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Vielfältige regionale Unterschiede in Gebiet von Größe Europas unvermeidbar

Welche Unterschiede, Gründe dafür, Behebung d. Probleme

1. Indikatoren
• Bevölkerungswachstum
o Jährliche Zuwachsrate = Geburten u. Sterbefälle + Zu- u. Abwanderung
o Summarische Kennzeichnung von sozio-ökonomischen Bedingungen eines Landes →
Gesundheitssystem, Altersversorgung, Frauenerwerbsquote, Wohnungsmarkt u. Wohnungsgröße
o Bevölkerungspolitische Maßnahmen → Höhe des Kindergeldes, Kindergartenplätze,
Ausbildungshilfen

• Bruttoinlandsprodukt
o Gesamte Wertschöpfung einer Volkswirtschaft → unabhängig von Höhe der Preise
o In westlichen Ländern: Erfassung aller Güter u. Dienstleistungen
In ehemals sozialistischen Ländern: nur direkt der Produktion zugeordnete Dienstleistungen
o Erfassung des Lebensstandards über die Verbreitung von Konsumgütern: Autodichte,
Telefondichte, Krankenhausbetten u. TV-Geräte je 1000 Einwohner

• Arbeitslosigkeit, Erwerbsfähigkeit- u. tätigkeit (→ Lebensstandards)


o Abhängig vom Umfang der angebotenen Arbeit u. der Zahl der nach Arbeit suchenden Personen =
Erwerbspersonen
o Erwerbspersonen sind: Erwerbstätige u. Arbeitslose
Ewp. sind nicht: Hausfrauen, die keine bezahlte Arbeit haben od. suchen; Schüler, Studenten,
Rentner, Pensionäre u. Berufsanfänger
o Anteil an Erwerbspersonen steigt, durch...
 viele Geburten in einem Jahrgänge → drängen auf den Arbeitsmarkt
 Viele Immigranten im Arbeitsalter
 Verlängerung der Lebensarbeitszeit
 Berufstätigkeit von Frauen steigt
 Verkürzung der Ausbildungszeit
o Erwerbsquote unterliegt sozio-kulturellen Normen u. Bedingungen → z.B. Akzeptanz d.
Berufstätigkeit von Frauen, Dauer d. Ausbildung, Qualität d. Altersversorgung, Beeinflussung d.
Vorruhestandsregelungen

2. Ursachen der Disparitäten


• In Regionen mit Entwicklungsrückstand:
o hohe Kreditkosten, Fehlen von lang- u. kurzfristige Darlehen, Risikokapital (zur Finanzierung neuer
Produkte von kleinen Unternehmen) u. Möglichkeit des Leasing
o Notwendiger Ausbau von Infrastruktur, einige Bsp.:
→ italienische Inseln u. einigen spanischen Regionen: Verkehrsnetz
→ Irland u. Portugal: unzureichende Energieversorgung, zu hohe Energiekosten
→ südliches Italien: Fehlen von geeigneten Industrieflächen
→ Portugal: Fehlen von Schulen
→ Griechenland: kein effektives Kommunikationsnetz außerhalb der Großstädte
• Arme u. wohlhabende Regionen: zu hohe Steuern, fehlende qualifizierte Arbeitskräfte, zu hohe indirekte
Lohnkosten (z.B. Versicherungsbeiträge), geringes Wachstum d. Wirtschaft
• Regionale Unterschiede in der Ausbildung:
o In reichen Regionen zwar hochentwickelte Bildungssysteme, aber vermittelte Qualifikationen
stimmen nicht mit nachgefragten Qualifikationen überein
o Zurückgebliebene Staaten u. Regionen: fehlende Infrastruktur für hinreichende allgemeine u.
berufliche Ausbildung → große Gruppe an Ungelernten
• Innovation u. Forschung
o Forschung u. Entwicklung: große Bedeutung für Zukunftssicherung, weil
 Ständige Erneuerung von Produkten u. Herstellungsverfahren → Sicherung u. Stärkung der
Nachfrage u. somit die Marktstellung
 durch neue Verfahren Erhöhung d. Produktivität u. Kosteneinsparungen →
Wettbewerbsfähigkeit

3. Hilfe für Problemregionen der EU


• erhebliche Einkommensunterschiede, oft sogar innerhalb eines Landes (z.B. Italien: Pro-Kopf-Einkommen
Norditaliens 125% des EU-Durchschnittes, Süditalien nur 75%)
• EU Verpflichtung übernommen, Disparitäten abzubauen → Aufgabe nur langfristig lösbar
• 4 Kategorien von Problemregionen:
o Ziel-Nr.-1-Regionen
 Regionen mit Entwicklungsrückstand
 BIP pro Kopf min. 25% unter EU-Durchschnitt
 Periphere Lage → ¼ der Bev. Auf kleinen, entlegenen Inseln; 1/3 in rasch expandierenden
Ballungsräumen
 Schnelleres Bevölkerungswachstum als in anderen Teilen d. EG
→ deutliches Ansteigen des Arbeitskräfteangebot → wenn keine Arbeitsplätze geschaffen
werden: Anschnellen d. Arbeitslosigkeit od. verstärkter Abwanderung
o Ziel-Nr.2-Regionen
 Industrieregionen mit rückläufiger Entwicklung
 Altindustrialisierte Gebiete, überdurchschnittliche Bev.dichte + hohe Arbeitslosenquote
 Rückgang d. Industriebeschäftigung
o Ziel-Nr.-5b-Regionen
 Ländliche Gebiete
 Durch Abwanderung d. Jungen keine hohe Arbeitslosigkeit
 Agrarsektor verlor frühere Bedeutung; Arbeitsplätze im Industrie- u. Dienstleistungssektor
in begrenzten Umfang geschaffen
 Alternative Einkommensmöglichkeiten durch Ausbau d. Fremdenverkehrs u. Ansiedlung
kleinerer Unternehmen
o Ziel-Nr.-6-Regionen
 Regionen mit außerordentlich geringer Bevölkerungsdichte (weniger als 8 E/km2) u.
extremen klimatischen Bedingungen (Teile Schwedens u. Finnlands)
• Abbau der schwerwiegendsten Benachteiligung durch regionalpolitische Fördermittel aus Strukturfonds
• Beispiel für mühsamen Prozess der Anpassung:
o 4 ärmste Länder (Irland, Portugal, Spanien, Griechenland): Pro-Kopf-Einkommen weit unter EU-
Durchschnitt → nur ca. 66%
o bei gleichbleibenden guten Anstieg würde es 20Jahre dauern, bis die Menschen 90% des EU-
Durchschnittes verdienen würden
o ähnlich viel Zeit: Abbau d. Arbeitslosigkeit
• strukturpolitische Maßnahmen: z.B. Steuervergünstigungen, Subventionen, Unterstützung von
zukunftsträchtigen Wirtschaftszweigen, Förderung von innovativen Entwicklungen
• EU-Strukturfonds, Sammelbezeichnung für eine Reihe von Finanzierungsinstrumenten der Europäischen
Union zur Verringerung bzw. zum Ausgleich regionaler und sozialer Unterschiede, die etwa 80% des
Gesamthaushaltes der EU in Anspruch nehmen.

Quellen:
• „Europa - Neuordnung eines Kontinents“, Westermann Verlag
• „Der Fischer Weltalmanach 2004 – Zahlen Daten Fakten“, Fischer Taschenbuch Verlag
• Encarta Enzyklopädie Professional 2004
(Vortrag von Stephanie Beyer, März 2005)

1. Indikatoren
• Bevölkerungswachstum
o Jährliche Zuwachsrate = Geburten u. Sterbefälle + Zu- u. Abwanderung
• Bruttoinlandsprodukt
o Gesamte Wertschöpfung einer Volkswirtschaft → unabhängig von Höhe der Preise
• Arbeitslosigkeit, Erwerbsfähigkeit- u. tätigkeit (→ Lebensstandards)
o Abhängig vom Umfang der angebotenen Arbeit u. der Zahl der nach Arbeit suchenden
Personen = Erwerbspersonen
o Anteil an Erwerbspersonen steigt, wenn...
 Geburtenstarke Jahrgänge auf den Arbeitsmarkt drängen
 Menschen im Arbeitsalter zuwandern
 Die Lebensarbeitszeit verlängert wird
 Mehr Frauen berufstätig werden od. bleiben
 Die Ausbildungszeit verkürzt wird

2. Ursachen der Disparitäten


• Hohe Kreditkosten, Fehlen von lang- u. kurzfristige Darlehen, Risikokapital u. Möglichkeit des
Leasing
• Notwendiger Ausbau von Infrastruktur u. Verkehrsnetz
• Unzureichende Energieversorgung, zu hohe Energiekosten
• Fehlen von geeigneten Industrieflächen, Schulen u. effektiven Kommunikationssystemen
• Zu hohe Steuern, fehlende qualifizierte Arbeitskräfte, zu hohe indirekte Lohnkosten, zu geringes
Wirtschaftswachstum
• Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, keine Förderung von Forschung und Entwicklung

3. Hilfe für Problemregionen der EU


• Verpflichtung der EU zum Abbau von Disparitäten → nur langfristig möglich
• 4 Kategorien von Problemregionen:
o Ziel-Nr.-1-Regionen - Regionen mit Entwicklungsrückstand
o Ziel-Nr.2-Regionen - Industrieregionen mit rückläufiger Entwicklung
o Ziel-Nr.-5b-Regionen - Ländliche Gebiete
o Ziel-Nr.-6-Regionen - Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte u. extremen
klimatischen Bedingungen
• Abbau der schwerwiegendsten Benachteiligung durch regionalpolitische Fördermittel aus
Strukturfonds