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Universität zu Köln

Großer Examens- und Klausurenkurs


Prof. Dr. Hanns Prütting Tel.: (0221) 470-4111/2811
Prof. Dr. Michael Sachs Fax: (0221) 470-6645
Internet: www.klausurenkurs.de
Prof. Dr. Thomas Weigend e-mail: klausurenkurs@klausurenkurs.de

Köln, 17.10.2005

Informationen
zur Teilnahme am Großen Klausurenkurs

I. Aufgabe des Großen Klausurenkurses

Der Große Klausurenkurs dient der Vorbereitung auf die erste juristische Staatsprüfung. Bei den zur Bear-
beitung gestellten Klausuren handelt es sich um Original-Prüfungsklausuren aus dem ersten juristischen
Staatsexamen, die vom Justizprüfungsamt zur Verfügung gestellt werden.

Damit bietet der Klausurenkurs die Möglichkeit, das eigene Leistungsniveau anhand der tatsächlich im ers-
ten Staatsexamen gestellten Anforderungen zu überprüfen und den geeigneten Zeitpunkt für die Anmeldung
zum Examen zu bestimmen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, sollten die Teilnehmer über fundier-
te Kenntnisse im Bürgerlichen Recht, Öffentlichen Recht und Strafrecht verfügen. In der Regel ist das der
Fall, wenn alle für das erste Staatsexamen erforderlichen Scheine erworben wurden. Die Teilnahme am
Klausurenkurs ist freiwillig, angesichts des Gewichts der Klausuren im Rahmen der Examensbenotung aber
sicherlich empfehlenswert. Die Auswahl der zu bearbeitenden Klausuren bleibt den Teilnehmern überlassen.
Um den Klausurenkurs aber optimal zur Examensvorbereitung nutzen zu können, wird dringend empfohlen,
Klausuren aus allen Rechtsgebieten zu bearbeiten. Um eine gewisse Routine in der Anfertigung von Exa-
mensklausuren zu erlangen, sollte als Richtwert die Zahl von mindestens 50 geschriebenen Klausuren die-
nen.

II. Ablauf des Großen Klausurenkurses

1. Der Große Klausurenkurs findet – von bestimmten Ausnahmen abgesehen – ganzjährig statt. Es werden
wöchentlich grundsätzlich drei Klausuren, jeweils aus dem Gebiet des Zivilrechts, des Strafrechts und des
Öffentlichen Rechts einschließlich der Nebengebiete gestellt. Einmal im Monat werden nur zwei Klausuren
angeboten, diese aus dem Zivilrecht und dem Öffentlichen Recht.

Die Sachverhalte für die C-Klausuren (Öffentliches Recht) und die A-Klausuren (Zivilrecht) werden in
dem Schreibtermin am Freitagnachmittag (14:00-18:45 Uhr, Hörsaal II), die Sachverhalte für die A-
Klausuren (identisch zu Freitag) und die B-Klausuren (Strafrecht) in dem Schreibtermin am Samstag-
vormittag (9:00-13:45 Uhr Hörsaal II) in den Hörsälen ausgegeben. Zudem liegen die jeweiligen Klausur-
sachverhalte an der Pforte des Rechtswissenschaftlichen Seminars zum Kopieren aus. Die genauen
Schreibtermine werden durch Aushang und auf der Internetseite des Großen Klausurenkurses bekannt ge-
geben.
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Die Bearbeitungen sind im eigenen Interesse unter Examensbedingungen nur mit Hilfe des Gesetzestextes
(also ohne Kommentare, Lehrbücher und andere Hilfsmittel) im Hörsaal zu erstellen.

Die Bearbeitungszeit beträgt abweichend von den Bedingungen der ersten juristischen Staatsprüfung (vgl.
§ 7 Abs. 1 JAO) nur 4 ¾ Stunden. Diese Verkürzung wurde vorgenommen, weil bei der Bearbeitung im Ex-
amen wegen der nervlichen Belastung nicht gleichermaßen konzentriert gearbeitet wird. Um im Examen
nicht in Zeitnot zu geraten, ist es hilfreich sich daran zu gewöhnen, die vorgegebenen Fälle konzentriert und
zügig durchzuarbeiten.

Korrigiert werden nur Arbeiten von Studenten, die an der Universität zu Köln als Ersthörer und mindestens
im 5. Fachsemester Rechtswissenschaften eingeschrieben sind. Dazu führt der Klausurenkurs laufend ein
Anmeldeverfahren durch. Die Erstanmeldung erfolgt persönlich unter Vorlage eines gültigen Studenten-
und eines gültigen Lichtbildausweises in den Räumen des Großen Examens- und Klausurenkurses,
Hauptgebäude, Rechtswissenschaftliches Seminar, Bauteil 9, 2. Obergeschoss, innerhalb der dort
angegebenen Öffnungszeiten. Anmeldungen an Freitagen gelten erst für die Schreibtermine der folgenden
Woche.

2. Die Korrektur erfolgt nach Examensmaßstäben von Mitarbeitern des Klausurenkurses, wobei im Zweifel
eher ein schärferer Maßstab angelegt wird. Die korrigierten Bearbeitungen werden in dem jeweiligen Be-
sprechungstermin, der auf den Sachverhalten vermerkt ist, ausgegeben und besprochen. Nicht abgeholte
Klausuren werden danach für eine Woche im Eingangsbereich des Rechtswissenschaftlichen Seminars
ausgelegt.

3. Zu dem Klausurfall wird von Mitarbeitern des Klausurenkurses bzw. der Lehrstühle zusammen mit dem
jeweiligen Besprecher ein schriftlicher Lösungsvorschlag ausgearbeitet, der am Besprechungstermin kosten-
los an die Teilnehmer ausgegeben wird. Dieser Lösungsvorschlag stellt keine "Musterlösung" dar, wie man
sie vom Bearbeiter im ersten juristischen Staatsexamen erwartet. Sie ist im Interesse der Wiederholung und
Vertiefung des Rechtsstoffes wesentlich ausführlicher gehalten und mit Rechtsprechungs- und Schrifttums-
nachweisen versehen. Sinn der Lösungsvorschläge ist es, eine nachträgliche Überarbeitung des jeweiligen
Rechtsgebietes zu erleichtern.

4. Die Besprechungen werden von Professoren und von Lehrbeauftragten der rechtswissenschaftlichen
Fakultät geleitet. Zweck der mündlichen Besprechung ist insbesondere die Erörterung und Vertiefung der
relevanten Rechtsfragen des Klausurfalles. Diese werden meist in einen größeren Zusammenhang gestellt
und der Teilnehmer erhält insofern hilfreiche Aufbauhinweise. Daneben wird auf häufig wiederkehrende Feh-
ler aufmerksam gemacht, wobei die Besprecher auch für Einzelfragen die konkrete Korrektur betreffend zur
Verfügung stehen.

5. Die Besprechungen finden am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag


in Hörsaal II in der Zeit von 16:15 bis 17:45 Uhr und zwar grundsätzlich in folgender Reihenfolge statt:
- dienstags: Zivilrecht (A)
- mittwochs: Öffentliches Recht (C)
- donnerstags: Strafrecht (B)

6. Weitere Informationen sind im Internet unter www.klausurenkurs.de erhältlich.


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III. Formale Anforderungen an die Klausurbearbeitungen

Die Klausurbearbeitungen sind so anzulegen, dass jedes Blatt nur einseitig beschrieben wird und die Hälfte
des Blattes als Korrekturrand frei bleibt. Die Arbeiten sind auf Papier von Format DIN A4 anzufertigen und
nur links oben zusammenzuheften (keine Büroklammern).

Darunter ist in deutlicher Schrift

- die Bezeichnung der Klausur,


- der vollständige Name des Verfassers und
- die im Rahmen des Anmeldeverfahrens zugewiesene Teilnehmernummer

anzugeben.

Klausuren ohne diese Angaben werden nicht korrigiert.

Die Arbeit schließt mit dem Vermerk "Ende der Bearbeitung". Die Schrift muss gut lesbar sein und darf nur
die üblichen Buchstaben und Abkürzungen verwenden. Es ist darauf zu achten, dass die Klausur im richti-
gen Stapel abgelegt wird. Verspätet eingereichte Bearbeitungen werden nicht zur Korrektur angenommen.

Arbeiten, die diesen formalen Voraussetzungen nicht entsprechen, werden nicht korrigiert. Klausuren, die
offensichtlich einer alten Musterlösung "nachempfunden" oder außerhalb des Hörsaals für den Aufsichtster-
min angefertigt sind, werden ebenfalls nicht korrigiert. Der Klausurenkurs behält sich vor, bei Zweifeln über
die Anmeldung des Erstellers, insbesondere bei Anhaltspunkten für eine Anfertigung unter fremdem Namen,
die Klausur zurückzuhalten, einen Identitätsnachweis zu verlangen oder den Namen von der Teilnehmerliste
zu streichen.

Über nähere Einzelheiten – insbesondere Hörsäle, Schreibtermine und genaue Anfangszeiten – unterrichten
Aushänge im Schaukasten links vor dem Eingang des Rechtswissenschaftlichen Seminars und unsere Ho-
mepage. Dort finden sich ebenfalls monatliche Besprechungspläne, die u.a. Beginn und Ort der Bespre-
chung sowie die Namen der Besprecher enthalten. Insbesondere werden dort auch kurzfristige Änderungen
im Ablauf des Klausurenkurses bekannt gegeben.