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Gymnasium Miesbach Abiturjahrgang: 2011

Qualifikationsphase

SEMINARARBEIT
Im Wissenschaftspropädeutischen Seminar
Nahrungsergänzung und Doping
Substitution im Radsport

Verfasser: …............................................
Leitfach: …............................................
Seminarleiter: …............................................
Abgabetermin: …...........................................

Note der Seminararbeit: …............................................


Punkte Seminararbeit (einfache Wertung): …...........................................
Punkte Präsentation: …............................................
Gesamtleistung (doppelte Wertung): …............................................
Eintrag des Ergebnisses: …...........................................
Unterschrift des Seminarleiters: …...........................................
Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung...........................................................................................................3
2.) Begriffserklärungen..........................................................................................3
2.1) Ernährung..................................................................................................3
2.2) Substitution...............................................................................................4
2.3) Doping.....................................................................................................4
3.) Gängigste Substitutionsmittel im Radsport....................................................4
3.1) In der Trainingsphase...............................................................................4
3.2) Vor dem Wettkampf.................................................................................5
3.3) Während dem Wettkampf........................................................................6
3.4) In der Regenerationsphase…..................................................................7
4.) Grauzonen zwischen Substitution und Doping………..................................8
4.1) Verunreinigte Präparate...........................................................................8
4.2) Diskussionspunkt Koffein.......................................................................8
5.) Zusammenfassung.............................................................................................9
6.) Quellenverzeichnis …......................................................................................11
7.) Anhang.............................................................................................................CD
1.) Einleitung

Im Leistungs- und wettkampforientierten Sport ist eine auf den Trainingsplan


zugeschnittene, spezifische Ernährung besonders wichtig. Sie kann nicht nur dazu
eingesetzt werden, den Trainingseffekt sowie das Leistungspotenzial zu steigern,
sondern spielt ebenfalls in der Regenerationsphase eine wichtige Rolle. Anders als viele
am Sport Interessierte denken, dient die Nahrung längst nicht nur als Energielieferant.
Darüber hinaus wird sie zum Aufbau von Zellen und Gewebe (z.B. Muskeln) benötigt,
auch wird das Immunsystem durch eine gezielte, gute Ernährung unterstützt.1

Um diese „gute“ Ernährung besonders zielgerichtet anpassen zu können, werden im


Leistungssport meist Substitutionsmittel verwendet, da hiermit die genau benötigte
Menge an Nährstoffen zugeführt werden kann.

Diese Arbeit möchte darstellen, inwiefern im leistungsorientierten Radsport Substitution


angewendet wird, welche Unterschiede sich in den verschiedenen Trainings- bzw.
Wettkampfsituationen ergeben; sie wird auch die Position einiger Sportler zum Thema
Substitution aufgreifen.

Im Mittelteil der Arbeit unter Gliederungspunkt 3.) fließen hauptsächliche Erfahrungen


und Praktiken einiger leistungsorientierter Radsportler ein.

2.) Begriffserklärungen
Im Zusammenhang mit Substitution sind zwei der wichtigsten Begriffe (neben der
Substitution selbst) die Ernährung als Grundlage und das Doping. Aufgrund der
Entwicklungen in den letzten Jahren im Radsport muss der Begriff Doping zur
Abgrenzung zwischen legaler Substitution und illegalem Doping angeführt werden.

2.1) Ernährung
Unter Ernährung versteht man die Aufnahme und Verwertung von den sechs
lebensnotwendigen Grundnährstoffen. Diese sind die Proteine, Fette, Kohlenhydrate,
Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Neben den Nährstoffen wird mit der
Ernährung auch Wasser aufgenommen, das der menschliche Körper benötigt. Nach der
Nahrungsaufnahme werden die Stoffe im Verdauungstrakt im Blut gelöst und in die
1
„Radsport“, Peter Konopka, blv-Verlag 2006^9, S.174.
4
Gewebestrukturen transportiert, wo sie von Enzymen auf- bzw. abgebaut werden. Die
Verwendung der einzelnen Nährstoffe durch den Körper ist sehr unterschiedlich. Fette
und Kohlenhydrate werden als hauptsächliche Energieträger verwendet, Proteine
hingegen zum Aufbau und Ersatz von Zellen.2

2.2) Substitution
Eine allgemein gültige Definition für Substitution (Nahrungsergänzung) gibt es nicht.
Aus rechtlicher Sicht sind Nahrungsergänzungsmittel „Erzeugnisse (…), die
Nährstoffkonzentrate enthalten und zur Ergänzung der Zufuhr dieser Nährstoffe aus der
normalen Ernährung dargeboten werden“3. Sie können „unter anderem aber nicht
ausschließlich [aus] Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, essenziellen Fettsäuren,
Ballaststoffen und verschiedenen Pflanzen und Kräuterextrakten“4 bestehen.
Allgemeingültig wird unter „Substitution“ „der Ersatz von für den Körper unbedingt
notwendigen Substanzen verstanden, die für den Energie- und Baustoffwechsel benötigt
werden, die vom Organismus selbst nicht synthetisiert werden können und deren
ungenügende Zufuhr die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt“5.
Substitutionsstoffe sind beispielsweise Eiweiß, Kreatin, Vitamine und Kohlenhydrate.

2.3) Doping
Zur Definition von Doping gibt es verschiedene Ansätze:

Die Welt anti Doping Agentur (WADA) definiert Doping wie folgt:
„Doping wird definiert als das Vorliegen eines oder mehrerer der nachfolgenden Artikel
2.1 bis 2.8 festgelegten Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen“.6
Hierzu zählen neben dem Vorhandensein von verbotenen Substanzen im Körper7 auch
der Versuch der Einnahme solcher Stoffe8 und das Widersetzen gegen Kontrollen9.

Der Europarat von 1963 definierte Doping wie folgt:


„Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch körperfremder Substanzen (…) mit
2
„Der Jugend Brockhaus“, Verlagsgruppe Weltbild 2002, Band 1, S. 273 f.
3
Amtsblatt des Europäischen Rates, Richtlinie 2002/46/EG des europäischen Parlaments und Rates
vom 10.06.2002, Paragraph (1) Z.1 ff.
4
Amtsblatt des Europäischen Rates, Richtlinie 2002/46/EG des europäischen Parlaments und Rates
vom 10.06.2002, Paragraph (6) Z.1 ff.
5
„Leistungskurs Sport“, A. & J. Weineck, Südost Verlag 2009^7, S. 263, Absatz 3.1, Z.1.
6
Welt anti Doping Code Artikel 1, Absatz 1 (S.10 – dt. Übersetzung)
7
Welt anti Doping Code Artikel 2, Absatz 2.1 (S.10 – dt. Übersetzung)
8
Welt anti Doping Code Artikel 2, Absatz 2.2 (S.11 – dt. Übersetzung)
9
Welt anti Doping Code Artikel 2, Absatz 2.4 (S.10 – dt. Übersetzung)
5
dem einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung für den
Wettkampf.“10
Als Dopingstoffe gelten unter anderem Wachstumshormone, EPO und Epinephrin.

Die eigentlich klare Grenze zwischen Substitution und Doping ist, dass bei Substitution
nur körpereigene Stoffe genommen werden, bei Doping jedoch körperfremde Stoffe.

3.) Gängige Substitutionsmittel im Radsport


Um die im Radsport am meisten verwendeten Substitutionsmittel übersichtlich
darzustellen, bietet es sich an, die sportliche Aktivität in vier Teilbereiche zu
untergliedern. Zunächst wird diese Arbeit auf die Praktiken während des Trainings, der
Wettkampfvorbereitung, dem Wettkampf selbst und der anschließenden
Regenerationsphase eingehen.

Im Folgenden Absatz werden fast ausschließlich die Erfahrungen und Praktiken von
leistungssportlichen Radfahrern aufgegriffen und dargestellt.

3.1) In der Trainingsphase


Da bei den koordinativen Trainingseinheiten wie Fahrtechnik-Training die Substitution
zu vernachlässigen ist, werden im Folgenden besonders das Kraft- und Grundlagen-
Ausdauertraining betrachtet.
Das Krafttraining dient, wie der Name bereits sagt, zur Steigerung der Kraft. Dies wird
durch eine Vergrößerung der Muskeln (Hypertrophie) bewirkt. Ein Muskel besteht aus
einer Vielzahl von Muskelzellen11, die durch kontraktile Eiweißstrukturen
gekennzeichnet sind12. Um Muskelzellen zu vergrößern, benötigt der Körper mehr
Eiweiß. Deshalb werden während und nach Krafttrainingseinheiten proteinhaltige
Nahrungsergänzungsmittel konsumiert. Hierunter fallen besonders Eiweißshakes und
Proteinriegel.
Beim Grundlagen-Ausdauertraining, bei dem einzelne Trainingseinheiten eine Dauer
von einigen Stunden erfordern, liegt das Hauptaugenmerk der Nahrungsergänzung in
der Auffüllung der Elektrolyt- und Glykogen-Speicher.
Um die Auffüllung der Glykogen-Speicher konstant zu erhalten, werden Riegel oder

10
„Chancen, Schergen, Scharlatane – Der Sportjournalismus und die Tour de France“, Angelika Mikus,
2009, S. 21.
11
„Leistungskurs Sport“, A. & J. Weineck, Band 1, 2009^7, S. 96, Absatz 6.1, Z.2.
12
„Leistungskurs Sport“, A. & J. Weineck Band 1, 2009^7, S. 96, Absatz 6.1., Z.3.
6
hoch konzentrierte Gels verwendet. Für die Befüllung der Elektrolyt-Speicher
verwendet man elektrolythaltiges Getränkepulver.

3.2) Vor dem Wettkampf


In den letzten Tagen vor dem Wettkampf sollten die Glykogen-Speicher der
Muskeln aufgefüllt werden. Hierzu bietet sich das Prinzip der
Superkompensation an: Die Glykogen-Speicher werden durch eine
umfangreiche, intensive Trainingseinheit 3-4 Tage vor dem Wettkampf
entleert, um sie in den folgenden Tagen mit einer kohlenhydratreichen
Ernährung wiederzubefüllen.13
Bei der Ernährung und Nahrungsergänzung am Wettkampftag entwickelt
jeder Sportler individuelle Bedürfnisse und spezielle Vorlieben. Sehr
entscheidend ist hier auch die Wahl des Herstellers der
Nahrungsergänzungsmittel, da nicht jeder Athlet Erzeugnisse von jeder
Herstellungsfirma verträgt.
Allgemein gilt: Je kürzer der Wettkampf, umso länger vor dem Start sollte
die letzte Mahlzeit zurück liegen.14 Da die Glykogen-Speicher bereits in
den Tagen zuvor aufgefüllt wurden, sind Nahrungsergänzungsmittel nun
nicht von Nöten, jedoch kann die Mahlzeit zum Beispiel auch durch Riegel
oder kohlenhydrathaltiges Getränkepulver ergänzt werden.

3.3) Während des Wettkampfes


Auch während des Wettkampfes pflegen erfahrene Sportler auf ihre Person
abgestimmte Nahrungsergänzung zu sich zu nehmen. Im Folgenden werden
einige häufig angewandte Methoden und Mittel dargestellt.
Durch den hohen Flüssigkeitsverlust während der Wettkampfbelastung ist
eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung mit am wichtigsten. Bei langen
Marathon- oder Straßenrennen muss ebenfalls der durch Schwitzen bedingte
Verlust von Elektrolyten ausgeglichen werden. Um diese beiden Bedürfnisse
zu erfüllen, werden von den meisten Radsportlern elektrolythaltige Getränke
während des Wettkampfes getrunken. Hierzu dienen vor allem
elektrolythaltige Getränkepulver. Häufig werden auch den Sportlern bei
mehrstündigen Wettkämpfen während des Rennens verschieden

13
„Radsport“, Peter Konopka, BLV Verlag 2006^9, S. 183, Abs.1 Z.8 ff.
14
„Radsport“, Peter Konopka, BLV Verlag 2006^9, S. 183, Abs. 3 Z.1.
7
zusammengesetzte Getränkepulver durch die Betreuer gereicht, um den
Anteil der notwendigen Elektrolyten dem derzeitigen Verbrauch anzupassen.
Eine weitere Art der Nährstoffe, die während des Wettkampfes maßgeblich
verbraucht und deswegen aufgefüllt werden müssen, sind die
Kohlenhydrate. Je nach Dauer des Rennens bieten sich hierfür verschiedene
Möglichkeiten an. Bei Belastungen über mehrere Stunden werden
leichtverdauliche Riegel verzehrt. Auch die bereits angesprochenen
Getränke können zur Kohlenhydrataufnahme herangezogen werden. Hierfür
werden den Getränken meist geschmacklose kohlenhydrathaltige
Getränkepulver beigemischt. Je kürzer die Belastung, desto weniger
hilfreich ist die Verwendung von Riegeln, da die Nährstoffe nicht schnell
genug im Blut gelöst werden und somit nicht sofort vom Körper verwendet
werden können. Deshalb werden bei kürzeren Rennen hauptsächlich so
genannte „Energygels“ konsumiert. Diese hochkonzentrierten
kohlenhydrat-, glykogen- und koffeinhaltigen Gels können direkt über die
Schleimhäute ins Blut aufgenommen und direkt dem Körper zur Verfügung
gestellt werden.

Eines der größten Probleme, das sich Radsportlern stellt, ist die Vermeidung
und Behebung von Muskelkrämpfen während des Wettkampfes. Hierzu
werden hauptsächlich hochkonzentrierte Magnesium-Präparate kurz vor
dem Auftreten einer Verkrampfung eingenommen, um diese zu verhindern.
Ein weiteres häufig verwendetes Nahrungsergänzungsmittel ist Koffein.
Hierauf wird jedoch unter Gliederungspunkt 4.2) gesondert eingegangen.

3.4) In der Regenerationsphase


Nach dem Beenden der Trainingseinheiten liegt das Augenmerk auf einer
schnellen Regeneration, um die folgenden Einheiten nicht ermüdet zu
beginnen. Neben physischer Unterstützung, wie beispielsweise Massagen,
kann man die Regeneration auch durch gezielte Nahrungsergänzung
begleiten. Viele Hersteller von Substitutionsmitteln bieten hierfür spezielle
„Recovery Shakes“ an. Diese enthalten eine ausgewogene Mischung von
Eiweiß zum Aufbau von Muskelmasse, Kohlenhydraten zur Auffüllung der
Speicher, sowie von Vitaminen, Calcium, Magnesium und Molkeproteinen.
Ein weiteres Nahrungsergänzungsmittel nach dem Training sind die reinen
8
Eiweißshakes. Diese sind zwar nicht extra auf die Regenerations-
Beschleunigung ausgelegt, eine geringere Ermüdung und schnellere
Erholung ist aber deutlich spürbar.
Die Substitution nach dem Training ist jedoch die am wenigsten angewandte
Methode. Durch eine geregelte und ausgewogene Ernährung kann dies
komplett oder zum größten Teil umgangen werden.

4.) Grauzonen zwischen Substitution und Doping


Die Grenzen zwischen definiertem Doping und Substitution sind fließend.
Einige Präparate dürfen sogar bis zu einer bestimmten Konzentration im
Blut enthalten sein. Nur eine gesteigerte Konzentration wird als verbotener
Wettbewerbsvorteil ausgelegt. In diesen Grauzonen ist besonders die
Dopingmentalität entscheidend, die den Sportler dazu anregt, zwar erlaubte
Mittel einzunehmen, die aber zum großen Teil nicht mehr dem Fairplay-
Gedanken entsprechen,. Im Folgenden werden zwei der aktuell wohl
entscheidendsten Übergangsstoffe dargestellt.

4.1) Verunreinigte Präparate


Gerade die billigen, nicht sehr bekannten und oft unter der Hand verkauften
Substitutionsmitteln, werden häufig in der gleichen Firma zum Teil sogar in
den gleichen Maschinen hergestellt wie die legalen und illegalen Präparate.
Durch unzureichende Reinigung der verwendeten Apparaturen können
somit in den eigentlich legalen Pulvern und Tabletten Spuren von
Dopingmitteln enthalten sein. Diese entfalten natürlich auch bei
unabsichtlicher Einnahme ihre Wirkung. Der Nachweis im Körper führt
selbstverständlich zu den gleichen Konsequenzen wie gezieltes Doping.

4.2) Diskussionspunkt Koffein


Eine gerade im Mountainbike-Sport weit verbreitete Methode ist das Pushen
durch Koffein, um gegen Ende eines Rennens noch einmal wertvolle
Sekunden aufzuholen. Hierfür wird auf den letzten Kilometern ein Cocktail
aus einem koffeinhaltigen Kohlenhydrat-Gel, einem hochkonzentrierten
Koffein Shot und kohlensäureloser Cola getrunken. Durch den vielen
Zucker, aber hauptsächlich durch die enorme Menge an Koffein (ca.
9
200mg15) ist der Sportler noch einmal in der Lage, über seine sportlichen
Grenzen hinauszugehen. Koffein wird zwar in der aktuellen Dopingliste
nicht als verbotene Substanz angesehen16, jedoch widerspricht die Leistung,
die in diesem Fall nur auf die Einnahme des Koffeins zurückzuführen ist,
dem Fairplay-Gedanken und den Grundsätzen des sauberen Sports. Jeder
Sportler muss somit für sich selbst entscheiden, ob er eine solche Art der
Substitution befürwortet oder nicht, jedoch ist unter dem meist enormen
Leistungsdruck die Verwendung des Koffeins unabdingbar, sobald ein
Konkurrent diese Methode anwendet. Meist sind bereits kleine Unterschiede
der Form entscheidend, weswegen der Sportler sich oft dazu gezwungen
sieht, seine Substitutionsmittel denen der Konkurrenz anzupassen.

Dieses Beispiel gibt einen Einblick in die sehr bedenkliche Entwicklung im


Leistungssport. Der Übergangsbereich zwischen Substitution und Doping ist
eine Gratwanderung. Ein Abrutschen in den „Dopingsumpf“ kann ganz
leicht erfolgen.

5.) Zusammenfassung
Substitution ist im Radsport ein normaler Bestandteil fast jeden Trainings.
Welche und wie viele Substitutionsmittel verwendet werden, ist von Sportler
zu Sportler verschieden. Jedoch verwendet fast jeder mindestens ein
Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig. Die Einnahme der meisten Mittel
gibt keinen Anlass zur Sorge, da nur sehr selten die Substitution als Einstieg
ins Doping zu sehen ist. Der hierfür nötigen Dopingmentalität wird
heutzutage zumeist bereits im jungen Alter durch die Trainer vorgebeugt.
Nachdem die Sportler herausgefunden haben, welche Substitutionsmittel sie
wann einsetzten sollten, damit ihr Körper optimal arbeiten und Leistung
bringen kann, halten sie sich meist jahrelang genau an dieses System ohne
eine Änderung daran vorzunehmen. Durch häufiges Wechseln der
Substitutionsmittel und deren Anbieter wäre die Gefahr des Ausprobierens
einer illegalen Substanz wahrscheinlicher. Jedoch ist die Einstellung gerade
bei den Nachwuchssportlern nicht mehr so, dass die Einnahme von illegalen
Substanzen als wahrscheinlich einzuschätzen ist. Eine sehr starke Anti-

15
Addition aus: Sponser Activator 120mg, High5 EnergyGel+ 30mg und Coca Cola.
16
„prohibited list 2011“.
1
Doping-Einstellung ist bereits bei den jungen Sportlern zu erkennen. Durch
die ständige Konfrontation und Auseinandersetzung in der näheren
Umgebung der Sportler mit dem Thema Doping, bei den Dopingskandalen
in den Medien und vor allem, dadurch dass Doping offen angesprochen
wird, wächst die Abneigung gegen den betrügerischen Sport immer mehr.

Einen Ausblick auf die Entwicklung der Nahrungsergänzung im Radsport zu


geben ist äußerst schwierig, da nicht vorhersehbar ist, ob in Zukunft neuere,
bessere Substitutionsmittel entwickelt werden können, die eine noch bessere
Ernährung ermöglichen. Sicher ist jedoch, dass die Substitution auch in
Zukunft ein fester Bestandteil des Radsports bleiben wird, da si praktisch
nicht aus dem Trainingsalltag wegzudenken ist.
1
6.) Quellenverzeichnis

Amtsblatt des Europäischen Rates, Richtlinie 2002/46/EG des europäischen


„Chancen, Schergen, Scharlatane – Der Sportjournalismus und die Tour de
France“, Angelika Mikus, 2009
Der Jugend Brockhaus“ Verlagsgruppe Weltbild 2002, Band 1
„Leistungskurs Sport“, A. & J. Weineck, Südost Verlag 2009^7
Parlaments und Rates vom 10.06.2002
prohibited list 2011
„Radsport“, Peter Konopka, blv-Verlag 2006^9
Welt anti Doping Code

Ich erkläre, dass die Seminararbeit ohne fremde Hilfe und nur die im
Literaturverzeichnis angeführten Quellen als Hilfsmittel verwendet habe.

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