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Kammer für Arbeiter und

Angestellte für Niederösterreich


AK-Platz 1, 3100 St. Pölten

SERVICENUMMER ÖFFNUNGSZEITEN
05 7171-0 Montag bis Donnerstag 8 − 16 Uhr
mailbox@aknoe.at Freitag 8 − 12 Uhr
noe.arbeiterkammer.at

BERATUNGSSTELLEN DW ÖSTERREICHISCHER
GEWERKSCHAFTSBUND
Amstetten, Wiener Straße 55, 3300 Amstetten. . . . . . . . . . . . . . . 25150
Landesorganisation Niederösterreich
Baden, Elisabethstraße 38, 2500 Baden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25250
AK-Platz 1, 3100 St. Pölten
Flughafen-Wien, Office Park 3 - Objekt 682,
niederösterreich@oegb.at
2. OG - Top 290, 1300 Wien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27950
Gänserndorf, Wiener Straße 7a, 2230 Gänserndorf. . . . . . . . . . . 25350
Gmünd, Weitraer Straße 19, 3950 Gmünd. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25450
Hainburg, Oppitzgasse 1, 2410 Hainburg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25650
Hollabrunn, Brunnthalgasse 30, 2020 Hollabrunn . . . . . . . . . . . . 25750
Horn, Spitalgasse 25, 3580 Horn. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25850
Korneuburg, Gärtnergasse 1, 2100 Korneuburg. . . . . . . . . . . . . . . 25950
Krems, Wiener Straße 24, 3500 Krems. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26050

SOZIALLEISTUNGEN
Lilienfeld, Pyrkerstraße 3, 3180 Lilienfeld. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26150
Melk, Hummelstraße 1, 3390 Melk. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26250
Mistelbach, Josef-Dunkl-Straße 2, 2130 Mistelbach . . . . . . . . . . 26350
Mödling, Franz-Skribany-Gasse 6, 2340 Mödling . . . . . . . . . . . . . 26450
Neunkirchen, Würflacher Straße 1, 2620 Neunkirchen. . . . . . . . 26750
Scheibbs, Burgerhofstraße 5, 3270 Scheibbs. . . . . . . . . . . . . . . . . 26850
FÜR ELTERN
Facebook
Schwechat, Sendnergasse 7, 2320 Schwechat. . . . . . . . . . . . . . . . 26950
im Überblick
facebook.com/ak.niederoesterreich
SCS, Bürocenter B1/1A, 2334 Vösendorf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27050
St. Pölten, AK-Platz 1, 3100 St. Pölten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27150 Broschüren
noe.arbeiterkammer.at/broschueren
Tulln, Rudolf-Buchinger-Straße 27 − 29, 3430 Tulln. . . . . . . . . . . 27250
Waidhofen, Thayastraße 5, 3830 Waidhofen/Thaya . . . . . . . . . . 27350 AK-App
Wien, Plößlgasse 2, 1040 Wien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27650 noe.arbeiterkammer.at/app

Wr. Neustadt, Babenbergerring 9b, 2700 Wr. Neustadt. . . . . . . . 27450 YouTube


Zwettl, Gerungser Straße 31, 3910 Zwettl. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27550 www.youtube.com/aknoetube
Foto: Fotolia

IMPRESSUM Kammer für Arbeiter und Telefon: 05 7171-0


Herausgeber, Medieninhaber Angestellte für Niederösterreich Hersteller: Eigenvervielfältigung noe.arbeiterkammer.at/arbeitsrecht
und Redaktion: AK-Platz 1, 3100 St. Pölten Stand: 2019
VORWORT

Wir helfen – wann und wo immer Sie uns brauchen.

Viele Menschen sind täglich mit der Herausforderung konfrontiert,


ihre Angehörigen mit geringen finanziellen Mittel zu versorgen.

Foto: VYHNALEK
Diese Broschüre bietet einen Überblick zu Förderungen und Beihilfen
von Bund und Land Niederösterreich, um Eltern bei finanziellen
Hürden im Alltag zu unterstützen. Sie erhalten Informationen zu
Sozialleistungen, Sach- und Transferleistungen sowie steuerlichen
Vorteilen.

Die AK Niederösterreich erweitert mit der Broschüre „Sozialleistungen


für Eltern im Überblick“ das vielfältige Informationsangebot für ihre
Mitglieder.

Unsere ExpertInnen sind für Sie da!

Markus Wieser Mag. Bettina Heise, MSc


Präsident Direktorin

Redaktioneller Hinweis:
Diese Auflage spiegelt den aktuellen Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung (Mai 2019) wider.
Bitte beachten Sie, dass sich die in dieser Broschüre angegebenen Rechtsvorschriften, Förder-
richtlinien und Homepageadressen ändern können. Erkundigen Sie sich daher bitte im Zweifels-
fall direkt bei den angegebenen Einrichtungen.
Sozialleistungen für Eltern im Überblick

Inhalt
1 | Pflegefreistellung, AMS-Entfernungsbeihilfe, AMS-Kombilohn,
Krankengeld und Familienzuschlag zum Krankengeld 2

2 | Familienleistungen 7

3 | Ergänzende Sozialtransferleistungen 15

4 | Sachleistungen und Beihilfen im Ausbildungsbereich 23

5 | Steuerliche Begünstigungen für Familien und


Alleinerziehende 26

6 | Beihilfen und Sozialleistungen vom Land Niederösterreich 33


AK Infoservice

Pflegefreistellung, AMS-Entfernungsbei-
hilfe, AMS-Kombilohn, Krankengeld und
Familienzuschlag zum Krankengeld

Pflegefreistellung

AMS-Entfernungsbeihilfe

AMS Förderung-Kombilohn für Frauen und Männer Reintegration


in den Arbeitsmarkt

Krankengeld

Familienzuschlag zum Krankengeld

1
IN DIESEM KAPITEL ERHALTEN SIE ALLGEMEINE
INFORMATIONEN ÜBER PFLEGEFREISTELLUNG,
AMS-ENTFERNUNGSBEIHILFE, AMS-KOMBILOHN, KRANKEN-
GELD UND FAMILIENZUSCHLAG ZUM KRANKENGELD

2 noe.arbeiterkammer.at
Pflegefreistellung, AMS-Entfernungsbeihilfe

Pflegefreistellung
Die Pflegefreistellung ist im Urlaubsgesetz im §16 geregelt und ein
sondergesetzlicher Anspruch auf Dienstfreistellung.
Die Pflegebedürftigkeit muss jedenfalls mittels ärztlichem Attest
nachgewiesen werden. Für Kinder unter 12 Jahren ist eine Freistellung
im Ausmaß von maximal 2 Mal der wöchentlichen Normalarbeitszeit
möglich, bei Erwachsenen beträgt das Ausmaß eine wöchentliche
Normalarbeitszeit. Dieser Anspruch ist pro Kalenderjahr zu verstehen.

Nähere Informationen über arbeitsrechtliche Bestimmungen für


die Pflegefreistellung der ArbeitnehmerInnen befinden sich auf der
Homepage der AK-Niederösterreich unter:
www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/krankheitundpflege/
pflege/Pflegefreistellung.html
Servicenummer: 057171-0, E-Mail: noe.arbeiterkammer.at
oder persönlich in einer AK-Niederösterreichs Bezirksstelle

AMS-Entfernungsbeihilfe
Diese Beihilfe kann von Personen, die am AMS arbeitssuchend oder
lehrstellensuchend gemeldet sind, beantragt werden. Dies gilt beson-
ders für die, die auf einen näher gelegenen zumutbaren Arbeits- bzw.
Ausbildungsplatz nicht vermittelt werden können und bereit sind, eine
entferntere Arbeits- bzw. Ausbildungsstelle anzunehmen.

Das monatliche Bruttoeinkommen darf 2.300 Euro nicht übersteigen.


Ein teilweiser Kostenersatz kann für regelmäßig wiederkehrende tägli-
che, wöchentliche oder monatliche Fahrten und für die Unterkunft am
Arbeitsort gewährt werden.

Die Beihilfe kann bis zur Höhe der entstehenden monatlichen Fahrt-
kosten und/oder Unterkunftskosten abzüglich der Beteiligung eines
anderen Kostenträgers und eines Selbstbehaltes von 33,33 % der
förderbaren Kosten, höchstens jedoch bis zu einem Betrag von
260 Euro pro Monat als Fahrtkostenzuschuss und/oder 400 Euro pro
Monat als Mietkostenzuschuss gewährt werden.

noe.arbeiterkammer.at 3
AK Infoservice

Die Beihilfe kann für jeweils 26 Wochen, bei Lehrlingen 52 Wochen,


insgesamt maximal für 104 Wochen gewährt werden. Bei Lehrlingen für
die gesamte Dauer der Ausbildung.

Die Beihilfe ist an ein Beratungsgespräch gebunden. Dies erfordert,


dass die FörderungswerberIn mit dem/der zuständigen BeraterIn der
regionalen Geschäftsstelle des AMS rechtzeitig vor Beginn der Be-
schäftigung Kontakt aufnimmt.

Link für mehr Informationen über


http://www.ams.at/service-arbeitsuchende/finanzielles/foerderungen/
entfernungsbeihilfe

AMS Förderung-Kombilohn für


Frauen und Männer Reintegration in
den Arbeitsmarkt
Die Förderung kann ab einem vollversicherungspflichtigen Arbeitsver-
hältnis maximal bis zu einem Jahr mit mindestens 20 Wochenstun-
den-Arbeitszeit beantragt werden. In Ausnahmefällen ist eine geringere
Wochenstundenanzahl auch möglich.

Gefördert werden Arbeitssuchende, die


über 45 sind
wieder in den Beruf einsteigen
mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen länger als 182
Tage arbeitslos vorgemerkt sind
Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation absolviert haben
REHAB-Geld beziehen
eine entferntere Arbeitsstelle annehmen
mehrfache Vermittlungshindernisse aufweisen und über zwei Jahre
beim AMS vorgemerkt sind.

Die Höhe der Beihilfe ergibt sich aus der Differenz des zuletzt gebüh-
renden Arbeitslosengeldes bzw. der zuletzt gebührenden Notstands-
hilfe ohne Anrechnung des PartnerInnen-Einkommens plus 30 % und

4 noe.arbeiterkammer.at
Krankengeld

dem Nettoerwerbseinkommen. Die maximale Beihilfenhöhe beträgt


950 Euro monatlich. Förderungen von monatlich unter 10 Euro werden
aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht ausbezahlt.
Die Kombilohnbeihilfe kann nach neuerlicher jährlicher Prüfung des
Einkommens bis zu drei Jahre gewährt werden.
Die Kombilohnförderung ist an ein Beratungsgespräch mit der zustän-
digen BeraterIn der regionalen Geschäftsstelle des AMS rechtzeitig vor
Beginn der Beschäftigung gebunden.

Link für mehr Informationen:


http://www.ams.at/service-arbeitsuchende/finanzielles/foerderungen/
kombilohn

Krankengeld
Anspruch auf das Krankengeld haben Personen in einem aufrechten
Dienstverhältnis über der Geringfügigkeitsgrenze, die nach dem Allge-
meinen Sozialversicherungsgesetz pflichtversichert sind. Freie Dienst-
nehmerInnen, geringfügig Beschäftigte mit einer Selbstversicherung
nach §19a ASVG sowie Vertragsbedienstete können auch Krankengeld
bekommen.

ArbeitslosengeldbezieherInnen bekommen ab dem vierten Tag des


Krankenstandes Krankengeld von der NÖGKK, da ruht der Arbeitslo-
sengeldbezug vom AMS.

Familienzuschlag zum Krankengeld


Seit Oktober 2017 gewährt die NÖ Gebietskrankenkasse einen Famili-
enzuschlag zum Krankengeld.

Diese Erhöhung des Krankengeldes gebührt allerdings erst ab dem Tag


des gänzlichen Wegfalls des Entgeltanspruches.
Das Krankengeld kann ab dem 43. Tag des Krankenstandes um einen
Zuschlag von 10 % der Bemessungsgrundlage erhöht werden, wenn
man alleinerziehend ist oder mindestens einen Angehörigen im Sinne

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AK Infoservice

des § 123 Abs. 2 Z 1 bis 6 oder Abs. 4 ASVG hat, der mitversichert ist.

Link für mehr Informationen und Antragsformulare sind über


www.noegkk.at zu finden oder über das Servicetelefon 050 899 6100
zu holen.

6 noe.arbeiterkammer.at
Familienleistungen
AMS Kinderbetreuungskosten-Beihilfe

Kinderbetreuungsgeld

Wochengeld

Familienbeihilfe

Schulstartgeld

Familienhärteausgleich

Familienhospizkarenz-Zuschuss

Hinterbliebenenpension

Waisenpension

Abfindung

2
IN DIESEM KAPITEL ERHALTEN SIE
ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER FAMILIENLEISTUNGEN

noe.arbeiterkammer.at 7
AK Infoservice

AMS Kinderbetreuungskosten-
Beihilfe
Diese Unterstützung ist für Personen, die sich in einer AMS-Maßnahme
befinden und zur Aufnahme einer Beschäftigung bzw. der Teilnahme
an Umschulungen, Trainings etc. eine Kinderbetreuung für ihr Kind
benötigen

Die AMS-Beihilfe beträgt maximal 300 Euro monatlich und ist vom
Haushaltseinkommen abhängig. Die Beihilfe ist gestaffelt und das
monatliche Bruttoeinkommen der FörderungswerberIn darf 2.300 Euro
nicht übersteigen. Die Förderungsdauer je Kind beträgt zwischen 26
und 156 Wochen. Außerdem muss das Kind im gemeinsamen Haushalt
leben und jünger als 15 Jahre sein. Ein behindertes Kind muss jünger
als 18 Jahre sein.

Als Einkommen zählen: Renten, Pensionen, Alimente, Unterhalts-


leistungen, Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz,
Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts, Gründungsbeihilfe,
Kombilohnbeihilfe, Übergangsgeld, Zahlungen an Pflegeeltern für die
Betreuung eines Kindes, sowie Pflegekarenzgeld und Einkommen aus
selbstständiger Tätigkeit.
Die Betreuungsbeihilfe kann für Kindergärten, Horte, Kinderkrippen,
Kindergruppen bei Tagesmüttern/Tagesvätern und für Privatpersonen
beantragt werden.

Die Kinderbetreuung durch Familienangehörige oder Au-Pair-


ACH Kräfte ist von der Förderung ausgenommen.
TUNG

Link für mehr Informationen:


http://www.ams.at/service-arbeitsuchende/finanzielles/foerderungen/
kinderbetreuungsbeihilfe

8 noe.arbeiterkammer.at
Familienleistungen

Kinderbetreuungsgeld
Geburten ab 1.3.2017

Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben alle Eltern, die sich recht-


mäßig im Bundesgebiet aufhalten und einen gemeinsamen Haupt-
wohnsitz mit dem Kind haben. Weiters muss die Familienbeihilfe für
das Kind bezogen werden. Auf dem Kinderbetreuungsgeld-Konto liegt
eine Gesamtsumme von 12.366 Euro, wenn nur ein Elternteil das
Kinderbetreuungsgeld bezieht. Beziehen beide Elternteile, so steht ein
Gesamtbetrag von maximal 15.449 Euro zu.

Das Kinderbetreuungsgeld kann von einem Elternteil maximal 851 Tage


lang bezogen werden, bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile
beträgt die Maximaldauer 1063 Tage. Eine kürzere Inanspruchnahme
ist jeweils möglich. Je nach Dauer der Inanspruchnahme variiert die
Höhe des ausbezahlten Tagesbetrages.

Eine weitere Variante des Kinderbetreuungsgeldes stellt das einkom-


mensabhängige Kinderbetreuungsgeld dar.
Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld kann von einem
Elternteil längstens 365 Tage ab der Geburt bezogen werden, der
Maximalbetrag beträgt 66 Euro täglich.

Das Thema Kinderbetreuungsgeld ist sehr komplex, detaillier-


ACH te Auskünfte bedürfen einer persönlichen Beratung!
TUNG

Link für mehr Informationen:


https://www.arbeiterkammer.at/service/broschueren/BerufundFamilie/
Kinderbetreuungsgeld.html
www.bmfj.gv.at/familie/finanzielle-unterstuetzungen/kinderbetreuungs-
geld/Formulare-Broschueren.html

noe.arbeiterkammer.at 9
AK Infoservice

Wochengeld
Wochengeld bekommen unselbstständig erwerbstätige Frauen wäh-
rend der Schutzfrist, die in der Regel acht Wochen vor der voraussicht-
lichen Entbindung beginnt. Die Schutzfrist endet acht Wochen nach
der Geburt, bei Kaiserschnitt sowie Mehrlingsgeburten nach zwölf
Wochen. Das Wochengeld wird gemäß dem Durchschnittseinkommen
der letzten drei Kalendermonate berechnet und dabei werden die ge-
setzlichen Abzüge und das Urlaubs- und Weihnachtsgeld berücksich-
tigt. Der Antrag auf Wochengeld ist bei der zuständigen Krankenkasse
zu stellen.

Freie Dienstnehmerinnen erhalten Wochengeld entsprechend jenem


Jahresnettoeinkommen, welches auf Basis der Bruttomonatsbezüge
der letzten drei Monate errechnet wird.
Wochengeld wird in gewissen Fällen auch ausbezahlt, wenn die
Schwangerschaft während eines Arbeitsverhältnisses bzw. während
eines Bezuges von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe eingetreten ist
und dieses Arbeitsverhältnis bzw. der Leistungsbezug vor Eintritt der
Schutzfrist geendet hat.

Familienbeihilfe
Die Familienbeihilfe dient der finanziellen Unterstützung von Familien
mit Kindern und für junge Menschen, die in Ausbildung oder Studium
sind. Die Familienbeihilfe wird grundsätzlich Studierenden bis zum
24. Lebensjahr gewährt und ist an den Studienerfolg gebunden. Der
Erfolgsnachweis muss dem zuständigen Wohnfinanzamt vorgelegt
werden.

Das Kind muss mit der anspruchsberechtigten Person im gemeinsa-


men Haushalt in Österreich leben. Bei der Geburt eines Kindes muss
die Familienbeihilfe nicht mehr beantragt werden. Die Finanzverwal-
tung prüft alle Voraussetzungen automatisch und überweist die Fami-
lienbeihilfe auf ein Konto der Eltern. Sollten noch Informationen, wie
z.B. die Bankverbindung, fehlen, werden die Eltern ersucht, die Daten
bekannt zu geben.

10 noe.arbeiterkammer.at
Familienleistungen

Es gibt auch die erhöhte Familienbeihilfe für Kinder oder Jugendliche


beim Vorliegen einer Behinderung. Die erhöhte Familienbeihilfe wird
gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt. Sie steht solange zu,
wie die allgemeine Familienbeihilfe gewährt wird und kann auch rück-
wirkend zuerkannt werden, allerdings höchstens für fünf Jahre ab dem
Monat der Antragstellung. Für den Nachweis der Behinderung ist ein
Sachverständigengutachten erforderlich.

Die Familienbeihilfe wird vorrangig an den haushaltsführenden El-


ternteil (Mutter) ausbezahlt. Die Mutter kann jedoch zugunsten des
anderen Elternteiles schriftlich verzichten.

Familienbeihilfe monatlich:
ab Geburt 114 Euro
ab 3 Jahren 121,90 Euro
ab 10 Jahren 141,50 Euro
ab 19 Jahren 165,10 Euro
für Studierende bis zum 24. Lebensjahr 162 Euro
Die erhöhte Familienbeihilfe für behinderte Kinder, ab 1. Jänner 2018
155,90 Euro.

Der monatliche Gesamtbetrag an Familienbeihilfe erhöht sich


durch die Geschwisterstaffelung um folgende Beiträge:
für zwei Kinder um 7,10 Euro pro Kind
für drei Kinder um 17,40 Euro pro Kind
für vier Kinder um 26,50 Euro pro Kind
für fünf Kinder um 32,00 Euro pro Kind
für sechs Kinder um 35,70 Euro pro Kind
für sieben und mehr Kinder um 52,00 Euro pro Kind

Link für mehr Informationen:


www.help.gv.at/Portal

noe.arbeiterkammer.at 11
AK Infoservice

Schulstartgeld
Gemeinsam mit der Familienbeihilfe für den September wird ein Schul-
startgeld in der Höhe von 100 Euro für jedes Kind im Alter von 6 bis 15
Jahren ausgezahlt. Dies bedeutet, dass das Schulstartgeld in der Höhe
von 100 Euro im September für jedes Kind, ab dem Kalenderjahr, in
dem es das 6. Lebensjahr vollendet bis zu dem Kalenderjahr, in dem es
das 15. Lebensjahr vollendet, ausbezahlt wird.

Es ist keine gesonderte Antragsstellung erforderlich.

Familienhärteausgleich
Diese finanzielle Überbrückungshilfe zur Beseitigung oder Milderung
einer in Notsituation geratenen Familie, kann gewährt werden, wenn
alle anderen Möglichkeiten wie Unterhaltsanspruch, bedarfsorientierte
Mindestsicherung und Wohnbeihilfe nicht ausreichen und eine unver-
schuldete finanzielle Notsituation vorliegt, die durch ein besonderes
Ereignis, wie Krankheit, Behinderung oder Todesfall ausgelöst wurde.

Die Voraussetzungen für die finanzielle Unterstützung sind der Bezug


der Familienbeihilfe, die österreichische oder die EU-Staatsbürger-
schaft. Weiters gilt die Anerkennung von Asyl und Flüchtlingsstatus
und die Staatenlosigkeit zum Erhalt dieser Unterstützung.

Kontaktdaten:
Landesstelle für Niederösterreich
Neugebäudeplatz 1, 3100 St. Pölten
Telefon: 05 08 08 - 2022 und Fax: 05 08 08 - 9229

Familienhospizkarenz-Zuschuss
Personen, die sich wegen Betreuung und Begleitung sterbender,
schwerst erkrankter Angehöriger oder Kinder in Familienhospizkarenz
befinden und das Pflegekarenzgeld bekommen, haben auch Anspruch
auf eine weitere finanzielle Unterstützung.
12 noe.arbeiterkammer.at
Familienleistungen

Das Antragsformular, mit dem sowohl das Pflegekarenzgeld als auch


die Ergänzungsleistung aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleich
beantragt werden kann, sind auf der Homepage des Bundeskanzler-
amtes, Bereich Familie und Jugend, abrufbar.

Das Monatseinkommen des Haushaltes darf 850 Euro nicht über-


schreiten.
Die Familienbeihilfe, die Wohnbeihilfe, das Pflegegeld und das Kinder-
betreuungsgeld werden nicht als Haushaltseinkommen berechnet.

Die Obergrenzen für das verbliebene monatliche


Haushalts-Nettoeinkommen:
Ehepaar od. Lebensgemeinschaft mit zwei Kindern
unter 15 Jahre 2.550 Euro
AlleinerzieherIn mit einem Kind unter 10 Jahren 1.190 Euro
Zwei erwachsene Personen 1.530 Euro
Alleinstehende Person 850 Euro

Link für mehr Informationen über https://www.bmfj.gv.at/familie/


finanzieunterstuetzungen/familienhospizkarenz-zuschuss/familienhos-
pizkarenz-zuschuss.html

Hinterbliebenenpension
Angehörige von verstorbenen PensionsbezieherInnen oder von versi-
cherten Personen haben als Hinterbliebene Anspruch auf Hinterbliebe-
nenpension. Als Hinterbliebene werden EhepartnerInnen, eingetragene
PartnerInnen, Kinder-, Adoptiv-und Stiefkinder gesetzlich festgelegt.
Auch für geschiedene EhepartnerInnen kann ein Pensionsanspruch
bestehen, wenn zum Zeitpunkt des Todes eine Verpflichtung zur Un-
terhaltsleistung bestanden hat, oder nachweislich Unterhaltszahlungen
ohne gesetzliche Verpflichtung an die hinterbliebene Person geleistet
wurden.

Die Wartezeit für Witwen-Witwer-oder Waisenpensionsanspruch


entfällt, wenn versicherte EhepartnerInnen, eingetragene PartnerInnen
oder Elternteile vor dem vollendeten 27. Lebensjahr versterben und
mehr als sechs Versicherungsmonate zuvor versicherungspflichtig

noe.arbeiterkammer.at 13
AK Infoservice

beschäftigt waren. Wenn der Tod durch einen Arbeitsunfall, eine


Berufskrankheit oder einen Dienstunfall beim Bundesheer verursacht
wurde, entfällt hier auch die Wartezeit.
Hinweis: Personen, die in Lebensgemeinschaften leben, haben
keinen Anspruch auf Witwen oder Witwerpension. Zu Berechnung der
Hinterbliebenenpension wird das Einkommen der EhepartnerIn oder
eingetragene Partnerschaft der Hinterbliebenen herangezogen. Die
Waisenpension ist von dieser Berechnung ausgenommen.

Waisenpension
Die Waisenpension gebührt grundsätzlich bis zum 18. Lebensjahr,
darüber hinaus über Antrag bei Schul- oder Berufsausbildung maximal
bis zum 27. Lebensjahr oder bei Erwerbsunfähigkeit für deren Dauer.

Abfindung
Besteht kein Waisenpensionsanspruch, weil die Wartezeit nicht erfüllt
ist, gebührt eine Abfindung als einmalige Leistung, wenn der/die Ver-
storbene mindestens 1 Beitragsmonat erworben hat.
Diese Informationen bieten einen allgemeinen Überblick zum
Thema Hinterbliebenenpension, für mehr Informationen und
Detailfragen zu den Pensionsarten ist die Landesstelle Pensions-
versicherungsanstalt Niederösterreich zuständig.
In der Pensionsversicherung wird zwischen Eigenpensionen (Leistun-
gen, die aus einem eigenen Versicherungsverhältnis entstehen) und
Hinterbliebenenpensionen (Leistungen, die aus dem Versicherungsver-
hältnis eines/einer Verstorbenen entstehen) unterschieden.

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


www.pensionsversicherung.at
E-Mail: pva-lsn@pensionsversicherung.at
Telefon: 05 03 03 und Fax: 05 03 03-328 50
Adresse: Pensionsversicherungsanstalt Landesstelle Niederösterreich,
Kremser Landstraße 5, 3100 St. Pölten

14 noe.arbeiterkammer.at
Ergänzende
Sozialtransferleistungen
Der Behindertenpass

Vorteile eines Behindertenpasses

GIS-Gebührenbefreiung

Rezept-Gebührenbefreiung

3
IN DIESEM KAPITEL ERHALTEN SIE ALLGEMEINE INFORMATIO-
NEN ÜBER ERGÄNZENDE SOZIALTRANSFERLEISTUNGEN

noe.arbeiterkammer.at 15
AK Infoservice

Der Behindertenpass
Der Behindertenpass dient als bundeseinheitlicher Nachweis einer
Behinderung, unabhängig von der Art der Behinderung. Die ab dem
1. September 2016 im Sozialministeriumservice eingelangten Anträge
auf Behindertenpässe, werden ab einer Behinderung von 50 % in Form
einer Scheckkarte ausgestellt. Unbefristet ausgestellte Behinderten-
pässe, die der bisherigen Rechtslage entsprechen, bleiben weiterhin
gültig und bestehende Eintragungen bleiben unberührt.

Der Behindertenpass kann von Personen in Anspruch genommen


werden, deren gewöhnlicher Aufenthalt oder Wohnsitz in Österreich ist
und die einer der folgenden Gruppen angehören:

Begünstigte Behinderte- ArbeitnehmerInnen mit besonderen Be-


schäftigungsschutz
BezieherInnen von Pflegegeld oder vergleichbarer Leistungen auf-
grund bundesgesetzlicher Vorschriften
BezieherInnen erhöhter Familienbeihilfe
BezieherInnen einer Geldleistung wegen Invalidität, Berufsunfähig-
keit, Dienstunfähigkeit oder dauernder Erwerbsunfähigkeit, deren
Grad der Behinderung bzw. die Minderung der Erwerbsfähigkeit
mindestens 50 Prozent beträgt.

Vorteile eines Behindertenpasses


ab einer Behinderung von 50 % - Preisermäßigungen bei Freizeit-
und Kultureinrichtungen
Weitere Vorteile ab 70 % Behinderung mit den Zusatzerfordernissen
mit Eintragung im Behindertenpass über die Unzumutbarkeit der
Benützung öffentlicher Verkehrsmittel oder Blindheit
Autofahrerclub Mitgliedsermäßigungen: ARBÖ oder ÖAMTC
Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer: das Fahr-
zeug muss auf die behinderte Person zugelassen sein!
Gratis Autobahnvignette
Euro-key Schlüssel zur Benützung von WC-Anlagen, die behinderten
Menschen vorbehalten sind.

16 noe.arbeiterkammer.at
Ergänzende Sozialtransferleistungen

Eventuell Befreiung von Studiengebühren-Anfrage bei Bildungsein-


richtung
Antrag auf Parkausweis für Behinderte - Gehbehindertenausweis
nach § 29b Abs. 1 StVO ist das Sozialministerium Service zuständig

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


www.sozialministeriumservice.at
E-Mail: post.niederoesterreich@sozialministeriumservice.at
Tel: 02742/ 31 22 24 und Fax: 02742/ 31 22 24-76 55
Adresse: Sozialministeriumservice – Landesstelle Niederösterreich
Daniel-Gran-Straße 8/3. Stock, 3100 St. Pölten

GIS-Gebührenbefreiung
Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss die Volljährigkeit und der
Hauptwohnsitz in Österreich gegeben sein. Bei der Befreiung von
der Rundfunkgebühr muss der Hauptwohnsitz mit dem angegebenen
Standort übereinstimmen und die Rundfunkempfangseinrichtung
muss sich in Wohnräumen befinden. Zur Berechnung der Einkom-
mensobergrenze, ob eine soziale Hilfsbedürftigkeit vorliegt, wird das
Haushalts-Nettoeinkommen der AntragstellerIn und aller im Haushalt
lebender Personen herangezogen.

Die Staffelung des Haushalts-Nettoeinkommens:


1 Person 1.018,55 Euro
2 Personen 1.527,14 Euro
und für jede weitere Person 157,16 Euro

Die Antragsformulare liegen bei Filialen der Raiffeisenbank, in den


Gemeindeämtern und den Magistrats-Bezirksämtern auf.

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


https://www.gis.at/kontakt
Das Service Hotline: 0810 00 10 80
Mo-Fr 8 - 21 Uhr, Sa 9 -17 Uhr
Adresse: GIS Gebühren Info Service GmbH, Postfach 1000, 1051 Wien

noe.arbeiterkammer.at 17
AK Infoservice

Rezept-Gebührenbefreiung
Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es den Anspruch auf Rezept-
gebühren-und e-card Service-Entgeltbefreiung. Neben den begünstig-
ten Versicherten sind auch Angehörige anspruchsberechtigt.
Personen, die nicht von der Rezeptgebühr befreit sind, müssen in
jedem Fall mindestens 37 Rezeptgebühren zu je 6,00 Euro bezahlen
bevor die 2-Prozent-Deckelung der Rezeptgebühren zur Anwendung
kommt.

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger legt


für alle Versicherten ein Rezeptgebührenkonto an. Dort werden die im
laufenden Jahr bezahlten Rezeptgebühren verbucht. Sobald die Sum-
me an Gebühren zwei Prozent des Jahresnettoeinkommens erreicht,
zeigt die e-card automatisch an, dass eine Rezeptgebührenbefreiung
vorliegt.

Generelle Befreiungen ohne Antrag haben:


Personen mit anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheiten. Die
Rezeptgebührenbefreiung betrifft nur die Medikamente, die medi-
zinisch zur Behandlung von anzeigepflichtigen und übertragbaren
Krankheiten von ÄrztInnen vorgesehen sind.
Zivildiener und deren Angehörige
AsylwerberInnen in Bundesbetreuung
BezieherInnen von Ausgleichszulage und bestimmten Geldleistun-
gen wegen besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit

Befreiungsmöglichkeiten für Personen, deren monatliches Netto-


einkommen folgende Richtwerte nicht übersteigt:
Alleinstehende: 909,42 Euro
Alleinstehende mit erhöhtem Medikamentenbedarf: 1.045,83 Euro
Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften: 1.363,52 Euro
Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften mit erhöhtem Medikamenten-
bedarf: 1.568,05 Euro
Richtwerterhöhung pro mitversichertem Kind: 140,32 Euro

18 noe.arbeiterkammer.at
Ergänzende Sozialtransferleistungen

Mögliche erforderliche Unterlagen für die Beantragung der Re-


zeptgebührenbefreiung:
Nachweis über die Höhe des letzten Monatsbezugs
Nachweis über die Höhe des Ruhe- oder Versorgungsgenusses
Nachweis über die Höhe des Partnereinkommens
Nachweis über die Höhe von Rentenbezügen aus der Unfallversi-
cherung

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


www.noegkk.at
Adresse: NÖGKK, Kremser Landstraße 3, 3100 St. Pölten,
E-Mailadresse: info@noegkk.at
Versichertenservice: 050 899-6100 und Telefax: 050 899-6581

noe.arbeiterkammer.at 19
AK Infoservice

Sachleistungen und
Beihilfen im Ausbildungs-
bereich
Fahrtenbeihilfen

Lehrlinge - Lehrlingsfreifahrt

Fahrtenbeihilfen für Lehrlinge und behinderte Lehrlinge

Semesterticket für Studierende vom Land NÖ

Studienbeihilfe

4
N DIESEM KAPITEL ERHALTEN SIE ALLGEMEINE
INFORMATIOENEN ÜBER SACHLEISTUNGEN UND
BEIHILFEN IM AUSBILDUNGSBEREICH

20 noe.arbeiterkammer.at
Sachleistungen und Beihilfen im Ausbildungsbereich

Fahrtenbeihilfen
Wenn eine Teilnahme an der Schüler - und Lehrlingsfreifahrt nicht
möglich ist und sofern keine andere unentgeltliche Beförderungsmög-
lichkeit besteht, wird bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen
eine Geldleistung in Form einer Fahrtenbeihilfe gewährt.

Weitere Fahrtenbeihilfen gibt es auch für SchülerInnen und Lehrlinge,


die für Zwecke des Schulbesuches oder der Lehre notwendigerweise
eine Zweitunterkunft außerhalb des inländischen Hauptwohnortes am
oder in der Nähe des Schulortes bzw. der betrieblichen Ausbildungs-
stelle bewohnen.

Der Antrag für die Fahrtenbeihilfe ist beim Wohnsitzfinanzamt nach


Ablauf des Kalenderjahres vom/von der FamilienbeihilfenbezieherIn
einzureichen.

Lehrlinge - Lehrlingsfreifahrt
Die Lehrlingsfreifahrt wird als direkte Sachleistung zur finanziellen Er-
leichterung für den regelmäßigen Besuch zur und von der betrieblichen
Ausbildungsstätte in einem anerkannten Lehrverhältnis gewährt.
Personen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, die
Familienbeihilfe beziehen und alle übrigen Voraussetzungen erfüllen,
können für die Dauer der Lehrzeit zwischen Wohnung und Ausbil-
dungsstätte Lehrlingsfreifahrt beantragen.

Das vollständig ausgefüllte Antragsformular mit der Bestätigung des


Dienstgebers über das Lehrverhältnis ist beim Verkehrsunternehmen
einzureichen. Für die Freifahrt ist als Eigenanteil ein Pauschalbetrag
von 19,60 Euro für jedes Lehrjahr zu leisten.

noe.arbeiterkammer.at 21
AK Infoservice

Fahrtenbeihilfen für Lehrlinge und


behinderte Lehrlinge
Ist für Lehrlinge eine unentgeltliche Beförderung zwischen der
Wohnung und der Ausbildungsstätte nicht möglich, kann eine Fahrten-
beihilfe beantragt werden, wenn der Arbeitsweg mindestens zwei km
beträgt. Für behinderte Lehrlinge gilt diese Mindestentfernung nicht,
wenn der behinderte Lehrling auf ein Verkehrsmittel angewiesen ist.
Die Fahrtenbeihilfe wird nur gewährt, wenn der Arbeitsweg in jeder
Richtung wenigstens dreimal pro Woche zurückgelegt wird. Fahrten-
beihilfe für Lehrlinge kann seit 1. September 2002 auch dann beantragt
werden, wenn zum Zweck der Ausbildung eine Zweitunterkunft be-
sucht werden muss.

Die Beihilfe beträgt:


5,10 Euro pro Monat bei einem Weg bis zehn km oder innerhalb des
Ortsgebietes
7,30 Euro pro Monat bei einem Arbeitsweg von mehr als zehn km

Link für mehr Informationen und Antragsformulare:


www.bmfj.gv.at/familie/finanzielle-unterstuetzungen/freifahrt-und-fahr-
tenbeihilfen/freifahrt-und-fahrtenbeihilfen.html

Semesterticket für Studierende vom


Land NÖ
Studierende, die nachweislich einen durchgehenden Hauptwohnsitz
von mindestens 6 Monaten in Niederösterreich haben und ordentliche
HörerInnen an einer
Öffentlichen Universität
Privatuniversität
Fachhochschule oder
Pädagogischen Hochschule
sind, erhalten vom Land Niederösterreich und den niederösterrei-
chischen Gemeinden bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres pro

22 noe.arbeiterkammer.at
Sachleistungen und Beihilfen im Ausbildungsbereich

Semester einen finanziellen Zuschuss, wenn für Fahrten zum oder am


Studienort ein öffentliches Verkehrsmittel benützt wird.

Förderhöhe: Der finanzielle Zuschuss beträgt die 50 Euro überstei-


genden Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels, maximal jedoch
100 Euro pro Semester.

Telefonische Auskünfte über das Bürgerservice-Telefon:


02742/9005-9005
Link für mehr Informationen:
http://www.noe.gv.at/Bildung/Stipendien-Beihilfen/Semesterticket.html

Studienbeihilfe
Nach dem österreichischen Recht sind die Eltern verpflichtet, ihre
studierenden Kinder bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit, finanziell zu
unterstützen. Nur wenn die Eltern oder die/der Studierende selbst die
Kosten nicht mehr tragen können, kann die Studienbeihilfe bei der
zuständigen Stipendienstelle beantragt werden.

Anspruch auf die Studienbeihilfe haben:


Österreichische StaatsbürgerInnen
EU-BürgerInnen
EWR-BürgerInnen
sind gleichgestellt, wenn sie selbst oder ein Elternteil „Wanderar-
beitnehmerInnen sind, oder wenn vor Studienbeginn bereits eine
ausreichende „Integration in das österreichische Bildungs- oder
Gesellschaftssystem“ bestanden hat.
Drittstaatsangehörige, wenn sie das Recht auf Daueraufenthalt in
Österreich erworben haben.
Staatenlose müssen vor Studienbeginn bereits mindestens fünf
Jahre gemeinsam mit einem Elternteil in Österreich unbeschränkt
einkommenssteuerpflichtig gewesen sein.
Konventionsflüchtlinge müssen den Nachweis der Flüchtlingsei-
genschaft zB. Pass oder den positiven Asylbescheid vorlegen.

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


https://www.stipendium.at

noe.arbeiterkammer.at 23
AK Infoservice

Steuerliche Begünstigungen
für Familien und
Alleinerziehende
AlleinerzieherInnen-Absetzbetrag (AEAB)

AlleinverdienerInnen-Absetzbetrag (AVAB)

Kinderabsetzbetrag

Familienbonus Plus

Kindermehrbetrag

Mehrkindszuschlag

Unterhaltsabsetzbetrag

Belastungen für Personen mit Behinderung

Außergewöhnliche Belastungen mit und ohne Selbstbehalt

Steuerliche Begünstigung von Leistungen durch die ArbeitgeberIn


5
IN DIESEM KAPITEL ERHALTEN SIE ALLGEMEINE
INFORMATIONEN ÜBER STEUERLICHE BEGÜNSTIGUNGEN
FÜR FAMILIEN UND ALLEINERZIEHENDE.

24 noe.arbeiterkammer.at
Steuerliche Begünstigungen für Familien und Alleinerziehende

Die innerhalb der Familie gegenüber Kindern und den nicht erwerbstä-
tigen EhepartnerInnen bestehenden Unterhaltsverpflichtungen werden
steuerlich berücksichtigt.

AlleinerzieherInnen-Absetzbetrag
(AEAB)
Dieser Absetzbetrag steht jenen Steuerpflichtigen zu, die mehr als sechs
Monate im Kalenderjahr NICHT in einer Ehe- oder Lebensgemeinschaft
leben und im Kalenderjahr für mind. 1 Kind mindestens 7 Monate An-
spruch auf den Kinderabsetzbetrag (Familienbeihilfe) haben.

AlleinverdienerInnen-Absetzbetrag
(AVAB)
Dieser Absetzbetrag steht jenen Steuerpflichtigen zu, die mehr als sechs
Monate im Kalenderjahr in einer Ehe- oder Lebensgemeinschaft leben und
im Kalenderjahr für mind. 1 Kind mindestens 7 Monate Anspruch auf den
Kinderabsetzbetrag (Familienbeihilfe) haben. Allerdings darf die/der (Ehe)
PartnerIn nicht mehr als 6.000 Euro im Kalenderjahr verdient haben.

Der AEAB/AVAB ist nach der Kinderanzahl gestaffelt.

Für das 1. Kind 494 Euro


Für das 2. Kind 669 Euro
Für das 3. und jede weitere Kind +220 Euro

Diese Absetzbeträge können entweder im Nachhinein für vergangene


Kalenderjahre im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung (ANV)
beantragt werden oder direkt bei der Lohnverrechnung mit dem For-
mular E 30 während des aktuellen Kalenderjahres.

Ist die monatliche Einkommenssteuer aber so niedrig, dass sich der


AEAB/AVAB bei der monatlichen Lohnabrechnung nicht auswirkt, kann
dieser jedenfalls über die ANV beantragt werden.
noe.arbeiterkammer.at 25
AK Infoservice

Lassen Sie den AEAB/AVAB bei Ihrer Arbeitgeberin bzw.


ACH Ihrem Arbeitgeber bei der monatlichen Lohnverrechnung
TUNG
berücksichtigen, müssen Sie ihn bei der ANV im Nachhinein
noch einmal beantragen. Tun Sie das nicht, nimmt das
Finanzamt an, dass Ihnen der AVAB im betreffenden Kalen-
derjahr nicht zugestanden ist. Der berücksichtigte AVAB wird
wieder zurückgefordert.

Kinderabsetzbetrag
Jedem Steuerpflichtigen, dem Familienbeihilfe gewährt wird, steht im
Wege der gemeinsamen Auszahlung mit dieser ein Kinderabsetzbetrag
zu, der die Unterhaltsbelastung abgelten soll.

Der Kinderabsetzbetrag beträgt einheitlich für jedes Kind 58,40 Euro


monatlich und wird in jedem Fall, auch im Fall keiner oder nur geringer
Steuerleistung, ausbezahlt. Empfänger des Kinderabsetzbetrages ist
jener Elternteil, der auch die Familienbeihilfe bezieht.

Familienbonus Plus
Ab 1.1.2019 entfallen Kinderfreibetrag (440 Euro, wenn nur von einem
Elternteil geltend gemacht, ansonsten je 300 Euro pro Elternteil) und
Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten (bis 2.300 Euro jährlich pro
Kind bis zum 10. Lebensjahr).

An deren Stelle tritt ab 1.1.2019 ein neuer Absetzbetrag: der „Famili-


enbonus plus“. Dieser wird direkt von der zu zahlenden Einkommens-
bzw. Lohnsteuer abgezogen. Wer keine Steuer bezahlt, kann daher
auch keinen Familienbonus erhalten.

Anspruch auf Familienbonus besteht für jedes Kind im Inland, für das
Familienbeilhilfe bezogen wird.

26 noe.arbeiterkammer.at
Steuerliche Begünstigungen für Familien und Alleinerziehende

Für Kinder, die den ständigen Aufenthalt außerhalb von Österreich,


aber innerhalb der EU, EWR bzw. Schweiz haben, wird die Höhe des
Familienbonus vom Preisniveau des Aufenthaltslandes bestimmt.

Höhe

Der Familienbonus beträgt jährlich 1.500 Euro (bzw. 125 Euro monatlich)
bis zum 18. Geburtstag, danach jährlich 500 Euro (bzw. 41,68 Euro
monatlich).

Ausnahme

Alleinverdiener bzw. Alleinerzieher können einen Kindermehrbetrag


von maximal 250 Euro als Negativsteuer erhalten.

Aufteilung zwischen den Eltern

Wahlfreiheit zwischen den Eltern

(Ehe-)Partner können den Familienbonus Plus untereinander aufteilen.


Entweder eine Person beansprucht den Familienbonus Plus in voller
Höhe (1.500 Euro bzw. 500 Euro) oder der Betrag wird zwischen den
(Ehe-)Partnern aufgeteilt (750/750 Euro bzw. 250/250 Euro).

Bei getrenntlebenden Eltern kann eine Aufteilung 1.500 Euro/0 Euro


oder 750 Euro/750 Euro berücksichtigt werden. Einigen sich die Eltern
nicht auf eine Aufteilung, so erhalten beide die Hälfte, daher 750 Euro.

Zahlt der getrenntlebende unterhaltsverpflichtete Elternteil keinen


Unterhalt, steht diesem auch kein Familienbonus Plus zu. Der andere
Elternteil erhält den vollen Bonus in der Höhe von 1.500 Euro.

Nur wenn einer der beiden getrenntlebenden Elternteile für den Groß-
teil der Kinderbetreuungskosten aufkommt (mindestens aber 1.000
Euro), gilt folgende Regelung: Der Elternteil, der überwiegend die
Kinderbetreuungskosten getragen hat, erhält einen Familienbonus Plus
in Höhe von 1.350 Euro; der andere getrenntlebende Partner erhält

noe.arbeiterkammer.at 27
AK Infoservice

in diesem Fall nur 150 Euro. (90:10 Aufteilung) Diese Regelung ist bis
2021 befristet.

Die Aufteilung kann immer nur für ganze Kalenderjahre


ACH erfolgen.
TUNG

Antragstellung

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Familienbonus Plus zu beantragen:


Während des Kalenderjahres – mit dem Formular E 30 - bei der/dem
ArbeitgeberIn: Der Familienbonus Plus wird dann im Rahmen der
Lohnverrechnung monatlich laufend berücksichtigt.
Nach Ablauf des Kalenderjahres im Rahmen der Arbeitnehmerver-
anlagung bzw. Einkommensteuererklärung: In diesem Fall wird der
Gesamtbetrag einmalig im Zuge der Veranlagung, erstmals im Jahr
2020 für das Jahr 2019 ausbezahlt.

Kindermehrbetrag
Voraussetzungen

Es besteht Anspruch auf Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbe-


trag, für das Kind wird mehr als sechs Monate im Jahr der Kinderab-
setzbetrag bezogen, und die Einkommensteuer macht vor Berücksich-
tigung aller zustehenden Absetzbeträge unter 250 Euro aus.

Wird für 330 oder mehr Tage im Jahr Arbeitslosengeld, Notstandshilfe


oder Mindestsicherung oder eine Leistung aus der Grundversorgung
bezogen, steht der Kindermehrbetrag nicht zu.

Höhe

Der Kindermehrbetrag gebührt in der Höhe der Differenz zwischen der


Steuer gemäß Einkommensteuertarif und 250 Euro. Bei einer Tarifsteu-
er von z.B. 100 Euro beträgt der Kindermehrbetrag daher 150 Euro.

28 noe.arbeiterkammer.at
Steuerliche Begünstigungen für Familien und Alleinerziehende

Antragstellung

Ausschließlich im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung beim zustän-


digen Wohnsitzfinanzamt.

Mehrkindzuschlag
Den Mehrkindzuschlag können Eltern mit drei oder mehr Kindern er-
halten. Der Mehrkindzuschlag beträgt monatlich 20 Euro für das dritte
und jedes weitere Kind. Die jährliche Einkommensgrenze, die nicht
überschritten werden darf, beträgt 55.000 Euro Haushaltseinkommen.

Unterhaltsabsetzbetrag
Eine steuerliche Abschreibung ist dann möglich, wenn nachgewiesen
wird, dass die gesetzlich verpflichtenden Unterhaltszahlungen für
das Kind oder die Kinder, welche nicht im selben Haushalt wohnen,
geleistet wurden. Außerdem dürfen die Steuerpflichtigen und deren
EhepartnerInnen für dieses Kind oder die Kinder keine Familienbeihilfe
beziehen.

Der Unterhaltsabsetzbetrag beträgt monatlich für das erste Kind 29,20


Euro, für das zweite Kind 43,80 Euro und für das dritte und jede weite-
re Kind 58,40 Euro.
Dieser Absetzbetrag muss nach Ablauf des Kalenderjahres im Rahmen
der ArbeitnehmerInnenveranlagung beim zuständigen Finanzamt gel-
tend gemacht werden.

Hinweis 1: Der Lebensstandort der Kinder muss ständig in Österreich,


der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz sein.

Hinweis 2: Für Kinder, für die keine Familienbeihilfe oder kein Unter-
haltsabsetzbetrag (UHAB) zusteht, können folgende Unterhaltsleistun-
gen als außergewöhnliche Belastungen ohne Selbstbehalt abgesetzt
werden:

noe.arbeiterkammer.at 29
AK Infoservice

50 Euro monatlich pro Kind oder die Hälfte Ihrer tatsächlichen Unter-
haltsleistungen. Die Hälfte des tatsächlich geleisteten Unterhalts kann
dann geltend gemacht werden, wenn der Unterhalt im Aufenthaltsland
des Kindes angemessen ist.

Um den Unterhalt geltend machen zu können, muss die Geburtsur-


kunde und eine amtliche Bescheinigung der Heimatbehörde des
betreffenden Kindes vorgewiesen werden. Diese muss in deutscher
Sprache verfasst oder ins Deutsche übersetzt worden sein. Grundsätz-
lich kann der Unterhalt bis zum vollendeten 15. Lebensjahr des Kindes
abgeschrieben werden.

Hat das Kind das 15. Lebensjahr vollendet, muss nachgewiesen wer-
den, dass das Kind noch nicht selbsterhaltungsfähig ist, z. B. mit einer
Bestätigung der zuständigen Schulbehörde. Spätestens bei Volljährig-
keit des Kindes können Leistungen nicht mehr abgeschrieben werden.
Wann die Volljährigkeit eintritt, ist von den jeweiligen nationalen Be-
stimmungen abhängig.

Belastungen für Personen mit


Behinderung
Bei Vorliegen von körperlichen oder geistigen Behinderungen ver-
mindern Pauschalbeträge ohne Selbstbehalt das Einkommen. Ein/e
Steuerpflichtige/r gilt als behindert, wenn der Grad der Behinderung
mindestens 25 % beträgt. Jahresfreibeträge staffeln sich nach der
Höhe des Behinderungsprozentsatzes.

Der Nachweis kann durch einen Behindertenpass, bzw. durch


einen abschlägigen Bescheid, auf dem der Grad der Behinderung
ersichtlich ist, erfolgen. Der Behindertenpass bzw. Bescheid wird
vom Sozialministeriumsservice ausgestellt. Mit der Zustimmung der
Antragstellenden werden die maßgeblichen Daten auf elektronischem
Weg automatisch übermittelt, sodass man sich um den Nachweis nicht
mehr kümmern muss.

30 noe.arbeiterkammer.at
Steuerliche Begünstigungen für Familien und Alleinerziehende

Außergewöhnliche Belastungen mit


und ohne Selbstbehalt
Außergewöhnliche Belastungen können bei der ArbeitnehmerInnen-
veranlagung oder bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt
werden, wenn die Ausgaben so hoch sind, dass die wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wurde. Dies ist dann der Fall, wenn
ein, von der Höhe des Einkommens abhängiger Selbstbehalt (ca. 1
Brutto Monatseinkommen) überschritten wird Erst dann wirken sich
außergewöhnliche Belastungen steuerlich aus.

Selbstbehalt wird berücksichtigt bei Krankheitskosten und Kurkosten


ohne Zusammenhang mit einer Behinderung, Begräbniskosten, Adop-
tionskosten und Kosten für eine künstliche Befruchtung.

Es gibt aber auch außergewöhnliche Belastungen OHNE Selbstbehalt:


Kein Selbstbehalt wird für die Kosten zum Beseitigen von Katastro-
phenschäden, Mehrkosten wegen einer Behinderung in der Höhe von
mind. 25 %, Pflegegeldstufe 1 oder für die Kosten der Kinderbetreuung
berücksichtigt.

Steuerliche Begünstigung von Leis-


tungen durch die ArbeitgeberIn
Die ArbeitgeberInnen können unter bestimmten Voraussetzungen an
bestimmte ArbeitnehmerInnen-Gruppen, jährlich steuerfrei einen Zu-
schuss von 1.000 Euro pro Kind für die Kinderbetreuung gewähren.
Die Steuerfreiheit kann unter folgenden Voraussetzungen durchgeführt
werden:
Für das Kind wird von den ArbeitnehmerInnen mind. 7 Monate die
Familienbeihilfe bezogen und das Kind hat zu Beginn des Kalen-
derjahres das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Der Zuschuss ist entweder direkt an eine institutionelle Kinderbetreu-


ungseinrichtung oder an eine pädagogisch qualifizierte Person zu leis-

noe.arbeiterkammer.at 31
AK Infoservice

ten. Er kann jedoch auch in Form von Gutscheinen geleistet werden,


wenn sichergestellt ist, dass die Gutscheine ausschließlich bei instituti-
onellen Kinderbetreuungseinrichtungen eingelöst werden können.

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


https://www.bmf.gv.at/steuern/familien-kinder/krankheit-behinderung/
aussergewoehnliche-belastungen-bei-behinderungen.html
https://www.help.gv.at

32 noe.arbeiterkammer.at
Beihilfen und Sozialleis-
tungen vom Land
Niederösterreich
Bedarfsorientierte Mindestsicherung BMS

NÖ Bildungsförderung

Der NÖ Familienpass

Heizkostenzuschuss NÖ 2017/2018

Hilfe in Notfällen für Familien in Niederösterreich

NÖ Kinderbetreuungsförderung

NÖ Lehrlingsbeihilfe

Mobile Pflege für erkrankte Kinder in NÖ

NÖ Pendlerhilfe

Wohnbauförderung/Wohnbeihilfe/Wohnzuschuss

NÖ Handwerkerbonus

6
IN DIESEM KAPITEL ERHALTEN SIE ALLGEMEINE
INFORMATIONEN ÜBER BEIHILFEN UND
SOZIALLEISTUNGEN VOM LAND NIEDERÖSTERREICH

noe.arbeiterkammer.at 33
AK Infoservice

Bedarfsorientierte Mindestsicherung
BMS
Mit Einführung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung wurde die
Sozialhilfe reformiert. Die Mindestsicherung ist das unterste soziale
Netz und wurde in Niederösterreich mit 01.09.2010 eingeführt. Per-
sonen, die nicht für ihren Lebensunterhalt und Wohnbedarf sorgen
können, haben die Möglichkeit, die BMS zu beantragen. Antragsbe-
rechtigt sind die Hilfe suchende Personen sowie auch gesetzliche oder
bevollmächtigte VertreterInnen, SachwalterInnen, Familienmitglieder
oder Haushaltsangehörige. Erfüllen sie die Kriterien, haben sie einen
Rechtsanspruch auf eine Leistung.

Der Antrag auf BMS kann bei der Wohngemeinde, Bezirkshauptmann-


schaft oder Magistrat gestellt werden. Die Entscheidung, ob eine
bedarfsorientierte Mindestsicherung gewährt wird, trifft die jeweilige
Bezirkshauptmannschaft oder der Magistrat. Diese nehmen auch die
Auszahlung vor.

Die BMS wird befristet gewährt und 12-mal jährlich im Nachhinein


ausbezahlt.

Die Mindeststandards mit Wohnbedarf betragen monatlich für 2019

Wohnbedarf
Personenkreis Lebensunterhalt Wohnbedarf Summe
(Eigentum)
Alleinstehende/alleinerziehend 664,10 € 110,69 € 221,37 € 885,47 €
Zwei Erwachsene im Haushalt,
498,08 € 83,01€ 166,02 € 664,10 €
jeder Erwachsene
Jeder weitere Erwachsene 332,06 € 55,34 € 110,68 € 442,74 €
Kind bis 18 Jahre 152,72 € 25,46 € 50,91 € 203,66 €
Hilfsbedürftiger Menschen in
71,16 €
stationären Einrichtungen

Die Mindeststandards zur Deckung des angemessenen Wohnbedarfs


beinhalten bei Mietwohnungen einen Anteil von bis zu 25 %, bei
EigenheimbesitzerInnen bis zu 12,5 %.

34 noe.arbeiterkammer.at
Beihilfen und Sozialleistungen vom Land Niederösterreich

Besteht kein oder ein geringerer Aufwand zur Deckung des Wohnbe-
darfes oder ist dieser Aufwand anderweitig gedeckt, sind die jeweiligen
Mindeststandards um diese Anteile entsprechend zu reduzieren.

NÖ Bildungsförderung
Die Antragstellung kann frühestens 13 Wochen vor Kursbeginn bis
spätestens 2 Wochen nach Kursbeginn erfolgen. Der Hauptwohnsitz
muss sich seit mindestens 6 Monaten vor Kursbeginn in Niederöster-
reich befinden.

Für den Erhalt einer Förderzusage vor Kursbeginn muss das vollstän-
dig ausgefüllte Antragsformular bis spätestens 6 Wochen vor Kursbe-
ginn beim Amt der NÖ Landesregierung eingelangt sein. Maßgebend
ist das monatliche Bruttoeinkommen der AntragstellerIn zum Zeitpunkt
der Antragstellung.

Die Auszahlung der Förderung erfolgt in zwei Teilbeträgen. Die Auszah-


lung des 1. Teilbetrages (30 % der Förderung) erfolgt nach Einlangen
der Anmeldungs- und Zahlungsbestätigung. Die Auszahlung des 2.
Teilbetrages (70 % der Förderung) erfolgt nach Einlangen der Teilnah-
mebestätigung bzw. der Bestätigung über einen positiven Abschluss.

Folgende Personengruppen werden gefördert:


ArbeitnehmerInnen in der Privatwirtschaft
WiedereinsteigerInnen ohne AMS-Bezug, Kinderbetreuungsgeldbe-
zieherInnen, Personen nach Elternkarenz
Öffentlich Bedienstete in handwerklicher Verwendung

Voraussetzungen:
Der Hauptwohnsitz muss sich seit mindestens 6 Monaten vor
Kursbeginn in Niederösterreich befinden
Die Bildungsmaßnahme muss der berufsspezifischen Weiterbildung
dienen und bei einem zertifizierten bzw. anerkannten Bildungsträger
absolviert werden.
Eine Förderung erfolgt nur von den persönlich entstandenen Kur-
skosten abzüglich von Dienstgeber- oder sonstigen Zuschüssen.
Für die Inanspruchnahme einer Förderung ist eine mindestens

noe.arbeiterkammer.at 35
AK Infoservice

75 %-ige Anwesenheit oder ein positiver Prüfungsabschluss erfor-


derlich.
Das monatliche Bruttoeinkommen der AntragstellerInnen darf die in
der Richtlinie festgelegte Höchstgrenze nicht übersteigen.
Während eines Zeitraumes von 3 Jahren ab Erstantragstellung
können insgesamt höchstens 2.500 Euro Förderung wie folgt in
Anspruch genommen werden:

Förderhöhe

Monatliches Bruttoeinkommen Maximale Kurskostenförderung 2.500 Euro


Bis 1.500 Euro 80 %
Bis 2.000 Euro 60 %
Bis 3.000 Euro 40 %

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


http://www.noe.gv.at/noe/Aus-Weiterbildung/Bildungsfoerderung_h.html
E-Mail: bildungsfoerderung@noel.gv.at
Telefon: 02742/9005-9555 (ArbeitnehmerInnen-Hotline)
Fax: 02742/9005-11230
Adresse: Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Allgemeine Förderung und Stiftungsverwaltung (F3)
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 8

Der NÖ Familienpass
Alle Personen, die den Hauptwohnsitz in Niederösterreich haben,
können den NÖ Familienpass kostenlos beantragen. Voraussetzung
ist, dass mindestens ein Erwachsener oder ein Kind einen Wohnsitz in
Niederösterreich hat. Der Familienpass ist nach Ausstellung bis zum
vollendeten 18. Lebensjahr des Kindes gültig.

Vorteile von NÖ Familienpass: Informationen zu Förderungen von


Kinderbetreuungskosten, Familienförderungen, NÖ Unfallversiche-
rungsleistungen für Familien, Informationsbroschüre über Freizeitange-
bote in Österreich uvm.

36 noe.arbeiterkammer.at
Beihilfen und Sozialleistungen vom Land Niederösterreich

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


www.noe.gv.at
Das Familienservice ist von Montag bis Freitag, ab von 8 bis 16 Uhr
unter der Telefonnummer 02742/9005-19001 erreichbar.

Heizkostenzuschuss NÖ 2017/2018
In Niederösterreich erhalten sozial bedürftige Personen mit Haupt-
wohnsitz in Niederösterreich einen einmaligen Heizkostenzuschuss in
der Höhe von 135 Euro.

Voraussetzungen:
Anerkannte Flüchtlinge nach der Genfer Konvention
Drittstaatsangehörige, wenn es sich um Familienangehörige von
EWR-Bürgerinnen im Sinne von Art. 24 in Verbindung mit Art. 2 der
EU Richtlinie RL 2004/38/EG handelt
Hauptwohnsitz in NÖ
Monatliche Bruttoeinkünfte, die den jeweiligen Ausgleichszulagen-
richtsatz gemäß § 293 ASVG nicht überschreiten
Österreichische Staatsbürgerschaft
Staatsangehörige eines anderen EWR-Mietgliedstaates sowie deren
Familienangehörige

Wer kann den Heizkostenzuschuss erhalten?


AusgleichszulagenbezieherInnen
BezieherInnen einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung,
die als arbeitssuchend gemeldet sind und deren Arbeitslosengeld/
Notstandshilfe den jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatz nicht über-
steigt.
BezieherInnen einer Mindestpension nach § 293 ASVG
BezieherInnen von Kinderbetreuungsgeld, deren Familieneinkommen
den jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatz nicht übersteigt.
Sonstige EinkommensbezieherInnen, deren Familieneinkommen den
Ausgleichszulagenrichtsatz nicht übersteigt.

noe.arbeiterkammer.at 37
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NÖ Heizkostenzuschuss: gültige Richtsätze ab 1. Jänner 2018


Bruttoeinkommensgrenze ist der geltende Richtsatz für die Ausgleichs-
zulage (§ 293 ASVG).

1. Tabelle zur Prüfung der Einkommenshöchstgrenze (Brutto)


Alleinstehend 933,06 Euro
Alleinerziehend, 1 Kind 1.077;04 Euro
Alleinerziehend, 2 Kinder 1.221,01 Euro
Alleinerziehend, 3 Kinder * 1.364,97 Euro
Ehepaar, Lebensgefährten 1.398,97 Euro
Paar, 1 Kind 1.542,94 Euro
Paar, 2 Kinder 1.686,90 Euro
Paar, 3 Kinder * 1.830,88 Euro
3. erwachsene Person ** 465,92 Euro
Für jedes weitere Kind ist ein Betrag von 140,32 Euro hinzuzurech-
nen, solange für dieses Kind Familienbeihilfe bezogen wird.
Für jede weitere erwachsene Person ist ein Betrag von 454,11 Euro
hinzuzurechnen.

2. Tabelle zur Prüfung der Einkommenshöchstgrenze bei Beziehe-


rInnen von Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz
oder von Kinderbetreuungsgeld (Brutto)
Alleinstehend 1.087,96 Euro
Alleinerziehend, 1 Kind 1.255,83 Euro
Alleinerziehend, 2 Kinder 1.423,68 Euro
Alleinerziehend, 3 Kinder * 1.591,55 Euro
Ehepaar, Lebensgefährten 1.631,20 Euro
Paar, 1 Kind 1.799,07 Euro
Paar, 2 Kinder 1.966,93 Euro
Paar, 3 Kinder * 2.134,79 Euro
3. erwachsene Person ** 543,23 Euro
Für jedes weitere Kind ist ein Betrag von 163,59 Euro hinzuzurech-
nen, solange für dieses Kind Familienbeihilfe bezogen wird.
Für jede weitere erwachsene Person ist ein Betrag von 529,46 Euro
hinzuzurechnen.

Telefonische Auskünfte über den Heizkostenzuschuss erhalten Sie


beim Bürgerservice-Telefon: 02742/9005-9005

38 noe.arbeiterkammer.at
Beihilfen und Sozialleistungen vom Land Niederösterreich

Hilfe in Notfällen für Familien in


Niederösterreich
Es gibt die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung über den Verwal-
tungsfonds für Familien in NÖ, welche aufgrund eines unvorhersehba-
ren Ereignisses, unverschuldet in finanzielle Bedrängnis geraten sind,
zu beantragen.

Die AntragstellerInnen müssen:


die österreichische Staatbürgerschaft besitzen
Staatsangehörige anderer EWR-Mitgliedsstaaten sein
in einer Gemeinde des Landes Niederösterreich ihren Hauptwohnsitz
haben

Dem Ansuchen sollten folgende Unterlagen in Kopie beigelegt


werden:
Meldenachweise aller im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen
Einkommensnachweise sämtlicher im gemeinsamen Haushalt leben-
den Personen
Hierzu zählen auch: Krankengeld, Familienbeihilfe, Arbeitslosen-
geld, Notstandshilfe, Pensionsvorschuss, Witwen- und Waisenpen-
sion, Kriegsopferrente, Ausgleichszulage, Invaliditätspension, Un-
fallpension, Lehrlingsentschädigung, Pflegegeld, Sozialleistungen,
Einkommensteuerbescheid, Einheitswertbescheid, Unterhaltszahlun-
gen und Alimente.
Nachweise über sonstige Beihilfen (Schulbeihilfen für Kinder, Studi-
enbeihilfen, Mietbeihilfen, NÖ Wohnungszuschuss usw.)
Sämtliche Belege über die finanziellen Belastungen (Rechnungen,
Kreditverträge, Mahnungen, usw.)
Aktuelle Kontoauszüge

Link für mehr Informationen und Kontaktdaten:


www.noe.gv.at
E-Mail: post.f3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13524 und 38224, Fax: 02742/9005-13335
Adresse: Amt der NÖ Landesregierung 3109 St. Pölten,
Landhausplatz 1, Haus 9,
Abt. Allgemeine Förderung und Stiftungsverwaltung

noe.arbeiterkammer.at 39
AK Infoservice

NÖ Kinderbetreuungsförderung
Berufstätige Eltern, die eine Kinderbetreuungseinrichtung für ihr Kind
brauchen und dafür eine finanzielle Hilfe benötigen, können vom Land
NÖ im Rahmen der NÖ Kinderbetreuungsförderung einen Zuschuss
zum Betreuungsbeitrag erhalten.

Beihilfen können für Hortbetreuungen, Kindergärten, Tagesbetreu-


ungseinrichtungen und für die NÖ Tagesmütter-Väter, bei den Träger-
organisationen wie der Caritas der Diözese St. Pölten, NÖ Hilfswerk,
Volkshilfe NÖ, Katholischer Familienverband der Diözese St. Pölten,
Sonnenkinder Verein "Tagesmütter-Initiative Sonnenkinder Kids' care"
beantragt werden.

Voraussetzungen:
österreichische StaatsbürgerInnen oder BürgerInnen anderer EU-
bzw. EWR Staaten
Flüchtlinge mit anerkanntem Asylstatus
Hauptwohnsitz der Antragstellenden und Betreuungseinrichtung
müssen in Niederösterreich sein
Einkommensgrenze (wobei die Familiengröße berücksichtigt wird)
beide Elternteile müssen berufstätig sein

Die Höhe der Förderung hängt vom Familieneinkommen ab.


Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

Link für mehr Informationen und Anträge:


http://noe.gv.at/Gesellschaft-Soziales/Kinderbetreuung.html
E-Mail: kinderbetreuung@noel.gv.at
Telefon: 02742/9005-1-9005 und Fax: 02742/9005-13335
Adresse: 3109 St. Pölten, Landhausplatz 1

NÖ Lehrlingsbeihilfe
Lehrlinge mit einem aufrechten Lehr- oder Ausbildungsvertrag im Sinne
des Berufsausbildungsgesetzes (BAG) oder des Land- und forstwirt-
schaftlichen Berufsausbildungsgesetzes (LFBAG).

40 noe.arbeiterkammer.at
Beihilfen und Sozialleistungen vom Land Niederösterreich

Die Lehrlingsbeihilfe beträgt monatlich 100 Euro.

Voraussetzung:
ein aufrechter Lehr- oder Ausbildungsvertrag im Sinne des Berufs-
ausbildungsgesetzes (BAG) oder des Land- und forstwirtschaftlichen
Berufsausbildungsgesetzes (LFBAG)
der Bezug der Familienbeihilfe
seit mindestens 6 Monaten Hauptwohnsitz in Niederösterreich
kein Bezug von Leistungen aus dem Arbeitsmarktförderungsgesetz
oder dem Arbeitslosenversicherungsgesetz
das monatliche Gesamtfamilieneinkommen darf die festgelegte
Höchstgrenze nicht übersteigen

Haushaltsgröße Höchstgrenze
Einpersonenhaushalt 1.000 Euro
Alleinerziehende Elternteile mit 1 Kind 2.000 Euro
Ehepaar oder Lebensgemeinschaft ohne Kinder 2.000 Euro
Ehepaar oder Lebensgemeinschaft mit 1 Kind 2.500 Euro
für jedes weitere Kind 500 Euro

Link für mehr Informationen und Antragsformulare:


www.noe.gv.at/Wirtschaft-Arbeit/Arbeitsmarkt/Lehrlinge/Lehrlingsfoer-
derung.html
E-Mail: lehrlingsfoerderung@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-9555 (ArbeitnehmerInnen-Hotline),
Fax: 02742/9005-13460
Adresse: Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Allgemeine Förderung und Stiftungsverwaltung (F3)
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 9

Mobile Pflege für erkrankte Kinder


in NÖ
KiB unterstützt Eltern und organisiert österreichweit Notfallmamas für
die Betreuung erkrankter und/oder gesunder Kinder zu Hause. Eltern
oder Erziehungsberechtigte können unter 0664/620 30 40 rund um die
Uhr bei KiB anrufen und ihren Betreuungsbedarf mitteilen. Die Pflege

noe.arbeiterkammer.at 41
AK Infoservice

bzw. die Betreuung kann stundenweise oder maximal für drei Tage pro
Krankheitsfall abgedeckt werden.

Die Mitgliedschaft kostet monatlich 14,50 Euro und eine einmalige


Aufnahmegebühr von 18 Euro ist zu entrichten. Die Pflege des Kindes
kostet 8 Euro die Stunde. Familien mit geringem Einkommen können
die Betreuungskosten von KIB wieder rückfordern.

Links für mehr Informationen und Kontaktdaten:


www.notfallmama.or.at oder www.kib.or.at
E-Mail: verein@kib.or.at
Telefon: 0664/620 30 40
Adresse: Verein KiB children care, 4841 Ungenach 51

NÖ Pendlerhilfe
Das Land NÖ unterstützt mit der NÖ Pendlerhilfe ArbeitnehmerInnen,
die täglich oder wöchentlich zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte
pendeln und dafür finanzielle Aufwendungen zu tragen haben.
Für die Berechnung der NÖ Pendlerhilfe ist die kürzeste Entfernung
zwischen nächstgelegenem Haupt- oder Nebenwohnsitz zum Arbeits-
platz.

Voraussetzungen:
Hauptwohnsitz NÖ, Mindestentfernung Wohnsitz - Arbeitsstätte: 25
Kilometer
monatliches Gesamtfamilieneinkommen (brutto) unter der festgeleg-
ten Höchstgrenze
finanzielle Aufwendungen für das Pendeln

Ab einer einfachen Wegstrecke von mindestens 40 Kilometern beträgt


die Höhe der NÖ Pendlerhilfe im Förderungszeitraum jeweils für Hin-
und Rückfahrt einmalig 4 Euro pro Tageskilometer. ArbeitnehmerInnen,
die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrer Arbeitsstätte pendeln
und eine personenbezogene Jahreskarte haben, bekommen einen
„ÖKO-Bonus" in der Höhe von 20 % der berechneten Höhe der NÖ
Pendlerhilfe.

42 noe.arbeiterkammer.at
Beihilfen und Sozialleistungen vom Land Niederösterreich

Weiters, wenn die einfache Wegstrecke bei mindestens 25 Kilometern,


aber bei weniger als 40 Kilometern liegt, kann im Förderungszeitraum
2017 einmalig ein Ausgleichsbetrag in der Höhe von 160 Euro gewährt
werden.

Unterlagen: Dienstgeberbestätigung für alle Arbeitsverhältnisse aus


dem Antragszeitraum.

Zum Einkommen zählen: Löhne, Gehälter, Pensionen, Kranken-,


Wochen- und Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld und ver-
gleichbare Einkünfte vom AMS, Unterhalt (Alimente)
Zum Einkommen zählen nicht: Familienbeihilfe, Pflegegeld, Ver-
sehrten- und Unfallrente

Unterhaltszahlungen an nicht im Haushalt lebende Personen sind


vom Einkommen abzuziehen.

Einkommenshöchstgrenzen:
Einpersonenhaushalt 1.660 Euro
Alleinerziehender Elternteil mit 1 Kind 3.320 Euro
Ehepaare/Lebensgemeinschaften ohne Kinder 3.320 Euro
Ehepaare/Lebensgemeinschaften mit 1 Kind 4.120 Euro
Für jedes weitere Kind 800 Euro

Link für mehr Informationen und Antragsformulare:


www.noe.gv.at, E-Mail: pendlerhilfe@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-9555 (ArbeitnehmerInnen-Hotline)
Fax: 02742/9005-1064
Adresse: Amt der NÖ Landesregierung
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 9
Abteilung Allgemeine Förderung und Stiftungsverwaltung (F3)

noe.arbeiterkammer.at 43
AK Infoservice

Wohnbauförderung/Wohnbeihilfe/
Wohnzuschuss
Einen Antrag auf Wohnbauförderung, Wohnbeihilfe oder Wohnzu-
schuss können österreichische StaatsbürgerInnen oder gleichgestellte
Personen aus EU-Staaten und Konventionsflüchtlinge, einbringen. Die
antragstellende Person und deren EhepartnerInnen oder Lebenspart-
nerInnen müssen in der geförderten Wohnung oder im geförderten
Eigenheim den Hauptwohnsitz haben.
Eine Lebenspartnerschaft ist gegeben, wenn eine gemeinsame
Lebensführung auch aus wirtschaftlicher Sicht und eine gemeinsame
Nutzung der Wohnung besteht. Dies ist grundsätzlich anzunehmen,
wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind.

Der Wohnzuschuss zum Aufwand für das Wohnen können Eigen-


tümerInnen, MieterInnen oder Nutzungsberechtigten einer Wohnung
wie z.B. Genossenschaftswohnung, eines geförderten Eigenheimes
oder eines geförderten Wohnheimes zuerkannt werden, wenn dies der
Hauptwohnsitz ist und nach den Voraussetzungen der NÖ Wohnungs-
förderung bereits gefördert wurde.
Der Wohnzuschuss wird berücksichtigt, wenn die Wohnbauförderung
für die Errichtung oder Sanierung des Gebäudes nach 1993 beantragt
wurde. In diesem Fall wird dann nochmals unterschieden:

WOHNZUSCHUSS: bei einem Nutzungsvertrag bis


30. Juni 2009

WOHNZUSCHUSS "MODELL 2009": bei einem Nutzungs-


vertrag ab 1. Juli 2009

Wesentliche Merkmale des Modells 2009 sind, das entsprechend der


Familiengröße gewichtete Familieneinkommen, welches die Basis für
die Berechnung bildet und die der Familiensituation entsprechend
förderbare Wohnnutzfläche.

Die Wohnbeihilfe kann grundsätzlich berücksichtigt werden, wenn eine


Wohnbauförderung für die Errichtung oder Sanierung des Gebäudes
vor 1993 beantragt wurde.
44 noe.arbeiterkammer.at
Beihilfen und Sozialleistungen vom Land Niederösterreich

Link für mehr Informationen, Kontaktdaten und Antragsformulare:


www.noe.gv.at, E-Mail: post.f2auskunft@noel.gv.at
Tel: 02742/22133, Fax: 02742/9005-14377
Adresse: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Wohnungsförderung,
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 7a

NÖ Handwerkerbonus
Haus und WohnungseigentümerInnen sowie nutzungsberechtigte Per-
sonen können ab sofort in Niederösterreich mit dem Handwerkerbonus
2018 für Sanierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen
für ihre baurechtlich fertiggestellten Eigenheime einen Zuschuss bis zu
600 Euro beziehen.

Es kann ein einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss von 20 % der


förderfähigen Kosten für Arbeitsleistungs- und Anfahrtskosten exkl.
USt. pro Förderobjekt, höchstens jedoch 600 Euro bezahlt werden.
Die förderfähigen Kosten müssen in Summe zumindest 200 Euro be-
tragen, damit es in Folge zur Auszahlung der Mindestförderung in der
Höhe von 40 Euro kommen kann.

Einige der erforderlichen Merkmale für Rechnungen:


Die Rechnungen müssen auf die FörderwerberInnen ausgestellt sein.
Das Förderobjekt, muss als Hauptwohnsitz von der antragsstellenden
Person sein. Die Arbeitsleistung muss ab dem 1.1.2018 von einem
Unternehmen mit Sitz in Niederösterreich begonnen und vollendet
werden.

Förderungsantrag kann ausschließlich online gestellt werden.


Die Rechnungen mit Zahlungsnachweisen und die vollständig ausge-
füllte Beilage „NÖ Handwerkerbonus 2018“ sind dem Online-Antrag
beizufügen.

Wenn keine Möglichkeit vorhanden ist, den Antrag online zu stellen,


kann dieser persönlich im Regierungsviertel in St. Pölten oder in einer
der Kompetenzzentren der Abteilung Wohnungsförderung eingebracht
werden.

noe.arbeiterkammer.at 45
AK Infoservice

Diese sind in den folgenden Bezirkshauptmannschaften zu finden:


Amstetten, Bruck/Leitha, Gänserndorf, Gmünd, Horn, Korneuburg,
Mistelbach, Mödling, Wr. Neustadt, und Zwettl.

Link für mehr Informationen über Förderbare Arbeitsleistungen im


Zuge des NÖ Handwerkerbonus 2018 UND NICHT förderbare Arbeits-
leistungen im Zuge des NÖ Handwerkerbonus 2018 sind unter:
www.noe.gv.at/handwerkerbonus-antrag zu finden.

Für weitere Fragen und umfassendere Beratung Kontakt über NÖ


Wohnbau-Hotline 02742/22133

Quellen: AMS NÖ, Amt der NÖ-Landesregierung, Bundesministerium


für Familien und Jugend, Finanzamt, ÖGB-Verlag Sozialleistungen im
Überblick, Pensionsversicherungsanstalt, Sozialversicherungsanstalt
der Bauern, Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft

46 noe.arbeiterkammer.at
VORWORT

Wir helfen – wann und wo immer Sie uns brauchen.

Viele Menschen sind täglich mit der Herausforderung konfrontiert,


ihre Angehörigen mit geringen finanziellen Mittel zu versorgen.

Foto: VYHNALEK
Diese Broschüre bietet einen Überblick zu Förderungen und Beihilfen
von Bund und Land Niederösterreich, um Eltern bei finanziellen
Hürden im Alltag zu unterstützen. Sie erhalten Informationen zu
Sozialleistungen, Sach- und Transferleistungen sowie steuerlichen
Vorteilen.

Die AK Niederösterreich erweitert mit der Broschüre „Sozialleistungen


für Eltern im Überblick“ das vielfältige Informationsangebot für ihre
Mitglieder.

Unsere ExpertInnen sind für Sie da!

Markus Wieser Mag. Bettina Heise, MSc


Präsident Direktorin

Redaktioneller Hinweis:
Diese Auflage spiegelt den aktuellen Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung (Mai 2019) wider.
Bitte beachten Sie, dass sich die in dieser Broschüre angegebenen Rechtsvorschriften, Förder-
richtlinien und Homepageadressen ändern können. Erkundigen Sie sich daher bitte im Zweifels-
fall direkt bei den angegebenen Einrichtungen.
Kammer für Arbeiter und
Angestellte für Niederösterreich
AK-Platz 1, 3100 St. Pölten

SERVICENUMMER ÖFFNUNGSZEITEN
05 7171-0 Montag bis Donnerstag 8 − 16 Uhr
mailbox@aknoe.at Freitag 8 − 12 Uhr
noe.arbeiterkammer.at

BERATUNGSSTELLEN DW ÖSTERREICHISCHER
GEWERKSCHAFTSBUND
Amstetten, Wiener Straße 55, 3300 Amstetten. . . . . . . . . . . . . . . 25150
Landesorganisation Niederösterreich
Baden, Elisabethstraße 38, 2500 Baden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25250
AK-Platz 1, 3100 St. Pölten
Flughafen-Wien, Office Park 3 - Objekt 682,
niederösterreich@oegb.at
2. OG - Top 290, 1300 Wien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27950
Gänserndorf, Wiener Straße 7a, 2230 Gänserndorf. . . . . . . . . . . 25350
Gmünd, Weitraer Straße 19, 3950 Gmünd. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25450
Hainburg, Oppitzgasse 1, 2410 Hainburg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25650
Hollabrunn, Brunnthalgasse 30, 2020 Hollabrunn . . . . . . . . . . . . 25750
Horn, Spitalgasse 25, 3580 Horn. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25850
Korneuburg, Gärtnergasse 1, 2100 Korneuburg. . . . . . . . . . . . . . . 25950
Krems, Wiener Straße 24, 3500 Krems. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26050

SOZIALLEISTUNGEN
Lilienfeld, Pyrkerstraße 3, 3180 Lilienfeld. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26150
Melk, Hummelstraße 1, 3390 Melk. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26250
Mistelbach, Josef-Dunkl-Straße 2, 2130 Mistelbach . . . . . . . . . . 26350
Mödling, Franz-Skribany-Gasse 6, 2340 Mödling . . . . . . . . . . . . . 26450
Neunkirchen, Würflacher Straße 1, 2620 Neunkirchen. . . . . . . . 26750
Scheibbs, Burgerhofstraße 5, 3270 Scheibbs. . . . . . . . . . . . . . . . . 26850
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