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Andere Wörter für gehen – Synonyme für

gehen
So kann man das auch sagen, oder in diesem Fall noch treffender: So
geht’s auch! Denn gehen ist nicht gleich gehen. Mal geht man langsam,
mal schnell, mal rennt man. Und wie ist die Bewegung? Wie die
Körperhaltung? Mit welchen Absichten und welchem Ziel bewegt man
sich fort? Wie fühlt man sich dabei? Wie ist der Untergrund, auf dem
man wandelt, und wie das Schuhwerk, das man trägt?

Zu Fuß fortbewegen können wir uns auf unglaublich viele Weisen, und
der deutsche Wortschatz schenkt uns etliche Möglichkeiten, all diese
Feinheiten auch auszudrücken.

Synonyme für gehen und ähnliche Wörter

Synonyme für gehen und Wörter mit ähnlicher Bedeutung / Illustration von Delia Tello
Wenn es schnell gehen muss
Wenn
wir brausen, fegen, flitzen, jagen, joggen, laufen, pesen, preschen,
rennen, sausen, schießen, sprinten, spurten, stürmen oder wetzen,
dann geht’s schnell, meist sogar sehr schnell voran.
Eilen, hasten oder hetzen wir, dann sind wir auch sehr schnell
unterwegs, haben aber obendrein nicht viel Zeit und aus diesem Grund
jede Menge Stress.

Mit viel Zeit und meist ohne festes Ziel


Ohne Eile, ganz gemütlich und fast immer ohne ein bestimmtes Ziel
geht´s, wenn
wir bummeln, flanieren, lustwandeln, schlendern, spazieren, streife
n oder trödeln. Dann haben wir genügend Zeit, uns die Schaufenster
anzusehen (bummeln, flanieren), das Leben zu genießen (flanieren,
lustwandeln, schlendern), die Gegend zu erkunden (streifen, z.B. durch
den Wald) oder einfach nur an der frischen Luft zu sein (spazieren).
Vielleicht haben wir die Zeit und möglicherweise auch alles um uns
herum aber auch einfach nur vergessen, dann trödeln wir.
Auf dem Weg zu einem bedeutenden Ziel
Sollten wir aber pilgern oder wallfahren, dann kommt unserem Ziel
eine ganz besondere Bedeutung zu. Und Achtung: Wallfahren kann man
auch zu Fuß.
Mit großen oder kleinen Schritten
Schritt für Schritt geht´s vorwärts, aber sind unsere Schritte
groß (marschieren,schreiten, stiefeln) oder eher klein
(trappeln, trippeln)?
In mehr oder weniger großen Sätzen geht es voran, wenn wir hüpfen
oder springen.

Wie werden wir von anderen wahrgenommen?


Gefühle, Befinden, Zustand und Geschicklichkeit
Und welches Bild geben wir ab? Wie nimmt uns der aufmerksame
Beobachter wahr?
Stolzieren wir erhobenen Hauptes auf den Flaniermeilen der großen
Metropolen? Oder schlappen oder schlurfen wir mit hängenden
Schultern unseres Weges?
Torkeln wir (Zu viel getrunken?) nach Hause oder taumeln wir mit
letzter Kraft unserem Ziel entgegen?
Bewegen wir uns sehr ungelenk (stelzen, staksen, stöckeln) oder
wackelnd (eiern) fort? Oder tänzeln wir mit Leichtigkeit und Eleganz
durch den Raum?
Vielleicht sind wir aber auch einfach nur am Fuß verletzt und
müssen humpeln.
Wie ein Tier
Watscheln wir gar wie eine Ente? Erinnern wir den Betrachter an ein
Tier?
Dackeln, tigern, traben oder watscheln wir?
Laut oder leise
Eine andere Frage ist, wie viel Lärm wir bei der ganzen Sache machen.
Bewegen wir uns lautlos (gleiten, huschen, schleichen) durch den
Raum oder kündigen wir unser Kommen schon aus der Ferne
an (poltern, stampfen, stapfen)?
Auf den Untergrund kommt es an
Auch bekommen wir gelegentlich Informationen über den Untergrund,
auf dem wir uns fortbewegen. Waten wir durch knöcheltiefes Wasser
zum Ufer oder gar durch Schlamm? Stapfen wir durch einen weichen
Untergrund (Schnee). Rutschen wir mehr, als dass wir gehen, über eine
glatte Oberfläche, z.B. auf einem spiegelglatten Fußweg (Glatteis)?
Auf Schusters Rappen – das Schuhwerk
Und zu guter Letzt erfahren wir etwas über das Schuhwerk, das wir
tragen: Stiefeln wir mit schweren Schuhen und schweren
Schrittes? Staksen oder stöckeln wir auf (viel zu hohen)
Stöckelabsätzen steif und in kleinen Schritten vorwärts?
Beeindruckend, oder?