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Bündnis Bio Fachschaften

im Fachbereichsrat
DOKUMENTATION

Bündnis Bio Fachschaften


ARBEIT IM FACHBEREICHSRAT | WWW.BBF-UHH.WEEBLY.COM
Diese Dokumentation enthält Anträge und Initiativen
des Bündnisses Bio Fachschaften (BBF) inhaltlich
sortiert nach seinen Programmpunkten 2018

Inhaltsverzeichnis
Was ist der Fachbereichsrat? Re-Demokratisierung
Bündnis Bio Fachschaften (BBF-Programm-Präambel 2018) ....... 3
Welche Bedeutung hat der Fachbereichsrat ....................................... 4
Antifaschismus, Soziales und Kultur
Aufruf zur Lesung Bücherverbrennung – Nie wieder! ................... 5
Martin-Luther-King .................................................................... 6
Bildung zum Wohle Aller
Studienreform – Stand, Bedarf, Perspektive................................... 7
Frieden und Nachhaltigkeit
Scientists4Future ............................................................................ 9
Carl Friedrich von Weizsäcker - Zentrum
für Friedensforschung und Naturwissenschaften ................... 10

Demokratisierung ............................................................................. 11

Impressum ....................................................................................... 12

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Was ist der Fachbereichsrat und warum wählen?
– Re-Demokratisierung

In und für die gesamte Biologie wird, wie an allen anderen


Fachbereichen, aufgrund einer Gesetzesänderung nach Jahren ein
Gremium wieder eingesetzt, in dem die verschiedenen
Mitgliedergruppen ein demokratisches Mitspracherecht erhalten: zu
den unterschiedlichsten Themen von Studiengestaltung über
Personalfragen bis Baumaßnahmen > Der Fachbereichsrat <
Wir, als Aktive aus den Fachbereichen Biologie und Holzwirtschaft,
haben uns als eine Gruppe zusammengefunden, um für unsere
Interessen gemeinsam einzustehen.

Die Briefwahlen zum Fachbereichs- und Fakultätsrat sind zeitgleich!

Bündnis Bio Fachschaften (BBF-Programm-Präambel 2018)

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.


Wir streiten auch im Fachbereich für eine internationale, sozial
offene Universität und für, eine ihrer öffentlichen Aufgaben
zuträglichen, Finanzierung.
Eine lebendige, gesellschaftlich verantwortlich eingreifende
Universität als Republik schaffen all‘ ihre Mitglieder, die
hinterfragen, arbeiten, kämpfen, forschen, sich organisieren und ihre
Interessen, und damit auch Stadt- und Weltpolitik, in ihren
universitären Gremien diskutieren und mitbestimmen!
Wir Aktive des Bündnis Bio Fachschaften tun dies derzeit in
stärkerer Zusammenarbeit von den Fachschaftsräten Biologie und
Holzwirtschaft und laden weitere Aktive aus dem gesamten
Fachbereich zu unseren Treffen ein!
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Welche Bedeutung hat der Fachbereichsrat?

Liebe gewählte Mitglieder des Fachbereichsrats Biologie,

Ja, „Wer wenn nicht wir?! […] Als „Republik in der Republik“ ist
die Universität (potentiell) eine Stätte organisierten Widerstands, der
Wahrhaftigkeit und für Wohlentwicklung. Sie ist dies so sehr, wie die
dafür erkämpften Rechte und Möglichkeiten von ihren Mitgliedern
wahrgenommen werden: im universitären Alltag, in Lehre, Lernen
Forschen und Selbstverwaltung“. Dem schließen wir uns an und
folgern daraus, diese Verantwortung positiv wahr – und ernst zu
nehmen, indem wir die mögliche und notwendige (!) demokratische
Teilhabe achten, u.a. indem wir

- im Sinne der Begrüßung dieser Re-Demokratisierung alle


dazu ermuntern auch Pflicht aber vor allem persönliches
Anliegen für die gemeinsame Sache zu sein.
- Als studentische Vertreter: innen im Fachbereich, kooperativ
als Team.

Die Fachbereichsräte, als gewählte, Fach nahe Gremien zur


kollegialen Planung und Entwicklung der Universität von unten nach
oben sind auf Druck studentischer Bewegung 2014 wieder eingeführt
worden. Im Zuge neoliberaler, autoritärer Deformen (seit 2001)
waren sie abgeschafft oder als „Vorstände“ von oben „eingesetzt“
worden. 2018 wurden sie erstmals wieder gewählt.

Wir vom Bündnis Bio Fachschaften kandidierten öffentlich mit


Programm zu diesem Wiederauftakt. In diesem Sinne wollen wir
arbeiten.

Wir sind gespannt und freuen uns auf eine produktive


Zusammenarbeit mit Ihnen.
BBF
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Aufruf zur Lesung Bücherverbrennung – Nie wieder!

Werte Mit-Mitglieder,

Am herannahenden Dienstag, den 15 Mai, findet, wie seit vielen


Jahren, am Ufer des Isebek-Kanals eine Marathonlesung aus den
1933 an ebendieser Stelle verbrannten Büchern statt. Diese Bücher
waren zu Schrift gewordene Gedanken, Analysen, Prosa und
Geschichten, die den gerade erst an die Macht gekommenen Nazis
ein Dorn im Auge waren. Waren diese Werke und ihre Autor*innen
doch ein Zeichen freier, kritischer und humanistischer Geister.

Ausgerechnet die Studierenden waren es damals, die dem sich


ausbreitenden Antisemitismus und Faschismus meinten in
vorauseilenden Gehorsam sich unterwerfen zu müssen und diese
Schandtat damals initiierten und vollbrachten.

Wir sehen es somit als eine besondere Verpflichtung für uns alle an,
den Autor*innen und ihrer Werke beständig zu gedenken. Die Worte
und ihr Inhalt wollen auch heute und zukünftig gehört, gewürdigt und
gelebt werden.

Wir möchten Sie somit auffordern, die zeitgleich geplante


Vorstandssitzung um z.B. eine Woche, und damit auf Dienstag, den
22.Mai, zu verschieben, und mit uns gemeinsam zur Lesung zu
gehen, zuzuhören, sich auszutauschen und eventuell auch selber
etwas vorzulesen.

Ein Flugblatt verschiedener Gruppen aus der Studierendenschaft


finden Sie dazu im Anhang.

Wir sind über Ihr Entgegenkommen im Voraus dankbar und freuen


uns auf viele bekannte Gesichter bei der Veranstaltung.

BBF
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Der Campus am Martin-Luther-King-Platz - zur Geschichte
(Auszug aus einem Antrag zum 50. Todestag Martin-Luther-Kings)
Mit dem Studenten-Boom der 1970er-Jahre kamen das Geomatikum,
die Gebäude am Martin-Luther-King-Platz sowie das Gebäude der
Wirtschaftswissenschaften (der Wiwi-Bunker) und andere bis heute
markante Bauwerke zur Universität Hamburg hinzu.
An den Martin-Luther-King-Platz in Hamburg im Grindel-Viertel
grenzt das Zoologische Institut, das Zoologische Museum und der
Fachbereich Chemie. Das Grindel-Viertel lebt durch gegenseitige
aktuelle und historische Bezugnahme auf und durch die Universität
Hamburg. 2010 haben Anwohner, Universitätsmitglieder und viele
weitere Hamburger mit breiter Beteiligung an der Kampagne „Uni
bleibt!“ gegen ihre Verrückung auf den Kleinen Grasbrook und klar
für den Verbleib der Universität im Grindel-Viertel gewirkt. Hier
wurde die Universität Hamburg vor 100 Jahren von der
Hamburgischen Bürgerschaft als erste Universität Deutschlands
demokratisch gegründet. Und sie wächst mit ihren Aufgaben.
1968 ist das Jahr der Studierendenproteste, der Kampf um Frieden,
kritische Wissenschaften, die Realisierung des Rechts auf Bildung,
Gesundheit, Wohlergehen, sowie für sexuelle wie politische
Befreiung. Eine Revolte, die weltweit unter dem Label „68er-
Bewegung“ in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Nachdem die
Bürgerrechtler, Hippies und Studenten die USA seit den 1950er
Jahren kulturell tiefgreifend verändert hatten, wurde es 1968 durch
zwei tödliche Attentate regelrecht traumatisiert. [...] Am 4. April
1968 war eine charismatische Persönlichkeit der Schwarzen
Bürgerrechtsbewegung, Martin Luther King Jr., ermordet worden.
Die Würdigung seines Wirkens – damals, wie heute - gegen
Segregation, Rassismus, soziale Ungleichheit und den Vietnamkrieg
ist eine positive Notwendigkeit.

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Viele Plätze, Universitäten, und Schulen sind u.a. in den USA und in
Deutschland nach ihm benannt. Der Martin-Luther-King-Platz im
Grindel-Viertel, umrahmt von den Fachbereichen Biologie und
Chemie ist einer davon. Er bildet einen positiven Bezugspunkt im
öffentlichen Raum und Bewusstsein für Zivilcourage,
Menschenrechte und Befreiung.
BBF

Studienreform – Stand, Bedarf, Perspektive; Ausschussbildung

Es besteht das Erfordernis den Konflikt um eine emanzipatorische


Studienreform in Abkehr vom Bologna-System der
unternehmerischen Hochschule argumentativ hin auf Konsequenzen
zu bearbeiten (die Allensbach-Umfrage beim Hochschulverband gab
bereits 2017 ein vernichtendes Urteil über „Bologna“). Der
Fachbereich ist derzeit, auch bei erweiterter
Verantwortungsbefürwortung, nicht in der Lage die für die
Studienreform erforderliche Arbeit zu gewährleisten. Das heißt, die
Fachspezifik durch den geweiteten Reflexionshorizont
weiterzuentwickeln und die daraus resultierenden großen (Studium
Generale, „Bielefelder Modell“, Master als Regelabschluss,
Problemlösungsorientiertes forschendes Lehren und Lernen), wie

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kleinen Reformen (Überarbeitung der FSB, Inklusives Studium,
Atteste) umzusetzen.
Wir, die Universität, als Gesamt: Die vergangenen
Studienreformtagung(en) der Gesamtuniversität, wie Dies Academici
auf Universitäts- wie Fakultäts-Ebene eröffnen bezugnehmende
konzeptionelle Weiterentwicklung von Studium und Lehre, entgegen
vereinzelnder Eigenverantwortung. Die Möglichkeit zur Teilnahme
besteht für alle Universitätsmitglieder, die Fragen: Was haben wir
erkannt? Was machen wir daraus? erfreulicherweise auch. Das
Leitbild universitärer Lehre ist Ausdruck des aktuellen
Auseinandersetzungsstands zu dessen ernsthafter Wahrnehmung die
demokratische Verfasstheit der Universität verpflichtet. […].
Widersprüche können produktiv gemacht werden, um Konflikte
zu lösen: Eine allgemeine Rahmenprüfungsordnung wird und wurde
an der Universität diskutiert und beschlossen, ein weiterführender
studentischer Entwurf einer Rahmenprüfungsordnung (anbei) liegt
weiterhin vor.
Wir sollten voneinander lernen: Einige Fachbereiche realisieren
bereits exemplarisch andersgedachte Studienkonzeptionen, so wird
am Fachbereich für Sozialökonomie das Themen-semester
unternommen, Projektseminare im Fachbereich Geschichte realisiert
und der Fachbereich Erziehungswissenschaften berät u.a. auch zu
hochschuldidaktischen Fragen.
Wir sollten einander zuhören und unsere gebildeten Chancen
wahrnehmen: Der Universitäts-AlSt, wie der MIN-AlSt diskutieren
Studienreformentwicklungen und Schritte auf höherer Ebene, die drei
Ebenen der akademischen Selbstverwaltung müssen nicht als
hierarchische Kaskade, sondern können als kommunizierende
demokratische Vertreter dieser akademischen Selbstverwaltung mit
unterschiedlicher spezifischer Verantwortung je Organisationsebene

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verstanden werden – und dementsprechend so agieren.

BBF Antrag:
Zur kontinuierlichen, kooperativen und konzeptionellen Entwicklung
von Studium- und Lehre wird der Fachbereichsrat Biologie
beauftragt einen ständigen Ausschuss des Fachbereichs für Studium
und Lehre einzusetzen, der von allen Mitgliedergruppen des
Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg gebildet wird.
Stimmberechtigt sind Hochschullehrer: innen, Student: innen und
Mitglieder des akademischen, wie des Technische
Verwaltungspersonal zu je gleichen Anteilen, die
Fachbereichsreferenten sind beratende Mitglieder des Ausschusses

Scientists4Future – Anschreiben

Liebe FBR-Mitglieder,
mit den Friday4Future zeigen uns junge Menschen in vielen Ländern,
wie sehr die ökologischen Fragen drängen - hin auf eine
Wohlentwicklung für Alle ohne die Ressourcen der Welt dabei zu
erschöpfen. Zur Unterstützung haben über 23.000
Wissenschaftler*innen aus dem deutschsprachigen Raum eine
Petition verfasst, um die wissenschaftlichen Hintergründe und
Anliegen zu präzisieren.

"Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erklären wir auf


Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Diese
Anliegen sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen
Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz
reichen bei weitem nicht aus. ..Die jungen Menschen fordern zu
Recht, dass sich unsere Gesellschaft ohne weiteres Zögern auf
Nachhaltigkeit ausrichtet. Ohne tiefgreifenden und konsequenten
Wandel ist ihre Zukunft in Gefahr. Dieser Wandel bedeutet unter
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anderem: Wir führen mit neuem Mut und mit der notwendigen
Geschwindigkeit erneuerbare Energiequellen ein. Vor allem die
Politik steht in der Verantwortung, zeitnah die notwendigen Rahmen-
bedingungen zu schaffen. Insbesondere muss klimafreundliches und
nachhaltiges Handeln einfach und kostengünstig werden,
klimaschädigendes Handeln hingegen unattraktiv und teuer“
(Scientists4Future:https://www.scientists4future.org/stellungnahme)

Wir Studierende freuen uns über die Initiative und rufen dazu auf
dies als eine gute Konkretion der gelebten SDGs zu unterstützen: mit
der Verbreitung innerhalb des Fachbereichs und auch der jeweils
eigenen Unterschrift. Mit freundlichen Grüßen,
BBF

Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Friedensforschung


und Naturwissenschaften – ZNF

Unseres Verständnisses nach sollte die Professur die Friedens-


forschung dauerhaft in die Arbeit der mathematisch-naturwissen-
schaftlichen Fakultät integrieren und einen zukunftsgerichteten
interdisziplinären Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt mit
überregionaler Ausstrahlungskraft entwickeln. Dies kann dadurch
realisiert werden, indem die Friedensforschung ein anregender
Bestandteil der gesamtuniversitären Wissenschaft und Kultur ist und
über diese hinaus zu der Realisierung der Menschenrechte, der
Sustainable Development Goals (SDGs der UN) und des
Grundgesetzes und somit zur demokratischen Öffentlichkeit beiträgt.
Die Professur hätte also die Aufgabe mit naturwissenschaftlich
fundierter Friedens-forschung und -lehre zu friedlichen Zielen und
ziviler Konflikt-transformation beizutragen. So sollte die Professur
auch zur ethischen Qualifikation der Studierenden, wie aller an
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wissenschaftlichen Fragestellungen Beteiligten, beitragen und
konkretisiert die gesamtgesellschaftliche Verantwortung die wir am
Fachbereich, der Fakultät und Universität haben. Wir stellen uns
daher eine Person vor, die eine naturwissenschaftliche bzw.
mathematisch / informatische Fachausbildung hat und sich als
maßgebenden Faktor bei der Vernetzung und Kooperation zwischen
den Fachbereichen und -kulturen versteht, mit klarer Positionierung
zur Realisierung des Friedens. Einerseits würden wir gerne über
unser Verständnis zur Professur diskutieren sowie von dieser Basis
ausgehend heraus-arbeiten wie unser Fachbereich zum Gelingen des
ZNF bzw. zum Gelingen der naturwissenschaftlich fundierten
Friedensforschung beitragen kann.
Wir würden uns darüber freuen uns mit Ihnen und weiteren
Friedensbewegten am Fachbereich hierzu auszutauschen und für den
Fachbereich gemeinsam eine Stellungnahme zu entwickeln.
Viele Grüße, BBF

Demokratisierung
Im Rahmen einer Diskussion um die Ausgestaltung der
Geschäftsordnung beantragten wir mündlich die FBR-Sitzungen
sollen nicht nur fachbereichs-, sondern hochschulöffentlich sein.
Allen Mitgliedern der Universität, insbesondere interessierten
Studierenden, z.B. Nebenfächler*innen, Lehramtsstudierenden u.a.
sollte dies ohne Hürden ermöglicht werden. Nach sehr kontroverser
Diskussion und mehrheitlicher Ablehnung wurde der Antrag von uns
in der beschließenden Sitzung des Fakultätsrats der MIN neu
eingebracht und dort nach inhaltlicher Auseinandersetzung
einstimmig positiv entschieden.

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Impressum

Nimm Kontakt auf!

Wir kommen i.d.R. einmal monatlich zwischen den FBR-


Sitzungen zusammen, um uns zu beraten, neue Anträge zu
diskutieren etc. Meldet Euch gerne, wenn ihr dazu kommen
mögt, beziehungsweise über Termine und Aktionen informiert
werden wollt.

Bündnis Bio Fachschaften

V.i.S.d.P.: Victoria Mader


c/o FSR Biologie
Martin-Luther-King-Platz 2
20146 Hamburg

Mail: bbf-uhh@web.de

Webseite: www.bbf-uhh.weebly.com

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