Sie sind auf Seite 1von 44

Lektüreschlüsse1

für Schülerinnen
und Schüler Wolfgang Herrndorf
Tschick
Von Eva-Maria Scholz

Reclam
Inhalt
DieserLekiü€sdünsel bei€lt rich auf foleendeTdtansgabel r. Erstj orDtionzlrm w'e* 7
woüga€ Hdhdorf: l!i.nr'.&.24.A!flase. Reinbellei Hmburg: z Inbalt 9
Rowohlt Trsclentuch vedag,2or1

THIXNT15442 + werlaufbau aa
S.Won-undSacherläutenngen
s2
@2or,+Philipp Redü ju. cmbH & Co. KG, Sdttget 6. Interyietation6r
CestaltuB: comelia feyll, Iriedri.h Fddsnan 7. Autorudzeit 74
Gesamthersteilug: Reclm, DiziDgo. Printedin celmdy 2014 & Rezeption 8t
RECIAM, UNIVERSAL'ITBUoTBBRüd
9 Checklisre 84
rE!( sind eingerag€neMdken ro. Leküretipps I
@ Ptun!! Kel:h lu. GnDH & co. KG,stuttgft

Auö alsE-Bookerhättlic! RmliirNotizen 90


L ErstiDformationzum Werk
r.ior id ]ahr 2o1o dei FbEan Tscrricl e$chien, hatte
wri4galg H€rndorf G96s 2or3) erst zw€i litenische
Cft*e veröffendicht: S€ircn DebüroruD In Pltit t?geu,iF
E'a d6 der BerliD€r Poptiteradü zug€rechnet vtftd, urd
€ilE Erz:ihlband EIit Ktüz geschichteD ln sein€n selte-
om InteFiews ülrde HerDdorf ge-
Gä€t, qie die ldee effstanden sei, nür
Eh lugendbu.h n schrcibeo. Huctie-
brry Fmn,Heft der Fliegn, Arthtrr Gor"
don Pyn sind die Lieblingsbüder seircr Xindheit, di€
ihn daal irspineft haben. 'lBeim e eut€n Lesen]habe
iü ftstgEstellt, dass ale Lieblingsbticher dEi cemein'
.-r?+eD hatten: schDell€Eliminierurs huslöschüngl
ds err"chseftn BezugspersoneD,große Reis€, 8roßes
liräs* 'Die Übeie$ng, {'ie sid dieseGrujldelemd-
re Lente aufsreifen ür}d b eilro lugen&omd altuali-
li{t 1JGeEen lass€n köDnten, ftihrte zu Tscni*. Die
ersL
esroffsdJo,s HermdorfaXsdirss sechs
Jah-
diesem EinfiI ab.Das FehleDder ddtten zutat, d€s
erschid Hermdorf nötig, um den Anscbluss an
Hier ud letzt zu find€n. 'Mit d€D
die Etberunts s&ien mir Uicie ich:
da BirdesEFrblik d€s eiNDdzsln-
lahhuderts als AusEißer a'rf ei-
sdilf an}teu€n:Qüark.dft verwen-
€ir gestohleDesAuto, das d€rl beiden ProtäSonbten
F.hn ins ercße AbenteEr ermöglicht u H€ündolf

ßdn k isr die Geschichtezweierfug€ndicn€t die ge-


1 lisdnJormli@ z@wer! 7
gensätzlicher nicht s€in könnren. Der tch-Erzfiler Mait I lnialr
stamht ausleichemHause,lebtin eine!Vila mirpool und
ist ein @uffälli8ea nrhige! Typ. Der flrssische Spätats_ ' :J i6res ist da der Ceruch von Blur und Kaffee. Die Kaf-
siedler Tschick ftllt hinsesen sofort aut Er erscheinr be, =--r.hi!e sreht drüben aüfdem Tisch, ud dasBlut ist in
Exnken im Unrcrricht, ist wor&arg, die vildesren cedch- =:=:n Schunen.Un ehrlich zü sein, esist nicht nü Blut.(
te rank€n sich um ihn. Eines haben die beiden dennoch se !!* Klingenberg isr vierzehn Jahrea1qberucht die ach-
meincam 5ie rind beideAußenceirerso schdrfe.1 ,e es, = {-se d€s HageciuFcymnasitmsin Berlin ud be-
ihre Heimatstadr Berlin unlemerk zu verlasseDund mir - : : . r " r . r c ns e l b . t a l A
s u ß e n s e n eurr d r o r o r i . c h e n
-dnB-
e.nemBeiohlenen Aurodurcl die ordeuBcie ft.ovin7zu -:::. Das mag seitsamanmuren,w€nn man die ersten
falrcn. Aufihrer Reisemachen die beiden allerlei seltsame ::i:: desRomansliest (s.o.),die den Protagonisren und
Bekanntlchaften ud meis&rn zahlreiche l,nifflise Situa- :=.:2ailer Mail.o sJr niLhLrls drdg€nsrubenlocler er-
tioner. obwohl dä<Aberreuerdbruprendertrad sie zum c:reD lassen.Aus dei Rü.kschaubericher Maik. wie es
Schlussnur b Haaresbreireeinen größeren Unglück enr- :rr: id, dasse! blutend, eingenässtund lädier! auf der
gehen, das sie durch ihren jugendti.hen Leichrsiln zum ;=: D der AuLobähpolrzeigelanderist. D.eees)zenrr'o
Teil mitveb.huldet haben. gewinnt vo! alt€m Mair<neues ::::-r ds Endede! semeinsamenReisevon Maik und sei-
Selbstbewusstsein und kann sein Selbstveisrändrisals _-. :euen Fleund Tschick voMe8, die im Zentrum des
rangweilerund Feigtingrevidieren.
In Herrndorfs Roman fhden sidr somir Anklänge an das
Konzept des Bildunssromansbzw der Heldenreise.De!
Autor schickr seinebeiden hotagoDisten aufeine Odvssee -- - Endeder gemeinsamenReise:Kapilel 1-4
in dasUnbelannte, ausder diesedannsestärtthervorgehen. :E :-rupdigü Mail<Klinsenbels. deren Namen der Leser
T).irl mrde mir zal re.chenL 'erarurpreßer -:::
"Lsse_ +r eiler Viertelseite erf:ihn, sitzt blu-
zei(hner urd in ReTenronenhooeetobL Die laLsrche, -i:rd angeschlagenaufeine! Stationdei ll DAEnde^d$ i
dasszwei Vierzehnjährige im MinelpuDk stehen, tur der ..=:::hpoiizel vor lauter Angst hat er 'i.*'-'*""*'
BeliebtheitbeiLesema|erAltersguppenbis heuteteinen n: nr"r i! die Hose gepinkelt. lr ärgert sich darübei und
Äbbruch. So rezensiertebeispielsweise die r.A.Z.: ,lEls s .:: sicher, dassTschick, der irsendwie vor der Polizei
isrl ern8roßä'rise.Buch.esal.ob mrn run dreizehn,diei a!=:.n konnte,so erwasnicht passierrist- Maik is! über-
ßis oder gefirl re dreihunderrisr.d Der deußchen Aussabe ;=ji- dit der Situation r.mdüberlegt, ob er vielleicht ei-
folglen schonb.ld übersepuncenin zahlreiche>Drr;en t: ::a{( briu.h'e. dr er erf:hrr. dasser enLgegen seiner
Bisher e'lrrden über eine Million deutschsprachis; rxen- -r-ie mit seiren vie.zehn tahren bereits straftnündig
plarevotr Ts.hicl verkauft.r s. ::i Dochbevor er über KoDsequenzen dieserneuen
3 t. Elstinformation
zm Wer!
Erkenndris nachdenlen LaD, kippt e! ohDmächtis vom Dsdllaftablene(ßs) wie MaiL den Namen ,Psycho(trägt,
SLuhl. ist e, damit auchschoDvorbei, und Maik verschwirdet wie-
Er erwacht im Krankenhaus,Eur un küz darad wieder de! h der gevohnten Unaufeiligkeit. Nicht einmai dann,
in einen defen, duch starke Medikamenre beqlkten als er einen neuen Schulrekord im Hochspruns aufstellq
Schlaf zu verhlen. Er isr verleEt, verlien aber nichr viele wird er von seinen Kassed<amqadenwahrgenommen.
worte darüb€r, da er sich im Kra*elnaus sehr wohtfählr.
EiüiC das Gesprächnit dem Arzr, der Maik Fragenüber
TschickrKapitel g 12
den Urspmg seiner Verletzungen, dasVeihalteD der poli-
zei und dasZiei der Reisestellr, bereirer Maik Unbehagen.

Maik und die Kasse: Kapitel s-8


Tschick kommt nach den Osterferien neu
in die Klasse.Er ist ein nAsn{(ar, den von
Anfang an keiner leiden kann. TrcEdem
r"*I"*1
!.1"::*--*i
ldI! er in der Klasseaul denn er ist de! ein-
Mdil h;r leinen spienamen und hrrre auchnoch tue e! zige, der sich von dem autoritüren ceschichtslehier wa-
nen.SeinerMeinungnachliesr dacdardn.aar erlanswei- eenbachnicht einschüchternxisst und diesen einfachigno-
lis ist und dasser keile Freundehat. Sein einziser lreund rien. sein abgerissenesAußeres und seine AlkohoFanne
Pad jst wessezogen, als Maik ad das clmnasium wech, trasen ihi übrises dazu bei, dasssich schnel die wilde,ten
selte,und ist Maik züfolge seirdemseitsamseworden. Maik cerüchte um den russischstämigen Tschick rank€n, der
sagt,er sei nicht sur darin, Leute Lemenzr:lernen, er ist eir mit bürgerlichem Namen eigendich Andrej Tschichatscloff
üaufeiüser Eiazelgänser.Ei erzählr, dassiln das eN zu heißr. Maik erzäh1!von Tschickszensuren, die je nachAl-
stöien besann, als er sictr i. die Kassenschönneit Tarjana koholpegel benächdich varüeren, und von eiüei denkwür
disen Deutschstundebei rehEr Kalt@sser, in der Tschi.k
Ein eiMiges Mal ist Maik aberdoch aufgefallen.Das war anstatr der gefordelten Interpretation einer Brecht-Parabel
i! der sechsrcnlcasse, als er im Deurschunredck €inen eine wildeVerschwörunesseschichtevorliest.
AutuaE vorgelesenhat, der llm fü! einige Tatjmas ceburtstagsparty, das zenüale Er€iglis zu Be-
Zeit den einzigen SpiEnamen seinerbishe, ginn der bevoßFhenden sommerferien, ist das Hauplge-
rigen Schulzeit einlrac}lre: 'Psycho(. Maik sprächsthemader Klasse8c. Ä{.h Maik ist sehr aufse.esr
hatie in diesem Aufsatz eine mhre Bege- und arbeitet schon seit wochen an einer Bleisdfeeichnmg
benheir sescnnd€rr, nänlich den Aüfenlhair seine! aiko der SängerinBeyonc6,die er Tatjaü zu diesem Anlass
holkanlen Mutter in einer Enrzugsklinil von Familie söenken wil1. Doch an letzren Schultag vor den Ferien
Klinsenberg rBeautfalm( genannt. Als der Mädchen- kommt die Ernüchlerung: Äls einer von wenigen aus der
schwärmAndre I angil qiLh darube.@nderr, da6seine Xiasseerhä1tMalk keine Einladug zu ihrer Party. Geknickt
ud mädsch macht e! sich auf den Nachhauseweg,als erkemt er, dassMaik in TatjanÄverliebt ist und dies auclt
Tschickihn andpricht. Maik hat keiae Lust, sich mit ihm ab- der crüd fft Mails mürische Laune ist. KlEerhaEd be-
zugeben,und reagiertabweisend. schließt er, mit Maikbei TatjanasGebünstagsfestvorbeizu-
fanreD, damit Maik ihr seitr Geschenl übelreichen kann -
EiDtijstersommerferienlegirnmitübernschender au&ohneEi adung.
wendung: Kapirel 13-17 Wie hypnorisien übergibt Maik Tatjana die zeichnunS
Um die bereits verblüfften Klasse.lamenden zusäElich
MaiL har miese Laune.Zu alem übel ha! er auchnoch sein ar beeindrucketr. machr Tschick mit dem Ladamilten auf
Fahirad an der schde versessenünd muss z!.ück. Unter, der SFÄßeeirc r8o-GEd-wendung und braust mit Maik
wegs pausien er an einem verlassenenSpielplarzund serzt
sichaufdenSpierr!m. [r blickraufdä, BEclJand,wo eins'
95 Einfamiliebläuser hänen entsteh€n so en - ein kojekt
seinesvate$. Nächden auf dem Landstückallerdings sel- Der Beginn der ReiseI Kapiel f-2,
rene Pflanzer ud Tiere eDldeck Errden, s11rdedas Bau- Tschick und Maik spielen in der Klingen-
vorhaben g€stoppr: Immobilietr Kingenberg geriet in die bergschenViIa Ph'€tätion, ä]sTschick den
Kiise. Vo$drlag mach! doch einfach in den Ur
Züück zü Hausebricht Mails Muner zu einem neüerti, laub zu fatueD wie andere Leute eben
chen Afenthalt iD der EnEussHinil aut sein Vater fiihrr auch.AIs Reisezielschlägter die walachei vor, er habedort
mit reircr art1äki!€tr Assistentin Moü aufeine spoEane Verfrndte. Keiner dei Iutrsetr weiß aliedings so eeDau,wo
zweiwöchige Gescläforcise. Versorgt Dit die waladlei übelhalpt liegt. Maik glaubr sogar,es sei eitr
Fertigpizza, seircn PlaystatioD-Spielenud fikiver On, eige ich nur so ein wort Zlnächst ßt das
2oo Euro Bargeldstellt Maik sich daradein, cdze Dur eineverrückte Idee,späteralleil f,acht Maik sich
die FerienaleiDem heimßchenPoolzuverbrincen jedocl tatsächtichGedankenddüber, wie eswäre, einfäch
W:ihreDd Maik dabei isr, sich eilzuichten, wegzufahieD, urn dern gdzen Elend mit TatjM al ent-
l.reuzr ueiw?net Tschickvor seineD Haus
aufünd lädr sich gleich selbsrein. Tassdar so kommt es, dds die beiden am sonn-
auf tau.ht Tschickemeut auf, diesmai aler- rÄemorgen m vier !]1r den Lada kurz-
dings dchr wie züvor mit dem Fahmd: Er 6iEt äm Sreuer sö]ießen, mit allerlei meist umüEem Ge-
eines alten, klapprigen rada Ni\.? und übenedet den zö- päck beladen lrnd einfach loshhren. Aller-
gernden Maik zu eine! kleinen Spdtztour mit dem 'gelie- dings haben siekdrc Stn3eblarte mitgenommen, so dass
henen( wasen. Als Tschick die Beyonc6-zei.lnuns sieht. sie lecht schnell die orieDtierüg vertieren. Um auf der
Saaße nicht als minderj;lhriser Fatrer erkannt zu w€rden,
Muttei zum Esseneingeladen.Ts.hick üd Maik mndern
Hebt Tschi.k sich mit schmzem Ktebebandein ,Hitter_
sich zvar über die Familie, ale sind aber sehr freundlich,
bällchenl ins cesicht. Außerdem wählen sie retdwege u
ud dasEssenschmecltihnen hervorngend-Beim Rate-
abgelegeneLandstraßen.
spiel (der cewinner bekommt die g1ößte Nachtischpor-
Ihre ersreNachr verbdnsen sje im Auto auf einem Feld.
tion) können Maik und Tschickallerdinss nichr mit rriede-
Am nächsren Tag bringt Tschick Maik am waldnnd das
mann urd seinen Geschwisternmithalten.
Auf dem Rückweg von Supermarktbegegnetihnen zu-
lilli8 de Dorfoo i7i,r. Trou eines lius-hJngt'Ianoters
on the road:Kapitel23-27 be8leifr der Dofsheriff, dass etvas nichr stimm!. wäh-
rcnd Tschickdie llucht mit dem Ladaglü&r, klaut Mail das
Der Hungerlässrdie beidenReis€nden an eineiBäclereiin Fahirad d€s Sheritrs und bnusr damit davon. Maik gelingt
einem kleinen Dorfarnalten. Völlig unelwa.ret treffen sie
es zlru, den Polizisten abzuschütteln, er har jedoch keine
hier auflutz Heclel, einen ubeliebten Klassenkameraden,
Ahnung, wo Tschickinzwischen ist. Die Nacht v€ibringt er
der in der Bäckereimit seiner ranilie f!ühsrückr. Dulch
noqedrunsel versteckt im Wald, beschließr aber beim
TschicksEinhlsleichtum schaffen sie es, dassihre ilegale
ersrenMorgengirden.zurück zur Aus.ichrspldrforh ?r
Reise nichr auffliegt_ Dennoch nüssen die beiden Auslei-
fahren: Er hoff!, dass Tschic.kauf denselben cedanken
߀. auf der Hur sein I A1ssie zwei poüzisten entdecken.die
kommt. Nach einem langenTag de, Wanens emdeck er in
die parkenden Autos inspizieren, Fatren sie in den Wald
eiler 1eereDcolaflasche eine Nachlichr votr Tschick. Am
und stellen den lada allf einem WanderparkptaD ab. Sie
Abend tauchr Tschick tatsächlich aul Mit einem nun
tauschen ihre Kennzeichen g€gen die eines ait€n \,"W Kä_
schwarzenLada- er hat ihn llmlaclien I An neue KennzcF
fer. Der Lada wird auf einem säsewerkssetände
sepdkr,
und esgeht zu Iuß weirei. Die Nachrverbringen Mail und
Tschick auf einer Aussichrsplatdorm unrer eiren Deem_
druckenden Sternennimmel. Mait ist faszinierr von der Isa:Kapitel28-34
'unbesreiflichelnl unendlichleir( übe!ihnen
G22). Mit dem umgestaltetenAuto tuhlen sich die beiden Aben-
An nächstenTas und mit den gewechselten Kennzei_ reurer nu sicher senüs, um auf die Aütobahn zu fahren.
chen ftihten sich die beiden wieder sicher Doch stelltsichias.h ein neuesProblemein: Der Tankisr
i': rnedemamud ; und fahren weiter. Auf der Suchenach ei fast ieer. ohne genau zu wissen, wie sie an Benzin kom-
eneFan ie : nem süpermark! neffen si€ auf Friede-
men soilen, steuen die beiden eine Tdkstelle an. Natür-
mann, einesvon fünf Kinde!tr ein€r ökolo- liü würde es dem Tablvart auffalen, wenn zwei Acht
gisch be@ssr leb€nden Fanlilie. Sie weden von dessen
ldässlertanken wollen. Außerdem wiss€n weder Maik noch
Tschick,wie man überhaupt raDl<t.Viele Magnum-Eis spä- Am nächsten Moryen macht sich Tschick auf in das
ter hat Maik die ldee,dasBenzinmlt einem schlauchau, nächsteDorf, um etwas zu essenzu kaufen, und Isa bittet
einem anderen Auto heEuszuholen. Tschick glaubt zwar Maik, ihr die Haare zu schneiden.Da sie nicht wil, dass
nich!, dassdasfulkrionieren kann, da i}n äbernichts Bes- Harre aui ilr T_Shirrfr en, zjehr ,:F .. ä1.. Vrit< i,' veF
s€reseinfüllt, beschli€ßensie, eszu versucheD. blüfft: Soviel körperllche Freizügigkeitist er nicht gewohnt.
Auf der Suche nach einem Schlauch erinDern sie sich Mait ist völlis üb€rraschrvon dem Eryebnis seiner rri-
dalan, dasssie zuvor an eine! Mül1delonie sie*ünste: 'siehst super auv Gzo). während sie auf
i n"r.""Ed"fr i vorbeigefahren sind. Beim wrihlen in den Tschick varten, ma.ht lsa Maik ein eindeutises Ang€bot.
I MüllbersentreffensieaufIsa,einsleichalr Maik isr übeifodert, aber er mag Isa immer mehr. In den
;da<
ö r.Dl .c-,]-a"Lr". ,'",1 f' erunrerSe- Moment, a1sIsavorschlägt, sich zu küssen,komnl Tschick
kommen€sMädchen.Sieund Tschickbeginnen sofort, sich
gegenseiligaufs übelsie zu beschinpfen. Letzdich zeigt sie Die diei beschließen, denBergzu erllimmen, e desen
lhnen aber,wo alf der Milllkippe schläuchezu finden sind. luß sie übernachtet haben.Auf dem cipfel slnd zahlreiche
Da lsa Hungerharund auchseh!neugierigist, begl€itetsie Sclmitzereienvon wandelern und Bergsteigernzu finden,
die tüngs zunächst- ob diese das wollen ode! nicht. Doch die vor ihnen hiei waren. Tschick ritz ! ihre Inirialen eben
Tschick schickt Isa rüde wes. Als Maik hörr, wie schön Isa falls ins Holz. Die ältesteEinlerbung,die
sinsr, f:llt ihn zum ercten Mal aui dass vie eicht doch sie finden, sranmt aüs dem Jahr r9o3 von i i
nicht a11es an ihr absroßendist. einef, Anselm Wai1. Maik macht sich Ge- , velBänslichleir "r""r"-"u*'
i
Nachtsfiaden sie einen WV Goif, an dem sich der Tanl- danken über Zeit und Endlichkeit, und sie i u zeidi.bleit I
deckel abschraubeniässt, aber das ADsaugendes Benzins beschließen, sich fünEig Jahre später an t-"'*"--''i
gestaltet sich schwererals gedachi PlöElich taucht ha auf d e r ' e l b e n : t e l luee d e z : u e t r ' n .A l s' i e d e n B e r Bh r n u n -
und zeigt ihnen, wie esfunl<tionieit. te$teigen,bemerkensie Reisebusse nebendeh Lada.Isa
w€il sie ihnen leim Abzapfen desBenzins seholfen hat, enrscheide! kurzentschlosren, dasssie mil dem Bus vohl
nehmen die ]ungs ha nlh doch ein Stücl mir dem Lada schneller voranlommt, leiht sich dreißis Euro von Maik
mit. Sie behauptet, zu ihrer Halbsch{ester nach ?rag al und veiabschiedetsich.
wollen. Sie stirlt nachAbfall und will nicht so recht etvas
von sich erzähien. Davon abgesehenplaudert sie abervol-
konmen ungehemmt. Scmießücheireichen die drei einen lähes!nde? Kapitel35 42
see und besdrließetr, doft zu übernachten. Um Iss ce Maik und Tschick sind wieder untervegs. Von weitem se-
srank loszu(erden, schubsen die ]ungs sie ins wasser. hen sie Blaullcht ud bi€gen sofort auf eiDenkleinen reld
Auch Maik landet solließlich im kaltetr Seewassel weg ab. Aber der wes fühit sie ins Niemandsland.Uber ei-
ne wenis verBauensvoll aussehendeBrücke über$eren sie ihren tadar abgestellt in einei Parkbucht Debender Aüro-
einen tiefen Abglund. Auf der andeEn Seite des KEters bahD.Kran ud Polizei fanren unverichteter Dinge davon,
erreichensie ein ve assenesDorl Als sie an der rada bleibt zudck.
den Ruinen der Harser vo$eifahren, wird Nachdem Maik mit einem Able*unssmaDöver der
plörzlich auf sie seschossen.Maik springt KE lenschwester gtaubhafr veisichem
aus dem Auto ütrd geht in Deckuns. Dur& konnte, dasssie in Kürze von ihrer (ertun- ' Flu&t sden f
ein Fenster sieht er, dassder schüEe, ein alter Maü, das deDen) rante Mona abseholt werden. se- ]l Kmkenn s f
Feuer kürz däräuf eilstellr. Er heißt Ho$t lricke und iebt lingr den beiden die Flucht aus den rrin-
alleine iD der Ceisterstadt. Er Lidt sie auf eine Liüo ein und kenhäus. Sie wo en zurück ajn !ada, der erstauDliche!-
erzältt von seinergroßen liebe und dem Krieg. weise sofon ansplingt. Da Tschid( mit seinem cipsfirß
Als sich die ]ungs ad ihrer weiterfalit noch ehmar aber nicht fa]rcn karn, nuss Maik ans Steuer. Maik hat
nach dem Haus von Horsr Fricke ümdrehen, enrdeckensie Angst davor auf der Aubbahn zu fahren, und gesteht
in der Feme ein Polizeiauro. Sie ve$uchen zu flüchten, T"chicl<. das, er ein feiglil8 und eir I arg
aber es führt kein Wes von der Hochebele hinunrer, auf weile! ist. Ischi( vidersDrichtmit Nach- .: l.d'.r. I
der sie sich seir der überqueruns der Brü, dru& und verrät Maik im Gegenzug,dass I ceheimnis t
cke befinden. Tschick gibt cas und braust er homoseNel ist. Obwohl er eigentlich
eine Böschunghinab. Der Ladaüberschlägt keine konkrete Allnlmg hatte, ist Maik Dicht allzu über-
sich und land€t d Fuße der Böschüag - a1lf dem Dac.h. rascht.Er übedegt sogarkurz, ob er nicht selbsrauchsch&d
Tschick 1lnd Maik sind züächst unverleEt. sie besepeD werdeDkölnte, siellt daD aber fest, dassel Mädchen lie
einermassigenDäme.die durcn die Bosdrus dufcie zd- be' mag.Schleßl-dtfahren,ie dochlo". NäcbeinigenAn-
kommt. Siehat den Unfall beobachcetund ist voilkonnen laufschwieiigkeiten schafft es Maik aüch ratsäch1ich,den
außer sich. Vor schreck l:1ssrsie eineD leuerlöscle! auf Ladain BeweguDgzu setzen.Das Gefü] , unauftaltsd z1r
Tschicksluß fallen. sein, beflügelt die beiden.
Die Frau, die von Berd SprachtheEpeutir ist, bestehr
daEu! den am Fuß verleEten Tschick in
Der Schweinetransponeroder dasendgülrige Ende
einKraDlenlausärb nsen.ln dei Notauf-
der ReiseI Kapitel43-44
nalme meldet MaiL Tschick unter A!di6
rdgins Namen an, da er keine Krankenversicherunghät. UnteMess auf der Altobaln werden sie
Tschicksluß wiid eingegipst.Eire Krankenschwesterzeigt voß einem se$ischen süweineFa$po er
den beiden ein lreies Zimmer, in dem sie auf der Ara wd- übeüoh. Als der Falrei ällzu aufdringlich
ten sollen. Bei einem Blick aus dem Fensterenrdeck Maik in dasAüto der ,unss hineinsduut uDd sie dann auchnoch
ausbremsq wollen sie ihn übeftolen. Der LKW Cihrt Hilfe der Spradtherapeutin). Malk sasq dasssie belde zu-
Schlangedinien, als Maik versucht, mit Vollgasan ihm vor- sdrnen die Idee zu dieser Reisesehabt haben - se}J zum
beizüiehen. PlöE1ichru.scht der LKW quei über die Biei Missfallenseinesvaters.Als Tschi.kan de! Reiheist, be,
r ed e - c J r o b d h nu,n dd e r- r d d l a a c hm
r i er l'inerr. haupteter, alt das sei alleinseineldeesewesen.Maik wi-
Beide Iungs überleben den Unä]l. Tschick frasr Maik derspricht dem wiederum, so dasskeinem voD beiden die
mehrmals, ob er in Ordnung sei, und flüchret dann über allelnige Schuld zugesprochen werden kann. Das Urt€il
die Böschung,als er die Potizei kommen höft. Mail wird siid verkündet: Tschick muss im Heih bleibeD, Maik er
von de! Polizei mirsenommen.Am Ende des KapiFls l:rlr dre wei.une. Arbe"slersrunsenzu erblin8en ein
schließr sich der Kreis zum RomanbegiD. Maik erläutert, sehr mildes Urlei1, das ddauf be!!ht, da$ beide aus
den Resthabe er ja schonerzählt (in den Kapiteln r 4). schwierigenVeüäitnissen stammen.
Es isL der ersteSchr]ltäsnach den Sommerfei€n.Zu
nächstscheinr sich um Maik herum nichß verändert zu ha-
DasNachspiel:cerichrsverhandluns
und ne{es
ben.Einesist aberdochanders:Tatjana}€nlerk Maik und
Schdjahr:Kapitel.+s49
schreib,lF einenZerrel.< e nöchLewis.er, qoherseine
Maik ist vieder zu Hause. sein vater isr aufgebrachrund Vedeeugen stmmen. Maik ist zunächsr ve$lüffr und
schlägt ihn, währe.d die Muttq hilflos danebenstehtund aDtwortet l app und ausweichend. Sie insistiert jedoch,
wie üblich lrink. Der Vater wil, dassMaik vor cerichr die und soschreibter seinAbenteuerinKuzfoh aufdenZer-
ganze schuld aüf Tsciick schiebt, um selbst nir eineh tel, de! prcmpt von WaseDbachabgefansenwird. Er be-
blauenAuse davonzukommen.Da Maik aus renhem ll- einnt vorzulesen. Die Kassevesrummt wegenderverwe-
ternhausestamne und Tschickein 'asiserRusse((2,9) sei, senen ceschichre. waserbach glaubr lein wort. Bevor es
stünden die chancen dafür laut Maiks Varernichr scllecht. noch zu eirer PredigtseiteDsdes rehrerskomhen kann,
Maik freut sichdaraul Tschickwiederzusehen. Der Un- wird Maik aus dem Unrerrichr seholr, da ihn zwei polizis,
fäl] ist vier wocher her und Tschickist, sei! er aufs.siitren ten sprechenmöchten. EssÜde erneut ein Ladagesrohlen,
vorden isr, in einem Heim, daszunächstLeinenKontal<r und die Polizistenwolen herausfinden,ob Tschickoder
Maiket\rasdamitzuthhaben.A1s esklia
8 e l t .S e h rd ß K l r * e n z i mr F 1 ü ! a u t .u r d N,at.'spl
a wiedenehen l: sich Maik und Tschjckfreudie, oevor sle ällesutren Vrik ar. Vdik fühlr ,Fir Aose- | r1.i.hbd
rcrcstchr r"-""-'--- ;
I ll dem tuchrer Rede und Antworr sFhen henwachsen zümindestfüllterjeuta*
müssen.Mail ezähh mehr odei wenlger Die <ekJeL;'rin übetrenhrVaiL einen Briefvoh l.r, den
die wahrheir, ein paarDetalls unterschläsr er jedoch (2.B. diesemit dem AbsenderrAnselm wail( versehend die
die Faischangbebei dq KFnkenversicherbg odel die Schulegeschick hat. Maik fieut sich und denkr den sdMer
3. Personen

Die Hauptpersonenauf der Reise


Maik Klingeobere, der lch-Erzälrler und Protagonßt des
Romans,ist vieizelD ]anre alr und besuchtdie achteKlasse
eines Berliner cl1nDasius. Seine Mutrer isr a&oholab-
hänsis bd na&r reselhäBigEnEiehunssküen.,einem
Varer gehölt eiDe Immobilienfirma. Maik ist Einzelkind
und lebt mir seinen Elrem in einem moderneD goßen
Haus mit eigenem swimmingpool und nehreretr Ange-
Einr-adaNj% dasAütovo!MdludTsöicL. @imrgo stellten. Da losef Kingenbere sich bei einem cloßprojelt
verspekulieit hat, steht seine Firma alle!-
dings klrz vor dem Bankrctr. Die Ehe von
Nachmittas darüber nach, ob er eher in Mäiks Eltern ist zerülret, esgibt viel Streit.
Tatjaaa oder in Isa veiiebt ist. lsa schreibt, Dennoch tr:eDen sich seine Eltern nicht.
dass sie nächste Woche nach Beii! kom- Maik glaübt, der cll|d dafft sei, ,dass sie sich gern [an-
men werde, uld schlagt ein Treffen an der sclrcienl. Dasssie sehe unglücHich lsindl( (7o). rrorz dre,
ser emotional schwieisen Verhilltdsse beklasr Maik sich
MaiLs Träumereien werden von jähem Lärm uterbro- ni.ht. Er mag seiDeMutrer sehr Auch venn sie sich nichr
.hen: Seine Mutter wirft Möbel in den Pool. Sie e!Hä!t lichris um ihn kümmern kann. ist er der Ansicht. uasses
Maik, dass eltes im Leben egal sei. außer 'schlimmeies [sibt] alseineAüoholikerin a1sMutter( (2s3).
der lrage, ob nan glücHich ist. Der Varer Er ist viel allein bd hat keine lrcunde. r*''.,ffi,*,
ist bei dem Spektaketnichr zusegen, Maik rr ist ein AußeNeiter, nach eiseDen ! e'a-*"**a i
elwähnt in einem Nebe$aE, dasser sici Ansaben ist e nicht wähnsinnig gur I Einrerc&es i
mir seiner Assistenrin Mona nach eiDer neuen Wohnug im KeDenlernen( (2r. Sein einziger !**,*"*s"'*
umschaut. Maik hilft seiner Mütter sdiließlich, Einrich- Freund Paul ist uch der gemeinsamencflndschulzeir
tungsgegenständein den Pool zu werfen. Als die Polizei aus Berlin weggezogen.In seiner Klasse har ei l<ernen
auftauchl,springendiebeidenins Wasserund t chentrn- Anrchluss.e! falr njcht rul här nichr einmäl enen
ter. Maik ist elücklich, e! denk an Tschick, lsa ud aI die Spirznamen. 'Wen! man keinen Spiänmen hat, tann
verückenErlebnissediesesSomnerc. das zwei cründe haben. Enrweder man ist wahnslanig
langweiJigund kiegt deshalbkeinen, ode! man hat ke! ten Licht zu präsentiercn, sondern erzählt im cegenreil of-
ne &eunde( (,t. Enrsprechendseiner selbstanaiyseisr fen von seinenÄngsten ünd schwächen.
bei ihm beides der rall. Trotz allem utenimmt Maik D r . ( V ä ' ( l ü n . l e r . s c hb e g ä bi,{ . l i s 5 , s i q c n . e i n e m
1 .1',<,M das Bild seinerMir<liner voD ihm zu an- ?orträt von BeyoDc6elkennen, das er Tatjana zu ce-
dern, er passLsich vielmehr den lrwnu:lgen seiner lutstag schenlen möc!rc. )wenn Beyoncdzeichnenünd
Umwelt an. Es scheinr, als füge er sich dem ihrll zuge- Hochsprhg die üichtigsFn Disziplinen auf der Welr wä-
dachten Image. Eine vo!übergehende Ausnahrne von ren,wäreich gez weit vorn( (59).
Mail, chronischei UDaüff;iLskeit bildet der SpiEname Maik schebk sowoll Trchick als auch Isa Kleidung, die
'Psycho(, den Mait in der sechstenKlasseals Reakion ihfr gehön, ud |eiir das celd, das ef von seinemVarer be
aü eineDvon ilm velfassten AufsaE über den EnEllgs- konmen hat, mit ihnen. Nahiiich isr dasfür einen lusend-
aüfenthalt seinerMürer auf deDBeaüO'fani( erhält. Ljchen. der ih wo\lsrand dufsewch.er i,r und dem esnie
SeineUnsi.htbarkeir besinnr ihn ersr dam zu stö€n, ais d etwas gemangehhat, kein alzu großes Opfer democh
er sich in seine Mitschülerin Tatjana cosic verliebi selbst seben diese cesten Aufschluss über seine croßzügigkejt
als er im sporrutericht einen nenen Schuhekord m und seinelrcundlid*eit.
HochsFuDs aufstellt, wähend Tatjda und ihre cljque da' obwol Maik eigendich Ro&musik wie die der Band
nebensiEen, bemerk sie ihn nicht. Trotz alteden ist Maik rThe White Stripes( Dag, hat er sich zwei CDsvon Tarjanas
leEdich übenscht, dasser nahezuals eirziser nicht zu i!- LieblingssängerinBeyonc€gelauft. Am Anfans seiillt ihm
rer goßen Geburtltagsparty eingeladenwüd. )Bis zu leE- ihre MusiL überhaupt nichq aber ais er mit der Zeit fest-
len Schulstunde und bis nach der Zeugnisvereabehoffte stellq dassBeyonc€ eine gewisse AlDtichkeir mit Tatjana
ich immer noch( (6r. hat, beginnr er, auch il]e Musi} zu mögeD. Zunachsr
Ütei sein Außeres verrät Maik !äum etms, er erwähnt scheint Maik dieses'ceständnis{ peinlich z1rsein, denn er
nur, dass e einer der Keirsten{ ß6) isr 1lad dassseine relativien, uie eut ihm die Müsil tatsächlichgeftilit. Dann
liebtingsjacke 'irsend 60 ein China-Teil [is!, das] aüf der sibt er alterdings doch zu, dasser sie rsuper( findet und so-
Brust eiD weißes Drachenmusrer [hat], daseahnsinnig bil- err zeirweise ir tndios(Lhleife nöJ ß8J. 'r er aufse-
lis laussiehrl [. . .] In Grude die idealelackefür Asis( (62). brdchtoder gebr e. ilT schlechr.scheinrilT Beyonce.
ceEu das ist auch der Giund, wa m er \4u.ik zu }elfen: -lch legle srtrotror ein unc ring an. die
;--a
Möbelinmeinem Zimmerumzusrellen((62).
I ,R"r.h.f.ic" I diese lacke so nas und sie aüch nicht än
ündwehis{ f Tschick velkaufen möchte; sie verdeckt, Mails Naivität zeigt sicl im e$!en Kapi- {**.'..,*.ql
|
dass er in Wirklichkeit )reich, feise und tel an seinen r.ßerlegungenüber einen An- , Näi"""d :]
wehrlos (ebd.) ist. In sätzen wie dieseDzeist sich Maiks w a l . d e r e ' n u n b e n ö L i 8 ekno m t e a u c h i - " r - - -
Ehdicll<eit. Er ve$ucht nicht, sich in einem besonders8u- s aJbr er Tschicl<desse; Cerlhro re, das. "
nan mit einem TeDnisball ein abseschlossenesAuto öff- und Isa zwei lreunde gefunden. Er isr sich ah Schluss
nen könne. 'Du ha* dasnicht virklich geglaübt,ode!? Du Dicht einmal mehr sicher, ob er nicht vielleicht noch
ltust mit einem Tennisball kein Auto aufmachen.Sonst mehr m lsd äls ib Tdtüa \erliebr i.r. Als e mrt
Fürde dasdoch jeder( G6t. sein weltwissen und seineEr- "einer
Multer im Pool untertaucht, isr esila volkoDmed egal,
fahuns sind besrenzt, ws allerdinss nich! weiter vei- ob er nün möclicheNeise wieder seinen alten SpiEna-
modenrch isr. denn er @chs dul in Tenni.dub., einem Een 'Psycho( zurückerhült oder nicht (vsl. 2$).
Haus mit Pool 1lad Angesteilten, computerspieien ünd
nit wenig sozialeDKonla-ken zu GleichaltrigeD.Maik ist Andrei Tschichatschofi genannr 'TschicL(, ist die Tirel-
auchin seneller Hinsichr unefahren und daher volkon- figur desRomans.Mi! ilm beginnt dasAbenreuer dei Rei-
men eingescbüchtef durch Isas nackten Oberkörper, den sedurchden OstenDeurschlads,die Mails reben aufden
er beim Sclneiden ihrer Haare kampftaft ar be!ühren Kopfstell!.
vermeidet. Als Isa ihn dann auch noch sanz offen deuf Tschickkomnt mch den Osrerferien neü in Maiks Klas-
anspricht, ob er denn ,schon nal gefickt( G7t habe. vird se.In den vie! Ia}lren, die seit der Einwdderuns dessebür-
er ror und bekommt eine hohe, unsichere Srimme. Solche tigen Russenvelsansen sind. hat er eine bemerkenswerre
Offenherzigleit und Fieizügigkeit ist Maik von den Mäd- schulkarriere absolvierr: Von de! lörderschüle schaffre er
cheDausseine! Klassenicht gewohtrt. Daran, dassMaik zu- es auf die Haupt,chule, von der Hauptschule ddn auf die
nelDend von lsa faszjnien ist und er immer meh! Aspekte Realschuleund schließ1ichauf das cJ,.rnnasium-
u ih! entdeckt, die ihm geälen, zei$ sid|, dassesihm se- Maik beschreilr seinenersrenEindrück von Tschicksehr
lingt, dasvon oberflächlichkeit ud Außerlichkeit gepiäg genau: Er ist minelgroß, hat hohe wangenloochen und
|e Vefialten, das ei von seiner KlassekeDnt, abzulesen. schDale Augen. seiDe Untetuhe sind küftig, einen Un,
Auch er har Tsclick ünd Isa zunächst nad| ihrer äußeren terem zieit eine große Nalbe, seine Beine
Erscheinungbeüreilt, ist aber in beiden F:illen eines Bes- sind dünn, sei! Schädelist kantis. Maik be-
serenbelehlt wolden. zeichnet Tschicls Aussehenals asozial,ein
Die unerwartete lreundschaft ar Tschick und ihre ge- Eindruck, den er durch die Schilderung sel-
m€irsare Reiseverlbder! Väil iD LJufede, Romanr. ner Kleidung Doch mterstreicht. Am eßten Schdräg rrägl
Er wird muriger und selbstbemsstea wächst zm e ein s&muddelises weißes Hemd, an den ein Knopf
schlüssüber sich hinaus und verliert späterin der Kasse fehi! [.... -o-Furo Jednsron Kix üd bldune.unJormi8e
seinen Status als unaüffätüger Langweiler. Ob dies dazu schuhe, die laüssehenlwie rote Ratten( (+z). abq ruch
fülren vird, dasser in der Klase auchnehr tuschluss sein Verhalten t ägt zur vorläufigen Bestätigug diesesers-
finden wird, bleibt am Ende des Romans offen. Aber ten Eindiucks bei. Er erscheiDtbeümken im Unrernmr,
auchwenn dem Dicht so sein solte, hat Mail in Tschick raücht viel, benuEt eine llasriküte, um seiDeSchulurcnsi-
lien zu verstauen,und iSnoriertgleicham e$ten Schlltag Zei.hnungzeigt: 'Dü hast ja cefüIle( (82).Maik rst er-
den süensen rehier wagenbach. s.aunt übe! Tschicks EinJühlungsvermögen ud nacht
Tschick ist wie Maik ein Außenseitei. Er is! wortkarg diesenbesonderenMoment als deDjenisenfest, an dem
ünd wirk desinteressieft. Durch sein Außeres und aucn sich *ine.Einstellüns Tschi& sesenüber
|*a:-1
sein lässigesVefialteD f:jltr er abe! me}J ändeft (vs1.88)- Gegen lnde des Romans i r""ni.k I
; c".n hFhd : auf alsder unscheinbare Maik. Schonftül sesteht Tschick Maik, dasser homosene ! Hondenärnät i
i spekrhtionen : enrspinnen sich cerüchre um ihn. Seire isr. Dieses Ouring isr ein bedeütender '.*"'|*.-sel
Mitschüler mutmaßen, dass seln Brude! - Frcündschaftsbeweis,da Maik de! ers.eist, dem Tschick
ein waffenschieber sei, und atsTschickvor mehreren zeü- . sein Geheinnis anvqrau! (vgt. 24). Die Stäike der
een einen Oberstufenschüler, der inn auf derD ParkplaD i Fleün&chaft und die gegenseitiseLoyrlirär zeigen sicl
beleidist, zh Schweigenbdnst, kommt auch die Mög- I schließLichauchim Gerichtsprozess,alsbeide d€n ande
hhkeit einer Verbindung Tschicls mit der Russemafia ins en n schue nehmenund.ie cici ebennichr.wie esvon
Spiel. Da Tschick selbstnichts voD sich preisgibt (es deutet Mails Vate! gewünscht worden war, gegenseitig die
aberauchnichtsin MaiksErzählbericht danuf hin, dassdie , Schlld zuschieben.
ander€n Schülerversuchen, sich mir ihm zu unterhalren), Im Gegensarzzu Mäik ist Tschick sponrd ud aben
bleibenseinenäheieVergangenheir sowieseineakuellen teuerlustig. Während Maik sich damir abgefundenhar, die
Lebensumstände in Dünleln- Sommerferien deprimieit in der heihischen Ode zu ver-
NacheinerWeileebbrdasInreresse an demneuenSchü b ngen, schlägt Tschickvor, doch eidfach auch la den Ur,
ler wiederab,seiaeKlassenkameEdenhaben sichdaün se- laüb zu hlren. Auch die Tatsache,dars sie
wöhnt, dassTschict von Zeit z! Zelt alkoholisierr in Un, beide nicht zu Tatjanas Parq' eingeladen
terricht auftaucht rind je nach Verfas$ng enrweder eure sind, stelt für Tschick kein Hindemis dd:
oder sehrschlechtezensuien scheibt. lakt isr, dassTschick Er irt die treibende Knfr, die den zunächsr
viete Dinge beherrsch., die für sein Alter nicht riblich sind, passivenund zögerlichenMaik im Ve auf des Romanszü-
und dasser aüfgrund seiner Bioenphie in manchen Berei- nehmend aüsder Reserve]ocl.t.
chen über weit mehi Lebenserfahruns verfügr als Mail:
Tschick kann Autos nichr nur fah.en, sondern auch ohne I nes darf dabei nichr vergeqen uerden: Die risur
Zündschlüssel fahren bzw. lurzschließen, 'Tschick( ist vom Leser immer unter
: Rauhesc\ale,, er hält sich nichr an Regelnoder ceseee, dem \orbehrlt zu sehen.dassalle Be- Be,r\ ..h isuB
, vei.hdKen ; fluchr viel, ist aber auch einfaltsreich ünd schre,bunsenund rnformarioaen*' ;;,;;-,",
sensjbel.Er bemerktbeisplelsweise soforr, schließricivon Mä* sram-"r . ;.1,;";
wäsin Maikvoryehr,alsdi.seilhmdie zedsseneBeyonc6, "r"."-isr t***-*l
nit personal einsefäör sind. Maik
keinneut aier allwissendeiBeobachter, sondernTeil der Ausdünstungen isr sie zvu nicht die ange
G e - c h : c "h. L e z i h h v o n . e i n e nr i n d r l c l e n J n d w i ee l nehmsle Midahrerin, MaiI bemerkt aber
Tschickeinschätzt und erlebt. Das, ms Tschicl ratsäch- zurehmend.dassnicht alles,ms sie sagt,
l i . l ' l L l r r l d d e r ( r l " n n e r : n c e g e r t d Ez u e i n e r üsinnig ist: 'Und auchwas si€ da redele,
allwissende. Erzäller abernlcht wissen. war gar nlcht immer uninteressanr. Ich
meine,siewar nicht doofaufihre Weise((r6s).Sosernsie
Isa Schmidt lernen MaiL und Tschick an einem unge- aber auch llaudert, gibt sie über sich selbst kaum etwas
wöhdichen ort kennen, nämlich einer Mülideponie. was
lreis. Maik und Tschickerfahren,dasssie €ine Haibschwes-
genau Isa dort sucht, bleibr ihr Geheinnis. Überhaupr er ter in Praghat, die siebesuchenmöchte,und dasssiegerne
f;jhrt dei Lesernicht sehrviei von ihr. Auch ihr genauesAl in der Fernsehbranchearbeiten würde, rveil man da gur
ter ist nicht bekannt, Mail schätzr sie in etwa mit ihnen aussiehrund ircendwas mit Worten nach& (1s6)- an die-
sleichalüis,als er sie zum erstenMal siehr(vgl. q9). Isa ser Aussagezeist sich aber auch, dasstsa tiotz ihrer selb-
klettert rtie ein lleines schnellesTier( Gso) Liberdie ständiSkeitähnlich naiv ist wie Maik und Tschi.k.
Müllberge, trägt eine Army Hose und ein volkommen In der kurzen zeit, iD der sie die R€isegef:ihitin dd bei-
verdrecl<tesT Shirt. Mail beschrcibrinJe lippen als *ds- den isr, enrdeckt vor allem Mail< Facetrenan ihi, die zu
tis, ihre Nasealsplan und ihre Augen alsschnal (vgl. ebd.) nächst dui.h ihr verwahrlostes, ungepflestes Außeres
Sie trä$ eine Holzkiste unbekannten Inlats mit sich. Be, überdeckt wrdeD, die ihm aber m€hr und nehr sefallen.
herkensverr is. ih loses Mundwerk. Ohne die Jungenzu Ihm f:ilr aul dasssie schön singen (ausserechnerslrnitüor
kennen, beginnt sie sofort danit, sie zu beschihpfen. Als von Beyonc6) und beeindruckend schnel rennen kann,
Tsdlck danuf einsteist, gipfelt dies in einen wüsren Fluch, dasssi€ eine rol1erisu hat und nach dem Bad im see und
duell. Troe alleden zeigt sie Maik und Tschicksc ieß]ich, demHaarschnittsenerell'super(ausieh! (r7o).
wo diese den für das Tanken benötisr.n Schlauchfinden Isa isr dasgena{e Gegenreilvon Tatjana: sie spricht aus,
was sie d€ntt, und ist in se{eller Hinsicht offenherzig und
isa ist sehr neugierig und geht den b€iden Jungsnir ih- fieizügis. Sie lst selbstberrusstund aulonom, was für ihr
ren lragen gehörigauf die NeNen. Allerdingserweßt se Atter bemerkensven ist. Sie ist nicht wie Tatjana auf den
sich durch ihre praltische veranlasuns als sroße Hllfe: Nu! ere&n Blickeinevon alienbemnderte schönheit,vor al-
mit lhier Unterstüuug gelingr es schließlich, den Lada lem nimnt sie aber Maik so walt, wie e! eigendich ist.
vollzutanken.Da esnicht reineNächstenliebe ist, die hin- Dass Maik ihr ebenf,lls gefillt, wird einerseits duch das
rer IsasHilfsansebotsteht,wlrd sie zu vodbe€ehenden frei geäußerre senelle Ansebot, aber andererseits auch
(und zunächst unerwünschten) Reisebegleihrnsfür Maik durch den Bnef deudich, den sie Maik von diesem gänz
und Tschick. Mit ihrem paüsenlosen cerede lnd ihren lich ünelwanet in die Schule schickt. Die Tarsache,dass
sie auf die Idee komm! der Brief an Maits Schutezu so_ ,ceschäfistermin( iihrt, gibt Maik die Gelegenleit al sei-
cken, da sie ja keine Adresse von ihm hat, b€wei$ ihren
Einfallsreichrum.
tosef Kliasenbery hat kein besonde$ rie-
fes emotionales Veftilhis zu seinem
Sohn- Er gibt ihm Anweiflngen, läsl
ihm celd da, kümmen ,ich aber nichr
Maits vat€r ld€fKlhgenberg ist ceschäftsmanD,er rer- um Maik und dessenGefühle. EI scheint sich überhaupt
dient seiD celd mir Inmobilien. Maiks Besctueibünssei_ keine cedarken darüber zlt machen,wie es tur Maik ist,
tres Tulause! mir pool und verbchiedenen Anses;UFn die lerietr ganz aleine verbringen zu müssen. Auch
zeigt.dasrseineCeschäIr e langeZeir sehrerrolgrich M_ sdrccLt er nidr vor cewalt zurücL: Am Tagvor der Ge-
ren. Zu Zeir der Romanhandlunssrehrsei! VarerMaiks nctusverhandluDg scbläs! er Maik mehrfach heftig üB
Auskünft zufolge allerdiDes kurz vor ilem BaDlaott. Der cesicht. Er tut dies nicht unbedingt ak Strafe für das,
Gnuü dafür isr. dässHen KlinseDbersviet Getdin eiD q6 Mail angesteilt har, sondern vielmehr, weil er es als
Blo_
ße" BäugrudsRicl irvesrjefl h*. auf dem ußprünsjicl reine DuDnheit eracltet, dassMaik Tschick Dicht die AI
knapp roo Ehfamilienläuser ent rehen sollten. das Bau- leinschuld geben üi]l: 'rir habt überhaupt keine scheiße
rcrhaten rber aufsrundeinesLmwelr$rachLens gebaur,du Volidiot I Dein asigerRussenfreundhät Scleiße
eestoppl
wurde. Der cendrßprozes. kosrereD!.r noch flehr Celd. gebautl Und du bist so dämlich, dich da reinziehen zu las-
qeshJb seinVärerseirenArreil sctrleßlich
verkaurLe,sicb sen( (28). Er färchtet h seiD eiseles Ansehen lnd um
därn aberäuchmir Akien r eßpekutierre. das Ansehen seirer Fima. wenn bekamt wird, dassien
"lJlepr rind sir
pleite,de! Urlaubisrgertrichen.ud dasHaua.drs ußee_
hörl, sehön rs wahrscheinlich schoDtaIlg€ nicht 1[ehi
Sagl mei! vaLer.Und das elleswgen drei Raupenua Der vorname von Maits Mutter üird im Romatrnicht ge-
einemGrashalm(166l l]:ut. Die domnanteste chäEkereigen- X*.---..i
Der Vate! hat offeffichdich ein V€rh:ilmis schaft von Fnu lciryenbers ist ihre Alko- t AlLoholiLein $
mit seiner jungen, amältiven AssisteDtin holsrcht. Maik ez:ilit. dasssie immer se-
MoDa- Zmr sagt Maik das nichr dir€Lt, trllnke! hat, seit er ilenhen kam- wüh;d der Alkohol sie
meint aber. dasser es gut fiDdet, dasssein f!üher allerdings noch ftöhlich ud aüsgelassengeDacht
Vater nicht versuchq Dirgendeineloßes Theate. abzuzie_ hat, wird sienu oft müde oder miüdsch. Trou alledemhat
hetr( (7o). Spätersieht er, wie der VaErceinen &m um dF sie eir recht ButesVerhälhis zu Maik. zwr kann sie sich
Taille der Assistentin legr, 1llld sieht seiDenEindruck besrä_ nicht besondeß eltt m inr kümme!4 ihm keiae wirHiche
tigt. Ersr die Tatsache,dassder Vater mit Mona aüf einen Mutter s€in, dennoch mag Maik sie geine u fiDdet, dass
es schlimmeres gibt, als eine AtkoholikeriE ats MuEer zu
haben (vsl.2s3) anchwenn sie beispielsweiseni.h n oer Die Mitschüler
Lage ist, iha bei der Auseinanderseeug Maik ist in den Kldsenverband der 8 c dar
Dit dem Vater zu schürzen. thre schk- überhaupt nicht eingebmdeD, dennoch er-
chen Veßuche eiDzugeifen, als der Vater wähff er einige seiner Klassenkamenden
Maik viederhoit schtägt,scheitern än mren in seinem Evählbericht. Außer Tatjana
SchwierigkeiteD,das cleichgewicht zu hatren. scheint er allerdings niemaDdenbesonders zu mögen, er
rÄer die Muner ereihft der Lesea dasssie Füher eiDe wirk auen gegenübereher gleichgültig bzw. nanchen ge-
hedorrägendeTennjsspielerine?r die die VereiDsmeß_ genüber sosar ablehnend.Die Mitschüler, die er mehr als
rerscharren
"aucnmir einerFla"chewodka intu,l...lroö einmal eMähnt, ledenlt er alesamt mil negativen Auße-
sewonnenlharl" r,7r. t\.4aik schäuran iha da"s.ie rm ce_ lunsen. lür die Handlüne spieleDdie Mitscliller als Indivi-
gensaE zu vielen aDderenMütrerD sehr witzis sein lam. duen nw eire urtelgeordnete Role, im spiegel der Klasse
Ein Belesfia ihren Humor ist auchdas Umtauien der Ent_ zeist sich aber Maiks Außenseilerrolle ,ehr deudich, eiae
zu8sklin-krur "8edur!.f"rm'.sd|on äls Mait(noch iüneer Role, die ja leEdich seine Freuadschaft mit Tschick und
Mr. sasrerle zuihm. dasse, esäjser.mq die Leurevon ei- die gemeinsameReiseelsr audösl.
oemdenkeo.undd*s mänüberaleqredenkdnne,vgl ,s). Tbtiälla cosic ist lau! Maik das schönste Mädchen der
Einerreiß lebr sie diese!in"rellune aucq aur. intmernn welt (vs1.8). Sie geht in dieselbelcasse wie er ist bei alen
sagtsie im Temisclub mgeniert, da$ sie in die EnEueskl! beliebr und wird von den lungs umschwärmt. Obvohl
nik ßhn. aDdererseiuwohr, 6ieäberduchin eine;sehr Tatjana in der Hauplseschiclte übelhaupr nicht vor-
iep!äsenrariven Haus, da, nach außen hitr den schönen kommt, hat sie dennoch eine wichtiS€
Scheina1 mhren versucht. Am Endedes Romam wirft Iunktion innelhelb des Romans$che-
sie ale ings al die uüötigen Lu\-ussü.erin den pool _ hens inne. sie ist der Auslöser fät Maiks
uDseachtet dessen, was die Nachbarn davon den*en Flucht aus seiner gewobrren Umse-
könnten - und sagt Maik, dasses im reben mi d&auf bung, der crud, frrum Maik Tschicls verrückte ldee
aDlome, das man slücktich sei: ,Sie zeiste eirEal einer gemeißaüen Reiseüberhaupt niässt. Maik selbst
]udum. ,Dar ist alles egal. Was niclt €sal ist: Bist du eikl:jn zu Besim de, Romans, als er auf de! Poliz€isla-
glücklichddmi' r Das.Uqd nur däs.*(,st. TloE dI inrer rion ist. dasser olme Tärjba überhauptnidr hier wire
Fehlerist d ie Mune( alsoeinewichrigeBezusspersoo fiu (vel. ebd.). Der crund dafär ist, dassTatjüa Maik nicht
Maik.die ilE inklaren MomemeDwefvolle RdBchU€e zu ihrer Broßen Gebrrtstagspdty eingeladenhat, was
tür Maik eineherbe EDttäuschunsist - vor allem, weil sie
,sonst ales eiDseladen[hatte], was taufer konnre( (92).
I Erst dadulch wird Maik so richris klaa dasssie ihn tar, Loe H€ckel isr 'eine Tonne aufzwei Stetzen( ß8) und
sächlichnicht whrnimmt. Alrs rrust will Maik aus tser_ in Leinem Schllfach grrr, in Sport ale;dinss besondeß
lin flüchten. Unterwegs stelk ei sich immer wieder vor, schlecht. Mail äEerr sich darüber, dassdie Mädchenzwar
dassTatjda ihn sehenkönnte. Siebesleiret ih! atsoauf zuschauen,als der rMel sacküre! der Lalte durchrutscht(
seinem Abenreuer,obwohl sie von dieser Reisetatsäch_ (ao), bei selaem ReLod-Hochspruns aberkeine hinschaut.
, lich überhaupt nichrs
weiß. )rch hab nii immer vorse_ Lutz Heckel wird Maik ünd Tsclick am Anfang ihrer Reise
srellt, Tarjanastehr hinter uns und sieht, was wn s€hen, beinahe zum Verhäneds: Als sie ihn und seine Familie in
und freur sich,wie wii uns fteuen.( (s) einer Bäckereitreffen, droht i1lI Planautzufliegen.
Tatjanaist vieuehn Jahrea]r,r,6sm soß und wohn! in Katlenbach. der Klasrentro$ei. ist wie Maik nicht zu
einemweißenMiershaus. sie isr 8ur in Spoftund Engtisch Tatjanasceburtstag eingeladen.Ei ist starkküzsichtig und
und ein goßer Fan dei Sängerin Beyonc6.Viel mehr weiß Maiks Ansidt nach die er sich nicht scheut, in Kallen-
Maik dchr über sie, er Lennt sie also nichr richrig, e. weiß bachsAnsesenheit kundzutun - dümm.
über sie, )ms jeder weiß( (23).rhl Aussehenbeschreib! Der {9o m 81oßeolaf, der Maiks Aussagezufolge eben'
Maik nichr näher da er es nicht für nötie hält: ,Weil, tann iäX. \o dumm lisd wie ein Hrufen wä.öe- r,rqfl, veF
sich ja jeder vorstellen, wie sie aussieht:Siesieht super aus. schuldet durch seine Unachtsankei!. dassde! Lehrer Wa-
[...] sie isrinssesm!supetu(ebd.). senbachMails ZetEl an Tatianafindet und der Klassevo!-
Als MaiI und Tschick ohne Eir aduns, aber mit der Be
yonce-Zeichnung, auf ihler parry auftauchen, ist sie voit- Andr6 Lalgin, 'der schöneAndr6( (33),
komnen velblüffr. Zu dem Bild selbsrsagtsie nichts. Dies ist ein latr:jlter ats Maik, da e! einmal siF
|ann zwei cründe haben: Entweder isr sie tatsächlich so zengeblieben isr. Ei ist vor allem bei den
iüitiert, dasssie nichr reasieft, oder ab€rMaik, der ja rück- Mädchensehrbeli€bt. Esist also kein wu-
bliclend davonberichter,erinnerrsichnichrmehr,oasssre der. dasser j€de Woche eine andereFreündin hat und ihm
etwiassesagrhat, da er w:ihend der ganzenAktion selbst beim Sport zugejubelt üird. Maih hegr vom ersler Ausen-
so auqerest mr. Dennoch ist Tarjanadurch das cesoen( blicl<rn emeCroßeAbneigüg gegenAndre. s obeier zu
auf Mait aufnerlsam sewolden. Nach den sommeferien gibt, dassdas nicht ganz eiDfachsei, denn Andre ist rnicht
behandeitsie MaiL nichr mehr wi€ Luft und möchrevis_ konptett ho|t( ($) ud zudem auchnoch nett. Andias va-
se., woher seineVerleEungen stalrhen. rer ist )Policik€r, sradnat oder so wv (3a), weshalb di€
Hans, auch der Nazi genünt, erh:itr ebenfatls keine Langins sehi wohlhabend si!d. Die T:tsÄde, dassAndi6
Einladung zur Pery. Auch an ihm lässt Maik Lera sich bei der SchuluDtersuchüngdamit brüsret, eine piivate
sues
Haar11ndbeschreib!ihn als ,tußballtrottel, der schwitzeDd Klankenversich€rungzü haben, erweis. sich für Maik und
hinterm reld herlelcht( (37). Tschick als sehr hnfreich. Mail erinnen sich an den unse-
fihren N"men roo And'e, Versicnerl,ns,sere
nelder T(hicl< im Krad<enhdus "ch,fr und fürchrer, deu die Schülerwissen, dassmit r***"'3
'
einfdcl unrer d€,"en Nd_ üm nichr zu ,paßen iqr bs Sehrsogärda, Beru'hr'$ud :
men an. An.lr6 ist auchverdtwoldich dafür, dassMaik sei Geflchrum. erhaberrühereinenHammer I c"r..'e' I
nen SpiEnamen ,Psycho( schnel wieder verliert. l!',*aa"1'l
bei sich se6asen, mlt dem er klingelnde
Hadys zum schweigen gehachr habe. Einzig TschicL
DieLehrer scheiat vor wasenbach nicht sonderlich beeindruckt zu
sein: Mit stoischerRuhe lässter Wag€nbadN Vorstellungs-
wilhelm Bretfeld rrreineruonMaiksehebaliperurund gerede über sich ergehen und gehr auf dessenAufforde-
schulehrern.w;lx-end seirer crud(üulzeir selbsri"r rungen in keiner Weise ein. Seinem Ruf gerechtwird wa-
Vaü überhduprnichr äu.gefaen. da"s Bredetdein g!Ler
cenbach nach dem Ende der sommerferien, als er den
I ehiertr - eßrälserihn zu einemspärerenZeirpunk wie_ BrieF echselzwirchen Tatjana und Maik abfüngt und ihn
derhiffr und ihm beibrirg, wie häj eiben Bumerdns genussvollder Klassevorträg!.
schdur. Bredeld ist der Erfinder des Langzetdlugbunel Der Spordehrer wolkow h:ilt gem Vonräge über luß
batt und i:iufi w:ihrenddessen mir den Junss der Klasse
Den Deutschlehrer Henn Kaltwasse! beschreibtMaik endlose Ründen ]lm den PlaE. 'Wenn Woltow eine mit
als eine Maschine,die ohne Begrüßungnoch in der Tür mit telschwere HalsenEünduns har, schmfelt er etms we-
dem Unterlichr anlingr und nach as ,süperkorrekrlenl( niger. wenn Wolkow tor ist, f:illt der Untelricht aus.Aber
(s3) Minuten den Raum wieder vei;issr. Menschtich be-
wenn e! eineertrem schlimmeHdlseneündun8 hdL.JosrL
seift Maik seinen Deutschlehrer nicht, deshalb ist es für er einfa.h laudos m den llatz( ßZ). An einem solchen
ihn auch nicht allzu vermndertich, dassKaltwassertaun Tas, als wolkow eine extrem sclrlimme Halseneündung
eine n€rkliche Reaktion auf Tschi&s Verschwörunsstheo_ hat, ermöslicht er Maik seinen Hochsprügiekord - die
rie zu BrechrsParabel(vsl. s4) zeisr. chdce fit Maik, Tatjaas Aufmelksamkeit auf sich zu
Herr Strahl ist der MarlEmariklehre! der Sc_Aüch er isr
nicht ubedinst ein Kuschelpädagog€und zelebnert die
Rücksabeder Klasrenarbeir,indem er durch dasAnschrei-
ben des loassenspiegelsdie Angst seiner Sclüler s.hürt. B€gegnungen
aufderReise
Tschicksdauendes Aufund Ab anfder Notenskatasmenr Unt€rwegsauf ihrer ReisemachenMaik
ihn allerdings zu verwirren.
llnd Tschickviele, teils skurrile, Bekdnt-
Der ceschichLllehre! wägenbacb isr einenert" einau_ schafieD. Die ersre sehr veMndeiiche Be-
todtäres Arschloch( (4t, auf der anderen Seire gibt Maik g€gnung maclen sie mit dem Adel aufdem
zu, dasssein Unterri.ht in Ordnug ist. Wagenbachist ge_ Radel, eirer cruppe blaublütiser lahmdfahret die votr
cut zu cur fair€n. Maik und Tschickwolien er$ sar mcnr carpe dien(, [€8]) noch ein Heines braunesFläschchen
glauben,da$ esso etsas sibr: )Vielieichtwarvordei örtti-
undefinierbaren Inhalts mlt auf den wes.
chencloMsschule auchgeradeeine LadungKots ausse_ Besondeß fasziniert sind Mail und Tschick von den
kippr worden( (r,4), so Mails vermnd€rre Reat<tionauf Mittagessenmit Friedemann ünd seiner Famili€, die sie
dascesprächmit einemMädchenausder crdppe. auf der Suchenach einem Supermark kennenle.nen. we-
der Sohn noch Mutte! können den beiden
: Epnitlid l. den üicht besondersfreundlich.Das ersre, den weg zLm ndhege.eSenen Sulermrrkr Al'-lrivp
, (n.gsvds , was Maik und Tschick von ihm zu
sehen n . r r e n . d a ' i e . e l b ' rä u c s c h L e ß l ji cmhö ! r - . . m Ü e n b l d
bekommen,isr der La1lfseinescewehres. lichen Hofladen einkaufen.Den Hunger ..'*-"'-'.-'i
Der alteMann, derganzaleinejtr einemveiassen€nDorf der beiden ReisendenLann die Mutter aber dennoch stil-
l e b r . l a dd
r r eb e i d e rr . h
" n f a n g l i o e mB e j c h u $z J e i n e r len - sie lädt Maik und Tschick Lurzerhand zum Mittag-
limonade ein. Holsr Frickelebt ats Einsiedlern €nem elen ein. [.4Ji]<ir zunachsr.ltephc+. doLh die C"sF
helbtergekonnener, verdreclten Haus mit unz;illigen freundschaft und Selbstverständlichkeit,mit der die bei-
schvarzweißforosrafienan der Wand. Er scheint sich den zu lriedemann und seinen vier ceschwistern an den
schonlanse aus der Zivilisarionverabschieder z! haben, Tischges€Etverden,übelraschtauchihn posniv.Dassdas
denn e! fragr Maik und Tschick, 'ob Berlin sich wirkli.h so Essenein kulinarisches Hocherlebnlsist und die Mutter b€i
verändeit hätre und ob man da noch unbehelligt über die de! Verteilung der ute$chiedtich goßen Nachtischpor-
Srra߀gehenkönnre((r84).Er inter€ssiertsichabervoral_ tionen zum Quiznaster wird, träg! noch z8 Besonderheit
lem dafür, ob Maik hd Tsöick FEundinnen haoen, unq dieser Bekanntschaftbei. So lesümien Maik die Enriaduns
nimmt daszum Anlass,denbeidenvonseinergoßen rie- mit denWolten: ,Eswarenroile,spinnerteLeute.Die nett
be Elsezu erzählen,die im ZweirenWeld<.ieeim Konzen- waren und ein bisschen duEhseknallt, verdammt gut€s
uationslagerermolder@rde, da sie den JudenLirerarur Essenma.hten und außerdemwahnrinnis viel @ssten -
übeßeEt habe.lrickeselbstkänpfre im Srrafbataillon ge außei wo der Supelmalkt ist( (r34).
gen Russlandud isrnachaI denlahrenjmmer nochstolz Eine ganz andere Aft von Mensch ist die Sprachthera-
auf seineTr€fferquote:'Horsr Fricke,besrerSchutzesener p€utin, deren körperliche Ausmaße Maik an eh rluss-
Einheir.Ichhaltemehr licheDlaubanmeineiBrusaß en pfeld elinneln (vgl.r9o).Siehat den ersten
r e r d är m r e r W a l d . w i e - o a L c u b e nh a b i o d i e w e g 8 e
Ünfall derb€idenb@bachterund eilt sofort i '-p'r'*""'r* i
knallt{ (r87). Vor allem Tschick ist sehr st<eptischin Bezus mir eineh Feu€rlöscherzu Hilfe. Zunächst : bdeitschaft I
auf a[ diese drastischen Erzäh]ungen: ]Das isr doch alles wilkr siefas!schonhysterisch,eiweist sich '"'-""""''
Schwachsinn( G88).Der alt€ Mannsibr den beidenneben dann aber nicht nur als sehr hilfsbereit, sordern auch als
elner Arr Lebensweisheir ('Alles sinnlos.Ä{ch die Li€be. tatkäftig. Vor Schrecklässt,ie äval erst einmal ihren feuer-
löscher aufTschi*s Fuß falen, besöließt ab€r danD, den Die Kraakenschwester Hanna und der Richter Bürs-
juDeen ManII eiseDländig ins Kranle.naus ru hbr€n. Sie müller gehörcnan sici richr mehr zu der pereooen.die
ist eiF resolute Fnu, die keire Widerwone zutässt. MarkuDdTsclicl umittelbd aulder ReisebeeemeD.Da
Tschickküzerhand sclulrerc und in ihreDWagetrverfiach- sowohl Matu KranleDnäusaufenrhdlt ,uÄ1:" c"-
tet. [ue ImFrlsivitüt spiegelt sich auch h ihrem Fa]usril "t"
richtsverhardlug aberan die Reisedsclüeßen ünd Maik
wide wem HinderDiss€vor uDsauftaüchten, hDte die beide sehrsch?iEr,seieDsie a dieser Steilealmirdesr kw
iEu oder ble ete aui ud wenn das nichts ha]{ rasresie
in aler Seelemulle auf der Standspur an den anderenvor-
bei( G95).Besonderrbenerkenswert findet Maik. dasssi€
rroz iI!$ volumjnösen Körperumf2rgs kichen wie ein
kleiDesMädchen.Auch im Kranlenlläus ftihlt sie sich im-
mer noch für die beiden venntwordich, kaufi ihnen sDacks
ünd wner srunderlangaufTschi&, U €ßuchuDe.Als,i€
sich sdiießlich venbschieder, gibt sieihnen Doch,oo Exro
für di€ Balnfahrt zurück Ech Hause. Maik ist merklich
beeindrucLt von ihrer croßzüsigkeit 1rnd ihrer Fusorse:
Dlslie*äwüLlich die netteste von allen.r (zor).
Mit der Bekant€chaft del Sprachtheräpeu-
tin ist die Efahrung der Hilfsbereitschaft
ftemder MenscheDfiir Maik abernoch nicht
beenilet. zu erw:ilüer ist lloch HeII Rei-
ber, dessenNumme! Maik im rnrlenhaus zuftitüs w:ihtt,
ais er der KFrkenschwester voßpieh, seine Tate MoDa
anzüufen. Volkonmen uD€ruaner spieh Herr Reiber bei
Maiks fikti!€m TelefoDatmit. Maik ist perylex ünd im po-
sitivetr Sime überEschr, denn mir so erwas hane er dchr
gerechnet. Dwem er aufgelegt hätte oder rumseschrieD,
dashätte ich noch versranden,Dachrsum vier. Aber dasser
sic}I die gaDzeZeir amüsiene ünd us seine Hüfe änbot -
älter Finne( (2oe).
4. Werkaufbau Auch das Schena der Hel -
k d n n rr ! " d e r r r r i t e r U ) d r o l o g i eh e u r e . ' e H e l d r , -
l.--"--.,,---: Viele haben versucht, den Romän Tr.Äi.l r u c l e i n G r u n d r L r e r d e sä 1 r e r i k r n ihi e n F r e :
:DieFncedB ! einem bestimmten Genre zuzuordnen. Kinos, l<ommt in Bezug auf 13.fir'.1immer
i G*ßs ! Liegt der tokus der näheren Beüachtung wieder zur sprache. Tarsächlich finden sich eimse oer
auf der Enlwickluns, die die beideD Prot- Me*male der Helden.eisesauch in Roman wieder. Von
äeoni.tenim vellautder Hdndlunglrachen.isLvon einem der Möslichkei. desAüsbruchs ans einer schwierisen Situ
Jugend oder Bildügsroman bzw einer coming'of-Age- ation über den konlaeten Aulbruch zur Reiseund dei Kon-
ceschichre die Rede. Rückt eher das eiebDisreiche Rei- fronrähoD m i r v e r s c h i e d e ni rgfel nS c f M e , i s l e i r e r . . , €e s
sen, daskühne und ungevisse UnteMegs- z L l ö - e ng i h .b t f i n z L r s e s r d k L eR n ü c i l e h r i nd e n q t h a B
: rinelR@d ! sein in den Vordergflnd, vird ]]cÄicl als lassensich die crundzüge eirer rypischen Heldeüeße ln
: rorel?. , Abenreudrcnd odd als Romd we eh
Roadmovie bezeichnet.All dieseVersuche, Als Bezlgspukr nennt Herndorf selbstDieAre,.r,e/
t.ii.l n:iher zü analysieren, haben ihrc Berechrigug desHucklebeft! Finn.
keiner eNeist sich ailein als erschöpfend.Die sftLtür der Unabhänsis von vorbildern oder KaregorisierunseD
Haupüddlug ähnelt tarsäcNich dem ceüe des Road- L'erbr al. Issenz der -r.rkrurellen Unreßucl-Jnsde.
movies. dem beisDielsweiselilne wie )Thelna & Louise( Romansfesrzlhalkn, dassdasMorivderReise,an deren
G99t odei 'Fliendshipl( (roro) ansehören. wichtisstes Ende ein Efahrungsgewinn steht, das Hauptchaalte-
Motiv hierbei ist dasUnterwegssein, esspiett leine Rot ristikum des Romansdarstellt.
le, ob die Reiseein konlaeres Ziel hat oder ob sie Selbs!- Maik Kiryenberg isr der personalelch, t,.-'..-.r,.-1
zweck bleibt. Die Lpisodenhdfnskejt de. Roddnovies. EE:iIler des Romans. A]ler, -". er- i r-:r't"*r'4." I
die es dem Rezipienren erhöglichr, die Protagonisten zählt,isthteldemvorbehaltzubeeach-". | sdr-ir'ü-h :l
au-veFchiedenen ssrionen rhrerReisezu besleiren.ih- ten, dassseineSichtweiseauf die Dinge.-,,"'.*.,
re Eiebnisse zu rcilen, sie bei der Lö$ng ihrer Proueme seschildertwird, dassessich hierbei un seinecedaüen.
ru beobachel urd ihre BekarnFchäftearitTuerleoer, Erinnerungen und Eindrücke handelr, die somit imer
ist ein vesendi.hes Char:kteistikum diesesGenres. qark subiela11\
einse'ä-brs:nd.<o mi.s,en.ichbei.piel.-
Auch wenn die laht mit dem gestohlenenLadaden ele- weise die Dialog€, die Mail wiedersibt, nicht sena! so
m e n . r r e nr o , e n. a d e l d e sR o r r n s b i l d e ri.s ,C e g eeni l e abgespielt haben.ErberlchreraüsseinerErimeruns von
reine Zuordnug zum Genre der rRoadnovel(eiMü- ihneDund und dasisr nochentscheidenderhat ihnen
wenden, dass die Reise erst nach rund hunden seiten DichralsneutralerBeobachrei beisewohnr,sonden sar
selbstTeiIdesceschehens.
Lltenachtunge. fesrnachen: Man darf sich jedoch nichl
Aui!,e.he,de. ' 'F rJ\l- n-,-\r dn ihrem Antang. rondern daraufveiassen,dassMarl<tatsächlich von jedereinzelnen
rrooos-a ourchbricn,di"CllonologiederEreigni.qe. Etalpe der Reiseberichtet,ohre etwasauszulassen. Den-
r d e r e r d d st n o e o e rR e i . ev o r w e g n i m m ! nochist davonauszusehen, dassdiebeidene|wasüberei
i und retrospektiv bzw in der Rlickchau berichter, wie es DeWoche unreiwegs sind. Zum einen ist Maiks Vater nur
a zu derAusgangssituarion in erstenKapitellam. Der E!- fü zwei wochen verreist, und zun anderen unterhalren
, zü aufba! ähnelt soüjr sewi$enaßen den desanaly- sich Maik und Tschick nach ihre rluchui aus dem Kran
; tischenDramas",dasin der Regeldarnitbesinnt,dasses kenlaus rüber die tolisteund aufreg€ndstewoche lihres]
i eineSituationalsvorübersehenden Abschlusseinesce-
, schehens präsentiert. Die ceschichle wird dann bis an Den Anfangspunk.der Reisemarkiertdie )Namr zum
, ihren Ausgangspunkr zurückvelfolsr, und schlleßlich Sonntas((ro,. UmvierUhrfrühbeladenMaikudTschick
i werden die roken aufgezeigr. Enrspiechend sclließt den Lada ü!d brechen anschließendaut Die erste Nachr
sich am Ende von Kapitel 44 der Kreis zu den ersren vier verbringen die beiden bei cewirter im Auto auf freiem
Kapiteln: Nach der KollisioD mit dem serbilchen Schwei- Feld. ln der därauffolgendenNachr, nach dem Inrcrmezzo
neüanspofterwird Maik von der Polizeiaufder Aurobahn mit L'rE Heclei in der Bäckereiünd dem ersten Nuhmen
aufgeg ffen ünd sa$ setbst:,Und den Resthabe ich ja schildertausch,machen sle Sration an der AußichßpßE-
schonerzahlt((216).Die Kapirel4sbis 49 stellendaD das form (vgl. tr9tr). Es folgendie Episodemit deh Besuch
Nachspi€l der Reise dar und werden in chionologischer bei l.iedemafus ramilie ud die Verfolgunssjasd nit d€m
Reihenfoise ezählt. D ofsherifi in deren rolse Maik bd Tschickgetrenn. wer-
Der Zeitraüm, den die Roma andhng umfassr(er- den.Mailherichter,dassei 'die halbeNachrin diesemce-
zäI1tezeit), ersE€cltsichüberdie ZeirvoE Endeder Os- büsch( (r39)verlrinst und beim ersren Morsenlicht zurüd<
terferien Cfschickkommt neu in die KLas zur Aussichtsplanforn in der HofTnr.rnsfährt, Tschicl dorr
i Eo,il'lbz"n i se) bis hin zu den ersrenschültagennach wiedezutr€tren. Wo sie die nächsteNa.ht verbinger, er,
den Sommerferien.In seinenErzählungen zählt Mail nicht. ,Am nächsrenTas( Gi4) isr die enz,se
seht Maik weir in seinerKindheir zürücL und berichret Zeitmgabe,die Maik macht.Es wäre also auchmöglich,
beispielsveisevon seinem Freünd in der crundschule dass sie die Nacht durchgefahren sind, nachdem sie sich
odervon Kindheißerinnerungenan Besucheim Tennis- abendswiedergetroffeD haben. Der nächsteTagist gepr:igr
club. wie lanse Mail ud Tschick laßächlich mit dem von der Uleiesung, wie am besrcn an Benzln heranzu-
Ladaünterwegssind,wird nichr genaugesagt.Zählt man lomnen s€i,und der anschließendensuche nachHitfsmit-
Maiks ungefähreAngabender Taseszeiroder der licht, teln auf der Mü1lhalde.Aufdem Rückwegvon der Mütlhal-
verhälrnissezusammen,so lassensich !e]m Lesenneun de zur Tanlsteile sehen sie ,linls über der Autobahn [ ..]
die ererenSrerne( Gs9),vas die nächsreNacht ankündisr. .eine I i€blms.h"ker rch$esrer Hrnnd wech,elr
,eden
Von einer Lrbernachtuns berichtet Maik auch an dieser Tag( (r7) Mails verbaDdünd d€r Äzt har Maik gesenüber
stelte nicht - nachdem der lada betaDl<tist, ist die nächste rvor ein paar Tasen schon mal( G8) üb€r seine schweise-
zeidich ieleEnre Arsabe, die er macht, dasssie )de! sonne pflich! ihm gegenübersesprochen.Die cerichtsvelhand
nach( G5s) auf einer Landsrraßefahren. Es foigt die Über- lung findet noch in den Sommerferien statt, Mail<erwähn.
.achtuds an dem Bergsee.W:ihrend Tschick ,lflrüh am nach dem Strelt mit seinem Vater, dassTschick set dem
nächsten Moreen( (159) losgeht, um Frühstück zu besor I 1ftll in eirem He.m i.r. und dA mr jeDr (hon vier
gen, tiegt Maik 'noch im Halbschlaf auf der Luitmarratze( wochen he!( (,3t. Es folst die r[€]!srestunde am ersren
(ebd.).Als siespärcran diesemTasaufdem Berggipfelste- Tas nach den Sonmerferien( (,32) und zum Sciluss die
hen,rnachrMail einederseltenenexakrenZeirangaben I Es vase Ansabe,dassMaik 'filrgendmnnr (2a9) den Brief
istrfünf Uh! nachmiftags((r7s).A1fden Abstiesvon Bers von Isa erhült.Di€seAndeutung1ässtsich iber durch rsas
folgt die weiterfahrt, schließlich die Bekanntschaft mir Brief konkretisieren. Sie schreibt, dass sie )nächste Wo-
Horst Fricke, der enre Unfall ud die Nacht im Knrl<en che((,so) nachBedinkonmt und Maikam rsonntas,den
haus, aus dem sie dann im Molsengauen wieder fluchlen. ,9. un r tlhr( (ebd-) tretren will. Es isr zu vermuren, dass
Maik evähnt zwar nichts von einer weiteren Übernach damit dd 29. August gem€int ist. Zeidich
tug am see, aber da es auf dem Gipfel bereits spätnach- spiettdie Handlungim selben]ahr,in dem i jrhddHand- a
mittag ist üd Maik von rMittagshiEe( (128)spridrr, ist auchder Roman enchien€nisr: 2oro.Das i hn8:1oio :l
davon aüszugehen,dassinzwisden wieder eine Nachrver- vild Llar aus Maiks Vorschlag,sich fünfzig
gangen ist. lm Krankenhausist Tschick rtüz vor Mitrer- Janrespäter,senauah rZ ,uli 2060, wieder auf dem Bers zu
nacht( (2ot immer noch nicht ün.ersucht worden, rnachts Feffen (vsl.17s).
um vier( (,o8) telefonien Maik mlt HelrD Reiber aliasTan-
te Mona. Die leete Nacht vo! dem Unlall mit dem Schwei- DasErzähftempodesRonanswiiert. Dia-
neüansponer,der denendgültigenSchlusspunkderReise loge werden beispielsweis€oft de&end er ; Et"He-p. il
markiert, velbrinsen Maik und Tsdick wieder im Auto. z:i!]qvasbedeutet,dassdasVerhältnisvon,*g{!:ö,,1
'Wir fuhren bis zur DämmerDg aufder Aubbahn und bo- . _ ? a h l L €Zre i r t d i e7 e . d i e i n d e ' ! r r ; l l u g w , e o e r g e g e -
gen dann vieder aufs Land ein( (21r. ,Am nächsrenTas( ben wird) und Erzühlz€it (die Z€it, die für die Erz:ihlüng
(,1r) falEn sie dann wiedei auf die Aurobahn. Nach dem bzv. das Erzählen selbst gebrauchtvird) nalezu identisch
U'lfill wild Maik von der PolizeiTirgenommen(,,oJ. e, ist (,)Wovonredestdu?, ,Der Ladaund ab.,)Daslsr mcnr
folgen die Befra$ng aufder Polizeistarionund der Aüfent- g d r ?d r s .w , 5 a o f r y r l pl e l l e m r c i e n . A b e !k ö n r r e r u r ,
halt im Krankenhaüs.Wie lange Maik im Krankenhaus6r, ode.?,)Nee.Drück mal auf Start.( 196l).EinzelneSzenen,
wird nicht gesagt.Klar ist, dassesmehrer€Tagesind, denn wie zum Beispiel der Unhll mir dem schveinetransponer
ünd Maiks Gedan*etr vor der Kollisio4 werden zeitdeh- ne dabei übenriebeD zu wftken. 'wenn man ersr aniinst,
nend geschildert ('h absoluter Stjle elitren wir ad diese mit slarg üm sich zu scluneißen, wird nan doch schon im
Räderzu, und icb dachte,jetzt srerbetrwir also.Ich dachre. nächsteDlalE ai$eelacht(, enrsesn€te H€rndorf auf die
jeEt komme ich nie wieder Ech Bedin, jeEt seheic}| e Feststelluns seirer Sdriftsr€[erko[esh ünd Freudin Ka-
wiederrädDa [...1.ir2JI).vieteEpisodenderReisewejsen ürin Pasig,darserir Ts.i?rclspdßammit BeDeraöu,ßsp<-
im ceseßaE dazu ein zeitraff€ndes Erz:iilen auf (,Eine zifischen Audrückeo mgehe. Aucb wEnn er njchr wisse,
stunde nach der anderen saß ich ob€n aüf dq Mauer und wonit 1995 ceborcne heuEurage ihre Zeit verbrächren,
@rer€.{ tr44). Iinde er e, nichr prcblemarircbs, einen tugendlicheu spr€ .
cbenzu lasseD.bbeispiel5weire'HäDdwerker. /üz(e oder
Die Spnche des Romars versuchr, Münd- LoHüherd Di€ser Versuch, ümngesü€ngt zu wirken,
liöbir diiela wied€tzugeben. Dadürch spiegeltsicl iD Mails Spnch€ \rrider.
entsteht der Eindruck. dassder Erz*ner tat-
sächlich im Momot etw?s errihh, also
I spdcht, hd seine worte nicht schriftlichen Konrentio-
I nen anpasst. Die Redeweise d€s Erz:ilile$ ist uasuss-
, spEchlich, sie folst auch nicht immer dem gla[matrka-
, Iirch korrekten Sarzbau.Und wie jeder Menscl har auch
Maik eiD paar besrimmte wöirer bzi.. R€dewendüsen,
die e. immer wieder vdwender, wie zu Beirpiel deDAus-
spruch rAlter Fillne(, weN ihn erwa! beeindruckt od€r
libenascht, oder die Beschreibug den Stecks ziehen(,,
die Mail an einigeDStell€n verwendet, m z1]mAusdruck
m bringeD, dassihn etms besoDde.sberührt. Henndof,
der selbst Mitte vietzig war, als er do Roman verfasste,
leister hier den Balanceaktzwischen dem Eindruck der Au-
thentizität eines vierzehnjührigen Sprechersurd der bei
lug€ndbücheh stetsmitschwinsenden c€-
fahr eiDerArbiedersns äD das jugeDdliche
Publikrm. Die Kdtiker sind sich einig, dass
ihm dies geluns€n ist, und lobeD die spradre, die den Ein-
druck verminelt, hier späche rarsäcllich ein Teenager,oh-
5. Wort- und Sacherläuterungen 16,7 Mtchael Schüüachen m€hfacher Fomet-1-Welr-

5 >Welcome to the Dollhouse( Fünkomödie von 1995 r9,2o Tatoft: Krimiserie in der ARD.
(,wilkonmen im Tolhaulo über eirc Efj:ihrige, die an
2o,r2 Walachei: Gebi€r in Rümänien; ümgaDgssprachlicl
Selbstbemsscseingewinnt.
wird ,o auchein besondeß abgelegeneroir bezeichDet.
9,16 Hägecius: ThaddaeusHagectus,Arzt uDd Astionom 2,,1s GTA IV: Grurd Theft Auto, anspruchsvoles Com-
im 16-iahrhuden.
ro,ls stch äün Obst nachen: sich lächerlich tuchen. bla-
mieren. 24,22 Atheist€n: Arhei* iemnd. der di€ Erjsrenz Gottes
(bzw von GötterD algemein) verneinr. :
10,22 gei Mekka: Mekka: stadt in saudi-Arabien, Wall-
fahnsort des Islam. Don befinder sidr die Kaaba, das 2423 Protest.nten: Aryehörige ein€r chdsdicheD Kon t'.
fessioD, die nach der Reformatiotr im 16. latuhuDden I
Zentrdlheilistu der Muslime. Beim cebet wenden sich
glüubig€Muslime in Richtuns Mekka.
2,rc Charit€: berühmtes KEkenhaus in Berün. 25,3World Tlade Center: Dopp€lturD in New york, ir
r3,4 valiüü Arzneimittel, daszü Behddlung von SchlaJ- den zoor zw€i gekapene Fluszeugefloge4 di€ die Tür-
losigkeit ürd AngsEüs*indea eiryeseEr wiid. Wird es me zum Einstüz bnchren.
über einen läng€ren Zeitraum einsercnnen, kann es 26,18 Gläubiger: jemand, der eiDemSchuldner gegenüber
abhlingigmadren. berechtigt ist, finaDziele Fordenms€rl zr1stelleL
13J9 Eeschugge: jiddisch für 'venückt(. 28,21Brädy Alerander: cremiger, auf Brudy basEien-
13,29Attila der Hür.nenkönig. im s.lahhündert Anfüh-
rer der Hunnen, eineskieserischeD Reirervo[s ausdem 2S,B Bankott: Zahlbgsu]lfrihigkeir.
,8.I3 MedeDspiele:sÄiqoDspiele iD Temis. VeleiDsDejs-
rß1 Hiobsbotschafe eine sehr sd echte Nadüchr. Der
Begriff geht auf das alttesämenrdriscle h€h Hiob zu- to,2 DlrkNowiEki:benihmrerBasi(erbatlspieler
rü€k. Hiob war eitr b$oDders frommer ünd gotresfikh- 3o,2 Dunkine: Basketbal: Der Baü wird von oDer m
tiser Mam, deseD claub€ der Teufel und cott auf die sprung in den Korb wrseDlt.
Prob€ stelen wolten. Hiob erhielt eiDeUngiüc}snach- 3o,D Alki:Alkoholik€r.
dcht nach der arderen (über den Tod seiner Familie. die 30,16 Ostrts: ahägpriscLe conheit desJdseits.
Verwüstus seines Lardes u.a.), democh bew"hne er 33,9 salma Häyek mexikatrisch-am€dkaDische Schau-
seineDGlaubenan Gott.
rs,e Megan Fo* amerikanisch€schauspieledn und Mo- 34n HerbadüD: Sämnlug gepreesterüDd gerrocloeter

52 5, Wort- undSaderlaiuterüCen s. Won- und sacn€dälterogen s3


34,16 Habitus: hier: die äußere B€schaffenlrcit eines Or, 7q,z Whire Srripes: von tackWhire geg,ündeLeBüd mir
s.nismus, z. B. der wuchs eber Pflanz€. Schldezeugeri! MegWhiLe:heftigeMischungausRocl.,
3426 Rie.tdch der Croße: G7n V86) König von Pren- Pub.k.lndie. Bluestu|d Folk. Beidesäbensich als Ge_
ßen und Kurfiüst von BmndeDburs. schwisreraus,wareDaberverheiratec.
328 van Gäat Louis van caal, 2ooe 2or Tniner beim FC 79,14 Graf Lrckaer: Felix cr"f von ructater, deutrcher
BayerDMüncher Seeoffizierim ErstenWeldcieg ürd Sduifrsreler.
l
37i6 Simunie Iosip ,toe( Simunia, lroatischer lußba[- 80,29 craf KoLs: umsagsspndlich für einen AnseDei
eiDsebildere!Mebsdr.der sici als besondeßvo;elD
I
38,8 sermon: in der üspränglicheD Bedeuöing: predigr, ausgrbt.
Rede. Abw€ne : largaEniges cered€, ceschwäE, 8r1 Jack urd M€g: Vgl. Anm. zu 79,2
StIa.bredigt. 8!1s Lada Niva: celändewäge.model desrussisctrcnAll_ I
39,2r Aerofloe größte russbche nucseselschaft. toherstellds ArtoVAZ, dessetrpKW ster dem Md_
39,2rf. Kondor: einer der gößten Vöge1d€rwdt. kennamen Ladaverkaufr &-eden.
5!,[ PISA-Tesr (PISA: ProgEmme for Int€rnational 85,1 schwul ersteNemr]ng desThemasHomosexralitär.
Stuilent Assessmenr)internationale UDteßuc.lrungder 8419 Mlka Hätkinen: ehenaliger finnischer Former,l_
schnisäen r€istung von ]us€ndlichen. Pilot-
$/ff >Eitr Mann, aler Herrn K.lange ntcht gesehen 92,291 cute zeiten, schleclte Zeite!: seic1992taüfen_
hatte, [...]<c zitat aus Das Wiedeßehflr Panbel 'n
Benolt Brecht, die zu dea Keuner'Geschichtense}.öf'. 95,20 Doom: Egoshoorer-Spiel.
S5,q cenfe! Konvetnlon: zwischeßraadiches AbLoD- 97io Pampa: desige crassteppe iD SüdaDerika, m Rio
men züm SchuE der Bevölkerungim Kriessfal. de la Plara.
56,r KoDmuni5t: AnhirSer det Kommmismus, einer c9.4 Kiptr: Trchjcl meior die Kippr. die Koptuedeckug
politischetr Sdömmg, dercn srundles€nde ldee die Ab- manr rcner luden
schaffung allen PriRtöigentums und die Bildug einer 99,6 Georges Aznavou!: Chdles Aznavolrr: französr
Güreryemeinschaftist. scherchalsonsänger.
s8,nBeyoft5: Beyonc6 Knowles, Us,amerikanische rclr8 Tenntsbalt rätsächlich kann maD Autotürcn, die
R&B-Säryedn. Bis 2oo5 'i!ar sie Mirglied d€r cruppe ein altes, durch Drucktuft serteuenes Zenn:alvede_
DDestinyt Child(, seither Eitr sie als Solo-Küßrcnn s€lungssystem haben, durch einen scharfen rdtstoß
aut aüs erneD arsamDengequet€chren TeDisball öffnen:
s9,rs AIte Meister: Mir diesem BegriffwerdeD berähmte heute funktioDiercn zenEalveri€setugen aber elek_
Maler der Vergangenhei!sowie derenWerke bezeichnet.

s4 s. won- $d Sache*iutqus€n s. \Von- qd Saclerl:iüre@ger 55


ro49 Angelä Merkel: zum zeirpublt der Elzlihlürlg Bü!- sFal te Sede 'War of üe wodds(, dt. ,Krieg de. wet_

10412 Tony sopram: eirer der Hauptctrarakere der be- r2o,4 )Starshtp Tlooper( spielfiijn von 1997von paul
riillmten amerila:üschen Mafia-IerDsehserie rDie So- Verhoeven über einen faschisriscien Staat in der Zu-
pranos(, die voD 1999bis 2ooz ausgestnl tE'lrlde. k'rDft, der gegenAliens kämpft.
ro53o ),Ba[ade poür Adelift( 1976konponienes Stäck, D6,9 Todesstern: Der Begriffbezeichnet eiErseirs eine
dasRichard ClayderrnänsWeltkriere b€sdindete. riesige,zerstörerischeRaumstation aüsden DStdWars(_
1oz1 Kevin-Krränf-Bart; Kevin Küänyi: Fußbalspie- Filmen, andererseitswird er aüchats spithame für detr
ler, wechselte in der Somerpaose 2o1ovom Fc schal- Saturmond Mimas verwendet.
ke 04 m Dinamo Moskau. 13o,3obonfortiods: aüßerordenrlich.
ro9,ro SeewoE: Der Seeruoil berilhmter RoDd von la& rr9,23 Risi-Pisi: R€isgerichtmir Erbsen,rcassiker der ve_
London,der r9o4eßdDen. nezidirchen Küche.
109,11Steppenwofi Maik und Tschickhaben beide rechrl 132,r Pizarro: lraDcisco pizaqo mr etn spüisch€! Erobe_
SteppeDwolf ist sowohl ein Buch (diesmal ein Roman rer, der im 16.,elrhuDderr das Reich der Inla gemltsam
von Hermann Hesse) als auch eiDeHüdrock-Band der eirna]lm- Das Schiff, das der Naturfoßcher Atexarder
rg6oeiudrg7oerlahle. von Hllmboldr auf eiaer seiner Er"editioDen luzre,
11r,2o>Independence Dayc ActioDJilm von Rolad Em- tlug den Nämen DPizüro(.
medch von 1996über eiDetrAlgiffAußeüdischer aüf 13rr Merope caunt ... Slytherins Medailor Debns
ausHarry-Poner-Romaaen.
r3,3 karriolte: unherfuhr Kariole, isr ein selten ver- qs,6 Hannibal über die Alpen: Hannibal ]ru ein reld,
\rendetes Verb, däs umgangssprachlichso viel bedentet herr aos Kanlaso, dessenüberquerug der Alpen (Dit
wie I sinilos in der cegend urnherfahren. eiDem liesigen Heer, inklusive za}treicher pferce uo
1r53t die FünEehn auf die Drelßtg: Klemme 1s wftd Elehnre!) wäbrendoeszueiren pujqchen KJieeesh
besllomt, sobald mar der Zündschlüssel herumdreht. 3. lahrhuden vor chrisrur als bri anre tdeeunJ Leis-
Klemne 30 seht (als 'Dauerplus() direk von der Batr€- tüDg gilr. Dur€h diesen schachzug koute er in rtaüetr
de ab. Har ljE keiaen Schlässel,muss man Klenme 1s einige wichtise Sdilachten ffu sich entscheiden_
ülerb!ückenbzw. direkt SFom vom bDauerplus"zie- 46,4 Kapitalknfi cemeint ist die Kapütdkaft, atso die
hen, um den Motor ir carg zu bringen. Kräft von engen cefli3wäDden, trischen denen sich
12o,r2 rKrieg de! welten( nichr eine der vielen Ve il- nüssigkeiteDhochziehen(wie in einemeneenStroh_
mungen des RomansvoD H. c. w€[s, so ern die von h"]m).
1988bis 1990 im Us-eerikaaiscllen Fernsehenausge- r4z8 Prlnzip de! konmunalen Röhreo: Ds physikaL
s6 s. won- ud saclerläutedDget 5. Wdt-undsächerläureruDgen57
sche Gesetz, das Maik hier besclreibt, nennt man Tag( übdseEr. Diesr Aussp.uch staDmt urspdnglich
,Prinzip der kommunizierenden Röhren( | rkonmunal( von dem dmischen Dichter Horaz, @rde aber vor ar
bedeutet eigendich: 'aüf das cemeinwesen bezosen( lem im ZeirakerdesBaiockzu eineD zentralenMoriv:
(s. Kommunalpolitiker). \nge"icn1 dej ajlsegerw;n.BenTooe- s;hre1d de,
rs6,4 Cantors Unendlichkeitsalingens: ceorg canror, D,erßje:ä,\ligK e nr i e 8 . ,r ö r 8 .r ö 4 8j r o r d e r " nd j e I U e n .
deurscher Mathematikea der sich der Erforschmg des schen einander dazu aui die Zeit auf Erden zu nuEen
Unendlichen widDele. Er silt zudem a1sder Begiünder
de! Mensenlehre. ' 8 6 . r - E r n l t R ö h m r d e J h . h e rO F I i l i e . .f ü h . e r d . , S A ,
r54,r Hitld ln s€in€n b€sten Tägen: Die Autolahnen h o r o s e n e l / .w ! r d er o 1 rr' u r B e l e hdt r d e ß e F u , . \ e n .
waleD einesder Projekle Hide$ auch,üm iE Kriegsfal- r 8 6 . , , - l u d e nS h ä k e s p e a f ts: i a k e . p e d r sed r k e r t u d e ,
le schnell Matenal an die lront bekommen zu l<ötuen. \ e r r r " e L e d b e , ebi e
r rülnresStck. De-Kirtrk,.,,\on
166,s Serpentinerr schlangenförmige wesführuns an V e l e d r e -i.n d e me s J m e i l e n t r d e n
e e h r .d e r r u . . e i n
steilen Bergen,SEaßemiL vielen scharfenKwen.
16zn als mein Homofieund: wiedeiaufgiff desThemas , 8 ö . , R a v a g eV
r ä r c $ t l i R ä \ d S ,e. s S a r q o q , .i d . , h e r
scnr tsretLer, dernachAmerikaemiglene
17s,7Atomtdse: Die Katasüophe uh FükushimÄ ereig' 186,27Kurskel Bogen:Kußt is!eineShdtin Russldd.
nete sich ersr im März 2or, die an diese! Ste e geäußer' r82rc. Eichenlaub: Atntich wje der Lorbee <ranz
srtr das
ten ceddlensind alsobeinaheplopherisch. richenlaub als si.mboi der Ehre und der Auszeichnüng.
18112 Tagebaü Abbau von minerälischen Rohsloffen an Es firder sich auf zahtreichenorden, Münzen und

€5,91 Lionel-MessiFan: Lionel Messi: aEentinischer r8Z4 MG: AbküE1rng für Maschinengewehr.
Fußballer,dervier Mal in lolge, von 2oo9bis 2or2,Fuß- 18223Tscheka:politischepotizeideraowjerhjoD.
baler des]ahles war. 214,ro nicht wah'sinnig überaschi wiedenufnahne
18s,rot cristiano Ronaldo: lußba spieler, wechselte desThemasHomosenatirät.
,ooe (zur danals höchsten Transfersumme) zu Real !12,13Wanderdün€:Düne,die von Winden serdebenim
Madrid. Laufe der Zeit ih.en standoit ände.! und a s unrer srcn
185,16Alabasterk&per: Aiabastd isr eire ÄJr Gips, die begäbt.
äußerlidr Marmor ähnelt. Von Mensclen mir en,er rDa- 213io nicht mischeng€speicher! keineSichetungsro,
\ e l o s e r . c e l r h e U e nH a u r $ 8 r m ä n .s r e\ ä b e n e i n e n pie gemacht,hier: sich nicht gemeikr.
22s,8.Radnabe: MittelsrückdesRad€s.an den die Achse
f5,r9 Carpe diem: im Deütschenmeist mit rNüEe den

58 S.Wort-lnd Sacierlältetunger r. WorGuldsa.herläüterunger s9


2227 Ralierwasser ... Ararnls: relativ teurer Duft Dfür 5. Inrerpretarion
deDDodernetrMann( (so die werbuns).
232,4t DRichterin Barbara saleschc erfolereiche halb-
Außenseirerrum,
Ausbruch,tdenrirtitssucÄe
dokumenrdische cedchtssoap, von 1999bis 2or2 wrr-
deD2147Folgenausgestnblt. Heandolf w:iHt fär seinen Roman ryei
232,13Poncho: eigendich deckMrigd Mutel, iD Süd- Protagonisen, die beide Außelseiteruind.
amedkaübliche Bekleidus. sie gehörenkeiner Clique o, haben keinen
232! Bismarck Otto von Bismard(, deutscher Politilßr, Aßchlus in ihrer Klasse.Maik lebtsewis_
der za reiche bedeutende Ämrer iDehatte. zwischen serma8enin seinereigeDenWelt, k;nn mit seinenXtas
18z und 1890 w?r er der errte Reichskanzl€rdes Deut- senkameraden oichrs,nhDgeD.SeineabfüIigeoBeschrei_
Dunsen.seiner Mirsclütej wir!€b. Älsblickeer ein wemg
24,4f. Räüberpistole haärstdübende, schwer zu glau- spöttisch a1lJsie hiDab. Tschick ,etbsr spdcht ear
kalm
rut anderer! er vhd aber aufgrund seines Außercn
ud
24412 der debile Zeichentrtckb:i!. der leicht geistig be- seiDesofüftls alkoholisidren zustands schnelt
als asozial
hiDdenezeicheniiclbär Debilitärbezeichner ,]@ eine aDgestempett.Es ist Maiks lacke, die die beiden scbtießtich
leichte Form einer geistigen Behinderug, vor ailem dd mireinaDderBekamrsddft sc ießen tässr.t\,4nkreagerr
Adjekiv 'deb ( wnd aber kidig abwerreDdim Sime ahr-eisendaufTs&icks Ve$uch, sich mit ihm zu
ünreftar_
von blöd oder schwachsimig vev€ndet. ten--Auchaisdj$erzu einemspjrerenZeirpunk
bei ihD
2541 lC€loben: umgedrcht. 7u Hänseeßcbeior.ignorierrerihD7unächsr. Tscbickhin
252,16Eskimorole: DiehtDg mit dem Kajak u die g€geDverhälr sich ofien und zeig sicn Maiks oeqativen
Re_
Längsachse. äLriors gegenüberresjslenr.Der Wendepunl-rhmsi.hr_
2s2,29 d'lvtagnan: FanzösisclFr Soldat, der zur zeit des lich Maik Eirslellsg zu Trchjct wird ereiclr,
atsTsclick
sonnenkitnies rudwig XrV d€n Musketier€n angehör- q l:T*!"1 uld wiederseklebreo
Beyorce_
te. Seir leben ißpüert€ den schriftlte er Alexadre
1TT"
zerchnsg Mäiks cefühlslaee e*ennr ulld seiner impusr_
Dmas zu dem Roman Die drei Musketierc, der von ven unersduockeDen AJl errsprecleod sofon
bandeh.
d'turasDan und seinen Genüften Athos, Ponhos ud Mail begiroLar di$sSrelte seineVorurreie,dieerselbqr
Anmis handeltund schoDvieleMale ve ilntwurde. als Auj3msirer dem mdereDAußenseilerTschjcl
2$,2 stasi: MiDisterium ftir StäatssidFrheit in dei DDR, Beg€n_
uber haüe. züüclczunebneo.FühJl er Tschicl mi(
den
dasdieBevölke ngderDDRüberechenli€ß. wonen ilildl konnre Tschjcl von ArldDg an ni€h
leideD.
2$,9 Vaüdaltsmus: bMsste und mütwilig€ Zerstdung t..., rscDckwareD Asi. und eenausosäI er äucha6a r4U
oder Beschüdigüng. b seben f,rz:ihllericiLein. so revidier er erwäs
mehr als
60 s- Wortsud Sachqläuttugen
vieizig Sejt€nspäteran besagterStelieseinen!in.lft.l<: das cewohnre gegenetms Ungewißes einzutaus.hen.
DUnde, mr dasersreMa],dassich dachte:Der isrja wirk Besnders deudich zejgt sich dies an Maits Wei8crog, z1r
lich garnichtsödoof( (88).TschicksSelbstbemsstsein und Tschickin den Ladazu steisen.Waruh er tetzt€n;ü.h doch
Durchsetzunssvermö8en sind daflir veGntwordich, dass einsteig.,analysiertMaikselbst:DIchbin ja sonsreherfeige.
er sich von Maiks zöge ich€r passiverüd zu Beginn aü.h Aber seiade deshalb woll.e ich rvahrscheintich mat nichr
ablehnenderArr nichr von seiner Idee abbinsen lässt, nit f e i g e s e i n, 8 l L A l n l i c nv e r h l l re , , i c i h r o e rr d e e / ue o e r
Maik ohne Einladung auf Tatjanas?ar!y vorbeizuschauen. R e i , . :M r i l m m rT , - h i c k .V o b c n t . g/ u r i . h i l b e r h " u p l
lm cegensaE z! allen anderenSchülert empfinder Maik 1..nr . r,1. err .ürer besirn. de- C€ddBe einer _lLchr
k€ine Vorfreude auf die Sommerferien: 'Sechs Wochen ausderlnge Berlinsinihm zu reifen.Die Schwierigkeiten
keine Schule. Sechswochen k€ine Tarjana. Ich sah mich u n d H i n d . r n i * e . d e n e nd r eb e , d e nu n - e r u e g b - esegnen.
schon mir einem Std& vom indianer.um bauneln( (67). G s r e rs r e| - i h r u g e n . r m e t n u n d p e F d n l i L vi . m s e n .
Er ist einsam und hat keine Pläne, nichts, auf das er sich Daszunehnendeselbsrverrrauen und Setbsrbemsstsein,
fteuen kann. Ahnlich gestaltet sich allem Anschein nach d n d e r e s v o ' J l e m V d i i \ o ' o e , R e i . ee e n d n S " r,ra a e ,
: Tschiclslerienbesinn.Die Tatsache, dasssiebeidekei- t h d e r . p i n e nH o \ e p u n h i n d e r \ o r s , e r n g d e r e i e c r c n
nen Anschlusshaben und aü.h keine elwachsenenAuf' Unzerstörbarleir und Unaufhatlsantei.:,Kein Unän, kei
sichtspersonensich um sie kümmern, bildet die Ginn d - n€ Behördeund lein physikalisches ceserzkonhen uns
l ä g ef L r d ' e e n r ! e n e n dF" r e u n d s c l l f r / M s . | edr " a " w r ru'\dlen. wrr wärcn ua erweg, Jnd wir würdenrrmer
Außenseitern und letzdich natüdich auch unterwesssein((2rst). Die rrfahrunsen.die Malkaufder
I n".I't"""aer i für die Reise. Füi beide ist der slontate Reisemachr, verändernihn. Er isr nichr
I Ein$breit i Au{bruch, der wiederun von Tschi& inr m e h -d e ru n s r ü . r e .n " c t -e g e n e trr n . o ä r s e t bt u r , n . h -
liieft wird, leedich eiDeflucht. Maik enr- zmC lancveilice sonddling. Ktar aufse- -*g,,.r--a-
I
_rFnr' ,:
flieh, d e r n u . E e p r d e ns , r u r ' o n m ' de|i' zeigt wird üm die Dislaepdz zwischen t *,hn.h-"ns .t
tesseund dei Einsamkeit zu Hailse Aüch Tschickhar nie- der eigenenWahrnehmungseiner selbst ,,....',,:::-.i;
ma.den, der sich für seinen Verbleib interesiert Seine u n d s " ; r e rw i . k u e r a c ha L q e nn i r j n d e n C e . p . d . hn i l
Lebensmstände. die zwar nicht näher beleuchtel werd€n, T,ci ck 1dcnin er FiuchrJu, dem xGmen\aus. r naur
mir der Einsdätzuns desVaters,der lebt in der Scheiße( " i c hz u n j c h { n i . h r .r n 1 . o i . k ( , r e l e d c . A u r oz u . a } ! e n ,
(2,9) abeimöglicherweise rechrgut genoffenwerden,las- u d o r f e n b ä rI . o . k s e i n e) e i b r u d h r r e h m u r e t c f b ; 1
senihn sei! Zuhause auch ni.ht vermissen Die schwierig€ d e r _ 8 r o ßt reei s U r s u r e ' d e r< o r n e .D e tg r o c . eL ; n E d e r . e r
ünd unansenehmeSituadon, die hier den Aufbmch einlei- und der erößte leigling( (rrz); nitgefanren sej er nur, weu
tet, lasst ebensozrlm bereitsangeslrochenen KonzePtde! er einmal nichrlangweilissein wolre. Tschickprotesrierr
Heldenreise (vg].hier S.4s){ie Maiksanlänsliches Zögein, e r e r g i . c hE r h ä b e M r i , k k e : n e . " L L näoneB r ü e - n e n . r n g _

62 6. lnterpreqion
I
weifer geiaften. seiner linsciäta$g nach mö8en die r'4ädl
t geqonrs. durcbäLsprjrenrisl. sprehiudie F-eudeclrfl
chen Maik auch nicht deswegennichr. veil er lansweilis der beidetrebenhlts keine RoUe Helku.r und ,oziate
sei. sondem vielmehr deshalb,weil er nicht so ,veichge IellunS -ind den beiden gleichgüftje.Nror eD sr"rus
spü1r((r13)seivie die anderen]unss. oderdie zusehörieketrzu einerschichrverbindeLdie
be!
Die Rücklehr in det Alltas geschiehtnicht dm mireiruno.. sie !er.rehen u.1dmdsen slo aLf einer
rcrn menqchtrchen
I u'r*t-t'r" I freiwilis Maik Iaü sich nicht vorstellen, Eb.re. Dennoci klirBe, die sosrerie
: Rü.*r.hl : je wieder nachHausezu fahien. Aus diesem kenen zumindestän. die l.cbick ai" rusiecher späEuy
crund setzensieaucha esdaran,die Reise
foftzuseeen.DieserwuDsch,veibundenmit der schließ-
lich dürch äußere Umstände erz@nsenen Rüclleh in Welrsicht, Veryänslicbleit, Sinn
den Alltag,zei$ dabeiwieder Panllelen,die die Konzep-
tion des RoDans zur Struktur der Heldenreiseaufi{eist. Eire der wichriecrenrrfdhrssen, dje Mdil auf der Reise
macnt.rsr.dassFlemdehillsbereirseinkönnen.h zdnlrei_
Die ThemenrHomoseNalität(und rMisration(Hingenin cheDsituarionen besegnen den beiden Menschen, die ih-
der rrcundschaf! zwischen Maik und Tschick zwar beiläu- nen zunächsrzrva! seltsamoder ve$chroben vorkomhen,
fig an, werden jedoch tetzdich nicht weiter die sich aber daln als sehl freündtich und
: Ei" F-*d- : ausseführl Die Tarsache,dassTschickMaik hilfrberejrzeigeo.luail reflekien diesndcl I
R!,jd.1e, l
r s.häIisbe{eis, anvertriut, homosenell zu sein, spielt dem nichüchen Anrur bei sejre! erfu,de
; *.. ;;;",- l
nicht aufgrund des Inlalß diesesGeständ nen TanreMoD. Er i,r vo lomhen uber_ I 6.h-bild i
nisseseinegroßeRolle,sondernzeistdie Qualitat,die die r a r c h rd. a s ,i h m i e m d n dd. e n e r m i n e n i n
Ireundschaft der beiden erreicht hat, denn Tschrckvertnu! dn Ndc}'rds dem qchtäfreißr.q re änbierer än*aF
eF
Maik sein erößtes und intimst,"s Geheimnis an. Der Um_ bosr ruhulegen oder ün am Telefonzuminde$ d,zu
cans mit der Honose*ralitär selbs! bleibr voltkommen ,chieien.An diese!srellererdiefl \4dikseinebi.hense
unaufgeiegt,TschicksGeständnisändert nichß 2m um- skeptischeWeltsicht, wie rie ihm von seinem Vater und
gangder beidenniteinDde. Im Gegenteil,Maik erwägr duchrcr dm Medieneineenichrerrwordenßr. .Seirjch
für einen Momem sosär,selbstschml zu werden.IDas
wäre jeEt wirklich die Lösus aler Probleme sewesen( welt schlechri!r. Tldu keinem.geh ,ic}r mjr rremden
(,4). Auch Tschi.ks MisationshiffeiSrund, der dem Le ud soseire'. r.zoq)Auch Vä.!- ei8eneLebersefiah
ser zwar durch verechiedenardgsreVorufteile wie die ver rbe gib ihm bis ddroleine'l Anjds.,üders zu delien.
mutete Beziehung Tschicks zur Russenmafia oder die SeinAußen,eirerdasein. die Vernrcitäs.ieunsduroce!
selbstveretändlicheAnnahme, ne Elerr. dds Ceri:}-. aogelehorzu qerde;. al, dE,
führt natür1ich nicht zu einer oPtimistischen Sicht auf Iahrer9o3sümmendeSchnitzereiAnsetm
die weh oder auf seineMitmenschen.Dle Erfa-hruns, wa s;n;deckt,nu$ erdar".a""1"". a.,l I r.**",r- |
dass nicht die sesamte Menschheit scilechr und ver- ,on diesemMann und seinemLebenver_ I nitdereisener.,
konmen ist, spieltfür Maik dahereinebedeutsame Rol- muriich nichrs mehr ribrig ist, dassdie zeir ., verginsli.lkeit I
le: sie eröffDet ihm eine sanz neue sichtweise auf das all seinesFren verwlsch.har. lseine Fa
Leben und kann drher als eine dei wichiissFn Enrln nilie var [...]rot, seineElternwarenrot,sejneKind€rwa-
senschaften derReisebezeichner werden. ren tot, alle,die ihn sekannthan€n, warenebenfallstor.
Trotz aller leichtigkeit, die den Grundton der Reße be- [...] lDlas Einzise,was übris var von Anselm wail, war
stimmt, hän$ MalI immer wleder aüch schwermütigeren dieserNameln einem srück Hotz( (rZ4).Maik isr sich si_
ceddkennach. An mehlerenStellendesRomansnächt er cher,dassesmit ihm auchso seinvird, dassmir der Zeir
sich cedank€n über die rnenschlicheVersänglichkeit und nichtsmehr da s€invird von dem,wasihm in s€inen Le-
dasAlteiwerde.. So ist esfür ihn unvoßte]tbar, sich selbsr benwichtigwar, dassesncendwannniemandennehlin-
einmal iE einen )beisen Rentnetu Gr7)zu versandetn, wie reressi€ren vird, wer er var. Die Eriebnisse auf der Reise
er sievor derBäckerei sitzendbeobachret. rAm meistende konfronrierenMaik erstmalsin seineml_ebennir cedan-
p r ' n i e ( e n i . l ' d e rC e d " 1 k ed. a * u n r e rd i e . e rR ' . , n c r i a - ken solcherArt- Er is! vierzehnJanJealt und hatrebisher
nen auch welche sein mussten, die nicht lansveilis odei keinen Anlass,sich cedaDkenübe! die zeididker. oes
öde gewesenwaren in ihlei lugend( 0r8). Dje Tatsach€, Menschenzu machen.Um dasV€rgessen zuminoesrnn-
dassMail sichzu diesemZeitpunkt selbs.für elnenöden auszuzöserD, schläsrer deshalbIsaund Tschic| auchvor,
lansveiler hält, muss ihm dabei ersr iecht jede Hoffnuns sich in füni:is lahr€n wieder auf dem Bergzu treffen.
nehneD, sich ,pater eimal von den Mitsliedem dier€r Den aufl€imenden übeieeüngen, ob:,,,- ..-,.,.,
i
einförmigen Reise8ruppezu unteßcheiden. Er fiagt sich, dei Auto. dies€ cedanken aufg.und seiner a cedanrennbs :.
was ausall den Plänenund Hoffnunsengewordenis!,die ' n
e i S e n esnl u . r i o n a o m d L . r e € e b i . l - r d q r o o " n o
-
dieseMenscheneinsthatlen,und konm! zu dem frusuie- h d . o b , : ea r . oä 1 ,o b i o g r ä p \ . , c h qe ,r, i n d , b r o s r . Dr l -)
rendenSchluss,dassam lnde allesegaisei,da siesichso- widersprichtHerrndolf in selnemBiogdi- ',,..-..'".,,,'.
wieso nichr mehl voneinander un.erschieden.Aus Indivi- i€kt selbs!Nachdemer die Arbeiran TJciictnachder Dia-
duen mir individuelLen Träunen sind Maiks Einschäe'rng $ose einestödlichenHirntunors wiedei aufgenommen
'r.ile ei-
zufolse nicht weiter voneinandei unrerscheidbare hatte,schriebei: lD e! lusendroman,d€nichvorsechslah_
ner einheidichenMassegeworden. ren auf Haldeschriebund an dem ich jeEtarbeite,jstvoll
Noch deudicher nit der menschlichen Versänclichkeit nit cedaDkenübei den Tod. [...] wenn ich dasdhma$e,
und der lrage, was vom L€henbleibt, wird Maik in der Epi- denkenalle,ich hätteesnachherreingeschdeben. Abersoil
sode auf dem Berggipfel konftontiert. Als er die aus dem ich esdeshalbs.reichen?('

6. Inrerpietnion 67

-:-:--i-b--
Maik spricht dies zw! nicht explizir aus, womöslichwiede! 'Psycho(helßenwnd odernicht, erist
aber resüllierend aus seinen cedanken €infachglücklich.Durch den sprungjn den loot entziehen
schwingt an Stellen wie diesen die liage si.h Maik üd seine Mütter dem Attrag und derlr, ms sich
üch dem Sinn des Lebens mir. lall6 sich änsebli.hschi&r.sie lassendie beidenpotizistennlos am
am Ende sowieso ale in faiblose Rentner Beckenrandzurück und i8noiieren sie und die von rhnen
verw.ndeln und fals die zeit ungeachtet der eigenen verkörpertencrenzenlnd Konvendonen.
Existenz imer weircr vergeht bd nidrs mehr von er-
nem übrislässt: wetchen sinn hat dann diese kEe
zeitspanne, in der de! Menschsein Lebenlebt? LeEdich Grenzüberschrcitungen
und ceseEesverstöße
ven;t ihm 5eineberrunlene Vuner d-esesGeheimnis. Diebstall, Fahren ohne tükerschein, Alkohotkonsum
Die lt4utrer.dje nichr in der lrge in. -hrem sohn eine MinderjährjserLügen. . . Die Listeder crenzve eu unsen
StüEe z'r s€in, ihn durch die schwierige Lebensphase oder sogard€r cesetzesreßtöt3e im Romanist tang.Die
der Puberrätzu begleiten urd inm etwas von seiner Ein- Frage,wie mir diesenVeßtrjßenumgegangen wird, ist für
,amkei, zu nehmen,isr m Endedrejenige,die rhm ei- die tfterpreration sundlesend. turistisch
n e nw e n v o l l e nR a rg i b r : ' M e r k d i J e i n s i mL e b e ndl a b b e , r d c t r r em, .ü s , e nM r i k J n d . s c h ;k o i e . r r d L n o
iö eigenLl-ch schonmai Ljbe,grundsärzliclerragenBe- Konsequenzen ftn i}J Handeln narürlich , sühne?
i
sprochen?[...]i sie zeisteeinmairundum. 'Dasist a[es tügen- Es kommt zu einer c€richtsv€r : -....-...,,.:
esJ. Wä. njchLe8al isr: Btr du slücl'.Ichdsir? Dis. handlung, und belden wiid eine St afe auferlesr wenn
Und nu das.k (2st. Die Auffassuns,dasses nicht von auch eine sehi milde. Bezüelich der moralischen Beurrei
Bedeutuns sein kam, sich an ru*usmöbel und adere I'rns der teilweise laiminellen Handlungen verhäit €s sich
veldiche cegenstände zu klatrmem, unhrsrieichr die ande$.Interessetist, dasssichi! Mailund Tschickwede!
Mutter deudich, indem sie die haibe Eitrichruns im pool bein Steht€ndesAuros (]'Kdn man leihen.Der Besitzer
verseDkt. Das Versenkende! Lwsgüter slmbotisien so- me*t dassar nichi( [8,]) noch bein wiederhotten!n!-
mit den Befreiungssctrlagvon äußeretrZwängetrund Kon- wendenfremderNummeroschilder oderbein Abpunpen
ventionen. Maik lässr sich davon ansteckenund hilf! ih. desBenzinscewissensbjsse regen.während das Srehlen
dabei. selbst der Fernseher dei tur Mai! no.h zu Besinn für Tschic! schon voi seiner lreundschafL mit Maik völlig
seiner Erzähluns unerseelich zu sein sc}lien, iandet lm normal gewesenzu seinscheint0rrchhätt ihr eine cD ge_
wassei. Schließlich spdngr Maik hinrerher und lässrunrer k l . u r . w e n n . i e m r c h " i l 8 e . r d p n h ; 8r cj r. .. o b w o n t m r n
wasser die Erlebnissedes sonmers nochmals R€qre pas- hm duc\ nich,iedeAus,,geunh nrerrrac,glduDerddn so
sieren.Die Weisheiten seinerMurler scheinenbei inD An- ze Lhne'silh be' Vrü ein" LnrwnUrS äb. M.Lhr er ,io
llang zü finden: Es isr ihn egal, o! ei nach diesei Akliotr bei.cinererJ.rr,hn ntro" roo cedar^enuh rÄ"t,
cheNeise von ihm hinrcrlasseneFinseiabdrücl€, die ihn genscheintMail< ernsterzunehmen, dasleDingebeüeffen,
verratenlönnten,ist er esweniSspärer, der ,wo mandachte,essehramEndeumLebenundTod((237),
p,i.,irät,F-r , a1l Lösuns des Benzinproblems vorschläst, und das€ntspricht, bezosenaufihren Unfall, auchden Tat
,
t sEucdd , einfachein neuesAuto mit vollemTankzu sachen.Maik und Tschickentgehennur mit viei c1ückweit-
: Reise I st€hlen.Mit zuehmender Reisedauerwird reichenderen Konsequenzen ihes Leichrsinns,der Unfatl
esfür Maikimmer wichlieer dasAbenteu€r hätte auchandeisausgehenlönnen.
fonseEenzu können,kosrees,sas eswolle: Ihm scheint
nahezujedesMinel rech!zu sein,venn €snur verhindert,
dasssie die Reisebeendenmüssen.Auch wem Tschicks Motivik lnd slDbolit
ldlschliche Versicheruns, das die Strafmündiskeit erst im I Eswurde schonmehrfachdaraufhingewiesen, dassdas
cl,er \on fi:nHehn ianrenerreicl-rwe d4 zL Becinnmöe : zentrale Motiv des Romans die Reisebzw das husreF
lichelweiseMaik ,orglose! handeln lässt, so ist es de! ßen Maiks üd rschicls ist. Es sehr um zwei jusendlich.
wunsch, die Reise forEusetzen, der ihn sich sciließüch I Außenseirer, die sichaufelneFahrtins Ungewisse bege-
mir Leichrigkeitüber Crenzenund cesetzehinwegseeen ben, durch gemelnsamE ebresund UbersrandeDessich
lissr.Die beidenhorasonisrendenkendabeiankeinerStei ' ais lreunde finden und an Ende reich an neuen Erfa!-
le des Romans darüber nach, $'elche Konsequenzen ihi rungen heimhehren. Die Walachei, die zu Beginn auf
Handelnfür anderePersonenhabenkönnre.Dennocorsr , Tschlcksvoschlag hin das Ziel dies€r
klai, dasssie niemandemschadenwollen. Es seht ihn€n :--,-----,
R e i s eb l o e r .w r r dz u r e h m e n o/ u m r n i D" w . " d a
ausschließli.h darum, auseiner die Reisegefährdendensi- r e n c v m b o . z u e r n e mv e r , c l ' u or m e - .)rb..is(he' '
tuarion (2.8. der BegeSnungmit dem Dorfsheriff) al enr- ' nen Fluchtpunkt am Horizon!. Es gehr :. n .hte"'kt
i
lommen. Dies ist auchder crund dafür, !!"rum in Texr der nicht rvirklichdarum. diesesZiel z; eF i,.'.- ' "---''
moralischeZeigefinger rroE der zahlreichennicht geseEen reichen,sondern dasUnterwegssein sellsrstehiimMit-
konformen Handluosen nicht erhoben wird. Maik üd lelpunkt,de! Weg selbstjstdasZiel. Di€szeigtsichbei-
Tschick haben leEdich keine bösen Absichten, sie vo[en spielsweise daran, dass sie sich wede. vor Beginn der
niemanden verlelzen. Esist ohne weireresnachvoliziehbar, Reis€ dle Route in Richrung walachei anschauennoch
dasszvei juSendtiche Ausreißer feinab von erwachsenen
.' Kartematerial mihehmen. Dei einzigeAnhaftspunlt
Alrfsichtspersonen sich nicht so verhälten, a1sstünden sie lst einevageHimmekrichrung:Maikweiß, dassRümä-
unter srändiSeiBeobachtuns. Am Endesibt Maik seinem . nien von ihn€n aus gesehensüdlichliegi Zmr versu
Vareisesenüber zwarzu, 'schelßesebautlzul haben((2r8), chen sie herauszufinden,wie nan di€ Himmelsnchluns
dennoch ist vollkorrüen Har, dasser sein Abenreuermot genaüerbestimmen lann. doch spieit es eire s€lundäre
bereu!. Die moraiischen ErmahnungendesRichrershlnge- Role, ob dies dann auch taßächlich g€lingt. 'Ich hatre

70 6. Interpretation
den Verdacht,dasswir überhaupt nicht vorangekommen Einstellung gegenüberInt€rpretalionen. Er ist der Alsichr,
ffien mit unserenLandstraßenund Feldweeen.Aber es da$ nan nichr mir cewisheit sagenkönne, was €rwasbe-
mr auchzienlich egal( Q65).Die walachei, von der Mail deuten solle, dassman vieles einfach nichr wissen könne.
anfünglich denkt, sie sei nü ein imaginärer On, wird am wie bei jedem anderenwerk gilt also auchbei ?}c/ricl Es
Ende auchzu senau einem solchenPhantasiesebilde.Sie sibr n-(}Iteineeipigevähre. dLleinriöLge -merprerärion
slDbolisi€ft einen Or, der w€ir genug von Maiks Pro- des Romans oder einzelner Motive uad syrnbole, es
blemenw€sist, stelr ein halb-konkretes Ziel dar dassie kommr vielmehr darauf an, die eigenenüberleeungen auf
düch ihr UnteNegssein allein quasiimmer oder ständig d€n Texr zu beziehen und sie möglichsr 8ur belesen zu
rhon erreichen - auch wenn sie dem geographisdlen
On nicht einmal ansatzweisenahekommen.
Ein Symbol, das gleichzeitig jegliche Symbolik paro-
dielt, ist daskleine bEune Fläschchen,dasHorst lricke den
beiden für ilre weiterfahrt nilgibt: 'wir sollten es nur
aufmachen, wenn vir in Nor wären,[...] wenn die rageso
ernst väre, dasswir nichr mehr weiterwüssten, und vorh€r
nich!, dann würde esuns helf€n( G88).Das lläschchen äh-
nelt dem geheimni$mwobenen Elixier, da, dem Helden
seit Menschengedenl{enin einei Situation gioßei Aus
sichtslosigkeit auf @ndelsame Weise das leben re!te!.
Und Eäs machen Maik und Tschick? sie öffnen es sofon
ünd üerfen es aufgrhd seines schlechten ceruchs aus
dem Fensrer.Angesprochen auf diesesmysteriöse llixier,
sagted€r Autor, das ihn jemand auf das Schemader Hel
denreiseaufDerksam senach! habe,wo es immer ein Eli-
xier oder einen SchaEzu finden selte: 'Hale ich natülich
sleich eilsebaut('"j die Bed€utsamkeitbzw. Symbolaäch-
tigkeir des näschchens ivird freilich durch das achdose
wesverfen ad absurdum geführt. Zur Bedeutung dieses
rlar(h(henckome er nici,. sagen.so Herrndorl er wL.e
auchnichr, was es dami! auf sich habe.
An dieser Aussagezei$ sich Herndorfs zurüclhalt€nde
Z Autor und Zeit Arfang ,oro rude bei ihm ein bösani ara::-4,',.1i.
ger Hirnlumor ein Giioblastom,dia- rl Erha.lusund I
wolfsang H€rrndorf lrude am r,.luni 1965in Hambüg D4"'se
Eaostiziert. Aussichr auf Heilune sab es , i
geboren-Er sNdierteMalereian der Alademie der Bilden- nicht, auch konnre ihm ni"--e -'----'
;"s"", :::,
den Künste in Nürnberg. Vo! allen begeisterreei ,ich fur w i e v i e l z e e r n o c h7 u e b * r . l * . o " , ,"".i,"'"1",
die niedeiländische Malerei des rZ Jahrhundens.Weit ihm cnrschhcc.dre -trm ro.h re,b.erbende .i"i*d""
die Nürnberser Akademie als 'konseivativ( empfohlen Zeit mit Schreiben zu verbrineen.veru- :, A/rstnd :l
mrde, wählrc er diesenSrudienort.Doch das Stüdium sa.hteeinenbeilaherasend"i'1"t.'"i- 1"",.*
l
\onfle .einer hteles.en und Anrp jcle 1 ni.l', genueen. fe!. In seinemBlogÄ*cif rlnd Sfuklr, t"*,.*-."--'
runter Professoren und Kommilitonen,die die Selbsral- de! zunächstnur seinen Freurdeslrcis offenstand, dann
klamation lselbsrcrnennung] des zeitgenössischenAGnt- aber auch für die offendichkeit online sins und inzwi-
sardelünsders einsrudierten und die lünsderische ,Posi schen a1sBüch ve!öffendi.ht mrde, berichrete Henn-
rion höherens, rF"r ,lc das Handwerk,musser ein !e- dorfvon seiner dielichen Arbeir, dem Umsans mit dem
geliechrer Alien gewesen sein(rr, bemerkte ,ein Freund Bemsstsein des ihm sicherenTodes,ohne jedoch zu
Holn lriebe. Nach seinem sftdium zoc Helrndorf nach wissen,wie viel zeit jhm nochgenaubleibenwürde.In
B€rlin und dbeitere als I ustrator, unt€r and€rem für den diesem Tagebuchdolumenrien€ e! auch d€n Enrsc!1us,
Haffmanns VeJag und das Satilemagazin ?itani. Seinen die Arbeit an dem seplanrenIug€ndromanwiedei auEu-
Wech.el von der N.lalerei /u Iiterärur beschreibter (im nehmen,den erbereitssechsJalli€zuvo!zu
InteFiev (vgl. Anm.1) so: 'lch habeam Ende rr noch schleibenbegonnen hane. Am 13. März :: Aibeitarri.hi'r:.
comics gemachr.Bei denenwurden dannirgendwm die 2oto notierte er: 'Gib niir ein iahr, Herr- ;.*',-.-.x.,1
Bilder immer kleiner und der Text immer erößet und ir- gott, an den ich nicht glaube,und ich werde fertig nir allem
sendwann gab es überhaupt Leine Bilder mehr.( sein De- (eeweint).('rDasssein tugendronD ?b.nickder übena
bür als schiftsteller gab Herrndorfzooz mit dem Berlin- schungserfolsdesJahreswerden rürde, ahnte er zu dresem
koman In PLüschgeüittem.Nebenbei wr e! begeiskrter ZeiFllnkr nicht: Er wünschte sich,vor seinem Tod noch ei,
Iußbailspieler md Mirslied der deurschen rußballnatio- De dreitausend E-\emplarestaike Auflag€ zu erleben. Die
nalmannschaftder Autoren, genanntAllfonama. lahre zuvor konnte Herlndoif sich mir seiner lünsderi-
Im Mäz 2oo4 fassteer den Plan,einen Iusendroman zu sch€nund schriftst€lerischen Tätigk€it zwar nir Mühe und
schrciben, nachden er al|e ]usendbücher gelesen hatte; Not über wasse! halten, doch von marelielleisicherheit
rum nich! alleswieder zu veigessen,hackte ich in den fol' odersai Uberflusskonnrekein€Redesein.Umsove4ränd-
genden zwei, drei Tagen 15o Seiten als GedankensrüEe licher ist sein bitterer Bloseinüas im Januar20ü: 'cerade
we.den die Filmrechte lvon ßchicq verhandelr.Und dasisr

---
viellelchtderPunkt,wo ich daDndochsoeineÄrt Ressenri- Äuch der EntsFhungsprozess t.fitcts lässr sich beim
ment empfinde:25lahream Exist€nzminimumhenrmge, lesen des Blogsverfolgen.Immer wied€r gibr der Autor
kebst und gehofft, einmal eine 2-zimmer-wohnung mir Einblick€ in seine cedanlen und Einldlle zur Handtung
Ausblick zu haben- Ietzr könnte ich sechsstelligesummen o d e r / L d e nc h r r ! l ' e , e n S o n o . e e e r b e ß p i e t s w e i c " . m
veidienen,und esgjbt nichts,wasmir egalerwäre.(q 28.April,oror )Endlichschiepptsichdie Romanhandlung
Dreieinnalb Jahrelebte und arbeireteHerrndoifmit der rausaus Berlin. Der Ladaist fachmännisch kurzgescHos-
$dlichen Kranl<heitin seinem Kopt Er suchregenau aus, sen,und 8lad hab ich die lurss aufdie Autobahn sejagtund
wofür es sich für iln lohnre, Zeir auEuwenden- lnterviews mich unter den Tisch gelac}l.riber den EinfaI, daß srekeDe
und Lesungenund andereAnfEsen lehnte er nahezu ohne Musik hörenl<önnen.(In dei 'cegenwarrsjuSendlircratur(
Aurnahmeab.Am lnde wählte er die von ihh D senem sei es rzwingend notwendig, die Helden jdentitärsstiften-
BlogangekündigF,Enßnategiex: Die be- de Murik hören zu lassen(.'6 Er 1ässtMaik und Tschick
, rreitod ., freundete Aurolin Kathrin rassig teilte d€r schließlichmter de! lußmatte desLadaseinealteKa$erie
welt via Twifter mit. dass Herrndorf sich finden,die rsolid cold collecrionvon R. claydermaD, und
am 26.Au$st 2013erschossen habe.Än ihrenTweetange, ich weiß auchnicht, warun mich dasso @hnsinnig lachen
lehnt ist auch der letzte Einüag in der Blog A/beif lrnd läßq aberjetzt kacheln sie seraden1jt Balladepour Adetine
Strrkr. Was bleibr, isr dasArchiv des Blogs, in dem man inrem Lngewi.rn schick.älenrgeSer.Droiek.c.egre.jon
die leEten ]ahre des Schriftsrclleß miterleb€n lann, Ein- lRückschritt auf ein ftühere, Niveau, oft in die Kindheitl:
b l i c ki n , e i n e6 e d ä r k Fr e , h ; 1 .L o d v i e ln b e rl i r e r a L Ler ! - wie ich gem eeleb'hjrre " qu,obiosnphi.,\ i.r nu deni-
ftihrt - seineeigeneund die, die es sich seinerMeinung g€sin dem Büch,vor all€mrdie Szenenmndem srelnen
nach zu lesen oder auch nich. zu lesen lohni Als litenri- hihmel, mit StarshipTroopelsund der Entdeckungder
scheBezusspersonennannt€ Herrndolf dorr beispi€lswei- Nacht. Wie de! Held sich erinnerr, mir acht tahren in der
se Vladnnir Nabokovund MarceLProus.,aber auchj.D. DLnleLlei, dr'.h den Log€nk,mp gerossrzu sp-n. da,
Salinserund ÄgotaKrist6{ isrl die einzisewirllich aurobiosaphisch€ Stele(.':Noch
Aus seinem Blos seht auch hefror, dassei ein sehr ge, während Hermdo an den letzten Korrekruren des Ro
räue Lrd dFz.!linierer schre'ber.e-n Perfeknotusrwar. nans arbeitet€, lehnte er, vie ber€its eMähnt, sämtliche
SeinFreud Holm Fliebe,der kurz nachHerrndorfsTod Anfragen nach den lei einer NeuerscheinungübLichenrn-
ein Porträ! über diesen in der Zeirung Dre Wek v€röffenF tewiews, Lesereisenund Weib€auftritrenab. tr fragt€
lichte,berichtet,dasse! Dwochendamirzubnnsenlkonn sich, ob das eine gute Entscheidung wai ,Das Ding wird
tel, an einemTagein Kommazu seeenjweicheser am dd- unrcrgehenwie ein stein, und dann bin ich auchnoch un-
auffolsendenwieder endernte.('rDer Tumor n senem shicUich die nächsrenwochen.('s DN canze sei )[skj]is-
Kopfzwng lhn schließlich zur Eile. risch frasrürdige Peu:ilerprosa mir AlleMeitseinfdllen,

76 z Auto.udzeir
äl( c"nzes scukrulos Auch die lerre Szene wen in- ein Mann mit dem Nachlarsjugen auf dem Batkon über
teressiert's?(', Seine Befürchtungen soften sich nicht be Raümhhrq anstatr al der party seiner lreundin zu sehen.
mhrheiten. Auch ohne eine eroße Werbemaschinedein l b e n d ' e ' eP ä r r yi s r e s ., J t d e r . i . h d i e F , g u n a l l e rC e -
Rückenüberzeugte ß.Äi.l Lese!und Kriüker. s.hichten in der lerzren Erz;ihl1]nsdesBandesbegesnen.
2oo7tDie RasenbaumDohaia_Bei diesemTeft handeh
essich um ein fikives Inrerview Der Elzüj er. der den Na-
Weitere werLe
men des Autors trä81,unterHilt sich hit dem KosmoDau_
zooz: tn P\üschgeüittern \Romn). Henndorfs Debürro- ten Friedrich Jaschleih Alrersheim über die Emwicktune
man tuhn den ca.dieißigjährisen Protagonisren,dei nichr der RäuftJdlrrnächEndede, Zweirenwet ü,eps.DerAl:
weiß, ms er vom leben will, nach Be in. Berlin isr der re berichrer Herndorf von der Exisrenz eirer aieebLichen
orr, d dem ein solcherorienri€ruüssloser Drifter, Dderan Doktrin, der Rosenbaum-DottriD, in derbeschrteDen ßr,
sich und de! welt ieidetd", Zuflucht finden kann. Ohne se- wie mit übeßinnlichen Erlebnissenim wetta hse€n_
nau zu wissen, wonach er eigendich sucht, begibt e! sich g e r s e r d e n . oI
auf die suche. Der Roman mrde von Kritilern dem zu sei- 2o1i: sand (Roman).Her.ndorf selbsrordneie dieses
nen Erscheinungszeitpunktbereits abgenutztenceNe der werk dem ceüe de Tlonelromans( zu ('Alle handeln
roplircctur zugeordnet und dennoch gelobt. rverkach& den PersoneDsind Trctreiia), die Rezensionenwählten
Eistenz führt dulch die cegend, Ueibr füi ein pad Tagein Agentenromanoder ThriUer bzw bezeichnerenihn ats
Berlin hängen,k'iest auchdort nicht sonderlichviei auf die PärodiedieeercerrFs. Der Romrn .p eh re-, :€endwo rl
Reihe, fühlr wieder wes und komt schließlich offenba! No-dal.ika uld be+eh, au, railreichen Lrnd.urpr.trdn_
genauerführt man s nicht - ums Leben,Klappe zu, Affe tot, g e n .d i e e r s r n a . h e - n i 8 e 7 . e t r m i r e n d n d e rv e Ä u n d e n
Buch zu Ende. Kann das noch funltionieren? Es funkrio- werden, ein eindeuriges Thema isr kaLn zu beüsnen.
niert. Es funkioniert sogar zienlich gur("', bemerkte ein Herrndofbezeichnetsandin seinemBtosalseinennihi-
listischen (andchrs glaubeDden)cesenentmrf zü Gcni*.
zooT: Dieseiß des van-Allen-Güftels (Erzählunsen). Für Sanderhielr Herrndo.f 2orz den preis der LerDzEer
Dieser Band mir Er4ihlunsen enthillr sechsceschichten, E u c h m e t s er ü. r d e n , o _ rb e e i r s L . r i . r
deren risuren miteinander ve$unden (befteundet, veF "o-in,"ri "ä.
mndt, bekannt. zur selben Zeit am selben Ort) sind üd
die jeweils als ceschichte democh all€ für sich allein ste-
hen können. rür die ftüle Fassunsder Tltelez:ihlung er-
hieit Herrndorf ,oo4 den Publikürnspreis beirn Klasenfü-
rerliteraruMenbewerb.ln dieserEz:jl lngunterhältsich l

78 7 Autorundzeit

i
L
---.....'
8. Rezeption

Is.hnft rnrchre Wolfsang Heandorf be.


i-*r
r ü h m ' . Z w a r h ä n e e r z u v o . s c n o n, " " i ! r , . - ; " * . I
Prosawerle veröffendichr, d1" ft- 6"i x,1- ! ou'*o-"r, ä
dken Ansehen einbGchten.De.
tfols. vor ällem beim beiren publifu. qd
iedochaüs_
Seblieben.Alslr.r,.t im Herbsrdes lahJesro,o ersclien,
rcchneteruemärdmn eiDemdüchccilasendenErfotg.
dm
w€nigcrendü Arrq qetbn. ohne große Unre.srutzuDg
durch erre ejgme Werbekämpagne errchjen ß.tic4 zu_
näcnstkäumbe.nerkr.dutdem Bucbnark. Am 8. Ottober
ryo rcntrG Herrnddf in Bloe:nDreiWochen|5r
rsorcx raus.und u keiner"einem Buclmessenbellaee utrd keiner
/erüe. rs rs(mr. njcb. >ogteicbgüftje wie f,ü-her.{iAber
dre lehlendeWerbüg solhe den Verkrutszrntenke.nen
Abbruö run lm thi ,ort meldereder Ro$ohlFverldg.
drs.Tr.ä/.rdie tine-Million GFnze F*auner r\eüp,{e

Bt ddrowurdendie Rech'eaDdem Romänin )6 Lärder


verkaulL:zweieinlalb Iährenlcb <erner Eßcheiren
{änd
er immer noch auf der spiesel-Bestsellerlistefijr .läschen-
bücher. Rangierte ?icÄicl in der erslen H:1ffte des
lahres
rc13 iD den Top rc, schnelite der Roma näch Herrndofs
TodEndeAugustdesselb€n tahressosarauf
Plarzr."{ ßclra wurdemehrfachmi; prei-
sen ausgezeichnet.Iür seiDen Rome er_
WofgangHerndoriirDriijnjahr2oo8. @MaüiasMainholz A:rcr d€n ctehen+Brenräno_prers.
llr:]r .de: den qdn,
EDdr-iJreß ubd de.1 Deürqclen lusendlirerarurprei,.
I eErereAuqzeichLrngwurde durchdie Iury folpenderDa_
l3enbegrdrder. ,ß,ri.t isr eh Aberreuer una
ru.ir
"i"
Bildünssroman, mir dem Henndorf die Modensreruns eineh populären Stüc! cegenvarrsliteratur. Hermdorf
seiner Kindheitsleküen perfek! selungen ist. Das feine berichtetein Ärbeir and sfrrkra dasser zahlreicheBriefe
cespüi desAutors {üi jugeDdrelevanteThemen, komische von Schülem efialten habe. Fär einige lruen diese Brieie
Dialose, der jusendlich-autlentische Epählton und der bis eine Hausa'rfgale: ),Wie ich das gehaßt hätte in der Neun_
zum filNeifen Finale konsequent durchgehaltene SPaD- Len.Uqd ir iederüdeler Kasseauci. B.iefeän irpeodwe-
nugsbogen machenden Roman herausngeDd(" che idioLenschreibel.s.dc ioeruei,e Lhemäu;,en oäs
DerDlamaturgRobertKoa,einlargjälfi- eirige auch. Aber ale ziehen rich üie ohne Müe aus de!
ger Freüd HerrDdor{t, dei an seiner statt Affire. cucndie beidenRüpelaus der lec,ten Reii" qr_
auchauf keisverleihungen gins, bearbeite- udnofrei häneichnid,!sek"-' i..,d"-,qr,";... ;i;;;";-
rc bzw adaptierre ?icricl für die Theater- wort auf ihre An&agen bekan keiner von ihnen, dafür
bühne. Am 19.Novembenol1vrude liclict im Dresdner fehlteHerrndorfdie Zeit.
Schauspielhausunter de! Resie von d GeNer unufse-
füh!. schnel Dahmen aüch za] rciche andere Theater in
Österreich, der Schweiz und in Deurschtand Tsc,lick in
ihlen SpielptaD aut Dje drei Schauspielei der Dresdner
lnszenierung,Benjmin PauqEt, der Maik sPielt, Sebastian
wendetin in der Rolle desTschickund LeaRuÄaaul äls ]sa,
mrden ,ol, mir den Güntler Rühle-lteis der stadt Bens
heim ausgezeichn€t. Eine Hörcpielfas$mg des Romans
exisrielt ebenfalls-Eine VerfilmuJlg ist in PlaDuns.
Bis zuleor a$eitete Herrndof an einer FortseEung zu
Tschick aus Isas rerspektive er war sicl dabei bemssq
da$ er dieses?rojelt nicht zu Ende fülrcn würde lwenn
ich noch eine chance sähe, )Isa{fertiszustelen, väie mit
dem Btos Schlussd6,schreibt er am 19.April 2013.
Auch ir deD Deütschunterdcht hat Tsclicl
tänsst Elna€ gehalten.Die lockere Sprache
des Eiz:1hlers,das Abenteue iche de! Rei-
se, die melaDcholisch-frönhcheStimmlng
des Romans, verbunden mit den wichlisen Themen des
Effachsenwerdens, ermöslichen eiaen Suren Zusans zu
9. Checl<liste hat diese ceschichte rfasst? Wa5 passien iD der Ge-
schichreSeDu? übezelrgt Si€eeirc lnrerpreration?
13. \vohü sranmeD Tschicl uDd sein Brude;? wie larue
Hinteryudinfomationen sind sie sclon in Deurschlärd?
r. Wie kd Wotfg:rs Henrdofaüfdie ldee, €in ]ugend- 14 Stellen sie eine Vermütung e, w"rum Maik zu Tschick
buü z1lscheiber? ir den rada sreist. Begünder Siediesegenanei
z. welches sind die Leb€ßiläten desAtto$? rs. chdaLtedsieren si€ Mait und Tschick. worin ur€r_
3. Wanm qeEteerseilem Lebenei! Ende? sdreido sie sich, wd verbinder sie?
16. wie eDtwi&elt sich die FreündschafrzwiscleD Mail
s. wie lautet der Titel von Herrndorfs BIog uDd ms ist ündTschick?
dd Besondercdann? 17. Umreißen siejeweils kurz dasElteDlaus bzw dasso-
6. Das Gulae des Autors best€hr DebenTsclicl lediglich ziale Umfeld der beideDprotasonister
ausdrei weiteren BüdEn ürd einer Lurzen Ez:iblung. 18. welche KoDsequeMenfoleen ftir Maik und Ts.hick aus
- Ben€nnensie di€ werke H€rmdods. ibreruerlaubren Reise?
- welclFn Genes w€rdeDsiejeweits geodaet? 19. Inwiefeh findet Maik dulch die Reise mebr zu sich
.wie
zo. wnd im Roman rnit Homosexualirär uryegan_
snuLüu,lnhalt,P€Eonen
- 8en?
7. Stelen Sie die Stadonen der Reise in {eDigeD Stich_
tDterpretacionund Rezeption
8. wo spielt die Handlung?
9. Welchetr Zeitraum uüfasst die Hanilhng? 21. Inwiefem kam Tscfrr.l als ,Roadnovet( bezeichnet
10. Nehmen Sie Stellüng zu ErzälilpeßPekive üad Er- w€den? Inwiefen iiir der Romatreine Hetdeüeise?
zühlform. 22. Welche v/eiteren ceDreklassifizieruDgen erhielt der
r r. Mit w€lch€m SpiEnamen wude Maik hrzzeitig von Roma noch? welche lind€n sie angemessen?
seircn Klassenlmenden arSespro&en? 23. Nennen SiecrüDde fiü den großen Erfotg, den der Ro-
- Erläutern sie den Glud fib diesen SpitztraDer maj] dürch ale Altersgruppen hindurch hat.
- wie kommt es dazu, dass Maik den sPiEnam€n 24. Zü:n gegenw;trigen ZeitpuDlt existierr noch keirc
wi€d€r verlierr? verfilnuns von übeiesen sie sicL welcle
12. TschiclliestimDeutschune ichtseineInterPietation beiden SdEuspieler"r./dcl.
Siefür die RoleD desMaik üiü des
der ces&ichte d€sHeIIn K. vor. Welcher schdftste[er TschiclwäNen würden. BegrüDdensie rbrc Waht.
2s. Die sprachedesjugendlicheD ErzNers Mrde von der ro. Lektüretipps
Kriti! hochselobt uDd ftir aüthentischbefimden Ist es
Herndorf ]lrcr Ansicht mch 8elungen,die sPEcheei-
rcs vierzehDj:ihiseD zu üeffen? Nehmen Sie Stetlung
duu üd gebenSieBeispieleu. Hermdo .wolfgrng:Tschjcl. 24.Auflase.Reinbekbei
Hämbu8r RowohftTäsdrenbuciverta. :or:. .Nach
dieserAusgabebt.l ätiert.
In Plüscligsittem. 4. Auflage. Rehbek bei Hambüg:
Rowohlt TaschenbuchVe.lag, 2or3.
Diesseir"desvaD-Allen-cürrels.a. Auflaee.Reinbek
bei Hambüg: RowoÄhTaschenbucn Vert;g.,ooe.
- Die RosenbaümDolüin. rerfin: sururrui,
zooT
- sand. 4. Auflage. Reinbekbei Hambüa:
Rowohh Ta_
schenbuchVdlas, !o1j.
- Arbeirund Stlukur. Bedin:Rowol t,,or3.

Weitefährendeeuellen
HerrndorfsBlog:Aräeirru d Srrukür. zu findenünEer
t ww.ßobans-hermdotf.deDort findersichäucheiD
Ounal.eaus?5cl!i*.
BülneDfassug:Tscli.t Bedbeitervon RobertKoa[. Ui_
autrüIrng an 19.November2o1rin Dresden.
HörbuchI Berlin:Argon-Veriag,2on.Gelese!von Ha]lno
Koffler.
Anmerkungeo 13 Ebd..EilFag vom 13.M;irz 2orq S,2.
14 !bd., riaEagv@ rS.tald 2ofl, S,r82.
uw,m hat esilschi& 8qadlt, Herr Henörf?( Katniin P6- rs Zit. ücl: sieheA!m. ro.
sigim Gespitchmitwolfgdg Eerndorf' tA Z v@ 3l Januar r 6 Wofeäng Hqmdorf: A/rrü /ds|a&ru, lirhg vom 2s.April
, ot1t wu ü.1ü.n ?LoktwtuJtu tttPtonhu cha. dutom /i n
Ee'pruech-bollsnts' hffi ddf-Mnn'hat-e lgchick- etuddlt' r7 Bbd.,EiDbagwm !, Mai 2oro,S.55.
hn -hmdorf- 1t6' 6s.htn\. r8 !!d., lintiagvom 2Zrr i brq s.72
re Ebd.,EintuS vm 19.ruli bb, s. z.
3 lelicihs@n Lovdlery: )weE Im rll die Mnne sieht,tan 20 wolf8ag Hemdorf: ir ptiür.,UpDinem.Krppar* der r. Aut_
t@ sich &e Liele ileDleD{,Rez.mioD zuwofgog Hemdoifs hsE, Ftulflt rm Main: zveiEsendeinr, bo2.
tTschiclx.!'4.2 von rs. oltold Ma lDü@,fdzneVaktue / 2r Käu c,i6d Zeb@r ,h d* StadtdesircnijclFD Mölelfact€e_
feuiueton/buedw/@ionen/beuet:etivMfeanE hem dort- schifts. Wolfgang H€ndorfd elster RmaD rta ptibchgewit_
A,chi.*-üdn- nn - all-dL -nwh*ieht-kana-mn' n h'.ln' tieb* @u \uua. iE atu'k it*.dE/publi./@eßionahp?ft L
denkena6Bo2s,htnt).
4 vgl. Meldug il* Boßaülaüdt von 13lui 2013(DUD.üo€ßtn 22 zit, nrh: si€Ie A@. r.
23 \voü8aDgHeErdorfr Ärrei. andshüt-tur EinEae@h 8. Oho,
5 Vgl. z. B. Chri*ophd VoSlei Die Odrrs@d* DrehbudtshEi'
b6. Übrr Ae nsthowischn Grundnrttu dB mdikmxchen 24 vgl. SpieeEl-Orlin€Bes8€lediste TsclEnblch, S6nd KW3Z
E/tokshtor. 6.Auirse. rtalud rm Mair. zreibNendeins, 2o4 @ uu. spiecel.de/kultur/kko /@be ßid1t-besßeltd -a-
4s864.

6 vgl.,Analytirhe6 Drdira{. h, RtuIexikon dq dtrts.lffi I nüa" 2s furybegrändug dlr Vdl€ihug ds Deutlclen


heen(l1i@ru-
fitu1smttßft,!,dj: a-4 Htsg vo! ceorg Braüed, Hareld pRt*s_b || (uwu djIp jueadlntu tu. aqt ou /preistueefr
-
lriiteetrl.Serli!.Decroytet1997S &fi,
Z Die Redeweldlrg,rlen St€c}.r zieheD{fi.d€t sichaucl h 26 Woüeän€HdDdorf: Arratandsrzhli EinFrC@m 19.April
Hemdofs llog/ttbdt nd Stzlrr a eini84 SEnen Wdda
adiv€n absetült hat,Ueilt slebnnion 27 Ebd.,EiDtragvon 18.Jui 2or, s. 2!2
8 Zit. nrch: siel:eAm. r.
9 wolfcecEemdorf:Ät6atundstrul?urlir@grcm24MäE
2o\o.{übu.tu olfedks-hmdod de),s4!.
ro Zit üc!: sieheAm, 1
r r Holrn Friebe:,As d€rweit gefallen{,r4eltan Sorrtqgrcb
L septetubd 2o4 (httpf /uüb.@e k.dEAaba/ tudarischeü eLrl
articlellgs3288'/Aß- dd-we k'sialbn hnnD
r 2 Wolfgdg Hemdorfi Ätüeit undstnktur Rilc\bletde, Teil3:
Ein Telefom!, S.tr3,