüssen ausgesetzt, die __6__ Gesundheit schaden könnten. Doch nimmt
man diese Begründung einmal __7__ die Lupe, dann werden die fadenscheinige Argumentation
und die heuchlerische Tugendhaftigkeit, die dahinterstecken, rasch deutlich.
Ich zum Beispiel fühle __8__ von gewissen Eau de Colognes und Parfüms belästigt, die mir in
engen Räumen – etwa im Flugzeug – erhebliches Unwohlsein bereiten. Das gleiche gilt für
__9__ Kinder, ungepflegte Männer und dicke Menschen. Allerdings kann ich mir kaum
vorstellen, dass etwa die Durchsage __10__ Stewardess, auf diesem Flug sei gemäß den
Vorschriften die Benutzung von Old Spice verboten, vom Publikum beklatscht würde.
Dagegen wird man sicherlich einwenden, dass ein Parfüm keinen Lungenkrebs verursacht.
Abgesehen __11__, dass in keiner Weise bewiesen ist, ob ein Nichtraucher Lungenkrebs
bekommt, wenn er zwei Stunden lang mit einem Raucher im __12__ Flugzeug sitzt, müsste es
nach der gleichen Logik auch Menschen mit ansteckenden Krankheiten wie Erkältung, Grippe
oder Bindehautentzündung verboten sein, ein Flugzeug __13__ besteigen. Wer sich zu einer
Flugreise entschließt, nimmt nun einmal allerlei Unannehmlichkeiten wie Lärm und __14__
Gerüche in Kauf. Aber allein der Zigarettenrauch ist __15__ Hassobjekt geworden. Kein
Zweifel, Rauchen ist äußerst ungesund. Aber für viele kann es die einzige Freude ihres Lebens
sein.

A B C D
1 nehmen nahm genommen genehmen
2 überlegte legte über lag über überlag
3 die der das den
4 wo die was wer
5 schon nicht nicht mehr noch nicht noch mehr
6 ihre ihrer ihr ihrem
7 unter an auf mit
8 mir sich mich dir
9 schreiende schreienden schreiender schreiend
10 des der die dem
11 darüber daran damit davon
12 selbe selben selbem selbes
13 zu -- hat ist
14 verschiedener verschiedene verschiedenen verschiedenes
15 zum zu zur bis zum
2. Leseverstehen 1

Lesen Sie den ersten Text und ergänzen Sie auf dessen Grundlage die Sätze im zweiten Text
(in der kurzen Zusammenfassung) sinngemäß. Die Anzahl der einzutragenden Wörter
entspricht der Anzahl der vorgegebenen Linien. Schreiben Sie die Lösungen auf das
Lösungsblatt 1. Sie dürfen kein Wörterbuch benutzen.

Text 1:

Ein Zeitvertreib mit großer Tradition


Das Spiel, so sagt man, ist so alt, wie die Menschheit selbst, älter beispielweise als Lesen und
Schreiben. Für Spiele, welcher Art sie auch sein mögen, muss man sich Zeit nehmen.
Gerade im Winter kann ein Abend, den man spielend mit Freunden verbringt, ungemein
erholend sein. Denn wenn man spielt, hat man die Möglichkeit, zumindest teilweise die
Realität hinter sich zu lassen, die kleinen Sorgen des Alltags zu vergessen.
Spielen gehört zum Leben wie Essen und Trinken, auch wenn viele Erwachsene das nicht
wahrhaben wollen. Psychologen wissen sehr gut um den Wert des Spieles als
„Entspannungsmittel“. Und sie sind es auch, die immer wieder unterstreichen, dass diese Art
von Zeitvertrieb nicht nur eine adäquate Beschäftigung für Kinder ist. Die ältesten Spuren von
Spielen führen in den Nahen und Fernen Osten. In der alten biblischen Stadt Ur fand man bei
Ausgrabungen in den Königsgräbern aus der Zeit um 2500 v.u.Z. kunstvoll gestaltete
Spielbretter.
Durch viele Jahrhunderte war Spielen, mit nur wenigen Ausnahmen, meist ein Privileg der
Herrschenden und Reichen. Und gerade wir in Europa haben eine sehr „unspielerische“
Geschichte hinter uns. Die in diesem Raum herrschenden sittlichen Maßstäbe, die ethischen
Leitbilder, sind aus dem Bereich der zum Lebensunterhalt notwendigen Arbeit heraus
entworfen und ausschließlich darauf angelegt. Gerade aus dieser Geisteshaltung ist so
manches Tabu entstanden und hat sich in einigen Bereichen bis heute gehalten. So etwa die
bereits erwähnte Ansicht, dass das Spiel ausschließlich eine Sache der Kinder sei. Schüler und
Studenten lernen, und die Erwachsenen sind vor allem der Arbeit verpflichtet.
Heute wird eine Vielzahl von Spielen angeboten, von denen ein Großteil auch für Erwachsene
entworfen wurde. Vielleicht wirkt es vordergründig gedankenlos, beispielweise einem
befreundeten Ehepaar zu Weinachten ein Spiel zu schenken. Bei genauerer Überlegung stellt
sich jedoch heraus, dass diese Gabe doch sinnvoll ist. Denn die Idee, mit diesem Geschenk
einmal einen richtiggehenden „Spielabend“ zu veranstalten, liegt nahe.

Text 2 (kurze Zusammenfassung):

Das Spiel ist ebenso alt wie __1__. Beim Spielen lässt man die __2__ hinter sich. Spiel dient
auch als __3__, sagen die Psychologen. Die ältesten Spiele stammen von __4__. In den
Königsgräbern wurden __5__ gefunden. Zuerst war Spielen nur für __6__ als Privileg erlaubt.
Ein Tabu ist geblieben, demnach sei Spiel nur für __7__ erhältlich. Heutzutage dient es aber
nicht mehr, auch Erwachsenen können für sich einen „__8__“ veranstalten, wo sie sich wohl
fühlen.

3. Leseverstehen 2
Lesen Sie den folgenden Text und wählen Sie die richtige Lösung (A, B oder C). Setzen Sie ein
Kreuz (X) bei der richtigen Lösung auf dem Lösungsblatt. Sie dürfen kein Wörterbuch
benutzen.

Chronik des Schmerzes


Der Patient Jens Müller ist eine Erfindung, eine Filmfigur, erschaffen aus den langjährigen
Erfahrungen eines Psychotherapeuten und einer Anästhesistin von der Universität Bonn, unter
deren sachkundiger Beratung der Fernsehfilm „Schmerz-Chronik einer Krankheit“ entstand.
Jens Müller, im Film dargestellt von einem ausgezeichneten Schauspieler, ist der typische
Schmerzpatient. Er ist ein „Antreiber“, überfordert sich und andere, schont niemanden, am
wenigsten sich selbst, und leidet. Seine unablässigen Magenschmerzen scheinen unheilbar zu
sein. Als ein Arzt ihm rät, doch einmal mit einem Psychologen zu sprechen, sagt er trotzig:
„Vom Reden allein gehen die Schmerzen auch nicht weg.“ Er fürchtet, dass ihn der Psychologe
für verrückt erklärt und ihm die Schmerzen nicht glaubt.
Das Schicksal von Jens Müller steht für Hunderttausende von chronisch Schmerzkranken,
denen auch eine fachgerechte Behandlung kaum Linderung oder gar Schmerzfreiheit bringt.
Sie blicken oft auf eine jahrelange Patientenkarriere zurück, haben es mit Tabletten und
Spritzen, Massagen und manchmal auch mit Operationen versucht und finden keine Heilung.
Wie Jens Müller wollen sie immer funktionieren, geben eine Überforderung nicht zu, zeigen
keine Gefühle und schlucken ihre Ängste herunter. Und Rücksicht auf sie nimmt keiner, nicht
einmal sie selbst. Die Muskeln verspannen sich, verstärken die Schmerzen: Schmerz – Stress –
Schmerz … ein Teufelskreis entsteht, der auch den Medikamentenverbrauch hochtreibt.
Im Verlauf des Films begreift Jens Müller allmählich, dass seine Magenschmerzen etwas mit
seiner Lebensweise und seiner Psyche zu tun haben. Das entspricht den Aufklärungsabsichten
der Autoren, die sich sowohl an die Patienten als auch an die Ärzte richten. Denn ein Rezept
für ein Schmerzmittel ist schnell ausgestellt, eine Spritze rasch gegeben, die
psychotherapeutischen Verfahren sind zeitaufwendiger, für Arzt und Patienten unbequemer
und oft, das ist am wichtigsten, einfach unbekannt.
Es ist ein schmerzhafter Prozess, die Ursachen der eigenen Schmerzen in sich selbst zu
erkennen.

1. Jens Müller ist


a. eine Erfindung zweier Autoren.
b. ein ausgezeichneter Filmschauspieler.
c. ein „echter“ Patient eines Psychotherapeuten und einer Anästhesistin.

2. Für den im Film dargestellten Schmerzpatienten ist typisch,


a. dass er gern Leistungen zeigt, die eigentlich über seine Kräfte gehen.
b. dass er auch von anderen gerne solche Leistungen erwartet.
c. dass er sich bei alldem wohl fühlt.

3. Der dargestellte Schmerzpatient


a. glaubt, dass er verrückt ist.
b. wird von dem Psychologen für verrückt erklärt.
c. glaubt nicht, dass ein Psychologe ihn heilen kann.

4. Schmerzpatienten
a. erkennen meist, dass sie psychisch krank sind.
b. werden meist durch Tabletten, Spritzen und Massagen geheilt.
c. geben ihre Ängste ohne weiteres zu.
5. Die Schmerzen bei diesen Patienten
a. sind nur eingebildet, sind nicht wirklich da.
b. entstehen durch Muskelverspannungen.
c. werden erfolgreich durch Medikamente bekämpft.

6. Die richtige Behandlung der Schmerzpatienten ist


a. für den Arzt zeitaufwendig.
b. für den Patienten unbequem.
c. ist manchem gar nicht bekannt.

4. Schreibfertigkeit

Von den drei Aufgaben müssen Sie nur eine lösen. Sie müssen in Ihrem Leserbrief zu jedem
Punkt etwas schreiben, aber über die Reihenfolge der Punkte können Sie selbst entscheiden.
Sie sollen einen zusammenhängenden und klar aufgebauten Text schreiben. Aus dem Text im
Kasten können Sie zitieren. Ihr Aufsatz soll - ohne die eventuellen Zitate - 200-250 Wörter
enthalten. Sie dürfen bei der Arbeit gedruckte Wörterbücher benutzen. Schreiben Sie bitte
leserlich. Erwähnen Sie bitte NICHT Ihren Namen und Ihre Adresse. Schreiben Sie Ihre
Lösung auf das Lösungsblatt 2.

Thema 1.
Ihr Freund möchte dieses Jahr in derselben Stadt Urlaub machen, wo Sie Ihr Urlaub letztes
Jahr verbracht haben. Schreiben Sie ihm einen Brief, in dem Sie ihm Rat geben, wobei Sie in
den folgenden Punkten hineingehen:
- welches Hotel sie als Unterkunft nehmen sollten, und warum
- welche Unterhaltungsmöglichkeiten in der Nähe gibt
- Welche Programme Sie nicht auslassen dürfen
- welche Nachteile Ihr Urlaub in dieser Stadt gehabt hatte

Thema 2.
Die Schulzeitung möchte Artikel zum Thema „meine beste Lehrerin“ bekommen. Sie
entscheiden, dass Sie Ihre Meinung dazu äußern. Schreiben Sie einen Artikel, in dem Sie in
den folgenden Punkten hineingehen:
- was sind guten Eigenschaften dieser Lehrerin
- was halten Sie für notwendig bei einer wirklich guten Lehrerin
- welche sind auch die menschlichen Seiten einer guten Lehrerin
- was sollte eine solche Lehrerin nie machen

Thema 3.
Sie haben im Internet einen DVD-Player bestellt. Aber Sie haben nicht das bekommen, was
Sie erwartet haben. Schreiben Sie einen Brief an der Firma, in dem Sie folgende Punkte
detaillieren:
- was ist Ihr Problem mit der Ware
- wann und wie Sie dieses Produkt bestellt haben
- welche Ersatzmöglichkeiten Sie für akzeptabel halten
- Bitten Sie um eine baldige und akzeptable Lösung des Problems (schlagen Sie etwas
vor)
Megoldások
1. feladat:

1.c 2.a 3.a 4.d 5.b 6.b 7.a 8.c 9.a 10.b 11.d 12.b 13.a
14.b 15.a
2. feladat
1. Menschheit
2. Realität
3. Nahen und Fernen Osten
4. Entspannungsmittel
5. Spielbretter
6. Herrschenden und Reichen
7. Kinder
8. Spielabend

3.feladat
1.a 2.a 3.c 4.b 5.b 6.c