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Vorwort

Indem ich Leser und Mitarbeiter der byzantinischen Zeitschrift


herzlich begrüfse, halte ich es für meine Pflicht, an der Schwelle unseres
Unternehmens .über die Entstehung und Absicht desselben einige Auf-
klärungen zu geben. Dafs bei der heutigen Überproduktion von wissen-
schaftlichen Zeitschriften jeder neue Ankömmling zunächst mit Abneigung
oder Gleichgültigkeit aufgenommen werde, konnte nicht zweifelhaft sein.
Es bedurfte der lebhaften Anregung eines so erfahrenen und kühl ur-
teilenden Fachgenossen wie De Boors, dafs ich dem Plane der Begrün-
dung eines Organs für die byzantinischen Studien näher trat, und erst
nach reiflicher Überlegung der wissenschaftlichen und materiellen Vor-
aussetzungen und nach wiederholter mündlicher Beratung mit zahl-
reichen Byzantinisten, zu welcher mir eine im verflossenen Jahre aus-
geführte Studienreise Gelegenheit bot, habe ich mich, noch immer
zögernd, zur Verwirklichung des Gedankens entschlossen. Wie sehr
derselbe aber schon in der Luft lag, habe ich aus einem Briefe meines
Freundes Sp. Lambros in Athen entnommen, der mir mitteilte, dafs
er vor längerer Zeit selbst eine Zeitschrift begründen wollte
und seine Absicht nur aufgab, weil er die materiellen Schwierigkeiten
nicht zu überwinden vermochte. So sehr ich nun auch das Scheitern
seines Planes bedaure, mufs ich doch die Überzeugung aussprechen,
dafs Griechenland als lokale Basis für das Gedeihen und die Wirksam-
keit eines solchen Organs weniger geeignet wäre als „Europa"; wie
ungünstig der griechische Boden solchen Unternehmungen ist, hat die
kurze Lebens- und Leidensgeschichte des von M. Deflher im Jahre 1880
begründeten „Archivs für mittel- und neugriechische Philologie" bewiesen,
das trotz des ins Programm aufgenommenen internationalen und viel-
sprachigen Charakters nach dem Erscheinen des ersten Doppelheftes
entschlafen ist.
Auf allen Gebieten der philologisch-historischen Wissenschaften hat
sich infolge der intensiven' und mannigfaltigen Thätigkeit der letzten
Jahrzehnte eine solche Fülle von Stoff angesammelt, dafs das Aussehen
Byzant. Zeitschrift 11. l

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2 Karl Krumbacher

der alten Fächer völlig verändert worden ist. Die hergebrachten Wissens-
koinplexe haben sich in mehrere Disziplinen gespalten, für deren Ge-
samtheit niemand mehr die Verantwortlichkeit zu übernehmen wagt,
und ganz neue Studiengebiete sind hinzugewachsen. Nur auf dem un-
geheuern Gebiete der griechischen Kultur ist die Einheit bis jetzt
gewahrt geblieben; doch beruhte diese Einheit nicht darauf, dafs die
Gräzisten die gesamte Geschichte der griechischen Sprache und Litte-
ratur beherrschten, sondern vielmehr auf der willkürlichen Beschränkung,
die sie ihren Studien und ihrem Lehrvortrage auferlegten. Die meisten
gingen wenigstens in ihrer offiziellen Thätigkeit nicht über die klassische
und alexandrinische Epoche hinaus. Die späteren Zeiten blieben dem
Privatstudium überlassen, und auch diese privaten Studien wurden meist
mit Beziehung auf irgend ein anerkanntes Wissensgebiet durchgeführt,
ja oft mit dem Hinweis auf diese Beziehungen förmlich entschuldigt.
Zwar haben diese zerstreuten Bemühungen im Laufe der letzten Jahr-
zehnte immer mehr an Umfang und innerem Werte gewonnen; es
fehlte ihnen aber die Idee ihres Zusammenhanges und das Bewufstsein
von ihrer selbständigen Bedeutung. Man kam nicht auf den Gedanken,
das ganze spätgriechische, byzantinische und neugriechische Zeitalter
etwa vom fünften Jahrhundert nach Chr. bis auf den heutigen Tag
als ein selbständiges, unentbehrliches Glied in der Geschichte der
Menschheit zu studieren. Das Bedürfnis nach Herstellung des geschicht-
lichen Zusammenhanges, das den Entwickelungsgang der verwandten
Fächer bestimmt hat, schien hier seine Wirkung zu versagen. Diese
auffallende Thatsache läfst sich aus verschiedenen Gründen erklären.
Die Byzantiner und die von ihnen kulturhistorisch abhängigen Völker
sind durch die kirchlichen und politischen Ereignisse von der west-
europäischen Entwickelung so lange und so gründlich losgetrennt worden,
dafs ihre Nachkommen und Erbfolger sich noch heute nicht zu Europa
rechnen. Der orthodoxe Osten bildet eine Welt für sich, die als ein
eigenartiger, halb gebildeter, halb wilder Staaten- und Völkerkomplex
zwischen dei^i civilisierten Europa und dem barbarischen Asien liegt.
Dieses vielgestaltige Völkergewirr, das in der Vergangenheit die Schutz-
mauer Europas gegen die asiatische Barbarei bildete und für die Zukunft
berufen scheint als Kulturbrücke von Europa nach Asien zu dienen, ist
bis auf die neueste Zeit wenig beachtet und viel verkannt worden.
Das hat auch auf die wissenschaftliche Berücksichtigung der genannten
Völker und ihrer Sprachen und Litteraturen hemmend eingewirkt.
Selbst die slavische Philologie, an deren Bedeutung heute niemand
mehr zweifelt, hatte unter dieser Mifsachtung des Ostens viel zu leiden.
Miklosich hat sein ganzes arbeitsreiches Leben daransetzen müssen,

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Vorwort 3

Um die Existenzberechtigung der slavischen Philologie vor aller Welt


zu erhärten, und sein Nachfolger Jagic hat das Zentralorgan für diese
Studien, das Archiv für slavische Philologie, nur mit unsäglicher Mühe
und grofsen Opfern begründen und bis auf den heutigen Tag fortführen
können. Nun ist die ältere und originellere Abteilung des osteuro-
päischen Mittelalters noch übrig geblieben, die byzantinische Welt
mit ihren Vorboten und Ausläufern.
Es ist kein leeres Phantom, kein totes Wort, sondern eine grofs-
artige, feingegliederte, schicksalsreiche Lebensgeschichte, die im byzan-
tinischen Zeitalter vor uns liegt. Das sprachliche, litterarische und
künstlerische, das religiöse, soziale und politische Dasein der in das
weite Gef äfs von Byzanz aufgenommenen Völker vom Ausgang des Alter-
tums bis an die Schwelle der neueren Zeit bildet ein Forschungsgebiet,
das völlig geeignet ist, eine lebensfähige, zukunftsreiche Disziplin aus-
zufüllen, und es scheint die Zeit gekommen, diese neue Abteilung der
philologisch-historischen Wissenschaften ausdrücklich und offiziell zu kon-
stituieren. Aus den früheren häufig unklaren und zusammenhangslosen
Bestrebungen, die in irgend einer Weise auf die Erkenntnis des ost-
europäischen Mittelalters gerichtet waren, beginnt die Byzantinistik
als neue, selbständige, auf eigener Basis ruhende Wissenschaft sich
herauszubilden. Was sich dabei vollzieht, ist keine durch persönliche
Gründe veranlafste Sezession, sondern die notwendige Folge eines seit
langer Zeit wirkenden wissenschaftlichen Gärungsprozesses. Die By-
zantinistik ist nicht das Erzeugnis einer ungesunden Zersplitterung,
sondern ein aus früher zersplitterten und daher oft verkümmerten
Teilchen zusammenwachsender neuer Organismus. Die selbständige Be-
deutung dieser Disziplin kann nicht nachdrücklich genug betont werden;
denn nur schwer befreien sich die meisten von dem tief eingewurzelten
Irrtum, dafs alles Byzantinische nur insoweit Beachtung verdiene, als
es zum klassischen Altertum oder zu irgend einem anderen Fache
aufklärende Beziehungen habe. · Wenn wir dieser gemeinhin üblichen
Betrachtungsweise gegenüber die Selbständigkeit der Byzanti-
nistik mit unbeugsamer Energie hervorheben, so wollen wir nicht
sagen, dafs jede byzantinische Erscheinung sei es in litterarischer oder
künstlerischer, in politischer oder kirchlicher Hinsicht etwas Bedeutendes
darstelle; für bedeutend aber halten wir jede Erscheinung dieses Ge-
bietes als Objekt wissenschaftlicher Forschung, als notwendiges oder
nützliches Glied im Zusammenhang eines Ganzen. Hieraus ergiebt sich
von selbst, dafs die alte und neue Betrachtungsweise byzantinischer
Dinge sich scharf unterscheidet. Wenn z. B. der altklassische Philologe
beim Studium der Florilegienlitteratur gewöhnlich nur auf die aus dein

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Altertum stammenden profanen Sentenzen achtete, ist dem Byzanti-


nisten jedes Florilegium zunächst ein Ausdruck der geistigen Strömung
und Geschmacksrichtung der Zeit, in welcher es aus älteren oder jüngeren
Quellen zusammengestellt wurde; er beginge also einen groben Fehler,
wenn er eine bestimmte Gruppe von Sentenzen, z. B. die christlichen
beiseite legte. Ein Eustathios gilt, um noch ein Beispiel zu nennen,
dem altklassischen Philologen als trockener Sammler und breiter Scholiast,
dessen Werke ihm nur wegen der in ihnen aufbewahrten alten Gold-
körner beachtenswert scheinen; der Byzantinist sieht in Eustathios
eine an sich hochbedeutende und für die Würdigung des 12. Jahr-
hunderts mafsgebende Persönlichkeit; er betrachtet ihn im engsten
Zusammenhange mit den kirchlichen, sozialen, politischen und litterari-
schen Bewegungen seiner Zeit; er studiert in ihm den verdienten Lehrer,
den eifrigen Erhalter und Beschützer der alten Litteratur, den klugen
Politiker, den freimütigen Theologen, den gewandten Redner, den
geistreichen Essayisten. Daher kann er sich völlig aufrichtig für einen
Mann erwärmen, dessen Namen im Jünger der klassischen Philologie
nur die fade und peinliche Vorstellung einer endlosen, auf schlechtem
Löschpapier abgedruckten Scholienmasse zu erwecken pflegt. So wirft
die byzantinistische Betrachtungsweise einen belebenden Sonnenstrahl
auf historische Personen, auf Erzeugnisse der Litteratur und Kunst, auf
Thatsachen der politischen und kirchlichen Geschichte, die dem Ferner-
stehenden in gleichgiltiges Dunkel gehüllt erscheinen. Neben der selb-
ständigen Bedeutung der Byzantinistik kommen dann in zweiter Linie
ihre mannigfaltigen Beziehungen zu den übrigen philologischen und
historischen Studiengebieten in Betracht. Wenn man sich somit stets
bewufst bleiben mufs, dafs jedes byzantinische Ding von einem doppelten
Standpunkte aus studiert werden kann, von dein der Byzantinistik und
von dem irgend eines Nachbarliches, » wird in der Praxis diese doppelte
Betrachtungsweise natürlich häufig verknüpft werden und zusammen-
fliefsen. Eine kurze Darlegung der Ziele und Aufgaben der Byzanti-
nistik und namentlich ihres Verhältnisses zu den verwandten Disziplinen
soll die obigen Darlegungen im einzelnen bestätigen und aufklären.
Die enge Verbindung der mittelgriechischen Sprache und Litteratur
mit dem Altertum ist so offenkundig, dafe nur auf die allgemeine,
von niemand bestrittene Thatsache hingewiesen zu werden braucht. Es
giebt kaum ein Gebiet der alten Philologie, weichein das vertiefte
Studium der Byzantiner nicht irgend einen Nutzen brächte. Der Zu-
sammenhang mit dem Altertum ist bei den Griechen in sprachlicher,
litterarischer und politischer Hinsicht bis ins 15. Jahrhundert viel mehr
gewahrt geblieben als bei den Abendländern. Die Beziehungen der

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Vorwort 5

Byzantiner zum Altertum sind denn auch in der neueren Fachlitteratur


immer deutlicher zum Ausdruck gekommen, wobei freilich das allzu
entschiedene Verharren auf dem klassischen Standpunkt und der Mangel
an Vertrautheit mit den in der Sprache und Kultur eingetretenen Wan-
delungen zu manchen Mifsgriffen geführt hat. Einen sehr beträcht-
lichen Raum haben sich die mittel- und neugriechischen Studien in der
Sprachwissenschaft erobert. Durch die Arbeiten von Mullach, Mau-
rophrydes, Deffner, G. Meyer, Foy, Dossios, Hatzidakis, Psichari, Oeko-
nomides und Thumb ist das Vulgärgriecliische als ein sehr wesentlicher
Faktor in der griechischen Sprachgeschichte erwiesen worden, und es
wird seit geraumer Zeit auch in den zusammenfassenden Darstellungen
der griechischen Grammatik und Etymologie dankbar beigezogen. Der
von Brugmann und Streitberg herausgegebene „Anzeiger für indoger-
manische Sprach- und Altertumskunde" bringt für das Vulgärgriechi-
sche ein eigenes von A. Thumb besorgtes Referat.
Das wahre Seitenstück der mittel- und neugriechischen Studien
bildet die romanische Philologie. In der mittelalterlichen Sagen-
und Erzählungslitteratur des Abendlandes spielen die Byzantiner als
Urheber, Vermittler und Entlehner von Stoffen und Motiven eine sehr
erhebliche Rolle. Die Erforschung der internationalen Wechselwirkungen
bildet eines der wichtigsten Kapitel der allgemeinen Literaturgeschichte
des Mittelalters, das nur durch die vereinten Bemühungen der auf
jedem einzelnen Litteraturgebiete Kundigen aufgeklärt werden kann.
Eine zweite Seite, auf welcher die romanische Philologie von der By-
zantinistik neues Licht zu erwarten hat, ist die Sprachgeschichte;
denn die romanischen Sprachen und das Vulgärgriechische haben den-
selben Entwickelungsgang durchgemacht, und viele Erscheinungen in
beiden Sprachgruppen können nur durch eine vergleichende Betrach-
tung völlig begriffen werden. In der richtigen Erkenntnis dieser engen
Beziehungen hat der Herausgeber des Jahresberichtes für romanische
Philologie, K. Vollmöller, eine eigene, von J. Psichari übernommene
Abteilung eingerichtet, in welcher die auf das Romanische bezüglichen
Arbeiten über mittel- und neugriechische Sprache und Litteratur be-
sprochen werden sollen. Besonders eng verknüpft ist mit der Byzan-
tinistik die rumänische Philologie; denn die Rumänen sind infolge ihrer
geographischen Lage von den Byzantinern so nachhaltig beeinflufst
worden wie die Südslaven.
Noch nrehr als die romanische ist die slavische Philologie
Schritt für Schritt auf die Beachtung der byzantinischen Arbeiten hin-
gewiesen. Weder die Litteratur und Kunst der Südslaven und Russen
noch ihre politische und kirchliche Geschichte kann ohne das ein-

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gehendste Studium ihrer geistigen Vorväter, der Byzantiner, verstanden


werden. Der „Grekoslavjanskij mir" ist das Schlagwort für die histori-
schen und philologischen Bemühungen der Süd- und Ostslaven geworden,
aus denen schon eine grofse Zahl ernster, methodisch durchgeführter, i
aber leider in Westeuropa meist unbekannt gebliebener Arbeiten hervor-
gegangen sind. Übrigens mufs bemerkt werden, dafs nicht blofs die
slavische Vergangenheit durch das Studium der Byzantiner aufgehellt
wird, sondern umgekehrt auch das Verständnis des byzantinischen
Wesens durch die Kenntnis der slavischen Formen manche Förderung
erhält. Es entspricht mithin den natürlichen Verhältnissen, dafs zu
den Gelehrten, welche ihre Mitwirkung für die byzantinische Zeitschrift
zugesagt haben, die Russen und übrigen Slaven das gröfste Kontingent
stellten.
Neben den Beziehungen der Byzantinistik zur romanischen und
slavischen Philologie kommt noch der rege geistige Tauschverkehr in
Betracht, welcher die Spätgriechen und Byzantiner mit^den mannig-
faltigen Völkern des Orients, mit den Armeniern, Juden, Syrern, Arabern,
Ägyptern, Kopten, Persern und Indern verbindet. Die unter römischer
Herrschaft vereinigte griechische und gräzisierte Völkermasse bildete viele
Jahrhunderte lang das wichtigste Durchgangsgebiet für den geistigen ,
und materiellen Verkehr zwischen Orient und Occident. Wie schon im j
vorliegenden Hefte ein syrischer Chronist behandelt wird, so wird sich
auch in Zukunft voraussichtlich oft Gelegenheit ergeben, orientalische
Erscheinungen zu erörtern, die auf das byzantinische Gebiet Licht
werfen, und andrerseits vom byzantinischen Ufer aus den Blick nach
dem Orient zu richten.
Kein Merkmal unterscheidet das byzantinische Zeitalter schärfer
vom altgriechisdion und römischen als der christliche Charakter, und
die originellste Litteraturgattung dieser Epoche sind die kirchlichen
Werke in Poesie und Prosa. Darin liegt die hohe Bedeutung der
byzantinischen Studien für die Theologie begründet. Nirgends findet
diese Wissenschaft ein so wenig bebautes und so viel versprechendes
Feld als bei den Mittelgriechen; denn infolge der Kirchenspaltung ist
die Litteratur und Geschichte der orthodoxen Kirche im Abendlande
wenig beachtet worden. Man beruhigte sich mit der gläubig hin-
genommenen Versicherung, dafs seit Johannes von Damaskus der Lebens-
geist in der griechischen Kirche erloschen sei, und man übertrug die
Abneigung gegen die Orthodoxie sogar noch auf vorschismatische Jahr-
hunderte. Zwar haben sich einzelne Gelehrte mit glücklichem Erfolge
in den Urwald der späteren Dogmatik, Ethik und Mystik gewagt; aber
es mufste selbst die kirchliche Litteraturgattung der Griechen, die in

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Vorwort 7

ästhetischer Hinsicht am höchsten steht, die Kirchenpoesie, vor zwei


Jahrzehnten von dem hochverdienten Kardinal Pitra für das Abendland
förmlich neu entdeckt werden. Neben der Dogmengeschichte und der
liturgischen Poesie enthält besonders das ungeheuere Gebiet der grie-
chischen Hagiographie mit seinen mannigfachen Beziehungen zur mittel-
alterlichen Roman- und Sagenlitteratur einen unerschöpflichen Reichtum
interessanter Vorwürfe·, und es bedarf noch zahlreicher Textausgaben
und anderer Vorarbeiten, ehe an eine zusammenfassende Darstellung der
Entstehung, Ausbreitung und der inneren Wandlungen dieser Litteratur-
gattung gedacht werden kann. Die Grundlinien, nach welchen weitere
Forschungen auf diesem noch sehr unwegsamen Gebiete mit Aussicht
auf Erfolg geführt werden können, sind von H. Usener in einigen
musterhaften Arbeiten vorgezeichnet worden.
Die gröfste Beachtung verdienen die byzantinischen Studien von
seiten der Historiker. Für die antike Geschichte haben viele Byzan-
tiner wegen der von ihnen erhaltenen älteren Quellen hohen Wert;
völlig selbständige Bedeutung beanspruchen sie aber für die mittel-
alterliche Geschichte des römischen Reiches und seiner Beziehungen zu
den Nachbarstaaten. Das heutige Griechengeschlecht ist ohne ein ver-
tieftes Studium seiner mittelalterlichen Geschichte nicht zu begreifen,
und die idealisierende Auffassung, welche bei der Beurteilung (Jer Neu-
griechen von den Perserkriegen unmittelbar auf König Otto überzuspringen
pflegte, hat gegenwärtig auch bei den Griechen selbst jeglichen Kredit
verloren. Dafs man in Deutschland von der byzantinischen Geschichte
gewöhnlich nicht mehr kennt als den Namen des Justinian und die
zweimalige Eroberung Konstantinopels durch die Lateiner und die Türken,
ist nur eine weitere Folge der auch für andere Gebiete der Byzan-
tinistik verhängnisvoll gewordenen Abschliofsung gegen die Ostwelt.
Durch die imponierenden Werke Gibbons und Finlays hat die mittel-
alterliche Geschichte des römischen Reiches in den Ideenkreis der West-
europäer Eingang gefunden. Wie wenig aber die Bedeutung derselben
noch heute erkannt ist, lehrt ein Blick in die historischen Schulkom-
pendien, aus denen der gröfste Teil der Gebildeten sich seine geschicht-
lichen Grundanschauungen envirbt; während von der französischen,
englischen, italienischen und spanischen Geschichte ziemlich eingehende
Darstellungen und selbst vollständige Regentenreihen gegeben werden,
werden die weiten Zeiträume der byzantinischen Geschichte mit einigen
kurzen und in ihrer lakonischen Fassung kaum verständlichen Sätzen
abgethan. Hoffentlich tritt hier nun bald eine Besserung ein. Die
politischen Ereignisse der letzten Jahrzehnte haben unsere Blicke denn
doch etwas mehr nach dem Osten gelenkt, und die welthistorische

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Bedeutung der Siebenhügelstadt am Bosporus kommt allmählich auch


den Kurzsichtigsten zum Bewufstsein, seitdem die Seele von Byzanz
neue, muskelstarke, glaubensverwandte Körper belebt, die drohend am
Ostrande von Europa emporwachsen. Wer sich um Völkerpsychologie
bekümmert, beachtet vielleicht die verschiedene Weise, in welcher die
Kulturnationen sich jetzt in die Bearbeitung der byzantinischen Ge-
schichte geteilt haben. Die Deutschen wie Tafel, Hopf, F. Hirsch,
De Boor, Geizer, Karl Neumann, Seger u. a. haben sich die kritische
Zubereitung des Quellenmaterials und sonstige philologische Kleinarbeit
ausgesucht, die Russen und Franzosen wie Vasiljevskij, Uspenskij, Kon-
dakov, Rambaud, Diehl, Schlumberger widmen sich vornehmlich der
innern Geschichte, dem Verwaltungs- und Finanzwesen und der Kunst-
geschichte, die Engländer (Gibbon, Finlay, Bury) beschränken sich fast
ausschliefslich auf die zusammenfassende, durch philosophischen, staats-
männischen Geist belebte Darstellung der Hauptmomente.
Wie die Geschichte so empfängt auch die mittelalterliche Geogra-
phie, Ethnographie und Topographie der Balkanhalbinsel, West-
asiens, Nordafrikas und selbst Südrufslands aus den byzantinischen
Autoren, Inschriften, Bullen und Münzen reiche Aufklärungen, die von
Krause, W. Tomaschek, G. Heyd, H. Geizer u. a. schon in bedeutendem
Umfange verwertet worden sind. Eine orientierende Skizze über die
Bedeutung der Byzantinistik für die Geographie werden wir in einem
der nächsten Hefte bringen.
Über keine Seite des byzantinischen Zeitalters haben bis in die
neueste Zeit so unklare und irrige Vorstellungen geherrscht wie über
die bildende Kunst. Die Anschauungen bewegten sich in Extremen;
während man eine Zeit lang alles mittelalterliche Kunstwesen in Bausch
und Bogen für byzantinisch erklärte, haben Schnaase und Springer die
Hypothese vom byzantinischen Einflufs mit grofeer Schärfe bekämpft
und die byzantinischen Elemente in der abendländischen Kunst auf
ein Minimum beschränken wollen. Doch gebrach es diesen beiden
Meistern unserer Kunstgeschichte an genügender Kenntnis der byzan-
tinischen Denkmäler, und die jüngeren Forscher scheinen nun doch
eine Art von Mittelweg einzuschlagen. Das nächste Bedürfnis ist eine
brauchbare Veröffentlichung und Inventarisierung der zerstreuten und
meist schwer zugänglichen Denkmäler, die mit der Erklärung und
stilistisch genealogischen Betrachtung Hand in Hand gehen werden.
Auch hier hat es sich gezeigt, dafs die Teilung der Arbeit zur tieferen
Erkenntnis unumgänglich ist; während die älteren Kunsthistoriker die
byzantinische Kunst nur nebenbei beachteten, haben neuerdings eine
Reihe von Forschern derselben ihre ausschliefsliche oder doch vorwiegende

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Vorwort 9

Aufmerksamkeit zuge\vendet. Die Arbeiten von Kondakov, N. Barsov,


Buslaev, Pakrovskij, Diehl, Bayet, Schlumberger, Strzygowski u. a.
lassen ahnen, dafs die Geschichte der byzantinischen Architektur, Plastik
und Malerei mit ihren mannigfaltigen Beziehungen zur orientalischen,
slavischen und abendländischen Kunst sich bald einen recht ansehnlichen
Platz erobern wird. Es ist hocherfreulich, dafs diese Abteilung der
byzantinischen Studien sich demnächst auch der materiellen Unter-
stützung, der sie vor allem bedarf, zu erfreuen haben wird. Auf An-
regung des Herrn Th. Hoinolle sollen künftig bei den Arbeiten der
französischen Schule in Athen auch die byzantinischen Denkmäler ins
Auge gefafst werden, und ein jüngeres Mitglied der Schule ist beauf-
tragt, sich ausschliefslich dem Studium der byzantinischen Kunst zu
widmen. Ebenso wird das archäologische Institut in Konstantinopel,
dessen Begründung von der k. russischen Regierung seit einiger Zeit
vorbereitet wird, seine Hauptthätigkeit auf dem byzantinischen Boden
suchen. Wenn es nun auch vorerst nicht möglich sein wird, in der
byzantinischen Zeitschrift umfangreiche, von kostspieligen Illustrationen
begleitete Arbeiten zu bringen, so wird sie der byzantinischen Kunst
doch durch kleinere Aufsätze und durch gewissenhafte Berücksichtigung
der einschlägigen Litteratur in der zweiten und dritten Abteilung zu
dienen suchen.
Am wenigsten Freunde hat in Westeuropa bis jetzt die byzan-
tinische J u r i s p r u d e n z gefunden. Es läfst sich zwar nicht leugnen,
dafs für die juridische Dogmatik und Exegetik aus den Basiliken und
aus den Novellen der byzantinischen Kaiser bis jetzt wenig Gewinn
geflossen ist; dagegen ist die Geschichte des byzantinischen
Rechtes, ohne welche weder das türkische noch das heutige griechische
Doch die slavischen Rechte verstanden werden können, ein fruchtbares
und ernster Arbeit Avürdiges Forschungsgebiet. Wenn dasselbe auch
naturgemäls den griechischen und slavischen Rechtshistorikern am näch-
sten liegt, so ist doch gerade der Gelehrte, welcher auf diesem von den
meisten ängstlich gemiedenen Gebiete die grofsartigsten, in ihrer bahn-
brechenden Bedeutung bei uns wohl noch nicht genügend gewürdigten
Arbeiten geliefert hat, ein Deutscher, E. Zachariae von Lingenthal.
Im übrigen scheint unter den deutschen Rechtsgelehrten die Kieler
Doktorthese: „Illud Graeca non leguntur cum vertun esse turn proban-
dum, cinn res Graecae philologorum sint, Latinae iuris consultorum"
zu fast allgemeiner Anerkennung gelangt zu sein. Noch ausschliefslicher
als die Jurisprudenz haben die übrigen Fachwissenschaften wie die
Medizin, Chemie, Mathematik und Astronomie im byzantinischen Zeit-
alter nur historisches Interesse. Doch mufs bei der geschichtlichen

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Darstellung dieser Wissenschaften die byzantinische Litteratur und na-


mentlich ihre ungedruckten Teile in Zukunft ganz anders herangezogen
werden, als es bis jetzt in den bekannten Werken von Sprengel, Darem-
berg, Häser, Cantor, Montucla geschehen ist.
Die Begründung eines Zentralorgans, welches die mannigfaltigen
Bemühungen auf den eben skizzierten Gebieten und namentlich in der
byzantinischen Literaturgeschichte zusammenfafst, enthält die Mündig-
keitserklärung der Byzantinistik. Sie erhebt sich dadurch äufserlich
wie innerlich zu einem selbständigen Fache; sie trennt sich endgiltig
von den Nachbardisziplinen, in deren Organen sie bis jetzt, selten
freundlich eingeladen und meist nur ungern gesehen, zu Tische ge-
gangen war. Wenn ihr aber auch eine eigene Heimstätte errichtet
wird, so wollen wir doch in gemeinsamer Anstrengung mit den alt-
bewährten Zeitschriften der verwandten Disziplinen auf das hohe Ziel
der geschichtlichen Erkenntnis der Menschheit hinstreben. Die byzan-
tinische Zeitschrift soll das gesamte griechische Geistesleben vom Aus-
gang des Altertums bis an die Schwelle der neueren Zeit umfassen, und
zwar soll in der chronologischen Abgrenzung nach oben wie nach
unten einiger Spielraum gewährt und in zweifelhaften Fällen weniger
nach der Jahreszahl als nach dem Inhalt des behandelten Vorwurfes
entschieden werden. Läfst sich ja doch die kirchliche Litteratur der
früheren Jahrhunderte unmöglich von der späteren Entwickelung los-
reifsen und hängen ja auch manche litterarische und geschichtliche
Erscheinungen, die später als 1453 datiert sind, mit Thatsachen der
byzantinischen Ära aufs engste zusammen. Innerhalb des Gebietes,
welches in der Zeitschrift berücksichtigt wird, mufs der Zusammenhang
der Forschung gewahrt bleiben; daher sind aufser der Litteratur und
Sprache auch die Philosophie und Theologie, die äufsere und innere
Geschichte, die Geographie und Ethnographie, die Kunst und ihre
Hilfsfächer, die Jurisprudenz, Medizin und die übrigen Fachwissen-
schaften in den Rahmen des Programms aufgenommen worden.
Jedes Heft wird, wie schon im Prospekt dargelegt worden ist, in
drei Abteilungen gegliedert, von welchen die erste selbständige Artikel,
die zweite eingehende Besprechungen, die dritte eine möglichst voll-
ständige, von orientierenden Notizen begleitete Bibliographie enthalten
soll. In der ersten Abteilung ist auch auf die Veröffentlichung
wichtiger Texte Bedacht genommen, falls der Herausgeber gewillt
ist, die Bedeutung und literarhistorische Stellung des betreffenden
Textes durch eine orientierende Einleitung oder einen Kommentar zu
erläutern. Ohne eine solche Beigabe können byzantinische Inedita, von
denen ja die meisten Handschriftensammlungen wimmeln, in unserer

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A7orwort 11

Zeitschrift keinen Platz finden. Die Veröffentlichung isolierter Texte,


wie sie zuweilen ohne Kenntnis und Verwertung der diplomatischen
Grundlage und ohne Beachtung der einschlägigen Litteratur nach zu-
fälligen Funden vorgenommen wird, bringt der Wissenschaft wenig
Nutzen, und eine Überschwemmung mit solchen Pulthütern würde die
Zeitschrift bald zu gründe gerichtet haben.
Die wissenschaftliche und materielle Erhaltung der Zeitschrift ist
nur durch die vereinte Teilnahme aller Kulturnationen möglich. Der
internationale Charakter ist daher, sowohl was die Mitarbeiter und
die Verbreitung als auch/ was die Bibliographie betrifft, ein Haupt-
punkt des Programms. Zwar habe ich im Prospekt erklärt, dafs ich
in der Regel nur Artikel in deutscher und französischer Sprache
zulassen will; doch wird diese Regel schon in diesem Hefte durch-
brochen, und ich bin für meine Person gern bereit, aufser dem Eng-
lischen und Italienischen auch das Neugriechische zuzulassen,
sobald durch die Zahl der Abonnenten die höheren Kosten des griechi-
schen Drucksatzes aufgewogen werden.
Der grofsen und folgenschweren Verantwortlichkeit, welche ich mit
der Leitung dieses Organs auf mich nejinie, bin ich mir wohl bewufst.
Der Gang und die Methode der byzantinischen Studien wird durch
unsere Zeitschrift zweifellos in der nächsten Zukunft stark beeinflu&t
werden; sie hat demgemäfs neben der rein wissenschaftlichen auch eine
pädagogische Bedeutung — in weit höherem Grade als die Zeitschriften
für Gebiete, welche sich einer ererbten und wohl ausgebildeten Methode
erfreuen. Ich werde daher alles daransetzen, dem Unternehmen einen
streng wissenschaftlichen Charakter zu geben und zu erhalten. Es ist
ja nicht zu leugnen, dafs auf dem byzantinischen und neugriechischen
Forschungsgebiete in dieser Hinsicht viel und schwer gesündigt worden
ist. Man braucht nicht sehr scharfsichtig zu sein, um hier eine er-
schreckende Menge von oberflächlichen, unmethodischen, nutzlosen, ja
gänzlich verkehrten Arbeiten zu entdecken. Es war wie ein still-
schweigendes Übereinkommen, dafs die allgemein giltigen Grundsätze
der philologischen Sorgfalt und Kritik auf byzantinischem Boden ein
überflüssiger Zierat seien·, selbst Gelehrte von peinlicher Gewissen-
haftigkeit liefsen sich zu lockerer Schnellfertigkeit hinreifsen, sobald
sie mit Byzantinern zu thun bekamen; man übertrug die ästhetische
und litterarische Geringschätzung dieser Epigonen auch auf ihre wissen-
schaftliche Behandlung. Wie sehr diese seltsame Verwirrung der Be-
griffe geschadet hat, kann man, uin nur ein monumentales Beispiel
zu nennen, am Bonner Corpus Schritt für Schritt nachweisen. Oder
soll ich auf das Gebiet der vulgärgriechischen Sprache hinweisen, wo

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12 Karl Krumbacher: Vorwort

noch fast alljährlich irgend ein wissenschaftlicher Wechselbalg sich ans


hellste Tageslicht herauswagen darf! Der noch immer stark verbreitete
Dilettantismus ist nicht zum wenigsten an der Gleichgiltigkeit und
Abneigung schuld, mit welcher so manche ernste Gelehrte unseren
Studien gegenüberstehen. Hoffentlich bleibt die Konstitution der By-
zantinistik als einer selbständigen Disziplin und die Begründung eines
wissenschaftlichen Organs für dieselbe auch in methodischer Hinsicht
nicht ohne wohlthätige Folgen.
Zum Schlufs noch ein Wort über den Titel der Zeitschrift. Manche
möchten vielleicht das Wort „byzantinisch" ganz vermieden wissen;
denn bekanntlich ist dasselbe bis zum Falle des römischen Reiches
niemals in dem Sinne gebraucht worden, welchen wir ihm heute bei-
legen. Byzanz hat seinen alten Namen gerade um die Zeit verloren,
in welcher die in der byzantinischen Zeitschrift berücksichtigte Epoche
beginnt. Auch die griechischen Unterthanen des römischen Reiches
nannten sieh stets Römer, nie Byzantiner. Doch hat sich die konven-
tionelle Bezeichnung „byzantinisch" und „Byzantiner" in allen modernen
Sprachen so fest eingebürgert, dafs es bedenklich wäre an ihr zu
rütteln, zumal da ein genügender Ersatz nicht zu finden ist. Manche
haben auch die Verbindung des Wortes „byzantinisch" mit dem Sub-
stantiv „Zeitschrift" getadelt und „byzantinische Studien" oder „Zeit-
schrift für byzantinische Philologie und Geschichte" oder Ähnliches
vorgeschlagen. Ich wollte aber das Wort „Studien", welches als Titel
von periodischen Erscheinungen jetzt meist etwas anderes bezeichnet,
als unsere Zeitschrift sein will, vermeiden und um jeden Preis einen
möglichst kurzen und doch völlig deutlichen Titel bekommen. Unsere
deutsche Sprache ist hinsichtlich solcher Verbindungen ungemein elastisch
und hat manches derartige aufgenommen, was der strengen gramma-
tischen Logik widerstrebt; einen ganz analogen Fall bietet z. B. die
deutsch geschriebene „Russische Revue". Und schlielslich würde man
die Zeitschrift, so wohlgesetzt auch ihr Titel wäre, doch in der Praxis
kurz als byzantinische Zeitschrift zitieren.

München, im März 18D2.


Karl Krumbacher.

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