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KARRIERE 08.10.16
KARRIERE
08.10.16

Smart studieren

Yvonne Scheller

Digitalisierung steht für technische Innovationen und Veränderungen. Der Studiengang Media Management vermittelt das nötige Instrumentarium

Wenn Blogger den Buchmarkt erobern, hat das seinen Grund: Dank ihrer Verankerung in der Social-Media-Szene erreichen sie mit Instagram, Facebook und YouTube eine enorme Reichweite und sprechen eine junge, Online-affine Zielgruppe an. Das macht sie attraktiv für Unternehmen wie die Edel AG, die neben Ton-, Bildton- und Datenträgern auch Bücher verlegt. An der Publikation eines dieser Bücher war Judith Pörschke beteiligt. Die 22-Jährige hat im September im dualen Studiengang Media Management (Theorie an der HSBA, Praxis im Kooperationsunternehmen Edel AG) graduiert und ihre Bachelorarbeit zum Thema Food Blogging geschrieben. Dabei ist sie der Frage nachgegangen: Sind Blogger die neuen Erfolgsträger im Kochbuch- Verlagsgeschäft?

Food-Blogger kochen, backen und schreiben über ihre Kreationen. Manche agieren auch live vor Webcams und laden ihre Clips hoch ins Netz – und da wird es für Verlage spannend. „Für das Kochbuch ,Vegan Queens‘ der Berliner Food-Bloggerin Sophia Hoffmann bei Edel Books konnten wir ihre Kompetenz

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beispielsweise für die Entstehung eines authentischen Trailers und ihren YouTube-Kanal zur Verbreitung nutzen“, erzählt Pörschke.

An der digitalen Welt reizen sie „die viralen Effekte, die rasante Entwicklung und die vielfältigen Trends und Meinungen“. Hat ihr der Studiengang Media Management das nötige Rüstzeug vermittelt, um die Vielfalt der technischen Entwicklungen in ihrer jetzigen Position als Junior Manager Customer Service Book bei der Edel AG zu nutzen?

„Absolut, ja. Der Studiengang bietet eine gute Kombination aus einem betriebswirtschaftlichen Fundament und medienorientierten und kreativen Fächern.“ Zudem habe die Verzahnung von Theorie und Praxis gut geklappt. „Was wir zum Beispiel in Kosten- und Leistungsrechnung gelernt haben, kann ich nun bei der Preiskalkulation eines Buches umsetzen. Und ich habe im Laufe des Studiums mehr und mehr die grundlegenden Strukturen bei Edel durchschaut: Wie ist so ein Medienunternehmen organisiert, oder welche Instrumente greifen im Personalbereich? Die Abwechslung und Vielfalt machen ein duales Studium so interessant.“

Dem stimmt auch Tobias Knoke zu. Er hat sich für ein duales Studium entschieden, um „das Beste beider Welten“ zu vereinen: sowohl Theorie und Praxis als auch Wirtschaft und Medien. Der 30-Jährige hat bereits 2009 seinen Bachelor in Media Management gemacht, ist von seinem Ausbildungsunternehmen AOL zu Google gewechselt, wo er heute bei Google Play in London als Business Development Manager EMEA (Europe Middle East) Unternehmen berät, die Spiele für Android herstellen. Zusätzliche betriebswirtschaftliche Kompetenz hat er sich durch ein berufsbegleitendes MBA-Studium an der ESCP Europe angeeignet. Seiner früheren Hochschule in Hamburg ist er immer noch verbunden, er unterrichtet an der HSBA Digitale Geschäftsmodelle und Digitales Marketing als Gastdozent. „Der Studiengang Media Management war schon zu meiner Studienzeit zukunftsweisend, und das ist er immer noch. Heute ist das Thema Industrie 4.0 in aller Munde, aber gerade die Medienbranche musste schon vor Jahren auf die digitale Transformation reagieren, um sich zukunftsfähig aufzustellen.“ Und sie werde sich weiterhin entwickeln müssen, ist Knoke überzeugt: „Die digitale Welt ist sehr dynamisch. Schon morgen kann jemand aus seiner Garage spazieren und eine ganz neue, bahnbrechende Idee präsentieren. Das heißt natürlich auch:

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Es ist nie klar, wer der Konkurrent von morgen ist.“

Umso wichtiger ist es, neue Trends, Entwicklungen und technische Innovationen in das Lehrprogramm einfließen zu lassen. Und das funktioniere an der HSBA, ist Knoke überzeugt. Der Input durch Partnerunternehmen und Studierende halte den Studiengang aktuell. „Die Studierenden kommen mit Fragestellungen oder Themen aus ihrer Berufspraxis oder ihrem persönlichen Umfeld und die Dozenten greifen sie auf.“ Als Beispiel nennt er die Virtual Reality-Technologie, die von vielen Unternehmen mit großem Interesse verfolgt wird.

Die Praxisphasen im Unternehmen, die Theoriephasen an der HSBA mit Fächern wie Buchführung und Bilanzierung, Volkswirtschaftslehre oder Investition und Finanzierung im BWL-Bereich und Modulen wie Mediaplanung & PR, Medienmärkte oder Medienkonzeption im Feld Medien – das duale Studium erfordert einiges an Engagement, Selbstdisziplin und Stressresistenz. „Eine Study-Life-Balance hinzubekommen ist sicher eine Herausforderung des Studiums“, bestätigt Knoke. Doch mit entsprechendem Organisations- und Zeitmanagement sei sogar ein Auslandssemester während des Studiums machbar, weiß er aus eigener Erfahrung. Sein Auslandssemester in Dubai hat er als absolutes Highlight in Erinnerung behalten, die vielfältigen Eindrücke einer anderen Kultur seien wertvolle Erfahrungen gewesen.

Auch Judith Pörschke schätzt das Eintauchen in fremde Welten. Sie hat sich während ihrer Studienzeit im „Internationalen Komitee“ der HSBA engagiert – einem von vielen Freizeitangeboten der Hochschule – und ausländischen Studierenden den Weg in die deutsche Gesellschaft geebnet. „Dank zweier Auslandsaufenthalte in Schweden und Italien während und nach der Schule weiß ich, wie es ist, fremd in einem Land zu sein und eine Sprache neu zu lernen.“

„Neu“ ist das Stichwort. Wer sich für den Studiengang Media Management entscheidet, sollte die Bereitschaft mitbringen, Neues auszuprobieren. Denn die Zukunft dürfte Überraschungen bringen, sind die HSBA-Absolventen überzeugt. Judith Pörschke: „Die Interaktivität und die Vielfalt der Mediennutzung wird weiter zunehmen. Das wird es uns erlauben, Medien noch stärker unseren individuellen Bedürfnissen entsprechend zu nutzen.“

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